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inhalt

prime news & market watch > Erlösmaximierung und Pricing im Internet 

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marketing & media > DMX Austria heuer mit neuem Besucherrekord 

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12:07 U

© panthermedia/Zeilinger

© MediaAustria

business weekend

Fusionskarussell

Austro-Animationsfilm

In der Gesundheitsbranche gingen zuletzt mehrere Riesendeals über die Bühne Seite 22

Ist auch Österreich bald ein Land der Trick­ filmer? Die Chancen stehen gut  Seite 78

2.0 The Talk of the Town Welche Branche ist Thema in den neuen Medien – und was wird über wen geschrieben? Auf diese und andere Web 2.0-Fragen gibt der neue „IAB Brand Buzz“ quartalsweise Antworten. Zur Premiere im Fokus: die Autoindustrie. Das Fazit der ersten Untersuchung: Über die Marken VW, Audi und BMW wird im Web 2.0 am meisten diskutiert.  Seite 2

© medianet

retail

> Interview: Bacardi MartiniBoss Dieter Angermair  16

© Österr. Patentamt/APA/Hautzinger

business weekend > Auto China: Chinesen setzen zum Überholmanöver an  28 > Von der „BTX-Brotkiste“zum internetfähigen Handy  48

> Patente: Österreich ist sehr erfindungsreich  > Verkehrsbüro Group ist für 2012 optimistisch 

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Freitag, 4. Mai 2012

© IAB; medianet/Szene1/Philipp Hutter; BuzzValue

über sicht ver sch aff en „Mehr Licht in die seit Langem geführte Kennzahlendiskussion rund um Social Media“ wolle man mit dem neuen ‚IAB Brand Buzz‘ bringen, erklären die drei Initiatoren die Idee: Christine Antlanger-Winter (IAB-Präsidentin, Digitalmarketing Mindshare), Markus Müller (Leiter IAB Fachgruppe Social Media, CEO Media in Progress) und Markus Zimmer (IAB Fachgruppe Social Media, CEO BuzzValue).

IAB Brand Buzz Ein Überblick über die Kommunikation im Web 2.0 – mit speziellem Fokus auf die heimische Social Media-Landschaft

Über VW, Audi & BMW wird im Web 2.0 am meisten diskutiert IAB & BuzzValue erheben quartalsweise Branchendaten im Bezug auf das Social Web. Diesmal im Fokus: die Autoindustrie. dinko fejzuli

Wien. „Mit dem ‚IAB Brand Buzz‘ möchten wir mehr Licht in die seit Langem geführte Kennzahlendiskussion rund um Social Media bringen“, erklären die drei Initiatoren des „IAB Brand Buzz“, Christine Antlanger-Winter (IABPräsidentin, Digitalmarketing Mindshare), Markus Müller (Leiter IAB Fachgruppe Social Media, CEO Media in Progress) und Markus Zimmer (IAB Fachgruppe Social Media, CEO BuzzValue) die Idee. „Wir sehen unser Angebot als eine Art Orientierung speziell für werbetreibende Unternehmen, die Benchmarks suchen.“ Entsprechend beleuchet der IAB in Kooperation mit BuzzValue New Media Research quartalsweise jeweils eine Branche unter dem Aspekt von Social Media. Es werden Kennzahlen beziehungsweise Benchmarks zum Kommunikati-

onsumfang, Entwicklungen und Thementrends erhoben und analysiert. Der „IAB Brand Buzz“ gibt damit einen relevanten Überblick über die aktuelle Kommunikation im Web 2.0 mit speziellem ­Fokus auf die österreichische Social Media-Landschaft.

Themen und Inhalte zählen Diesmal im Fokus: Die Autoindustrie und ihr Verhältnis zu Social Media, die für diese Branche einen immer wichtigeren Kanal darstellen. Dank Facebook & Co wird nicht nur die Interaktion mit den relevanten Kundengruppen auf einen neuen Level gebracht, auch die Meinungsbildung und Entscheidung im Autokauf wird mehr und mehr durch Kommunikation im Social Web beeinflusst. Gerade die Automobilindustrie ist eine jener Branchen mit der höchs-

ten Interaktion im Web 2.0. Es gibt Hunderte Beiträge und Kommentare, die tagtäglich von Usern in verschiedensten Social Media-Kanälen geteilt werden. Wobei das diesbezügliche Spektrum von klassischen Onlineforen über Facebook bis hin zu Diskussionen und Kommentaren in Online-Fachmagazinen reicht. Klar im Vordergrund stehen Diskussionen rund um einzelne Marken und Modelle der verschiedenen Automobilhersteller. Diesbezügliche „Platzhirsche“ im Social Web sind in Österreich die Marken VW, Audi und BMW mit den höchsten Kommunikationsanteilen im Web 2.0. Das Mittelfeld wird von vielen Marken ähnlich umfangreich besetzt; abgerundet wird die Kommunikation durch Exklusivmarken wie etwa Porsche oder Ferrari – mit in Relation zu den aktuellen Verkaufszahlen ebenfalls hohen Kommunikationsanteilen.

Es zeigt sich auch, dass sich im Bereich „Automotive“ die aktive Markenpräsenz speziell in Facebook stark lohnt und einen relevanten Einfluss auf die Aufmerksamkeit, Interaktion und Kundenbindung nimmt. Die inhaltliche Diskussion im Bereich „Automotive“ ist sehr durch die jeweiligen Marken und Modelle geprägt. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Neu- oder Gebrauchtwagenkauf werden einzelne Marken, Modelle sowie Händler diskutiert, verglichen und empfohlen. Abhängig von der jeweiligen Community stehen jedoch unterschiedliche Entscheidungskriterien im Vordergrund. So stehen für allgemeine Communities meist Themen wie Ausstattung, Optik und Design sowie der Preis im Fokus. Special Interest-Communities stellen hingegen vermehrt auch technische Eigenschaften und Produktmerkmale in den Vordergrund.

Neben der Kommunikation zum Autokauf gibt es im Web 2.0 auch umfangreiche Diskussionen zu Themenbereichen wie Service, Reparaturen, Zubehörkauf, etc. Hier werden meist individuelle Erfahrungen von einzelnen Usern gepostet und diskutiert, meist mit großem Einfluss auch auf das Meinungsbild anderer User innerhalb der Communities. Neben klassischen Markendiskussionen stehen auch Themen wie alternative Technologien (Hybrid, E-Autos, etc.) im Fokus der Kommunikation. Zusätzlich zu den Diskussionen auf verschiedenen Community-Portalen werden Auseinandersetzungen zu diesen Themen oft auch durch aktuelle redaktionelle Beiträge auf Online-News initiiert. Die Kommunikation zu alternativen Technologien ist jedoch meist stark themenbezogen, oft nehmen einzelne Marken hier noch keine relevante Position im Web 2.0 ein.

IAB Brand buzz

brand buzz „auto“

„IAB Brand Buzz“ ist eine Social Brand-Review von IAB Austria (Internet Advertising Bureau) in Kooperation mit BuzzValue New Media Research. Quartalsweise wird ab sofort jeweils eine Branche im Bereich Social Media beleuchtet. Es werden Kennzahlen bzw. Benchmarks zum Kommunikationsumfang, Entwicklungen und Thementrends erhoben und analysiert. „IAB Brand Buzz“ gibt einen relevanten Überblick über die aktuelle Kommunikation im Web 2.0 mit speziellem Fokus auf die österreichische Social Media-Landschaft. Eine detaillierte inhaltliche oder qualitative Analyse zu einzelnen Unternehmen, Marken sowie Produkten kann unter anderem bei BuzzValue separat in Auftrag gegeben werden.

Die Kommunikation zu Automarken findet im Web 2.0 auf vielen verschiedenen Plattformen und Portalen statt; diesbezüglich unterscheiden lassen sich: Allgemeine Community-Portale: Plattformen ohne speziellen Themenfokus. Vielmehr stehen hier Personen ähnlicher Alltagsgruppen zu unterschiedlichsten Themen, stark auch zum Thema „Autokauf“, in Kontakt, u.a. Eltern & Familie, Studenten & junge Erwachsene, 50+ & Senioren, etc. Special Interest-Portale: Plattformen für Personen und Communities mit gleichen inhaltlichen Interessenschwerpunkten. Speziell beim Thema „Automotive“ ein sehr relevanter Bereich, mit unzähligen Online-Portalen, u.a. Markenfans, Tuning, Oldtimer, etc. News & Nachrichten: Kommentare zu redaktionellen Beiträgen auf Online-Nachrichtenportalen, im Bereich „Automotive“ insbesondere relevante Fachmagazine bzw. Fachportale. Kommunikation wird hier meist durch aktive PR-Arbeit ausgelöst. Social Media: Viele der führenden Automobilhersteller haben mittlerweile auch einen eigenen österreichischen Markenauftritt auf Facebook. Der lokale Einsatz anderer Social Media-Kanäle wie u.a. Twitter, Google+ oder Pinterest ist in Österreich hingegen noch sehr schwach.

buzzValue BuzzValue ist eine der führenden österreichischen Agenturen im Bereich Social Media Research mit der Zielsetzung, Meinungs- und Stimmungsbilder von Kunden und Konsumenten über Unternehmen, Marken und Produkte im Web 2.0 zu analysieren, wobei die qualitative Analyse der Kommunikation im Web 2.0 sowie der Einfluss auf Image und Kaufentscheidung im Fokus steht.  www.buzzvalue.at


Prime News

Freitag, 4. Mai 2012

Termin Österreichischer Krisenkommunikationsgipfel am 20. Juni 2012 an der Donau-Universität Krems

SHORT

Gerüstet für den Ernstfall?

Heimische Post steigt in Polen und Bulgarien ein

Gipfel-Initiator Frank Roselieb: Krisen­ bewältigung in Echtzeit will gelernt sein.

Krems/Kiel. Hochegger-Affäre, Quargel-Skandal, Restrukturierung der Hypo Alpe-Adria – Anlässe für Krisenkommunikation und Reputationsmanagement haben Österreichs Pressesprecher, Kommunikationsmanager und PR-Berater derzeit mehr als genug. Die erste Adresse für Tipps und Anleitungen, wie Pressesprecher, Journalisten, Fachund Führungskräfte den guten Ruf ihrer Einrichtungen in Krisenzeiten schützen können, ist heuer wieder der „Österreichische Krisenkommunikationsgipfel“ am 20. Juni an der Donau-Uni Krems. 15 Referenten – von Repräsentanten der AUA, ÖBB, voestalpine,

Allianz, Hypo Alpe-Adria Bank, ORF, Kurier, AGES und GIS bis zum MuseumsQuartier Wien – werden von ihren Erfahrungen mit Kommunikation in schwierigen Zeiten berichten. Stephan Raab von der Piratenpartei Österreichs wird erklären, wie seine Partei durch den Einsatz Sozialer Medien die Politik transparenter gestalten will, und Ingrid Vogl vom PRVA Austria zieht Lehren aus den Fällen Hochegger, Grasser & Co für das Verhältnis von Politik, Wirtschaft, Medien und PR. Ingrid Kiefer von der Gesundheitsagentur AGES wird aufzeigen, welche Fehler Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft bei der

Kommunikation von Produktrückrufen besser vermeiden sollten.

15. Gipfeltreffen Der Österreichische Krisenkommunikationsgipfel 2012 ist das mittlerweile 15. Gipfeltreffen des „Kieler Krisennavigator“. Er richtet sich an Kommunikationsverantwortliche, Pressesprecher, Journalisten, Führungskräfte in Wirtschaftsunternehmen, Verbänden, Behörden und der Politik, Krisenmanager sowie an Wissenschaftler. medianet ist Partner des diesjährigen Gipfeltreffens. Info/Anmeldung: www.  krisenkommunikationsgipfel.at

© Firmencheck.at

Schon 400.000 Firmen auf firmencheck.at

Skandale erschüttern die Alpenrepublik – Krisenbewältigungsexperten erzählen aus der Praxis.

© Krisennavigator – Institut für Krisenforschung

Wien. Die Österreichische Post expandiert kräftig in CEE. Die Übernahme der polnischen Kolportaz Rzetelny ist unter Dach und Fach – der Vertrag mit der Integer.pl als Verkäufer sei unterzeichnet. Mit 1,23 Mrd. Postwurfsendungen (2011) und 36% Marktanteil sei Kolportaz Rzetelny bei der Zustellung nicht-adressierter Sendungen Marktführer in Polen. In Bulgarien hat man sich eine 26%-Beteiligung am alternativen Briefpost-Dienstleister M&BM Express gesichert, mit Option auf bis zu 76%. (APA)

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Die firmencheck.at-Gründer Klaus Rebernig und Manfred Gansch.

Wien. Bewertungsplattformen sind eine neue Verbrauchermacht: Auf dem heimischen DienstleisterBewertungsportal firmencheck.at sind bereits 400.000 Unternehmen gelistet. Allein im April zählte das Projekt der FirmenABC Marketing GmbH laut Eigenangaben 49.260 Besuche. Gründer Manfred Gansch: „Was heute wirklich zählt, ist die persönliche Erfahrung jedes Einzelnen. Wir bringen die allseits bekannte Mundpropaganda ins Web.“

Wir machen das für Sie.

Alle Töchter rot: Lufthansa kappt Tausende Jobs Frankfurt/Wien. Hohe Verluste im Auftaktquartal 2012 kosten bei der Lufthansa-Gruppe nun Tausende Menschen den Job. Der AUA-Mutterkonzern will mit einem einschneidenden Stellenabbau in der Verwaltung die Kosten senken. In den kommenden Jahren werden in den administrativen Bereichen 3.500 Vollzeitstellen weltweit wegfallen, teilte der Konzern am Donnerstag früh mit. (APA)

Ministerrat verlängert Thanner als BWB-Chef

© Foto Wilke

VOLLES SERVICE. NP DRUCK ist Ihr Partner. Einer, auf den Verlass ist. Der weiß, dass Qualität nicht nur Know how, modernste technische Ausstattung und Einsatz verlangt, sondern auch entsprechende Zeit. Wir nehmen uns Zeit – für Sie. NP DRUCK – Wir haben das Team. Theodor Thanner ist seit 2007 General der Bundeswettbewerbsbehörde.

Wien. Der neue und alte Generaldirektor der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wird Theodor Thanner heißen. Er wurde auf Antrag von Wirtschaftsminister Mitterlehner vom Ministerrat für eine weitere fünfjährige Funktionsperiode vorgeschlagen. Seit 2007 als BWB-General tätig, hatte sich Thanner erneut für den Posten beworben. Vor seinem Start bei der BWB war der promovierte Jurist und Lehrbeauftragte an der Uni Wien u.a. als Leiter der Rechtssektion in Innenministerium, im Bundeskanzleramt und im Verteidigungsministerium tätig.

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Freitag, 4. Mai 2012

feature@medianet.at

Pricing im sebastian voigt Frank bilstein

V

iele innovative InternetGeschäftsmodelle sind an sich erfolgversprechend, ihre Preisstrategie oder das Preismodell sind jedoch selten von Anfang an optimal. Werden in frühen Stufen des Geschäftsmodells die richtigen Weichen im Pricing gestellt, kann das Umsatzwachstum häufig verdoppelt werden – und auch bei „reiferen“ Online-Dienstleistungen ist eine Erlössteigerung von 20% nach Preisoptimierung keine Seltenheit. Wir zeigen einige Ansätze, durch die sich bewährte InternetGeschäftsmodelle im Pricing weiter verbessern können.

Geschäftsmodell #1: Free Viele große Internet-Firmen haben ihr Geschäftsmodell ausschließlich mit Gratisleistungen begonnen oder bieten ihre Leistungen auch heute noch (weitestgehend) gratis an, wie z.B. Facebook, Google, YouTube, Craigslist oder viele Online-Zeitungen. Vorteil dieses Modells ist die Möglichkeit, sehr schnell Nutzer und Marktanteile zu gewinnen. Internetnutzer sind (aufgrund der hohen Preistransparenz im Web sowie der hohen Anzahl an Gratisleistungen) oftmals preissensibler als „Offline“-Kunden. Wenn wir etwas gratis bekommen, greifen wir meist zu, ohne lang zu überlegen – ganz nach dem Motto „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“. Das Modell hat jedoch ein gravierendes Risiko: Wenn die eigentlichen Nutzer nicht für die Leistungen des Unternehmens zahlen – wer dann? Zum einen gibt es die

Möglichkeit, Erlöse durch Premium-Zusatzleistungen zu generieren, die von einer Teilmenge der Kunden erworben und bezahlt werden (siehe Geschäftsmodell #2: Freemium). Zum anderen gibt es rein werbefinanzierte Geschäftsmodelle. Wenn es um Werbung geht, hat das Internet im Vergleich zu klassischen Werbemedien einige Vorteile, da die Werbebotschaften sehr viel zielgerichteter übermittelt werden können. Internetfirmen sammeln Informationen über ihre Kunden und nutzen diese, um Werbebotschaften zu übermitteln, bei denen die größte Kaufwahrscheinlichkeit besteht. Für Werbende bedeutet dies geringere Streuverluste und damit eine höhere Kampagneneffizienz. Um die eigenen Erträge zu maximieren, können Werbeplattformen ihre Preise in zweierlei Hinsicht intelligent differenzieren, um den Werbepreis zu maximieren. Die erste Möglichkeit ist die Preisdifferenzierung nach Zielperson. Denn: Je zielgerichteter die Ansprache, desto höher der erreichbare Werbepreis. Bei Facebook beispielsweise können Anbieter, die eine Werbeanzeige erstellen wollen, ihre Zielgruppe nach Land, Demografie, Ausbildung und Interessen eingrenzen. Je genauer die Zielgruppe definiert wird, desto höher der erzielbare TKP (Tausend-KontaktPreis) oder CPC (Cost per Click). Die zweite Möglichkeit der Werbepreisdifferenzierung, wie bei Google AdWords, funktioniert nach beworbenem Content oder Produkt. Ein Keyword, das attraktiver ist, wird höher bepreist als eins, das weniger nachgefragt ist. Unabhängig von der Preisdifferenzierung hat sich bei großen Plattformen der Auktionsmechanismus zur Preisfindung durchgesetzt. Je nach angegebener Zielgruppe bzw. Keywords wird dem Werbenden eine TKP- oder CPCPreisspanne vorgeschlagen, zu welcher der Werbende ein Angebot abgeben kann. Im CPC-Modell zahlt der Werbende nur bei Klick auf das Werbebanner. Hier berechnet ein Algorithmus, basierend auf einer Kombination aus gebotenem Preis und „Klickwahrscheinlichkeit“, welche Anzeigen dem Kunden angezeigt werden. Dadurch wird der Werbeumsatz maximiert.

Modell #2: Freemium Das wesentliche Risiko des FreeModells wurde bereits skizziert: Die Erlöse kommen ausschließlich aus Werbung, was eine große Abhängigkeit vom Werbe(preis)markt mit sich führt. Diesem Risiko beugt das Freemium-Modell vor. Freemium bedeutet, dass Kunden die Dienstleistungen des Unternehmens zunächst weiterhin kostenlos nutzen können, jedoch wahlweise zusätzliche kostenpflichtige Leistungen erwerben können. Bei-

spiele hierfür sind u.a. Xing, LinkedIn, Dropbox oder Doodle. Alle genannten Unternehmen bieten eine kostenlose Basis-Mitgliedschaft sowie eine (bzw. mehrere) kostenpflichtige Mitgliedschaften an. Letztere umfassen die Leistungen der Basis-Mitgliedschaft sowie attraktive Zusatzleistungen. Der Kunde schließt einen Vertrag mit dem Anbieter ab, der in der Regel zwischen drei und zwölf Monaten läuft, und zahlt einen gleichbleibenden monatlichen Grundbetrag. Das auf Monatsabonnements basierende Freemium-Modell hat jedoch auch Nachteile: Zum einen scheuen viele Kunden das langfristige Commitment zu einem Anbieter und den damit verbundenen Abschluss eines Vertrags. Dies drückt die Conversion-Quote, also die Prozentzahl an Nutzern, die die kostenpflichtige Variante des Services in Anspruch nehmen, nach unten. Zum anderen gibt es oftmals Power-User/Fans, die bereit sind, deutlich mehr als den Monatsbeitrag zu bezahlen – aufgrund des vorhandenen Preismodells werden diese Zahlungsbereitschaften jedoch nicht abgeschöpft. Nicht zuletzt aufgrund dieser Einschränkungen kommt ein anderes Freemium-Preismodell immer mehr in Mode: das auf Vorabzahlungen basierende „A la carte“-Modell.

A la carte-Freemium-Modell „A la carte“-Freemium-Modelle arbeiten mit Prepaid-Einmaltransaktionen und sind z.B. im OnlineGaming bereits Standard. Wie im Abo-Modell können Spieler dabei das Spiel beliebig lang umsonst nutzen. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, Credits dazuzukaufen. Diese können sie dann nach Wunsch gegen Zusatzleistungen eintauschen, im Online-Gaming beispielsweise gegen Ausrüstungsgegenstände, um den eigenen Charakter stärker zu machen, Zaubertränke, um schneller im Spiel voranzukommen, oder sogenannte Vanity-Items, um sich von der Masse der Spieler optisch abzuheben. Wer beim Facebook-Spiel Farmville einen besonders schönen Bauernhof haben will, muss daher in Credits investieren – oder sehr, sehr lange kostenlos spielen. Das „A la carte“-Freemium-Preismodell funktioniert besonders gut in Branchen mit emotionalen Kunden und hohem Involvement (also z.B. Online-Gaming, Dating-Services oder Wettanbietern). Das Modell erlaubt Spielern, beliebig oft weitere Credits und damit Leistungen zu erwerben. Somit werden insbesondere „echte Fans“ und Intensivnutzer optimal monetarisiert. Projekterfahrungen zeigen: Der ARPPU (Average Revenue per Paying User) liegt im Gaming-Bereich nicht selten bei über 50 € pro Monat. Der Trend zum „A la Carte“-Freemium-Modell hält an. Auch Hy-

Seba st ian Voi gt Simon-Kucher www.simon-kucher.com

© Simon-Kucher

Erlösmaximierung Mit der Kommerzialisierung des Internet haben zahlreiche neue Geschäftsmodelle ­ihren Siegeszug an­getreten. Das Web brachte uns Facebook, eBay, Amazon, Skype, iTunes und Google. Der Preis bzw. Nicht-Preis nimmt dabei eine immer wichtigere Position bei der Kaufentscheidung des Kunden ein. Das richtige Pricing kann die Erlöse innovativer Geschäftsmodelle signifikant steigern.

Marktplätze sind jedoch kein Selbstläufer. Sowohl auf Käufer- als auch Verkäufer­ seite muss eine ­kritische Masse an Teilnehmern gewährleistet sein.“ bridmodelle aus Abo und Credits sind mittlerweile am Markt: Das soziale Netzwerk Badoo bietet seinen Kunden zum einen ein „SuperPower“-Abo an, mit dem Kunden einige Premium-Leistungen dauerhaft zur Verfügung gestellt bekommen (z.B. mehr Profile zu sehen), während andere Funktionen nur durch den Kauf und Einsatz von Credits bereitgestellt werden (z.B. vorübergehend bessere Platzierung in der Suche).

Modell #3: „Long-Tail“ In jedem Lager gibt es Waren, die sich schlecht bis gar nicht verkaufen. Diese Ladenhüter kosten Geld, indem sie Platz im Lager wegnehmen, den besser laufende Produkte hätten einnehmen können. 2004 stellte Wired-Redakteur Chris Anderson seine Ausführungen zum Long-Tail-Business vor. Seine These: Da das Anbieten digitaler Produkte (mehr oder weniger) keine Kosten erzeugt, führt eine Vergrößerung des Produktsortiments um eine Vielzahl an Nischenprodukten zu mehr Absatz, Umsatz (entweder unmittelbar durch den Verkauf kostenpflichtiger Leistungen oder bei Free-Geschäftsmodellen durch höhere Werbeeinnahmen) und damit Gewinn. Viele Anbieter digitaler Medien, so zum Beispiel iTunes oder Netflix, haben dieses Geschäftsmodell mittlerweile aufgenommen. Apple bietet in seinem iTunes-Store (nach eige-

nen Angaben) über 12 Mio. Songs zum Download an, viele davon Nischenprodukte mit überschaubarem Absatz. Aus Pricing-Sicht bietet das Long-Tail-Business einige Möglichkeiten. So sind Produkte, die nahezu überall (im Netz) erhältlich sind, oftmals einem harten Preisund Margendruck ausgesetzt. Daher versuchen beispielsweise viele Händler, (Neu-)Kunden mit Kampfpreisen für beliebte Elektroartikel oder andere Fokusprodukte zu gewinnen. Dies gilt nicht für Nischenprodukte: Hier lohnen sich keine Kampfpreise oder Promotions, da sie von der Mehrheit der Kunden nicht wahrgenommen bzw. als nicht interessant empfunden werden. Ganz im Gegenteil: Die geringere Anzahl an Anbietern sowie die damit gesteigerten Suchkosten für den Kunden führen dazu, dass die Zahlungsbereitschaft für Nischenprodukte häufig höher ist als für vergleichbare Produkte mit stärkerem Durchlauf. Ein Beispiel, wie Nischenprodukte gut monetarisiert werden können: Bei der Anschaffung eines neuen Druckers gibt es – neben dem Kauf der teuren Original-Kartuschen – die Möglichkeit, die Tinte von einem der zahlreichen kleinen Online-Tintenhändler günstiger zu erwerben. Für ältere Modelle werden die meisten Shops diese Kartuschen nicht mehr führen. Wohl oder übel muss man auf einen der vier großen Büromaterialanbieter zurückgreifen, der dann – aus gutem Grund – ein sattes Preispremium für die Bereitstellung dieses Nischenprodukts bzw. Auslaufmodells veranschlagt.

Modell #4: Marktplatzmodell Die erwerbbaren Nischenprodukte müssen nicht zwangsläufig – wie beim iTunes-Store – vom Anbieter selbst eingestellt werden. Geschäftsmodelle wie YouTube oder Wikipedia basieren auf der Content-Generierung durch den Kunden. Auch eBay und Amazon verfolgen dieses Konzept bereits seit über einem Jahrzehnt, doch erst in den vergangenen Jahren hat es weiter an Fahrt aufgenommen: das Plattform- oder MarktplatzKonzept, das sowohl für digitale als auch für materielle Güter Anwendung findet. Auf diesen digitalen Marktplätzen kann jeder Nutzer seine (Nischen-)Produkte anbieten. Plattformen wie eBay, Quelle, Amazon, Play oder Lulu dienen dabei als Vertriebskanal und kassieren bei jeder Transaktion eine Gebühr, die je nach Art und Wert des Produkts (grob) zwischen fünf und 30% liegt. Während z.B. eBay nur als Plattform auftritt, nutzt Amazon seinen Marktplatz insbesondere für Nischenprodukte. Wird ein Produkt plötzlich „zu erfolgreich“, nimmt der Online-


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feature@medianet.at

Internet Der Online-Videodienst hat nach eigenen Angaben über 650 Mio. registrierte User, von denen etwa 50 Mio. täglich online sind. Nichtsdestotrotz fristet der „Extras-Manager“ ein trauriges Dasein mit gerade einmal ca. 40 downloadbaren Apps. Die richtige Preisstrategie kann dabei helfen, die Zahl der Anbieter gezielt zu entwickeln. Wie bei allen auf kritischer Masse basierenden Geschäftsmodellen empfiehlt es sich, zunächst mit niedrigen Gebühren in den Markt zu gehen und diese sukzessive zu erhöhen. Daher haben kleinere/jüngere Marktplätze wie Hitmeister oder Hood ein niedrigeres Gebührenniveau als eBay oder Amazon. Neben einer reinen Preisniveauerhöhung im Laufe der Zeit empfiehlt es sich auch, differenzierter auf das Geschäftsmodell des Verkäufers einzugehen. Wer auf

© panthermedia/Istvan Borbath Szocs

Händler es selber ins Sortiment auf. Somit kombiniert Amazon die Vorteile aus Eigen- und Partnervertrieb. Auf dem Marktplatz von Amazon verkaufen heute ca. 1,3 Mio. professionelle Händler ihre Waren. Marktplatz-Strategien ermöglichen dem Betreiber des Marktplatzes ein relativ risikoloses Geschäftsmodell, da die Kosten für Beschaffung, Lagerhaltung und Versand der Ware an den Händler ausgelagert werden. Beispiel Apple: Der 2008 eröffnete AppStore bietet Besitzern von Apple-Hardware die Möglichkeit, aus über 500.000 verschiedenen Apps für iPhone, iPod Touch oder iPad zu wählen. Per Stand Oktober 2011 wurden über 18 Mrd. Anwendungen von Nutzern heruntergeladen. Die Apps stammen größtenteils nicht von Apple selbst, sondern von unabhängigen Programmierern. Für jede verkaufte Applikation erhält Apple einen Umsatzanteil von 30%. Im B2B-Bereich ist Force.com mit über 1.200 angebotenen Apps und über einer Mio. Downloads ähnlich erfolgreich. Marktplätze sind jedoch kein Selbstläufer. Sowohl auf Käuferals auch Verkäuferseite muss eine kritische Masse an Teilnehmern gewährleistet sein. Beispiel Skype:

Amazon und eBay z.B. Elektronik verkauft, zahlt niedrigere Verkaufsgebühren als ein Verkäufer von Uhren oder Schmuck. Das Preismodell spiegelt dabei die Marge und auch die Umlaufgeschwindigkeit der Produkte wider. Schmuckverkäufer, deren Ware eine hohe Marge aufweist und tendenziell selten verkauft wird, können mit 20% Vertriebsprovision leben, für die meisten Elektronikhändler würde dies jedoch ein Negativgeschäft bedeuten. Nach dem gleichen Prinzip lassen sich – je nachdem, wie

viel Wert die eigene Leistung stiftet – Preise auch regional differenzieren. Das führende US-Kleinanzei-

genportal Craigslist bietet die meisten seiner Leistungen kostenlos an – mit einigen Ausnahmen: Das Inserieren einer Stellenanzeige im Raum San Francisco kostet 75 USD, in New York und acht weiteren Städten 25 USD. Immobilienanzeigen sind im ganzen Land kostenlos – außer in New York; hier zahlen Makler und Hausbesitzer zehn USD für ihre Annonce. Ähnlich geht die deutsche Immobilienbörse ImmobilienScout24 beim Pricing vor und differenziert ihre Preise nach vier Regionen. So sind beispielsweise gute Immobilien in München (wie auch in New York) rar gesät, es herrscht hohe Nachfrage. Die Chance, die Wohnung schnell zu vermieten (und damit zwei Monatskaltmieten als Provision zu kassieren), ist für den Makler äußerst gut. Wer dort ein Haus oder eine Wohnung inserieren möchte, zahlt dafür einen höheren Preis als jemand, der eine vergleichbare Immobilie in Cottbus (mit geringeren Chancen auf eine vergleichbare Provision) einstellt.


the opinion

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Ein Riesenaufreger in den US-Medien schlug bei uns keine allzugroßen Wellen: Am vergangenen Montag zitierte Reuters einen Bericht des Wall Street Journal, demzufolge Coca-Cola die größte Marken-Übernahme seiner Unternehmensgeschichte plane – den Energy Drink „Monster Energy“ des Red Bull-Rivalen Monster Beverage. Um 11:46 New Yorker Ortszeit war das WSJ mit der Meldung online gegangen. Kurz darauf sprangen die Aktien von Monster, getrieben von dem Bericht, um 28 Prozent in die Höhe. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens stieg binnen einer Viertelstunde von rund elf Milliarden Dollar (8,32 Mrd. Euro) auf 14 Milliarden – ein „Scoop“ sondergleichen. Um kurz vor 16:00 Uhr ging der Coca-Cola-Konzern mit einem Dementi in die Öffentlichkeit. Man stehe nicht in Verhandlungen mit Monster: kein Deal, keine Story. Ein paar Minuten nach diesem Statement ließ Bloomberg News mit der Meldung aufhorchen, dass Coca-Cola sehr wohl über die Akquisition nachgedacht habe. Pepsi auch. Und zwar vor einigen Monaten.

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Heisenbergsche Richtigstellung Man sagt, mit dem Aufkommen des Web 2.0 werde die Gatekeeperfunktion der Massenmedien eingeschränkt. Noch entscheidender ist das Feedback des „Marktes“. sabine bretschneider

Alles nur Hokuspokus. Die Aktien von Monster Beverage schlossen rund ein Prozent im Minus.

Alle haben Recht Alternativ dazu gestaltete sich die Reaktion des Journal: Mit eineinhalbstün-

diger Verspätung berichtete man, Coca-Cola habe sich nur aus finanziellen Erwägungen, wegen des Kurssprungs der Monster-Aktien – und damit als explizite Folge des Exklusivberichts des WSJ –, kurzfristig aus den Verhandlungen zurückgezogen. Sowohl WSJ als auch Bloomberg beriefen sich auf gut

informierte (anonyme) Quellen ... „This is a variation of the ‚Heisenberg Uncertainty Principle Defense‘“, schreibt Ryan Chittum im Columbia Journalism Review („The WSJ’s Monster Market Move“). Die Unschärferelation besagt in etwa, dass, je genauer man die Position eines Teilchens zu messen versucht, sich desto ungenauer seine Geschwindigkeit festlegen lässt. Entweder, oder – beides geht nicht. „Irgendjemand hat Unrecht“, schreibt Chittum, oder haben beide Recht? Das mache es nicht unbedingt einfacher für den Leser, für den Investor – und die Kritiker der Medien. Schlussendlich sei es jedoch, so Chittum, ohnehin der „Markt“ und dessen Reaktion auf die Berichte, der am Ende Recht behält. So viel zur Theorie des medialen Gatekeepings der Medien im 21. Jahrhundert.

Gastkommentar Beiträge aus der EU-Infothek (www.eu-infothek.com)

Rot-weiß-rot ist keine Modefarbe in Brüssel

zitat des ta g es Erwin Ringel, österreichischer Arzt, Tiefenpsychologe

Der Boulevard eilt Maria Fekter in höchster Not zu Hilfe: In News und Österreich wird die wegen etlicher ungeschickter Auftritte umstrittene Finanzministerin plötzlich so liebevoll verherrlicht, dass einem um die jeweiligen Autoren Angst und Bang wird. Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner findet es beispielsweise toll, dass sich unsere Mrs. Sparpaket „von den präpotenten Junckers und Van Rompuys in Brüssel nicht ihre Linie vorschreiben“ lasse. Das mediale Lob war allerdings ein Minderheitenprogramm: Von allen anderen Print-Kommentatoren bekam die wortgewaltige Hardlinerin aus Oberösterreich, deren Spezialgebiete zweifellos nicht gerade Diplomatie und Elegance sind, jedenfalls einhellige Schelte ab. Es wurde ihr unter anderem angelastet, dass sie Österreich auf ihre raue Tour in Brüssel nicht gerade optimal repräsentiere. Das ist beileibe kein Einzelschicksal. Auch Kanzler „Auch Kanzler Werner Werner Faymann, vor noch gar nicht allzu langer Zeit in Sachen Europäische Union ein bekennender Skeptiker, Faymann, vor noch gar ist dort eher eine Randfigur. Er lässt sich zwar gern in Gesellschaft von Angela Merkel und anderen Politgrößen nicht allzu langer Zeit ablichten, vermag jedoch die optisch gelungene Präsenz in der Europa-Hauptstadt kaum mit inhaltlicher Argumenin Sachen Europäische tationskraft zu paaren. Vize Michael Spindelegger hinterlässt im Kreise seiner EU-Kollegen ebensowenig einen Union ein bekennender bleibenden Eindruck: Er agiert bei einschlägigen Meetings auf höchster Ebene ähnlich unauffällig wie daheim. Man Skeptiker, ist dort eher wird daher den Verdacht nicht los, dass unsere Polit-Spitzen in Brüssel so etwas wie Statisten sind.

Sein eigener Herr wird man nicht dadurch, dass man jeden Chef abschafft. www.zitate . at

heute im business weekend

eine Randfigur.“

© Verkehrsbüro/Bill Lorenz

Drittklassige Polit-Delegation

Karl Pramendor f e r , Vor stand Oberös t e rreich T ouris mus, s . 7 2

© EU-Infothek

© OÖ Tourismus

Harald Nogra se k , G eneraldirekto r Verkehrsb üro Gr o u p, s. 6 0

„Der Tourismus hat sich kaum verändert. Es geht immer noch um Gefühle. Wir verkaufen Spaß und Freude – und sonst gar nichts.“

peter Muzik

Das trifft genauso für Österreichs EU-Kommissar Johannes Hahn zu, der wenig bis gar nichts Aufregendes von sich zu geben pflegt – so, als würde in seinem Metier Regionalpolitik absolut nichts weiter gehen. Kurzum: Der Republik fehlen in Brüssel profilierte, kompetent wirkende und weithin akzeptierte Repräsentanten – auch im Europäischen Parlament. Dort können sich lediglich die beiden langjährigen Routiniers Othmar Karas (VP) und Hannes Swoboda (SP) bemerkbar machen – beide schafften daher kürzlich einen Karrieresprung. Die übrigen 17 österreichischen EU-Parlamentarier wirken alles in allem wie eine zweit- oder drittklassige PolitDelegation und haben es bislang nicht verstanden, sich einen Namen zu machen. Dazu gesellt sich das Faktum, dass das Image der rot-weiß-roten MEPs (Members of the European Parliament) in Brüssel und Straßburg durch den Fall Strasser, den Konkurs einer steirischen Abgeordneten oder indiskutable Sager eines FP-Mandatars stark beschädigt ist. Bleiben noch ein paar Top-Beamte wie Heinz Zourek als Industrie- und Wolfgang Burtscher als ForschungsZampano. Das war‘s aber auch schon. Rot-weiß-rot ist jedenfalls am EU-Laufsteg in Brüssel bedauerlicherweise keine Modefarbe – was schade ist.

„Nach einem Jahr der Expansion und Integration werden wir heuer das Potenzial in ­allen Geschäftsfeldern voll ausschöpfen.“

Freitag, 4. Mai 2012

Peter Muzik ist langjähriger Wirtschaftspublizist und Inhaber der auf Medien-Resonanz-Analyse spezialisierten Agentur Public & Media; www.eu-infothek.com. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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medianet

inside your business. today.

freitag, 4. Mai 2012 â&#x20AC;&#x201C; 7

Bunte Themenvielfalt und Besucherrekord bei diesjähriger Konferenz  Seite 10

Amadeus Award

Sechs Monate ORF Sport plus - die Verantwortlichen mit einem ResĂźmee  Seite 12

Ă&#x2013;sterreichs Musikszene feierte ihre Stars  Seite 14

media.at verpasst mit neuer Holding-Struktur

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Bilanz

Vereinfachen Nach der Berufung von Petra Hauser (Bild) in die GeschäftsfĂźhrung der media.at im Februar setzt die zweitgrĂśĂ&#x;te Ăśsterreichische Agenturgruppe jetzt einen weiteren Schritt in Richtung ihrer organisatorischen und strukturellen Neuausrichtung. Die Agenturchefin erklärt in medianet die neuen Verhältnisse. Seite 8

+43 1576 10 - 0 info@diedrucker.biz www.diedrucker.biz

Š twyn group

short

Philipp Maderthaner grĂźndete kĂźrzlich Ă&#x2013;sterreichs erstes Campaigning Bureau. Warum die Zieldefinition sich oft schwierig gestaltet, in welchen Bereichen und Branchen Campaigning Sinn macht und wo starke Nachfrage besteht sowie welcher Instrumente er sich bedient, skizziert er im Interview.  Seite 12

Š MediaAustria

Š Jakob Glaser

Peter Mayrhofer launcht als CEO der twyn group das Mobile Performance Marketing-Angebot neu und beleuchtet im Gespräch mit medianet aktuelle Fragen zum Thema. Er sieht in Ă&#x2013;sterreich steigende Bereitschaft fĂźr neue Technologien auf Anwender- sowie notwendige Optimierungen auf Anbieterseite.  Seite 11

Brillante Ideen brauchen leidenschaftliche Umsetzungen.

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8 – medianet

Freitag, 4. Mai 2012

Neues Credo media.at versteht sich als Kompetenzzentrum in Sachen Strategie/Research (ehemals MediahausAustria) und Digital Marketing

media.at wird Dachorganisation Die media.at integriert künftig alle zentralen Funktionen wie Einkauf oder Controlling, um weitere Synergie-Effekte zu heben.

Ab sofort fungiert die media.at GmbH mit ihren Hauptgesellschaftern Bawag PSK, Österr. Lotterien, A1 Telekom Austria und Österr. Post als Dachorganisation für die operativen Agenturen und 100%igen Töchter OmniMedia GmbH und MediaSelect.

Wien. Nach der Berufung von Petra Hauser in die Geschäftsführung der media.at im Februar setzt die zweitgrößte österreichische Agenturgruppe jetzt einen weiteren Schritt in Richtung ihrer organisatorischen und strukturellen Neuausrichtung. Ab sofort fungiert die media.at GmbH mit ihren Hauptgesellschaftern Bawag PSK, Österreichische Lotterien, A1 Telekom Austria und Österreichische Post als Dachorganisation für die operativen Agenturen und 100%igen Tochtergesellschaften OmniMedia GmbH und MediaSelect GmbH. medianet bat Petra Hauser um einige Antworten. medianet: Warum wurde die neue Struktur überhaupt notwendig? Petra Hauser: Ein Teilaspekt der von den Gesellschaftern angestrebten organisatorischen und strategischen Neuausrichtung ist die Vereinheitlichung der Gesellschafterstrukturen von OmniMedia und MediaSelect. medianet: Welche Vorteile wird dies mit sich bringen? In Ihrer Aussendung sind Begriffe wie Schnelligkeit gefallen ... Hauser: ... effiziente, schlanke Struktur, wendige Organisation, verbesserter Durchgriff, Syner-

gien durch zentralisierte Bereiche (Strategie, Einkauf, Controlling/ Buchhaltung), kürzere Reaktionszeiten auf Markterfordernisse, leichterer und schnellerer Knowhow Austausch intern, schnellere und einfachere Entscheidungsfindung auf Gesellschafterebene für die gesamte Gruppe (weniger Gremien).

medianet: Wo sonst sehen Sie Synergiepotenzial? Hauser: Zudem Synergien im Bereich Buchhaltung/Controlling (einheitliche Systeme), Strategie (verbessertes Know-how Sharing in der gesamten Gruppe), auch Synergien durch eine einheitliche Führungsstruktur.

„Meine Bestellung und

medianet: Sie selbst sind seit nicht ganz drei Monaten im Haus – wie weit trägt die Umstrukturierung bereits Ihre Handschrift? Hauser: Die Umstrukturierung ist bereits ein längerwährender Prozess; meine Bestellung und meine Mitarbeit an der Finalisierung haben den Prozess sicher beschleunigt, auch weil seither ein gewisses Vakuum hinsichtlich der Entscheidungsfindung auf Gesellschafterseite beseitigt ist.

meine Mitarbeit an der Finalisierung haben den Prozess sicher beschleunigt.“ petra hauser, gf media.at

medianet: Apropos Einkauf – welche konkreten Auswirkungen wird dies für die (Medien)Partner haben? Hauser: Synergien im Einkauf haben in erster Linie Auswirkungen auf eine verbesserte interne Einkaufs-Effizienz sowie ein EinkaufsControlling, als Einkaufsgemeinschaft hat media.at schon vorher operiert.

Ernennung Sibylle Callagy ist Präsidentin

Job in der PR

© leisuregroup.at/Langecker

Landtagspräsident Harry Kopietz, Wolfgang Struber und Vbgm. Renate Brauner.

Langjährige Erfahrung in Agentur- und Verlagswesen hat Gabriele Stanek.

Wien. Radio Arabella-Geschäftsführer Wolfgang Struber wurde mit dem „Helfer Wiens Preis 2012“ ausgezeichnet. Der von ihm gegründete Verein „Arabella hilft!“ hat sich zum Ziel gesetzt, für Wiener in Not da zu sein und gemeinsam mit Radio Arabella 92,9 finanzielle Hilfe zu leisten. Nach dem Leitgedanken „Aus Wien – für Wien“ und mit persönlichen Einsatz konnte Struber nicht nur namhafte Mitglieder für

Wien. Gabriele Stanek ist neue Projektleiterin in der PR-Agentur live relations, welche zum echo medienhaus gehört. Die 51-Jährige zeichnet für die Entwicklung neuer Symposien, Seminare und spezieller Veranstaltungen verantwortlich. Zuletzt koordinierte sie die Werbung und das Eventmanagement der Bildungsinitiative „Österreich darf nicht sitzen bleiben“. Davor war sie u.a. fünf Jahre als Direktorin der Werbe Akademie tätig.

verlangt ein diversifizierter Medienmarkt eine umfassende Beratungskompetenz, die sich dauernd weiterentwickeln muss – auch das ist durch eine Inhouse-Agentur schwer zu leisten. Das Modell der media.at basiert dagegen auf der Bündelung einiger der stärksten Etats des Landes in einer ansonsten unabhängigen Agentur, die so die kritische Masse hat, um ganz vorn mitzuspielen. Die Entscheidung der Eigentümer, sich außerdem klar einem umfassenden Kompetenzausbau, insbesondere im digitalen Bereich, zu stellen, wird die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe weiter festigen. Diese Konstellation ist relativ einzigartig, somit ein Spezifikum des österreichischen Marktes und in besonderem Maße die Leistung meines Vorgängers, Paul Schauer, der es geschafft hat, die Eigentümer vom Mehrwert dieser Lösung zu überzeugen.

Die neue Unternehmensstruktur findet ihren Ausdruck auch in einem neuen Logo.

Stanek Neue Projektleiterin

Struber gewinnt Helfer Preis

© Radio Arabella 92,9

medianet: Ist das media.at-Modell eines, in welches sich die gesamt Media-Agenturen-Branche entwickeln könnte? Hauser: Reine Inhouse-Agenturen einzelner Unternehmen haben grundsätzlich nicht im notwendigen Ausmaß die Möglichkeit, Volumina zu bündeln, außerdem

medianet: Ihre Agenturgruppe hat ja ein schiefes Geschäftsjahr und dieses endet am 31. Juni. Können Sie eine Prognose abgeben, wie es verlaufen wird? Hauser: Stabil im Plan, insbesondere durch ein gutes erstes Halbjahr (7–12 2011). Wie sich 2012 insgesamt entwickeln wird, bleibt noch spannend.

Arabella hilft! Verein setzt sich für Wienern in Not ein

den Verein gewinnen, sondern auch zahlreiche Firmen und Personen motivieren, zu spenden. Struber fühlt sich durch die Auszeichnung in seiner Arbeit bestätigt: „Die große Not ist meistens nicht weit weg, sondern nebenan. Besonders erschütternd finde ich jene Fälle, in denen Kindern durch tragische Umstände jegliche Perspektive und Hoffnung geraubt wird. Genau hier helfen wir von Radio Arabella. “

medianet: Kommen wir zur Eigentümerstruktur. Diese unterscheidet sich gänzlich von der anderer Media-Agenturen – welchen Vorteil bringt es mit sich, wenn große Auftraggeber/Kunden gleichzeitig auch die Eigentümer sind? Hauser: Der Vorteil liegt darin, dass die Agentur tatsächlich im Sinne des Kunden denkt und agiert. Wir investieren das Geld unserer Kunden, wir geben es nicht aus. Das sagen andere Agenturen auch, bei uns ist es aber tatsächlich so, weil bereits strukturell so angelegt.

ÖAK wählte neuen Vorstand

© Franz Josef Rupprecht

dinko fejzuli

Der 15 Personen umfassende Vorstand wählte Sibylle Callagy zur Präsidentin.

Wien. Bei der 19. Generalversammlung der Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) wurden folgende Vorstandsmitglieder gewählt: Bild (v.li.): Dietmar Henrich, Wiener Bezirksblatt, Erwin Vaskovich, VivaKi Group Austria, Joachim Feher, MediaCom, Raimund Jacoba, Wailand & Waldstein, die wiedergewählte ÖAK-Präsidentin Sibylle Callagy, Wolfgang Jansky, AHVV Verlag, Helmut Hanusch, Verlagsgruppe News, Thomas Kralinger,

Kurier, Elisabeth Ochsner, PanMedia Western Werbeplanung, Thomas Zembacher, Österreichischer Wirtschaftsverlag, Helga Schrott, Kleine Zeitung, Martin Huttarsch, Krone Verlag, Silvia Lieb, Schlüssel Verlag J.S. Moser. Nicht am Bild: Wolfgang Bergmann, Standard Verlag, Friederike Müller-Wernhart, Mindshare. Die ÖAK erfasst die Auflagenzahlen von Printmedien und hat derzeit 124 Mitglieder.


M a rk e t i n g & M e d i e n

Freitag, 4. Mai 2012

medianet – 9

Kampagne Let’s CEE Film Festival zeigt Spielfilme und Dokus aus CEE-Ländern und schärft nun auch in der Kommunikation den Blick in den Osten

Werbeoffensive für Filmfestival Jürgen Hofer

Wien. „Look east for great Films“, so lautet der Slogan, mit dem das „Let‘s CEE Film Festival“ seit Ende April in die Werbeoffensive geht. Das von 28. Mai bis 3. Juni in Wien stattfindende Filmfestival zeigt über 30 aktuelle Spielfilme und Dokumentationen aus den CEE-LänCredits: Auftraggeber Let‘s CEE Film Festival/ Direktorin Magdalena Zelasko Agentur/Klassik The Gentlemen Creatives OG/GF: Mark Hinckley und Richard Ördög Kreation Mark Hinckley, Richard Ördög, Jörg Pattiss, Barbara Heske, Robert Wagenlechner, Raphael Wasilakis Agentur/Online Emarketing Experts/Mateusz Isakiewicz und Piotr Lubanski Agentur/Design Spotlight Design/Alexandra Kollwig Fotograf Stefan Badegruber und Olivia Wimmer (Assistentin) Filmproduktion/ Animation The Gentlemen Creatives Musik Roy de Roy

Zukunft Produktvernetzung

Tourismus digital

Wien. Bereits zum vierten Mal traf sich die Tourismus Community Austria, um sich mit Fragen der intelligenten Produktvernetzung und des Aufbaus virtueller Gemeinschaften im Cyberspace auseinanderzusetzen. Rund 100 Personen folgten zunächst dem Vortrag von Peter Post, Geschäftsführer der Multimediaagentur Scholz & Volkmer, der den „State oft he Art“ der Konsumwelt präsentierte: Turnschuhe, die mit iPods sprechen; Autos, die mit Ampeln kommunizieren; Pflanzen, die twittern, wenn sie Wasser benötigen. „Nicht nur Produkte kann man vernetzen, sondern auch Erlebnisse“, ist Post überzeugt, „die Zukunft liegt darin, dass Menschen Spuren im Web hinterlassen wollen, das ist eine Chance für Unternehmer, vor allem auch im Tourismus.“

Plädoyer für Qualität

© APA-Fotoservice/Preiss

Im Anschluss zeigte sich eine hochkarätige Runde einig darüber, dass neue Technologien und die damit verbundenen Kommunikationsmöglichkeiten nicht nur Chancen für den Tourismus darstellen, sondern sich auch auf das Produkt auswirken. Marketingfachmann Michael Anfang plädierte für mehr Qualität: „Wir laden immer mehr Inhalte ins Netz und überschütten den Gast mit Information. Die Kunst besteht aber darin, die richtige Information für die Gäste zugänglich zu machen.“ Die nächste Veranstaltung der Tourismus Community Austria findet am 20. Juni 2012 wieder im Haus der Musik in Wien statt.

Peter Post zeigte Möglichkeiten der ­digitalen Vernetzung von Produkten.

dern und möchte den Blick nach reichen Print-, Plakat- und PostOsten auch in seinen Kommunikakartensujets wurden auch Trailer tionsmaßnahmen transportieren. produziert, die in allen Kinos des „Der Claim ist gleichermaßen eistrategischen Partners, der Cinene Aufforderung, sich zu öffnen, für plexx-Gruppe, gezeigt werden. etwas Neues, das man auf diese Art „Diese Kampagne verpasst dem und Weise noch nicht gesehen oder Filmschaffen aus der CEE-Region vielleicht noch gar nicht wahrgeein zeitgemäßes, aussagekräftiges nommen hat“, erläutert Richard und modernes Image“, freut sich Ördög die Idee hinter dem Claim. Festivalleiterin Magdalena ZelasEr zeichnet mit der Agentur The ko über den kreativen Output. Die Gentlemen Creatives verantwortAutentizität der gezeigten Personen lich für die Kreation der Werbestand bei der in nur zwei Wochen linie. Unterstützend bei der Umsetrealisierten Werbelinie im Fokus. zung agierten die polnische OnlineBesonders hervorzuheben: Alle beAgentur Emarketing Experts sowie teiligten Agenturen sind pro bono die niederösterreichische Agenfür das Festival im Einsatz. JP_medianet_Layout 1 26.04.12 14:00 Seite 1 www.letsceefilmfestival.com tur Spotlight Design. Neben zahl-

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Personen der Kampagne sind Mitglieder, Volontäre und Freunde der Festival-Macher.


10 – medianet

s c h w e r p u n k t D M X au s t r ia

Freitag, 4. Mai 2012

Fachwissen-Austausch Rund 2.000 Gäste besuchten am 24. und 25. April die Messe im Untergeschoss des Wiener Leopold Museums

DMX Austria mit Besucherrekord Bei der Expo und Konferenz für Digitales Marketing tauschten sich Profis über die neuesten Trends der Branche aus. Wien. CPI, CTR und B2B; SEO, SEM und ROI – was ein wenig nach der Neuauflage des Hitsongs „mfg“ von den Fantastischen Vier klingt, sind in Wahrheit Marketingbegriffe, von denen am 24. und 25. April bei der „DMX Austria“ heftig Gebrauch gemacht wurde. Heuer fand die Expo für Digitales Marketing im Untergeschoss des Leopold Museums im MQ statt. Rund 40 Unternehmen präsentierten hier ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen, während Marketingexperten bei Kurzreferaten Einblicke in die Trends der Branche gaben. Gleich vorweg: Der Renner ist und bleibt die Smartphone-Welt – Mobile Marketing wird immer wichtiger.

von Online-Marketing in Österreich: „Hier trifft man auf viele gut vorbereitete Marketingexperten, mit denen ein Dialog auf hohem Niveau möglich ist. Der große Besucherandrang unterstreicht die Bedeutung des österreichischen Markts für die digitale Branche.“

Ein weiteres großes Thema der DMX Austria war das E-Mail-Marketing. Viel Verbesserungspotenzial für Newsletter-Aussendungen sieht Michael Kornfeld von „dialog-Mail eMarketing Systems“. Viele Newsletter würden nämlich rein auf Bildern basieren – ein Fehler, denn Bilder werden oft von E-Mail-Serviceanbietern blockiert, der Kunde kann dadurch den Newsletter gar nicht lesen. Eine ansehnliche Alternative bieten da ausschließlich mit HTML erstellte Mail-Sendungen. Beim Versandzeitpunkt gibt es hingegen keine Faustregel zu beachten: Während Experten häufig Dienstag bis Donnerstag präferieren, hat Kornfeld genauso gute Erfahrungen mit Freitagnachmittag gemacht.

Qualität sehr verschieden

Und tatsächlich gaben die über 50 referierenden Experten jede Menge Einblicke in aktuelle Branchenentwicklungen. Die Qualität der Vorträge unterschied sich allerdings oft deutlich. Während einige der Vortragenden um generelle Informationen und Hilfestellungen bemüht waren, nutzten andere die 20 Minuten Redezeit ausschließliche zur Selbstvermarktung. Gute Qualität lieferte etwa Stefan Dietrich von Trusted Shops. Rekord: 2.000 Besucher In seiner Präsentation machte er klar, dass Menschen 70 bis 80% ihBei der zum dritten Mal stattfinrer Entscheidungen unbewusst trefdenden DMX Austria konnten sich fen. Deshalb spielen Emotionen eidie Veranstalter über einen neuen ne große Rolle. Das zeige sich auch Besucherrekord freuen. Insgesamt bei der Wahl eines Webshops, wo waren um die 2.000 Besucher mit neben dem Preis v.a. die gewährdabei. leistete Sicherheit ausschlaggebend „Kunst und Onlinemarketing geist. Laut Dietrich können Unterhen auf der ‚DMX Austria‘ eine benehmen Vertrauen gewinnen durch sonders reizvolle Verbindung ein“, Transparenz, einen persönlichen sieht Laurenz Lenkewitz, Country Ansprechpartner für Onlinekunden, Manager D-A-CH von Unity Moaber auch gut auffindbare AGBs. bile, den Grund für den Erfolg. Eine eigene Podiumsdiskussion Timo von Focht, Regional Director gab es zum Thema Mobile ComD-A-CH von Maxymiser, betont s&m_ins 271x202_05 04 12 05.04.2012 12:46 Uhr Seite 1 merce. Michael Kobler, Head of hingegen den hohen Stellenwert

© sm:ile communication

Fabian Greiler

Bunte Vielfalt an Themen

Über 40 Aussteller waren bei der „DMX Austria 2012“ im Leopold Museum vertreten.

E-Commerce der Austrian Airlines, ließ sich dabei ein wenig in die Karten schauen. So setzt die AUA primär auf Web-Apps und weniger auf Native-Apps, denn die seien in der Entwicklung zu teuer. Einen gänzlich anderen Weg geht hier der Handelsriese Spar. Simone Glinik, Leiterin Neue Medien, kann bereits auf vier mobile Anwendungen verweisen. Darunter befindet sich auch eine eigene Weinwelt-App, mit der Kunden

QR-Codes einscannen und Wein direkt bestellen können. Glinik ist es wichtig, mit den Apps den Kunden etwas zu bieten, was die mobile Webseite nicht kann. Laut Matthias Schodits, Geschäftsführer YOC Central Eastern Europe, wird sich die Welt des Handels stark verändern; die Menschen würden vermehrt mobil einkaufen. Das zeige auch Amazon, die bereits einen relevanten Teil des Umsatzes so generieren.

Die Messe bot eine große Palette an Themen. Neben E-Commerce, Mail- und Mobile-Marketing wurde auch über Social Media, Emotional Shopping, Online-Vertrieb oder Geolocation referiert. Zufrieden mit dem Event zeigen sich auch die beiden Veranstalterinnen Iris Lohmann und Simone Merfeld. „Für uns war die Messe ein voller Erfolg, wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr“, so die beiden Geschäftsführerinnen von Sm:ile Communication. Die Agentur hat sich auf Kommunikations- und Veranstaltungsmanagement spezialisiert.


d mx Au s t r i a S c h w e r p u n k t

Freitag, 4. Mai 2012

medianet – 11

Mobile Marketing Peter Mayrhofer, CEO twyn group, plädiert für kreative Konzepte und intelligente Vertriebsideen im Bereich Mobile Marketing

Bereitschaft für neue Angebote Michael Fiala

Wien. Österreich wird immer mehr zum Land des mobilen Fortschritts. Anlässlich des Relaunchs ihres Mobile Performance MarketingAngebots beleuchtet Peter Mayrhofer (Online-Experte und CEO der twyn group) deshalb die brennendsten Fragen zum Thema. medianet: In den vergangenen Jahren wurde von Marketing-Experten bereits öfters das ‚mobile Jahr‘ ausgerufen und der MobileTrend prognostiziert. Was ist 2012 anders und müssen wir uns diesmal wirklich auf den Mobile-Boom gefasst machen? Peter Mayrhofer, CEO twyn group: Die Vorzeichen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. 2006 sorgte Apple mit seinem iPhone für eine erste Smartphone-Welle am österreichischen Markt. Seither ist die Nutzung rasant gestiegen und damit auch die Notwendigkeit für mobile Internet-Angebote. 2011 verzeichnete Österreich bereits eine Smartphone-Penetration von 56% und 24% mehr mobile App-Store-Nutzung als im Vorjahr. Hinzukommt, dass Österreicherinnen und Österreicher eine stets wachsende Bereitschaft mitbringen, neue Technologien auszuprobieren.

medianet: Mobile oder Online – gibt es hier einen Kanal, auf den man in Zukunft eher setzen ­sollte? Mayrhofer: Künftig wird man den mobilen Kanal einfach mitdenken müssen, um dieselbe Reichweite wie bisher zu erzielen – denn manche Nutzer operieren nur noch vom Smartphone aus, während andere lieber zuhause vorm Schirm surfen. Man kann also nicht einfach auf einen der beiden Kanäle verzichten, weil sich unser Nutzungsverhalten stark geändert hat und nicht mehr länger nur ein Medium oder nur eine Art von Internetzugang genutzt wird. Stattdessen sind kreative Konzepte und intelligente Vertriebs-

ideen gefragt, um den idealen Mediamix leistbar zu gestalten. medianet: Manche Unternehmen schrecken heute noch vor mobilen Kampagnen zurück, weil der Aufwand als zu groß eingeschätzt wird. Welcher Aufwand ist tatsächlich mit der Erstellung mobiler Kampagnen verbunden? Mayrhofer: Wie so oft ist die Antwort vom Einzelfall abhängig, aber im Allgemeinen kann man sagen, dass die Angst vor horrenden Summen und Zeitkapazitäten im Hinblick auf mobile Optimierung unbegründet ist. Langfristig gedacht sind mobile Seiten nicht nur

weniger kostenintensiv, als von Unternehmen befürchtet, sondern auch notwendig, um Menschen in ihrem Alltag zu erreichen und zu begleiten. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Websites, die eine so einfache Struktur aufweisen, dass diese gar keine spezielle Optimierung benötigen – etwa dann, wenn diese kein Flash und keine komplizierten Menüs, dafür aber Touchscreen-Kompatibilität mitbringen. Es hängt also auch von der Komplexität der eigenen Seite und dem Umfang des eigenen Angebots ab. Langfassung:  www.medianet.at

© twyn group

Steigende Bereitschaft in Österreich für neue Technologien und notwendige Optimierungen.

Peter Mayrhofer, CEO twyn group, über die Bedeutung von Mobile Marketing.

medianet: Wie steht es bei der Bevölkerung um das Ansehen von Mobile Marketing? Mayrhofer: Seitens der User hat sich wirklich einiges getan, es hat geradezu ein Umdenken stattgefunden. Mobile Werbung wird heute vom Großteil der Bevölkerung als Teil des Alltags verstanden und steigt ständig in der Akzeptanz. Alles das macht Mobile Marketing natürlich immer interessanter und einträglicher für Unternehmen aus jedem Bereich. medianet: Was hat sich seitens der Anbieter und des Markts verändert? Mayrhofer: Die größte Neuerung der letzten Jahre ist aus Unternehmenssicht mit Sicherheit, dass es heute eine zuverlässige Reichweitenmessung gibt. Damit ist der Erfolg von mobiler Werbung endlich auch darstellbar und nachvollziehbar. Auch die verstärkte Verbreitung mobiler Angebote dank Smartphones spielt am Markt eine entscheidende Rolle. medianet: Zusätzlich zum Smartphone spielt auch das Tablet eine immer größere Rolle im Leben der Menschen und folglich in der Werbeplanung. Worauf gilt es hier zu achten? Mayrhofer: Tablets und Smartphones sind heute nicht mehr elitär oder exklusiv, vielseitige Handys werden mit Verträgen verschenkt und Tablets sind für fast jedermann leistbar. Das bedeutet aber auch, dass man nicht mehr wie vor einigen Jahren noch automatisch vom Medium bzw. Kanal auf die Zielgruppe rückschließen kann: Nicht jeder, der eine mobile Seite aufruft, ist der Richtige, wenn es zum Beispiel um hochpreisige Produkte geht. Das heißt im Klartext: Die Plattform nimmt einem die Zielgruppensegmentierung nicht mehr ab, stattdessen muss intelligentes Performance Marketing und Targeting betrieben werden.

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marketing & medien

12 – medianet

Freitag, 4. Mai 2012

Campaigning Bureau Mit seiner Agentur will Maderthaner konkrete Ziele für Kunden in Umsetzung bringen – wobei die Zieldefinition oft nicht so einfach ist

Nur siegen zu wollen, reicht nicht Mit dem Ziel „Wir wollen Nr. 1 werden“ kann man außer der eigenen Basis niemanden überzeugen, so Philipp Maderthaner.

medianet: Damit bringen Sie Menschen zur direkten Beteiligung ... Maderthaner: ... genau. Der Ursprung vom Campaigning ist ja in der Politik, das muss man ganz klar sagen und woraus ich auch meine Erfahrung ziehe. Die Urkampagnen waren früher sozusagen Feldzüge und irgendwann wurden die eben in weiterentwickelten Demokratien kommunikative Feldzüge. Die Urkampagne ist also die politische Kampagne. Und da ist es mal mehr, mal weniger darum gegangen, Menschen in den Kampagnenprozess zu involvieren. Sozusagen das Mobilisierungsgen ist also aus der politischen Kampagne extrahierbar, aber natürlich auch – und das ist für viele neu – für Unternehmen anwendbar und nutzbar, gerade wenn es darum geht, dass die gemeinsame Sache mit ihren Kunden machen.

medianet: Können Sie vielleicht ein paar konkrete Beispiele nennen, wo Campaigning Sinn macht? Maderthaner: Ein großes Thema in Österreich ist der Energiebereich. Da überlegen wir, wie können wir Menschen ins Boot holen, damit sie energiebewusster leben. Das ist eine Thematik. Wenn jemand sagt, um wieder auf die Unternehmensseite zu kommen, ‚Wir wollen längere Ladenöffnungszeiten‘, kann man mit den Kunden gemeinsam versuchen, für dieses Thema zu mobilisieren. Oder: Es gibt in Österreich die eine Hälfte, die für ein totales Rauchverbot ist und die andere Hälfte, die dagegen ist. Hier kann man versuchen, seine Gruppe zu aktivieren. Im öffentlichen Bereich geht es auch um aktivierende Bewusstseinsbildung. Das kann das Thema des Zusammenlebens in Österreich sein, das kann sein, wie

Wien. Philipp Maderthaner gründete kürzlich Österreichs erstes Campaigning Bureau. medianet fragte nach, was genau es damit auf sich hat.

Maderthaner: Campaigning bedient sich natürlich auch der klassischen Instrumente wie Werbung, PR, Promotion und hat natürlich ein starkes Potenzial im digitalen Bereich, weil es natürlich darum geht, Interessensgruppen zu organisieren. Das können natürlich Soziale Netzwerke wie Facebook sein, müssen aber nicht. Digitale Tools spielen aber schon eine große Rolle, genauso wie Gamification immer mehr ein Thema werden wird, also einen spielerischen Zugang zu schaffen, sich in Kampagnen einzubringen. Facebook per se ist aber noch kein Campaigning. Das von mir entwickelte Modell des ‚Movement-Campaigning‘ beruht auf drei Säulen: Auf der einen Seite auf Leadership, also einem überzeugenden Träger einer Kampagne, an der Story aktivierender Kommunikation und der dritte Punkt wird über Facebook meist nicht erreicht, das Empowerment, also die Kraft der Unterstützer und Interessensgruppe auf den Boden zu bringen, und daran scheitern neun von zehn Facebook-Kampagnen, weil die das zum Selbstzweck machen, im Sinne von Zahlenständen und Namecounting.

© Jakob Glaser

medianet: Sie haben sich kürzlich mit ihrem ‚Campaigning Bureau‘ selbstständig gemacht: Was soll man sich darunter vorstellen und was machen Sie anders als eine gewöhnliche Werbeagentur? Philipp Maderthaner: Der Ausgangspunkt für uns ist die Frage: Was ist, wenn es Tausende Menschen gibt, die das gleiche Interesse und das gleiche Anliegen haben wie dein Unternehmen, deine Organisation oder dein Verein. Campaigning tut nicht mehr und nicht weniger, als die Kraft und Potenzial zu nutzen, das in dieser Gruppe steckt und damit potenziert und das ist in Wahrheit die Grundlage dafür, dass es einen neuen Turbo gibt für unternehmerische Interessen, politische Ziele oder gesellschaftliche Anliegen.

medianet: Welche Art von Anfragen werden an Sie gerichtet? Maderthaner: Ein Gutteil ist natürlich im öffentlichen Sektor und im Bereich der Organisationen. Da ist Campaigning am ehesten gelandet. Wo es ein absoluter Entwicklungsgebiet ist, ist im Bereich von Unternehmen, aber auch da gibt es Interessenten. Gerade wo Lobbying so in Verruf geraten ist, überlegen Unternehmen, wie kann ich meine unternehmerischen Interessen anders durchsetzen? Ich behaupte, Campaigning ist eine saubere Alternative. Unternehmen würden besser fahren, einen Euro weniger in Lobbying zu investieren und dafür mehr in die Mobilisierung ihrer Kunden. Wenn es beispielsweise um einen Betriebsstandort geht, dann haben viele ein Interesse daran, dass der Standort erhalten bleibt. Von den Mitarbeitern, über ihre Familien bis hin zur Gemeinde – die alle zu versuchen zu mobilisieren und in die Waagschale zu werfen, ist effektiver, als zu versuchen, das allein mit Geld zu erreichen.

dinko fejzuli jürgen hofer

Philipp Maderthaner hat kürzlich Österreichs erstes Campaigning Bureau gegründet.

man Menschen mit Migrationshintergrund dazu bewegt, deutsch zu lernen. Aber zu meinen konkreten Kunden will ich nichts sagen, denn ich habe mir persönlich zum Ziel gesetzt, nicht in diesem Spiel – und ich sage bewusst ‚Spiel‘ – mitzumachen; wir haben diesen oder jenen Kunden ergattert und diesen oder jenen Pitch geholt. Wir wollen null Energie aufwenden mit der Diskussion, wer welchen Kunden ergattert; das interessiert uns nicht. medianet: Politische Parteien wollen Wahlen gewinnen. Was wollen ‚normale‘ Unternehmen? Maderthaner: Meine erste Frage an einen Kunden wäre immer: Was ist Ihr Ziel? Was wollen Sie? Wir sagen unseren Kunden ganz klar,

dass sie selbst ein klares Ziel oder einen konkreten Antrieb finden. Etwas zu wollen, ist eine Sache, die wir unseren Kunden nicht abnehmen wollen. medianet: ‚Wir wollen die Nr. 1 werden‘ ist als Ziel zu wenig? Maderthaner: Ja, das ist zu wenig. Ich bin auch davon überzeugt, dass man mit ‚Wir wollen Nr. 1 werden‘ außer der eigenen Basis niemanden überzeugen kann, weil das auch für niemand anderen relevant ist. Es geht immer um konkrete Anliegen, Ziele und Interessen. medianet: Welcher Instrumente bedienen Sie sich bei der Arbeit und welche Rolle spielt das Web 2.0 dabei?

TV Sendungsverantwortliche Veronika Dragon-Berger und TV-Sportchef Hans-Peter Trost ziehen Resümee

Sechs Monate Spartensender ORF Sport + der zugleich Moderator bzw. Präsentator ist, und aus einem Kommentator. Für das Programm steht ORF Sport plus ein Budget von 3,5 Mio. € zur Verfügung.

„Zukunftswerkstatt“ © ORF/Günter Pichlkostner; ORF/Hans Leitner

Wien. Am 26. Oktober 2011 ging mit den Glückwünschen von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz um Punkt 14 Uhr ORF Sport plus on air. Der Spartenkanal bietet seit einem halben Jahr ergänzend zur Sportberichterstattung in den Vollprogrammen ein umfassendes Programm mit klarem ÖsterreichBezug. „Gut angenommen werden von den Sehern vor allem Liveinhalte wie zum Beispiel der Tennis Daviscup oder aber auch Inhalte aus aktuellen Anlässen wie wir sie zum 70. Geburtstag von Boxlegende Muhammad Ali gebracht haben“, fasst Veronika DragonBerger, Sendungsverantwortliche von ORF Sport plus, die Renner im Programm zusammen. Ziel sei es, so viele Liveübertragungen wie möglich ins Programm aufnehmen zu können, so Berger weiter, und im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrags „alle Sportverbände vorkommen zu lassen – von Jiu Jitsu bis zum Boulder Weltcup“. Der Start des Senders gestaltete sich laut ORF-TV-Sport-

Hans-Peter Trost und Veronika Dragon-Berger sind mit der Entwicklung zufrieden.

chef Hans-Peter Trost insofern schwierig, da man aufgrund des Frequenzwechsels „fast bei Null technischer Reichweite“ begonnen hat; mittlerweile nähere man sich schon der 50%-Marke. Steigende Zuseherzahlen sollen auch breitenwirksame Inhalte garantieren: „Wir wollen natürlich durch publikumsstärkere Sportarten als ‚Zugpferde‘ Zuseher an ORF Sport plus binden und den Sender somit als

wesentliches Angebot für Sportinteressierte etablieren“, gibt Trost die Marschrichtung vor. Ermöglichen soll das ein Kernteam in der Programmplanung aus zwei Mitarbeitern. Weiteres Personal sei produktionsabhängig und man arbeite projektbezogen mit Mitarbeitern, so Dragon-Berger. Das redaktionelle Team besteht zumeist aus zwei Mitarbeitern: einem verantwortlichen Redakteur,

Neben der thematischen Breite setzte sich ORF Sport plus schon zum Start das Ziel, künftig auch eine „Zukunftswerkstatt“ – mit der Möglichkeit, neue Sendeformen und Formate zu entwickeln – zu sein. „Wir sind hier mitten in der Entwicklung“, gibt Dragon-Berger, angesprochen auf kommende Formate, einen kleinen Vorgeschmack: „Für Mai sind Piloten für Behindertensport- und Schulsportmagazin geplant.“ Diese werden im Herbst starten. Dann wird ORF Sport plus seinen ersten Geburtstag feiern. Bis dahin will Trost das „hohe Niveau“ in der Berichterstattung halten. „Wichtig wird sein, die gesamte Breite des Sports abdecken zu können und dadurch Menschen Freude am Sport und an der Bewegung zu vermitteln.“  (hof)

medianet: Kann mit einer Kampagne auch das Image aufgebessert werden? Maderthaner: Das Image aufbessern ist per se auch kein Ziel. Die Frage an einen Kunden, der so etwas will, ist, was seiner Meinung nach das Unternehmen verkörpern soll. Wenn er sagt, ‚In Wahrheit haben wir ein großes Herz‘, dann frage ich ‚Und worin drückt sich das aus?‘ Wenn er dann beispielsweise sagt, wir sind dafür, dass jedes Kind eine gute Schulbildung bekommt, dann haben wir ein konkretes Anliegen. Also allein das Image verbessern, kann nicht das Ziel sein, das Ziel muss schon von größerer Bedeutung sein, um Interessensgruppen damit anzusprechen. Langfassung:  www.medianet.at

Medien Praktikumsplätze

Stipendien für ­Journalisten

Krems. Auch dieses Jahr vergibt der Verein zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich geförderte Praktikumsplätze. Die von einer Jury ausgewählten Nachwuchsjournalisten werden vier Praktika absolvieren, bei denen sie die Redaktionen von drei NÖ-Medien beziehungsweise die PR-Abteilung eines NÖ-Unternehmens kennenlernen. Der Zeitraum der Ausbildung erstreckt sich dabei vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013. Die Arbeitsleistung der Praktikanten wird mit einem monatlichen Stipendium von 900 € abgegolten. Interessierte können sich noch bis zum 6. Juni bewerben. An dem Programm nehmen teil: ORF Niederösterreich, Kurier, NÖN sowie die Unternehmen Agrana, EVN, Vienna International Airport, Hypo Niederösterreich, Österreichische Lotterien, OMV, Novomatic und die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Vereines zu finden:  www.noe-journalismusverein.at


Freitag, 4. Mai 2012

m ar k e t i n g & a g e n t u r e n

medianet – 13

Merchandising Geht es nach Adam Lisowski, soll sein Fernsehsender als Marke vermögende Menschen weltweit ansprechen

Luxus-Vodka vom Spartenkanal FashionTV berichtet über Mode, verkauft werden aber Lifestyle-Produkte.

