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inside your business. today.

13. JG. NO. 1704

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 11.– 13. oktober 2013

TREVISION

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Der Verband der Öster­reichischen ­Privatmedien lud zur Enquette Seite 8

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27.10.2005

12:07 U

wider die pestizide

Rewe (Bild: Frank Hensel) kooperiert mit Global 2000, Spar mit Spezial-Labors Seite 16

© Messe München

gemeinsame Feinde ...

© Spar/H. Kirchberger

© VÖP/Michael Gruber

www.trevision.at Österreich bei der Expo Real

Heimische Branchengrößen auf der   Münchner Immobilienmesse  Seite 36

Web 2.0 mhoch3 präsentiert ein innovatives Bewertungsverfahren für User Generated Content

Ein neuer Standard für den Social Media-Check

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inhalt

prime news & market watch > KPMG: Spitzensteuersätze auf Einkommen steigen  3 > Feature: Wissenswertes zum Thema Corporate Twitter4/5

© Servus TV/Marco Riebler

marketing & media

retail > Anuga-Messe in Köln: Frozen Food ist im Trend  17 > Wiener Confiserie Heindl: Seit 60 Jahren erfolgreich 18 business weekend

© mhoch3/Philipp Hutter

> Servus TV: Mehr Wissen, Live und Second-Screen  9 > Media Analyse 2012/13: Der Markt bleibt stabil  12

© EPA/Kimimasa Mayama

Online Impact Index Wann wirkt Meinungsmache meinungsbildend – wo wird über Wohl und Wehe im WWW entschieden? Martin Kirchbaumer, CEO von mhoch3, stellt ein neues Analysewerkzeug vor, das skalierte Antworten liefert.  Seite 2

> Japans waghalsiger Ritt auf der Schuldenwelle  28 > UBIT: Berater sind mehr als nur Krisengewinnler  42 > Smart Grids: das Haus als Datennetzwerk  48 > Panasonic: Entwicklung bleibt europäisches Asset  54

medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe.

die immobilie muss zu ihnen passen. nicht sie zur immobilie. Wenn Sie eine Immobilie suchen, die zu Ihnen passt, sind Sie bei Colliers International an der richtigen Adresse. Unsere erfahrenen Fachleute für Gewerbeimmobilien, hochwertige Privatimmobilien und Immobilienentwicklung gehen auf Ihre Bedürfnisse ein und beraten Sie kompetent. Lassen Sie sich doch einfach verbinden. Unter der Telefonnummer 01 535 53 05 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@colliers.at Colliers International, Immobilienmakler GmbH Goldschmiedgasse 10, 1010 Wien, www.colliers.com/austria

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

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c ov e r

2 – medianet

Freitag, 11. Oktober 2013

analy se an neuer adress e

© mhoch3/Philipp Hutter (2)

Es ist essenziell, zu wissen, wo und was über Produkte und Dienstleistungen im Web 2.0 gesprochen wird: Getreu diesem Credo hat mhoch3 die Bewertungsskala neu definiert: Auf Basis des Online Impact Index und des Social Media Monitoring wird User-GeneratedContent auf Herz und Nieren – sprich Stimmungsbild, Einfluss und Tragweite – individuell geprüft. Atout: noch mehr Aussagekraft und Überblick im Forendickicht und Blogwald. Apropos: Mit dem Umzug in die City setzen die Social Media Marketing- und Monitoring-Spezialisten auch räumlich neue Orientierungspunkte. Bild (v.li.): die mhoch3-Mitarbeiter Michaela Dür, Alexander Lehner, Nicole Juric, Eva Atzlinger, Michael Schraufek und Irene Flener.

Bezifferte Zielgruppen Der Wunsch nach messbaren Resultaten im Social Media-Bereich steigt; mhoch3 bringt jetzt den „Online Impact Index“ ins Spiel

Neuer Social Media-Indikator macht Quellenrelevanz messbar

Housewarming plus Portfolio-Update: Donnerstagabend wurde im neuen Headquarter ein neues Monitoring-Tool präsentiert. rUDOLF gRÜNER

Wien. Die Online-PR und Monitoringspezialisten von mhoch3 betreten Neuland – und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Ein erster, inhouse entwickelter, treffsicherer Relevanzindikator, der „Online Impact Index“, soll eine Bewertung unternehmerischer Positionierung im Social Web erlauben. Mit dem gewichteten Online-Quellencheck will man Wissenslücken füllen, die WWW-Werbewert- und Reichweitenanalysen – die sich an analogen Beispielen orientieren –, bis dato nicht schließen konnten. News gibts auch in Real Life: Mit ihrer neuen Homebase hoch über den Dächern Wiens, die diesen Sommer bezogen wurde, schlagen CEO Martin Kirchbaumer und sein Team neue Zelte auf. Beides, Neo-Standard und Standort der Agentur, wurde gestern Abend im Rahmen einer Opening-Party mit mehr als nur virtueller Begeisterung vorgestellt – und zwar in bester James BondManier.

Online ins Schwarze treffen „Der Vergleich – 007 für 2.0 – kommt nicht von ungefähr“, meint Kirchbaumer, der für seine Kunden in Sozialen Netzwerken ins Schwarze treffen will. Dazu bedürfe es gewissermaßen universell geschulter „Online-Agenten“. Neben dem Einsatz von Experten ausgemachte Sache: das Bereitstellen von Kennzahlen, die eine individuelle, strategische Analyse und Gewichtung der Diskussionen über Produkte und Dienstleistungen nach quantitativen und qualitativen Parametern erlauben.

Ein Blick in die Kommunikationslandschaft zeigt: Es wird diskutiert, über alles und jedes – wahrlich vom Anfang bis zum Schluss. Sei es in den zahlreichen Babyforen oder im „Büro für die letzte Reise“ – Stichwort „Friedhof Forum“. Dazwischen wird online gustiert, getalkt, geshoppt, beraten und abgeraten. Kurzum: Die Anziehungskraft der digitalen Bühne scheint ungebrochen – quer durch alle Altersstufen und Interessensgruppen. Die Plattformen verzeichnen so weiter regen Zulauf. Das lockt auch immer mehr Firmen ins Online-Schaufenster, besonders auf Facebook, wo erwartungsgemäß auf besonders viel Reichweite und Resonanz gehofft wird.

Verantwortlich dafür ist vor allem das technische Setting. „Facebook-Postings“, so Kirchbaumer, „erscheinen nicht in der Google-Suche, Beiträge aus Foren und Communities sehr wohl. Solan-

befragten Unternehmen attestiert einen starken Einfluss von Social Media auf Kundenprozesse und kaufrelevante Entscheidungen – ein Stimmungsbild, das sich auch auf Österreich umlegen lässt. Laut

Punktgenaue Orientierung

„Unsere Erfahrung zeigt: Bei der Online Reputation ist Facebook nicht der Weisheit letzter Schluss.“ Martin Kirchbaumer Ceo mhoch3

Im Fokus: Foren & Blogs Die Rechnung geht vordergründig auch auf: Analysiert man allein nach absoluten Userzahlen, liegt Facebook international wie auch im deutschsprachigen Raum unangefochten vorn. Laut den zuletzt publizierten Unternehmenszahlen aus dem Juni 2013 sind allein in Deutschland 26 Mio. User registriert; für Österreich wurden für denselben Zeitpunkt drei Mio. Facebook-Fans ausgewiesen. Doch diese Dominanz täuscht. Neben den Online-Marktführern, zu denen auch Twitter zu zählen ist, sind für den UnternehmensCheck die kleineren Player die wesentlich signifikanteren Ziele. Grund dafür ist Google Search: 96% aller User, das verrät die Statistik, stoßen via Suchmaschine auf die entscheidenden Dialogpartner und deren Erfahrungsberichte in unterschiedlichen Kanälen des Social Web.

Ob User-Generated-Content ins Unternehmensimage einzahlt oder ob online wertvolles Porzellan zerschlagen wird, kann nun auf Basis des „Online Impact Index“ interpretiert werden.

ge die interne Suchfunktion bei Facebook noch nicht konkurrenzfähig ausgebaut ist, sollte die Aufmerksamkeit der Unternehmen verstärkt auf ihr Image in Forenbeiträgen gelegt werden.“ Wichtig dabei: „Was spricht die Zielgruppe; was ist relevant, was vernachlässigbar.“ Die steigende Zahl an Special Interest Communities trägt nicht nur zu einer weiteren Ausdifferenzierung des Social Web bei, sondern erhöht auch den Druck auf Unternehmen. Zumal Peer Groups durch ihre Erfahrungsberichte im Web das Unternehmensimage und Kaufentscheidungsprozesse mitgestalten, meint Kirchbaumer. Ein Wandel, der auch an der Universität St. Gallen bestätigt wird. Dort hat man sich jüngst auf die Suche nach dem „Return on Social Media“ gemacht. Eine Erkenntnis: Bereits mehr als die Hälfte aller

aktuellem European Communication Monitor 2013 ist hierzulande die Bedeutung von Social Media als Botschafter hinein in die Zielgruppen unumstritten – ebenso, dass das Wissen um Evaluierung und Erfolgsanalysen weiter nur als mangelhaft bewertet werden kann.

Aussagekräftige Antworten Ein Befund, den Kirchbaumer teilt: „Es fehlt an Insights und Strategie; in den Chefetagen hinkt man hier nach wie vor hinterher“, was ihn aber „aufgrund der Dynamik und Komplexität der Aufgabenstellung und der erst im Aufbau befindlichen Werkzeuge“ auch nicht weiter überrascht. Viele Fragen blieben offen; mit der Erweiterung des Monitoring-Portfolios wolle mhoch3 darauf Antworten liefern.

„Die Bewertungskriterien gängiger Rankings waren unseren Zwecken schlichtweg nicht dienlich“, sagt Michael Schraufek, Leiter der mhoch3 Monitoring-Unit. Auch die Kunden seien mit dem Vorhandenen nicht restlos zufrieden gewesen – nicht zuletzt, weil auf Bedürfnisse in puncto Themensetzung und Zielgruppenanalyse zu wenig Rücksicht genommen wurde. Folglich habe man über neue Möglichkeiten nachgedacht, die eine nachhaltige Orientierung im undurchsichtigen Forendschungel erlauben. Herausgekommen ist ein neuer qualitativer Standard, der auch große Samples skaliert. Schraufek: „Und das punktgenau abgestimmt auf Produkt und Co.“

mhoch3/Info Full Service Online-Agentur mit 14-jähriger Erfahrung. Unternehmensschwerpunkte: Online Reputation Management, Social Media Marketing, Monitoring Neue Adresse – Kontakt: Favoritenstraße 7/DG 3, A-1040 Wien office@mhoch3.at, www.mhoch3.at Tipp Business-Brunch (Vortrag/Workshop): Die Auftaktveranstaltung zum Thema „­Chaos bekämpfen – Online Communities ­richtig einschätzen und bewerten“ findet am 14.11.2013, 9 Uhr, im mhoch3-Büro statt. ­Anmeldung über office@mhoch3.at


Prime News

Freitag, 11. Oktober 2013

IV legt der Politik eine Wunschliste vor Wien. Damit die neue Regierung dringend nötige Reformen auch wirklich umsetzt, hat die Industriellenvereinigung (IV) der Politik zur „Unterstützung“ ein umfassendes Wunschpaket auf den Tisch gelegt. Darin werden teils bekannte, aber als längst überfällig betrachtete Anliegen deponiert – von Steuer- und Staatsreform über Schuldenabbau bis hin zu Gesundheit und Bildung. Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie nächsten Dienstag in medianet.

© Jet2Holidays

Flughafen Wien mit ­neuer Airline und Destination

Jet2.com startet die Flugverbindung Wien–Manchester ab Mai 2014.

Wien. Im Mai 2014 nimmt die Ferienfluglinie Jet2.com erstmals eine Verbindung von Wien nach Manchester auf. Buchbar sind die Flüge seit Mittwoch. Jet2.com, Tochter der Dart Group plc, einer Luftfahrt- und Logistikgruppe mit 30jähriger Erfahrung in der kommerziellen Luftfahrt, ist eine britische Fluglinie mit acht Standorten in Großbritannien.  (red)

Aktion zum 25-jährigen Jubiläum der .at-Domain Wien. emerion, österreichischer Anbieter von Webhosting, Domainregistrierung, Cloud Services und weiteren Leistungen rund ums Web, bietet allen, die noch keine eigene at.-Domain haben, folgende Aktion im Oktober und November 2013: Um einen Euro wird die Registrierung und Verwaltung im ersten Jahr durchgeführt; in der Folge beträgt die Jahresgebühr 19,20 €.  (red)

© medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska

Brand [ Life ] Award 2013 für Carl Manner

Aus Carl Manners launiger Dankesrede: „Mein Vorteil: Manner mag man eben!“

Wien. Am Mittwoch wurde im Novomatic Forum zum fünften Mal der „Brand [ Life ] Award“ vom European Brand Institute für besondere Verdienste um die Marke verliehen. Der diesjährige Preisträger ist Carl Manner, der die Auszeichnung für sein Lebenswerk um die „rosa Kultmarke“ entgegennahm. Als Markenbotschafter des Jahres wurden Hans Peter Haselsteiner (Strabag), Stanglwirt Balthasar Hauser, Trachtenikone Gexi Tostmann und Sterneköchin Lisl Wagner-Bacher ausgezeichnet. In seiner Dankesrede meinte Manner, er habe ja „einen kleinen Vorteil gegenüber den anderen Nominierten: Schließlich heiße ich Manner – und Manner mag man eben!“  (red)

Steuern KPMG-Studie: Trend hält an – Spitzensteuersätze auf Einkommen steigen auch 2013 weiter an

„Eine Herkulesaufgabe“ Hans Zöchling, KPMG: „Dringender Reformbedarf auch bei Eingangsteuersatz und Lohnnebenkosten.“ Wien. Im internationalen Durchschnitt steigen auch 2013 die Spitzensteuersätze auf Einkommen um 0,3% und setzen den Trend aus 2012 fort. Dies zeigt die jährlich erscheinende KPMG-Studie „Individual Income Tax Survey“. Dies sei „das Ergebnis einer mangelnden wirtschaftlichen Erholung und steigender Schulden“, sagt KPMG-Partner Thomas Walter. Die Studie zeige, „dass viele Länder noch immer hart daran arbeiten, Budgetlöcher zu stopfen. Das resultiert häufig in einer Anhebung der Steuersätze auf hohe Einkommen oder in temporären Steuern.“ Die größten Anhebungen der Spitzensteuer gibt es

in den USA und Slowenien: In den USA wurde heuer eine Anhebung von 35 auf 39,6% vorgenommen, Slowenien verzeichnet ein Plus um neun Prozentpunkte auf 50%.

Österreich im Spitzenfeld Die deutlichste Senkung des durchschnittlichen Spitzensatzes verzeichnet Großbritannien: Per April 2013 wurde er von 50 auf 45% gesenkt. „Österreich liegt mit einem nominellen Spitzensteuersatz von 50 Prozent im europäischen Spitzenfeld“, sagt KPMGPartner Hans Zöchling. Durch die begünstigte Besteuerung des 13.

und 14. Gehalts mit sechs Prozent und den Gewinnfreibetrag beträgt die höchste effektive Steuerbelastung für Lohnsteuerpflichtige grundsätzlich maximal 43,7%. Die begünstigte Besteuerung von Sonderzahlungen und der Gewinnfreibetrag werden für die Jahre 2013 bis 2016 aber schrittweise reduziert, was bei höheren Einkommen zu einer zusätzlichen Einkommensteuerbelastung führen werde. Ein wesentlich dringenderer Reformbedarf bestehe beim sehr hohen Eingangsteuersatz von 36,5% und den Lohnnebenkosten. „Auf die neue Regierung wartet eine Herkulesaufgabe“, so Zöchling.  (red)

© KPMG

SHORT

medianet – 3

Österreich liege beim Spitzensteuersatz europaweit ganz vorn, kritisiert Zöchling.


f e at u r e

4 – medianet

Freitag, 11. Oktober 2013

© dpa/Marius Becker

feature@medianet.at

Corporate © Björn Tantau

B j ö r n Ta n tau Online Marketing-Experte http://bjoerntantau.com,

Björn Tantau

T

witter ist zusammen mit Facebook und Google+ eines der wichtigsten Sozialen Netzwerke. Und obwohl nicht ganz genau bekannt ist, wie viele Menschen tatsächlich aktiv sind, sind es derzeit wohl etwa 200 Millionen User, die sich auf Twitter monatlich engagieren. Mit dieser Zahl qualifiziert sich der Microblogging-Dienst auf jeden Fall für eine genauere Betrachtung.

Follower erwarten Vorteile

‚Was springt für mich dabei raus‘, lautet die Frage, die sich ein ­potenzieller ­Follower stellt. Darauf muss ­reagiert werden. Wer nur auf seine ­bereits veröffentlichten Presse­ mitteilungen aufmerksam macht, wird keine interessierte ­Community ­aufbauen.“

Twitter ist schnell und vor allem unkompliziert. In 140 Zeichen können Unternehmen in Echtzeit Inhalte verbreiten, die aufgrund der einfachen Struktur entsprechend leicht konsumiert werden können. Das gilt auch und vor allem für den mobilen Bereich. Die Präsenz auf Twitter ist also eine echte Chance, gleichzeitig aber auch eine Herausforderung. Wie in allen Sozialen Netzwerken funktionieren auch auf Twitter besonders interessante und hochwertige Inhalte am besten. In diesem Zusammenhang sind exklusive Content-Strategien durchaus empfehlenswert. Wer als Person oder Unternehmen aktiv sein will, muss sich also Gedanken machen, was den eigenen Followern ge-

boten werden soll. Viel wichtiger aber ist die Frage, wie man neue Follower für sich begeistert und dann dafür sorgt, dass diese Follower auch treu bleiben und im besten Fall als Multiplikator agieren. Das Teilen der eigenen Inhalte ist der entscheidende Punkt, denn nur so lässt sich die eigene Reichweite dauerhaft verbessern.

Definition des Ziels Für Unternehmen auf Twitter sind grundsätzlich vier Einsatzbereiche interessant: erstens der Aufbau eines guten Images zur Verbesserung der Außenwirkung (Branding), zweitens die Möglichkeit, Neuigkeiten und Information aus dem Unternehmen zu veröffentlichen (PR und Öffentlichkeitsarbeit), drittens die Darstellung als attraktiver Arbeitgeber, um neue Mitarbeiter zu finden (Recruiting) und schließlich viertens die Vorstellung neuer Produkte mit passenden Hintergrundinformationen (Product Management). Ganz gleich, ob Unternehmen Twitter für einen der genannten Punkte nutzen oder für etwas ganz anderes: Man muss sich bewusst sein, dass man auf Twitter nicht als Person, sondern als Unternehmen wahrgenommen wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, mit seinen Inhalten

möglichst glaubwürdig und authentisch sein. Wer einem Unternehmen auf Twitter folgt, der erwartet für sich selbst Mehrwerte und Vorteile: „Was springt für mich dabei heraus?”, lautet die Frage, die sich ein potenzieller Follower stellt. Darauf muss reagiert werden. Das simple Reproduzieren von Inhalten ist also nicht der richtige Weg, Unternehmen brauchen für ihr Engagement auf Twitter eine sinnvolle und nachhaltige Strategie, die sich an konkreten Zielen orientiert.

Ohne Strategie geht es nicht Die oben genannten Punkte sind vier mögliche Ziele. Ziele erreicht man nur, wenn man sich gründlich vorbereitet und so dafür sorgt, dass die richtigen Maßnahmen identifiziert werden. Social Media Marketing (wozu Twitter zählt) ist allerdings kein Projekt, sondern ein Prozess. Der Prozess als ständiges Gestaltungselement muss von Anfang an erkannt werden. Wer sich als Unternehmen auf Twitter einlässt und nicht nur Ressourcen in Form von personellem Mehraufwand verbrennen will, muss sich also über den Prozess als Dauerzustand im Klaren sein. Ist das nicht der Fall, wird auch der engagierteste Start irgendwann als Twitter-Karteileiche enden.


f e at u r e

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet – 5

© dpa/Armin Weigel

feature@medianet.at

Twitter Ressourcen sind oft knapp. Bevor man als Unternehmen aber der Versuchung erliegt, Twitter durch einen Praktikanten befüllen zu lassen, sollte man sich für einen externen Dienstleister entscheiden.

solchen Accounts ist es aber immer von Vorteil, wenn man auch eine persönliche Note hinzufügt. Diese persönliche Note sind die Mitarbeiter, die den Account betreuen und auf Anfragen reagieren.

Externes Wissen hilft

Erfolgreiche Beispiele

Das soll nicht heißen, dass Abteilungen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Unternehmen grundsätzlich nicht in der Lage sind, diese Aufgabe zu übernehmen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass auf Twitter langfristig erfolgreiche Firmen fast immer einen eigenen Bereich für Social-Media-Marketing unterhalten, in dem auch Twitter als Instrument entsprechend eingebettet wird. Die Hinzunahme externer Dienstleister kann aber ganz konkret den Vorteil des Wissenstransfers bieten, denn die Recherche und das Aneignen von Wissen ist oft zeitraubend. Outsourcing hilft und sorgt dafür, dass die eigenen Mitarbeiter im Laufe der Zeit richtige Twitter-Profis werden. Danach kann dann in Eigenregie weitergemacht werden. Es zahlt sich aus, eigene Mitarbeiter für Social Media allgemein und Twitter speziell auszubilden, denn ein Twitter-Account steht zwar für eine Firma. Bei der Präsentation eines

Beispiele für erfolgreiche Twitter-Accounts von Unternehmen gibt es viele. Zwei Firmen, die seit Jahren herausragen, sind die Deutsche Bahn und Dell. Bei der Deutschen Bahn gehört Social Media seit Jahren zur Unternehmenskommunikation dazu – und das gilt auch für Twitter. Also informiert die Bahn mit einem ihrer Twitter-Accounts zum Beispiel über Zug-Ausfälle oder sonstige Störungen des laufenden Betriebs. Man geht aber noch weiter und sucht den aktiven Dialog mit den eigenen Kunden. Wer sich auf Twitter mit einer informellen Anfrage an die Deutsche Bahn wendet, erhält auch eine Antwort. Die Anfrage wird von einem Team aufgegriffen, es wird recherchiert und wenn möglich geholfen. Was die Deutsche Bahn im realen Leben oftmals nicht schafft, bietet sie hingegen auf Twitter. Beim US-Computerhersteller Dell verhält es sich anders. Dell hat früh angefangen, Twitter im Vertrieb einzusetzen.

Social Media Twitter bietet als sinnvolle Ergänzung im Marketingmix ­extreme Potenziale. Was aber sind die konkreten Vorteile für ­Unternehmen, wenn sie auf Twitter aktiv sind – und wie agieren sie am effektivsten? Das erklärt medianet-Gastautor Björn Tantau.

Konkret sah das lange Zeit so aus, dass man über Twitter schlicht und ergreifend günstiger bei Dell einkaufen konnte. Eine Form exklusiver Inhalte also. Die Botschaft ist klar: „Wer uns auf Twitter folgt, wird über vergünstigte Dell-Produkte zuerst oder sogar exklusiv informiert!“ Diese Strategie funktionierte sehr gut und sorgte dafür, dass Dell den eigenen Umsatz stark erhöhen konnte.

verändert. Als Unternehmen ist man in der Tat endlich „näher dran am Kunden“. Das führt allerdings auch dazu, dass der Kunde sofort und in Echtzeit reagieren kann – auch mit Kritik! Darauf muss man eingestellt sein und dafür sorgen, dass mit Kritik sinnvoll umgegangen wird. Hier unterscheidet sich Twitter nicht von anderen Sozialen Netzwerken.

Endlich näher am Kunden …

Twitter lohnt sich für Unternehmen. Wer eine sinnvolle Strategie entwickelt und dauerhaft dafür sorgt, dass der eigene TwitterAccount mit Mehrwert am Laufen gehalten wird, der wird eine treue und loyale Community aufbauen. Mehr noch: Hochwertiges Twitter-Marketing für Unternehmen sorgt dafür, dass aus Followern Markenbotschafter und Multiplikatoren werden. Eigene Inhalte verbreiten sich dann deutlich schneller und erzeugen gesteigerte Aufmerksamkeit. Allein diese Effekte sind für die Markenbildung schon Goldes wert und mit der Zeit lassen sich bestimmte Vorgänge beim Twitter-Marketing auch automatisieren. Hier ist es allerdings wichtig, nie den persönlichen Kontakt zur eigenen Community zu verlieren.

… und umgekehrt. Beide Beispiele zeigen, worauf es ankommt, wenn Unternehmen auf Twitter erfolgreich sein wollen: Die aktive Suche des direkten Kontakts mit den eigenen Kunden sowie die Bereitstellung nützlicher Informationen oder sogar exklusiver Inhalte. Für Branding, PR und Öffentlichkeitsarbeit, Recruiting und Product Management lässt sich das hervorragend anwenden. Wichtig ist, dass man nicht der Versuchung erliegt, Twitter als „Resterampe” zu nutzen. Wer nur auf seine ohnehin schön veröffentlichten Pressemitteilungen aufmerksam macht, wird ganz sicher keine interessierte Community aufbauen können. Twitter sorgt dafür, dass sich die Öffentlichkeitsarbeit

Unternehmen profitieren

11-Punkte-Che c kli ste „Cor porate T wit ter“

• Zu den Zielen des Unternehmens ­passende Strategie entwickeln • Für Transparenz und Vertrauensbildung eigenes Twitter-Team mit Bild und Namen abbilden • Inhaltlich nur echte Mehrwerte mit Vorteilen bieten, Fragen beantworten, Probleme lösen • Thematisch passenden Redaktionsplan entwickeln und konsequent anwenden • Auf optisch hochwertige Präsentation des Twitter-Accounts achten • Twitter-Account überall dort verlinken,   wo es sinnvoll ist • Überflüssige Inhalte ohne konkreten ­Follower-Nutzen vermeiden • Schnell auf Anfragen reagieren   und wenn möglich sofort helfen • Die eigenen Follower bevorzugt ­behandeln und erreichbar sein • Auf Social Timing achten und nur dann twittern, wenn möglichst viele Follower online sind • Diskussionen moderieren und sofern nötig einschreiten und lenken


the opinion

6 – medianet

Kampfgeist Die Industriellenvereinigung präsentierte am Donnerstag ihre – nicht ganz neuen, aber durchaus vernünftigen – Forderungen an die – noch nicht konstituierte – Regierung: Im Mittelpunkt der Kampagne stehen „Argumente für Reformen in Österreich“. Motto: Wir stellen dem „Geht nicht?“ ein „Geht doch!“ entgegen. Neben den Ermunterungen an die Politik – Verwaltungsreform, Entlastung des Faktors Arbeit, mehr Mittel für Bildung, etc. etc. – fordert die IV auch „mehr Freiraum für die Menschen“. Freiraum, der optimalerweise dazu genutzt werden sollte, sich nicht in allen Belangen der Existenzsicherung auf Mama Staat und deren Transferleistungen zu verlassen, sondern auch selbst anzupacken. Ein hübsches Beispiel für das Anpacken der Zivilgesellschaft, wenn denn die Notwendigkeit dazu besteht, liefern die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel in Frankreich. Schwarzfahren nämlich, berichtet die APA, „ist in Frankreich Nationalsport“. In der Pariser Métro sind nach Schätzungen der Verkehrsbetriebe – trotz Antischwarzsperren – rund fünf

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Und ob das geht! Der mündige Staatsbürger als findiger Unternehmer. Geht das? Und falls ja: Wie? Ein Erklärungsversuch zur Erziehung zur ökonomischen Emanzipation. sabine bretschneider

Prozent der Fahrgäste ohne Ticket unterwegs; doppelt so viele sind es in Bus und Bim. In Deutschland sind es drei, in Wien 2,7 Prozent. Zurück nach Frankreich: Inzwischen haben findige Studenten eine Art von Versicherung gegen Schwarzkappler erfunden: Sieben Euro pro Monat werden in eine geheime Kas-

se eingezahlt – im Falle des Falles gibt es die Strafe retour. Dazu passend kreierte man die Handy-App CheckMyMetro, die die Kontrolleure live auf einem Stadtplan anzeigt. Geht nicht? Geht doch! Nun, a) was für Autofahrer gut und recht ist – nämlich, dass diverse Radiosender den kontrollierenden Organen

den Überraschungseffekt in Sachen Radarfallen verpatzen –, sollte auch für Öffi-Nutzer gelten, und b) offenbart dies eine Start-up-Gesinnung, die andernorts schon in Megaunternehmen wie Facebook gipfelte. Nach Ansicht eines Soziologen verbirgt sich hinter der Schwarzfahr-Euphorie der Franzosen übrigens deren „paradoxe“ Einstellung: Der Staat solle „über die Respektierung der Gesetze wachen“; sein eigener Wächter wolle dagegen keiner sein. So unbefriedigend dieser Erklärungsversuch sein mag, stellt sich doch die Frage, ob tatsächlich Liberalisierung, Bürokratieabbau und Entfesselung der Königsweg zur ökonomischen Emanzipation des Staatsbürgers sind oder nicht doch erst ein gewisses Maß an staatlicher Repression Kampf- und Gründergeist weckt. Motto: Und ob das geht!

Gastkommentar European Youth Award

Die Google-Suche nach dem Sinn

zitat des ta g es Andrew Keen, Autor („Cult of the Amateur“)

Kollektives Gedächtnis Das Internet ist das kollektive Gedächtnis der Menschheit. 2,5 Milliarden Nutzer rund um den Erdball haben Datenmengen von kaum vorstellbarem Umfang produziert und gesammelt. Jede Minute kommen rund 48 Stunden Videomaterial auf YouTube, 100.000 Tweets und 570 neue Webseiten dazu. Ohne Hilfsmittel wäre das Auffassungsvermögen des Individuums mit der Flut an Information hoffnungslos überfordert. Doch dank ausgeklügelter Suchalgorithmen lässt sich unser gesammeltes Wissen jederzeit gezielt durchforsten. „Die Initiative beweist, Die Google-Suche nach dem Sinn erweist sich im 21. Jahrhundert jedoch immer noch als schwierig. Denn der dass im globalen gesellschaftliche Nutzen der riesigen Datenmengen, um die das Internet täglich wächst, ist fragwürdig. Aber es Gehirn auch nützliche gibt ihn, den sinnvollen und innovativen Content. Irgendwo zwischen Facebook-Farmen, Katzenfotos und Inhalte gespeichert Pornografie versteckt er sich auf den Servern dieser Welt. Entwickelt wird er von Menschen, die erkannt haben, sind. Man muss sie was unsere Gesellschaft wirklich braucht: kreative Ideen, zielgruppengerecht und nutzerfreundlich aufbereitet, die nur finden.“ zum Fortschritt der Menschheit beitragen. Über 90 junge Teams aus ganz Europa haben ihre Webseiten und johannes Zeller, ICNM Apps, die sich für die Bekämpfung von Armut, Hunger und Krankheit, freien Zugang zu Bildung, Gleichberechtigung, Umweltschutz, kulturelle Vielfalt und unabhängigen Journalismus einsetzen, beim diesjährigen European Youth Award eingereicht. Eine internationale Expertenjury hat die Projekte über den Sommer evaluiert und die besten Inhalte ausgewählt.

Blogs personalisieren den Medieninhalt, sodass wir nichts mehr lesen, was über unsere eigenen Gedanken hinausgeht. www.zitate . at

© medianet

heute im business weekend

„Speziell bei Großkunden werden Aufträge nach vorn gezogen. Das sind eindeutige Zeichen, dass es bergauf gehen wird.“

Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen Wie einfache Ideen – mit Enthusiasmus umgesetzt – zum Wohl der Menschheit beitragen können, zeigt zum Beispiel das do-it-yourself-Projekt ‚Jerry Do It Together‘: In simpler Bildsprache wird auf der Website ‚youandjerrycan.org‘ erklärt, wie sich aus einem leeren Benzinkanister und potenziellem Elektroschrott in wenigen Schritten ein lauffähiger Computer basteln lässt. Der damit verbundene kreative Prozess soll nicht nur Spaß machen, sondern auch grundlegendes Technologieverständnis vermitteln. Zudem wird angestrebt, mehr Menschen in Entwicklungsländern Zugang zum kollektiven Online-Gedächtnis zu bieten – inklusive aller Facebook-Spielereien und Katzenbilder. Denn geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen. Die Initiative beweist, dass im globalen Gehirn auch nützliche Inhalte gespeichert sind. Man muss sie nur finden. Eine Möglichkeit dazu bietet das European Youth Award Festival, das von 28. bis 30. November in Graz stattfindet. Dort zeigen weitere wertvolle Innovationen, wie junge Entwickler die Zukunft verändern, indem sie durch neue Medien neuen Sinn schaffen.

„Es sollte auch bei uns als normal gelten, dass Mütter arbeiten und nicht nur zuhause sitzen, sobald sie ein Kind bekommen haben.“ Patrice Fuch s, H e r aus­ geberin „Familie r o c k t “ , S. 72

© Johannes Zeller

© Familie rockt

M arkus Hafner , Pa n aso n i c E lectric W ork s Au st r i a , s . 54

Freitag, 11. Oktober 2013

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet, real:estate & advisory (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Johannes Zeller, PR & Communications Manager, ­European Youth Award; ICNM International Center for New Media; zeller@icnm.net, www.icnm.net Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 11. oktober 2013 – 7

Event I

Die MarkenWertExperten laden zur zweiten Fachtagung Marken“Dialog  Seite 12

© Bernhard Möstl

© Schallaburg/M. Horvath

marketing & media Event II

Heuriger

ÖJC-Präsident Turnheim mit Seminar für Kreativität bei Medienmachern  Seite 12

Traditioneller VÖP-Heuriger in Grinzing  Seite 14 © medianet/szene1/Langegger

Gemeinsame Feinde als einzige Gemeinsamkeit?

www.mhoch3.at

© Servus TV/Elisabeth Kessler

short

© Mediaprint/Foto Wilke

Klaus Bassiner, Programmdirektor Servus TV, präsentierte die neue Programmschiene des Red Bull-Senders mit mehr Wissen, mehr Live-Fernsehen und mehr Second-Screen-Angeboten und ortet eine „kontinuierliche Entwicklung in die richtige Richtung“.  Seite 9

© medianet/Szene1/Christian Mikes (2)

© VÖP/Michael Gruber

Gerhard Riedler, MediaprintGeschäftsführer, spricht im Rahmen der aktuellen Media Analyse von einem „sensationellen“ Ergebnis. Die Krone verlor zwar, insgesamt zeigt sich der Tageszeitungsmarkt in Österreich mit 5,2 Millionen Lesern aber stabil.  Seite 12

VÖP meets ORF meets Politik Diesen Mittwoch lud der Verband der Öster­ reichischen Privatmedien (VÖP) zur Enquette und erstmals war auch der ORF mit am Podium – trotz gemeinsamer globaler Konkurrenz wie Google und YouTube wollte ein Näherrücken nicht so recht gelingen. Seite 8 Sebastian Pernhaupt, Leiter Sponsoring und Marketing beim Fußballklub SK Rapid, spricht über das neue Konzept des Business Club im Stadion als Mischung aus Sporterlebnis und Networking-Gelegenheit. Auch wurde auf Compliance-Regeln geachtet.  Seite 12

Award Demner, Merlicek & Bergmann vierfach erfolgreich

Golden Drum 2013: Vier Mal Silber

Lowe GGK und Mindshare pro bono für aktuelle Debra-Kampagne der Schmetterlingskinder.

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

© Lowe GGK

medianet tv heute

Mariusz Jan Demner kann über vier Golden Drum Festival-Awards jubeln.

Wien/Portoroz. Erfolge für Österreichs Agenturen beim 20. Golden Drum Festival in Portoroz: Demner, Merlicek & Bergmann staubten vier Preise ab, Ogilvy & Mather schaffte es unter die Nominierten. Jubeln können die Kreativen von D,M&B über vier Mal Silber: Zwei Mal für den Kunden Leica Camera mit den Radiospots „Yeti“ und „Skirt“ in der Kategorie Radio sowie zweimal in der Kategorie Digital mit Sound Studio Holly und dem Bannervorhang für Kunden mömax. Für Ogilvy & Mather reichte es zu einer Nominierung in Digital und Event für den LegoStratos-Sprung.  (red)


c ov e r

8 – medianet

Freitag, 11. Oktober 2013

Schulterschluss? Die Privatmedien fordern ein vereintes Vorgehen gegen Google & Co, gemeinsam mit dem ORF

Seiteneinwurf

„Ein Lobbyisten-Treffen in familiärer Atmosphäre“

ORF & VÖP: Ob das je was wird?

Der VÖP lud zur zweiten Rundfunkplattform – erstmals war auch der ORF-Generaldirektor am Podium.

dinko fejzuli

tipp des tages

© Conny de Beauclair

E

in gemeinsamer Feind wird die beiden wohl trotzdem nicht zu Freunden werden lassen. Aber immerhin: Seit dem Eintritt der elektronischen Privatmedien – ob deutsche oder genuin österreichische – in den heimischen Rundfunkmarkt ist es diese Woche erstmals gelungen, die maßgeblichen Vertreter des VÖP, der Politik UND des ORF auf ein öffentliches Podium zu bringen; es wurde in fast friedlicher Atmosphäre über die Probleme, die der eine so mit dem anderen hat und die man vielleicht gemeinsam im globalen Kampf gegen die Googles und YouTubes dieser Welt habe, diskutiert – von beiden Seiten bemüht sachlich und mit nur wenigen fast sanften Untergriffen. Trotzdem waren die Gräben tief und wurden auch an diesem Tag nicht kleiner, und es lässt sich nicht sagen, ob das Verständnis für den jeweils anderen beim Zusammentreffen gewachsen ist. Was aber an diesem Tag sicherlich beeindruckte, war das Auditorium: Vom Bundeskanzleramt über die Bundeswettbewerbsbehörde, die KommAustria, die RTR bis hin zur ORF-Programmdirektorin oder einem ORF-Stiftungsrat und etlichen Studenten der FH Journalismus und Medienmanagement, alle waren sie da. Vielleicht passend: unser Buchtipp von heute (s. unten).  d.fejzuli@medianet.at

Breite Präsenz bei der VÖP-Enquette: vom Bundeskanzleramt über die Wettbewerbsbehörde, die Klubchefs von SPÖ & ÖVP bis hin zum ORF-General & Programmdirektor(in). dinko fejzuli

Wien. Die Zusammensetzung des Podiums war beachtlich und in dieser Form eine Premiere. Bei der sogenannten Rundfunkplattform Österreich, zu der der Österreichische Privatsender-Verband VÖP regelmäßig einlädt, saßen erstmals nicht nur Vertreter der Privatsender gemeinsam mit anderen Interessensvertretern zusammen, sondern erstmals gesellte sich mit Alexander Wrabetz gleich der ranghöchste Vertreter des ORF dazu. Und so diskutierten erstmals VÖP-Präsident Klaus Schweighofer, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, der Chef der ProSiebenSat1.Austria.Puls 4-Gruppe, Markus Breitenecker, gemeinsam mit ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf und SPÖ-Klubobmann Josef Cap über die Herausforderungen, denen sich sowohl der ORF als auch die Privaten stellen müssen. Zunächst steckte man dann aber doch das eigene Revier ab, und bei VÖP-Präsident und Styria-Vorstand Klaus Schweighofer hieß dies zunächst ganz konkret, 15 Mio. € mehr für die Privaten und allgemein eine Beseitigung der „Disbalance“ bei der Verteilung der Mittel und Chancen, um eine „neue Medienwelt zu schaffen“.

© Springer Gabler

„Wir wollen den ORF

Responsible Communication Gabriele Faber-Wiener ist Gründerin des Center for Responsible Management in Wien. Sie vereint über 20 Jahre Erfah­ rung aus allen gesellschaftlichen Sek­ toren (Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik) und vermittelt Kommunikation als Spiegel der Haltung in Zeiten von Fi­ nanzkrise, wachsender Vernetzung, Wer­ tewandel und einer kritischen Öffentlich­ keit. Daher liegt der Fokus dieses Buchs auf glaubwürdiger Kommunikation. Verantwortliches Management braucht daher wertebasierte, diskursorientierte Kommunikation. Denn „Verantwortung heißt Antwort geben“. 25,69 €, Springer Gabler, ISBN: 978-3-642-38942-9.

nicht beschädigen, aber es geht um die Mittel, die ihm zur Verfügung stehen. Der ORF hat sicher nicht zu wenig Geld.“ klaus schweighofer, vöp

Der angesprochene Alexander Wrabetz wollte zwar den Privaten zubilligen, dass es ein Ungleichgewicht gäbe, aber nicht zwischen dem ORF und den heimischen Pri-

vatsendern, sondern zwischen dem kleinen, österreichischen, und dem zehn mal so großen, gleichsprachigen deutschen Markt. Auch an einen von den Vertretern der Privaten geforderten gemeinsamen Schulterschluss von ORF und Privatsendern gegen die Googles und YouTubes dieser Welt wollte Wrabetz nicht ganz glauben: „Das ist so, als wenn das Huhn zum Schwein sagt, lass uns Ham and Eggs machen.“

„Das ist so, als wenn

ÖVP-Klubobmann Kopf schlug in die selbe Kerbe, als er meinte: „Es ist klar, dass, wenn man Dualität im Rundfunkmarkt ernst meint, man dem Marktbeherrscher gewisse Fesseln anlegen muss; das muss der ORF akzeptieren.“ Und im Vergleich zu anderen öffentlichrechtlichen Anstalten in anderen Ländern sei die Politik gegenüber dem ORF in puncto Werbung ohnehin „großzügiger“. Deshalb müsse beim Programm die Devise lauten „Less is more“, denn derzeit wolle der ORF „ alles, was schön und teuer ist, bespielen, aber das wird nicht gehen“, so Kopf.

das Huhn zum Schwein

„ORF nicht beschädigen“

sagt, lass uns Ham and Eggs machen.“ ORF-Generaldirektor ­alexander wrabetz über den Aufruf der privaten in richtung orf zu einem ­nationalen schulterschluss gegen google & co.

Diesen Vergleich griff Schweighofer auf, als er im übertragenen Sinn meinte, es täte dem Schwein vielleicht gar nicht mal so schlecht, auf anders Futter umzusteigen – und meinte damit wohl das Weglassen der Werbung im ORF –, wodurch es nicht mehr so fett wäre und dabei sogar länger und gesünder leben könnte. Dieser Metapher konnte ORFChef Wrabetz nichts abgewinnen, denn was der ORF an Werbegeld in den letzten Jahren verloren habe, sei „nicht zu den privaten österreichischen Sendern, sondern zu den deutschen Konzernen gewandert“. Der hier angesprochene Markus Puls 4-GF Breitenecker konterte, dass es ihnen gar nicht darum ginge, den ORF weiter zu beschränken, sondern er solle sich lediglich an die geltenden Gesetze halten und beim Serien- und Filmeeinkauf nicht „alle interessanten Rechte“ mit den Gebührengeldern wegkaufen. Das sei nicht die Aufgabe des ORF, so Breitenecker, der ebenfalls einen nationalen Schulterschluss der heimischen TV-Veranstalter einmahnte.

Es gehe auch nicht, dass sich der ORF mit der Filmförderung rühme: „Das ist euer gesetzlicher Auftrag. Auf diesem Ohr bin ich taub, diese Erpressung wird man nicht durchhalten“, so Kopf direkt zu Alexander Wrabetz. Und zum Wunsch des ORF, die Gebührenrefundierung zu verlängern (hier kursieren 15 Mio. als Kompromiss) meinte Kopf: „Der ORF muss mit dem Geld, das er zur Verfügung hat, auskommen. Mehr wird es nicht geben.“ Naturgemäß ähnlich sah das VÖP-Präsident Schweighofer, der meinte, man wolle den ORF nicht beschädigen, er müsse „massentauglich“ bleiben, aber es gehe um die zur Verfügung stehenden Mittel, und hier habe der ORF „sicher nicht zu wenig Geld“. Und: Der ORF solle sich an die geltenden Gesetze halten, was er nicht tue, und dass er seinen Auftrag nicht erfülle, sei sogar behördlich in zweiter Instanz bestätigt (der Fall liegt aktuell beim VwGH. Anm. d. Red.). In ein ähnliches Horn blies auch Kopf, als er meinte: „Die gesetzlichen Regelungen für den ORF sind klar, sie wären nur einzuhalten.“ Hier lote der ORF seine Grenzen aus und lande dann eben „ab und an vor der Behörde“. Alexander Wrabetz wehrte sich insgesamt gegen weitere Beschränkungen für den ORF, denn, so der Generaldirektor: Von diesen würden ohnedies nicht die heimischen Privatsender profitieren – und hier meine er nur ATV und Servus TV

–, sondern den Nutzen hätten die deutschen Sender. Entsprechend sieht Wrabetz den TV-Markt auf drei Player aufgeteilt: Die Öffentlich-rechtlichen Sender, die österreichischen Privatsender und die „einstrahlenden Deutschen“. Für SPÖ-Klubobmann und Mediensprecher Josef Cap war die Enquette „eine tolle LobbyistenVeranstaltung in familiärer Atmosphäre“, wobei er sich ansonsten mit konkreten Aussagen zurückhielt. Seitens der SPÖ sei man in vielen Fragen „offenen Herzens“, und die Privaten sollten dies anerkennen.

„Der ORF muss mit dem Geld, das er zur Verfügung hat, aus­ kommen. Mehr Geld wird es nicht geben.“ karlheinz kopf, övp

Ein paar konkrete Wünsche wurden während der Diskussion an Kopf und Cap ebenfalls deponiert. Alexander Wrabetz wünschte sich ein Ende des CrosspromotionVerbots für ORF III. Zudem appellierte er an die Verantwortlichen, bei der Einführung von Digitalstandard im Radio, DAB, „sorgsam“ zu sein, denn er sehe die Gefahr, „dass so wie bei der Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens DVBT diese eher mehr den deutschen Sendern als uns allen anderen“ genutzt habe. Und was die von VÖP-Präsident Schweighofer kürzlich auch in medianet getätigten Forderungen angehe, etwa nach einer Erleichterung bei der Bildung eines gemeinsamen Funkhauses für Privatradios oder einer Neuregelung der Lizenzvergabe, bei der etwa Lizenzhalter unter gewissen Bedingungen zu bevorzugen wären, signalisierte ÖVP-Klubobmann Kopf bereits vom Podium herunter eine Zustimmung aus seiner Partei.  vww.voep.at


me d ie n

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet – 9

Programmausbau Mehr Wissen, mehr Live-Fernsehen und mehr Second-Screen-Angebote, so lautet die neue Marschrichtung in Salzburg

Servus TV: Ein Mehr von allem Salzburg. Mehr Wissen, mehr Live-Fernsehen und mehr SecondScreen-Angebote: Der Red BullSender Servus TV hat sich für die kommenden Monate einiges vorgenommen, wobei es mehr ein Feinjustieren und weniger eine Neuaufstellung des bishering Sendeschemas sei. „Wir entwickeln uns kontinuierlich in die richtige Richtung“, zeigte sich Programmdirektor Klaus Bassiner mit der bisherigen Performance zufrieden. Und: Die neue Wissenssendung „TM Wissen“ am prominenten Sendeplatz werde Bassiner zufolge „unterhaltsam, frisch, frech und modern“. Show-Elemente sollen dabei auf Magazincharakter treffen, wenn die Moderatoren in der Ottakringer Brauerei durch die Sendung führen. „Wir machen da kein Me-too-Produkt“, glaubt der Programmchef an die Eigenständigkeit des neuen Formats, in dem Wissenschaft mit einer Haltung präsentiert werden soll, „die nicht vor Ehrfurcht vor den Themen erstarrt“. Fixstarter im Programm bleibt das programmliche Highlight „Terra Mater“ und definitiv festhalten werde man auch am Frühstücksfernsehen „Servus am Morgen“. „Der Erfolg kommt nicht über Nacht; im Fernsehgeschäft braucht man Geduld und einen langen Atem“, betonte Bassiner.

Verstärkt will man künftig auch auf Live-Fernsehen setzen und dies im Sportbereich etwa mit der Übertragung des „Dolomitenmann“ forcieren.

Politik: Ja, aber ... Aber: Zurückhaltung ist wiederum die Devise bei Politikberichterstattung im Rahmen von Wahlkämpfen. Zwar sei „das Thema Politik und alles, was gesellschaftlich relevant ist, auch für uns relevant“, was man etwa mit der TalkSchiene bediene. „In Wahlkampfzeiten wirst du aber in dem Moment ein Stück weit

instrumentalisiert und schaffst die Bühne für den Wahlkampf“, ergänzte Bassiner. „Da haben wir uns bewusst entschieden: Das tun wir nicht“, so Bassinger. Und was tut sich im Filmbereich bei Servus TV? Hier gibt es neben beliebten Evergreens und preis­gekrönten Meilensteinen im Sendejahr 2014 zahlreiche FreeTV-­Premieren: Zum Beispiel das Großstadtmärchen „Frances Ha“, oder den Oscarnominierten Historienfilm „Die Königin und der Leibarzt“, oder das in Cannes prämierte ­ Drama „Take Shelter – ein Sturm zieht auf“.  (fej/APA)

© Servus TV/Marco Riebler

Der Privatsender dreht am Programm und setzt künftig auch verstärkt auf Live-Übertragungen und das Thema Second Screen.

Neue Wissenssendung auf Servus TV: „TM Wissen“ aus der Ottakringer Brauerei.

Die ganze geScHicHte:

Second Screen als Thema

© Servus TV/Elisabeth Kessler

Zunehmend zum Thema wird auch bei Servus TV der SecondScreen-Bereich. „Das diskutieren wir intern derzeit vehement und schaffen Plattformen und Sendungen für die Zukunft, wo wir das ganz konsequent durchexerzieren.“ Hier werde man „zu Beginn des Jahres mit einem großen Thema starten“. Im Rahmen der Salzburger Festspiele wolle man auch Mozarts „Don Giovanni“ mit Second-ScreenAnbindung aufwerten. „Klassik im Fernsehen ist schon nicht einfach, aber das in eine multimediale Welt zu heben, wird wirklich spannend.“ Nicht zuletzt mit „Stratos“ sei man diesbezüglich ja schon sehr erfolgreich gewesen. Publikumszuspruch erhofft man sich auch von „Ohlala“: Ab 18. Oktober erhält man Einblick in den „atemberaubenden Liebescircus von Gregory und Rolf Knie“, wie es in der Programmankündigung heißt. Bassiner verspricht „visuell etwas Außergewöhnliches, sinnlich und leidenschaftlich“. Mit „Bergwelten Spezial“ ehrt man wiederum eine Bergsteiger-Legende, steht am 17. September kommenden Jahres doch Reinhold Messners 70. Geburtstag an.

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17.09.13 08:59


RAIL AD 2013

10 – medianet

Freitag, 11. Oktober 2013

Dacapo für den Werbepreis in XXL Dritte Award-Auflage – And the winner is: In der ehemaligen Zugförderungsleitung Spittelau wurden die besten Werbe-

ÖBB RAIL AD 2013: Kreativ Kristin Hanusch-Linser und Manfred Oschounig holten gemeinsam mit Chris Lohner, der Stimme der ÖBB, die Preisträger auf die Bühne. Wien. Bewegte Botschaft, nicht minder bewegte Sieger: Bereits zum dritten Mal in Folge wurden die besten verwirklichten Ideen und wegweisenden Visionen im Zuge des von den ÖBB ausgeschriebenen Kreativwerbepreises ÖBB RAIL AD ausgezeichnet. Die rollenden Werbeträger stehen damit auf Gleis 1 – zur Freude der Wirtschaft und der Kreativindustrie, die auf Kampagnen im XXL-Format abfahren. Denn die mobile Karte auf Schiene & Co sticht beim Publikum. Verkehrsmittelwerbung

bleibt so weiter auf der Überholspur.

Fulminanter Gala-Auftakt Im Rahmen einer fulminanten Gala in der ehemaligen Zugförderungsleitung Spittelau wurden die besten Projekte des Jahres prämiert. Doch bevor die Award-Winner in den einzelnen Kategorien – gesplittet in die Segmente „Real“ und „Vision“ – auf die Bühne gebeten wurden, gehörte diese ganz anderen Spezialisten in Uniform – und das in bestechender Form.

Ein Team der Polizei-Spezialeinheit beförderte eine im Cobra-Design gebrandete Lok per Muskelkraft ins Scheinwerferlicht, Kollegen gewährten gekonnt Geleitschutz. Ganz sicher entstiegen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern der 10.000 PS starken Taurus, die im Rahmen des RAIL AD 2013 getauft wurde – und die Partnerschaft von Bahn und Polizei aufs Neue besiegelt. „Sicherheitsvorsorge und

Spezialisten der SonderEinheit als Begleitschutz: Die Taurus-Lok wurde bei der RAIL AD-Gala auf die Spezialeinheit Cobra getauft.

© medianet/Szene1/Moni Fellner (2), ÖBB

Einsatz im Rampenlicht

So sehen Sieger aus: Die Gewinner des RAIL AD 2013 – unterstützt und beschützt von einer Sondereinsatztruppe der Cobra. Die Polizeieinhe

die Prävention von Kriminalität sind wichtige Themen für ein Massenverkehrsmittel wie die Bahn. Der Austausch des Know-hows des Bundesministeriums für Inneres mit den ÖBB zeigt seit vielen Jahren Erfolge in allen Bereichen und zeigt, wie wichtig den ÖBB die Sicherheit ihrer Kunden ist“, betonte Mikl-Leitner. Neben der

intensiven Zusammenarbeit bei Groß- und Sportveranstaltungen stehe vor allem die gegenseitige Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung im Fokus.

Erfolgreiche Zusammenarbeit Kern ergänzte: „Sicherheit ist eine der wichtigsten Tugenden

im Bahnbetrieb. Erfolgreiche Prävention ist nur mit den besten Partnern möglich, und Sicherheit, die funktioniert, sieht man nicht, sie waltet im Hintergrund, damit nichts passiert. Als Symbol dieser erfolgreichen Partnerschaft fährt nun neben der ‚Polizei‘-Lok eine zweite Botschafterin der Sicherheit durch ganz Österreich.“

Die Kategorien-Gewinner 2013 auf der ÖBB-Überholspur ZUG | VISION

ZUG | Real

Bus | VISION

Infos: öBB Rail Ad/ öBB Werbung/ÖBB

Der Werbepreis der ÖBB wurde bereits zum dritten Mal ausgeschrieben: 2013 wurde eine neue Höchstmarke bei der Anzahl an Einreichungen erreicht.

Titel: Der Doppelentdecker-Zug Kunde: OMV Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann Bus | VISION

Titel: Preissäger schneiden besser ab Kunde: bauMax Agentur: Konzerngrafik bauMax AG (inhouse) Bahnhof | Real

Titel: Teil dein Coca-Cola mit... Kunde: Coca-Cola Gesellschaft m.b.H. Agentur: MediaCom

Titel: Hitradio Ö3 Kunde: Hitradio Ö3 Agentur: inhouse Bus | Real

Titel: Offizielle Zeitung des Austria Ski WM-Teams Kunde: Kronen Zeitung; Agentur: AMI Kreativagentur: Wien Nord Werbeagentur Dialog & Interaktion | VISION

Titel: Filmreife Abschiede Kunde: T-Mobile Austria Agentur: Wunderman PXP

Titel: win2day – billionaire bus club Kunde: win2day Agentur: Wunderman PXP Bahnhof | VISION

Titel: Xbox One – altered reality Kunde: Microsoft Agentur: Wunderman PXP Innovation | VISION

Titel: Ein Fall für die Versicherung Kunde: Wiener Städtische Versicherungs AG Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann

Insgesamt 106 Ideen stellten sich der Expertenjury und der Publikumswahl in den Kategorien „Zug Vision – Real“, „Bus Vision – Real “, „Bahnhof Vision – Real“, „Dialog & Interaktion Vision“ sowie „Innovation Vision“. Das Publikumsvoting (unter www.oebb-railad.at) war ein wichtiger Teil der Gesamtwertung. Aus diesem und der Jurywertung ergibt sich die finale Gesamtplatzierung. Mit dem ÖBB RAIL AD weisen die ÖBB auf die Vielfalt der Werbeformen entlang Österreichs größtem Mobilitätsnetz hin. Die ÖBB-Werbung GmbH bietet alle Facetten moderner Außenwerbung – die Vermietung von Werbeträgern, die Durchführung von Produktion, Montage und Demontage sowie die Erarbeitung von individuellen Lösungen in der Außen- und Verkehrsmittelwerbung. Als werblicher Vermarkter sämtlicher Flächen der ÖBB bietet die ÖBBWerbung GmbH eine breite Palette von Werbemöglichkeiten entlang der gesamten Mobilitätskette – von Bahnhof- über Verkehrsmittel- bis hin zur Onlinewerbung. Die ÖBB-Werbung GmbH vermarktet österreichweit rund 18.000 Werbeflächen und zählt als exklusiver Vertrieb der Werbeflächen der ÖBB zu den größten heimischen Full-Service-Anbietern in der Out of home-Werbung. Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBBKonzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit konzernweit 39.833 Mitarbeitern bei Bahn und Bus (davon 35.990 in Österreich, 3.843 im Ausland, zusätzlich 1.814 Lehrlinge) und Gesamterträgen von rd. 6,27 Mrd. € ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes.


RAIL AD 2013

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet – 11

-Ideen ausgezeichnet. Neuer Rekord: Aus 106 Arbeiten wurden in acht Kategorien insgesamt neun mal ÖBB-Gold und Werbevolumina verliehen

vität auf Schiene, Bus & Co Mit dabei: Sicherheitspartner der Polizeieinheit Cobra, Innenministerin Johanna Mikl- Leiter und ÖBB-Konzernchef Christian Kern. „Die ‚Out of home‘-Werbung der ÖBB hat eine besondere Präsenz im öffentlichen Raum, da sie Tausende Personen täglich an attraktiven Verkehrsknoten wie Bahnhöfen oder Busstationen erreicht. Die Bewertungskategorien ‚Real‘ und ‚Vision‘ im Rahmen des Awards ermöglichen den Kreativagenturen und Auftraggebern, nicht nur realisierte Kampagnen, sondern auch neue Ideen und visionäre Lösungen auf den Werbeträgern der ÖBB auszuprobieren“, so der Juryvorsitzende Dieter Scharitzer. Die Preisträger des RAIL AD 2013 waren erneut im ZweistufenModus ermittelt worden. Die prämierten Werbe-Ideen aus den Bereichen „Zug“, „Bus“, „Bahnhof“, „Dialog & Interaktion“ und „Innovation“ wurden

„Der ÖBB RAIL AD entwickelt sich zum echten Kreativ-Award

eit ist Sicherheitspartner der ÖBB.

Daraufhin wurde es am Podium spannend. Auch dieses Jahr überraschte die heimische Kreativszene mit ungewöhnlichen Ideen, wie bei den ÖBB geworben werden könnte. Von der Bahnhofssäule auf Diät, einem zersägten Bus bis hin zu einer Lok mit Alufelgen waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

in der heimischen Außenwerbebranche.“ Manfred Oschounig, GF ÖBB-Werbung

von einer Expertenjury und mehr als 50.000 Online-Votern aufs Siegerpodest gehoben. Auftraggeber und deren Agenturen konn-

„Mobilität & Emotion gehören zusammen und das regt offenbar die kreativen Kräfte der Werbeindustrie an.“ Kristin Hanusch-Linser, ÖBB KOnzernkommunikation

ten die begehrten ÖBB RAIL ADTrophäen in insgesamt acht Kategorien mit nach Hause nehmen. Zudem konnten sich die diesjährigen Gewinner über Out of homeWerbezeiten auf den Flächen der ÖBB im Wert von jeweils 10.000 € freuen.

ÖBB-Werbung GmbH, das Interesse der Agenturen. Über die Qual der Wahl erfreut zeigte sich Kristin Hanusch-Linser, Leitung ÖBB-Konzernkommunikation: „Mobilität und Emotion gehören zusammen und das regt offenbar die kreativen Kräfte der Werbeindustrie dermaßen an, dass wir uns dieses Jahr in der Jury sehr schwer getan haben, die besten Projekte hervorzuholen.“

Partner an Bord Unterstützt wurde der RAIL AD 2013 von Siemens, 3M und XL Design. Durch den Abend führte die Stimme der ÖBB, Chris Lohner.

Neuer Einreichrekord Inhouse war man ob der zahlreichen Teilnahme und der kreativen Lösungen – in Theorie und Praxis – erneut beeindruckt. „Rekordverdächtige 106 Arbeiten wurden dieses Jahr beim ÖBB RAIL AD eingereicht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von rund 25 Prozent. Damit entwickelt sich der ÖBB RAIL AD zum echten KreativAward in der heimischen Außenwerbebranche“, kommentiert Manfred Oschounig, Geschäftsführer

©Ö

BB

© medianet/Szene1/Moni Fellner (6), medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska (6)

Partner, Promis, Polizei: Die Preisverleihung 2013

Objekt der Begierde: Insgesamt ritterten 106 Einreicher um den ÖBB RAIL AD 2013. Heuer wurde die Trophäe neun Mal vergeben.


Medien & Marketing

12 – medianet

Freitag, 11. Oktober 2013

Media Analyse 2012/13 Österreichweit griffen 5,2 Mio. zu einer Tageszeitung, Markt bleibt stabil

Seminar Alles zur Marke

Media Analyse: „Servus“ mit einem kräftigen „Hallo“

Fachtagung Marken“Dialog

© Schallaburg/Manfred Horvath

Heute, Der Standard und OÖ Nachrichten konnten signifikant zulegen; „Servus“ aus dem Stand auf 10%. Wien. Erneut stabil zeigt sich die nationale Reichweite der heimischen Tageszeitungen in der aktuellen Erhebung der Media Analyse im zweiten Halbjahr 2012 sowie im ersten Halbjahr 2013. Rund 5,2 Mio. Österreicher griffen in diesem Zeitraum zu Printprodukten, was 72,5% der Gesamtbevölkerung entspricht. Im Vergleichszeitraum 2011/12 betrug die Reichweite 73,1%. Signifikante Rückgänge musste die Kronen Zeitung verzeichnen, während die Gratis-Zeitung Heute zulegen konnte.

Manfred Enzlmüller (li.), Laurentius Mayrhofer laden auf die Schallaburg.

Wien/Schallaburg. Zum bereits zweiten Mal findet am 21. November die Fachveranstaltung Österreichischer Marken“Dialog statt. Initiatoren des Events sind Die MarkenWertExperten Manfred Enzlmüller, Laurentius Josef Mayrhofer und Gottfried Schuller. Die Fachtagung zum Thema „Markenführung statt MarkenBurn-out“ zeigt, wie die aktuelle Krise dazu führt, dass auch gestandene Unternehmen immer härter um Marktanteile, Kunden und loyale Händler kämpfen müssen. In Expertendialogen beleuchteten internationale Topreferenten, was man tun kann, um den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens gezielt zu sichern. Zudem wird eine aktuelle Studie zu „Die Entwicklung von Marken im Umfeld einer anhaltenden Krise“ präsentiert. (red)

M e d i a A n a ly se / Nat i o n a l

Kronen Zeitung Heute Kleine Zeitung gesamt Österreich Kurier Kleine Zeitung Graz Der Standard OÖ-Nachrichten TT & TT Kompakt Tiroler Tageszeitung Die Presse Salzburger Nachrichten Kleine Zeitung Klgft. Top Vorarlberg VN-Vbg. Nachrichten Neue Vbg. Tageszeitung

„Heute“ in Wien on Top

Marken“Dialog Termin 21. November 2013, 13–17 Uhr Ort Renaissanceschloss Schallaburg, A-3282 Schallaburg, NÖ Kongress­ ticket 96 €; enthält die Teilnahme am Kongress, den Besuch aller Fachvorträge und Podiumsdiskussionen, ein E-Book „Brandmanagement-Leitfaden – professionelle Markenführung“ und einen Gutschein für eine Marken-Wert-Beratung im Wert von 300 €. Programm und Anmeldung www.markendialog.at Rückfragen an enzlmueller@ diemarkenwertexperten.at

Seminar ÖJC am 21.10.

Media Ana ly se/W Ien

2012 37,4% 13,9% 11,2% 9,5% 8,5% 7,7% 5% 4,3% 4,3% 4% 3,7% 3,7% 3,5% 2,6% 2,4% 0,5%

2011/12 38,2% 13,2% 11,5% 10,2% 8% 7,8% 4,8% 4,3% – 4 % 3,6% 3,3% 3,6% 2,6% 2,4% 0,5%

2011 38,2% 13,1% 11,3% 10,3% 8,1% 7,5% 5 % 5 % – 3,9% 3,7% 3,4% 3,8% 2,6% 2,4% 0,5%

2010/11 37,9% 12,9% 11,3% 10% 8,2% 7,7% 5,1% 4,8% – 3,9% 3,8% 3,5% 3,6% 2,8% 2,5% 0,6%

Quelle: MA Media Analyse; Heute (Gratis), Österreich (Gratis), Kombi TT & TT Kompakt (Kauf/Gratis), Top Vorarlberg (Vorarlberger Nachrichten, Neue Vorarlberger Tageszeitung).

