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Großevents wie die Ski WM in Schladming als begehrtes Pflaster für Sponsoren  Seite 8

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27.10.2005

innovationsoffensive

typisch französisch

Verband der europäischen Papierindustrie CEPI investiert vermehrt in Forschung Seite 44

Im Portrait: Bongrain Österreich-Chef   Aymeric de La Fouchardière  Seite 70

© jawe

Winterliche Markenpflege

© Foto Humer

© APA/Herbert Neubauer

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12:07 U

Bilanz Seit 1. Jänner gilt das neue Lobbyinggesetz und damit die Eintragungspflicht für „Interessenvertreter“

Die gähnende Leere im neuen Lobbyingregister

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© Panthermedia.net/Halina Yakushevich

prime news & market watch > P&V Holding erwirbt 51% der Grazer Webteam 

> Feature: Neuer Luxustrend „Stealth Wealth“  4/5

© Parlamentsdirektion/Mike Ranz

© Vienna Film Commission/Katharina Schiffl

marketing & media

> Filmlocation Wien als Drehort heiß begehrt  9 > Tina Kasperer, Havas Media, über die Umstrukturierung 1 0 retail > Milchpreiskartell: AK prescht jetzt vor  > Niemetz: Übernahme als letzter Ausweg? 

Status quo-Bericht Ein Blick ins neue Lobbying- und Interessenvertretungsregister zeigt: Zum Zwischenstand 7. Februar 2013 waren zehn Unternehmen eingetragen. Woran es hapert, am Procedere oder am guten Willen, lesen Sie auf Seite 2

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Mobilfunk Der Standort im Gasometer wird aufgegeben

> Drucker-Markt erwartet Umsatzsteigerungen

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P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

„3“ zieht jetzt bei Orange ein

© APA/Hans Klaus Techt

© panthermedia.net/Yuri Arcurs

business weekend > Leben an der Côte ganz wie Gott in Frankreich  26 > Bilanzen 2012 stimmen Industrie zuversichtlich  32

Die „3“-Büros im Wiener Gasometer sind ab dem Wochenende leer.

Wien. Nach der Übernahme von Orange Austria durch „3“ (Hutchison 3G Austria) wachsen die beiden Mobilfunkanbieter nun auch räumlich zusammen. Dieses Wochenende übersiedeln die 600 „3“-Beschäftigen zu den 800 Orange-Kollegen in die Brünnerstraße 52 in Wien-Floridsdorf; der „3“-Standort im Wiener Gasometer wird aufgegeben. Wie viele Mitarbeiter letztendlich im gemeinsamen Unternehmen weiterbeschäftigt werden, ließ „3“-Chef Jan Trionow bisher offen. Es werde aber „Maßnahmen“ geben. Nach Eigenangaben hat „3“ nun 22% Marktanteil. Marktführer A1 komme auf 46%, T-Mobile auf 31%. (APA)

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C OV E R

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Freitag, 8. Februar 2013

Lobbyinggesetz Ein Rundruf bei Experten ergibt: Es herrscht Verwirrung, technische und bürokratische Hürden sind zu hoch

„Zehn registrierte Lobbyisten, das ist keine Erfolgsstory“ Auch Markus Deutsch, Obmann der Fachgruppe Werbung in der WKO, kritisiert mangelnde Einbindung der Betroffenen. w olfgang lusak

sabine bretschneider

„Die Unternehmer bewegen sich jetzt in einem Graubereich“, sagt der Lobby-Coach. „Das gehört nachgebessert.“

Wien. Seit Inkrafttreten des Lobbyinggesetzes am 1. Jänner (siehe Infobox) besteht in Österreich eine Registrierungspflicht für Lobbyisten. Ein kurzer Blick ins öffentlich zugängliche Lobbying- und Interessenvertretungsregister auf den Seiten des Justizministerium zeigt: Zum Zwischenstand 7. Februar 2013 sind exakt zehn Unternehmen eingetragen, darunter etwa Bayer Austria, die Unterweiterstorfer Energieplaner Netzwerk KG – und die Österreichische Public Affairs Vereinigung. Gerechnet hatte man im Vorfeld und in offiziellen Schätzungen mit zumindest rund 1.000 eintragungspflichtigen Unternehmen bzw. Personen.

Bürgern bzw. Juristischen Personen mit Sitz im Inland möglich“, verweist Deutsch auf eine Lücke im Gesetzestext: „Das scheint schwer EU-widrig zu sein.“ Allerdings rätseln selbst Fachleute noch immer, wer denn jetzt eigentlich ein eintragungspflichtiger „Lobbyist“ ist – und wer nicht. „Das neue Lobbying-Gesetz ist ein Beweis für die Schwäche der KMULobby“, sagt Lobby-Coach Wolfgang Lusak. Die Grenze zwischen normaler unternehmerischer Tätigkeit, dem verfassungsgesetzlich geschützten Petitionsrecht und der im Gesetz angesprochenen Lobbying-Tätigkeit bei Amtsträgern – „die schon ab einem Ausmaß von fünf Prozent der Gesamttätigkeit eines Chefs oder leitenden Mitarbeiters zur Registrierung zwingt“ –, sei „unscharf“. Lusak: „Viele Unternehmer könnten sich gezwungen sehen, sicherheitshalber alle Mitarbeiter, die ab und zu mit Behörden und Politikern zu tun haben, anzumelden bzw. alle lobbyingähnlichen Tätigkeiten aufzuzeichnen. Unternehmer bewegen sich jetzt dadurch in einem Graubereich.“ „Die Fünfprozentgrenze ist einfach viel zu niedrig“, so Lusak. „Das läuft darauf hinaus, dass sich die notwendige Kontrolle von Profi-Lobbyisten – welche ja erst die Thematik mit schlechten Beispielen ins Rollen gebracht haben –, von den Unbeteiligten oder Betroffenen, also den KMU, finanziert werden soll.“ Statt also „die Profilobbyisten an die Kandare zu nehmen“, treffe man den Mittelstand. „Das ist absurd und gehört nachgebessert“, so Lusak abschließend.

„Runder Tisch“ abgesagt Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich appelliert seit Wochen an betroffene Mitgliedsunternehmen, sich einzutragen. Fachgruppenobmann Markus Deutsch macht vor allem die Praxisferne der Lösung, technische und bürokratische Hürden für die mangelnde Akzeptanz des Registers verantwortlich: „Nach der Regierungsvorlage wären bei der Zugänglichkeit des Registers auch die Interessen der Eintragungspflichtigen angemessen zu berücksichtigen gewesen“, sagt Deutsch. „Das ist aber leider nicht geschehen.“ Dazu

„Statt also – wie wohl beabsichtigt – die Profilobbyisten an die

stand.“ Wolfgang Lusak Lobby-Coach

komme, dass den hauptbetroffenen Wirtschaftszweigen, nämlich der Werbe- und PR-Agenturbranche, vom Justizressort zwar für Ende 2012 ein Runder Tisch in Aussicht gestellt worden sei, bei dem „eine praktikable und wirtschaftsorientierte Lösung für Online-Eintragungen von Lobbyisten“ erarbeitet hätte werden sollen: „Dieser ‚Runde Tisch‘ ist jedoch trotz mehrfacher

Achtung, hohe Strafen!

Urgenzen bedauerlicherweise nicht zustande gekommen.“ Ein Eintrag ins Lobbyingregister sei, erklärt Deutsch, ausschließlich entweder mit Bürgerkarte oder mit digitaler Signatur – und für Juristische Personen überhaupt nur auf dem Umweg über ‚Finanz-Online‘ – möglich: „GmbH-Geschäftsführer müssten zum Beispiel, um ihr Unternehmen als Juristische Person

Lo bbying-/ Interes s e nver tre t u n g sre g i ster

Eingetragene Unternehmen/Personen (Stand: 7.2.2013) Bayer Austria Gesellschaft m.b.H. Energieplaner Netzwerk KG Interessenvertretung Gemeinnütziger Organisationen (IGO) Kovar & Köppl Public Affairs Consulting GmbH Österreichische Public Affairs Vereinigung P8 GmbH Peri Consulting GmbH Schratt Dipl.-Ing. Heinrich Special Public Affairs PR-Beratung und Lobbying GmbH Thierry Politikberatung GmbH

Wien Unterweitersdorf Wien Wien Wien Innsbruck Wien Wien Wien Wien

Das Gesetz trat mit 1.1.2013 in Kraft. Für bereits bisher tätige Lobbyisten wurde eine Übergangsfrist bis 31. März ausverhandelt. Ab 1. April wird gestraft.

registrieren zu lassen, persönlich beim zuständigen Firmenfinanzamt einen Antrag auf Registrierung bei Finanz-Online stellen, um die digitale Signatur zu erhalten.“ Das sei ein „extremer zeitlicher und bürokratischer und auch unnötiger Aufwand“. Deutsch: „Zusätzlich berichten Experten und betroffene Mitglieder von technischen Schwierigkeiten bei der Kompatibilität der verschiedenen Internet-Schnittstellen der einzelnen Verwaltungen.“ Dass nach mehr als einem Monat nach Inkrafttreten des Gesetzes erst zehn Lobbyisten registriert sind, sei „nicht unbedingt eine Erfolgsstory“.

sozusagen die Anwendung des bewährten ‚deutschen Modells‘ für Österreich gewesen“, ist Deutsch enttäuscht. Registrieren müssen sich auch Lobbyisten mit Sitz im EU-Ausland, die Lobbyingaufträge in Österreich annehmen wollen. „Die Bürgerkarte und die Registrierung bei FinanzOnline ist aber nur österreichischen

In die gleiche Kerbe schlug kürzlich die Präsidentin des Österreichischen Gewerbevereins (ÖGV), Margarete Kriz-Zwittkovits, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit den Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF). Im Fall des Österreichischen Gewerbevereins sei zwar klar, dass sich einzelne Personen aus dem Führungsgremium registrieren. Für andere Unternehmen sei das aber nicht so eindeutig. „Viele Mitarbeiter haben Kontakt mit Entscheidungsträgern vor Ort“, so Kriz-Zwittkovits, „doch:

„Nach der Regierungsvorlage wären (...) auch die Interessen der Ein-

Lücke im Gesetzestext?

tragungspflichtigen zu

In den politischen Verhandlungen hatte der Fachverband als Anreiz für Lobbyisten vergeblich gefordert, die Registrierung mit der Ausstellung eines Zutrittsausweises zum Österreichischen Parlament zu koppeln. „Das wäre

berücksichtigen gewesen; © www.christian-husar.com

trifft man den Mittel-

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Kandare zu nehmen,

das ist nicht geschehen.“ markus Deutsch, WKO


Pr i m e Ne w s

Freitag, 8. Februar 2013

Expansion P&V Holding AG, eine Beteiligung der Taus-Gruppe, erwirbt 51 Prozent der Grazer Webteam GmbH

Taus’ Einstieg bei Webteam Webteam will jetzt „den starken Großraum Wien mit Dienstleistungen rund ums Internet versorgen“. Wien/Graz. Die P&V Holding AG, eine Beteiligung der Taus-Gruppe, hat sich mit 51% an der Grazer Internetprogrammierfirma Webteam GmbH beteiligt. Ziel der Partnerschaft sei es, „das dynamische Wachstum der Webteam GmbH weiter fortzusetzen und den starken Großraum Wien mit Dienstleistungen rund ums Internet zu versorgen“, heißt es in einer Aussendung. Der entsprechende Vertrag wurde am 17.12.2012 unterzeichnet und wird mit Eintragung rückwirkend per 1. Jänner 2013 wirksam. Die Anteile der bisherigen Gesellschafter – Markus Schimautz (65%), Ernst Hohenwarter (25%) und Walter

Amon (10%) – verringern sich proportional mit dem Einstieg der P&VHolding. Webteam wurde am 2006 in Graz gegründet. Sie beschäftigt zurzeit 15 Mitarbeiter und hat sich auf technisch anspruchsvolle Programmierungen von eCommerceLösungen und Content-Management-Systeme spezialisiert.

Kunden und Beteiligungen Zum Kundenkreis von Webteam zählen u.a. Kleine Zeitung, Magna Steyr, Bankhaus Krentschker, Energie Graz, Universität und Medizinische Universität Graz, Libro und „medianet“ Verlag AG.

Geschäftsführer Markus Schimautz behält diese Funktion auch in der neuen Konstellation. Die P&V-Holding AG mit Sitz in Wien ist die Dachgesellschaft einer Druck- und Verlagsgruppe, in der ca. 300 Mitarbeiter beschäftigt sind. Sie ist an mehreren Unternehmen direkt oder indirekt beteiligt. Im Druckbereich gehören dazu u.a. Herold Druck, AV+Astoria Druckzentrum und agensketterl; im Verlagsbereich hält die P&V Holding Beteiligungen etwa an MedMedia Verlag und Medienservice, der Ed. Hölzel GmbH, NWV GmbH sowie dem Österreichischen Kommunalverlag.  (red)

© Raoul Lechner

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Was genau versteht das Gesetz unter Lobbying?“ „Wir sehen das jedenfalls nicht so, dass sich alle Firmenchefs eintragen müssen“, sagte WdF-Bundesgeschäftsführer Wolfgang Hammerer. Dem Rat von Experten, sich rein vorsichtshalber in die offizielle Lobbying-Liste eintragen zu lassen, können die Mittelständler wenig abgewinnen: „Das ist ein administrativer und auch ein Kostenaufwand“, sagte Kriz-Zwittkovits.

medianet – 3

Markus E. Schimautz bleibt AlleinGeschäftsführer der Webteam GmbH.

„Viele Mitarbeiter ­haben Kontakt mit Ent­ scheidungs­trägern vor Ort. Doch: Was genau versteht das Gesetz unter Lobbying?“ margarete KrizZwittkowits, ÖGV

Die Übergangsfrist für bereits bestehende Firmen läuft noch bis 31. März. Ab diesem Zeitpunkt dürfen sie Lobbyingaufträge nur dann ausführen, wenn sie in der (teils öffentlich einsehbaren) Datenbank des Justizministeriums erfasst sind. Für die Nichtbeachtung sieht der Gesetzgeber Strafen vor: Verstöße nach dem LobbyingTransparenzgesetz sind mit einer Geldstrafe bis zu 20.000 € bedroht, bei wiederholter Tatbegehung bis zu 60.000 €. Weiters droht bei Gesetzesverstößen mit der Streichung aus dem Register eine Sperre für Lobbying-Aufträge, also eine Art Berufsverbot.

Lobbyinggesetz Das Lobbying- und Interessenvertretungs-Transparenz-Gesetz (kurz LobbyG) regelt „Lobbying und Interessenvertretung – strukturierte, organisierte und unmittelbare Einflussnahme“ gegenüber der öffentlichen Hand bzw. deren ausgegliederten Unternehmen. Es gilt auch für Unternehmen, die ihren Sitz im Ausland haben und bei österreichischen Funktionsträgern lobbyieren; nicht aber für Interventionen bei österreichischen Abgeordneten des Europaparlaments oder österreichischen Mitgliedern der Kommission. Hier gelten die europäischen Regeln. Ausnahmen gelten etwa für politische Parteien und gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgesellschaften sowie die Sozialversicherungsträger und deren Hauptverband. Für Sozialpartner und kollektivvertragsfähige Einrichtungen wiederum gelten nur die Registrierungspflichten des Gesetzes. Verhaltenspflichten und auch Sanktionen sind für sie nicht relevant. Das Gesetz trat mit 1.1.2013 in Kraft. Für einen Übergangszeitraum bis 31.3.2013 dürfen Unternehmen und Einrichtungen, die im Lobbying und in der Interessenvertretung schon zum Jahreswechsel 2012/13 tätig waren, ihre Aufgaben ohne Registrierung fortsetzen. Ab 1.4.2013 wird es ernst; ab diesem Zeitpunkt können u.a. Verwaltungsstrafen verhängt werden. Ausführliche Infos unter:  www.lobbyreg.justiz.gv.at.

Peter Schreiber W24-Moderator Guten Abend Wien

Feiern Sie mit uns die 200. Sendung! Am 12.02.2012 um 18.30 Uhr auf W24. Exklusiv im Kabelnetz der UPC und als Livestream auf w24.at

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Freitag, 8. Februar 2013

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Undercover

Š Panthermedia.net/Halina Yakushevich

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f e at u r e

Freitag, 8. Februar 2013

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feature@medianet.at

In einer auseinander driftenden Gesellschaft, in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, ist öffentlich zur Schau gestellter Luxus out. Die elitäre Oberschicht bleibt unter sich und lebt einen Konsumstil, der Insidern den eigenen Status signalisiert, aber für die breite Masse unerkannt bleibt. Und: Luxus wird auf politisch korrektere Weise konsumiert als früher. sylvia tomek

L

ebt man in einem jener zehn Prozent österreichischer Haushalte mit mehr als 542.000 € Nettovermögen, so schätze man sich glücklich. Sehr glücklich. Im Vergleich besitzt das unterste Zehntel nämlich weniger als 1.000 €. Dass Reichtum und Armut gleichzeitig steigen, ist ein Phänomen, das nicht nur in Österreich anzutreffen ist, aber eben auch hier. „Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer“, war denn auch ein zentraler Satz von Sozialminister Rudolf Hundstorfer anlässlich seiner Präsentation des aktuellen Sozialberichts im vergangenen November.

Reiche durch Krise reicher Besitz und Kapital sind ebenso signifikant ungleich verteilt wie das Lohneinkommen. Die reichsten 5% der Bevölkerung besitzen bereits 45% des Gesamtvermögens; das oberste Fünftel der Topverdiener streift fast die Hälfte des Gesamteinkommens ein, während die

© Zukunftsinstitut/Adrian Schmidt

Holm F r i e b e Zukunftsinstitut www.zukunftsinstitut.de

Bling-Bling­Luxus war schon immer vulgär, doch seit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist er außerdem ­zynisch. Behängt mit Gold und ­Diamanten kann sich kein Superreicher mehr auf die Straße ­trauen.“ untersten 20% nur zwei Prozent lukrieren. Eine ähnliche Situation herrscht bei unseren deutschen Nachbarn: Etwa 70.000 Personen, knapp ein Promille der Bevölkerung, besitzen ein Viertel des Gesamtvermögens. Krise hin oder her – eine schmale Oberschicht ist dort wie da unbeschadet aus den letzten Jahren gekommen und konnte ihr Vermögen sogar noch vermehren.

Im Jahr 2012 wurde erstmals die 200 Mrd.-Euro-Umsatzgrenze bei persönlichen Luxusgütern überschritten.

Der „Gini-Koeffizient“ ist die konkrete Messgröße für die Verteilung von Einkommen und Vermögen auf die Bevölkerung. Er kann Werte zwischen O (alle Menschen haben das gleiche Einkommen) und 1 (ein Einzelner besitzt alles) annehmen, das heißt je näher bei 1, desto ungleicher die Verteilung. Innerhalb der OECD ist der Gini-Koeffizient seit Ende der 1980er-Jahre von 0,29 auf 0,32 gestiegen. Österreich folgt dem Trend, hat im Vergleich dazu aber mit einem Wert von 0,26 eine deutlich gleichere Verteilung.

Der Lebensstil der Reichen Wenn es also immer mehr Reiche gibt, erhebt sich die Frage nach deren Lifestyle. „Conspicuous Consumption“ – der in den 90ern so populäre, öffentlich zur Schau gestellte Luxuskonsum – ist jedenfalls out. Holm Friebe vom deutschen Zukunftsinstitut: „BlingBling-Luxus war schon immer vulgär, doch seit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist er außerdem zynisch. Behängt mit Gold und Diamanten kann sich kein Superreicher mehr auf die Straße trauen.“ Auch der deutsche Designer Karl Lagerfeld meinte dazu: „Diese gesamte Krise wirkt wie ein Frühjahrsputz – sowohl moralisch als auch materiell. Bling is over. Roter Teppich mit Strass-Steinchen ist out.“ Doch wohin jetzt mit all dem Geld? Die Lösung heißt „Stealth Luxury“: Sehr teure Dinge, denen nur Kenner ansehen können, dass sie teuer waren. Oder mit einem anderen Wort für dieselbe Sache

(und damit es ein wenig flotter klingt): „Stealth Wealth“. „Ein Konsumstil, der das scheinbar Widersprüchliche verbindet: der Eingeweihten den eigenen Status signalisiert und dabei unter dem Radar der Mehrheit bleibt, quasi wie ein Tarnkappenbomber funktioniert, unsichtbar für potenzielle Feinde, aber mit enormer Durchschlagskraft ausgestattet“, so Friebe. Bereits 2009 schrieb das Manager Magazin über die „LuxusScham“ und den „verstohlenen Reichtum“ der amerikanischen High-Society, die ihren Wohlstand weniger offensichtlich zur Schau stellt. Das führe dazu, dass Kundinnen in Luxusläden ihre Einkäufe in neutrale weiße Papiertüten einpacken lassen und Labels dezent verdeckt werden. „Es gilt als taktlos, exzessiv Geld auszugeben und mit einer Tüte von Louis Vuitton oder Chanel heimzukommen“, wird Lucyann Barry, persönliche Einkaufsberaterin und Stylistin für Ultrareiche mit Arbeitsort in – wo sonst – New York, im Manager Magazin zitiert. Dennoch wird es getan – der Luxusmarkt boomt und obwohl es taktlos sein mag, wird exzessiv Geld ausgegeben.

Manufaktum liegt im Trend Laut der Managementberatung Bain & Company war der Markt für persönliche Luxusgüter 2012 geschätzte 212 Mrd. € schwer. Abstruses Fakt am Rande: Gerade aus jenem Land, das es am besten versteht, Luxusmarken zu imitieren, stammt das größte Wachstum:

Weltweit gesehen ist einer von vier Luxuskäufern Chinese, wobei ein Reifeprozess erkennbar ist – und Konsumenten sich auch dort von hysterisiertem Markengeschrei in Richtung echter Qualitätsbrands mit intrinsischen, „inneren“, Werten entwickeln. Weltweit im Trend sind laut Bain & Company dezente Designs in höchstwertiger Verarbeitung und edelsten Materialien, deren Wert nur für Insider zu erkennen ist. Der deutsche Versandhandel „Manufaktum“ verkörpert genau diese Eigenschaften: Handwerk, Einfachheit, schlichtes Design und Bescheidenheit. Unter dem Motto „Es gibt sie noch, die guten Dinge“ wird ein Sammelsurium an meist handwerklich gefertigten Gegenständen wie der ‚Schladminger Walkfausthandschuh‘ oder finnische Rentierlederjacken angeboten; dass das Geschäft floriert, zeigt die stationäre Erweiterung durch einige Läden in Innenstadtlage.

Einfache Dinge um viel Geld David Brooks beschrieb den Konsumcode der Stealth Luxury in seinem Buch „Bobos in Paradise“: „Der neue Kodex des korrekten Geldausgebens erlaubt es den ‚Bobos‘, Geld in Umlauf zu bringen, ohne dabei wie die ordinären Yuppies zu wirken, die sie zutiefst verachten. Die neuen Regeln helfen ihnen, ihr Geld in spirituell und intellektuell erhebende Erfahrungen zu investieren. Jeder, der sich an diese Regeln hält, kann vier oder fünf Millionen im Jahr ausgeben

In Europa leben rund 3,2 Mio. Menschen mit einem investierbaren Vermögen von einer Mio. USD und mehr.

und damit demonstrieren, wie wenig ihm materielle Dinge bedeuten.“ Das Motto laute quasi: „Wir kaufen das Gleiche wie das Proletariat, nur etwas verfeinert; wir schaffen es, einen immer erleseneren Geschmack für immer einfachere Dinge zu entwickeln.“ In Folge dieses Leitsatzes wird das Zigfache für Dinge ausgegeben, die im Supermarkt um wenig Geld zu haben sind. Beispiele gefällig: der Wärmeflaschenüberzug aus Schurwolle um 31 € oder Geschirrtücher aus Bielefelder Leinen um 15 € – pro Stück, natürlich. Moderne Marotten, möchte mancher meinen, doch Stealth Wealth eröffnet auch im Luxussegment bislang unbedarften Branchen neues Potenzial. Etwa bei Kinderwägen. So ist das Modell „Cameleon“ des Herstellers Bugaboo zu einem Kultobjekt avanciert und vermittelt neues Lebensgefühl für designverliebte Mamis und featureaffine Papis. Mit den Eigenschaften „leicht, auf allen Terrains einsetzbar, stabil und einfach zu bedienen“ wird der „Cameleon“ zum Premiumpreis von 939 € angeboten. Das niederländische Unternehmen verspricht, „komplexe Strukturen auf das Wesentliche zu reduzieren und so Form und Funktion in Einklang zu bringen“ und hat beträchtlichen Erfolg mit seinen Baby-Luxuskarossen – was wiederum Kriminelle beflügelt, denn Kinderwägen sind mittlerweile zu einem begehrten Diebesgut geworden.

Nur Insiderwissen zählt Dass die neuen Eliten einerseits unscheinbar und unauffällig gegenüber der öffentlichen Masse auftreten wollen, aber andererseits Insidercodes für Eingeweihte benutzen, scheint auch den Taschenherstellern bewusst zu sein. Das italienische Luxuslabel Bottega Veneta verzichtet auf außen angebrachte Logos oder Initialen und ist für Kenner nur an der typischen LederFlechtstruktur zu erkennen. Auch Marc Jacobs setzt bei seinen sündteuren Taschen aus Plastik und Segeltuch auf Understatement. Dazu der Soziologe Jean-Claude Kaufmann in seinem jüngsten Buch „Privatsache Handtasche“: „Der ungebildete Blick könnte sie für ein ordinäres Ding aus dem Supermarkt halten; doch glücklicherweise zählt allein der Blick der Wissenden, der Insider.“ Die Verhaltencodes der Reichen ändern sich und Unternehmen, die in diesem Segment erfolgreich sein wollen, müssen lernen, die neuen Spielregeln zu verstehen. „Stealth Wealth“ wird laut Holm Friebes „zur Triebfeder eines neuen, gleichermaßen materialistischen wie postmateriellen Luxus-Konsums.“ Es zählen weniger glänzende und pompöse Oberflächen, die auf den ersten Blick Eindruck schinden wollen, sondern vielmehr edle Materialien und deren Verarbeitung. Konsumenten mit Erfahrung, Kultiviertheit, Bildung und einem erlesenen Geschmack als Voraussetzung.


the opinion

6 – medianet

Das skurrilste Thema der vergangenen Wochen war der plötzliche Anfall von Hydro-Nationalismus, der kurzfristig sogar die diversen Korruptionsskandale aus den Schlagzeilen verdrängte. Schluss ist damit noch lange nicht: Das Thema ‚Wasser‘ beschäftigt weiter die Politik. Die öffentliche Wasserversorgung soll verfassungsrechtlich geschützt werden, fordert u.a. der burgenländische Lan­ deshauptmann Niessl. Bei eventuellen neoliberalen „Strömungen“ in der Politik solle, so Niessl, ein Verkauf des öffent­ lichen Wassers verhindert werden. Ein nettes Wortspiel übrigens. Geschützt werden sollen auch „andere Elemente der Daseinsvorsorge“: Gas, Strom ... Sicher. Unser Wasser, unser Gas, unser Strom, unsere Bahn, unser Stahl, unsere Post, unsere Telekommunikation, unse­ re Lebensmittel, unsere Airline – wobei, da ist es vielleicht zu spät ... Einmal ganz abgesehen davon, dass es in der EU-Wasserverordnung nie darum ging, die Privatisierung der Wasserversorgung anzukurbeln, son­ dern vielmehr Richtlinien für den Fall einer Privatisierung vorzugeben, klingt

m ak e r S n e t w o rk

medianet Leitartikel

Aus, stopp, retour! Wir reverstaatlichen Unser Wasser, unser Gas, unser Strom, unsere Bahn, unsere Post, unsere Telekommunikation, unsere Lebensmittel: Österreich kämpft gegen neoliberale Windmühlen. sabine bretschneider

die Aufregung so, als könnte sich kein Österreicher mehr an die Zeiten erin­ nern, als der Staat tatsächlich in quasi allen „Elementen der Daseinsvorsorge“ seine Finger im Spiel hatte. Das ging in den seltensten Fällen langfristig gut. Privatisierungen führen im Regelfall zu sinkenden Preisen; in vielen Fällen

ermöglichten sie überhaupt erst das Überleben der betroffenen Unterneh­ men. Von einem Schulterschluss gegen die neoliberale EU-Bürokratie zu re­ den, wenn es in Wahrheit darum geht, die Existenz wohlgenährter Partei- und Kammerapparate zu rechtfertigen und für alle Politaussteiger ein Nesterl im

Management einer halbstaatlichen Institution zu finden, ist schlicht Chuzpe. Der Staat wirtschaftet nicht immer schlechter, aber fast immer teurer. Und wenn die Kosten überhandnehmen, werden Leistungen gekürzt – anstatt die Verwaltung auf Optimierungspotentzial zu durchforsten. Bis heute sind die Län­ der nicht einmal zu einer ordentlichen Form der Buchhaltung bereit, um sich ja nicht in die Karten schauen zu lassen. Konkurrenz belebt, das sieht man beispielsweise an der Mobilkommuni­ kation. Ansonsten hätten wir jetzt pro Bundesland eine zweihundertköpfige Abteilung für mobile Kommunikations­ leistungen, einen zuständigen Staatsse­ kretär, europaweit die höchsten Preise – und ein Viertel-Handy, das nur dann funktioniert, wenn der Nachbar nicht grad ein SMS schreibt.

Gastkommentar Thema: „Gemeinwohl-Ökonomie“

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at

Felbers Dritter Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus ist in aller Munde. In Kir­ chensälen, Klassenzimmern und Gewerkschaftsheimen werden Tausende in seiner Lehre unterrichtet. Für Felber* wurden die Bürger Europas vor 300 Jahren in einer Art WeltKomplott ‚mühevoll zu Egoismus und Wettbewerbsdenken umerzogen‘. Nun möchte er sie ‚zurück-erziehen‘.

Leute, die ­ ersuchen, etwas v total idioten­sicher zu ­gestalten, unter­ schätzen ­oftmals den Einfallsreich­ tum totaler Idioten.

Umerziehung und Umbau

„In Kreiskys Planwirt-

‚Wenn wir die Gesetze und Institutionen der Wirt­ schaft gab es schon schaftspolitik, Schulen und Parteiprogramme so umpolen, dass sie die gewünschten reifen und sozialen Charakte­ vergesellschaftete reigenschaften des Menschen fördern, dann wird sich das reale Verhalten der Menschen an das neue Menschenbild Konzerne – etwa den anpassen‘. Felber will alle Medien (Zeitungen, Radios, TV), alle größeren Betriebe und Banken verstaatlichen bzw. ‚Konsum‘.“ vergesellschaften. Börsen werden geschlossen, Ausschüt­ tungen an Firmenfremde verboten – ebenso die Rechts­ michael Hörl form der AG. Künftig gibt es Schulfächer wie GefühlsWirtschaftspublizist kunde oder Wildniskunde. Ein antikapitalistischer, basisdemokratischer ‚Gemein­ wohl-Konvent‘ steuert den Umbau der Gesellschaft. In ‚Gemeinwohl-Bilanzen‘ müssen Betriebe die Umsetzung hochmoralischer Konvent-Vor­ gaben beweisen. Wer säumig ist, wird staatlich diskrimiert. Private Spareinlagen wer­ den auf die (nicht-Profit-orientierte) ‚Demokratische Bank‘ überwiesen – ohne Zinsprofit natürlich.

www.zitate . at

heute im business weekend

© Michael Singer/CCFA

Imm ofinanz-C OO M a n f r e d Wilts c hnigg, s. 2 7

„Schon mit acht, neun Jahren habe ich Zeichnungen von Werbeplakaten gemacht und eigene Slogans erfunden.“ B ongrain Öste r­ r e i ch Chef Aymeri c de L a ­F ou chardière , s . 6 8

© www.michaelhoerl.at

© Immofinanz Group

Planwirtschaft und Demokratie

„Mit diesen Transaktionen (div. Verkäufe, Anm.) schaffen wir zusätzliche Liquidität für unsere ‚Immobilienmaschine‘.“

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Demokratie oder Diktatur?

zitat des ta g e s Douglas Adams, brit. Schriftsteller („Per Anhalter durch die Galaxis“)

Freitag, 8. Februar 2013

In Kreiskys Planwirtschaft gab es schon vergesellschaftete Konzerne – etwa den ‚Konsum‘ – bis 1995, da ging die Genossenschaft in Österreichs größter Insol­ venz pleite. Felbers Massen-Enteignungen würden Investmentfonds entwerten und eine Kapitalflucht auslösen, Österreichs Bankensektor würde implo­ dieren. Mit Börsen- und Dividenden-Verboten würde man Österreichs Industrie zerschlagen. Die Arbeitslosigkeit würde scharf ansteigen, der Ausfall großer Steuerzahler würde zu horrenden Budgetdefiziten und massiven Kürzungen bei Renten und Sozialleistungen führen. Am Ende wäre Österreich auf das Niveau einer marokkanischen Handwerker-Ge­ sellschaft zurückgeworfen – mit einem ebensolchen Lebensstandard. Am Papier wäre die Mitbestimmung vielleicht größer, der Ein­ fluss des Staats auf ‚seine‘ Betriebe mit Sicherheit – aber wäre das gerechter? Hatte die Korruption der letzten Jahrzehnte ihren Ursprung nicht in der Verquickung von Politik und Staatsbetrieb (Telekom, ÖBB, Asfinag)? Felbers populistische Forderungen mögen für eine wirtschaftlich ungebildete Bevölkerung nach ‚Demokratie‘ klingen – tatsächlich riechen sie nach ‚Gestern‘. (* Christian Felber ist Gründungsmitglied der österreichischen Sparte von Attac und prägte den ­Begriff ‚Gemeinwohl-Ökonomie‘, Anm.).

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Michael Hörl, Wirtschaftspädagoge, Betriebswirt und Wirtschaftspublizist aus Salzburg. Sein aktuelles Buch: „Die Gemeinwohl-Falle“. Die Gastkommentare geben die Meinung des Verfassers ­wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 8. februar 2013 – 7

Kampagne

Alles Walzer

Sportmedienverlag bietet sieben Printtitel; weitere sollen folgen  Seite 10

JWT Wien bringt Woman und ihre ­Leserinnen näher zusammen  Seite 10

Wiener Wirtschaftsbund lud zum Ball Seite 12

© Foto Weinkirn

verlag © Woman

© SMV

marketing & media Skisport & Sponsoring: Ein Gold-Deal für alle

www.mhoch3.at

© Vienna Film Commissioni/Katharina Schiffl

short

© Anna Stöcher

Marijana Stoisits präsentiert als Geschäftsführerin der Vienna Film Commission die Jahresbilanz 2012. Kernaussage: Wien ist als Film-Drehort heiß begehrt. Vor allem Friedhöfe und Märkte fungieren als Drehorte und bringen Werbewert für die Stadt Wien.  Seite 9

© APA/Herbert Neubauer

Tina Kasperer, CEO Havas Media Austria, spricht mit medianet über die Zusammenführung von MPG und Media Contacts unter ein Dach; damit wolle man der digitalen Expertise den selben Stellenwert einräumen wie dem klassischen Mediabusiness.  Seite 10

© Marketagent

Alpine Ski WM Schladming steht im Fokus der Weltöffentlichkeit, und damit auch die zahlreichen Sponsoren. Ein Blick auf die Aktivitäten heimischer und inter­ nationaler Unternehmen im Scheinwerferlicht sportlicher Wettkämpfe.  Seite 8 Thomas Schwabl, Geschäftsführer Marketagent.com, zeigt in einer Studie die beliebtesten Persönlichkeiten als WerbeTestimonials. Sympathie und Attraktivität wurden dabei ebenso erhoben wie die Zugehörigkeit der werbenden Personen zur Marke.  Seite 10

Award Onlineprämierung neben Top Spot und Werbehahn

Erstmals: ORF vergibt ORF-Onward

Havas Worldwide Wien und Wiener Linien gegen Rassismus. click+>www.medianet.at

© orf.at

© Havas Worldwide Wien

medianet tv heute

Chancen auf den ORF-Onward: Im ORF. at-Netzwerk geschaltene Werbungen.

Wien. Ab heute können die besten Kreativarbeiten zu den bekannten ORF-Awards Top Spot und Werbehahn eingereicht werden. Zudem wird heuer vom ORF erstmals auch die Kategorie Online mit dem neu ins Leben gerufenen „ORFOnward“ prämiert. „Mit den heuer erstmals vergebenen ‚Onwards‘ bilden wir unser trimediales Angebot nun in den ORF-Wettbewerben ab und geben dem Zukunftsbereich ‚Online‘ den Stellenwert, der ihm gebührt“, so ORF-Finanzdirektor Richard Grasl. Informationen und Einreichung unter:  enterprise.orf.at/wettbewerbe

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c ov e r

8 – medianet

Freitag, 8. Februar 2013

Sport-Sponsoring Globale TV-Präsenz und Aufmerksamkeit – eine Gelegenheit, die sich große Marken nicht entgehen lassen

Die winterliche Markenpflege Werbewirksam: Sportliche Großereignisse wie die Ski WM in Schladming sind ein heiß begehrtes Pflaster für Sponsoren.

Wien/Schladming. Wo ein Sportgroßereignis, da auch zahlreiche Sponsoren. medianet hat mit einigen Partnern der Alpinen Ski WM in Schladming über deren Ambitionen gesprochen. Ein „alter Hase“ im Geschäft ist Raiffeisen; bei der Ski WM nimmt man die Rolle eines nationalen Sponsors ein. Daneben ist man auch die offizielle WM-Bank. Leodegar Pruschak, RZB-Marketer, zum Engagement: „Die Raiffeisen Bankengruppe setzt damit ihre Tradition des Sponsoring großer internationaler Wintersportbewerbe in Österreich fort. Raiffeisen unterstreicht mit diesem Engagement die Nummer-1-Position im Sportsponsoring und in der Bankenkommunikation. Nicht zuletzt aufgrund des Sportsponsoring gilt Raiffeisen als bekannteste und beliebteste Bankenmarke Österreichs.“ Neben vor Ort-Aktivitäten bietet Raiffeisen für Skisportfreunde noch ganz spezielle „Zuckerln“. So bloggt etwa Weltmeister und Olympiasieger Hermann Maier täglich zu den Ereignissen auf der Piste. Auf ‚www.ski-wm.raiffeisen. at‘ kommentiert der Raiffeisen Ski- und Werbestar die Ereignisse der Ski WM und gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Skizirkus. Vom aktuellen RaiffeisenTopsportler Marcel Hirscher gibt es ein eigens gestaltetes Fanbuch auf der Internetplattform ‚www. marcelfanbuch.at‘ mit 60 virtuellen Bildern, Texten und Videos und seit Ende Oktober ist sogar eine eigene ‚Marcel Hirscher Mastercard‘ in einer limitierten Auflage von 20.000 Stück in allen Raiffeisen-Bankstellen erhältlich.

© GEPA pictures (3); GEPA pictures/Milka

dinko fejzuli jürgen hofer

Bei der diesjährigen Ski WM in Schladming geht das Buhlen um Aufmerksamkeit weiter – nationale und internationale Sponsoren zeigen eine starke Präsenz.

dungen für Partner nach Schladming habe man keinerlei Problem, so Heller. „Es bedarf eines gewissen Aufwands und einer gewissen Kultur; wenn man beides hat, funktioniert es klaglos“, so der UniqaSprecher gegenüber medianet. Als zweites österreichisches Unternehmen neben Uniqa sicherte sich Gösser ein Premium-Sponsorpaket. „Da wir Gösser als das Bier der Österreicher positionieren wollen, passt die Unterstützung der heimischen Großveranstaltung natürlich perfekt in unser Konzept. Skifahren gilt in Österreich als die Sportart Nummer eins, Gössers Kernwerte wie Ehrlichkeit, Freundschaft, Heimat und unberührte Natur fallen genau in diese Kategorie“, so Brau Union-Generaldirektor Markus Liebl.

Lange Sponsor-Tradition

„Skisport kann unsere Markenwerte sehr gut transportieren; Sponsoring stellt eine optimale Plattform dar, unsere Marke zu präsentieren.“ © GEPA pictures

Quasi selbstredend ist auch die Versicherungsgesellschaft Uniqa in Schladming mit dabei. Das Unternehmen ist seit Langem durch die Kooperation mit dem ÖSV (Österreichischer Skiverband) und den Weltmeistern und Olympiasiegern Stephan Eberharter, Benni Raich und Marlies Schild eng mit dem Skisport verbunden. „Schladming“, so Unternehmenssprecher Norbert Heller gegenüber medianet, „passt zur Uniqa“ und deshalb habe man sich zusätzlich zu den „normalen“ Sponsoring-Aktivitäten eben auch das Premium-Paket gesichert. Damit habe man mehr Möglichkeiten, bei der WM seine Aktivitäten zu entfalten und die Präsenz vor Ort zu erhöhen. So hat man etwa eine „Hall of Fame“ aufgebaut. Gezeigt werden Highlights aus der Trophäensammlung der Uniqa-Stars Marlies Schild, Benjamin Raich und Stephan Eberharter. Unter anderem werden folgende Trophäen ausgestellt: Olympische und WM-Medaillen, große und kleine Kristallkugeln für Gesamt- und Disziplinensiege im Weltcup, Spezialtrophäen wie Gams aus Kitzbühel, Kuhglocke aus Adelboden oder Krone aus Zagreb. Außerdem werden originale Rennanzüge samt Helm und Startnummer von den größten Erfolgen von Marlies, Benni und Stephan zu sehen sein. Mit den neuen Transparenz- und Compliance-Regeln und entsprechenden Vorschriften bei Einla-

Willi“ oder „Scharfe Kanten, heiße Tanten“ warben die Veranstalter der WM Arena für diverse Events. Ein medialer Aufschrei – nicht nur aufgrund der aktuell laufenden Sexismus-Debatte – war die Folge, Gösser distanzierte sich und bestritt, mit der Kampagne in Verbindung zu stehen. Für den – auch nach dem Biergenuss – reibungsfreien An- und Abtransport zur Ski WM Schladming sorgt der offizielle Mobilitätspartner ÖBB. „Viele unserer Kunden sind skisportbegeistert und fiebern bei den WM-Läufen mit. Deshalb bieten wir ein maßgeschneidertes Mobilitätsangebot rund um die Ski WM in Schladming, und für alle Fans, die nicht dabei sein können, informieren wir live in unseren Zügen und Club Lounges“, erklärt Bir-

Andreas Gollhofer, milka

Zur Vermittlung dieser Werte wurden für das zu erwartende Millionenpublikum im TV eigene Spots mit den Ex-Skistars Hans Knauss, Michael Walchhofer und Harti Weirather gedreht. Auch vor Ort zeigt Gösser Präsenz: Das eigene WM Bier ‚Gösser WM Gold‘ soll ebenso Lust auf ein rauschendes Fest machen wie auch Gösser-Stände auf der Medal Plaza und Vergnügungslocations wie die Gösser Alm und die Gösser Fan Arena. Letztere hätte Gösser das Sponsoringbier beinahe versalzen: Mit Sprüchen wie „Zeig der Zilli deinen

git Wagner, Vorstandsdirektorin ÖBB-Personenverkehr AG. Durchsagen in den Zügen sowie rund 1.300 Monitore auf den Bahnhöfen informieren über Siegesläufe und Medaillen. Aber auch die Österreichische Post ist in Schladming vertreten. Sie tritt als „offizieller Ausrüster“ auf. Post-Pressesprecher Michael Homola gegenüber medianet über das Engagement des heimischen Dienstleisters: „Die Post unterstützt immer wieder Sportveranstaltungen – und eine WM im eigenen Lande bietet sich da natürlich an.“

Und um die Brücke zwischen Sport und Philatelie zu schlagen, hat die Post passend zum Ereignis drei Sondermarken herausgegeben. Daneben ist man auch mit einem mobilen „Meine-Marke-Stand“ (Briefmarken mit dem eigenen Konterfei produzieren lassen), einem Sonderpostamt in der Postfiliale und einem Verkaufsstand im Zielraum vertreten. Das WM-Spektakel nutzt die Post aber auch, um nach innen zu kommunizieren. So wurden insgesamt 130 Eintrittskarten (plus Begleitperson) unter den Mitarbeitern verlost. Eines haben alle gemeinsam: Über konkrete Zahlen und Volumina der Sponsoringpakete redet keiner; so auch nicht Andreas Gollhofer, Leiter Milka Sponsoring & Eventmarketing, den medianet auch um nähere Infos bat: „Der Skisport passt ideal zu den Alpen, dem Ursprung der Marke ‚Milka‘, und Sponsoring stellt somit eine optimale Plattform dar, um unsere Marke in ihrer ursprünglichen Umgebung zu präsentieren. Skisport kann unsere Markenwerte wie Natur, Freude, Genuss und Zartheit sehr gut transportieren.“ Dabei sponsert Milka nicht nur Weltcup- und Weltmeisterschaftsrennen, sondern arbeitet partnerschaftlich auch mit Skisportgrößen zusammen; die Bandbreite reicht von Anita Wachter über Janica Kostelic bis hin zu Hermann Maier. Aktuelles österreichisches Aushängeschild in violetten Milka-Farben ist Michaela Kirchgasser, die beispielsweise bei Autogrammstunden in Schladming als Testimonial auftritt. Zudem zeigt sich Milka vor Ort unter anderem mit dem Milka Shop, dem Milka Truck, der die Markengeschichte spielerisch näher bringt, oder der Milka Familienerlebniswelt, wo Bewegung im Schnee im Fokus steht. Begleitend zur Ski WM ließ das Unternehmen den ‚Milka WM Ski Anzug‘ sowie Helm designen; es sorgte aber auch mit einem Shooting der Milka Ski Stars von Fotograf und Balladen-

könig Bryan Adams für Aufsehen. All diese Aktivitäten lässt sich Milka einiges kosten: „Weltmeisterschaften sind besondere Eventhighlights, die umfangreiche Kommunikations- und Aktivierungsmaßnahmen erfordern; für alle diese Aktivitäten braucht es natürlich ein dementsprechendes Zusatzbudget“, erläutert Gollhofer. In Anbetracht des erhöhten finanziellen Aufwands wollen Sponsoren ihre Präsenz naturgemäß zugesichert und geschützt wissen. In Schladming steht sogar ein Sondereinsatzkommando der Cobra im Einsatz, um gegen werbliche Aktivitäten von Nicht-Sponsoren vorzugehen. Gollhofer dazu: „Für uns als Premium- bzw. Hauptsponsor ist wichtig, dass die damit für uns verbundenen Möglichkeiten und Rechte eingehalten werden und der Veranstalter dies gewährleistet. Es ist somit in unserem Sinne, wenn entsprechende Kontrollen durchgeführt werden. In welchem Ausmaß und Umfang, liegt im Ermessen des Veranstalters.“

sponsoring wirkt Das wichtigste vorweg: Von allen prominenten Berufsgruppen sind Sportler als Testimonials in der Werbung am glaubwürdigsten. Das zeigt jetzt die aktuelle Studie vom Hamburger Spezialisten für Werbewirkung, MediaAnalyzer, in Kooperation mit der respondi AG. Die Gruppe der Spitzenathleten wird mit 66% als besonders geeignet und mit 53% als besonders glaubwürdig eingestuft. Zurückzuführen ist diese Einschätzung maßgeblich auf die positiven Eigenschaften, die die Konsumenten mit den Sportlern verbinden: Authentizität, Erfolg und eine gesunde Lebensweise sind unter anderem von den 519 Befragten der Studie „Große Namen für große Brands – Sportler in der Werbung“ genannt worden. Eigenschaften, auf die werbetreibende Unternehmen und Marken gern setzen, um die Bekanntheit und den Umsatz anzukurbeln. „Inwieweit der Dopingskandal um Lance Armstrong das Potenzial der Sportler als Werbegesichter negativ beeinflussen wird, bleibt abzuwarten“, so Steffen Egner, Geschäftsführer von MediaAnalyzer.


Marketing

Freitag, 8. Februar 2013

medianet – 9

Filmlocation Die Vienna Film Commission zieht eine positive Bilanz für die Bundeshauptstadt, die immer mehr internationales Interesse erweckt

Wien ist als Drehort heiß begehrt Mathieu Völker

Wien. Die Vienna Film Commission präsentierte vor Kurzem ihre Jahresbilanz für 2012. Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission, zeigte sich erfreut über den Erfolg der Stadt Wien als Drehort für heimische und internationale Filme. Die Vienna Film Commission bearbeitet als Institution der Stadt Wien alle Drehansuchen für Motive im Zuständigkeitsbereich des Wiener Magistrats sowie mehrerer ausgelagerter Institutionen der Stadt Wien. 2012 wurden 325 Filmprojekte bei der Vienna Film Commission eingereicht. Dem entsprechen 455 individuelle Ansuchen um Drehgenehmigung, was eine Steigerung um 4,8% im Vergleich zu 2011 darstellt. Die Zahl der Bewilligungen durch die MA 46, der Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten, blieb mit 930 annähernd auf dem Stand des Vorjahres. Rund 17,5% der 930 Bewilligungen entfielen auf Werbeproduktionsfilme. Die meisten Ansuchen aus dem Ausland kamen dabei aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Japan.

Rachel Weisz, „The Best Offer“ von Guiseppe Tornatore mit Geoffrey Rush in der Hauptrolle, „Paganini – der Teufelsgeiger“ von Bernhard Rose mit David Garrett, „Die Auslöschung“ mit Klaus Maria Brandauer und Martina Gedeck sowie die Serien „Copstories“, „Schnell ermittelt“, „Soko Donau“, „Medcrimes“, „Janus“ und „Tatort“.

Werbung für Wien Neben der Serviceleistung für Filmemacher sieht Stoisits eine wichtige Aufgabe der Vienna Film Commission in der Werbung für die Stadt Wien. Die Bundeshauptstadt

hebe sich als Drehort von anderen Städten vor allem durch die kurzen Abwicklungszeiten ab, die sich aus der guten Kooperation mit der MA 46 ergeben, meint Stoisits. Die Vienna Film Commission rührte auch international die Werbetrommel für Wien: Bei der „Berlinale 2012“ wurde unter der Dachmarke „Austrian Film Commission and Funds“ ein Empfang für über 600 Filmschaffende veranstaltet. Gemeinsam mit Cine Tirol Film Commission beteiligte sich Vienna Film Commission an der Locations Trade Show in Los Angeles sowie am Asian Film Market des Filmfestivals von Busan in Südkorea.

© Vienna Film Commissioni/Katharina Schiffl

Die gefragtesten Bezirke waren 2012 die Innere Stadt und die Leopoldstadt.

Geschäftsführerin Marijana Stoisits freut sich über den internationalen Erfolg Wiens.

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Friedhöfe und Märkte Die gefragtesten Motive im Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung waren 2012 die Wiener Stadtgärten und Parkanlagen (vor allem der historische Friedhof St. Marx), die Wiener Märkte (Naschmarkt und Brunnenmarkt), die Spitäler der Stadt Wien sowie die Gemeindebauten. Mit rund 21% ist die Innere Stadt der Bezirk mit den meisten Dreharbeiten, es folgen die Leopoldstadt mit rund 10% und Ottakring mit rund 8%. Zu den herausragenden Filmproduktionen 2012 zählt Stoisits „360“ von Fernando Meirelles mit Anthony Hopkins, Jude Law und

Wiener Linien Kampagne

Anti-Rassismus

© Havas Worldwide Wien (2)

Das eLearning der zweiten Generation hat dazugelernt. Es kann jetzt auch zuhören!

Großflächig plakatiert: Wiener Linien und Havas Wien gegen Ausgrenzung.

Wien. Mit großflächigen Stationbrandings und Spot unter dem Claim „Die Stadt gehört dir“ setzen die Wiener Linien ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus. Realisiert wurde die Kampagne von Havas Worldwide Wien.  (red) Credits: Auftraggeber Wiener Linien Verantwortliche Nina Wach Agentur Havas Worldwide Wien Filmproduktion Sabotage-Films Tonstudio Cosmix

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Lernkommunikation mit


short

Lichtenegger Interior baut auf Himmelhoch Wien. Der österreichische Interior-Experte Lichtenegger setzt bei der PR-Betreuung ab sofort auf Himmelhoch. Die Agentur von Eva Mandl unterstützt Lichtenegger bei der Produktund Unternehmens-PR. Im Fokus steht der „Interior Cave“, eine vierdimensionale, virtuelle Unterstützung zur Raumgestaltung. „Wir freuen uns sehr, ein innovatives Unternehmen wie ‚Lichtenegger Interior‘ mit unserem PR-Know-how professionell zu begleiten“, so Mandl.

© W24

200. Sendung „Guten Abend Wien“ auf W24

M a r k eti n g & M e d i e n

Freitag, 8. Februar 2013

Media Havas Media Austria-CEO Kasperer über vollzogene Umstrukturierung mit Fokus auf digitale Kompetenz

„Heben uns deutlich ab“

Digitale Expertise mit selbem Stellenwert wie klassisches Business; Vorteile aus Netzwerk ziehen. Wien. MPG und Media Contacts treten – wie berichtet – künftig als Havas Media auf; diese Umfirmierung ist Bestandteil der internationalen Strategie des Havas-Netzwerks. Tina Kasperer, CEO Havas Media Austria, erläutert gegenüber medianet die Überlegungen hinter diesem Schritt sowie die künftige Positionierung. „Wir setzen ein klares Zeichen, dass digitale Expertise in unserer Arbeit den gleichen Stellenwert hat wie das klassische Mediabusiness“, so Kasperer. „Mit diesem Schritt heben wir uns doch sehr deutlich von der gängigen Arbeitsweise vieler traditioneller Media-Networks ab.“ So könne man künftig mit einem internationalem Netzwerk im Rücken „noch beweglicher, integrierter und innovativer arbeiten“. Das Rebranding des Mediageschäfts geht dabei Hand in Hand mit der bereits erfolgten Positionierung des kreativen Business von Havas zur

Havas Creative Group, bestehend aus Havas Worldwide und Arnold Worldwide, und harmonisiert die Markenführung des Konzerns.

Keine Grenzen „Wir ziehen weder in unserem Denken noch in unserer Art, Projekte abzuwickeln, Grenzen zwischen dem klassischen Mediageschäft und dem digitalen Geschehen, aber auch nicht zur kreativen Leistung hin“, führt Kasperer weiter aus. Kunden können künftig auf den weltweiten Zugang zu Studien, Know-how sowie Tools profitieren, Mitarbeiter werden auch international ausgebildet. Dabei werde man auch lokal agierenden Kunden das nötige Know-how für den hiesigen Markt bieten. „Wir werden das Beste aus beiden Welten – national wie international – für uns nutzen und an unsere Kunden weitergeben.“ (hof)

© Anna Stöcher

10 – medianet

Havas Media Austria-Management: Wolfgang Graski (CFO), Michael Göls (Managing Director), Doris Kronberger-Ostler (Head of Digital Media), Tina Kasperer (CEO).

Kurt Raunjak (li.), W24-Chefredakteur, und Marcin Kotlowski, W24-GF.

Ganz nah dran: JWT Wien zeigt Woman mit „Keine kennt mich besser.“

Wien. JWT Wien inszeniert Woman als beste Begleiterin in allen Lebenssituationen der Frau. „Ziel der neuen Kampagne ist es, Leserin und Magazin näher zusammenzubringen“, meint Marketingleiterin Andrea Ginzel. So wird das Magazin in den Spots zum Leben erweckt und steht den Leserinnen beratend und unterstützend zur Seite. Die Auflösung übernimmt dabei der neue Claim „Woman. Keine kennt mich besser.“ Die komplette Kampagne umfasst TV, Print und Hörfunk.  (red)

Verlag: American Football bis Leichtathletik Wien. Mit aktuell sieben Printtiteln bietet der SMV Sportmedienverlag Spielern und Fans bis zu acht mal jährlich Informationen, Interviews und Reportagen zu ihrer Lieblingssportart. In den Bereichen American Football, Basketball, Hockey, Eishockey, Leichtathletik, Lacrosse und Baseball berichten die Magazine auch abseits der klassischen Mainstream-Sportarten (siehe Infobox).

und an Autos, Technik, Reisen, Mobiltechnologie, Gaming und Produkten abseits der Masse stark interessiert. Die Distribution erfolgt zu 40% über Vereine und Verbände, zwölf Prozent gehen direkt an Abonnenten und knapp die Hälfte geht über Distributionspart-

ner sowie Sonderdistributionen an den Leser. So erreicht der SMV mit seinen Produkten beinahe 1.500 Vereine österreichweit mit über 1,4 Mio. Magazinen im Jahr. Für 2013 kündigt Oberzeller ob der großen Nachfrage auch Neuerungen an. So seien ein Hand-

ball- sowie ein Volleyball-Titel fix eingeplant. Auch der Online-Auftritt soll neu konzipiert und massiv digitalisiert werden: „Unser Credo ist: Hauptsache, der Leser bekommt unsere Inhalte schnell und unkompliziert, egal ob Print oder Online.“  (hof)

Portfolio „Kick Off“ (American Football), „Full Court“ (Basketball) und „Ice Hockey“ (Eishockey) erscheinen in einer Auflage von 40.000 Stück 8x jährlich; „Home Run“ (Baseball) und „Short Corner“ (Hockey) mit 20.000 Stück 4x jährlich, „Face Off“ (Lacrosse) mit 20.000 Stück 3x jährlich sowie „Go Athletics“ (Leichtathletik) mit 60.000 Stück 6x jährlich.

„Wir sprechen naturgemäß junge Männer an, die selbst aktiv Sport betreiben oder sich dafür interessieren“, erläutert Tobias Oberzeller vom Sportmedienverlag. Diese sind laut CAWI Print einkommensstark

Das Portfolio des Sportmedienverlag umfasst zahlreiche Sportarten.

© SMV (5)

Klar definierte Zielgruppen

Schau TV Neue Talkshow

Persönlichkeiten Marketagent.com erhob aktuell Österreichs Werbelieblinge

Geisterstunde mit Gansterer

Studie: Beliebteste Testimonials Wiener Neudorf. Eine Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com hat Österreichs Werbelieblinge erhoben. Die Studie zeigt, dass mehr als ein Drittel der Befragten den Einsatz von prominenten Persönlichkeiten als Testimonials als gut oder sehr gut empfindet. Insgesamt wurden 60 Prominente in vier Kategorien abgefragt. Sympathischste Testimonials sind Michael Niavarani, Anna Fenninger und Gregor Schlierenzauer. Coolness bescheinigt man vor allem Sportlern; hier führt Marcel Hirscher vor David Alaba und Schlierenzauer. In puncto Vertrauenswürdigkeit hat Barbara Stöckl die Nase vor Peter Simonischek und Armin Assinger. Als attraktivste Sportler gingen Marcel Hirscher, Anna Fenninger – die von beinahe 70% der Männer als attraktiv empfunden wird – und Felix Baumgartner hervor. Wenig attraktiv werden Niki Lauda, Herbert Prohaska und Toni Polster gesehen. In der Welt der Schauspieler hat eindeutig Michael Niavarani

die Nase vorn, gefolgt von Roland Düringer und Tobias Moretti. Unter den Musikern finden Udo Jürgens, Christina Stürmer und Hubert von Goisern großen Anklang. Erhoben wurde von Marketagent. com auch, welche Eigenschaften gewissen Personen zugeordnet werden. So wird beispielsweise Hermann Maier von über der Hälfte als „stark/dynamisch“ gesehen, bei Markus Rogan tun dies nur etwa

16%. Dafür ‚punktet‘ der Schwimmstar in den Kategorien „arrogant“, „nervig“ und „langweilig“. In der Welt der Musik wird Andreas Gabalier viel mehr als cool und lässig angesehen als Rainhard Fendrich; der Austropop-Barde punktet in den Bereichen Charisma und Kompetenz.

Testimonials wirken Dass Testimonials auch aus Konsumentensicht für das jeweilige Unternehmen stehen, zeigen folgende Werte: 30,9% ordnen Hans Krankl korrekterweise dem TV-Sender Sky zu, etwa ein Viertel der Handelskette Zielpunkt. Auch Armin Assinger wird als Testimonial von über 56% der Befragten seinem Auftraggeber Lagerhaus zugeordnet. Würde Schauspieler Nicholas Ofczarek als Testimonial agieren, so sähen ihn 10% der Befragten im Bereich Auto/Motor; Dominic Heinzl wäre für den Großteil im Segment Bekleidung/Mode vorstellbar. (red)

Thomas Schwabl, GF Marketagent.com, zeigt die Wirkung von Testimonials auf.

Wien. Ab 9. Februar moderiert Helmut A. Gansterer, Autor und langjähriger Herausgeber des trend sowie „Club 2“-Gastgeber, eine neue Talkshow auf Schau TV. „Gansterer zur Geisterstunde“ bietet intensive, fokussierte und offene Zweiergespräche. Für Programmchef Rudolf Mathias ist das neue Format eine „neuartige und innovative Talkshow auf hohem Niveau“.  (red)

Sämtliche Ergebnisse finden Sie unter:  www.medianet.at

© medianet

© Woman

JWT Wien zeigt Woman als beste Begleiterin

Magazin Der SMV Sportmedienverlag bietet in sieben Sportarten regelmäßig umfassende Berichterstattung

© Marketagent

Wien. Am 12. Februar geht die Vorabend-Show „Guten Abend Wien“ am Wiener Stadtsender W24 zum 200. Mal on air. Von Montag bis Freitag dreht sich ab 18:30 alles um Wien; von Information und Grätzelnews mit aktuellem Citylife bis hin zu Service, Lifestyle und Unterhaltung. „200 Live-Sendungen geben uns recht, dass wir bereits im Frühjahr 2012 den Puls der Zeit erkannt haben und mit unserer vorabendlichen Live-Sendung einen Mehrwert für die Wienerinnen und Wiener schaffen konnten“, freut sich Kurt Raunjak, W24-Chefredakteur. „‚Guten Abend Wien‘ hat sich von Beginn an als modernes, am Puls der Zeit und vor allem authentisches Sendeformat im Live-Vorabendprogramm etabliert“, ergänzt W24-Geschäftsführer Marcin Kotlowski. Das Jubiläum zum 200er bietet Highlights des ersten Jahres, einen Blick hinter die Kulissen sowie Gratulanten mit u.a. musikalischen Highlights.