… und Wiener Tradition Eine beständige Produkterweiterung scheint jedenfalls zur Unternehmensphilosophie zu zählen. „Durch Innovation und aufmerksame Beobachtung der Konsumtrends wird FashionTV weiter-

hin am Puls der Zeit sein“, erklärt Lisowski. Dass er diese Worte ernst nimmt, zeigen weitere Produktideen: Seit 2011 gibt es mit „F 88“ und „F 18“ zwei Energydrinks, dazu passend wird „F Vodka“ angeboten.

FTV auf puls4.com Um die Diversifizierung weiter voranzutreiben, brachte Lisowski 2010 sein Unternehmen an die Frankfurter Börse. Neu ist auch eine Kooperation mit der SevenOne Media, die damit die Website www.ftv.com vermarktet. Zusätzlich hat FTV einen eigenen Videokanal auf puls4.com laufen.

Von Vodka bis zu Mode – FashionTV versucht sich als Marke zu etablieren.

Foto: Ida Schmidt

Wien. Ein Fernsehsender erreicht tagtäglich Millionen von Menschen, dementsprechen bekannt ist natürlich auch die Marke. Während Verlage schon lange diese Publizität für Merchandising nutzen, ist das bei den Sendern noch eher die Ausnahme. Ein brachliegendes Potenzial, das Adam Lisowski ausnutzen möchte. 1997 gründete er den Fernsehsender „Fashion TV“ (FTV), der sich ausschließlich mit Mode beschäftigt. Der weltweit größte Spartenkanal profitiert vom Glamour und Lifestyle der gezeigten Inhalte und so ziert das diamantenförmige Logo von FTV nicht nur Fernsehbildschirme, sondern auch Badeanzüge, Taschen, Jeans und andere teure Accessoires. Die vor fünf Jahren gegründete Modelinie war Lisowski, gebürtiger Pole mit österreichischem Pass, aber zu wenig; seitdem treibt er die Markendiversifizierung rasant voran.

duktpalette, über die wiederum im Sender berichtet wird. Aber auch Wiener Köstlichkeiten sollen weltweit unter die Leute gebracht werden. Daher ist eine Kooperation mit den Aida Kaffeehäusern vereinbart, die Mehlspeisen und den Kaffee für die „F Cafes“ liefern sollen.

© Fashion TV

Fabian Greiler

Mode, Bars, Parties … So soll mit eigenen „F Fashion Stores“ Luxusware verkauft werden. Ein solcher Shop befindet sich in Dubai. Dort versucht sich der Modesender mit neuen Präsentationsvarianten von der Konkurrenz abzuheben, etwa indem Kunden mittels iPads im Store durch die gesamte Kollektion surfen und sofort bestellen können. Aber nicht immer klappt alles so reibungslos. So musste der groß angekündigte Bau eines Luxushotels in Dubai erst einmal auf Eis gelegt werden. FTV versucht nun, mit einem neuen Partner ein Hotel in Bali zu errichten. Bereits im Jänner 2014 soll dieses „F Hotel“ eröffnet werden. Schon seit Langem funktioniert hingegen das Lizenzgeschäft mit „F Bars“ und „F Clubs“. Natürlich gehören auch FTV Parties zur Pro-

ORF Facebook-Auftritte

© www.facebook.com/oe3

Verbot bestätigt

Verboten ist auch der Facebook-Auftritt von Ö3 mit derzeit rund 272.000 Fans.

Wien. Nach dem negativen Bescheid des Bundeskommunikationssenats zu den ORF-FacebookAktivitäten will der öffentlichrechtliche Sender seinen „Kampf um einen freien Zugang zu neuen Medien“ fortsetzen. Der ORF werde sich in der Causa an die Höchstgerichte wenden, hieß es am Mittwoch in einer ersten Stellungnahme. Unabhängig davon will ORFChef Alexander Wrabetz auch die Gesetzesgrundlage ändern: „Wir werden beim Gesetzgeber weiterhin für unseren Standpunkt und eine diesbezügliche Klarstellung im ORF-Gesetz werben.“ Bereits am 2. Februar beanstandete die Medienbehörde KommAus­ tria 39 Facebook-Seiten des ORF.

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14 – medianet

Freitag, 4. Mai 2012

crossmedialität im radio

© medianet/Szene1/Stefan Caspari

eine branche feiert ihre stars

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© Barbara Loschan (2)

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1. Große Freude über die Auszeichnung „Song des Jahres“ bei den Holstuonarmusigbigbandclub; 2. Nicht in die Knie gehen braucht Hubert von Goisern – er gewann gleich zwei Trophäen; 3. Das Punkrock-Quartett 3 Feet Smaller reüssierte in der Kategorie „Alternative“; 4. Der Preis für „Volkstümliche Musik“ ging an Die jungen Zillertaler.

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1. KroneHit-GF Ernst Swoboda und seine Mitarbeiterin Barbara Pichler; 2. Georg Gartlgruber (Managing Director Carat) und Maria Bauernfried (Marketing ­Director Kelly‘s); 3. Horst Zimmermann (KroneHit) und Herbert Stifter (Bewag).

„Crossmedia – sehen, hören, klicken, kaufen“

Immer für Späße gut: Andreas Gaba­lier gewann zwei Preise.

KroneHit Radio Day

Österreichischer Musikpreis vergeben

Medienkonvergenz Am 19. April lud KroneHit zum „Radio Day“ ins Novomatic Forum. Thema der Veranstaltung war die Crossmedialität. Eine Sache also, die Medien wie Agenturen gleichermaßen umtreibt und mit Maria Bauernfried (Marketing Director, Kelly‘s), Andreas Vretscha (COO, MediaCom), Georg Gartlgruber (Managing Director, Carat Austria) und Rüdiger Landgraf (Programmdirektor KroneHit) wurden kompetente Vortragende gefunden. Für KroneHit-Geschäftsführer Ernst Swoboda ist die Medienkonvergenz nicht nur Zukunftsmusik: „KroneHit ist für sich selbst genommen schon sehr crossmedial. Wir sind ein UKW Produkt, wir haben im Internet 14 Webchannels und es kommen immer neue dazu, wir haben eine starke Homepage und wir haben eine große Facebook Gemeinde.“ KroneHit-Verkaufsdirektor Mario Frühauf ergänzte: „Wir sind ein Fullservice Partner, Radio ist schnell, kostengünstig und „Wenn Produkte Fremdspraimmer und überall zu empfanchen lernen – Ethnomarketing gen. KroneHit ist Teil des größin Österreich; Di. 8.5.2012, ten Medienhauses, welches 18.30 Uhr, Palais Festetics mit unterschiedlichen Medien Berggasse 16, 1090 Wien unterschiedliche Zielgruppen Info: dienstleistung@wkw.at. erreicht – wir sind also für die Zukunft gerüstet.“  (fg)

Amadeus Award Ausgezeichnet Zum zwölften Mal wurde der österreichische Musikpreis Amadeus am 1. Mai in dreizehn verschiedenen Kategorien vergeben, und die Musikwelt feiert mit ihren Stars mit. Gleich zwei Trophäen gingen an Hubert von Goisern (Album des Jahres & Pop/Rock) sowie Andreas Gabalier (Best Live Act & Schlager). In der Kategorie „Song des Jahres“ konnten sich die Vorarlberger Holstuonarmusigbigbandclub gegen ihre vier Konkurrenten durchsetzen und 3 Feet Smaller machten in der Kategorie „Alternative“ das Rennen. Parov Stelar gewann in der Kategorie „Electronic/Dance“, Krautschädl entschieden die Kategorie „Hard & Heavy“ für sich. Die Vamummtn wurden in der Kategorie „HopHop/RnB“ ausgezeichnet und 5/8erl in Ehr´n triumphierten in der Kategorie „Jazz/World/Blues“. M185 freuten sich über den Gewinn des FM4 Awards und Die jungen Zillertaler durften eine Amadeus-Trophy der Kategorie „Volkstümliche Musik“ mit nach Hause nehmen. Ludwig Hirsch wurde posthum mit einem Amadeus Award für sein Lebenswerk geehrt.  (fg) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Gastkommentar Call Center können viel mehr, als nur Kosten verursachen

anno dazumal

Der vergessene Vertriebskanal

© Tele2

Milosch Alexander Godina, DMVÖ-Vorstandsmitglied und Leiter der DMVÖ Call Center Initiative sowie Head of Customer Services bei Tele2. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Karriere präsentiert von

Leodegar Pruschak Raiffeisen Zentralbank

© adsandbrands

Call Center Eine Abteilung mit hohen Personalkosten und teurer Infrastruktur, die man am besten zur Kostenersparnis outsourced – so sieht das Bild vieler Unternehmen vom eigenen Call Center aus. Ein notwendiges Übel für den Kundensupport, ein reiner Kostenfaktor also. Dabei wäre jeder der Tausenden Anrufe in Österreichs Call Centern eine Chance, Kundennutzen mit Umsatzsteigerung zu verbinden. Firmen stecken enorme Summen in verschiedenste Marketing- und Werbekampagnen, um die Aufmerksamkeit des Kunden zu gewinnen. Bei Anrufen im Service Center fällt diese Hürde von vornherein weg. Das Unternehmen genießt die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Kunden, kann durch gute Betreuung die Kundenzufriedenheit und -bindung erhöhen und ihm anschließend maßgeschneiderte Produkte und Services anbieten. Best Practice Beispiele zeigen, dass Abschlussquoten von bis zu 30 Prozent möglich sind. Angesichts solcher Erfolgszahlen ist es nahezu unbegreiflich, dass Call Center als aktiver Vertriebskanal, die über Up- und Cross-Selling zu wahren Profit Centern werden können, nicht stärker genutzt werden. Der Schwarze Peter liegt hier einerseits beim Top-Management, welches diesen Vertriebskanal oft schlichtweg übersieht, und andererseits bei den Call Center Managern, die den Fokus auf klassischen Service und Problemlösung legen und sich ihrer Schlüsselposition, als einer der effizientesten Vertriebskanäle überhaupt, (noch) nicht bewusst sind.

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Moët & Chandon Der französische Champagner-Hersteller sah sich schon vor 100 Jahren an der Spitze – und kommunizierte das in der Werbung auch auf optischer Ebene. Anzeigentext: „Moët & Chandon – an der Spitze aller Champagner seit Jahrzehnten · französisches Erzeugnis. Moët & Chandon · White Star „sec“ · Brut Impérial „extra sec“. Grösster Jahresversand · Grösste Kellereien · Grösster Weinbergbesitz.“ Anzeige vom 28.12.1912.

Ehrung Für seine wirtschaftlichen Verdienste hat RZB-Marketingdirektor Leodegar Pruschak das „Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich“ von Minister Mitterlehner überreicht bekommen.

© Roland Rudolph

© medianet/Szene1/Christian Mikes

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Einkaufsgemeinschaft

Nach der Umstrukturierung legt Beiersdorf wieder im Umsatz zu

Seite 17

© Hervis

© EPA

Hausaufgaben

Hervis-Chef Alfred Eichblatt gründet Joint Venture mit Go Sport-Gruppe Seite 18

© Metro Cash & Carry

inside your business. today. 

FreiTAG, 4. mai 2012 – 15

© Beiersdorf

retail medianet

neue Pflege

Florena Straffende Pflegeserie mit Bio-Klettenfruchtessenz, Puma Green Eau de Toilette und Balea Nature. Seite 19

grosshandel

Alain Cappannelli wird GF Food bei Metro C&C in Deutschland

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Der Whiskey-Krug neigt sich in Richtung LEH

© EPA

short

Süße Geschäfte Franz Reisenberger, Großhändler für Gesundheitsprodukte für Mensch und Tier, hat das Potenzial der lateinamerikanischen Pflanze Stevia schon früh erkannt. Seit 2008 forscht er an der optimalen Extraktion. Nun plant er eine Pilotanlage, in der Stevioglycoside in Bio-Qualität hergestellt werden sollen. Seite 18

© medianet

© Foto Wilke; panthermedia.net/Gilles Paire

Abgerutscht Aufgrund der schwierigen Situation der Elektronikketten Media Markt und Saturn rutscht der deutsche Metro-Konzern in die roten Zahlen – für Big Boss Olaf Koch (Bild) ein Anlass, das rigorose Sparprogramm nochmals einen Zacken zu verschärfen. Dann aber soll es wieder aufwärts gehen.  Seite 17

Trinkkultur im Wandel Für Bacardi Martini-Chef Dieter Angermair sind die   herausfordernden Zeiten angebrochen. Neue Trinkgewohnheiten erfordern eine Anpassung des Markenbilds und der Kommunikationswege. Seite 16

Abwechslung Theken-Vielfalt von Berger, Radatz, Handl, Wiesbauer & Schirnhofer

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Zielpunkt gestaltet Feinkost um

Zielpunkt-Chef Jan Satek setzt auf mehr Abwechslung in seiner Feinkosttheke.

Wien. Die heimische Supermarktkette Zielpunkt präsentiert ihre erste eigene Bedientheke. „Unsere neue Bedientheke unter der Dachmarke ‚Feines für mich‘ umfasst in Summe über 200 Produkte. Das Angebot reicht von frischer Wurst, Käse, Gebäck bis zu Frischfleisch aus Nieder- und Oberösterreich“, erklärt Jan Satek, Vorstandsvorsitzender von Zielpunkt. Die neue Vielfalt bezieht sich auf neue Filialen, in denen Neues ausprobiert wird. Sie bedeutet nicht das Ende der Schirnhofer-Kooperation, die vertraglich bis 2015 fixiert ist. Als Lieferanten wurden heimische

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Vorzeigeunternehmen wie Anker, Felber und Ströck für beste Brotund Gebäckwaren, Berger, Radatz, Handl, Sorger, Moser, Neuburger, Kletztl und Wiesbauer für Fleischund Wurstprodukte gewonnen. Die Käsespezialitäten stammen von Schärdinger und Käsemacher sowie von internationalen Lieferanten. Erstmals ist das umfangreiche Angebot in der neu umgebauten Filiale in der Gentzgasse 164 im 18. Wiener Bezirk erhältlich. „Wir erwarten extrem positive Resonanz – und dann rollen wir das auf weitere Filialen aus“, so Satek. (nov)

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16 – medianet retail

diete r Anger mair

Spirituosenmarkt In der Gastronomie wird das Zeitloch, in dem Spirituosen getrunken werden, immer kleiner

Bacardis neue Rivalen sind iPod & Smartphone

Die Zeiten ändern sich und Bacardi Martini-Chef Dieter Angermair muss die Welt von Bacardi Martini entsprechend adaptieren, damit sie mit Facebook, iPod und Smartphone kompatibel bleibt.

Bacardi Martini-Chef Dieter Angermair eicht Werbebotschaften auf geänderte Konsumgewohnheiten. christian novacek

Wien. „Es gibt einen Wandel in der Gesellschaft“, meint Bacardi-Martini-Chef Dieter Angermair. „Das heißt, dass wir neue Wege in der Kommunikation suchen müssen und in unserer Markenwelt neue Bilderwelten etablieren.“ Damit spricht Angermair dezidiert nicht Facebook an, denn: „Wer heute davon redet, dass er Facebook als Kommunikationsschiene für sich entdeckt hat, der hat mindestens fünf Jahre verschlafen.“ Vielmehr ortet der Manager ganz effektive Verschiebungen im Konsumverhalten. Vor allem in der jün-

geren Klientel schlagen sich neue Konsumationsgewohnheiten ebenso effektiv in veränderten Konsumationsraten nieder. Bacardi-Martini ist davon betroffen: Immerhin verfügen Marken wie Eristoff, Jack Daniels oder Bacardi-Rum über ein ausgesprochen frisches, aber eben gleichsam junges Image – trotz des diesjährigen 150 Jahre-Jubiläums etwa bei Bacardi. Augenfällig hat sich das Ausgehverhalten bei den jüngeren Konsumenten geändert. „Wenn Sie heute um Mitternacht in eine Diskothek gehen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn dort gähnende Leere herrscht. Die Lokale füllen sich

heute zwischen zwei und drei Uhr morgens“, beschreibt Angermair einen Zustand, in dem die Zeit, in der das alkoholhältige Getränk in geselliger Runde mundet, drastisch verkürzt ist.

Mehr Konsum at home Insgesamt verortet sich ein Trend weg von der Diskothek hin zum Konsum innerhalb der eigenen vier Wände – oder auch am Parkplatz vor der Disco. Allerdings: Wiewohl sich der Umsatzstrom von der Gastronomie in den Lebensmittelhandel umgewichtet, kompensiert sich der weggefallene Gastro-

Tourismus Après-Ski pushen die Russen den Vodka-Umsatz kräftig

Eristoff ist auch im kältesten Winter hot

Wien. Im Winter-Tourismus spielen Vodka & Co die ungebrochene Hauptrolle, wenn es um die heitere, gesellige Runde geht – unabhängig von Wind und Wetter. „Wichtig ist nur, dass die Leute da sind“, beschreibt Bacardi-Martini-Boss Dieter Angermair die Grundmaxime. „Wenn die Auslastung stimmt, stimmen auch die Umsätze.“ Eine Marke wie Eristoff profitiert im Wintertourismus immer, sowohl nach dem Skifahren am Nachmittag, als auch Après-Ski im gehobeneren alkoholischen Umfeld. Nachdem gerade im Spirituosengeschäft über die Gastronomie gewonnene Imagewerte doppelt wiegen, ist das auch, abgesehen vom umgesetzten „Volumen“, erfreulich. Während der Wintertourismus unverändert für ein vorwiegend junges Publikum attraktiv ist, hat sich in der geografischen Herkunft einiges verändert. „Der Anteil der Gäste aus dem Osten ist deutlich gestiegen“ sagt Angermair, „das hat uns sicher nicht geschadet.“ Im Durchschnitt gibt nämlich der Ost-Tourist deutlich mehr Geld aus, als seine Mitspieler aus Deutschland oder Holland. Indes ist die Annahme, dass Vodka nur im Osten beliebt wäre, weitestgehend irrig: „Auch im Westen ist Vodka die größte Kategorie“, berichtigt Angermair ein hartnäckiges und verbreitetes Vorurteil.

Erlös im LEH nicht zur Gänze. Das liegt auch daran, dass sich in der Einkaufshierarchie neue Konstellationen bilden: „Das verfügbare Einkommen teilt sich mehr auf als in der Vergangenheit“, konstatiert Angermair. „Tablet-PCs, iPod, Smartphone – das alles kostet Geld und gehört dennoch zum sozialen Muss. Somit hat sich das Umfeld, wo wir unseren Anteil vom verfügbaren Einkommen generieren, merklich geändert.“ Drastische Schritte, sich in der kuscheligen Home-Atmosphäre ein Plätzchen zu ergattern, gibt es seitens der Spirituosenanbieter in Australien. Dort ist beispielsweise Wodka mit Orangensaft in der „praktischen“ 5 l-Tetra-Packung erhältlich. Für der Weisheit letzter Schluss, um neue Absatzgefilde zu revolutionieren, hält Angermair das nicht: „Ich möchte zwar niemals nie sagen, aber prinzipiell gilt bei uns schon Qualität vor Quantität.“

Verbrauchermärkte top Diesem Leitspruch entspricht der heimische LEH mit weitestgehender Ambivalenz: Zum einen hat sich das Spirituosenregal in Verbrauchermärkten wie Merkur oder Interspar zu stattlicher Imposanz emporgeschwungen. Gerade in den letzten beiden Jahren entwickeln sich die internationalen Premium-Marken positiv; Segmente wie Vodka, Whisky und (dunkler) Rum erleben einen Run und damit

einhergehend eine bis dato unbekannte Diversifizierung. Somit deckt der Verbrauchermarkt jene sehr hohe Bandbreite ab, die das Getränkefachgeschäft ausmacht. Der zweifelhaftere Beitrag zum Erfolg des Sortiments im Verbrauchermarkt liegt am hohen Aktionsanteil – von bis zu 50% in den größeren Kategorien. 25%ige Warengruppenrabatte formen aus soliden Konsumenten, die sich zum Kurantpreis das Besondere gönnen, preisgesteuerte Aktionskäufer – und unterstützen nebenher den Schwarzverkauf beim Wirten ums Eck.

Potenzial verschenkt? Etwas anders ist die Situation in den Supermärkten: Zwar ist das Spirituosen-Geschäft ebendort gewachsen, die Zahl der Facings hat sich aber nicht weiterentwickelt. Das hat dazu geführt, dass sich heute im Regal neben der Nummer eins-Marke hauptsächlich Eigenmarken zum Dumpingpreis (der Warenanteil am Preis ist niedriger als der steuerliche Preisanteil) ein dubioses Stelldichein liefern. Dubios deshalb, weil vom Standpunkt der gesellschaftlichen Verantwortung aus betrachtet Spirituosen in der Preisgestaltung sicherlich nicht auf Grundnahrungsmittelniveau rangieren sollten. Nichtsdestotrotz: Abseits der Sinnhaftigkeit legen die Spirituosen-Eigenmarken zu.


Freitag, 4. Mai 2012

r e ta i l & pr o d u c e r s

medianet retail – 17

Preisfrage Aufgrund von Preissenkungen erodiert der Media-Saturn-Gewinn von 85 Mio. € auf minus 20 Mio. € – rigoroser Sparkurs soll helfen

Metro rutscht in die roten Zahlen Düsseldorf. Preissenkungen bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn haben den deutschen Handelsriesen Metro zum Jahresauftakt in die roten Zahlen gedrückt. Der Konzern verzeichnete im ersten Quartal 2012 einen Verlust von 81 Mio. €. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres stand unter dem Strich noch ein Mini-Gewinn von 14 Mio. €. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten um 2,2 Prozent auf 15,6 Mrd. €. Umfangreiche Preissenkungen – vor allem bei Media-Saturn – hätten das Ergebnis belastet. „Wir haben in den vergangenen Monaten massiv in bessere Preise und zusätzliche Kundenservices investiert. Unsere Maßnahmen zur Steigerung des Umsatzes auf vergleichbarer Fläche beginnen in vielen Bereichen bereits die gewünschte Wirkung zu zeigen“, erklärte Vorstandschef Olaf Koch. Die neue Strategie, Metro mit

Beiersdorf Umstrukturiert

Gewinne steigen Hamburg. Der Umbau der Kosmetiksparte von Beiersdorf trägt Früchte: Der Betriebsgewinn des deutschen Kosmetikherstellers mit Marken wie Nivea, Eucerin und Labello kletterte zu Jahresbeginn um 13 Prozent auf 183 Mio. €. Der neue Vorstandschef Stefan Heidenreich registrierte gestern, Donnerstag, erste Erfolge der von seinem Vorgänger Stefan-Bernd Quaas eingeleiteten Strategie, mit der sich Beiersdorf stärker auf die Gesichts- und Hautpflege konzentriert. Weiters habe der Konzern von einem positiven Marktumfeld profitiert. Im Kosmetikgeschäft konnte Beiersdorf vor allem in Osteuropa und Lateinamerika mit hohen Umsatzzuwächsen glänzen, während das Geschäft in Westeuropa stagniert. Bereinigt um Währungseffekte, legte der Umsatz binnen Jahresfrist um 6,9 Prozent auf 1,5 Mrd. € zu.

Klebstoffe gut entwickelt

© EPA

Die Sparte für Kosmetikartikel steigerte ihren Betriebsgewinn um zwölf Prozent auf 149 Mio. €. Noch erfolgreicher war die Klebstofftochter Tesa: Der Gewinn vor Steuern und Zinsen verbesserte sich um mehr als 17% auf 34 Mio. €. Tesa steht für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes. Am vorsichtigen Ausblick für das laufende Jahr hielt der Vorstand trotz guten Jahresauftakts fest; demnach soll der Konzernumsatz weiter steigen und die Rendite zwischen elf und zwölf Prozent liegen. (APA)

Beiersdorf-Vorstand Stefan Heidenreich macht mit Nivea & Co Umsatzzuwachs.

Preissenkungen und Einsparungen auf einen profitablen Wachstumskurs zu bringen, greift nach seiner Darstellung. „Unsere Maßnahmen zur Steigerung des Umsatzes auf vergleichbarer Fläche beginnen in vielen Bereichen bereits die gewünschte Wirkung zu zeigen“, erläuterte Koch.

Ergebnis auf Vorjahrsniveau Somit erwartet der Metro-Chef, dass auf Basis des Umsatzwachstums das Ergebnis im Gesamtjahr 2012 „in etwa auf der Höhe des Vorjahres liegen wird“. Media Markt und Saturn, nach dem Großhandel

die zweitwichtigste Ertragsquelle des Konzerns, schrieben im ersten Quartal 2012 rote Zahlen. Das operative Ergebnis der Elektronikketten verschlechterte sich drastisch um 85 Mio. € auf minus 20 Mio. €. Für den Handelsriesen bedeutet das ein Festhalten am Sparkurs: „Wir müssen daran arbeiten, auch bei den zentralen Verwaltungsaufgaben von Metro AG, den Bereichen IT, Logistik und Real Estate sowie weiteren Funktionen effiziente und kostenorientierte Organisationen zu schaffen“, unterstrich Koch. Im vergangenen Jahr hatte allein Media-Saturn 3.000 Stellen europaweit gestrichen. (APA/red)

© EPA

Laut Metro-Boss Olaf Koch ist der deutsche Handelsriese aber auf Kurs.

Metro-Chef Olaf Koch nimmt rote Zahlen aufgrund nötiger Preissenkungen in Kauf.


r e ta i l & p r o d u c e r s

18 – medianet retail

Freitag, 4. Mai 2012

Süßstoffe Franz Reisenberger ist mit kalorienarmen Extrakten dick im Geschäft, nun sollen sie biologisch werden

short

Stevia-Vorreiter bastelt an neuen Umsatzgefilden

Versandapotheke Venlo startet in Österreich Wien. Nach der Schweizer Versandapotheke „Zur Rose“ startet in Österreich die niederländische „Europa Apotheek Venlo“ ihren Handel mit rezeptfreien Medikamenten und Pflegeprodukten. Unter „www. shop-apotheke.at“ werden rund 1.400 Artikel angeboten. Der Versand erfolge in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen nach Bestellung und sei ab 45 € versandkostenfrei, wurde am Donnerstag in einer Aussendung mitgeteilt.

Erste Schokolade mit Stevia kommt in ein paar Wochen in den heimischen Lebensmittelhandel. Natalie Oberhollenzer

Perchtoldsdorf. Vor sechs Jahren wurde Franz Reisenberger, Großhändler für Gesundheitsprodukte für Menschen und Tiere, von einem Unternehmer aus Paraguay auf Stevia aufmerksam gemacht. Dieser bat ihn damals, die Pflanze in der EU als Tierfuttermittel zu no-

Schiesser wird an Delta Galil-Gruppe verkauft

„Ich plane eine 1,2 im Burgenland, in der wir erstmals SteviaExtrakt in Bio-Qualität

Verkauf statt Börsengang: Delta-Galil kauft Wäschehersteller Schiesser.

herstellen können.“

Radolfzell. Der deutsche Wäschehersteller Schiesser geht nun doch nicht an die Börse. Der Gang auf das Parkett werde abgesagt, teilte Schiesser mit. Stattdessen werde das Unternehmen an die in Israel und den USA ansässige Delta-Galil-Gruppe verkauft. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Gläubiger des vormals insolventen Unternehmens könnten aber vollständig bedient werden.

franz reisenberger

Franz Reisenberger, Großhändler für Gesundheitsprodukte, vermarktet Stevia-Süßstoffmischungen unter dem Namen „Natusweet“.

tifizieren. „Wir haben diese Notifizierung durchgeführt und im Laufe der Zeit wurde mir die Innovation, die von dieser Pflanze ausgehen könnte, immer mehr bewusst“, sagt Reisenberger. Sein Handy klingelt dieser Tage ununterbrochen: Der Geschäftsmann hat mit seinem frühen Stevia-Engagement den Vogel abgeschossen und ist gefragt wie nie.

DiTech weitet ApplePartnerschaft aus

Die Produktpalette wächst

Wien. Der Computerhändler DiTech hat vor acht Monaten Apple-Computer in sein Sortiment aufgenommen und bisher mehr als 20.000 AppleProdukte verkauft. Das Unternehmen sieht sich in seiner Entscheidung bestätigt und übernimmt deshalb ab sofort als autorisierter Apple Service Provider auch die Reparatur von Apple-Geräten.

Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur und namhaften Austro-Unternehmen aus der Milch-, Getränke und Süßwarenindustrie forscht er seit 2008 an einer Aufbereitungsform für eine geschmacklich optimale Stevio-

glykosive-Mischung. Zahlreiche Produkte, die mit seinen Stevioglykosiden angereichert sind, gibt es bereits am Markt, über die Kundschaft, die Reisenberger mit Stevia beliefert, will er sich lieber bedeckt halten. Die Palette reicht von Joghurten, Molke, Eistee über Tafelsüße und Ketchup, als nächstes scharrt eine kalorienarme Schokolade in den Startlöchern. „Die Produkte sind so weit fertig und werden in den nächsten Wochen in den Handel kommen“, so Reisenberger. Aktuell plant der Unternehmer den Bau einer Pilotanlage bei einem ehemaligen Schulkollegen im Burgenland. Dort möchte er Stevioglycoside schonend und nach einem neuen Verfahren extrahieren, konzent-

rieren und standardisieren lassen; dabei will er erstmals reinen Stevia-Extrakt in Bio-Qualität herstellen. Ob er die 1,2 Mio. € teure Investition tätigen wird oder nicht, entscheidet sich in den nächsten zwei bis drei Monaten.

Neubewertung unterzogen; die Entscheidung über den Verbleib von Aspartam wurde auf den 30. September vorgezogen. Ein Verbot würde den Stevia-Absatz nach den Übergangsfristen in die Höhe schnalzen lassen. Zweitens hinterlässt die in den Wohlstandsländern immer leidenschaftlicher geführte Gesundheitsdebatte ihre Spuren, Diabetes und Adipositas sind auf dem Vormarsch und wollen mit nichtzuckerhaltigen Lebensmitteln bekämpft werden. Den Süßstoffmischungen, die Reisenberger unter dem Namen „Natusweet“ anbietet und die je nach Bedarf der einzelnen Nahrungsmittelkategorien entwickelt werden, dürfte eine glänzende Zukunft bevorstehen.

Aspartam vor Neubewertung Zwei Faktoren werden die Erfolgsgeschichte des südamerikanischen Süßstoffs in Europa künftig maßgeblich beeinflussen, wie Reisenberger erläutert. Erstens, wie es mit dem öfters in die Kritik geratenen Süßstoff Aspartam weitergeht. Dieser wird von der europäischen Gesundheitsbehörde EFSA aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse einer

Sporthandel Joint Venture mit Go Sport-Gruppe gegründet

Fleisch/Wurst Bereits in allen Lebensmittelketten präsent

Salzburg. Die Sporthandelskette Hervis gründet mit der französischen Go Sport Gruppe das Joint Venture Sports Trade & Marketing International (STMI), gaben die Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung bekannt. Ziel der Einkaufsgemeinschaft sei es, im Namen der gleichberechtigten Partner alle Einkaufsverhandlungen zu führen, heißt es. Für die Kunden winken den Angaben zufolge stärkere Preisvorteile.

Wien. Seit Mittwoch ist heimisches Hühnerfleisch mit dem rot-weißroten AMA-Gütesiegel in allen großen Handelsketten verfügbar. Die Einführung der Zertifizierung wurde bereits im Juni 2011 beschlossen. Es folgten Erstkontrollen in den Betrieben und Verbesserungsmaßnahmen mussten umgesetzt werden. „Damit haben wir die letzte Lücke geschlossen und alle Fleischarten in einem AMA-Gütesiegel-Programm“, erklärt Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA-Marketing.

Hervis: neue Einkaufsgemeinschaft AMA-Siegel jetzt bei Hühnerfleisch

© Almotti/pixelio.de

Deutsche Milch- und Butterpreise auf Talfahrt

Aldi und Netto senken die Preise für Milch und Butter um über 10 Prozent.

Die börsenotierte Go Sport Gruppe erzielte im Vorjahr mit ihren Marken „Go Sport“ und „Courir“ einen Gesamtumsatz von 680 Mio. €. Die Gruppe betreibt rund 350 Verkaufsstellen. Die Spar-Tochter Hervis ist in Österreich mit 80 Standorten vertreten. In Slowenien, Ungarn, Tschechien, Kroatien und Rumänien hält der Sporthändler bei 93 Niederlassungen. 2011 erlöste Hervis im In- und Ausland 450 Mio. €.

liegt laut AMA hierzulande bei 13,4 kg pro Jahr. Laut der Agrarmarktanalyse RollAMA entfallen auf Huhn rund 17% des gesamten Fleischumsatzes. Wir hoffen, dass sich auch die Gastronomie, speziell die großen Restaurantketten, für das heimische Hendl entscheiden bzw. dieses von den Konsumenten verlangt wird“, erklärt Mikinovic. Das AMA-Gütesiegel ist 98% der Österreicher bekannt.

Hervis-Chef Alfred Eichblatt profitiert mit besseren Einkaufspreisen vom Joint Venture.

Rund 200 landwirtschaftliche Betriebe sind laut AMA-Marketing in der Startphase dabei und produzieren das Hühnerfleisch nach den Gütesiegel-Richtlinien. „Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel steht für 100prozentig österreichische Herkunft und ebenso für kontrollierte und sorgsame Tierhaltung an heimischen Familienbetrieben“, betonte Robert Wieser, Obmann der Geflügelmastgenossenschaft Österreich. Der ProKopf-Verbrauch an Hühnerfleisch

© Philip MacKenzie/sxc

13,4 Kilo Hendl im Jahr

© Hervis

München. Milch und Butter werden in Deutschland erheblich billiger. Der Diskonter Aldi Süd läutete am Mittwoch bei einer Reihe von Milchprodukten eine Preissenkungsrunde mit Abschlägen von mehr als zehn Prozent ein. So senkte Aldi den Preis für Trinkmilch um 6 ct je Liter und den von Butter um 14 ct je Stück. Einzelne Konkurrenten reagierten umgehend darauf. Netto Marken-Discount wollte am Mittwoch im Tagesverlauf ebenfalls die Preise bei etlichen Milchprodukten in den Filialen senken.

© Foto Wilke; panthermedia.net/Gilles Paire

© dpa/Victoria Bonn-Meuser

Mio. Euro teure Anlage

200 Hendlproduzenten sind in der Gütesiegel-Startphase schon dabei.


product news

Freitag, 4. Mai 2012

medianet retail – 19

Frisch, gepflegt und eingeduftelt Product News Florena Straffende Pflegeserie mit Bio-Klettenfruchtessenz, Puma Green Eau de Toilette und Balea Nature.

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Emotionen in Deutschland und Österreich. Marketing der ungleichen Zwillinge.

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Neue Serie Balea nature

Natürlich schön Salzburg. Die neue Pflegeserie „Balea nature“ vereint die Kraft von hochwertigem Bio-Gemüse mit der bewährten Balea-Pflegekompetenz. Bereichert durch natürliche „Helferlein“ wie Bio-Tomaten-Extrakt, Bio-Brokkolisamen-Öl und BioGurken-Extrakt, pflegen die Produkte von Balea nature auf sanfte Art. Das Balea nature Gemüse ist zu 95% natürlichen Ursprungs und stammt ausschließlich aus europäischen Gärten. Die Produkte sind ab sofort bei dm erhältlich. Die dm-Pflege­ serie Balea nature ist zu 95 Prozent biologischen Ursprungs.

7. Österreichischer Marketing-Tag 23. Mai 2012 / Schloß Schönbrunn – Apothekertrakt

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s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 4. Mai 2012

Magier-Tagung Omega Shop Wien

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© Omega/RGE-Photo

1. v.li: Sabine Hauger, Klaus Lorenz, h.v.l.: Manfred Berger, Rudolf Heuer, Willi Seidl, Karl Kainzner, Kurt Staska; 2. Klaus Lorenz, Karl Kainzner; 3. Kurt Staska.

Internationaler Magierkongress im Süden von Wien 2

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1. Thomas Schmolek, Raynald Aeschlimann, Maja Neuenschwander, Maria Fojtl, Rudolf Semrad; 2. Peter Reindl, Ali Rahimi; 3. Peter Mennel, Rudolf Semrad, Eugen Otto; 4. Clemens Unterreiner, Norbert Blecha.

Für Swatch-Uhrenfreunde gibt es jetzt eine Boutique

Schöne, neue Zeit

Internatio­ naler Besuch mit Raynald Aeschlimann.

Zeitliches Vice President & International Sales Director Omega, Raynald Aeschlimann, Geschäftsführer der Swatch Group Österreich, Rudolf Semrad, und Geschäftsleiter der Omega Boutique Wien, Thomas Schmolek, sowie Omega Brand Managerin Österreich, Maria Fojtl, waren die Gastgeber des offiziellen Eröffnungs-Empfangs im neuen Omega Flagship-Store in Wien, Stock-im-Eisen-Platz 3. 480 Personen aus Wirtschaft, Medien und dem Immobilien-Bereich sowie „Freunde der Marke“ folgten der Einladung. Zu den zahlreichen Gästen zählten u.a. Sacher-Eigentümerin Elisabeth Gürtler, Teppich-Unternehmer Ali Rahimi, „John Harris“-Eigentümer Ernst Minar, C-Quadrat-Vorstand Andreas Wimmer, Filmemacher Norbert Blecha, Gesandter der Schweizer Botschaft, Alexander Michael Hoffet, Generalsekretär der Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein, Urs Weber, ÖOC Generalsekretär Peter Mennel, Immobilienmakler Eugen Otto, GF Lindt-Sprüngli Österreich, Carsten Wehrmann, Securitas-Geschäftsführer Martin Wiesinger, Stv. GF Bucherer Handelsgesellschaft, Maja Neuenschwander. (jm) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

die finstere brille

Supersheriff, alles auf die Knie! Christian Novacek

© Gorenje

© Metro Cash & Carry

Zauberhaft Der internationale Magierkongress in Baden bei Wien findet zwar erst vom 17. bis 20. Mai statt, aber bereits jetzt präsentierten Teilnehmer ihr Können und die wichtigsten Fakten rund um den Kongress einer ausgesuchten Öffentlichkeit. Denn: Zaubern ist offensichtlich wieder ‚in‘. Wie sehr die Magie den Zeitgeist unserer Gesellschaft trifft, beweist die Tatsache, dass Mitte Mai 500 internationale Zauberer auf Einladung von Rudolf Heuer und Roman Szeliga in Baden anzutreffen sein werden. Besonders originell ist die Idee, dass sämtliche Zauberer, die während der vier Tage in Baden weilen, wenn sie in der Öffentlichkeit angesprochen werden, Stegreif-Tricks zum Besten geben – eine Aktion, die übrigens auch in den Restaurants und Hotels der Stadt unter dem Motto „Eckenzauber“ geboten wird. Zur Sondervorführung gekommen waren u.a.: Sabine Hauger (Leitung Wirtschaftsservice Baden), Klaus Lorenz (TourisECR Europe Conference: 9. und musdirektor Baden), Manfred 10. Mai in Brüssel unter dem Berger (Autohaus Berger), Motto „ECR: The Next GeneraRudolf Heuer (Vereinigung für tion“ im „The Square Centre“. Magische Kunst, Magier), Willi Nähere Infos: ecreuropeforum. Seidl (Magier), Karl Kainzner net; www.ecr-austria.at (Diners Club), Kurt Staska (Bürgermeister Baden). (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Alain Cappannelli übernimmt die Position des Geschäftsführers Food bei Metro Cash & Carry Deutschland. Cappannelli ist bereits seit mehreren Jahren in verschiedenen Führungspositionen beschäftigt und verfügt über umfassende Erfahrung in der Lebensmittelindustrie (Mars Group, Lustucru) sowie im Lebensmittelhandel. Seine Karriere innerhalb der Metro Group begann der FoodHandelsexperte im Oktober 2010. Zuvor war er bei Groupe Auchan als Direktor für Einkauf und Logistik in Ungarn eingesetzt. Innerhalb der Metro ist er derzeit als Bereichsleiter für das Corporate Non Food Management tätig.

Wo Zauberer Merlin auf Gargamel trifft

Alles in Weiß Das UltraWhite-Programm von Gorenje wurde speziell für die Pflege von weißer Feinwäsche aus Materialien wie Synthetik, Seide, Nylon und Spitze entwickelt, die man aufgrund der speziellen Gewebeeigenschaften nur bei niedrigen Temperaturen waschen darf. In diesem Waschprogramm bewegt sich die Waschtrommel häufiger als in anderen Programmen und die Wäsche wird bei erhöhtem Wasserniveau mit einer Temperatur von maximal 30 Grad sanft gepflegt. Das UltraWhiteProgramm sorgt dafür, dass die weiße Wäsche auch wirklich weiß bleibt. Die Effizienz der Waschmaschine basiert auf der sogenannten SensorIQ-Technologie, die automatisch den Waschvorgang optimiert und für einen sicheren Betrieb sorgt. UVP: Waschvollautomat (Art.-Nr.: W 7643 L) 599 €.

20.000

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er neue und alte Präsident der Bundeswettbewerbsbehörde wird Theodor Thanner heißen. Die Meldung wirft schräges Licht auf das Getöns der BWB in Sachen Preisabsprachen im Lebensmittelhandel. Ich geb‘s zu: Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe war ich erbost. Dann dachte ich, so ein Gemauschel zwischen Billa und Spar ist nicht schlecht, weil alle profitieren: Händler und Industrie mit lecker Spannen und die Konsumenten mit lecker Produkten, weil wenn‘s was kostet, wird‘s wenigstens nicht schlecht sein. Später war ich baff erstaunt, als ich erfuhr, um was es angeblich geht: Nämlich darum, dass die Industrie mit dem Handel Preise für ihre Produkte ausbaldowert. No na, was sonst? Soll die Industrie statt Richtpreisen dem Handel lapidar mitteilen: „Schas-Produkt, bitte preislich verramschen!“ Oder: „Das haben wir uns echt was kosten lassen, bitte ordentliche Preise!“ Die Preisgestaltung sollte doch in beiderseitigem Sinn professionell unter Berücksichtigung von Marktgegebenheiten erfolgen. Aber egal: Offenbar war vorrangig, für eine Wiederwahl Theaterdonner abzulassen. Motto: Prügeln wir den LEH ordentlich durch, damit jeder weiß, wer der Sheriff im Lande ist. Ich bin mal gespannt, ob die Prügel wirklich gerechtfertigt sind.c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Gluthitze Auf bis zu 20.000 Grad Celsius kann ein Blitz die Luft erhitzen. Das ist dreimal so heiß, wie die Oberfläche der Sonne.


medianet

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Freitag, 4. Mai 2012 – 21

© Pfizer

Feier

Pharmig-Generalversammlung bringt Forderung nach fairen Preisen  Seite 26

© M. Oberländer

healtheconomy Friede

Länder und Bund kommen sich bei Suche nach Gesundheitsreform näher  Seite 23

Freude Opernstar bringt Lachen © Rote Nasen Clowndoctors

Fusionskarussell dreht sich wieder schneller

© panthermedia/Wavebreakmedia ltd

short

Angebot Die Bank Austria legt in ihrer Freiberufler-Offensive einen Schwerpunkt klar auf die Gesundheitsberufe. Ob es um die Eröffnung einer eigenen Praxis geht, um Fragen zur Selbstständigkeit oder um attraktive Finanzierungsformen: Die Bank Austria will Angehörigen der Gesundheitsberufe umfassendes BranchenKnow-how und individuelle Beratung beiten – nicht zuletzt durch mehr regionale Nähe und die Schaffung von neuen Kompetenzcentern für Freie Berufe in allen Bundesländern und mit einem eigenen Beratungszentrum für Ärzte und Freie Berufe in Wien.  Seite 25

© panthermedia/Andreas Zeilinger

© Bank Austria - Member of UniCredit Group

Portrait Wissenschafter und Ernährungsexperten sehen großen Handlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen. Eine aktuelle, von der Allianz Versicherung und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Auftrag gegebene Gesundheitsstudie warnt davor, dass junge Menschen einen Lebenswandel vorweisen, der von zu viel Stress sowie zu wenig Bewegung und bewusster Ernährung geprägt ist. Das Gesundheitsministerium rückt wie auch das Forum Alpbach das Thema „Kindergesundheit“ deshalb ins Zentrum.  Seite 24

Megadeals In der Gesundheitsbranche steigt der Hunger nach Übernahmen. Gleich mehrere Riesendeals gingen zuletzt über die Bühne, andere stehen bevor. Der Grund: niedrige Aktienkurse und steigender Kostendruck.  Seite 22

inhalt www.cb12.at Healthcare > Kommentar: Schräge Reformideen gibt‘s genug 22 > Gesundheitsreform: Studie ortet Sparpotenzial  23 > Salzburger Landeskliniken motivieren Mitarbeiter  23 > Wiener Ärztekammer ­zeichnet Journalisten aus 26 > Vamed startet Info-Lounge in ihren Thermen 26 Pharmareport und Lifescience > „Off label“-Medikamente werden nicht honoriert  25 > Bessere Ergebnisse für Eli Lilly und GSK  24 > Buchtipp: Alter ist besser, als bisher gedacht  26

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22 – healtheconomy

Kommentar

Fusionen und ­Übernahmen

Freitag, 4. Mai 2012

Hintergrund Nestlé, Fresenius, AstraZeneca, Watson, Grünenthal und Co. bauen Geschäft durch Zukäufe aus

Gesunde Geschäfte: Neue Übernahmewelle rollte an In nur einer Woche wurden Übernahmen mit einem Volumen von mehr als 20 Mrd. € konkret.

Martin Rümmele

I

n diesen Tagen zeigt sich wieder einmal, wie viel Geld im Gesundheitswesen eigentlich steckt: Während in Österreich über Einsparungen von zwei Milliarden Euro diskutiert wird, gehen in nur zwei Wochen weltweit Übernahmen mit Kaufvolumina von mehr als 20 Milliarden Euro über die Bühne bzw. werden angestoßen. In Deutschland könnte etwa ein Krankenhauskonzern entstehen, der halb so groß ist, wie die gesamte Spitalslandschaft Österreichs. Wer sagt also, dass man nicht statt der neun Krankenkassen einfach alle Krankenhäuser zu einem Konzern zusammenlegen könnte? Die Synergien und Einkaufsvolumina wären gigantisch. Ich höre schon die Aufschreie: Die Ärztekammer fürchtet überhaupt Staatsmedizin und den Fall in eine gesundheitspolitische Verstaatlichte, die Länder fürchten um ihren letzten verbliebenen Personalspielplatz und Einfluss und die Wirtschaft will es plötzlich mit der Bündelung von Kompetenzen doch nicht so genau wissen – immerhin könnte so ein Moloch ja enorm die Preise drücken, und wer will das schon?! Klar, der Gedanke ist auch unrealistisch. Aber warum nicht einmal neue Ideen in die Diskussion einbringen? Im Gesundheitswesen diskutiert man seit über 30 Jahren tagaus, tagein über das Gleiche und nichts ändert sich.

Wien. Niedrige Aktienkurse, gebeutelte Bilanzen durch den Spardruck im Gesundheitswesen und leere Kassen durch auslaufende Patente: Krankenhauskonzerne, Pharmaund Medizinprodukteunternehmen gelten derzeit als lukrative Übernahmekandidaten – vor allem für jene Unternehmen in der Branche, die noch volle Kriegskassen und Expansionslust haben. In den vergangenen zwei Wochen drehte sich das Übernahmekarussell im Gesundheitswesen wieder einmal kräftig. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut etwa mit der Übernahme der Babynahrungssparte des US-Pharmakonzerns Pfizer sein Geschäft in Schwellenländern aus. Für den Bereich, der 2011 auf einen Umsatz von 2,1 Mrd. USD kam, legen die Schweizer nach Angaben vom Montag 11,85 Mrd. USD (9 Mrd. €) auf den Tisch. Interessant für Nestlé ist vor allem, dass 85% der Verkäufe aus Schwellenmärkten wie China und Lateinamerika kommen. Pfizer bringt der Deal wiederum kräftig Geld, das durch den Patentablauf des Cholesterinsenkers Sortis/Lipitor, in Österreich bekannt unter dem Markennamen Zocor, fehlt. Das Produkt ist überhaupt das umsatzstärkste Medikament der Welt mit einem Jahresumsatz von zuletzt 9,5 Mrd. USD.

© panthermedia/Watchara Khamphonsaeng

Ina Karin Schriebl

Nicht immer fressen die Großen die Kleinen, oft sind es derzeit jene, die über Kapitalreserven verfügen oder wachsen müssen.

Arzneimittelhersteller Grünenthal peilt bis 2015 einen Umsatzsprung von zuletzt 947 Mio. € von rund 1,5 Mrd. € an. In nächster Zeit will Grünenthal vor allem sein Lateinamerika-Geschäfte ausbauen, vorrangig in Brasilien und Mexiko. Der Umsatzanteil der Region soll von aktuell 16% in den nächsten Jahren auf 40% ausgebaut werden. Dabei hat der Konzern auch Zukäufe im Blick. Doch nicht nur im Arzneimittelbereich geht es derzeit rund. Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius will für rund 3,1 Mrd. € den deutschen Klinikbetreiber RhönKlinikum übernehmen und damit das Krankenhausgeschäft seiner Tochter Helios kräftig ausbauen. Dem Konzern gehört mehrheit-

lich auch der österreichische Spitals- und Gesundheitsdienstleister Vamed. Mit der Übernahme von Rhön-Klinikum entstünde ein Klinikverbund mit rund 6 Mrd. € Umsatz. Zum Vergleich: Die gesamten Ausgaben für stationäre Versorgung in Österreich lagen zuletzt bei rund elf Mrd. €.

Apropos Patentabläufe: Allein heuer betrifft das Arzneimittel mit einem weltweiten Jahresumsatz von 63 Mrd. USD. Das freut die Hersteller von Nachahmermedikamenten, unter denen sich nicht zuletzt deshalb ebenfalls Fusionslaune

breit macht. Der US-Generikahersteller Watson übernimmt etwa wie berichtet für umgerechnet mindestens 4,25 Mrd. € den in der Schweiz ansässigen Rivalen Actavis und treibt damit die Fusionswelle in der Branche weiter voran. Der britisch-schwedische Arzneimittelhersteller AstraZeneca stärkt seine schwächelnde Medikamentensparte mit der Übernahme des USKonkurrenten Ardea Biosciences; Großbritanniens Nummer zwei legt nach Angaben vom Montag für Ardea 950 Mio. € auf den Tisch. Dafür erhält AstraZeneca Zugriff auf ein wichtiges neues Mittel zur Behandlung von Gicht-Patienten. Und wer sich nicht unbedingt neue Medikamente zukaufen kann, kauft sich eben neue Märkte: Der deutsche

Übernahme 1 Nestlé

Übernahme 2 Watson

Übernahme 3 Fresenius

Übernahme 4 SXC Health

Übernahme 5 Grünenthal

Zürich. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut mit der Übernahme der Babynahrungssparte des US-Pharmakonzerns Pfizer sein Geschäft in Schwellenländern aus. In diesen Ländern mit ihren großen und schnell wachsenden Bevölkerungen passen sich die Menschen immer mehr den westlichen Lebensgewohnheiten an und ernähren ihre kleinen Kinder mit vorgefertigten Lebensmitteln.

Basel. Der US-Generikahersteller Watson übernimmt wie berichtet für mindestens 4,25 Mrd. € den Schweizer Rivalen Actavis und treibt damit die Fusionswelle in der Branche weiter voran. Schon seit einigen Jahren findet unter den Herstellern von Nachahmermedikamenten weltweit eine massive Konsolidierung statt. Im Jahr 2010 baute der israelische Konkurrent Teva seine Spitzenposition in der Generikabranche aus und schluckte für rund 3,8 Mrd. € den deutschen Generikahersteller Ratiopharm. Damit bleibt unter den großen Drei der Branche in Deutschland, Ratiopharm, Hexal und Stada, nur noch der Bad Vilbeler Hersteller Stada als unabhängiges Unternehmen übrig; Hexal gehört seit 2005 zu Sandoz, der Generikatochter von Novartis. Für Watson ist die Übernahme der Schweizer die letzte große Etappe einer seit Jahren anhaltenden Einkaufstour. Damit sei die Expansion des Konzerns zu einem weltweit führenden Generika-Unternehmen im Wesentlichen abgeschlossen, erklärte Watson-Chef Paul Bisaro.

Frankfurt. Der Gesundheitskonzern Fresenius will für rund 3,1 Mrd. € den deutschen Klinikbetreiber Rhön-Klinikum übernehmen und damit das Krankenhausgeschäft seiner Tochter Helios kräftig ausbauen. Fresenius biete den Aktionären des Unternehmens aus Neustadt an der Saale 22,50 € je Aktie – eine Überzahlung zum letzten Schlusskurs von 52%. Der Unternehmensgründer und Großaktionär von Rhön-Klinikum, Eugen Münch, unterstützt die Übernahme.

New York. Der Spardruck im USGesundheitswesen führt zu einer neuen Milliardenübernahme. SXC Health Solutions übernimmt für 4,4 Mrd. USD (3,4 Mrd. €) den Rivalen Catalyst Health. Beide Unternehmen kommen nach eigenen Angaben auf einen Jahresumsatz von 13 Mrd. USD bei rund 25 Mio. Kunden.

Frankfurt. Zukäufe und neue Medikamente sollen dem Aachener Arzneimittelhersteller Grünenthal in den kommenden Jahren zu kräftigem Wachstum verhelfen. Rund 800 Mio. € Euro hat Grünenthal für den Erwerb von Geschäften oder Produkten in der Hinterhand. Konzernchef Harald Stock hat nach eigenen Angaben bereits Ziele ausgemacht. In nächster Zeit will Grünenthal vor allem die Lateinamerika-Geschäfte ausbauen, vorrangig in Brasilien und Mexiko.

Pfizer verkauft das Geschäft mit Babynahrung an Nestlé.

Krankenhäuser

Der Medizintechnikriese Fresenius baut sein Spitalsgeschäft aus.

Doch nicht für alle ist das Gesundheitswesen attraktiv: Der Finanzdatendienstleister Thomson Reuters hat sein Geschäft mit Gesundheitsdaten für 1,25 Mrd. USD (952 Mio. €) an einen Privatinvestor verkauft. Damit konzentriere man sich weltweit stärker auf das Kerngeschäft.

Dienstleistungen Medikamente

Preisverhandlungen SXC Health Solutions übernimmt bestimmte Dienstleistungen im Gesundheitsbereich wie das Aushandeln von Arzneimittelpreisen für seine Kunden. Das Unternehmen hatte sich erst im vergangenen Jahr mit drei großen Zukäufen gestärkt. Nach der 2010 in den USA beschlossenen Gesundheitsreform haben Anbieter wie SXC Health Solutions an Bedeutung gewonnen. Erst Anfang des Monats hatte wie berichtet Express Scripts von den Wettbewerbshütern grünes Licht für die rund 29 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Konkurrenten Medco Health Solutions bekommen.

© Grünenthal

Billigarzneien

© Fresenius

© EPA

Babynahrung

Patentabläufe als Motor

Nicht alle kaufen zu

Der deutsche Pharmahersteller Grünen­ thal schielt nach Lateinamerika.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 4. Mai 2012

Gesundheitsreformen Neue Studie sieht erneut zwei Milliarden â&#x201A;Ź Effizienzpotenzial

Sparpotenzial bleibt Martin RĂ&#x153;mmele

Wien. Die von der Politik angestrebten Kostensenkungen von zwei Mrd. â&#x201A;Ź im Spitalsbereich kĂśnnten durch verstärkte Zusammenarbeit im Gesundheitswesen erzielt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts fĂźr HĂśhere Studien (IHS) im Auftrag der Vinzenz Gruppe. Das Potenzial kĂśnnte nicht nur ohne Einschränkungen fĂźr die Patienten erzielt werden, es kĂśnnte auch die Qualität der Versorgung verbessert werden, meinten IHS-Experte Thomas Czypionka und Michael Heinisch, GeschäftsfĂźhrer der Vinzenz Gruppe, in einer Pressekonferenz. Laut der Studie kĂśnnen auch kleine Spitäler wirtschaftlich effizient arbeiten, wenn Kooperationsmodelle umgesetzt werden. Dies sei dann eine Alternative zur SchlieĂ&#x;ung von Standorten, betonte Heinisch. So kĂśnnten kleine Spitäler in VerbĂźnden etwa jene Leistungen bĂźndeln, die nicht direkt mit der Behandlung der Patienten zu tun haben â&#x20AC;&#x201C; also etwa gemeinsame Labors und Radiologien sowie Einkauf, Wäscherei, Reinigung und weitere Leistungen. Dadurch entstehen â&#x20AC;&#x17E;virtuelle GroĂ&#x;spitälerâ&#x20AC;&#x153;, die wirtschaftlich wie ein groĂ&#x;es Einzelspital funktionieren, aber auf mehrere Standorte verteilt sind. â&#x20AC;&#x17E;Verbundeffekte lassen sich auch durch Spezialisierung und optimale Verteilung der Aufgaben erreichen, sodass Zusammenlegungen nicht in jedem Fall notwendig sind,â&#x20AC;&#x153; meinte Czypionka, der damit indirekt auch die Weg der NĂś-Landeskliniken bestätigte. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung sehen sich durch die Studie in ihren Forderungen nach einer Spitals- und Gesundheitsreform bestätigt und sie kĂśnnten offenbar auch bald mit einer solchen beglĂźckt werden: Die politische Steuerungsgruppe fĂźr die Gesundheits- und Spitalsreform hat nämlich weitere

Fortschritte erzielt. Wie OberĂśsterreichs Landeshauptmann Josef PĂźhringer (Ă&#x2013;VP) und das Gesundheitsministerium nach der Verhandlungsrunde berichteten, hat man vor allem in der Frage der Geltungsdauer Fortschritte erzielt. FĂźr die geplante 15a-Vereinbarung der Länder mit dem Bund zeigten sich sowohl der Landeshauptmann als auch das Gesundheitsministerium zuversichtlich, bis zum Sommer eine Grundsatzeinigung erzielen zu kĂśnnen. Die Landesgesundheitsreferenten trafen sich am Mittwoch dazu auch unter der Leitung der steirischen Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder in Graz.

Š Markus Oberländer

Länder und Bund hoffen auf Grundsatzeinigung.

Kristina Edlinger-Ploder diskutierte mit Ländervertretern ßber Reformen.

healtheconomy â&#x20AC;&#x201C; 23

Serie Betriebliche GesundheitsfĂśrderung â&#x20AC;&#x201C; Teil 8 SALK

Landeskliniken verbessern Klima Salzburg. An den Salzburger Landeskliniken (SALK) soll ein MaĂ&#x;nahmenpaket zur Verbesserung des Betriebsklimas umgesetzt werden. Das kĂźndigte GeschäftsfĂźhrer Burkhard van der Vorst an. Der Hintergrund: Zwei Umfragen unter Spitalsärzten und FĂźhrungskräften hatten dem Spital als Arbeitgeber ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. â&#x20AC;&#x17E;Das hat uns sehr zu denken gegebenâ&#x20AC;&#x153;, sagte van der Vorst. Die Umfragen haben gezeigt, dass es vier Handlungsfelder gibt, wo angesetzt werden muss: beim Zusammenspiel zwischen den SALK und der zum Haus gehĂśrenden Privatmedizinischen Universität, bei der FĂźhrungsqualität, der internen Kommunikation und der Mitarbeiterentlastung bzw. -gesundheit. Die betriebliche GesundheitsfĂśrderung stellt fĂźr van der Vorst

einen Schwerpunkt der MaĂ&#x;nahmen dar. Dabei geht es nicht um die Fitness der Mitarbeiter, sondern um die Gestaltung von Arbeitsabläufen, kurze Wege oder die Rahmenbedingungen fĂźr das Personal. Van der Vorst will eine eigene Stabsstelle schaffen, die sich um betriebliche GesundheitsfĂśrderung kĂźmmert. Anonyme Anlaufstellen bei Arbeits- und Gesundheitsproblemen sind ebenso geplant wie Schulungen der FĂźhrungskräfte zu Burnout-Prävention. Die medizinischen Berufsgruppen sollen von nichtspezifischen Arbeitsbereichen wie Patientenservice, Stationslogistik und Dokumentationen entlastet werden. Aber: â&#x20AC;&#x17E;Es wäre utopisch zu sagen, dass man die Belastung der Mitarbeiter in einem Zentralkrankenhaus komplett wegbekommt. Das ist ein belastender Beruf.â&#x20AC;&#x153; (iks)

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GRAFIK DER WOCHE SPAR E N B E I S P I T Ă&#x201E; L E R N Rund 2 Mrd. Euro jährlich durch Kooperationen mĂśglich Werte in Mio. Euro Spezialisierung, Arbeitsteilung

795

Kooperation bei Verwaltung, KĂźche, etc.

430

Medizinische Versorgungszentren

294

Kooperation bei ambulanter Versorgung

278

Gemeinsame Nachbetreuung von Patienten

Weniger Diagnostik vor Operationen

95

19 crevo.net

Weniger stationäre Aufenthalte

128

Quelle: APA/IHS; Grafik: Raimund Appl $:6%2%B$Q]HLJHB[BYB*)LQGG




short

Gewinnanstieg bei GlaxoSmithKline London. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline legt nach längerer Durststrecke durch Patentverluste und zunehmende Generika-Konkurrenz im ersten Quartal wieder leicht zu. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um 1% auf umgerechnet 8,14 Mrd. €. Stärken will sich GSK wie berichtet etwa mit dem Ausbau der Geschäfte in Schwellenländern.

© Archiv

Stabile Gewinne bei US-Konzern Eli Lilly

Tiergesundheit und Antidepressiva brachten Umsätze im ersten Quartal.

New York. Zwar fielen beim USPharmakonzern Eli Lilly zuletzt die Umsätze mit dem Schizophrenie-Mittel Zyprexa. Allerdings fuhr das Unternehmen im abgelaufenen Quartal dank starker Verkäufe seines Antidepressivums Cymbalta und seiner Tiermedizin-Produkte Gewinne von umgerechnet 767 Mio. € ein und blieb damit gegenüber dem Vorjahr stabil.

P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

Freitag, 4. Mai 2012

Debatte Bedeutung des Themas der Alpbacher Gesundheitsgespräche 2012 durch Studienergebnisse bestätigt

Kindergesundheit wichtig Wissenschaft und Industrie fordern bessere Rahmenbedingungen bereits ab Kindergarten-Alter. Wien. Wissenschafter und Ernährungsexperten sehen großen Handlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen. Eine aktuelle, von der Allianz Versicherung und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Auftrag gegebene Gesundheits-Studie warnt davor, dass junge Menschen einen Lebenswandel vorweisen, der von zu viel Stress sowie zu wenig Bewegung und bewusster Ernährung geprägt ist.

Alter von 15 Jahren gaben an, schon mindestens zwei Mal betrunken gewesen zu sein. Dem Gesundheitsminister gibt das zu denken: „Österreich hat im Bereich Tabak- und Alkohol-Prävention Handlungsbedarf“, sagte Alois Stöger. „Wie erreichen wir Kinder und Jugendliche? Druck ist der falsche Ansatz“, so der Minister. Peter McDonald, Chef der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft, unterstrich die Vorbildfunktion der Eltern.

Mobilität senkt Bewegung Mobilität durch Auto und Moped wird Laufen oder Radfahren oft vorgezogen. Jeder Zweite frühstückt in weniger als fünf Minuten. 44% der Befragten fühlt sich gestresst, 43% fühlen sich „müde und schlapp“. „Ernährung wird von jungen Menschen zumeist als unproblematischer, selbstverständlicher Teil des Alltags empfunden, über den es sich nicht allzu viel nachzudenken lohnt“, befürchtet Ingrid Kiefer von der AGES. Im Rahmen der Alpbacher Gesundheitsgespräche wird der Fokus dieses Jahr auf dem Thema Kinder- und Jugendgesundheit liegen. Bei einer Auftaktveranstaltung zusammen mit dem Branchenverband Pharmig war nicht zuletzt der erwiesene hohe Alkohol- und Tabakkonsum der Jugend ein wichtiges Thema. Forscher und Politiker plädierten dafür, zu versuchen,

Schule ist wichtig © panthermedia/Wavebreakmedia ltd

24 – healtheconomy

Bei den Alpbacher Gesundheitsgesprächen steht Kindergesundheit im Zentrum.

die junge Generation stärker zu erreichen. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und dem Gesundheitsbereich erinnerten beim Alpbach Talk in Wien an die Ergebnisse einer ländervergleichenden OECDStudie aus 2009; schon damals hätten die Alarmglocken schrillen müssen: Österreichs Jugend habe in mehreren Rankings den letzten Platz belegt, erinnerte Klaus Vavrik, Kinderarzt und Präsident

der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. Ein Ergebnis des Vergleichs: In keinem anderen OECD-Land war unter den 15-Jährigen der Raucher-Anteil so hoch wie hierzulande. Und: Nach Dänemark, Großbritannien und Finnland berichteten in keinem andern OECDLand mehr Jugendliche über Alkoholexzesse. 36% der Mädchen und 41% der Burschen in Österreich im

Für Birgit Hartel, Wissenschafterin am Charlotte Bühler Institut für praxisorientierte Kleinkindforschung, kann man in Anbetracht der Herausforderungen gar nicht früh genug ansetzen: „Die Qualität der Kindergärten bestimmt die Entwicklung der Kinder“, betont Hartel. Beim Schuleintritt sei bereits ein Unterschied von bis zu einem Jahr festzustellen; dementsprechende Rahmenbedingungen müssten geschaffen werden. Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely wies zudem darauf hin, dass in der Bundeshauptstadt Schulen und Kindergärten eine Vorreiterrolle spielen. Oft würden Kinder Initiativen in die Familien bringen und die Eltern gleich miterziehen. „Die soziale Frage steht im Vordergrund“, sagt Wehsely. (rs)

Gesundheit ist unser Wertvollstes Gut und sie braucht mehr als medikamente.

Schmerzlinderung

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Jeder fünfte Österreicher leidet an chronischen Schmerzen. Der Leidensdruck ist vielfach hoch, bis zur Diagnosestellung und einer wirksamen Behandlung vergeht oft viel Zeit. Mit einem innovativen Schmerzportfolio leistet Pfizer einen wichtigen Beitrag zu einem erfolgreichen Schmerzmanagement, das mit Hilfe von medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien Schmerzen lindert und die Lebensqualität erhöht – damit jeder Tag ein besonderer sein kann. www.pfizer.at

Gemeinsam für eine gesündere Welt.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 4. Mai 2012

healtheconomy â&#x20AC;&#x201C; 25

Finanzdienstleistungen Bank Austria startet heuer Offensive fĂźr Freiberufler mit Schwerpunkt im Gesundheitsbereich â&#x20AC;&#x201C; von Ă&#x201E;rzten bis zu Therapeuten

Bank fĂźr Gesundheitsberufe Wien. Die Bank Austria legt in ihrer Freiberufler-Offensive einen Schwerpunkt klar auf die Gesundheitsberufe. Ob es um die ErĂśffnung einer eigenen Praxis geht, um Fragen zur Selbstständigkeit oder um attraktive Finanzierungsformen: Die Bank Austria will AngehĂśrigen der Gesundheitsberufe umfassendes Branchen-Know-how und individuelle Beratung bieten â&#x20AC;&#x201C; nicht zuletzt durch mehr regionale Nähe und die Schaffung von neuen Kompetenzcentern fĂźr Freie Berufe in allen Bundesländern. Tausende Gesundheitsexperten kĂźmmern sich täglich um das Wohl ihrer Patienten â&#x20AC;&#x201C; Grund genug fĂźr die Bank Austria, dieser wichtigen Berufsgruppe zusätzlich zu den neuen regionalen Kompetenzcentern mit einem eigenen Beratungszentrum fĂźr Ă&#x201E;rzte und Freie Berufe in Wien ein individuelles Angebot zu machen. Schwerpunkte der Beratung liegen in der Liquiditäts-,

Kapitalbedarfs- und VermĂśgensplanung. Beraten werden angestellte und niedergelassene Ă&#x201E;rzte, Zahnärzte, Veterinärmediziner, Apotheker, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten. Beratungstermine finden auf Wunsch auch vor Ort statt, also etwa in der Klinik bzw. Ordination oder zu Hause. Das Angebot versteht sich als umfangreiches Netzwerkpartnersystem. So kĂśnnen Kunden Ăźber das Beratungszentrum etwa Lehrgänge, Seminare und Workshops buchen. Ein Highlight ist der Universitätslehrauftrag und das Wahlfach zum Thema PraxisgrĂźndung in Kooperation der Bank

Austria mit den Wiener Universitäten. Gemeinsam mit Netzwerkpartnern der Bank Austria werden auĂ&#x;erdem Informationsveranstaltungen zu Liquiditäts- und Kapitalbedarfsplanung sowie zu ExistenzgrĂźndung und Finanzierung organisiert. Die Beratung schlieĂ&#x;t auch komplexere Themen wie die Inanspruchnahme von SteuerbegĂźnstigungen durch das KMUFĂśrderungsgesetz ein. Die Kompetenzcenter fĂźr freie Berufe in allen Bundesländern stehen in engem Kontakt mit dem Zentrum fĂźr Ă&#x201E;rzte und Freie Berufe und sichern daher den Know-how-Transfer auch in die Regionen. (red)

Š Bank Austria

Beratung, Fortbildung sowie Finanzierung stehen im Fokus des Angebots.

Die Bank Austria will Gesundheitsdienstleistern verstärkt zur Seite stehen.

IMS Sales Management Partner

TM

Medikamente Off label

Ohne Regeln

Wien. Beim Pharmig Academy Dialog, einer Plattform zu aktuellen Themen im Sozial- und Gesundheitswesen, diskutierten kĂźrzlich Experten Ăźber das Thema â&#x20AC;&#x17E;Off label use â&#x20AC;&#x201C; braucht es neue Regeln?â&#x20AC;&#x153; Von einer â&#x20AC;&#x17E;riesigen Diskrepanzâ&#x20AC;&#x153; zwischen den juristischen Sorgen der Ă&#x201E;rzte und dem, was in der Judikatur entschieden wird, sprach der assistierte Sektionsleiter Gerhard Aigner vom Gesundheitsministerium. In der Praxis wĂźrden laufend Medikamente eingesetzt, die fĂźr andere Krankheiten oder Altersgruppen zugelassen sind; man spricht von â&#x20AC;&#x17E;off labelâ&#x20AC;&#x153;. In der Kindermedizin etwa ist die Hälfte aller Medikamente nicht fĂźr die Altersgruppe zugelassen, wie Christian Male von der Klinik fĂźr Kinder- und Jugendheilkunde am AKH Wien erklärt, auch wenn die Mittel meist seit Jahren bekannt sind und Ă&#x201E;rzte sich an Konsensempfehlungen orientieren kĂśnnen.

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Wirksam ohne Zulassung In der Onkologie sei die Situation, wie Ulrich Jäger, Leiter der Klinischen Abteilung fĂźr Hämatologie der Med-Uni Wien, erklärte, ähnlich. Medikamente, die nur fĂźr eine Tumorart zugelassen sind, kĂśnnen auch bei anderen wirksam sein. Die Kostenträger seien teilweise nicht willens, die Kosten zu Ăźbernehmen. Ă&#x2013;Ă&#x201E;K-Vertreter Zahrl sieht deshalb â&#x20AC;&#x17E;dringenden Regelungsbedarf bei der Aufklärungspflichtâ&#x20AC;&#x153;. Die Kammer arbeitet daher an Empfehlungen. (um)

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Š panthermedia/Monkeybusiness Images

KONTAKT: IMS Health ppa. Mag. Erika Sander Senior Manager Business Operations, Austria Europaplatz 3, Stiege 4, 6. Stock | 1150 Wien Phone: +43 1 7800 2110 | Email: esander@at.imshealth.com | www.imshealth.com

Viele Medikamente, die Kindern gegeben werden, sind nicht dafĂźr getestet.

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M E N S C H E N & KA R R I E R E N

26 – healtheconomy

Freitag, 4. Mai 2012

Verbandstreffen Pharmig-Generalversammlung unterstrich Pharma-Beitrag für Einsparungen im Gesundheitssystem

short

Mehr als nur Arzneimittel

Jugendrotkreuz bietet Sommercamp an

Andreas Feiertag

Wien. Die pharmazeutische Industrie leiste einen wesentliche Beiträge zur Erhaltung der Qualität des Gesundheitswesens: Neben der Erforschung und Entwicklung innovativer Arzneimittel leiste die Pharmawirtschaft einen Solidarbeitrag von 82 Mio. € an die Krankenkassen, um deren Leistungsfähigkeit sicherzustellen – das war der Tenor der diesjährigen Generalversammlung der Pharmig im Palais Ferstel in Wien. „Die Sterblichkeit ist etwa bei Herz-Kreislauferkrankungen in den vergangenen zehn Jahren um 32 Prozent gesunken“, verdeutlichte Robin Rumler, Präsident der Pharmig, „ein Wert, der ohne innovative Arzneimittel nicht zu erreichen ist.“ Um diese entwickeln zu können, brauche es attraktive Rahmenbedingungen. Rumler stellte dem Forschungsstandort Öster-

Christine Keplinger, Organisatorin des Jugendrotkreuz-Sommercamps.

Horn. Beim Camp für Kinder mit körperlichem Handicap stehen Spaß und Kindsein im Mittelpunkt des dreiwöchigen Aufenthalts in Horn/Niederösterreich. „Die Kinder erleben im Camp, dass sie mit ihrer Andersartigkeit nicht allein sind. Im Austausch tanken die Kinder und Jugendlichen Optimismus und Motivation für den Alltag“, sagt Christine Keplinger, Organisatorin des Camps vom 9. bis 27. Juli. Infos: www.jugendrotkreuz.at/sommercamps.

Houska Preis wurde an zwei Unis vergeben

reich insgesamt zwar ein gutes Zeugnis aus, doch „es müsse, angesichts von Entwicklungskosten von bis zu 1,5 Mrd. Euro für ein einziges Arzneimittel, auch den Gestaltern der Rahmenbedingungen klar sein, dass der Standort einem harten Wettbewerb ausgesetzt ist.“ Neben Arzneimitteln sei auch der Lebensstil ausschlaggebend für gesunde Lebensjahre, weswegen die Pharmig mit dem Hauptverband Projekte im Bereich Kindergesundheit und Prävention fördere, so Rumler: „Wir haben 6,75 Millionen Euro aus dem Solidarbeitrag für Leuchtturmprojekte in diesem Bereich zweckgewidmet.“ Und Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber ergänzte: „Mit dem Auslaufen der Patente bei vielen Medikamenten und den damit verbundenen Preissenkungen sowie unseren Solidarbeiträgen tragen wir substanziell zum Kostendämpfungspfad der Kassen bei.“

© Pfizer

© Österreichisches Jugendrotkreuz

Forderung: Faire Preise für innovative Arzneimittel und zeitnahe Kostenübernahme durch Kassen.