Reichweite verteidigen, während die Krone mit 30,9% ausgewiesen wurde. Dahinter folgen Österreich mit 22% Reichweite und der Kurier mit 17,5%. Die einzige signifikante Änderung in Wien betrifft die BZ Wiener Bezirkszeitung, die von 32,6 auf 28,9% Reichweite abrutschte. Neuerlich einen Rückgang musste auch die TV-Beilage tele hinnehmen, die 22,5% Reichweite er-

rang und damit das Schicksal von TV-Media teilte, das von 12,5 auf 11,4% sank. Signifikant zulegen konnte wiederum der Falter von 1,3 auf 1,6% und erstmals ausgewiesen wurden die MA-Daten auch für das Magazin Servus in Stadt und Land, das aus dem Stand auf 10,8% nationale Reichweite kam. Insgesamt wurden von der Arbeitsgemeinschaft Media Analyse

„36 Prozent Reichweite sind international und österreichweit schlichtweg sensationell.“ © Mediaprint/Foto Wilke

Die Krone konnte den Spitzenplatz bei den Tageszeitungen aber mit deutlichem Abstand halten und kam bei einem Minus von zwei Prozentpunkten auf 36,2% nationaler Reichweite. Auf den weiteren Plätzen liegen Heute mit 14,6% (Plus von 1,4), die Kleine Zeitung mit 11,3% sowie Österreich mit 9,8%. Der Kurier kam auf 8,3%, Der Standard wiederum konnte signifikant auf 5,3% zulegen. Die Oberösterreichischen Nachrichten machten ihren im Vorjahr erlittenen Rückgang wett und stiegen ebenfalls signifikant auf 4,8%. Die Tiroler Tageszeitung kam ebenso auf 3,8% Reichweite wie Die Presse, die Salzburger Nachrichten erreichte 3,6%, die Vorarlberger Nachrichten 2,3%, und die Neue Vorarlberger Tageszeitung verzeichnete 0,6% Reichweite. Bereits seit dem Vorjahr nicht mehr Teil der MA sind das WirtschaftsBlatt sowie die Kärntner Tageszeitung, weshalb für diese Medien keine Reichweitenzahlen ausgewiesen wurden. Am traditionell umkämpften Wiener Zeitungsmarkt konnte Heute seine Spitzenposition mit 41,7%

2012/13 36,2% 14,6% 11,3% 9,8% 8,3% 7,8% 5,3% 4,8% 4,1% 3,8% 3,8% 3,6% 3,5% 2,5% 2,3% 0,6%

Gerhard Riedler, mediaprint

2012/13 41,7% 30,9% 22,0% 17,5% 10,9% 7,9%

14.709 persönliche Interviews im Zeitraum von Juli 2012 bis Juni 2013 durchgeführt. „36 Prozent Reichweite sind international und österreichweit schlichtweg sensationell. 2,6 Mio. Leser, die höchste nationale Abdeckung in den relevanten Zielgruppen, die regionale Reichweitenstärke und die hervorragenden ÖAKZahlen stehen für die enorme Kraft der Medienmarke Krone“, kommentierte Mediaprint-Geschäftsführer Gerhard Riedler die Ergebnisse der aktuellen MA in einer Aussendung. Jubelstimmung herrschte auch bei einem weiteren Big Player am Zeitungsmarkt, den Regionalmedien Austria RMA: „Die aktuelle MA bestätigt erneut, dass kein anderes Printmedium und auch kein anderer in der MA erfasster Zeitungsverbund in Österreich so viele Leser erreicht wie wir“, so die RMA-Vorstände Stefan Lassnig und Klaus Schauer. „Unsere nationale Reichweite von 53,5 Prozent zeigt, dass uns mehr als die Hälfte der Österreicher ihr Vertrauen schenkt, indem sie sich in einer unserer insgesamt 128 lokalen Wochenzeitungen über die Geschehnisse in ihrem Lebensumfeld informiert.“ Und weiter: „Für uns ist dieses Ergebnis eine klare Bestätigung für unser Angebot und zugleich der Auftrag, unseren Leserinnen und Lesern auch in Zukunft gut gemachten Lokaljournalismus zu bieten.“  (hof/ck/APA)

Location Fußballverein SK Rapid Wien eröffnet complianceverträglichen Eventbereich speziell für Businessgäste

Medienmacher und Kreativität

Sport & Networking im Rapid-Business Club Wien. Österreichs populärster Fußballklub SK Rapid Wien wartet mit einer neuen Eventlocation auf: Mit dem kürzlich eröffneten Business Club wurde ein speziell für Businessgäste abgestimmtes Angebot geschaffen. Dieser zusätzliche VIP-Bereich am Plateau der Nordtribüne des Gerhard Hanappi-Stadions in Wien Hütteldorf kombiniert dabei die Aspekte des Fußballerlebnisses mit je-

Wien. Der Österreichische Journalisten Club ÖJC initiiert am 21. Oktober 2013 das Seminar „Chill-Ativity“, welches kreative Ansätze für Medienmacher zeigt. So präsentiert das Seminar Möglichkeiten, wie die individuelle Kreativität gefördert werden kann und wie in kreativer Teamarbeit bessere Ergebnisse erzielt werden können. Als Vortragende fungieren Peter Dollack, langjähriger Kreativchef bei Hitradio Ö3, und Mentaltrainer Andreas Roffeis, Experte im Werbe- und Marketingbusiness.  (red)

nen des Networkings. Das Angebot an Businessgäste umfasst den Zutritt zum exklusiven Businessclub vor, während und nach dem Spiel inklusive umfassender Bewirtung samt Catering und Getränken, aber auch einen Parkplatz direkt in der Stadion-Garage und einen Sitzplatz zum Spiel auf der Nordtribüne. Welche Ziele man mit dem neuen Bereich verfolgt, erklären RapidStimme Andy Marek und Sponso-

ring-/Marketing-Leiter Sebastian Pernhaupt: „Unsere bestehenden VIP-Räumlichkeiten waren seit Jahren knackevoll, somit mussten wir weiteren Raum für die große Nachfrage schaffen“, erläutert Marek. Zudem wollte man mit dem aktuellen Angebot auch bewusst einen complianceverträglichen Service schaffen: „Unsere Partner und Gäste konnten den VIP-Service im Stadion oftmals nicht nutzen, da

dies im Konflikt mit ComplianceRegeln stand. So waren wir am Zug, hier mit dem Business Club um 98 Euro ein complianceverträgliches Angebot zu schaffen“, führt Pernhaupt weiter aus. Dafür besteht für buchende Personen und Unternehmen auch die Möglichkeit, die Marke ihres Unternehmens in den Business Club „mitzubringen“ und einen Tisch aufmerksamkeitsstark zu branden. Angesprochen werden sollen mit der neuen Eventlocation vor allem Klein- und Mittelunternehmen mit – naturgemäß – Begeisterung zum Sport und Interesse am Networking.  (hof)

Info © medianet/Szene1/Christian Mikes (2)

Kreativ Seminar Termin 21. Oktober 2013, 9–17 Uhr Ort Journalismus & Medien Akademie des ÖJC, 1010 Wien, Blutgasse 3 Seminargebühr pro Teilnehmer 240 €, ÖJC-Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt Mindestteilnehmerzahl 10 Personen Info & Anmeldung office@oejc.at

Heute Kronen Zeitung Österreich Kurier Der Standard Die Presse

Präsentieren den neuen Bussines Club des SK Rapid Wien im Hanappi-Stadion: Andy Marek (links) und Sebastian Pernhaupt.

Eine Business Club Karte kostet pro Spiel 98 € und umfasst eine Matchkarte auf der Nordtribüne (Top-Sitzplatz), einen Parkplatz in der Parkgarage Hanappi-Stadion und das Catering (Essen und Getränke). Dieser zusätzliche VIP-Bereich befindet sich am Plateau der Nordtribüne und fasst rund 80 Personen. Interesse und Anmeldung unter info@ skrapid.com oder marketing@skrapid.com


Social Media

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet – 13

Gastkommentar Wenn Unternehmen zwitschern: Der Mikroblogging-Dienst als wertvolles Asset in der Kommunikation mit dem Kunden

Corporate Twitter: ja oder nein? Verwendet meine Zielgruppe dieses Soziale Netzwerk? Und muss ich dort vertreten sein?

Quantität vor Qualität Doch welche konkreten Unterschiede gibt es eigentlich zwischen den beiden Netzwerken? Und ist

News und Politik Doch nicht nur, was die Größe der Community betrifft, sind die beiden Sozialen Netzwerke sehr unterschiedlich; auch in der grundlegenden Funktionsweise grenzen sich Twitter und Facebook deutlich voneinander ab. Das hat wiederum Auswirkung auf das Nutzungsverhalten der aktiven Personen.

Steigende Tendenz: Zwitschern kann die Qualität der Kommunikation beeinflussen.

Überspitzt formuliert, kann man sagen, dass Twitter tendenziell für Nachrichten und Expertenmeinungen steht; auf Facebook gibt es mehr privaten Content. Vor allem bei der Aktualität im Bereich der Nachrichten ist Twitter unschlagbar. Ereignisse, etwa ein Erdbeben, werden innerhalb von Sekunden über das Netzwerk gestreut und sind so in Echtzeit verfügbar. Ein eigenes Kapitel auf Twitter ist die Politik: Es gibt eine Vielzahl von Politikern aller Couleurs, die ihre Botschaften verbreiten.

Sehr viele davon haben auch verstanden, dass es sich nicht um Einbahnkommunikation handelt: So ist es möglich, in Interaktion zu treten und sich über gewünschte Themen zu informieren und dazu auszutauschen.

Was soll ich twittern? Da der Umfang einer Nachricht mit 140 Zeichen pro Tweet stark beschränkt ist, müssen diese entsprechend einfach strukturiert und leicht „konsumierbar“ sein.

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Stefan Scharl ist Online-PR Manager bei Modern Mind Marketing. s.scharl@ mhoch3.at www.mhoch3.at

© mhoch3

Wien. Aus gegebenem Anlass bietet es sich an, ein Auge auf Twitter zu werfen. Obwohl in der allgemeinen Wahrnehmung eher hinter Facebook angesiedelt, ist der Mikroblogging-Dienst doch fast jedem ein Begriff. Und genauso wie sein „großer Bruder“ vor knapp eineinhalb Jahren wagt nun auch Twitter den Sprung an die Börse. Eine Milliarde Euro soll durch den Börsengang lukriert werden. Bleibt für die Aktionäre zu hoffen, dass die Kursentwicklung anders verläuft als beim Facebook-Börsenstart: Damals sank der Kurs in der ersten Woche nach Ausgabe gleich um mehr als 10 Prozent.

Für ausführlichere Inhalte sind Verweise gang und gäbe. Das passiert in Form von Verlinkungen und eignet sich hervorragend, themenbezogen umzuleiten. So ist es auch für Unternehmen optimal möglich, mit ihren Kunden und Partnern in Kontakt zu bleiben, um diese auf aktuelle Infos und Entwicklungen aufmerksam zu machen. Beispiele für zweckmäßige Themengebiete sind beispielsweise die Verbesserung der Außenwirkung, das Streuen von Neuigkeiten und Informationen aus dem Unternehmen, das Recruiting neuer Mitarbeiter und die Vorstellung neuer Produkte mit passenden Hintergrundinformationen. Natürlich darf man Twitter nicht als Wundermittel zur Kundengenerierung oder Umsatzsteigerung sehen; bei entsprechend guter Bearbeitung ist der Kanal jedoch eine sinnvolle Ergänzung im Marketingmix.

© dpa/Ole Spata

Stefan Scharl

es überhaupt notwendig – speziell aus Unternehmersicht –, in beiden Kanälen vertreten zu sein? Auf den ersten Blick liegt der größte Unterschied natürlich in der Anzahl der User. Während Facebook weltweit 1,15 Milliarden monatlich aktive User ausweist, gibt Twitter 218 Millionen monatlich aktive Nutzer an. Auf Österreich umgelegt, bedeutet das: 3,2 Millionen registrierte Benutzer auf Facebook gegenüber knapp 55.000 aktiven Usern auf Twitter. Dieser Unterschied ist natürlich riesig. Und würde man allein mit dieser Reichweite argumentieren, wirkte Twitter tatsächlich vernachlässigbar. Das wäre jedoch viel zu kurz gegriffen. Der größte mögliche Fehler: das außer Acht lassen der Qualität der Kontakte. Auf Twitter tummeln sich sehr viele Entscheidungsträger. Das hat zur Folge, dass bereits wenige Kontakte sehr viel Eindruck machen und in weiterer Folge Auswirkungen zeigen können.

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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14 – medianet

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Bedingt nützliche Information: In Ägypten begrüßt man sich mit einem Satz, der übersetzt „Wie schwitzt Du?“ bedeutet.

Freitag, 11. Oktober 2013

Gut zu wissen: Mit der richtigen Druckerei können Sie cool bleiben …

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4. Wirtschaftswanderung wein & medien

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1. Gottfried Reyer mit Walter Kohm (bit group), Gerald Zöhrer und Otto Oberhumer (Daikin Airconditioning), Monica Rintersbacher, Heinz Hoffer (Leitbetriebe Austria), Christian Kren (IS Inkasso Service); 2. Josef Pröll (LLI), Karlheinz Töchterle, Beate Palfrader (Landesrätin für Kultur), Günther Platter, Bettina Geisl (Tourismusverband Pillerseetal-Obfrau), Gerald Steger (CEO café+co).

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1. ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf mit den Ministern Karl Heinz Töchterle und Alois Stöger; 2. VÖP-Präsident und Styria-Vorstand Klaus Schweighofer und Eva Glawischnig; 3. VÖP-GF Corinna Drumm und Richard Grasl (Kaufmänn. Dir. ORF), 4. ATV- Pressesprecherin Alexandra Damms, Erich Gimpl (ATV); 5. Brigitte Hauser, Kerstin Tatzber, Doris Ragetté (alle RMS Austria); 6. Rüdiger Landgraf (KroneHit), Markus Breitenecker (Puls 4).

Privatsender luden zum Beisammensein

VÖP & Heuriger „Privat-Veranstaltung“ Mittwoch dieser Woche lud der VÖP, der Verband der heimischen Privatmedien, nicht nur tagsüber zur Enquette „Rundfunkplattform Österreich“, sondern auch am Abend zum mittlerweile traditionellen VÖP-Heurigen, der so wie die Diskussion tagsüber nicht nur von Vertretern der heimischen Privatmedien, sondern auch jenen aus Politik und auch dem ORF besucht wurde. Wiederholt appellierten die VÖP-Verantwortlichen an die Politik, das Ungleichgewicht zwischen dem Öffentlich-rechtlichen und dem Privaten Rundfunkmarkt in Österreich abzubauen. Doch es wurde auch „genetzwerkt“. Unter den Gästen gesichtet wurden neben mehreren Ministern und Vertretern von ÖVP und Grüne (s. Bilder): RTR-GF Alfred Grinschgl, Dieter Brosz (Mediensprecher Die Grünen), VÖZ-GF Gerald Grünberger, Michael Stix (SevenOneMedia), Michael Graf (GF RMS Austria), Rudi Reisner (Wirz) und andere. (fej)

Gastgeber VÖP-Präsident Klaus Schweighofer.

Gastkommentar Die Media Analyse zeigts: Print ist der große Gewinner

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Print lebt, bitte schreibt das! Was ist da passiert? Warum verlieren die Zeitungen in Österreich denn nicht mehr Leser? Heute ist tatsächlich etwas passiert. Die Media Analyse nennt Zahlen zur Mediennutzung. Und für jeden ist irgendwo ein kleiner Gewinn dabei, für manche auch ein großer. Der größte Gewinner diesmal ist aber Print. Quatsch, die Zeitungen haben ja Leser verloren. Ja, stimmt. Von 5,250.000 Lesern auf 5,240.000 Leser. Ja, liebe Kunden, liebe Kollegen. So sehen Verlierer aus. Es mag ja sein, dass international die Zeitungen schlechte Karten haben in Zeiten wie diesen. Aber trotz des unfassbaren medialen Getöses von und vor allem um Google, Facebook und Co, trotz des Schlechtredens bei jeder Gelegenheit geht es den Printmedien in Österreich hervorragend. Hervorragend. Sogar 65% der 20- bis 29-Jährigen lesen täglich Zeitung, 90% sind täglich im Netz. Das heißt, dass immer noch zwei von drei Menschen dieser Altersgruppe täglich Zeitungen lesen. Krisen sehen anders aus. Die Zeitungen haben echte Journalisten, überprüfte Fakten, ein komprimiertes Produkt, Lieferung frei Haus, familientaugliches Angebot und höchsten Tragekomfort, und das jeden Tag neu und aktuell. Ausnahmen dabei gibts, aber insgesamt ist es so. Insbesondere bei der tele-Gruppe. Die tele-Zeitungen schneiden bei dieser MA besonders gut ab. tele selbst kann sich im absoluten Spitzenfeld der österreichischen Printmedien behaupten. Zwar verliert tele Leser, das stimmt. Aber der Gegenwind durch EPG und Apps ist auch gewaltig. tele macht sich mit 250.000 Online-Usern und 260.000 App-Downloads auch selbst Konkurrenz. Also: Print lebt! Bitte schreibt das! Danke! Hans Metzger, Geschäftsführer tele Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Leitbetriebe förderten Vernetzung auf höchstem Niveau

Wirtschafts-Gipfel Pillerseetal Gut 150 Unternehmensführer und Diplomaten erreichten bei der 4. Wirtschaftswanderung von café+co International Holding, Leitbetriebe Austria u.a. neue Gipfel. Ex-Vizekanzler Josef Pröll zeigte sich bereits zuvor optimistisch: „Bergwandern hat Symbolkraft: Nach einer Krise geht es immer wieder bergauf.“ Ein Satz, der nur bedingt für die anwesenden Leitbetriebe wie café+co, ABB, die Bit Group u.a. zutrifft. Diese trafen sich bereits am Vorabend in Hüttenatmosphäre zur Leitbetriebe-Zertifizierung neuer Unternehmen und zum Austausch über ihre Erfolgsrezepte der vergangenen Jahre. Die Geschäftsführerin der Leitbetriebe Austria, Monica Rintersbacher, bestätigte: „Kommunikation und gegenseitiges Weiterhelfen führen zum Gipfel.“ Unter den Gästen wurden u.a. der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Minister Karlheinz Töchterle, News-CEO Axel Bogocz, Gebro Holding-CEO Pascal Broschek, Berglandmilch-GeneraldirekAm Dienstag, dem 15. Oktober, tor Josef Braunshofer, ABBladen news networld, Aegis MeVorstand Franz Chalupecky, dia und IQ mobile von 9:00 bis Fritz Egger, GmbHWerksleiter 13:15 Uhr zum 1. Mobile Day in Matthias Danzl und Raiffeisen den Media Tower, Taborstraße Holding NÖ Wien Aufsichts1–3, 1020 Wien. ratspräsident Karl Donabauer gesichtet. (red)

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Birgit Farnleitner BFI Wien

Der Beweis des Jahrhunderts Im Jahr 2000 veröffentlichte das Clay Institute eine Liste mit sieben Rätseln der Mathematik, Preisgeld jeweils eine Mio. USD. Eines dieser „Millennium-Probleme“ war der Beweis der Poincaré-Vermutung. 2002 wurde der Beweis von Grigori Jaklowewitsch „Grischa“ Perelman erbracht, der seither völlig zurückgezogen lebt. Ein zugängliches Buch über einen unerreichbaren Mann. 23,60 €, Suhrkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-42370-7.

© BFI Wien/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

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© Suhrkamp

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© leisure.at

© medianet/Szene1/Guenther Langegger (4); VÖP/Michael Gruber (3)

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Kommunikation Birgit Farnleitner ist ab sofort neue Leiterin der PR- und Marketingabteilung des BFI Wien. Die erfahrene Unternehmenskommunikatorin bringt mehr als 20 Jahre Agenturerfahrung in Werbung, Marketing und PR mit.


Nespresso

Frisch & Frost und Iglo bringen neue Produkte auf den Markt  Seite 17

Vor 10 Jahren führte das Unternehmen sein Nachhaltigkeits-Programm ein  Seite 18

© Griesk. Brauerei

innovativ

© REZA

© Iglo

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Freitag, 11. Oktober 2013 – 15

burning hell

Knabber Nossi Chili, Snack-Adventkalender von Kelly & Soletti, Felix Mayonnaise in fünf verschiedenen Sorten und Süßes Kochen mit Kikkoman. Seite 19

Karriere

Gerald Mayr ist Vertriebs- und Marketing­ leiter bei der Grießkirchner Brauerei Seite 20

Rewe und Spar gehen gegen Pestizide vor

© Koelnmesse

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© Confiserie Heindl/APA-Fotoservice/Rastegar

© Spar/Helge Kirchberger; medianet/Szene1/Philipp Hutter; Panthermedia.net/Simone Werner-Ney

Frostzeiten Tiefkühlprodukte sind mehr gefragt denn je, und das Interesse an Innovationen ist hoch – das zeigt auch die Anuga Frozen Food. Diese Produkte gelten als frisch, convenient; sie sind oft ohne Zusatzstoffe erhältlich und bieten auch Allergikern jede Menge Auswahlmöglichkeiten.  Seite 17

Jubiläum Die Wiener Confiserie Heindl feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Die beiden Brüder Walter und Andreas Heindl besitzen je 50% der Konditorei und wollen das Filialnetz nun weiter ausbauen. Mit 1. Jänner 2014 übernimmt das Unternehmen ein Geschäftslokal in der Lugner City, weitere Standorte folgen.  Seite 18

Ambitioniert Rewe (im Bild VD Frank Hensel) arbeitet seit 10 Jahren mit Global 2000 am gemeinsamen Pestizidreduktionsprogramm. Spar-Sprecherin Nicole Berkmann berichtet von der Arbeit mit akkreditierten Labors bei der Tanne.Seite 16

Deutschland Laut GfK vier Prozent Preisaufschlag bei Diskontern, nur 1,6% im Supermarkt

Düsseldorf. Deutschlands Diskonter drehen an der Preisschraube. In den vergangenen Monaten sind die von den Kunden bezahlten Preise bei Aldi, Lidl und Co. deutlich stärker gestiegen als bei „klassischen“ Supermärkten. Das geht aus einer Marktstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Überraschendes Fazit der Handelsexperten: Wenn man auf die Entwicklung der letzten Jahre „bei den Diskontern schaut, kann man nicht mehr so leichthin von der ‚Billigschiene‘ sprechen.“ Die Fakten: Im August bezahlten die Kunden der Diskonter laut GfK

© Maurizio Gambarini/EPA/picturedesk.com

Aldi & Co erhöhen die Preise

Die deutschen Diskonter erhöhen die Preise deutlicher als die Supermärkte.

vier Prozent mehr für ihren Einkauf als im Vorjahresmonat. Die Preise stiegen damit deutlich stärker als bei „normalen“ Supermärkten, wo sich der Warenkorb nur um 1,6% verteuerte. Die Gründe dafür sind vielfältig: Der Anstieg der Rohstoffpreise schlug sich nieder, ebenso das wachsende Angebot von Markenartikeln. Schon seit März dieses Jahres stiegen die Preise bei den Diskontern deutlich stärker als bei den Supermärkten. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen sich Diskonter untereinander und Supermärkte einen erbitterten Preiskampf lieferten.

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Freitag, 11. Oktober 2013

© Global 2000 & Rewe International/APA-Fotoservice/Pauty

16 – medianet retail

Der hän dler & d ie ngo

Obst & Gemüse Rewe-Chef Frank Hensel und Global 2000 berichten von ihrer zehnjährigen Zusammenarbeit

„Es war nicht leicht, die Lieferanten zu überzeugen“

Konstruktive Kooperation Reinhard Uhrig, Geschäftsführer Global 2000, Waltraud Novak, Leiterin Pestizidreduktionspro­ gramm bei Global 2000, und Frank Hensel, Vorstandsvorsit­ zender der Rewe International AG, schätzen ihre sehr sach­ bezogene Zusammenarbeit bei der Reduktion von Pestiziden bei Obst und Gemüse.

Spar-Sprecherin Nicole Berkmann: „Reduktion der Pestizide ist bei uns schon sehr lang Thema.“ Natalie Oberhollenzer

Wien. Seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet die Handelsorganisation Rewe gemeinsam mit der NGO Global 2000 daran, die Pestizidbelastung des Angebots im Obstund Gemüseregal zu senken. Für Unternehmenschef Frank Hensel und die Beteiligten der Umweltschutzorganisation ein Grund bei einer Pressekonferenz eine Zwischenbilanz über den Status quo im Grünen Sortiment vorzustellen. „Es war von Anfang an eine sehr sachbezogene Kooperation. Der entscheidende Punkt, der für eine Zusammenarbeit mit Global 2000

spricht, ist der, dass der Verein über eine gute Expertise verfügt. Am Projekt arbeiten gute Agraringenieure, die nicht nur kontrollieren, sondern die Probleme vor Ort angehen“, erklärt Hensel. Dabei sei es nicht immer leicht gewesen, die Lieferanten zu überzeugen; „wenn plötzlich Leute von NGOS auf deren Feldern auftauchen, die von uns geschickt wurden, dann gabs anfängliche Skepsis“. Überhaupt sei die gemeinsame Arbeit nicht immer begrüßt worden, sowohl von Rewe-Seite her, als auch von Mitgliedern der Umweltschutzorganisation. Dennoch glaubt Hensel fest an diese; sie sei

zukunftsweisend, auch oder gerade weil die beiden Beteiligten in vielen anderen Fragen unterschiedliche Standpunkte hätten.

Forschung und Kontrolle Global 2000-Geschäftsführer Reinhard Uhrig erinnert sich daran, wie diese „unkonventionelle“ Kooperation entstanden ist: „Im Februar 2002 haben wir hierzulande das Obst und Gemüseangebot erstmals auf Pestizide getestet und erschreckende Ergebnisse bei Tomaten und Paprika festgestellt. Zuerst gabs viel Berichterstattung, dann haben wir eine an die Han-

delsketten gerichtete Kampagne gestartet.“ Gleichzeitig, so Uhrig, sei man aber sehr offen gegenüber konstruktivem Arbeiten mit den Unternehmen gewesen, und bald wurde eine Zusammenarbeit mit Billa aufgenommen. Im Jahr 2006 schließlich wurde diese auf die Rewe International ausgeweitet.

„Die Zusammenarbeit mit Global 2000 im Rahmen des Pestizid­ reduktionsprogramms kostet uns 600.000

Beispiele aus der Praxis Nützlinge statt Insektizide in den Gewächshäusern

Erfolge bei Paprika, Salat, Trauben & Co

Wien. Durch die Zusammenarbeit von Rewe und Global 2000 konnte die Pestizidbelastung von zahlreichen Obst & Gemüsesorten in den Regalen der einzelnen Vertriebsschienen bereits signifikant gesenkt werden. Beispiel Paprika: Einst war das Gemüse Auslöser für das Pestizidreduktionsprogramm, heute ist ihre Anbautechnik im konventionellen Landbau bereits so gut entwickelt, dass durch den Einsatz von Nützlingen nahezu ohne Insektizide produziert werden kann. So werden in den Gewächshäusern Raubmilben gegen schädliche Spinnmilben eingesetzt. Ähnliches passiert bereits europaweit bei der Produktion von anderem Fruchtgemüse wie Tomaten, Melanzani oder Zucchini. Auch beim Häuptelsalat ist die durchschnittliche Pestizidbelastung der heimischen Ware in den letzten Jahren deutlich gesunken. Früher wurde häufig kreberregendes Iprodion eingesetzt, dieser Stoff wird heute in heimischen Salat kaum mehr gefunden. Bei den italienischen Tafeltrauben kam es früher oft zu Überschreitungen, im Jahr 2011 wurde der Pestizidwert nahezu halbiert. Noch nicht ganz zufrieden ist Global 2000 bei den türkischen Sultana-Trauben, daher wurde die Sorte in den letzten drei Jahren bei der Rewe International nicht mehr verkauft.

Euro im Jahr.“ rewe-chef frank hensel

Heute sind 15 Agrarexperten damit beschäftigt, das O&G-Angebot der Rewe zu kontrollieren und zu verbessern, eine Maßnahme, die sich die Rewe gut 600.000 € pro Jahr kosten lässt. Wert legt Hensel dabei auch darauf, zu kommunizieren, dass die Global 2000-Ingenieure ausschließlich selbst darüber entscheiden, ob Produkte oder ein Lieferant gesperrt werden. Darüber, wie das Pestizidreduktionsprogramm (PRP) in der Praxis von-

statten geht, weiß Waltraud Novak, Leiterin desselben, zu berichten: „Wir ziehen wöchentlich Proben in den Zentral- und Außenlagern der Rewe; dabei arbeiten wir risikoorientiert und prüfen sowohl, ob die Belastung in den Produkten unter der Pestizidobergrenze bleiben, als auch die Summenbelastung.“ Letzteres nennt sich auch ‚CocktailEffekt‘ – dabei wird auch die Summe und das Zusammenspiel der einzelnen Pestizide unter die Lupe genommen. Außerdem erarbeitet die Gruppe gemeinsam mit den Lieferanten Lösungen zur Pestizidreduktion. „Wir forschen gemeinsam an Methoden, um das zu erreichen“, so Novak, die darauf hinweist, dass das Projekt auch in Sachen Transparenz einzigartig im Lebensmittelhandel ist. Sämtliche Analysedaten werden im Netz publiziert. Bei der Spar wird die Pestizidbelastung bei O&G ebenfalls schon lang genau überwacht, wie Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann auf Anfrage bestätigt: „Die Spar nimmt sich des Themas schon seit mindestens zehn Jahren an, ohne dass wir es groß an die Glocke hängen. Wir arbeiten mit verschiedenen Lieferanten zusammen, Qualitätssicherung ist bei uns seit jeher ein großer Schwerpunkt.“ Man arbeite mit Überwachung und eigenständigen Pestizidkontrollen in den Märkten; die Spar habe akkreditierte Labors damit beauftragt, die Ware auf über 400 Pestizide untersuchen zu lassen.


S c h w e r p u n kt: T i e f k Ăź h l

Freitag, 11. Oktober 2013

HĂźttengaudi & Urlaubsfeeling Hollabrunn. Frisch & Frost präsentiert auf der „Alles fĂźr den Gast“ unter seinen Marken Bauernland und Toni Kaiser Produktneuheiten aus dem GemĂźse- und Strudelsortiment sowie einen neuen Informations-Service fĂźr HĂźttenwirte, Bergfreunde und GenieĂ&#x;er. Bauernland erweiterte sein Sortiment fĂźr die Gastronomie um den Pilz-Erdäpfelstrudel, Maiskolben und eine Auswahl an JulienneGemĂźse. Toni Kaiser wiederum zeigt ein neues Onlineportal, zu finden unter „www.facebook.com/Huttenkaiser“. Jeden Tag werden neue Einträge vom Toni Kaiser Redaktionsteam oder den HĂźttenbetreibern selbst gepostet. Dazu gehĂśrten etwa Events und Termine sowie Bilder der trendigsten oder urigsten Hotspots, Kulinarisches, Kurioses oder einfach wissenswerte Storys der Ăśsterreichischen HĂźttengastronomen.   (red)

Š Frisch & Frost

Mit GemĂźse und Mais bringt Bauernland neue Frische in die TiefkĂźhlregale.

Anuga Dem wachsenden TiefkĂźhlsegment wurde auf der Messe in KĂśln eine eigene Businessplattform gewidmet

Frozen Food ist im Trend Produkterfordernisse: frisch, convenient, rein, laktose- und glutenfrei. KĂśln. Mit der Anuga Frozen Food hat die Anuga gerade auch der TiefkĂźhlbranche eine konzentrierte Businessplattform auf der weltweit wichtigsten Messe fĂźr Nahrungsmittel und Getränke vom 5. bis 9. Oktober 2013 in KĂśln angeboten. Der wichtigste Trend bei TiefkĂźhlprodukten lautet „Frische & Convenience“. Die steigende Nachfrage nach TK-Gerichten, TK-Snacks und TK-Backwaren bestätigt den Wunsch vieler Konsumenten nach gesunden Lebensmitteln, die aber rasch zubereitet werden kĂśnnen. Ein zweiter Trend, der den TKBereich zurzeit bestimmt, ist die Umstellung auf „reine“ Rezepturen

– ohne Zusatzstoffe. Darßber hinaus folgen auch die Tiefkßhlkosthersteller den Veränderungen in der heutigen Ernährung, die u.a. durch vermehrte Lebensmittelallergien oder sich ändernde Ernährungseinstellungen bestimmt wird. Dazu gehÜren laktose- und glutenfreie Lebensmittel. Auch fehlt es nicht an TK-Produkten, die die gestiegene Nachfrage nach Halal, Bio oder auch die vegane/vegetarische Kßche bedienen.

TiefkĂźhl im Aufwind 2012 verzehrte jeder Deutsche 41 kg an TiefkĂźhlprodukten. In Ă–s-

terreich lag dies 2012 erst bei 25 kg – allerdings mit steigender Tendenz. Beim Spitzenreiter USA ist der Pro-Kopf-Verbrauch von TiefkĂźhlkost mit Ăźber 51 kg pro Jahr mehr als doppelt so hoch In Deutschland belief sich der Umsatz 2012 auf 12,017 Mrd. â‚Ź. „Das 2012er-Ergebnis zeigt einmal mehr, dass die TiefkĂźhlbranche in ihrer positiven Entwicklung sehr stabil ist und sogar noch ein leichtes Wachstum im Lebensmittelhandel generiert. Auch fĂźr 2013 wird von Branchenkennern eine weitere leichte Steigerung prognostiziert“, heiĂ&#x;t es in einer Aussendung der Anuga Frozen Food.  (jm)

Š Koelnmesse

Messe Frisch & Frost

medianet retail – 17

Reges Interesse auf der Anuga in KĂśln bei den Frozen Food-Ausstellern.

kEy NoTE SPEAkEr

Dr. Elgar Fleisch ETH Zßrich und Universität St. Gallen

Philipp Riederle Podcaster

Simon Pierro iPaddler

Iglo Lieblingsprodukte

Innovativ in die Herbstsaison Wien. Bei Iglo ist man vor allem stolz auf den TK-Gewinner des Jahres 2013 und das ist Blattspinat mit Schafkäse oder Quattro Formaggi. Seitens des Unternehmens wird der Erfolg dieses Produkts darauf zurĂźckgefĂźhrt, dass hier Spinat schon zubereitet wird. Weitere Stars unter den Neuheiten 2013 sind Fisch’n’RĂśsti und die Iglo Backfischstäbchen. Doch das Unternehmen ruht sich nicht aus auf den Erfolgen, sondern startet mit vielen Neuheiten in den Herbst. Im Bereich „Fisch“ kommt zum Beispiel „Lachs’n’RĂśsti“ ins TiefkĂźhlregal. Weitere Highlights bei Fisch und MeeresfrĂźchten sind die neuen Butterfly Garnelen paniert oder Wildlachs in Knusperpanier. Auch die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen mĂśchte Iglo fĂźr TiefkĂźhlprodukte begeistern, derzeit vor allem mit den neuen HĂźhner Dippers oder dem Käpt’n Burger Fisch Filet XL. (red)

Dr. Oliver Koll Strategic Insights Consultant, Europanel

PoDIuMSDISkuSSIoN

Podiumsmoderator Dr. Armin Wolf, MBA ZiB 2 / ORF

Mag. Josef Siess Vorstand BILLA AG

Mag. Alois Huber Geschäftsfßhrer SPAR Österreichische Warenhandels-AG

Mag. Gerald Reischl Chefredakteur futurezone.at

Daniel RĂśthlin Ex Libris AG

Mag. Alfred Berger Vorstand fĂźr Marketing, Verkauf & Finanzen, NĂ–M AG

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Alexander Oswald, MAS Futura GmbH



       

Iglo bringt Produkte mit Fokus auf Kinder und Jugendliche auf den Markt.

Mehr Information online: www.ecr-austria.at Das ECR Austria-Team: Dr. Nikolaus Hartig, Claudia Patscheider und Daniela Paar, MA Tel +43 1 505 86 01 DW 18, Fax DW 44 E-Mail: ecr@gs1.at

Die neue Welt Der Konsumenten Fortschritt durch Informationstechnologie

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18 – medianet retail

Freitag, 11. Oktober 2013

Confiserie Heindl Das Wiener Unternehmen in Familienhand plant eine Expansion in österreichische Bundesländer

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Seit 60 Jahren erfolgreich

Rewe eröffnet das neue Lager in Ohlsdorf © Rewe International/APA-Fotoservice

2014 übernimmt Heindl ein Geschäftslokal in der Lugner City, eine Filiale in Leobersdorf soll folgen. Daniela Prugger

GF Andreas Bayer, LH Josef Pühringer und Vorstand Reinhard Schürk.

Ohlsdorf. Vor Kurzem ging die Eröffnung des neuen Zentrallagers West der Rewe im ober-österreichischen Ohlsdorf über die Bühne. In Anwesenheit von Landeshauptmann Josef Pühringer wurde die rund 146.000 m2 große Grundstücksfläche eingeweiht. Bis zum nächsten Jahr sollen darauf 250 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Rewe investierte etwa 60 Mio. € in das neue Zentral-lager. Ziel des Unternehmens ist es, vor allem die Transportwege zu optimieren, so Rewe-Vorstand Reinhard Schürk.  (red)

Standorte ausbauen Heindl wuchs im Vergleich zum Vorjahr 2012/13 beim Umsatz bereinigt um 8,6% auf rund 22 Mio. €. Momentan arbeite man mit fünf Franchisepartnern, die Zahl solle aber auf über zehn steigen. Dem Unternehmen geht es bei den Expansionsplänen um Geschäfte in

Agrana fährt im 1. Hj. weniger Gewinn ein

Die Brüder Walter und Andreas Heindl wollen das Filialnetz der Confiserie ausbauen.

Logistik Einkaufsstraßen brauchen strategischen Shop-Mix

Nespresso Kaffee von 56.000 Kaffeebauern aus 8 Ländern

Salzburg. Handelsexperten sollten früher und stärker in den Planungsprozess der Stadtentwicklung einbezogen werden, ist Marcus Wild, CEO von SES Spar European Shopping Centers, überzeugt. In innerstädtischen Lagen würden bei der konkreten Planung die Anforderungen für einen funktionierenden Handel zu wenig oder zu spät berücksichtigt, kritisierte er. An der Podiumsdiskussion im Rahmen der Gewerbeimmobilienmes-

Wien. Im Jahr 2003 rief Nespresso das AAA Sustainable Quality-Programm ins Leben. Die Initiative soll die sozialen, ökologischen und ökonomischen Umstände der Kaffeeproduzenten in den Anbauländern verbessern. Erste Zwischenergebnisse des kolumbianischen Kontrollinstituts CRECE zeigen leichte Verbesserungen durch das Programm. 1.000 kolumbianische Kaffeebauern wurden befragt: 22,6% gaben an, dass sich ihre

© SES

Der Handel muss in die Stadtplanung einbezogen werden, so Marcus Wild.

se Expo Real in München nahmen neben Wild auch Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou teil.

Musterbeispiel Aspern Richtige Flächenformate würden bei der Planung genauso dazugehören wie eine ausgereifte Logistik im Sinne der Kunden-Convenience. Für Geschäftsstraßen sei ein strategischer Branchen- und Shop-Mix erforderlich. Nur so könne dem Kunden das gewünschte Angebot, die notwendige Inspiration geboten und die City in einen pulsierenden Marktplatz verwandelt werden. Als Musterbeispiel für einen solchen Prozess nannte Wild Aspern, die Seestadt Wiens, bei der schon in der Planungsphase die SES für die Konzeption und als künftiger Manager der „Einkaufsstraße“ mit eingebunden wurde. Innovation fände man auch im oberösterreichischen Ried. „Ein vielfältiger und florierender Handel ist für eine moderne Stadt enorm wichtig. Gerade für neue Stadtentwicklungsprojekte ist es sehr sinnvoll, Handelsexperten von Anfang an einzubeziehen“, fand auch Vassilakou.  (red)

sozialen Verhältnisse verbessert haben. Laut Studie gibt es auch Fortschritte bei den wirtschaftlichen Gegebenheiten. „Für Nespresso sind Qualität und Nachhaltigkeit untrennbar miteinander verbunden. Nachhaltiger Anbau sichert die Zukunft für Kaffee von gleichbleibend hoher Qualität; davon profitieren die Kaffeebauern genauso wie unsere Clubmitglieder und wir“, führt Dietmar Keuschnig, GF von Nespresso Österreich, aus.

Neues Beratungsgremium

© REZA

© Agrana

Handel in Stadtplanung einbeziehen 10 Jahre Nachhaltigkeitsprogramm

Höhere Rohstoffpreise bescherten dem Konzern Gewinneinbruch.

Wien. Höhere Rohstoffkosten bescherten Agrana einen Gewinneinbruch im 1. Halbjahr. Das Konzernperiodenergebnis brach von 99,6 Mio. € auf 69,2 Mio. € ein. Den Gewinneinbruch hatte der Konzern bereits Anfang September angekündigt. Im Vorjahresvergleich stieg der Umsatz von 1,603 Mrd. € auf 1,674 Mrd. €. Für das Gesamtjahr erwarte man ein leichtes Umsatzplus, jedoch ein niedrigeres operatives Konzernergebnis.  (APA)

© Confiserie Heindl/APA-Fotoservice/Rastegar

Wien. Die Wiener Confiserie Heindl feiert heuer ihr 60-jähriges Bestehen. Nun sollen Pralinen, Schokobananen und Waffeln auch in den restlichen Bundesländern Österreichs vertrieben werden. „Wir suchen Franchisenehmer in den Landeshauptstädten; auch Shops in Villach und Kufstein wären sehr schön“, sagten die beiden Chefs, Andreas und Walter Heindl. Den beiden Brüdern gehören je 50% der 1953 gegründeten Konditorei.

guten Lagen, vor allem in den Touristenhochburgen. „Mit 1. Jänner übernehmen wir ein Geschäftslokal in der Lugner City“, erklärte Andreas Heindl. Weitere Filialen sollen in Leobersdorf und am neuen Wiener Zentralbahnhof entstehen. Das eigene Filialnetz soll in den nächsten zwölf Monaten auf über 30 Standorte wachsen. Die 2006 übernommenen Pischinger Waffeln werden seit dem Vorjahr so wie die HeindlSüßigkeiten am Rande Wiens in Liesing hergestellt. Ärgerlich seien die trotz guter Ernte steigenden Kakaopreise. Momentan koste eine Tonne Kakaobohnen 2.025,63 €. „Wenn man davon ausgeht, dass der Bauer 1.000 Dollar bekommt, weiß man, wo die großen Abzocker sitzen“, kritisiert Walter Heindl. Sechs bis acht Monate könne der Zuckerbäcker im Voraus einkaufen. Dadurch sichere sich das Unternehmen die Saison ab, ergänzte Bruder Andreas.

Das Nachhaltigkeits-Projekt soll die Situation der Kaffeebauern verbessern.

Ziel von Nespresso war es, bis Ende 2013 insgesamt 80% des Rohkaffees aus dem NachhaltigkeitsProgramm zu beziehen. Eigenen Angaben zufolge erwirtschaften heute rund 56.000 Kaffeebauern aus acht Ländern Kaffee höchster Güte. Im Juli etablierte das Unternehmen das Sustainability Advisory Board. Das Beratungsgremium, dem internationale Nachhaltigkeitsexperten angehören, hat das Ziel, Erkenntnisse und Vorschläge zu sammeln und diese für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie zu nützen.  (dp)


product news

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet retail – 19

Süße und scharfe Versuchungen mit Knabbernossi und Kelly Österreichs beliebtes Snackwürstchen bekommt würzigen Zuwachs: Für Snackfans mit Lust auf Feurig-Scharfes gibt es die Sorte „Knabber Nossi Chili“. „Immer mehr Österreicher schätzen Schärfe in ihren Speisen“, weiß Ingrid Maximilian, Marketing Managerin von Knabber Nossi; „mit der neuen Chili-Sorte folgen wir dem Trend.“

Fünf neue Mayonnaise Produkte launcht Felix auf einen Streich: Drei Varianten mit unterschiedlichen Fettgehalten (25%, 50% und 80% Fett) in der Soft-Tube (180 ml) und zwei weitere mit 25% und 80% Fett in der SqueezeFlasche (250 ml). Freilandeier und wertvolles Rapsöl aus Österreich tragen zur Top-Qualität aus dem Hause Felix bei. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

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Kikkoman Kochen im Meinl

Eine Prise Soja

© Kikkoman

Wien. Josef Haslinger, Chefpatissier im Meinl am Graben in Wien, verwendet in seinen süßen Kreationen Sojasauce anstatt der sonst verbreiteten, gewöhnlichen Prise Salz. Seine neueste süße Versuchung sind Sesam Madeleines: „Natürlich gebraute Sojasauce intensiviert den Eigengeschmack von Süßspeisen optimal, ohne in den Vordergrund zu treten. Neben der Harmonie des geschmacklichen Zusammenspiels von süß und salzig gibt Sojasauce noch eine schöne Farbe.“ (red)

Josef Haslinger nimmt für Madeleines die natürliche Sojasauce von Kikkoman.

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

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© Maresi; Kelly; Felix Austria

Product News Knabber Nossi Chili, Snack-Adventkalender von Kelly & Soletti, Felix Mayonnaise in fünf verschiedenen Sorten und Süßes Kochen mit Kikkoman. In der Adventszeit erwartet die Freunde von Chips, Salzstange & Co vom Marktführer Kelly jeden Tag eine neue Snack-Überraschung: Kelly bringt den ersten Snack-Adventkalender auf den Markt: Ab dem 1. Dezember können Konsumenten täglich eine Tür des Adventkalenders öffnen und sich eine Packung Kelly’s oder Soletti-Produkte sichern. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Launch Kelly Snack-Adventkalender 818 g Kelly LEH www.kelly.at


s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 11. Oktober 2013

Goldenes Teeblatt WU Wien-Eröffnung

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl (5)

© Rudi Froese

1

Hugo Bichler (Vertriebsleiter Teekanne), Fanny Holzer, Andreas König & Monika Buch (25 Hours Hotel), Karl und Martina Hohenlohe (Herausgeber Gault Millau).

10 Jahre Verleihung „Goldenes Teeblatt“ mit Teekanne 2

3

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1. Erich Riegler (Rewe), Eva-Maria Egghart-Pickl (Lidl), Bernhard Haider (Hofer) und Gerhard Drexel (Spar); 2. Thomas Haller und Georg Rath; 3. Christina Holweg (WU), Hannes Glavanovits (Spar) und Ute Sebök (Procter & Gamble); 4. Peter Schnedlitz, Bernadette Kamleitner und Martin Schreier.

Department für Marketing der WU Wien präsentiert sich

Höchstes Niveau

Vorstand Peter Schnedlitz ist sichtllich stolz.

Come-together Vergangene Woche war es endlich so weit: die Eröffnung des größten Universitätsneubaus in Europa ging über die Bühne. Mitten in den Feierlichkeiten rund um Direktor Christoph Badelt, BP Heinz Fischer und EU-Kommissar Johannes Hahn hat auch das Department für Marketing seine Pforten offiziell geöffnet. Und da war Departmentvorstand Peter Schnedlitz sichtlich stolz ob der Prominenz: Mit knapp 100 Mitarbeitern ist dies nunmehr im deutschsprachigen Raum die größte Einheit für Marketingforschung. Das Who-is-Who der Handelsszene und Lebensmittelindustrie ließ es sich nicht nehmen, zu kommen – so manch einer hat einst an diesem Institut sein Studium absolviert. Unter den Gästen: Gerhard Drexel (Spar), Erich Riegler (Rewe), Bernhard Haider (Hofer), Eva-Maria Egghart-Pickl (Lidl), Günter Thumser und Martina Steinberger-Voracek (Henkel), Sonja Gahleitner (Unilever) und Alfred Hudler (Vöslauer). Dazu kamen auch die WUMarketingexperten wie Bernadette Kamleitner, Thomas Reutterer, Martin Schreier, Bodo Schlegelmilch, Christina Holweg, Fritz Scheuch.  (jm)

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die finstere brille

Die Preisfalle schnappt zu Christian Novacek

© Steppenseestudio

© Grieskirchner Brauerei

Jubiläum Bereits zum 10. Mal wird von Teekanne und Gault Millau das „Goldene Teeblatt“ für Österreichs beste Teegastronomen verliehen. Pro Bundesland gibt es einen Gewinner. Der Wiener Preisträger: 25 Hours Hotel. Für die Beteiligten war dies Anlass, eine positive Bilanz zu ziehen, wie Teekanne-Vertriebsleiter Hugo Bichler sagte: „Wir freuen uns, mit dem ‚Goldenen Teeblatt‘ bereits das zehnjährige Jubiläum feiern zu können und sind auch stolz darauf, einen wichtigen Teil zur positiven Entwicklung der Teekultur in Österreich beigetragen zu haben.“ Auch Karl Hohenlohe, Herausgeber des Gault Millau, sieht den Trend sehr positiv: „Es ist toll, bei vielen Restaurants, Cafés und Hotels mittlerweile eine große Auswahl an hochwertigen Teesorten vorzufinden. Das macht es für unsere Tester natürlich nicht einfacher, aber das erhöht dafür den Spaß am Probieren.“ Und die Wien-Siegerin Fanny Holzer-Luschnig, General MaShopping-Party am 12. Oktober: nager 25 Hours Hotel, über ihr Fashion Check-in präsentiert reichhaltiges Teeangebot: in 20 Pop-­up-Boutiquen im „Unser Ziel ist es, mit unserem Hotel Le Meridien, 1010 Wien, Teeangebot von Samova modie Herbst-Winter-Trends 2013. derne Genießer zu inspirieren, www.fashion-check-in.com ihren ganz persönlichen Geschmack zu entwickeln.“  (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Gerald Mayr (47) hat mit dem 1. Oktober die Verkaufs-, Vertriebs- und Marketingleitung der Grieskirchner Brauerei übernommen. Als Sohn eines Gastwirts war Mayr seit jeher mit der Gastronomie verbunden. Mit 25 Jahren übernahm er den elterlichen Betrieb und startete fünf Jahre später seine Vertriebskarriere bei der Stiegl-brauerei. Anschließend war er Verkaufsleiter beim Getränkegroßhandel Rudolf Wagner KG. Im Jahr 2009 wechselte er als Vertriebsleiter zur Nannerl GmbH & Co KG. Zuletzt managte Mayr als Geschäftsführer der BiB Solution GmbH die Einführung einer Verpackungsinnovation im Getränkebereich.

Besten Tee rund um die Uhr genießen

Höchster Genuss Ein Wein für den Worte nicht reichen – das war die Vision von Winzer Leo Hillinger zu Beginn des Projekts Icon Hill. Die Trauben des Jahres 2009 waren bestens geeignet für die Realisierung dieses Traums. Eine 36 Monate lange Reifung sorgte für die perfekte Ausbalancierung des edlen Tropfens. Eine Traube pro Stock – das bedeutet eine limitierte Anzahl von Abfüllungen: 999 Flaschen werden exklusiv verkauft. Für die ebenbürtige Hülle für seine WeinIkone sorgt Zaha Hadid: Die Flasche ist edel, elegant, voll feiner Formen und mit Rundungen, ebenso wie mit Kanten. Die Flasche kann lange im Keller sein: als optimale Genussreifezeit gelten die Jahre 2016 bis 2030. Der Icon Hill ist in allen Leo-Hillinger-Stores und online unter www.leo-hillinger.at um 99 € erhältlich..

A

ldi & Co drehen in Deutschland an der Preisschraube. Nach oben, wohlgemerkt. Mehr Markenartikel, die Besetzung von Themen wie Bio und Regionalität – das kostet und führt letztlich zum steigenden Preisniveau im Diskont. Möglich ist es, weil laut GfK Deutschland die Zeit der großen Preisschlachten vorbei ist. Die Supermärkte haben erkannt, dass es sinnlos ist, um jeden Preis die Preisfrage mit Aldi/Hofer auszumatchen. Sie hätten eingesehen, dass sie den Preiskrieg nicht gewinnen können und setzen daher auf Frische und Service. Was folgt, wäre möglicherweise eine friedliche Koexistenz, die jedem seinen nachvollziehbaren USP belässt. Warum ist so ein Szenario in Österreich nicht vorstellbar? Warum geht hierzulande der USP-Raub oftmals so weit, dass vom angestammten USP wenig übrig bleibt? Vielleicht hat es der Handel hierzulande übertrieben. Die Preisschraube nach unten nicht gedreht, sondern gehämmert. Und jetzt sitzt man fest. Kommt aus den 25%-Warengruppenrabatten nicht mehr heraus. Ist zwischen den 1 +1 gratis-Angeboten eingeklemmt. Was im Preisvergleich zwischen Deutschland und Österreich so gerühmt wird – die ausgefeilte heimische Aktionspolitik –, ist in Wirklichkeit eine Falle.  c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

(Un)Endlich Eine Supernova-Explosion in 10 Lichtjahren Entfernung würde Leben auf der Erde sofort auslöschen. Die nächste Supernova ist 50.000 Lichtjahre entfernt.


medianet

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Freitag, 11. Oktober 2013 – 21

healtheconomy WEIL SICHERHEIT EINE FRAGE PERFEKTER HYGIENE IST.

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Reformer setzen auf Selbsthilfe-Gruppen

Š EHFG 2013

short

Š Hauptverband der Üsterr. Sozialversicherungsträger/APA-Fotoservice/Schedl

Š panthermedia.net/Monkeybusiness Images

Krebsproblem Beim diesjährigen European Health Forum Gastein diskutierten internationale und nationale Experten die gesundheitlichen Herausforderung der Zukunft. Dabei stand das Thema Krebs an erster Stelle. Trotz deutlicher Verbesserungen in Diagnostik, Therapie und Rehabilitation kritisierten Vortrage den ungleichen Zugang von Betroffenen zur medizinischen Hilfe. Diese Situation sei inakzeptabel und bedßrfe einer raschen Änderung – hier seien staatliche Verantwortliche gefordert, die internationale Zusammenarbeit zu forcieren.  Seite 24

Brustgesundheit Der 15. Oktober steht wieder ganz im Zeichen des Kampfs gegen die häufigste Tumorform bei Frauen: Brustkrebs. Zahlreiche Initiativen und Aktionen setzen in vielen Städten sichtbare Zeichen und wollen Frauen ermutigen, durch kleine Änderungen in ihrem täglichen Leben das entsprechende Risiko zu senken. Immerhin haben Studien ergeben, dass bis zu 30% aller Brustkrebsfälle auf den Lebensstil zurßckzufßhren sind. Inzwischen tobt in Österreich ein Streit ßber die Einfßhrung eines flächendeckenden MammografieScreenings. Seite 25

Hauptverbandschef Schelling will Zusammenarbeit mit Patienten ausbauen und sprach mit Selbsthilfegruppe-Vertretern Maier und Danner (v.li.n.re.)

Patientenorientiert Die Gesundheitsreform soll rasch fßr die Patienten spßrbar werden. Nicht zuletzt deshalb setzt Hauptverbandspräsident Hans JÜrg Schelling nun auf die Selbsthilfe-Gruppen. Diese fordern wiederum mehr Geld.  Seite 22 

inhalt

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Healthcare > Medien: Datenleck in der Sozialversicherung  22 > Reform: Länder säumig bei Zielsteuerungsverträgen  22 > Gutes Ergebnis fßr das neue SVA-Vorsorgeprogramm  23

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Medizintechnik und eHealth > Rechnungshof kritisiert Ausgaben von Kassen  25 > Augenärzte diskutieren neue Implantationstechniken  25





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22 – healtheconomy

Freitag, 11. Oktober 2013

Gesundheitsreform I Reformer setzen auf Mitwirkung der Patienten und unterstützen Selbsthilfegruppen

Kommentar

Reform stellt Patienten in den Mittelpunkt

Wo bleibt die Grippe-Panik?

Selbsthilfegruppen fordern öffentliche Förderungen. Kassen wollen Prävention ausbauen. Wien. Die Gesundheitsreform hat neben den strukturellen Änderungen und der besseren Steuerung von niedergelassenem und stationärem Bereich vor allem ein Ziel: Die Änderungen sollen möglichst rasch und möglichst positiv bei den Patienten und Versicherten ankommen, betonen die Verantwrotlichen immer wieder. Nun werden erste Schritte dazu gesetzt. „Um die laufende Gesundheitsreform zu einem Erfolg zu führen, ist eine Zusammenarbeit von Selbsthilfegruppen und Sozialversicherung notwendig“, erklärt Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungen. Vor allem was chronische Erkrankungen betreffe, spielten Selbsthilfegruppen eine wichtige Rolle.

Martin Rümmele

I

n diesen Tagen soll – so die Wettervorhersagen – der erste Schnee fallen. Es wird kälter und Ärzte melden vermehrt grippale Infekte und fieberhafte Erkältungen. Die Grippewelle ist wie jedes Jahr aber erst zum Jahreswechsel zu erwarten. Was allerdings bisher fehlt, ist die jährliche Panik vor einer Grippewelle oder gar einer Pandemie durch mutierte Viren. Denn diese kam in den vergangenen Jahren regelmäßig zu dieser Zeit. Selbst auf der Website der WHO ist es derzeit auffallend ruhig. Das wiederum gibt die Möglichkeit, auf andere Pandemien zu schauen; da wäre zum einen das leidige Thema Rauchen: Hier hat die EU nun weitere konkrete Schritte gesetzt. Mit Schockbildern und Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen soll in Zukunft in der EU das Rauchen unattraktiv gemacht werden. Wenig getan wird hingegen bei einer anderen Pandemie – so bezeichnet sie zumindest bereits die WHO. Denn amerikanische Ernährungsexperten schlagen wieder Alarm: Fertiggerichte, Fast Food und selbst Menüs im Restaurant seien zu fett, zu salzig, zu kalorienreich – und für Übergewicht und Herzinfarkte verantwortlich. Die WHO spricht mittlerweile von einer Adipositas-Pandemie. Weltweit leiden mehr als 300 Millionen Menschen unter Fettleibigkeit – eine Zeitbombe für die Gesundheitssysteme.

Prävention ausbauen Schelling: „Langfristig werden wir etwa 80 Prozent unserer Mittel für chronisch Kranke ausgeben.“ Die Gesundheitsreform will die Versorgungsstruktur ändern und Gesundheitsziele neu definieren. Dabei soll die Patientenorientierung in den Mittelpunkt gestellt und Patienten aktiv in Entwicklungsprozesse eingebunden werden. Neben der Linderung von Schmerzen und der Verbesserung der Lebensumstände von chronisch Kranken ist auch die Prävention ein wichtiges Thema; anzusetzen sei dabei auch bei der Betreuung von Kindern. Manche chronische Erkrankungen entstehen laut Schelling etwa durch falsche Ernährung. In der Lebenserwartung liegt Österreich im guten Mittelfeld, aber bei den gesunden Lebensjahren

© Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger/APA-Fotoservice/Schedl

Christian Resei

Hans Jörg Schelling (Hauptverband) und Monika Maier (Selbsthilfegruppen) (Bildmitte) wollen Zusammenarbeit ausbauen.

sind wir schon eher im unteren Drittel angesiedelt. Die weniger gesunden Jahre beginnen in Österreich ab dem 60. Lebensjahr, in Schweden jedoch erst ab dem 71. Lebensjahr. „Wenn man chronisch erkrankt ist, braucht man eine optimierte Versorgung; hier sind die Selbsthilfeorganisationen ein wichtiger Partner“, weiß Schelling. Diese haben bei den Zielen der Gesundheitsreform mitgearbeitet und sollen auch bei der Umsetzung mitwirken. Ziel ist ein längeres selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit. „Die Erfahrung der Patienten soll dem Wissen der Experten auf gleicher Höhe begegnen“, fordert Monika Maier von der ARGE Selbsthilfe. Allgemein müsse auch

geklärt werden, wer überhaupt dazu legitimiert ist, im Namen der Patienten zu sprechen. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Selbsthilfegruppen stark angestiegen – im Namen der Patienten sprechen auch Patientenanwälte, Ombudsleute und einzelne Personen, die sich einsetzen. In Österreich gibt es rund 1.700 Selbsthilfegruppen, denen 250.000 Patienten angehören. Viele erhalten auch finanzielle oder organisatorische Unterstützung der Industrie, was nicht immer unumstritten war. Allerdings setzen die meisten Hersteller immer mehr auf Transparenz und veröffentlichen die Zuwendungen. Von der zukünftigen Regierung erwartet die ARGE Selbsthilfe,

dass sie staatlich anerkannten Selbsthilfegruppen eine öffentliche Basisfinanzierung gewährleistet. „Das würde eine Unabhängigkeit von der Wirtschaft garantieren“, ist sich Maier sicher. In Deutschland gibt es bereits eine Regelung: Von jedem Versicherten werden 63 ct pro Jahr für Selbsthilfegruppen verwendet. Umgelegt auf die 8,3 Mio. versicherten Österreicher, wären das dann etwa 5 Mio. €. Derzeit wird die Höhe des Finanzbedarfs noch geprüft. Monika Maier regt allgemein an, Patienten zeitgerechter zu befragen und sie aktiv in gesundheitspolitische Entscheidungen einzubinden: „Patienten sollen nicht erst beteiligt werden, wenn Beschlüsse schon gefasst sind.“

Gesundheitsreform II Zielsteuerungsverträge offen

E-Health Hauptverband bestätigt Zugriff auf Versichertendaten – Polizei ermittelt

Länder sind säumig

Datenleck in Sozialversicherung

Wien. Die Bundesländer haben ihre Zielsteuerungsverträge zur Umsetzung der Gesundheitsreform nur teilweise zeitgerecht fertiggestellt. Nach den gesetzlichen Bestimmungen hätten die Entwürfe bis Montag, 30. September, an den Bund übermittelt werden müssen. Vier Länder haben diese Frist nicht eingehalten. Im Gesundheitsministerium sieht man aber trotzdem kein Problem. Wien, Kärnten, Tirol, Oberösterreich und Salzburg haben abgestimmte Entwürfe für die Zielsteuerungsverträge bereits übermittelt. Als einziges Land hat Wien zusätzlich auch einen Beschluss im Landtag vorzuweisen.

Wien. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat den illegalen Zugriff auf Versicherten-Daten bestätigt. Ein Mitarbeiter habe darauf zugegriffen, bestätigte der Hauptverband einen Bericht von „derstandard.at“ gegenüber der APA. Ob dieser die Daten weitergegeben hat, konnte hingegen nicht bestätigt werden. Es seien „personelle Konsequenzen“ gezogen sowie Anzeige erstattet worden.

Im Büro von Minister Alois Stöger (SPÖ) nimmt man die Verzögerungen nicht zu tragisch. Man habe mit der Gewährung von Nachfristen gerechnet, zumal der Bundeszielsteuerungsvertrag erst seit drei Monaten vorliegt. Mit den säumigen Ländern sei man im Gespräch und zuversichtlich, dass alle Verträge von der Bundeszielsteuerungskommission im November beschlossen werden können. (iks)

daten handeln. Der Hackerangriff auf den Apotheken-Software-Server bekräftige die Vorbehalte der Ärztekammer gegen den elektronischen Gesundheitsakt ELGA, sagte Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer. „Es gibt ganz offensichtlich bei elektronisch gespeicherten Gesundheitsdaten keinen wirksamen Schutz vor Datendiebstahl und Missbrauch.“  (iks)

© elisabeth grebe fotografie

Gesundheitsminister Alois Stöger will bis November Reform fixiert haben.

Auf das „Datenleck“ aufmerksam gemacht hatten den Hauptverband die Internet-Aktivisten von AnonAustria. Die Behörden prüfen nun einen möglichen Kontakt zwischen ihnen bzw. dem Netzwerk Anonymus und dem Mitarbeiter. Dieser habe keine Berechtigung zur Einsicht der betroffenen Datensätze gehabt, teilte der stellvertretende Hauptverbands-Generaldirektor Volker Schörghofer mit. Fest stehe aber, dass dieser Screenshots angefertigt habe. Weitere Daten wurden allerdings offenbar nicht gestohlen – auch ein Zugriff von

© Panthermedia.net/Luca Bertolli

Angriff auf Apotheken

Stöger ist zuversichtlich Vorarlberg, das Burgenland, die Steiermark und Niederösterreich beantragen eine im Gesetz vorgesehene Fristverlängerung. Das Burgenland hat seinen Vertrag aber bereits auf Beamtenebene fertig und Vorarlberg hat zugesagt, bis Mitte Oktober zu liefern, hieß es im Gesundheitsministerium.

außen auf Daten sei nicht feststellbar gewesen. Erst vor Kurzem gab nach Medienberichten der Apotheker-Verlag bekannt, dass Daten von Patienten gestohlen worden sind. Durch die kriminellen Machenschaften dürften zumindest Daten von sechs Apotheken „abhanden“ gekommen sein. Es soll sich um insgesamt 27 Mio. Datensätze mit 2.000 Patientennamen und 14.000 Verkaufs-

Zuletzt wurde auch ein Hackerangriff auf einen Apothekenserver bekannt.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 11. Oktober 2013

Prävention Vorsorgeprogramm der SVA war laut Evaluierung erfolgreich

Vorsorge bringts Wer auf seine Gesundheit achtet, wird belohnt. Wien. Das Vorsorge-Programm „Selbständig Gesund“ ist eine Initiative der SVA mit dem Ziel, das Bewusstsein der Versicherten dafür zu schärfen, dass jeder einzelne für sein Wohlbefinden selbst mitverantwortlich ist: Manche Krankheiten, wie etwa Bluthochdruck, sind Folge einer bestimmten Lebensweise und daher vermeidbar. Im Rahmen eines Gesundheitschecks können mit dem Arzt des Vertrauens Gesundheitsziele festgelegt werden, die innerhalb von etwa sechs Monaten erfüllt werden sollen; bei Zielerreichung spart sich der Teilnehmende den halben Selbstbehalt. Die an der Johannes-Kepler Universität in Linz durchgeführte gesundheitsökonomische Evaluierungsstudie ergab, dass die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen im Jahresvergleich um 38% höher

lag. Durch einen Anstieg der Vorsorgeuntersuchungen steigen zwar extramurale Ausgaben, es reduzieren sich aber im Gegenzug die Kosten für stationäre Ausgaben mehr als deutlich.

