Issuu on Google+

medianet

inside your business. today.

freitag, 20. september 2013 – 9

Die „Schlacht um den Kunden“ des DMVÖ wurde geschlagen  Seite 13

Arbeit

Jubiläum

Master-Thesis befasst sich mit Ethik-Kodizes im Journalismus  Seite 15

Agentur Aigner PR feierte 20-jähriges Bestehen Seite 16

© medianet/Szene1/ Christian Mikes

© DMVÖ

Kongress

© W. Kumm/EPA/pictured.

marketing & media „Beschränkungen nur für den ORF geht nicht“

www.mhoch3.at

© Ecker & Partner

short

© Onlinezone

Axel Zuschmann, geschäftsführender Gesellschafter Ecker & Partner, über das Investment in Kundenbindungsmaßnahmen und Content Marketing, welches sich nun bezahlt mache. So initiiert die Agentur beispielsweise den „Smart Content Day“. Seite 11

© medianet

Christian Steiner, Mitbegründer Szene1, über den Turnaround nach schwierigen Jahren, wo sich das „größte heimische Jugend-Online-Portal“ neu erfunden hat und neben Community- auch den Flirtgedanken auf greift, aber auch mit eigener Agentur punktet. Seite 12

© APA/Helmut Fohringer

Kein Facebook Der Bundeskommunikationssenat BKS hat dem ORF neuerlich seine Facebook-Aktivitäten untersagt. Generaldirektor Alexander Wrabetz erklärt, wie man den Spruch bekämpfen will, und warum es im Web 2.0 keine Regeln ­geben darf, die dann nur für ORF-Journalisten gelten.  Seite 10 Dieter Brosz, Mediensprecher der Grünen, im Gespräch mit medianet über Kampagnenfinanzierung der SPÖ, Zugriff der Politik auf den ORF sowie den Appell an den Öffentlichrechtlichen Rundfunk, bei Eigenproduktionen nicht zu sparen. Seite 14

jxnlsnifpynpwfrfyzwlnj

DER NEUE KATALOG 2013/2014 IST DA!

Kommunizieren mit Digitalen Medien. Lernen mit Digitalen Medien.

© Demner, Merlicek & Bergmann

medianet tv heute

Schlagen Sie neue Seiten auf! Viele neue Routen wie z.B.ganzjährige Karibik-Abfahrten mit MSC Divina ab/bis Miami, die Vereinigten Arabischen Emirate oder die Kanarischen Inseln. Blättern Sie los und entdecken Sie eine völlig neue Kreuzfahrten-Welt - auch auf www.msckreuzfahrten.at.

Demner, Merlicek & Bergmann und der Hofstädter haben sich für die Rewe wieder was erlaubt.


c ov e r

10 – medianet

Freitag, 20. September 2013

„Web 2.nix“ Der Bundeskommunikationssenat spricht „Forenverbot“ aus – Nutzung Sozialer Netzwerke für ORF damit de facto nicht möglich

„Ein Verbot von Kommunikation“ Dem ORF wurden Facebook-Aktivitäten neuerlich verboten: ORF-Generaldirektor Wrabetz erklärt in medianet, wie man sich wehren will. Wien. Jetzt also doch nicht. Laut einem neuerlichen Bescheid des Bundeskommunikationssenats (BKS) darf der ORF nicht facebooken. Begründung: Dem ORF ist das Betreiben ständiger Foren nicht erlaubt. medianet bat ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz um ein paar Antworten zum Thema. medianet: Der Bundeskommunikationssenat (BKS) hat dem ORF neuerlich seine Facebook-Präsenz verboten, bzw. dies eingeschränkt, und beruft sich dabei auf das Verbot ständiger Foren, weshalb diese ja auch etwa auf orf.at nicht mehr möglich sind. Aktuell bitten Sie auf Facebook die User, die Meldungen des ORF nicht zu kommentieren. Worin besteht für Sie der Unterschied zwischen Kommentaren auf orf.at und jenen auf Facebook? Wrabetz: Der Bescheid des BKS ist de facto ein Verbot der Kommunikation zwischen uns als Unternehmen und unseren Kundinnen und Kunden, und genau das wollte der VfGH in seinem letzten Erkenntnis aber erlauben. Diese Interaktionsmöglichkeit ist für den ORF sowohl auf eigenen als auch auf fremden Plattformen, wie Facebook, gleich wichtig. Die Österreicherinnen und Österreicher wollen mit uns kommunizieren, und wir mit ihnen. medianet: Sie haben bereits einen Gang zum VfGH angekündigt. Wäre in dieser Sache nicht auch eine Änderung des ORF-Gesetzes notwendig? Wrabetz: Wir werden Beschwerden an die Höchstgerichte richten und uns bemühen, eine aufschiebende Wirkung bis zur endgültigen Klärung der Angelegenheit zu erreichen. Wir sind zuversichtlich, dass wir ohne Gesetzesänderung auskommen. medianet: ARD und ZDF dürfen laut Gesetz auf Facebook präsent

tipp des tages

sein, solange es einen Bezug zu einer Sendung gibt. Dinge wie Chats, Foren, Partner- oder Tauschbörsen sind verboten. Wäre das ein gangbarer Weg für den ORF? Wrabetz: Das ist alles im ORF-Gesetz ganz klar geregelt, hier ist keine Frage offen. Der ORF darf eigene Diskussionsforen betreiben, wie wir das in debatte.orf.at erfolgreich tun. Auch hier hat im Übrigen erst der Verwaltungsgerichtshof ein Verbot der Behörden gestoppt und aufgehoben. Partner- oder Tauschbörsen gehören nicht zu unserem Tätigkeitsfeld und sind untersagt.

sollten die heimischen Marktteilnehmer ihre gemeinsamen Interessen formulieren und sie gemeinsam durchzusetzen versuchen. Konkret sind wir im Gespräch über eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Bewegtbildvermarktung. medianet: Der ORF hat sich gegenüber der Behörde immer wieder kritisch gezeigt. Glauben Sie, dass es sich bei der neuerlichen Ablehnung auch um eine Art ‚Retourkutsche‘ handelt? Wrabetz: Ich hoffe nicht, dass Befindlichkeiten hier eine Rolle spielen.