Rudolf Mathias und Helmut A. Gansterer bitten zum Talk auf „Schau TV“.


Das Team von AiGNER PR w체nscht allen Teilnehmern zum Staatspreis Marketing 2013 viel Erfolg! Einreichen bis 19. M채rz: www.staatspreis-marketing.at

Wir sehen uns bei der Marketing-Gala am 3. Juni 2013 in der Aula der Wissenschaften!

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B i z-ta l k C LA S S IC

12 – medianet

Freitag, 8. Februar 2013

sport-party WirtschaftsTanz!

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© Tirol Werbung

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl (5); Foto Weinkirn (2)

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1. Brigitte Jank (Wr. Wirtschaftsbund & WK Wien) und Othmar Karas (Vizepräsident des EU-Parlaments); 2. Benita Ferrero-Waldner (EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung) und Gatte; 3. Gabi Stanek (live relations), Peter Drobil (Bank Austria UniCredit Group); 4. Güldane Altan (Relationship Manager Bank Austria UniCredit), Dinko Fejzuli (medianet); 5. Axel Bogocz (CEO News Verlag) & Gattin Martina Bogocz; 6. Johannes Wolf, Direktor Wirtschaftsbund Wien, Alexander Biach, irektor Wirtschaftsbund Wien. Obfrau des Wr. Wirtschaftsbundes & Präsidentin der Wr. Wirtschafts­ kammer, Brigitte Jank.

Wiener Wirtschaftsbund lud zu Tanz & Talk

Wirtschafts-Ball Wirtschaft am Parkett Kürzlich lud die Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes und Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank, zum Ball der Wiener Wirtschaft. Zahlreiche nationale und internatioanle Gäste folgten dem Ruf in die Prunkräume der Hofburg. Gesehen wurden: EU-Kommissarin und Außenministerin a.D. Benita Ferrero-Waldner, der burgenländische Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth, Wirtschaftskammer-Direktor Heinz Wollinger und ­Direktor des Wiener Wirtschaftsbunds, Alexander Biach. Vonseiten der Politik fanden sich der Vizepräsident des europäischen Parlaments, Othmar Karas, die Nationalratsabgeordneten Christine Marek, Katharina Cortolezis-Schlager und Erwin Rasinger sowie Volksanwältin Gertrude Brinek ein. Komplettiert wurden die Ehrengäste mit dem diplomatischen Corps u.a. aus Rumänien, Mexiko, Kolumbien, Malaysien und Japan. (fej)

Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

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1. Kai Mitterlechner (Sky Austria), Josef Margreiter (Tirol Werbung), Manfred ­Furtner (TirolBerg-Wirt) & Football-Spieler (im Trikot); 2. Klaus Leistner (ÖSV), Claudia Knab & J. Margreiter (Tirol Werbung); 3. Christian Pirzer (Tridem Sports AG) & ­Cornelia Wiedner-Pirzer.

Pre-Opening der Ski WM 2013 in Schladming

Super Bowl Party TirolBerg Einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Ski WM 2013 luden der Abo-Sender Sky und die Tirol Werbung nach Schladming zur „Super Bowl Party“ . Etwa 200 Gäste sahen sich das Finale der US-amerikanischen Football Profiliga an, Veranstaltungsort war die bekannte B2B-Plattform der Tirol Werbung und ihrer Partner. „Der ‚Super Bowl‘ ist für die Amerikaner das Sportereignis des Jahres, die Ski WM ist dasselbe für die Österreicher sowie den gesamten Alpenraum“, erklärte Sky Österreich-Geschäftsführer Kai Mitterlechner. Seit vielen Jahren ist der ‚TirolBerg‘ Treffpunkt für Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien. Auch dieses Mal konnten die Veranstalter ein breites und vor allem internationales Publikum begeistern. Der Geschäftsführer der Tirol Werbung und Gastgeber der Veranstaltung, Josef Margreiter, zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Abend. Bis zum 17. Februar ist Am 13. Februar lädt der Club der TirolBerg zu Gast bei der Cuvée ab 18:30 Uhr wieder ein. Alpinen Ski WM in SchladDiesmal zu Gast ist Kurier-Geming und bietet neben einem schäftsführer Thomas Kralinger, abwechslungs­reichen Proder über die Medienvielfalt der gramm viele Gelegenheiten, Printmedien sprechen wird. die Erfolge der Ski-Stars gebührend zu feiern.  (dp)

Karriere & Menschen, über die man spricht

Aufstieg Neuer Media Director bei der Wiener Mediaagentur VivaKi Group Austria ist Claudia Bauer. Die erfahrene Media-Expertin Bauer arbeitet bereits seit dem Jahr 2000 im Mediabereich und leitete seit 2008 als Group Account Director eine der ZenithOptimedia-Kundengruppen. In dieser Position hatte sie die Verantwortung für die Media-Etats großer Network-Kunden wie L’Oréal und zuletzt auch Nestlé. In ihrer neuen Rolle wird Bauer für alle Kundengruppen der VivaKi Group Austria zuständig sein.

Die 43-jährige Sandra Bauer verstärkt seit Jänner das 30-köpfige Currycomteam. Sie ist zuständig für die Strategieentwicklung der Agentur und die Kundenberatung. Bauer war vorher als Head of Corporate Communications und Pressesprecherin für die Immofinanz Group tätig.

Die Milchfrau in Ottakring Die russische Schriftstellerin Alja Rachmanowa (1898–1991) erlebte als Studentin die Russische Revolution. Das Erscheinen ihrer Tagebücher machte sie schlagartig berühmt, jedoch bei den Nationalsozialisten zur unerwünschten Person. Die „Milchfrau von Ottakring“ war 1933 ein Sensationserfolg und gilt nach 7 Auflagen als Dauerseller. 240 Seiten, 19,95 €, Amalthea Signum Verlag. ISBN: 978-3-85002-800-4.

R ox a n e Hu b e r , IQ m ob i l e

Das IQ mobile-Team wird seit Oktober 2012 von der Niederösterreicherin Roxane Huber (25) im Bereich Medien-Management unterstüzt. Huber ist Absolventin der Fachhochschule Wiener Neustadt, wo sie ihren Abschluss in Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung machte.

© Amalthea

Die gebürtige Russin Katja Kulidzhanova ­unterstützt ab sofort die von Gustav Götz und Armin Rogl (beide Ö3) gegründete Social ­Media-Agentur MediaBrothers in der Konzeption und Umsetzung digitaler Marketing­ strategien.

S a n d r a B au e r , C u r r yc o m © IQ Mobile

Katja ­Kulid z h a n ova , media br o t h e rs © Currycom

© MediaBrothers

© Vivaki Group Austria

Claudia Bauer, VivaKi Group Austria

anno dazumal

tipp des tages

© GiG Records

präsentiert von

3

GiG Records Am 6. Februar jährte sich Falcos Todestag zum 15. Mal. Der Popstar starb 1998 im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik. Johann Hölzl, so sein bürgerlicher Name, war der erste Österreicher auf Platz eins in den US Charts. Anzeigentext: „Falco. Junge Roemer. Demnächst im ausgesuchten Fachhandel“. Anzeige vom 1.3.1984


retail

Freitag 8. Februar 2013 – 13

© Rewe Int.

inside your business. today. 

süsse versuchung

Merkur Dinkel-Krapfen, Spar Pangasius-Filet, Asbach Sonder­edition und Heringschmaus bei Nordsee. Seite 17

Verknackt

Karriere

Schweizer Milchriese Emmi schraubt Umsatz kräftig nach oben  Seite 15

Die Chefs des Modelabels Mariella Burani wurden verurteilt  Seite 16

Robert Renz wird die Filialorganisation von Spar in Wien übernehmen  Seite 18

© Spar

zugelegt

© EPA

© Emmi

medianet

Aktuelle Kaffeetrends: Nachhaltig & Premium

© APA/Roland Schlager

short

© APA/Barbara Gindl

Am Pranger ArbeiterkammerPräsident Herbert Tumpel (Bild) schoss am gestrigen Donnerstag scharf gegen die Intransparenz der Bundeswettbewerbsbehörde in Sachen Milchpreiskartell. Lediglich sechs Zeilen habe diese im Fall veröffentlicht, der Konsument werde über Hintergründe im Ungewissen gelassen. Seite 15

© EPA

Produktion läuft Die Reihe der Interessenten für die NiemetzSchwedenbombe liest sich wie das Who is Who der Süßwarenbranche im Lande: Manner, Guschlbauer und Heindl werden als mögliche strategische Partner gehandelt. Mittlerweile läuft bei Niemetz die Produktion dank Factoring wieder auf Normalbetrieb. Seite 16

Starke Bohne Ohne Herkunftsbezeichnung und nachhaltiges Siegel wird sich bald kein Kaffee mehr verkaufen lassen, sind Hersteller überzeugt. Da sich auch der Welthandelspreis bei Kaffee beruhigt hat, steht Qualität im Fokus. Seite 14

Spar punktet mit „Health Card“

Adeg: Anruf genügt

Salzburg. Seit 2011 gibt es bei Spar die Initiative „Gesund bei Spar“. Am 6. Februar wurde dieses Engagement mit dem „Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung“ gewürdigt. Mehr als 1.000 Mitarbeiter können eine Vielzahl an Gesundheitsaktivitäten nutzen. Inkludiert sind etwa Impfungen, Sehtests, Lauftreffs, Massagen, Vorträge. Hauptmedium für die Gesundheitsaktivitäten ist der Gesundheitspass „Spar Health Card“. „Gesundheit ist auch eine Gemeinschaftsaufgabe ist“, meint dazu Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel. (red)

Perchtoldsdorf. Bei Adeg Unger in Perchtoldsdorf können Kunden neuerdings auch telefonisch bestellen. Mitarbeiter nehmen die Bestellung entgegen und stellen den Einkaufskorb am gleichen Tag zu. „Wir wollten ein Rundum-Service bieten“, erklärt Erich Unger die Idee. „Mit unserer Hauszustellung ersparen sich unsere Kunden viel Zeit; das kann für Berufstätige genauso interessant sein wie für Senioren.“ Für den telefonischen Einkauf gelten die gleichen Preise wie im Adeg-Markt, die Zustellung ist ab einem Einkaufswert von 70 € kostenlos. (red)

Siegfried Schluckner (Gebietskrankenkasse Sbg.), Spar-Betriebsärztin Andrea Tögel, Nicole Berkmann, Renate Fellner-Färber (beide: Spar), Minister Alois Stöger.

© Rewe International/Voglhuber

Neuer Service Erich Unger etabliert Telefonbestellung

© Wildbild

Ausgezeichnet „Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung“ an Spar verliehen

Adeg-Kaufmann Erich Unger bietet ­seinen Kunden Bestellung per Telefon.


ti t e l sto r y

Freitag, 8. Februar 2013

© Tchibo Eduscho; Starbucks

14 – medianet retail

Sam ant ha Yarwood Harald J. Mayer

Trends am Kaffeemarkt Qualität bleibt wesentliches Thema, Herkunft des Produkts spielt immer größere Rolle

Guten Gewissens den Morgenkaffee genießen

Die Starbucks-Marketing Directorin für Österreich und die Schweiz und der Chef von Eduscho-Tchibo Österreich blicken entspannt auf den Kaffee­ markt 2013: Aufgrund der guten Ernte des Vorjahrs sind aus heutiger Sicht keine gröberen Veränderungen am Kaffeepreismarkt zu erwarten.

Ernterekorde des Jahres 2012 lassen für heuer eine Entspannung beim Kaffeepreis erwarten. Jutta Maucher

Wien. Kaffee ist aus dem Leben der Österreicher praktisch nicht wegzudenken. Mit einem ProKopf-Verbrauch von 7,2 kg bzw. 162 l jährlich liegen wir im europäischen Mittelfeld. Immer mehr hinterfragen die Konsumenten allerdings die Qualität und die Herkunft dieses Produkts. Für Meinl ist Qualität die oberste Prämisse – oder wie es aus dem Unternehmen heißt: „Kompromisslose Qualität liegt im Trend; unsere Stärke ist in diesem Sinne die feine Wiener Röstung, Herzstück der Wiener Caféhauskultur.“ Viele andere Anbieter überschlagen sich dagegen in Sachen Nachhaltigkeit mit ihren diesbezüglichem Tun und betonen dabei regelmäßig, dass nachhaltig erzeugter Kaffee ohnedies auch die Qualität verbessert.

Kaffee mit Glücksgarantie Das am Weltmarkt tätige Unternehmen, Mondelez International, in Österreich vertreten mit Jacobs, beispielsweise prolongiert seit vergangenem Herbst die Devise „Coffee Made Happy“. Dabei handelt es sich um eine Initiative, deren Ziel es ist, den Kaffeebauern zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen. „Für die Farmer, für die Umwelt und für unser Unternehmen ist dies die richtige Entscheidung. Gemeinsam können wir dazu beitragen, den Kaffeeanbau

für künftige Generationen attraktiver zu machen“, so Hubert Weber, President Global Coffee, Mondelez Bremen. Weber kann auch bereits gestartete Förderprogramme in Vietnam und Peru berichten. Nespresso wiederum arbeitet schon seit vielen Jahren mit der Umweltorganisation „Rainforest

„Grundsätzlich geben wir Preiserhöhungen so spät wie möglich, Senkungen jedoch so bald wie möglich an unsere Kunden weiter.“ Harald J. Mayer GESCHÄFTSFÜHRER Tchibo

Alliance“ zusammen mit dem klaren Ziel, Qualität und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Chris Wille, Rainforest Alliance, überzeugt diese Partnerschaft mit dem Kaffeehersteller, wie er öffentlich sagte: „Nachhaltigkeit ist für jene, die sie wollen, eine Reise; unser Zertifikat bescheinigt ihnen, dass sie auf dem rechten Weg sind. Eine gut geführte Kaffeefarm ist in den Tropen die zweitbeste Sache

nach einem wirklichen Regenwald. In ihrem Endprodukt kann man den Schmetterling, den Vogelgesang, mit einem Wort die Nachhaltigkeit, schmecken.“

werden 100% unseres Kaffees von Dritten zertifiziert werden, wie etwa ‚CAFE Practices‘ oder ‚Fairtrade‘.“

Rainforest Alliance & Co

Qualität und Nachhaltigkeit ist die eine Seite, die Konsumenten bei Kaffee interessiert, die andere betrifft den Preis. Von Julius Meinl heißt es zu dem Thema: „Viele unserer Kunden begleiten wir seit Jahrzehnten; in diesem Sinne haben wir in den vergangenen Jahren versucht, die extremen Kaffeepreissteigerungen soweit es ging abzufangen, unser Unternehmensergebnis war entsprechend davon betroffen. Die derzeitige Preissituation bei ‚Arabica Kaffee‘ sorgt natürlich für Entspannung“, heißt es aus dem Unternehmen. In diese Richtung argumentiert auch Eduscho-Tchibo Chef Mayer: „2012 hat es gute Ernten gegeben, auch die Spekulationen am Rohkaffeemarkt haben sich wieder beruhigt. Wir beobachten einen Abwärtstrend auf den Märkten und gehen davon aus, dass dieser nachhaltig ist. Daher haben wir die Kaffeepreise bereits gesenkt, bei gleichbleibend höchster 100% Tchibo Arabica Qualität. Grundsätzlich geben wir Preiserhöhungen so spät wie möglich, Senkungen jedoch so bald wie möglich an unsere Kunden weiter.“ Starbucks-Österreich Chefin Yarwood ergänzt: „Unser Ansatz ist es, beim Kauf von Kaffee direkt

Der in Österreich dominante Hersteller Tchibo setzt ebenfalls auf diesen spürbaren Trend der Nachhaltigkeit. „Als erster Anbieter auf dem österreichischen Markt verwendet ‚Tchibo Cafissimo‘ seit August 2012 für alle bereits eingeführten und neuen Cafissimo Sorten ausschließlich Kaffees aus zertifiziert nachhaltigem Anbau“, so Eduscho-Tchibo Chef Harald J. Mayer, der weiter ausführt: „Alle Rohkaffees des Cafissimo Sortiments stammen zu 100 Prozent von Kaffeefarmen, die den Anforderungen des Zertifizierungsstandards der ‚Rainforest Alliance Certified‘ oder dem Nachhaltigkeitsprogramm von ‚UTZ Certified‘ entsprechen. Somit leisten Kaffee-Genießer mit jeder Tasse Cafissimo einen Beitrag zum Schutz der Natur und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Ursprungsländern der Tchibo Kaffees.“ Und Starbucks, seit Kurzem auch erfolgreicher Ready-to-Drink-Anbieter im LEH, hat sich dazu verpflichtet, allen Kaffee ethisch korrekt und fair gehandelt zu kaufen. Samantha Yarwood, Marketing Director Österreich und Schweiz : „Wir haben zudem ein kühnes Ziel – bis 2015

2013: Jahr des Aufschwungs

mit den Produzenten und Brokern gemeinsam einen Preis zu fixieren, welcher der Qualität des Kaffees gerecht wird, aber auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen, die durch die Produktion ausgelöst werden, berücksichtigt. Wir kaufen Kaffee mit Festpreis und Zukunftspreis und mit Abnah-

„Wir haben ein kühnes Ziel: Bis 2015 sollen 100 Prozent unseres Kaffees von Dritten zertifiziert werden, wie ‚CAFE Practices‘.“ Samantha Yarwood, Marketing Director Starbucks

meverpflichtungen, welche es uns ermöglichen, vorab und für mehrere Monate eine Versorgung mit hochwertigem Kaffee zu Fixpreisen zu garantieren.“ In diesem Sinne sei es auch geradezu logisch konsequent, Premium-Preise für Premium-Qualitäts Kaffee zu bezahlen. Starbucks sei daher preislich auf Marktlinie mit dem Espresso zu 2,20 €, dem Latte zu 3,70 € und dem Cappuccino zu 3,70 €.


r e tai l & p r o d u c e r s

Freitag 8. Februar 2013

medianet retail – 15

Kartellrecht Arbeiterkammer fordert mehr Transparenz von Bundeswettbewerbsbehörde, Vereinigung der Österreichischen Milchverarbeiter mauert

Milchpreiskartell: AK prescht vor BWB veröffentlicht AK zufolge zu wenig Infos, Konsument habe ein Recht auf Details über Absprachen. entstandene Schadenssumme war (die AK schätzt ihn auf insgesamt rund 150 Mio. €) und welche Unternehmen sonst noch bei den illegalen Vereinbarungen mitgemacht hätten. „Die BWB muss reinen Tisch machen, sonst ändert sich nichts“, fordert Tumpel.

„Verwerfliche Kampagne“ BWB-Sprecherin Veronika Haubner nimmt Stellung: „Das Verfahren war gegen eine Partei und die wurde genannt.“ Betroffen seien ausgesuchte Molkereiprodukte wie Käse oder Butter. Weitere Parteien, die an den Absprachen beteiligt sein

könnten, könnten nicht bekanntgegeben werden, da noch Dinge am Laufen seien. Die Razzia bei Spar ging am Mittwoch zu Ende. Die Vereinigung der Österreichischen Milchverarbeiter ortet in den Aussagen Tumpels eine „verwerfliche Kampagne“ gegen die österreichische Milchwirtschaft. Die 35.000 heimischen Milchbauern, so VÖM-Geschäftsführer Hans Költringer, würden täglich harte Arbeit leisten und immer frische, erstklassige, teils kontrolliert gentechnikfreie Milch liefern. Die AK vergleiche immerfort mit dem billigsten Land in der EU und lasse außer Acht, dass heute viele Mol-

kereiprodukte viel billiger seien als noch vor 30 Jahren.

Razzien in 16 Häusern Tumpel schwant, dass sich „gar nichts ändern wird“, wenn Österreich seine Vorgehensweise in Sachen Kartellrecht nicht ändert. Im vergangenen Jahr hat die BWB Medienberichten zufolge Hausdurchsuchungen an 16 verschiedenen Standorten im Lebensmittelbereich durchgeführt, darunter Rewe und MPreis. Bei den Molkereien sollen die Kärntnermilch und Vorarlbergmilch gefilzt worden sein.  (no)

Tee/Kaffee Willi Dungl

Die neue Nr. 2 Wien. Das anthroposophische Teelabel Willi Dungl hat sich auf Platz zwei im Teebereich im LEH gemausert. Nielsen-Daten zufolge verfügt die Marke über einen wertmäßigen Marktanteil von zwölf Prozent. „Unter dem Motto ‚Die Natur bietet uns alles, was wir brauchen – besinnen wir uns darauf‘ stellte bereits mein Vater das menschliche Wohlbefinden in das Zentrum seiner Betrachtungen; gemeinsam mit ihm haben meine Schwester und ich jahrelange Aufbauarbeit im Bereich Gesundheit geleistet“, kommentiert Claudia Krist-Dungl, Geschäftsführerin der Dungl Zentren Wien, den Erfolg. Aktueller Superseller in der Teerange der Dungl-Family ist die Teemischung „Natürlich immun“.

Mopro Sattes Umsatzplus

Emmi legt zu

Luzern. Der größte Schweizer Milchverarbeiter Emmi hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 9,6% auf umgerechnet 2,41 Mrd. € gesteigert. Das Wachstum geht vor allem auf das gute Auslandsgeschäft zurück. Wichtige Erfolgsfaktoren waren die Akquisitionen aus jüngerer Zeit, das Wachstum des Umsatzes mit den Kaffeefertiggetränken der Marke Caffè Latte (+11%) sowie in der Schweiz neu eingeführte Produkte wie „Chässchiibe“ und „Mix-it Müesli“.

X-tra Unterstützung

– Österreichweite Citylight Kampagne und breit gestreute PR-Maßnahmen – Attraktive Zweitplatzierung für hohe Aufmerksamkeit am POS

X-tra Tasty

– Neues Nascherlebnis mit knackigem Keks, X-tra Caramel und feiner Schokolade – Attraktives Design und praktischer Wiederverschluss für die junge Zielgruppe

X-tra Verantwortungsvoll

© Emmi

Verantwortungsvoller Umgang mit wertvollen Ressourcen! Wir unterstützen und fördern den nachhaltigen Kakaoanbau. Der Schweizer Molkereiriese hat 2012 mehr Milch & Milchprodukte ausgeliefert.

© APA/Roland Schlager

Wien. „Es ist das bestätigt worden, was wir schon lange vermutet haben“, kommentierte Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel gestern, Donnerstag, die gegen die Molkereigenossenschaft Berglandmilch verhängte Kartellstrafe. Jahrelang hat die Behörde Lebensmittelpreise in Wien mit solchen in Berlin verglichen, hatte immer wieder den ungerechtfertigten Österreich-Aufschlag an den Pranger gestellt. Jetzt ärgert sich Tumpel weiter – über die Verschwiegenheit der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Nur ein sechs Zeilen langes Statement habe diese zu dem Fall herausgegeben. Dabei habe die Öffentlichkeit bei diesem „Skandal“ ein Recht, zu erfahren, bei welchen Produkten Absprachen getroffen worden sind und in welchem Ausmaß. Der Konsument werde im Unklaren darüber gelassen, wie hoch die durch den Aufschlag für ihn

AK-Präsident Herbert Tumpel fordert: „BWB muss reinen Tisch machen.“


short

Merkur Infotag findet am 15. Februar statt Wr. Neudorf. Die Verbrauchermarktkette Merkur startet 2013 wieder ihre Lehrlingsoffensive und sucht bis zu 200 engagierte junge Menschen, die eine abwechslungsreiche Ausbildung in einem Handelsunternehmen beginnen möchten. Am 15. Februar findet deshalb der „Merkur Infotag“ erstmals in der neuen Merkur Akademie in der Swatoschgasse 3 in Wien Simmering statt. Anmeldung & Bewerbungen unter www.merkurmarktlehrling.at (red)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Einzelhandel schrumpft in 2012 um 0,6 Prozent

r e ta i l & p r o d u c e r s

Freitag, 8. Februar 2013

Niemetz Manner, Guschlbauer und Heindl lautet die Riege der potenziellen Partner oder Käufer der Schwedenbombe

Übernahme als Ausweg?

Niemetz-Boss Steve Batchelor glaubt aber weiter daran, die Sanierung ohne Partner zu schaffen. Wien. Während beim schwer angeschlagenen Wiener Schwedenbombenhersteller Niemetz die Maschinen dank Factoring-Finanzierung wieder auf Hochtouren laufen, ist andererseits die Diskussion über mögliche Kooperationen oder Übernahmen am Köcheln. Zuletzt wurden etwa Schnittenproduzent Manner, „Schaumrollenkönig“ Guschlbauer oder Konfekthersteller Heindl als mögliche strategische Partner gehandelt. Walter Heindl, Geschäftsführer der Confiserie Heindl, bestätigte mittlerweile, dass das Produkt Schwedenbombe „super“ sei und insofern gut ins Heindl-Sortiment passen würde. Allerdings müsse man die Schokoschaumküsse selbst sowie Design und Verpackung „aufmotzen“, da Niemetz in diesem Belang „vor 30 Jahren stehen geblieben“ sei. Heindl wartet derzeit auf nähere Unterlagen von Niemetz-Masseverwalter Stephan Riel. Erst dann

könne man entscheiden, ob verstärktes Interesse bestehe – denn: „Ich kenne weder das Unternehmen von innen noch die Maschinen oder Ähnliches“, so Heindl.

Sanierung selber stemmen Niemetz-Chef Steve Batchelor glaubt weiterhin daran, den Sanierungskurs ohne externen Partner bewerkstelligen zu können. Die potenziellen Interessenten Manner oder Heindl seien jedenfalls an ihn noch nicht herangetreten. „Die Aufträge sind sehr hoch“, konstatiert Batchelor. Bei voller Kapazität liefen pro Tag gut 350.000 Stück der süßen Bomben vom Fließband. „Die hohe Stückzahl ist nun erneut möglich, da infolge der zwischenzeitlichen Finanzierungslösung die Rohstoffproduzenten wieder bereit sind, an Niemetz zu liefern.“ Zusatzschichten seien nicht geplant. (APA/red)

© APA/Barbara Gindl

16 – medianet retail

Die Schwedenbombe ist auch für die Mitbewerber ein leckerers Häppchen.

1,2 Mrd. € wurden Weihnachten 2012 umgesetzt, ein Minus von 4,8%.

London. Die fürs Karomuster bekannte britische Luxusmarke Burberry hat ihren Vorstand umgestellt. Auf der neu geschaffenen Geschäftsführer-Position Chief Operating Officer wird sich John Smith unter anderem um die Expansion in den Parfüm- und Kosmetikbereich kümmern. Smith war zuletzt Vorstandschef von BBC Worldwide gewesen und hat bisher keine Erfahrung in der Modebranche. Finanz-Vorstand Stacey Cartwright verlässt das Unternehmen, Nachfolgerin ist Carol Fairweather. (APA)

Mistelbach. Das Weinviertler Wild wird Botschafter der Niederösterreichischen Landesausstellung 2013 „Brot & Wein“. Dazu wird der etablierte „Lepus-Preis“ vom Hasen zum Wildschwein aufgewertet, um im Landesschaufenster sozusagen die mehr „wilde“ Seite des Landes zu präsentieren. Landtagsabgeordneter Manfred Schulz in seiner Funktion als Obmann der Genussregion Weinviertler Wild: „Wenn die Veredelungs-, Fleischer- und Gastronomiebetriebe diese Plattform ebenso nutzen wie beim Feldhasen, werden wir im Herbst über hundert verschiedene ausgezeichnete Wildschweinprodukte als wilde Genuss-Botschafter der Landesschau ‚Brot & Wein‘ präsentieren können.“ (red)

Wiesbaden. Acht Prozent von 645.000 t deutscher Schokolade (Produktion von Jänner bis November 2012) werden nach Österreich exportiert. Damit rangiert die Alpenrepublik hinter Frankreich (13,4%) und Großbritannien (11%) in Sachen deutschlastiger Naschfreudigkeit. Gegenwert der 640.000 süßen Tonnen sind 2,7 Mrd. € – gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprich das einer wertmäßigen Steigerung um 5,7 Prozent. Demgegenüber führte Deutschland zwischen Jänner und November vergangenen Jahres Schokolade im Wert von 1,3 Mrd. € ein, am liebsten übrigens aus Belgien, gefolgt von den Niederlanden und der Schweiz. (APA)

Karl Polak, Andrea Ribisch, Gottfried Klinghofer, Kerstin Pichler, Manfred Schulz (Obmann Genussregion Weinviertler Wild) und Haubenkoch Manfred Buchinger.

Info am PoS Aufklärung von den medizinischen Profis

Nachspiel Nach der Pleite 2011 kamen jetzt die Urteile

Wr. Neudorf. Abseits der zum Jubiläum derzeit massiv ausgereizten Preiswürdigkeit geht Billa seit Jahren auch den Weg der Bewusstseinsbildung bei Themen rund um Ernährung und gesunder Lebensstil. Die aktuelle Broschüre nennt sich „Rund um Diabetes – wie der richtige Lebensstil vorbeugt und hilft“ und wurde von Sozialmedizinerin Anita Rieder sowie Ernährungswissenschaftlerin Astrid Draxler konzipiert. Sie ist in allen Filialen kostenlos erhältlich.

Rom. Walter Burani, Ex-Präsident der Modegruppe Mariella Burani, und sein Sohn Giovanni sind von einem Mailänder Gericht zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Sie werden wegen des betrügerischen Bankrotts ihrer Firma, die frühere Mehrheitsaktionärin der österreichischen Shopkette Don Gil war, verantwortlich gemacht – und müssen 13 Mio. € Entschädigung berappen. Das börsennotierte Unternehmen war vor drei Jahren bankrott gegangen, die beiden Unternehmer wurden im Juli 2010 verhaftet.

Billa lanciert Diabetes-Broschüre

sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und den Lebensstil zu verändern. „Der Supermarkt kann Eigenverantwortung unterstützen und die Partizipation des Einzelnen fördern“, erläutert Billa-VD Josef Siess. „Um das Thema ‚Diabetes‘ sind viele Mythen im Umlauf; die Broschüre soll Abhilfe schaffen. Damit wollen wir unserer Verantwortung einmal mehr gerecht werden“, so Siess weiter. (red)

Vorbeugen schon am PoS Bezüglich Info-Verfügbarkeit am PoS meint Anita Rieder von der Medizinischen Universität Wien: „Als Sozialmedizinerin bin ich der Meinung, dass vorbeugende Maßnahmen auch direkt am Ort der Kaufentscheidung stattfinden sollen; daher ist es umso wichtiger, die Menschen genau dort entsprechend zu informieren und aufzuklären.“ Zwar sei die Gesundheitsbroschüre kein Ersatz für einen Arztbesuch oder eine professionelle Ernährungs- oder Bewegungsberatung, aber sie kann Motivation

Mariella Burani-Boss verurteilt

Billa will Verantwortung übernehmen und bringt Diabetes-Info an den PoS.

Taschenhersteller Antichi Pellettieri, Mandarina Duck und Coccinelle. Unter anderem gehörte ihr auch das deutsche Modehaus Rene Lezard. Mariella Burani beschäftigte vor der Pleite 2.000 Personen und machte einen Umsatz von 750 Mio. €. Im Gefolge der Pleite von Mariella Burani war 2011 über Don Gil Österreich Konkurs eröffnet worden – infolgedessen wurde Don Gil an den deutschen Damenmodenhändler Gerry Weber verkauft.

480 Mio. € Schuldenberg Die Modegruppe Mariella Burani ging unter einem Schuldenberg von 480 Mio. € pleite. Die Burani-Aktien an der Mailänder Börse waren im September 2009 vom Handel ausgesetzt worden. Die Gruppe Mariella Burani, die zu den klangvollsten Namen der italienischen Modeszene zählte, hatte die Mehrheitsbeteiligung bei Don Gil 2007 abgegeben und sich mit einer Minderheit begnügt. Zu Mariella Burani gehörten indirekt die

© EPA

Ex-BBC John Smith ist der neue Chief Operating Officer bei Burberry.

51.600 Tonnen deutsche Schoko

Die wilde Seite von Mistelbach

© Rewe International

© Burberry

Modelabel Burberry baut den Vorstand aus

Statistik Schokolade-Export

Genussregion Weinviertler Wild-Schwerpunkt im Rahmen der Landesausstellung NÖ

© Leaderregion Weinviertel Ost/Göstl

Wien. Österreichs Einzelhandel verliert an Dynamik: Im abgelaufenen Jahr 2012 schrumpfte das Absatzvolumen laut Statistik Austria zum zweiten Mal in Folge, und zwar um 0,6 Prozent. Der nominelle Umsatz stieg lediglich um 1,8 Prozent, wobei es vor allem im zweiten Halbjahr bergab ging. Das Weihnachtsgeschäft verlief schwach. Im Dezember 2012 setzten Österreichs Einzelhändler nominell um 2,4 Prozent und preisbereinigt um 4,8 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Allerdings gab es mit 24 Verkaufstagen zwei Einkaufstage weniger. Bereinigt um den Kalendereffekt ergibt sich ein nominelles Umsatzplus von 0,7 Prozent und ein realer Rückgang von 1,5 Prozent. Die Statistik Austria errechnete insgesamt ein Umsatzvolumen von rund 1,2 Mrd. € für das Weihnachtsgeschäft. Der LEH schlug sich etwas besser - und kam auf ein Mini-Umsatzplus von 0,1 Prozent. (red)

Die Modemarke Mariella Burani stand einst für einen Umsatz von 750 Mio. €.


product news

Freitag, 8. Februar 2013

medianet retail – 17

Fisch mit kräftigem Odeur, Edeldestillat in Sonderedition Product News Merkur Dinkel-Krapfen, Spar Pangasius-Filet, Asbach Sonderedition für Goethe und Heringschmaus bei Nordsee.

© Spar, Schlumberger, Rewe International/Merkur

Spar führt als erstes Handelsunternehmen das ASC-Label für Fische aus nachhaltiger Aquakultur ein. Als erstes Produkt hierzulande wurde das Spar Pangasius-Filet vom Aquacultural Stewardship Council (ASC) ausgezeichnet, dem Pendant zum bekannten Marine Stewardship Council (MSC) bei Wildfang. Weitere neue nachhaltige Fische verspricht die Supermarktkette in Kürze anzubieten. Kategorie Produkt Distribution Kontakt

Launch Spar Pangasius-Filet Spar, Eurospar, Interspar www.spar.at

Kategorie Produkt Vertrieb Kontakt

In einer Weltpremiere präsentiert das Haus Asbach im Jahr seines 120. Jubiläums die limitierte Sonderedition „Johann Wolfgang von Goethe Vintage Reserve 1952“. Die erlesene Rarität ist eine Hommage an Johann Wolfgang von Goethe und erinnert an einen Besuch des Dichters in der Heimat Asbachs. Weltweit sind 900 Karaffen vom Destillat erhältlich. In Österreich werden rund 30 Stück dieser edlen Karaffen exklusiv auf den Markt gebracht. Kategorie Produkt Vertrieb Kontakt

Launch Asbach Sonderedition „Johann Wolfgang von Goethe Vintage Reserve 1952“ Top Spirit VertriebsgesmbH Top Spirit, Tel.: 01/3686038-0

Fisch Systemgastronomie

Heringschmaus

Wien. Nordsee bietet heuer mit drei innovativen HeringschmausGeschmacksnoten alles, was das Kulinarik-Herz begehrt. Neben den klassischen Varianten wie Heringssalat Preiselbeer bietet die Kette ab sofort auch eine steirische Variation, mit Käferbohnen und Kürbiskernöl verfeinert. Heringssalat mit Frischkäse/Apfel oder mit Mango/Pfirsich runden das vielfältige Angebot ab. Genießbar ist der Schmaus bis einschließlich 13. Februar.

© Nordsee

Der neue Sekt von Kattus. Prickelt als Brut und Demi Sec.

Nordsee offeriert aktuell drei neue, innovative Heringschmausgerichte.

Rechtzeitig zur Hauptfaschingszeit bietet die Verbrauchermarktkette Merkur eine große Auswahl an täglich frischen, flaumigen Krapfen. Bis zu zehn verschiedene köstliche Sorten sind in den Märkten zu finden. Darunter ganz neu: der zu 100% aus Dinkelmehl bestehende Dinkel-Krapfen.

Im ausgewählten Lebensmitteleinzelhandel.

Launch Merkur Dinkel-Krapfen Merkur www.merkurmarkt.at


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 8. Februar 2013

Back-Event bipa Lehrlingstag

© Pro Juventute/Karl Leitner Pressefotografie

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© Rewe International/APA-Fotoservice/Martin Lusser

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1. Andreas Seidl und Monika Ballwein; 2. „Dancing Star“ Susanne Hirschler mit viel Spaß bei der Sache; 3. Adi Hirschal mit einem gelungenen Zopf.

Bäckerei Der Mann am Brotway für Pro Juventute 2

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1. Marlies Feiertag (Leitung Lehrlingsausbildung) mit zwei Teilnehmerinnen beim Bipa BI Lehrling Infoday 2013; 2. Katrin Gatterbauer (Leitung Personalentwicklung) mit zwei interessierten Schülerinnen; 3. Visagistin Jasmin Latzelsberger beim Schminken einer Teilnehmerin; 4. Lehrlingsausbildnerin Nicole Karl.

Bipa zeigte interessierten Jugendlichen, was möglich ist

60 Neue gesucht am BI-Infoday

Marlies Feiertag informiert über die ­Lehre bei Bipa.

Engagiert Bipa sucht seit Jänner 60 Lehrlinge in ganz Österreich, die im August ihre Karriere beim Unternehmen starten möchten. Um interessierte Jugendliche über das Unternehmen und das attraktive Ausbildungsprogramm im Rahmen einer Lehre zu informieren, fand daher der „BI Lehrling Infoday“ im Bipa Training Center in Wien statt. Dietmar Gruber, Bipa Geschäftsführer: „Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern die einmalige Chance, sich direkt mit ausgelernten Lehrlingen auszutauschen.“ Marlies Feiertag, Leitung Lehrlingsausbildung, und Katrin Gatterbauer, Leitung Personalentwicklung, informierten über das Ausbildungsprogramm und gaben Einblicke in die Bipa-Beauty-Welt, Bipa-Visagistinnen wie Jasmin Latzelsberger verrieten außerdem Spannendes zum Thema Duft, Pflege und dekorative Kosmetik.  (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

3,2

Talente Kürzlich fand ein Promi-Back-Event in der Zentrale der Bäckerei DerMann am Brotway für die Kinderhilfsorganisation „Pro Juventute“ statt; zahlreiche Prominente kreierten dabei Briocheknöpfe und -stangerl. Nunmehr verkauft diese Bäckerei vier Wochen lang frisches Briochegebäck in allen Filialen in Wien zugunsten von Pro Juventute. Der Erlös aus dieser Aktion kommt der Fenstersanierung der Kinderwohngemeinschaft in Klosterneuburg zugute. „Ich möchte mich im Namen unserer Organisation sehr herzlich bei Senator Kurt Mann für diese tolle Kooperation bedanken“, sagte Gerhard Schwab, der kaufmännische Direktor der Kinderhilfsorganisation. Kurt Mann dazu: „Ich rechne mit rund 10.000 Stück verkauftem Gebäck.“ Zahlreiche Prominente legten sich am Brotway gemeinsam mit Kindern von Pro Juventute die Schürzen an: Pro Juventute-Testimonial Barbara Karlich, Miss Austria Amina Dagi, Dancing Star Weltleitmesse für Bio-Produkte Susanne Hirschler, „Mr Ferrain Nürnberg: „BioFach“, 13. ri“ Heribert Kasper, Moderabis 16. Februar. Neu ist heuer tor Andreas Seidl, Schauspieein Karrieretreff und ein Forlerin Adriana Zartl, die Sänger schungspreis Biolebensmittel. Monika Ballwein und Adi Infos auf: www.biofach.de Hirschal sowie Moderatorin Lizzy Engstler. (red)

die finstere brille

Einst liebte ich die verbale Gewalt Christian Novacek

A

© Spitz

Robert Renz (38) tret mit 1. Februar als Leiter der Filialorganisation für Spar in Wien an. Der gebürtige Steirer war in den letzten 17 Jahren in unterschiedlichen Funktionen für Spar in der Steiermark und dem südlichen Burgenland tätig. Begonnen hat Renz 1995 als Verkaufs- und Betriebsberater im Vertrieb Einzelhandel in der Spar-Zentrale Graz. Nach einem Trainee-Programm in England verantwortete er von 2003 bis 2011 den Bereich ‚Werbung und Öffentlichkeitsarbeit‘ in der Steiermark und im südlichen Burgenland. Zuletzt leitete er interimistisch die Filialorganisation in der Spar-Zentrale Graz.

Zöpfe backen für den guten Zweck

Produkt des tages

Kopf des Tages

© Spar

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Gewürdigt 90 internationale Journalisten kürten die neue „Spitz Cola-Knister-Waffel“ zur Top-Innovation der ISM 2013. Unter 120 eingereichten Neuprodukten aus aller Welt erzielte die jüngste Entwicklung aus dem Hause Spitz den ersten Platz im Innovationsranking. Die Kombination aus knusprigem Waffelblatt, pfiffiger Cola-Creme und knisterndem Popping Candy überzeugte die Jury. „Mit der Prämierung zur ‚Top Innovation 2013‘ ist die Spitzenleistung unseres Backwarenteams international ausgezeichnet worden. Für Spitz ist dies nicht nur eine perfekte Möglichkeit, internationale Medienpräsenz zu erzielen, sondern zeigt vor allem, dass Spitz gute Ideen in internationale Erfolge umsetzen kann“, so Spitz-Geschäftsführer Josef Mayer.

lso, ich gestehe: Am Morgen bin ich eine einzige unwillige Verbalinjurie. Mein erstes gesprochenes Wort wurzelt tief in der Fäkalsprache. Ich finde nichts dabei, zumal ich mich auf gediegene literarische Wurzeln beziehe, nämlich auf das großartige „Moskau Petuschki“ von Venedikt Erofeev. Der im Laufe der Zugreise von Moskau nach Petuschki zunehmend betrunkene Autor führt darin mit großer Klarheit aus, dass jene, die morgens gut gelaunt sind, über einen gar entsetzlichen Charakter verfügen. Leider, mitunter, hält sich aber mein Hang zur verbalen Gewalt über den Morgen hinaus. Indes, mein mittägliches Vergnügen, durch eine schmissige diskriminierende Bemerkung lebhafte Diskussionen zu entfachen, schmälert sich zusehends: Die mir neuerdings häufig abgepressten Entschuldigungen nerven einfach zu sehr. Ergo arbeite ich daran, mein Verhalten dem verbal entschärften Weltgeist anzupassen. Wenns also mal gar nicht passt im Job, entfährt mir heute mitnichten ein bös geknurrtes „Scheißender Dreck!“ – stattdessen hauche ich ein sanft verzweifeltes „Mama ...!“ ins Großraumbüro.  Das sorgt zwar für Verwunderung. Aber ich muss mich nicht  entschuldigen. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Auf Vorrat Laut Bericht der Scotch Whisky Association wurden im Jahr 2011 insgesamt 3.244,860,000 LPA (Liter reinen Alkohols) in Schottland gelagert.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 8. februar 2013 – 19

© Münze Österreich

gezuckerte zitrone

Minus beim Münze-Umsatz – auf hohem Niveau, sagt CEO Gerhard Starsich  Seite 23

© AMREF Austria

financenet helfen rund um globus

Ergo Austria unter Elisabeth Stadler unterstützt Hilfsorganisationen in Afrika  Seite 24

nachhaltig nürnbergerfondspolizzen © Nürnberger Versicherung/Hubert Auer

Zürich Versicherung will mehr Schutz für Kinder

ATX 30. Jänner 2013–6. Februar 2013

ATX (6.2.)

2.380,64

Wochentop Wochenflop

DOC KTCG

Top 5 ATX Prime Do & Co Semperit Verbund Century Casinos Agrana Flop 5 ATX Prime Kapsch Trafficcom Raiffeisen Bank International Erste Group Bank AT&S CA Immobilien Anlagen

-2,77% 7,14% -8,36% 7,14% 2,90% 2,78% 2,38% 1,28%

Kinderfreunde Die Zürich Versicherung und die Initiative „Große schützen Kleine“ setzen ein Zeichen zur Unfallprävention von Kindern: Michael Höllwarth (Große schützen Kleine), Martin Sturm (LD Zurich), Gerhard Matschnig (CEO Zurich) (v.l.n.r.). Florian, Johanna und Sabine stellten das Programm vor.  Seite 20

-8,36% -8,31% -6,80% -4,42% -4,25%

DAX 30. Jänner 2013–6. Februar 2013

Wochentop Wochenflop

FRE CBK

Top 5 DAX Fresenius SE Infineon Technologies Münchner Rückversicherung Deutsche Bank Heidelberg Cement Flop 5 DAX Commerzbank Siemens E.ON Bayer RWE

-2,95% 2,02% -8,84% 2,02% 1,99% 1,45% 0,13% 0,08% -8,84% -5,35% -4,92% -4,56% -4,21%

Pioneer Kräftiges Plus der globalen Aktienmärkte

inhalt

Den Schwung voll mitgenommen

Banking/Insurance:Watch > Zürcher Kantonalbank ortet 2013 Anlage-Chancen  24 > Zwei neue Bereichsleiter bei der Allianz  24 > Studie: Unisex-Tarife kommen gut weg  24

© Pioneer Investments/Robert Herbst

Finance:Cover > Prognose: Allianz erwartet mehr 100-Jährige  20 > RBS mit Rekordstrafe im Libor-Skandal  20 Fonds:Park > Reise zu Europas Top-Zinsplätzen  21 > Axa ortet mehr Interesse an nachhaltigen Anlagen  22

Shell easybank-Geldautomaten an 125 Tankstellen

Hans Köck, Pioneer: „Wir setzen vor allem auf europäische Aktien.“

Wien. „Der Kompromiss zur Vermeidung der US-Fiskalklippe nahm vorerst einen großen Unsicherheitsfaktor aus dem Markt“, berichtet Hans Köck von Pioneer Investments Austria. Investoren können sich jetzt wieder auf die Fundamentaldaten der Unternehmen konzentrieren – und die sind vor allem in den USA großteils erfreulich. „Eine negative Überraschung war allerdings das Wirtschaftswachstum, das im 4. Quartal mit -0,1 Prozent deutlich unter den Erwartungen lag“, so Köck. „Für 2012 rechnen wir mit zweistelligen Gewinnsteigerungen der Unternehmen“, erklärt Köck. (red)

Geld beheben beim Tanken

© dpa/Kay Nietfeld

7.581,18

© Zürich Versicherung

DAX (6.2.)

Ab November kann man an Shell-Tankstellen Geld holen – legal mit der Karte.

Wien. Bis Ende des Jahres können alle Kredit- und Bankomatkarteninhaber an Shell-Tankstellen Bargeld beheben. An der Einführung dieses neuen Service sind die Shell Austria, die easybank und Wincor Nixdorf beteiligt. Nach einer Pilotphase werden ab November 2013 mindestens 125 Shell-Stationen mit Kassenterminals mit Bankomatfunktion ausgestattet, die für alle Tankstellenbesucher Barabhebungen mit der Bankomat- und Kreditkarte ermöglichen. Bargeldhandling für das Personal an der Tankstelle wird sicherer, da der direkte Zugang zu Bargeld in der Kassa nicht mehr nötig ist. (red)


f i n an c e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 8. Februar 2013

financenet@medianet.at

Zurich Kooperation mit Sicherheitsexperten zur Vermeidung von Kinderunfällen; spezielle Schulung für Kundenbetreuer

kolumne

Initiative für die „Kleinen“

Die verlorene Unschuld

Jährlich 11.000 Kinderunfälle beim Wintersport; Helmtragequoten österreichweit sehr unterschiedlich. Graz/Wien. So gesund Bewegung in der klaren Winterluft ist und so viel Spaß sie auch macht: Österreichweit verletzen sich jedes Jahr rund 11.000 Kinder beim Wintersport so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen (Quelle: KfV). Um herauszufinden, wo in welcher Altersgruppe spezielle Risikobereiche liegen, hat die Non-Profit-Organisation „Große schützen Kleine“ aus der eigenen Datenbank die Unfallzahlen der Uni-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz der letzten drei Wintersaisonen (2009–2012, jeweils Dez.–Feb.) analysiert: Insgesamt 4.097 Kinder mussten in diesem Zeitraum aufgrund von Unfällen an der Grazer Klinik behandelt werden; davon

Reinhard Krémer

E

s ist ja für Regierungen in diesen Zeiten nicht einfach: Einerseits muss der Schutt weggeräumt werden, der sich während der Tragödie der letzten Jahre aufgehäuft hat. Und andererseits müssen diese Aufräumarbeiten so über die Bühne gehen, dass wir, das Volk, nicht über Gebühr beansprucht werden – weil zahlen müssen wir die Zeche ohnedies. Aber was sich der holländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem letzten Freitag geleistet hat, schlägt dem Fass den Boden aus: Der relativ unerfahrene Politiker, der noch dazu Nachfolger des charismatischen Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker wird, hat die SNS Gruppe verstaatlicht – und dabei die Aktionäre und Besitzer von Junior Bonds im Regen stehen lassen; nämlich ohne Entschädigung. Gesamtschaden: 1,8 Milliaden Euro. Betroffene: Auch Tausende Kleinanleger in ganz Europa. Ob das dem Finanzplatz Holland guttun wird, sollte sich noch zeigen, Fakt ist jedenfalls, dass Dijsselbloem damit ein Tabu gebrochen hat, an das nicht einmal noch Argentinien und andere chronische Pleitekandidaten gerührt haben – nämlich die entschädigungslose Zwangsenteignung. Das ist in der Euro-Zone wohl einzigartig; und ob es Holland, einem reichen Land, bekommen wird, wird die Zukunft zeigen. Bis dahin werden wohl nur die Anwälte reicher...

„Die auf drei Jahre angelegte Kooperation sieht vor, ausgewählte Kundenbetreuer zu auszubilden.“ gerhard matschnig, zurich

Steiermark als Pilot-Region © Zürich Versicherung

Sicherheitsberatern

Gerhard Matschnig, CEO Zürich Versicherung: Leistungsangebot über Standard.

haben sich 658 Kinder bei Wintersportaktivitäten verletzt. Der Anteil der Wintersportverletzungen an den Gesamtunfällen ist je nach Alter sehr unterschiedlich: Bei den 0- bis 5-Jährigen waren es nur 5%, bei den 6- bis 10-Jährigen 21% und bei den 11- bis 14-Jährigen schon 23%. Diese Verteilung kann man in Zusammenhang mit der ansteigenden Bedeutung von Wintersportaktivitäten im zunehmenden Alter sehen: 73 Kinder waren 0–5 Jahre alt, 269 Kinder 6–10 Jahre und 316 Kinder 10–14 Jahre alt. „Wie wir von unseren Studien

Libor Skandal wird teuer

wissen, tragen auf der Piste bereits rund 80% der Kinder (0 bis 14 Jahre) einen Wintersporthelm. Großen Nachholbedarf gibt es allerdings beim Eislaufen, wo 25% der Kinder einen Helm tragen. Noch schlimmer ist die Situation allerdings beim Rodeln auf Waldwegen; hier gibt es in den letzten sechs Jahren überhaupt keine Entwicklung bei der Helmtragequote, sie liegt leider mit 7% konstant niedrig“, erklärt Michael Höllwarth, Präsident von Große schützen Kleine. Daher ist auch der Anteil der Kopfverletzungen beim Skifah-

ren/Snowboarden, Eislaufen und Rodeln sehr unterschiedlich. Am ehesten heil bleibt der Kopf mit einer Verletzungsrate von nur 5% beim Skifahren und beim Snowboarden (7%). Ganz anders ist die Situation beim Eislaufen und Rodeln. Beinahe jedes vierte beim Rodeln verletzte Kind erlitt eine Kopfverletzung (27%) und jedes Fünfte beim Eislaufen (20%)

Neue Beratungsleistung Die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft (Zurich) beschreitet

Prognose Allianz erwartet Verzehnfachung der Zahl der 100-Jährigen bis 2050

RBS bekommt Rekordstrafe

Der „Club der Hundertjährigen“ Wien. Bis zum Jahr 2050 wird sich weltweit die Anzahl der Hundertjährigen verzehnfachen, prognostiziert die Allianz-Versicherung. Österreich liegt dabei im globalen Trend. Hinzu kommt: Hierzulande wird jedes zweite im heurigen Jahr Neugeborene seinen 100sten Geburtstag erleben. Aktuell gibt es nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 343.000 100-Jährige („Centen-

arians“) weltweit, bis zum Jahr 2050 dürften es mit 3,2 Mio. rund zehnmal so viele sein

Italiener leben länger Noch äußerst gering ist die Zahl der sogenannten Supercentenarians, also derer, die älter als 110 Jahre sind. Heute werden weltweit lediglich 70 Über-110-jährige Personen aufgeführt, von denen

© Allianz/Ingo Folie

Edinburgh. Die verstaatlichte britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) hat sich im Libor-Skandal mit den Behörden auf eine hohe Strafe geeinigt. Gezahlt würden insgesamt 612 Mio. USD (452,1 Mio. €) an amerikanische und britische Behörden. Als Folge des Skandals tritt der Investmentbank-Chef John Hourican von seinen Ämtern zurück, wie die RBS mitteilte. Das Kreditinstitut will als weitere Konsequenz aus der Einigung 300 Mio. britische Pfund (348,9 Mio. €) unter anderem durch die Kürzung von Boni einsparen. Die Zahlung von 612 Mio. USD ist bisher die zweithöchste Strafe im Zusammenhang mit den Libor-Ermittlungen. Spitzenreiter ist bisher die Schweizer Großbank UBS, die 940 Mio. Pfund bezahlt hatte. Die britische Barclays berappte in gleicher Angelegenheit 290 Mio. Pfund. In Deutschland ermittelt die BaFin gegen die Deutsche Bank. (APA)

neue Wege bei der Unfallprävention: Sie unterstützt die Initiative „Große schützen Kleine”. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstandes von Zurich: „Wir bieten Familien und Kindern schon seit Jahren ein Leistungsangebot, das weit über den klassischen Versicherungsschutz hinausgeht. Durch die neue Kooperation heben wir unsere Beratungsqualität auf einen neuen Level und bieten Serviceleistungen, die es in Kombination mit Versicherungen noch nie gegeben hat.“ Die vorerst auf drei Jahre ausgelegte Kooperation sieht vor, ausgewählte Zurich-Kundenbetreuer zu Sicherheitsberater auszubilden. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Vermeidung von Kinderunfällen im Haushalt, Verkehr und beim Sport. Nach Erhalt eines entsprechenden Zertifikats können die Außendienstmitarbeiter die Kunden qualifiziert auf unterschiedliche Gefahren in ihrem Umfeld hinweisen und so Kinderunfällen vorbeugen.

Ernst Schneckenleitner, Allianz: Lebensdauer bei Vorsorge-Planung berücksichtigen.

aber 27 laut amtlich bestätigten Angaben sogar bereits das 115. Lebensjahr erreicht haben. Sieben der weltweit 70 Über-110-Jährigen sind in Italien geboren. In Österreich leben derzeit etwa 1.400 Einwohner, die bereits ihren 100. Geburtstag gefeiert haben – und die Tendenz ist steigend. Gab es im Jahr 1990 rund 200 Menschen in dieser Altersgruppe, werden es im Jahr 2050 knapp 12.000 sein. Angesichts dieser Entwicklungen erwartet die Allianz eine steigende Bedeutung der Lebensversicherung als einzige finanzielle Lösung zur Absicherung der immer höheren Lebenserwartung. „Menschen, die ein extrem hohes Alter erreichen, werden in naher Zukunft keine Seltenheit mehr sein – auch in Österreich“, erklärt Ernst Schneckenleitner, Lebensversicherungsexperte bei der Allianz Gruppe in Österreich. Er rät, bei der Planung der Altersvorsorge die Frage, ob das zu erwartende Einkommen ausreiche, um den individuellen Lebensstandard im Alter zu sichern, zu beachten. (red)

Der Pilot zur Ausbildung startet im Frühjahr in der Steiermark. „Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung insbesondere für Kinder ist unerlässlich. Denn die Leistung, die Kinder im Falle eines Unfalls von der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten, ist ausgesprochen gering – in den meisten Fällen gibt es sogar gar keinen Anspruch“, hebt Martin Sturm, Landesdirektor von Zurich in der Steiermark, hervor. Der Idealfall freilich sei, dass es erst gar nicht zu einem Unfall komme. Zum Auftakt der Kooperation wurde das gemeinsam entwickelte Gedächtnis- und Suchspiel „BärenPärchen“ vorgestellt, anhand dessen sich schon Kleinkinder spielerisch mit den Gefahrenquellen im Haushalt auseinandersetzen können.  (lk)

Bank Austria Boyer kauft

Angebot zur Nachbesserung

Wien. Der Wiener Rechtsanwalt Christian Boyer macht den Inhabern von Ansprüchen auf eine eventuelle Nachzahlung für die im Squeeze-out auf den Hauptaktionär übergegangenen Aktien der UniCredit Bank Austria AG (vormals Bank Austria Creditanstalt AG) ein öffentliches Kaufangebot. Je Nachzahlungsanspruch will Boyer 1 € bezahlen. Ab einer Übertragung von 50 Rechten (die in der ISIN AT0000A0AJ61 verbrieft sind), gewährt der Käufer zusätzlich eine Depotübertragungspauschale von 15 €, die sich bei einer Übertragung von mindestens 100 Rechten auf 25 € erhöht. Das Angebot gilt für insgesamt 200.000 Ansprüche und ab Stückzahlen von mindestens 20 Ansprüchen je Übertragungsvorgang, wobei Depotbanken auch kleinere Stückzahlen gesammelt abwickeln können. Die Angebotsfrist endet am 15. März 2013. Die Frist kann verkürzt werden, wenn sich im Überprüfungsverfahren Nachbesserungsansprüche als wertlos herausstellten. (APA)


F o n d s : pa r k

Freitag, 8. Februar 2013

financenet – 21

financenet@medianet.at

ESPA Bond Orient Express Erste Sparinvest sieht in selektiven Volkswirtschaften aus Zentral- und Osteuropa Potenzial auch bei Staatsanleihen

Reise zu Europas Top-Zinsplätzen Wien. Trotz des aktuellen Marktumfelds mit einem historisch niedrigen Zinsniveau sind in ausgewählten europäischen Regionen vergleichsweise attraktive Renditen zu erzielen. Vor allem die dynamischen Volkswirtschaften aus Zentral- und Osteuropa (CEE) bieten noch attraktive Zinsaufschläge im Vergleich zu österreichischen und deutschen Staatsanleihen, meinen die Investmentstrategen der Erste Sparinvest KAG. Die Wachstumsperspektiven für die gesamte Region seien intakt, und die Verschuldung der CEE-Staaten sei wesentlich niedriger als in Kerneuropa. Von 4. Februar bis 1. März unternimmt die Erste-Sparinvest eine „Reise“ zu den attraktiven Zinsplätzen zwischen Paris und Istanbul, wie es heißt: Anleger, die in den ESPA Bond Orient Express 2017 einsteigen, können sich das höhere Zinsniveau eines Portfolios

aus zentral- und osteuropäischen Staatsanleihen sowie europäischer Unternehmensanleihen guter Bonität sichern.

„Kalkulierbare Rendite“ Der „ESPA Bond Orient Express 2017“ hat eine Laufzeit von vier Jahren und eine „kalkulierbare Rendite”, die – abhängig von der Marktentwicklung – bis zum Ende der Zeichnungsphase zwischen 2,3% und 3,2% pro Jahr liegen wird (die Berechnungen basieren auf den Musterportfolios per 18. Jänner 2013, die tatsächlichen Ausstattungsmerkmale werden bei

Fondsstart am 4. März 2013 ermittelt). „Der ‚ESPA Bond Orient Express 2017‘ eignet sich für Investoren, die auf eine gute Planbarkeit ihres Investments Wert legen und eine überschaubare Laufzeit bevorzugen“, betont Franz Gschiegl, Mitglied der Geschäftsführung der zur Erste Group gehörenden Erste-Sparinvest. „Die sorgfältige Auswahl der Emittenten und die Streuung des Ausfallsrisikos über mehrere Staats- und Unternehmensanleihen sollte auch vorsichtigere Investoren ansprechen, die sich momentan noch abwartend verhalten“, meint Gschiegl.  (lk)

Die ESPA lädt zur vierjährigen Reise in den Orient Express mit CEE-Bonds ein.

Ihre Analyse für

Feri Threadneedle

Nr. 1 behauptet

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victor ist eine eingetragene Marke von emotion banking.

Bad Homburg. Die Bad Homburger Feri EuroRating Services AG hat zum Stichtag 31.12.2012 das quartalsweise erscheinende KAGRanking veröffentlicht: Beste große Fondsgesellschaft in Österreich bleibt der UK-Asset Manager Threadneedle. Feri hat 50 Fonds bewertet, von denen 29 Produkte ein Top-Rating erhalten haben. Damit liegt die Quote der mit A und B bewerteten Fonds der Gesellschaft bei 58,0%. Auf Platz zwei folgt unverändert Schroders (55,1% top-bewertete Fonds), die Fondsgesellschaft überzeugt insbesondere bei Aktienfonds. Auf dem dritten Platz (49,0%) liegt der amerikanische Asset Manager Fidelity, auf Platz vier und fünf folgen Pioneer Investments und Franklin Templeton (48,3% bzw. 46,9%).  (red)

© EPA

Höheres Zinsniveau gegenüber österreichischen und deutschen Bonds.

