Issuu on Google+

inside your business. today.

13. JahrganG NO. 1736

¤ 3,–

dienstag, 10. dezember 2013

TREVISION

visual solutions visual solutions

a Trevision Holding Company

noch drei tage!

Countdown: medianet rankingweek ’13 erscheint am Freitag, 13. Dezember medianet_46x15

27.10.2005

© APA/Robert Jäger

www.trevision.at Sportliche Höhenflüge

Sport-Berichterstattung bescherte den Privaten 2013 Quotenerfolge  Seite 8

12:07 U

Medianet-winterpause von 16. dezember 2013 bis 9. Jänner 2014

© panthermedia.net/Linda Brotkorb

Interview Telekom Austria-Generaldirektor Hannes Ametsreiter über Standort und Branche

„Man macht uns das Leben immer schwerer“

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

tel.: +43-1-536 26-0 www.plakativ-werbetechnik.at

inhalt

© Cranberry Growers/EPA/picturedesk.com

prime news & market watch

> Feature: US-Konzerne auf der diesjährigen Anuga 

Status quo Die deutsche Fachzeitschrift Connect lobt Österreich als „Musterland in ­Sachen ­Mobilfunk“. Musterland? A1-Boss Hannes Ametsreiter zur Lage der Tele­ kommunikations­ nation und Österreich als Industriestandort.  Seite 2

4

marketing & media > Agentur Wien Nord im „Eurobest-Himmel“  9 > DMVÖ Direct Profit Initiative: Best Cases – Leiner & kika 10

© medianet

retail

© APA/Georg Hochmuth

> Schirnhofer sucht Wege aus der Fleischkrise  36 > Photovoltaik-Anlagen: Spar nützt den Sonnenschein  37 special

Umstrukturierung Palfinger-Brüder ans Ruder berufen

Tarifbericht „Negativ-Trend“ im Großteil Europas

> Employer Branding: Der Kampf um die Besten  > Studie zur Nutzung des österreichischen Films 

17 28

Unsere neue Redaktions­ adresse ab 1. Jänner 2014: Brehmstraße 10/4, A-1110 Wien P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© Palfinger

medianet zieht um!

Hubert Palfinger wurde zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden bestellt.

Wien. Die Familie Palfinger, die rund 65% des gleichnamigen börsenotierten Kranherstellers hält, führt künftig dessen Aufsichtsrat. Der bisherige AR-Vorsitzende Alexander Doujak scheide aus. Hubert Palfinger sei zum neuen Vorsitzenden, sein Bruder Hannes zu seinem Stellvertreter bestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Palfinger steht kurz vor einer wechselseitigen Beteiligung von je 10% mit dem chinesischen Baumaschinenhersteller Sany. Dabei soll bei Palfinger die Zahl der Unternehmensaktien um fünf Prozent aufgestockt werden, zusätzlich will die Familie fünf Prozent veräußern.  (APA)

Reallohnverluste in 12 Ländern

© Panthermedia.net/Tobias Ott

Familie Palfinger bringt sich ein

Österreich: 2013 stagnieren die Reallöhne mit einem marginalen Plus von 0,1%.

Wien/Düsseldorf. In 12 von 28 EUStaaten droht den Arbeitnehmern heuer ein Kaufkraftverlust. Österreich schrammt an einem Reallohnverlust noch vorbei, hierzulande stagnieren die Reallöhne für 2013 mit einem marginalen Plus von 0,1%, so der am Montag veröffentlichte Europäischen Tarifbericht des deutschen, gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). „Sinkende reale Arbeitseinkommen waren lange Jahre ein deutsches Phänomen“, so das Institut. „Inzwischen hat der NegativTrend jedoch einen großen Teil Europas erfasst.“  (APA)


c ov e r

Dienstag, 10. Dezember 2013

© APA/Georg Hochmuth

2 – medianet

Telekommunikation Festnetz ist wieder stark im Kommen – EU-Verordnungen oft kontraproduktiv

„Mehr Investitionssicherheit und weniger Regulierung“

„Ich denke, dass die gesamte Telekombranche mittel- und langfristig durch die Integrationsbestrebungen der EU profitieren kann“, meint A1-Chef Hannes Ametsreiter pragmatisch. „In einigen Punkten agiert die EU allerdings manchmal überhastet.“ (Bild: Podiumsdiskussion des Forum Mobilkommunikation)

Telekom Austria-Boss Ametsreiter warnt vor überhasteten Entscheidungen und unrealistischen Zeitplänen. erika hofbauer

Wien. Die deutsche Fachzeitschrift Connect lobt Österreich als „Musterland in Sachen Mobilfunk“. Deren diesjähriger Sieger beim Handynetztest ist A1 Telekom Austria mit 472 Punkten, gefolgt von T-Mobile mit 438 Punkten und dem Vorjahressieger Drei mit 400 Punkten. „Musterland“ Österreich? Zum Thema rot-weiß-roter Standort, dem Status quo in der Telekommunikationsbranche und den Regulierungsbestrebungen der EU führten wir ein Gespräch mit Telekom-Boss Hannes Ametsreiter. Von der nach wie vor guten Position Österreichs als Industriestandort ist Ametsreiter überzeugt. Allerdings sieht er auch die Notwendigkeit, Investitionsanreize für ein besseres Bildungsangebot und den Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur zu schaffen. medianet: Technische Entwicklungen sind gerade in der Telekommunikation das Um und Auf. Können die Konsumenten den technischen Neuerungen noch folgen? Hannes Ametsreiter: Tatsächlich haben wir im Verlauf der letzten Jahre revolutionäre Entwicklungen in der Telekommunikationsbranche erlebt; am deutlichsten spürbar wurde das durch die rasante Verbreitung von Smartphones und Tablets und parallel dazu durch die Entwicklung neuer Mobilfunknetze wie 4G/LTE für multimediale Anwendungen. Wir beobachten, dass unsere Kunden die neuen Möglichkeiten wie Online-Notiz-

bücher, Social Media, Versenden von Fotos und Videoclips oder Navigation immer stärker in ihren Alltag integrieren. Die Vielfalt an Anwendungen wird zweifellos weiter zunehmen, aber für die meisten von uns kristallisieren sich Favoriten von Anwendungen heraus. medianet: Dem Industriestandort Österreich geht es wohl gut – aber Probleme gibt es auch überall. Welche ‚Baustellen‘ hat der Industriestandort Österreich und welche Weichen hätten Sie gern gestellt? Ametsreiter: Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Regionen geht es uns recht gut. Wir dürfen allerdings nicht versäumen, eine flächendeckende und leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur aufzubauen, als Basis für die Wissensgesellschaft, zu der wir uns entwickeln. Für diesen Aufbau brauchen wir geeignete Rahmenbedingungen, also vor allem Investitionssicherheit und weniger Regulierung. Parallel dazu müssen wir die Fähigkeit der Bevölkerung, mit den neuen Medien umzugehen, steigern. Mit unserer Initiative ‚A1 Internet für Alle‘ wollen wir einen Beitrag leisten, um bei Kindern, Schulklassen oder Senioren letzte Hemmschwellen beim Umgang mit dem Internet abzubauen. medianet: Infrastruktur ist auch immer eng mit Politik bzw. deren ‚Vorstellungen‘ verknüpft – sowohl national als auch international bzw. europaweit. Wie sehr müssen Sie sich mit der EU-Kommission

beschäftigen – Stichwort Kostengestaltung? Ametsreiter: Die EU-Kommission hat im Telekommunikationssektor in den letzten Jahren sehr viele Regulierungsmaßnahmen gesetzt, die sich natürlich massiv auf die Branche auswirken. Wenn man der Telekommunikationsbranche das Leben immer schwerer macht,

„Wenn man der Telekombranche das Leben immer schwerer macht, werden wir künftig kein Wachstum mehr sehen.“ Hannes ametsreiter Generaldirektor A1 und Telekom Austria Group

werden wir künftig kein Wachstum mehr sehen. Die europäischen Betreiber werden dadurch am Kapitalmarkt immer günstiger und das lässt eine Konsolidierung des Marktes erwarten. medianet: Wie problematisch schätzen Sie für Ihre Sparte die vorherrschende EU-Skepsis ein? Ametsreiter: Ich denke, dass die gesamte Telekombranche mittelund langfristig durch die Integrationsbestrebungen der Europäischen Union profitieren kann. In einigen

Punkten agiert die EU allerdings manchmal überhastet und stellt unrealistische Zeitpläne auf. medianet: Wie sehr beeinflussen internationale Entwicklungen wie beispielsweise die KaufkraftEntwicklungen in CEE oder auch das Verhalten von sogenannten EU-Krisenländer den Standort Österreich? Ametsreiter: Österreich behauptet sich insgesamt gut in einer international schwierigen Phase. Wir sollten diese Chance jetzt wahrnehmen, aus dieser Position Investitionsanreize für ein besseres Bildungsangebot und den Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur zu schaffen. medianet: Abschließend, wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren? Ametsreiter: Wir befinden uns in der Entwicklung zu einem umfassenden Dienstleistungsunternehmen, teilweise in neuen Geschäftsfeldern wie Cloud Computing oder Machine-to-Machine-Kommunikation, wo wir unsere bestehenden Ressourcen optimal nutzen können. Neben Festnetz und Mobilfunkkommunikation sind wir heute auch schon einer der größten IT-Dienstleister für Unternehmen jeder Größe in Österreich. In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, das Festnetz zu stabilisieren, nachdem es zugunsten des Mobilfunks 15 Jahre lang Umsätze verloren hat. Mit der rasanten Verbreitung von Smartphones ist aber klar geworden, dass im Mobilnetz die Kapazitäten für multime-

diale Anwendungen nicht beliebig erweiterbar sind und zu Hause oder im Büro ein Internet-Festnetzanschluss höhere Spielräume bietet. Wir erleben also eine Renaissance des Festnetzes, vor allem für multimediale Anwendungen, und dieser Trend wird auch die nächsten Jahre anhalten. Dementsprechend werden wir die Infrastruktur laufend erweitern und leistungsfähige Glasfaserleitungen immer näher an die Haushalte bringen. Im Mobilfunk haben wir mit den soeben erworbenen Frequenzbändern eine optimale Basis geschaffen, um die Versorgung auch in den ländlichen Bereichen spürbar zu verbessern.

daten & Fakten A1 (A1 Telekom Austria AG) ist mit knapp 5,8 Mio. Mobilfunkkunden und knapp 2,3 Mio. Festnetzanschlüssen Österreichs führender Kommunikationsanbieter – und Anbieter von Sprachtelefonie, Internetzugang, digitalem Kabelfernsehen, Daten- und IT-Lösungen, Mehrwertdiensten, WholesaleServices und mobilen Business- und Payment-Lösungen. Die Marken: A1, bob, Red Bull Movbile und Yesss! A1 ist Teil der Telekom Austria Group, die in acht CEE-Ländern tätig ist, und beschäftigt rund 9.100 Mitarbeiter. Generaldirektor ist Hannes Ametsreiter, zugleich auch Generaldirektor der Telekom Austria Group. Die A1 Telekom Austria AG hat im 1. Halbjahr 2013 einen Umsatz von rund 1,35 Mrd. € und ein bereinigtes EBITDA von 396 Mio. € erwirtschaftet. Der Umsatz der Telekom Austria Group betrug im 1. Halbjahr 2013 rund 2,09 Mrd. €, das bereinigte EBITDA 667,2 Mio €.  www.a1.net


Pr i m e N e ws

Dienstag, 10. Dezember 2013

Konjunkturprognosen Die heimische Wirtschaftsleistung hat im abgelaufenen Vierteljahr zugelegt – aber nur mäßig

SHORT

BIP-Plus auf Sparflamme

ICC: Wachstumsschub für Österreich erwartet

Nationalbank-Gouverneur Nowotny ließ mit dem „Rezessionsende“ aufhorchen.

Wien. Mit „Die Rezession ist zu Ende“ – dargestelllt anhand eines per arithmetischem Kniff verkleinerten „Budgetlochs“ und einer optimistischen Konjunkturprognose – sorgte am Freitag Notenbankchef Ewald Nowotny für etwas Stirnrunzeln. „War das nun die Krise?“ titelte etwa die Presse. Die Antwort lautet: Jein. Die Wirtschaft dürfte jedenfalls 2014 um 1,6% wachsen, 2015 dann um 1,9%, hieß es in der am Freitag veröffentlichten Mitteilung der OeNB; 2013 betrage das reale BIP-Wachstum nur laue 0,4%. Am Montag publizierte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) seine aktuellsten Zahlen: Öster-

reichs Wirtschaft sei im dritten Quartal erstmals seit über einem Jahr wieder nennenswert gewachsen, wenn auch „der Aufschwung in lediglich mäßigem Tempo eingesetzt“ habe, betonte man. Zugleich hat das Wifo allerdings den BIP-Anstieg im Jahresabstand von ursprünglich 0,7 auf 0,5% im dritten Quartal nach unten revidiert. In den EU-Ländern sei die Konjunktur weiter schwach und uneinheitlich.

Zu wenig für ein „Hoch“ Bei der leichten KonjunkturVerbesserung im Zeitraum Juli bis

September habe sich der Investitionsrückgang abgeschwächt – das Wachstum des privaten Konsums und der Exporte sei aber träge geblieben. Laut Wifo-Konjunkturtest sind die Unternehmen „verhalten optimistisch“. Allerdings erinnern Experten daran, dass beim derzeit historisch tiefen Zinsniveau der EZB auch ein Wachstum von etwa 1,6%, wie von der OeNB für 2014 vorausgesagt, noch einen sehr niedrigen Wert darstellt. Bis sich dieses Plus tatsächlich in Indikatoren wie etwa einer besseren Beschäftigunsglage niederschlägt, wird es also noch dauern.  (APA/red)

© pro media/APA-Fotoservice/Lechner

Hoteliers schrauben Investitionen zurück

Das Wachstum des privaten Konsums und der Exporte blieben im dritten Quartal noch träge.

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Österreichs Wirtschaft könnte von den am Wochenende auf Bali beschlossenen weltweiten Handelserleichterungen und Zollabkommen jährlich mit bis zu 700 Mio. € profitieren. Weltweit geht die Internationale Handelskammer (ICC) in Paris von bis zu 732 Mrd. € zusätzlichem Wachstum aus. Prinzipiell sei es noch zu früh, detaillierte Zahlen zu nennen, relativierte Wifo-Expertin Elisabeth Christen gegenüber der APA. Die Effekte seien nur sehr schwer zu quantifizieren. (red)

medianet – 3

ÖHV-Chefs Hoch, Reitterer: „Gute Nächtigungszahlen, angespannte Finanzen.“

Veränderungen im AR von Siemens Österreich

Ab 1.1.2014 Pflicht: e-Rechnung An den bund Die elektronische Rechnung an den Bund spart Zeit und Geld. Ab 1. Jänner 2014 müssen Rechnungen über Waren und Dienstleistungen an den Bund in strukturierter elektronischer Form eingebracht werden. Papierrechnungen und Rechnungen, die per E-Mail oder im PDF-Format übermittelt werden, werden nicht anerkannt.

unteRnehmen und bundesveRwAltung PRofitieRen E-Rechnungen können schneller, effizienter und sicherer erstellt, übermittelt und verarbeitet werden. Fehlerquellen werden minimiert und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter in Unternehmen und der Verwaltung entlastet. Bei umfassendem Einsatz strukturierter elektronischer Rechnungen – auch von Unternehmen zu Unternehmen – gehen Studien der Wirtschaftskammer Österreich von einem Nutzenpotenzial von mehreren Milliarden Euro pro Jahr allein innerhalb Österreichs aus. Der Bund setzt jetzt den ersten Schritt.

e-Rechnung An den bund – so funktionieRt‘s Um elektronische Rechnungen einbringen zu können, ist eine einmalige Registrierung am Unternehmensserviceportal (USP – www.usp.gv.at) erforderlich. Danach können die Rechnungen jederzeit über die am USP verfügbare Anwendung „e-Rechnung an den Bund“ erstellt oder – bei Erstellung durch ein eigenes Programm – sofort hochgeladen werden. Als dritte Einbringungsmöglichkeit steht ein Webservice zur Verfügung. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Dienste eines Serviceproviders in Anspruch zu nehmen, der die Erstellung und Übermittlung der eRechnung vornimmt.

© Siemens

beReits 300 unteRnehmen nutzen die e-Rechnung An den bund

Siegfried Russwurm ist Vorsitzender des Aufsichtsrats von Siemens Österreich.

Wien. Nach dem Abgang von Peter Löscher als Chef von Siemens – und dessen Nachbesetzung durch Joe Kaeser – kommt es jetzt auch im Aufsichtsrat von Siemens Österreich zu Verschiebungen: Siegfried Russwurm, teilte Siemens Österreich am Montag in einer Aussendung mit (er ist seit 2008 Mitglied des Vorstands der Siemens AG) übernahm am Montag, 9. Dezember, den Vorsitz im Aufsichtsrat der Siemens AG Österreich. Er folgt damit Brigitte Ederer. Ralf Thomas wiederum, seit September 2013 Finanzvorstand der Siemens AG, übernimmt das Aufsichtsratsmandat von Joe Kaeser.  (red)

Insgesamt sind mit Ende November 2013 bereits 3.400 e-Rechnungen an den Bund von mehr als 300 Unternehmen eingegangen – darunter auch von bekannten Großbetrieben, die zum Teil schon gänzlich auf Papierrechnungen an den Bund verzichten. Zusätzlich wurde ein umfangreicher Testbetrieb erfolgreich durchgeführt. Auch die EU betont die enormen Sparpotenziale, die durch elektronische Rechnungslegung möglich sind. Österreich ist hier einmal mehr Vorreiter und ist mit seinen hervorragenden technologischen Lösungen bestens auf die Zukunft vorbereitet.

dAs unteRnehmensseRvicePoRtAl (usP) Das USP ist das zentrale Internetportal der österreichischen Bundesregierung für Unternehmen. Informationen zu sämtlichen Unternehmensbereichen erleichtern es Betrieben, sich in der oft komplexen Behördenwelt zurechtzufinden. Darüber hinaus können am USP die wichtigsten E-Government-Anwendungen der Bundesverwaltung mit nur einer Anmeldung genutzt werden.

Fotocredit: Fotolia

Alles zum USP: www.usp.gv.at Alles zur e-Rechnung: www.erb.gv.at USP-Hotline: 0810 202 202 (werktags, von 8 bis 17 Uhr)

Entgeltliche Einschaltung des Bundesministeriums für Finanzen

Wien. Die Nächtigungszahlen im Tourismus können sich sehen lassen – finanziell geht es den Hoteliers nicht so gut: „Bei den Investitionen sieht man einen merkbaren Rückgang“, sagte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Gregor Hoch, am Montag. 37,3% der Hoteliers geben heuer im Winter einer Umfrage zufolge weniger Geld aus; der Anteil jener, die ihre Investitionen heuer steigern wollen, liegt den Angaben zufolge nur bei 11,8%. „Um zehn Prozent mehr Unternehmen wollen im Winter 2013/14 weniger investieren und nur 1,3 Prozent mehr wollen mehr investieren“, zog ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer einen Vergleich zum Vorjahr. „Das ist ein Problem für die Regionen“, betonte Hoch. Denn 80% der Investitionen passierten im Umkreis von 90 Kilometern des Hotelstandorts. „Da gibt es ganz viel regionale Wertschöpfung“, verwies Reitterer auf die zahlreichen Handwerksbetriebe als Auftragnehmer.  (APA)


f e atu r e

4 – medianet

Dienstag, 10. Dezember 2013

Alexandra Binder

D

enkt der Europäer an amerikanische Landwirtschaft, denkt er in der Regel an nichts Gutes. Wir erinnern uns an die Stichworte, die erst Mitte des Jahres anlässlich des in Planung befindlichen Freihandelsabkommens zwischen EU und USA fielen: Von riesigen Monokulturen war da ebenso die Rede, wie von grüner Gentechnik, dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Rindermast oder aber dem wahr gewordenen Alptraum von mit Chlor desinfiziertem Geflügelfleisch. All das, heißt es von NGO-Seiten, würde bei Ratifizierung in heimischen Supermärkten landen. Dass den USA ein solches Image nicht gefällt, liegt auf der Hand. Und genau deshalb folgt jetzt der Gegenschlag.

„This is how we grow“ Auf der diesjährigen Anuga zogen die großen US-Exportorganisationen für Soja, Reis, Meeresfrüchte, Geflügel und Eier sowie Molkereiprodukte ihre potenzielle neue Trumpfkarte mit Namen „This is how we grow”. Dahinter steckt eine Gemeinschaftsinitiative „U.S. Sustainability“. Die Händler wollen aufzeigen, wie sie mit weniger Ressourceneinsatz höhere Erträge erwirtschaften haben und die Umwelt schützen. Dave White, früherer Direktor der Abteilung für Landkonservierung innerhalb des Landwirtschaftsministeriums, startete mit einer Zeitreise in die 1930er-Jahre. Da wurde nämlich ein Begriff geboren, der sich in das amerikanische Bewusstsein eingegraben hat: „Dust Bowl”. Damals litt man unter bedeckten Staubstürmen, die in mehreren trockenen Jahren

Ami-los nach Rodung des Präriegrases die Ernten in weiten Teilen des Landes vernichteten. Aber nicht nur das: Sie zwangen auch zwei Millionen Amerikaner, ihre Heimat zu verlassen. Ein Wendepunkt der amerikanischen Landwirtschaft, sei das gewesen, sagt White. Tatsächlich wurde schon 1933 das erste Gesetz gegen Winderosion verabschiedet, zwei Jahre später eines zur Erhaltung der Böden. „Saubere Luft, klares Wasser, Humus im Boden und Einhaltung von Fruchtfolgen fanden über Jahrzehnte hinweg Niederschlag in den Gesetzen der sogenannten Farm Bill und werden bis heute über zahlreiche Umweltprogramme finanziert”, erläutert Diplom-Oecotrophologe Roland Krieg. Die Farm Bill, sagt er, entspricht dem Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der EU.

nug. Man weist auch darauf hin, dass die amerikanischen Farmer mithilfe von GPS-Daten ressourcenschonend Dünger und Pflanzenschutzmittel teilspezifisch auf den Ackerflächen ausbringen. Diplom-Oecotrophologe Krieg kennt die Ambition der Amerikaner: „Die Bilder zeigen Agrar-

Dav i D g r e e n Berater der US-Nachhaltigkeitsinitiative

© Eco Island

„This is how we grow“ Auf der dies­jährigen Ernährungsmesse ­Anuga haben die ­großen amerikanischen Exportorganisationen für Soja, Reis, Geflügel oder Meeresfrüchte eine Initiative ge­startet, die die Nachhaltigkeit der US-Landwirtschaft ­bekannter machen soll. Ob sich die ­Europäer aber wirklich dafür ­erwärmen ­können, bleibt fraglich.

© Cranberry Growers/EPA/picturedesk.com

feature@medianet.at

140 Mio. Hektar geschützt Feuchtgebiete beispielsweise dürfen heute nicht mehr drainiert werden, wie Brent Babb vom Soybean Export Council bestätigte. Die Amerikaner lassen sich die gute Sache etwas kosten: Rund sechs Milliarden USD fließen jährlich in den Schutz von rund 140 Millionen Hektar. Weil Bilder aber bekanntlich mehr als Worte sagen, präsentierte man auf der Anuga bei Vorträgen zum Thema Blühstreifen, Bienenweiden, angereicherte Humusschichten, pfluglose Bodenbearbeitung, Abwasserklärung mit Phosphorrückgewinnung und Tierisches. Was den Europäern die Rückkehr des Wolfs in naturnahen Regionen ist, ist den Amerikanern der vom Aussterben bedrohte Louisiana Schwarzbär im MississippiDelta. Es geht um Biodiversität. Bilder vom Nachwuchs sollen eine gesunde Landschaft symbolisieren. Damit aber noch nicht ge-

Das Image der amerikanischen Landwirtschaft ist vor allem in Europa überwiegend negativ: Hochindustrialisierte Betriebe ernten von riesigen Feldern Monokulturen mit gentechnisch veränderten Pflanzen.“

umweltprogramme, wie sie auch in der EU an Bedeutung gewinnen. Aber das ist das nur die eine Hälfte des Bildes. Der grobe Rahmen ist auf beiden Seiten des Atlantiks gleich. Die Amerikaner arbeiten an messbaren Kriterien für die Nachhaltigkeit, wie Marty Matlock von der Universität Arkansas erklärte. Doch die Tücke steckt im Detail: Mit Chlor desinfiziertes Geflügelfleisch, der Einsatz von Antibiotika in der Rindermast und das Thema grüne Gentechnik sind Signale aus der anderen Bildhälfte der amerikanischen Landwirtschaft. Und genau die schlagen sich negativ in den gegenwärtigen Zahlen nieder.

Der transatlantische Handel Jene Zahlen, die den Amerikanern so zu schaffen machen, präsentierte Paul Spencer, Agrarattaché der amerikanischen Botschaft, erst im März 2013 in Berlin. Er skizzierte den Wandel im transatlantischen Agrarhandel. Und der sieht alles andere als gut aus. Haben die Amerikaner noch 1980 in die 27 Länder, die heute den europäischen Binnenmarkt ausmachen, Agrargüter im Wert von inflationsbereinigten 36 Milliarden USD exportiert, so schrumpfte der Export 2012 auf nur mehr 10,1 Milliarden USD zusammen. Im Detail gesehen, klingt das nicht besser. Krieg: „Der Marktanteil amerikanischer Produkte in der EU ist allein zwischen 2000 und 2012 von 15 auf knapp sechs Prozent gesunken, obwohl die EU einer der größten Importmärkte für Agrargüter ist.“ Im Gegensatz dazu eroberte Europa den USMarkt. Die EU-Exporte in die USA sind in den letzten 12 Jahren von 50 auf 131 Mrd. USD gestiegen. Insbesondere europäische Spezialitäten und Bioprodukte lassen sich

in den USA lukrativ vermarkten. Schmerzliche Marktanteilseinbußen mussten die USA allem voran im Bereich Schüttgut hinnehmen. Statt aus Amerika kommen Sojaprodukte heute zum Großteil aus Brasilien nach Europa. Obst und Gemüse holt Europa sich aus Chile und China, Getreide und Ölsaaten aus der Ukraine. Paul Spencer sieht nicht-tarifäre Handelshemmnisse wie das EU-Verbot von mit Chlor desinfiziertem Geflügelfleisch und vor allem von gentechnisch veränderten Produkten als wesentliche Gründe für die Marktverluste.

Gegenseitiges Kennenlernen? Auch David Green, der als Berater in der Initiative US Sustainability aktiv ist, ist die Problematik spätestens seit einem Aha-Erlebnis klar, das er sich bei einer Befragung von Lebensmittelhändlern holte, die frank und frei preisgaben, was genau sie hinderlich finden in puncto Listung amerikanischer Produkte. Dabei schließt sich der Kreis einmal mehr bei dem eingangs erwähnten Negativ-Image: Auch in den Köpfen des LEH dominiert nämlich die Vorstellung von hochindustrialisierten Betrieben, die auf riesigen Feldern Monokulturen mit gentechnisch veränderten Pflanzen betreiben. „Umgekehrt haben aber auch die amerikanischen Farmer keine genaue Kenntnis von den europäischen Agrarumweltprogrammen und Betriebsbedingungen“, sagt Oecotrophologe Krieg. Ein beiderseitiges Kennenlernen sei demnach nötig: „Denn vor dem Hintergrund der Gespräche zu einem transatlantischen Handelsabkommen laufen die roten Linien der Europäer eher entlang der zweiten Bild­ hälfte.“


pr i m e n e ws

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet – 5

Schwerpunktthema Über Service als prägendes Differenzierungsmerkmal, das Nike-Prinzip und die „Mit-Arbeiter“

Erich Stadler, ServiceInitiative Leitbetrieb: „Es braucht eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie.“ sabine Bretschneider

Ergo Austria-Chef Josef Adelmann: „Schulterschluss der Systeme“.

„If I had asked my

have told me they want a faster horse.“ Automobil-pionier henry ford

© panthermedia.net/Dusit Panyakhom

customers what they

Der Kunde ist König – auch wenn er sich manchmal benimmt wie die Prinzessin auf der Erbse: Leistungsversprechen und Termin einhalten – das wünschen sich die Verbraucher. Auf den Plätzen folgen die Qualität der Dienstleistung und kurze Bearbeitungszeiten.

Bereichen Banken, Versicherungen und Bausparkassen bewerteten.

Der Weltqualitätstag wurde schon 1989 von den QualitätsOrganisationen Europas (EOQ), der USA (ASQC) und Japans (JUSE) initiiert und ist seitdem jährlich auf den zweiten Donnerstag im November datiert. Im Hinblick auf dieses Datum hat die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Verbraucher gefragt, was guten Service eigentlich ausmacht. Ergebnis: Das Leistungsversprechen und den vereinbarten Termin einhalten – das wünschen sich deutsche Verbraucher am meisten. Zuverlässigkeit ist damit das wichtigste Kriterium für guten Service, sie landet mit 92% auf Platz 1. Die Plätze 2 und 3 belegen die höchste Qualität der Dienstleistung (89%) und kurze Wartezeiten bzw. schnelle Rückmeldungen (88%). Und auch wenn kleine Geschenke die Freundschaft erhalten: Darauf legt man kundenseitig dann doch eher wenig Wert – Platz 10 im Ranking.

„Gelebter Service“ Weltweit wechselte laut einer breit angelegten Studie von Capgemini (zum „World Retail Banking Report“ wurden 18.000 Kunden in 35 Ländern befragt) bis Herbst 2013 übrigens jeder zehnte Bankkunde sein Institut, wobei sich die Zufriedenheit der Bankkunden in Österreich leicht verbessert hat: Die Alpenrepublik liegt – bezogen auf positive Bank-Erlebnisse – mit 48,3% an siebenter Stelle. Im deutschspra-

Das „Nike-Prinzip“ Allerdings heiße „gelebter Service“ nicht, sich kritiklos an Kundenumfragen zu orientieren. Auch dafür hat Hübner ein Beispiel: „If I had asked my customers what they wanted, they would have told me they want a faster horse“, zitiert sie Automobil-Pionier Henry Ford dahingehend, dass auch un-

ständig als Trainer und Berater tätig, Josef Redl, der im FMVÖ gemeinsam mit Kollegen den Recommender entwickelt hat und jetzt dessen Vizepräsident ist, sowie Robert Sobotka, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Telemark Marketing, Tipps von Recommender-Preisträgern gesammelt. Sie geben Einblick in ihre Strategien und Konzepte und zeigen auf, mit welchen innovativen und kreativen Aktivitäten e­ ine Differenzierung zum Mitbewerber möglich ist. Beispiele aus der Praxis ergänzen das Kompendium.

Prägende Differenzierung

„Was in der Finanz­ branche erfolgreich ist, macht auch in allen ­anderen Wirtschafts­

Thema „Recommender“

bereichen Sinn.“ erich Stadler, initiator der ­Serviceinitiative leitbetrieb

© Erich Stadler

Eine interessante Initiative, die sich in Österreich regelmäßig mit dem Thema Servicequalität auseinandersetzt, ist der „Recommender“, mit dem der Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) seit 2007 jährlich die besten Finanzdienstleister Österreichs auszeichnet. Die Haupterkenntnis des heurigen Jahres, zog der FMVÖ Bilanz: Während sich einzelne Institute über noch nie zuvor erreichte Weiterempfehlungswerte freuen können, geht die Schere zu den hinteren Plätzen immer weiter auf. Die Bandbreite der Werte im Net Promoter Score (NPS) der einzelnen Institute reichte heuer bei den Banken von 54% bis minus 18%, bzw. bei den Versicherungen von 38% bis minus 17% – eine noch nie dagewesene Differenz, die zeige, „welches Potenzial sich in Sachen Kundenweiterempfehlung gewinnen bzw. verlieren lässt“, wie es hieß. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Telemark Marketing unter 8.000 Kunden, die nach der Methode des NPS 55 Institute aus den

Kunden wählen die besten Finanzdienstleister“ hat Hübner, so wie andere ausgewiesene Serviceexperten, einen spannenden Fachbeitrag („Gelebte Servicekultur“) verfasst.

chigen Raum hat sich der positive Anteil gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozentpunkte verbessert, in Österreich sogar um 11,4, ging aus der Aussendung hervor. In den meisten Regionen erwies sich „Servicequalität“ als wichtigster Faktor, der Kunden zu einem Bankwechsel bewegt. Die Rezepte, um die Zufriedenheit der Kunden zu erhöhen, sind manchmal so banal wie wirkungsvoll: „Wenn alle Mitarbeiter jeden Kunden, den sie sehen, freundlich begrüßen, können wir unseren Umsatz im Inland um 25% steigern“, zitiert etwa Service-Expertin Sabine Hübner Hilmar Kopper, den ExVorstandssprecher der Deutschen Bank. Hübner, eine gebürtige Österreicherin, ist Unternehmerin und gilt als „Service-Expertin Nr. 1“ in Deutschland. Für das Buch „Mit besten Empfehlungen – Österreichs

bewusste Wünsche des Kunden relevant sind. Um diese zu erkennen, braucht es vonseiten des Anbieters Expertise. Hübner erklärt „gelebtes Service“ mithilfe des „Nike-Prinzips“: N wie Nutzen für den Kunden, I wie Innovation in der Serviceleistung, K wie Konsequenz in der diesbezüglichen Strategie und E wie das Auslösen von positiven Emotionen – „statt kleinkarierter Rabatte“. Dazu kommt: Heute kann sich Kundenvertrauen in Sekundenschnelle in Luft auflösen, denn jeder Kunde „teilt“ zu jeder Zeit seine Begeisterung oder den Unmut via Internet.