Sechs Schritte-Programm Das Vorsorgeprogramm beinhaltet die Schritte Gesundheitscheck, Festlegen von Gesundheitszielen, das Planen, die Evaluierung, die Refundierung und weiterführende regelmäßige Gesundheitschecks. Wichtige Faktoren im Programm sind Blutdruck, Gewicht, Bewegung, Tabak- und Alkoholkonsum.

© Land Tirol

ulli moschen

SVA-Vize McDonald startete neues Vorsorgeprogramm „Selbständig Gesund“.

healtheconomy – 23

Frauenmedizin Hormonersatztherapie oder Heilpflanzen

Unterstützung beim Klimakterium Wien. Der diesjährige „Tag der Apotheke“ am Dienstag stand im Zeichen der Wechseljahre (Klimakterium). Interessierte und betroffene Frauen wurden individuell beraten und erhielten eine umfassende Wechseljahre-Broschüre, die gemeinsam mit der Gesellschaft für Menopause entwickelt wurde. Durch das Absinken der weiblichen Sexualhormone Progesteron und Östrogen im Blut kommt es während der Wechseljahre zu körperlichen Veränderungen, die zu physischen und auch psychischen Beschwerden führen können, darunter Gewichtszunahme, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Sexualprobleme, Gelenkund Muskelschmerzen. Bei hohem Leidensdruck empfehlen Ärzte und Apotheker eine Hor-

montherapie mit Östrogenen und gegebenenfalls Gestagenen. Die Alternative bei der Therapie von Wechseljahre-Beschwerden sind pflanzliche Substanzen in Form von Tees, Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln.

Enttabuisierung Auch die Einstellung zum Älterwerden und zum eigenen Körper beeinflussen das Befinden im Wechsel. „Es ist wichtig, dass Frauen Hilfe in Anspruch nehmen und ihre Beschwerden artikulieren“, sagt Apothekerin Irina Schwabegger-Wager. „Das Klimakterium ist keine Krankheit und auch nichts, was Frau fürchten muss. Oft kann bereits mit sehr einfachen Mitteln die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert werden.“  (um)

Uni Gesundheitsberufe

UMIT-Bilanz

Hall in Tirol. Das Rektorenteam der Tiroler Health & Life Sciences Universität UMIT, Rektorin Christa Them und Vizerektor Philipp Unterholzner, präsentierten kürzlich aktuelle Zahlen. Von den 1.540 Studierenden im Studienjahr 2013/14 sind 414 Neuzugänge, 62% davon studieren in den Bachelor-, 27% in den Master- und 11% in den Doktorats-Programmen. Die zahlreichen Lehrgänge, darunter auch der MAS für gewerbliche Gesundheitsberufe, werden weiterhin optimiert und ausgebaut. Die UMIT beschäftigt zurzeit rund 160 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, Lehre und Verwaltung. Das Gesamtbudget der Universität, die sich im Eigentum des Landes Tirol befindet, beträgt im laufenden Geschäftsjahr 12,8 Mio. €.

Harald Krassnitzer

Luftqualität Partnerschaft

Pro Raumklima

Übelbach/Wien. Einer der führenden Fenster- und Türenproduzenten Österreichs, Gaulhofer, wird Partner der unabhängigen Plattform „MeineRaumluft.at“, welche seit zwei Jahren die österreichische Bevölkerung über das Thema Raumluft informiert. „Wir werden uns künftig verstärkt um das Thema Raumluft als Gesundheitsfaktor im Schul-, Wohn- und Arbeitsbereich kümmern“, verspricht Geschäftsführer Manfred Gaulhofer. „Fenster beeinflussen indirekt wesentliche Raumluft-Faktoren, wie CO2-Gehalt, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftionen, und sind so der spürbar schnellste Weg zu mehr Wohlbefinden in Räumen“, erklärt Peter Skala, Co-Initiator von MeineRaumluft.at. Bewohner der westlichen Industriestaaten verbringen etwa 90% ihrer Zeit in geschlossenen Räumen. Eine erhöhte KohlendioxydKonzentration durch abgeatmete Luft ist nicht giftig, gilt aber als Indikator für schlechte Raumluft und kann Konzentrationsmängel und Müdigkeit verursachen; regelmäßiges Lüften sorgt für die nötige Frischluftzufuhr.  (um)

Weil mir meine Pension nicht wurscht ist.

Die Pension kann wie ein dünn belegtes Weckerl schmecken. Ich will’s gern mit ein bisschen mehr Wurst drin. Darum sag ich: Gut, dass es die ERGO Pensionsvorsorge mit Garantie gibt! Damit es einem später einmal besser geht.

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P h a r m a : r ep o r t

24 – healtheconomy

US-Konzern Merck & Co. baut Stellen ab

© MSD/Peter Rigaud

Whitehouse Station/USA. Auslaufender Patentschutz und Generika machen dem USPharmakonzern Merck & Co. zu schaffen. Nun will das Unternehmen zusätzlich zum bereits geplanten Abbau von 7.500 Stellen weitere 8.500 Stellen streichen. Bis Ende des übernächsten Jahres will Merck & Co. jährlich 2,5 Mrd. USD einsparen. Der Stellenabbau kostet aber zunächst bis zu 3 Mrd. USD. In der Forschung und Entwicklung, ebenso wie in der Verwaltung und im Marketing, will Merck & Co. zurückfahren und sich verstärkt auf wachstumsstarke Felder wie die Bekämpfung von Alzheimer und die wichtigsten Märkte, darunter Deutschland, konzentrieren.

Merck & Co. ist nicht zu verwechseln mit der deutschen Merck KGaA.

Celesio setzt mit Lloyds auf Beratung Stuttgart. Im vergangenen Jahr hat der Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio wegen des Gerichtsentscheids, dass Festpreise für rezeptpflichtige Medikamente auch für EU-Versandapotheken gelten, die niederländische Versandapotheke Doc Morris vergleichsweise günstig abgestoßen. Jetzt will Celesio unter der Dachmarke Lloyds eine europäische Apothekenkette aufbauen, welche nicht auf günstige Preise, sondern auf Beratung setzt. Bis Ende des Jahres soll das Konzept in 100 Pilotapotheken umgesetzt werden.

European Health Forum Gastein Krebs und Lifestyle-Erkrankungen sind größte Herausforderung der Zukunft

Ungleichheit in Therapie von Krebs „inakzeptabel“ Zugang zu moderner Diagnostik und Behandlung sowie Prävention müssen verbessert werden. andreas feiertag

Bad Hofgastein. Jedes Jahr werden in der EU 3,5 Mio. neue Krebserkrankungen diagnostiziert. Rund 1,7 Mio. Todesfälle pro Jahr sind in diesen Ländern auf Krebs zurückzuführen. Aufgrund des demografischen Wandels wird die Zahl dieser Erkrankungen jährlich weiter um ein Prozent zunehmen. Das sind einige Kennzahlen aus dem „Krebs-Report 2013“, der beim European Health Forum Gastein (EHFG) vorgestellt wurde „Im Management von Krebserkrankungen wurden in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte erzielt, aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, sagte Peter Boyle, Präsident des International Prävention Research Institute, bei der Präsentation des Reports. „Auf globaler Ebene sind wir mit großen Herausforderungen konfrontiert: zunehmende Ungleichheiten beim Zugang zur Diagnose und Behandlung, Bevölkerungswachstum und älter werdende Gesellschaft, eine rasch anwachsende Zahl an Neuerkrankungen in den Entwicklungsländern sowie eine steigende Überlebensrate, die ihrerseits für die Gesundheitssysteme eine Herausforderung darstellt.“

© EHFG 2013

short

Freitag, 11. Oktober 2013

European Health Forum Gastein: Experten diskutierten die gesundheitlichen Herausforderungen der Zukunft.

Krebs im fortgeschrittenen Stadium, die immer länger leben und dabei eine sehr gute Lebensqualität haben.“ Doch nicht alle Patienten mit behandelbaren und heilbaren Krankheiten konnten von diesen erfolgreichen Behandlungsmethoden profitieren, gab Boyle zu bedenken: „Diese Ungleichheiten in der Krebsbehandlung und in der Folge bei den Heilungsaussichten werden zunehmend inakzeptabel. Allen Krebspatienten der Welt frühzeitige Diagnosen und Therapien zu leistbaren Kosten zur Verfügung zu stellen, ist eine vorrangige Herausforderung.“ Daneben wurden auf dem Forum noch andere – zum Teil damit zusammenhängende – Herausforderungen diskutiert: Knapp zwei

Überlebensraten steigen Eine Studie des Oxford-Experten Ramin Luengo-Fernandez geht davon aus, dass Krebs in der EU jedes Jahr Kosten in der Höhe von 126 Mrd. € verursacht. „Im vergangenen Jahrzehnt gab es große Fortschritte bei den Behandlungsmethoden und der Heilung von Krebs“, sagte Boyle. „In Folge dieser Behandlungsfortschritte und höheren Überlebensraten gibt es nun immer mehr Menschen mit

Drittel der jährlich 57 Mio. Todesfälle weltweit sind Folge von Lebensstil-Krankheiten wie Diabetes, eben Krebs, Herz-KreislaufErkrankungen oder chronische Lungenbeschwerden. Sollen die Sozial- und Gesundheitssysteme langfristig finanzierbar bleiben, müsse es gelingen, „die globale epidemische Verbreitung dieser Erkrankungen erfolgreich einzudämmen“, sagte Martin McKee von der London School of Hygiene and Tropical Medicine.

Drei Lösungsansätze Angesetzt werden sollte prioritär in drei Bereichen: das Eindämmen des Rauchens, die Reduktion des Salzkonsums und die Vorbeugung

von Herzinfarkten und Schlaganfällen bei Risikopatienten. Schlüsselelemente einer erfolgreichen Anti-Tabakstrategie sind laut McKee eine Preispolitik einschließlich deutlicher Steuererhöhungen, konsequente Rauchverbote in öffentlichen Räumen und Beschränkungen beim Marketing. „Wir müssen auch gegen die Präsenz der Tabakindustrie in Sozialen Medien und Filmen vorgehen.“ Weitere Herausforderung: Krankenhauskeime werden immer mehr zum Problem. 3,2 Mio. Patienten erkranken jedes Jahr in Europa an einer im Spital eingefangenen Infektion, auf Intensivstationen ist sogar jeder fünfte Patient betroffen, wie aktuelle Studien gezeigt haben.

Hintergrund Korruptionsskandale in China setzen globalen Pharma-Riesen zu

Hoffnung Shanghai

Absätze in Fernost brechen ein

Wien/Peking. Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim hat die Erweiterung seiner Fertigungsstätte sowie ein neues Gebäude für das chemische Forschungs- und Entwicklungs-Labor im Hightech-Park Zhangjiang in Shanghai eingeweiht. Beide Gebäude sind Teil des Kompetenzzentrums des Unternehmens in Shanghai. Die Erweiterung mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 70 Mio.

Peking/London/Leverkusen. Der Kampf der chinesischen Behörden gegen vermeintliche Korruption in der Pharmabranche setzt immer mehr ausländischen Konzernen zu. Experten zufolge ist vor allem der britische Anbieter GlaxoSmithKline (GSK) stark betroffen. Im Visier der Ermittler stehen aber auch der deutsche Bayer-Konzern, Novartis aus der Schweiz, Sanofi aus Frankreich sowie Eli Lilly aus den

Setzt auf den chinesischen Markt: Pharmariese Boehringer Ingelheim.

€ wird aus dem Werk in Zhangjiang eines der wichtigsten Zentren von Boehringer Ingelheim in der Region Asien-Pazifik machen. Die Mitarbeiteranzahl wird deutlich auf 350 Mitarbeiter ansteigen und die Produktionskapazität soll bis 2018 verdreifacht werden. „Unser Ziel ist es, der Nachfrage nach mehr Gesundheit in China gerecht zu werden. Diese Investition unterstreicht unser dauerhaftes Engagement in China und insbesondere in Shanghai“, erklärte Wolfgang Baiker, Mitglied der Unternehmensleitung und verantwortlich für die Unternehmensbereiche Biopharmazeutika und Operations. „Durch unsere Investitionen in China sind wir in der Lage, chinesischen Patienten innovativere Medikamente anzubieten, was zu einer Verbesserung ihrer Gesundheit und Lebensqualität beiträgt.“ Boehringer Ingelheim ist seit 1994 auf dem chinesischen Markt vertreten und gehört seit einigen Jahren zu den am schnellsten wachsenden internationalen Pharmaunternehmen in China. (iks)

USA. Die Unternehmen beklagen sich schon, für ihre Vertreter sei es mittlerweile viel schwerer, bei chinesischen Ärzten vorstellig zu werden und für ihre Pillen zu werben. Das schlägt auf den Absatz durch. Analystenschätzungen zufolge dürfte der GSK-Absatz in China zuletzt um rund ein Drittel eingebrochen sein. Experten der US-Großbank Citigroup gehen aber auch bei anderen großen Firmen davon aus,

dass es seit Juni um etwa 30% nach unten gegangen ist. GSK – Großbritanniens Branchenprimus – will zwar keine Zahlen nennen, räumt aber ein, dass die Ermittlungen wegen der Bestechungsvorwürfe Auswirkungen haben. Allerdings ist der Anteil des China-Geschäfts für viele Pharma-Firmen noch überschaubar. Auch für GlaxoSmithKline ist dies der Fall; hier steht die Volksrepublik nur für 3,6% der weltweiten Pharma-Umsätze.

Warten auf den Wandel

© dpa/EPA/A2800 epa Michael Reynolds

© Boehringer Ingelheim

Expansion Boehringer Ingelheim investiert in China

Chinesische Behörden kämpfen gegen verbreitete Korruption in Pharma-Branche.

Langfristig könnte sich dies aber ändern. Die Prognosen zu den Gesundheitsausgaben in China lassen die Augen vieler PharmaBosse glänzen. McKinsey-Berechnungen zufolge werden Chinesen im Jahr 2020 rund eine Billion USD für ihre Gesundheit ausgeben – 2011 waren es erst 357 Milliarden. Damit ist das asiatische Land ein Magnet für Pharmakonzerne und Medizinausrüster – zumal viele Chinesen aus Sorge vor Fälschungen lieber ausländische Arzneien kaufen. (fei)


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 11. Oktober 2013

healtheconomy – 25

Brustgesundheitstag Der 15. Oktober steht ganz im Zeichen der häufigsten Tumorerkrankung bei Frauen

short

Mammographie: Streit um Screening geht weiter

Online-Gehirntraining von Bayer bei MS Leverkusen. Sieben von zehn MS-Patienten entwickeln im Zuge ihrer Krankheit Hirnleistungsstörungen. Nicht selten werden diese übersehen, da sie zu Beginn der Krankheit oft nur leichtgradig ausgeprägt sind und vom Gehirn gut ausgeglichen werden können. Zusammen mit dem Unternehmen CogniFit Ltd. hat Bayer ein Trainingsprogramm entwickelt, mit dem MS-Patienten ihre kognitiven Fähigkeiten online trainieren können. Das Programm wertet die kognitiven Fähigkeiten des Patienten aus und stimmt auf Basis der Ergebnisse Übungen auf die Bedürfnisse des Einzelnen ab. CogniFit ist kostenlos und Teil des umfassenden Service- und Betreuungsprogramms Betaplus.

Studien zeigen: 25 bis 30 Prozent aller Brustkrebserkrankungen sind auf Lebensstil zurückzuführen.

Streit um Mammografie Parallel geht in Österreich der Streit weiter um die flächendeckende Einführung des Brustkrebsscreenings, das voraussichtlich um ein Jahr verzögert wird. Grund sind Streitereien zwischen den Gebietskrankenkassen in Wien und in der Steiermark mit den jeweiligen Landesärztekammern. Dabei geht es um die Verantwortung von Befundungen, den Zugang und die Risikogruppen. Gesundheitsminister Alois Stöger ist jedenfalls

© www.cognifit.com

Wien. Am 15. Oktober wird der alljährliche Brustgesundheitstag stattfinden. Aus diesem Anlass organisiert die europäische Brustkrebsvereinigung „Europa Donna“ wieder eine internationale Kampagne, um Frauen aller Altersstufen zu überzeugen, durch entsprechende Entscheidungen im Alltag auf die Gesundheit ihrer Brust zu achten. Immer mehr Studien zeigen, dass eine Verbindung zwischen gesunden Entscheidungen im Alltagsleben und einem geringeren Brustkrebsrisiko besteht. Übergewicht und körperliche Inaktivität verdienen laut diesen Studien besondere Beachtung, da 25 bis 33% aller Brustkrebserkrankungen darauf zurückzuführen sind. „Studien zeigen, dass ein Drittel aller Brustkrebserkrankungen in Europa vermieden werden können“, erklärte Susan Knox, Generaldirektorin Europa Donna, die auch heuer die Sozialen Netzwerke nutzt, um so viele Frauen wie möglich anzusprechen. Darüber hinaus plant die Vereinigung zahlreiche Aktivitäten. Herzstück der Kampagne bildet ein Video, zu sehen unter www.breasthealthday.org.

© panthermedia.net/Monkeybusiness Images

andreas feiertag

Ganz Österreich im Zeichen des Pink Ribbon: Am 15. Oktober ist Brustgesundheitstag - mit zahlreichen Aktivitäten.

verärgert, ebenso führende Krebsspezialisten im Land. Nichtsdestotrotz vermelden Pharmafirmen und Medizintechnikhersteller weitere Erfolge bei Brustkrebs. So vermeldet Philips den Erfolg der unter dem Namen MicroDose eingesetzten PhotonCounting-Technologie: Im Vergleich zu anderen digitalen Mammografiesystemen lasse sich eine hohe Bildqualität mit 50% geringerer Strahlendosis erreichen. Und Roche vermeldet, dass für Frauen mit genetisch bedingten Brustkrebs im frühen Stadium die neue – subkutane – Darreichungsform des Medikaments Herzeptin die Aufenthaltsdauer auf der Chemotherapie-Station um mehr als die Hälfte reduziert.

Kognitive Beeinträchtigungen können die Lebensqualität beeinflussen.

fragen rund um Implantate Hollywood-Star Angelina Jolie trägt ein defektes Gen namens BRCA1. Das bringt ihr ein Lebenszeitrisiko von bis zu 80%, an Brustkrebs zu erkranken. Aus Sorge ließ sich die Schauspielerin vorsorglich ihre Brüste amputieren und ersetzt diese nun mit Implantaten. Doch welche Risiken bergen Implantate in sich?

rechnen“, sagt Peter M. Vogt, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie. Austausch Binnen zehn Jahren lassen bis zu 30% der Patientinnen ihre Implantate entfernen oder ersetzen, berichtet die „Food and Drug Administration“ (FDA). Die Gründe des notwendigen Austauschs sind vielfältig. Entweder veränderte sich die Form oder es kam zu einer Ruptur, die das Silikon auslaufen lässt.

Silikonimplantate in der Brust stellen immer ein gewisses Gesundheitsrisiko dar – auch solche, die nicht von der französischen Skandalfirma PIP und deren Abnehmer stammen. „Ideal wäre zwar, dass Brustimplantate nach dem Einsetzen 20 Jahre im Körper verbleiben können. Das ist jedoch meist nicht der Fall. Silikonimplantate sind keine One-Time-Surgery und Probleme eher Regel als Ausnahme. Patienten müssen mit einem Austausch nach 15 Jahren

Richtlinien Auf EU-Ebene erarbeiten Experten derzeit neue Richtlinien für die Sicherheit, nachdem bekannt geworden war, dass PIP billiges Industriesilikon mit hohem Gesundheitsrisiko verwendet hatte. Gerichtsverfahren, auch in Österreich, laufen.

Grüner Strom im Klinikum Klagenfurt Klagenfurt. Nachhaltigkeit im Spitalsalltag: Im Rahmen des Umwelttags Ende September konnten sich Interessierte von der grünen Gesinnung des Klinikum Klagenfurts am Wörthersee überzeugen. Die Gäste informierten sich etwa über die Stromerzeugung mittels gesammelter Speisereste im Wertstoffsammelzentrum, den Verbrauch von Wärme, Wasser und Strom im technischen Hotspot und über die Themen Solarenergie und e-Mobilität.

Augenheilkunde Ophthalmologen diskutieren in Linz über neue Operationsmethoden

Rechnungshof Harsche Kritik an Versicherungsanstalten

Implantate für den Durchblick

Umsetzung zögerlich

Wien. Die Hornhaut des Auges gilt als Fenster zur Welt. Sie sorgt dafür, dass Lichtstrahlen ins Augeninnere gelangen. Verletzungen, schwere Entzündungen, eine komplikationsreiche Graue Star-Operation oder angeborene Schäden können die Hornhaut stark eintrüben oder vernarben. Die Folge ist eine schwere Sehbehinderung oder gar Erblindung. Was viele nicht wissen: Eine irreparabel geschädigte

Wien. Der Rechnungshof in Wien kritisiert zu hohe Ausgaben der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) und der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) im Vergleich zur Steirischen Gebietskrankenkasse (StGKK). In einer Anfang des Jahres durchgeführten sogenannten Follow-up-Überprüfung wirft der Rechnungshof diesen ausgewähl-

Gastgeber des Augenkongresses in Linz: Primarius Siegfried Priglinger.

komplizierten Fällen einsetzbar ist, wie etwa bei bereits vorangegangenen erfolglosen Hornhauttransplantationen. Die neuesten Erfahrungen mit dem sogenannten DMEK-Verfahren werden im Rahmen der diesjährigen Linzer Ophthalmologischen Gespräche (LOG) dieses Wochenende vorgestellt.

Schnellerer Erfolg Bei rund einem Drittel der Betroffenen liegt das Problem in der hinteren Schicht der Hornhaut: Die Funktion der Pumpzellen, welche die Hornhaut ständig von Flüssigkeit befreien und somit einen klaren Blick ermöglichen, ist gestört. Für diese Patienten ist die DMEK-Technik sehr gut geeignet: „Hier wird im Gegensatz zu anderen Methoden nicht mehr die gesamte Hornhaut oder mehrere Schichten davon, sondern nur die kranke Hautinnenschicht ausgetauscht“, erklärt LOG-Gastgeber Siegfried Priglinger, Vorstand der Augenabteilung am AKH-Linz. Das Transplantat ist sehr dünn, was die Sehkraft schneller wiederherstellt.  (fei)

ten Kassen vor, Empfehlungen des Prüforgans aus dem Jahr 2010 nur teilweise umgesetzt zu haben. Zwar konnten die vom Rechnungshof aufgezeigten erheblichen Unterschiede bei den Tarifen und Preisen für Laborleistungen durch Vereinbarungen mit den jeweiligen Ärztekammern reduziert werden. Die Ausgaben je Anspruchsberechtigten für Laborleistungen lagen jedoch bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter immer noch um rund 80% und bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft um rund 46% über jenen der Steirischen Gebietskrankenkasse).

Zu große Unterschiede

© APA/Barbara Gindl

© privat

Hornhaut kann durch eine Spenderhornhaut ersetzt werden, die das Augenlicht rettet. Wie bei jeder Organtransplantation gibt es auch dabei ein gewisses Risiko der Abstoßung. Nun bewährt sich zunehmend eine studienmäßig gut abgesicherte Operationstechnik, die dieses Risiko deutlich senkt. Unter anderem hat sich nun bestätigt, dass diese Methode – DMEK genannt – auch bei

Der RH kritisiert die zum Teil zu hohen Ausgaben für Labortests.

Bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter betrugen die Ausgaben für Laborleistungen je Anspruchsberechtigten rund 46 € und bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft rund 38 €, bei der Steirischen Gebietskrankenkasse hingegen nur rund 26 €, wie der Rechnungshof bekannt gab.  (red)


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

26 – healtheconomy

Freitag, 11. Oktober 2013

Lange Nacht der Museen Erstes österreichisches Pflegemuseum im Wilhelminenspital gibt seltene Einblicke

short

Göttin Hygiea informierte

Erstmals Preis für Patientensicherheit

Rote Nasen: Humor auch in Krisengebieten

Auszeichnung Publizistikpreis für Brustkrebs-Berichte

Einsatzübung „Black Hawk“ landete am Wiener AKH

Wien. Elke Weiss, Gesundheitsredakteurin beim ORF, und Sabine Stehrer, Redakteurin bei Medizin Populär, sind die Gewinnerinnen des diesjährigen „Roche Austria Publizistikpreises der Österreichischen Gesellschaft für Senologie (ÖGS)“. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Jahrestagung der ÖGS in Velden am Wörthersee statt. Weiss belegte dabei den 1. Platz, ihr Fernsehbeitrag wurde mit 1.500 € prämiert. Stehrer erhielt als Zweitplatzierte 700 €. Der mit gesamt 2.200 € dotierte Preis für herausragende journalistische Arbeit zum Thema Brustkrebs wird jährlich vergeben und von Roche Austria gesponsert. „Medien leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen zu Gesundheitsthemen wie Brust-

Wien. Das Wiener AKH hat kürzlich gewichtigen Besuch erhalten: Erstmals landete ein Bundesheer-Hubschrauber vom Typ S-70 „Black Hawk“ auf dem Spital – wo bisher nur kleinere Rettungshelikopter empfangen wurden. Künftig soll jedoch auch großes Gerät verwendet werden können, die Landeplattform wurde dazu eigens verstärkt. Die entsprechende Einsatzübung verlief erfolgreich, es habe keine Probleme gegeben, versicherte ein Heeres-Sprecher. Die Aktion diente nicht nur der technischen Überprüfung des Landeplatzes, auch ein Ernstfall inklusive Ankunft von Verletzten wurde trainiert. Der Black Hawk soll etwa in Katastrophenfällen zum Einsatz kommen, wenn sehr viele Patienten zu transportieren sind.

Wien. Nicht nur Patienten in Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen hilft die Kraft des Humors, neuen Mut und neue Zuversicht zu sammeln. Mit dem neuen Kriseninterventionsprogramm „Emergency Smile“ bringt Rote Nasen Clowndoctors International dieses Lachen ab sofort zu Menschen in größter Not – und das weltweit. Der erste Einsatz führte das Kriseninterventionsteam nach Kamerun.

krebs verständlich und anschaulich informiert werden“, sagte Beat Kasper, Roche-Geschäftsführer.  (fei)

© Knob

© Rote Nasen Clowndoctors

Roche zeichnet Journalisten aus

Rote Nasen: Krisenintervention wird nun weltweit angeboten.

Außergewöhnliche Einblicke bot das erste österreichische Pflegemuseum.

Preisverleihung (v.l.): Elke Weiss, Rupert Koller (Präsident ÖGS), Sabine Stehrer.

buch-tipp

Ronny Tekal: Sorry, das waren die Hormone! Verlag Orell Füssli, 224 Seiten, 14,95 €, ISBN: 9783280054987

Der Hubschrauber kann bis zu 20 Personen oder vier Tonnen Last mit an Bord nehmen. Er stammt vom US-Hersteller Sikorsky.  (fei)

Seltener Anblick: ein „Black Hawk“ auf dem Dach des Wiener AKH.

Menschen, über die man spricht

Peter Soswinski Neuer Leiter der Rudolfinerhaus Privatklinik

© www.peterrigaud.com

Wien. Der Rudolfiner-Verein – Rotes Kreuz hat in der jüngsten Aufsichtsratssitzung Peter Soswinski zum neuen Geschäftsführer der Rudolfinerhaus Privatklinik GmbH bestellt. Soswinski übernahm mit 1. Oktober die kaufmännischen Agenden von Gerhard Pöttler, der das Rudolfinerhaus auf eigenen Wunsch verlässt. „Ich freue mich sehr, einen so fundierten Krankenanstalten-Fachmann wie Peter Soswinski für die Geschäftsführung der Rudolfinerhaus Privatklinik gewonnen zu haben“, sagt Ernst Wolner, Präsident Rudolfiner-Verein – Rotes Kreuz. Soswinski wurde 1947 in Wien geboren und hat dort Versicherungsmathematik und Rechentechnik sowie in Linz Volkswirtschaft studiert. Bis zuletzt war er für das Projekt Neubau der Zahnklinik an der Meduni Wien verantwortlich. (fei)

O l iv ier B ran d icou r t, neu er B ay er - chef in l e verku sen © Bayer

Die Hormone sind schuld! Woher wissen Eierstöcke und Hoden, dass Frühling ist, obwohl sie so gut verpackt sind? Warum bringt Anna Karenina und auch uns die Leidenschaft manchmal fast um? Warum sollte man Männer nicht schief anreden, wenn sie gerade ihre Tage haben? Es sind die Hormone. Sie sind stets für und gegen uns da, sie steuern uns immer und überall. Ihre Wirkung kann hemmungslos aufputschend und kräfteraubend bis zum Untergang sein. Und doch wäre unser Leben ohne sie stinklangweilig. Aber was genau sind sie überhaupt? Was machen sie mit uns? Macht es ihnen Spaß, uns zu ärgern? Und wie können wir sie zurückärgern? Der Arzt, Kabarettist und Autor Ronny Tekal zeichnet in seinem Buch „Sorry, das waren die Hormone“ ein satirisches und witziges Zusammenspiel der Hormone im menschlichen Körper nach. Basierend auf harten Fakten und verständlich erklärt, ist das Buch eine erfrischende Portion Humor.  (fei)

AKH: Landeplattform ausgebaut

© APA/Bundesheer/Christian Johannes

Wien. Die Plattform Patientensicherheit hat erstmals den Preis für Patientensicherheit – Austrian Patient Safety Award (APSA) – ausgeschrieben. Gewonnen haben Wolfgang Puchner, Anästhesist und Risikomanager im AKH Linz, und sein Team mit dem Projekt „PARS – patient at risk-Score-System“. Die Einrichungen spiegelten das große Engagement in heimischen Spitälern und Gesundheitseinrichtungen“, freut sich Brigitte Ettl, Präsidentin der Plattform.

Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat für sein Gesundheitsgeschäft einen neuen Chef gefunden. Olivier Brandicourt (57) wird die Sparte vom 1. November an führen. Brandicourt verfügt über eine 25-jährige internationale Erfahrung in der Pharmaindustrie mit Leitungsfunktionen in Frankreich, den USA, Kanada und Großbritannien. In den vergangenen drei Jahren war er in einer führenden Position beim US-Pharmakonzern Pfizer tätig.

Chris t op h Er tl , p resses precher fü r alois stö ger

Das Gesundheitsministerium kommuniziert neu: Christoph Ertl ist ab sofort als Pressesprecher von Bundesminister Alois Stöger tätig. Ertl war zuvor Pressesprecher bei Karin Scheele, der ehem. niederösterreichischen Landesrätin für Gesundheit, Soziale Verwaltung und Jugendwohlfahrt. Er unterstützt nun Stögers Pressesprecherin Lisa Fuchs. Fabian Fußeis beendet seine Tätigkeit im Bundesministerium für Gesundheit, um eine postgraduale Ausbildung zu absolvieren.

© gespag

Die glücklichen Gewinner des ersten Preises für Patientensicherheit.

Wien. Das erste österreichische Pflegemuseum am Gelände des Wilhelminenspitals bot am 5. Oktober anlässlich der „Langen Nacht der Museen“ höchst ungewöhnliche Einblicke in die Geschichte der Krankenpflege. So zeigen die Schülerinnen und Schüler der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am Catwalk historische Krankenpflegetrachten aus aller Welt. Die Lehrer hatten in den letzten Jahren Krankenhäuser und Schulen in aller Welt kontaktiert und wurden mit weltlicher sowie geistlicher Krankenpflegekleidung aus den Philippinen, den USA, England, Russland oder Italien belohnt – was die Modenschau eindrücklich unter Beweis stellte. Ebenso erlebten Besucher durch interaktive Führungen und authentische Schaubilder hautnah die Entwicklung der Krankenpflege von

© KAV/Eva Kelety

der Antike bis in die Jetztzeit. Sie wurden in der Langen Nacht von historischen Persönlichkeiten, die für den Pflegeberuf bedeutend waren, durch das Haus geführt. So konnte man etwa mit der Göttin Hygiea oder der „Lady with the lamp“, Florence Nightingale, herumflanieren beziehungsweise sich im Museumscafé mit Kräuterköstlichkeiten von Hildegard von Bingen verwöhnen lassen. Interessierte erfuhren mehr über historische psychiatrische Therapien und konnten beim Hygienecorner bei praktische Übungen dazulernen. Seit Oktober 1987 gibt es an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Gelände des Wilhelminenspitals Schauräume mit diversen historischen Pflegeutensilien wie etwa Verbandkasten mit originalem Verbandsmaterial, diversen Geräten, Dienstbekleidungen sowie weiteren historischen Utensilien.

andreas feiertag

© privat

© Publish Factory/APA-Fotoservice/Schedl

Historische Modeschau und Führungen durch historische Persönlichkeiten beeindruckten Besucher.

Dagmar Ein sch wanger , pfl egeche fin V öckl abr u ck

Die Schulen für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege an den Landeskrankenhäusern Vöcklabruck, Gmunden und Bad Ischl wurden kürzlich unter eine gemeinsame Leitung gestellt. Dagmar Einschwanger, MBA übernahm die Direktion der Schulen des gespag-SalzkammergutSpitalsverbunds. Die pflegerische Laufbahn der Gmundnerin begann 1977 mit der Diplomierung an der Schule des St. Johann Spitals Salzburg.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 11. oktober 2013 – 27

Nach Jahren starken Wachstums kommen bald ethisch geprüfte Fremdfonds Seite 29

2. Oktober–9. Oktober 2013

2463,57

Wochentop Wochenflop

Online-Sparen und eine Aufstockung bei den Filialen gleichzeitig geplant Seite 31

rohstoffe belastet von Us-shutdown

Japans waghalsiger Ritt auf der Schuldenwelle

ATX

ATX (9.10.)

santander auf ausbaukurs © Santander

© Schelhammer & Schattera

schelhammer & schattera

© Panthermedia/ Simone Voigt

financenet -3,08%

Warimpex 4,29% Century -12,36%

Top 5 ATX Prime Warimpex Kapsch TrafficCom Zumtobel Amag Telekom Austria

4,29% 1,54% 1,46% 0,83% 0,82%

Flop 5 ATX Prime Century Casinos voestalpine Wienerberger Immofinanz Andritz

-12,36% -6,52% -5,04% -4,83% -4,81%

DAX 2. Oktober–9. Oktober 2013

8516,69 -1,31%

Wochentop Wochenflop

RWE SAP

Top 5 DAX RWE E.On Deutsche Telekom Continental ThyssenKrupp Flop 5 DAX SAP Deutsche Post Lanxess Linde Infineon Technologies

8,90% -4,73% 8,90% 7,10% 3,49% 2,52% 0,61% -4,73% -3,98% -3,67% -3,64% -3,27%

© EPA/Kimimasa Mayama

DAX (9.10.)

Finanzmärkte unter Strom Trotz einer Staatsverschuldung von nun schon 250 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) setzt Japans Premier Shinzo Abe weiterhin auf offene Geldschleusen. Bei Janet Yellen, bald Chefin der US-Zentralbank Federal Reserve, steht dagegen vielleicht ein Kurswechsel an.  Seite 28

inhalt

Capital:Markets > hobex legt massives Wachstum an den Tag > Pensionskassen wieder mit Minus-Performance

28 28

Fonds:Park > Technik spricht weiterhin für einen Bullenmarkt 29 Banking > Innovativste Finanzdienstleistung von Bank Austria 32 Insurance:Watch > Versicherer in der ZinsenZwickmühle 33 > Talanx stellt LV der HDI auf den Prüfstand 34

他們說中國話 Sprechen Sie fachchinesisch? Die Wiener Versicherungsmakler beraten Sie gerne! www.wiener-versicherungsmakler.at

ab sofort vor ORF „Wien heute“ und auf W24


f i n a n c e : c ov e r

28 – financenet

Freitag, 11. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Analyse Japan Das Land ist so hoch verschuldet wie keine andere Industrienation – es droht der Finanzkollaps

kolumne

Wo die Sonne untergeht

Nicht genieren, kassieren!

25 Jahre Stillstand – Premier Shinzo Abe versucht verzweifelt eine Stabilisierung auf Pump. Doch der Preis für diese Rosskur ist hoch: Japan hat Schulden wie keine andere Industrienation; selbst die Miesen von Griechenland wirken dagegen lächerlich. Satte 250% des Bruttoinlandsprodukts (alles über 100% gilt als extrem gefährlich) oder eine Billiarde Yen, umgerechnet rund acht Billionen Euro, drücken schwer. Das Kernproblem Japans ist nun der teuer gekaufte Aufschwung, denn durch den Anstieg der Aktien und bereits auch wieder den der Immobilienpreise sind japanische Anleihen äußerst unattraktiv. Denn wer kauft schon zehnjährige Staatspapiere mit einer Rendite von schlaffen 0,75 Prozent, wenn anderswo schnell das Zehnfache zu holen ist? Ein auch nur geringfügiger Anstieg des japanischen Zinsniveaus würde den Staatshaushalt schnell an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Doch die Regierung setzt darauf, dass mit einer steigenden Inflation auch die Steuereinnahmen steigen würden – und so hat man vor einigen Tagen die Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent erhöht.

reinhard krémer

Tokio. Erinnnern Sie sich noch, als Japan als der neue große Machtfaktor am Globus auftauchte und gleich einmal halb Manhattan kaufte? Oder als die japanische Versicherungsgesellschaft Yasuda Vincent van Goghs „Sonnenblumen“ für einen Rekordpreis ersteigerte? Das war in den 1980er-Jahren und die florierende Exportwirtschaft des „Landes der aufgehenden Sonne“ schien eine unerschöpfliche Geldquelle zu sein. Doch so wie der Van Gogh inzwischen von Experten für eine Fälschung gehalten wird und die All Nippon Airlines das Wiener Grand Hotel aus Geldknappheit verscherbeln musste, entpuppte sich der Aufstieg Nippons als Schimäre: Das Land stürzte in eine jahrzehntelange Wirtschaftskrise.

reinhard krémer

W

ie viel Pension werden Sie einmal kriegen? Wissen Sie noch nicht genau? Nun, der österreichische Durchschnitt liegt bei elf Hundertern im Monat. Für Normalverbraucher, versteht sich. Denn Selbstständige bekommen gern auch mal weniger – falls sie überhaupt etwas erhalten, wenn sie nicht vorher schon im „aktiven Dienst“ verschieden sind. Doch es gibt immer wieder auch solche, die gern ins Volle greifen: Aktuell steht die Ordensverleiherin Nummer 1 der Republik, Noch-Unterrichtsministerin Claudia Schmied, im Kreuzfeuer. Satte 70 Tausender pro Jahr soll sie als Zusatzpension von der maroden Kommunalkredit, für die wir alle schon knapp zwei Milliarden geblecht haben und wohl noch weiter zahlen werden müssen, erhalten. Kein Wunder, könnte man meinen, dass die Dame dauernd grinst. Aber sie ist nicht die Einzige, die beherzt zugreift: Schon vor Jahrzehnten stand die fette Länderbank-Pension von unser aller Vranz, der jede Diskussion darüber stets beharrlich verweigerte, im Rampenlicht. 26.000 Euro pro Monat soll er laut Kronen Zeitung einstreifen. Ex-ÖIAG-Boss Peter Michaelis holt ebenfalls 70.000 Euro pro Jahr ab und Gerd Bacher soll monatlich 14.000 Euro von der ORF-Pensionskasse bekommen. Frage: Leute, habt ihr denn gar keinen Genierer?

Inzwischen scheinen sogar einstige Stars am Elektronikhimmel, einst eine urjapanische Domäne, zu verblassen. Von Sony bis Toshiba krachen rundherum die Bilanzen. Einzig die Autoindustrie, jahrelang geprügelt von einem in der Krise übermächtig erstarkten Yen (er gewann in der Spitze zu Euro und US-Dollar fast die Hälfte an Wert dazu), lief noch halbwegs rund. Wie hilflos das Land, wo Schwäche zeigen Gesichtsverlust bedeutet, wirklich ist, zeigt sich an der Katastrophe des Atomkraftwerks Fukushima: Erst zwei Jahre nach dem Supergau hat Premier Shinzon Abe dieser Tage um internationale Hilfe gebeten. Dieser Umstand ist auch typisch für den Zustand der Wirtschaft. Man hat wirklich schon alles versucht, um die Räder wieder in Schwung zu bringen. Vor einem Jahrzehnt hatte die Regierung sogar Geld verschenkt, um die Kauflust der Bevölkerung wieder in Schwung zu bringen – vergebens.

FMA Quartalsbericht

Zusammenbruch droht Doch selbst ein Anstieg der japanischen 10-Jahres-Zinsen auf immer noch lächerlich niedrige 1,5 Prozent würde eine kurzfristige Verdoppelung der Steuereinnahmen erfordern. Und so, meinen immer mehr Finanzexperten, scheint eine Zahlungsunfähigkeit Japans und der Kollaps des japanischen Finanzsystems früher oder später unvermeidbar. Die herumfliegenden Trümmer würden wohl weiträumigen Schaden anrichten, wenn man bedenkt, dass Japan immer noch die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt ist. Freuen könnte dies bestenfalls alle, die im Yen verschuldet sind: Die japanische Währung würde wohl ins Bodenlose fallen ...

Der japanische Premier Shinzo Abe will die Wirtschaft mit einer Radikalkur retten.

Japan lag darnieder in einer deflationären Spirale, wo die Konsumenten den Kauf neuer Güter bis zum Geht-nicht-mehr verzögern, weil nächstes Jahr ja ohnehin alles billiger sein wird als vorige Woche. Und obwohl die Zinsen seit Jahrzehnten nahe Null verharren, kam die Wirtschaft nicht auf die Beine. Vor rund einem halben Jahr griff Premier Abe zu einem verzweifelten Mittel: Er wies die Notenbank, deren Unabhängigkeit nur noch auf dem Papier existiert, an, so lange Geld zu drucken, bis die

Inflation bei zwei Prozent zu liegen kommen würde.

Der Preis der Rosskur Das Mittel schien sofort zu wirken: Der Yen verlor allein zum Euro in Windeseile rund 30% an Wert; der Aktienmarkt startete zum Höhenflug und stieg zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder über 15.000 Indexpunkte. Die Wirtschaft wuchs deutlich; 2,5 Plus werden für heuer prognostiziert; 3,8 Prozent waren es im letzten Quartal.

US-Fed Janet Yellen

Umsatzzuwächse bis zu 54 Prozent Starke Märkte Österreich, Italien, Deutschland

Weniger in der PK als 2012

Eine Chefin für die große Kasse

Hobex setzt auf E-Commerce Millionen Transaktionen wurden im letzten Jahr auf über 20.000 Terminals getätigt; damit verzeichnen wir einen bemerkenswerten Zuwachs von rund zwei Millionen Zahlungen”, so Vorstand Christian Erasim.

Starkes Auslandsgeschäft Besonders gut lief das Geschäft für Hobex auch im Ausland: Das

Hobex-Vorstand Christian Erasim: „15 Millionen Transaktionen auf 20.000 Terminals.“

Umsatzwachstum betrug in Italien knapp 50%, in Deutschland gar 54% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein wichtiger Schritt gelang dem Unternehmen heuer durch den Ausbau seines Geschäftsfelds: Hobex stieg in den Bereich E-Commerce ein und bietet neben der Abwicklung über Kassenterminals künftig auch Lösungen für Kreditkarten-Zahlungen auf Webseiten an. „Damit sind wir nun endgültig Komplettanbieter im Bereich des bargeldlosen Zahlens”, betont Erasim. „Kunden profitieren in hohem Maße davon, vor Ort künftig nur mehr einen Ansprechpartner für alle Abwicklungen von Kartenzahlungen zu haben.” Hobex sei der einzige österreichische Anbieter, bei dem mit Bankomat- und Kreditkarte sowie per elektronischem Lastschriftverfahren (ELV) bezahlt werden kann – Letzteres auch nach Umstellung auf den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehr SEPA (Single Euro Payments Area). Der derzeitige ELV-Standard gilt per EU-Verordnung noch bis 2016. (red)

Washington. Janet Yellen soll als ers-te Frau die mächtige US-Notenbank Federal Reserve leiten: Die 67 Jahre alte bisherige Vizechefin soll die Nachfolge von Ben Bernanke (59) antreten, dessen Amtszeit am 31. Jänner ausläuft. Ihre Hauptaufgabe wird die erfolgreiche Beendigung der Politik der Geldschwemme sein, mit der die Fed auf die Finanzkrise reagiert hat.  (red)

© EPA/Franck Robichon

Salzburg/Wien. Das auf bargeldlosen Zahlungsverkehr spezialisierte österreichische Unternehmen Hobex hat ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr abgeschlossen: Der Umsatz der Firma mit Stammsitz in Salzburg wuchs um 15% auf 2,9 Mrd. €. Im letzten Jahr wurden 4.000 neue Kundenterminals installiert. Hobex beschäftigt 85 Mitarbeiter und betreut mehr als 15.000 Kunden im In- und Ausland. „Rund 15

© Hobex/Wildbild

Wien. Die österreichischen Pensionskassen haben im ersten Halbjahr 2013 lediglich eine Performance von 0,9 Prozent erzielt, im 2. Quartal war das Veranlagungsergebnis rückläufig (-1,3 Prozent), geht aus dem Quartalsbericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervor. Ende Juni verwalteten die Kassen ein Vermögen von 16,5 Mrd. €, um 1,2 Prozent weniger als im Vorquartal. Diese Zahlen seien nur begrenzt aussagekräftig, sagte Günter Braun vom Firmenpensionistenschutzverband pekabe. Er fürchte erneute Kürzungen per Jahresbeginn 2014. Rund 300.000 der 829.000 Personen im Pensionskassensystem bräuchten aufgrund ihrer Verträge eine Nettoperformance von 5,5 Prozent, damit ihr Pensionsanspruch nicht gekürzt wird, der große Rest 3,5 Prozent. Seit der Jahrtausendwende hätten die Pensionskassen im Schnitt nur eine Jahresperformance von 2,5% erwirtschaftet. (APA)

© EPA/Edgar Su/Pool

Schwäche ist Gesichtsverlust

Janet Yellen soll auf Ben Bernanke als neue Chefin der Federal Reserve folgen.


f o n d s : pa r k

Freitag, 11. Oktober 2013

financenet – 29

financenet@medianet.at

Schelhammer & Schattera KAG Nächster Schritt: Den ethisch-nachhaltigen Kriterien entsprechende Fremdfonds werden künftig mitangeboten

Wachstum über dem Marktschnitt Wien/Schlägl. Die zu 100% im Besitz der kirchennahen Bank Schelhammer & Schattera befindliche Kapitalanlagegesellschaft (KAG) hat in den ersten acht Monaten des Jahres ein starkes Wachstum aufs Parkett gelegt: Das Fondsvolumen hat sich um mehr als 21% auf nunmehr 535 Mio. € erhöht. Zum Vergleich: Das gesamte Fondsvolumen der österreichischen Kapitalanlagegesellschaften ist von Jänner bis Ende August etwa auf dem Niveau zu Jahresbeginn hängen geblieben. Schon 2012 konnte die KAG um mehr als 27% zulegen – Zahlen, von denen andere Fondshäuser nur träumen können. Ausschlaggebend waren in erster Linie Volumensteigerungen und Neuakquisitionen bei institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensions- sowie Mitarbeitervorsorgekassen, sagt Michael Martinek, Vorstandsvorsitzender des Bank-

hauses Schelhammer & Schattera. Er bricht eine Lanze für Aktieninvestments: „Es geht hier nicht um systematisches Zocken, sondern um einen langfristig aufgebauten Vermögensstock. Werden Aktien gut eingesetzt, helfen sie, Risiko zu begrenzen. Anders als mit Aktien lässt sich Rendite in Tiefzinsphasen nicht schaffen.“

Marktanteil von 15 Prozent Die Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG hat als einziger heimischer Anbieter die Produktpalette im Publikumsbereich ausschließlich auf Ethik/Nachhaltig-

keit fokussiert. Der Anlageprozess beruht auf einem umfassenden Konzept der Nachhaltigkeit, wobei das Know-how der deutschen oekom Research zugekauft wird. Nun möchte man die Fondspalette ausweiten, und zwar um Fonds anderer Häuser, die den strengen Kriterien ebenfalls entsprechen. Die Schelhammer & Schattera Bank wird vom Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) als die einzige Spezialbank mit Nachhaltigkeitsfokus in Österreich eingestuft. Die KAG hält bei ethisch/nachhaltigen Investmentfonds in Österreich bei einem Marktanteil von geschätzten 15%. (lk)

© Bankhaus Schelhammer&Schattera

Das Fondshaus der Kirchenbank legt bei den Volumina stark zu.

M. Martinek: „Vor allem für junge Anleger gilt: Wer in Aktien anlegt, senkt das Risiko.”

Fidelity Technische Analyse

Aufwärtswellen

Wien. Der in den USA, UK und Europa herrschende Bullenmarkt dürfte sich laut Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelity, auch in den nächsten drei bis fünf Jahren fortsetzen. Die Kursanstiege dürften aber weniger steil ausfallen als in den letzten Jahren, so Hochman in seiner regelmäßigen Analyse „Jeff‘s Corner“. Ein Blick auf gesamtwirtschaftliche Prognosen lege zudem eine zwischenzeitliche Flaute nahe. „Der voraussichtlich ein Jahr anhaltenden Konsolidierungsphase dürfte 2015 eine deutliche Aufwärtsbewegung folgen”, meint er. Dabei treiben vor allem KMU die Wirtschaft in den USA und Europa an. Auch für Japan sieht er eine Aufwärtswelle kommen, getrieben von einer weiteren Abschwächung des Yen.  (lk)

AGI Globaler Aktienfonds

Small is beautiful Wien. Allianz Global Investors (AGI) hat seine Produktpalette mit dem in Luxemburg domizilierten Fonds Allianz Global Small Cap Equity Fund erweitert. Unternehmen mit geringer Kapitalisierung bieten im niedrigen Zinsumfeld strukturelle Vorteile wie flexiblere Unternehmensführung oder „Größeneffekte“ durch relativ höheres Wachstumspotenzial, heißt es. Investiert wird in bis zu 190 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 400 Mio. USD (295 Mio. €).

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© Allianz Global Investors

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Allianz Global Investors hat 30 Jahre Erfahrung mit Small Caps in den USA. ZRW_Factoring_AZ_216x288abf_4c_abfall.indd 1

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Schroders erweitert Multi Asset-Team

US-Government Shutdown Experte bei der Saxo Bank: Am stärksten hat es die Metalle getroffen

„Schlecht für Rohstoffe“

Aberdeen stärkt Bereich Immofonds Frankfurt. Um Investoren in Immobilienprodukte noch umfassender zu betreuen, erweitert Aberdeen Asset Management Deutschland das Business Development-Team um Wolfgang Bernadzik, 41. Er berät und betreut seit 16. September deutsche, österreichische und deutschweizerische institutionelle Investoren rund um die Anlage in Immobilienprodukten von Aberdeen Asset Management. Das gilt für bestehende Immobilienfonds wie auch für individuelle Mandate. Bernadzik war zuvor bei GE Capital Real Estate, wo er von 2006 bis 2013 verantwortlich für den Einkauf von Immobilien sowie für das Fundraising bei deutschen Kunden war.  (lk)

© Invesco

M&G holt Expertin für EM-Bonds von Invesco

Swiss & Global AM Marktneutralität durch Anlagen in Long/Short-Aktienpaare aus dem gleichen Sektor

Plädoyer für marktneutrale Strategien Zürich. „Die heftigen Schwankungen europäischer Aktien zwischen Höchst- und Tiefstwerten im Jahr 2013 erforderten von vielen Anlegern starke Nerven. Angesichts der hohen Volatilität der vergangenen Jahre haben sich marktneutrale Investmentstrategien auf dem europäischen Aktienmarkt bewährt“, sagt Andy Kastner, Portfoliomanager des JB Absolute Return Europe Equity Fund von Swiss & Global Asset Management. „Selbst wenn sich Europas Börsen in den vergangenen Wochen wieder auf einem solideren Kurs bewegten, gibt es einige Faktoren, die die Volatilität leicht wieder aufleben lassen könnten“, so Kastner weiter. Für ihn gehören u.a. das Erreichen der Schuldenobergrenze in

Deutsche Bank Research Erholung im September

smart-invest Neuadjustierung beim Helios AR-Fonds

Wien. Nach Abflüssen in Höhe von 16,2 Mrd. USD (11,94 Mrd. €) im August konnte sich der globale Markt für Exchange Traded Funds (ETF) im September wieder erholen. Die Nettozuflüsse erreichten 34,6 Mrd. USD. Die größten Zuflüsse verzeichnete mit 32,4 Mrd. der amerikanische Exchange Traded Products-Markt; Haupttreiber waren Aktien-ETFs. Nachdem aus diesen im Vormonat noch 10,4 Mrd. USD abgezogen wurden, flossen ihnen nun 27,5 Mrd. netto zu.

Wien. Eine Trendwende für Trendfolge-Fonds sieht Arne Sand, Geschäftsführer des auf AbsoluteReturn-Konzepte spezialisierten Asset Managers smart-invest. Waren diese Fonds, die vor allem bei ausgeprägten Trends gut laufen, in den vergangenen Jahren wegen zu kurzer Trends oder Turbulenzen infolge politischer Entscheidungen gegenüber der Entwicklungt breiter Aktienindizes ins Hintertreffen geraten, so habe sich beispielsweise beim smart-invest Helios AR eine Verbesserung gezeigt. Stabile Trends in verschiedenen Aktiensegmenten hätten dem mit einer Trendfolgesystematik ausgestatteten smart-invest Helios AR auf ein Jahr gesehen zu einem Plus von 8,8 Prozent verholfen. Über einen Zeitraum von drei Jahren allerdings wirft er kaum Rendite ab.

ETF-Markt wieder mit Zuflüssen Vormonaten zogen Investoren dort Gelder in Höhe von knapp einer Mrd. USD ab. Mit 1,6 Mrd. € waren die Abflüsse am deutschen Akienmarkt am größten. Dagegen verzeichneten Schwellenländer-ETFs erstmals seit Jänner 2013 Zuflüsse. Dort inves-tierten Investoren rund 404 Mio. €. Mit am stärksten gesucht war der chinesische Aktienmarkt. Der db X-trackers Index CSI300 UCITS ETF 1C war im September stark gefragt.

Der europäische ETF-Markt verzeichnete im September leichte Zuflüsse in Höhe von 1,4 Mrd. €. Nach Ansicht der Analysten von Deutsche Bank Research waren der Hauptgrund für die Zuflüsse die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve Bank, das Anleihekaufprogramm in Höhe von 85 Mrd. USD weiter fortzusetzen. Aktien-ETFs flossen in Europa per Saldo im September 267 Mio. € zu. Dabei waren ETFs auf einzelne Aktienmärkte der Industriestaaten die Verlierer. Anders als in den

© EPA/How Hwee Young

Frankfurt. M&G Investments hat Claudia Calich für den Bereich Anleihen gewonnen. Sie tritt ihre Position am 18. Oktober an und berichtet an Jim Leaviss, Head of M&G Retail Fixed Interest. Calich verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Management von Schwellenländerinvestments und war während der letzten zehn Jahre hauptsächlich bei Invesco in New York tätig. (lk)

den USA und die instabile politische Situation in Italien dazu. Zudem bestehe immer noch Unsicherheit darüber, wann und wie stark die expansive Geldpolitik der USA reduziert wird. Sorgen über die Krise in Syrien, steigende Zinsen und große Wechselkursbewegungen belasteten die Stimmung der Anleger und die Märkte zusätzlich. Marktneutrale Strategien präsentierten sich als gute Alternative. So erzielte der von Kastner verwaltete JB Absolute Return Europe Equity Fund, der am 30. September dritten Jahrestag feierte, seit Auflegung eine Rendite von 13,8% bei einer Volatilität von 3,1%. Die Daten für den Euro Stoxx-50-Index für den gleichen Zeitraum: 16,7% Plus bei über 22% Volatilität.  (lk)

Kastner hält aktuell 36 Long/Short-Aktienpaare z.B. Aryzta (Long) und Nestlé (Short).

Leichte Zuflüsse in Europa Claudia Calich ist Expertin für Emerging Markets Investments.

Die USA könnten heuer Russland als weltgrößten Öl- und Gasproduzenten ablösen.

„Trendwende bei Trendfolgern“

ausschlaggebend gewesen. Die Aktienquote werde nun nach einem Trendwechsel deutlich schneller als früher erhöht – ohne dabei das Risikomanagement zu vernachlässigen, wie es heißt Außerdem werde die Entwicklung des Euro zu Anlagewährungen nun genauer beobachtet; Investoren konnten so vor der Schwäche des US-Dollar seit Juli wirksam geschützt werden, betont Sand.  (red)

Gleiches Risikomanagement

Erstmals seit Jänner gab es auch bei Schwellenländer-ETFs wieder ein Plus.

Aber man habe bei smart-invest auch an den Schrauben gedreht: Neben der Rückkehr stabilerer Trends sei vor allem auch die Neujustierung des Fondsmanagements

© Smart Invest

Frankfurt. Erneuter Zuwachs im Multi Asset-Team von Schroders: Im Jänner 2014 wird Ugo Montrucchio als Portfolio-Manager zum britischen Vermögensverwalter wechseln. Damit wird er einer von mittlerweile über 40 Investment-Experten, die sich innerhalb der Einheit Multi Asset-Investments and Portfolio Solutions auf Risikomanagement und -analyse konzentrieren. Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH: „Multi Asset ist ein strategischer Fokus für Schroders und die Nachfrage nach unseren Multi Asset-Produkten ist groß.“ Daher müsse man auch das Team ausbauen. Montrucchio war unmittelbar zuvor ca. fünf Jahre im Multi Asset-Team von BlackRock als Portfolio Manager und Direktor.  (lk)

gefahren. Der Metallsektor wurde in erster Linie von Platin und Palladium aufgrund von Befürchtungen über einen Wirtschaftsabschwung belastet. „Bei Gold befinden wir uns seit Ende August in einem Abwärtstrend.” Beide Ölsorten Brent und WTI blieben trotz der angespannten Wirtschaftslage auf der positiven Seite. „Wie erwartet, sind die USLagerbestände angewachsen, nachdem die Nachfrage aufgrund der Saisonalität zurückging“, sagt Hansen. Eine weitere Neuigkeit auf dem Ölmarkt sei eine Analyse des Wall Street Journal, die besagt, dass die USA in diesem Jahr Russland als weltgrößten Öl- und Gasproduzenten ablösen könnte. „In nur fünf Jahren hat sich die Produktionslücke von drei Mio. Barrel pro Tag geschlossen. Beide Länder produzieren aktuell über zehn Mio. Barrel Öl täglich“, sagt Hansen abschließend. (lk)

© EPA/Michael Nelson

Ugo Montrucchio wechselt zu Schroders ins Multi-Asset-Team.

Wien. „Der sogenannte Government Shutdown und der Streit um die Schuldengrenzen in den USA bergen nicht nur Risiken für die heimische Wirtschaft, sondern für die ganze Welt. Die Rohstoffmärkte wurden dadurch in einen nervösen Handel gestürzt“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Ein möglicher Wirtschaftsabschwung zu einer Zeit, in der sich das Angebot bei den meisten Schlüsselrohstoffen erholt hat, führte zu einer Kursschwäche in den meisten Sektoren. „Am stärksten hat es die Metalle getroffen: Industriemetalle und überraschenderweise auch Edelmetalle.“ Was die Märkte im Moment am meisten bräuchten, sind aktuelle US-Wirtschaftsdaten. Der DJ UBSRohstoffindex hat die vierte Woche in Folge Verluste eingefahren und konnte nicht vom schwachen US-Dollar profitieren. Einzig Soft Commodities hätten Gewinne ein-

© EPA/Laurent Gillieron

© Schroders/Mark Mather

Die Ölsorten Brent und WTI bleiben aber trotz der angespannten Lage auf der positiven Seite.

Geschäftsführer Arne Sand: „Beobachten Euro-Entwicklung nun genauer“.


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Santander Consumer Bank Österreich Die auf Finanzierungen spezialisierte Bank will noch heuer mit eigenem Online-Sparen durchstarten

Santander startet Online-Sparen Wien. Die seit dem Jahr 1999 in Österreich ansäßige Santander Consumer Bank Österreich will expandieren. Bisher war die Bank auf die Finanzierung von Konsumgütern spezialisiert, nun will man mit Online-Sparen starten, so Olaf Peter Poenisch, Vorsitzender und Geschäftsführer Markt der Santander Consumer Bank Österreich. „Unser Online-Angebot kommt noch heuer“, so Poenisch. Wann das Online-Sparen genau starten soll und welche Zinsen sich die Kunden erwarten können, ist noch nicht bekannt. Der Start selber sei aber fix.

felder. So unterhält Santander in Österreich aktuell 26 Filialen. Die Zahl soll in naher Zukunft auf 29 aufgestockt werden. In den Bankfilialen will sich die Bank allerdings weiterhin auf Barkredite bis zu 50.000 € und Kartenprodukte konzentrieren, heißt es. Ebenfalls wichtig: die KFZ- und Konsumgüter-Finanzierung. In diesem Bereich sei Santander Österreich mit weit über 140.000 Finanzierungen pro Jahr Marktführer. Man arbeitet hier in Österreich mit rund 2.300 Händlern zusammen: etwa 1.100 Kfz-Handelspartner und 1.200 Waren-Handelspartner. Allerdings entfallen

cirka 70% des Geschäfts auf große Unternehmen wie kika, Leiner, Lutz, Media Markt und Saturn. Im vergangenen Jahr hat die Santander Consumer Bank in Österreich einen Gewinn von 59 Mio. € vor Steuern gemacht.

Santander in Spanien Santander hat in Spanien ihr Konsumentenkreditgeschäft mit einer kleineren Übernahme ausgebaut. Für 140 Mio. € sicherte sich die Bank nämlich die Mehrheit an der Kreditkartensparte von El Corte Ingles, dem größten Einzelhändler des Landes. Zudem zahlt Santan-

der vor Abschluss der Transaktion an El Corte Ingles eine Sonderdividende in Höhe von 140 Mio. €. Damit werde die Sparte mit 10,5 Mio. Kunden insgesamt mit 415 Mio. € bewertet, teilte Santander mit. 2012 belief sich das Kreditvolumen der übernommenen Sparte auf 6,7 Mrd. €. Der Erlös habe 168,4 Mio. € betragen. Dabei erzielte das Segment einen Gewinn von 43 Mio. €. Auch El Corte Ingles kämpft mit der Wirtschaftskrise des Landes und verdiente deshalb im Jahr 2012 deutlich weniger. Zudem musste das Unternehmen umschulden. (APA/dpa/re)

© Santander Consumer Bank

Außerdem soll die Zahl der Bankfilialen von aktuell 26 Standorten auf 29 weiter ausgebaut werden.

Vorsitzender Olaf Peter Poenisch: „Online-Angebot kommt noch heuer.“

Die Märkte Der Schritt in das Online-Geschäft ist für Santander Österreich in gewisser Weise neues Terrain. Die Bank ist zwar in Österreich seit 1999 vertreten, aber konzentrierte sich bis dato auf andere Geschäfts-

Kunde Sieger 2013

Börse Zweifel an Fusion

Kritik der IVA

„Wir wollen die führende Beratungsbank für Privatvermögen und Familienunternehmen sein. Es muss anders sein in unserem Bankhaus beraten zu werden als anderswo. Daher freuen wir uns besonders über die victor Auszeichnung.“ DR. HELMUT GERLICH, SPRECHER DES VORSTANDES BANKHAUS CARL SPÄNGLER & CO. AG VICTOR SIEGER IN DER KATEGORIE UNTERNEHMENSKULTUR 2009 UND KUNDE 2013

Foto: www.christian-husar.com

Wien/Warschau. Die Börse Wien verhandelt mit der Warschauer Börse um eine Fusion. Nach polnischen Angaben will man mit den Gesprächen in wenigen Monaten fertig sein. Wilhelm Rasinger vom Interessenverband für Anleger (IVA) indes ist überzeugt, dass eine Fusion mit Warschau der Wiener Börse nichts bringt: Die polnische Börse werde vom dortigen Staat in einer Art und Weise unterstützt und gefördert, die einmalig sei – „das würden sich unsere nie trauen”. Werden Fusionen als Zusammengehen „auf Augenhöhe” dargestellt, erfolge dies üblicherweise deshalb, um es „für den Übernommenen emotional zu erleichtern“. Es sei nun aber einmal so, dass der „stärkere den schwächeren“ fresse, so Rasinger. (APA)

USA Goldman Sachs

Warren Buffett New York. US-Starinvestor Warren Buffett steigt zu einem der größten Aktionäre des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs auf. Er erhält 13,1 Mio. Anteilsscheine. Das entspricht etwa 3% an der Investmentbank. Buffett nutzte einen alten Vertragspassus, um an die Aktien heranzukommen: Er hatte in der Finanzkrise der Investmentbank 5 Mrd. USD geliehen. Dafür bekam er die Zusicherung der Bankführung, Aktien zu speziellen Konditionen beziehen zu dürfen. (APA/dpa)

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Alpbacher Finanzsymposium SmartBanking der Bank Austria als innovativste Finanzdienstleistung ausgezeichnet

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Award für Bank Austria

Bis zu sieben Jahre Haft für Bankmanager London. Die britische Regierung droht führenden Bank-Managern bei bestimmten Fehltritten künftig mit bis zu sieben Jahren Haft. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wurde nun veröffentlicht. Gegen Banker soll demnach in Zukunft vorgegangen werden, wenn ihre Entscheidungen zum Scheitern eines Geldhauses führen oder sie andere nicht von solchen Entscheidungen abhalten. Das Gesetz könnte Anfang 2014 in Kraft treten.  (ag)

Online-Betreuungszeiten Montag bis Freitag bis 20 Uhr, Verlängerung bis in die Nacht vorgesehen.