Robin Rumler, Präsident der Pharmig: „Harter internationaler Wettbewerb“.

Pressepreis für Stefan Hauser und Christian Zechner

Gedankenaustausch Thermenanbieter mit neuer Reihe

Wien. Die Wiener Ärztekammer hat Stefan Hauser (Radio Stephansdom) sowie an Christian Zechner (ORF) für ihre hervorragenden

Kaprun. „Mens sana in corpore sano“: Welche Bedeutung dieser Satz in Zeiten von ständig steigendem Leistungsdruck und Bewegungsmangel hat, wurde kürzlich bei der „1. Vamed Vitality Lounge“ im Resort Tauern Spa Zell am See – Kaprun erörtert. Mit dem neuen Format startet die VVW, Österreichs führender Betreiber von Thermen- und Gesundheitsresorts, eine neue Veranstaltungsreihe. Dabei diskutierten Prominente ihre Erkenntnisse zu bewegenden Themen wie Gesundheit, Lebensstil und Erfolg. „Die ‚Vamed Vitality Lounge‘ ist die ideale Plattform, um gemeinsam mit namhaften Experten Zukunftsthemen in unseren einzigartigen Resorts zu diskutieren“, betonte Gastgeber und Marketing-Chef Gerhard

Kammerchef Dorner mit den Preis­ trägern Hauser und Zechner.

© DVA

buch-tipp

Martin Korte: Jung im Kopf: Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älter­ werden. 19.99 €, 336 Seiten, ISBN: 3421044341

© Vamed Vitality World

Gerhard Gucher, Marketingchef des Resort Tauern Spa Zell am See.

Menschen, über die man spricht

Rolando Villazón sang für die Roten Nasen in Wien

© Rote Nasen Clowndoktors

© Österr. Ärztekammer

Viel besser, als man sich denkt Altern, so der bekannte Hirnforscher und Lernexperte Martin Korte, ist keineswegs gleichbedeutend mit körperlichem und geistigem Verfall. Auf der Grundlage neuester Forschung stellt Korte in seinem neuen Buch „Jung im Kopf. Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden“ die Alterungsprozesse des Gehirns dar. Er räumt mit dem Mythos auf, dass Denk- und Gedächtnisfähigkeiten im Alter vor allem schwinden. Er zeigt, wie wir dem Älterwerden frühzeitig begegnen können: Denn Altern beginnt weder erst mit der Rente, noch verläuft es in starren, unveränderlichen Bahnen. Jenseits von simplen Ratgebern über Gehirnjogging geht es Korte um einen umfassenden Ansatz. Durch unseren Lebensstil und die eigene Einstellung zur geistigen Leistungsfähigkeit können wir den Alterungsprozess unseres Gehirns beeinflussen. Dabei sind drei Dinge besonders wichtig: lernen, laufen, lieben.  (fei)

Gucher. Als Redner traten Skistar Hannes Reichelt, Sportmediziner Johannes Zeibig und Geschäftsmann Christoph Bründl auf. (fei)

Wien. Bereits seit vier Jahren unterstützt Startenor Rolando Villazón als Humorbotschafter die Arbeit der Roten Nasen Gruppe. Der erfolgreiche Opernsänger ist auch selbst passionierter Clown und als „Dr. Rollo“ immer wieder mit den Roten Nasen unterwegs. Kürzlich erwartete das Pflegewohnhaus Leopoldstadt musikalischen Clownbesuch der Extraklasse: Gemeinsam mit den Clowns Dr. Rosa und Dr. Stoppl brachte Rolando Villazón Opernatmosphäre in die Demenzstation „Augarten“. Die Bewohner sind also nicht nur von einer „Möchtegern-Operettendiva“ und einem „Vermeintlichen-Super-Ukulelespieler“ besungen worden – nein, Startenor Dr. Rollo hat im Aufenthaltsraum und in Zimmern gesungen und den ein oder anderen falschen Ton seiner Begleiter wettgemacht.

Lu kas S t ä rker , Kammeramts chef d er ÖÄ K

Seit 19. April hat der Jurist Lukas Stärker gemeinsam mit seinem Kollegen Johannes Zahrl das Amt als Kammeramtsdirektor der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) inne. Er folgt damit Karlheinz Kux nach, der 26 Jahre das Kammeramt der ÖÄK leitete. Mit dieser Bestellung wird der Fülle von neuen Aufgaben Rechnung getragen, die in den vergangenen Jahren hinzugekommen sind. Den Kammeramtsdirektoren obliegt die Führung der laufenden Geschäfte der ÖÄK. Lukas Stärker wurde 1969 geboren.

Fri tz Kain dl , Kardi olo ge im Ru hes tan d

Fritz Kaindl, Pionier der österreichischen Kardiologie, feiert 90. Geburtstag. Die Entwicklung der österreichischen Herzmedizin ist untrennbar mit dem 1922 in Stockerau (NÖ) geborenen Mediziner verbunden. 1968 gründete Kaindl die Österreichische Kardiologische Gesellschaft, eine wissenschaftliche Gesellschaft mit inzwischen fast 1.000 Mitgliedern und 17 Arbeitsgruppen. Das Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte lud am 2. Mai zu einer wissenschaftlichen Geburtstags-Sitzung für Kaindl.

© APA/Gert Eggenberger

Wien. Die B & C Privatstiftung hat zum siebenten Mal den „Houska Preis für wirtschaftsnahe und praxisrelevante Forschungsprojekte“ verliehen. Mit 300.000 € ist der Houska Preis Österreichs größte private Forschungsförderungsinitiative. Gastredner bei der Verleihung in Wien war Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz. Die drei Hauptpreise gingen an die Medizinuniversitäten in Innsbruck und Graz.

© Ärztekammer für Wien/Stefan Seelig

Festredner bei der Preisverleihung: Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz.

medizinischen beziehungsweise gesundheitspolitischen Berichterstattungen im vergangenen Jahr den „Pressepreis 2011 der Ärztekammer für Wien“ verliehen. Die Überreichung nahm Ärztekammerpräsident Walter Dorner bei einer kleiner Feier in Wien vor. Stefan Hauser ist seit Dezember 2007 leitender Redakteur der Wortredaktion von Radio Stephansdom und der Internetredaktion www. erzdioezese-wien.at. Davor war er mehrere Jahre freier Mitarbeiter in der Religionsabteilung des ORF-Hörfunks. Christian Zechner startete seine berufliche Laufbahn 1987 beim ORF Kärnten, arbeitete dann für etliche Printmedien. Seit Oktober 2011 ist Zechner Reporter des ORF-Magazins „Thema“ sowie Redakteur im ORF-Bürgerforum.

© privat

© Stefanie Starz

Ärztekammer würdigt Journalisten Vamed startete neue Info-Lounge

gasto n Glock , Waff en­produz ent

Der Kärntner Unternehmer und Waffenproduzent Gaston Glock unterstützt die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien im AKH mit 500.000 € für zwei Forschungsprojekte, in denen neue Therapien für Kinder entwickelt werden. Es geht um die Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und Hirntumoren. Bereits im Dezember 2011 hatte Gaston Glock 250.000 € zur Verfügung gestellt, nun wurde der Einrichtung ein weiterer Scheck über 250.000 € übergeben.


medianet

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Freitag, 4. Mai 2012 – 27

automotivebusiness SCHUTZBRIEF

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Chinesen setzen zum Überholmanöver an

© Panthermedia.net/Johannes Becker

short

© Frauenthal Holding

Brüssel. Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen sinkt weiter. Laut dem Branchenverband ACEA sind die Neuzulassungen in Europa (EU 27 plus Efta) im März um 11,3% auf knapp 191.500 Einheiten zurückgegangen. Damit seien von Jänner bis März rund 470.000 Nutzfahrzeuge erstmals registriert worden, was einem Minus von 9,1% im Jahresvergleich entspricht. Besonders drastisch fällt der Rückgang in Portugal und Griechenland mit minus 64% bzw. 49% aus.  www.acea.be

© Gregor Josel

Wien. Der heimische Mischkonzern Frauenthal ist seine Katalysatorensparte („Industrielle Wabenkörper“) losgeworden. Erst Mitte April hatte das Unternehmen Verhandlungen mit potenziellen Käufern aufgenommen, diese Woche einigte man sich nun bereits mit der japanischen Ibiden-Gruppe. Der Konzern, der zum Beispiel Diesel­partikel­ filter herstellt, zahlt für die Frauenthal-­Division 51 Mio. € und übernimmt zudem deren Finanzverbindlichkeiten.  www.frauenthal.at

„Auto China“ medianet hat sich auf der südostasiatischen Fahrzeugschau   exklusiv einen Eindruck vom Status quo der chinesischen Automobilhersteller   gemacht. Das Fazit: Langsam erreichen die Modelle westliche Standards.  Seite 28 Daimler Maßnahmen gegen feindliche Übernahme

Opel Wien Werk soll seine Stammbelegschaft halten

Mit zahlreichen Maßnahmen will Daimler eine feindliche Übernahme erschweren.

Stuttgart. Daimler hat sich nach Informationen der Branchenzeitung Automobilwoche für den Fall einer feindlichen Übernahme gewappnet. Dazu habe das Unternehmen Maßnahmen vorbereitet, die einen Weiterbetrieb des Konzerns erschweren beziehungsweise zu einer Beendigung wichtiger strategischer Kooperationen führen könnten. Zu den Maßnahmen gehört laut dem Medienbericht auch eine Vereinbarung mit den Banken, die den Geldhäusern im Falle einer Übernahme das Recht einräumt, Kreditlinien über acht Mrd. € zurückziehen zu können.  www.daimler.com

Ohne Kündigungen durch die Krise

© APA/Hans Klaus Techt

Tokio. Honda hat zu Jahresbeginn einen deutlichen Gewinnschub verzeichnet. Der Überschuss stieg im vierten Geschäftsquartal um 60,7% auf knapp 71,6 Mrd. Yen (669 Mio. €), wie der drittgrößte japanische Autobauer mitteilte. Nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe habe sich die Produktion wieder erholt. Im Finanzjahr 2011/12 lag der Gewinn bei fast zwei Mrd. €. Fürs laufende Geschäftsjahr ist der Toyota-Konkurrent zuversichtlich und rechnet mit einem Gewinnzuwachs auf knapp 4,4 Mrd. €.  www.honda.com

© dpa/Marijan Murat

© EPA

Neue Pläne für den Fall der Fälle

Rund 100 Leiharbeiter müssen im OpelWerk in Wien-Aspern abgebaut werden.

Wien. Das Opel-Werk in WienAspern will der Krise seines Mutterhauses zum Trotz seine Stammbelegschaft halten, muss aber 100 seiner etwa 230 Leiharbeiter abbauen. Die Stammbelegschaft sei trotz Aufnahmestopp von den Kürzungen nicht betroffen. „Momentan sehe ich keine Anzeichen dafür, dass das Werk in Aspern in Probleme kommt“, sagt AspernChef Michael Lewald. Im Jahr 2012 werden man aber „nicht mehr die Zahlen erreichen, die wir im vorigen Jahr produziert haben“. Opel Wien hat 2011 rund 1,55 Mio. Stück Motoren und Getriebe produziert.  www.gm.com


C ov e r

28 – automotivebusiness

Freitag, 4. Mai 2012

Auto China Auf der größten Automesse Asiens in Peking zeigen chinesische Hersteller ihre Version von Zukunft

Kommentar

Kreativität und Sicherheit aus dem Reich der Mitte

Sind wir noch zu retten?

Neben Optik und Verarbeitung holen die Chinesen auch in Sachen Sicherheit ordentlich auf. Peking. Wo noch vor einigen Jahren viele Millionen Fahrräder die Straßen bevölkerten, quetschen sich heute rund sechs Mio. Autos tagtäglich durch die Stadt. Peking – ein Meltingpoint aus jahrtausendealter chinesischer Kultur, frisch erlangtem Reichtum und dem stetigen Streben nach Kapitalismus und westlichem Chíc. Das Auto wird zum Statussymbol, wie auch vor vielen Jahrzehnten in den USA. Einzig der Platz in den Millionenmetropolen Asiens ist enden wollend. Auch im Fahrzeugbereich ist die Schlacht um den Kunden voll im Gange und ausnahmslos alle europäischen Marken kämpfen in China, dem derzeit hoffnungsträchtigsten und größten Automarkt der Welt, um ein saftiges Stück vom fetten Kuchen. Doch auch die einheimischen Hersteller haben den Weltmarkt für sich entdeckt und streben nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. medianet unternahm einen exklusiven Lokalaugenschein auf der größten Automesse Asiens, der „Auto China“.

Gregor Josel

G

eringe CO2-Emissionen, innovative Antriebskonzepte und umweltfreundliche Konzernlayouts – die Autohersteller lassen sich den Umweltschutz ganz schön was kosten. Das ist auch gut so. Die Frage ist nur, ob uns all das auch wirklich vor dem Klimakollaps retten wird. Der Besuch der Pekinger Messe „Auto China“ zeigt den Widerspruch all dessen ungeschönt und direkt: Drinnen viel Hybrid und Elektro und draußen kann man auch an einem wolkenlosen Tag die Sonne nicht sehen vor lauter Smog. Sport im Freien gilt als gesundheitsschädlich. Der hart erarbeitete Wohlstand schlägt sich in Asien auf die Zulassungszahlen nieder. In Peking hat man die täglichen Neuzulassungen nun auf 1.000 (!) beschränkt und allein in China gibt es mehr als 50 Städte mit mehr als einer Million Einwohner, allen voran Shanghai mit rund 20 und Peking mit rund 17 Millionen Einwohnern. Doch es sind nicht nur die Fahrzeuge, die das Kraut fett machen, denn in China kommen rund 73% des Stroms aus Kohlekraftwerken. Und ohne nun schwarzmalen zu wollen, stellt sich da doch irgendwie die Frage, ob und wie weit der CO2-Zug schon abgefahren ist, oder nicht. Denn die Wohlstands-Hausse in Asien ist noch lange nicht vorbei, der Hunger nach Luxus schier unerschöpflich. Und China ist gerade mal das erste Beispiel von vielen.

Es weht ein anderer Wind In China gibt es rund 100 verschiedene Fahrzeughersteller, die mit mehr als 900 Modellen um den Käufer buhlen. Auf die Auto China schaffen es nur die größeren und bekannteren Hersteller und sorgen mit zahlreichen Studien, aber auch ansehnlichen Serienmodellen für Aufsehen Die europäischen Hersteller treten noch als gern gesehene Gäste auf, bringen exklusive Modelle mit und richten ihren Fokus auf die gutverdienende Oberschicht, die in China traditionellerweise gern mit Chauffeur durch den Alltag fährt. Doch auch

AMG Performance Center

Store in Peking

Der „McCar“ von Geely hätte auch in Europa gute Chancen. Das Design stimmt und in Sicherheitsfragen holen die Chinesen auf.

sportliche Fahrzeuge finden in China immer mehr Anklang, denn der erfolgreiche Chinese findet Geschmack daran, selbst hinter dem Steuer des Statussymbols zu sitzen. Bei den einheimischen Herstellern weht mittlerweile jedoch ein anderer Wind. Die Plagiats-Exzesse der letzten Jahre stehen nicht mehr im Vordergrund und zahlreiche neue chinesische SUVs, Limousinen und pfiffige Kleinwagen können in Sachen Design und Ausstattung bereits mit der europäischen Konkurrenz mithalten. Geely etwa präsentiert mit dem „GX7“ das erste SUV-Modell der Marke, das auch in Europa gefallen würde, und mit dem „McCar“ einen wahlweise hybrid oder rein elektrisch angetriebenen Kompakten, der sich optisch

nicht vor der japanischen oder koreanischen Konkurrenz verstecken muss. Der Hersteller Baic, der noch vor einem Jahr mit einer frechen Kopie der Mercedes B-Klasse für Aufsehen sorgte, zeigt auf der Auto China 2012 eine sportliche SUVStudie namens „C51X“, die vom Design den aktuellen SUV-Modellen à la Mazda CX-5 oder Range Rover Evoque entspricht.

Eine Frage der Sicherheit? Wir erinnern uns noch sehr gut an die ersten Euro NCAP-CrashTests, bei denen die meisten chinesischen Modelle als gemeingefährlich eingestuft wurden. Allen voran der Jiangling „Landwind“ – ein Opel Frontera-Verschnitt, der

dem Fahrer bei einem Crash kaum Überlebenschancen bot. Doch auch dieses Blatt wendet sich zusehends, denn die Chinesen haben Lunte in Europa gerochen und wollen auch hierzulande Autos verkaufen. So konnten unlängst der „Geely Emgrand EC7“ (Kompaktklasse) und die Fließheck-Limousine „MG6“ von SAIC vier Sterne beim Euro NCAPCrashtest einheimsen; sie sind damit auf bes-tem Kurs gen Westen. Ähnlich wie die ehemals belächelten und mittlerweile sehr erfolgreichen Koreaner à la Hyundai und Kia könnten somit schon bald auch chinesische Hersteller den europäischen Traditionsmarken in ihren Heimatmärkten mit zahlreichen neuen Modellen gefährlich werden.  www.china-autoshow.com

Continental Erfolgreicher Start ins neue Geschäftsjahr

Rosenbauer Feuerwehrausrüster mit Umsatzrückgang

Hannover. Der deutsche Autozulieferer und Reifenhersteller Continental ist trotz der Krise auf Europas Automärkten mit kräftigen Zuwächsen ins Jahr 2012 gestartet. Nach vorläufigen Angaben verdiente der Konzern im ersten Quartal vor Zinsen und Steuern 766 Mio. €, in den drei Auftaktmonaten 2011 waren es noch 634 Mio. Den Umsatz konnte das Unternehmen auf 8,3 Mrd. € steigern – rund eine Milliarde mehr als vor einem Jahr.

Leonding. Die Budgetknappheit der öffentlichen Hand in Europa und den USA hat dem oberösterreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von neun Prozent auf 541,6 Mio. € beschert. Der Nettogewinn ging um 20% auf 32,1 Mio. € zurück. Im laufenden Jahr soll es aber bereits wieder aufwärts gehen: Für 2012 wird wegen eines Rekordauftragsbestands ein Umsatz von über 600

Bei den Erlösen wollen die Hannoveraner im laufenden Jahr noch einmal um über fünf Prozent auf mehr als 32 Mrd. € zulegen. „Der gelungene Start stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere gesetzten Ziele sicher erreichen werden“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. Bereits 2011 hatte Conti Rekordzahlen eingefahren und einen Gesamtertrag von 1,242 Mrd. € erwirtschaftet.  www.conti-online.com

Mio. € und ein Betriebsgewinn von mindestens 42 Mio. € anvisiert, erklärte Rosenbauer-CEO Dieter Siegel. Um über genügend Kapazitäten zu verfügen, werden in den kommenden Jahren rund 30 Mio. € in die Rosenbauer-Werke in Österreich und Deutschland investiert. Der Auftragsbestand per Jahresende 2011 im Vergleich zum Jahr davor hat um 73% auf 682,3 Mio. € zugelegt.  www.rosenbauer.co.at

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„Gesetzte Ziele sicher erreichbar“ 2012: Zurück auf die Erfolgsschiene

In Peking wurde nun der erste „Stand-alone“-AMG-Store eröffnet.

Peking. AMG zeigt Flagge im Reich der Mitte und eröffnete dieser Tage sein erstes Performance Center in Peking: Anders als bei den weltweit bisher 195 Shops ist der neue Store allerdings als „Stand-alone“-Shop konzipiert und nicht in ein Merceds-Benz-Autohaus integriert. „Davon versprechen wir uns eine attraktive Ansprache und Betreuung bestehender und potenzieller AMG-Kunden“, sagt Ola Källenius, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH.  www.daimler.com

© Gregor Josel

Gregor Josel

Geht es nach den vorläufigen Zahlen, steuert Conti auf ein neues Rekordergebnis zu.

Im laufenden Jahr will Rosenbauer seinen Umsatz auf über 600 Mio. Euro steigern.


Freitag, 4. Mai 2012

H e r s t e l l er & z u l i e f e re r

automotivebusiness – 29

Roland Berger Die Unternehmensberatung erwartet trotz steigender Nachfrage für 2015 ein Überangebot an Batterien für Elektroautos

Branche steht vor Konsolidierung Moritz Kolar

München/Detroit. Elektromobilität ist derzeit in aller Munde, könnte aber bald einigen sauer aufstoßen. Das Beratungsunternehmen Roland Berger erwartet bis 2015 nämlich hohe Produktionsüberkapazitäten und damit einhergehend sinkende Preise und eine starke Marktkonsolidierung bei den Produzenten von Lithium-Ionen-Batterien. „Der Markt für Lithium-Ionen-Batterien für Autos umfasst derzeit über 100 Unternehmen weltweit. Doch die Produktionskapazität in diesem Markt wird 2015 voraussichtlich doppelt so groß sein wie die Nachfrage“, schreibt das Unternehmen in einer Aussendung.

Prognosen bereits nach unten“, so Wendt. „Aus diesem Grund wird es zu einer umfassenden Marktkonsolidierung kommen. Der Preisdruck wird steigen.“ Roland Berger erwartet für 2015 Preise für HochEnergie-Zellen von ca. 180 bis 200 €/kWh für OEMs bei größeren Stückzahlen. „Damit werden sich auch die heutigen Margen von fünf bis zehn Prozent mittelfristig verringern“, sagt Bernhart.

Batteriemarkt wird wachsen Dadurch werde es zu einer Konsolidierung kommen, in deren Zuge sich fünf Spitzenreiter 2015 den

Großteil des Batteriemarkts aufteilen werden: AESC (20%), LG Chem (15%), Panasonic/Sanyo (13%), A123 (11%) und SB LiMotive (9%). „Einige OEMs haben ihre Marktprognosen bezüglich Elektro- und Hybridfahrzeugen gesenkt und einige neue Hersteller sind bereits gescheitert. Trotzdem gehen wir davon aus, dass der Batteriemarkt für die Elektromobilität in den kommenden Jahren stark wachsen wird“, sagt Wendt. Außerdem werden ab 2016/2017 ein bis zwei weitere Unternehmen in den Kreis der Top-Player aufsteigen, die 80 bis 90% des Marktes unter sich aufteilen. Zudem nimmt die Kon-

kurrenz chinesischer Hersteller deutlich zu: Bis 2015 werden Anbieter aus China rund acht Prozent des Weltmarktes kontrollieren; bis 2020 könnte sich China sogar zum größten E-Mobilitätsmarkt weiterentwickeln. In eine schwierige Lage geraten dadurch vor allem kleine Lieferanten, deren gemeinsamer Weltmarktanteil sich 2015 lediglich auf zwei Prozent belaufen wird. „Die Konsolidierung der Branche ist nicht mehr aufzuhalten“, sagt Bernhart. Kleinere Akteure könnten dadurch von der Bildfläche verschwinden.  www.rolandberger.at

© EPA

Als Ergebnis der Konsolidierung werden sich fünf Konzerne den Großteil des Batteriemarkts aufteilen.

Im Markt für Hochenergiezellen wird es 2015 zu einer Konsolidierung kommen.

Weltmarkt wächst weiter Die Roland Berger-Experten gehen davon aus, dass 2015 über 85% des gesamten Marktes für Lithium-Ionen-Batterien auf das Light Vehicle-Segment (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) entfallen. Zu diesem Zeitpunkt werden voraussichtlich über vier Mio. Fahrzeuge mit elektrischem, Hybrid- oder Plugin-Hybridantrieb (xEV) pro Jahr auf den Markt kommen. „Wir erwarten weiterhin, dass der Weltmarkt für Lithium-IonenBatterien bis 2015 auf neun Milliarden Dollar (6,81 Mrd. Euro) wachsen wird“, erklärt Studienautor Thomas Wendt. „Die Prognosen für viele bereits aufgelegte Programme werden zwar revidiert, doch in Asien gibt es neue xEV-Modelle, vor allem Hybrid-Fahrzeuge“, so Wendt. Auch wenn japanische und koreanische Automobilhersteller auf alternative Antriebstechnologien setzen, wird die Mehrheit der produzierten Hybrid-Fahrzeuge bis 2015 mit Nickel-Metall-HybridBatterien ausgestattet sein.

Liebe auf den ersten Blick.

Überkapazitäten als Problem? Trotzdem gehen die Experten von einer Expansion der LithiumIonen-Technologie aus. „Wir sehen erste Anzeichen für eine Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien in Start-Stopp-Systemen“, erläutert Wolfgang Bernhart, Partner von Roland Berger und Co-Autor der Studie. „Auf Start-Stopp-Systeme wird bis 2015 zwar kein großer Marktanteil entfallen, aber wir rechnen in den nächsten Jahren damit, dass Mikro-Hybrid-Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien auf den Markt kommen werden.“ Zu einem Problem könnten sich dabei aber die Überkapazitäten entwickeln. „Manche Batteriehersteller haben leider unverhältnismäßig ehrgeizige Expansionspläne. Das hat schon jetzt spürbare Konsequenzen: Lieferanten im Lithium-Ionen-Markt korrigieren ihre

Und auf den Zweiten. Der neue Hyundai i30. Mit seinem gelungenen Design überzeugt der i30 auf den ersten Blick. Aber wenn Sie glauben, gutes Aussehen ist alles, was er anzubieten hat, riskieren Sie ruhig einen Zweiten. Die neue i30 Generation ist etwas Besonderes. Mit Präzision bis ins kleinste Detail gefertigt, bietet der i30 auch das Beste an Komfort, Technologie und Sicherheit, das heute möglich ist. Wenn Ihnen also gefällt, was Sie hier sehen, probieren Sie ihn aus. Mehr dazu auf www.hyundai.at und bei Ihrem Hyundai Partner!

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© Roland Berger

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32 – automotivebusiness

Modell & Handel

Freitag, 4. Mai 2012

Nissan Juke Shiro Die Modellpalette des chicen, kleinen Nissan Crossovers Juke wird um das exklusive Sondermodell „Shiro“ erweitert

Crossover für Individualisten

Top ausgestattet und mit exklusiven Details versehen: Der Shiro gefällt.

© Nissan

Gregor Josel

Anz_Klima_216x288:Layout 1 ist27.04.2012 Seite 1 Als exklusives Sondermodell „Shiro“ der Nissan Juke08:12 ab 22.890 Euro erhältlich.

Wien. Mit dem pfiffigen Juke rundete Nissan die Crossover-Modellpalette im Vorjahr mit einem quirligen, frechen Kompakt-SUV ab, der neben dem langjährigen Bestseller Qashqai ebenfalls das Zeug zum Verkaufsschlager hat. Gerade passend für den kommenden Sommer, ist der Juke nun auch als Sondermodell „Shiro“ zu haben. Das extrovertierte Design des Juke versprüht viel jugendlichen Charme. Der Unterbau des Juke ist klar auf der SUV-Seite zu Hause. Ab der Einstiegsleiste erinnert der kompakte Nissan-SUV jedoch eher an einen

kleinen Sportwagen. Besonders auffällig ist die Scheinwerfer-Partie des Juke, die an der Oberseite der Kotflügel eingearbeitet ist. Das Sondermodell „Shiro“ ist optisch an der edlen, im Aubergine-Ton gehaltenen Lackierung „Nightshade“ erkennbar und an den dunkelgrau getönten 17 “-Leichtmetallfelgen, die der höchsten Ausstattungsstufe „Tekna“ angehören.

Motorrad-Tank inspirierten Mittelkonsole – bislang in Rot oder Metallic-Grau lackiert – heben sich auch die Designelemente der seitlichen Armlehnen durch eine weiße Oberfläche von den handelsüblichen Juke-Varianten ab. Passend dazu glänzen beim 1.5 dCi und beim 1.6 DIG-T auch die Ledersitze, das Lederlenkrad und der Lederschaltknauf mit weißen Kontrastnähten. Zusätzlich erhielten die Sitzmittelbahnen ein doppellagiges Gewebe, dessen weiße Hintergrundfarbe durch den perforierten Lederbesatz hindurchscheint. Das Sondermodell „Shiro“ ist in allen drei für den Juke lieferbaren Motorisierungsvarianten – als Benziner mit 117 PS oder turbogeladenen 190 PS und auch als 1,5 dCi-Diesel mit 110 PS – erhältlich. Einstiegspreis für den Juke „Shiro“ ist 22.890 €. Die Topversion mit Allradantrieb und 190 PS ist ab 29.790 € zu haben.

Volles Programm Das volle „Shiro“-Programm (Shiro steht im Japanischen für weiß), zeigt sich jedoch erst im Interieur. Neben der von einem

Opel Combo die Dritte

Modell-Update Wien. Der clevere „Combo“ von Opel geht in die nächste – seine mittlerweile dritte – Generation und rundet mit seinen vielseitigen Talenten das Opel-Produktportfolio im Bereich der leichten Transporter sowie der Freizeit- und Familienfahrzeuge ab. Mit seiner großen Modellvielfalt erfüllt der neue Opel Combo ein breites Spektrum von Anforderungsprofilen. So umfasst die Auswahl zwei Karosserie-Grundformate mit kurzem und langem Radstand (2.755 mm beziehungsweise 3.105 mm). Beide stehen in Transporter-Ausführungen (Kastenwagen) mit Kasten- oder teilverglastem Aufbau und als fünf- oder siebensitzige Versionen für die Personenbeförderung (Tour) zur Verfügung. Die Varianten mit kurzem Radstand sind darüber hinaus auch in Normal- und Hochdachausführungen lieferbar. Damit bietet die Combo-Modellreihe für den professionellen Einsatz in Gewerbe und Industrie eine ebenso flexible Basis wie als variables und flexibles Allzweckmobil für Familie und Freizeit.

Zuladung und Ladevolumen

EBERSPÄCHER | KLIMAPRODUKTE NFZ

Als Kastenwagen bietet der Combo bis zu 1 t Nutzlast und bis zu 4,6 m� Ladevolumen. Für die Personenbeförderung gibt es den Combo als „Tour“ mit fünf Sitzplätzen, serienmäßigen Schiebetüren und wahlweise mit Heckklappe oder Doppelflügel-Tür. Motorseits stehen vier Diesel, ein Benziner sowie eine CNG-Version für kombinierten Benzin- und Erdgasbetrieb zur Wahl.

IMMER EINEN KÜHLEN KOPF BEWAHREN Standkühlsysteme von Eberspächer sorgen in Transportern, Reisemobilen, Bussen, Landmaschinen und schweren Nutzfahrzeugen für angenehmes Wohlfühlklima und optimale Bedingungen im Fahrerhaus. Der besondere Pluspunkt dabei: Die Technik arbeitet – anders als bei herkömmlichen Klimatisierungslösungen – völlig motorunabhängig. Das spart nicht nur Kraftstoff, sondern schont auch die Umwelt. Und sorgt dafür, dass die Fahrer auch bei sommerlichen Temperaturen ausgeruht und voll konzentriert am Steuer sitzen.

w w w . e b e r s p a e c h e r. a t

© GM

A WORLD OF COMFORT

Der Basispreis für den neuen Opel Combo liegt bei 12.466,67 Euro (netto).


Freitag, 4. Mai 2012

I n n ovat i o n & U m w e lt

automotivebusiness – 33

Motec GmbH Der deutsche Spezialist für Kamerasysteme präsentiert mit dem MVS-System ein neues Sicherheits-Tool für Lastwagenfahrer

Sicherheit in neuer Dimension Drei Kameras überwachen die Umgebung des Fahrzeugs und bilden diese auf einem Monitor ab. Hadamar-Steinbach. Scouts entgeht nichts. Sie haben ihre Augen überall, erkunden die Umgebung und sehen Dinge, die anderen verborgen bleiben. Das MVS-System (Motec Vicinity Scout) der deutschen Motec GmbH bringt diese Fähigkeiten auf die Straße. Mithilfe dreier Kameras sehen Lkw-Fahrer aus der Vogelperspektive ein Panoramabild ihrer Umgebung und damit, was sich neben oder hinter dem Fahrzeug bewegt oder aufhält.

Rundum-Panoramabild

von Motec. Dazu werden auf dem Kabinendach drei Kameras aus der MC7000-Serie installiert. Sie sind auf den Boden gerichtet und erfassen zusammen, je nach Bildwinkel und Position, den Nahbereich des Fahrzeugs in einem Umkreis von bis zu fünf Metern. Die Kameras haben eine feste Brennweite und werden so justiert, dass sich die Ränder überlagern. Per Computer werden die Einzelbilder perspektivisch aufeinander abgestimmt und in Echtzeit zu einem Bild zusammengesetzt. Auf dem Monitor sieht der Fahrer dadurch aus der Vogelperspektive ein grafisch simuliertes Kabinendach

und ein nahtloses Bild von der unmittelbaren Umgebung seines Fahrzeugs.

Zusätzliche Kameras Je nach Bildwinkel liefert das System eine nahezu komplette Rundumsicht, darüber hinaus können weitere Kameras für Frontund Arbeitsbereiche das System aber zusätzlich ergänzen. Sie ermöglichen beispielsweise freie Sicht auf den Arbeitsbereich der Schüttung an einem Abfallsammelfahrzeug und bieten damit erhöhte Sicherheit bei der Arbeit.  www.motecgmbh.de

© Motec

Moritz Kolar

Über den Monitor ist der Nahbereich des Lkw aus der Vogelperspektive zu sehen.

„Anfahr- oder Rangierschäden, die im Straßenverkehr häufig vorkommen, können mit dem MVSSystem deutlich verringert werden, weil die Fahrer die unmittelbare Umgebung von Abfallsammel- und Kommunalfahrzeugen immer im Blick haben“, erklärt Michael ­Rauth

Honda nutzt Seltene Erden

Aus alt mach neu Tokio. Honda setzt ab sofort das weltweit erste Serienverfahren zur Extraktion Seltener Erden aus gebrauchten Produkten ein. Zunächst kommt die Methode bei gebrauchten Nickel-MetallHydridbatterien zum Einsatz, die aus Hybridfahrzeugen der Marke stammen und vom Handel zurückgenommen wurden; in weiterer Folge soll der Prozess dann auch auf andere Gebrauchtteile ausgeweitet werden. Das neue Serienverfahren ermöglicht die Extraktion von über 80% der Seltenen Erden, die in gebrauchten Nickel-Metallhydrid-Batterien enthalten sind. Die wiedergewonnenen Metalle sollen nicht nur in Nickel-MetallhydridBatterien, sondern auch in zahlreichen anderen Produkten Verwendung finden.  www.honda.com

„Mein Schlüssel zur First Class.“ Hol- & Bringservice

Turin. Der italienische Nutzfahrzeugbauer Iveco bietet den „Stralis“ künftig auch mit Flüssiggasmotor an und komplettiert damit seine Fahrzeugpalette mit Erdgasantrieb. Das LNG-Modell (Liquefied Natural Gas) wurde auf der Amsterdamer Nutzfahrzeugmesse „Bedrijfsauto“ erstmals als Sattelzugmaschine mit Fernfaherhaus präsentiert und soll bei einer Leistung von 243 kW/330 PS auf eine Reichweite von rund 750 km kommen.  www.iveco.com

Leihauto

Originalersatzteile

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© Iveco

www.zurich.at/firstclass Der Iveco Stralis ist küntig auch mit alternativem Erdgasantrieb verfügbar.

Mit dem Zurich First Class Service profitieren Sie bei Kaskoschäden von einer hochwertigen Reparatur mit exklusiven Vorteilen.

Iveco Neues Erdgas-Modell

Stralis wird grün

Auto-Reparatur mit Komfort um 2,30 Euro pro Monat


Bike extra

34 – automotivebusiness

Freitag, 4. Mai 2012

Horex Das erste Modell des reaktivierten deutschen Motorradherstellers, die VR6 Roadster, ist ab sofort im Handel

short

Die Königin kehrt zurück

Dunlop: Trailmax TR 91 mit Auszeichnung

Österreichisches Vertriebsnetz wird aufgebaut. Derzeit zwei Händler: einer in Wien, einer in Tirol. Beatrix keckeis-hiller

© Dunlop

Augsburg. Der Star des Hauses war in den 50ern die „Regina“ gewesen: 250- bis 400 cm�-EinzylinderMotorräder aus Bad Homburg. Das 1923 gegründete Unternehmen wurde 1960 aufgelöst. Nach häufig wechselnden NamensrechteBesitzern wurde 2010 die neue Horex-GmbH gegründet. Die zog von Bad Homburg nach Augsburg und entwickelte ein Projekt weiter, das 2006 gestartet worden war. 2010 wurde das Konzept-Motorrad vorgestellt – mit VR6-Motor, ein Dreiventiler, der auf dem gleichnamigen VW-Motor basiert, dessen Entwicklung in Kooperation mit VW erfolgte. Auf der „EICMA Mailand 2011“ stand die erste fertige VR6-Roadster. Eines der ersten fahrfertigen Exemplare wurde im Rahmen der „Fahr2Rad“ in Wie, präsentiert. Die ersten Fahrzeuge kommen jetzt in den Handel.

Dunlop Trailmax TR 91: Der beste Enduro-Reifen auf der BMW R 1200 GS.

Wien. Ausgezeichnet wurde der Enduro-Reifen Dunlop Trailmax TR 91. Aus einem Test des deutschen Fachmagazins Motorrad ging er als Sieger hervor. Die ebenfalls deutsche Fachzeitschrift Tourenfahrer führt ihn als „empfehlenswert“. Getestet wurde der Pneu anhand der Großenduro „BMW R 1200 GS“. Auch der Straßenreifen Dunlop Roadsmart wurde als „empfehlenswert“ bewertet.  www.dunlop.eu

© Horex

Horex VR6 Roadster: 161 PS, max. 135 Nm, 250 Kilo, 26.000 €. Ab Mai im Handel.

Gefertigt wird die Roadster in Augsburg: Jeweils ein Mechaniker montiert an einem von drei Montageplätzen eine Maschine pro Arbeitstag, höchste Exklusivität ist garantiert. Exklusiv sind auch die Eckdaten: 161 PS bei 9.000 U/Min., 135 Nm Drehmoment-Max. bei 7.000 U/Min., 250 kg. Technische Details: Alurahmen, Einarmschwinge, ABS von Bosch, Fahrwerk von White Power, Bremsen von Brembo. Der Österreich-Preis beträgt 26.000 €. Die Farbe kann man sich aussuchen, bevor das Bike produziert wird. Und das erfolgt nach Eingang des Kaufpreises. Der Vertrieb wird vorerst ausschließlich in Europa aufgebaut. Zum ersten Händlerstützpunkt in Österreich – Yamaha Hebart in Wien – gesellte sich vor Kurzem einer in Tirol, die Ernst Schicker GmbH in Weer. Weitere handverlesene Partner sollen folgen.  www.horex.com

BMW Der deutsche Hersteller geht den Neustart im Scooter-Segment gründlich an

Doppelt gemoppeltes Roller-Rollout

© Triumph

München. Fast schon vergessen ist der Dach-Roller BMW C1. Jetzt ist im Scooter-Segment der Bayern alles neu. Einzig das „C“ ist geblieben. Deutsche Roller heißen nun C600 Sport und C650 GT (= Gran Turismo). Damit ist eine neue Baureihe eröffnet, mit der BMW Motorrad wieder groß – im Sinne des Wortes – ab dem Sommer in die Roller-Klasse einsteigt.

Der beste Biker des Jahres 2012 gewinnt eine Triumph Speed Triple R.

Ausrichtung unterschiedlich

Wien. Und wieder geht es um den besten Motorradfahrer des Jahres in Österreich. Wie im Vorjahr wird von der ÖAMTC Fahrtechnik-Abteilung gemeinsam mit der Fachzeitschrift Motorradmagazin ein Geschicklichkeits-Bewerb ausgerichtet. Ermittelt werden derzeit 52 Kandidaten aus allen Bundesländern. Das Finale findet dann am 14. Juli in Teesdorf statt. Der Sieger gewinnt eine „Triumph Speed Triple R“.  www.oeamtc.at

Hubraum- & leistungs-stark und gleich doppelt gemoppelt: Auch wenn der eine als 600er und der andere als 650er bezeichnet wird, steckt in beiden der gleiche 647 cm�-Parallel-Twin mit 60 PS. Auch Rahmen und alle anderen

Basis-Bauteile sind identisch. Der Unterschied besteht in der Ausrichtung. Während der 600 Sport, wie der Name sagt, für engagiertes Vorankommen ausgelegt ist – anhand von Sitzposition, Lenker und eng geschnittener Verkleidung –, ist der 650 GT komfortabel angelegt, mit höherem Windschutzfaktor, aufrechter Sitzhaltung und u.a. elektrisch höhenverstellbarem Windschild.

Bayrische Preisgestaltung Die Leistung der bayrischen Riesen-Roller ist mächtiger als die aller anderen Mitbewerber. Die Tarife starten bei 11.500 € (Sport) und 11.850 € (GT).  www.bmw-motorrad.at

© BMW Motorrad

ÖAMTC: Eine Triumph für den besten Biker

BMW C600 Sport & C650 GT: beide mit 60 PS. Preise: 11.500 € & € 11.850 €.

Harley-Davidson Neue Modelle: Seventy Two & Softail Slim

Yamaha Neuer Xenter, Stadt-Roller mit 125 oder 150 cm³

Wien. Als eine Hommage an die siebziger Jahre und an die Route 72 will Harley-Davidson das 2012er-Modell „Seventy Two“, also „72“, verstanden wissen. Basis der Neuen ist der Top-Seller „Sportster 1200“ mit 67 PS. Sie kommt voll customized, mit einem Outfit im Zeichen der Nostalgie; siehe u.a. der Glanz- und Glitter-Tank in psychedelischer

Wien. Besonders leicht, besonders schmal und besonders praktisch – das waren die Vorgaben von Yamaha an das European R & D-Center Mailand, Italien, für einen neuen, speziell aufs City-Commuting ausgelegten Scooter. Herausgekommen ist dabei der „Xenter“ mit einer Leistung von 12,5 PS (125 cm�) oder 16 PS (150 cm�) und einem Fahrfertig-Gewicht von schlanken 142 kg.

Nostalgie & Custom von der Stange Der Japaner, der aus Italien kommt Zielgruppe der Xenter ist vor allem die der Frauen. Der Scooter bietet aufgrund des breiten Durchstiegs und der Hinterradaufhängung via Zentralfederbein nur limitierten Stauraum. Im Österreich-Preis von 3.299 € beziehungsweise 3.399 € ist deshalb ein Topcase bereits serienmäßig enthalten.  www.yamaha-motor.at

© Honda

Honda: ViertelliterEnduro für die Stadt

Farbgebung. Dazu kommen Mini Ape-Lenker, Weißwandreifen und vorverlegte Fußrasten. Das zweite neue 2012er-Modell, die „Softail Slim“, fährt auf der Schiene „Customizing von der Stange“. Ihr Styling ist im Stil der Bobber aus den 1940er- und 1950er-Jaren gehalten, also minimalistisch, mit Solo-Sitz – und vor allem: schwarz.  www.harley-davidson.at

© Yamaha

Wiener Neudorf. Anfangs war sie für den asiatischen Markt gedacht. Die Honda CRF250L. Eine schlanke Enduro mit 249 cm�-Antrieb und 23 PS bei 144 kg (fahrfertig). Nachdem jedoch auch auf den europäischen Märkten leichte Eisen zunehmend gefragt sind, hat man sich entschlossen, sie auch nach Österreich zu bringen. Der Preis liegt bei 4.290 €. Markstart ist im August.    www.honda.at

© Harley-Davidson

Honda CRF250L: neue Leicht-Enduro mit 23 PS und 144 kg für 4.290 €.

Harley-Davidson Seventy Two: Glitter-Derivat der Sportster für 12.995 €.

Yamaha Xenter 125/150: japanischer City-Scooter aus Italien. Preis 3.299/3.399 €.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 4. Mai 2012 – 35

Der durchblicker.at ist Online-Makler und Vergleichsplattform und baut aus  Seite 39

25. April 2012 - 2. Mai 2012

Wochentop Wochenflop

Die Versicherungsberatungsfirma setzte 2011 dank Solvency II 47% mehr um Seite 40

honorare vdh macht stimmung mit app

Steuerschonend: Kunst, Gold, Fondspolizzen

ATX

ATX (Schluss 2.5.) 2.103,86

arithmetica wächst stark

© VDH

© J. Pletterbauer

web-makler durchblicker

© Arithmetica

financenet 0,31%

Do&Co 9,54% Zumtobel -4,59%

Top 5 ATX Prime Do&Co Palfinger Century Casinos BWT Scheller-Bleckmann

9,54% 8,00% 6,00% 4,80% 4,55%

Flop 5 ATX Prime Zumtobel Warimpex Österr. Post Agrana Strabag

-4,59% -4,49% -3,79% -2,20% -2,14%

DAX

DAX (Schluss 2.5.) 6.710,77

-0,03%

Wochentop Volkswagen Vz 12,84% Wochenflop Münchener R. -6,17% Top 5 DAX Volkswagen Vz Adidas Fresenius SE Beiersdorf BMW

12,84% 7,45% 4,84% 2,22% 1,99%

Flop 5 DAX Münchener Rückversicherung -6,17% Dt. Bank -6,08% BASF -5,95% MAN -3,79% Siemens -2,24%

inhalt

Capital:Markets > vestas schockt mit ­Gewinnwarnung

36

Fonds:Park > Pioneer Investments Austria sezt weiter auf Garantien 37 > Blackrock plant Produkt mit chinesischem Staatsfonds 37 Banking > BCG: Klassisches Investmentbanking ist passé 40 > Eurozone: Kreditvergabe lahmt, Sparquote steigt 40 Insurance:Watch > VBV erringt zum zweiten Mal ÖGUT-Gold  40

© Erste Bank; Ernst & Young/Andi Bruckner; Panthermedia.net/Ivan Mikhaylov

25. April 2012 - 2. Mai 2012

Steuerschlinge zieht sich zu Nur mehr wenige Investments sind von der Vermögenszuwachssteuer ausgenommen. Experten wie Thomas Wilhelm (re.) von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei Ernst & Young und Ronald Stöferle (Erste Bank) erklären, wie man steuerschonend agieren kann.  Seite 36


c a p i tal : m a r ke t s

36 – financenet

Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

kolumne

Wer greift das heiße Eisen an?

Vermögenszuwachssteuern Nach den gesetzlichen Änderungen gibt es weiterhin steuerfreie Anlagemöglichkeiten

Steuerfreie Ertragschance Fondsanlage im Versicherungsmantel bleibt steuerfrei – die Versicherer wittern verstärkten Absatz. zeigt die mittelfristige Analyse deutliche Steigerungen: in den Jahren 2000 bis 2010 plus 18,8% p.a., 2011 ein Plus von 12% und heuer schon eine Steigerung von 5%. Ganz allgemein hätten Edelmetallinvestements, vor allem in Gold und Silber, an breiter Akzeptanz gewonnen, so Stöferle.

kurt sattlegger

Vestas Wartung belastet

Hoher Verlust im Quartal

Kopenhagen. Beim dänischen Hersteller von Windanlagen, Vestas, reißt die Serie der Hiobsbotschaften nicht ab. Zum Jahresauftakt stand erneut ein dickes Minus in den Büchern. Der Verlust fiel dabei deutlich höher aus als von Experten erwartet. Auch der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück. Zudem müssen 376 Windräder des Typs V90-3.0 MW überprüft und möglicherweise noch einmal gewartet werden. Dies werde das Ergebnis mit bis zu 40 Mio. € belasten. Vestas prüft, ob ein Teil davon auf die Lieferanten abgewälzt werden kann. Und das US-Geschäft steht auf dem Prüfstand – die Entwicklung eines neuen Produkts geht langsamer vonstatten als geplant. So wies das EBIT in den ersten drei Monaten 2012 ein Minus von 245 Mio. € auf (viermal so viel wie im Gesamtjahr 2011). Dank Gewinnen aus Finanzgeschäften und Steuererträgen stand unter dem Strich ein Minus von 162 Mio. €. (ag/lk)

Vorteil für Zertifikate Noch eine Änderung sieht Wilhelm durch die neue steuerliche Situation: Zertifikate werden im Vergleich attraktiver. Ihre Erträge sind zwar von der Vermögenszuwachssteuer nicht ausgenommen, aber sie wird erst am Veranlagungsende

Steuerfreie Fondsgewinne Wie lassen sich hierzulande noch steuerfreie Erträge erwirtschaften? „Die Suppe wird langsam dünn“, meint Thomas Wilhelm, Steuerexperte bei Ernst & Young in Wien. Eine Möglichkeit, aus Aktien und Anleihen zu profitieren, ohne dafür Steuer zu zahlen, blieb aber unangetastet: Fondsgebundene Lebensversicherungen. Die Erträge bleiben in allen Phasen und auch bei der Auszahlung am Ende der Laufzeit von der Vermögenszuwachssteuer verschont, und zwar auch dann, wenn man während der Laufzeit das Investement umschichtet. Die Ersparnis gegenüber einer eigenen Fondsveranlagung kann daher beträchtlich sein. Es fällt lediglich die altbekannte „Eintrittsgebühr“ in Form der vierprozentigen Versicherungssteuer an. Voraussetzung für die steuerschonende Fondsveranlagung: Es braucht einen Versicherungsmantel mit mindestens 5% Versicherungskomponente. Einen Wermutstropfen mutet der Gesetzgeber aber auch hier zu: Die Mindestbindefrist wurde von 10 auf 15 Jahr erhöht. „Man erkauft sich die Steuerfreiheit durch eine sehr lange Laufzeit“, so Wilhelm. Trotzdem ist das ein klarer Vorteil für Lebensversicherungen, die ja in letzter Zeit nicht im Ruf berauschender Rendite standen. Dies soll nun nicht dazu verleiten, die Verwaltungsgebühren bei Polizzen ganz außer Acht zu lassen. Die Versicherer reagieren bereits: Skandia Austria bewirbt sein Produkt „Grand Select“ offensiv mit dem Steuerargument. Geboten wird die Auswahl und der freie Wechsel bei mehr als 130 Fonds. Die Kosten sollen erst bei der Auszahlung fällig werden, was zu Beginn hohe Fondswerte ermöglichen soll, meint Michael Witsch, Vertriebsleiter bei Skandia. Neben den Versicherern werden wohl auch jene Branchen profitieren, die physische Wertgegenstände anbieten: Uhren, Schmuck, Autos, Wein und natürlich Kunst. Hier gilt weiterhin eine einjährige Spekulationsfrist, danach sind Wertsteigerungen steuerfrei, erklärt Wilhelm.

Kunst: Bewusste Investoren Es sind dies Anlageformen, die seit der Finanzkrise ohnehin schon erhebliche Steigerungen verzeichnet haben. So verzeichnet das Kunst-Auktionshaus Kinsky in Wien laut Sprecherin Iris Gradenegger „seit Lehmann Brothers Höchstrekorde“ bei den Auktionen. Spätestens mit 2009 seien die Umsätze gestiegen, neue Käuferschichten tauchen auf. Besonders gefragt sei zeitgenössische Kunst, Käufer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren schlagen hier zu. Dabei falle auf, dass sich

„Fondsveranlagungen, die in einem Versicherungsmantel stecken, profitieren von der neuen steuerlichen Situation.“ Thomas Wilhelm Ernst & young

Profiteure: Kunsthandel, Edelmetallinvestments, Zertifikate, Geschlossene Fonds.

die Kunden vermehrt zuerst darüber informierten, welche Maler ein besonderes Wertzuwachspotenzial haben und sich dann ein Bild des Künstlers aussuchen, das ihnen gefällt. Also nicht mehr reine Kunstsammler und -liebhaber, sondern bewusste Investoren.

Edelmetalle locken Kunden Auch bei Edelmetallen hat „das generelle Interesse in den letzten Jahren stark zugenommen“, beobachtet Erste Group Analyst Ronald Stöferle. Auch hier ändert sich das

fällig. Bis dahin kann – anders als bei individueller Veranlagung – innerhalb eines aktiv gemanagten Zertifikats die Veranlagung immer wieder geändert werden, ohne dass jeweils Steuer auf die Gewinne anfällt. Dadurch kann der Gewinn am Ende höher sein, weil mehr Kapital in der Ansparphase zur Verfügung steht. Und schließlich könnten Geschlossene Immobilienfonds profitieren: Durch Doppelbesteuerungsabkommen sind weite Teile der Gewinn hierzulande steuerfrei.

Kundenverhalten: „Es geht weg von prozyklischen Panikkäufen, hin zu sukzessiver Akkumulation, durchaus im Sinne des Sparens.“ Das heißt, die Kunden – in diesem Bereich eher die älteren Generationen – begreifen Gold und Silber als Langzeitinvestement. „Es kommt ein Versicherungsaspekt zum Tragen, den hat es vor ein paar Jahren in diesem Bereich nicht gegeben“, meint Stöferle. Und die Aussichten bleiben ja nicht schlecht. Obwohl etwa Gold von seinen Höchstkursen im letzten Jahr einiges nachgegeben hat,

Standard Life YouGov-Studie: „Befragte von Performance enttäuscht“

„Die klassische LV ist ein Auslaufmodell“

Wien. Die klassische Lebensversicherung ist einer Studie zufolge ein Auslaufmodell. 63% von rund 1.000 befragten Österreichern sind überzeugt, dass eine klassische Lebensversicherung nicht für die Vorsorge ausreicht, ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov AG im Auftrag des britischen Lebensversicherers Standard Life. Das Vorsorgeprodukt sei jahrzehntelang aufgrund der Garantien ein gefragtes Instrument zur finanziellen Absicherung gewesen. Der garantierte Rechnungszins sinke jedoch seit Jahren kontinuierlich und betrage seit April 2011 nur noch 2,0 Prozent.

Funktionsweise von Lebensversicherungen unklar Von der Performance der Vorsorgeprodukte sind die Österreicher ebenfalls enttäuscht. 40% der Befragten haben mit einer höheren Wertentwicklung ihrer Altersvorsorgeprodukte gerechnet. 34% zeigen sich mit der Performance größtenteils zufrieden, positiv überrascht ist hingegen nur ein Prozent. Sieben Prozent kennen die Wertentwicklung nicht; das wird darauf zurückgeführt, dass sich die Mehrheit der Österreicher ungern mit ihrer Zukunftsabsicherung auseinandersetzt. Im Hinblick auf ihre persönliche Altersvorsorge sind die Befragten verunsichert: 31% wissen nicht, ob sie im Alter finanziell abgesichert sein werden, zuversichtlich gaben sich 28%. Vielen sei auch die genaue Funktionsweise von Lebensversicherungen unklar, meint Sven Enger, CEO Standard Life Deutschland & Österreich. Standard Life bietet die neue Fondspolizze „Maxxellencxe Invest“ an. Mit dem „Capital Security Management“ werde anhand eines Trendfolgesystems das Portfolio auf Einzelfondsbasis analysiert. So könne man dann auch auf kostspielige Garantien verzichten.  (ag/lk)

© Standard Life/APA-Fotoservice/Rastegar

V

iel ist derzeit von der gesellschaftspolitischen Aufgabe der Versicherungungen die Rede. Interessanterweise kommen Redebeiträge dazu in erster Linie von den Assekuranzen selbst. Jüngstes Beispiel: Die britische Standard Life, die auch hierzulande aktiv ist. Man wolle auf die drohende Altersarmut aufmerksam machen – und ihr entgegenwirken. Die Botschaft wird freilich nicht ganz uneigennützig verbreitet. Aber einiges gilt es aufzugreifen – dies geht vor allem an Menschen in politischen Funktionen: Laut Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov AG unter der heimischen Bevölkerung ab 18 Jahren würden mehr als 45 Prozent auf das Auslangen der zu erwartenden Pension vertrauen und erst dann mehr investieren, wenn das Pensionsalter näherrückt. Schlechte Strategie: Denn dann ist es oft zu spät, mit den erzielbaren Prämienzahlungen oder Sparraten noch eine vernünftige Summe hinzubekommen. Eine staatliche Einheitsrente, wie sie in Deutschland diskutiert werde, sei nicht finanzierbar, so Standard Life. Und: Viele Menschen wüssten nichts mit der Demografiefrage (zu wenige Beitragszahler für zu viele Pensionsbezieher) anzufangen. Transprarenz, Wahrheit tun bitter Not. Dies geht an die Adresse aller: an die Politik und die Versicherer (Stichwort Kosten; siehe dazu auch S. 38).

© APA/Christoph Griessner

LINDA KAPPEL

Wien. Neue Immobiliensteuer, generelle Besteuerung von Aktiengewinnen: So ziemlich alle Einkunftsmöglichkeiten sind jetzt steuerpflichtig. Die Ausnahmen sind überschaubar, aber interessant: einerseits physische Gegenstände, andererseits könnte eine Branche von den Veränderungen profitieren: die Versicherer.

Standard Life-Manager Sven Enger, Bernhard Fasching und Claus Mischler.


f o n d s : pa r k

Freitag, 4. Mai 2012

financenet – 37

financenet@medianet.at

Pioneer Investments Austria Unternehmensanleihenfonds stärker gefragt; längerfristig steigende Nachfrage nach Fondssparplänen erwartet

„Trend zu Garantiefonds hält an“ Wien. „Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat zweifellos dazu geführt, dass bei sehr vielen Anlegern das Bewusstsein über mögliche Risiken bei der Veranlagung gestiegen ist. Es werden – noch mehr als früher – Veranlagungen mit möglichst geringem Risiko nachgefragt. Dem tragen wir unter anderem dadurch Rechnung, dass wir derzeit gerade wieder einen neuen Garantiefonds auflegen“, erklärt Werner Kretschmer, CEO Pioneer Investments Austria (PIA). Der neue PIA Garantiebasket kann während der Zeichnungsfrist bis Mitte Juni erworben werden. Die Kombination aus „interessanten Ertragschancen und dem ,Sicherheitsnetz‘ einer Kapitalgarantie bei überschaubarer Laufzeit erfreut sich ungebrochener Beliebtheit“, heißt es bei PIA. Das Bedürfnis nach möglichst großer Sicherheit in der Veranlagung werde noch lange bestehen bleiben,

Blackrock Fonds mit CIC

Pakt mit China

San Francisco/Peking. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock plant gemeinsam mit dem Staatsfonds China Investment Corp (CIC) die Gründung eines Fonds, um gemeinsam in der Volksrepublik und auch außerhalb des Landes zu investieren. Die beiden Fonds sollen, anfänglich vor allem in chinesische Unternehmen investieren, die ihre Produkte auch in China verkaufen, zitiert die Agentur Bloomberg einen Insider. Eine andere Insiderquelle, din in der Financial Times zitiert wird, spricht davon, dass ein weiterer Fokus des Fonds auf Firmen außerhalb von China gerichtet ist, die Technologien und Ressourcen besitzen, die nützlich für das Land sind. Geführt werden soll das Gemeinschaftsunternehmen von Liu Erfei, bisher bei der BoA-ML. (red)

Templeton CEE günstig

Europa-Aktien

© Franklin Templeton

London. Europäische Aktien stellen gerade wegen der Staatsschuldenkrise eine gute Kaufgelegenheit dar. Davon geht Mark Mobius, Executive Chairman der Templeton Emerging Markets Group, aus. „Wir bauen die Zukäufe bei diesen Aktien aus“, sagte er gegenüber Bloomberg. Aktuell würden sich vor allem in den Schwellenmärkten in CEE günstige Chancen bieten. Der MSCI Emerging Markets Europe Index weist ein KGV von 6 auf, der MSCI EM Index 10,5. (red)

Mobius: „Europa-Aktien wegen der Schuldenkrise gute Kaufgelegenheit“.

erwartet Kretschmer. Die Suche nach interessanten Erträgen mit möglichst überschaubarem Risiko habe aber auch zu verstärkter Nachfrage nach Fonds geführt, die in Unternehmensanleihen investieren. Der PIA Euro Corporate Bond war zuletzt von Morningstar sowohl in Deutschland als auch in Österreich als bester Fonds seiner Kategorie ausgezeichnet worden, betont Kretschmer. Vielen Anlegern erscheine das Risiko in dieser Assetklasse vertretbar, jedenfalls in Form von Fonds, bei denen durch Streuung das Risiko reduziert werde. Schon seit Längerem fährt die

UniCredit-Tochter bei den Vertriebspartnern das Konzept der Schwerpunktfonds für Retailanleger. Dabei handelt es sich um eine Auswahl von fünf bis sechs Fonds aus der Fondspalette, die für besonders interessant gehalten werden. Diese Fonds werden besonders intensiv mit Informationsunterlagen serviciert. Die Fondsauswahl werde regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Damit erhalte man eine übersichtliche und kompakte Grundlage für Entscheidungen bei der Veranlagung; mit den Fonds können individuell gewichtete Kundenportfolios zusammengestellt werden.  (lk)

© Pioneer Investments Austria

Neuer PIA-Garantiebasket der UniCredit-Tochter in der Zeichnungsphase.

W. Kretschmer: „Langfristig hohes Potenzial sehen wir auch bei Emerging Markets.“


f i n a n z di e n s t l e i s t e r

38 – financenet

Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

Zwei Superior-Fonds unter den Besten Wien. Mit dem „Superior 2 – Ethik Mix“ an zweiter Stelle und dem „Superior 3 – Ethik“ an zehnter Stelle finden sich gleich zwei Fonds aus der Superior-Fondsfamilie der rein nachhaltig orientierten Schelhammer & Schattera KAG unter den zehn besten nachhaltigen Mischfonds Deutschlands im 1. Quartal 2012. Dies berichtet „ecoreporter.de“ in seinem jüngsten Newsletter. (red)

Indonesiens Haushalt im Gleichgewicht

Falle: Unkalkulierbarkeit

Umstellung auf Honorarberatung käme allen Beteiligten zugute; Produktgeber beginnen umzudenken. Wien. Auf die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit der Honorarberatung für Vermögensberater weist Dieter Rauch, Geschäftsführer des Verbund Deutscher Honorarberater (VDH), hin. Der VDH ist seit einiger Zeit auch in Österreich in Sachen Honorarberatung aktiv. Leiterin der Partnerbetreuung des VDH, Verbund der Honorarberater Österreich, ist Claudia Hiergeist. Gemäß einer Umfrage aus dem Vorjahr unter deutschen und österreichischen Finanzberatern kommen diese auf einen durchschnittlichen Stundensatz auf den Gesamtprovisionsumsatz, den sie erbringen, von 61 €. Sie bräuchten aber mehr als das Doppelte, rechnet Rauch vor. Mit einem Deckungsbeitrag über alle Kundenschichten von 146 € gehe sich lediglich eine halbe Stunde Beratung je Kunde im Jahr aus. Rauch: „Das ist der Grund, warum Provisionsberater neue Produkte verkaufen müssen.“

Kennzahlen-Kalkulator Bei einer durchschnittlichen Abschlussprovision von 1.509 € müsse mit dem Neugeschäft auch die Betreuung des Bestandskundenstocks mitverdient werden. „Das heißt: Nicht die Qualität führt zu einem schlechten Beratungsergebnis, sondern der wirtschaftliche Druck“, so Rauch. Die provisionsbasierte Vermittlung von Finanz-

schub bei den Produkten bringen, sind Rauch und Hiergeist überzeugt. Denn bei zwei gleich guten Produkten würde nicht mehr jenes empfohlen, wo mehr Provision herausschaut, sondern das passendere für den Kunden. Sie orten eine zu-

„In der Regel führt nicht die Beratungsqualität zu einem schlechten Ergebnis, sondern der wirtschaftliche Druck.“ dieter rauch geschäftsführer vdh

Rauch: „Auf dem Handydisplay sieht der Verbraucher die Durchschnittsprovisionen.“

produkten lohne sich in den meisten Fällen weder für den Kunden noch für den Vermittler. Ein vom VDH eigens entwickelter Kalkulator gebe anhand der anonymen Eingabe der UnternehmensKennzahlen Beratern eine aussagekräftige Auswertung ihrer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung. Zudem sehen Rauch und Hiergeist bei Provisionsberatern vielfach mangelhafte Kenntnis über ihre Produktivität; diese werde

häufig zu hoch eingeschätzt. Der Vorteil der Honorarberatung: „Der Berater weiß, wie hoch sein Erlös im Jahr ist.“ Denn während der Honorarberater bei jeder Beratungstätigkeit nach Aufwand vergütet wird, ist dies beim Provisionsberater bis zu einem etwaigen Abschluss noch ungewiss, der betriebswirtschaftliche Apparat sei unkalkulierbar. Die Abschaffung von Provisionen würde gleichzeitig einen Qualitäts-

sehende Bereitschaft bei den Produktgebern, umzudenken. Beratern stellt der VDH eine neue, kostenlose App für iPhone und iPad zur Verfügung. Damit ließe sich beim Kunden zeigen, dass die vorgeblich kostenlose Finanzberatung bei Provisionsberatung eben nicht kostenlos ist. Am Handydisplay sieht der Verbraucher den Branchen-Durchschnittswert der entsprechenden Abschlussprovision für alle Arten von Produkten.

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Demner, Merlicek & Bergmann

Den Haag/Jakarta. Indonesien ist eines der wenigen Schwellenländer, das sich fallweise einen wirtschaftspolitischen Patzer leisten kann, meint MaartenJan Bakkum, Global Emerging Markets-Stratege bei ING IM, in einem Marktkommentar. Das Parlament in Jakarta habe gegen eine Erhöhung der Benzinpreise gestimmt. Mit der Anhebung sollte das Haushaltsdefizit unter dem gesetzlichen Schwellenwert von drei Prozent gehalten und mehr Spielraum für Infrastrukturinvestitionen geschaffen werden. Das Nein erfolgte seitens der Opposition, die wohl schon Wahlkampf betreibe. Während andere Schwellenländer mit hohen Haushaltsoder Leistungsbilanzdefiziten kämpfen, sei Indonesiens Volkswirtschaft im Gleichgewicht.

VDH Provisionsbasierte Vermittlung lohnt sich nicht; neue App soll Vergleichbarkeit mit Provisionsberatung herstellen

© VDH

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Freitag, 4. Mai 2012

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financenet â&#x20AC;&#x201C; 39

financenet@medianet.at

durchblicker.at 250.000 Personen vergleichen jeden Monat die Preise und Konditionen von Versicherungen und Energieanbietern

Plattform wird weiter ausgebaut Vergleichs- und Maklerportal plant Erweiterung um Angebote aus der Banken- und Telekombranche. Wien. Seit der GrĂźndung im Februar 2010 hat sich die Plattform www.durchblicker.at stark am Markt etabliert. 250.000 Privatpersonen lassen sich dort jeden Monat die gĂźnstigsten Angebote in verschiedenen Versicherungssparten berechnen oder den billigsten Strom- oder Gasanbieter ermitteln. Und nicht wenige schlieĂ&#x;en Ăźber die Plattform auch gleich ihren Vertrag ab.

Plattform und Makler durchblicker.at versteht sich als Preisvergleichsplattform, die helfen soll, die Fixkosten zu senken, erklärt GeschäftsfĂźhrer Reinhold Baudisch. Allerdings kann man Ăźber die Plattform auch gleich den Vertrag abschlieĂ&#x;en â&#x20AC;&#x201C; Durchblicker tritt dann als Makler auf. Wie viele Kunden dann auch wirklich abschlieĂ&#x;en, mĂśchte Baudisch nicht sagen, nur so viel: â&#x20AC;&#x17E;Es ist ein niedriger Prozentwert der Vergleichsrechnungen.â&#x20AC;&#x153; Gemessen an der hohen monatlichen Berechnungszahl, sollte das doch einen erklecklichen Wert ergeben.

einem 23-Jährigen keine Kfz-Versicherung zu verkaufen, aber eben bei Weitem nicht in allen Fällen. Oder: Ist es wirklich klug, Kaskoversicherungen nur fßr sehr junge Autos anzubieten, wenn man damit ein Marktsegment liegen lässt? Geboten werden Vergleiche neben dem gefragtesten Bereich Kfz auch in den Sparten Haushalt, Rechtsschutz, Leben und Fahrrad. Weitere Angebote im Versicherungsbereich sind geplant.

Bausparen bricht ein Auch Bausparprodukte sind ßber Durchblicker erhältlich und hier

sieht Baudisch eine recht dramatische Entwicklung: Während die Anbieter nach Kßrzung der Bausparprämie von einem Rßckgang von 20% sprächen, verzeichnet die Plattform einen Rßckgang von 75% bei den Berechnungen der Interessierten.

Informationsmittel Die MĂśglichkeiten, die die Plattform bietet, wĂźrden inzwischen in der Branche rege genĂźtzt, meint Baudisch. Einerseits wĂźrden viele Kunden eben nicht Ăźber die Plattform abschlieĂ&#x;en, sondern mit dem Angebot beim Versiche-

rer auftauchen, â&#x20AC;&#x17E;oder sie gehen in die nächste Zulassungsstelle und kaufen dasâ&#x20AC;&#x153;. Andererseits gebe es auch Hinweise, dass gewerbliche Anbieter Durchblicker nutzen, um einen Ă&#x153;berblick Ăźber den Markt zu gewinnen: â&#x20AC;&#x17E;Das dĂźrfte in einigen Bereichen schon Standard seinâ&#x20AC;&#x153;, meint Baudisch.

Expansion in Bankenbereich Die Plattform wird weiter ausgebaut. In absehbarer Zeit sollen auch Angebote aus dem Bankenund Telekombereich vergleichbar sein. Ein Zinsen-Vergleichsrechner sollte bald online gehen.

Š Jßrgen Pletterbauer

kurt sattlegger

Reinhold Baudisch, Geschäftsfßhrer von durchblicker.at.

Versicherungsberatung Das ist denn auch die eine Einkunftsart des Geschäftsmodells, so Baudisch. Man sieht sich aber auch als Dienstleister fĂźr Versicherungen: â&#x20AC;&#x17E;Wir sammeln viele Daten Ăźber unsere Kunden und kĂśnnen Anbieter daher beraten, wie sie sich attraktiver darstellen kĂśnnen und welche Produkte funktionieren und welche nichtâ&#x20AC;&#x153;, so Baudisch. Etwa indem man noch etwas Rabatt gibt oder nicht mutwillig Kundenbereiche ausschlieĂ&#x;t: â&#x20AC;&#x17E;Versicherer schenken viele Kundenkontakte und AbschlussmĂśglichkeiten her, indem sie zu restriktive Annahmekriterien habenâ&#x20AC;&#x153;, meint Baudisch. So gebe es in manchen Fällen durchaus gute GrĂźnde,

Kredite Trotz Geldspritzen

Vergabe lahmt

Berlin/Frankfurt. Trotz der Geldspritzen der EZB kommt die Kreditvergabe in der Euro-Zone nicht in Schwung. Die Banken vergaben im März nur 0,6% mehr Darlehen an Firmen und Privathaushalte als im Vorjahr. Im Februar erreichte das Plus noch 0,8%. Der Grund fĂźr die schwache Zunahme ist nach Expertenmeinung die geringe Nachfrage. â&#x20AC;&#x17E;Viele Haushalte, aber auch Firmen halten sich zurĂźckâ&#x20AC;&#x153;, sagt Peter Vanden Houte von Global Economics ING.  (ag)

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Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

BCG-Studie empfiehlt Umdenken Die meisten Investmentbanken erzielen nur noch halb so viel Rendite wie früher

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Investmentbanker: Gute, alte Zeit endgültig passé

Recommender-Gala am 22. Mai 2012

Wien. Makroökonomische Unsicherheit, neue Kapitalauflagen und negative Berichterstattung haben das Investmentbanking stark beeinträchtigt. Um Erträge und Renditen wieder auf Vorkrisenniveau zu steigern, müssen sich Investmentbanken entscheiden, welche Aktivitäten sie zukünftig verfolgen wollen – und zugleich einen stärkeren Fokus auf die Bedürfnisse ihrer Kunden legen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Tough Decisions and New Directions: Global Capital Markets 2012“ der Boston Consulting Group (BCG). Die meisten der führenden Investmentbanken erzielen heute eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) von sieben bis zehn Prozent – das entspricht der Hälfte des historisch erreichten Niveaus und der von Investoren langfristig erwarteten Werte, so BCG.

Wien. Die Kundenbefragung für den „Recommender Award 2012“ ist abgeschlossen und ausgewertet – nun lädt der Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) zur Präsentation der Sieger auf der Recommender-Gala am 22. Mai. Der Recommender misst die Weiterempfehlungsbereitschaft der österreichischen Bank-, Versicherungs- und Bausparkassenkunden. Heuer erfolgt die Wertung erstmals auf Basis von 7.000 Interviews, durchgeführt im 1. Quartal 2012 vom Marktforschungsinstitut Telemark Marketing. Die großflächige Erhebung erlaubt es dem FMVÖ bereits das 6. Mal, die besten Banken und Versicherungen sowie die beste Bausparkasse in sechs Kategorien auszuzeichnen. Verbunden damit ist die Vergabe des Gütesiegels. (red)

Die Durststrecke Eine Rückkehr zu Eigenkapitalrenditen von 15% oder mehr sei nur dann möglich, wenn die Banken geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihre Erträge zu steigern, Kosten zu kontrollieren und ihre Kapital- und Liquiditäts­mittel genauer zu steuern. „Wir gehen davon aus, dass alle Investmentbanken, unabhängig von ihrer Größe, der regionalen Aufstellung und Ausrichtung, ihre Profitabilität und Eigenkapitalrendite wiedererlangen können – trotz der enormen Herausforderungen, die sie bewältigen müssen”, sagt Robert Grübner, BCG-Partner und Mitautor der Studie. „Doch nicht alle Marktteilnehmer werden sich behaupten können. Es gilt, klare Entscheidungen hinsichtlich Kunden, Märkten, Assetklassen und Produktportfolios zu treffen.”