„Mit besten Empfehlungen“ Für das Buch „Mit besten Empfehlungen“ haben die Herausgeber Wolfgang Ronzal, er ist nach 30 Jahren in der Erste Bank selbst-

„Was in der Finanzbranche erfolgreich ist, macht auch in allen anderen Wirtschaftsbereichen Sinn“, erklärt Erich Stadler, Gründer und Inhaber der Akzepta Group und Initiator der ServiceInitiative Leitbetrieb (www.leitbetrieb. com). „Exzellenter Service, maß­ geschneidert für die Bedürfnisse jedes Kunden, ist heute mehr denn je ein starkes Differenzierungsmerkmal und damit ein entscheidender Erfolgsfaktor.“ Aber, relativiert Stadler, „nur dann, wenn es gelingt, diesen Wettbewerbsvorteil auch klar und überzeugend zu kommunizieren.“ Servicequalität falle schließlich „nicht vom Himmel, sondern ist das Ergebnis intensiver Auseinandersetzung mit dieser Materie“. Daher verfolge die „ServiceInitiative Leitbetrieb“ auch den Ansatz, in der Zusammenarbeit mit den führenden Service-Experten des deutschsprachigen Raums Service-Wissen und Know-how möglichst vielen Interessierten zugänglich zu machen. Die größte Herausforderung sei, die persönliche Servicequalität jedes einzelnen Mitarbeiters der Unternehmen zu prägen. „Dies gelingt sicher nicht mit einmaligen Meetings, sondern muss täglich praktiziert werden“, so Stadler. Diese Mitarbeitereinstellung erhöhe auch die eigene Wertigkeit, „denn Mit-Arbeiter sind generell gefragter als Ab-Arbeiter oder Beschäftigte“. „Starke Unternehmen zeigen Service“, ist Stadler überzeugt.

Wien. Die private und betriebliche Altersvorsorge braucht eine stärkere Förderung, damit der notwendige Ausbau beschleunigt werden kann, erklärte der Chef der österreichischen Ergo Versicherung, Josef Adelmann, im Gespräch mit der APA. Zugelassen werden sollten künftig auch Lebensversicherungen mit endfälligen Garantien. Nötig sei bei den Pensionen ein Schulterschluss aller drei Systeme – staatlich, betrieblich und privat. In Österreich liegt der Anteil der Alterseinkünfte aus der zweiten betrieblichen Säule und der dritten privaten Säule zusammen bei nur rund fünf Prozent; in Deutschland, wo es sehr viel mehr Förderungen gebe, seien es 16%. Für ein solides Bauwerk brauche man alle drei Säulen des Pensionssystems, so der Vorstandsvorsitzende der Ergo Versicherung, der operativen Österreich-Gesellschaft der zum Münchener-Rück-Konzern gehörenden Ergo Austria International Holding.  (APA)

Accenture erweitert die Geschäftsführung Wien. Seit 1. Dezember ist Michael Büttner Mitglied der Geschäftsführung von Accenture Österreich und übernimmt die österreichweite Leitung der im Bereich Resources betreuten Industrieunternehmen. Der promovierte Betriebswirt verantwortete zuletzt als Partner und Vorstand bei KPMG Advisory das österreichweite Managementberatungsgeschäft Industrie. (red)

Praxishandbuch für Firmen: „Being Social“ Wien. Ein Business-Literaturtipp: Wie verändert Social Media Österreichs Unternehmen? Sind Human Resources, Kommunikation und Marketing für diesen kulturellen Wandel gerüstet? Diese und andere Fragen behandelt das Praxishandbuch von Anneliese Breitner (AnneBreitner Consulting).

© Verlag Holzhausen

Wien. Mitte November war wieder einmal „Weltqualitätstag“. Dieser Termin findet in Österreich, im Gegensatz zu unseren deutschen Nachbarn, noch keinen nachhaltigen Niederschlag. Dennoch ist es ein guter Anlass, das Thema Servicequalität – wenn auch verspätet – vor rot-weiß-rotem Hintergrund zu beleuchten.

wanted, they would

Ergo: mehr Förderung für private Vorsorge

© Ergo Austria/Foto Wilke

„Servicequalität fällt nicht vom Himmel …“

short

Being Social – Einfluss von Social Media auf Unternehmenskultur, Kommunikation und auf die Arbeitsplätze der Zukunft (A. Breitner). Holzhausen Verlag, Juli 2012, Softcover, 208 Seiten, ISBN: 978-3-902868-36-7 (29,50 € inkl. 10% MwSt.)


th e opi n i on

6 – medianet

Spielereien Es ist ein bisschen wie Scrabble spielen im Zahlenrätsel: Das Budgetloch oszilliert je nach Interpretation zwischen drei und 18 Milliarden Euro – und wir erlesen daraus entweder ein riesiges „Budgetloch“ (19 Scrabble-Punkte) oder einen kleinen Reformbedarf (23) im strukturellen Defizit des Staates Österreich. Die österreichische Nationalbank hat ihre Prognose für das heurige Wirtschaftswachstum (36) zwar geringfügig von 0,5 Prozent auf 0,4 Prozent gesenkt, sieht aber die zweijährige Schwächephase (32) der heimischen Wirtschaft „überwunden“. In einigen Kommentaren weist man darauf hin, dass unter den derzeitigen Rahmenbedingungen erst ab einem Wachstum von etwa 2,5 Prozent auch tatsächlich von einem Wachstum gesprochen werden könnte, sie werden allerdings von denen überstimmt, die bereit sind, das zarte Konjunkturpflänzchen (50) per Akklamation zu blühenden Wiesen (8) zu ernennen. Matt Dickenson, Student an der Duke University – und offensichtlich Scrabble-Fan –, schreibt in seinem Blog über

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Kaurimuschel und Konjunkturprognose Die raffinierte Deutung budgetärer Restriktionen ­vermittelt uns ein Gefühl dafür, dass der Wert von Geld letztendlich ohnehin nur Schall und Rauch ist. sabine Bretschneider

„The Political Economy of Scrabble“: Das Ziel des Brettspiels sei, trotz vorgegebenen Buchstabenwerts die vorhandenen Buchstaben in Kombination mit existierenden Wörtern so zu arrangieren, dass sie den höchstmöglichen Wert ergeben. Damit zieht er den Vergleich zum „Fiatgeld“, der gängigen

Währung ohne intrinsischen Wert (d.h. keine Kaurimuscheln, Goldmünzen oder Kamele, die für sich einen gewissen Wert besitzen). Auch dieses Fiat-Geld, Banknoten etwa, haben zwar eine gewisse vorgegebene Funktion – durch die gesetzliche Festlegung als Zahlungsmittel. Aber

Dienstag, 10. Dezember 2013

um letztendlich als „Geld“ auch „Wert“ zu erlangen, meint Dickenson, braucht es unter anderem die Zustimmung der Handelspartner – und durch diesen Währungsvergleich erhält es einen „Kurs“. Und der kann im Vergleich zu anderen Währungen oder Ländern mit einem anderen Preisniveau – wie man aus dem Urlaub weiß – durchaus stark schwanken. So, als würde man aus dem Reformbedarf einen „Pensionsreformbedarf“ basteln. Das ist nicht hübsch, bringt aber 35 Punkte, minimum ... Was hat das mit der Konjunktur zu tun? Einiges. Wenn es semantische Tricks sind, die uns ein Gefühl für die ökonomische Entwicklung unserer Volkswirtschaft vermitteln sollen, wäre es vielleicht gescheiter, mehr Scrabble zu spielen als Konjunkturprognosen zu lesen.

mail to s.bretschneider @medianet.at

Gastkommentar Professionalität in der Logistikbranche

zitat des ta ge s Nelson Mandela, südafrikan. AntiApartheid-Kämpfer und Politiker

Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist, sondern der Triumph darüber w w w.zitate . at

IMPRESSUM

Jeder jammert, aber alle spielen mit

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Wirtschafts- und Sinnkrisen Schon seit Jahren ist die Logistikbranche – und insbesondere der Straßentransport – in einer Sinnkrise. Mit den Marktpreisen geht es kontinuierlich bergab, während die Kosten – wie Energie- und Frachtpreise, Maut, usw. – weiter steigen. Die Frage, die wir uns in der Branche jetzt stellen, ist: Wann ist das Ende erreicht? Die Frachtunternehmer liefern sich einen heftigen Preiskampf und jeder unterbietet jeden. Frachtenbörsen und Ausschreibungsplattformen tragen noch ihren Teil dazu bei. Jeder ist fixiert auf Preise – es gilt: Je niedriger, desto besser! Jeder jammert, doch alle spielen das Spiel mit. Niemand macht sich jedoch Gedanken darüber, wie er „Wir müssen weg vom effektiver arbeiten kann, um dem Kunden Kosten zu sparen. Nicht ein billiger Preis spart Kosten, sondern effi‚Schmuddel- Image‘ ziente und intelligente Arbeitsprozesse, die letztendlich auch den Kunden dazu motivieren, einen besseren Preis der Gabelstapler und zu bezahlen. Im Kampf gegen steigende internationale Konkurrenz Lkw-Fahrer (...) – hin und Dumpingpreise sollte ganz gezielt auf hohe Qualität und Zuverlässigkeit gesetzt werden. Denn mit intellizum Berufsbild des genten Lösungen werden auch Kosten gespart.

qualifizierten Logistik-

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

tel. 01/919 20-2100

Nur so gibt es Hoffnung für die Branche

© Druckerei Grasl/S. Badegruber

heute im special

„Die Wahr­ nehmung gedruckter Information ist mittler­ weile wesentlich nach­ haltiger als die digitale ­Informationsflut.“

© Piacek

Wa lter Grasl , Grasl FairPrint, s . 1 6

„Das Dru­ ckereister­ ben wird aufgrund des har­ ten Verdrängungs­ wettbewerbs ungebremst weitergehen.“ An ton Piacek , Dr uck erei Piacek , s . 2 1

Unsere Aufgabe ist es auch, unsere Unternehmen nicht nur für die Kunden interessant zu machen, sondern vielgente Konzepte für die mehr auch für neue Mitarbeiter: Employer Branding ist das Gebot der Stunde, denn die Kunden entwickelt.“ Nachwuchszahlen in der Logistikbranche deuten davor Sertic, unitcargo klar auf einen Engpass in einer der wichtigsten Berufssparten in den nächsten Jahren hin. Wir müssen weg vom ‚Schmuddel- Image‘ der Gabelstapler und Lkw-Fahrer, das die Logistikbranche leider noch immer maßgeblich prägt – hin zum Berufsbild des qualifizierten Logistikmanagers, der intelligente Konzepte für die Kunden entwickelt. Wir als Logistikunternehmer müssen uns mit den Prozessen der Kunden eingehender auseinandersetzen und Verbesserungspotenziale aufzeigen. Dies führt letztendlich dazu, dass der Kunde uns nicht nur an den Kosten misst, sondern, wenn die Rahmenbedingungen passen, auch bereit ist, zu besseren Preisen Transporte zu vergeben. Dies sollte die Richtung sein, in die die Logistikbranche gehen sollte, dann gibt es Hoffnung ... Gute Qualität hat ihren Preis, ist aber auf Dauer das einzige Erfolgsrezept.

Davor Sertic, Managing Director UnitCargo Speditionsges.m.b.H.; www.unitcargo.at Die abgedruckten Gastkom­ mentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© UnitCargo/Foto Wilke

managers, der intelli-

medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet, real:estate & advisory (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­ print Zeitungs­ druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­ weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäfts­ bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

dienstag, 10. dezember 2013 – 7

Auszeichnung

RZB-Gruppe für Nachhaltigkeitsbericht mit ASRA-Award ausgezeichnet  Seite 10

© ideenwerk

© ASRA/Robert Herbst

marketing & media Ausrichtung

Weihnachtlich

Agentur ideenwerk für neuen Auftritt der Pinzgau Milch verantwortlich  Seite 12

Feier der ÖMG im 9. Wiener Gemeindebezirk  Seite 14 © medianet/Szene1/Günther Langegger

Vor allem Sport sorgt bei Privat-TV für Höhenflüge

www.mhoch3.at

© Wien Nord

short

© kika/Leiner

Eduard Böhler und Markus Mazuran, Geschäftsführer bei Wien Nord, holen als erste heimische Agentur bei den Eurobest-Awards einen Grand Prix nach Österreich – siegreich mit Opel. Auch DDB Tribal Wien und D,M&B schlugen sich erfolgreich. Seite 9

© APA/Robert Jäger

Martin Messinger, Leiter Direktmarketing & Kundenbindung bei kika/Leiner, über den Erfolg der getätigten, zielgruppenorientierten Kampagnen, die im Rahmen von „pimp my campaign“ gemeinsam mit straberger unter die Lupe genommen wurden. Seite 10

© Epamedia

TV-Quoten Das Nationalteam bei ATV, die Champions League bei Puls 4: SportBerichterstattung bescherte den Privaten 2013 beachtliche Quotenerfolge. Wie das Jahr sonst für die Öffentlich-rechtlichen und die privaten TV-Sender verlaufen ist, fragte medianet bei den anderen Sendern nach. Seite 8 Brigitte Ecker, COO Epamedia, bietet der Salzburger Sportwelt eine Sonderinstallation in der Außenwerbung; dabei wurde vor Schaltung der Kampagne eigens vor Ort gesichtet, um an frequenzstarken Orten hohe Kampagnen-Awareness zu schaffen. Seite 12

TV Ab 2015/16 im ORF; Private können separat erwerben

ORF holt Champions League zurück

Wien Nord holt für Opel bei der Eurobest den Grand Prix in der Kategorie „Outdoor“.

© APA/Hans Klaus Techt

© Wien Nord

medianet tv heute

Hocherfreut: ORF-General Alexander Wrabetz mit der Champions League.

Wien. „It‘s coming home...“ – mit diesen Worten kündigte ORF-Sprecher Martin Biedermann auf Twitter die Rückkehr der UEFA-Champions League ins öffentlich-rechtliche TV an. Ab 2015/16 zeigt der ORF ein Spiel pro Runde exklusiv im Free-TV plus die Highlights von vier Partien danach – und sticht damit den aktuellen Rechteinhaber Puls 4 aus. Mitbewerber können jedoch in separater Ausschreibung weitere Teil-Pakete erwerben. ORF-General Alexander Wrabetz zeigte sich erfreut über den Zuschlag und bezeichnete die vereinbarten Rechtekosten als „ökonomisch gut vertretbar“.  (hof)

Die Schokoladenseite des E-Commerce! Online-Payment für E- und M-Commerce Kredit- und Debitkarten, Bankensysteme, Rechnungs- und Ratenkauf, Lastschrift, paybox, mpass, paysafecard, PayPal, ...

www.mPAY24.com

info@mPAY24.com

Tel. +43-1-513 66 33-600


c ov e r

8 – medianet

Dienstag, 10. Dezember 2013

Kommunizierende Gefäße Der ORF verliert, bleibt aber unangefochtener Marktführer, und die Privaten gewinnen – seit Jahren ein gewohntes Bild

Trotz Verlusten keine Verlierer

Wie war das TV-Jahr 2013 aus Sicht der Branche? medianet fragte nach und erlebte durchwegs zufriedene Sender-Chefs. Wien. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und so nehmen auch wir die Gelegenheit wahr, um einen Rückblick auf 2013, aber auch darüber hinaus, zu tätigen, um zu sehen, wie sich der österreichische TVMarkt denn so entwickelt. Grundsätzlich, und das ist jetzt keine Überraschung, sinkt der Marktanteil des ORF, und im Gegenzug erobern die heimischen und die deutschen Privatsender immer mehr an Terrain. Und je nach Betrachtung, ob nach Gruppe, Einzelsender oder „Österreicher“ gegen „Deutsche“, ergeben sich unterschiedliche Bilder. Betrachtet man die Entwicklung nach Sendergruppen, könnte man vereinfacht sagen: Viel hilft viel und dies ist besonders bei der Pro7-Gruppe zu sehen, die ja nicht nur, so wie die IP heimische Werbefenster, sondern mit Puls 4 auch einen österreichischen Sender betreibt und damit bei den Marktanteilen bei 12-49 schon über 21% liegt und damit per Jahresende 2013 knapp 7% hinter dem ORFSender zu liegen kommen wird.

Sport beflügelt Privat-TV Markus Breitenecker, Geschäftsführer ProSiebenSat.1 Puls 4, erklärt das folgendermaßen: „Dass wir mit der gesamten Gruppe ProSiebenSat.1 Puls 4 so stetig und stark wachsen, verdanken wir zum Großteil unserer Strategie der Österreich-Programmierung auf unseren Fenstersendern. Der Erfolg zeigt sich seit Jahren in der Reichweitensteigerung der Sendergruppe, sodass wir uns in derselben Marktanteilsdekade wie der öffentlich-rechtliche Mitbewerb befinden. Der Abstand zum ORF wird immer geringer, wir gewinnen, er verliert. Auch mit dem Österreich-Sender Puls 4 konnten wir im Jahr 2013 starke Zuwächse erreichen. Mit dem Ausbau der Public-ValueSchiene und der intensiven Wahlberichterstattung zur Nationalratswahl konnten wir als PrivatTV-Sender nicht nur einen starken Informationsfokus setzen, wir haben auch die Zuseher und Kunden davon überzeugt. Auch mit der Programmsäule Puls 4 Sport konnten wir neue Seher gewinnen und Umsatzzuwächse generieren.“ Für den SevenOne-Konkurrenten, die IP-Gruppe, ging es zwischen 2011 und 2013 leicht nach unten, wobei, „ab circa der zweiten Jah-

reshälfte 2013 die Marktanteilsentwicklungen auf der österreichischen Frequenz mehr als erfreulich“ seien, so IP-Chef Walter Zinggl auf Anfrage. Zinggl weiter: „RTL investierte in eigenproduzierte Fiction und setzt auf große Showformate. Mit diesen Maßnahmen lagen die Marktanteile im November über jenen im Vorjahr (Steigerung der MA von 4,9% auf 5,1%).“ VOX konnte seine Marktanteile im November im Vergleich zum Vorjahr sogar von 3,5% auf 4,2% steigern. Die VOX-Eigenformate wie „Shopping Queen“ oder „Das perfekte Dinner“ funktionieren sehr gut, die Doku-Events sind zu einem festen Bestandteil der Programmierung geworden und erfolgreiche US-Serien runden das Portfolio ab. Super RTL hat mit DreamWorks und Warner neue starke Partner an seiner Seite und geht mit der Neuausrichtung der Primetime neue Wege. Bei den Marktanteilen für RTL II Österreich kann man sogar ein leichtes Jahreswachstum verzeichnen. Hier zeigt sich, dass es sich lohnt, neue, innovative Wege zu gehen und die Möglichkeiten der neuen Techno-

Marktanteile 12 – 4 9 i m Z e i t v e r l au f 2 0 0 7 – 2 0 1 3

ORF 1 ORF 2 Pro 7 ATV RTL Sat.1 Puls 4 Vox ZDF RTL 2 Kabel 1 ARD Super RTL Servus TV 3sat ATV2 sixx Austria

2007 26,4 13,8 6,9 4,6 7,0 5,9 0,1 5,5 2,7 3,1 3,6 3,2 2,7 0,0 1,4 0,0 0,0

2008 26,0 13,8 7,6 5,1 7,0 5,8 1,6 4,8 3,0 2,9 3,4 3,2 2,6 0,0 1,3 0,0 0,0

2009 23,0 13,1 7,2 6,2 7,1 5,8 2,8 5,6 3,0 3,1 3,4 2,7 2,5 0,0 1,5 0,0 0,0

2010 22,4 12,9 8,1 6,6 6,9 5,7 2,9 5,3 3,0 2,8 3,0 2,8 2,3 0,4 1,5 0,0 0,0

2011 21,2 12,4 7,9 6,7 7,3 5,7 3,6 5,1 3,0 2,9 3,3 2,4 2,0 0,8 1,4 0,0 0,0

1.1.2013– 2012 4.12.2013 21,6 18,6 11,5 12,1 8,0 8,8 6,0 6,1 6,4 5,9 5,4 5,8 3,5 4,1 4,3 3,8 3,2 3,5 3,1 3,1 3,1 2,8 2,5 2,6 1,8 1,7 1,4 1,5 1,3 1,3 0,6 0,9 0,4 0,8

logien zu nutzen – Stichwort Multiscreen. Und: Was bereits RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann für die RTL-Jahrespressekonferenz formulierte, kann somit für die gesamte Sendergruppe übernommen werden. „Ja, wir haben verloren. Nein, wir fühlen uns nicht als Verlierer.“ Denn, so Zinggl, die Sendergruppe habe die schwächeren Zahlen zum Anlass genommen, das Programm zu überarbeiten, in neue Formate zu investieren und funktionierende Programmschienen auszubauen. „Die Investition hat sich gelohnt! Die Maßnahmen greifen und spiegeln sich in den Zahlen wider“, so Zinggl abschließend.

Eine Million für ATV Durchgängig erfreulich gestaltet sich das Jahr 2013 für ATV. Ein echtes Highlight war das Länderspiel Österreich gegen Schweden, mit dem ATV als erster Privatsender überhaupt die Schallmauer von eine Million Zuseher durchbrach. In Spitzenzeiten verfolgten es bis zu 1.004.000 Menschen (E 12+, endgültig gewichtet); die zweite Halbzeit des Matches sahen durchschnittlich 929.000 Österreicher. Beides Werte, die bis dato kein anderer österreichischer Privatsender jemals erreicht hat. Und nicht nur die Reichweiten, auch die Marktanteile ließen ATV jubeln: 39,7% Marktanteil in der Hauptzielgruppe der 12- bis 49-Jährigen ist ein großartiger Erfolg, bei den Männern dieser Gruppe erreichte ATV gar einen Marktanteil von 50,5%. „Somit hat jeder zweite fernsehende Mann das Match auf ATV verfolgt; das belegt auch eindeutig, wie gut die österreichische Fußballnationalmannschaft bei ATV aufgehoben war“, so ATV-Chef Martin Gastinger. Und generell? In den für einen Privatfernsehsender wichtigsten Zielgruppen der Erwachsenen zwischen 12 und 49 Jahre bzw. der Erwachsenen zwischen 12 und 29 Jahre konnte ATV auch im Jahr

2013 die Führung halten. Besonders stark präsentiert sich ATV in der Primetime zwischen 20:15 und 22:00 Uhr, wo im Jahresschnitt ein durchschnittlicher Marktanteil von 6,1% bei den 12- bis 49-jährigen Sehern verbucht wurde. „Damit lässt ATV wiederum nicht nur alle österreichischen Privatsender hinter sich, sondern auch namhafte deutsche Konkurrenten wie RTL, VOX oder Sat.1. Nur noch ORFeins und ORF2 bzw. Pro7 liegen vor ATV, das regelmäßig mit Eigenproduktionen, Spielfilmen und Top-Ereignissen wie der Fußball-WM-Qualifikation für Marktanteile im zweistelligen Bereich sorgt“, so Gastinger abschließend. Und der ORF? Dieser behält trotz sinkender Werte weiter die Marktführerschaft, sowohl im Fernsehen, als auch im Radio. Auch in wirtschaftlichen Belangen konnte man trotz einer schwierigen Gesamtlage das Jahr 2013 mit einem EGT von 2,7 Mio. € im Konzern und 0,3 Mio. € in der Mutter abschließen. Zugute kommt dem ORF auch die wachsende Online-Nutzung der ORF-Angebote. ORF.at ist nämlich mit 54,7 Mio. Visits (Jänner bis Oktober 2013) Österreichs mit Abstand meistgenutzter NewsChannel und hat sich gemeinsam mit der TVthek mit rd. 17 Mio. Videoabrufen zur größten Videoplattform des Landes entwickelt.

Entsprechend baut der ORF sein Portfolio hier auch aus. Im derzeit am stärksten wachsenden Mediensegment, der Online- und SecondScreen-Nutzung, hat der ORF etwa mit der NationalratswahlApp (150.000 Downloads) und der Ski-Weltcup-App (bisher schon 100.000 Downloads) sein Angebot strategisch erfolgreich weiterentwickelt. Alexander Wrabetz über das Jahr 2013: „Die zunehmende internationale Konkurrenz sowie ein aufgrund der technologischen Umbrüche sich stark veränderndes Mediennutzungsverhalten stellten den ORF 2013 vor große Herausforderungen, die er mit zahlreichen neuen Formaten einerseits und speziellen neuen Angeboten wie ereignisbezogenen Apps, verstärktem Video-on-Demand- und Live-Stream-Angebot andererseits erfolgreich bewältigt hat. Als Marktführer in Fernsehen, Radio und Online und österreichischer Content Leader ist der ORF einer der programmlich erfolgreichsten öffentlich-rechtlichen Sender Europas. Wirtschaftlich wird der ORF durch die Fortsetzung des Sparkurses auch 2013 positiv abschließen. Alles in allem also ein herausforderndes Jahr, das der ORF aber erfolgreich bewältigt hat“, so Wrabetz abschließend. Übrigens: Den ORF beflügeln dürften auch die erst gestern wieder zurückgeholten TV-Rechte für die Champions League.

Auch ServusTV ist zufrieden Mit dem Jahr zufrieden zeigt man sich auch bei Servus TV, Österreichs jüngstem und kleinsten Privat-Sender: „2013 war für ServusTV ein gutes Jahr. Wir haben 2013 einige Verfeinerungen an unserem Programm und unserer Programmstruktur vorgenommen und zum Beispiel ‚Servus am Morgen‘ und ‚TMWissen‘ gestartet. Diese Programmverfeinerungen werden von unserem Publikum sehr gut angenommen. Insgesamt sehen wir, bei einer kontinuierlichen Steigerung unserer Marktanteile, dass die Zuseher unsere hohe Programmqualität sehr zu schätzen wissen. Das zeigt sich auch daran, dass ServusTV im Relevant Set der österreichischen Zuseher angekommen ist. 2013 hatten wir viele wunderbare Programmhighlights, wie das Erzbergrodeo, die Airpower, unsere Dokutainment-Serie ‚Africa Race‘ oder die Salzburger Festspiele bei ServusTV, die vom Publikum hervorragend angenommen wurden und uns Spitzenquoten bescherten“, so Servus-TV-Chef Klaus Bassinger.


A gen tu r en

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet – 9

Eurobest Guerilla-Aktion für Opel sichert Wien Nord rund um Markus Mazuran und Eduard Böhler eine der höchsten internationalen Auszeichnungen

Wien Nord im Eurobest-Himmel Jürgen Hofer

Wien/Lissabon. Erster Grand Prix in der Eurobest-Geschichte überhaupt für Österreich: Die Kreativen von Wien Nord sicherten sich in der Kategorie „Outdoor“ beim heurigen European Festival of Creativity mit „The Opel Sky Surprise“ für Kunden Opel die höchste Auszeichnung. „Für uns ist das ein wichtiges Signal des neuen Selbstbewusstseins von Opel und ein schönes Ergebnis unserer Partnerschaft mit der Scholz & Friends Gruppe, in deren Auftrag wir Opel seit 2012 in Österreich betreuen“, freut sich Wien Nord-Geschäftsführer Markus Mazuran. Kreativgeschäftsführer Eduard Böhler ergänzt: „Opel hat Mut zu einem experimentellen Kampagnenansatz bewiesen, spannenden Content für die Marke Opel genau dort zu erzeugen, wo sich die Konkurrenz feiert.“ Denn Wien Nord schaffte es für ihren Kunden Opel mit einer Guerilla-Aktion erneut in die Höhle des Löwen. So wurden beim GTI-Treffen am Wörthersee – bekanntlich eine von Volkswagen dominierte Szenerie – Tausende 3D-Brillen für ein am Abend stattfindendes Feuerwerk ausgegeben. Als die Besucher am Beginn des Feuerwerks diese Brillen aufsetzten, verwandelten sich die Lichtpunkte des Feuerwerks in Millionen kleine Opel-Logos.

unwissentlich ein Shirt mit einem nur unter Schwarzlicht sichtbarem Opel-Logo – Überraschungseffekt bei abendlicher Party garantiert. Ebenfalls in der Kategorie „Outdoor“ erfolgreich schlug sich DDB Tribal Wien mit Silber für die Sujets „Pullover“, „Tie“ und „Shoelace“ im Rahmen der Easy MorningKampagne für McDonald‘s Austria. Die DDB-Kampagne hatte unter anderem bereits in Cannes 2013 Silber geholt. Den dritten österreichischen Preisträger komplettiert Demner, Merlicek & Bergmann in Bronze in der Kategorie „Radio“ für Leica Kameras mit dem HörfunkSpot „Yeti“.

Österreich war beim Festival mit insgesamt 44 Arbeiten am Start. So wurden in der Kategorie Film vier, Print sieben, Outdoor sieben, Radio drei, Interactive drei, Direct drei, Media fünf, Promo & Activation zwei, Design eine, Film Craft vier, Print & Poster Craft drei und bei Branded Content & Entertainment zwei österreichische Arbeiten eingereicht. Zudem jurierten Cordula Alessandri (Alessandridesign) in der Design-Jury, David Petermann (Wunderman PXP) in Digital & Mobile, Alexander Rudan (Havas Worldwide) in Promo & Activation und Alistair Thompson (D,M&B) in der Outdoor & Radio-Jury.

© Wien Nord

Grand Prix für Wien Nord, Silber für DDB Tribal Wien, Bronze für D,M&B.

Für Opel eroberten Wien Nord am GTI-Treffen am Wörthersee den Kärntner Nacht­ himmel; nun stiegen die Kreativen auch bei der heurigen Eurobest ganz hoch hinauf.

Mit Sky ist jederzeit Fernsehzeit!

Ich seh was Besseres.

Erneut „leider geil“

© DDB Tribal Wien

© move121

Bereits im Vorjahr hatte Wien Nord am GTI-Treffen für Aufsehen gesorgt: Es wurden T-Shirts mit der Aufschrift „Leider Geil“ verteilt. Während des Events flog dann ein Flugzeug mit „Leider Geil“-Banner, kombiniert mit Opel Corsa-Werbung, über das Festgelände und machte die VW-Fans unfreiwillig zu Markenbotschaftern. Zusätzlich trugen die „Fans“

Silber in Cannes, nun Eurobest-Silber: DDB Tribal Wien für McDonald’s.

Eurobest Die seit 1988 bestehende Eurobest ist der führende jährliche Awards-Wettbewerb für kreative Arbeiten in den Kategorien Film, Print, Outdoor, Radio, Craft, Interactive, Media, Direct, Promo & Activation, Design, PR, Integrated, Mobile und Branded Content & Entertainment Advertising. Seit 2008 werden die von Europas Top-Kreativen vergebenen Auszeichnungen im Rahmen eines zweieinhalbtägigen Festivals vergeben, das sich jeweils ganz spezifisch der Identifizierung von und Beschäftigung mit einzelnen Themen mit Relevanz für den europäischen Markt widmet. Die Eurobest wird von Lions Festivals ­organisiert.

Die neuesten Kinofilme, aktuelle US-Serien und Dokus – jederzeit auf Knopfdruck. Holen Sie sich jetzt mit dem Sky+ HD-Festplattenreceiver die beste Videothek Österreichs einfach nach Hause. Mit dem integrierten Abrufservice sehen Sie die neuesten Kinofilme – die meisten davon kostenlos – aktuelle US-Serien und Dokus in brillantem HD wann immer Sie wollen.

Abbildungsbeispiel

Informieren Sie sich auf sky.at oder im Fachhandel.


m a r k e ti n g & A ge n tur e n

10 – medianet

Dienstag, 10. Dezember 2013

DMVÖ Direct Profit Initiative Beachtliche Ergebnisse wurden bei den Best Cases von Leiner und kika erzielt

short

Erfolgreiche Kampagnen

biber-Akademie mit neuer Homepage

der kika-Case: Die Rote Karte-Kunden von kika wurden ebenfalls in Teilzielgruppen selektiert. Die Mailings, die jeweils auf Frauen und Familien abgestimmt waren, wurden mit Gutscheinen für die Zielgruppe ergänzt. Im Text und Layout wurden Identifikationsmomente für Frauen und Familienangehörige integriert und Service-Angebote für die weiblichen Kunden geschaffen. Die individualisierten Angebote für Frauen und Familien erreichten heuer einen Responsewert von 8,9% und somit um 67% mehr als im Jahr 2012. „Mit der Teilnahme an ‚Pimp My Campaign!‘ können wir nachhaltig beweisen, dass wir das perfekte Angebot für die unterschiedlichen Zielgruppen bieten und offene Kundenbedürfnisse befriedigen“, sagt Martin Messinger, Leiter Direktmarketing & Kundenbindung bei kika/Leiner, über den Erfolg der Kampagnen.

caroline wirth

Wien. Bei der Direct Profit Initiative des Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) wurden die Kampagnen der Einrichtungshäuser Leiner und kika genau unter die Lupe genommen und von der Agentur straberger conversations „gepimpt”.

Die biber-Akademie kann mit einer neuen Homepage aufwarten.

Wien. Seit mehr als zwei Jahren bildet die biber-Akademie Jungjournalisten mit und manchmal ohne Migrationshintergrund aus. Das Ziel der biber-Akademie ist es, mehr Farbe, Vielfalt und Repräsentativität der österreichischen Bevölkerung in die Medienlandschaft zu bringen. Auf der neuen Homepage www.akademiemitscharf.com können die besten Geschichten der Stipendiaten und ihr Werdegang nachgelesen werden.

Zielgruppenorientiert Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: Die Responserate des Leiner Sommermailings betrug heuer 20%, was einen Zuwachs von 630% gegenüber 2012 bedeutet. kika optimierte das StammkundenMailing sowohl textlich als auch grafisch und steigerte den Responsewert um 67% im Vergleich zum Vorjahr. Wie erfolgreich ein Mailing dank Reduktion und Selektion nach Teilzielgruppen sein kann, zeigt auch

Spiegel Gruppe mit Umsatzrückgang 2013

© DMVÖ

© Screenshot akademiemitscharf.com

Die von straberger conversations „gepimpten“ Kampagnen können mit Ergebnis klar überzeugen.

Martin Messinger (Direktmarketing & Kundenbindung bei kika/Leiner), Anton Jenzer (DMVÖ-Präsident und Jenzer Consulting), Martin Wolf (Österreichische Post).

Neu-Etat Erlebnisanbieter

ASRA 2013 Nachhaltigkeit und Transparenz stehen im Fokus und wurden prämiert

Hamburg. Die Mediengruppe um das Nachrichtenmagazin Der Spiegel erwartet heuer einen leichten Umsatzrückgang. Die Erlöse seien um 3,9 Prozent auf 293 Mio. € gesunken, sagte Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe dem Branchenblatt Horizont. Das Betriebsergebnis sei aber „annähernd stabil“ geblieben, teilte Saffe mit, ohne Zahlen zu nennen. 40% der Gruppenerlöse entfallen demnach auf Spiegel TV, Spiegel Online sowie das Wirtschaftsmagazin Manager Magazin. Die Gruppe schreibe in allen Unternehmensbereichen schwarze Zahlen, sagte eine Verlagssprecherin der dpa.  (APA)

Purtscher PR für Jollydays

RZB-Gruppe ausgezeichnet

Draftfcb kommuniziert, was „SN“ digitalisiert

Wien. Die Agentur Purtscher Relations PR darf sich heuer über einen weiteren Neukunden freuen: Das Unternehmen Jollydays vertraut in sämtlichen Agenden der klassischen Öffentlichkeitsarbeit auf das Team rund um Carola Purtscher. Jollydays-GF Georg Schmiedl über die Zusammenarbeit: „Wir haben mit Purtscher Relations PR einen idealen Partner für unsere Kommunikationsarbeit gefunden.“ Die Agentur zeichnet für die strategische Kommunikationsberatung des Unternehmens verantwortlich. Das Leistungsspektrum reicht von der Medienarbeit über strategische Beratung bis hin zur Unterstützung des Social MediaAuftritts.