2012/2013

ING Team neu aufgestellt

Neuer EMD-Chef Luxemburg. ING Investment Management (ING IM) hat die Leitung des Emerging Markets Debt (EMD) Teams neu besetzt: Nachdem mehrere Mitglieder aus dem Team ausgeschieden sind, ist Sylvain de Ruijter amtierender Leiter der für Schwellenländeranleihen zuständigen EMD-Boutique von ING IM. de Ruijter verfügt über 23 Jahre Investmenterfahrung, er ist seit 2001 für ING Investment Management tätig. Neu im EMD-Team ist auch Jaco Rouw. (red)

Wer Marktforschung mit Wirkung sucht, nutzt victor. Standortanalyse victor zeigt mit dem 360º Feedback (Führungskräfte, Mitarbeiter, Kunden) die Stärken und Potentiale Ihrer Bank. Mit den ergänzenden victor Modulen liefert victor fokussierte Auswertungen in speziellen Themenfeldern wie Filiale, Segment, Abteilung etc.

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Wettbewerb © ING Investment Management

victor zeigt im anonymen Vergleich Ihre Position mit der Chance auf den begehrten Titel „Bank des Jahres“. Die Auszeichnung erfolgt auf der glamourösen Gala am 19. 09. 2013, Stadttheater Baden bei Wien (A).

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f o n d s : pa r k

22 – financenet

Freitag, 8. Februar 2013

financenet@medianet.at

Nürnberger Versicherung Österreich Angebot in der Fondsgebundenen Lebensversicherung wird um zwei „Nachhaltigkeits“-Portfolios erweitert

„Nachhaltige“ Fondspolizzen

In die neuen Portfolios kann ab 100 Euro Monatsprämie bzw. ab 5.000 Euro als Einmalzahlung einbezahlt werden.

Paris. Die unabhängige französische Fondsgesellschaft Financière de l’Echiquier übernimmt die auf das Management von Wandelanleihen spezialisierte Fondsgesellschaft Acropole Asset Management. Die Expertise und das Klientel beider Häuser ergänzten einander ideal, um langfristig im europäischen Markt gemeinsam weiter zu wachsen, kommentieren Sprecher der beiden Investmentfondsspezialisten. (lk)

Wie bei den Nürnberger-Fondspolizzen üblich, können auch diese Produkte flexibel gestaltet werden, heißt es: Es besteht die Möglichkeit von Zuzahlungen, Entnahmen oder Prämienänderungen. Bei Vertragsende kann man zwischen einer Kapitalabfindung und einer Rentenzahlung auswählen; zuvor kann das ablauforientierte Anlagemanagement (AAA-Management) in Anspruch genommen werden. In die neuen FLV-Portfolios der Nürnberger kann ab 100 € Monatsprämie beziehungsweise in der Einmalerlagvariante ab 5.000 € veranlagt werden. (lk)

Lacchini, Nürnberger: „Die Fondszusammensetzung wird regelmäßig überwacht.“

Interesse an „Nachhaltigkeitsanlagen“ steigt

© AXA

Kleinemas: „Viele Studien belegen: Nachhaltigkeit tut der Rendite keinen Abbruch.“

Wien. Nachhaltigkeit spielt für die Österreicher bei der Anlageentscheidung zunehmend eine zentrale Rolle; das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von AXA Investment Managers (AXA IM) und dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest. Vor allem für jene, die bereits über gutes Finanzwissen verfügen, und für die sogenannten „Middle Ager“ (40- bis 59-Jährige) hat das Thema eine hohe Bedeutung. Im Vergleich zu 2012 sei das Interesse bei diesen Personengruppen sogar deutlich gestiegen. Produkte hierfür seien dagegen eher unbekannt: Über ein Drittel der Österreicher würde gern nachhaltig investieren, kennt aber keine geeigneten Anlagevehikel. Das trifft auch für diejenigen zu, die

M&A-Geschäft 2013 dominant Gut gefüllte Produktpipeline sorgt für Wachstum

Biotech: Weiter gute Aussichten Zürich. Die Biotech-Branche dürfte sich nach einem erfolgreichen Jahr 2012 auch im laufenden Jahr weiter positiv entwickeln. Für die Branche sprechen nach Ansicht von Nathalie Flury, Fondsmanagerin des JB Biotech Fund, gleich eine Reihe guter Gründe. Aktuell kämen wichtige neue Medikamente auf den Markt. „Mehr als 60 Prozent aller neuen Medikamente stammen von Biotech-Unternehmen“, betont Flury. Und die Forschungspipeline der Biotech-Firmen sei prall gefüllt: Rund 1.500 Produkte befänden sich derzeit in der medizinischen Testphase.

Ein zweistelliges Gewinn-Wachstum sei auch für 2013 zu erwarten: Der Gewinn je Aktie dürfte bei den Large Caps in diesem Jahr um 12 bis 20% und bei den Nebenwerten um 15 bis 30% steigen. Für Fantasie sorgt nach Einschätzung Flurys auch das Übernahmeinteresse großer Pharmakonzerne. „Auf der Suche nach neuen Treibern für Umsatz und Gewinn bieten Pharmakonzerne

inzwischen sehr hohe Prämien für Biotech-Unternehmen“, erklärt die Expertin. Beispiele aus 2012 seien die Übernahmen von Inhibitex, Micromet, Amylin und Human Genome Science. Für Pharmasset habe Gilead Sciences im Oktober 2011 sogar eine Prämie von 85% bezahlt. „Die Übernahmewelle könnte noch eine Weile anhalten“, meint Flury, die über 15 Jahre Investmenterfahrung verfügt. (lk)

Bis zu 20 Prozent p.a. Flury hält den Biotech-Sektor für relativ immun gegenüber Krisen und rezessiven Tendenzen: „Dank des Wachstums durch neue Medikamente und Diagnostika entwickelt sich die Branche vergleichsweise unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld.“ Das zukünftige Umsatzwachstum des BiotechSektors taxiert sie auf bis zu 20% pro Jahr – „vielleicht sogar höher“.

© Panthermedia.net/Anna Liebiedieva

© dpa/dpaweb/Uli Deck

Übernahme: Acropole Asset Management

Zwei Risikoklassen

Flexibilität

AXA Investment Managers Studie zeigt: Hohe Bedeutung vor allem für Finanzinteressierte und „Middle Ager“

D: Aus für Anonymität in Fondsgesellschaften

Der Bundesgerichtshof wünscht die Offenlegung aller Namen.

Die Erträge sind von der Kapitalertragssteuer befreit, bei laufenden Prämien auch frei von Einkommensteuer, sofern es sich nicht um einen Kurzläufer (weniger als 15 Jahre) gegen Einmalerlag handelt.

Beim Portfolio „Nachhaltig investieren plus“ (Risikoklasse 3) sind es der Sarasin Sustainable Portfolio Balanced EUR (30%), der Sarasin OekoSar Equity Global B (20%), der Sarasin Sustainable Water (20%), der Prime Values Income EUR (20%) sowie der Superior 3 Ethik T (10%). Bei Neuverträgen werden keine Ausgabeaufschläge verrechnet, Depotgebühren fallen allgemein keine an, wird präzisiert. Ein Fondswechsel innerhalb der Nürnberger-Fondspolizze ist kostenfrei einmal im Monat möglich.

short

Karlsruhe. Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) hat den anonymen Beteiligungen an einer Fondsgesellschaft einen Riegel vorgeschoben. Die obersten Richter in Karlsruhe entschieden, dass alle Beteiligten in sogenannten Publikumsgesellschaften ihre Identität offenlegen müssen (II ZR 134/11). Nach Einschätzung der Anwälte gibt es mehrere Hundert Publikumsgesellschaften in Deutschland, die mehrere Milliarden Euro bewegen. Alle Gesellschafterformen sind in Rechten und Pflichten gleichberechtigt, deshalb, so der BGH, sei es auch nur recht und billig, wenn die Namen offengelegt werden. Die anonymen Beteiligten sind für die unmittelbaren Gesellschafter nicht einzuschätzen, wenn es etwa um Abstimmungen über das weitere Vorgehen des Fonds geht.  (ag)

sowie eines der Risikoklasse 3. Bei ersterem wird zu 40% in den Fonds Prime Values Income EUR, zu 30% in den Sarasin Sustainable Bond EUR, zu 19% in den Sarasin Sustainable Portfolio Balanced EUR und zu 11% in den Superior 3 Ethik T investiert.

© Nürnberger Versicherung/Hubert Auer

Wien. Die Nürnberger Versicherung Österreich erweitert ihr Angebot in der Fondsgebundenen Lebensversicherung (FLV). Es stehen zwei Portfolios zur Auswahl, die jeweils in nach ethischen und nachhaltigen Gesichtspunkten gemanagte Investmentfonds veranlagen. Die Versicherung habe verstärkte Kundennachfrage nach derartigen Fondspolizzen registriert. „Die FLV-Portfolios ,Nachhaltig investieren‘ richten sich an Anleger, für die Nachhaltigkeitsüberlegungen im Zentrum ihrer Anlageentscheidungen stehen, die aber dabei nicht auf attraktive Ertragschancen verzichten wollen“, erläutert Nürnberger-Produktmanager Michael Lacchini. Die Nürnberger überwacht die Entwicklung der in den Portfolios enthaltenen Fonds regelmäßig und kann auch einen Fondsaustausch vornehmen. Zwei Portfolios stehen zur Auswahl, eines der Risikoklasse 2

Biotech-Aktien sollten heuer gute Erräge bringen, meinen die Experten von JB.

sich besonders gut mit Finanzthemen auskennen. „Bei nachhaltigen Investments gibt es zwar ein reichhaltiges Produktangebot, aber keinen einheitlichen Mindeststandard, der aussagt, was unter ‚Nachhaltigkeit‘ zu verstehen ist. Das verwirrt – und hält möglicherweise interessierte Anleger von einer Investition ab“, moniert Karin Kleinemas, Head of Marketing, Northern Europe bei AXA IM. Auch die Annahme, Nachhaltigkeit würde zulasten der Rendite gehen, steht diesen Investments weiter im Weg. Mehr als ein Drittel der Österreicher meint, Nachhaltigkeit koste Rendite; unter jenen mit hohem Finanzwissen und Fondsbesitzern ist der Glaube sogar noch verbreiteter (58% bzw. 51%).

2012 Nur 4,5 Mrd. €

Geschlossene Fonds mit Minus Frankfurt. Laut Verband Geschlossene Fonds (VGF) ist das Platzierungsvolumen in Geschlossene Fonds in Deutschland im Vorjahr gegenüber 2011 um 23% zurückgegangen – das Privatkundengeschäft ist sogar um 35% eingebrochen. Das Platzierungsergebnis setzt sich aus platziertem Eigenkapital im Geschäft mit privaten und institutionellen Anlegern zusammen. Die VGF Branchenzahlen weisen knapp 1,4 Mrd. € von institutionellen Investoren aus. Nach VGF-Definition bildeten 2012 174 Fondsanbieter den „relevanten Markt“. Davon haben nur 111 Unternehmen an der Markterhebung des VGF teilgenommen. Es wurden 297 Fonds genannt, die in die Branchenzahlen eingeflossen sind (2011: 376). Rund 2 Mrd. € Eigenkapital sind in Immobilienfonds mit deutschen Objekten geflossen, 730 und 723 Mio. € haben Auslandsimmobilienfonds bzw. Energiefonds erhalten. Neben dem starken Umsatzeinbruch falle die erneute Zunahme des institutionellen Geschäfts auf, so der VGF.  (red)


B a n k i n g / I n sur a n c e : Watc h

Freitag, 8. Februar 2013

financenet – 23

financenet@medianet.at

Münze Österreich Märkte in Deutschland und USA haben sich gut gehalten; 2013 begann auf Vorjahresniveau

short

Zitrone mit Zuckerglasur

Wiener Privatbank: Neuer Großaktionär Wien. Die börsenotierte Wiener Privatbank SE hat mit Herbert Schoderböck einen neuen Großaktionär. Schoderböck ist Alleingesellschafter der Alpha Global Ltd. mit Firmensitz auf Malta und der Concilium FZE mit Firmensitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Über beide Gesellschaften hält Schoderböck 7,95 Prozent am Grundkapital der Wiener Privatbank. Die Alpha Global hielt per 31. Jänner 3,27 Prozent, die Concilium per 31. Dezember 4,68 Prozent.  (APA)

Rund 35 Prozent Umsatzrückgang, doch noch immer fünfeinhalb Mal so viel wie vor Lehman-Kollaps. Wien. Das Ergebnis der Münze Österreich wird diesmal etwas gedämpfter ausfallen als während der letzten Jahre: „Wir werden gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang um ca. 35 Prozent zu verzeichnen haben auf rund 1,7 Milliarden Euro“, sagt der Generaldirektor der Münze Österreich, Gerhard Starsich. „ Das ist jedoch noch immer das 5,5-Fache des Vorkrisenniveaus. Wir sind also sehr zufrieden, zumal ich noch einen etwas stärkeren Rückgang erwartet habe“, erläutert der Münz-Boss. Allein 2008, am Gipfel der Unsicherheit im Finanzbereich, war der Umsatz so hoch wie zusammengenommen in den vier Jahren davor. „Im Bullionbereich war der Rückgang auf den Weltmärkten generell zu bemerken. Unsere Werbekampagnen im Herbst haben sehr gut ge-

Meinl Bank blitzt mit Zivilklage vorerst ab Wien. Die Meinl Bank hat einen Rechtsstreit gegen den gerichtlichen Sachverständigen Martin Geyer verloren. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien hat die Klage der Meinl Bank gegen Geyer abgewiesen. Die Meinl Bank hatte Geyer auf detaillierte Auskunft über seinen Versicherungsschutz für allfälligen Schaden aus seiner Gutachtertätigkeit geklagt. Die Meinl Bank muss nun Gutachter Geyer 3.325,50 € ersetzen, so das nicht rechtskräftige Urteil. Die Meinl Bank kann dagegen berufen.  (APA)

© Münze Österreich

griffen“, meint Starsich. „Am besten läuft für uns traditionell das Geschäft in Österreich, aber auch die anderen Märkte Deutschland und USA haben sich gut gehalten.“ An Produkten im Anlagebereich sind die „Renner” der Münze die 1 oz. Gold- und Silberphilharmoniker, so Starsich: „Im Jahr 2012 haben wir auch große Erfolge mit unseren Sammlermünzen erzielt. Sowohl die ‚Klimt‘-Serie in Gold, die 5-Euromünze ‚Schladming 2013, ‚Wiener Walzer‘ und die 10Euromünze Silber, ‚Kinder‘, und Kupfermünzen liefen sehr gut.“ Das Jahr 2013 hat für die Münze Österreich auf Vorjahresniveau begonnen und wird dieses auch halten, sagt Starsich. „Ab 1.1.2014 soll in Deutschland die MwSt auf Silbermünzen erhöht werden. Das könnte zu Jahresende noch einen Anschub geben. Auch im Sammlerbereich werden wir zwei neue Serien starten.”

Reinhard Krémer

Münze-Boss Gerhard Starsich hatte einen etwas stärkeren Rückgang erwartet.

Online-Service Angebot richtet sich nicht nur an Vertriebspartner des Versicherers, sondern auch an Privatkunden

Zeit sparen mit Extranet von Standard Life Wien. Mit einem neuen Online-Service der Standard Life Österreich, dem „Extranet“, sollen Vermittler jederzeit einen aktuellen Überblick über die Vertragsinformationen ihrer Kunden haben und sind von jedem Ort aus in der Lage, neue Angebote für ihre Kunden zu erstellen. Zusätzlich ermöglichen zahlreiche Listen- und Selektionsfunktionen eine einfache und moderne Bestands- und Vertragsverwaltung.

an die Kunden des Versicherers. Privatkunden erhalten mit dem Extranet Zugang zu ihren Vertragsinformationen und können tagesaktuell ihren Vertragswert einsehen.

„Mit dem Online-Service haben wir unsere Vertriebsunterstützung weiter verbessert. Das ‚Extranet‘ ist eine sehr einfache Lösung, die den Vermittler entlastet und ihm deutlich Zeit erspart – Zeit, die er für die Vorbereitung des Beratungsgesprächs verwenden kann“, sagt Bernhard Fasching, Sales Manager Austria von Standard Life. „Das Extranet ist weiterer Schritt unserer Online-Strategie, die wir kontinuierlich ausbauen werden.“ (red)

© Standard Life

Bernhard Fasching, Sales Manager Austria von Standard Life.

creditnet.at Hausbank-Immobilien-Kredite oft zu teuer

Umfrage bei Unternehmen

Volksbanker im Visier

Wien. Das erste österreichische Portal für Kreditvergleiche, „creditnet. at“, soll ermöglichen, in kürzester Zeit den günstigsten Kredit mittels neutralen Vergleichs zu finden. Die Finanzierungsplattform wurde von der Technischen Universität Wien mitentwickelt und zertifiziert. Man verfügt über ein bundesweites Netzwerk an Banken und Bausparkassen und hat direkten Zugriff auf tagesaktuelle Konditionen und Zinssätze.

Wien. Eine weltweite Umfrage der Allianz in 28 Ländern zu den TopUnternehmensrisiken 2013 zeigt: Die aus Unternehmenssicht aktuell bedrohlichsten Risiken sind Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen und Brände. Während Rechts- und Reputationsrisiken kritisch gesehen werden, bleiben IT- und Cyber-Risiken häufig eher unterschätzt. Betriebs- und Lieferkettenunterbrechungen gelten mit 46% als das weltweit größte Geschäftsrisiko. Viele Unternehmen halten ihre globalen Lieferketten aus Kostengründen schlank und verzichten auf Ersatzlieferanten. Wie die Flutkatastrophe in Thailand zeigte, können Ausfälle von einzelnen Schlüssellieferanten in einer Region sogar ganze Branchen in Mitleidenschaft ziehen. Die Befragten in Österreich liegen mit den ersten beiden Risiken im Rahmen eines weltweiten Trends: Während Betriebsunterbrechungen mit 55% vor Naturkatastrophen (45%) auf Platz eins rangieren, schätzen die Befragten hierzulande das Zusammenbrechen der Eurozone (30%) als drittgrößtes Risiko ein. (red)

Wien. In der Affäre rund um die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) brachte die Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Strafanzeige bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKSta) ein. Die FMA hegt in der Anzeige vom Oktober 2012 den Verdacht der Untreue und der Bilanzfälschung. Die WKSta soll jetzt den inkriminierten Sachverhalt strafrechtlich würdigen, berichtet das Wirtschaftsmagazin Format.  (red)

© creditnet.at

Eine aktuelle Studie von creditnet.at ergibt, dass Finanzierungen für den privaten Wohnbau oder den Erwerb einer Immobilie viel zu teuer abschlossen werden. Rund 75% der Personen, die ihren Kredit bei ihrer Hausbank aufnehmen, zahlen deutlich zu viel. Pro Jahr „verschenken“ somit rund 48.000 Personen zirka 40 Mio. €, meint Wolfgang Maurer, geschäftsführender Gesellschafter von creditnet.at. (red)

Wolfgang Maurer, creditnet.at: 40 Millionen Euro für Immo-Finanzierung verschenkt.

Angstmacher

FMA zeigt an

© FMA

Neues Portal für Kreditvergleiche

FMA-Chef Kurt Pribil greift durch: ­Strafanzeige gegen Volksbanker.

© EPA

… Vertrieb unterstützen

Aufwand minimieren … Die Funktionen des Extranets sind einfach bedienbar, um den Arbeitsaufwand gering zu halten und den Vermittler Zeit zu sparen. Das neue Angebot richtet sich auch

Niederlande: SNS Reaal verstaatlicht

Schrecken der Kleinanleger: Hollands Finanzminister Dijsselbloom.

Amsterdam. Mit einem Eildekret hat der holländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloom die in schweren Turbulenzen befindlichen SNS Reaal, den viertgrößte Bank- und Versicherungskonzern, verstaatlicht: Als Verhandlungen mit der Investorengruppe CVC scheiterten, zog Dijsselbloom, der auch der Nachfolger von JeanClaude Juncker als Eurogruppenchef ist, die Reißleine. Aktionäre und Besitzer von Nachranganleihen gehen völlig entschädigungslos aus; Besitzer von Anleihen sollen jedoch ungeschoren bleiben. Das harte Vorgehen des holländischen Finanzministers, das offenbar durch ein im Vorjahr ratifiziertes neues Bankengesetz gedeckt ist, wurde von Anlegern international mit Entsetzen aufgenommen. In Holland rüstet sich der Kleinanlegerverband zum Kampf: Man wirft Dijsselbloom Versagen bei den Verhandlungen und Schädigung Tausender Anleger vor. Auch das Vertrauen in den Bankplatz Holland sei geschädigt worden. Trotz der Zwangsmaßnahmen kostet die SNS, die schon 2008 gerettet werden musste, dem Steuerzahler und dem Bankensektor noch immer rund fünf Mrd. €; das Budgetdefizit der Niederlande wird sich um 0,6 Prozent erhöhen.  (rk)


b a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

24 – financenet

Freitag, 8. Februar 2013

financenet@medianet.at

Hilfsprojekte Versicherer Ergo Austria unterstützt die Hilfsorganisation AMREF und die „Fliegenden Ärzte Afrikas“

short

Hilfe für Arme in Afrika

Neu von Schelhammer & Schattera Wien. Das Bankhaus Schelhammer & Schattera AG hat erstmalig eine ethische Kassenobligation auf den Markt gebracht. Diese wird in zwei Varianten angeboten: Variante 1 weist einen Fixkupon für die gesamte fünfjährige Laufzeit von 1,25% p.a. aus, Variante 2 einen Erstkupon von 2% für das erste Jahr und anschließend ab 16. Jänner 2014 eine variable Verzinsung mit Euribor-Bindung. Der Ersterwerb ist spesenfrei. (red)

Geld für lebenswichtige medizinische Versorgung von Tausenden Frauen und Kindern in Nordkenia. Wien. Der Versicherer Ergo beteiligt sich finanziell im Rahmen der Initiative „Stand up for African Mothers“ am Ausbau personeller Kapazitäten und medizinischer Versorgung in der Turkana-Region. Diese von der African Medical and Research Foundation (AMREF) ins Leben gerufene Kampagne richtet den Fokus auf die Mutter-KindGesundheit in ostafrikanischen Ländern. „Für ‚Ergo‘ als großer Lebensversicherer spielen Themen wie Gesundheit, Langlebigkeit und nachhaltiges Wirtschaften eine wichtige Rolle. Deshalb unterstützen wir bei unseren Sponsoraktivitäten im sozialen Bereich primär Organisationen, die helfen, das Leben von Menschen zu verbessern oder zu erleichtern und die nachhaltig orientiert agieren. Bei dem konkreten Projekt in Nordkenia freut es mich persönlich besonders, dass wir hier Frauen und Kindern helfen

Harte Lebensbedingungen Der Ort Kakuma in der TurkanaRegion liegt in einer extremen Trockenregion im nördlichsten Kenia, an der Grenze zum Südsudan, zu Uganda und Äthiopien. Die Haupteinnahmequelle der dort lebenden nomadisierenden Bevölkerung ist die Viehzucht. Durch das enge Zusammenleben mit den Tieren und die traditionelle Lebensweise erkranken vor allem Frauen und Kinder an Infektionen mit Echinokokken (Rinder- und Hundebandwurm), die unbehandelt zum Tod führen. Neben den notwendigen Behandlungen besuchen AMREFMitarbeiter auch die entlegensten Dörfer, um durch Aufklärungsarbeit gegen die Genitalverstümmelung anzukämpfen. (ast)

© AMREF Austria

© Bankhaus Spängler

Bankhaus Spängler lud zum Jahresauftakt

können“, erklärt Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Ergo Austria International AG.

Mütter warten im afrikanischen Kakuma auf die Behandlung in einem Krankenhaus.

Werner Zenz, Johanna Rachinger, Helmut Gerlich und Willfried Kantner.

Einblicke & Ausblicke Die Zürcher Kantonalbank Österreich lud zu ihrem aktuellen Ausblick auf das Jahr 2013

Wien. Das Bankhaus SpänglerWien lud anlässlich der Jahresauftaktveranstaltung 2013 zu einem Vortrag von Johanna Rachinger, Generaldirektorin der österreichischen Nationalbibliothek. Die Managerin referierte über „Wissen als Macht – Wissen als Ressource – Wissen als Verantwortung”. Die Vorstände Helmut Gerlich und Werner Zenz begrüßten rund 100 Gäste in der Niederlassung am Stephansplatz. Gerlich berichtete von erfreulichen Jahresergebnissen der Spängler Vermögensverwaltung. Willfried Kantner, Regionalverantwortlicher, informierte über ein erfolgreiches Jahr 2012 mit guten Zuwachsraten sowie über die Gründung eines Beirats unter dem Vorsitz von Wilfried Stadler. Unter den Gästen: Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Spängler, Vinzi-Rast-Gründerin Cecily Corti, Gehbauer & Griller-Managerin Friederike Jacquelin und Prisma-Vorstand Bettina Selden. (red)

„2013 bietet Risiken, aber auch Chancen“ Globaler Ausblick Global wandere die Wirtschaft noch immer „auf unsicheren Pfaden”, es gebe aber auch positive Signale, heißt es. In der Eurozone sei das Risiko durch den Eingriff der Europäischen Zentralbank reduziert worden, die Ungleichgewichte unter den Mitgliedsstaaten scheinen kleiner zu werden. Die Bedeutung der Emerging Markets für die Weltwirtschaft nehme weiter zu, auch wenn Staaten wie China, Indien und Brasilien etwas an Kraft eingebüßt haben. (red)

Christian Nemeth, Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich.

Personalia Zwei neue Bereichsleiter bei der Allianz

Studie über neue Tarife Kaum spürbare Teuerungen

Wien. Christian Sipöcz (33) wurde mit 1. Jänner 2013 zum Bereichsleiter des neu geschaffenen Bereichs „Aktuariate Schaden/ Unfall“ bei der Allianz Versicherung ernannt. Herbert Stöckl (37) übernahm gleichzeitig die Leitung des Bereichs „Versicherungstechnik Schaden/Unfall“. Sipöcz stieg 2002 in die Versicherungsbranche ein und wechselte 2003 nach Abschluss des Studiums der Versicherungsmathematik

Wien/Graz. Seit 21. Dezember vergangenen Jahres sind alle österreichischen Versicherungsgesellschaften dazu verpflichtet, gleich hohe Prämien für Männer und Frauen zu verrechnen, die sogenannten Unisex-Tarife. Begleitet wurde die Tarifanpassung durch Mutmaßungen über massive Prämienerhöhungen, von denen sich viele Konsumenten verunsichert fühlten. Das Grazer Unternehmen „chegg.net“ hat nun eine umfassende Analyse über die Auswirkungen der Tarifumstellung veröffentlicht.

Wechsel bei der Allianz Österreich Unisex-Tarife kommen gut weg

© ING Investment Management

Neuer Leiter für das EMD-Team von ING IM

Sylvain de Ruijter, neuer Leiter des Emerging Markets Debt Teams.

an der TU Wien zur Allianz. Der gebürtige Niederösterreicher Herbert Stöckl schloss 1999 sein JusStudium an der Universität Wien ab. Vor seinem Einstieg in die Versicherungsbranche war Stöckl in einer Rechtsanwaltskanzlei tätig. 2001 führte ihn sein Weg zur Allianz in die Rechtsabteilung, 2008 wechselte er in die Versicherungstechnik Schaden/Unfall, wo er für den Bereich Rechtsschutz zuständig war. (red)

den sind. In den anderen Sparten haben wir fast durchwegs normale Indexanpassungen, wie sie jedes Jahr durchgeführt werden, festgestellt”, kommentiert Thomas Lang, Vorstand von chegg.net, die Ergebnisse der Studie. Insgesamt wurden dafür knapp 2.500 Angebote in den relevanten Sparten für Männer und Frauen im Alter von 25, 40 und 55 Jahren zu den Stichtagen 20. Dezember und 20. Jänner verglichen.  (red)

Christian Sipöcz und Herbert Stöckl, neue Bereichsleiter bei der Allianz Österreich.

Die Marktanalyse bringt eine gute Nachricht für alle Konsumenten: Deutlich spürbare Teuerungen seien „komplett ausgeblieben“, heißt es dort. Die deutlichen Tarifanpassungen zum Jahresende sollen sich in vielen Fällen sogar zugunsten der Versicherten ausgewirkt haben. „Große Tarifänderungen hat es zum Beispiel bei Krankenversicherungen für Frauen gegeben, die um bis zu 13 Prozent günstiger gewor-

© chegg.net

Keine drastische Teuerung

© Allianz (2)

Frankfurt. Sylvain de Ruijter ist neuer Leiter des für Schwellenländeranleihen zuständigen Emerging Markets Debt (EMD) Teams bei der deutschen ING Investment Management (ING IM) in Frankfurt. Außerdem wurde auch Jaco Rouw neu ins EMD-Team berufen. Gemeinsam mit den EMD-Portfoliomanagern Joep Huntjens (Asien) und Victor Rodriguez (USA) werden de Ruijter und Rouw für die tägliche Vermögensverwaltung, den Handel und die operative Kontrolle verantwortlich zeichnen.  (red)

lungen spricht er für Volkswagen, SAP, Deutsche Bank, Swatch, ABB, Clariant sowie Lenzing, Erste Bank und CA Immo aus.

© ZKB Österreich

Wien/Salzburg. „Nur ein Gärtner weiß im Voraus, was ihm blüht.” Damit verweist Christian Nemeth, Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich AG, auf die weiterhin unsichere Lage der Weltwirtschaft und entsprechende Herausforderungen für Anleger. Die Bank lud Kunden und Freunde zu ihrem Jahresausblick 2013. Rund 100 Gäste verfolgten die Vorträge von Finanzexperten im Wiener Hotel Intercontinental. Ihr Fazit: Das neue Jahr birgt weiterhin Risiken, aber auch gute Chancen auf hohe Renditen. „Dies gilt vor allem für den Aktienmarkt, der trotz ordentlichen Kursgewinnen im abgelaufenen Jahr noch immer günstig bewertet ist”, so Nemeth. Konkrete Empfeh-

Thomas Lang, Vorstand des Versicherungs-Vergleichsportals chegg.net.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 8. Februar 2013 – 25

sechserpack

ausgezeichnet

Die Immofinanz hat ein halbes Dutzend Immobilien verkauft – deutlich über dem Buchwert Seite 27

EHL holt sich bereits zum dritten Mal einen Immy-Award – diesmal in Silber 

© WK Wien

© Immofinanz Group

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

Seite 30

Wir leben Immobilien.

Leben an der Côte ganz wie Gott in Frankreich IMMO-AGS 30. Jänner 2013–6. Februar 2013

IATX (6.2.)

177,10

Wochentop SPI Wochenflop CAI S Immo Warimpex Immofinanz Atrium conwert CA Immobilien Anlagen

-1,97% 0,51% -4,25% 0,51% 0,30% 0,00% -0,22% -2,50% -4,25%

1-Monats-Performance (per 6.2.) Monatstop DWS Inv. RREEF 7,23% Monatsflop ComStage ETF -5,63% Top 5 Immofonds DWS Inv. RREEF As.Pac. RE USD7,23% Henderson As-Pac. Prop. Eq 4,93% First State Gl.Property Sec. A  4,68% iShares FTSE EPRA/Nareit As Pr4,21% DBXT CSI300 Real Estate 1C 3,82% Flop 5 Immofonds ComStage ETF Stoxx EUR 600-5,63% AI - Eur. REIT Rund C -5,59% iShares Stoxx EU 600 R E -5,53% CS EF (Lux) Europ. Prop. B -5,25% EasyETF FTSE EPRA Europe -5,21% 30. Jänner 2013–6. Februar 2013

CERX (6.2.)

475,63

-2,04%

inhalt Immo:Capital > Boom: Wiener Zinshäuser 26 > Mallorca-Preise gefallen 26 Immo:Markets > Immo-Investoren mutiger 28 > Unger stark in Russland 28 > Turbulenzen im Blumau 29 > „Stuttgart 21“ wird teuer 29 Law & Order > Vermieten kann teuer sein29 > Huber neuer CMS-Partner 30 > SCWP Schindhelm bei ifa 30

© Briem/Karin Christiana Nussbaumer; panthermedia.net/Enrico De Vita

IMMO-FONDS

Börselgerecht An der Côte d’Azur im Süden Frankreichs gibt es Immobilien in jeder Preisklasse, weiß Immo-Expertin Katharina Briem-Kucharsky, die sich auf das Top-Segment spezialisiert hat. Der Markt ist dank bester Infrastruktur ­stabil, die Käufer finden sich quer durch den Kontinent. Seite 26


i m m o : c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 8. Februar 2013

financenet@medianet.at

short

© Panthermedia.at/Alfred Emmerichs

Fachschulung „Schnittstelle Baustelle“

Côte d’Azur Immobilien an Frankreichs Südküste sind noch immer stark gefragt; hochpreisiges Segment im Fokus

Rund um Monaco gibts Immobilien für jede Börse Luxuriöse Objekte sind preislich nach oben offen; kleinere auch für Normalbürger erschwinglich.

© Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

„Bauen+Wohnen ­Salzburg“ bis 10.2.

Die „Bauen+Wohnen Salzburg“ hat ein Einzugsgebiet bis Südbayern.

Salzburg. Die ‚Bauen+Wohnen Salzburg‘ , die noch bis 10. Februar läuft, verteidigt seit 35 Jahren ihre Spitzenposition als Westösterreichs führende Bauund Wohnmesse, meint Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg. Haupteinzugsgebiet der Messe sind Salzburg, Oberösterreich, aber auch die nördliche Steiermark sowie der Süden Bayerns. Rund 35.000 Besucher werden erwartet.  (red)

Tagung „Nachhaltiges Bauen“ gemeinsam Wien. Erstmals tagten die Leitungsorgane der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und ÖGNI gemeinsam im Wiener Courtyard by Marriott im „Viertel Zwei“ . Für beide Vereine war dies die erste Sitzung des Jahres. Als Rahmenprogramm gab es eine Führung durch den WU Campus.  (red)

Luxus um 1,35 Millionen … „Es gibt wie überall viele verschiedene Marktsegmente“, erläutert die österreichische Immo-Expertin Katharina Briem-Kucharsky, die sich auf Top-Lagen an der Côte d´Azur, aber auch solche in Kitzbühel, spezialisiert hat. „Es hängt vom Ziel ab, das sich der Käufer gesetzt hat – Investment oder Eigennutzung, Wohnimmobilie oder Gewerbe, genauer Mikromarkt, etc.“ Bei den Wohnimmobilien sind zum Beispiel die Gebiete nahe Monaco sowie Cannes aufgrund der guten Infrastruktur sehr beliebt und preisstabil, so BriemKucharsky. „Am Wohnimmobilienmarkt an der Côte d‘Azur sind es hauptsächlich Franzosen, Engländer, Russen und Italiener – aber auch andere Nationalitäten zählen zu den Interessenten”, sagt die Immo-Expertin. „Unser ‚Objekt des Monats‘ ist eine luxuriöse

Katharina Briem-Kucharsky: „Gebiete nahe Monaco und Cannes haben gute Infrastruktur – sie sind beliebt und preisstabil.“

Wohnung mit zwei Schlafzimmern bei Eze nahe Monaco mit einem unglaublichen Blick übers Meer und die Berge“, erläutert Katharina Briem-Kucharsky. „Es verfügt über eine 90 m� große Terrasse, komplett ausgestattet, Bad, Gäste-WC, großes Wohnzimmer, Einbauschränke, Garage, Pool sowie einen 24 Stunden Sicherheitsdienst und Concierge-Service.“ Auch ein Parkplatz, Schwimmbad, ein Keller und Aufzug sind für 1,35 Mio. € dabei.

… und für kleinere Börsel Wer jetzt aber nicht gleich zig Millionen locker machen will, kanns auch günstiger haben: Ein Apartment mit 50 m� und eine

15 m�-Terrasse mit Meerblick nach Süden in Cannes und dem Strand in Gehweite wird um 365.000 € angeboten; in der Anlage gibts auch einen Tennisplatz. Wers vergleichsweise noch günstiger haben will, könnte sich auch einen Altbau (Baujahr 1973) außerhalb des Zentrums ansehen; dort kostet eine Wohnung im ersten Stock mit 72 m�, vier Zimmern, darunter drei Schlafzimmer und ein Badezimmer sowie mit ein Wohnzimmer mit 19 m� und Süd-Ausrichtung lediglich 255.000 € – ein Balkon mit Aussicht auf die Berge ist dabei inklusive. Nizza ist größer als die Stadt des Filmfestivals, wo sich jedes Jahr die erste Garnitur aus Hollywood trifft, verfügt über den zweitgröß-

ten Flughafen Frankreichs und ist von Wien aus in eineinhalb Stunden (um rund 120 € mit der AUA, wenn man rechtzeitig bucht) erreichbar. In Monaco ist man über die Autobahn in einer halben Autostunde. Eine Drei-ZimmerWohnung mit 69 m�, Einbauküche, 50 Meter vom Strand entfernt (2. Reihe), zwölf m�-Balkon mit Ausschnittblick auf´s Meer kommt auf 290.000 €. In Menton an der italienischen Grenze und rund eine dreiviertel Autostunde von Nizza entfernt, errichtet Italgest das „Cap Riviera“, einen Neubau mit vier Etagen. Ein Studio in Gehweite zum Meer kommt auf 135.000 €; drei Zimmer mit einer großen Terrasse kosten 376.000 €.

Mallorca Der Mietmarkt ist stark; Deutsche führen

Wiener Zinshausmarkt Plus von 24 Prozent im Vorjahr

Palma de Mallorca. Der Durchschnittspreis für Top-Immobilien auf Mallorca ist von 1,1 Mio. € im Jahr 2009 auf 810.000 € im letzten Jahr gefallen, meldet das MaklerUnternehmen First Mallorca. Die Zahl der deutschen Käufer hat sich in 2012 nahezu verdoppelt, während die spanischen Käufer aus der Statistik fast verschwunden sind. Die Verhandlungs-Spanne ist mit 10,87% erstaunlicherweise stabil und ein wenig geringer als im Vorjahr – was in einem Käufermarkt anzeigt, dass Immobilien, die zu einem konkurrenzfähigen und gerechtfertigten Preis angeboten werden, sich auch verkaufen. „Wir haben aber auch Ausnahmen erlebt, welche die Regel bestätigen”, sagt First Mallorca-Geschäftsführerin Heidi Stadler. „Ein neues Anwesen in erster Linie in Puerto de Andratx ist im letzten Herbst zu einem Quadratmeter-Preis von 23.500 Euro veräußert worden.” Während der Markt für Apartments eine gesunde Nachfrage erlebt, wird auch ein Zuwachs an Investoren wahrgenommen, die nach außergewöhnlichen Fincas

Wien. Im vergangenen Jahr konnte das Transaktionsvolumen am Wiener Zinshausmarkt um 15% auf 1,45 Mrd. € weiter zulegen, wobei der Anteil an Zinshäusern im „Alleineigentum“ überproportional stieg. Insgesamt wurden im Jahr 2012 reine Zinshaus-Transaktionen mit einem Volumen von rund 1,2 Mrd. € abgewickelt; das entspricht einem Plus von 24% gegenüber dem Vorjahr. Zinshäuser sind damit das am stärksten wachsende Segment des Immobilieninvestmentmarkts.

Rückgang beim Durchschnittspreis Das Top-Segment boomt kräftig mit reichlich Landbesitz suchen. Das gleiche Interesse gilt ebenso für attraktive Grundstücke mit kompromissloser Privatsphäre und „einer Welt für sich“, so Stadler. „Der Mietmarkt ist stark, eindeutig angeführt von deutschen Mietern mit über 50 Prozent, die meist einen Mietvertrag mit spanischen Besitzern abschließen, gefolgt von englischen Besitzern.“ Der höchste Mietpreis wurde mit 10.000 € im Monat registriert. (red)

wertig renovierter Altbauflächen und großzügig ausgebauter Dachgeschoße. Die Renditen für sehr gute Objekte in guten Lagen innerhalb des Gürtels liegen bei 3,0 bis 3,5 Prozent. „Der Preisanstieg wird sich auch im Jahr 2013 fortsetzen“, sagt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien, „da bei ungebrochen hoher Nachfrage immer weniger Spitzenobjekte auf den Markt kommen.“  (red)

Preisanstiege in ganz Wien

Porto Andratx: 23.500 Euro für einen Quadratmeter sind möglich.

Wie aus dem aktuellen jährlich erscheinenden „Zinshausmarktbericht 2013“ von EHL Immobilien hervorgeht, kam es in allen Bezirken zu leichten Preisanstiegen und leichten Rückgängen der Renditen. Besonders gut haben Immobilien des Topsegments abgeschnitten. Im ersten Bezirk konnte eine überdurchschnittliche Preisentwicklung erzielt werden und die durchschnittlichen Kaufpreise stiegen auf rund 4.800 €/m� in Folge hoch-

© EHL Immobilien

Schwetzingen. Nach erfolgreichem Start in Deutschland kommt die gewerkeübergreifende Fachschulung „Schnittstelle Baustelle“ im März 2013 nach Österreich: In Steyregg, Klagenfurt und Mils bei Hall können Handwerker, Architekten und Planer ihr Wissen zu gewerkeübergreifenden Schnittstellen vertiefen. Schnittstellen gibt es überall dort, wo verschiedene Bauteile und Gewerke zusammentreffen, zum Beispiel, wenn Fenster in die Gebäudehülle eingebunden werden müssen. Unter anderem müssen Fensterbank und Rollladenkästen wind- und schlagregendicht eingebaut werden „Wer Schnittstellen im Vorfeld plant, vermeidet Fragen und Komplikationen. Wenn es später zu Bauschäden kommt, kostet die Mängelbeseitigung den Verarbeiter viel Zeit und damit Geld; zudem ist immer ein Imageverlust damit verbunden“, sagt Architekt Oliver Goldau von ‚pro clima, Moll bauökologische Produkte GmbH‘. Die eintägige Fachschulung umfasst sechs Praxisseminare und acht Fachvorträge zu bauschadensfreiem Bauen. (red)

Nizza/Monaco. Allein schon die Namen lassen den Hauch von Luxus und mondänem Leben spüren: Nizza, St. Tropez, Cannes – das suggeriert Oberklasse, Stars und das Gefühl der großen weiten Welt. Und natürlich teuer, gern auch mal sauteuer ... Immobilieninvestments sind auch in Frankreich höchst beliebt; die Preise erreichen fast schon beängstigende Höhen. Doch sogar an der sonnigen Südküste, wo klingende Namen wie Cannes, Antibes oder Nizza Stars, Glamour und Jet-Set verheißen und die „guten Lagen“ sich in für Normalbürger astronomischen Höhen bewegen, scheint der Gipfel noch nicht erreicht.

© Panthermedia.net/Jürgen Haack

Schnittstellen am Bau können ­Probleme verursachen.

© Briem/Karin Christiana Nussbaumer

helga Krémer

Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien.


immo:markets

Freitag, 8. Februar 2013

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Immofinanz In Österreich hat das Unternehmen unter anderem zwei Wiener Büroobjekte und in Deutschland drei Logistikobjekte veräußert

Sechs Verkäufe abgeschlossen Wien. Die Immofinanz Group setzt ihr Immobilien-Verkaufsprogramm weiter um: In den vergangenen Wochen wurden sechs Transaktionen abgewickelt. Das Gesamtvolumen der Veräußerungen liegt bei rund 81 Mio. € und damit deutlich über dem Buchwert.

(Bayern) mit einer Gesamtnutzfläche von über 20.000 m�, einer in Dormagen (Nordrhein-Westfalen) und einer in Heusenstamm (Hessen) in der Nähe des Frankfurter Flughafens mit rund 15.400 m� Nutzfläche verkauft.

Zwei Büroobjekte in Wien …

Käufer aller drei Objekte ist der BEOS Corporate Real Estate Fund Germany II. Mit dem Verkauf des Objekts im Parc D’Activités Logistiques de Nice, 10 km vom Stadtzentrum, an einen lokalen Privatinvestor hat sich die Immofinanz Group von

Das rund 5.200 m� Bürofläche umfassende Office Cube am Gaudenzdorfer Gürtel 67 wurde an die deutsche aik Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft mbH veräußert; das Geschäfts- und Bürogebäude auf der Josefstädter Straße 78 mit rund 2.600 m� Nutzfläche ging an einen Eigennutzer. Beide Verkäufe wurden durch EHL Immobilien vermittelt. In Deutschland hat die Immofinanz-Tochter Deutsche Lagerhaus von einer Immobilie in Kirchheim

ihrer einzigen Immobilie in Frankreich getrennt. „Mit diesen sechs Transaktionen setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Erhöhung der Umschlagshäufigkeit und schaffen zusätzliche Liquidität für unsere Immobilienmaschine“, zeigt sich Manfred Wiltschnigg, COO der Immofinanz Group, zufrieden. „Durch den Verkauf des Logistikobjekts in Nizza haben wir zudem unser Engagement in Frankreich beendet; die Veräußerung unserer letzten Immobilie dort war naheliegend, ist doch die Forcierung der Aktivitäten in den Kernmärkten unser erklärtes Ziel“, so Wiltschnigg. (rk)

… und deutsche Logistik

© Immofinanz Group

Komplettrückzug aus Frankreich; Konzentration auf die Kernmärkte.

Manfred Wiltschnigg, COO Immofinanz: „Verkauf in Frankreich war naheliegend“.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Wörthersee Stark gefragt

Luxus im Fokus

Velden. „Der Wörthersee wird derzeit bei internationalen Investoren sehr hoch gehandelt. Sie schätzen hier die Sicherheit, die Anonymität und die landschaftliche Schönheit“, erklärt Kurt Mahnert, Projektverantwortlicher der Immobilien von Karl Wlaschek am Wörhersee. „Luxus-Appartements sind sehr rar, deshalb ist das Interesse daran so groß.“ Im September 2011 hat BillaGründer Karl Wlaschek, der vor 60 Jahren Bar-Pianist in Velden war, über seine Immobilien-Gesellschaft das exklusive Schlosshotel sowie die dazugehörenden Luxus Residenzen erworben. Seitdem steht der Wörthersee wieder verstärkt im Blickpunkt internationaler Investoren. Alleine im vergangenen Jahr wurden neun Luxus-Residenzen an ausgewählte Investoren verkauft. Neben Wirtschaftsmanagern aus Deutschland und Österreichs fanden sich unter den Käufern der mindestens eine Mio. Euro teuren Appartements auch namhafte Persönlichkeiten aus dem britischen Raum und Osteuropa. Um die Attraktivität weiter zu erhöhen, erfolgte in diesen Tagen der offizielle Startschuss für massive Umbauten im und um das „Schloss am Wörthersee“: So wird der gesamte Wellness & Spa-Bereich deutlich erweitert, ein eigenes Personalhaus für 62 Mitarbeiter sowie ein großzügiges Freischwimmbad errichtet. Die Gesamt-Investitionssumme beträgt knapp fünf Mio. Euro. (red)

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

© Wikimedia

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Karl Wlaschek alias Charly Walker war in den 50ern Pianist im Schlosshotel. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


immo:markets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 8. Februar 2013

financenet@medianet.at

Investitionsklima-Index Deutschland, Frankreich und Großbritannien zeigen wieder einheitlichen Aufwärtstrend

short

Immobilieninvestoren ­fassen wieder mehr Mut

Alarmglocken am Bau nicht zu überhören Wien. Bei den Bausozialpartnern schrillen die Alarmglocken. Mit insgesamt 83.448 arbeitslosen Bau- und Holzarbeitern wurde die Rekordarbeitslosigkeit vom Jänner 2010 wieder erreicht. Deshalb fordern Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel und die Gewerkschaft Bau-Holz unter ihrem Chef Josef Muchitsch als ersten raschen Schritt ein dringend notwendiges Vorziehen von öffentlichen Aufträgen. (APA)

Deutscher Immo-Markt bleibt auch bei einer Transferunion hoch im Kurs; Irland auf Investmentradar. Fritz Haslinger

Hamburg/Wien. Die europäischen Immobilieninvestoren stehen in den Startlöchern, ihre Investments in 2013 gegenüber dem Vorjahr deutlich hochzufahren, so das Ergebnis einer aktuellen Investitionsklima-Studie von Union Investment Real Estate GmbH.

Immobilienmarkt in München boomt

Euro-Krise lässt Anleger in vermeintlich sicheres Betongold flüchten.

München/Wien. Für 10.000 € den Quadratmeter ist eine bezugsfertige Beletage zu haben, und wer im Dachgeschoss eine Wohnung erwerben möchte, muss für einen Quadratmeter stolze 18.750 € hinblättern. „Solch ein Preis ist selbst in München nicht alltäglich“, sagt Stephan Kippes, der für das Marktforschungsinstitut des IDV halbjährlich den Münchner Immobilien- und Mietmarkt analysiert. Und doch: Der Makler Mueller & Englisch bietet eine Drei-Zimmer-Penthouse Wohnung für 17.200 €/m� an. Duken und Wangenheim inseriert eine Gartenwohnung im Lehel für rund 16.000 € pro m�. Kippes hat errechnet, dass die durchschnittlichen Immobilienpreise von 2009 bis 2012 um fast 22% gestiegen sind. „Und derzeit ist kein Ende des Runs in Sicht. Denn die Finanzkrise hat Anleger so verunsichert, dass sie in vermeintlich sichere Werte flüchten“, erklärt Kippes. (red)

Finanzierung bleibt Problem Rund 70% der Investoren rechnen mit steigenden Finanzierungszinsen, in Frankreich werden überdies steigende Steuern befürchtet. „Angesichts der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen an den Kreditmärkten verwundert es nicht, dass für opportunistische Investments in den Anlagestrategien der europäischen Investoren weiterhin wenig Spielraum bleibt“, erklärt Reinhard Kutscher, Vorsit-

zender der Geschäftsführung der Union Investment, Hamburg. „85 Prozent der Immobilienprofis glauben, dass die Konzentration auf Core-Produkte infolge der Euro-Krise weiter zunehmen wird“, so Kutscher.

abzulegen. Grund sei auch der allgemeine wirtschaftliche Ausblick für Europa, der sich aus Sicht der Immobilienprofis gegenüber dem Vorjahr verbessert habe.

Risikoappetit steigt

„Eine Rezession in ganz Europa erwarten jetzt nur noch 30 Prozent der Investoren; bei der letzten Befragung waren es noch 42 Prozent. Auch ist der Zerfall der Eurozone nun nur noch für drei Prozent (Vorher zwölf Prozent) der Befragten ein ernstzunehmendes Szenario“, sagt Kutscher. Im Gleichklang hierzu verzeichnete der Investitionsklima-Index von Union Investment, der die Erwartungen der Immobilienin-

Die europäischen Investoren scheinen jedoch allmählich wieder einen größeren Risikoappetit zu verspüren. Unter den britischen Investoren sei „Rendite“ mit deutlichem Abstand das Anlagemotiv Nummer eins; auch in Frankreich und Deutschland steige die Bereitschaft, die traditionell stärker ausgeprägte Sicherheitsorientierung

© APA/Herbert Neubauer

Rezessionsangst nimmt ab

ifa AG Refurbishment des alten Hauptzollamts

Wien. „Russland hat 250 Millionen Einwohner und ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent; dadurch gibt es in Russland auch die Nachfrage“, erklärt Stahlbauunternehmer Josef Unger. Bereits seit 20 Jahren ist das international agierende Unternehmen auch in Russland erfolgreich unterwegs. „Wir, als Familienunternehmen, haben die Stärke gezeigt, dass wir dem Kunden wirklich Komplettservice anbieten können: Planung, Ausführung und Montage. So ha-

Linz/Wien. Die ifa AG hat das ehemalige denkmalgeschützte Hauptzollamt 2012 erworben und plant in dem historischen Baujuwel die Errichtung von 84 Mietwohnungen sowie Büros. Der revitalisierte Komplex wird in „Palais Zollamt“ umbenannt und neue Maßstäbe für zeitgemäße innerstädtische Wohn- und Arbeitserlebnisse bieten, heißt es seitens ifa.

ben wir Stammkunden gewonnen, oder auch Kunden von Westeuropa, die sich dort angesiedelt haben“, bestätigt Unger.

Starke Nachfrage gegeben Gebaut wurden Einkaufszentren, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Messe- und Autohäuser, Flughäfen, Hotels- und Wohnungen. „Unser Russland-Umsatz wird sich verdoppeln, weil wir hier starke Nachfrage haben“, sagt Unger. (fh)

© Wikimedia

Auftraggeber-Pflichten sind nicht durch Architekten substituierbar.

vestoren in den drei größten europäischen Volkswirtschaften systematisch erfasst, in Deutschland und Großbritannien einen Anstieg von jeweils rund einem Punkt auf 67,9 beziehungsweise 64,9 Punkte. In Frankreich kletterte der Index um fünf Zähler und steht nunmehr bei 64,2 Punkten. Bei deutlichen Abschlägen für die südeuropäischen Peripherieländer erwarten die Investoren für die meisten Investitionsregionen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) eine positive Wirtschaftsentwicklung. Neben Deutschland werde insbesondere den Immobilienmärkten in Polen, der Türkei und Irland zugetraut, sogar gestärkt aus dem aktuellen Zyklus hervorzugehen.

Unger Steel-Group Seit 20 Jahren auf russischem Markt

Unger Stahlbau in Russland stark

Stadthallenbad bleibt weiterhin im Fokus

Wien. Die StadthallenbadDiskussion ist noch nicht zu Ende. Nach den der Kammer vorliegenden Unterlagen wurde driendl*architects auf Grundlage eines bereits ausformulierten und budgetierten, im Ergebnis aber unvollständigen Vorprojekts, das nicht von driendl*architects stammte, mit der Generalplanung für die (Teil-) Sanierung beauftragt. Aus Sicht der Kammer ist eine klare Definition und besonnenes Vorgehen des Bauherren Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung. (APA)

Der wirtschaftliche Ausblick in Europa hat sich verbessert, meinen Immo-Profis und setzen wieder auf mehr Risiko beim Kauf.

Unger Steel: 215 Millionen Euro Umsatz in 2012, davon ein Drittel in Russland.

Linz erwartet das „Palais Zollamt“ Soravia, Vorsitzender der ifa AG, über den Erwerb und Umbau des Architekturjuwels. Das Palais Zollamt werde Investoren als Bauherrenmodell angeboten und aufgrund der hohen Bauqualität und seiner sensationellen Lage sei es ein langfristiges Ertragsobjekt mit hoher Wertbeständigkeit. Ab einem Eigenkapitaleinsatz von 12.500 € kann Miteigentum an der Immobilie erworben werden. (fh)

Immobilie in bester Lage Eingebettet in die Erlebniswelt des urbanen Zentrums von Linz, einer Stadt, die sich in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem vitalen Industrie- und Dienstleistungszentrum mit Charme und hoher Lebensqualität entwickelt hat, liegt das historisch interessante Objekt auch gleichzeitig nahe bei Natur und Kultur. „Seit 1858 ist das ‚Palais Zollamt‘ ein wichtiges Gebäude im Mittelpunkt von Linz. Wir werden dafür sorgen, dass unser Objekt auch in den kommenden 155 Jahren das wertbeständige und vitale Zentrum der Stadt bleibt“, freut sich Erwin

© ifa.at

© panthermedia.net/Andreas Zeilinger

Angesichts schrumpfender Kreditmärkte seien dem steigenden Renditehunger der Investoren jedoch enge Grenzen gesetzt. Das Investmentjahr 2013 wird daher von einem weiterhin hohen Konkurrenzdruck in den zyklisch robusten Immobilienmärkten Nordeuropas geprägt sein, sind die Immobilienexperten von Union Investment überzeugt. Diese Ansicht basiert auf den Ergebnissen einer Befragung von insgesamt 165 Investitionsentscheidern in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Zum Jahresstart hätten die Investoren unisono erklärt, dass sich infolge der Euro-Krise die Kapitalanforderungen für Immobilieninvestments weiter verschärfen würden.

© WK Wien/Peter Provaznik

Wohldosiertes Risiko

84 Wohnungen und Büros im Linzer Rathausviertel, 32 Mio. Euro Investition.


i m mo : m ar k ets/ l aw & ord e r

Freitag, 8. Februar 2013

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Stuttgart 21 Nach Turbulenzen um den Flughafen Berlin kommt weiteres deutsches Großprojekt unter die Räder

short

Signale stehen auf Rot

AK fordert höhere Wohnauförderung Wien. Seit 2008 ist die Zweckbindung der Mittel des Bundes für die Wohnbauförderung aufgehoben: Die Länder können selbst festlegen, wie viel sie für die Wohnbauförderung ausgeben. 2011 waren das um 270 Mio. € weniger als 2010, kritisiert die Arbeiterkammer (AK). „Für Mieter heißt das, sie müssen für Wohnkosten immer tiefer in die Geldbörse greifen“, sagt AK-Chef Herbert Tumpel und er fordert: „Wir brauchen dringend leistbare Wohnungen und daher mehr Wohnbauförderung.“  (red/ots)

Tiefbahnhof kostet nach derzeitigen Berechnungen satte 6,8 statt der geplanten 4,5 Milliarden Euro. Stuttgart. Schadenfreude ist keine Tugend, aber ein wenig Schmunzeln mag erlaubt sein, wenn man die aktuellen deutschen Großprojekte betrachtet: Der Großflughafen Berlin ist vom Start weit entfernt, in Hamburg ist die neue Elbphilharmonie, die längst eröffnet hätte werden sollen, ein besserer Rohbau – und in Stuttgart scheint der geplante und heftig umstrittene Neubau des Bahnhofs unter der Erde unter der Schuldenlast zusammenzubrechen. Zur Erinnerung: Die deutsche Bahn will den alten Bahnhof aus den 1930er-Jahren des vorigen Jahrhunderts komplett schleifen lassen und einen riesigen Großbau unter der Erde starten. Der Projektname: „Stuttgart 21“. Jahrelang hatte die Bevölkerung dagegen protestiert und erst eine Volksabstimmung unter

1.000 Einsprüche gegen Linzer Westring Linz/Wien. Knapp 1.000 Einsprüche gibt es gegen den Linzer Westring (A26), seitdem die Planungsunterlagen Mitte Dezember öffentlich aufgelegt worden sind. Die Asfinag bleibt dabei, dass die ‚A 26 Linzer Autobahn‘ die oberösterreichische Landeshauptstadt vom Verkehr entlastet und mehr Lebensqualität bringt. Mit der A 26 soll eine leistungsfähige Straße zwischen der A 7 Mühlkreis Autobahn beim Knoten Hummelhof und der B 127 Rohrbacherstraße realisiert werden. Die neue Strecke bringt um acht Prozent weniger Verkehr im Stadtgebiet. Pendler aus dem westlichen Mühlviertel kommen schneller ans Ziel.  (red)

© dpa/Benjamin Beytekin

dem neuen grünen Ministerpräsidenten zwang diesen – eigentlich ein Gegner des Megabaus – zur Aufgabe des Widerstands. Jetzt sieht es so aus, als ob eine Explosion der Baukosten dem Projekt den Garaus machte: Der Bund geht auf Abstand zu Stuttgart 21 und will offenbar keine weiteren Milliarden im umstrittenen Tiefbahnhof versenken. Nach Informationen von Stuttgarter Zeitung und „Spiegel Online“ sehen die Vertreter des Bundes im Bahn-Aufsichtsrat das Projekt höchst kritisch. Der Bahnhof könnte möglicherweise erst 2024 fertiggestellt werden; offiziell hält die Bahn daran fest, den Bahnhof bis zum Jahr 2021 fertigstellen zu können. Die Kosten könnten nach aktuellen Berechnungen 6,8 statt 4,5 Mrd. € betragen. Es wird von Fachleuten auch bezweifelt, dass sich Stuttgart 21 rechnen wird.

helga Krémer

Stuttgart 21: Wird das Projekt gestoppt, weil die Baukosten außer Kontrolle geraten?

Verurteilt Im Pongau kamen Eigentümer vor den Kadi, weil sie Wohnungen wochenweise an Urlauber überließen

Vermieten kann Ihr Börsel gefährden!

Das niederländische Ehepaar hatte seine Wohnung in Wagrain im Pongau ganz offen im Internet zur Vermietung angeboten und auch für jeden Gast Gebühren an die Gemeinde bezahlt. Sie hatten die Immobilie ursprünglich auch

© Wikimedia/Mapper 07/CC Lizenz

Gemeindegebühren bezahlt

deswegen gekauft: Drei Monate im Jahr selber dort wohnen, neun Monate vermieten, war der Plan. Allerdings war die Immobilie als Hauptwohnsitz im Grundbuch eingetragen, was nicht den Tatsachen entsprach. Damit liegt aber eine touristische Nutzung vor – und die verstößt gegen das Salzburger Raumordnungsgesetz. Da nützte es wenig, dass die Niederländer Verstöße gegen Verfassung und EU-Recht geltend machten – der unabhängige Verwaltungssenat hat das Ersturteil der Bezirkshauptmannschaft jetzt nämlich bestätigt. Das Urteil lautete auf Bezahlung einer Geldstrafe in der Höhe von 2.500 €.  (red)

Salzburger Raumordnungsgesetz: gegen illegale Zweitwohnungsnutzung.