MBA: Retail in Banking and Financial Industry Wien. Die Ama Graduate School der Universität Bologna und die UniCredit laden am 7. Mai um 17 Uhr in die Bank AustriaFiliale Wien, Stephansplatz 2, zur Präsentation des MBALehrgangs „Retail in the Banking and Financial Industry“, der heuer zum 5. Mal stattfindet. Dabei stehen hochkarätige Ansprechpartner wie UniCredit-Generaldirektor Roberto Nicastro zur Verfügung. (red)

VBV erringt zum 2. Mal Gold bei der ÖGUT

Investmentbanker-Mekka Wall Street: „Können nicht länger in allen Bereichen aktiv sein, wie es früher häufig der Fall war.“

Investmentbanken müssen zunächst die Segmentierung ihrer Kundengruppen und das Volumen, das sie in den kommenden Jahren anstreben, definieren. Nach den Ergebnissen der Studie werden künftig rund 70% des Handels­ volumens elektronisch von Flow Providers abgewickelt; diese können durch Skaleneffekte eine Profitabilität erzielen, die fast wieder auf Vorkrisenniveau liegt. 20% des Handelsvolumens werden von Relationship Experts getrieben – Banken, die ihre Organisation angepasst haben, um sich voll auf die Kunden­bedürfnisse zu konzentrieren. Dazu zählen Handelsaktivitäten, die weiterhin manuell durchgeführt werden müssen. Die übrigen zehn Prozent

© VBV-Mitarbeitervorsorgekasse

Die neue Konkurrenz Laut BCG-Studie werden darüber hinaus zwei weitere Ansätze an Bedeutung gewinnen: Category Killers, wie z.B. Hedgefonds, die direkt mit Principal Traders hinsichtlich High-Alpha-Anlagestrategien in Konkurrenz treten, sowie führende Energieunternehmen, die mit Rohstoffen handeln. Versorger, die sich auf Bereiche wie ClearingServices, Backoffice-Funktionen oder Risiko­modellierung fokussie-

Zuwächse 47,35 Prozent mehr Umsatz für Berater

Luxemburg/Brüssel. Die Sparquote der privaten Haushalte in der Eurozone ist im vierten Quartal 2011 auf 13,7% gestiegen. Im dritten Quartal hatte sie 13,5% betragen. In der EU27 ist die Sparquote noch deutlicher nach oben gegangen – von 11,2 auf 11,8%, geht aus den jüngsten Daten von Eurostat hervor. Die höchste Sparquote im Euroraum seit 2000 hatte es im ersten Quartal 2009 mit 15,9% gegeben. Danach ging es bergab bis auf 13,5% im vierten Quartal. Seitdem

Wien. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 unterstrich die Rolle der arithmetica als führender Dienstleister in der Versicherungs- und finanzmathematischen Beratungsbranche: Das Tochterunternehmen der Wiener Städtische Versicherung AG konnte den Umsatz im vergangen Jahr um 47,35% steigern und somit den positiven Trend der letzten Jahre fortsetzen.

hat sich die Lage wieder stabilisiert bzw. leicht gebessert. In der EU-27 war im letzten Jahrzehnt im zweiten Quartal 2009 mit 13,9% der Höchstwert erreicht worden. Bis zum dritten Quartal 2011 ging es bis auf 11,2% bergab, nun ging es wieder aufwärts. Das real verfügbare Einkommen nahm dagegen im Euroraum im vierten Quartal 2011 um 0,4% ab. Da die realen Konsumausgaben um 0,7% sanken, kam es zu einer Erhöhung der Sparquote. (ag)

© Birgit H./pixelio.de

Wien. Die Vorsorgekasse AG (VBV) erhielt zum 2. Mal in Folge das Nachhaltigkeitszertifikat „Gold-Standard“ der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT). Dies bestätige die Vorbildfunktion in Nachhaltigkeit und Umweltschutz. „Wir tragen hohe Verantwortung für unsere Kunden und setzen seit unserer Gründung auf eine nachhaltige, auf Sicherheit und Stabilität ausgerichtete Veranlagungsstrategie“, so Vorstand Heinz Behacker. Entscheidend für die Auszeichnung waren die vorbildliche und transparente Kommunikation, die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit im Veranlagungskonzept und deren Umsetzung, heißt es.

ren, werden Teile der Wertschöpfungskette übernehmen. „Wenngleich keiner dieser Ansätze für sich genommen innovativ ist, können Banken nicht länger in allen Bereichen aktiv sein, wie es früher häufig der Fall war. Sie müssen sich entscheiden, welches Geschäftsmodell sie primär verfolgen wollen”, so BCG-Partner Grübner. Investmentbanken können eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um ihre Erträge zu steigern, z.B. durch eine kundenfokussierte Strategie, indem sie das Potenzial schnell wachsender Märkte nutzen oder indem sie ihre Kernkompeten­ zen in aussichtsreichen Bereichen stärken. Auch Kostensparen und Entschuldung stehen auf der Liste der Maßnahmen weit oben. (gst)

Mehr gespart Sparquote in Eurozone stieg auf 13,7%

Weniger reale Konsumausgaben

VBV-Vorstandschef Heinz Behacker: „Wir tragen Verantwortung.“

werden auf Principal Traders entfallen, die bereit sind, signifikante und langfristige Risiken zu tragen; sie werden Transaktionen vorwiegend illiquider Vermögenswerte übernehmen.

Eurozone: Die Sparquote steigt, aber das real verfügbare Einkommen sinkt.

arithmetica profitiert von Solvency II nie, die 2013 in Kraft treten soll. „Das Thema ‚Solvency II‘ beschäftigt natürlich die Unternehmen. Je näher der Roll-out Termin kommt, desto eher setzen sich unsere Kunden mit der Umsetzung auseinander. Das nächste Jahr wird spannend und herausfordernd“, so Krischanitz. Betriebliche Altersvorsorge und die Sparte „pensions“ blieben auf dem Vorjahresniveau, heißt es weiter. (red)

„Große Herausforderung“ Christoph Krischanitz, Geschäftsführer der arithmetica: „2011 war für die österreichische Wirtschaft wieder eine große Herausforderung. Schuldenkrise und hohe Spannungen am Finanzmarkt prägten die vergangenen Monate. Die Unternehmen erkennen in solchen Zeiten den Wert von qualitativer und hochwertiger Beratung. Daher konnten wir unsere Position weiter untermauern und ein großes Wachstum verzeichnen.“ Besonders die Sparte „insurance“ konnte mit einem Zuwachs von 103% die größte Umsatzsteigerung erzielen, heißt es. Der Grund dafür ist die neue Solvency II-Richtli-

© Arithmetica

FMVÖ-Vizepräsident Josef Redl lädt zur „Recommender-Gala 2012“.

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

© FMVÖ/Kurt Keinrath

Neue Krisen und neue Konkurrenten drücken auf Erträge – neuer Fokus und Kostensparen nötig.

Christoph Krischanitz, Chef der Wiener Städtische-Tochter arithmetica.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 4. MAI 2012 – 41

© Sabine Sommer

die big hat es nicht eilig

Beim staatlichen Immo-Riesen steht keine Privatisierung unmittelbar an  Seite 44

© Peter Schmidt

financenetreal:estate mächtige ratingagenturen

Expertendiskussion beim 10. Finance & Ethics Kongress über Ratingagenturen  Seite 46

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Fertigteilhäuser wieder im Aufwärtstrend

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IMMO-AGS

IATX (Schluss 2.5.) 148,92 Wochentop Wochenflop

© Archiv ELK Fertighaus; Kreutzer Fischer & Partner; Griffnerhaus

25. April 2012 - 2. Mai 2012

1,21%

CA Immo 4,32% Warimpex -4,49%

CA Immobilien Anlagen S Immobilien  conwert  Immofinanz Atrium Warimpex

4,32% 1,63% 0,63% 0,57% -0,66% -4,49%

IMMO-FONDS

Erstmals seit drei Jahren wächst der Markt wieder Laut Marktbeobachter ­Andreas Kreutzer (li.) stieg die Nachfrage nach Fertighäusern in 2011 gegenüber 2010 um sechs Prozent. Vor allem Passivhäuser waren gefragt, bestätigt die ELK­Gruppe, Thomas Lenzinger (GriffnerHaus) setzt auf Energiemanagement. Seite 42

1-Monats-Performance (per 2.5.) Monatstop DWS Invest RREEF 5,37% Monatsflop EasyETF EPRA € -3,38% Top 5 Immofonds DWS Invest RREEF AsPac. Real5,37% E&G Fonds Property Asia 5,22% First State Global Property 5,15% Nordea 1 Global Real Estate 4,91% Lacuna US REIT 4,71% Flop 5 Immofonds EasyETF EPRA Eurozone ESPA Stock Europe-Property AXA Aedificandi D Dis  3 Banken Immo Strategie iShares FTSE/EPRA Europe

Gagfah Käufer für 38.000 Wohnungen gesucht

Paketverkauf in Dresden als Option

-3,38% -3,38% -3,18% -2,89% -2,46%

© Bildpixel/pixelio.de

25. April 2012 - 2. Mai 2012

CERX (Schluss 2.5.) 415,5

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Gagfah hatte sich 2006 verpflichtet, 35.000 Einheiten 10 Jahre zu halten.

Mühlheim/Dresden. Die dem US-Finanzinvestor Fortress gehörende deutsche Immobilienfirma Gagfah erwägt den Verkauf aller ihrer Wohnungen in Dresden. Entsprechende Medienberichte bestätigte das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage. „Wir bewirtschaften, kaufen und verkaufen Wohnungen, das ist ein ganz normales Business. Verkauf ist immer und überall eine Option“, hieß es. Dem Vernehmen nach ist die Investmentbank Leonardo mit der Suche nach einem Käufer der rund 38.000 Wohnungen, die mit knapp 1,8 Mrd. € in den Büchern stehen, beauftragt. Der Dresdner Stadtrat muss noch zustimmen.

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Zufriedenheit durch Qualität! Wir sind eine Immobilienmaklerkanzlei mit Sitz in der schönen Weinstadt Retz. Mit dieser Philosophie gelingt es Geschäftsführer Martin Hauer, seine Kunden zu überzeugen. Dem Tätigkeitsbereich unterstehen unter anderem die Vermittlung und Bewertung von Wohn- und Geschäftsimmobilien im Umfeld von WienKO-Stockerau bis ins nördliche Weinviertel nach Retz.

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Bei einem Verkauf bzw. Kauf ist es wichtig, einen erfahrenen, kompetenten und seriösen, behördlich konzessionierten Immobilienmakler für seine Immobilie zu beauftragen.

Marktanalyse der Fertighausbranche Nach drei negativen Jahren wächst die Fertighausbranche wieder

Fertighäuser sind zurück Fertighausquote zwar nur bei 25 Prozent, aber Passivhäuser werden zunehmend wichtiger Motor. Wien. Nach drei Jahren mit rückläufigen Verkaufszahlen, befeuert von einer rasch wachsenden Anzahl von Baubeginnen bei Ein- und Zweifamilienhäusern, drehte der Markt für Fertighäuser 2011 endlich wieder auf Wachstumskurs. Die Nachfrage wuchs um +6,3% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 4.168 Häuser. Dies ergibt die aktuelle Marktanalyse von Kreutzer Fischer & Partner. Im Gegensatz zum Fertighaus-Verband erfasst diese ausschließlich Ein- und Zweifamilienhäuser, die auf Grundstücken der Bauherren errichtet werden, also keine Reihenhäuser oder Bauträger-Projekte und keine Objektgebäude (Mehrfamilienhäuser, Nicht-Wohnbau).

Quote erreicht Tiefpunkt Nichtsdestotrotz sank die Fertighausquote nach neuer Berechnungsart auf 25,7%, den niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Bislang stellte die Fertighausquote den Anteil der Fertighäuser an den Baubeginnen von Ein- und Zweifamilienhäusern insgesamt dar. Infolge der steigenden Bedeutung von Reihenhäusern, vor allem aber von Bauträgerprojekten (Ein- und Zweifamilienhäuser auf Bauland des Bauträgers) werden diese von nun an vor Berechnung der Quote zum Abzug gebracht. Demnach stieg die Anzahl der Baubeginne von Einfamilien- & Zweifamilienhäusern im Jahr 2011 um 10,5% im Vergleich zu 2010. Gleichzeitig wuchs aber auch der Anteil von Reihenhäusern und von Bauträgern errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern von 14,6% auf 15,9% aller Baubeginne. Der „freie“ Häuslbauer-Markt wuchs daher etwas langsamer als die Baubeginne insgesamt um 8,8% gegenüber 2010 auf 16.221 Häuser. Verantwortlich für die anhaltend rückläufige Fertighausquote sei zum einen die in den letzten Jahren steigende Bedeutung von handwerklich errichteten Einfamilienhäusern, entweder als Massivbau oder in Holzbauweise mit einem mehr oder weniger geringeren Grad der Vorfertigung, als dies

© Archiv ELK Fertighaus

Makler der Woche: IMMOPLEX

Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Fischer & Partner: „Passivhäuser sind eine Chance für die Fertighausindustrie.“

die einschlägige Norm definiert. Dies allein mit einem steigenden Bedürfnis nach Individualität der Bauherren zu erklären, greift jedoch zu kurz, bauen doch praktisch alle Fertighausanbieter auch nach individuellen Plänen. „Vielmehr ist dies eher die Folge eines Vertrauensverlustes in die Fertighausbranche insgesamt, nach den zum Teil spektakulären Pleiten der letzten Jahre, wie beispielweise Hansa-Haus, Kampa oder Romberger“, erklärt Andreas Kreutzer von Kreutzer Fischer & Partner. Zum anderen haben die Fertighausanbieter ihr Portfolio sukzessive ausgebaut und in den Bereichen Mehrfamilienhäuser, NichtWohnbau oder Dachausbauten erweitert. „Durch diese prinzipiell richtige Diversifikation wird aber gleichzeitig auch der Verkaufsdruck vom klassischen EFH in Fertigteilbauweise genommen, wodurch Platz für neue Anbieter geschaffen wird“, so Kreutzer. Aufgrund steigender Material-

preise, aber auch eines zunehmend höheren Ausstattungsstandards steigt der Durchschnittspreis pro Haus im Jahr 2011 um +4,3% gegenüber 2010 auf 157.000 € exkl. Mehrwertsteuer. Infolge erhöht sich der Marktumsatz um 10,9% auf aktuell 656 Mio. €.

Chance: Passivhäuser Maßgeblich trage dazu auch der rasch steigende Anteil von Häusern in Passivhaus-Standard bei. Gegenüber 2010 stieg die Nachfrage um mehr als 200% auf nunmehr 214 Häuser. „So wie bei Niedrigenergiehäusern könnte die Fertighausbranche zur Speerspitze für die Verbreitung des Passivhaus-Standards werden. Darüber hinaus kommt der Architekturstil, der gewöhnlich mit Passivhäusern verbunden ist, der Fertighausindustrie entgegen, falls sie es versteht, Standardisierungen zu entwickeln, die den Vorstellungen der Konsumenten entsprechen und sie diese dann konsequent umsetzt.

www.immoplex.at

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© Manwalk/pixelio.de

UBS sieht Gefahr einer Blase in der Schweiz

In vier Jahren 20% teurer: Preise der Eigenheime im mittleren Segment.

Zürich. Die Gefahr für eine Immo-Blase in der Schweiz ist weiter gestiegen. Der entsprechende Index der Bank UBS kletterte im ersten Quartal 2012 um 0,15 auf 0,95 Punkte. Damit liegt er nur noch knapp unter der Schwelle zur Risiko-Zone. Laut UBS könnten Preissteigerungen noch einige Jahre anhalten. (ag)

Insofern ist das Passivhaus eine zweite Chance für die Fertighausindustrie, nun tatsächlich mit industriell gefertigten Standardmo-

„Die Fertighausbranche könnte zur Speerspitze für die Verbreitung des PassivhausStandards werden.“ Andreas Kreutzer

dellen zu reüssieren“, so Kreutzer. Bis zum Jahr 2013 erwartet Kreutzer Fischer & Partner einen Marktanteil des Passivhauses am Fertighausmarkt von gut 15%.  (ast)

anbieter

Trends Elk und Griffner orten starke Nachfrage nach Passivhäusern

Energieeffizienz ist zu wenig Wien. Der Passivhaus-Standard entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die Hersteller von Fertighäusern. Allein vom Jahr 2010 auf das vorige Jahr 2011 hat sich die Zahl der verkauften Fertighäuser im Passivhaus-Standard verdoppelt. „Der Passivhaus-Standard ist unser wichtigster Trend. Die Nachfrage ist sehr hoch, obwohl es ein sehr neues Produkt ist. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft sicherlich noch verstärken“, erklärt in diesem Zusammenhang Andreas Toifl, Marketingleiter der Elk-Gruppe. Elk bietet seit Frühjahr 2010 Passivhäuser an. Derzeit sind bereits 20% der verkauften Elk-Häuser Passivhäuser. 250 Passivhäuser wurden bereits errichtet. Bei Elk ist man auch überzeugt, dass der Passivhaus-Standard gut zu der Fertighausbranche – auch im Sinne von Umsetzbarkeit, Kundenwünschen, Kosten und Planung – passe. „Elk gelingt es mit dem Passivhaus, alle Vorteile eines Fertighauses – fixer Preis, kurze Bauzeit, fix definierter Leistungsumfang – mit den Vorteilen eines Passivhauses – hoher Komfort, beste Energiewerte – zu kombinieren“, so Toifl. Dabei sei aber die Orientierung des Hauses auf dem Grundstück entscheidend: Passivhäuser seien nach Süden zu orientieren, da die Sonne als Wärmequelle und Energielieferant genützt wird, so Toifl. Die aus dem österreichischen Fertighausverband ausgetretene GriffnerHaus AG ortet aber bereits den nächsten Trend: „Der große nächste Trend beim Bauen ist, wenn eine intelligente Gebäudehülle kombiniert wird mit dem gesamten Energiemanagement des Hauses. Energieeffizienz ist zu wenig“, erklärt Thomas Lenzinger, Vorstandvorsitzender der GriffnerHaus AG. Es komme ebenso darauf an, dass ökologische und umweltverträgliche Materialien verwendet werden. Aus diesem Grund setzt man bei GriffnerHaus auf Zellulose-Dämmungen. „Im Moment geht der Trend beim Bau eines Passivhauses dahin, dass man das Gebäude mit Erdölschlamm, also Styropor, zupflastert; wobei ich hoffe, dass man den nächsten Schritt machen wird und über das reine Passivhausdenken hinauskommen wird“, so Lenzinger.  (ast)

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Wertschöpfung durch Baurechtschaffung Grundstücksverkauf und selektive Eigenentwicklungen sind Zugpferde

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CA Immo prägt Berlin mit

Porr muss 2011 in CEE Federn lassen

Berlin/Wien. Der Berliner Immobilienmarkt boomt noch – steigende Einwohnerzahlen und ein wachsender Dienstleistungssektor treiben die Nachfrage sowohl nach Wohnungen als auch Büros in die Höhe. „Und wir gestalten das neue Berlin mit“, erklärt Bruno Ettenauer, CEO von der börsenotierten CA Immobilien Anlagen AG. „Wir heben in Berlin derzeit ein enormes Potenzial und profitieren von der aktuellen positiven Marktlage. Mit der ‚Europacity‘ treiben wir die Entwicklung rund um den Berliner Hauptbahnhof im Regierungsviertel zügig voran.“ Noch in 2012 werde man dort die neue Deutschlandzentrale des Mineralölkonzerns Total fertigstellen und damit rund 70 Mio. € in das erste Bürohaus im neuen Quartier Europacity investiert haben.

An Berlin-Bauboom beteiligt Damit ist die Investment-Story jedoch nicht zu Ende: Zwischen Berliner Hauptbahnhof und Kanzleramt entsteht für die Steigenberger Gruppe das „InterCityHotel Berlin Hauptbahnhof“, ein für die Mittelklasse konzipiertes Haus mit circa 410 Zimmern und Raum für 70 Parkplätze. Das Gesamtinvestitionsvolumen hierfür betrage

53,2 Mio. €. Neben diesen beiden Bauprojekten in der Europacity werde auch an der Errichtung der neuen Deutschlandzentrale des Mercedes-Benz-Vertriebs (MBVD) in Berlin Friedrichshain gearbeitet. Im November 2011 wurde der Grundstein für das nach DGNB zertifizierte „Green Building” gelegt und der Mietbeginn, zunächst für zehn Jahre, sei für Mitte 2012 vorgesehen. Bei diesem 72 Mio. €Projekt tritt CA Immo als Bauherr und Investor auf.

Porr-Chef Strauss will 2012 wieder operativ stabil bilanzieren.

519 Mio. Euro Bilanzwert „Seit der Übernahme des deutschen Quartierentwicklers Vivico (2008) ist die CA Immo mit einem Gesamtimmobilienvermögen von rund 519 Mio. € Bilanzwert in Berlin präsent“, sagt Ettenauer. Darüber hinaus besitze die Gruppe in Berlin rund 1,4 Mio. m� Grundstücksreserven, inklusive Baurechtschaffungen, darunter teils großflächige Grundstücke mit Potenzial für Wohnbau. 2011 seien 56% der Verkaufserlöse auf Baugrundstücke im Rahmen der deutschen Quartiersentwicklungen entfallen. Eine Quartiersentwicklung bezeichnet eine spezielle Art der Projektentwicklung, bei der großflächige, brachliegende oder ehemals industriell genutzte Liegenschaften

© CA Immo

Fritz Haslinger

© APA/Georg Hochmuth

Erschwerte Projektfinanzierungen werden als „Gesundes Regulativ“ am Markt eingesetzt.

Der 69 m hohe neue Total-Tower für die Deutschlandzentrale des Konzerns in Berlin.

systematisch in moderne, gemischt genutzte Stadtquartiere umgewandelt werden. Die vorhandenen Grundstücksreserven werden in diesem Prozess durch Baurechtschaffungen im Wert gesteigert und anschließend durch Verkäufe, eigene Projektentwicklungen oder Joint Venture-Entwicklungen verwertet. „Diese Baugrundstücke konnten wir deutlich über Buchwert verkaufen und haben darüber hinaus den Vorteil, dass wir dadurch in den Folgejahren keine Mieteinnahmen verlieren“, so Ettenauer.

Dass mit der Nachfrage auch das Angebot rasch steigen werde, liege auf der Hand – zahlreiche Developer hätten den Standort Berlin bereits für sich entdeckt. „Wir wissen, dass wir in den nächsten Jahren in der deutschen Bundesmetropole als Projektentwickler nicht allein sein werden. Hier erwarte ich mir durch die erschwerte Verfügbarkeit von Projektfinanzierungen ein ‚gesundes Regulativ‘.“ Voraussetzung für Finanzierungszusagen sei u.a. eine hohe Vorvermietungsquote von mindestens 40%.

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tel

Wien. Für den börsenotierten Porr-Konzern verlief 2011 zwiespältig. „Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen entwickelte sich die Auftragslage der Porr im Berichtszeitraum positiv, wenn auch regional sehr unterschiedlich“, erklärt Porr-CEO KarlHeinz Strauss. Der Auftragsbestand habe sich wieder um 12,9% auf 2.764 Mio. € gesteigert und der Auftragseingang erreichte per Ende 2011 3.220 Mio. €, ein Plus von 24,3%. Außerplanmäßige Abschreibungen in Ungarn und Rumänien (82 Mio. €) ließen jedoch das EBIT auf -43 Mio. € fallen. Das Konzernergebnis lag per 31.12.2011 bei minus 72 Mio. €. „Obwohl sich die Märkte unverändert volatil präsentieren, stellt der aktuelle Auftragseingang ein solides Fundament für die Zukunft dar“, sagt Strauss. Bei positiver Entwicklung der Heimmärkte sollte 2012 ein stabiles ­operatives Ergebnis erreicht werden. (ag/fh)

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44 – financenetreal:estate

Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

Fachmesse und internationale Konferenz Von 14. bis 16.5. dreht sich im Multiversum alles um lebenswerte Städte und Stadttechnologien

Corp Expo und Real Corp 2012

Spektrum reicht von Experten-Analysen über Hollands „Dutch Mountain“-Ideen bis zu Konzepten wie „urbanen Seilbahnen“. verändern Unruhen und Revolutionen eine Stadt? Was hat die Art des Musikhörens mit dem Leben in der City zu tun? Und was bedeutet es, dass sich holländische Planer ernsthaft Gedanken machen über „Building a Dutch Mountain“?

Die weltgrößten Maschinen Städte sind weltweit einem rapiden sozialen, wirtschaftlichen, technologischen und kulturellen Wandel unterworfen. Weltweit leben heute 3,5 Mrd. Menschen (das ist bereits mehr als die Hälfte) in städtischen Agglomerationen, 2050 sollen es rund 6,5 Mrd. sein. Das macht es notwendig, darüber nachzudenken, wie man mit den rasanten Entwicklungen in den Städten Schritt halten und auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen kann, so die Veranstalter. Die heuer erstmals stattfindende „Corp Expo 2012“ widmet sich den Themen

Besucher können sich auf der frei zugänglichen Messe bei den Experten informieren – z.B. darüber, welche technischen und intelligenten Lösungen Unternehmen wie Siemens, Kapsch, Alpine oder Porr für die „Städte der Zukunft“ entwickeln und bereits umgesetzt haben. Auch innovative Ideen wie die „Urbanen Seilbahnen“ von Doppelmayr sind zu sehen. (red)

Neuer Stadtteil Mehrere Generationen, aber keine Autos

Rückgang um 1 Prozent Heuer 42.700 mal grünes Licht

Bamberg. Die conwert Immobilien Invest SE gründet zusammen mit dem bayrischen Bau- und Vertriebsspezialisten „denkmalneu GmbH“ ein Joint Venture für den Bau des ersten autofreien Mehrgenerationenstadtteils in Bayern. Das gemeinschaftliche Projekt auf dem ehemaligen Schaeffler Gewerbegebiet in Bamberg verfügt über ein Vertriebsvolumen von insgesamt 100 Mio. €.

Wien. Flaue Aussichten für den österreichischen Wohnbau prognostiziert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo). Konsolidierungsbestrebungen der öffentlichen Haushalte und die Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dämpften die Bauinvestitionen weiterhin, heißt es. Die Zahl der Baubewilligungen werde 2012 im Vergleich zu 2011 um ein Prozent auf rund 42.700 sinken; das ist leicht über dem Schnitt der vergangenen Jahre.

© Alexander Doepel/Asset One

Nachhaltige Technologien sollen Energiekosten auf 50 Cent pro m2 drücken.

Graz. Im Westen von Graz entsteht ein multifunktionales Stadtteilzentrum mit Wohnanlage, das demonstrieren soll, wie Urbanität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Dabei setzen die Grazer Gesellschaft für Stadterneuerung und Assanierung (Wegraz) und Projektentwickler „Aktiv Klimahaus“ auf einer Gesamtfläche von 27 ha auf eine Kombination aus Passivhausbau, erneuerbarer Energieversorgung und E-Mobilität. Der erste Bauabschnitt, der einen Supermarkt, Dienstleistungs- und Büroflächen sowie die ersten Wohneinheiten umfasst, startet Ende Mai. „Graz-Zentrum Reininghaus Süd” heißt das Projekt, das im Stadtteil Wetzelsdorf entlang der Peter-

Angerlehner saniert Druckwasserstollen Pucking. Die Angerlehner Hochund Tiefbau Gesellschaft mbH hat nach rund drei Monaten den Sanierungsauftrag zur Überholung von 3.198 m Druckwasserstollen der Vorarlberger Kraftwerke AG beendet. Die aufgrabungslose Sanierung einer Wasserkraft-Zulaufleitung dieser Größe war eine Premiere, heißt es. (red)

Exklusiver Vertrieb conwert investiert in das Joint Venture und den Aufbau der Vertriebsplattform „www.denkmalneu.com“ einen einstelligen Millionenbetrag. Die Plattform erhält die Exklusivitätsrechte für den Vertrieb der insgesamt 507 geplanten Wohneinheiten. Darüber hinaus geht die conwert davon aus, künftig jährlich bis zu 300 weitere Einheiten über diese Plattform vertreiben zu können, wie es in einer Aussendung heißt. „Mit dieser Allianz bauen wir unsere Vertriebsaktivitäten in einem wichtigen Wachstumszentrum in Deutschland gezielt weiter aus“,

Rosegger-Straße entsteht und von der Lage her an den geplanten neuen Stadtteil „Reininghausgründe” anschließt. Die Generalplanung liegt bei Nussmüller Architekten.

Die grüne Stadtvilla Kernstück sind 150 Wohneinheiten, die auf einer Fläche von 17.000 m2 in zwölf mehrstöckigen Wohnhäusern im Typus der Stadtvilla verteilt werden. Die bis zu fünfgeschossigen Häuser werden in Holz-Lehm-Bauweise gebaut. Die Energieversorgung der Wohnungen erfolgt mittels Erdwärme. Durchschnittlich rechnen die Bauherren mit rund 50 € Kosten auf 100 m2 für Heizung, Warmwasser und Strom.  (red)

Wifo: Baubewilligungen weiter flau

verstärkt den Mehrgeschoßbau treffen. Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt dürfte die Nachfrage nach neuen Einfamilienhäusern zusätzlich dämpfen. Insgesamt bleibe das Bauwesen bis 2013 – wie in den vergangenen Jahren – hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück. Die Bauwirtschaft profitiere weniger vom erwarteten Aufschwung, weil dieser primär vom Außenhandel getragen werde. (APA/red)

Profitiert nur wenig

conwert-Direktor Jürgen F. Kelber: „Bauen Vertriebsaktivitäten aus“.

Diese Entwicklung spiegle das beschleunigte Wirtschaftswachstum 2011 und die (erwartete) Dämpfung der Konjunktur 2012 wider. 2011 waren Baubewilligungen für 43.000 Einheiten erteilt worden (ein Plus von neun Prozent). Heuer werden laut Wifo Bewilligungen für 18.800 Einfamilienhäuser und 23.900 Wohnungen in mehrgeschoßigen Wohnbauten erteilt. Für 2013 drohe ein „kräftigerer Rückgang” um drei Prozent auf 41.400 Einheiten. Mögliche Kürzungen der Wohnbauförderung würden

© APA/Harald Schneider

Ranshofen. Am 26. April dieses Jahres fand der Auftakt zum Werksausbau der AMAG Austria Metall AG statt. Mit einem Investitionsvolumen von 220 Mio. € zähle der Werksausbau in Ranshofen zu den größten in der europäischen Aluminiumindustrie und schaffe 200 neue Arbeitsplätze im Bezirk Braunau, heißt es dabei weiter. (red)

sagte Jürgen F. Kelber, Geschäftsführender Direktor der conwert. Der erste Abschnitt des Projekts auf dem ehemaligen Schaeffler-Gewerbegebiet mit 122 Wohnungen wurde innerhalb der vergangenen sechs Monate vollständig verkauft und befindet sich bereits im Bau. Die übrigen Einheiten werden bei erfolgreichem Verkauf sukzessive fertiggestellt. Damit minimiere conwert das Investitionsrisiko, heißt es. (red)

© conwert

© AMAG

Bayern-Joint Venture der conwert Ausbau in Ranshofen bringt 200 neue Jobs in Oberösterreich.

Lebenswerte Städte: Konzepte werden im Schwechater Multiversum präsentiert.

Nachhaltig: Graz-Zentrum Reininghaus Süd

Deutsche HandelsImmos verhaltener

AMAG baut Werk um 220 Mio. Euro aus

Direkter Zugang

Neues Stadtteil-Zentrum Graz erhält Stadtentwicklungsgebiet mit bis zu fünfgeschossigen Holz-Lehm-Gebäuden

short

Wien. In den ersten drei Monaten 2012 wurden mit 1,35 Mrd. € rund 64% weniger in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert als im Vorjahreszeitraum. Auch gegenüber dem starken Schlussquartal 2011 ergibt sich ein Minus von 41%. Laut CBRE spiegle das kein mangelndes Interesse der Investoren wider, sondern Mangel an marktfähigen Investitionsobjekten. (red)

„Lebenswerte Stadt“ und „Angewandte Stadttechnologien“. Unternehmen aus unterschiedlichsten Bereichen wie Technologie und Umwelt, Logistik, Standortentwicklung, Universitäre Forschung oder Öffentliche Verwaltung präsentieren einem internationalen und fachspezifischen Publikum ihre Innovationen und Lösungen zur Steigerung der städtischen Lebensqualität.

© Franz Pfluegl

Wien. Bei der Fachmesse „Corp Expo 2012“ dreht sich alles um die lebenswerte Stadt und „Angewandte Stadttechnologien“, heißt es: Österreichische Aussteller präsentieren in enger Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich von 14. bis 16. Mai im Multiversum in Schwechat einem internationalen und nationalen Fachpublikum, was sie zur Steigerung der Lebensqualität in Städten beitragen und welche bereits erprobten Technologien sie dafür anbieten können. Die parallel stattfindende internationale Konferenz „Real Corp 2012“, die heuer bereits zum 17. Mal stattfindet, steht ganz unter dem Motto „Re-Mixing the City: Der Weg zu Nachhaltigkeit und langfristiger Stabilität?“ Rund 500 Fachleute aus fünf Kontinenten referieren und diskutieren über Facts und Trends in der Stadtplanung und gehen unter anderem spannenden Fragen nach wie: Warum

Der österreichische Wohnbau bleibt auch heuer gedämpft, so das Wifo.


l aw & o r d e r

Freitag, 4. Mai 2012

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Auslagerungen Hausherrin von 320 Schulen und 21 Unis finanziert sich derzeit so billig wie noch nie; neue Steuern verteuern Bauprojekte um 11%

BIG hat es derzeit nicht eilig Wien. Die staatliche Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), der mit der Verabschiedung des Sparpakets die Möglichkeit eingeräumt wurde, „marktfähige“ Immobilien in eine eigene Tochter auszulagern, hat es nicht besonders eilig, dies auch umzusetzen. „Wir prüfen das im Auftrag des Eigentümerressorts“, sagt BIG-Geschäftsführer Hans Peter Weiss. „Die Entscheidung darüber liegt beim Wirtschaftsminister.“ Weiss bestreitet, dass der Hintergrund einer solchen Teilung in Börseplänen zu suchen sei.

Keine Privatisierung

pen „differenziert zu behandeln“. Bei den Infrastruktur-Immobilien seien die Nutzer standortgebunden und sehr langfristig orientiert, die Nutzer von Büroimmobilien seien flexibler und hätten andere Bedürfnisse. Rund 2,4 der insgesamt 9,2 Mrd. € BIG-Immobilien (Fair Value) werden zu den „marktfähigen“ Liegenschaften gezählt.

Rückzahlungen von 750 Mio. In einer vor genau einem Jahr veröffentlichten Privatisierungsstudie war der BIG sogar ein Erlöspotenzial von mehr als vier Mrd. € nachgesagt worden.

Die BIG kann sich momentan wegen der historisch niedrigen Zinsen so billig finanzieren wie noch nie. Eine im März begebene Anleihe (30 Jahre) kostete – je nach Berechnung – zwischen 3,85 und 3,89%. Mit den neuen Schuldtiteln wurden 2011/12 abreifende Anleihen in Höhe von 500 Mio. € refinanziert. Dass 2013 750 Mio. € an Rückzahlungen fällig werden, macht Weiss keine Sorgen: „Private Investoren und vor allem Asskuranzen suchen derzeit Investitionsmöglichkeiten in so sicheren Häfen wie die BIG einer ist.“ Moody‘s ratet das staatliche Unternehmen mit 3,44 Mrd. € Schulden mit Aaa. (APA/lk)

© Sabine Sommer

Trotz Ok durch Gesetzgeber noch keine Trennung der Infrastrukturimmos

Weiss: „Verteuerung durch steuerliche Veränderungen in Höhe von 6,53 Mio. Euro.“

„Eine Privatisierung steht explizit nicht im Raum“, sagte Weiss, der vor einem Jahr zur BIG gekommen war. Die mögliche Trennung der Infrastruktur-Liegenschaften (Unis, Schulen, Justizanstalten) von den Büros resultiere ausschließlich aus dem Wunsch, die beiden Grup-

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D.A.S. Schönheits-OPs

In Begutachtung

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Wien. Die D.A.S. Rechtsschutz rechnet, dass künftig Jugendliche verstärkt Schönheitsoperationen im benachbarten Ausland durchführen lassen. Jeder vierte Österreicher befürworte Schönheits-OPs, die Kunden werden immer jünger. Der Gesetzgeber plant ein neues Gesetz, es ist in der Begutachtungsphase. Viele Jugendliche ließen sich aber davon aber nicht abhalten, warnt D.A.S.-Vorstand Ingo Kaufmann. Geschädigte im Falle von Komplikationen nach einer OP im Ausland seien aber deutlich benachteiligt. Jährlich lassen sich rund 50.000 Frauen und Männer verschönern. Mit dem neuen Gesetz wären kosmetische Eingriffe unter 16 Jahren verboten und Personen unter 18 Jahren müssen psychologische Beratung nachweisen. (lk)

Schönherr Leitung

Zwei EU-Projekte Wien. Die Rechtsanwaltskanzlei Schönherr wurde kürzlich mit einem Folgeprojekt beauftragt, in dem die Umsetzung der EU-Richtlinie „Erneuerbare Energie“ in 15 ausgewählten Mitgliedsstaaten geprüft werden soll. Zuvor schon leitete Schönherr das Konsortium, das die Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission unterstützte. Die Berichte dienen der Kommission als Ausgangspunkt, um die Einleitung von Vertragsverletzungsverfahren zu evaluieren.

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46 – financenetreal:estate

Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

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© Renee Del Missier

Auszeichnung für Dach des Hauptbahnhofs

10. Finance & Ethics Kongress Finanzinformationsdienst software-systems.at lud diesmal in die Bundeshauptstadt

Warum die Macht mit den Ratingagenturen ist

Präsentiert wurde u.a. ein neues Analysetool der Research-Unit für ein ganzheitliches Länderrating. Thomas Müller

Re/Max Chefs Bernhard und Alois Reikersdorfer mit Andrea Prantl, St. Anna Kinderkrebsforschung.

Ferschnitz. Der Reinerlös der 1. Re/Max Golf Charity Trophy übertraf alle Erwartungen – die St. Anna Kinderkrebsforschung freut sich über 6.204 €. Kaiserwetter und die zahlreichen blühenden Mostbäume motivierten die vielen Golfer, die sich auf der malerischen Anlage des GC Swarco Amstetten-Ferschnitz in den Dienst der guten Sache stellten.

Invest 2012 mit mehr als 14.000 Besuchern Stuttgart. Vom 27. bis 29. April informierten sich über 14.000 Besucher auf der Invest, Leitmesse und Kongress für Finanzen und Geldanlage. Damit lag der Pflichttermin für Anleger aus der D-A-CH-Region leicht unter dem Vorjahreswert, konnte aber das hohe Niveau der letzten Jahre halten. „Wir stellen fest, dass vor dem Hintergrund der EuroStaatsschuldenkrise der Informationsbedarf und Wissensdurst der Privatanleger deutlich gestiegen ist. Der Trend zu selbstbestimmtem Handeln setzt sich auch in diesem Jahr fort. Dies zeigt auch die Resonanz auf unsere neuen Informations- und Dialogangebote“, erklärte Christoph Lammersdorf, Geschäftsführer der Börse Stuttgart bei der invest. (red)

Richard Lernbass, CEO von software-systems.at: „Wir haben uns intensiv mit den unterschiedlichsten Ratingansätzen befasst. In der Regel konzentrieren sich Ratingagenturen dabei auf rein ökonomische Faktoren. Hin und wieder werden auch politische Risiken berücksichtigt. In Zeiten des Wandels sollten Anleger alle Chancen und Risiken möglichst frühzeitig erkennen und auch ihre Wertvorstellungen in der Wahl wiederfinden.“ Für Berater und Finanzdienstleister biete das neue Länder-Screening den Vorteil, nicht nur eine aggregierte Kennzahl zu liefern, sondern die Einzelergebnisse der Teilbereiche, Trendkommentare und Factsheets. Für 62 Länder stehen diese Daten zur Verfügung. Trendpfeile zeigen die aktuellen Einschätzungen des Finance & Ethics Research Teams. Popup-Fenster bieten Trendkommentare und für die Top Ten-Staaten stehen Factsheets mit Hintergrundanalysen und Kennzahlen

Wilhelm Rasinger, Walter Ötsch, Karl-Heinz Brodbeck, Richard Lernbass sowie Moderatorin Gisela Hopfmüller.

zur Verfügung. „Im Factsheet zu den USA wird etwa erklärt, dass die Gründerväter der USA ein fein austariertes System gegenseitiger Kontrolle der politischen Institutionen entwickelt haben, aber nicht voraussehen konnten, dass Republikaner und Demokraten im 21. Jahrhundert dieses System aus ideologischen Gründen zur Blockade des Kongresses und der Regierung missbrauchen würden“, gibt Lernbass ein Beispiel.

Freiwillige Selbstkontrolle Bei den Fachvorträgen gingen die Referenten auf die Macht der drei großen Ratingagenturen ein. Der Linzer Ökonom und Kulturwissenschafter Walter Ötsch beschrieb die öffentliche Kontrollfunktion, die einst von der New Yorker Securities

and Exchange Commission (SEC) den großen Agenturen übertragen wurde. Das Problem dabei: Sie stehen in privatem Eigentum. Bei den zwei größten Agenturen Standard&Poors und Moody’s gehören mehrere der zehn größten Konzernkonglomerate weltweit zu den Haupteigentümern. „Dass die Ratingagenturen diese Macht erlangen konnten, liegt an der allgemeinen Akzeptanz des neoliberalen Paradigmas; es besagt, dass Märkte sich selbst regulieren und die Politik nicht eingreifen soll. Das war ein gezielt betriebener Vorgang einiger Ökonomen in den 1960er-Jahren“, erklärte Ötsch. Gleichzeitig wurden die Banken als Kapitalgeber für Unternehmen weniger wichtig. Letztere suchten immer mehr den direkten Zugang zu den Finanzmärkten und

so übernahmen die Ratingagenturen von den Banken die Aufgabe der Bonitätsprüfung. Der deutsche Wirtschaftsethiker Karl-Heinz Brodbeck nahm in seinem Vortrag vor allem die RatingMethoden ins Visier: „Neuere Studien zeigen, dass die Agenturen bei Staaten und Unternehmen erstens vielfach Fehleinschätzungen treffen und zweitens nicht einmal die Infos nutzen, die öffentlich verfügbar sind.“ Ähnlich wie Ötsch sieht auch Brodbeck eine Machtausübung der Wirtschaft über die Menschen: „Das wurde in den letzten 30 Jahren auf den Kopf gestellt.“ Anlegervertreter Rasinger kritisiert aber auch die Einstellung vieler Anleger und Banken: „Sie sind zu bequem geworden; die Einschätzungen wurden komplett an die Agenturen delegiert.“

Spängler IQAM Invest investmentforum mit 200 Experten

Across Award Zwei Mal Deutschland, ein Mal Portugal

Salzburg. Beim 15. investmentforum der Spängler IQAM Invest in der Salzburger Residenz in der Vorwoche tagten an die 200 Experten aus der Wirtschafts- und Finanzszene. Die Schuldenkrise war auch am zweiten Tag zentrales Thema neben den Bereichen Anleihen, Aktien, Asset Allocation mittels Risikobudget sowie ein Asset Allocation-Ausblick. Thomas Steinberger, Geschäftsführer und Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest, erwartet für 2012 weiterhin negative Realzinsen für weitgehend risikofreie Veranlagungen und eine expansive Geldpolitik der Zentralbanken mit Geldmarktzinsen im Euro und USDollar unter ein Prozent. Professionelles Risikomanagement ist derzeit – gerade auch wegen der aktuellen Schuldenkrise einzelner Staaten – gefragt wie noch nie, sehen die SpänglerExperten. „Ein Auseinanderklaffen von Risikobeiträgen und entsprechenden Ertragsbeiträgen weist auf ein ineffizient gestaltetes Portfolio hin. Das Risikobudgetierungssystem schafft eine idea-

Wien. Die Verleihung des „Across Award 2012“ fand am 26. April um 17 Uhr im feierlichen Rahmen des 14. RegioPlan Shopping Center-Symposiums im Palais Ferstel in Wien statt. Alle europäischen Einkaufszentren, die im Vorjahr ihre Pforten geöffnet hatten, waren teilnahmeberechtigt. 17 anspruchsvolle Projekte aus Portugal, Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien, Rumänien, Griechenland, Türkei, Polen und Finnland schafften den Sprung auf die Shortlist.

„Weiterhin negative Realzinsen“

le Infrastruktur zur Optimierung der Risiko-Ertragsrelation“, sagte WU-Professor Josef Zechner, Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest. „Quantitative Strategien sind für den Aktieninvestor besonders interessant, weil sie in der Lage sind, effizient Exposure zu Renditefaktoren darzustellen, welche die langfristige Ertragskraft des Portfolios sichern“, erklärte Thomas Dangl, Professor an der TU Wien.

Innovativste Shoppingcenter

„Vermietbaren Fläche von bis zu 25.000 m2“ entschieden die Pasing Arcaden in München das Rennen für sich. In der Kategorie „Bis zu 50.000 m2“ wurde ECE mit ihrer Thier-Galerie Dortmund mit dem Across Award 2012 prämiert. Bei den Einkaufszentren mit über 50.000 m2 vermietbarer Fläche gewann das Forum Sintra in Portugal, entwickelt von Multi Development nach dem Konzept von Chapman Taylor Architekten.  (lk)

Innovationskraft

Markus Ploner, Spängler IQAM Invest GF, freute sich über den regen Zulauf.

Reinhard Winiwarter, Herausgeber von Across und Managing Director der sma – Standort Marketing Agentur GmbH, erklärt dazu: „Innovation bekommt in der Branche einen immer größeren Stellenwert. Kein Wunder, dass der Begriff vor allem bei der Projektentwicklung ganz oben auf der Anforderungsliste steht. Denn innovative Einkaufs- und Fachmarkzentren heben sich klar von der Masse ab und verbuchen eine Unique Selling Proposition.” Bei den Einkaufszentren mit einer

© mfi/ Tomas Riehle

© Re/Max

1. Re/Max Golf Trophy für St. Anna Forschung

Neues Länder-Screening

© Software Systems

Wien. Für die teilweise transluzente Rautendachkonstruktion beim neuen Hauptbahnhof in Wien mit 40.000 m� Fläche zeichnet die international tätige Unger Steel Group verantwortlich. Elf Monate nach Beginn der Montage – bei der „Halbzeit“ – sei man exakt im Fahrplan, heißt es. Das dynamische Rautendach wird mit dem „Solid BauTechPreis 2012“ in der Kategorie „Nationale Projekte“ ausgezeichnet. „Die technischen Meisterleistungen sowohl in der herausfordernden Konstruktion als auch in der höchstkomplexen Umsetzung machen das Rautendach zur Besonderheit“, kommentiert die Unger Steel Group. Bei zwei weiteren Preisträgerprojekten des Solid BauTechPreises wirkt die Unger Gruppe entscheidend mit: bei der WU Wien und der Messe Salzburg. (red)

Wien. Bisher fanden die Finance & Ethics Kongresse eher in ländlichbeschaulichem Ambiente statt. Für die zehnte Ausgabe, die vor einer Woche über die Bühne ging, wählten die Veranstalter den Reitersaal der Kontrollbank in Wien. Nicht zufällig stand diesmal das Thema Ratingagenturen im Zentrum des Events. Denn neben den Fachvorträgen renommierter Wissenschafter wurde auch die Gelegenheit genutzt, um das neueste Produkt von software-systems.at, das „FER 3D Länder-Screening”, vorzustellen, das sich als roter Faden durch das Programm zog.

© Bankhaus Spängler

Rautendachkonstruktion wird mit dem „Solid BauTech“-Preis prämiert.

Preis in der Kategorie „Vermietbare Fläche bis 25.000 m“: Pasing Arcaden.


medianet

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Freitag, 4. Mai 2012 – 47

© Apple

Smartphone statt pc

Nur ein kleiner Teil der Apple-Umsätze stammt noch aus dem PC-Geschäft Seite 49

© Chris Haderer

technology Energiespar-Funk

NSN sieht Energieeinsparungspotenziale beim Betrieb von Mobilfunknetzen  Seite 50

Screenshot Capture-tool „­SnagIt“ im test © TechSmith

Von der „BTX-Brotkiste“ zum Internet-Handy

© www.orange-business.com

short

© Riverbed

Eschborn/Wien. Orange Business Services ist zum dritten Mal in Folge Marktführer für Ethernet-Services im „FullYear 2011 Global Provider Leaderboard“ der Vertical Systems Group geworden. Die Marktstudie erfasst alle Ethernet-Anschlüsse eines Providers außerhalb seines Heimatmarkts. Orange bietet „International Ethernet Link“ in 40 Ländern und EthernetSchnittstellen zu IP-basierten VPNs in 72 Ländern an. Das sind zehn mehr als im letzten Jahr. Das Unternehmen hat außerdem insgesamt 1,4 Mio. mobile Datenanwender.  www.orange-business.com

© Reinraum

Wien. Am 9. Mai bespielt der Netzwerke-Anbieter Riverbed (Bild: Executive Vice President Eric Wolford) das Conference Center Laxenburg mit dem „Riverbed Performance Summits“. Gemeinsam mit seinen Partnern Akamai, T-Systems, Arrow Enterprise Computing Solutions, Bacher Systems und Schoeller Network Control zeigt das Unternehmen eine Übersicht über aktuelle Technologien und Best Practices sowie Lösungen der Riverbed Performance Plattform in Live-Demonstrationen. Ähnliche Veranstaltungen finden in 50 weiteren Städten statt.  www.riverbed.com/  performancesummits

Vor 30 Jahren wurde das MUPID vorgestellt Das BTX-Terminal der Post ­eröffnete Kunden erstmals den „einfachen“ Zugriff auf Online-Informationen. Das Bildschirmtext-System war in Österreich bis zum Jahr 2001 in Betrieb.  Seite 48 Copa-Data Das Unternehmen ist seit 25 Jahren am Markt

Wien. Vergangene Woche hat Adobe den Startschuss für die „Creative Cloud“ und die „CS6“-Linie gegeben. Die neuen Features von „Adobe CS6 Production Premium“ werden im Rahmen der heurigen Digitalschnittmesse vorgestellt, die Morgen, Samstag, im Cineplexx Kino am Wienerberg stattfindet. Adobe bietet insgesamt drei Vortragsevents mit Insiderwissen. Die Teilnahme ist kostenlos.  www.digitalschnitt.de/  info/dsm12w.html

© Copa-Data

© Digitalschnittmesse

Software für das Produktionsumfeld

Thomas Punzenberger, CEO von Copa-Data, feiert Firmenjubiläum.

Wien. Im Jahr 1987 von Thomas Punzenberger gegründet, feiert das Softwarehaus Copa-Data heuer sein 25-jähriges Jubiläum. „Ich war bereits damals davon überzeugt, dass der Software im Produktionsumfeld und in der Energietechnik eine immer bedeutendere Rolle zukommen wird“, sagt Punzenberger. Im Jahr 2006 hat Copa-Data alle externen Beteiligungen Dritter zurückgekauft. Seither ist das Unternehmen zu 100% im Besitz der Familie Punzenberger. Das Unternehmen wendet jährlich rund ein Viertel des Umsatzes für Forschung und Entwicklung auf.  www.copadata.com


C ov e r

48 – medianet technology

Kommentar

Spannende Internet-Evolution

Freitag, 4. Mai 2012

Bildschirmtext Vor 30 Jahren nahm die Post mit dem MUPID-Terminal erstmals Kurs auf unbekannte Online-Universen

Erinnerungen an die Zukunft: MUPID und BTX

Der österreichische Internet-Vorläufer Bildschirmtext wurde bis zum Jahr 2001 künstlich am Leben erhalten.

Microsoft 1.300 Besucher

© Microsoft

Branchen-Event

„Microsoft Big Day“: 1.300 Professionals kamen zur großen Show.

Wien. Der vergangene Woche stattgefundene „Microsoft Big Day“ entpuppte sich mit 1.300 Besuchern als eine der größten IT-Veranstaltungen Österreichs. 25 Microsoft-Partner, gesäumt von einem Who-is-Who der Branche, präsentierten vor Ort ihre Produkte und Lösungen. Die Besucher konnten aus über 30 praxisrelevanten Fachvorträgen zu Microsoft-Technologien von Windows 8 über Flexible Workstyle bis zu Business Intelligence wählen. „Der Big Day ist der Treffpunkt einer Branche, die in Österreich rund 420.000 Arbeitsplätze bietet“, sagt Georg Obermeier, Chef von Microsoft Österreich.  www.microsoft.at

Das von MCG hergestellte MUPID-Terminal. Es war mit einem Zilog Z80A@4 MHz-Prozessor ausgestattet, bot 128 KB RAM und eine Grafikdarstellung mit 230/320/480 Punkten/Zeile, bei insgesamt 16 fixen und 16 frei definierbaren Farben.

hinter den Erwartungen zurück, was nicht zuletzt daran lag, dass der BTX-Betreiber Post kaum Kunden für das (im Vergleich zu heute) extrem komplizierte System gewinnen konnte. Zu dem war das Informationsangebot eher gering und spezifisch ausgerichtet; zu den typischen Anwendungen gehörten die Abfrage von Kurswerten, Infosysteme bei Messen, Zugriffe auf die Grundstücksdatenbank, frühes Homebanking sowie Infoterminals an öffentlichen Plätzen. Im Jahr 1984 schlug das in Richtung Homecomputer weiterentwickelte MUPID 2 mit Anschaffungskosten von etwa 1.000 öS (ca. 72,7 €) und einer monatlichen Zugangsgebühr von 130 öS (ca. 9,50 €) zu Buche (plus Telefonspesen). Um mit den frühen IT-Produkten von Commodore und Tandy konkurrieren zu können, arbeitete das MUPID 2 unter dem Betriebssystem CP/M und verfügte über externe Diskettenlaufwerke als Speichermedium. Obwohl es für den

Homecomputer-Ersatz Der österreichische Vorstoß in neue Online-Welten dauerte bis zur Einstellung der MUPID-Produktion im Jahr 1989. Die abgesetzten Stückzahlen blieben weit

Homecomputer-Markt konzipiert war, konnte es sich durch das eher kleine BTX-Angebot aber nicht halten. Nach dem Ende des MUPID gab es noch eine Reihe von Erweiterungskarten, die IBM-basierende Rechner in BTX-Terminals verwandelten, sowie Software-Emulatoren, die bis in die späten 1990erJahre auf Personal Computern verwendet wurden. Das endgültige Aus für BTX kam dann im Jahr 2001, als es sich gegen das Internet geschlagen geben musste und von der Post eingestellt wurde.

Zweiter Versuch Nach dem mehr intellektuellen als marktwirtschaftlichen Erfolg des MUPID wäre ein paar Jahre später in Graz beinahe erneut Online-Geschichte geschrieben worden: Als das Berners-Lee-Web gerade am Abheben war, stellte Hermann Maurer sein HyperG/ HyperWave-System vor, das eine ähnliche Funktionalität wie das

© TU Graz

E

s war ein denkwürdiger Tag im Jahr 1995, als ich eine E-Mail an einen in Wien-Neubau auf Informationen wartenden Kollegen verschickte. Für eine Strecke von knapp dreieinhalb Kilometer Luftlinie war die Nachricht stolze drei Tage unterwegs. Vermutlich lag das nur an der Einsteinschen Zeitdilatation, die bei Reisen mit Lichtgeschwindigkeit im damaligen Telekabel-Netz auftrat, wir hatten aber trotzdem leichte Zweifel an der Zukunft des Mediums. Als gelernte Österreicher begegneten wir dem Neuen mit Vorsicht, außerdem wollten wir die Botendienste, die in den 90er-Jahren noch anstelle von E-Mails durch die Stadt wuselten, nicht arbeitslos machen. Niemand hatte eine klare Vorstellung davon, wohin sich die globalen Datenleitungen entwickeln würden – und jetzt, nur knapp 20 Jahre später, gibt es eine Generation, die keine Vorstellung mehr davon hat, wie die Welt ohne Internet und Smartphones ausgesehen hat (und warum die Figuren in Hitchcocks „Die Vögel“ nicht einfach zum Handy greifen und um Hilfe rufen). Wenn die Evolution des Netzes in den nächsten 20 Jahren nur annähernd so spannend und schnell vor sich geht wie in den letzten, dann haben wir auch jetzt tatsächlich keine Ahnung davon, was am 4. Mai 2032 über unsere Bildschirme und Holo-Displays flimmern wird.

Wien. Das Internet war zwar schon erfunden, vom World Wide Web allerdings fehlte noch jede Spur. 1982, acht Jahre bevor der Wissenschaftler Tim Berners-Lee am Schweizer Teilchenforschungsinstitut CERN den Grundstein für sein Hypertext-System legen würde, das bis heute omnipräsent ist wie kaum ein anderes Medium, nannte sich das österreichische OnlineUniversum schlicht und ergreifend „Bildschirm-Text“ (BTX). Im Jahr 1982 kam mit dem „MUPID“ auch das erste Terminal auf den Markt, mit dem herkömmliche TV-Geräte auf das BTX-Netz (das es damals in Deutschland, Österreich und der Schweiz gab) zugreifen konnten. Obwohl die Ähnlichkeiten mit „dem Internet“, wie wir es heute kennen, eher marginal waren, wurden mit dem MUPID bereits einige Funktionen und Prinzipien des WWW vorweggenommen. Entwickelt wurde der „Mehrzweck Universell Programmierbare Intelligente Decoder“ vom Team des Grazer TU-Professors Hermann Maurer (in Personalunion mit Reinhard Posch, der heute als Chief Information Officer des Bundes fungiert sowie im Gremium der Plattform „Digitales Österreich“ tätig ist). Vermarktet wurde das Gerät von der 1983 gegründeten Mupid Computer Gesellschaft (MCG), an der ELIN, Motronic, Siemens Österreich und Vöest zu je 25% beteiligt waren.

Schrieb Telekom-Geschichte: der ­Grazer TU-Professor Hermann Maurer.

WWW bot, hinsichtlich des Dokumentenmanagements und der Informationsverteilung aber darüber hinaus ging. Als Alternative zum World Wide Web konnte es sich nie durchsetzen, wird aber bis heute für den Einsatz in Intranets von der Firma Hyperwave im europäischen Raum vermarktet.  much.iicm.tugraz.at  www.hyperwave.com

OGD Initiativen sollen die möglichst schnelle Umsetzung von komplexen Open Government Data-Portalen beschleunigen

Open Government Data steigt im Stellenwert Wien. Hinter dem Begriff „Open Government Data“ (OGD) steckt die Idee, dass von der Verwaltung gesammelte Daten (die nicht personenbezogen sind) veröffentlicht werden und kostenlos abrufbar sind. Die Daten werden für die Bevölkerung und die Wirtschaft in maschinenlesbarer Form aufbereitet, sodass diese auch automatisiert verarbeitet werden können. Open Data-Initiativen gibt es mittlerweile auf allen staatlichen Ebenen. Vor allem auf lokaler und regionaler Ebene existieren bereits Portale für Verwaltungsdaten.

pa bis jetzt einzigartige Plattform geschaffen, die eine umfassende Sicht auf frei zugänglich gemachte, nationale Daten der öffentlichen Verwaltung ermöglicht. Das OGD-Österreich-Portal ist eine Art Verzeichnis, in dem steht, wo welche Daten in welchem Format liegen, wann sie veröffentlicht wurden, usw. Die Städte Wien und Linz haben bereits entsprechende OGD-Portale geschaffen. Für die technische Umsetzung des OGDÖsterreich-Portals wurde die Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ) beauftragt.

Internationaler Austausch

RIS-Zugriff per App

Nun soll auf internationaler Ebene der Austausch und Dialog zum Thema „Open Government“ gefördert werden, insbesondere im D-A-CH-Verwaltungsraum. Ziel dabei ist es, den Aufbau und die Förderung einer Open Government Data-Community sicherzustellen. Der Austausch zu Standards, Schnittstellen und Metadaten zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz soll eine übergreifen-

Für den einfachen Zugriff auf das Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) wurde außerdem eine iOS-App vorgestellt, die neben der Suche in Landes- und Bundesrechtssätzen auch eine Favoritenfunktionalität und eine Pushbenachrichtigung bei Novellierungen anbietet. Weitere Funktionen sowie Android-Versionen sind in ­Planung.  data.gv.at  RIS.bka.gv.at

© BKA

Chris Haderer

© Reinraum

Chris Haderer

Das Rechtsinformationssystem wird mobil: Die neue RIS-App erlaubt iOS-Zugriff.

de Datenverwendung ermöglichen, die es erlaubt, Muster zu erkennen, darauf basierend dann Erkenntnisse abzuleiten und letztlich auch Applikationen zu entwickeln, die grenzüberschreitend genutzt werden können.

In Österreich hat das Bundeskanzleramt gemeinsam mit der „Cooperation Open Government Data (OGD) Österreich“ und dem Bundesrechenzentrum mit dem bundesweiten Open Government Data-Portal bereits eine in Euro-


I d e e & S t r at e g ie

Freitag, 4. Mai 2012

medianet technology – 49

Apple Im letzten Geschäftsquartal erzielte der Elektronikhersteller 58 Prozent seines Umsatzes mit seiner iPhone-Linie

short

Smartphone überholt Mac

Visualisierungstool für Krisensituationen Wien. In Krisensituationen, etwa nach Erdbeben, bei Bränden, Naturkatastrophen oder auch bei Pandemien, ist Information für alle beteiligten Einsatzkräfte und Behörden von höchster Relevanz. Vor diesem Hintergrund haben Frequentis und VRVis gemeinsam mit Partnern das Gemeinsame Öffentlich- Private Lagebild (GÖPL) im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS entwickelt. GÖPL ist ein elektronisches Visualisierungstool, das Daten aus unterschiedlichen privaten und öffentlichen Quellen zusammenführt, grafisch verarbeitet und so rasch Klarheit über die Situation ermöglicht. Erstmals wurde damit ein gemeinsames Lagebild der wichtigsten, mit Zivil- und Katastrophenschutz befassten Ministerien (BMI, BMLVS, BKA, BMG, BMVIT) geschaffen und mit Datenquellen von Fachinstituten wie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vernetzt.  www.frequentis.com

Die klassische iMac Desktop-Linie macht nur noch knapp vier Prozent von Apples Gesamtumsatz aus.

© Apple

Wien. Das Wort „Rekord“ steht im Wortschatz der Apple-Mitarbeiter ganz oben. Besonders beliebt ist es am Ende eines Quartals, wenn die aktuellen Geschäftszahlen ausgegeben werden. Immerhin 39,2 Mrd. USD (ca. 29,24 Mrd. €) Umsatz bilanzierte Apple im zweiten, mit Ende März geschlossenen Geschäftsquartal: „Ein RekordMärzquartal“, vermeldete prompt Apples Finanzchef Peter Oppenheimer, das dem Unternehmen 14 Mrd. USD (10,44 Mrd. €) Barmittelbestand aus dem operativen Geschäft eingebracht hat. „Vorausschauend auf das dritte Fiskalquartal erwarten wir einen Umsatz von 34 Milliarden bzw. 8,68

Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer.

US-Dollar pro verwässerter Aktie“, sagt Oppenheimer. Der in Cupertino beheimatete Elektronikhersteller erzielte einen Netto-Quartalsgewinn von 11,6 Mrd. USD (8,65 Mrd. €) bzw. 12,30 USD (9,17 €) pro Aktie. Im Vorjahresquartal wurden ein Umsatz von 24,7 Mrd. USD (18,42 Mrd. €) sowie ein Netto-Gewinn von sechs Mrd. USD (4,47 Mrd. €) bzw. 6,40 USD (4,77 €) pro Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne lag bei 47,4%, verglichen zu 41,4% im Vorjahresquartal. Auffällig ist der NichtUS-Anteil von 64%.

Strategische Wandlung Auffällig ist aber auch, dass Apple mit reinen Computerprodukten nur noch einen relativ kleinen Teil seiner Umsätze einfährt. Immerhin 58% der Einnahmen entfallen auf die 2007 vorgestellte iPhone-Linie, 17% auf die iPadTablets und nur neun Prozent auf die Macbook- bzw. vier Prozent auf die iMac-Linie. Damit ist Apple genau genommen mehr Handy- als Computerhersteller, wobei nach wie vor der gehobene LifestyleMarkt im Visier der Cupertiner liegen dürfte. Dazu passt, dass der 1976 als „Apple Computer“ gegründete Hersteller schon im Jahr 2007 das Wort „Computer“ im Namen durch ein schlichtes „Inc.“ ersetzt hat (im gleichen Jahr übernahm Apple übrigens auch die Rech-

te am Namen „Apple“ und an den Apfel-Logos des Beatles-Labels Apple Records).

Weniger iPods verkauft Der Erfolg von iPhone und iPad geht allerdings auf Kosten der iPod-Produkte, mit denen Apple im Jahr 2001 den mp3-Player-Markt in Bewegung brachte: Von den Musikwinzlingen, inklusive der vierten Generation des iPod touch, verkaufte Apple im zweiten Quartal 2012 um 15% weniger als im Vergleichsquartal

des Vorjahrs. Ein „nur“ wäre an dieser Stelle dennoch unangebracht: Mit 7,7 Mio. iPods steht Apple immer noch sehr gut da. Über die Zukunft der iPod-Linie gibt es derzeit nur Spekulationen; vom Portfolio her liegt sie zwischen iPhone und iPad und ist eigentlich das fünfte Rad am Wagen. Überraschend ist auch der nur zweiprozentige Umsatzanteil (0,62 Mrd. €), den Apple mit Service und seinen Softwarelösungen (darunter das Mac OS X-Betriebssystem und die Videoschnittlösung „Final Cut Pro“) erzielt.  www.apple.com/at

© Frequentis

chris haderer

Überblick im Fall einer ernsten Krise.

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Fac ts & F i g ur e s

50 – medianet technology

short

Auf dem Sprung von Steyr nach Deutschland

Freitag, 4. Mai 2012

Usecon Der Consulter verdeutlicht Unternehmen, wie Endanwender Produkte und Dienstleistungen letztlich wahrnehmen

Usability und Projekte aus der Sicht des Anwenders

© FWI

Jährlich werden von Usecon in Kooperation mit CURE bis zu 100 Usability-Projekte durchgeführt.

© DiTech/APA-Fotoservice/Hautzinger

Ganzheitliche Einblicke in das IT-Geschäft

Aleksandra Izdebska (re.) mit ­technikaffinen Wiener Töchtern.

Wien. Im Rahmen des „11. Wiener Töchtertages“ lud der Computerfachhändler DiTech junge, technikinteressierte Frauen in die Firmenzentrale von DiTech im 20. Wiener Gemeindebezirk. Als Auftakt präsentierte die Unternehmensgründerin Aleksandra Izdebska den Mädchen im Alter zwischen elf und 16 Jahren den vor 13 Jahren gegründeten Familienbetrieb. „Es freut mich, den Mädchen einen ganzheitlichen Einblick in unser Geschäft gegeben zu haben und hoffe, dass sich viele von ihnen, trotz der leider noch immer bestehenden Rollenklischees, für Technik & IT begeistern lassen“, sagt Izdebska.  www.ditech.at

Markus Murtinger, Managing Consultant bei Usecon: „Unser Job ist es, Wünsche von Benutzern in ein Projekt einzubringen.“

ben wird. Hinter den saloppen Bezeichnungen verbirgt sich allerdings ein recht umfangreicher Themenkomplex, der eine Menge methodisches Know-how voraussetzt und auch ein bisschen Verständnis dafür, wie Menschen ‚funktionieren‘. „Unser Job ist es, die Wünsche und Anforderungen von Benutzern in ein Projekt einzubringen“, sagt Murtinger. „Dem Unternehmen soll dadurch aufgezeigt werden, was Anwender über Systeme und Services denken.“

Know-how-Kooperation Usecon ist kein Neuling in der Branche. Das Unternehmen entstand im Jahr 2001 als Spin-off des außeruniversitären Forschungs­ unternehmens CURE (Center for Usability Research and Engineering), mit dem Usecon eng zusammenarbeitet. „Wir wickeln jährlich zwischen 80 und 100 Projekte ab“, sagt Murtinger. „Bei den meisten kooperieren wir mit CURE.“ Dadurch bringen es beide auf einen Pool von etwa 35 Experten, die letztlich dem auf den Grund gehen, was mit den Begriffen „Usability“, „Experience Management“ und „User Interface Design“ umschrie-

Erfolgreiche Projekte Neben der anhaltenden Tätigkeit von Usecon für A1 ist die Neugestaltung der ÖBB-Homepage ein recht gutes Beispiel für ein Usability-Projekt. Diese wurde vor ein paar Jahren modernisiert

und „hinsichtlich der Anforderungen, die Fahrgäste der ÖBB an die Webseite haben, optimiert“, erklärt Murtinger. Jetzt sind auf der Startseite nicht mehr die einzelnen Holdings repräsentiert, die „99 Prozent der Fahrgäste vermutlich überhaupt nicht interessieren, sondern einfache Wege zu Tickets und Fahrplaninformationen“. Auch für Dell war Usecon schon tätig, hinsichtlich einer besseren Auszeichnung seiner Produktlinien. Was sich Anwender von einem Produkt wie beispielsweise einer Website erwarten und wie sie auf ein existierendes Angebot reagieren, wird mit einer Reihe von Usability- und User Experience-Tests analysiert, die einem Unternehmen die Sicht auf ein Produkt aus Anwenderperspektive vermitteln.

Dazu gehören unter anderem EyeTracking-Verfahren, mit denen die Bewegung der Augen und die Blickschwerpunkte aufgezeichnet werden. Aus verschiedenen Verfahren ergibt sich dann ein komplexes Bild eines Projekts mit allen Verbesserungsmöglichkeiten.

Keine Limits Nach dem Usability-Bereich enden die Dienste von Usecon beim Design eines Projekts. Programmier- und technische Entwicklungsarbeiten werden nicht geleistet. „Damit würden wir uns selbst einschränken“, sagt Markus Murtinger. „Wir wollen uns nicht mit technischen Limits selbst Grenzen auferlegen – dadurch können wir die Limits nach oben treiben.“  www.usecon.at

Nokia Siemens Networks Das Unternehmen ortet Energieeinsparungsmöglichkeiten beim Betrieb von Mobilfunknetzen

Mobilfunknetz mit Ressourcen-Bewusstsein Wien. Wenn der Mobilfunk eines nicht ist, dann eine energiesparende Technik. Laut dem Infrastruktur-Anbieter Nokia Siemens Networks bringen Mobilfunkanbieter rund 65% ihrer Energiekosten alleine für das Mobilfunknetz auf. Insgesamt entfallen 15 bis 30% der Betriebskosten auf die vom Netz benötigte Energie: „Hier besteht ein enormes Potenzial, nicht nur für den Umweltschutz“, sagt Peter Wukowits, Country Director Nokia Siemens Networks Öster-reich. „Dieses Potenzial erschließen wir durch unsere Energielösungen und helfen unseren Kunden, Kosten und CO2-Emissionen einzusparen.“ Das dazupassende Produkt nennt sich „Liquid Net“ und soll Einsparungen von bis zu 33% ermöglichen.

Hoher Verbrauch „Die Mobilfunknetze in Österreich sind gemeinsam für 857.000 Tonnen CO2-Emissionen verantwortlich und haben den Energieverbrauch von 17.000 Haushalten“, illustriert Wukowits den Energie-

© Chris Haderer

Steyr. Der oberösterreichische Prozessoptimierer und IT-Lösungsanbieter FWI Information Technology hat seine erste Auslandstochter gegründet, die FWI Deutschland GmbH. Ausgehend vom neuen, deutschen Standort in Hallbergmoos bei München, will FWI die weitere Internationalisierung vorantreiben. „Mittelfristig werden wir mit drei Standorten in Deutschland den deutschen ERP- und IT-Markt als Ganzes abdecken und auch unser gesamtes Produktportfolio in Deutschland anbieten“, sagt Manuel Möser, Geschäftsführer der FWI Deutschland GmbH und von FWI Information Technology in Österreich. „Am deutschen Markt fokussieren wir auf ausgewählte Branchen, allen voran die Entsorgungswirtschaft sowie die Papier-, Druck- und Verpackungsindustrie.“ Für diese beiden Branchen wird FWI ihre Microsoft-zertifizierten ERP-Branchenlösungen als Full-ServiceProvider anbieten. FWI (Jahresumsatz: 13,5 Mio. €, erzielt mit 120 Mitarbeitern an drei Standorten) ist in Österreich Marktführer im ERP-Segment Microsoft Dynamics AX und auch in vorderer Front im CRM- sowie BI-Bereich aktiv. „Den deutschen Markt haben wir schon länger im Visier“, sagt Manuel Möser. „Unsere Strategie ist auf konsequentes Wachstum ausgerichtet. Neben unserem neuen Standort in Hallbergmoos planen wir, weitere Standorte in Deutschland zu einzurichten.“  www.fwi.at

Wien. Es geht um „die großen Ziele“ eines Projekts, egal ob es sich um eine neue App dreht oder um ein Webportal. Die geraten nämlich, je nachdem, ob es sich um ein marketing- oder technikgetriebenes Projekt handelt, leicht ins Abseits. Die Anforderungen und Erwartungen von Anwendern versucht das Wiener Consulting-Unternehmen Usecon zu repräsentieren. Die Leistung des Unternehmens besteht vorwiegend aus Usability-Analysen und daraus folgenden Designvorschlägen für Produkte und Services. „Wir versuchen, das reale Leben in Projekte einzubringen“, erklärt Markus Murtinger, Managing Consultant bei Usecon. Unternehmen können die Dienste von Usecon in Anspruch nehmen, um ihren Produkten und Diensten mehr Anwendernähe zu verleihen, um es einfach auf den Punkt zu bringen. Von der Unternehmensform ist der Consulter eine GmbH und vollständig im Besitz des Gründers Manfred Tscheligi.

© Usecon

Chris Haderer

Germany-Team (vlnr): Manuel Möser, Markus Drengk, Albert Lenczuk.

Reduziert CO²: Peter Wukowits, Country Director Nokia Siemens Networks Österreich.

hunger der Netze. „Das ist über ein Drittel des Stroms, den etwa das Kraftwerk in Korneuburg erzeugt.“

Netz mit Bewusstsein „Die Liquid Net-Technologie von Nokia Siemens Networks ist ein revolutionärer Ansatz bei Telekommunikationsnetzen“, sagt

Wukowits. Mit Liquid Net besitzen die Netze ein „kognitives Bewusstsein“, erkennen ihren eigenen Status und passen sich in Echtzeit selbstständig den jeweiligen Anforderungen an. Bisher waren Mobilfunknetze statisch aufgebaut: Um höchste Performance zu leisten, musste jede Komponente immer mit voller Leistung arbeiten

– auch wenn hohe Netzkapazitäten im Augenblick gar nicht benötigt wurden. „Unsere ‚Liquid Net‘ Philosophie ist ein radikaler, neuer Ansatz, um Ressourcen zu teilen. Überlastete Netze gehören damit der Vergangenheit an, gleichzeitig sind hohe Einsparungen möglich. Wenn sich nicht benötigte Komponenten selbstständig deaktivieren, sehen wir eine Reduktion des Energieverbrauchens von bis zu 33 Prozent.“ Ein weiterer Ansatz zum Sparen sind die Basisstationen, die den benötigten Strom eigenständig durch Fotovoltaik, Windkraft und Brennstoffzelle produzieren können. „Bei der Berechnung von Modell-Mobilfunknetzen sind die Aussichten eines flächendeckenden Einsatzes von energieautarken Mobilfunkmasten vielversprechend: Bei einem Netz mit 20.000 Basisstationen könnte die jährliche CO2-Einsparung 157.600 Tonnen betragen – das entspricht den durch Strom verursachten CO2-Emissionen einer Stadt der Größe von Graz“, sagt Wukowits. www.nokiasiemensnetworks.com


Fa cts & f i g u r e s

Freitag, 4. Mai 2012

medianet technology – 51

UPC Die neue Mediabox des Breitband-Multimedia-Providers lockt mit Videorekorder-Funktionen und bietet Zugriff auf eine Reihe von HD-Programmen

HD-Programme als TV-Zugpferd Wien. Der Multimediaprovider UPC setzt bei seinem TV-Angebot verstärkt auf HD-Qualität. Immer mehr Sender bieten ein dementsprechendes Programm, und als Empfangsstelle beim Kunden empfiehlt sich die „UPC Mediabox HD DVR“ mit integriertem Digital Video Recorder, die auch das einfache Mitschneiden von Lieblingsprogrammen (auch in HD-Qualität) ermöglicht. Zudem bietet UPC im Rahmen der Digital TV-Pakete weiters digitales Radio, einen elektronischen TV-Guide, Nachrichten, Wetterinfos und Spiele rund um die Uhr am TV-Schirm an. Das On Demand-Angebot der UPC sichert außerdem individuelles Kinovergnügen mit über 2.000 Titeln für daheim; nicht nur die neuesten Blockbuster, sondern auch Konzerte stehen bereit. Per Knopfdruck wird auf der Fernbedienung der gewünschte Film gewählt und kann bis zu 48 Stunden

lang gestartet, unterbrochen, vorund zurückgespult und immer wieder angesehen werden. Abgerundet wird das Angebot durch beliebte Serien von ATV, Nickelodeon oder Red Bull. Die Abrechnung der bestellten Filme erfolgt über die monatliche UPCRechnung.