© ASRA/Robert Herbst

Wien. Erstmals wurde die RZBGruppe für ihren Nachhaltigkeitsbericht 2011/12 von dem Austrian Sustainability Reporting Award 2013 (ASRA) ausgezeichnet. In der Kategorie „Große Unternehmen“ konnte die RZB-Gruppe überzeugen. Ende November fand in der Industriellenvereinigung die 14. Preisverleihung statt. „Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung ist uns in der gesamten RZBGruppe ein großes Anliegen. Wir gehen den Weg seit Jahren sehr konsequent. Diese Auszeichnung ist eine erfreuliche Wertschätzung unserer Arbeit“, freut sich Andrea Weber, Leiterin des Nachhaltigkeitsmanagements der RZB-­ Gruppe.

Wolfram Tertschnig (Lebensministerium), Christine Jasch (ASRA-Jury), Andrea ­Weber (RZB-Gruppe), Helmut Maukner (Institut österr. Wirtschaftstreuhänder).

Artworx Die Spenden-Microsite für Kinder ist online

Forschung und Bildung Gezielte Öffentlichkeitsarbeit

Wien. Anlässlich des Tages der Kinderrechte ging kürzlich die Spenden-Microsite der möwe unter www.moewe-leo.at online. Das Projekt wurde von straberger conversations initiiert und mit zahlreichen Partnern pro bono umgesetzt. Allen voran Artworx, die für das Screendesign verantwortlich waren. „Mit der von straberger conversations konzipierten Microsite ist

Wien. Seit September steht die PR-Agentur PR&D der Privatuniversität Webster University Vienna als Experte für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Forschung und Bildung zur Seite. Ein wichtiger Fokus der Zusammenarbeit ist die überregionale Imagepflege von Webster Vienna.

Wien. Die Salzburger Nachrichten möchten mit SN HD eine digitale Tageszeitung abseits klassischer ePaper-Formate bieten. Das modernes Zeitungsgefühl am Tablet soll mit einer eigenständigen Kampagne der Agentur Draftfcb transportiert werden. Die Sujets zeigen ein Smart-Device mit der geöffneten App, die das Bild im Hintergrund durch ein entscheidendes Detail erweitert. Diese Darstellung soll zwei Dinge kommunizieren: Die Aktualität der Inhalte sowie den richtigen Blickwinkel, der die entscheidende und aufklärende Information liefert. Mit drei Motiven werden die Vorteile der Zeitungs­applikation dargestellt.

© die möwe/straberger conversations

Die Printkampagne zur App der SN startete bereits am 7. Dezember.

es uns gelungen, das immer noch tabuisierte Thema – Missbrauch von Kindern – auf sensible Art und Weise durch Symbolisierung der Hilfe bzw. des Schutzes der möwe Kinderschutzzentren in Form eines Leo-Gartens so aufzubereiten, dass nicht nur das Helfen sondern auch der Spenden-Vorgang selbst Freude bereitet“, so möwe-Präsidentin Martina Fasslabend.

Neben der Microsite übernahm straberger conversations die Kreation der Anzeige.

Managing Partner PR&D, ist von dem neuen Kunden begeistert: „Die Kommunikation von Forschung & Bildung erfordert ein besonderes Maß an Sorgfalt sowie einen exzellenten Überblick über Breiten- und Fachmedien im Inund Ausland. Unser diesbezügliches Know-how für eine so internationale Universität wie die Webster University Vienna mit ihrer 30-jährigen Tradition in Wien einzusetzen ist eine spannende Aufgabe.“

Fokus Forschungs-PR Verstärkt ins Rampenlicht geholt werden auch die Forschungstätigkeiten in den Bereichen Wirtschaft und Handel. Arthur Hirsh, Direktor Webster University Vienna, freut sich über eine gute Zusammenarbeit mit PR&D: „Webster bietet ein überzeugendes Leistungsangebot in Bildung und Wissenschaft. Mit PR&D haben wir einen Partner für die Kommunikation gefunden, der die PR beider Bereiche mit viel Erfahrung unterstützen kann.“ In letzter Zeit konnte die Agentur verstärkt österreichische Hochschulen unterstützen. So wurde die Agentur gerade erst vor Kurzem von der Modul University Vienna mit der Forschungskommunikation beauftragt. Till C. Jelitto,

© Karin Gartner

© SN/Draftfcb Partners

möwe-Leo-Bäume wachsen lassen PR&D für Webster Uni Vienna

Managing Partner PR&D, Till C. Jelitto, freut sich über seinen Neukunden.


A1.net

Netztest 2013 von connect:

Einfach ausgezeichnet.

Das bei weitem beste Netz im deutschsprachigen Raum. Von Flächendeckung bis Geschwindigkeit, von Empfang bis Stabilität: Das Netz von A1 erfüllt höchste Qualitätsansprüche. Auch beim connect Netztest 2013 punktet es als Testsieger auf ganzer Linie. Für das beste Netz Österreichs ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft. connect (Ausgabe 01/2014) bestätigt das bei weitem beste Netz in der gesamten DACH-Region. A1 Telekom Austria erzielte das beste Gesamtergebnis.

A1_Connect_Test_Medianet_271x417ssp_ET1012.indd 1

05.12.13 12:40


M A r k e ti n g & M e di a

12 – medianet

Regionale Ausrichtung Der Produktrelaunch von Pinzgau Milch fokussiert die Beziehung zu den heimischen Wurzeln

short

ideenwerk & Pinzgau Milch

Helvetia engagiert sich als Wintersport-Sponsor Wien. 28 Athleten sponsert die Helvetia Versicherung in der Wintersaison 2013/14, zu denen ab sofort Christoph Wahrstötter, österreichischer Vizestaatsmeister im Skicross, zählt. Das Engagement zeigt sich auch durch die langfristige Partnerschaft mit dem internationalen Skiverband FIS und die Funktion als Hauptsponsor bei diversen Skisport-Events. Demnächst werden die beiden Verträge – Premium Sponsor für die FIS Cross-Country World Cup inklusive Tour de Ski und Official Partner des FIS-Ski-Alpin-Weltcup-Veranstaltungen und FIS-SkisprungWeltcup-Veranstaltungen – bis 2017 verlängert. (red)

Salzburg. Unter dem Namen „Pinzgau Milch – Bergbauern Milch“ werden ab sofort die Milch- und Joghurtprodukte von Pinzgau Milch, dem Molkereiunternehmen aus Maishofen, vermarktet. Verantwortlich dafür ist die Werbeagentur ideenwerk, welche einen Produktrelaunch entwickelte, der den Lebensmitteln unter anderem via Farbcodierung durch unterschiedliche Dirndlstoffe einen regionalen Bezug verleihen soll. Am Anfang der Idee stand der stets wiederkehrende Pinzgau-Bezug. „Ziel war es, die Sehnsuchtswelt Alm mit all ihren positiven Assoziationen sowie die Verantwortung der Pinzgau Milch gegenüber ihren Bauern und die Region markengerecht zu inszenieren“, so Tom Frenner, Geschäftsführer von ideenwerk. Dementsprechend sprechen nun das neue Design und der Kommunikationsauftritt für die neue Ausrichtung.  (red)

© MMS Werbeagentur

© ideenwerk

Agentur ideenwerk entwickelt neuen Kommunikationsauftritt inklusive Packagedesign für Pinzgau Milch.

45 Jahre MMS Werbeagentur

Neben neuem Design fokussiert auch die Produktfotografie den Heimat-Bezug mit der Pinzgau-Landschaft als Hintergrund.

Außenwerbung Impactstarke Sonderinstallationen für Salzburger Sportwelt-Kampagne

Wien. Österreichs größter Plakatstellenbetreiber, Epamedia, gestaltete für den Kunden Salzburger Sportwelt eine Poster-LightKampagne mit Sonderinstallationen an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten im Großraum Wien, wie beispielsweise am Verteilerkreis in Favoriten. Damit soll eine hohe Awareness für die Salzburger Sportwelt geschaffen werden. „Im Vorfeld der Kampagne haben wir mit der Agentur und dem Kunden eigens eine Besichtigungstour möglicher Plakat- und Poster-Light-Stellen gemacht. Die Kampagne zählt nicht zuletzt auch dank der tollen Kreation sicher zu den aufmerksamkeitsstärksten des beginnenden Winters“, so Brigitte Ecker, COO der Epamedia.  (red)

Linz. Zur Feier ihres 45-jährigen Bestehens lud die MMS Werbeagentur zum „Jubiläumspunsch“ für einen guten Zweck. Geschäftsführer Willi Hamburger und sein Team begrüßten Kunden, Partner und Lieferanten zum vorweihnachtlichen Get-together, der Erlös des Advent-Basars kam dem Arcus Sozialnetzwerk zugute. Die MMS gestaltete dem Anlass entsprechend 45 „Jubliäumshäferln“ mit 45 individuellen Designs, der eingenommene Betrag wurde von der Werbeagentur verdoppelt und der Organsiation gespendet. „Daher war es uns wichtig, mit unserer Freude etwas Gutes zu tun“, so Hamburger. (red)

adworx unterstützt krebskranke Kinder

© Epamedia (2)

Epamedia bewirbt Wintersport

Die MMS Agentur feierte 45-jähriges Bestehen beim Jubiläumspunsch.

Laut Brigitte Ecker ist das Eingehen auf Kundenwünsche im Alltag gelebte Realität.

Kommunikation Innovation

Globales B2BPortal: Red Bull

Fuschl. Mittels neuem B2B-OnlinePortal, das auf der Lösung des Webshop-Anbieters Hybris basiert, verwaltet Red Bull Aufträge in 79 Ländern. „Wir benötigten eine CommercePlattform, die unseren B2B-Kunden einen außergewöhnlichen Service bieten sollte“, so Christian Stoxreiter, Leiter des Business Application-Teams von Red Bull. Durch diese Lösung werden indirekte und direkte Vertriebsmodelle des Unternehmens unterstützt, das umfassende Order Tracking-System bietet zudem die Möglichkeit, verschiedenste Formate zu exportieren und spezielle, auf das B2BPortal zugeschnittene Einkaufskonditionen zu entwickeln.  (red)

Studie Laut ZiS-Befragung Einsatz von Zeitungen nützlich

Puls 4 Free TV-Premiere

Preis Berichterstattung

Österreich. „Die Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler liegt weiterhin unter dem Schnitt der OECD-Länder; die Ergebnisse der PISA-Studie sind ein dringender Weckruf“, betonte Nadja Vaskovich, Geschäftsführerin von Zeitung in der Schule (ZiS). Dabei könne der verstärkte Einsatz von Qualitätszeitungen im Unterricht Wirkung zeigen. Nicht nur die Lesekompetenz der Jugend werde laut ZiS dadurch verbessert,

Wien. Am Dienstag, dem 10. Dezember, präsentiert Puls 4 erstmals die Free-TV-Premiere des international ausgezeichneten Puls 4-Films „Body Complete“. Drehbuchautor und Regisseur ist Romy-Preisträger Lukas Sturm, der an Originalschauplätzen gedrehte Thriller fokussiert die bis in die Gegenwart erkennbaren gesellschaftlichen Auswirkungen der Kriegsverbrechen des Bosnienkrieges in den Jahren 1992 bis 1995.  (red)

Unterföhring. Sky Sport News HD erhält für seine Berichterstattung über einen gehörlosen Schiedsrichter den „German Paralympic Media Award“ in der Kategorie TV/ Hörfunk. Jährlich werden somit die besten journalistischen Arbeiten zum Thema Behindertensport ausgezeichnet. Senderchef Roman Steuer nahm den Preis am 3. Dezember in Berlin entgegen. Der prämierte Beitrag porträtiert den gehörlosen Schiedsrichter Ricardo Scheuerer und zeigt auf, gegen welche Widerstände sich Scheuerer auf seinem Karriereweg durchsetzen musste. Von seinen Erlebnissen berichtete der Unparteiische zudem live im Sky Sport News HD-Studio. Der Beitrag und das Interview waren am 30. Juli im Reportageformat „Inside Report“ zu sehen. „Der German Paralympic Media Award ist eine besondere Wertschätzung unseres journalistischen Engagements im Bereich Behindertensport“, so Roman Steuer, Senior Vice President Sky Sport News HD. Eine Kurzversion finden Sie hier: http://youtu.be/V-ndKhXnWgM (red)

© VÖZ

Nadja Vaskovich fördert den verstärkten Einsatz von Zeitungen im Unterricht.

sondern auch das Interesse für gesellschaftliche und politische Ereignisse erweitert. Einer ZiS-Befragungen zufolge teilen Pädagogen diese Ansicht. 78% der befragten Lehrer bezeichnen den Einsatz von Zeitungen im Unterricht als „sehr nützlich“.

Ergebnisse im Vergleich Österreich stehe jedoch im Vergleich mit Deutschland relativ gut da, so Vaskovich. Immerhin 60% der 14- bis 19-Jährigen werden regelmäßig durch Tageszeitungen erreicht. Hinzu kommt, dass knapp 44% derselben Altersgruppe auf aktuelle Nachrichten und Zeitungssowie Zeitschrifteninhalte im Web zugreifen. „Wenn die Regierung an heranwachsenden mündigen Bürgern Interesse hat, muss sie diesen Weckruf ernst nehmen und ihr Engagement für die Leseförderung deutlich ausweiten“, so Vaskovich. Die Mittel für den Verein Zeitung in der Schule, die derzeit jährlich aus der Presseförderung kommen, sollten auf zumindest zwei Mio. € aufgestockt werden.  (red)

© Puls4

© adworx

Zeitung & Schule: Bringt allen was „Body Complete“ Sky Sport News

Karin Benedik (Obfrau der KinderKrebs-Hilfe) und Martina Zadina.

Wien. Statt Weihnachtsgeschenke an ihre Kunden zu verteilen, beschloss der reichweitenstärkste Online-Dienstleister Österreichs, adworx internetservice GmbH, 1.000 € an krebskranke Kinder und ihre Familien zu spenden. „Wir von adworx haben uns heuer ganz bewusst entschieden, auf Kundenweihnachtsgeschenke zu verzichten und stattdessen die Kinder-Krebs-Hilfe Elterninitiative zu unterstützen. Mit unserer Spende sichern wir einer Familie drei Monate Unterstützung durch die KinderKrebs-Hilfe – ein Geschenk, das langfristig Wirkung zeigt“, erklärt adworx-Geschäftsführerin Martina Zadina. (red)

Dienstag, 10. Dezember 2013

Der Film befasst sich mit dem Kriegsgeschehen 1992 bis 1995 in Bosnien.


charlie chaplin Wurde dritter charlie chaplinbei einem Wurdecharlie-chaplindritter bei ahnlichkeitsWettbeWerb einem charlie-chaplinahnlichkeitsWettbeWerb

IP Österreich:

›Wir tun mit unseren Sendern alles dafür, dass unsere Originale – ob TV-Magazin, Daily-Soap oder Casting-Show – unverwechselbar bleiben.‹ IP Österreich: ›Wir tun mit unseren Sendern alles dafür, dass unsere Originale – ob TV-Magazin, Daily-Soap oder Casting-Show – unverwechselbar bleiben.‹ www.ip-oesterreich.at

IP_HOR_Chap_297x420_AT.indd 1

15.02.13 08:56

IP_HOR_Chap_297x420_AT.indd 1

15.02.13 08:56

www.ip-oesterreich.at


Bi z-ta l k C L A S SI C

14 – medianet

20:

Bedingt nützliche Information: Da der Weihnachtsbaum vor dem 19. Jahrhundert mit Äpfeln, Nüssen, Gebäck und Zuckerzeug geschmückt wurde, hieß er auch Zuckerbaum.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Gut zu wissen: Wir schmücken Ihre Produkte mit unseren Verpackungen. Druckerei Bösmüller. Kompetenz, die überzeugt.

www.boesmueller.at www.boesmueller.at

business circle & drei Branchen-Weihnachtsfeier

3

© Anna Rauchenberger

1

6

Martin Schwarzinger (Drei), Gastgeberin Romy Faisst (Business Circle) und Markus Hofmann stellen im Haus des Meeres ihr interaktives Programm vor.

1. Werner Schediwy (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien), Jürgen Polterauer (Dialogschmiede) und Anton Jenzer; 2. Petra Schimek (Gesünder Leben), Franz Kaiser (Kaiser Communications); 3. Klement Cabana, Isabella Sebor (ORF nachlese), Andreas Ladich (Flughafen Wien); 4. Thomas Aichelburg-Rumerskirch (Brandcom), Manfred della Schiava (MdS Network GmbH), Pia Schmidecker (ÖMG) und Christian Spath (Mediasupport); 5. Gerhard Riedler mit Angela Schuh-Haunold (Verlagsgruppe News); 6. Svetlana Ilic (BUMmedia) & Josef Hruby (Skip).

Die ÖMG lud zur Weihnachtsfeier in die Disco Palme

Rück- & Ausblick

ÖMG-Vizepräsidentin Gabriele Stanek freute sich über ein gelungenes Gettogether.

Palme im Café Weimar Am 4. Dezember sorgte die Österreichische Marketing-Gesellschaft (ÖMG) für vorweihnachtliche Stimmung in der Disco Palme im Café Weimar im 9. Wiener Gemeindebezirk. Ein „Präsidenten-Buffet“, Netzwerken und Zukunftspläne der ÖMG standen bei der Weihnachtsfeier in der In-Disco der WU-Studenten aus den 80ern im 9. Bezirk auf der Tagesordnung. Der Vorstand der ÖMG war durch Gerhard Riedler (Mediaprint), Hans Bauernfeind (BLP GmbH), Klement Cabana (WirtschaftsBlatt) und Christian Spath (Mediasupport) vertreten. ÖMG-Vize-Präsidentin Gabriele Stanek (echo medienhaus) kündigte zwei Highlights für 2014 an: die Präsentation des 10. ÖMG Buchs von Klement Cabana am 22. Jänner und der „Point Of Marketing“ am 14. Mai 2014 im Apothekertrakt von Schloss Schönbrunn. Dabei waren Gerhard Schinhan (ÖAMTC Verlag), Anton Jenzer (Anton Jenzer Consulting), Barbara Rauchwarter (APA), Joe Hruby (Skip Media), Joe Telebo (Joe & Co Marketing Research), Claudia Volak (ÖAMTC) u.v.m.  (red)

Gastkommentar Nur wer sich kennt, kann sich auch vertrauen

Online-Dialog in Perfektion Kundenbindung durch Verstehen Der Dialog mit bestehenden Kunden und Kontakten ist der klassischen Displaywerbung dicht auf den Fersen; denn der Marketing-Profi kann im Dialog doch so viel mehr rausholen: Jede E-Mail-Kampagne liefert eine Vielzahl an direkt und indirekt verwertbaren Informationen und eine Menge an Feedback, aus dem für das Unternehmen ein nachhaltiger und messbarer Mehrwert gezogen werden muss – eine hervorragende Gelegenheit für das Marketing, sich immer wieder neu zu erfinden und Vertrauen aufzubauen. Den Kunden verstehen und kennenzulernen, ist für ein erfolgreiches Unternehmen mittlerweile unumgänglich. Mit professionellen Lösungen werden Kampagnen an den Empfänger maßgeschneidert – z.B. an Peter, 45 Jahre alt, drei Bestellungen in den letzten zwei Wochen und Selbstständig in der Baubranche; er öffnet 82 Prozent der Newsletter. Oder auch an Julia, sogar vier Bestellungen, sie hat demnächst Geburtstag und ist Mutter einer Tochter. Mit den heute zur Verfügung stehenden technologischen Möglichkeiten und der Betonung des Kundendialogs erlebt der Online Dialog via E-Mail-Kampagne oder OnlineUmfrage eine noch nie dagewesene Renaissance. Das bietet die einzigartige Möglichkeit, den Kunden direkt und individuell über sich zu informieren, und das im Dialog, mit direkt messbarem Response.

© eyepin

Franz J. Kolostori, Geschäftsführer eyepin GmbH, E-Mail Marketing Software Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Business Circle & Drei luden zum Gedächtnistraining

Merk-würdig Denkarbeit Kürzlich haben das Konferenzunternehmen Business Circle und der Mobilfunkanbieter Drei das Programm „Geist ist geil“ realisiert. 150 Führungskräfte durften beiwohnen, als Gedächtnistrainer und Autor Markus Hofmann demonstrierte, wie man Namen, Gesichter, Fach- und Allgemeinwissen sowie komplexe Sachverhalte mit minimalem Zeitaufwand aufnehmen kann - und abspeichert. Hofmann meint, dass vor allem die Aktivierung des Geistes durch kleine Bewegungs- und Geistesübungen für ein erfolgreiches Training wichtig sind. Diese Gedächtnisübungen können vor Kundengesprächen, Präsentationen und anderen herausfordernden Situationen im Alltag ausgeführt werden, um sich mental vorzubereiten, meint der Gedächtnistrainer. Hofmann erklärt in seinem Programm: „Diese Technik macht nichts anderes, als die linke und rechte Gehirnhälfte miteinander zu verbinden, sodass man Wissen besser verarbeiten und leichter abrufen kann.“ In seinem Buch „Hirn in Hochform“ (siehe rechtes Bild) stellt er Techniken vor, die es möglich machen, Wissen mittels praktischer Übungen spielerisch aufzunehmen. Er beschreibt in seinem Werk, wie das menschliche Gehirn funktioniert und wie es sich vom Kindes- bis ins ErwachsenenBuch zum Event: „Hirn in Hochform“; M. Hofmann. alter entwickelt.  (red)

© Ueberreuter

5

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Gerhard Renz Progress Werbung

Brand Content Ein Handbuch, in dem 30 Marketing-, Agentur- und Medienmanager, Wirkungs- und Markenforscher, Strategieberater, Producer, Regisseure, Journalisten, Moderatoren, Medienrechtler, Game Developer und Vordenker ein Thema anhand von Beispielen aus der Praxis beleuchten: Wie Marken durch relevante Themen und Geschichten zu Medienereignissen werden. 49,95 €, Schäffer-Poeschel Verlag, ISBN: 978-3-7910-3315-0.

© Progress Werbung

4

© Schäffer/Poeschel

© Mirjam Reither (5); medianet/Szene1/Günther Langegger (2)

2

Zuwachs Gerhard Renz unterstützt das Verkaufs- und Vertriebsteam der Progress Werbung im SalesBereich. Renz war bereits im Out-ofHome-Business tätig und kümmert sich um Kunden aus Tirol und Salzburg.


medianet

inside your business. today.

dienstag, 10. dezember 2013 – 15

druck & papier Herausforderungen für Druckerein steigen, aber Qualität ist weiter gefragt Seite 21

innovativer karton © MM Karton

© Piacek

Interview Anton Piacek

Foodboard von Mayr Melnhof revolutioniert die Lebensmittelverpackung Seite 24

Umsatzplus constantia flexibles © Constantia Flexibles/Julia Spicker

© panthermedia.net/Andrey Guryanov

Druck wirkt

Gedruckte Evolution Auch im Online-Zeitalter sind Printwerbung und Kataloge wichtige Impulsgeber. Zwar sind traditionelle Kataloge immer seltener zu finden, dafür entwickeln sich gleichzeitig – auch unter ­Zuhilfenahme von QR-Codes – immer neue und kreative Formen der Printkommunikation.  Seite 16

Schützt die Krapfen! Zahlreiche Verpackungen für Krapfen lagernd!


dr u c k & pa pi e r

16 – medianet special

short

© APA/Helmut Fohringer

Gedruckte Bücher schlagen e-Books

Dienstag, 10. Dezember 2013

ECC-Studie 43% der Befragten sehen Print und Online gleichwertig, aber 41% meinen, dass Print besser wirkt

Printprodukte sind im Werbemix unverzichtbar

Mehrheit der Käufe im stationären Handel und Onlineshops basiert auf klassischen Druckmedien.

Ökologie bekennt im Textildruck Farbe

© promoteXx

Umweltfreundlicher Druck

Auch die Druckfarbe muss ökologischen Standards entsprechen.

Wien. Bei Textilien ist das GOTS-Zertifikat ein Beweis, dass die Baumwolle ohne schädliche Pestizide und unter sozial fairen Bedingungen hergestellt wird. Nach ebenso hohen Standards muss aber auch die Weiterverarbeitung zu fertiger Kleidung erfolgen. „Wir produzieren seit Jahren nach ökologischen Standards“, sagt Werner Hintsteiner, GF der Wiener Textildruckerei promoteXx, die jetzt auch die GOTS-Zertifizierung erhalten hat. Dazu wurden sämtliche „material safety datasheets“ hinsichtlich der GOTS-Richtlinien und promoteXx auf soziale Verantwortung (z.B. Arbeitsbedingungen, nachhaltige Gesamtproduktion etc.) überprüft. Die Rohware wird stichprobenmäßig beim Wareneingang nach GOTS-Richtlinien kontrolliert, die fertige Ware erhält vor der Auslieferung das lizensierte „promoteXx GOTS product Siegel“. „Bei uns werden immer mehr Fairtrade Artikel nachgefragt und gekauft. Viele Kunden suchen mittlerweile aktiv nach nachhaltigen Produktionen. Natürlich spielt der Preis noch immer eine Rolle, aber oft keine übergeordnete mehr. Viele Kunden sehen die ökologische Positionierung auch als einen USP. Dies gibt Textildruckereien die Möglichkeit, sich in einem wachsenden Markt zu positionieren. (red)

Studien zur Thematik liegen vor, spielen aber in der öffentlichen Diskussion nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Dies, obwohl sich die heimische Druckbranche in den letzten Jahren bezüglich Nachhaltigkeit und Umweltschutz stark entwickelt hat. Höhere Umweltstandards, ebenso wie der volkswirtschaftliche Aspekt der inländischen Wertschöpfung und Arbeitsplatzbereitstellung, sprechen für Österreichs Printprodukte, dürfen sich jedoch kaum im Preisniveau niederschlagen – Rahmenbedingungen, die der Branche

Der deutsche Modedesigner Harald Glööckler macht, wie viele andere Unternehmen, in der Werbung auch weiterhin „Druck“

genauso wie Umweltstandards – Österreich ist da ein Land mit strengen Auflagen.“ Diesbezügliche Maßnahmen betreffen die gesamte Produktion, von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung bis hin zu den dabei eingesetzten Materialien wie Farben oder Lacke. „Was ich in diesem Zusammenhang mit Druck und Printprodukten orte, ist eine Verniedlichung des ökologischen Fußabdrucks digitaler Medien: Das mag zwar grade en vogue bzw. modern sein, ist aber ein Trend, der nicht der Realität entspricht“, so der WKO-Branchensprecher. Werbemittel wie Kataloge und Flyer stehen aber auch aus anderen Gründen auf dem Prüfstand: Kosten sowie Streuverluste sorgen hier für Bedenken. Und dies, obwohl gedruckte Werbemittel nach wie vor als aufmerksamkeitsstark und glaubwürdig gelten. Sie dienen als wichtige Impulsgeber und zwar sowohl für den Online-Kanal als auch für den stationären Handel.

„Die Wahrnehmung gedruckter Informa­ tion ist mittlerweile wesentlich nach­ haltiger als die digitale ­Informationsflut.“ Walter Grasl

zunehmend zusetzen (siehe medianet-Interview auf S. 21). „Die Unternehmen im Bereich Druck/Papier haben in den vergangenen Jahren gerade in Österreich große Anstrengungen unternommen, die Herstellung ihrer Produkte menschen- und umweltfreundlicher zu gestalten“, betont Wolfram Wieder, Obmann des Fachverbandes Druck in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). „Dazu gehören Arbeitsabläufe

© Druckerei Grasl/Stefan Badegruber

Wien. Man sollte ja glauben, dass die junge Generation elektronische Bücher statt der klassisch gedruckten bevorzugt. Eine Umfrage von Voxburner unter 1.420 jungen Erwachsenen über den Kauf und Gebrauch von Content hat nun aber das Gegenteil ergeben: 62% der 16- bis 24-Jährigen bevorzugen gedruckte Bücher. Die wichtigsten Gründe sind dabei das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die emotionale Bindung an gedruckte Bücher. Für das Buch spricht auch, dass man es problemlos verleihen oder nach Gebrauch weiterverkaufen kann. (red)

Köln. Im Online-Zeitalter wird immer wieder der Stellenwert von Print diskutiert. Die zunehmende Bedeutung der Neuen Medien bei gleichzeitig restriktiven Werbeetats liefert diesbezüglichen Gesprächsstoff. Zusätzlich angeheizt wird der Diskurs durch die Nachhaltigkeitsdebatte. Vielfach werden Drucksorten dabei als Umwetbelastung dargestellt und die Segnungen des elektronischen Datenverkehrs als umweltfreundliche Alternative präsentiert. Dabei wird oftmals außer Acht gelassen, dass die sprunghafte Zunahme elektronischer Kommunikation, von Geschäftskorrespondenz über Rechnungslegung bis hin zur privaten Korrespondenz, ebenfalls Auswirkungen auf den Energiebedarf von Unternehmen und Privathaushalten hat. Computer und Datenleitungen, ebenso wie zur Datenübermittlung benötigte Server, funktionieren letztlich auch nur durch den Einsatz zunehmend größerer Mengen an Energie. Darüber hinaus werden in Computern verarbeitete Materialien vielfach ebensowenig umweltschonend gewonnen wie nach Ablauf des Produktlebenszyklus dem Nachhaltigkeitsgedanken entsprechend entsorgt bzw. recycliert.

© dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

Catherina hoschtalek

Bei den Teens und Twens steht das Buch noch immer hoch im Kurs.

Zu diesem Ergebnis kommen auch die Autoren des ECC (E-Commerce-Center Köln)-Whitepaper „Einsatz und Bedeutung von Printmedien im Kommunikationsmix – Status quo und crossmediale Trends“. Das ECC, die Online-Abteilung des Instituts für Handelsforschung in Köln, befragte dazu in Zusammenarbeit mit Prinovis 336 Entscheider aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen bezüglich des Einsatzes und der Bedeu-

tung von Printmedien in der Kommunikation ihres Unternehmens. Die Teilnehmer der OnlineErhebung bestätigten dabei den Stellenwert von Printwerbung und Katalogen als wichtige Impulsgeber. Demnach werden durchschnittlich 71,8% der stationären Käufe und 66,9% der Käufe in Online-Shops durch Print ausgelöst.

Bei Wirksamkeit führend „Wir sehen auch in Österreich, dass die Unternehmen am Medium Print als fixem Element in ihrem Kommunikationsmix weiter festhalten“, berichtet Anton Piacek, Geschäftsführer der Druckerei Piacek. „Die Verknüpfung mit Onlinemaßnahmen verleiht diesem Werbemittel zusätzlichen Nutzen. Zudem kann die Kreativität bei gedruckten Mailings bzw. Werbemitteln voll ausgeschöpft und dazu eingesetzt werden, die Kunden optimal anzusprechen.“ Um die Wirksamkeit ihrer Printkampagnen zu messen, führen knapp 85% der ECC-Studienteilnehmer regelmäßig Erfolgskontrollen durch. Neben klassischen Methoden wie Befragungen gewinnen zunehmend auch digitale Instrumente wie QR-Codes an Bedeutung. Letztere nehmen besonders auch in der crossmedialen Verknüpfung der Kommunikationsund Vertriebskanäle eine wichtige Rolle ein.

Verschränkung mit Online „QR-Codes erweitern das Printprodukt in die digitale Welt hinein“, so Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC Köln. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass die kreative, ansprechende Umsetzung nicht bei dem Printprodukt aufhört, sondern im digitalen Kanal weitergeführt wird. Unternehmen können so mit einem ganzheitlichen, crossmedialen Erlebnis bei potenziellen Kunden punkten.“ Während traditionelle Kataloge immer seltener zu finden sind, entwickeln sich immer neue Formen der Printkommunikation, auch unter Zuhilfenahme von QR-Codes.