USA verklagen S&P wegen Hypo-Krediten

© EPA

Wagrain. Im Pongau wurden jetzt erstmals Wohnungseigentümer verurteilt, weil sie ihre Wohnung wochenweise an Urlauber vermietet haben. Das ist jedoch nach dem Salzburger Raumordnungsgesetz außerhalb ausgewiesener Zweitwohnungsgebiete verboten. Der unabhängige Verwaltungssenat hat das Ersturteil nun bestätigt.

Verkaufswelle bei Immobilien nach Lehman-Pleite: Agentur mit schuld?

Frutura Glashausprojekt in Blumau eckt bei Therme an

SOT Neue EU-Richtlinie

Äquatorialguinea baut

Bad Blumau. Ein Glashausprojekt bringt die Betreiber der RognerTherme in Bad Blumau auf die Barrikaden: Die Frutura Obst&Gemüse plant eine geothermisch beheizte Gemüseproduktion im steirischen Bierbaum, das zu Bad Blumau gehört. Die Thermenbetreiber fürchten aber, dass das ihre Quelle beeinträchtigen könnte. Seitdem tobt der Kampf ums Glashaus: Der Gemeinderat Blumau hat einen Beschluss

Wien. Ab März diese Jahres tritt eine neue Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr in Kraft. 57% der EU-weiten Unternehmen haben aufgrund von Zahlungsverzug mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen, die sogar bis zu einem Konkurs führen können. „Sehr häufig dabei sind Unternehmen betroffen, die von der Zahlungsmoral der öffentlichen Hand abhängig sind, doch die sich selten an vorgegebene Zahlungsziele hält. Auch in Österreich ist es gang und gäbe, dass die öffentliche Hand offene Forderungen verspätet begleicht und das Zahlungsziel um Wochen überschreitet“, erklärt Anton Schmidl, Partner SOT Süd Ost-Treuhand Klagenfurt. Die neue Richtlinie, die am 16. März in Kraft tritt, sieht dabei vor, dass die öffentliche Hand alle Rechnungen innerhalb von 30 Tagen begleichen muss, dass das Zahlungsziel für Unternehmen bei maximal 60 Tagen liegen darf und der gesetzliche Verzugszinssatz auf mindestens acht Prozent über dem Referenzzinssatz angehoben wird. (red)

Wien. Teodoro Obiang, seit 33 Jahren Diktator von Äquatorialguinea, baut eine moderne Hauptstadt. Ein Golfplatz, eine Universität und ein Luxushotel sind fast fertig, Regierungsgebäude, ein Finanzdistrikt und Wohnsiedungen sollen folgen. Die Stadt mit dem Namen Oyala wird im afrikanischen Dschungel liegen; bis 2020 soll sie den Regierungssitz beherbergen und Heimatstadt von bis zu 200.000 Menschen sein.  (red)

Intentionalart/Wikimedia

gefasst, der keinen Kontrahenten begünstigt – man will offenbar beides haben; immerhin geht es um bis zu 250 neue Arbeitsplätze. Inzwischen liegt ein Wasserrechtsbescheid für Probebohrungen vor. Im erstinstanzlichen Bescheid der Wasserrechtsabteilung des Landes wird auch festgehalten, dass der Therme keine Parteienstellung zukommt; das Wasserrecht der Blumauer Thermenbohrung ist im Eigentum des Landes. (red)

Rogner-Therme: Nutzung des unterirdischen Heißwassers gefährdet Thermalquelle.

© EPA

Rogner-Bad hat Angst ums Wasser Zahlungsverzug Hauptstadt neu

Teodoro Obiang, Diktator von Äqutorialguinea, baut eine neu Hauptstadt.

New York/Washington. Die Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) muss sich für ihre Rolle in der Finanzkrise verantworten. Fünf Jahre nach dem Beinahe-Kollaps des Finanzsystems hat das US-Justizministerium eine Betrugsklage gegen S&P und deren Mutterfirma McGraw-Hill eingereicht. Der Vorwurf: S&P habe Risiken bei Hypothekenpapieren verschwiegen. Diese Hypothekenpapiere waren der Sprengstoff, der die Märkte beben ließ und zum Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 führte. S&P habe die Risiken bei bestimmten Wertpapieren bewusst heruntergespielt, so der Vorwurf des Justizministeriums. Beweisen sollen das unter anderem interne E-Mails. Grund sei gewesen, dass die Ratingagentur Aufträge habe ergattern wollen. Denn nicht die Anleger hatten S&P mit der Bewertung der Hypothekenpapiere betraut, sondern die verkaufenden Banken. Dieses Geschäftsmodell wird zwar seit Jahren wegen der entstehenden Interessenkonflikte kritisiert, doch ist es bis heute üblich in der Branche.  (APA)


l aw & o r d e r / p e o p l e & dat e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 8. Februar 2013

financenet@medianet.at

„Immy“-Award Immobiliendienstleister EHL erhält dieses Jahr zum dritten Mal in Folge einen Qualitätspreis

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Silber-Immy 2013 für EHL

DLA Piper bei Anzahl der Transaktionen vorn Wien/London. Die inter­na­tio­nale Anwalts­kanz­lei DLA Piper wurde in einem aktu­el­len Ran­king der M&A-Informati­ onsplattform „mer­ger­mar­ket“ für das Jahr 2012 nach Anzahl welt­weit betreu­ter M&A-Trans­ aktionen an ers­ter Stelle unter den Wirt­schafts­kanz­leien gereiht. DLA Piper hat laut mer­ger­mar­ket im Jahr 2012 weltweit bei rund 350 Trans­ak­ tio­nen mit einem Gesamt­wert von insgesamt 55 Mrd. USD bera­ten.  (red)

Wien. Immobiliendienstleister EHL wurde mit einem Silber-„Immy“, dem Qualitätspreis der Wiener Immobilienmakler, ausgezeichnet. Dies ist bereits der dritte „Immy“ in Folge für das Unternehmen nach einem Silber-„Immy“ 2011 und einem Gold-„Immy“ 2012. „Konstant hohe Qualität in der Beratung ist unser wichtigstes Anliegen. Jeder unserer Mitarbei­ ter arbeitet 100 Prozent kundeno­ rientiert“, sagt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschaf­ ter von EHL Immobilien. „Dass diese Einstellung nun schon mit dem dritten ‚Immy‘ belohnt wird, ist ein weiterer Ansporn für unser Team.“

© Gassauer-Fleissner Rechtsanwälte

Gassauer-Fleissner ernennt neue Partner

Service bieten. Die Preisträger werden durch ein mehrere Monate dauerndes Mystery Shopping ei­ ner unabhängigen Unternehmensberatungsgesellschaft ermittelt. Jedes Unternehmen wird dabei mehrmals von verschiedenen Testinteressenten überprüft. Beurteilt werden Qualität und Dienstleis­ tungsorientierung mittels eines standardisierten Fragebogens, der unter anderem die Reaktions­ geschwindigkeit bei Anfragen, die Qualität schriftlicher Informa­ tionen, Freundlichkeit und Ter­ mintreue sowie den Ablauf eines Besichtigungstermins berücksichtigt. Die Wohnabteilung von EHL un­ ter der Leitung von Sandra Bau­ ernfeind kann auf ein starkes Ge­ schäftsjahr zurückblicken; 2012 konnten insgesamt 1.350 Woh­ nungen vermittelt werden, was ein Plus von 15% gegenüber dem Vor­ jahr bedeutet. (red)

Testinteressenten bewerten Der Preis wird jenen Unterneh­ men verliehen, die bei der Vermitt­ lung von Miet- und Eigentumswoh­ nungen an Privatkunden das beste

© WK Wien/Peter Provaznik

Nach Silber im Jahr 2011 und Gold 2012 wurde EHL auch dieses Jahr wieder ausgezeichnet.

D. Hofbauer, M. Umfahrer, S. Bauernfeind, R. North und M. Pisecky.

Robert Prchal und Domi­nik Göbel, Gassauer-Fleissner Rechtsanwälte.

CMS Reich-Rohrwig Hainz Zum dritten Mal in Folge wurde Peter Huber zum Managing Partner der Kanzlei gewählt

Wien. Die Wie­ner Sozie­tät Gas­ sauer-Fleissner Rechts­an­wälte hat Domi­nik Göbel (33) und Robert Prchal (35) zu neuen Part­nern ernannt. Göbel ist spe­ zia­li­siert auf IP-Recht (Intel­lec­ tual Pro­perty) und die strei­tige Durch­set­zung von Schutz­rech­ ten, vor allem im Bereich des Patent– und Mar­ken­rechts. Prchal ist spe­zia­li­siert auf Arbeits­recht. (red)

CMS: Peter Huber erneut Managing Partner Wien. Mit 1. Februar wurde ­Peter Huber (49) von der Part­ner­ver­ samm­lung zum zwei­ten Mal in sei­ ner Funk­tion als Mana­ging Part­ner der Anwaltssozietät CMS ReichRohrwig Hainz für wei­tere drei Jahre bestätigt. Seine dritte Funk­ti­ons­pe­riode star­tet Huber in neuen Kanz­lei­ räum­lich­kei­ten in der Wie­ner Gau­ er­mann­gasse, in die CMS ReichRohrwig Hainz Anfang des Jah­res über­sie­delt ist.

WU-Konferenz über Steuerpolitik Wien. Unlängst fand an der WU die international beach­ tete Konferenz „Developing a Tax Environment for Growth and Competitiveness“ statt. Veranstalter waren das Insti­ tut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht der WU und die Association Inter­ nationale de Droit Économique in Wien. Hochrangige Politker, Wissenschaftler und Vertreter der Wirtschaft nahmen an der Konferenz teil. (red)

„Der Kli­en­ten­nut­zen und unsere Pro­blem­lö­sungs­kom­pe­tenz für die kom­ple­xes­ten wirt­schafts­recht­li­ chen Fra­ge­stel­lun­gen ste­hen im Mit­tel­punkt unse­rer Tätig­keit.

© CMS

„Klienten im Mittelpunkt”

Peter Huber, Managing Partner bei der Anwaltssozietät CMS Reich-Rohrwig Hainz.

Immobilien Ankauf und Vermietung im Zentrum Wiens

A&N Media Online-Portale

Schönherr Überblick

Wien. Die Anwaltssozietät Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwäl­ te (SCWP Schindhelm) hat die ifa AG (Institut für Anlageberatung) in Linz sowie deren Investoren beim Ankauf und der Vermietung eines denkmalgeschützten Gebäudekom­ plexes in der Elisabethstraße 3 im ersten Bezirk in Wien beraten. Die Liegenschaft gilt mit einer Gesamt­ nutzfläche von rund 14.000 m� als das derzeit größte innerstäd­ tische Wiener Immobilienprojekt.

Wien. A&N Media Limited, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Daily Mail und General Trust Plc, wurde bei ihrem strategischen Ausstieg aus mehreren OnlinePortalen für Stellenangebote und Fahrzeuge, die sie in sechs Ländern in Mittel- und Osteuropa betrieb, von dem Kanzlei-Netzwerk CMS rechtlich beraten. Der Gesamtwert der Transak­ tionen betrug 44 Mio. € auf Basis des Unternehmenswerts.

Wien. Zum sieb­ten Mal hat die in­ ternationale Anwaltssozietät Schön­ herr die „road­map“ ver­öf­fent­licht. Die jähr­lich erschei­nende Publi­ka­ tion der Sozie­tät lie­fert einen Über­ blick über aktu­elle wirt­schafts­ recht­li­che The­men und Ent­wick­ lun­gen in Zen­tral- und Osteuropa. Die „road­map13“ erscheint heuer zum ers­ten Mal aus­schließ­lich in digi­ta­ler Form; illus­triert wurde sie von der öster­rei­chi­schen Soft­ ware­künst­le­rin Lia. (red)

SCWP Schindhelm bei ifa-Projekt

Manz-Neuerscheinung: KindNamRÄG 2013

© Manz

Neu bei Manz: „Kind­ schafts- und Namensrechts-Änderungsgesetz 2013“.

SCWP Schindhelm oblag dabei un­ ter anderem die Strukturierung des Projekts als Bauherrenmodell und die Vermietung an die Motel One Gruppe.

Das Beratungsteam Das Beratungsteam bestand aus Partner Immanuel Gerstner, Rechtsanwältin Irene Meingast und den Associates Lukas Leitner und Ria Dorfwirth. (red)

CMS berät

CEE-Roadmap

Immanuel Gerstner, Partner der Anwaltssozietät SCWP Schindhelm.

Der Verkauf fand im Rahmen von durch den Verkäufer initiier­ ten Ausschreibungen statt, im Zuge derer die Vermögenswerte in drei separaten Auktionsverfahren an drei unterschiedliche Investoren verkauft wurden. Insgesamt sieben Büros des in­ ternationalen Kanzlei-Netzwerks CMS, darunter vier Niederlas­ sungen von CMS Reich-Rohrwig Hainz, waren bei den Transakti­ onen involviert. Das internationale Beratungsteam bei CMS wurde von der Budapester Partnerin Anikó Kircsi geleitet. (red)

© Schönherr

Sieben Büros involviert

© SCWP Schindhelm

Wien. Am 1. Februar 2013 trat mit dem Kind­schafts- und Na­ mensrechts-Änderungsgesetz 2013 (Kind­NamRÄG 2013) eine der größ­ten fami­li­en­recht­li­chen Refor­men der letz­ten Jahre in Öster­reich in Kraft. Das im Ver­ lag Manz neuerschienene Werk „Kind��schafts- und Namens­ rechts-Änderungsgesetz 2013“ ana­ly­siert in 13 Fach­bei­trä­gen von Familienrechts-Experten aus­führ­lich die neue Geset­zes­ lage. Neben Geset­zes­text und Mate­ria­lien erhält das Buch auch eine Para­gra­fen­ge­gen­über­stel­lung. (red)

Wir wer­den unser Leis­tungs­an­ge­ bot noch schnel­ler an die für un­ sere Man­dan­ten wesent­li­chen Ent­ wick­lun­gen in deren Markt­um­feld und in den recht­li­chen Rah­men­be­ din­gun­gen anpas­sen; dabei wer­den auch inter­ak­tive Bera­tungs­an­ge­ bote immer wich­ti­ger wer­den. Die Akti­vi­tä­ten in süd­ost­eu­ro­päi­schen Märk­ten wird CMS ent­spre­chend dem lang­fris­ti­gen Com­mit­ment zu die­ser Region wei­ter aus­bauen“, so Peter Huber über seine Pläne für die nächste Funktionsperiode bei CMS. Huber ist Lei­ter des inter­na­tio­na­ len Trans­ak­ti­ons­teams von CMS. Der frü­here Invest­ment­ban­ker ist spe­zia­li­siert auf die juris-tischen Fachgebiete Über­nah­me­recht, M&A und Pri­vate Equity. (red)

Schönherr Senior Partner Guido Kucsko in einem Bild aus der „roadmap 2013“.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 8. Februar 2013 – 31

Neue Kampagne

Billa-Vorstand Siess macht Kunden auf Diabetes aufmerksam  Seite 36

© Apeiron Biologics

© APA/G. Hochmuth

healtheconomy Neuer Partner

Apeiron-Vorstand Hans Loibner meldet neue Kooperation für Krebsprodukt  Seite 34

Neuer Obmann OÖGKK mit jungem Chef © OÖGKK/Grebe

Bilanzen 2012 stimmen Industrie zuversichtlich

© WGKK/Richard Tanzer

short

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Interview Ingrid Reischl, Vorsitzende der Trägerkonferenz im Hauptverband der Sozialversicherungsträger und Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse, zeigt sich im Interview überzeugt, dass die Umsetzung der Gesundheitsreform 2014 beginnen kann und die letzten Vorarbeiten auch durch die Wahlkämpfe in den Bundesländern und für den Nationalrat nicht behindert werden. Dennoch könnte 2014 eine Trendwende bei den Kassenfinanzen bringen: Nach positiven Ergebnissen zuletzt drohen wieder Rückschläge durch Einnahmelücken. Seite 33

© EPA

Forschungsserie Neben der Ausbildung von Prüfärzten, Monitoren, Study Nurses für die klinischen Arzneimitteltests sind auch Fachkräfte für die Produktforschung im Labor notwendig, vor allem Biotechniker und Pharmazeuten. Große Unternehmen wie Baxter, Sandoz und Boehringer Ingelheim beschäftigten in Österreich wie berichtet mehrere Hundert Menschen in den Forschungsabteilungen. Stellt sich also die Frage, ob es dafür genügend gute Leute in Österreich gibt. Manager sehen die Ausbildung gut aufgestellt, fordern aber auch internationale Erfahrung. Seite 34

Oberwasser Die berüchtigte Pharmaklippe durch den Ablauf von wichtigen   Patenten scheint für die meinsten Firmen überwunden. Die Industrie taucht ­wieder auf, meldet gute Ergebnisse und auch positive Aussichten. Seite 32 Weltkrebstag Individualisierte Therpaien sollen helfen

inhalt

Präventionsmaßnahmen und neue Medikamente wirken: Krebszahlen sinken.

Wien. Pro Jahr werden in Österreich rund 20.000 Männer und 18.000 Frauen mit einer Krebsdiagnose konfrontiert, bei jährlich rund 9.000 Frauen und 10.000 Männern führt eine solche Erkrankung zum Tod. Damit ist Krebs für etwa ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich. Wie neue Daten der Statistik Austria anlässlich des Weltkrebstages diese Woche zeigten, gehen aber sowohl das Risiko einer Neuerkrankung als auch der Sterblichkeit tendenziell zurück. In der Therapie setzen Unternehmen wie Pfizer und Sanofi auf Neuentwicklungen und personalisierte Medizin.  Seite 34

Superimmun Super immun D³ Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

exklus

in apotihrer heke

iv

© panthermedia.net/Alexander Raths

Krebs: Neuerkrankungen rückläufig

Super immun dank Superimmun

ex

Healthcare > Kommentar: Wie die Gesundheitsbranche vom Fasching profitiert  32 > Einheitliche Test für Aufnahme an Medunis  33 > Debatte über innterne Konflikte innerhalb der Ärztekammer  33 > Krebsrehabilitation der Vamed in Bad Sauerbrunn meldet Erfolge 34 > Ärztekammer prämiert Turnus-Abteilungen 36 > Paracelsus-Universität feiert 10. Jubiläum 36 > Buchtipp: Welche Probleme die wachsende Altersarmut mit sich bringt 36

Mit dem Extra-Vitamin DD

kl

usiv

www.superimmun.at


c ov e r

32 – healtheconomy

Kommentar

Hurra, der Fasching ist da!

Freitag, 8. Februar 2013

Industrieergebnisse 2012 Patentklippe scheint bei den meisten Pharmaunternehmen umschifft, neue Produkte in Sicht

Bilanzsaison stimmt die Pharmabranche positiv

Medikamente gegen Krebs und Diabetes gelten als Hoffnungsträger in der angeschlagenen Branche.

Martin Rümmele

V

or zwei Wochen war an dieser Stelle die Rede davon, wie die Gesundheitsbranche von Grippewelle und Erkältungszeit profitiert. Gerade Erkältungsprodukte sind die stärksten Umsatzbringer im Arzneimittelbereich. Augenzwinkernd lässt sich dieser Bereich toppen – wenn das Finale der Faschingszeit, Semesterferien und Ski WM zusammenfallen, wie derzeit. Da verkaufen sich nicht nur Kopfwehtabletten und Magenschoner prächtig, sondern auch Schmerzmittel nach Tanz- und/oder Skiunfällen. Dann kommt natürlich noch deren unfallmedizinische Behandlung dazu, die hier niemandem gewünscht wird. Wie erzählte mir ein Manager kürzlich: ‚Da sitzen wir alle ewig im Büro, arbeiten uns an die Grenze des Burn-out und glauben dann auf den Skipisten mit den Jungen mithalten zu können.‘ Andere kämpfen sich angeblich mit Aufputschmitteln und Helferchen gegen erektile Dysfunktion durch die Faschingsnächte... Die Gesundheitsbranche dankt, denn nach der kommenden Woche beginnt die Fastenzeit und damit erreichen Abnehmprodukte und Cholesterinsenker Umsatzschübe und nicht zuletzt herrscht Hochsaison in den Ambulanzen zur Unfallnachbehandlung und bei Pysiotherapeuten. Das Gesundheitswesen hat immer Hochsaison ...

Wien/Frankfur t/NewYork/London. Ablaufende Patente, Rückschläge bei der Entwicklung neuer Arzneien, Spardruck in den Gesundheitssystemen: Die Pharmaindustrie musste zuletzt bittere Pillen schlucken. Doch die Branche scheint sich zu erholen, die Labors melden Erfolge und 2012 brachte zahlreiche Neueinführungen. Nun steht zudem eine Reihe von Arzneien vor der Markteinführung. Pharmakonzernen, die zum Teil mit sinkenden Umsätzen kämpften, winken Milliardeneinnahmen. Die gefüllten Entwicklungs-Pipelines machen vor allem Unternehmen wie GlaxoSmithKline, Eli Lilly, Roche und Biogen optimistisch. In Deutschland glänzt Bayer mit neuen Medikamenten; allein fünf neuen Präparaten zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Augenleiden traut Konzernchef Marijn Dekkers zusammen einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als 5,5 Mrd. € zu, drei der Arzneien sind bereits zugelassen.

© panthermedia.net/Robert Gerhardt

Ina Schriebl Martin Rümmele

Die Pharmaindustrie steht laut Analysten vor der Markteinführung zahlreicher Medikamente, die Milliardenumsätze versprechen.

gänzlich über den Berg. Denn Regierungen und Versicherer versuchen, Arzneimittelkosten zu senken. Die Frage ist also, ob die Industrie für die neuen Produkte auch die Preise erzielen kann, die sie will. Trotz solcher Bedenken ziehen die Medikamentenhersteller verstärkt Investoren auf der Jagd nach Renditen an. So legte der STOXX 600 Europe Healthcare-Index, in dem sich Aktien von Größen wie Sanofi, Novartis und GlaxoSmithKline tummeln, in den vergangenen drei Monaten um knapp 5% zu. Wenig Auftrieb hat aber vorerst die Bilanzsaison gebracht, in der Novartis und Co ihre Geschäftszahlen vorgelegt haben. Wachstumstreiber ist unter anderem Diabetes, wo heuer mehrere

9 Mrd. € Plus bis 2015 Insgesamt könnten europäische Pharmakonzerne bis 2015 nach Schätzungen der Deutschen Bank mit neuen Arzneien jährliche Umsätze von bis zu 48 Mrd. € erreichen – angepasst um Ausfallrisiken winken immer noch 20 Mrd. € im Jahr. Die erwarteten Einbußen durch Patentverluste sieht das Bankhaus dagegen nur bei neun Mrd. €. Nach der Welle auslaufender Patente von Blockbustern wendet sich somit das Blatt für die forschenden Firmen. Allerdings sehen Analysten die Branche noch nicht

Arzneien auf den Markt kommen dürften. Hier steht mit den SGLT2-Hemmern eine neue Klasse von Präparaten im Rampenlicht, mit denen Zucker unabhängig vom Insulin über die Urinausscheidung abgebaut wird. Experten rechnen, dass Janssen in den kommenden Monaten grünes Licht für sein so wirkendes Mittel Canagliflozin in den USA erhält. Auch Boehringer Ingelheim und das US-Unternehmen Eli Lilly entwickeln eine solche Substanz. Analysten trauen diesen Arzneien 2020 einen Gesamtumsatz von rund sieben Mrd. USD zu. Bei der Behandlung von Krebs – der Krankheit, für die weltweit die meisten Forschungsgelder ausgegeben werden – richtet sich der Blick ebenfalls auf Eli Lilly; der Konzern könnte mit Ramucirumab bald die

Zulassung für ein Mittel gegen Magenkrebs beantragen. Unterdessen will der Marktführer in der Krebsmedizin, Roche, mit seinem Mittel T-DM1 gegen Brustkrebs seine Position verteidigen. Analysten trauen der Arznei, die in den nächsten Monaten zugelassen werden könnte, bis 2016 Spitzenumsätze von fast einer Mrd. USD zu.

GSK mit praller Pipeline Eine der meistversprechenden Pipelines hat derzeit GlaxoSmithKline: Sechs Stoffe warten auf die Zulassung, darunter sind Mittel gegen Lungenkrankheiten, Diabetes, Krebs und AIDS. Dazu kommen zwei riskante Projekte, die aber bei einem Erfolg Milliardeneinnahmen versprechen.

Die Unternehmensergebnisse im Überblick

Novartis Die Konkurrenz billiger Nachahmermittel für sein wichtigstes Medikament macht

dem Schweizer Pharmakonzern das Leben schwer. 2013 rechnet Konzernchef Joseph Jimenez mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies Novartis einen Reingewinn von 12,8 Mrd. USD (9,61 Mrd. €) aus – ein Minus von 5%. Der Konzernumsatz fiel von 58,6 Mrd. auf 56,7 Mrd. USD.

winnsprung beschert. Im vierten Quartal kletterte der Überschuss von 218 Mio. auf 2,6 Mrd. USD (1,95 Mrd. €). Ende 2011 hatten allerdings Sonderkosten in Zusammenhang mit fehlerhaften Hüftgelenken den Konzern belastet. Von Oktober bis Dezember 2012 steigerte J&J, dessen Produktpalette auch Neutrogena-Kosmetik oder Penaten-Creme umfasst, den Umsatz um acht Prozent auf 17,6 Mrd. USD.

Roche Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern hat 2012 trotz Milliardenkosten für den Konzernumbau und Forschungsrückschläge mehr verdient. Im Vorjahr stieg der Gewinn um 2% auf 9,77 Mrd. CHF (7,8 Mrd. €). Die Umsätze stiegen von Jänner bis Dezember zu konstanten Wechselkursen um 4% auf 45,5 Mrd. CHF (36,65 Mrd. €). Für 2013 erwartet der Konzern wie berichtet weitere Zuwächse.

MSD Der US-Pharmakonzern Merck & Co überrascht mit stärkeren Verkäufen seines DiabetesMedikaments Januvia und des Krebsmittels Gardasil. Das Unternehmen übertraf mit seiner Quartalsbilanz die Erwartungen von Analys-

Pfizer konnte mit Börsegang der Tiermedizinsparte 1,8 Mrd. € verdienen.

Johnson & Johnson Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten und medizintechnischen Produkten hat dem USPharma- und Konsumgüterkonzern einen Ge-

kaufsstarken Medikamenten gestartet. Abbott hatte sein forschendes Pharmageschäft als neue Firma mit dem Namen „AbbVie“ in die Eigenständigkeit entlassen. Im Schlussquartal 2012 stiegen die Umsätze um 7,4% auf 5,1 Mrd. USD. Den dämpfenden Einfluss des starken Dollars herausgerechnet, wäre das Plus mit 8,5 Prozent noch stärker ausgefallen. Die Erlöse mit dem Top-Mittel Humira kletterten um 23% auf 2,7 Mrd. USD. Analysten trauen Humira zu, in diesem Jahr das weltweit umsatzstärkste Medikament zu werden. An der Börse kamen die Zahlen gut an, die AbbVie-Aktie legte um 2,1 Prozent auf 37,20 USD zu.

Bristol-Myers Squibb Neue Medikamente haben die Geschäfte des US-Pharmakonzerns überraschend kräftig gestärkt. Der Marktstart von Mitteln gegen Leukämie, Hautkrebs und Diabetes habe dazu beigetragen, dass der Gewinn im vierten Quartal um rund 9% auf 925 Mio. USD (693,92 Mio. €) gestiegen sei, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz ging aber vor allem wegen des ausgelaufenen Patentschutzes bei zwei wichtigen Medikamenten um 23% auf 4,2 Mrd. USD zurück. Eli Lilly Die scharfe Konkurrenz durch billige Nachahmerpräparate setzt dem US-Pharmakonzern zu. Vor allem der Patentverlust beim einstigen Top-Medikament, dem Schizophrenie-Mittel Zyprexa, zehrte an den Gewinnen im vierten Quartal. Der Überschuss ging binnen Jahresfrist um 4% auf 827,2 Mio. USD zurück. Der Umsatz sank allerdings nur um ein Prozent auf 5,96 Mrd. USD. Für 2013 stellt Eli Lilly einen stagnierenden bis leicht steigenden Umsatz zwischen 22,6 und 23,4 Mrd. USD in Aussicht.

© Janssen

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AstraZeneca Der britische Pharmakonzern erwartet wegen auslaufender Patente und wachsender Konkurrenz durch Generikafirmen ein hartes Jahr. Bereits im vierten Quartal schrumpfte der Umsatz um 16% auf 7,3 Mrd. USD (5,4 Mrd. €). Der Konzernumsatz sank 2012 um 17% auf 27,9 Mrd. USD. Grund sind Patentabläufe für wichtige Produkte. 2014 und 2016 stehen die ganz großen Brocken noch an, wenn in den USA die Patente für das Magenmittel Nexium und den Cholesterinsenker Crestor ablaufen.

ten, blickt aber vorsichtig auf das Gesamtjahr. Der Umsatz lag mit 11,74 Mrd. USD unter dem Vorjahreswert von 12,29 Mrd. USD. Der Nettogewinn verschlechterte sich auf 1,40 Mrd. nach 1,51 Mrd. USD im Jahr davor bzw. 49 ct je Aktie im Vorjahreszeitraum.

J&J-Tocher Janssen lieferte kräftigen Beitrag zu Gewinnanstieg im Q4.

AbbVie/Abbott Der neue US-Pharmakonzern AbbVie (Muttergesellschaft Abbott Laboratories) ist mit einem gut gefüllten Vorrat an ver-

© EPA

Pfizer Der US-Pharmakonzern Pfizer hat im vierten Quartal deutlich mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen verbuchte nach eigenen Angaben einen Gewinn von 4,7 Mrd. € (6,32 Mrd. USD). Im Vorjahr standen ‚nur‘ 1,44 Mrd. USD zu Buche. Für 2013 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 56,2 bis 58,2 Mrd. USD. Der Börsengang des Tiermedizingeschäfts hat Erlöse von 2,24 Mrd. USD (1,8 Mrd. €) gebracht. Die Aktien der unter dem Namen Zoetis bekannten Sparte wurden für 26 USD an Investoren verkauft.

MSD überraschte die Analysten mit Zuwächsen.


H e a lt h : c a r e

healtheconomy – 33

Interview healtheconomy fragt Stakeholder im Gesundheitswesen – Teil 4: Ingrid Reischl, Vorsitzende der Trägerkonferenz

„2014 startet Umsetzung“

Einheitliche Tests für Start an Medizinunis

WGKK-Obfrau und oberste Hauptverbandsfunktionärin will Gesundheitsreform heuer vorantreiben. Reischl: Das ist ein Klischee, das jeder Grundlage entbehrt. Ich kann mir nicht erklären, warum das immer auftaucht. Wir haben Verwaltungskosten von 2,4% , das ist die Hälfte der Kassen in Deutschland und der Schweiz. Eine Zusammenlegung bringt aufgrund dieser Zahlen nichts. Wir können ja nicht einfach zusperren.

Martin Rümmele

Kassenobfrau Reischl will Schwerpunkte bei betrieblicher Gesundheitsförderung.

healtheconomy: Heuer sind Wahlen in vier Bundesländern und im Bund – wie wird sich das auf gesundheitspolitische Vorhaben auswirken? Ist ein Stillstand zu erwarten? Reischl: Der eingeschlagenen Kurs muss weitergehen, weil wir 2014 mit der Umsetzung beginnen müssen. Bis Ende Juni 2013 muss der Bundeszielsteuerungsvertrag fertig sein. In der Folge muss auf Landesebene zwischen SV und Land bis September der Landeszielsteuerungsvertrag fertig sein.

Anfang Februar gehen die Begleitgesetze für die Gesundheitsreform in Begutachtung. Das wird alles sich nicht unter dem Beifall der Öffentlichkeit passieren, aber die Länder müssen vier Vertreter in die Steuerungskommission entsenden - ich denke das geht auch in Wahlzeiten. healtheconomy: Welche Auswirkungen werden die Wahlen auf die Debatte haben – Stichwort Ideen wie Kassenfusion, Liberalisierungen, Verwaltungskosten, usw.?

healtheconomy: In der Reform wurde unter anderem der Einfluss der Ärztekammer bei der Bedarfplanung von Arztstellen eingeschränkt – was ist die Folge? Reischl: Die Proteste der Ärzteschaft haben sich jetzt in Grenzen gehalten und ich denke, dass es mit den Ärzten auch eine konstruktive Zusammenarbeit geben wird. Sie sind ja in den Landesplattformen und in der Bundesgesundheitskommission vertreten – nur eben nicht bei der Zielsteuerung, wo aber auch nur die Zahler reden. healtheconomy: Im gesetzlichen Auftrag der Kassen kommt das Thema ‚Prävention‘ kaum vor – sind hier Initiativen zu erwarten? Reischl: Wir haben einen Präventionsfonds eingeführt und mit 150 Mio. Euro für die kommenden zehn Jahre dotiert. Die zu fördernden Projekte werden auf Landesebene beschlossen. Wir werden aber 2014 sicher vor allem im Bereich betriebliche Gesundheitsförderung Schwerpunkte setzen.

Wien. Mit der Internet-Voranmeldung ist vergangene Woche das neue Aufnahmeverfahren für die 1.500 Medizin-Anfängerstudienplätze des Studienjahrs 2013/14 an den drei Medizin-Unis in Wien, Innsbruck und Graz gestartet. Bewerber müssen sich bis 20. Februar online an einer der Unis registrieren. Anschließend müssen zwischen 27. Februar und 12. März 97 € an die jeweilige Uni überwiesen und der Aufnahmetest am 5. Juli erfolgreich bewältigt werden. Die drei Medizin-Unis haben sich für heuer erstmals auf ein gemeinsames Aufnahmeverfahren geeinigt.  www.medizinstudieren.at

Ärztekammer sieht keine internen Konflikte Wien/Linz. Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger weist Berichte über eine mangelnde Geschlossenheit seiner Interessensvertretung zurück. Die unterschiedlichen Reaktionen der einzelnen Landeskammern auf die Gesundheitsreform haben „mit Spaltung nichts zu tun“, meinte Wechselberger. Er gestand aber zu, dass es „intensive Diskussionen“ gegeben habe. Dass in Oberösterreich Ordinationsschließungen stattfanden, führt er auf die dort bereits in Umsetzung begriffene Spitalsreform und die Erfahrungen der Ärzte damit zurück.

SMG-Infokampagne für „Senior Aktuell 2013“ Runderneuerter Jubiläumsevent wird großflächig beworben. Wien. Mit neuem Termin und frischem Konzept startet der große Treffpunkt der Generationen von 14. bis 17. Februar 2013 in der Wiener Stadthalle neu durch. Zum 40. Bestandsjubiläum von „Senior Aktuell“ erwartet die Besucher ein überarbeitetes Outfit, neue Themenwelten sowie Themenschwerpunkt-Tage. Als Medienpartner sorgt SMG Screen Media im Vorfeld für Awareness. Um das neue Konzept der Senior Aktuell kräftig zu promoten, hat sich die Wirtschaftskammer Wien, Sparte Handel, für die Bewerbung und Ankündigung der Senior Aktuell auf Vita TV und Gesundheits TV entschieden. Unkompliziert und binnen kürzester Zeit wurden die Spots auf den gewünschten Screens im Zielgebiet eingespielt, die seit 31. Jänner in Wien, Niederösterreich und im Burgenland laufen. Auf über mehr als 680 Großflächenscreens in Wartezimmern, Ambulanzen und Apotheken werden der vorverlegte Termin und die Themenhighlights via Bewegtbild ausgestrahlt. Die Wartezeiten können optimal genutzt werden, um den Messetermin in den Köpfen der Zielgruppen zu verankern.

SMG: Wollen für Event begeistern Ursula Haimberger von der SMG Screen Media: „Es freut mich sehr, dass sich der Veranstalter von ‚Senior Aktuell‘ wieder für die Werbung in Gesundheitseinrichtungen entschieden hat.“ Die bisherige Zusammenarbeit werde so erfolgreich fortgesetzt. „Für Veranstalter bietet diese Werbeform nicht nur flexible Buchungsvarianten, sondern vor allem die Möglichkeit, mit Videos und Bildern die Besucher aufs Neue für die Veranstaltung zu begeistern.“

© Informationsverband Senior Aktuell

healtheconomy: Was ist die Ursache – die schwache Konjunktur? Reischl: Gerade die Wiener Kasse hat vor allem ein Einnahmenproblem. Wir haben heute insgesamt 421 Beitragszahlende mehr als vor zehn Jahren. In Oberösterreich sind es mehrere Tausend. Zum einen wurden per Gesetz die neu eintretenden Vertragsbediensteten von der GKK zur Beamtenversicherung verschoben, da haben wir rund 24.000 Beitragszahler im Vergleich zur Gesetzeslage vor 1999 verloren.Dann gibt es sicher den Trend zu den neuen Selbstständigen und zudem sind nicht zuletzt in Wien in den vergangenen Jahren viele Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Nehmen wir etwa das Philips Videowerk - da sind viele gut bezahlte Frauenjobs verloren gegangen. Die Frauen arbeiten jetzt Teilzeit im Handel.

© WGKK/Richard Tanzer

healtheconomy: Die Krankenversicherungen sind auf Sanierungskurs, die Schulden sind stark gesunken. Wie sind die Pläne für heuer und die Zukunft? Ingrid Reischl: Die Wiener Gebietskrankenkasse hat jetzt das vierte Mal in Folge ein positives Ergebnis erreicht. Allerdings erwarten wir 2014 wieder eine Trendwende, weil Zuschüsse wegfallen. Da werden wir aller Voraussicht nach wieder ins Minus rutschen.

short

FERNSEHEN IN WARTEZIMMER & CO Das vertrauensvolle Umfeld (Wartezimmer, Ambulanzen, Apotheken) stärkt die Kampagne, erhöht die Glaubwürdigkeit der beworbenen Produkte und Dienstleistungen. SMG Screen Media GmbH Mariahilferstraße 158/3/322 A-1150 Wien www.smg-austria.at Kontakt: Ursula Haimberger Sales Management Mail: sales@smg-austria.at Tel.: 01/236 99 55 20

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Freitag, 8. Februar 2013


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34 – healtheconomy

Freitag, 8. Februar 2013

Weltkrebstag Industrie und Kliniken setzen in der Behandlung auf personalisierte Medizin und neue Medikamente

Psychologie Burgenland

38.000 neue Krebsfälle, Therapien werden besser

Onkologische Rehabilitation

© Herbert Schlosser

Pfizer und Sanofi melden Erfolge in der Forschung und steigende Investitionen in neue Produkte. Wien. Pro Jahr werden in Österreich rund 20.000 Männer und 18.000 Frauen mit einer Krebsdiagnose konfrontiert, bei jährlich rund 9.000 Frauen und 10.000 Männern führt eine solche Erkrankung zum Tod. Damit ist Krebs für etwa ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich. Wie neue Daten der Statistik Austria anlässlich des Weltkrebstages diese Woche zeigten, gehen aber sowohl das Risiko einer Neuerkrankung als auch der Sterblichkeit tendenziell zurück. Das relative Fünf-Jahres-Überleben ist in den vergangenen 20 Jahren von 43 auf 61% gestiegen. Berücksichtigt man die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung, sanken in den vergangenen zehn Jahren laut Statistik Austria sowohl die Neuerkrankungen als auch die Krebssterblichkeit. Der Rückgang der Neuerkrankungsrate betrug bei Männern 20% und bei Frauen 9%.

Architektur und Inneneinrichtung sind auf die Bedüfnisse abgestimmt.

Bad Sauerbrunn. Vor einem Jahr wurde mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ein Rahmenvertrag über die onkologische Rehabilitation im Sonnberghof im Burgenland, eine Einrichtung der Vamed-Gruppe, geschlossen. Mehr als 1.200 Patienten nahmen seitdem das Therapieprogramm im Sonnberghof in Anspruch. Die Rehabilitation basiert auf einem interdisziplinären 3-Säulen-Konzept. Neben der Physikalischen Medizin und Rehabilitation nehmen die psychoonkologische Betreuung und die Lebensstilberatung eine wichtige Rolle ein.

Folgekosten reduzieren Ziel der Reha ist es, durch die Behandlung von körperlichen, sozialen und psychischen Symptomen und von Beeinträchtigungen, die durch die Tumorerkrankung oder im Rahmen einer Krebstherapie entstanden sind, eine Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen zu erreichen. Durch das Erlernen von therapeutischen Übungen und psychologischen Mechanismen für den Alltag nach dem Rehabilitationsaufenthalt sollen sich weitere Beschwerden vermeiden und Folgekosten für das Gesundheitssystem reduzieren lassen. Das Programm wird durch Experten der Med Uni Wien wissenschaftlich evaluiert und begleitet.  (um)

Brust- und Prostatakrebs Die häufigsten Krebserkrankungen bei Männern waren Prostatakrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs; bei den Frauen waren die Brust, der Darm und die Lunge die häufigsten Krebslokalisationen. Prostatakrebs machte im Jahr 2010 bei den Männern mit knapp 4.488 Fällen (absolut) ein Viertel aller bösartigen Neubildungen aus. Die Rate der Sterblichkeit an Prostatakrebs sank in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel.Brustkrebs ist mit einem Anteil von 29% bei Frauen seit Langem die häufigste Krebserkrankung. Allerdings nahm die Neuerkrankungsrate im Vergleich zu 2000 um 5% ab. Die Sterblichkeit an Brustkrebs

© panthermedia.net/Alexander Raths

Ina Karin Schriebl

Vorbeugung ist besser als Heilung – das gilt auch im Krebsbereich. Insgesamt gehen die Neuerkrankungen zurück.

ging bei Frauen in den vergangenen zehn Jahren um 24% zurück. Am AKH Wien wurde nun ein Schulterschluss für eine möglichst personalisierte Krebsmedizin gesetzt, die Diagnosen treffgenauer und aussagekräftiger macht und die Therapie effizienter und nebenwirkungsärmer: Noch in diesem Jahr wird am Comprehensive Cancer Center (CCC) von MedUni Wien und AKH ein Projekt zur Verwirklichung von Ansätzen der sogenannten personalisierten Krebsmedizin verwirklich. „Die Idee ist, nach amerikanischem Vorbild und in Europa mit einer sehr guten Ausgangsposition, eine Krebsdiagnostik und -therapie aufzubauen, die nicht mehr organspezifisch zentriert, sondern ‚signalorientiert‘ ist“, sagte Christoph Zielinski, Chef der Onkologie-

Abteilung an der Universitätsklinik für Innere Medizin I und Koordinator des CCC. Das Dilemma der modernen Krebsmedizin ist klar; Onkologe Gerald Prager im APAInterview: „Wenn wir heute eine Gruppe von Patienten mit einem histopathologisch klassifizierten Tumor haben (nach Gewebeprobe, Anm.) machen wir die StandardErsttherapie. Bei einem Drittel der Patienten wird beispielsweise der Tumor kleiner und sie haben keine Nebenwirkungen. Das zweite Drittel hat keine Wirkung und nur Nebenwirkungen und die dritte Gruppe keine Wirkung und auch keine Nebenwirkung.“ Die personalisierte Krebsmedizin soll hingegen eine genauere Einteilung der beim individuellen Patienten vorliegenden Tumorerkrankung erlauben und so die Auswahl

der Therapie ganz genau auf die Charakteristika des einzelnen Patienten ausrichten (und gleichzeitig Nebenwirkungen verhindern). Gleichzeitig soll der Kosteneinsatz verbessert werden.

Forschung wird forciert Der Bereich ist aber auch ein Hoffnungsträger für die Industrie: Branchenführer Pfizer investiert etwa mehr als 20% seines Forschungsetats in die Krebsmedizin. Auch Sanofi meldet Erfolge: „Unser Therapiebereich ‚Onkologie‘ umfasst derzeit zehn bereits auf dem Markt befindliche Produkte und über 15 Substanzen in der klinischen Entwicklung, darunter auch niedermolekulare und biologische Substanzen“, sagt Österreich-Geschäftsführer Roman Gamerith.

Serie Pharmaforschung – Teil 8 Ausbildung für Laborforschung an Universitäten und Fachhochschulen reicht nur bedingt

Spitzenleute werden international gesucht Wien. Neben der Ausbildung von Prüfärzten, Monitoren und Study Nurses für die klinischen Arzneimitteltests sind auch Fachkräfte für die Produktforschung im Labor notwendig, vor allem Biotechniker und Pharmazeuten. Große Unternehmen wie Baxter, Sandoz und Boehringer Ingelheim beschäftigten in Österreich wie berichtet mehrere Hundert Menschen in den Forschungsabteilungen. Stellt sich also die Frage, ob es dafür genügend gute Leute in Österreich gibt.

oder wirtschaftliche Themen, vernachlässigen. Eine Alternative könne sein, Teile der schulischen Ausbildung im Studium anzurechnen und somit die Studiendauer insgesamt zu verkürzen. Auch anderswo wird Personal gesucht. „Für leitende Funktionen sucht Boehringer Ingelheim noch qualifizierte Experten auf dem Gebiet der Krebsforschung, klinischen Forschung oder Biopharmazie“, erläutert Pressesprecherin Ingeborg

Andreas Kronberger, Geschäftsführer von Baxter Healthcare, betont, dass Hochschulabgänger top ausgebildet seien und das System der Fachhochschulen exzellent sei. Dennoch zeige sich ein problematischer Trend: Es werde zunehmend schwierig, Spezialistensowie Führungspositionen, aber auch Labortechniker, in angemessener Zeit zu besetzen. BachelorStudien seien zwar ein richtiger Schritt, würden aber gewisse Inhalte wie z.B. unternehmerische

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Boehringer sucht Leute

Nachwuchsforscher sind in Österreich von Pharmafirmen gesucht.

Homolka. „Diese Positionen schreiben wir grundsätzlich international aus.“ Müssen alle Kräfte aus dem Ausland importiert werden? „Die Ausbildung und Qualifikation an Österreichs Universitäten und Fachhochschulen ist grundsätzlich gut“, erklärt Homolka. „Boehringer Ingelheim kann viele Stellen im Bereich biopharmazeutische Forschung, Entwicklung und Produktion sowie Krebsforschung mit österreichischen Mitarbeitern besetzen.“ Für leitende Funktionen seien jedoch hochqualifizierte Experten gefragt, die grundsätzlich international gesucht würden. Josef Penninger, mehrfach ausgezeichneter österreichischer Genetiker und Leiter des Instituts für Molekulare Biotechnologie der Akademie der Wissenschaften, denkt weiter: „Meiner Meinung nach funktioniert Forschung überhaupt nur international. Ich denke es ist unumgänglich, Erfahrungen in anderen Labors und Instituten zu sammeln und dort auch neue Ideen und Inspiration zu bekommen.“ Was die Ausbildung des Nachwuchses in Österreich be-

trifft, habe man sicher eine ganz gute Basis, „was aber nicht heißt, dass es nicht noch besser ginge“. Die Jungen müssten aber über den Tellerrand schauen, weshalb für eine erfolgreiche Karriere Erfahrung im Ausland sicher essenziell sei.

Begabteste Köpfe suchen Für die Spitzenforschung gelte: „Egal ob Spitzenleute aus Österreich oder dem Ausland, es sollte immer nur darum gehen, die begabtesten Köpfe zu finden und ihnen attraktive Bedingungen zu bieten. Diese Bedingungen gibt es allerdings in Österreich nur an wenigen Instituten, was ich sehr schade finde“, betont Penninger. Ausbildung würde meist mit Universitäten oder fachlicher Ausbildungen assoziiert. „Ich bin aber der Meinung, dass man schon viel früher ansetzen müsste, um Kinder und Jugendliche für Forschung und Wissenschaft zu begeistern. Im ‚Vienna Open Lab‘ an unserem Campus können bereits Kindergartenkinder erste Erfahrungen im Labor sammeln.“  (eb)

Erfolgsbeispiel Apeiron Biologics AG gab diese Woche den Abschluss eines ersten Lizenzabkommens für seine Antikörper-basierte KrebsImmuntherapie APN311 bekannt. APN311 wird zur Behandlung einer besonders aggressiven Form des kindlichen Neuroblastoms entwickelt. Vor Kurzem initiierte das heimische Biotechunternehmen eine weltweite Suche nach potenziellen Lizenznehmern für diese Immuntherapie. Paladin Labs Inc., eines der führenden kanadischen „Specialty“ Pharma-Unternehmen, hat nun mit Apeiron ein exklusives Lizenzabkommen abgeschlossen, in dessen Rahmen Paladin die Marktrechte an APN311 in Kanada und afrikanischen Ländern südlich der Sahara (inklusive Südafrika) erhält. „Dieser Abschluss ist für Apeiron ein wichtiger Meilenstein in unseren Strategien zur Behandlung des Neuroblastoms, die vor zwei Jahren mit der Einlizensierung des Immunzytokins hu14.18-IL2 von Merck KGaA, Deutschland, begonnen haben“, sagte Vorstand Hans Loibner.


MSD versorgt Menschen auf der ganzen Welt mit innovativen Medikamenten, Impfstoffen, Biologika, Consumer-Health-Produkten sowie Produkten für die Tiergesundheit. Darüber hinaus entwickeln wir Lösungskonzepte im Gesundheitsbereich, die etwas bewegen. Das funktioniert nur, weil wir Patienten, Ärzten und unseren anderen Partnern zuhören – und ihre Bedürfnisse erkennen.

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Wir sehen es als unsere Verantwortung an, unsere Produkte für jene Menschen zugänglich zu machen, die sie brauchen – unabhängig davon, wo sie leben, und auch dann, wenn sie nicht dafür bezahlen können. Zu diesem Zweck haben wir verschiedene maßgebende Programme und Partnerschaften gegründet. Mehr darüber erfahren Sie auf msd.com. Auch in Zukunft werden wir uns den neuen Herausforderungen im Gesundheitsbereich stellen, damit Menschen auf der ganzen Welt Hoffnung schöpfen können. Daran arbeiten wir mit klaren Zielen und großem Einsatz. Wir wollen Probleme lösen und Antworten liefern.

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36 – healtheconomy

Freitag, 8. Februar 2013

Diabetes Billa startet mit Expertinnen Aufklärungsinitiative gegen Diabetes und für gesunden Lebensstil

short

Prävention im Supermarkt

Apotheke der Zukunft: neuer Wettbewerb

© Klara Hutter

Wien. Täglich kaufen rund 800.000 Österreicherinnen und Österreicher beim Lebensmitteversorger Billa ein. Nicht zuletzt engagiert sich die Kette daher nach eigenen Angaben seit Jahren für die Aufklärung und Bewusstseinsbildung zum Thema „Ernährung und gesunder Lebensstil“. Mit einer neuen Diabetes-Broschüre „Rund um Diabetes – wie der richtige Lebensstil vorbeugt und hilft“ bietet Billa nun umfassende Informationen zur Volkskrankheit am Point of Sale.

Siegerinnen Bettina Bigler und Katja Kraiss bei der Preisverleihung (v.l.).

Graz. Vier Studenten-Teams des Master-Studiums „Ausstellungsdesign“ der Fachhochschule Joanneum nahmen am neuen Design-Wettbewerb „Reload my Pharmacy“ teil, der von L’Oréal Cosmétique Active Österreich ausgeschrieben wurde. Mit dem ersten Preis wurde das Projekt „Individua“ der Studentinnen Katja Kraiss und Bettina Bigler gekürt. Das Siegerprojekt für die „Apotheke der Zukunft“ legte den Fokus auf eine individualisierte Medizin.

Broschüre mit Meduni Wien Der größte Risikofaktor für die Volkskrankheit ist bekanntlich zu hohes Gewicht. Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung sind folglich Basis der Vorsorgemaßnahmen und Grundvoraussetzung für einen gesunden Lebensstil. Doch wo beginnt die Prävention und wo kann sie anset-

Stolzalpe hat ein neues Gesundheitszentrum

zen? „Als Sozialmedizinerin bin ich der Meinung, dass vorbeugende Maßnahmen unter anderem auch direkt am Ort der Kaufentscheidung stattfinden sollen; daher ist es umso wichtiger, die Menschen genau dort entsprechend zu informieren und aufzuklären“, sagt Anita Rieder von der Medizinischen Universität Wien. Gemeinsam mit der Ernährungswissenschaftlerin Astrid Draxler hat sie die Gesundheitsbroschüre umgesetzt. „Der Supermarkt kann Eigenverantwortung unterstützen“, erläutert Billa-Vorstand Josef Siess. „Daher bieten wir seit einigen Jahren – in unseren Filialen aber auch online – kostenlos umfangreiche Informationen und Broschüren, die wir in Zusammenarbeit mit angesehenen Experten entwerfen und erstellen. Themen wie Gesundheit und ein besseres Ernährungsbewusstsein seien bei Billa Teil der Unternehmensphilosophie. (fei)

© APA/Georg Hochmuth

Vorstand Siess: „Gesundheit und Ernährungsbewusstsein sind für uns nicht nur Schlagworte.“

Billa-Vorstand Josef Siess setzt auf fundierte Information und Gesundheit.

Turnusevaluierung Sechs Auszeichnungen für Wien

Geburtstag Medizinische Privatuni feiert 10-Jahre-Jubiläum

Wien. Kürzlich prämierte der Präsident der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, sechs Spitalsabteilungen, welche bei der Turnuse-

Salzburg. „Die Privatuniversitäten haben sich in ihrer noch relativ jungen Geschichte zu einem wichtigen Sektor der österreichischen Hochschullandschaft entwickelt“, sagte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. Das gelte insbesondere auch für die Paracelsus Privatuni, die mit ihrem qualitativ hochwertigen Angebot Studierenden exzellente Lehre und Forschung biete. An den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der PMU nahmen neben dem Wissenschaftsminister auch PMU-Kanzler Michael Nake, PMU-Rektor Herbert Resch und Anthony Windebank von der Mayo Medical School, ehemaliger Rek-

Nahm die Preisverleihung vor: Thomas Szekeres (li), Wiener Ärztekammerchef.

Christoph Butterwegge/Gerd Bosbach/Matthias W. Birkwald (Hg): Armut im Alter – Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung. Campus Verlag, 393 Seiten, 19,90 €, ISBN 3593397528

© Carina Karlovits

Albert Maringer ist Obmann der OÖ Gebietskrankenkasse

© OÖGKK/Grebe

Problem Altersarmut Die drohende Verarmung von Millionen älteren Menschen ist vor allem auf sinkende Reallöhne, den expansiven Niedriglohnsektor, entsprechende Reformen des Arbeitsmarkts und eine falsche Rentenpolitik zurückzuführen: Mit zahlreichen politischen Maßnahmen wurde das für den Sozialstaat grundlegende Prinzip der Lebensstandardsicherung in der Pensionsversicherung aufgegeben. Absehbare Folgen sind eine noch stärkere Polarisierung der Gesellschaft in Arm und Reich sowie eine „Reseniorisierung“ der Armut. In diesem Band geben Expertinnen und Experten erstmals einen Überblick über die aktuellen Risiken, Erscheinungsformen und Ursachen von Altersarmut. Darüber hinaus diskutieren sie ein Bündel möglicher Maßnahmen für eine gerechte und solidarische Alterssicherung. (fei)

v.l.: Minister Karlheinz Töchterle und PMU-Rektor Herbert Resch.

Menschen, über die man spricht

© Licht für die Welt

© Campus Verlag

buch-tipp

tor der PMU, teil. Die Einrichtung finanziert sich aus Studiengebühren, Spenden und eingeworbenen Forschungsgeldern. (fei)

Linz. Albert Maringer steht seit Jahresbeginn als neuer Obmann an der Spitze der OÖ Gebietskrankenkasse. Der 38-Jährige will den erfolgreichen Kurs der OÖGKK fortsetzen und auch in Zukunft auf Prävention, neue Angebote für Versicherte, Kooperationen mit der Wissenschaft und ausgeglichene Finanzen setzen. Am 1. Jänner löste Maringer als Obmann Felix Hinterwirth ab, der in den Ruhestand getreten ist. „Ich habe größten Respekt vor den Leistungen meiner Vorgänger“, betont Maringer. „Die OÖGKK kann seit Jahren ausgeglichene Bilanzen und zufriedene Kunden vorweisen; der Erfolg lässt sich aber nicht nur an der Person des Obmanns festmachen, sondern basiert auch auf der Zusammenarbeit mit dem Management des Hauses und dem Engagement der Mitarbeiter.“ (fei)

G erhard P rinz , C E O Croma P harma Gm b H in korneu b u rg

„Die augenmedizinische Versorgung in ökonomisch benachteiligten Weltregionen zu verbessern, ist für uns eine soziale Verpflichtung, der wir sehr gern nachkommen“, erklärte Gerhard Prinz, Geschäftsführer der Croma Pharma GmbH. Das weltweit tätige augenmedizinische Unternehmen unterstützt seit Jahren die Aktion „Licht für die Welt“ und hat gemeinsam mit der Firma „Bausch+Loomb“ nun 50.000 Einheiten antiinflammatorische Augentropfen gespendet.

Artur Wechsel­ b erger , pr äsident der är ztekammer

Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Artur Wechselberger, hat dem wiedergewählten Vorstand des Hauptverbands der Sozialversicherungen mit einem kleinen Strauß an Forderungen gratuliert. Wechselberger mahnte eine „Leistungsoffensive“ der Kassen ebenso ein wie einen Bürokratieabbau für Ärzte. Vom wiedergewählten Vorstandsvorsitzenden Hans-Jörg Schelling erwarte er ein „klares Bekenntnis zum Ausbau der medizinischen Versorgung in Österreich“.

© sticklerfotografie

Graz. Seit Jänner gibt es mit dem „Gesundheitszentrum Stolzalpe“ eine weitere steirische Anlaufstelle, die rasch und gezielt über das Leistungsangebot in der Region rund um Gesundheit, Pflege und Gesundheitsförderung informiert. Die Eröffnung fand mit den Leitern Angelika Uher und Gerald Zwinger sowie mit Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder statt. Infos:  www.gesundheitszentren.at

© Ärztekammer Wien/Stefan Seelig

A. Uher, Gesundheitslandesrätin K. Edlinger-Ploder, G. Zwinger (v.l.).

valuierung von den Turnusärzten am besten beurteilt wurden. „Ich möchte den Vorständen der prämierten Abteilungen herzlich zu diesem Ergebnis gratulieren; ich verweise aber auch darauf, diese Auszeichnung als Ansporn zu sehen, weiterhin so gute Arbeit bei der Ausbildung der jungen Kollegen zu leisten“, sagte der Präsident. Ausgezeichnet wurden: Abt. für Kinder- und Jugendheilkunde im Sozialmedizinisches Zentrum Ost, Hals-Nasen-Ohren-Abt. der Rudolfstiftung, Hautambulanz des Sozialmedizinischen Zentrums Süd, Medizinische Abt. des Sozialmedizinischen Zentrums Floridsdorf, Abt. für Kinder- und Jugendheilkunde der Rudolfstiftung sowie die Abt. für Urologie und Andrologie des KH der Barmherzigen Brüder. (fei)

© VLKÖ/APA-Fotoservice

© Gesundheitsfonds Steiermark

Ärztekammer prämiert Abteilungen Paracelsus und viel Prominenz

J an Ol iver ­ ub er , gene­ H ral sekret är der pharmig

Die von Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling geschätzten 2,2 Mrd. € Kostendämpfung seien zum wesentlichen Teil der pharmazeutischen Industrie zu verdanken, betont Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig. Preisnachlässe und freiwillige Solidarzahlungen der pharmazeutischen Industrie hätten zur Entlastung beigetragen. „Die Unterstützung der Krankenkassen durch unsere Branche ist ein klares Bekenntnis zu einem solidarischen Gesundheitswesen“, so Huber.


medianet

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Freitag, 8. Februar 2013 – 37

Gehirn & computer

Unternehmen lassen sich gegen ­Datenschutzverstöße versichern 

Seite 39

TU Graz übernimmt wichtige Rolle im „­Human Brain Project“ der EU  Seite 41

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gut versichert © TU Graz

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technology Drucker-Markt erwartet Umsatzsteigerungen

© hybris

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© Kaspersky

Wien. Der Softwareanbieter hybris kann sich über einen sehr erfolgreichen „Global Partner Summit“ freuen: Mit über 250 Partnern und 800 Teilnehmern konnte die heurige Veranstaltung Ende Jänner in München seine Besucherzahlen gegenüber 2012 verdoppeln. „Events wie diese schaffen eine WinWin-Situation für alle Beteiligten: Best Practices, direkter, persönlicher Erfahrungsaustausch und ein Ausblick auf die Möglichkeiten der Zukunft“, sagt Gerald Lanzerits, VP Eastern Europe, Middle East und Austria (Bild).  www.hybris.com

© panthermedia.net/Yuri Arcurs

Wien. Die Sicherheitslösung „Kaspersky Endpoint Security“ hat von mehreren unabhängigen Organisationen Auszeichnungen erhalten: Die Produkttester von AV-Test verliehen Kaspersky Endpoint Security 8 den „Best Protection“und den „Best Repair“-Award für 2012. Darüber hinaus zeichnete das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Forrester Research Kaspersky Lab als „Leader“ im Markt der Endpoint Security-Unternehmenslösungen aus. Und die Marktforscher von TNS stuften Kaspersky Lab als einen Branchenführer hinsichtlich der Kundenzufriedenheit ein.  www.kasperksy.at

Die Stimmung am Markt ist gut Laut ersten Ergebnissen der „Printerumfrage 2013“ blicken die Drucker-Händler im deutschen Sprachraum auf ein positives ­Geschäftsjahr zurück und rechnen mehrheitlich mit Umsatzsteigerungen. Seite 38 ACP Der IT-Provider erweitert seine Präsenz im Burgenland

THBS Seit Februar mit eigener Depandance in Österreich

Eisenstadt/Wien. Seit einer Woche ist der IT-Provider ACP auch im Burgenland mit einem eigenen Standort in Eisenstadt vertreten (insgesamt 13 Niederlassungen in Österreich) „Wir betreuen schon jetzt zahlreiche Kunden in der Region von Wien und Wiener Neustadt aus“, sagt ACP IT Solutions-Geschäftsführer Herbert Sanjath. „Mit dem eigenen Standort sind wir nun noch näher bei den bestehenden Kunden und können damit eine schnelle und persönliche Betreuung garantieren; gleichzeitig können wir der Nachfrage im Burgenland noch besser gerecht werden.“    www.acp.at

Wien. Torry Harris Business Solutions (THBS), ein 1998 in den USA gegründeter IT-Nischen-Anbieter mit Spezialisierung auf SOA, Mobile Computing, Cloud Computing, Big Data, Middleware und Integration, ist ab sofort mit einer eigenen Dependance in Wien vertreten. „Wir sehen in Österreich und der CEE-Region sehr gute Entwicklungschancen für THBS und wollen erste Erfolge auf diesen Märkten weiter ausbauen“, sagt Country Manager Thomas Schneider. Eine intensive Zusammenarbeit mit dem THBS-Entwicklungszentrum im indischen Bangalore ist geplant.  www.thbs.com

ACP IT Solutions GmbH-Geschäfts­ führer Herbert Sanjath: neuer Standort.

