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13. JahrganG NO. 1701

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dienstag, 8. oktober 2013

TREVISION

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Digital Lifestyle: nicht nur bei Zweibeinern, sondern auch bei Vierbeinern populär Seite 4/5

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27.10.2005

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preise „auf schiene“

Rail Ad 2013 mit noch mehr Einreichungen als im Vorjahr. Alles zu den Siegern  Seite 8

© Hypo Tirol Bank

© Mario Tino

animalisch digital

© mn/Szene1/M. Fellner

www.trevision.at Jederzeit und überall

Ubiquitär, universal und unverwechselbar: Das ist der Handel der Zukunft  Seite 32

Umfrage „Vertrauen in Werbung“ Printanzeigen sind in Österreich heuer in die Top 5 vorgerückt

Zeitungsinserate werden wieder ernst genommen

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inhalt

prime news & market watch > „Green Bridge“ in Astana  3 > Kommentar von Rudolf J. Melzer, IFWK  6

© medianet/Szene1/Christian Mikes

marketing & media

> Direct Response-Guru Michel Kroell im Talk  > Schwerpunkt „CRM“ 

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© Koelnmesse

© EPA/Michael Thomas/HAZ

bs special bzw. retail > Online-Handel in Österreich wächst dramatisch  33

Print hat Gewicht – auch, wenn es nicht um Erpressung und Entführung geht ... (Bild: „Drohbrief“ zum Diebstahl des goldenen Leibnizkekses – „Krümelgate“).

> Trends der Anuga 2013: Von Bio bis Convenience  34 specials

> druck & papier: Ökologie macht ordentlich Druck13–24 > marktforschung: So tickt heute der Konsument  25–30

medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

Good News für die Zeitungsverleger verstecken sich in den Österreich-Ergebnissen einer Nielsen Global Survey: Die Hälfte der österreichischen Befragten hat Vertrauen in Zeitungsanzeigen – vs. 2011 ist das ein sattes Plus von 21 Prozentpunkten. Sie zählen damit zu den Top 5 der vertrauenswürdigsten Werbeformate.  Seite 2

Unser internationales Netzwerk für Ihren geschäftlichen Erfolg Veranstaltungstipp: Standards around the world Destination: USA – ASTM International 5. November 2013, 14:00 Uhr Austrian Standards Meeting Center Heinestraße 38 | 1020 Wien Melden Sie sich jetzt an unter: www.austrian-standards.at/ around-the-world


C OV E R

2 – medianet

Dienstag, 8. Oktober 2013

Umfrage Nielsen erforschte in einer groß angelegten Umfrage das Thema „Vertrauen in Werbung“

Die Werbe-Skepsis der Österreicher nimmt ab Zeitungswerbung zählt neuerdings zu den Top 5 der vertrauenswürdigsten Werbeformate in Österreich.

Ganz vorn: Empfehlungen Ein weiteres Resultat: Die Österreicher haben heute wesentlich mehr Vertrauen in Werbung als noch vor zwei Jahren. Das ist das Ergebnis der globalen Online-Umfrage von Nielsen zum Thema „Vertrauen in Werbung“, die zwischen Februar und März 2013 (also noch vor der Hochphase der Wahlkampfwerbung) durchgeführt wurde. Auch das Vertrauen gegenüber Magazin- und Radiowerbung (jeweils plus 20 Prozentpunkte), TVWerbung (plus 18 Prozentpunkte), Kinowerbung und Produktplatzierungen in TV-Programmen (jeweils plus 17 Prozentpunkte) ist seit 2011 gestiegen. Sponsoring und Außenwerbung halten ebenfalls wesentlich mehr Österreicher für glaubwürdig als noch vor zwei Jahren. Im Vertrauensranking aller Werbemaßnahmen sind diese allerdings eher im Mittelfeld angesiedelt. Die Online- und mobile Werbung hat an Vertrauen gewonnen, jedoch reichen die meisten Formate nicht an die Akzeptanz der klassischen Werbung heran – mit einer Ausnahme: Markenauftritte im Internet genießen bei den Österreichern ein hohes Ansehen. Von allen bezahlten Online-Formaten werden Webseiten am meisten akzeptiert. Webauftritte von Unternehmen haben gegenüber 2011 14 Prozentpunkte dazugewonnen und finden sich im Vertrauensranking auf Platz vier. „Markenverantwortliche sollte es positiv stimmen, dass ihre Unter-

„Markenverantwortliche sollte es ­positiv stimmen, dass ihre Unternehmens­ webseiten zu den ­Werbeformen zählen, denen die Konsumenten am meisten vertrauen.“ andreas Leisi, Nielsen Alpine

© APA/Harald Schneider

Wien. Ein Wahljahr ist in Sachen Werbeaufkommen für die Marktforscher immer schwierig einzuschätzen: Die Ausgaben der wahlwerbenden Parteien bringen in jedem Fall die Vergleichszahlen auch für aufmerksame Beobachter durcheinander. Dies ließen auch die Marktforscher von Focus bei der Präsentation der Zahlen für den Werbemarkt im dritten Quartal 2013 durchklingen, die Ende September veröffentlicht wurden. Demnach ist der Werbemarkt von Jänner bis August zwar um 3,9% gewachsen, im August gab es aber einen Rückgang um 0,5%. Angesichts des wahlkampfbedingten „Werbe-Hypes“ im Sommer könnten sich Unternehmen bei der Werbung zurückgehalten haben, interpretierte demnach auch Geschäftsführer Klaus Fessel den kleinen Einbruch. Besonders stark zugelegt hatten von Jänner bis August u.a. Online- und ORFTV-Werbung. Rückgänge gab es dagegen u.a. im ORF-Hörfunk und bei Inseraten in Magazinen. Die Zeitungsinserate blieben mit einem Plus von zwei Prozent unter dem durchschnittlichen Wachstum. Erfreuliche Nachrichten für die Zeitungsverleger haben jetzt die Medien- und Marktforscher von Nielsen: Laut deren aktuellster Umfrage hat die Hälfte der österreichischen Befragten Vertrauen in Zeitungsanzeigen – gegenüber 2011 ist das ein beachtliches Plus von 21 Prozentpunkten. Zeitungswerbung zählt damit neuerdings zu den Top 5 der vertrauenswürdigsten Werbeformate in Österreich.

© A.C. Nielsen

sabine bretschneider

Die Ausgaben der wahlwerbenden Parteien hatten zuletzt die Focus-Werbestatistik etwas durcheinandergebracht. Die aktuellen Ergebnisse der Nielsen-Umfrage (siehe Grafik) jedenfalls belegen, dass die Österreicher im Jahr 2013 der Werbung mehr Vertrauen entgegenbringen, als dies noch vor zwei Jahren der Fall war. Sie wurde allerdings im Februar und März dieses Jahres durchgeführt – will heißen: noch vor dem Einsetzen des Werbe-Tsunamis zur Nationalratswahl.

nehmenswebseiten zu den Werbeformen zählen, denen die Konsumenten am meisten vertrauen“, sagt Andreas Leisi, Market Leader Nielsen Alpine. „Es zeigt sich, dass es Unternehmen im Internet gelingt, ihre Markenbotschaften auf eine Art und Weise zu vermitteln, die von den Verbrauchern als glaubwürdig wahrgenommen wird.“ Diese Glaubwürdigkeit sei eine entscheidende Komponente hinsichtlich der Wirkung, die eine Werbemaßnahme beim Verbraucher entfaltet.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten (85%) vertraut nach wie vor den Empfehlungen von Familie, Freunden oder Bekannten, wenn auch der Anteil gegenüber 2011 leicht gesunken ist. Damals gaben noch 91% an, auf Empfehlungen zu vertrauen. Auch auf die Online-Kommentare von anderen Verbrauchern und redaktionelle Informationen, etwa in Form von Zeitungsartikeln, legen die Österreicher Wert. Die eigentliche Kaufentscheidung steht jedoch nicht immer in

direkter Relation zu dem Vertrauen, das ein Werbeformat genießt. So vertrauen lediglich 33% der Österreicher Firmen-E-Mails, die sie abonniert haben; 48% geben jedoch an, dass diese sie zum Handeln verleiten können.

Humor & Lebensnähe ziehen „Das Vertrauen der Österreicher in die Zukunft ist Anfang dieses Jahres leicht gestiegen, nachdem es vorher kontinuierlich bergab ging. Das hat sich positiv auf die

Akzeptanz von Werbung ausgewirkt“, erläutert Leisi. „Doch wird es immer auch andere Faktoren geben, die zu einer Kaufentscheidung führen, etwa die emotionale Ansprache des Kunden oder preisliche Argumente.“ Letztendlich zählt daher auch, auf welche Art und Weise und mit welchen Themen Unternehmen die Verbraucher ansprechen: Mit 63% schätzen die meisten Österreicher vor allem humorvolle Werbung. Aber auch „lebensechte“ Situationen (55%), Gesundheits- und Familienthemen (33 bzw. 32%) sowie Werbung mit Tieren sprechen die Verbraucher an – tendenziell allerdings mehr Frauen als Männer. Insgesamt beteiligten sich in Österreich mehr als 500 Verbraucher an der Umfrage, weltweit waren es 29.000. Innerhalb der EU ergibt sich ein ähnliches Bild wie in Österreich: Auch hier hat in den vergangenen zwei Jahren die Glaubwürdigkeit der verschiedenen Werbeformate insgesamt zugenommen. Ein markanter Unterschied: Abonnierte E-Mail-Newsletter von Firmen genießen in der EU ein höheres Vertrauen als in Österreich. Die Werbebotschaften per E-Mail motivieren Konsumenten europaweit zudem am stärksten zum Einkaufen – nur die TV-Werbung erzielt eine größere Resonanz.

zur umfrage Die Online-Umfrage von Nielsen zum Thema „Vertrauen in Werbung“ fand zwischen 18. Februar und 8. März 2013 statt. Dabei hat Nielsen mehr als 29.000 regelmäßige Internetnutzer in 58 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Sie basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land; damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60% der Bevölkerung oder zehn Mio. Menschen einen Internetzugang haben. Die Nielsen Global Survey, die auch die globale Umfrage zum Verbrauchervertrauen beinhaltet, wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.  www.nielsen.com


Prime News

Dienstag, 8. Oktober 2013

Baustart: Erweiterung der Swarovski-Kristallwelten Wattens. Die Swarovski-Kristallwelten, eine der erfolgreichsten Sehenswürdigkeiten Österreichs, werden ab Oktober mit einer Gesamtinvestitionssumme von 34 Mio. € erweitert. Die Fläche wird von bisher 3,5 ha in den kommenden rund eineinhalb Jahren auf mehr als das Doppelte ausgedehnt. Die Eröffnung ist für Frühsommer 2015 geplant. Im Mittelpunkt der Erweiterung stehen u.a. der Ausbau des Familienangebots, Kulinarik, Ankunftsgebäude und Shoppingbereich.  (red)

„Grünes“ Treffen in Astana Ziele der Green Bridge-Initiative: Austausch von Wissen und Technologien, Kooperationen und Finanzhilfe. Wien. In Kasachstans Hauptstadt Astana ging kürzlich eine internationale Konferenz zum Thema „Green Bridge Partnership Programme (GBPP)“ und zur Expo 2017 über die Bühne. Zu den Vortragenden zählte etwa der frühere deutsche Vizekanzler Joschka Fischer und Rae Kwon Chung, Direktor der Umwelt- und Entwicklungsabteilung der United Nations Economic and Social Commission for Asia and the Pacific (ESCAP). Österreich war durch Nebojsa Nakicenovic, Ordinarius für Energiewirtschaft an der TU Wien, stv. Direktor am Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse

(IIASA) und Direktor der Globalen Energie Studie (Global Energy Assessment, GEA) vertreten.

Wissensaustausch Im Zentrum des Diskussionen stand die „Green Economy“. Die Teilnehmer kamen aus internationalen Organisationen und Unternehmen aus dem zentralasiatischen Raum und der Europäischen Union. Ziele der Green Bridge-Initiative sind der Austausch von Wissen und Technologien, Kooperationen und Finanzhilfe – um letztlich, so die Veranstalter vom kasachischem Umweltministerium und Entwick-

lungsprogramm der Vereinten Nationen, den kontinuierlichen Übergang zu „Green Economies“ in der zentralasiatischen Region zu vollziehen. Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war die Expo 2017, die in Astana stattfinden wird – eine Plattform für den Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der alternativen Energieformen. Erklärtes Ziel des Erdölförderstaats Kasachstan ist der zunehmende Ausbau alternativer Energieformen. Bis 2050 soll demnach der Anteil der Erneuerbaren Energien 50% erreichen.  http://gbpp.org/

Auch Joschka Fischer (ehem. dt. Grünen-Spitzenpolitiker) referierte in Astana.

© Immofinanz

Buwog: Vitus Eckert wird Aufsichtsratschef

Green Bridge Internationale Konferenz in der kasachischen Hauptstadt zum Bereich der „Green Economies“

© EPA/Maciej Kulczynski

SHORT

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Eckert (Bild) folgt Daniel Riedl als Aufsichtsratschef der Immofirma Buwog.

Wien. Vitus Eckert wird Aufsichtsratschef der Immobilienfirma Buwog, die 2014 an die Frankfurter Börse gebracht werden soll. Der bisherige Aufsichtsratschef Daniel Riedl wechselt, wie bei der Immofinanz-Hauptversammlung bekannt gegeben, in die Geschäftsführung und wird ab dem Börsengang CEO des Unternehmens. Riedl leitete die Immofinanz-Tochter Buwog bereits 2004–2012. (APA)

Jungunternehmertag ’13: Lernen als Triebfeder Wien. „Lernen als Triebfeder zum Erfolg – vom neugierigen Menschen zum lernenden Unternehmer“ ist das Motto des „Jungunternehmertag 2013“. Geboten werden u.a. Verkaufs-, Steuer- und Buchhaltungstipps sowie die Möglichkeit, Behördengänge für die Unternehmensgründung vor Ort zu erledigen. Der Jungunternehmertag findet am 22. Oktober im Messe Wien Congress statt.  (red)

© T-Mobile

T-Mobile bringt jetzt LTE auf Smartphones

Berthold Frech, T-Mobile: Bis zu 100 Mbit/s Down- & 50 Mbit/s Upload-Tempo.

Wien. Der neue Mobilfunkstandard LTE ist beim Mobilfunkanbieter T-Mobile Austria ab sofort auch mit Smartphones nutzbar. „Damit können T-Mobile Kunden mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde Downund 50 Mbit pro Sekunde UploadGeschwindigkeit surfen“, sagt Berthold Frech, Geschäftsführer Consumer bei T-Mobile Austria. LTE-fähige Geräte sind u.a. das Samsung Galaxy Note 3, S4, Sony Xperia Z, Z1 und SP sowie das HTC One. „Die Kunden könnten LTE-Speed mit entsprechendem Tarif oder Zusatzoption mittels Software-Update „in Kürze verwenden“. Informationen dazu: www.t-mobile.at  (red) MA57_Heimwerker_FInal_130815.indd 28

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f e at u r e

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Dienstag, 8. Oktober 2013

feature@medianet.at

Animalisch digital Heimtierbranche Technologisch innovative Gadgets und Apps erleichtern das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier

Digital Lifestyle wird zunehmend nicht nur für Zweibeiner, sondern auch für ihre vierbeinigen Lieblinge populär. Ob Katzenspiele am Tablet, Apps fürs Gesundheitsmanagement oder der speziell für Hunde angelegte Kanal im Fernsehen – die Industrie boomt und bringt fast täglich neue Ideen hervor.

D

ie eigentlichen technologischen Innovationen in diesem Jahr wurden nicht etwa auf der „Ifa“ in Berlin vorgestellt, sondern bereits im April in einer Pressemitteilung von Sony. Zielgruppe der neuen Produktreihe sind nicht Zweibeiner, sondern deren vierbeinige Begleiter. Auch sie wollen und sollen noch besser kommunizieren und medial genießen. Sony macht es möglich: Die „Pet Performance“-Reihe wurde für „aktive Personen und Haustiere“ entwickelt. Dazu gehört unter anderem der K9-55 Fernseher, der wasserfest und mit der pfotenfreundlichen Fernbedienung „Woof-Control“ ausgestattet ist. Durch eine Skype-Taste ist Herrchen oder Frauchen mit einem Click erreichbar. Selbstverständlich unterstützt das Hightechgerät hundespezifische Frequenzen. Die „Tech for Pets“-Serie umfasst darüber hinaus noch Kopfhörer für Katzen und Musikboxen für ein Hamsterrad. Es wird also digitaler bei den Haustieren, auch wenn wir auf die vorgestellte Produktserie leider noch etwas warten müssen. Sony hat diese erstmal nur als Aprilscherz sozusagen „ange­testet“. Zwar umfasst die mediale Ausstattung von Hund und Katze zuhause noch keinen eigenen Fernseher oder mp3-Player, dennoch gestaltet sich der Alltag von Tier und Halter zunehmend digital. In einem Land, das mehr Handys als Zahnbürsten aufweisen kann, wird die Vorstellung, ohne Handy und Internet auskommen zu müssen, für viele eine Horrorvorstellung. Beruf und Privatleben können dank digitaler Unterstützung immer einfacher unterwegs organisiert und gemanagt werden. Das gilt auch für das Leben mit Haustier.

App-Hilfe für Hundehalter Mit einer wachsenden Smartphonedichte differenziert sich das Angebot an Apps besonders für Hundehalter aus. Vieles darunter ist herrlich unnütz, wie beispielsweise „Sweet Talking Puppy“, ein kleiner digitaler Welpe, der alles nachspricht, was man ihm „beibringt“, oder ÜbersetzungsApps wie der „Dog Translator“, der Doggish in Deutsch verwandelt und damit zur Verständigung von Zwei- und Vierbeinern beiträgt. Wer es ernster und hilfreicher mag,

bekommt eine Reihe Apps, die als digitaler Wegweiser den Alltag mit Hund vereinfachen. „Dogs Places“ ist sozusagen das „Around me“ für den Alltag mit Hund. Von Parks und Wiesen über Tierläden bis zu lokalen Tierärzten werden hier alle relevanten Informationen und Orte mit „Schwanzwedel-Garantie“ aggregiert. Während sich schon Reiseagenturen auf die Urlaubsplanung mit Hund spezialisiert haben, bietet die „Hundestrände“-App, die mehr als 160 ausgewiesene Strände auflistet, einen guten Überblick für den Wochenendausflug. Aber auch für die unangenehmen Seiten des Hundelebens gibt es Abhilfe per Smartphone: Via GPS meldet der „Zeckenprotektor“ beispielsweise Zeckenaufkommen in bestimmten Regionen. Beim „Giftköderradar“ informieren sich bereits mehr als 50.000 Hundehalter per App über ausgelegte Fallen.

Kollege neben ihm heute schon mehr Kilometer hinter sich hat, aber Herrchen erfreut sich am Datenabgleich. Für all jene, die dieses Produkt als absolute Nische für Gadgetsnerds abtun: Die FitBarkGründer haben über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter 80.806

a n t j e s c h ü n e ma n n Trendexpertin und ­Innovationsenthusiastin http://about.me/antje81

© Mario Tino

Antje Schünemann

Die Gesundheit managen Aktives Gesundheitsmanagement, sozusagen der persönliche Gesundheitscheck mithilfe des Handys, ist längst keine Nische mehr. Laut Branchenverband Bitkom gibt es ca. 15.000 GesundheitsApps auf dem deutschen Markt. In UK ist man schon so weit, dass die Gesundheitsbehörde eine Liste mit all jenen Apps veröffentlicht hat, die sie für empfehlenswert hält. Die „Quantified Self“-Bewegung, d.h. alle jene, die Lust auf Selbstvermessung des Lebens und Kontrolle über die eigene körperliche und geistige Leistungsfähigkeit haben wollen, trägt wesentlich zum Boom der Tracking-Apps bei. Angebote für Vierbeiner rücken selbstverständlich nach. „FitBark“ gehört dazu, ein Fitness-Tracker, der nicht nur vom Namen her an den für Menschen entwickelten „FitBit“ erinnert, also sozusagen eine Art Nike Fuel Band für Hunde. Die Idee dahinter: Hundebesitzer können nachverfolgen, wie viel Auslauf ihr Hund über den Tag hatte. Der kleine Apparat sieht aus wie ein Knochen und wird am Halsband des Hundes angebracht. Die Daten können dann über eine App in Form von Graphen und Bewegungsabläufen getracket und mit anderen Hundehaltern ver­ glichen werden. Wie man bekanntlich von Nike Plus weiß, belebt Konkurrenz die eigene Sportlichkeit. Dem Hund mag sicher ganz egal sein, ob der

Dem Hund mag sicher ganz egal sein, ob der ­Kollege neben ihm heute schon mehr Kilometer hinter sich hat, aber Herrchen erfreut sich am Daten­abgleich.“ Dollar, statt der benötigten 35.000 Dollar erzielt. Für den Preis von 99 Dollar wird der kleine Tracker bald in den USA erhältlich sein. Im Zuge von Übergewichtsproblemen bei Haustieren rückt die Tracking-Idee zudem in einen nützlichen Kontext. Aus einer Spielerei könnte für alle jene Tierbesitzer, die Probleme haben, die richtige Nahrung in der erforderlichen Menge zu füttern, ein wertvolles Trainingstool werden.

Anwesend ohne hier zu sein In einem stärker flexibilisierten Alltag sind Angebote willkommen, die Komplexität reduzieren und Zeit sparen. Für die Heimtierhaltung heißt das, dass Füttern, Belohnungen oder Entertainment

digital gestützt, von unterwegs erledigt werden können. Die Zukunft der Fütterung heißt laut einiger neuer Anbieter „Wireless Feeding“. Ein kalifornisches Start-up hat Pintofeed entwickelt, ein intelligenter Futterautomat, der über das Smartphone gesteuert werden kann. Für 179 Dollar lassen sich einzelne Fütterungen aus der Ferne temporär überbrücken. Besitzer werden bei Problemen automatisch per SMS, Twitter oder Mail verständigt. Alle Daten über Uhrzeit und Menge des verzehrten Futters werden festgehalten und liefern dem Besitzer einen besseren Überblick über Kalorienzufuhr und Vorlieben ihrer Vierbeiner, auch wenn sie nicht vor Ort sind.

Tier allein zu Hause Mit dem Tier kommunizieren, ohne Zuhause zu sein, ist die Idee von PetziConnect von der Firma Petzilla – eine Art Skype für Tiere. Es besteht aus einem Mikrofon, einer Kamera und einem Snack-Dispenser, die durch Wifi aus der Ferne mit einem Computer oder Smartphone aktiviert werden können. Das heißt: Auch ohne physische Präsenz des Tierhalters kann dieser Fotos machen, Snacks verteilen und gleichzeitig alle Momente direkt auf Facebook hochladen. Im Idealfall jedoch teilen Besitzer und Haustier möglichst viel Zeit miteinander, statt trotz Ortsabwesenheit Nähe simulieren zu müssen. Auch für die gemeinsamen Momente gibt es digitale Angebote. Mit dem Launch des ersten Apple iPads 2010 entstanden auf YouTube zahlreiche amüsante Videos, in denen Kleinkinder sehr selbstverständlich und souverän mit dem neuen Medium umgingen. Und nicht nur kinderleicht , sondern auch „katzenleicht“ könnte man den Tablets als Attribut zuschreiben. Denn einige Katzen begeisterten sich für die einfachen Unterhaltungsspiele genauso wie Zweibeiner. Toll, wenn Unternehmen so etwas schnell für sich nutzen und kommunikativ reagieren. Purina dachte sich wohl, Katzen sollten lieber ihre eigenen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Spiele bekommen, als sich mit denen ihrer Besitzer auseinanderzusetzen. Mit „Cat Fishing,“ oder „Tasty Treasure Hunt“ haben sie katzenfreundliche Unterhaltungsangebote auf den Markt gebracht und Katzenbesitzer mit ihren auf YouTube hochgela-

denen Filmen zugleich in Markenbotschafter verwandelt.

Spartenkanal für Hunde Während die Medienlandschaft über die relevanten Kommunikationskanäle der Zukunft diskutiert und das Fernsehen schon als Medium mit schwindender Bedeutung für die junge Zielgruppe gilt, rücken neue Zuschauer auf die Agenda: In den USA sorgt ein Spartenkanal für Hunde für Verwunderung und Schlagzeilen; Ron Levi, der Gründer des 24/7 Dog TV, hat, basierend auf langjähriger Forschung, einen Kanal nur für Hunde entwickelt. Doch was sehen Hunde gern? Tierfilme? Die Inhalte, die auf Dog TV laufen, sind eher stimmungsbasiert. „Relaxation“ soll entspannen und die, die weniger gern allein Zuhause bleiben, beruhigen. „Stimulation“ wiederum sorgt mit animierten 3D-Bällen für mehr Spieltrieb. Es scheint, als seien Smartphone, Tablet und Internetzugang nicht mehr nur Bestandteil des Menschen und seines Alltags, sondern zukünftig auch nicht mehr aus dem Leben der Vierbeiner wegzudenken. Doch bei aller Unentbehrlichkeit von Internet und Smartphones: Wie Umfragen belegen, wächst als Gegentrend auch die Sehnsucht nach analogen „Gegenwelten“.

Digitale Entgiftung KitKat initiierte letztes Jahr sogenannte No-Wifi-Zones im urbanen Raum, um zu einer OfflinePause einzuladen, statt die Daueronline-Präsenz zu fördern. In den USA bieten Wochenendseminare „Digital Detox“ an, Entgiftung für alle jene, die nicht selbst die Kraft finden, sich von Dauerkommunikation und Permanent-Updates zu lösen. Was heißt das für die MenschTier-Beziehung? Die Tatsache, dass japanische Katzencafés inzwischen europäische Nachahmer bekommen, macht deutlich: Haustiere sind nicht nur guter Freund und Begleiter, sondern können auch zur körperlichen und mentalen Entschleunigung beitragen. Das heißt im Klartext: Smartphone und entsprechende Apps verwenden, um die Hundewiese rauszusuchen, dann aber lieber zu 100% Wiesenvergnügen mit dem Hund überzuleiten – Handy und andere Störfaktoren lieber ausschalten, um wirklich abzuschalten ...


Dienstag, 8. Oktober 2013

f e at u r e feature@medianet.at

Derzeit werden zwar noch keine speziell auf Hunde-Bedürfnisse abgestimmten Kopfhörer oder MP3-Player angeboten, dennoch gestaltet sich der Alltag von Mensch und Tier zunehmend digital.

© Panthermedia.net/Javier Brosch

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the opinion

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Die gute Nachricht an den Anfang: Wenn Sie bisher dachten, dass Sie für die typischen Fragen eines Dreijährigen – Warum ist der Himmel blau? Woraus bestehen Wolken? – durchaus gewappnet sind, dürfen Sie jetzt zu zweifeln beginnen: Wissenschafter der Unis Wien und Innsbruck enträtselten jetzt nämlich die Wolkenbildung. Wasserdampf, das kann man bei Bedarf nachlesen, kondensiert nicht einfach zu Tröpfchen, dann zu Wolken, wie man bis dato meinen konnte. Sondern: Es braucht dafür winzige Teilchen – Aerosole –, an denen sich die Wassermoleküle anlagern können, etc. etc. ... Details können Sie in den Fachjournalen Nature und PNAS erforschen. Wir machen weiter mit vermeintlichen Selbstverständlichkeiten: Krankenversicherungen für alle Bürger eines Erste-Welt-Landes. Die Verwaltung der Vereinigten Staaten liegt bekanntlich derzeit auf Eis, weil die Republikaner aus Protest gegen Obamacare, die staatlich geförderte Krankenversicherung für rund 40 Millionen unversicherte US-Bürger, das Budget blockieren.