© Nürnberger

Nürnberger wird von infinma ausgezeichnet

Rahmen von SmartBanking bringe eine „Win-win-Situation für alle Beteiligten mit Vorteilen bei Effizienz, Kosten und Convenience“, so Bernkopf weiter.

Weiterer Ausbau geplant Damit man Bankberatung im Büro oder zu Hause ausgiebig in Anspruch nehmen kann, hat die Bank Austria die Beratungszeiten im SmartBanking in einem ersten Schritt von Montag bis Freitag bis 20 Uhr verlängert, ein weiterer Ausbau bis 22 Uhr und an Samstagen ist geplant, heißt es. „Der Kunde entscheidet, wie, wann und wo er mit uns in Kontakt tritt und Betreuung in Anspruch nimmt. Die Vernetzung von virtueller und stationärer Filiale ist unser Modell für die Bank der Zukunft. Wir bieten damit das Beste in beiden Welten: online und in unseren Filialen“, sagt Bernkopf.  (ast)

© Bank Austria

Alpbach. Das Betreuungsmodell SmartBanking der Bank Austria wurde im Rahmen des 27. Alpbacher Finanzsymposiums von den Teilnehmern des Forums zur innovativsten Finanzdienstleistung 2013 gekürt. Die Auszeichnung geht damit zum vierten Mal in Folge an die Bank Austria. „Die Auszeichnung von SmartBanking als innovativste Finanzdienstleistung 2013 beim Alpbacher Finanzsymposium durch Entscheidungsträger der Wirtschaft zeigt deutlich das große Potenzial unseres Betreuungsmodells auch für Unternehmen und Unternehmer“, erklärt Helmut Bernkopf, Bank Austria-Vorstand für Privatund Firmenkunden. Es sei gelungen, qualitative Bankberatung über Videotelefonie direkt in das Office und die Firma zu bringen, mit der Möglichkeit, zusätzliche Experten zuzuschalten, so Bernkopf. Bankberatung über VideoTelefonie im

Vorstand Helmut Bernkopf: „Zeigt das große Potenzial unseres Betreuungsmodells.“

Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung.

Illegale Konten in Vatikanbank

Plus bei Ergebnissen, Prämien len auf das inländische Geschäft rund 9,1 Mrd. Euro (+1,79%). Die Prämieneinnahmen außerhalb Österreichs sanken um 2,3 Prozent auf 4,62 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung gab es insgesamt ein Plus von 1,38 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro. In Schaden/Unfall stieg das Prämienvolumen um 1,71 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro, in der Krankenversicherung um 3,69 Prozent auf 0,92 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle lagen im zweiten Quartal mit 3,4 Mrd. Euro um 4,95 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Hochwasserkatastrophe vom Frühjahr führte in der Schadenund Unfallversicherung zu einem deutlichen Anstieg auf 1,55 Mrd. Euro (+14,3%). (ag/lk)

Rom. Blamage für die Vatikanbank: Laut einem Artikel im deutschen Magazin Spiegel fanden Prüfer einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einer Anwaltskanzlei Tausende Konten von Privatanlegern, obwohl dies der Bank rechtlich nicht gestattet ist. Denn eigentlich dürfen nur Geistliche, Angestellte und Pensionisten des Vatikans und seiner Institutionen dort Konten haben. Bei den insgesamt 300 Mio. Euro vermuten die Prüfer nun Schwarzgelder, die davon profitierten, dass es im Vatikan keine Vermögenssteuern gibt. Ernst von Freyberg, neuer Chef der Vatikanbank, hat einen „radikalen Reformprozess“ angekündigt, so der Spiegel. (red)

© APA/Johannes Markovsky

Wien. Die österreichischen Versicherungsunternehmen haben im ersten Halbjahr 2013 Zuwächse bei Ergebnissen und Prämieneinnahmen erzielt. Ein Prämienplus gab es im Inland, das Auslandsgeschäft war dagegen rückläufig, geht aus dem Bericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) zum zweiten Quartal der Versicherungswirtschaft hervor. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Branche stieg demnach um 10,2 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um fast 7 Prozent, das Finanzergebnis um 1,6 Prozent. Das Prämienvolumen erhöht sich im ersten Halbjahr um 0,4 Prozent auf 13,70 Mrd. Euro; davon entfie-

Hochwasser führte im zweiten Quartal naturgemäß zu höheren Aufwendungen.

Wertpapierdienstleister Merito erweitert Geschäftsfeld

Banken-Apps easybank erweitert Online-Angebot

Wien. Die Merito Financial Solutions GmbH erweitert ihr Geschäftsfeld: Der unabhängige Wertpapierdienstleister hat jetzt von der Finanzmarktaufsicht FMA die Konzession als Wertpapierfirma erhalten. „Die intensive und immer umfangreichere Beratung unserer Kunden hat diesen Schritt notwendig gemacht“, erklärt Merito-Geschäftsführer Wolfgang Habermayer, der das Unternehmen 2005 gegründet hat. „Sowohl un-

Wien. Die bereits im Juli von der easybank gelaunchte easy app für iPads steht ab sofort auch für Android-Tablets mit allen gewohnten e-banking-Funktionen der Smartphone-Version zur Verfügung. Die App kann in sieben Sprachen genutzt werden und besitzt so wie die iPad-Version im Vergleich zur iPhone-Version zahlreiche neue Features wie zum Beispiel das Werkzeug „easy office“, ein digitaler Schreibtisch mit individuellen Funktionen. Diese beinhalten unter anderem ein Notizbuch mit der Möglichkeit, Erinnerungen in Form von Post-its abzulegen. Weiters können auch Rechnungen als Fotos archiviert und somit zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden.

FMA: Merito bekommt Konzession easy app auch für Android-Tablets

© VAV/Foto Wilke

VAV Versicherung setzt auf Printmagazin

Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG.

sere bestehenden als auch alle zukünftigen Kunden werden von den nunmehr uneingeschränkten Beratungsmöglichkeiten über sämtliche Anlageklassen profitieren“, so Habermayer.

Andere ziehen sich zurück Die zusätzliche Konzessionierung sei bemerkenswert, da sich zahlreiche Anbieter aus diesem Bereich zurückzögen.  (red)

einen innovativen Schritt voraus“, erklärt Sonja Sarközi, Vorstandsdirektorin der easybank. Insgesamt haben die easybank-Kunden im heurigen Jahr 2013 bereits knapp 2 Mio. Mal auf die easy app zugegriffen. Dabei sei die Tendenz weiter steigend, heißt es. Die easy app für das iPad bzw. für Android-Tablets steht kostenlos zum Download im App Store von Apple bzw. bei Google Play bereit.  (red)

Merito-Geschäftsführer Wolfgang Habermayer: „Kunden werden profitieren.“

„Die easy app unterstreicht einmal mehr unser ständiges Bestreben, unseren Kunden Online-Banking – egal wo und wann – besonders einfach zu machen. Der Trend zu mobilem Banking ist weiter stark steigend, die easybank ist mit der neuen Anwendung wieder

© Easybank

App-Trend stark steigend

© Merito/www.freewilly.at

Wien. Seit dem Jahr 2007 veröffentlicht die VAV Versicherungs-AG das Vertriebspartnermagazin VAV Forum, Österreichs einziges Printmagazin einer Versicherung für ihre Makler. Für Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG, eine Erfolgsstory: „Die heutige Medienlandschaft ist geprägt von Schnelllebigkeit; genau in dieser Zeit floriert unser gedrucktes Maklermagazin.“ Das Magazin erscheint mittlerweile österreichweit in einer Auflage von 4.500 Stück.  (red)

Rom Schwarzgeldverdacht

Versicherungen Laut Bericht der Finanzmarktaufsicht war Auslandsgeschäft rückläufig

Wien. Das Institut für Finanzmarktanalyse, infinma, hat die Nürnberger Versicherung AG Österreich für ihre Berufsunfähigkeits-Tarife ausgezeichnet. Das Kölner Analysehaus ermittelt zwei Mal jährlich die „Marktstandards“ und zeichnet jene Produkte und Gesellschaften aus, die in allen getesteten Kriterien den Marktstandard mindestens erfüllen oder diesen übertreffen. „Ich bin sehr stolz, dass es der Nürnberger Versicherung Österreich gelungen ist, die Marktstandards in Österreich nicht nur in allen der getesteten Kriterien zu erfüllen, sondern dass wir teilweise sogar noch besser abschneiden konnten als der Markt“, erklärt Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer. Der Haupttarif Plan B sowie die Zusatzversicherung BUZ der Nürnberger wurden auch vor wenigen Wochen von dem Ratingunternehmen Morgen&Morgen mit der Höchstnote von fünf Sternen ausgezeichnet.  (red)

easybank-Chefin Sonja Sarközi: „Online-Banking besonders einfach“.


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Versicherungsexperte Ruß Lebensversicherer müssen sich vom Zinsrisiko befreien – Probleme großteils durch hohe Zinsgarantien des Bestands

Eine Branche in der Zwickmühle Wien. Wie lange das Zinsniveau noch niedrig bleiben wird, hüten EZB-Chef Draghi und US-Fed-Boss Bernanke wie ein Staatsgeheimnis. Doch eines haben sie klar gemacht: Sie wollen den Ball bei den Zinsen noch eine ganze Weile flach halten. Eingeweihte mutmaßen, dass das noch bis 2016 so bleiben könnte. Das wirft für Lebensversicherer massive Probleme bei der Erfüllung ihrer Garantiezusagen auf. Deshalb, so der deutsche Versicherungsmathematiker Jochen Ruß aus Ulm, muss sich die Branche mit neuen klassischen Produkten vom Zinsrisiko befreien.

truktionen ihr Risiko, ihr diesbezügliches Kapitalerfordernis und damit ihre Kapitalkosten senken. Vor allem eine Glättung der Verzinsungsanforderungen könnten die Versicherer „unglaublich entlasten“, sagte Ruß auf Einladung der Österreichischen Gesellschaft für Versicherungsfachwissen (ÖGVF) in Wien. Hätte die Branche schon in der Vergangenheit „kapitaleffiziente klassische Produkte“ verkauft, so würden die Versicherungsbestände – mit oft recht hohen Zinsverpflichtungen aus Altverträgen – heute kein Problem darstellen, meinte der Experte. Innovative Zinsga-

rantien für die Ansparphase einer Lebenspolizze, wie sie „kapitaleffiziente klassische Produkte“ aufweisen, könnten laut Ruß nämlich das bei Aktuaren bekannte Problem der Asymmetrie reduzieren, das rund um die Verzinsungsanforderungen bestehe. Der Gewinn bzw. Ertrag der Assekuranz-Aktionäre werde dadurch zwar nur geringfügig höher, dafür sinke das Verlustrisiko deutlich: Der Zeitwert der finanziellen Optionen und Garantien (TVOG) sei um 80% geringer als bei der bisherigen „Klassik“ – ein Positivum. Grund dafür sei, dass die Art des Produkts anders sei, obwohl der Kun-

de, in Euro gemessen, über gleich hohe Garantien verfüge. Bei den bisherigen klassischen Lebenspolizzen „wird der Versicherer für gute Jahre bestraft, da Überschüsse die zukünftige Zinslast erhöhen“, so Ruß. Bei innovativen Anspar-Zinsgarantien der kapitaleffizienten Klassik werde der Anbieter dagegen „für gute Jahre belohnt“, da Überschüsse die künftigen Verzinsungsanforderungen reduzieren würden. „Solche neuen Produkte nehmen Zinsrisiken aus der Bilanz heraus. Auch für die ‚Entspar-Phase‘ sind diese innovativen Produkte geeignet“, so Jochen Ruß. (APA/rk)

© APA/Georg Hochmuth

Produkte für die Entspar-Phase heute „in vielen Ländern noch ein Stiefkind der Versicherungen“.

LV als Vorsorge für die Pension: Versicherer sind dem Zinsrisiko ausgesetzt.

„Innovation gefragt“ Durch die „wahrscheinlich auch in den nächsten paar Jahren niedrigen Zinsen“ sei die Branche in einer „Zwickmühle“. Die Anbieter sollten daher mit innovativen Kons-

medianet Inside Your Business. Today.

Studie Keine Renditejagd

Geld ertragslos

Bonn. Fast die Hälfte aller Deutschen belässt einen Teil ihrer Ersparnisse auf dem in der Regel unverzinsten Girokonto. In einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Postbank AG erklärten 45,2 Prozent der Befragten, das Geld auf dem Durchgangskonto zu lassen. An zweiter Stelle folgt der Bausparvertrag mit 33,6 Prozent. Immerhin 21,9 Prozent verwahren ihr Geld der Umfrage zufolge sogar zu Hause. Auf der Suche nach höheren Renditen sind nur wenige: 16,9 Prozent legen Ersparnisse in Fonds oder Aktien an. Nach der aktuellen Erhebung des Umfrageinstituts TNS Emnid vom Ende August und Anfang September sank die Zahl derjenigen, die überhaupt Rücklagen bilden, im Vergleich zu einer identischen Umfrage vor zwei Jahren. Etwa ein Fünftel (21,9 Prozent) kann nach eigenen Angaben gar kein Geld zur Seite legen, weil das Einkommen zu knapp ist; 2011 waren es 17 Prozent. Demnach verzichten vor allem Ältere derzeit aufs Sparen. Bei den 50- bis 59Jährigen sind es 32,1 Prozent, bei den über 60-Jährigen sind es 30,6 Prozent. Das verbreitetste Sparziel der Deutschen ist die Vorsorge für unvorhergesehene Ausgaben (58,7 Prozent), gefolgt von der Altersvorsorge (47,1 Prozent) und dem Wunsch, sich etwas zu gönnen (41,1 Prozent). 28,8 Prozent bilden Rücklagen für ihre Kinder, 15,8 Prozent sparen Geld gezielt für den Erwerb einer Immobilie. (APA)

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© dpa-Zentralbild/Michael Reichel

Agrarversicherer sehen steigenden Bedarf

Der Klimawandel schafft Bedarf nach Versicherungslösungen.

Wien. Der Klimawandel und die damit einhergehenden Wetterextreme werden in der Landwirtschaft auch den Bedarf an entsprechenden Versicherungslösungen erhöhen, so das Fazit eines Agrarversichererkongresses, der letzte Woche in Wien stattfand. In Österreich ist eine Unterstützung für Versicherungen gegen Dürreschäden in Diskussion, Prämienzuschüsse gibt es bisher nur für Hagel und Frost. Aktuell sind 85% der Flächen in Österreich gegen Hagel und rund 60% gegen Dürre versichert. Die öffentlichen Zuschüsse, die die Bauern erhalten, liegen bei rund 17 Mio. €. Bei Hagel und Frost werden die Versicherungsprämien zu je 25% von Bund und Ländern gefördert. Zum Vergleich: In den USA übernimmt der Staat für umfassende Ernteversicherungen mehr als die Hälfte der Prämie, in manchen Varianten ist es sogar die gesamte Prämie samt den Verwaltungskosten der Versicherer.  (APA)

© Allianz

Deutsche Allianz übt Kritik an Regulierung

Wemmer: „Mischung aus Sozial­ fürsorge und Eindrücken der Krise.“

Frankfurt/München. Die deutsche Allianz äußert Unverständnis über das Vorgehen der Regulierer gegen die weltgrößten Versicherer. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) der G-20-Staaten hatte die Allianz und acht weitere große Versicherer als global systemrelevant eingestuft. Finanzvorstand Dieter Wemmer beklagte gegenüber der BörsenZeitung, dass es keine Definition des geforderten Kapitals gebe. Die Ungewissheit über die Regeln erschwere jede Zielsetzung für die Kapitalrendite, so Wemmer. (APA/Reuters)

Versicherer könnte die Sparte verkaufen – Entscheidung soll bis Ende des Jahres am Tisch sein. Hannover. Es war einer der größten deutschen Börsengänge des Jahres 2012: Anfang Oktober wurden die Papiere von Deutschlands drittgrößter Versicherungsgruppe Talanx notiert. Talanx wollte mit dem Börsengang das Wachstum im Ausland finanzieren, Schulden begleichen und neue Weichen stellen. Den Sprung in den Index der mittelgroßen Werte, den MDax, wertet Konzernchef Herbert Haas in der Rückschau als Erfolg: „Das Börsenumfeld war vor einem Jahr herausfordernd, aber wie sich gezeigt hat geeignet.” Nach jahrelangem Flirt mit dem Gang aufs Parkett hatten die Hannoveraner ihre Aktie mit 18,30 € platziert. Der Zuwachs liegt heute bei rund einem Drittel. Direkt zum Börsen-Auftakt punktete der Neuling mit dem höchsten Konzernergebnis seiner Geschichte. Vor Kurzem schraubte er die eigenen Gewinnerwartungen trotz Flutschäden noch einmal hirauf. Der Überschuss soll nun bei 700 Mio. statt der bisher angepeilten 650 Mio. € liegen. Allerdings werden an der Börse nur 14,4 Prozent der Aktien gehandelt. Mehrheitseigner ist der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie, der noch 79,1 Prozent der Talanx-Aktien hält. 6,5 Prozent gehören dem japanischen Partner Meiji Yasuda Life Insurance. Aber der Streubesitz ist ausbaufähig: „Es ist keine Frage, ob der Streubesitz erhöht wird, sondern wann”, sagt Haas. Konkrete Daten gebe es aber nicht dafür. Ein konkreter Anlass für eine Kapitalerhöhung wie etwa die Übernahme eines Unternehmens im Ausland sei momentan nicht in Sicht: „Dass wir für den Ausbau unseres Geschäfts mit Privat- und Firmenkunden in unseren ausländischen Kernmärkten Polen,

Talanx-Chef Herbert Haas über den möglichen Verkauf der HDI Lebensversicherung: „Wir prüfen das nur; es ist alles offen.“

Türkei, Brasilien und Mexiko neben organischem Wachstum die Augen offen halten, ist aber kein Geheimnis.” Talanx will im Ausland mit satten Brutto-Zuwächsen von 17 bis 20 Prozent zulegen. Als Budget für Einzelkäufe nannte der Konzern bisher eine Größenordnung von etwa 150 Mio. €. Mittelfristig peilt Talanx eine Steigerung des Konzernergebnisses von im Schnitt um die 10 Prozent pro Jahr an.

Wermutstropfen HDI Leben Aber es gibt auch einen Wermutstropfen: Weit mehr als Großschäden machen heute die Niedrigzinsen am Kapitalmarkt Talanx das Leben schwer. Ganz allgemein

haben Lebensversicherer Probleme damit, ihre Renditeversprechen zu halten. „Unsere Herausforderung ist die HDI Lebensversicherung”, sagte Haas der Süddeutschen Zeitung. Eine Möglichkeit wäre, kein Neugeschäft mehr anzunehmen und die bestehenden Verträge abzuwickeln. Eine andere Option bestehe darin, bestimmte Produkte weiter bei der – auch in Österreich vertretenen – HDI Leben zu lassen und andere auf andere Lebensversicherer des Konzerns umzulenken. Möglich wäre auch der Verkauf an einen Spezialisten, der das bestehende Geschäft abwickelt. „Wir prüfen das nur, Kostensenken und Kapitalanlagerendite erhöhen ist die Option, die wir gerade verfolgen”, stellte Haas klar.

„Alles andere ist völlig offen.” Eine Grundsatzentscheidung soll bis Ende des Jahres getroffen werden. Die Lebensversicherung macht laut Haas nur etwa 17 Prozent des Konzernumsatzes aus. „Wir haben vier Standbeine, von denen drei stärkeres Wachstumspotenzial ausweisen. Das ist die Industrieversicherung, das internationale Geschäft mit Privat- und Firmenkunden und unsere Rückversicherungstochter Hannover Rück.” Analysten wie Philipp Häßler von der Anlegerbank Equinet hören deswegen keine Alarmglocken schrillen: „Ich finde es positiv, wenn Talanx das alles theoretisch durchspielt, halte einen Verkauf aber für eher unwahrscheinlich”, so Häßler.  (APA/dpa/Reuters)

Kundenzufriedenheit Optimierungspotenzial

Pensionsvorsorge Nur 10% ist betrieblich oder privat

Wiener Neudorf. Das Online Marktund Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat eine Studie über die Bedürfnisse und Erfahrungen von Versicherungskunden durchgeführt. Um verschiedene Standpunkte zu bekommen, setzte Marketagent.com dabei auf Online-Fokusgruppen. „Obwohl, wie bei qualitativen Studien üblich, nur eine geringe Personenanzahl befragt wurde, konnten wir im Zuge der tiefgehenden Diskussionsrunden gleich mehrere Bereiche identifizieren, wo Versicherungen zukünftig ihr Angebot optimieren könnten“, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer und Gründer von Marketagent.com.

Wien. Für eine Stärkung der zweiten und dritten Säule, also der betrieblichen und privaten Altersvorsorge, und für eine Entlastung der ersten, staatlichen Säule des Pensionssystems spricht sich der Chef des Versicherungsberatungsunternehmens arithmetica, Christoph Krischanitz, aus. Ein stabiles Pensionssystem gebe es nur bei einer Kombination aus Umlageund kapitalgedecktem System, so Krischanitz.

Kunden-Studie von Marketagent sicherungsmitarbeitern nicht mehr blind vertrauen und die Informationen aus dem Internet unter anderem als „Kontrolle“ einsetzen. Auch wenn das Beratungsgespräch zum Verkaufsgespräch mutiert, kommt dies bei den Kunden nicht positiv an. Aber die Versicherungsvertreter, die tatsächlich beraten anstatt lediglich zu verkaufen, sind laut den Aussagen der Studienteilnehmer „eine heißbegehrte Ausnahme”.  (red)

umwandlung von aktuell 300 € auf 1.000 oder 2.000 € sei ein möglicher Anreiz. Einen Beitrag zur Stärkung der kapitalgedeckten Teile könnte zudem eine Aufwertung der seit 2003 geltenden „Abfertigung neu” bringen. Er plädiert für die Möglichkeit der freiwilligen Erhöhung der Beiträge auf 2 bis 3 Prozent, bei gleichzeitiger Senkung der Sozialversicherungsbeiträge. Seit 2003 liegt der Beitragssatz bei 1,53% der Lohnsumme.  (APA)

90% kommen vom Staat

Beratung statt Verkauf Auch wenn der Online-Abschluss nur bedingt und nicht für alle als Alternative zu dem herkömmlichen Abschluss beim Berater infrage kommt, wird die Präsenz von Versicherungsangeboten im Internet durchaus geschätzt und sowohl als Vorabinformation als auch zu Vergleichszwecken genutzt. Die Studie zeigt aber, dass Kunden Ver-

arithmetica: „Vorsorge stärken“

Thomas Schwabl, Geschäftsführer und Gründer von Marketagent.com.

Das Verhältnis zwischen dem staatlichen Umlagesystem und kapitalgedeckten Teil, also etwa Pensionskassen und Versicherungen, liege in Österreich derzeit etwa bei 90:10, gut wäre eine Relation von 75:25, so Krischanitz. Gestärkt werden könnte die zweite und dritte Säule durch eine steuerliche Gleichbehandlung sowie ein durchgängiges EET-System, also der Steuerfreiheit für Beiträge und Kapitalbildung und Besteuerung bei Pensionsauszahlung. Auch eine Anhebung des Freibetrags bei der steuerbegünstigten Gehalts-

© Arithmetica

Wien. Die Vienna Insurance Group (VIG) hat vor Kurzem eine 500 Mio. €-Anleihe bei institutionellen Investoren in Europa platziert. Die Anleihe sei mit einem Orderbuch von über 2,5 Mrd. € mehr als vierfach überzeichnet gewesen, teilte die VIG mit. Die Laufzeit beträgt 30 Jahre. Die Ausgabe und Handelsaufnahme der nachrangigen Anleihe im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse erfolgte am 9. Oktober 2013.  (APA)

Talanx prüft Aufgabe der HDI Lebensversicherung

© Talanx AG

VIG platzierte 500 Mio.-Euro-Anleihe

Talanx Versicherungsgruppe Konzernchef Haas wertet Börsengang als Erfolg – HDI Leben bleibt Problemkind

© Eat the Ball/APA-Fotoservice/Schedl

short

Christoph Krischanitz, Chef des Beratungsunternehmens arithmetica.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 11. oktober 2013 – 35

© APA/H. Pfarrhofer

druck auf wiener mieten

Marktstudie von FindMyHome.at zeigt leicht sinkende Mietpreise im 3. Quartal in der Hauptstadt  Seite 37

© panthermedia.net

real:estate

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london vor paris und moskau

Bei Immobilieninvestments verteidigt britische Hauptstadt laut Studien erneut ihren Spitzenplatz  Seite 39

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Österreichs Immo-Markt zeigt bei Expo Real auf IMMO-AGS 2. Oktober–9. Oktober 2013

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6,05% 5,85% 5,51% 5,10% 5,07% -9,39% -6,16% -3,02% -1,91% -1,64%

2. Oktober–9. Oktober 2013

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Monatstop CS Sicav One(L.) 6,05% Monatsflop CS WV Immof. -9,39%

Wichtigste Immobilienmesse Bei der Expo Real in München, Europas größter Messe für die Immobilienprofis, waren österreichische Branchengrößen wie UBMChef Karl Bier (li.) massiv vertreten. Colliers-Chef Georg Muzicant ortet positive Trends, sieht aber noch einen „zweigeteilten Markt“ in Europa. Seite 36

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inhalt Immo:Capital > Wien zeigt der Immo-Branche seine Großprojekte 36 > RLB OÖ legt ihre Gemeinnützigen zusammen 37 Immo:Markets > Starke Mittelzuflüsse bei den Immobilienfonds 39 People & Dates > Stift Schlägl: Betriebs-Knowhow und gute Werke 40

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36 – financenetreal:estate

Freitag, 11. Oktober 2013

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© Panthermedia.net/Bernd Leitner

Deutschland: Wohnen wird moderat teurer

Optimismus bei größter Immobilienmesse Es fließt wieder mehr Geld in die zentral- und osteuropäischen Märkte

Die Österreicher zeigen bei der Expo Real Flagge

Swietelsky kauft drei Asphaltmischanlagen Wien. Die insolvente Alpine Bau GmbH verkauft drei weitere Asphaltmischanlagen: Hollersbach (Salzburg), Dürnfeld (Kärnten) und Lambrechten/ Gerhagen (OÖ). Käuferin ist die Swietelsky Baugesellschaft mbH, so die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). (red)

© EPA/Uli Deck

Alpine-Schuldenberg: viel Schadenersatz

Schadenersatzforderungen machen bei der Alpine 1,44 Mrd. Euro aus.

Wien. Bei der insolventen Alpine Bau GmbH entfällt der Löwenanteil der angemeldeten Forderungen von 4,15 Mrd. Euro auf Kreditschulden (rund 1,55 Mrd. Euro) und Schadenersatzforderungen (rund 1,44 Mrd. Euro), geht aus einer vorläufigen Auflistung des KSV hervor. Größere Brocken entfallen auch auf Alpine-Holding-Darlehen (318 Mio. Euro), Lieferantenverbindlichkeiten (rund 216 Mio. Euro), Konzernverbindlichkeiten (rund 169 Mio. Euro) sowie Haftrücklässe (ebenfalls etwa 169 Mio. Euro). (red/ag)

„Zwei Geschwindigkeiten“ Die Stimmung auf der Expo Real wurde als „nicht übel” beschrieben: Nach der Finanzkrise beginnen die Investitionen wieder zuzulegen, wenn auch weiterhin mit Vorsicht. Laut Marktforschung von CBRE sind heuer im 2. Quartal rund 32,6 Mrd. Euro in europäische Gewerbeimmobilien investiert worden, 6% mehr als im 1. Quartal. Nun blicken Branchenprofis und Investoren gebannt auf die Konjunkturprognosen: Der erhoffte Aufschwung in Europa könnte weiter beflügeln. Beim internationalen Immobiliendienstleister Colliers – er ist mit 50 Mitarbeitern auf der Expo Real vertreten – sieht man ein „unglaublich spannendes Jahr 2013“, sagt Österreich-Geschäftsführer Georg Muzicant: „Die Immobilientrends auf dem europäischen Kontinent bewegen sich in ganz unter-

Immobilien-Standort Österreich auf der Expo Real: „Es gab noch nie größere Unterschiede zwischen den Ländern“, so Colliers.

schiedliche Richtungen und seit Beginn unserer Aufzeichnungen gab es noch nie eine größere Divergenz zwischen den verschiedenen Ländern.“ Colliers sieht ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“: Vorsichtig optimistisch an der Schwelle zu einem Wirtschaftsaufschwung auf der einen Seite, doch nach wie vor mit dem Damoklesschwert der Krise über dem Kopf. Auch die verschiedenen Assetklassen entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen. Österreich, so Colliers, kann sich hier immerhin als sicherer Markt auf der schnelleren Seite wähnen. Investitionen in Büroimmobilien – insbesondere in den relativ stabilen Märkten Deutschland, Österreich und Niederlande – bleiben beliebt. Die Neuproduktion 2013 sei deut-

lich geringer als die Vermietungsleistung. Am Retailmarkt stelle sich 2013 stabil dar, Österreich könne sein hohes Niveau halten. Der Kampf der Shoppingcenter um Kunden gehe weiter.

zu bewerten; teilweise gebe es pro Bezirk Preisunterschiede bis 100%. Auch treten vermehrt ausländische Investoren als Käufer am Wiener Markt auf. Im Industrie- und Logistikbereich schließlich finden sich zwar wieder Käufer, diese stellen allerdings hohe Anforderungen an die Objekte. Was Großimmobilien als Investment betrifft, hat der österreichische Markt generell Einbußen erlitten, heißt es: Der Rückgang sei auf das mangelnde Angebot an TopObjekten und das fehlende Interesse der Investoren, in risikoreichere Investitionen zu gehen, zurückzuführen. Bei Projektentwicklungen in Wien ist insbesondere ein Rückgang bei Büroflächen zu spüren, in ganz Österreich auch bei der RetailNeuproduktion. (red)

Top-Objekte gefragt Im Bereich der hochwertigen Wohnimmobilien (ab einem Quadratmeterpreis von 6.000 Euro) ist Wien nach wie vor ein beliebter Standort. Das Angebot an guten Wohnungen in ebensolchen Lagen werde allerdings knapp, daher sei weiter mit Preisanstiegen zu rechnen. Bei Zinshäusern öffnet sich die Preisschere weiter: Bedingt durch steigende Preise, werde es für Investoren immer wichtiger, die Mikrolage innerhalb eines Bezirks

Stadt Wien Eigener Stand für Breitensee, Neu Marx u.a.

Shopping-Riese Marktführer präsentiert neue Konzepte

Wien. Glänzte die Stadt Wien in der Vergangenheit öfter durch Abwesenheit bei der Expo Real, hat sich das inzwischen deutlich geändert: Wien Holding, Wirtschaftsagentur Wien und die WSE Wiener Standortentwicklung zeigen ihre Projekte am Stand „Wien – Europa Mitte“ Unter dem Motto „Wien baut smart“ werden dort die großen Bauvorhaben Wiens präsentiert. Und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou sprach vor der Branche zum Thema „Wien plant smart“.

Wien. Die Handelszukunft in den „Smart Cities“ stand im Mittelpunkt der Präsentation von SES Spar European Shopping Centers auf der Expo Real. Die Spar-Gruppe ist ein marktführender Lebensmittelhändler und Nahversorger mit 1.600 Outlets – und SES Spar European Shopping Centers als Immobilienentwickler des Konzerns errichtet und betreibt Handelsimmobilien in verschiedensten Flächenformaten. Dabei liege ein Schwerpunkt auf innerstädtischen Entwicklungen. Das Unternehmen ist heuer zum dritten Mal als Einzel-Aussteller vertreten.

Wien „baut smart“ auf Expo Real

und gleichzeitig wichtige Informationen zu einzelnen Gebäuden oder Projekten liefert. Die Wien Holding stellte u.a. den Wirtschaftspark Breitensee vor. Die WSE war mit Projekten in Neu Marx u.a. vertreten. Die Wirtschaftsagentur Wien stellte in München ihre Plus-Energie-Gewerbeimmobilie aspern IQ vor und präsentierte die nächsten Etappen von „aspern Die Seestadt Wiens”: eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas.  (red)

Die neuen Projekte Der „Vienna Market Place“ bietet auf Initiative der Stadt Wien zahlreichen Wiener Unternehmen die Möglichkeit, ihre Projekte gebündelt zu präsentieren, heißt es. Neben Wien Holding, WSE und Wirtschaftsagentur Wien waren u.a. die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die ÖBB-Immobilien und 6B47 Real Estate Investors am Stand vertreten. Ein Highlight war der Panoramaterminal „zacturn”, der den Besuchern einen virtuellen Rundflug über Wien ermöglicht

SES: Shopping in den Smart Cities Bregenz im Blickpunkt. „Den Handel zurück in die Innenstädte zu den Menschen zu bringen, ist uns ein großes Anliegen; an drei Beispielen zeigen wir, wie so etwas in Zukunft funktionieren kann“, sagt Marcus Wild, CEO von SES. Man sei Marktführer in Österreich und Slowenien und als Developer und Betreiber in sechs europäischen Ländern aktiv – entsprechend wichtig sei die Expo Real für das Unternehmen. (red)

Neues für die Innenstädte

Wien zeigt u.a. die Seestadt Aspern, eines der größten Projekte Europas.

Auf 150 Quadratmetern wurden Projekte und Handelslösungen für den innerstädtischen Bereich vorgestellt. So ist die SES beim Stadtentwicklungsprojekt „aspern – die Seestadt Wiens“ für die Konzeption und Umsetzung der rund 5.000 Quadratmeter großen Handelszone als „gemanagte Einkaufsstraße“ verantwortlich. Weiters standen zwei innerstädtische ShoppingCenter-Entwicklungen in Ried und

© SES

Frankfurt. Das Wohnen in Deutschland ist erneut teurer geworden. Egal ob Miete oder Kauf: Vor allem in den beliebtesten Vierteln der Großstädte ziehen die Preise kräftig an. Insgesamt liege die Teuerung bei Durchschnittsmieten aber nur knapp über der allgemeinen Inflation, so der Immobilienverband IVD. Der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert liege zum Ende des dritten Quartals bei knapp 1.044 Euro und damit 4,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Damit liege das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen immer noch 15 Prozent niedriger als vor 20 Jahren. Die aktuellen Steigerungen seien zudem von einer realen Nachfrage nach Wohnraum getrieben, von einer Blasenbildung könne keine Rede sein. In den vergangenen zwölf Monaten seien auch die Neuvertragsmieten in allen Klassen und Städtegrößen moderat gestiegen. Im Durchschnitt koste eine nach 1949 gebaute Wohnung mit mittlerem Wohnwert nun 5,75 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter: um 3,1% mehr als 2012. (red)

München. Bei der Expo Real in München (7.-9. Oktober 2013), der größten B2B-Messe für die Immobilienbranche in Europa, zeigte die Branche diese Woche Flagge: 38.000 Teilnehmer aus 71 Ländern konnten bei 1.700 Ausstellern Projekte begutachten, Anbieter und Märkte sondieren und Kontakte knüpfen. Österreich war gleich mit zwei Gemeinschaftsständen vor Ort: „Austria“ und „Wien“. Alles, was in der Branche Rang und Namen hat, war vertreten: U.a. große Immo-Unternehmen wie ARE, CA Immo, Immofinanz, UBM usw., außerdem die großen Makler wie BAR, Colliers oder EHL, die großen Wirtschaftskanzleien wie Wolf Theiss und DLA Piper, außerdem Banken und Finanzberater u.v.m. Insgesamt 73 Institutionen aus Österreich nahmen teil.

© APA/Lukas Lang

Deutschlands Immobilienmarkt braucht eher mehr Angebot, so IVD.

© Messe München/Alex Schelbert

Große Branchenplayer wie ARE, CA Immo, Immofinanz, SES, UBM präsentieren aktuelle Objekte

SES-Chef Marcus Wild: „Zeigen, wie Handel zu den Menschen kommt“.


immo:markets

Freitag, 11. Oktober 2013

financenetreal:estate – 37

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FindMyHome.at analysiert Marktentwicklung Im 3. Quartal sind die Mieten in der Bundeshauptstadt um durchschnittlich 2,4 Prozent gesunken

Wien: Mietpreis auf der Bremse Wien. Nach einer Beruhigung des Marktes im 2. Quartal 2013 berichtet das Immobilienportal FindMyHome.at in seinem aktuellen Immo-Barometer von sinkenden Mietpreisen im 3. Quartal des laufenden Jahres. In den letzten drei Monaten seien die Mieten in Wien nach einer kurzen Steigerung zu Jahresbeginn um durchschnittlich 2,4 Prozent gesunken. Der durchschnittliche Mietpreis in der Bundeshauptstadt beläuft sich somit auf 14,21 € pro Quadratmeter. Noch zu Jahresbeginn lag dieser Preis bei 14,45 €. Laut den Immobilienexperten Bernd Gabel-Hlawa und Benedikt Gabriel sind mehrere Faktoren für die aktuelle Entwicklung verantwortlich: „Zahlreiche Neuentwicklungen konnten die hohe Nachfrage abdecken. Durch die öffentliche Diskussion in den letzten Monaten profitierten Immobiliensuchende.“ Trotz eines derzeit beruhigten Marktes verweisen die Immobilienexperten auf eine stabile Entwicklung am Wiener Markt mit einem gemäßigten Wachstum. Mit diesem rechnen sie auch in den kommenden Monaten.

Bemerkenswert sind laut Gabel-Hlawa und Gabriel punktuelle Entwicklungen. Im 6. Wiener Gemeindebezirk sank laut ihren Erhebungen seit Einführung der umstrittenen Begegnungszone Mariahilferstraße der Mietpreis in den letzten drei Monaten von 15,84 auf durchschnittlich 15,07 €. Ähnlich sei auch die Entwicklung bei Eigentumspreisen verlaufen: Diese sanken von 4.492 auf 4.407 € im September 2013. „Infrastruktur und Lage zählen zu den wesentlichen Einflussfaktoren. Fehlplanungen seitens der Stadt, die zu einer schlechteren Erreichbarkeit und Parkplatzver-

knappung führen, senken die Attraktivität und haben unmittelbare Auswirkungen auf die Preisentwicklung“, erklären die Immobilienexperten. Langfristig rechnen die Experten in den betroffenen Bezirken nach den anfänglichen Turbulenzen zwar mit leicht steigenden Preisen. Sie gehen jedoch von einem massiven Anstieg der Garagenpreise um bis zu 25 Prozent aus. Besonders negativ falle die Prognose für Geschäftslokale aus; aufgrund der verschlechterten Infrastruktursituation werde es zu einem Preisverlust von bis zu 30% kommen, so die Befürchtung. (red)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Sorge wegen Auswirkungen der neuen Begegnungszone Mariahilferstraße.

Die neue Begegnungszone werde zu Druck auf Geschäftsmieten führen, heißt es.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Eigentum nicht billiger Eigentumsobjekte erleben nach wie vor eine hohe Nachfrage, dementsprechend ziehen die Preise in diesem Segment an: Im letzten Quartal stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 4.260 € um 2,5 Prozent auf aktuell 4.368 €. Seit Jahresbeginn sind die Eigentumspreise sogar um 9,7 Prozent gestiegen, heißt es. „Die hohe Nachfrage nach Immobilien als sichere Anlageform führt zu einer Verknappung des Angebots. Die positive Preisentwicklung untermauert, dass Wien keine Immobilienblase erlebt, sondern sich als Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität langsam auf internationales Preisniveau entwickelt“, so GabelHlawa und Gabriel.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

RLB OÖ Zusammengelegt

Gemeinnützige

Linz. Die im Einflussbereich der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich stehenden gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften GWB, wohnungsfreunde, gbv services und GWG Enns werden zusammengelegt und bilden künftig die „OÖ Wohnbau”. Damit entstehe die größte gemeinnützige Wohnbaugesellschaft des Bundeslands, mit über 40.800 Verwaltungseinheiten, so die RLB OÖ. Die Strukturbereinigung sei bereits längere Zeit geplant gewesen. (red/APA)

© RLB OÖ/Strobl

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien RLB OÖ-Chef Heinrich Schaller: neue „OÖ Wohnbau“ mit 40.800 Wohnungen. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

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immo:markets

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Wohlstandsmessung Externe Experten bewerten BIP und Indikatoren zu Wohlstand, Lebensqualität sowie Umwelt

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Statistik Austria-Analyse: „Wie geht’s Österreich?“

© Rainer Jensen/EPA/picturedesk.com

Issing warnt vor neuer Immobilienblase

Bodenversiegelung ist eine der Negativkomponenten für Österreicher, neben Armut, Schwerverkehr. Fritz Haslinger

Wien. Der kürzlich von der Statistik Austria veröffentlichte 198 Seiten starke Bericht „Wie geht‘s Österreich?“ versucht anhand von 30 Schlüsselindikatoren Wohlstand, Lebensqualität und Umwelt in Österreich umfassend zu messen. Die von der Statistik Austria hierfür zu Rate gezogenen Experten bewerten vor allem die Zunahme der Verbauung (Landversiegelung) und das Wachstum des LkwVerkehrs als langfristig negativ.

Otmar Issing warnt: Notenbankbilan­ zen durch Euro-Krise aufgebläht.

Frankfurt/Wien. Der frühere Chefökonom der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, hat vor einer neuen Immobilienblase gewarnt. Die Notenbankbilanzen seien durch die Euro-Krise aufgebläht, sagte Issing in der Rheinischen Post. „Bei den Vermögenspreisen, bei Immobilien oder Aktien wird eine neue Blase entstehen“, so Issing. Die Gefahr einer Inflation sieht er aber zumindest absehbar nicht, im kommenden Jahr werde es keine nennenswerten Preissteigerungen geben.  (APA/AFP)

Ziel dieses Projekts sei es, vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) als alleiniger Messgröße für Wohlstand und Fortschritt wegzukommen, erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer. Ein Art „alternatives BIP“ werde es aber in Zukunft nicht geben. Experten von IHS, Wifo, der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), des Umweltbundesamts sowie des Sustainable Europe Research Institute (Seri) bewerteten den Verlauf der Schlüsselindikatoren sowohl in kurzer als auch langer Frist. Die Statistik Austria habe die Zahlen geliefert und die Wissenschafter hätten die Daten interpretiert, sagt Pesendorfer. Bei der Erstellung der neuen Indikatoren folgt die Statistik Austria den Empfehlungen der Stiglitz-Kommission (die sich mit der Frage der Wohlstands- und Fortschrittsmessung beschäftigt) und des Europäischen Statistischen Systems. Der Bericht analysiert auch subjektive Indikatoren. Laut Umfrage verfügt die Bevölkerung über eine insgesamt hohe Lebenszufriedenheit. 79% der in Österreich lebenden Personen waren 2012 mit

Porr von Erste Group mit „Buy“ bewertet Wien. Die Wertpapierexperten der Erste Group haben die Bewertung der Porr-Aktie mit dem Kaufvotum „Buy“ neu aufgenommen und das Kursziel bei 24,40 € festgesetzt. Aufgrund der schlechten Entwicklung der Mitbewerber, angeführt von der Insolvenz der Alpine, sehen die Bankexperten einiges an möglicher Bauleistung in den Kernmärkten der Porr. Das exzellente Know-how und die starke Marktposition dürften dem Baukonzern bei der Nützung der Potenziale zugutekommen, meinen die Analysten. (APA/fh)

S Immo von KochBank auf „Buy“ gesetzt Wien. Die Analysten der KochBank haben die Coverage für die Aktien der österreichischen S Immo AG neu aufgenommen. Ihr Votum für das Unternehmen lautet „Buy“. Das Kursziel für das Papier wird bei 6,89 € errechnet. (APA)

© Statistik Austria/APA-Fotoservice/Preiss

Wissenschafter analysieren

K. Pesendorfer: „Ziel ist, vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) als alleinige Messgröße für Wohlstand und Fortschritt wegzukommen.“

ihrem Leben sehr oder ziemlich zufrieden. Zwei Prozent hingegen zeigten sich ziemlich oder sehr unzufrieden. Armut, Arbeitslosigkeit, schlechte Gesundheit, geringe soziale Teilhabe und Probleme in der Wohnumgebung hätten die stärksten negativen Zusammenhänge aufgewiesen.

Differenzierte Aspekte Langfristig positiv bewerten die Experten die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, die Arbeitsproduktivität und die Erwerbstätigenquote sowie Bio- und Naturschutzflächen und Phosphoremissionen im Wasser. Langfristig negativ beurteilen die Wissenschafter das Wachs-

eines der größten Umweltprobleme dar, die Renaturierung einmal versiegelter Flächen ist ein nahezu irreversibler Prozess; ein kontinuierlicher Anstieg der Flächeninanspruchnahme durch Bau- und Verkehrsflächen wird daher lang- und kurzfristig als sehr bedenklich eingestuft“, so die Experten. Im Bereich „Wohlstand“ orten die Wissenschafter eine Öffnung der Einkommensschere. Im langfristigen Trend sowie seit 2008 könne ein Auseinanderdriften von niedrigen und hohen Einkommen der unselbstständig Erwerbstätigen beobachtet werden. Größtenteils seien Struktureffekte, wie etwa zunehmende Teilzeit- oder Saisonarbeit für diese Entwicklung verantwortlich, so Pesendorfer.

Koralmtunnel Südröhre von Ausbaulänge her halb fertig

Synchronhalle Künftiges Hightech-Aufnahmestudio

Graz/Klagenfurt. Das erste Hauptbaulos des Koralmtunnels ist nach fünf Jahren Bauzeit fertig. Laut ÖBB wurden die Arbeiten am Abschnitt KAT1 planmäßig abgeschlossen und die Südröhre sei von der Ausbaulänge her praktisch halb fertig. Das Projekt Koralmtunnel (32,9 km) besteht aus drei Hauptbaulosen. Der erste Abschnitt wurde von Leibenfeld/Deutschlandsberg aus von der ARGE Wayss-Freytag und Granit Graz gebaut. Bei dem

Wien. Details zur Zukunft der Rosenhügelstudios, die der ORF im Sommer verkauft hat, liegen nun vor: „Die denkmalgeschützte Synchronhalle wird ein HightechAufnahmestudio und soll weltweit als Produktionsstandort für Orchester- und Filmmusik etabliert werden“, sagt Herbert Tucmandl, Gründer und Geschäftsführer der Vienna Symphonic Library. Daneben sind auf dem Gelände rund 200 Wohnungen und ein Nahversorger geplant. Erstanden wurden die Rosenhügelstudios um einen kolportierten Preis von knapp 17 Mio. € von einem Konsortium der Baugruppe Strauss & Partner Development GmbH und der Immovate Projektentwicklungs GmbH.

Erstes Hauptbaulos abgeschlossen Die Zukunft der Rosenhügelstudios

© wikimedia/Ralf Lotys

Prairie Downs Metals plant Kohlebergwerk

ersten Teilstück kamen zwei verschiedene Tunnelbauweisen zum Einsatz, die offene Bauweise und – auf 2,3 km – bergmännisch die „Neue Österreichische Tunnelbauweise (NÖT)“. Im Vorjahr erfolgten am Baulosende die beiden Tunneldurchschläge zu KAT2 (ARGE Strabag-Jägerbau). Das dritte Hauptbaulos KAT3 (Porr AG) wird in Kürze gestartet. Der Tunneldurchschlag ist für 2016 vorgesehen, bei der Nordröhre einige Monate später.  (APA/fh)

In der polnischen Region Lublin soll ein Steinkohlebergwerk entstehen.

Ab Ende Februar 2014 möchte man mit der Renovierung und der technischen Modernisierung zu einer sogenannten Scoring Stage beginnen. „Wir hoffen, Anfang 2015 mit den ersten Projekten zu beginnen“, so Tucmandl. Bei dem Vorhaben handle es sich um ein 6-, 7-Mio. €-Investment. Würde man so einen Bau allerdings neu errichten, müsste mit einer Investition von 20 Mio. € gerechnet werden.  (APA)

Der Koralmtunnel wird nach der „Neuen Österreichischen Tunnelbauweise“ gebohrt.

Die Vienna Symphonic Library hat die Synchronhalle um rund 800.000 € erstanden. Plan ist, aus dem denkmalgeschützten Bau ein Aufnahmestudio zu machen, das mittels neuartiger Technologien reale und virtuelle Instrumente miteinander verbindet.

© Chris Haderer

800.000 € für Synchronhalle

© APA/Markus Leodolter

Warschau/Wien. Das australische Unternehmen Prairie Downs Metals will in der ostpolnischen Region Lublin ein Steinkohlebergwerk bauen. „Wir haben hier Kohle, qualifizierte Arbeitskräfte und die notwendige Entschlossenheit“, erklärt CEO Benjamin Stoikovich. Nach Darstellung von Branchenkennern erwartet das Unternehmen, dass die Nachfrage nach Kohle in der EU nicht sinken wird. (APA/fh)

tum der Bau- und Verkehrsflächen (Landversiegelung), den Anstieg des Lkw-Verkehrs und den Energieverbrauch des Verkehrs, wobei die langfristige Analyse sich auf mindestens die vergangenen zehn Jahre bezieht. Tendenziell positiv wird langfristig die Entwicklung der Haushaltseinkommen, des Konsums und der CO2-Emissionen von PkwNeuzulassungen eingeschätzt. In der Tendenz negativ werden die Auseinanderentwicklung der hohen/niedrigen Einkommen, der inländische Materialverbrauch, die Treibhausgasemissionen, die Abfälle aus Haushalten, der energetische Endverbrauch und die Ökosteueranteile angesehen. „Die Bodenversiegelung stellt

Herbert Tucmandl: „Synchronhalle zum Schnäppchenpreis von 800.000 Euro“.


I mmo : markets

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financenetreal:estate – 39

financenet@medianet.at

Immo-Ranking London bleibt unangefochten auf Platz 1 bei den Investitionen in Gewerbeimmobilien, mit einigem Abstand folgen Paris und Moskau

Big Ben vor Eiffelturm vor Kreml Wien. Laut einer aktuellen Analyse von Immo-Spezialist CBRE führt London vor Paris im Ranking der Top-Immobilieninvestment-Destinationen in Europa, Moskau liegt auf Rang drei. Fünf deutsche Städte sind unter den Top-10 zu finden. Sowohl nationale als auch internationale Investoren zeigten im ersten Halbjahr 2013 gesteigertes Interesse an Gewerbeimmobilien bei unserem nördlichen Nachbarn – die Investitionstätigkeit brachte Düsseldorf ein Wachstum von gleich 210 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2012. Frankfurt kommt auf ein Plus von 72, Hamburg 52 und Berlin 24 Prozent. Weiterhin zu den bevorzugten Investmentzielen in Europa gehört auch München (+2 Prozent). Über drei Viertel der Käufe von deutschen Investoren in Europa fanden auf dem eigenen Markt statt – ein Trend, der sich noch verstärkt.

In London und Moskau gehen über 60 Prozent der Transaktionen auf nichteuropäische Käufer zurück, in Frankfurt waren es immerhin noch 39 Prozent. Immobilieninvestitionen derselben Gruppe in ganz Europa machten heuer im ersten Halbjahr 28 Prozent der Transaktionen aus.

Hauptstadt konnte sich auf Platz 2 des CBRE-Rankings behaupten; die ausländischen Immobilieninvestments blieben mit 21 Prozent in etwa gleich. Grenzüberschreitende Investitionen innerhalb Europas waren in den ersten sechs Monaten 2013 mit 17 Prozent sehr viel niedriger als der Langzeitdurchschnitt von 30 Prozent. Die Investmenttätigkeit in Wien im ersten Halbjahr 2013 war rückgängig – rund 430 Millionen Euro wurden investiert, rund zehn Prozent jener Summe, die in Paris in Immobilien veranlagt wurde. „Für die noch verbleibenden Monate des Jahres erwarten wir einige spannende Abschlüsse, primär durch Investoren aus Deutschland, aber auch durch internationale institutionelle Anleger“, so Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich. Für Investitionen in Österreich sind Retailobjekte und Hotels zur Zeit am attraktivsten.  (hk)

Paris kann sich behaupten Der Aufstieg Moskaus als Immobilieninvestment-Destination war bereits lange erwartet worden – jetzt ist er da. Aufgrund der Zunahme des Investmentvolumens um 63 Prozent im ersten Halbjahr 2013 erzielte die Stadt Platz drei im Ranking; internationales, aber im besonderen US-Kapital war der Grund dafür. Paris hat in den ersten sechs Monaten 2013 einen leichten Rückgang der Investitionstätigkeiten zu verzeichnen. Die französische

© www.christian-husar.com

In Wien sind die Investitionen in Gewerbeimmobilien rückläufig – Hotels und Retailobjekte sind momentan am attraktivsten.

CBRE Österreich-Geschäftsführer Ridder erwartet noch „spannende Abschlüsse“.

Schroders Anleger finden im Land der Queen Gefallen an Immobilien und den dazugehörenden Fonds

short

Starke Mittelzuflüsse auch bei Immofonds London. Die Wirtschaft in Großbritannien hat im dritten Quartal 2013 weiter an Boden gewonnen, ein Thronfolger wurde geboren ... Aber wie sieht der Immobilienmarkt „on the Island“ aus?

Neben London sind auch Industrie- und Büroimmos in kleineren Städten gefragt.

und zehnjährigen Staatsanleihen 3,4 Prozent und läge damit deutlich über dem langfristigen Mittel von rund zwei Prozent, mögliche künftige Zinsanstiege könnten also kompensiert werden. Vorsichtiger sind die Experten hingegen bei niedrig rentierenden Objekten mit langen Mietverträgen. Investoren hätten hier in der Vergangenheit einen Anleihen-Ersatz gesehen, solche Assets seien jedoch anfällig für eine Neubewertung. Britische Immobilien steigen insgesamt wieder in der Gunst der Anleger, so Schroder Property – zum einen erkennbar an den substanziellen Mittelzuflüssen bei Immobilienfonds, zum anderen falle auf, dass sich UK REITs Kapital beschaffen würden. (ag/red)

Auftrag Strabag-Tochter baut Bürogebäude bei München

Abkommen China zeigt Interesse an Indonesien

Wien/München. Der Allianz Campus in Unterföhring bei München soll eine Erweiterung bekommen; den Auftrag dazu bekam ein von der Strabag-Tochter Züblin geführtes Konsortium. Die Ed. Züblin AG, Stuttgart, werde als Generalunternehmerin gemeinsam mit der Dobler Metallbau GmbH, München, den Neubau mit 58.000 m� Bruttogeschossfläche mit einem Auftragswert von rund 100 Mio. € errichten. Züblins

Jakarta/Peking. Anlässlich eines Besuchs von Chinas Präsident Xi Jinping haben Indonesien und China Handels- und Investitionsabkommen im Gesamtwert von umgerechnet 20,8 Mrd. € geschlossen. Darunter war auch ein Auftrag für den staatlichen chinesischen Baukonzern CCCC zum Bau eines 30 km langen Bahnnetzes in der Hauptstadt Jakarta im Wert von 1,1 Mrd. €. CCCC-Chef He Junfeng betrachtete Indonesien als großen

Züblin erweitert Allianz Campus

Wien. Sowohl nationale als auch internationale Rankings bestätigen die hohe Qualität der Kommunikationsarbeit von Wienerberger. Der Ziegelriese wurde vom „trend Austrian Annual Reporting Award“ als Sieger in der Kategorie „Nachhaltigkeitsberichte” gekürt, bei den internationalen ARC Awards wurde Wienerberger in den Kategorien „Overall Annual Report” und „Chairman‘s Letter” mit Gold Awards ausgezeichnet. Aus patriotischer Sicht erreichte Wienerberger beim „Annual Report on Annual Reports” das beste Ergebnis eines österreichischen Unternehmens. Bei diesem international herausforderndsten Ranking wählte eine unabhängige Expertenjury den Wienerberger Geschäftsbericht 2012 aus 400 Berichten auf Platz 14 und verlieh dem Bericht das Report Rating „A”. Damit rangiert Wienerberger zwar nach globalen Playern wie Elektrolux, Adidas und Volvo, aber vor Philips und Bayer. (ag/hk)

Chinesen bauen Bahn in Jakarta

Anteil liege bei 90%, so das „Mutterunternehmen“ Strabag .

Zwei Jahre Bauzeit geplant Die Bauarbeiten sollen diesen Monat beginnen und im Herbst 2015 fertiggestellt sein. Die Allianz strebt für den Bau die DGNB-Zertifizierung für nachhaltiges Bauen in Gold an – ein Vorzertifikat für die Planung wurde bereits erteilt.  (ag/hk)

Markt mit starkem Wachstum – es sei ein attraktiver Investitionsort, doch müsse laut Junfeng die Infrastruktur verbessert werden. Indonesiens Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono sagte chinesischen Firmenvertretern, die Türen stünden für jeden offen, der investieren wolle. Seine Regierung würde daran arbeiten, die Dienstleistungen für die Handelspartner und die Investoren weiter zu verbessern. (APA/hk)

Marlies Muhr eröffnet neues Büro in Wien

© Marlies Muhr Immobilien

Die Ertragslücke zwischen britischen Gewerbeimmobilien und lang laufenden britischen Staatsanleihen hatte Ende 2012 ihren Höhepunkt. Seitdem seien die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen um etwa 1,2 Prozent gestiegen, weshalb sich die Lücke nun langsam schließe, meinen Experten des Immobilienfondsspezialisten Schroder Property. Dennoch betrage der Spread zwischen Immobilienrenditen

© panthermedia.net/Alexander Maximov

Spread liegt bei 3,4 Prozent

Wienerberger-Berichte sind ausgezeichnet

© Weda/EPA/picturedesk.com

© Visualisierung Auer+Weber+Assoziierte

Valentin Winkler leitet das neue Marlies Muhr Immo-Büro in Wien.

Allianz Campus, geplant vom Architekturbüro Auer+Weber+Assoziierte, München.

Dieses Chaos auf Jakartas Straßen soll in Bälde der Vergangenheit angehören.

Wien. Marlies Muhr Immobilien hat ein neues Büro im Herzen der Wiener Innenstadt eröffnet. Der gebürtige Südtiroler Valentin Winkler werde die Leitung des Wiener Büros übernehmen. Winkler verkaufe bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich Immobilien aus dem LuxusSegment, heißt es aus dem Immo-Unternehmen. (red)


p e o p l e & dat e s

40 – financenetreal:estate

Freitag, 11. Oktober 2013

financenet@medianet.at

short

Lichtinstallation von Two in a box-Architekten

Stift Schlägl als Betrieb Gastronomie, Forstwirtschaft, Beteiligung an Hochficht Bergbahnen GmbH, Bierbrauerei

Unternehmensmotto: „Zu jedem guten Werk bereit“

© Eric Kruegl

Umsatz von fast 12 Millionen Euro mit rund 180 Mitarbeitern, ein Drittel entfällt auf das Standbein Bier.

Schelhammer & Schattera-Vorstand Michael Martinek sowie Martin Felhofer, Abt des Stifts Schlägl, bei der Bierverkostung.

Der Herr hat‘s gegeben …

Wien. In Vorbereitung auf das geplante Börsenlisting der Buwog im Kalenderjahr 2014 und die starke Expansion am deutschen Markt stellt sich Österreichs führendes privates Wohnimmobilienunternehmen im Management neu auf: Daniel Riedl, der die Buwog bereits von 2004 bis 2012 leitete und zuletzt Vorsitzender des Aufsichtsrats war, wechselt in die Geschäftsführung. Vorerst bleibt er auch im Vorstand der Buwog-Mutter Immofinanz. Als Aufsichtsratsvorsitzender fungiert künftig Rechtsanwalt Vitus Eckert. Gerhard Schuster, bisher Leiter des Bereichs Development in Wien, scheidet zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung aus; sein Nachfolger ist Andreas Holler, der seit 2008 für die Immofinanz tätig ist.

© OTS.Bild/Sika AG

Wenig Interesse für Empire State Building

Empire State Building: Ausgabepreis mit 13 Dollar am unteren Ende.

New York. Die Begeisterung der Börsianer für das Empire State Building plus weitere Objekte im Großraum New York City hält sich in Grenzen. Der Ausgabepreis für Anteilsscheine am legendären Hochhaus, von dem neben „King Kong“ schon Mio. Touristen lugten, lag mit 13 USD am unteren Ende der anvisierten Spanne. Die Einnahmen liegen bei 929,5 Mio. USD (685,8 Mio. €), erhofft wurden ca. 1,1 Mrd. USD.

ternehmer und ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel. „Mit rund 180 Personen setzen wir so fast 12 Millionen Euro um“, so Abt Felhofer weiter. Ein Drittel entfalle auf die nachhaltige Forstwirtschaft, ein weiteres Drittel auf die Brauerei, das letzte Drittel auf den Rest. Drei Wasserkraftwerke liefern schon lange Zeit Ökostrom.

„Kultur geht auf das lateinische Wort ,colere‘, also ,urbar machen und bebauen, pflegen und veredeln, verehren, bewohnen und den Acker bestellen‘ zurück“, erklärt erklärt Martin Felhofer, Abt des Stifts Schlägl. Diese vier Bedeutungen sieht Felhofer im „guten Umgang mit der Schöpfung, der Seelsorge, der Beziehungspflege und der Anbetung Gottes“ umgesetzt. Und zu Ersterem gehören auch das Bierbrauen sowie die Gastronomie, die Forstwirtschaft und sogar das Betreiben des Skilifts in der Skiregion Hochficht im Dreiländereck Österreich, Tschechien und Deutschland. Das Stift ist zu 50% beteiligt, die zweite Hälfte an der Hochficht Bergbahnen GmbH gehört dem Un-

… Bio-Bier aus Schlägl Im mit vielen Spiegeln und Glas und bestückten multimedialen Brau-Pavillon inmitten der dem Stift angeschlossenen Bierproduktion wird mit einer beeindruckenden Vorführung die Braukunst des wertvollen Hopfengetränks unter klerikalen Auspizien nahe-

gebracht. Im Stiftskeller lässt es sich zum seit Kurzem ebenfalls verfügbaren Bio-Bier vortrefflich speisen. Die Gewinne aus der Brauerei werden in erster Linie reinves-tiert, so Felhofer, der über einen Jagdschein verfügt. Die Forstwirtschaft ist „eigentlich der Inbegriff der Nachhaltigkeit”, sagt Michael Martinek, Vorstand der kirchennahen Bank Schelhammer & Schattera (siehe dazu auch Seite 29). Im stiftseigenen Mischwald wird naturverjüngend betrieben, es gibt verschieden Baum-Altersklassen, entnommen werde nur so viel, wie auch zuwachse, heißt es. Auch im Skigebiet mit drei Vierer-Sesselliften, einem Schleppund zwei Doppel-Schleppliften wird Nachhaltigkeit groß geschrie-

ben: Eine Hackschnitzelanlage liefert hier Energie. Rechtzeitig zu Saisonbeginn werde die neue Skiarena Hochficht in Betrieb genommen, das neue Gebäude fügt sich mit seiner geschwungenen Form gut in die Landschaft ein. Auch an die Kinder – und Eltern – wurde mit der Verlegung des „Kinderlands“ gedacht: Dieses liege nun neben dem Gastronomiebereich, sodass die Eltern ein Auge auf die lieben Kleinen werfen können. Zum Schutz der neuen Skiarena wurden Hochwasserschutz-Kanäle errichtet. 25% der Gäste, die an guten Tagen bis zu 5.000 an der Zahl sind, stammten aus dem Nachbarland, der Tschechei, präzisiert Abt Felhofer.

