Page 1

¤ 2,50

dienstag, 6. märz 2012

keine berührungsangst

Silberballs neue Struktur

Ob Menschen kaufen, entscheidet sich an den Touchpoints von Unternehmen Seite 4/5

Im Zentrum steht eine neue Holding als Dach für die vier Standorte  Seite 8

© Pascal Violo

12. jahrgang NO. 1537

© Silberball

© Anne Schüller

inside your business. today.

bio-bewusstsein schärfen

Autor und Agrarbiologe Clemens G. Arvay sorgte für Raunen in der Bio-Branche Seite 16

Sittenbild Zahlreiche Korruptionsaffären erschüttern – wieder einmal – die Alpenrepublik

Erst kommt das Geld und dann die Moral

GÜNSTIG. SCHNELL. ZUVERLÄSSIG. www.goodfriends.at | +43-1-319 59 53 medianet_46x15 27.10.2005

12:07 U

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

inhalt

prime news & market watch > „3“/Orange-Deal gefährdet Frequenzversteigerung  3

9

> Grayling holt ADA-Etat 

12

© APA/Herbert Neubauer (2)/Montage: B. Schmid

© Parlamentsdirektion/Carina Ott

marketing & media > futurezone.at: Neue Inhalte für neue Leser 

retail > Rewe-Preisabsprachen: Weitere Durchsuchungen  17 > Zwettler-Bier mit mehr Umsatz aus der Gastro  18 special öak 2. halbjahr 2011

Im Scheinwerferlicht: der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly und Karl-Heinz Grasser, ehemaliger Finanzminister.

Einkommen und Glück sind eng miteinander verwoben – und die Verluderung der Sitten ist längst „Part of the Game“. Spectra erhob, wie eine weiße Weste auszusehen hat – und Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler erklärt die Hintergründe.  Seite 2 Goldbach Media Austria Karrieresprung für Josef Almer

Almer neuer Goldbach Media-Chef

© Goldbach Media

> Österr. Auflagenkontrolle: Alle Infos, alle Daten  21–28

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

Bisher war Josef Almer (39) Sales Director des TV-Vermarkters.

Wien. Josef Almer, bisher als Sales Director für Goldbach Media Austria tätig, ist seit 2. März Geschäftsführer des Unternehmens. Er zeichnet somit für die Vermarktung der TV-Programme von Viva Austria, Nickelodeon Austria und Comedy Central Austria, die Vermittlung von Werbeschaltungen auf diversen Teletext-Seiten sowie die Vermarktung der digitalen MediaWalls in Österreichs Bahnhöfen verantwortlich. Vor seinem Engagement bei Goldbach Media im Jahr 2008 war Almer als Marketing Manager für den Jugend- und Musiksender gotv, Antenne Wien und Antenne Salzburg tätig.  (red)

Am Schillerplatz Nibelungengasse 5 · 1010 Wien Am Margaretenplatz Strobachgasse 7-9 · 1050 Wien UNIQA Tower Untere Donaustraße 21 · 1020 Wien Atrium City Center Linz Mozartstraße 7-11 · 4020 Linz City Point Steyr Leopold-Werndl-Straße 2 · 4400 Steyr www.johnharris.at


C OV E R

2 – medianet

Dienstag, 6. März 2012

gu t e alte z eit?

© APA/Michael Leckel

Wirklich neu sind die heutigen Diskussionen über Compliance und Sittenverfall nicht: „Man kann Österreich nicht auf eine ‚Skandalrepublik‘ reduzieren. 99 Prozent unserer Menschen sind fleißig, tüchtig und anständig“, sagte Bundeskanzler Fred Sinowatz 1985 in einem Interview mit dem Spiegel. Die Themen, die die Gemüter damals in Wallung brachten, waren Glykolwein, die Steueraffäre Androsch und Sekaninas Griff in die Gewerkschaftskasse. Im Bild (v.li.n.re.) Fred Sinowatz, der ehemalige Kanzler und Androsch-Mentor Bruno Kreisky und der damalige SPÖPräsidentschaftskandidat Kurt Steyrer bei der 1. Mai-Kundgebung 1986. Steyrer unterlag im zweiten Wahlgang Kurt Waldheim, der kurz darauf den nächsten Skandal auslöste.

Umfrage Nur bei 21 Prozent der Österreicher ist die „Moral“ stark ausgeprägt, ergab eine aktuelle Spectra-Studie

Sind die Österreicher ein unmoralisches Völkchen? Die Verluderung der Sitten ist „Part of the Game“. Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler über laxe soziale Normen. Wien. Gemeinhin verfährt der Österreicher in seinem Wirken und Handeln gemäß einer auf die Praxis zugeschnittenen Version von Kants kategorischem Imperativ: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“ (alternativ: „Stell dir vor, das würde jeder tun!“). Diese Handlungsanleitungen funktionieren auch in den meisten Fällen, zumindest bei der Vermeidung von Dingen – der Ohrfeige fürs Frechsein, Papierln auf der Straße. Schwierig wird es dann, wenn a) nur weitgehend positiv besetzte Dinge im Spiel sind (Geld) und b) das Geld von der öffentlichen Hand – oder teilstaatlichen Unternehmen – kommt und demnach quasi niemandem gehört. Karl-Heinz Grasser oder Alfons Mensdorff-Pouilly könnten davon – würden sie sich damit nicht selbst belasten – unter Umständen Lieder singen. Eine weitere Komplikation entsteht durch die Theorie vom finanziellen Sättigungseffekt: Nobelpreisträger Daniel Kahneman, einer

der Begründer der verhaltensorientierten Ökonomie, hat herausgefunden, dass Glück und Einkommen stark miteinander verwoben sind. Je mehr Einkommen, desto glücklicher. Aber: Es gibt eine Obergrenze. Diese liegt in den USA bei 75.000 USD Jahresgehalt – umgerechnet knapp 60.000 €. Wer mehr verdient, wird dadurch nicht glücklicher, so der Forscher. Was treibt dann eigentlich Menschen wie Hochegger, Grasser oder Mensdorff an, deren persönliche 75.000 USD-Grenze bereits um Potenzen überschritten ist? „Zufriedenheit ist nur bis zu einem bestimmten Grad vom verfügbaren Einkommen abhängig“, bestätigt Erich Kirchler, Vizedekan der Fakultät für Psychologie und stv. Vorstand des Instituts für Wirtschaftspsychologie an der Universität Wien. „Umgekehrt heißt das aber nicht, dass Streben nach Geld von der Zufriedenheit abhängt oder dass Zufriedenheit der Motor des Strebens nach materiellem Reichtum, ausgedrückt in Geld, wäre.“ „Für das Streben nach mehr

Besitz wird die menschliche Gier, das Streben nach Freiheit und Autonomie, Macht und Status, Geltungssucht und Attraktivitätsstreben verantwortlich gemacht“, sagt Kirchler. „Zudem ist mehr Geld in unserer Gesellschaft auch ein Indikator von Erfolg.“

„Schwindeln“ ist erlaubt Wie es der Österreicher so hält mit der Moral, das erfragte jetzt das Linzer Spectra-Institut. Die Ergebnisse: Nur bei 21% der Österreicher ist die Moral stark ausgeprägt, bei 17% ist dieses Empfinden kaum vorhanden. Verhalten, das laut Umfrage „hart“ bestraft werden sollte, ist (in absteigender Reihenfolge) „Bezahlen von Schmiergeldern“, „Bauunternehmen, die Arbeiter schwarz anstellen“ und „Doping im Sport“, aber auch „Kleinigkeiten beim Lebensmittelkauf mitgehen lassen“ (26%). Zum Vergleich: Für Schwindeln bei der Steuererklärung wünschen sich nur 22% eine harte Strafe ... „Tatsächlich wird Schwindeln bei der Steuererklärung übli-

Verhalt en, da s h a r t, m i l d od er g ar n i c h t b est r a f t w erd e n sol l

Schüler, die bei einem Test schwindeln Schwarzarbeit beim Häusl bauen Auf Autobahn 20 km/h schneller fahren als erlaubt Schwarz fahren in der Straßenbahn Schwindeln bei der Steuererklärung Schwindeln bei Versicherungsschäden Kleiner Dieb bestiehlt Super-Reichen Kleinigkeiten beim Lebensmittelkauf mitgehen lassen Doping im Sport Bezahlen von Schmiergeldern Bauunternehmen, die Arbeiter schwarz anstellen

Durchgehen lassen % 51 42 37 29 25 24 19 11

Mild bestrafen % 40 36 51 57 45 50 48 60

Hart bestrafen % 6 15 9 10 22 18 27 26

= 46 = 51 = 60 = 67 = 67 = 68 = 75 = 86

7 6 6

31 14 26

52 75 65

= 83 = 89 = 91

Quelle: Spectra; Basis: österr. Bevölkerung; Summe auf 100 = „Kann ich nicht sagen“

cherweise als ein Kavaliersdelikt angesehen“, so Kirchler. „Allerdings hängen derartige Reihungen von der Art der Formulierung stark ab: ‚Schwindeln‘ erinnert an kleine Vertuschungen, Nachbarschaftshilfe ... Wenn die Bevölkerung aber gefragt wird, wie sie Steuerhinterziehung bei angesehenen Personen aus der Wirtschaft und Politik beurteilt, bei Personen, denen besonders hoher Status zukommt und denen ver-

Österreich-Chef, Franz Fiedler, eine Verluderung der politischen Sitten ortet, trifft er damit den Nagel auf den Kopf? „Zum einen könnte es sein, dass sich die Unmoral ausbreitet“, meint Kirchler, „zum anderen, dass mehr illegale Handlungen aufgedeckt und berichtet werden und zum dritten, dass ehemals durchaus legale Handlungen heute strafbar sind, aber – noch – nicht abgestellt wurden.“ Jedenfalls

„Für das Streben nach mehr Besitz wird die Gier, das Streben nach Freiheit und Macht und die Geltungs­sucht verantwortlich gemacht.“ erich kirchler, Uni Wien © z.V.g.

sabine bretschneider

traut wurde, dann fallen die Urteile wesentlich härter aus.“ „Leben wir in einer Zeit, in der die Unmoral neue Blüten treibt, oder ist es die mediale Berichterstattung, die uns durch die zahlreichen, moralisch brisanten Fälle der Gegenwart das Gefühl vermittelt, dass die Welt immer schlechter wird?“, stellen die Studienautoren in den Raum. Der parlamentarische Korruptions-UAus­schuss bringt derzeit tagtäglich Vorgänge ans Licht, die bisher zwar vermutet, aber selten so deutlich aufgezeigt wurden – nämlich wie geschmiert Geschäfte in Österreich laufen: „Part of the Game“ halt. Wenn der ehemalige Rechnungshof-Präsident und Transparency

halte er es für wesentlich moralförderlicher, über den hohen Prozentsatz moralischer Handlungen zu sprechen, als die unmoralischen allein zu erwähnen, meint Kirchler abschließend. Denn damit entstehe der Eindruck einer laxen sozialen Norm. Diese wiederum fördere weitere unmoralische Handlungen und biete dafür Rechtfertigungsargumente. Zumindest die Wirtschaft zieht Konsequenzen aus den Skandalen: Für Großunternehmen gehört es inzwischen zum guten Ton, dass sich ein Compliance Manager um die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen, regulatorischen und ethischen Standards kümmert.


prime news

Dienstag, 6. März 2012

medianet – 3

Bundeswettbewerbsbehörde Erneutes Nein zum Anfang Februar bekannt gewordenen österreichischen Handy-Deal

Fusion NÖ/Burgenland

„3“/Orange-Deal gefährdet Frequenzversteigerung Wien. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat am Montag ihr „Nein“ zum Anfang Februar bekannt gewordenen österreichischen Handy-Deal bekräftigt. „Wir haben damals gesagt, dass wir uns den Deal so wie er geplant ist, nicht vorstellen können und diese Einschätzung gilt nach wie vor“, sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag. „Die Begründung, es gehe um die Bereinigung des Marktes bzw. die Verringerung der Anbieter von vier auf

Weil noch unklar sei, ob es drei oder vier Bieter für die 800er-Frequenzen geben werde – die für die „Ausrollung“ von LTE gebraucht werden –, „könnte es sein, dass die Auktion um ein Jahr verschoben wird“, so Telekom ­AustriaFinanzvorstand Hans Tschuden.

der Telekom-Regulierungsbehörde RTR am Freitag bei einem Pressegespräch in Wien. „Wir haben vor, Ende März auszuschreiben und wir werden in dieser Ausschreibung sowohl Vorkehrungen treffen für ein Drei- als auch für ein Vier-Bieter-Szenario.“

„Wir haben damals

Auktion verschieben?

gesagt, dass wir uns den Deal so wie er geplant ist nicht vorstellen können und diese Einschätzung gilt nach wie vor.“

drei, muss mich nachdenklich machen.“ A1 (Telekom Austria) würde seinen Handy-Marktanteil um fünf Prozentpunkte auf 47% steigern. Wie berichtet, will Hutchison 3G Austria („3“) den Mitbewerber Orange übernehmen, der den Diskontanbieter Yesss! seinerseits an A1 weiterverkaufen würde. Für den ersten Teil des Deals ist die Generaldirektion „Wettbewerb“ der EU-Kommission zuständig, der Verkauf von Yesss! muss in Österreich angemeldet und genehmigt werden. Thanner sagte, wenn die Kommission zustimme, sei es möglich, das Verfahren nach Wien zu transferieren. Er wird voraussichtlich darum ansuchen, obwohl

© APA/Georg Hochmuth

BWB-Chef Theodor Thanner

seiner Einschätzung zufolge „der gesamte Deal fällt, wenn der Teil mit A1 und Yesss! fällt“.

Dreier- oder Vierer-Szenario Die BWB hat zusammen mit Telekom-Regulator RTR und Bundeskartellamt inzwischen eine „Task Force“ zur Bewertung des Te-

lekom-Deals gebildet. Die Behörde erwartet noch im März die Anmeldung der geplanten Übernahme. Telekom-Regulator Georg Serentschy geht nach wie vor davon aus, dass die Neuausschreibung der österreichischen Mobilfunk-Frequenzen wie geplant im September über die Bühne gehen kann. „Das ist unsere Baseline“, sagte der Chef

Maria Enzersdorf. Nach der Verschmelzung der im Eigentum der EVN stehenden kabelsignal AG mit deren Tochtergesellschaft B.net Burgenland Telekom GmbH zur neuen kabelplus AG entsteht der größte Kabelnetzbetreiber in Niederösterreich und dem Burgenland. Seit Donnerstag treten Tochter- und Mutterfirma unter dem gemeinsamen Namen „kabelplus“ auf. Angeboten werden TV, Telefonie und Internet aus einer Hand. Durch den Zusammenschluss sollen sich sowohl für die beiden Unternehmen als auch für die Kunden Vorteile ergeben.

Thema „Digitale Agenda“ „Unser Plus ist es, dass wir damit schon jetzt einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der in der Digitalen Agenda der EU formulierten Anforderungen für eine leistungsfähige Breitbandversorgung erbringen“, sagt sagt kabelplus-Vorstand Alois Ecker. „Die Attraktivität der Wirtschaftsstandorte der ostösterreichischen Bundesländer kann dadurch gesteigert werden. Die Investitionen dafür haben wir bereits in den letzten Jahren getätigt.“ „kabelplus“ bietet Internet, TV und Telefonie mittels Kabel- und Funknetz an. Im Zuge des neuen Marktauftritts gibt es TelefonFreiminuten für bestehende Kunden und Nachlässe bei der Grundgebühr für Neukunden. Insgesamt versorgt kabelplus 230.000 Haushalte. Der Sitz des Unternehmens ist in Niederösterreich, im Burgenland gibt es mit Eisenstadt und Oberwart zwei Standorte. (red)

.at

a il

w

ww

kabelplus-Vorstand Alois Ecker: „Ansprechpartner in Multime­diafragen“.

SIE ER N E R A SP I IHR E B O T POR ÄFTSPOST GESCH

N WIE

JETZT T O ANGEB ERN D ANFOR

Telekom-Austria-Finanzchef Hans Tschuden hatte sich zuletzt skeptisch geäußert, dass der Zeitplan für die Versteigerung eingehalten werden kann. Weil noch unklar sei, ob es drei oder vier Bieter für die 800er-Frequenzen geben werde – die für die „Ausrollung“ der modernsten Mobilfunktechnik LTE gebraucht werden –, „könnte es sein, dass die Auktion um ein Jahr verschoben wird“, sagte Tschuden der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das schloss auch der Regulator Serentschy nicht aus: „Wir werden uns auch die Möglichkeit vorbehalten, dass man jederzeit auf die Stopptaste drückt“, wenn das aus irgendeinem Grund notwendig sei. Das große Fragezeichen bleibt, ob der Verkauf von Orange an „3“ zustandekommt. Ausgeschrieben werden das 800MHz-Band („Digitale Dividende“) und das gesamte GSM-Spektrum (900 und 1.800 MHz). Die 900er- und 1.800er Frequenzen würden stufenweise 2015, 2017 und 2019 auslaufen, durch die Vorziehung der Auktion soll es künftig ein einheitliches Zeitfenster geben. Bei der Auktion wird es ein Mindestgebot geben, dessen Höhe Serentschy aber erst in der Ausschreibung bekannt geben will.  (APA/red)

© kabelplus

Telekom-Austria-Finanzchef Hans Tschuden skeptisch, dass Zeitplan für Versteigerung eingehalten wird.

kabelsignal und B.net: kabelplus

.f e i b r a -

m

Porto sparen leicht gemacht! Wenn Ihre Sendung nicht unbedingt am nächsten Tag beim Empfänger sein muss, können Sie jetzt deutlich beim Porto sparen – mit dem neuen Zustellservice von feibra für adressierte Geschäftspost. Wir stellen Briefe, Direktwerbesendungen, Zeitungen oder Zeitschriften österreichweit* in Ballungsräumen zu – und zwar günstig und zuverlässig. Gerne lassen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot zukommen. * ausgenommen Vorarlberg. www.feibra-mail.at

RZ_feibra_adress_anzeige_271x130.indd 1

25.01.12 10:59


f e at u r e

4 – medianet

Dienstag, 6. März 2012

© Gabal

feature@medianet.at

Buchtipp

© Panthermedia.net/Thomas Lammeyer

Anne M. Schüller: Touchpoints – auf Tuchfühlung mit den Kunden von heute. Managementstrategien für unsere neue Businesswelt. Gabal März 2012, 350 Seiten, 30,80 €, ISBN: 978-3-86936-330-1


f e at u r e

Dienstag, 6. März 2012

medianet – 5

feature@medianet.at

Keine Berührungsangst Ob Menschen (immer wieder gern) kaufen, entscheidet sich an den ­Touchpoints eines Unternehmens. Diese entstehen überall da, wo es mit – potenziellen – ­Kunden in Berührung kommt. Wie Touchpoints in unseren neuen Businesszeiten beherrscht werden können, erklärt medianet-Gastautorin Anne M. Schüller.

D

ie Hochzeit zwischen dem Social Web und dem mobilen Internet hat mit atemberaubender Geschwindigkeit die Art und Weise, wie wir kaufen und miteinander Geschäfte machen, für immer verändert. Der Impact auf die Businesswelt kommt einem Paradigmenwechsel gleich. Unternehmen können nur noch dann überleben, wenn die sozial vernetzten Kunden sie lieben. Um das zu erreichen, müssen sie die Reise des Kunden entlang ihrer Touchpoints beherrschen.

Die „Mixed Reality“ Wir alle leben in einer komplexen Symbiose mit dem Web. Die Mixed Reality, also eine durchgängige Verschmelzung von Online und Offline steht an. „Für die Menschen da draußen sind beide Welten längst zusammengewachsen. Die größte Herausforderung für die Unternehmen ist es nun, hier Ideen und Kommunikationsstrategien zu entwickeln, die so selbstverständlich mit beiden Medienwelten spielen, wie die Menschen, die sie nutzen“, sagt Wayne Arnold, Global CEO der Kommunikationsagentur Profero. Deshalb muss die „OfflineOnline-Customer-Journey“, oder besser gesagt die „Touchpoint Journey“ der Kunden zukünftig der Dreh- und Angelpunkt aller unternehmerischen Aktivitäten sein. Ursprünglich stammt der Begriff „Customer Journey“ aus dem E-Commerce. Er beschreibt den Weg des Users beim Surfen im Web über Views und Clicks bis zum schließlichen ‚Ja‘. Was bei dieser Betrachtung gern vergessen wird: Ein potenzieller Kunde springt nicht nur Online – und natürlich auch nicht nur Offline – hin und her, vielmehr verquickt er die reale mit der virtuellen Welt. So kann alles, was man uns Face-to-Face erzählt, nun auf Knopfdruck digital verifiziert werden. Und das in Echtzeit, nicht selten direkt vor den Augen eines erstaunten Verkäufers.

Momente der Wahrheit Touchpoints entstehen überall da, wo ein (potenzieller) Kunde mit

einem Unternehmen, seinen Mitarbeitern, Produkten, Services und Marken in Berührung kommt. An jedem Touchpoint kann es zu positiven wie auch negativen Erlebnissen kommen, die eine Kundenbeziehung stärken oder zermürben beziehungsweise eine Marke kräftigen oder bröckeln lassen. Manche Berührungspunkte sind dabei kritischer als andere. Und oft sind es Kleinigkeiten, die große Katastrophen bewirken. Jedes Detail kann dabei Zünglein an der Waage sein. Deshalb kommt es auf die TopPerformance aller im Unternehmen an. Nicht nur die direkten Kundenkontaktpersonen, sondern auch die, die „nur“ indirekt mit den Kunden zu tun haben, wie etwa die Mitarbeiter im Einkauf und in der Buchhaltung, müssen kundenorientiert denken und handeln. Wenn es auch nur an einer Stelle klemmt oder ein einziger Mitarbeiter patzt, dann war für den Kunden „dieser Saftladen“ schuld. Er macht sich schleunigst von dannen – und im Web erzählt er der ganzen Welt, warum das so ist. Kunden betrachten Unternehmen immer als Ganzheit. Und das heißt dann auch: Einen Bruch zwischen Offline und Online darf es nicht geben. Beide Touchpoint-Welten müssen reibungslos zu einem kundenfreundlichen Gesamterlebnis verbunden werden. Es muss egal sein, an welchem Touchpoint die Kunden schließlich kaufen, Hauptsache, sie tun es bei uns – und nicht bei der Konkurrenz.