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Modernes Teufelswerk „Allwissend bin ich nicht; doch viel ist mir bewusst“ (Faust I, Mephisto). „Obamacare“ oder die Kommunikationsdefizite im Mutterland des modernen Marketings. sabine bretschneider

Zwar legt der Ansturm auf die Website, die die Versicherungsangebote präsentiert, derzeit die Server lahm, was einen gewissen Bedarf impliziert. Dennoch können sich die Republikaner in ihrem Widerstand auf das Volk berufen. Denn, so berichtet die FAZ über eine Umfrage für NBC und Wall Street Journal,

45 Prozent der Amerikaner erwarten von Obamacare „negative Folgen für das Land“. 23 Prozent versprechen sich Verbesserungen – und: Sieben von zehn geben zu, nicht zu begreifen, worum es bei Obamacare eigentlich geht. Dazu passt, dass ein US-TV-Komödiant in einer Straßenbefragung ermit-

telte, dass die Passanten Obamacare für „sozialistisch“ und „antiamerikanisch“ halten, jedoch das „Affordable Care“-Gesetz „sehr gute Neuerungen wie etwa das Verbot, Menschen wegen Vorerkrankungen abzulehnen“, bringe. Es ging um ein und dasselbe Gesetz, einmal von den Republikanern als Teufelswerk punziert, einmal bei seinem offiziellen Namen genannt (Die Welt, Sonntagsausgabe). Wirklich bestürzend ist, dass auch bei den Bedürftigen, für die diese Reform vital notwendig ist, der Wissenstand gering ist – in einer Nation, die den Mainstream und dessen Export in alle Länder dieser Erde quasi erfunden hat, im Mutterland des modernen Marketings (um an dieser Stelle auch ein bissl zu gendern). Obwohl, die Sache mit den Wolken hat sich auch noch nicht herumgesprochen.

Gastkommentar „Datagate“: US-Firmen unter Druck

Rechtsunsicherheit in der Cloud

zitat des ta g es Franz Vranitzky, ehem. Bundeskanzler & SPÖ-Bundesparteivorsitzender

Schon bisher waren US-Anbieter aufgrund der Diskussionen um den „Patriot Act“ in schwerem Erklärungsnotstand. Anhand dieses Konvoluts an „Antiterror“-Sonderbefugnissen, das nach 9/11 verabschiedet und seither immer wieder verlängert und modifiziert wurde, können amerikanische Behörden jeden US-Provider zwingen, ihnen Einblick in ihre Kundendaten zu gewähren, selbst wenn diese bei Tochterfirmen außerhalb der USA gespeichert sind. Besonders alarmierend: Die vor Kurzem aufgeflogene Bespitzelungsorgie der NSA basiert nicht einmal auf dem grundrechtlich ohnehin schwer bedenklichen Patriot Act, sondern findet – wenn die Aussagen Snowdens stimmen – komplett im rechtsleeren Raum statt. Und die US-IT- und Internetfirmen von Microsoft und Google, über Apple und Facebook bis AOL, öffnen dem Geheimdienst willfährig ihre Firewalls. Mit der US-Regierung, die ihnen immense Steuererleichterungen gewährt, um sie im internationalen Wettbewerb zu subventionieren, will man es sich schließlich nicht verscherzen. Die EU will der Rechtsunsicherheit, die rund um Cloud „Ein schmerzhafter wirtComputing herrscht, unter anderem mit einer deutlich verschärften, europaweit rechtsverbindlichen Datenschaftlicher Schaden ist schutzverordnung (zurzeit in Brüssel in Begutachtung) entgegentreten. Der Rückzug auf den kleinsten EU-Nenwohl die einzige Channer – das zahnlose irische Datenschutzrecht – soll damit nicht mehr möglich sein. Nicht zufällig haben viele USce, die USA im ‚Kampf Internetkonzerne – angefangen bei Facebook – ihr Europa-Hauptquartier auf der grünen Insel aufgeschlagen. gegen den Terror‘ Unter anderem räumt die Verordnung dem EU-Recht absoluten Vorrang gegenüber Rechtsnormen in Drittstaaten wieder auf den Boden (wie dem Patriot Act) ein. Ob das auch die NSA kümmern wird, ist allerdings mehr als fraglich.

Es besteht in Österreich die ­Tendenz, Innovation als letztes Glied in ­einer Kette zu ­sehen, ­deren erstes Glied die öffentliche ­Förderung ist. www.zitate . at

heute im special

Ol iver D worak , Au s tro -papier , s. 1 4

© NP Druck

Bester Schutz: US-Anbieter meiden

„Wir sind beim EU Eco­ label das erste Unternehmen Österreichs, das dieses Zertifikat für Rollen-, Bogen- und Zeitungs­offsetprodukte verwenden darf.“ Johann Peter Jo r da n , NÖ. Press ehaus, s. 2 0

© Melzer PR/Michael Hetzmannseder

© Austropapier/Foto Wilke

der Verhältnismäßigkeit

„Der vorwahl­ bedingte Stillstand bei industrie­ politisch wichtigen Maßnahmen (...) hat die Situation ­weiter zugespitzt.“

Dienstag, 8. Oktober 2013

zurückzuholen.“

Um sich bei der Nutzung von Cloud-Services vor den rudolf J. Melzer, IFWK Schnüffelprogrammen der US-Geheimdienste zu schützen, haben europäische Unternehmen nur zwei Möglichkeiten: Die erste ist eine möglichst hohe Datenverschlüsselung. Im Fall von Cloud-Speichern ist das machbar, aber bei Business-Anwendungen, die aus der Wolke bezogen werden, kann das zu Performance-Problemen führen (verlangsamter Zugriff). Die sicherste Methode ist laut Rechtsexperten, auf lokale europäische Cloud-Anbieter zurückzugreifen und in wasserdichten Verträgen sicherzustellen, dass die Daten auch nicht von Drittanbietern mit US-Headquarters verarbeitet werden. So zynisch es klingt – ein Gutes könnte der Skandal doch haben: Ein schmerzhafter wirtschaftlicher Schaden ist wohl die einzige Chance, die USA, denen der Datenschutzbegriff europäischer Prägung seit jeher fremd war, im „Kampf gegen den Terror“ wieder auf den Boden der Verhältnismäßigkeit zurückzuholen. Wenn Wachstum und amerikanische Arbeitsplätze verloren gehen, dann schrillen die Alarmglocken. „It’s the economy, stupid“, wissen wir seit Clinton. Auf gut deutsch: US-Wahlerfolge stehen und fallen mit der Binnenkonjunktur.

mail to s.bretschneider @medianet.at

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IFWK-Präsident Rudolf J. Melzer; r.melzer@melzer-pr.com, www.ifwk.net Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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medianet

inside your business. today.

dienstag, 8. oktober 2013 – 7

© fej

Konter

ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann widerspricht VÖP-Äußerungen  Seite 9

© Herold/Hammerschmid

marketing & media Daten

Bewegung

Als „richtige Adresse“ sieht sich Herold in puncto Daten bei Kundenansprache Seite 10

Action & Awards beim ­heurigen ÖBB Rail Ad  Seite 12 © medianet/Szene1/Moni Fellner

Rail Ad: Bus & Bahn als kreative Werbeflächen

www.mhoch3.at

© medianet/Szene1/Christian Mikes

short

Martin Messinger, Leiter Directmarketing und Market Research bei Leiner, präsentiert erste Ergebnisse des neuen Kundenbindungsprogramms. So wurden nicht nur Umsatz und Frequenz in den Filialen gesteigert, sondern auch Neukunden gewonnen. Seite 10

© bauMax; Coca-Cola; Hitradio Ö3; Kronen Zeitung; Microsoft; OMV; T-Mobile;Wiener Städtische;Win2Day / Montage: B. Qelaj

© kika/Leiner

Michel Kroell Carrere, Chef der MKC-Totalmedia Filmproduktion, sieht im Gespräch mit medianet Beratungs-TV als das Werbeinstrument der Zukunft, da es eine intensive Bewerbung des Produkts garantierte und zudem den Media-Etat schone. Seite 9

© Thomas Jantzen

Plus Um gleich 25% mehr Einreichungen gab es heuer für den Rail Ad 2013, ­womit insgesamt 106 Arbeiten in mehreren Kategorien um den Titel der kreativsten ­Werbung auf einer ÖBB-Werbefläche ritterten. Alles zu den Siegern auf  Seite 8 Benjamin Stremitzer, Eigentümer Business Assistance, spricht als Databasemarketing-Experte über CRM-Trends. Er wirft im Gastkommentar einen Blick auf den Wandel des Customer Relationship Management und zeigt ungenutzte Chancen des CRM auf. Seite 11

RStD Inserat_Medianet_106x85_106x85 08.04.13 20:30 Seite 1

Personalia Consultant steigt bei Eventagentur Mind-Set auf

Millonig leitet die Kundenberatung

shotshotshot realisierte den von Neuroth Inhouse konzipierten neuen TV-Spot.

© Mind-Set

© Neuroth/shotshotshot

medianet tv heute

Lukas Millonig verantwortet künftig die gesamte Kundenberatung der Agentur.

Wien. Lukas Millonig, Gründungsmitglied und bis dato Consultant der Agentur, steigt mit Oktober zum Client Service Director der Wiener Eventagentur Mind-Set auf. Damit übernimmt er die Verantwortung über die gesamte Kundenberatung. Elisabeth Hanser, Agenturgründerin: „Wichtig ist mir kontinuierliche Zusammenarbeit – basierend auf gegenseitigem Vertrauen: Je besser man einen Kunden und seine Bedürfnisse kennt, umso maßgeschneiderter kann man für ihn Lösungen erarbeiten.“ Millonig betreut unter anderem Western Union seit bereits acht Jahren.  (red)

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c ov e r

8 – medianet

Dienstag, 8. Oktober 2013

No. 3 Bereits zum dritten Mal wurden heuer mit dem ÖBB Rail Ad die kreativsten Werbeideen prämiert

Seiteneinwurf

ÖBB Rail Ad: Die kreativste Werbung für Bus & Bahn

Freiwillig, unbezahlt und dämlich

Auch heuer überraschte die Kreativszene mit tollen Ideen, wie bei den ÖBB geworben werden könnte.

dinko fejzuli

© medianet/Szene1/Moni Fellner

F

or Peanuts, you get monkeys, heißt ein bekannter Spruch – im Fall der Huffington Post ist es nicht ganz so; ob aber das Gegenteil zutrifft, nämlich, dass man mit gerade mal einem Dutzend Vollzeitjournalisten und einer Unzahl von freiwilligen und unbezahlen Bloggern ein massentaugliches Newsportal für Deutschland wird aufbauen können, muss sich erst noch beweisen. Blickt man in die USA, so ist zu befürchten, dass dies durchaus möglich ist – dort bloggen angeblich 30.000 Menschen für das Portal; gratis, übrigens. In Deutschland will man mit 14 angestellten Online-Journalisten auskommen. Um so erschreckender, wie viele Blogger bereit sind, sich mit einer erhofften Reichweite statt mit echten Euros für ihre Arbeit bezahlen zu lassen. Meine Vermutung: Die einzigen, die etwas von der Reichweite der deutschen Huffington Post haben werden, sind deren Eigentümer, denn die Reichweite für den GratisBlogger hört sich vermutlich auf, sobald sein Artikel von der Startseite nach hinten verdrängt wird. Und über eines müssen sich die Kollegen auch im Klaren sein: Im Gegensatz zu den Verlagen, denen Klicks Einnahmen bringen, werden die Blogger damit ihre Miete vermutlich nicht zahlen können. d.fejzuli@medianet.at

Gewinner ÖBB Rail Ad: Highlight des Abends war ein Live-Auftritt der Polizei-Spezialeinheit Cobra, die eine im Cobra-Design gebrandete Lok mit einem Seil auf die Bühne zog.

Wien. Bereits zum dritten Mal wurde heuer der „ÖBB Rail Ad“ vergeben. Und auch dieses Jahr überraschte die heimische Kreativszene mit ungewöhnlichen Ideen, wie bei den ÖBB geworben werden könnte. Von der Bahnhofssäule auf Diät, einem zersägten Bus bis hin zu einer Lok mit Alufelgen waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Neun Auftraggeber und deren Agenturen konnten die begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen. Über 100 innovative Ideen wurden auch dieses Jahr wieder für den ÖBB Rail Ad 2013, unterstützt von Siemens, 3M und XL Design, eingereicht.

„Rekordverdächtige

tipp des tages

106 Arbeiten wurden dieses Jahr beim ÖBB Rail AD eingereicht. … Damit entwickelt sich der ÖBB Rail Ad zum echten Kreativ-Award © Piper

in der heimischen AuBerthold Beitz – die Biografie Joachim Käppner beschreibt das faszinierende Leben des interviewscheuen Berthold Beitz, des über Jahrzehnte wichtigsten Industriellen der Bundesrepublik. Er betonte stets seine soziale Verantwortung und setzte sich für Zwangsarbeiter-Entschädigungen und die neue Ostpolitik ein. Erst spät wurde bekannt, dass er während des Krieges Hunderten polnischen Juden das Leben gerettet hat – eine Tat, für die er in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt wurde. Beitz’ mutiges Leben dient zum Verständnis eines vergangenen Jahrhunderts. 13,40 €, Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-30346-0.

ßenwerbebranche.“ Manfred Oschounig GF ÖBB-Werbung GmbH

Aus den Einreichungen nominierte eine Expertenjury unter dem Vorsitz von Dieter Scharitzer, Vorstand des Universitätslehrgangs für Werbung und Verkauf, über 80 Arbeiten für den ÖBB Rail Ad 2013, die sich in den vergangenen Wochen einem Online-Voting auf oebb-railad.at stellten. Mehr als 50.000 User wählten ihre Favoriten aus den Bereichen „Zug“, „Bahnhof“, „Bus“, „Innovation“ und „Dialog & Interaktion“.

Erstes Highlight des Abends war ein starker Live-Auftritt der Polizei-Spezialeinheit Cobra, die eine im Cobra-Design gebrandete Lok mit einem Seil auf die Bühne zog. Innenministerin Johanna MiklLeitner und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern entstiegen der 10.000 PS starken Taurus und tauften die zweite Lokomotive in der Sicherheitsfamilie der ÖBB. Diese ist ganz in Schwarz gehalten und darauf zu sehen sind neben einer Cobra-Schlange auch schemenhafte Umrisse von Uniformierten, die sinnbildlich für die Polizei-Spezialeinheit stehen. „Sicherheitsvorsorge und die Prävention von Kriminalität sind wichtige Themen für ein Massenverkehrsmittel wie der Bahn. Der Austausch des Know-how des BM.I mit den ÖBB zeigt seit vielen Jahren Erfolge in allen Bereichen und zeigt, wie wichtig den ÖBB die Sicherheit ihrer Kunden ist“, betonte Innenministerin Mikl-Leitner.

Die Gewinner erhielten neben der Rail Ad Trophäe Werbeleistungen im Wert von jeweils 10.000 €. „Rekordverdächtige 106 Arbeiten wurden dieses Jahr beim ÖBB Rail Ad eingereicht; im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von rund 25 Prozent. Damit entwickelt sich der ÖBB Rail Ad zum echten Kreativ-Award in der heimischen Außenwerbebranche“, kommentiert Manfred Oschounig, Geschäftsführer ÖBB-Werbung GmbH, das Interesse der Agenturen.

„Mobilität und Emotion gehören zusammen, und das regt offenbar die kreativen Kräfte der Werbeindustrie

Starke Sieger

dermaßen an, dass wir

Neben der intensiven Zusammenarbeit bei Groß- und Sportveranstaltungen steht vor allem die gegenseitige Unterstützung bei Ausund Weiterbildung im Fokus. Das bestätigte auch ÖBB-Vorstandsvorsitzender Kern und ergänzte: „Sicherheit ist eine der wichtigsten Tugenden im Bahnbetrieb. Erfolgreiche Prävention ist nur mit den besten Partnern möglich, und Sicherheit, die funktioniert, sieht man nicht, sie waltet im Hintergrund, damit nichts passiert. Als Symbol dieser erfolgreichen Partnerschaft fährt nun neben der ‚Polizei‘-Lok eine zweite Botschafterin der Sicherheit durch ganz Österreich.“ Im Rahmen der gestrigen Gala wurden in der ehemaligen Zugförderungsleitung Spittelau die besten Projekte prämiert. Aufgrund des hohen Niveaus der Einreichungen wurden in einer Kategorie zwei Projekte zum Sieger gekürt.

uns dieses Jahr in der Jury sehr schwer getan haben, die besten Projekte hervorzuholen.“ Kristin Hanusch-Linser Leitung ÖBB-Konzern­ kommunikation

„Mobilität und Emotion gehören zusammen und das regt offenbar die kreativen Kräfte der Werbeindustrie dermaßen an, dass wir uns dieses Jahr in der Jury sehr schwer getan haben, die besten Projekte hervorzuholen“, so Kristin Hanusch-Linser, Leitung ÖBB-Konzernkommunikation. „Die ‚Out-of-home‘-Werbung der ÖBB hat eine besondere Präsenz im öffentlichen Raum, da sie Tausende Personen täglich an attraktiven

die gewinner Kategorie Zug Zug Real Auftraggeber: Hitradio Ö3; Agentur: Ö3 inhouse Zug Vision Auftraggeber: OMV; Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann Kategorie Bahnhof Bahnhof Real Auftraggeber: Coca-Cola; Agentur: MediaCom Bahnhof Vision Auftraggeber: Microsoft; Agentur: Wunderman PXP Kategorie Bus Bus Real Auftraggeber: Kronen Zeitung; Agentur: AMI Promarketing Agentur-Holding GmbH; Kreativagentur: Wien Nord Werbe. agentur Bus Vision Auftraggeber: win2day; Agentur: Wunderman PXP Auftraggeber: bauMax AG; Agentur: bauMax AG Kategorie Innovation Auftraggeber: Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group; Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann Kategorie Dialog Auftraggeber: T-Mobile Austria; Agentur: Wunderman PXP Verkehrsknoten wie Bahnhöfen oder Busstationen erreicht. Die Bewertungskategorien ‚Real‘ und ‚Vision‘ im Rahmen des Awards ermöglichen den Kreativagenturen und Auftraggebern, nicht nur realisierte Kampagnen, sondern auch neue Ideen und visionäre Lösungen auf den Werbeträgern der ÖBB auszuprobieren“, so der Juryvorsitzende Dieter Scharitzer.  (red/fej)

die jury Dieter Scharitzer Vorstand des Universitätslehrgangs für Werbung und Verkauf Kristin Hanusch-Linser Leitung Konzernkommunikation ÖBB Manfred Oschounig GF ÖBB Werbung Angelika Sery-Froschauer WKO Fachgruppe Werbung Joachim Feher GF MediaCom Sophie Karmasin GF Karmasin Motivforschung Michael Straberger ÖWRPräsident Christoph Fälbl ÖBB-Testimonial Friedrich Kovac GF XLDesign Alexander Hofer ORF-Seitenblicke Oliver Böhm COO ORF-Enterprise Hans-Peter Albrecht hp albrecht werbeagentur Markus Eckenfellner Technik, ÖBB Werbung Michael Obermayer Account Manager, 3M Commercial Graphics


Marketing & MEdien

Dienstag, 8. Oktober 2013

medianet – 9

DRTV Direct Response-Guru Michel Kroell Carrere sieht Beratungs-TV als das Werbeinstrument der Zukunft

short

„Eine Werbung, die nicht verkauft, ist nichts wert“

Scoop & Spoon bei Lovie Award nominiert Graz. Mit ihrer Event-App für die Helmut List Halle in Graz zählt die Agentur Scoop & Spoon zu den Finalisten beim heurigen Lovie Award, Kategorie Mobile and ApplicationsEntertainment. Für den Lovie Award gab es nahezu 1.500 Einreichungen aus mehr als 20 europäischen Ländern, die Lovie Awards Winner´s Party findet am 13. November in London statt.

Beratungs-TV garantiere eine intensive Bewerbung des Produkts und schone den Medienetat. mathieu völker

Wien. „Seit zehn Jahren machen wir unsere Kunden reich und deren Kunden glücklich“, sagt Michel Kroell Carrere, Chef der MKC-Totalmedia Filmproduktion, mit einem zufriedenen Lächeln. Seit 1993 zeichnet Österreichs Teleshopping-Spezialist Nr.1 federführend für erfolgreiche TV-Verkaufsfilme verantwortlich. Nach über 1.200 Direct Response-Produktionen, 100 Infomercials und 350 Synchronisationen in 6 Sprachen heißt MKCs neues Werberezept für Unternehmen, Finanzdienstleistungen und Versicherungen: Beratungs-TV.

für Gurkenhakler ist, ist kundenorientiertes Beratungs-TV für

© section.d/Oliver Gast; section.d

© medianet/Szene1/Christian Mikes

„Was Teleshopping

section.d gestalten das neue Libro-Logo

Robert Jasensky und Max HauptStummer, section.d, für Libro.

M. Kroell Carrere: „Wir sind alle nur Diener des Erfolgs unserer Kunden. Viele verlieren leider Respekt und Demut zum Job.“

­Unternehmen.“

man in der klassischen Werbung nicht. Dort weiß man oft nicht, ob die Botschaft verkauft.“

michel kroell carrere mkc-Totalmedia

DRTV universell einsetzbar

Dahinter verbirgt sich eine international vielseitig eingesetzte Marketing-Strategie: Direct Response Television. „Beim DRTV steht man ununterbrochen unter Druck: Es gibt keinen doppelten Boden, kein Netz. Unsere Aufgabe ist, dass nach 15 Minuten die Kunden zum Telefon greifen, anrufen und bestellen.“ Dieser unmittelbare Impact macht den Unterschied zu klassischen TV-Spots aus: „Unser ständiges Damoklesschwert ist der Konsument. Dieses Problem hat

Ob Versicherungspaket, HighEnd-Produkt oder Finanzdienstleistung: Die DRTV-Marketingstrategie ist weitschichtig anwendbar. In keiner anderen Werbeform sei es möglich, bis zu 15 Minuten lang detaillierte Beratung zu bieten. Bedingung sei aber stets, „spannungsreich, temporeich und vor allem informativ zu präsentieren“. Die Zielgruppe von DRTV sei zu über 90% weiblich: diese „FamilienFinanzministerinnen“ gelte es bei der Wahl des Produkts richtig zu beraten oder ihnen den Weg zum vertrauenswürdigen Bank- oder

Versicherungsberater aufzuzeigen. Die Ursachen, warum sich DRTV in manchen Unternehmen noch immer nicht durchsetzt, sind laut Kroell Carrere oftmals Widerstände der Agenturen und Angst vor Neuem: „Die Agenturen großer Firmen blockieren gern, weil das sogenannte Teleshopping viel mehr Arbeit für viel weniger Geld bedeutet und daher nicht lukrativ genug ist.“ Finanziell sei DRTV vor allem wegen der günstigeren Schaltungskosten interessant, die Ersparnis beziffert Kroell Carrere mit bis zu 40%. Wesentlicher Vorteil ist, dass sich Beratungs-TV auch ideal für den online-Einsatz eignet. Dennoch sei klassische Werbung keine Sache der Vergangenheit:

„Gerade die Symbiose von klassischer Werbung und BeratungsTV ist der Werbeweg der Zukunft. Ersteres positioniert die Marke und das Produkt, Zweiteres informiert, berät und verkauft. In dieser Kombination kann man im Endeffekt nur gewinnen.“

Wien. Das Wiener Kommunikationsdesign-Unternehmen section.d hat für Libro eine Überarbeitung des Logodesigns gestaltet. Das Logo-Redesign geht Hand in Hand mit einer umfassenden strategischen Repositionierung des Unternehmens. Basierend auf dem ursprünglichen gelb-orangeroten Logoschriftzug, „vereint die Neukonzeption seit Jahrzehnten Bewährtes mit einer zeitgemäßen Reduktion auf das Wesentliche“, so die Macher.

Doku für die gute Sache Kroell Carrere setzt auch privat gern Zeichen: „2010 wurde ich als Harley-Davidson-Frischling mit dem dramatischen Schicksal muskelkranker Kinder in Österreich konfrontiert. Grund genug für mich, eine packende Dokumentation über die unterstützende Harley Charity-Tour zu drehen. Der Erlös der MKC-DVD kommt den betroffenen Kindern zugute.“

ÖJC begrüßt Ari Rath als Speaker in Wien Wien. Im Rahmen der Reihe „Medienpioniere zu Gast“ begrüßt der Österreichische Journalisten Club ÖJC am 24. Oktober den israelischen Topjournalisten mit Wiener Wurzeln, Ari Rath. Anmeldung erforderlich.  www.oejc.at

Öffentlich-rechtliche vs. Private „Öffentliche Diffamierung“, so ORF-Biedermann

Spot Konzept Inhouse; Umsetzung der Grazer shotshothot

ORF kontert auf VÖP-Aussagen

Neuroth-Kampagne

Wien. Der ORF wies am Freitag die von VÖP-Präsident Klaus Schweighofer auch in medianet getätigten Aussagen in einer Aussendung zurück. „Entweder wird hier nachhaltig falsch recherchiert oder es werden bewusst Lügen verbreitet – im Ergebnis der öffentlichen Diffamierung macht das keinen Unterschied. Der ORF hat sehr streng begrenzte Werbemöglichkeiten

Wolfsberg/Graz. Der Hörgeräte-Spezialist Neuroth startet mit einer neuen Kampagne in den Herbst. Realisiert wurde das Projekt von der hauseigenen Kreativabteilung mit einem eigens kreierten Konzept für TV, Print und den Point of Sale, welches über 100 Produktionen in Österreich, der Schweiz und Deutschland inkludiert. Im Mittelpunkt des Spots steht eine Familienfeier, bei der die klei-

Das Match zwischen VÖP (Klaus Schweighofer, links) und ORF in persona Martin Biedermann geht in die nächste Runde; der ORF wies VÖP-Aussagen zurück.

der begründet, welche „jährlich rund 400 Millionen Euro aus dem kleinen heimischen Werbemarkt ohne irgendeine österreichische Programmleistung abziehen“.