Wüstenrot Kooperation mit Tiergnadenhof Gut Aiderbichl

Koban Südvers All Risk-Deckung für Spezialobjekt

Henndorf. Wer sich Gedanken macht, was mit seinem geliebten Haustier passiert, wenn man sich durch schwere Krankheit oder Tod selbst nicht mehr um sie kümmern kann, kann nun gezielt dafür vorsorgen. Mit der neu aufgelegten „Vierbeiner Vorsorge“ der Wüstenrot Versicherung ist sichergestellt, dass der vierbeinige oder gefiederte Liebling lebenslang im Tiergnadenhof Gut Aiderbichl versorgt wird. Wüstenrot-Generaldirektorin Susanne Riess und Gut-AiderbichlGründer Michael Aufhauser haben vor Kurzem die Details der neuen Polizze vorgestellt. „Schnurli”, „Cora“ oder „Lore“ müssen einem dabei durchaus etwas wert sein: Für eine Katze sind nämlich monatlich 60 € zu berappen, für den Hund sind es 102 € im Monat. Vorgesorgt werden kann auch für Pferde, Ponys, Esel, Papageien, Ziervögel oder Kleintiere. Die Prämien richten sich nach den Kosten der Tierhaltung auf Gut Aiderbichl. Bei Abschluss der Vierbeiner Vorsorge stellt Gut Aiderbichl einen Tierpass aus, der die lebenslange Betreuung garantiert. Der Tiergnadenhof hat eine 24-Stun-

Wien/St. Pölten. Die Versicherungsmakler von Gally & Gally, einem Unternehmen der Koban Südvers Group, haben das erste All RiskDeckungskonzept für Biomasseheizwerke entwickelt. Ab sofort können Betreiber von Biomasseheizwerken sich damit vor nahezu allen potenziellen Gefahren finanziell absichern. Versichert ist alles, was nicht ausdrücklich im Vertrag ausgeschlossen ist. Der Grundgedanke, so heißt es bei Gally & Gally: Ein Zusammenschluss der Heizwerkbetreiber bringt allen Mitgliedern mehr Sicherheit und geringere Prämien in einem Versicherungsrahmenvertrag. Österreichweit gibt es aktuell rund 2.000 Biomasseheizwerke – Tendenz steigend.

Vorsorge für Susi, Strolchi & Co.

den-Hotline eingerichtet und holt das Tier von zuhause ab.

Großer Markt Sollte das Haustier während der Laufzeit der Versicherung sterben, kann die Vorsorge auf eine anderes Tier der gleichen Art übertragen werden. In Österreich werden laut dem Tierfutterhändler Fressnapf rund 1,3 Mio. Katzen und 640.000 Hunde gehalten.  (ag/lk)

Deckung für Biomasseheizwerk

Gleiche Tarifierung

© IEMT

Buwog mit Änderungen im Management

Laut Wüstenrot ist das Tier für 65% der Besitzer vollwertiges Familienmitglied.

Jedes dieser Werke ist, je nach Verhandlungsgeschick der Betreiber, mit einem mehr oder weniger guten Versicherungsschutz ausgestattet, zu unterschiedlichen Prämienhöhen oder Deckungsumfängen. Der neue All Risk-Rahmenvertrag soll jedes Heizwerk optimal

absichern bei gleicher Deckung und Tarifierung. Die Prämienhöhe bemisst sich an der Größe des Biomasseheizwerks. Die Lage und die Bauweise des Heizwerks sowie die Lagerungsart der Biomasse spielen keine Rolle. Inkludiert sind etwa durch indirekten Blitzschlag an allen angeschlossenen Einrichtungen verursachte Schäden in voller Höhe oder der Schaden an Heizrohren, sagt Geschäftsführer Werner Gally. (lk)

© Panthermedia.net/Andrei Merkulov

Ottensheim. Lichtskulpturen von Christoph Luckeneder, einem oberösterreichischen Lichtkünstler, haben am ersten Oktober-Wochenende das Büro des oberösterreichischen Architekturenduos Christian Stummer und Andreas Fiereder „Two in a box“ mystisch erhellt. Das „Offene Atelier“ der beiden wurde von mehr als 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur besucht, darunter u.a. die Landesräte Max ­Hiegelsberger, Manfred Haimbuchner, die Bürger­ meisterin Daniela Durstberger Lichtenberg, Andreas Zwettler von der Moore Stephens Steuer­ beratung, Wolfgang Ehrengruper, Direktor der Sparda Banken OÖ, die Baumeister Heinrich Haller und Heimo ­Wenigwieser.

Wien/Schlägl. „Zu jedem guten Werk bereit“, das ist das Motto der Prämonstratenser, des größten römisch-katholischen Ordens regulierter Chorherren. Er besteht aus mehreren selbstständigen Klöstern, beispielsweise in Geras oder Schlägl. Diese Prämonstratenserklöster waren viele Jahrhunderte hindurch Zentren der Kultur und Wissenschaft. Diese kulturelle Tradition wird heute noch gepflegt durch Ausstellungen, Konzerte, wertvolle Bibliotheken, geistliche Angebote, Seminare, Fasten-, Kunst- und Hobbykurse (z.B. in Geras und Schlägl). Das Kloster ist dabei durchaus auch ein Wirtschaftsbetrieb, durch den die Gebäude des Stifts und der von ihm abhängigen Pfarren erhalten werden (können). Und vereinzelt ist es sogar ein stark florierender Wirtschaftsbetrieb, wie man sich im Fall Schlägl überzeugen kann.

© Evelyn Pirklbauer

linda kappel

Stummer, Landesrat Hiegelsberger, Fiereder (v.l.n.r.) beim „Licht-Fest“.

Prämienhöhe der All Risk-Deckung entspricht der Größe des Heizwerks.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 11. oktober 2013 – 41

hypo Nö: 1:0 gegen fma

Nach VwGH-Entscheidung erhält die Hypo NÖ die Pönalzahlung retour  Seite 43

a-tec-verfahren © APA/Techt

© FMA/Steinbach

advisory Ex-A-Tec-Chef Kovats ist nun auch wegen Verdacht auf Anlegerbetrug im Visier Seite 45

ehrung für sein lebenswerK: fenyves

© D.A.S.

UBIT: Berater sind mehr als nur Krisengewinnler

short

© DLA Piper

DLA Piper berät Porr in Sachen Alpine-Töchter

Claudine Vartian, Managing Part­ nerin, DLA, betreute federführend.

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper hat den Baukonzern Porr wettbewerbsrechtlich bei der Übernahme von zwei Alpine-Töchtern beraten. Der Erwerb der Grund- Pfahl- und Sonderbau GmbH und der Geotechnik Systems GmbH erfolgte aus der Insolvenzmasse der Alpine. Der Zusammenschluss, durch den die Porr Bau GmbH je 100% der Anteile an GrundPfahl- und Sonderbau GmbH und der Anteile an Geotechnik Systems GmbH übernahm, stand noch unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden in Deutschland, Polen und Österreich. Die Freigabe der Fusion erfolgte ohne Auflagen.  (lk)

© Baker&McKenzie

© Astrid Bartel; FBA; panthermedia.net/Gualtiero Boffi

Baker & McKenzie betreute Sozialbau

Rechtsanwalt Christoph Moser begleitete die Transaktion federführend.

Starkes Wachstum Die Unternehmensberater, IT-Dienstleister und Buchhalterberufe boomen. Was die Branche leistet und wie sie tickt, erklären im Interview UBIT-Fachverbands-Obmann Alfred Harl (re.) und Berater David Ungar-Klein: „Nötig sind klare Ziele, ein klarer Auftrag.“  Seite 42 Gipfel USA, China ziehen an unterschiedlichen Strängen

Österreich Sieben Prozent Umsatzplus auf 87,5 Mio. €

Indonesiens Präsident Susilo Yudhoyo­ no fordert weitere Liberalisierungen.

Bali. Diese Woche trafen sich Staats- und Regierungschefs aus 21 Ländern zum Gipfel für Asiatisch-Pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit, kurz Apec. Während zwölf der Apec-Länder – darunter die USA und Japan – sich sich bis Ende des Jahres auf ein ehrgeiziges Freihandelsabkommen einigen wollen, wirbt Peking für ein Freihandelsabkommen mit den zehn Staaten der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) sowie Indien und Australien – aber ohne die USA. Insgesamt geht es um den Abbau von Handelshemmnissen und von Protektionismus.  Seite 44

PwC setzt vier Prozent mehr um

© PwC/oreste.com

Wider den Protektionismus

© EPA/Dennis M. Sabangan

Wien. Die internationale Anwaltssozietät Baker & McKenzie hat den SozialbauKonzern bei der Emission einer besicherten Anleihe nach dem Kuratorengesetz durch die Gruppengesellschaft WOFIN Wohnungsfinanzierungs GmbH begleitet. Erste Group Bank AG fungierte als Lead Manager und Arrangeur der Emission, die am 7. Oktober 2013 in den Handel am Dritten Markt der Wiener Börse einbezogen wurde. Bei der Anleihe handelt es sich um eine hypothekarisch erstrangig besicherte Immobilienanleihe mit einem Emissionsvolumen von 20 Mio. €, einem Kupon von drei Prozent pro Jahr und einer Laufzeit von zwölf Jahren. Die Besonderheit der besicherten Anleihen liegt darin, dass auf Grundlage des Kuratorengesetzes ein gemeinsamer Vertreter (Treuhänder) für die Vertretung der Anleihegläubiger bestellt wurde. Als dingliche Sicherheiten dienen vier bebaute Liegenschaften.

Aslan Milla, PwC Österreich: Wachstum in Österreich stärker als im Konzern.

Wien. Das Geschäftsjahr 2013 ist für den Beraterkonzern PwC sehr erfreulich verlaufen: Mit Bilanzstichtag 30. Juni konnte weltweit ein Umsatz von 32,1 Mrd. USD (23,7 Mrd. €) erzielt werden, das entspricht einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aslan Milla, Senior Partner bei PwC Österreich: „Besonders freut es mich, dass wir auch in Österreich den Umsatz um sieben Prozent auf 87,5 Mio. Euro steigern konnten.“ Damit liegt Österreich im internationalen Spitzenfeld. „Dieses ausgezeichnete Ergebnis verdanken wir dem Einsatz und Engagement unserer über 730 Mitarbeiter“, so Milla. Seite 46


a dv is or y: C OVE R

42 – advisory

Freitag, 11. Oktober 2013

UB IT-Mi t glieder n ach bun des l a n d p er 3 0 . 6 . 2 0 1 3

Bundesland Wien NÖ OÖ Salzburg Steiermark Kärnten Tirol Vorarlberg Burgenland Summe

UB+IT+BH gesamt 19.818 11.814 7.733 3.405 7.601 2.878 4.196 2.195 1.481 61.121

UB+IT+BH ruhend 5.018 3.298 1.811 830 1.913 693 1.041 624 370 15.598

Harl: „Der Unternehmer muss klare Ziele definieren, einen klaren Auftrag erteilen. Jedes große Projekt beginnt mit einem kleinen.“

Quelle: UBIT Fachverband, UB = Unternehmensberater, IT = IT-Dienstleister, BH = Buchhalterberufe; Angaben ohne Gewähr

Entwicklung der Mitgliederzahlen der aktiven Unternehmensberater, IT-Dienstleister und Buchhaltungsberufe 2004–2010. Stand per 30.6.2013.

Die Branche UBIT Unternehmensberatungs-, Informationstechnologie- und Buchhaltungsbetriebe haben den Branchengesamtumsatz im Vorjahr verglichen mit 2011 laut KMU Forschung Austria um 8,3 Prozent auf 20,34 Mrd. € gesteigert. Obwohl das reale Wirtschaftswachstum in Österreich in 2012 nur 0,9 Prozent betrug, konnten insbesondere IT-Dienstleistungsbetriebe das höchste Umsatzwachstum von 8,6 Prozent auf 15,42 Mrd. € erzielen, gefolgt von den Buchhaltungsberufen mit einem Plus von 8,3 Prozent auf 1,57 Mrd. € und den Unternehmensberatungsbetrieben mit einem Wachstum von 7 Prozent auf 3,35 Mrd. €. Die Branche beschäftigt insgesamt mehr als 70.000 Personen.

Constantinus Awards Der Preis für Top-Beratungs- und IT-Leistungen wurde heuer bereits zum elften Mal verliehen. Heimische Unternehmen präsentieren ihre erfolgreich umgesetzten Projekte. 2013 wurden 144 eingereichte Projekte von der Fachjury geprüft, 47 davon für die Preise in fünf Hauptkategorien nominiert. Mittlerweile wird der österreichische Branchenleitpreis für Unternehmensberatung und IT auch auf europäischer Ebene durch den europäischen Beratungsverband „European Federation of Management Consultancies Associations“ (FEACO) vergeben. Und weltweit wurde der Constantinus bereits zum dritten Mal vom Weltverband ICMCI verliehen. Dieses Jahr fand die Auszeichnung vor Kurzem in Johannesburg statt.

© Astrid Bartel

ubit-facts

Hohe Wirtschaftsleistung Unternehmensberater/IT-Dienstleister zeigen seit Jahren starkes Wachstum bei den Mitgliedern und beim Umsatz

Branche wächst stark – keine Rede von Berater-Schwemme

Der Bedarf scheint gegeben zu sein. UBIT-Fachgruppenobmann nimmt den „mündigen Geschäftsführer“ in die Pflicht. linda kappel

Wien. Von den 61.121 Mitgliedern des Fachverbands Unternehmensberatung/Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) sind zwar nur 45.523 Personen aktiv, der Rest der Unternehmensberater, IT-Dienstleister und Bilanzbuchhalter hat das Gewerbe ruhend gemeldet. Dennoch mag einem die Zahl an Consultern und Beratern viel vorkommen – zumal die Branche stark wächst (siehe Textkasten) und man manches Mal den Eindruck hat, die Begriffe würden inflationär verwendet. advisory hat bei UBIT-Obmann Alfred Harl sowie bei David Ungar-Klein, Geschäftsführer der Create Connections Networking & Lobbying GmbH und langjähriger Herausgeber des „Yearbook Consulting“, ein Stimmungsbild eingeholt. advisory: Die Branche verzeichnet seit Jahren deutliche Zuwächse. Sind damit nicht schon wesentlich mehr Berater am Markt, als er braucht; haben wir es global und in Österreich mit einer BeraterSchwemme zu tun? Alfred Harl: Das Problem ist, dass unter die Begriffe Consulter und Berater viele unterschiedliche Tätigkeiten subsumiert werden. Man spricht bei Rechtsanwälten und Steuerberatern von Consultern, mitunter werden auch die Lebensund Sozialberater zu den Consul-

tern gezählt. Der Begriff Consulting ist zudem nicht geschützt. Dies führt zu Verwirrung. Wer hingegen den Beruf Unternehmensberater ausübt, muss die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen und über einen Gewerbeschein verfügen. Schaut man sich zudem die Mitgliederstatistiken genauer an, so fällt auf, dass die IT-Dienstleister den Löwenanteil stellen, daneben gibt es noch die Bilanzbuchhalter. Unter Consulter wird jedoch häufig im engeren Sinn der Zweig der Unternehmensberater verstanden. advisory: Wie erklären Sie sich das starke Wachstum der Branche über die letzten Jahre? Harl: Vor allem in der Krise wird der Ruf nach Consultern ganz schnell ganz laut. Teilbereiche der Geschäftsgebarung werden von Unternehmen in der Krise oft vernachlässigt. Da können Berater gezielt unterstützen. Diese externe Unterstützung sollte man sich jedoch nicht erst in der Krise holen. Dazu muss man aber erkennen, dass man Bedarf hat und man muss bereit sein, sich helfen zu lassen. advisory: Wie findet man den passenden Berater für eine spezifische Fragestellung? Harl: Die Wirtschaftskammer hat im Internet unter http://firmena-z.wko.at/ubit/ eine umfassende Datenbank erstellt, mithilfe derer sich gezielt beispielsweise nach

Fachgebiet, Branchenerfahrung, Sprache, Akkreditierung, Rolle wie etwa Sanierungsberater oder Prozessberater usw. usf. suchen lässt. David Ungar-Klein: Es gibt ja diverse Beratungsfelder: Personalberatung, Coaching, Executive Search, Finanzierungsberatung, die verschiedenen Formen der Unternehmensberatung – Sanierungs-, Strategie-, Effiziensteigerungsund Produktivitätsberatung –, Kommunikations-, Marketing- und PR-Beratung, New und Social Media Beratung, Lobbying-Beratung, IT-Beratung und Rechts- und Steuerberatung. Als Kunde muss ich mir überlegen, auf welchem dieser Felder ich Unterstützung benötige. advisory: Worin unterscheidet sich ein guter Berater von einem weniger guten? Harl: Grundvoraussetzung ist der aufrechte Gewerbeschein für die Unternehmensberatung. Man sollte nach Höherqualifizierungen z.B. zum CMC (Anm.: Certified Management Consulter) oder CTE (Anm.: Certified Turnaround Expert) fragen, danach, wie lange die letzte Re-Qualifizierung her ist, welche anderen Weiterbildungen gemacht wurden ... Das schließt nicht aus, dass auch jemand ohne Weiterbildungen ein guter Consulter sein kann. Die Verschwiegenheit des Beraters ist nicht nur ein Muss, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Ungar-Klein: Es ist verdächtig, wenn jemand behauptet, er könne alles. Im Regelfall finden Auftraggeber und Berater über Empfehlung, Reputation und Referenzen zueinander. advisory: Wie sieht es mit angemessenen Honorarsätzen und der Erfolgsmessung aus? Manchmal wird ja der Vorwurf laut, Berater würden für viel heiße Luft gut abcashen ... Harl: Das ist eine Frage der Zieldefinition. Wurde vom Kunden ein klarer Auftrag erteilt, lässt sich danach entscheiden, ob er erfüllt wurde. Und dafür gibt es ein Entgelt. Wenn nicht, kann man darüber diskutieren. Manchesmal verfügen die Unternehmen nicht einmal über einen Businessplan, dann muss man genau dort anfangen. Jedes große Projekt beginnt mit einem kleinen. advisory: Sollten Consulter für Fehlberatung haftbar gemacht werden können, gibt es eine Art standardisierten Erfolgscheck? Harl: Berater in Österreich haben eine gute Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Aber abgesehen davon, hat es bisher in Österreich nicht viele Rechtsfälle gegeben. Eine standardisierte Erfolgskontrolle kann es nicht geben, weil jeder Kunde, jeder Fall einzigartig ist. advisory: Werden Consulter von Auftraggebern manchesmal miss-

braucht, wenn diese eine ,hidden agenda‘ in der Schublade haben? Harl: Möglich ist grundsätzlich alles. Wenn der Berater dies erkennt, lässt er sich aber schon nicht mehr instrumentalisieren. Er muss dann entscheiden, ob der Auftrag ethisch ok ist. Den Vorwurf, dass der Berater kommt, um Leute zu entlassen, höre ich allerdings nur sehr selten. Im Allgemeinen wollen Geschäftsführer einfach erfolgreich sein. advisory: Und auf der anderen Seite – geht es den Consultern nicht oft einfach nur darum, einen Folgeauftrag zu ergattern? Harl: Geschäftsführer sind mündig, sie erteilen den Auftrag und entscheiden, wann er fertig ist. Ich glaube nicht, dass hier Abhängigkeiten entstehen können. Wenn ein Projekt mit dem Partner gut gelaufen ist, kann ein Folgeauftrag natürlich sehr wohl für ein anderes Projekt zustandekommen. Selbstverständlich trachtet ein Consulter danach, Stammkunden zu haben. advisory: Haben Consulter Versäumnisse bei der eigenen ImageArbeit nachzuholen? Ungar-Klein: 80 Prozent der ca. 20.000 in den Statistiken angeführten Unternehmensberater sind Ein-Personen-Unternehmen, weitere zehn Prozent beschäftigen ein bis fünf Mitarbeiter; deren Manko besteht häufig darin dass sie es nicht geschafft haben, eine BrandReputation aufzubauen.


a dv i s o r y: P r a c t i c e

Freitag, 11. Oktober 2013

advisory – 43

financenet@medianet.at

Hypo NÖ Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs revidiert das Urteil der Finanzmarktaufsicht bezüglich der Großveranlagungsgrenze

Etappensieg gegen die FMA

Zum zweiten Mal München/Frankfurt. Eine Fusion des Münchener Consulters Roland Berger mit einer großen Wirtschaftsprüfungsfirma droht zum zweiten Mal in drei Jahren zu scheitern. PricewaterhouseCoopers (PwC) hat abgesagt. PwC war neben Deloitte und EY (früher Ernst & Young) als Anwärter auf eine Übernahme gehandelt worden. „Für einen Schulterschluss müsse die Bereitschaft zu Integration und Zusammenarbeit gegeben sein“, hatten Medien Deloitte Deutschland zitiert. Roland Berger pocht in den Verhandlungen auf den Erhalt der Selbstständigkeit in einem größeren Konzern. Die Partner fürchten, dass Markenname und Organisation sonst rasch verschwinden. Daran waren Gespräche mit Deloitte schon ein Mal gescheitert.  (ag)

MEL Fünfter Gutachter

Unterstützung

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Das MEL-Strafverfahren gegen Julius Meinl, Meinl-BankChef Peter Weinzierl und andere (Ex-)Manager wegen Betrugs- und Untreueverdachts in der Causa Meinl European Land (MEL) dürfte sich noch länger ziehen. Diese Woche bestellte die Justiz den nunmehr fünften Sachverständigen in der Causa: Der Innsbrucker Steuerberater Peter Barenth soll den bisherigen Experten Martin Geyer, der unter dem enormen Aktenumfang stöhnt, unterstützen. (ag)

Weinzierl: „Völlig fehlgeleitetes, teures Strafverfahren – fordere die Einstellung“.

FMA (Vorstand Klaus Kumpfmüller) sieht sich durch VwGH mit Neuprüfung beauftragt.

Soziales Engagement & Zivilcourage werden bei der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ ausgezeichnet

Jetzt mitstimmen: Sportler mit Herz gesucht Noch bis 25. Oktober kann auf www.sporthilfe.at für den persönlichen Favoriten gevotet werden. Wien. Sports Media Austria, die Vereinigung österreichischer Sportjournalisten, die Sporthilfe und die Österreichischen Lotterien ehren heuer erstmals im Rahmen der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“, die am 31. Oktober im Austria Center Vienna über die Bühne geht, den „Sportler mit Herz“: Für die Nominierung zum „Sportler mit Herz“ zählen nicht Tore, Punkte und Pokale, sondern Fairplay, Zivilcourage, Hilfsbereitschaft oder Engagement im sozialen Bereich. „Es ist höchste Zeit für einen solchen Preis. Ein Blick auf die Pro-

sicher, dass durch diesen Preis auch das Bewusstsein für ein solches und soziales und humanitäres Engagement gehoben wird.“ Sporthilfe-Geschäftsführer Anton Schutti: „Die Sporthilfe hat sich den Werten ‚Leistung.Fairplay.Miteinander‘ verschrieben und dazu auch eine Wertekampagne umgesetzt – diese Initiative ergänzt unsere Bestrebungen dahingehend ideal.“ Auch Sports Media Austria-Präsident Michael Kuhn unterstützt die Idee: „Sport ist heute viel mehr als nur der Wettkampf um Meter, Punkte und Sekunden. Wir von Sports Media Austria schätzen dieses außergewöhnliche

„Es ist höchste Zeit für einen solchen

Auch Paralympics-Sieger Thomas Geierspichler engagiert sich gern.

Preis. Engagements

der Gutes tun und das Geld für ein von ihm definiertes Charity-Projekt einsetzen.

wie diese machen aus einem Sportler eine

Aufsteiger des Jahres: Vadlau, Zoidl oder Thiem?

Persönlichkeit.“ KARL STOSS

Noch bis 30. Oktober kann das Sportpublikum den Aufsteiger des Jahres wählen: Seglerin Lara Vad-

lau, Radrennfahrer Riccardo Zoidl und Tennisspieler Dominic Thiem stehen zur Wahl. Die Abstimmung läuft über das ORF Insider-Programm und www.krone.at/sport. Anna Fenninger, Siegerin von 2011: „Ein Publikumspreis ist besonders wertvoll für jeden Sportler.“ Im Vorjahr freute sich Beate Schrott über den Preis.

SPORTLER MIT HERZ: DIE NOMINIERUNGEN jekte der Kandidaten zeigt, welch außergewöhnliches Engagement viele Sportlerinnen und Sportler an den Tag legen“, so der Generaldirektor der Österreichischen Lotterien, Dr. Karl Stoss, „und ich bin der Meinung, dass Engagements wie diese aus einem Sportler eine Persönlichkeit machen. Wir von den Österreichischen Lotterien möchten Fairness, Zivilcourage und besonderes gesellschaftliches Engagement fördern.“ Sportminister und SporthilfePräsident Mag. Gerald Klug: „Eine tolle Idee, diese neu geschaffene Auszeichnung ist etwas ganz Besonderes. Hier agieren Sportler auch als Vorbilder für andere Sportler, denn ich bin

Engagement. Unsere Mitglieder haben mit Begeisterung ihre Vorschläge eingebracht.“

5.000 Euro für den guten Zweck Die zur Wahl stehenden Persönlichkeiten wurden von Landessportorganisationen, den Mitgliedern von Sports Media Austria und der Sporthilfe nominiert (Kasten). Österreichs Sportfans können bis 25. Oktober auf www.sporthilfe.at für ihre Favoriten stimmen. Der Preis ist mit 5.000 Euro, zur Verfügung gestellt von den Österreichischen Lotterien, dotiert. Der ausgezeichnete „Sportler mit Herz“ wird mit dieser Summe gleich wie-

Alle Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge: Robert Almer/Christian Fuchs, ÖFBTeamspieler: Initiatoren der Sportförderung „Stars4Stars“ Ulf Arlati, Handballer: Initiator des „Handball-Marathons des HSC Graz“ Gerald Bauer, Radrennfahrer: Spendenaktion beim Race Across America Florian Dungl, Sledgehockey: Gründung eines Sledgehockeyvereins Sabrina Filzmoser, Judoka: Engagiert sich in Nepal aktiv am Projekt „Judo for Peace“

Thomas Geierspichler, Rennrollstuhlfahrer: Charity für die Anschaffung eines Rennbikes eines Behindertensportlers Sandra Klemenschits, Tennisspielerin: Organisatorin des Charity-Events „Together we are stronger - in loving memoy of Dani“ Franz Müllner, Extremkraftsportler: Spendenaktion für die Hochwasseropfer Felix Oschmautz, Wildwassersportler: Aktives Engagement für Mitschüler mit Handicap Die Kurzporträts aller Nominierten finden sich auf www.sporthilfe.at. Die Stimmabgabe ist noch bis 25. Oktober möglich.

PROMOTION

dass bei den Transaktionen die Großveranlagungsgrenze verletzt worden sei. Bezahlt wurden die 57,9 Mio. € bereits im Sommer 2011, die Zahlung wurde mit dem Jahresüberschuss von 2010 abgedeckt und rückgestellt, hieß es damals. Laut VwGH sei auch die erzwungene Auflösung der Beteiligungsgesellschaft nicht notwendig gewesen. Die Hypo NÖ hat keine staatliche Hilfe beantragt, sei „bestens mit Eigenkapital ausgestattet und weist über die vergangenen Jahre eine stabile Ertragsentwicklung auf“, sagt Vizelandeshauptmann Wolfgang Sobotka (ÖVP). (red/ag)

© GEPA/Sporthilfe

Absage Roland Berger

zwei Jahren an den VwGH gewandt, u.a. weil ihm im Zusammenhang mit der (irischen) Zweckgesellschaft (namens „Augustus“), in der risikobeladene Wertpapiere geparkt worden waren, von der FMA „doppelt Zinsen vorgeschrieben“ wurden: Einmal als Einzelinstitut und einmal als Spitzeninstitut in der Gruppe. Das war aber nur einer von mehreren Punkten, mit denen man sich an das Gericht wandte. Im Kern gehe es bei dem Streit um die Frage, ob die „Augustus“ als Anbieter von Bank-Nebendienstleistungen der Hypo-NÖ-Kreditinstitutsgruppe zuzurechnen war oder nicht. Die FMA ist der Meinung,

© GEPA/Sporthilfe

St. Pölten/Wien. Die landeseigene Hypo NÖ Gruppe Bank AG hat einen Auszahlungsantrag über die von der Finanzmarktaufsicht (FMA) verhängte Pönale von 57,9 Mio. € gestellt, inklusive Verzinsung. Dem war die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) vorausgegangen, die den FMA-Bescheid gegen die Hypo, mit der sie zur Pönalzahlung verdonnert worden war, wegen Rechtswidrigkeit des Inhalts aufgehoben hat. Die FMA ermittle nun aber neu, heißt es seitens der Behörde. Das Ergebnis könne entweder kein neuer Bescheid sein oder aber ein Ersatzbescheid mit dem selben Inhalt, aber einer anderen Begründung. Die Vorgeschichte: 2007 hatte die Hypo eine Beteiligungsgesellschaft gegründet, um Wertpapiere zu kaufen, die mit einem Darlehen der Hypo Investmentbank über 800 Mio. € refinanziert wurde. Das Geldinstitut hatte sich vor mehr als

© FMA/Dieter Steinbach

57,9 Mio. Euro kommen retour, doch FMA nimmt Ermittlungen wieder auf.


A dv i s o r y: p r ac t i c e /adv i s o r y: ta x

44 – advisory

Freitag, 11. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Handelsabkommen Der Apec-Gipfel und der Asean-Gipfel tagten auf Bali und besprachen die Wirtschaft in der Asien-Pazifik-Region

Protektionismus verhindern

Die USA und China sind zwar beim Gipfel dabei, ziehen aber an verschiedenen Strängen mit verschiedenen Partnern. Bali. Diese Woche trafen sich Staats- und Regierungschefs aus 21 Ländern zum Gipfel für Asiatisch-Pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit, kurz Apec. Nicht mit dabei ist US-Präsident Barack Obama, der wegen der Haushaltskrise in den USA absagte. An seiner Stelle nahm US-Außenminister John Kerry teil. Ziel des Gipfels ist die Stärkung des Handels in der Asien-Pazifik-Region, die die Zugmaschine der Weltwirtschaft werden will. Erreichen will man dies durch Abbau von Handelsschranken.

Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono meinte dazu bei einer Tagung von mehr als 1.000 Apec-Unternehmern in Nusa Dua auf der Insel Bali, dass die 21 Länder der Apec in idealer Position seien, zum weltweiten Aufschwung

beizutragen. Dafür müssten die Regierungen den Handel weiter liberalisieren, forderte Yudhoyono. Denn weiteres Potenzial der AsienPazifik-Region als Lokomotive der Weltwirtschaft sei vorhanden. „Wir müssen alle protektionistischen Tendenzen verhindern und den Weg der Liberalisierung fortsetzen. Wir müssen die Infrastruktur verbessern. Wir müssen Geschäfte billiger und schneller machen”, sagte Yudhoyono. Die Apec-Länder erwarten nach Analysen des Apec-Sekretariats ein Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent in diesem und 4,7 Prozent im kommenden Jahr. Die Weltwirtschaft wird nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) dagegen um 3,1 in diesem und 3,8 Prozent 2014 zulegen. Zwölf der Apec-Länder – darunter die USA und Japan – wollen sich bis Ende des Jahres auf ein ehrgeiziges Freihandelsabkommen

Malus Bei Auslandsauto

Kartellverfahren Suchergebnisse werden nachgebessert – Konkurrenten werden „deutlich sichtbarer“ als vorher

Chancen bei Steuer auf Kfz

© EPA/Dennis M. Sabangan

Peking wirbt für ein Freihandelsabkommen mit den zehn Staaten der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) sowie Indien und Australien – aber ohne die USA. Die Asean wurde ursprünglich von Thailand, Indonesien, Malaysia, den Philippinen und Singapur zur Optimierung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenarbeit gegründet, nun steht der gemeinsame Wirtschaftsraum im Fokus. (APA/hk)

Susilo Bambang Yudhoyono, Präsident Indonesiens, will Handel billiger machen.

Wettbewerbsstreit EU–Google vor Beilegung

© SOT

Brüssel. Seit fast drei Jahren gärt der Wettbewerbskonflikt zwischen dem Internetkonzern Google und der EU-Kommission – jetzt könnte eine Lösung möglich sein und Google um eine Geldbuße herumkommen. Brüssel hatte 2010 ein Kartellverfahren gegen Google eröffnet und droht mit einer saftigen Geldstrafe. Bei solchen EU-Verfahren droht eine hohe Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Nach Ansicht der EU-Behörde bevorzugt Google bei der Anzeige von Suchergebnissen eigene Dienste vor Konkurrenzangeboten und benachteiligt Wettbewerber wie etwa Microsoft. Dabei geht es im Besonderen um Kartendienste, Preisvergleiche oder die Hotelsuche.

Anton Schmidl, SOT, rät zur NoVANeuberechnung am Finanzamt.

Wien. Zusammen mit der Normverbrauchsabgabe (NoVA) wird seit 1.7.2008 bei der erstmaligen Zulassung von Kraftfahrzeugen im Inland auch ein sogenannter CO2-Malus in Form einer Steuererhöhung für Fahrzeuge mit höherem CO2-Ausstoß erhoben. „Damals galt der Malus noch für Autos mit einem Ausstoß von mehr als 180 g/km. Inzwischen wurde der Schwellenwert schrittweise auf 150 g/km gesenkt, mit Zusatzzahlungen ab 170 und 210 g/km. Der CO2-Malus musste bisher für alle Autos abgeführt werden, auch für solche, die vor dem Stichtag 2008 schon einmal zugelassen waren“, so Anton Schmidl, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei der SOT Süd Ost Treuhand Klagenfurt/Libertas Intercount.

Mit einem Marktanteil von über 90% ist Google in Europa unangefochten die Nummer eins bei der Internet-Suche. Google wolle nun die Angebote von Konkurrenten prominenter anzeigen, der Internetkonzern habe die Zugeständnisse zu seinem SuchmaschinenGeschäft „wesentlich nachgebessert”. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia zeigte sich optimistisch, den Streit zu den Akten legen zu können. „Ich werde weiter an der Beilegung des Falls arbeiten und voraussichtlich im kommenden Frühjahr eine Entscheidung treffen”, so Almunia. Damit hätte die EU ihren Willen zu mehr Wettbewerb erfolgreich durchgesetzt. (APA/hk)

Almunia: Links zu Angeboten von Konkurrenten werden „deutlicher sichtbarer“.

Strom & Gas Geldersparnis möglich bei Anbieterwechsel

ICAO Schwierigkeiten mit der Umwelt im Flugverkehr

Wien. Eine Ersparnis von bis zu 432 € pro Jahr oder 36 € pro Monat – das ist der Betrag, den sich ein österreichischer Haushalt sparen könnte, würde er seinen Strom und Gasanbieter wechseln. Vom Standardanbieter zum günstigsten Lieferanten besehen liegt das Einsparpotenzial beim Strom je nach Region zwischen 62 € pro Jahr in Tirol und Vorarlberg sowie 172 € pro Jahr in Oberösterreich, bezogen auf 3.500 kWh Jahresver-

Montrel/Brüssel. Der Emissionshandel ist ein zentrales Instrument der EU im Kampf gegen den Klimawandel. Energieversorger, Industriebetriebe und auch Airlines sollen darin Zertifikate erwerben, mit denen sie das Recht erhalten, bestimmte Mengen an Kohlenstoffdioxid auszustoßen. Zwar einigte sich die Generalversammlung der Zivilluftfahrtorganisation ICAO auf die Einführung eines marktbasierten Systems für den CO2-Emissionshandel bis 2020. Der Vorschlag der Europäischen Union, in der Zwischenzeit ein eigenes Konzept für internationale Flüge zu etablieren, wurde aber abgelehnt. Das hätte unter anderem alle Airlines zum Kauf von Verschmutzungsrechten verpflichtet, wenn ihre Flüge durch den europäischen Luftraum gingen.

Es werde Licht mit billigerem Strom Als CO²-Zertifikate fliegen lernten

CO�-Reduktion bis 2016

Wirtschaftsminister Mitterlehner will günstigere Energie in Österreichs Haushalten.

Laut der Resolution, die von der gesamten Versammlung verabschiedet wurde, soll bis zur nächsten ICAO-Versammlung 2016 ein globales, marktbasiertes System

entwickelt werden. Auf dessen Grundlage sollen die Airlines dann ihren CO2-Ausstoß reduzieren. Vor allem im Europäischen Parlament war ein sehr viel strengeres System gefordert worden. Die EU hatte 2012 ihre international umstrittenen Vorschriften für den Treibhaus-Ausstoß für ein Jahr ausgesetzt. Vor allem China, die USA und Russland hatten eine Beteiligung ihrer Airlines an dem CO2-Handel abgelehnt. (red)

© Panthermedia.net/Jvdwolf

brauch. Beim Gas sind es 124 € in Tirol bis 262 € pro Jahr in Salzburg, berechnet für einen Haushalt mit 15.000 kWh jährlichem Gasverbrauch. „Durch den vollelektronischen Online-Anbieterwechsel und erweiterte Kundenrechte wollen wir die Wechselraten erhöhen”, so Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner. Einen Vergleich aller Anbieter und Produkte auf www.e-control.at (APA/red)

© APA/Georg Hochmuth

EuGH hat gesprochen Die Einhebung eines solchen Malus ist aber laut EuGH nicht gerechtfertigt, wenn ein Fahrzeug vor dem Import bereits in einem anderen EU-Mitgliedsstaat zugelassen war. Für Fahrzeuge, die vor dem 1.7.2008 bereits einmal in der EU zugelassen waren, wird beim Import nach Österreich kein CO2-Malus mehr erhoben. Diese Entlastung gilt nicht nur für zukünftige, sondern auch rückwirkend für sämtliche Importe seit Juli 2008. Der Anspruch auf Rückerstattung der zu Unrecht erhobenen Steuer verfällt innerhalb eines Jahres, daher beim zuständigen Finanzamt einen Antrag auf Neuberechnung der NoVA stellen. (ag/red)

Wirtschaftsraum Asean

© EPA/Oliver Hoslet

Liberalisierung gefordert

einigen. Das Abkommen mit dem sperrigen Namen Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft, kurz TPP, soll den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen regeln, beispielsweise heimische Vorschriften etwa bei Regierungsaufträgen oder bei einer nationenübergreifenden Auftragsvergabe.

Flieger machen Dreck – die Reduktion von Kohlendioxid war Thema auf ICAO.


a dv i s o r y: ta x & l aw

Freitag, 11. Oktober 2013

advisory – 45

financenet@medianet.at

Prozess gegen Kovats Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verbandsverantwortlichkeitsgesetz gegen Ex-A-Tec-Chef

short

A-Tec: Ermittlungen auch wegen Anlegerbetrugs

Arbeitszimmer doch steuerlich wirksam Wien. Ein Journalist wollte ein Arbeitszimmer steuerlich geltend machen: Finanzamt und Unabhängiger Finanzsenat lehnten ab, weil ihm ohnehin ein Arbeitsplatz beim Arbeitgeber zur Verfügung stehe. Der angerufene Verwaltungsgerichtshof gab ihm jetzt Recht: In Zweifelsfällen sei darauf abzustellen, ob das Arbeitszimmer für mehr als die Hälfte der Tätigkeit im Rahmen der konkreten Einkunftsquelle benützt wird.  (red)

Aktionäre könnten sich privat am Strafverfahren beteiligen, Verjährung wäre dann unterbrochen. kurt sattlegger

© DLA Piper

DLA: Schuhmacher wird WU-Professor

Florian Schuhmacher übernimmt Professur an der WU.

© APA/Hans Klaus Techt

Warschau. In der Causa des pleite gegangenen Mischkonzerns A-Tec hat die Wiener Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen Ex-Chef Mirko Kovats und andere frühere Manager ausgeweitet. Nunmehr wird neben dem Untreueverdacht auch untersucht, ob Anlegerbetrug begangen wurde. Außerdem nimmt die Justiz drei Kovats-Stiftungen bzw. -Gesellschaften ins Visier, die sich möglicherweise zu Unrecht bereichert haben. Für Inhaber von A-Tec-Aktien und Anleihen sind das potenziell gute Nachrichten, da sie einer Verjährung möglicher Ansprüche entgehen können, wenn sie sich jetzt dem Strafverfahren als Privatbeteiligte anschließen. Kovats hat derartige Vorwürfe in der Vergangenheit stets dementiert, es gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt seit rund zweieinhalb Jahren gegen Kovats und ehemalige A-Tec-Manager. Insgesamt werden 13 Personen als Beschuldigte geführt, so Behördensprecherin Nina Bussek.

Wien. Florian Schuhmacher, (38) wurde als Professor für Zivil- und Unternehmensrecht an die Wirtschaftsuniversität Wien berufen. Seine Tätigkeit als Konsulent in der Kartellrechts-Praxis von DLA Piper Weiss-Tessbach wird er weiterhin ausüben. Zuletzt hat er für DLA Piper die Private- EquityGesellschaft Bridgepoint beim Erwerb der französischen Flexitallic Group beraten.  (red)

Gegen den früheren Chef des A-Tec-Konzerns, Mirko Kovats, wird jetzt auch wegen möglichen Anlegerbetrugs ermittelt.

Verstöße gegen das Aktien- bzw. GmbH-Gesetz.

Relativ neues Gesetz

Verjährung unterbrechen

Jetzt untersucht die Staatsanwaltschaft zusätzlich, ob auch Anleger betrogen wurden und ob in Kovats zuzurechnende Stiftungen bzw. Gesellschaften (auch) Anlegergeld geflossen ist; bei Letzterem geht es um das relativ neue Verbandsverantwortlichkeitsgesetz (VbVG), so Anlegeranwalt Michael Poduschka. Staatsanwältin Bussek „kann die Ausdehnung der Ermittlungen bestätigen“. Es gehe nunmehr um den Verdacht von Betrug, Untreue, betrügerischer Krida, grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie zweier

Anlegervertreter Poduschka vertritt an die 80 A-Tec-Aktionäre, die sich ihr verlorengegangenes Investment via Gericht zurückholen wollen. Sein Vorwurf: „Wenn Kovats gesagt hätte, was er alles vorhat, hätten die Aktionäre nicht gekauft.“ Zur Frage, ob diese Vorwürfe berechtigt sind, werde gerade ein von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenes Gutachten erstellt, das wohl erst Ende des Jahres fertig sein dürfte. Dem Anwalt geht es vor allem um die Unterbrechung der Verjährung für eventuelle Ansprüche

seiner Mandanten. „Wenn an den Vorwürfen gegen Kovats etwas dran ist, verjährt es möglicherweise am 20. Oktober 2013. Denn drei Jahre davor, am 20. Oktober 2010, ist über die A-Tec die Insolvenz eröffnet worden.“ Vor der Ausweitung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft wäre das nicht möglich gewesen. „Die Verjährungsunterbrechung ist problematisch, wenn nur wegen Untreue ermittelt wird“, erläutert Poduschka. „Der Geschädigte wäre dann die Gesellschaft, nicht der einzelne Anleger.“

Ermittlungen stark gemacht. Im Privatbeteiligtenanschluss führt er bekannte Verdachtsmomente ins Treffen: Infolge der Verschmelzung der AE&E Beteiligungsgesellschaft 2005 mit der A-Tec seien unzulässigerweise eine Dividende von 19,8 Mio. € an die M.U.S.T. Privatstiftung ausgeschüttet, zudem der ATec „bewusst“ Liquidität entzogen worden. Weiters sei der Gesellschaft durch den Verkauf von ATec-Aktien an die M.U.S.T.-Beteiligung CII ein Schaden von 12,6 Mio. € entstanden. Als „Loch-auf-Lochzu-Strategie“ bezeichnet Poduschka die Begebung von Wandelanleihen zwischen 2005 und 2009: Der Erlös sei nicht zur Konzernfinanzierung, sondern überwiegend zur Tilgung alter Schulden verwendet worden.

„Loch-auf-Loch-zu“ Aus diesem Grund hatte sich der Anwalt für eine Ausdehnung der

Wien und Zagreb Mills Kirin, Robert Wagner, Sasa Jovicic

VKI 73 Österreicherinnen werden in Paris vertreten

Wien. Drei neue Spitzenpositionen bei Wolf Theiss: Mills Kirin steigt als Senior Associate mit Spezialisierung im Bereich Akquisitionsfinanzierung und Restrukturierung bei Wolf Theiss in Wien ein. Ebenfalls in Wien wird Robert Wagner zum Senior Associate ernannt, und in Zagreb steigt Sasa Jovicic auf.

Paris. 73 Österreicherinnen fordern rund 580.000 € Schadensersatz von der Allianz Frankreich als Haftpflichtversicherer des Herstellers von Brustimplantaten Poly Implant Prothèse (PIP). Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) vertritt die Frauen im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums und führt gegen die Allianz drei Musterprozesse in Paris.

Testamentfälscher: Urteile aufgehoben Dornbirn. Der Oberste Gerichtshof hat in der Dornbirner Testamentsfälscher-Affäre einen zweiten Rechtsgang angeordnet. Im Fall von fünf der sechs Angeklagten – darunter der mutmaßliche Haupttäter Jürgen H. und die suspendierte Vizepräsidentin des Landesgerichts Feldkirch, Kornelia Ratz –, wurden die Schuldsprüche teilweise, bei Ratz zur Gänze aufgehoben.  (APA)

Neue Senior Partner für Wolf Theiss Klage gegen Allianz Frankreich

Der gebürtige Prager Kirin, 40, mit australisch-tschechischer Doppelstaatsbürgerschaft, wuchs zweisprachig auf. Er war seit 2007 im Prager Büro einer internationalen Anwaltssozietät tätig, wo er die lokale Industriegruppe für Finanzinstitute leitete. Kirin wird sowohl am Wiener Standort von Wolf Theiss, als auch in Prag vor allem in den Bereichen Akquisitionsfinanzierung, Projektfinanzierung und Restrukturierung tätig sein. Er ist sowohl in Australien als auch in der Tschechischen Republik als Anwalt zugelassen und unterrichtet an Rechtsfakultäten beider Länder. Wagner, 32, ist seit 2009 bei Wolf Theiss tätig und Mitglied der

© Wolf Theiss

Mills Kirin: einer der drei neuen Senior-Partner bei Wolf Theiss.

Grenzüberschreitend Nach Angaben des VKI waren die Implantate des französischen Herstellers teils undicht und mussten deshalb ausgetauscht werden, teils riet der jeweilige Operateur wegen der Produktgefahren zu einem Austausch. Die Allianz hat die Unterbrechung der Verfahren mit dem Argument beantragt, dass in einem anderen Verfahren vor einem Gericht in Aix en Provence über die Wirksamkeit des Haftpflichtversicherungsvertrages ebenfalls verhandelt werde. Ds Gericht hat nun diesen Antrag abgewiesen. Die Verfahren werden fortgesetzt. Die Allianz argumentiert in dem

73 Österreicherinnen klagen wegen Produkthaftung bei Brustimplantaten.

Hypo: Befangenheit bei Sachverständigen?

© APA/Gert Eggenberger

Drei Experten

Rechtsstreit mit der Nichtigkeit des Versicherungsvertrags und der territorialen Begrenzung auf Schadensfälle in Frankreich. „Diese Musterprozesse sind für uns ein Testfall für eine grenzüberschreitende Rechtsverfolgung bei einem Produkthaftungsschaden und für die Güte der EU-Regelungen zur Haftung für fehlerhafte Produkte, wenn ein Hersteller pleite geht“, meint dazu Ulrike Wolf, Juristin des VKI.  (red)

© dpa/Boris Rössler

Praxisgruppe Kartell- und Wettbewerbsrecht. Er war davor als wissenschaftlicher Mitarbeiter am College of Europe beschäftigt. Jovicic, 31, ist seit 2007 im Zagreber Büro der Sozietät tätig. Er ist auf den Bereich Infrastrukturprojekte spezialisiert, neben den Gebieten Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht und Life Science. Kürzlich hat er die kroatische Regierung in Zusammenhang mit Autobahnkonzessionen beraten.(red)

Erste Verurteilte (G. Striedinger) in der Causa Hypo gehen in Haft.

Klagenfurt. Das ehemalige Vorstandsmitglied der Hypo AlpeAdria-Bank, Günter Striedinger, hat vor Kurzem seine Haftstrafe angetreten. Striedinger war wegen eines VorzugsaktienDeals mit Hypo-Leasing-Aktien zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die Dienstaufsicht am Obersten Gerichtshof (OGH) soll nun aber prüfen, ob nicht bei jener Richterin, die jenem Senat zugeteilt wurde, der das Urteil eben dieser Richterin im Rahmen eines Rechtsmittels zu überprüfen habe, Befangenheit vorliege.  (ag/red)


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46 – advisory

Freitag, 11. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Festschrift Der bekannte Rechtsexperte Attila Fenyves wurde kürzlich für sein Lebenswerk geehrt

short

Der Grandseigneur des Versicherungsrechts

© Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte

Philip Neubauer ist nun Junior Partner bei fwp

Hochkarätige Experten aus der Rechts- und Versicherungswirtschaft kamen und gratulierten. Michaela Stipsits

Wien. Mit dem Arbeitsrechtsexperten Philip Neubauer hat Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte (fwp) seit Anfang Oktober einen neuen Junior Partner. Der 29-jährige Absolvent der Karl-Franzens-Universität Graz ist auf Arbeitsrecht, Handelsvertreterrecht, öffentliches Dienstrecht, allgemeines Zivilrecht sowie Prozessführung spezialisiert. Seit Juni 2009 ist der gebürtige Grazer im Arbeitsrecht-Team von fwp Partner Kurt Wratzfeld tätig und konnte dabei in der arbeitsrechtlichen Beratung reichlich Erfahrung sammeln, ebenso wie bei Gerichtsverfahren. „Die Ernennung von Philip Neubauer zum Junior Partner ist ein deutliches Zeichen für den kontinuierlichen Ausbau unseres Expertenteams“, sagt Kurt Wratzfeld, fwp­Gründungspartner und streut dem neuen Junior Partner Rosen: „Er hat sich bereits einen guten Ruf als Arbeitsrechtsspezialist erarbeitet.“ (red)

Festrede in feierlichem Akt Anlässlich der Emeritierung des Universitätsprofessors haben die Professoren Stefan Perner, Martin Spitzer, Daniel Rubin und Andreas Vonkilch eine Festschrift herausgegeben, die Fenyves in einem feierlichen Akt überreicht wurde. Die Eröffnungsworte sprach Sektionschef Georg Kathrein, der sich im Namen der Justizministerin für die gute Zusammenarbeit bedankte. Universitätsprofessor Heinz Krejci wiederum hielt eine unterhaltsame Rede, die in Reimen abgefasst war: Er skizzierte darin die Lebensabschnitte von Fenyves, der „einen intensiven Dialog zwischen Judikatur, Versicherungswirtschaft und Lehre maßgebend geprägt hat“. Die Feierlichkeiten wurden von der D.A.S. Rechtsschutz unter-

© DLA Piper

Team von DLA Piper bei Expo Real München

© D.A.S.

Wien. Der bekannte Rechtsexperte Attila Fenyves gilt als Koryphäe des Versicherungsrechts. Am Montag erhielt er nun in den Räumlichkeiten des Justizministeriums eine Festschrift überreicht. Mit dabei im Wiener Palais Trautson waren zahlreiche hochkarätige Gratulanten aus der in- und ausländischen Rechts- und Versicherungswirtschaft. Fenyves begann seine wissenschaftliche Tätigkeit als Assistent für Zivilrecht in Graz. 1980 wurde er zum Ordinarius berufen, 15 Jahre später ging er an das Institut für Zivilrecht der Universität Wien, dem er seit 2007 vorsteht. Auch an der Universität Hamburg lehrt er regelmäßig. Durch die Herausgeberschaft der VersE gilt der heute 68-Jährige als der führende Versicherungsrechtler Österreichs.

Der Arbeitsrechtsexperte Philip Neubauer wurde kürzlich Junior Partner.

Johannes Loinger, Attila Fenyves mit der Festschrift, Franz Kronsteiner und Stefan Perner im Wiener Palais Trautson.

stützt: D.A.S.-Vorstandssprecher Johannes Loinger lud zu einem Empfang, wo er in seiner Ansprache die seit Jahrzehnten bestehende enge Verbindung zwischen Fenyves und der D.A.S. Rechtsschutzversicherung hervorhob und meinte: „Attila Fenyves hat der jungen Sparte Rechtsschutz sehr bald zu entsprechender Belebung verholfen. So hat er zum Beispiel die Entwicklung von Musterbedingungen für den Rechtsschutz begleitet und unterstützt.“ Auch das langjährige gemeinsame Engagement, Lehre und Praxis beim D.A.S. Förderpreis miteinander zu verbinden, wurde von Loinger hervorgehoben: „Seit 2006 regen wir als führender Rechtsschutzspezialist junge

Juristen an, sich mit aktuellen rechtlichen Fragestellungen im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten zu beschäftigen, um damit das Rechtsschutzangebot für unsere Kunden und Interessenten weiterzuentwickeln. Dabei hat die Zusammenarbeit mit Professor Fenyves eine lange Tradition.“

Bernd Schilcher (Uni Graz), Rudolf Welser und Bernd-Christian Funk (beide Uni Wien), Robert Koch (Uni Hamburg). Auch aus der Versicherungswirtschaft waren zahlreiche Gratulanten dabei: Direktor Louis Norman-Audenhove (Versicherungsverband Österreich), Generaldirektor Robert Lasshofer (Wiener Städtische), die Vorstände Ingo Kaufmann (D.A.S. Rechtsschutz AG) und Franz Kronsteiner sowie Geschäftsführerin Katharina Trampisch (beide Gesellschaft für Versicherungsfachwissen), Vizepräsidentin Ilse Huber (Oberster Gerichtshof), Richterin Elisabeth Steiner (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte), Rechtsanwalt Erich René Karauscheck (TTPLAW) und viele mehr.

Hochkarätige Gratulanten Vertreter der nationalen und internationalen Rechtslehre gratulierten Attila Fenyves wie Helmut Koziol (European Centre of Tort and Insurance Law), Peter Rummel und Georg Kodek (beide WU Wien), Peter Apathy (Uni Linz), Peter Bydlinski (Uni Graz), Dirk Looschelders (Heinrich Heine-Uni Düsseldorf),

DLA Partner Christoph Urbanek: „Die Expo Real ist perfekte Plattform.“

Freshfields Internationaler Führungswechsel ab 2014

PwC Ein Umsatzplus in allen Bereichen weltweit

London. Bei Freshfields Bruckhaus Deringer kommt es Anfang nächsten Jahres zu einem Wechsel in der Führungsriege: Ted Burke, globaler Managing Partner, geht in seine Heimatstadt zurück. „Es war eine Freude und ein Privileg, so lange Jahre Teil von Freshfields sein zu dürfen“, erklärt Burke, dessen Vertrag bis 2015 gelaufen wäre. „ Ich habe ein fantastisches Angebot aus meiner Heimatstadt Boston bekommen,

Wien. Das Geschäftsjahr 2013 ist für PwC sehr erfreulich verlaufen: Mit Bilanzstichtag 30. Juni konnte weltweit ein Umsatz von 32,1 Mrd. USD erzielt werden, das entspricht einem Plus von 4% gegenüber dem Geschäftsjahr 2012. „Die erneute Umsatzsteigerung zeigt den erfolgreichen Weg, den PwC eingeschlagen hat“, erklärt Aslan Milla, Senior Partner bei PwC Österreich. „Besonders freut es mich, dass wir auch in Österreich den Umsatz um 7% auf 87,5 Mio. Euro steigern konnten.“ Damit liegt Österreich im internationalen Spitzenfeld. „Dieses ausgezeichnete Ergebnis verdanken wir dem Einsatz und Engagement unserer über 730 Mitarbeiter“, so Milla.

Ted Burke kehrt in die USA zurück das ich einfach nicht ausschlagen konnte.“ In Boston wird er als General Counsel und COO bei Arclight Capital Partners tätig sein, die er seit vielen Jahren vertritt. Burkes Nachfolger im Führungsteam wird David Aitman, seit 2001 Partner der Sozietät. Gemeinsam mit Executive Partner Stephan Eilers und Senior Partner Will Lawes wird er weiter an der Umsetzung der strategischen Ziele bei Freshfields arbeiten. (mst)

Erfreuliche Zahlen in der Bilanz auf 8,2 Mrd. USD gewachsen ist, toppten die Österreicher das internationale Wachstum mit 14,4% – auf 37,3 Mio. €. Kleiner Wermutstropfen: die Wirtschaftsprüfung. Hier ist der Umsatz in Österreich leicht gefallen – um 2% auf 29,4 Mio. €. Weltweit konnte PwC aber ein Plus von 1,5 % auf 14,8 Mrd. USD erzielen. „Wir erwarten auch für dieses Geschäftsjahr ein gesundes Wachstum“, sagt Aslan Milla. (mst)

David Aitman ist neuer Managing Partner von Freshfields Bruckhaus Deringer.

Mittlerweile kommen global 29% des PwC-Umsatzes aus der Unternehmensberatung. Dieser Geschäftsbereich ist weltweit um 8% auf 9,2 Mrd. USD gestiegen, hierzulande wurde sogar ein Plus von 12,4% erzielt – und damit ein Umsatz von 20,8 Mio. €. Auch bei der Steuerberatung, die global um 5%

© PwC/oreste.com

Die Zahlen im Detail

© Freshfield

Wien. Anfang dieser Woche hat die Expo Real in München stattgefunden – und das bereits zum 16. Mal. Die größte B2B-Messe für Immobilien und Investitionen in Europa bietet drei Tage lang umfassende Möglichkeiten zur Marktorientierung und -sondierung. „Es tut sich wieder etwas am Immobilienmarkt, insbesondere in Deutschland und Österreich“, erklärt Christoph Urbanek, Partner der FinanzierungsPraxis im Wiener Büro von DLA Piper. „Für internationale Immobilienprojekte ist die Expo Real die perfekte Plattform. Wir waren heuer mit einem starken Team aus insgesamt sechs Ländern vor Ort und haben gemeinsam mit unseren Mandanten Chancen aufgezeigt und Lösungen erarbeitet.“ Auf der Messe waren Experten aus den DLA Piper-Büros in München, Frankfurt, Prag, Moskau, Mailand und Washington anwesend, das Wiener Office wurde von den Partnern Christoph Urbanek und Oskar Winkler vertreten. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht: Heuer waren nicht weniger als 73 heimische Unternehmen dabei. (red)

PwC Senior Partner Aslan Milla freut sich über das gute Ergebnis 2013.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 11. Oktober 2013 – 47

Virtual reality mit gefühl

telefonie in der wolke

TU entwickelt ein Virtual Reality-System zur Simulation von Bewegungen  Seite 49

Nfon will den deutschen Markt für CloudTelefonieanlagen aufmischen  Seite 51

© Nfon

© TU Wien

technology screen­r ecorder Test camtasia 8.1 © TechSmith

Smart Grids: das Haus als Datennetzwerk

© DiTech/Thomas Lerch

short

Wien. „Das Ende des Projektmanagements“ (Linde Verlag, 24,90 €) ist der Titel des Buchs von Ronald Hanisch, der als Senior Projektmanager tätig ist. „Wie die Digital Natives das Projektmanagement verändern“, lautet der Untertitel. Hanisch befasst sich mit den Lebensgewohnheiten der Digital Natives, die nicht der „Old Economy“ entsprechen, und welche Folgen deren unterschiedliche Herangehensweise für das Projektmanagement und generationsübergreifende Teams hat. Hanisch liefert spannende Beispiele und Denkanstöße für die Gestaltung einer neuen Arbeitswelt.  www.lindeverlag.at

© Devolo

© Ronald Hanisch

Wien. Der Computerfachhändler DiTech hat seinen ersten Flagshipstore in der Vösendorfer SCS Multiplex eröffnet. Mit zwei Stockwerken und über 700 m� Fläche ist er die bislang größte DiTech-Filiale und verfügt über ein Service Center und eine Reparaturwerkstatt. Als zertifizierter Apple Service Provider werden auch AppleComputer vor Ort repariert oder Garantiefälle abgewickelt. Mit Quick Pick gibt es einen eigenen Schalter, an dem Bestellungen, die online getätigt wurden, ohne Wartezeit abgeholt werden können.  www.ditech.at

Die auf den Spezifikationen der Homeplug Powerline Alliance basierenden „Green PHY“-Modules von Devolo schlagen Brücke zu Smart Grid-Anwendungen.

Vernetzt vom Tablet bis zur Stromtankstelle Mit der Powerline-Technologie hat sich eine Alternative zu WLAN-Netzen etabliert – die von der Devolo AG jetzt verstärkt in den Smart Home-Bereich hineingetragen werden soll.  Seite 48

© Wiener Börse

IT SELLS Wien. Die Wiener Börse übersiedelt ins Rechenzentrum von Interxion. Die Hauptkriterien für die Standortwahl des zweiten Börse-Rechenzentrums waren Sicherheit, Verfügbarkeit und Konnektivität. Interxion ist ein europäischer Anbieter von Carrier- und cloudneutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation und betreibt insgesamt 34 Rechenzentren in 11 europäischen Ländern.  www.interxion.at  www.wienerborse.at

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Mit passendem CRM-Consulting und Lösungen von ITdesign weiß Ihr Vertrieb immer genau, was Ihre Kunden wollen. Interview mit ITdesign Geschäftsführer Michael Botek auf Seite 50. Mehr Wissen: Telefon +43-1-699 33 99-19 E-Mail michael.botek@itdesign.at Web www.itdesign.at

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C ov e r

48 – medianet technology

Freitag, 11. Oktober 2013

Devolo AG Der Powerline-Anbieter erweitert sein Vernetzungsportfolio mit „Green PHY“ in Richtung Smart Grid-Installationen

Kommentar

Die nächste Phase der Heimvernetzungssysteme

Schöne Cloud mit Schminkfehler

Die Powerline-Technologie versteht sich nicht als Ersatz für WLAN-Netze, sondern als sinnvolle Ergänzung. Wien. Spätestens durch Smartphones und Tablets haben auch WLANs den Massenmarkt erreicht. Praktisch alle Provider, von der UPC bis zur Telekom, bieten WLAN-Router zu ihren Festnetzpaketen, die den drahtlosen Internetzugang erlauben. Wo ist daneben noch Platz für kabelgebundene Systeme, wie die „Powerline“-Technologie, die vorhandene Stromverkabelungen zur Vernetzung nutzt? Für Christoph Dubsky, Country Manager Österreich von Devolo, ist die Antwort recht einfach: Weil Powerline in Verbindung mit WLAN einfach die bessere Lösung sei. Der Markt scheint ihm recht zu geben: „Vom März 2012 bis zum März 2013 haben wir 40prozentige Zuwachsraten verzeichnet“, sagt er. Heuer will er in Österreich einen Umsatz von knapp 2,6 Mio. € einfahren – nicht zuletzt aufgrund einer Erweiterung des Produktportfolios über den klassischen Powerline-Bereich hinaus.

Chris Haderer

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Hohe Geschwindigkeit Powerline ist ein Verfahren, bei dem die Stromleitung als Transportmittel für Netzwerksignale benützt wird. Ein- und Ausgänge sind Adapter, die in die Stromdose ein-

© Devolo

ie derzeit größte Cloud der Welt ist das Internet an sich. Mehr oder weniger jeder Nutzer greift beim Surfen auf Dienste zurück, die in einem anderen Teil der Welt auf irgendeinem Server vor sich hinlaufen. Neben dieser globalen Cloud, die schon so etabliert ist, dass sie der physischen Welt bis in die hässlichsten Details ähnelt, sprießen derzeit jede Menge weiterer Clouds wie Zirruswolken aus dem Nichts. Es sind Clouds, die Dienste, Software und jede Menge andere Features bieten, die das digitale Leben verschönern sollen: Musik und Apps von Apple, Salesforce für den Handel, Adobes Creative Cloud für Kreative, das in den Wolken beheimatete Office 365System von Microsoft oder die Dropbox. So sieht die Zukunft der Software aus – mit einem kleinen Schminkfehler: Nicht als erstes Unternehmen musste nun Adobe einen erfolgreichen Hack auf seine Unternehmensserver zugeben – bei dem 2,9 Millionen Userdaten neue Besitzer gefunden haben. Immer wieder sind es große Unternehmen, die durch den Zwang zu bezahlten Cloud-Diensten auch sensible Kreditkarteninformationen verlieren. So wenig, wie in der wirklichen Welt Häuser vor Einbrüchen geschützt werden können, sind Daten auch in der virtuellen Welt sicher. Und die Bösen werden leider wohl immer einen Schritt vor den Guten sein.

Green PHY-Module von Devolo: ent­ wickelt für den Smart Grid-Einsatz.

HTC Mit UEFA im Bunde

Vernetzt im Smart Grid Über die Vernetzung von Computer- und Unterhaltungselektronik hinaus forciert Devolo derzeit seine Aktivitäten auf dem PowerlineSegment Green PHY. Dabei handelt es sich um eine von der HomePlug Powerline Alliance ausgearbeitete Spezifikation, die zur Kommunikation von Smart Grid-Systemen gedacht ist, beispielsweise im Smart Home-Bereich oder bei Elektromobilitätsanwendungen. Devolos Green PHY-Technologie hat bereits Abnehmer gefunden: „Hersteller von Ladeinfrastruktur wie die Keba AG setzen auf Devolo dLAN Green PHY-Module

Christoph Dubsky, Devolo Österreich: „Sind im letzten Jahr um etwa 40% gewachsen.“

für eine sichere und stabile Kommunikation zwischen Ladestation und Elektroauto“, sagt Christoph Dubsky. „Um auch bei Letzterem eine reibungslose Datenübergabe sicherzustellen, befindet sich Devolo im kontinuierlichen Dialog mit weltweit führenden Herstellern in der Automobilbranche und ist Mitglied im entsprechenden Standar-

disierungsgremium zur ISO 15118, die alle Aspekte der Ladekommunikation von Elektrofahrzeugen beschreibt.“ Devolo selbst will im kommenden Jahr verschiedene Varianten für den Smart HomeBereich anbieten, beispielsweise Sensoren zur Fenster- und Heizungssteuerung und ähnliche Funktionen.  www.devolo.at

App-Stores Laut Schätzungen des Analysten Gartner soll der weltweite Apps-Umsatz heuer 19,2 Mrd. € ausmachen

Media-Partner

Anteil von kostenlosen Apps in Stores steigt

© HTC

Wien. Wenn von App-Stores die Rede ist, dann sind auch Superlative nicht weit. Immerhin überschritt „Google Play“ im September 2012 (damals noch „Android Market“) die Marke von 25 Mrd. Downloads. Übertroffen wird diese stolze Zahl nur vom Platzhirschen Apple, der im Jänner 2013 ein Volumen von

Neue Plattform für die FanReporter mit HTC One-Geräten.