© THBS

Wien. Google hat sein „Landschafts“-Angebot um erste, mit dem sogenannten Trekker erstellte 360-Grad-Panoramabilder des Grand Canyon erweitert. Damit können Nutzer ab sofort virtuell auf den schmalen und steilen Pfaden des Grand Canyon spazieren gehen, auf dem berühmten Bright Angel Trail wandern und den Colorado River sowie die 360°-Rundumsicht an den Aussichtspunkten erleben.  www.google.at

© ACP

© Google

Neuer Firmenstandort in Eisenstadt Nischenanbieter kommt nach Wien

Thomas Schneider, Country Manager der Wiener THBS-Niederlassung.


C ov e r

38 – medianet technology

Kommentar

Kollateralschäden sind versichert

Freitag, 8. Februar 2013

Druckerumfrage 13 Erste Ergebnisse der von Brother und Dokulife durchgeführten Studie attestieren positive Stimmung

Drucker-Händler sind mit Geschäftsjahr zufrieden Die Mehrheit der deutschsprachigen Drucker-Händler sagt Umsatzsteigerungen für 2013 voraus. fene Geschäftsjahr 2012, dass sie ihren Umsatz mit Druckgeräten und dem passenden Zubehör steigern konnten. Umsatzrückgänge beklagten nur 18% der Befragten. Für 48% blieb der Umsatz in etwa gleich. „Somit blickt der Channel insgesamt auf ein gelungenes Geschäftsjahr zurück“, kommentiert Helmut Pfeiffenberger, Country Manager von Brother Austria. „Die Stimmung hat sich damit gegenüber der Erhebung von vor einem Jahr kaum verändert.“

Chris Haderer

Konica Minolta bizhub

© Konica Minolta

Design-Award

Umweltfreundlich und sparsam im Verbrauch: bizhub C554.

Wien. Konica Minolta hat für den bizhub C554 den renommierten „iF Design Award“ erhalten. Das Gerät gehört zur neuen Farb-Serie von Konica Minolta, die auch die Systeme bizhub C224, C284, C364, C454, C654 und C754 umfasst. „Der ‚iF Design Award‘ bestätigt uns, dass wir mit der neuen FarbSerie eine richtungsweisende Baureihe entwickelt haben“, sagt Johannes Bischof von Konica Minolta Business Solutions Österreich. Bei der Produktentwicklung standen Umweltaspekte im Mittelpunkt, wie die Verwendung von Biokunststoff für Tasten im Bedienerfeld.  www.konicaminolta.at

Starke Zuwächse Weniger erfreulich verlief die Umsatzentwicklung allerdings für zahlreiche Händler, die in einem Flächenmarkt arbeiten; in diesem Bereich berichten 31% der Unternehmen von einem Umsatzrückgang mit Druckergeräten und dem dazu passenden Zubehör. Das dazupassende Kontrastprogramm geben die Händler aus dem Etail und Online-Bereich: 39% in dieser Gruppe gaben an, dass sie 2012 einen Umsatzzuwachs im Druckgeräte-Segment zu verzeichnen hätten. Immerhin gute 17% ga-

Gelungenes Geschäftsjahr Laut den ersten Ergebnissen der Printerumfrage 13 attestierten 35% der Händler für das abgelau-

© Brother

L

aut einer Iron MountainStudie, über die Sie auf Seite 39 lesen können, nimmt die Mehrheit der deutschen Unternehmen Strafen für Datenschutzverletzungen in Kauf. Einerseits seien die Forderungen der gerade diskutierten EU-Datenschutzverordnung so komplex, dass Verstöße kaum zu verhindern seien, andererseits seien viele Unternehmen ohnehin gegen finanzielle Kollateralschäden von Datenschutzverletzungen versichert. Bei vielen Unternehmen scheint die Kooperationsbereitschaft mit den Datenschutzplänen der EU geringer auszufallen als das letzte Nationalratswahlergebnis der KPÖ. Generell wirft das kein gutes Licht auf die Beteiligten, denn die EU Datenschutzverordnung – die als Verordnung in allen Ländern gleich umgesetzt werden muss –, bringt Verbesserungen sowohl für den Bürger als auch letztlich für Unternehmen. Erstmals wird es dann europaweit einheitliche Bestimmungen geben – und man muss sich nicht mehr extra nach Irland begeben, um gegen Datenschutz-Ignoranten wie Mark Zuckerbergs Planet Facebook vorgehen zu können. Einige Unternehmen (wie etwa Microsoft) klagen bereits, dass durch einen verbesserten Datenschutz alles in der Cloud ein bisschen teurer werden wird. Unsichere Dienste, die mit der Privatsphäre ihrer User Roulette spielen, werden die Branche aber auch nicht weiterbringen.

Wien. Mit dem Geschäftsjahr 2012 waren die Drucker-Händler im deutschsprachigen Raum durchwegs zufrieden und blicken auch positiv in die Zukunft. Das ist ein erstes Vorabergebnis der jährlich vom Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Dokulife durchgeführten und vom Druckerhersteller Brother unterstützten „Printerumfrage 13.“ An dieser Online-Umfrage haben bis jetzt 490 Händler teilgenommen (80% davon aus dem Mittelstand). Sie stammen größtenteils aus dem Bereich Systemhaus (44%) und dem stationären Computerfachhandel (29%). Außerdem kommen jeweils rund 9% aus dem stationären Bürofachhandel, den Flächenmärkten und dem Etail-Channel (elektronischer Vertrieb, z.B. Internet). Die finalen Ergebnisse der Studie sollen im zweiten Quartal des Jahres vorliegen.

Helmut Pfeiffenberger, Country Manager beim Druckerhersteller Brother Austria.

ben sogar einen „starken Umsatzzuwachs“ zu Protokoll. Auf das laufende Geschäftsjahr 2013 angesprochen, äußern sich die Händler laut der Printerumfrage 13 „insgesamt durchaus optimistisch“, sagt Pfeiffenberger: 29% erwarten eine Umsatzsteigerung, 65% in etwa den gleichen Umsatz wie 2012 und nur etwa 6% einen

Umsatzrückgang. Auch hier waren Befragte im Online- und- EtailBereich am zuversichtlichsten: „Kein einziges Unternehmen sagte einen Umsatzrückgang voraus.“

Neue Angebote Auch das Trend-Thema Managed Print Services (MPS) scheint langsam im Fachhandel Fuß zu fassen. So haben insgesamt 19% der Befragten im stationären Computeroder Bürofachhandel angegeben, dass sie ein Leasing oder ManagedPrint-Service-Angebot im Portfolio haben. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. 38% der Händler gaben an, abseits von MPS weitere Lösungen zur Drucker-Hardware anzubieten. Meistgenannte Lösung war die Dokumenten-ManagementSoftware (79%), gefolgt von Sicherheits-Lösungen (wie etwa verschlüsselter Datenstrom). An dritter Stelle folgen Lösungen für das Accounting (Berechnung der Druckkosten und Ähnliches).  www.brother.at

Symantec Vor allem der „Wildwuchs bei den Cloud-Anwendungen“ ist für deutsche Unternehmen ein großes Problem

Die versteckten Kostenfallen in der Cloud Wien. Aus dem Trend ist längst ein Selbstläufer geworden: Ohne Cloud geht gar nichts mehr und immer mehr Unternehmen beziehen IT-Dienste aus der Wolke oder lagern ihre Angebote in dieselbe aus. Neben einem zeitgemäßeren IT-Design werden oft Kosteneinsparungen an der Infrastruktur als Argumente für den Sprung in die Cloud ins Feld geführt.

die Kosten in die Höhe und setzen Unternehmensdaten somit einem unnötigem Risiko aus.“

Ineffiziente Systeme Auch für den Bereich Backup und Storage kann Cloud Computing unerwartete Ausgaben nach sich ziehen, weil die Cloud „Back-

up und Recovery verkompliziert“, sagt Bunn. „Unternehmen setzen meist drei oder mehr Lösungen ein, um ihre Daten in physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen zu sichern; das ist ineffizient, riskant und kostspielig.“ Laut der Symantec-Studie hat knapp ein Drittel der großen Unternehmen bereits einmal Cloud-Daten ver-

Bedrohlicher Wildwuchs Allerdings zeigt die aktuelle Symantec Studie „Avoiding the Hidden Costs of Cloud 2013“ auch deutlich auf, dass Unternehmen noch nicht ausreichend vom Cloud Computing profitieren. Je nach Größe ist für 71 bis 79% „vor allem Wildwuchs bei den Cloud-Anwendungen ein ernstzunehmendes Problem“, sagt Frank Bunn, Senior Manager Communications Service Providers, EMEA Industry Solutions Team bei Symantec. „Geschäftsbereiche implementieren öffentliche Cloud-Dienste, die nicht von den IT-Abteilungen freigegeben sind. Sie treiben damit

© Symantec

Chris Haderer

Frank Bunn, Senior Manager Communications Service Provider bei Symantec.

loren (bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen sind es 24%). Über die Hälfte der befragten Unternehmen hatte außerdem bereits Probleme bei der Daten-Wiederherstellung (71% sind es im KMU-Bereich). „‚Cloud-Storage‘ scheint für viele Unternehmen eine einfache Antwort auf das rasante Datenwachstum zu sein, da es sich leicht und schnell einsetzen lässt“, sagt Frank Bunn. „Tatsächlich steigert diese Einstellung in vielen Fällen aber die Ineffizienz der Speichersysteme.“ Normalerweise wird eine Nutzungsrate von 50% für Speichersysteme angestrebt. Laut der Studie von Symantec liegt weltweit die durchschnittliche Auslastung von Cloud-Speichern bei lediglich 17%, was bedeutet, dass Unternehmen etwa sechsmal so viel Kapazität bezahlen, wie sie tatsächlich nutzen. Darüber hinaus gab ein Drittel der im Rahmen der Studie befragten deutschen Konzerne an, dass in der Cloud gespeicherte Daten nicht dedupliziert werden, was zu größeren Datenmengen führt.    www.symantec.de


I d e e & s t r at e gie

Freitag, 8. Februar 2013

medianet technology – 39

Iron Mountain Laut einer aktuellen Studie hält fast die Hälfte der deutschen Unternehmen Datenschutzverstöße in Zukunft für nahezu unvermeidbar

Versichern statt Risikoreduktion chris haderer

Wien. Bereits zum siebenten Mal wurde in der letzten Jännerwoche der „Europäische Datenschutztag“ begangen, der ursprünglich von der EU-Komission ins Leben gerufen wurde, um die Sensibilität für Datenschutzaspekte in Europa zu erhöhen. Während in der EU gerade die Vorschläge für die neue europäische Datenschutzverordnung diskutiert werden, haben einige Unternehmen den Datenschutztag zum Anlass genommen, um sich mit der Situation am IT-SecuritySektor auseinanderzusetzen. Ein zentrales Element der geplanten EU-Datenschutzverordnung, deren Umsetzung im günstigsten Fall bereits 2014 beginnen könnte, sind hohe Strafen für Unternehmen, die den Datenschutz verletzen. Handelte es sich bislang um Beträge, die durchaus auch der Portokasse entnommen werden konnten, so sind nun Strafzahlungen von bis zu einer Mio. € oder zwei Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens möglich.

Zur Bewertung des Informationsrisikos haben das Beratungsunternehmen PwC und Iron Mountain ein Online-Tool entwickelt („ironmountain.co.uk/risk-assessment“), das auf Basis des „Information Maturity Index“ arbeitet und eine Reihe von Maßnahmen erfasst, deren Implementierung und regelmäßige Überwachung dazu beitragen, papierbasierte und digitale Unternehmensdaten zu schützen.

Probleme beim Schutz Auch die Studie „2012 Global Information Security Survey” von Ernst & Young kommt zum

Schluss, dass Unternehmen immer größere Schwierigkeiten damit haben, ihre Daten und Netze vor Angriffen zu schützen: Die Zahl der Attacken hat im Vorjahr bei knapp einem Drittel der befragten Firmen zugenommen – und das, obwohl sich die Budgets bei etwa der Hälfte der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr nicht verringert haben beziehungsweise bei weiteren 43% sogar noch gestiegen sind. Die Unternehmen werden sich im Spiegel der erwähnten EU-Datenschutzverordnung heuer noch intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen müssen.  www.ironmountain.de

© Iron Mountain

Das finanzielle Risiko bei Verstößen wird durch Versicherungen abgefangen.

Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer des Lösungsanbieters Iron Mountain.

Unternehmen unbeeindruckt Glaubt man einer Studie des Lösungsanbieters Iron Mountain, dann zeigen sich die europäischen Unternehmen von den Plänen der EU allerdings wenig beeindruckt: Immerhin 65% aller von Iron Mountain befragten deutschen Unternehmen gaben an, dass drohende Geldstrafen nur einen geringen Einfluss auf ihre Datenschutzpolitik hätten. Und immerhin 74,8% der Unternehmen haben sich überhaupt gleich gegen die finanziellen Folgen von Datenschutzverletzungen versichert oder planen, dies zu tun. „Es ist beunruhigend, zu sehen, dass fast die Hälfte der deutschen Unternehmen Datenschutzverletzungen für unvermeidbar hält und sich viele lieber gegen eventuelle Bußgelder versichern, als das Risi-

„Unternehmen lassen sich lieber versichern als Datenschutzver­ stöße zu minimieren.“ Hans-günter börgmann

ko von Verstößen zu minimieren”, fasst Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer bei Iron Mountain Deutschland, die Studienergebnisse zusammen. „Das zeigt uns, dass kleine wie große Firmen in puncto Datenschutz nicht die richtigen Schritte machen. Das Management eines Unternehmens muss seiner Verantwortung nachkommen, Risiken zu bewerten und eine Kultur schaffen, die Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Daten legt. Es wäre auch hilfreich, wenn Unternehmensverantwortliche oder der Gesetzgeber die Rolle der Datenschutzbeauftragten stärken würden.“ Laut der Iron Mountain-Studie gehen 44% der befragten deutschen Unternehmen davon aus, im kommenden Jahr Daten zu verlieren. Europaweit liegt der Schnitt sogar ein wenig höher, nämlich bei 53,3%.

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40 – medianet technology

Freitag, 8. Februar 2013

Magelan Der auf LANDesk-Produkte spezialisierte deutsche IT-Dienstleister will verstärkt in der D-A-CH-Region aktiv werden

short

Strikte Spezialisierung als Alleinstellungsmerkmal

© A1 Telekom Austria

A1 verlegte in Kärnten ein Unterseekabel

Ausbau des Kundenstamms und Intensivierung der Bestandskundenbetreuung sind Ziele für 2013.

Wien. Für das Natureis-Langstreckenrennen Elfstedentocht, dessen österreichischer Teil im Jänner am Weißensee in Kärnten über das Eis ging, hat A1 ein Seekabel verlegt und das Eventgelände am Südufer direkt an die Vermittlungsstelle in Techendorf angebunden. Zum Einsatz kam ein Sonderkabel mit 40 Fasern mit speziellen Abspannvorrichtungen und Erdungen im Uferbereich. „Die Anforderungen an die Kommunikationsinfrastruktur für Großveranstaltungen wie diese sind immer immens“, sagt Christian Bruckner, A1 Bereichsleiter Netzausbau. „Seekabel sind zudem in Österreich eine technische Besonderheit.“ Die Elfstedentocht wird seit 1989 jährlich als „Alternative 11-Städte-Tour“ ausgetragen.  www.a1telekom.at

Softwaremodul zum Sender-Monitoring Wien. Die ORF-Sendetochter ORS (Österreichische Rundfunksender) ist für nahezu alle österreichischen TV- und Radioanbieter sowie für digitales Fernsehen in Österreich verantwortlich. Beim Monitoring der digitalen Antennen-Sendeanlagen kommt eine Lösung des Technologieunternehmens Microlab zum Einsatz. „Wir haben für die ORS ein Softwaremodul entwickelt, das jede Störung und auch Wartung an der Sendeanlage grafisch erfasst und in Echtzeit anhand einer Landkarte darstellt und aufzeigt“, beschreibt MicrolabGeschäftsführer Stefan Griesmaier.  www.microlab.at

Langjährige Partnerschaft Magelan ist nicht ganz so alt: Das Unternehmen wurde 1996 in Deutschland gegründet und ist etwa seit der Jahrtausendwende auch überregional tätig. Seit damals ist Magelan verstärkt in der D-A-CH-Region aktiv. Die Partnerschaft mit LANDesk „reicht mittlerweile mehr als zwölf Jahre zurück“, sagt Sammler. In den Jahren 2004 bis 2006 erfolgte die Spezialisierung des Unternehmens auf LANDesk-Produkte, 2010

Optiker mit Durchblick Seit etwa 2007 im Magelan-Kundenportfolio ist das deutsche Optiker-Unternehmen Apollo-Optik, das 730 Filialen in Deutschland und etwa 100 Filialen in Österreich (unter dem Namen Pearl) betreibt. Als Service Management-Softwarelösung für die neu gegründete Abteilung Filial Service Center (FSC) kommt seit Kurzem das Produkt ‚LANDesk Service Desk‘ zum Einsatz. Ziel des FSC war unter anderem, Tickets aller Filialen elektronisch, nachvollziehbar und nachhaltig zu erfassen und zu bearbeiten – was letztlich einen größeren Schritt als „nur“ die Installation eines IT-Systems darstellte. „Mit der Einrichtung des FSC haben wir maßgeblich in die Ablaufprozesse des Unternehmens eingegriffen“, sagt Noela Kreis, Leiterin des FSC bei Apollo-Optik. „Das FSC wurde aus einer durchgängigen Projektmanagementsicht heraus konzipiert und entwickelt. Mit ‚LANDesk Service Desk‘ hatten wir ein Werkzeug zur Hand, das wir mit Unterstützung durch Magelan optimal für unsere Zwecke einsetzen konnten.“  www.magelan.at

Michael Sammler, Account-Manager beim IT-Dienstleister Magelan Austria.

Das Unternehmen ist seit mehr als zwölf Jahren auf LANDesk-Produkte spezialisiert.

Infor Die PLI-Produkte des Unternehmens werden bei Henkel zur besseren Steuerung der Produktentwicklung eingesetzt

Product Lifecycle Management & Kosmetik

Gigaset gewinnt neuen „pro“-Vertriebspartner

© Gigaset

Wien. Es sind keine schlechten Zahlen, auf die Charles Phillips, CEO des Business Software Anbieters Infor, zurückblicken kann: 2,8 Mrd. USD Umsatz (ca. 2,05 Mrd. €) im letzten Geschäftsjahr, „fünf Quartale in Folge mit zweistelligen Wachstumsraten, 1.700 neue Mitarbeiter allein in den vergangenen

zwölf Monaten, darunter 600 Entwickler, die über 5.000 neue Produktfeatures erarbeiteten.“ Darunter sind Anwendungen wie der Infor Workspace, Infor SocialSpace oder Infor Optiva. Letztere ist eine Software-Lösung, die Prozessfertiger im Produktlebenszyklus unterstützten soll. In der Pro-

© Henkel

Eduard Schmidhofer, Vorsitzender der Geschäfsführung bei Gigaset.

Wien. Der europäische DECTMarktführer Gigaset hat die ALSO Austria GmbH (Teil der ALSO-Actebis Holding AG) als Vertriebspartner für die professionelle „Gigaset pro“-Linie gewonnen. „Als führendes Handelsunternehmen für Produkte, Lösungen und Dienstleistungen der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Österreich ist die ‚ALSO Austria GmbH‘ ein wichtiger strategischer Partner für ‚Gigaset pro‘“, sagt Eduard Schmidhofer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Gigaset Autria.  www.gigaset.at

© Magelan

Wien. Kein ausuferndes Produktportfolio, sondern eine klare Linie, die für Michael Sammler, Account Manager der österreichischen Niederlassung des deutschen IT-Dienstleisters Magelan, auch gleichzeitig das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens darstellt. „Wir sind klar auf IT-Management fokussiert, speziell auf LANDesk-Produkte“, sagt er. Diese Spezialisierung hätte sich in den Anfangstagen des Unternehmens aus der Zusammenarbeit mit einem Kunden ergeben. „Je nach Bedarf kommt Magelan projektweise oder im Rahmen eines Full Service Auftrags zum Einsatz“, sagt Sammler, „mit Blick auf die größtmögliche Integration der Systeme und Tools.“ LANDesk-Lösungen dienen zur Steuerung, Überwachung und auch zur Automatisierung von heterogenen IT-Umgebungen. LANDesk selbst ist ein IT-Veteran: seine Geschichte begann 1985 als LANSystems, wurde mit der Übernahme durch Intel als Abteilung LANDesk im Jahr 1991 fortund über verschlungene Pfade zu einem heute wieder eigenständigen Ungernehmen weitergeführt.

die LANDesk Diamant-Zertifizierung für LDALM und LDSD. Durchaus nicht uninteressant sind die Namen in der Magelan-Kundenliste, in der unter anderem A1, voestalpine, die Uni Graz oder die Rechtsanwälte Schönherr zu finden sind. Für das Jahr 2013 stehe, so Michael Sammler, „der Ausbau des Kundenstamms sowie die Intensivierung der Bestandskundenbetreuung“ auf dem Aktionsplan. Dahingehend findet am 18. April im Wiener Modul auch eine Infoveranstaltung für Kunden und Neukunden statt.

© magelan.net

chris haderer

Vor dem Winter: A1 verlegte Glasfaserkabel durch den Weißensee.

Uwe Laabs, verantwortlich für IT-Prozesse und Service Management bei Henkel.

duktentwicklung von Beauty Care bei Henkel in Düsseldorf wird Optiva für das Lifecycle-Management bei der Entwicklungt von Kosmetikprodukten eingesetzt.

Tool für Entwickler „Seit 2002 fängt die Entwicklung von Haarkosmetik, Körper-, Hautund Mundpflege sowie Produkten für das Friseurgeschäft bei Henkel grundsätzlich damit an, dass die Entwickler ihre neu erdachte Rezeptur in die Product Lifecylce Management-Software von Infor einpflegen“, sagt Uwe Laabs, verantwortlich für IT-Prozesse und Service Management im Bereich Product Lifecycle Management (PLM). Seine Kunden sind die Kollegen in den Entwicklungsabteilungen von Beauty Care, denen es die PLM-Lösung möglichst einfach machen soll, alle gesetzlichen und von Henkel intern vorgeschriebenen Regeln zu beachten. „Manchmal stellt sich heraus, dass die Substanz nicht für das neue Shampoo geeignet ist – möglicherweise aber für ein anderes Pro-

dukt“, sagt Laabs. „Dann verbleibt der Stoff in ‚Infor Optiva‘ optional enthalten. Verfehlt er Anforderungen und Erwartungen komplett, wird er als nicht geeignet vermerkt und stirbt damit auch für alle weiteren Entwicklungen.“ Im Idealfall wird ein Workflow getriggert, der vom Entwickler über Expertengruppen bis zur PLM-Abteilung eine Freigabe des Stoffs abfragt. Die Daten zu dem neu eingeführten Kosmetikrohstoff wie etwa Preisinformationen, Regulatorien oder die toxikologische Freigabe werden dann an ein SAP-System übergeben. Auch Kalkulationen wie aktuelle Rohstoffpreise sind möglich. „Am Ende eines Produktlebenszyklus geht es bei Henkel auch um die Frage, ob eine Rezeptur biologisch abbaubar ist und mit möglichst nachhaltigen Rohstoffen entwickelt wurde“, sagt Uwe Laabs. „Auch hier arbeiten wir streng wissenschaftlich und belegen alle Angaben mit Stoffdaten. Infor Optiva trägt hier zu unserer Nachhaltigkeit bei, weil wir mit dieser Lösung die Daten bereitstellen können.”  www.infor.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 8. Februar 2013

medianet technology – 41

Human Brain Project Die TU Graz spielt eine wesentliche Rolle im EU-Flaggschiff-Projekt zur Erforschung des Gehirns

Die TU Graz soll die Perspektive der Informatik in das auf zehn Jahre angelegte Projekt einbringen. erkrankungen über revolutionäre Informations- und Kommunikationstechnologien bis hin zu wissenschaftlichen Antworten auf die fundamentale Frage ‚Was bedeutet es, Mensch zu sein?‘ ist das Spektrum relevanter Aspekte breit.“ Zwar gäbe es die vielfältigsten Bestrebungen in der Gehirnforschung, gleichzeitig „verlieren wir uns mittlerweile aber in Details“, sagt Maass. „Eine gesamtheitliche Betrachtung und Integration sämtlicher an der Gehirnforschung beteiligter Forschungsdisziplinen hat bislang gefehlt.“

chris haderer

Steyr. Das Gehirn gehört zu den bislang nicht in die letzten Untiefen ausgeloteten Regionen des menschlichen Körpers. Die vielen weißen Flecken auf der Landkarte des Denkorgans sollen vom „Human Brain Project“ erforscht werden, das Ende Jänner den Zuschlag für eines von zwei ausgewählten „Flagship Projects“ der EU erhalten hat. Dieses „Flaggschiff“ der Forschung soll immerhin zehn Jahre lang segeln und ist mit einem Budget von 1.19 Mrd. € ausgestattet.

Lexmark erweitert Perceptive Software © panthermedia.net/Werner Heiber

Dem Bio-Computer im Menschen auf der Spur

short

Perceptive Software wird verstärkt am klinischen Sektor aktiv.

Wien. Lexmark International Inc. hat Acuo Technologies, LLC übernommen, einen Anbieter im Bereich hochleistungsfähiger Software und Dienstleistungen für Content Management, Datenmigration sowie anbieterneutraler Archivierung im klinischen Bereich. Acuo Technologies wird in das Lexmark-Unternehmen Perceptive Software eingegliedert. „Durch die Übernahme wird ‚Perceptive Software‘ von Lexmark zum einzigen Anbieter, der diese Technologie besitzt“, sagt Scott Coons, President und CEO bei Perceptive Software sowie Vice President bei Lexmark. Sie bildet die Grundlage einer Lösung mit einer ­zentralen, unternehmensweit abrufbaren Patientenakte, auf die über jedes Electronic ­Medical Record-System zugegriffen werden kann.  www.lexmark.at

Geplanter Bildungsweg Die Rolle der TU Graz im „Human Brain Project“ ist es, die „Perspektive der Informatik einzubringen, mit der zentralen Aufgabe, Prinzipien der Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn zu entschlüsseln“, beschreibt Maass. „Konkret stellen wir uns als Leiter des Arbeitspakets ‚Brain Computing Principles‘ der Frage, wie neuronale Schaltkreise funktionieren und ob sich ihre Arbeitsweise auf Computerbausteine im Nanobereich übertragen lässt.“ Das Team rund um Maass ist neben der Universität Innsbruck, die mit „Education“ einen nicht-wissenschaftlichen Bereich betreut, das einzige aus Österreich, das von Anfang mit an Bord des Flaggschiffs ist. In einer weiteren Projektphase soll auch das IST Austria einsteigen. „Mit einer Projektlaufzeit von zehn Jahren haben wir die Möglichkeit, neue Talente einzubinden und attraktive Doktoratsstellen in einem internationalen und multidisziplinären Projekt anzubieten.“ Erklärtes Ziel sei es, vermehrt Frauen für die Informatik zu begeistern.  www.humanbrainproject.eu

des menschlichen Gehirns zu verstehen, ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.“ Wolfgang maass, tu graz

Am Kuchen mitpartizipieren darf die TU Graz, die „als Leiterin des Arbeitspakets ‚Brain Computing Principles‘ eine zentrale Rolle in dem internationalen Projekt spielt, das sich sämtlichen Aspekten der Gehirnforschung widmet – von der Informatik bis zur Biologie“, sagt Wolfgang Maass, Leiter des Instituts für Grundlagen der Informationsverarbeitung der TU Graz. „Das Gehirn zu verstehen, ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Von neuen Behandlungsmethoden für Gehirn-

Die Erforschung des Gehirns soll auch die Informationstechnologie weiterbringen.

VMware verzeichnet steigende Umsätze Wien. VMware, ein Anbieter von Virtualisierungslösungen und Cloud-Infrastrukturen, hat jetzt seine Finanzzahlen für das vierte Quartal und das gesamte Jahr 2012 bekannt gegeben. Demnach verzeichnet das Unternehmen ein Wachstum des Jahresertrags um 22% auf 4,61 Mrd. USD (3,38 Mrd. €) sowie ein Wachstum im vierten Quartal um 22% zum Vergleichszeitraum aus 2011 um 1,29 Mrd. USD (0,95 Mrd. €). Die jährliche Umsatzrendite entspricht 18,9%, die NonGAAP Umsatzrendite beträgt 32,4%.  www.vmware.at

© TU Graz (2)

„Die Funktionsweise

Wolfgang Maass, Institut für Grundlagen der Informationsverarbeitung der TU Graz.

NetApp Der Storage-Anbieter hat seine Partnerschaft mit Cisco hinsichtlich der „FlexPod-Architektur“ ausgebaut

Vernetzung über konvergente Infrastrukturen und Channel-Teams werden sogar noch enger kooperieren, um neue Lösungen vorzustellen, die die Marktchancen beider Firmen und die unserer Partner weiter ausbauen und den Kunden dabei unterstützen, aus ihrer flexiblen und agilen Datacenter-Infrastruktur einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen.“

Die erweiterte Partnerschaft von NetApp und Cisco hat außerdem das Ziel, die „Integration der beiderseitigen Technologien voranzutreiben, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und bei der Markteinführung zusammenzuarbeiten“. Kunden sollen von einem einfachen Zugriff auf Cloud-Lösungen der

„NetApp und Cisco teilen eine Vision für die Zukunft der Datacenter und werden weiterhin gemeinsam an Innovationen arbeiten, um Unternehmen in einer umfassenden Cloud-Architektur miteinander zu vernetzen“, sagt Manish Goel, Executive Vice President, Product Operations bei NetApp. „Unsere Entwicklungs-, Verkaufs-

© NetApp

Umfassende Vernetzung

Manish Goel, Executive Vice President, Product Operations, bei NetApp.

Game-Publisher Ubisoft schluckt THQ Montreal

nächsten Generation und damit einer schnelleren Einsatzbereitschaft profitieren.

Breite Lösungsentwicklung Durch die Partnerschaft mit ­ etApp will Cisco auch die MarktN durchdringung von FlexPodLösungen steigern. „Die Partnerschaft mit NetApp hat sich in den vergangenen zehn Jahren als sehr erfolgreich erwiesen, um eine von Cisco validierte FlexPod Architektur zum Kunden zu bringen“, sagt Padmasree Warrior, Chief Technology and Strategy Officer bei Cisco. „Auf diesem Erfolg bauen wir nun auf; wir dehnen unsere Partnerschaft aus, um mithilfe eines einheitlichen Datacenters eine tiefere Integration der Technologien und eine breiter angelegte Lösungsentwicklung für eine offene, skalierbare Multi-Cloud-Infrastruktur zu fördern. Zusammen können wir unseren Kunden helfen, ihre Investitionen zu nutzen, um die Herausforderungen einer Mobile-Cloud-Ära zu meistern.“  www.netapp.at  www.cisco.at

© Ubisoft

Wien. In der schnelldrehenden ITWelt sind es nicht zuletzt Partnerschaften, die für Nachhaltigkeit sorgen. Ihre schon länger bestehende Partnerschaft ausgeweitet haben nun der Storage-Anbieter NetApp und der Netzwerke-Ausstatter Cisco. Beide Unternehmen wollen mithilfe einer konvergenten Infrastruktur Firmenniederlassungen, Rechenzentren und Public Clouds über die sogenannte FlexPod-Architektur miteinander vernetzen. FlexPod wird derzeit von mehr als 2.100 Kunden in über 35 Ländern eingesetzt und von mehr als 700 Channel-Partnern vertrieben.

South Park: „The Stick Of Truth“ gehört nun dem Publisher Ubisoft.

Wien. Der Game-Publisher Ubisoft hat die Übernahme von THQ Montreal sowie den Erwerb der Rechte zur Veröffentlichung des kommenden Spiels „South Park: The Stick Of Truth“, das von Obsidian entwickelt wird, bekannt gegeben. THQ Montreal wird in das Entwickler-Team von Ubisoft eingegliedert, das mit 26 Studios in 19 Ländern vertreten ist und mit mehr als 6.250 Mitarbeitern im Videogaming-Bereich die zweitgrößte hauseigene Entwicklungskapazität weltweit darstellt.  www.ubisoft.at


T o o l s & s e r v i ce s

42 – medianet technology

Test Der „Zeta Producer 11“ erstellt einfach Webseiten auf Basis von an eigene Bedürfnisse anpassbaren Templates

short

Einfache Web-Auftritte ohne Programmierarbeit

© Epson

Installationsprojektoren mit 7.000 Lumen

Bereits bestehende Webseiten können in beschränktem Ausmaß in die Software importiert werden. Chris haderer

Wien. Mit dem „EB-G6800“ und dem „EB-G6900WU“ hat Epson zwei neue Projektoren mit XGA- bzw. WUXGA-Auflösung angekündigt, die mit einer Helligkeit von bis zu 7.000 Lumen für die Wiedergabe heller Bilder auch in größeren Räumen ausgelegt wurden. Die Installationsprojektoren eigenen sich somit neben der Festinstallation auch für den Einsatz bei Projektionsdienstleistern für die Bereiche Events und Digital Signage. Die EB-G6000er-Serie erweitert die bestehende G-5000er-Serie von Epson und kann zudem ihre Objektive verwenden. Verfügbar sollen sie ab Juni im Fachhandel sein.  www.epson.at

Wien. Ein solider Webauftritt gehört mittlerweile zur Standardausstattung von Unternehmen, egal ob es sich um einen Weltmarktführer handelt oder um ein EPU aus Simmering. Während große Firmen ihren Webauftritt internen Ressourcen überantworten oder an externe Agenturen auslagern können, stehen Klein- und Kleinstbetriebe oft vor einem Problem: Der Markt bietet zwar eine Reihe von Tools zur Gestaltung des Web-Auftritts, aber was tun, wenn man sich als Tischlereibetrieb auf sein Kerngeschäft konzentrieren will und keine Ahnung von Web-Programmierung hat oder haben will?

Kurze Einarbeitungszeit Web-Design-Anwendungen wie etwa der „Dreamweaver“ von Adobe setzen letztlich HTML- und CSS-Kenntnisse voraus, die nicht jeder Anwender mitbringt. Und auch sogenannte Content Management-Systeme (CMS), wie etwa das Open Source-Produkt „Joomla!“, die einmal an die Gestaltungswünsche angepasst werden müssen und dann eine relativ komfortable Verwaltung des Seiteninhalts erlauben, setzen ebenfalls eine längere Einarbeitungszeit voraus (allein das bei Data Becker erschienene „Große Buch zu Joomla! 2.5“ von Daniel Koch umfasst immerhin knapp 970 Seiten). Einen Ausweg aus der Misere wollen bewusst einfach gestaltete CMS-Systeme wie der „Zeta Producer 11“ der Zeta Software GmbH bieten, die auf Basis von adaptierbaren Templates arbeiten und kaum schwerer zu erlernen sind, als eine gängige Textbearbeitung. Beim Zeta Producer stehen insge-

Neue Features für Web Application Firewall Innsbruck/Wien. Barracuda Networks hat die Sicherheitsfunktionen seiner Web Application Firewall upgedated. Im Mittelpunkt der neuen Version steht die Abwehr von Bedrohungen und Angriffsstrategien, wie sie in der jüngsten Vergangenheit stattgefunden haben: Botnetund DDos-Attacken auf Anwendungsebene. „Neu ist die hohe technische Kompetenz, mit der sich Cyberkriminelle auf die Applikationsebene fokussieren”, sagt Wieland Alge, General Manager EMEA, Barracuda Networks. „Deshalb bieten wir eine kompakte Web-Applikationssicherheit an: Sie integriert unser Spektrum an Sicherheitsanalysen und ein Traffic-Management; in dieser Form ist die Barracuda Web Application Firewall weltweit einzigartig.“ www.barracudanetworks.com

samt 127 Designs zur Auswahl zur Verfügung, die in begrenztem Rahmen verändert werden können. Die vorpositionierten Bilder können von eigenen Aufnahmen ersetzt werden, Texte werden durch einen Klick auf den entsprechenden Button eingefügt. Auch Daten von Social Media-Portalen können eingebunden werden – die notwendigen Funktionen sind vordefiniert.

Webseiten-Lifting Übrigens: Im Gegensatz zur für den Privatgebrauch gedachten Freeware-Version bietet die Business-Variante (179 €) für Anwender, die schon eine selbst gebastelte Website haben, auch eine Import-Funktion. Dabei versucht das Programm alle Inhalte zu übernehmen und automatisch eine passende Navigationsstruktur zu erstellen; das gewünschte Layout wird anschließend in Zeta Producer ausgewählt. Speziell ältere Websites können hier vom modernen, W3C-validen HTML-Code der Zeta Producer-Layouts profitieren – wobei die Betonung wirklich ein wenig auf „älter“ liegt. Wer Webseiten importieren will, die etwa mit Java-Applets, Flash-Anwendungen oder sonstigen Tricks aufgemotzt wurden, kann durchaus bald an die Grenzen des Programms stoßen. Allerdings ist es auch nicht der hauptsächliche Lebenszweck der Software, als Image-Lifter für in die Jahre gekommene Websites zu agieren.

Kein Programmierer-Tool Der Zeta Producer ist kein Tool für Leute, die sich in den Untiefen von Java-Codes wohlfühlen, sondern ein interessantes Werkzeug für Anwender, die schnell und pro-

Erstellt solide Webauftritte mit adaptierbaren Templates: „Zeta Producer 11.“

© Zeta Software

Die neuen Epson-Modelle eignen sich für große Räume.

Objektfunktionen werden über einfache Menüs zugeordnet und aktiviert.

blemlos zu einer soliden Homepage kommen wollen. Im Gegensatz zu „echten“ Web-Design-Programmen ist man zwar auf die vom Hersteller gelieferten Templates angewiesen – in der Praxis lassen sich diese aber durch eigenen Content sehr gut adaptieren. Auch die Möglichkeit, neue Designs durch den Import bestehender Seiten zu erzeugen, ist interessant. Anwender, die keinen Blog betreiben und keine häufig wechselnden

Informationen im Web bereitstellen, sollten den „Zeta Producer“ einer Inspektion unterziehen. Für den privaten Gebrauch gibt es eine kostenlose Download-Version, in der allerdings einige Funktionen nicht enthalten sind. Wer vor allem sein Geschäft im Web vorstellen will, findet hier eine interessante Lösung – für den Aufbau von Shopping-Seiten oder datenintensiven Portalen ist die Lösung eher weniger geeignet.  www.zeta-producer.com

Test Der Samsung „SB970 S27B970D“ überzeugt durch zurückhaltendes Design, hohe Bildqualität und viele Anschlüsse

Ein 27-Zöller, der kaum Wünsche offen lässt

Zeiterfassungslösung mit Komfort-Features

© Software Architects

Wien. Auf dem Papier wirkt der Unterschied zwischen einem 25-Zöller und einem Monitor mit 27 Zoll Bilddiagonale gar nicht einmal so groß. Wenn man davor sitzt, ist er allerdings gewaltig – vor allem dann, wenn der 27-Zöller nicht mit „gewöhnlicher“ Full HD-Auflösung arbeitet, sondern mit 2.560 x 1.440 Pixel für mehr Platz am Display sorgt. Um es kurz zu machen: Vom Start weg macht der SB970 S27B970D von Samsung eine gute Figur, vom unaufgeregten Design, das durch Understatement punktet, bis hin zur wirklich hervorragenden Bildqualität. Der Monitor ist in der Reihe der Premium-Dis-

© Samsung

Erfolgreiche Zeiterfassungslösung als SaaS-Anwendung aus der Cloud.

Wien. Mit ihrer Lösung „Time Cockpit” haben die Entwickler Rainer Stropek und Karin Huber seit dem ersten Release im Jahr 2010 eine Reihe von Preisen gewonnen. Die Lösung kombiniert automatische und manuelle Zeiterfassung. So können Zeiten leichter zugeordnet und verrechnet werden. „Signal Tracker” zeichnen automatisch die Nutzungsdauer von elektronischen Endgeräten oder Anwendungen auf. Time Cockpit wird als Softwareas-a-Service (SaaS)-Lösung auf Basis von Windows Azure ­angeboten.  www.timecockpit.com

Freitag, 8. Februar 2013

plays zu Hause, was seinen Preis hat: 999 € kostet das Gerät, dafür erhält man aber einen Bildschirm, der (fast) alle Stückerln spielt.

Facts & figures

Gute Ausstattung 27“-Bildschirmdiagonale und hohe Auflösung erschließen dem Gerät eine Reihe von Anwendungsgebieten. PC-seitig eignet er sich hervorragend zur Darstellung mehrerer Fenster – mehr aber noch für Bildbearbeitungs- oder CADAufgaben. Die Hardware-Kalibrierung sorgt für ausgewogene Farbtöne, ­ schmerzende Augen gehören mit diesem LED-Gerät der Vergangenheit an. Da neben DVI- und Display-PortAnschlüssen auch eine HDMISchnittstelle vorhanden ist, eignet sich der Samsung-Monitor auch als TV-Gerät oder für den Anschluss von Spielekonsolen und Blu-rayPlayer. Außerdem sind zwei USB

Der „SB970 S27B970D“ von Samsung: ein edler LED 27-Zöller der ­ remium-Klasse. P

2.0-Ports für den Anschluss an den PC vorhanden. Dass der SB970 S27B970D keine Audioausgänge hat, ist angesichts des Preises ein kleines Manko – durch die hohe Qualität der eingebauten Speaker aber verschmerzbar. Fazit: ein sehr feines Gerät.

Die wichtigsten Features des SB970 S27B970D von Samsung im schnellen Vorlauf: Bildschirmdiagonale 68,58 cm (27”/16:9) Pixelabstand 0,229 mm Helligkeitswert 285 cd/m² High Bright ­Mode; 220 cd/m² Standard Mode Kompatibilität Apple Mac-kompatibel, ­Windows zertifiziert Auflösung 2.560 x 1.440 Pixel Reaktionszeit 5ms (GTG) Betrachtungswinkel 178/178 Grad Farben 16,7 Mio. Hardware-Kalibrierung Uniformitäts-Korrektur ΔEab≤3, Luminanz > 90%, Kalibrierungs-Modus Anschlüsse Dual Link DVI, Display Port, HDMI, USB, Lautsprecher, USB Hub Netzteil Extern Stromverbrauch 53 Watt, 0,5 Watt im Stand-by-Betrieb Umweltzertifikate Energy Star 5.0 Energieeffizienzklasse B Maße mit Fuß 645,0 x 467,0 x 247,0 mm Maße ohne Fuß 645,0 x 402,0 x 32,2 mm Gewicht mit Verpackung 10,7 kg Preislage 999 €  www.samsung.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 8. februar 2013 – 43

iv konjunkturumfrage

stütze der industrie

Die Anzeichen für ein Ende der Krise ­verdichten sich, Optimismus steigt  Seite 45

Industriewissenschaftliches Institut bestätigt Bedeutung der Palfinger Gruppe  Seite 47

© Palfinger

© Thule Jug

industrialtechnology festo umfassendes ­ afety-konzept s

© Festo

Papierindustrie startet Innovationsoffensive

© Copa-Data

short

Salzburg. Im März stellt CopaData eine neue Version seiner Automatisierungssoftware „zenon“ vor. zenon 7.10 stellt erneut den Anwender in den Mittelpunkt und setzt mit der Unterstützung von 64-Bit, Windows 8 und Multi-Touch auf zukunftsweisende Technologie. Entwicklungsleiter Günther Haslauer erklärt: „Automatisierungsprojekte werden immer umfangreicher und Hardware sowie Software müssen daher auch eine immer weiter steigende Datenflut verarbeiten können.“  www.copadata.com

© Foto Humer

Göppingen. Die MAG Europe Gruppe erwirtschaftete 2012 mit 684 Mio. € einen Rekordumsatz (Vorjahr 561 Mio. €). Auf die MAG IAS GmbH als operativen Kern der Gruppe entfielen dabei mit 591 Mio. € bzw. 86% des Gesamtumsatzes. Diese Entwicklung verdeutlicht den Erfolg der Optimierungsmaßnahmen. Dazu gehören Kostensenkungen, die Vereinfachung des Produktprogramms und die Restabwicklung von Verlustaufträgen aus den Krisenjahren 2009 und 2010. Gerald Weber, CEO der MAG Europe Gruppe: „Diese ­Er­gebnisse sind eine gute Grundlage für die weitere ­positive ­Entwicklung.”  www.mag-ias.com

© KraussMaffei/MHFotodesign

fibrePlus Der Verband der europäischen Papierindustrie CEPI sieht in einer ­verstärkten Forschungsarbeit den Schlüssel zur Reduktion von CO2-Emissionen und einer nachhaltigen Steigerung der Wertschöpfung.  Seite 44 Siemens Starker Turbo für die Windenergie-Branche

Die neuentwickelte Windturbine ist be­ reits bei einem Pilotprojekt im Einsatz.

Wien. Siemens hat auf der Jahreskonferenz des Europäischen Windenergieverbands (EWEA) in Wien eine neue Offshore-Windenergieanlage vorgestellt. Die SWT-4.0-130 hat eine Kapazität von vier Megawatt (MW) und ­einen Rotordurchmesser von 130 m. Die neue Anlage ist eine Weiterentwicklung der SWT-3.6, der weltweit am häufigsten verkauften und installierten Offshore-Windturbine. Außerdem ist ein neues PlattformKonzept präsentiert worden, dessen Ziel die Standardisierung und die Modularisierung der Produkte ist.  www.siemens.at

Online-Plattform für Gefahrstoffe

© Kaihsu Tai

Windturbine mit 4 MW Leistung

© Siemens

München/Warren. Im Rahmen der „TechDays“ stellte KraussMaffei dem amerikanischen Fachpublikum erstmals seine neue GX 400-4300 im Live-Betrieb vor. Die GX-Baureihe umfasst derzeit den Bereich von 4.000 bis 6.500 kN Schließkraft in verschiedenen Größen und Ausstattungsvarianten für die Anforderungen in unterschiedlichsten Branchen. Dabei überzeugen die GX-Maschinen bei der Produktion frei fallender Verpackungs-/Logistikteile ebenso wie bei der Herstellung hochwertiger Automobilteile oder Konsumgüter. www.kraussmaffeigroup.com

ECHA Mehr Einigkeit bei Einstufung von Chemikalien

Die Zentrale der Europäischen Che­ mikalienagentur ECHA in Helsinki.

Helsinki. Das öffentliches Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis für Chemikalien in Europa enthielt bisher zu vielen Stoffen unterschiedliche Informationen. Um hier mehr Einigkeit zu erzielen, hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine neue Kommunikationsplattform im Internet bereitgestellt. Auf ihr können Hersteller und Importeure, die denselben Stoff bei der ECHA angemeldet haben, miteinander in Kontakt treten, sich über ihn austauschen und sich auf eine gemeinsame Einstufung und Kennzeichnung einigen.  http://echa.europa.eu


c ov e r

44 – industrialtechnology

kommentar

Infotag zum Thema Nanostrukturen

Freitag, 8. Februar 2013

Innovationsoffensive Europäische Papier- und Zellstoffindustrie muss sich fit für die Zukunft machen

Bestehende Technologien reichen nicht mehr aus Mehr Zusammenarbeit mit Partnern aus Maschinenbau, Zulieferern und Forschungseinrichtungen. britta biron

© GEPA pictures

Himmelstor

Das imposante Skygate der voest­ alpine an der Planai-Rennstrecke.

Schladming. Eine (welt-)meisterhafte Leistung hat die voestalpine bereits vor dem Start der Ski WM mit dem imposanten „Skygate“ vorgelegt, das über den Zieleinlauf der Planai thront. 35 m hoch ist der einseitig verankerte Bogen aus 130 t Stahl; sogar ein Airbus A340-600 hätte unter ihm Platz. Besonders spektakulär wird die eigens für die WM errichtete Lichtinstallation mit 45.000 LEDs und speziellen Licht­ effekten. Der Bogen kann entlang der Stahlkonstruktion verschiedenfarbig beleuchtet und animiert werden.  www.voestalpine.com

­Project‘ soll wichtige Impulse zur Definition und Entwicklung von Zukunftstechnologien

Teresa Presas, GF CEPI: Innovation und F&E sind wesentlich für weitere Fortschritte bei der Ressourcen- und Energieeffizienz

geben.“

europäischen Papierindustrie in Brüssel. Wichtigstes Ziel der Initiative ist die Evaluierung zukünftiger Schlüsseltechnologien für die Bereiche Klimaschutz & Energieeffizienz, Rohstoffe & Recycling sowie Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, um die Wertschöpfung des Sektors bis 2050 um rund 50% zu steigern und die CO2-Emissionen um bis zu 80% zu reduzieren.

teresa presas, gf cepi

„Das Jahr 2050 ist für unsere Branche nur zwei Investitionszyklen weit entfernt; wir benötigen daher bereits heute die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen”, erklärte Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier – Vereinigung der Österreichischen Zellstoff- und Papierindustrie, anlässlich der Konferenz „fibrePlus – Unfolding the sustainable value of wood, pulp and paper“, die kürzlich in Lenzing stattfand: Es war der erste F&E-Event im Rahmen des „Two Team Projects“ der CEPI, des Verbands der

Hohe Ziele gesteckt „Der europäischen Faser-, Zellstoff- und Papierindustrie kommt mit ihren erneuerbaren Rohstoffen ‚Holz‘ und ‚Altpapier‘ eine Schlüsselrolle in der CO2-armen Bio-ökonomie zu“, so CEPI-GF Teresa Pre-

sas. „In unserer ‚2050 Roadmap‘ haben wir den Weg der Branche in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft skizziert.“

Schlüsseltechnologien Das nun gestartete „Two Team Project“ soll dem gesamten Sektor wichtige Impulse zur Definition und Entwicklung von Zukunftstechnologien geben. Denn klar ist: Mit den derzeit vorhandenen Verfahren und Materialien sind diese hochgesteckten Ziele nicht zu erreichen. Daher will die Papier- und Zellstoffhersteller künftig noch enger mit Partnern aus dem Anlagenbau- und der Zulieferindustrie sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen

zusammenarbeiten. „Unsere größten Herausforderungen liegen – vor dem Hintergrund gesunkener Investitionen und teils rückläufiger Nachfrage – in der nachhaltigen Rohstoff- und Energieversorgung zu wettbewerbskonformen Kosten, der kaskadischen Nutzung forstlicher Biomasse, dem Vorantreiben von Innovationen und der Verfügbarkeit neuer energie- bzw. CO2-sparender Technologien”, so Austropapier-Chef Oliver Dworak, der bei der Konferenz zudem den ‚fibrePlus-Award‘ im Rahmen des diesjährigen ‚printissimo-emballissimo‘-Wettbewerbes präsentierte. Ausgezeichnet werden damit besonders innovative Faseranwendungen.  www.austropapier.at  www.cepi.org

Promot Automation Einzigartiger Modulbaukastensystem als Basis internationalen Erfolges

Deutsche Auslandsniederlasssung Roitham. Die 1980 gegründete oberösterreichische Technologieschmiede hat sich auf die Automatisierung von Werkzeugmaschinen spezialisiert und verfügt mittlerweile über den zurzeit umfangreichsten und vielfältigsten Modulbaukasten für Portalroboter und Roboterzellen. Gerade mittelständische Unternehmen profitieren durch die Automatisierung von Werkzeugmaschinen in Form von wesentlichen Kosteneinsparungen. Bisher hat Promot Automation mit den Modulbaukästen bereits über 3.800 Projekte realisiert sowie Werkzeugmaschinen von über 250 verschiedenen Herstellern automatisiert.

Auf Wachstumskurs „Auf internationalen Fachmessen, wie der EMO in Hannover, konnten wir mit unseren innovativen Neuentwicklungen und den Modulbaukästen für Werkstückund Palettenhandhabung punkten. Zahlreiche Unternehmen zeigten größtes Interesse an unseren Produkten, was sich auch bereits in-

„Teil unserer neuen Vertriebs­ strategie ist es, noch näher an unseren Kunden zu sein, um noch rascher und flexibler agieren zu können“, so Wandl weiter.

„Unser Ziel ist es, © Promot Automation/Joe Haider

voestalpine Meisterhaft

„Das ‚Two Team

© Foto Humer

N

anostrukturierte Oberflächen sind der Schlüssel zu funktionellen Produkten und effizienten Prozessen und das Verfahren der Nanoimprint-Lithografie (NIL) liefert eine vielseitige und kostengünstige Lösung zur Herstellung von großflächigen Nanostrukturen in hoher  Qualität. Die OÖ Technologieschmiede ‚Profactor‘ koordiniert seit fünf Jahren den nationalen Forschungscluster ‚NILaustria‘,  in dem die Grundlagen für  unterschiedliche Anwendungen geschaffen wurden. Bei dem erstmals veranstalteten ‚NILindustrialday‘ (14.– 16. März) will Profactor  gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen ‚micro resist technology‘, das als Mitorganisator der Veranstaltung fungiert, vor allem die Industrie an­sprechen. Neben allgemeinen, theoretischen Grundlagen wird vor allem darüber informiert, was mit NIL in der industriellen Praxis bereits realisiert werden kann bzw. was für Möglichkeiten hier die Zukunft  bringen kann. So wird unter anderem die Profactor-Wissenschafterin Iris Bergmair Einblicke über die bisherigen Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit geben; diese beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die nanoskalige 3DStrukturen für die fälschungssichere Kennzeichnungen von Produkten haben.

Wien/Brüssel. 2050, das klingt auf den ersten Eindruck nach einer vergleichsweise fernen Zukunft – und tatsächlich reichen die Zukunftsszenarien vieler Industriezweige nicht ganz so weit wie jene der Papier- und Zellstoffindustrie. Dass man hier in längerfristigen Dimensionen denkt, liegt weniger an einer besonders ausgeprägten Vorstellungskraft, sondern hat einen einfachen und vor allem praktischen Grund.

© Promot Automation

britta biron

Martin Waldl, GF von Promot Automation: mehr Kundennähe und Flexibilität.

konkreten Geschäftsbeziehungen niedergeschlagen hat“, so GF Martin Waldl über die positiven Aussichten, die man nun für einen wichtigen Expansionsschritt nützen will. „Um unseren Kunden das bestmögliche Service zu bieten und die Märkte Deutschland und Beneluxstaaten noch effektiver zu bearbeiten, haben wir uns zur Eröffnung

der Niederlassung in Düsseldorf entschieden“, so Waldl weiter.

die anerkannt führende Marke für die Automatisierung von ­Werkzeugmaschinen zu werden.“ Martin waldl gf promot automation

Forcierter Vertrieb Der Standort bietet ideale Rahmenbedingungen, denn Nordrhein-Westfalen gilt als eines der wichtigsten deutschen Zentren der Mechatronik und Automatisierungsindustrie.

Die Leitung des neuen Standorts wird Dirk Becker übernehmen, der langjährige Erfahrung in der Werkzeugmaschinenbranche und dem technischen Vertrieb hat.  www.promot.at


Freitag, 8. Februar 2013

I n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 45

IV-Konjunkturumfrage Chefökonom Christoph Neumayer sieht erste Anzeichen für eine Besserung der Lage ab dem 2. Halbjahr

Stimmung bessert sich wieder Wien. Die internationalen Finanzmärkte haben sich – einstweilen zumindest – wieder beruhigt, Amerika konnte eine Steuerkrise abwenden und in China und Japan läuft der Wirtschaftsmotor wieder schneller – gute Gründe für die heimische Industrie, wieder etwas optimistischer in die Zukunft zu blicken, wie das aktuelle Konjunkturbarometer der Industriellenvereinigung (IV) zeigt.

hauptet sich die österreichische Wirtschaft besser als die anderer europäischer Länder, der Wachstumsschwäche in Europa, welche im Jahresschlussquartal auch die deutsche Wirtschaft erfasst hat, vermag sie sich jedoch nicht zu entziehen”, warnt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer vor verfrühtem Optimismus.

Nachfrage zieht an

Gegen einen Absturz sprechen die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft von 3,5 Prozent für 2013 ebenso wie das dazu passende Lieferportfolio der österrei-

Der Mittelwert aus den Beurteilungen der gegenwärtigen Geschäftslage und jener in sechs Monaten legte von +2 Punkten im dritten auf +15 Punkte im vierten Quartal 2012 zu, bleibt aber hinter dem Niveau zur Jahresmitte zurück. „Die tatsächliche Entwicklung in Europa hat nach wie vor einen rezessiven Charakter. Zwar be-

Anzeichen für Erholung

chischen Exportwirtschaft. Global gesucht werden Investitionsgüter, insbesondere in der BRIC-Staatengruppe, welche im Jahr 2013 mit rund sieben Prozent real wachsen wird, sodass sich die betreffende Exportnachfragekomponente weiterhin robust entwickeln wird. „Die österreichische Wirtschaft durchläuft derzeit eine konjunkturell unterkühlte Phase, bis im zweiten Quartal des heurigen Jahres eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivität einsetzen wird”, so IV-Chefökonom Christian Helmenstein. Ein deutliches Lebenszeichen sei bereits bei den Auslandsaufträgen

zu verzeichnen – der Saldo stieg hier von einem Wert von +19 Punkten auf +29 Punkte. Dies seien bereits erste Anzeichen für ein Einsetzen des klassischen, exportgetriebenen Konjunkturerholungsmusters der österreichischen Wirtschaft. Dementsprechend gestalten die Unternehmen ihre Produktionsplanung auf Sicht der nächsten drei Monate erstmals nach einem Jahr wieder etwas expansiver. Saisonbereinigt stieg der Saldo von +4 Punkten auf +14 Punkte, ein Zeichen dafür, dass sich die Unternehmen auf eine bald wieder anziehenden Nachfrage einstellen.  www.iv-net.at

© Thule Jug

Unternehmen richten ihre Produktionsplanung auf eine bald wieder steigende Nachfrage ein.

IV-Chefökonom Christian Helmenstein: Erholung im zweiten Halbjahr 2013

Für tausende Kinder in Osteuropa ist das Leben kein Spiel.