Schieflage durch Deutsche „Beim Vorstoß des VÖP handelt es sich um einen weiteren durchsichtigen Versuch, den ORF als Garanten für die Eigenständigkeit des österreichischen Marktes zu beschädigen. Es ist schade, dass sich die wenigen echten heimischen Privatsender vor den Karren der wirtschaftlichen Interessen internationaler Medienkonzerne in Österreich spannen lassen“, bedauert Biedermann in der Aussendung weiter und verweist auf erledigte „wirtschaftliche Hausaufgaben“ mit dem Abbau von 600 Dienstposten und Einsparungen von rund 100 Mio. € beim ORF. Zudem wies Biedermann Aussagen zu hohen Werbeerlösen, uneingeschränkten Werbemöglichkeiten, übermäßigem Rechtekauf und teuren Imagekampagnen zurück.  (red)

© Neuroth/shotshotshot

© Xxxxxx Xxxxxxxx

und lukriert deutlich weniger Werbegeld als die Kommerzsender, er kauft weder den gesamten Rechtemarkt leer noch gibt er 18 Millionen Euro für Imagekampagnen aus“, kontert ORF-Konzernsprecher Martin Biedermann dem Privatsender-Vertreter, der unter anderem von einem „Schiefstand“ im dualen System sprach. Der ORF-Vertreter sieht die Schieflage eher durch Werbefenster deutscher Privatsen-

Neuer TV-Spot von Neuroth, realisiert vom Grazer Studio shotshotshot.

ne Lisa auf einer Parkbank ihrem Teddybären ihre Lieblingseissorten verrät. Während der Frage ob Erdbeeroder Vanilleeis scheint ihr Opa Carl sich am Lachen der Gäste und Klängen der Band zu erfreuen, hört aber dennoch die Wünsche seiner Enkelin und beglückt sie mit einer Tüte Eis mit zwei Kugeln: Erdbeer und Vanille. Die Message des Spots: Opa Carl kann zwar keine Gedanken lesen, aber seine Enkelin trotz vieler Hintergrundgeräusche verstehen. Der neue TV-Spot zeigt auf, wie wichtig Hören in Alltagssituationen ist, und weist spielerisch auf die moderne Hörtechnologie von Neuroth hin. Das Thema „Sprachverstehen“ wird im Spot hervorgehoben, durch die kleine Lisa emotional aufgeladen und zum Schluss mit dem Aufruf „Jetzt exklusiv Neuroth-Produkte testen“ abgerundet. Produziert wurde der Spot vom Grazer Studio shotshotshot, welches für Neuroth bereits den „Matej2“-Spot gedreht hat. Lupi Spuma ist für die Kampagnenbilder verantwortlich.  (red)


S c h w e r p u n k t CR M

10 – medianet

Dienstag, 8. Oktober 2013

Kundenbindung straberger conversations und Leiner ziehen eine erste Bilanz zum neuen CRM-Tool inklusive der „Leiner Treue-Vorteilskarte“

Kundenkarte steigerte Frequenz

Martin Messinger, Leiter Direktmarketing und Market Research bei Leiner.

Wien. Seit Anfang des Jahres setzt das Möbelhaus Leiner auf ein neu gelaunchtes Kundenbeziehungssystem. Verantwortlich für die Umsetzung zeichnet straberger conversations. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die „Leiner Treue-Vorteilskarte“, die das Vorteilsprogramm zu einem Kundenbeziehungsprogramm ausbaut. Alle Kunden erhalten bei jedem Einkauf einen „Treue-Kupon“. Je treuer also der Kunde, desto häufiger die Belohnung. Der exklusive „Treue-Bonus“ hält unterschiedliche Rabatt- bzw. Serviceleistungen bereit, die je nach Kunde ausgespielt werden.

In den letzten zwei Jahren wurde ein neues CRM-System entwickelt, das es ermöglicht, Umsatzdaten pro Kunden zu analysieren und über eine Verbindung zum Kassensystem auch jederzeit vertrieblich zu nutzen. Diese aktive Einbindung des Kassensystems in alle Dialog-Aktivitäten und gleichzeitige Rückführung ins CRM-System ist der Schlüssel dazu. Laut den Machern habe das neue Kundenbeziehungsprogramm zu signifikanten Umsatzsteigerungen und mit der einhergehenden gesteigerten Frequenz in den Möbelhäusern zu erhöhter Loyalität unter den Kunden geführt. Leiner und straberger con-

versations verweisen auf 50% Frequenzsteigerungen innerhalb der Leiner Treue-Vorteilskarten-Besitzer, plus 70% Neukunden und plus 25% generierter E-Mail-Kontakte.

es gelungen ist, die gesamte Bandbreite unserer Kundenbasis zu aktivieren und neue dazu zu bringen teilzunehmen“, zeigt sich Martin Messinger, Leitung Direktmarketing und Market Research bei Leiner/kika, begeistert über das neue Programm.

„Großes Aufsehen“ „Das neue Kundenbeziehungssystem, basierend auf unserem neuen CRM-System, hat bereits für großes Aufsehen in der Branche gesorgt. Wir hören tagtäglich aus unseren Häusern, wie gut es von unseren Kundinnen und Kunden angenommen wird. Das beweisen auch Responsezahlen und Umsatzsteigerungen, die belegen, wie gut

„Symbiose gelungen“ Auch Peter Rauch, Geschäftsführer und Partner bei straberger conversations, zeigt sich zufrieden: „Aus Dialog-Konzeptionssicht ist mit dem neuen Kundenbeziehungssystem die Symbiose von CRM, Vertrieb und Marketing/Werbung sehr gut gelungen. Die individuelle Belohnung aller Kunden im Moment der Wahrheit oder wie wir ihn nennen, dem Treue-Moment, ist sowohl vertrieblich, als auch werblich eine Ansage, die ihresgleichen sucht.“  (red)  www.conversations.at

Daten Dialog mit Herold

Richtige Adresse Mödling. Basis für erfolgreichen Dialog mit dem Kunden ist eine richtige Adresse. Bei Herold sei man „sprichwörtlich an der richtigen Adresse“, so das Unternehmen, wenn es um die Qualität von Adressmaterial gehe. Egal ob das Ziel ist, neue Interessenten zu gewinnen, bestehende Kundendateien zu analysieren oder postalische oder elektronische Mailings zu verschicken: Herold bietet dafür professionelles Adressmanagement. Dabei wird der Datenbestand von Unternehmen genau unter die Lupe genommen und die Aktualität der Adressen bewertet. Gibt es Verbesserungspotenzial für die Daten, erhalten Unternehmen auf Wunsch aktualisierte und mit vielen wichtigen Informationen angereicherte Daten zurück.

Drei Optimierungsschritte Die von Herold angebotene Datenaktualisierung beinhaltet drei Punkte Einerseits den AdressenCheck, wo Adressdaten von Interessenten bzw. Kunden – B2C wie auch B2B – geprüft, bestätigt und korrigiert werden. Zum zweiten folgt der Dubletten-Check, wobei doppelte Einträge innerhalb des Datenbestands identifiziert, gekennzeichnet und eliminiert werden. Drittens umfasst das Service die Adressen-Bereinigung, wo die durch Umzüge, Todesfälle, Konkurse oder Eintragungen in die Robinsonliste nötige Bereinigung durchgeführt wird.  (red)  http://ichbinderherold.at/

© Herold/Hammerschmid

© kika/Leiner

Resultat: 50%-Frequenzsteigerung bei Treuekarten-Besitzern, Plus von 70% im Bereich Neukunden.

Thomas Friess, Geschäftsführer der Herold Business Data GmbH.


Dienstag, 8. Oktober 2013

Sc h w er p u n k t C R M

medianet – 11

Gastkommentar Databasemarketing-Experte Benjamin Stremitzer, Eigentümer des Datenexperten Business Assistance, zu CRM-Trends

CRM ganz ohne Scheuklappen Wien. CRM blickt auf eine wechselhafte Vergangenheit zurück. Die Außendienst-Mitarbeiter der 90er-Jahre vermieden es größtmöglich, ihre Kontakte „ins System“ einzutragen. CRM war, überspitzt formuliert, die Kombination aus Kalender, Telefonprotokoll, Adressenverzeichnis … und ein Kontrollinstrument. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts ließ ein Vertriebsleiter aus geokodierten Marktdaten Umsatzpotenziale für das eigene Unternehmen errechnen und verglich diese mit den CRM-Daten. Fatale Erkenntnis: Kunden, abseits der Autobahn wurden selten besucht. Der allgemeine Hype reduzierte sich schon vor fast einem Jahrzehnt auf eine nüchterne Betrachtungsweise. CRM ist mühsam, erfordert viel Interaktion und die Daten sind, vor allem im B2B, auch nie aktuell. Aber wir brauchen es … CRM verkümmerte wieder zum Terminkalender, kombiniert mit einer selten ausreichend gepflegten Datenbank.

und somit die komplette Pflege den Benutzern überlassen wird. Im Consumer-Bereich kann diese Herausforderung durch die steigende Multi-Channel-Kommunikation noch abgefangen werden, Handy und E-Mail sind ja nicht ortsgebunden und durch OnlineZahlung und elektronische Zustellung kann das bis zum Vertragsabschluss funktionieren.

Wunsch nach neuen Märkten Ein Szenario, das nur schwer auf die B2B-Schiene übertragbar ist. Der Wunsch von Marketing und Vertrieb nach neuen Märkten

erfordert eine Abstimmung von CRM und Gesamtmarkt, um eine methodische Vorgehensweise zu ermöglichen. Wo stehen wir im Vergleich zum Gesamtmarkt? Welchen Marktanteil haben wir in einem bestimmten Segment, einer gewissen Branche? Welche potenziellen Kunden konnten wir nicht gewinnen? Welche Informationen sollen Nicht-Kunden erhalten? CRM als Mikrokosmos des Gesamtmarkts steckt voller ungenutzter Chancen, wenn man es nicht als reines Upselling- und Rewarding-Instrument für einen geschlossenen Markt versteht. Die Kombination aus Kommu-

nikationskanälen und Belohnung für Interaktion wird im Consumer-Bereich angenommen, da die Erfüllung der personenbezogenen, individuellen Bedürfnisse im Vordergrund steht. Überspitzt und vereinfacht gesagt, scheitert der 1:1 Gedanke (Don Peppers und Martha Rogers) im B2B daran, dass wir in Unternehmen selten eine 1:1 Einheit von Kunde und Ansprechpartner vorfinden. Ein Gastkommentar von Benjamin Stremitzer, DatabasemarketingExperte in Wien.  www.business-assistance.com

© Thomas Jantzen

Ein Blick auf den Wandel des Customer Relationship Management von den 90er-Jahren bis heute.

Benjamin Stremitzer meint: „CRM steckt voller ungenutzter Chancen.“

Wieder stark im Kommen Das Wort, das einige Jahre auf der Tabu-Liste verbrachte, ist wieder stark im Kommen. Robert Josef Stadler kombiniert CRM mit Gamification und entwickelt Tools, die den Nutzer in spielerischer Weise motivieren sollen, mehr einzugeben. Franz Amesberger nähert sich von der Bigdata-Seite an, der Auswertung aller Geschäftsvorgänge im Unternehmen, der informationsgesteuerten Entscheidung: analytisches CRM. Oder Thomas Kolm, dessen strategisches CRM sich nicht nur auf die Worthülse beschränkt, sondern auch prozessual in vielen Einzelschritten durchdefiniert ist. CRM ist wieder im Aufwind, steht wieder auf „der Task-List“. Der tatsächliche Nutzen und, damit verbunden, die Akzeptanz bei Benutzern wird allerdings durch die Problematik der schwierigen Datenaktualisierung gebremst. Im kleineren Umfeld geht es um die Kommunikationsfähigkeit der Systeme, um die Möglichkeit, aktuelle Daten „einfach“ zu integrieren und die notwendigen Referenzierungsfelder vorzufinden.

Wir sind kein Medium für die Masse, sondern für die, die sie lenken.

Bestände und Vernetzung In größeren Systemen spielt die Data Governance eine entscheidende Rolle. Große Datenbestände und deren Vernetzung unterliegen genauen Gesetzmäßigkeiten, um eine einfache Datenverbindung zu ermöglichen. Die Freizügigkeit bei der Eingabekultur und Feldformaten führt bei Firmendaten dazu, dass die Aktualisierung und Referenzierung mit Marktinformationen erschwert

Info Business Assistance sieht sich als Kompetenzzentrum für Daten und Adressen, bietet seit 1996 ein vollständiges Serviceangebot rund um die Adresse. Startete man als Databasemarketing-Dienstleister in den Anfangsjahren, erweiterte Business Assistance sein Portfolio sukzsessive um geografische Referenzdaten, Firmen-Referenzdaten und Personen-Referenzdaten. 2001 erfolgte die Erweiterung zum Adressverlag und damit eine Spezialisierung auf Nischenprodukte und große Auflagen.

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Bedingt nützliche Information: Wenn die Vornamen beider Partner mit dem gleichen Buchstaben beginnen, ist die Beziehung stabiler.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Gut zu wissen: Wir zählen bei Bösmüller viele Unternehmen mit klingenden Namen zu unseren Kunden – und haben langjährige, stabile Beziehungen mit ihnen. www.boesmueller.at

werbung für Bus & bahn!

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3 1. BM Johanna Mikl-Leitner, ÖBB CEO Christian Kern; 2. Christoph Fälbl, Kristin Hanusch-Linser (Leitung ÖBBKonzernkommunikation), Ciro De Luca; 3. Markus Blümel, Chris Lohner und Manfred Oschounig (GF ÖBB-Werbung GmbH); 4. Hans Holzer (Ami Pro), Fritz Dungl (Mediaprint); 5. Susanne Leinwetter (Ö3), Gudrun Neunteufel (Ö3); 6. Axel Bogocz, Helmut Hanusch (beide News), Thomas Kralinger (Kurier); 7. Niko Pelinka (Kobza Media), Raphaela VallonSattler (IAA), Oliver Böhm (ORF-Enterprise), Ralph Vallon (live relations).

106 Einreichungen sind ein Plus von 25% zum Vorjahr

Rail Ad: 10.000 PS für die Werbung Zugkräftig Vergangenen Donnerstag war es so weit: Bereits zum dritten Mal wurde der „ÖBB Rail Ad“ für die kreativsten Werbeideen vergeben. Die Gewinner erhielten neben der Rail Ad-Trophäe Werbeleistungen im Wert von jeweils 10.000 €.

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Zahl der Einreichungen steigt und steigt

Gastkommentar Über den Sinn und Unsinn von Kommunikationskongressen

© Press’n’Relations Austria

Im Westen nichts Neues Nutzen? Kürzlich fand in Berlin der Kommunikationskongress des BDP (Bund Deutscher Pressesprecher) statt. Vorweg die Erkenntnis aus dem zweitägigen Kongress: Viele Anzugträger, meist trockene Vorträge und auch die ganz Großen kochen nur mit Wasser. Von einer internationalen Kommunikationstagung erwartet man sich als PR-Berater so einiges – etwa Networken mit Kollegen aus aller Welt und Kommunikationsneuigkeiten aus unterschiedlichen Branchen. Ernüchterung dann nach den ersten Vorträgen: Man hoffte auf ein gutes Best-Practice-Beispiel, bekam aber präsentiert, was man mit viel Budget und einer Love-Brand machen kann. Es ist klar, dass es in diesem Fall einfach ist, den Journalisten und Kunden auch Facebook und Co. schmackhaft zu machen. Schöne Idee, aber hier zeigt sich eben nur, wie viel möglich ist, wenn Geld und eine beliebte Marke dahinter stecken – für uns als PR-Profis eine traumhafte Vorstellung. Von einem Kongress erwartet man sich Neuigkeiten – kostet auch genug Geld. Leider wirkt es meist so, als würden die Vortragenden sich selbst und ihre Marke in den Mittelpunkt stellen wollen. Nur: Wie gewinnbringend ist dies für den Zuhörer? Schließlich hofft man auf neue Ideen und möchte auch den Blickwinkel erweitern und über den eigenen Tellerrand blicken. Vielmehr wirkte dieser Kongress wie viele andere auch, wie ein „Sehen und gesehen werden“ der PR-Branche. Sicher, viele große Unternehmen sandten ihre Vertreter. Nur: Zahlt es sich aus, eine Lobeshymne über ein Unternehmen zu hören und dafür viel Geld zu bezahlen? Melanie Wallner ist PR-Redakteurin bei Press’n’Relations Austria. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Die Sondereinsatztruppe Cobra lieferte einen bühnenreifen Auftritt.

tipp des tages

Karriere präsentiert von

Reinhard Eder, Samson Druck

Das kalte Jahr Ein junger Mann wandert an einer verschneiten Autobahn entlang. Das Ziel ist ein Dorf am Meer, am Rande eines ehemaligen Militärgebiets, wo sein Elternhaus steht. Dort trifft er aber nicht seine Eltern, sondern einen Jungen mit einem geheimnisvollem Projekt an. Nach und nach finden die beiden einen Zugang. Historische Geschichten von Auswanderern und Naturkatastrophen, aber auch jene aus dem Fernsehen. 19,99 €, Dumont Verlag, ISBN: 978-3-8321-9725-4.

Verkauf Reinhard Eder (47) ist neuer Verkaufsleiter bei Samson Druck. Er zeichnet in dieser Position für alle Vertriebsaktivitäten des Unternehmens mit Sitz in St. Margarethen im Salzburger Lungau verantwortlich.

© Samson Druck

Im Rahmen der Reihe „Medienpioniere im ÖJC“ ist am 24.10. um 19 Uhr Ari Rath, israelischer Topjournalist mit Wiener Wurzeln, im ÖJC zu Gast: Anmeldungen unter: office@oejc.at

Neben den Gewinnern des Abends konnten sich auch die Veranstalter freuen, denn: Bei den Einreichungen gab es einen neuen, erfreulichen Rekord – insgesamt 106 Arbeiten ritterten heuer um den Sieg, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein beachtliches Plus von 25%. Es wurden aber nicht nur Preise verliehen, es wurde auch gefeiert: Unter den zahlreichen Gästen des Abends u.a. CocaCola-Marketingleiter Philipp Bodzenta, Helmut Hanusch (News), Dieter Scharitzer (Juryvorsitzender), Angelika Sery-Froschauer, Marketer Peter Drobil, Werber Rudi Kobza, Michael Stix, Oliver Böhm, Manfred Warmuth (kika) und viele andere. (fej)

© Dumont

© medianet/Szene1/Moni Fellner

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medianet

inside your business. today.

dienstag, 8. Oktober 2013 – 13

ökologie macht druck

agieren statt abwarten

Ökologie, Ökonomie & Soziales bilden bei Janetschek eine stimmige Einheit  Seite 22

Druckerei Berger setzt auf neue Maschinen und investiert 10 Mio. Euro  Seite 21

© Berger

© Janetschek

druck & papier austropapier schwaches 1. Halbjahr © Austropapier/Foto Wilke

© panthermedia.net/Franck Boston

Nicht nur geduldig, sondern auch „grün“ & innovativ

Ökologie macht Druck Da mag die digitale Welt noch so boomen, papierlos ist unsere Gesellschaft nach wie vor nicht. Und auch wenn die Herausforderungen ständig steigen, treiben es Papierhersteller und Druckereien immer bunter. Vor allem die Farbe Grün gewinnt bei Produkten und Verfahren immer mehr Bedeutung.  Seiten 14–24 lesetipp

Jubiläum Erfolgreiche Zwischenbilanz der Klimainitiative: In fünf Jahren wurden 40.000 Tonnen CO2 kompensiert

Nicht von Pappe Längst dient die Verpackung nicht allein dem Schutz ihres Inhalts, sondern muss auch hinsichtlich Optik und Funktionalität überzeugen, wie die äußerst innovativen Siegerprojekte des ProCarton/EMCA Awards auch beweisen.  Seite 14

Berlin. Die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände Deutschland (bvdm) wird gut angenommen. Mehr als 250 Unternehmen in Deutschland und Österreich setzen den Klimarechner zur Kompensation ihrer Emissionen bereits ein. Insgesamt konnten seit dem Start vor fünf Jahren bereits rund 40.000 t CO2 kompensiert werden. Das entspricht dem CO2-Jahresausstoß von 10.000 durchschnittlichen Mittelklassewagen. „Wir haben mit unserem Projekt ‚Klimarechner‘ zur richtigen Zeit einen wichtigen Akzent für moder-

nes Drucken gesetzt. Die Teilnehmer senken ihre Energiekosten, gewinnen neue Kunden und schonen das Klima. Auf diese Entwicklung können wir stolz sein“, erklärt Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des bvdm.

Ökologie rechnet sich An der Klimainitiative teilnehmende Druckunternehmen erhalten eine umfassende Beratung zu ihrer individuellen Energieeffizienz und Klimabilanz. Die Beratung wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bezuschusst. Nach der Erfassung

der spezifischen Betriebsmerkmale wird der Klimarechner installiert und angepasst. Unternehmen können selbst oder im Auftrag ihres Kunden den bilanzierten CO2-Wert des Druckauftrags kompensieren, indem sie für die verursachten CO2Emissionen entsprechende Ausgleichszertifikate aus Klimaschutzprojekten erwerben. Die Zertifikate können direkt online über den CO2-Rechner geordert werden. Druckprodukte, für die Zertifikate erworben wurden, dürfen mit dem Zeichen „Print CO2kompensiert“ ausgewiesen werden.  www.bvdm.de

© mayart and mayfoto

© PPV

Tool für ein deutlich besseres Klima

P. A. Deimel, Haupt-GF der Druckund Medienverbände Deutschland.


Papi e r , D r u c k & Pa c ka g i n g

14 – medianet special

Dienstag, 8. Oktober 2013

Pro Carton/ECMA Awards Die Preise für innovative Kartonverpackungen wurden kürzlich in Dubrovnik vergeben

short

Leuchtende Innovationen

MMK: neue Akzente beim Frischfaserkarton Die drei GC-Segmente: Luxury, Standard und Environmentally Friendly.

Resümee: Interesse an neuen Ideen aus den Bereichen Karton und Faltschachtel hat zugenommen.

Wien. Mayr-Melnhof Karton schärft sein Image als Anbieter von GC-Qualitäten mit bestem Service: Mit neuem Markenauftritt und der Einteilung seiner Frischfaserkartonqualitäten in drei Produktsegmente unterstreicht MMK die Ganzheitlichkeit seines Portfolios für Verpackungslösungen. Der neue GC-Markenauftritt soll die Frischfaserkartonqualitäten von Mayr-Melnhof Karton auf unverwechselbare Weise in Szene setzen. Für die treffende Optik holte sich MMK künstlerische Unterstützung: Phil Cuttance, neuseeländischer Designer, und der italienische Künstler Alberto Seveso entwickelten für MMK kraftvolle Inszenierungen unter dem Slogan „Die Faszination von Karton”. Mit insgesamt drei GC-Segmenten – Luxury, Standard und Environmentally Friendly – offeriert MMK eine breite GCProduktpalette für verschiedenste Anwendungsbereiche.

Unverwechselbar

Einen „President’s Special Award“ erhielt eine Verpackung mit neuer Technologie. Die Verpackung des Gins Bombay Sapphire ist eine Faltschachtel mit integriertem LED-System. Dieses wird aktiviert und leuchtet, wenn man die Faltschachtel in die Hand nimmt. (red)

Leuchtende Idee

Mit ihrer Diamantschliff-Struktur ist die Verpackung unverwechselbar und auch die Trageschlaufe verleiht ihr lässigen Chic. Die Box hält die Champagnerflasche für bis zu zwei Stunden gekühlt und

„Carton of the Year“ wurde die innovative Verpackung für eine Champagnerflasche.

VSG Direkt Umstrukturierungen und Investitionen machen die Niederösterreicher jetzt zum Komplettanbieter

„Wir runden augenblicklich alles ab“

© Piacek

Die Website der jetzt auch FSC- und PEFC-zertifizierten Druckerei Piacek.

Markt und viel Einsatz langjährige Kunden noch intensiver betreut, aber auch Neukunden und mögliche Potenziale ausgemacht. Darüber hinaus war die Partnersuche im Offset-Druck und Wide-FormatPrinting, vor allem im Outdoorbereich, äußerst erfolgreich.

Komplettanbieter VSG

© VSG Direkt

Brunn/Gebirge. Vor rund zwei Jahren hat „VSG Direkt“-Gründer Helmut Moser seinen Sohn Michael in die Geschäftsleitung berufen. Am 1. Juli hat er ihm jetzt auch die Geschäftsführung übergeben. Helmut Moser steht aber auch weiterhin dem Unternehmen als Consultant zur Verfügung. Darüber hinaus verstärkt seit März Jürgen Moik als Vertriebsdirektor das Team der VSG-Geschäftsleitung. Mit dem Führungsduo Michael Moser und Jürgen Moik geht der Direktmarketing-Spezialist zum bevorstehenden 25-jährigen Firmenjubiläum jetzt äußerst aktiv in den Markt. So ist z.B. derzeit eine massive Vertriebsumstrukturierung im Gange. Proaktiv werden mit einem eigenen Key Account Manager im

Piacek ist jetzt FSCund PEFC-zertifiziert

Michael Moser, VSG-Geschäftsführer und Sohn von Firmengründer Helmut Moser.

„Wir investieren zurzeit auch sehr viel in den Digitaldruckbereich; im Prinzip runden wir augenblicklich alles ab“, erzählt Jürgen Moik. VSG Direkt deckt dadurch die komplette Palette ab – vom Hauptstandbein Lettershop über den Digitaldruck in verschiedensten Größen bis hin zum Offset Druck und Wide Format Printing.  (red)

Austropapier Die Herstellung von Zellstoff und Papier war hierzulande im ersten Halbjahr 2013 deutlich rückläufig

Der Standort Österreich rutscht ab Wien. Nach dem erfreulichen Wachstum 2012 bekam Österreichs Papierindustrie zuletzt das internationale Konjunkturtief deutlich zu spüren. Die Herstellung von Zellstoff und Papier war im ersten Halbjahr 2013 deutlich rückläufig. „Bei Zellstoff zeigen unsere Halbjahreszahlen einen Produktionsrückgang von 4,9 Prozent, bei Papier, Karton und Pappe von 3,4 Prozent gegenüber dem ersten

Halbjahr 2012. Beide Werte liegen deutlich hinter dem EU-Durchschnitt von minus 0,8 Prozent bei Zellstoff sowie minus 1,3 Prozent bei Papier“, so Oliver Dworak, Geschäftsführer der Austropapier.

Internationaler Vergleich Darüber hinaus verlor Österreich auch deutlich gegenüber den USA, Kanada, Brasilien, Japan,

Südkorea und China an Boden. Für Dworak ein absolutes Alarmsignal: „Der Standort Österreich rutscht im internationalen Vergleich ab!“ Der Austropapier-Geschäftsführer drängt auf rasches Handeln der Politik, um eine weitere Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu verhindern. Laut ihm würden hohe Rohstoff-, Energie- und Personalkosten sowie nur sehr geringe Möglichkeiten zur Arbeitszeitflexibilisierung auf betrieblicher Ebene für die Unternehmen in dieser konjunkturell schwierigen Situation doppelt erschwerend wirken.