über 40 Mrd. App-Downloads vermeldete. Das sind durchaus stolze Zahlen, mit einem kleinen Wermutstropfen: Ein vergleichsweise geringer Anteil der aus den Stores geladenen Apps ist kostenpflichtig (siehe Infografik). Derzeit machen kostenlose Apps etwa 90% des Angebots in den Stores aus – eine Zahl, die laut dem Analysten Gartner bis zum Jahr 2014 auf 94,5% steigen soll. Heuer werden 102,1 Mrd. mobiler Apps auf Smartphones und Tablets geladen werden – um gute 60% mehr als im Vorjahr. Laut Gartner soll sich außerdem der Umsatz mit Apps heuer von 18 auf 26 Mrd. USD steigern (ca. 19,2 Mrd. €). Und die Downloadzahlen sollen bis 2017 auf 269 Mrd. steigen.

Wenig Werbegeschäft

© Google

Wien. Zum Start der Gruppenphase der UEFA Champions League und UEFA Europa League hat HTC den Start mehrerer MediaPartnerschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkündet; in Österreich steht der Privatfernsehsender Puls 4 fest. Im Rahmen der UEFA Champions League startete HTC in Kooperation mit dem Sky Media Network die Kampagne „Change the View“: Mit dem HTC One halten die Fan-Reporter Momente des Spiels fest und nach Abpfiff werden diese zu einem 30-sekündigen Beitrag zusammengeschnitten und im Werbeblock von Sky Deutschland ausgestrahlt.  www.HTChange.de

gesteckt werden. Neben Adaptern, die per Ethernet-Kabel mit dem Endgerät gekoppelt werden, hat Devolo auch ein Set von WLANAdaptern im Sortiment. „Dadurch kann das Netzwerk über das Stromkabel beispielsweise bis auf die Terrasse geführt und dann als WLAN weitergeführt werden“, sagt Dubsky. Die durch Wände zwangsläufig bewirkte Signaldämpfung entfällt dadurch, und auch die Verteilung des Netzes über mehrere Stockwerke hinweg vereinfacht sich. Schnellstes Modell im DevoloSortiment ist derzeit der „PLC 650+” (129,90 €), der eine Geschwindigkeit von bis zu 600 MBit/s bietet. Möglich wird das durch einen neuen Chipsatz (Qualcom 7450) und die zusätzliche Nutzung des Masseleiters. Das Ergebnis der Nutzung aller drei physikalischen Leitungen eines Stromkreises ist eine höhere Datenübertragungs-Leistung bei maximierter Reichweite (die „alte“ Powerline-Generation bringt es auf bis zu 500 MBit/s). Das Verfahren wird von Devolo „range+“-Technologie genannt.

© Devolo/Zwazl

Chris Haderer

App-Shopping bei „Google Play“: 90% der Apps sind kostenlose Angebote.

Laut einer Schätzung des Statis-tik-Diensts Statista könnten im deutschen Sprachraum heuer etwa 2,4 Mrd. € mit und durch Apps umgesetzt werden. Davon sollen 1,6 Mrd. € auf E-Commerce via Apps und 0,7 Mrd. € auf den Kauf von Apps oder In-App-Käufe entfallen.

Wenig lukrativ ist laut Statista derzeit das Geschäft mit Werbung in Apps; 2013 sollen sich die Umsätze hier auf bescheidene 30 Mio. € belaufen.

Großer Abstand Neue Apps haben es am Markt aufgrund des hohen Softwarebestands außerdem recht schwer.

Welche Rolle in diesem Zusammenhang der Windows Phone App-Store spielen wird, ist vorerst noch unbekannt. Laut verschiedenen Analysten soll das Microsoft-Betriebssystem in den nächsten Jahren zwar an Marktanteilen zulegen, der Abstand zu den dominierenden Betriebssystemen Android und iOS ist allerdings enorm groß.  www.statista.de


I d e e & strat e gi e

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet technology – 49

TU Wien Ein Forscherteam hat ein System entwickelt, mit dem sich Gehbewegungen im Cyberspace mit geringem Aufwand natürlich simulieren lassen

Virtual Reality fürs Wohnzimmer Chris haderer

Wien. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigen sich Wissenschaftler, Autoren und auch Künstler mit virtuellen Welten – „Virtual Reality“-Systemen, um genau zu sein. Sie sollen einen Probanden in eine künstliche Wirklichkeit versetzen, durch die er sich bewusst bewegen kann – und die möglichst echt ist. Richtig durchgestartet ist die Virtual Reality-Technologie allerdings bis heute nicht – obwohl es eine Reihe von interessanten Anwendungen vom Gaming-Bereich bis in die Architektur hinein gibt. Zwar sind 3D-Brillen, die je nach Blickrichtung das passende Bild anzeigen und so ein realistisches Raumempfinden in einer Compu-

Tuncay Cakmak hatte die Idee zum VR-Simulator „Virtualizer.“

terwelt ermöglichen, bereits im Handel erhältlich – allerdings fehlt das physische Empfinden. Denn: Wie man sich zu Fuß durch diese virtuellen Welten hindurchbewegen kann, ohne irgendwann an die sehr realen Wände des eigenen Wohnzimmers zu stoßen, war bisher ein ungelöstes Problem. Einem Forschungsteam der TU Wien gelang es nun, einen „Virtualizer“ zu bauen, der ein beinahe natürliches Gehen durch computergenerierte Welten ermöglicht. Fixiert in einem Gurt, lässt man die Füße über eine reibungsarme Oberfläche gleiten. Sensoren registrieren die Bewegung und geben die Daten an den Computer weiter. Das Gerät soll bereits im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

© TU Wien (2)

Ein marktreifes Gerät für Consumer ist bereits in Planung und soll im kommenden Jahr vorgestellt werden.

Virtuelles Gleiten

Virtuell und schnell: das Virtualizer-Team von der Technischen Universität Wien mit dem ersten „Virtualizer“-Prototyp.

Bisher gab es unterschiedliche Ansätze, um die Bewegungen eines Menschen für den Computer aufzuzeichnen und um daraus einen Gang durch virtuelle Welten zu simulieren. Motion Capture für Trickfilme funktioniert beispielsweise mit am Körper angebrachten Markern, was teures Equipment erfordert. Auch Prototypen, bei denen man sich auf Rollen oder auf Fließbändern bewegt, lieferten keine wirklich zufriedenstellenden Ergebnisse. Glücklicherweise hatte Tuncay Cakmak, ein Student an der TU Wien, eine viel bessere Idee:

„Wenn man die Füße bei jedem Schritt über eine glatte, reibungsarme Oberfläche gleiten lässt, sind sehr natürliche Gehbewegungen möglich, ohne sich jemals vom Platz zu bewegen.“ Folgerichtig entwickelte Cakmak gemeinsam mit einigen weiteren Studierenden und dem Virtual-Reality-Experten Hannes Kaufmann (Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme, TU Wien) den sogenannten Virtualizer. Im Metallgestell des Virtualizers wird man mit einem Gurt festgehalten. Über diesen Gurt werden

beliebige Körperdrehungen registriert. Im glatten Boden sind Sensoren integriert, die jeden Schritt elektronisch aufzeichnen. „Ein bisschen Übung ist notwendig, bis man sich auf die geringe Reibung am Boden eingestellt hat“, sagt Cakmak, „doch bald schafft man es, auf sehr natürliche Weise am Stand über die glatte Sensoroberfläche zu laufen.“ Am Kopf trägt man dabei eine handelsübliche 3D-Brille, von der die Blickrichtung des Kopfes jederzeit registriert wird. Ein paar kleine Verbesserungen seien am mehr oder weniger aus-

gereiften TU-Prototypen noch geplant: „Einige große Firmen haben bereits Interesse angemeldet – uns ist allerdings wichtig, dass die technologische Entwicklung noch in unserer Hand bleibt“, sagt Tuncay Cakmak. Wie teuer das Gerät bei seiner geplanten Markteinführung im kommenden Jahr sein wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Preiswert soll es sein: „Unser Produkt soll Virtual Reality endlich raus aus den Versuchslabors und rein in die Wohnzimmer der Gamer bringen.“  ims.tuwien.ac.at

Austrian Innovation Forum Auf der Agenda: Innovative Geschäftsmodelle fürs digitale Zeitalter, flexible Prozesse und teamorientiertes Handeln

Zero Distance: Neue Nähe zum Kunden

Wien. Wer gestern noch zu den Start-ups zählte, ist heute schon Herausforderer der ganz Großen. Junge Unternehmen treten mit neuen Geschäftsmodellen erfolgreich gegen jahrzehntelange Marktführer an. Ihr Vorteil: Sie sind schnell, einfach, transparent und direkt. Und zwar in der Art, wie sie Kundennähe suchen, Mitarbeiter verbinden und Informationen aus Daten extrahieren.

PROMOTION

„Den Kunden verstehen“ Die Kunden-, aber auch die viel beschworene Mitarbeiternähe gelten heute als wesentliche Wettbewerbsfaktoren. Entscheidend dabei ist der richtige Einsatz von IT. „Durch die zunehmende Digitalisierung – etwa durch Internet of Things oder Social Media – entstehen neue Chancen, Kunden besser zu verstehen“, sagt Thomas Spreitzer, CMO bei T-Systems International.

Durch Analyse ihrer Daten – genauer gesagt ihrer digitalen Footprints – könne schneller auf deren individuelle Bedürfnisse eingegangen werden. Erfolgreiche Unternehmen würden diese Möglichkeiten erkennen und daraus neue Geschäftsfelder entwickeln. „T-Systems als IKTDienstleister schafft diese ‚Zero Distance‘ – die neue Nähe zum Kunden – und versteht sich als Enabler, um Unternehmen ins ‚Zeitalter des Kunden‘ zu begleiten“, so der Spezialist.

Die Bereiche Leben und Arbeiten wachsen zunehmend zusammen Über eine Milliarde Menschen arbeiten hauptsächlich von zu Hause oder von unterwegs aus. Vor diesem Hintergrund gewinnt IKT in der Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Dies betrifft nicht nur das berufliche Umfeld, sondern alle Lebensbereiche – etwa Gesundheit,

© T-Systems International

BUSINESS DESIGN THINKING lautet das diesjährige Motto des Austrian Innovation Forum: 2013 geht es um die Frage, wie mit einer neuen, vernetzten und teamorientierten Vorgangsweise Geschäftsmodellinnovationen umgesetzt werden können. Als Keynote-Sprecher mit dabei ist Thomas Spreitzer, CMO von T-Systems International – er diskutiert mit namhaften Experten im Tech Gate Vienna und nimmt Stellung zum Thema „Neue Geschäftsmodelle für alle Branchen?“.

Am 17. Oktober am Podium beim Austrian Innovation Forum 2013: Thomas Spreitzer, CMO T-Systems International.

Energie, Bildung, Verkehr o.Ä. Der Wandel wirkt sich auch auf die IT-Abteilungen von Unternehmen aus.

Mitarbeiterwünsche erfüllen Denn immer mehr erwarten die Mitarbeiter einzelner Fachbereiche, dass die IT nicht nur kundengetriebene Anforderungen erfüllt, sondern auch ihren Wünschen nach BYOD, Mobility und

Video-Conferencing flexibel gerecht wird; schließlich ist man dies aus dem privaten Umfeld ja längst gewöhnt. Dieses herausfordernde Zukunftsthema diskutieren beim diesjährigen Austrian Innovation Forum neben Thomas Spreitzer auch Martin Eder (VP Innovation bei Kapsch TrafficCom AG) und Christian Leeb (Portfolio Entrepreneur). ZiB2-Moderator Armin Wolf führt durch die Veranstaltung.

TERMIN/INFO AUSTRIAN INNOVATION FORUM 17. Oktober 2013, von 9:00 bis 18:00 Uhr Ort: AIT Austrian Institute of Technology, The Stage – Tech Gate Vienna http://austrian-innovation-forum.at/ programmheft.php


Fa c t s & f i g u r e s

50 – medianet technology

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Veränderungen im Oki Europe-Management

Freitag, 11. Oktober 2013

Orange Business Services Auszeichnung von Forrester Research für M2M-Lösungen im Healthcare-Segment

M2M-Kommunikation steht vor Durchbruch am Markt

© Oki/www.foto-hoeller.de

Im Schulterschluss mit Ericsson sollen vertikale Branchen wie die Automobilindustrie erschlossen werden. christoph fellmer

Samsung unter den besten Arbeitgebern Wien. Die Corporate Research Foundation hat Samsung Österreich mit dem „Top Employer“-Status ausgezeichnet. Insgesamt schaffen es in diesem Jahr gleich zehn europäische Samsung-Niederlassungen in die Liste der „Top Employer 2013“. Neben Samsung Österreich wurde auch Samsung Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Niederlande/Belgien, Schweden, Portugal und Polen dieser Status verliehen. Wegen des Gesamtergebnisses wurde auch Samsung Electronics Europe mit der Auszeichnung „Top ­Employer Europe“ gewürdigt.  www.samsung.com

© FWI

FWI besetzt den Platz an der Unternehmensspitze

Olaf Dierig wird neuer Geschäfts­ führer der FWI-Gruppe.

Wien. Die in Österreich und Deutschland tätige FWI Gruppe bekommt mit Olaf Dierig ab 1. November einen neuen CEO, der die Unternehmen in der Gruppe steuert. „Vorausschauendes Denken, gepaart mit neuen Ansätzen für IT-Herausforderungen, ist die Antwort auf die Vielzahl von geschäftskritischen Fragen unserer Kunden”, sagt Dierig in seiner neuen Rolle als Geschäftsführer. „Das ist für mich sowohl in meiner Position als CEO als auch als Privatperson wichtig.“  www.fwi.at

Spezialisierte Anwendung Was M2M im Gesundheitswesen angeht, hat Orange Healthcare den „Frost & Sullivan Customer Value Leadership Award für M2M 2013“ erhalten. Orange Healthcare ist der Geschäftsbereich für medizintechnische M2M-Lösungen von Orange Business Services. Der Award zeichnet Orange außerdem für die „exzellente Implementierung von Strategien aktiver Wertschöpfung“ aus, „die den Return on Investment steigern, den die Nutzer der Orange Services und Produkte erzielen können“. Speziell gewürdigt wurde die ganzheitliche Integration von Machine-to-Machine-Lösungen in wertschöpfende Branchenlösungen sowie die sichere M2M-Plattform im Healthcare-Bereich. „Die hochspezialisierte Natur von M2M-Anwendungen macht es für Anbieter unerlässlich, über Expertenwissen in speziellen vertikalen Märkten zu verfügen“, heißt es in der Begründung von Frost & Sullivan. „Orange hat in den letzten 15 Jahren sehr eng mit verschiedenen Healthcare-Providern zusammengearbeitet und verfügt daher über weitreichende Erfahrungen bei der

© François Maréchal/Orange

Wien. Oki Europe Ltd hat Terry Kawashima zum Managing Director für die EMEA Region ernannt. Kawashima, der seit über 20 Jahren verschiedene Management Positionen bei Oki bekleidet, war zuletzt als ­Regional Vice President der Central Region und als Geschäftsführer von Oki Systems Deutschland eingesetzt – eine Funktion, die er beibehält. Die im Jahr 2000 gegründete österreichische Niederlassung wandert in die neu gegründete B-A-CH-Region, die neben Belgien, Österreich und der Schweiz auch die Niederlande umfasst.  www.oki.at

Thierry Bonhomme, CEO bei Orange Business Services: „Wir haben jahrelang investiert, um globaler Marktführer zu werden.“

Bereitstellung integrierter Technologien sowohl für Anbieter als auch Patienten.“

Vertikale Branchen Im Schulterschluss mit Ericsson will Orange Business Services spezialisierte M2M-Märkte in Zukunft besser bedienen können, eine diesbezügliche strategische Partnerschaft haben die beiden Unternehmen vor Kurzem geschlossen. Dies gilt vor allem in vertikalen Branchen wie beispielsweise in der Automobilindustrie oder Unterhaltungselektronik. Orange hat sich für die Ericsson Device Connection-Plattform im

„as-a-Service“-Modell entschieden, um die Angebotspalette seiner bisherigen M2M-Produkte und -Lösungen insbesondere im Hinblick auf internationale Kunden zu erweitern. Ein jederzeit und überall verfügbares Serviceportal ermöglicht den Zugriff auf Self-ServiceAnwendungen zur Verwaltung und Kontrolle der installierten SIM-Stationen. Dazu gehören beispielsweise der Echtzeitzugang für die Überwachung auf operativer Ebene, das Support Management sowie Zugriffsstatistiken. Orange Business Services bietet eine volle Bandbreite von M2MLösungen, die flexibel miteinander kombinierbar sind. Mit mehr als

250 Beschäftigten im M2M-Bereich verfügt Orange Business Services über eine breite Erfahrung bei der Entwicklung und Integration von M2M-Lösungen. Dazu gehören vertikale Lösungen wie etwa die Fernüberwachung von vernetzten medizinischen Geräten mit Fehlerdiagnose und -behebung, intelligente Strom- und Wasserzähler, Flottenmanagement oder „Track and Trace“-Lösungen. „Orange Business Services hat jahrelang in das Internet der Dinge investiert, um zu einem Hauptakteur auf dem globalen M2M-Markt zu werden“, resümiert Thierry Bonhomme, CEO bei Orange Business Services.  www.orange-business.com

ITdesign Der IT-Dienstleister punktet mit einem speziell auf Vertriebsmitarbeiter zugeschnittenen SugarCRM Add-on

CRM für glückliche Kunden & Unternehmen Wien. In CRM-Kreisen ist der Name „SugarCRM“ nicht unbekannt. Die Open Source-Software für Customer Relationship Management erfreut sich zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt wegen ihrer aus der Praxis stammenden Flexibilität. Letztere ist einer der Gründe dafür, weshalb ITdesign SugarCRM nebst dem auf Vertriebsmitarbeiter zugeschnittenen SugarCRM AddOn „ITdesign Option Pack“ anbietet.

vorbei. Um im Markt bestehen zu können, müssen wichtige Kundeninformationen immer und überall verfügbar sein.

Speziell für den Vertrieb „Wir sind bei der Auswahl der Produkte, die wir in unser Portfolio aufnehmen, nicht nur darauf bedacht, was das Produkt kann, sondern auch wie die Integration mit anderen Systemen klappt“, sagt ITdesign Geschäftsführer Michael Botek. „Da CRM-Systeme keine Stand-alone-Lösungen sind, sondern mit anderen zusammenarbeiten müssen, war die Flexibilität von SugarCRM für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium.“ Die Zeiten von Adressdatenbanken oder Excellisten zur Kunden- und Kampagnenverwaltung sind längst

„Mit dem SugarCRM AddOn ‚ITdesign Option Pack‘ erhalten Vertriebsmitarbeiter genau die Informationen, die sie in die Lage versetzen, Geschäfte schneller, öfter und/oder nachhaltiger abzuschließen“, erklärt Botek. Auch Produkte und Dienstleistungen sind mit solchen Systemen einfacher zu vergleichen denn je.

Reibungslose Integration

© IT Design

Terry Kawashima, Oki EMEA.

Wien. M2M-Kommunikation, quasi der automatisierte Datenverkehr zwischen Maschinen (wie etwa Smart Meters), ist ein Wachstumssegment, das in den letzten zwölf Monaten stark an Bedeutung gewonnen hat – nicht zuletzt durch die Bemühungen der EU, Haushalte mit digitalen Energie-Messgeräten auszustatten. Betroffen sind damit gleich mehrere Branchen, bis hin zu Mobilfunkherstellern und -anbietern, die für die Datenkommunikation sorgen.

Michael Botek, CEO von ITdesign.

„Gerade für Klein- und Mittelbetriebe ist das Finden und Implementieren einer professionellen CRM-Lösung eine Herausforderung“, sagt Michael Botek. „Als SugarCRM Silver Partner und erfahrener Dienstleister bei der Implementierung von SugarCRM bietet ITdesign einen reibungslosen Ablauf und eine schnelle Integration in vorhandene IT-Landschaften.“ Denn letztlich gelte es, den „Kunden zu verblüffen und seine Wünsche zu erfüllen, am besten noch bevor er sie artikuliert“, fasst Botek seine Erfahrungen zusammen. „Das gelingt nur, wenn der Vertriebsmitarbeiter das nötige Wis-

sen in der Hinterhand hat. Wenn er über mögliche aktuelle Probleme des Kunden vorab informiert ist und die Historie des Bestandskunden bis ins Detail kennt, hat er die Möglichkeit, einen positiven und bleibenden Eindruck zu hinterlassen.“ SugarCRM und ITdesign helfen dabei. www.it-design.at

Fakten Die wichtigsten Features des SugarCRM AddOn ITdesign Option Pack im Überblick: Übersichtliche Kontrolle über die Stati im Verkaufsprozess sowohl für den Verkäufer, den Verkaufsleiter und das Management Laufender Überblick über definierte Salesbzw. Marketing-Schwerpunkte Veranstaltungskontrolle Welcher Kunde hat bei welcher Veranstaltung teilgenommen Automatisierte Anlage von Projekt-/Fileshares Fertige Vertriebsprozesse Es sind nur geringe Anpassungen an Ihre Prozesse nötig Automatische Erinnerung an Kunden­ events (z.B. Geburtstage, Events) Unterstützung bei der Kundenanlage Reporting Out of the box  www.itdesign.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet technology – 51

Nfon AG Der Cloud-Telefonie-Anbieter sieht die Zeit der klassischen TK-Anlagen in Unternehmen zu Ende gehen

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Cloud-Telefonanlagen als kostengünstige Alternative

Kärnten-Clound ist in Villach beheimatet

Rainer Koppitz, Vorstandsvorsitzender der Nfon AG, prognostiziert ein enormes Marktwachstum für Cloud-Telefonie-Anlagen.

Alfred Unegg

V.li.n.re.: Kurt Göschler (IBM), ­Siegfried Arztmann (asut), Martin Zandonella (Net4You), Susanne Schubarsky (Net4You), Michael Szirch (asut) und Franz Dornig (IBM).

IT-Anwendungen, sondern auch für Kommunikationsanwendungen zu einer wichtigen Alternative gegenüber herkömmlichen Systemen – dafür spricht auch, dass eine cloudbasierte Telefonielösung bereits für 30% der Unternehmen infrage kommt. Als die relevanten bzw. entscheidenden Argumente für den Einsatz von TK-Anlagen aus der Cloud benennen die IT-Entscheider die technologische Aktualität ohne Zusatzkosten (82%), die bessere Einbindung von mobilen Endgeräten (78%) und die geringeren Gesamtkosten inklusive Wartung (77%) – alles Punkte, die aufgrund der Feststellungen der ersten Teilstudie besonders schwer wiegen. Darin wurde deutlich, dass die klassischen Bestandslösungen den aktuellen Geschäftsanforderungen und dem technischen Fortschritt nicht genügen, gerade was deren Fähigkeit angeht, mit technischen Neuerungen mitzuhalten.

Wien. Mit der AustroCloud stellen die Kärntner IT-Unternehmen Net4You und asut computer südösterreichischen Kunden Cloud-Dienste aus einem Rechenzentrum in Villach zur Verfügung und bieten so die Möglichkeit, Rechenleistung sicher und regional auszulagern. „In unserem modernen Rechenzentrum in Villach stellen wir die unterschiedlichsten Cloud Services zur Verfügung“, sagen die AustroCloud-Gründer Siegfried Arztmann, Michael Szirch, Martin Zandonella und Susanne Schubarsky im Chor. Die Palette reicht vom E-Mail-Service über umfassende ExchangeFunktionalitäten sowie Backup- und Archivierungslösungen bis hin zum virtuellen Server und zu Zeiterfassungslösungen aus der Cloud. Mittlerweile bieten österreichweit bereits 13 IBM-Partner regionale CloudLösungen auf Basis von IBM Technologie an  www.austrocloud.net

Ausfallsichere Anlage © Nfon

Wien. Laut einer Kurzanalyse des Analyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) ist die Nfon AG der einzige Anbieter im deutschen Markt für Cloud-Telefonanlagen, der mit seinem Public-Cloud-Angebot explizit auch große Unternehmen adressiert. Das Unternehmen prognostiziert zudem als einziger Anbieter ein deutliches Wachstum für dieses Kundensegment. Alle weiteren Mitbewerber sprechen laut PAC mit ihren Pulic-Cloud-Angeboten fast ausschließlich Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeiten an – bei der Mehrzahl liegt die Kundengröße allerdings durchschnittlich bei 1525 Mitarbeitern. „Obwohl in Deutschland nach wie vor eine allgemeine Skepsis gegenüber Cloud Computing spürbar ist, erwarten viele IT-Verantwortliche, dass sich das CloudModell für Telefonie langfristig am Markt durchsetzen wird“, stellt Nicole Dufft, Senior Vice President bei PAC, fest. „Ein Drittel der befragten Unternehmen ist heute schon bereit, auf eine Telefonielösung aus der Cloud umzusteigen. Angesichts der Tatsache, dass heute nur ein Prozent aller Unternehmen Cloud-Lösungen nutzen, ist daher mittelfristig mit einem starken Wachstum in diesem Bereich zu rechnen.“

© IBM

Anbieter rechnen mit einem Umsatzwachstum im Cloud-Telefonie-Segment von 50 bis 100 Prozent.

„Wir spüren eindeutig ein Umdenken im Markt“, sagt Rainer Koppitz, Vorstandsvorsitzender der Nfon AG. „Bereits seit Jahren verzeichnen wir ein deutliches Umsatzwachstum, während die Zahlen der Anbieter klassischer Telefonanlagen immer schlechter werden. Die vorliegende PAC-Analyse deckt unsere Einschätzung einer jährlichen Verdoppelung des Marktvolumens. Der Markt für Cloud-

Rasante Marktentwicklung Die PAC-Analyse lässt auf eine mittel- bis langfristige Ablösung klassischer TK-Anlagen schließen: Während deren Markt weitgehend stagniert, rechnen die Anbieter von cloudbasierten Telefonielösungen mit einem Umsatzwachstum von 50 bis 100%.

Telefonanlagen wächst und wir sind stolz, dass diese Entwicklung von uns geprägt wird.“

Geringere Gesamtkosten Auch wenn sich viele Unternehmen beim Thema Cloud noch sehr verhalten zeigen, glaubt lediglich eine Minderheit (17%) nicht an die Zukunft der Cloud-Telefonie. Cloud entwickelt sich also nicht nur für

Die Nfon AG kann auf zahlreiche Referenzen in allen Kundensegmenten verweisen und verfügt über Niederlassungen in neun europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Großbritannien, Niederlande, Kroatien, Rumänien, Tschechien, Slowenien und Ungarn). Zu den über 5.000 Kunden gehören Unternehmen mit ein bis 100.000 Mitarbeitern. Die Telefonanlage wird in einem vollredundanten Hochleistungsrechenzentrum betrieben und ist ausfallsicher.  www.nfon.com

Eine Milliarde Dollar in nur zwölf Monaten Wien. SAP Ventures, eine unabhängige, an die SAP AG angeschlossene Risikokapitalgesellschaft, hat über 650 Mio. USD (ca. 479 Mio. €) für den neuen Fond SAP Ventures Fund II beschafft. Zusammen mit dem SAP HANA Real Time Fund, einem Dachfonds mit einem Volumen von 405 Mio. USD (299 Mio. €), der in Risikokapitalfonds für die Frühphasenfinanzierung von Start-up-Unternehmen investiert, hat SAP Ventures Mittel von über eine Mrd. USD (740 Mio. €) eingeworben.  www.sapventures.com

Ericsson Das „Radio Dot-System“ soll die Mobilfunkversorgung in Gebäuden vereinfachen und schneller machen

Mini-Funksystem für flächendeckendes Netz unterschiedliche Nutzungsszenarien in mittelgroßen und großen Gebäudekomplexen.

Stabile Breitbandleistung Die Dots werden über StandardLAN-Kabel mit Strom versorgt und mit einer Indoor-Funkzelle verbun-

den, die ihrerseits an eine Basisstation angebunden ist. Das Radio Dot-System nutzt die Funktionalitäten, die auch die Makro-Basisstationen von Ericsson bereitstellen. Mit dieser Lösung erhalten die Anwender überall die gleichen Breitbandleistungen. Die Versorgung innerhalb und außerhalb

Das kompakte „Ericsson Radio Dot-System“, eine handtellergroße Kleinzellenlösung, will diese Problematik entschärfen. Das in den letzen Jahren entwickelte Produkt wiegt 300 g und basiert auf 14 Patenten. Das Antennensystem mit der Bezeichnung „Dot“ ist eine revolutionäre Neuheit, die für den mobilen Breitbandzugang der Anwender sorgt. Es eignet sich für

© Ericsson (2)

Für Gebäudekomplexe

Johann Wildbergh, Leiter des Geschäftsbereichs Networks bei Ericsson.

von Gebäuden entwickelt sich im Gleichschritt. Das Ericsson Radio Dot-System kann in das EricssonWiFi-Portfolio für Netzbetreiber integriert werden, sodass sich zum Beispiel eine Echtzeit-Verkehrssteuerung realisieren lässt, die die optimale Nutzung innerhalb von kombinierten WiFi- und 3GPPMobilfunknetzen erlaubt. „Mit dem Radio Dot-System wird es für unsere Kunden einfacher, eine flächendeckende Netzversorgung innerhalb von Gebäuden aufzubauen“, sagt Johan Wildbergh, Leiter des Geschäftsbereichs Networks bei Ericsson. „Die Lösung erfordert keine technische Kompromisse und ist doch sehr kostengünstig. Das System ist nicht nur besonders kompakt, leicht zu installieren und komplett in vorhandene mobile Netze zu integrieren. Es sorgt zudem für eine fast unbegrenzte Kapazität. Damit stellt es eine zukunftssichere Lösung dar.” Das Produkt hat bereits das Interesse von Netzbetreibern in den USA geweckt und soll kommendes Jahr auf den Markt kommen.  www.ericsson.com

Ametsreiter im „Power 100“-Ranking gelistet © A1 Telekom Austria/Peter Rigaud

Wien. Während die Mobilfunkversorgung auf weiter Flur kaum Wünsche offen lässt, stellt sie in Gebäuden nach wie vor ein kleines Problem dar, nicht zuletzt durch die verstärkte Nutzung von Datenverbindungen. Netzbetreiber müssen sich dabei mit einer Reihe von Problematiken hinsichtlich der Komplexität und Skalierbarkeit ihrer Netze als auch der durchgehenden Qualität der angebotenen Dienste auseinandersetzen. Bisher ist die Mobilfunkversorgung in Gebäuden primär auf das Telefonieren ausgelegt – und nicht auf die wachsende App-Nutzung.

Hannes Ametsreiter, Telekom Austria.

Wien. Hannes Ametsreiter, CEO der Telekom Austria Group, wurde vom Fachmagazin Global Telecoms Business im jährlichen Ranking „Power 100“ ausgezeichnet. Damit zählt er als einziger Österreicher zu den weltweit einflussreichsten Managern der Telekommunikationsbranche. Für Ametsreiter ein Zeichen „dass die konsequente Verfolgung unserer Konvergenzstrategie internationale Anerkennung findet“.  www.telekomaustria.at


T o o ls & se r v ic e s

52 – medianet technology

Freitag, 11. Oktober 2013

Test „Camtasia Studio 8.1“ von Techsmith ist ein umfassendes Utility für Videoaufnahmen von Bildschirminhalten

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Wenn der Bildschirm zum kleinen Spielberg wird

© BKS

Multimedia-Connector mit sechs Aderpaaren

Einsatzmöglichkeiten reichen von interaktiven Schulungsmaterialien bis hin zu Web-Präsentationen. Wien. Wenn schon ein Bild mehr als tausend Worte sagt – dann muss ein Videoclip ganze Bände sprechen. Tatsächlich lassen sich beispielsweise neue Funktionen einer Softwareanwendung mit einem Video leichter erklären als durch trockene Beschreibungen im Handbuch. Letztere erleben dieser Tage glücklicherweise eine Evolution vom schlecht übersetzten Prosatext zum multimedialen Manual. Moderne Schulungsunterlagen beschränken sich nicht auf Beschreibungen und einfache Abbildungen, sondern nutzen moderne Darstellungsweisen aus. Mit „Camtasia Studio 8.1“ (282 €) von TechSmith steht ein Utility zur Verfügung, mit dem Bildschirminhalte als Videoclips aufgezeichnet werden können, wobei die aktuelle Auflösung des Bildschirms zur Anwendung kommt. In einem Editor-Modul können die aufgenommenen Sequenzen mit anderen Clips gemischt und mit Zusatzinformationen versehen werden. Sequenzen können auch mit anderen Editoren weiterverarbeitet werden, was eine breite Anwendungspalette ergibt – vom Schulungsmaterial über Bedienungsanleitungen bis einfachen Promotion-Videos für den Webeinsatz.

Wien. Das Schweizer Unternehmen BKS Kabel-Service AG hat den Multimediaconnector „MMCpro 6P“ Klasse G/Kategorie 8 vorgestellt. Mit der Forderung nach ständig höheren Bandbreiten im Bereich Gbit/s-Ethernet (GbE) oder höher werden vier Aderpaare konventioneller Verkabelung benötigt. Gekoppelt mit dem Datenkabel „NewLine Multimedia 6P“, bietet das System bei verlangten GbE-Netzwerkanbindungen zwei Aderpaare Reserve. Diese können für weitere Multimedia-Anwendungen oder gewöhnliche Dienste, wie z.B. TV oder Telefonie, genutzt werden. Somit stehen der Übertragungsrate in der Größe von 40 GbE auf Kupferbasis nichts im Wege.  www.bks.ch/eu

Hardware-Update für die iMac-Produktlinie Wien. Apple hat seine iMac-Linie aktualisiert. Das 21,5-Zoll Einstiegsmodell des iMac verfügt jetzt über einen 2,7 GHz Quad-Core Intel Core i5 Prozessor und die neue Iris Pro Grafik. Das 21,5-Zoll High-EndModell sowie beide 27-Zoll-Modelle verfügen über Quad-Core Intel Core i5-Prozessoren mit bis zu 3,4 GHz und Grafik der Nvidia GeForce 700-Serie mit doppeltem Video-Speicher und einer bis zu 40% besseren Performance. Wahlweise sind auch Quad-Core Intel Core i7 Prozessoren mit bis zu 3,5 GHz und Nvidia GeForce GTX 780M-Grafik verfügbar.  www.apple.com/at

Funktionsvielfalt Vereinfacht ausgedrückt können mit Camtasia Studio beliebige Bildschirminhalte als Videodateien aufgezeichnet werden. Für die spätere Endbearbeitung können auch die Bilder von Webcams als Quelle dienen sowie importierte Video-, Bild- und Audiodateien. Eine Library bietet eine größere Auswahl an Musikclips, Callouts, Schalt-

© Chris Haderer (2)

Chris haderer

Sieht aus wie ein Stecker, bietet aber hohe Übertragungsgeschwindigkeit.

Mit der Screen-Recording-Funktion können beliebige Bildschirminhalte ausgewählt und alle Veränderungen als Videoclip ­aufgezeichnet werden. Im Beispiel oben werden verschiedene Arbeitsschritte aus „Premiere“ von Adobe aufgezeichnet.

flächen und Bändern sowie animierten Hintergrundbildern. An jeder beliebigen Stelle können Quizfragen eingefügt werden, um etwa den Lernerfolg zu kontrollieren. Multiple-Choice-Fragen, Lückentext, kurze Antworten und Richtig/ Falsch-Fragen stehen zur Wahl. Wenn sich ein Quiz in einem Video befindet, kann der Autor gezielt Daten darüber sammeln, wie die Zuschauer sich verhalten haben. Außerdem können Hyperlinks in die Präsentation eingefügt werden. Greenscreen-Effekte sind ebenfalls möglich. All das macht Camtasia Studio zwar zu keinem professionellen Videobearbeitungsprogramm – dafür aber zu einer sehr gelungenen Lösung für interaktive Präsentationen und Schulungen. Tipp!  www.techsmith.de

Test „AVG Internet Security 2014“ versteht sich nicht nur als Sicherheitslösung, sondern will den Rechner auch tunen

Adobe kündigt erste Hardware-Tools an

Komplettpaket, das den PC schützt und heilt

© Adobe

Wien. Virenschutz- und InternetSicherheitsprogramme gehören zu einer Softwaregattung, die sich jährlich zwar nicht neu erfindet – aber zumindest ein etwas neues Outfit verpasst. So geschehen mit AVG Internet Security 2014 (39,95 €), das sich im Look von Windows 8 präsentiert. Wie auch schon in den Vorversionen handelt es sich um ein Komplettpaket, das alle Sicherheitsaspekte abdecken will, vom „simplen“ Virenschutz bis zur Verhinderung von Identitätsdiebstahl. In der 2014er-Ausgabe der Software ist deshalb eine Reihe von Einzelmodulen enthalten, die insgesamt eine doch praktikable und angenehm zu administrierende Lösung ergeben. Kleines Manko: Auf älteren Systemen macht sich AVG als kleine Performance-Spaßbremse bemerkbar, auf modernen Systemen sind kaum Verzögerungen bemerkbar. © Chris Haderer (2)

Projekt Mighty und Napoleon: neue Hardware für Kreative auf Reisen.

Wien. Adobe goes Hardware: Im Rahmen seiner Adobe Max-Conference hat der Softwarehersteller seine ersten Hardware-Tools für Kreative – Project Mighty und Napoleon – angekündigt. Dabei handelt es sich um eine Tablet/StiftKombination, die die Möglichkeiten der Creative Cloud von Adobe nützen soll. Adobe geht es mit den Produkten darum, eine neue Art von „mobilen Kreativen“ zu etablieren – eine entsprechende Kampagne soll mit der Verfügbarkeit der Geräte im kommenden Jahr einhergehen. Motto: „I am the new creative.“  www.adobe.at

Die Montage der aufgenommenen Sequenzen erfolgt im Camtasia Studio Editor.

Umfassende Funktionalität

AVG Internet Security: sowohl Schutzprogramm (oben) als auch Tuning-Utility (unten).

AVG legt in der neuen 2014erEdition mit dem AVG File Shredder und AVG Data Safe den Fokus

stärker auf Privatsphäre und Datenschutz. Der neue File Shredder löscht vertrauliche Daten dauerhaft und verhindert, dass Dritte sie wiederherstellen und zugänglich machen können. Zusätzlich verschlüsselt und speichert der neue Data Safe wichtige Dokumente, Bilder und Dateien auf passwortgeschützten, virtuellen PC-Festplatten oder -Laufwerken. Von der Funktionalität her bietet AVG Internet Security 2014 alle Features, die man sich von einem zeitgemäßen Paket erwartet – mit einer kleinen Draufgabe. AVG will den PC nicht nur schützen, sondern ihn auch gleich mittels AVG PC Tuneup optimieren. Dabei versucht die Software Fehler in der Registry aufzuspüren sowie Junkdateien und beschädigte Verknüpfungen. Außerdem kann die Festplatte defragmentiert werden. Eine auch vom Preis-/Leistungsverhältnis her interessante Lösung, die nur durch eine gewisse Aufdringlichkeit bei der Installation unangenehm auffällt – da will sie AVG als Startund Suchseite im Broser festlegen.  www.avg.com


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freitag, 11. oktober 2013 – 53

perfekt in form

acib fĂśrdert F&E

EuroMold präsentiert praxisnahe ­Anwendungen des Thermoformings Seite 55

Dank Ăśffentlicher FĂśrderungen kĂśnnen Unternehmen gĂźnstig forschen  Seite 56

Š acib

Š Bauer Thermoforming

industrialtechnology Kelag offensive fßr grßne energie Š Kelag

Entwicklung bleibt ein europäisches Asset

Š Siemens

short

Wien. Siemens Metals Technologies hat von der staatlichen indischen Rashtriya Ispat Nigam Ltd. (RINL) den Auftrag erhalten, den Hochofen Nr. 2 bei der Visakhapatnam Steel Plant grundlegend zu modernisieren. Das Innenvolumen wird dabei von 3.200 auf 3.820 mďż˝ erhĂśht und damit die Produktionskapazität auf 7.150 t pro Tag erhĂśht. An den HochĂśfen Nr. 1 und 2 werden auĂ&#x;erdem insgesamt fĂźnf Winderhitzer auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Der Auftragswert liegt bei rund 50 Mio. â‚Ź.    www.siemens.at

Š medianet

BrĂźssel. Der belgische Chemiekonzern Solvay will mit einem milliardenschweren Zukauf vom Ă–l- und Gas-Boom in den USA profitieren. FĂźr umgerechnet rund eine Mrd. â‚Ź Ăźbernimmt der Konzern daher die amerikanische Firma Chemlogics. Solvay-Chef Jean-Pierre Clamadieu erhofft sich mit Chemlogics einen „signifikanten“ Anteil an dem fast sechs Mrd. â‚Ź schweren USMarkt fĂźr Chemikalien fĂźr den Energiesektor. Die Firma aus dem kalifornischen Paso Robles stellt unter anderem reibungsreduziernde Additive sowie Extraktionstechnologie her, die bei der Ă–lfĂśrderung eingesetzt werden.  www.solvay.com

Š Sandvik Tooling Deutschland

Innovation Die Panasonic-Bereichsmananger Martin Gieler (li.) und Markus ­Hafner erläutern, warum Europa auch trotz der weiteren Globalisierung Zukunft hat und in welchen Bereichen sich speziell fßr Österreich Chancen bieten. Seite 54 TGW Group Erweiterung des Banner-Lagers in Linz

Mehr Power in der Logistik

Wir sparen Ihnen Energie und Geld!

Š Banner

Dßsseldorf. Sandvik Coromant hat sein CoroDrill 870-Sortiment um neue Sorten und Geometrien fßr das Bohren in rostfreiem Stahl erweitert. Mit seinem variablen Durchmesser sowie verschiedener Stufen- und Längenoptionen optimiert CoroDrill 870 unterschiedlichste Anwendungen. Bohrungen kÜnnen somit effizienter und präziser hergestellt werden, nachfolgende Arbeitsgänge werden vereinfacht. Eine sichere Schnittstelle zwischen BohrerkÜrper und Wechselkopf sorgt fßr Zuverlässigkeit und Präzision.  www.sandvik.com

Deutliche Erweiterung: 10.000 neue Palettenstellplätze werden geschaffen.

Wels. Der heimische Batteriehersteller Banner hat sich bei der Erweiterung seines Bestandslagers fßr die neuesten TGW-Technologien entschieden. Die bestehenden Logistikgebäude in Linz werden um einen Neubau erweitert. TGW liefert fßr dieses Projekt das Lagerverwal-

tungssystem TGW Commander, den Materialflussrechner sowie drei Regalbediengeräte und PalettenfÜrdertechnik. Die Regalanlage wird in Silobauweise errichtet, als Brandschutz wird eine Sauerstoffreduktion implementiert. Die Inbetriebnahme ist fßr August 2014 geplant.  www.tgw-group.com

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54 – industrialtechnology

kommentar

Schiefergas ist Segen & Fluch

Freitag, 11. Oktober 2013

Innovation Bei Panasonic Electric Works Austria spürt man bereits den ökonomischen Aufschwung in der Industrie

„Entwicklungen kommen nach wie vor aus Europa“ Vor allem im Bereich Green Energy verfügt Österreich über großes innovatives Potenzial. mathieu völker

FMMI KV-Verhandlung

© Katharina Schiffl

Augenmaß

Christian Knill, Obmann des Fachverb. Maschinen und Metallwaren.

Wien. „Im ersten Halbjahr gingen in unserer Branche um rund 4% weniger Aufträge ein als im gleichen Zeitraum 2012. Das ist vor allem deshalb bedenklich, weil wir uns nach den massiven Einbrüchen 2008/2009 gerade erst wieder halbwegs erholt hatten“, erklärt FMMI-Obmann Christian Knill im Hinblick auf die laufenden KV-Verhandlungen. Auch sei der Handlungsspielraum der Unternehmen durch die überdurchschnittlichen Gehälter und die Tatsache, dass man die Belegschaft auch in schwachen Jahren zu halten versuche, sehr überschaubar.  www.fmmi.at

Geschäftsbereiche Die Geschäftsbereiche von Panasonic Electric Works Austria umfassen Automatisierungstechnik sowie elektronische Komponenten: „Im Bereich Komponenten sehen wir uns unter den ersten drei des Gesamtmarkts in Österreich; wir sind sehr gut unterwegs“, meint Hafner. Der Marktanteil sei hier schwer abschätzbar, doch sei man sicherlich im zweistelligen Bereich. „Dabei hilft uns auch unser Labor in Deutschland, etwa um kundenspezifische Lasten oder andere spezielle Anforderungen zu testen.“ Die elektronischen Komponenten, wie elektromechanische Relais, elektronische Relais sowie Mikroschalter, Connectoren und Built-in Sensoren, werden in so unterschiedlichen Bereichen wie der Mess-, Sicherheits- und Medizintechnik, Gebäudeautomatisierung, der Weißen Ware oder der Green Automation sowie der Automobilindustrie eingesetzt. Den Marktanteil von Panasonic Electric Works in der Automationstechnik schätzt

© medianet

S

chaut man nach ­Amerika, dann ist vom einstigen Glanz des Landes der unbeschränkten Möglichkeiten wenig geblieben, und so mancher wird froh und glücklich sein, dass die Uhren bei uns halt doch ein wenig anders  ticken. Einzig bei den günstigen Strom- und Gaspreisen könnte man neidisch werden. So wundert es nicht, dass auch in Europa immer wieder Begehrlichkeiten hinsichtlich des Abbaus von Schiefergas laut werden. Zuletzt ließ OMVGeneraldirektor Gerhard Roiss der Politik ausrichten, sie würden die wirtschaftliche Dimension dieses Rohstoffs noch nicht ausreichend erkennen und wies darauf hin, dass Schiefergas auch eine interessante Grundlage für die petrochemische Industrie sein könnte. Auch der Chef des Europäischen Chemieindustrie-Verbands Cefic, Kurt Bock, macht sich für Schiefergas stark. Seiner Meinung nach sei das umstrittene Fracking nicht gefährlicher als die konventionelle Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten. Und für EU-Energiekommissar Günther Oettinger könnte Schiefergas ein wichtiger Trumpf im Energiepoker sein, mit dem man Russland-Boss Putin nervös machen könnte. Beim Gedanken an einen nervösen Kreml-Chef erscheinen höhere Energiepreise aber doch eher als kleineres aller denkbaren Übel ...

Biedermannsdorf/Wien. Bei Panasonic Electric Works spürt man bereits den Aufschwung in der Industrie: „Speziell bei Großkunden werden Aufträge nach vorn gezogen; das sind eindeutige Zeichen, dass es bergauf gehen wird“, erläutert Markus Hafner, Manager für den Bereich Komponenten bei Panasonic Electric Works Austria. Er und Martin Gieler, Manager Factory Automation, schildern gegenüber medianet, warum die europäische Industrie nicht am absteigenden Ast ist, und worin die Trends in ihrer Branche liegen.

M. Gieler, Manager Factory Automation, und M. Hafner, Manager Komponenten, bei Panasonic Electric Works Austria.

Gieler auf unter zehn Prozent. Das Portfolio umfasst hier etwa speicherprogrammierbare Steuerungen, Sensoren, Servoantriebe speziell für schnelle Bewegungen oder Energiezähler. Insgesamt sei man gut durch die Krise gekommen, da man sehr breit aufgestellt ist: „Wir sind sowohl im Consumerbereich als auch in der Landwirtschaft oder dem Maschinenbau tätig“, erklärt Gieler. Für 2013 wird am österreichischen Standort ein Gesamtumsatz von rund 8 Mio. € und ein Wachstum von 2 bis 3% prognostiziert.

Development in Europa Nach Einschätzung von Gieler und Hafner befindet sich die europäische Industrie keineswegs

auf einem absteigenden Ast: „Das Wachstum findet in China statt. Japan selbst ist rückläufig, Eu-ropa und Amerika sind komplett stabil. Für die Japaner ist Europa allerdings interessant, weil sich die Europäer stark entwickeln. Bei uns liegt das technische Know-how“, so Gieler. Europa stehe nach wie vor für Qualitätsarbeit und Innovation: „Bei Low Cost-Produkten, bei denen es nur darum geht, billig zu produzieren, geht man nach Osteuropa oder nach China, aber bei neuen Entwicklungen gibt man ungern das Know-how aus der Hand und versucht im Land selbst zu produzieren.“ Ein Trend sei es, für den asiatischen Markt in Asien und für den europäischen in Europa zu produzieren. Die Rückkopplung

zwischen Forschung und Produktion funktioniere dabei reibungslos.

Land der Tüftler In der Entwicklung von innovativen Produkten sei Österreich vorne dabei: „In puncto Green Energy sehen wir großes Entwicklungspotenzial in Österreich, weil hier viele Tüftler oder Menschen sind, die Ideen haben.“ Bei Panasonic Electrik Works Austria sind derzeit 13 Personen beschäftigt: „Dadurch muss jeder fast alles machen können, Flexibilität lautet das Zauberwort. Wir haben eine gesunde Auftragslage und eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von weit über zehn Jahren pro Mitarbeiter.“ www.panasonic-electric-works.at

Smart Automation 2013 Aussteller, Besucher und Veranstalter bestätigen die steigende Bedeutung der Fachmesse

Fast schon automatisch auf Erfolgskurs Linz. „Alles, was in der Automatisierungsbranche Rang und Namen hat war bei der ‚Smart Automation Austria 2013‘ in Linz mit dabei“, freut sich Matthias Limbeck, GF von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg, über den Erfolg. Besonders froh sei man über das Plus an Fachbesuchern: Exakt 8.112 Fachbesucher (2011: 7.981) wurden heuer gezählt. „Die 8. Linzer ‚Smart‘ hat mit der Dichte an namhaften und branchenbedeutenden Ausstellern wie auch mit dem großen Fachbesucherinteresse erneut ihren Status als Österreichs Kompetenzmesse in Sachen Automatisierung bestätigt. Die positive Tendenz und die gute Stimmung innerhalb der Branche sind wieder deutlich spürbar“, so Limbeck.

Wichtiger Branchentreff „Es hat sich erneut gezeigt, dass die Smart auch in hohem Maße als Networking-Plattform fungiert. Hier trifft einander die Branche, diskutiert die in die Zukunft weisenden Trends und Entwicklungen; hier werden die Geschäfte

haben, 61,4% hatten neue Produkte entdeckt, 52,4% neue Anbieter. Auch die Entscheiderqualität der Fachbesucher lag mit 58,8% (= ausschlaggebend/mitentscheidend) sehr hoch. „Diese Zahlen sprechen für sich. Die Smart Automation Austria ist die Business-Fachmesse für die Automatisierungsbranche in Österreich“, so Messeleiter Markus Reingrabner.  www.smart-automation.at

© Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

britta biron

„Die positive Tendenz Mehr als 8.000 Fachbesucher informierten sich über Neuheiten und Trends.

von morgen besprochen und abgeschlossen“, ergänzt Gerhard Perschy, Leiter des Geschäftsbereichs Messen bei Reed Exhibitions. Wie gut die Messe bei Ausstellern und Besuchern angekommen ist, zeigt die vom „market-Institut“ durchgeführte Befragung: 37,2% der Fachbesucher haben Käufe und Bestellungen auf der Smart Automation Austria getätigt. Wei-

tere 17,7% gaben an, dies zu einem späteren Zeitpunkt auf Basis der auf der Fachmesse gewonnen Informationen und geknüpften Kontakte tun zu wollen. 83,4% der Befragten sind mit der Messe insgesamt sehr zufrieden (Noten 1 und 2), 97,5% wollen die Linzer Smart Geschäftspartnern weiterempfehlen. Gut drei Viertel (76,5 %) erklärten, vom Messebesuch profitiert zu

und die gute Stimmung innerhalb der Branche waren heuer auf der Messe deutlich spürbar.“ Matthias Limbeck GF Reed Exhibitions


i n n ovat i o n & u n t e r n e h men

Freitag, 11. Oktober 2013

industrialtechnology – 55

EuroMold Die Fachmesse präsentiert in einer Sonderschau die Innovationsführer im Bereich Thermoforming

short

Bestens in Form gebracht

Engel baut Werk in Schwertberg aus

Die Aussteller der Sonderschau Thermoforming in der Halle 9 – darunter unter anderem Geiss, Plastika Balumag, Swissplast, Bauer Thermoforming, Josef Weiss Plas-

herbert strasser

Praktische Anwendungen Eberhard Döring, GF der EuroMold, der führenden Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung, dazu: „Das Segment des Thermoformens ist prädestiniert, um die Verbindungen zwischen einzelnen Prozessen herzustellen und neue

„Thermoforming ist

Mit der Werkserweiterung reagiert man auf die steigende Nachfrage.

vielversprechend; dem

Schwertberg. Mit gut 2.000 Spritzgießmaschinen jährlich war das Engel-Werk in Schwertberg an seine Kapazitätsgrenzen bestoßen, auch weil die Nachfrage ständig wächst. Daher wurde der Produktionsstandort nun erweitert. Nach nur sieben Monaten Bauzeit – mit der Planung und Errichtung wurden ausschließlich regionale Betriebe beauftragt – wurde die neue Montagehalle vor Kurzem in Betrieb genommen. Peter Neumann, Vorsitzender der Engel Holding GmbH: „Investitionen in unsere Standorte bedeuten nicht nur eine Erweiterung unserer Kapazitäten, sondern immer auch eine Modernisierung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen.“ Insgesamt hat Engel in den letzten beiden Jahren rund 50 Mio. € in die Erweiterung und Modernisierung seiner österreichischen Standorte investiert.  www.engelglobal.com

Verfahren kommt bei der Realisierung von Produktideen eine wichtige Aufgabe zu.“ eberhard döring gf euromold

© Bauer Thermoforming

Frankfurt. Die vielen Möglichkeiten, die Thermoforming hinsichtlich Form, Farbe und Funktion von Werkstücken bietet, lässt Industriedesigner vermehrt auf dieses Verfahren zurückgreifen. Ein wichtiger Pluspunkt des Thermoformings sind die günstigen Werkzeugkosten, wodurch das Verfahren, bei dem Folien oder Platten aus thermoplastischen Kunststoffen erhitzt und in die gewünschte Form gebracht werden, vor allem für kleine und mittlere Serien eine wirtschaftlich interessante Alternative zum Spritzguß darstellt. Neben klassischen Verpackungsanwendungen wie etwa Einlagen für Konfektschachteln, Einsätzen für Besteckkästen oder Joghurtbechern wird Thermoforming auch zunehmend im industriellen Bereich eingesetzt, etwa wenn Kotflügel, Armaturen, Badewannen und diverse Verkleidungen in kleiner Stückzahl produziert werden sollen.

Verkleidungen sind nur eines der vielen Anwendungsbeispiele für Thermoforming.

Sichtweisen und Erkenntnisse zu fördern. Bei der Realisierung von Produktideen kommt dem Herstellungsverfahren eine maßgebliche Aufgabe zu, denn das gefertigte Produkt muss den gewünschten Anforderungen hinsichtlich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Quantität gerecht werden. Das Verfahren des Thermoformens verbindet diese Elemente und stellt sich pers-

pektivisch als höchst vielversprechend dar.“ Als ein Highlight der diesjährigen EuroMold (3. bis 6. Dezember) werden die neuesten ThermoformingTechnologien vorgestellt und nach dem Motto „Vom Design über den Prototyp bis zur Serie“ aufgezeigt, wie die verschiedensten Industriebereiche von diesem Verfahren profitieren können.

© Engel Austria

Formen und Werkzeuge werden praxisnah auf kompletten Thermoformanlagen vorgeführt.

tic oder Arla Plast – führen ihre Formen und Werkzeuge auf kompletten Thermoformanlagen vor. So haben die Besucher die Gelegenheit, die Möglichkeiten der Produktentwicklung – insbesondere für technische Teile und Anwendungen – unmittelbar zu erfahren. Gezeigt werden natürlich auch viele neue Entwicklungen, darunter auch das Twin-Sheet-Verfahren (Verformen zweier Platten) oder die CFK-Verarbeitung, die bei Kohlefaserverstärkten Kunststoffen eingesetzt wird.  www.euromold.com

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56 – industrialtechnology

Freitag, 11. Oktober 2013

acib Kompetenzzentrum für industrielle Biotechnologie versteht sich als Unterstützer heimischer Industriebetriebe

short

Kompetenzzentrum hilft F&E auf die Sprünge

Scheuch-Gruppe stellt sich neu auf

Unternehmen zugute,

schungsgesellschaft Joanneum Research und bündelt das Wissen von sieben Universitäten und rund 30 Projektpartnern wie BASF, VTH Technology, DSM, Sandoz oder Boehringer Ingelheim RCV. Ziel ist es, Firmenpartner beim Etablieren neuer industrieller Prozesse zu unterstützen und so als Bindeglied zwischen universitärer Forschung und industrieller Anwendung nicht nur Wissen und Know-how aufzubauen, sondern dieses auch in Wertschöpfung für Wirtschaftsbetriebe zu übersetzen. Die Stärken des Kompetenzzentrums liegen dabei in den Bereichen Biokatalyse und Enzyme, aber auch in der Produktion von pharmazeutischen Proteinen und Wirkstoffen sowie in biotechnologischen Produktionsprozessen.

aber auch dem ge­

Positive Auswirkungen

samten Forschungs­

Was so wissenschaftlich klingt, ist es natürlich auch, hat aber auch ganz praktische Auswirkungen. So haben einige der rund 200 Forscher des Kompetenzzentrums beispielsweise gemeinsam mit Firmenpartner Cytec Austria eine Methode entwickelt, Lacke umweltfreundlicher zu machen. Potenziell Krebs erregende Schwermetalle werden dabei durch natürliche Enzyme ersetzt, die an ihrer Stelle den Lack aushärten lassen. In anderen Projekten ist es den Wissenschaftlern gelungen, aus landwirtschaftlichen Abfällen, Spänen, Holzschnitzeln und Stroh sowie speziell für diesen Zweck angebaute Energiepflanzen wie dem Miscanthus-Gras Biotreibstoffe zu entwickeln oder weggeworfene PET-Flaschen in hochwertiger Form zu recyclen und als Rohstoff für Sportbekleidung oder neue Flaschen zu verwenden.

jürgen zacharias

Graz. Trotz aller Unkenrufe steht der heimische Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich durchaus gut da. Die Wachstumszahlen sind zwar überschaubar, aber besser als anderswo, die Arbeitslosigkeit ist zwar nicht zu übersehen, aber deutlich niedriger als in den Nachbarländern und die Forschungsrate ist zwar noch nicht dort, wo sie sein soll, aber ganz klar im Steigen. Letzteres gilt vor

Die nächste Generation übernimmt: ­Stefan Scheuch und Jörg Jeliniewski.

Aurolzmünster. Nach mehr als 50 Jahren an der Unternehmensspitze übergibt Firmengründer Alois Scheuch den Betrieb an die nächste Generation. Damit einher geht auch eine Neustrukturierung. Die Scheuch Holding unter der Leitung von Stefan Scheuch verantwortet künftig die strategische Weiterentwicklung der gesamten Gruppe in der Umwelttechnik; die Scheuch GmbH (hier tritt Jörg Jeliniewski die Nachfolge von Herbert Kendler an) fokussiert sich auf globales Wachstum im Kerngeschäft Luftreinhaltung. www.scheuch.com

„Unsere Erfolge kom­ men den beteiligten

Neue Initiative in der Chemieindustrie

standort Österreich.“

Düsseldorf. Um die Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu verbessern, haben die Chemieunternehmen BASF, Bayer, Evonik Industries, Henkel, Lanxess und Solvay die Initiative „Together for Sustainability“ (TfS) gegründet. Die Initiative hat die zwölfmonatige Pilotphase mit Assessments und Auditierungen in den globalen Lieferketten der Mitgliedsunternehmen abgeschlossen. Die nächste Ausbaustufe zielt darauf ab, die Aktivitäten der TfS-Initiative auf weitere Beschaffungsmärkte auszudehnen und neue Mitglieder zu gewinnen.  www.tfs-initiative.com

Thomas stanzer acib-Pressesprecher

allem für die Steiermark, die mit einer F&E-Investitionsquote von 4,3% zu den innovativsten Regionen Europas zählt (der österreichweite Durchschnitt liegt bei 2,8%) und bis 2020 auf fünf Prozent des BIP weiter heben möchte. Gelingen soll das durch allerlei Förderungen und Unterstützungen, aber auch durch Institutionen wie das acib in Graz. Das Kompetenzzentrum für industrielle Biotechnologie befindet sich im Eigentum der TU Graz, der Universität für Bodenkultur Wien, den Unis Innsbruck und Graz sowie der For-

Lenzing setzt stärker auf Spezialisierung

© acib

© Scheuch

Dank Förderungen von öffentlicher Hand können Betriebe kostengünstig Forschung betreiben.

Rund 200 Wissenschaftler entwickeln am acib neue Produkte und Verfahren.

„Das sind schöne Erfolge für uns“, sagt Thomas Stanzer, Pressesprecher von acib, der aber im selben Atemzug darauf verweist, „dass der eigentliche Erfolg darin besteht, Industriebetriebe zu fördern und zu unterstützen“. Diese könnten beim acib nämlich „mit vergleichsweise geringem Aufwand“ Forschung und Entwicklung betreiben und bekommen dafür auch noch die Patente. „Natürlich verdienen wir daran auch ein wenig mit“, sagt Stanzer, „aber nur zu einem kleinen Teil.“ Das für den Betrieb benötigte Geld kommt je zur Hälfte von öffentlicher Hand im Rahmen der Exzellenzforschung des Comet-Programms des Bundes und von Partnern aus der Indus-

trie, die sich bei Forschungsprojekten finanziell beteiligen. Daran, dass das Geld gut angelegt ist, lässt Stanzer allerdings keinen Zweifel: „Wissen ist nach wie vor Macht. Erfolge des acib kommen den beteiligten Unternehmen zugute, aber auch dem gesamten Forschungsstandort und schlussendlich auch uns, durch immer bessere und erfahrenere Wissenschaftler. Manche unserer Forscher werden daher auch von beteiligten Firmen abgeworben und nehmen dort mittlerweile führende Positionen ein, was den Betrieben aber schlussendlich auch wieder uns zugutekommt – die arbeiten schließlich gern mit uns zusammen.“  www.acib.at

Universität Jena Workshop „High-throughput and combinatorial experimentation in polymer science“ © Lenzing/Markus Renner/Electric Arts

Mehr Tempo für Forschung & Entwicklung Jena. Zeit ist Geld, auch in der Produktentwicklung. Um zu testen, wie robust Materialien sind, braucht es unter realen Bedinungen oft länger, als der harte internationale Wettbewerb zulässt. „Um international konkurrenzfähig zu sein, müssen Unternehmen und Forschungseinrichtungen deutlich schneller und auch kostengünstiger zu Ergebnissen und Patentanmeldungen

Friedrich Weninger, Vorstand für den Faserbereich bei Lenzing.

reits etabliert haben und die auf modernsten, robotergestützten Produktionsmethoden und Software-Lösungen basieren: Automatisierte Hochdurchsatzmethoden, mit denen beispielsweise in riesigen Substanzbibliotheken nach neuen Wirkstoffen gefahndet wird. Wie sich solche Technologien auch für die Entwicklung neuer umweltfreundlicher Kunststoffe und Batterien oder effizienter Solarzellen anwenden lassen, das wollen Wissenschaftler der Uni Jena mit den weltweit führenden Entwicklern von Unternehmen und Forschungseinrichtungen während eines Workshops in Jena am 14. und 15. Oktober diskutieren.

Zahlreiche Vorträge © Jan-Peter Kasper/FSU

Lenzing. Aufgrund einer schwächeren Wachstumsentwicklung in China und der anhaltenden Investitionstätigkeit in der Faserindustrie haben sich weltweit Überkapazitäten aufgebaut. Als Reaktion darauf hat Lenzing eine noch konsequentere Umsetzung der Spezialitätenstrategie beschlossen. Faservorstand Friedrich Weninger wird sich ab sofort noch stärker auf den Kernbereich – die Produktion – fokussieren. Dies vor allem im Hinblick auf die Inbetriebnahme des derzeit in Bau befindlichen TencelWerks in Lenzing, das schon 2014 in Betrieb gehen und die Produktionskapazität für diese Spezialfaser um rund 40% auf 220.000 t pro Jahr erhöhen wird.  www.lenzing.com

bzw. Veröffentlichungen kommen“, erläutert Ulrich S. Schubert, Inhaber des Lehrstuhls für Organische und Makromolekulare Chemie und Direktor des Jena Center for Soft Matters (JCSM). Daher wollen sich Materialwissenschaftler und Ingenieure neue Methoden zunutze machen, die sich in der medizinischen und pharmazeutischen Forschung be-

Ulrich S. Schubert, Inhaber des Lehrstuhls für Organische und Makromolekulare Chemie und Direktor des Jena Center for Soft Matters.