Optimale Kundenerlebnisse Das Customer Touchpoint Management (Kundenkontaktpunkt Management) ist das derzeit wohl am besten geeignete Instrument, um die Herausforderungen unserer neuen Businesswelt zu meistern. In vier Schritten koordiniert es alle unternehmerischen Maßnahmen dergestalt, dass dem Kunden an jedem Interaktionspunkt eine herausragende wie auch verlässliche und vertrauenswürdige Erfahrung geboten wird, ohne dabei die Prozesseffizienz aus den Augen zu verlieren. Ein wesentliches Ziel ist das stete Optimieren der Kundenerlebnisse (Customer Experiences) an

den einzelnen Kontaktpunkten, um bestehende Kundenbeziehungen zu festigen und via Weiterempfehlung hochwertiges Neugeschäft zu erhalten. Dazu heißt es, dem Kunden Enttäuschungen zu ersparen und über die Nulllinie des Zufriedenheitsstatus hinaus Momente der Begeisterung zu verschaffen. Dabei folgt das Customer Touchpoint Management nicht länger dem selbstzentrierten alten Marketing, das fragt: Was bieten wir dem Kunden? Vielmehr wird mithilfe der Mitarbeiter untersucht, was die Kunden erwarten, welche Leistungen sie auf welche Weise erhalten und wie ihre Reaktion darauf ist. Dabei können neue Touchpoints gefunden, bestehende angepasst und veraltete über Bord geworfen werden. Insgesamt gelangt man schließlich zu einer Priorisierung der aus Kundensicht einflussreichsten Berührungspunkte, zu ihrem verbesserten Zusammenspiel und zu einer Optimierung ihrer Wirkungsweise.

beleuchtet, um die jeweils individuellen Arbeitsmotive zu ermitteln, die spezifischen Talente zu fördern und das Beste von beiden Geschlechtern in die Wertschöpfung des Unternehmens einbringen zu können. Ziel des Ganzen ist eine neue Führungskultur: die Begeisterungsführung. Dabei wird jede Führungs-

Anne M. Schüller Management Consultant www.anneschueller.com

© Anne Schüller

Anne M. Schüller

Die Begeisterungsführung Damit all das auch klappen kann, braucht es eine kompromisslos kundenfokussierte Einstellung des Managements, mitarbeiterfreundliche Rahmenbedingungen und ein passendes Führungsverhalten. So ist das Collaborator Touchpoint Management (Mitarbeiterkontaktpunkt Management) die unerlässliche Vorstufe für ein wirkungsvolles Customer Touchpoint Management. Es berücksichtigt unter anderem auch, dass Unternehmen zunehmend mit Kollaborateuren, also Externen jenseits klassischer Arbeitsverträge, zusammenarbeiten. Sowohl Begriff als auch Konzept des Collaborator Touchpoint Managements sind neu. Ich verstehe darunter die Koordination aller Berührungspunkte zwischen Management und Mitarbeiter zu dem Zweck, die Kontaktqualität zu verbessern sowie inspirierende Arbeitsplatzbedingungen und ansprechende Leistungsmöglichkeiten zu schaffen. Dabei wird – unter dem Begriff Genderführung – auch das unterschiedliche männliche und weibliche Mitarbeiterverhalten

Einen Bruch zwischen Offline und Online darf es nicht geben. Beide TouchpointWelten müssen reibungslos zu einem kundenfreundlichen Gesamterlebnis verbunden ­werden.“ kraft-Mitarbeiter-Interaktion auf die drei Kriterien ‚enttäuschend‘, ‚OK‘, ‚begeisternd‘ hin analysiert, um die fachliche wie auch soziale Expertise der Mitarbeiter zu erhöhen, ihre emotionale Verbundenheit zum Unternehmen zu stärken, ihr Bleibepotenzial zu heben und positive Mundpropaganda nach innen und außen auszulösen. Mit solchen Mitarbeitern wird man schließlich zum Exzellenz-Unternehmen, und so kann man die Zukunft erreichen.

Fünf- Pun kte-­C hec kli ste für gelungene ­T ouchpoint- Proje kte

Kunden betrachten Unternehmens­ leistungen immer als Ganzheit Jeder in der Leistungskette muss einen perfekten Job machen. Wenn es auch nur an einer Stelle klemmt oder ein einziger Mitarbeiter patzt, kann das den Komplettausstieg zur Folge haben. Nicht nur die High Potentials und Spitzenverkäufer, sondern jeder (kundennahe) Mitarbeiter muss deshalb so gefördert werden, dass er für die Kunden das Beste tun kann – und dies auch will. Die Kunden entscheiden, welche Touchpoints am wichtigsten sind Ihre ‚Likes‘ und ‚Dislikes‘ geben die Marschrichtung vor. Um diese Emotionalität sichtbar zu machen, wird jeder Touchpoint auf seine Enttäuschungs-, OK- und Begeisterungsfaktoren hin analysiert. OK ist dabei die Nulllinie der Zufriedenheit, Begeisterung ist das Ziel. Die dazugehörigen Fragen klingen so: „Was war es, das Sie an diesem Punkt am meisten enttäuscht hat?“ Und: „Was war es, das Sie an diesem Punkt am meisten begeistert hat?“ Der Quick-win zuerst Maßnahmen, die schnelle Erfolge versprechen, müssen ganz nach oben auf die To-do-Liste. Und sie müssen sofort in die Umsetzung gehen. Denn Kunden warten heutzutage nicht mehr, bis Unternehmen endlich voll durchgeplant in die Gänge kommen. Schon bei der kleinsten Unzufriedenheit sind sie auf und davon. Und im Web erzählen sie der ganzen Welt, warum das so ist. An jedem Touchpoint soll die Wieder­ kaufbereitschaft ermittelt werden Und das geht so: „Auf dieser Skala von 0 bis 10: Würden Sie an diesem Punkt wieder kaufen? Und was ist der Hauptgrund für die Bewertung, die Sie gerade abgegeben haben?“ Mit solchen Fragen kommen Sie sofort ganz nah an die wichtigsten Kundenmotive heran. Die ultimative Kennzahl im Touchpoint Management ist die Empfehlungsrate Sie besagt, wie viele Kunden ein Unternehmen aufgrund von Weiterempfehlungen gewonnen hat. So wird bei jedem Kunden, der zum ersten Mal kauft, soweit es die Situation erlaubt, wie folgt gefragt: „Wie sind Sie eigentlich auf uns aufmerksam geworden?“ Und wenn eine Empfehlung im Spiel war, geht es weiter wie folgt: „Und was hat der Empfehler über uns/unser Produkt/unseren Service gesagt?“ Der Lerngewinn aus solchen Fragen ist enorm.


the opinion

6 – medianet

Ni pucha, ni pera*! Ungeachtet von Manipulationsvorwürfen hat die russische Wahlkommission Regierungschef Wladimir Wladimirowitsch Putin offiziell zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Schon wieder. Alles begann vor fast genau 13 Jahren, am 29. März 1999: Der Leiter des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB, Wladimir Putin, wurde zum Sekretär des einflussreichen nationalen Sicherheitsrats ernannt. Als am 9. August desselben Jahres der damalige Präsident Boris Jelzin die Regierung von Ministerpräsident Sergej Stepaschin entließ, schlug Putins große Stunde: Jelzin ernannte ihn zum geschäftsführenden Premier. Putin sei ein „anständiger und würdiger Mensch“, ließ der scheidende Premier Stepaschi damals ausrichten. Und, in zart doppelbödiger Wortwahl: „Ich möchte ihm Glück wünschen, eben Glück, weil er alles andere bereits hat.“ Als dann Jelzin am 31. Dezember 1999 abrupt sein Amt niederlegte, übernahm Putin verfassungsgemäß auch die Amtsgeschäfte des Präsidenten der Russischen Föderation. Und diesen für den

m a ke r S n e t w o r k

abgabe passieren, sondern vielmehr bei der Übermittlung der Ergebnisse.

medianet Leitartikel

Ein alter Freund ist besser als zwei neue Russland hat gewählt. Wären wir zu Zeiten Honeckers in die DDR gegangen, hätten wir auch keine Verstöße ge­ sehen, beschreibt es eine deutsche Wahlbeobachterin. sabine bretschneider

Juristen und ehemaligen KGB-Mann beruflich äußerst befriedigenden Zustand versucht Putin bis heute aufrecht zu erhalten – mit großem Erfolg. Für die Kritiker hatte sich Putin bei der jetzigen Wahl übrigens etwas einfallen lassen: Erstmals konnte man sich am Sonntag während der Präsidenten-

wahl live in die Wahllokale klicken. Der Regierungschef hatte landesweit 90.000 Webcams in Wahllokalen montieren lassen (www.webvybory2012.ru) – für „eine bessere Kontrolle“. Regimekritiker ließen allerdings schon im Vorfeld verlauten, dass Fälschungen im Regelfall gar nicht bei der eigentlichen Stimm-

Fast wie anno dazumal Oberflächlich betrachtet sei die Abstimmung korrekt verlaufen, erzählte auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck der Deutschen Presse-Agentur, die als Beobachterin in der Stadt Twer nördlich von Moskau im Einsatz gewesen war. „Aber wenn wir zu Zeiten Erich Honeckers in die DDR gegangen wären“, so Beck, „hätten wir auch keine Verstöße gesehen.“ Nun, „ein alter Freund ist besser als zwei neue“, sagt ein altes russisches Sprichwort. Und: „Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen.“  * Hals- und Beinbruch!

Gastkommentar zur neuen Kassenrichtlinie 2012

Die neue Kassenrichtlinie 2012, die am 28.12.2011 veröffentlicht wurde, betrifft jedes buchführungspflichtige Unternehmen, das Barumsätze tätigt – und birgt einige Fußfallen, die es zu vermeiden gilt, ebenso wie mögliche böse Überraschungen bei Steuerprüfungen. Sich mit der Kassenrichtlinie 2012 vertraut zu machen, ist allen Handelsunternehmen anzuraten. Erster Schritt: eine ‚Ist-Analyse‘ durchführen und mögliche Schwachstellen aufdecken, die eventuell dazu führen könnten, dass die betroffenen Rechtsvorschriften nicht eingehalten werden. Denn: Besteht die Vermutung, dass eine ordnungsgemäße Führung der Bücher und Aufzeichnungen durch das Kassensystem nicht möglich ist, kann es zu Erlösschätzungen durch die Finanz kommen.

Die Werbung schenkt uns neue Bedürfnisse und nimmt uns Stück für Stück die ­eigene Sprache. www.zitate . at

© mediendienst.com/Foto Wilke

heute im special

„All es Auto“- Her ausg e b e r Günther Effenb e r g e r , s. 24

© Ernst & Young/Andi Bruckner

© Alles Auto

Siby ll e Ca ll agy, Öst e r r . Au fl agenkontro ll e ( ÖAK) , s . 22

„Nach Vorliegen der korrigierten Verkaufszahlen des News Verlags einfach zur Tagesordnung überzugehen, wäre zu simpel.“

Vorteil: Erhöhung der Rechtssicherheit

„Die Dokumentations-

Im Zuge der neuen Kassenrichtlinie 2012 werden jene Rechtsvorschriften konkretisiert, die zur Gewährleistung der Ordnungsmäßigkeit der Grundaufzeichnungen und Losungsermittlung in Registrierkassen und Kassensystemen von gemäß §§ 124 bzw. 125 BAO (Bundesabgabenordnung) buchführungspflichtigen Unternehmen notwendig sind. Ziel dieser Richtlinie ist es, der fortschreitenden technischen Entwicklung dieser Einrichtungen Rechnung zu tragen. Durch die Richtlinie soll die Rechtssicherheit für Unternehmen und Kassenanbieter erhöht und die Einheitlichkeit der Rechtsanwendung sichergestellt werden.

erfordernisse können

Unterschiedliche Dokumentationserfordernisse

der Rechtsvorschriften

sich abhängig vom verwendeten Kassentyp stark voneinander unterscheiden und sind für die Einhaltung

Die Dokumentationserfordernisse können sich abhängig maßgebend.“ vom verwendeten Kassentyp stark voneinander unterscheiden und sind für die Einhaltung der gunther reimoser Rechtsvorschriften maßgebend. Grundernst & young sätzlich wird zwischen drei verschiedenen Kassentypen unterschieden: Typ 1, die mechanisch/numerisch druckenden Registrierkassen, Typ 2 sind einfache, konventionelle elektronische Registrierkassen und Typ 3 bezeichnet Kassensysteme bzw. PC-Kassen. Wichtige Dokumentationsgrundlagen sind in diesem Zusammenhang das elektronische Journal bei Typ 2-Kassen und das Datenerfassungsprotokoll bei Typ 3-Kassen. Diese sind über Verlangen jederzeit vor Ort in Datenform vorzulegen und müssen bestimmte inhaltliche Mindestkriterien erfüllen. Das elektronische Radierverbot verlangt in diesem Zusammenhang, dass nachträgliche Änderungen ausschließlich durch Stornierungen erfolgen dürfen. Stammdatenänderungen oder Änderungen der Systemparameter, die für das Verständnis der Aufzeichnungen erforderlich sind, müssen ebenso dokumentiert werden wie alle im Zuge des Tagesabschlusses oder zu sonstigen Zeitpunkten erzeugten Berichte und Abfragen, die von abgabenrechtlicher Bedeutung sind.

„Natürlich nimmt die Wichtigkeit dort zu, wo Titel nicht in der MA vertreten sind und die ÖAK das einzige ­Instrument darstellt.“

mail to  s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Achtung, Fußfallen für Handelsunternehmen!

zitat des ta g es Iring Fetscher deutscher Politikwissenschafter

Dienstag, 6. März 2012

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | Fax: DW 2231 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2203 office@medianet.at | Fax: DW 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

tel. 01/919 20-2117 medianet prime news & market watch (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Redaktion: Alexandra Binder (ab), Sylvia ­Tomek (st) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Natalie Ober­hollenzer (no – DW 2228) medianet specials & careernetwork (specials@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Jan Weinrich (jawe – DW 2163) Chef vom Dienst: ­Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteure: Chris Radda, Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Ständige Mitarbeiter: Fritz Haslinger (fh), Kurt ­Sattlegger (ks), Thomas Hohenberger (th) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteure: Chris Haderer (hc), Britta Biron (bb) medianet destination & destination austria (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Georg Biron (gb) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Jürgen Zacharias (jz) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) Foto­redakteur: Jürgen Kretten Lektorat: ­ Christoph Strolz ­ Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/ Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke, Richard Mauerlechner Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­ druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post. at & „>redmail Logistik & Zustell­service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­center-wien@ redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 2,50 € (Di); 3,50 ¤ (Fr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Abo: 250,– € (Di & Fr); 150,– € (Fr) (Jahr) Auslands-Abo: 390,– € (Di & Fr); 199,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. medianet special erscheint unter Verantwor­ tung der Anzeigenredaktion; Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

Gunther Reimoser, Leiter der IT Advisory Services und Partner bei Ernst & Young Österreich; http://www.ey.com/AT/de Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

dienstag, 6. märz 2012 – 7

Die Einreichfrist für den „Media Award“ wurde bis zum 8. März verlängert  Seite 12

mehr marke

mehr wissen

Aus dem Vorarlberger Medienhaus wird die neue Dachmarke „Russ Media“  Seite 14

WKNÖ lud zum Event-Frühstück mit Mehrwert  Seite 14

© medianet/Szene1/ Philipp Hutter

mehr zeit

© Vorarlberger Medienh.

© Media Award

marketing & media Silberball künftig mit neuer Holding-Struktur

© futurezone.at

short

© D. Beranek

Gerald Reischl, Leiter der IT-Redaktion beim Kurier und verantwortlich für die seit einem Jahr unter dem Dach des Kurier befindliche Ex-ORFfuturezone, zieht eine positive Bilanz über die ersten zwölf Monate und gibt einen Blick in die Zukunft frei.  Seite 9

© Silberball

© Simone Kraft

Sepp Tschernutter war mit seiner Agentur Grayling bei einem Pitch wiederholt erfolgreich. Die Agentur konnte sich nach einer europaweiten Ausschreibung den Etat der Austrian Development Agency (ADA) zum zweiten Mal in Folge sichern.  Seite 12

Simone Kraft übernimmt ab 1. März die Geschäftsleitung von Winpin. Das langjährige Mitglied der Geschäftsleitung der twyn group war von Anfang an von Winpin überzeugt: „Winpin ist das innovativste Marketingprodukt am Werbemarkt.“  Seite 12

Silberball. Strategische Markenberatung & Kreation Im Zentrum der ­neuen Struktur steht ab sofort eine neue Holding, die alle vier Standorte – Wien, ­Salzburg, Bregenz und Warschau – unter einem Dach vereint und auch für die ­einzelnen Unternehmen zentrale Funktionen übernimmt.  Seite 8

medianet tv heute

Angela Regner Sportwelt Niederösterreich

Umbenennung Nach dem Motto: „Think global, act local“

© Sportwelt NÖ

St. Stephen’s zeigt die Vorzüge des neuen Lancia Ypsilon. click+>www.medianet.at

Angela Regner künftig bei „Sportwelt Niederösterreich – das Sportzentrum“.

Wien. Angela Regner, bisher Leiterin der Kommunikation des Außen­werbers Gewista, hat einen beruflichen Wechsel vollzogen: Ab 1. März übernimmt sie für die „Sportwelt Niederösterreich – das Sportzentrum“ die Marketing- und Kommunikationsleitung. Regner zur neuen Aufgabe: „Ich freue mich, im dynamischen Bereich der Sportkommunikation, Markenpositionierung und des Seminarbereichs aktiv beitragen zu dürfen. Sportliche Aktivitäten sind mir wichtig. Diese in den Alltag zu integrieren, ist eine willkommene Bereicherung und trägt automatisch zum körperlichen Wohlbefinden bei!“ (fej)

© Euro RSCG Vienna

© St. Stephen’s

Marketing & Kommunikationsleitung Euro RSCG wird zu Havas Wien

Frank Bodin, Euro RSCG Vienna-Geschäftsführer: „Netzwerk hervorheben“.

Wien. Aus der Euro RSCG Vienna wird ab 1. September die Havas Worldwide Wien: „Der Namenswechsel von Euro RSCG zu Havas Worldwide wurde schon seit einigen Jahren diskutiert, da der Markenname der an der Pariser Börse notierten Holding Havas einfacher ist und auch die Philosophie ‚Think global, act local‘ des mit 233 Agenturen in 75 Ländern tätigen Netzwerks besser zum Ausdruck bringt. Der richtige Zeitpunkt ist nun gekommen, nicht zuletzt auch, um die einfache Struktur aufzuzeigen“, so der seit Kurzem amtierende neue Euro RSCG-Geschäftsführer Frank Bodin.  (red)


c ov e r s t o r y

8 – medianet

Dienstag, 6. März 2012

Silberball Strukturelle und inhaltliche Neuausrichtung des Netzwerks fokussiert auf innovativen Mittelstand

Unter Plan Werbung

„Wir verbinden Strategie, Marke und Kreation“

ORF muss mehr sparen

© APA/Robert Jäger

Neuer Beratungsansatz: Multidimensionale Markenexcellenz als Unternehmenskonzept.

Wien. Zusätzlich zu den bereits geplanten Personaleinsparungen von 15 Mio. € muss der ORF aufgrund schlechter Prognosen bei den Werbeeinnahmen weiter auf die Kostenbremse steigen. Im Jänner und Februar lag der ORF in puncto Werbung sieben Prozent unter Plan; hält dieser Trend an, beläuft sich das Minus gegenüber dem Finanzplan auf 16,5 Mio. €, so der Kaufmännische Direktor Richard Grasl. Kurzfristig will der ORF dem voraussichtlichen Defizit mit Nichtnachbesetzungen, Umschichtungen im TV-Programm sowie der Sperre von Reserven in einzelnen Budgets entgegenwirken. Neue Regelungen will die ORFGeschäftsführung außerdem bei den Kollektivverträgen – entsprechende Gespräche mit dem Betriebsrat sollen in den kommenden Wochen aufgenommen werden, so Wrabetz und Grasl. Es gab aber auch positive Nachrichten vom Küniglberg: Alexander Wrabetz und sein kaufmännischer Direktor konnten vergangenen Donnerstag ihrem Aufsichtsgremium, dem ORF-Stiftungsrat, für 2011 einen Gewinn 11,4 Mio. € (EGT) präsentieren. Die ORF-Mutter war im Vorjahr laut vorläufiger Jahresbilanz einmal mehr in den schwarzen Zahlen und bilanzierte mit 6,4 Mio. € im Plus. Der Personalaufwand wurde seit 2009 um 40 Mio. € gesenkt, hieß es – heuer sollen 15 Mio. € dazukommen.

tipp des tages

© Silberball

Sparprogramm: auch wegen weniger Werbeeinnahmen als geplant.

Holding-GF Michael Casagranda, Michael Dünser (Partner Silberball PR GmbH), Rupert Mühlfellner (Partner Silberball Wien) und Gerhard Wallner (Silberball Sbg.). dinko fejzuli

Bregenz/Wien. Vor einigen Wochen hat das Silberball-Netzwerk den inhaltlichen und strukturellen Umbau abgeschlossen. Im Zentrum der neuen Struktur steht ab sofort eine neue Holding, die alle vier Standorte – Wien, Salzburg, Bregenz und Warschau – unter einem Dach vereint und auch für die einzelnen Unternehmen zentrale Funktionen übernimmt. Künftig agiert die Gruppe unter dem Namen „Silberball. Strategische Markenberatung & Kreation“.