„Neue Kostenbelastung“

© Austropapier

Wien. Umweltschonendes Drucken ist eines der Qualitätsmerkmale der Druckerei Piacek. Bereits im Jahr 2008 wurde ihr das Österreichische Umweltzeichen verliehen. Jetzt bietet das Unternehmen seinen Kunden durch die FSC- und PEFC-Zertifizierung auch die Möglichkeit, ihre Publikationen mit Papier zu produzieren, deren Primärfasern aus ökologisch und sozial verantwortungsbewusst bewirtschafteten Wäldern stammen. „So wie uns ist auch unseren Kunden die Umwelt ein Anliegen. Sie bevorzugen für ihre Druckproduktionen immer öfter Papier aus verantwortungsvoller Holzwirtschaft, das mit dem FSC- oder PEFC-Siegel gekennzeichnet ist. Gemäß der ‚Chain of Custody‘ achten wir während der gesamten Auftragsabwicklung darauf, dass zertifiziertes nicht mit unzertifiziertem Papier gemischt oder verwechselt wird und garantieren unseren Kunden einen durchgängig transparenten Materialfluss nach den Regeln der beiden Umweltzeichen“, erklärt Anton Piacek, Geschäftsführer der Druckerei Piacek. Die FSC- und PEFC-Zertifizierung bei Piacek reiht sich nahtlos in die Reihe der Umweltmaßnahmen des Unternehmens ein.

bewahrt die Frische sowie die Qualität des Inhalts. – Die innovativste Lösung aus Karton übernimmt in diesem Jahr die Funktion einer alten Metallkons-truktion, der Büroklammer. Eine nachhaltige Alternative für einen Klassiker, die ebenso gut funktioniert und wenig kostet. Gefunden wurde der Deltaclip von Schut Hoes Cartons und Deltaclip International. Das Produkt wird in hoher Stückzahl hergestellt und asymmetrisch gefalzt – eine Herausforderung für die Herstellung, die Schut Hoes brillant gelöst hat.

© PPV

© MMK

Dubrovnik. Das Fazit des Pro Carton/ ECMA Award 2013, der jährlichen Auszeichnung für innovative Kartonverpackungen, ist ein hervorragendes: Das Interesse an neuen Ideen aus den Bereichen Karton und Faltschachtel hat deutlich zugenommen. Das zeigen auch die Einreichungen: Nahezu ein Drittel der Unternehmen hat zum ersten Mal überhaupt teilgenommen. Am 19. September 2013 wurden die Preise auf dem ECMA-Kongress in Dubrovnik verliehen. „Carton of the Year“ wurde die Champagnerverpackung Twinkle Box von Van Genechten.

Oliver Dworak, Chef der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie.

Dworak weiter: „Der vorwahlbedingte Stillstand bei industriepolitisch wichtigen Maßnahmen, wie etwa der Modernisierung der Arbeitszeitregelungen, der Verbesserung der Rohstoffversorgung vor allem bei Holz, und einer klaren Linie in der Innovations- und Förderpolitik, hat die Situation weiter zugespitzt. Dazu kommt die neue und in dieser Höhe unerwartete

Kostenbelastung durch den massiven Einschnitt bei der Zuteilung der CO2-Zertifikate im EU-Emissionshandel. Die Zellstoff- und Papierindustrie hat zuletzt mit Investitionen in Höhe von insgesamt fast 300 Millionen Euro ein starkes Bekenntnis zu Österreich abgegeben, um Betriebe zukunftsfit zu machen.“

„Keine Zeit verlieren“ Neue Kosten und hohe Rechtsunsicherheiten seien aber ein schlechtes Umfeld für Investitionen und würden diese Bemühungen konterkarierten. „Die neue Bundesregierung darf daher keine Zeit verlieren – Industriepolitik muss klare Priorität Nummer eins sein, sonst fällt Österreich im internationalen Vergleich weiter zurück. Unser politisches Forderungsprogramm, das wir Vertretern der wichtigsten Parteien bereits im Sommer präsentiert haben, enthält die zentralen Elemente für einen zukunftsweisenden industriepolitischen Standortdialog“, so der AustropapierGeschäftsführer. (red)


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Dienstag, 8. Oktober 2013

medianet special – 15

Jentzsch In der Wiener Druckerei sorgt die abteilungsĂźbergreifende Zusammenarbeit fĂźr Weiterentwicklungen bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Greenteam verbessert Ă–kobilanz

Das Greenteam Das Team besteht aus sieben Mitarbeitern aus allen Abteilungen des Betriebs. „Die Idee dahinter ist vor allem, dass die Mitarbeiter aus den verschiedenen Abteilungen auch einen unterschiedlichen Zugang zum Umwelt-Thema haben. Dieser Mix und die Auseinandersetzung untereinander werden sicher sehr fruchtbar sein und uns fĂźr unser Unternehmen wieder neue Ideen geben“, erläutert GeschäftsfĂźhrer

Gottfried Hirsch. Einfälle wie der firmeneigene Kräutergarten und der „greensnack“, wo die frischen Kräuter dann verarbeitet werden, sorgen fĂźr Ressourcenersparnis und haben Vorbildwirkung. Mittelfristig hat sich das Team aber vor allem weiteren EnergiesparmaĂ&#x;nahmen im Betrieb sowie der Suche nach neuen biologischen und umweltfreundlicheren Produkten verschrieben. Dies erfolgt ohne Einschränkungen und kann daher fĂźr Verpackungen genauso gelten wie fĂźr BĂźromaterialien. Aber auch die soziale Verantwortung des Unternehmens sowohl nach innen als auch nach auĂ&#x;en

ist ein wichtiges Thema fĂźr die Mitglieder des Gruppe „Mit unserem greenteam wollen wir sicherstellen, dass laufend am Umweltschutz gearbeitet wird, denn nur so kĂśnnen wir noch besser werden! Vor allem langfristig denke ich, dass wir so groĂ&#x;e Schritte machen kĂśnnen“, so Hirsch.

Positive Ökobilanz Die geplante Entwicklung wird auch durch die Zahlen des letzten Geschäftsjahrs bestätigt. Im Jahr 2012 wurde der Einsatz der umweltfreundlichen Papiere bei

Jentzsch im Vergleich zu 2011 mehr als verdoppelt. Auch der Anteil der vollständig recycelten Papiere ist um nahezu 20% gestiegen. „Da wir nun unsere gesamten Lagerpapiere komplett auf PEFCzertifiziertes Papier umgestellt haben, werden auch Produktionen so umweltfreundlich wie mĂśglich hergestellt, bei denen der Kunde dies nicht explizit verlangt“, erklärt Hirsch. Die standardmäĂ&#x;ige Verwendung von biologischen Druckfarben, der Erdgas-Lkw und der ressourcenschonende Umgang mit den Materialien bewirkten eine Einsparung von insgesamt 60 t CO2. (red)

Gottfried Hirsch erwartet sich laufende Verbesserungen beim Umweltschutz.



Wien. Zur Untermauerung des eigenen hohen Anspruchs im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit geht die Druckerei Jentzsch neue Wege. Damit alle Aktionen und Entwicklungen in diesem sensiblen und zukunftsträchtigen Bereich nicht Stßckwerk bleiben, sondern das ganze Unternehmen einheitlich in die angestrebte Richtung fßhren, grßndete man das Greenteam.

Š Jentzsch

Durch die individuellen Kenntnisse nutzt man die unterschiedlichen Zugänge zum Themenbereich.

Xerox Schneller Drucker

Im GroĂ&#x;format

Wien. Auf die gesteigerte Nachfrage nach groĂ&#x;formatigen Postern, Schildern sowie Plakaten und Bannern fĂźr den Point of Sale reagiert der amerikanische Druckerhersteller Xerox mit dem neuen GroĂ&#x;formatdrucker Wide Format IJP 2000. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Druckgeschwindigkeit gelegt, damit auch kurzfristige Aufträge schnell umgesetzt werden kĂśnnen. „Zu den Hindernissen bei Druckaufträgen im GroĂ&#x;format gehĂśrte bislang, dass sie Arbeitsprozesse deutlich verlangsamen kĂśnnen und dadurch weniger rentabel sind. Deshalb haben wir unseren neuen GroĂ&#x;formatdrucker auf einen ununterbrochenen Betrieb ausgelegt“, erläutert Dustin Graupman, Vice President, Inkjet Business.

Deutlich mehr Tempo

Š Xerox

Das Gerät kann bis zu 420 mďż˝ pro Stunde bei 1.600 x 1.600 dpi drucken. Das bedeutet, dass hochqualitative, farbige Schilder in 5 Sek., 9 m lange Banner in einer Min. und Produktionsdurchläufe mit 200 Drucken in rund 20 Min. fertig sind. Zusätzlich kĂśnnen Druckdienstleister ihren Kunden mehr Wahlfreiheit bei GroĂ&#x;formatanwendungen bieten. Neben Standard- und gestrichenen Papieren gehĂśren Materialien wie Bannerstoff, Fotoglanzpapier, Satin und transluzente Folien dazu. Dank schnell trocknender Tinte sorgen lebendige Farben fĂźr eine Vielzahl von Produktanwendungen wie Messebanner, Präsentationsgrafiken bis hin zu lebensgroĂ&#x;en Fotos und Werbe-Displays.  (red)

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Der neue GroĂ&#x;formatdrucker Wide Format IJP 2000 arbeitet besonders flott. Sonne_216x288.indd 1

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16 – medianet special

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gugler Unternehmen aus Melk offeriert mit dem „Ökodruck-Navigator“ eine Komplettübersicht, die Ökodruck klar und transparent darstellt

Durchblick beim Öko-Druck

© gugler

Reinhard Herok: „Können Printprodukte höchst ökoeffizient und sogar ökoeffektiv herstellen.“

Kunden von gugler werden hinsichtlich Ökodruck zu absoluten Durchblickern.

Melk. Ökologische Qualität ist und bleibt gefragt. Immer mehr Konsumenten sind dabei bereit, mehr für umwelt- und klimafreundliche Produkte zu bezahlen. Parallel dazu wächst auch die Anzahl der Gütesiegel und Zertifikate, die dies beurkunden sollen. Die Kriterien für die einzelnen Labels sind allerdings auch höchst unterschiedlich, was dazu führt, dass nicht selten Äpfel mit Birnen verglichen werden. Das stellt selbst interessierte Kunden häufig vor kaum lösbare Aufgaben. Auch Printprodukte werden heute in unterschiedlichster ÖkoQualität angeboten. Verschiedene Papier-Labels und Umweltmanage-

ment-Zertifikate sorgen zusätzlich für Verwirrung. Die Situation ist also nicht einfach.

Ökodruck-Navigator Um jedoch die Entscheidungsfindung für ein passendes Produkt zu erleichtern, hat das Print-Team im Hause gugler in den letzten Wochen einen Ökodruck-Navigator entwickelt. Diese Komplettübersicht veranschaulicht punktgenau, wofür die einzelnen Zertifikate stehen und welche Kriterien zur Zertifizierung herangezogen werden – wichtiges Wissen also, um eine ökologisch wie ökonomisch

sinnvolle Entscheidung treffen zu können. „Seit mehr als zwei Jahrzehnten bemühen wir uns im Kommunikationshaus gugler, die Auswirkungen unserer Druckproduktion auf die Umwelt zu verringern. Weniger problematische Substanzen, weniger Ressourcenverbrauch und ein kleinerer ökologischer Fußabdruck waren stets die Ziele. Heute können wir Printprodukte nicht nur höchst ökoeffizient, sondern sogar ökoeffektiv herstellen“, erzählt Reinhard Herok, Marketingleiter und Nachhaltigkeitsmanager bei gugler. Im Sinne der „Cradle to Cradle“-Philosophie fragt man bei

gugler nicht mehr „Wie können wir Schlechtes reduzieren?“, sondern „Was ist das Richtige?“ „Und das sind in unserem Fall Druckprodukte, die immer wieder vollständig in biologische Kreisläufe zurückkehren können. Wenn alle Inhaltsstoffe frei von schädlichen Substanzen sind, gibt es keinen Abfall mehr, sondern nur noch Nahrung für die Erde“, so Herok.

Cradle to Cradle-Infos Für Interessierte hat gugler jetzt ein eigenes Cradle to Cradle-Infopaket entwickelt, das alles an Informationen vereint, die man zu Cradle to Cradle-Druckprodukten wissen muss. Das Infopaket unterstützt v.a. Marketingmanager bei ihrer täglichen Arbeit. gugler ist übrigens das erste Druckhaus, das Cradle to Cradlezertifizierte Printprodukte herstellen kann. (red)

IN

DIESEM MOMENT

PaperNet PaperlinX

Starke Marke Wiener Neudorf. Seit Juni treten alle europäischen Gesellschaften des PaperlinX-Konzerns verstärkt unter der Marke PaperlinX auf. Dies, um die Stärke der Gruppe noch besser in den Vordergrund zu rücken. Aus diesem Grund tritt auch PaperNet seit Kurzem mit einem neuen Logo am Mark auf. Aber auch bei den gestrichenen Papieren hat sich etwas getan: „Wir sind bestrebt, die Umwelt zu schützen, die Zusammenarbeit zwischen Großhandel und Papierindustrie weiter zu stärken sowie unseren Kunden einen bestmöglichen Service in Sachen Verlässlichkeit und Qualität zu bieten und haben uns entschlossen, die gestrichenen Papiere von Sappi, speziell aus dem Werk Gratkorn, ab sofort unter dem Markennamen Sappi-Magno anzubieten“, so PaperNet-Geschäftsführer Stephan Grötzschel. „Mit dieser Maßnahme stellen wir unsere Verbindung zur heimischen Papierindustrie klar dar und können darüber hinaus auch auf das optimale Serviceangebot von Sappi zurückgreifen.“

ERREGE

ICH

IHRE

„Europäische Qualität“ Die Umstellung der Eigenmarke Core auf Garda gloss Art und Garda matt Art von Cartiere del Garda sei ebenso ein Zeichen, dass PaperlinX auf europäische Qualität und Verlässlichkeit setzt. „Zudem bieten wir mit den Volumenspapieren GardaPat 11 und GardaPat 13 ein umfassendes Sortiment in diesem wachsenden Marktsegment.“  (red)

AUFMERKSAMKEIT I am the power of print. Magazine und Zeitschriften sind durch ihre hochwertigen redaktionellen Inhalte glaubwürdige Informationsquellen. Konsumenten schenken Anzeigen in Printmedien ihre ganze Aufmerksamkeit und 60% empfinden diese als passender als Werbung in anderen Medien. Mehr unter printpower.at

© Papernet

Unser aktuelles Print Power Magazin “The Page” können Sie kostenlos bestellen: Scannen Sie dafür den QR-Code mit Ihrem Handy.

PaperNet-Geschäftsführer Stephan Grötzschel hat einige Neuigkeiten.


Papi e r , D r u c k & Pa c kag i n g

Dienstag, 8. Oktober 2013

medianet special – 17

viscom Themenwelten

Grasl FairPrint Das Traditionsunternehmen produziert klimaneutral und trägt das österreichische Umweltzeichen

Mit der nachhaltigen Online-Druckerei trägt man auch dem Convenience-Gedanken Rechnung. Bad Vöslau. Das zukunftsorientierte Traditionsunternehmen Grasl FairPrint betreibt seit nun fast zwei Jahren die nachhaltige Online-Druckerei fairprint.at. Die Online-Druckerei setzt auf ein nachhaltiges Gesamtkonzept. Sämtliche Bereiche von fairprint. at sind darauf abgestimmt, mit der Umwelt und den Ressourcen so schonend wie möglich umzugehen. Darum versteht man sich auch als erste Adresse für Onlinebestellungen umweltfreundlicher und qualitativ hochwertiger Offsetdrucksorten: von einfachen Flyern und Foldern über Zeitschriften und Magazine bis hin zu anspruchsvollen Broschüren und Werbedrucksorten. Es wird ausschließlich klimaneutral und dem österreichischen Umweltzeichen entsprechend produziert, und das ohne Aufpreis.

Mit den Umwelt-Zertifizierungen und regelmäßigen Auditierungen durch unabhängige Experten werden Umwelt-Erfolge ermöglicht und garantiert. Dadurch bietet das Unternehmen seinen Kunden beim Online-Kauf von Druckprodukten

„Wir werden unsere Bemühungen beibehalten und unser Ziel, die nachhaltigste Online-Druckerei Europas zu sein, konsequent © Grasl

weiterverfolgen.“

Nachhaltig und Online

Karl Grasl, GF

fairprint.at: Standardisierte Druckprodukte können bequem online bestellt werden.

„Im Laufe der Jahrzehnte haben sich traditionelle Werte und neue Technologien stets ideal ergänzt: aus Tradition immer menschlich und fair, aus Neugier und Innovationsgeist immer auf dem modernsten Stand“, erklärt Geschäftsführer Karl Grasl den Weg seines Unternehmens. „So war für uns die nachhaltige Online-Druckerei ein logischer Schritt.“ Dem Unternehmensleiter liegt aber auch am Herzen, „dass Kunden standardi-

sierte Druckprodukte, für die sie keine weitere Beratung benötigen, einfach und bequem online planen und bestellen können“. Dem Convenience-Gedanken entsprechend sind Bestellungen somit zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich.

um seine Aktivitäten zum Thema Mensch und Umwelt im Rahmen des Umweltmanagementsystems offenzulegen. Transparenz und Offenheit sind dabei die wesentlichsten Kriterien, um die Ernsthaftigkeit des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Zahlen, Daten und Fakten werden auf der Firmenwebsite fairprint.at veröffentlicht.

Umwelterfolge Jährlich veröffentlicht Grasl FairPrint eine Umwelterklärung,

größtmögliche Sicherheit und Transparenz. „Wir werden unsere Bemühungen beibehalten und unser Ziel, die nachhaltigste Online-Druckerei Europas zu sein, konsequent weiterverfolgen“, so Grasl. Für den 26. Oktober ist ein großer Relaunch geplant, er fungiert als neuerlicher Ausgangspunkt für weitere Verbesserungen im Sinne der Nachhaltigkeit, für Mensch und Umwelt.(red)

eclipse Das Wiener Team des Außenwerbungs- und PoS-Spezialisten weitet seine internationale Kompetenz aus

Wien. Seit September verstärkt die Diplomdesignerin Bozena M. Krett das Team von eclipse, Spezialist für Druckprodukte der Außenwerbung und des Point of Sale.

Internationale Erfahrung Bozena M. Krett absolvierte das Studium des Produkt- und Grafikdesigns an der FH-Aachen mit „Sehr gut“ und blickt auf erfolgreiche Berufsjahre in Deutschland zurück. Sie war ebenso für Einzelunternehmen wie auch Weltkonzerne tätig. Bei eclipse fungiert sie als PoS-Entwicklerin und kreiert, visualisiert und bemustert Dis-

plays, Palettenummantelungen und Verpackungen. Nach dem Briefing beim Kunden werden im Office in der Laudongasse maßstabsgetreue Muster angefertigt, um Funktionalität und mögliche Materialien zu testen und innerhalb kürzester Zeit zu produzieren. Der Umsatz im Bereich „Point of Sale“ ist firmenintern der am schnellsten wachsende. Durch die erstmalige Vergabe der Position eines PoS-Entwicklers kann man zukünftig noch rascher auf Kundenwünsche reagieren. Die besondere Qualifikation Kretts eröffnet eclipse zusätzliches internationales Innovationspotenzial.  (red)

© eclipse

Innovatives Potenzial für den Point of Sale

Neue PoS-Entwicklerin bei eclipse: die Diplomdesignerin Bozena Margarete Krett.

© viscom 2012/Behrendt & Rausch Fotografie

Für Mensch und Umwelt

Neue visuelle Werkzeuge

Visuelle Kommunikation steht im Fokus der viscom düsseldorf 2013.

Düsseldorf. Von der klassischen Werbetechnik über den Digitaldruck bis hin zu digitalen Werbeträgern und PoS-Medien – die viscom 2013 zeigt mit sechs Themenwelten die Neuheiten der visuellen Kommunikation. Heuer findet die viscom vom 7. bis 9. November in Düsseldorf statt. Neben den Bereichen Druck, Verfahren & Material; Werbetechnik, Schilder- & Lichtreklame; Out of Home Media sowie Arbeitsmittel, Arbeitsplatzausstattung & Dienstleistungen gibt es die Digital Signage World und die Display PoS Expo, die als „Messen in der Messe“ das Angebot abrunden.

Große Vielfalt Die viscom hat sich seit ihren Anfängen als Treffpunkt der Werbetechnik und Lichtwerbung zu einer der europaweit größten Messe der werblichen Kommunikation und Gestaltung entwickelt. Diese Vielfalt findet sich auch in den Besucherzielgruppen der Messe wieder: Die viscom düsseldorf 2013 richtet sich an Marketingentscheider aus Handel und Industrie, Objektdesigner, Maschinen- und Materialeinkäufer, Handwerker, Agenturen und Kreative gleichermaßen. Erwartet werden rund 350 Aussteller und 12.000 Fachbesucher. Wie kann die visuelle Kommunikation Unternehmenswerte transportieren und die Kundenbeziehung stärken? Was bedeutet die zunehmende Verfügbarkeit von Daten für die visuelle Kommunikation? Welche neuen Materialien gibt es im Druckbereich? Was sind die Innovationen in der Lichttechnik? Und welche Neuerungen haben die Aussteller im Gepäck? So die Themen des Rahmenprogramms, ebenso wie „Digital Signage“ und „360 Grad Kommunikation“, denen ein Fokus-Tag gewidmet ist. ( red)

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18 – medianet special

Dienstag, 8. Oktober 2013

Bösmüller Das Wiener Unternehmen nutzt 35 Jahre Erfahrung im Bereich Druck und Verpackung zur Entwicklung nachhaltiger Imageträger

Give-aways, die man gern behält Kreative Produkte wie „Flauer Bauer“ oder der innovative Adventkalender X-Mas Cube sind hochwertige Awarenessbringer.

© Bösmüller

Wien. Give-aways sind ein nettes Präsent zur Stärkung von Geschäftsbeziehungen. Oftmals handelt es sich allerdings um Wegwerfprodukte, die aus Billigproduktionen stammen, aus bedenklichen Materialien gefertigt sind und zum Wachstum heimischer Müllberge beitragen. Dennoch sind Werbegeschenke nicht vom Markt wegzudenken, da auch ein großer Teil des Imagetransfers auf diesem Wege stattfindet. Die Druckerei Bösmüller ist durch ihre 35-jährige Erfahrung im Druck- und Verpackungsbereich Spezialist für Give-aways mit Stil und nachhaltigem Mehrwert.

Bösmüller präsentiert den X-Mas Cube, ein nachhaltiges Give-away mit Stil.

Das Unternehmen unter der Leitung von Doris Wallner-Bösmüller setzt den Schwerpunkt insbesondere auf hochwertige Drucksorten und kreatives Verpackungsdesign. Auch der Begriff der Nachhaltigkeit ist hier ein wesentliches Thema, diesbezügliches Bewusstsein soll geschaffen werden: Einerseits hinsichtlich der Herstellungsprozesse und verwendeten Materialien, andererseits bezüglich kaufentscheidender Motive. Als innovatives und nachhaltiges Give-away präsentiert Bösmüller daher „Flauer Bauer“: Die faltbare Blumenvase besteht aus dem wasserdichten Material Polypropylen

und kann beliebig bedruckt werden. Die Form ist einfach zusammenfaltbar, wiederverwendbar und recyclebar.

mit Pralinen, Süßigkeiten oder anderen Leckereien gefüllt werden. Highlights der originellen Verpackung sind die Konstruktion und die einzigartige Würfelform sowie eine ausreichend große Fläche für unternehmerische Werbebotschaften. Der Würfel kann individuell bedruckt werden und ist zudem lebensmittelkonform. Der Bösmüller-Verpackungsexperte Zoran Surlina hat am 19. September die Leitung des neu gegründeten ExpertsClusters „Packaging“ von designaustria übernommen. Der ExpertsCluster richtet sich an Grafik- und Produktdesigner sowie all jene, die eine Produktverpackung benötigen. „Unser Ziel ist es, die Vernetzung von Packaging Designern aller Disziplinen mit Industrie, Handel, Produzenten und Presse zu stärken und die Entwicklung von nachhaltigen Verpackungen voranzutreiben“, so Clustermanager Surlina. (red)

Der X-Mas Cube Nicht mehr lang, dann beginnt die Adventzeit und mit ihr die Suche nach dem passenden Adventkalender. Für alle Unternehmen, die Süßigkeiten heuer besonders ansprechend für Kunden verpacken wollen, hält Bösmüller eine kreative Lösung bereit, den X-MasCube: Der innovative Adventkalender aus Karton, mit 24 gestanzten Fenstern, kann schnell und einfach

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

print fair 13 Ein Marktplatz

Mit Praxisnähe

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

© Clemens Kneringer

Wiener Weinpreis

Wien. Seit 2009 organisieren die Abteilung für Druck- und Medientechnik sowie der Verband Druck und Medien (VDM; Anm. Verband der Absolventen der Graphischen) an der Wiener Graphischen die print fair, die sich als größter grafischer Marktplatz Österreichs etabliert hat. Heuer findet die print fair am 23. und 24. Oktober statt. „Für die Graphische ist jede print fair ein Erfolg“, so Abteilungsvorstand Manfred Niedl. „Kaum einer anderen HTL in Österreich gelingt es, durch eine Veranstaltung so viel Nähe zur Zulieferindustrie und zu den grafischen Betrieben aufzubauen. Diese Praxisnähe ist für unsere Absolventinnen und Absolventen ein unschätzbarer Vorteil beim Start ins Berufsleben.“ Die print fair-Veranstalter sind auch darum bemüht, den Marktplatz an der Graphischen für Besucher und Aussteller jedes Jahr noch interessanter, erfolgreicher und effizienter zu gestalten. Am ersten Veranstaltungstag wird heuer daher eine längere Öffnungszeit geboten: Am Dienstag, den 23. Oktober, können Messebesucher bis 20 Uhr das informative Angebot nutzen. Auch das Vortragsprogramm wird interessant: Am 23. Oktober findet ein Workshop zum Thema „Barrierefreie PDFs aus InDesign“ statt; Olaf Drümmer, Geschäftsführer der axaio software, wird in sechs einfachen Schritten zum PDF/UA-konformen Dokument führen. Am 24. Oktober präsentiert Canon eine Studie zum Thema „Drucksorten-Einkäufer“.  (red)

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

Die print fair 13 findet am 23. und 24. Oktober 2013 in der Graphischen statt. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


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Dienstag, 8. Oktober 2013

medianet special – 19

Druck Hofer Die Weinviertler Traditionsdruckerei bietet über die eigene Agentur Hofer Media auch CI-Entwicklung an

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Webseite und Weinetikett

Hochwertige PlattenBebilderung vorgestellt

Corporate Behaviour. Aber auch kleinere Projekte, wie etwa die Gestaltung ansprechender Weinetiketten, finden sich im Portfolio der Agentur. Darüber hinaus rundet sie ihr Angebot durch das Design von Außenwerbung und kreative Logogestaltung ab. In das Zentrum der Arbeit von Hofer Media rückte in den letzten Jahren immer stärker die Programmierung bzw. Gestaltung von Websites, sowohl mit als auch ohne Online-Shops. Dafür passt Hofer Media das Gesicht der Homepage entweder dem bereits vorhandenden Corporate Design an oder entwickelt ein maßgeschneidertes, frisches Konzept. Auch nach der Fertigstellung der Website bietet die Agentur ihren Kunden eine persönliche Betreuung an. Dabei gewährleistet Hofer Media eine browser- bzw. plattformunabhängige Darstellung, auf Wunsch auch auf Smartphones. (red)

Stimmiges Gesamtkonzept Daher hat sich die firmeneigene Werbeagentur Hofer Media darauf spezialisiert, großen Firmen wie auch kleinen familiengeführten Betrieben durch die Entwicklung einer individuellen und auf das jeweilige Unternehmen abgestimmten Corporate Identity ein attraktives Äußeres zu verleihen. Dabei nimmt Hofer Media entweder bereits vorhandene Ideen als Grundlage oder entwirft ein völlig neues stimmiges Gesamtkonzept, bestehend aus Corporate Communication, Corporate Design und

Douglas Edwards ist President Digital Printing & Enterprise bei Kodak.