„Der Workshop steht prinzipiell jedem Interessierten offen“, betont Schubert. Das Themenspektrum sei sowohl für Chemiker und Materialwissenschaftler, als auch für Ingenieure, Mathematiker und Informatiker relevant. „Uns geht es darum, das Potenzial von Hoch-

durchsatzmethoden für die Erforschung und Entwicklung neuer Materialien aufzuzeigen und so auch Anstoß für neue Ideen und Kooperationen zu geben.”

„Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf neuen, umweltfreund­ lichen Kunststoffen, Energiegewinnung und Speicherung.“ ulrich s. schubert, uni jena

Für Nachwuchswissenschaftler besteht zudem die Möglichkeit, im Anschluss an den Workshop einen Praxiskurs zu Hochdurchsatzmethoden in der Organischen und Polymerchemie an der Uni Jena zu absolvieren.  www.uni-jena.de


t r a n s por t & log i s t ik

Freitag, 11. Oktober 2013

industrialtechnology – 57

Expansion nach Osten Gebrüder Weiss erweitern mit einer neuen Logistikanlage in Tiflis ihr Transportnetz zwischen Europa und Asien

Ein neuer Hub im Kaukasus Lauterach/Tiflis. Nach nur achtmonatiger Bauzeit nahm Gebrüder Weiss Ende September seine neue Logistikanlage in der georgischen Hauptstadt Tiflis offiziell in Betrieb.

Ost-West-Drehscheibe Der neue GW-Standort soll sich als Drehscheibe zwischen Europa und Vorderasien sowie mittelfristig in Richtung Zentralasien etablieren. „Mit dieser Niederlassung ermöglichen wir unseren Kunden einen besseren Zugang in diese aufstrebenden Märkte im Osten“, so Wolfram Senger-Weiss, Vorstandsmitglied bei Gebrüder Weiss. „Zusätzlich können wir auch in Georgien und in der Kaukasusregion unser komplettes Leistungsspektrum nach westlichen Qualitätsstandards anbieten.“ Das Portfolio vor Ort beinhaltet Landverkehre, Luft- und Seefracht, Logistik-

lösungen und Projektgeschäfte. Der Terminal verfügt über 10.500 m� Umschlags- und Logistikfläche und liegt in unmittelbarer Nähe des Flughafens sowie der wichtigen Verkehrswege rund um die georgische Hauptstadt. Ein Anschluss an das Schienennetz, das die georgische Regierung derzeit landesweit ausbaut, ist vorgesehen.

Zentrale Lage „Durch die gute Verkehrsanbindung ist Tiflis ein idealer Knotenpunkt für Verkehre zwischen West und Ost“, erklärt Thomas Moser,

Regionalleiter Süd-Ost/CIS bei Gebrüder Weiss. Auf der Strecke Passau–Tiflis läuft schon seit Anfang 2012 ein Sammelgutservice. Die Regellaufzeit der wöchentlichen Transporte beträgt maximal acht Werktage. „Durch die Einbettung des Passauer Standorts in das europaweite Stück- und Sammelgutnetzwerk GW pro.line können alle unsere Kunden von der Verbindung profitieren“, so Moser. Aktuell sind im neuen Terminal 50 Mitarbeiter beschäftigt, eine Aufstockung der Belegschaft ist bereits geplant.  www.gw-world.com

© Gebrüder Weiss

Kunden erhalten einfachen Zugang zu den aufstrebenden Ostmärkten.

Das neue Logistikzentrum liegt direkt neben dem Flughafen Tiflis.

Haribo Expansion

Logistikzentrale Bonn. Die bunten Gummibären von Haribo sind sprichtwörtlich in aller Munde. Jetzt plant das bekannte Süßwaren-Unternehmen, seine Kapazitäten zu erweitern und will im nächsten Jahr ein neues Logistik-Zentrum mit einem Hochregallager für 11.400 Palettenplätzen in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Grafschaft errichten. Von dort aus sollen vor allem Deutschland sowie die Märkte in Belgien, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden beliefert werden. In weiterer Folge ist in Grafschaft auch noch eine Produktionsanlage geplant. Insgesamt sollen hier mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Kundenorientiert. Schnell. Zuverlässig.

Zentrale Lage Laut Firmensprecher Marco Alfter haben diese Pläne keinerlei negativen Auswirkungen auf das Produktionswerk und die rund 1.300 Beschäftigten am Stammsitz Bonn. Dieser könne durch seine Lage im Bonner Stadtgebiet nicht erweitert werden, weshalb man schon seit längerer Zeit nach anderen Möglichkeiten zur Expansion gesucht habe. Auch die weiteren fünf deutschen Produktionsstandorte werden, so das Unternehmen, weiter bestehen bleiben. GF Hans Guido Riegel betont, dass die Entscheidung für Grafschaft auch ein klares Bekenntnis für den Standort Deutschland sei; immerhin habe man auch Angebote aus dem Ausland erhalten.  www.haribo.com

Mag. Siegmar Schlager

© Haribo

Geschäftsführer „Falter“

Im nächsten Jahr startet der Bau des neuen Haribo-Logistikzentrums. redmail_zufriedeneKunden_schlager_216x288.indd 1

27.11.12 13:04


energie & ressourcen

58 – industrialtechnology

Freitag, 11. Oktober 2013

Neue Fachmesse Im Rahmen der Intersolar 2014 findet erstmals die „ees – electrical energy storage“ statt

short

Speichertechnik rückt weiter in den Fokus

© E-Control/John Morris

e-Control-Tarifrechner für Luxemburg

Storage Days des PV-Großhändlers untermauern das steigende Interesse an der Thematik. norbert berger

Pforzheim. Bei der Etablierung grüner Energiequellen spielt die Speichertechnik eine entscheidende Rolle. Denn Strom aus Wind oder Sonne kann nicht bedarfsgerecht produziert werden. Bei der diesjährigen „Intersolar“ waren Energiespeicher neben den weiteren großen Zukunftsthemen Netzintegration und Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom bereits sehr prominent vertreten.

e-Control-Vorstand Walter Boltz: Tarifrechner ist Exportschlager.

Wien/Luxemburg. Der luxemburgische Energiemarktregulator „Institut Luxembourgeois de Régulation“ (ILR) hat in der vergangenen Woche erfolgreich den ersten luxemburgischen Preisvergleichsrechner für Strom und Gas gestartet. Die neue Internetapplikation unter der Adresse „www.calculix.lu“ wird Besuchern aus Österreich eventuell vertraut erscheinen. „Der Tarifkalkulator war eines unserer ersten und zugleich ambitioniertesten Projekte unmittelbar nach der Liberalisierung“, so E-Control Vorstand Walter Boltz. „Wir haben also gut zwölf Jahre Erfahrung mit solchen Online-Tools, und als in Luxemburg entschieden wurde, den Verbrauchern dort auch so eine Möglichkeit zu geben, wandten sich unsere luxemburgischen Kollegen mit der Frage an uns, ob eine Übernahme unserer ausgefeilten Technologie möglich sei – nicht zuletzt auch, weil der österreichische Tarifkalkulator auf europäischer Ebene immer wieder als Best-Practice-Beispiel angeführt wird.“ Im Zuge der Adaption des Tarifrechners auf die Besonderheiten in Luxemburg (z.B. drei Amtssprachen) wurde auch die heimische Variante verbessert und ausgebaut, etwa um Filter, mit denen die Nutzer gezielt nach Produkten mit bestimmten Eigenschaften suchen können.  www.e-control.at

„Wir sind mehr als zufrieden. Mit einem Interesse an unserer Veranstaltung haben wir nicht gerechnet.“ stephanie poetter marketingleitung donauer

Nun geht die „Intersolar Europe“, die weltweit größte Fachmesse für die Solarwirtschaft, noch einen Schritt weiter und wird in Zusammenarbeit mit der Messe München International dem Thema Energiespeicher ab dem kommenden Jahr mit der „ees – electrical energy storage“ eine eigene Fachmesse widmen. Als Teil der Intersolar Europe findet die erste ees vom 4. bis 6. Juni 2014 in München statt. In Verbindung mit den parallel stattfindenden Messen „Automatica – Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik“

Energieversorger stellen sich neu auf

© Solar Promotion

so großen und breiten

Je mehr Bedeutung die Erneuerbaren Energien gewinnen, desto wichtiger wird der Einsatz moderner Speichersysteme.

und „Maintain – Internationale Fachmesse für industrielle Instandhaltung“ entsteht damit ein äußerst attraktives Messeangebot im Hochtechnologiebereich.

Breites Spektrum Auf der ees will man ein lückenloses Produktspektrum im Bereich der solaren Energieerzeugung und elektrischen Energiespeicherung bieten, das die gesamte Wertschöpfungskette innovativer Batterie- und Energiespeichertechnik – von der Komponente über die Fertigung bis hin zur konkreten Anwendersituation – abdeckt. Begleitend zur Fachmesse ist auch ein mehrtägiger Kongress geplant.

In diesem Jahr bleibt das Thema Energiespeicher-Technik noch Bestandteil der internationalen Leitmesse „productronica“: In der Sonderschau „BatteriespeicherSystemtechnik“ präsentieren die Hersteller vom 12. bis 15. November ihre neuesten Technologien und Produkte.

Großes Interesse Wie groß das Interesse an der Speichertechnik ist, bewiesen kürzlich die „Donauer Storage Days“: Mehr als 500 Besucher kamen zur dreitägigen Fachveranstaltung des Photovoltaik-Großhändlers der Donauer. „Wir sind mehr als zufrieden“ freut sich Stephanie Poetter,

Marketingleiterin von Donauer. „Mit einen so großen und breiten Interesse haben wir nicht gerechnet. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir einen inhaltlich hochwertigen Austausch von Fachwissen sowie gleichzeitig eine informative und unterhaltsame Veranstaltung, auch für Endkunden, realisiert.“ Auch die teilnehmenden Hersteller – darunter Avancis, Akasol, Bosch Power Tec & Solar Energy, CNPV, BYD, E3/DC, Hoppecke oder Intersol – waren durchwegs zufrieden und wollen die hier gewonnenen Eindrücke und Ideen künftig bei der Weiterentwicklung von Produkten, Vertrieb, Marketing und Service berücksichtigen.  www.intersolar.de

Grüne Initiative Kelag unterstützt mit 20 Millionen Euro energiesparende Maßnahmen ihrer Kunden

Sparmaßnahmen zahlen sich richtig aus © PwC Österreich

Klagenfurt. Schon in der Vergangenheit hat die Kelag ihre Kunden beim Energiesparen unterstützt. Rund 20 Fachkräfte sind in der Energieberatung tätig und führen pro Jahr rund 7.000 Beratungen durch. Über die Kelag-PowerPartner-Kooperation mit Installationsbetrieben gibt es für Kunden auch eine indirekte finanzielle Unterstützung. „Ab

Wien. 92% der Energieversorger weltweit sind einer aktuellen PwC-Studie davon überzeugt, dass sich ihr Geschäftsmodell in den nächsten Jahren stark ändern wird. Ihren Kunden Zugang zu dezentraler Energieerzeugung zu ermöglichen, hat für 67% der Unternehmen oberste Priorität. „Unternehmen, die nicht auf den technologischen Wandel reagieren, werden erheblich an Bedeutung verlieren“, kommentiert Michael Sponring, Leiter Energie von PwC Österreich. An Bedeutung gewinnen werde nach Ansicht der Unternehmen auch ihre Beziehung zum Kunden: 61% der befragten Versorger nennen daher einen verbesserten Service für ihre Kunden als Ziel. www.pwc.com

© Kelag

Michael Sponring, Leiter Energie bei PwC Österreich.

Anfang 2014 werden wir einzelne Investitionen der Kunden auch direkt fördern“, sagt Kelag-Vorstand Gilbert Isep. „Für eine Heizungswärmepumpe wird es zum Beispiel neben der PowerPartnerFinanzierung und dem Wärmepumpentarif ein Zuschussmodell geben und den Anschluss an eines unserer Fernwärmenetze werden

Kelag-Vorstand Gilbert Isep: „Wir bieten ein umfangreiches Maßnahmenpaket.“

wir ebenfalls unterstützen.“ Die mit einem Budget von 20 Mio. € ausgestattete EnergieeffizienzOffensive, mit der man die bereits bestehende Initiative „Generation Klimaschutz“ jetzt erweitert, ist für Privatkunden, Gewerbekunden und Gemeinden konzipiert.

Lösungen nach Maß „Bei Gewerbebetrieben und Gemeinden sind individuelle Lösungen zur Energieeffizienz durch unsere Energieberatung, beispielsweise durch Einsatz unseres IT-gestützten Energiemonitoringsystems, möglich. Doch auch hier werden wir Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz direkt unterstützen. Wir hoffen, dass unsere Offensive zu einer entsprechenden Dynamik führt“, so Isep. Im Rahmen der Energie-Effizienz-Offensive der Kelag werden 1.000 Kunden zu SmartHome Austria-Testnutzern. Die Kelag steht heute für 100% Strom aus Wasserkraft und Ökoenergie. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen Hunderte Mil-

lionen Euro in die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger investiert, vor allem in Wasserkraft und Windkraft. „Diese Investitionsoffensive setzen wir in den kommenden Jahren fort”, betont Isep.

„Wir werden ab 2014 Maßnahmen unserer Kunden zur Verbesserung der Energieeffizienz auch direkt unterstützen.“ Gilbert Isep, Vorst. Kelag

„Wir müssen alle verfügbaren erneuerbaren Energiequellen nutzen. Aus diesem Grund planen wir, ab 2014 Photovoltaikanlagen mit einem intelligenten Einspeisemodell zu unterstützen.  www.kelag.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 11. Oktober 2013 – 59

Studie: Die größten Autohersteller der Welt bauen ihre Marktanteile weiter aus  Seite 61

wird K.i.t.t. realität?

Australische Forscher arbeiten an mitdenkenden Fahrzeugen

Seite 64

neuer Mazda3 Golf-Konkurrent aus japan

Chryslers neue (alte) Rolle als Vorzeigebetrieb

© Panthermedia.net/Alexander Erdbeer

short

© BMW Group/Racepixx.de

Wien. Deutliche Bremsspuren ziehen sich heuer durch die Kfz-Verkaufsbilanz: Im September ging die Zahl der Neuzulassungen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 5,8 Prozent auf 31.903 Kfz zurück. Laut Zahlen der Statistik Austria wurden u.a. um 6,6 Prozent weniger Pkw (25.301 Stück) verkauft. Damit ergibt sich bei den Kfz-Neuzulassungen für die ersten drei Quartale des Jahres ein Minus von 6,7 Prozent, die Zahl der verkauften Pkw ging um 7 Prozent zurück.  www.statistik.at

© Chrysler

Dielsdorf. Gute Nachrichten für BMW Motorrad: Nach neun Monaten liegt der Absatz des deutschen Zweiradherstellers um 8,4 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wurden im laufenden Jahr weltweit bereits 93.154 Motorräder und Maxi-Scooter (im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt 85.944 Einheiten) ausgeliefert. Im September liegt der Absatz mit 9.264 Fahrzeugen auf dem hohen Niveau vom September 2012, als 9.215 Einheiten verkauft werden konnten.  www.bmw-motorrad.de

© EPA/Ian Langsdon

Chrylser Vor vier Jahren vom US-Staat und dem italienischen Automobilhersteller Fiat vor dem Untergang gerettet, hat der amerikanische Großkonzern in Rekordtempo zurück in die einst gewohnte Erfolgsspur gefunden. Seite 60 Tesla Verkaufsstart des neuen „S“ verläuft vielversprechend

eCarTec 2013 Branchentreff von 15. bis 17. Oktober

In Norwegen liegt der neue Tesla S auf Platz 1 der Neuzulassungs-Statistik.

Oslo. Während in vielen Ländern Elektroautos nicht und nicht in die Spur finden wollen, rangiert in Norwegen erstmals ein Stromer an der Spitze der NeuzulassungsStatistik: Von Anfang August bis Mitte September konnten in dem skandinavischen Land insgesamt 322 Einheiten des neuen Tesla S verkauft werden, das entspricht einem Marktanteil von etwa 6,2 Prozent. Laut Angaben von Tesla Motors legte das Fahrzeug auch in anderen europäischen Ländern einen überraschend guten Start hin, Marktanteile wie in Norwegen sind anderswo aber noch nicht zu er­reichen.  www.teslamotors.com

München wird E-Mobilitäts-Hotspot

© MunichExpo/Philippe Barbosa

Paris. In Frankreich gibt es erste Anzeichen für eine Wiederbelebung des lange brachliegenden Automarkts. Die Zahl der Pkw-Registrierungen stieg im September um 3,4 Prozent auf 142.211 Fahrzeuge, wie die zuständige Industriegruppe CCFA diese Woche mitteilte. Vom Aufschwung profitierte vor allem der heimische Automobilhersteller Renault mit einem Absatzplus von 18,1%. Ebenfalls deutliche Zuwächse verbuchten Daimler mit Mercedes-Benz sowie der italienische Autobauer Fiat.    www.ccfa.fr

© EPA/Guus Schoonewille

Meistverkauftes Auto in Norwegen

Im Vorjahr durften die Veranstalter der eCarTec 12.000 Besucher begrüßen.

München. Unter dem Motto „Connecting Mobility Markets!“ wird die eCarTec München vom 15. bis 17. Oktober auf dem Gelände der Messe München wieder zum internationalen Branchentreff für den Bereich der Elektromobilität. Mit den Themenschwerpunkten „Electric Vehicles“, „Powertrain & Electronics“, „Energy Storage“, „Energy & Infrastructure“, „Maintenance & Spareparts“, „Mobility Concepts & Finance“, „CarIT – sMove360°“ sowie „Materialica – Leichtbau“ wird dabei die komplette Bandbreite der Elektro- und Hybridmobilität gezeigt; rund 12.000 Besucher werden erwartet.  www.ecartec.de

© Mazda

grosse wachsen weiter

© Panthermedia/L. Louro

© EPA/Narong Sangnak

automotivebusiness


C ov e r

60 – automotivebusiness

Kommentar

Im Café ins neue Auto

Freitag, 11. Oktober 2013

Chrysler Der US-Autobauer konnte in den vergangenen Monaten seine Verkaufs- und Ergebniszahlen kräftig steigern

Das Schmuddelkind ist längst ein Vorzeigebetrieb Damit hat das Unternehmen den Turnaround geschafft und darf in eine goldene Zukunft blicken.

S

chon mal vom Autohaus Göbel in Frankfurt gehört? Nein? Keine Sorge, Sie haben damit nur die Zukunft der Automobilindustrie verpasst. Genauer: Des Automobilhandels, denn produziert wird nach wie vor nach altbekannten Mustern in Megafabriken wie in Wolfsburg, Ingolstadt, München, Rüsselsheim oder Stuttgart. Verkauft wird aber zunehmend in Wohlfühloasen, die mit klassischen Autohäusern nur noch wenig gemein haben. Wo sich früher Fahrzeug an Fahrzeug aneinanderreihte und der Anblick lediglich vom einen oder anderen Verkaufstresen und der einen oder anderen YukaPalme aufgelockert wurde, finden sich jetzt ausgedehnte Sitzgruppen, geschmackvoll eingerichtete Lounges und moderne Besprechungszimmer, neben denen die Fahrzeuge fast beiläufig nach Aufmerksamkeit schielen. Wie man dieses Konzept zur Spitze treiben kann, demonstriert derzeit das Autohaus Göbel in Frankfurt: Auf 150 Quadratmeter hat das Unternehmen dort in der Darmstädter Landstraße den Ansatz ‚Autohaus‘ mit dem Wohlfühlfaktor ‚Kaffeehaus‘ kombiniert. Ganz entspannt können Gäste dort die drei im Innenraum und vier im Außenbereich ausgestellten Fahrzeuge betrachten. Wenn eines gefällt, wird eingehender informiert, andernfalls ist nur die Café Latte zu bezahlen.

PSA Neuer Standort

Mit steigenden Verkaufszahlen und Barreserven von rund 10 Mrd. Euro weckt Chrysler in der gesamten Branche Begehrlichkeiten.

des Wall Street Journal sogar die Bonitätsrate von Fiat gefährdet. Der italienische Autobauer müsse „die Fusion mit Chrysler zu Ende bringen, um Zugang zu den wachsenden Barbeständen (Anm. diese werden aktuell auf etwa 10 Mrd. € geschätzt) beim US-Hersteller

Bonitätsrate gefährdet Nach derzeitigem Stand der Dinge wird sich eine Übernahme allerdings noch ein wenig hinziehen. Fiat hält aktuell 58,5% an Chrysler, die restlichen Anteile liegen beim Gesundheitsfonds Veba der USAutogewerkschaft UAW. Da sich beide Seiten bisher nicht auf einen Kaufpreis einigen konnten (Marchionne will rund 2 Mrd. € zahlen, Veba verlangt dem Vernehmen nach etwa das Doppelte), ist die Gewerkschaft nun drauf und dran, ihr Paket an die Börse zu bringen, womit sich die Machtverhältnisse bei den Amerikanern entscheidend verändern könnten. Kommt es zu diesem Schritt, sieht die Ratingagentur Fitch laut einem Bericht

zu haben“, schrieben die Ratinganalysten. Dass es trotz der aktuellen Ankündigungen tatsächlich zu einem Börsegang kommt, glauben daher nur die wenigsten. Viele Branchenkenner vermuten hinter den Ankündigungen Vebas nur ein Mittel

Fiat-Chef Sergio Marchionne will Chrysler möglichst bald komplett übernehmen.

zur Preistreiberei, mit dem finanzielle Zugeständnisse von Marchionne erzwungen werden sollen und die dieser vermutlich auch machen muss. Zu eng sind mittlerweile die Verzahnungen der beiden Unternehmen und zu wichtig ist Chrysler für das Geschäft von Fiat, als das sich Marchionne den Deal entgehen lassen kann. Dabei geht es Marchionne nicht nur darum, mit Chrysler die tristen Verkaufszahlen in Europa (von Jänner bis August minus 10%) aufzufrisieren, sondern auch, um den Zugang zum US-Markt, wo sich der Manager neue Verkaufserfolge für seine Kernmarke verspricht. Zudem könnten die beiden Hersteller in Zukunft gemeinsam auch leichter andere Märkte erobern (neben Russland vor allem China und Brasilien) und mit ihrer gebündelten Kraft auch den Branchengrößen Toyota, General Motors und Volkswagen Konkurrenz machen.  www.chrysler.com  www.fiat.it

Interbrand Ranking In der Rangliste der wertvollsten Marken der Welt tauchen auch zahlreiche Autohersteller auf

Toyota ist wertvollste Automarke der Welt

© PSA Peugeot Citroen

Werk eröffnet

Auburn Hills. Wie sich mit der Zeit doch die Dinge verdrehen. War der Einstieg des italienischen Automobilherstellers Fiat für Chrysler nach dessen Insolvenz 2009 wie Weihnachten und Ostern zusammen, ist es mittlerweile den Amerikanern zu verdanken, dass die angeschlagenen Italiener nicht noch mehr in den Seilen hängen. So zeichnete Chrysler im zweiten Quartal für satte 90% des operativen Gesamtergebnisses von 1,03 Mrd. € verantwortlich und rettete damit nicht zum ersten Mal die Konzernbilanz. Zudem machten die Amerikaner zuletzt mit feschen Verkaufsergebnissen von sich reden, während der Absatz von Fiat – auch bedingt durch die anhaltende Absatzkrise in Europa – weiter stagnierte. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Fiat-Chef Sergio Marchionne den US-Autobauer möglichst schnell komplett unter das Konzerndach holen möchte.

© EPA/Antonino Di Marco

Jürgen Zacharias

© Chryler/Jerry S. Mendoza

Jürgen Zacharias

Shenzhen. Philippe Varin, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroen, hat vor wenigen Tagen ein neues Werk in Shenzhen in der chinesischen Provinz Guangdong eingeweiht. Es handelt sich um das erste von Changan PSA Automobile Co., Ltd (CAPSA), dem Joint Venture zwischen dem Konzern PSA und dem chinesischen Hersteller China Changan Automobile Group, betriebene Werk. Es wird CAPSA eine Jahresproduktion von 200.000 Fahrzeugen ermöglichen und damit die Absätze der PSA-Gruppe außerhalb Europas kräftig ankurbeln. www.psa-peugeot-citroen.com

© EPA/Uli Deck

PSA-Chef Philippe Varin bei der Eröffnung des neuen Werks in China.

Der Markenwert von Toyota wird von Interbrand mit 26,05 Mrd. Euro angegeben.

New York. Vor wenigen Tagen wurden von Interbrand die Best Global Brands 2013 der 100 wertvollsten Marken des Jahres veröffentlicht. In dem Ranking, das erstmals von Apple angeführt wird, zeigen sich auch die Automobilhersteller stark:14 der 100 wertvollsten Marken der Welt kommen aus dem Automobilsektor. Toyota ist dabei bereits im zweiten Jahr die erfolg-

reichste Automarke im Ranking. Mit einem um 17% gestiegenen Markenwert von 26,05 Mrd. € rangiert der japanische Autobauer, der auch Interbrands Best Global Green Brands Ranking anführt, auf Platz 10. Dahinter liegen mit einem Markenwert von 23,51 Mrd. € bzw. 23,46 Mrd. € beinahe gleichauf die deutschen Premiumhersteller Mercedes-Benz und BMW.

Doch auch die anderen Automobilmarken können ein starkes Wachstum verzeichnen. Nach Porsche kann sich Nissan über den zweigrößten Wertzuwachs freuen. Mit einer Steigerung um 25% steigt der japanische Autobauer um acht Plätze auf Rang 65. Honda verbessert sich um sieben Prozent auf Rang 20. Ford und Hyundai belegen die Plätze 42 und 43, mit

Steigerungen um 15 bzw. 20%. 15% Markenwertzuwachs bescheren Kia den neuen Rang 83 und Harley-Davidson und Ferrari finden sich auf den Plätzen 96 und 98 wieder, mit einem gestiegenen Markenwert von zehn beziehungsweise sechs Prozent. Der US-Autobauer Chevrolet steigt in diesem Jahr auf Platz 89 neu ein.  www.interbrand.com


Freitag, 11. Oktober 2013

Hersteller & Zulieferer

automotivebusiness – 61

Quest TechnoMarketing Das Marktuntersuchungsunternehmen hat die Entwicklung der Weltmarktanteile in der Automobilindustrie untersucht

Das Top-Trio wird immer größer Demnach konnten die größten drei Hersteller 2012 überproportional zulegen. Moritz Kolar

Bochum. Das Marktuntersuchungsunternehmen Quest TechnoMarketing hat die Internationalisierung der weltweiten Autoproduktion seit dem Jahr 2000 untersucht und die Ergebnisse in mehreren Beiträgen im Quest Trend Magazin veröffentlicht. Nun wurde diese langfristige Trendanalyse durch die aktuellen Veränderungen in den Weltmarktanteilen der führenden Automobilhersteller innerhalb eines Jahres von 2011 auf 2012 ergänzt. Die Untersuchung baut auf den aktuellen Daten der OICA (Organisation Internationale des Constructeurs d`Automobiles, Paris) auf.

bedeutet in dem wachsenden Markt der Automobilproduktion ein signifikantes, überdurchschnittliches Wachstum. Die zweite wesentliche Veränderung betrifft die Steigerung der Weltmarktanteile der drei größten Hersteller Toyota, GM und VW mit Marktanteilen von jeweils 10% und mehr. Diese drei Hersteller konnten ihren Weltmarktanteil insgesamt von 31,7% (2011) auf 34% (2012) steigern.

bis unter 10%, wuchs leicht überdurchschnittlich und konnte ihren Weltmarktanteil von 20,2% auf 21% erhöhen. Die Gruppe der vier Hersteller Honda, PSA, Suzuki und Renault mit Marktanteilen von jeweils unter 5% hat ihren gesamten Marktanteil stabil bei 15% gehalten; diese Hersteller dehnten ihre Produktion im Einklang mit dem Marktwachstum aus. Die Daten zeigen also klar, dass vom Wachstum der weltweiten Automobilproduktion von 2011 Große wachsen schneller auf 2012 vor allem die großen HerDie Gruppe der drei Hersteller steller – und unter ihnen die drei Hyundai, Ford und Nissan, mit größten – profitiert haben.  www.quest-trendmagazin.de Weltmarktanteilen von jeweils 5% bey.business.medianet216x288-11.10.13_Layout 1 08.10.13 13:04 Seite 1

Weltmarktanteil ausgebaut Demnach konnten die zehn größten Autohersteller ihren Weltmarktanteil innerhalb eines Jahres von 66,9% auf 70% ausweiten. Das

Opel Produktion mit PSA

Zusammenarbeit Rüsselsheim/Paris. Der deutsche Automobilhersteller Opel und sein französischer Partner PSA Peugeot Citroen haben die gemeinsame Produktion von Autos unter einem Dach bekannt gegeben. Vorgesehen ist die Fertigung von Mini-Vans für beide Hersteller am Opel-Standort im spanischen Saragossa, wie Opel vor wenigen Tagen mitteilte. Die Fahrzeuge würden sich je nach Hersteller klar unterscheiden. Bei den Autos werde es sich um gemeinsam entwickelte Fahrzeuge handeln, die auf einer Konstruktion von Peugeot Citroen aufbauten, teilte Opel mit. Erste Fahrzeuge sollen Ende 2016 in Saragossa vom Band rollen und auf den Markt kommen. Namen konkreter Modelle nannte Opel nicht.  www.opel.de  www.psa-peugeot-citroen.com

Volkswagen Minus in USA

Absatz rückläufig

© Friso Gentsch/EPA/picturedesk.com

Wolfsburg. Der deutsche Massenhersteller Volkswagen fällt auf dem wichtigen US-Automarkt zurück. Die Verkäufe der Marke schrumpften im September um zwölf Prozent, wie das Unternehmen mitteilte; seit Jänner summiert sich das Minus damit auf drei Prozent. Nach einer Verdoppelung der US-Verkäufe von 2009 bis 2012 ist bei den Wolfsburgern seit April die Luft raus – und das, obwohl der Markt insgesamt floriert. Es sind allerdings besonders Pickup-Trucks und Geländewagen, die in den Vereinigten Staaten momentan gefragt sind. VWs wichtigste Modelle sind dagegen die Limousinen Jetta und Passat.  www.volkswagen.com

VW musste in den USA im September ein Minus von 12 Prozent hinnehmen.

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Modell & Handel

62 – automotivebusiness

Freitag, 11. Oktober 2013

Mazda3 Frisches, emotionales Design und hochwertige Ausstattung: Der neue Mazda3 startet Ende Otober

short

Mit dem neuen Kompakten auf Jagd nach dem Golf

© Mitsubishi/Helmut Harringer

Sondermodelle Profi, Hubertus und Forst

Der Mazda3 geht gut gerüstet und mit überzeugenden Argumenten auf die Jagd nach Golf und Co. Wien. Schnittig, kantig, scharf und mutig: Das Design des neuen Mazda3 gefällt. Besonders fesch kommt der kompakte Japaner als Hatchback in der aufpreispflichtigen Sonderlackierung Rubinrot daher. Dadurch wirkt der Schwung entlang der Seitenansicht am elegantesten. Ein Eyecatcher ist die chromblitzende Kühlerspange, die sich bis in die Frontscheinwerfer zieht und die Schnauze mit markanter Sportlichkeit betont. Das Heck ist knackig, die Überhänge fallen kurz aus, die Motorhaube wirkt optisch länger, als sie wirklich ist. Dieses emotionale Design nennt sich übrigens Kodo-Design und wurde erstmals beim Mazda CX-5 präsentiert und ziert nunmehr auch die neue Generation des Mazda6, der Anfang 2013 auf den Markt kam. Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Mazda3 um 10 mm kürzer, dafür um 40 mm breiter und um 15 mm flacher. Dennoch wuchs der Radstand um 60 mm. So wie das Exterieur wurde auch der Innenraum deutlich überarbeitet. Kopffreiheit, Schulterraumbreite und Fußraum wurden teilweise deutlich vergrößert – sowohl im Fond als auch in der ersten Reihe. Das maximale Ladevolumen des Fünftürers liegt bei 1.263 l mit umgeklappten Rücksitzen.

Wien. Die L200-Sondermodelle Profi, Hubertus und Forst zielen auf Unternehmer und Freiberufler, die echte Lastentaxis und beste Geländeeigenschaften für den harten Arbeitsalltag mit einer Anhängelast von 2.700 kg suchen. Steuerliche Vorteile bietet das Mitsubishi Pick-up-Modell L200 für Unternehmer durch seine Vorsteuerabzugsberechtigung und NoVA-Befreiung. Das L200 Pick-up-Modell besticht durch seine Motorleistung von 100 kW/136 PS, bei 314 Nm Drehmoment oder als High Power-Modell mit 131 kW/178 PS inkl. Easy Select 4WD-Antrieb mit Geländeuntersetzung & zuschaltbarer Differentialsperre-Hinterachse oder Super Select 4WD-Antrieb mit Mitteldifferential, Geländeuntersetzung und zuschaltbarer Differentialsperre-Hinterachse; kombinierbar mit einem manuellen 5-Gang Schaltgetriebe oder auf Wunsch gegen Aufpreis beim High Power 131kW/178 PS Top-Edition Modell mit einem 5-Stufen Automatikgetriebe. Die jeweiligen Ausstattungs­ pakete beinhalten verschiedenes Zubehör wie eine Lade­raumWanne (Profi), Überrollbügel und Werkzeugbox (Hubertus) oder Unterfahrschutz und Seilwinde (Forst). Die Preise beginnen bei 24.990 €.    www.mitsubishi-motors.at

Alles neu auch innen Im Innenraum wird der Fahrer von einem aufgefrischten Armaturen- und Mittelkonsolenbereich begrüßt. Das lederbezogene Lenkrad liegt gut in der Hand, nicht zu dick, nicht zu dünn. Sexy ist der 7-Zoll-Farbmonitor. Das optionale Head-up-Display zeigt die Geschwindigkeit und zwei zusätz-

Österreichpaket mit tollen Preisvorteilen

© Mazda

Gregor Josel

Drei L200- Sondermodelle für den professionellen Einsatz.

Der neue Mazda3 überzeugt als fescher Golf-Jäger mit gediegener Ausstattung. Der Einstiegspreis liegt bei 16.990 Euro.

liche Informationen. Leichte Kritik muss man an der A-Säule üben, welche die Sicht einschränkt; man muss sich ordentlich strecken, um an der A-Säule vorbeisehen zu können. Flaches Karosseriedesign hat eben seinen Preis.

Potenter Selbstzünder Wärmstens empfehlen können wir den großen 2,2 l-Dieselmotor (2.2 L CD 150) mit 150 PS (110 kW) und omnipräsenten 380 Nm Drehmoment. Bei wilder Fahrt gönnt sich das Dieselherz nur rund 8-9 l, beim kommoden Cruisen werden rund 5-6 l im Mix auf 100 km realistisch sein. Der Motor bietet einen guten Durchzug, lässt obenrum dieseluntypisch kaum nach

und liefert seine 380 Newtonmeter bereits ab 1.800 Touren. Selbst bei sportlicher Gangart ist der Motor ein richtiger Freudenspender. Die Benzinervariante hingegen weist zwar am Papier 15 PS mehr auf, aber nur 210 Nm Drehmoment. In der Praxis bedeutet das, dass der Benziner ordentlich gedreht werden will, um einen vergleichbaren Schub zu liefern.

Sicherheitsfeatures Die radargestützte Distanzregelung hält dem Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Das FOW-System erfasst vorausfahrende Fahrzeuge und warnt den Fahrer optisch und akustisch bei einer drohenden Kollision.

Das Pre­Crash Safety-System mit aktivem Bremseingriff versetzt bei einer Warnung des FOW die Bremsen in Bereitschaft und leitet notfalls eine automatische Bremsung ein. Im Notfall warnt die Notbrems-Warnblinkautomatik bei einer Notbremsung ab Tempo 50 km/h den nachfolgenden Verkehr durch schnell aufblinkendes Warnblinklicht. Abgerundet wird dieses Sicherheitssystem durch den City­Notbremsassistent SCBS. Den Österreich-Einstand feiert der neue Mazda3 übrigens am 25. Oktober, die Limousinen-Variante folgt dann am 1.November. Preislich gibt es übrigens ziwschen Fließheck- und Limousinenvariante keinen Unterschied.    www.mazda.at

Citroen Grand C4 Picasso Nach dem C4 Picasso folgt nun auch die siebensitzige Variante des neuen Modells

Kreativ ist hier nicht nur die Technologie! © Kia

Wien. Den französischen Autoherstellern ging es ja in den letzten Jahren nicht allzu gut. Es fehlten echte Innovationen, die Marktlage war und ist nach wie vor angespannt. Bei Citroen hat man die Zeichen schon früh erkannt und in erster Instanz die neue DSLinie gelauncht und sehr erfolgreich eingeführt. Nun geht es daran, die restliche Modellpalette umzukrempeln. Hier hat sich die französische Marke strategisch sehr

Wien. Seit geraumer Zeit sind die Modellreihen cee’d und Sportage die Bestseller von Kia in Österreich. Die in der Slowakei gefertigten Modelle werden nun mit dem Österreich-Paket noch attraktiver. Um den Käufern ein noch günstigeres Angebot zu ermöglichen, hat Kia Austria für diesen Herbst die beliebtesten Optionen im limitiert aufgelegten Österreichpaket zusammengeschnürt. Zusätzlich zur bereits umfangreichen Serienausstattung bieten die Österreichpakete für die beiden Kia-Modelle unter anderem Klimaautomatik, Navigation inklusive 7-JahresKartenupdate, Rückfahrkamera und vieles mehr. Der Preisvorteil für den cee‘d liegt bei 3.800 €, beim Kia Sportage (der auch als Fiskal-Lkw erhältlich ist) sind es sogar 4.000 €.  www.kia.at

© Citroen

Kia bietet für den cee’d und den Sportage zwei Österreichpakete an.

klug dazu entschieden, zunächst den allseits beliebten C4 Picasso komplett zu erneuern. Nach dem Standard-Modell folgt nun mit dem Grand C4 Picasso auch die siebensitzige Variante des französischen Vans. Optisch ist den Franzosen jedenfalls ein echtes Gustostück gelungen. Die neue C4 Picasso-Reihe erinnert optisch durchaus an die atemberaubende Studie „Tubik“, die Citroen vor zwei Jahren vorgestellt hatte. Speziell die neuen,

Der neue Citroen Grand C4 Picasso startet in Österreich ab 21.950 Euro.

ultraflachen und schnittigen LEDTagfahrlichter stechen sofort ins Auge, der Wagen wirkt futuristisch, aber gediegen.

State-of-the-art-Technologie Citroen verspricht ein loftartiges Innenraumgefühl. Dies wird auch prompt erweckt. Der Innenraum des neuen Citroen bietet Wohlfühlatmosphäre in bester Form. Hier passt alles. Der Sitzkomfort ist überragend, der Überblick, trotz flacher Karosserieform, beeindruckend. Beachtlich ist auch die hervorragende Geräuschdämmung im Fahrzeug: Selbst bei forschem Autobahntempo bleibt es leise im Innenraum. Durch die modulare Karosserie-Bauweise konnte der Radstand im Vergleich zum C4 Picasso um 55 mm nach hinten versetzt werden. Das schafft auch in dritter Sitzreihe komfortable Platzverhältnisse. Der Zugang zur dritten Reihe ist ebenfalls einfach, da die Öffnungswinkel der Türen hier ebenfalls angepasst wurden. Selbst mit dritter Sitzreihe bleibt noch ein Kofferraumvolumen von

645 l. Citroen setzt – ab der dritten Ausstattungsstufe – auf einen riesigen 12-Zoll Panoramabildschirm, der Fahrer und Beifahrer mit unzähligen Informationen und bei Bedarf auch mit eigenen Fotos bespielt. Zum Bedienen aller Elemente gibt es darunter im Armaturenbrett noch einen weiteren 7-Zoll-Touchscreen, der ebenfalls alle Informationen zeigen kann. Zudem kann man damit – je nach Land – auf Citroen Multicity Connect zugreifen. Das mit dem Internet verbundene Anwendungsportal bietet diverse Apps, die dem Fahrer und seinen Beifahrern den Alltag erleichtern. Damit können z.B. die nächstgelegene Tankstelle, ein Hotel oder Restaurant gefunden, oder die Wetterprognoe und staugefährdete Routen abgefragt werden. Premiere feiert im neuen Grand C4 Picasso der neue BlueHDi-Motor, der bereits der Euro-6-Norm entspricht und der mit 150 PS nur noch 110g/km CO2 ausstößt (in der Automatikversion sind es 117g/km CO2). Alle Dieselmotoren sind zudem mit einem Start-Stopp-System ausgestattet.  www.citroen.at


R u n d u m s au t o

Freitag, 11. Oktober 2013

automotivebusiness – 63

VDO Mit neuen Apps macht der Hersteller des Digitalen Tachographen (DTCO) aus Smartphones Flottendienstleister

short

Mit dem Smartphone den ganzen Fuhrpark im Blick

Stabilitätskontrolle auch zum Nachrüsten Mattighofen. KTM wird die gemeinsam mit Bosch entwickelte Stabilitätskontrolle MSC auch als Nachrüstlösung anbieten. Kunden, die eine Adventure oder Adventure R des Modelljahrgangs 2013 besitzen, können das weltweit einzigartige Fahrdynamiksystem ab Dezember nachrüsten lassen. Seine Markteinführung feiert die Weltneuheit mit dem Modelljahrgang 2014 der KTM 1190 Adventure und der 1190 Adventure R.  www.ktm.com

Laut Angaben des Unternehmens soll damit der tägliche Fahrbetrieb effizienter und komfortabler werden. Moritz kolar

Villingen-Schwenningen. Moderne Smartphones können vieles. Sie sind Telefon, Kamera und Navigationsgerät in einem. Durch die Apps von VDO, dem Hersteller des Digitalen Tachographen (DTCO), avancieren die kompakten Alleskönner nun auch zur Fernbedienung für Lkw-Fahrer und zur Kommandozentrale für Flottenmanager. Über den DTCO SmartLink mit dem Tachographen verbunden, sollen die Software-Lösungen den täglichen Fahrbetrieb sowohl effizienter, als auch komfortabler machen – in seiner „Pro“-Version ist der DTCO SmartLink auch für das Apple iPhone geeignet. © Fiat

Bessere Ausstattung für gebrauchte Kleine

Neue Schnittstelle

Studie: Ausstattung von Gebrauchtfahrzeugen wird immer besser.

Maintal. Wer heute einen gebrauchten Kleinst- oder Kleinwagen kauft, bekommt laut einer Untersuchung von Eurotax-Schwacke mehr Komfortund Sicherheits-Ausstattung geboten, als das früher der Fall war. Demnach sind in beiden Klassen mittlerweile mehr als 90% der Gebrauchten mit Airbags für Fahrer und Beifahrer ausgestattet und finden sich in immerhin 58% der Kleinst- und 78% der Kleinwagen Seitenairbags. Das Komfortplus zeigt sich im häufigen Vorhandensein von Zentralverrieglung, elektrischen Fensterhebern und Servolenkung sowie einer Klimaanlage.  www.schwacke.de

© VDO

Der DTCO 2.0a gibt laut Angaben des Herstellers „Lkw-Fahrern die Möglichkeit, ihre Lenk- und Ruhezeiten bestmöglich zu organisieren. Dank des VDO Counters genügt ein Blick – und der Fahrer weiß minutengenau, wie lange er den Lkw noch steuern darf.“ Da laut Michael Ruf, Leiter der Business Unit Commercial Vehicles & Aftermarket bei Continental, „der digitale Tachograph oft nicht im Sichtfeld des Fahrers verbaut wird, haben wir nach einer optimalen Lösung für dieses Problem gesucht und sie gefunden und damit den Nutzen des DTCO um ein Vielfaches gesteigert.“ Neben dem DTCO-Display samt aller Menüs und Tasten werden auf den Handy-Bildschirm auch die VDO Counter-Daten, Lenk- und Ruhezeiten sowie die Daten der Fahrerkarte in Echtzeit abgebildet. Zudem hat VDO ein Pendant der Driver App entwickelt, das auf die Anforderungen des Flottenma-

Zahlreiche neue Apps erleichtern Lkw-Fahrer schon jetzt in vielen Bereichen das Leben; weitere Verbesserungen sind in Planung.

nagements zugeschnitten ist. „Die TIS-Web Fleet App steht allen Kunden von VDO TIS-Web zur Verfügung und macht das Smartphone durch eine zusätzliche MessagingFunktion zur benutzerfreundlichen und kosteneffizienten Schnittstelle zwischen Fuhrparkmanager und Fernfahrer“, sagt Ruf. „Beide Parteien können mittels App schnell und unkompliziert miteinander kommunizieren und dabei auf die Flottenmanagementdaten von VDO TIS-Web zugreifen.“

Vielfältige Optimierungen Zu den wichtigen Herausforderungen der Branche zählt die permanente Optimierung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Mit

zwei weiteren Apps unterstützt VDO die Flottenmanager bei dieser Aufgabe: Nutzer der DriveTime App können in Verbindung mit DLD Wide Range die aktuelle Position aller Fahrzeuge, die zurückgelegten Strecken und die Fahrerverfügbarkeit per Smartphone abrufen. Die TIS Track&Trace App arbeitet in Kombination mit VDO TIS-Web und bietet neben aktuellen Informationen zu Fahrzeugpositionen, Routen und Fahrerverfügbarkeit auch einen Überblick über vergangene Touren. So kann die Routenplanung jederzeit – auch von unterwegs – optimiert werden. „Auch in Sachen Wartung setzt VDO auf unkomplizierte Lösungen“, sagt Ruf. „Autorisierten DTCO-Servicewerkstätten

steht die VDO Workshop App zur Verfügung. Damit lassen sich unter anderem technische Informationen über den DTCO schnell und einfach auslesen.“ Darüber hinaus soll das Spektrum an VDO Apps permanent erweitert werden. Derzeit arbeiten die Entwickler an einer revolutionären Lösung für eines der aktuell größten Probleme von Fernfahrern – die zeitintensive Suche nach freien Park- oder Rastplätzen. Viele Rastanlagen sind so überfüllt, dass Lkw-Fahrer bislang notgedrungen mehrere Versuche brauchen, bis sie eine Parkmöglichkeit entdecken. Das wird eine Parkraum App in Kürze ändern. In einer virtuellen Community können Lkw-Fahrer freie Parkplätze melden.  www.vdo.de

Strategische Neuausrichtung

Autobranche kurbelt Chipindustrie kräftig an Frankfurt. Vernetzung, Sicherheitssysteme und E-Mobilität: Die Chipindustrie wird nach einer Studie von der rasanten Zunahme elektronischer Bauteile in Autos profitieren. Der weltweite Umsatz der Halbleiterbranche im Automobilbereich werde von 25,5 Mrd. USD (18,88 Mrd. €) 2012 auf rund 40 Mrd. USD (29,58 Mrd. €) im Jahr 2017 zulegen, sagte die Beratungsgesellschaft PwC in einer vor wenigen Tagen in Frankfurt vorgelegten Studie voraus.

Die Chipindustrie profitiert vom zunehmenden Einsatz elektronischer Bauteile im Auto.

Überdurchschnittliches Plus

© Panthermedia.net/ Viacheslav Rashevskyi

Mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 9,4 Prozent sei der Automobilsektor das am schnellsten wachsende Marktsegment der Halbleiterindustrie. Insgesamt wird die Branche nach der PwC-Prognose bis 2017 jährlich um 6,5 Prozent auf gut 400 Mrd. USD (295,82 Mrd. €) wachsen. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 lag der Umsatz bei 291,6 Mrd. USD (215,65 Mrd. €). Grund für das Wachstum ist der laut PwC-Partner Felix Kuh-

nert „rasch wachsende Einsatz“ elektrischer beziehungsweise elektronischer Bauteile anstelle mechanischer im Automobilbau. „Das Auto entwickelt sich zum Rechenzentrum auf Rädern. Der mobile Internetzugang, stetige Kommunikationsmöglichkeiten, digitale Bedienungselemente und elektronische Assistenzsysteme unterschiedlichster Art werden schon bald nicht nur im Premiumsegment, sondern auch in allen anderen Fahrzeugsegmenten selbstverständlich sein.“

Abnehmerstruktur aufrecht Darüber hinaus werde laut Kuhnert auch die steigende Zahl von Autos mit Elektro- und Hybridantrieben das Wachstum der Chipindustrie treiben. Das ändert aber nichts an der bislang gewohnten Kundenaufteilung: Auch wenn der Autosektor das am dynamischste Segment der Halbleiterindustrie ist, bleiben die mit Abstand wichtigsten Abnehmer Unternehmen aus der Computer- und Kommunikationsbranche.  www.pwc.com

© J.Eberspächer/Michael Sälzer

PwC-Studie Kfz-Sektor mit mehr als 9 Prozent das am schnellsten wachsende Marktsegment der Halbleiterindustrie

Eberspächer will sich verstärkt als Servicepartner positionieren.

Esslingen. Mit einer Produkt-, Technologie- und Serviceoffensive positioniert sich Eberspächer als Full-Servicepartner für die Nachrüstung von Heiz- und Klimatechnik. Zur strategischen Neuausrichtung gehören zahlreiche Produktinnovationen, aber auch die klare Fokussierung auf die Bedürfnisse des Handels, der Werkstatt und des Endverbrauchers. „Wir wollen dem wachsenden Bedürfnis des Endkunden nach Komfort, Design und Emotion genauso entsprechen wie den Forderungen des Handels nach passgenauen Produkt- und Servicepaketen sowie der zunehmenden Nachfrage in den aufstrebenden Märkten“, sagt Klaus Beetz, Geschäftsführer Eberspächer Climate Control Systems, zur neuen Strategie.  www.eberspaecher.com


I n n ovat i o n & U m w e lt

64 – automotivebusiness

Freitag, 11. Oktober 2013

Austrian Mobile Power Die Elektromobilitäts-Allianz macht mit „E-Mobility on Stage“ Werbung für ihre Anliegen

short

Elektromobilität für alle ­erlebbar & leistbar machen

Toyota baut sein Mobilitätskonzept aus

© Toyota

Zwei Tage lang wurden dabei in Wien Produktneuheiten wie E-Autos, E-Bikes und E-Trikkes präsentiert. Wien. Vergangenes Wochenende wurde rund ums Wiener Burgtheater ein Stück Zukunft erlebbar und erfahrbar: Zwei Tage lang präsentierte Austrian Mobile Power, eine Allianz von österreichischen Spitzenunternehmen, bei „E-Mobility on Stage“ die neuesten E-Autos, E-Bikes und E-Trikkes (Elektro­ roller) zum Anschauen und Ausprobieren. Insgesamt 20 heimische Firmen zeigten darüber hinaus aktuelle Entwicklungen und Innovationen, Produkte und Services in einem Informationszelt – rund 2.000 Besucher informierten sich über das Angebot und probierten Fahrzeuge auch selbst aus.

Tokio. Toyota hat vor wenigen Tagen das seit einem Jahr in Toyota City laufende Projekt Ha:mo u.a. mit dem dreirädrigen Konzeptfahrzeug i-Road ausgebaut. Damit testet der japanische Hersteller neue nutzer- und städtefreundliche Mobilitätslösungen, die die Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs und den Individualverkehr miteinander verbinden. Bestandteil dieses Verkehrssystems ist der Car-SharingService „Ha:mo Ride“ mit Kleinst-Elektrofahrzeugen für den Kurzstreckeneinsatz in urbanen Räumen; diese können via Car Sharing beispielsweise für Fahrten von Bahnhöfen bis zum Reiseziel genutzt werden. Der Ausbau des Projekts umfasst die Aufstockung der derzeit aus zehn Elektroautos vom Typ Coms bestehende Flotte um zunächst 45 zusätzliche und in wenigen Wochen weiteren 45 Fahrzeuge sowie die Erweiterung der zehn Yamaha PAS umfassende ZweiräderFlotte um 52 Fahrzeuge. Auch die Zahl der Fahrzeugstationen wurde deutlich erweitert: Von bislang vier Stationen, an denen Nutzer Fahrzeuge ausleihen und zurückgeben können, auf nun 17 und in wenigen Wochen 21. Um die Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit des Car-Sharing-Services zu prüfen, wurde außerdem ein Gebührensystem eingeführt.  www.toyota.com

Zufrieden mit Entwicklung Als eine der Ersten besuchte die zuständige Verkehrs- und Innovationsministerin Doris Bures die Veranstaltung. Bei einem Rundgang besichtigte sie die ausgestellten Innovationen und die neuesten E-Mobile und Ladesäulen. „Wie man hier rund um das Burgtheater sieht, ist die Elektromobilität in Wien angekommen und begeistert das Publikum. Gleichzeitig gewinnt dieser Wirtschaftszweig auch für unsere heimischen Unternehmen zusehends an Wichtigkeit und sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich“, sagte die Ministerin. „Jetzt müssen wir aber auch den nächsten Schritt machen: Es ist nun besonders wichtig, Elektromobilität für alle erlebbar und leistbar zu machen: E-Car-Sharing, E-Taxis und andere innovative Modelle sind hier zukunftsweisend, und um diese zu fördern und zu unterstützen, starten wir über den Klima- und Energiefonds eine neue Förderinitiative.“

Initiative baut deutsches H2-Tankstellennetz aus

© Austrian Mobile Power/Jürgen Hammerschmid

Moritz Kolar

Das Projekt Ha:mo soll individuellen & öffentlichen Verkehr kombinieren.

V.l.n.r.: Renault-Österreich-Chef Gaudefroy, Minsterin Bures und Austrian Mobile Power-GF Aichmaier bei „E-Mobility on Stage“.

Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner ergänzte: „Der Ausbau der Elektromobilität reduziert den CO2-Ausstoß, stärkt wichtige Kernkompetenzen der heimischen Wirtschaft und ermöglicht uns darüber hinaus ein Standbein in den globalen Technologiemärkten der Zukunft.“ Ähnlich sieht das auch Heimo Aichmaier, Geschäftsführer des Veranstalters Austrian Mobile Power: „Die Leistungsschau zeigt gebündelt, wie innovativ österreichische Unternehmen mit dem Thema umgehen. Dabei freuen wir uns besonders, dass es uns bei dieser Veranstaltung gelungen ist, Emotion und Innovation zu verbinden; dadurch konnte ein breites

Publikum hautnah erleben, wie viel Spaß e-mobile Fortbewegung macht.“

Trend zu Elektromobilität Dieser Erfolg sei – so Austrian Mobile Power – umso bemerkenswerter, als man in den vergangenen drei Jahren einen Aufwärtstrend der Elektromobilität in Österreich feststellte. Deutlich haben zuletzt vor allem E-Zweiräder zugelegt: Während 2011 rund 30.000 E-Bikes verkauft wurden, waren es ein Jahr später bereits 45.000 – ein Plus von 50%. Dazu kommen noch E-Scooter und E-Trikkes. Im Pkw-Bereich sind laut Austrian Mobile Power rund 9.500 Batte-

rie- und Hybridfahrzeuge auf den heimischen Straßen unterwegs, davon sind 1.591 reine E-Autos und 9.335 E-/Hybrid-Kombinationen (per Juni 2013). Bei den Neuzulassungen mit alternativen Antrieben liegen E-Fahrzeuge inklusive Hybride deutlich vor Gasfahrzeugen: Rund 2.600 E-Mobile und Hybride wurden 2012 neu zugelassen, versus rund 465 gasbetriebene Autos. Seit 2009 (mit rund 1.100 E-Pkw und Hybriden) hat sich die Anzahl der E-Pkw-Neuzulassungen somit mehr als verdoppelt. Hybridfahrzeuge wachsen dabei besonders stark: Drei Viertel aller neu zugelassenen E-Pkw 2012 waren Hybride (rund 2.170 Fahrzeuge). www.austrian-mobile-power.at

Innovation Australische Wissenschaftler stellten kürzlich ein „aufmerksamkeitsbetriebenes Fahrzeug“ vor © Lawrence Looi/EPA/picturedesk.com

Fahrzeuge sollen in Zukunft mitdenken Melbourne/Australien. Tagträumereien oder Ablenkungen am Fahrersitz sind keine Seltenheit. Während wir noch schnell die Einkaufsliste für den geplanten Stopp beim Supermarkt durchgehen, dem

Berlin. In Deutschland soll das Wasserstoff-Tankstellennetz kräftig ausgebaut werden. Die sogenante H2 Mobility-Initiative führender Industrieunternehmen – dazu gehören Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total – wollen bis zum Jahr 2023 die heute 15 Tankstellen umfassende, öffentliche Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland auf rund 400 H2-Tankstellen erweitern. Bereits innerhalb der kommenden vier Jahre sollen die ersten 100 Wasserstoff-Stationen in Betrieb gehen. Damit soll eine bedarfsgerechte Versorgung von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle – die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen sollen – sichergestellt werden.  www.omv.at

den Fahrzeugs oder den ausparkenden Kleinwagen einige Meter weiter übersieht. Die Konsequenz ist entweder ein abruptes Bremsmanöver, ein Blechschaden oder gar noch Schlimmeres. Damit es so

© Panthermedia.net/Luis Louro

Bis zum Jahr 2023 soll das deutsche H2-Tankstellenetz kräftig wachsen.

vergangenen Wochenende mit der Familie nachhängen oder den bevorstehenden Kinoabend mit dem Partner am Handy planen, kann es leicht passieren, das man etwa das Abbremsen des vor einem fahren-

Durch Ablenkungen wie Handy-Telefonieren verursachte Unfälle könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

weit in Zukunft nicht mehr kommt, haben australische Forscher ein Auto entwickelt, das Gedanken lesen kann.

Umfangreiche Testfahrten Laut Angaben der Forscher soll das Fahrzeug die Hirnströme der Fahrer messen und das Auto bei mangelnder Konzentration automatisch abbremsen. Voraussetzung dafür ist, dass der Fahrer einen Helm mit 14 Sensoren aufsetzt, über den ununterbrochen die Art und Stärke der Hirnaktivität gemessen wird; schlagen die Sensoren Alarm, reagiert das Fahrzeug mit einer Verlangsamung seiner Geschwindigkeit. Entwickelt wurde das „aufmerksamkeitsbetriebene“ Auto im Auftrag des Königlichen Automobilclubs von Westaustralien (RAC). Nachdem erste Tests laut Angaben von RAC-Chef Pat Walker „sehr positiv verlaufen“ seien, sollen Fahrzeug und Technik nun bei umfangreichen Testfahrten auf Herz und Nieren weiter geprüft werden.  www.forthebetter.com.au


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Freitag, 11. OKTOBER 2013 – 65

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Sibirien begibt sich auf Suche nach Touristen

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© stafa.at

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Wien. Der Familienreiseveranstalter ITS Billa Reisen bietet auf Cayo Coco vor der Nordküste Kubas vier neue Hotels an. Vom Zielflughafen Santa Clara aus ist die Anreise jetzt viel kürzer – eine Woche im Hotel Sol Cayo Coco, DZ, Alles inklusive, Flug, p.P. ab 1.299 €. Direkt an einem Sandstrand liegt das Hotel, das ITS Billa Reisen neu im Programm hat. Abends bummelt man in der tropischen Gartenanlage durch die laue Nacht, bevor karibische Rhythmen in die hoteleigene Diskothek locken. Das Vier-Sterne-Haus hat eine Kinderermäßigung.  www.itsbilla.at

© Achim Zielke, Bad Honnef

© ITS Billa Reisen

Wien. Thailand ist exotisch, kulturell interessant, und traumhafte Sandstrände garantieren einen unvergesslich schönen Winterurlaub. Stafa Reisen bietet u.a. das Fünf Sterne Hotel Mukdara Beach Resort & Spa am Sandstrand von Khao Lak an. Die Reise ist mit Flügen ab Wien, Linz, Graz und Salzburg kombiniert, täglich vom 1. November 2013 bis 18. April 2014. Zwölf Nächte im DZ mit Frühstück oder Halbpension ab 1.249 € (statt 3.796 €). Bei Holidaycheck hat das Hotel eine 90%ige Weiterempfehlung.  www.stafa.at

Natur & Kultur Sibirien strebt einen Qualitäts-Tourismus an, der in seinem Kern weitgehend dem europäischen Verständnis von Nachhaltigkeit entspricht. Man hofft auf Geschäftsleute und Privatreisende, die eine Auszeit brauchen.  Seite 66 Robinson Club Ampflwang startet jetzt in neuem Glanz

Emirates Airline Die Angebote bis 31. Oktober buchbar

Katalog sowie Katalog-App für Sommer 2014 sind ab November auf dem Markt.

Wien. Nachdem bereits im vergangenen Jahr ein Teil des Clubs Ampflwang in Oberösterreich modernisiert wurde, folgt in diesem Winter die Renovierung der Zimmer. Darüber hinaus lädt der Seminarbereich mit neuem Foyer und frisch gestalteten Seminarräumen zu Präsentationen aller Art ein. In allen Robinson Clubs gibt es ab sofort kulinarische Kreationen, die nicht nur gesund sind, sondern auch glücklich machen und Stress bekämpfen. Die Speisen werden jeden Abend unter dem Namen „Felicity Food“ an den WellFood-Stationen der Clubs angeboten.  www.tui.at/robinson

Attraktive Economy-Class-Specials

© Emirates

Wien. Jahn Reisen Austria hat das Angebot für Winter-Langzeit-Urlauber in der Türkei mit sechs neuen hochwertigen Unterkünften ausgebaut. Schon ab drei Wochen Aufenthalt genießen Urlauber in 93% der Jahn Reisen Austria-Hotels Preisvorteile von bis zu zehn Prozent. Preisbeispiel: Belek Fünf Sterne Spice Hotel & Spa, 22 Tage, AI, Flug p.P. ab 930 €.  www.jahnreisen.at

© TUI

© Jahn Reisen Austria

Kulinarisches Antistress-Menü

Emirates-Streckennetz: 135 Ziele in 76 Ländern auf sechs Kontinenten.

Wien. Emirates hat Specials für Flüge zu ausgewählten Destinationen im Streckennetz aufgelegt, die jetzt buchbar und für Abflüge bis 30. April 2014 gültig sind. Die Spezial-Preise gibt es beispielsweise für Flüge ab Wien nach Dubai (ab 445 €), Peking und Shanghai (ab 590 €), Bangkok (ab 650 €), Ho-Chi-Minh-Stadt oder Dar Es Salaam (ab 690 €), Tokio Haneda (ab 705 €), Clark auf den Philippinen (ab 750 €), Johannesburg, Durban und Kapstadt (ab 755 €) oder Jakarta, Kuala Lumpur oder Singapur (ab 810 €). Reservierungen unter Tel. 01/206 091 999.  www.emirates.at


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66 – medianet destination

Kommentar

Erfolgreiche Bilanz für theAlps 2013

Freitag, 11. Oktober 2013

Tourismusoffensive Die Urlauber erleben Tradition, Kultur und Entspannung in Chakassien, Tuva und Krasnoyarsk

Sibirien: Paradies sucht nachhaltigen Tourismus

Sibirien strebt einen nachhaltigen, auf Kultur- und Naturerhalt bedachten Qualitäts-Tourismus an. alice hefner

H

euer fand heuer zum vierten Mal – erstmalig in den Westalpen – die touristische Fachveranstaltung theAlps statt, bei der mehr als 300 Spitzenvertreter des europäischen Alpentourismus im französischen Chamonix Mont-Blanc zusammenkamen. Das Fazit der Gastgeberregion Rhône-Alpes, des Trägervereins AlpNet und dessen Partner­ regionen fiel positiv aus. 50 touristische Anbieter trafen auf 100 Vertriebspartner aus 32 Ländern und hatten die Chance, ein hochkarätig besetztes Symposium und die mit Spannung erwartete theAlps Award-Verleihung zu erleben. Die Initiatoren des innovativen Netzwerktreffens sehen sich in ihrem Weg bestärkt. 2014 soll die jährliche Fachveranstaltung in der Schweiz ausgetragen werden. In erster Linie, darin war man sich einig, geht es heutzutage nicht mehr darum, den Urlaubern alle Eigenschaften einer Destination zu vermitteln. Vielmehr müssen über Emotionen Bindungen zu den Gästen aufgebaut werden. Über Marken kann Glaubwürdigkeit, Attraktivität und Unterscheidbarkeit vermittelt werden. Da der Sommertourismus wesentlich vielfältiger als der Wintertourismus ist, muss jetzt eine gemeinsame ­Strategie mit authentischen Leistungsangeboten entwickelt werden.

Rewe Austria Touristik

Neue Angebote für Ägypten

© Panthermedia.net/Adrienn Orbánhegyi

Wien. Die Rewe Austria Touristik GmbH mit ITS Billa Reisen, Jahn Reisen und Transair (Merkur Ihr Urlaub, Penny pack´n go, Billa Vorteilsreisen) bietet ab sofort wieder Reisen in die Baderegionen am Roten Meer an. „Wir glauben fest an eine schnelle Wiederbelebung des Tourismus“, so Martin Fast, GF der Rewe Austria Touristik.

Moskau. Das größte Land der Erde wünscht sich mehr Besucher aus dem Ausland. Gesucht werden Touristen, die gewillt sind, die Unendlichkeit einer nahezu unberührten Steppenlandschaft, den wohl dichtesten Baumbestand der Erde, endlose Bergketten, fischreiche Seen, den mildwürzigen Duft einer überaus sauerstoffreichen Luft, reißende Flüsse wie den Jenissej, die „Mutter aller Ströme“, in ursprünglicher Artenvielfalt wild lebende Tiere und den Zauber eines jahrtausendealten, von Schamanen geprägten Naturglaubens auf sich wirken zu lassen.