Schnelles Netz Die kontinuierliche Einspeisung neuer Dienste und Services wird durch das Fiber Power Netz von UPC möglich. Darüber hinaus ist das Fiber Power Netz, das Internet-Geschwindigkeiten von bis zu

100 Mbit/s und HDTV erlaubt, die Grundlage für moderne TV-Services und Entertainment-Angebote. Und als kostenloses Zusatz-Service für alle Digital TV-Kunden bietet der heimische Multimedia-Provider auch auf allen weiteren TV-Anschlüssen im Haushalt kostenlos analoges Telekabel TV, um auch in anderen Räumlichkeiten in den Genuss von UPC TV-Angeboten zu kommen. Apropos andere Räumlichkeiten: UPC-Internetzugänge bieten auch eine WLAN-Funktion, mit der man die hohen Fibre Power-Geschwindigkeiten auch bequem mit Smartphones nutzen kann.  www.upc.at

© UPC

Das Internet-Angebot beinhaltet WLAN-Funktionen für den Zugang per Handy.

Das UPC Network Operations Center; hier wird für die Stabilität der Dienste gesorgt.

medianet Inside Your Business. Today.

nativy Übersetzungs-Tools

Dolmetsch-Hilfe

Wien. Ob die Sprachenvielfalt der Erde tatsächlich auf eine göttliche Intervention beim Turmbau zu Babel zurückgeht, sei dahingestellt – auf jeden Fall hat sie den Beruf des Übersetzers geboren. Nicht zuletzt hat die Globalisierung dazu geführt, dass immer mehr Übersetzungen gebraucht werden – allerdings gehören zum Jobprofil auch Akquise und Selbstvermarktung, was den Aufwand enorm steigert. Wer sich durch die Zusammenarbeit mit Vermittlern entlasten will, landet aufgrund der weiten Verbreitung von Preisdumping allerdings nicht selten im Prekariat. Hier versucht die Wiener IT-Firma nativy GmbH mit „nativy connect“ einen Ausweg aus der Misere zu bieten, von dem Übersetzer und ihre Kunden profitieren sollen.

iPad App medianet iPad-App kostenlos im App Store erhältlich!

Automatische Abwicklung „nativy connect” ist eine Software-as-a-Service-Lösung, mit der Übersetzungen direkt aus den Softwareprogrammen heraus abgewickelt werden können, welche die Auftraggeber verwenden. nativy connect wählt dabei aus dem derzeit bereits 600 zertifizierte Übersetzer mit insgesamt 142 Sprachkombinationen umfassenden Pool automatisch die besten Übersetzer aus (Filterungen sind möglich). Durch die Abwicklung von Übersetzungen über die Schnittstelle müssen Texte nicht mehr in einfache Formate umgewandelt und nach der Übersetzung mühsam an der richtigen Stelle reimportiert werden; dies wird vollautomatisch von nativy connect erledigt. Natürlich fallen für Übersetzer bei der Zusammenarbeit mit nativy auch Kundenakquise, Angebotserstellung und Abrechnung ersatzlos weg. Den Zeitrahmen und Preis ihrer Dienste bestimmen sie dabei weitestgehend selbst. Die branchenübliche Anonymität, die bei vielen Übersetzern zu wachsender Entfremdung von ihrer Tätigkeit führt, hat mit nativy ebenfalls ein Ende: Fragen, die sich während der Bearbeitung von Übersetzungen ergeben, können sie über eine Chatfunktion direkt mit ihren Auftraggebern klären.  www.nativy.com

www.medianet.at


Tool s & se r v i c es

52 – medianet technology

Freitag, 4. Mai 2012

Test „SnagIt 11“ bietet umfangreiche Funktionen zum Erstellen von Fotos und Videos des aktuellen Bildschirminhalts

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Schnelle Schnappschüsse von Bildschirminhalten

Neue Systemkameras mit WiFi-Funktionalität

© Epson

Etikettendrucker für den Einsatz in Laboren

Geringer Platzbedarf: TM-C3400BK.

Wien. Epson erweitert sein Etikettendrucker-Portfolio um den TM-C3400BK, einen kompakten Tintenstrahldrucker für den Druck von Etiketten, Preisschildern und Tickets in Schwarzweiß oder in Graustufen. Der Printer eignet sich dank der langen Haltbarkeit seiner Drucke für ein breites Spektrum an Etikettieraufgaben auf verschiedenen Medien, von Normalpapier bis hin zu Spezialmedien mit Beschichtung (30 bis 112 mm Breite). Das Gerät arbeitet mit der Epson Durabrite Ultra-Pigmenttinte, die Ausdrucke sind lichtbeständig, wisch- und wasserfest und deshalb auch für den Einsatz in Laboren oder in der Logistik geeignet.  www.epson.at

Wien. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. So abgedroschen der Satz klingt, so wahr ist er auch, gerade wenn es beispielsweise um die Präsentationen oder die Erstellung von Schulungsmaterialien geht. In einem Software-Handbuch bringt die Abbildung des entsprechenden Bildschirms meist mehr Wirkung als eine umständliche Beschreibung. Allerdings ist es nicht ganz einfach, gewünschte Bildschirminhalte in Bilddateien zu speichern, um sie mit anderen Programmen weiterzuverarbeiten. Ein recht einfacher Weg ist die Verwendung einer speziellen Screenshot-Software, wie „SnagIt 11“ (47,95 €) von Techsmith. Das Programm ist für Windows-Systeme verfügbar und in einer modifizierten, nur englischen, Version unter dem Namen „SnagIt for Mac 2“ auch für Apple-Systeme. SnagIt bietet drei Capture-Modi: „Screenshots“ zum Speichern von Bildschirminhalten in Bilddokumente, „Video“ zum Aufzeichnen von Bildschirmfilmen (etwa um die Bedienungsweise eines Programms zu illustrieren) und „Text“ zur Erfassung von bearbeitbaren TextDokumenten.

Verschiedene Modi SnagIt 11 besteht aus zwei Modulen: dem Editor und der eigentlichen Shooting-Komponente. Screencaptures können den gesamten Bildschirm erfassen, ausgewählte Fenster oder mittels Cursor markierte Regionen. Websites, die zu lang für die Darstellung im Browserfenster sind, können beim Capture automatisch gescrollt und als ganzes Bild eingefangen werden. Dabei sind auch zeitgesteuerte und zeitverzögerte Shots möglich. Ähnliche Funktionen bietet auch das Videocapture, das für die qualitativ hochwertige Aufzeichnung von Bewegungen am Bildschirm einen leistungsstarken Rechner voraussetzt. Erfasste Screens landen automatisch im Editor, wo sie bearbeitet und verschickt werden können. Auch die Weitergabe an andere Programme zur Verarbeitung ist recht einfach möglich. Unterm Strich ist SnagIt 11 ein sehr leistungsfähiges Screen-Capture-Paket, das (bis auf das Hochrechnen von Captures in Printauflösungen) fast keine Wünsche offen lässt. Wer auf die Darstellung von Bildschirminhalten angewiesen ist, erhält ein starkes Werkzeug.  www.snagit.de

Wenig Bordmittel Grundsätzlich können Screenshots auch mit Windows-Bordmitteln durchgeführt werden: Die Betätigung der „Print“-Taste speichert den aktuellen Bildschirminhalt als Bitmap in die Zwischenablage, von wo aus er in andere Anwendungen (wie etwa Adobe Photoshop) übernommen werden kann. Bei dieser einfachen Methode lassen sich allerdings (abhängig von der abzubildenden Anwendung) oft Aufklapp-

Im Capture-Modul von „SnagIt 11“ werden Basiseinstellungen für den Shot gewählt.

© Chris Haderer

Wien. Samsung erweitert sein Fotoportfolio mit den drei kompakten Systemkameras (CSC, für Compact System Camera) Smart NX1000, NX210 und NX20 Kamera. Hervorhebungsmerkmal ist die integrierte WLAN-Funktionalität der Geräte, die spontane Verbindungen mit Hotspots in Reichweite (oder auch Samsung-Telefonen, um sie als Viewfinder zu verwenden) ermöglicht. Upload-Funktionen für diverse Sozialportale sind ebenfalls eingebaut. In der Standardausführung werden alle drei Samsung NX Smart Kameramodelle mit einem von Samsung entwickelten 20.3-Sensor im APS-C CMOS-Format ausgeliefert. Die NX-Serie ist außerdem kompatibel mit dem i-Funktion System: Damit können Aufnahmeparameter am Objektiv eingestellt werden, ohne das Motiv aus den Augen zu verlieren. Das NX-System enthält eine Auswahl an neun Objektiven sowie Zubehör. „Unser klarer Fokus auf WiFi Konnektivität, kombiniert mit starken Funktionen, zieht sich wie ein roter Faden durch unser Samsung Kamera Sortiment“, sagt Gerald Reitmayr, Direktor Consumer Electronics bei Samsung Österreich. „Wir werden den Wünschen unserer Kunden gerecht, die mit Facebook, Twitter und Picasa schöne Momente und unvergessliche Erlebnisse nicht irgendwann, sondern in der Sekunde teilen wollen.“  www.samsung.at

menüs nicht „fotografieren“, und auch verschiedene Videostreams, die mittels Overlays oder anderen, von der Grafikkarte aus gesteuerten Funktionen agieren, werden bisweilen nicht mitgeschnitten. Auch die Aufzeichnung von Videofiles ist mit den Systemfunktionen nicht möglich. Im Gegensatz dazu bietet SnagIt umfangreiche Möglichkeiten sowohl zum Erfassen jeglicher Bildschirminhalte als auch einfache Bearbeitungs- und Weitergabefunktionen.

Chris haderer

Der Editor von SnagIt 11: Alle geschossenen Screenshots und Videos landen ­automatisch in einem Ordner. Im Editor können sie mit einfachen Werkzeugen weiterbearbeitet und auch mit Symbolen versehen werden. Die Funktionen zum Verwalten von Bildern sind allerdings nicht besonders leistungsfähig und genügen professionellen Ansprüchen nicht. Die Bedienung aller Programm-Module ist ­hingegen sehr einfach und übersichtlich gelungen.

Google Drive Der Suchmaschinenkonzern hat seine „Google Docs“-Features modernisiert und bietet Cloud-Speicher

5GB Online-Speicher mit Office-Funktionen Wien. Wer einigermaßen mit der Zeit geht, verräumt seine USBSticks im Keller und speichert in der Cloud. Mit dieser Botschaft umarmen in letzter Zeit gleich mehrere Unternehmen ihre mobile Klientel. Bis vor Kurzem waren es der Veteran „Dropbox“, Apple mit seiner „iCloud“ und Microsoft mit dem „Skydrive“, die mit kostenlosem Online-Speicher im Gigabyte-Bereich Anwender an ihre Plattformen binden wollten. Auch einige Mobilfunker bieten ihren Kunden Wolkenspeicherangebote. Mit „Google Drive“ ist nun vergangene Woche eine weitere Mächtigkeitsballung hinzugekommen: Der Suchmaschinenkonzern offeriert fünf Gigabyte Speichervolumen zum Nulltarif (größere Mengen können käuflich erworben werden), verknüpft mit den bislang unter „Google Docs“ bekannten Online-Office-Anwendungen.

Bearbeitung inklusive Tatsächlich ist „Google Drive“ die Weiterentwicklung der Google Docs-Funktionalität, ergänzt um

Cloud-Speicherfunktionen – eine ähnliche Richtung, in die Microsoft mit dem kostenlosen Skydrive, verknüpft mit dem als Abonnement erhältlichen Online-Paket „Office 360“, geht. Die Office-Funktionen von „Google Drive“ sind zwar nicht so umfangreich wie die von an-

© Chris Haderer

Die Samsung Smart NX20: viele Funktionen im kompakten Gehäuse.

© Samsung

Capture-Paket eignet sich besonders für Präsentationen und zum Illustrieren von Schulungsunterlagen.

Google Drive mit Textverarbeitung. PDFs können auch in Text konvertiert werden.

deren Paketen, reichen aber für grundlegende Dinge wie das Bearbeiten von Texten und Tabellen, Adressen und Terminen. Eingerichtet wird „Google Drive“ online über einen Google-Account; eine dazu notwendige Setup-Komponente wird für Windows- und Macin-

tosh-Systeme automatisch installiert. Was dabei leider sofort auffällt: Für den Zugriff von mobilen Geräten aus gibt es eine „Android“-Version bei Google Play – die iOS-Version und ein Linux-Client werden allerdings erst später nachgereicht und von Fassungen für Windows Phone oder Blackberry wird vorerst nicht gesprochen. Das ist schade, denn im Prinzip ist „Google Drive“ ein gutes Tool für den mobilen Dokumentenzugriff, das auch eine dreistufige Freigabehierarchie (mit und ohne Bearbeitungsprivilegien) bietet. In Verknüpfung mit anderen Google-Diensten macht Drive eine recht gute Figur, wobei noch abzuwarten bleibt, wie Google das Produkt weiterentwickelt – auch hinsichtlich der Kollaboration von Arbeitsgruppen. Wer eine preiswerte Online-Speicherlösung mit Bearbeitungsfeatures sucht, sollte ein Auge auf „Google Drive“ werfen. Wer nur problemlos Daten zwischen möglichst vielen Welten austauschen will, ist vorerst aber mit dem Klassiker „Dropbox“ besser beraten.  drive.google.com  www.dropbox.com


medianet

inside your business. today.

freitag, 4. mai 2012 – 53

Der Markt für Printed Electronics wird bis 2015 auf 19 Mrd. Euro wachsen  Seite 55

Der Phoenix fliegt

Phoenix Contact rechnet auch für heuer mit einem kontinuierlichen Wachstum  Seite 56

epson neuer 6-achsroboter

© Epson

© OE-A

Elektronik unter druck

© Phoenix Contact

industrialtechnology Österreich ist weiter sehr erfindungsreich

© ATB

short

Wien. Die wirtschaftliche Entwicklung der ATB Austria Antriebstechnik AG war im ersten Halbjahr noch durch Unsicherheiten aus der Eröffnung des Insolvenzverfahrens der A-Tec Industries AG geprägt; trotzdem konnte man das Geschäftsjahr 2011 mit einem Plus abschließen. Die Umsätze stiegen um knapp 10% auf 337,4 Mio. €, im Geschäftsbereich Industrial Motors war die Steigerung mit 11,7% auf 171,6 Mio. € noch ausgeprägter. Das EBITDA konnte um 84,9% auf 24,6 Mio. € gesteigert werden.  www.atb-motors.com

© Österreichisches Patentamt/APA-Fotoservice/Hautzinger

Steyr-Gleink. Im Zuge ihrer Internationalisierung hat FWI ihre erste Niederlassung im Ausland gegründet. Vom neuen Standort in Hallbergmoos bei München aus will FWI den deutschen ERP-Markt erobern. „Wir freuen uns, nun näher bei unseren (potenziellen) Kunden in Bayern und Baden-Württemberg zu sein. Mittelfristig werden wir mit drei deutschen Standorten den deutschen ERP- und IT-Markt als Ganzes abdecken und – als Full-Service-Provider – auch unser gesamtes Produktportfolio in Deutschland anbieten“, so Manuel Möser, GF der FWI Deutschland GmbH und von FWI Information Technology in Österreich.  www.fwi.at

Friedrich Rödler (Präsident des Österreichischen Patentamtes) mit Martin Pfennigbauer (Forschungsdirektor von Riegl Laser Measurement Systems).

Patente Strategie Österreichische Erfinder setzen zunehmend auf Internatio­ nalität und lassen ihre Innovationen verstärkt auf den Exportmärkten schützen. Bis zum einheitlichen EU-Patent wird aber noch viel Zeit vergehen.  Seite 54

© TGW

Erfolgreiche Kooperation Langzauner und LCM

Das erfolgreiche Team der beiden ­Projektpartner Langzauner und LCM.

Lambrechten. Gemeinsam mit dem Linz Center of Mechatronics (LCM) hat der OÖ Maschinenbauer Langzauner GmbH eine neue Generation von Pressen entwickelt. Diese Presse arbeitet wesentlich präziser und flexibler als vergleichare Modelle und spart zudem durch den Einsatz eines integrierten hydraulischen Antriebs bis zu 70% Energie. Das hat noch vor Serienreife einen Anfrageboom ausgelöst. Sogar die beiden Prototypen sind verkauft – eine Maschine steht jetzt im Leichtbau Technikum der KTMTechnologies GmbH.  www.langzauner.at

Zwei neue Service-Zentren

© www.foto-hoefinger.at

Neue Presse kommt sehr gut an

© www.lcm.at/Wolfgang Simlinger

Wels. Der US-Textilkonzern GAP setzt auf österreichisches Logistik Know-how. Das Welser Hightech-Unternehmen TGW wurde beauftragt, im Distributionszentrum der Modekette in Nashville ein automatisiertes Materialflusssystem einzurichten. Durch die neuen Anlage, die Anfang 2013 in Betrieb gehen wird, soll die Zusammenstellung der Warenlieferung aus dem Gesamtsortiment für jeden Kunden bei gleichem Personalaufwand und auf weniger Raum doppelt so schnell funktionieren wie bisher.  www.tgw-logistics.com

Würth Der Montageprofi baut in Österreich aus

Umfangreiches Sortiment, umfassendes Service und professionelle Beratung.

Böheimkirchen. „Kundenzentren sind zum einen eine attraktive Einkaufsmöglichkeit und zum anderen die erste Adresse, wenn es um Information und kompetente Fachberatung geht”, sagt Mario Schindlmayr, Leiter Marketing und Vertrieb bei Würth-Österreich. Kürzlich wurden zwei weitere – in Tulln und Mattighofen – eröffnet. Für das 50. Jahr in Österreich hat der deutsche Spezialist für Montage- und Verbindungstechnik aber noch mehr vor: Bis Jahresende will man die Zahl der Kundenzentren von aktuell 33 auf 38 weiter ausbauen.  www.wuerth.at


c ov er

54 – industrialtechnology

kommentar

Technik-Know-how im Blickfeld

Freitag, 4. Mai 2012

Erfindungsreich Österreichische Unternehmen melden ihre Erfindungen verstärkt in den USA und Asien an

Trend zu internationalen Patentanmeldungen Politische Querelen verzögern das dringend notwendige, einheitliche EU-Patentrecht aber weiter.

W

issenschaftssendungen sind im Fernsehen grundsätzlich keine Mangelware. Allerdings bewegt sich das Niveau der meisen auf einem recht überschaubaren Level. Die Inhalte sind kurz und knapp gehalten, die Unterhaltung steht im Vordergrund. Spaß an der Technik und Wissenschaft fördert ein solches Konzept nur bedingt. Im besten Fall profitiert der Zuschauer davon, dass er mit ungewöhnlichen Themen für den unverfänglichen PartySmalltalk versorgt wird. Dass es auch anders geht, dass fundierte Information und komplizierte Inhalte auch höchst unterhaltsam sein kann, beweisen die „Science Busters“. Am 8. Mai geht jetzt eine neue Wissenschaftsendung on air und das Konzept von „tagged“ der FH St. Pölten klingt schon mal recht interessant. „Wissendurst statt Informationslawine“ lautet die Devise. Die erste Folge trägt den Titel „beautiful data” und beschäftigt sich mit den vielen – zum Teil unbekannten – Facetten wissenschaftlicher Daten. Gedreht wird an „Originalschauplätzen“, also direkt in den verschiedenen Forschungsstätten. Vorgestellt werden nicht nur Fakten, sondern auch die Personen dahinter. Und der Spaß soll bei aller Seriosität auch nicht zu kurz kommen. Wir sind schon mal sehr gespannt.

Industriepreis 2012

© Huber Verlag für Neue Medien

Ausgezeichnet

Florian Kempff (GF IPmotion) mit dem diesjährigen Industriepreis.

Hannover. Bereits zum siebenten Mal wurde im Rahmen der Hannover Messe unter Schirmherrschaft des VDI vom Huber Verlag für Neue Medien der „Industriepreis“ verliehen. Insgesamt mehr als 500 Projekte waren eingereicht worden – mehr als jemals zuvor –, entsprechend schwer fiel es daher der Jury aus Wissenschaftern und Fachjournalisten, die Besten in 13 Fachkategorien sowie den Gesamtsieger – hier setzte sich schließlich die hessische IPmotion GmbH mit ihrer innovativen Routertechnologie CARA-WAN durch – auszuwählen.  www.industriepreis.de

Wien. Insgesamt 3.242 Erfindungen (86% von österreichischen Unternehmen) wurden im letzten Jahr nach der kürzlich präsentierten Statistik des Österreichischen Patentamts in Österreich angemeldet. Das ist zwar ein Minus von 8,9% gegenüber 2010, aber kein Grund, sich über möglicherweise schwindenden Innovationsgeist heimischer Unternehmen Sorgen machen zu müssen. Denn gleichzeitig steigt seit Jahren die Zahl der international eingereichten Patente. Insgesamt 6.300 österreichische Erfindungen wurden im letzten Jahr beim Europäischen Patentamt (EPA), bei

Friedrich Rödler, Präsident des Österreichischen Patentamts.

neue Wachstumsmärkte zu erschließen.“ Neben Deutschland stehen vor allem die USA, die Russische Föderation, China, Japan, Brasilien, Korea, Kanada und Australien im Fokus heimischer Innovatoren. Im Bundesländerranking liegt Oberösterreich mit 727 Erfindungsanmeldungen wie in den Vorjahren an der Spitze, gefolgt von der Steiermark und Wien.

„Der Wert des geistigen Eigentums und sein verstärkter Schutz ist in einer globalen Wirtschaft für jedes

strukturellen Zusammenfassung aller Bereiche, die den Schutz des geistigen Eigentums – z.B. auch die Bereiche Urheberrecht und Produktpiraterie – betreffen, notwendig. Ausweiten will man auch die Serviceleistungen für KMUs.

Besonders denen macht der hohe finanzielle und veraltungstechnische Aufwand für Patentanmeldungen schon innerhalb der EU Probleme. Denn beim Europäischen Patent ist nur das Erteilungsverfahren zentralisiert. Abhilfe soll da das schon lang (seit 1975) geplante einheitliche EU-Patent schaffen. Allerdings verzögern Unstimmigkeiten und Zuständigkeitsstreitigkeiten den Fortgang des Projektes immer wieder. Aktuell streiten sich etwa Deutschland, Frankreich und Großbritannien über den Standort des neu zu schaffenden Gerichts für das EU-Patent. Im Mai wird es einen neuerlichen Anlauf geben, hier Einigkeit zu erzielen. Andernfalls hat Ratspräsident Herman Van Rompuy bereits in einem Brief an die 27 EU-Regierungen erklärt, die Causa dann zur Chefsache machen und bei nächsten EU-Gipfeltreffen im Juni auf´s Tapet bringen zu wollen.  www.patentamt.at

Zu viele Grenzen

Unternehmen zentral.“

Das Erfindungsranking führt Siemens in Österreich mit 45 Patenten, vor Julius Blum und AVL List. Das innovationsstärkste Unternehmen, ausgezeichnet mit dem heuer erstmals verliehenem „Preis für das Patent des Jahres” ist Riegl Laser Mangement Systems aus Horn. Im Zuge der starken Internationalisierung von Patentanmeldungen wäre laut Rödler eine Neustrukturierung des Österreichischen Patentamtes im Sinne einer Verwaltungsreform mit einer

friedrich rödler, präsident österreichisches patentamt

der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) und bei den nationalen Patentämtern eingereicht. Friedrich Rödler, Präsident des Österreichischen Patentamtes, über den Trend: „Österreichische Unternehmen setzen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verstärkt auf den Schutz ihrer Innovationen auch außerhalb Österreichs, um

Roex Consulting & Compound Experten-Know-how in Sachen Kunststofftechnologie

Gute Beratung ist (k)eine Kunst Niederneukirchen. Technische Beratung ist ein relativ junger Wirtschaftszweig und vor allem für KMUs interessant, da dort oft Personal und Know-how für spezielle Neuentwicklungen fehlt. „Besonders in der Evaluierungsund Start-up-Phase neuer Technologien ist es für diese Unternehmen eine Chance, auf externes Wissen zuzugreifen”, sagt Christoph Rögner, dessen 2008 gegründetes Beratungsunternehmen „Roex Consulting & Compound“ auf den Bereich Kunststofftechnologie spezialisiert ist. Geholt wird der Experte aber auch, wenn es darum geht, personelle Engpässe bei Projekten kurzfristig zu überbrücken.

ich die Verbindung und zentrale Stelle für diese Technologie zur Verfügung”, erzählt Rögner, der seit 1995 in verschiedenen Positionen (etwa als GF einer Losko-Tochter) maßgeblich an der Entwicklung der WPC-Technologie beteiligt war und daher über entsprechend großes Know-how verfügt. Das Consulting von Roex umfasst daher alle Bereiche, von der Aus-

wahl der geeigneten Materialien, Rezepturen, Werkzeuge und Extrusionsanlage über die Faseraufbereitung, Kalkulation bis zur Produktion. „Zu unseren besonderen Stärken zählt auch die Einreichung und Abwicklung von F&E-Projekten, die über Fördergelder finanziert werden sollen”, erläutert Rögner. Daneben fungiert Roex auch selbst als Hersteller eines WPC-

„Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesum sie noch robuster und farbstabiler zu gestalten.“

Neutral & unabhängig „Entscheidend für den Schritt in die Selbständigkeit war, dass in der damals neuen WPC-Technologie in verschiedensten Unternehmen dieses Thema zwar präsent war, jedoch in der frühen Phase des Marktaufbaus noch keine großen internen Teams aufgebaut wurden. Mit meinem Unternehmen stellte

Terrassenbodensystems. „WPCAnwendungen im Außenbereich liegen im Trend und haben Zuwachsraten von 20%. Aufgrund der Vorteile gegenüber dem tradi-

serung der Produkte,

christoph rögner gf roex

© Roex (2)

britta biron

© Österreichisches Patentamt/APA-Fotoservice/Hautzinger

britta biron

Christoph Rögner stellt als externer Experte sein Fachwissen zur Verfügung.

tionellen Holz, etwa kein Verwittern oder Splittern sowie geringer Pflegeaufwand, sind die Kunden auch bereit, etwas mehr für diese Produkte zu zahlen”, so Rögner weiter.  www.roex.at


Freitag, 4. Mai 2012

i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 55

drupa 2012 Gedruckte Elektronik hat ihren Weg von den Labors in die Industrie gefunden und bietet der Druckindustrie neue Möglichkeiten

Innovationen machen Druck Düsseldorf. Bücher und Zeitungen mit eingebauten Bildschirmen, animierte Plakate, Solarzellen von der Rolle oder intelligente Verpackungen – bis vor einigen Jahren waren solche Ideen noch hart an der Science-Fiction, heute ist die gedruckte Elektronik im industriellen Maßstab angelangt. Eine aktuelle Studie von IDTechEx, einem Beratungsunternehmen für Printed Electronics, geht für heuer bereits von einem Marktvolumen von rund sieben Mrd. € aus. „Die organische Elektronik ist ein Markt mit großem Zukunftspotenzial und wird einen festen Platz in unserer Lebenswelt einnehmen, beispielsweise bei intelligenten Labeln auf Lebensmittelverpackungen, bei Solarzellen auf Fens-terscheiben. Mit der kontinuierlichen Verbesserung der Techniken bei Druck- und Fertigungsverfahren in Verbindung mit kostengünstigen Materialen ergeben sich

quasi unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten“, so Wolfgang Mildner, GF der PolyIC GmbH & Co. KG und Vorstand der Organic and Printed Electronics Association (OE-A). Am ersten Tag des „Future-ofPrint“-Wochenendes, am 12. Mai, zeigt die OE-A im „drupa cube“ anhand von Expertenvorträgen, wohin die Reise mit „Printed Electronics“ künftig gehen kann.

Neue Einsatzbereiche „Für die werbetreibenden Printbuyer ist das ein Quantensprung, für die Druckbranche ein realistisches hohes Potenzial, weil sich

Beckhoff Erfolgreich

Umsatzplus

© Beckhoff Automation

Media Partner

Verl. Im zweiten Jahr in Folge hat Beckhoff Automation ein überproportional hohes Umsatzwachstum erzielt. 2011 wurde ein Gesamtumsatz von 465 Mio. € erreicht. Dies entspricht einem Plus von 34% gegenüber dem Jahr 2010, für das bereits ein Plus von 47% gegenüber dem Krisenjahr 2009 erreicht wurde. Damit konnte der Umsatz innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt werden. Auch die Anzahl der Mitarbeiter wuchs um 24% auf weltweit 2.100 Mitarbeiter. „Wir haben sogar unsere eigenen optimistischen Erwartungen übertroffen. Erfreulich ist insbesondere auch, dass alle großen Märkte – Europa, Asien, Amerika – und Produktgruppen zu etwa gleichen Teilen zum Wachstum beigetragen haben. Mit diesem Ergebnis sind wir natürlich überaus zufrieden“, kommentiert Hans Beckhoff, Geschäftsführender Inhaber der Beckhoff Automation GmbH, das Ergebnis. Auch die Aussichten für 2012 sind gut. Nach dem rasanten Wachstum zeichnet sich aktuell eine Konsolidierung auf hohem Niveau ab, die eine insgesamt gleichmäßige Weiterentwicklung des Geschäfts erlauben wird. Branchenbezogen zeigen sich starke Unterschiede: kräftige Rückgänge im Bereich „Alternative Energien“ werden durch Wachstum im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau kompensiert. Insgesamt rechnet man für heuer mit einem moderaten Wachstum.  www.beckhoff.de

Hans Beckhoff, Geschäftsführender Inhaber der Beckhoff Automation.

dadurch in einem neuen Markt neue Geschäftsfelder erschließen lassen“, so Manuel Mataré, Director der drupa, die vom 3. bis 16. Mai stattfindet. Die Zukunft mit gedruckter Elektronik wird auf der drupa auch bei den geführten „drupa-Highlights“Touren oder im „drupa innovation park“, kurz „dip“, in Halle 7 gezeigt. Dort werden Innovationen in dem noch jungen Fachbereich präsentiert – etwa interaktive Visitenkarte, sprechende Verpackungen oder ein Brettspiel mit aufgedruckter Batterie, die OLED-Spielfelder zum Leuchten bringt.  www.drupa.de

© OE-A

Bis 2015 wird das Marktvolumen auf rund 19 Mrd. Euro anwachsen.

Neue Verfahren sorgen für eine Revolution in der Druck- und Elektronikindustrie.


56 – industrialtechnology

short

© Fill Maschinenbau

Fill Maschinenbau wächst weiter

i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Freitag, 4. Mai 2012

Phoenix Contact Innovationen, Kooperationen und Auszeichnungen sorgen für konsequentes Wachstum

Die Aussichten sind weiterhin recht gut

Österreich-GF Thomas Lutzky: „2012 wird kein Boomjahr, aber wir rechnen mit rund 8% Plus.“ britta biron

Gurten. 2011 war für den OÖ Maschinenbauer Fill mit einem Auftragseingang von 107 Mio. € das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte und man setzt auch weiterhin auf Wachstum. Mitte April fand der Spatenstich für das Projekt „Fill 2020“ statt, bei dem das Werk im ersten Bauabschnitt um 8.000 m� zusätzliche Logistik- und Montageflächen erweitert wird. Für 2014 ist dann die Errichtung eines Dienstleistungs- und Schulungszentrums in Gurten geplant. Insgesamt sind für die nächsten Jahr Investitionen in Höhe von 25 Mio. € vorgesehen. „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort im Innviertel“, erklären die GF Andreas Fill und Wolfgang Rathner.    www.fill.co.at

Generationswechsel bei Haidlmair Nußbach. Nach einem Rekordjahr mit einem Umsatzplus von 40% übergab Firmengründer und GF Josef Haidlmair die operative Geschäftsleitung an seinen Sohn Mario, wird dem Unternehmen aber weiterhin als beratender Beirat zur Verfügung stehen und sich zukünftig schwerpunktmäßig mit strategischen Aspekten innerhalb der Haidlmair-Firmengruppe aus aktuell sechs Unternehmen beschäftigen.  www.haidlmair.at

Der Engel ist weiterhin auf einem Höhenflug

Wien. Der Vergleich mit dem mythologischen Vogel stimmt nur bedingt, denn von Asche, aus der man sich erheben könnte, kann nicht die Rede sein. 2011 hat das Unternehmen immerhin ein Umsatzplus von 14% auf 1,52 Mrd. € erzielt und angesichts der wachsenden Nachfrage auch personell aufgestockt. Insgesamt wurden rund 150 Mio. € investiert.

„Durch Kooperationen mit verschiedenen Schulen bereiten wir auch unseren eigenen Fachkräftenachwuch

© Phoenix Contact

Projekt „Fill 2020“: Spatenstich zur Erweiterung des Werks in Gurten.

auf den Beruf vor.“

Thomas Lutzky (GF Phoenix Contact Ö.), Heimo Sandter (Vizerektor FH Campus Wien), Sabina Paschek (GF FH Campus Wien), Gernot Kucera (Lehre & Forschung FH Campus Wien), Andreas Posch (Departmentleiter Technik FH Campus Wien; v.li.n.re.).

thomas lutzky, gf phoenix contact österreich

haben aber auch Umsatztreiber, die sich primär aus neuen Produkten und Lösungen generieren. Wir sind deshalb weiter optimistisch und erwarten sowohl auf Gruppenebene als auch in Österreich rund acht Prozent Umsatzwachstum.” Förderlich sind da natürlich auch renommierte Auszeichnungen. So hat Phoenix Contact für sein Blitzstromüberwachungs-System „Lightning Monitoring System” bei der diesjährigen Hannover Messe den „Hermes-Award“ erhalten. Sorge bereitet Lutzky – wie vielen seiner Kollegen in der Industrie – zurzeit der Fachkräftemangel. „Wir unternehmen große Anstrengungen, unseren Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze, spannende

„‚Phoenix Contact Österreich‘ ist im Gleichschritt mit der Gruppe gewachsen und hat den Personalstand auf 56 Mitarbeiter erweitert. Wir konnten mit innovativen Produkten und Lösungen sowohl bei bestehenden als auch neuen Kunden punkten und daneben viele erfolgreiche Initiativen in den Bereichen ‚Erneuerbare Energien‘ und ‚E-Mobility‘ setzen”, sagt Thomas Lutzky, seit Anfang des Jahres GF von Phoenix Contact Österreich. „2012 wird kein Boomjahr; nach dem ersten Quartal zeichnet sich ab, dass einige Märkte in ihre Konsolidierung eingetreten sind, wir

Betätigungsfelder und Mitgestaltungsmöglichkeiten zu bieten und leben eine Unternehmenskultur, die Vertrauen und die Entwicklung der Mitarbeiter zur Erreichung vereinbarter Ziele fördert. Darin sehen wir die Basis für Innovation.“

Phoenix macht Schule Neben Fachkräften spricht man aber auch gezielt den Nachwuchs mit altersspezifischen Maßnahmen an. „Kooperationen mit Schulen, Fachschulen und Hochschulen sind für Unternehmen wie Phoenix Contact sehr wichtig. Zum einen sind die Zusammenarbeiten wichtige Brücken zu den Lehrenden, die als Verantwortliche für Forschung und Lehre anwendernahes Wissen

vermitteln sollen. Zum anderen hat die Wirtschaft auch eine Mitverantwortung den jungen Menschen gegenüber, wenn es darum geht, sie auf die Berufswelt vorzubereiten und auszubilden”, so Lutzky, der kürzlich einen Kooperation mit der H Campus Wien fixiert hat. Dabei wird der Studienzweig „Hightech Manufacturing“ mit Laborausrüstung unterstützt und Studenten im Rahmen von Exkursionen technisches Know-how über den jeweils letzten Entwicklungsstand in der Industrie vermittelt. Im Gegenzug werden die Studenten mit Projekt- und Diplomarbeiten Phoenix Contact bei der Erarbeitung von komplexen Kundenlösungen unterstützen.  www.phoenixcontact.at

austriamicrosystems Das steirische Hightech-Unternehmen erwartet heuer ein Umsatzplus von 30%

Ende April wurde das erweiterte Werk in Shanghai eröffnet.

Schwertberg. Engel Austria konnte im Geschäftsjahr 2011/2012 sein Asiengeschäft deutlich ausbauen. Zum Umsatz von 125 Mio. € tragen die in Shanghai gefertigten Großmaschinen, die kleinen und mittleren Spritzgießmaschinen aus dem Produktionswerk in Südkorea sowie Exporte von den österreichischen Standorten nach Asien bei. Um dem auch weiter steigende Interesse asiatischer Kunden in Zukunft noch besser gerecht zu werden, hat der OÖ Spritzgießexperte die Kapazität in seinem Großmaschinenproduktionswerk in Shanghai verdoppelt; zukünftig werden mehr als 200 Maschinen der Baureihe „Engel duo” pro Jahr gefertigt werden können.  www.engelglobal.at

Unterpremstätten. austriamicrosystems konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs wieder kräftig zulegen. Der Gruppenumsatz stieg lauf 90,7 Mio. € und liegt damit um 64% höher als im Vorjahresquartal sowie 12% über dem Vorquartal. Das EBIT konnte auf 18,3 Mio. € gesteigert werden, das entspricht einem Plus von 125%. Der Bereich Consumer & Communications zeigte ein andauernd starkes Wachstum bei Smartphone- und Tablet-PC-Anwendungen, das keine Anzeichen einer Abschwächung erkennen lässt. Starke Nachfrage herrscht auch im Produktbereich MEMS-MikrofonICs, viel Dynamik auch im Wireless-Geschäft für RFID und verwandte Technologien. Im Industrie- und Medizintechnikgeschäft ist eine Verbesserungen im Orderverhalten der Industriekunden festzustellen, die eine Aufhellung der Aussichten auf den Endmärkten widerspiegeln. Im Bereich ‚Medizintechnik‘ nahmen die Liefermengen der hochwertigen Sensorlösungen für bild-

gebende Verfahren weiter zu. Das Automotive-Geschäft verzeichnet ebenfalls steigende Produktionsmengen, insbesondere bei anspruchsvollen Sensorschnittstellen und Sensoren in Sicherheitsanwendungen.

Weiter gute Aussichten Aufgrund der guten Geschäftslage hat austriamicrosystems sei-

ne Erwartungen für das laufende Jahr nochmals nach oben revidiert und rechnet jetzt mit einem Plus von 30%. Wesentlich für den Erfolg des Unternehmens ist seine Innovationsstärke. So wurde vor wenigen Tagen mit dem „AS3935 Franklin Blitz-Sensor“ eine Weltneuheit präsentiert: Das tragbare Gerät (benannt nach dem bekannten Erfinder Benjamin Franklin) arbeitet

mit einem RF-Receiver, der elektrische Aktivitäten innerhalb eines Umfelds von bis zu 40 km ortet, dabei aber andere ungefährliche Stromquellen wie etwa Motoren oder Mikrowellengeräte erkennt und für die Berechnung nicht berücksichtigt. In zahlreichen Feldversuchen in Finnland und Florida hat sich der AS3935 Franklin Blitz-Sensor bereits bestens als Frühwarnsystem bewährt.

Für die Zukunft

© ams

© Engel

Erfindungsreichtum zahlt sich aus

Das gute Ergebnis des ersten Quartals gibt Anlass zu weiterem Optimismus.

Auch in Sachen Nachwuchsförderung ist das steirische Hightech-Unternehmen aktiv, seit Kurzem auch als globaler Sponsor des „Freescale Cups“, einem internationalen Wettbewerb mehrerer Universitäten für intelligente autonome Modellrennwagen. austriamicrosystems stellt den Teams dazu sein lineares Kameramodul „Sensorarray TSL1401CL“ zur Verfügung, das Daten zu den seitlichen Begrenzungen der Rennstrecke liefert.  www.austriamicrosystems.com


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Knapp AG Ausbau des Russland-Geschäfts

BeziehungsPflege Chancen für steirische Unternehmen im Osten.

industrialtechnology – 57

| BS12-02G |

Freitag, 4. Mai 2012

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Knapp

IPC v.li.: Josef Herk, Florian Stermann, Ludwig Scharinger, Eduard Wünscher, Sergej J. Netschajew, Franz Voves, Wolfgang Krug. herbert strasser

Graz. Die Eröffnung der Grazer Niederlassung der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft (ÖRFG) fand nicht von ungefähr in den Räumlichkeiten der Knapp AG statt. Mit einem Exportanteil von 98% spielt Internationalität beim Intralogistiker eine große Rolle und natürlich ist man auch in Russland – seit mittlerweile zehn Jahren – aktiv, vor allem in der Pharmabranche. Der Vertrieb wird von der Zentrale im steirischen Hart gesteuert, ein Partnerunternehmen in Moskau sorgt für Service und Wartung Zurzeit errichtet Knapp für das Kosmetikunternehmen Oriflame die größte Einzelkommissionierungsanlage Russlands, die ab

Mitte des Jahres täglich mehr als eine Mio. Kosmetika im Großraum Moskau ausliefern wird.

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

Chancen nutzen Das Grazer Büro der ÖRFG will steirische Unternehmen dabei unterstützen, am russischen Markt Fuß zu fassen. „Für die Steiermark hat die Repräsentanz eine große Bedeutung, ist sie doch eine Bestätigung dafür, dass unser Bundesland international sehr gut verankert ist”, so Landeshauptmann Franz Voves, der etwa auf eine Verstärkung der bestehenden Kooperationen in der Automobilindustrie und im Hochschulsektor hofft. „Ich freue mich auf eine noch intensivere Zusammenarbeit.”  www.knapp.com

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

ACR Neues Innovationsnetzwerk stärkt KMUs

Neue Chancen immer im Blick Wien. Um KMUs professionelle Hilfestellung beim Erkennen von Innovationsmöglichkeiten zu bieten, hat das ACR-Netzwerk (bestehend aus 17 Forschungsinstituten) mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ein Innovationsradar entwickelt. Dabei haben Experten die Entwicklungen in den vier Trendbereichen Bauen, Umwelttechnik, Lebensmittel und Werkstoffe analysiert und daraus Trends für

die Zukunft abgeleitet. Besonders wichtig war bei der Erstellung die zielgruppengerechte Aufbereitung sowie die mittelfristige Verwertbarkeit. „KMU stehen mitten im Markt und brauchen daher Verkaufbares“, so ACR-GF Johann Jäger. „Der ‚ACR Innovationsradar‘ zeigt, wohin sich der Markt in den nächsten ein bis zwei Jahren entwickelt und ­worauf sie sich vorzubereiten haben.“  www.acr.at

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© fotodienst/Katharina Schiffl

Automation

v.li.: Martin Leitl (Präsident der ACR), Josef Mandl (Leiter der Abt. Innovation und Transfer im BMWFJ), Johann Jäger (GF der ACR).


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

58 – industrialtechnology

Freitag, 4. Mai 2012

Epson Für Anwendungen in der Chemie-, Pharma- und Medizinbranche gibt es die C3 6-Achsroboter jetzt auch in IP67- und VHP-Ausführung

Neue Automatisierungslösungen Eine spezielle Zelle auf der Automatica präsentiert die perfekte Kooperation von Robotern unterschiedlicher Kinematiken. Meerbusch. Der Einsatz von Automaten in aseptischen und antiseptischen Bereichen stellt besondere Ansprüche an die Maschinen. Sie müssen abwaschbar, resistent

„Mit dem neuen 6-Achsroboter in den Ausführungen IP67 oder IP67/VHP ­betreten wir einen neuen Markt.“ volker spanier, epson

gegen verschiedene aggressive Chemikalien sowie absolut dicht sein und dennoch alle Merkmale leistungsfähiger Roboter besitzen.

Epson hat dafür jetzt seine 2010 eingeführte C3 6-Achsroboter-Serie um Modelle in IP67- oder IP67/ VHP-Ausführung erweitert und bietet damit Kunden aus den Bereichen Pharma, Medizin und Chemie eine neue Lösung für Automatisierungsaufgaben in besonders anspruchsvollen Umgebungen.

Neue Einsatzgebiete Der bewährte, schnelle Epson 6-Achser bietet eine Reichweite von 600 mm bei einer Nutzlast von bis zu 2,5 kg. Eine MTBF von 36 Monaten garantiert zudem eine hohe Zuverlässigkeit. Volker Spanier, Leiter Factory Automation der Epson Deutschland GmbH, erläutert: „Mit dem neuen 6-Achsroboter in IP67 oder IP67/VHP Ausführung betreten wir einen neuen Markt und setzen damit ein Ziel unseres mittelfristigen Businessplans SE15 um, unser Engagement in den industriellen Märkten zu verstärken. Die ‚Automatica‘ bietet uns eine hervorragende Plattform, um zusammen mit unseren Partnerunternehmen

unsere neuen Lösungen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.“ Auf dem Stand 318 in Halle B2 zeigt Epson zudem sein breites Portfolio an leistungsfähigen Automatisie­ rungs­lö­sun­ gen. Neben dem C3 VHP-Roboter wird anhand einer besonderen Verrichtungszelle die perfekte Kooperation zwischen Robotern unterschiedlicher Kinematiken präsentiert. So kommt in der gleichen Zelle noch ein Epson Labeldrucker TM-C3400 zum Einsatz, der die Beschriftung industrieller Produkte übernimmt. Die Scara-Roboter übernehmen dabei in Kooperation Handling und Bestückung des Labeldrucker. Ebenfalls am Epson-Stand vertreten sind die Partnerfirmen, die ihre individuellen Arbeitszellen, basierend auf Epson-Robotern, vorstellen.

ImagingLab S.r.l. (Lodi, Italien) hat sich auf die Bildverarbeitung in der Robotik spezialisiert und stellt auf der Automatica eine auf NI LabView basierende Roboterzelle vor, die Industrieroboter und einen „360° 3D Scanner“ miteinander verknüpft.

Zusammenarbeit Die ImagingLab RobotikBibliothek ermöglicht Endanwendern und Systemintegratoren dabei, Roboter direkt mit der LabView Plattform von National Instruments zu programmieren. www.epson -europe.com www.imaginglab.it

Der neue Epson C3 6-Achsroboter in IP67 und IP67/VHP-Ausführung.

© Epson

norbert berger

Kompakt & Präzise

Feedback bringt Flexibilität

Hannover. Auf der „Hannover Messe“ stellt ABB die neuen Coriolis Masse-Durchflussmesser CoriolisMaster FCB330 und FCB350 für flüssige und gasförmige Medien vor. Sie ermöglichen die präzise Messung mehrerer Größen mit nur einem Gerät. Neben der direkten Messung von Masse- und Volumendurchfluss mit einer Messgenauigkeit bis 0,1% Abweichung vom Messwert werden die Dichte, Konzentration und Temperatur des Mediums erfasst. Durch das neue Doppelrohr-Design ohne bewegliche mechanische Teile sind die Geräte wartungsfrei und, wie von der Industrie gefordert, besonders kompakt.  www.abb.com

Wien. Konsequent verfolgt die KML Linear Motion Technology die Weiterentwicklung ihrer Mechatronikprodukte. Auf der diesjährigen „Automatica“ wird unter anderem die standardisierte Integration einer speziellen Feedbackschnittstelle präsentiert, die das dynamische System mit noch mehr Servoreglern kombinierbar macht. Dadurch werden bisher bestehende Schnittstellenprobleme mit spezifischen Herstellern eliminiert und die LMS E2-Baureihe fit für eine Vielzahl anspruchsvoller Anwendungen gemacht. Der größte Vorteil des absoluten Feedbacksystems ist, dass keine Referenzfahrten erforderlich sind,

Ein Gerät misst Durchfluss, Dichte, Temperatur und Konzentration.

wodurch Zeit und Kosten gespart werden können. Weitere Vorteile ergeben sich auch für das Sicherheitskonzept der kompletten Maschine. Die robuste staubunempfindliche Ausführung ermöglicht den problemlosen Einsatz unter rauen Industriebedingungen. Begonnen bei der Ausführung des Längenmesssystems bis hin zur Abdeckung der Magnete inkl. Abstreifer, erfüllt KML unterschiedlichste Anforderungen. Die LMS E2Baureihe ist daher beispielsweise auch für die Verpackungsindustrie prädestiniert, wo sehr oft Papierstaub oder ähnliche Schmutzpartikel auftreten.  www.kml-technology.com

© KML

KML Neue standardisierte Hiperface-Schnittstelle für Linearmotor-Reihe LMS E2

© ABB Automation

ABB Neue Coriolis Masse-Durchflussmesser

Neue Hiperface-Schnittstelle: hohe Beschleunigung und Präzision.

MODERNE KAMERA-TECHNOLOGIE FÜR DIE RICHTIGE POSITIONIERUNG Data Matrix Positionier-System PCV – hochredundant und extrem fehlersicher

www.pepperl-fuchs.de/pcv

Q Höchste Positionssicherheit durch Data Matrix Codes Q Kleines Lesefenster ermöglicht engste Kurvenradien sowie Steigungs- und Gefällestrecken Q Äußerst robust gegenüber Verschmutzung und Beschädigung für eine hohe Lebensdauer Q Positionierung in X-Richtung bis 10.000 Meter und Y-Richtung zur Höhenmessung Q Sehr schmales, frei verlegbares Codeband

Pepperl+Fuchs GmbH Industriestraße B 13 · A-2345 Brunn am Gebirge Tel.: +43 2236 33441 · Fax: +43 2236 31682 E-Mail: info@at.pepperl-fuchs.com · www.pepperl-fuchs.com


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Freitag, 4. Mai 2012 – 59

REISEBEGLEITUNG VIA WEB

„go russia“-pass startet

Web-Portal Miss Travel vermittelt hübsche Frauen an reiselustige Männer  Seite 60

Globale Allianz SkyTeam bietet AeroflotFlüge in 30 russische Städte  Seite 62

© SkyTeam

© misstravel.com

destinationworld reisesalon tom sebesta  ausgezeichnet © T.A.I./V. Sufiyan

Verkehrsbüro Group ist für 2012 optimistisch

© Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

short

St. Ulrich. Das Cavallino Bianco Family Spa Grand Hotel****S ist ein erstklassiges Kinderhotel im Südtiroler Grödental. In diesem Sommer werden von Juni bis Oktober erstmals geführte Segway-Touren durchs UNESCO-Weltnaturerbe organisiert. 300 Höhenmeter oder 30 km sind mit einer „Batterieladung“ an einem Tag einfach zu bewältigen. Den Dreh, wie der batteriebetriebene Hightechroller funktioniert, hat man innerhalb von ein paar Minuten heraus. Nach der Rückkehr werden die Segways bei einer Steckdose aufgeladen.  www.cavallino-bianco.com

© Verkehrsbüro Group/Bill Lorenz

© Leading Family Hotels & Resorts

Hamburg. Die Expeditionsschiffe von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten sind im September 2012 in deutschen Gewässern unterwegs und bieten vier- bis fünftägige Schnupperreisen. Das 5-Sterne-Schiff „Hanseatic“ kreuzt in der Nordsee, die „Bremen“ (4Sterne-plus) in der Ostsee. Dünenlandschaften, Sandstrände und Wattenmeer stehen im Fokus der NordseeKurzreise mit der Hanseatic. Von Hamburg geht es über Sylt und Föhr nach Wilhelmshaven und wieder zurück nach Hamburg – ab 1.504 € p.P.  www.hlkf.de

Verkehrsbüro Group Generaldirektor Harald Nograsek freut sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 und setzt große Hoffnungen in 2012.

Expansion Trotz Arabischen Frühlings, Griechenlandkrise und Naturkatastrophen konnte der Bereich „Leisure Touristik“ 2011 ein leichtes Plus von 1,2% generieren. Und im ersten Quartal 2012 konnte der Umsatz um 13,9% gesteigert werden.  Seite 60 MSC Kreuzfahrten Marktführer am heimischen Kreuzfahrtsektor und viertgrößte Kreuzfahrtreederei der Welt feiert

Barcelona. Die Renaissance Hotels, bekannt als Lifestyle-Marke von Marriott International, sind auf dem Vormarsch: Mit einer großen Party wurde die Eröffnung des „Renaissance Barcelona“ gefeiert. Das Haus befindet sich im Herzen der katalanischen Hauptstadt, nur wenige Meter vom als Prachtboulevard und Shopping-Meile bekannten Paseo de Gracia.  www.renhotels.com

Wien. Der beliebte französische Meisterkoch Christian Constant wird der Taufzeremonie der „MSC Divina“ von MSC Kreuzfahrten am 26. Mai in Marseille eine ganz besondere Note verleihen. Die Gäste erwarten zwei speziell für die Veranstaltung kreierte Menüs der Extraklasse. Constant, bekannt aus der Fernsehshow „Top Chef“, führt drei angesagte Restaurants in Paris, die für ihre individuelle Speisekarte sowie ihre einzigartige Atmosphäre bekannt sind. Die Menüs, die zur Taufe kredenzt werden, beinhalten zum Beispiel Spezialitäten wie Lan-

gusten-Medaillons und Gemüse à la Niçoise, verfeinert mit Meerrettich. Auch wird knuspriger Wolfsbarsch in Kapern-Ravigote-Sauce, zusammen mit Spinatsprossensalat, serviert. Begleitet werden die Delikatessen von einer exquisiten Auswahl bester französischer Weine. Zum Dessert können sich die Gäste auf das legendäre „Christian Constant Mille Feuille“, ein Blätterteiggericht mit Butterkaramell, freuen. Für MSC Kreuzfahrten ist eine hochwertige und authentische Küche integraler Bestandteil eines rundum gelungenen Urlaubs.

Aus diesem Grund verwöhnt die MSC Divina – neben ihrem einzigartigen Design, innovativen Einrichtungen und besonderen Anlaufhäfen – ihre Gäste mit feinsten Gerichten aus frischen und qualitativ hochwertigen Zutaten mit lokalem Bezug. Ein Highlight an Bord der MSC Divina ist das „Galaxy“, ein Panoramarestaurant, das sich in der Disco des Schiffs befindet. Die Einrichtung ist angelehnt an den Stil der italienischen 1950er-JahreNachtclubs, wie dem „La Capannina“ oder dem „Forte del Marmi“.  www.msckreuzfahrten.at

© Stéphane de Bourgies

© Marriott

MSC Divina-Taufe am 26. Mai in Marseille

„MSC Divina“ feiert die Schiffstaufe mit Gourmet-Koch Christian Constant.


c ov e r

60 – destinationworld

Freitag, 4. Mai 2012

Verkehrsbüro Group Im ersten Quartal 2012 wurde der Konzernumsatz um 13,9% auf 200,5 Mio. Euro gesteigert

Kommentar

Geschäftsjahr 2011 mit bedeutender Expansion

Blaguss-Koop mit Westbus gestartet

Mit American Express Reisebüro wurde Business Touristik in 2011 Teil eines weltweiten Netzwerks. zweiten Rang ab. Die Türkei verzeichnete einen Anstieg von 9% auf 9,9%, Kroatien von 2,5% auf 5,8% und Ägypten einen Rückgang von 8,4% auf 5,7%.

michael bär

Wien. „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, das geprägt war von einer deutlichen Erweiterung der Gruppe durch wichtige Expansionsschritte und deren Integration im Konzern. Wir konnten uns 2011 noch besser aufstellen und unsere führende Position in allen drei operativen Geschäftsbereichen signifikant ausbauen“, zieht Harald Nograsek, Generaldirektor der Verkehrsbüro Group, zufrieden Bilanz.

georg biron

D

as Westnetz, bestehend aus Westbahn und Westbus, wird jetzt ausgeweitet. Dann werden über www. westbus.at folgende vier neue Strecken buchbar. Wien –Prag, Wien–Bratislava, Wien–Budapest und Wien–Zagreb. Damit verdoppelt Westbus sein Linienangebot. Bislang wurden schon die Linien Wien–Klagenfurt, Linz–Prag, Linz–Graz sowie Salzburg–Klagenfurt angeboten. Das Qualitätslevel, das die Westbus-Kunden schon bisher gewohnt waren, wird auch auf den neuen Linien erlebbar sein. Alle Tickets können online oder vor Ort gekauft werden. Die Westnetz-Jahreskarte gilt auch auf den neuen Strecken, ÖAMTC-Kunden bekommen bei Online-Buchungen auch auf den neuen Linien zehn Prozent Rabatt. Einzelne Annehmlichkeiten wie gratis WLAN werden aufgrund der Komplexität auf einigen Linien noch nicht vom Start weg verfügbar sein, jedoch bald umgesetzt. Die Linien werden in Kooperation mit Blaguss-Eurolines angeboten. Ganze elf Mal pro Tag verbindet der Westbus Wien mit Bratislava (Fahrzeit eine Stunde, Fahrpreis: 6,90 Euro). Wien–Budapest wird täglich fünf Mal in beide Richtungen gefahren (Fahrzeit: drei Stunden, Fahrpreis: 19 Euro). Damit wird jetzt eine echte Alternative zu Bahn und Flugzeug geboten.

„Nach einem Jahr der Expansion und Inte­gration werden wir heuer das Potenzial in allen Geschäftsfeldern voll ausschöpfen.“ Harald Nograsek Generaldirektor Verkehrsbüro Group

„Wir haben den Wachstumskurs der Vorjahre fortgesetzt und eine Umsatzerhöhung um zehn Prozent auf 851,5 Mio. Euro erzielt – bei einem gleichzeitigen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern um 4,9% auf 15,1 Mio. Euro und trotz des wirtschaftlich herausfordernden Umfelds, das zudem von Unruhen und Naturkatastrophen in wichtigen touristischen Destinationen massiv belastet war“, so Nograsek. Mit der Akquisition der American Express Reisebüro GmbH 2011 in Österreich wurde der Ge-

Airport Bremen News

Verkehrsbüro präsentiert die beliebtesten Urlaubsziele im Sommer 2012 und listet auch die Gewinner und Verlierer in Relation zum vergangenen Jahr auf.

schäftsbereich ‚Business Touristik‘ massiv aufgewertet und Teil eines weltweiten Netzwerks.

Übernahme von Jumbo Mit der Übernahme von 76% an der neu gegründeten Jumbo Touristik GmbH wurde das Veranstaltergeschäft ausgebaut. Trotz Arabischen Frühlings, Griechenlandkrise und Naturkatastrophen konnte der Bereich Leisure Touristik 2011 einen Umsatz von 566,1 Mio. € und damit ein leichtes Plus von 1,2% generieren. Insgesamt verbuchte die Verkehrsbüro Group im Bereich Leisure Touristik 2011 rund 1,73 Mio. Passagiere (2010: 1,72 Mio.). Die neu gegründete Jumbo Touristik lieferte erstmals einen Beitrag zum Reiseveranstaltergeschäft (ab dem vierten Quartal 2011).

Der Fokus auf höherwertige Reisen steigerte in den 119 Ruefa Reisebüros den Umsatz pro Buchung. Weit mehr als die Hälfte des Leisure-Touristik-Umsatzes (51%) entfiel auf die Reisebüros, beinahe ein Viertel auf den Direktvertrieb (23%), 17% auf den Incoming-Tourismus und neun Prozent auf das Reiseveranstaltergeschäft. Damit waren die Reisebüros weiterhin die stärkste Vertriebsschiene, der Direktvertrieb gewann jedoch weiter an Bedeutung, vor allem durch die erfolgreiche Kooperation mit Hofer/Aldi. 2011 kam es zu einer Verschiebung der Reiseströme: Spanien baute 2011 nach einem Anstieg von 10,7% auf 13,3% aller Ruefa Reisen die führende Position aus. Italien löste mit 11,2% (VJ: 6,8%) Griechenland, auf das 10,9% (VJ: 10,1%) aller Reisen entfallen, vom

Während in den Vorjahren die Wirtschafts- und Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen hatte, konnte der Bereich Business Touristik mit Geschäftsreisen 2011 eine deutliche Umsatzerhöhung durch gestiegene Ticketverkäufe und -preise und großteils durch die Akquisition von AX Travel Management (ab dem 2. Halbjahr 2011) erzielen. Der Umsatz erhöhte sich um signifikante 32,8% auf 151,8 Mio. €. Die Anzahl der Passagiere stieg um 36% auf 272.000. Das Ergebnis vor Steuern stieg trotz Integrationskosten des Zukaufs und unterstützt durch Effizienzsteigerungen aufgrund der Aufrüstung und Modernisierung der IT-Systeme um 20,7% auf 2,5 Mio. €. Trotz der Konjunkturschwäche ist die Verkehrsbüro Group gut ins Jahr 2012 gestartet: Im ersten Quartal 2012 konnte der Konzernumsatz um 13,9% auf 200,5 Mio. € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gesteigert werden. Nograsek: „Nach einem Jahr der Expansion und Integration werden wir das Potenzial in allen unseren Geschäftsfeldern voll ausschöpfen. Für 2012 peilt die Verkehrsbüro Group einen Konzernumsatz von rd. 900 Mio. Euro an.“ Mit Blick auf die Situation auf den europäischen Märkten erwartet der Konzern allenfalls punktuell stagnierende Umsätze infolge des gebremsten Konsums.  www.verkehrsbuero.com

„Miss Travel“ US-Portal bringt Mädchen mit Sponsoren zusammen, die auf der Suche nach Reisebegleiterinnen sind

Turkish Airlines in Deutschland

Dating-Plattform für Urlaubsbegleiterinnen New York. Die Dating-Seite „Miss Travel“ nimmt nur schöne Frauen in ihre Datenbank auf. Das Portal bringt hübsche Mädchen mit reichen Männern zusammen, die auf der Suche nach attraktiven Reisebegleiterinnen sind: Gratis-Urlaub gegen angenehme „Gesellschaft“. Über ein Belohnungssystem können die männlichen Kunden angenehmen Zeitgenossinnen Prämien in Form von Bonus-Meilen zukom-

men lassen. Fleißige Profi-Urlauberinnen werden mit Solo-Reisen belohnt. Auf der Internetplattform heißt es, dass Escorts nicht willkommen seien. „Natürlich sind solche Angebote moralisch fragwürdig. Allerdings gibt es solchen Tauschhandel auch ohne Internet. Ein Mann, der Begleitung für einen Urlaub sucht, wählt keine Frau, die Altgriechisch oder Integralrechnen beherrscht.

© www.misstravel.com

Bremen. Sie ist mit mehr als 32 Mio. Fluggästen jährlich bereits die viertgrößte Airline in Europa und wurde bei den „Skytrax World Airline Awards 2011“ zur besten Fluggesellschaft Europas gekürt: Mit Turkish Airlines steuert eine weitere neue Fluggesellschaft Bremen an und bietet erstmals einen Linienverkehr von und nach Istanbul an. Mit Schnupperflügen macht Turkish Airlines den Fluggästen aus der Nordwestregion Lust auf den Bosporus: 99 € kostet der Flug nach Istanbul (hin und zurück; Preis inkl. Steuern und Gebühren), in der Business Class lockt ein Hin- und Rückflugticket um 599 €. Die Flugzeiten sind so angelegt, dass alle Anschlussflüge innerhalb der Türkei, in den Nahen und Mittleren Osten sowie nach Afrika, Asien und Amerika über die türkische Metropole erreichbar sind. Zum Einsatz auf der Strecke kommen nur moderne, lärmarme A 320.  www.turkishairlines.com

Ausblick auf das Jahr 2012

Internetportal für reiselustige Anwälte, Ärzte, Athleten, Banker und Manager.

Er wird auch offline eine hübsche Partnerin wählen. Solche Internetportale bergen das Potenzial für Prostitution und können für Mädchen gefährlich sein, allerdings haben die Mädchen nach dem ersten persönlichen Kontakt zumindest die Möglichkeit, abzulehnen“, so die österreichische Psychologin Gerti Senger.

„Sugar Daddy“-Portale Wer sich als Reisebegleitung für Wohlhabende verdingen möchte, muss sich bei Miss Travel registrieren. Nur wenn das beigelegte Foto den Anforderungen entspricht, wird ein Profil in den Pool von potenziellen Urlaubspartnerinnen aufgenommen. Die Seite wirbt damit, dass der Kundenstamm sich aus Anwälten, Ärzten, Athleten, Bankern und Managern zusammensetzt. Das Modell erinnert an andere sogenannte Sugar Daddy-Portale im Web, die reiche alte Männer mit jungen hübschen Frauen zusammenbringen. Deshalb werden teilnehmende Mädchen auch ge-

warnt, sich auf den Trips auf ihren „gesunden Menschenverstand zu verlassen“. Die Autorin des US-Blogs „Jezebel“ stellte nach ihrer Registrierung bei Miss Travel fest, dass ein großer Teil der Männer verheiratet war. Auch einige Gesuche älterer Herren nach „dunkelhäutigen Mädchen“ sind auf dem Portal zu finden. „Es gibt sicher die Klischees von den alten Männern, die 20-jährige Mädels suchen. Es sind aber sicher auch geschiedene 40-Jährige vorhanden, die einfach keine Zeit zur Partnersuche haben. Man sollte nicht alles über einen Kamm scheren“, so Senger. Der Betreiber von Miss Travel unterhält noch andere Web-Angebote. Auch „Seeking Arrangements“, „Seeking Millionaires“ und „What‘s your Price“ wurden der versteckten Prostitution bezichtigt. 2009 sagte eine Seeking-Arrangements-Kundin der New York Times: „Ich fühle mich mit meinem Sponsor nicht wie eine Prostituierte, aber wahrscheinlich bin ich eine.“  www.misstravel.com


b usi n e ss & m ark e ts

Freitag, 4. Mai 2012

destinationworld – 61

ReiseSalon Ausstellerbroschüre mit zwei Goldmedaillen einer der großen Gewinner beim diesjährigen „T.A.I. Werbe Grand Prix“ im Hilton Vienna

ReiseSalon ist großer Gewinner georg biron

Wien. Zwei Mal Gold und ein Mal Gesamtsieg: Die Freude war dementsprechend groß beim Team des ReiseSalons, als man sich zur großen Preisverleihung im Hilton Vienna am Montagvormittag einfand. „Es wird“, so Christopher Norden, GF der Tourist Austria, „für alle Anwesenden ein großartiger Wochenbeginn.“ Das konnten Christina Neumeister-Böck und Hanns Bauer von n.b.s sowie Tom Sebesta, selbstständiger Grafik-Designer, nur bestätigen. Die Ausstellerbroschüre des ReiseSalon erhielt in der Sparte „Print“ sowohl vom Publikum als auch von der Jury die Bestnote und heimste in dieser Kategorie gleich zwei Goldmedaillen ein. Doch damit nicht genug: Auch der Hauptpreis in dieser Kategorie ging an dasselbe Team. Der Award „Blick in die Welt“, eine

Kristallglas-Skulptur der Wiener Designerin Silvia Rehrl, hergestellt von Swarovski, hat seinen Platz im Perchtoldsdorfer Büro der Firma n.b.s. gefunden.

Jury & Publikum voten Der ReiseSalon hat es also geschafft, noch vor der ersten Veranstaltung vom 23. bis 25. November zu begeistern; und das sowohl vonseiten der Jury als auch seitens des Publikums. Die Organisatorin des ReiseSalon, Christina Neumeister-Böck, meint: „Ein Dankeschön an alle, die mitgewählt haben, an die

Jury und an den Organisator. Diese Auszeichnung ist so etwas wie ein Versprechen an alle Aussteller, die uns bereits das Vertrauen schenken, und an alle, die es uns noch schenken werden. Dieser Weg wird auch weiter konsequent verfolgt.“ Der T.A.I. Werbe Grand Prix ist durch die Einbindung des Publikums der härteste Wettbewerb für Tourismuswerbung im deutschsprachigen Raum. Ausgezeichnet werden Plakate, Kataloge, Websites, TV- und Radio-Spots. Die Sieger gingen aus 365 Einreichungen hervor.  www.werbegrandprix.at  www.reisesalon.at

© T.A.I./V. Sufiyan

Grafik-Designer Tom Sebesta überzeugte sowohl Publikum als auch Jury.

(v.li.): Hanns Bauer & Christina Neumeister-Böck (n.b.s.), Tom Sebesta (Designer).

Dänemark Homo-Magazin

„Queerfriendly“

Hoisdorf. Auch in Dänemark möchte man den weltweit boomenden Sektor von Gay & Lesbian Travels nutzen: Das schwul-lesbische Reisemagazin Queerfriendly Travel hat in Zusammenarbeit mit Dänemarks Tourismuszentrale VisitDenmark ein Reisemagazin für Lesben und Schwule veröffentlicht. Dänemark ist durch Großveranstaltungen wie World OutGames und dem Kopenhagener Christopher Street Day ein Reiseziel für die homosexuelle Community. Welche QueerfriendlyReiseziele Dänemark neben Kopenhagen noch bietet, kann ab sofort im Magazin nachgelesen werden. 50.000 Exemplare der Sonderausgabe Queerfriendly Denmark werden in den nächsten Monaten deutschlandweit verteilt.  www.queerfriendly-travel.de

South American Airpass

70 Flug-Ziele

Frankfurt/M. Der „South American“ Airpass von LAN ist die einfachste und ökonomischste Art, traumhafte Destinationen in Südamerika zu kombinieren. Er kann gebucht werden, wenn der Langstreckenflug von Deutschland nach Südamerika mit LAN oder einer anderen Fluggesellschaft der oneworldAllianz erfolgt. Der Preis des „South American“ hängt von der Anzahl der Coupons (mindestens drei One-Way-Verbindungen) ab. Mit diesem Produkt können Fluggäste ihre Reiseroute flexibel gestalten und von günstigen Spezialtarifen auf Flügen in Lateinamerika profitieren. Detaillierte Preisauskünfte sind über jedes Reisebüro erhältlich. Insgesamt gilt der „South American“ Airpass für mehr als 70 Ziele in zehn Ländern. Zwischen Pazifik und Karibik gelegen, hält Kolumbien neben einer überwältigenden Natur vielfältige Attraktionen für Touristen bereit. 22 LAN-Flugziele stehen im Land zur Auswahl. Der „South American“ Airpass für Kolumbien kann ab 708 € gebucht werden.  www.lan.com

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b u s i n e s s & m a r k et s

62 – destinationworld

Freitag, 4. Mai 2012

SkyTeam Globale Allianz hat „Go Russia“-Pass für Flüge eingeführt, die von Aeroflot in Russland durchgeführt werden

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Flexibles Reisen in mehr als 30 russische Städte

Nachhaltigkeitspreis für Forschung von TUI

© TUI Austria

Kalkulation basiert auf Anzahl der geflogenen Meilen; Ermäßigungen von bis zu 20% sind möglich. dino silvestre

Preisübergabe (von li.): Kerstin Freudenthaler (Generalsekretärin der ÖGAF), Siegerin Sandra Hillerzeder, Josef Peterleithner, Juryvorsitzender.

Amsterdam. Aeroflot, Russlands nationale Fluggesellschaft und SkyTeam-Mitglied seit 2006, verfügt über ein ausgedehntes Inlandsstreckennetz und fliegt als Teil des „Go Russia“-Passes von ihrem Drehkreuz, dem Flughafen Moskau Sheremetyevo, aus über 30 Reiseziele in Russland an.

Wien. Kürzlich wurde am MCI Innsbruck im Rahmen des „Tourissimus“ erstmals der „TUI Nachhaltigkeitspreis für wissenschaftliche Forschung“ vergeben. Ziel der Einführung war es, einen Anreiz für Forschungsarbeiten zu diesem Themenbereich zu schaffen und die Nachhaltigkeit im Tourismus auch im universitären und schulischen Bereich stärker zu verankern. „Seit über 20 Jahren setzt sich TUI aktiv für den Umweltschutz ein. Dieser ist auch als Unternehmensgrundsatz verankert. Ziel der TUI ist es, die Umwelteinflüsse und die sozialen Auswirkungen rund um die angebotenen Reisen kontinuierlich zu verbessern, denn eine intakte Umwelt und Gesellschaft sind natürliche Voraussetzung für dauerhaft schöne Ferien. Es ist daher naheliegend, dass gerade die TUI einen Nachhaltigkeitspreis vergibt“, so Josef Peterleithner, Konzernsprecher TUI Austria Holding und Mitinitiator, anlässlich der Preisverleihung.  www.tui.at

„Da die russische Wirtschaft ihre kräftige ­Entwicklung fortsetzt, muss die ­wachsendem Reise­ bedarf gedeckt sein.“ Alfredo Frassoni Revenue Management & Fare Products skyteam

Dazu gehören u.a. das Finanz-, Industrie- und Tourismuszentrum St. Petersburg, die wichtigen Energie erzeugenden Regionen Surgut und Tjumen sowie die Industriestädte Nischni Nowgorod und Wladiwostok. SkyTeam, die globale Allianz, hat einen neuen Go Russia Pass eingeführt, der Kostenersparnisse und Flexibilität für Flüge bietet, die von Aeroflot innerhalb Russlands durchgeführt werden. Der Pass ist der neueste der „Go ...“-Pass-Serie, die von SkyTeam entwickelt wurde, um globalen Kunden kostengünstiges Reisen

Amadeus & STA Travel: Neue Partnerschaft Wien. Amadeus und STA Travel, ein auf Studenten- und Jugendreisen spezialisierter weltweiter Reiseanbieter, haben ihre Content-Vereinbarung über mehrere Jahre verlängert. Der Vertrag gilt für D-A-CH, GB, Schweden, Neuseeland, Australien, USA, Südafrika, Japan, Singapur und Thailand.  www.at.amadeus.com

Kunden, die einen „Go Russia“-Pass kaufen, können bis zu 30 russische Destinationen wählen und Geld sparen.

zu ermöglichen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen – ob bei Geschäfts- oder Urlaubsflügen. Der Go Russia Pass ist erhältlich für Passagiere, deren Flüge außerhalb Russlands starten und die von einer der 15 SkyTeamFluggesellschaften durchgeführt werden oder die mit einem „Go Round the World“-Ticket reisen.

