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inside your business. today.

12. JG. NO. 1540

¤ 3,50

freitag/samstag/sonntag, 16.– 18. märz 2012

Studie verdeutlicht: Die PR-Agenturen setzen auf messbare Qualität  Seite 8

EHEC contra Heumilch

RollAMA 2011: Frischemarkt in Österreich nahm in der Menge ab, im Wert zu  Seite 14

© A.T. Kearney

Hauptsache hochwertig

© Panthermedia.net

© Jana Madzigon

business weekend

im netz der Verbrecher

Cybercrime kostet ein Vermögen: Leidtragende sind (auch) die Kunden Seite 38

Leseranalyse Entscheidungsträger 2011 Für die Auswertung wurden 552.000 Führungskräfte befragt

Die Zeitungen, die die Manager lieben

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prime news & market watch > Lufthansa steckt der Österreich-Tochter Geld zu 3 > Feature: Warum manchmal auch Lob stinken kann  4

© Woodapples/Roland Unger

marketing & media

> Neues österreichisches Start-up: Woodapples  > Neuer Werbeauftritt für die Hornbach-Kette 

© Panthermedia.net/Yuri Arcurs

inhalt

Ansichtssache Die aktuelle Leseranalyse ist da. Die Ergebnisse: Auch der Chef greift gern zu Krone, Kurier und Kleiner Zeitung. Aber auch für die anderen Printtitel ist in so manch interessanter Nische ein Stockerlplatz drinnen.  Seite 2 9 10

Drachenboot events Spannende Rennen

retail > Innovationsboost: Reckitt pusht Personal Care  15

Teambuilding in ganz Österreich

business weekend > Zukunftstrend: Mobiles Wohnen in Mikrohäusern  26

www.dra

© panthermedia.net/Yuri Arcurs

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Wir wissen, wo Sie stehen. > Selbstständige: Kasse zahlt bald Krankengeld 

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P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

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C OV E R

Freitag, 16. März 2012

© Die Presse; Marcel Gonzalez-Ortiz; Mediaprint/Jodlbauer

2 – medianet

v.li.n.re.: Reinhold Gmeinbauer (CEO Die Presse), Kurier- und Mediaprint-Geschäftsführer Thomas Kralinger – und Mediaprint-Co-Geschäftsführer Martin Huttarsch.

LAE 2011 Im Rahmen der Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) wurden 552.000 Führungskräfte befragt

Entscheidungsträger greifen (auch) zum Boulevard Meistgelesene Zeitung blieb mit einer Reichweite von 32,6% die Kronen Zeitung, gefolgt vom Kurier (21,8%). Wien. Die Ergebnisse der aktuellen Leseranalyse sind da. Die durchaus erfreulichen Nachrichten: Die Gruppe der sogenannten Entscheidungsträger in Österreich wächst kontinuierlich an; und diese Opinion Leader greifen weiterhin – und trotz zahlreicher digitaler Angebote – zu Printprodukten, gern auch zu solchen aus der Kategorie der Massenblätter. Die Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE), ein Gemeinschaftsprojekt österreichischer Verlage und Medien, wird alle zwei Jahre vom Marktforschungsinstitut IFES für den Auftraggeber ARGE LAE durchgeführt; die Auswertung der Vorjahresergebnisse präsentierte man am Mittwoch in Wien. Befragt wurden insgesamt 552.000 „Entscheidungsbefugte in Unternehmen“, 2009 waren es noch 538.000.

österreichischen Entscheidungsträgern verankert ist.“ Huttarsch: „Dieser Vertrauensbeweis freut uns und ist ein klares Zeichen für die enorme Medialeistung des Marktführers gerade auch in dieser werberelevanten Top-Zielgruppe.“ Allerdings musste auch das Flaggschiff am heimischen Zeitungsmarkt Verluste hinnehmen:

Verluste auch für „Krone“

Im letzten Ranking aus dem Jahr 2009 hatte die Krone noch 33,7% Reichweite. Der Kurier lag vor zwei Jahren bei 22,5%. „Die aktuelle LAE bestätigt unsere Strategie, den Kurier mit höchster journalistischer Kompetenz, breiter Themenvielfalt und anspruchsvollen Mehrwertprodukten in der für die Werbewirtschaft wichtigen Top-