Das Netzwerk leben Der Name ist auch gleichzeitig Programm des Netzwerks, das in eine „neue Generation von Dienstleistern“ in der Marken- und Kommunikationsberatung aufbrechen will. „Die Holding wird künftig das Controlling, die Aus- und Weiterbildung und vor allem die interne Markenpflege übernehmen“, sagt Michael Casagranda, der neue Geschäftsführer der Silberball Holding, im Gespräch mit medianet. Ebenfalls auf der To-do-Liste der

„Die Holding wird künftig das Controlling, © Orell Füssli

die Aus- und Weiter-

Dollar-Dämmerung Myret Zaki Die amerikanische Schuldenkrise und das Ende der Dollar-Herrschaft werden zum wichtigsten Ereignis des 21. Jahrhunderts. Zaki entlarvt den Dollar-Mythos, indem sie die aktuelle wirtschaftliche Lage der USA einer schonungslosen Analyse unterzieht und sie mit derjenigen der europäischen und asiatischen Länder vergleicht. Sie beschreibt, wie der Dollar zur größten Spekulationsblase der Geschichte wurde, und macht Vorschläge, wie die Zentralbanken einen geordneten Rückzug aus dem Dollar in die Wege leiten können. Orell Füssli, 224 Seiten, 19,95 €

bildung und vor allem die interne Markenpflege übernehmen.“ Michael Casagranda, neuer GF der Silberball Holding

Holding stehen der strategische Ausbau und die Aufnahme neuer Partner. Der Kunde bekommt ein Kompetenzteam zur Verfügung gestellt, das sich je nach Aufgabenstellung und Anforderung des Projekts aus Mitarbeitern aller SilberballStandorte zusammensetzt. Das Motto: „Die besten Köpfe, geführt

aus einer Hand – für den Kunden. Wir leben das Netzwerk nach innen und nach außen.“

Strategische Beratung … Damit keine Kirchtürme das Netzwerkdenken ersetzen, wurde auch die Agenturstruktur neu aufgesetzt, so Casagranda. „Rein rechtlich sind alle Partner und

„Kommunikation und Marketing werden nicht kreativ über ein Unternehmen gestülpt, sondern verinnerlicht und authentisch von innen heraus gelebt“ Rupert Mühlfellner Partner bei Silberball Wien

Geschäftsführer substanziell an ihren eigenen Standorten und an der Holding beteiligt. So wird intern der Netzwerkgedanke gelebt.“ Casagranda und sein Co-Geschäftsführer Wolfgang Fojtl werden sich auch verstärkt um die Erweiterung des Netzwerks kümmern. Abgerundet wird die strukturelle Neuausrichtung durch einen neuen, gemeinsamen Webauftritt unter www.silberball.com. Die Silberball-Partner haben nach einer intensiven Marktanalyse festgestellt, dass Kunden unter der Situation leiden, es mit zu vielen Unternehmens- und Markenberatern auf der einen und einer Vielzahl an kreativen Agenturen auf der anderen Seite zu tun haben. Zudem wird die Marke primär als Thema der Marketing-/Werbeabteilungen gesehen. Die Folge ist, dass die Markenarbeit nicht zum Top-Management-Thema wird, oft rein kreativ und subjektiv beurteilt wird und somit viel Potenzial auf der Strecke bleibt. Entwicklungsprozesse dauern zu lange und kos-

ten meistens viel zu viel. „Darauf wollten wir eine Antwort geben und einen neuen Weg gehen“, so Casagranda. Der Zugang von Silberball ist daher ein ganzheitlicher. Gerhard Wallner, Geschäftsführer der Silberball Salzburg GmbH: „Wir verbinden beide Welten – strategische Markenberatung und Kreation. Wir sehen die Marke als Unternehmenskonzept und nicht als reines Kommunikationstool.“ Das Schlagwort dabei ist multidimensionale Markenexzellenz. Silberball gestaltet mithilfe eines selbst entwickelten, dreiphasigen und ganzheitlichen Modells ebendiese. „Dabei verbinden wir auf einzigartige Weise Markenberatungs-Know-how und Top-Kreation“, führt Wallner weiter aus.

… & Kreation verlinken Im Mittelpunkt steht zunächst eine klare Positionierung, die aus einem gemeinsamen Verständnis der Entscheider auf Kundenseite entsteht und getragen wird. Daraus abgeleitet, erarbeitet Silberball nutzenorientierte Lösungen, die neben allen Kanälen der Kommunikation („crossmedial“) auch die Vertriebsoptionen, das Produkt, die Produktentwicklung und den wirtschaftlichen Ertrag mitdenken. „Die Kreation und die Umsetzung der Maßnahmen ergeben sich als logische Konsequenz aus dem Markenberatungsprozess und umgekehrt“, ergänzt Michael Dünser, Partner der Silberball PR GmbH.

„Wir sind für unsere Kunden Mitdenker und Mitstreiter, ganzheitlich denkende Betriebswirte und nicht nur kreative Umsetzer.“ Gerhard Wallner GF Silberball Salzburg

Es geht weniger um „gefällt mir oder gefällt mir nicht“, sondern vielmehr um „richtig oder falsch“ im Sinne der Markenführung. Am Ende entsteht so Markenexzellenz mit zielgerichteter Qualität und mit klarer Identität bei Kunden wie bei eigenen Mitarbeitern. „Kommunikation und Marketing werden nicht kreativ über ein Unternehmen gestülpt, sondern verinnerlicht und authentisch von innen heraus gelebt“, so Rupert Mühlfellner, Partner bei Silberball Wien. Für Mühlfellner ist der zentrale Punkt, dass man dem Kunden nicht sage, „wie es zu funktionieren hat“. Im Gegenteil: „Wir moderieren und coachen den Prozess und bringen die entscheidenden Köpfe des Kunden an einen Tisch. Die Lösung kommt von innen heraus, jeder arbeitet mit.“ Silberball fordert dabei die Kunden mit maßgeschneiderten Techniken und Fragestellungen heraus, über das bestehende Geschäftsmodell nachzudenken. Diesen Prozess nennt Silberball „Entscheidungs.Raum.“ Durch die Einbindung der verschiedenen Abteilungen ist das Unternehmen von Anfang an im Prozess verankert und gibt sich selber somit Sicherheit, die richtige Entscheidung zu treffen – durch die Heranführung an das Thema und den Einsatz von Entscheidungshilfen aus der EntscheidungsForschung.

Mittelstand im Fokus Im Kunden-Fokus haben Casagranda und seine Managing Partner innovative Mittelständer, Start-ups oder Unternehmen, die z.B. neue Produktideen finden und vermarkten wollen. „Wir sind für unsere Kunden Mitdenker und ­Mitstreiter, ganzheitlich denkende Betriebswirte und nicht nur kreative Umsetzer.“ Aus Sicht von Gerhard Wallner gibt es noch einen weiteren zentralen Vorteil: „Durch die Verbindung von Beratung und Kreation sind wir schneller, kosten­effizienter und effektiver in der Umsetzung. Der Kunde erspart sich in einem hohen Ausmaß Kosten und Entwicklungszeit. Ein Silberball Markenprozess dauert sechs bis maximal acht ­Wochen.“www.silberball.com


Dienstag, 6. März 2012

fa c t s & b a c k g r o u n d s

medianet – 9

futurezone.at Die Marke futurezone soll als Dachmarke für alle technorelevanten Nachrichten im Kurier etabliert werden

Neue Inhalte für neue Leser

Dachmarke futurezone.at Die Übernahme wurde laut Reischl anfangs vorwiegend skeptisch gesehen, da die Community nicht mitübernommen werden durfte. „Wir haben das beste Technologie-Journalistenteam. Mein Team arbeitet extrem professionell, motiviert und mit wirklich überdurchschnittlich hohem Einsatz“, erläutert der futurezone-Chef. Der Ausbau dieser Erfolgszahlen ist auch eines der primären Ziele von Reischl im Jahr 2012. Künftig soll die Dachmarke futurezone. at“ noch deutlicher zum Vorschein kommen, sei es im Print- oder Online-Bereich. Derzeit ist etwa beispielsweise die Verzahnung zwi-

Abgesehen davon sollen neue Inhalte und Funktionen auf der Webseite neue Zielgruppen bzw. Leser ansprechen. Seit dem „Mobile World Congress“ wird es daher einen eigenen Video-, Foto-, Produkttest- und demnächst auch einen Liveticker-Bereich geben. Zusätzlich werden zwei neue Channels – Englisch und Wissenschaft/ Science – für zusätzliche Erschließung neuer Quellen sorgen. Im Englisch-Channel soll künftig eine Story pro Tag veröffentlicht und so einer breiteren Leserschaft angeboten werden – die Artikel werden entweder übersetzt oder von einem in Wien lebenden US-Journalisten

für uns recherchiert. „Ich will österreichisches Techno-Know-how, österreichische Ideen oder etwa auch Start-ups in die weite Welt bringen“, so Reischl. Außerdem wird im März eine Marketing-Aktion gestartet: Die futurezone wird dann die coolsten IT-Ferialjobs anbieten. Personen können sich dann über ein Video bewerben. Ein neues Kommentar-System mit einem Social-Login soll schlussendlich die Kommunikation zwischen Redaktion und Leser bzw. auch unter den Lesern fördern und verbessern.  www.futurezone.at

Die futurezone soll als Dachmarke aller IT-Themen im Kurier positioniert werden.

Solarenergie für Wien. Und alle machen mit.

Demner, Merlicek & Bergmann

Wien. Im Oktober 2010 wurde die ORF-futurezone vom Kurier übernommen, Ende Februar 2011 folgte der Relaunch. Die Bilanz nach dem ersten Jahr kann sich für den jetzigen futurezone-Chefredakteur Gerald Reischl sehen lassen. „Wir haben die Unique User innerhalb des letzten Jahres von 90.000 auf 245.000 gesteigert, die Visits auf 735.000 verdreifacht und die Page Impressions von 874.000 auf 3,4 Mio. fast vervierfacht. Das zeigt, dass wir gute Inhalte produzieren.“

© futurezone.at (2)

Chefredakteur Reischl zieht eine erfolgreiche Einjahresbilanz: „Habe das beste IT-Journalistenteam“.

buergersolarkraftwerk.at

„Wir haben innerhalb von einem Jahr die Unique User verdoppelt und die Page Impressions ­vervierfacht.“ Gerald Reischl Chefredakteur futurezone

schen futurezone.at und kurier.at noch ziemlich schwach. ­Reischl: „Mit dem Relaunch der neuen Kurier-Homepage wird auch die futurezone eine wichtigere Rolle einnehmen. Ähnlich wie früher auf ORF.at auf der Startseite futurezone.at-Storys gefeatured worden sind, wird dies künftig auch auf kurier.at möglich sein.“ Aber auch im Print-Bereich soll die futurezone künftig eine wichtigere Rolle spielen. Derzeit erscheint von Dienstag bis Samstag jeden Tag eine Seite im futurezone.at-Look. Die Beilage Techno- Kurier trägt jetzt bereits den Zusatz „powered by futurezone.at“. „Irgendwann wird sich auch da noch etwas ändern. Die Brand ‚futurezone.at‘ wird die TechnoDachmarke im gesamten Kurier.“

Wien Energie baut 2012 eine ganze Reihe von Solarkraftwerken in Wien. Der Verkauf der Solarpaneele hat begonnen und jeder kann sich beteiligen. Sichern Sie zusammen mit uns die Energieversorgung von morgen. Bestellen Sie heute noch Ihr Solarpaneel auf www.buergersolarkraftwerk.at. Eine Kooperation von Wien Energie und Stadt Wien.

Gerald Reischl zieht eine zufriedene Bilanz nach dem ersten futurezone-Jahr.

www.wienenergie.at

331192_WIE_Solar_PallasAthene_Medianet_216x288_I5_MN.indd 1

Wien Energie, ein Partner der EnergieAllianz Austria.

02.03.12 08:58


marketing & agenturen

12 – medianet

Dienstag, 6. März 2012

2x PR-Agentur konnte sich nach europaweiter Ausschreibung den Etat der Austrian Development Agency nochmals sichern

short

Grayling holt den ADA-Etat

ambuzzador kreiert Look 2.0 für Maybelline

© ambuzzador

Wien. Nach einem europaweiten öffentlichen Ausschreibungsverfahren der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, erhielt Grayling ein weiteres Mal den Zuschlag für die Kommunikation rund um entwicklungspolitische Themen. In den kommenden drei Jahren wird der Schwerpunkt auf dem Stakeholder- und Entscheidungsträger-Dialog liegen. Ziel ist es, der Entwicklungszusammenarbeit eine stärkere Stimme zu verleihen und möglichst viel Unterstützung für diesen Politikbereich zu gewinnen. „Wir wollen durch viele Dialogmaßnahmen das Bewusstsein für die Sinnhaftigkeit und Wichtigkeit der Entwicklungszusammenarbeit verstärken – und das an konkreten Beispielen und Ergebnissen sichtbar machen. Die Themenvielfalt der Entwicklungszusammenarbeit ist dabei ein wichtiger He-

ambuzzador sichert sich österreichischen 2.0-Etat von Maybelline.

Wien. ambuzzador, Österreichs führende Buzz-MarketingAgentur mit Fokus auf Social Branding, gewinnt in einem Pitch den Österreich-Etat der L‘Oréal-Marke „Maybelline Jade New York“ und kreiert den neuen Look mit einer der ersten Pinterest-Pages in Österreich. Damit soll jetzt verstärkt der Social Media-Präsenz für die L‘Oréal-Marke ein neuer Look 2.0 kreiert werden. „Wir konnten den Etat ‚Maybelline Austria‘ aus dem Hause L’Oréal gewinnen und zählen damit auch im Kosmetikbereich den Marktführer zu unseren Kunden“, freut sich Sabine Hoffmann, Gründerin und GF von ambuzzador: „Gemeinsam wollen wir mit innovativen Kampagnen ‚Maybelline Jade New York‘ auch im Bereich ‚Social Branding‘ zur absoluten Nummer eins machen und eine interaktive Markencommunity aufbauen.“ Am 27. Februar startete das Projekt „Look 2.0“ mit einem Gewinnspiel für einen Wochenendtrip in die Kosmetik-Metropole New York.

Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung werden im Rahmen einer Bundesländer-Tour über aktuelle Programme informiert; begleitet wird die Tour von einer interaktiven Info-Box mit einer virtuellen Reise in die Partnerländer.

Spot Man lenkt beim neuen Lancia Ypsilon das Augenmerk weg von der Monotonie

Neu Vlbg. Medienhaus

Russ Media als neue Dachmarke

St. Stephen’s für Lancia Ypsilon Wien. Die neue Bi-Color-Version des kleinen Lancia 5-Türers Ypsilon wird mit einer neuen Kampagne lautstark vorgestellt: Der Wagen wird als wirksames Mittel gegen ein monotones Leben in grau inszeniert. Im TV Spot erzählen rot-schwarze Lippen, was den Wagen ausmacht, in den Anzeigen ist es ein zweifärbiges Augenpaar, das die Blicke auf sich – und den Y Black&Red – zieht. Zu sehen ab sofort im TV und ausgewählten Print-Titeln.

© Thorben Wengert/pixelio.de

Credits: Agentur St. Stephen’s Beratung Daniela Steiner Kreation Armando Testa Grafik ­Phillip Schönholz Kunde Fiat Group Automobiles Austria (Wolfgang Brunner)

Bregenz. Das „Vorarlberger Medienhaus“ bereitet eine neue Dachmarkenstrategie vor, die im Laufe dieses Jahres umgesetzt wird. Im Zentrum steht die neue Dachmarke „Russ Media“, mit der die Unternehmensgruppe ihre Identität stärken will. Die Entwicklung der neuen Strategie wurde in den vergangenen zwei Jahren von der renommierten Marken-Beratung „brand:trust“ von Klaus-Dieter Koch begleitet. Eugen A. Russ: „Wir haben uns in den vergangenen Jahrzehnten von einem regionalen Zeitungsverlag zu einem europaweit tätigen Medienunternehmen entwickelt. Mit der Dachmarke ‚Russ Media‘ wollen wir diesem veränderten Anspruch gerecht werden.“

© St. Stephen’s

Die PR-Branche erwartet Zuwächse

Gar nicht grau in grau – die neue Kampagne von St. Stephen’s für den kleinen Lancia.

Freie Medien Die Kraft der Worte, gegossen in Sujets

Frist Gesucht werden die besten Media-Ideen Österreichs

Berlin/Wien. Für „Reporter ohne Grenzen“ hat DDB Tribal Anzeigenmotive entwickelt, die den Einfluss freier Medien und deren Notwendigkeit anschaulich machen. Luftballons tragen die stilisierten Abbilder verschiedener Regierungschefs, die für ihr angespanntes Verhältnis zur Pressefreiheit bekannt sind. In der unteren Ecke des Motivs ist ein gespitzter Bleistift zu sehen, der von dem jeweiligen Regierungschef kritisch beäugt wird. Der Bleistift trägt den Schriftzug „Reporter ohne Grenzen“. Die Motive verdeutlichen so auch

Berlin/Wien. Auch in diesem Jahr haben potenzielle Teilnehmer noch eine zweite Chance, ihre Mediaprojekte zum „Media Award 2012“ einzureichen. Eingereicht werden kann nur mit dem standardisierten Onlineformular unter „einreichung.mediaaward.at“. Der finale Einreichschluss ist der 8. März um 18 Uhr. Im Jänner wurde von den Initiatoren des Media Awards zum Einreichen der besten Media-Ideen und Strategien aufgerufen und nun ist die Einreichfrist gekommen. Zahlreiche Projekte wurden bis jetzt schon online eingereicht und dennoch bieten die Veranstalter der Media-Branche noch einmal

die Relevanz der Organisation „Reporter ohne Grenzen“, die sich weltweit für die Pressefreiheit und gegen Zensur einsetzt, und sind ein Statement für die weltweite Informationsfreiheit. „Es ist DDB Tribal gelungen, mit dieser Bildidee zum Ausdruck zu bringen, wofür ‚Reporter ohne Grenzen‘ steht. Nämlich für den unermüdlichen Kampf für Presseund Informationsfreiheit in der ganzen Welt“, sagt Mathias Wahler, Referent für Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit bei Reporter ohne Grenzen.

© DDB Tribal

facts

Die Motive verdeutlichen die Relevanz der Organisation „Reporter ohne Grenzen“.

Mit dem Media Award werden herausragende Media-Lösungen in zwei Kategorien – Kreative Media-Idee und Exzellente Media-Strategie – prämiert. Außerdem wird ein „Sonderpreis der Jury für Exezellente MediaStrategie mit Budgets bis 200.000 Euro“ vergeben. Ausgezeichnet werden Leistungen von Media-Agenturen und/oder MediaVerantwortlichen in Unternehmen.

© Media Award

DDB Tribal & Reporter ohne Grenzen Media Award: längere Einreichfrist

59% erwarten die größten Zuwächse im Bereich Energie und Umwelt.

Wien. Mehr als die Hälfte der internationalen PR-Verantwortlichen erwartet heuer ein Wachstum der Geschäftslage im Vergleich zum Vorjahr. 41% denken, dass die Lage stabil bleibt, nur 4% befürchten ein schwächelndes Wachstum. Diese Ergebnisse gehen aus der Q1 Trend Barometer-Befragung der International Communications Consultancy Organisation (ICCO) hervor, an der Personen aus 18 Ländern teilgenommen haben. Die Bereiche, denen das größte Wachstum zugeschrieben wird, sind der Digitale Sektor (68%), Crisis & Issue Management (65%) und Corporate Communications (59%). Unterteilt nach Industriebranchen, erwarten 59% der Befragten die größten Zuwächse im Bereich Energie und Umwelt, gefolgt vom IT- und Technologiesektor. Am dritten Platz rangiert die Gesundheitsund Wellnessbranche; verhalten sind die Erwartungen an die Automobilindustrie.

bel; es gibt einfach sehr viele positive Geschichten zu erzählen“, so Sepp Tschernutter, CEO von Grayling. Ein Schwerpunkt der Kommunikation wird auf dem Programm „Wirtschaftspartnerschaften der ADA“ liegen, das auf die Verknüpfung von Wirtschaftsprojekten mit entwicklungspolitischem Mehrwert setzt. Klimaschutz, Green Economy und Entwicklung werden anlässlich der Konferenz „Rio+20“ thematisiert und im Herbst wird sich die Kommunikation jeweils rund um den „Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut“ drehen, 2012 mit einem Jugend-Fokus. Das Grayling-Team rund um Unit Director Birgit Brandner zeichnet für Strategie und Konzept verantwortlich, Bernhard Kerbl ist für die visuelle Umsetzung zuständig und Jörg Hofstätter von ovos übernahm die Entwicklung des Webauftritts.  (mf)

© Parlamentsdirektion/Carina Ott

„Gemeinsam mehr zusammenbringen“ – Österreichische Entwicklungszusammenarbeit und Grayling.

Bis 8.3. kann noch online eingereicht werden: einreichung.mediaaward.at

die Möglichkeit, ihre Medialeistungen zu präsentieren. „Gerade im Agenturalltag kann es schon mal stressig zugehen, Deadlines machen oft zusätzlichen Druck. Die Einreichungen beim ‚Media Award‘ sollen die Agenturen aber gern machen. Daher bieten wir vielbeschäftigten Media-Experten im Rahmen der Nachreichfrist noch einmal die Chance, ihre Arbeiten einzusenden“, erklären die Verantwortlichen des Media Awards. Einreichen ist online also unter einreichung.mediaaward.at noch bis 8. März möglich.


Bu s in e s s P r o m otio n

Dienstag, 6. März 2012

medianet – 13

Die Besten aus Blau-Gelb Leitbetriebe Austria und Leitbetriebe Institut luden zu Markentalk und Zertifizierungsevent; Tenor: NÖ macht’s richtig

Unternehmensmarken im Aufwind St. Pölten. Stabile betriebliche Fundamentaldaten, ein gesunder Mix aus regionaler Verankerung und internationalem Standing – und eine klare Markenbotschaft, die nach außen hin erkennbar ist und im inneren Kern gelebt wird: Was Erfolgsstrategen gemeinhin den heimischen Unternehmen empfehlen, wurde einmal mehr beim „MARKEting 3.0“-Talk der Leitbetriebe Austria als krisenfester Wettbewebsvorteil ausgelobt und mit der Kür neuer niederösterreichischer Paradebetriebe – letzten Mittwoch in der Skylounge der Niederösterreichischen Versicherung – gleich 39-fach in der Praxis bestätigt. Die Krise, so der einhellige Tenor der Experten und Unternehmer, sei bisher nicht angekommen. Ausgewogene Exportanteile und ein mehrdimensionales Markenbewusstsein, von der Mitarbeiterentwicklung bis zur Kundenbeziehung, bereiteten den Boden gerade auch für den niederösterreichischen Erfolg auf.