Kooperation Am Start

Industrie 4.0

Frankfurt. Die drei führenden deutschen Industrieverbände Bitkom, VDMA und ZVEI wollen das Thema „Industrie 4.0“ gemeinsam voranbringen und werden dafür eine gemeinsame Geschäftsstelle gründen, die im April ihren operativen Betrieb aufnehmen soll. „Wir wollen die zentrale Anlaufstelle für das Zukunftsthema ‚Industrie 4.0‘ werden und dafür alle relevanten Akteure aktiv einbinden und koordinieren”, sagt Rainer Glatz, VDMA, Leiter der Geschäftsstelle. Hauptziel ist die Entwicklung von Technologien, Standards, Geschäfts- und Organisationsmodellen und ihre praktische Umsetzung. Industrie 4.0 – der Begriff steht für eine vernetzte, per Internet über Unternehmensgrenzen hinweg verbundene industrielle Produktion – hat nach Ansicht der drei Verbände eine herausragende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit. „Der industrielle Sektor steht vor einem massiven Umbruch, die nächste industrielle Revolution wird durch Vernetzung und das Internet geprägt sein”, so Bitkom-Präsident Dieter Kempf. „Die führende Position der deutschen Industrie auf dem Gebiet der softwareintensiven eingebetteten Systeme gilt es zu nutzen, um den nächsten Schritt zum ‚Internet der Dinge und Dienste‘ im industriellen Umfeld erfolgreich zu gestalten”, ergänzt ZVEI-Präsident Friedhelm Loh.  www.vdma.org  www.bitkom.org  www.zvei.org

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i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

46 – industrialtechnology

Austrian Cooperative Research Neuer Forschungsschwerpunkt über Innovationskraft von KMUs

short

Service mit Mehrwert

8 Mio. Euro für neue PV-Folie

Leverkusen/Wien. Der Spezialchemiekonzern setzt seine Bildungsinitiative in Österreich fort und beteiligt sich auch heuer wieder als Sponsor am Projektwettbewerb des Verbands der Chemielehrer Österreichs (VCÖ) zum Thema „Mit Chemie vom Rohstoff zum Werkstoff“. Der populäre Projektwettbewerb, an dem 200 österreichische Schulen teilnehmen, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Chemieunterricht durch eigenständige Schülerexperimente zu fördern. „Bildung bestimmt die Zukunftsfähigkeit Europas, denn Wissen ist die zentrale Ressource, die wir hier zur Verfügung haben“, sagte Manfred Stiedl, Länder-Koordinator von Lanxess in Österreich.  www.lanxess.com

Neuer Vertriebsleiter bei Instron Österreich Dobersberg. Seit Anfang des Jahres ist Franz Meller neuer Vertriebsleiter Prüfsysteme für Instron in Österreich und damit landesweit Ansprechpartner für alle Fragen zu Erwerb, Modernisierung und Wartung der Instron-Prüfsysteme. Der gelernte Mechaniker und studierte Wirtschaftsingenieur war zuvor als Technischer Leiter in einem österreichischen Unternehmen für die Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Produkte zuständig.  www.instron.com

Wien. Auch wenn die Großen stärker im Blickpunkt stehen, 98,2% der heimischen Industrie entfallen auf KMUs. Um dieses wichtige Rückgrat zu stärken, hat das Austrian Cooperative Research (ACR) Anfang des Jahres einen neuen Forschungsschwerpunkt gestartet. „Hier analysieren wir Faktoren und Rahmenbedingungen, die die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von KMU beeinflussen. Darauf aufbauend entwickeln wir Informationen und Methoden, die die ACR-Institute als ausgelagerte Entwicklungsabteilungen für KMU nutzen, um sie bei ihren Innovationsbestrebungen zu unterstützen. Das ACR-Netzwerk positioniert sich damit weiter als der KMU-Dienstleister in FEI-Fragen”, so ACR-GF Johann Jäger. Geplant ist die Beobachtung von Trends, die Erstellung von Bran-

Herwig Schneider, IWI-GF: „Lösungen für KMU sind mir ein wichtiges Anliegen.“

Trends & Analysen Eine wichtige Rolle wird dabei das Industriewissenschaftliche Institut (IWI) spielen, das seit 1986 Forschung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis betreibt und dem ACR nun als 18. Mitglied beigetreten ist. Herwig W. Schneider, seit 2003 GF des IWI, dazu: „Wir können die Synergien im ACR-Netzwerk optimal nutzen und unsere Expertise gleich beim Start des neuen Forschungsschwerpunkts einbringen.“  www.iwi.ac.at  www.acr.at

Expansion Der österreichische Spritzguss-Spezialist Haidlmair baut Produktion und Vertrieb aus

Investition sichert Standort und Qualität Nußbach. Mehrere Millionen Euro lässt sich der oberösterreichische Großwerkzeugbauer Haidlmair den Neubau einer Maschinenhalle für Großfräsmaschinen – darunter etwa ein Bearbeitungszentrum mit einer Verfahrensbreite von bis zu acht Metern und einer maximalen Tischbelastung von 100 Tonnen – sowie den Um- bzw. Ausbau der Räumlichkeiten für Verkauf, Projektmanagement und Besprechungen in der Nußdorfer Zentrale kosten. Abgeschlossen sollen die Bauarbeiten bereits im März sein.

Neue US-Niederlassung „Diese Investition gewährleistet einerseits die hohe Qualität unserer Produkte und verbessert

andererseits auch unsere Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten“, so GF Mario Haidlmair. Expandiert wird auch im Vertrieb; nachdem im Oktober letzten Jahres bereits eine Niederlassung in Arizona eröffnet wurde, folgte nun ein weiteres Standbein in Wisconsin. Als neuer Vertriebsmitarbeiter stieß Kurt Blechner zum HaidlmairTeam und wird sich ausschließlich um den nordamerikanischen Markt kümmern. Der gebürtige US-Amerikaner mit deutschen und österreichischen Wurzeln verfügt über eine fundierte technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung im Formenbau und der Kunststoffindustrie.  www.haidlmair.at

Im März wird die neue Produktionshalle der OÖ-Zentrale in Betrieb gehen.

Festo Die Konzepte für Maschinensicherheit umfassen Motoren, Controller, Achsmechaniken und Beratung

Ganzheitlicher Ansatz erhöht Sicherheit Wien. „Das Thema ‚Maschinensicherheit‘ ist zwar nicht neu, aber topaktuell“, erklärt Leopold Schagl, Leitung Customer Solutions bei Festo Österreich. „Das liegt daran, dass der Markt hier nach wie vor von großer Unsicherheit geprägt ist und das komplexe Thema von vielen Anwendern nicht ohne Unterstützung ihrer Systempartner umsetzbar ist.“

Aus einem Guss Dort, wo Maschinen nicht hinter Sicherheitsgittern geschützt sind und Menschen in direktem Kontakt mit Anlagenteilen kommen, müssen auch alle elektromechanischen Systeme mit integrierten Sicherheitsfunktionen eine hinreichende Risikominderung gewährleisten. „Hier gilt es, den Anwendern ein SafetyGesamtkonzept anzubieten, das e i n e Ü b e r wa chung der Achsmechaniken und eine sicherheitsgerichtete Klem-

mung bzw. Bremsung ermöglicht“, sagt Schagl. Oft begnügten sich Anwender mit einem nachträglich umgesetzten Sicherheitskonzept. Viele verwenden ein beliebiges Sicherheitsschaltgerät und verdrahteten die STO-Funktion (Safe Torque Off). Zusätzlich tauschten sie den Servomotor gegen einen mit Bremse aus. Aber damit sind nicht alle möglichen Fehler berücksichtigt, denn ein Montagefehler der Kupplung oder ein Zahnriemenriss der Umlenkeinheit könnte die Bremse wirkungslos werden lassen. Abhilfe schafft da ein ganzheit-

EGC überwacht die Achsmechaniken und ermöglicht Klemmung bzw. Bremsung.

licher Ansatz, der die Achsmechaniken überwacht und eine sicherheitsgerichtete Klemmung bzw. Bremsung ermöglicht, wie es beispielsweise die sicherheitsgerichtete elektrische Achse EGC von Festo mit einem zweikanaligen Messsystem und Festelleinheiten tut. Die Mechanik kann durch einen Motorencoder (erster Kanal) und ein lineares Messsystem (zweiter Kanal) überwacht werden (EGC-M). Die ein- oder zweikanaligen Feststelleinheiten EGCHPN zum Halten einer Position, Absturzsicherung und mit Not-BremsEigenschaften ermöglichen Sicherheitsmaßnah­ men beispielsweise bei Vertikalachsen. Solche antriebsbezogenen Sicherheitsfunktionen können vom zertifizierten Sicherheitssystem CMGA für Motorcontroller überwacht werden. Die üblichen Sicherheitsbefehlgeräte wie Not-Halt-Schalter, Schutztürschalter, Lichtvorhänge

und Laserscanner sind daran anschließbar; sobald diese eine Sicherheitsanforderung auslösen, wird über das Sicherheitssystem CMGA ein sicherheitsgerichteter Halt wie SS1 oder SS2 ausgelöst oder im Einrichtbetrieb auf sicher reduzierte Geschwindigkeit überwacht. Zur einfachen Verwendung gibt es für viele Maschinen vorvalidierte Anwendungsprogramme, die die Komplexität eines programmierbaren Sicherheitssystems auf die Einfachheit eines Sicherheitsrelais reduzieren.  www.festo.at

© Festo (2)

Lanxess unterstützt auch heuer Projektwettbewerb der Chemielehrer.

chen-, Markt- und Strukturanalysen, die Aufbereitung von nationalen und internationalen Rechtsgrundlagen, die wissenschaftliche Begleitung rechtspolitischer Vorhaben, Nutzerbefragungen und interdisziplinäre Grundlagenforschung.

herbert strasser

© Haidlmair

© Lanxess/APA-Fotoservice/Schedl

Lanxess sorgt für gute Chemie in Österreich

Industriewissenschaftliches Institut bringt wichtiges Know-how in den Forschungsverbund ein.

© IWI/Jacqueline Godany

Wien/Tallin. Das österreichischestische Solarunternehmen Crystalsol erhält von Investoren acht Mio. € für die Entwicklung einer neuen Fotovoltaikfolie. „In letzter Zeit konnten wir wichtige technologische Fortschritte erzielen und arbeiten aktuell an einzigartigen halbtransparenten und farbigen Fotovoltaikfolien, um deren Integration in Fassaden und Dächer zu ermöglichen. Unser flexibler Herstellungsprozess ermöglicht eine einfache Anpassung der Fotovoltaikfolie an Kundenwünsche von Unternehmen aus dem gebäudeintegrierten Fotovoltaikmarkt”, so Thomas Badegruber, Mitbegründer und COO von Chrystalsol. Die Fotovoltaikfolie überzeugten bereits Partner wie EDP Innovation. Das Unternehmen, das zum portugiesischen Energiekonzern EDP gehört, unterzeichnete einen Kooperationsvertrag, um einen bevorzugten Zugang zu den ersten 200 MW von crystalsols Innovation zu erhalten.  www.crystalsol.com

Freitag, 8. Februar 2013


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Wittmann Battenfeld Technikum wurde aufgerüstet

CellmouldVerfahren

Neue MacroPower mit 650 Tonnen Schließkraft.

industrialtechnology – 47

| BS12-02G |

Freitag, 8. Februar 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Wittmann

IPC MacroPower 650/5100; im Vordergrund das Cellmould-Druckregelungsmodul.

laubt sowohl das Abmustern von dickwandigen, großen Formteilen, als auch solchen mit geringen Wanddicken mit einem Schließkraftbedarf bis 650 t. Zusammen mit den übrigen Spritzgießmaschinen im Technikum ist die neue Anlage auch für die beiden Fluidinjektionsverfahren Airmould und Aquamould ausgerüstet und steht interessierten Verarbeitern für Abmusterungen und Versuche mit verschiedenen Spritzgießverfahren zur Verfügung. Auch Werkzeugmacher und Rohstoffhersteller haben nach Absprache die Möglichkeit, neue Werkzeuge und Kunststoffe im Technikum Meinerzhagen zu bemustern.  www.wittmann-group.com

herbert strasser

Kottingbrunn/Meinerzhagen. Der NÖ Spezialist für Spritzgießmaschinen hat den Maschinenpark seines deutschen Kompetenzzentrums um eine neue MacroPower mit 650 t Schließkraft erweitert. Ausgerüstet ist sie für das Cellmould-Verfahren, das Wittmann Battenfeld für die Herstellung von Leichtbau-Formteilen entwickelt hat. Die Schließeinheit der MacroPower 650/5100 kann bei einem lichten Holmabstand von 1.100 mm horizontal und 950 mm vertikal Werkzeuge mit einer maximalen Höhe von 1.150 mm aufnehmen und verfügt über zwei Spritzaggregate mit 75 bzw. 95 mm Schneckendurchmesser. Das er-

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Palfinger Großauftrag für deutschen Windpark

RWE bestellt 144 Krananlagen Salzburg. Kürzlich bestätigte eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts, dass der weltweit tätige Kranhersteller eine wichtige Stütze der heimischen Industrie ist. So generieren 1.000 € Wertschöpfung des Unternehmens in der Gesamtwirtschaft 2.160 € – ein Multiplikator von 2,2. Hervorgehoben wurden in der Studie vor allem auch die intensiven F&E-Maßnahmen.

perfekt abgestimmtes Hebekonzept, um Teile für Instandhaltung und Service vom Versorgungsschiff auf die Plattform und weiter in die Gondel zu transportieren. Zusätzlich zum PSM 400 hat Palfinger Wind eigens für den Windpark NSO einen zweiten Plattformkran entwickelt. Der Elektrokran SCMT 3kN – 6,0 m kann bei Stromausfall auch manuell betrieben werden.  www.palfinger.ag

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

Hohe Innovationskraft

IPC I/O Motion Automation

© Palfinger

Diese haben Palfinger zu einem international renommierten Komplettanbieter in der Hebetechnik gemacht. Der Energieversorgungskonzern RWE hat nun für den zurzeit in Bau befindlichen Windpark ‚Nordsee Ost‘ Kräne bei Palfinger Wind geordert. Insgesamt werden pro Anlage drei Krane zum Einsatz kommen – der Gondelkran PK 40002 M und auf der Plattform der PSM 400, ergänzt durch einen zusätzlichen Handykran des Typs SCMT. Mit der Kombination des Gondelkrans PK 40002 M und dem Plattformkran PSM 400 bietet ‚Palfinger Wind‘ ein

144 Palfinger-Krane werden in der RWE-Anlage zum Einsatz kommen.


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

48 – industrialtechnology

Freitag, 8. Februar 2013

Luftig Wissenschafter der Universität Michigan haben eine neuartige Nanobeschichtung entwickelt

short

Schutz vor Feuchtigkeit und Verschmutzung

Neues PV-Modul mit glasklaren Vorteilen

© PV Products

Mögliche Anwendungen sind Schutzkleidung für die Chemieindustrie und Schiffsanstriche. herbert strasser

Längere Lebensdauer, mehr Leistung und formschönes Design.

Michigan. Oberflächen, auf denen Schmutz und Nässe nicht haftet, sind an sich keine Neuheit. So gibt es etwa bereits Waschbecken, die den „Lotuseffekt“ nutzen und das Putzen auf ein Minimum beschränken. Allerdings weisen viele

Wies. Die PV Products GmbH (PVP), ein österreichischer Hersteller von hochwertigen kristallinen Fotovoltaikmodulen, erweitert ihre PVP-GE Modulserie um ein neues Glas-GlasModul mit Rahmen. Durch die Doppelglasausführung ist das Modul nicht nur besonders robust und leistungsstark, sondern präsentiert sich auch in einem attraktiven Design. Das PVP-GEDoppelglasmodul mit Rahmen ist in poly- und in monokristalliner Ausführung erhältlich und ab sofort lieferbar. Es besteht standardmäßig aus 60 Zellen und hat eine Leistung von bis zu 250 Wp (polykristallin) bzw. 260 Wp (monokristallin); darüber hinaus ist auch eine individuelle Fertigung nach speziellen Kundenwünschen möglich. Eine Zertifizierung nach IEC 61215 und IEC 61730 von TÜV Rheinland liegt vor. Zudem hat die PV Products GmbH für ihre Glas-Glas-Module die „Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung“ des Deutschen Instituts für Bautechnik erlangt.  www.pvp.co.at

„Die Struktur besteht zu über 95% aus Luft. Dadurch kann die Oberfläche praktisch nicht nass oder

Anish Tuteja universität michigan

Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass sich Flüssigkeitstropfen an der neuen Nanobeschichtung nicht anlegen. .

der bestehenden Materialien nur wässrige Substanzen gut ab; bei Ölen, Alkohol, organischen Säuren oder Lösungsmitteln ist der Schutzmechanismus jedoch nicht ausreichend. Hier setzt ein Forschungsprojekt von Wissenschaftern der Universität von Michigan an. Ihr primäres Ziel war es, potenziell gefährliche Chemikalien effektiv abzuweisen – beispielsweise für Schutzkleidung von Laborpersonal oder Soldaten. Eine Aufgabe, die die neue Nanobeschichtung erfüllt.

Mehr Kontakte auf gleichem Raum

Materialinnovation

© Gogatec

Sie besteht aus einer Mischung gummiartiger Kunststoffpartikel und flüssigkeitsabweisender Nano-

Die neuen Steckverbindereinsätze mit Käfigfederzugtechnik.

würfel aus Kohlenstoff, Fluor, Silizium und Sauerstoff, die von der U.S. Air Force entwickelt wurden. Von dieser Beschichtung gleiten insbesondere sogenannte nichtnewtonsche Flüssigkeiten ab, deren Viskosität sich abhängig von wirkenden Kräften ändert. Dazu zählen beispielsweise Shampoos, viele Farben wie Druckertinten und Blut, aber auch Treibsand und Ketchup.

samt wurden über 100 Substanzen getestet und nur zwei konnten der Beschichtung anhaften und diese durchdringen: Zwei Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs), wie sie früher als Kühlmittel dienten und heute weitestgehend verboten sind.

Erfolgreiche Tests Zumindest ebenso wichtig wie die Zusammensetzung ist die Struktur der Beschichtung. Für einen Flüssigkeitstropfen besteht sie im Prinzip zu 95 bis 99% aus Luft und nur winzigen Filamenten fester Oberfläche. Dadurch kann die Flüssigkeit praktisch nicht mit der Oberfläche reagieren und sich daher nicht anlagern.

Mit Luft gegen Schmutz „Niemand zuvor hat ein Abgleiten nichtnewtonscher Flüssigkeiten geringer Oberflächenspannung demonstriert”, betont Anish Tuteja, Materialwissenschaftler an der University of Michigan. Insge-

„Praktisch jede Flüssigkeit gleitet ab, ohne sie zu benetzen”, erläutert Tuteja das Prinzip dieser sogenannten superomniphoben Oberfläche. Bisher wurden zwar erst sehr kleine Oberflächen mit der neuen Beschichtung überzogen, doch die Ergebnisse sind mehr als zufriedenstellend. Wie lange es dauern wird, bis die Entwicklung zum praktischen Einsatz kommt, bleibt also abzuwarten. Über mögliche Anwendungsgebiete hat man sich aber bereits Gedanken gemacht. So könnte die Beschichtung für Schutzkleidung verwendet werden oder für wasserabweisende Lacke, die Schiffe reibungslos durch das Meer gleiten lassen ...  www.umich.edu

Adept Neues fahrerloses Transportsystem

Volles Rohr Fräsroboter von BRM und Deprag

Dortmund. Adept Technology präsentiert auf der „Hannover Messe“ 2013 im Rahmen der Sonderschau „Mobile Roboter & Autonome Systeme” die neue Mobile Roboterplattform ‚Lynx’, ein intelligentes, fahrerloses Transportsystem mit einer Nutzlast von bis zu 60 kg. Durch die integrierte Navigations- und Bewegungssteuerung sowie eine Software, die für die automatische Kartengenerierung und Wegführung sorgt, navigieren die Mobilen Adept Roboter innerhalb eines definierten Arbeitsbereichs absolut autonom und sicher. Sie benötigen dazu kei-

Amberg. Der Bagger bleibt im Depot und aufgerissene Fahrbahnen und verkehrsbehindernde Baustellen gehören dank moderner Fräsroboter der Vergangenheit an. Der Spezialist BRM GmbH hat zwei Modelle im Angebot, den F130 für Rohrstärken DN150 bis DN300 und den F170 für Kanäle DN200 bis DN600. Als Sortimentserweiterung wurde für den F170 in Zusammenarbeit mit dem Druckluftmotorenhersteller Deprag Schulz zusätzlich

Die Mobilen AdeptRoboter navigieren in ihrem Arbeitsbereich autonom.

ne spezielle Infrastruktur. „Durch eine benutzerfreundliche Software ist eine Vielzahl von Anwendungen im Bereich der Logistik schnell und einfach realisierbar” erklärt Joachim Melis, GF der Adept GmbH. Zu den wesentlichen Vorteilen der Mobilen Roboter zählen vor allem die jederzeit pünktliche und kalkulierbaredie exakte Kalkulierbarkeit von Transportvorgängen, die Senkung der Personalkosten im Transport sowie die Reduzierung von Transportschäden und Fehllieferungen und die hohe Verfügbarkeit und Flexibilität. Zusätzlich zeigt Adept auf der Messe die neue Generation des „Enterprise Managers“: Er verwaltet eine Flotte von vielen Mobilen Robotern, speichert die zu verwendende Landkarte für alle Fahrzeuge, dient der Einstellung von roboterspezifischen Parametern und deren automatischen Distribution an die gesamte Flotte.  www.adept.de

Kanalsanierung ohne Baustelle zum bisherigen Antrieb ein neuer, doppelt so starker Druckluftmotor entwickelt. Er verfügt über ein quadratisches Gehäuse, das sich optimal an die Anwendung auf dem Fräsarm anpasst. Das Powerpaket ist nur 145 mm lang und 70 mm breit und benötigt nur ein Drittel der Baugröße und ein Fünftel der Masse eines vergleichbaren Elektromotors.  www.deprag.de

© BRM

Lynx macht Robotern Beine

© 2013 Adept Technology

Wien. Neu im Sortiment von Gogatec sind CDS-Steckverbindereinsätze von ILME mit einer revolutionären Käfigfederzugtechnik. Damit erreicht man gegenüber herkömmlichen Steckverbindern mit Schrauboder Federzugkontakten eine um bis zu 80% höhere Kontaktdichte. Anstelle von 6, 10, 16 und 24 Anschlüssen weisen sie auf gleichem Raum nun 9, 18, 27 und 42 Kontakte auf. Der vibrationssichere Anschluss mit den technischen Daten 10 A/400 V/6 kV3 ist für Leiterquerschnitte bis zu 2,5 mm� ohne Aderendhülse bzw. bis zu 1,5 mm� mit Aderendhülse geeignet. Dadurch können entweder noch mehr Pole auf gleichem Raum oder, aus Kosten- und Platzgründen, auch kleinere Gehäuse verwendet werden. Die hochwertigen Kontakte sind aus versilbertem Messing und für Umgebungstemperaturen von -40°C bis +125°C verwendbar. Einfach aufsteckbare Kunststoffelemente erlauben eine variantenreiche Kodierung mit bis zu 16.382 Steckbild­ versionen.  www.gogatec.com

© Joseph Xu

schmutzig werden.“

Der Fräsroboter wird direkt vom Kommandostand per Joysticks gesteuert.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 8. Februar 2013 – 49

Premium sells

gemeinsames ziel

Die deutschen Oberklassehersteller legen in China weiter deutlich zu Seite 51

Toyota und BMW bündeln ihre Brennstoffzellen-Bemühungen  Seite 53

© BMW

© EPA

automotivebusiness mercedes citan NEuzugang im nutz-portfolio © Stockwerk Racing Team

Gut geölt: Flüssigkeiten als große Umsatzbringer

© Panthermedia.net/Peter Mautsch

short

© Skoda

Detroit/Brüssel. Guter Jahresstart für die Autobauer in den USA: Im Jänner wurden rund 14% mehr Autos verkauft und auch für das Gesamtjahr rechnen die Hersteller mit Zuwächsen. Während GM mit einem Plus von sieben Prozent rechnet, hält Ford sogar einen Zuwachs von acht Prozent für realistisch. In Europa setzt sich hingegen die Talfahrt laut Branchenverband ACEA weiter fort; in Frankreich, Italien und Spanien sanken die Verkäufe im Jänner kräftig.    www.acea.be

© Panthermedia.net/Pan Xunbin

Mlada Boleslav. Skoda hat das 15-millionste Auto seiner 118jährigen Geschichte produziert. Das Jubiläumsfahrzeug – ein silberner „Skoda Octavia“ der dritten Generation – rollte im Stammwerk Mlada Boleslav vom Band und wird als VIP-Limousine im Skoda Technologiezentrum Cesana zum Einsatz kommen. Die 15-Millionen-Marke unterstreicht das dynamische Wachstum der Marke, rund fünf Millionen Fahrzeuge liefen allein in den vergangenen sechs Jahren vom Band.  www.skoda-auto.com

© Auto-Medienportal.Net

Frost & Sullivan Schärfere Umweltschutzgesetze und die steigende Nachfrage nach optimaler Kraftstoffnutzung lassen laut einer aktuellen Studie der Unter­nehmens­ beratung den Markt für Kfz-Funktionsflüssigkeiten deutlich wachsen.  Seite 50 Bentley Neuer Geländewagen zielt auf Schwellenländer ab

Pappas Vier neue Unimogs für Schneeräumspezialisten

Der „Falcon“ soll ab 2015 in Serie gehen und bis zu 600 PS Leistung bringen.

Crewe. Die britische VW-Nobeltochter Bentley will mit einem neuen Luxus-Geländewagen „Falcon“ (Falke) die kauffreudige Oberschicht vor allem in boomenden Schwellenländern wie China anlocken. „Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Auto bauen werden“, sagte ein Sprecher des Herstellers. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, der Produktionsstart könnte 2015 erfolgen. VW will sein Luxus-Segment besonders in Fernost, aber auch in den USA ausbauen, parallel dazu treiben die Briten die Entwicklung neuer Kleinwagen voran.  www.bentleymotors.com

© Pappas

Mattighofen. Vor wenigen Tagen hat die Pierer Industrie AG von KTM-Chef Stefan Pierer die schwedisch-italienische Traditionsmarke Husqvarna zu 100% von der BMW Group übernommen. Pierer sieht den Deal als „Konsolidierung“ in der europäischen Motorradindustrie; jeder konzentriere sich auf das, was er am besten könne und das seien bei KTM ebenso wie bei Husqvarna Offroad-Fahrzeuge. Mehr zur Neuausrichtung und möglichen Verflechtungen mit KTM in unserer nächsten Ausgabe. www.husqvarna-motorrad.de

© Bentley

Der Falke soll in China & Co räubern Unimogs halten Schladming eisfrei

Die Fahrzeuge sorgen bis zum WM­Finale für perfekt geräumte Straßen.

Schladming. Eine Ski-Weltmeisterschaft zu veranstalten, bedeutet längst nicht nur, perfekte Pisten in einem schönen Ambiente zur Verfügung zu stellen. Mindestens genau so wichtig ist eine perfekte Logistik, wie beispielsweise die Schneeräumung der Straßen und Gehsteige, für die der lokale Winterdienstspezialist Karl Pitzer den Zuschlag bekommen hat. Unterstützung bekommt das 75 Mitarbeiter zählende Unternehmen dabei von Pappas, das gemeinsam mit Mercedes gleich vier neue UnimogModelle nach Schladming gebracht hat und zur Verfügung stellt.  www.pappas.at


C ov e r

50 – automotivebusiness

Kommentar

Vive la France in der Oberklasse?

Freitag, 8. Februar 2013

Frost & Sullivan Die Unternehmensberatung prophezeit hochwertigen Kfz-Funktionsflüssigkeiten eine goldene Zukunft

Kfz-Funktionsflüssigkeiten im automotiven Höhenflug Aktuell werden mit den Produkten in Europa 13,9 Mrd. € umgesetzt, 2018 sollen es 17,1 Mrd. € sein.

D

ie deutschen Premiumhersteller BMW, Audi, Mercedes und Porsche reiben sich die Hände: Nicht nur, dass das eigene Geschäft brummt wie nie und das Quartett praktisch weltweit – nehmen wir mal den wirtschaftlich angeschlagenen europäischen Markt aus – fette Absatzzuwächse zu verzeichnen hat, kapitulieren nun auch immer mehr Konkurrenten in Ohnmacht vor den Deutschen. ‚Premium‘ in der Automobilwelt ist 2013 ganz klar mit ‚Schwarz-Rot-Gold‘ gleichzusetzen, für andere bleibt da nicht viel Platz. Nehmen wir beispielsweise die Franzosen, die über Jahrzehnte immer wieder Vertreter in die Oberklasse schickten und sich nun mit dem klammheimlichen Produktionsaus des Citroen C6 aus dem Oberhaus komplett zurückgezogen haben. Eine Antwort auf die Frage zu geben, ob es jemals zu einem Comeback kommen wird, ist nicht mehr als Kaffeesatzleserei, aber fest steht: Auch wenn sich Renault, Citroen und der PSA-Konzern irgendwann aus ihrer aktuellen Schieflage befreien können, wird eine Rückkehr ins Premiumsegment schwer. Um dort zu reüssieren, kommt es schließlich nicht nur auf gute Fahrzeuge an (deren Entwicklung teuer ist), sondern auch auf ein dementsprechendes Image und das bekommt man eben nicht von heute auf morgen.

Ford Europa-Bilanz mies

© EPA

Rekordverluste

Ford rechnet 2013 in seinem EuropaGeschäft mit einem dicken Minus.

Detroit. Die lahmenden Autoverkäufe in Europa erweisen sich als immer größere Bürde für Ford. Im vergangenen Jahr hat der US-Konzern auf dem wichtigen Markt aufgrund eines Absatzminus von 16% einen Vorsteuerverlust von annähernd 1,8 Mrd. USD (1,3 Mrd. €) eingefahren. Für das laufende Jahr geht der Hersteller in Erwartung weiterhin schwacher Verkäufe sogar von einem Minus von rund 2,0 Mrd. USD (1,45 Mrd. €) aus. Um wieder in die Spur zu kommen, schließt Ford drei Werke in Europa – die damit verbundenen Kosten erhöhen aber die Verluste (vorerst) noch.  www.ford.com

Brüssel/Wien. Während Autohersteller unter der schlechten Wirtschaftslage in Europa stöhnen und sich die Zulassungszahlen EU-weit stetig nach unten nivellieren, dürfen Zulieferer zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Zumindest dann, wenn sie Motoröle, Kupplungsflüssigkeiten, Servolenkflüssigkeiten, Bremsflüssigkeiten oder Kühlmittel – kurz Kfz-Funktionsflüssigkeiten – herstellen, denn dieser Markt entwickelt sich derzeit stetig nach oben. Umweltschutzvorschriften und die zunehmende Nachfrage nach optimaler Kraft-

„Umweltvorschriften und die stärkere Nachfrage nach optimaler Kraftstoffausnutzung sorgen dafür, dass Schmierstoffe immer komplexer werden.“ deepak Karthikeyan Frost & Sullivan

stoffnutzung treiben die Verwendung speziell der hochpreisigen, hochleistungsfähigen und langlebigen Kfz-Funktionsflüssigkeiten nach oben. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wurden damit 2012 in Europa insgesamt 13,9 Mrd. € Umsatz erwirtschaftet und soll der Markt bis zum Jahr 2018

Mit Motorölen, Kupplungsflüssigkeiten und Kühlmitteln lässt sich gutes Geld verdienen – laut Studie in Zukunft noch mehr als jetzt.

auf 17,1 Mrd. € anwachsen. Der Grund dafür ist für Frost & Sullivan Senior Research Analystin Deepak Karthikeyan klar: „KfzSchmierstoffe basierten zunächst auf herkömmlichen Mineralölen der ‚Gruppe 1‘, und der Markt war mehr oder weniger standardisiert“, sagt die Branchenkennerin. „Jedoch sorgen die Umweltschutzvorschriften ‚Euro V‘ und ‚Euro VI‘ sowie die stärkere Nachfrage nach optimaler Kraftstoffnutzung seitens der OEMs und Endkunden gleichermaßen dafür, dass die Schmierstoffe immer ausgeklügelter und komplexer werden.“

höherwertige, hochleistungsfähige Basisöle der ‚Gruppe 2‘ bis ‚Gruppe 5‘ ersetzt. Diese Basisöle sind leichter und haben einen niedrigeren Viskositätsindex, wodurch sie für eine bessere Kraftstoffnutzung und langlebigere Schmierstoffe sorgen.

Qualität geht vor Quantität „Einerseits werden die Umsätze auf dem Markt ansteigen, da diese modernen Basisöle doppelt so teuer sind wie die herkömmlichen Mineralöle der Gruppe 1“, sagt Karthikeyan. „Andererseits dürfte das Nachfragevolumen zurückgehen, da haltbare und hochwertige Produkte zu verlängerten Ölwechselintervallen führen.“ Also Qualität anstelle von Quantität, Investitionen in neue Technologien und das Angebot einer Produktreihe, die auf hochwertigen Basisölen

Immer optimalere Lösungen Im Schlepptau dieser Entwicklung wurden die für die Herstellung von Kfz-Schmierstoffen verwendeten Basisöle allmählich durch

und Additiven beruht, sind weitere Wachstumsbeschleuniger. Weitere, ausschlaggebende Erfolgsfaktoren für die Akteure sind das Angebot eines Kundenservices durch die optimale Nutzung vorhandener IT-Werkzeuge und der Aufbau von Partnerschaften mit OEMs.

Bekanntheitsgrad erhöhen „Marktteilnehmer im europäischen Markt für Kfz-Funktionsflüssigkeiten müssen Markenwerte aufbauen, indem sie neue, hochleistungsfähige Produkte einführen“, rät Karthikeyan. „Mehr Marketingaktivitäten und Workshops für Endkunden und Händler sollten den Bekanntheitsgrad der Produkte erhöhen. So können die Akteure ihre Marktanteile ausbauen“ und vom aktuellen Boom profitieren.  www.frost.com

GM Der US-Autobauer will sein Geschäft in Schwellenländern neu strukturieren und enger mit PSA zusammenarbeiten

Mit Kooperationen zurück auf die Erfolgsspur Detroit/Paris. Der amerikanische Automobilhersteller General Motors überdenkt seine Strategie für die Schwellenländer – und setzt damit seinen chinesischen Partner SAIC Motor unter Druck. Wichtigste Verpflichtung sei die Verbesserung des Europageschäfts, gab der Chef der Opel-Mutter, Dan Akerson, in einem Interview die Stoßrichtung vor. Seit 1997 arbeiten SAIC und GM zusammen, nicht nur in China, sondern auch in Südamerika.

Aufgabenteilung in Planung Dazu kommt: Der chinesische Autokonzern, der ebenfalls mit Volkswagen kooperiert, muss sich seit GMs Partnerschaft mit PSA Peugeot Citroen die Aufmerksamkeit der Amerikaner mit den Franzosen teilen. Experten gehen davon aus, dass GM die Schwellenländer zwischen beiden Konzernen aufteilt und SAIC sich neben China auf alle anderen asiatischen Länder konzentriert und PSA Russland und Lateinamerika abdeckt. Wie diese Zusammenarbeit zwischen GM und dem PSA-Konzern

im Detail aussehen könnte, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen; mehrere Projektgruppen arbeiteten laut Angaben von GM aktuell an Möglichkeiten der internationalen Kooperation.

Entwicklungs-Kooperation Schon bekannt gegeben haben die Firmen zuletzt eine weitreichende Zusammenarbeit bei der Fahrzeugentwicklung. Dabei gibt die angeschlagene GM-Tochter Opel zwei wichtige Fahrzeugprojekte in die Hände seines französischen Partners. Zwei neuen Plattformen – eine für kompakte Familienwagen in der Größe des „Opel Zafira“ und eine für Autos im Segment des erfolgreichen „Opel Meriva“ – sollen auf der Technologie von PSA basieren. Die Franzosen gelten als besonders erfahren beim Bau von Großraum-Pkw. Im Kleinwagensegment des „Opel Corsa“ wollen die beiden Partner gemeinsam den Unterbau für Modelle mit geringem CO2-­Ausstoß entwickeln.  www.opel.de  www.psa-peugeot-citroen.com

© EPA

Jürgen Zacharias

© Panthermedia.net/Levent Konuk

Jürgen Zacharias

Kooperation: PSA-CEO Philippe Varin (links) und Opel-Aufsichtsratchef Steve Girsky.


H e r st e l l e r & Z u l i e f er e r

Freitag, 8. Februar 2013

automotivebusiness – 51

BMW, Audi, Mercedes & Porsche Für die deutschen Premiumhersteller wurde China im Vorjahr erstmals zum wichtigsten Markt weltweit

Schlaraffenland in Südostasien In Zukunft könnte die aktuelle Verkaufszahl noch weiter nach oben steigen. Moritz Kolar

Berlin. China ist im vergangenen Jahr erstmals der wichtigste Absatzmarkt für die deutschen Nobelhersteller BMW, Audi, Mercedes und Porsche geworden. Sie verkauften mit insgesamt 959.000 Neuwagen so viele Autos wie in keinem anderen Markt der Welt. China übertrumpfte damit beim Absatz der deutschen Nobelmarken die Märkte in Deutschland und den USA. Das geht aus einer Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hervor, die dem Hersteller-Quartett im Reich der Mitte auch weiter eine glänzende Zukunft bescheinigt.

Abstand wird größer werden Im Heimatmarkt Deutschland, der 2012 insgesamt leicht im Minus lag, kamen die deutschen

Suzuki Rekordproduktion

Erfolgreiches ’12 Bensheim/Deutschland. Der japanische Kleinwagen- und Allradspezialist Suzuki schließt das Kalenderjahr 2012 mit einer Rekordproduktion ab: Rund 2,89 Mio. Autos liefen weltweit im vergangenen Jahr von den Bändern des Automobilherstellers, das sind 6,2 Prozent mehr produzierte Fahrzeuge als noch 2011. Eine besonders starke Produktionssteigerung verzeichnete Suzuki dabei im japanischen Heimatmarkt; hier wurden 1,06 Mio. Einheiten produziert, 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz der angespannten Weltwirtschaftslage stieg auch die Produktion in den Ländern außerhalb des japanischen Heimatmarkts um 3,1 Prozent.

Plus bei Umsatz und Gewinn

© Suzuki

Auch die Verkaufszahlen in Japan sind 2012 enorm gestiegen: Im wichtigen Heimatmarkt legte Suzuki 2012 um 21,7% zu, der Absatz lag damit insgesamt bei 673.139 Fahrzeugen. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist besonders der Kleinwagenabsatz gestiegen. So verzeichnet Suzuki in diesem Segment in Japan einen Verkauf von 584.957 Fahrzeugen (plus 22,9%). Dieser Erfolg schlägt sich auch in der Bilanz nieder: Im Geschäftsjahr 2011/12 lag der Umsatz laut Angaben von Suzuki bei 2,5 Billionen Yen (22,6 Mrd. €). Mit einem Betriebsergebnis von rund 119,3 Mrd. Yen (1,1 Mrd. €) konnte das Unternehmen seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 11,6 Prozent steigern.  www.suzuki.com

Im vergangenen Jahr konnte Suzuki weltweit 2,89 Mio. Fahrzeuge fertigen.

Premiumhersteller laut der Untersuchung auf 882.000 neu zugelassene Wagen, in den USA auf 837.000 Fahrzeuge. Der Abstand zum chinesischen Markt ist also schon jetzt deutlich messbar und wird sich in den kommenden Jahren noch weiter ausweiten. 2013 erwartet Dudenhöffer für die deutschen Oberklassehersteller einen Sprung auf dann mehr als eine Million Neuwagen in China. Zum Vergleich: 2005 lag der Gesamtabsatz des Quartetts in China laut Untersuchung noch bei 104.000 Fahrzeugen. Seitdem haben sie ihre Verkäufe in China

pro Jahr um durchschnittlich 37% gesteigert. Neben China konnten BMW, Audi und Daimler 2012 ebenso wie der VW-Konzern auch in der restlichen Welt neue Rekorde beim Absatz stellen. Die deutschen Nobelhersteller haben damit vor allem von der ungebrochenen Nachfrage nach teuren Autos in China und den USA profitiert. Im Vergleich dazu haben es Massenhersteller wie PSA, Renault, Fiat oder Opel, die von der Entwicklung in Europa abhängig sind, derzeit schwer. Der Markt in der EU ist drastisch zurückgegangen, vor allem in den Krisenländern in Südeuropa.  www.uni-due.de

WENN

OLDTIMER DEINE WELT SIND, IST DAS DEIN

GUIDE. Die guten GUIDES von 2012 2012 2012 Christian Schamburek 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012

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Man muss nicht alles wissen. Wenn man weiß, wo man nachschlagen kann.

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Modell & Handel

52 – automotivebusiness

Freitag, 8. Februar 2013

Mercedes Citan Mit dem Citan schließt Mercedes die Lücke im Nutzfahrzeugportfolio und wird Full Line-Anbieter

short

Neue Verteiler-Klasse im Zeichen des Sterns

Fesch, frech und ­provokant in Genf

© Kia

Der Citan ist als Kastenwagen, Kombi oder als Mixto mit separatem Laderaum zu haben. Wien. Mercedes-Benz hat eine lange Tradition in Sachen Nutzfahrzeuge. Schon vor der Fusion von Daimler und Benz fertigten beide Unternehmen Lkw-Modelle. Bereits im Jahre 1896 begann Daimler mit der Herstellung der ersten Nutzfahrzeuge und brachte zwei Jahre später den „Daimler Motorwagen“ auf den Markt. Die mehr als 100jährige Erfahrung von Mercedes-Benz in diesem Bereich bringt das deutsche Traditionsunternehmen auch in die Entwicklung aktueller Modelle ein und geht nun mit dem neuen „Citan“ als Full-Line-Anbieter im Transportbereich in die Zukunft. Der neue Citan schließt somit die bisher bestehende Lücke im Cityund Verteilerverkehr.

Genf. Auf dem diesjährigen Automobilsalon in Genf Anfang März präsentiert Kia ein provokatives und rassiges urbanes Konzeptfahrzeug. Das neue Cross Over-Coupé führt das vom Chefdesigner und nunmehrigen Kia-Präsidenten Peter Schreyer geprägte und mittlerweile für Marke Kia sehr charakteristische Design auf die nächste Ebene weiter. An der bulligen Frontpartie entwickelte sich die bekannte Tigernase in eine kombinierte Leuchten- und Grillpartie ­weiter. Anpassungsfähige LED-Leuchteinheiten ermög­ lichen vielfältige Erscheinungsbilder und betonen den Eindruck von Geschwindigkeit aus jedem Blickwinkel.  www.kia.at

Typisch Mercedes Der Citan ist auf den ersten Blick als Mercedes-Benz zu erkennen. Basis des Designs ist der selbstbewusste verchromte Stern in der prominenten und robusten Kühlermaske mit ihren drei sportlich gelochten Lamellen. Die Trapezform des Kühllufteinlasses im Stoßfänger teilt sich der neue Citan mit dem gesamten Produktportfolio von Mercedes-Benz, von der neuen A-Klasse bis hin zum Actros. Der Citan ist wahlweise mit Heckklappe oder auch mit zwei asymmetrischen Hecktüren zu haben, wobei hier die linke Tür die breitere ist. In der getesteten, „zivilen“ Bus-Variante ist der Citan mit Heckklappe ausgestattet, das Nummernschild mittig angebracht. Der Citan baut auf der gleichen Plattform wie der Renault Kangoo auf, in den verschiedenen Details und im Finish geht man bei Daimler aber keine Kompromisse

© Lexus

Lexus baut sein Vollhybrid-Angebot aus

Der neue IS 300h feiert ebenfalls auf dem Genfer Autosalon Premiere.

Der neue Mercedes Citan ist in der Pkw-ähnlichen Bus-Variante ab 18.162 Euro (inkl. NoVA und MwSt) zu haben.

ein: Der Citan ist im Vergleich zu den meis-ten seiner Klassenkonkurrenten deutlich hochwertiger verarbeitet und bietet viel Komfort. Auffallend in der Bus-Variante ist die Pkw-nahe Geräuschkulisse und der hohe Fahrkomfort auch bei höherem Tempo auf der Autobahn.

Zu Hause im Cockpit Egal ob kommerziell oder privat – im Citan fühlt man sich sofort zu Hause und findet sich cockpitseits in gewohnter Mercedes-Atmosphäre wieder. Lenkrad, Armaturen und den klassischen Kombischalter für Blinker, Fernlicht und Scheibenwischer erkennt man umgehend als gute alte Bekannte. Einzig die Handbremse in der Mittelkonsole

weicht vom Gewohnten ab. Funktionalität für den Alltagseinsatz steht im Mittelpunkt des Citan: Ein großes Handschuhfach, eine Ablage zwischen den Vordersitzen sowie eine Vielzahl verschiedener Ablagefächer im gesamten Cockpitbereich und großvolumige Türfächer bieten reichlich Platz. Volle Kompetenz auch im Ladeabteil: Als Kombi bietet der Citan bis zu 3 m� Laderaum und eine Nutzlast von bis zu 708 kg.

Effizienter Antrieb In der getesteten Version 109CDI verfügt der Citan über eine Kombination aus einem 90 PS starken CDI-Motor mit 200Nm Drehmoment und einem manuellen

Fünfgang-Getriebe. Der Durchzug ist durchaus beachtlich, auch bei Beladung gibt sich der Citan damit keine Blöße. Spannend ist auch der Verbrauch, der im Testbetrieb die 6,4 l nie überschritt. Flottenbetreiber können die Effizienz des neuen Citan durch eine ab Werk eingestellte Geschwindigkeitsbegrenzung weiter erhöhen. Lieferbar ist außerdem eine Kombination aus der Geschwindigkeitsregelung (Tempomat) sowie einem einstellbaren Geschwindigkeitsbegrenzer (Limiter). Serienmäßig ist der Citan unter anderem mit einem adaptiven ESP, ABS, Traktionskontrolle und einem Fahrerairbag ausgestattet. Optional sind bis zu sechs Airbags erhältlich.  www.mercedes.at

Mazda6 Sport Combi Mazda bringt nach der Limousine nun auch die Kombiversion des Topsellers auf den Markt

Lifestyle-Kombi mit Platz und viel Komfort Lisaabon. Der neue Mazda6 ist in der Limousinen-Version in Österreich bereits am Markt. Anfang März folgt auch die Kombi-Variante als „Mazda6 Sport Combi“, der im ersten Fahrtest auf ganzer Linie überzeugte. Der neue Mazda-Lademeister gleicht der Limousine bis zur CSäule, wobei die charakteristischen Linien der Limousine perfekt in das Kombi-Heck integriert wur-

den und je nach Lichteinfall unterschiedliche Effekte erzeugen. Die Heckklappe gibt ein Kofferraumvolumen von bis zu 1.633 l, oder zwei Fullsize-Reisekoffer, frei. Die Laderaumabdeckung schwingt beim Öffnen der Heckklappe automatisch nach oben und öffnet somit ohne weiteren Bedienvorgang den kompletten Laderaum. Bei Bedarf kann die Abdeckung einfach demontiert werden und platz-

© Mazda Austria

Genf. Mit der Europapremiere des „Lexus IS 300h“ auf dem Genfer Automobilsalon vom 7. bis 17. März baut Lexus sein Vollhybrid-Angebot weiter aus. Damit bietet die japanische Premium-Automobilmarke als einziger Fahrzeughersteller weltweit künftig in allen Baureihen ein Modell mit Vollhybridantrieb an. Das Fahrzeug verfügt über einen leistungsstarken Elektromotor und einen neu entwickelten 2,5 l Atkinson-Benzinmotor mit kombinierter Saugrohr- und Direkteinspritzung D-4S, Dual VVT-i und einer effizienten Abgas­rückführung EGR. Angestrebt sind CO2Emissionen von weniger als 100 g/km und ein Durchschnittsverbrauch von unter 4,3 l auf 100 km. In der völlig neuen IS Modellreihe besticht der Lexus IS 300h mit seinem ebenso eleganten wie dynamischen Auftritt, der ihm auch eine kraftvolle optische Präsenz verleiht. Passend zur dynamischen Ausrichtung der Marke Lexus ist der neue IS 300h auch in der sportlich angehauchten F Sport-Version mit verschiedenen exklusiven Designmerkmalen und einem besonders sportlich abgestimmten Fahrwerk verfügbar. Gemeinsam mit dem neuen IS 300h F Sport präsentiert Lexus in Genf das gesamte Portfolio der F Sport Vollhybridmodelle.    www.lexus.at

© Stockwerk Racing Team

Gregor Josel

Neues Cross Over-Coupé von Kia ist auf der Genfer Automesse zu sehen.

Der Mazda6 Sport Combi ist als Diesel mit 150 PS ab 28.990 Euro habbar.

sparend in einem speziell geformten Fach unter dem Laderaumboden verstaut werden. Die Hecksitze des Sport Combi lassen sich bequem mittels Hebel vom Heck aus umklappen.

Komfortabel und sicher Der neue Mazda6 Sport Combi stattet, wie auch die Limousine, seinen Fahrer mit zusätzlichen „Augen“ aus. Mit den hochentwickelten „i-Activsense“-Sicherheitsfeatures genießt man höchsten Komfort und eine ausgefeilte Sicherheitstechnik. So bietet die radargestützte Distanzregelung des Tempomaten immer einen sicheren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Ist das System in Betrieb und man schließt auf ein langsameres Fahrzeug auf und möchte dieses dann mittels Spurwechsel überholen, erkennt das System bereits beim Setzen des Blinkers diese Absicht und beschleunigt selbstständig auf die im Vorhinein gewählte Geschwindigkeit. Das schaffen die meisten Systeme der Konkurrenz derzeit noch nicht.

Das damit kombinierte „Pre Crash Safety“-System mit aktivem Bremseingriff „SBS“ mit Distanzerkennung und Hinderniswarnung versetzt bei einem drohenden Auffahrunfall die Bremsen in Bremsbereitschaft, sodass bei einer Betätigung des Bremspedals sofort die volle Verzögerungsleistung zur Verfügung steht und das Fahrzeug bei Bedarf selbstständig abbremst.

Perfekter Antrieb Für viel Freude sorgen die neuen Antriebseinheiten des Sport Combi. Bereits im Basisdiesel mit 150 PS bietet der Mazda viel Fahrspaß, was auch mit dem geringen Gewicht von nur 1.305 kg zusammenhängt. Das generelle Leistungsspektrum reicht von 146 bis 192 PS in der Benziner-Topversion. Das manuelle Getriebe schaltet sich knackig mit kurzen Wegen; besonders angenehm arbeitet das neu entwickelte Sechsgang-Automatikgetriebe. Der Verbrauch liegt beim 150 PS Diesel bei rund 5,5 l auf 100 km.  (gj)  www.mazda.at


I n n ovat i o n & U m w e lt

Freitag, 8. Februar 2013

automotivebusiness – 53

BMW & Toyota Die beiden Automobilhersteller bündeln ihre Brennstoffzellen-Bemühungen und gehen Partnerschaft ein

Zudem wollen die Unternehmen im Leichtbau kooperieren und einen gemeinsamen Sportwagen entwickeln. Moritz Kolar

Koop in vielen Teilbereichen Die Vereinbarung folgt einer schon länger währenden Zusamenarbeit und einer im Juni 2012 unterzeichneten Absichtserklärung und umfasst die Entwicklung von Brennstoffzellen ebenso wie die gemeinsame Forschung bei Batterien und die Bereiche Wasserstofftanks und Motor. Beide Unternehmen wollen zudem mit gemeinsamen Codes und Standards – ähnlich wie nun auch Daimler verstärkt mit Nissan – die Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur vorantreiben, um den Markt für die

2012 wurden in Deutschland 21.483 Hybrid-Autos neu zugelassen.

Berlin. Die Zahl der Hybrid-Autos in Deutschland wird nach Expertenansicht 2013 kräftig wachsen. Die deutschen Hersteller brächten zunehmend neue Modelle auf den Markt, und bei asiatischen Autobauern wüchsen die Hybrid-Familien, sagte Tobias Schäfers von der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden. „So sind unseren Prognosen zufolge über 40.000 neu zugelassene Hybrid-Fahrzeuge und somit eine Steigerung von rund 90 Prozent für 2013 sehr ­realistisch.“ 2012 wurden in Deutschland 21.483 HybridFahrzeuge neu zugelassen und 2.956 Elektroautos. Mit alternativen Antrieben waren ins­gesamt lediglich 1,3 Prozent der knapp 3,1 Mio. Neu­ wagen ausgestattet.  www.ebs.edu

© BMW (2)

München/Tokio. In den vergangenen Monaten war von der Brennstoffzelle nicht mehr viel zu hören und zu lesen. Einst als die beste Lösung aller automotiven Mobilitätsvisionen gepriesen, wurden die Gedanken daran bald von den Schwierigkeiten rund um die Einführung von Elektrofahrzeugen überlagert und gerieten dann in eine Art Dornröschenschlaf – bis vor wenigen Tagen Daimler das Thema wieder aufpoppen ließ, indem man zwar klar kommunizierte, weiter auf die Technologie zu setzen, eine Markteinführung zunächst aber aufgrund der mangelnden Infrastruktur unrealistisch sei. Auch um diesen Umstand zu ändern, ging man zuletzt in Stuttgart eine Partnerschaft mit Nissan ein; nun legt BMW nach und will gemeinsam mit Toyota das Thema ‚Brennstoffzelle‘ wieder aufs Tableau bringen. Gemeinsam wolle man bei der Entwicklung neuer Technologien und eines Sportwagens zusammenarbeiten, so die beiden Partner vor wenigen Tagen im Rahmen einer Pressekonferenz.

Hybrid-Autos stehen vor dem Durchbruch © panthermedia.net/Andrea Lehmkuhl

Gemeinsam statt einsam in die Technologie-Zukunft

short

Gemeinsam mit Toyota hofft BMW bei der Entwicklung der Brennstoffzelle einen gewaltigen Schritt nach vorn machen zu können.

Serienreife vorzubereiten. Außerdem wollen BMW und Toyota bis Ende 2013 eine Machbarkeitsstudie zu einer gemeinsamen Plattform für den zuvor angesprochenen mittelgroßen Sportwagen durchführen. Ebenfalls Thema der Kooperation sind Leichtbau-Technologien für den Karosseriebau unter Verwendung neuester Materialien wie beispielsweise Verbundwerkstoffe.

Ende des Jahres eine neue Dreizylinder-Motorengeneration an den Start geht, aber vor allem auch weil ab Ende des Jahres in Steyr

Vierzylinder-Dieseltriebwerke für Toyota gefertigt werden sollen.  www.toyota.com  www.bmwgroup.com

Volkswagen macht sich Sonne zunutze Chattanooga. Volkswagen baut seine Autos in den USA künftig auch mithilfe von Sonnenstrom: Vor wenigen Tagen wurde ein 13 ha großer Solarpark an der VW-Fabrik in Chattanooga eröffnet. Die 9,5 Megawatt-Anlage sei der größte Solarpark eines Automobilherstellers in den USA und der größte für die Marke VW weltweit und decke 12,5 Prozent des Energiebedarfs des Werks, erklärte Werksleiter Frank Fischer.  www.volkswagen.com

Toyota-Produktion in Steyr Von der nun intensivierten Technologiepartnerschaft zwischen BMW und Toyota profitiert übrigens auch das Motorenwerk in Steyr: Gingen im vergangenen Jahr die Produktion und die Erlöse im Vergleich zum Rekordjahr 2011 leicht zurück, soll es dieses Jahr wieder bergauf gehen, u.a. weil

Nutznießer der Kooperation von BMW und Toyota ist auch das Steyrer Motorenwerk.

Smarte Reifensensoren erkennen Autogewicht

Ford Der US-Autobauer erlaubt App-Entwicklern einen einfacheren Zugang zu seinem Sprachsteuerungssystem Sync

Detroit. Da Smartphone-Besitzer ihre Geräte zunehmend auch im Auto nutzen, ermöglicht Ford den Entwicklern nun, ihre Programme an die Sprachsteuerung von Ford Sync anzubinden. Möglich wird

das mit dem sogenannten Ford Developer Program, mit dem man den Entwicklern von Apps Informationen und technische Unterstützung für die Erstellung von Apps für das Ford-System frei zugäng-

lich macht. Der US-Autobauer ist damit laut eigenen Angaben der erste Hersteller der Welt, der offene Schnittstellen, die sogenannten Application Programming Interfaces (API), für Software-Entwickler zur Verfügung stellt. Dank dieser frei zugänglichen API können Entwickler ihre Smartphone-Applikationen direkt an das Konnektivitätssystem Ford Sync anbinden; Ford nennt diese Gesamtkonzept AppLink.

© Ford

Mehrwert für Kunden

Ford stellt App-Entwicklern Informationen zu seinem Sync-Programm zur Verfügung.

„Das neue ‚Ford Developer Program‘ stellt einen dramatischen Wandel dar im Bezug auf die Nutzung von stets topaktuellen Funktionen in unseren Fahrzeugen während des gesamten Produktlebenszyklus“, sagte Hau ThaiTang, Vice President of Engineering, Ford Global Product Development. „Die Plattform gibt Entwicklern die Möglichkeit zur Mitwirkung bei der Kreation von nützlichen Anwendungen – ein echter Mehrwert für unsere Kunden.“ Weltweit gibt es heute mehr als

eine Mrd. Smartphone-Nutzer. Diese Zahl wird sich voraussichtlich bis 2015 noch verdoppeln und damit auch die Zahl der Apps. Über 55 Mrd. dieser Kleinprogramme wurden bislang auf Endgeräte heruntergeladen, allein US-Nutzer haben im Durchschnitt 67 Apps auf ihren Smartphones.

Sicherheit geht vor „Als wir ‚Ford Sync‘ im Jahr 2007 in Nordamerika eingeführt haben, gab es eine enorme Nachfrage nach Anschlussmöglichkeiten von Handys und MP3-Playern im Auto“, so Thai-Tang. „Dank der Sprachsteuerung des Ford Sync-Systems können Fahrer ihre Hände am Lenkrad lassen und sich voll und ganz auf den Straßenverkehr konzentrieren. Die rasche Verbreitung von Smartphones macht es nun notwendig, nicht nur die drahtlos mit dem Ford Sync-System kommunizierenden Smartphones selbst, sondern auch die darauf befindlichen Apps durch Sprachsteuerung in die Ford-Fahrzeuge zu integrieren.“  www.ford.com

© Continental

Software-Anbindung soll einfacher werden

Die neuen Sensoren werden direkt unter der Pneu-Lauffläche verbaut.

Hannover. Die Frage nach der maximalen Zuladung eines Autos stellt sich im privaten Umfeld gerade vor langen Urlaubsfahrten oder tagtäglich im Transportgewerbe. Continental erweitert deshalb das Funktionsangebot seiner Reifendrucksensoren und ermöglicht die einfache Berechnung der Achslast auch in normalen Pkw. Der Zulieferer macht sich dabei die physikalischen Eigenschaften des Autoreifens zunutze: Sensoren messen die sogenannte Aufstandsfläche des Reifens (sie vergrößert sich entsprechend des auf den Reifen lastenden Gewichts) und erlauben daraus die Berechnung des Gesamt­gewichts.  www.conti-online.com


R u n d u m s au t o

54 – automotivebusiness

Freitag, 8. Februar 2013

Daimler Der deutsche Automobilhersteller präsentierte dieser Tage mit car2share seine neueste Mobilitätsidee

short

Ein Autofabrikant am Weg zum Mobilitätsdienstleister

Auto, Motor und Sport: „Die besten Autos 2013“

© Land Rover

Damit unterstreichen die Stuttgarter einmal mehr, sich zum Rundum-Anbieter entwickeln zu wollen. Moritz Kolar

Land Rover erreichte in der SUV­Kategorie die ersten fünf Plätze.

Stuttgart. Was wurde nicht alles geschrieben über die bevorstehende Wandlung von Automobilherstellern hin zu Mobiliätsdienstleistern. Zusätzliche Services würden sie neben der Produktion der Fahrzeuge anbieten, die Vorteile ihrer Autos mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Stuttgart. Die Fachzeitschrift Auto, Motor und Sport hat vor wenigen Tagen „Die besten Autos 2013“ ausgezeichnet. Die Leserwahl erfolgte in zehn Kategorien mit jeweils einer Gesamt- und Importeurswertung. Mit je drei Modellen auf dem ersten Platz waren Volkswagen und BMW am erfolgreichsten, Land Rover glänzte unter den Importeuren mit Modellen auf den ersten fünf Plätzen der SUV-Kategorie. www.auto-motor-und-sport.de

„Die Entwicklung dahin, Dinge zu nutzen, anstatt sie zu besitzen, gewinnt auch in der

Rückzug aus Kroatien belastet Autobank AG

Mobilität zunehmend Wilfried steffen, daimler

Mit immer neuen Ideen und Mobilitätskonzepten versucht Daimler seine Angebotspalette fit für die Zukunft zu machen.

verschränken und für eine nachhaltigere Verkehrszukunft sorgen, kurzum bedeute dies eine völlige Neuausrichtung ihrer Geschäftsidee. Passiert ist dahingend bei den meisten Herstellern bislang wenig, dann und wann wurden Konzepte präsentiert, neue Ideen befinden sich oftmals noch in Entwicklungsstadien oder werden nur im Kleinformat auf den Straßen erprobt. Nicht so beim Unternehmen Daimler, das früh mit seiner Mobilitätstochter „car2go“ in den Carsharing-Bereich gestartet ist und sich dort mittlerweile ein schönes Standbein mit Niederlassungen in Wien, Berlin, Miami, San Diego, Washington, Toronto, London, Köln oder Hamburg geschaffen hat. Nun gehen die Stuttgarter den © Blaupunkt

Travel Pilots zeigen sich runderneuert

nächsten Schritt und starten ihre neue Initiative „car2share“.

Mobilität im Wandel Dabei kooperiert Daimler mit der Online-Plattform „autonetzer. de“, über die private Autobesitzer ihre eigenen Fahrzeuge an Privatpersonen vermieten können. „Die optimale Auslastung der Ressource ‚Auto‘ hat definitiv noch Potenzial. Denn private Fahrzeuge werden durchschnittlich über 20 Stunden am Tag nicht genutzt“, erklärt Wilfried Steffen, Leiter des Bereichs Business Innovation, dem Lab für innovative Geschäftsmodelle bei Daimler. Gemeinsam mit dem InternetStart-up bringt der Konzern pri-

vate Fahrzeugbesitzer und potenzielle Mieter auf einer CarsharingPlattform zusammen. Autonetzer betreibt seit 2010 deutschlandweit die Vermittlung von Autos von privat an privat und hat bereits über 15.000 Carsharing-Kunden. Autonetzer übernimmt den Betrieb und die Vermarktung der Online-Plattform car2share. „Wir glauben, dass sich Mobilität im Umbruch befindet“, betont Steffen: „Natürlich wird Fahrzeugkauf und -leasing auch in Zukunft dominieren. Doch die Entwicklung dahin, Dinge zu nutzen, anstatt sie zu besitzen, gewinnt an Bedeutung. Von der Partnerschaft mit ‚Autonetzer‘ versprechen wir uns direkte Markterfahrungen im Peerto-Peer Carsharing“ – und in Folge

auch für die Wandlung hin zum Mobilitätsdienstleister.

Einzelaufgaben gebündelt Dass Daimler über den Tellerrand der Automobilproduktion hinausschaut, zeigt der Konzern neben seinem car2go-Projekt auch mit der Mobilitätsplattform „moovel“, mit der man neue Maßstäbe für die Nutzung und Verknüpfung verschiedenster Mobilitätsangebote im urbanen Raum setzen will. Beide Dienste – car2go und moovel – wurden zu Beginn des Jahres in der Daimler Mobility Services GmbH gebündelt. Im Rahmen von car2share ist eine Verknüpfung mit diesen Mobilitätskonzepten geplant.    www.car2share.com

VRÖ Der Verband der Reifenspezialisten Österreichs zeichnete Reifenhersteller mit Awards in Gold, Silber und Bronze aus

Die neuen Travel Pilots mit 10,8, 12,8 und 17,5 cm Bildschirmdiagonale.