Neben aufwendig gestalteten Beilegern findet man zunehmend personalisierte Mailings sowie hochwertige Kundenmagazine und sogenannte Magaloge, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Printwerbung wirkt Druckwerke auf Papier stehen heute in einem starken Wettbewerb zu den vielfältig digitalen Medien und neuen Kommunikationsformen, ortet Walter Grasl, Geschäftsführer von Grasl FairPrint. „Das wird oft als Gefahr für Print gesehen. Ich meine aber, dass das optische, haptische und qualitative Erlebnis von Gedrucktem auf Papier gerade dadurch einen noch höheren Stellenwert bekommt.“ Papier in hoher Qualität, ansprechender Optik und fühlbarer Haptik werde nach wie vor als ganz wichtiger Werbeträger erkannt und genutzt, so Grasl. „Die Wahrnehmung gedruckter Information ist mittlerweile wesentlich nachhaltiger als die digitale Informationsflut und es wird zukünftig einen Kommunikationsmix mit zielgruppenorientierten Schwerpunkten geben.“ Printmedien seien nach wie vor nicht nur ein faszinierendes Medium für die Leserschaft, sondern auch ein herausragender, wirkungsvoller Werbeträger. Dass Print wirkt, davon sind auch die Studienteilnehmer des ECC-Whitepaper überzeugt. Während knapp 43% derjenigen, die sowohl Print- als auch Online-Werbung betreiben, der Auffassung sind, dass Print- und Online-Kampagnen die gleiche Wirkung aufweisen, sind rund 41% der Ansicht, dass Printkommunikation besser wirke als Online-Maßnahmen. Lediglich knapp 13% sehen in Sachen Wirksamkeit Online-Medien vorn. Das Whitepaper „Einsatz und Bedeutung von Printmedien im Kommunikationsmix – Status quo und crossmediale Trends“ des ECC Köln kann kostenfrei auf der Website des ECC Köln sowie unter http://www.prinovis.com/downloads/broschueren heruntergeladen werden.  (red)


d r u c k & pa pi e r

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet special – 17

Employer Branding Der Fachverband Papierverarbeitende Industrie unterstützt Mitgliedsbetriebe im Wettbewerb um die fähigsten Arbeitskräfte

Der harte Kampf um die Besten

Werte kommunizieren Zwei Ebenen boten sich an: Information und Bewusstseinsbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit Vertretern der Industrie sowie der Agentur MarkenStern entwickelte man eine Arbeitgebermarke, die Unternehmens- und Branchenleistungen zu Werten verdichtet. Dabei waren folgende drei Kernaussagen essenziell: „Die PPV ist unverzichtbar!“, wobei die Argumente Schutz,

Individualität, Krisensicherheit und Nachhaltigkeit im Fokus stehen. Weiters: „Macht den Alltag lebendig!“ Vielfalt, Kreativität, Flexibilität, Vertrauen und Ordnung prägen dieses Kommunikationsanliegen. Und: „Mehr als du denkst!“, wobei mehr Verantwortung, Sicherheit, Kreativität, Know-how, Wert und Zukunft zu kommunizieren sind. Die entwickelte Wort-Bild-Marke entspricht den folgenden Kriterien: Ansprache insbesondere der jungen Zielgruppe, Aktivierung – Aufforderung, Wecken von Neugier, Vermittlung eines Wir-Gefühls sowie die Verknüpfung mit Verpackung und „sonstiger“ Papierverarbei-

tung. Erreicht werden diese Ziele durch den Einsatz eines Claims, der neben der Aktivierung „Packen wir‘s!“ mittels eines Bildes das Thema Verpackung assoziiert. Als unverkennbare Visualisierung dient der Papierflieger, ein Gegenstand, den jedermann auf den ersten Blick als Papierprodukt erkennt. Ein junger, aufwärtsstrebender Schriftzug signalisiert Dynamik, die gewählte Farbgebung steht für die zentralen Branchenwerte: Gelb für Individualität, Kreativität und Neugier; Blau für Funktionalität, Leistung und Ordnung. Die WortBild-Marke soll nun in der Öffent-

Forciert „Employer Brand“: Martin Widermann, GF PPV Industrie – PPV Austria.

Wir denken an Ihre Zukunft.

Druckwelten Naturpapiere

Natur im Trend

Wir freuen uns auf Sie.

Bad Vöslau. Druckwerke vermitteln bestimmte Inhalte und sprechen jeweils andere Zielgruppen an. Zusätzlich sollen sie auch ein passendes optisches und haptisches Erlebnis bieten. All das können sie perfekt, wenn man die große Vielfalt gänzlich unterschiedlicher Papiere kennt und zu nützen weiß. Aktuell herrscht ein starker Trend nach dem „Natürlichen“. Für diesen speziellen Anspruch sind Naturpapiere bestens geeignet. Sie erzeugen eine besonders angenehme optische und haptische Wahrnehmung, vermitteln den Eindruck eines natürlichen Papieres und verleihen Druckwerken eine individuelle Note sowie außergewöhnlichen Charme. Grundsätzlich sind Naturpapiere für alle Druckprodukte geeignet. Die Papierauswahl sollte sich danach richten, was mit dem Druckwerk zum Ausdruck gebracht werden möchte. Das neue Themenmagazin Druckwelten von Grasl FairPrint informiert in der ersten Ausgabe ausführlich rund um das Thema Naturpapier.

Umfassende Infos

Ganz natürlicH. nP DrUck will Sie nicht mit zahlreichen Umweltzertifikaten verwirren. Nur soviel: WirIhnen sind HerzlicH willk willkom men. nP DrUck bietet Österreichs erste Druckerei mit dem Österreichischen von Anfang an einen persönlichen Ansprechpartner in Umweltzeichen für Rollen-, Bogenund Zeitungsoffsetallen Fragen. agen. Einen, der zuhört und versteht. Der anpackt

Aufgrund der natürlichen Oberfläche verlangen Naturpapiere ganz besondere Prozesse in der Druckproduktion, um das absolute Maximum perfekter Wiedergabequalität zu erreichen. Genau dafür hat Grasl das spezielle Verfahren „NaturePrint“ entwickelt. „Die Druckwelten sind ein praktischer Ratgeber für alle, die mit Druckwerken zu tun haben; das Kundenfeedback dazu ist großartig“, freut sich Karl Grasl, Geschäftsf��hrer von Grasl FairPrint.

© Druckerei Grasl

lichkeit bekannt gemacht werden. Im September wurde das Logo via USB-Stick an die Mitgliedsbetriebe übermittelt und somit für deren Websites zur Verfügung gestellt. Weiters wurde eine „Packen wir´s“ Website mit den wesentlichen Informationen über das Arbeitgeber-Angebot der Branche erstellt. Folder und Schulplakate zur Bewerbung bei den Bildungsinstitutionen sowie ein Werbeauftritt auf Facebook komplettieren das Maßnahmenpaket. Ein dynamisches Banner zur Verwendung auf unterschiedlichen Websites dient der gezielten Ansprache speziell junger Zielgruppen. (red)

LWmedia

Wien. Der Fachverband Papierverarbeitende Industrie (PPV Industrie – PPV Austria) launchte kürzlich USB-Sticks und Folder zum Projekt „Employer Brand“, das dieses Jahr stark forciert wurde. Grundgedanke der Initiative ist es, Unternehmen seitens des Fachverbands im Wettbewerb um die fähigsten Arbeitskräfte zu unterstützen.

© Foto Wilke

Claim und Wort-Bild-Marke bilden die beiden zentralen Bausteine zahlreicher Werbemaßnahmen.

und sich engagiert, der Ihre Anliegen zu seinen macht. – Wir haben–das NP DRUCK WirTeam. haben das Team. T

niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten, Tel +43 (0)2742 802-0, service@np-druck.at, www.np-druck.at

Das Themenmagazin Druckwelten liefert wertvolle Tipps zum Thema Druck. NP Inserate 215x295-wa.indd 5 Dackerl_216x288.indd 1

08.09.11 19.09.11 14:32 14:10

NP Inserate 215x295-wa.indd 1

08.09.11 14:32


Dr u c k & Pa p i e r

18 – medianet special

Dienstag, 10. Dezember 2013

druck.at Die DPI Holding beteiligte sich nach fast einem Jahr dauernden Verhandlungen mit 30% an der niederösterreichischen Onlinedruckerei

Zusammen mit verstärkter Kraft

© druck.at

Die beiden Unternehmen erwarten sich wechselseitige Synergien und Zugang zu neuen Märkten.

P. Kolb (druck.at) und A. TautermannBichler (DPI) erwarten sich Synergien.

Wien. Vor Kurzem beteiligte sich die DPI Holding mit 30% an Österreichs größter Onlinedruckerei druck.at. Ausschlaggebend für die Gespräche und Verhandlungen waren die wechselseitigen Synergien im Produktionsbereich und die mögliche Erweiterung des Produktspektrums. Durch die Beteiligung kann einerseits die DPI Holding ihre Onlineaktivitäten verstärken, andererseits erhält druck.at durch die DPI einen Zugang zu Märkten und Kunden, die bisher verschlossen waren. Das beinhaltet z.B. die 8.000 kaufenden Kunden der DPIGruppe und auch die Möglichkeit,

aufgrund der Digitaldrucktechnik der DPI größere Auflagen zu produzieren.

Strategische Partnerschaft Die Onlinedruckerei, die im September ihren Namen von digitaldruck.at auf druck.at geändert hat, erzielte in den letzten Jahren ein starkes Wachstum; dieses Jahr strebt das niederösterreichische Unternehmen einen Netto-Jahresumsatz von 30 Mio. € an. „Mit einem strategischen Partner ist es um einiges einfacher, weiterzuwachsen und die Position am Markt zu sichern“, erklärt Peter

Kolb, Geschäftsführer von druck. at. „In den fast ein Jahr dauernden Gesprächen mit der DPI-Holding hat sich für uns eine sehr interessante strategische Perspektive gezeigt. Die Gesprächsbasis mit der DPI-Holding ist zudem sehr gut und professionell; wir gehen deshalb sehr positiv und mit Zuversicht an die Zusammenarbeit heran.“

zu Beginn der 1990er-Jahre vom reinen Produzenten zum Komplettanbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette „Druck und Kommunikation“ gewandelt. „Das Interesse an druck.at war anfänglich vorsichtiger, strategischer Natur. Im Laufe der Gespräche haben beide Seiten erkannt, welch großes Potenzial gemeinsam gehoben werden kann. Noch viel wichtiger war aber der offene, vertrauensvolle Umgang der handelnden Personen miteinander; das ist aus meiner Sicht der bedeutsamste Baustein für ein erfolgreiches Miteinander“, erläutert Arnold Tautermann-Bichler, Geschäftsführer der DPI Holding. Der positive Bescheid der Wettbewerbsbehörde wurde im Oktober erteilt. Zurzeit überlegen sich Teams aus beiden Unternehmen, welche weiteren Synergien sich aus der Beteiligung noch ergeben könnten. (red)

Großes Potenzial Die Wurzeln der DPI Gruppe liegen in der Produktion von Geschäftsdrucksorten. Darauf aufbauend, hat sich das Unternehmen

Natürlich Mediaprint!

Natürlich Mediaprint!

Ricoh Daten in Papierform

Digitalisierung

Hannover. Eine neue Studie im Auftrag von Ricoh Europe veranschaulicht die Vorteile für deutsche Unternehmen, wenn sie das Thema „Bigger Data“ angehen – die über Big Data hinaus wachsenden Datenmengen. Dazu gehört auch die Digitalisierung der für geschäftliche Entscheidungen wichtigen Papierdokumente. Unternehmenschefs ist bekannt, dass bislang nur in Papierform abgelegte Dokumente einen beachtlichen und bisher ungenutzten geschäftlichen Wert bergen. 78% stimmen zu, dass es die geschäftliche Entscheidungsfindung verbessern würde, wenn Papierdokumente digitalisiert und die Daten zugänglich gemacht würden. Des Weiteren sind 47% der befragten Geschäftsführer deutscher Unternehmen der Meinung, dass ihnen die Digitalisierung von Papierdokumenten Einsparungen zwischen 5 und 20% ihres Jahresumsatzes bringen würde, 30% erwarten sogar 11 bis 20%. David Mills, Chief Operating Officer bei Ricoh Europe, erklärt: „Der erste Schritt zu einer effizienten Verwaltung großer Datenmengen liegt darin, sie durch eine professionelle Strukturierung zu entwirren.“ Es sei dabei essenziell, nicht nur digitale Informationen zu berücksichtigen. „Wichtige Trends und Erkenntnisse aus historischen Daten, die in Papierform aufbewahrt werden, können dabei helfen, ein Gesamtbild der Geschäftsumgebung zu erhalten.“, so Mills.

Weil wir in Höchstgeschwindigkeit...

Weil wir in Höchstgeschwindigkeit...

hohe wie kleine Auflagen...

hohe wie kleine Auflagen ...

Ob Prospekt, Broschüre oder Zeitung, große oder kleine Auflage - wir beraten Sie gerne. Rufen Siemit unsNachhaltigkeit an: Andreas Dvorak, Tel. 01 61010-1435 produzieren. http://druckerei.mediaprint.at

© Christoph Bissell

mit Nachhaltigkeit produzieren.

COO D. Mills betont die große Bedeutung historischer Daten in Papierform.


Dr u c k & Pa p i e r

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet special – 19

3M futureLab Anlässlich eines Symposiums diskutierten Experten und Studenten über die Zukunft der Technologie

short

Schnittstelle 3D-Drucker

Neues Magic-Magneto von Mittermüller Rohr. Das Magic-Mag der Druckerei Mittermüller, ein spezielles magnetisiertes Papier, das sowohl im Offset- wie auch im Digitaldruck bedruckt werden kann, bekommt mit dem MagicMagneto einen großen Bruder. Das Magic-Magneto wird in der niederösterreichischen Druckerei im Digitaldruckverfahren für kleinere Auflagen und bei größeren Mengen im UV-Offset hergestellt und dabei mit einer Magnetfolie ummantelt. Bei seiner Herstellung kann die Haftkraft des neuen Produkts wunschgemäß schwach oder stärker ausgerüstet werden, je nach vorgesehenem Aktionsbereich des zu gestaltenden Magnetfelds. Magneto ist durch seine PVC-Haut wasser- und wetterfest. Dadurch eignet sich das Produkt etwa in der Anwendung für wieder entfernbare Autobeschriftungen. Durch seine vielfältige Gestaltungsmöglichkeit eröffnen sich bei der Magic-Magneto-Anwedung vielfältige Einsatzgebiete.

Der 3D-Druck soll interdisziplinären Dialog von Städtebau, Architektur und Wirtschaft begründen. Rommel, Ingenieur am Fraunhofer Institut. „Mit dem 3M futureLab wollen wir die Themenfelder Städtebau, Architektur, Design, Technik und Materialien als Innovations-

„Mit dem 3M future­ Lab wollen wir die Themenfelder Städte­ bau, Architektur, Design, Technik und ­Materialien für 3M verwenden.“

© 3M Deutschland

Thomas andrae, 3M

Der D-Shape 3D-Drucker kann große Skulpturen wie etwa künstliche Riffe drucken.

plexe Strukturen mit seiner selbst entwickelten Maschine D-Shape. Das Material für seine „versteinerten Algorithmen“ ist Sand und ein natürliches Bindemittel. Nach dem Motto „Think big, print big“ entstehen auf diese Weise zum Beispiel mehrere Meter große, steinerne Skulpturen. Eine konkrete praktische Anwendung ist die Herstellung künstlicher Riffe, die Meeresbewohnern einen idealen Schutzraum bieten. Eine weitere Expertin für das

„Think big, print big“ Zu diesen gehört der italienische Ingenieur Enrico Dini, der 2004 ein patentiertes Verfahren zum großformatigen 3D-Drucken erfunden hat. Schicht für Schicht druckt er am Computer entworfene, kom-

Drucken großer dreidimensionaler Strukturen ist die holländische Architektin Hedwig Heinsman von der Firma DUS Architects; sie präsentierte die Möglichkeiten der selbst entwickelten 3D-DruckMaschine „Kamermaker“ („Raummacher“), mit der Elemente für ein typisches Amsterdamer „Kanalhaus“ produziert werden sollen. Einen Überblick über die Vielfalt möglicher Innovationen und Materialien für den 3D-Druck in der Architektur gab abschließend Steve

treiber möglicher Zukunftsmärkte für 3M verwenden“, begründet Thomas Andrae, Direktor von 3M New Ventures in der EMEA-Region, das Engagement seines Unternehmens bei Projekten wie dem 3M futureLab. „Der interdisziplinäre Dialog von Studenten der Architektur, Maschinenbau, Robotik und Wirtschaft an der Schnittstelle von Technologie, Kunst, Gesellschaft und Architektur ermöglicht es uns, frühzeitig neue Strömungen zu erkennen.“  (red)

© Mittermüller

Neuss. Kann man Häuser drucken? Mit dieser Frage beschäftigten sich Fachleute und Studenten am 10. Oktober bei einem Symposium des 3M futureLab an der Hochschule München. Der Geschäftsbereich New Ventures des Multi-Technologieunternehmens 3M ist Sponsor dieser zukunftsorientierten, interdisziplinären Ideen- und Forschungsplattform an der Schnittstelle von Architektur, Kunst, Ingenieurwissenschaften und Gesellschaft. Die 3D-Drucktechnologie befindet sich auf dem Vormarsch: Diente sie zunächst vor allem der Fertigung von Prototypen, werden inzwischen Schmuck, Zahnspangen, Gelatinekäfige für Mikroorganismen sowie Bauteile im industriellen Maßstab damit hergestellt. Und künftig könnte sie auch in der Architektur eine Rolle spielen. Peter Ebner, Leiter des 3M futureLab, lud Studenten von Universitäten aus verschiedenen Ländern sowie ausgewählte Gäste zum Erfahrungsaustausch mit Pionieren des 3D-Druckens in der Architektur ein.

Mittermüller erweitert sein Portfolio im Bereich magnetisiertes Papier.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

t h e n e x t g e n e r at i o n l aw f i r m .

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum Gestaltungsspielräume – in denen fühle ich mich zuhause. Schon als Kind mochte ich nur Spielsachen, mit denen man was machen kann. Bauklötze, Ritterburgen, Plastikfiguren. Ich wurde Architekt von Gedankengebäuden! Dafür muss man sich selbst was einfallen lassen. Und dann entscheiden, wie man es konkretisiert. Das Finanzmarktrecht ist derzeit ja einem Abenteuerspielplatz nicht unähnlich, wo Freibeuter ihre Schatzkisten auf fernen Inseln vor dem Fluch der Karibik in Sicherheit bringen. Gegen die anrollenden Tsunamiwellen immer neuer Regulierungen segelt man hart am Wind. Da muss man schon ein echter Seebär sein… MMag. Dr. Martin Gaggl . Bank- und Kapitalmarktrecht

www.wien-event.at

w w w . f p l p. a t

stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

SWM_IMAGE2010_MEDIANET_133x197SSP.indd 1

17.03.2010 16:47:38 Uhr

A-1060 Wien, Am Getreidemarkt 1 Tel: +43 1 58258 . fplp@fplp.at


dr u c k & pa pi e r

20 – medianet special

Dienstag, 10. Dezember 2013

mesave Seit zehn Jahren wurden rund 3,5 Mio. Euro investiert, der Energieverbrauch soll weiter reduziert werden

short

SCA Hygiene Products optimiert Energieeffizienz

UPM-Kymmene Austria mit schwarzen Zahlen

Ortmann. Mit dem Effizienzprogramm mesave optimiert das Hygieneunternehmen SCA Hygiene Products seine Energie- und Materialeffizienz und verringert zugleich den CO2-Ausstoß. Seit dem Startschuss des Programms vor zehn Jahren wurden am Standort Ortmann bereits über 100 Maßnahmen umgesetzt und 3,5 Millionen € investiert. Dabei wird auch den Mitarbeitern aufgezeigt, welchen Beitrag sie persönlich leisten können. SCA plant, Energieverbrauch und Emissionen in den nächsten Jahren um 15% bzw. 20% zu senken. „Wenn man bedenkt, welche zentrale Rolle Energie in unserem täglichen Leben einnimmt, ist es schon bedenklich, wie sorglos wir teilweise mit ihr umgehen“, so Thomas Strasser, Geschäftsführer SCA Hygiene Products. Mit dem Effizienzprogramm mesave verfolgt das Unternehmen daher ein klares Ziel: Optimierte Energie- und Materialeffizienz an allen SCA Standorten weltweit. Auch die Hygienepapierproduktion am österreichischen Standort in Ortmann funktioniert nach diesem Prinzip: „Wir wollen mit weniger Energie und Materialien zumindest gleich viel, im Idealfall sogar mehr produzieren“, erklärt Strasser. Allein im Energiebereich hat SCA seit 2003 weltweit rund 1.700 Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz initiiert, 100 davon in Österreich. Damit wurden bis heute weltweit rund 80 Millionen € eingespart. „Wir haben bei unseren Papiermaschinen neue Pumpen eingebaut, Antriebe mit Drehzahlregelung ausgestattet und die Altpapieraufbereitungsauflage umgerüstet, um Druckluft einzusparen“, skizziert Strasser einige der technischen Verbesserungen

Bei nachlassendem Umsatz konnte UPM Austria den Absatz steigern.

Steyrermühl. UPM-Kymmene Austria hat 2012 an seinem Standort in Steyrermühl in Oberösterreich wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das EGT erreichte 3,46 Mio. nach minus 9,98 Mio. €; 2010 war es bei minus 19 Mio. € gelegen. Gründe für die Wende werden in der kürzlich veröffentlichten Bilanz nicht angeführt, berichtete das WirtschaftsBlatt. Der Umsatz der Österreich-Tochter des finnischen Konzerns sank im vergangenen Jahr um 15% auf 234,7 Mio. €, der Absatz stieg hingegen von 431.000 auf 465.000 t. 2012 erwirtschaftete die Gruppe mit der Zentrale in Helsinki mit 22.000 Mitarbeitern 10,4 Mrd. € Umsatz. Das Unternehmen rechnet damit, dass das Wirtschaftswachstum in Europa in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 weiterhin schwach bleibe. Im August wurde angekündigt, bis Ende kommenden Jahres insgesamt 400 Mio. € einsparen zu wollen. Der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal 2013 belief sich auf 128 Mio. €; im Vorjahreszeitraum hatte UPM-Kymmene noch 221 Mio. verdient. (APA)

Sparprogramm bei Sappi Gratkorn

© SCA

© UPM

Über 100 Maßnahmen wurden umgesetzt, auch die Mitarbeiter in Ortmann werden eingebunden.

Werk Ortmann: SCA Hygiene Products peilt 15 Prozent weniger Energieverbrauch bis zum Jahr 2017 an.

am Standort Ortmann. Unlängst wurde die Altpapieraufbereitungsanlage erweitert, das dabei im Bereich der Kläranlage gewonnene Biogas wird zur Energieerzeugung genutzt. „Das sind viele kleine Puzzleteile, die am Ende des Tages unsere Energie- und Materialbilanz deutlich verbessern“, ergänzt der SCA-Geschäftsführer. Seit Beginn des Programmes im Jahr 2003 wurden in Ortmann bereits über 100 Maßnahmen umgesetzt. Strasser skizziert die mittelfristigen Ziele der SCA Nachhaltigkeitsstrategie: „Unser nächstes Etappenziel ist, den Energieverbrauch bis 2017 um 15% pro erzeugte Tonne Papier zu reduzieren, verglichen mit den Werten von 2005. Da sind wir ganz gut unterwegs, bis jetzt haben wir

schon mehr als die Hälfte der angepeilten 15% erreicht.“ Gleichzeitig ist es gelungen, den jährlichen Erdgasbedarf und damit die CO2-Emissionen zu reduzieren. SCA hat sich in diesem Zusammenhang verpflichtet, den Kohlendioxid-Ausstoß aus fossilen Energieträgern und aus dem Fremdstromzukauf bis 2020 um 20% zu verringern - auf Basis der Werte von 2005.

Mitarbeiter leisten Beitrag Ein wesentlicher Faktor zur Erreichung der angepeilten Ziele sind die eigenen Mitarbeiter. Der „Energy-Newsletter“ liefert regelmäßig Informationen zu aktuellen Effizienzprojekten und deren Aus-

wirkungen auf die Energiebilanz: „Jeder Mitarbeiter am Standort Ortmann weiß über den aktuellen Energie- und Materialverbrauch, aber auch über die dadurch entstehenden Kosten Bescheid. Wir schaffen Transparenz – und bieten den Mitarbeitern dadurch die Möglichkeit, aktiv Verbesserungsvorschläge einzubringen“, so Strasser. „Technische Innovationen alleine reichen nicht aus, um als Unternehmen einen grünen Fußabdruck zu hinterlassen. Wichtig ist, dass wir Bewusstsein schaffen. Jeder Einzelne muss Verantwortung für seinen Energieverbrauch übernehmen – da ist natürlich auch die Führungsebene nicht ausgenommen“, nimmt Strasser sich und seine Mitarbeiter in die Pflicht. (red)

© Sappi

Austropapier Die „aus dem Ruder gelaufene“ Biomasseförderung habe zu massivem Versorgungsengpass geführt

Industrie für Änderung im Ökostromgesetz

Sappi (Bild: das Saiccor-Werk in Südafrika) muss sparen.

Wien. Die heimische Zellstoff- und Papierindustrie fordert von der kommenden Regierung eine Novellierung des Ökostromgesetzes. „Die österreichische Zellstoffund Papierindustrie muss bereits 40 Prozent ihres Holzbedarfs importieren“, so die AustropapierVizepräsidenten Kurt Maier, CEO der Zellstoff Pöls AG, und Christian Skilich, Operations Director, Mondi Europe & International.

Rund ein Viertel davon seien teure Fernimporte, mit Transportdistanzen von über 1.000 Kilometern. „Die Ursachen für diese unerfreuliche Entwicklung liegen auf der Hand“, heißt es weiter: „Die aus dem Ruder gelaufene Förderung der Verstromung fester Biomasse über das Ökostromgesetz, begleitet vom stagnierenden Holzeinschlag in Österreichs Wäldern, haben für Unternehmen, die den wertvollen

© proHolz

Gratkorn. Beim Papierhersteller Sappi Gratkorn in der Steiermark ist ein Sparprogramm angekündigt worden. Wie es bei einer Betriebsversammlung hieß, sollen binnen zwei bis zweieinhalb Jahren rund 100 Jobs gestrichen werden, berichteten die Kleine Zeitung und die Steirerkrone. Gerade im Bereich der holzfrei gestrichenen Papiere, die Sappi produziert, sei der Rückgang eklatant, lautet die Begründung für das Sparprogramm, das in den nächsten Monaten ausgearbeitet werden soll. Man optimiere die Kosten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, wird Geschäftsführer Max Oberhumer zitiert. Seitens des Betriebsrats hieß es auf APA-Anfrage, dass zusätzlich zu den angekündigten Reduktionen im Werk und in Zentralbereichen und weiterer Verlagerungen nach Polen, für die geplanten Personalkürzungen „voraussichtlich der natürliche Abgang nicht aus­ reichen werde“.  (APA/red.)

40 Prozent des Holzbedarfs müssen importiert werden, klagt die Papierindustrie.

Rohstoff Holz mit hoher Wertschöpfung verarbeiten, zu einem massiven Versorgungsengpass geführt“, so die beiden AustropapierVizes.

Hohe Zusatzkosten Während die Verbrennung über Einspeisetarifvergütungen hoch subventioniert wird, fehle den Betrieben der Rohstoff. Die Folge sind hohe Zusatzkosten und der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Eine der zentralen Zielsetzungen des Ökostromgesetzes – die Ressourceneffizienz durch Vorrangstellung der stofflichen Nutzung von Holz vor dem Einsatz zur Energiegewinnung – wurde bisher ignoriert, betonen Maier und Skilich. „Wir fordern daher die umgehende Novellierung des Ökostromgesetzes mit einer kompletten Einstellung der Einspeisetarife für feste Biomasse und eine rasche Systemumstellung auf Investförderungen für hocheffiziente Anlagen mit einer Leistung von kleiner zwei Megawatt elektrisch und einem Gesamtwirkungsgrad von größer

80 Prozent.“ Der Fokus müsse nun klar auf F&E- sowie Investitionsförderungen liegen, begleitet von einer dringend erforderlichen bundesweiten Biomasse-Versorgungsstrategie. Steigerung der Ressourceneffizienz zählt zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und gewinnt in der nationalen wie internationalen Politik an Bedeutung. „Zellstofffabriken, als wesentliche Treiber einer CO2-armen Bio-Ökonomie, arbeiten bereits heute als hocheffiziente Bioraffinerien“, betont Skilich, auch Sprecher der Papierindustrie für Innovation und Forschung. Sie fraktionieren den wertvollen Rohstoff Holz in seine unterschiedlichen Bestandteile und nutzen insbesondere jene Komponenten, deren Heizwert vergleichsweise gering ist, zur Gewinnung von hochwertigen Produkten – Fasern für Textilien, Ausgangsmaterial für vielfältige Papier- und Verpackungsprodukte sowie hochwertige Stoffe für die Chemische Industrie wie Terpentinöl, Essigsäure, Xylit, Furfural, Tallöle und Harze. (red)


dr u c k & pa pi e r

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet special – 21

Piacek Geschäftsführer Anton Piacek sprach mit medianet über neue Herausforderungen und Chancen der Branche

short

Zertifikate für die Zukunft

Erstes 3D-DruckerFachgeschäft in Wien

© Piacek

medianet: Wie beurteilen Sie das Jahr 2013 – für die Branche sowie für Ihr Unternehmen? Anton Piacek: Die Branche ist 2013, wie auch die letzten Jahre seit 2008, nicht unbedingt mit vollen Auftragsbüchern gesegnet.

muss daher versuchen, Hilfspersonal im eigenen Haus auszubilden. Da der Beruf in den letzten Jahren leider an Charme verloren hat, gibt es eine verringerte Nachfrage nach Lehrstellen im Bereich Druck und Buchbinderei. Daher sehe ich die Aufnahme von Hilfspersonal und dessen gleichzeitige Ausbildung als gute Reaktion darauf.

A. Piacek sieht neue Medien als Chance, ortet aber Gefahren für kleine Druckereien.

nicht außer Acht lassen, dass wir hier in Österreich ohnehin eine Überkapazität an Druckwerken am Laufen haben. Eine vermehrte Verlagerung ins Ausland sehe ich eher nicht mehr, dieser Prozess ist nach meiner Ansicht weitgehend abgeschlossen. Jede Einsparung bei den Druckbudgets auf Kundenseite wurde bereits in den letzten Jahren vorgenommen.

„Das Druckereisterben wird aufgrund des harten Verdrängungs­ wettbewerbes unge­ bremst weitergehen.“ Anton Piacek

Nichtwissen bei zwei Drittel der Druckereien über Kostenstellenrechnung und Nachkalkulation werfen ein dramatisches Bild auf unsere Zunft. Aufgrund dieses Nichtwissens der eigenen Kennzahlen ergeben sich Preise für den Endkunden, die nicht nachvollziehbar sind. Dies macht sich der Kunde zunutzen. Die Branche hat es geschafft, aufgrund mangelnden kaufmännischen Grundlagen ein Spielball und ein nicht mehr ernstzunehmender Faktor in der Werbewirtschaft zu sein. medianet: Welche Entwicklungen erwarten Sie für die nahe Zu­ kunft? Wird es weitere Verlage­ rungen ins Ausland geben? Piacek: Das Druckereisterben wird aufgrund des harten Verdrängungswettbewerbes ungebremst weitergehen. Dies ist sicher eine harte Aussage, man darf aber

medianet: Haben, auch innerhalb Österreichs, kleinere Druckereien Chancen gegen die Branchen­ riesen? Piacek: Ganz ehrlich gesagt, glaube ich es nicht. Das Beschaffungsmodell bei den Endkunden wandelt sich in den letzten Jahren enorm. Waren die früheren Druckbuyer ehemalige Schriftsetzer, Drucker, Reprofotografen, etc., also wirkliche Brancheninsider, muss man heute zur Kenntnis nehmen, dass die nachfolgende Generation eher aus Marketing bzw. Verkauf oder anderen Richtungen kommt. Das ist nicht unbedingt negativ zu sehen. Man muss sich aber vor Augen halten, dass das bis dato gelebte Beziehungsmanagement auf einer anderen Ebene gelebt wird. Daher ist auch die Beschaffung von Printprodukten heute eine andere als vor 10 bis 15 Jahren. Kleinere Druckereien werden in Zukunft nicht mehr die finanzielle Kraft aufbringen, solche Beschaffungsmodelle wie z.B. Portale realisieren zu können.

medianet: Die Bedeutung digitaler Medien, von ePaper bis eBooks, wächst. Mit welchen Strategien kann die Branche dem entgegen­ treten? Piacek: Die Frage ist an und für sich schon bedenkenswert. Warum muss ich mir als Druckerei Gedanken machen, wie ich diesen Dingen entgegentrete. Ich kann doch auch akzeptieren, dass es, wie auch in der Vergangenheit, neue Medien gibt, die mit Druck jetzt unmittelbar nichts zu tun haben. Ich sollte mir eher Gedanken machen, wie kann ich die neuen Trends für mich sinnvoll ausnützen. Wo kann ich für mich einen Vorteil daraus generieren … medianet: Wie beurteilen Sie den Ansatz einiger Druckereien, das Geschäftsfeld in Richtung Digital­ angebote wie eBook-Publikation oder Gestaltung von Websites zu erweitern? Piacek: Dies ist aus meiner Sicht möglicherweise wirklich ein neues Betätigungsfeld für kleinere aufgeschlossene Druckereien, die aufgrund der letzten Jahre nicht mehr die Kraft für Neuinvestitionen im Bereich Druckmaschinen bzw. Portale, etc. aufbringen können. medianet: Welche Entwicklung erwarten Sie am branchenspezi­ fischen Arbeitsmarkt? Piacek: Es ist trotz Verringerung der Druckereien ein Mangel an Fachpersonal festzustellen. Man

medianet: Welche Bedeutung ha­ ben Zertifizierungen, das österrei­ chische Umweltzeichen und grüne Technologien für die Branche bzw. Ihr Unternehmen? Piacek: Ich bin der Überzeugung, dass Zertifizierungen, die der Qualitätssicherung oder dem Umweltschutz – wie das Österreichische Umweltzeichen, FSC oder PEFC – dienen, der richtige Weg sind. Die Papierverarbeitende Industrie ist eine der größten weltweit. Man mag

„Print lebt – und das noch sehr, sehr lange.“

Das erste Wiener 3D-Fachgeschäft bietet auch Gesichtsmodell-Druck.

Wien. Österreichs erstes 3DDrucker Fachgeschäft ist am 7. Oktober auf der Landstraßer Hauptstraße im dritten Bezirk der Bundeshauptstadt eröffnet worden. Angeboten werden unterschiedliche 3D-DruckerModelle, vom Bausatz bis zum Komplettgerät, wie Felix oder Witbox mit Dual-Extruder ebenso wie Material in 50 Farben. Auf Wunsch können Interessierte auch ihr Gesicht scannen lassen; daraus formen die Profis ein druckbares 3D-Modell und drucken es in Wunschfarbe als Ministatue. Aber auch vom Kunden erstellte Modelle können im Express 3D Druck ausgearbeitet werden.

In nur einem Arbeitsschritt zum Ergebnis

Anton Piacek

es kaum glauben, aber weit größer als die Autoindustrie. Das zeigt, dass die Industrie, wie auch die Druckereien, nicht verschwinden wird. Wir befinden uns wie immer in einer Zeit der Veränderung und dem Entdecken neuen Landes. Print lebt und das noch sehr, sehr lange. Daher ist es auch unsere Pflicht, sich mit Umweltschutz und den Maßnahmen auseinanderzusetzen. Wir sollten hier wirklich nicht darauf Rücksicht nehmen, welcher politischen Gruppe dies oder jenes nicht passt, welcher Lobbyist hier nichts verdient oder welcher Seilschaft das wieder einmal nicht in den Kram passt. Wir sollten nur eines bedenken: Nach uns kommt auch noch wer! Die Druckerei Piacek definiert sich als modernes Familienunterneh­ men mit Tradition. 50 erfahrene Mitarbeiter sorgen am Favoritner Gewerbering im 10. Gemeinde­ bezirk für rasche und umwelt­ freundliche Druckergebnisse.