Sinsheim. Auf der von morgen bis Samstag stattfindenden, 19. Fachmesse Druck+Form 2013 präsentiert ImagingSpezialist Kodak über den Fachhandelspartner Wifac Offsetdruckplatten und die neuen Kodak Achieve T400/T800 Thermoplattenbelichter. Die CTP-Systeme ermöglichen auf einem attraktiven Preisniveau den Einstieg in die hochwertige Plattenbebilderung. Sie sind mit dem neuen, wartungsfreundlichen TH5Thermokopf ausgestattet, der für eine hohe Tonwertstabilität und Gleichmäßigkeit der Bebilderung sorgt. Während der Achieve T400 Plattenbelichter maximal 838 x 990 mm große Platten bei einem Durchsatz von bis zu 28 Stück in der Stunde bebildern kann, beträgt beim T800-Modell das maximale Format 838 x 1.143 mm und das bei einem Durchsatz von bis zu 22 Platten pro Stunde. Beide Modelle eignen sich für die Bebilderung von Kodak Thermoplatten mit normaler nasschemischer Verarbeitung wie auch der prozessfreien Kodak Sonora XP-Platte.

© hofermedia/Astrid Bartl

Retz. Der Erfolg eines Unternehmens hängt nicht nur von dessen Leistungsfähigkeit oder seinen Qualitätsansprüchen ab, sondern in einem nicht zu unterschätzenden Maße auch von seiner Außendarstellung, so Druck HoferGeschäftsführer Günther Hofer.

© Kodak

Hilfe für die Außendarstellung eines Kunden bedeutet für die Spezialisten mehr als nur Printprodukte.

Thomas, Günther und Andreas Hofer bieten ihren Kunden persönliche Betreuung.

Print Power Die europaweite ProPrint-Kampagne verschickte aufmerksamkeits- und responsestarke Direct Mails

Mit Kreide-Mailing alle Sinne ansprechend Wien. Die europäische ProPrintKampage Print Power versandte vor wenigen Tagen außergewöhnliche Post, die den Empfänger multisensorisch beindrucken soll.

© PPA

Überzeugungskräftig

Zertifizierung nach der neuesten ISO-Norm

© Ricoh

Gute Direct Mails hinterlassen einen Eindruck und das auch ohne Kreidespuren.

Das „Kreide-Mailing“ zeigte die Wirkung von Print-Produkten auf, die mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen und ist dabei sehr erfolgreich, wie Aussendungen in England, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal schon gezeigt haben. In allen Ländern lag die Returnrate zwischen 9 und 24%. Andere Mailings kommen häufig nicht über einen Rücklauf von einem Prozent hinaus. „Im Moment stehen Online und Social Media sehr im Fokus

der Öffentlichkeit, aber gleichzeitig erleben die Stärken von Print auch ein Comeback“, sagt Patrick Mader, Country Manager von Print Power in Österreich. Speziell die multisensorischen Möglichkeiten von Papier entwickeln in einer gut gemachten Direct Mail-Kampagne ihre Überzeugungskraft und bringen dem Aussender beeindruckende Resultate sowie einen hohen RoI, so Mader. Print Power ist eine europaweite Kampagne der Wertschöpfungskette Druckprodukte, die von Papierherstellern, -händlern, Druckern, Zulieferern, Verlagen, der Post und anderen unterstützt wird. In Österreich wird die Kampagne vom Verein Print Power Austria und seinen Unterstützern getragen. (red)

Verband Druck & Medientechnik Aktuelle Untersuchungen bestätigen die Vorteile von Print für den Konsumenten

Printpräferenz bei Werbung und Dokument Wien. Zwei aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Print-Werbung von den Konsumenten deutlich besser akzeptiert wird als Online-Werbung. Das sollte auch im Medienmix mehr Abbildung finden, meint Werner Neudorfer, Geschäftsführer des Verbands Druck & Medientechnik Österreich. Er bezieht sich dabei auf Studien von MediaAnalyzer sowie Bitkom. In einer QuickSurvey zum Thema Zeitschriften wurden 150 Personen zu ihrer Zeitschriftennutzung und ihrer Werbeakzeptanz befragt.

tendenziell passender und weniger störend als in anderen Medien. Fragt man die Konsumenten, welche Werbeform sie am ehesten behalten würden, fällt das Ergebnis eindeutig aus: Eine klare Mehrheit präferiert Anzeigen gegenüber Werbespots, Bannern und Mailings. Trotz eines Rückgangs der Auflagen zeigen diese Ergebnisse also, dass Zeitschriften nach wie vor ein attraktives Werbemedium

sind, weil Werbung hier eine höhere Akzeptanz besitzt als in anderen Medien. Zudem liegt die wahrgenommene thematische Passung etwas höher als in anderen Umfeldern.

Besser gedruckt Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom in Deutschland bestätigt ebenfalls

Wichtigstes Ergebnis war, dass Konsumenten eine überaus positive Einstellung zu Printwerbung haben. Insgesamt gab mehr als die Hälfte der Teilnehmer an, mehrmals pro Woche eine Zeitschrift zu lesen; im Vordergrund steht dabei das Interesse an der Information, aber auch Entspannung und Zeitvertreib wurden als Lesegründe genannt. Rund 60% der Befragten empfinden Werbung in Zeitschriften als

© VDM

Passende Werbung

Werner Neudorfer fordert eine stärkere Berücksichtigung von Print im Medienmix.

die Bedeutung von Gedrucktem, wenngleich in einem anderen Bereich. Über 1.000 Personen wurden zum Thema Papier versus digitale Dokumente befragt. Bei den 50- bis 64-Jährigen bevorzugen etwa 90% die gedruckte Form, selbst bei den 18- bis 29Jährigen fällt die Zustimmung auf drei Viertel. Insgesamt ziehen 15% den digitalen Versand von Rechnungen und Verträgen klassischen Briefen vor. 81% der Deutschen erhalten ihre Dokumente lieber in Papierform. 72% der Befürworter von Papierdokumenten sehen keine Vorteile in digitalen Rechnungen oder Verträgen. Jeder Vierte kennt keine geeigneten Ablagesysteme für digitale Dokumente. Auch Sicherheitsbedenken spielen eine wichtige Rolle. Viele Unternehmen vertrauen dagegen zunehmend digitalen Dokumenten; hierfür setzen sie Technologien des Enterprise Content Managements ein. Je nach Unternehmensgröße lassen sich dadurch mehrere Tausend Euro Druck- und Versandkosten pro Jahr sparen. (red)

Graham Moore sieht Ricoh auf dem richtigen Weg zum Umweltschutz.

London. Ricoh Europe hat die Zertifizierung für die Einhaltung des neuen Standards ISO 16759 für „Nachweis und Kommunikation der Berechnung der CO2-Emissionen von Druckprodukten“ erhalten. Damit ist Ricoh nach eigener Aussage das erste Unternehmen, das nach der im Juli eingeführten Norm zertifiziert wurde. Ausgezeichnet wurde die Genauigkeit des Carbon Calculator von Ricoh, der im Carbon Balanced Printing Programme des Unternehmens verfügbar ist. Der Ricoh Carbon Calculator wurde speziell für den Produktionsdruckmarkt entworfen und berechnet den CO2-Fußabdruck jedes einzelnen Druckjobs. Dabei wertet er aus, wie viel Energie, Toner und Substrat während des Druckprozesses bei einem bestimmten Job verwendet werden und berücksichtigt auch servicebedingte Emissionen. „Diese Zertifizierung zeigt, dass wir mit unserem Carbon Balanced Printing Programme auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Graham Moore, Business Development Director Ricoh Europe.


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20 – medianet special

Dienstag, 8. Oktober 2013

Go green Immer mehr Kunden legen bei Druckprodukten großen Wert auf die Ökologie des Herstellungsprozesses

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EU-Ecolabel für NP Druck

Neuer Verkaufsleiter bei Samson Druck

© Samson

St. Pölten. „Wie beim österreichischen Umweltzeichen, so sind wir auch beim EU Ecolabel das erste Unternehmen Österreichs, das dieses Zertifikat für Rollen-, Bogen- und Zeitungsoffsetprodukte verwenden darf“, freut sich Johann Peter Jordan, Druckereileiter Verkauf- und Marketing des Niederösterreichischen Pressehauses.

Reinhard Eder verstärkt das Team von Samson Druck als Verkaufsleiter.

St. Margarethen/Salzburg. Reinhard Eder (47) ist neuer Verkaufsleiter bei Samson Druck. Er zeichnet in dieser Position für alle Vertriebsaktivitäten des Lungauer Unternehmens verantwortlich. Samson ist im Bereich Bogendruck eines der führenden Unternehmen in Österreich und zählt neben dem heimischen Tourismus viele internationale Konzerne zu seinen Kunden. Eder war mehr als 30 Jahre für die CirclePrinter Gruppe Oberndorfer Druckerei – J. Fink Druck in verschiedenen Positionen tätig. Daneben absolvierte er ein Wirtschaftsstudium, welches er vor zwei Jahren als Business Manager (MAS) abschloss. Das Leistungsspektrum von Samson Druck umfasst dabei Beratung, Druckvorstufe, Druck, Verarbeitung & Veredelung, Adressverwaltung & Mailservice und den Versand als postzertifizierter Lettershop. Auf einer Produktionsfläche von über 5.000 m� werden jährlich mehr als 4.000 t Papier verarbeitet.

ringerung der Umweltverschmutzung beitragen wollen. Die Richtlinien für Druckerzeugnisse wurden erst im August 2012 beschlossen. „Nach dem österreichischen Umweltzeichen ist das EU Ecolabel für NP Druck der weitere, über die Grenzen Österreichs hinausgehende, öffentliche Nachweis der unternommenen Anstrengungen im Umweltbereich“, weist Jordan auf die vom Unternehmen umgesetzten Maßnahmen hin. Das geht von den eingesetzten Materialien wie Papier und Farbe, bis zu den verwendeten Reinigungsmitteln. Die Differenzierung gegen-über dem Mitbewerb kann für NP Druck nur über die Dienstleistung, den Service und die Leistungsfähigkeit der Druckerei erfolgen. Das primäre Ziel der Druckerei ist es, den Kunden zu entlasten; dies gilt auch für die Ansprüche der Kunden an eine umweltgerechte Produktion der Druckprodukte. (red)

Freiwillig nachhaltig Das von Umweltminister Niki Berlakovich verliehene EU Ecolabel ist das in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, aber auch von Norwegen, Liechtenstein und Island anerkannte EU-Umweltzeichen. Das durch eine EU-Verordnung eingeführte, freiwillige Zeichen hat sich nach und nach zu einer Referenz für Verbraucher entwickelt, die mit dem Kauf von umweltfreundlicheren Produkten und Dienstleistungen zu einer Ver-

digitaldruck.at firmiert um und wird druck.at Leobersdorf. In den vergangenen zehn Jahren hat sich digitaldruck.at von einer Digitaldruckerei zu Österreichs größter Onlinedruckerei entwickelt. „Manchmal ist weniger mehr. Deshalb haben wir uns jetzt für eine einfache Reduktion unseres Namens entschieden: aus digitaldruck.at wird druck.at“, so Peter Kolb, geschäftsführender Gesellschafter von druck.at.

© druck.at

Warum ein neuer Name? „Mit dem neuen Namen druck.at wollen wir auch das falsche Bild einer kleinen Druckerei korrigieren“, so Kolb. Schon seit einiger Zeit vermittelt der Name „digitaldruck.at“ ein unvollständiges Bild der Druckerei.

Das Unternehmen ist nämlich nicht nur im Digitaldruck, sondern auch im Offset- und Großformatdruck tätig. Derzeit werden 50% des Umsatzes im Offset-, 25% im Großformatund 25% im Digitaldruck erzielt. „Wir spielen in der obersten Druckliga mit“, freut sich Kolb. Das zeigt sich auch anhand der über 4.000 t Papier und den mehr als 200.000 Ganzbogendruckplatten, die jährlich verbraucht werden. Die Onlinedruckerei ist im Jahr 2013 weiterhin auf Erfolgskurs: Im ersten Halbjahr wurde ein Netto-Umsatz von 14,2 Mio. € erreicht. Das bedeutet eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19%. (red)

Turbo Heidelberger Speedmaster XL 106 soll internationalen Marktausbau der MM Packaging Group vorantreiben

Schausberger investiert in Druckmaschine Gunskirchen. Kürzlich hat die zur Mayr-Melnhof Packaging-Gruppe (MMP) gehörende Schausberger am Standort Gunskirchen in eine Heidelberg Speedmaster XL 106 investiert. Sie soll die Wettbewerbskraft durch Peak Performance mit 7 Farben und Doppellack stärken. „Wir möchten unseren Kunden durch konsequente Investitionen in neueste Technologien das bestmögliche Leistungsspektrum anbieten können“, fasst Thomas Schuh, Geschäftsführer des österreichischen MMP Standorts Schausberger in Gunskirchen, zusammen. „Die Speedmaster XL 106 ist hochautomatisiert. Dadurch können wir sowohl kleine als auch große Auflagen wirtschaftlich drucken, unseren Kunden eine schnelle Lieferung und hochveredelte Faltschachteln anbieten und insgesamt wettbewerbsfähiger sein.“ Der Standort Gunskirchen spielt für den internationalen Marktausbau der österreichischen MMP Standorte eine große Rolle. Jährlich werden rund 400 Mio. Faltschachteln sowie Blisterkarten und Leaflets für die Pharmaindustrie

produziert. Die Hochleistungsdruckmaschine von Heidelberger ist baugleich mit den beiden zuletzt am Standort MMP Austria in Wien installierten Aggregaten, wodurch für Kunden größtmögliches Backup gewährleistet ist. Die Speedmaster XL 106 punktet

durch hochgesetzten An- und Ausleger samt Logistik und vollautomatischer Auto-Non-Stop-Ausstattung. Das spektralfotometrisch arbeitende Farbmesssystem analysiert das gesamte Druckbild und kontrolliert die Farbwerte bei gleichzeitiger automatischer On-

line-Regelung aller Druckwerke. Das Inline-Bogeninspektionssystem bietet eine sichere Produktion und vergleicht jeden einzelnen Bogen permanent mit einem digitalen Referenzbogen, wodurch größte Qualität bei höchster Sicherheit garantiert werden.  (red)

© Heidelberger

© Metsä

Der Relaunch soll das Unternehmen im Druckbereich noch erfolgreicher machen.

Wien/Nürnberg. Metsä Board, einer der führenden Anbieter von gestrichenen White Top Kraftlinern, präsentierte auf der „FachPack 2013“ eine neue vollgebleichte Liner-Qualität. Modo Northern Light ist ein leichtgewichtiger, ungestrichener Liner mit hoher Weiße, der sich ideal für Feinwellenanwendungen sowie traditionelle Wellpappenverpackungen eignet und sorgt für kontrastreiche Druckergebnisse, sowohl im Volltonflächen- als auch im Rasterverlaufsdruck. Der neue Liner ist für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln und anderen empfindlichen Produkten ausgelegt und in einem Flächengewichtsbereich von 80-160 g/m� erhältlich. Zusätzlich kommt es bei der neuen Liner-Qualität auch kaum zum Waschbretteffekt bei der Wellpappenherstellung. Das Produkt kann sowohl als Außen- und Innendecke als auch als Fluting eingesetzt werden. Auch in puncto Nachhaltigkeit überzeugt der neue Liner: Basis sind Frischfasern, die aus nachhaltig bewirtschafteten nordischen Wäldern stammen.

„Die nachhaltige Produktion ist eines unserer Differenzierungsmerkmale“, so Jordan.

Change Österreichs größter Onlinedrucker ändert seinen Firmennamen und passt ihn seinem Leistungsspektrum an

Metsä Board mit einem neuen Liner

Ideal für Feinwellenanwendungen bei hochwertigen Verpackungen.

© NP Druck

St. Pöltner Rollenoffsetter erfüllen als erste heimische Druckerei die Kriterien des EU-Umweltzeichens.

Passend zum MM Packaging Maschinenpark bekommt Schausberger in Gunskirchen nun auch eine Heidelberg Speedmaster.


Dienstag, 8. Oktober 2013

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medianet special – 21

Druckerei Berger Unternehmen demonstriert Flexibilität und reagiert mit zahlreichen Investitionen auf die Entwicklung des internationalen Markts

„Stellen Weichen für die Zukunft“ Mit diesen Initiativen will die Druckerei auch in Zukunft als Komplettanbieter am Markt reüssieren.

„Klares Wachstumssignal“ Die fünfte Generation – es sind dies die Geschäftsführer Ferdinand Berger jun. und Peter Berger jun. – reagiert mit dieser Großinvestition auf die Entwicklung des Marktes im In- und Ausland. „Trotz schwieriger Marktverhältnisse stellen wir mit dieser Investition die Weichen für die Zukunft“, erklärt Ferdinand Berger jun., der für Technik und Produktion verantwortlich zeichnet. Sein Cousin Peter Berger ergänzt: „Dies ist ein klares Wachstumssignal für unsere Kunden,

aber auch für unsere Mitarbeiter.“ Die Druckerei Berger ist die einzige eigentümergeführte Rollenoffsetdruckerei Österreichs und kann heuer auf eine 145-jährige Tradition und Entwicklung zurückblicken. 270 motivierte, engagierte und bestens ausgebildete Mitarbeiter sind der Garant für Beständigkeit und ein ganz wichtiger Faktor für vertiefte Kundenbeziehungen.

Investitionen in Zukunft Insgesamt investiert die Druckerei Berger innerhalb der nächsten Monate rund 10 Mio. €. Damit ist das niederösterreichische Un-

ternehmen Vorreiter bei Technik und Produktionsoptimierung. Darüber hinaus steht die Druckerei Berger kurz vor einer richtungsweisenden Investitionsentscheidung im Bereich Bogenoffset, um auch zukünftig als Komplettanbieter von Druckvorstufe über Bogenoffset, Rollenoffset und Endfertigung die ständig steigenden Markterfordernisse erfüllen zu können. „Dem Motto ‚Der persönliche Drucker‘ fühlen wir uns besonders verpflichtet; wir wollen doch so nahe wie möglich beim Kunden sein, um optimale Kompetenz, Qualität, Freundlichkeit und Flexibilität zu

praktizieren“, sagt Peter Berger jun., der Kundenkontakte und Verkauf in seinem Verantwortungsbereich hat.

Träger des Staatswappens „Unsere Firma ist als einzige Druckerei Österreichs für die Bereiche Digital-, Bogen- und Rollenoffsetdruck mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet. Darüber hinaus sind wir als Qualitätsbetrieb national und international zertifiziert und sind auch berechtigt, das Österreichische Staatswappen zu führen“, fügt Ferdinand Berger jun. noch hinzu.  (red)

© Berger

Horn. Der technische Fortschritt ist in der Druckerei Berger ein ständiger Begleiter. Derzeit wird in Horn eine zusätzliche 48-SeitenRollenoffsetmaschine montiert. Monatelange, reifliche Überlegungen sind dieser Investitionsentscheidung vorangegangen.

Die Geschäftsführer: Ferdinand Berger jun. und Peter Berger jun. (rechts).

flyeralarm Ökologisch

Steinpapier

Wiener Neudorf. flyeralarm ist mit einem neuen Produkt auf den Markt gegangen: Das Steinpapier ist seit Kurzem neu im Sortiment der Online-Druckerei. Für das Steinpapier müssen weder Bäume sterben, noch ist dafür Trinkwasser notwendig. Es wird zu 70% aus Kalkstein, dem am meisten verbreiteten Rohstoff der Erde, und zu 30% aus Bio-Polyethylen, das aus organischen Abfällen besteht, gefertigt.

„Wie auf Wolken“

© flyeralarm

Steinpapier ist abwaschbar, lebensmittelecht, kaum zu zerreißen und schwer entflammbar. flyeralarm druckt daraus Flyer, Faltblätter, Visitenkarten, Postkarten, Mappen sowie Speise- und Getränkekarten. „Steinpapier fühlt sich an, als wäre es aus Samt und Seide gemacht. Flyer, Visitenkarten & Co. bestechen damit allein schon durch ihre spektakuläre Haptik“, so Gerhard Bügler, Geschäftsführer von flyeralarm Österreich. Das Schreibgefühl sei sensationell: „Der Stift gleitet über die seidenglatte Oberfläche wie auf Wolken.“ Das Papier wird nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip hergestellt – gleichsam nach dem Vorbild der Natur, in der Abfall nie unbrauchbaren Müll darstellt, sondern Nahrung für den ewigen Kreislauf. Landet Steinpapier auf dem Müll, zerfällt es unter Sonne, Wind und Wetter wie die Eierschale zu Kalk. Soll heißen: Es ist nicht giftig, auch wenn man es verbrennt. (red)

Das Steinpapier von flyeralarm ist ökologisch und kommt mit feiner Haptik.

Nur Mittermüller druckt. Wie Mittermüller druckt.

Laufend neue Inhouse Veredelung und Entwicklungen garantieren Top-Qualität, Budget-Schonung und knappe Durchlaufzeiten. Auf Papier und Kunststoff, alle Standards und alles Unmögliche. druckerei@mittermueller.at | Tel. 07258/ 4494 www.mittermueller.at | www.facebook.com/mittermueller

Hofdruckerei von

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22 – medianet special

Dienstag, 8. Oktober 2013

Druckerei Janetschek Die Druckerei aus dem niederösterreichischen Heidenreichstein setzt mehr denn je auf Nachhaltigkeit und Transparenz

Nachhaltigkeit schafft Fortschritt

© Janetschek

Geschäftsführer Janetschek: „Unser Verständnis für Nachhaltigkeit hat sich weiterentwickelt.“

Geschäftsführer Christian Janetschek vor einem Teil der Photovoltaikanlage.

Heidenreichstein. Konsequent ökologisch, wirtschaftlich erfolgreich, sozial verantwortungsvoll – die Druckerei Janetschek hat Corporate Social Responsibility (CSR) mit ihren drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales schon im Zuge der ersten Nachhaltigkeitsberichterstattung 2010 manifestiert. Im zweiten Nachhaltigkeitsbericht mit aktueller Umwelterklärung, der Ende Oktober erscheint, wird erneut klar und transparent dargestellt, wie Nachhaltigkeit bei Janetschek gelebt wird. Dazu Firmenchef Christian Janetschek: „Durch das klar ausgesprochene und kommunizierte Ziel, nachhal-

„Durch das klar ausgesprochene und kommunizierte Ziel, nachhaltig zu wirtschaften, entwickeln wir uns ständig weiter.“ christian janetschek

tig zu wirtschaften, entwickeln wir uns ständig weiter. So hat sich auch unser Verständnis für Nachhaltigkeit weiterentwickelt.“

„Wir haben mithilfe dieser Neuorientierung schon viele Verbesserungen durchgeführt und Erfolge gefeiert, sind aber trotzdem noch am Anfang der Umsetzung. Im neuen Nachhaltigkeitsbericht beschreiben wir, wie wir im wahrsten Sinne des Wortes eine ‚runde Sache‘ daraus machen wollen“, erzählt Öko-Kompetenz-Teamleiter Manfred Ergott.

Ganzheitlicher Ansatz Die Erfolge mit ressourcenschonenden Druckprodukten rückten bei Janetschek die Ökologie in den Mittelpunkt. Durch den gleichzeitigen Fokus auf den Menschen – sowohl intern als auch extern – ergab sich ein ganzheitlicher Ansatz, der das soziale Handlungsfeld „Mensch“ als dritte wichtige Nachhaltigkeitsdimension in das Janetschek CSR-Modell einbettet.

Ökologische Außenwirkung Ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Ausrichtung der niederösterreichischen Druckerei Janetschek ist es, mit ökologischen Themen entsprechend nach außen zu wirken. Aktuell wird für 25. Oktober der sogenannte Energietag vorbereitet, an welchem u.a. auch die neue Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Druckerei sowie das Solartaxi Heidenreichstein präsentiert werden. (red)

mit Kompetenz & ökosozialer Verantwortung

viaprinto Guter Zweck

Motivkalender

verwendet ausschließlich

Münster. Die Online-Druckerei viaprinto offeriert Kunden und Geschäftspartnern heuer einen besonderen Set an Motivkalendern: Im Rahmen einer Kooperation mit fotoforum.de präsentieren 29 Fotografen ihre Werke für einen guten Zweck. Pro verkauften Kalender gehen 50 ct an gemeinnützige Organisationen. Bereits im Vorfeld spendete viaprinto jeweils 500 € an die Institutionen. Jahreskalender mit Firmenlogo sind ein beliebtes Werbegeschenk zum Jahreswechsel, dienen sie doch der Bindung bestehender sowie der Gewinnung neuer Kunden. Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk, staatliche Behörden, etc. setzen auf Jahreskalender als Werbemittel.

biologische Druckfarben.

wurde 2006 als 1. Wiener Druckerei mit dem Zertifikat ISO 12647-2 ProzessStandard Offsetdruck ausgezeichnet.

Österreichisches Umweltzeichen

Seit 2009 ist Träger des österreichischen Umweltzeichens.

ausgezeichnet drucken

ist seit Augst 200 mit dem Zertifikat „postzertifizierter Lettershop“ ausgezeichnet und bietet so auch umfassende Beratung und Kompetenz beim Versand an.

Einfaches Procedere Wenn es jedoch um die Gestaltung geht, fehlen häufig personelle wie finanzielle Ressourcen. viaprinto schafft hier Abhilfe und bietet einen besonderen Service für die individuelle Gestaltung eines Werbekalenders. Aus 33 Motivsets aus Bereichen wie etwa Architektur, Landschaft, Industrie, Menschen, etc. können Unternehmen ihren Kalender auswählen – bestellt wird ganz bequem im Internet: Einfach Kalender auswählen, Papierart und Format bestimmen, die Stückzahl eingeben und anschließend nur mehr das Firmenlogo hochladen. Im Rahmen der Aktion unterstützen die Unternehmen automatisch die Hilfsprojekte. (red)

FSC®- und PEFCTM- Zertifikat

ist die erste Druckerei, die von einer österreichischen Zertif izierungsstelle gleichzeitig mit FSC® und PEFCTM ausgezeichnet wurde.

Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft

Die Staatliche Auszeichnung, die verliehen wurde, ist Zeugnis unserer besonderen Leistungen und Innovationskraft für Österreichs Wirtschaft.

CO2-neutral drucken

wurde als erste Druckerei Österreichs mit dem Zertifikat „Print CO2 geprüft“ ausgezeichnet.

Druckerei Jentzsch Scheydgasse 31, 1210 Wien, T: +43 (0)1 278 42 16-0, E-Mail: office@jentzsch.at www.jentzsch.at

© viaprinto

Mehr Infos unter www.jentzsch.at Die Motivkalender von viaprinto für Kunden und Geschäftspartner.