Hausherr Bernhard Lackner bestätigte den propagierten Kurs. Für den Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen Versicherung ist ‚Marke‘ mittlerweile eine unternehmerische Haltung – „immer auf Augenhöhe mit unseren Kunden, nah dran und immer unser Markenversprechen im Kopf; nur so sind wir erfolgreich.“

„Leuchtende Beispiele“ Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung hieß es „Bühne frei“ für 39 neue NÖ-Leitbetriebe. Sonja Zwazl, Präsidentin der WKNÖ, Franz Wiedersich, Direktor

der WKNÖ, und Heinz Hoffer, Gründer der Leitbetriebe Austria, übergaben die Ernennungsurkunden. Die Neo-Mitglieder (siehe Kasten!) aller Branchen hätten sich, so die Zertifizierer in ihrer Begründung, jenseits der reinen Kundenund Marktleistung qualifiziert. Wesentlich dabei: die Entwicklung ihrer Unternehmensmarke, Mitarbeiterinvestment und Engagement in Gesellschaft, Kultur und Umwelt. „Gerade weil nicht nur in kurzfristigen Gewinnen gedacht wird, sondern übergreifend, gelingt ihnen auch die Überwindung der aktuellen Krise so leicht“, so Zwazl über die „39 leuchtenden Beispiele“.

© klimpt

Weitere 39 niederösterreichische Betriebe im heimischen Vorzeige-Netzwerk.

Vorbildlich: Vertreter von 39 nö. Unternehmen wurden beim Festakt ausgezeichnet.

3M Österreich GmbH agensketterl Druckerei GesmbH Austro Diesel GmbH Franz Bamberger GesmbH Baumeister Lahofer GesmbH Baxter Innovations GmbH Berndorf Band GmbH Birner GesmbH Brantner Gruppe Calderys Austria GmbH Donau Versicherung AG Vienna Insurance Gr. Drott Medizintechnik GmbH Eberspächer GmbH EXIDE Technologies GmbH FWT Wickeltechnik GmbH Wilhelm Gottschligg GmbH GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH Franz Hauer GmbH & Co KG Husky-KTW GesmbH igm Robotersysteme AG Kalendermacher GmbH & Co KG Kaufstrasse. Mode erleben. H. Pemsel GmbH KOSME Gesellschaft mbH MAPEI GmbH MAPLAN Maschinen u. Technische Anlagen Planungs- u. Fertigungs-Ges.m.b.H. Walter Mauser GmbH PaperNet GmbH PAUL GERIN GmbH & Co KG Raiffeisen-Holding NÖ-Wien reg.Gen.m.b.H. RS-Components HandelsgesmbH Schmied & Fellmann GmbH SECO Tools Ges.m.b.H. Seibersdorf Labor GmbH SMC Pneumatik GmbH Stöcklin Logistik Service GmbH Trenkwalder Personaldienste GmbH WATT DRIVE ANTRIEBSTECHNIK GMBH Würth Handelsges.m.b.H. Xylem Water Solutions Austria GmbH

Der internationale Personaldienstleister mit Sitz in Niederösterreich (Schwadorf) verfügt aktuell über 350 Niederlassungen in 19 Ländern. Allein in Österreich hält man gegenwärtig bei über 40 Standorten. Im Bild: die Trenkwalder Filiale in Mauthausen.

Trenkwalder ist Niederösterreich-Leitbetrieb Frisch lizenziert: Der österreichische Personaldienstleister wurde letzte Woche in St. Pölten ausgezeichnet. Schwadorf./St. Pölten. Spitzenleistung „Made in Austria“: Unter die Leader des Landes reiht sich jetzt auch die Trenkwalder Personaldienste GmbH. Letzten Mittwoch wurde der Spezialist für Zeitarbeit in der niederösterreichischen Landeshauptstadt gemeinsam mit 38 anderen Vorzeigeunternehmen in die illustre Runde der heimischen Leitbetriebe aufgenommen. „Eine Anerkennung unserer Rolle als Branchenmotor und Zeichen unseres Engagements“, wie es aus der NÖ-Unternehmenszentrale heißt.

Österreichweit werden Vordenker und Umsetzer unter den heimischen Wirtschaftstreibenden von Leitbetriebe Austria zertifiziert. Besonders stark fließen dabei nachhaltige Innovationsparameter in den Entscheidungsprozess der Lizenz-Experten ein. Neben den gängigen Wachstumsindikatoren werden vor allem unternehmerische Soft Skills im Bereich der Unternehmensentwicklung genau unter die Lupe genommen. Nur wer beim Beziehungsmanagement punktet, soziale und ökologische Verantwortung trägt und hohe Qualitätsstandards im Sinne einer ganzheitlichen Markenstrategie aufweist, hat gute Karten, sich unter die Vordenker und Vorreiter einzureihen.

„Gehen vorbildlich voran“

Klaus Lercher CEO & COO, Trenkwalder Personaldienste GmbH

„Arbeitsplatzattraktivität gilt immer mehr als Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Suche und Bindung von qualifizierten Mitarbeitern. Daher setzen wir bei Trenkwalder auf zahlreiche Aktivitäten, um passende BewerberInnen anzusprechen und bestehende Arbeitskräfte zu halten. Erst kürzlich haben wir für exzellente Recruitingmaßnahmen das ‚Golden Best Recruiter Siegel‘ erhalten. Die Auszeichnung der Leitbetriebe Austria ist für uns ein weiteres Qualitätsmerkmal und zeigt erneut, dass wir als Marktführer vorbildlich vorangehen.“

Dass jetzt auch Trenkwalder den Sprung unter die Top 1.000-Unternehmen des Landes geschafft hat, ist für Klaus Lercher, CEO und COO des größten heimischen Personaldienstleisters, Anerkennung und Auftrag zugleich. „Dieses Ehrensiegel ist für uns ein weiteres Qualitätsmerkmal und zeigt erneut, dass wir als Marktführer vorbildlich

vorangehen und uns ständig weiterentwickeln.“ Trenkwalder bietet mit über 25 Jahren Erfahrung als internationales Familienunternehmen innovative und flexible Personalmanagement-Lösungen in über 19 Ländern Zentral- und Osteuropas an. Der Betrieb gilt, aufgrund kompetenter Beratung speziell ausgebildeter Mitarbeiter, als verlässlicher Partner für seine Kunden.

Mit dem frisch ausgestellten Zeugnis in der Tasche steht der Personaldienstleister nun noch mehr in der Pflicht – für Lercher nur zusätzlicher Ansporn. „Wir wollen als Personaldienstleister weiter die Avantgarderolle einnehmen und wirtschaftliche, strukturelle und soziale Akzente setzen.“

Mitarbeiter im Boot Für Lercher ist und bleibt die soziale Frage und der „Faktor Motivation“ richtungsweisend; als stetig wachsendes Unternehmen stelle man sich folglich „ganz bewusst“ der Verantwortung – nach innen und außen. Dabei immer im Mittelpunkt: Der Mensch als Kern einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Kunden, so der Personaldienstleister, der im Rahmen des Festakts seinen Mitarbeitern und Kollegen seinen Dank aussprach. „Motivierte Mitarbeiter, die sich bei uns im Haus auch weiterbilden und entwickeln können, sind unser Schlüssel zum Erfolg.“

www.trenkwalder.at

© klimpt

zERTIFI ZIERTE lEIT B E T R I E B E

Mit Brief und Siegel. Personaldienstleister Trenkwalder in der Vorreiterrolle: v.l.n.r. Heinz Hoffer (Leitbetriebe Austria), Julia Labenz und Klaus Lercher (Trenkwalder Personaldienste GmbH), Sonja Zwazl und Franz Wiedersich (WKNÖ).

© Trenkwalder

„Marke ist mehr als die bildliche Darstellung eines Logos. Marke kann heute als Zentrum eines Unternehmens betrachtet werden“, so Monica Rintersbacher, Marketingleiterin des Unternehmensnetzwerks, im Talk. Nicht nur im Endverbrauchergeschäft, sondern gerade im B2B-Geschäft steige die Bedeutung von Marke – vor allem als Führungsinstrument. Co-Veranstalter Peter Haric, Chef des Leitbetriebe Instituts, richtete seinen Appell an uneinsichtige Markenmuffel und -verweigerer. „Man kann es so sagen: ohne Marke heute verwechselbar, morgen austauschbar, übermorgen verzichtbar.“

© klimpt, Trenkwalder

Markenbildung als Muss

Monica Rintersbacher Leitung Marketing & Vertrieb Leitbetriebe Austria

„Das umfassende Leistungsportfolio, der internationale Trenkwalder-Erfolg sowie der Einsatz von Zeitarbeit als gewinnbringende neue Beschäftigungsform in der Arbeitswelt von morgen haben unsere Unternehmens-Experten in ihrer Entscheidung unterstützt. Zweifellos ist aber auch das starke soziale Engagement des Personaldienstleisters in die Bewertung des Leitbetriebe Instituts eingeflossen. Kurz zusammengefasst: ein weiteres ExzellenzUnternehmen mit Vorzeigecharakter.“


B i z-ta l k C LA S S IC

14 – medianet

Dienstag, 6. März 2012

auszeichnung Rechte und pflichten

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

1

2

1. Andrea Reschreiter (OMD), Nina Martenson (Wr. Städtische Versicherung), Lilo Stalzer (Marktforschung am Augarten); 2. Kathrin Feher, Christian Forster (beide ORF-Enterprise), Julia Rohner (MediaCom); 3. Klaus Draskowitsch (EPAMedia), Angelika Trachtenberg (brandneu).

2

3

4

Preisverleihung „Austria Shorts Filmfestival“

Strahlende Sieger

1. Klaus-Christian Vögl, Walter Schmalwieser, Martina Schrittwieser, Gert Zaunbauer, Matthias Koch; 2. Alice Rottmann, Gerhard Skoff; 3. Paul Leitenmüller, Anna Sollereder, 4. Helmut Kafka, Gerhard Skoff.

Eventmarketing zu früher Stunde

Event-Frühstück

Kurzfilm Am Mittwoch, 29. Februar, war es endlich so weit: Die Gewinner des „Austria 9 Shorts Kurzfilmfestivals“ wurden präsentiert und im Rahmen eines Abschlussevents im Studiocafé am Gelände der Rosenhügel-Filmstudios gefeiert. Conrad Heberling, Austria 9Chef, begrüßte zahlreich geladene Gäste auf „historischem Boden, auf dem schon Paula Wessely und Hans Moser gewirkt haben“ und bedankte sich bei den Sponsoren, den Jurymitgliedern und allen Mitwirkenden des Austria 9 Shorts Kurz-Filmfestivals für ihr großes Engagement und ihre Unterstützung. Besonderer Dank galt aber den Filmschaffenden selbst, deren außergewöhnliche Filme nicht nur durch die Ausstrahlung in der Prime Time gewürdigt wurden, sondern auch großes Zuschauerinteresse und mediale Aufmerksamkeit auf sich zogen. Bevor die Preise vergaben wurden, verlas die Jury-Präsidentin Ines Häufler die Begründung der Jurymitglieder In der ORF-Funkhausgalerie und überreichte gemeinsam in Graz stellt derzeit der Film­ mit Creative Director und Proregisseur Peter Patzak Bilder jektleiter Georg Csarmann die aus zehn Zyklen, zwischen 1980 Preise. Im Anschluss wurde und heute, aus. Die Ausstellung die Fernsehübertragung der ist noch bis 15. April zu sehen. vier Gewinnerfilme auf einer Leinwand verfolgt. (fej)

Gert Zaun­ bauer, Fach­gruppen­ obmann der WKNÖ.

Info-Schmaus Gert Zaunbauer, Fachgruppenobmann der WKNÖ Freizeitbetriebe, lud am 28. Februar die Eventmarketingbranche zu einem informativen Event-Frühstück nach Altlengbach. Diese künftig regelmäßig stattfindende Informationsveranstaltung schien auf fruchtbaren Boden zu fallen, da eine beträchtliche Anzahl der niederösterreichischen Eventprofis anzutreffen war. Zum Thema „Recht im Eventmarketing“ referierte Klaus Vögl (WKW Fachgruppe Tourismus & Freizeitwirtschaft). Ein weiteres „trockenes“ Thema gab Martina Schrittwieser (WKW Finanzpolitik) zum Besten; unter dem Titel „Was darf die neue Finanzpolizei?“ hat man auch von ihr erfahren, welche Rechte und Pflichten ein Eventveranstalter aus der Sicht der Finanz hat. Über die emotionale Kraft des Eventmarketings sprach in weiterer Folge Matthias Koch (www.eventnet.at). Schlussendlich waren sich alle einig: Eventmarketing soll begeistern. Am Weg dorthin sind sowohl rechtliche wie auch Finanzvorschriften ein notwendiges Muss und oft auch ein Schutz für die Branche. (fej) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Gegenwehr Überregulierung schadet der Wirtschaft und den Konsumenten

anno dazumal

Schutz vor Datenschützern Selbstbestimmung Jeder von uns kennt die Geschichte mit dem Krümmungsgrad der EU-Banane. Europaweit sind sich viele Menschen einig, dass eine bürokratische Überregulierung nicht dem Schutz der Konsumenten dient, sondern der Selbstbestimmung und der Wirtschaft schadet. Unter diesem Aspekt reagiert der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) auf den aktuellen Entwurf der EU-Datenschutzverordnung bestürzt. Die Verordnung soll unter anderem die Verwendung öffentlich zugänglicher Daten für Marketingzwecke oder das Speichern von Kundenprofilen verbieten, ohne im Vorhinein die ausdrückliche Zustimmung des Verbrauchers eingeholt zu haben. Die Form der Zustimmung soll ebenfalls erschwert werden. Werbetreibenden Unternehmen drohen durch die geplante Verordnung massive Umsatzeinbrüche, was in Folge zum Abbau von Arbeitsplätzen führt und die Kommunikationsbranche gefährdet. Der DMVÖ steht für Datenschutz und die Wahrung der Privatsphäre der Konsumenten, tritt aber auch für die Selbstbestimmung der Marktteilnehmer ein. In diesem Sinne setzt der Verband alles daran, gemeinsam mit seinen nationalen und internationalen Partner-Verbänden die geplante EU-Verordnung in dieser Form zu verhindern. Der DMVÖ kämpft für eine ausgewogene EU-Datenschutzverordnung und lehnt eine Überregulierung und Bevormundung von Unternehmen und Verbrauchern entschieden ab. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Karriere präsentiert von

Simone Kraft, Winpin

© adsandbrands

Anton Jenzer ist Präsident des DMVÖ und ­Geschäftsführer der Anton Jenzer Consulting GmbH.

© Schober Information Group Österreich

3

Verfeinerte Rauchkultur ... Diese Werbekampagne wurde von der Imperial Tobacco Group am 28. Jänner 1962 geschaltet. Mit dem Anzeigentext „Astor – Rendezvous der Prominenz: Winterliches Pferderennen St. Moritz“ wurde versucht, die Exklusivität der Zigarettenmarke in den Vordergrund zu rücken. Dabei bedient man sich nicht nur anhand des Nobelskiorts, sondern auch anhand der Aufzählung des sportliebenden Hochadels.

Neubesetzung Mit dem 1. März übernimmt die Brancheninsiderin Simone Kraft die Geschäftsleitung. Das langjährige Mitglied der Geschäftsleitung der twyn group war von Anfang an von Winpin überzeugt.

© Simone Kraft

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

1


retail medianet

inside your business. today. DIENStag, 6. März 2012 – 15

Schlecker prüft eine Auffanggesellschaft für seine Mitarbeiter  Seite 18

Nivea Sun Pure & Sensitive und Sun Protect & Bronze Spray, L’Eau d’Issey Eau de Toilette und iQ Cosmetics Shadow Stick Mono. Seite 19

Green & red Panther

Erfrischender Aufstieg

Starkicker Michael Konsel lanciert eine eigene Wein-Edition  Seite 18

André Schroeder wurde Geschäftsführer von Johnson & Johnson  Seite 20

© J&J

brücken-plan

© ms. foto.group

© dpa/S. Puchner

© Beiersdorf

gut geschützt

Der „Bio-Schmäh“ und der getäuschte Kunde

© Zwettler/Bill Lorenz

short

Spezialitätengetränke Der Gesamtumsatz der von Karl Schwarz geführten Zwettler Brauerei stieg 2011 um 4% auf 21,8 Mio. € an. Zuwächse gab es sowohl im LEH – um 3,5% – als auch gegen den Branchentrend in der Gastronomie: um 2,5%. Treibende Kräfte waren Spezialitäten wie Bio-Bier, Premium-Pils oder Radler. Seite 18

Fruchtiger Zuwachs Dass die Waldquelle trotz eines insgesamt bescheidenen Mineralwasserjahrs 2011 ein Umsatzplus von 10,7% erreicht hat, ist laut GF Herbert Czech vor allem auf den Boom im NearWater-Segment zurückzuführen, genauer der „Waldquelle Frucht“ mit dem Geschmack heimischer Früchte. Seite 18

© Pascal Violo

© Waldquelle

Interview Der Buch­ autor und Agrar­ biologe Clemens G. Arvay sorgte mit sei­ ner Veröffentlichung über Bio-Produktions­ bedingungen bei den heimischen Handels­ unternehmen für ein Raunen in der BioBranche.  Seite 16

Kartellrecht Brau Union, Ottakringer und Stiegl müssen wegen C&C-Nichtbelieferung insgesamt 1,11 Mio. € zahlen

LATEST NEWS Starbucks tut sich in Österreich schwer, sieht aber großes Potenzial +++ Küchenausrüster WMF steht vor dem Verkauf +++ Deutscher Versandhandel macht den stärksten Umsatz im Modegeschäft +++ Fertiggerichtespezialist Knorr präsentiert seine Chefköche unter www.medianet.at/retail

Wien. Das Kartellgericht hat Brau Union, Ottakringer und Stiegl zu insgesamt 1,11 Mio. € Strafe verurteilt, weil die Bierhersteller mit einer lebensmittelhygienischen Begründung seit 1999 kein Fassbier an Cash&Carry-Märkte abgegeben haben. Dies gab Theodor Thanner, Chef der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), am gestrigen Montag bekannt. Es sei gut, dass das Verfahren zu Ende sei, „das ermöglicht es uns, Kapazitäten für andere Gebiete freizumachen. Dass sich ein Kartellverfahren nicht jahrelang zieht, ist im Interesse aller Beteiligten“,

sagte Thanner. Konkret hatte der Brauereiverband 1999 beschlossen, wegen Qualitäts- und Hygienebedenken Großverbrauchermärkte nicht mehr mit Fassbier zu beliefern. Das wurde vom Kartellgericht im Februar 2012 für nicht zulässig befunden, Marktführer Brau Union wurde zu 750.000 €, Ottakringer zu 190.000 € und Stiegl zu 140.000 € Strafe verurteilt. Das Urteil ist laut BWB rechtskräftig. Folder und Infoveranstaltungen sollen Lieferanten über die „geänderte Rechtsprechung“ informieren. Mehr zu den Ermittlungen der BWB auf einer anderen Baustelle auf Seite 17

© Thorben Wengert/pixelio.de

© dpa/Sebastian Widmann

Bier: Wettbewerbshüter verhängen Strafe

Das Kartellgericht hat drei heimische Brauereien zu Geldstrafen verurteilt.


ti t e l s t o r y

16 – medianet retail

Dienstag, 6. März 2012

Cle mens G. Ar vay © Zagyva, Ueberreuther

Buchautor „Der große Bio Schmäh“ „Die Desinformation, die derzeit am Bio-Markt herrscht, müsste wieder durch mehr Information ersetzt werden.“

Interview Agrarbiologe Clemens G. Arvay hat mit seinem Buch „Der große Bio-Schmäh“ für Aufruhr im österreichischen Handel gesorgt

„Im Bio-Markt wird das Vertrauen der Konsumenten ausgenutzt“ Aktuell gehe es um die Frage, ob die Verbraucher diese „Desinformation“ letztlich akzeptieren können. Christian Horvath

Wien. Der Biomarkt ist im Umbruch. 2011 kam es bei den Verkäufen von Frischwaren erstmals zu einem Umsatzrückgang, der heimische Verkauf von Bio-Lebensmitteln scheint bei einer Milliarde Euro seinen Zenit erreicht zu haben. Der Biomarkt ist aber auch in heller Aufregung, weil seit einigen Wochen das Buch „Der große BioSchmäh – wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen“ des Agrarbiologen Clemens G. Arvay die Leser über die Produktionsbedingungen bei „Ja! Natürlich“, „Natur*Pur“ und „Zurück zum Ursprung“ informiert und mit der bislang gepflegten Alm- und Bergbauern-Idylle aufräumt. medianet: Herr Arvay, Ihr Buch war in fast allen Medien und hat für einige Aufregung gesorgt. Sie prangern darin die Produktionsmethoden der Handelskonzene innerhalb deren jeweiligen BioEigenmarken an. Wie waren die Reaktionen? Clemens G. Arvay: Öffentliche Reaktionen gab es eigentlich keine, außer von ‚Ja! Natürlich‘ einen ganz kurzen Blog-Eintrag. Der Beitrag geht aber überhaupt nicht auf das Buch ein, er wirkt so, als müsste das Unternehmen einfach etwas sagen. Von ‚Natur Pur‘ gab es überhaupt keine Reaktion und von ‚Zurück zum Ursprung‘ keine öffentliche, aber sehr wohl eine, die man als Insider erkennt: Es gab auf der Homepage eine formale Änderung beim Versprechen des Konzerns, dass alles Saatgut aus Österreich stamme. Ich habe in dem Buch beweisen können, dass große Teile des Saatguts jedoch von niederländischen Saatguthandelsfirmen stammen – eine sehr schwache Reaktion, meiner Meinung nach. Man will das Versprechen halten, weil es gut klingt, aber es stimmt noch immer nicht.

medianet: Der Verband Bio Austria wirft Ihnen in einer Stellungnahme vor, die Verbraucher mit Ihrem Buch zu verunsichern. Arvay: Mir persönlich wird vorgeworfen, dass ich die Konsumenten verunsichere. Ich habe in dem Buch die Aussagen von Werbung und Marketing der großen Handelskonzerne hergenommen und das gegenübergestellt, was in der Realität vorzufinden ist. Wenn das zu einer Verunsicherung der Konsumenten führt, bin nicht ich dafür verantwortlich. medianet: Weiters wird kritisiert, dass Sie von einer Konventionalisierung des Öko-Landbaus sprechen ... Arvay: Es ist absolut legitim, von einer Konventionalisierung zu sprechen. 2008 hat Bio Austria auf einem Kongress selbst vom Problem der Konventionalisierung gesprochen. Es scheint, als würde man nur hinter vorgehaltener Hand darüber sprechen dürfen, nur bitte nicht in der Öffentlichkeit. Das schadet wohl dem Ruf. medianet: Angesichts dessen, dass Sie nicht mit Klagen eingedeckt respektive das Buch mit keiner einstweiligen Verfügung aus dem Handel genommen wurde, lässt sich erkennen, dass es keine Unwahrheiten beinhaltet ... Arvay: Das Buch ist juristisch geprüft, alles ist belegbar. Wenn etwas vorkommen würde, das falsch wäre, gäbe es schon längst eine einstweilige Verfügung. Das Buch ist jetzt aber schon seit mehr als einem Monat im Handel. medianet: Sie werfen den Handelskonzernen vor, dass die Bio-Lebensmittel de facto kaum etwas damit gemein haben, was man landläufig als ‚biologisch‘ ansieht. Arvay: Einer meiner größten Kritikpunkte an den Handelskonzernen ist diese Desinformation, diese

irreführenden Versprechen, die bei ‚Bio‘ besonders gut funktionieren, weil man geneigt ist, denen zu glauben. Bio ist mit viel Idealismus verbunden und im Bio-Markt wird das Vertrauen der Konsumenten auf gewisse Weise ausgenutzt. medianet: Ihnen wurde auch vorgehalten, dass Sie indifferente Vorwürfe erheben.