Putin macht Werbung Das touristische Angebot ist beeindruckend. Wandern, Ski fahren, Reiten, Hubschrauberflüge, Auto- und Fahrradtouren, Paddeln und natürlich Bergsteigen. Z.B. die Viertausender des Altau-Gebirges bieten anspruchsvolle Touren und Höhlenexkursionen. Auch für passionierte Jäger und Fischer ist Sibirien eine ideale Destination. Den Reisenden stehen zahlreiche einfache Herbergen zur Verfügung, aber es gibt auch Hotels und gemütliche Landhäuser. Restaurants sind ausreichend vorhanden: Das Angebot reicht von traditioneller europäischer Küche bis zu den Spezialitäten des Landes. 1,5 Mio. Touristen besuchen v.a. im Sommer die Altai-Region – die Intensität des Tourismus pro Einwohner ist ca. doppelt so hoch wie in Österreich. Wladimir Putin höchstpersönlich macht in TV-Spots Werbung für Urlaub in Sibirien. Er gönnte sich einen aktiven Urlaubstag und ließ sich und seine Begleiter dabei

© Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

georg biron

Hapag Lloyd Kreuzfahrten bietet spannende Expeditionsschiffsreisen mit der MS Bremen nach Wladiwostok in Sibirien an.

filmen. Denn: Belebung und Aufbau der gewaltigen sibirischen Territorien steht ganz oben im strategischen Staatsplan Russlands. Gewaltige staatliche und private Investititonen in die sibirische Infrastruktur sind bereits beschlossen; der internationale sowie innenrussische Tourismus in Sibirien soll dabei helfen. „Sibirien boomt“, schreibt Robert Neu in Russland heute. „Den Touristen sollen verschiedene Aktivitäten geboten werden. Die Natur steht im Mittelpunkt: Angeln, Pilze sammeln, Holzschnitzarbeiten. Die Kultur ist naturnah, dort sieht man die Chancen.“ Sibirien strebt einen auf Kultur- und Naturerhalt bedachten Qualitätstourismus an, der in sei-

nem Kern weitgehend dem europäischen Verständnis von Nachhaltigkeit entspricht. „In unserem Land leben mehrere Hundert Volksgruppen friedlich und ohne Akzeptanzprobleme mit- und beieinander. Vor diesem vielfältigen und traditionsreichen Hintergrund sind wir bereit, uns mehr denn je für Besucher aus dem Ausland zu öffnen“, so der chakassische Sport- und Tourismusminister Waleri Dentschikow.

Unberührte Landschaften Baikalsee und Transsibirische Eisenbahn haben Touristen schon zur Zeit des Kommunismus nach Sibirien gelockt; nun wollen die Touristiker neue Impulse setzen.

Airport Salzburg Bis zu sechs wöchentliche Verbindungen nach London bietet der Carrier im nächsten Sommer

British Airways mit mehr Flügen in 2014 Wien. Die Premium-Airline British Airways wird Salzburg im Sommer 2014 häufiger als bisher anfliegen. Ab dem 30. März 2014 hebt der Carrier fünf Mal pro Woche in die Hauptstadt an der Themse ab. Derzeit werden ab Airport Salzburg (SZG) vier wöchentliche Flüge nach London Gatwick (LGW) angeboten. Reisende haben dann zusätzlich immer freitags die Möglichkeit, direkt in die Metropole zu fliegen. Mit Ende Juni 2014 kommt dann eine weitere Verbindung hinzu: Ab dem 28. Juni 2014 stehen samstags gleich zwei Flüge zur Auswahl. Die bis zu sechs wöchentlichen Frequenzen ab Salzburg im Sommer 2014 ermöglichen Passagieren – Urlaubern wie Geschäftsreisenden – noch mehr Flexibilität in der Reiseplanung sowie einen nahtloseren Zugang zum weltweiten British Airways Langstreckennetz.

burg im Vergleich zum aktuellen Sommerflugplan weiter auf“, freut sich Katja Selle, Regional Commercial Manager, Central & East Europe, British Airways. Pünktlich zur Winter- und Weihnachtssaison Anfang Dezember starten von Innsbruck aus fünf Flüge pro Woche nach London Gatwick. Im Winterflugplan bietet British Airways damit bis zu 40 wöchentliche Verbindungen

ab Wien, Salzburg und Innsbruck nach London. Doch nicht nur die Tiroler, sondern auch die Salzburger Tourismusbetriebe dürfen sich über zahlreiche britische Wintersportgäste freuen: Ab dem 3. Dezember verbindet British Airways London mit Salzburg täglich, samstags sogar zweimal pro Tag. Im Gegenzug ermöglicht die Verdoppelung der Frequenzen im Win-

„Der österreichische Markt boomt – um die hohe Nachfrage bedienen zu können, stockt British Airways die Frequenzen ab Salz-

© British Airways

X-Mas Shopping in London

Touristische Sicherheitslage am Roten Meer ist derzeit wieder stabil.

Die sibirische Region Primorje war bis 1991 nicht für Ausländer zugänglich und bietet jetzt ein vom Tourismus nahezu unberührtes Expeditionsgebiet mit versteckten Seen, Naturreservaten, kleinen Inseln und besonderer Flora und Fauna. Die MS Bremen, das Expeditionsschiff von Hapag-Lloyd, kam erstmals im Mai 2013 nach Primorje. Mit der höchsten Eisklasse für Passagierschiffe und einem Tiefgang von 4,8 m ermöglicht das Schiff eine Expeditionsreise zu den entlegenen Winkeln der Küste. Das Expeditionsschiff nahm auch Kurs auf Wladiwostok – die Stadt, die als Endstation der legendären Transsib weltberühmt wurde.  www.russland-heute.de/reisen

In Österreich fliegt British Airways zwei Flughäfen an – Wien und Salzburg.

ter österreichischen Reisenden die größte Freiheit bei der Wahl ihres Termins für Christmas Shopping in London.

Karneval in Rio de Janeiro Darüber hinaus hält British Airways weitere Angebote für Passagiere aus Österreich bereit: Die Airline setzt auf der Route von London nach Rio eine neue Boeing 777-300 ein. Österreichische Fans des Karnevals, die bis zum 15. Oktober 2013 eine Reise nach Rio de Janeiro in Club World, der Business Class von British Airways auf Lang­ strecken, buchen und ihren Traum vom Südamerika-Urlaub im Reise­ zeitraum 27. Oktober 2013 bis 31. März 2014 wahr machen, fliegen eine Strecke in der luxuriösen First Class von British Airways und eine in der Business Class – schon ab 4.550 €. Flüge können auf der Internetseite von British Airways, telefonisch unter der Reservierungshotline (01) 79 567 567 oder auch in Reisebüros gebucht werden.  www.ba.com


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Freitag, 11. Oktober 2013

medianet destination – 67

access 2013 Die größte Plattform der österreichischen Tagungs- und Eventwirtschaft erfreute sich großen Zulaufs

Genussreisen Wein

10 Jahre access gefeiert Wien. Fünf Trägerorganisationen – austrian business and convention network (abcn) der Österreich Werbung, ACB – Austrian Convention Bureau, RTK – Round Table KonferenzHotels, AUA und Vienna Convention Bureau – haben die access im Jahr 2004 ins Leben gerufen. Inzwischen ist sie zur wichtigsten Fachmesse der österreichischen Tagungs- und Eventwirtschaft geworden. Einmal im Jahr treffen in der Hofburg Vienna an zwei Tagen Kongress-, Incentive- und Veranstaltungsprofis zum Netzwerken, Austausch von neuen Trends und bemerkenswerten Eventideen sowie zur Kontaktaufnahme mit neuen Partnern und zur Geschäftsanbahnung aufeinander.

Mehr heimische Aussteller Die wichtigste und größte Fachmesse der österreichischen Tagungs- und Eventwirtschaft ging diesmal am 7. und 8. Oktober in Wien über die Bühne und erfreute sich einmal mehr eines regen Zustroms. Die access lockte rund 1.800 nationale und internationale Fachbesucher und Aussteller in die Hofburg und punktete mit vielen Programm-Highlights. Besonders erfreulich ist die gestiegene Zahl der österreichischen Aussteller, die ihr vielfältiges Leistungsangebot präsentiert haben.

© Christian Husar

Michael Bär

Treffpunkt der Tagungs- und Eventwirtschaft: Christian Mutschlechner, Präsident Austria Convention Bureau, und Petra Stolba, GF Österreich Werbung.

Mit der access academy und deren Motto „Das Wissen liegt im Publikum – aktivieren, teilen, profitieren!“ wagten sich die Organisatoren auf schwieriges Terrain. Die Moderatorinnen Irene Kernthaler-Moser von Mehrenergie Consulting und Andrea Bauer wanderten mit dem „access academy Mobil“ durch die Fachmesse und befragten die Besucher zu aktuellen Themen, holten Meinungen

ein und sammelten Ideen. Florian Felder vom austrian business & convention network (abcn) der Österreich Werbung: „Wir wollten heuer bewusst weg vom nur Zuhören zum Mitreden und vom Zuschauen zum Erleben.“

Schwarmintelligenz live In den vier gut besuchten Publikums-Sessions in den Aus-

stellungsbereichen der öster­ reichischen Convention ­Bureaus konnten die access-Besucher somit Schwarmintelligenz live erleben. „Im Internet bekommen wir fast jede Information – dazu muss ich nicht mehr zu einer Tagung gehen. Bei einer Tagung wollen die Leute in persönlichen Kontakt treten, sich austauschen, diskutieren, voneinander lernen. Die Tagungen der Zukunft müssen die Rahmenbedingungen für persönlichen Kontakt schaffen“, so Kernthaler-Moser. Die zweite Diskussionsrunde trug den Titel „Charity-Events in Österreich – über die Schwierigkeit Gutes zu tun bzw. zu veranstalten“. Geleitet wurde sie von Wolfgang Peterlik, GF der pi-five DialogFeld GmbH und emba-Vorstandsmitglied. Diskutiert haben Life BallGründer und -Organisator Gery Keszler, Monica Culen von Rote Nasen Clowndoctors, Hannah Neunteufel von Hannah´s Plan sowie Yvonne Rueff („Dancer against Cancer“). Die Teilnehmer waren sich u.a. einig, dass in dieser Event-Kategorie nichts ohne viel Emotion, persönliches Engagement und langen Atem geht. Celebrities können für ein Charity-Event von Vorteil sein, sind aber kein Muss wie zum Beispiel der Rote Nasen-Lauf eindrucksvoll beweist.  www.access-austria.at

© Loisium/Genuss Reisen/ Hauke Dressler

Life Ball-Organisator Gery Keszler als Gast bei Podiumsdiskussion über Charity-Events in Österreich.

Wine & Spa im Genuss-Herbst

Entdeckungsreisen im Herbst bei Genuss Reisen Österreich.

Wien. Genuss Reisen Österreich lädt ein, den Herbst kulinarisch zu erleben – ob beim Ausspannen im Wine & Spa-Erlebnis des Loisium Wine & Spa Resort Langenlois im niederösterreichischen Kamptal, bei „Gourmet & Mohr“ in Reutte, Tirol, oder bei der „kulinarischen Auszeit“ am Pössnitzberg entlang der südsteirischen Weinstraße: Kulinarisch interessierte Urlauber erfahren bei den Genuss Reisen Österreich mehr über zeitgemäß verfeinerte, regionaltypische Rezepte, attraktive Kurse für Genießer und Touren zu Produktions- und Schaubetrieben. Auf den Spuren des Weinherbsts“ bietet das Loisium Wine & Spa Resort Langenlois aktives Genießen an: 2 Nächte im Design-Zimmer, Vintage-Gourmetfrühstücksbuffet, 4-GangVineyard Menü mit Weinbegleitung aus erwanderten Rieden, ein Degustationsset für den Weinweg mit Kostglas; ab 249 € p.P. im „Classic“-DZ.  genussreisen-oesterreich.at

Fit für die Zukunft – Weichen gestellt Eines der schönsten Seminarhotels des Landes überzeugt am rot-weiß-roten Veranstaltungsparkett

Noch mehr Glanz auf Schloss Hernstein

PROMOTION

© Schloss Hernstein (3)

Seit 2012 ist die Top-Seminarlocation Träger des Österreichischen Umweltzeichens für Tourismusbetriebe.

Trend-Talk in traditioneller Umgebung.

Nicht nur im Herbst ein Seminartraum: Schloss Hernstein lockt zu jeder Jahreszeit.

Hernstein. Ein architektonisches Schmuckstück in der heimischen Seminarlandschaft hat sich frisch herausgeputzt: Drei Jahre haben die Renovierungsarbeiten an der Fassade, beim Innenhof und im Inneren von Schloss Hernstein, einem der traditionsreichsten Tagungsbetriebe Österreichs, gedauert. „Seit diesem Jahr erstrahlt das historische Schloss, einst Jagdschloss von Erzherzog Leopold Ludwig, dem Neffen von Kaiser Franz, wieder im ursprünglichen Erscheinungsbild“, berichtet Hoteldirektor Jan Soucek. Somit steht einem ungestörten Veranstaltungsbetrieb in einem der schönsten Seminarhotels

Österreichs nichts mehr im Wege. Kein Wunder also, dass der Dreiklang aus Klassik, Tradition und Moderne immer mehr Tagungsgäste anlockt.

Vielseitig & modern Das viktorianische Anwesen, eingebettet in einen weitläufigen englischen Park, bietet eine angenehme Mischung aus moderner Infrastruktur und historischem Ambiente. Die 24 Seminarräume, teilweise im historischen Stil, sind mit modernster Tagungstechnik ausgestattet. Im gesamten Schlossund Hotelbereich steht den Gästen gratis WLAN zur Verfügung. Der moderne Hotelanbau verfügt über

74 Hotelzimmer, Panoramarestaurant mit Terrasse und Hotelbar. Nach einem intensiven Arbeitstag stehen für die Gäste des Hauses der großzügige Erholungsbereich mit Hallenbad, Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine, Solarium und ein moderner Fitnessraum bereit.

Grünes Gütesiegel Nicht nur die Fassade wurde erneuert, auch die Öko-Philosophie hat ihren besonderen Platz gefunden: Seit 2012 ist die nur 35 km südlich von Wien gelegene Veranstaltungs-Location stolzer Träger des Österreichischen Umweltzeichens für Tourismusbetriebe. Die Gastgeber legen besonders viel Wert auf

Historismus trifft Hightech: Das Schloss überzeugt mit State-of-the-art-Ausstattung.

die Nutzung regionaler und saisonaler Produkte. Zudem wurden vom Management ein umweltfreundliches Abfallwirtschaftskonzept ausgearbeitet und Maßnahmen zur Wassereinsparung getroffen. Im Rahmen des Umwelt-Aktionsprogramms wolle man in den kommenden Jahren die Senkung des Energie- und Stromverbrauchs vorantreiben, so der Hausherr.

Platz für Work & Workout Fazit: Die weitläufige und in vielerlei Hinsicht grüne Traumlocation bietet Raum für faszinierende Events & Incentives, Seminare & Tagungen sowie Teambuilding-Veranstaltungen mit Fun und Action!

INFO/KONTAKT Schloss Hernstein-Tipp: Adventmarkt vom 6. bis 8.12.2013

www.schloss-hernstein.at/video Seminarhotel Schloss Hernstein Berndorfer Straße 32 A-2560 Hernstein T 43/2633/472 51-0 F 43/2633/472 51-95 Mail: reservierung@schloss-hernstein.at www.schloss-hernstein.at


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© Christoph Lackner

„Advent in Tirol“: Die Märkte sind bald bereit

Freitag, 11. Oktober 2013

Tirols Gletscher Mehrere Millionen Euro werden ab sofort in neue Restaurants, Shops und Liftanlagen investiert

Skigebiete investieren in gastronomische Exzellenz Angebote wie ein auf 3.000 m ausgebauter Cuvée sollen Gourmet-Affinität der Skifahrer ansprechen. michael bär

Innsbruck. Sechs „Advent in Tirol“-Märkte (Innsbruck, Hall in Tirol, Kufstein, Lienz, Mayrhofen und Rattenberg), die zum Teil zu den traditionellsten zählen, bieten Besuchern höchste Qualität: Alle Mitglieder müssen einen strengen Kriterienkatalog erfüllen, in dem z.B. nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch das Angebot der Verkaufsstände geregelt ist. Echte, alpenländische Weihnachtsweisen sind genauso ein „Muss“ wie die Beschränkung der Öffnungszeiten auf 21 Uhr. Dass die Adventzeit v.a. für die kleinsten Besucher etwas Besonderes darstellt, weiß man hier genau – mindestens einmal pro Woche gibt es auf jedem Markt liebevoll ausgesuchte Kinderprogramme. Ein gemeinsamer Folder (erhältlich bei den einzelnen Märkten und bei der Tirol Werbung) und ein Internet- und Facebook-Auftritt informieren über Öffnungszeiten und Programmhöhepunkte.  www.adventintirol.com

Umbau der Swarovski Kristallwelten startet Wattens. Die Swarovski Kristallwelten werden ab Oktober mit einer Gesamtinvestitionssumme von 34 Mio. € erweitert. Mit dem Baustart wird die Fläche von bisher 3,5 ha in den kommenden eineinhalb Jahren auf 7,5 ha ausgedehnt. Stefan Isser, GF der swarovski tourism services: „Wir stellen eine spannende Symbiose zwischen Innen und Außen her.“  www.kristallwelten.com

© Krainerhütte

Silvester feiern im Helenental bei Wien

Innsbruck. Nach den Jahren der großen Investitionen in die Hardware von Liftanlagen setzen Tirols Gletscherskigebiete nun vermehrt auf ihre „weichen“ Angebotsfaktoren. Vor allem die gastronomische Kompetenz rückt ab kommendem Herbst in den Fokus der Seilbahn-Unternehmen. Mit gleich mehreren Neu- und Umbauten von Restaurants lassen die Tiroler Gletscher aufhorchen. Rund 30 Mio. € stecken Kaunertaler Gletscher, Pitztaler Gletscher, Sölden, Stubaier Gletscher und Hintertuxer Gletscher in diese Form der Qualitäts-Verbesserung.

Urige Hüttenatmosphäre 13 Mio. € investiert der Hintertuxer Gletscher in seine Gastronomie – mit sicht- und spürbarem Mehrwert: Gäste erwartet ein erstklassiges Niveau in Sachen Servicekomfort, Ambiente und kulinarischer Qualität. So offeriert das Tuxer Fernerhaus seinen Besuchern nach einem Komplettumbau zwei Top-Restaurants. Zusätzlich entstanden ist ein Bedienungsrestaurant mit 220 Sitzplätzen, das bestehende SB-Restaurant wurde erneuert. Traditionelle Tiroler Stilmittel wie Holz und Natursteine sorgen für Behaglichkeit und erfüllen dabei zeitgemäße Ansprüche an Design und Funktionalität. Panoramafenster holen Licht und Bergpanorama praktisch mitten in die hohen Räume herein. Besonders komfortabel: Dank Rolltreppen gehört das Stiegensteigen in Skischuhen der Vergangenheit an. Ein bauliches Facelift erfuhr außerdem das Spannagelhaus, das

© 5 Tiroler Gletscher

Die Innsbrucker Bergweihnacht verbindet Tradition und Moderne, Bergerlebnis und urbane Vielfalt.

Mit einer Genuss-Initiative wollen fünf Tiroler Gletscher im Winter für kulinarische Gipfel-Erlebnisse sorgen (von li.): Josef Margreiter (Tirol Werbung), Matthias Dengg (Zillertaler Gletscherbahnen), David Kostner (Restaurant Schaufelspitz), Marcus Herovitsch (Pitz- und Kaunertaler Gletscher), Christian Schnöller (Bergbahnen Sölden) und Reinhard Klier (Stubaier Gletscher).

in ein Bedienungsrestaurant verwandelt wurde. Urige Stuben und eine offene Feuerstelle vermitteln Hüttenatmosphäre. Auch hier geben großzügige Fensterfronten den Blick auf die Kulisse frei.

Höchstes Haubenlokal Am Stubaier Gletscher erfüllt man seit Jahren gehobene Ansprüche im Bereich Kulinarik. Das Restaurant Schaufelspitz in der Bergstation Eisgrat (2.900 m) darf sich als höchstes Gault Millau HaubenRestaurant der Alpen bezeichnen. Im Marktrestaurant einen Stock höher versieht eine eigene PastaManufaktur ihre Dienste.

Sölden eröffnet auf seinem Skiberg Gaislachkogl ein Bedienungsrestaurant mit „Alpine Cuisine“, Weinkultur, 94 Innensitzplätzen, 34 Terrassenplätzen und SonnenDachterrasse. Es ist das am höchsten gelegene Restaurant im Skigebiet – und auf Top-Niveau bewegt sich auch die Kulinarik. Wein ist das zentrale Element im gastronomischen Angebot. So wird es u.a. einen „Pino 3.000er“ geben – eine Cuvée aus drei verschiedenen Rebsorten –, der am Gipfel des Gaislachkogls in Fässern ausgebaut wird. Die große Genuss-Offensive vorweggenommen hat der Pitztaler Gletscher bereits im Vorjahr mit

Im Kaunertal hat man das gastronomische Angebot aus dem Blickwinkel einer besonderen Gästeschicht adaptiert: Sämtliche Restaurants sind barrierefrei, ebenso wie alle Zugänge zu den Bahnen und Liftanlagen. Spezielle Parkplätze am Pistenrand erlauben Monoskifahrern ein problemloses Losstarten in den Skitag.  www.gletscher.tirol.at

Genussvolles für Auge und Gaumen Bregenz. In Genusswelten aller Art entführt am 26. und 27. Oktober die neue Messe „Gustav“ in Dornbirn. Der internationale Salon für Konsumkultur steht ganz im Zeichen von nachhaltigem Lebensstil und widmet sich dem Design, der Mode, der Kulinarik und dem Genuss.

Dieter Koschina wird beim Preview-Abend am 25. Oktober 2013 groß aufkochen.

Wochenende bei einem der sieben Hotelpartner, die Special Packages geschnürt haben.

Special Packages

ArtDesign Feldkirch

Wer die „Gustav“ als VIP-Gast besuchen möchte, verbringt ein

Die Arrangements inkludieren die Teilnahme mit Menü und Ge-

Während der beiden Messetage präsentieren Produzenten, Manufakturen und Handwerksbetriebe – viele davon aus Vorarlberg – Aktuelles aus den Bereichen Wohnen, Garten, Büro, Licht, Mode, Schmuck, Sport und Spiel sowie Kulinarik. Zu Gast sind außerdem Köche aus den besten Vorarlberger Restaurants sowie den Nachbarländern. Die weiteste Anreise nimmt Dieter Koschina auf sich. Der gebürtige Dornbirner hat Portugal zu seiner Wahlheimat gemacht – sein Restaurant Vila Joya in Albufeira zählt zu den 50 besten Restaurants der Welt.

tränken am Preview-Abend am 25. Oktober sowie den ermäßigten Messeeintritt (www.diegustav. com). Vom 11. bis 13. Oktober lädt im Reichenfeld-Areal die ArtDesign Feldkirch, die Messe für Design, Kunst und Mode, zum Besuch ein.Über 90 Aussteller zeigen Exponate und Installationen von der klassischen Moderne bis zu Werken der Gegenwartskunst. Die Plattform für progressive Ideen gibt auch Einblicke in innovative Produktgestaltung und Architektur (www.artdesignfeldkirch.at).

Premium-Kochkurse

© ArtDesign Feldkirch

Baden/Wien. Das Hotel Krainerhütte im Helenental bei Baden lädt zur Silvesterparty mit Gala-Buffet, Silvesterball mit Live-Tanzmusik und Feuerwerk um Mitternacht. Danach stehen Bleigießen, Sauschädelessen und Tombola am Programm. Der Rauchfangkehrer wird Glückwünsche überbringen. Pauschalpreis: 98 € p.P. Das Hotel liegt inmitten einer 50.000 m� Parkanlage und ist umgeben vom Wienerwald, das 4 Tage/3 Nächte Package ist um 330 € p.P. buchbar.  www.krainerhuette.at

Barrierrefrei im Kaunertal

Bodensee-Vorarlberg Der Vielfalt des Kunst- und Genussvollen widmen sich zwei Veranstaltungen im Oktober 2013

Vorarlberger Küchenkunst Das Seminar- und Eventhotel Krainer­ hütte lädt zum Silvesterzauber.

einer kulinarischen Steilvorlage, dem Neubau seiner Wildspitzbahn. Denn an deren Bergstation entstand mit dem Café 3440 Österreichs höchstes Kaffeehaus.

Innovatives aus Design, Kunst und Mode zeigt die ArtDesign Feldkirch im Oktober.

Ein neues Weihnachtsmenü? Ideen für die Alltagsküche? Bei Kochkursen geben regionale Könner wertvolle Tipps – zum Beispiel Haubenkoch Heino Huber im Deuring Schlössle in Bregenz, Michael Ritter in seiner modernen Kochagentur in Götzis und die „Küchenfee“ Denise Amann in ihrem Restaurant st‘ill in Feldkirch.  www.bodensee-vorarlberg.com


g u es t & se r v i ce

Freitag, 11. Oktober 2013

medianet destination – 69

Costa Crociere In der kommenden Wintersaison stößt die Costa neoRiviera mit 624 Kabinen zur Flotte und befährt ab 24. November die Golfregion

Neues Schiff in der Costa-Flotte Früher hieß das Schiff Grand Mistral, nun wurde es renoviert & neu getauft. Genua. Mit der Costa neoRiviera mit einer Größe von 48.200 BRT und 624 Kabinen setzt Europas führende Reederei ihr neues KreuzfahrtKonzept „Slow Cruise“ um. Ab 24. November macht sich das Schiff auf zu den siebentägigen Routen „Emirate mit Stil“.

„Slow Cruise“-Konzept Dank längerer Hafenliegezeiten wird es den Gästen ermöglicht, einen entspannten Aufenthalt in jeder Destination auf der Route zu erleben: Von Dubai geht es nach Maskat in Oman, weiter nach Abu Dhabi und zurück nach Dubai. An jedem dieser Häfen liegt das Schiff eine ganze Nacht und den vollen, darauffolgenden Tag. Diese neue Art der Kreuzfahrt bei Costa erlaubt den Gästen, tiefer in die Tradition des jeweiligen Landes

einzutauchen und die Atmosphäre von 1001 Nacht zu erleben. Die exklusiven, eigens für „Emirate mit Stil“ kreierten Exkursionen werden in kleinen Gruppen mit maximal 25 Personen durchgeführt. Um dem „Slow Cruise“-Konzept Rechnung zu tragen, gibt es in den drei Restaurants an Bord (darunter ein Buffet-Restaurant) keine festen Tischzeiten. Das Interieur des Schiffs und seine öffentlichen Bereiche sind inspiriert von der Atmosphäre der italienischen und französischen Riviera und der Amalfi-Küste. Im Emirat Abu Dhabi können die Urlauber einen ganzen Tag am

Strand des privaten Al Maya Island Resorts verbringen oder einen Wüstentrip mit Übernachtung im Desert Camp unternehmen.

Costa Fortuna in den V.A.E. Ebenfalls im Winter 2013/14 in den Vereinigten Arabischen Emirates unterwegs ist die Costa Fortuna: Von 20. Dezember 2013 bis 21. März 2014 geht es auf einwöchige Fahrten ab Dubai mit Stopps in Maskat und Kashab in Oman sowie in Abu Dhabi, wo der erste Ferrari Themenpark der Welt zu bestaunen ist.  www.costakreuzfahrten.at

© Costa Kreuzfahrten

georg biron

Die Costa neoRiviera ist ab November 2013 in der Golfregion unterwegs.

Designhotel Bevanda

Adria-Hotspot

Opatija. Direkt am Meer setzt das Boutiquehotel Bevanda mit edlen Designzimmern und Gourmetrestaurant extravagante Akzente in der kroatischen Region Kvarner. Momente purer Entspannung versprechen Terrasse, Jacuzzi und der in weichen Erdfarben gehaltene Wohnbereich. Namen statt Nummern: Jedes Zimmer, jede Suite erinnert an einen berühmten Besucher des Orts – von James Joyce und Isadora Duncan bis zu Albert Einstein, Gustav Mahler oder Giacomo Puccini. Im Gourmetrestaurant – und auch an der Bar – werden Köstlichkeiten von Scampi und Goldbrassen bis Wildspargel und andere Top-Produkte aus der Haubenküche von Zoran Marziv kredenzt.  www.kvarner.hr

Jahn Reisen Thailand

Urlaubsdomizil Wien. Im Fünf Sterne Hotel Silavadee Pool Spa Resort auf der Insel Koh Samui können Gäste im Jacuzzi-Deluxe-Zimmer den Blick über das Meer schweifen lassen oder in einer der einzeln stehenden Villen im privaten Pool mit Meerblick ausgiebig entspannen. Im Spa können sich Gäste in einem der fünf Behandlungsräume verwöhnen lassen. Preis: 7 Tage, DZA, Halbpension, Flug ab/bis Wien, p.P. ab 1.910 €.  www.jahnreisen.at

© Jahn Reisen Austria

O

F

B

Ä Jahn Reisen Select bietet ein elegantes Luxushotel auf Koh Samui in Thailand.


gast & wirt

70 – medianet destination

Aufgetischt

© Wolfgang Schmid

Neue italienische Markt-Wirtschaft

Beste Österreichische Gastlichkeit (BÖG) Österreichs Plattform für Qualitätsgastronomen stellte Jahrbuch vor

Kulinarik-Botschafter für Österreich wurde gewählt Guide-Booklet führt zu Restaurants, die sich Bester Österreichischer Gastlichkeit verpflichtet haben.

Al Mercato, 1020, Karmelitermarkt 96, Tel. 01/216 00 74, 0699/11 66 60 99

Eingeschenkt

Feiner Weißer vom Leithagebirge Schützen. Wie schon für seinen Vater Engelbert „Bertl“ ist auch für Georg Prieler der Weißburgunder ein absolutes Liebkind und die einzige weiße Rebsorte im Betrieb. Und wie alle Burgundersorten ist auch Pinot Blanc im Weingarten eher eine Diva (sehr engbeeriges Stielgerüst und dünne Beerenhäute: anfällig für Pilzerkrankungen) und stellt sehr hohe Ansprüche an den Standort (gut belüftete, kalkhaltige Lagen). Kann der Winzer wie Georg Prieler damit umgehen, ist das Ergebnis ein „kulinarisches Universalgenie“. Passt gut zu Muscheln, Fisch und Krustentieren, gern auch in Richtung Asiatisch mit Schärfe und Süße/Säurespiel. Wirklich prädestiniert ist er zu Kürbisund Pilzgerichten, aber auch mit Wildgeflügel läuft er zu echter Hochform auf. Pinot Blanc Seeberg 2012, Weingut Prieler, Gastropreis: 8,50 €. Erhältlich bei Kolarik & Leeb.

Wien. Die Genusskultur in Österreich wurde in einem prachtvollen Magazin, herausgegeben von der BÖG, komplett neu vorgestellt – und Siegfried Wolf darf sich über den Titel „Kulinarischer Botschafter der Besten Österreichischen Gastlichkeit 2014“ freuen. Im Rahmen einer Feier in der Wiener Schlumberger Wein- und Sektkellerei wurde das neue Magazin der Besten Österreichischen Gastlichkeit vorgestellt, das sich ausschließlich der kulinarischen Kultur Österreichs widmet und aus jedem einzelnen Bundesland berichtet.

„Die Gastronomie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige und damit auch für den Wirtschaftsstandort Österreich essenziell.“ Toni Mörwald, BÖG-Präsident

Festliche BÖG Jahrbuch 2013-Präsentation in der Schlumberger Wein- und Sektkellerei (von li.): Toni Mörwald, Sigi Wolf, Hans Schenner (Bundesspartenobmann WKO), Benedikt Zacherl (Unternehmenssprecher Schlumberger AG).

Stefan Liewehr sind monatelang durch Österreich gereist und haben sensationelle Eindrücke eingefangen, die sie in diesem Magazin wiedergeben.

Für Tourismuswirtschaft Beeindruckende Fotografien von Österreichs besten Fotografen – unterstützt von den sehr persönlichen Eindrücken und Essays österreichischer Literaten – machen dabei Gusto auf mehr. Ob Franzobel, Klaus Nüchtern, Armin Turnher oder Christian Seiler – sie alle beschreiben die verschiedensten Genussmöglichkeiten aus ihrer Perspektive. Die Bildkünstler Hermann Lehmann und

Abgerundet werden alle Artikel mit Speisen und Rezepten aus exemplarisch ausgewählten Restaurants, die von der BÖG ausgezeichnet wurden und die sich speziell mit diesen Produkten beschäftigen. Das dem Magazin beigelegte BÖG-Guide-Booklet führt zu ca. 300 Restaurants in Österreich, die sich der Besten Österreichischen Gastlichkeit verpflichtet fühlen.

„Als größte private gastronomische Organisation stellen wir das Magazin der Besten Österreichischen Gastlichkeit in den Dienst der österreichischen Tourismuswirtschaft und hoffen, dass alle verbundenen Organisationen mitziehen und sich gemeinsam mit vielen Restaurants solidarisch erklären“, so BÖG-Präsident Toni Mörwald. „Deshalb benötigt die Genusskultur in Österreich einen Botschafter.“ Aus diesem Grund fiel heuer die Wahl des „Kulinarischen Botschafters 2014“ auf Siegfried Wolf, der in seiner Dankesrede anmerkte: „Die Qualität der österreichischen Gastronomie ist ein bedeutender Faktor für die Tourismuswirt-

schaft. Für diese Gastronomie kann daher gar nicht genug geworben werden. Ich werde im Rahmen meiner Möglichkeiten die Rolle als Botschafter der Besten Österreichischen Gastlichkeit gern und mit Begeisterung ausfüllen.“

Österreich-Mittagstisch Charmant führte Cathy Zimmermann durch das Programm, und Mörwald bat zum „Österreich-Mittagstisch“, kreiert mit Lebensmitteln aus den Genuss Regionen Österreichs und zubereitet von Karl Schwillinsky aus Langenlois. Das neue Magazin kostet inkl. Booklet 7,50 €.  www.boeg.at

Austria Trend Hotels & Resorts Hans-Christian Witzmann übernimmt Hoteldirektion des der Pyramide Vösendorf

Neuer Hoteldirektor im größten Eventhotel Wien/Vösendorf. Das Eventhotel Pyramide zählt zur größten österreichischen Hotelgruppe Austria Trend Hotels & Resorts mit seinen 31 Häusern. Das Hotel mit 458 Zimmern und einem Kongresscenter auf 3.500 m� bietet Platz für Events der Superlative – wie z.B. die Damen-Box-WM. In der 42 m hohen Glaspyramide können bis zu 4.000 Gäste beherbergt werden.

Ein erfahrener Hotelprofi Hans-Christian Witzmann (46) ist jetzt der neue Hoteldirektor des Eventhotels Pyramide in Wien Vösendorf als größtes Event- und Kongresshotel Österreichs. Der gebürtige Niederösterreicher und Diplomhotelier war im Laufe seiner Karriere in verschiedenen führenden Positionen tätig – u.a. als Direktor der Hotelbetriebe Baden bei Wien mit dem Parkhotel Baden und dem Hotel Herzoghof, als GF und Direktor der H20 Hoteltherme in Bad Waltersdorf und als Konsulent von TCM International Wienerwald. Innerhalb des Konzerns leitete

nacht des Sports, die

Frühstücksbuffet mit frisch zubereiteten Spezialitäten genießen. Bei Seminaren oder Kongressen wird im Hemingway’s ein leichtes Business-Lunch-Buffet mit LiveCooking-Stationen oder ein Business-Dinner angeboten.

Damen-Box-WM sowie

Frühstück unter Palmen

„Im Eventhotel Pyramide fanden die Gala-

viele große Firmenveranstaltungen statt.“ Hans-Christian Witzmann GM, eventhotel pyramide

der Hotelprofi in früheren Jahren bereits erfolgreich das Austria Trend Hotel Donauzentrum und zuletzt in Slowenien das Austria Trend Hotel Ljubljana. Das Vier Sterne Haus im Süden von Wien liegt inmitten einer 90.000 m� großen Grünlandschaft und bietet außer der Glaspyramide einen Executive-Floor mit eigener Executive-Lounge, ein modernes Congress-Center sowie eine großzügige Wellness- und Badeland-

© Lan Ehm

Wien. Wien hat ja nicht so viele wirklich gute Italiener ... Vor Kurzem wurde das Al Mercato, früher als Marktachterl und später als Moments bekannt, mitten in der besten Bobo-Gegend neu eröffnet. Gemeinsam mit seinem georgischen Partner Badry Mamistavlov hat Vittorio Turco, Sizilianer, fast schon Wiener Urgestein und vielen von aus dem Pronto, Da Vitti oder der Osteria Collavini bekannt, einen Traum erfüllt und nun sein eigenes Ristorante eröffnet. Pizzeria und Osteria, Alimentari und Enoteca zugleich beherbergt jetzt das große Lokal am Karmelitermarkt. Der Ofensetzer und der Pizzaiolo wurden aus Bella Napoli eingeflogen; der Handwerker hat seinen Job toll erledigt, Koch Generoso Palladino bleibt in Wien, um den Gästen authentische süditalienische Küche und die wahre Pizza schmackhaft zu machen. Zu Mittag sehr empfehlenswert: Suppe um 2,50, Pasta um 5,20 und Carne oder Pesce um 8 Euro.

dino silvestre

© BÖG/Klaus Prokop

Italien am Teller: In der Squadra Azzurra am Karmelitermarkt.

© del Fabro/D. Ruehm

Freitag, 11. Oktober 2013

schaft. Auf dem Areal befindet sich außerdem ein natürlicher Badesee mit echtem Sandstrand und einer Lounge-Bar. Auch die Gastronomie ist empfehlenswert und wird auch von Gästen von außerhalb gerne frequentiert. Das gediegene À-la-carte-Restaurant Anthony’s verwöhnt die Gäste am Abend mit internationalen Spezialitäten. Im Hemingway’s können Hotelgäste ein reichhaltiges Power-

Das Hotelterrassenrestaurant La Caravelle in der Eventpyramide ist die perfekte Kombination aus Eventkultur und Gastronomie. Hier finden die Eventgäste genügend Platz für ein Frühstück oder einen Business-Lunch unter Palmen. Tropische Pflanzen, Indoor-Wasserruhewelt, Außenbecken, Whirlpool, Saunalandschaft und Dampfbad sind nur einige Elemente, die für Entspannung sorgen. Squash, Tischtennis und eine Cardio-Zone mit Laufbändern, Fahrrädern und anderen Fitnessgeräten runden das Fitness- und Wellnessangebot ab, das für die Hotelgäste kostenlos ist.  www.austria-trend.at/  Eventhotel-Pyramide


medianet

inside your business. today.

Freitag, 11. oktober 2013 – 71

rethink economy

Studie mit Praxisteil

Neuer Campus in Wien wird als Neustart der Wirtschaftsuni verstanden  Seite 73

© Accenture

© WU/Robert Pichler

careernetwork Accenture weist Weg in die Zukunft: „Every Business is a Digital Business“  Seite 74

the redpack julia kristen: deal mit nespresso © Redpack/Birgit Tod

Familie rockt ­Politikerin und Unternehmerin ­Patrice Fuchs zeigt im TV und Web den ­Alltag mit ­Kindern.  Schule & Beruf Weiterbildung im Focus: Mehr als 5.000 ­Jugendliche ­besuchten Fachmesse in Wieselburg. 

Seite 72

© comm:unications/Wolfgang Simlinger

„Ich wäre gerne für 24 Stunden Barack Obama“

biz-coaching

Sabine Pöhacker hat in ihrer neuen Studie, dass professionelles BusinessCoaching in Österreich boomt.  Seite 74

Seite 75

© Familie rockt

The Best of Marketing Neue wichtige Impulse für die Österreichische Apothekerbank

© Willy Lehmann Markenagentur/APA-Fotoservice/Preiss

Lehmann-Preis für Marketing

Christa Gattinger: mit Lehmann Preis The Best of Marketing ausgezeichnet.

St. Florian/Wien. Im Festsaal 1 am neuen Campus der Wirtschaftsuniversität Wien wurde die beste Marketingstudie des 62. Jahrgangs des Uni-Lehrgangs Werbung & Verkauf der WU Executive Academy prämiert. Der mit 1.500 € dotierte Preis The Best of Marketing ging an Christa Gattinger. Die Verleihung fand im Rahmen der Abschlussfeier und Urkundenverleihung der Universitätslehrgänge Werbung & Verkauf sowie Tourismuswirtschaft durch den Dekan der WU Executive Academy, Bodo B. Schlegelmilch, den wissenschaftlichen Leiter der Uni-

versitätslehrgänge, Dieter Scharitzer, und den Namenspatron des Preises, Willy Lehmann, statt. Der im Ausland zuständige Krankenversicherungsträger verständigt die zuständige Krankenkasse über den Krankenstand. Aus rund 40 Marketingstudien nominierten die Studien-Betreuer die besten. Gattinger hat auf eindrucksvolle Weise ihr Thema „Kundenzufriedenheit allein reicht nicht – emotionale Kundenbindung und Aspekte der Kundenbegeisterung in der Österreichischen Apothekerbank“ bearbeitet.  www.lehmann.co.at

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Career portrait

Freitag, 11. Oktober 2013

© Familie rockt

72 – careernetwork

„Ich will ein großes Stück vom Kuchen!“ 10 Fragen An Patri ce Fuch s

Als Kind wollte ich immer … Schriftstellerin oder Fernfahrerin werden Mein Lebensmotto ist … Verlier nie den Swing. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … richtig guten Kaffee! Darüber kann ich lachen … wenn mir etwas Peinliches passiert. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Das wahre Drama des begabten Kindes“ von Martin Miller. In 20 Jahren werde ich … Großmutter sein und lauter schöne Medienprojekte machen. Davor habe ich Angst … vor Mobs und aufgepeitschten Gefühlen, egal ob von links oder rechts. Das ist meine größte Stärke … Ich bin extrem konstruktiv. Das ist meine größte Schwäche … Ich sollte mehr delegieren. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Barack Obama.

Eva kaiserseder

Wien. „Mit dem Regenschirm haben mich die alten Frauen durch den Park gejagt, ich hab Watschen bekommen damals von Wildfremden“, erinnert sich Patrice Fuchs an das nicht ganz so von Freundlichkeiten geprägte Aufwachsen im Wien der frühen Achtziger. „Ein Kulturschock war das definitiv nach dem entspannten und so selbstverständlichen Umgang mit Kindern in Schweden“, erzählt sie beim medianet-Interview im PopShop, ihrem 2012 eröffneten Geschäft in Wien 6. Als Tochter einer Schwedin und eines Österreichers im hohen Norden geboren, haben die Eltern, beide Unternehmer, beschlossen, mit der siebenjährigen Patrice und deren Schwestern wieder ins Heimatland des Vaters zu ziehen. Und Unternehmerin ist auch die Tochter geworden, eine, die sich laut Selbstaussage „durchaus als Workaholic“ sieht, als jemand, der sich über die Arbeit definiert. „Das ist für mich kein Problem, mir macht meine Arbeit extrem

Spaß. Und die Selbstständigkeit ist ja auch eine Haltung zum Leben, nicht jeden Tag dasselbe zu machen, Ideen umzusetzen und auch seine Überzeugungen einfließen zu lassen – ein Mitgrund, warum ich 2012 meine Fixanstellung beim ORF gekündigt habe.“ Ihre Attitude lässt sie z.B. bei „Familie rockt“ einfließen, das zuerst als Blogplattform gegründet wurde und seit einem Jahr als Printmagazin existiert. „Ich wollte die Eltern ins Rampenlicht stellen und den ungeschminkten Alltag mit Kindern zeigen. In den USA und England habe ich gesehen, dass Familienmagazine gut funktionieren, insofern habe ich den Versuch gewagt. Und siehe da, wir gehen mit einem schönen Plus ins zweite Geschäftsjahr“, sagt sie, grinst und beißt herzhaft von einem Stück Marillenkuchen ab.

Stylishe Eltern Stichwort Kinder: Selbst Mutter eines Teenagers (Sohn Lenard ist fast 14) und eines Volksschulkinds (Tochter Friderike ist 8), hat sie

Patrice Fuchs ist ein Tausendsassa: Politikerin, Unternehmerin, ORF-Redakteurin, Blogbetreiberin und neuerdings Heraus­ geberin des Eltern­ magazins Familie rockt.

feine Antennen für Veränderungen in Sachen Elternschaft entwickelt. „Ich sehe viele positive Entwicklungen zu der Zeit, als ich aufgewachsen bin, aber ich befürchte, vieles davon ist Kosmetik. Dass Eltern 2013 auch mit Kind stylish und cool sein wollen, was beim Kinderwagen anfängt und bei der Frisur aufhört – geschenkt. Nur Tiefergreifendes wie Väterkarenz oder ein Krippenstart mit einem Jahr wird immer noch nicht als etwas Selbstverständliches gesehen, im Gegenteil, das ist mit Ängsten und Gewissensbissen verbunden, was nicht sein müsste. Vielleicht auch, weil sich die Mütter durchaus wohl und sicher fühlen in ihren klar definierten Rollen und die Kinderbetreuung gar nicht allzu sehr splitten wollen. Viele Männer würden ja gern mehr tun! “

Prioritäten setzen Auch in Sachen „Working Mums“ sieht sie Nachholbedarf. „Da muss ein bisschen was im Kopf nachgeholt werden; es sollte auch bei uns als normal gelten, dass Mütter ar-

beiten und nicht nur zuhause sitzen, sobald sie ein Kind bekommen haben.“ Sie selbst hat kurz nach der Geburt ihres ersten Sohnes als ÖH-Vorsitzende eine anspruchsvolle Funktion übernommen „Das war sehr in Ordnung, ich habe einige gute Kampagnen umsetzen können, Online haben wir einiges auf die Füße gestellt und die Verantwortung für 200.000 Studierende mitzutragen, hat Spaß gemacht“, resümiert sie ihre Erfahrungen. Ob die Politik noch einmal eine Überlegung wert ist, frage ich die überzeugte Sozialdemokratin: „Die Frage stellt sich derzeit nicht, schließlich hat noch keiner angeklopft, aber für ‚Familie rockt‘ schreibe ich ja ohnehin politische Beiträge, weil mir das am Herzen liegt.“ Vorerst hat allerdings die Gründung des eigenen Verlagshauses oberste Priorität. „Ich bin keine, für die dabeisein alles ist. Ich will ein großes Stück vom Kuchen und ich mag es, mich mit anderen zu matchen und ums beste Produkt wettzueifern.“ Darauf ein großer Bissen ­Marillenkuchen.  www.familierockt.com

1973–2005

2006–2011

2012–2013

1973 in Röra/Schweden geboren, studiert Fuchs seit 1997 Psychologie, wird 1999 in die Fotoklasse der Akademie der Bildenden Künste aufgenommen und 2003 ÖH-Vorsitzende; Geburt von Sohn Lenard 1999.

Eröffnung des Shops „Unter Umständen“, Geburt der Tochter Friderike 2005, Redakteurin und Sendungsverantwortliche beim ORF seit 2007. Abschluss des Psychologiestudiums 2008.

Gründung des Elternblogportals „Familierockt.com“ und des des gleichnamigen Printmagazins. Eröffnung des „PopShops“, Entwicklung und Umsetzung des TV-Formats „Familie rockt“ auf W24.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 11. Oktober 2013

careernetwork – 73

Rethink Economy Der architektonisch beeindruckende neue Campus WU im Wiener Prater wurde feierlich eröffnet

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

WU nützt neuen Campus für neue Positionierung

Rektor Christoph Badelt spricht von einem Neustart der WU und stellte die aktuelle Kampagne vor. alice hefner

Verantwortung gegenüber Wirtschaft, Gesellschaft und Politik: An dem Festakt nahmen auch UHBP Heinz Fischer (Bildmitte), ­Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, Vizebürgermeisterin Renate Brauner u.v.a. teil.

Nachhaltiges Bauen

durch den Neubau

Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle nannte den Campus ein schon jetzt „international beachtetes Juwel in der vielfältigen Landschaft der Universitätsbauten“. „Studierende wie Lehrende bekommen durch den Neubau, in den wir rund eine halbe Milliarde Euro investiert haben, optimale Rahmenbedingungen und ideale Möglichkeiten zum Austausch, der wesentlich für Wissenschaft und Forschung ist“, so Töchterle. Er unterstrich den Fokus auf nachhaltiges Bauen: „Die WU wird auf diese Weise auch ihrer ökologischen Verantwortung gerecht, etwa mit dem Energiekonzept“, so der Minister. Gerade diese Verantwortung gegenüber Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, einen nachhaltigen

optimale Rahmenbedingungen und ideale Möglichkeiten.“ karlheinz töchterle wissenschaftsminister

Der „Schlüssel“ zum Campus wurde dem Rektor feierlich von Wolfgang Gleissner, dem GF der BIG, überreicht. „Erstmals wurde mit einem unserer Partner nicht über das klassische Modell ,BIG errichtet und vermietet danach´ gearbeitet, sondern wir haben mit der WU eine gemeinsame Projektgesellschaft

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

© Katharina Roßboth

job

Neues Mensa-Konzept

Der Campus der neuen WU wurde von namhaften nationalen und internationalen Architekten entworfen – diesem architektonischen Gesamtkunstwerk sollte auch die Innengestaltung der neuen Mensa Rechnung tragen. Deshalb engagierte Eurest das Architektenteam Tzou Lubroth, um eine einzigartige Atmosphäre zu erschaffen. Das Grundthema war rasch gefunden: Wo könnten sich Studenten am besten vom Lernstress erholen? In der Natur! Und das Equipment zu Kochen und Essen muss es auch geben. So ist die Idee des Vintage-Airstream-Campers

Die Wände sind mit Glasplatten verkleidet, die mit – mal dichteren, mal lichteren – Waldsujets bedruckt sind. Durch LED hinter den Glasplatten lassen sich unterschiedliche Stimmungen je nach Tageszeit erzeugen; ein professionelles Musikkonzept rundet das Ambiente ab. „Die WU Mensa berieselt ihre Gäste nicht mit totgespielten US-Charts, sondern setzt auf den Sound vielschichtiger, heimischer Resident-DJs“, so Philipp Kirnbauer, der als Direktor für Technik und Design hauptverantwortlich für das Projekt ist. Die WU Mensa funktioniert bargeldlos – mithilfe der Studentenausweise (an der neuen WU sind das Chipkarten); mittels Bargeld, Bankomat- oder Kreditkarte kann man sich ganz einfach Guthaben auf den Studentenausweis laden.  www.wu.ac.at

Moderne Architektur

Katharina ­Lichtmannegger

Eike Alexander Kraft Accor Österreich

lichtmannegger consulting

Katharina Lichtmannegger (55) leitete 15 Jahre das Hernstein Institut für Management und Leadership. Jetzt ist sie selbstständig und bietet Executive Coaching für Vorstände und Geschäftsführungen an.

mitten im Wald entstanden; dieses Grundkonzept zieht sich durch die gesamte WU Mensa. Die Ausgabe ist dem Camper nachempfunden. Bei den Möbeln dominiert Holz; blickt man um sich, wähnt man sich weniger in einer Mensa als eher bei einem Picknick im Wald.

Eike Alexander Kraft (32), Vice President Public Relations, Corporate Communications & CSR der Accor Hospitality Germany GmbH, ist jetzt auch für die Kommunikation und CSR von Accor Österreich verantwortlich.

Promotion

Lehrende bekommen

Beitrag zu einem besseren, anderen Wirtschaften zu leisten, ist eines der Grundprinzipien, welches die WU in Zukunft in den Vordergrund rücken will. Weiters: Vielfalt an Sichtweisen auf Wirtschaft und Gesellschaft, Internationalität/ Weltoffenheit im Bezug auf den akademisch-intellektuellen Austausch und das reale Wirtschaftsleben; Innovation/Neues Denken, das die Phänomene der Wirtschaft im 21. Jh. mit neuen Methoden erfasst und zeitgemäße theoretische Erklärungen wie praktische Handlungsanleitungen generiert.

Julia Kristen The Redpack

Julia Kristen (43) ist ab sofort Geschäftsführerin der Event- und Promotionagentur The Redpack. Sie gewann den Nespresso-Pitch und sicherte sich und ihrem Team soeben einen zwei-Jahres-Vertrag mit Nespresso.

© Schlumberger/Bildag. Zolles

„Studierende wie

gegründet. Darüber hinaus betreiben wir die Liegenschaft gemeinsam; das garantiert Zusammenarbeit auf höchstem Niveau“, so Gleissner, „die Schlussrechnung des Projekts wird voraussichtlich erst nächstes Jahr vorliegen. Schon jetzt können wir aber mit Sicherheit sagen, dass nicht nur die Zeitpläne gehalten haben, sondern auch die Kosten.“

© The Redpack/Birgit Tod

Rektor Badelt dankte in seiner Ansprache den politischen Entscheidungsträgern, die seinerzeit für das Projekt grünes Licht gegeben hatten, den Bürgern des Landes, die die finanziellen Lasten schulterten, und jenen, die für die Planung und Errichtung verantwortlich waren.

© Accor

Gemeinsames Projekt

Arbeitgeber auf Probe

© WU/Robert Pichler

Wien. Vielfalt, Weltoffenheit, Innovation, Verantwortung – auf dem neuen Campus WU wird ein modernes Universitätskonzept in eine räumliche Form gegossen. Die spektakuläre Architektur ist für die WU Anlass, sich auch inhaltlich neu zu positionieren. Die Wirtschaftsuniversität feierte am Freitag somit nicht nur den Abschluss eines beachtlichen Projekts, sondern auch den Beginn einer neuen Ära, wie Rektor Christoph Badelt betonte. „Die WU sieht die Investition, die die Republik getätigt hat, als eine Herausforderung und als eine Aufforderung an, ihre Rolle in diesem Staat und in der Wissenschaft neu zu definieren“, so Badelt. Wirtschaft müsse neu gedacht werden – gemäß dem Motto: Rethink Economy.

Probezeit – als Arbeitnehmer schwingt in den ersten Wochen im neuen Job immer eine gewisse Unsicherheit mit. Klar: Erfüllt man die Erwartungen nicht, muss man das Feld wieder räumen. Ohne Angabe von Gründen. Womit viele Unternehmen heute aber immer häufiger konfrontiert werden, sind Job-Neulinge, die den Spieß einfach umdrehen. Also Arbeitnehmer, die ihre Probezeit nutzen, um sich für oder gegen einen Arbeitgeber zu entscheiden. Angesichts der Tatsache, dass Recruiting ein zeitaufwendiger Prozess ist, trifft das Unternehmen natürlich doppelt. Die Gründe, warum sich Bewerber dann plötzlich doch anders als erwartet entscheiden, ähneln sich in vielen Fällen: Ein schlechtes Betriebsklima, kein „Draht“ zum unmittelbaren Vorgesetzten oder eine mangelhafte JobDescription. Sprich: Dem Bewerber wurde etwas vorgegaukelt, was letztlich nicht eingehalten wurde: Dienstauto, Eigenverantwortung, Reisetätigkeit – was auch immer. Womit sich Unternehmen nicht nur bei der Rekrutierung, sondern auch in der Probezeit zunehmend auseinandersetzen müssen, sind mündige, anspruchsvolle Arbeitnehmer, die sich überall, nur nicht in der Rolle des Bittstellers sehen. Ein Bild, das über Jahrzehnte das Verhältnis ArbeitgeberMitarbeiter definiert hat. In vielen Unternehmen geschieht dieser OnboardingProzess professionell: Mittels Mentoren- bzw. Paten-Programmen oder sogenannten Integrationsphasen für „Neue“. Diese sollten nicht nur den raschen fachlichen Einstieg ermöglichen, sondern auch die Möglichkeit bieten, gute Arbeitsbeziehungen aufzubauen.

Herbert Emberger Top Spirit GF

Herbert Emberger, Mitglied der Geschäftsleitung, GF der Vertriebstöchter Top Spirit und Mounier sowie Schlumberger Verkaufsdirektor, hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Schlumberger bedauert das.


ka r r i e r e & ko m m u n i kat i o n

74 – careernetwork

Freitag, 11. Oktober 2013

comm:unications Die Wiener Kommunikationsexpertin Sabine Pöhacker hat den aufstrebenden heimischen Coachingmarkt genau durchleuchtet

Am Coaching-Markt Österreichs Professionelles Coaching boomt, und der Stellenwert von Image und PR nimmt kontinuierlich zu.

comm:unications-Geschäftsführerin und Business-Coach Sabine Pöhacker.

Wien. Eine Onlinebefragung bei 30 auftraggebenden Unternehmen und 30 professionellen BusinessCoaches, Recherchetätigkeiten sowie qualitative Interviews, die an der European Systemic Business Academy Vienna, ESBA, durchgeführt wurden, brachten spannende Details zum Vorschein. Coaching hat in Österreich einen guten Ruf und wird auch weiterhin boomen. Es gibt rund 4.000 bis 5.000 Coaches, die auf dem Markt tätig sind. Insider schätzen, dass es rund 2.000 sind, die diese Tätigkeit auch

hauptberuflich ausüben, 50 davon hätten sich auch einen wirklich guten Ruf erarbeitet. Aus marketingtechnischer Sicht gibt es Verbesserungspotenzial: Während Coaches auf Networking und Publikationen setzen, erwarten Auftraggeber vorrangig eine aussagekräftige Website und eine gute Social Media-Präsenz. In Zukunft wird der professionelle Außenauftritt sowie der gute Ruf noch mehr an Bedeutung gewinnen. Image und PR haben eine zunehmende Bedeutung für den einzelnen Coach. Es reicht nicht mehr, ein guter Coach zu sein – hohe Qualität wird

ohnedies vorausgesetzt. Um diese Kompetenzen sichtbar zu machen, bedarf es proaktiver Image-PR.

die Selbst-Zurückhaltung, auf die Mechanismen des Marketings, das sich per se als Türöffner jeder Geschäftsbeziehung sieht. Wer Reputation nicht einem langen natürlichen Reifungsprozess unterzieht, sondern seine Ernte bald einfahren möchte, muss marketingspezifische Aktivitäten setzen. Im Sinne des Coachings, das als Dienstleistung keine falschen Versprechungen hervorrufen sollte, sind die informativen Aspekte in den Vordergrund zu rücken. Dazu Studienautorin Sabine Pöhacker: „Marketing und ImagePR für Coaches müssen nicht marktschreierisch sein. Um auf dem Markt erfolgreich zu sein, ist die Grundvoraussetzung, gut zu sein. Darüber hinaus sind guter Ruf und Reputation gefragt. Es gilt, dies mittels PR und Öffentlichkeitsarbeit aufzubauen und nachhaltig zu managen.“  www.communications.co.at

Reputationsaufbau wichtig Ziel ist es, sich eindeutig auf dem Markt zu positionieren, klar über die eigenen Dienstleistungen und die Unique Selling Proposition zu informieren und letztendlich auch, sich über den engsten Kreis hinaus bekannter zu machen. Eine große Hürde stellt das mangelnde Verständnis für Marketing und PR dar. Viele Coaches übertragen die Tugenden des Coachings, wie etwa

Accenture Neue Studie

Event in Wien

Wien. Unter dem Motto „Every Business is a Digital Business“ veranstaltet das Beratungsunternehmen Accenture am 7. November um 18:30 Uhr einen After Work Event in seinem Wiener Büro in 1010 Wien, Schottenring 16, im 5. Stock. Das Thema: „Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf bestehende Geschäftsmodelle?“ Hintergrund der Veranstaltung ist die neue Accenture Studie „Technology Vision 2013“.

Digitales Business Diese Untersuchung zeigt auf, wie Unternehmen anhand von sieben wichtigen internationalen Trends am Puls der Zeit bleiben. Denis Gassmann, Managing Director bei Accenture, stellt den Teilnehmern neben der Studie aktuelle Praxisbeispiele vor. Pierre Nanterme, Chairman & CEO Accenture, sowie Marty Cole, Group Chief Executive Technology Accenture, über die Studie: „Nur wer die technologischen internationalen Trends versteht, wird ­o ptimale Geschäftsergebnisse ­haben.“ Die Veranstaltung richtet sich – neben Berufserfahrenen – in erster Linie an Studierende und Absolventen der Fachrichtungen (Wirtschafts-)Informatik, Wirtschafts-, Ingenieurs-, Naturwissenschaften sowie weitere Interessierte. Die Plätze sind begrenzt. Anmeldung per E-Mail unter: accenture. after.work@accenture.com

© Accenture

© comm:unications/Wolfgang Simlinger

michael Bär

After Work Event am 7. November im Büro der Beratungsfirma Accenture.


Freitag, 11. Oktober 2013

Au s - & W ei t e rbi l d u n g

careernetwork – 75

„Schule & Beruf“ Mit ca. 5.000 Besuchern konnte die Fachmesse für Aus- und Weiterbildung in Wieselburg bei Premiere tolles Ergebnis vorweisen

Viele Informationsmöglichkeiten Vom 3. bis 5. Oktober informierten sich Jugendliche über Job-Chancen. Wieselburg. Von 3. bis 5. Oktober stand im Messegelände Wieselburg die Premiere der neuen Fachmesse „Schule & Beruf“ auf dem Programm. Ziel der Messe war es, eine umfassende Informationsmöglichkeit zu den Themen Ausbildung, Berufseinstieg, Auswahl einer weiterführenden Schule oder Studienwahl und Weiterbildung anzubieten. Knapp 100 Schulen, Bildungseinrichtungen und namhafte Ausbildungsbetriebe standen im Rahmen der Fachmesse mit ihren Angeboten zur Verfügung.

den verschiedene Stände besucht, Aufgaben vorgegeben und zur Beantwortung spezieller Fragen aufgefordert. Damit sollten die Angebote der Aussteller näher kennengelernt werden. Dieses Instrument konnte von jedem einzeln oder auch als Vorbereitung in der Gruppe im Schulunterricht genutzt werden. Ziel war ein Messebesuch, der die Gäste aktiv ins Geschehen einbinden und die Wissensvermittlung passend zu den eigenen Interessen verstärken konnte. Das Messeangebot wurde dankend angenommen: Mit rund 5.000 Besuchern konnte die erste Aus-

gabe der Fachmesse ein gutes Ergebnis einfahren: Waren die ersten beiden Messetage durch Schülergruppen aus den Unterstufen geprägt, so kamen am letzten Tag viele Kinder und Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern.

Fortsetzung folgt … Über die weitere Vorgangsweise bezüglich zukünftiger Veranstaltungen wird mit dem AMS eine Entscheidung getroffen. Fest steht jedenfalls, dass es eine Fortsetzung der Schule & Beruf spätestens in zwei Jahren geben wird.  www.messewieselburg.at

© grafik.at (2)

michael bär

Das Team des Wifi Berufsinformationszentrum Niederösterreich auf der Messe.

Auftritte von Live-Bands Für alle Schulabgänger (7.-9. Schulstufe) standen die Möglichkeiten einer Lehre bzw. einer weiterführenden Schule im Mittelpunkt. Daneben gab es in diesem Bereich eine Vielzahl an zusätzlichen Informationsmöglichkeiten: AMS, Wirtschaftskammer oder Arbeiterkammer standen mit Rat und Tat zur Verfügung. Eine Präsentation zu Beginn des Messebesuchs bot einen allgemeinen Überblick über die bestehenden Ausbildungsmöglichkeiten. In Workshops zu unterschiedlichen Themen (z.B. Holzverarbeitung, Arbeiten mit Pflanzen, Lebensmittelverarbeitung, Pflegeberufe) bestand die Möglichkeit, verschiedene Berufssparten hautnah kennenzulernen. Ein Bewerbungstraining mit Videoaufzeichnung von AMS und ORF zählte ebenso zur Messe wie ein umfangreiches Bühnenprogramm. Schulpräsentationen, Vorführungen zu Unterrichtsschwerpunkten oder Vorträge standen dabei im Mittelpunkt. Das Programm wurde von Jugendlichen moderiert und durch Auftritte junger Live-Bands umrahmt. Auch für Maturanten wurde eine Eingangspräsentation angeboten. Dabei wurden die möglichen Ausbildungswege nach Abschluss der weiterführenden Schule präsentiert. Die Österreichische Hochschülerschaft, verschiedene Fachhochschulen bzw. Universitäten waren ebenso vor Ort wie z.B. die Zukunftsakademie Mostviertel, das Wifi, das BFI oder das Forum Erwachsenenbildung Niederösterreich. Damit die Messebesucher möglichst aktiv ins Messegeschehen eingebunden werden konnten, gab es erstmals in Wieselburg eine eigene „Messerallye“. Schon vor dem Besuch konnte man sich im Internet einen eigenen Messerundgang zusammenstellen. Basierend auf den eigenen Interessen und Fähigkeiten wur-

WIE MAN NUR SO STRAHLEN KANN?

Findet jemand den richtigen Job, fällt das allen auf. Denn man geht plötzlich positiver durchs Leben. Den richtigen Job findet man übrigens immer auf karriere.at.

Landesrat Karl Wilfing besuchte die „Schule & Beruf“ in Wieselburg. karriere.at 216x288mm ET 2013-04.indd 1

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