Meistgelesene Zeitung blieb mit einer Reichweite von 32,6% die Kronen Zeitung, gefolgt vom Kurier mit 21,8%. „Jede dritte Führungskraft liest die Krone“, freut sich Mediaprint-Geschäftsführer Martin Huttarsch. Das zeige, „wie stark die Kronen Zeitung bei den

„Jede dritte Füh­rungs­ kraft liest die Kronen Zeitung.“ mediaprint-geschäftsführer Martin Huttarsch freut sich

Ta g eszeit ungen

Titel Kronen Zeitung Kurier Kleine Zeitung Der Standard Die Presse WirtschaftsBlatt Oberösterreichische Nachrichten Salzburger Nachrichten Tiroler Tageszeitung Wiener Zeitung Süddeutsche Zeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung Neue Zürcher Zeitung Reichweiten in %. Wiener Zeitung erst seit LAE 2009 erhoben.

LAE 2011 32,6 21,8 19 18,8 17,8 15,8 10,9 9,6 6,5 5,3 1,2 1,1 1,0

LAE 2009 33,7 22,5 17,9 20,1 17,3 17,2 10,6 9,3 8,3 4,8 1,0 1,4 1,4

LAE 2007 36,0 21,7 16,8 19,5 18,0 17,8 11,6 10,0 6,3 – 0,6 1,1 1,0

Quelle: Leseranalyse Entscheidungsträger 2007, 2009, 2011

Zielgruppe der Entscheidungsträger erfolgreich zu positionieren“, kommentiert Kurier- und MediaprintGeschäftsführer Thomas Kralinger die Ergebnisse der LAE 2011.

im Altersranking die Oberösterreichischen Nachrichten, Krone, Kleine Zeitung und WirtschaftsBlatt.

„Standard“ mag die Frauen

Die Presse verzeichnet ein Plus und kommt auf 17,8% Reichweite (2010: 17,3%) und das WirtschaftsBlatt auf 15,8% (2010: 17,2%). „Entgegen dem allgemeinen Trend in der Branche hat es Die Presse in den letzten beiden Jahren geschafft, ihre Position in der Zielgruppe der Führungskräfte weiter zu stärken“, hebt Presse-CEO Reinhold Gmeinbauer hervor. „Insbesondere die Tatsache, dass wir mittlerweile im Raum Ostösterreich und unter den Entscheidungsträgern mit höchstem Bildungsgrad die führende Qualitätszeitung sind, zeichnet unser Produkt ganz besonders aus.“ Das WirtschaftsBlatt wird, wenn im Frühjahr 2012 die Media-Analyse-Zahlen für das Jahr 2011 ausgewiesen werden, laut eigenen An-

Gern gelesen wird in den heimischen Führungsetagen auch die Kleine Zeitung mit einer Reichweite von 19% (2010: 17,9%), gefolgt vom Standard mit 18,8% (2010: 20,1%). Der Standard beruft sich in seiner Interpretation auf die Zielgruppe der Frauen: 21,8% beträgt die Reichweite bei den Entscheidungsträgerinnen. Damit, so der Standard, liege man immerhin auf Platz zwei hinter der Krone und vor Kurier und Kleine. Und: Die rosa Version des Tagesgeschehens zieht mit einem Leser-Altersschnitt von 46,5 Jahren die jüngsten Entscheidungsträger an. 46,7 Jahre alt sind die Leser bei der Tiroler Tageszeitung, dahinter platzieren sich

„Presse“ setzt auf „Bildung“

W oche n z e it u n g e n /Ze i ts ch r i f te n

Titel News profil Niederösterreichische Nachrichten Format Der Spiegel WirtschaftsWoche Focus

LAE 2011 19,1 18,2 14,5 10,9 6,7 4,3 3,7

Reichweiten in %. 