„Jede Idee, die wissen­schaftlich oder ­ökologisch im ­Kommen ist, wird sofort für Marketing­ zwecke vereinnahmt.“ Clemens g. arvay

Arvay: Was ich nicht will, ist zu sagen: Supermärkte sind böse. Punkt. Das Buch analysiert, wie die Realität des Biomarkts in den Händen der Supermarktkonzerne aussieht. Es werden die Abweichungen von der Werbung und von den Konsumentenerwartungen aufgezeigt. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Konsumenten das akzeptieren oder nicht. medianet: Die Handelskonzerne haben dafür gesorgt, dass BioProdukte heute überall erhältlich sind. Arvay: Der Einstieg der großen Handelskonzerne in den 1990erJahren hat zwar zu einer Verbreitung der Bio-Idee geführt, es kam aber auch dazu, dass auf den BioBauern die selben Zwänge lasten wie auf der konventionellen Landwirtschaft.

medianet: Würden Ihrer Meinung nach strengere Kriterien etwa bei den Bio-Verordnungen zu einem Umdenken führen? Arvay: Die Bio-Verordnungen sind Minimal-Anforderungen, die natürlich mitgeprägt sind von bestimmten Interessen. Es gibt konventionelle Betriebe, die nachhaltiger und tiergerechter wirtschaften als so mancher große, industrialisierte Bio-Betrieb, weil diese EU-Verordnungen eben so viel Spielraum lassen. Es gibt Betriebe, die haben das EU-Biosiegel, produzieren aber nicht nachhaltig. Es wäre wichtig, in diesem Punkt das Bewusstsein der Konsumenten zu schärfen. medianet: Gibt es heute noch einen Supermarkteinkauf mit einem guten Gewissen? Arvay: Heute sind viele Supermarktkonzerne dazu übergegangen, statt Produkten gutes Gewissen zu verkaufen. ‚Greenwash‘ greift ja bei den Konzernen um sich. Man inszeniert sich als Akteur der Öko-Bewegung, als besonders nachhaltig, zeigt aber meistens nicht, wie diese Versprechen zustandekommen. Kurzum: Man kann im Supermarkt mit gutem Gewissen einkaufen; leider ist es ein gekauftes gutes Gewissen, das oft nicht gerechtfertigt ist. medianet: Was sind die Alternativen zu den Bio-Produkten des Handels? Arvay: Die Alternativen sind, sich an Anbieter zu wenden, die noch in einem dezentralen Netzwerk eingebunden sind. Es ist ja nicht so, dass nur die drei großen Handelskonzerne ganz Österreich ernähren können. Mir wird ja auch immer vorgeworfen, dass ich zurück will in die 1990er-Jahre. Das Gegenteil ist der Fall: Ich will vorwärts. ‚Angepasste Technologie‘ ist ein zentrales Schlüsselwort der modernen Humanökologie. Daneben brauchen wir ein dezentrales, krisensicheres Vermarktungs- und

Verteilungsnetzwerk. Es muss zu einer Trendumkehr kommen, wonach immer weniger Betriebe immer größere Mengen bereitstellen. Dafür braucht es wiederum eine Aktivierungsenergie beim Endkonsumenten. Der Bio-Massenmarkt ist am Ende. Manche Produzenten sagen, dass sie so lange Bio-Produkte machen, so lange es sich verkauft, so lange sich die Nische besetzen lässt. Bio in den Händen der Handelskonzerne bedeutet, dass Bio sich nie aus diesem Nebenschauplatz des Marktes herauslösen wird können. medianet: Angesichts dessen, dass der Bio-Markt heute mit relativ stagnierenden Umsätzen ausgereizt scheint: Was kommt nach dem großen Bio-Schmäh? Arvay: Begriffe, die auch im ökologischen Sinne gut ankommen, werden vom Handel vermarktet. Das wird so bleiben, außer die Konsumenten steigen aus diesem Spiel aus. Hofer hat jetzt die Idee der Lebensmittel-Souveränität aufgegriffen. Damit sollen Konsumenten ein Mitbestimmungsrecht über die sozial und ökologisch gerechte Lebensmittelproduktion erhalten. medianet: Eine im Grunde ‚nachhaltige‘ Idee. Arvay: Jede Idee, die sozusagen wissenschaftlich oder ökologisch im Kommen ist, wird sofort für Marketingzwecke vereinnahmt; dadurch verändert sich die Idee. Es hat ja mit Lebensmittel-Souveränität wirklich gar nichts zu tun, bei Hofer, Billa oder Spar einkaufen zu gehen. Trotzdem wird dieses Wort im Marketing jetzt schon benutzt. Biodiversität ist ein weiterer Begriff aus der Wissenschaft, der im Marketing furchtbar entstellend gebraucht wird. Die Desinformation, die derzeit herrscht, müsste wieder durch Information ersetzt werden. Eigentlich werden die Konsumenten derzeit für dumm verkauft.


t h e m a : w e t t b e w erb sr e c h t

Dienstag, 6. März 2012

medianet retail – 17

Vermutete Preisabsprachen Die Durchsuchungen in der Rewe-Zentrale dauern an, Ermittlerteam ist vergangene Woche fĂźndig geworden

BehĂśrde wird bei Rewe fĂźndig

Material ist bei Gericht

Š Billa/APA-Fotoservice/Rambauske

Die Stimmung, die bei den Durchsuchungen in der Rewe-Zentrale in Wiener Neudorf herrscht, sei alles andere als kooperativ, wie BWBSprecher Stefan Keznickl erklärt: „Das Verhalten ist sehr aggressiv, von Entgegenkommen gibt es keine Spur.“ Man sei bemĂźht, die Durchsuchungen so rasch wie mĂśglich abzuschlieĂ&#x;en. Das bis dato gefundene, relevante Material liegt versiegelt beim Kartellgericht, analysiert werden konnte es noch nicht. BWB-Chef Thanner nahm auch Stellung zu den Aussagen des Handelxexperten und WU-Professors Peter Schnedlitz, der der BehĂśrde vorwarf, dass es sich bei der Razzia um eine PR-Aktion handle. Dem sei nicht so, so Thanner, der auf den gerichtlich genehmigten Hausdurchsuchungsbefehl verwies. Ein solcher werde nur bei einem begrĂźndeten Verdacht gewährt. Auf die Frage, ob das Vorgehen mit der bis Mitte März laufenden, regulären Ausschreibung fĂźr den Spitzenposten in der BWB zu tun

habe, antwortete Thanner, es sei nicht das erste Mal, dass die BWB gegen den Lebensmitteleinzelhandel ermittle.

„Mediale Vorverurteilung“ Die Rewe nahm am Montag in einer Aussendung Stellung zum Thema. „Wir waren von Anfang an kooperativ und haben der BehĂśrde Zugang zu allen Dokumenten und Daten gewährt. Die Länge des Verfahrens ist in anderen Ursachen zu suchen“, so Unternehmenssprecherin Corinna Tinkler. Leider, so Tinkler weiter, sei die BehĂśrde von Anfang an nicht besonders koordi-

niert vorgegangen. Das unterstellte aggressive Verhalten weist sie dezidiert zurĂźck: „Es ist in unserem Sinne, dass die Durchsuchung bald abgeschlossen wird. Dann kĂśnnen wir unseren normalen Geschäftsverlauf endlich wieder aufnehmen.“ Dass die WettbewerbshĂźter die Hausdurchsuchung offiziell bestätigt haben, passt der Handelsorganisation ebenfalls nicht. Das sei „mediale Vorverurteilung“ und „Rufschädigung“, so die Konzernsprecherin, die die WettbewerbsbehĂśrde zur Wahrung der gesetzlichen Amtsverschwiegenheit auffordert.  (APA/no)

BWB-General Theodor Thanner will die Untersuchungen schnell zu Ende bringen.



&MXXIFIEGLXIR7MIHEWWYRWIVI%VXMOIPRYVMRFIKVIR^XIV%R^ELP^YV:IVJĂšKYRKWXILIR7SPPXIRFIWXMQQXI4VSHYOXIXVSX^YRWIVIVWSVKJĂ‚PXMKIR4PERYRKEYJKVYRHYRIV[EVXIX LSLIV2EGLJVEKIYRXIV9QWXĂ‚RHIRWGLSREQIVWXIR%OXMSRWXEKEYWZIVOEYJXWIMRFMXXIR[MVYQ-LV:IVWXĂ‚RHRMW%FKEFIRYVMRLEYWLEPXWĂšFPMGLIR1IRKIR-VVXĂšQIVZSVFILEPXIR

Wien. Die seit gut einer Woche laufenden Hausdurchsuchungen der BundeswettbewerbsbehĂśrde (BWB) bei der Rewe dauern weiter an und sind auf einen zweiten Standort der Handelsorganisation in Inzersdorf ausgeweitet worden. Einen ersten Fund hat die BWB bereits zu verbuchen: „Unser Team hat toll gearbeitet, wir wollen noch vor Ostern den ersten Antrag ans Kartellgericht stellen“, sagte BWB-Chef Theodor Thanner der Kronen Zeitung. In einem Gespräch am gestrigen Montag in Wien klärte die BehĂśrde Journalisten Ăźber die HintergrĂźnde der Ermittlungen auf. Demnach sei man in dieser Causa schon seit letztem Sommer aktiv und habe regelmäĂ&#x;ig mit Auskunftsverweigerungen und Hintertreibung der Ermittlungen zu kämpfen. Einen einzelnen Kronzeugen gibt es nicht, die Erhebungen stĂźtzen sich auf Aussagen von 30 Auskunftspersonen. Vermutet werden illegale Preisabsprachen bei einem „sehr breiten Spektrum an Produktgruppen“, wie BehĂśrdensprecherin Veronika Haubner erklärt. Bereits im Februar 2008 kam der Verdacht auf, der Anstieg der Nahrungsmittelpreise um 4,1 Prozent kĂśnne an Absprachen liegen. Die Rewe wies alle Anschuldigungen zurĂźck. Vier Monate später ermittelten die WettbewerbshĂźter schlieĂ&#x;lich gegen Rewe und auch gegen Hofer, Spar und den Verband Ă–sterreichischer Milchverarbeiter (VĂ–M). Grund waren vermutete Preisabsprachen bei Milch, bei Einvernahmen konnten allerdings nicht genĂźgend Hinweise fĂźr eine Anklage gesammelt werden.

Š BWB/Foto Wilke

Breites Produktspektrum betroffen, 30 Auskunftspersonen sind im Spiel.

'DPHQ%DVLF76KLUWVLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH 'DPHQ%DVLF-HDQVLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ:DVFKXQJHQXQG*UÚćHQMH 'DPHQ3DQW\HU3DFNLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH +HUUHQ6W\OH-HDQVLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ:DVFKXQJHQXQG*UÚćHQMH +HUUHQ6OLSVHU3DFNLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH +HUUHQ/L]HQ]%R[HUVKRUWVPLWYHUVFKLHGHQHQ/L]HQ]PRWLYHQLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH +HUUHQ+HPGHQIDUELJHU3DFN)DUEHQVFKZDU]GXQNHOEODXXQGJUDXPHODQJHLQYHUVFKLHGHQHQ*UÚćHQMH .LQGHU%DVLF76KLUWVLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH .LQGHU6HWVEHVWHKHQGDXV2EHUXQGSDVVHQGHP8QWHUWHLOLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH .LQGHU%DVLF/DQJDUPVKLUWVLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH %DE\.XU]DUPKHPGHQLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH %DE\6RPPHUKRVHQLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH %DE\-HDQVKRVHQLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH %DE\/DQJDUPKHPGHQLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH %DE\%DVLF-RJJHUWOJEHVWHKHQGDXV2EHUXQGSDVVHQGHP8QWHUWHLOLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH %DE\%DVLF+RVHQLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH %DE\%DVLF76KLUWVLQYHUVFKLHGHQHQ8QLIDUEHQ0RGHOOHQXQG*UÚćHQMH %DE\%DVLF6KRUWVLQYHUVFKLHGHQHQ8QLIDUEHQ0RGHOOHQXQG*UÚćHQMH 0LQLEDE\%DVLF1LFNL6WUDPSOHURKQH$UPLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH 0LQLEDE\%DVLF1LFNL6WUDPSOHU/DQJDUPLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH 0LQLEDE\1LFNL6HWVWOJEHVWHKHQGDXV2EHUXQGSDVVHQGHP8QWHUWHLOLQYHUVFKLHGHQHQ0RGHOOHQ)DUEHQXQG*UÚćHQMH +DQGWÄ‘FKHUHU3DFNLQYHUVFKLHGHQHQ)DUEHQ0DćHFD[FPMH /LHJHWÄ‘FKHULQYHUVFKLHGHQHQ)DUEHQ0DćHFD[FPMH 6SDQQEHWWODNHQLQYHUVFKLHGHQHQ)DUEHQ0DćHFD[FPMH 6SDQQEHWWODNHQLQYHUVFKLHGHQHQ)DUEHQ0DćHFD[FPMH 6SDQQEHWWODNHQLQYHUVFKLHGHQHQ)DUEHQ0DćHFD[FPMH

                         

%HWULIIWQXUDXVJHZĂƒKOWH$UWLNHO

Rewe-Sprecherin Corinna Tinkler: „Waren von Anfang an kooperativ.“

(LQH)LOLDOHLQ,KUHU1ĂƒKHÄ&#x;QGHQ6LHXQWHUZZZNLNWH[WLOLHQFRPĹ?)Ä‘UGHQ1HZVOHWWHUHLQIDFKDQNOLFNHQXQGDXIGHP/DXIHQGHQVHLQ .L.7H[WLOLHQXQG1RQ)RRG*HVPE+Ĺ?$OEHUW6FKZHLW]HU*DVVHĹ?$:LHQ


r e ta i l & p r o d u c e r s

18 – medianet retail

Zwettler Bier Umsatzwachstum vor allem in der Gastronomie generiert und durch innovative Spezialitäten bei Radlern

short

Zwettler-Exportmarkt Wien

Einzelhandel setzt im Jänner weniger um Brüssel. Österreichs Einzelhandel hat im Jänner ein Minus von 0,1 Prozent verzeichnet. Dagegen gab es im Euroraum gegenüber dem Dezember 2011 ein Plus von 0,3 Prozent und in der EU-27 sogar einen Anstieg um 0,4 Prozent, geht aus den am Montag veröffentlichten Daten von Eurostat hervor. Der Absatz von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren stieg im Jänner 2012 gegenüber Dezember 2011 im Euroraum um 0,6 Prozent.  (APA)

Für das laufende Jahr ist eine Investition von 8,1 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts geplant. Wien/Zwettl. Die Privatbrauerei Zwettl freut sich über ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2011: Der Gesamtumsatz des Waldviertler Familienunternehmens stieg 2011 um 4% auf 21,8 Mio. € an. „Das erfolgreichste Jahr seit Unternehmensgründung liegt hinter uns“, freut sich Inhaber Karl Schwarz. Zwettler verkaufte 2011 umgerechnet 60 Mio. Seidel Bier. Rund 250.000 Flaschen werden an jedem Produktionstag in der Brauerei abgefüllt. Gegen den Branchentrend konnte vor allem der Absatz in der Gastronomie um 2,5% erhöht werden; im Branchenschnitt liegt Zwettler beim Absatz im LEH, der sich um 3,5% erhöhte. Ein besonderes Highlight für das Unternehmen ist, dass die Wiener Gastronomie stark zulegte und über 100 Neukunden in Wien und Umgebung gewonnen werden konnten. Punkten kann Zwettler dabei vor allem mit Spe-

© Zwettler/Bill Lorenz

Tesco will 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen

© Tesco

Dienstag, 6. März 2012

Stolzer Firmenchef mit Ausbauplänen: Karl Schwarz von der Zwettler Brauerei.

zialitäten: drei völlig unterschiedliche Produkte kristallisierten sich als überaus erfolgreich heraus: „Radler Naturtrüb“, „Saphir“ und „Zwickl Bier“ vom Fass. Dazu kommt noch ein weiterer Shootingstar: das „Hadmar Bio-Bier“, das von der Bierwerkstatt Weitra abgefüllt wird. Und ab April wird es eine völlig neue Innovation im LEH geben: den „Zwetschken-Radler“. Mit den innovativen Radler-Mischungen will Zwettler vor allem neue Zielgruppen, wie junge Menschen und Frauen, gewinnen. Damit all das machbar und produzierbar ist, investiert die Brauerei-Familie im Jahr 2012 8,1 Mio. € in den Ausbau des Standorts – das größte Projekt bisher. Dabei geht es um die Erneuerung wesentlicher Anlagenteile im Bereich der Füll- und Filtrationstechnik sowie die technische Vorbereitung auf eine zukünftige LimonadenProduktion.  (red)

Schwenk: Tesco reagiert auf Kritik an seinem Praktikantenprogramm.

Künftig Alkohol bei Migros?

Umsatzplus mit Apfel und Birne

Neun Prozent bei Near-Water „2011 war kein aufregendes Mineralwasserjahr“, bilanziert Czech und verweist auf den verregneten Juli, der die Prognosen der Abfül-

ler zunichte machte. Der österreichische Markt wuchs schließlich um + 2,4% auf nahezu 500 Mio. l (ohne Near Water-Getränke). Die Waldquelle steigerte ihren Output (einschließlich Frucht-Linie und Traubisoda) auf 153 Mio. l. Ihre Umsätze stiegen von 22,4 Mio. € auf 24,8 Mio. €, was einem Umsatzplus von 10,7% entspricht. Der Waldquelle-Marktanteil im heimischen LEH liegt laut Czech nunmehr bei 22,3%, im Near-Water-Bereich bei 9%, erreicht vor allem durch die Sorten Apfel/Melisse, Birne/Holunder und Waldbeeren. Czech ist davon überzeugt: „Der Near Water-Bereich hat die größte Dynamik, weil die Konsumenten geschmackliche Abwechslung schätzen.“  (red)

Zürich. Migros-Präsident Claude Hauser denkt im Interview mit der Schweizer Zeitung Der Sonntag über ein Ende des Alkoholverbots nach. Denn bereits heute verkauft Migros über verschiedene Kanäle Alkohol – von Migrolino, Globus bis hin zu Denner und LeShop. Hauser: „Der Wein ist nichts Schädliches, zumindest bei ihm – ich spreche nicht von Bier oder Spirituosen – gibt es eigentlich keine Rechtfertigung für ein Verbot (...). Problematisch finde ich, wenn Coop den Jungen in ihren Shops auch spät in der Nacht Alkohol verkauft. Aber Wein in den Regalen zu haben, mit Schweizer Weinbauern zusammenarbeiten: Das wäre absolut unproblematisch.“  (red)

© Waldquelle

Wien/Kobersdorf. Österreichs zweitgrößter Mineralwasserbrunnen, die Kobersdorfer Waldquelle, hat auch 2011 beim Umsatz zulegen können. Dafür verantwortlich ist vor allem die neue Produktlinie „Waldquelle Frucht“, die den Marktanteil im Near Water-Segment binnen eines halben Jahres verdreifachen konnte. „Wir waren in diesem Bereich die einzige Marke außer den Eigenmarken des Handels, die zulegen konnte“, freut sich Geschäftsführer Herbert Czech.

Herbert Czech mit Waldquelle im Plus.

Weine Ex-Starkicker präsentiert Green und Red Panther

Drogerien Insolvente Kette plant Transfergesellschaft

Wien/Feuersbrunn. Ex-Fußballstar und Tausendsassa Michael Konsel bringt gemeinsam mit dem Feuersbrunner Winzer Clemens Strobl eine eigene Weinlinie auf den Markt. Die edlen Rebensäfte heißen „Green Panther“ und „Red Panther“. Der Weißwein ist ein typischer Vertreter der heimischen Paradesorte Grüner Veltliner, der Rotwein eine Cuvée aus Zweigelt, Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Merlot,. Die auf wenige Hundert Flaschen

Hamburg. Die insolvente deutsche Drogeriemarktkette Schlecker sucht einem Bericht zufolge unter Hochdruck nach Überbrückungskrediten für eine Transfergesellschaft zur Qualifikation und Vermittlung entlassener Beschäftigter. Für die fast 12.000 Angestellten, die Schlecker im März entlassen müsse, seien rund 70 Mio. € nötig, berichtete am Sonntag der Spiegel. Bisher fehle jedoch eine Zusage der Politik oder von Banken für eine Zwischenfinanzierung.