„Der Bescheid des BKS ist de facto ein Verbot der Kommunikation zwischen uns als Unternehmen und unseren Kunden.“

© medianet

dinko fejzuli

A. Wrabetz hofft auf eine Einigung in der Facebook-Frage ohne Gesetzesänderung.

Alexander Wrabetz, ORF

sehe und sich ihrer besonderen Verantwortung auch in diesem Bereich bewusst sind. Der ORF-Redakteursrat hat zudem schon vor einiger Zeit entsprechende Verhaltensempfehlungen verabschiedet, und wir arbeiten an einem entsprechenden Regelwerk, das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten wird. Von einer gesonderten gesetzlichen Beschränkung für ORF-Journalistinnen und -Journalisten halte ich nichts.

medianet: Apropos Gesetz: Im Bezug auf die Neuen Medien und eine mögliche Gesetzesänderung spricht ÖVP-Klubobmann Kopf im Standard von nötigen Regeln für ORF-Journalisten, ‚die sich online völlig abseits von Objektivität‘ bewegen würden. Und, so Kopf weiter: ‚Was sie im ORF nicht dürften, leben sie dort in einer unglaublichen Extensität aus.‘ Gibt es Regeln für ORF-Journalisten auf ORF-Plattformen und darf es diese auch für die privaten Aktivitäten der Kollegen geben? Wrabetz: Grundsätzlich ist zu sagen, dass die ORF-Journalistinnen und -Journalisten sehr sorgsam und umsichtig mit Sozialen Netzwerken umgehen, soweit ich das

medianet: Der ORF steht auch beim VÖP in der Kritik. Dieser wirft Ihnen ja vor, nicht den öffentlichrechtlichen Auftrag erfüllen zu wollen, sondern man würde nur ‚den Wünschen der Werbewirtschaft‘ möglichst nachkommen wollen, siehe Vermarktung TVthek. Was sagen Sie zu dieser Kritik?

Schuh-Haunold verlässt den News-Verlag

„Etwas Neues machen“ Schuh-Haunold gegenüber medianet: „Ja, es stimmt, ich habe beschlossen, die Verlagsgruppe News zu verlassen. Ich hatte hier eine sehr spannende und herausfordernde Zeit. In der letzten Wochen habe ich aber für mich festgestellt, dass es Zeit ist, etwas Neues zu machen. Ich habe dazu einige Ideen, aber was das genau sein wird, weiß ich jetzt noch nicht. Wohin es Schuh-Haunold, die seit über 23 Jahren in der Branche tätig ist, verschlägt, steht nicht fest. „Da mein Dienstvertrag mit Februar 2014 endet, bin ich ja nicht gleich weg und werde mir in Ruhe überlegen, was ich weiter tun möchte.“

werden: Der News-Verlag hat seit geraumer Zeit mit Auflagen- und Umsatzrückgängen zu kämpfen. Entsprechend steige der Druck auf die Mitarbeiter, war zu hören.

Der Druck wächst

© News Verlag/Ricardo Herrgott

© Campus Verlag

medianet: Anders sieht es in Richtung VÖZ aus: Sie sollen dem VÖZ eine Kooperation für die sog. Neuen Medien angeboten haben. Wrabetz: In Österreich verzetteln wir uns viel zu sehr mit den althergebrachten und überkommenen Streitereien. Der Medienmarkt ist globalisiert und unsere Gegner sind heute Milliardenkonzerne wie Google, Facebook, etc. Aus meiner Sicht

Personalia U.a. Leiterin für Verkaufs- und Vertriebsmarketing (Mediaprint) & Kurier-Gesamtvertriebsleitung

Wien. In der Wiener Taborstraße, dem Sitz der Verlagsgruppe News, gibt es einen gewichtigen Abgang zu vermelden. Angela SchuhHaunold, derzeit Gesamtvertriebsleiterin des Magazinriesen, verlässt nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch das Haus. Nicht gleich, aber mit Ende Februar 2014.

Undercover Die Kultur der Denunziation in den USA. Mit seinem Beitrag greift Olaf Stieglitz ein komplexes, vieldiskutiertes Thema auf. Der Autor schildert, welche Rolle Überwachung und Spitzeltum seit Ende des 19. Jahrhunderts spielten oder wie das jeweilige System der Denunziation organisiert wurde, da trotz des moralischen Tabus die Denunziation allgegenwärtig zu sein scheint. Damit öffnet sich der Blick auf ein tief in der US-amerikanischen Kultur verankertes Charakteristikum: die Angst vor inneren und äußeren Feinden und die Verpflichtung, die Gesellschaft zu schützen. 34,90 €, Campus Verlag, ISBN: 978-3-593-398-457.

Wrabetz: Nichts. Der VÖP vertritt die Interessen seiner Mitglieder, also vornehmlich deutscher Medienkonzerne, die in Österreich jedes Jahr mehr als 400 Millionen Euro an Werbegeld verdienen. Die Programmwirklichkeit im ORF ist natürlich eine ganz andere. Die Vermarktung der TVthek hat einen engen rechtlichen Rahmen, den wir strikt einhalten.

medianet: Eine allgemeine Frage zum Schluss. Gerade was die Aktivitäten im Web 2.0 betrifft, bekommt man den Eindruck – so erbittert, wie die Diskussion von allen Seiten geführt wird –, dies sei eine überlebensentscheidende Frage für den ORF. Wie wichtig sind die Aktivitäten des ORF in den sog. Neuen Medien gerade im Hinblick auf die jüngere Zielgruppe? Wrabetz: Lineares Fernsehen wird auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren den Medienkonsum dominieren, auch die Radionutzung wird von großer Bedeutung sein: Im Rahmen unseres Strategieprozesses ‚ORF 2020‘ haben wir uns dieses Thema unter Einbeziehung externer Experten sehr genau angesehen: Der Medienkonsum entwickelt sich weiter; Fernsehgeräte werden mit den Möglichkeiten der Onlinetechnologien zu Smart-TVs, der Second-Screen wird immer wichtiger und die direkte Kommunikation mit dem Publikum über Soziale Netzwerke gewinnt an Bedeutung. Beim jungen Publikum sind diese Trends besonders ausgeprägt. Darauf müssen sich moderne Medienunternehmen wie der ORF einstellen. Mit unseren erfolgreichen Online-Angeboten und Apps, wie etwa aktuell jener zur Nationalratswahl, gehen wir genau in diese Richtung.  www.orf.at

Angela Schuh-Haunold, Gesamt­ vertriebsleiterin News-Verlag, geht.

Bei News leitet Schuh-Haunold in ihrer jetzigen Funktion den Gesamtvertrieb und den Aboverkauf für die News-Gruppe. Im Herbst 2011 hat sie diese Funktion zu ihrer Tätigkeit als Geschäftsbereichsleiterin für B2B Marketing, Event, Mediaplanung und Marketingbudgetcontrolling der 14 Magazine in der Verlagsgruppe übernommen. Über die Hintergründe ihres Abgangs kann nur gemutmaßt