Linz. Die seit über 13 Jahren in unterschiedlichen Ausstatungen angebotenen Duplo Docucutter stehen heute in über 3.000 europäischen Betrieben, davon mehr als 100 in Österreich. Das mit zahlreichen Prämierungen ausgezeichnete, multifunktionale Werkzeug für die Weiterverarbeitung von vorwiegend digital bedruckten Bögen kann beispielsweise in einer Stunde aus den Druckbogen bis zu 12.000 gerillte und gefalzte DIN A6-Klappkarten herstellen. Dies funktioniert in einem einzigen Durchgang mit einer Rüstzeit von weniger als einer Minute. Die Steuerung erfolgt am Gerät oder via PC.

© Mark Langridge

Wien. Die österreichische Druckbranche ist im Umbruch. Preisdruck, Konkurrenz aus dem Ausland und eine schwächelnde Wirtschaftslage lassen immer mehr heimische Betriebe aufgeben. Wie können österreichische Unternehmen mit dieser Situation umgehen? Haben kleine Druckereien in Zukunft noch eine Chance gegen die Branchenriesen? medianet sprach mit Anton Piacek, Geschäftsführer der Druckerei Piacek, über die aktuelle Herausforderungen, neue Medien und Umweltschutz.

© Marton Klauser

Auch wenn nicht alle Druckereien überleben werden, sieht Anton Piacek neues Land am Horizont.

Rasche Bearbeitung digital bedruckter Bögen mit Duplo Docucuttern.

Industrielle Papierverarbeitung PPV AUSTRIA

Vereinigung der Papierverarbeitenden Industrie Österreichs

SCHULVEREIN Schulverein der Papierverarbeitenden Industrie Österreichs

▪ ▪ ▪ ▪ ▪

Papier- und Kartonveredelung Flexible Verpackung, Säcke Faltschachteln, Kartonagen Flüssigkeitsverpackungen aus Karton Wellpappe und Wellpappeverpackungen

▪ ▪ ▪ ▪ ▪

Hygienische Papierwaren Schreibwaren- und Bürobedarf Büro- und Organisationsmittel Buchbindereien Sonstige Papierverarbeitung

PPV – Fachverband der Papierverarbeitenden Industrie // 1041 Wien, Brucknerstraße 8 // T: (+43.1) 505 53 82-0 // F: (+43.1) 505 90 18 // ppv@ppv.at // www.ppv.at inserat 271x97mm_RZ.indd 1

06.07.12 14:07


dr u c k & pa pi e r

22 – medianet special

Dienstag, 10. Dezember 2013

Heidelberger Druckmaschinen Im weltgrößten Democenter wurden die neuesten Packaging-Machinen gezeigt

short

Mehr Farbe, Effekte und Infos auf Etiketten

Mondi unzufrieden mit Österreich als Standort

Wendemaschine Speedmaster XL 106-P+L fasziniert mit Feinheit, Brillanz und Geschwindigkeit. © Mondi

Heidelberg. Rund 80 Vertreter von Etikettenherstellern aus aller Welt trafen sich Ende September im Print Media Center der Heidelberger Druckmaschinen AG am Standort Wiesloch-Walldorf. Im größten Democenter der Druckbranche zeigte das Unternehmen, wie flexibel und hochproduktiv sich die Packaging-Lösungen in der industriellen Etikettenproduktion einsetzen lassen.

Im internationalen Vergleich ist die Papierherstellung in Österreich teuer.

Wien. Papier- und Holzindustrie sorgen sich wegen steigender Preise zunehmend um Standorte in Österreich, wie konkret der Papierriese Mondi um den Standort Frantschach in Kärnten mit rund 450 Mitarbeitern. „Österreich ist derzeit der schlechteste Papier- und Zellstoffstandort in Europa; für unser Werk in Frantschach ist das eine echte Bedrohung“, sagte Peter Oswald, der International-Chef des südafrikanischen Papierkonzerns Mondi, kürzlich in der Presse. Bereits im Frühjahr meinte Oswald, Biomasse sei „kein erneuerbarer Energieträger“. Die Holzkosten würden hierzulande um ein Fünftel über anderen Mondi-Werken in der EU liegen. Das liege daran, dass 37% des Holzes importiert werden müssten – „weil zehnmal so viel Biomasse verbrannt wird wie vor zehn Jahren. Nicht zuletzt deshalb, weil wir eine der höchsten Biomassesubventionen in Europa haben. Wenn es eine Förderung gibt, müsse sie für alle gelten, auch für Eigenversorger. Die Anlagen müssten einen Wirkungsgrad über 70% aufweisen, es müsse eine KraftWärme-Kopplung zur Nutzung der Abwärme geben und es dürften nur kleine Kraftwerke für die Nahversorgung gefördert werden.  (red)

Der thematische Schwerpunkt der Label Days lag auf der Herstellung von Inmould-Etiketten aus Polypropylen im Bogenoffsetdruck, inklusive Workflow und Weiterverarbeitung. Dieses Marktsegment hat im Moment einen Anteil von rund zwei Prozent am Gesamtvolumen des Etikettendrucks weltweit, soll aber bis 2020 mit durchschnittlich 5,6 Prozent wachsen. Keine Frage, dass dieser Bereich viel Potenzial bietet. Die Herstellung von InmouldEtiketten im Bogenoffsetdruck demonstrierte Heidelberg mit einer Speedmaster XL 106-P+L mit dem Rollenquerschneider CutStar. Auf der Maschine wurde ein Druckjob mit einer 60 µm dünnen EUPFolie des Herstellers Treofan im Schön- und Widerdruck mit einer Geschwindigkeit von 10.000 Bogen pro Stunde produziert.

Tempo auf beiden Seiten Im Geradeausbetrieb wurde transparente, 57 µm dünne ETHFolie mit einer Druckgeschwindigkeit von 12.000 Bogen pro Stunde bedruckt. Die Druckjobs wurden mit UV-Farben und einem wasserbasiertem Lack gedruckt. Die Trocknung erfolgte mittels UV-

Papernet stellt Europa in den Fokus

© Heidelberger Druckmaschinen

Steigendes Volumen

Diese Nassleimetiketten sorgen für Aufmerksamkeit und werden mit FoilStar-Kaltfolienmodul ressourcenschonend produziert.

Zwischendecktrocknern und einem DryStar UV Combination-Trockner in der vierfach verlängerten Auslage.

Attraktive Glanzeffekte „Diese Wendemaschine ist ein absolutes Novum für die Produktion von beidseitig bedruckten Inmould-Etiketten“, so Felix Müller, Leiter Produktmanagement Sheetfed bei Heidelberg. „Aufgrund wachsender Anforderungen an den Informationsgehalt von Verpackungen haben Hersteller damit die Möglichkeit, auf der Rückseite eines Inmould-Etiketts PromotionAktionen oder Verbraucherschutzinformationen unterzubringen.“ Für die Weiterverarbeitung der

Folienbogen bietet Heidelberg als einziger Druckmaschinenhersteller die Rotationsstanzmaschine Speedmaster XL 106-D an. Die Kundenanforderung nach einer wirtschaftlicheren Produktion gegenüber Flachbettstanzen hat Heidelberg bereits 2008 dazu veranlasst, eine neue Lösung zu entwickeln. Mittlerweile sind elf Rotationsstanzmaschinen weltweit installiert. Durch Rüstzeiten von zirka 15 Min. bei Produktionsgeschwindigkeiten von 6.000 bis 10.000 Bogen pro Stunde, schafft die Speedmas-ter XL 106-D deutlich mehr Jobs pro Tag als eine Flachbettstanze und außerdem sind die Stanzkosten auch rund ein Drittel niedriger.

Eine weitere Demo zeigte, wie sich Nassleimetiketten beispielsweise für Getränkeverpackungen ebenso effizient wie flexibel im Bogenoffsetdruck auf einer Speedmaster XL 106-LYY-8-LYYL („L“ steht dabei für Lackierwerk, „Y“ für Trockenwerk) mit dem Kaltfolienmodul FoilStar herstellen lassen. Durch die beiden Lackierwerke lassen sich einerseits attraktive Matt-/Glanz-Kombinationen erzeugen, andererseits ermöglicht das modular einsetzbare Kaltfolienmodul partielle metallische Glanzeffekte – und bietet im Vergleich mit Offline-Lösungen oder ganzflächig folienkaschierten Substraten zudem auch erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen im Gesamtprozess.  (red)

Austropapier schlägt Alarm Österreich als Standort im internationalen Vergleich immer unattraktiver und unrentabler

Ein industriepolitischer Dialog muss her! © Papernet

Wien. Die Herstellung von Zellstoff und Papier war in Österreich im ersten Halbjahr 2013 deutlich rückläufig. Nach dem erfreulichen Wachstum 2012 bekam die exportstarke Papierindustrie zuletzt das internationale Konjunkturtief voll zu spüren. Nun fordert Austropapier ein Eingreifen der Politik. Oliver Dworak, GF der Austropapier, Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, fasst die

Guntramsdorf. Um ihre Stärke zu betonen, treten seit Juni alle europäischen Gesellschaften des PaperlinX-Konzerns verstärkt unter der Marke PaperlinX auf. Auch Papernet stellt dabei keine Ausnahme dar und ist seit Kurzem mit neuem Logo am Markt. Gestrichene Papiere von Sappi aus dem Werk Gratkorn werden unter dem Namen Sappi-Magno angeboten. Damit soll die Verbindung zur heimischen Papierindustrie betont werden. Darüber hinaus wird der Service aufgrund kurzer Lieferwege optimiert. Weiters erfolgte eine Umstellung von der Eigenmarke Core auf GardaGloss Art und GardaMatt Art von Cartiere del Garda. Damit entscheidet sich PaperlinX für europäische Qualität und Verlässlichkeit. (red)

© Michael Hetzmannseder

Stephan Grötzschel, Managing Director bei Papernet.

Situation zusammen: „Bei Zellstoff zeigen unsere Halbjahreszahlen einen Produktionsrückgang von 4,9%, bei Papier, Karton und Pappe von 3,4% gegenüber dem ersten Halbjahr 2012. Beide Werte liegen deutlich hinter dem EU-Durchschnitt von minus 0,8% bei Zellstoff sowie minus 1,3% bei Papier. Österreich verliert darüber hinaus aber auch deutlich gegenüber den USA, Kanada, Brasilien, Japan,

Austropapier-GF Oliver Dworak: Bedingungen für die Branche werden immer härter.

Südkorea und China an Boden. Das ist ein Alarmsignal – der bisher exzellente Standort büßt an Attraktivität ein und rutscht im internationalen Vergleich ab!“ Um eine weitere Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu verhindern, drängt Dworak daher auf ein rasches Handeln seitens der Politik.

Investitionen konterkariert Als Gründe für die schwächelnde Branche nennt Dworak unter anderem hohe Rohstoff,- Energie- und Personalkosten sowie die geringen Möglichkeiten zur Arebitsflexibilisierung. Diese Faktoren würden die schwierige Situation doppelt erschweren. Aufgrund der Wahlen habe man wichtige Maßnahmen, wie die Modernisierung der Arbeitszeitenregelung, die Verbesserung der Rohstoffversorgung vor allem bei Holz und eine klare Innovations- und Förderpolitik verschlafen. „Dazu kommen neue Kostenbelastungen, so etwa durch den massiven Einschnitt bei der Zuteilung der CO2-Zertifikate im

EU-Emissionshandel. Die Zellstoffund Papierindustrie hat zuletzt mit Investitionen von fast 300 Mio. € ein starkes Bekenntnis zu Österreich abgegeben, um Betriebe zukunftsfit zu machen. Neue Kosten und zunehmende Rechtsunsicherheiten sind jedoch ein schlechtes Umfeld für Investitionen und konterkarieren diese Bemühungen“, so Dworak. Im ersten Halbjahr 2013 wurden in Österreich 2,4 Mio. t Papier, Karton und Pappe erzeugt, das sind 3,4% weniger als im Vergleichszeitraum 2012. Die gesamteuropäische Produktionsmenge betrug während der ersten sechs Monate 45,7 Mio t. Die neue Bundesregierung dürfe daher keine Zeit verlieren: „Industriepolitik muss klare Priorität Nummer eins sein, sonst fällt Österreich im internationalen Vergleich weiter zurück. Unser politisches Forderungsprogramm enthält die zentralen Elemente für einen zukunftsweisenden industriepolitischen Standortdialog“, so der Austropapier-GF abschließend.  (red)


dr u c k & pa p i e r

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet special – 23

Xerox Neues Großformat-Drucksystem wurde vorgestellt: Der Xerox IJP 2000 ermöglicht präzise und zuverlässige Drucke in Höchstgeschwindigkeit

Europapremiere auf der Print-fair Wien. Am 23. und 24. Oktober fand die größte Messe Österreichs, die Print-fair, für die graphische Industrie in der Graphischen statt. Gegenüber dem Vorjahr war die Zahl der Aussteller mit 60 leicht gestiegen. Darunter war auch Xerox und stellte gleich mehrere neue Produkte vor, die nicht nur in Österreich, sondern europaweit zum allerersten Mal demonstriert worden sind. Im Mittelpunkt des diesjährigen Auftritts standen zwei Premieren: Zum einen die Europapremiere des leistungsstarken Xerox D136 Produktionsdrucksystems für schwarz-weiß-Drucke, das sich durch Bedienfreundlichkeit und moderne Endverarbeitungsfunktionen auszeichnet. Es kann darüber hinaus sehr leicht durch branchenführende integrierte Lösungen zur Workflow-Optimierung ergänzt werden. Zum anderen wurde das Großformat-Drucksystem Xerox

Berger investiert 10 Mio.

Neue Maschine Horn. Rund zehn Mio. € investierte Berger in eine neue, großformatige Rollenoffset-Maschine, mit der die Kapazitäten des Unternehmens um etwa 30% erhöht werden soll. Nächstes Frühjahr soll auch eine neue Bogenoffset-Maschine hinzugekauft werden. Obwohl der Markt gesättigt ist, glaubt man bei Berger daran, dass ein Wachstum dennoch möglich ist: „Zehn Millionen sind für einen Familienbetrieb keine Kleinigkeit, aber wir gehen davon aus, mit der Investition im kommenden Geschäftsjahr ein zweistelliges Umsatzplus zu erzielen“, so Peter Berger Senior. Seit Übergabe der Geschäftsführung an seine Söhne Peter und Ferdinand fungiert er als „mittätiger Gesellschafter“ des Unternehmes, das bereits seit 145 Jahren besteht. Derzeit setzt die Druckerei rund 60 Mio. € um und zählt insgesamt 270 Beschäftigte. Im Zuge der Investitionen wird wird auch die Mitarbeiterzahl mit ca. zehn neuen Mitarbeitern „geringfügig“ erhöht. Der Exportanteil beträgt derzeit 15%, somit bestehe hier prinzipiell noch Platz für ein Wachstum: „Wir werden in Deutschland und der Schweiz stärker in die Akquise gehen“, ist Berger trotz schwieriger Lage am Markt optimistisch. „Das Internet wird Printprodukte nur ergänzen, aber nicht substituieren – allein schon deshalb, weil Inserate in Print ungleich besser ankommen- als im Internet, wo man Werbung sogar unterdrücken kann.“  (red)

IJP 2000 das erste Mal in Österreich ausgestellt. Aufgrund seiner herausragenden Geschwindigkeit ermöglicht es Anwendern in kürzerer Zeit, mehr Druckjobs zu erstellen, und gelingt es auch, kurzfristige Aufträge schnell umzusetzen. Bei Xerox ist man sich sicher, mit dem IJP 2000 den Maßstab für Präzision, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit für eine Vielzahl professioneller Druckanwendungen im Großformat neu zu setzen. Die Art der digitalen Druckproduktion würde nachhaltig verbessert werden. Er eigne sich „ideal für hochvolumige Anwendungen im technischen Umfeld wie zum Beispiel bei Point-

of-Sale-Plakaten, im Direktmarketing und überall sonst, wo hohe Produktivität bei gleichzeitiger Flexibilität gefordert ist.“

Am neuesten Stand Außerdem stellt Xerox die neue Generation seiner bewährten iGen4-Plattform vor: Die Xerox iGen4 Diamond Edition bietet Druckdienstleistern neue Funktionen, mit denen sie die Profitabilität ihrer Druckprozesse steigern können. Ein neues Produktionsfarbdrucksystem ermöglicht es, Druckaufträge für Broschüren, Kataloge, Magazine oder Direkt-

Mailings einfacher aufzusetzen und schneller zu produzieren. Die Farbqualität bleibt dabei präzise und wiederholbar. Eine weitere Neuheit ist das mit CGS gemeinsam entwickelte Xerox Oris Lynx. Dabei handelt es sich um ein cloudbasiertes Farbmanagement-Tool für professionelle Druckanwender. Ob im Druck, auf dem Bildschirm, dem iPad oder iPhone – mittels der Druckausgabe auf einem XeroxDrucksystem, angepasst mit Orys

© Xerox

Cloudbasiertes Farbmanagement-Tool erlaubt Erstellung verbindlicher Druckdaten auf allen Geräten.

Die Wide For­ mat IJP 2000 wurde erst­ mals gezeigt.

Lynx, konnten die Besucher erleben, wie sie mit wenigen Handgriffen farbverbindliche Druckdaten erstellen können. (red)

Am Wesentlichen orientieren tieren optimieren. Davon profi ltig ha ch na ft ha sc irt W ss wir unsere lesen Sie Das Wesentliche ist, da noch schaffen wollen, d un n be ha ht ic re er Was wir bereits Entwicklung Mensch und Umwelt. ls für die nachhaltige pu Im ll so Er . ht ric be Nachhaltigkeits im neuen janetschek in. unserer Gesellschaft se rsönliches, Sie noch heute Ihr pe Wir freuen uns, wenn anetschek.at plar anfordern: office@j frisch gedrucktes Exem

Ökologie

Mensch HEIDENREICHSTEIN

© Berger

3860 HEIDENREICHSTEIN WAIDHOFEN / THAYA Brunfeldstraße 2 WIEN Telefon | +43 (0) 28 62 / 522 78 - 11 E-Mail ZWETTL | office@janetschek.at

Auch im nächsten Jahr wird Berger in neue Maschinen investieren.

3910 ZWETTL Schulgasse 15 / 17 Telefon | +43 (0) 28 22 / 537 67 - 0 E-Mail | office-zwettl@janetschek.at

Wirtschaft

3830 WAIDHOFEN / THAYA Johannes-Gutenberg-Straße 3 - 5 Telefon | +43 (0) 28 42 / 525 34 - 0 E-Mail | office-waidhofen@janetschek.at

1040 WIEN Gußhausstraße 24 - 26 Telefon | +43 (0) 1 / 505 45 78 - 0 E-Mail | office-wien@janetschek.at

www.janetschek.at


Dr u c k & Pa p i e r

24 – medianet special

Dienstag, 10. Dezember 2013

Mayr-Melnhof Karton Kartonhersteller präsentierte kürzlich „einen Quantensprung“ für die Produktsicherheit von Kartonverpackungen

Foodboard: „Echter Durchbruch“

© MM Karton

Die „Next Generation of Cartonboard“ soll bereits Ende kommenden Jahres am Markt verfügbar sein.

Franz Rappold sieht „einzigartige Eigenschaften“ in der Innovation Foodboard.

Wien. „Ein Quantensprung im Schutz kartonverpackter Lebensmittel”, heißt es seitens MayrMelnhof Karton. Die Rede ist von der neuen Kartonsorte Foodboard – einer geschützten Eigenentwicklung, in die der börsenotierte Kartonhersteller einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag investieren will; Foodboard soll kartonverpackte Lebensmittel besser vor unerwünschten Substanzen schützen und ab Ende 2014 vom österreichischen MM-Stammwerk im steirischen Frohnleiten geliefert werden. Die Sicherheit des Konsumenten hat für die Lieferkette von Lebens-

mittelverpackungen höchste Priorität. Ein innovatives, umweltverträgliches und verbraucherfreundliches Barrierenkonzept bildet bei Foodboard die Kernkomponente. Dadurch wird das verpackte Lebensmittel vor definierten unerwünschten Substanzen wie Mineralöle, Phtalate, DIPN und Bisphenol-A aus der Verpackungsumgebung perfekt geschützt.

Reine Kartonlösung Die Innovation ist eine reine Kartonlösung (also kein extrudierter Verbund oder kaschiertes Laminat), rezyklierbar, biologisch

abbaubar und wird FSC- & PEFCzertifiziert erhältlich sein. Weiters schützt Foodboard vor Querkontamination aus Umverpackungen während des Transports und der Lagerung, vor Druckfarben sowie anderen unerwünschten Umwelteinflüssen. Erreicht wird dies durch einen neuartigen Kartonaufbau und den Einsatz sorgfältig ausgewählter Migrationsbarrieren. Natürlich erfüllt Foodboard auch sämtliche europäische Verordnungen und Gesetze für direkten und indirekten Lebensmittelkontakt; entsprechende Zertifikate wurden bereits von unabhängigen, renommierten Eu-

ropäischen Instituten ausgestellt. Darüber hinaus bringt Foodboard zusätzliche Vorteile wie etwa eine längere Mindesthaltbarkeitsdauer für verpackte Lebensmittel, eine Barriere für fettende Lebensmittel sowie hervorragende organoleptische Werte mit sich.

„Ein echter Durchbruch“ Franz Rappold, Mitglied des Vorstands von Mayr-Melnhof Karton, hat allen Grund zur Freude: „Mit Foodboard ist MM Karton ein echter Durchbruch gelungen: Ein umweltfreundlicher Karton mit einzigartigen Eigenschaften, der Anwendungen möglich macht, die niemals zuvor für papierbasierende Verpackungen denkbar waren.” Mayr-Melnhof Karton ist der weltweit größte Hersteller von gestrichenem Recyclingkarton mit einer wachsenden Position in Frischfaserkarton.  (red)

NP Druck Stabilitätsgarant

Gut investiert

St. Pölten. Stabile und zuverlässige Druckereien sind für Kunden ob des so komplex gewordenen Umfelds enorm wichtig. „Wir definieren Leistungsstärke und Sicherheit für unsere Kunden nicht durch Maschinengröße, sondern durch das ‚Wie‘ der Leistungserstellung. Dazu gehören Technik, vor allem aber die Mitarbeiter“, so Johann Peter Jordan, Verkaufsund Marketingleiter bei NP Druck. Der große Entscheidungs- und Handlungsspielraum der Mitarbeiter, ihr kompetentes, engagiertes und unternehmerisches Denken und Handeln bringe kurze Entscheidungswege, rasche Antworten und optimale Lösungen für Kunden.

Wir wünschen eine besinnliche Adventszeit, wunderschöne Weihnachtstage und einen guten Start in das Jahr 2014. Ihr Jentzsch-Team

Kundenservice nach Maß Um auch technisch up-to-date zu bleiben, installiert man in St. Pölten demnächst eine neue Bogenmaschine. Jordan: „Damit haben wir nach der Rollenoffset-Investition unser Gesamtangebot, unsere Qualität und Leistungsstärke weiter gestärkt.“ Die Qualität stimmt, was der an MV Medienconsulting und NP Druck jüngst verliehene Golden Pixel Award belegt. Den konnten sich Verlag und Druckerei mit dem Kochbuch „Junge Wilde“ sichern.

Investition & Umweltschutz

ausgezeichnet drucken

PEFC /0 6 -39 -15

Förderung Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft nachhaltiger Waldwirtschaft

© NP Druck

Druckerei Jentzsch Scheydgasse 31, 1210 Wien, T: +43 (0)1 278 42 16-0, E-Mail: office@jentzsch.at www.jentzsch.at

Auch den ökologischen Kundenanforderungen trägt NP Druck Rechnung. NP Druck ist – wie beim Österreichischen Umweltzeichen – hierzulande das erste Unternehmen, das das „EU Ecolabel“ für Rollen-, Bogen- und Zeitungsoffsetprodukte verwenden darf.

Kochbuch „Junge Wilde“: ausgefallene Rezepte junger heimischer Kochgrößen.


dr uc k & pa p i e r

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet special – 25

Constantia Flexibles Der Produzent von Folien, Etiketten und Tabletten-Blisterpackungen veröffentlichte seine Ergebnisse für das dritte Quartal

Satte 24,4 Prozent mehr Umsatz Der Verpackungshersteller gründete einen Sitz in Dubai; der Börsengang wurde jedoch abgesagt 24,4% auf 1.233,8 Mio. € steigern. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 22,2% auf 175,3 Mio. €, bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 14,2%. Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum Ende des dritten Quartals 2013 438,9 Mio. €; darin enthalten ist eine Kaufpreisanpassung für die Globalpack-Akquisition in Höhe von 63,6 Mio. €, deren Zahlung an Constantia Flexibles noch im Dezember 2013 fällig wird. Der Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten um rund 138,3 Mio. € gegenüber dem 31.12.2012 ist vor allem auf die in diesem Jahr

durchgeführten und bereits erwähnten Akquisitionen zurückzuführen.

Gründung in Dubai Im Oktober gründete der Verpackungshersteller einen Sitz in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ziel der Neugründung sei die Erschließung von Wachstumsmärkten im Mittleren Osten, Asien inklusive Russland sowie Afrika für den Bereich Nahrungsmittelverpackungen. Die neue Constantia Flexibles JLT logiert in den Jumeirah Lake Towers in Dubai. Geführt wird sie

von Friedrich Humer, Mitglied des Executive Committee der Constantia Flexibles, Peter Burchardt, Finance Director, Vedat Baylan, Senior Vice President Sales und Jürgen Leeb, Senior Vice President Operations.

Börsengang abgeblasen Seinen Börsegang (Initial Public Offering, kurz IPO), der zeitgleich in Wien und Frankfurt geplant war, sagte das Unternehmen kürzlich in letzter Sekunde ab; ein zufriedenstellender Abschluss sei nicht möglich gewesen, ließ man die Medien wissen.  (red)

© Constantia Flexibles/Julia Spicker

Wien. Der Verpackungshersteller Constantia Flexibles gab kürzlich seine vorläufigen Zahlen aus den Ergebnissen für das dritte Quartal 2013 bekannt. Ohne die in 2013 getätigten Akquisitionen (Globalpack, Spear, Parikh Packaging) stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr organisch um 4,6% von 991,5 Mio. € in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 auf 1.037,4 Mio. € in den ersten neun Monaten des Jahres 2013. Das bereinigte EBITDA (ohne Akquisitionen) stieg um 8,2% von 143,4 Mio. € (Jänner bis September 2012) auf 155,1 Mio. € (Jänner bis September 2013). Die bereinigte EBITDA-Marge betrug ohne Akquisitionen 15%.

Thomas Unger ist der CEO des Verpackungsherstellers Constantia Flexibles.

Starkes Wachstum Einschließlich der im Jahr 2013 getätigten Akquisitionen konnte die Gruppe den Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres um

Bösmüller Verpackungshit

Wünsche die ankommen.

„Wurst To Go“

Wien. Die Bösmüller Print Management GesmbH & Co. KG sorgt derzeit mit einer eigens entwickelten „To Go“-Verpackung, befüllt mit leckeren Wiener Schmankerln, für Aufsehen am Gastro-Stand der Eleven Gastro & Service GmbH am Weihnachtsmarkt im Herzen von Wien. Vor dem Wiener Stephansdom erstrahlen zurzeit elegante Hütten in besonderem Glanz. Neben der festlichen Szenerie spielt aber auch das hochwertige Warenangebot eine essenzielle Rolle vor Ort. So bietet der Gastronomie-Stand von Eleven Gastro & Service eine kreative Alternative zum herkömmlichen Hot Dog. Die innovative Verpackungskreation „Wurst To Go“ soll für besondere Genussmomente sorgen. Der eigens konzipierte Karton-Tray mit vielen Extras wurde von Bösmüller entwickelt, gefertigt und bedruckt.

Der Dom als Inspiration

© Bösmüller Print Management

Würstel und Schnitzel finden in der multifunktionalen, praktischen sowie lebensmittelkonformen Kartonverpackung ausreichend Platz. Die Verpackung besticht durch einen runden Basisteil, ein Steckfach für die Serviette sowie einer überaus praktischen Halterung für die Semmel. Die Grafik des To Go-Trays stammt vom internationalen Gestalter-Duo Kim+Heep aus Wien. Quelle der Inspiration war für Bösmüller der gotische Baustil des Stephansdoms mit seinen Fensterrosen und Kreuzgewölben.

Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr!

www.cpt- couvert.at

Birgit Habermayer von Bösmüller mit dem Verpackungshit „Wurst To Go“. CPT_Medianet_Weihnachten13.indd 1

09.12.13 09:44


dr u c k & pa pi e r

26 – medianet special

short

© Druckerei Jentzsch

Klassisch & digital und alles aus einer Hand

Dienstag, 10. Dezember 2013

Feiertag Während andere Print Awards eingestellt werden, passt sich der Golden Pixel dem veränderten Markt an

Golden Pixel Award für besondere Printleistungen Einmal pro Jahr trifft sich die heimische Druckereiszene, um die Besten mit einem Award zu ehren.

© Chesapeake

Fusion bringt neuen Multi an die Spitze

Ein neuer Gigant am Verpackungsmarkt, der weltweit aktiv sein wird.

London/New York. Chesapeake Services Limited und Multi Packaging Solutions, Inc. (MPS) haben am 20. November den Abschluss einer Vereinbarung zur Fusion beider Unternehmen bekannt gegeben. Durch diese Fusion entsteht ein weltweit führender Anbieter von printbasierten Spezialverpackungen. Das Unternehmen wird einen pro-forma-Umsatz von über 1,4 Mrd. USD aufweisen, mehr als 7.000 Menschen beschäftigen und an über 50 Fertigungsstandorten auf drei Kontinenten vertreten sein. Produziert wird ein breites Spektrum an Verpackungsprodukten, darunter bedruckte Faltschachteln, Inserts/Prospekte, Hartkunststoffver­ packungen und Spezialverpackungen für die Endmärkte Pharmaka/Gesundheitspflege, Konsumgüter, Körperpflege, Süßwaren, Spirituosen und Multimedia. Der Großteil des operativen Geschäfts wird von den Standorten in den USA und in neun europäischen Ländern abgewickelt werden.

Zwei neue Kategorien 185 Einreichungen, 61 Einreicher, 15 Kategorien, 12 Juroren: das sind die Eckdaten des 13. Golden Pixel Awards, der am 19. November samt Golden Pixel Trophy im Odeon Theater in Wien vergeben wurde. Was die Einreichungen betrifft, so zeigte sich Juryvorsitzender. Werner Sobotka beeindruckt: „Die Einreichungen bestätigen, dass Österreich ein kleines, aber aktives Land mit einer kreativen Medienwirtschaft ist.“ Die Jury hatte somit alle Hände voll zu tun, um aus der großen Fülle von interessanten Projekten die Sieger zu bestimmen. Die hochkarätige Jury bestand aus: Cora Akdogan, Alfred Bartosch, Peter Baumgartner, Giovanni Corsaro, Stefan Fiedler, Gerhard Hinterleitner, Christian Kornherr, Norbert Kraus, Rolf-Dieter Salomon, Peter Stasny, Martin Tiefenthaler sowie Gerhard Wasshuber.

Die glücklichen Gewinner des Golden Pixel Award 2013, deren Leistungen heuer erstmalig in 15 Kategorien ermittelt wurden.

Werner Sobotka: „Die Druckindustrie verändert sich. Die Aufgabe des Golden Pixel Awards ist es, diesen Veränderungsprozess zu reflektieren. Das tun wir heuer mit zwei neuen Kategorien: Industrielle Druckprojekte und Sensorische Projekte. Beide Kategorien stehen für neue Strömungen in der Branche und ergänzen bzw. ersetzen die Kategorie Verpackung & Veredelung bzw. haben wir auf die Kategorie Hybridprojekte dieses Jahr verzichtet.“

Golden Pixel Trophy Der Golden Pixel Award zeichnet alljährlich nicht nur das Endprodukt aus, sondern hebt vor allem den Projektgedanken hervor und

bewertet somit die Qualität des Produkts in seiner Gesamtheit. Mit der Golden Pixel Trophy wurde zum vierten Mal auch 2013 ein Gesamtsieger aller Kategoriesieger ermittelt. Es handelt sich dabei um eine Wanderstatue, die jährlich an den neuen Gesamtsieger weitergegeben wird und 2013 an die Mondi Paper Sales GmbH für das Projekt „Lookbook Bio Top 3“ ging. „Es mag schon sein, dass so manche den Druck als ‚historisch‘ einstufen und er als eine Technologie gilt, die von der elektronischen Konkurrenz überrollt wird. Anhand der wunderbaren Einreichungen, die wir heuer erhalten haben, kann man eindeutig feststellen, dass dem nicht so ist“, meint Chefre-

dakteur Michael Seidl vom Fachmagazin Print & Publishing.