Michi Konsel lanciert Wein-Edition Schlecker: Suche nach Krediten

© Walmart

Wal-Mart prescht beim mobilen Bezahlen vor

US-Einzelhandelsriesen forcieren das Bezahlen mit dem Smartphone.

limitierte Kleinserie ist in Kürze im Handel erhältlich, preislich bewegt sich die Flasche von 14,90 € aufwärts. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes, nun einen eigenen Wein zu haben“, erzählt der ehemalige Kicker. „Ich habe in Feuersbrunn bei der Flaschenfüllung selbst mitgearbeitet“, so Konsel weiter. Für das Design zeichnete sich das Werbeagenturnetzwerk Strobl)Kriegner Group verantwortlich.

Arbeitslosigkeit um bis zu einem Jahr hinauszögern. Die Beschäftigten erhalten bis zu 100% ihres alten Lohns. Geiwitz sucht aktuell nach einem Investor, der die verbleibenden Filialen der insolventen Drogeriemarktkette weiterführt und modernisiert. Es laufe eher auf einen Finanzinvestor als auf einen strategischen Partner wie eine andere Drogeriekette oder ein Handelsunternehmen hinaus.  (APA)

Prost: Clemens Strobl und Michael Konsel stoßen mit Green & Red Panther an.

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte am Mittwoch angekündigt, dass bis zu 11.750 der 25.000 Arbeitsplätze bei Anton Schlecker und Schlecker XL wegfallen sollen. Von den derzeit 5.410 Filialen mit dem SchleckerLogo sollen nur rund 3.000 übrig bleiben. Schlecker Österreich ist von dem Kahlschlag vorerst nicht betroffen, wurde Mitte der Woche versichert. Hierzulande beschäftigt die Kette knapp 3.000 Mitarbeiter in 931 Filialen. In einer Transfergesellschaft lässt sich der Beginn der

© dpa/Stefan Puchner

Kahlschlag in Deutschland

© ms. foto.group

New York. Das Rennen um das zukunftsträchtige Bezahlen mit dem Smartphone gewinnt an Fahrt. Nach Banken, Kreditkartenanbietern, Telekommunikationskonzernen, Onlinebezahldiensten und dem Internetschwergewicht Google nehmen sich nun die beiden US-Handelsriesen Wal-Mart und Target des Themas an. Das Bezahlen per Smartphone läuft über einen sogenannten NFCFunkchip, der im Handy steckt. Der Chip kommuniziert mit der Kasse. Eine Kredit- oder Bankkarte ist nicht mehr nötig.

Tabubruch Neue Schweiz

Waldquelle Gesamtumsatz von 24,8 Mio. € entspricht einem Umsatzplus von 10,7%

London. Nach massiver Kritik wegen eines umstrittenen Praktikantenprogramms für junge Arbeitslose will der britische Einzelhandelsriese Tesco binnen zwei Jahren 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Tesco kündigt an, den Kundendienst ausbauen zu wollen, neue Filialen zu eröffnen und alte Geschäfte zu renovieren. Dabei habe Tesco vor allem junge Arbeitslose im Blick und wolle 10.000 neue Lehrstellen schaffen. Das Unternehmen war in den vergangenen Wochen in die Bredouille geraten, weil es sich an einem Regierungsprogramm beteiligt hatte, bei dem arbeitslose Jugendliche ein unbezahltes, bis zu acht Wochen langes Praktikum absolvieren mussten, um weiter Arbeitslosengeld zu bekommen. Kritiker warfen dem Unternehmen Zwangsarbeit vor, woraufhin Tesco aus dem Programm ausstieg. Die Handelsorganisation ist mit mehr als 290.000 Angestellten der größte private Arbeitgeber in Großbritannien.

Schlecker versucht seiner Belegschaft mit einer Transfergesellschaft zu helfen.


p r o d u c t n e ws

Dienstag, 6. März 2012

medianet retail – 19

Sonnenpflege für sensible Haut, Shadow Stick in trendy Farben Product News Nivea Sun Pure & Sensitive und Sun Protect & Bronze Spray, L’Eau d’Issey Eau de Toilette und iQ Cosmetics Shadow Stick Mono.

Die auf sensible Haut abgestimmte „Sensitive“-Linie schützt die Haut mit UVA/UVB Schutzfiltern und ist frei von Konservierungs-, Duft- und Farbstoffen. Pflegendes Aloe Vera schützt die Haut vor oxidativem Stress. Die neuen SonnenSprays ziehen in Sekundenschnelle ein und bieten sofortigen Schutz auf Knopfdruck. Die Sun Protect- & Bronze-Formel mit einem Extrakt aus der Süßholzwurzel aktiviert die hauteigene Melanin-Produktion. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

© Beiersdorf; Beauté Prestige Int.

L’Eau d’Issey Sommer Eau de Toilette 2012 – das ist ein blautransparenter Flakon mit grünen Palmenblättern; Aromen von Rosenblättern und Birne verströmen ihre sanfte Frische. Pfingstrose und Nelke geben dem Duft eine würzige Sinnlichkeit. Osmanthus und Edelhölzer unterstreichen die samtigen Noten. Der Duft legt sich wie ein Schleier auf die Haut, als wolle er sie streicheln.

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Kontakt

Launch L’Eau d’Issey Sommer Eau de Toilette 56 € 100 ml Beauté Prestige International GmbH Beauté, Tel.: 01/581 25 04 30

iQ Cosmetics neue Farben

jetzt den l e m n a Termine medianet Drachenboot Cup OST

Wien, Samstag, 16. Juni 2012

medianet Drachenboot Cup SÜD

Graz, Samstag, 23. Juni 2012

medianet Drachenboot Cup WEST

Zell am See, Samstag, 14. Juli 2012

Shadow Stick

Wien. iQ Cosmetics präsentiert aktuell den „Shadow Stick Mono“ in zehn neuen Trendfarben, der den Augen besondere Ausdruckskraft verleiht – in schimmernden Farben mit lang anhaltendem Effekt. Von „Acqua“ bis „Purple“ – zehn neue Trendfarben zählen zu den Beautyhighlights in dieser Saison. Der Puderlidschatten in praktischer Stiftform garantiert zudem extra langen Halt und die weiche ­Applikator-Spitze ermöglicht besonders einfaches und präzises Auftragen.

Launch Nivea Sun Pure & Sensitive und Nivea Sun Protect & Bronze Spray 15,95–16,95 €, 14,95–16,95 € 200 ml Beiersdorf GesmbH DFH Beiersdorf, Tel.: 01/61400246

Packages medianet Drachenboot Cup Package „Basic“ 590 ¤ zzgl. 20% MwSt. mit Frühbucherbonus bei Anmeldung bis zum 31.3.2012, danach 690 ¤ zzgl. MwSt. • Nenngeld für 25 Teammitglieder (20 Paddler, 1 Trommler, 4 Ersatzleute) • Drachenboot mit erfahrenem Steuermann • 1 Trainingseinheit Ihre Investition: 23,60 ¤ pro Teammitglied

medianet Drachenboot Cup Package „Picknick“ 1.340 ¤ zzgl. 20% MwSt. mit Frühbucherbonus bei Anmeldung bis zum 31.3.2012 danach 1.440 ¤ zzgl. MwSt. • Nenngeld für 25 Teammitglieder (20 Paddler, 1 Trommler, 4 Ersatzleute) • Drachenboot mit erfahrenem Steuermann • 1 Trainingseinheit • Verpflegung für 25 Personen (3 Getränke pro Person, kalte und warme Speisen) Ihre Investition: 53,60 ¤ pro Teammitglied

Tipp: Wussten Sie, dass Sie jährlich 365 ¤ pro Mitarbeiter für Betriebsausflüge und ähnliche Aktivitäten – so auch für den „medianet Drachenboot Cup“ – steuerlich geltend machen können?

Weitere Informationen und Anmeldung auf www.drachenboot.at oder auf unserer Facebook-Seite.

© Bipa

Organisiert und umgesetzt von www.teamfactory.at

iQ Cosmetics lanciert den „Shadow Stick Mono“ in zehn neuen Trendfarben.


s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 6. März 2012

Weinviertel in Wien

© Reg. Weinkomitee Weinviertel/Schukoff Film, Christoph H. Breneis

Syoss Filmparty

© medianet/Szene1/Christian Mikes

1

2

3

1.Ulrike Hager, Roman Pfaffl, Heinz Fischer; 2. Josef Pleil, Roman Pfaffl, Willi Klinger; 3. Dichtes Gedränge in der Wiener Hofburg.

Weinviertel-DAC-Tour startete in der Wiener Hofburg 2

Fulminanter Auftakt im imperialen Stil

3

1. Andreas Seidl mit den Gewinnerinnen der Vorjahres-Syoss-Promotion: Brigitte Wadl, Daniela Berenz und Claudia Daniel; im Hintergrund: Miss Austria Carmen Stamboli; 2. Model Anna Huber (re.) mit Begleitung; 3. Larissa Weingärtner und Adi Weiss von Style Up Your Life.

Pfeffriger Genuss Etwa 2.500 Gäste feierten am vergangenen Donnerstag in der Wiener Hofburg „10 Jahre Weinviertel DAC“, den Auftakt der mittlerweile traditionellen Verkostungstour. Diese Veranstaltung ist vom Regionalen Weinkomittee Waldviertel, zu dem unter anderem Roman Pfaffl und Ulrike Hager gehören, in Szene gesetzt worden. Bei der Auftaktveranstaltung in den Prunkräumen der Wiener Hofburg fand sich gleich auch ein sehr promineter Gast ein: Bundespräsident Heinz Fischer. Und ein weiterer Präsident ließ sich diese Veranstaltung auch nicht entgehen: der Präsident des Österreichischen Weinbauverbands, Josef Pleil. Im Mittelpunkt stand der pfeffrige Grüne Veltliner, der genau vor zehn Jahren als erster DAC-Wein Österreichs seinen Siegeszug als regions- und sortentypischer Weinstil angetreten hatte. Insgesamt präsentierten 133 Winzer aus dem Weinbaugebiet Weinviertel H.O.M.E.D.E.P.O.T 2012, von ihre Weine. 14. 3. bis 18. 3. im Semper­ Besonderes Verkostungsdepot, Lehargasse 6, 1060 highlight waren die WeinvierWien, Eröffnungsabend: 14.3. tel DAC-Reserve-Weine, ein von 19:30 Uhr bis 23:00 Uhr, Top-Genuss für die unzähligen ebenfallls im Semperdepot Fans und Gäste des Grünen Veltliners.  (jm)

Henkel feiert dritten Geburtstag seines Paradeprodukts Syoss

Filme, Models und Blitzlichtgewitter Stylingideen Mit einer Oskar-Film Party in der Lugner Lounge der Wiener Lugner City feierte Syoss den Abschluss seiner erfolgreichen Syoss-Oscar-Promotion 2012. Den von Andreas Seidl (ATV) moderierten Film-Event genossen neben zahlreichen Medienrepräsentanten Beauty-Szene-(Aus)Kenner wie Irmie Schüch-Schamburek oder Adi Weiss, Hausherr Richard Lugner und die Gastgeber Bernhard Voit (General Manager Kosmetik/Körperpflege Österreich Henkel CEE) sowie Ulrike Glatt (Marketingleiterin Kosmetik/Körperpflege Österreich Henkel CEE), die die Vorteile des Produkts hervorhebt: „Die Marke ‚Syoss‘, in Österreich seit 2009 erhältlich, steht für hochwertige, professionelle Haarkosmetik für Zuhause, die sich Frau und Mann täglich leisten kann. Sie umfasst inzwischen fast 80 Produkte aus den Bereichen Haarpflege, Haarstyling und Haarcoloration.“ (jm)

Gastgeber Bernhard Voit und Ulrike Glatt.

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

Kopf des Tages

© Johnson & Johnson

1

André Schroe­ der (46) hat mit 1. März die Geschäftsführung der Johnson & Johnson GmbH in Österreich übernommen. Er folgt auf Andreas Gerber, der zeitgleich in die Geschäftsleitung der Janssen-Cilag AG wechselte, der Pharmaceutical Sparte in der Schweiz. Schroeder hat in Deutschland Maschinenbau und Betriebswirtschaft studiert. Danach arbeitete er in einer Beratungsfirma für den Handel. Seit 1995 ist er bei Johnson & Johnson Österreich tätig. Zuletzt verantwortete er als Customer Development Director den Vertrieb in Österreich für den Mass Market und die Apotheke.

7,2

Produkt des tages

Laden-hüterin

Pro Brieftauberl o mb

©

e

iel

Sp

Ju

i-Tüpfelchen Mit der Entwicklung von iPawn verbindet der Spiele-Hersteller Jumbo das Beste aus zwei Spiele-Welten: klassisches Brettspielvergnügen und interaktive Spezialeffekte auf dem iPad. Das neuartige Spielkonzept kombiniert Brettspiel-Tradition mit lebensechten Animationen und soll damit die ganze Familie begeistern. Zum Start werden vier abwechslungsreiche Spielehits für Spieler ab 4 Jahren präsentiert. Jedes Spiel hat seine eigenen iPawn-Spielsteine, die speziell hierfür konzipiert sind. Alle Spielsteine und Spielaccessoires sind so gestaltet, dass sie die Oberfläche des iPads nicht zerkratzen. Derzeit gibt es: iPawnGänsespiel, das iPawn-Air Hockey, iPawn-Angelspiel, iPawn-Leiterspiel. UVP je Spiel: 9,99 € im Spielwarenfachhandel (Gratis-Download der passenden App im App Store von Apple inklusive).

Alexandra Binder

D

as Problem an ULP ist, man kann nicht nicht über sie schreiben. Weil, immer wenn man schwört, nicht mehr ins PostBashing einzustimmen, tut sie was, das einem das verunmöglicht. Z.B. mich nötigen, 20 Minuten zu warten, um zu erfahren, dass ein 90 g-Packerl, das eine kleine Cremetube beinhaltet, seinen Weg nach Deutschland nicht unter 12,50 Euro geht. Was bitteschön ein irrationaler Preis ist, wenn man weiß, dass die deutsche Post das selbe Packerl nach Österreich um 3,90 Euro zustellt. Wo ist denn da die Relation? ULP zwingt einen also, zu den Privaten zu gehen. Die sind dann deutlich billiger, aber leider mit einem ‚Aber‘. Denn zwar zahlt man bei Hermes für das kleinstmögliche Paket der Größe S 9,80. Dafür darf man den Paketschein Online daheim ausfüllen, sonst kost´s 10,80. Und so ein Mini-Packerl wie meines bleibt natürlich weit unter der Größengrenze, wofür der Zehner dort dann auch zu viel ist. GLS hingegen setzt sich mit seinen Shops offenbar bevorzugt in versiffte alte Trafiken, zumindestens in Meidling. Da will man gar nicht rein, erfährt aber, wenn man muss, dass das Packerl dort zwar unter XS fällt, dafür aber 10,90 Euro kostet. Schön. Ich lege mir demnächst ein Brieftauberl zu. a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Im schnellen Flug Die Durchschnittsgeschwindigkeit einer Hausfliege beträgt 7,2 km/h.


medianet

inside your business. today.

Dienstag, 6. März 2012 – 21

© Mediaprint

On Top

Die Krone konnte 2011 die verkaufte Auflage noch einmal leicht steigern Seite 23

© Philipp Horak

öak 2.halbjahr 2011 Im aUfwind

Heute verzeichnet im achten Bestandsjahr neuerlich einen Auflagenrekord  Seite 25

Am Punkt W. Hauser: „Ziel war, Auflage zu halten“

Unverfälscht © Kleine Zeitung

Marktüberblick Der Wirbel war groß, als bekannt wurde, dass die Magazine des News Verlags in der Vergan­ genheit zu hohe Auf­ lagen­zahlen publizierten. In all der Hektik um korrigierte Zahlen und neue ­Prüfregeln gingen die anderen Medien beinahe unter. Wie Krone, Kleine, Kurier und Co. in der aktuellen Öster­ reichischen Auflagenkontrolle abschnitten und wie sich etwa die Gratistitel entwickeln konnten, verraten die  Seiten 21–28 © ps

Rekord-Druckauflage für Österreichs größte Gratis-Tageszeitung:

Exemplare täglich (ÖAK 2. HJ 2011: tägl. durchschnittl. Druckauflage Gesamt, Mo–Fr)


Ö A K 2 . H a l b jah r 2 0 1 1

22 – medianet special

Dienstag, 6. März 2012

Neue Prüfregeln Sibylle Callagy, Präsidentin ÖAK: „Der Prüfungsausschuss berät über Änderungen der Prüfregeln. Nachträgliche Sonderprüfungen bei anderen Verlagen wird es nicht geben.“

© mediendienst.com/Foto Wilke, RMA

Andreas Rast, Nationaler Key Account RMA: „Im Anzeigengeschäft ist die MA die Währung, in der gemessen wird. Die Auflagenzahlen sind für uns in erster Linie ein Nachweis der Gratis-Vertriebsleistung.“

ÖAK Durch die Manipulationen des News Verlags ist die Auflagenkontrolle unfreiwillig in die Schlagzeilen gekommen

Zwischen nettem Beiwerk und Verkaufsargument

Der Verlag behauptet, niemanden geschädigt zu haben, aber wie relevant ist die Auflage dann noch? Wien. Im Februar hätten die Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) für das 2. Halbjahr 2011 veröffentlicht werden sollen. In die Medien kamen dann allerdings nicht etwa aktuelle Ergebnisse, sondern Berichte von falschen Auflagenzahlen, die die Verlagsgruppe News in den vergangenen Jahren gemeldet hatte. Bei einem Standard-Interview ging Verlagsgeschäftsführer Axel Bogocz vor einem Monat mit den Manipulationen an die Öffentlichkeit. Ende Jänner waren der neuen Vertriebschefin Angela Schuh-Haunold bei einer Bestandsaufnahme die Unregelmäßigkeiten aufgefallen. „In der Sekunde, als uns das klar geworden ist, haben wir das sofort abgestellt und Kontakt mit der ÖAK aufgenommen“, gab Bogocz zu Protokoll, der erst seit Herbst 2011 in seiner Position ist. Zwischen 30% und 2% betrugen je nach Titel die Abweichungen von den tatsächlich verkauften Auflagen. Bei den Kontrollen des ÖAKTrägervereins war das jahrelang

nicht entdeckt worden. Trotz der strengen Prüfregeln „kann es dennoch passieren, dass uns jemand austrickst“, musste ÖAK-Präsidentin Sibylle Callagy einräumen. Der News Verlag bestätigte, dass es mit den bisher angewandten Methoden für die ÖAK nicht möglich gewesen wäre, ihre „Tricks“ zu entdecken. Eine außerordentliche Sonderprüfung nahm daraufhin die korrigierten Werte seit dem 2. Halbjahr 2010 unter die Lupe. Vergangene Woche tagte auch der Prüfungsausschuss der ÖAK, um über „Vertiefungen bzw. Änderungen der Prüfregeln zu beraten“, so Präsidentin Callagy gegenüber medianet; „aber man kann nicht erwarten, dass diese Aufgabe in einer Sitzung erledigt wird“. Nachträgliche Sonderprüfungen bei anderen Verlagshäusern werde es nicht geben. Für Aufregung in der Branche sorgte das Ausbleiben von Konsequenzen für die Verlagsgruppe News. Die ÖAK zog sich auf den Standpunkt zurück, dass

Alle Angaben ohne Gewähr

Ta geszei t ungen

Druckauflage 2011 2010 Der Standard 109.050 103.387 Die Presse 95.335 97.902 Kleine Zeitung 308.324 313.631 Kronen Zeitung 936.545 935.981 Kurier 208.556 208.276 Neue Vorarlberger TZ 12.265 12.394 OÖ Nachrichten 136.497 136.316 Salzburger Nachrichten 86.969 85.509 Tiroler Tageszeitungen 103.216 104.306 Vorarlberger Nachrichten 68.255 69.051 WirtschaftsBlatt 30.808 34.455 Montag–Samstag (Neue Vorarlberger TZ: Di–Sa; WirtschaftsBlatt: Mo–Fr). 2. Halbjahr 2010 vs. 2. Halbjahr 2011

das derzeitige Management die Manipulationen selbst gemeldet hatte und es daher „die Falschen treffen würde“. Nicht unumstritten waren auch die Aussagen

„Natürlich nimmt die

geschäft relevante Druckauflage sei nicht manipuliert worden, einzig die verkaufte Auflage, erklärte Bogocz in einem Interview. Zum Schaden, den die Glaubwürdigkeit der ÖAK genommen hat, sind bislang keine Aussagen überliefert.

Reichweite oder Auflage?