Fachhandelsfreundlichkeit gewinnt Awards Wien. Im Zweijahresrhythmus werden vom Verband der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) die „VRÖ Awards“ an die fachhandelsfreundlichsten Reifenhersteller vergeben. Stimmberechtigt sind alle VRÖMitglieder und diese entscheiden, welche Reifenhersteller den Fachhandel in den vergangenen zwei Jahren am wirkungsvollsten unterstützt haben. Bewertet werden unter anderem die Qualität der

Produkte, die Verkaufsmannschaft und die Preispolitik wie auch die Lieferfähigkeit aller Reifendimensionen. Im Zuge der Preisverleihung gratulierte VRÖ-Obmann James Tennant Semperit-Geschäftsführerin Andrea Appel zum VRÖ Award in Gold für Continental in der Gruppe „Pkw-Reifen“ und zu Silber für Semperit in der Kategorie „LkwReifen“. Gerhard Mandl (Dunlop)

freute sich über den VRÖ Award in Silber für die Gruppe Pkw-Reifen, Bronze ging an Vredestein in Person von GF Thomas Körpert. Mit Gold in der Kategorie „Lkw“ ausgezeichnet wurde Goodyear; Michael Locher (Verkaufsdirektor Nutzfahrzeugreifen Goodyear Dunlop Österreich und Schweiz) übernahm den Preis. Die Bronzeauszeichnung ging an Christian Mielacher/Pirelli.

Andrea Appel zeigte sich mit der Preisverleihung zufrieden: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung des VRÖ.“ Ähnlich reagierte Tassilo Rodlauer (Geschäftsführer und Country Manager Goodyear Dunlop Tires Austria): „Im Speziellen freue ich mich sehr über die beiden ‚VRÖ Awards‘, die uns für die Marken ‚Dunlop‘ und ‚Goodyear‘ verliehen wurden.“  www.vroe.at

© VRÖ

Wien. Blaupunkt hat seine Travel Pilot-Serie neu aufgelegt. Die Gerätetypen 40, 50 und 70 mit den Bildschirmdiagonalen 10,8 cm (4,3“), 12,8 cm (5“) und 17,5 cm (7“) sind ab sofort im Handel. Im Display eingeblendete „Blu Points“ informieren den Nutzer nun aktuell über sein Fahrverhalten unter ökonomischen Gesichtspunkten. Äußere Merkmale der Neuauflage sind das abgerundete Gehäuse mit umlaufendem Aluminium-Rahmen und Silktouch-Rückseite. Mithilfe einer RapidstartTechnologie gelangt der Nutzer mit dem ersten Knopfdruck auf die Navigationsoberfläche. So können etwa Lokalisierungsfragen gleich zu Beginn geklärt werden, ohne einen kompletten Software-Upload abwarten zu müssen. Neben den Travel Pilots für den Pkw-Einsatz bietet ­Blaupunkt die Modelle 50 und 70 auch als Truck-Variante sowie später als spezielle Camping-Version an.  www.blaupunkt.de

© Daimler

an Bedeutung.“

Wien. Die auf Kfz- und Autohändlerfinanzierung spezialisierte Wiener Autobank AG belastet der Rückzug aus Kroatien mit hohen Einmalkosten. Dank des guten Geschäftsverlaufs im vierten Quartal mit einem deutlich positiven ­Ergebnis sei das Jahresergebnis nach Steuern den vor­läufigen Zahlen für 2012 zufolge aber dennoch „ausgeglichen“, teilte das Unternehmen mit. Die genauen Zahlen für 2012 werden am 28. Februar veröffentlicht.  www.autobank.at

VRÖ-Obmann James Tennant gratuliert Andrea Appel (Semperit) zum Gold-Award für Continental und Gerhard Mandl (Dunlop) zum Silber-Award in der Kategorie ‚Pkw‘.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 8. Februar 2013 – 55

neue hotelkonzepte

Junge Reisende und neue Ideen verändern die internationalen Hotelmärkte  Seite 58

© Terra Reisen

© 25hours Hotels

destinationworld terra reisen in kroatien

Familienurlaub mit Auto-Eigenanreise zu konkurrenzlosen Pauschalpreisen  Seite 59

rekordjahr etihad airways feiert gewinne © Etihad Airways

AUA-Rückkehr zur alten Osteuropa-Kompetenz

© Lufthansa (2)

short

Wien. Der Amadeus Index AATIX, der die Linienflugbuchungen von 100 österreichischen Reisebüros abbildet, zeigt im Dezember 2012 ein Minus von 10,6% gegenüber dem Vorjahr. Wilfried Kropp, GF Amadeus Austria: „Der Buchungsrückgang betrifft Businesstravel und Privatreisen. Die Jahresbilanz bekommt einen kleinen Dämpfer: Das Wachstum beträgt nur noch 2% gegenüber den höheren Werten zu Jahresanfang. Die ersten Wochen in 2013 haben vielversprechend begonnen, es ist ein Wachstum zu erwarten.“  www.amadeus.com

© Panthermedia.net/Tykhyi; Austrian Airlines

© Amadeus Austria

Frankfurt/M. Lufthansa hat „mobile.lufthansa.com“ und die damit verbundenen Apps erneuert. Nutzer werden automatisch über kurzfristige Änderungen wie z.B. die Verspätung eines Flugs informiert. Dieser „Push-Service“ kann beim mobilen Check-in oder über die App aktiviert werden. Lufthansa bietet bereits seit 2007 parallel zum klassischen Internetauftritt eine mobile Website an, die von der Gestaltung und den Serviceleistungen auf die Bedürfnisse der mobilen Kunden zugeschnitten wurde.  mobile.lufthansa.com

Austrian Airlines Die österreichische Lufthansa-Tochter will noch mehr Flüge Richtung Osten anbieten. Schon bald soll es 43 AUA-Destinationen   in Osteuropa geben. Auch als Carrier will man im Osten punkten.  Seite 56

© Arabella Alpenhotel am Spitzingsee

Vienna International Hotels & Resorts Vier Hotels mit den TripAdvisor „Travellers’ Choice Awards“ ausgezeichnet

Spitzingsee. Unbeschwerte Tage mit den besten Freundinnen: Mit den „Freundinnen-Tagen“ bietet das Arabella Alpenhotel am oberbayerischen Spitzingsee Frauen eine tolle Möglichkeit, ohne (ihre) Männer zu relaxen. Bei Körperpeelings und Massagen, in der Soletherme oder in der Sauna – im AlpenSpa kann die Frauenrunde ungestört ihre Freizeit genießen.  arabella-alpenhotel.com

Wien. User der größten Reise-Webseite TripAdvisor wählten das andel´s Hotel Cracow und das andel´s Hotel Lodz in den Kategorien „Top 25 Hotels in Polen“ und „Top 25 Hotels mit bestem Service in Polen“. Weiters ausgezeichnet wurden das andel´s Hotel Prague bei „Top 25 Luxushotels in der Tschechischen Republik“ sowie das Leading Hotel of the World Le Palais Prague in den Kategorien „Top 25 Hotels in der Tschechischen Republik“, „Top 25 Hotels mit bestem Service in der Tschechischen Republik“ und „Top 25 Luxushotels in der Tschechischen Republik“.

„Die Vienna International Hotels & Resorts danken allen Gästen, die wir 2012 begrüßen durften, für ihre Bewertungen. Diese haben dafür gesorgt, dass wir dieses Jahr wieder unter den Preisträgern sind“, so Andreas Karsten, CEO der Hotelgruppe. „TripAdvisor stellt sowohl für den Hotelsuchenden als auch für den Hotelier eine wichtige Orientierungshilfe dar. Die Auszeichnungen sind der verdiente Preis für die großartige Arbeit unserer Teams in den einzelnen Hotels.“ Bereits zum elften Mal wurden die besten Hotels bei den jährlich

stattfindenden TripAdvisor „Travellers‘ Choice Awards“ prämiert. „TripAdvisor freut es, mithilfe von mehr als 75 Millionen Bewertungen und Meinungen von Reisenden aus der ganzen Welt die besten Hotels des Globus bekanntzugeben“, sagt Christine Petersen, President TripAdvisor for Business. „Vom besten Schnäppchen-Hotel bis hin zu Luxus-Anwesen zeichnen überragender Service und ein herausragendes Preis-LeistungsVerhältnis die Travellers‘ ChoiceGewinner aus.“  www.vi-hotels.com  tripadvisor.de/TravelersChoice

© medianet

VI Hotels von Hotelgästen ausgezeichnet

Andreas Karsten, CEO der Hotelgruppe VI Hotels: „Dank an die Hotelgäste“.


c ov e r

56 – destinationworld

Freitag, 8. Februar 2013

Austrian Airlines Lufthansa-Tochter nimmt internationale Herausforderungen an und konzentriert sich auf Osteuropa

Kommentar

Austrian Airlines stärkt Rolle als Ost-West-Carrier

Teure Nächte in Rio und Bregenz

AUA bietet heuer im Sommerflugplan 2013 insgesamt 130 Destinationen in 55 Ländern weltweit an. Wien. Mit sieben zusätzlichen Flügen pro Woche nach St. Petersburg (Russland) und mit jeweils vier zusätzlichen Flügen pro Woche nach Chisinau (Moldawien) wird Austrian Airlines seine Rolle als wichtigster Ost-West-Carrier in Österreich verstärken. Richtung Osteuropa und Nahen Osten wird Austrian Airlines im kommenden Sommerflugplan die Flüge mit jeweils einem Flug pro Woche von Wien nach Amman (Jordanien), Jerewan (Armenien), Sibiu (Rumänien) und Skopje (Mazedonien) erhöhen. Darüber hinaus stockt die österreichische Fluggesellschaft ihr Flugangebot in die europäische Kulturhauptstadt Kosice (Slowakei) um zwei Flüge pro Woche auf. Als bedeutendster Spezialist für Osteuropa kombiiert Austrian Airlines die Ost-Erweiterung mit der Aufstockung des Nordamerika-Angebots nach Chicago und bietet dadurch eine ideale OstWest-Verbindung an.

georg biron

Ö

sterreichs Städte haben 2012 Steigerungen für die durchschnittlichen Übernachtungspreise in Hotels verzeichnet. In den europäischen Metropolen entwickelten sich die Zimmerpreise hingegen unterschiedlich. In Asien legten die Preise in den meisten der untersuchten Städte deutlich zu, während die Preisentwicklung in den Metropolen Nord- und Südamerikas uneinheitlich verlief. Zu diesen Ergebnissen kommt Europas führendes Hotelportal HRS in seiner aktuellen Auswertung, für die das Hotelportal die Zimmerpreise von insgesamt 50 österreichischen und internationalen Metropolen analysierte. Die im Durchschnitt teuersten Hotels gibt es in Rio de Janeiro, New York und Sydney. Für ein Hotelzimmer zahlten Reisende in Rio im vergangenen Jahr 186 Euro pro Nacht. Damit verdrängt Rio die Stadt New York vom Spitzenplatz. Im Big Apple zahlten Reisende knapp 175 Euro, auf Platz drei folgt Sydney; dort mussten Reisende im Jahr 2012 durchschnittlich 171 Euro pro Nacht für ein Hotelzimmer ausgeben. Am günstigsten waren Hotels in Bangkok, Kuala Lumpur und Peking – mit Preisen zwischen 58 und 65 Euro pro Nacht und Zimmer. Zum Vergleich: In Bregenz zahlten Reisende in 2012 durchschnittlich 109 Euro pro Nacht und Zimmer ...

Fünf Mal nach Chicago Im Sommer erweitert die AUA ihr Nordamerika-Angebot: Der Flug nach Chicago wird fünf Mal die Woche mit einer Boeing 767 durchgeführt, die dann mit einer komplett neuen Kabine, mit neuen Full-Flat-Sitzen in der Business Class, neuen, modernen Economy-Sitzen und einem neuem BordEntertainment-System ausgestattet sein wird. Austrian Airlines bietet damit im nächsten Sommer insgesamt bis zu 26 wöchentliche Nonstopflüge nach Nordamerika an; so geht es täglich nach New York, Washington und Toronto.

Emirates F 1 Group

Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz gegen starke Konkurrenten.

Über Chicago wird Austrian Airlines attraktive Umsteigeverbindungen mit United Airlines in die gesamten USA anbieten, zum Beispiel von und nach Los Angeles, San Francisco, Houston, Las Vegas, Denver und Seattle.

Italien und Griechenland Auch im Ferienflieger-Segment wird es im Sommerflugplan 2013 wieder viele interessante Urlaubsdestinationen geben, Schwerpunkte werden Italien und Griechenland sein. Hier kommen Palermo ab 26. April und Chios ab 29. Mai neu mit je einer Flugverbindung pro Woche hinzu. In Griechenland ist und bleibt Austrian Airlines mit 21 Destinationen weiter klarer Markt-

führer. Auch nach Ägypten stockt Austrian Airlines die Destination Kairo mit einem Flug pro Woche auf. Neu wird auch Palma ab 4. Mai mit drei Flügen pro Woche (jeweils Donnerstag, Samstag und Sonntag) ins Flugprogramm aufgenommen. Des Weiteren gibt es im Sommerflugplan einen Flug pro Tag weniger nach Spanien und Großbritannien, sodass Austrian nun drei Mal täglich nach London und zwei Mal am Tag nach Barcelona fliegt. Die Austrian Airlines Group hat im Gesamtjahr 2012 die Passagierzahl gegenüber dem Vorjahr um 1,8% auf 11,5 Mio. gesteigert. Die Auslastung (= Passagierfaktor) verbesserte sich um 3,8 Prozentpunkte auf 77,5%. Die Kapazität (ASK) wur-

de um vier Prozent zurückgenommen, die Passagierkilometer (RPK) sind um 0,9% gestiegen.

Weniger AUA Flugzeuge In der isolierten Betrachtung des Monats Dezember 2012 beförderte Austrian Airlines über 811.000 Passagiere; ihre Zahl stieg um 2,4% gegenüber Dezember 2011, obwohl das Angebot (in ASK) um 6,8% reduziert wurde. Austrian Airlines hatte im Dezember vier Flugzeuge weniger im Einsatz als im Jahr davor. Die Auslastung der Flüge konnte auf 76,3% verbessert werden, sie lag im Dezember um 4,2 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat.  www.austrian.com

SeniorenReisen Reisebüro des Pensionistenverbands Österreichs (PVÖ) bringt Gäste nach Italien und Bulgarien

Koop-Partner der Formel 1

Pflichttermin für reiselustige Pensionisten Wien. „SeniorenReisen“, das Reise-büro des Pensionistenverbands Österreichs (PVÖ), bringt jährlich im Frühling und Herbst fast 30.000 Reiselustige der älteren Generation unter dem Motto „I bin dabei“ an die schönsten Plätze Europas. Dieses Jahr sind beim Frühjahrstreffen zwei absolute Geheimtipps an der Reihe: Eine Gruppe der Senioren fährt nach Apulien, die sonnenverwöhnte Region am Stie-

felabsatz Italiens. Die andere Destination ist das Gebiet rund um die am Schwarzen Meer gelegene bulgarische Stadt Burgas; übernachtet wird am ca. 40 km nördlich gelegenen modernen Badeort mit dem klingenden deutschen Namen „Sonnenstrand“. Das Frühjahrstreffen in Apulien richtet sich an Senioren aus Kärnten, Oberösterreich, dem Burgenland und Wien.

© Werner Knorr

Dubai. Emirates gibt Gas im Rennsport: Die Fluggesellschaft und die F 1 Group verkünden eine fünfjährige Vereinbarung, in der Emirates bereits ab der diesjährigen Rennsaison globaler Partner wird. Die Bekanntgabe der Partnerschaft erfolgte am Dienstag, 5. Februar, durch Sheikh Ahmed bin Saeed AlMaktoum, Chairman und Chief Executive Emirates Airline & Group und Bernie Ecclestone, CEO der F 1 Group. Emirates wird eine starke Branding-Präsenz bei 15 Rennen des „FIA Formula One World Championship“-Rennkalenders 2013 innerhalb von Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien haben. Beginnend mit dem Grand Prix von Malaysia, wird der bekannte Schriftzug „Fly Emirates“ auf Rennparcours wie Silverstone in Großbritannien, Monza in Italien, Interlagos in Brasilien oder auf dem Nürburgring in Deutschland zu sehen sein.  www.emirates.at

© APA/Robert Jäger

michael bär

Beim Frühjahrstreffen in Apulien steht ein Besuch in Alberobello fix am Programm.

Für Pensionisten aus der Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Niederösterreich findet das Frühjahrstreffen diesmal in Bulgarien statt.

Bedürfnisse der Senioren Jeweils fünf Reisetermine für einen einwöchigen Aufenthalt ab 16. bzw. 24. April sind bereits jetzt buchbar. Im Reisepreis um 749 € für Burgas bzw. um 799 € für Apulien sind Flug, Flughafengebühren, Bustransfers in Österreich und dem Gastland, sieben Übernachtungen im Doppelzimmer in Hotels der gehobenen Mittelklasse, Vollpension sowie einige (Halb-)Tagesausflüge laut Programm inkludiert. In Bulgarien sind bei Ganztagesexkursionen auch unbegrenzt Wein, Bier und alkoholfreie Getränke während der Hauptmahlzeiten inbegriffen. Otto Späll, GF von SeniorenReisen: „Bei uns machen Gleichgesinnte einen schönen Urlaub, in unseren Gruppen finden auch Alleinreisende schnell Anschluss.

Das Programm ist optimal auf unsere Zielgruppe zugeschnitten, was die Senioren spüren und schätzen: Jeder Schritt wird von uns im Vorfeld auf mögliche Hindernisse überprüft, alle Ausflugsziele und Hotels sind im Hinblick auf die Bedürfnisse der älteren Generation sorgfältig ausgewählt.“

Medizinische Betreuung Seit über 40 Jahren organisiert SeniorenReisen im Auftrag des Pensionistenverbands Österreichs für die ältere Generation Gruppenreisen in die ganze Welt; Höhepunkt dabei sind die Frühjahrs- und Herbsttreffen in Europa. Senioren aus allen Bundesländern sind dabei, wenn Kultur-, Fern- und Städtereisen sowie spezielle „Baden & Aktiv“-Urlaube angesagt sind. Das Angebot, das sich durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auszeichnet, bietet Organisation und (u.a. medizinische) Betreuung und berücksichtigt den Wunsch nach Gemeinschaftserlebnissen.  www.seniorenreisen.cc


Freitag, 8. Februar 2013

b u s ines s & m ar kets

destinationworld – 57

Etihad Airways Expansive Airline steigert im Rekordjahr 2012 den Nettogewinn um 200% auf 42 Mio. US-Dollar (ca. 33,6 Mio. Euro)

Etihad auf sensationellem Kurs dino silvestre

Abu Dhabi. Die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Etihad Airways, gab einen Nettogewinn von 42 Mio. USDollar für das Geschäftsjahr 2012 bekannt - das entspricht einem Anstieg von 200 % gegenüber 2011 (14 Mio. US-Dollar) für ein Jahr, das von erheblichen Steigerungen bei den Umsatzerlösen, Fluggastzahlen und der Kostenkontrolle geprägt war.

Schwarze Zahlen schreiben Dazu James Hogan, President und Chief Executive Officer von Etihad Airways: „Für Etihad Airways war dieses Jahr bahnbrechend. Wir konnten eine Verbesserung des Nettogewinns erzielen und damit bereits im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr schwarze Zahlen schreiben – eine bemer-

kenswerte Leistung, wenn man bedenkt, wie jung diese Airline ist und wie ambitioniert ihre durch anhaltende Investitionen gestützten Wachstumsbestrebungen in einem schwierigen globalen Wirtschaftsumfeld sind.“ Seit Hogan im Jahr 2006 die Position des President und Chief Executive Officer bei Etihad übernommen hat, hat sich die Airline von einem Geschäft mit 750-MioUSD Umsatz zu einem Unternehmen entwickelt, das heute fast fünf Mrd. USD (ca. vier Mrd. €) im Jahr umsetzt. Laut Hogan konnte sich Etihad 2012 weitere Unterstützung seitens

der globalen Finanzwelt sichern: Inzwischen stellen mehr als 50 Institutionen zusammen über 6,8 Mrd. USD an Finanzierungsmitteln für die anhaltende Expansion der Airline bereit.

Starke Allianz aufgebaut „Unsere Banken verstehen unser Geschäft und haben Vertrauen in unser Unternehmen, unsere Vision und unser Potenzial“, so Hogan. „Wir haben einen bedeutenden Schritt vollzogen, indem wir als Erste in der Branche mit unserer Beteiligung an Air Berlin, Air Seychelles, Virgin Australia und Aer

Lingus eine ‚Equity Alliance‘ aufgebaut haben, die unserem Geschäft erheblichen Mehrwert verschafft. Außerdem haben wir die uns gestellte Aufgabe, durch die Stärkung des Flugverkehrssektors, des Baugewerbes sowie der weltweiten Fremdenverkehrsanbindungen einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung von Abu Dhabi zu leisten, erfüllt.“ Im Jahr 2012 wurden neun Großraumflugzeuge (sechs Boeing 777300ER, zwei Boeing 777 Frachtflugzeuge und ein Airbus 330 Frachtflugzeug) sowie vier Airbus 320 und ein Airbus 321 bestellt.  www.etihad.com

© Etihad Airways

Anzahl verkaufter Sitzplatz-km stieg auf 48 Mrd. (+23%), Frachtkapazität hat Wachstum von 19%.

James Hogan, Etihad Airways President & CEO: „Ich bin stolz auf den Erfolg.“

Neu Travel Voice Translator

Dolmetsch-App

München. Mit „Travel Voice Translator“ haben Urlauber auf iPhone, iPad oder iPod touch immer ihren persönlichen Dolmetscher zur Hand. Dieser ist ganz einfach zu bedienen: Der Benutzer spricht einen Satz direkt in das Mikrofon und kann Sekunden später bereits der Übersetzung auf seinem eigenen Gerät lauschen. Der Clou dabei: Das Ganze funktioniert auch per Bluetooth-Chat im Dialog von zwei Geräten; der Gesprächspartner hört dann die Übersetzung auf seinem eigenen Gerät und antwortet auch damit. Die App übersetzt in bis zu 66 Sprachen, bringt 53 Stimmen mit und hilft so Reisenden, sich auch im fremdsprachigen Ausland verständlich machen zu können.  www.linguatecapps.de

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JT Touristik Neue Ziele

Auch im Schnee

© JT Touristik

Berlin. Der Berliner Reiseveranstalter JT Touristik hat ab sofort auch zahlreiche Angebote für Winterreisen im Sortiment. Zur Auswahl stehen rund 30 Hotels in beliebten Ferienorten in Deutschland, Österreich sowie in der Schweiz. „Unsere Kunden kennen uns bisher durch Reisen in wärmere Gefilde wie z.B. nach Dubai, Italien, Ägypten, Türkei und Spanien“, so Jasmin Taylor, GF von JT Touristik. Jetzt gibt‘s auch Winter-Hits.  www.jt.de

Sammeln Sie Meilen mit Miles & More. Buchung auf www.austrian.com, bei Buchungen über 05 1766 1000 oder im Reisebüro kann es zu unterschiedlichen Servicegebühren kommen. Komplettpreis ab Wien. Besondere Anwendungsbestimmungen. Begrenztes Kontingent. Stand 1.2.2013.

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58 – destinationworld

short

Aktion für Kunden, die eine Weltreise planen

Freitag, 8. Februar 2013

ITB Berlin Hospitality Day Erwartungen und Reiseverhalten junger Leuten zwingen die Hotellerie zu neuen Konzepten

Junge Reisende und neue Ideen verändern Hotels

© Skyteam

Der achte ITB Hospitality Day zeigt neue Wege auf und präsentiert vier ungewöhnliche Hotelkonzepte.

TAP Portugal ist die beste Airline Europas Lissabon. Eines der meistgelesenen Reisemagazine der Welt, Global Traveler, ließ die Leser über die besten Fluglinien abstimmen. In der Klasse „Beste Fluglinie Europas“ erhielt von den mehr als 25.000 Einsendern TAP Portugal die meisten Stimmen. Die Auszeichnung hat viel Gewicht, da Global Traveler vor allem von anspruchsvollen Vielfliegern gelesen wird. Fast schon traditionell wurde TAP bei einer Gala in Neu-Delhi zum vierten Mal in Folge mit dem „World Travel Award“ für das beste Flugangebot nach Südamerika ausgezeichnet. Den World Travel Award als „Weltweit führende Airline nach Afrika“ erhielt TAP zum zweiten Mal. Die „Oscars der Tourismusbranche“ werden durch eine Fachjury vergeben.  www.flytap.com

© Carstino Delmonte

Accor-Konzern bessert das Mobilangebot nach

Accor hat seine mobilen Angebote überarbeitet und bietet neue App.

München. Mobile Buchungen boomen, der Umsatz hat sich seit 2008 um das 20-Fache erhöht. 2012 erreichten die Apps und Internetseiten von Accor über zehn Mio. Besucher; aus diesem Grund hat Accor neue Produkte für Geschäfts- und Privatkunden erstellt. Es gibt jetzt eine neue Version der konzernübergreifenden App und eine neue App für die Marke „ibis“. Die neuen mobilen Lösungen sind Teil einer Mobilstrategie, um eine engere Kundenbindung aufzubauen.  www.accorhotels.com

25hours Hotel in Hamburg: Die jungen Gäste wollen mit emotional berührenden Geschichten aus dem Hotel nach Hause fahren.

Boutique-Hotels in Asien

pitality Day vier ungewöhnliche Hotelkonzepte aus Deutschland, Spanien, Italien und Shanghai. Die letzte Stunde gehört Mobile und dem Thema: Was ist machbar mit der mobilen Macht? Ein „junger Faden“ zieht sich durch den ITB Hospitality Day im Rahmen des ITB Berlin Kongresses. Das Programm wird von Maria Pütz-Willems, Chefredakteurin von „hospitalityInside.com“ und exklusivem Medienpartner des ITB Hospitality Day, zusammengestellt. „In einer Zeit, in der die Zahl der Smartphones die der stationären PCs überholt, verändern junge Reisende und junge Ideen die Welt drastisch“, kommentiert die Hotelfachjournalistin den inhaltlichen Ansatz 2013.

Den Brückenschlag zwischen Europa und Asien macht das diesjährige CEO-Panel mit zwei Boutique-Hoteliers: Christoph Hoffmann, Mitgründer und CEO eines jungen Teams aus Querdenkern, die mit ihren sechs ausgefallenen „25hours Hotels“ jeden klassischen Hotelansatz schlagen, und mit Loh Lik Peng, dem Gründer & CEO der Unlisted Collection aus Singapur, der binnen weniger Jahre sechs dynamische Hotels und sechs Restaurants in den Metropolen Singapur, Shanghai und London geschaffen hat. Sie alle setzen auf die junge Generation und auf junge Vertriebsund Kommunikationskanäle. Außerdem präsentiert der Hos-

Das führt im Alltag natürlich zu Kontroversen, und so soll auch diskutiert werden. Mit dem hochaktuellen Thema „Was ist machbar mit der mobilen Macht?“ beschäftigt sich die letzte engagierte Talkrunde des achten ITB Hospitality Day.

Zielgruppe will Flair Es diskutieren die Datenforscherin Susanne Fittkau von Fittkau & Maaß Consulting, Bernd Fauser, „Global Accounts Director Travel, Google“, der Software-Spezialist Andreas Erlemann, GF von Zenith Hospitality Solutions, sowie Michael Hucho, Vice President Distribution Commercial bei der Hotelkette Accor.

„Es gibt eine starke Zielgruppe, die das Besondere sucht“, sagt Bruno Marti, Marketingverantwortlicher bei der 25hours Hotel Company. Die Design-Hotels von 25hours stehen in Hamburg, Frankfurt, Zürich und Wien und haben sich auf die Ansprüche der modernen Kundschaft ausgerichtet. Jedes Hotel hat einen eigenen Stil. „Wir wollen keine herkömmliche Hotelkette sein, wir haben den Anspruch, mehr zu sein als nur ein Standort“, so Marti. Um den Häusern ein individuelles Flair zu geben, kooperieren die 25hours-Hotels mit lokalen Anbietern, wie z.B. Partyveranstaltern oder Fahrradverleihern.  www.itb-kongress.de

PhoCusWright@ITB Diskurs mit Mediengiganten, Innovatoren und Spitzenvertretern der europäischen Reiseindustrie

Führende europäische Reisekonferenz Berlin. Das amerikanische Marktforschungsunternehmen PhoCusWright kündigt für seine führende europäische Konferenz am 6. März im Rahmen der ITB Berlin ein innovatives Programm an. Die achte Auflage von „PhoCusWright@ITB“ Berlin will Managern das Rüstzeug geben, um Weiterentwicklungen, Strategien und Innovationen der globalen Reiseindustrie zu ihren Gunsten zu nutzen.

mehrere führende europäische Reiseunternehmen zusammen, um die Zukunft des Reisens zu diskutieren und gestalten.

Wichtige Reise-Trends Unter den Referenten befinden sich Manager von Accor, Google, Facebook, Airbnb, Odigeo, Hotels. com und anderen Unternehmen. Experten von PhoCusWright prä-

sentieren die wichtigsten europäischen Reisetrends sowie wegweisende Analysen des aufstrebenden Reisemarkts im Nahen Osten und der Möglichkeiten des Travel Payments. In Diskussionsrunden wird der Status quo von Start-ups in der Reiseindustrie unter die Lupe genommen und untersucht, inwieweit neuartige Reisevermittler für Umwälzungen im Markt sorgen.

Die Teilnahme an PhoCusWright@ITB ist für Fachbesucher und Aussteller der ITB Berlin kostenlos; Kennzeichen der Veranstaltung ist ein offenes Format, das die Zuhörer in die Diskussionen mit Fachleuten einbezieht. Besucher können ganztägig an der Veranstaltung teilnehmen oder einfach nur kurz vorbeischauen, um an ausgewählten Programmpunkten teilzunehmen. Das diesjährige Programm bringt Start-ups der Reiseindustrie, einflussreiche Medienunternehmen, Pioniere Sozialer Medien sowie

Das diesjährige Kongressthema lautet „Pivot Point” und befasst sich mit den grundlegenden Veränderungen in der Reise-, Tourismus- und Hospitality-Industrie. An diesem Wendepunkt angekommen, müssen Reiseunternehmen prüfen, ob ihre gegenwärtigen Leistungen und Fähigkeiten ausreichen, um ihre Kunden weiterhin zufriedenzustellen.

Strategisches Umdenken

Teilnahme ist kostenlos

© APA/Georg Hochmuth

Amsterdam. SkyTeam hat ihr weltweites Streckennetz dank vier neuer Mitglieder, die der Allianz in 2012 beigetreten sind, um 77 neue Städte erweitert. Zu den 1.000 Reisezielen von SkyTeam gehören jetzt u.a. Ushuaia und Iguazú in Argentinien, Colombo in Sri Lanka und Macao im Großraum China. „Für 2013 stehen Städte wie Rio, London, New York, Peking und Sydney hoch im Kurs“, so Jerome d‘Anglejan, Director Sales bei SkyTeam. Noch bis 31. März können Globetrotter von einer 10%-Ermäßigung auf den günstigsten SkyTeam Round the WorldEconomy-Tarif profitieren.  www.skyteam.biz

Berlin. Junge Reisende, junge Arbeitnehmer, junge Hotel-Konzepte, junge CEOs, junge Vertriebskanäle – beim diesjährigen „ITB Hospitality Day“ am Donnerstag, 7. März, dreht sich alles um Junges, Dynamisches und Unkonventionelles. Der CEO der Design Hotels, Claus Sendlinger, widmet sich in seiner Keynote den Hotels von morgen und dem daraus resultierenden „Nachbarschaftsprinzip“. Sendlinger betrachtet Hotels schon lange nicht mehr als isolierte Pole, sondern als Magnete in einzelnen Stadtvierteln. Die Keynote des Trendsetters über „Hotels von morgen – das Nachbarschaftsprinzip“ liefert neue Denkansätze. Danach diskutieren Experten mit jungen Leuten ihre Erwartungen ans Reisen und an die Hotellerie. Unter anderem erwarten Studenten von zwei Hoteliers klare Arbeitgeberantworten.

© 25hours Hotels Hamburg No.1

alice hefner

SkyTeam, die globale Airline-Allianz, bietet Reiseziele für Globetrotter.

Facebook & Co.: Social Media hat starke Auswirkungen auf das Reiseverhalten.

Angesichts des technologischen Fortschritts, eines heftig geführten Wettbewerbs und nur noch spärlich vorhandener klarer Wachstumsmöglichkeiten sind Organisationen gezwungen, alle Optionen in Betracht zu ziehen, einschließlich eines strategischen Umdenkens. Auf PhoCusWright@ITBBerlin folgt am 7. März der PhoCusWright New Media Summit, der Experten nach Berlin einlädt, um sich mit Social Media-Begeisterten auszutauschen, Strategien zu erörtern und die Zukunft von Mobile und Social Media zu diskutieren.  www.phocuswright.com


t r av e l & v oya g e

Freitag, 8. Februar 2013

destinationworld – 59

Terra Reisen 15% Frühbucherbonus bei Kroatien-Buchung bis zum 28. Februar

short

Mit eigenem Auto nach Kroatien reisen

Griechenland ist 2013 wieder gut unterwegs

© Ruefa

Österreichs größter Veranstalter für Autoreisen baut das Angebot für Sommer 2013 noch weiter aus. georg biron

Ruefa bietet eine Woche Familienurlaub auf der Insel Kreta ab 799 € p.P.

Wien. Vor allem für Familien hat sich Terra bei der Eigenanreise nach Kroatien heuer vieles einfallen lassen: Es gibt mehr als 180 „Kind(er)frei Angebote“, eine große Auswahl an Familienzimmern und „Single mit Kind“-Pakete. Da ein weiterer Vorteil bei der Autoreise die Flexibilität ist, wurde auch die tägliche Anreise weiter ausgebaut. Urlauber mit den 37 All-Inclusive-Angeboten in Kroatien haben die Kosten immer unter Kontrolle. Und wer sich früh genug entschließt zu buchen, profitiert von den vielen Frühbucherboni-Angeboten. Für Terra-Kunden winkt eine Ersparnis von bis zu minus 20% auf den Reisepreis.

Die im Reisepreis inkludierte Reiserücktrittsversicherung (kostenloses Rücktrittsrecht bis sieben Tage vor Anreise in Kroatien) sowie zahlreiche Inklusivleistungen, wie z. B. Animationsprogramme, Miniclub, Getränke zum Essen und Willkommensgetränk- oder -paket, machen den Kroatienurlaub mit Terra Reisen besonders wirtschaftlich. So bietet der Veranstalter z.B. das All-Inclusive Bluesun Hotel Alan *** in Starigrad-Paklenica – eine beliebte, familienfreundliche Hotelanlage direkt am Meer mit wunderbaren Kießstrand, Animation und Sportprogramm inklusive zum Frühbucherpreis ab 79 € für drei Nächte p.P. im DZ mit HP. Flexibel, selbstbestimmt, keine Gepäcksbeschränkungen – die Vorteile des Urlaubs mit dem eigenen Auto liegen auf der Hand. Die Nachfrage nach erdgebundenen

© Terra Reisen (4)

Sportprogramm inklusive

Wien. Auch der Veranstalter Ruefa hat heuer in Griechenland speziell ausgewählte Familienhotels im Programm – wie z.B. das Hotel Arminda Hotel & Spa auf Kreta. Das 4-Sterne-Hotel am Rande von Chersonissos ist eigens auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern ausgelegt und bietet ein Animationsprogramm für die kleinen Gäste im Kinderclub. Alle 140 Suiten des Hotels haben einen Balkon oder eine Terrasse und sind auf zwei Gebäude aufgeteilt, die eine gute Mischung zwischen traditioneller und moderner Ausstattung ergeben: Eines ist im kretischen Stil dekoriert, während das andere mit Modernität punktet. Die Suiten für zwei bis vier Personen ähneln Appartements und verfügen über ein separates Schlafzimmer und Wohnzimmer. 7 Nächte im 4-Sterne-Hotel Arminda Hotel & Spa in Chersonissos inklusive Flug ab Wien/Linz/Graz, AI-Verpflegung, Transfers gibt‘s ab 799 € p.P. im DZ, erstes und zweites Kind (2 bis 16 Jahre) ab 299 €, Reisezeitraum: 7. Juni bis 27. September 2013.  www.ruefa.at

Terra Reisen bietet breit gefächertes Kroatien-Programm: 700 Unterkünfte in 134 Orten werden auf 356 Katalogseiten gezeigt.

Programmen hat in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Auch 2012 sind die Umsätze und Gästezahlen weiter gestiegen.

Reisedauer bei Autoreisen Terra Reisen ist Österreichs größter Veranstalter für Autoreisen und absoluter Spezialist in diesem Bereich. Der Vertrieb erfolgt in elf europäischen Ländern, wobei die Kataloge auch auf Ungarisch, Rumänisch, Tschechisch, Slowenisch und Slowakisch erscheinen. Während im Flugbereich ein Trend zu kürzeren Reisen bemerkbar ist, bleibt die durchschnittliche Reisedauer bei Autoreisen relativ unverändert.

53% der Gäste buchen Ferienwohnungen mehr als zwölf Wochen vor Anreise, bei Hotelbuchungen sind es 40%. 20% der Reisen werden online gebucht, Tendenz steigend. Aber auch der stationäre Vertrieb wächst in gleichem Maße.

2012 war Kroatien im Plus „2012 konnten wir unser bisher bestes wirtschaftliches Ergebnis verzeichnen; in diesem Jahr haben wir nicht nur über 200.000 Kunden erreicht, sondern auch der Umsatz ist um fünf Prozent gestiegen“, so Gerhard Meister, Verkaufsleiter bei Terra Reisen. „Ein großes Plus gab es bei Kroatien, auch Städtereisen und Österreich wurden stark nachge-

fragt“, bilanziert Meister. In Italien war die Region um den Gardasee besonders beliebt.

Preise bleiben 2013 stabil „Eine besonders wichtige Zielgruppe für uns sind Familien“, sagt Meister. In über 60% der Terra Hotels in Österreich, Kroatien und Italien reisen Kinder unter sieben Jahren überhaupt kostenlos. „Insgesamt werden die Preise 2013 stabil bleiben. In Österreich bleiben die Preise gleich, Slowenien und Italien legen um ein bis zwei Prozent zu, in Kroatien steigen die Preise im Schnitt um zwei bis drei Prozent“, so Meister abschließend.  www.terra-reisen.com

Gulet Holiday Club buchen und sparen Wien. Bei Gulet Holiday Club gibt es bis Ende Februar in den Pegasos-Anlagen in der Türkei die 1 €-Kinderaktion. Und wer in der Vorsaison fliegt, spart bis zu 210 € pro Woche. Eine Woche AI im Pegasos Planet kostet inkl. Flug ab Wien ab 286 € p.P. im Doppelzimmer.  www.gulet.at

Karneval in Trinidad & Tobago Auch Touristen dürfen im reich geschmückten Federkleid durch die Straßen ziehen

Trinidad. Karneval in Trinidad & Tobago ist, anders als in Rio, für alle da. Während man in Brasilien einer Sambaschule angehören muss, um am Umzug teilzunehmen, genügen in der Karibik gute Laune und Tanzlust. Auch Urlauber dürfen hautnah mitfeiern. Die Kostümausstattung ist Bestandteil des „Karneval-All-Inclusive-Pakets“. Ebenfalls dabei: zwei prall gefüllte Faschingstage vom 11. bis 12. Februar mit gratis Schoko-Lotions, Körperbemalung und Weltklasse-Steel-Pans.

in den frühen Morgenstunden ziehen die Karnevalisten durch die Straßen und spritzen mit Kakaomasse, Öl und Farbe um sich.

Die sexy Seele des Calypso Die Ganzkörperbemalung ist vor allem für die ärmeren Inselbewohner eine preiswerte Alternative zu den aufwendigen Pailletten- und Federkostümen.

Die zarten Kostüme erleben am Rosenmontag ihr großes Schaulaufen: Beim „Pretty Mas“ ziehen Tausende von farbenprächtig gekleideten Tänzern durch Trinidads Straßen, die Kostüme bestehen oft aus nicht mehr als einem Bikini mit Federaufsatz bzw. einem Lendenschurz mit Weste. „Wining“ nennen die Eingeweihten das wilde Kreisen der Hüften, mit dem sich Männer und Frauen

Im Karnevals-ABC erscheint T&T wie Trinidad & Tobago, noch eher hinten. Dabei hätte das InselDuo einen der ersten Plätze verdient, gilt der Karneval doch in der Karibik als „großartiges KarnevalsShow“. So närrisch wie die ehemaligen britischen Kolonien ist nicht einmal Köln ... Am J‘ouvert, dem Tagesanbruch des Rosenmontags, 11. Februar, erhält der Begriff „Narrenfreiheit“ eine ganz neue Bedeutung. Bereits

© EPA

Heiße Nächte in Trinidad

Die Schwesterninseln Trinidad und Tobago sind eine kleine Republik in der Karibik.

beim Karneval zu Soca-Rhythmen antanzen. Soca bedeutet „Soul of Calypso“ und steht für eine landestypische Musikrichtung, die Calypso mit indischen Rhythmen verbindet. Entstanden ist Soca Anfang der 1970er-Jahre in Trinidad & Tobago. Bereits kurz nach Weihnachten stimmen Radiostationen auf den bevorstehenden Karneval ein, indem sie die neuesten Soca-Hits spielen. Die neuen CDs werden saisonal nur in der Vor-Karnevalszeit veröffentlicht. Trinidad ist auch außerhalb des Karnevals eine lebendige Insel mit einem pulsierenden Nachtleben. Wer eher Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, der findet auf Tobago ein Erholungs-Paradies. Traumhafte Karibikstrände, Wasserfälle, Sumpfgebiete und Tauchreviere bieten Besuchern ein atemberaubendes Schauspiel. Tobago, die nördlichere der Inseln, besitzt eine Vielzahl von Unterbringungsmöglichkeiten mit ausgefallenen Aktivitäten.  www.gotrinidadandtobago.com

© TUI

Die totale Narrenfreiheit unter Palmen

Mit TUI Europas Osten im Sommer entdecken Im TUI Ganzjahreskatalog „Europas Osten“ finden sich seltene Ziele.

Wien. Im neuen TUI Ganzjahreskatalog „Europas Osten“ finden sich Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn und das Baltikum. Wer Erlebnis- und Badeurlaub kombinieren möchte, ist hier richtig: Einzigartige Kulturschätze sowie weite Sandstrände locken die Urlauber. Neu im Programm ist die Stadt Kosice in der Hohen Tatra/Slowakei, eine der europäischen Weltkulturhauptstädte 2013, die bekannt ist durch ihre Philharmoniker und durch eine sehr lebendige Theaterszene.  www.tui.at


gu e s t & s e r v ice

60 – destinationworld

Lounge am Buenos Aires Airport eröffnet Buenos Aires. Star Alliance und der Ground Handling-Koordinator CrossRacer haben am Buenos Aires International Airport eine neue Lounge eröffnet. Die 450 m� große Lounge, zu der First sowie Business ClassReisende und Inhaber der Star Alliance Gold Card Zugang haben, bietet Platz für 130 Gäste. www.staralliance.com

© Hotel Schloss Sonnenburg

Tradition trifft Moderne in der Sonnenburg

Zum Schloss Sonnenburg gehören vier Kirchenruinen & ein Infinity-Pool.

St. Lorenzen. Das Hotel Schloss Sonnenburg in Südtirol gilt als luxuriöses Hideaway und umfasst u.a. eine Spa-Landschaft auf drei Ebenen im historischen Kreuzgang. Im renovierten Pfisterhaus, der einstigen Klosterbäckerei, trifft Tradition auf Moderne, wobei Schießscharten, meterdicke Mauern und alte Balken MittelalterFlair vermitteln. Eine Nacht im „Pfisterhaus“ kostet ab 190 € p.P. mit Halbpension. www.sonnenburg.com

Copacabana Palace Seit 2011 hat Orient-Express Hotels rd. 20 Mio. US-Dollar in umfangreiche Renovierung investiert

Umbau ist abgeschlossen

Lobby, 145 Zimmer und Suiten im Haupthaus sowie das Restaurant Cipriani erstrahlen in neuem Glanz. der Penthouse-Suiten, haben ebenfalls ein neues Erscheinungsbild erhalten: Edle Möbel, feine Stoffe und zeitgemäße Beleuchtungslösungen hielten Einzug. Zusätzlich wurden die Badezimmer vergrößert bzw. zum Teil vollständig neu angelegt. Emaille-Badewannen sowie Marmor-Waschbecken sollen eine dezente luxuriöse Atmosphäre versprühen. Shoppingfans haben außerdem ein weiteren Grund zur Freude: Zwei Boutiquen mit den Namen „1923“ und „Villa Copa“ erweitern das Angebot des Copacabana Palace. Sie werden in Kooperation mit „Seaside Luxe“ betrieben und locken mit Kollektionen von lokalen sowie internationalen Designern.

caroline nussdorfer

Rio de Janeiro. Das „Copacabana Palace“ gilt als eines der Wahrzeichen von Rio de Janeiro, wurde bereits im Jahre 1923 eröffnet und gehört seit 1989 zu den OrientExpress Hotels. In diesem Jahr feiert das Hotel sein 90-jähriges Bestehen und präsentiert sich zu diesem Anlass in neuem Glanz. Doch dem nicht genug: Auch für die sportlichen Großereignisse der kommende Jahre – der Fußball WM 2014 sowie der Sommerolympiade 2016 – will die große, alte Hoteldame an der Copacabana gut aussehen. Rund 20 Mio. USD (1,6 Mio. €) hat Orient-Express in den letzten beiden Jahren in umfassende Renovierungsarbeiten gesteckt. So wurden im Jahr 2011 schon das Restaurant „Cipriani“ sowie 26 Zimmer und Suiten modernisiert. Nun sind auch die 145 Zimmer und Suiten des Haupthauses sowie die Lobby fertiggestellt.

Edle Möbel und feine Stoffe Für die Gesamtkonzeption verantwortlich war der französische Innenarchitekt Michel Jouannet. Er legte besonderen Wert auf die Berücksichtung des speziellen Ambientes im geschichtsträchtigen Haus, das schon Fred Astaire zu seinen Stammgästen zählte. Während die neoklassizistische Fassade im mediterranen Bäderstil

Investitionen in der Karibik © Copacabana Palace, Rio de Janeiro

short

Freitag, 8. Februar 2013

Neues Design: Alle Zimmer und Suiten des Haupthauses wurden modernisiert.

unverändert erhalten blieb, wurde die Lobby komplett neu gestaltet und zugleich vergrößert. Dabei wurde nicht nur der Treppenaufgang aus Marmor verbreitert, sondern auch die Originaldecke wieder

freigelegt und im authentischen Art Deco-Stil restauriert. Vor dem Eingang schützt eine Stahl- und Glaskonstruktion die Gäste bei der Vorfahrt. Die 145 Zimmer und Suiten des Haupthauses, einschließlich

Auf Investitionen und aufwendige Renovierungen setzte man auch in der Karibik: Im OrientExpress Hotel „La Samanna“ auf St. Martins wurden die Lobby, zwei neue Restaurants im Hauptgebäude, 83 Zimmer und Suiten sowie die Baie Longue Bar umgestaltet. Ölgemälde und Aquarelle lokaler Künstler im Inneren des Hauses verbreiten karibisches Flair. Gemäß dem ursprünglichen Design des Resorts aus dem Jahr 1972 sind zudem alle Gebäude wieder in strahlendem Weiß getaucht.  www.copacabanapalace.com

Heiltherme Bad Waltersdorf Präsentation mal zwei: Buchvorstellung „Bewegt durch den Alltag“ und Launch der TSM®-Gesundheitsoase

Gesundheit mit sehr viel Genuss Wissen rund ums Wohlfühlen und Wellness de luxe. Jetzt wurde die Gesundheitspalette in der Heiltherme noch einmal erweitert.

Spa auf steirisch Das „Spa“ in der steirischen Variante setzt auf alte, tradierte Heilmethoden: Die Verfechter BUCHTIPP

PROMOTION

„Bewegt durch den Alltag“ Erhältlich im Buchhandel und in den Shops der Heiltherme Quellenhotel & Spa**** Bad Waltersdorf sowie im Online-Shop unter www.heiltherme.at Preis. 14,90 €

die mit der Unterstützung des „Verlagshaus der Ärzte“ und des Verlagsagenten Michael Hlatky umgesetzt wurde.

einer regionalen Lebensphilosophie wollen damit einen klaren Kontrapunkt zum internationalen Wellness-Allerlei setzen. In Workshops wird dieses Wissen um selbst hergestellte Öle, Tinkturen und Balsame auch an Gesundheits- und Beauty-Fans weitergegeben. Für die medizinische Betreuung zeichnet die kurärztliche Leitung verantwortlich; Dr. Jutta PreskerKnobloch sieht den großen Vorteil der TSM®-Gesundheitsoase in der Angebotsvielfalt und dem Behandlungs-Mix. Die Wirkung des Thermalwassers, medizinischer Versorgung und therapeutischer Kompetenz stärkten die körperliche, aber auch die geistige Regeneration, so die Ärztin.

Programm für jedermann

Gesundheitsoase mit typisch steirischem Habitus: die Heiltherme Bad Waltersdorf.

ist groß. So entstand die Idee, einen Ratgeber herauszubringen, der das Turnen zuhause auf einfache Wei-

Sport & Gesundheitsfibel Als Gradmesser für die körperliche Gesundheit zählt auch die individuelle Fitness. Seit drei Jahren unterstützt Eva Maria Gradwohl die Gäste der Heiltherme und des Quellenhotel & Spa**** mit maßgeschneiderten Einzel-Trainings. Mithilfe von Laktatfeldtests wird ein individueller Acht-Wochen-Trainingsplan erstellt, der auch zuhause für langhaltige Erfolge sorgen soll. Jetzt gibt man Besuchern und interessierten Bewegungshungrigen eine weitere Anleitung für ein gesünderes Leben mit auf den Weg. „Das Verlangen nach Gesundheit bei den Besuchern der Heiltherme

Das Autoren-Duo Thomas Lovse und Peter Fuchs beschreibt in einfacher Weise unterschiedliche Übungen: von Morgengymnastik, Wirbelsäulengymnastik bis hin zur Wassergymnastik, die sich in wenigen Minuten in den Alltag einbringen lassen. Tipps und Tricks vom Fachmann helfen bei der leichten Umsetzung und vermitteln Spaß und Freude an der Bewegung.

se unterstützt“, sagt Thermen-Chef Gernot Deutsch zur neuen FitnessFibel „Bewegt durch den Alltag“,

INFO/KONTAKT Heiltherme Bad Waltersdorf, Quellenhotel & Spa****

© Heiltherme Bad Waltersdorf/Maxum (2)

Bad Waltersdorf. Sportliche Bühne für ein neues Buch: Anfang Februar präsentierten die steirischen Gesundheitsapostel ihren ersten Ratgeber. „Bewegt durch den Alltag“ aus der Feder von Peter Fuchs, Gesundheitstrainer des Hauses, und Mediziner Thomas Lovse liefert wertvolle Bewegungs-Tipps und Fitness-Tricks, die den Alltagstest bestehen. Der Coach der Heiltherme nutzte die Gunst der Stunde und lud die interessierte Öffentlichkeit gleich zum ultimativen Live-Check ein. Am Programm: Übungen für Körper und Geist. Zeitgleich wurde in der Heiltherme Bad Waltersdorf die TSM®-Gesundheitsoase vorgestellt. Motto: Regionale Methoden, noch mehr Genuss und heilsame Entspannung.

Thermenstraße 111 A-8271 Bad Waltersdorf

Apfelmassagen sorgen für Tiefenentspannung, weitere steirische Specials locken.

Tel.: Fax: Mail: Web:

+43 (0) 33 33/500-0 +43 (0) 33 33/500-990 office@quellenhotel.at www.heiltherme.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 8. februar 2013 – 61

© EPA

die schweden kommen

Die Skandinavier entdecken Österreich als Ganzjahres-Urlaubsdestination  Seite 63

© Hochschober

destinationaustria hotel hochschober

„Gemeinwohl-Ökonomie“ als Strategie des Kärntner Tourismus-Leitbetriebs  Seite 72

schladming viele vips bei der ski wm © APA/Zeitungsfoto.at

Österreichs größtes Golfresort rüstet auf

© Hapimag/Kolarik Andreas

short

Schwechat. „Besonders im Segment ‚Fach- und Unternehmensmessen‘ hat sich das ‚Multiversum Schwechat‘ national und international einen Namen gemacht, wie ein Blick auf unsere Kundenliste zeigt“, erklärt Multiversum GF Roland Regnemer. Für die Region bedeuteten diese Events ein wirtschaftliches Plus. Die Hotels waren gut gebucht. Auch die WKNÖ weiß das Multiversum Schwechat als Eventlocation zu schätzen und lud in die Lounge – insgesamt kamen mehr als 3.000 Teilnehmer, viele aus den Nachbarländern.  multiversum-schwechat.at

© Falkensteiner Balance Resort Stegersbach

© dapetykaan

Salzburg. Die Juroren (li.) Rüdiger Missner (Operations Manager Hapimag) und Thomas Roost (Human Resources Hapimag) nahmen Daniela Illich (insiderei.com) bei der Gala zur die Initiative „Next Generation“ in ihre Mitte. Eine hochkarätige Jury hat die Bewerber genau geprüft und aus über 40 Bewerbern die 13 besten Nachwuchs-Touristiker Österreichs für ein Praktikum ausgewählt. Die junge Elite wurde im Rahmen des „Next Generation“-Finalevents im Kavalierhaus Klessheim in Salzburg vorgestellt.  www.hapimag.com

Golf- & Thermenregion Stegersbach Die Region im Südburgenland hat eine der jüngsten Thermen und die größte Golfanlage in Österreich; 600 km Radwege und 450 km beschilderte Reitwege bringen die Gäste in den Sattel.  Seite 62

© Steiermark Tourismus / Herbert Raffalt

Austrian Convention Bureau (ACB) Education Congress Research GmbH tritt dem Kongress-Dachverband bei

Graz. Bereits einen Tag nach der WM-Eröffnung stattete Johann Lafer (Bildmitte), der kulinarische Botschafter der Steiermark, dem SteiermarkWM-Dorf einen Besuch ab. Erstmalig bieten Steiermark Tourismus und die Region Schladming-Dachstein bei einer Veranstaltung Video-Content für die Internet- und Videoplattformen der Medien an.  www.steiermark.com

Wien. Das Austrian Convention Bureau (ACB) darf sich über ein weiteres Mitglied freuen: Die Education Congress Research GmbH (ECR), Veranstalter eines der größten medizinischen Kongresse weltweit, ist mit Anfang 2013 dem Dachverband der österreichischen Kongressbranche beigetreten. Neben einer Vielzahl an Beweggründen für einen Beitritt ist es vor allem das Netzwerk des ACBs, das Peter Baierl, Executive Director der ECR, überzeugt hat. Baierl sieht den Beitritt als Chance, die durch enge Vernetzung und aktiven Wissensaustausch zu

einem Gewinn für beide Seiten und alle involvierten Partner führen kann: „Es ist vor allem die Kooperation mit den anderen Mitgliedern des ACB, von der wir zu profitieren hoffen, und natürlich sind auch wir umgekehrt bereit, unser Wissen als Großkongress-Veranstalter in dieses Netzwerk einzubringen.“ Es ist auch die Stellung des ACB als professionell geführter und effizient arbeitender Dachverband der österreichischen Kongressbranche, der einen Beitritt für die ECR reizvoll macht. Die GmbH mit Sitz in Wien ist einer der erfahrensten und erfolg-

reichsten Kongressveranstalter in Europa. Seit mehr als 20 Jahren organisiert sie jährlich den ‚European Congress of Radiology‘, eines der größten medizinischen Meetings weltweit, sowie zahlreiche kleinere Kongresse im Bereich der Medizin. Die Veranstaltungen der ECR GmbH zeichnen sich durch ihre einmalige Mischung aus Innovation und Tradition, aus exzellenter Wissenschaft und einzigartigen Serviceleistungen, aus Spitzentechnologie und entspannter professioneller Atmosphäre aus.  www.myesr.org  www.acb.at

© ECR/Foto Wilke

Ein erfahrener Kongressgigant beim ACB

Peter Baierl, Executive Director der Education Congress Research GmbH.


c ov e r

62 – destinationaustria

Freitag, 8. Februar 2013

Stegersbach Bewegungsarena des Burgenlands bietet Golfen, Walken, Laufen, Radeln, Reiten und Schwimmen

Kommentar

Tourismus-Region stellt sich für den Frühling auf

Google bevorzugt neue Technologie

In Stegersbach im Südburgenland ist eine der modernsten Wellnessdestinationen Europas zu finden. Stegersbach. Der Frühling kann kommen: Die Region Stegersbach – im südburgenländischen Bezirk Güssing an der Grenze zu Ungarn und Kroatien – rüstet sich jetzt für ihre Gäste. In Stegersbach liegt eine der modernsten Wellnessdestinationen Europas und die erste Bewegungsarena des Burgenlands. Dazu bietet Stegersbach vier ausgezeichnete Vier- bis Fünf-SterneHotels mit Direktzugang zu Reiters Familientherme und hoteleigenen Bade- und Therapiezentren: das *****Falkensteiner Balance Resort Stegersbach, das Larimar****S Hotel, Therme, Spa, das ****Reiters Spa Resort Stegersbach-Allegria Hotel und das Thermenhotel PuchasPlus****. Diese vier Leitbetriebe und die weiteren Gastgeber sind bekannt für ihre Gastlichkeit. Die Thermenregion Stegersbach ist über die österreichische Südautobahn (A2) einfach erreichbar, die nächsten Flughäfen sind in Graz (75 km) und Wien (150 km).

georg biron

T

ouristiker, Hoteliers und Gastronomen können kräftig auf die Suchergebnisse bei Google Einfluss nehmen und somit dafür sorgen, mit ihren Betrieben ganz oben auf der Liste gereiht zu werden. So hat z.B. Daniela Pfefferkorn vom ‚Hotel Goldener Berg‘ in Lech den Online-Auftritt ihres Hauses mittels ‚responsivem Webdesign‘ überarbeiten lassen. Egal, womit die Gäste künftig die Hotelwebsite besuchen – Smartphone, Tablet oder PC –, es stehen ihnen sämtliche Tools, perfekt an die Benutzeroberfläche des jeweiligen  Endgerätes angepasst, zur  Verfügung. Google ‚erkennt‘ die neue Technologie und reiht damit ausgestattete Websiten automatisch nach vorn. ‚Responsives Webdesign‘ heißt die Zauberformel, mit der Websites automatisch an das jeweilige Endgerät des Kunden angepasst werden. In Zeiten, in denen die Nutzung mobiler Geräte immer mehr zunimmt, ist es im Wettbewerb von entscheidender Bedeutung, seine Homepage an die grafischen Anforderungen dieser Geräte anzupassen. Eine weitere Hilfe bei der Kundenbindung und Gewinnung von neuen Lieblingskunden: die übersichtliche Einbindung der wichtigsten Social-Media-Kanäle – vom Facebook-Widget über den neuesten Blogeintrag bis hin zu den Bewertungsportalen. Clever!

Hoteliersvereinigung

Ein Paradies für Golfer

Das Falkensteiner Balance Resort Stegersbach ist das einzige Fünf Sterne-Hotel mit Direktzugang zur Therme; es liegt an der größten Golfanlage Österreichs, ist eines von drei Premium-Hotels der Falkensteiner Gruppe und ein „Top Wellness Hotel“.

Die Thermenregion liegt inmitten der sanft-hügeligen Landschaft des Südburgenlands. Diese bildet die ideale Grundlage für alle Arten von Genusssportarten wie Golfen, Walken, Laufen, Radeln, Reiten oder auch Schwimmen. Golf ist in Stegersbach das ganze Jahr über ein Thema: Reiters Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal ist durch das günstige Klima bis auf kurze Pausen durchgehend bespielbar und mit 50 Holes Österreichs größte Golfanlage. Auf den beiden 18-Hole-Courses finden Scratch and Bogey Golfer

genügend Herausforderungen. Auf dem Neun-Loch-Platz (außer bei Schneelage ganzjährig geöffnet), dem Fünf-Loch-Funparcours und in der Simon-Tarr-Golf-Academy lassen sich das kurze Spiel und das Putten perfektionieren. Das Heilwasser „Thermal 1“ aus etwa 3.000 m Tiefe wird durch seine Temperatur sowie den hohen Gehalt an zweiwertigem Schwefel und Natrium-Hydrogenkarbonat bei Hautproblemen von Dermatologen empfohlen; es wirkt sich außerdem positiv auf Herz-, Kreislauf und Gelenksprobleme aus. Dieses

kommt im Reiters Allegria Hotel im Therapiebecken des Refugiums zur Anwendung.

Wellness, Wein & Golf „Geradezu sensationell bei Aufenthalten ab sieben Tagen“, urteilt der „Relax Guide“, der das Hotel mit dem „Spa Award“ auszeichnete. Mit Kinderpreisen bis 18 Jahren wird es 2013 noch einfacher und leistbarer, Wellness mit der ganzen Familie zu tanken. Zum Hotel gehören der 50-LochGolfplatz und die Familientherme.