Dienstag, 8. Oktober 2013

Papi e r , D r u c k & Pa c kag i n g

medianet special – 23

Messezeit Die Leistungsschau zeigte außergewöhnliche Produkte und Dienstleistungen rund um Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik

Treffen der Packagingbranche Nürnberg. Die Spezialität der FachPack sind Produkte und Dienstleistungen entlang der Prozesskette Verpackung. Als eine der wichtigsten europäischen Fachmessen für Verpackung mit rund 1.440 Ausstellern zieht die FachPack immer mehr Verpackungsspezialisten auch aus den Nachbarländern an: 21% internationale Gäste – vor allem aus Österreich, der Tschechischen Republik, der Schweiz, den Niederlanden, Italien und Polen – nutzten die drei Messetage zur Information. Das Ranking der besuchenden Branchen liest sich wie folgt: Druck/Papier/Pappe, Nahrung/ Genuss, Dienstleister, Kunststoff, Chemie, Maschinenbau, Pharma/ Kosmetik, Elektrogeräte und Komponenten, Verpackungslogistik und Lohnverpacker, Metallverarbeitung, Automobilzulieferer sowie Konsumgüter.

Mittermüller Neuheiten

Die FachPack gilt auch bei heimischen Produzenten als wichtige Plattform, um sich über die neuesten Materialien, Maschinen oder Prozesse zu informieren. So haben sich 2013 auch 35 Unternehmen aus Österreich auf der FachPack präsentiert. Obwohl die Anzahl der Besucher auf den Ständen zurückging, zeigen sich die Aussteller dennoch zufrieden. Es mag zwar weniger Anfragen gegeben haben, dafür ist Qualität der Anfragen hoch und zukunftsträchtig. Das man mit Verpackung auch Kultiges anstellen kann, hat die FachPack einmal mehr beweisen: Brautkleid aus weißer Seide und

Spitze? Das war gestern. Die hippe Braut trägt an ihrem schönsten Tag Wellpappe. Und schmückt Ehejahre später ihren Vorgarten mit überdimensionalen Papp-Gartenzwergen, während der Gatte im Wohnzimmer das WellpappGeweih annagelt – alles gesehen auf der FachPack. Das Verpackung Forum PackBox – die kurzweilige Info-Mischung aus sämtlichen Bereichen der Prozesskette Verpackung – kam auch im zweiten Jahr an: 3.635 interessierte Zuhörer, das sind nochmal gut 1.000 mehr als letztes Jahr, verweilten gern im stylishen Forum. (red)

© FachPack

Die FachPack 2013 ist gelaufen; Aussteller und Besucher sind zufrieden.

Die FachPack Nürnberg 2013 in Zahlen: drei Messetage, 34.598 hochkarätige Fachbesucher, 1.440 internationale Aussteller. Mit dabei: 35 österreichische Unternehmen.

Präzision beginnt bei der Idee.

Magic Prints

Rohr. Magic-Mag ist ein spezielles magnetisiertes Papier und kann im Offset sowie Digitaldruck bedruckt werden. Das Spezielle an diesem Material sind die breiten Einsatzmöglichkeiten, die es bietet; vom Hinweisschild bis zur Verkaufsregalbeschriftung sind nur zwei der möglichen Anwendungsbeispiele. Bisher wurden Klebefolien aufwendig auf Magnetfolien kaschiert, das braucht man bei Magic-Mag nicht mehr, da das Papier die Magnetisierung bereits enthält. Dadurch kann zeitsparend und kostenschonend produziert werden. Rasche Angebot- oder Preisauszeichnungen werden hiermit auch in größeren Mengen einfach umsetzbar. Aber nicht nur Magic-Mag ist neu; großes Interesse seitens der Kunden erregt auch das zweite neue Mittermüller-Produkt, der Posterit-Kleber. Dieser ist mit einem speziellem Haftkleber ausgestattet, der auf Papier wie auch auf fast jedem anderen glattem Material haftet. Der Posterit kann als Lesezeichen oder bei Buchpräsentationen verwendet werden, aber auch auf Dispensern oder Tischaufstellern. Mittermüller rundet mit den neuen Produkten seine breite Sortimentspalette weiter ab. Muster der Magic-Produkte wie Magic-Pulpo, Magic-Dot, MagicFix, Magic-Mag, Posterit, etc. können von Interessierten per Mail in der Druckerei Mittermüller angefordert werden. (red)

© Mittermüller

Echte Kuverts sind Hightech!

Magic-Mag bietet wegen seiner Hafteigenschaften interessante Möglichkeiten.

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medianet

inside your business. today.

dienstag, 8. Oktober 2013 – 25

polizzen müssen ins netz

Versicherungsunternehmen müssen bei digitaler Kommunikation aufholen  Seite 27

© meinungsraum/Stöcher

© Bain & Company

marktforschung (aus)wahl-verfahren

meinungsraum hält herkömmliche Analysemethoden für aussagekräftig  Seite 28

online-panel über 1/2 Million meinungsbildner

© panthermedia.net/Nasir Khan

So tickt der Konsument

© Marketagent

Analysen & Visionen Wer wird gewählt, was wird gekauft und vor allem auch warum? Fragen, auf die die Markt- und Meinungsforscher (fast) immer die passende Antwort parat haben. Welche Tools und Methoden sie entwickeln, um noch tiefer in die Köpfe der Konsumenten schauen zu können, lesen sie auf den  Seiten 26 – 30 Gefühlswelten Körperpflege und Autos gehen den Konsumenten ans Herz und unter die Haut, Softdrinks und Bier lassen dagegen eher kalt

Produktkategorie entscheidet emotionale Bindung von Interrogare entwickelte Tool „Emotional Branding Monitor“ zur Markenimagemessung. Die stärksten Emotionen lösen Körperpflege und Autos aus. Offensichtlich bewegt uns, was uns berührt und berührt uns, was uns bewegt. Positive Gefühle wecken auch elektronisches Spielzeuge und Mode. Ganz anders die Mobilfunkbranche: Hier lässt die Verwendung emotionaler Bilderwelten in der Werbung die Konsumenten vergleichsweise kalt. Auch Softdrinks und Bier, Produktgruppen, deren Werbung traditionell von emoti-

onalen Bildern geprägt ist (vom Schöfferhofer-Bauchnabel über die Coca-Cola-Familie bis zum stolzen Becks-Segler) gehen den Konsumenten weniger unter die Haut oder ans Herz. Hier überlagern trotz massiver Werbeaktivitäten die elementaren Assoziationen und Einstellungen hinsichtlich der allgemeinen Produktkategorie den individuellen Auftritt der Marke. Die Stärke der emotionalen Aktivierung nimmt offensichtlich nicht linear mit zunehmendem Werbedruck und Intensität der transportierten Markenbilder zu.  www.interrogare.de

Positive Bilder: Emotional am überzeugendsten sind Produkte zur Körperpflege.

© La Prairie

Bielefeld. Erfolgreiche Marken basieren auf starken Emotionen. Doch diese Gleichung geht nicht immer und für alle gleich auf. Denn entscheidend dafür, wie ein Produkt von den Konsumenten wahrgenommen wird, hängt erst in zweiter Linie vom Auftritt der Marke ab. Ausschlag gebend ist vor allem die Produktkategorie – so das Ergebnis der branchenübergreifenden Markenstudie des Marktforschungsinstituts Interrogare gemeinsam mit der Unternehmensberatung SWP. Untersucht wurden 33 Marken in elf Produktkategorien. Die Auswertung erfolgte über das von


Marktforschung

26 – medianet special

Dienstag, 8. Oktober 2013

GfK Das Marktforschungsunternehmen kombinierte Erkenntnisse zum Kaufverhalten mit Social Media-Analysen

short

Schönheits-Wettbewerb

Sportlicher Einsatz besser als Pharma

Positives Image im Internet ist auch im Bereich Dekorative Kosmetik für die Produzenten unerlässlich.

Sport erfüllt eine Therapie-Funktion, schreibt das British Medical Journal.

Paris. Sport ist einer Studie zufolge für Patienten nach einem Schlaganfall oder mit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße mindestens ebenso wirksam wie der Einsatz von Medikamenten. Wissenschaftler renommierter Hochschulen in Großbritannien und den USA werteten für die im British Medical Journal veröffentlichte Studie mehr als 300 Untersuchungen mit zusammen knapp 340.000 Patienten aus. Sie verglichen dabei, welchen Einfluss die Einnahme von Medikamenten oder sportliche Betätigung auf die Sterblichkeit der Patienten hat. Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße war Sport als Therapie „genauso effektiv“ oder sogar etwas effektiver als der Einsatz von Statinen, die zur Senkung des Cholesterinspiegels verwendet werden, heißt es in der Studie. Sport war auch nach einem Schlaganfall effektiver als der Einsatz von Medikamenten, um das Risiko eines vorzeitigen Todes zu senken. Nach Herzversagen waren Medikamente indes eine wirksamere Therapie als Sport.

forscher vier führende Hersteller – essence, L’Oréal Paris, Manhattan und Maybelline Jade – im Hinblick auf die verschiedene Segmente.

Plattformen „Die Studie zeigt, dass drei Viertel der Beiträge zu den analysierten Marken in Sozialen Netzwerken wie Facebook zu finden sind. Wichtige Kommunikationsplattformen sind aber auch YouTube und Foren wie board.beauty24. de oder beautyjunkies.de“, erklärt Waldheim. Insgesamt erreichen 100.000 Online-Beiträge über 14 Mio. Konsumenten. Allein auf Facebook verbringt die Zielgruppe knapp 16 Stunden im Quartal. Die Konsumenten, die durch die buzzrelevanten Seiten erreicht werden, sind für die Kosmetikunternehmen von großer Bedeutung, da sie bis zu 20% mehr Geld für Schminkartikel ausgeben.  (red)

Die Kombination Erstmals wurden für diese Studie Erkenntnisse zum Kaufverhalten aus dem deutschen GfK Media Efficiency Panel mit Social MediaAnalysen des in Wien ansässigen GfK Social Media Intelligence Centers kombiniert. „Nur die GfK kann diese Kombination anbieten, mit der echte Reichweiten und Customer Value in harten Euro ermittelt werden können“, so Christian C. Waldheim, Leiter des SMI Centers. Für die Fallstudie zu Dekorativer Kosmetik analysierten die Markt-

© GfK

© BMJ

Wien. Ein guter Ruf im Internet ist auch für Güter des täglichen Bedarfs unerlässlich. Das zeigt eine Social-Media-Analyse von GfK im Bereich Dekorativer Kosmetik. Unter den analysierten Marken hat Manhattan das beste Online-Image – und den größten Anteil usergenerierter Inhalte.

SMI-Leiter Christian Waldheim: „Nur die GfK kann diese Kombination anbieten.“

Gettings/Goldmedia Research Großteil der Befragten glaubt trotz Online an Weiterbestand von Geschäften

Stationärer Handel weiterhin gebraucht

© Gettings/Alper Yasa

Übergewichtige Kinder schlechtere Schüler?

Auch wenn sich das Geschäft ins Netz verlagert: Konsumenten brauchen Handel.

Düsseldorf. Trotz des boomenden Onlinehandels wollen Verbraucher auch in Zukunft auf ihre Ladengeschäfte nicht verzichten. Das ergab eine repräsentative Studie des Location Based ServiceAnbieters Gettings (www.gettings. de), die im August 2013 vom Marktforschungsinstitut Goldmedia Research durchgeführt worden ist. 91% der Befragten sind davon überzeugt, dass es trotz vermehrten Online-Shoppings immer stationäre Geschäfte geben wird. Die Tendenz geht dabei zum Multi Channel Retailing: 85% der Studienteilnehmer denken, dass sich Internet- und stationärer Handel zukünftig noch stärker ergänzen werden. Auch wenn Kunden immer

onlineaffiner werden, möchten sie in Zukunft doch nicht auf ein Shoppingerlebnis vor Ort verzichten. 73% der Befragten wünschen sich jedoch, dass alle Geschäfte auch im Internet vertreten sind, um sich schon vorab über Angebote informieren zu können. Neben heimischen PCs rückt dabei die Nutzung von Smartphones immer weiter in den Vordergrund: 72% der Befragten sind der Meinung, dass der Einsatz von Smartphones zukünftig eine immer größere Rolle spielen wird. Dass der stationäre Handel von OnlineKanälen profitiert, zeigen diese Ergebnisse deutlich. Nach Meinung der Befragten kann ein OnlineShop allein jedoch nicht erfolgreich sein. (red)

Das Berliner Wissenschaftszentrum untersuchte die Schulnoten.

Berlin. Übergewichtige Kinder haben in der Volksschule seltener gute Noten als ihre schlanken Klassenkameraden. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung in einer Studie, die im Oktober in der Zeitschrift für Soziologie erscheint. Die Wahrscheinlichkeit, dass füllige Kinder im Fach Mathematik einen Einser oder einen Zweier bekommen, ist demnach im Vergleich um mindestens zehn Prozent niedriger. Die Untersuchung beruht auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Mikrozensus 2009. Die Frage war, wie der sogenannte Body-Mass-Index von Schülern mit deren Schulnoten sowie dem Übertritt aufs Gymnasium zusammenhängt – auch der gelingt laut Studie übergewichtigen Heranwachsenden seltener. Der negative Effekt des Übergewichts auf die Schulleistungen besteht dabei laut Studie unabhängig vom sozialen Status der Familie, aus der die Betroffenen kommen.

Die Bedeutung eines Beratungsgesprächs Wien. Das Beratungsbedürfnis der österreichischen Konsumenten hängt deutlich von der Art des Produkts bzw. der Dienstleistung ab, ergab eine aktuelle Imas-Studie. Die hochemotionale und multifaktorielle Entscheidungsfindung auf dem Weg zum Kauf weckte die Neugier des Imas Forschungsstabs und in mehreren Schritten ging man dem Aspekt „Beratung“ empirisch auf den Grund. Im ersten Schritt wurden 24 unterschiedliche Produkt- und Dienstleistungsgruppen auf die demoskopische Waagschale gelegt und die Österreicher nach der Bedeutung eines Beratungsgesprächs in der jeweiligen Gruppe befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Beratungsbedürfnis der österreichischen Konsumenten hängt deutlich von der Art des Produkts respektive der Dienstleistung ab. Als Faustregel angesichts der Ergebnisse gilt laut den Imas-Verantwortlichen: Pharmaprodukte, Finanzanlagen und Pkws gelten als besonders beratungsintensiv in den Augen der Österreicher. Genau genommen sind 63% der Bevölke-

rung der Meinung, dass das Beratungsgespräch bei Medikamenten sehr wichtig ist, für weitere 21% ist es zumindest einigermaßen wichtig.

Geld, Auto, Elektronik Danach folgen auf ähnlichem Ausprägungsniveau verschiedene Formen der Geldanalage und Vorsorge (Geld- und Kapitalanlage

60%; Alterssicherung 56%; Pflegevorsorge 51%) und genau drei Fünftel sehen eine Beratung auch beim Autokauf als sehr wichtig an. Auf einer niedrigeren Bewusstseinsebene – von rund zwei Fünftel jeweils genannt – folgen ausgewählte Elektronikgeräte wie Computer, Waschmaschine, Handy und Fernseher. Am Schluss des Rankings liegen Bücher, Bekleidung, Spielwaren, Schmuck und

© Imas

© WZ

Imas Studie Pharmaprodukte, Finanzanlagen und Pkws gelten in Österreich als besonders beratungsintensiv

Die beiden Imas-Geschäftsführer Ansgar Löhner (li.) und Gernot Hendorfer.

der Kauf eines Grillers. Insgesamt wurde bei mehr als der Hälfte der vorgelegten Produkt- und Dienstleistungsgruppen die Wichtigkeit der Beratung in der Tendenz mehrheitlich verneint. Der Konsument zeigt sich somit aller Voraussicht nach gut informiert.

Bessere Wertschöpfung Geschlechtsspezifisch gesehen, gab es teils erhebliche Unterschiede; demnach äußern Frauen über alle Produktgruppen hinweg überdurchschnittlich häufig den Bedarf an Beratung – hingegen lässt sich kein Bildungs- oder Altersgefälle feststellen. Die beiden Imas-Geschäftsführer Gernot Hendorfer und Ansgar Löhner betonen anlässlich der Präsentation der Ergebnisse, dass die Vertiefung der Wertschöpfung durch angereicherte Serviceangebote für Unternehmen immer wichtiger werde. „Wir untersuchen vor allem das persönliche Beratungs- bzw. Servicegespräch empirisch, um die wesentlichen Erfolgsfaktoren für unsere Kunden herauszuarbeiten.“  (red)


Dienstag, 8. Oktober 2013

M a rk t f o r s c h u n g

medianet special – 27

Karmasin Motivforschung Geschäftsführerin Karmasin erklärt, weshalb sie nach den Wahlergebnissen besonders stolz auf ihre Branche ist

Gute Prognose auf allen Ebenen Wien. 2013 konnten österreichische Markt- und Motivforschungsinstitute beweisen, was sie draufhaben: Im Wahljahr gab es für alle mehr als genug zu tun. Sophie Karmasin ist deshalb besonders stolz auf die eigene Arbeit und die ihrer Kollegen, denn die Wahlprognose ist zu 98,3% eingetreten. „Es war wirklich nicht leicht, bei so vielen neuen Kleinparteien eine richtige Einschätzung vorzunehmen“, erklärt Karmasin. Dass die Wahlprognosen dermaßen präzise waren, sei ein sehr gutes Zeugnis für die Branche. Weniger gut seien Vorhersagen auf Länderebene gewesen, da hier die Stichprobe kleiner war. Methodisch sei das problematisch: „Um die Genauigkeit in den Bundesländern zu steigern, müsste man größere Stichproben machen, aber das ist eine Überzeugungsarbeit, die da geleistet werden muss. Österreichweit sind die Stichproben natürlich größer und

damit präziser“, so Karmasin. Das Ergebnis bleibt für Sophie Karmasin dennoch das herausragendste und bedeutendste Ereignis des Branchenjahres. Die Karmasin Motivforschung braucht sich dieses Jahr aber selbst nicht zu verstecken und das im wahrsten Sinne. Erst kürzlich wurden die Institutsräumlichkeiten erweitert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. „Nötig war das sicher nicht, da unsere letzte Renovierung erst fünf Jahre zurückliegt“, erklärt Karmasin. „Aber es gehört zu einer Gesamtdienstleistung dazu, dass die Räume, das Catering und die Tech-

nik optimal sind.“ Gerade Kunden aus Deutschland würden es voraussetzen, dass im technischen Bereich alles auf dem allerneuesten Stand ist.

Was zählt, ist die Kompetenz Die neuen Gruppendiskussionsräumlichkeiten bieten Platz für etwa 12 Diskutanten und verfügen über eine umfangreiche technische Ausstattung. Zur Beobachtung der Gruppendiskussionen steht ein großer Beobachtungsraum für max. 12 Personen mit durchgehendem Einwegspiegel, Klimaanlage und eigenem Besprechungs-

raum zur Verfügung. Die Räume sind variabel für Kleingruppen, Workshops und Tiefeninterviews umbaubar. „Durch die Räume, die wir jetzt haben, können wir neue Methoden anbieten.“ Die Rolle der Ausstattung dürfe man laut Karmasin wiederum aber auch nicht überbewerten: „Nur schöne Räume, gute Brötchen und der Rest ist mittelmäßig, würd ich jetzt als Kunde nicht schätzen. Entscheidend ist methodische Kompetenz, die Erfahrung und die Interpretationshoheit.“ Dass Karmasin ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, spricht sicher für letzere Eigenschaft.  (emi)

© Karmasin

Ein gutes Ergebnis auch für das Geschäftsjahr 2013: Umsatzplus und Modernisierung der Räume.

Die neuen Räume ermöglichen vielfältige, bislang nicht mögliche Methoden.

Bain & Co. Studie erhoben

Versicherungen

München/Zürich. Die aktuelle Studie „Versicherungen: Die digitale Herausforderung“ der internationalen Managementberatung Bain & Company offenbart den Handlungsdruck für Versicherungsunternehmen. Die im Rahmen der Bain-Studie durchgeführte Befragung von mehr als 2.500 Privatkunden aller führenden deutschen Versicherungen zeigt, in welchem Ausmaß die fortschreitende Digitalisierung das Versicherungsgeschäft beeinflussen wird. Nach Überzeugung von rund 60% der Befragten sind webbasierte Kommunikationskanäle künftig bei Interaktionen mit dem Versicherungsunternehmen am wichtigsten. Ob bei Beratung, Vertragsabschluss oder Schadensmeldung: Kunden erwarten von ihrem Versicherer ein umfassendes digitales Angebot. Und das geht weit über die klassische Webseite hinaus. Für die Versicherten sind Smartphones, Tablet-PCs und mobile Webseiten ebenso wie Apps, Chats und Online-Communitys wichtige Kontaktmöglichkeiten mit ihrem Anbieter. Dienstleistungsbranchen wie Einzelhandel und Touristik müssen sich bereits seit Jahren mit der Umwälzung ihrer Geschäftsmodelle infolge der Digitalisierung auseinandersetzen. Dagegen hat die Versicherungsbranche den Wandel im Kundenverhalten bislang nur wenig gespürt. Schutz bot vor allem die geringe Kontaktfrequenz gerade bei langfristig laufenden Produkten.  (red)

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„Die Zukunft der Versicherung ist digital“, erklärt Bain-Partner Henrik Naujoks.

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Marktforschung

28 – medianet special

Dienstag, 8. Oktober 2013

meinungsraum glaubt an die Wirkung von Wahlwerbung – aber nur, wenn ihre Wirkung erfasst und ausgewertet wird

short

Wie Wahlwerbung wirkt

„Research und Results 2013“ Fachmesse

© dominikmuenich.de

Wien. Ob die Wahlwerbenden Parteien im Zuge des Nationalratswahlkampfs Abtestungen genutzt haben, sei dahingestellt. Aber die Abtestung von Werbung, egal, ob es sich um Plakate, Anzeigen, TVSpots oder Online-Werbung handelt, ist eine vernünftige Grundlage, um praxisrelevante Einblicke zu erhalten – für jede Form der Werbung, und natürlich auch für Wahlwerbung. Das Marktforschungsinstitut meinungsraum. at hat dazu eine kurze Übersicht seiner oftmals genutzten Tools zusammengestellt.

Rund 3.000 Marktforscher werden zum Branchentreff erwartet.

München Am 23. und 24. Oktober öffnen sich in München die Tore für die weltweit größte Research-Messe. ­Mobile ­Research, Social Media Monitoring, Big Data, Research Communities – das sind nur einige der brandaktuellen ­Themen, die in diesem Jahr auf der Marktforschungsmesse Research & Results zu erleben sind. Natürlich kommen auf dem führenden, internationalen Branchentreff auch Dauer­brenner wie Kunden­ zufriedenheit, Markenführung oder B2B-Research nicht zu kurz. Erwartet werden rund 150 Aussteller. Darunter sind die Global Player und viele mittlere und kleinere Unternehmen. In Workshops referieren TopExperten zu aktuellen Themen und Trends der Branche. Über 3.300 Teilnehmer werden die Messe voraussichtlich besuchen.

klärt, gibt es verschiedene Tools, wie zu Beispiel Sujet-insight. Dabei handelt es sich um eine einfache Möglichkeit, festzustellen, was bei Werbesujets wie wirkt. Die Daten werden in Form einer Heatmap dargestellt; so ist auf den ersten Blick erfassbar, wie Werbung bei den Rezipienten ankommt. Der sog. Spotlightviewer ist eine implizite Blickverlaufsmessung und zielt damit nicht auf die Gefälligkeit, sondern auf die Aufmerksamkeitswerte einzelner Elemente eines Sujets ab. Die Daten liefern z.B. Informationen dazu, ob die Kernbotschaft wahrgenommen wird, ob die Absender betrachtet werden und ob ein eventueller Call-to-Action richtig platziert ist. Die Auswertung erfolgt in Form von Heatmaps. Schließlich wäre da noch „Spotinsight“, ein von meinungsraum.at entwickeltes Befragungstool, mit dem TV-Spots punktgenau analysiert werden können.  (red)

Die richtigen Fragen stellen Generell gilt es, zu Beginn grundsätzliche Fragen zu stellen: Dazu zählt zum Beispiel: Vermittelt die Kampagne die intendierten Inhalte? Passt die Kampagne zum Produkt/ zur Marke? Wird die Kampagne verstanden? Sind diese Fragen ge-

© meinungsraum/Anna Stöcher

Full-Service-Marktforschungsdienstleister ist vom Nutzen gängiger Analysemethoden und -Tools überzeugt.

Herbert Kling: „Werbemitteltest wäre einigen Parteien ziemlich gut bekommen.“

Rogator/Exeo Strategic Consulting führen Studie zur Bedeutung von Carsharing für die Zukunft der Mobilität durch

Shared Economy – nicht im eigenen Auto Nürnberg. Wird Carsharing die Bedeutung des Autos und die Verkehrsmittelwahl in Zukunft nachhaltig verändern? Dieser und anderen aktuellen Fragen geht die Studie „Mobilitäts Trends 2013“ nach, eine Kooperationsstudie der Exeo Strategic Consulting AG und der Rogator AG.

Cati-Interviews werden immer schwieriger

Österreich. Österreicher erhalten nicht selten mehr Marktforschungsanrufe, als ihnen lieb ist, stellte Robert Sobotka von Telemark fest. Denn bedingt durch die vergleichsweise geringe Größe der österreichischen Märkte, ist die Anzahl der potenziellen Interviewpartner für bestimmte Projekte oft ausgesprochen überschaubar. Gerade bei B2B-Befragungen ist es daher glaubwürdig, wenn sich die Zielpersonen beschweren, jede Woche zum selben Thema angerufen zu werden. In Österreich gilt dies derzeit beispielsweise für Befragungen von EDV/IT-Leitern, Versicherungsmaklern und Fachärzten. Verschärft wird die Situation noch durch eine Vielzahl von Telefonmarketinganrufen deutscher Lottospielgemeinschaften. Diese beginnen ihre Gespräche oft als getarnte Interviews und legen erst im Laufe des Gespräches ihre Verkaufsabsicht offen. Die Überlastung der Zielgruppen und „schwarze Schafe“ anderer Branchen senken die Auskunftsbereitschaft der Österreicher. Die Folge: Die methodisch notwendige Ausschöpfung der Stichprobe ist schwer zu erzielen und wirkt sich negativ auf die Preisgestaltung aus.

Bekannt ist Carsharing zwar, doch die meisten fahren lieber mit dem eigenen Auto.