Wichtigkeit dort zu, wo Titel nicht in der MA vertreten sind und die ÖAK das einzige ­Instrument darstellt.“ Sibylle Callagy, ÖAK

von News-Chef Bogocz, wonach es keine Geschädigten gegeben hätte. Für die Werbekunden spiele nur die Mediaanalyse eine Rolle und die für das Beilagen-

Was die Bedeutung der Auflage im Anzeigenverkauf angeht, so sehen es auch andere große Player im Printgeschäft ähnlich. „Ich denke, dass im Anzeigengeschäft die MA die Währung ist, nach der gemessen wird“, sagt Andreas Rast, Leiter des Nationalen Key Accounts der Regionalmedien Austria (RMA), die mehrere regionale Gratis-Bezirkszeitungen herausgibt. Die Auflagezahlen der ÖAK seien für die RMA in erster Linie ein Nachweis der Gratis-Vertriebsleistung. Als „gemeinsame Basis für Medienentscheidungen in der werbetreibenden Wirtschaft im Bereich Print“ bezeichnet hingegen ÖAKPräsidentin Callagy das Verhältnis

P u b l iku m s z e it s ch r i f t e n / Ma ga z i n e ( Au swah l)*

Verkaufte Auflage 2011 2010 71.331 72.176 72.608 76.688 279.015 280.712 819.183 819.289 158.525 158.499 8.166 8.361 109.535 109.275 70.126 70.161 86.629 88.406 62.519 63.588 21.281 22.467

Die Ganze Woche e-Media Format** News** profil** tv media Woman** trend**

Druckauflage 2011 2010 406.732 413.102 58.269 62.408 57.378 61.524 206.996 217.134 92.984 97.268 241.947 252.792 216.312 204.400 56.917 60.150

Verkaufte Auflage 2011 2010 339.111 343.330 37.433 47.681 33.194 33.557 137.925 141.949 68.895 72.330 201.977 214.658 160.613 158.037 38.546 37.892

W O C HENZEIT UNGEN

Die Furche NÖN

17.848 169.128

20.285 170.231

14.507 124.809

16.092 129.195

* News Verlag bereits mit den korrigierten Zahlen für 2. Hj. 2010. Druckauflage: sämtliche produzierte Exemplare eines Titels; Verkaufte Auflage: Sämtliche Exemplare eines Titels, die im Inland in Umlauf gebracht werden. Der Großverkauf darf maximal 17,5% – beziehungsweise 35% (mit ** markiert) – betragen.

zwischen ÖAK und MA, aber sie relativiert: „Natürlich nimmt die Wichtigkeit dort zu, wo Titel nicht in der MA vertreten sind und die ÖAK das einzige Instrument darstellt.“ Ein solcher Titel ist das Wiener Magazin biber, das die multikulturelle Stadt zum Thema macht und überwiegend von einer Redaktion mit Migrationshintergrund gestaltet wird. Vertrieben wird es per Gratisverteilung in ganz Wien. „Insbesondere für ein Gratismedium ist die ÖAK bei den Anzeigenkunden ein Verkaufsargument“, sagt biber-Anzeigenverkäufer Wilfried Wiesinger. „Es war schon bei der Gründung 2007 klar, dass wir beitreten werden“ – eine richtige Entscheidung, meint Wiesinger, denn die Auflagenkontrolle habe sich als „notwendiges Tool“ bewährt. Alternativen sieht man beim kleinen Verlag derzeit nicht: „Die Mediaanalyse bedeutet für uns zu hohe Kosten und die Regioprint kommt ebenfalls nicht infrage.“  (red)

Gr at is -Publi kat i onen (Auswah l)

Heute Österreich*

Druckauflage 2011 2010 587.093 562.190 502.454 448.615

Gratisvertrieb 2011 2010 573.466 545.526 323.809 256.036

RMA gesamt 3.276.923 3.279.200 bz-Wiener Bezirkszeitung 617.880 659.369 Bezirksblätter Bgld 119.142 118.665 Bezirksblätter NÖ 658.387 655.889 Bezirksblätter Salzburg 210.776 210.870 Bezirksblätter Tirol 269.310 269.110 Kärntner Woche 227.894 223.222 Woche Steiermark 505.365 479.061 Bezirksrundschau OÖ 531.637 528.781 RZ-Medien Vorarlberg 136.533 134.233

3.230.393 3.228.657 616.007 655.975 117.670 117.148 649.873 647.338 209.053 208.942 267.297 265.722 225.875 221.367 486.740 460.513 522.371 519.216 135.507 132.436

* Seit dem 2. Halbjahr 2011 als Gratiszeitung montags bis freitags ausgewiesen; im 2. Hj. 2010 noch montags bis samstags.


Ö A K 2 . H a l b jah r 2 0 1 1

Dienstag, 6. März 2012

medianet special – 23

Kronen Zeitung Das Kleinformat steigert die verkaufte Auflage und bleibt unangefochten die beliebteste Lektüre zum Sonntags-Frühstück

Die Kleinste bleibt die Größte Wien. Nicht weniger als 818.859 Exemplare der Kronen Zeitung wurden 2011 im Wochenschnitt (Mo–Sa in der Kategorie „Verkaufte Auflage mit Großverkauf max. 17,5%“) verkauft. Das belegen die vergangene Woche veröffentlichten Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK). Weiters dokumentieren die Zahlen, dass das beliebte Kleinformat die verkaufte Auflage gegenüber dem Vorjahr leicht steigern konnte und auch 2011 unangefochten Österreichs größte Tageszeitung war. Damit erzielt die Krone im Jahresschnitt fast drei Mal so viel verkaufte Auflage wie der zweitplatzierte Titel, die Kleine Zeitung – und auch mehr als die nächsten sechs Kauf-Tageszeitungen zusammen. 684.384 abonnierte Exemplare (Mo–Sa) und damit ebenso mehr als in den Vorjahren weist die ÖAK der Kronen Zeitung im Jahresschnitt 2011 aus. Mit 83,6% Aboanteil

an der verkauften Auflage ist die Krone auch hier top. Darüber hinaus erzielte die „Lieblingszeitung der Österreicher“ im Jahresschnitt 2011 1.333.263 verkaufte SonntagsAuflage (Kategorie „Verkaufte Auflage mit Großverkauf max. 17,5%“). 611.949 Exemplare der SonntagsKrone wurden 2011 im Abo bezogen. Das sind um 1,2% mehr als 2010.

Grund zur Freude „Die Wirtschaft steht derzeit vor vielen neuen Herausforderungen. Daher ist es für uns als Marktführer besonders wichtig, mit äußerst

stabilen Verkaufs- und steigenden Abozahlen der gewohnt verlässliche Partner für die österreichische Werbewirtschaft zu sein. Unser wachsender Aboanteil freut uns natürlich, bedeutet er doch, dass die Kronen Zeitung für einen zunehmenden Leserkreis immer wichtiger wird“, resümiert Sabine Harnach, Bereichsleiterin Vermarktung Kronen Zeitung, die aktuellen ÖAK-Zahlen.

Blick in die Bundesländer Auch in den Bundesländern ist die starke Position der Zeitung evident: Allein von der Stamm-

ausgabe (Wien, Niederösterreich, Burgenland) werden täglich (Mo– Sa) 337.444 Exemplare verkauft – am Sonntag sind es sogar 647.012. In Niederösterreich, dem auflagenstärksten Krone-Bundesland, werden wochentags 166.729 Exemplare verkauft. In Oberösterreich beträgt die Verkaufsauflage der Krone unter der Woche (Mo–Sa) 146.747 Exemplare, in der Steiermark sind es 142.627 und in Wien 124.906. Erfreuliche Zuwächse der KroneVerkaufsauflage verzeichnen die Bundesländer Kärnten (+1,8%), Salzburg (+1,2%), Tirol (+1,1%), Burgenland (+0,8%), Steiermark (+0,7%) und Oberösterreich (+0,6%). (red)

© Mediaprint/Lalo Jodlbauer

Weitere Erfolge: Höchster Abo-Verkauf bisher und Steigerungen in den einzelnen Bundesländern.

Sabine Harnach ist Bereichsleiterin Vermarktung bei der Kronen Zeitung.

Kurier Die Nummer drei

Abo-Rekord

Wien. 118.754 Exemplare der Zeitung Kurier wurden laut ÖAK 2011 im Jahresschnitt 2011 wochentags (Mo–Sa) im Abonnement bezogen. Das ist der höchste Abo-Jahreswert, der jemals seitens der ÖAK für den Kurier im Wochenschnitt ausgewiesen wurde – ein deutliches Zeichen für eine intensive Leser-Blatt-Bindung. In Summe weist die ÖAK dem Großformat im Jahresschnitt eine verkaufte Auflage von 158.469 Exemplaren (Mo–Sa in der Kategorie „Verkaufte Auflage mit Großverkauf max. 17,5%“) aus. Damit ist dieses im Verkauf neuerlich die Nummer drei am heimischen KaufTageszeitungsmarkt. Der Kurier am Sonntag erzielte im Jahresschnitt 2011 eine verkaufte Auflage von 307.998 Exemplaren. 57,7% davon entfallen auf den Wiener Kurier, die auflagenstärkste Ausgabe. Auch am Sonntag erzielte der Kurier im Jahresschnitt 2011 den bisher höchsten Jahresaboverkauf. 95.624 Exemplare wurden sonntags im Jahresschnitt 2011 im Abonnement vertrieben, das sind um 1,5% mehr als im Vorjahr.

44,9%* REICHWEITE IN TIROL BRINGEN ES AUF DEN PUNKT! Damit sind wir der Reichweitenkaiser unter den Tageszeitungen Tirols.

Richtige Strategie

© Marcel Gonzales-Ortiz

„Die deutliche Steigerung unserer Abozahlen und die daraus resultierenden Top-Werte freuen uns natürlich und bestätigen die Strategie, journalistische Qualität mit einer Vielfalt an Themen erfolgreich zu verknüpfen“, betont Mediaprint- und Kurier-Geschäftsführer Thomas Kralinger. (red)

*Quelle: Media-Analyse 2010-2011 (Erhebungszeitraum Juli 2010 bis Juni 2011), Werte für Tirol, Reichweite der Tiroler Tageszeitung in Lesern pro Ausgabe, max. Schwankungsbreite +/- 2,6%

Kurier-GF Thomas Kralinger freut sich über intensive Leser-Blatt-Bindung.

www.tt.com


Ö A K 2 . H a l b jah r 2 0 1 1

24 – medianet special

Dienstag, 6. März 2012

WirtschaftsBlatt In der Hainburger Straße herrscht Zufriedenheit – Freitag-Ausgabe und „Crossmedial“ im Plus

short

Digital macht’s besser

Günther Effenberger: „Es wäre zu simpel“

Als einzige Zeitung hierzulande ist man im Apple-Zeitungskiosk vertreten – und das zahlt sich aus.

Kritische Worte von Günther Effenberger, dem Alles Auto-Herausgeber.

Wien. Alles Auto-Herausgeber Günther Effenberger zu den aktuellen ÖAK-Ergebnissen: „Nach Vorliegen der korrigierten Verkaufszahlen des News Verlags einfach zur Tagesordnung überzugehen, wäre zu simpel. Zwar liegen die Abweichungen renommierter Titel beim Gesamtverkauf tatsächlich, wie die neue NewsGeschäftsleitung bekannte, im Bereich bis zu 30%, bei einer so wichtigen Kategorie wie dem vollbezahlten Einzelverkauf wurden, offenbar über mehrere Jahre, die Verkäufe um bis zu 129% gestreckt – das macht sprachlos. Aber nicht für irgendwelche Schmonzes-Blätter, sondern für renommierte Zeitschriften wie News, Trend, Format, et cetera, die allesamt im Bereich zwischen 80 und 109 Prozent mehr angaben, als sie tatsächlich im Einzelverkauf zuwege brachten. Nach der Korrektur liegt jetzt etwa der Gewinn vor dem Trend. Alles Auto war im Einzelverkauf stets deutlich vor dem Mitbewerber Autorevue, nach der Korrektur ist der Abstand im Einzelverkauf noch größer geworden. Die Situation ist aber nicht nur für die frühere Geschäftsleitung des NewsVerlags, sondern auch für die ÖAK kein Renommee.“

Tablet-Entwicklung für 2012 ein weiteres Wachstum. Aber es gibt einen weiteren Grund, stolz zu sein: Als nach wie vor einzige österreichische Tageszeitung im Apple-Zeitungskiosk verbucht das WirtschaftsBlatt seit Oktober 2011 gigantische Download-Zahlen der WirtschaftsBlattHD-Applikation: Aktuell wurde die App weltweit nicht weniger als 201.682 Mal downgeloadet – davon 56.473 Mal in Österreich, 137.953 Mal in Deutschland und 1.035 Mal in der Schweiz.

Digitale Abonnements Zählt man die verkauften, digitalen Abo-Produkte hinzu – diese werden seitens der ÖAK noch nicht erfasst –, sieht das Auflagenbild 2011 jedoch deutlich besser aus. So hatte das WirtschaftsBlatt per Dezember 2011 1.127 bezahlte d-paper/iPad/OnlineAbonnements, was bei der Zeitung zu Optimismus führt. Denn in diesem Bereich erwartet das WirtschaftsBlatt vor dem Hintergrund der dynamischen Smartphone- und

Premium-Abos Zudem haben sich bereits über 5.000 der Print-Abonnenten digital registriert, um die im PremiumAbo inkludierten digitalen Services und Angebote zu nutzen. Die Zukunft liegt im Crossmedialen und das WirtschaftsBlatt fühlt sich hier auf gutem Weg.  (red)

© WirtschaftsBlatt

© Alles Auto

Wien. Zufrieden mit den Zahlen der ÖAK 2011 ist man beim WirtschaftsBlatt. Am Freitag hat die Wochenendausgabe mit 27.355 verkauften Exemplaren das Vorjahr um 858 Exemplare bzw. 3% übertroffen. Mit 21.798 verkauften Exemplaren liegt die Zeitung im Tagesschnitt mit 2% oder 451 Exemplaren unter dem Vorjahr.

Im Apple-Zeitungskiosk verbucht das WirtschaftsBlatt gute Download-Zahlen.

Kleine Zeitung Ziel der „Kleinen“ war es, die Auflage in etwa zu halten und mit alternativen Produkten zu wachsen

Geschäftsführer ortet „Punktlandung“ Graz. „In Anbetracht der anhaltenden budgetären Selbstbeschränkung sind wir mit der Entwicklung – vor allem, was die abonnierte Auflage betrifft – sehr zufrieden”, so Walter Hauser, Geschäftsführer bzw. Leitung Lesermarketing und Leserservice bei der Kleinen Zeitung, zu den aktuellen ÖAKZahlen. Die Kleine Zeitung setzte täglich 279.015 Stück („Verkaufte Auflage”) ab – um 1.697 weniger als im Vergleichszeitraum.

licher, dass unsere Kernmärkte gesättigt sind. Unsere Aufmerksamkeit gilt schon länger nicht mehr ausschließlich der Gesamtauflage der Kleinen Zeitung in Steiermark und Kärnten. Vielmehr ist es Ziel, mit der Kleinen Zeitung, aber auch alternativen Produkten und Plattformen, in spezifischen Zielgruppen zu wachsen.”

Wachstum möglich Laut Hauser sei darüber hinaus in der so entstehenden Gesamtbetrachtung ein Wachstum weiterhin möglich, was die Kleine Zeitung in den letzten Jahren schon zeigen konnte, „in traditionellen Auflagenzahlen aber keine Berücksichtigung findet”. (red)

„Punktlandung”

Der Geschäftsführer der Kleinen Zeitung, Walter Hauser.

Der Geschäftsführer weiter: „Ziel war es in etwa, die Auflage zu halten, insofern kann man von einer Punktlandung sprechen. Insgesamt zeigt sich aber immer deut-

Die Presse Zeitung am Wochenende besonders stark

TT Auch die Gratis-Ausgabe wurde erstmals erfasst

Wien. Die veröffentlichten Zahlen der ÖAK belegen die starke Positionierung der Presse am Wochenende. Die Presse am Sonntag verzeichnet einen AbonnentenZuwachs von nicht weniger als 22%, die verkaufte Auflage steigt auf über 94.500 Exemplare. Mit einer Steigerung von 6.400 Abonnements und einer verkauften Auflage von 94.559 Stück (+6.766 im Vgl. zur ÖAK 2010) weist die ÖAK der Presse am Sonntag erhebliche Zuwächse aus. Insbesondere die hohen Steigerungen in den Abonnements spiegeln den Erfolg des Konzepts der Sonntagszeitung wider.

Innsbruck 87.149 Exemplare täglich – dies ist laut ÖAK die Verkaufsauflage (Direktverkauf: 84.091, Großverkauf: 3.058) der Tiroler Tageszeitung von Montag bis Samstag im Jahresschnitt 2011. Trotz des regionalen Hauptverbreitungsgebiets liegt sie damit auf Platz 5 der österreichischen Kauftageszeitungen im nationalen Ranking. Die starke Leser-Blatt-Bindung zur TT manifestiert sich v.a. in ihrem Abonnentenanteil von 93% im Verhältnis zur gesamten verkauften Auflage: 81.048 Stück (Mo–Sa) werden täglich auch bis in die hintersten Talregionen zugestellt.

© Kleine Zeitung

„Presse am Sonntag“: Zuwächse Salzburg. Für die Salzburger Nachrichten weist die ÖAK ein gutes Jahr 2011 aus. Chefredakteur Manfred Perterer: „Die verkaufte Auflage ist auf hohem Niveau stabil, die Zahl der Abonnements steigt stetig, die der besonders hochwertigen, nämlich voll bezahlten, sogar beträchtlich.“ 2012 steht für das Blatt im Zeichen der Innovation: „Vor wenigen Tagen haben wir eine neue Druckmaschine in Betrieb genommen, die alle Stücke spielt und uns in die Lage versetzt, die gedruckte Zeitung noch aktueller und noch schöner zu gestalten“, so Perterer. Der Chefredakteur weiter: „Erst wenige Wochen alt ist unser neuer digitaler Auftritt SN/HD. Es handelt sich um die erste digitale Tageszeitung Österreichs auf iPad, ein Best-of aus Print und Online mit vielen einzigartigen Beiträgen der besten Journalisten der Salzburger Nachrichten.“

„Die ÖAK 2011 zeigt, dass wir mit unserer Wachstumsstrategie am Wochenende auf dem richtigen Weg sind. Mit den Zuwächsen der Presse am Sonntag haben wir es im letzten Jahr geschafft, unsere starke Position weiter auszubauen. Sowohl für die Sonntagszeitung als auch für Die Presse von Montag bis Samstag planen wir, für 2012 Steigerungen verzeichnen zu können“, betont Georg Gfrerer, Marketingleiter Die Presse. (red)

Von Montag bis Samstag verzeichnete Die Presse 2011 Rückgänge in der verkauften Auflage auf 74.031 Stück und hielt im Jahresschnitt bei 57.260 Abonnements, was auf Verluste in der Jahresmitte 2011 zurückzuführen ist. Die Verkaufszahlen waren Ende letzten Jahres jedoch wieder im Steigen begriffen. Diese positive Tendenz lässt sich auch für 2012 erkennen.

erhebt seit 1994 die Auflagezahlen der Printmedien in Österreich und ist somit die harte Währung für die Verbreitung der österreichischen Printmedien. Die TT war nicht nur von Anfang an dabei: Sie hält seit fast zwei Jahrzehnten eine stabile Position. Während der Aufstieg des Internets weltweit zum Teil starke Rückgänge der Tageszeitungsauflagen bewirkt, konnten wir unsere Stellung auch auf Papier weitgehend behaupten.“ (red)

ÖAK-Neuling

Wochentags Rückgänge

© Die Presse

Manfred Perterer ist Chefredakteur der Salzburger Nachrichten.

Stabile Auflage der Marke TT

G. Gfrerer: „Mit Wachstumsstrateige am Wochenende auf dem richtigen Weg“.

„Erstmals wird auch unsere kleinformatige Gratiszeitung TT kompakt von der ÖAK erfasst. Mit einer täglichen Druckauflage von Montag bis Freitag von 11.813 Stück ist sie die ideale Ergänzung zum Leseangebot der klassischen TT“, so die Chefredakteure Alois Vahrner und Mario Zenhäusern. Eine Zufriedenheit, die auch Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser Holding, teilt: „Die ÖAK

© Tiroler Tageszeitung

© Salzburger Nachrichten/Andreas Kolarik

Stabilität und Aktivität auf höchstem Niveau

Der Vorstandsvorsitzende der Moser Holding, Hermann Petz, ist zufrieden.


Ö A K 2 . H a l b jah r 2 0 1 1

Dienstag, 6. März 2012

medianet special – 25

Österreich Herausgeber Wolfgang Fellner und Geschäftsführer Oliver Voigt freuen sich über die Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle

Druckauflage: Eine halbe Million Wien. Große Freude über die Auflagenzahlen für das zweite Halbjahr 2011 herrscht bei der Mediengruppe Österreich. Grund dafür ist das Überschreiten der Druckauflage von einer halben Million gedruckter Zeitungen für den Zeitraum Montag bis Freitag. „Wir sind mit unseren neuen Auflagezahlen in der ÖAK ganz besonders zufrieden. Sie zeigen unseren Werbepartnern erstmals unsere wirkliche Druck- und Vertriebsauflagen von Montag bis Freitag, ohne dass die Zahlen mit der reinen Verkaufsauflage des Samstag vermischt werden. Wir überspringen in der Druck-Auflage von Montag bis Freitag – wie unseren Werbepartnern versprochen – die halbe Millionen-Marke und melden mit 502.000 Zeitungen einen hervorragenden Wert“, berichten Herausgeber Wolfgang Fellner und Geschäftsführer Oliver Voigt. Insgesamt hat die Tageszeitung

von Montag bis Freitag bei einer Druckauflage von 502.454 Exemplaren eine verkaufte Auflage von 128.070 Zeitungen, einen GratisVertrieb von 323.809 Zeitungen und eine Restauflage von 50.575. Die Rest-Auflage sinkt damit laut ÖAK auf weniger als 10%.

Gute Sonntagszahlen Besonders zufrieden ist man bei Österreich auch mit den Zahlen für die Sonntagsausgabe: Die österreichweite Druckauflage erreichte erstmals einen Wert von 612.249 Zeitungen. Im Bundesland Wien stieg die Druckauflage im zweiten

Halbjahr 2011 auf 331.145 Zeitungen (bei 75.045 Restauflage). Damit hat Österreich in Wien erstmals die größte Druckauflage bei den Sonntagszeitungen. Aus den Selbstbedienungstaschen wurden am Sonntag im Schnitt 221.690 Zeitungen entnommen. Das sind rund 10.000 Stück mehr als bei der Kronen Zeitung. „Dass wir sonntags in Wien die Kronen Zeitung erstmals sowohl in der Druckauflage – bei höherer Restauflage – als auch bei der Entnahme aus den Selbstbedienungsgeräten überholt haben, ist fast ein historischer Erfolg“, freuen sich Fellner und Voigt unisono. (red)

© fej

Damit habe man das Versprechen gegenüber den Werbepartnern gehalten.

Rundherum zufrieden mit den ÖAK-Zahlen: Wolfgang Fellner und Oliver Voigt.

Heute Wieder im Plus

Mehr Auflage

Wien. Eine neue Rekordauflage hat die auflagenstärkste Gratis-Tageszeitung in Österreich zu verzeichnen. Die ÖAK weist Heute für das zweite Halbjahr 2011 eine Druckauflage von 587.093 Stück von Montag bis Freitag aus. Gegenüber dem Vergleichszeitraum – das zweite Halbjahr 2010 – bedeutet das ein Plus von fünf Prozent.

Wir erreichen auch die hintersten Regionen.