Sponsoring als Signal Auch der 13. Golden Pixel Award wurde wieder von einer Reihe namhafter Unternehmen unterstützt, die damit nicht nur ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen, sondern ihr Sponsoring als Signal an die Druck- und Medienindustrie verstehen. Diese Unternehmen erweisen sich Jahr für Jahr als echte Partner, denen Print wichtig ist und nicht eine mögliche Einflussnahme auf Ergebnisse der Bewertungen. Es ist genau diese Neutralität, die den Wert des Golden Pixel Awards erst richtig manifestiert.

print fair 2013 Hersteller und Händler treffen sich auf der Graphischen zum Infoaustausch und Netzwerken

Branchentreffen in entspannter Atmosphäre Wien. Die print fair 2013 hat am 23. und 24. Oktober in der Graphischen in Wien stattgefunden. Gegenüber dem Vorjahr ist die Besucherzahl leicht gestiegen. Die über 60 Aussteller freuten sich vor allem über die vielen Entscheidungsträger, die den Marktplatz in der Leyserstraße besuchten. Konica Minolta präsentierte zahlreiche Highlights – unter anderem den bizhub Press C70hc. Das High Croma-System ist perfekt für Cross-Media, brillante Fotos und Schmuckfarben einzusetzen, da es die Farben des Standard-RGB-Farbraums (sRGB) exakt wiedergeben kann. Basierend auf der Simitri HD-Tonertechnologie, erzielt der High Croma-Toner eine wesentlich höhere Farbsättigung, als es mit dem CMYK-Verfahren möglich ist. Im Mittelpunkt der Präsentation von Konica Minolta standen auch neue Geschäftspotenziale. Unter dem Motto „Strahlende Farben – blendende Geschäfte“ lud Konica Minolta nach Wien ein, um einen Blick auf die Zukunft der Branche zu werfen und dabei die neuesten

Lösungen & Geräte zu zeigen. Adobe war mit Stefan Lamb vertreten, der heuer mehrere Vorträge im Weißraum rund um die Adobe Creative Cloud hielt. Im Zentrum des diesjährigen Auftritts von Xerox standen zwei Premieren: zum einen die Europapremiere des leistungsstarken Xerox D136 Produktionsdrucksystems für schwarzweiß-Drucke, das sich durch Bedienfreundlichkeit und modernste

Endverarbeitungsfunktionen auszeichnet und darüber hinaus sehr leicht durch branchenführende integrierte Lösungen zur WorkflowOptimierung ergänzt werden kann. Zum anderen wurde das Großformat-Drucksystem Xerox IJP 2000 das erste Mal in Österreich ausgestellt, das aufgrund seiner Geschwindigkeit Anwendern ermöglicht, in kürzerer Zeit mehr Druckjobs zu erstellen und somit

© print fair

Wien. Die Druckerei Jentzsch schließt das Jahr 2013 erfolgreich ab und ist auch für die nächsten Jahre sehr zuversichtlich, auch wenn sich die Produkte am Druckerei-Markt etwas anders verteilen werden. Gottfried Hirsch, Geschäftsführer Druckerei Jentzsch: „Aufgrund der Tatsache, dass die österreichischen Papiergroßhändler im September 2013 um 13 Prozent weniger Papiervolumen in den Markt verkauft haben als im Vorjahr, sind wir sehr zufrieden, heuer den Umsatz aus dem Vorjahr wieder zu erreichen. Die Tendenz ist dennoch steigend und unser Ausblick für 2014 durchaus positiv. Der Offsetdruck zeigt sich relativ stagnierend, während der Digitaldruck weiterhin im Aufwind ist und wir zudem bei den eBooks einen starken Aufwärtstrend beobachten. Mit der Entscheidung, alle drei Erscheinungsformen anzubieten, Offset, Digitaldruck (Stichwort „print on ­demand”) und digitale Formate (z.B. eBook), haben wir den richtigen Weg eingeschlagen.“

Wien. Der Golden Pixel Award ist die österreichische Auszeichnung für fortschrittliche und innovative Druckprojekte und wurde heuer in 15 Kategorien vergeben. Das Odeon Theater in Wien bot den festlichen Rahmen für die Verleihung. Die Räumlichkeiten in den ehemaligen Sälen der Wiener Börse für Landwirtschaftliche Produkte waren perfekt geeignet für die Preisverleihung als auch für die Möglichkeit des Networkings im Anschluss an die Übergaben. Organisiert wurde der Golden Pixel Award vom Magazin Print & Publishing und dem VFG – Verein Forschung für die Graphischen Medien.

© Golden Pixel Award/Franz Reiterer

Michaela Meltke

Gottfried Hirsch: mit breitem Angebot und Optimismus ins Jahr 2014.

Die print fair entwickelt sich zusehends zu einem heimischen Branchenhöhepunkt.

auch kurzfristige Aufträge schnell umzusetzen. Der Xerox IJP 2000 eignet sich ideal für hochvolumige Anwendungen im technischen Umfeld, Point-of-Sale Plakate, Direktmarketing und überall dort, wo hohe Produktivität bei gleichzeitiger Flexibilität gefordert ist. Kodak stellte den Kodak Prinergy Workflow in den Mittelpunkt – er war in der erst kürzlich für den Vertrieb freigegebenen Version 6 als universelle Produktionsdrehscheibe für den digitalen und konventionellen Druck zu sehen. ERPA Systeme war mit einer weiteren Premiere vertreten. Design I Print I Cut – der gesamte Workflow aus einer Hand: von der Konstruktion mit der 3D CAD/CAM-Software Vpack, den Digitaldruck durch Océ Arizona UV-Flachbettdrucker der Firma Canon sowie Hochleistungscutter der Firmen Zünd und Aristo – ERPA hält sämtliche Software- und Hardware, die für die Realisierung individueller firmenspezifischer Workflows benötigt wird, bereit und ist damit einer der führenden Anbieter von umfassenden Komplettlösungen. (red)


medianet

inside your business. today.

dienstag, 10. Dezember 2013 – 27

kollektivverträge film

Kollektivvertragsverhandlungen wurden endlich erfolgreich abgeschlossen  Seite 28

© Matthias Leonhard

© APA/Graf Film/Rowboat

entertainmentbiz puppen im schubert kino

Ehemaliges Wiener Pornokino ist jetzt eine starke Spielstätte für Puppentheater  Seite 85

lumix GH3 kinofilm mit ­panasonic

© Panasonic

Junges Publikum kann sich Kino nicht leisten

© Christine Goodwin

short

© panthermedia.net/Tyler Olson

Schwarzlsee. Die Acts, die am 1. und 2. August 2014 beim See Rock Festival in der Steiermark antreten (im Bild: Status Quo), sind Rockgeschichte. Hits wie „In the army now“, „Born to be wild“, „I wanna rock“ oder „Don‘t gimme that“ sind internationale Ohrwürmer und erzielen YouTubeKlicks in Millionenhöhe. Um live dabei sein zu können, sollte man sich bis zum 31.12.2013 ein Ticket in der gewünschten Kategorie zum „Early Bird“-Preis (minus 10%) bei oeticket.com oder in allen Raiffeisen-Filialen sichern. www.schwarzlsee.at

© Universal Pictures

San Francisco. Nur vier Prozent der Kinder nutzen E-Reader, wie eine Studie von Common Sense Media ermittelt hat. Das liegt aber nicht daran, dass Kinder die Leselust verloren haben: 60% aller Kinder unter neun Jahren lesen täglich oder bekommen vorgelesen. Das Lesen in einem Buch ist auch eine wichtige haptische Erfahrung, und die physische Nähe spielt dabei eine große Rolle, wie Caroline Knorr von Common Sense Media der Washington Post in einem Interview erzählt: „Das gemeinsame Lesen stärkt die ElternKind-Beziehung.“ commonsensemedia.org

Das Formel 1-Kinodrama „Rush“ hat am Startwochenende den ersten Platz in den österreichischen Kinocharts belegt.

Filmfonds Wien Medienhaus Wien-Studie über Nutzung des österreichischen Films durch 14- bis 29-Jährige belegt: Die Jugendlichen fühlen sich durch heimische ­Produktionen nur selten angesprochen. Außerdem ist ihnen Kino zu teuer.  Seite 28 „Rocky – das Musical“ Hamburger Show erfolgreich

inhalt

© www.stage-entertainment.de

gaming & betting > Sony PS: Erfolgreicher Start der neuen Konsolen  34 > Hardware: Video-Recorder für Gaming-Konsolen  34

Noch nie hat es eine deutsche Show in das Mutterland des Musicals geschafft.

Hamburg/New York. Die von Stage Entertainment Deutschland kreierte Produktion „Rocky“ (nach dem Sylvester Stallone-Boxerfilm) ist das erste deutsche Musical, das es schafft, am New Yorker Broadway aufgeführt zu werden. Im März 2014 wird die Show im Winter Garden Theater in New York Premiere feiern. „Das ist ein Meilenstein für Stage, für die Kulturstadt Hamburg und für das Musical-Genre insgesamt“, betont Johannes Mock-O’Hara, Stage Entertainment Deutschland-GF und Produzent von „Rocky – das Musical“. www.stage-entertainment.de

Casinos Austria Rising Star Award

© Mike Ranz

Deutsche Produktion in New York

tv,dvd & kino > Attraktiv: Koop zwischen A1 TV und Sky Österreich 29 > Biopic: Tina Leisch-Kinodoku über einen Politmord  30 > Constantin Film: Hitler-Satire kommt 2015 ins Kino  30 tonträger & konzert > Amazon & Co.: Zuwächse bei Online-Ticket-Verkäufen  32 > MTV EMA: Quotentief bei den Music Awards  33

Nachwuchsförderpreis 18-jähriger Fagottist überzeugte

Casinos Austria Rising Star Award 2013 Preisträger Raffaele Giannotti.

Wien. Unter großen Ovationen wurde der erste Casinos Austria Rising Star Award feierlich verliehen. Der 18-jährige Fagottist Raffaele Giannotti überzeugte im Finale die hochkarätige Jury mit einer ausgezeichneten musikalischen Darbietung. „Wir haben erlebt, wie hoch das Niveau der Musik-Nachwuchstalente ist und was Spielfreude ist. Es war faszinierend, den Künstlern und Künstlerinnen zuzuhören und sich in ihren Bann ziehen zu lassen“, so Casinos Austria-Vorstandsdirektor und Rising StarInitiator Dietmar Hoscher. www.casinos.at


c ov e r

28 – entertainmentbiz

Dienstag, 10. Dezember 2013

Filmfonds Wien Studie von Medienhaus Wien über Nutzung des österreichischen Films durch 14- bis 29-Jährige

Kommentar

Österreichischer Film ist bei Jugendlichen gefragt

TV-Sender bietet Social Media an

Kinobesuch wird von der Zielgruppe als sozialer Event mit Folgekosten (z.B. für Getränke) gesehen. georg biron

D

as wird auch bei uns in Europa kommen: Der indische TV-Sender Airtel Digital reagiert auf das geänderte Nutzungsverhalten des Publikums und bietet ab sofort Twitter-Funktionen direkt beim Fernsehen an. Damit können die Zuseher ihre Lieblingssendungen kommentieren und mit Freunden teilen. Den grünen Knopf auf der Fernbedienung zu drücken, reicht aus, um TwitterMeldungen zu lesen und zu verfassen. Der Service des indischen Senders ist für die Kunden kostenlos und existiert derzeit auf ausgewählten Kanälen; weitere sollen folgen. Allein die Zahl der TwitterFollower beträgt in Indien geschätzte 15 Mio. Und 96% aller indischen Social-Media-Nutzer haben einen Facebook-Account. Analysen haben ergeben, dass Facebook von 19,8 Mio. Usern über das eigene Smartphone aufgerufen wird – Tendenz steigend. Das erinnert mich an die Eröffnung der Frankfurter Buchmesse im Jahr 1985, bei der ein US-amerikanischer Professor für Kommunikationswissenschaft, Neil Postman, eine vielkritisierte Rede hielt. Titel: „Wir amüsieren uns zu Tode“. Aber angesichts der neuen Trends (und des aktuellen Weihnachtsgeschenke-Angebots) frage ich mich, ob Postman recht hatte: „Fernsehen wurde nicht für Idioten erschaffen – es erzeugt sie.“

„Für uns als Fördereinrichtung stellt sich die Frage nach dem Verhalten des ‚Digital Native‘ als Kinobesucher ganz besonders.“ Gerlinde Seitner GF Filmfonds Wien

Das Forschungsprojekt im Auftrag von Filmfonds Wien ging der Frage nach, wie attraktiv der österreichische Film für Junge ist. Woher wissen sie, was läuft? Im Kino und auf anderen Kanälen? Dazu hat das Medienhaus Wien Experten- und Publikumsinterviews nach den Starts neuer österreichischer Kinofilme gemacht und eine breite repräsentative Befragung (N=300) unter 14- bis 29-Jährigen in Wien durchgeführt.

ORF Radio & Fernsehen

© panthermedia.net/Arne Trautmann

Wien. „14- bis 29-jährige Wiener sehen österreichischen Film grundsätzlich mit Interesse, fühlen sich aber nur selten persönlich angesprochen. Sie werden zu wenig in jenen medialen Räumen abgeholt, in denen sie sich aufhalten – vor allem nicht im Web 2.0“, so Studienleiter Andy Kaltenbrunner vom Medienhaus Wien, der jetzt die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Junge WienerInnen – Wiener Kino“ im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Presseclub Concordia präsentierte.

georg biron

Die aktuelle Studie zeigt: Kinobesuche werden von 65% der Teenager zwischen 14 und 19 Jahren als zu teuer eingestuft.

„Die jüngeren Zielgruppen stellen im derzeitigen und zukünftigen Kulturbetrieb eine Schlüsselgruppe dar. Es ist daher besonders wichtig, diese Publikumsschichten stärker in den Fokus zu rücken“, so Kulturstadtrat Andreas MailathPokorny.

Älteres Arthouse-Publikum „Für uns als Fördereinrichtung stellt sich die Frage nach dem Verhalten des ‚Digital Native‘ als Kinobesucher ganz besonders“, ergänzt Gerlinde Seitner, GF des Filmfonds Wien. „Beim zumeist älteren Arthouse-Publikum verfügen wir über genügend Erfahrungswerte, bei den jüngeren Schichten gibt es Forschungsbedarf.“

Einige Eckdaten aus der Studie: Um sich über aktuelle Filme zu informieren, nutzen junge Leute vor allem audiovisuelle Quellen wie Trailer (81%) und vertrauenswürdige Quellen wie persönliche Empfehlungen (65%).

Filme online konsumieren Printmedien sind für diese Altersgruppe hingegen kaum noch relevant. Junge Wiener, die regelmäßig ins Kino gehen, nutzen häufig auch andere Möglichkeiten des Filmkonsums – online bereits fast ein Drittel via Streaming, ein Fünftel mittels Downloads. Gleichzeitig gibt es bei den 14- bis 29-Jährigen eine Gruppe, die wenig Interesse an

Gerade beim jungen Publikum kann noch viel unausgeschöpftes Potenzial geortet werden. Das könnte über individuell gestaltete, möglichst langfristige Kampagnen erreicht werden, die sich an den Alleinstellungsmerkmalen der einzelnen Filme orientieren. Generell spielt der Social-Media-Bereich eine wichtige Rolle – Stichwort „Storytelling“. Die Studie ist im Internet abrufbar unter:  www.filmfonds-wien.at/  presse/publikationen

2,4% KV-Erhöhung für die Filmschaffenden Wien. Die erste Runde der Kollektivvertragsverhandlungen am 26. September wurde im Hinblick auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Filmproduktionswirtschaft – insbesondere ausgelöst durch die damals drohenden Einschränkungen des ORF-Programmbudgets zugunsten unabhängiger Produktionen (Stichwort: Gebührenrefundierung) – mangels Einigung verschoben.

Wien. Cornelia Vospernik wird ab 8. Jänner 2014 das ORF-TVAuslandsmagazin „Weltjournal“ präsentieren. Sie wird weiterhin als Moderatorin der Ö1-Journale tätig sein. Vospernik, 1969 in Villach geboren, wuchs zweisprachig auf und besuchte das Gymnasium für Slowenen in Klagenfurt. www.orf.at

In der darauf folgenden zweiten Runde am 21. November 2013 einigten sich die Delegationsgremien der Kollektivvertragsverhandler des Fachverbands der Film- und Musikindustrie auf Arbeitgeberseite einerseits und des österreichischen Gewerkschaftsbunds (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Kunst, Medien, Sport, freie Berufe) auf der Arbeitnehmerseite schließlich auf eine

Erhöhung von bescheidenen 2,4% auf die kollektivvertraglichen Mindestgehälter. „Dieser Kollektivvertragsabschluss spiegelt die schwierige, unsichere Lage der Branche wider und nimmt auf die Abschlüsse vergleichbarer Branchen und den voraussichtlichen Jahres-VPIIndex durchaus Bedacht“, sagt Werner Müller, WKO Fachverband Film- und Musikindustrie.

© APA/Graf Film/Rowboat Film/Toni

Arbeitsrechtliche Prozesse

© ORF/Ali Schafler

Kampagnen für Filmstarts

Film and Music Austria Die Kollektivvertragsverhandlungen der Filmindustrie wurden erfolgreich abgeschlossen

Neues Gesicht am Mittwoch

Cornelia Vospernik moderiert ab 8. Jänner 2014 das ORF „Weltjournal“.

(österreichischem) Film hat – weder im Kino noch in TV, auf DVD oder via Internet.

Erfolgreich: Emmy Award für den österreichischen Film „Das Wunder von Kärnten“.

Die Kollektivvertragsparteien kamen überein, in einem dynamischen Prozess künftige zu erwartende urheber- und arbeitsrechtliche Entwicklungen zu beobachten und gegebenenfalls auch inhaltliche Adaptionen im Kollektivvertrag vorzunehmen, soweit sich dies als notwendig erweist. Aktuelle Entwicklungen z.B.: Bei den unterschiedlichen Berufsbildern, die auch durch den Übergang von analogen auf digitale Arbeitsprozesse verursacht sind, soll in Hinkunft mittels regelmäßiger Arbeitsgespräche diskutiert wer-

den; gegebenenfalls müssen die Rahmenbedingungen inhaltlich neu angepasst werden.

Internationale Erfolge Die österreichische Film- und Musikindustrie verzeichnete in den letzten Jahren eine immens erfolgreiche Periode – internationale Festivalerfolge, gekrönt durch den Auslandsoscar, Erfolge bei Publikum, Kino und TV. Gleichzeitig repräsentiert die österreichische Film- und Musikindustrie mehr als 4.000 engagierte Unternehmen, garantiert die direkte Beschäftigung von mehr als 5.000 Kreativen, indirekt viele weitere daran gekoppelte Bereiche (Presswerke, Kostümwerkstätten, Kopieranstalten, Tourismusbetriebe usw.) und kreiert somit ökonomische sowie kulturelle Wohlstandseffekte. Die neuen KV-Tabellen werden demnächst auf den Internetseiten der Kollektivvertragsparteien veröffentlicht:  www.filmandmusicaustria.at/ kollektivvertraege.html


TV, DV D & K I N O

Dienstag, 10. Dezember 2013

entertainmentbiz – 29

A1 TV Durch neue Vereinbarung zwischen A1 und Sky Österreich haben A1 TV-Kunden Zugang zum umfangreichen und exklusiven Sky-Angebot

Das volle TV-Angebot von Sky georg biron

Wien. Gute Nachrichten für alle A1 TV-Kunden: A1 TV erweitert sein Portfolio um alle Sky-Programmpakete. A1 TV-Kunden haben – neben den Live-Spielen der österreichischen und deutschen Fußball Bundesliga – Zugang zum umfangreichen und exklusiven Pay TV-Angebot inklusive UEFA Champions League, UEFA Europa League, des DFB-Pokals, spannender Golf- und großer Tennisturniere.

Ein pralles Pay TV-Angebot Auch Freunde von aktuellen Filmen, Serien (u.a. vom preisgekrönten US-Seriensender HBO), Kindersendungen und Dokumentationen können sich freuen; sie können aus der kompletten Bandbreite der Sky-Pakete auswählen. „A1 TV steht seit zehn Jahren für hochqualitative Sender, Filme

und Serien in bereits über 225.000 Haushalten in Österreich. Durch die Kooperation mit Sky bieten wir nun noch mehr Unterhaltung, noch mehr Sport und noch mehr Premium-Inhalte. A1 TV bietet damit das kompletteste TV-Angebot Österreichs“, so Alexander Sperl, A1 Vorstand Marketing, Vertrieb und Service. „Durch die neue Vereinbarung mit A1 TV steigern wir die technische Reichweite auf über 95% aller österreichischen TV-Haushalte. Als plattformneutraler Anbieter freuen wir uns außerdem, dass wir nun endlich auch dem Wunsch vieler A1 TV-Kunden nach

dem größten HD-Angebot erfüllen können. Der Einstieg in die Entertainment-Welt von Sky wird damit so einfach und komfortabel wie nie zuvor“, so Kai Mitterlechner, Managing Director Sky Österreich.

Filme in 3D und HD A1 TV verfügt über 180 Sender, davon über 40 in brillantem HD, und die größte Videothek des Landes mit 2.000 Filmen und Serien und über 300.000 Abrufen pro Monat. In der A1 Videothek gibt es mehr als 2.000 Filme jeden Genres und auch die beliebtesten Serien für den spontanen Filmgenuss.

Viele Filme sind auch in 3D, HD und Dolby Digital 5.1. verfügbar. Nachdem nun eine Vereinbarung getroffen wurde, beginnt die technische Implementierung. Diese soll noch 2013 abgeschlossen werden. Alle Kunden, die sich ab sofort unter www.sky.at/a1tv vorregistrieren und ab Verfügbarkeit das Angebot nutzen, erhalten von Sky einmalig einen Einkaufsgutschein im Wert von 30 €. Sky Österreich ist ein 100% Tochterunternehmen von Sky Deutschland, dem Abo-TV-Unternehmen in Deutschland und Österreich mit rund 3,5 Mio. Kunden.  www.telekomaustria.com

© EPA

Mit über 180 Sendern und größter Videothek des Landes ist A1 TV in 225.000 heimischen Haushalten.

A1 TV bietet Sky-Programm: Fußball, Golf und Tennis, Filme und Serien.

W W W.C I N E P L E X X . AT

UPC Melodie TV ist neu

Schlagersender Wien. Der im Mai 2013 gestartete Musik- und Naturkanal Melodie TV ist jetzt auch im Kabelnetz von UPC (ausgenommen Vorarlberg) vertreten. Im Hauptabendprogramm zwischen 19 und 22 Uhr können sich die Zuschauer über Musiksendungen aus Volksmusik und Schlager, Künstlerportraits, Konzertmitschnitte und Musikvideos freuen. Abgerundet wird das Programm mit Sendungen zu den Themen Natur und Kulinarik. „Volksmusik und Schlager gehören in Österreich zu den beliebtesten Musikrichtungen. Mit dem neuen Sender diversifizieren wir unser Fernsehangebot weiter und bieten noch mehr Senderauswahl“, so Gerald Schwanzer, Leiter Marketing & Sales bei UPC Austria.  www.melodie.tv

Fox Glaubwürdigkeit

Ideologie-TV

New York/Achim. Der konservative US-Nachrichtensender Fox News hat laut einer Umfrage von publicpolicypolling.com in den Augen der Fernsehzuschauer Glaubwürdigkeit eingebüßt. 41% der Befragten geben an, Fox News zu vertrauen, 46% tun das nicht. 2010 lagen diese Zahlen noch bei 49 bzw. 37%. Acht TV-Kanäle standen auf dem Prüfstand, darunter MSNBC, CNN, PBS, Comedy Central oder CBS. Für diejenigen, die Obama gewählt haben, ist Fox News zu 67% das unglaubwürdigste Medium; bei den Republikanern sind es nur sechs Prozent, bei denen der Sender einen schlechten Ruf hat.  www.foxnews.com

U NB E S CH R E IB LI CH

G U T E U N T E R H A LT U N G S C H E N K E N!

© panthermedia.net/Benis Arapovic

Geschenkboxen mit Kino- und Buffet-Gutschein jetzt an allen Cineplexx Kinokassen erhältlich.

Für 46% der US-Zuschauer ist der TVSender Fox nicht vertrauenswürdig.


TV, DV D & K I N O

30 – entertainmentbiz

Dienstag, 10. Dezember 2013

Panasonic Kamera garantiert mit 16,05 Megapixeln und Bildprozessor hochauflösende Bilder bei wenig Rauschen

short

Professionelle KinofilmProduktion mit der Lumix

Filmmusik-Nachwuchs wird 2014 gesucht

© PID/Alex Halada

Director of Photography, Klaus Merkel, nutzt für sein Projekt „Frauen“ nur die Panasonic Lumix GH3. dino silvestre

Andreas Mailath-Pokorny, Komponist Alexander Kukelka, Christoph Huber, GF Porgy & Bess (Von li.)

Hamburg. „Film ab!“ heißt es für Klaus Merkel mit der Kamera Lumix GH3. In Kooperation mit Panasonic setzt der Kameramann die Komödie „Frauen“ mit Filmstar Heiner Lauterbach in ­Szene. Das Besondere daran: Erstmalig wird ein Kinofilm komplett mit dem DSLM-Flaggschiff Lumix GH3 gedreht. Darüber hinaus stellt Panasonic weitere technische Ausstattung zur Verfügung. Merkel ist von dem Ergebnis so begeistert, dass er die GH3 auch für eine Krimiserie in der ARD als Second Unit-Kamera einsetzte.

Filmkosten einsparen In dem Projekt von Regisseur Nikolai Müllerschön und Kameramann Merkel, die auch schon bei Filmhits wie „Der rote Baron“ zusammengearbeitet haben, kommt ausschließlich die DSLM-Kamera Lumix GH3 zum Einsatz. Merkel machte schon vor diesem Projekt erste Erfahrungen mit der GH3 bei Kamerafahrten und war von dem Ergebnis so überzeugt, dass er einen ganzen Kinofilm mit der DSLM-Kamera umsetzen wollte. Panasonic stellte Merkel zehn Exemplare der Kamera zur Verfügung – zusätzlich zu weiteren Panasonic-Produkten, die für den Dreh benötigt werden.

NÖ unterstützt Doku über Sarajewo-Attentat St. Pölten. Im Mai 2014 wird die Doku „Der Weg in den Untergang“ über das Attentat in Sarajewo 1914 im ORF ausgestrahlt. Das Land Niederösterreich wird den Film mit 65.000 € unterstützen.  www.filmfonds-wien.at

Videos und Fotos „Beeindruckt hat mich vor allem die Qualität der Filmaufnahmen und die Kompaktheit des Geräts“, berichtet Merkel von seinen Erfahrungen mit der GH3. „Durch die Vielzahl an Kameras haben wir enorm Zeit gespart, die Schauspieler konnten sich auf das Wesentliche konzentrieren, und wir konn-

Überzeugende Qualität Zusätzlich bietet die Kamera Nachbearbeitungsmöglichkeiten in der Postproduktion und steht in der Bildqualität klassischen Filmkameras in nichts nach. „Die Lumix GH3 vereinfacht erheblich den Produktionsablauf“, so Merkels Fazit. Mit der GH3 gibt Panasonic dem Nutzer ein Werkzeug an die Hand, mit dem der Videodreh professionell gelingt. Sogar hohe Bitraten sind ohne größere Hitzeentwicklungen bei langen Bildaufnahmen möglich. www.panasonic.net

Ein neuer Dokumentarfilm von Tina Leisch Wien. Tina Leisch ist Mitbegründerin von kinoki (www.kinoki.at), Volxtheater Favoriten und Verein Persman (www.persman.at). Ihr erster Kinodokumentarfilm „Gangster Girls“ (2008, www.gangstergirls.at), gedreht im Frauengefängnis Schwarzau, wurde auf der Viennale 2008 gezeigt. Ihr Dokumentarfilm „Dagegen muss ich etwas tun“ (2009) ist ein Portrait der Widerstandskämpferin Hilde Zim-

Constantin Film und Mythos Film verfilmen Satire „Er ist wieder da“.

mermann. Die dichterischen Arbeiten von Roque Dalton lernte Leisch in den 1980er-Jahren kennen, als sie während des Bürgerkriegs in El Salvador für die Befreiungsbewegung arbeitete. Leischs filmische Biografie „Roque Dalton, erschießen wir die Nacht!“ montiert die Erinnerungen von Freunden und Angehörigen, Dichterkollegen, Kampfgefährten und Geliebten.

Roque Dalton (1935–1975) ist der bedeutendste Dichter El Salvadors, sein Leben ein Abenteuerroman, seine Dichtung der Funkenschlag zwischen politischer Utopie und Sinnlichkeit. Von den salvadorianischen Diktaturen wegen subversiver Tätigkeit zum Tode verurteilt, gelang es ihm sogar zwei Mal, der Hinrichtung zu entkommen. Das erste Mal wurde Diktator Lemus gestürzt, und es gab eine Amnestie, das zweite Mal machte ein Erdbeben die Mauer seiner Gefängniszelle durchlässig.

Dalton wurde ermordet

© Roque Dalton

© obs/Constantin Film/Eichborn Verlag

Fünf Smart Viera-TVs sorgen für realistische Landschaftshintergründe bei Fahrszenen, während Panasonic-Beamer eindrucksvolle Schattenspiele erzeugen. Zusätzlich stehen dem Team eine große Anzahl Objektive und Kamerazubehör zur Verfügung.

ten gleichzeitig auch noch das Budget klein halten.“ Nicht nur die Videoqualitäten der GH3 erfüllen höchste ProfiStandards, auch in der Fotografie spielt das Lumix G Flaggschiff ganz oben mit. Michael Langbehn, Manager PR, CSR und Sponsoring bei Panasonic Deutschland: „Kooperationen wie diese Kinoproduktion machen uns sehr stolz. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die GH3 auch in der Fotografie Maßstäbe setzt. Im Vergleich der Stiftung Warentest beispielsweise setzte sie sich technologieübergreifend als Testsieger durch – und das insbesondere wegen ihrer Fotoqualität.“ Erstmals arbeitet der Kameramann Merkel während der Kooperation mit Panasonic mit bis zu zehn Kameras parallel und kann so jede Szene gleichzeitig aus einer

Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen filmen. Dabei überzeugt die Kompaktheit der GH3: Mit ihr sind Einstellungen realisierbar, die sich mit klassischen Filmkameras nur schwer umsetzen lassen. Szenen innerhalb eines Autos oder ausgefallene Winkel lassen sich beim Dreh mit der der GH3 ganz einfach realisieren.

Filmische Biografie Tina Leisch widmet sich Leben und Werk des salvadorianischen Schriftstellers Roque Dalton

„Der Führer“ kommt 2015 wieder ins Kino

München. In Timur Vermes‘ wahnwitziger und absurder „Was wäre, wenn?“-Satire „Er ist wieder da“ (erschienen im Eichborn Verlag) erwacht Adolf Hitler plötzlich im Berlin der Gegenwart, 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Und er macht Karriere ... Die Filmrechte sicherte sich die Berliner Mythos Film, die den Millionen-Bestseller nun zusammen mit Constantin Film als Co-Produktion 2015 auf die große Kinoleinwand bringt.  www.constantin-film.de

© Panasonic

Wien. Der Österreichische Komponistenbund (ÖKB) lädt Komponisten aller Genres zum Wettbewerb um den Wiener Filmmusik Preis 2014. Bundesweit sind Musikschaffende aufgerufen, eine von zwei zur Verfügung gestellten Sequenzen aktueller österreichischer Filmproduktionen neu zu vertonen und zum Wettbewerb einzureichen. Der Preis ist mit 7.000 € dotiert und wird von Filmfonds Wien und Stadt Wien gestiftet. Wie in den vergangenen Jahren besteht die Wettbewerbsaufgabe darin, Clips aktueller österreichischer Filmproduktionen neu zu vertonen. Folgende Filmszenen stehen für die Neuvertonung zur Auswahl: „Blutgletscher“ (Regie: Marvin Kren, Produktion: Allegro Film, Ö 2013) und „Der Fall Wilhelm Reich“ (Regie: Antonin Svoboda, Produktion: Novotny & Novotny, Ö 2012). Teilnahmeberechtigt sind Komponisten, die in Österreich den Mittelpunkt ihres Schaffens haben und bis zum Stichtag 15. Jänner 2014 das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. www.komponistenbund.at/ wiener-filmmusik-preis-2014

Professionelle Kinoproduktion mit Panasonic: Kameramann Klaus Merkel dreht „Frauen“ mit zehn digitalen Lumix GH3 gleichzeitig.

„Roque Dalton, erschießen wir die Nacht!“ von Tina Leisch startet am 18. Jänner.

Er lebte in Mexiko, Prag und vor allem auf Kuba im Exil, bereiste Lateinamerika, Europa, China und Korea. Er machte emphatisch Gebrauch von „Guanakismen“ (also salvadorianischen Eigenarten des Spanischen) und benutzte die Sprache der Straße, der Wirtshäuser, der Bordelle und Gefängnisse. Als er sich 1973 entschloss, nach El Salvador zurückzukehren und dort in den Reihen der Guerrilla

die Revolution nicht nur mit Worten zu beschwören, sondern, wie in seiner Poesie proklamiert, auch selbst mit der Waffe in der Hand zu erkämpfen, war er darauf gefasst, dem Gewehrlauf eines als Soldaten zwangsrekrutierten analphabetischen Campesinos oder eines von US-Spezialisten trainierten Profis in die Augen zu schauen. Aber dann war es die Kugel aus der Pistole eines Kampfgenossen, eines Analphabeten aus den eigenen Reihen, die ihn tötete, kurz vor seinem 40.Geburtstag im Mai 1975. Als „Roque Dalton, erschießen wir die Nacht!“ im Mai 2013 in El Salvador in einem Preview gezeigt wurde, erregte der Film großes Aufsehen, da ehemalige Freunde Daltons, die Zeugen seiner Ermordung wurden, zum ersten Mal vor der Kamera über dieses bis heute nicht vollends aufgeklärte Verbrechen sprachen. Der Film wurde bisher auf Festivals nach Havanna, Teneriffa und Kassel eingeladen und eröffnete auch die „Mittelamerikanischen Filmtage“ in Wien.  www.roquedalton.at


s c h au & sp i e l

Dienstag, 10. Dezember 2013

entertainmentbiz – 31

Schubert Theater Ehemaliges Pornokino ist mittlerweile zum auch international beachteten Spielort von Marionettentheaterproduktionen geworden

Puppenspiele für Erwachsene Im Jänner 2014 ist die Schauspielerin Manuela Linshalm in „Was geschah mit Baby Jane?“ zu sehen. Wien. In einem ehemaligen Kino in der Währinger Straße hat sich der Theaterregisseur Nikolaus Habjan einen Kindheitstraum verwirklicht und eine Marionettenbühne etabliert, die mit kleinen, aber feinen literarischen Puppentheaterproduktionen bei Publikum und Kritik für Begeisterung sorgt. Schauspielerin Manuela Linshalm bringt in der Produktion „Was geschah mit Baby Jane?“ (Bühnenfassung des Thrillers von Henry Farrell) als Solistin die dramatische Beziehung zweier Schwestern, die sich zur Katastrophe auswächst, dicht und authentisch auf die Bühne.

spielausbildung und bin durch Zufall zum Puppenspiel gekommen, als ich 2008 Nikolaus Habjan am Schubert Theater Wien kennen gelernt habe. Ab 2009 durfte ich die Kunst des Puppenspiels von ihm lernen. Letztes Jahr konnte ich bei seinem Lehrer, Neville Tranter in Bochum, meine Fertigkeit im Puppenspiel vertiefen. medianet: Der Kino-Thriller ‚Was geschah mit Baby Jane?‘ als Puppentheater – wie geht das? Linshalm: Es gibt den Film mit Bette Davis und Joan Crawford, das ist eine große Herausforderung, sich an den Stoff zu wagen.