Ganz in der Nähe bietet das Falkensteiner Balance Resort***** 2.600 m� Acquapura Spa mit Saunawelt, Fitness-, Yoga- und Ruheraum, Innen- und Außenpool und 10.000 m� Gartenterrassen. Zwischen Rechnitz im Norden und Deutsch Schützen im Süden, ganz in der Nähe von Stegersbach, erstreckt sich im südburgenländischen Hügelland eines der besten Weinanbaugebiete Österreichs. Das Projekt „Wellness, Wein & Golf in Stegersbach“ wird im Detail auf der Homepage vorgestellt:  www.stegersbach.at

Beste Österreichische Gastlichkeit (BÖG) Bis 17. März kann man per SMS kulinarische Favoriten auswählen

ÖHV-Führung: „Umdenken!“

Gesucht: Das Österreich Menü 2013 Wien. Österreichs Küche hat viel mehr zu bieten als bloß das „Wiener Schnitzel“. Darin sind sich die Veranstalter des kulinarischen Wettbewerbs „BÖG Österreich Menü 2013“ (BÖG, American Express und C+C Pfeiffer) einig. Wo genau jedoch die aktuellen kulinarischen Vorlieben der Österreicher liegen, ist noch ungewiss. Daher kennzeichnen mehr als 120 Gastronomiebetriebe in ganz Österreich seit 4. Februar mehr als

500 Speisen mit dem Logo „BÖG Österreich Menü 2013“, die sie im Rahmen der vorangegangenen BÖG Challenge eingereicht haben.

Mehr als 100 Gewinne Die Gäste wählen eines oder mehrere der Gerichte (Vorspeise, Suppe, Hauptspeise, Dessert) aus und schicken den Code ihrer Favoriten per SMS an die Nummer 0676/85 01 023.

© Klaus Prokop

Wien. Michaela Reitterer und Gregor Hoch, die neuen Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), stellen sinnvolle Forderungen: Hoch will für die „strukturell benachteiligte Branche keine Almosen, aber Fairness“. Reitterer möchte Österreich in den Köpfen der Politiker als „europäisches Kompetenzzentrum für Hospitality Management verankern“. Der ÖHV-Hotelierkongress 2013 in der Wiener Hofburg überzeugte 780 Teilnehmer von aktuellen Themen wie Suchmaschinen und Social Media. „Das ist das Themenfeld, das uns im Tourismus sehr beschäftigt. 70 Prozent der Gäste kommen schon über Neue Medien in unsere Betriebe“, so ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn. Vom ÖHV-Hotelierkongress profitieren auch Betriebe in anderen Branchen: Aus den mehr als 2.000 Nächtigungen resultiert eine Wertschöpfung von mehr als 500.000 €.  www.oehv.at

© Falkensteiner Balance Resort Stegersbach

dino silvestre

Spitzenköche (von li.): Helmut Österreicher, Toni Mörwald und Werner Matt.

Jeder Teilnehmer hat die Chance, einen von mehr als 100 Preisen zu gewinnen; dazu zählen selbstverständlich auch Essensgutscheine, die man bei BÖG Mitgliedsbetrieben einlösen kann. BÖG-GF Harald Meyer will mit diesem Award einmal mehr das Image der vielfältigen nationalen Qualitätsspeisen erhöhen. Meyer: „Die österreichische regionale Küche hat sich enorm entwickelt, und ich bin schon sehr gespannt, ob sich die traditionsreichen Speisen oder die kreativen Interpretationen bei den Gästen durchsetzen werden.“ Für American Express ist es eine weitere gute Gelegenheit, Bekanntheit und Frequenz in der österreichischen Top-Gastronomie zu erhöhen. Ragnar Graetz, Mitglied der GF: „Qualität hat viele Gesichter. In der Gastronomie zählt dazu auch Erneuerung. Das belebt das Geschäft und freut unsere Kartenmitglieder.“ Und Thomas Panholzer, GF von C+C Pfeiffer: „Als österreichisches Familienunternehmen und Spezia-

list für die Gastronomie sehen wir die Regionalität am Teller als Spiegelbild heimischer Authentizität und kulinarischer Kultur; deshalb ist es für uns als Sortimentsführer ein tägliches Bestreben, die hohen Ansprüche der Kunden im Bezug auf regionale Spezialitäten und österreichische Qualität zu erfüllen und regionale Konzepte als starker Partner zu begleiten.

Am 16. April Entscheidung Toni Mörwald, Präsident der Vereinigung „BÖG – Beste Österreichische Gastlichkeit“ und Initiator zur Wahl des nationalen Lieblingsgerichts, freut sich über die rege Teilnahme der österreichischen Gastronomie: „Das Ergebnis dieser größten nationalen Verkostung stellt sich einer Expertenjury, die sich sehen lassen kann.“ Beim größten gastronomischen Kongress „Forum für Gast- und Wirtschaft“ am 16. April wird das Lieblingsmenü der Österreicher unter dem Motto „Was isst Österreich?“ vorgestellt.  www.boeg.at/menue


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 8. Februar 2013

destinationaustria – 63

Österreich Werbung (ÖW) Skandinavier haben Österreich im Visier und wollen zunehmend im Sommer urlauben

SCB Komplettangebot

Die Skandinavier kommen

Neue Website für Convention

geben sie in Österreich um rund 40% mehr aus als alle Europäer bei ihren Auslandsurlaubsreisen. Auch die starke schwedische Krone macht einen Österreich-Urlaub reizvoll. 37% der Nächtigungen werden in 4/5-Sterne Hotels getä-

michael bär

Schladming. Anlässlich der Ski WM werden auch zahlreiche Dänen und Schweden in Schladming erwartet. Der 4.500 Einwohner-Ort am Fuße des Dachstein-Massivs darf sich jedoch nicht nur über skandinavische Gäste, sondern auch über Investoren aus dem hohen Norden Europas freuen. Rechtzeitig zur Eröffnung der Ski WM eröffnete einer der größten skandinavischen Alpinreiseveranstalter, SkiTravelGroup, das Hotel Planai bei der Talstation.

„Österreichs Winter ist derzeit bei den Schweden, die auf der Suche nach authentischen

Österreich ist trendig

Wintererlebnissen sind, im Aufwind.“ Michael Tauschmann, ÖW Markt Manager Schweden

© epa

Der schwedischen Direktorin Carina Hartweger ist es u.a. zu verdanken, dass auch das schwedische Nationalteam im 90 Zimmer-Haus übernachtet. Prominente Skilegenden wie Alberto Tomba und Marc Girardelli haben sich ebenfalls angekündigt. Die Skandinavier lassen keine Gelegenheit ungenutzt, wenn es darum geht, eines ihrer beliebtesten Wintersport-Länder zu genießen. Zählt Österreich nach Norwegen zur zweitbeliebtesten Wintersportdestination der Dänen, so steht es bei den Schweden sogar an erster Stelle im Beliebtheits-Ranking. Bereits in der vergangenen Wintersaison erzielte Österreich bei den schwedischen Gästen mit rund 98.000 Ankünften (+6,3%) und rund

© Salzburg Convention Bureau

Größter skandinavischer Alpinreiseveranstalter eröffnet „Hotel Planai“ unter schwedischer Führung.

Österreich ist als Wintersportdestination die klare Nummer 1 bei den Schweden.

487.000 Nächtigungen (+4,5%) ein deutliches Plus. Auch die ersten Zahlen der laufenden Wintersaison 2012/2013 (November 2012 –Dezember 2012) stimmen positiv: +2,2% bei den Ankünften und +5,4% bei den Nächtigungen.

Gastfreundschaft gefragt „Österreichs Winter ist bei den Schweden, die auf der Suche nach authentischen Wintererlebnissen

sind, im Aufwind“, erklärt Michael Tauschmann, ÖW Markt Manager Schweden. „Das ‚Urlaubsland Österreich‘ punktet mit herzlicher Gastfreundschaft, Schneesicherheit, einer vielseitigen und nicht zuletzt nachhaltigen Angebotspalette sowie einem guten PreisLeistungsverhältnis.“ Die schwedischen Gäste sind eine äußerst interessante Zielgruppe für Österreich. Mit relativ hohen Tagesausgaben (rd. 140 €)

tigt. Die beliebtesten Bundesländer im Winter sind Salzburg (43,2%), Tirol (39,8%) und Wien (7,6%). Den Großteil der schwedischen Gäste (62%) zieht es im Winter nach Österreich. Neben dem Wintersport lassen sie sich jedoch auch von Sommerferien überzeugen. So konnte Österreich im Sommer 2012 mit 104.000 Ankünften (+5,6%) und 296.000 Nächtigungen (+5,4%) weitere Zuwächse erzielen.  www.austriatourism.com

Salzburg Convention Bureau Team (von li.): Alfred Wieland, Heidi Huber, Heidi Strobl und Gernot Marx.

Salzburg. Das Salzburg Convention Bureau (SCB) präsentiert sich mit einem neuen Auftritt im Web. Neben vielen aktuellen Infos rund um das Event- und Kongressangebot in Stadt und Land Salzburg steht für die Veranstalter eine intelligente, leicht zu bedienende Such­ maschine im Mittelpunkt. Über einen Filter lassen sich für jeden Event optimale Locations und Incentive-Alternativen finden. Über den sogenannten Venue Finder sind auf der Website sämtliche Hard Facts – von der Sitzplatzkapazität über Raumpläne bis hin zu Bildergalerien – mit 360-Grad-Panoramen abrufbar. Events lassen sich bequem online planen, alle Locations und Rahmenprogramme können auf eine Merkliste gesetzt und im Anschluss angefragt werden. Das SCB verzeichnet derzeit 79 Partnerbetriebe.  www.salzburgcb.com

WO IN WIEN DAS HERZ SCHLÄGT

Valentinstag vom 14. bis 16. Februar 2013 Romantisches Candlelight Dinner mit Live Musik, Valentinstagsmenü im Garten Café und Louie Austen‘s Valentines Special in der Cascade Bar. Wir lassen Ihre Herzen höher schlagen! Parkring 12a, 1010 Wien, Tel: 01 515 18 6800 E-Mail: tischreservierung.vienna@marriotthotels.com, parkringrestaurant.at

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s ta d t & l a n d

64 – destinationaustria

short

Retter Reisen zeigt sich online völlig neu

Freitag, 8. Februar 2013

Ski WM Mitterlehner: „Als Arbeitgeber ist der Tourismus gerade in strukturschwächeren Regionen nicht zu ersetzen“

Der Tourismus ist schon jetzt der erste Gewinner

© Retter

Österreich-Tourismus erwirtschaftet 22,8 Mrd. € Wertschöpfung und sichert 330.000 Arbeitsplätze. dino silvestre

SOS Kinderdorf in der H2O Erlebnis-Therme Bad Waltersdorf. Nachdem im Sommer 2012 das H2O HotelTherme-Resort die Dorfpatenschaft für das SOS Kinderdorf in Stübing übernahm, freute es den GF der H2O ErlebnisTherme, Christian Rotter, sehr, die Kinder am vergangenen Wochenende persönlich in der Therme begrüßen zu können. Für Unterhaltung sorgte auch die bekannte ORF WurlitzerShow mit Kathi Wenusch.  www.hoteltherme.at

© Niederösterreichische Landesausstellung

Der Schlüssel zur NÖ Landesausstellung

Guido Wirth (NÖ Landesausstellungen) und (re.) Matthias Pacher (GF Urgeschichtemuseum Asparn).

Asparn/Zaya. Im Beisein von Landesrat Karl Wilfing wurden jetzt die Gebäude der Niederösterreichischen Landesausstellung 2013 vom Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn an der Zaya und der Gemeinde Poysdorf an die Niederösterreichische Landesausstellung übergeben. Landesausstellungs-Projektleiter Guido Wirth erhielt damit symbolisch den Schlüssel für eine erfolgreiche Ausstellung mit dem Titel „Brot & Wein“.  noe-landesausstellung.at

Weltweite Aufmerksamkeit Eine vom Wirtschaftsministerium beauftragte Studie zeigt die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen der Veranstaltung: Neben dem Imagegewinn bringt die WM der Region Dachstein-Tauern laut der Studie jährlich 44.000 zusätzliche Gäste, allein im Tourismus sechs Mio. € jährlich mehr Umsatz sowie 4,3 Mio. € zusätzliche Wertschöpfung pro Jahr. „Aus touristischer Sicht geht es in erster Linie darum, weltweite Aufmerksamkeit auf die Region Schladming, die Steiermark und Österreich zu richten und die Position als Tourismusdestination und führendes Wintersportland langfristig zu stärken“, so Mitterlehner. Im Rahmen der Ski WM soll Österreich nicht nur als reines Ski-Land, sondern gerade auch als Wintererlebnisland präsentiert werden. „Obwohl Österreich schon jetzt mit rund 50 Prozent Marktanteil Wintersportland Nummer eins in

© APA/Harald Schneider

Pöllau. Nach dem gelungenen Umbau des Reisebüros in Pöllau mit der neuen Reiselounge bekam auch der Online-Auftritt des Veranstalters Retter Reisen eine Rundumerneuerung. In kurzer Zeit ist es gelungen, die Website übersichtlicher, benutzerfreundlicher und farbenfroher zu gestalten. Die Unternehmensphilosophie von Retter Reisen ist geprägt von den Schlagworten „Regionalität“ und „Ganzheitlichkeit“. Diese Schlagworte gelten nicht nur für den Arbeitsalltag im Reisebüro, sondern auch bei der Produktion der neuen Website. „Mit der steirischen Agentur ‚crosseye‘ haben wir einen regionalen Partner ausgewählt, und zusammen ist uns ein toller Relaunch mit vielen neuen Features gelungen“, freut sich Katharina Hofer, ­Medienbeauftragte bei Retter Reisen. Beide Unternehmen eint der Leitgedanke der Nachhaltigkeit und die Liebe zur Region.  www.retter-reisen.at

Wien. Nach der Rekordbilanz 2012 mit 131 Mio. Nächtigungen und 36 Mio. Gästen steht mit der Ski WM in Schladming das nächste große Tourismusereignis ins Haus. Bis zum 17. Februar gehen die besten Sportler auf Medaillenjagd, rund 400.000 Besucher und mehr als 3.000 Medienvertreter aus aller Welt werden erwartet. „Mit dem Tourismus steht der erste Gewinner der ‚Ski WM‘ jetzt schon fest. Vom weltweiten Werbeeffekt profitiert die gesamte Tourismusmarke Österreich“, sagt Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner.

Arnold Schwarzenegger ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung der Ski WM für Österreich die Werbetrommel zu rühren.

Europa ist, werden mit der ‚Ski WM‘ neue Zielgruppen erreicht und neue Märkte erschlossen, in denen Skifahren keine so große Tradition hat. Urlaub in Österreich ist gerade auch abseits der Piste attraktiv“, so Mitterlehner.

Säule der Volkswirtschaft Schon jetzt ist der heimische Tourismus eine wesentliche Säule der Volkswirtschaft, wie eine aktuelle Analyse des Wifo und der Statistik Austria im Auftrag des Wirtschaftsministeriums zeigt. Demnach erwirtschaftete der Tourismus allein im Vorjahr 22,8 Mrd. € direkte und indirekte Wertschöpfung, das entspricht 7,4% des Bruttoinlandsprodukts.

Das wirkt sich auch am Arbeitsmarkt positiv aus. Im Jahr 2011 waren fast zehn Prozent der Beschäftigten dem Tourismus im weiteren Sinne zuzurechnen – das sind mehr als 330.000 Vollzeitäquivalente. Das Management Center Innsbruck (MCI) führt – in Kooperation mit der Universität Innsbruck – die seitens des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) und Steiermark Tourismus beauftragte WM-Studie „Schladming 2013“ durch. Neben dem Konsumverhalten wird auch die Zufriedenheit der Besucher mit der Ski WM Schladming 2013 erhoben. Für ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner generiert die Studie zentrale Informationen für diesen und

weitere Großevents des ÖSV. Auch für GF Georg Bliem vom Steiermark Tourismus sind die Rückmeldungen der Besucher ein wichtiger Erfolgsindikator. Das MCI hat 2001 in St. Anton die offizielle WM-Studie durchgeführt und ein positives Bild erhoben.

Ski WM-Tourismus-Studie „Das war damals ein großes Skifest mit begeisterten Zuschauern, Ähnliches erwarten wir auch für Schladming 2013“, so Hubert Siller, Leiter des MCI Tourismus und der WM-Studie 2013. Mit rund 1.000 persönlichen Interviews holt das Team ein repräsentatives Stimmungsbild in Schladming ein.  www.bmwfj.gv.at

TirolBerg Im Anschluss an die Eröffnungsfeier der Ski WM wurde der TirolBerg seinem Ruf als Hotspot gerecht

Treue Tiroler feierten in der Steiermark Schladming. Tirols LH Günther Platter und „Hausherr“ Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung, begrüßten neben drei österreichischen Bundesministern und dem steierischen Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer in ihrem Tirol-Zentrum auf steirischem Boden auch Weltmeister und Olympiasieger.

TirolBerg beliebter Treffpunkt zum Austausch und Netzwerken für Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Medien, Kultur und Politik im Rahmen der FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften. Unter dem Motto „Der Platz für Weltmeister“ präsentiert sich das Wintersportland Nummer 1 der Alpen mit seiner B2B-Plattform einem breiten internationalen Publikum.

Networking am Berg Nach der offiziellen WM-Eröffnungszeremonie strömte die Prominenz in den beliebten gesellschaftlichen Hotspot der Tirol Werbung. Selbst die Gastgeber aus der Steiermark, allen voran LH-Stv. Hermann Schützenhöfer sowie Steiermark Tourismus-GF Georg Bliem und Schladmings Bürgermeister Jürgen Winter, ließen es sich nicht nehmen, dem „TirolBerg“ gleich zum WM-Auftakt die Aufwartung zu machen. Platter, seines Zeichens leidenschaftlicher Musiker, intonierte für die versammelten Gäste selbst am Tenorhorn den Klassiker „Dem Land Tirol die Treue“. Seit mehr als zehn Jahren ist der

Neben den langjährigen Tourismuspartnern St. Anton, Kitzbühel und Ischgl ist erstmals Doppelmayr, Weltmarktführer in der Seilbahnindustrie, als Premium-Partner im TirolBerg vertreten. Noch bis zum 17. Februar ist der TirolBerg zu Gast bei der Alpinen Ski WM in Schladming: SteirischTiroler Gastfreundschaft, ein abwechslungsreiches Programm und kulinarische Schmankerl sorgen

© Tirol Werbung

Übersichtliches Layout und neue Features für Benutzerfreundlichkeit.

Tirols LH Günther Platter (li.) mit dem steirischen LH-Stv. Hermann Schützenhöfer.

für viel Stimmung, um die Erfolge der internationalen Skistars gebührend zu feiern. Der Andrang an Prominenz, die dem Ruf in den TirolBerg folgte, belegt dessen Stellenwert als führende Netzwerkplattform für den Wintersport. Zahlreiche Wintersportstars vergangener Tage verliehen dem Abend einen besonderen Glanz. So fühlte sich etwa Hansi Hinterseer, der mit seiner Frau Romana kam und zuletzt mit dem Aus seiner erfolgreichen TV-Show „Servus, Hansi Hinterseer“ für Schlagzeilen sorgte, im TirolBerg wohl, ebenso wie die Aktrice Kristina Sprenger. Auch der Abfahrtsweltmeister von Schladming 1982, Harti Weirather, Olympiasieger und Weltmeister Leonhard Stock, Skilegende Marc Girardelli sowie Liechtensteins schnellster Mann auf Skiern, Marco Büchel, und ÖSV-Lady Sigrid Wolf besuchten den TirolBerg und auch Schladmings Trainerlegende Charly Kahr zeigte sich vom stimmungsvollen Ambiente angetan.  www.tirolberg.at


gast & wirt

Freitag, 8. Februar 2013

destinationaustria – 65

Gasthaus Grünauer Haubenlokal in Wien-Neubau steht ab sofort unter neuer Führung

Familienbetrieb mit Gourmet-Awards

Christian Grünauer hat das Gasthaus übernommen, viel ändern will er nicht. INNOVATIVE  NEUE BUSINESS-EVENTS

„Wenn wir qualitativ gut arbeiten, kommen die Leute von allein. Für uns ist Mundpropaganda die beste Werbekampagne.“ christian grünauer neo-gastronom

„Es gab sehr viele Spekulationen, aber ich sage es ganz klar: Es wird sich nicht viel ändern“, betont Grünauer. „Wir haben eine Wirtshausküche mit hoher Qualität, die Gäste sind gern bei uns, und dieser Wohlfühlfaktor soll beibehalten werden. Das ‚Grünauer‘ ist ein Lokal für jedermann. Ein Wirtshaus soll immer ein Wirtshaus bleiben, aber es muss schon auch

© Gasthaus Grünauer

Wien. Christian Grünauer (44) übernahm jetzt das mit einer „Gault Millau“-Haube und diversen anderen Gourmet-Awards ausgezeichnete Gasthaus Grünauer in Wien-Neubau. Brigitte, Martha und Martin Grünauer, die für die herausragenden Qualitäten von Küche und Keller bislang verantwortlich waren, haben sich in den Ruhestand verabschiedet und das Geschäft an Marthas und Martins Sohn Christian übergeben, der jetzt gemeinsam mit dem neuen Küchenchef Pero Balentovic bewährte Klassiker wie gekochtes Rindfleisch, Gulasch oder Wiener Schnitzel anbietet.

© NÖN, Stumpfer (3)

georg biron

Christian Grünauer: „Bei uns gibt’s auch Innereien und nicht nur das normale Kalbsbeuschel, ich serviere auch Lammbeuschel, Lammleber und solche Sachen.“

möglich sein, dass man ein paar Änderungen machen kann und ein bissel internationaler sein darf.“ Neo-Wirt Grünauer legt auf die Produktqualität sehr großen Wert, deswegen fährt er selbst auf die Märkte und sucht die Waren aus. Da er am liebsten heimischen Wein genießt, ist es ihm wichtig, dass in seinem Keller jede Region Österreichs vertreten ist – und fast jede Rebsorte. Der Gast soll aus 200 Weinen (glas- oder flaschenweise) wählen können. Bei den Preisen muss sich niemand schrecken. Speisen kosten zwischen 5,50 und 19 €, Getränke zwischen 3 und 180 €. „Die größte Herausforderung ist für mich, das Lokal voll zu haben, aber nicht wie ein In-Lokal zu wirken, das nur eine Zeit lang gut besucht ist. Für die Stammgäste ist mein Gasthaus wie ein Wohnzimmer, die kommen rein, gehen in die Küche, schauen in die Töpfe, und ich behandle sie wie meine Familie.

Adler Lounge Höchstgelegenes Restaurant Osttirols

Und dabei die Balance zu halten zwischen Geschäft und Freundschaft, das ist sicher sehr schwer“, so Grünauer abschließend.

bodenständig Seit 1957 in Familienbesitz Das Gasthaus in 1070 Wien, Hermanngasse 32, hat von Mo–Fr von 18–24 Uhr geöffnet. Küche bis 22:30, Sa, So und Feiertag geschlossen. Raucher & Nichtraucher Es gibt zwei Räume mit Tischen für Raucher & Nichtraucher.

tischen Tester des Gastronomieführers „Gault Millau“: 2013 wird die Adler Lounge mit 13 Punkten und einer Haube bedacht. Bei Hartweger können die Gäste nicht nur ausgezeichnet speisen, sondern auch „abgehoben“ übernachten. In den modern designten Suiten ist der Ausblick auf den Großglockner (3.798 m) und weitere Dreitausender der Hohen Tauern im Preis inkludiert.  www.osttirol-ski.at

© Ski Hit Ostirol

Austragungsort zahlreicher Events bestens bewährt und garantiert eine professionelle Abwicklung Ihrer Business-Veranstaltung. Diverse Konferenzen, Bankette und Großevents bis 5.000 Personen sprechen dafür. In der SPORTWELT NÖ ist alles möglich. Überzeugen Sie sich von unseren Angeboten. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen individuell Ihren Event, der nachhaltig in Erinnerung bleibt! MEHR DAZU: WWW.SPORTWELT-NOE.AT

Tischreservierungen Das vielfach ausgezeichnete Lokal ist gut besucht, Reservierungen sind ab 15 Uhr unter der Telefonnummer (01) 526 40 80 möglich.

BUSINESS & SPORT  ÜBERZEUGEN

Infos im Web Seit der Neuübernahme gibt es auch eine eigene Homepage im Web:  www.gasthaus-gruenauer.com

Elysium Weekend-Clubs

Wien. Bisher war das „Elysium“ von Oliver Riebenbauer nur für einzelne Events zu mieten, ab heute, 8. Februar, startet in der Schönlaterngasse 5 in 1010 Wien jeden Freitag und Samstag ab 21:21 Uhr ein regelmäßiger Clubbetrieb. Bis 22:22 Uhr ist der Eintritt kostenlos, danach werden 10 € (inklusive zwei Mal Sekt-Cocktail) verrechnet. Geboten werden u.a. Dancefloor Party Mix, Clubfloor Classic House und Retro Floor mit Soul&Funk.

Einzigartige Location

Die Adler Lounge am Großglockner ist bereits zum zweiten Mal unter der Haube.

Genießen Sie die einzigartige Atmosphäre in unseren Räumlichkeiten. Verbinden Sie Business mit großem Entertainment. Und zwar genauso, wie Sie es wünschen. Wählen Sie die passende Location aus einer Vielzahl von Möglichkeiten im In- und Outdoorbereich, Ihr Wunsch-Catering, etc.. Nutzen Sie unsere moderne Infrastruktur, die zentrale Lage und unser Know How für Ihren Business-Event. Die SPORTWELT NÖ hat sich im Veranstaltungsbereich als idealer

Nur Bares ist Wahres Bezahlt werden kann nur bar, Kredit- und Bankomatkarten-Service wird nicht geboten.

Restaurant und Vier Sterne-Resort Jetzt geht’s los! Kaltenbach. Die „Adler Lounge“ auf dem Cimaross-Gipfel des Großglockner Resort Kals-Matrei ist seit 2009 das höchstgelegene Gourmetrestaurant Osttirols. Bereits zum zweiten Mal ist es nun Hüttenwirt und Gourmetkoch Walter Hartweger gelungen, eine „Gault-Millau“Haube auf seinen 2.621 m hohen „Küchengipfel“ zu holen. Die Fusionsküche aus traditioneller Hüttenkost und gehobener Gastro überzeugte erneut die kri-

Business-Events verlangen einen außergewöhnlichen Rahmen. Seien Sie innovativ, setzen Sie neue Maßstäbe und nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten der SPORTWELT NÖ.

Das Elysium befindet sich im historischen Keller des Klosters Heiligenkreuz und ist seit 1242 im Besitz des Zisterzienserordens. Mehrere Keller umschließen den ältesten, vollständig erhaltenen romanischen Profanbau Wiens und datieren zurück bis ins 13. Jh. Für private oder geschäftliche Events können Barock-Keller, Gotischer Raum, Renaissance-Keller, Entree, Garderobe oder der Raum mit den Wasserspielen exklusiv unter der Woche oder parallel zum Clubbetrieb angemietet werden.  www.elysium.at

Gesamtpaket Business & Sport – aus einer Hand. Die SPORTWELT NÖ entwickelt gemeinsam mit Ihren Kunden nachhaltige und innovative Seminare und Workshops. Auch bei Seminaren oder Workshops kann die SPORTWELT NÖ mit Fullservice Packages punkten. Nichts bringt Menschen mehr zusammen als positive Emotion durch innovative, neue, trendige Aktivitäten wie z.B. Bobby Car on Ice, Klettern, Floosbau uvm.. Die SPORTWELT NÖ bietet eine Vielzahl an Räumlichkeiten für Konferenzen, Seminare oder Workshops. Das Prunkstück im Locationbereich ist sicher der Seminarraum „Tribüne“ mit seinem wunderbaren Ausblick. Dieser Raum besticht durch seine längsseitige Verglasung und hat eine Kapazität für max. 80 Per-

sonen. Ausgestattet sind all unsere Seminarräume mit modernster Veranstaltungstechnik wie z.B. multimediale Video-/Tonanlage. Eigene Coaches sind willkommen. Natürlich können auch unsere professionellen Coaches aus den verschiedensten Bereichen gebucht werden. Machen Sie Ihr Seminar zur aktiven und emotionalen Kommunikationsplattform. Die SPORTWELT NÖ bietet Ihnen Innovation, Kompetenz, Nachhaltigkeit und garantiert Ihnen eine professionelle Abwicklung Ihrer Events. MEHR DAZU: WWW.SPORTWELT-NOE.AT

SPORTWELT NIEDERÖSTERREICH | DAS Sportzentrum Dr. Adolf Schärfstraße 25 | A-3100 St. Pölten Tel.: +43 2742 / 295-0 | marketing@sportwelt-noe.at | www.sportwelt-noe.at


gast & wirt

66 – destinationaustria

Freitag, 8. Februar 2013

Hotel Hochschober Hoteleigentümerin Karin Leeb erstellt die erste Gemeinwohl-Bilanz für Kärntner Haus: „Einfach so weiterzutun, reicht uns nicht“

„Gemeinwohl-Ökonomie“ ist gut

Schmaler Grat für den Leitbetrieb neben dem Turracher See: Luxushotel-Gäste sind für dieses Thema noch nicht sensibilisiert. Michael Fiala

Pauschalen 2013

Neue Erkenntnisse „Bereits meine Eltern und Großeltern haben gewisse Werte gelebt, bevor es das Mascherl ‚Nachhaltigkeit‘ überhaupt gab. Für das Hotel Hochschober ist daher eigent-

Angebote im März/April (Auszug): haki – klarer kopf – klarer weg: Von 17. bis 23. März gestaltet Harald Kitz eine Woche für kopflastige Menschen. Early Morning Skiing: Von 17. bis 24. März und 6. bis 13. April können HochschoberGäste jeden Dienstag und Donnerstag von 7:30 bis 9:00 Uhr als Erste über die frisch präparierten Pisten bei der Kornockbahn schwingen. für dieses Thema sensibilisiert. „Wer so viel Geld für seinen Urlaub ausgibt, will nicht auch noch Rücksicht auf diese Herausforderungen nehmen“, erzählt Leeb.

Check der Geschäftspartner

© Hochschober

Wien. Von vielen Seiten wird es noch belächelt und als Utopie abgestempelt – eine Utopie, die für Karin Leeb, Inhaberin des „Hotel Hochschober“ auf der Turracher Höhe, jedoch „die beste von allen ist.“ Seit über einem Jahr engagiert sich der Leitbetrieb auf 1.763 m Höhe am Ufer des Turracher Sees in Kärnten für die ‚GemeinwohlÖkonomie‘ und befasst sich derzeit mit dem Erstellen der ersten Gemeinwohl-Bilanz. Die Gemeinwohl-Ökonomie umfasst drei zentrale Ziele: Aufhebung des Wertewiderspruchs zwischen Markt und Gesellschaft, die Wirtschaft soll mit den heute bereits in den Verfassungen westlicher Demokratien enthaltenen Werten und Zielen übereinstimmen (was gegenwärtig nicht der Fall ist) und drittens soll die wirtschaftliche Erfolgsmessung von der Messung monetärer Werte (Finanzgewinn, BIP) auf die Messung dessen, was wirklich zählt, die Nutzwerte (Grundbedürfnisse, Lebensqualitätsfaktoren, Gemeinschaftswerten), umgestellt werden.

Das Hotel Hochschober versucht mit der Gemeinwohl-Bilanz den Spagat zwischen Luxus und ehrlich gemeinter Nachhaltigkeit.

lich nur der Zugang zu dem Wirtschaftssystem der Gemeinwohlökonomie neu; dabei blicken wir tief in uns hinein und überprüfen, wie gewirtschaftet wird. Das hat für uns sehr viele neue Erkenntnisse gebracht. Einfach so weiterzutun, reicht uns nicht, das wäre uns zu wenig fürs Leben“, erzählt Leeb im Gespräch mit medianet.

re 10 Jah

Im Zuge der Gemeinwohl-Bilanz wird das Hotel Hochschober von externer Seite auditiert und unter die Lupe genommen. „Es ist erstaunlich, an welche Bereiche wir bisher nicht gedacht haben, die einen starken Einfluss auf die GemeinwohlÖkonomie haben“, so Leeb. Auch die Lieferanten und anderen Geschäftspartner des Hotels werden

in Wien

DAS RE BESONDE K GESCHEN ! T ZUM FES

dabei einer genauen Prüfung unterzogen. Beispiele: Woher bezieht der Fischlieferant eigentlich sein Futter? In welche Fonds/Investments investiert die Hausbank bei Finanzierungen für das Hotel? Klar ist, dass es für ein Luxushotel wie das Hochschober ein schmaler Grat ist, sind doch die meisten Gäste derzeit noch nicht

Nach außen will die InhaberFamilie des Hotel Hochschober im Zusammenspiel mit vielen anderen Unternehmen jedenfalls bewirken, dass nachhaltiges Engagement auch belohnt wird. Das Modell sieht vor, dass Unternehmen mit einer guten Gemeinwohlbilanz durch niedrigere Steuern sowie bei der Vergabe von Krediten und Förderungen belohnt werden. „Das ist ein echtes Argument, weil es auch mehr kostet, im Sinne der Gemeinwohl­ ökonomie zu arbeiten; da sollte es dann schon eine Belohnung geben“, so Leeb ­abschließend.  www.hochschober.at

WENN

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2012

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medianet

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Freitag, 8. Februar 2013 – 67

Weiterbildung 2.0

incite verpasst seinem „General Consulting Program“ ein Update  Seite 69

© GPK/Ludwig Schedl

© incite/Redtenbacher

careernetwork Rekrutierung nach Mass

Career’s Best Recruiters: Die besten Recruiter des Landes sind gekürt  Seite 71

Aufsteiger Georg Wildner, RZB © RZB

Globetrotter Bongrain-Chef Aymeric de La Fouchardière fühlt sich in der Alpenrepublik schon nach wenigen Mo­ naten heimisch.  Europameister Trotz Rekordarbeitslosigkeit bleibt Österreich die Nummer eins in der EU. 

© Michael Singer/CCFA

Seite 68

© Ilja Grzeskowitz

„Österreich entspricht ganz ­meinen Vorstellungen“

Gastkommentar

Der Autor und Trainer Ilja Grzeskowitz über die innere Haltung als Schlüssel zum beruflichen Erfolg.  Seite 70

Seite 69

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Career portrait

68 – careernetwork

Freitag, 8. Februar 2013

© Michael Singer/CCFA

Warum er sich in Österreich wie zu Hause fühlt, schon einmal zwei Monate schlaflose Nächte hatte und seine Frau am Wochenende kaum in der Küche ist, verrät Bongrain Öster­reichChef ­Aymeric de La Fouchardière im Gespräch.

© jawe

„Ich liebe Käse!“ 10 Fragen An Aymeri c de la Fou chardière

Als Kind wollte ich immer … Förster werden. Mein Lebensmotto ist … „Nichts ist unmöglich!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … meine Familie. Darüber kann ich lachen … meine Kinder; sie machen mir wirklich viel Freude. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Die Memoiren des französischen Konditormeisters im Weißen Haus“ von Roland Mesnier. In 20 Jahren werde ich … 59 sein und vielleicht meine eigene Firma haben. Davor habe ich Angst … Höhe.

Wien. Aymeric de La Fouchardière bedient einige Klischees, die in Österreich gemeinhin als „typisch französisch“ betrachtet werden: Er liebt es, zu kochen, erfreut sich gern an einem guten Glas Rotwein und sprudelt vor Tatendrang: „Darum entspricht Österreich vermutlich auch ganz meinen Vorstellungen“, erzählt er im Gespräch mit medianet. Fouchardière ist seit August 2012 Geschäftsführer von Bongrain in Österreich und seither mit Kind und Kegel in Wien angesiedelt: „Ich habe vor sechs Monaten das erste Mal österreichischen Boden betreten und habe mich sofort wie zu Hause gefühlt: Die Österreicher genießen das Leben in vollen Zügen. Damit kann ich mich absolut identifizieren.“

Teamplayer aus Überzeugung Sprachliche Hürden hatte der gebürtige Franzose fast keine zu überwinden – schließlich lebte und arbeitete er schon zwischen 1996 und 2006 in Deutschland: „Natürlich hatte ich von meinem Deutschlandgastspiel her das eine oder andere Vorurteil Österreich gegenüber“, so Fouchardière. „Aber ich bin eines Besseren belehrt worden: Die Gastronomie ist besser als in Deutschland und die Arbeitswei-

se kommt mir auch sehr entgegen.“ Die Alpenrepublik sei arbeitstechnisch weder so streng und steif wie Deutschland, noch so „lasch“, wie es das französische System manchmal sei: „Österreich liegt hier schön in der Mitte. Und ich hatte das Glück, in ein absolutes Superteam zu kommen, das mich wunderbar aufgenommen hat.“ Ein wichtiger Punkt, denn das Team steht für Fouchardière an oberster Stelle: „Ich bin natürlich in einer Position, in der ich Entscheidungen treffen muss, aber ich bin ganz stark von meinem Team abhängig – schließlich weiß und kann ich nicht alles“, gibt er sich bescheiden: „In Sachen Führung zeige ich vor, wohin die Reise gehen soll und bezüglich der Zieleinhaltung bin ich auch sehr streng. Welcher Weg aber zum Ziel eingeschlagen wird, das überlasse ich meinen Mitarbeitern“, beschreibt Fouchardière seinen Führungsstil. Geprägt habe ihn diesbezüglich sein erster Chef bei Bongrain in Deutschland: „In den 90er-Jahren sind Preispromotions in Deutschland verboten gewesen. Im Juli 2000 sollten sie aber gesetzlich erlaubt werden – und ich habe mich erdreistet, schon im März mit ‚Fol Epi‘ eine Preispromotion zu wagen“, erinnert er sich zurück: „Die Kunden

haben es geliebt, und die Markenbekanntheit ist schnell in die Höhe geschossen. Aber der Mitbewerb hat sehr schnell Klagen gegen uns eingereicht, und plötzlich hatte ich nur mehr sehr wenige Freunde im Unternehmen.“ Zwei Monate habe ihm diese Situation schlaflose Nächte bereitet, doch sein Chef habe zu ihm gehalten: „Er hat sich das genau angesehen und mich zur Gänze unterstützt; diese Kühnheit hat mich sehr beeindruckt.“

Koch aus Leidenschaft Dass er später einmal Österreich-Chef einer der weltgrößten Käseproduzenten werden sollte, hätte er sich in Kindheitstagen nicht vorstellen können – dass er etwas mit Marketing zu tun haben werde, aber schon: „Ich habe zwar damals mit dem Begriff ‚Marketing‘ sicher nichts anfangen können; alles, was mit Werbung zu tun hatte, hat mich aber fasziniert“, so Fouchardière. „Schon mit acht, neun Jahren habe ich Zeichnungen von Werbeplakaten gemacht und eigene Slogans erfunden.“ Wie er dann bei Bongrain landete? „Nach meinem Wehrersatzdienst hatte ich zwei Angebote: Eines von Bongrain und eines von einem Unternehmen, das Katzen-

futter herstellt“, erzählt er. „Nun ja: Ich liebe Käse und ich muss Leidenschaft für ein Produkt verspüren, um es verkaufen zu können. Das weiß ich, seit ich bei Kaufhof und Co. mit einer Baskenmütze und Lederjacke verkleidet französische Produkte verkaufen musste. Also ist die Wahl sehr einfach gewesen“, blickt er auf seinen Brancheneinstieg zurück. Ob er sich bei der langjährigen Liebe zum Käse („als ich klein war, waren überbackene Camembert-Brote mein Lieblingsgericht“) überhaupt ein alternatives Beschäftigungsfeld vorstellen könne? „Ein Restaurant zu führen, fände ich durchaus spannend; ich koche einfach für mein Leben gern und betätigte mich gern kreativ.“ Dass er nicht nur mit Leidenschaft, sondern offenbar auch gut kocht, hat Fouchardière unter Beweis gestellt, als er es bei der französischen TV-Show „Top Chef“ in der Businesschallenge unter 2.000 Mitstreitern unter die Top 20 geschafft hat. Mit welchem Lieblingsrezept er denn punkten würde? „Mit einem ganz einfachen: Man mischt nur Thunfisch, Frischkäse, Kräuter und französischen Senf und erhält ein perfektes Hors d’œuvre “, so Fouchardière. In diesem Sinne: Bon appétit!  (jawe)

1973–1998

1998–2007

2007–Heute

Geboren 1973 in Poitiers, studiert Aymeric de La Fouchardière nach dem Abitur Betriebswirtschaft am Maîtrise de Sciences de Gestion in Paris und an der Fachhochschule Wiesbaden. Nach dem Studienabschluss absolviert er seinen Wehrersatzdienst bei der Comap GmbH in Frankfurt am Main.

1998 steigt de La Fouchardière als Vertriebsmitarbeiter bei Bongrain in Deutschland ein; dort durchläuft er zahlreiche Stationen und arbeitet sich bis zum Group Product Manager hoch. 2006 zieht es ihn nach Frankreich zurück und er arbeitet knapp zwei Jahre lang als Marketing Manager beim Mineralwasserhersteller Wattwiller.

2007 kehrt er zur Bongrain-Gruppe zurück und übernimmt die Position des Marketing & Export Directors bei der Konzerntochter FroMarsac in Périgueux. Seit August 2012 ist de La Fouchardière nun Geschäftsführer von Bongrain Österreich. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Das ist meine größte Stärke … Kühnheit. Das ist meine größte Schwäche … manchmal bin ich zu idealistisch und optimistisch ... Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … mit einem Drei-Sterne-Koch, etwa Alain Ducasse.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 8. Februar 2013

careernetwork – 69

GCP Der incite-Lehrgang zum Akademischen Unternehmensberater positioniert sich als Sprungbrett zum MBA-Studium

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Unternehmensberater 2.0

Neben neuen E-Learning-Elementen setzt man wie in der Vergangenheit auf hochkarätige Referenten. liches Wissen in einigen wenigen persönlichen Kompetenzfeldern (Tiefe), inhaltliche Anschlussfähigkeit an alle wichtigen betrieblichen Fragestellungen und Aufgabenstellungen (Breite) sowie Freude, Erfahrung und Ideenreichtum beim Gestalten des Hintereinanders der einzelnen konkreten Beratungsschritte“, erklärt Alfred Janes. Janes ist Gründungsmitglied der Wiener Schule der Organisationsberatung und wissenschaftlicher Lehrgangsleiter des vom UBIT in der Qualitätsakademie ‚incite‘ angebotenen ‚General Consulting Program‘ (GCP): „Die Kunst erfolgreicher Unternehmensberatung liegt in einem professionellen Pingpong zwischen Fachbeiträgen und Prozesssteuerungsschritten; wer dieses Spiel meisterlich beherrscht, spielt in der Champions League.“ Insgesamt wurden im Rahmen des Programms in den letzten 25 Jahren über 1.000 Absolventen an das „Ticket zur Champions League“ herangeführt, betont inciteGeschäftsführer Alfons Helmel.

Facts & Figures Voraussetzung für die Teilnahme des an 11 Wochenenden (29,5 Präsenztage) abgehaltenen Programms ist „lediglich“ Berufserfahrung. Die 10 Fachmodule und 4 Prozessmodule (u.a. Rechtliche Aspekte der Unternehmensberatungspraxis; Bilanzanalyse, Betriebsvergleiche und Kostenrechnung; Steuerungsrelevantes Controlling; Supply Chain Management sowie Grundlagen zu Kommunikation und Konfliktmanagement und Designentwicklung in der Beratung) kosten regulär 11.940 €. Bis 15. Februar 2013 gewährt „incite“ einen Premierenrabatt von 15%. Optional kann man sich im Anschluss zum Akademischen Unternehmensberater und zum MBA weiterbilden.

Überwindung bringt Erkenntnis © incite/Redtenbacher

Wien. Die Wahl des richtigen Beraters kann bei der vorhandenen Fülle an Angeboten für das Unternehmen zur Suche im Heuhaufen werden. Gleichermaßen wird es für die Berater selbst zunehmend schwieriger, aus der Masse hervorzustechen. Die Schlüssel zur Lösung dieses Dilemmas sind für den Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) die Schlagwörter „Weiterbildung“ und „Zertifizierung“: „Die Voraussetzungen für erfolgreiche Unternehmensberatung sind recht einfach zu formulieren: ein solides fach-

Die Grundaussage folgender Studie ist ebenso wenig neu wie überraschend, trotzdem ist ihre Aktualität größer denn je: Jeder vierte Arbeitnehmer fühlt sich verpflichtet, auch nach Feierabend digital weiterzuarbeiten – ein Ergebnis aus dem aktuellen Kelly Global Workforce Index (KGWI). Jeder Zweite arbeitet bis zu fünf Stunden zusätzlich über mobile Endgeräte, zwölf Prozent berichten von bis zu zehn Überstunden im Homeoffice. Doch woher kommt der Druck, auch spätabends noch zum Smartphone mit den Firmenmails zu greifen oder den Laptop doch noch zu öffnen? Bei der Beantwortung dieser Frage sind die Arbeitnehmer laut Studie durchaus realistisch: Die meisten (40 Prozent) sagen nämlich, dass sie sich diesen zusätzlichen Stress selbst auferlegen würden, gefolgt von der Erwartungshaltung des Arbeitgebers (30 Prozent), der ‚Branchenkultur‘ (12 Prozent) und den Kunden (8 Prozent). Aber: Jeder Zweite findet auch, dass der Mobile-Trend die Produktivität gesteigert hat, 29 Prozent sprechen von positiven Auswirkungen auf die Work-Life-Balance. Und ein Fünftel glaubt, dass sich die Jobsicherheit dadurch erhöht hat. Ab wann die ‚Always-on‘Mentalität zur Belastung wird und wo die Grenzen zu ziehen sind, muss jeder für sich entscheiden. Fest steht aber, dass es ein großes Maß an Überwindung braucht, eingeübte Reflexe (‚Einmal noch Mails beantworten!‘) über Bord zu werfen. Tut man es, ist die Erkenntnis oft groß: Das Mail des Chefs um 22 Uhr lässt sich auch problemlos am nächsten Morgen bearbeiten – ganz ohne Konsequenzen.

31 Teilnehmer absolvierten im Jahr 2012 in zwei Lehrgängen das „General Consulting Program“ mit dem Titel „Akademischer Unternehmensberater“.

beratungsrelevantes Fachwissen, hochwertiges Know-how zur Gestaltung von Beratungsprozessen und ein Unternehmensplanspiel die Inhalte“, so Helmel. Das neue Styling des Programms haben dabei vor allem „die hochkarätigen Referenten“ geformt. „Wir greifen auf ausgewiesene Fachexperten zurück, die über langjährige Erfahrung als Unternehmensberater verfügen“, so Janes. Die im GCP-Lehrgang vermittelte Kombination von vertieftem Fachwissen, generalistischer Beratungskompetenz und überzeugender Prozesskompetenz entspräche voll den Anforderungen des Marktes und stärke somit „deutlich die Position im nationalen und inter-

„Hochwertiges Know-how“ Nun habe man das Lehrgangsprogramm des GCP weiter aktualisiert und den Herausforderungen der Zukunft angepasst. „Neben moderner Didaktik wie dem Einsatz von E-Learning prägen fundiertes

nationalen Wettbewerb“, betont Janes. Ein weiterer Pluspunkt sei, dass die Absolvierung des GCP nicht nur für die Gewerbeberechtigung anerkannt werde, sondern dank etablierter Hochschulkooperationen u.a. den Abschluss zum „Akademischen Unternehmensberater“ und zum postgradualen Master of Business Administration (MBA) ermögliche. Gleiches gelte auch für den Zugang zum weltweit anerkannten Berater-Gütesiegel CMC (Certified Management Consultant), betont man abschließend. Der nächste Starttermin zum GCPLehrgang findet am 8. März statt. Schnellentschlossenen gewährt incite einen „Frühbucherbonus“. Weitere Infos:  www.incite.at

Arbeitsmarkt Gleichzeitig bleibt Österreich im EU-Vergleich das Land mit der geringsten Arbeitslosenquote

genden Arbeitslosenzahlen im laufenden Jahr. „Trauriger Höhepunkt“ werde der Jänner 2014, ab dann müsste es einen Rückgang geben, so Kopf vergangenen Frei-

Seitens der Industrie fordert man angesichts der Zahlen ein Umdenken: „In einer globalisierten Welt benötigen Unternehmen die Möglichkeit, auf schwankende Auftragseingänge flexibel und unbürokratisch reagieren zu können. Das derzeitige Arbeitszeitrecht ist

unübersichtlich und sieht nur sehr eingeschränkt Spielräume zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung vor“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer. „Vor allem die gesetzliche Tageshöchstarbeitszeit von zehn Stunden ist vielfach im Erwerbsalltag nicht praktikabel und stellt einen massiven Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Ländern dar – damit wird Arbeitsplatzsicherheit und Jobaufbau behindert“, so Neumayer weiter. „Völlig falsch“ sei seiner Meinung nach die Annahme, dass die Menschen insgesamt länger arbeiten sollten. „Vielmehr geht es darum, dass zum richtigen Zeitpunkt gearbeitet wird: das heißt arbeiten, wenn Arbeit da ist. Dies sichert eben gerade in wirtschaftlich sensiblen Zeiten und bei entsprechend schwankenden Auslastungen Arbeitsplätze“, so Neumayer abschließend.  (red/APA)

„Flexiblere Regelungen“ IV-Generalsekretär Neumayer: „Arbeitszeitrecht sieht zu wenig Spielräume vor.“

Und eine Trendwende ist noch nicht in Sicht: AMS-Chef Johannes Kopf rechnet aufgrund der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung in Österreich mit weiterhin stei-

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Georg Wildner (46) leitet seit Jänner den neu gegründeten Bereich „Vertriebsservice“ der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG. Zuletzt leitete er bei Raiffeisen Capital Management (RCM) den Vertrieb von Publikumsfonds.

© Dorda Brugger Jordis

RZB

© RZB

job

Georg Wildner

Francine Brogyányi Dorda Brugger Jordis

Francine Brogyányi (38) ist Ende Jänner in die Partnerschaft der Kanzlei Dorda Brugger Jordis aufgenommen worden. Brogyányi ist Expertin für Life Sciences, insbesondere für Rechtsfragen im Arzneimittel-, Apotheken- und Medizinrecht.

© E-Control/A. Rauchenberger

„Keine Trendwende“

Walter Boltz E-Control

E-ControlVorstand Walter Boltz (59) wurde für zwei weitere Jahre als Vizepräsident des Zusammenschlusses der Europäischen Energieregulierungsbehörden (CEER) und als Vorsitzender der Gasarbeitsgruppe wiederbestellt.

© TA/ C. Anzenberger-Fink

tag. „Hochqualifizierte sind gefragt, Niedrigqualifizierte immer weniger“, skizzierte er die weitere Arbeitsmarktentwicklung. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist per Ende Jänner im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,4% oder 20.394 Personen auf 338.421 angestiegen. Zusätzlich wuchs die Anzahl der Schulungsteilnehmer um 5.970 (+9%) auf 72.241. Damit waren insgesamt 410.662 Personen in Österreich ohne Job und um 6,9% mehr als im Jänner 2012.

© Markus Prantl

Wien. Die Tatsache, dass Österreich im Dezember nach EU-Berechnung mit 4,3% die geringste Arbeitslosenquote Europas vorweist – Luxemburg und Deutschland (beide 5,3%) folgen bereits mit Respektabstand –, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Österreich eine neue Rekordarbeitslosigkeit heimsucht: Nach nationalem Berechnungsschema haben der Wintereinbruch und eine schwache Konjunkturentwicklung im Jänner die Arbeitslosenquote auf 9,1% steigen lassen. Zum Vergleich: In der Wirtschaftskrise betrug die Arbeitslosenrate im Jänner 2009 8,4% und im Jänner 2010 rund 9,0%.

Promotion

Rekordarbeitslosigkeit in Österreich

Mathias Maierhofer mobilkom liechtenstein

Mathias Maierhofer ist seit Kurzem kaufmännischer Direktor bei der zur Telekom Austria Group zählenden mobilkom liechtenstein. Zuletzt war er als Senior Project Manager Mergers & Acquisitions bei der Telekom Austria Group tätig.


J o bwatc h

70 – careernetwork

Freitag, 8. Februar 2013

Gastkommentar Der Autor, Trainer und Lehrbeauftragte Ilja Grzeskowitz über die innere Haltung als Schlüssel zum beruflichen Erfolg

Zeigen Sie Ihre A+ Attitüde!

Grzeskowitz: „Sie haben jeden Tag die Wahl; Ihre Karriere wird es Ihnen jedenfalls danken.“ Berlin. Woran denken Sie, wenn Sie an das Wort ‚Erfolg‘ denken? Ist es die berufliche Karriere? Ein gut gefülltes Bankkonto? Eine glückliche Beziehung? Eine hohe Lebensqualität? Oder ist es etwas anderes? Erfolg hat viele Gesichter und es gibt unzählige Wege, wie Sie ihn erlangen können.

© Ilja Grzeskowitz

Verbindende Eigenschaften

Ilja Grzeskowitz: „Es gibt keine geheime Erfolgsformel für den Erfolg über Nacht.“

Deshalb gibt es auch keine geheime Erfolgsformel, mit der Sie die gewünschten Ergebnisse quasi über Nacht erzielen können. Aber es gibt gewisse Eigenschaften, die alle erfolgreichen Unternehmer seit

Jahrhunderten miteinander verbinden: Es sind sieben Erfolgs-Schlüssel, die dann in ihrer einzigartigen Kombination zu einer besonderen Form von innerer Haltung, einer ‚A+ Attitüde‘, führen.

Die sieben Schlüssel Aber was ist Attitüde denn überhaupt? Der Begriff wird von den meisten Menschen häufig mit ‚Einstellung‘ gleichgesetzt. Dabei ist sie so viel mehr: Attitüde ist die Kombination aus Ihren Überzeugungen, Werten, Erfahrungen, Fähigkeiten und Ihrem Wissen, welche alle in die sieben Erfolgs-Schlüssel ein-

fließen. Diese sind: Eigenverantwortung, Fokus, Intention, Entscheidungskraft, Wahrnehmung, Flexibilität und Leidenschaft. In Kombination mit mutigem Handeln und Ihrer Persönlichkeit führt eine A+ Attitüde unweigerlich zu besseren Ergebnissen in Verhandlungen, Verkaufsgesprächen und auf Ihrem Weg zu beruflichen Spitzenleistungen.

wie Sie mit dem Leben und seinen vielfältigen Herausforderungen umgehen; wie Sie eine Kundenbeschwerde behandeln und wie Sie den Millionen-Deal in der Firma abwickeln. Es ist die Art und Weise, wie Sie denken, reden und handeln. Wie Sie mit ihren Kindern spielen und mit ihren Mitarbeitern umgehen. Wie Sie reagieren, wenn alles glatt läuft, und wie Sie reagieren, wenn der Wind des Lebens Ihnen direkt und scharf ins Gesicht bläst. Wie Ihre ganz persönliche Attitüde aussieht, liegt ganz bei Ihnen. Sie haben jeden Tag die Wahl. Ihre Karriere wird es Ihnen danken.

„Es liegt an Ihnen“ Eine A+ Attitude ist mehr als die Einstellung, mit der Sie eine Aufgabe erledigen. Sie ist vielmehr eine Philosophie und die Art und Weise,

Ilja Grzeskowitz gilt als Vorreiter einer Leadership-Philosophie, die auf Persönlichkeit und einer positiv fokussierten inneren Haltung basiert. Er ist mehrfacher Autor, Trainer und Lehrbeauftragter an der ‚Berlin School of Economics and Law‘.  www.grzeskowitz.de

JOBTICKER

ePunkt Talentor-Übernahme

Berater-Merger

Wien. Der Personalberater ePunkt übernimmt die in Finnland gegründete Talentor Group. Der Kaufvertrag wurde am 25. Jänner unterzeichnet, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Talentor ist ein in 15 europäischen Ländern aktives Personalberatungsunternehmen und erwirtschaftet mit 100 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 8 bis 9 Mio. €. „Wir wollen durch den Kauf, den wir vollständig aus unserem Eigenkapital finanziert haben, und die weitere Entwicklung des internationalen Geschäfts unser Wachstum gezielt vorantreiben“, erklärt Michael Sarsteiner, Geschäftsführer derneuen ePunkt Talentor International GmbH, einer 100%-Tochter der ePunkt Internet Recruiting GmbH mit Sitz in Wien.

Manager/in Marketing-Kooperationen Red Bull Media House GmbH Dienstsitz: Salzburg

Produktmanager/in Hilti Austria GmbH Dienstsitz: Wien

AMS 408.285 freie Stellen

Alle 80 Sekunden Wien. Obgleich im Jahr 2012 dem AMS um 8.283 oder zwei Prozent weniger freie Stellen gemeldet wurden als noch 2011, blieb die Nachfrage nach Arbeitskräften trotz Konjunkturschwäche im Vorjahr auf hohem Niveau. „Mit 408.285 freien Stellen meldeten Österreichs Betriebe im Schnitt alle 80 Sekunden dem AMS eine neue Stelle. 71 Prozent dieser Jobangebote waren Vollzeitarbeitsplätze, 19 Prozent Teilzeitjobs“, betont Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice.

Mediengestalter/in Tradoria GmbH Dienstsitz: Wien

© Saulich/AMS

Diese und mehr als 4.000 Jobs der Online-Jobbörse monster.at, finden Sie auch mit den kostenlosen Apps für Android, iPhone & iPad!

AMS-Chef Kopf: „71 Prozent der Job­ angebote waren Vollzeitarbeitsplätze.“


Freitag, 8. Februar 2013

P erso n al m a n a g e m e n t

careernetwork – 71

Career’s Best Recruiters 2012/13 Österreichs größte Unternehmen haben in Sachen Recruiting ihre Hausaufgaben gemacht und aufgeholt

Die besten Recruiter sind gekürt Wien. Welches Unternehmen präsentiert sich im Social Web für potenzielle Bewerber am besten? Welches Unternehmen beantwortet Bewerbungen in einer angemessenen Zeit? Und welches Unternehmen spricht mit seinen RecruitingAktivitäten am ehesten künftige Mitarbeiter an? Fragen wie diesen widmet sich die Studie „Career‘s Best Recruiters“, aus der auch eine Rangliste der besten österreichischen Recruiter hervorging. Die Besten der Besten wurden nun branchenweise ausgezeichnet.

Österreich holt auf „Österreichs Recruiting erwacht aus dem Dornröschenschlaf“, fassen die Studienautoren die Ergebnisse zumsammen. Und tatsächlich: Österreichs größte Unternehmen und öffentliche Institutionen hinkten in Sachen ‚Recruiting‘ in den vergangenen Jahren hinterher. Jetzt allerdings wurden Empfehlungen umgesetzt, sodass sich die Studienteilnehmer im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozentpunkte steigern konnten. Und: Österreich ist langsam, aber sicher auf gleicher Augenhöhe mit Deutschland. „Heutzutage bewerben sich nicht mehr die Arbeitnehmer bei den Arbeitgebern, sondern die Arbeitgeber bei den Arbeitnehmern – dieser fundamentale Paradigmenwechsel scheint endlich in den Betrieben angekommen zu sein“, interpre-

Beste Recruiter nach branchen Unternehmensberater Deloitte Austria Personaldienstleistung Trenkwalder Banken UniCredit Bank Austria Einzelhandel Rewe International Telekommunikation T-Mobile Austria Öffentlicher Dienst BM Verteidigung/Sport Versicherung Allianz Elementar Großhandel Robert Bosch Energie Verbund Transport Lkw Walter

Law School Nachwuchs

Elite gesucht

© DLA Piper

New York/Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper WeissTessbach fischt in ausländischen Gewässern nach NachwuchsJuristen: bei der Messe „Job Fair“ in New York. „Wer als Kanzlei am Puls der Zeit bleiben will, muss mit dem Nachwuchs in Kontakt treten. Die ‚Job Fair‘ ist eine großartige Gelegenheit, um ambitionierten Jungjuristen einen Einblick in die Karriere bei einer globalen Anwaltskanzlei zu geben“, sagt Phillip Dubsky, Recruiter bei DLA Piper.

Phillip Dubsky sucht bei amerikanischen Elite-Unis nach Nachwuchs.

tierte Studieninitiator Markus Gruber das überraschende Ergebnis. Die größte heimische Recruiting-Studie ermittelte OnlinePräsenz und Social Web, Recruiting-Aktivitäten und den Umgang mit Bewerbern.

Aufsteiger Trenkwalder In der Sparte „Personaldienstleister“ nimmt Trenkwalder die Spitzenposition ein. Im Gesamtranking von 500 Teilnehmern wurde das Personaldienstleistungsunternehmen auf Platz 2 gerankt, gleich nach dem Unternehmensberater Deloitte. Platz 3 im Gesamtranking

belegt die Unicredit Bank Austria. Trenkwalder ist mit diesem Ergebnis ein überraschend schneller Aufstieg gelungen, belegte es doch vor zwei Jahren noch Platz 173. Claus Lercher, Trenkwalder-CEO, ist stolz: „Diese Verbesserung haben wir durch gezieltes Umsetzen des Optimierungsberichts vom letzten Jahr erreicht; dafür braucht es gute Mitarbeiter, die sind schließlich unser wichtigstes Kapital.“ Das Bundesland mit den besten Recruitern ist nicht Wien, sondern Niederösterreich, das Schlusslicht bildet die Steiermark. Den besten Umgang mit Bewerbern pflegt Roche Österreich.  (lw)

© GPK/Ludwig Schedl

Trenkwalder geht als bester Personaldienstleister aus dem Rennen.

Jetzt stehen sie fest: Jene Unternehmen, die vorbildliches Recruiting betreiben und sich mittlerweile auch mit deutschen Unternehmen messen können.


Goldener Hahn 2013

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