Grundlage der Untersuchung ist eine repräsentative Befragung von ca. 2.400 Personen ab 18 Jahren. Personen, die in den letzten 12 Monaten Reisen mit einer Entfernung von mehr als 100 km unternommen haben, sind die Kernzielgruppe der Studie. In der Studie wurden die Einstellungen und Erwartungen

Sensor geht den Dingen qualitativ auf den Grund und bietet den Kunden ein Tool, das authentischer kaum sein kann

Auf Alltagssafari in verschiedenen Milieus Wien. In den letzten Jahren zeigte sich, dass neben der klassischen Marktforschung und den gängigen Tools der qualitativen Befragungstechniken ein vermehrter Bedarf an neuen, innovativen Ansätzen besteht, mehr Einblick in die Lebenswelten von Konsumenten zu bekommen. Einen unverfälschten Eindruck erhält man, wenn man die Konsumenten direkt in ihrem Alltag begleitet. Sensor, spezialisiert auf qualitative Marktforschung, bietet Interessenten aus Marketing, Werbung und PR mit der „Sensor Consumer Safari“, ein strukturiertes Tool an, diese Erfahrungen systematisch zu sammeln und zu verarbeiten. Methodisch wird so vorgegangen, dass sich der Kunde mit dem Konsumenten durch den Alltag bewegt. Sie gehen gemeinsam einkaufen, kochen und gehen den sonst üblichen Tätigkeiten des Konsumenten in seinem Alltag nach. Dadurch wird das Verständnis für die Zielgruppe tiefgreifend erweitert. Die Aufgabe von Sensor besteht dabei zunächst in der Vorbereitung des Kunden und in dessen Schu-

lung durch einen Workshop. Die erworbenen Kenntnisse beinhalten zum Beispiel: Interviewtechniken, Probeinterviews, theoretischer Background, Zielgruppen- Knowhow. Auch die Nachbereitung und Aufarbeitung der gewonnenen Erfahrung ist wichtig und wird im Rahmen dieses Tools angeboten. Verknüpft mit dem milieutheoretischen Ansatz der Sinus Milieus, kann man abschätzen, wie groß

und wie bedeutend das besuchte Milieu ist.

„Du bist, was du isst!“ Speziell das Thema Essen und Trinken ist in den verschiedenen Milieus sehr unterschiedlich besetzt, nicht umsonst sagt der Volksmund „Du bist, was du isst“. Essen ist heute viel mehr als nur Nahrungsaufnahme – unser Ess-

© Food Hedonist

Telefonmarketing stößt in Öster­reich auf wenig Gegenliebe.

© Europcar/Christoph Morlok Fotografie

© panthermedia.net/Konstantin Chagin

Was meins ist, bleibt meins

potenzieller Nutzer gegenüber Carsharing Angeboten näher beleuchtet. „Unsere Studie blickt auf den gesamten Mobilitätsmarkt und bestätigt die signifikanten Marktpotenziale für Carsharing, zeigt allerdings auch Grenzen auf“, betont Andreas Krämer als Autor der Studie. Wesentliche Ergebnisse sind jedoch, dass die Nutzungsquote von Carsharing bei nur zwei Prozent liegt, 13 Prozent der Befragten gaben an, Carsharing immerhin zu kennen. Menschen, die mindestens einmal pro Monat eine Fernreise antreten, nutzen Carsharing drei mal so häufig wie der Rest. 61% stimmen jedoch der Aussage „Ich will mein Auto nicht mit anderen teilen“ klar zu.  (red)

Gerade beim Essen gibt es größte Unterschiede in unterschiedlichen Milieus.

verhalten, unsere Geschmacksvorlieben sind Ausdruck von Werten, sind Teil unserer Selbstdarstellung, sind Ausdruck von Status und Abgrenzung von anderen. Wie wir essen, was wir wann und wo essen und trinken und welche Marken und Lokale wir bevorzugen, ist zum Ausdruck der Weltanschauung geworden. Marc 47, seit fünf Jahren im Marketing in der Kommunikationsbranche tätig, will abends in seinem bevorzugten In-Lokal vor allem in Ruhe und in gepflegtem Ambiente mit Freunden oder Geschäftspartnern essen. „Ich will abends Gleichgesinnte treffen und ins Reden kommen – meinen Abend nicht vergeuden. Ich will gut essen, dass darf auch ruhig mal etwas mehr kosten.“ Mittels der „Consumer Safari“ bekommt man spannende Einblicke darüber, welchen Wert Essen und Trinken in dem jeweiligen Milieu hat und wie Genussmomente inszeniert werden. So gewinnt der Kunde, der zu Besuch ist, unter Umständen auch gänzlich neue und kulinarisch interessante Einblicke, was auf Österreichs Tische kommt.  (red)


M a r k tf o r s c h u n g

Dienstag, 8. Oktober 2013

medianet special – 29

Marketagent.com Das Online-Panel des Marktforschers hat Anfang September die magische Grenze von einer halben Million überschritten

500.000 stehen für Fragen bereit Wr. Neudorf. Das Marketagent.com Online Panel hat am 4. September eine magische Grenze überschritten und den 500.000sten Meinungsbildner begrüßt. Dieser Pool an befragungswilligen Konsumenten wächst täglich um rund 400 neue Mitglieder und umfasst aktuell 18 Märkte in Süd- und Zentraleuropa. Jüngstes Mitglied im Marketagent. com-Panel ist die Türkei, die nationalen und internationalen Auftraggebern bereits in wenigen Wochen für die webbasierte Markt- und Meinungsforschung zur Verfügung stehen wird. Das Online-Umfrageservice von Marketagent.com startete ursprünglich im deutschsprachigen Raum und deckte neben Österreich lediglich das benachbarte Deutschland und die gleichsprachige Schweiz ab. Schon bald erkannte man aber, dass sich die Branche im Wandel befindet und dass Marktforschungsprojekte zunehmend

international vergeben werden, so Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent. com. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen und um einen Teil vom „Mehrländer-Kuchen“ abzubekommen, streckte Schwabl schon früh seine Fühler aus und rekrutierte potenzielle Umfrageteilnehmer im angrenzenden Ausland. Heute verwaltet der Marktforscher einen Pool von mehr als einer halben Mio. Menschen, die darauf warten, an Online-Befragungen teilzunehmen, so Schwabl weiter. Marketagent.com vertraut bei der Realisierung von Marktforschungs-

projekten ausschließlich auf eigene Panel-Kapazitäten, da nur so der hohe Qualitätsanspruch quer über alle Stufen des Research-Prozesses gewährleistet werden kann.

Generalisten Insofern liegt es auch auf der Hand, dass die Panelrekrutierung – ein komplexer Mix aus verschiedenen On- und OfflineAktivitäten – auch zu 100% inhouse erfolgt, so Schwabl. „Wir vertrauen hierbei nur unseren eigenen Qualitäts-Checks“, ergänzt Primoz Logar, verantwortlich für das Anwerben neuer Umfrage-

teilnehmer und Panelmitglieder. Dieser Qualitätsfokus wird auch durch die frühe ISO-Zertifizierung unterstrichen. Der Teilnehmerpool von Marketagent.com wurde als erstes Panel im deutschsprachigen Raum nach der ISO-Norm 26362 zertifiziert. „Mit dem Erreichen der 500.000-Mitglieder-Marke haben wir ein wichtiges Ziel für heuer erreicht“, so Schwabl. „In den nächsten Jahren wollen wir aber unsere Aktivitäten auf diesem Gebiet weiter ausbauen und unsere Alleinstellung in Sachen Panelgröße am Heimmarkt weiter stärken“, erklärt der Marketagent.comChef abschließend.  (red)

© Marketagent

Täglich kommen 400 Meinungsbildner dazu; die Aktivitäten sollen weiter ausgebaut werden.

Marketagent.com-Chef Schwabl: „Ein wichtiges Ziel für heuer erreicht“.

media.at Das Modelling

Zukunfts-Modell Wien. Seit etwa einem Jahr hat die media.at Agenturgruppe für Fragestellungen aus dem Bereich Mediamix die derzeit modernste Lösung im Einsatz: ökonometrisches Modelling. So wurden bereits für einige Kunden individuelle Modelle erstellt, um die Effektivität der Kampagnen auf ein neues Maß zu heben. Innerhalb kurzer Zeit wird dabei von der Modelling-Software auf Basis relevanter Kundenzielgrößen und Marktforschungsdaten automatisiert eine Vielzahl von Vorhersagemodellen kalkuliert, die dann von den Experten auf Agentur- und Kundenseite auf Plausibilität geprüft und verfeinert werden.

Regelmäßiger Begleiter Für den Kunden können dann wesentliche Kernfragen beantwortet und auch grafisch dargestellt werden, welche Media-Aktivitäten einen signifikanten Effekt auf den Geschäftserfolg hatten oder wie hoch der Effekt und der Return on Investment war. Weiters, welche Erkenntnisse für die zukünftige Mediaplanung gewonnen werden können und wie hoch der Investitionsbedarf in die Media-Aktivitäten ist. Martin Weigerstorfer, Leiter Research media.at: „Modelling entwickelt sich immer mehr zu einem regelmäßigen Begleiter in der Kampagnenplanung. Es trägt deutlich dazu bei, Media-Entscheidungen in sich schnell bewegenden und wettbewerbsintensiven Märkten sicherer zu gestalten.“

Universitätsstudium WU Diplom BetriebswirtIn Die berufsbegleitende Alternative zum Bachelor › 6 Semester berufsbegleitend studieren › Geblockte Module › Ausbildungsschwerpunkte zur Wahl › Marketing, Werbung & Verkauf › Tourismus- & Eventmanagement › Markt- & Meinungsforschung › Risiko- & Versicherungsmanagement

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© media.at

Weitere Informationen: +43-1-313 36-4690, diplom.betriebswirt@wu.ac.at diplombetriebswirt.at media.at-Researcher Weigerstorfer: „Entscheidungen sicherer gestalten“.

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Marktforschung

30 – medianet special

Dienstag, 8. Oktober 2013

market Linzer Marktforschungsinstitut erneuerte seine 2005 erstmals gestellte Frage nach Gründen für Kinderverzicht

short

Die doppelte Belastung

DLG-Studie zur ProduktKennzeichnung

© AMA

Linz. Immer mehr Frauen sehen in ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr nur die Möglichkeit, das Haushaltsbudget aufzubessern, sondern sie streben immer öfter eine berufliche Karriere an. Nicht selten bedeuten jedoch Haushalt und Kinder eine so hohe Doppelbelastung bzw. engt die notwendige berufliche Flexibilität so stark ein, dass ein Kinderwunsch auf der Strecke bleibt. Das Linzer Marktforschungsinstitut market stellte bereits 2005 den Österreichern die Frage, welches die Motive für einen Verzicht auf Kinder sein könnten und stellt die Ergebnisse von 2013 im Trend dar.

DLG-Studie: Was künftig auf Produkt­ kennzeichnungen stehen soll.

Berlin. Die Kennzeichnungen und Informationselemente auf Verpackungen sind nicht immer nützlich. Mit manchen können Verbraucher gar nichts anfangen, wiederum andere sollten viel mehr betont werden. Das stellte die DLG-Studie „Food Information Design 2020“ heraus. Die Nährwertkennzeichnung spielt in der Produktwahrnehmung gar keine so große Rolle, da sie oft von Konsumenten nicht interpretiert werden kann. Was aber zählt, ist die Liste der Inhaltsstoffe. Hier lesen Verbraucher intensiv und machen sich anhand der Zutaten schon ein Bild davon, wie das Produkt wohl schmeckt und ob es gesund ist oder nicht. Am meisten Qualität erwarten Konsumenten von Produkten, die mit Begriffen aus den Bereichen Regionalität und Tradition daherkommen. Verbraucher legen zudem großen Wert auf die Herkunft der Zutaten sowie die Erzeugung. Hier wird aktiv hinterfragt, und diese Kriterien beeinflussen die allgemeine Beurteilung eines Produkts stark.

Die Kriterien Die Meinung der Österreicher, warum Frauen in unserem Land immer weniger Kinder bekommen, liegt mehrheitlich in dem Wunsch nach beruflicher Selbstverwirkli-

chung, gefolgt von der Einstellung, sich weder materiell einschränken zu lassen noch beruflich zurückstecken zu wollen. Gleichzeitig erkennt man die große Herausforderung, dass Beruf und Familie schlecht unter einen Hut zu bringen sind. Auch wenn die Ausprägungen im Jahr 2005 leicht höher waren, hat sich an den Hauptmotiven kaum etwas geändert. Sehr spannend wird es aber, wenn es um die Einstellung bzw. Bedeutung und Wertigkeit des Arbeitsplatzes an sich geht. Eine ungemein starke Veränderung hat die Einstellung über berufstätige Frauen und ihrem Arbeitsplatz in den vergangenen neun Jahren erfahren: Waren 2005 noch 84% aller Befragten der Meinung, dass Frauen mit Kinder weit eher um ihren Arbeitsplatz bangen müssen als jene ohne Kinder, hat sich dieser Wert statistisch gesehen stark reduziert.  (red)

© AMA

Berufliche Selbstverwirklichung, materielle Sicherheit und schwierige Vereinbarkeit wichtigste Gründe.

market-Studie zum Thema Kinderwunsch – und warum er auf der Strecke bleibt.

Fraunhofer/TU Laut einer Studie hat Österreich seinen Standortvorteil gegenüber Deutschland eingebüßt

Harte Zeiten für die Fahrzeugindustrie

© TU Wien

Wissenstransfer: Teamarbeit macht klug

Autoindustrie in Österreich: Wiener TU und Fraunhofer Institut sind skeptisch.

Wien. Den rund 30.000 Beschäftigten der Fahrzeugindustrie in Österreich stehen harte Zeiten bevor, so das Ergebnis einer Studie von Fraunhofer Austria und der TU. Österreich habe seinen Standortvorteil gegenüber Deutschland eingebüßt, was zu einem massiven Rückgang der Ausfuhren geführt habe. Gleichzeitig bekomme Österreich verstärkt die Konkurrenz aus Südosteuropa zu spüren, wo inzwischen auch hochwertige Fahrzeugteile hergestellt würden. Als Ausweg aus der Krise sieht Studienautor Daniel Palm (Fraunhofer Austria) eine Senkung der Lohnnebenkosten, flexiblere Arbeitszeiten, höhere Forschungsausgaben und den Gang in neue Märkte. Letzterer sollte von der

Politik auch mitsubventioniert werden. Geschieht das nicht, sieht Palm schwarz: „Die österreichische Fahrzeugindustrie läuft Gefahr, massiv an Bedeutung zu verlieren, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt.“ Während die Direktinvestitionen nach Österreich insgesamt deutlich ansteigen würden, gingen diese in der Fahrzeugindustrie „massiv zurück“, erklärt Palm. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre hätten dazu geführt, dass die österreichische Fahrzeugindustrie mit stagnierender Wertschöpfung und rückläufiger Beschäftigung konfrontiert sei. Die Exporte würden stagnieren und hätten noch immer nicht das Vorkrisenniveau erreicht.  (APA)

© IZA

Nielsen Trotz steigender Preise bei den Waren des täglichen Bedarfs wurden zuletzt mehr Produkte abgesetzt IZA-Vorstand Klaus Zimmermann: Teams bessere Problemlöser.

Bonn. Teams mit mehreren Berufstätigen lösen Aufgaben nicht nur schneller als ein einzelner; die beteiligten Mitglieder lernen nebenbei auch voneinander und erhöhen so ihre intellektuelle Leistungsfähigkeit. Das zeigt eine Studie, die das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn veröffentlicht hat. Für die Studie gaben die Forscher Probanden Aufgaben zum richtigen Umgang mit Wahrscheinlichkeiten sowie zum logischen Denken. Beide wurden entweder von einem zweiköpfigen Team oder von Einzelpersonen bearbeitet. Für die richtige Lösung gab es eine finanzielle Belohnung. Es zeigte sich, dass die Teams die Probleme besser lösten. Fünf Wochen nach dem ersten Test bekamen die Probanden erneut sehr ähnliche Aufgaben gestellt. Nun waren alle auf sich allein gestellt. In dieser Runde schnitten die Ex-Team-Mitglieder signifikant besser ab, als diejenigen, die schon in der ersten Runde auf sich gestellt waren.

Konsumenten lassen sich nicht beirren Wien. Europäische Verbraucher kaufen mehr Waren des täglichen Bedarfs als zuvor – und das, obwohl die Preise steigen. Das zeigen die jüngsten Zahlen des weltweiten Informationsunternehmens Nielsen: Die Umsätze der sogenannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG) stiegen im ersten Quartal 2013 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während das Umsatzwachstum im vorherigen Quartal bei 2,8 Prozent gelegen hatte. Ein Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt, dass der Umsatz jedes Quartal gestiegen ist, jedoch lag im ersten Quartal 2013 die Wachstumsrate erstmals seit 2011 über der des Vorquartals. Das vierte Quartal 2011 verzeichnete den in letzter Zeit höchsten Der Umsatz von Fast ­Moving Consumer Goods wie ­Softdrinks steigt wieder.

Wachstumssprung mit einem Plus von 5,2 Prozent. „Die europäischen FMCG-Umsätze bleiben ermutigend“, erläutert Andreas Leisi, Geschäftsführer Nielsen Alpine, diese Zahlen. „Das allgemein schwierige Wirtschaftsklima veranlasst die

© Coca-Cola

Verbraucher keineswegs, ihren Konsum bei den Produkten des täglichen Bedarfs einzuschränken – im Gegenteil: Sie sind bereit, höhere Preise zu bezahlen.“

Umsatzwachstum Von den 21 beobachteten europäischen Ländern verzeichneten bei den FMCG-Umsätzen neben Österreich (plus 5,0 Prozent) auch die Türkei und Finnland die höchsten nominalen Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Unter den fünf großen westeuropäischen Märkten führt Großbritannien, gefolgt von Deutschland. Betrachtet man die weiteren europäischen Länder, so weisen lediglich Griechenland und Irland weiterhin sinkende Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Steigende Preise für europäische FMCG-Güter sind der Hauptgrund für das nominale Umsatzwachstum. Die Inflationsrate lag im ersten Quartal 2013 mit 3,1 Prozent minimal

über dem Wert des vier- ten Quartals 2012 (3,0 Prozent). Von den 21 Ländern verzeichneten acht eine Inflationsrate von mehr als 3,0 Prozent, elf lagen darunter. Griechenland und Norwegen meldeten als einzige Länder einen Rückgang der Preise gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg im ersten Quartal 2013 auch das Absatzvolumen in Eu-ropa um 0,2 Prozent, während im vorangegangenen Quartal noch ein Rückgang von 0,2 Prozent gemessen wurde. Der Anstieg beendet damit die Serie der rückläufigen Entwicklung der drei vorangegangenen Quartale. Der Aufwärtstrend ist auch in Österreich zu spüren: Erstmals stieg das Absatzvolumen um 0,7 Prozent, während im vorangegangenen Quartal noch ein Minus von 2,3 Prozent verzeichnet wurde. Von den erwähnten Ländern blicken Norwegen und die Türkei auf das höchste prozentuale Absatzwachstum, während Irland und Ungarn den stärksten Rückgang messen. (red)


retail Big otto

Der deutsche Versandhändler will auch stationär kräftig wachsen 

Seite 33

Schuhparadies

willschuhe.at setzt auf Service, Auswahl und Internationalität 

Seite 34

© Messe Frankfurt

dienstag, 8. Oktober 2013 – 31

© Vier Diamanten

inside your business. today. 

© Isabella Abel

© dpa/Kay Nietfeld

medianet

Alles wird gut

Vier Diamanten Thunfisch MSC-zertifiziert, Ketchup mit Kren und Gurkerl-Geschmack für Würstel und Leberkäs, Scotty premium Sensitiv für empfindliche Hunde. Seite 35

Von Beauty bis Papier

Cordelia von Gymnich: Bereichsleiterin Consumer Goods II, Messe Frankfurt Seite 36

Retail neu: Jederzeit und überall einsatzbereit

© Universal/APA-Fotoservice/Schedl

short

Anuga 2013 Die diesjährige Anuga in Köln präsentiert Nahrungsmittel-News aus 98 Ländern. Die starken Trends der Zeit lauten diesmal auf: Bio-Produkte, Free-From, vegetarische Artikel, Regionalität und nachhaltige Produktion sowie kleinere Portionen für Singles. Fazit: Der Konsument wird mündig. Seite 34

© Arthur D. Little

© Koelnmesse

E-Commerce In den letzten 12 Monaten kauften die Österreicher Einzelhandelswaren im Wert von 6,4 Mrd. € im Internet ein. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 10% bzw. 600 Mio. €. Der OnlineHandel wird auch in Zukunft dramatisch dazugewinnen, so Wirtschaftspublizist Andreas Haderlein (Bild).  Seite 33

U-Channel-Retail Ubiquitär, universal und unverwechselbar – das sind die drei Kriterien, die laut A.D. Little (im Bild: Handelsexperte Lars Riegel) den Händlern auch in der Zukunft Umsatz und Erfolg sichern werden. Seite 32

Einig: Spar, Rewe, Lidl & Hofer

Preis abgesprochen

Bernhard Haider, Eva-Maria Egghart-Pickl, Martina Steinberger-Voracek, Gerhard Drexel, Peter Schnedlitz, Alfred Hudler, Sonja Gahleitner, Günter Thumser, Erich Riegler.

Wien. Im neuen WU Campus sind erstmals alle Marketing-Institute in einem Department zusammengefasst. Mit knapp 100 Mitarbeitern ist dies nunmehr im deutschsprachigen Raum die größte Einheit für Marketingforschung. Gemeinsam mit Departmentvorstand Peter Schnedlitz durchschnitten prominente Gratulanten das Eröffnungsband: Gerhard Drexel (Spar), Erich Riegler (Rewe), Bernhard Haider (Hofer), Eva-Maria Egghart-Pickl (Lidl), Günter Thumser und Martina Steinberger-Voracek (Henkel), Sonja Gahleitner (Unilever) und Alfred Hudler (Vöslauer).

© Panthermedia.net/Maksim Shebeko

Vorarlberger Mühlen Vom Kartellgericht verurteilt

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Campusfeeling Eröffnung der Wirtschaftsuniversität mit Who-is-Who der Handelsszene

58.500 € Strafe müssen die Vorarlberger Mühlen- und Mischfutterwerke zahlen.

Wien. Das Oberlandesgericht Wien hat als Kartellgericht rechtskräftig eine Strafe gegen die Vorarlberger Mühlen- und Mischfutterwerke GmbH verhängt. Das Unternehmen muss nun 58.500 € wegen Preisabstimmungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH), „insbesondere mit Rewe und Spar, im Zeitraum November 2006 bis Mai 2011“, zahlen. Die Arbeiterkammer (AK) spricht sich für eine Zweckwidmung der Gelder aus, denn, so AK-Wettbewerbsfachmann Roland Lang, „bei der jüngsten Absprache kann es sich nur um die Spitze des Eisbergs handeln“. (APA)


t i t e l st o r y

Dienstag, 8. Oktober 2013

© Hypo Tirol Bank

32 – medianet retail

Online und Offline

Studie Warum Online-Handel nicht immer funktioniert und mobile Konzepte trotzdem für den Händler notwendig sind

Das „U“ im Mittelpunkt: Kundenbindung überall

MPreis Tirol Ein österreichischer Händler als technologischer Vorreiter in ­Sachen Kundenbindung: Mit ­Handy einfach und schnell im MPreis-Supermarkt bezahlen.

Unternehmensberater von Arthur D. Little über die schöne neue, global orientierte Handelswelt. Jutta Maucher

Wien/Frankfurt. Handel im Wandel – das ist ein vielfach gebrauchtes Schlagwort. Die Herausforderung dabei ist der Kunde von morgen, der seine Einkäufe mithilfe von mobilen und Online-Plattformen tätigen möchte – wann und wo er will. Wilhelm Lerner, Partner bei der Unternehmensberatung Arthur D. Little in Frankfurt, schließt daraus: „Die Zukunft heißt ‚U-Channel-Retailing‘, das heißt der Handel muss stärker als bisher auf den Kunden – also ‚you‘ – fokussieren.“

5,2% des Handelsumsatzes Was bisher in Sachen Veränderung im Handel geschah: In den letzten Jahren war E-Commerce en vogue. Demzufolge waren Einzelhändler gezwungen, OnlineVerkaufsplattformen zu bilden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Ergebnis ist jedoch mager, wie Arthur D. Little in einer globalen Untersuchung feststellte. Insgesamt liegt der globale Anteil online erzielter Umsätze erst bei 5,2% der globalen Handelsumsätze – und das, obwohl in den letzten Jahren im Durchschnitt regelmäßige zweistellige Zuwachsraten erzielt werden konnten. Warum daraus nicht mehr wird, hat genau mit dem fehlenden U-Channel-Retailing zu tun, sind die Experten der Unternehmensberatung überzeugt. Dieses neue Geschäftsmodell zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: • Ubiquitär: allgegenwärtig und überall gleichzeitig • Universal: betrifft die gesamte Welt des Handels • Unverwechselbar: ist weltweit

unverwechselbar und setzt sich von Konkurrenten ab • wird durch „U“ – den Kunden – zusammengehalten Oder wie Lars Riegel, Handelsexperte bei Arthur D. Little in Wien, sagt: „U-Channel-Retailing beinhaltet in erster Linie den Ausbau der digitalen Kontaktpunkte zum Kunden, um so auf die verschiedenen neuen Kundenbedürfnisse reagieren zu können. In der Praxis identifiziert der Shopper von morgen das Produkt auf dem Handy, liest die Online-Bewertung auf dem Laptop, interagiert schließlich mit einem Handelsvertreter über Online-Chat und holt letztendlich durch eine ‚Click-and-Collect‘-Funktion die Ware bei einem vorgegebenen Ort ab.“

Vom Push- zum Pull-Modus Das klingt zunächst einmal durchaus einfach, erfordert allerdings eine Reihe von verschiedenen Kanälen für Verkauf, Auslieferung und Kundenservice, die je nach Bedarf online, stationär, mobil oder auch per Bestellung zur Verfügung stehen müssen. „Die Konsequenzen, die dies für Einzelhändler sowohl im Front End- als auch im Back End hat, sind enorm“, weiß Riegel, denn: „Die Vielfalt der Kundenkanäle erfordert eine intensive Koordination und die Übersicht über die verschiedenen Kanäle, um so die globalen Auftragsabwicklungen zu ermöglichen und auf einwandfreien Kommunikationsroutinen zwischen allen Subsystemen zu basieren.“ Riegel spricht davon, dass früher Einzelhandel in einem „Push-Modus“ betrieben wurde, dieser sich aber nun in Richtung „Pull“ entwickelt. „Einzelhändler müssen ler-

nen, den Kunden zuzuhören, damit die entsprechenden Beschaffungskanäle und Partnerschaften geschlossen und auf die Erwartungen der Kunden eingegangen werden kann“, so der Unternehmensberater, der den Online-Schuhhändler Zalando als Beispiel nennt, der durch den Erwerb von mehreren Artikeln und gratis Retournierung in den Niederlanden bereits einen Marktanteil von 20% hat.

nehmend wichtig, wie aktuelle Kampagnen der Händler beweisen. „Supermarktketten, die aber tatsächlich hauptsächlich im Umland Produkte einkaufen, gibt es hierzulande noch kaum. Initiativen finden sich beispielsweise in UK mit der Co-operative Verbraucher-Genossenschaft, die schon fast sechs Millionen Mitglieder zählt, und diversen ‚local‘-Supermärkten in den USA“, so Riegel.

Angebot über Merkur Direkt mit Lieferung nach Hause • Billas kassiererfreie Bezahlterminals in ausgewählten Filialen sowie die Möglichkeit der NFCBezahlung an den Kassen • MPreis in Tirol mit mobiler Bezahllösungs-App für schnelles und sicheres Smartphone-Shopping.