LAE 2009 20,6 18,5 14,9 11,9 7,0 3,5 3,1

LAE 2007 23,0 17,2 12,8 11,3 5,6 4,4 3,8

Quelle: Leseranalyse Entscheidungsträger 2007, 2009, 2011

M on at s Ze it sc h r i f ten

Titel Gewinn trend Top-Gewinn Wirtschaftsnachrichten die wirtschaft Industriemagazin manager magazin Suceed Capital Reichweiten in %. 

LAE 2011 24,5 23,1 11,8 11,4 11,1 9,1 4,0 1,9 1,8

LAE 2009 23,8 23,2 10,6 8,5 9,6 6,5 4,1 – 1,1

LAE 2007 27,2 25,1 12,3 – 10,4 9,8 4,5 – –

Quelle: Leseranalyse Entscheidungsträger 2007, 2009, 2011; alle Angaben ohne Gewähr.

gaben nur noch einmal mit von der Partie sein. Die Fachzeitung will bei der Ausweisung ihrer Reichweiten künftig neben der ­Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) vor allem auf eigene Untersuchungen sowie die Österreichische Webanalyse (ÖWA) setzen. Ebenfalls im zweistelligen Bereich rangieren bei den Tageszeitungen die Oberösterreichischen Nachrichten mit 10,9% (2010: 10,6%), danach folgen die Salzburger Nachrichten mit 9,6% (2010: 9,3%) und die Tiroler Tageszeitung mit 6,5% (2010: 8,3%). Die Wiener Zeitung erreichte erfreuliche 5,3% (2010: 4,8%). Meistgelesener Wochentitel bei Führungskräften ist News mit 19,1% Reichweite (2010: 20,6%), gefolgt von profil mit 18,2% (2010: 18,5%), Niederösterreichischen Nachrichten (14,5%; 2010: 14,9%) und Format (10,9%; 2010: 11,9%). (sb/jawe)

LAE Die Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) informiert als Markt-Media-Studie über Funktion und Kompetenzen sowie über die Mediennutzung von Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Verwaltung (Menschen in privaten oder öffentlichen Unternehmen, die in zumindest einem Verantwortungsbereich wie Personal, Marketing oder Technik al­ lein oder mit anderen entscheidungsbefugt sind). Auftraggeber ist die ARGE LAE, koordiniert von Till & Partner. Die LAE-Reich­ weitenmessung untersucht 21 Printtitel mit Themenschwerpunkten Wirtschaft und/oder Politik. Grundgesamtheit: 552.000 wirt­ schaftliche Entscheidungsträger als Ergebnis eines (telefonischen) Screening-Prozesses in 4.000 (4.015) Wirtschaftseinheiten, die als für 379.637 Wirtschaftseinheiten mit 3.538.204 Beschäftigten repräsentative, nach Mitarbeiter(-Kategorien), Bundesländern und Branchen (-Gruppen) geschichtete AdressZufallsstichprobe ausgewählt wurden.  tillpartner@teleweb.at


medianet

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freitag, 16. märz 2012 – 7

kinder-TV in Österreich

Studienreihe zur Mediennutzung von Kids bezieht künftig auch Österreich ein Seite 11

© genuss.tele.at

© IP Österreich

marketing & media „tele“ auf abwegen

Zigarren im klub

Die Programmzeitschrift tele hat mit g­ enuss.tele.at ein neues Portal  Seite 10

Ketchum Publico rief, und alle kamen  Seite 12 © Ketchum Publico/Dimo Dimov

Der Versuch, Pudding an die Wand zu nageln

© Michael Gruber

short

© APA/Herbert Neubauer

Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verband Österreichischer Privatsender, fordert für die heimischen TV- und Hörfunkanstalten eine Parteienstellung im Verfahren zur Erhöhung der ORF-Gebühren. Der ORF zeigt sich mehr als erstaunt.  Seite 8

© Jana Madzigon

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

Alexander Wrabetz versammelte vor wenigen Tagen seine Führungsmannschaft, um sie noch stärker auf gemeinsame Ziele einzuschwören; u.a. ein Credo: mehr positive Kommunikation und weniger Vernaderung des Unternehmens – auch von innen heraus.  Seite 10

Florian Haas – hier mit PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl und Susanne Senft (PR Quality Austria) – bei der Präsentation der Studienergebnisse.