In die Schlagzeilen geriet der Verlag vor wenigen Tagen, als bekannt wurde, dass ein ohnedies herrschendes Haustierverbot in Verlagsräumlichkeiten nun auch durchgesetzt werde. Daraufhin sammelten Mitarbeiter über 400 Unterschriften dagegen. Wie zu hören war, rief diese Aktion bei manchen Kollegen durchaus Verwunderung hervor, denn bei Abgängen von Mitarbeitern hätte es längst nicht so viel Solidarität gegeben. Zudem befindet sich News-Verlag-Miteigentümer Gruner & Jahr selbst im Umbruch und dies dürfte die Stimmung in Österreich auch nicht gerade gehoben haben. Bei G+J kam es im April dieses Jahres zu einem massiven Umbau an der Verlagsspitze, im Zuge dessen sich der Verlag auch weitgehend aus Osteuropa zurückzog. Seitens

der Verlagsspitze hieß es damals, all das habe keine Auswirkung auf die Österreich-Beteiligung von G+J. Verlagschef Axel Bogocz verneinte diese im Österreichischen Journalist energisch. Es gäbe ein „ganz klares Commitment der Vorstandsvorsitzenden Julia Jäkel“ zu Österreich, so Bogocz. Schuh-Haunold selbst hatte ihre Karriere an der Universität Wien gestartet: Nach dem Studium wurde sie Pressesprecherin des Rektors der Universität Wien und wechselte nach fünf Jahren ins Verlagsgeschäft zur Tageszeitung Der Standard. Dort macht sie ihre ersten Werbe- und Marketingerfahrungen. 1999 wechselte sie in den trend/ profil Orac Verlag als Assistentin des damaligen Geschäftsführers Helmut Hanusch. Ab 2001 war sie in der Mediaprint, erst als Leiterin für Verkaufs- und Vertriebsmarketing, später als Gesamtvertriebsleitung für den Kurier tätig. Schuh-Haunold ist Mitglied im ÖAK-Prüfausschuss und im VÖZ ARGE Lesermarkt und unterrichtet fallweise u.a. an der Fachhochschule für Journalismus in Wien.


M ar k e t i n g & A g e n t u re n

Freitag, 20. September 2013

medianet – 11

Schlagzahl Vor allem bei den Themen Lobbying & Public Affairs, Krisenkommunikation und Litigation PR gibt es verstärkt Aktivitäten

E&P: Aktivitäten intensiviert dinko fejzuli

Wien. Alle Hände voll zu tun hat derzeit das Team von Ecker & Partner, Österreichs letzter großer eigentümergeführter PR-Agentur. „Wir haben seit Jahresbeginn konsequent in Kundenbindungsmaßnahmen und Content Marketing in eigener Sache investiert – vor allem bei den Themen Lobbying & Public Affairs, Krisenkommunikation und Litigation PR; das macht sich jetzt bezahlt“, konstatiert Axel Zuschmann, geschäftsführender Gesellschafter. So wurden zum Inkrafttreten des Lobbying-Gesetzes bei bestehenden sowie potenziellen Kunden als Agentur-Service kurze Crash-Kurse zum Umgang mit den neuen Regelungen angeboten, die auch gern angenommen wurden. In weiterer Folge veröffentlichte Ecker & Partner zwei White Papers – zu den Themen „Krisenkommunikation“

Portal Herold & Verlagshaus

Arztsuche digital Wien/Mödling. Mit einem neuen Gesundheitsservice gehen Herold Business Data und das Verlagshaus der Ärzte an den Start: Das Arztsuch-Portal http://arztsuche24. at zeigt sich rundum komplett erneuert und soll so Usern die Suche nach Informationen erleichtern. „Im Unterschied zu anderen Portalen findet man auf arztsuche24. at auch Detailinformationen zum Behandlungsangebot, zu den jeweiligen Ordinationszeiten und Kassenverträgen sowie zu Diplomen und Zusatzausbildungen von Ärzten, Therapeuten und Komplementärmedizinern“, streicht Herodl Geschäftsführer Thomas Friess Vorteile seines Portals heraus.

Umfangreiche Zusatzinfos

© Arztsuche24.at

Dabei setzte man auf benutzerfreundlichere Navigation, mobil optimierte Darstellung sowie auf qualitativ hochwertige DetailInformationen. Unter der Rubrik „Krankheitsbilder“ finden User zudem fundierte Beschreibungen zu häufig gesuchten Krankheitsbildern von anerkannten Spezialisten. „Es ist uns ein ganz großes Anliegen, dem interessierten Patienten fachlich korrekte und fundierte Experteninformation zu bieten, auf die er sich verlassen kann. Arztsuche24.at soll ein solider, verlässlicher Fels in der Brandung unterschiedlichster Gesundheitsratgeber im Internet sein“, betont Martin Stickler, Geschäftsführer des Verlagshauses der Ärzte. Zudem bietet das Portal Informationen und Daten zu verwandten Bereichen wie etwa zu Optikern, Pflegeund Altenheimen; Reformhäuser oder Sanatorien sind ebenfalls gelistet, ebenso wie ein eigenes Lexikon. (red)

sowie kürzlich zum Trend-Thema „Litigation PR“ (beide zum Download auf www.eup.at).

Viele Kundenanfragen Nicole Bäck, geschäftsführende Gesellschafterin, freut sich in diesem Zusammenhang über ein „extrem positives Feedback; innerhalb kürzester Zeit gab es zahlreiche Anfragen sowohl von Unternehmen als auch Rechtsanwaltskanzleien in Richtung möglicher künftiger Zusammenarbeit“. Und last but not least nahm in den letzten Monaten auch die Teilnahmehäufigkeit bei Agentur-Pit-

ches kontinuierlich zu – drei große Ausschreibungen wurden aktuell bereits gewonnen, dazu kommen weitere Neukunden wie z.B. das Gregor Mendel-Institut, CRIF, ökostrom, Industriellenvereinigung Steiermark und die PR für Schwedenbomben, das Traditionsprodukt mit neuem Eigentümer. Die nächste E&P-Aktion steht bereits bevor: Am 17. Oktober veranstaltet die Agentur Österreichs erste Konferenz zum Thema Contentmarketing und -strategie: den „Smart Content Day“ mit (inter)nationalen Experten. Infos & Anmeldung:  www.smart-content-day.com

© Ecker & Partner

Es wird konsequent in Kundenbindungsmaßnahmen und Content Marketing in eigener Sache investiert.

Investieren in Kundenbindung: Dietmar Ecker, Nicole Bäck & Axel Zuschmann.

LOKAL VERSUS GLOBAL

NEUE CHANCEN DER REGIONALEN.

BESUCHEN SIE UNSER W24 PANEL BEI DEN MEDIENTAGEN. AM 25.09. UM 17:30 UHR, SAAL 1. W24.AT

Mein Wien.

Herold Business Data und das Verlagshaus der Ärzte mit arztsuche24.at. W24_ANZ_216x288ssp_RZ.indd 1

17.09.13 16:38


Marketing & MEdien

12 – medianet

Freitag, 20. September 2013

Szene1 Nach schwierigen Jahren mit Verlusten hat Szene1 sich „neu erfunden“ und den Turnaround geschafft

short

„Wir sind die größte ­Jugend-Online-Plattform“

Welldone-Kampagne für Ärztekammer Wien

© Welldone

Anfang 2014 soll eine Flirt-App der Szene1-Gruppe den internationalen Durchbruch ermöglichen.