Fairness für mehr Loyalität

Top: Merkur, Billa, MPreis

Diesem Pull-Modus, dieser veränderten Situation muss sich auch der Lebensmittelhandel stellen. Die Lebensmittelhändler sehen sich dabei besonderen Herausforderungen gegenüber. Zunächst betrifft diese die niedrige Loyalität und hohe Wechselbereitschaft der Kunden. Die Unternehmen betreiben in der Regel „Low-Involvement“-Produkte: Bei diesem Produkt-Typ fällt die Entscheidung innerhalb von Sekundenbruchteilen und der Kunde bereitet den Kauf kaum vor oder nach: „Unternehmen steuern zwar mit diversen Loyalitätsinitiativen, wie Kundenkarten, Payback Clubs, interaktiven Social Media-Kampagnen, etc. dagegen. Allerdings oft mit bescheidenem Erfolg und hohem Investment“, so Riegel. Der zweite Punkt: In der Lebensmittelbranche sind die Kunden bereit, mehr zu zahlen für faire Produkte. „Hier haben wir eine echte Unterscheidung zu anderen Branchen. Unfaire Praktiken beispielsweise in der Elektronikbranche haben deutlich weniger Effekt“, sagt der Experte. Das Streben nach einem fairen Image ist auch in Österreich zu-

Überhaupt ist nach Meinung der international tätigen Unternehmensberatung in Österreich genügend Aufholpotenzial vorhanden. Das hat vor allem damit zu tun, dass hierzulande die verschiedenen Kommunikationskanäle oftmals nicht gleichzeitig genutzt werden. Dazu meint Riegel, dass technische Einzelhandelsinnovationen aus den USA wie das kassen- und kassiererfreie Einkaufen bei JC Penny wohl erst in einigen Jahren in Österreich ankommen wird. „Dort wird bereits innovatives In-store-Marketing mit iPads, RFID, Wifi, etc. betrieben, wovon die heimischen Retailer noch weit entfernt sind. Dies hat aber auch seine Gründe in Größe und Art der Absatzmärkte dort. Wir sind uns aber sicher, dass heimische Retailer nun anfangen sollten, selektiv diese Innovationen zu testen und zu implementieren, da dies mitunter deutliche Ergebnisverbesserungen bewirkt hat“, so der Experte. Dieser nennt aber auch einige Beispiele, erfolgreicher Innovationen: • Die Merkur-App (Rezept-Tipps, Storefinder-Navigation, Loyalty System) sowie das e-Commerce-

Mit der Mobilität der Kunden geht auch die permanente Preistransparenz einher. Für die Unternehmensberater bedeutet das, dass Händler sich auf neue Angebote oder komplette Customer Relationship Management (CRM)-Pakete konzentrieren müssen, anstatt auf den bloßen Verkauf von Produkten; oder, wie Riegel sagt: „Statt lediglich auf den direkten Verkaufsumsatz zu schielen, versuchen kundenorientierte Retail-Konzepte, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Schließlich wird Kundensegmentierung heutzutage immer schwieriger und traditionelle Marketingtools erweisen sich als überholt, da das Kaufverhalten der Konsumenten sich ständig ändert.“ In diesem Sinne wird es daher notwendig sein, Produkte und Dienstleistungen an die persönlichen Bed+ürfnisse des Kunden anzupassen. Der Unternehmensberater resümiert: „Dazu sind gezielte Marketinganwendungen erforderlich, wie mobile Kundenkarten mit personalisierten Werbeaktionen, interaktive Instore-Touchpoints, Touch-Feel-and-Taste-Points und persönliche Verkäuferinnen, die auf Produktvergleiche hinweisen – alles das gilt selbstverständlich auch für den Lebensmittelhändler.“

Personalisierte Zukunft


Dienstag, 8. Oktober 2013

r e ta i l & p ro d uce r s

medianet retail – 33

E-Commerce In den letzten 12 Monaten kauften die Österreicher Einzelhandelswaren im Wert von 6,4 Mrd. € im Internet – ein Vorjahresplus von 10%

Onlinehandel wächst dramatisch Daniela Prugger

Wien. Eine größere Auswahl, günstigere Preise und eine gewisse Zeitersparnis sprechen für den OnlineHandel. Einer Studie der KMU Forschung Austria zufolge gaben die Österreicher innerhalb von 12 Monaten insgesamt 6,4 Mrd. € im Distanzhandel aus. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das ein Ausgabenplus von 10% bzw. 600 Mio. €.

Neue Beratungs-Modelle „Der Online-Handel wird in den nächsten Jahren dramatisch wachsen. Außerdem ruft die Digitalisierung neue Player hervor, die die Lücken schließen können, die der Einzelhandel hinterlässt“, prognostiziert Andreas Haderlein, Wirtschaftspublizist und Experte für Handelsmarketing. Generell werden die Wege zum Point of Sale immer vielfältiger. Dabei tut sich

vor allem im Social Media-Bereich einiges. „Der Kommunikationsraum Internet wird aber noch zu wenig bespielt“, so der Experte. Das Internet verlangt neue Verkaufs- und Beratungs-Modelle. Beispielsweise führte das Unternehmen Butlers eine Online-Videoberatung ein, bei der sich Kunden mit einem Mitarbeiter unterhalten können. Auch an einer Möglichkeit, online Beratungstermine für einen kleinen Verkaufsraum zu reservieren, werde gearbeitet. Das starke Wachstum des Online-Handels kommt aus der stationären Verlagerung, so Harald Gutschi, Geschäftsführer von Uni-

versal. „Wir glauben, es wird das Jahrzehnt der Online-Lebensmittelanbieter und-Möbelhändler. Der klassische Einzelhandel darf nicht stehen bleiben.“

25% weniger Verkaufsfläche Im österreichischen Handel wird sich, davon ist Gutschi überzeugt, noch einiges tun: „Der stationäre Handel wird in wenigen Jahren nicht wiederzuerkennen sein; in fünf Jahren wird sich die Verkaufsfläche in Österreich um 25% reduzieren.“ Er führt viele der Insolvenzen auf den „Flächenwahnsinn der letzten Jahrzehnte“ zu-

rück. Es handle sich schlichtweg um eine Reaktion des Markts. „Es gibt einen großen Restrukturierungsbedarf. Wir befürchten, dass es auch in den kommenden Jahren massive Pleiten in Österreich geben wird“, führt Gutschi näher aus. Handlungsbedarf, da sind sich beide Experten einig, gibt es bei der Beratung, die vor allem bei teuren Produkten unverzichtbar sei. Auch beim Personalstand werde sich einiges ändern. Der Akademikeranteil bei Universal liegt, so Gutschi, mittlerweile bei 40/50%: „Als Technologieunternehmen haben wir einen anderen Personalbedarf.“

© Universal/APA-Fotoservice/Schedl

Kundenberatung wird wieder wichtiger: Es werden neue Verkaufs- und Beratungsmodelle entstehen.

Vor allem im Social Media-Bereich tut sich laut Andreas Haderlein einiges.

Otto Stationär wachsen

Mehr Filialen

Berlin. Knapp 1.000 Läden unterhält der Hamburger Konzern Otto momentan, etwa für die Marken MyToys, Bonprix oder Sport Scheck. Nun will der deutsche Versandhändler sein Filialgeschäft weiter ausbauen. „Wir wollen stationär wachsen“, sagte Einzelhandelsvorstand Timm Homann. Große Pläne hat Otto für den Sporthändler Sport Scheck: Sein Filialnetz soll von derzeit 17 auf bis zu 30 Standorte ausgebaut werden. Sport Scheck hatte zuletzt 408 Mio. € Umsatz erzielt. In der gesamten Otto-Gruppe liegen die Sporterlöse bei 800 Mio. €, in den kommenden Jahren sollen diese auf eine Mrd. € steigen. Denkbar seien auch eigene Läden wie etwa den Spezialversender Sheego, Anbieter von Damenmode ab Größe 40.  (APA)

Harald Krassnitzer

dayli Verkauf als Ganzes

Keine Filetstücke Wien/Pucking. dayli-Insolvenzverwalter Rudolf Mitterlehner möchte die Drogeriekette nach wie vor als Ganzes verkaufen. „Es gibt Interessenten für eine Gesamtverwertung“, so Mitterlehner. Ursprünglich hatte er sich für den Gesamtverkauf eine Frist bis Ende September gesetzt. Zur Disposition stehen Marke, Geschäftsausstattung, Lager sowie mehrere Grundstücke. Gläubigerschützer schätzen die Vermögenswerte von dayli auf etwa 20 Mio. €.  (APA)

Weil mir meine Pension nicht wurscht ist.

Die Pension kann wie ein dünn belegtes Weckerl schmecken. Ich will’s gern mit ein bisschen mehr Wurst drin. Darum sag ich: Gut, dass es die ERGO Pensionsvorsorge mit Garantie gibt! Damit es einem später einmal besser geht.

© EPA/Helmut Fohringer

www.ergo-austria.at

Die Vermögenswerte von dayli werden auf etwa 20 Mio. Euro geschätzt.


r e ta i l & p r o d u c e r s

34 – medianet retail

Dienstag, 8. Oktober 2013

Nahrungsmittelmesse 6.777 Anbieter, 120 davon aus Österreich, präsentieren die Welt der Lebensmittel

short

Trends der Anuga 2013

Kellogg Snackzentrum in Vernier bei Genf Genf. Der weltgrößte Cornflakes-Hersteller Kellogg‘s hat sich für Vernier im Schweizer Kanton Genf als neuen europäischen Sitz im Bereich Snacks entschieden. Rund 100 Angestellte des US-Konzerns sollen künftig im Blandonnet Business Center, einem Bürokomplex nahe des Genfer Flughafens, arbeiten. Gemeinderat Yvan Rochat sprach von einer „hervorragenden Neuigkeit“. Das sei ein gutes Zeichen für die Attraktivität von Vernier.

Convenience, Free-From-Angebote, Bio- und vegetarische Lebensmittel, Regionalität sind im Kommen. Köln. Die weltgrößte Ernährungsmesse „Anuga“ hat am vergangenen Samstag mit Ausstellern aus 98 Ländern in Köln ihre Tore geöffnet. Im Mittelpunkt stehen die aktuellen Ernährungstrends bzw. wie diese sich in den Sortimenten der Händler abbilden: Besonders im Trend sind diesmal die Convenience-Palette, ebenso Bio-Lebensmittel, vegetarische und regionale Produkte, fair gehandelte Ware sowie „Free-From“-Angebote – etwa ohne Gluten oder Laktose. Viele der 6.777 Anbieter präsentieren die entsprechenden Trends, darunter auch 120 aus Österreich. Weiters reagiert die Branche spät, aber doch mit kleineren Portionen auf den demografischen Wandel mit mehr älteren Menschen und Single-Haushalten. Allgemeiner Ernährungs-Tenor: Die Ansprüche der Verbraucher an Lebensmittel sind gestiegen. Bei rd. jedem 4. Konsumenten (26%) in

96 Mrd. € im deutschen LEH Die Ausgaben für Bio-Produkte sind zuletzt auch in Deutschland gestiegen und machen inzwischen immerhin 3,9% des gesamten Lebensmittelumsatzes aus. Der deutsche LEH meldete für die ersten sieben Monate 2013 insgesamt einen Umsatzzuwachs von 3,3% auf 96 Mrd. €. Ein Drittel der gesamten österreichischen Agrar- und Lebensmittelausfuhren geht nach Deutschland. Im ersten Halbjahr waren dies 1,57 Mrd. €, um 6,7% mehr als in den ersten sechs Monaten 2012. (red)

© Koelnmesse

© EPA/Jan Woitas

Verdi droht Amazon mit Streik zu Weihnachten

Deutschland spielen ethische Kriterien wie Nachhaltigkeit, fairer Handel oder artgerechte Tierhaltung beim Kauf eine gewichtige Rolle. Diese bewusste Konsumentengruppe gibt pro Haushalt 16% mehr für Lebensmittel und Getränke aus als die anderen.

Die weltgrößte Ernährungsmesse Anuga präsentiert Lebensmittel aus 98 Ländern.

Streiks bei Amazon haben beinahe schon traditionellen Charakter.

Vienna Design Week Große Resonanz auf das Nespresso Design Scholarship bereits im ersten Jahr

Hamburg. Im Kampf um einen Tarifvertrag bei Amazon in Deutschland droht die Gewerkschaft Verdi dem Versandhändler mit Arbeitsniederlegungen im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft. „Ich würde mich an Amazons Stelle nicht darauf verlassen, vor Weihnachten alle Kundenversprechen einhalten zu können“, sagt Verdi-Sekretär Heiner Reimann im aktuellen Spiegel. (APA)

Nespresso Design Scholarship vergeben

Wal-Mart sucht sich Geschäfte in China Bentonville. Der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart zeigt einem Zeitungsbericht zufolge Interesse an Zukäufen in China. Der weltweit umsatzstärkste Konzern der Branche wolle in den chinesischen Städten Marktanteile gewinnen, in denen er noch nicht die Nummer eins oder zwei sei, zitierte das Wall Street Journal am Samstag Wal-Marts Asien-Chef Scott Pricex.  (APA)

© P.O.S. Marketing

Das „Taferl“ bringt’s nicht nur in der Politik – auch am PoS ein Hingucker.

Relaunch Neues Etikett, neue Flasche, bewährter Inhalt

Onlinehandel Leidenschaft „Schuhe kaufen“ umgesetzt

Graz. Den Geist der Zeit immer wieder neu einfangen, gehört zu den Aufgaben einer guten Destillerie – ergo hat sich die Destillerie Bauer in Graz einen Relaunch verpasst. Der „Bauer Schnaps – Styrian Panther“ mit der gediegenen PantheraFlasche vereint nun Tradition und modernes Design. Die Destillerie ist nach eigenen Angaben die einzige Österreichs, die ISO 22000-zertifiziert ist. Anhand des sogenannten Defined Fla-

Wien. „Man könnte meinen, es gäbe schon genug große SchuhOnlineshops“, erklärt Philip Tauchen, Gründer und Inhaber von willschuhe.at, seine David gegen Goliath-Strategie. „Aber es gibt niemanden von den Großen, der sich 100-prozentig auf Schuhe und nichts als Schuhe spezialisiert hat. Es gibt kaum jemanden, der komplette Sortimente führt. Und genau das macht willschuhe.at anders. Wir möchten der verwöhnten österreichischen Schuhliebhaberin ein Schuheinkaufserlebnis nahezu wie im Geschäft bieten, nur mit größerer Auswahl, und das Ganze mit Heimvorteil.“

vour-Verfahrens punktet man nicht nur mit Geschmack und Qualität, sondern auch mit der Konstanz in beiden Belangen.

Bestes Obst aus Österreich Die für den streng kontrollierten Gärungsprozess verwendeten Obstsorten stammen übrigens je nach Verfügbarkeit bestmöglich aus dem Bundesland oder aus Österreich. (red)

Internationalität bei willschuhe.at

stehen die Schuhe oft schon in den nächsten Tagen probierbereit am Wohnzimmerteppich. Während man sich beim Mitbewerb mehr auf den Preis oder auf einzelne Marken kapriziert, findet frau bei willschuhe.at komplette Sortimente. Must-haves gibt es in allen verfügbaren Farben, allen Varianten und allen Größen. Täglich trudeln bei willschuhe.at die neuesten Styles und Trendteile ein und werden sofort online gestellt. (red)

Grazer Destillerie Bauer punktet nach 10 Jahren mit Relaunch, der Frische und Dynamik im neuen Gewand präsentiert und veränderte Verbrauchergruppen anspricht.

Weltweit folgt laut Tauchen die Leidenschaft „Schuhe kaufen“ einem einfachen Glücksprinzip: „Ich will alles, und das sofort“. Deshalb ist bei willschuhe.at von der Auswahl über den Versand bis zur Rücksendung oder Umtausch alles auf Einfachheit und Schnelligkeit ausgelegt. Grundsätzlich gilt: Was im Onlineshop steht, ist auch zu haben. Dank Heimvorteil

© Isabella Abel

Auf 1 Klick zum Schuhglück

© Destillerie Bauer/Croce & Wir

Wien. Für Markenartikler sind zielgruppenaffine und regional maßgeschneiderte Promotions essenziell. Ein Beispiel dieserart liefert Barilla: Bei Handelskunden in Tirol und Vorarlberg wird die Werbebotschaft am PoS durch die Kassazone geschoben – um spätestens an der Kassa „begriffen“ zu werden. Kassenplakate am Warentrennstab, Kassenposter in den Packmulden und nicht zuletzt Mobilplakate auf den Einkaufswagen sorgen ebenso für Abverkaufssteigerung. Infos: www.pos-marketing.at

Jury: Cornelia Kenndler, Tulga Beyerle, Lilli Hollein, Thomas Geisler und Judith Seng.

Destillerie Bauer im neuen Look

Effektiv werben direkt am PoS im Aufschwung

reichung mit einem konkreten Projekt, das einen neuen methodischen Designansatz verfolgt und die persönliche Weiterentwicklung in der Entwurfspraxis zum Ziel hat. Wir haben uns bewusst für eine Förderung in diesem Karriereabschnitt entschieden, um der Stipendiatin neben der Auftragsarbeit einen Freiraum zur experimentellen Forschung und zur Profilschärfung zu ermöglichen.“ Die Künstlerin selbst sagt: „Ich bin ganz überwältigt davon, das Nespresso Design Scholarship zu bekommen. Für mich eröffnet sich hiermit die großartige Chance, meine Tätigkeit als Designerin weiter vertiefen zu können.“ Design hat von Anfang an zum Erfolg von Nespresso beigetragen. (red)

© Nespresso/Christian Husar

Wien. Die fünfköpfige Jury des Nespresso Design Scholarship hat ihre erste Stipendiatin gekürt: Hanna Krüger konnte mit ihrem Projekt „stapeln und addieren“ überzeugen. Dafür erhält sie 15.000 €. Die Jury unter dem Vorsitz der Designerin Judith Seng begründet das folgendermaßen: „Hanna Krüger hat in ihrem noch jungen Werk bereits beachtliche Erfahrung im Bereich Produktdesign gesammelt und sich selbst mit diesem Stipendium das Ziel gesetzt, einen weiteren Schritt in ihrer Karriere zu verfolgen und experimentelle, ihr Portfolio erweiternde, Wege zu beschreiten. Wichtige Kriterien für die Entscheidungsfindung waren die Qualität ihrer bisherigen Arbeit als Designerin, die schlüssige Ein-

willschuhe.at-Chef Philip Tauchen: nur Schuhe, diese aber in Hülle und Fülle.


product news

Dienstag, 8. Oktober 2013

medianet retail – 35

Scotty mag empfindliche Hunde, Felix Ketchup mag Leberkäse Product News Vier Diamanten Thunfisch jetzt MSC-zertifiziert, Ketchup mit Kren und Gurkerl-Geschmack für Würstel und Leberkäse, Scotty premium Sensitiv für empfindliche Hunde. Vier Diamanten vergrößert seine neue, MSC-zertifizierte Produktrange um Thunfischfilets aus MSC-zertifizierter Angelrutenfischerei. Damit können Konsumenten aus drei neuen, nachhaltig gefischten Thunfischprodukten (in Olivenöl, in Sonnenblumenöl oder naturell), der neuen, MSC-zertifizierten Produktrange von Vier Diamanten, wählen. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Vier Diamanten MSC-Thunfisch in Ölivenöl, Sonnenblumenöl oder naturell UVP 2,79 € 160 g VOG LEH www.vierdiamanten.at

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Felix Gurkerl und Felix KrenKetchup in der Limited Edition 450 g-Plastikflasche Felix Austria LEH www.felix.at

© Vier Diamanten/HAL158-Fotografie & Film (3); Felix Austria (2); Spar

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Auch Vierbeiner bleiben von Umweltbelastungen und Lebenmittelunverträglichkeiten nicht verschont. Daher bringt Spar mit Scotty premium Sensitiv ein Trockenfutter, das speziell auf die Bedürfnisse von Hunden mit sensibler Verdauung ausgerichtet ist: Es enthält keinen Zucker und ist völlig frei von künstlichen Farb,Aroma- und Konservierungsstoffen. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

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Die guten GUIDES von Irmie Schüch-Schamburek

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Stiegl-Adventkalender bringt täglich einen neuen Biergeschmack.

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36 – medianet retail

Dienstag, 8. Oktober 2013

Brauerei Zwettl

© Privatbrauerei Zwettl/Bill Lorenz

20 Jahre Ringstrassen-Galerien

1

Landeshauptmann Erwin Pröll und Brauerei-Inhaber Karl Schwarz beim Achat Honigbier Fassbieranstich.

© Andreas Tischler

15 Millionen wurden in den Brauerei-Ausbau investiert 2

3

Anstoß mit einem Gläschen Bier

4

1. Rudolf Kobza, Elvira Geyer, Rudolf Richter; 2. Andreas H. Bitesnich und Ernst Minar; 3. Ursula Stenzl, Marie-Christine Giuliani, Christine Marek; 4. Uschi Fellner, Janet Kath.

Gespräche, Erinnerungen und der gute Zweck

Fest für Frauen

Rudolf Richter und Martina Fassl­abend.

Networking Die Ringstrassen-Galerien feierten ihr 20. Jubiläum mit einem Fest für die Frauen. Centermanager Rudolf Richter hatte Freunde und Partner von damals und heute zum Jubiläumsevent geladen. Interio-Chefin und Mieterin Janet Kath, Laufstegprofi Elvira Geyer, Werber Rudolf Kobza und Netzwerkerin Martina Fasslabend waren der Einladung ebenso gefolgt, wie die ORF-Moderatoren Marie-Christine Giuliani und Peter Tichatschek. Sie alle waren gekommen, um die gemeinsamen Erinnerungen aus 20 Jahren Ringstrassen-Galerien Revue passieren zu lassen. Insbesondere ging es in einem Business-Talk darum, ob und was sich in den vergangenen 20 Jahren in puncto Karrieremöglichkeiten für Frauen in Österreich getan hat. Das erörterten Bundesministerin a.D. Maria Rauch-Kallat und Medienprofi Uschi Fellner. Beim Berufseinstieg, aber auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, orteten die beiden Hürden, die es speziell für Frauen zu nehmen gilt. Ebenfalls schon 1993 und heute dabei: Fotograf Andreas H. Bitesnich – sein Porträt „Pia“ wurde um 3.900 € versteigert. Der Erlös ging an den Club alpha. (jm)

Produkt des tages

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LADEN-HÜTERIN

Die Eiswirtschaft brummt Alexandra binder

© Sigg

© Messe Frankfurt Exhibition

Kopf des Tages

Cordelia von Gymnich verantwortet seit 1. Oktober die Bereichsleitung von „Consumer Goods II“ bei der Messe Frankfurt. Von Gymnich ist damit für die Konsumgütermessen Paperworld, Creativeworld, Christmasworld sowie Hair and Beauty neben den von ihr bereits lange Jahre geleiteten Veranstaltungen Musikmesse und Prolight+Sound zuständig. Die studierte Rechtswissenschaftlerin ist seit 1989 bei der Messe Frankfurt tätig. Nach Stationen als Assistenz der Geschäftsführung und Area Sales Manager für Lateinamerika übernahm von Gymnich 1995 die Bereichsleitung des Internationalen Vertriebs.

Veränderung Seit dem Jahr 2010 investierte die Privatbrauerei Zwettl rund 15 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Standorts in der Braustadt Zwettl. Nach dem Bau einer modernen Logistikhalle wurden nun wesentliche Gebäude und Anlagen in den Bereichen Füllerei, Filtration, Kesselhaus und Drucktankkeller errichtet. Auch das Besucherkonzept „Brauerlebnis“ wurde erneuert. Bei der Eröffnung besuchten und besichtigten mehr als 10.000 Gäste die Waldviertler Brauerei. Nach einem Gottesdienst in der Festhalle wurde von Brauerei-Inhaber Karl Schwarz im Beisein von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll die Beendigung der baulichen und technischen Maßnahmen verkündet. Waldviertler Köstlichkeiten verwöhnten die Besucher, zu ihnen zählten u.a. Alois Huber (Geschäftsführer Spar Region Ost), Peter Kastner (Senior-Chef der Kastner-Firmengruppe), Peter & Christof Kastner (GF KastSpielefest im Austria Center ner-Firmengruppe), Julius & Vienna, 1220 Wien: Freitag, Herbert Kienast (Eigentümer 8.11., bis Sonntag, 10.11. Großhandelshaus Kienast), 2013, jeweils 9–19 Uhr, Hans Bayr (Chef der LagerVeranstalter: Verein IG Spiele, haus Genossenschaft Zwettl), www.spielefest.at Zwettler Bürgermeister Herbert Prinz.  (red)

Wohlige Wärme Sigg lanciert eine neue Thermo-Linie, ganz im Stil ihrer klassischen Trinkflasche. Sigg Thermo besticht durch Funktionalität, Form und hervorragende Isoliereigenschaften. Dank der doppelwandigen Vakuumisolierung werden Getränke über mehrere Stunden heiß – oder kalt – gehalten. Die Isolierflaschen sind in vier Größen und zwei unterschiedlichen Arten erhältlich: Die Mugs it-Füllvolumen von 0,3 l und 0,5 l sind für Tee-Liebhaber gemacht: Ausgestattet mit einem heraus­nehmbaren Teefilter aus Edelstahl, kann man Tee aus Teebeuteln und offenem Tee zubereiten. Die Flaschen in den Größen 0,75 l und 1,0 l wurden mit einem Trinkbecher ausgestattet, welcher sowohl über dem Verschluss, als auch am Flaschenboden befestigt werden kann. Sigg Thermo White mit Teesieb 0,3 l: 24.95 €, 0,5 l: 29,95 €, Sigg Thermo White mit Becher 0,75 l: 34,95 €, 1,0 l: 39,95 €.  www.sigg.com

E

s gibt Produkte, von denen denkst du nie, dass sie sich durchsetzen werden. Als der Bio-Eisgreißler beispielsweise in der Wiener Rotenturmstraße aufgesperrt hat – quasi direkt nebem dem Platzhirsch Zanoni –, da hätte ihm keiner mehr als drei Wochen gegeben. Überlebenszeit, versteht sich. Als nach 14 Tagen meterlange Schlangen davorstanden und die das noch bis hinein in den kalten Oktober tun, hieß es baff sein. Dann gibt es aber auch noch Produkte, von denen denkst du, dass sie sich nicht nie, sondern nie und nimmer durchsetzen werden: die von Ben & Jerrys z.B., zufällig ebenfalls der Gelato-Riege angehörig. Ein gutes Öko-Produkt zweifelsohne. Aber eines mit indiskutablem Wucherpreis. So was kauft keiner. Schon gar nicht hierzulande, denke ich mir. Bis ich kürzlich in einem Tankstellenshop eine Truhe Ben & Jerrys stehen sehe. Ich drauf zum Shop­ eigner: „Was kostet denn so ein kleines Becherl bei Ihnen?“ Antwort: „3,50 Euro“. Ich: „Im Ernst? Das kauft Ihnen aber keiner ab oder?“ Er: „Sie werden lachen, aber ich bestelle wöchentlich zwei mal nach. Die Leut reißen mir das Zeug aus der Hand.“ Die einzige Erklärung, die mir dafür jetzt noch einfällt, ist: Mir ist entgangen, dass die Wirtschaftskrise offiziell für beendet erklärt wurde.  a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Sackerlwut geht weiter 95 Milliarden Plastiksackerl werden in Europa pro Jahr verbraucht

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