Weniger Retouren

54% Reichweite, 3,855 Mio. Leser* *MA 10/11 (Erhebungszeitraum 07/10 - 06/11) Nettoreichweite RMA gesamt: Leser pro Ausgabe, Schwankungsbreite +/- 0,8%. RMA gesamt: Bezirksblätter BGL, NÖ, SBG, TIR; Woche KTN, STMK; bz–Wiener Bezirkszeitung; Kooperationspartner: Bezirksrundschau OÖ; Regionalzeitungen VBG – wöchentlich/14-täglich; kostenlos. WHITE HOUSE

Der Löwenanteil der gedruckten Auflage entfällt mit 391.150 Exemplaren auf die Bundeshauptstadt Wien. Während die Auflage also leicht gestiegen ist, konnte die Restauflage im gesamten Verbreitungsgebiet merklich gesenkt werden; immerhin 18% weniger Zeitungen kamen retour. „Wir halten, was wir versprechen! Wie wir angekündigt haben, wachsen wir weiter. Vor allem unsere Expansion in Niederösterreich, Burgenland und Oberösterreich läuft hervorragend. Die Steigerung der Druckauflage wird auch zu einem Lesergewinn führen. Wir freuen uns schon auf die Mediaanalyse-Zahlen für 2011. 2010/11 waren wir ja mit 12,9 Prozent nationaler Reichweite und 921.000 Leserinnen und Lesern nach der Kronen Zeitung die meistgelesene Tageszeitung Österreichs“, heißt es seitens Heute-Herausgeberin Eva Dichand und Geschäftsführer Wolfgang Jansky. Wochentags ist Heute damit nach der Kronen Zeitung die auflagenstärkste Tageszeitung. (red)

Zielbewussten Mediaplanern bieten wir 54 % nationale Reichweite.* 129 Zeitungstitel und 2.700 Streugebiete ermöglichen punktgenaue Werbung bei minimalem Streuverlust. Von Amstetten bis Zeltweg. © Philipp Horak

Von Alsergrund bis Zell am See. >www.regionalmedien.at

die österREICHWEITEN. überall daheim. Eva Dichand und Wolfgang Jansky erwarten nun auch Leserzuwächse. RMA_ZB_216x288mm_ssp.indd 1

02.03.2012 9:44:28 Uhr


Ö A K 2 . H al b jah r 2 0 1 1

26 – medianet special

Dienstag, 6. März 2012

Auflagen-Zugewinne Die Lady-Formate der Styria Multi Media Gruppe legten laut ÖAK im zweiten Halbjahr 2011 zu

short

Styria Ladies im Aufwind

Als Supplement bei Millionen on Top

Wienerin wie Miss performen erfolgreich und legen bei Druckauflage und Abonnements weiter zu.

© tele

Wien. Die Titel der Mediengruppe Styria Multi Media zählen nach Angaben des Medienhauses zu den Gewinnern der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) und sehen ihren Aufwärtstrend bestätigt.

verkaufter Auflage weiterhin stabil auf hohem Niveau. Anhand der Detailergebnisse ist ein Aufwärtstrend des Lady-Formats bei Abos erkennbar, seitens Styria Multi Media verweist man daher „auf die nachhaltig positive Aboentwicklung“, welche „eindrucksvoll die stetig wachsende Bindung der Stamm-Leser an diesen Titel“ bestätige.

Hans Metzger, tele: „Spitzenwert für ein kostenloses Supplement“.

„Der konstant hohe Qualitätsanspruch

Qualität und Nachhaltigkeit

unserer Marken, aber auch die hervorragende redaktionelle Arbeit – quer durch alle Bereiche – haben wesentlich zum Erfolg beigetragen.“ H. Galler, Styria Multi media

Das soeben veröffentlichte ÖAKErgebnis dokumentiere die weiter steigende Verkaufsentwicklung sowie „die immer stärker werdende Leser-Blatt-Bindung bei den Qualitätsmagazinen der Styria Multi Media“, so die offizielle Verlautbarung zu den eben veröffentlichten Ergebnissen der

Miss: trotz harter ­Konkurrenz auf dem Markt der Pocket­Formate erfolgreich.

ÖAK zum zweiten Halbjahr 2011. Die Styria Multi Media Ladies präsentieren sich mit weiteren Zugewinnen: Die Wienerin legt bei der Druckauflage gegenüber dem 2. Halbjahr 2010 abermals um 3.967 Exemplare zu, das sind +4,38%. Die verkaufte Auflage konnte mit 69.001 Exemplaren auf hohem Niveau gehalten werden, der Anteil der verkauften Auflage an der Druckauflage der Wienerin liegt bei 73%. Auch bei den Abos konnte das

© Styria Multi Media

Wien. Das österreichische Fernsehmagazin tele hielt laut ÖAK im zweiten Halbjahr sowie Jahresschnitt 2011 das hohe Niveau von 2010, womit man sich seitens des Verlags sehr zufrieden zeigt. „Werte um die 1,2 Millionen gedruckte – und damit auch verbreitete – Exemplare jede Woche gibt es sonst in Österreich wenige“, unterstreicht Hans Metzger, Geschäftsführer des tele Zeitschriftenverlags. „Bei 1,8 Millionen Lesern laut Mediaanalyse ergibt das 1,5 Leser pro Heft – ein Spitzenwert für ein kostenloses Supplement!“ Zur jüngsten ÖAK-Debatte meint Metzger: „Die ÖAK-Zahlen sind, entgegen Unkenrufen, Austritten und Falschmeldungen bei der Prüfung, ein ganz wichtiger Parameter für die Leistungsfähigkeit der heimischen Printmedien.“ Der tele Zeitschriftenverlag ist seit Anbeginn Mitglied der ÖAK und wird dies auch weiterhin bleiben, betont Metzger entschieden. (red)

Magazin noch einmal Zugewinne verzeichnen und steigerte sich um 3,17% auf 24.732 Exemplare.

Zugewinne bei den Damen Besonders erfreut zeigt man sich seitens Styria über den Erfolg des Pocket-Titels Miss: Auch im zweiten Halbjahr 2011 präsentierte sich der kleinformatige Titel im hart umkämpften Markt der PocketFormate mit 52.436 Exemplaren

„Die eben veröffentlichten Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle für das 2. Halbjahr 2011 bestätigen erneut, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben“, betont Harald Galler, Vertriebsleiter der Styria Multi Media. „Der konstant hohe Qualitätsanspruch unserer Marken, aber auch die hervorragende redaktionelle Arbeit – quer durch alle Bereiche – haben wesentlich zum Erfolg beigetragen.“ Dass man mit den verlagseigenen Magazinen die jeweils richtigen Zielgruppen erreiche und so auch die Nachhaltigkeit weiter verbessern konnte, liegt Galler besonders am Herzen. (red) „Mi ss “ i m Detail

2. Hj. 2010 2. Hj. 2011 Differenz Steigerung in Prozent

█290.000 Österreicher haben█ █gewählt: Das Flugblatt█ █Kommt am besten an.█ 290.000 Österreicher haben bei einer Befragung der Post zur Kundenzufriedenheit mitgemacht. Das eindeutige Ergebnis: Mit 49% liegt das Flugblatt an erster Stelle der beliebtesten Werbemedien – weit vor TV. Auf Platz 2 liegt die persönlich adressierte Postsendung. Das heißt: Wer Werbung schickt, kommt in Österreichs Haushalten gut an. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.

www.post.at

Abos 7.722 8.896 1.174 + 15,20


Ă– A K 2 . H a l b jahr 2 0 1 1

Dienstag, 6. März 2012

medianet special – 27

Regionalmedien Austria Die Hauszustelung ist Basis des Geschäftsmodells, das rund 3,8 Millionen Österreicher mit lokaler Information versorgt

In Millionen Haushalten daheim Im Schnitt werden die Medien der RMA 1,8 mal gelesen und durchgeblättert.

Lange Wirkungsdauer Als Wochenzeitungen verfßgen die Medien der RMA ßber längere Wirkungsdauer als Tageszeitungen. Am Erscheinungstag und den beiden Folgetagen erzielen die Zeitungen der RMA die hÜchste Wirkung, wobei die stärkste Nutzung meist am Tag nach dem Erscheinungstermin besteht. „Unsere aktuelle Leserbefragung hat gezeigt, dass die Zeitungen der Regionalmedien Austria im Durchschnitt 4,7 Tage (Quelle: u.a.

RMA-Leser-Befragung 2011) im Haushalt bleiben und eine Ausgabe durchschnittlich 1,8 Mal gelesen oder durchgeblättert wird“, erklärt Michael Tillian, Vorstand der Regionalmedien Austria. „Wir sind mit unseren insgesamt 129 Gratis-Wochenzeitungen in allen Regionen Ă–sterreichs vertreten“, kommentieren die RMA-Vorstände Werner Herics und Michael Tillian in einer Aussendung die aktuellen Ă–AK-Zahlen. „Die Hauszustellung ist dabei Basis unseres Geschäftsmodells, mit dem wir Ăśsterreichweit mehr als 3,8 Millionen (Quelle: MA 10/11, Erhebungs-

zeitraum 07/10-06/11) Leserinnen und Leser erreichen – das bringt ­n atĂźrlich hohe Auflagenzahlen mit sich.“ (red) DIe TItel der RMA

Auflage Gratisvertrieb RMA gesamt 3.276.923 3.230.393 bz-Wr. Bezirkszeitung 617.880 616.007 Bezirksblätter Bgld 119.142 117.670 Bezirksblätter NÖ 658.387 649.873 Bezirksblätter Sbg 210.776 209.053 Bezirksblätter Tirol 269.310 267.297 Kärntner Woche 227.894 225.875 Woche Stmk 505.365 486.740 Bezirksrundschau OÖ 531.637 522.371 RZ-Medien Vlbg 136.533 135.507

Š RMA

Wien. Die aktuellen Auflagezahlen der Ă–sterreichischen Auflagenkontrolle (Ă–AK) weisen den Regionalmedien Austria (RMA) mit Kooperationspartnern fĂźr das zweite Halbjahr 2011 insgesamt eine Druckauflage von 3.276.923 Exemplaren und einen Gratisvertrieb von 3.230.393 Exemplaren aus.

Die Wochenzeitungen der RMA sind in allen Regionen Ă–sterreichs vor Ort vertreten.

bz Nahe am Wiener Leser

Infos zum Grätzl

Š RMA

Wien. Eine Druckauflage von 617.880 und einen Gratisvertrieb von 616.007 Exemplaren weisen die aktuellen Zahlen der Ă–AK fĂźr die bz-Wiener Bezirkszeitung aus. Diese erscheint mit 23 Bezirksausgaben in sämtlichen Wiener Gemeindebezirken und erreicht damit jede Woche 437.000 Leser (Quelle: MA 10/11). Die bz konzentriert sich klar auf bezirksbezogene Berichterstattung und bietet den Wienern jede Woche neue, aktuelle „Grätzl-Infos“. Sie versteht sich als Navigation durch den Bezirk – das ist der USP fĂźr den Leser: erfahren, was im eigenen Bezirk bzw. im jeweiligen Grätzl los ist. Zusätzlich zur Haushaltszustellung in ganz Wien liegt die bz nun auch in fast allen Bezirksämtern der Bundeshauptstadt auf. Und wenn sich in Wien morgens der Verkehr staut, besteht die Chance, dass man sich die Zeit mit der LektĂźre der bz-Wiener Bezirkszeitung verkĂźrzen kann, denn auch 2012 finden weiterhin die erfolgreichen Stauverteilungen statt. Ebenfalls fortgesetzt wird die Citylight-Kampagne: Die Sujets zeigen Leserinnen und Leser der Wiener Bezirkszeitung und sind ab Mitte März an zahlreichen CitiylightStellen in ganz Wien zu sehen. „Die bz-Wiener Bezirkszeitung wird verstärkt jene Themen aufgreifen, die fĂźr die Wienerinnen und Wiener noch mehr Service bieten“, so Romana Stelzl, Prokuristin und Verlagsleiterin der bz-Wiener Bezirkszeitung. (red)

7Â&#x2C6;Ă&#x20AC; Â?>Ă&#x192;Ă&#x192;iÂ&#x2DC; `Â&#x2C6;i -Â&#x153;Â&#x2DC;Â&#x2DC;i Ă&#x192;VÂ&#x2026;iÂ&#x2C6;Â&#x2DC;iÂ&#x2DC;° 0/- 6--ÂŽ * ,0  Ă&#x2026;gĂ?Ă Ă? <Â?Â?gĂ&#x2026; _<Ă <Â&#x2014;\ Â&#x2014;Â&#x2020;UÂ&#x192;Ă? Â&#x2014;Ă&#x201D;Ă _Â&#x2020;g Ă&#x201D;Â&#x2014;_gÂ&#x2014;\ Ă&#x2026;Â?Â&#x2014;_gĂ Â&#x2014; <Ă&#x201D;UÂ&#x192; _Â&#x2020;g 0Â&#x201D;Ă&#x203A;gÂ?Ă? Ă Ă&#x201D; gÂ&#x2014;Ă?Â?<Ă&#x2026;Ă?gÂ&#x2014;ÂŻ <Ă&#x2026; %Ă&#x2026;Ă?gĂ Ă gÂ&#x2020;UÂ&#x192;Â&#x2020;Ă&#x2026;UÂ&#x192;g 0Â&#x201D;Ă&#x203A;gÂ?Ă?Ă gÂ&#x2020;UÂ&#x192;gÂ&#x2014; Ă&#x201D;Â&#x2014;_ Ă&#x203A;gÂ&#x2020;Ă?gĂ g Ă&#x2014;Ă?gĂ&#x2026;Â&#x2020;gzgÂ?\ _Â&#x2020;g sĂ&#x2014;Ă Ă&#x2026;UÂ&#x192;Â?Â&#x2014;gÂ&#x2014;_gÂ&#x2014; 0Â&#x201D;z<Â&#x2014;z Â&#x201D;Â&#x2020;Ă? ,gĂ&#x2026;Ă&#x2026;Â?Ă&#x201D;Ă UgÂ&#x2014; Ă&#x201D;Â&#x2014;_ Â?Â&#x2020;Â&#x201D;< Ă&#x2026;Ă?gÂ&#x192;gÂ&#x2014;\ LgĂ gĂ&#x201D;zgÂ&#x2014; _Â&#x2020;g zgĂ&#x2026;gĂ?Ă Ă?gÂ&#x2014; <{Â&#x2014;<Â&#x192;Â&#x201D;gÂ&#x2014;ÂŻ * ,0  o 6Â&#x2020;Ă Â&#x192;<LgÂ&#x2014; _<Ă&#x2026; /g<Â&#x201D;ÂŻ

Â&#x2020;g_gĂ&#x20AC;Â Ă&#x201E;Ă&#x17D;gĂ&#x20AC;Ă&#x20AC;gÂ&#x2020;UÂ&#x192;Â&#x2020;Ă&#x201E;UÂ&#x192;gĂ&#x201E; *Ă&#x20AC;gĂ&#x201E;Ă&#x201E;gÂ&#x192;<Ă&#x201C;Ă&#x201E;

Ă Ă&#x201D;UÂ&#x17D;Â&#x2026; Ă&#x201D;Â&#x2014;_ 5gĂ Â?<zĂ&#x2026;zgĂ&#x2026;gÂ?Â?Ă&#x2026;UÂ&#x192;<sĂ? Â&#x201D;ÂŻLÂŻÂŻ\ Ă&#x201D;Ă?gÂ&#x2014;LgĂ zĂ&#x2026;Ă?Ă <{g ¤Ă&#x201C;\ Ă?¤ââ -Ă?ÂŻ * Â?Ă?gÂ&#x2014;\ /gÂ? ÂłxĂ? âĂ&#x201C;Ă&#x2030;xĂ&#x201C; lâĂ&#x201C;Â&#x2026;â\ Ă&#x2026;gĂ Ă&#x161;Â&#x2020;UgJÂ&#x2014;ŠÂ&#x2026;_Ă Ă&#x201D;UÂ&#x17D;ÂŻ<Ă?\ Ă&#x161;Ă&#x161;Ă&#x161;ÂŽÂ&#x2014;¨Â&#x2026;_Ă&#x20AC;Ă&#x201C;UÂ&#x17D;ÂŽ<Ă&#x17D;

Die bz-Wiener Bezirkszeitung kommt in 23 Wiener Gemeindebezirken ins Haus. Sonne_216x288.indd 1

05.10.11 09:30


Ö A K 2 . H a l b jah r 2 0 1 1

28 – medianet special

Dienstag, 6. März 2012

Krennzgenial Durch das ÖAK-Gütesiegel bekommen Anzeigenkunden jene Leistungen, für die sie bezahlen, in voller Auflage

Mehr Ehrlichkeit für den Kunden

© krennzgenial

Kampf gegen „getürkte“ Auflagenzahlen durch verpflichtende ÖAK für Medien mit Anzeigenerlösen.

GF u. Anzeigenleiter Martin Lagler: „Mit ÖAK gegen schwarze Medien-Schafe ...“

Wien. Printmedien stehen im direkten Wettbewerb, und so wie im Sport Doping zu einer Leistungsverzerrung führe und unter Betrug falle, ist es bei den Printmedien das nicht vollständige Drucken der in den Mediadaten angegebenen Auflage, meint Martin Lagler, Geschäftsführer und Anzeigenleiter bei Krennzgenial. Dabei sparen die Verlage dann auch gleich doppelt – zum einen die Produktionskosten der Druckwerke und zum anderen die Vertriebs- und Versandkosten. Das Vorgaukeln von Auflagenhöhen sei daher nicht nur wettbewerbsverzerrend, sondern auch Betrug am Anzeigenkunden.

Dieser Form des Betrugs sei nur dann beizukommen, wenn ausnahmslos alle Printmedien, die Einnahmen aus Anzeigenerlösen generieren, zu denselben Bedingungen an den Start gehen. Erst dann sei eine jederzeit reproduzierbare sowie vergleichbare Leistungserbringung bei Printmedien zulässig.

Wenig drucken, mehr sparen Lagler rät Anzeigenkunden dazu, zu überprüfen, ob die in den Mediadaten angegebene Auflagenhöhe verifizierbar ist. „Denn die Unsitte, nur einen Bruchteil der in den

Mediadaten angegebenen Auflage zu drucken, ist, wie es scheint, vor allem ein österreichisches Phänomen, das bei den Anzeigenkunden bzw. deren Mediaagenturen in Deutschland für Unverständnis und Empörung sorgt“. Gemäß Lagler sollten Kampagnen nicht über die Höhe des gewährten Rabatts platziert werden, sondern die nachprüfbare Gegenleistung als wesentliches Entscheidungskriterium herangezogen werden. „Den meisten Kunden ist gar nicht bewusst, dass – wenn man 80 Prozent Rabatt auf den Listenpreis bekommen hat, aber nur zehn Prozent der versprochenen Auflage

gedruckt worden sind – man eigentlich um 50 Prozent zu viel bezahlt hat“, so Lagler weiter. Zudem fordert er mehr Kontrolle und auch Verantwortung seitens der buchenden Mediaagenturen, die ebenso die Verpflichtung hätten, die Auflagenzahlen der Medien stärker zu hinterfragen und mehr Details zu den Buchungen einfordern sollten.

Ehrlich währt am längsten Martina Krenn, Inhaberin von Krennzgenial, setzt selbst auch auf Transparenz. „Für uns als kleinem inhabergeführten Verlag heißt das, dass wir in den letzten acht Jahren mit dem, was wir gemacht haben, richtig liegen, und daher werden wir auch in Zukunft unseren transparenten und seriösen und sicherlich auch nur deswegen so erfolgreichen Weg weitergehen“, ist Krenn überzeugt. (red)

9 4 2 . 2 61 uflage ÖAK

Zahlen Wiener Bezirksblatt

Neuer Partner

Wien. Das Wiener Bezirsksblatt agiert seit Kurzem mit der Mediaprint als strategischem Partner, die sich mit 24,9% an der Wiener Bezirksblatt GmbH beteiligt hat. Thomas Strachota, Geschäftsführer des Wiener Bezirksblatts, sieht die Beteiligung als Bestätigung, „nicht nur für die redaktionelle Qualität des Mediums, sondern auch für den erfolgreichen wirtschaftlichen Status“. Gemäß Thomas Strachota ist „die ÖAK ein wichtiges Messinstrumente der Branche. Valide ausgewiesene Zahlen sind Entscheidungsgrundlagen der werbetreibenden Wirtschaft. In einem hochkompetitiven Medienmarkt sind seriöse Marktdaten ebenso vonnöten wie gute Rückläufe für Kunden ein Zeichen des Erfolgs sind.“

a k c Dru g a t n n o S m a

Der Standard Online steigt

Plus und Minus

t b e i l e b & k r a t s n e g a fl u a : g a t n n o S m a H C I E R R E T S Ö

Wien. Das zweite Halbjahr 2011 hat dem Standard in der gedruckten und verkauften Auflage einen kleinen Auflagenverlust von 1,17 Prozent beschert, in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Lage ein gutes Ergebnis. „Erfreulich ist auch, dass die Tageszeitungslandschaft stabile Werte ausweist und damit ihre Position gegenüber den anderen Mediengattungen bestätigt“, so Wolfgang Bergmann. Der Standard verstärke im heurigen Jahr die Zusammenarbeit von Print und Online, sowohl im Werbeverkauf als auch im Bereich Redaktion. „Das hat uns den größten Leserreichweitenzuwachs im Bereich Online gebracht.“

Quelle: ÖAK 2. HJ 2011, ÖSTERREICH Gesamt, Sonntags-/Feiertagszeitungen – Kauf. Österreich Gesamt umfasst die tägl. Auflage Österreich Stamm, OÖ und Länder. Die Zahlen der einzelnen Auflagen werden nicht separat ausgewiesen, da für diese keine Tarife vorliegen.

© Der Standard

612.249 ÖSTERREICH-Druckauflage am Sonntag: Im 6. Jahr seit Gründung freut sich die moderne Tageszeitung über starke Druckauflagen. Besonders am Sonntag, da weist die ÖAK eine Druckauflage von bereits deutlich über 600.000 Exemplaren aus. Mit den vielfältigen Themen des Hochglanzmagazins, das die Tageszeitung mit der aktuellen Berichterstattung ummantelt, bietet ÖSTERREICH am Sonntag reichlich Lesestoff. Kompetenz, Aktualität und Vielfalt bilden die solide Basis auch für das Vertrauen der Werbewirtschaft in ÖSTERREICH.

Wolfgang Bergmann, Der Standard, freut sich über steigende Userzahlen.

medianet  

medianet - die ganze Zeitung

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you