Christian Steiner, Mitbegründer und GF Szene1: „Portale wie myspace oder die VZ-Gruppe sind am Boden; wir dagegen sind das größte Online-Jugend-Plattform in Österreich.“ dinko fejzuli

Wien. Das österreichische Community-Event- & Fotoportal Szene1 wird zehn und medianet bat Christian Steiner, Mitbegründer und Geschäftsführer, zum Gespräch. Insgesamt hat das Portal nach schwierigen Jahren den Turnaround geschafft. Gab es 2010 noch einen Verlust und 2011 ein ausgeglichenes Jahr, konnte das Portal, laut Steiner größtes OnlineJugend-Portal Österreichs, mit derzeit 1,4 Mio. Visitis, 700.000 Unique Usern und bis zu 20 bis 25 Mio. Page Impressions im Jahr 2012 wieder positive Zahlen schreiben. „Zur Hochblüte hatten wir 500 Millionen Page Impressions pro Monat, hatten rund 120 Server herumstehen gehabt. Parallel dazu haben wir ein Single-Sign-On-Konzept in der Tasche gehabt mit einer Vernetzung von über 50 Portalen, wo man sich mit dem Szene1Account überall einloggen hätte können. Doch dann ist Facebook nach Europa gekommen und hat alle unsere Pläne zunichtegemacht. Wir mussten uns dann von Facebook wegpositionieren“,

„Biber“ & Kobza Media bringen den „almanah“ Wien. Die biber-Publikation almanah lag am 17. September der Tageszeitung Die Presse bei. Zielgruppe der Publikation sind Opinion Leader und wirtschafts- und politikinteressierte Leserinnen und Leser. Der in Kooperation mit der AgenturGruppe Kobza Media entwickelte almanah legt in seiner zweiten Ausgabe 2013/2014 den Fokus auf qualifizierte Zuwanderung und beschreibt die Internationalisierung von Politik und Gesellschaft in Österreich. „Wer sich rechtzeitig vor der Nationalratswahl einen Überblick über die aktuellesten Entwicklungen im Bereich Integration verschaffen will, der ist beim almanah bestens aufgehoben“, sagt biber-Herausgeber Simon Kravagna.

artworx und Carrera lassen Reifen qualmen

„Doch dann ist Face­ book nach Europa ­gekommen und hat alle diese Pläne zu­ nichtegemacht.“ Christian Steiner Geschäftsführer Szene 1

ce gesehen haben; mittlerweile hat sich das aber wieder gedreht“, erläutert Steiner. Die übermächtige Konkurrenz hat Szene1 dann dazu bewogen, „sich jährlich neu zu erfinden, was uns das Leben gerettet hat“. So ist etwa der Flirt-Bereich auf

dem Portal mittlerweile eine wichtige Säule geworden. „Viele ähnliche Portale sind am Boden: myspace, netlog oder die VZ-Gruppe. Wir sind dagegen mit 700.000 Unique Usern in der Zielgruppe 12 bis 29 Jahre Österreichs größte Online-Jugend-Plattform“, sagt Steiner und ergänzt: „Ich hoffe, dass dies die Werbebranche auch verstärkt wahrnimmt.“ Parallel dazu wurde vor fünf Jahren die Agentur Onlinezone ins Leben gerufen, die mittlerweile rund 35% des Gesamtumsatzes der Gruppe beisteuert. „Wir verstehen uns dabei nicht als klassische Medienagentur, sondern als Full-Service-Digitalagentur“, so Steiner, der mit der Schartner-Arschbomben-Aktion für nationales Aufsehen gesorgt hat. Aber auch auf Szene1 steht immer häufiger die crossmediale Promotion im Vordergrund. „Banale Bannerwerbungen werden immer häufiger für Performancezwecke eingesetzt.“ So wurde zum Beispiel mit Samsung mit dem Launch der Samsung Galaxy Cam ein großes Projekt umgesetzt. „Rund 40 unserer Fotografen wurden mit dieser

Cam ausgestattet; sie sind gebrandet durch die Lokale und Events gezogen und haben die Fotos vor Ort direkt online gestellt. Zusätzlich waren unsere Visitenkarten, die wir bei jedem Foto verteilen, auf der Rückseite ebenfalls mit Samsung gebrandet.“

Flirt-App Spätestens mit Anfang des kommenden Jahres will Steiner das Flirt-Thema mit einer neuen App bedienen. „Die App wird nicht unter dem Szene1-Branding erscheinen. Wir hoffen damit auch international Fuß fassen zu können.“

szene1 öwa facts • 670.000 Unique Clients (ÖWA, Juli 2013) • 18,7 Mio. Page Impressions (Juli 2013) • Visits auf 1,3 Mio. gesteigert (Juli 2013) • Plus 45% in der mobilen Aktivität durch ­responsive Design in den letzten 4 Wochen (seit Juli 2013) • Ca. 50.000 Singles im Flirtbereich pro ­Monat (53% weiblich) • Größte Jugend und Eventcommunity in der ÖWA

TV Fortführung auf Sky

Video on Demand ProSiebenSat.1 Gruppe bringt das Angebot auch für Österreich

Harald Schmidt mit neuen Folgen

Videoplattform maxdome startet

© artworx

Wien. Ab sofort ist maxdome, eine Online-Videothek mit über 50.000 Video-on-Demand-Inhalten, auch in Österreich verfügbar. Diese bietet eine breite Auswahl an Spielfilmen, Serien, Dokumentationen, Reportagen, Musikkonzerten, Kinderprogramm, etc. maxdome, eine Unternehmung der ProSiebenSat.1 Gruppe, bietet zum Österreich-Start neben vorhandenen Videos Filmhighlights

von und mit österreichischen Größen wie Josef Hader, Michael Haneke und Erwin Wagenhofer. Musikalische Austro-Klassiker gibt es beispielsweise von der EAV – Erste Allgemeine Verunsicherung und Hubert von Goisern. Neben dem Online-Auftritt maxdome.at verfügen unter anderem Samsung Smart TVs zum Start über eine vorinstallierte maxdomeApp. Über Set-Top-Boxen oder in-

© maxdome

Setzen auf Online-Games: Carrera mit umsetzender Agentur artworx.

Wels. Die oberösterreichische Agentur artworx realisierte für den Kunden Stadlbauer/Carrera eine Begleitpromotion zur Carrera Challengetour. „Das klassische Gewinnspielformular reicht uns nicht. Der Trend geht in Richtung Gamification und das trifft genau unseren Geschmack und den unserer Kunden“, erläutert Andreas Zachbauer, Projektleiter bei artworx. Um im Spiel die Carrera-Reifen qualmen zu lassen, muss der User im richtigen Moment auf den vibrierenden Handregler klicken. Alle Elemente und die Haptik des Games wurden exakt an die Gegebenheiten einer realen Carrera-Rennbahn angepasst.  (red)

so Szene1-Geschäftsführer Steiner im Interview. Viele Szene1-Kunden haben dann damals ihre Werbeausgaben drastisch reduziert, „weil sie eher in Facebook mit Fanpages ihre Chan-

Per Abo oder Einzelkauf können User auf maxdome.at Bewegtbild konsumieren.

ternetfähigen Blu-Ray-Player ist maxdome auch auf Fernsehgeräten ohne integriertem Internetzugang nutzbar. Der gesamte Content von maxdome.at kann jederzeit und überall mit einem Breitbandzugang gestreamt werden.