Zwischenstopps erlaubt Kunden, die einen Go Russia Pass kaufen, können zwischen mindestens drei und maximal 16 Flugcoupons wählen. Die Kalkulation der Tarife basiert auf der Anzahl der durchgängig geflogenen Meilen, wobei, abhängig von der Reiseroute, Ermäßigungen von

© Vienna International

Zum 20. Geburtstag von Disneyland Paris gibt es Jubiläumsangebote.

bis zu 20% auf die Standardtarife angeboten werden. Es gilt kein Mindestaufenthalt für die Coupons, Gabelstrecken sind zulässig, und Passagiere können in jeder Stadt mehrere Zwischenstopps einlegen. Dies ermöglicht bei der Planung der Reisen komplette Flexibilität. Der Go Russia Pass ist seit dem 2. Mai erhältlich. „Da die russische Wirtschaft ihre kräftige Entwicklung fortsetzt, wurde der Go Russia Pass entworfen, um der Nachfrage nach einem wachsenden Reisebedarf innerhalb des Landes zu entsprechen“, sagt Alfredo Frassoni, SkyTeam Manager für Revenue Management & Fare Products. „Der Großteil der SkyTeam-Fluggesellschaften fliegt nach Moskau, und mit dem

Go Russia Pass können Kunden im Rahmen einer Reise mehrere Städte besuchen und so das Potenzial für Geschäftsreisen und Tourismus maximieren.“

Allianz-Drehkreuz Moskau Folgende SkyTeam-Mitglieder bedienen den Flughafen Moskau Sheremetyevo: Air France, Alitalia, Czech Airlines, China Eastern, China Southern, Delta Air Lines, KLM und Korean Air. Aeroflot fliegt zu den wichtigsten Städten der Welt. Der SkyTeam Go Russia Pass ist einer von mehreren SkyTeam-Reisepässen, die in Verwendung sind: Go Round the World, Go China, Go Europe sowie der kürzlich eingeführte Go Africa Pass.  www.skyteam.com

Luftfahrt Sehr viele spannende Aufgabenfelder sind frei

BalticMiles Das Treueprogramm gehört zu den besten

Wien. Sieben Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren sind der Einladung von Eva Air gefolgt, um beim 11. Wiener Töchtertag am 26. April Eindrücke über die Arbeit bei einer Fluggesellschaft zu gewinnen. Die private taiwanesische Airline, heuer die einzige Airline beim Töchtertag, gewährte ihren jugendlichen Gästen einen Blick hinter die Kulissen. Im Rahmen von Workshops und Führungen haben die Mädchen

Berlin/Riga. BalticMiles erhielt am 26. April in New York zwei „Freddies“ in den Kategorien „Best Elite Programme“ und „Best Redemption Ability”. BalticMiles wurde für die Region Europa/Afrika nominiert und setzte sich in der Kategorie „Best Elite Programme“ gegen drei Konkurrenten durch: Miles & More von Lufthansa, der Executive Club von British Airways und Miles & Smiles von Turkish Airlines.

Wiener Töchtertag bei der Eva Air

Vienna International feiert mit Disneyland

unterschiedliche Abteilungen kennengelernt. Cornelia Waibl, Leiterin Reservierung und Ticketing: „Es war uns ein Anliegen, dass die Mädchen Einblick in Arbeitsbereiche gewinnen, die nicht dem Bild des klassischen Frauenberufs bei einer Fluggesellschaft entsprechen. Wir haben gezeigt, dass es bei einer Airline zum Beispiel in der Cargo-Abteilung sehr spannende Aufgabenfelder gibt.“  www.evaair.com

Hier zahlt sich Treue wirklich aus

Miles-Mitgliedern und Partnern bedanken, denn das ist unsere gemeinsame Leistung.“ BalticMiles bietet an mehr als 11.000 Orten weltweit die Möglichkeit, Meilen zu sammeln; für Flüge, Reisen, Hotelaufenthalte, Mietwagen, Restaurants, Spa-Behandlungen und in vielen weiteren Bereichen erhalten Kunden ebenso Punkte wie beim Einkaufen im Online-Shop von BalticMiles.  www.balticmiles.com

Cornelia Waibl, Eva Air Österreich-Leiterin Ticketing (re.), mit Teilnehmerinnen.

Gabi Kool, Chief Executive Officer von BalticMiles, erklärt: „Jedes Jahr gewinnen große und global tätige Fluggesellschaften die ‚Freddie‘Awards für ihre Treue-Programme. Zum ersten Mal in der Geschichte dieser renommierten Auszeichnung gehen sie an ein Kundenbindungsprogramm einer kleineren Fluggesellschaft. Darüber hinaus war Air Baltic unter den insgesamt nur vier Fluggesellschaften weltweit, deren Programme in diesem Jahr mehrfach gewonnen haben. Dies ist eine Anerkennung für unsere harte Arbeit und unsere Innovationen. Ich möchte mich bei allen Baltic-

© Air Baltic

Ehrung für Air Baltic

© R. Novak

Wien/Paris. In den VI Hotels „Dream Castle“ und „Magic Circus“ in Paris gibt es bis 7.11. eine Nacht für zwei Erwachsene und zwei Kinder (unter 12) sowie Eintritt für die Familie im Disneyland ab 232 €. Beide Hotels sind für Familienurlaube konzipiert: Versehen mit Karussells, Gartenanlagen zum Austoben, Spielplätzen im Freien und im Gebäude sowie Disney-Geschäften, eignen sich die Hotels wunderbar für einen Urlaub mit Kindern. www.dreamcastle-hotel.com www.magiccircus-hotel.com

© SkyTeam

Nachfrage nach

Freddie-Awards in New York: Gabi Kool, Chief Executive Officer von BalticMiles.


t r av e l & v oya g e

Freitag, 4. Mai 2012

destinationworld – 63

FTI Touristik Mit neuen Arrangements lassen sich aufregende Karibikinseln kennenlernen

short

Kombi-Pakete von FTI für ABC-Inseln

„Sorglos-Garantie“ für Griechenland-Reisen Wien. Für alle GriechenlandNeubuchungen bietet ITS Billa Reisen die sogenannte Sorglos-Garantie: Wer seine Reise zwischen 23. April und 31. Mai neu bucht, der kann bis sieben Tage vor Abreise den Urlaub gratis umbuchen oder, ohne einen speziellen Grund, auch stornieren. Die Sorglos-Garantie gilt für Griechenlandreisen ünrigens während der gesamten Sommersaison 2012.  www.itsbilla.at

Aruba, Bonaire oder Curacao: Packages inkludieren sechs Nächte auf zwei Inseln. caroline nussdorfer

Aruba: einmalige Vegetation Aruba ist die kleinste der drei Inseln und vor allem für ihre einzigartige Vegetation bekannt – einer Wüstenlandschaft mit riesigen Kakteen im Landesinneren stehen schroffe Klippen und Felsen an der Nordküste gegenüber. Dort befinden sich die für die Insel typischen sowie weltbekannten Divi-Divi-Bäume, deren Kronen alle aufgrund der stetig wehenden Brise nach Südwesten zeigen.

© Princess Cruises

Princess Cruises zahlt für die Benzinkosten

Wer im Mai eine Ostsee-Kreuzfahrt bucht, profitiert von einer Gutschrift.

© FTI Frosch Touristik

München. Aruba, Bonaire oder Curaçao? Wer gleich zwei der drei exotischen Inseln mit niederländischkaribischem Flair kennenlernen will, wird bei FTI Touristik fündig. Denn der Reiseveranstalter bietet im Sommer 2012 günstige Kombinationspakete für die ABC-Inseln. Die Arrangements beinhalten einen Aufenthalt mit sechs Nächten auf jeweils zwei der drei Inseln. Unweit der Küste Venezuelas gelegen, sind Aruba, Bonaire und Curaçao durch ihre koloniale Vergangenheit von niederländischen und karibischen Einflüssen geprägt und repräsentieren den karibischen Inseltraum. „Die ABC-Inseln gelten in Europa als absoluter Geheimtipp in der Karibik. Sie werden von Stürmen überwiegend verschont und haben ein nahezu bilderbuchartiges Tropenklima“, erläutert Oliver GrosseKleimann, Bereichsleiter Karibik bei FTI. „Die Inseln sind ideal zum Entspannen an einem der langen weißen Sandstrände, zum Schnorcheln und Tauchen an den vorgelagerten Riffen oder zum Erkunden der fast unberührten Natur mit dem Fahrrad“, so Grosse-Kleimann weiter.

München. Die Reederei Princess Cruises reagiert auf die hohen Benzinpreise und übernimmt einen Teil der Pkw-Anreisekosten zu den Ostsee-Kreuzfahrten ab Warnemünde. Wer im Mai eine der zwölftägigen Reisen mit der Emerald Princess ab/ bis Warnemünde bucht, erhält pro Kabine eine Gutschrift im Gegenwert von bis zu 100 l Benzin oder Diesel. Als Nachweis gelten Tankbelege, die maximal zwei Tage vor bzw. nach der Kreuzfahrt ausgestellt wurden. Zwischen Mai und August 2012 stehen insgesamt zehn Abfahrten mit dem 3.070 Passagiere fassenden Schiff ab 1.276 € pro Person zur Auswahl. Die Route führt vom Start- und-Zielhafen Warnemünde aus nach Estland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Russland.  www.princesscruises.de

Willemstadt auf Curacao: Bunte Häuser, ein Mix aus holländischer Architektur und karibischen Farben, prägen die Hauptstadt.

Restaurants und Shops, aber auch die vielen bunten und reich verzierten Kolonialbauten locken in die kleine Hauptstadt Oranjestadt.

Bonaire: die Unbekannte Weniger bekannt ist hingegen Bonaire. Die Insel beeindruckt vor allem durch ihre Unterwasserwelt und gilt nicht nur als Paradies für Schnorchler sowie Taucher, sondern auch für Wassersportliebhaber wie Kite- und Windsurfer oder Segler. Ein weiteres Highlight ist die sechs Quadratkilometer große, unbewohnte Koralleninsel Klein Bonaire. Die größte und abwechslungsreichste der drei Karibikinseln ist

Curaçao mit ihren kleinen Buchten, langen Sandstränden und einer savannenähnlichen Vegetation im Landesinneren. Bunte „Hollandhäuser“, ein Mix aus holländischer Architektur und karibischen Farben, prägen das Bild in der Hauptstadt Willemstadt. Neben den „Hato Caves“, die sich vor Millionen von Jahren bildeten, ist auch die Likör-Manufaktur, in der der berühmte „Curaçao Blue“ hergestellt wird, einen Ausflug wert.

Vier-Sterne-Avila Hotel und sieben Tage im Vier-Sterne-„Amsterdam Manor Beach Resort“. Im Preis inbegriffen sind der Flug ab Deutschland bis Curacao und ab Aruba bis Deutschland inklusive Transfers. Ab 813 € pro Person kostet die „Insel-Kombination Bonaire und Curaçao“ und beinhaltet sieben Tage im Drei-Sterne-Divi Flamingo Beach Resort & Casino und sieben Tage im Vier-Sterne-Lions Dive and Beach Resort. Auch hier sind der Flug ab Deutschland bis Bonaire und ab Curaçao bis Deutschland sowie die Transfers im Paketpreis enthalten. Weitere Informationen und Buchungen gibt‘s im Reisebüro sowie unter:  www.fti.de

Paketpreis inklusive Flug Das FTI-Arrangement „InselKombination Curaçao und Aruba“ ist ab 867 € pro Person buchbar und inkludiert sieben Tage im

Frankreich Jahn Reisen bietet 6-Tage-Reise im Sommer

A&O Reisende mit gültiger Fahrkarte erhalten 10% Rabatt

Wien. Die Brücke in Avignon sowie andere historische Orte entdecken, aber auch Gaumenfreuden erleben, das alles steht auf dem Programm der sechstägigen Flusskreuzfahrt von Jahn Reisen Austria. Unter dem Motto „Zwischen Provence und Camargue“ hat der Reiseveranstalter ein neues FrankreichHighlight in das Sommerprogramm 2012 aufgenommen. Dabei lockt das Schiff „Le Phénicien“ als schwimmendes „Hotel-

Berlin. Der Hostelanbieter A&O Hotels and Hostels kooperiert mit den Österreichischen Bundesbahnen und gewährt ab sofort allen Reisenden mit einer gültigen ÖBBFahrkarte zehn Prozent Ermäßigung auf die tagesaktuelle Übernachtungsrate sowie ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk bei der Anreise. „Da Österreich ein wichtiger Markt für A&O ist, freuen wir uns über die langfristige Zusammenarbeit mit den ÖBB“, so Oliver Winter, General Manager von A&O. Das Angebot kann entweder über die gebührenfreie österreichische Rufnummer 0800 22 88 07 und unter Nennung des Stichworts „ÖBB“ oder unter folgendem Link gebucht werden: www.aohostels.com/de/ arrangements/oebb/ Die gültige Fahrkarte muss dann lediglich bei der Anreise im A&O vorgelegt werden.

Paare für den „Ruefa City-Check“ gesucht

Die Gäste der „Le Phénicien“ genießen den Blick auf die Brücke von Avignon.

Verkostung für Weinfreunde Vorbei an der Stadtsilhouette von Avignon mit Blick auf die berühmte Brücke, geht es durch meterdicke Stadtmauern vorbei an Kirchen und Stadtpalästen zum Papstpalast. Gourmetfreunde und Weinliebhaber kommen bei der RhoneFlusskreuzfahrt, die an bekannten Anbaugebieten wie Chateauneufdu-Pape vorbeiführt, auf ihre Kosten und kommen beispielsweise in den Genuss einer Weinverkostung auf einem Weingut. Die Route führt weiter an die kleine Stadt Arles, die untrennbar mit Vincent van Gogh verbunden ist, sowie durch die weiten Ebenen der Camargue. Die sechstägige Flusskreuzfahrt findet z.B. am 8. Juli statt und ist ab 2.500 € pro Person bei Eigenanreise buchbar und beinhaltet Ausflüge, Vollpension mit Getränken zu Mahlzeiten sowie an der Bar.  www.jahn-reisen.at

18 Standorte in elf Städten A&O Hotels and Hostels wurden im Jahr 2000 gegründet und sind derzeit mit 18 Standorten in elf Städten, so u.a. in Berlin, Prag und Wien, vertreten; weitere Mitglieder

sind geplant. Alle Häuser sind zentral mit Anschlussmöglichkeiten an den Nah- und Fernverkehr der jeweiligen Stadt gelegen. Die A&O Gruppe konnte 2011 mehr als 1,8 Mio. Übernachtungen sowie einen Umsatz von rund 45,4 Mio. € verzeichnen. Zielgruppen von A&O sind Leisure/Städtetourismus (30%), Gruppen/Klassenreisen (60%) sowie der Businesstourismus (zehn Prozent).  www.aohostels.com

Alle A&O Hotels and Hostels zeichnet ihre zentrale Lage in den Städten aus.

© Verkehrsbüro Group

Hausboot“ mit vielen Annehmlichkeiten wie z.B. großen PanoramaFenstern, Restaurant und Salon sowie einer spannenden Route.

© A&O Hotels and Hostels Holding

© Jahn Reisen

Neue Flusskreuzfahrt auf der Rhône Hostelanbieter kooperiert mit ÖBB

Die zwei Gewinner-Paare fliegen nach Kopenhagen bzw. Stockholm.

Wien. Ob frisch Verliebte, Ehepartner, beste Freunde oder Arbeitskollegen, Ruefa sucht zwei reiselustige „Paare“, die von 14. bis 17. Juni die beiden Städte Kopenhagen sowie Stockholm erkunden und die FacebookCommunity des Reiseveranstalters mit Insider-Tipps versorgen. Interessierte können sich bis 18. Mai online für den „Ruefa City-Check“ bewerben und die Jury von der eigenen Kreativität überzeugen. Denn neben einem vielsagenden Foto von sich und dem Reisepartner zählt vor allem die Originalität der Bewerbung (wobei nur 500 Zeichen zur Verfügung stehen).  www.facebook.com/ruefa


g u e s t & s e r vic e

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Freitag, 4. Mai 2012

Meliá Hotels International Die mallorquinische Hotelkette plant ihr fünftes Hotel in der Mode- und Messemetropole

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„Innside“ für Düsseldorf

Lufthansa ab München direkt nach Rotterdam Frankfurt. Ab 1. Oktober wird Lufthansa ab München zweimal täglich Rotterdam anfliegen. Die neue Verbindung wird mit einem CRJ-900 der Lufthansa CityLine angeboten. Der Hin- und Rückflug ist ab 99 € buchbar. Der Preis gilt für die Economy Class und beinhaltet alle Steuern ­sowie Gebühren.  www.lufthansa.com

Eröffnung des neuen „Innside Düsseldorf Hafen“ ist für Mitte 2013 im Colorium-Gebäude geplant. einen Ausblick auf den Hafen oder die nur wenige Gehminuten entfernte Innenstadt bietet. Nach Spanien stellt Deutschland den zweitgrößten europäischen Markt der Gruppe dar, wo sie derzeit mit 22 Hotels vertreten ist. Unter den fünf Häusern in Düsseldorf

Caroline Nussdorfer

Palma de Mallorca. Die spanische Kette Meliá Hotels International hat kürzlich einen Pachtvertrag für ein fünftes Hotel in Düsseldorf unterzeichnet. Die Eröffnung des Vier-Sterne-Superior-Hauses, das unter der Designmarke „Innside By Meliá“ betrieben wird, ist für Mitte des kommenden Jahres geplant. Mit dem neuen „Innside Düsseldorf Hafen“ in der Mode- sowie Messe-Metropole baut die mallorquinische Hotelkette, zu der weltweit derzeit rund 350 Häuser gehören, ihr Portfolio in Deutschland weiter aus.

Die Steigenberger Hotel Group bietet künftig Kreuzfahrten in Ägypten an.

Frankfurt a. M. Steigenberger bietet ab Oktober drei Luxuskreuzfahrten in Ägypten an: Die Schiffe „Minerva“ sowie „Legacy“ werden den Nil zwischen Luxor und Assuan befahren, der Cruiseliner „Omar El Khayam“ wird auf dem Nassersee zwischen Assuan und Abu Simbel kreuzen. Betrieben werden die Schiffe in Kooperation mit dem Schiffsreiseanbieter Travcotels.  steigenbergerhotelgroup.com

„Unsere Innside-Marke und das Colorium bieten Designinteressierten Geschäfts- und

134 Zimmer und Suiten

Städtereisenden ein

Über den Neuzugang im Colorium-Gebäude im alten Stadthafen, der mittlerweile als Zentrum für Kunst, Kommunikation und Kreativität gilt, zeigt sich Kai Lamlé, Deutschland-Chef der Meliá Hotels International Gruppe mit Sitz in Ratingen, erfreut: „Unsere lifestylige ‚Innside‘-Marke und das ‚Colorium im Medienhafen‘ passen von ihrem kreativen Anspruch optimal zusammen und bieten designinter-essierten Geschäfts- und Städtereisenden ein extravagantes Umfeld mit einem spannenden Interieur.“ Die Planung und Umsetzung des Hotelausbaus erfolgt unter der Leitung der Kai 18 Projekte GmbH, Düsseldorf, deren Team bereits

extravagantes Umfeld.“

© Holger Knauf

© S teigenberger Hotel Group

Ägypten-Kreuzfahrten neu bei Steigenberger

KAI Lamlé, Melià Hotels Dtl.

Das 62 Meter hohe Colorium-Gebäude gilt als Wahrzeichen des neuen Kultviertels.

für die Projektentwicklung und Realisierung des 2008 eröffneten „Innside in Düsseldorf-Derendorf“ verantwortlich war. Nach Fertigstellung des „Innside Düsseldorf Hafen“ stehen den Gästen insgesamt 134 Zimmer und Suiten zur Verfügung. Zwei modern ausgestattete Konferenzräume verteilen sich zudem auf die Stockwerke fünf bis 14. In den nicht vom Hotel belegten Etagen des Coloriums befinden sich neben Bü-

ros u.a. auch Showrooms diverser Unternehmen sowie der Düsseldorfer Standort einer Medienakademie.

22 Hotels in Deutschland Im 16. Stockwerk des 17-geschossigen und 62 m hohen Wahrzeichens wird eine trendige Innside Skybar & Lounge eingerichtet, die nicht nur die Hotelgäste kulinarisch verwöhnt, sondern auch

sind neben zwei Innside-Hotels auch ein Meliá- sowie ein „Tryp by Wyndham-Hotel“ zu finden. Etwa 20 neue Objekte werden momentan geprüft, wobei das Hauptaugenmerk auf den Metropolen Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Stuttgart liegt. Weitere Häuser der im Vier- bis FünfSterne-Segment angesiedelten Marke „Innside” werden 2013 in Wolfsburg und 2014 in Frankfurt eröffnen.  www.melia.com

Wien. Auftakt zur 12. Auflage: Am 8. Mai öffnet die Hotelbiz – Seminarbiz – Eventbiz in bewährter Manier und erprobtem Modus – mit vielen Neuausstellern und thematischem Update – ihre Tore. Biz-Profi Christina Neumeister-Böck und ihr Team laden dazu wieder ins MAK Wien. Mit über 140 Ausstellern und zusätzlichem Schwerpunktprogramm gibt die Leistungsschau ein starkes Lebenszeichen und erobert frisches Terrain – und das buchstäblich. Auf die Fachbesucher wartet eine erweiterte „Eventbiz“ auf neuer, zweiter Ebene.

© Gerad Zugmann/MAK, n.b.s. hotels & locations (2)

Die Fachmesse für Firmenreisen, Seminare, Incentives und Events geht am 8. Mai mit erweitertem Programm über die Bühne.

wertvollen Erfahrungsaustausch.“ Ein schmales Rahmenprogramm und intensive Kooperationen machten die Fachmesse für Aussteller sehr attraktiv, so die Gastgeberin.

Neu: Ausbau der „Eventbiz“

Aussteller trifft Zielgruppe: Die „Biz“ steigt 2012 erneut im MAK Wien.

In der oberen Ausstellungshalle präsentieren erstmals Trainer und Trainingsinstitute, Event- und Incentiveagenturen ihr Portfolio. In Zusammenarbeit mit der Firma Neuland wird hier ein sogenannter Raum für Inhalte geschaffen, der spannende Themen-Präsentationen zulässt.

Die Idee der „Biz“ ist die punktgenaue Präsentation der Angebote von Seminar- und Tagungshotels, Hotelgruppen, Veranstaltungslocations, Städten und Regionen und der neuen, zeitgeistigen Ausstellerriege in einem sympathischen Rahmen mit „Open-Workshop“Charakter.

PROMOTION

INFOS n.b.s hotels & locations Christina Neumeister-Böck, Janina Nuñez Elisabethstraße 23, 2380 Perchtoldsdorf Tel.: 01/867 36 60 -0, Fax-DW 14 E-Mail: office@hotelbiz.at www.hotelbiz.at

Der Erfolg gibt dem Messe-Veranstalter n.b.s hotels & locations recht. Seiner Einladung folgten in den letzten Jahren jeweils über 1.000 Fachbesucher – darunter Personal- und Schulungsverantwortliche, Trainer sowie Mitarbeiter von Incoming- und Eventagenturen. Die „Biz“ hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Top-Event entwickelt und hält ihre Poleposition. Organisatorin Neumeister-Böck: „Wer dabei ist, hat die Nase vorn. Die ‚Biz‘ dient als Marktplatz zur Angebotsinformation und ist eine beliebte Plattform für erste Kontakte und konkrete Planungen sowie zum

Partner der „Biz“ ist erneut „Der Walter Berufskleidung“. Der Profi für die Einkleidung von Mitarbeitern aus nahezu allen Zweigen der Wirtschaft präsentiert sein umfassendes Angebot.

DIE „BIZ“ Die 12. HOTELBIZ-SEMINARBIZ-EVENTBIZ – die „BIZ“ –, die Fachmesse für Firmenreisen, Seminare, Incentive und Events, findet am Dienstag, den 8. Mai, im MAK Wien von 13 Uhr bis 20 Uhr statt. Zu den Ausstellern zählen Seminar- und Tagungshotels, Veranstaltungslocations und Regionen sowie NEU Event- und Incentiveagenturen sowie Trainer und Trainingsinstitute. Der Eintritt für Fachbesucher ist kostenfrei. Um Anmeldung unter www.hotelbiz.at wird gebeten. Als Veranstalter fungiert die n.b.s hotels & locations GmbH in Perchtoldsdorf.


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Freitag, 4. Mai 2012 – 65

© BMWFJ

tourismuskonferenz

Expertenbericht zeigt Chancen und Wege für Österreichs Tourismus auf  Seite 66

©Thermalbad Vöslau

destinationaustria thermalbad vöslau

Schwimmen im Mineralwasser, Relaxen in der neuen Saunalandschaft  Seite 69

naturpark fürst adam II. in sparbach © NÖ Landespressedienst/Reinberger

Qualitätsoffensive für Tourismus in Kärnten

© Gilbert Novy

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© Nadine Studeny /www.pov.at

Wien. Klaus Pümpel, CEO TUI Austria Holding, und Testimonial Hubertus von Hohenlohe (re.) erklärten: Zum ersten Mal unterstützt Robinson den Life Ball. „Fighting AIDS and Celebrating Life“ ist seit 20 Jahren das Motto des Life Ball. „Soziales Engagement ist uns als Tourismusunternehmen ganz besonders wichtig. Die Bedrohung durch AIDS ist ein Thema, die Bekämpfung geht uns alle an. Deshalb freut es uns, mit unserer Premium Clubmarke ‚Robinson‘ Sponsor des 20. Life Ball zu sein“, so Pümpel.  www.robinson.com

© Daniel Zupanc / Kärnten Werbung

Langenlois. Pünktlich zum Start der neuen Tourismussaison präsentiert Langenlois ein neues Angebot: In unmittelbarer Nähe zum Hotel Schloss Haindorf entstand ein kleiner Reisemobilstellplatz, der neue Gäste in die Wein- und Gartenstadt locken soll. Reisemobiltouristen können mit ihrer Anmeldung außerdem die Einrichtungen des Hotel Schloss Haindorf benützen. So stehen Hallenbad, Sauna und Dampfbad zur freien Verfügung. Im Restaurant werden Frühstück vom Buffet sowie mittags und abends zwei- bzw. dreigängige Menüs angeboten.  www.haindorf.at

Gemeinsames Marketing Der Alpe-Adria-Trail ist eine neue, abwechslungsreiche, grenzüberschreitende, 690 km lange Entdeckungsreise durch Österreich, Italien   und Slowenien. Die drei Länder vermarkten sich als Wanderdestination.  Seite 66 Brünnerstrassler Urwüchsiger Veltliner neu am Markt

Ischgl. Zum Ischgler Saisonfinale am 30. April erlebten 14.000 Wintersportler ein Open-Air-Konzert von US-Megastar Mariah Carey. Mitten im Skigebiet performte die Pop-und R&B Sängerin ihre größten Hits. Mit ihrer fünf Oktaven umfassenden Powerstimme beendete sie eine erfolgreiche Skisaison in der Alpen-Lifestyle-Metropole.  www.ischgl.com

© Weingut Zuschmann-Schöfmann

© TVB Paznaun Ischgl

Starke Neuauflage einer Legende

Ein Weißwein für Puristen: lebhaft, geradlinig, bodenständig, leistbar.

Martinsdorf. Das niederösterreichische Weingut ZuschmannSchöfmann lässt mit dem „Brünnerstrassler“ einen Charakterwein aus der Vergangenheit aufleben. Ein Grüner Veltliner, so kraftvoll und urtümlich wie sein Name: herbes Timbre, gehaltvolles Bouquet und körperreicher Abgang. Verfeinert mit modernem Knowhow und ausgezeichnet durch langjährige Tradition, ist der Brünnerstrassler ein Wein für Puristen. Und er besticht nicht zuletzt auch durch sein gutes Preis-LeistungsVerhältnis: Ab sofort ist er wieder ab Hof um € 4,90 erhältlich.  www.weinlodge.at

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seminarbiz | hotelbiz | eventbiz Fachmesse für Firmenreisen, Seminare und Incentives Dienstag, 8. Mai 2012 MAK Wien Nur für Fachbesucher! Informationen und Anmeldung unter

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gastKommentar

Wachstumsmärkte „vor der Haustür“

Freitag, 4. Mai 2012

Alpe-Adria-Trail In 38 kurzen Etappen führt ein Wanderweg vom Fuße des Großglockner bis ans Adriatische Meer

Gemeinsames Marketing von Kärnten & Nachbarn

Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien bewerben die grenzüberschreitenden Naturerlebnisse. dino silvestre

Vladimir Preveden

V

on den politischen Veränderungen in Nordafrika und vom langen Sommerausklang hat Österreich profitiert. Sogar der schneearme Dezember hat eine Rekordgästezahl eingespielt, was auch auf die hohen Investitionen der Hoteliers in Wellness zurückzuführen ist. Die positive wirtschaftliche Erholung in der ersten Hälfte in 2011 spiegelt sich auch im Urlaubsverhalten wider. Der Aufschwung im Buchungsverhalten im vergangenen Jahr hält nach wie vor an, das ­zeigen die Prognosen. So ­rechnet die UNWTO für Europa mit einem Branchenwachstum für 2012 von zwei bis vier Prozent. Österreichs Incoming-Wirtschaft muss sich mit einer neuen Entwicklung aber erst zurechtfinden: dem Rückgang der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. Diese ist auf einem Tiefstwert angelangt (2011: 3,64 Tage, 2006: 4 Tage). Dem wird aber in neuen Quellenmärkten entgegengesteuert. Österreichs Tourismuswerbung hat erstmals eine Cross-BorderMarketing-Aktion in CEE und in den BRIC-Staaten gestartet. Vier dieser Quellenmärkte liegen in Südosteuropa, also quasi direkt vor unserer Haustür. Hier gibt es Herkunftsländer mit sehr hohen Wachstumsraten in den Nächtigungen.

Klagenfurt. Geht es nach dem Willen der ÖVP, dann müssen Touristiker in ganz Österreich erkennen, dass das Bundesland Kärnten ein „Musterbeispiel für ganz Österreich“ ist: Kärnten tritt als Marke am Markt auf. Ein neues Tourismusgesetz bringt außerdem eine starke Zusammenarbeit von Gemeinden und Tourismusorganisationen. „Wir haben es geschafft, dass sich sämtliche Regionen unter die ‚Marke Kärnten‘ stellen“, sagt LR Achill Rumpold. „Wir haben klare Kompetenzen und geordnete Geldflüsse und die Entscheidung über touristische Entwicklungen in die Hand der Unternehmer gelegt.“

Qualitätsoffensive ist nötig

Personalia Karrierefrau

Tourismuskonferenz Aktionsplan für Innovation, Produktentwicklung, Mobilität und Beschäftigung unterzeichnet

© leisuregroup.at/Oreste Schaller

Wien. Hilton Country GM Manager Norbert Lessing beruft Daniela Wakefield (34) zum neuen Director of Human Ressources der vier österreichischen Häuser des Hotelkonzerns. Die gebürtige Wienerin zeichnet damit für die Personalagenden von 680 Mitarbeitern verantwortlich und berichtet direkt an Lessing.  www.hilton.com

Kleßheim-Absolventin Daniela ­Wakefield bringt viel Erfahrung mit.

Gemeinsam touristische Stärken zeigen: Paradiesischen Ausblicke, glitzernden Seen, majestätische Berggipfel und das Meer.

Der Alpe-Adria-Trail ist eine brandneue, abwechslungsreiche, grenzüberschreitende, 690 km lange Entdeckungsreise durch drei Länder und drei Kulturen. Vom Fuße des höchsten Berges Österreich, dem 3.798 m hohen Großglockner, bis an das Adriatische Meer führt der Weg. In 38 Etappen, jede von ihnen mit einer Wegstrecke um die 17 km, geht es durch Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien. Dank dem mediterranen Klima, das viele Sonnenstunden und angenehme Temperaturen verspricht, und begleitet von eindrucksvollen

Ausblicken in das Paradies von Alpen und Adria, erforscht der Kärnten-Besucher eine faszinierende Wanderdestination.

Roy Black Festival in Velden Das geografische Ziel des AlpeAdria-Trails heißt Muggia, etwas südlich der alten k. u. k.-Hafenstadt Triest gelegen. Die Wege hat es eigentlich immer schon gegeben, erstmals wurden sie jetzt in ihrer Gesamtheit kartografisch zusammengeführt. Wer diese Strecke nicht besschreiten möchte, entscheidet sich

für das „2. Roy Black Festival“ in Velden (31. Mai bis 3. Juni): Ein Programm mit vielen Höhepunkten erwartet die Fans. Schon am Donnerstag, den 31. Mai, gibt es einen stilechten Sektempfang der Teilnehmer in der Villa Bulfon. Am Freitag heißt es dann „Film ab!“ Bereits in der Früh startet die Schlossführung durch Roys Hotel mit anschließendem Gabelfrühstück. Danach wird mit dem Ausflugsschiff „Santa Lucia“ das Pörtschacher Kino angesteuert, wo ein Wörthersee-Film mit Roy Black als Hauptdarsteller gezeigt wird.  www.alpe-adria-trail.com

Bündelung der guten Kräfte im Tourismus Schladming. Auf Initiative von Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner und auf Einladung des steirischen Tourismusreferenten LH-Stv. Hermann Schützenhöfer haben sich am 26. April die Tourismus-Landesräte und die wichtigsten Branchenvertreter in Schladming zur 2. Tourismuskonferenz getroffen. „Die Konferenz ist ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung der österreichischen Tourismusstrategie, in deren Mittelpunkt die Verbesserung der Abstimmung und die Bündelung der Kräfte im heimischen Tourismus steht. Das große Interesse zeigt den Bedarf und die Bereitschaft zur Kooperation im Tourismus“, betonte Mitterlehner. „Damit können wir unsere Erfolge gemeinsam ausbauen. Denn es gibt kaum einen anderen Bereich, in dem die gemeinsame Ausrichtung aller Betroffener so wichtig ist wie im Tourismus.“ Mitterlehner nennt als Erfolge der vergangenen Monate den stärkeren Fokus auf die drei Alleinstellungsmerkmale Alpen, Donau & Seen, Städte & Kultur, die neue

Ausrichtung des Tourismusmarketing, die Vergabe der Innovationsmillionen für herausragende touristische Angebote (Leuchtturmprojekte) sowie die besser koordinierten Förderungen zwischen Bund und Ländern im Rahmen der Förderpyramide, die im Rahmen des Reformpakets als BestPractice-Beispiel für andere Förderungen herangezogen wurden.

Da das Thema ‚Arbeitskräfte im Tourismus‘ an Bedeutung gewinnt, startet eine mehrsprachige Informationsoffensive für Jugendliche, die für die Lehre und andere Jobs im Tourismus wirbt. Der im Rahmen der Tourismusstrategie eingesetzte Expertenbeirat errechnet in seinem Bericht unter dem Titel „Überwindung der Stagnation – Chancen und Wege“ eine Wachstumsrate von 0,5% der realen Umsätze jährlich für die

Moderates Wachstum Im jetzt von Bund und Ländern unterschriebenen ‚Aktionsplan 2012‘ geht es um weitere aktuelle Herausforderungen. Beispiele sind: Die stärkere Unterstützung des USPs Donau & Seen vom saisonalen Badeurlaub hin zu einem qualitätsorientierten Urlaub am See mit saisonverlängernden, allwettertauglichen und nachhaltigen Produkten; im Fokus steht auch die Mobilität. Eine Studie wird die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der nächsten 20 Jahre analysieren, auf denen dann konkrete Umsetzungsschritte aufgesetzt werden können.

Jahre 2011 bis 2016. Ursache für dieses moderate Wachstum ist die Konzentration Österreichs auf langsam wachsende Märkte wie Deutschland, Niederlande, Schweiz und Italien. Der Expertenbeirat sieht die Chance, durch Internationalisierung und Qualitätsverbesserungen das Wachstum im heimischen Tourismus von 0,5 auf bis zu 1,75% pro Jahr zu steigern.  www.bmwfj.gv.at

© BMWFJ/Martin Steiger

Verantwortlich für Mitarbeiter

© Franz Gerdl/Kärnten Werbung

Vladimir Preveden ist Roland Berger Strategy Consultant für Kroatien.

Tatsächlich sind die Kärntner in Sachen Tourismus um eine Qualitätsoffensive bemüht. Zu lange hat man die Zügel schleifen lassen und sich auf die Schönheit der Landschaft und die Initiativen einzelner verlassen. Die Kärnten Werbung forciert jetzt Online-Direktbuchungen mit einem neuen Modell, das Urlaubern die „Kärnten-Best-PreisGarantie“ zusichert. „Wir möchten unseren Gästen die Sicherheit geben, dass sie die angefragten Angebote zumindest zum gleich günstigen Preis wie auf den internationalen Buchungsplattformen auch bei direkter Buchung auf den Webseiten der Betriebe erhalten“, informiert Kärnten Werbung-GF Christian Kresse. Außerdem besinnt man sich auf die gemeinsamen Stärken von Kärnten, Italien und Slowenien und hat damit begonnen, die Region im Dreiländereck gemeinsam zu vermarkten - erfolgreich übrigens.

Strategiegespräche (v.li.): Landesrätin Petra Bohuslav (Niederösterreich), Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Landesrätin Michaela Resetar (Burgenland).


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 4. Mai 2012

destinationaustria – 67

Pinterest Zielgruppe der deutschsprachigen Internet-User in der Beurteilung unschlüssig: nur ein Hype oder „The next big Thing“?

Thema Nr. 1: Essen & Trinken Ein Klick auf ein Bild verlinkt auf die Quelle und kann zusätzlichen Traffic auf Homepage oder Blog generieren. Wien. „Noch stehen die meisten Internetuser der neuen Plattform neutral gegenüber. Das Thema Pinterest wird vor allem in ‚Social Media‘-Blogs behandelt, die die Funktionen des Visual Bookmarking Dienstes beschreiben“, sagt

„Das Potenzial von Pinterest liegt in der Funktion des Social Sharing von Bildern, was in übersichtlicher Art umgesetzt wurde.“ Isabella Gajda, ASS. GF Modern Mind Marketing

Isabella Gajda, Assistentin der Geschäftsführung bei Modern Mind Marketing. „Foren- und Bloguser bezeichnen Pinterest größtenteils positiv als unterhaltsamen Zeitvertreib, nur wenige können der Plattform und dem dazugehörigen Hype nichts abgewinnen. Diskutiert wur-

de im Web auch die Problematik des Urheberrechts, die sich durch das Social Sharing von Bildern ergibt. Auch wenn die Zukunft von Pinterest noch unklar ist, einen Blick darauf zu werfen, lohnt sich auf jeden Fall“, so Gajda.

größeren Publikum zugänglich gemacht werden und eine vernetzte Online-Kommunikation ermöglicht wird. Denkbar ist auch der Einsatz von Pinterest für das Storytelling, wobei der Vorteil visueller Inhalte darin liegt, dass sie schneller und einfacher wahrgenommen werden und emotionaler wirken als textlastige Elemente. Des Weiteren eignet sich Pinterest als Instrument für Suchmaschinenoptimierung. Ein Klick auf ein gepinntes Bild verlinkt auf die Quelle und kann zusätzlichen Traffic auf die eigene Homepage oder Blog generieren.  www.mhoch3.at

Visual Bookmarking-Dienst „Congratulations! You‘ve been invited to join Pinterest!” Dieser Satz hat bereits mehr als zwölf Mio. Usern die Tür in die bilderreiche Welt von Pinterest geöffnet, das derzeit nur nach Erhalt einer Einladung genutzt werden kann. Bereits im März 2010 präsentierten die drei Gründer Ben Silbermann, Paul Sciarra und Evan Sharpstand die Beta-Version des Visual Bookmarking-Dienstes, der sich seit Kurzem auch in Österreich steigender Beliebtheit erfreut. Pinterest ermöglicht seinen Usern, eigene Fotos oder Bilder aus dem Web zu allen möglichen Themen auf virtuellen Pinnwänden („Boards“) zu sammeln („pinnen“). Das beliebteste Thema stellt dabei die Kategorie „Essen & Trinken“ dar, und die größte Nutzergruppe bilden die weiblichen User mit geschätzten 80% weltweit. „Das besondere Potenzial von Pinterest liegt in der einfachen

© www.pinterest.com

dino silvestre

Vernetzte Online-Kommunikation: Auch wenn die Zukunft von Pinterest noch unklar ist, einen Blick darauf zu werfen, lohnt sich auf jeden Fall.

Funktion des Social Sharing von Bildern, was in übersichtlicher und benutzerfreundlicher Art umgesetzt wurde“, so Isabella Gajda.

Neue Marketingkampagnen „Die grafische Darstellung der verlinkten Bilder wird von Pinterest automatisch übernommen, wodurch allein rein optisch ein Mehrwert zu herkömmlichen Social Bookmarking Diensten entsteht“, sagt Gajda abschließend.

Dadurch existiert in mehrerlei Hinsicht ein Nutzen von Pinterest als Kommunikations- und Marketing-Tool. Durch die Möglichkeit, Bilder („Pins“) anderer zu kommentieren, zu liken und zu teilen („repinnen“) lassen sich virale Marketingkampagnen mit ansprechenden visuellen Inhalten wunderbar umsetzen. Ebenso können die Inhalte von Pinterest automatisch mit Facebook und Twitter verknüpft werden, wodurch die Bilder einem noch

Relaunch „Rail Tours Austria“ wird zu „ÖBB Rail Tours“

Markenbotschafter für die ÖBB Wien. Österreichs führender Bahnreiseveranstalter „Rail Tours Austria“ tritt ab Mai unter der Marke „ÖBB Rail Tours“ auf. Mit einem Markenwert von 1,4 Mrd. € gehört die Marke ÖBB zu den wertvollsten Marken Österreichs und steht für Mobilität und Reisen.

Erhebliche Mehrkosten

© Rail Tours Austria

Das Markenbekenntnis zur ÖBB bringt eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. „Wir sind stolz auf unser Tochterunternehmen ‚ÖBB Rail Tours‘, das im vergangenen Geschäftjahr mit einem Rekordergebnis bilanziert hat. ÖBB Rail Tours ist ein wichtiger Markenbotschafter für die ÖBB im Bereich Tourismus“, so Kristin Hanusch-Linser, Leiterin Konzernkommunikation der ÖBBHolding AG. Reisen und Bahnfahren sollen durch die neue Marke in der Wahrnehmung noch enger miteinander verbunden werden. „Das Erfolgsrezept von ÖBB Rail Tours sind Bahnreisepakete nach dem Baukastenprinzip. Neben Hotel und Anreise können

Eva Buzzi, GF ÖBB Rail Tours: „Bahnreisepakete nach dem Baukastenprinzip“.

Zusatzleistungen wie Ausflüge, Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel, Theater- oder Konzertkarten gebucht werden“, so Eva Buzzi, GF von ÖBB Rail Tours. Angeboten werden vor allem Städtereisen und Wellnessaufenthalte. Ein bei den Kunden sehr beliebtes Angebot ist der „BahnCity-Hit“ mit Kurzreisen in österreichische und europäische Städte ÖBB Rail Tours ist eine 100%ige Tochter der ÖBB Personenverkehr AG. Das Unternehmen verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Reiseveranstalter und hat sich als der führende Bahnreiseveranstalter innerhalb Österreichs etabliert. Die Klassiker im Angebot sind Städtepauschalreisen mit der Bahn in Europas Metropolen zu einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu besonderen Events werden laufend günstige Packages geschnürt, zum Beispiel zum Karneval in Venedig oder den Seefestspielen in Mörbisch. Da sich Wellnessurlaube aktuell großer Beliebtheit erfreuen, führt ÖBB Rail Tours Thermen und Wellnessanlagen in Österreich, Slowenien und Ungarn im Angebot. 2011 wurde mit weit über 100.000 Kunden ein Gesamtumsatz von rund 16 Mio. € erzielt. Als Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Die ÖBB bieten die höchste Pünktlichkeit in der EU. Mit konzernweit ca. 40.800 Mitarbeitern bei Bahn und Bus und Gesamterträgen von 6,25 Mrd. € ist der ÖBB-Konzern ein wichtiger wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes.  www.oebb.at

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Wien. Mit „Time Travel Vienna“ entsteht eine neue Sehenswürdigkeit inmitten von Wien, die am 1. Juni ihren Betrieb aufnimmt und dabei das touristische Angebot der österreichischen Hauptstadt um eine Innovation bereichern wird. Eine „Zeitreise“ durch die Geschichte Wiens wird mit Entertainment und Information kombiniert und bietet dem Besucher ein packendes Erlebnis für alle Sinne.  www.timetravel-vienna.at

© TVB Kaiserwinkl

Die Tourismusregion Kaiserwinkl ist im Web

„Einzigartiger Auftritt“: KaiserwinklTourismus-Obmann Gerd Erharter.

Innsbruck. Klar und übersichtlich sind die vielfältigen Urlaubsangebote in den Gemeinden des Kaiserwinkls jetzt im Web aufgelistet, abgerundet von der Möglichkeit der digitalen ‚Quartiersuche‘ samt Direktbuchung. Kössen, Walchsee, Schwendt und Rettenschöss präsentieren sich als traumhafte UrlaubsGeheimtipps für den Sommer.  www.kaiserwinkl.com

Mit dem E-Bike über Vorarlbergs Pässe Bregenz. Mit dem E-Bike sind auch längere Anstiege kein Problem mehr. Im Brandnertal und im Klostertal sowie in der Alpenstadt Bludenz können Gäste E-Bikes mieten und erste Erfahrungen sammeln. Einen Rad- und Mountainbike-Aufenthalt im Klostertal mit vier Übernachtungen gibt es ab 82 € pro Pers. in einer Ferienwohnung.  www.alpenregion.at

© Tourismusverein Turracher Höhe

Hobbyläufer trainieren mit Profi-Kenianern

Neu: Kenia-Höhen-Laufwochen auf der Turracher Höhe im Sommer.

Turracher Höhe. Hobbyläufer erfüllen sich auf der Turracher Höhe gleich zwei Träume: Seite an Seite mit Top-Läufern zu trainieren und ein professionelles Höhentraining zu absolvieren. Das Trainieren mit kenianischen Laufstars des „run2gether“-Teams, unter ihnen Dublin Marathon- und Glocknerlauf-Sieger Geoffrey Gikuni Ndungu oder Graz MarathonSieger Edwin Kipchirchir-Kemboi, bringt einen Leistungs- & Motivationsschub.  www.turracherhoehe.at

Seit 50 Jahren eine Oase der Natur für die Wiener

Mit Stift Heiligenkreuz, Burg Liechtenstein und Seegrotte Hinterbrühl besteht enge Zusammenarbeit. alice hefner

Wien. Der Naturpark Sparbach ist als gelungene Kombination von Natur und Freizeit über die Region hinaus als touristisches Angebot bekannt und beliebt. Nun feierte Österreichs ältester Naturpark sein 50-jähriges Bestehen. Vom Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde der Park 1962 generalsaniert und als Naturpark wiedereröffnet, 2005 folgte eine umfangreiche Neugestaltung. Das Jubiläumsjahr 2012 wurde mit einem Festakt eingeläutet, der mit viel Prominenz und hochkarätigem Publikum stattfand. Zum Jubiläums-Festakt am 27. April wurde dem Naturpark Sparbach die Auszeichnung „Naturpark des Jahres“ verliehen.

50.000 Besucher im Jahr „Der Wienerwald ist – als eines der größten geschlossenen Waldgebiete Europas – ein wertvoller Natur- und Kulturraum von internationaler Bedeutung. Wir freuen uns über jährlich steigende Besucherzahlen“, so Hans Jörg Damm, Direktor des Naturpark Sparbach und des Guts- und Forstbetriebs Wilfersdorf der Stiftung Fürst Liechtenstein. Durchschnittlich 50.000 Besucher sind jährlich mit vielfältigen Events, Erlebniswanderungen und Führungen zu Gast im Naturpark. „Die besondere und historische Verbundenheit des Fürstenhauses Liechtenstein mit dem Land Niederösterreich zeigt sich am Standort Sparbach mit dem 50-jährigen Jubiläum des Naturparks eindrucksvoll“, so der regierende Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein anlässlich des Jubiläumsfestakts. Mit dem Stift Heiligenkreuz, der

© NÖ Landespressedienst/Reinberger

Time Travel Vienna als neue Sehenswürdigkeit

Naturpark Sparbach Österreichs ältester Naturpark feiert Jubiläum mit der Auszeichnung „Naturpark des Jahres“

(von li.): LH Erwin Pröll, Fürst Hans Adam II., Hans Jörg Damm (Direktor Naturpark), Wolfgang Mair (Verband Naturparke).

Burg Liechtenstein und der Seegrotte Hinterbrühl besteht eine enge und regionale Zusammenarbeit, mit angrenzenden Naturparken sowie dem Biosphärenpark Wienerwald verbindet sich die Idee zu einem harmonischen Miteinander von Mensch und Natur. Der ursprünglich als Landschaftspark angelegte Naturpark enthält neben der Burgruine ­Johannstein aus dem 12. Jh. zahlreiche Zierbauten wie beispielsweise den Dianatempel oder die Köhlerhausruine. Diese künstlich geschaffenen Ruinen entsprachen dem damaligen Zeitgeist des Biedermeier. Spezielle erlebnispädagogische Aktivitäten vermitteln den kleinen Gästen das Erlebnis Natur mit

allen Sinnen. Im Naturparkhaus hören und begreifen die Kinder die hier lebenden Wildtiere, auf Waldliegen können sie in die Welt um sich herum hineinhorchen.

Viel Biedermeier-Romantik Waldpädagogisch geschulte Mitarbeiter lassen Themenwanderungen, die Begegnung mit den frei umherstreifenden Wildschweinen oder einen Nachmittag in der Kreativwerkstatt zu einem besonderen Erlebnis werden. Vor wenigen Jahren aufwendig und innovativ neu gestaltet, bietet der Naturpark Sparbach Abenteuer-Erlebnisse für Kinder und Biedermeier-Romantik für Erwachsene in der Wienerwald-Region.

Im Zuge des 50-Jahr-Jubiläums wurde der Naturpark zusätzlich um einige Attraktionen erweitert. Zahlreiche interaktive Stationen werden entlang der Wanderwege und bei der festlichen Naturparkmeile mit Naturparkgästen aus den Bundesländern geboten. Weitere Highlights: Rundfahrten mit dem Naturparktaxi, FalknerVorführungen, Jagdhornbläser, Informatives in der Waldschule des Biosphärenparks Wienerwald, Lagerfeuer und Grillplatz mit Kulinarischem aus dem Wald und Köstlichkeiten beim Besucherzentrum. Innovative Elemente wie die Galerie der Wildtiere oder das neue Naturparkhaus fügen sich sanft in ihre natürliche Umgebung ein.  www.naturpark-sparbach.at

Saisonopening Bauernmarkt, Kulinarik-Arena, Live-Konzerte, Kletter-Festival und Muttertagfest in der Erlebniswelt

Faaker See Saisoneröffnung am 10. Mai Faak am See. „Dieses Saisonopening ist ein besonderes Highlight! Feine Kulinarik trifft schnelle Beats, Kletterfans kommen ebenso auf ihre Kosten wie Freunde der volkstümlichen Musik ... das gibt es nur am wahrscheinlich schönsten See Österreichs, dem Faaker See“, freuen sich Michaela Widnig (Sprecherin der ARGE „Lebensfreude ist türkis“) und Thomas Michor (GF der Tourismusregion Villach).

Carinthischer Sommer Den Startpunkt des Saisonopenings bildet am 10. Mai der traditionelle Faaker Bauernmarkt, ein Treffpunkt für Jung und Alt, bei dem man kulinarisch aus dem Vollen schöpfen kann – edle Tropfen aus Slowenien, rauchiger Kärntner Speck und würziger italienischer Käse. Im Anschluss daran kann man E-Bikes und Segways ausprobieren. Musikalisch umrahmt wird der erste Bauernmarkt im Sommer von den „Alpenpiraten unplugged“. Der Freitag, 11. Mai, steht ganz im Zeichen der Genüsse, wenn die

Am 12. Mai folgt dann der nächste „Höhe“punkt, das „Hot Rock Festival“ am Kanzianiberg. Diese Veranstaltung ist eher etwas für Schwindelfreie und bietet grandiose Boulder-, Slackline- und Kletterspecials. Ganz nach dem Motto „Klettern macht Spaß“ werden aber auch Attraktionen für die kleineren Besucher geboten.

Gratis: Ö3 Disco im Hexagon

© Vi-Fa-Os Tourismus

short

Freitag, 4. Mai 2012

Der südlichste und sonnenreichste Badesee Österreichs ist der Faaker See.

Spitzenköche der Region die Burgarena Finkenstein in eine Kulinarik-Arena – musikalisch umrahmt von der Gruppe „Loungemusic“ – verwandeln. Ebenso werden die Programme des Festivals Carinthischer Sommer und der Burgruine Finkenstein vorgestellt. Tischreservierungen sind möglich unter der Telefonnummer 04254/510511. Die Kosten für diesen Kultur-Genuss: 59 € p.P.

Für das junge Publikum gibt es zeitgleich in der Eventhalle vor der Burgruine ein Live-Konzert mit den bekannten Gruppen „Mono & Nikitaman“ und „Glasperlenspiel“. Als Vorgruppen werden die SongContest-Bewerber „Klimmstein“ und die Formation „Krautschädl“ die Bühne entsprechend rocken. Kartenverkauf gibt es in allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen oder direkt an der Abendkasse.

Am Abend geht es dann weiter ins Hexagon in Drobollach, wo DJ Alex List mit seiner Ö3 Disco die Stimmung zum Kochen bringen wird. Der Eintritt ist frei. Den Abschluss bildet auch dieses Jahr am Sonntag das Kronenzeitung-Muttertagfest in der Erlebniswelt Arneitz. Ab 11 Uhr stehen bei freiem Eintritt musikalische Muttertagsgrüße von Marco Ventre, den Edlseern oder den Lauser & Polka Mädchen am Programm. Alle Infos zum Saisonopening unter:  www.faakersee.at  www.region-villach.at


w e l l n ess & ko n g r e ss

Freitag, 4. Mai 2012

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Thermalbad Vöslau Zum 190 Jahr-Jubiläum präsentiert sich die renovierte historische Anlage als einmaliger einladender Ort der Sommerfrische

Start in die neue Sommerfrische Badegäste schwimmen in purem Mineralwasser aus der Ursprungsquelle. Bad Vöslau. Das Thermalbad Vöslau ist nicht nur ein Bad mit Geschichte und vielen Geschichten, sondern auch der Inbegriff der Sommerfrische. Herzstück des Bades sind die historischen Kabanen und Appartements, in denen man im Sommer oder ganzjährig wohnen kann. Doch der eigentliche Star im Bad ist das Wasser – das „Grüne Becken“, das zur Gänze von der Vöslauer Ursprungsquelle aus 660 m Tiefe gespeist wird, ist das größte Becken im Bad.

Moderne Saunalandschaft

für die Aktiven und das „Kinderbecken“ für die Jüngsten. Für die perfekte Entspannung sorgt die einzigartige Saunalandschaft. Doch Sauna ist nicht gleich Sauna. Darum gibt es in der Saunawelt eine Vielzahl von entspannenden Möglichkeiten: Finnische Sauna im Innen- und Außenbereich, Infrarotkabinen, Sole-Dampfbad, Biosauna und exotisches Hamam. Dazu verwöhnen wohltuende Ganzkörper-Massagen oder zusätzliche individuellen Behandlungen. Die neu angelegten Aufenthaltsräume lassen viel Raum und Ruhe für innere Ausgeglichenheit – und das ganzjährig.

Wer mehr Spaß und Action sucht, der findet in der großflächigen Parklandschaft die Möglichkeit für Minigolf, Beachvolleyball und andere Sportarten.

Milchbar im Marienpark Und das kulinarische Angebot im Thermalbad Vöslau kann sich ebenfalls sehen lassen: SommerShakes, leichte Snacks, beliebte Wiener Klassiker und süße Desserts lassen keine Wünsche offen. Ergänzt wird das Angebot von der beliebten Milchbar im Marienpark und vom Saunastüberl.  www.thermalbad-voeslau.at

© Thermalbad Vöslau

michael bär

Die Geschichte des Thermalbads Vöslau ist schon einige Jahrhunderte alt.

Für weitere Badehighlights stehen allen Erholungssuchenden insgesamt vier abwechslungsreiche Becken zur Verfügung. Neben dem Grünen Becken gibt es das „Waldbecken“ inmitten des Föhrenwalds, das „Blaue Becken“

Muttertag Therme Wien

Meine Schatzkarte! Freier Eintritt bei über 300 Ausflugszielen.

Thermenspecial Wien. Zum heurigen Muttertag hat sich die Therme Wien ein besonderes Angebot überlegt: Um einen angenehmen Einstieg in das – leider oft stressige – Muttertags-Wochenende zu ermöglichen, warten schon am Freitag, 11. Mai, zahlreiche Überraschungen auf alle Damen. Unter dem Motto „Zumba-Party statt Blumen und Pralinen“ wird den Damen Bewegung, Spaß und Entspannung geboten; auf dem Programm steht die neue Trendsportart Zumba, bei der zu südamerikanischen Klängen mit hohem Spaßfaktor getanzt wird. Weiters gibt es für die weiblichen Gäste vergünstigte Verwöhnangebote für die Haut und spezielle Angebote im Thermenrestaurant.  www.thermewien.at

ACB Congress Casino

Wien. Die Convention4u, der Jahreskongress des ACB (Austrian Convention Bureau), hat sich als Treffpunkt der Tagungsindustrie etabliert. Heuer findet das Meeting am 24./25. Juni im Congress Casino Baden statt. Hochkarätige Referenten, aber auch der Austausch unter den Teilnehmern sind wesentliche Aspekte der Wissensvermittlung. Gezielte NetworkingAktivitäten regen spontane Begegnungen zwischen Teilnehmern an.  www.acb.at/convention4u

Foto: Niederösterreich-CARD/Weinfranz

Convention4u

nur

€ 52,–

© Austrian Convention Bureau

Erhältlich in Trafiken, bei vielen Ausflugszielen, in Raiffeisen-Filialen in Wien und Niederösterreich, in den ARBÖ-Prüfzentren in Niederösterreich, unter der Info-Hotline 01-535 05 05 und im Internet. Info-Hotline: 01/535 05 05 www.niederoesterreich-card.at Das ACB hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität der Kongresse zu steigern.


gast & wi r t

70 – destinationaustria

Freitag, 4. Mai 2012

Zum Andreas Hofer Ein Schwelbrand sorgte für eine zweimonatige Schließung, jetzt ist das Lokal wieder geöffnet

World’s Best Ranking

Feines Stück Tirol in Wien

Austro-Gastro weltberühmt

Küche des Wiener Restaurants „Zum Andreas Hofer“ identifiziert sich stark mit Produkten aus Tirol. © Alexander Jakabb

michael bär

Wien. „Das Ambiente? Durchgängig romantische Bergwelt ist der erste Eindruck. Bei genauerer Betrachtung sieht man allerdings mehr – mehr von den schönen alten Dingen des täglichen Lebens. Handgeschröpftes Leinen von den Tiroler Ahnen zum Beispiel“, sagt Lokalchef Franz Markowski. „Ein Kachelofen strahlt nicht nur Wärme, sondern auch echte Gemütlichkeit aus. Die Richtung ist eindeutig rustikal, aber eben nicht kitschig, authentisch, aber nicht touristisch.“

Familiendynastie: Lisl Wagner-Bacher (3.v.re.), Klaus Wagner (4.v.re.) mit Töchtern Susanne und Christina und den Schwiegersöhnen Thomas Dorfer und Mandi Kopriva.

London. Die Grand Dame der österreichischen Gastronomieszene, Lisl Wagner-Bacher, reiste mit der ganzen Familie nach London, um mit großer Spannung ihre Platzierung anlässlich der 10. Verleihung der 100 Besten Restaurants der Welt 2012 zu erfahren. „Wir sind stolz, dabei gewesen zu sein. ‚Nummer 91‘ der Welt ist toll, und das muss man erst verdauen, besonders bei dieser Phalanx der Weltspitze“, so Thomas Dorfer, Küchenchef im Landhaus Bacher. Seine Gratulation geht aber auch an Familie Reitbauer und ihrem „Steirereck“ zu ihrem sensationellen 11. Platz. „World’s Best Restaurant Academy“ ist in 27 Regionen der Welt mit 31 Mitgliedern, bestehend aus Restaurantkritikern, Schriftstellern, Köchen und Gastronomen, vertreten. Jeder erstellt eine Reihenfolge der besten Restaurants aufgrund eigener Erfahrungen.  www.landhaus-bacher.at

Tischkultur im wahrsten Sinne des Wortes: Porzellan und Kristallgläser, auch hier begegnet man dem Leinentuch. Der persönliche sympathische Service rundet „das Erlebnis Essen“ im sechsten Wiener Gemeindebezirk in der Brückengasse 11 ab. „Die Lust auf Hunger darf groß sein“, sagt Markowski. Die Küche des Restaurants „Zum Andreas Hofer“ ist geprägt von einer starken Identifikation mit Produkten und Speisen aus dem Land Tirol – und dem sinnlich-verspielten Zugang des neuen Küchenchefs Andreas Vlcek, der beispielsweise Rindercarpaccio mit Grana und Salatbouquet, mariniert mit Traubenkernöl vom Weingut Weninger, serviert

© Zum Andreas Hofler

Sinnlich verspielte Menüs

Das Restaurant bietet sorgfältig ausgewähltes Rindfleisch vom Tiroler Grauvieh, Tiroler Berglamm und Kalbfleisch aus Kitzbühel.

(14 €). Danach gibt‘s eine rosa gebratene Lammkrone auf Zucchinischeiben und Gemüserisotto (20 €) oder Tiroler Gröstl vom Grauvieh mit Spiegelei und Krautsalat (12,50 €). Empfehlenswert ist auch das Tiroler Fondue im Kessel, mit hausgemachter Rindsbouillon und Fleischteller (Rind- und Hühnerfleisch, ca. 200 g), kleinen Braterdäfeln, feinem Gemüse, Kasspressknödeln & Fonduesaucen (22 €).

Als Desserts werden z.B. Marillecrêpes mit Vanilleeis (8 €) oder ein Fonduekessel mit edler Schokoladesauce, ca. 150 g, mit großer Obstauswahl (nur nach Vorbestellung) serviert.

Catering & Geschirrverleih Das umfangreiche Weinsortiment kann sich sehen lassen: Eine Flasche Marchese Lodovico Ornellaia Massetto 2002 (390 €) steht

ebenso zur Verfügung wie diverse österreichische Süßweine oder ein St. Laurent von Gsellmann & Gsellmann aus Gols am Neusiedlersee (24 €) oder ein Riesling Hackenberg 2007 vom Weingut Kroiss in WienSievering (21 €). Zum Haus gehört auch das Service „LeMarko Catering & Events“ sowie ein Verleih von Geschirr, Porzellan, Mobiliar, Bar-Equipment u.a. Gastrogeräte.  www.zumandreashofer.at

Boom am Festparkett Europas erste Adresse am Veranstaltungsmarkt punktet mit guten Angeboten; neue Catering-Partner starten im Juli

Am Red Carpet der Hofburg

Prominenz, glanzvolle Wirtschaftsempfänge & Unternehmens-Galas: Ein dicht gefüllter Eventkalender bestätigt die steigende Beliebtheit der HOFBURG Vienna bei Veranstaltungen. Plus: Besondere Anreize für Weihnachtsfeiern 2012.

Wien. Die Hofburg, ehemalige Kaiserresidenz – über Jahrhunderte gewachsen – war, ist und bleibt viel bewundertes Repräsentationszentrum und einer der bedeutendsten Treffpunkte von Politik, Wirtschaft, Kultur und Society. Zuletzt machte der Ort entscheidender Staatsbankette, edler Gala-Abende und glamouröser Preisverleihungen dank technologischer Revolutionen von sich reden. Mit modernster IT- und Eventtechnik legen Renate Danler und ihr HOFBURG Vienna-Team der (inter-)nationalen Kongressund Tagungswirtschaft den roten Teppich aus und heißen Firmenevents und publikumswirksame Großereignisse willkommen.

verleihung „Entrepreneur of the Year“ (10. Oktober) ein Stelldichein. Bereits zum zweiten Mal wird auch die Charity-Veranstaltung „Tara-life goes on“ (1. Dezember) in der HOFBURG Vienna stattfinden. Neu: Mit dem Silvester-Highlight LE GRAND BAL wird das EventJahr stimmungsvoll ausklingen.

Plus bei Banketten & Galas Aber nicht nur das Who-is-Who trifft sich in der Hofburg: „Auch zahlreiche internationale Organisationen und Unternehmen nutzen vermehrt das imperiale wie moderne Flair der Wiener Hofburg für ihren Auftritt“, weiß Geschäftsführerin Renate Danler. Neben dem Hauptsegment der Kongresse und Tagungen hätten sich Bankette und Galaabende mit aktuell rund 14% des Umsatzes zum zweitstärksten Geschäftszweig des Hauses entwickelt.

WEIHNACHTSZAUBER

promotion

Inkludierte Leistungen: Raummiete, -ausstattung inkl. Bühne & Tonanlage mit Mikrofon, Personalkosten inkl. Garderobe und Tontechniker, Hintergrundmusik. Catering: 3-Gang-Menü oder Buffet inkl. Menükarten, Getränke exkl.; nach Absprache können Getränkepauschalen vereinbart werden. Dieses Angebot gilt für die Caterer GERSTNER und COPALOCA, bei DO & CO ist mit einem Aufpreis zu rechnen. Angebot ab 84 € pro Person. Preis zuzüglich 20% USt; gültig bis Dezember 2012.

© HOFBURG Vienna (3)

Schon jetzt Wunschtermin buchen!

Neu: Catering hoch drei

Die HOFBURG Vienna lockt mit Empire-Ambiente und modernen Raumkonzepten.

Der Event-Kalender für 2012 kann sich sehen lassen. So traf sich zuletzt die Prominenz am Red Carpet der Romy-Gala. Nächstes Highlight wird die AIDS Solidarity Gala aus Anlass des 20. Life Balls. Für

den 19. Mai haben sich bereits viele internationale Persönlichkeiten für den guten Zweck angesagt. Gesellschaft und Wirtschaft geben sich auch bei „Una Notte Sportiva“ (28. September) und der Preis-

Auf die boomende Nachfrage reagiert die HOFBURG Vienna jetzt mit erweitertem Catering-Portfolio. Mit Juli wirken drei neue, exklusive Cateringpartner vor Ort. DO & CO präsentiert sich als internationaler Premiumcaterer, GERSTNER punktet mit Erfahrung und Know-how, COPALOCA zeigt sich als kreativer und spritziger Eventcaterer.

Gemeinsam plant man bereits erste Programm-Specials. Mit einem Weihnachts-Package setzen die neuen Partner schon jetzt attraktive Kundenimpulse für die schönste Zeit des Jahres (siehe auch Kasten links!). Für stimmungsvolle Firmenfeiern stehen Prunkräumlichkeiten wie der Festsaal, der Zeremoniensaal oder der Große Redoutensaal, aber auch die moderne Glasarchitektur der Hofburg Galerie und des Dachfoyers bereit.

INFO/KONTAKT Die HOFBURG Vienna verzeichnet jährlich bis zu 330 Veranstaltungen (Kongresse, Bankette, Bälle, Messen) mit bis zu 320.000 Gästen. Das imperiale Kongresszentrum verfügt über 17.000 m2 Veranstaltungsfläche in 35 Räumen für 50 bis 4.900 Personen. Zudem ist man als permanenter Konferenzsitz der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) fest etabliert. Der Nettoumsatz pro Jahr beträgt rund 10 Mio. € (ohne Cateringerlöse), die Wertschöpfung inklusive der Konferenzaktivitäten der OSZE liegt laut Geschäftsführung bei 190 Mio. € für Stadt und Land. HOFBURG Vienna Heldenplatz A-1014 Wien, Österreich T +43 1 5873666, F +43 1 5356426 vienna@hofburg.com; www.hofburg.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 4. Mai 2012 – 71

Handeln statt reden

Die Wissensfabrik will dem Bildungssystem unter die Arme greifen  Seite 73

© Amrop Jenewein

© Wissensfabrik/Husar

careernetwork Rüsten statt jammern

Die globalen Arbeitsmärkte verändern sich radikal, glaubt Amrop Jenewein  Seite 74

Aufsteiger Marko Zlousic, bfi wien © Stefan Joham

„Wir verkaufen Spaß und Freude – und sonst gar nichts“ Routinier Karl Pramen­ dorfer war der ­jüngste und ist jetzt der dienstälteste ­Tourismusdirektor des Landes.  Novität Das The­ ma ‚Flexible Wor­ king‘ wird vor allem zur Image­ pflege voran­ getrieben. 

© W. Furtlehner

© sxc/kwod

Seite 72

Zufriedenheit

Die Österreicher scheinen mit ihrer Arbeit zufrieden – trotz zu langer Arbeitszeit und Luft nach oben bei den Gehältern. Seite 75

Seite 75

Social Recruiting Erschließen Sie sich auf Facebook den größten Talente-Pool der Welt BeKnownTM ist die neue Facebook-Anwendung von Monster für berufliche Kontakte. Knüpfen Sie Ihr persönliches Netzwerk mit aktiven und passiven Jobsuchenden weltweit auf Facebook und mehr als 25 Mio. deutschsprachigen Facebook-Nutzern: von Studenten über gelernte Arbeiter bis hin zu qualifizierten Angestellten. Veröffentlichen Sie Ihre Jobs kostenfrei in Ihrem beruflichen Netzwerk. Außerdem können Ihnen BeKnown-Nutzer über Ihr Unternehmensprofil folgen. Mehr über BeKnown erfahren Sie bei monster.at oder Ihrem Kunden-berater. Jetzt anmelden: APPS.FACEBOOK.COM/BEKNOWN

von


Career portrait

72 – careernetwork

Freitag, 4. Mai 2012

„Die ganze Welt ist zwischen Wien und Salzburg“ Warum Hallstatt den Vergleich mit Disneyland nicht scheuen muss, das Portierwesen seiner Tourismus­karriere beinahe in die Quere gekommen ist und ein Tag als Barack Obama durchaus reizvoll wäre, verrät der Vorstand des Oberösterreich Tourismus, Karl Pramendorfer, im Gespräch.

Linz. 1985 war er der jüngste Touris­ musdirektor des Landes – heute ist Karl Pramendorfer der dienstältes­ te. Und diesen Titel wird man ihm nicht so rasch streitig machen, läuft doch seine aktuelle Amtsperiode bis 30. Juni 2015: „Der Tourismus hat sich in dieser Zeit kaum verändert. Es geht immer noch um Gefühle. Wir verkaufen Spaß und Freude – und sonst gar nichts“, stellt der Vorstand des Oberösterreich Tou­ rismus unmissverständlich klar.

damals in Pension gegangen und der Posten ist neu ausgeschrieben worden. Meine Präsentation dürfte ganz passabel gewesen sein, denn der Verband hat sich auf das Risi­ ko mit mir eingelassen.“ Und das „Risiko“ dürfte sich be­ zahlt gemacht haben – schließlich sitzt Pramendorfer auch noch nach 27 Jahren im Amt und kann u.a. auf die Gründung eines eigenen Incoming-Reisebüros für das Bun­ desland und die „Erfindung“ des Donauradwanderwegs – die „Wie­ ge des Radtourismus“, wie er ihn nennt – verweisen: „Den Radtou­ rismus hat man damals nicht als Produkt angeboten, weil die Reise­ veranstalter gemeint haben, dass es jemanden geben muss, der die Koffer von A nach B nachtranspor­ tiert. Das ist dann auch der Aus­ gangspunkt für die Gründung des Incoming Reisesbüros gewesen“, so Pramendorfer. „Mein Zugang war und ist, Nächtigungen für Partner in Oberösterreich zu produzieren, die noch nicht so bekannt und groß sind, um mit großen Reiseveran­ staltern zu kooperieren.“

„Der Tourismus hat sich kaum verändert. Es geht immer noch um Gefühle. Wir verkaufen Spaß und Freude – und sonst gar nichts.“ Karl Pramendorfer

„Der Bub muss studieren“ Auch wenn das „Portierwesen“ großen Eindruck auf Pramendorfer machte, setzte sich der Tourismus dann doch durch: „Nach der Han­ delsakademie hat sich die Frage gestellt, ob ich in den elterlichen Betrieb einsteigen sollte. Da das Hotel meiner Mutter aber zu klein

Hallstatt ist wie Disneyland

© OÖ Tourismus

Welchen Reiz das Heimatbun­ desland auf ihn persönlich ausübt? „Oberösterreich steht für ‚Öster­ reich im Kleinen‘. Die ganze Welt ist zwischen Wien und Salzburg, wenn man so will, und Hallstatt ist wie Disneyland“, scheut er keinen Ver­ gleich. „Mit einem einzigen gewal­ tigen Unterschied. Bei uns ist alles echt.“  (jawe)

© Land Oberösterreich

Der ‚Tourismusvirus‘ wurde Pramendorfer quasi in die Wiege gelegt: Als Sohn einer Linzer Ho­ teliersfamilie beschäftigte er sich bereits im Kindesalter mit dieser Materie. Der erste Berufswunsch war aber von anderen Motiven ge­ trieben: „Ich wollte eigentlich Por­ tier vom Unfallkrankenhaus in Linz werden“, erzählt er amüsiert. „Mein Elternhaus ist in der Parallelstraße des alten UKH gewesen. Und das Areal der alten Blumau ist mein Spielplatz gewesen, auf dem ich mit dem Fahrrad herumgefahren bin“, schwelgt er in Erinnerungen. „Das Unfallkrankenhaus hat mich dabei so fasziniert, weil es als eines der ersten automatisch öffnende Türen gehabt hat. Da ist der Krankenwa­ gen ein- und ausgefahren. Und da­ von war ich einfach gefesselt.“

gewesen ist, war für meine Eltern schnell klar: ‚Der Bub muss stu­ dieren‘“, schildert er, wie es dazu kam, dass er zwischen 1972 und 1976 Betriebswirtschaftslehre an der Universität Linz studierte. „Nach dem Studium hat sich mir dann die Möglichkeit geboten, bei der Kammer anzufangen. Der da­

malige Sektionsobmann Landgraf hat mir dann aber den Tourismus schmackhaft gemacht.“ Und so bewarb sich Pramendorfer und erhielt 1977 einen Posten beim da­ maligen Landesverband für Tou­ rismus in Oberösterreich: „Mein Glück ist gewesen, dass ich damals einen Direktor hatte, der mich alles

hat machen lassen; vom Lager bis zur Messe habe ich in dem Haus vermutlich alle Stationen durch­ laufen. Dafür bin ich heute noch dankbar.“ Nach achtjähriger Tätigkeit im Haus übernahm er 1985 die Lei­ tung der Landes-Tourismusorga­ nisation: „Direktor Aldo Debene ist

5 Fragen An Karl Pramendor f er

Als Kind wollte ich immer … Portier vom Unfallkrankenhaus werden. Das ist meine größte Stärke … eine Vision zu haben, Ziele zu verfolgen und ungeduldig zu sein. Das sieht aber nicht jeder als Stärke. Das ist meine größte Schwäche … zu viele Dinge gleichzeitig zu machen.

1952–1976

1977–2002

2003–Heute

Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, ein äußerst fantasievolles Werk.

Am 13. April 1952 als Sohn einer Linzer Hoteliers­ familie geboren, absolvierte Karl Pramendorfer nach der Handelsakademie von 1972 bis 1976 das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Linz.

1977 begann er sein Engagement beim Oberösterreich Tourismus (früher: Landesverband für Tourismus in Ober­ österreich) und nach achtjähriger Tätigkeit übernahm er 1985 die Leitung der Landes-Tourismusorganisation.

Seit 2003 ist Pramendorfer Vorstand des Ober­ österreich Tourismus. Seine aktuelle Amtsperiode läuft bis Juni 2015, nachdem er in der General­ versammlung am 30. März 2011 einstimmig für diese Position wiederbestellt worden ist.

Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Barack Obama. Ich würde gerne wissen, wie er mit der heutigen Infoflut umgeht und die Fäden zieht.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 4. Mai 2012

careernetwork – 73

Bildungsinitiative Namhafte Unternehmen bündeln ihre Bildungsaktivitäten unter einem gemeinsamen Dach

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Wissensfabrik ist gestartet Wissensfabrik-Präsident Joachim Meyer: „Sehe uns als Unterstützung des Bildungssystems.“

It’s the emotion, stupid!