Das Puppenspiel bietet für mich die Möglichkeit, die keine Schauspielerin je wahrnehmen kann – nämlich sowohl Jane als auch Blanche an ein und demselben Abend spielen zu können. medianet: Mit welcher Produktion begann Ihre Puppentheater-Karriere im Schubert Theater? Linshalm: Mein erstes Stück in diesem Genre war ‚Schlag sie tot Deluxe‘, das wir nach 90 Vorstellungen noch immer spielen, danach kam ‚Freaks‘, deren Charaktere mir ganz besonders ans Herz gewachsen sind. Damals habe ich mich erstmals dabei ertappt, vor

medianet: Was ist nun für Sie das Besondere am Puppenspiel? Linshalm: Vom Schauspiel kommend, muss man sich erst einmal auf diese Spielweise einlassen und darauf vertrauen, dass das Publikum bei guter Führung der Puppen enorm viel Projektionsarbeit leistet, die die Darstellung idealerweise perfekt abrundet. ‚Trust in the puppet!‘ ist hier das Motto. www.schuberttheater.at

Manuela Linshalm leiht den Marionetten im Schubert Theater ihre Stimme.

Up to date mit

© Mathias

Thriller als Puppentheater medianet: Wie kamen Sie zum Puppenspiel? Manuela Linshalm: Eigentlich habe ich eine klassische Schau-

dem Auftritt mit einer meiner Puppen ein Zwiegespräch zu führen. Mein erstes Solostück ist nun ‚Was geschah mit Baby Jane?‘ in der Regie von Nikolaus Habjan.

© Matthias Leonhard

georg biron

Stadtsaal Jänner 2014

Kabarett & Musik Wien. Der Stadtsaal in der Wiener Mariahilfer Straße bietet im Jänner ein pralles Kabarettprogramm mit jeder Menge Highlights. U.a. mit dabei: Science Busters, Alfred Dorfer, Roland Düringer, Pigor&Eichhorn, Gunkl, Gernot Kulis, Bernhard Ludwig, Thomas Maurer, Nelson der Pinguin, Neujahrskonzert mit Manuel Rubey u.a., Stipsits & Rubey, Weinzettl & Rudle, Rolf Rüdiger, Heilbutt & Rosen, Lukas Resetarits, Mike Supancic, Trio Lepschi & Martin Spengler & die foischn Wiener, Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka und Hannes Wirth. Tipp: Am 17.1. treten Pigor & Eichhorn auf (Live-Übertragung auf Ö1); Klavier und Gesang, Wortgewalt und Stil, Salon-Hip-Hop. www.stadtsaal.com

Kabarett Schräge Lieder

Christoph & Lollo Wien. Früher sangen die beiden Liedermacher aus Wien Christoph&Lollo nur über Skispringer. Als ihnen das zu langweilig wurde, wandten sich anderen Themen zu. Vorwiegend solchen, zu denen es noch keine Lieder gab: das Musik-Sponsoring-Business, die Unterdrückung der Hebammen durch die Ärzte, schlechter Sex, schlechte Lehrer und so weiter. Am 1. und 2. Jänner 2014 treten sie um 19:30 im Niedermair auf.  www.niedermair.at

schau schau schau schau – die Promisendung der Ostregion auf schau TV

© Ingo Pertramer/Pascale Osterwalder

Gäste, Feste, Prominenz & Co. Stephanie Andert ist dort, wo es in der Ostregion etwas zu feiern gibt, und für schau TV dabei, wenn zwischen Podersdorf, Wiener Rathausplatz und St. Pölten die Post abgeht.

www.schaumedia.at Christoph&Lollo sind mit ihren Skispringerliedern bekannt geworden.

schau TV – den ersten Erlebnissender der Ostregion (Wien, Bgld., NÖ) – empfangen Sie nonstop über Satellit, kabel plus, aon TV und im Großraum Wien zusätzlich via Antenne. eigeninserat_07_schauTV_216x288_SCHAU_SCHAU_v2_k_JPssp.indd 1

09.12.13 15:39


ton tr ä ge r & kon z er t

32 – entertainmentbiz

short

© www.lyricmania.com

Die US-Musikverleger bekämpfen Lyricseiten

Dienstag, 10. Dezember 2013

EHI und Statistik Austria Online-Shopping ist heute normal wie der Gang zum Greißler, bestätigen beide Institutionen

Österreich und Schweiz legen im Onlinehandel zu

Schon mehr als ein Drittel kauft hierzulande Tickets für Events online; amazon.de bleibt Platzhirsch.

2012 zeigt der Markt

Schweiz 38%. Dabei steigen laut Statistik Austria-Daten der letzten zwölf Monate beinahe zwei Drittel der heimischen Webnutzer (63%) außerhalb des Haushalts oder der Arbeit über mobile Geräte wie das Smartphone ins Internet ein. Was sie dort tun? Online werden am liebsten „Kleidung, Sportartikel” (60 Prozent der Online-Shopper), „Urlaubsunterkünfte oder andere Reisearrangements” (54 Prozent) und „Bücher, E-Books, Zeitschriften, Zeitungen, E-Learning-Materialien” (50 Prozent) gekauft. Aber: Auch bereits mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Österreicher kauft im Internet Tickets für Events.

Wachstumszahlen,

Kundenservice ist gefragt

von denen der

„Die Konsumenten sind noch lange nicht gesättigt; sie sind hungrig nach immer größerer Produktvielfalt und Kundenfreundlichkeit. Und obwohl der Platzhirsch amazon.de die Rangliste der 250 umsatzstärksten Shops mit Abstand anführt, gibt es zahlreiche neue Player, die mit Energie und Innovationskraft in den Wettbewerb eintreten“, kommentiert Patricia Mussi, die GF des Handelsverbands, die EHI-Studie. Und für Patrick Kessler, Präsident des Schweizerischen Versandhandels, ist klar: „Heute kommen Konsumenten auf den Markt, welche mit den neuen Technologien aufgewachsen sind. Sie schlafen mit dem Smartphone in der Hand ein und wachen damit auf, pflegen Freundschaften digital und wissen genau, wo es was wann zum besten Preis und Service gibt. Der neue Channel-Shift von stationär zu online und mobile läuft an. Das wird das Bild des stationären Handels verändern.“ www.ehi.org www.statistik-austria.at

Alexandra Binder

New York. Keine Freude haben derzeit die Betreiber von Internetseiten mit SongtextInhalten. Sie bekamen nämlich eine Abmahnung der National Music Publishers Association (NMPA), dem US-Verband der Musikverleger. Betroffen sind 50 Seiten, darunter Rap Genius, Lyricmania oder Lyricstranslate. Sie alle werden verdächtigt, nichtlizenzierte Songtexte zu veröffentlichen. Jetzt heißt es, entweder die nötigen Ermächtigungen einzuholen oder die urheberrechtlich geschützten Inhalte von den Seiten zu entfernen. Sollte dem nicht Folge geleistet werden, will die NMPA als nächsten Schritt Klagen wegen Urheberrechtsverletzung einreichen.

Wien. Die Alpenländler kaufen gern Online ein. Sprich: Der E-Commerce-Markt in Österreich und der Schweiz wächst ungebrochen. Das besagt die neue Studie „E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2013” des EHI Retail Institute und Statista. Demnach generierten die

„Mit 19% Umsatzsteigerung gegenüber

Handel insgesamt nur träumen kann.“ P. Mussi, GF Handelsverband

EDC & Universal Music verlängern Partnerschaft Hannover Der Hannoveraner Dienstleister EDC und Universal Music, der Marktführer im internationalen Musikgeschäft, haben ihren Fertigungs- und Distributionsvertrag verlängert. Der Deal läuft nun bis Mitte 2018 und deckt neben Deutschland auch Europa ab. EDCs Managing Director Sales & Marketing, John Fitzgerald, gibt sich ob der nun beschlossenen Fortsetzung der langjährigen Zusammenarbeit mit Universal höchst zufrieden.

Echo Jazz 2014 kommt mit weniger Kategorien

© panthermedia.net/Vitaly Valua

Unter anderem von der Abmahnung betroffen: die Website Lyricmania.

Tickets für Musikveranstaltungen & Co. kaufen in Österreich schon 36% online.

250 umsatzstärksten Onlineshops in Österreich 2012 ein Umsatzplus von 19 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Die Schweiz toppt das noch; dort erwirtschafteten die untersuchten Onlineshops Erlöse von 4,3 Mrd. Euro (Vorjahr 3,4 Mrd. Euro).

318 Mio. Euro Umsatz, das sind 13 Prozent des gesamten Online-Handels oder wahlweise mehr als drei Mal so viel wie der zweitplatzierte Universal Versand (92,8 Mio. Euro).

Sozial, aber wenig mobil Auf Produktsegmente bezogen, punkten in Österreich Generalisten, die Produkte in mindestens fünf Segmenten anbieten. Sie erwirtschaften rund 35 Prozent des Gesamtumsatzes. Bei den Eidgenossen hat das Produktsegment „Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör” mit 30 Prozent die Nase vorn. Ein weiteres wichtiges Detail: Der Anteil der

Die Marktkonzentration In Sachen Marktkonzentration blieben beide Länder annähernd konstant. In Österreich generierten die zehn umsatzstärksten Händler rund 30 Prozent und in der Schweiz 35 Prozent der Online-Umsätze. Die unangefochtene Nummer eins hierzulande ist und bleibt amazon. de; der US-Onlinehändler macht

Onlineshops, die Soziale Netzwerke nutzen, ist weiter gestiegen. Facebook ist nach wie vor am beliebtesten und wird von rund 85 Prozent der Shops in Österreich und 80 Prozent der Shops in der Schweiz genutzt. Eine deutliche Steigerung ist auch bei anderen Kanälen zu erkennen: Knapp 60 Prozent verfügen in beiden Ländern über einen Twitter-Account. Rund 58 Prozent der Shops in Österreich und 50 Prozent in der Schweiz nutzen einen eigenen YouTube-Kanal. Woran es noch hapert, das ist die mobile Präsenz. Ihre Website für mobile Nutzung adaptiert haben in Österreich nur 35% der Online-Händler, in der

Live Nation Die New York Times spekuliert, dass der Konzertveranstalter einen ziemlich großen Fisch an der Angel hat

Reduzieren die Zahl der Kategorien: Dieter Gorny und Florian Drücke.

Hamburg Für die Echo JazzVerleihung 2014 wurde die Zahl der Preiskategorien erstmals in der noch jungen Geschichte angepasst und von 31 auf 21 reduziert. „Mit der Anpassung der Kategorien wollen wir das Profil weiter schärfen und dabei die Exklusivität unterstreichen“, kommentierte BVMI-GF Florian Drücke. Das Renommee des Preises sei nicht zuletzt durch den Umzug nach Hamburg erneut deutlich gestiegen: „Hier setzen wir an, indem wir den kontinuierlichen Ausbau zu einem internationalen JazzLeuchtturm konsequent verfolgen.“ Modernisiert wurde auch der Einreichungsprozess für Produkte, der in diesem Jahr (bis 3. Dezember) zum ersten Mal ausschließlich online möglich war.

New York. Die New York Times streute jüngst ein spektakuläres Gerücht: Der Konzertveranstalter Live Nation soll die ManagementFirmen von U2, Principle Management mit dem Manager Paul McGuiness, und Madonna – Maverick mit dem Manager Guy Oseary komplett übernehmen und zusammenführen wollen.

Live Nation aktuell noch auf das exklusive Vermarkten der KonzertTourneen und das Merchandising bis in das Jahr 2020. Die Urheberrechte an ihren Songs waren die Iren bisher als eine der wenigen Bands nicht bereit, aus der Hand zu geben. Eine fruchtbare Kombi sind aber auch U2 und Live Nation allemal; dafür steht allein die Tatsache, dass die U2 Welt-Tour die bis heu-

Was bisher geschah … Live Nation verfügt mittlerweile über eine prominent besetztes Künstler-Management und Marketing sowie eine Musik-VerlagsSparte. Insofern könnte so ein Deal tatsächlich interessant sein; zudem sowohl U2 als auch Madonna Live Nation ja bereits nahestehen. Letztere hat quasi alle Marketing-Rechte, die mit ihrem Namen als „Marke” zu tun haben, für ein Jahrzehnt an Live Nation abgetreten. Dafür erhält sie jährlich eine erkleckliche Summe von umgerechnet 12 Millionen USD und eine Beteiligungs-Option an Live Nation selbst. Bei U2 sieht das etwas anders aus; hier beschränkt sich

te besucherstärkste und gewinnbringendste Tour überhaupt war.

Was es bringen wird … Live Nation ist der größte Konzert Veranstalter der Welt, der auch noch ein weltweites Ticket Vertriebs-Unternehmen (Ticketmaster) unter seinem Dach beheimatet. Daher ist es naheliegend, dass eine Band bzw. ein Künstler eine

enge Verzahnung mit so einem Unternehmen anstrebt, insbesondere weil das Konzertbusiness mittlerweile als Kerneinnahme von Musikern gilt. Findet die Fusionierung statt, wird sich Paul McGuiness aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, wie er es der New York Times ankündigte. U2 braucht einen neuen Manager. Und das könnte Guy Oseary werden. Der wäre Madonna- und U2-Manager in Personalunion und damit, global gesehen, einer der einflussreichsten Musikmanager. Für Live Nation wäre damit das Label Musik Vermarktungs-Gigant nicht mehr allzu weit.

Live Nation-Zahlen

© APA/Hans Klaus Techt

© BVMI/Markus Nass

Madonna und U2-Management-Übernahme?

Bonos Truppe beweist Geschäftssinn und verzahnt sich noch enger mit Live Nation.

Im ersten Halbjahr 2013 setzte Live Nation 2,6 Milliarden USD um (2012: 2,4 Milliarden). Zu den 10.803 durchgeführten Konzerten kamen in den ersten sechs Monaten in 2013 23.447.000 Besucher (2012: 10.497 Konzerte, 21.370.000 Besucher). Gesamt gingen über 72 Millionen Tickets über den Ladentisch. Die Einnahmen im Sponsoring & Online-Werbung beliefen sich auf 82,8 Mio. USD und 28,8 Mio. www.livenation.com


t on t r ä ge r & kon z e rt

Dienstag, 10. Dezember 2013

entertainmentbiz – 33

MTV European Music Awards Die Awardshow lief deutlich unter Viva-Normalform und litt wohl unter der wenigen Werbung im Vorfeld, heißt es

Quotentief für die „MTV-EMAs“ Alexandra Binder

Amsterdam. Sie gingen am 10. November im Amsterdamer Ziggo Drome zum 20. Mal über die Bühne, Skandale wie Skandälchen inklusive und doch gesitteter als in anderen Jahren: Die MTV European Music Awards, kurz MTV-EMAs. Der Musiksender vergibt bekanntlich jährlich die Preise im Musikfach und versucht mit Prominenten zu punkten. In diesem Jahr waren das u.a. Katy Perry, Bruno Mars, Eminem, The Killers und Kings of Leon sowie Miley Cyrus. Doch die allein sind keine Quotenbringen, so Timo Nöthe vom Event-Berater Quotenmeter. de: „Schon im Vorfeld machten wir auf den Bedeutungsverlust der Preisverleihung aufmerksam. Und tatsächlich interessierten sich nur wenige Menschen für die Übertragung der Awardshow auf Viva, die sogar deutlich am Durchschnitts-

Universal Music Schweiz

Grüne Vorreiter

Zürich. Unter dem Label „Act Green” wird Universal Music Schweiz künftig mit der schweizerischen Umwelt Arena Spreitenbach zusammenarbeiten. Damit können in diesem besonderen Veranstaltungsort ab 2014 auch Konzerte stattfinden. Die im August 2012 eröffnete Umwelt Arena verfügt nicht nur über bespielbare Flächen von 300 m�, sondern arbeitet auch noch CO2-neutral. Nun wollen die Hallenbetreiber über die Zusammenarbeit den Bereich Live Entertainment ausbauen. Das erste Konzert geht am 31. Jänner 2014 über die Bühne. Ivo Sacchi, Managing Director Universal Music Schweiz, freut sich: Es sei eine „tolle Herausforderung, in dieser nachhaltigen Arena einzigartige Konzerte zu veranstalten”.  www.universalmusic.ch

wert des Senders vorbeischrammte. Dabei war der Event, der ab 20 Uhr auf Sendung ging und satte zweieinhalb Stunden dauerte, aufwendig inszeniert.

Zu wenig Promotion Von 20 bis 21 Uhr lag der Fokus auf dem Roten Teppich, sprich der darüber spazierenden Musikprominenz; ab 21 Uhr ging es richtig zur Sache. Half aber alles nichts. Das Problem? „Viva verzichtete in diesem Jahr auf intensivere Promotion im Vorfeld der Veranstaltung, was sich wohl auch auf die Quoten auswirkte“, sagt Nöthe.

Tatsächlich sahen gerade einmal 70.000 Menschen die MTV EMAs; das ergibt einen schwachen Gesamtmarktanteil von 0,2 Prozent. Nöthe kritisiert noch mehr: „Auch in der Zielgruppe enttäuschte die Preisverleihung, die einmal mehr mit Skandalen wie einer einen Joint rauchenden Miley Cyrus auf sich aufmerksam machte, statt durch die Gewinner des Musikpreises.“ 0,4 Prozent der 14- bis 49-Jährigen seien angesichts des Durchschnittswerts dieser Altersgruppe von etwa 0,9 Prozent im Fernsehjahr 2012/2013 bei Viva tatsächlich ein herber Dämpfer. www.mtv.com/ontv/vma/

© EPA

Interesse hielt sich trotz Staraufgebot und Miley Cyrus-Skandal in Grenzen.

Auch eine extravagante Miley Cyrus konnte die MTV EMAs 2013 nicht retten.

AKM – WEIL MUSIK ETWAS WERT IST Musik spricht Verstand und Emotionen an. Musik wirkt. Daher wird bei fast allen Veranstaltungen Musik dargeboten und auch in Betrieben mit fluktuierendem Publikum, wie z.B. in der Gastronomie und im Handel, ist der gezielte Musikeinsatz weit verbreitet. Für diese öffentlichen Aufführungen ihrer Musikwerke steht den Komponisten und Musiktextautoren gemäß Urheberrecht eine faire Bezahlung zu. Die AKM hebt diese Tantiemen treuhändig ein und gibt sie an die Musik-Schaffenden weiter.

Die AKM ist Dienstleister für Künstler und Veranstalter: • Die Veranstalter können die erforderliche Aufführungslizenz für beinahe das gesamte Weltrepertoire geschützter Musik und Texte zentral bei der AKM erwerben (One Stop Shop).

Abo Konzerte und Dokus

• Durch dieses Service der AKM ersparen sich die Veranstalter unzählige direkte Anfragen bei den Rechteinhabern im In- und Ausland.

München. Das Münchner Unternehmen Make Music TV hat einen Abonnement-Service ins Leben gerufen: Nach dem Vorbild des US-Angebots Netflix können Europäer monatlich 9,90 € Konzerte und Dokumentationen anschauen. Die Veranstalter wollen das Musikangebot, das von Lady GaGa über Eminem, die Foo Fighters bis hin zu Slayer reicht, ständig erweitern. Das Angebot funktioniert auch auf allen gängigen mobilen Geräten. www.makemusic.tv

• Eine Aufführungslizenz der AKM bietet Rechtssicherheit für den konkreten Musikeinsatz und ein gutes Gewissen gegenüber den Künstlern.

Netflix-Kopie

Die Einnahmen werden nach festen Regeln an die Autoren und Komponisten verteilt, deren Werke auf den Musikprogrammen zu den Veranstaltungen und Sendungen aufscheinen; dabei wird die Aufführungshäufigkeit berücksichtigt. Die AKM zieht vor der Verteilung lediglich den entstandenen Betriebsaufwand ab. Der AKM selbst bleibt kein Gewinn. Der Erwerb der Aufführungslizenz ist einfach: • Melden Sie Ihre Veranstaltung bzw. Ihren Musikeinsatz im Betrieb bei der zuständigen AKM-Geschäftsstelle an! Ihren Ansprechpartner finden Sie samt Kontaktdaten auf unserer Website www.akm.co.at unter „Geschäftsstellen AKM“.

© makemusic.tv

• Nutzen Sie die Möglichkeit der Online-Anmeldung von Veranstaltungen über den Lizenzshop der AKM auf www.akm.co.at .

Neues Musikportal: Die Macher wollen in die großen Netflix-Fußstapfen treten.


Ga m i ng & be t ti ng

34 – entertainmentbiz

Dienstag, 10. Dezember 2013

Viewster Der VoD-Service will sich als europäische Alternative zu linearen Angeboten der TV-Anstalten etablieren

short

© Bang & Olufsen

B&O integriert Spotify in seine BeoPlay-Systeme

Video-on-Demand auf europäischem Niveau

Derzeit hat der 2007 gegründete Viewster-Dienst im europäischen Raum knapp 20 Millionen Uniqe-User.

Wien. Mit dem neuesten Software-Update von Bang & Olufsen für BeoPlay V1, BeoVision 11 und BeoVision 12 New Generation können Benutzer ab sofort den Songkatalog von Spotify nahtlos via Spotify streamen. „Bereits heute ist es möglich, Apple TV in unsere TV-Geräte zu integrieren und direkt mit der Bang & Olufsen Fernbedienung zu steuern“, sagt Tue Mantoni, CEO von Bang & Olufsen. „Das Gleiche ermöglichen wir nun mit dem Musik-Streaming-Dienst Spotify.“ Alle neuen TV-Geräte von Bang & Olufsen und B&O Play sind standardmäßig mit der integrierten Spotify-Funktion ausgestattet. www.bang-olufsen.com

Erster Kinoprojektor mit serienmäßigem Laser Wien. Mit dem NC1100L hat NEC Display Solutions Europe den weltweit ersten Projektor auf den Markt gebracht, der serienmäßig mit integrierter Laser-Lichtquelle ausgestattet und DCI-konform ist. Mit einer Größe von 700 x 1.042 x 315 mm ist der NC1100L einer der kleinsten Kino LaserProjektoren am Markt. Die DCI-konforme Kinoqualität mit 2K-Auflösung liefert Bilder, die hell genug für eine Wiedergabe im DCI-Farbraum auf bis zu 11 m großen Leinwänden sind. nec-display-solutions.com

Video-Rekorder für Gaming-Konsolen

Wien. Video-on-Demand-Angebote gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen – von der ORF Mediathek bis zu den OnlineVideotheken der Provider. Eine interessante und, da werbefinanziert, auch kostenlose Variante bietet das aus der Schweiz stammende „Viewster“-Angebot. Annähernd 20 Mio. Unique User sind bei Viewster gemeldet, wodurch sich das System „als Europas führende kostenfreie Video on DemandPlattform für Serien etabliert hat“, sagt Viewster-CEO Kai Henniges. „Wir kommen mitten aus Europa – ein ideale Position, um diesen sehr vielfältigen Markt mit 500 Millionen Konsumenten zu verstehen und zu bearbeiten. Hulu zum Beispiel bewegt sich in den USA in einem ähnlich großen, aber sehr einheitlichen Markt. Deshalb ist es auf diesem kulturell so breit gefächerten europäischen Kontinent schon ein großer Erfolg, über eine signifikante Reichweite in allen Ländern zu verfügen. Da stehen wir bereits heute – und genau diese Position wollen wir konsequent ausbauen.“

Paneuropäischer Content Viewster hebt sich laut Kai Henniges in zahlreichen Details von anderen Video-on-Demand-Angeboten ab. „Viewster ist der einzige VoD-Service mit einer signifikanten Reichweite und rein professionellem Content in allen europäischen Ländern.“ Die stärksten europäischen Viewster-Märkte sind derzeit Großbritannien und Deutschland. In UK rangiert Viewster aktuell auf Platz 16 der nationalen Video-Services (laut comScore im September 2013). Die AGOF

listet das Viewster-Netzwerk unter den Top 50 aller verfügbaren Online-Angebote in Deutschland – mit einem Wachstum von knapp 60% seit Juni 2013.

Qualitativ hochwertig Im Moment präsentiere sich der europäische Fernsehmarkt extrem fragmentiert mit vielen nationalen Anbietern, die sich meist in Abhängigkeit von großen Studios oder TV-Sendern befinden. Der inhaltliche Fokus liegt fast ausschließlich auf Mainstream-Inhalten aus den USA und/oder dem jeweiligen Land: „Diese einseitige Ausrichtung verstärkt zum einen die Abhängigkeit von den großen Studios. Zum anderen führt sie in ihrer Austauschbarkeit zu einem reinen Preiskampf um den Zuschauer“, sagt Henniges. Der Markt werde außerdem von unübersichtlichen Abo-Modellen mit monatlichen Gebühren beherrscht, die oftmals eine Einstiegsbarriere für neue Zuschauer darstellen. Viewster hingegen setze auf „auf qualitativ hochwertiges, internationales Programm, das sich vom US-Mainstream abhebt“, sagt Henniges. „Dabei unterstützt Viewster die Popularität europäischer Serien und Filme und schafft Zugang zu diesen Inhalten sowohl in Europa als auch den USA. Insgesamt bietet Viewster mehr als 12.000 Filme, die je nach Land verfügbar sind.“ Auch die Werbewirtschaft soll Viewster etwas abgewinnen können: Über Viewster kann die Industrie „in 16 europäischen Ländern mit Video-Werbung in einem seriösen und professionellen Umfeld die junge Zielgruppe erreichen, die sich immer mehr vom linearen Fernsehen abwendet“. www.viewster.com

© Viewster (2)

Alfred Unegg

Bang & Olufsen wird zum SpotifyEmpfänger mit Bildschirm.

Viewster-CEO Kai Henniges: gute Marktposition im europäischen Medienumfeld.

Einfache Bedienerführung, interessante Publikumstitel: das Viewster-Menü.

© Hauppauge

Gaming Sony konnte bis Anfang Dezember weltweit 2,1 Millionen Einheiten seiner neuen Entertainment-Zentrale absetzen

HD PVR Rocket: eine Lösung für Videogamer, die Spiele aufzeichnen.

Wien. Mit dem HD PVR Rocket hat Hauppauge einem portablen Video-Game-Recorder für Xbox, PlayStation und PCSysteme vorgestellt. HD PVR Rocket zeichnet Videospielsequenzen von PlayStation, Xbox und PC in HD bis zu 1080p auf. Auf einen 16GB USB-Memory Stick können bis zu vier Stunden Video in der HD-Auflösung 1080p gespeichert werden. „Viele unserer Kunden fragten uns nach einem portablen Video Game Recorder“, sagt Ken Plotkin, Präsident von Hauppauge. „Die HD PVR Rocket kann einfach zu Gaming-Events mitgenommen werden, um Videospielsequenzen inklusive gesprochener Kommentare aufzuzeichnen, und benötigt keinen PC oder Mac dafür.“ www.hauppauge.com

Guter Start für Next-Generation-Konsolen Wien. Mit einem inflationsbereinigten Einführungspreis von 666 € im Jahr 2007 ist die Playstation 3 von Sony bis heute die am Start teuerste Spielekonsole (siehe Infografik). Die neuen NextGeneration-Konsolen Xbox One von Microsoft (in der Szene mit dem wenig liebevollen Kosenamen Xboned bekannt) und die Playstation 4 sind preiswerter und leisten mehr als ihre Vorgänger. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, ist Videogaming billiger geworden, bei gestiegener Leistung. PC-Systeme bringen es nur in sehr hochgezüchteten Varianten auf die Gaming-Performance einer Konsole – Tablets und Smartphones sind ohnehin in einem anderen Segment beheimatet.

Gute Erstverkäufe Sowohl die Xbox One als auch die Playstation 4 sind seit Kurzem im österreichischen Handel zu haben. Mit der Xbox One überschritt Microsoft noch am Erstverkaufstag international die MillionenGrenze. Und auch Sony verlaut-

barte Anfang Dezember, dass der weltweite Verkauf der PlayStation 4 die 2,1 Mio. Stück-Marke überschritten hat. Diese Zahl beinhaltet auch die 700.000 Einheiten, die seit der Markteinführung in Europa und Australasien (Australien, Neuseeland und Ozeanien) an Endkunden verkauft wurden. In den USA und Kanada ist PS4 seit dem

15. November erhältlich, in Europa, Australasien und Lateinamerika seit dem 29. November; damit ist das System aktuell in 32 Ländern weltweit am Markt. „Der Launch von PS4 war bereits bei der Markteinführung in Nordamerika der erfolgreichste in der Geschichte von PlayStation, und diese überwältigende Dynamik

setzte sich auch in Europa, Australasien und Lateinamerika fort“, sagt Andrew House, Präsident und Group CEO von Sony Computer Entertainment Inc. „Die Nachfrage ist ungebrochen stark und übertrifft weiterhin das Angebot.“ Microsoft hatte bei der Xbox One schon im Vorfeld mit medialen Problemen zu kämpfen. Durch die Paarung mit dem Kinect-Videosystem argwöhnten viele Datenschützer einen Angriff auf die Privatsphäre der Nutzer. Das Kinect-System kann nämlich Personen identifizieren, die sich in seinem Wirkungsbereich befinden; dadurch wären beispielsweise neue Lizenzverfahren denkbar, die die Kosten für einen Video-onDemand-Film an den zusehenden Personen orientieren – oder die Vorführung überhaupt abbrechen, wenn eine bestimmte Zuschauerzahl am Sofa überschritten wird. Mit leichten technischen Problemen, wie sie bei Erstauflagen immer wieder vorkommen, haben derzeit sowohl Microsoft als auch Sony zu kämpfen. www.xbox.com at.playstation.com


retail

inside your business. today. Dienstag, 10. DEZEMBER 2013 – 35

Der österreichische Investor Rene Benko übernimmt fünf weitere Filialen  Seite 37

© Dr. C. Soldan

hust dir eins

Em-eukal Hustenzuckerl, Bols ­Honey, Watermelon, Lychee und Mango, American Bud und ­Senninger Würstel. Seite 39

Winterfreude

Karriere

Ungemütliche Temperaturen brachten Kunden in die SES-Einkaufszentren  Seite 38

Hansueli Siber wurde Leiter des Departments Marketing bei Migros  Seite 40

© Migros

Karstadt

© SES/Murpark

© APA/H. K. Techt

medianet

Schirnhofer sucht Wege aus der Fleischkrise

© Spar/ Helge Kirchberger

short

© STMG

Energie sparen Mit Wien Energie startet der Nahversorger Spar ein Kooperationsmodell mit Einkaufsgutscheinen für Konsumenten. Kunden können so umweltfreundliche Projekte unterstützen. Spar-Vorstand Hans K. Reisch (Bild) freut sich über die Zusammenarbeit. Insgesamt betreibt Spar elf Photovoltaik-Anlagen.  Seite 37

© medianet

Ausnahme Während die meisten Österreicher am Sonntag, den 8. Dezember, vor verschlossenen Geschäften standen, durften die Bewohner und Gäste in Bad Ischl nach Lust und Laune shoppen. Eine alte Tradition ist für diese Sonderregelung verantwortlich. Die Kaufleute sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.  Seite 38

Qualitätsfrage Im Gespräch mit medianet schildert Christian Laschet, GF der Schirnhofer Familien Holding, welche Strategien das Unternehmen anwendet, um den Herausforderungen der Branche zu begegnen.  Seite 36

Wenn die Sektsteuer kommt ...

Sperre für Xmas-Pets

Wien. Vor Kurzem ist bekannt geworden, dass die Regierung die Wiedereinführung der im Jahr 2005 abgeschafften Schaumweinsteuer plant. Reaktionen auf diese Pläne ließen nicht lang auf sich warten. Auch heute steht – wie damals – die Furcht vor dem Frizzante im Mittelpunkt, für den genau diese Abgabe nicht zu entrichten sein wird. Diese teilte auch Johannes Schmuckenschlager, Präsident des österreichischen Weinbauverbands, in einer Aussendung mit: „Die Wiedereinführung einer Schaumweinsteuer hätte fatale Auswirkungen für die Sektgrund-

Weinbaupräsident Schmuckenschlager fürchtet um die Zukunft der Branche.

weinproduzenten in Österreich. Dieser geplante Schritt würde in erster Linie die Billig-Importe aus Italien fördern“, sagt Schmuckenschlager. Bei einer neuerlichen steuerlichen Belastung würde seiner Meinung nach die Sektproduktion in kürzester Zeit in Länder abwandern, in denen keine Steuer auf dieses Produkt eingehoben wird. Eine Wiedereinführung der Schaumweinsteuer würde somit strukturschwache Regionen, wie etwa das nördliche Weinviertel und Teile des Burgenlands, um seine Produktionsgrundlage bringen. (red)

© Fressnapf

Fressnapf-Aktion Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk

© APA/Helmut Fohringer

Reaktion Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager warnt vor Wiedereinführung

Fressnapf-Chef Norbert Marschallinger will keine Haustiere zu Weihnachten.

Salzburg. Unter dem Motto „Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk!“ setzt Fressnapf Österreich im Sinne des Tierschutzes ein Zeichen im Zoofachhandel. Während des Zeitraums von 18.12. bis einschließlich 24.12.2013 werden keine Kleinsäuger wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Maus und Co. in den österreichischen Fressnapf-Filialen an Kunden mitgegeben. „Tierkäufe sollten besser getätigt werden, wenn Feiertage und Trubel vorüber sind“, sagt Norbert Marschallinger, Geschäftsführer von Fressnapf Österreich.(red)


ti te l stor y

Dienstag, 10. Dezember 2013

© medianet

36 – medianet retail

Ch rist ian l asch et

Fleisch Die Fleischwarenindustrie ist mit einem schrumpfenden Markt und Ressourcenproblemen konfrontiert

„Unser Ziel ist nicht ­Masse, sondern Klasse“

Geschaftsführer der Schirnhofer Familien Holding „Wir wissen, der Markt wird schrumpfen, und das Thema Klimawandel ist die große Herausforderung, die aber sukzessive zu wirken beginnt. Die Stategie kann nur sein, eine Basis aufzubauen, die diesen Perspektiven trotzt.“

Schirnhofer setzt auf typisch österreichische Produkte und will den Export weiter forcieren. Mathieu Völker

Wien. Veränderte Essgewohnheiten, Klimawandel, Missernten, internationale Skandale: Die Fleischwarenbranche hat es auch schon leichter gehabt. Im Gespräch mit medianet schildert Christian Laschet, Geschäftsführer der Schirnhofer Familien Holding, wie das Familienunternehmen auf die Herausforderungen reagiert, welche Wachstumstreiber es noch gibt, und warum manche Nachteile durchaus Vorteile sein können. „Wir blicken auf ein Jahr der Veränderungen zurück. Die Zusammenarbeit mit Pfeiffer und

Zielpunkt hat sich grundsätzlich positiv entwickelt“, zieht Lascht Bilanz. Bis Ende 2015 werden 190 Feinkosttheken an Zielpunkt übergeben, die insgesamt 800 Mitarbeiter sollen dabei übernommen werden. Schirnhofer wird dabei bevorzugter Lieferant für die gesamte Pfeiffer-Gruppe. Heute beschäftigt Schirnhofer rund 1.700 Mitarbeiter. Laschet erwartet, den letztjährigen Umsatz von etwa 200 Mio. € halten zu können. Die große Herausforderung der Fleischwarenbranche liege darin, bei stagnierendem oder schrumpfendem Markt ein Wachstum zu generieren. Schirnhofer möchte di-

es unter anderem durch forcierten Export bewerkstelligen: „Das Ziel sind 30 bis 40 Prozent bei einer Ausgangslage von rund 10 Prozent. Derzeit befinden wir uns bei etwa 14 Prozent.“ Der derzeitige Kernmarkt sei Deutschland, doch beabsichtige man, auch weitere europäische Märkte zu bedienen.