Wien. Mitte September kehrt Harald Schmidt mit brandneuen Sendungen der „Harald Schmidt Show“ auf den Bildschirm zurück. Die Show läuft dienstags bis donnerstags um 22:15 Uhr auf Sky Hits und Sky Hits HD sowie um 23:00 Uhr auf Sky Atlantic HD. Am jeweiligen Folgetag ist die Sendung zudem um 19:30 Uhr auf Sky Comedy zu sehen.  (red)

„Sehen großes Potenzial“ Der Videocontent von maxdome kann heruntergeladen und gespeichert werden, um ihn auch offline ansehen zu können. Das gesamte Angebot kann einerseits über Paketpreise pro Monat erworben und andererseits einzeln geliehen oder gekauft werden. Andreas Heyden, Geschäftsführer von maxdome, freut sich über die Österreich-Expansion: „Der Launch in Österreich ist für uns ein großer Schritt. Wir bauen die technische Reichweite um 2,6 Millionen Haushalte aus. Die Österreicher haben eine hohe Affinität zu Onlinemedien, und durch den Breitbandausbau sind die technischen Voraussetzungen mehr als gegeben; wir sehen hier also großes Potenzial.“  (red)

© Sky/Ralf Jürgens

Wien. „Gesagt. Getan. Vorgesorgt.“ – unter diesem Claim gestaltete die Wiener Werbeagentur Welldone Werbung und PR GmbH eine groß angelegte Kampagne zum Thema Vorsorge für die Ärztekammer Wien. Neben Poster und Info-Folder für Arztpraxen wurden auch eine Vorsorge-App für Androidund Apple-Smartphones und eine neue Website entwickelt.

© Onlinezone; szene1.at (2)

Im Zentrum der Kampagne steht der Gedanke an Gesundheitsvorsorge.

Harald Schmidt geht „topfit“ in seine zweite Spielzeit bei Pay TV-Sender Sky.


M ark e ti n g

Freitag, 20. September 2013

medianet – 13

Rundum erneuerter DMVÖ Congress lockt zahlreiche Vertreter aus der Kommunikations- und Marketingbranche

DMVÖ Insight Arena 2013 cHRISTINE gÖTZ

Wien. Am 11. September fand in der Neuen Burg Perchtoldsdorf der rundum erneuerte DMVÖ Congress unter dem Namen DMVÖ Insight Arena statt. Zum Schwerpunktthema „Die Schlacht um den Kunden“ trafen sich über 400 Vertreter der Kommunikations- und Marketingbranche, um einen ganzen Tag lang den Vorträgen der vier Keynote-Speaker zu lauschen und die Präsentationen der erfolgreichsten Dialog-Kampagnen in 20-minütigen Insight Spots zu verfolgen. Interaktion, Dialog und Networking standen im Mittelpunkt der Branchenveranstaltung.

terkulturellem Fokus, wie er auch in seinem Fachvortrag „Data & Storytelling“ immer wieder betonte. Cabrera strich vor allem den Ansatz hervor, dass exzellente Ideen kulturelle und sprachliche Barrieren überwinden und somit international sind, was er mit zahlreichen Best-Practice-Beispielen aus seinem Berufsalltag untermauerte.

Insight Spots aus der Praxis Aufgelockert wurden die Vorträge der vier internationalen Speaker durch ausgewählte Insight Spots, die zwischen den Keynotes fundierte Einblicke in aktuelle und

erfolgreiche Dialog MarketingKampagnen aus diversen Branchen wie Handel, Automobil, Kosmetik, Lebensmittel, Telekommunikation, Finanz- und Energiewirtschaft gaben. Prämierte Kampagnen wurden in 20-minütigen Inputs von den Auftraggebern und Agenturen präsentiert und boten „Insights“ in die „Learnings“ der Kampagnen. Die besten Kampagnen der Direct und Media Lions aus Cannes wurden ebenso vorgestellt wie erste Ergebnisse aus dem brandaktuellen Direct Media Report des DMVÖ, der diesmal einen Schwerpunkt auf den B2B-Bereich legt.

© DMVÖ (2)

Veranstaltung unter dem Motto „Die Schlacht um den Kunden“.

Dieter Weng, Michael Straberger, Daniela Philipp-Sabelko, Anton Jenzer (v.l.n.r.).

Vier Keynote-Speaker Der Kreativkopf von Serviceplan Campaign München, Christoph Everke, behandelte in seiner Eröffnungs-Keynote mit dem Titel „Jetzt wird’s persönlich“ die Frage, wie Dialog sowohl die Werbung als auch die Werber verändert, beeinflusst und inspiriert. Everke erzählte aus der Perspektive eines „Dialogue Immigrants“ und ließ seine Erfahrungen in internationalen Jurys in seinen Vortrag einfließen. Ihm folgte ein Vortrag des Direct Marketings und Geschäftsführer der Werbeagentur PKP BBDO, Alfred Koblinger. In seinem Vortrag „How to communicate in iAge?“ erörterte er, wie moderne Kunden ticken und welche Instrumente von Marken eingesetzt werden müssen, um am heute hart umkämpften Markt zu überleben.

UNSERE NEUE MASCHINE:

I N N O VAT I V

FLEXIBEL

EFFIZIENT

Internationales Know-how Das Nachmittagsprogramm startete mit dem Vortrag des Schweizer Dialogmarketers René Eugstair. Der Inhaber der Agentur am Flughafen in Altenrhein sprach über erfolgreiche B2B-Dialogkommunikation unter dem Titel „The very best of European business to business communication – warum auch B2B gute Werbung verdient“. Er analysierte unter anderem zwölf Herausforderungen der heutigen Werbewelt, wie zum Beispiel die Flut an Werbebotschaften, steigender Kosten- und Zeitdruck sowie die Problematik, Produkte immer wieder neu erfinden zu müssen. Laut Eugstair führt Mut zu Kreativität und das Einbinden frischer, auf den Punkt gebrachter Ideen zu den besten B2B-Erfolgen. Zur Ending-Keynote trat OgilvyOne New York Senior Partner Alvaro Cabrera auf die Rednerbühne. Der gebürtige Spanier ist ein Direct Marketing-Profi mit in-

R A FFI N I E R T

WIR MACHEN ZEITUNG! IHRE ZEITUNG!