© Wissensfabrik/Christian Husar (4); jawe (2)

Motivation und Engagement: Jene Faktoren, auf die es im Arbeitsleben letztlich ankommt. Sie bestimmen nicht nur, wie gern man seinen Job für ein bestimmtes Unternehmen macht. Sie tragen auch wesentlich dazu bei, was am Ende des Tages an messbarem Output vorhanden ist – also welche Leistung erbracht wird. Eine Studie der GfK widmete sich nun dem Thema Mitarbeitermotivation. Einige Fakten daraus: Befragt, was Arbeitnehmern im Job am wichtigsten ist, liegen ganz klar emotionale Faktoren wie Betriebsklima, Sicherheit oder Respekt vor und von Kollegen und Vorgesetzten im Spitzenfeld. Ebenfalls ist österreichischen Arbeitnehmern wichtig, für das Wohl anderer zu arbeiten und dass der Beruf sowohl Spaß als auch Herausforderung mit sich bringt. Interessant auch, wie die Befragten ihre MotivationsRahmenbedingungen im Job einschätzen: Acht von zehn beurteilen ihre Zielvorgaben als realistisch, klar und anspornend. 39 Prozent gaben an, motivierter als noch vor einem Jahr zu sein. Meist die Hauptgründe für den Motivations-Boost: Positive menschliche Beziehungen im Job, sinnvolle Tätigkeiten, Selbstständigkeit und Sicherheit. Der Motivationskiller schlechthin ist laut GfKStudie mangelnde Anerkennung der eigenen Leistungen – sprich fehlendes Lob –, ein schlechtes menschliches Verhältnis zu Kollegen sowie ein suboptimales Betriebsklima. Weitere Negativfaktoren: Niedriges Gehalt, unliebsame Entscheidungen der Führungsebene, sinnlose Tätigkeiten und schlechte Karriereaussichten.

Der Vorstand der Wissensfabrik legte selbst Hand an: Bild Mitte (v.li.): P. Vetter, W. Hesoun, T. Niss, R. Hauser, D. Kruschitz-Bestepe, J. Meyer, G. Riemer und C. Ganser.

Wien. „Handeln, nicht nur Reden“ – unter diesem Motto packten hochrangige Vertreter der heimischen Industrie ihren Arbeitskittel aus und präsentierten gemeinsam mit Schülern der Volksschule Monte Laa die ersten Werkzeug- und Materialkisten der Bildungsinitiative „Wissensfabrik“: „Mit unserem Engagement verstehen wir uns als Ergänzung und Unterstützung des österreichischen Bildungssystems“, betont Joachim Meyer, Senior Vice President des BASF Business Center Europe Central und Präsident der Wissensfabrik Österreich. Gerhard Riemer, Vizepräsident der

Wissensfabrik und Bereichsleiter der IV für Bildung, Innovation und Forschung, ergänzt: „Unser gemeinsames Ziel ist es, langfristig durch die Aktivitäten der Wissensfabrik und ihrer Mitgliedsunternehmen einen Beitrag zur Sicherung des qualifizierten Nachwuchses in Österreich zu leisten.“ Bereits heute würden Betriebe einen zunehmenden Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern registrieren. „Solche Kräfte werden aber dringend benötigt, um die Attraktivität des ‚Standorts Österreich‘ für die Zukunft sicherzu-

stellen und zu verstärken. Das bedeutet: Es muss heute für die Jobchancen unserer Kinder etwas unternommen werden, um morgen gut aufgestellt zu sein.“

Werkzeug- und Materialkisten der Wissensfabrik-Leuchtturmprojekte „KiTec – Kinder entdecken Technik“ und „NaWi – geht das?“, die den Schulen zur Verfügungen gestellt werden können. Bereits jetzt sind Firmen wie BASF, Bank Austria, Miba, Bosch, Siemens, Kapsch oder Henkel im Projekt aktiv: „Wir laden all jene Unternehmen ein, denen die Chancen unserer Kinder am Herzen liegen, sich unter dem Dach der Wissensfabrik zusammenzufinden und Aktivitäten zu setzen“, hofft Meyer auf weitere Interessenten. www.wissensfabrik-oesterreich.at

Interesse wecken Ziel der Wissensfabrik sei es nun, einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich Kinder stärker für technische, naturwissenschaftliche und wirtschaftliche Themen interessieren und ihre vorhandenen Talente rechtzeitig erkannt und genutzt werden. Erste Ergebnisse dieser Kooperation seien etwa die

Bilanz Im ersten Jahr der Arbeitsmarktöffnung kamen knapp 27.000 Arbeitnehmer aus Ost-EU-Ländern nach Österreich

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

„Es ist härter geworden am Bau, weil ganze Firmen versucht haben, nach Österreich hereinzukommen“, so Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Montag im „Ö1-Morgenjournal“. Er führt dies darauf zu-

Von den exakt 26.806 Osteuropäern, die zum Arbeiten kamen, wohnten 14.361 in Österreich, 12.446 pendelten aus dem Ausland herein. Nur ein Drittel der Arbeitsmigranten waren Frauen. Die meisten Arbeitssuchenden zog es nach Wien, gefolgt von Niederösterreich.  (APA)

Marko Zlousic

Alexander Bernardis

Alexander Bernardis (41) steigt bei der Beratergruppe Neuwaldegg zum Principal auf. In dieser Funktion begleitet er selbstständig Beratungsprojekte und wird ab Mitte des Jahres das neue Neuwaldegger Coaching-Programm leiten.

Promotion

12.446 Pendler

Neuwaldegg

© Pflügl

Marko Zlousic (30) übernahm mit diesem Mai den Bereich Online-Marketing beim bfi Wien. Er widmet sich neben der Entwicklung des SocialMedia-Auftritts u.a. der Optimierung der Unternehmenswebsite als ­Vertriebsplattform.

rück, dass nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmer aus dem Osten ihre Dienste anbieten dürfen. Sobald sich die Wirtschaft in Osteuropa erholt, werden viele dieser Unternehmen aber wieder in ihre Heimat zurückkehren, erwartet der Sozialminister.

Härter am Bau

bfi Wien © Stefan Joham

job

Die meisten Osteuropäer in Österreich kamen aus den Nachbarländern Ungarn und Slowakei sowie aus Polen. Rumänen und Bulgaren können erst ab dem Jahr 2014 ohne Einschränkungen nach Österreich kommen. Bevorzugt werden Jobs am Bau und im Tourismus angenommen, wobei es am Bau auch zu einem Verdrängungswettbewerb gekommen sein soll.

Christine Tissot AIT

Christine Tissot stieg mit Mitte April als Head of Mobility Department beim AIT Austrian Institute of Technology ein. Zuletzt hatte sie die Leitung des Electric Vehicle Business bei Renault inne.

Margit Schossleitner Inselhotel im Faaker See

© privat

Bisher wagten nur wenige Arbeitskräfte aus dem Osten den Grenzübertritt.

Wien. Mit 1. Mai des Vorjahres wurde der österreichische Arbeitsmarkt vollständig für Osteuropäer geöffnet, der von manchen befürchtete Massenansturm blieb aber aus. In Relation zu Deutschland kam es aber in der Alpenrepublik zu einem deutlich stärkeren Zuzug. In den ersten elf Monaten (AprilZahlen liegen noch nicht vor), kamen knapp 27.000 Arbeitnehmer aus Ost-EU-Ländern nach ��sterreich, teilte das Sozialministerium am Montag mit. In Deutschland waren es rund 80.000 – bei der zehnfachen Einwohnerzahl. Auffällig ist, dass die meisten Osteuropäer innerhalb Deutschlands in Bayern mit gut 20.000 Arbeitsmigranten zu finden waren.

© AIT/krischanz.zeiler.

© APA/Andreas Tröscher

Der Ansturm der Osteuropäer blieb aus

Margit Schossleitner (44) hat die Leitung des Inselhotels im Faaker See übernommen. Zuletzt arbeitete sie über drei Jahre als Leiterin in einem Institut für Vorsorgemedizin und Physiotherapie im Salzkammergut.


Personalmanagement

74 – careernetwork

Freitag, 4. Mai 2012

Arbeitsmarkt Die Bedingungen für Karrieren befinden sich in radikalem Umbruch; Personalvermittler müssen sich für die Zukunft rüsten

Neue Vorzeichen für Headhunter

© Amrop Jenewein

Günter Tengel, Geschäftsführer von Amrop Jenewein, über neue Herausforderungen für Personaler.

Ein „alter Hase“ im Geschäft: Günter Tengel weiß, was Headhunter erwartet.

Wien. Die globalen Arbeitsmärkte verändern sich radikal – und mit ihnen Karrieremöglichkeiten für den einzelnen. Was das zukünftig für die Arbeit von Headhuntern bedeutet, erklärt einer, der es wissen muss: Günter Tengel ist Geschäftsführer von Amrop Jenewein in Österreich und seit über 30 Jahren als Personal- und Unternehmensberater im Geschäft. Tengel erkennt fünf Trends, die Personalberater und HR-Manager als Prämisse für ihre Arbeit sehen sollten. Als ersten Trend nennt Tengel das Potenzial von Migration für den österreichischen Arbeitsmarkt: „Nur mit einer konstanten

Nettozuwanderung in Österreich von 30.000 bis 40.000 gut ausgebildeten Migranten pro Jahr können wir den Arbeitskräftemangel einer alternden Gesellschaft weiter egalisieren. Komplizierte Arbeitsbewilligungsprozesse, zu wenig internationale Schulen, ein quotengesteuerter Arbeitsmarkt und Ausländerfeindlichkeit erschweren leider jede Dynamik“, so Tengel.

People Management Ein weiteres Symptom des Wandels sei der Trend, dass Top-Leute im Unternehmen durch häufige Fluktuationen oder Standortwech-

sel nur mehr zur „standardisierten Ware“ degradiert werden. Tengel plädiert daher dafür, wieder verstärkt Augenmerk auf „People Management“ zu legen, also den Menschen, nicht die Ware, in den Vordergrund zu rücken.

den und zu wissen, in welchen Kanälen Kunden und Kandidaten am besten zusammenfinden.

Aufholbedarf: Diversity Ein weiteres Gebot der Stunde heißt: Diversity. Auch Headhunter müssen ihren Beitrag dazu leisten, mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen – und das nicht nur aus demografischen Gründen. „Untersuchungen zeigen, dass sich hier europaweit – mit wenigen Ausnahmen – in den letzten zehn Jahren kaum etwas verändert hat“, bedauert Tengel. Immer wichtiger werde im globalisierten Arbeitsmarkt auch das Standort-Thema, so Tengel. „Die rein steuergetriebenen Standortentscheidungen scheinen vorbei zu sein. Einer der wesentlichen Anreize eines exzellenten Standorts sind die verfügbaren Arbeitskräfte“, weiß der Experte.  (lw)

New Media Recruiting Außerdem revolutionieren besonders neue Technologien die Arbeit der Headhunter. Auf Xing und Facebook nach potenziellen Mitarbeitern zu suchen, ist schon längst nichts Neues mehr. Es gilt aber umso mehr, auch online die richtige Suchmethodik anzuwen-

AK Arbeitszeit-Verkürzung

Faire Verteilung Wien. Die Arbeiterkammer Wien fordert, das bestehende Arbeitsvolumen „fairer – und somit auch auf mehr Beschäftigte“ zu verteilen. Durch „innovative Formen der Arbeitszeitverkürzung sowie durch eine fairere Verteilung des bestehenden Arbeitszeitvolumens“ könnten „erhebliche Beschäftigungseffekte“ erzielt werden, heißt es. Die Forderung hat insofern Relevanz, als auch in der Initiative „Österreich 2020“ eine Reduktion der Arbeitszeit diskutiert wird. Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat diese Ideen als „nicht schlecht“ bezeichnet. Die AK betont, dass 60.000 Personen mehr am Arbeitsmarkt teilhaben könnten, selbst wenn nur ein Drittel der geleisteten Mehr-bzw. Überstunden zu zusätzlicher Beschäftigung führen würden.  (APA)

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Arbeitsplatz Flexibel

Zukunftsmusik

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Wien. Gehört der fixe Arbeitsplatz bald der Vergangenheit an und ersetzen Smartphones und TabletPCs bald unser Büro? Um Zuge ihrer „Business Breakfasts“ zeigt „NextiraOne“ Unternehmen, wie sie den Arbeitsplatz der Zukunft zu ihren Gunsten umsetzen können. „Flexibel, leistungsfähig und individuell auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern abgestimmt, so soll der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen“, erklärt Nicole Plein von NextiraOne.

Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventinnen sind aufsteigerinnen

© Torsten Lohse/pixelio.de

Heidi Nather-Eggeling von C&A Mode ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Nach Stationen in den Werbeagenturen Young & rubicam und JWt wechselte sie als Werbeleiterin und Mode Pr-Sprecherin zu C&a Mode Österreich. Zu Beginn für Österreich und tschechien verantwortlich, begleitete sie die starke expansion des Modehauses. heute liegt die Werbeleitung für acht Cee-länder in ihrem Verantwortungsbereich. aufbauend auf den Universitätslehrgang Werbung & Verkauf absolvierte sie parallel zu ihrer beruflichen Karriere den Professional MBA Marketing & Sales an der WU executive academy.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-31336-4612, www.werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU executive academy.

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J o bwatc h

Freitag, 4. Mai 2012

careernetwork – 75

Flexible Working Deloitte untersuchte die Praxis sowie die Entwicklungstendenzen flexiblen Arbeitens in Österreich

short

Es mangelt an Flexibilität

Neuer Lehrgang bei der Werbe Akademie Wien. Die Werbe Akademie startet in Kooperation mit Stategie Austria ab diesem Herbst mit einem neuen berufsbegleitenden Lehrgang: Account Planning – Strategische Planung in der Kommunikation. Der berufsbegleitende Diplomlehrgang startet Ende September. Er soll Mitarbeitern von Unternehmen und Werbeagenturen die Möglichkeit bieten, Wissen und Kompetenz für strategische Planung zu erwerben, zu erweitern und zu perfektionieren. Der Lehrgang befasst sich dabei mit den großen Themenblöcken Strategische Planung, Corporate Communication, Marktforschung und Marke. Praxisnähe sollen Dozenten wie Luca Conte, Wolfgang Eigner, Stefan Pagitz, Julia Katschnig und Leopold Ziereis garantieren, heißt es. Weitere Informationen:  www.werbeakademie.at

78% wollen damit die Arbeitgeber-Attraktivität steigern – aus Kostengründen machen es nur 29%.

Problematisch sei laut Deloitte, dass trotz vorhandener Bemühungen fast zwei Drittel der Befragten angeben, dass der für eine flexible Arbeitsgestaltung notwendige Veränderungsbedarf unterschätzt oder nicht wahrgenommen werde. „Zielsetzungen zu formulieren, Regelungen zu definieren und notwendige Tools zu implementieren, ist oft gar nicht so schwer – woran es häufig scheitert, ist die Etablierung im Unternehmen und die Organisation einer sinnvollen

Bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben gibt es noch Aufholbedarf.

Anwendung durch Führungskräfte und Mitarbeiter“, heißt es dazu seitens Deloitte.

Vertrauensarbeitszeit Ein weiteres Ergebnis der Studie: In über 40% der befragten Unternehmen spielt Vertrauensarbeitszeit eine sehr große oder zumindest große Rolle. Allerdings reiche dabei die Praxis von echter Vertrauensarbeitszeit ohne Kon-

trolle durch den Arbeitgeber bis hin zu Varianten, bei denen der Grundgedanke in der Umsetzung nicht mehr erkennbar sei. Der aus der Arbeitsflexibilisierung häufig entstehende Kontrollverlust stelle zudem auch die wichtigste Herausforderung für Führungskräfte dar: die Etablierung einer Vertrauenskultur. „Mehr Vertrauen gegenüber ihren Mitarbeitern ist das, was Österreichs Führungskräfte verstärkt lernen

Arbeitszufriedenheit Trotz durchschnittlich zu langer Arbeitszeit zeigen sich die Österreicher zufrieden

Wien. Die Österreicher arbeiten im Durchschnitt rund 3,1 Stunden pro Woche mehr, als im Vertrag vereinbart ist. Sie können im Großen und Ganzen (etwa zwei Drittel) diese Mehrstunden durch Zeitausgleich abbauen. Knapp die Hälfte der unselbstständig Erwerbstätigen kommt nur mit einigen bzw. großen Schwierigkeiten mit ihrem Einkommen aus – dennoch sind über zwei Drittel (70%) mit ihrer Arbeitssituation zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die das Gfk-Institut im Auftrag von Endred Austria, einem Prepaid-Service Unternehmen, durchgeführt hat.

Konkret arbeiten die Österreicher der Studie zufolge im Durchschnitt 38,7 Stunden pro Woche – also um rund 3,1 Stunden mehr als im Vertrag vereinbart. Bei 23% beträgt die tatsächliche Arbeitswoche 41 bis 45 Stunden, bei 18% sogar mehr als 45 Stunden. Positiv dabei: Lediglich fünf Prozent der Befragten bekommen ihre Überstunden überhaupt nicht abgegolten.

644 Euro mehr gewünscht Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer (53%) kommt der Umfrage zufolge ohne Schwierigkeiten mit dem Einkommen aus. 41% haben

einige Schwierigkeiten, sechs Prozent klagen über große Probleme, über die Runden zu kommen. Damit ihnen das leichter fiele, würden sie im Schnitt 644 € netto mehr pro Monat benötigen. Trotz dieser Rahmenbedingungen ist die Arbeitszufriedenheit der Österreicher insgesamt relativ hoch – 70% sind zufrieden. Auch das Ausmaß an Stress und Zeitdruck ist für 70% der Befragten akzeptabel. Wunsch und Wirklichkeit klaffen lediglich bei Anerkennung, Information und Kommunikation, Betriebsklima und Work-LifeBalance auseinander.  (red)

© sxc/kwod

Das Gehalt scheint doch nicht alles zu sein

53% kommen ohne Schwierigkeiten mit ihrem Einkommen aus.

AUVA meldet 900 Fälle von Schwerhörigkeit

© APA/Harald Schneider

Unterschätzte Veränderung

müssen“, betont Krims. „Aber auch die Unternehmen müssen lernen, ihren Führungskräften mehr zuzutrauen.“ 60% der Befragten sehen demnach die Vertrauenskultur als wichtigsten Erfolgsfaktor vor allem für eine Flexibilisierung von Arbeitsort und -umgebung. „Gleichzeitig erfordert flexibles Arbeiten spezifische Führungskompetenzen und ein neues Führungsverhalten. Mitarbeiter-Teams werden heterogener, Organisationsstrukturen werden komplexer“, so Krims. Eine weitere Herausforderung liege in der Ermöglichung einer Work-Life-Balance. Top-Thema dabei: das Management von Karenzzeiten und Wiedereinstieg. 60% der Befragten sehen die bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben als Hauptproblem in der Arbeitszeitgestaltung – denn trotz zahlreicher Maßnahmen empfinden 53% der Befragten die hohe Belastung der Mitarbeiter laut Studie nach wie vor als sehr problematisch. „Das zeigt deutlich, dass die Präsenzkultur in Österreich noch stark verankert ist: Wer länger im Büro sitzt, hat es tendenziell leichter“, so Krims. 52% befürchten demnach negative Auswirkungen durch reduzierte Anwesenheit und Erreichbarkeit. „Wir müssen also umdenken: Letztendlich zählt das Arbeitsergebnis, nicht, wie lang ich dafür am Schreibtisch gesessen habe“, betont Krims abschließend.  (red)

© panthermedia/Diego Cervo

Wien. 78% der heimischen Unternehmen wollen durch „flexible Working“ ihre Arbeitgeber-Attraktivität steigern – das ist das Ergebnis einer von Deloitte Human Capital durchgeführten Studie: „Durch eine flexible Arbeitsgestaltung kann eine effektivere Kundenbetreuung, eine verstärkte interne Zusammenarbeit, mehr Innovation und höhere Effizienz ermöglicht werden“, so Jan Krims, Manager bei Deloitte Human Capital. „Nicht zu vernachlässigen ist, dass etwa über eine geringere Fluktuation oder eine bessere Flächennutzung durchaus positive Kosteneffekte erzielt werden können.“ Kosteneffekte, die die Unternehmen offenbar gar nicht vordergründig anstreben: Laut Umfrage sehen nur 29% diesen Effekt als Mittelpunkt flexiblen Arbeitens.

Rund 500.000 Österreicher arbeiten an einem Lärmarbeitsplatz.

Wien. Rund 500.000 Österreicher arbeiten an einem Lärmarbeitsplatz. Jährlich werden etwa 900 Berufskrankheiten wegen einer durch Lärm verursachten Schwerhörigkeit von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) anerkannt. Damit gehört Schwerhörigkeit zu den häufigsten Berufskrankheiten. Betroffen sind fast ausschließlich Männer und hier wiederum die metallverarbeitende Industrie, gefolgt von der Baubranche. Die AUVA stellt aber rückläufige Tendenzen fest, hieß es in einer Aussendung. „Informationsmaßnahmen und konkrete Beratung von Unternehmen zur lärmmindernden Gestaltung der Arbeitsplätze tragen Früchte“, stellte Obfrau Renate Römer fest.  (APA)

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mai 2012 – 77

Mit einer klaren Marketing-Strategie tritt die Kino-Gruppe im CEE-Raum auf  Seite 80

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Verluste im Ausland können mit Gewinnen in Österreich abgefedert werden  Seite 91

amadeus musik-awards verliehen

© APA/A. Pessenlehner

© Cineplexx

cineplexx-Expansion

© APA/G. Hochmuth

entertainmentbiz Animierend: Der neue österreichische Trickfilm

© Archiv

short

© Christian Messner

© Neuer Österreichischer Trickfilm; Filmakademie Baden-Württemberg / Montage: B. Schmid

Mountain View. Google hat sich für sein Filmverleihservice auf YouTube mehr als 600 Filme von Metro-Goldwyn-Mayer gesichert. Blockbuster wie „Rain Man“, „Terminator“ oder „West Side Story“ werden in Zukunft (aber nur in den USA) im WebVideo-Portal zu sehen sein. Partnerschaften mit Hollywood-Riesen sind Teil einer Strategie, die sich gegen die dominierenden Content-Shops wie den Apple iTunes Store, Netflix und den Amazon Prime Markt richtet. Google bietet nun über 9.000 Filme auf seinem YouTube-Kanal an.  googleblog.blogspot.com

Wien. Das Kulturnetz Hernals lädt heuer ins Etablissement Gschwandner: Unter dem Motto „Vergnügen auf Zeit“ wird im Rahmen des Festivals „Soho goes Hernals“ ein KunstEtablissement inszeniert, das sich der historischen Vergnügungskultur in den ehemaligen Gschwandnersälen in der Geblergasse 38 widmet. In einer Installation wird die historische Vergnügungskultur mittels zeitgenössischer künstlerischer Formen wieder aufleben. Ein vielfältiges Programm mit Theater, Film, Lesungen sowie Konzerten sorgt für das passende Salon-Ambiente.  www.kulturnetz-hernals.at

Benjamin Swiczinsky, Johannes Schiehsl und Conrad Tambour (v.l.n.r.) überraschen mit narrativen Animationsfilmen.

Made in Austria Drei heimische Jungfilmer, die ihr Handwerk auf einer deutschen Filmakademie gelernt haben, sorgen für einen Know-how-Transfer in die Heimat. Ist auch Österreich bald ein Land der Trickfilmer? Die Chancen stehen gut. Seite 78 Hollywood Neue Technik ermöglicht trotz hoher Preise eine effiziente Ausstattung für aufwendige Filmproduktionen

inhalt

tv, dvd & kino > Paramount: Spielfilme sind im Web zu mieten  > Ökologie: „Der Landarzt“ ist klimaneutrale Serie  > Breitenseer Lichtspiele: Hilfe ist dringend nötig 

Filmindustrie entdeckt 3D für die Requisiten 79 78 81

gaming & betting > Electronic Arts: Schlechtes Rating in den USA  88 > Ubisoft: Game-Charaktere als Spielzeugfiguren  88

© Greyloch/CC

tonträger & konzert > Universal Music: Viele Mio. durch Teilverkäufe  87 > Pearl Jam: Starkes Tagebuch der Grunge-Ikonen  81

Für Requisiten und Kostüme kommen immer öfter 3D-Drucker zum Einsatz.

Los Angeles. Hollywood entdeckt den 3D-Druck. Technologische Fortschritte ermöglichen den Einsatz im Studio-Alltag. Vor allem bei Filmen, die Computereffekte mit realen Szenen mischen, bietet der 3D-Druck entscheidende Vorteile. Z.B. für den Film „Iron Man 2“ wurde Hauptdarsteller Robert Downey jr. in manchen Szenen in eine Rüstung aus einem Drucker gesteckt. Die Geräte sind mit 3DDrucker-Bausätzen für den Heimgebrauch nicht zu vergleichen, sie kosten mehrere Zehntausend Euro. Die Drucker, die Requisiten herstellen, sind technisch auf dem

neuesten Stand. Die einzelnen Schichten, aus denen sich ein gedrucktes Objekt zusammensetzt, sind deutlich dünner als ein Haar und mit freiem Auge kaum noch zu erkennen. Nach der Lackierung sind die Teile nicht mehr als Druckwerk zu erkennen. Aber auch die besten 3DDrucker können nur relativ kleine Teile drucken, und die Anwender brauchen viel Know-how. Größere Gegenstände müssen aus Einzelteilen zusammengeklebt werden. Bei der Erstellung von Requisiten können die 3D-Drucker auf dieselben Modelle zurückgreifen,

die auch für Computereffekte im Film verwendet werden. So ist garantiert, dass zwischen realen Szenen und Computeranimationen fast kein Unterschied mehr zu erkennen ist. Außerdem ist gewährleistet, dass die Teile immer exakt den Vorlagen entsprechen. Vor allem für Filme, die viele Effekte benötigen, können die Studios Geld sparen. Bislang wurden die Vorstellungen der Produzenten mittels Modellen aus Kunstschaum verwirklicht. Bei jeder Änderung musste ein neues aufwendiges Modell erstellt werden.  www.hollywoodreporter.com


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78 – entertainmentbiz

Mai 2012

Kommentar

Konservative Filme sind erfolgreich

georg biron

Locarno Filmfestival

© Festival del film Locarno

Neuer Standort

„Anderswo sind Trick­ filme einfach grund­

© Filmakademie Baden-Württemberg

W

er mit Movies in Hollywood das große Geld machen will, der sollte unbedingt dafür sorgen, dass seine Produktionen eine gewaltige Portion Patriotismus enthalten, konservative Werte vertreten und keinesfalls den christlichen Glauben untergraben. Diese ernst gemeinte Empfehlung stammt aus dem aktuellen Jahresbericht der US-amerikanischen Filmreview-Seite www.movieguide. org. Demnach finden sich im Top Ten-Ranking der erfolgreichsten Kino-Blockbuster des vorigen Jahres insgesamt sieben Streifen, die dem konservativen „Idealbild“ entsprechen. „Die Kinobesucher wollen, dass das Gute das Böse besiegt, die Wahrheit über die Lüge triumphiert, sich Recht gegen Unrecht durchsetzt und wahre Schönheit die Hässlichkeit überwindet“, zitiert das USBranchenblatt The Hollywood Reporter eine Passage aus dem Movieguide-Bericht. Um zu belegen, dass konservative Filme ihren liberaleren Pendants an den Kinokassen überlegen sind, verweist das Portal auf eine eindeutige Statistik. So konnte Movieguide 2011 insgesamt 91 Filme als „konservativ“ identifizieren. Diese haben im Durchschnitt jeweils 59 Mio. Dollar eingespielt. Demgegenüber stehen 105 als „liberal“ klassifizierte Streifen, die im Schnitt lediglich rund 11 Mio. Dollar erwirtschaftet haben ...

legende ­Bestandteile der Filmszene.“ johannes schiehsl

Junge Künstler haben den narrativen Animationsfilm wachgeküsst und planen jetzt einen abendfüllenden Trickfilm.

Neuer Österreichischer Trickfilm Drei Jungfilmer wollen in Österreich den narrativen Animationsfilm etablieren

Den animierten Trickfilm gekonnt in Szene gesetzt Die Arbeiten der drei in Ludwigsburg ausgebildeten Filmemacher wurden auch international gefeiert. ky. Die zweite Problemzone ortet der Filmemacher in der fehlenden Verankerung des narrativen Animationsfilms in der hiesigen Kulturlandschaft. Swiczinsky: „In Frankreich ist Comic und Trickfilm einfach grundlegender Teil der Filmszene. Auch zum Beispiel in Dänemark gibt es eine ausgeprägte Animationskultur – und Deutschland ist auf dem besten Wege dahin.“

christoph singer

Wien. Österreich ist gemeinhin nicht gerade als gut aufbereiteter Boden für animierte Trickfilme bekannt. Drei junge heimische Filmemacher, die ihr Handwerk auf der Filmakademie in Baden-Württemberg von Grund auf gelernt haben, sind seit geraumer Zeit dabei, die Situation zu ändern – und zwar mit ihrer 2011 gegründeten Künstlergruppe „Neuer Österreichischer Trickfilm“. Benjamin Swiczinsky, Conrad Tambour und Johannes Schiehsl haben im Sommer 2011 kurzerhand beschlossen, dem narrativen Animationsfilm hierzulande neues Leben einzuhauchen, ihn langfristig zu etablieren und ihre Filmakademie-Abschlussarbeiten im Wiener Filmcasino einem breiten Publikum zu präsentieren. Gleichsam als eine Art Einstimmung auf das, was in den kommenden Jahren noch folgen soll, wurden die Kurzfilme „Heldenkanzler” (Swiczinsky), „366 Tage” (Schiehsl) und der schon zuvor beim Potsdamer Sehnsüchte Festival als „beste Animation” und mit dem Prädikat „Besonders wertvoll” prämierte „Der Besuch” (Tambour) gezeigt. Während sich „Heldenkanzler” als historische Satire auf Engelbert Dollfuß versteht, thematisiert „366 Tage” die Abenteuer eines „Burnout“-gefährdeten Zivildieners bei

„Unser großer Plan ist mit Sicherheit, eigene Stoffe zu verfilmen und in ­weiterer Folge einen abendfüllenden Anima­ tionsfilm zu schaffen.“

Problem Filmförderung

benjamin swiczinsky

der Rettung. Die Tragikomödie „Der Besuch” wiederum erzählt die Story einer alten Dame, die für ihre längst verstorbenen Freunde groß kochen will.

Heftige mediale Resonanz Das mediale Echo, das die Präsentation der drei Werke nach sich zog, war gewaltig – und sicher nicht nur der Tatsache geschuldet, dass die Jungfilmer für ihre Arbeiten Synchronstimmen wie jene von Ernie Mangold, Erwin Steinhauer oder „maschek”-Star Peter Hörmanseder gewinnen konnten oder „Der Besuch“ bereits im Vorfeld bei den Filmfestspielen von Cannes gefeiert wurde. Apropos: Wie ist es den Absolventen eigent-

Das „Festival del Film“ könnte schon bald einen neuen Standort haben.

„Wir haben jetzt im Wiener Gasometer Quartier bezogen und wollen gemeinsam mit einem Team ein Trick­ filmstudio betreiben.“ conrad tambour

© Neuer Österreichischer Trickfilm (3)

Locarno. Das „Festival del film Locarno“, das heuer von 1. bis 11. August stattfindet und sich u.a. einer Retrospektive des österreichischen Regisseurs Otto Preminger widmet, könnte schon bald einen neuen Standort erhalten. Die Stadt Locarno hat von einer privaten Stiftung 10 Mio. CHF geschenkt bekommen für den Bau des „Palazzo del Cinema“. Dieses geplante Kompetenzzentrum soll auch künftiger Standort des Filmfestivals von Locarno sein.  www.pardo.ch

lich gelungen, für ihre Filme derart gewaltige Stimmen aufzustellen? Benjamin Swiczinsky: „Ich denke, für Schauspieler ist das durchaus etwas Neues und Spannendes. Beim Animationsfilm werden ja die Stimmen zuerst aufgenommen, was den Darstellern natürlich sehr entgegenkommt. So bekommen sie eine Vielfalt an Möglichkeiten, die Figuren im Film entscheidend zu beeinflussen.“

Einseitige Ausbildung Animationsfilme wurden in Österreich bis dato eher nur für eine kleine kunstinteressierte Szene produziert. Fernab der Avantgarde kommt der Trickfilm maximal noch in der Werbung zum Einsatz, aber selbst dort sind animierte Spots relativ dünn gesät. „Das Problem fußt zum einen auf der Ausbildung: Es gibt zwar hierzulande eine Trickfilmklasse für experimentellen Animationsfilm an der Angewandten; dort wird man jedoch ‚nur‘ rein künstlerisch, nicht aber ganzheitlich ausgebildet – so wie zum Beispiel in Ludwigsburg, wo das Künstlerische in ein Gesamtkonzept eingebettet ist. Die Technik wird einem wiederum an den österreichischen Fachhochschulen beigebracht, aber eben nur diese und nicht, wie man zum Beispiel Regie führt, Filme schneidet oder Geschichten erzählt“, so Swiczins-

Auch die heimische Filmförderung ist auf Trickfilmer nicht unbedingt gut eingestellt, was sich mitunter in banalen Problemen äußert: „Man hat einen Berg an Formularen auszufüllen, scheitert aber an Fragen nach dem Drehort oder zum Beispiel dem Oberbeleuchter. Füllt man Vorgaben nicht aus, ist es einem letztlich auch unmöglich, die Unterlagen zu versenden. Darüber hinaus fehlt es den Förderern noch an Erfahrung, welche Produktionsschritte beim Animationsfilm vonnöten sind. Somit mangelt es auch automatisch an der Möglichkeit, einen Kostenvoranschlag richtig evaluieren zu können“, so Swiczinsky.

Masterplan für die Zukunft Der Plan der drei jungen Filmemacher für die nächsten Jahre ist in jedem Fall das Betreiben eines gemeinsamen Trickfilmstudios – mit einem kleinen fixen Team und projektweise freien Mitarbeitern; hierfür haben Schiehsl, Tambour und Swiczinsky einmal in einem gemeinsamen Büro im Gasometer ihr Quartier aufgeschlagen. Und wo sieht sich das junge Triumvirat in zehn Jahren? Swiczinsky: „Unser großer Plan ist mit Sicherheit, eigene Stoffe zu verfilmen und in weiterer Folge einen abendfüllenden Animationsfilm zu schaffen. Es wäre fantastisch, könnten wir in zehn Jahren nur noch eigene Ideen umsetzen.“  www.neuer-trickfilm.at


tv, dv d & k i n o

Mai 2012

entertainmentbiz – 79

Paramount Die US-amerikanische Filmproduktionsgesellschaft vermietet neuerdings Movies über YouTube und Google Play

Paramount drückt auf die Tube christoph singer

New York. Auf Google Play und YouTube können User jetzt auch Paramount-Filme ausleihen; Google und das amerikanische Filmstudio haben hierfür kürzlich eine gemeinsame Lizenzvereinbarung geschlossen, wie YouTube-Manager Malik Ducard neulich in einem Blogeintrag bekannt gegeben hat. Die ersten Filme seien demnach bereits verfügbar, in den nächsten Wochen soll das Portfolio aber auf 500 Titel aufgestockt werden – darunter z.B. die Mafia-Saga „Der Pate”, „Hugo” und „Transformers”. Derzeit können die Movies aber nur von Google-Kunden in den USA und Kanada ausgeliehen werden. Inzwischen hat Google damit Filme von fünf der sechs großen Gesellschaften – lediglich 20th Century Fox ist noch nicht mit der von Partie. Die Filme im HD-Format kosten 3,99 USD. Nach eigenen

Pro7 „Tribute von Panem“

Exklusiv-Rechte

© ProsiebenSat.1

München. Der US-Blockbuster „Die Tribute von Panem – The Hunger Games” wird im deutschen Free-TV exklusiv auf ProSieben zu sehen sein. Der Sender hat sich die Rechte bereits 2010 auf Basis der Romanvorlage gesichert und wird den Fantasy-Thriller 2014 ausstrahlen. „Die Tribute von Panem – The Hunger Games” lief am 23. März in den US-Kinos an und spielte im Laufe des ersten Wochenendes satte 155 Mio. USD ein. Damit ist dieser Blockbuster nach „Titanic“ und „Avatar“ der dritterfolgreichste Kinofilm aller Zeiten. Auch in Deutschland schaffte es der Film auf Anhieb an die Spitze der Kino-Charts; bereits am ersten Wochenende lockte der FantasyThriller über 385.000 Zuschauer in die deutschen Kinos. Rüdiger Böss, Senior Vice President Group Programming Acquisitions bei ProSiebenSat.1: „Die Produzentin von Lionsgate hat mir die Bücher 2009 mit dem Hinweis geschickt, dass sie die Rechte erworben haben und die Romane verfilmen werden. Mir war sofort klar, dass wir uns die Free-TV-Rechte sichern müssen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Entscheidung richtig lagen und der Film ein so enormer Erfolg ist.” Der Film basiert auf der RomanBestseller-Triologie „Die Tribute von Panem” von Suzanne Collins und ist mit Schauspielschwergewichten wie Woody Harrelson und Donald Sutherland besetzt. www.prosieben.at

Rüdiger Böss, Senior Vice President Group Programming Acquisitions.

Aussagen offeriert Google seinen Usern jetzt insgesamt rund 9.000 Filme. „Wir stehen hier aber noch am Anfang. Wir werden dieses Jahr Filme hinzufügen und unser Angebot auf mehr Länder ausweiten“, bloggt Ducard. Bisher steht Googles Ausleihfunktion für YouTube-Nutzer in den USA, Großbritannien, Kanada, Japan sowie Frankreich offen.

Überraschender Einstieg Dennoch kommt der ParamountEinstieg beim Online-Video-Verleih von YouTube ein wenig überraschend, da dessen Muttergesell-

schaft Viacom der Google-Tochter Urheberrechtsverletzungen ankreidet. Der Medienkonzern Viakom hatte im Mai 2007 Google auf Schadenersatz verklagt, weil YouTube-User diverse MTV-Clips oder Folgen der beliebten ZeichentrickSerie „South Park” ohne jede Genehmigung wie selbstverständlich ins Internet gestellt hatten. Im Juni 2010 entschied das für diese Causa zuständige Gericht, dass die Google-Tochter alles in ihrer Macht stehende getan habe, um widerrechtlich eingestellte Videos zu entfernen. Viacom ging gegen diesen Spruch in Berufung. www.paramount.com

© Patrick Pelster

In den nächsten Wochen will man das Portfolio auf rund 500 Movies aufstocken.

Die Paramount Filmproduktion in Hollywood entwickelt neue Geschäftsmodelle.


t v, dv d & k i n o

80 – entertainmentbiz

Mai 2012

Großes Kino Expansion in Österreich und der CEE-Region sowie neue Inhalte stehen heuer auf dem Spielplan

short

Von Hollywood-Hits bis zu Fußball & Konzerten

Autobahnbullen geben weltweit kräftig Gas

© RTL

Als Sponsor des ersten „Let’s CEE“-Filmfestivals in Wien unterstreicht man die Nähe zum Balkan. britta bruckner

Cobra 11-Team punktet bei Fernsehzuschauern auf der ganzen Welt.

Wien. „Unser Ziel ist es, zur führenden Kinokette im ehemaligen Jugoslawien zu werden und wir sind auf diesem Weg gut unterwegs”, ist Christof Papousek, Finanzchef der Cineplexx-Gruppe, über den Fortgang der Expansion zufrieden. Erst vor Kurzem wurde ein weiterer Standort im serbischen Nis eröffnet. Das „Bioskop Vilin Grad” kann zwar größenmäßig mit den letzten Neueröffnungen am Balkon – z.B. in Kragujevac im März – nicht mithalten, aber sonst

München. Deutsche Erfolgsserien treffen auch den Geschmack der Fernsehzuschauer in anderen Ländern. Als einer der großen Dauerbrenner auf dem internationalen Markt erweist sich weiterhin „Alarm für Cobra 11“. Die neuen Staffeln der RTL-Actionserie von Global Screen, dem Weltvertrieb von Telpool und Bavaria, wurden kürzlich nach Italien, Spanien, Frankreich und Belgien erstmals auch an Sender in Ungarn, Polen, der Slowakei, Litauen, der Ukraine, der Türkei, Süd­ korea, Indien und sogar im Senegal verkauft.  www.globalscreen.de

„Wir sind auf dem ­Balkan bereits sehr

Wolke Hegenbarth ist dick im TV-Geschäft

wollen in dieser Region in den nächsten Jahren

Wien. Noch bis Mitte Juni dreht Wolke Hegenbarth für die neue siebenteilige ORF/Sat.1-Serie „Es kommt noch dicker”. Sie spielt die Hotelmanagerin Jessica Grasshoff, die Äußerlichkeiten über innere Werte stellt und zur Strafe in ein Moppelchen verwandelt wird. Maske und Fatsuit (der Übergewicht vorgaukelt) haben Hegenbarth die Mastkur erspart). Die Verwechslungskomödie um die drei K’s – Kilo, Karriere und Katastrophen – verspricht „Humor, Tempo und Frische”, so ORF-Film-und-Serienchefin Andrea Bogad-Radatz, und soll bereits im Herbst auf ORF 2 zu sehen sein.  www.orf.at

weiter wachsen.“ christof papousek cfo cineplexx

muss der Kinsobesucher keine Abstriche machen. „Das Kino hat zwar nur zwei Säle, ist aber natürlich mit modernster Technik, wie etwa 3D, ausgestattet”, so Papousek. „Wichtig für uns ist, dass wir jetzt auch in der zweitgrößten Stadt Serbiens einen Fuß in der Tür haben.” Die nächste Neueröffnung in diesem Jahr ist im September in Skopje. „Dazu haben wir noch eine Reihe weiterer Projekte, die sich in verschiedenen Planungsstadien befinden, in der Pipeline”, so Pa-

© Cineplexx

stark vertreten und

Cineplexx-Finanzchef Christof Papousek: „Wir sind am besten Weg, zur führenden Kinokette in der CEE-Region zu werden.“

pousek weiter. Für Ende 2013/Anfang 2014 ist etwa ein zweites Kino-Center in Belgrad geplant. Auch Sarajewo, Laibach und Pula will man mittelfristig bespielen. Dafür ist insgesamt ein Budget von rund 10 Mio. € vorgesehen. Ein 7-SaalKino schlägt im Schnitt inklusive Pre-Opening in der Hot-Shell-Variante (dabei übernimmt Cineplexx einen fertigen Raum, in den „nur” noch Technik, Bestuhlung, etc. eingebaut wird) mit rund 2 Mio. € zu Buche.

Neue Standorte geplant Investiert wird aber auch in die österreichischen Standorte. Neben dem Donauplexx wird derzeit auch

das Cineplexx in Graz-Puntigam umfassend optisch und technisch aufgerüstet. Hier wird es unter anderem auch VIP-Sitze geben. Innovativ ist die Cineplexx-Gruppe aber nicht nur bei Technik und Komfort, sondern auch hinsichtlich des Kino-Programms. „Wir sind Vorreiter im Bereich des alternativen Contents, auch wenn der Film natürlich weiterhin unser Schwerpunkt bleibt”, sagt Papousek. „Die Opernübertragungen in der letzten Saison waren sehr erfolgreich. Wir haben insgesamt 35.000 Karten verkauft. Auch mit den anderen MusikEvents haben wir den Geschmack des Publikums getroffen.” Falls die technischen Voraussetzungen für 3D-Übertragungen passen, will man

auch Spiele der Fußball EM auf die Kinoleinwand bringen. „Wichtig bei all diesen Maßnahmen ist die Exklusivität, da es keinen Sinn macht, mit dem Gratisfernsehen zu konkurrieren”, so Papousek. Gustostückerl für Cineasten verspricht das erste „Let´s CEE”-Filmfestival vom 28. Mai bis 3. Juni, bei dem Cinplexx als strategischer Partner fungiert. „Mit dem Apollo und der Urania bieten wir der sehr ambitionierten Film-Szene im ehemaligen Jugoslawien die passende Bühne, um sich zu präsentieren; andererseits können wir unsere Rolle als Partner für Produzenten und Verleiher in der Region unterstreichen”, so Papousek abschließend.  www.cineplexx.at

Hauptrolle für Ökologie „Der Landarzt“ erhielt als erste klimaneutrale Fernsehserie Europas den „Grünen Drehpass“

© ORF

Neues Siegel für Sauberkeit am Bildschirm München. Hinsichtlich des Inhalts hatten selbst strenge Moralwächter bisher wenig am „Landarzt” auszusetzen, doch sauber geht es auch bei der Produktion der erfolgreichen Serie zu, die als erste in Europa gänzlich klimaneutral erfolgt. Als offizielles Gütesiegel für umweltbewusstes Handeln am Set erhielt die Odeon Film AG für die Serie vor Kurzem den „Grünen Drehpass“, den die Film Commis-

Wolke Hegenbarth (im Fatsuit) mit Theresa Underberg beim Dreh.

Unterföhring. Gute Nachricht für alle Fußballfans: Sky Deutschland hat die exklusiven Pay-TV Rechte für alle Live-Spiele der deutschen Bundesliga und der 2. Bundesliga für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17 erhalten. Diese umfassen die bereits bestehenden Satelliten, Kabel- und Internetrechte ­sowie erstmals auch die IPTVund Mobil-Rechte. Sky wird ­dafür durchschnittlich 485,7 Mio. € pro Saison zahlen. „Die verlängerten und er­ weiterten Rechte geben uns Sicherheit für die nächsten fünf Jahre und eröffnen uns großartige neue Möglichkeiten für Wachstum und Inno­ vation”, sagt Brian Sullivan, Vorstandvorsitzender von Sky ­Deutschland.  www.sky.de

© ClimatePartner Deutschland

TV-Sender Sky bleibt weiterhin am Ball

sion der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein heuer erstmals vergibt. Mischa Hofmann, Vorstand der Odeon Film AG, dazu: „Seit 2010 sind für uns die Themen ‚Nachhaltigkeit‘ und ‚Klimaschutz‘ fester Bestandteil der Firmenphilosophie.“ Die CO2-Emissionen aller Standorte wurden in Zusammenarbeit mit ClimatePartner erfasst und in der Folge – etwa durch Be-

Seit 2009 ist Wayne Carpendale (im Bild mit Caroline Scholze) „Der Landarzt“.

zug von Öko-Strom oder Reduktion der Geschäftsreisen – gesenkt. „Wir wollen unseren Beitrag leisten und konkret Verantwortung übernehmen. Für uns steht fest, dieses Engagement auf weitere Produktionen auszuweiten. Dass ‚Der Landarzt‘, den wir seit 25 Jahren erfolgreich für das ZDF produzieren, im Hinblick auf den Klimaschutz als Vorbild für andere deutsche Produktionsunternehmen fungieren kann, freut uns sehr.“

umweltfreundlich wie möglich. Kurzfristig unvermeidbare Emissionen werden durch Investitionen in ein Gasaufbereitungsprojekt in Indonesien ausgeglichen. Zusätz-

„Für uns steht fest, dieses Engagement in Zukunft auch auf

Gutes Klima am Set

weitere Produktionen

In die Berechnung der Klimabilanz des „Landarztes“ flossen vom Energieverbrauch des LandarztHauses und des Produktionsbüros über Geschäftsreisen mit Bahn und Flugzeug und Mobilität am Set bis zur Inanspruchnahme externer Dienstleister zahlreiche Faktoren ein. Durch den Einsatz von LEDLampen, sparsamen Aggregaten, regionalem Catering, Fahrgemeinschaften für Mitarbeiter und effiziente Materialplanung produziert die Odeon-Tochter Novafilm so

unserer Unternehmen auszuweiten.“ mischa hofmann vorstand odeon film ag

lich wurde ein Kriterienkatalog für nachhaltige Film- und Fernsehproduktionen entwickelt, der innerhalb der Odeon-Film-Gruppe als Leitlinie dienen soll.  www.odeonfilm.de


tv, dv d & k i n o

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entertainmentbiz – 81

Sony Trotz der negativen Zahlen hält der japanische Konzern am Fernsehergeschäft fest – der neue Konzernchef Kazuo Hirai plant eine Trendwende

Sony plant große Trendwende christoph singer

Tokio. Mithilfe eines strikten Sparkurses plant der japanische Elektrokonzern Sony seine Sanierung. Kazuo Hirai, der neue Sony-Konzernchef, will die Trendwende durch den Abbau von 10.000 Stellen, Einschnitte im TV-Geschäft sowie den Einstieg in die Medizintechnik erlangen, kündigte er auf einer völlig überfüllten Pressekonferenz in Tokio kürzlich an. Aufgeben möchte man das TV-Geschäft aber keinesfalls: „Sony ohne Fernseher wird es nicht geben”, so der Chef, der seit 26 Jahren an Bord des Konzern ist und zuvor das erfolgreiche Geschäft mit Spielekonsolen führte, vor wenigen Wochen gegenüber der Welt am Sonntag. In der TV-Sparte sollen im kommenden Geschäftsjahr – ab April 2013 – die Fixkosten um 60%, die Betriebskosten um knapp ein Drittel gesenkt werden.

Breitenseer Lichtspiele

Hilfe notwendig Wien. Die Breitenseer Lichtspiele, das älteste Kino Wiens, benötigen dringend finanzielle Unterstützung, um zu überleben. Auch die Bezirksvorstehung von Penzing startete bereits einen Aufruf zur Rettung der Kulturinstitution und spendete selbst einen namhaften Beitrag. Das Kino wurde 1905 als Zeltkino unweit des heutigen Standorts in der Breitenseer Straße in Wien gegründet und ist längst eine Institution. 1909 übersiedelte das Kino auf den heutigen Standort. Die Breitenseer Lichtspiele sind ein typisches Ladenkino, eingebaut in ein Gründerzeit-Eckhaus. Zu seiner Blütezeit hatte das Kino zahlreiche Stammgäste; zu ihnen zählte auch der Wiener Mundart-Dichter H. C. Artmann. Damals hatten die Stammgäste stets einen eigenen reservierten Sitzplatz.

Kinderprogramm inklusive

© Breitenseer Lichtspiele

Neben den abendlichen Filmvorführungen läuft auch mehrmals die Woche ein Kinderprogramm. Zudem finden regelmäßig Stummfilm-Vorführungen statt, die manchmal von Text oder Musik begleitet werden. Zu diesem Anlass existiert in den Breitenseer Lichtspielen nach wie vor ein funktionstüchtiges Klavier. Inhaberin des Kinos ist die pensionierte Professorin Anita NitschFitz. Tipp für den Mai: „Laurel & Hardy Poetry“ – mit Livegedichten von Ralph Turnheim.  http://kinobsl.wordpress.com

Die Breitenseer Lichtspiele, das älteste Kino Wiens, benötigen finanzielle Hilfe.

Mit medizinischer Technik wollen die Japaner bis 2015 rund 500 Mio. € einnehmen. Hierfür will der Konzern auch auf Shoppingtour gehen, der Konzern suche bereits nach Übernahmemöglichkeiten auf dem Gebiet. „Sony wird sich wandeln“, so Hirai in Tokio. Und weiter: „Sony war immer eine Firma mit Unternehmergeist, daran wird sich nichts ändern.“

Drohende Herabstufung Anleger und Branchenkenner zweifeln jedoch an einer baldigen Erholung. Die japanische Ratingagentur R&I erwägt sogar, den

Konzern herunterzustufen. Hirai steht also vor einer diffizilen Aufgabe, schreibt der Konzern doch bereits seit vier Jahren konsequent Verluste. Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Ende März erreichte der Fehlbetrag rund 5 Mrd. €. Sony führt die negativen Zahlen übrigens auf die Folgen der Flutkatastrophe in Thailand, die verschlechterten Marktbedingungen in entwickelten Ländern und den gegenüber dem Euro rasant gestiegenen Yen zurück. Große Probleme bereitet Sony zudem das Geschäft mit Fernsehern, bei denen es einen Nachfragerückgang und starken Preisdruck gibt.

© EPA

Ein Herkules-Job, da der Konzern bereits seit vier Jahren Verluste schreibt.

Sony-Konzernchef Kazuo Hirai: „Sony ohne Fernsehen wird es nicht geben.“


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82 – entertainmentbiz

Mai 2012

Cineastisches Schatzkästchen Fox veröffentlicht am 25. Mai die „Woody Allen Collection“ mit 20 Filmen

short

Ein Wiedersehen mit dem ewigen Stadtneurotiker

Senator & Bavaria Film gründen Joint Venture München. Senator Film München und Bavaria Film werden bei der Produktion von Kinospielfilmen künftig zusammenarbeiten. Senators bayerische Filmproduktion steigt dafür als Partner bei Bavaria Pictures ein. Geführt wird das Joint-Venture von Bavaria Pictures-GF Jan S. Kaiser und Senator-Vorstand Helge Sasse. Die Bavaria Pictures wird aber auch weiterhin mit anderen etablierten Filmverleihern zusammenarbeiten, so zum Beispiel aktuell mit Concorde Filmverleih und mit Warner Bros.  www.bavaria-film.de

DVD-Premiere von „Stardust Memories“ und erstmals auch „Manhattan“ fürs cineastische Heimkino. georg biron

Wien. Dass ausgerechnet Woody Allen in den 1950er-Jahren einen Filmkurs an der New York University hinwarf und auch als Standup-Comedian zunächst nur mäßig erfolgreich war, scheint heute fast unglaublich. Aber Selbstzweifel und Neurosen können wahres Talent eben nicht am Durchbruch hindern und so zählt der Mann, der eigentlich Allan Stewart Konigsberg heißt, seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten, vielseitigsten und emsigsten Filmschaffenden der

ARD bringt weitere Märchenklassiker

das gefährlich sein, scheitert man aber

Anja Kling spielt in der Neu­ verfilmung eine Doppelrolle.

in der Kunst, dann ist

München. Passend zum heurigen Grimm-Jahr setzt die ARD ihre erfolgreiche Märchenreihe „Sechs auf einen Streich” fort. Kürzlich wurden die Dreharbeiten zu „Hänsel & Gretel” beendet. Für die Neuverfilmung, die neben den weiteren neuen Märchenfilmen „Allerleirauh“, „Rotkäppchen” und „Schneeweißchen & Rosenrot“ im heurigen Weihnachtsprogramm zu sehen sein wird, hat Drehbuchautor David Ungureit den Klassiker um die im Wald ausgesetzten Kinder neu erzählt. So spielt Anja Kling nicht nur die böse Hexe, sondern auch die gute Waldfee Marie, die Johann von Bülow (er spielt den Vater, der – anders als im Original – hier aktiv nach seinen Kindern sucht), hilft.  www.ard.de

das peinlich.“ woody allen

Welt. Woody Allen sagte einmal: „Wenn man im Leben scheitert, kann das gefährlich sein. Wenn man in der Kunst scheitert, dann ist das peinlich.” Dieses Schicksal blieb ihm freilich erspart. Seit Mitte der 1960erJahre liefert er mit schöner Regelmäßigkeit neue Filme ab, die mit ebenso schöner Regelmäßigkeit mit Kritikerlob und Auszeichnungen überhäuft werden. Viermal allein wurden seine Filme mit dem Oscar ausgezeichnet, das letzte Mal im Februar dieses Jahres. Mit

ection” sind neben der DVD-Box auch als Einzel-DVDs erhältlich. In den Genuss aufwendiger Artworks kommen Woody Allen-Liebhaber in beiden Varianten: Die Cover der Single-DVDs wurden in einem modernen, einheitlichen Look neu gestaltet, die Box liegt als hochwertiges DigiStack vor, den das stilisierte Antlitz des Meisters ziert.

Geniale Autorenfilm-Hits Insgesamt umfasst die Collection 20 der erfolgreichsten Werke des Autorenfilmers. Zum ersten Mal ist auch „Stardust Memories” auf DVD dabei; Woody Allen spielt darin den schrägen Filmemacher Sandy Bates, der sich auf einem Filmfestival mit aufdringlichen Fans, MöchtegernDrehbuchautoren und – nicht zuletzt – mit der holden Weiblichkeit herumschlagen muss. Zwei der Oscar-prämierten Streifen Woody Allens sind ebenfalls in der Collection enthalten: „Der Stadtneurotiker” von 1977 erhielt die begehrte Auszeichnung gleich zweimal, in den Kategorien „Beste Regie” und „Bestes Drehbuch”.

Für das beste Drehbuch bei „Hannah und ihre Schwestern” durfte Allen die Trophäe 1986 noch einmal in Empfang nehmen. Mit dabei sind auch „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten”, „The Purple Rose of Cairo”, „Die letzte Nacht des Boris Gruschenko”, „Der Schläfer” oder „Verbrechen und andere Kleinigkeiten”. Die Filme der „Woody Allen Coll-

Komödiant und Romantiker Wer nach dieser umfangreichen Woody-Werkschau noch einen Nachschlag möchte, der kann ihn sich mit „Manhattan” holen; die Oscar-nominierte romantische Komödie aus dem Jahr 1979 gibt es unabhängig von der Collection ebenfalls ab 25. Mai zum ersten Mal auf Blu-ray-Disc.  www.foxfilm.at

Aktuelle Umfrage Die Gin-Marke Bombay Sapphire ließ die Wünsche des Mainstream-Kino-Publikums ermitteln

Die passende Antwort zu allen Filmfragen

Mehr Fantasie und originellere Drehbücher London. Action-Kracher, Liebesfilm oder Komödie, Hollywood-Blockbuster oder Independent-Movie, große Stars und neue Gesichter, anspruchsvolle Themen oder leichte Unterhaltung – das Kino bietet für jeden Geschmack das Passende. Wunschlos glücklich sind die Kinobesucher aber trotz der Fülle des Angebots nicht. Das hat unlängst eine Umfrage von Screen Interna-

tional und Empire im Auftrag der internationalen Gin-Marke Bombay Sapphire herausgefunden. Demnach wünscht sich die Mehrheit originellere Drehbücher und weniger Technik. 81% der Befragten sind der Überzeugung, dass das Mainstreampublikum jetzt fantasievollere Filme sehen will. Dieser Trend scheint vom diesjährigen Überraschungserfolg

© hugocabret.de

Neckarsulm. „Question and Answer”-Portale werden immer häufiger genutzt. Mit „Filmfrage.net“ startet nun eine Q&A-Webseite, die sich ausschließlich auf die Bereiche Film, Kino und TV konzentriert. Die Fragen können mithilfe von Schlagworten in Themenbereiche gruppiert werden. Frage oder Antwort können mit Videobeispielen von YouTube und Vimeo verdeutlicht werden. Sollte etwas unklar oder falsch sein, können die Inhalte von den Usern kommentiert bzw. richtiggestellt werden. Durch Votings werden zudem die besten Antworten zu einer Frage bestimmt. Entsprechend der Popularität werden die Antworten dann sortiert. Ist eine Frage nach Ermessen des Fragestellers richtig und ausreichend beantwortet, so kann er diese als „beantwortet” markieren. Filmfrage.net belohnt zudem die aktive Mitarbeit der User mit unterschiedlichsten Awards und zusätzlichen Rechten.  www.filmfrage.net

Was man schon immer von ­Woody Allen haben wollte: Die Collection bietet 20 Film-Highlights des „Stadtneurotikers“.

der neuen „Woody Allen Collection” ehrt Fox den Regisseur nun ebenfalls und bringt seine größten Hits ins Heimkino.

© 20th Century Fox

© dpa/Jens Kalaene

scheitert, dann kann

© 1979 MGM

„Wenn man im Leben

„Hugo Cabret” wurde in der Umfrage zum fantasievollsten Film gewählt.

von „The Artist“ auch bestätigt zu werden. Allerdings sind zwei Drittel der Befragten davon überzeugt, dass es sowohl an originellen Drehbüchern als auch an der Bereitschaft der Filmproduktionen, diese umzusetzen, mangelt. 60% beanstanden zudem, dass die Studios heute zu viel Wert auf neue Technik legen, vielleicht auch, um das Fehlen neuer Ideen zu kaschieren.

Filmbranche anzustoßen und einige der Schwierigkeiten zu beleuchten, denen sich junge Filmemacher gegenübersehen. Wir glauben, dass Fantasie der Schlüssel in jeder kreativen Unternehmung ist und

„Zwei Drittel der ­Befragten sind der

Zu viel Technik stört

Überzeugung, dass

Das ist allerdings nicht als generelle Abneigung des Kinopublikums gegen moderne Technik wie 3D zu sehen; vielmehr als Wunsch, Fantasie und Technik unter einen Hut bzw. auf eine Leinwand zu bekommen. Denn auf die Frage nach dem fantasievollsten Film gab die Mehrheit dem 3D-Epos „Hugo Cabret“ von Martin Scorsese ihre Stimme, auf Platz zwei landete die Oscar-Überraschung des Jahres „The Artist“. “„‚Bombay Sapphire‘ hat diese Umfrage in Auftrag gegeben, um eine Debatte über Fantasie in der

es einen Mangel an originellen Film­Drehbüchern gibt.“ joanna botwood

arbeiten daran, wie wir der Filmbranche auf dem Weg vorwärts helfen können”, erläutert Joanna Botwood, Global Brand Manager von Bombay Sapphire.  www.bombaysapphire.com


s ch au & s p i e l

Mai 2012

entertainmentbiz – 83

Bregenzer Festspiele Neuer Präsident und Gesamtprogramm für das Jahr 2012 der Öffentlichkeit präsentiert

short

„Musikerlebnis für alle, von höchster Qualität“ christoph singer

Barrieren abbauen Der neue Präsident und Vorstandsvorsitzende der Bregenzer Festspiele Privatstiftung bekannte sich zur demokratischen Konzeption der Bregenzer Festspiele: „Diese liegt mir sehr am Herzen. Künstlerisch höchste Qualität möglichst vielen neuen Menschen zugänglich zu machen, indem man Barrieren gegenüber der Kunstform ‚Oper’ abbaut und ein einzigartiges Musiktheatererlebnis für alle bietet: Das ist es, was die Bregenzer Festspiele ausmacht und auch weiterhin ausmachen soll.” Für die Region seien die Bregenzer

Verein „Die Bühne“ erweckte die gleichnamige Location zum Leben.

Purkersdorf. Der Verein „Die Bühne“ hat sich zum Ziel gesetzt, der Bühne in Purkersdorf wieder Leben einzuhauchen. „Ich bin selber Musiker, habe hier auch schon gespielt und beschlossen, diese Lokalität wieder zum Leben zu erwecken“, erklärt Karl Takats, der im Verein für die künstlerische Leitung und das Booking verantwortlich zeichnet, die Gründe für sein Engagement gegenüber der NÖN. Am Freitag, 13. April, fand bereits die große Eröffnung mit der US-Band Oregon featuring Ralph Towner statt. Jetzt sollen wöchentlich Veranstaltungen stattfinden, und an Freitagen und Samstagen soll es gelegentliche Matineen geben. Takats weiter: „Ziel ist es, am kulturellen Sektor qualitative Acts nach Purkersdorf zu bringen, die nicht alltäglich sind.“

© Bregenzer Festspiele/andereart

Bregenz. Im Rahmen eines Pressefrühstücks haben die Bregenzer Festspiele kürzlich nicht nur ihren neuen Präsidenten Hans-Peter Metzler vorgestellt, sondern auch das Gesamtprogramm 2012 präsentiert. Intendant David Pountney führte gleich zu Beginn aus, warum die ursprünglich für Sommer 2013 vorgesehene Uraufführung des Auftragswerks „Geschichten aus dem Wiener Wald“ des österreichischen Komponisten HK Gruber auf 2014 verschoben wurde: „Die Zeit für die Orchestrierung der Oper hat Gruber nicht ausgereicht”, so Pountney. „Gruber sieht diese Oper als das Projekt seines Lebens. Er wollte und sollte dieses Werk nicht unter Druck vollenden müssen”, so der Intendant. „Geschichten aus dem Wiener Wald“ tauscht seinen Platz nun mit der Uraufführung der zwischen 1968 und 1982 nach dem gleichnamigen Shakespeare-Stück entstandenen Oper „Der Kaufmann von Venedig“ des polnisch-britischen Komponisten André Tchaikovsky.

© Die Bühne

„Geschichten aus dem Wiener Wald“ tauscht mit Shakespeare-Oper „Der Kaufmann von Venedig“.

Purkersdorfer Bühne wurde wiederbelebt

Seit 20. März haben die Bregenzer Festspiele mit dem 1959 geborenen Vorarlberger Unternehmer Hans-Peter Metzler einen neuen Festspielpräsidenten und Vorstandsvorsitzenden der Bregenzer Festspiele Privatstiftung.

Festspiele so wichtig wie die Luft zum Atmen, so Metzler, der bereits 2002 zum Vorsitzenden des

„Es ist uns gelun-

Vereins der Freunde der Bregenzer Festspiele gewählt und 2006 zum Vizepräsidenten des Festivals bestellt wurde, weiter. „Wie wichtig sie ist, merkt man immer erst dann, wenn sie einem einmal fehlt.”

kaufmännische Direktor Michael Diem. „In Zeiten, in denen ganze Volkswirtschaften straucheln, ist es legitim, zu sagen, wir sind vorsichtiger”, so Diem über die finanzielle Zurückhaltung des renommierten Festivals.

gen, trotz geringer

„Wir sind vorsichtiger“

Vorverkauf läuft gut

Ein­nahmen die Pro-

Was das Programm des Sommers 2012 betrifft, so sind nun auch die Produktionen im Rahmen der Schauspielreihe, von Kunst aus der Zeit und crossculture sowie Musik & Poesie fixiert: „Es ist uns gelungen, trotz geringerer Einnahmen die Programmbreite aufrechtzuer halten. Aber natürlich mussten wir in der Tiefe sparen”, erläuterte der

Der Vorverkauf für den Sommer 2012 laufe allerdings sehr gut: „Wir sind mit der Frequenz in unserem Ticket Center sehr zufrieden. Und so schlecht wie vergangenen Sommer kann das Wetter 2012 gar nicht werden: Wir sind also zuversichtlich”, lachte der kaufmännische Direktor.  www.bregenzerfestspiele.com

grammbandbreite aufrechtzuerhalten.“ Michael diem kaufmännischer Direktor

Sommerspiele in Perchtoldsdorf Wien. Die mittelalterliche Burg von Perchtoldsdorf mit ihrem weitläufigen Burghof ist als Kulisse wie geschaffen für einen schönen Theaterabend. Wenig verwunderlich also, dass sie im Spielplan der Sommerspiele Perchtoldsdorf eine zentrale Rolle spielt. Heuer steht von 5. bis 28. Juli Shakespeares „Macbeth“ unter der Regie von Hakon Hierzenberger auf dem Spielplan – die faszinierende Geschichte über den Aufstieg und Fall des Than von Glamis und Cawdor ist ein Meilenstein moderner Dramaturgie und von nahezu erschreckender Aktualität.

Tiroler Festspiele Erl Im neuen Festspielhaus werden heuer die ersten „winterlichen“ Tiroler Festspiele stattfinden

Neue Festspiel-Heimat trotzt dem Winter

Breites Programm „Dieses Haus steht für eine Lebensidee”, subsumierte Gustav Kuhn das Programm des neuen Festspielhauses. Kuhn weiter: „Hier kann endlich all das Potenzial zur Geltung kommen, das die ‚Accademia di Montegral‘ und die Tiroler Festspiele Erl über die Jahre ent-

Nachwuchsförderung Die festliche Eröffnung am 26. Dezember werden sechs junge vielversprechende Dirigenten aus Italien, Österreich und Deutschland leiten – ein klares Bekenntnis von Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner und von FestspielGründer Gustav Kuhn, der Nachwuchsförderung auch weiterhin gebührenden Raum zu gewähren. Ergänzt wird das Festspielprogramm durch drei Specials: Ein klassischer Klavierabend mit Da-

ther Platter. Die Tiroler Festspiele Erl seien in mehrfacher Hinsicht ein Fixpunkt höchster Bedeutung für Tirol: natürlich kulturell und künstlerisch, aber auch durch den wirtschaftlichen Mehrwert und die internationale Bedeutung, die die Festspiele Tirol eingebracht haben. Mit dem ganzjährigen Ausbau gelinge den Tiroler Festspielen Erl ein „Quantensprung”. Er dankte Hans Peter Haselsteiner und Gustav Kuhn für ihr einmaliges Engagement.

Bau des Festspielhauses Der Präsident der Tiroler Festspiele Erl, Hans Peter Haselsteiner, ist zufrieden.

vide Cabassi & Jasminka Stancul, ein der experimentellen Musik gewidmetes Konzert des Ensemble Risognanze und ein Auftritt der Musicbanda Franui mit Bariton Michael Kupfer zeugen von der für Erl so charakteristischen Handschrift, sich auch der Kammermusik, dem Zeitgenössischen und Cross-Over-Projekten zu öffnen. „Das neue Festspielhaus begeistert!”, so Landeshauptmann Gün-

Hans Peter Haselsteiner beschrieb den entstehenden Komplex aus Passions- und Festspielhaus als „Festspielbezirk”: Die Tiroler Festspiele Erl finden im Winter (und zukünftig alle sechs Jahre im Sommer zu Zeiten der Passionsspiele) im Festspielhaus statt, das seit Oktober 2010 in Erl erbaut wird. Das Festspielhaus verfügt über insgesamt 862 Sitzplätze und über den größten Orchestergraben der Welt.  www.tiroler-festspiele.at

© Zeno Stanek

wickelt haben, und zwar auch im Bereich des Belcanto und des Zeitgenössischen.” Mozart, Belcanto und italienisches Repertoire, Zeitgenössisches und Experimentelles sind also die Eckpfeiler des Winterprogramms. Mozarts Le nozze di Figaro und Verdis Nabucco stehen auf dem Opernspielplan, Messen von Bach, Rossini und Beethoven, ein fulminantes Silvester- und ein beschwingtes Neujahrskonzert bilden das Konzertprogramm. Gustav Kuhn leitet Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl.

© Strabag SE

Perchtoldsdorf. Die Tiroler Festspiele Erl sind winterfest und bekommen eine neue Heimat. In Anwesenheit von Landeshauptmann Günther Platter prsäentierten kürzlich Festspiel-Präsident Hans Peter Haselsteiner und -Gesamtleiter Gustav Kuhn im Zuschauerraum des neuen Festspielhauses das Eröffnungsprogramm der ersten Wintersaison der Tiroler Festspiele Erl (26.12.2012 bis 6.1.2013). Auf dem Programm stehen „Le Nozze di Figaro”, „Nabucco” sowie zahlreiche Konzerte. Zur Eröffnung übergibt Gustav Kuhn den Taktstock an sechs junge Dirigenten – denn Nachwuchsförderung ist eines der großen Themen im neuen Festspielhaus.

Zeno Stanek neuer Intendant in Stockerau

Seit 1996 arbeitet Zeno Stanek als freier Regisseur im In- und Ausland.

Wien. Zeno Stanek wurde Ende März der Gemeinde Stockerau als Nachfolger von Alfons Haider neuer Intendant der Stockerauer Festspiele vorgestellt. Der Regisseur, Theaterleiter und Festivalgründer wird seine Funktion 2013 antreten; sein Vertrag läuft vorerst zwei Jahre. Stanek durfte sich über ein deutliches Votum freuen und erklärte der APA gegenüber, die Festspiele, die einen guten Namen hätten, unter Einbeziehung von Nebenschauplätzen „zu echten Festspielen mit einem breiten Nebenprogramm“ ausweiten zu wollen.


T o n tr ä g e r & ko n z e rt

84 – entertainmentbiz

Bilanz 174 Millionen € wurden 2011 für insgesamt 24 Millionen Tonträger ausgegeben – 14% Plus bei Online-Verkäufen

short

Musikmarkt verzeichnet 6,5% Umsatzrückgang

„Die große Chance“: Zweite Runde Wien. Castingshows und kein Ende: Nach dem Erfolg der ORF-Show „Die große Chance“ ist eine Nachfolgestaffel fix, die Casting-Tour wurde am 21. April in Graz gestartet und macht in ganz Österreich Station. Rund 1.500 Acts mit insgesamt mehr als 2.100 Talenten hatten sich bereits vorab online fürdafür angemeldet. Voraussetzung: Der Auftritt muss auf einer Theaterbühne stattfinden können und darf nicht länger als drei Minuten dauern. Start der zweiten Staffel ist Anfang September, das Finale wird am 9. November über die Bühne gehen. Gewinnerin der ersten Staffel war die Musikerin und Kindergärtnerin Christine Hödl, die nebst dem Preisgeld von 100.000 € auch einen Plattenvertrag mit Sony erhalten hat.  www.diegrossechance.orf.at

Austro-Erfolge: Fünf heimische Alben sind unter den Top 10, in den Top 100 ein Drittel aus Österreich. Wien. Der Gesamtumsatz am österreichischen Musikmarkt hat im vergangenen Jahr – trotz des Absatzplus’ von 3,5% – einen Umsatzrückgang von 6,5% einstecken müssen. Insgesamt 174 Mio. € gingen für insgesamt 24 Mio. Tonträger über die Ladentische. Was da vor allem gekauft wurde, waren heimische Musiker: 2011 war geprägt von Verkaufserfolgen österreichischer Künstler. Unter den Top 5 der offiziellen österreichischen Verkaufshitparade Ö3 Austria Top 40 sind nicht weniger als vier heimische Alben. Andreas Gabalier ist Aufsteiger und Bestseller des Jahres: Platz 1 für „Herzwerk“, Platz 3 für „Volksrock´n´roller“ und Platz 5 für „Da komm ich her“. Platz 4 geht an Hubert von Goisern mit „Entwederundoder“, der Dauerbrenner „Kiddy Contest“ (Vol 17) belegt Platz 7 und „Oidaah pumpn muas´s“ von Trackshittaz schafft Platz 11 der Jahrescharts.

© Archiv

Ösi-Effekt Insgesamt platzieren sich fünf österreichische Alben unter die Top 10, in den Top 100 kommt jedes dritte Album aus heimischer Produktion – das ist der höchste Chart-Anteil seit den Erfolgen des Austro-Pop. IFPI Austria-Geschäftsführer Franz Medwenitsch zeigt sich erfreut über die Entwicklung: „Am internationalen Musikmarkt spricht man 2011 wegen der sensationellen Verkäufe von einem ‚Adele-Effekt‘. In Österreich heißt dieser Effekt: Andreas Gabalier, Hubert von Goisern, Trackshittaz & Co. Heimische Künstler dominieren den Alben-Markt – das hat es schon lang nicht gegeben,

„Ya know...“ wird der Titel von Joey Ramones posthumem Album lauten.