Weniger Fleischkonsum Der sinkende Fleischwarenkonsum und die Ressourcenproblematik zwingen die Branche dazu, zu reagieren: „Eine Prognose bis 2020 lautet, dass es in Österreich um 10 Prozent weniger Fleisch-

konsum geben wird. Nicht, weil es mehr Vegetarier und Veganer gibt, sondern weil weniger Fleischwaren konsumiert werden. Wir wissen, der Markt wird schrumpfen, und das Thema Klimawandel ist die große Herausforderung, die aber sukzessive zu wirken beginnt. Die Strategie kann nur sein, eine Basis aufzubauen, die diesen Perspektiven trotzt“, so Laschet. Den Kon-

„Wir wollen über Wertschätzungs- und Wertschöpfungs­ strategien punkten.“

Ressourcen Die Fleischbranche sucht nach neuen Strategien

Ein Schwein braucht rund 380 kg Futter Wien. Die Fleischwarenbranche weltweit ist im Umbruch und mit großen Ressourcenherausforderungen konfrontiert: Während etwa in China der Fleischverbrauch ansteigt, wird in Österreich immer weniger Fleisch konsumiert. Christian Laschet, Geschäftsführer der Schirnhofer Familien Holding, rechnet damit, dass der Fleischkonsum in Österreich bis 2020 um 10% zurückgehen wird. Verschärft wird diese Lage durch die Ressourcenproblematik: „Ein durchschnittliches Schwein verbraucht 380 kg Futtermittel und 10 Hektoliter Wasser, bis es zur Schlachtung kommt; die Ausbeute davon sind 70 kg Fleisch“, meint Laschet. Bis 2050 werde es zwar 40% mehr Menschen, aber nur bis zu 10% mehr Ressourcen aus Anbauflächenoptimierungen und neuen Agrargründen geben: „Es geht ums Überleben. Wir alle in der Branche sind gefordert, uns diesem Thema zu stellen.“ Ein Beispiel, wie die Landwirtschaft auf die Klimaproblematik reagieren kann, ist etwa Humus-Aufbau: „Humus birgt enormes Potenzial, den Kohlenstoff im Boden zu binden, und durch Zertifikatenhandel würde man es schaffen, in eine CO2-neutrale Produktion zu kommen.“

Christian Laschet

kurrenzkampf wolle man aber nicht über den Preis ausfechten: „Unser Ziel ist aber nicht Masse, sondern Klasse zu machen. Wir wollen elitäre Märkte aussuchen, wo Affinität zu österreichischen Produkten gegeben ist und dort über Wertschätzungs- und Wertschöpfungsstrategie dementsprechend punkten.“ Man müsse typisch österreichische Produkte wie einen Kümmelbauch anbieten, die mit ihrer Produktionsweise und ihrer Herkunft werben können: „Wir kon-

trollieren unsere Schweine auf 700 verschiedene Pestizidrückstände und 50 Arzneimittelrückstände. Ebenso haben wir ein einzigartiges Hinterland geschaffen.“ Es gelte, dem Kunden den Mehrwert dieser Rahmenbedingungen näher zu bringen.

Nachteil nutzen Was Lebensmittelqualität betrifft, verfüge Österreich über gute Standards, so Laschet: „Österreich hat auch einen Nachteil, den es aber als Nische zum Vorteil machen muss: Aufgrund der Größe und der begrenzten Vermarktungsmöglichkeiten ist man gefordert, in einem überschaubar großen Land den Grundstein und die Basis für die Internationalisierung zu legen. Wenn man ins Ausland geht, muss man anerkennen, dass man ein kleiner Player ist. Selbst als einer der Größten in Österreich muss man sich seiner Nische bewusst sein und mit einem Stück Demut den eigenen Mehrwert in den Vordergrund stellen.“ Laschet plädiert für mehr Kooperation: „Unser Anspruch sollte sein, dass es einen Schulterschluss gibt zwischen Bauern, Schlachthof, Verarbeitung und Handel. Nur so kann man es schaffen, dem Konsumenten auf intelligente Art und Weise zu transportieren, dass man wertvolle Lebensmittel produziert.“


Dienstag, 10. Dezember 2013

R e ta i l & Pr odu c ers

medianet retail – 37

Energie sparen Derzeit betreibt Spar österreichweit elf Photovoltaik-Anlagen und will weiterhin sukzessive auf umweltfreundliche Energie umsteigen

Spar nutzt den Sonnenschein daniela Prugger

Wien. Die Stromversorgung der Spar-Supermärkte soll immer mehr über die Sonne kommen, auf fossile Brennstoffe verzichte man nach eigenen Angaben bereits. Die zwei Wiener Spar-Standorte in der Siemensstraße und in der Wagramer Straße beziehen ein Viertel des Stroms aus den kürzlich am Dach montierten Photovoltaik-Anlagen. In Zusammenarbeit mit Wien Energie entwickelte der Nahversorger nun ein neues Kooperationsmodell mit Einkaufsgutscheinen für Konsumenten. Ab 950 € können Spar-Kunden in das Projekt einsteigen und bis zu fünf der insgesamt 691 Gutschein-Pakete erwerben. Teile der Investition bekommen die Kunden jährlich mit einer Vergütung von 5,1% in Form von Spar-Einkaufsgutscheinen zurück; pro Jahr sind das 60 €. Am Ende der lebenslangen Laufzeit, al-

EU Benachteiligte Kunden

so 25 Jahre lang, erhält der Kunde einen Restwert von 400 € – die Entscheidung, ob in bar oder in Form von Gutscheinen ist den Kunden dabei selbst überlassen. Ein Ausstieg aus dem Gutscheinmodell ist jederzeit möglich, allerdings erst nach der Laufzeit von fünf Jahren kostenlos. Vorher wird eine Pauschale von 75 € berechnet. Mit dem Projekt sollen die Errichtung und der Betrieb der PhotovoltaikAnlagen ermöglicht werden.

Einen Mehrwert schaffen Derzeit betreibt Spar landesweit elf Photovoltaik-Anlagen mit zu-

sammen 620 kWp Leistung, weitere sind in Planung. „An erster Stelle steht die Energieeffizienz, denn der sauberste Strom ist jener, der nicht gebraucht wird. Durch effektives Energiemanagement ist unser Stromverbrauch trotz gestiegener Anforderungen an die Kühlung in den letzten drei Jahren um sechs Prozent gesunken“, so Spar-Vorstand Hans K. Reisch. Die Reduktion soll sich bei Neubauten der Spar sogar auf bis zu 50% belaufen. Wien Energie will bis 2030 mindestens 50% erneuerbare Energie anbieten. „Wir wollen uns Modelle ausdenken, die in Richtung er-

neuerbare Energie gehen“, erklärt Wien Energie-Geschäftsführerin Susanna Zapreva. Große Kunden wie Spar können durch die Photovoltaik-Anlagen wiederum einen Mehrwert für ihre Kunden schaffen, führt Zapreva weiter aus. Die Anlagen hätten außerdem den Vorteil, dass die gewonnene Energie genau dort verbraucht wird, wo man sie benötigt, also vor Ort. „Je nachdem, ob die Sonne scheint oder nicht, sind wir in der Lage, die Produktion anzupassen“, versichert Zapreva. Im europaweiten LEH ist Spar mit diesem Projekt ein Vorreiter, heißt es vonseiten der Spar.

© Spar/Helge Kirchberger

Zusammen mit Wien Energie startet Spar ein Kooperationsmodell mit Einkaufsgutscheinen für Kunden.

Spar-Vorstand Hans K. Reisch freut sich über das Kooperationsprojekt.

D as

perfekte Weihnachtsgeschenk !

Diskriminierung

Wien. Bei Einkäufen in anderen EU-Ländern sollen Kunden häufig ungleich behandelt werden. Besonders im Bereich des Internethandels sei dies der Fall, teilten das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) und der Verein für Konsumenteninformation (VKI) mit. Je nach Herkunftsland sind oft unterschiedliche Preise zu zahlen und das ist eigentlich verboten. Immer wieder kamen Beschwerden darüber auf, dass Kunden Waren oder Dienstleistungen im EU-Ausland aufgrund ihres Wohnsitzes oder ihrer Staatsangehörigkeit deutlich teurer oder gar nicht erhielten. Knapp drei Viertel der Fälle betrafen Online-Bestellungen von elektronischen Produkten, digitalen Gütern (Software, E-Books) und Kleidung.  (red)

Karstadt Häuser-Verkauf

Benko kauft ein Wien. Das Highstreet-Konsortium rund um Goldman Sachs, die Deutsche Bank und die italienische Borletti Group wollen bis Jahresende weitere 25 Karstadt-Immobilien verkaufen. Davon gehen fünf an den österreichischen Immobilienunternehmer Rene Benko; das berichtet Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Benko besitzt bereits mehrere Karstadt-Häuser. Die restlichen 20 Häuser verkauft Highstreet an einen Finanzinvestor.  (APA)

Digitales Bedienelement

Vorratsbehälter für Kaffeebohnen

Wasserstandsanzeige

Allure Grind & Brew

© APA/Hans Klaus Techt

Digitale Glas-Kaffeemaschine mit integriertem Mahlwerk

www.at.russellhobbs.com Der Österreicher Rene Benko übernimmt weitere Karstadt-Immobilien.

At the heart of your home


R e ta i l & Pr odu c e r s

38 – medianet retail

Dienstag, 10. Dezember 2013

8. Dezember 2013 In der Kaiserstadt durfte auch am Marienfeiertag geshoppt werden

short

short

Bad Ischl ist anders

Von der Kälte ins warme Einkaufscenter

Henkel bald in Tablets und Smartphones? Düsseldorf. Henkel bereitet sich auf Übernahmen vor; kartellrechtliche Probleme sieht der Konzern dabei nicht. Einen großen Wachstumsmarkt ortet Henkel-Vorstand Jan-Dirk Auris in der Produktion von Smartphones und Tablets, wie er gegenüber der Wirtschaftswoche mitteilt: „In jedem Handy steckt je nach Modell Klebstoff im Wert bis zu 80 Cent. Dieser Markt wächst im Durchschnitt um 25 bis 40 Prozent pro Jahr.“

Gewerkschaft spricht sich gegen Argument „Traditionsveranstaltung“ aus.

© SES/Murpark

Bad Ischl. Während heuer sämtliche Einzelhändler landauf, landab am Marienfeiertag, der auch ein Sonntag war, zusperrten, gab es eine Ausnahme von dieser Regelung: Bad Ischl. Die örtliche Kaufmannschaft begründete die Öffnung mit dem vom 6. bis 8. Dezember stattfindenden Nikolomarkt, der bereits im 15. Jahrhundert von der Kirche ins Leben gerufen worden war. Weil auswärtige Betreiber von Verkaufsständen in die Stadt kamen, sei damals auch den ansässigen Kaufleuten das Aufsperren erlaubt worden.

Schlechtes Wetter versus komfortables Shoppen: Die EKZs gewinnen.

Salzburg. Der zweite Adventsamstag lockte viele Kunden in die SES-Shopping-Center. Die schlechten Witterungsverhältnisse sowie die Aussicht auf Shoppen im Trockenen beeinflussten viele Kunden bei der Wahl ihrer Einkaufsdestination. „Nach dem bereits erfreulichen Start ins Weihnachtsgeschäft übertraf auch das zweite Adventwochenende unsere Erwartungen“, so SESGeschäftsführer Marcus Wild.

Handelsprofis an der WU Wien zu Gast

Neue Shops in der Shopping City Süd Vösendorf. Das amerikanische Trend-Label Michael Kors eröffnete in der SCS seinen ersten österreichischen Flagship-Store. Fans der LifestyleMarke dürfen sich neben Mode im glamourös-sportlichen Stil auch auf Accessoires, Schuhe und Parfums freuen. Am 11. Dezember eröffnet schließlich noch der bisher größte Primark Store Österreichs in der SCS.

Adventstimmung in Bad Ischl mit vielen Einkaufsmöglichkeiten am 8. Dezember.

„Allianz für den freien Sonntag“ lehnten das Aufsperren kategorisch ab.

Rechtlich unklare Lage Für die Juristen des Landes ist die Rechtslage nicht völlig eindeutig, die Auslegung im Sinne der Tradition aber vertretbar. Im vorliegenden Fall handle es sich „um eine echte, regionale und touristische Traditionsveranstaltung,

die auch ganz klar lokal begrenzt ist“, lautet ihr Argument. Rund ein Drittel der Kaufleute setzt Mitarbeiter ein; diese bekommen dafür doppelten Lohn und einen freien Tag. Quell würde sich „erträumen“, dass pro Jahr an maximal drei Sonn- oder Feiertagen mit Mitarbeitern aufgesperrt werden dürfte, etwa am 15. August aus Anlass des alljährlichen Geburtstagsfests von Kaiser Franz Josef I.  (APA)

© WU

Dass diese Tradition auch 2013 weitergeführt worden war, war laut Monika Quell, der Inhaberin eines Schuhhandels in Bad Ischl und Sprecherin der Kaufmannschaft für den Handel, „sehr gut“. In der Stadt wären viele Menschen unterwegs gewesen, unter ihnen zahlreiche Touristen in Einkaufslaune. Der 7. Dezember sei dagegen eher ruhig verlaufen, so Quell. Sie machte dafür das kalt-nasse Wetter verantwortlich. „Vielleicht haben sich die Kunden auch gedacht, dass sie ohnehin auch am 8. Dezember die Möglichkeit für Einkäufe haben. Die Gewerkschaft hat ja Flugzettel mit ihrer ablehnenden Haltung an alle Haushalte geschickt, gewusst hat es somit jeder.“ Die Gewerkschaft und die

© STMG

Kaufleute vs. Gewerkschaft

Erwin Pellet, Michaela Schuster, Peter Schnedlitz, Eva Lienbacher.

Wien. Der neue WU Campus führt zu besonderen Gipfeltreffen. Bei Peter Schnedlitz zu Gast waren: Alexander Deopito (CEO von Lidl) und der langjährige Generaldirektor von Hofer, Friedhelm Dold. Die Architektur beeindruckte auch das Führungsduo der Sparte Handel der WKW, Erwin Pellet und Michaela Schuster.

Dank einer Initiative des Bundesministeriums für Finanzen wird die Rechnungslegung an den Bund jetzt noch einfacher

Ab 1.1. nur e-Rechnungen an den Bund Das Einsparungspotenzial geht in die Milliarden – es gibt drei Möglichkeiten, „wie’s gemacht wird“. Arbeitsschritte reichen dabei von Ausdruck, Kuvertierung, Adressierung und Übergabe der Rechnung zum postalischen Versand beim Rechnungsaussteller über den Versand an den Empfänger bis zur Aufbereitung, Prüfung und Belegbearbeitung beim Bund. Die gesamte Bearbeitungszeit für eine einzige Rechnung vom Ausdruck beim Rechnungssteller bis zur Zahlung durch den Bund beträgt ohne Transportzeiten durchschnittlich etwa eine Viertelstunde. Einschließlich der Papier-, Ausdruck- und Portokosten verursacht eine einzige Papierrechnung Kosten bis zu zehn Euro!

Verwaltung FÜR Unternehmen

So wird‘s gemacht

BEZAHLTE ANZEIGE

„Mein Ziel ist eine Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen und der Wirtschaft orientiert – und nicht etwa umgekehrt“, erklärt dazu Finanzministerin Dr. Maria Fekter. „Die konsequente Modernisierung staatlicher Strukturen ist mir daher ein besonders Anliegen“, sagt die Finanzministerin weiters. „Daher: Sparen Sie Zeit und Geld – mit der elektronischen Rechnung an den Bund.“

Ab 1. Jänner 2014 generelle Vorgabe Ab Anfang nächsten Jahres wird es daher generelle Pflicht, Rechnungen über Waren und

© Archiv

Profitabel. e-Rechnungen können schneller, effizienter und sicherer erstellt, übermittelt und verarbeitet werden als herkömmliche Papierrechnungen. Fehlerquellen werden minimiert und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter in Unternehmen und der Verwaltung entlastet. Kein Wunder also, dass Studien der Wirtschaftskammer – bei umfassendem Einsatz strukturierter elektronischer Rechnungen (auch von Unternehmen zu Unternehmen) – von einem Nutzenpotenzial von mehreren Milliarden Euro pro Jahr allein innerhalb Österreichs ausgehen!

Unternehmen sparen bares Geld dank e-Rechnungen an den Bund – einfach bei www.usp.gv.at registrieren!

Dienstleistungen an den Bund in strukturierter elektronischer Form einzubringen: Papierrechnungen und Rechnungen, die per E-Mail oder im PDF-Format übermittelt werden, werden nicht anerkannt. Erwünscht und möglich war die Einbringung von e-Rechnungen an den Bund bekanntlich ja schon seit dem 1. Jänner 2013 – und das hat seinen guten Grund. „Die Bundesdienststellen erhalten gegenwärtig

von ihren Lieferanten oder Dienstleistern jährlich rund zwei Millionen Rechnungen, häufig mit mehreren Seiten in Papierform“, erläutert das Finanzministerium. Den mit der Erstellung und dem Versand der Rechnungen ausstellerseitig beschäftigten Mitarbeitern stehen auf der Bundesseite rund 3.000 Personen gegenüber, die mit der Bearbeitung der Rechnungen befasst sind. Die einzelnen

Um elektronische Rechnungen einbringen zu können, ist nur eine einmalige Registrierung am Unternehmensserviceportal (USP – www.usp.gv.at) erforderlich. Danach können die Rechnungen jederzeit über die am USP verfügbare Anwendung „e-Rechnung an den Bund“ erstellt oder – bei Erstellung durch ein eigenes Programm – sofort hochgeladen werden. Als dritte Einbringungsmöglichkeit steht ein Webservice zur Verfügung. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Dienste eines Serviceproviders in Anspruch zu nehmen, der die Erstellung und Übermittlung der e-Rechnung vornimmt. Neben dem Kostenfaktor bildet auch die Prozesssicherheit einen Vorteil, da Papierrechnungen leich-

ter verloren gehen können und Medienbrüche die Gefahr der fehlerhaften Übertragung von einem Medium ins andere in sich bergen. Insgesamt sind bereits 3.400 e-Rechnungen an den Bund von mehr als 300 Unternehmen eingegangen – darunter auch von bekannten Großbetrieben, die teilweise bereits gänzlich auf Papierrechnungen an den Bund verzichten. Zusätzlich wurde ein umfangreicher Testbetrieb erfolgreich durchgeführt.

Österreich als Vorreiter Auch die EU betont die en ormen Sparpotenziale, die durch elektronische Rechnungslegung möglich sind. Österreich ist hier einmal mehr Vorreiter und ist mit seinen hervorragenden technologischen Lösungen bestens auf die Zukunft vorbereitet.

INFOS Das USP ist das zentrale Internetportal der Bundesregierung für Unternehmen. Informationen zu sämtlichen Firmenbereichen erleichtern es, sich in der oft komplexen Behördenwelt zurechtzufinden. Zusätzlich gibt’s hier die wichtigsten E-GovernmentAnwendungen der Bundesverwaltung!


pr odu c t n e ws

Dienstag, 10. Dezember 2013

medianet retail – 39

Nach Bier und Würstel brauchts Bols Honey & Hustenzuckerl Product News Em-eukal Hustenzuckerl, Bols Honey, Watermelon, Lychee und Mango, American Bud und Senninger Würstel.

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Mit den fruchtigen Likören Honey, Watermelon, Lychee und Mango präsentiert Bols – im Vertrieb von Top Spirit – nun weitere Flavours für Cocktailkreationen. Um die österreichischen Barkeeper zu fördern, engagiert sich Top Spirit in der nationalen und internationalen ­Vernetzung der Mix-Profis.

Launch Em-eukal Klassisch und Salbei UVP 1,99 € Wiederverschließbarer Standbeutel Dr. C. Soldan LEH, DFH, Apotheken www.soldan.at

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Launch Bols Honey, Watermelon, Lychee und Mango 0,7 l Top Spirit Fachhandel bolsaroundtheworld.com

JTI Austria in der Vorreiterrolle Tabakproduzent nimmt seine Verantwortung wahr

Launch American Bud 0,33 l Top Spirit LEH, Fachhandel www.budweiser.com

Wiesbauer mit Senninger

Würstel-Könige

Wien. Vor zwei Jahren hat die Wiesbauer Holding AG die in Saalbach beheimatete Metzgerei Senninger übernommen. Nach Investitionen in Produktion und Hygiene erfüllt das kleine Unternehmen heute sämtliche der Qualitätskriterien von Wiesbauer. Das bestätigen Zertifizierungen wie IFS Food, AMA-Gütesiegel und HACCP. Senninger hat sich in der Zwischenzeit zum leistungsstarken WürstelSpezialisten innerhalb der Wiesbauer-Gruppe entwickelt. (red)

Wirtschaftsmotor, Steuerzahler, Partner der mündigen Bürger und Trafiken. Die Tabakbranche ist eine der am härtesten regulierten – Tatsache: Kaum ein anderes legales Genussmittel der Moderne steht derart unter Beobachtung. Eine breite Öffentlichkeit fordert Transparenz und Aufklärung, weit über die üblichen Gesundheitsfragen hinaus. Internationale wie nationale Gesetzgeber, Profiteure der ständig sprudelnden Tabaksteuermilliarden, drehen munter weiter an der Informations- und Verordnungsschraube: ein breites Spannungsfeld und Herausforderung zugleich, für die dahinterstehende Industrie und ihre Partner. Japan Tobacco International, seit sechs Jahren in Österreich in führender Position am Markt präsent, sieht sich hier als Wahrer und Vermittler österreichischer Tabaktradition und transparenter Taktgeber von morgen. Aufklärung und Sicherung von Arbeitsplätzen spielen für den international erfolgreichen Produzenten eine besondere Rolle. Man sei sich der Verpflichtung gegenüber dem mündigen Konsumenten und den Vertriebspartnern, allen voran den Nahversorgern in den Tausenden Trafiken des Landes – nicht zuletzt aber auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern bewusst, betont Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communication bei JTI Austria. „Als Tabakhersteller sind wir stark reglementiert und eingeschränkt.

Transparenz statt verschlossener Türen: Der Tabakkonzern gewährt viele Einblicke.

Der intensive Dialog mit Öffentlichkeit und Politik ist deshalb eine zentrale Funktion und Teil un-

„JTI gehört zu den Marktführern bei Tabakprodukten. In dieser Position tragen wir große Verantwortung.“ RALF-WOLFGANG LOTHERT, HEAD OF CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATION, JTI AUSTRIA

„Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen. Wir sind präsent und stehen Rede und Antwort.“

© JTI

© Wiesbauer

IRIS PERZ, CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATIONS MANAGER, JTI AUSTRIA

Würstel-Kompetenz bei Wiesbauer stammt auch von Senninger-Tochter.

serer Verantwortung.“ Dazu liefert man harte Zahlen und Soft-Facts; auch „grüne“ Fragen zur Tabakpro-

© JTI

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Dialog verstärken, Antworten liefern

© JTI

© Top Spirit (3); Dr. C. Soldan

Top Spirit – die Vertriebstochter von Schlumberger – holt mit dem legendären American Bud die weltweit wahrscheinlich bekannteste Biersorte ins Land der Bierliebhaber und erweitert somit das PremiumSortiment um Bier. American Bud steht für amerikanisches Lebensgefühl und begeistert mit leichtem Geschmack und vollmundigem Abgang.

duktion bleiben nicht ausgespart. Von der eigenen Nabelschau hält auch Iris Perz, Corporate Affairs & Communications Manager, wenig: „Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen als Arbeitsgrundlage“, sagt sie. „Wir sind präsent und stehen Rede und Antwort.“ JTI will diese Unternehmensphilosophie auf sämtlichen Kanälen weiter vorantreiben. Das ausgegebene Ziel des Tabakkonzerns ist ambitioniert: Neben dem reinen Informationstransport soll ein breiter gesellschaftspolitischer Diskurs angestoßen werden.

ÖSTERREICH-TRADITION/ INT. TABAK-MODERNE

Bis 2007 ... Der Tabakkonsum wird auf dem Boden des heutigen Österreich erstmals im 16. Jahrhundert dokumentiert. Im 17. Jahrhundert kommt das Pfeiferauchen in weiten Teilen der Bevölkerung in Mode – in der Folgezeit mutiert die Habsburgermonarchie zu einem der größten Tabaklieferanten Europas. Das Geschäft mit den Rauchwaren, dem neuen Trendgenussmittel, boomt. 1784 wurde durch das Tabakpatent von Joseph II. die Austria Tabak als Staatsund Monopolbetrieb unter der Bezeichnung „Österreichische Tabakregie“ gegründet – und dem Staat eine sprudelnde Steuerquelle erschlossen. Als staatlicher Monopolbetrieb oblag der Austria Tabak die Herstellung und der Verkauf von Tabakwaren – genau 213 Jahre lang. 1997 leitete die Regierung die Teilprivatisierung der Austria Tabak ein, die Vollprivatisierung folgte 2001. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erwarb der britische Tabakkonzern Gallaher die Austria Tabak. Seit 2007... Seit sechs Jahren gehört Austria Tabak zu Japan Tobacco International (JTI). JTI ist eine Tochtergesellschaft von Japan Tobacco Inc., dem heute weltweit drittgrößten internationalen Hersteller von Tabakprodukten. Die Firmenzentrale befindet sich im schweizerischen Genf. JTI wurde 1999 gegründet; zu diesem Zeitpunkt erwarb der Mutterkonzern das amerikanische Tabakunternehmen R. J. Reynolds. 2007 wurde das Tabakunternehmen Gallaher übernommen, seit 2009 sind Rohtabakunternehmen wichtiger Teil der JT-Gruppe. Durch den direkten Kontakt zu den Tabakbauern will man die Belieferung mit qualitativ hochwertigem Rohtabak garantierten. JTI in Zahlen: • 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 69 Ländern • 95 Niederlassungen • 25 Zigarettenfabriken • 6 Forschungs- und Entwicklungszentren • 5 Tabakverarbeitungsanlagen Das umfassende Marken-Portfolio von JTI wird in 120 Ländern vertrieben. In Österreich sind rund 400 Angestellte im Central Office, im Großhandel und in der eigenen F&E-Abteilung beschäftigt. www.jti.com

PROMOTION

Wenn es um Hustenzuckerl geht, fragt man hierzulande genauso wie in Deutschland nach Em-eukal. Erstmals gibt es die zuckerfreien Em-eukal klassisch und Em-eukal Salbei nun im wiederverschließbaren Standbeutel – nicht nur in der Apotheke, sondern auch im gut sortierten LEH.


sh op ta l k

40 – medianet retail

Dienstag, 10. Dezember 2013

Cafe & Co Punsch Bogner Store Innsbruck

© leisure.at/Christian Jobst

1

1

2

3

1. Josef Pröll, Gerald Steger, Andreas Herzog; 2. Michaela Minnich-Toman und Herbert Rieser; 3. Stimmung am Punschstand.

© Bogner

Promis schenken aus für Caritas Mutter-Kind-Heim 2

3

Punsch trinken für den guten Zweck

4

1. Willy Bogner, Patrizia Zoller-Frischauf, Karl Schranz; 2. Egon Zimmermann und Hugo Nindl; 3. Bogner Models; 4. Sven Kueenle, Ernst Hausleitner.

Der Winter kann kommen: Der Bogner Store ist ausgerüstet

Schnee & Eis Top-Sportler Kürzlich wurde der neue Bogner Shop mitten im Zentrum von Innsbruck eröffnet. Auf knapp 300 m� gibt es hier die Kollektionen von Sônia Bogner, Bogner (Woman, Man, Sport und Kids) und Bogner Fire + Ice sowie die Bogner Lizenzkollektionen. „Das Sortiment hier ist generell sportlich ausgerichtet – allen voran mit unseren Kollektionen Bogner Sport und Bogner Fire + Ice, die das Skifahrerherz höher schlagen lassen. Perfekt ergänzt wird sie von unseren Casual Sportswear-Kollektionen Bogner Woman und Man“, sagt Willy Bogner. Hannes Lindinger, Leitung Bogner Vertriebs GmbH Österreich, ergänzt: „Die Eröffnung eines eigenen Stores in Innsbruck ist ein wichtiger Schritt, um in Österreich weiter voranzukommen. Nächstes Jahr planen wir, einen weiteren eigenen Store in Wien zu eröffnen.“ Zur Eröffnung gekommen waren u.a.: die Ex-Skirennläufer Karl Schranz, Hugo Nindl, Egon Zimmermann, Markus Wasmeier, Christian Neureuther und Rosi Mittermaier, Moderator Christian Clerici, Sportkommentator Ernst Hausleitner, Freeskier Sven Kueenle, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. (jm)

Produkt des tages

© Pernod Ricard

© Migros

Kopf des Tages

Hansueli Siber (47) ist zum neuen Leiter des Departements Marketing und in die Generaldirektion des Migros Genossenschafts Bundes gewählt worden. Siber leitet seit vier Jahren im Departement Marketing die Direktion Frische, wie der MGB mitteilte. Der 47-jährige Sohn einer Metzgerfamilie aus dem Zürcher Unterland hat eine Lehre als Fleischfachmann absolviert, später Ökonomie studiert und war bei verschiedenen nationalen und internationalen Handels- und Produktionsunternehmen tätig. Den Einstieg in den Detailhandel fand er vor über 20 Jahren bei der Denner AG, die heute zur Migros-Gruppe gehört.

Gastgeber des Abends: Willy Bogner.

Erlesen Vor dem café+co Café am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz im 2. Wiener Gemeindebezirk laden die café+co Café-Geschäftsführer Michaela Minnich-Toman und Herbert Rieser allabendlich von 16 bis 20 Uhr zum punschigen Tagesausklang, mit dem die Gäste auch gleich Gutes tun können. Mit den Einnahmen werden die Caritas Mutter-Kind-Häuser „Luise“ und „Immanuel“ von Schirmherrin Gabriele Pröll unterstützt. In den Dienst der guten Sache stellen sich auch zahlreiche Prominente wie Caritas-Präsident Michael Landau, café+co International Holding-CEO Gerald Steger, Schauspielerin Kristina Sprenger, Skistar Michaela Dorfmeister oder Comedian Ciro de Luca, die hinter der Theke heißen Punsch und eine Portion vorweihnachtlichen Charme servieren. Den Auftakt machten Leipnik Lundenburger Invest AGVorstandsvorsitzender Josef Pröll und Fußballer Andreas Herzog und serH.O.M.E.D.E.P.O.T. 2014: vierten den zahlreichen Gäs12. bis 14.03: 14.00–19.30 Uhr, ten den wohl beliebtesten 15. & 16.03:, 12.00–19.00 Uhr; Drink der Vorweihnachtszeit. Semperdepot, Atelierhaus der „Punsch-Ausschenken erforAkademie der bildenden Künste dert fast so viel Koordination Wien, 1060 Wien wie ein guter Pass am Rasen“, schmunzelte Herzog.  (red)

21.575

Besondere Verpackung The Glenlivet 12 ist nunmehr in einer hochwertigen Geschenkverpackung erhältlich. Diesen Scotch Whisky zeichnet aus, dass das Malz seit über 30 Jahren von den gleichen Bauern gekauft wird. Wie es die Tradition vorschreibt, sind die Gärbottiche aus Oregon Kieferholz und geben dem Whisky seine ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen. Der Whisky wird 12 Jahre lang in besonderen Eichenfässern gelagert. Jetzt wird Glenlivet 12 passend in einem Geschenkkarton mit fühlbar seidenweicher Oberfläche, Goldfolie und Lackoptik ­präsentiert.  www.pernod -ricard-austria.com.

LADEN-HÜTERIN

Weihnachtsscheine kriegen Beine Alexandra Binder

W

enn mein Weihnachtsgeld Füße bekommt, dann läuft es gern in exquisite Boutiquen. Weltrekorde rennt es aber nur, wenn der Preis stimmig ist. Weswegen es gern Abverkaufsankündigungen folgt. Zuletzt der von Max Well. Es hätte so schön werden können. Wenn man dort Abverkaufs-Kundinnen bloß mögen würde. Tut man aber offenbar nicht. Lieber umgarnt man Prosecco-schlürfende, in Clooneys Kaffee-Satz wandelnde Dämchen, die die KlischeeKreditkarte ihres besten Stücks einstecken haben. Angesichts von ,Schnäppchen‘-Jägerinnen ist´s ganz schnell aus mit der auf der Website angekündigten „einfühlsamen Beratung“ und dem „exquisitem Shopping-Erlebnis“ bei „Kaffee oder einem Glas Sekt“. Man darf sich allein zum Dodl suchen wie ich jüngst in Hietzing, weil reguläre zwischen Abverkaufsware hängt und sich Letztere nur durch eine kleine Ziffer auf dem Etikett bemerkbar macht. Mein Weihnachtsgeld hat schneller die Tür in die Hand genommen als ich und ist beim naheliegenden Sisley reingestürmt. Welch Wohltat: angenehmes Ambiente, kein Gesicht-Verziehen bei der Frage nach dem Abverkauf, TopBeratung und sehr ehrliches Feedback. Mein Weihnachtsgeld trällerte Jingle-Bells, bevor es in die Kasse hüpfte. a.binder@medianet.at

Die z a hl m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Worauf geschaut wird Österreichweit gibt es 21.575 landwirtschaftliche Bio-Betriebe, die hauptsächlich in der Lebensmittelproduktion tätig sind.


Medianet1012