Faradaygasse 6, 1030 Wien, Tel.: +43 1 795 94 -0, E-Mail: herold@herold.cc, www.herold.cc Keynote-Speaker Christoph Everke (links) mit Martin Wolf.


m e di e n

14 – medianet

Freitag, 20. September 2013

Kommunikationskosten Brosz appelliert an den ORF, nicht bei Eigenproduktionen zu sparen, und sieht hohe Kosten auf die SPÖ zukommen

Der Zugriff ist weniger geworden Grünen-Mediensprecher Dieter Brosz über Kampagnenfinanzeirung der SPÖ und den Zugriff der Politik auf den ORF. Wien. Die letzten Tage gingen die Wogen aufgrund der Plakatfinanzierung der SPÖ hoch: Der SPÖ-Parlamentsklub soll die Kanzler-Plakate finanziert haben. Die Grünen sehen darin eine illegale Parteispende. Im Gespräch mit medianet spricht Dieter Brosz, Nationalratsabgeordneter und Mediensprecher der Grünen, über die Causa, aber auch über den ORF und die Einflussnahme der Politik auf denselbigen. medianet: Die SPÖ hat momentan Ärger wegen der Finanzierung ihrer Wahlplakate. Welche Konsequenzen drohen hier? Dieter Brosz: Wenn der unabhängige Parteien-Transparenz-Senat feststellt, dass es sich um eine Spende handelt, muss die SPÖ mit einer Strafandrohung bis zum dreifachen des Betrages der Kampagne rechnen. Es ist für mich auf alle Fälle illegal. Wenn es für die SPÖ schlecht läuft, geht es hier um einen ordentlichen Millionenbetrag. Es ist ja der erste Fall von Wahlwerbung, seit es die Novelle gibt. Ich kann daher die wahrscheinliche Strafhöhe schwer einschätzen. Ich halte es aber für undenkbar, dass der Senat die Vorgangsweise der SPÖ als korrekt erachtet. medianet: Kommt diese Art der Finanzierung zum ersten Mal vor?

Brosz: Ich vermute, die SPÖ hat es bei den vergangenen Wahlkämpfen auch immer auf diese Art und Weise gemacht. Es ist nur niemandem aufgefallen. Was mich hier nur wundert: Der Rechnungshof musste die Angaben ja immer überprüfen. Warum ist es hier nie aufgeflogen? Es wäre interessant, zurückzuverfolgen, wie es bei den vergangenen Kampagnen war.

mittlerweile auch auf dem Küniglberg herumgesprochen haben. Das rot-schwarze Universum kracht an allen Ecken und Enden. Da wird man wohl darauf aufmerksam machen können, dass die breite Berücksichtigung anderer Parteien eine Perspektive der Zukunft ist. Der ORF muss ausgewogener sein. Deswegen auch der Ruf nach der ‚ZiB-Watch‘.

medianet: Kommen wir zum Thema ORF. Dieser präsentierte kürzlich sein Programm für die kommende Saison. Einige Dinge, Science Busters oder die Staatskünstler, werden fehlen, und weitere programmliche Streichungen stehen im Raum, falls die Gebührenrefundierung nicht verlängert wird. Brosz: Wenn der ORF eine Existenzberechtigung haben möchte, dann muss er sich dadurch legitimieren, indem er einen Mehrwert liefert. Gerade mit der KabarettSchiene hat der ORF ein Programm, das es in der Form im Fernsehen sonst nicht gibt. Wenn Sparmaßnahmen kommen und ausgerechnet da gekürzt wird, wo diese Legitimation besteht, dann stimmt im Unternehmen etwas grundsätzlich nicht. Es wird politisch immer schwieriger zu argumentieren, warum man ihn dann noch braucht. Ich würde mir daher aus Sicht des ORF gut überlegen, wo ich den Sparstift ansetze.

medianet: Trägt die ZiB-Watch in Ihren Augen bereits Früchte? Brosz: Ja, bei der ZiB1 ist ein Umdenken spürbar. Bei der ZiB2 wurde die Forderung eher als Beleidigung aufgenommen. Wir haben die Qualität der ZiB2 aber nie infrage gestellt. Bei der ZiB2 wird jetzt bewusst gezeigt, dass sie nicht darauf reagieren. Das liegt aber eher bei den handelnden Personen. Es werden auch die renommiertesten Journalisten damit klarkommen müssen, dass man eine sachliche Debatte über den ORF führt.

© APA/Helmut Fohringer

dinko fejzuli

Dieter Brosz, Grüner Nationalratsabgeordneter und Mediensprecher seiner Partei.

medianet: US-Serien sind nun mal günstiger als Eigenproduktionen. Wo soll der ORF Ihrer Meinung nach sparen, denn auch er braucht Quotenbringer wie z.B. Olympia. Brosz: Ich zweifle daran, ob es alle teuren Sportrechte tatsächlich braucht. Zwar ist damit die Quote gesichert und die Werbewirtschaft zufrieden. Ich bezweifle aber, ob sich die Werbeeinnahmen mit den Ausgaben der Sportrechte rechtfertigen lassen. Bei Spielfilmen ist es ebenso die Frage: Muss man hier immer vorn mit dabei sein? Ich glaube einfach, dass hier das Kosten-Nutzenverhältnis nicht stimmt.

medianet: Wo sehen Sie zurzeit den größten Handlungsbedarf? Brosz: Ich denke, dass der Programmauftrag durchaus klarer definiert werden kann. Wie man bei Sendungen von ORF III sieht, ziehen auch kulturelle Inhalte stark an. Das andere ist nach wie vor die parteipolitische Einflussnahme auf allen Ebenen, die ich stark kritisiere. Hier muss unbedingt ein Umdenken stattfinden. medianet: Warum ist das Ihrer Meinung nach schwierig? Brosz: Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Veränderungen in der politischen Szenerie in Österreich

medianet: Abgesehen von Wahlzeit – haben Sie das Gefühl, dass der ORF im Würgegriff der Politik ist? Brosz: Nein, ich denke es hat sich einiges geändert. Ich denke es ist zum Teil eher eine Frage der politischen Wahrnehmung in der Chefetage. Wenn die eigene Welt das politische Spektrum auf zwei Parteien der Regierung reduziert, wird auch die Berichterstattung zu einem bestimmten Teil so aussehen.

@@@Wir @@@Wir bringen bringen Ihre@@@ Ihre@@@ @@@werbeBotschaft @@@werbeBotschaft zu@@@ zu@@@ @@@2.104.000 @@@2.104.000 Nutzern*.@@@ Nutzern*.@@@

Erwecken Sie diese Anzeige zum Leben: „Post alive“-App auf www.post.at/alive oder im App Store herunterladen, Bild scannen und staunen!