New York/Berlin. Totgesagte leben tatsächlich länger: Mit Ramones-Frontmann Joey Ramone, bürgerlich Jeffrey Hyman, erweckt BMG einen der Godfathers of Punk elf Jahre nach dessen Ableben noch einmal zum Leben. Das Posthum-Album heißt „Ya know...“ und wird Ende Mai via Rough Trade (Vertrieb) auf den Markt kommen. Die erste Single-Auskoppelung heißt „Rock ’N’ Roll Is The Answer“ und wurde am 21.4. anlässlich des weltweiten „Record Store Day“ als limitierte 7“-Vinyl veröffentlicht. Verantwortlich für die Produktion zeichnet Micky Leigh, der Bruder des Ramones-Sängers. Er sammelte das noch unveröffentlichte Material nach dessen Tod.    www.bmg.com

© APA/Herbert P. Oczeret

eva kaiserseder

Ein Punkgott feiert Wiederauferstehung

Selbsternannter Volks Rock ’n’ Roller: Andreas Gabalier ist Aufsteiger des Jahres.

eine Fortsetzung ist dringend erwünscht.“ Der Internet- und Handy-Musikmarkt legte seit der ersten Messung der Online-Umsätze im Jahr 2004 zum siebenten Mal in Folge zu. Die Musikumsätze mit Download-Shops, Handy- und Streaming-Diensten sind im Vergleich zu 2010 um 14% auf 24 Mio. € angestiegen. Trotz der enormen Vielfalt von mehr als 16 Mio. online verfügbaren Songs setzt sich das MusikAlbum auch im Internet durch. Mit dem Download kompletter Alben wurden bereits knapp 10 Mio. € umgesetzt, ein Zuwachs von 22%. Die Downloads von Einzelsongs stiegen um 18% auf 9 Mio. €. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones bewirkt auch positive Effekte für den Musikverkauf:

1,5 Mio. € wurden aus dem Online-Verkauf von Songs via HandyInternetzugang erzielt. Für Handy-Klingeltöne und Ringbacktöne wurden weitere 1,5 Mio. € ausgegeben, was nach Jahren des Rückgangs wieder ein leichtes Plus von 3% bedeutet.

Plus 32% bei Streaming Mit Spotify, Simfy, Deezer und Juke waren 2011 alle bekannten Streaming-Angebote in Österreich am Markt und erreichten einen Umsatz von rund einer Mio. €. Streaming ist mit plus 32% das Einzelsegment mit den größten Zuwächsen am heimischen Musikmarkt. Weitere Online-Angebote wie Musikvideos, Wallpapers, Logos, etc. steuerten 1,2 Mio. zum

gesamten Onlineumsatz von 24 Mio. € bei. IFPI-Präsident Hannes Eder meint dazu, dass sich der österreichische Digitalmarkt mit dem Start von Spotify wieder weiterentwickelt habe. „Immer mehr Konsumenten schätzen das benutzerfreundliche Musikerlebnis und die enorme Vielfalt der legalen Online-Musikangebote. Das Umsatzplus von 14 Prozent und von mehr als 30 Prozent bei Streaming zeigt, dass hier die Richtung stimmt.“ Aber auch gute, alte CDs werden noch gekauft. Mit physischen Tonträgern wurde insgesamt ein Umsatz von 124 Mio. € erzielt. Die CD ist mit 113 Mio. € Umsatz (2010: 125 Mio. €) nach wie vor das meist gekaufte Musikprodukt in Österreich. Vor allem Klassik-Liebhaber mit Anspruch auf hohe Klangqualität, aber auch Schlager- und Volksmusikfans legen Wert auf die Haptik von CDs. Musik-DVDs erzielten einen Umsatz von 10 Mio. €. VinylSchallplatten behaupten sich wie schon in den vergangenen Jahren mit einem Plus von 10% und einem Umsatz von über einer Mio. € Umsatz als Nischenprodukt. Über die gemeinsame Verwertungsgesellschaft der Künstler und Labels LSG sind im Jahr 2011 Einnahmen von rund 22 Mio. € erzielt worden. Dabei handelt es sich um Lizenzeinnahmen aus der Sendung von Musikaufnahmen in Radio und TV, aus der öffentlichen Wiedergabe in Discotheken, Restaurants, Gewerbebetrieben, etc. sowie aus urheberrechtlichen Vergütungsansprüchen. Die LSG steuert damit einen zunehmend wichtigen Anteil zu den Gesamteinnahmen der Musikwirtschaft bei, ebenso wie die Einnahmen aus Merchandising und Synchrights-Lizenzen mit rund 4 Mio. €.

Kampagne Unter dem Titel „Musik ist uns was wert“ will der Rechtevertreter für Sensibilisierung sorgen

GEMA: Die Komponisten-Leistung im Bild Berlin. Mit einer Kampagne will die GEMA die Bedeutung der Schutzwürdigkeit des schöpferischen Aktes betonen, abgezielt wird dabei auf die „ganz besonderen musikalischen Momente“. Durch Image-Maßnahmen unter dem Motto „Musik ist uns was wert“ macht die Berliner Rechtevertretung seit 17. April auf die

Montreux Jazz Festival: Unesco kommt ins Spiel

Leistungen von Komponisten und Textdichtern aufmerksam. Die Maßnahmen umfassen eine Plakatserie und Online-Aktionen, bei denen die Teilnehmer ein Privatkonzert ihres Lieblingsmusikers gewinnen können. „In der Öffentlichkeit schwindet das Bewusstsein dafür, dass Musik einen Wert hat“, meint da-

zu GEMA-Kommunikationschefin Bettina Müller. Die Image-Maßnahmen leisten für die Interessen der Musikautoren einen wichtigen Dienst. Sie zeigen den Menschen, dass es deren persönliche musikalische Sternstunden ohne kreative Leistungen von Textern und Komponisten überhaupt nicht gäbe.

Der große Musik-Moment

© GEMA

Montreux. Jazzfans werden entzückt sein: Künftig wird der 30. April zum „Welttag des Jazz“ und zwar unter dem Patronat der Unesco. Die Anregung dazu ist vonveiten der USA gekommen. Auch das Montreux Jazz Festival hofft auf eine UnescoAnerkennung: Sein Archiv soll ins Weltdokumentenerbe der Organisation aufgenommen werden. Die Chancen stünden gut, sagte Festivalgründer Claude Nobs dazu, man sei in Verhandlung mit der Unesco. Das Archiv des Festivals umfasst 10.000 Bänder mit fast 5.000 Stunden Laufzeit und Aufnahmen von 4.000 Gruppen. Zurzeit werden diese Dokumente vom Polytechnikum Lausanne (EPFL) digitalisiert. Das erste Drittel sei bereits geschafft, sagte Thierry Ansallem, der dafür verantwortlich zeichnet.  www.unesco.org

Mai 2012

Eines der insgesamt sechs Plakatmotive zur neuen Imagekampagne der GEMA.

Insgesamt sechs Plakatmotive illustrieren die kreative Vielseitigkeit der Musikurheber. Die Plakate zeigen Menschen in Situationen, in denen Musik sich mit ihrem eigenen Leben verbindet: im Tanztheater, beim Singen im Kirchenchor, beim Genuss des Lieblingsliedes; jeweils in Kombination mit einem pointierten Slogan und dem Motto „Musik ist uns was wert“ sollen die Motive den Betrachtern klarmachen, dass man ohne Musikautoren auf diese wertvollen Momente verzichten müsste. Mit dem Online-Wettbewerb „Das Konzert deines Lebens“ weitet die GEMA die Image-Maßnahmen

auch auf das Internet aus. Bei dem Gewinnspiel können Musiknutzer ihren Lieblings-Musikmoment beschreiben und erklären, weshalb er ihnen etwas wert ist.

Konzert im Wohnzimmer Zu gewinnen gibt es ein Konzert des persönlichen Lieblingsmusikers. Der Gewinner darf dabei selbst entscheiden, wo dieses Konzert stattfindet. Ob in der Stammkneipe, im örtlichen Sportverein oder auch im eigenen Wohnzimmer – auf diese Weise soll das Konzert für den Gewinner zum „Konzert seines Lebens“ werden. Mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme macht die GEMA insbesondere junge Menschen darauf aufmerksam, dass auch die Musik, die ihnen etwas bedeutet, das Ergebnis eines oft mühsamen Schaffensprozesses ist. Die sechs Image-Motive sind seit 17. April als Plakate in den 14 größten deutschen Städten sowie als Anzeigen in ausgewählten Medien zu sehen. Die Maßnahmen im Internet starteten am 12. April unter: musik-ist-uns-was-wert.de


Mai 2012

t on t r ä g e r & ko n z e r t

entertainmentbiz – 85

Amadeus-Verleihung Erstmals fungiert das Volkstheater als Location; die Gewinner präsentieren sich als Querschnitt der heimischen Musikszene

Von Legenden und Newcomern eva kaiserseder

Wien. Premiere für die diesjährige „Amadeus“-Verleihung: Erstmals ging der Event im traditionsreichen Volkstheater über die Bühne; als Präsentatoren fungierten Schauspieler und „Ex-Mondscheiner“ Manuel Rubey sowie Puls 4-Moderatorin Bianca Schwarzjirg. Die Award Winner boten einen bunt gemischten Querschnitt durch Österreichs Musikszene, mit teilweise wenig bekannten Namen, was durchaus ein Spiegelbild der massiven Transformation ist, die der Amadeus in den letzten Jahren durchgemacht hat: weg vom Mainstreamspektakel, hin zum explizit der österreichischen Musikszene verpflichteten Preis. Heuer im Mittelpunkt standen Musiker wie der 2011 verstorbene Ludwig Hirsch; er bekam posthum einen Preis für sein Lebenswerk verliehen. Ein weiterer unkonven-

Festplattenabgabe Finale?

Wagemutig

Wien. Die Debatte rund um die sogenannte Festplattenabgabe könnte noch 2012 ein Ende finden, so es nach Kulturministerin Claudia Schmied geht. Auf einer Pressekonferenz erklärte sie in dem Zusammenhang, dass es „absolut notwendig sei, das Urheberrecht zu novellieren“. Sie befinde sich bereits mit Justizministerin Beatrix Karl in Gesprächen, gemeinsam wolle man das Thema „engagiert“ angehen. Schmied verwies in diesem Zusammenhang auf die Einnahmenrückgänge der Leerkassettenvergütung in den vergangenen Jahren, denn diese hätte sich seit 2005 mehr als halbiert (von 17,6 Mio. auf 7,9 Mio. € im Vorjahr).

„Zu kurz gegriffen“

© APA/Helmut Fohringer

Die Reaktionen auf den Vorstoß von Schmied waren wie zu erwarten gemischt: „Einen weiterer Versuch der Verwertungsindustrie, wirtschaftliche Löcher veralteter Geschäftsmodelle verzweifelt zu stopfen“ sieht etwa die ISPA (Internet Service Providers Austria; die WKO kritisiert eine Maßnahme, die auf dem Rücken der Konsumenten ausgetragen wird und die Grünen halten die Idee schlicht „für zu kurz gegriffen“. Begrüßt wird die geplante Umsetzung von der Initiative „Kunst hat Recht“ als „längst notwendigen Ausgleich dafür, dass im privaten Bereich die Bezahlung von urheberrechtlich geschützten Werken beständig abnimmt“.  (APA/red)

Kulturministerin C. Schmied: „Absolut notwendig, Urheberrecht zu novellieren“.

tioneller „Star“ war mit Hubert von Goisern stark vetreten; er setzte sich in den Katgeorie „Bestes Album“ und „Pop/Rock“ gegen die medial omnipräsenten Songcontest-Starter „Trackshittaz“ und „Volksrock´n‘Roller“ Andreas Gabalier durch. Der Oberösterreicher hatte mit seiner gewitzten Kapitalismuskritik „Brenna tuats guat“ vergangenes Jahr sogar die Formatradios des Landes erobert und sich erstmalig in seiner Karriere Platz eins der Single-Charts gesichert; auch das nun Amadeus-gekrönte Album blieb wochenlang an der Spitze der Hitparade. Ebenfalls ein Stück, dass dem hiesigen Volks-

musikbegriff ein gerüttelt Maß an Querdenken abverlangt, wurde zum Song des Jahres: Der „Holstuonarmusigbigbandclub“ und „Vo Mello bis ge Schoppornou“ holte sich den Amadeus in dieser Kategorie. „M185“ wurde mit dem FM4 Award ausgezeichnet, der tradtionell vom Sender und dessen Hörern vergeben wird. Und vermutlich einen Ansporn für die Fortsetzung ihrer musikalischen Karriere dürften die Wiener Punkrocker „3 Feet Smaller“ durch den Amadeus in der Kategorie „Alternative“ bekommen haben: Sie legen derzeit nämlich eine „kreative Pause“ ein.  www.amadeusawards.at

© APA/Andreas Pessenlehner

Im Mittelpunkt stand heuer vor allem Volksmusik abseits traditioneller Pfade.

Hubert von Goisern: „Amadeus“ in den Kategorien „Pop/Rock“ und „Bestes Album“.


T o n tr ä g e r & ko n z e rt

86 – entertainmentbiz

Paris. Noch ein Urvater des Punk, allerdings im Gegensatz zu Joey Ramone ein sehr lebendiger, lässt von sich hören. US-Bürgerschreck Iggy Pop versucht es mit französischen Chansons: Er hat ein Album mit Klassikern unter anderem von George Brassens oder Henri Salvador aufgenommen, in denen es „darum gehe, was nach der Romanze passiert“, so der Künstler über seine neue Platte mit Titel „Après“. „Das sind Standard-Stücke, die ich mein ganzes Leben lang interpretieren wollte.“ Insofern dürfte sich der Sänger die Aufnahmen durchaus auch selbst zum Geschenk gemacht haben: Er wurde kürzlich 65. „Après“ ist bereits Iggy Pops zweiter Ausflug ins Reich des Chansons, „Preliminaire“ wurde vor drei Jahren veröffentlicht.  www.iggypop.com

© CinemaxX

Sergio Leone als Pate für den Totentanz

Charles Bronson als „Harmonica“ in „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Graz. Unter dem morbiden (und cineastisch vorbelasteten) Titel „Spiel mir das Lied vom Tod“ gab es Ende April an der Kunstuni Graz einen Kongress der etwas anderen Art: Der Verein für Europäischen Totentanz beschäftigt sich mit dem Thema Totentanz als künstlerisches Motiv. Die heurige Tagung war – Nomen es Omen – deutlich musikalisch und filmisch geprägt: „Einerseits hat der Tanz Trost gespendet, indem er vorgeführt hat, dass der Tod vor keinem gesellschaftlichen Stand haltmacht. Andererseits ist er aber auch ein Versuch gewesen, ihm zu entrinnen. Wobei erkannt werden musste, dass der Tod immer der Stärkere ist“, erklärt der Organisator der Tagung, Wernfried Hofmeister, vom Institut für Germanistik.

„Classical Next“ feiert demnächst Premiere München. Ende Mai wird in München eine neue Klassikmesse über die Bühne gehen: Das Fachforum „Classical Next“ wird drei Tage dauern, im Mittelpunkt sollen neben den Fachveranstaltungen vor allem attraktive öffentliche Vorstellungen stehen. Nach Veranstalterangaben haben sich bisher Besucher aus 33 Ländern angekündigt. Auf der künftig jährlich stattfindenden Fachmesse sollen sich Labels und Vertriebe, Veranstalter, Agenten und Künstler austauschen können. Neue Talente sollen vorgestellt und Lösungen für künftige Herausforderungen gefunden werden. Die Erstausgabe der Messe wird vom Kulturreferat der Stadt München unterstützt. (APA) www.classicalnext.com

Digitaler Musikverkauf legt um 20 Prozent zu

Anteil des Digitalmarkts steigt auf 16,6%, Downloads legen im Single- und Album-Bereich stark zu. BVMI-Vorstandsvorsitzender Dieter Gorny zufolge zeige die stabile Marktentwicklung, „dass sich die Investitionen der letzten Jahre auszuzahlen beginnen. Das kommt besonders in den mittlerweile 70 Angeboten im legalen digitalen Markt zum Ausdruck.“ Gleichzeitig warnt Gorny davor, dass man, solange die legalen Angebote mit den illegalen konkurrieren müssen, „von einer echten Trendwende immer noch weit entfernt“ sei. Er hält es nach wie vor für dringend erforderlich, bessere gesetzliche Rahmenbedingungen zur Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums zu schaffen, zum Beispiel durch Einführung eines Warnhinweissystems bei Urheberrechtsverletzungen im Internet.

eva kaiserseder

Wien. Wie der deutsche Bundesverband Musikindustrie (BVMI) anlässlich seiner Jahrespressekonferenz mitteilte, stieg der Gesamtumsatz aus digitalen und physischen Musikverkäufen sowie den Einnahmen aus Leistungsschutzrechten (GVL) und Synchronisation gegenüber 2010 um 0,1 Prozent auf insgesamt 1,67 Mrd. € an. Deutschland kann damit seine Position als drittstärkster Musikmarkt der Welt behaupten. Gestützt wird der Stabilisierungskurs durch den Markttrend im ersten Quartal 2012, in dem der Umsatz aus Musikverkäufen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten laut media control um 4,2 Prozent zulegen konnte. Die Stärke des deutschen Musikmarktes liegt laut BVMI neben dem erfolgreichen nationalen Repertoire, das 2011 einen Rekordanteil von 55% an den offiziellen Top 100 Longplay-Charts erreichte, in seiner physischen Verankerung begründet. Trotz des Rückgangs von 3,8 Prozent blieben Tonträger im letzten Jahr mit einem Marktanteil von 83,4% die Haupteinnahmequelle der deutschen Musikwirtschaft. Die CD behauptete sich mit einem Marktanteil von 73,8% und einem Umsatzvolumen von 1,098 Mrd. € als Rückgrat der Branche – die zum Teil starken Umsatzrückgänge der letzten Jahre konnten auf ein Minus von 2,9 Prozent gebremst werden. Das stärkste Wachstum war bei den digitalen Musikverkäufen zu beobachten, die mit einem Umsatz von 247 Mio. € um 21,2% zweistellig zulegen und damit die Rückgänge der physischen Musikverkäufe umsatzseitig nahezu kompensieren konnten.

Realitätsferne Forderung Mit Blick auf die aktuelle Debatte um das Urheberrecht fügte Gorny an: „Das geistige Eigentum ist der maßgebliche Rohstoff in Deutschland und damit Grundlage unserer kulturellen Vielfalt und wirtschaftlichen Prosperität. Gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt brauchen wir ein durchsetzungsstarkes Urheberrecht, denn es ermöglicht den Autoren, Kreativen und Künstlern sowie deren Partnern, von ihrem Tun auch zu leben. Die Forderung, Kultur im Internet gratis konsumieren zu können, mag aktuell populär sein, ist aber genauso realitätsfern. Die Vorschläge pauschaler Vergütungsmodelle lassen häufig den mangelnden Respekt vor der kreativen Leistung der am Schaffensprozess beteiligten Personen erkennen, und auch Finanzierungen mit dem Klingelbeutel im Netz taugen nicht

© BMVI

Geburstagskind: Iggy Pop goes Chanson

Stabilisierungskurs Die deutsche Musikindustrie konnte im Vorjahr ein winziges Umsatzplus von 0,1% erzielen

BVMI-Vorstand Dieter Gorny: „Die Investitionen beginnen sich auszuzahlen.“

als allgemeingültiges Wirtschaftsmodell für die Künstler und Kreativen.“ Parallel zu den neuen Musikdiensten im Internet haben auch die digitalen Geschäftsfelder weiter an Zugkraft gewonnen: Der Anteil des Digitalmarkts am Gesamtumsatz kletterte 2011 auf 16,6%. Die größten Zuwächse verzeichnete das Geschäft mit den Downloads, die um 28,8% zulegen konnten. Dabei zeigte sich erneut, dass nicht nur das „Cherrypicking“, also die Käufe von Einzeltracks (+30,3% Umsatzwachstum), sondern auch die Alben (+27,8%) gleichermaßen zulegen konnten – das ist ein Ergebnis, das sich auch in der steigenden Anzahl der Download-Käufer widerspiegelt: Nahmen 2005 etwa drei Mio. Menschen legale

Downloads in Anspruch, kletterte diese Zahl im Jahr 2011 auf mehr als 7,7 Mio. Die Zahl der Online-Musikdienste, die in Deutschland verfügbar sind, hat sich im vergangenen Jahr annähernd verdoppelt, und zwar auf 70 Services. Bei der Fülle der Angebote gebe es keine Ausrede, sich illegal mit Musik zu versorgen, betont der BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke: „Entlang der veränderten medialen Gewohnheiten sind spannende neue Möglichkeiten entstanden, Musik zu konsumieren – als Download oder Stream, in der Cloud oder gekoppelt an soziale Netzwerke.“ Die kontinuierliche Zunahme der Nutzer zeige, dass die Modelle angenommen werden. www.musikindustrie.de

Kooperation Streaming-Dienst wird in Facebook-Seite des Weltkonzerns integriert und so für 40 Millionen zugänglich

Spotify stellt Coca-Cola Technologie bereit Wien. Spotify und Coca-Cola haben Mitte April eine strategische Partnerschaft vereinbart. Damit soll die globale Präsenz und Reichweite von Coca-Cola mit der Technologie des Musik-Service Spotify verknüpft werden, um Menschen in aller Welt einen Zugang zur Musik zu bieten. „Coca-Cola ist die bekannteste und angesehenste Marke der Welt, und wir sind stolz, in Sachen Musik ihr Partner zu sein“, sagt Daniel Ek, Gründer und Geschäftsführer von Spotify. „Spotify und Coca-Cola sind beide überzeugt, dass Musik, Technologie und Kreativität die Menschen rund um den Globus miteinander vereint.“

schaffen hat – und von der Möglichkeit, ein wirklich weltumfassendes Musiknetzwerk zu knüpfen. Diese Partnerschaft besitzt ein unbegrenztes Potenzial.“ Coca-Cola hat selbst einiges an Tradition im Musikbereich: Das reicht vom Notenblatt mit Firmenlogo im späten 19. Jahrhundert über gesponserte Radiosendungen bis hin zur Komposition eigener

Hymnen für Markenkampagnen im Rahmen globaler Sportereignisse wie den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM. Die Partnerschaft sieht vor, dass Spotify die grundlegende Technologie für Coca-Cola Music zur Verfügung stellt und damit das Bestreben der Getränkemarke unterstützt, ihren Fans einen Zugang zur Musik zu bieten. Coca-

Social Media-Integration Joe Belliotti, Director Global Entertainment Marketing von Coca-Cola, betont, dass man sich der verbindenden Kraft der Musik bewusst sei. „Da wir gerade alle Aktivitäten mit unserem Player Coca-Cola Music verstärken, sind wir begeistert von der innovativen Musikplattform, die Spotify ge-

© Spotify

short

Mai 2012

(v.li.) Joe Belliotti und Emanuel Seuge von Coca-Cola, Spotify-Gründer Daniel Ek und Jeff Levick, Marketingchef des Streamingdienstes.

Cola wird zusätzlich den SpotifyMusikkatalog in seine FacebookPräsenz und seine Facebook-Chronik integrieren. Die Kooperation wird somit den mehr als 40 Mio. Facebook-Freunden von Coca-Cola zugänglich gemacht. In den letzten Jahren – seitdem neue, digitale Technologien es ermöglichen, global auf Musik zuzugreifen und sie mit jedem zu teilen – hat Coca-Cola seine Musikprogramme ausgebaut. Im Rahmen der aktuellen Kooperation werden Spotify und Coca-Cola als globale Partner im Jahr 2013 eine neue gemeinsame Kampagne starten, deren Details später im Jahr bekannt gegeben werden. Zu Beginn der Partnerschaft wird Coca-Cola die Musikfans auf Spotify mit verschiedenen SpotifyApps versorgen; die erste davon wird im Sommer zu den Olympischen Spielen 2012 in London veröffentlicht. Spotify wiederum hofft, durch die Partnerschaft mit Coca-Cola sein Wachstum zu beschleunigen. Coca-Cola und Spotify kooperieren in allen Ländern, in denen der Musik-Service 2012 und 2013 startet.


t o n t r ä g e r & ko n z e r t

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entertainmentbiz – 87

Universal Music Laut neuer Presseberichte schlägt das Musikunternehmen vor dem Teilkauf des Konkurrenten EMI nun seine Randgeschäfte los

Der Katalogverkauf beginnt jetzt Das Geschäft soll insgesamt rund 200 Millionen Dollar in die Kassen spülen. New York/Paris. Die Universal Music plant Verlagsverkäufe. Die Universal Music Group, die zum französischen Medien- und Mobilfunkkonzern Vivendi S.A. gehört, sucht Presseangaben zufolge nach Käufern für drei ihrer Musikkataloge. Laut Eingeweihten will der Musikkonzern klassische Musik sowie Brentwood Benson, den Katalog christlicher Gospel, veräußern – angeblich soll auch Koch, Universal Musics Verlagskatalog deutscher Schlager, bereit zum Verkauf stehen. Der Konzern selbst hat sich dazu bis dato nicht geäußert.

200 Millionen Dollar Nach Informationen der Financial Times könnte der Deal rund 200 Mio. USD in die Kasse von Vivendi Universal spülen. Die Aktion sei Teil einer Strategie zum

Pearl Jam Twenty

Jubiläums-Buch Seattle. Zu ihrem 20. Geburtstag hat sich Pearl Jam, die legendäre Rockband aus Seattle, nicht gerade wenig einfallen lassen: Unter dem Motto „Pearl Jam Twenty“ veröffentlichten sie ihre frühen Alben in überarbeiteter Aufmachung wieder neu und brachten mit Regisseur Cameron Crowe eine Dokumentation in die Kinos. Dem nicht genug, hat man für die Fans jetzt auch noch ein Buch folgen lassen; in diesem werden die ersten zwei Dekaden der US-Rockband in feiner Aufmachung und mit reichhaltigem Bildmaterial minutiös nacherzählt.

Tagebuch der Grunge-Ikonen

© Hannibal Verlag

Das Ergebnis ist eine Art Tagebuch der Band, die zusammen mit Kollegen wie Nirvana, Alice in Chains oder Mudhoney den Grunge berühmt gemacht hat. Heute ist Pearl Jam die einzige der großen Seattle-Bands, die kontinuierlich live auftritt und neue Alben herausbringt. Die Autoren Eddie Vedder (Gesang), Jeff Ament (Bass), Stone Gossard (Gitarre), Mike McCready (Gitarre), Matt Cameron (Schlagzeuger seit 1998) und Boom Gaspar (Orgel seit 2002) haben selbst Erinnerungsstücke, Archiv-Material, Notizen, Backstagepässe, Artwork, etc. zu ihren Veröffentlichungen und vor allem spektakuläre, teils private Fotos von der Anfangszeit bis heute zusammengestellt; unterstützt wurden sie von den Musikjournalisten Jonathan Cohen und Mark Wilkerson.  www.hannibal-verlag.de

„Pearl Jam – Twenty“ erzählt auf 384 Seiten die Geschichte der Seattler Band.

Transaktion von Assets im Wert von 500 Mio. € trennen zu wollen. Den Verkaufsprozess der Kataloge begleitet Bank of America Merrill Lynch.

Schon zwölf Interessenten Bereits zwölf Parteien sollen ihr Interesse bekundet haben, darunter europäische und US-Private-Equity-Unternehmen, aber auch BMG Rights Management, das Musikverlag-Joint-Venture von Bertelsmann und der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts sowie die Firma Imagem Music.  www.vivendi.com

© EPA

Verkauf von Vermögenswerten, um die Übernahme von EMI zu finanzieren, wie mit der Sache vertraute Personen kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber kommunizierten. Die Financial Times berichtete bereits am Tag zuvor von diesem Vorhaben. Die Vermögenswerte sollen bis zu 200.000 Copyrights umfassen und gehören nicht zum Corebusiness von Universal Music, dürften aber bei Musikverlagen durchaus begehrt sein. Schon im vergangenen November kündigte Vivendi die Übernahme von EMI an und teilte im Zuge dessen mit, sich zur Finanzierung der

christoph singer

Auch der Megastar Lady Gaga zählt zu den Künstlern von Universal Music.


Ga m i ng & b e T ti n g

88 – entertainmentbiz

short

© g.tec medical engineering

Gedankensteuerung für „World of Warcraft“

Mai 2012

Electronic Arts Laut einer nicht ganz nachvollziehbaren consumerist.com-Umfrage ist EA die mieseste Firma Amerikas

Leichte Verstimmung im heilen Gaming-Universum Der Publisher trägt die „Auszeichnung“ mit Fassung und stellt gleichzeitig kommende Top-Titel vor.

Wien. Ein Avatar hüpft über den Bildschirm, springt Saltos, wirbelt herum. In der wirklichen Welt sitzt der Spieler ruhig da, ohne Joystick oder ein anderes Eingabeinstrument, nur mit einer Kappe am Kopf, von der Kabel hängen, die zu einem Panel führen. Gesteuert wird die Spielfigur über ein „Brain-Computer-Interface“ (BCI), das die von einem Hirnstromverstärker stammenden Impulse in einen Computer einspeist. Entwickelt wurde der Verstärker von der „g.tec Guger Technologies OG“ ursprünglich für den medizinischen Bereich. Der bereits 2009 vorgestellte „intendiXSpeller“ erlaubte beispielsweise vollständig gelähmten Menschen die Kommunikation mit der Außenwelt. Im Rahmen der CeBit gab g.tec Einblicke in den neuen „intendiX-Soci“, der im Laufe des Jahres erhältlich sein wird. Mit ihm kann unter anderem Blizzard Entertainment’s Dauerbestseller „World of Warcraft“ gesteuert werden. Benutzer können verschiedenste Kommandos und Aufgaben im Spiel ausschließlich mittels Gehirnaktivität ausführen. Allein der Gedanke, etwas zu tun, führt bereits zu einer Aktivierung einzelner Gehirnregionen. Diese Impulse werden dann am PC in Steuersignale umgewandelt. Um bestimmte Aktionen auszuführen, müssen Befehle nur noch gedacht werden.  www.gtec.at

Ungeliebte Praktiken

Panne beim Datenschutz

Auch wenn es in Zeiten wie diesen nicht gerade einer Auszeichnung gleichkommt, in einem Wettbewerb wie diesem vor einem Bankunternehmen auf den Podest gehievt zu werden – bei Electronic Arts trägt man den Titel mit entspanner Gelassenheit: „Wir sind sicher, dass British Petroleum, AIG, Philip Morris und Halliburton erleichtert darüber waren, dass sie dieses Jahr nicht nominiert wurden“, spöttelt John Reseburg, Senior Director of Corporate Communications, in Anspielung auf die Vorjahresabstimmung. „Wir werden weiterhin preisgekrönte Spiele und Dienste entwickeln, die von über 300 Millionen Spielern weltweit genutzt werden.” In einem Statement betonte Reseburg außerdem die Wahl des EAEntwicklungsstudios Bioware ins Finale zum besten Entwicklungsstudio des Spiele-Portals „The Escapist“ (wo dann allerdings Valve ausgezeichnet wurde). Darüber hinaus sei die Entscheidung von Electronic Arts, in Games wie „Mass Effect 3“ oder „SWTOR“ auch homosexuelle Beziehungen zu

Mit der verpflichtenden Anmeldung beim Origin-Online-Portal für zahlreiche Electronic ArtsTitel, die seit dem Vorjahr besteht, holte sich der Publisher auch hierzulande einige blaue Flecken. Die Anwender bemängelten vor allem, dass die Origin-Software den PC nach installierter Software durchsuchte – weit über das hinaus, was Datenschützern geheuer ist. Proteste und Beschwerden führten schließlich dazu, dass Electronic Arts praktisch über Nacht die EULA seines Online-Dienstes änderte, um dem Vorwurf des Datenmissbrauchs zu entgehen. Diese Wogen haben sich in den letzten Monaten wieder geglättet. Electronic Arts macht indes wieder mit spektakulären Produktankündigungen von sich reden. Im Frühjahr 2013 soll „Crysis 3“ kommen, das unter den Fittichen des preisgekrönten Entwicklungsstudios Crytec entsteht und mit der neuen „CryEngine“-Technologie für grafisch hochwertiges Gameplay sorgen soll.  www.ea.com  www.consumerist.com

Sony Playstation ist offizieller UEFA-Partner

Nordic Games Deal mit D. W. Badley und Heuristic Park

Wien. Es kommt, wie es in einem Action-Reißer kommen muss: Als eine Ghost-Einheit durch ein Attentat ausgelöscht wird, werden die Spezialisten John Kozak, Ghost Lead, Pepper und 30K ins Feld geschickt, um die Welt zu retten. Mit dem bekannten Szenario aus dem Shooter „Tom Clancy‘s Ghost Recon Future Soldier“ will Publisher Ubisoft nun auch Bereiche jenseits des Bildschirms erschließen. Ab Mitte Mai wird Supersoldier John Kozak nämlich für 29,95 € als offizielle PVC-Figur in den Maßen

Wien. Der Spielehersteller Nordic Games hat einen Deal mit dem Game-Designer David W. Bradley und dem Studio Heuristic Park geschlossen. Demnach wird Nordic Games das Remake des RPGKlassikers „Dungeon Lords“ unter dem einfallsreichen Titel „Dungeon Lords MMXII“ herausbringen. Bradley ist in der Branche vor allem durch seine drei „Wizardry“Titel ein Begriff.

Schmu­ cker Söldner für den Kaminsims.

© Ubisoft (2)

© Electronic Arts

Wien. Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) hat seine Sponsoring-Vereinbarung mit der UEFA für die UEFA Champions League in den Saisonen 2012 bis 2015 und für den UEFA-Superpokal in den Jahren 2012, 2013 und 2014 verlängert. Damit ist PlayStation neben Heineken, UniCredit, Ford, MasterCard und Adidas ein offizieller Partner für die nächsten vier Jahre. „Das Sponsoring der UEFA Champions League ist auch weiterhin eine einzigartige Möglichkeit zur Markenentwicklung und bietet unseren Partnern exzellente Möglichkeiten, ihr Zielpublikum zu erreichen“, sagt David Taylor, Vorstandsvorsitzender von UEFA Events SA.  www.playstation.at

Ausblick auf „Crysis 3“, den für 2013 angekündigten Top-Titel aus den Crytec-Studios.

Ubisoft Der Publisher bringt Spielfiguren auf den Markt

Söldner kommen im Mai ins Haus

EA Sports auf der Sony Playstation 3.

„Mass Effect 3“: aktueller Top-Titel von Electronic Arts, vom Windows-PC aus gesehen.

„Ghost Recon Online“: Ubisoft-Ausflug in die Welt der Gratis-Browserspiele.

110x210x130 cm erzähltlich sein. Die Figur ist Teil eines Merchandising-Konzepts um die beliebte Spielreihe. Die Xbox 360- und die Sony PlayStation3-Versionen von „Ghost Recon Future Soldier“ erscheinen Mitte Mai, die PC-Fassung am 16. Juni. Mit dem Tom Clancy-Game unternimmt Ubisoft auch einen Ausflug in die Welt der kostenlosen Browserspiele. „Ghost Recon Online“ ist derzeit als Beta-Version über Ubisoft verfügbar. Ob erzielte Spielstände später übernommen werden können, steht allerdings noch nicht fest.  www.ubisoft.at  www.ghostrecon.de  ghostrecononline.de.ubi.com

Dungeon Lords 2012 jetzt Full HD

geon Lords zu arbeiten, erfüllt mich mit großer Ehre“, sagt Gennaro ‚Genna‘ Giani, verantwortlich für Producing und Lokalisierung bei Nordic Games. „Wir wollen alten, wie auch neuen Fans das bestmöglichste Spielerlebnis bieten. Unsere tiefgreifenden Gameplay Änderungen eröffnen einen völlig neuen Spielspaß, und das ganze nun in Full HD.“  www.nordicgames.at

Neue Spielergeneration „‚Dungeon Lords‘ verkörpert reines, authentisches RP-Gaming, befreit von stumpfsinnigen ‚töte 20 von diesem und finde mir 12 davon‘-Quests“, sagt Bradley. „Die Handlung ist voll von Rätseln und Wendungen, Spieler müssen wachsam sein und die mächtigste Waffe – ihren Verstand – zum Einsatz bringen, um die Rätsel zu lösen. Das neue Magie- und Kampfsystem bringt frischen Wind in das Spiel und ich freue mich wirklich darauf, diesen Klassiker einer neuen Generation von Spielern vorzustellen.“ „Mit Mr. Bradley zusammen an dem Remake des Klassikers Dun-

© Ubisoft

Hirnströme werden über einen Verstärker in den Computer gespeist.

© Electronic Arts (2)

Wien. Die Geschichte ist zumindest ein Schmunzeln wert: Laut der aktuellen Leserwahl 2012 des US-Verbraucherportals „Consumerist“ wurde der Game-Publisher Electronic Arts zur „Worst Company in America 2012” gekürt. Über die Auszeichnung waren sich über 250.000 consumerist.com-Leser mehr oder weniger einig: 35,97% der abgegebenen Stimmen voteten für die Bank of America, mehrheitliche 64,03% stimmten für Electronic Arts.

berücksichtigen, sogar von der Human Rights Campaign gelobt worden. Passt so etwas zur schlechtesten Firma Amerikas? Auch wenn die Motivation der ConsumeristLeser nicht geklärt werden kann, so dürften vermutlich einige ungeliebte „EA-Praktiken“ am Ergebnis schuld sein. Dem Unternehmen wird immer wieder vorgeworfen, Spielinhalte absichtlich zurückzuhalten, um sie als kos-tenpflichtige Download-Erweiterungen anzubieten und außerdem eine recht aggresive Akquisitionspolitik bei kleinen Studios an den Tag zu legen.

Chris haderer

„Wizardry”-Legende David W. Bradley: Neue Spieler-Generation ist gefragt.


ga mi ng & bet tin g

Mai 2012

entertainmentbiz – 89

Internet-Gründer-Boom Berliner Start-up-Szene erhält 200 Millionen US-Dollar – eine Stadt wird zum Hightech-Mekka

short

Berlin soll zum zweiten Silicon Valley werden christoph singer

© Innogames

Investor Earlybird füllt einen neuen Fond, der Berliner Start-ups zugutekommen wird.

InnoGames kooperiert mit Universal Networks

Zunächst wird das erfolgreiche Browsergame „Grepolis“ beworben.

Bregenz. Berlin wird von immer mehr IT-Start-ups als Standort ausgesucht und erlebt zurzeit einen regelrechten Internet-GründerBoom. Aber auch Talente aus den USA und Osteuropa zieht es immer häufiger in die einstige Mauerstadt. Wenig verwunderlich also, dass auch immer mehr Investoren

Hamburg. Mit über 75 Mio. registrierten Spielern gehört InnoGames zu den weltweit führenden Entwicklern und Publishern von Onlinespielen. Seit Kurzem kooperiert das Unternehmen mit Universal Networks International Germany. Der wesentlichste Bestandteil der Kooperation ist TV-Werbung auf den Sendern Syfy, 13TH Street Universal sowie auf History und The Biography Channel. Zunächst will man das erfolgreiche Strategie-Browsergame Grepolis bewerben, später sollen auch die Titel Forge of Empires und Lagoonia folgen. „Universal Networks International Germany ist ein leistungsstarker Partner mit einer hervorragenden Zielgruppenreichweite. Wir freuen uns auf die gemeinsamen TVund Online-Kampagnen und sind überzeugt, das bereits sehr große Spielerwachstum von Grepolis auch im kommenden Jahr noch weiter steigern zu können“, so Volker Dressel, Chief Marketing Officer bei InnoGames.

„Bereits jetzt sind sieben unserer Port­ angesiedelt – Berlin ist einfach zum Startup-Hub geworden.“ christian nagel, earlybird

© panthermedia.net/Totalpics

folio-Unternehmen hier

In der deutschen Hauptstadt hat sich in der jüngsten Vergangenheit ein spannendes Zentrum für junge Internetfirmen mit jeder Menge Gründergeist und Innovationskraft entwickelt: Berlin gilt international schon lange als überaus „funky“ und „cool“.

das Potenzial der trendigen Stadt registrieren. Der Investor Earlybird Germany wird bis Ende des Jahres einen neuen Fonds befüllen; das Geld sollen Internet-Start-ups in Berlin bekommen, das man bei Earlybird als den „am schnellsten wachsenden Hotspot direkt nach dem US-Silicon-Valley” betrachtet.

„Absoluter Spitzenreiter“ Zweites Silicon Valley? Das scheint nicht mal besonders übertrieben zu sein, denn Berlin befindet sich zurzeit tatsächlich inmitten einer wahren GründerFlut – junge (Online-)Unternehmen schießen wie Pilze aus dem Boden. Berlin sei im nationalen Ver-

gleich absoluter Spitzenreiter bei Neugründungen, vermeldete man kürzlich im deutschen Bundeswirtschaftsministerium. „Bereits jetzt sind sieben unserer Portfoliounternehmen hier angesiedelt – Berlin ist einfach zum Startup-Hub geworden”, so Christian Nagel, Managing-Partner bei Earlybird. Pro Jahr werden laut Statistikamt Berlin-Brandenburg knapp 1.900 neue Firmen im Bereich Information und Kommunikation gegründet, was ungefähr fünf Neugründungen pro Tag entspricht. Der Hotspot Berlin zieht aber auch zunehmend Leute aus der Ferne an. „Berlin fängt an, auch international die besten Leute anzuziehen – aus London, San Francisco, Stockholm

oder Madrid“, beobachtet Ciarán O´Leary von Earlybird. Auch aktuellen Studien zufolge liegt Berlin als Start-up-Hotspot weltweit an zweiter Stelle – direkt hinter Silicon Valley.

in Europa wieder Fuß fasst“, so Andreas-Otto Schmidt, Leiter Primary Private Equity bei der Deutschen Bank Private Equity.

Deutsche Bank zieht mit

Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 hat die Venture-Capital-Firma Earlybird insgesamt nicht weniger als 532 Mio. USD für TechnologieStart-ups zusammengetragen, die meisten davon in Europa. Zu den Beteiligungen gehören u.a. der Spieleentwickler Crowdpark sowie die private Kreditplattform Smava. Aus der früheren Mauerstadt sind also in Zukunft zahlreiche innovative und spannende Ideen zu erwarten.  www.earlybird.com/de

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat Earlybird jetzt die Finanzierung eines Venture Fonds für Internet-Startups in der Höhe von 76 Mio. Euro beschlossen. Auch die Deutsche Bank beteiligt sich an dem Fonds und berichtet, dass „die Bekanntgabe des neuen Earlybird Fund ein weiteres Zeichen dafür ist, dass Venture Capital als attraktive Anlageklasse

700 Millionen US-Dollar

Gerücht: Nächste Sony-Konsole 2013 Tokio. In letzter Zeit tauchen immer häufiger Gerüchte zur nächsten Konsolen-Generation von Sony auf. Das Spiele-Magazin Kotaku will aus wohlinformierten Kreisen konkrete Details erfahren haben. Laut diesen soll die kommende Playstation aktuell von Sony unter dem Codenamen „Orbis“ entwickelt werden. Angeblich werde die Veröffentlichung für Ende 2013 angestrebt.

Zynga/OMGPOP Computergames-Anbieter Zynga hat OMGPOP, den Macher von „Draw Something“, übernommen

Zynga greift sich Entwicklerstudio

Zwei neue Studios Nach dem Erwerb von OMGPOP plant Zynga, seinen bereits bestehenden Entwickler Zynga New York in zwei neue Studios aufzusplitten: Zynga New York Social und Zynga New York Mobile. Dan Porter, bisheriger CEO von OMGPOP, soll die Führung des Mobi-

magazin die Information zu, dass Zynga auch versuchte, Rovio, den Entwickler des Kultspiels „Angry Bird“ und einen der Marktführer des Casual Games-Segments, aufzukaufen. Rovio soll dies trotz einer gigantischen Summe jedoch abgelehnt haben. Mit „FarmVille“ und neuerdings auch „Draw Something“ hat Zynga inzwischen fast eine Alleinstellung

Erste Auswirkungen Bereits jetzt, nach nur wenigen Wochen, macht sich die aufsehenerregende Übernahme schon in Zahlen bemerkbar. So konnte Zynga bei der Zahl der Daily Active User einen Anstieg von 25% erlangen. Lag die Zahl der Daily Active User bei Zynga Anfang März noch bei rund 56 Mio., so ließ sich bereits kurz nach der Übernahme ein massiver Anstieg an Usern erkennen. Zwischenzeitlich lag die Zahl der Daily Active User bei knapp 70 Mio., was einer Steigerung um 25% gleichkommt. Das Gros der neuen User ist dabei natürlich über das Social-Game Draw Something hinzugekommen. Laut dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg zeichnet den Spielegiganten Zynga aus, dass sie ihre Konkurrenz reihenweise aufkaufen. Darüber hinaus spielte eine ungenannte Quelle dem Wirtschafts-

Mark Pincus, CEO von Zynga, hat sein Unternehmen im Jahr 2007 gegründet.

am Markt der Casual- und Social Games erlangt. Jetzt möchte sich das Unternehmen auch auf mobilen Endgeräten behaupten.

Facebook-Platzhirsch Das US-amerikanische Unternehmen Zynga betreibt Browserspiele, die innerhalb Sozialer Netzwerke wie Facebook, Myspace, etc. gespielt werden können. Die bekanntesten Zynga-Spiele sind „FarmVille“, „Mafia Wars“, „FrontierVille“, „CityVille“, „ZyngaPoker“, „Adventure World“ und „CaféWorld“. Die insgesamt rund 50 Spiele werden monatlich von über 215 Mio. Nutzern gespielt (Stand März 2011). Einnahmen erwachsen dem Unternehmen aus dem Verkauf virtueller Währungen, die innerhalb des Spiels für virtuelle Güter oder schnelleres Vorankommen genutzt werden können. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco wurde im Jänner 2007 von Mark Pincus gegründet. Zynga beschäftigt über 1.300 Mitarbeiter, der Umsatz lag 2010 bei 850 Mio. USD.  www.zynga.com

© Nathan Borror

le-Studios übernehmen und dort als Vice President fungieren, da OMGPOP in Zukunft zu diesem Studio gehören soll.

© Zynga

San Francisco. Der auf FacebookSpiele spezialisierte Computergames-Anbieter Zynga hat das Entwickler-Studio OMGPOP, das hinter der erfolgreichen App „Draw Something“ steht, übernommen. Zynga sei der richtige Partner, weil er die Kompetenz für Innovationen in großem Maßstab mitbringe, kommunizierte OMGPOP-Vorstandschef Dan Porter in einer Pressemitteilung. Auf diesem Wege will Zynga seine eigene Markposition weiter ausbauen. Über den Kaufpreis respektive die finanziellen Details der Transaktion hüllten sich beide Seiten in Schweigen – nach unbestätigten Medienberichten soll es sich um rund 210 Mio. USD handeln.

Will Wright glaubt an Spielekonsolen

„Die Sims“-Erfinder Wright: „Konsolen nicht dem Untergang geweiht.“

Brighton. Konsolen wie PS3, Wii, Xbox 360, Nintendo 3DS oder PS Vita seien keineswegs am Ende, meinte Entwickler-Legende Will Wright kürzlich in einem Interview mit GameIndustry. Zwar wachse die Konkurrenz durch alternative Plattformen wie Smartphones und Tablets sowie Gaming in Sozialen Netzwerken, doch die Ära der Konsolen sei damit noch lang nicht vorbei. „Ich denke nicht, dass die Zeit der Konsolen abgelaufen ist. Sie werden lediglich nicht mehr wie heute das Zentrum des Marktes sein“, so „Die Sims“-Erfinder Wright.


E n ter ta i n me n t & h a r d wa r e

90 – entertainmentbiz

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NEC stattet Odeon & UCI-Cinemas neu aus

Mai 2012

Test Mit der Legria HF G10 hat Canon seine Claims am digitalen Video-Consumermarkt mehr als deutlich abgesteckt

Canon Legria HF G10: Kein Camcorder von der Stange Chris haderer

Wien. Gewichtiger Deal in Sachen Kinoausstattung: NEC Display Solutions Europe wird die Odeon & UCI Cinemas Group mit digitalen Projektoren NEC modernisieren. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von NEC waren die Zuverlässigkeit und hohe Qualität der Produkte sowie die langjährige Partnerschaft zwischen den Unternehmen. NEC Display Solutions stattet mehr als 2.100 Kinosäle in insgesamt 231 Odeon-UCI-Filmtheatern Europas mit digitalen KinoProjektoren aus. Die Vereinbarung betrifft Lichtspielhäuser in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Portugal, Irland und Großbritannien. Nachteil der Digitalisierung: kleine Programmkinos sind von der schönen neuen Lichtspielwelt ausgeschlossen, weil sie sich die gut 80.000 € teure Hardware nicht leisten können.  nec-display-solutions.com

© Bang & Olufsen

On-Wall-Speaker für Surround-Wiedergabe

Satter Sound fürs Heimkino: BeoLab.

Wien. Mit dem BeoLab 12 (2.120 €) hat Bang & Olufsen sein ersten On-Wall-Lautsprecherkonzept vorgestellt, das im Hinblick auf Surround-Sound für Videowiedergabe entwickelt wurde. Mit an Bord ist die von B&O entwickelte „Acoustic Lens Technology“, die dafür sorgt, dass hohe Frequenzen in einem 360 Grad-Fächer im Raum verteilt werden. BeoLab 12 verfügt über eine akustische Linse für die Wiedergabe der Höhen sowie über einen 2-ZollMitteltöner und zwei flache 6,5-Zoll-CosCone-Woofer, über die die tiefen Frequenzen wiedergegeben werden. Der 2 ZollAluminiumkonus liefert einen detailreichen Klang, der das Frequenzspektrum der akustischen Linse ergänzt. Der Mitteltöner wird dabei von einer Aluminium-Lautsprecherabdeckung perfekt geschützt. Insgesamt bringt es das System auf eine bohrhammerähnliche Musikleistung von 480 Watt. Der BeoLab 12 kann so montiert werden, dass sich die akustische Linse oben oder unten und somit auf Ohr-Höhe befindet, wodurch der optimale Klang erzielt wird. Zudem verfügt das Gerät über einen DreiWege-Schalter, mit dessen Hilfe der Lautsprecher zusätzlich an die räumlichen Gegebenheiten angepasst werden kann.  www.bang-olufsen.com

Wien. Man muss sein Werkzeug mögen. Immer kann man es sich nicht aussuchen, aber wenn man schon knapp 1.500 € für etwas ausgibt, dann sollte es nicht allein eine Vernunftehe werden. Gute Videoaufnahmen entstehen in der Regel nicht nur wegen den technischen Daten der Kamera – die müssen sowieso stimmen –, sondern vor allem dann, wenn das Filmen Spaß macht. Und genau dafür wurde Canons Consumer-Schmuckstück offenbar gebaut: Die „Canon Legria HF G10“ ist quasi der kleine Bruder der „Canon XA10“, wobei sich die Geräte im Wesentlichen durch den Infrarotmodus der XA10, den die Legria nicht hat, und die Bauform unterscheiden. Die XA10 kann mit einem Tragegriff mit Mikroanschlüssen, etc. ausgestattet werden, die Legria nicht. Das ist in diesem Segment jedoch verschmerzbar.

Komfortable Bedienung Die Legria HF G10 positioniert sich als Consumergerät, obwohl ihre optische Leistung durchaus

Die Canon Legria HF G10: Consumer-Kamera mit durchaus professionellen Features.

© Canon

auch den Einsatz im professionellen Segment erlaubt, beispielsweise für Interviews und Reportagen. Auffällig wird die Consumer-Orientierung durch die Aufzeichnung im AVCHD-Format (4 Mbit und 4:2:0-Farbauflösung auf SDHC/XC-Speicherkarten oder auf dem internen 32 GB-Speicher). Der im Broadcasting-Bereich übliche MPEG2-4:2:2-Codec ist gesperrt und muss erst noch von einem Hacker freigeschaltet werden. Was beim Erstkontakt sofort auffällt: Die Legria HF G10 ist sehr handlich, alle wichtigen Funktionen können bequem erreicht werden. Ein frei mit Funktionen beleg-

Canon und die kinoproduktion Seit vergangenen November hat Canon mit der Cinema Eos-Linie auch ein Standbein in der professionellen digitalen Filmproduktion. Die Eos C300, das erste Modell des neuen Systems, erfüllt nun nach Kameratests gemäß der EBU-Empfehlung EBU R118 die Anforderungen der britischen Rundfunkanstalt BBC. Diese Zulassung ermöglicht es internen und externen BBC Filmteams, die Eos C300 bei der Filmproduktion für die BBC HD-Kanäle einzusetzen. Mit der Eos C500 hat Canon nun ein Modell mit einer Videoauflösung mit 4.096

x 2.160 Pixeln angekündigt, das für die Kinofilm-Industrie konzipiert wurde. Die C500 soll 4K-Videoaufzeichnung im unkomprimierten RAW-Datenformat bieten und in zwei Ausführungen erhältlich sein: mit Canon EF Objektivbajonett oder dem PL-Standardbajonett der Filmbranche. Ein entwickelter Prototyp der Eos C500 war vergangene Woche auf der NAB 2012, dem größten Fachevent für die Video-Broadcast und digitale Medienindustrie in Las Vegas, zu sehen.    www.canon.at

bares Stellrad auf der Rückseite des Geräts erlaubt die einfache Bedienung beim Drehen; hier fällt auch der manuelle Fokusring extrem positiv auf. Hervorhebenswert ist in diesem Zusammenhang auch der im manuellen Betrieb funktionierende Touch-Fokus (über den Touchscreen gesteuert), der schöne Übergänge erlaubt. Die Geschwindigkeit des Fokusrings und der Zoomwippe sowie die Drehrichtung des Fokusring sind übrigens einstellbar, was ebenfalls viel Komfort bietet.

Gutes Audiosystem Spannend ist auch der Brennweitenbereich des Objektivs, der auf Kleinbild umgerechnet 30,4 bis 304 mm bietet. Das gibt beim Filmen einen sehr angenehmen Spielraum und erlaubt auch einen sinnvollen Kameraeinsatz in kleineren Räumen. Dieses optische Randfeature hebt die Legria über viele andere Kameramodelle hinaus. Gelobt darf sich das Gerät auch für das hervorragende Mikrofon (mit dahinterstehendem Dolby-System) fühlen: Mitschnitte von Vorträgen sind damit kein Problem. Über die technischen Features der Legria HF G10 könnte man ein

kleines Buch verfassen – auf den Punkt gebracht, gehört sie schlicht zu den besten Geräten, die in diesem Preissegment zu haben sind. Sie bietet dem Filmer eine umfassende Ausstattung mit hochwertigen Einzelkomponenten, von den diversen Belichtungsprogrammen bis hin zum vorzüglichen Bildstabilisator. Sie ist eine Kamera mit umfassenden Einsatzmöglichkeiten, mit der das Filmen Spaß macht: Technik, die sich sympathisch im Hintergrund hält – und die wirkt.

Legria hf g10 CCD-Sensor: 1/3-Typ-CMOS (HD-CMOSPro-Sensor) mit 2,37 Megapixel (2,07 Megapixel effektiv für Videos und Fotos). Optischer Zoom: 10fach; Digitalzoom: 40fach/200fach; Digitaler Telekonverter: 2fach. Brennweite: 4,25-42,5 mm, entsprechend Kleinbild: 30,4-304 mm. Optischer Bildstabilisator: 3 Modi: Dynamik, Standard, Powered Display: 8,8 cm (3,5 ˝) Touch-LCD. Belichtungsautomatik: Smart Auto: 38 Aufnahmesituationen. Programmautomatik: Automatik manuell wählbar: P, Tv, Av, M (manuelle Belichtung), Special-SceneModi (Porträt, Sport, Schnee, Strand, Nacht, Low Light, Spotlight, Feuerwerk). Cinema Modus: P, Tv, Av, M 5 Aufnahmemodi: MXP: 1.920 x 1.080, 24 Mbps; FXP: 1.920 x 1.080, 17 Mbps; XP+: 1.440 x 1.080, 12 Mbps; SP: 1.440 x 1.080, 7 Mbps; LP: 1.440 x 1.080, 5 Mbps. Progressive Scan (25fps) Audio: Dolby Digital, 2 Kanäle (AC-3, 2 Kanäle); 5.1-Kanal-Surround-Sound (über optional erhältliches Mikrofon SM-V1). Preislage: lt. Liste 1.499 €

devolo Powerline-Experte bringt drahtloses Sat-Komplettset

Loewe Mit „Connect ID“ soll mehr Vielfalt geboten werden

Wien. Powerline-Weltmarktführer devolo hat mit dem „dLAN TV Sat 2400-CI+“ die zweite Generation seines prämierten Sat-TV-Komplettsets vorgestellt. Durch eine Powerline-Verbindung über die hausinterne Stromleitung wird kein Antennenkabel zur Signal-übertragung benötigt: Der Empfang von Satellitenfernsehen ist mittels Adapterstecker an jeder Steckdose des Hauses möglich (also an jedem nach dem Stromzähler liegenden Stromkreis; die Signale kommen daher nicht über die Wohnung oder das Haus hinaus). Das Komplettset, bestehend aus HD-Receiver, Tuner, zwei dLAN-Adaptern und Zubehörpaket, schlägt laut Liste mit 399,90 € zu Buche.

Wien. Bei seiner neuen „Connect ID“ TV-Familie setzt Loewe vor allem auf Vielfalt: Es gibt sie in zwei technischen Varianten (mit oder ohne integrierten Festplattenrecorder DR+), drei verschiedenen Bildschirmgrößen (32 “ à 1.500 €, 40 “ à 1.900 €, und 46 “ à 2.300 €), zwölf unterschiedlichen Farbkombinationen und 30 Aufstelllösungen. Das ergibt dann insgesamt 2.160 Connect ID Fernseher mit unterschiedlichem Charakter.

Sat-TV mit Adapter via Steckdose

le frei ausgestrahlten Sender in HD- und SD-Qualität empfangen. Der Receiver bietet dank HDMI eine Bildübertragung in voller HDAuflösung (1.080p). Durch einen digitalen Audio-Ausgang sowie analoge Cinch-Verbindungen ist auch der Anschluss einer Surround Heimkino-Anlage möglich. Die integrierte elektronische Programmzeitschrift (EPG) erlaubt die einfache Planung aller gewünschten Aufnahmen (auf USB-Sticks oder -platten). Unterstützt wird auch der Videotext-Nachfolger HbbTV. Mit UPNP- und DLNA-Zertifizierung eignet sich der Receiver außerdem zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten, die im heimatlichen Netz gespeichert sind.  www.devolo.at

Option Pay-TV Durch einen freien Schacht für ein CI+-Modul ist der dLAN-TV-Sat-Receiver für den Empfang von verschlüsselten und Pay-TV-Sendern via HD+ gerüstet. Außerdem werden durch die Unterstützung des DVB-S2-Standards al-

Satellitenfernsehen ohne lange Kabel.

2.160 verschiedene ID Fernseher

Solides Innenleben In allen Modellen ist ein LCDPanel mit 200Hz-Technologie verbaut. In Kombination mit den Loewe Active Glasses 3D werden auch dreidimensionale Inhalte dargestellt. Immer an Bord sind HDTVTuner für DVB-T/C und DVB-S2. Optional kann außerdem ein DVBT2-Modul integriert werden. Zahlreiche Anschlüsse wie zwei CI+ Slots, drei HDMI-, davon einer mit ARC, sowie zwei USB-Anschlüsse bieten eine angenehme Auswahl an Vernetzungsmöglichkeiten. Auf Wunsch wird Connect ID mit dem integrierten Loewe-Festplatten-

recorder DR+ ausgestattet; damit stehen insgesamt 500 GB Speicherkapazität zur Aufnahme von Programmen (so der Content-Anbieter diese Funktion nicht sperrt) zur Verfügung. Standardmäßig an Bord sind LAN und WLAN. Damit stehen die klassischen Loewe Smart-TV-Funktionen wie Loewe MediaHome, HbbTV über Loewe MediaText sowie der Zugriff auf Internet-Inhalte via Loewe MediaNet zur Verfügung. Bei den 40” und 46”-Modellen sorgen zwei Down Firing Woofer für handfesten Cinema-Sound mit 80 Watt Windstärke. Dolby Digital/dts 5.1 Mehrkanalton ist ebenfalls an Bord.  www.loewe.at „Connect ID“-TVFamilie von Loewe.

© Loewe

UCI modernisiert seine Kinosäle europaweit mit Digitalprojektoren.

© devolo

© UCI

Einfache Bedienung und hervorragende Videoqualität machen das Gerät zum universalen Filmbegleiter.


Gami ng & B e t t i ng

Mai 2012

entertainmentbiz – 91

Casinos Austria Das nach wie vor kränkelnde Geschäft der Auslandstochter Casinos Austria International (CAI) verhagelte 2011 das Ergebnis

Inland hält den Motor am Laufen Moritz Kolar

Wien. Die Casinos Austria haben im abgelaufenen Geschäftsjahr im Ausland bluten müssen. Die Tochter Casinos Austria International (CAI) hat einen Rekordverlust von 54,35 Mio. € geschrieben, nach einem Minus vom 35 Mio. € im Jahr davor. Im Konzern blieb 2011 dank Rekordgewinns bei den Lotterien und Ergebnissteigerung bei den österreichischen Spielbanken gerade einmal eine schwarze Null: Das Konzernergebnis schrumpfte auf 634.000 € nach 3,7 Mio. € im Jahr davor. 2009 waren es 56,4 Mio. € Gewinn gewesen.

Griechenland glücklos Die massive Ausweitung des Auslandsverlusts war keine Überraschung, hat doch die CAI bereits im ersten Halbjahr ein Minus von knapp 31 Mio. € geschrieben. Gan-

Gesetze Spielmanipulation

Studie zeigt auf

Wien. „Eine Harmonisierung der nationalen und regionalen Gesetzgebung und Sportregelwerke zumindest in Europa ist besonders wichtig, um effektiv gegen Wettbetrug ankämpfen zu können“, fordert Dietmar Hoscher, Aufsichtsratsvorsitzender der Österreichischen Sportwetten GmbH, anlässlich einer Studie zum Thema Spielmanipulation („Match-fixing“).

Kampf gegen Kriminelle

© APA/Casinos Austria/Rita Newman

Die Studie wurde im September 2011 von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben, mit dem Ziel, die unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf Match-fixing innerhalb der EU aufzuzeigen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung der 27 Mitgliedsstaaten liegen nun vor und zeigen deutlich die Probleme bei der Verfolgung von Match-fixing als Straftatbestand. Ziel muss es sein, einen solchen Straftatbestand in die nationalen Gesetzgebungen mitaufzunehmen und eine EUweite bzw. weltweite Harmonisierung zu schaffen. Denn Manipulation im Sport ist längst ein globales Problem geworden. Die Einführung des Straftatbestands des Match-fixing kann laut Hoscher aber nur als erster Schritt erfolgen, weitere, begleitende Maßnahmen müssen folgen. „Prävention durch bewusstseinsbildende Maßnahmen, zielgruppenorientierte Schulungen und Verhaltensrichtlinien für Sportler und Funktionäre stellen nur einige wichtige Maßnahmen in diesem Kampf dar.“  www.oeswe.at

Dietmar Hoscher fordert strengere Maßnahmen gegen Spielmanipulationen.

ze 17,6 Mio. € waren zum Halbjahr auf die Griechenland-Beteiligung Loutraki zurückzuführen. Die Griechen gehen wegen der Schuldenkrise kaum mehr ins Casino, die CAI musste schließlich den Casinokomplex auf einen Bruchteil seines ursprünglichen Werts abschreiben. Nun dürfte das unsägliche Kapitel Hellas großteils abgeschlossen sein. Als glücklos erwies sich auch das Automatengeschäft in Italien. Dort wollte die CAI – wie etwa der niederösterreichische Automatenkonzern Novomatic – mit sogenannten VLT-Outlets (Video Lottery Terminals) Fuß fassen,

allerdings mit wenig Erfolg: Die vier Automatencasinos produzierten Anlaufverluste in Millionenhöhe, im November 2011 kündigte Konzernchef Karl Stoss schließlich an, sich aus Italien wahrscheinlich komplett zurückzuziehen.

Restrukturierung „greift“ Stoss hatte nach dem Abgang der langjährigen CAI-Chefs Paul Herzfeld und Josef Leutgeb im Mai 2011 persönlich das Ruder bei der CAI übernommen, um sie wieder auf Vordermann zu bringen. Stoss setzt nun unter anderem auf

Bereinigung der Portfolios. Bei der Internationalen Glücksspielmesse (ICE) im Jänner in London sagte er, sich von sechs bis sieben Spielbetrieben in Europa trennen zu wollen. Bis 2013 will Stoss die CAI saniert haben. Die Restrukturierungsmaßnahmen sollten „für die kommenden Jahre eine deutliche Verbesserung der Ergebnissituation bringen“. Umsatzmäßig konnte die CAI im Jahr 2011 um 5,8 Prozent auf 230,6 Mio. € zulegen. Auch der konsolidierte Konzernumsatz der ­Casinos-Austria-Gruppe stieg im Vorjahr, und zwar von 3,19 Mrd. auf 3,47 Mrd. €.  www.casinos.at

© APA/Georg Hochmuth

Der Umsatz belief sich gruppenübergreifend auf 3,47 Mrd. Euro, das Konzernergebnis auf 634.000 Euro.

Konzernchef Karl Stoss kümmert sich nun persönlich um die Auslandstochter.


92 – entertainmentbiz

e v e nts & E nte r ta i n m e nt-T i p p s

Mai 2012

Andreas Gabalier Gig

Rock’n’Roller in Ägypten live

QUATSCH COMEDY CLUB Talentschmiede 2012 fördert comedy-nachwuchs

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© floalbertwien@gmail.com

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© Ines Meier für Serious Fun

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Ein magischer Auftritt von Volks-Rock’n’ Roller Andreas Gabalier für Magic Life.

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1. Herzlich lachen war in Berlin angesagt (von links): Pro 7-Moderator Thomas Hermanns, Preisträger Uli Grewe und Ole Lehmann, der Bühnenmoderator des Berliner Abends; 2. Entspannte Atmosphäre bei den Künstlern im Backstage-Bereich; 3. Das Berliner Publikum war begeistert von den vielfältigen Darbietungen der Comedians; 4. Eine leichte Anspannung machte sich bei den Künstlern auf der Bühne breit, als die Abstimmung durch Publikum und Jury nahte; 5. Am Ende der Veranstaltung gab es nur fröhliche Gesichter, die sich vom Live-Publikum verabschiedeten.

Der 33-jährige Uli Grewe überzeugte sowohl das Publikum als auch die Jury

Quatsch Talentschmiede Berlin. Am 6. April war es wieder einmal so weit: Beim großen Jahresfinale der Quatsch Talentschmiede in Berlin traten die besten Nachwuchstalente an. Jeder der acht Teilnehmer kämpfte bei seinem sechsminütigen Auftritt sowohl um die Gunst des Publikums als auch der fachkundigen Jury (Thomas Hermanns, Christoph Dompke und Renate Berger). „Das Niveau der jungen Künstler erhöht sich jedes Jahr“, weiß Pro 7 Quatsch Comedy Club Moderator Thomas Hermans, der Comedy-Talente wie Cindy aus Marzahn, Cloozy Haber, David Werker, Murat Topal und Lisa Feller entdeckt und gefördert hat. Diese jungen Wilden bewiesen ihr Potenzial in der Talentschmiede und begannen dort ihre Karrieren.

„Das Niveau der jungen Künstler erhöht sich jedes Jahr!“ Der 33-jährige Comedian Uli Grewe aus Emsdetten eroberte sowohl das Live-Publikum als auch die Talentschmiede-Jury im Sturm und darf nun im Juli 2012 ein ganzes Wochenende lang im Rahmen der regulären „Club Mix“-Show im Quatsch Comedy Club auftreten. „Variety ist und bleibt ein Thema“, so Thomas Hermanns. „Wir hatten Poetry-Slammer dabei, es gab Imitatoren, Musik-Comedy und natürlich den klassischen Stand-up.“ Hermanns lobt vor allem den Gewinner: „Uli Grewe hat etwas Neues geschafft: Er hat eine ‚Soundmachine’ benutzt, um Comedy zu erzeugen. Und das hat funktioniert.“  www.quatsch-comedy-club.de

Wien. Der Cluburlaub-Veranstalter Magic Life setzt heuer auf ein dichtes Programm für seine Gäste und gibt sich als Konzertveranstalter. Nach Kim Wilde & Band, Bob Sinclar, Semino Rossi, die Edlseer, Marco Ventre, Nik P. und Claudia Jung wurde die Reihe der Superstars jetzt nahtlos fortgesetzt: Der 27-Jährige Steirer Andreas Gabalier heizte den Gästen in der ägyptischen Club Magic Life-Anlage Kalawy Imperial gehörig ein und sorgte für eine rockige Bühnenshow.

Alpen-Elvis Gabalier

Der deutsche DJ, Musicaldarsteller, Comedian, Autor, Regisseur und Redakteur Ole Lehmann (43) diente auf der Bühne des Quatsch Comedy Clubs als schlagfertiger Moderator.

© JKP; EPA; Paramount; Constantin; UIG

Strahlende Kinderaugen und tobender Beifall bei den Erwachsenen: Alpen-Elvis Gabalier vereint derzeit die Massen wie kein anderer. Sein Show-Act direkt am weitläufigen Strand sorgte für eine brodelnde, unvergessliche Stimmung bei den Urlaubsgästen. „Unser einzigartiges Entertainmentprogramm in den Clubs wird durch Andreas Gabalier weiter aufgewertet“, sagt Claudia Wildeis, Marketingverantwortliche bei TU Österreich. „Wir haben mit Andreas Gabalier den derzeit angesagtesten Musiker aus Österreich engagiert. Er passt optimal zu unserem Programmschwerpunkt Magic ‚Live in Concert‘.“  www.magiclife.com

Best of the Month Neue CDs, feine Konzerte, spannende Filme, kultige DVDs und heiße Games: Die besten Tipps für Ihren Mai cd

konzert

kino

Die Toten Hosen: Ballast der Republik (JKP) Zum 30 JahreJubiläum der Band gibts nicht nur das neue Album „Ballast der Republik“, die Jungs um Campino legen mit „Die Geister, die wir riefen“ auch noch eine Jubiläums-CD bei. Ihre Jubiläumstour bringt die Hosen am 28.5. nach Innsbruck und am 9.6. zum Nova Rock in Nickelsdorf. Doppel-CD erhältlich ab 4.5.

LMFAO Let‘s party! Das schrille kalifornische Duo (der Name ist die Internet-Abkürzung für „laughing my fucking ass off“) lieferte mit „Party Rock Anthem“, der ersten Single ihres zweiten Albums „Sorry For Party Rocking“, den ersten Partyhit des Jahres. Termin: 11.5., 19:30 Uhr, Stadthalle, 1150 Wien. Ticketpreis: ab 39,90 €.

Headshots (D/A 2010/Stadtkino) Tod nach dem Fashion-Shooting: Stets auf der Kippe zwischen schwarzem Humor und bitterer Lächerlichkeit zieht Modefotografin Marianne das Publikum mit sich in ihrem freien Fall und lässt leichtfüßig schwebend einer ganzen Generation tief ins Herz schauen. Ab 4.5.

Keane: Strangeland (Universal) Aus dem Trio ist ein Quartett geworden: Bassist Jesse Quinn ist vor einigen Monaten als festes Bandmitglied dazugestoßen. Die erste Albumauskopplung „Disconnected“ ist bereits im Radio zu hören und gibt einen Vorgeschmack auf das neue Album der erfolgreichen britischen Band. CD erhältlich ab 7.5.

New Order Acht Studioalben, über 40 Hit-Singles (darunter die meistverkaufte 12‘‘-Single „Blue Monday“) und unzählige Awards für innovative Videos und Artwork – kurz und gut: eine der interessantesten Bands des New Wave beehrt Wien! Termin: 18.5., 20:00 Uhr, Planet.tt/Gasometer, 1110 Wien. Ticketpreis: 38,80 €.

Sade Adu: Bring Me Home (Sony) Nach einer kurzen Pause von nur 18 Jahren kehrte die Band „Sade“ im vergangenen Jahr auf die Live-Bühnen der Welt zurück. Mit einer 20-minütigen Dokumentation gewährt Sängerin Sade Adu den Fans einen exklusiven Einblick in den Touralltag. CD & DVD erhältlich ab 18.5.

Frühjahrskonzert der Musikfreunde Ein musikalischer Frühlingsgruß aus Niederösterreich: Ex-Minister Rudolf Streicher dirigiert, am Saxofon brilliert Norbert Zimmermann, die Musik stammt von Mozart, Strauss, Lanner. Termin: 26.5., 19:30 Uhr, Stadttheater Berndorf, 2560 Berndorf. Ticketpreis: 21,40 €.

Lockout (F/USA, 2012/Constantin) Luc Besson präsentiert als Produzent Hightech-Action vom Feinsten. Im Mittelpunkt: Ein extrem cooler Guy Pearce als Antiheld, der im Alleingang ein Hochsicherheitsgefängnis im Weltall samt durchgeknallter Häftlinge und verrückter Wärter aufmischt . Ab 11.5. Der Diktator (USA 2012/UPI)

Sein Palast ist luxuriöser als der von Marcos, seine Machtgier größer als die von Saddam Hussein und die weiblichen Mitglieder seiner Leibgarde sind noch schöner und härter als die von Gaddafi. Sacha Baron Cohen ist als Admiral General Aladeen wieder da. Ab: 17.5.

dvd/Blue Ray Der Gott des Gemetzels (USA 2011, Constantin) Vier Erwachsene geraten in dieser Tragikomödie aus der Fassung. Brutal und rücksichtslos lässt Regisseur Roman Polanski seine Stars Jodie Foster, John C. Reilly, Kate Winslet und Christoph Waltz alle Grenzen überschreiten. Ab 10.5. Spieldauer: 79 Min., Dolby, 16:9. Mad Men – Season Four (USA 2010, Universal) Mit jeder Staffel mehr steigert die Serie um den smarten Werber Don Draper und die USAgenturszene der 1960er-Jahre ihren Kultfaktor. Während in den USA Staffel 5 gerade anläuft, werden in Europa 3 und 4 rasch nachgereicht. Ab 24.5., Spieldauer: 592 Min., Dolby, 16:9. Verblendung (USA 2011, Sony) Hollywoodremake des Stieg-Larsson-Thrillers. Bei Larsson-Fans konnte Regisseur David Fincher deshalb punkten, weil sich sein Film stärker am Roman orientiert als die schwedische Version. Mit Daniel Craig in der Hauptrolle. Ab 24.5., Spieldauer: 152 Min., Dolby 5.1, 16:9.

game Tera (Ubisoft) Tera ist ein innovatives Fantasy Action Game mit ansprechender Grafik, bei dem die Spieler komplette Kontrolle über ihren Charakter haben. Die Aktionen der Spieler können politische Verhältnisse verändern und das Geschick der verbündeten Völker im Kampf gegen die dunkle Bedrohung beeinflussen. Für PC. Release: 4. 5. Das Testament des Sherlock Holmes (dtp) Game zum Guy-Ritchie-Movie: Verbrechensserie 1898 in London. Alle Zeichen deuten auf Sherlock Holmes als Täter, sogar Watson weiß nicht, ob er seinem langjährigen Kollegen noch trauen kann, da dieser sich immer merkwürdiger verhält. Für PC. Release: 25 5. Versionen für PS3 und XBox folgen im Herbst. Auto Industrie ­Imperium (UIG) Wer es in der Autoindustrie klug anstellt, kann es zu Reichtum und Anerkennung bringen. In diesem Spiel gilt es, sich ein Imperium aufzubauen und die Gegner vom Markt zu fegen. Wie im Leben: Kampf der Wirtschaftsgiganten und Marketingstrategen. Für PC. Release: 31.5.


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