@@@Profitieren @@@ProfitierenSie Siedavon.@@@ davon.@@@

Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post. www.post.at/werbenimkuvert *Quelle: * CAWI-Print 2013, 5.000 Online Interviews, 14-65 Jahre, GfK Austria, März - Juni 2013, Nutzer = Nutzer pro Ausgabe = Reichweite

vert

werbenimku

www.post.at/

35,h8w% eite Reic

85a,4nn% theit Bek

@@@Jetzt b uchen@@@

@@@in eine m de @@@Werbe r erfolgreich träger sten@@@ Ö @@@+43 (0)5 sterreichs!@@@ 77 67 – 2 4599@@@

terstützend

ent und un chaft promin rt

erbebotster www.post.at/werbenimkuve auch Ihre W un Hier könnunted Werbemöglichkeiten finden Sie Weitere Infos

.

platziert sein


M e d ie n

Freitag, 20. September 2013

medianet – 15

Abschlussarbeit Donau-Universität Krems setzt sich kritisch mit Ethik und Medienarbeit auseinander; in der Praxis fehlt oftmals das Wissen

Ethik-Kodizes oft nicht bekannt

Experteninterviews Marecek nimmt gängige internationale wie nationale EthikKodizes unter die Lupe. Dazu zählen unter anderem der Code d’Athènes, der Ehrenkodex des Public Relations Verbands Austria (PRVA), der Concord-Code of Conduct on Images and Messages sowie der Code of Conduct for Organisations in Disaster Relief. Der Autor ana-

lysiert in seiner Studie, inwieweit der Transfer der Handlungsmaximen aus den theoretischen Kodizes in die praktische Arbeit der Journalisten funktioniert. Dazu wurden zwÜlf qualitative Interviews mit Verantwortlichen aus Medien und Experten fßr Ethik gefßhrt. Aus den Interviews geht zum einen hervor, dass bestehende Kodizes zwar tauglich zur Einhaltung ethischer Standards bei der Medienarbeit im Rahmen von humanitären Katastrophen sind – allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Zum anderen sind Ethik-Kodizes vielen Praktikern der Medienarbeit gar nicht bekannt. Marecek: „Insbeson-

dere die PR-Kodizes kommen kaum zur Anwendung. Jene Kodizes, die schon spezifische ethische Herausforderungen bei der Kommunikation zu Humanitärer Hilfe adressieren, sind besser bekannt und werden häufiger angewendet.“ Einig waren sich die Befragten in dem Punkt, dass dem Bezug auf Menschenrechte und die MenschenwĂźrde ausreichend Platz in Kodizes gewidmet sein mĂźssen. Auch kĂśnne die Einhaltung von Richtlinien nur gelingen, wenn sie eingebettet sind in ein BĂźndel weiterer MaĂ&#x;nahmen, die auf ethisches Handeln abzielen. „Andere Komponenten wie Organisationskultur

und Aus- und Weiterbildung von PR-Verantwortlichen und Journalisten gleichermaĂ&#x;en spielen eine erhebliche Rolle“, betont Marecek. Die wohl wichtigste Bedingung zur Einhaltung ethischer Standards seien aber Diskurse Ăźber Fragen der Ethik und Moral. In einem weiteren Kapitel thematisiert Marecek die wechselseitige Abhängigkeit von Medien und NPOs und weist dabei auf die Korrelation zwischen Medienberichterstattung und Spendenbereitschaft hin.  (cg) PDF der Arbeit unter: http://webthesis.donau-uni.ac.at/  thesen/92020.pdf

Was darf Berichterstattung in ­Krisenfällen – und was nicht?

DAS INTERESSANTESTE WOCHENENDE Ă–STERREICHS

M&M Global MediaCom

Ab 19. Oktober bietet Ihnen das neue „WOCHENENDE“ der „Salzburger Nachrichten“ noch mehr Analysen zu aktuellen brisanten Themen, tief gehende Reportagen und kritische Blickwinkel aus der Feder Ăśsterreichischer Spitzenjournalisten.

London. Zum vierten Mal in fĂźnf Jahren wurde MediaCom im Rahmen der M&M Global Awards mit dem Titel „Agency Network of the Year“ ausgezeichnet. Die Agentur war fĂźr die Kunden Coca-Cola, Gillette, Procter & Gamble und Shell sowie darĂźber hinaus in vier weiteren Kategorien erfolgreich, darunter dem „The Effectiveness Award“, „Best Communications Award“, „Best Automotive Award“ und „The Sports Performance Award“. Mit den M&M Awards werden fĂźhrende Multi-Market-Werbekampagnen, innovativste und effektive Arbeit und beste Koordinierung von multilokalen Werbestrategien ausgezeichnet. Die M&M Global Awards wurden in einer feierlichen Zeremonie im Grosvenor House Hotel verliehen.  (red)

Lesen Sie jetzt: UĂŠnĂŠ7ÂœVÂ…iÂ˜ĂŠĂŒB}Â?ˆVÂ…ĂŠ`ˆiʚ->Â?âLĂ•Ă€}iÀÊ >VÂ…Ă€ÂˆVÂ…ĂŒiÂ˜ÂşĂŠĂ•Â“ĂŠÂ˜Ă•Ă€ĂŠďż˝ĂŠn]qĂŠ UĂŠÂœ`iĂ€ĂŠĂŒiĂƒĂŒiÂ˜ĂŠ-ˆiĂŠnĂŠ->Â“ĂƒĂŒ>}>Ă•Ăƒ}>LiÂ˜ĂŠÂŽÂœĂƒĂŒi˜Â?ÂœĂƒÂ°

Ausgezeichnet

Unterwegs Designer Outlet

Rolling Boards

Š Gewista/Andreas Buchberger

Wien. Aufmerksamkeitsstark präsentiert sich das Designer Outlet Parndorf derzeit am Rolling Board. Mit einer prägnanten Kampagne auffallen – dies hat sich das Outlet Center laut eigener Aussage zur Prämisse gemacht. „Das Rolling Board ist gerade bei den Autofahrern ein Eyecatcher, eine mobile Zielgruppe, die unser Designer Outlet gut erreichen kann“, erläutert Martina Prucha, Marketing Managerin Designer Outlet Parndorf, die Wahl des Rolling Boards.  (red)

Derzeit an mehreren Standorten: Rolling Boards vom Designer Outlet Parndorf.

iĂŒĂ˘ĂŒĂŠLiĂƒĂŒiÂ?Â?iÂ˜ĂŠĂ•Â˜ĂŒiĂ€\ĂŠ/iÂ?°Ê³{ĂŽ ĂˆĂˆĂ“ É nĂŽĂ‡ĂŽÂ‡Ă“Ă“Ă“ĂŠÂœ`iÀÊ>LÂœÂ°Ăƒ>Â?âLĂ•Ă€}°Vœ“ Lieferung ab 19. Oktober 2013 mĂśglich.

www.salzburg.com

Krems. Berichte Ăźber Katastrophen und Menschen in Notlagen zählen zum Alltag in Redaktionen und sind sowohl aus Sicht der Journalisten als auch humanitärer Organisationen eine sensible Aufgabe. Wie Ethik-Kodizes im Spannungsfeld von sachlicher und respektvoller Berichterstattung helfen kĂśnnen, hat Thomas Marecek in seiner Abschlussarbeit im Rahmen des Studiums „PR und Integrierte Kommunikation“ untersucht.

Š Wolfgang Kumm/EPA/picturedesk.com

Thomas Marecek befasst sich in seiner Master-These mit journalistischer Krisen-Berichterstattung.


B i z-ta l k C LA S S IC

16 – medianet

Freitag, 20. September 2013

Galaabend Geburtstagsfeier

© medianet/Szene1/Christian Mikes

1

1. Lilian Meyer-Janzek (IAB Austria GF), Nicole Zeller (IAB Austria Administration), Martina Zadina (IAB Austria-Präsidentin und GF adworx); 2. Michael Buchbinder (ProSiebenSat1Puls 4) mit IAB webAd-Organisatorin Karin Hammer (IAB AustriaVizepräsidentin und GF Freie Digitale) sowie Michael Stix (ProSiebenSat1Puls 4).

3

Verleihung der IAB webAd-Trophäen im Gasometer

4

Aigner PR feiert den 20. Geburtstag im City Garden

Rundes Jubiläum

Peter Aigner begrüßt seine Gäste zum feierlichen Anlass.

Imperial Riding School Renaissance Hotel Anlässlich des 20. Geburtstags von Aigner PR luden Agenturinhaber Peter Aigner und Geschäftsführerin Heidi Schuller-Hrusa zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Agenturen und Medien in den City Garden des Imperial Riding School Renaissance Hotel, um gemeinsam über zwei Jahrzehnte Agenturgeschichte zu resümieren. Zu den Gratulanten zählten Verleger Christian Mucha, Heinz Stiastny, Kickbox-Weltmeister Fadi Merza, Petra Hauser (media.at), Maurizio Berlini (Goldbach Austria), Simone Kraft (WinPin), Clemens Widhalm und Robert Korp (Dale Carnegie Austria), Michael Kindermann (Cinecom), Peter Lindmoser (Espressomobil), Wilfried Seywald (Temmel&Seywald), Gerri Brandstetter (bcom Advertising), Alexander Khaelss-Khaelssberg (leisure communications) und Rudi Melzer (Melzer PR Group), Moderatorin Daniela Soykan, Simone Ratasich (ATV), Paul Leitenmüller (medianet), und Peter Lorenz (Imperial Riding School Renaissance Hotels Vienna). (red)

medianet Branchenkalender September

ÖBB Rail Ad Kreativwerbepreis  http://oebb-railad.at/ 23. Studienpräsentation europäische Kommunikationstrends 3. „Verleihung ÖJC Prof. Claus Gatterer-Preis 2013 für sozial der Ketchum Publico gemeinsam mit Prof. Dr. Ansgar engagierten Journalismus an Nina Horaczek“ ­Zerfaß, Uni Leipzig, und dem PRVA 10 Uhr, Schloss Esterhazy (Eisenstadt) ab 19 Uhr, Guglgasse 7–9 (Wien); Anmeldung erforderlich 7.–8 access 2013 – Fachmesse der österreichischen Tagungs24. Verleihung Staatspreis Design des Bundesministerium und Eventwirtschaft für Wirtschaft, Familie und Jugend Hofburg (Wien) http://www.access-austria.at 18:30 Uhr, Podium/Architekturzentrum MuseumsQuartier (Wien) 8. Telekom Austria future.talk 2013 „The Pioneer Effect. 24. Podiumsdiskussion „Verlage und das eBook“ New Spirit For A New Tomorrow“ mit Richard Branson 19 Uhr, Hauptbücherei (Wien) 18:30 Uhr, MuseumsQuartier (Wien)  http://www.futuretalk.com 24.–26. 20. Österreichische Medientage „Medien, Politik und 17.–18. Österr. Rundfunkforum „Meinungsvielfalt im Rundfunk ­Demokratie – ein Widerspruch?“ und in den Online-Medien“ Wiener Stadthalle, Halle F (Wien)  http://www.medien-tage.at/ Oesterreichische Kontrollbank 25. Programmpräsentation der TV-Sender Puls4 und W24 18. Technolution-Herbstkongress im Rahmen der Österreichischen Medientage im Technischen Museum Wien Wiener Stadthalle, Halle F (Wien) 25. Verleihung „Big Brother Awards“ 27. Podiumsdiskussion der FH St. Pölten „User-generated 20 Uhr, Rabenhof-Theater content vs. paid content“ 18 Uhr, Cinema Paradiso (St. Pölten); Anmeldung erforderlich November 30. Marketing Club Österreich – Clubabend; Autoren ­Roman 14.–15. Cable Days Konferenz für Kabel-TV & Breitband Anlanger und Wolfgang A. Engel des Wirtschafts­ Staatspreis PR bestsellers „Trojanisches Marketing“  www.marketingclub.at 20.  http://www.prva.at/veranstaltungen/events/pr-gala/

webAd-Gala 2013 Gasometer Unter dem Motto „Agenten“ fanden heuer am 12. September zum 11. Mal die Auszeichnungen für Österreichs beste OnlineWerbekampagnen im Wiener Gasometer statt, die Moderation übernahm Roman Rafreider (ORF). „Die bisher größte Anzahl an einreichenden Agenturen zeigt den hohen Stellenwert, den der IAB webAd für die Branche hat“, freut sich IAB-Präsidentin Martina Zadina.

Nominierungen und stolze Gewinner Von 157 Einreichungen nominierte die Jury unter der Leitung von Susanne Knoll (OMD) und Stefan Rasch (screenagers) 38 Kampagnen für die Shortlist. Gleich 2-mal Gold holte sich „Ja! Natürlich Naturprodukte“ für die beste Mediaidee mit Demner, Merlicek und Bergmann und die effizienteste Kampagne mit OMD. Sieger des Abends war Ketchum Publico lädt am 23. die Agentur Holzhuber mit 1September zur Präsentation der mal Silber und 4-mal Bronze. Österreich-Ergebnisse des EuIn der Kategorie Social Media ropean Communication Monitor triumphierte vi knallgrau 2013, Studie zu europäischen mit 2-mal Silber. Der „Rookie Kommunikationstrends. of the Year“ ging an Peter Tschach. (red)

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

3.

Oktober

Forum Media Planung – Online Day UM Panmedia, Operngasse 17/9 (Wien); Anmeldung erforderlich Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an:  http://www.forummediaplanung.at kalender@medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.

Victoria Wild pjure isobar Verstärkung Victoria Wild unterstützt nun als Assistenz der Geschäftsführung und in der Kundenberatung die Agentur pjure isobar. Zuvor war sie zwei Jahre PR-Assistant bei comunicative public relations.

© Passagen Verlag

2

1. Heidi Schuller-Hrusa und Peter Aigner mit der Aigner PR-Torte; 2. Niko Pabst (Marketing Club Österreich) mit Alexandra Vetrovsky-Brytcha (Herold); 3. Erich Schönberg (Styria Multi Media) und Erich Steirer (Puttner); 4. Michael Sereining (Kleine Zeitung) mit Dieter Schuller (Goldbachmedia Zürich).

3.

2

Die Schatten von Ghadames Tradition vs. Moderne. Joelle Stolz erzählt vom Leben und den Gedanken des zwölfjährigen Mädchens Malika, das Ende des 19. Jahrhunderts in der libyschen Stadt Ghadames aufwächst. In Dialogen mit ihrer Mutter und einem Fremden, dem die Frauen in ihrem Haus verbotenerweise Schutz gewähren, wird die Bandbreite traditioneller muslimischer Erziehung facettenreich geschildert. 13,90 €, Passagen Verlag, ISBN: 9783709200759

© pjure isobar

© medianet/Szene1/Christian Mikes

1


Marketing2009