Markus Müller, Leiter der Social Media Fachgruppe des IAB Austria und Geschäftsführer bei Media in Progress, beleuchtet in seinem Gastkommentar das Social Web als Business Web und hier im Besonderen die neu eingeführte Facebook Timeline.  Seite 12

Messbare Qualität in der PR Florian Haas (Skills) geht in einer aktuellen ­Studie dem Qualitätsverständnis österreichischer PR-Agenturen nach. Und was zunächst wie der Versuch, Pudding an die Wand zu nageln, anmutete, führte am Ende zu sehr interessanten Ergebnissen.  Seite 8

medianet tv heute

Versuchsballon Bei gutem Verkauf evtl. Fortsetzung

Regierungsinserate Einvernahme bereits im Februar

© Irene Schaur für Playboy 04/2012

Heimat Berlin erzeugt für Hornbach Männergefühle. click+>www.medianet.at

Das erste Covergirl am österr. Playboy ist Puls 4-Lady Bianca Schwarzjirg.

Wien. Bianca Schwarzjirg lässt den Puls der österreichischen Männer höher schlagen: Die Puls4-TV-Moderatorin für die frühen Morgenstunden ziert das Cover der ersten Österreich-Edition des Playboy. Seit gestern, Donnerstag, zeigt Playboy in Österreich das Schönste, was Österreich zu bieten hat: mit österreichischen Stars und österreichischen Storys. „Mit der ersten Playboy Österreich-Edition bekommen Österreichs Lebemänner jetzt etwas Besonderes: First-Class-Lifestyle auf 184 Seiten, aus Österreich – für Österreich“, so Playboy-Chefredakteur Florian Boitin.  (red)

© EPA

© Hornbach

Playboy: Erstmals „Made in Austria“ Inserate: Faymann vorgeladen

Die Staatsanwaltschaft erbat auch von W. Faymann Auskunft zu den Inseraten.

Wien. Die Staatsanwaltschaft Wien hat in der Inseraten-Affäre offenbar nicht nur Medienstaatssekretär Josef Ostermayer, sondern auch Bundeskanzler Werner Faymann (beide S) zum Vorsprechen gebeten. Das berichtete Ö1 in seinem „Mittagsjournal“. Faymann musste bereits im Februar die Fragen der Korruptionsermittler beantworten, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Michaela Schnell, am Donnerstag auf APA-Anfrage bestätigte. Die Bitte um ein Statement aus dem BKA per Mail und Telefon blieb bis Redaktionsschlus unbeantwortet.


c ov e r s t o r y

8 – medianet

Mehr ORF-Gebühren

VÖP verlangt Parteistellung

Freitag, 16. März 2012

Qualität zahlt sich aus Studie verdeutlicht: Österreichische PR-Agenturen setzen auf messbare Qualität

Kunde/Agentur-Beziehung als Wahrnehmungslücke

© Michael Gruber

Bei der Frage, was pitchentscheidend ist, gehen die Kunden- und Agenturmeinung oft auseinander. Dinko Fejzuli

Wien. Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) verlangt im aktuell laufenden Prüfverfahren zur Erhöhung der ORF-Gebühren Parteistellung. Die Begründung: „Die Gebührenerhöhung erfolgt gleichsam über ein selbstreferentielles System, bestehend aus der ORF-Geschäftsführung und dem ORF-Stiftungsrat“, erläutert VÖP-GF Corinna Drumm. „Dabei wird keine Rücksicht auf andere Marktteilnehmer genommen. Eine Erhöhung der Programmentgelte stärkt die Position des ORF gegenüber den privaten Mitbewerbern. Eine Gebührenerhöhung darf es daher nur dann geben, wenn die Vermarktungsmöglichkeiten des ORF vorher eingeschränkt wurden.“ „Eine weitere Stärkung der Marktposition des ORF würde das Duale Rundfunksystem in eine noch stärkere Schieflage bringen“, so Drumm.

ORF: Frech & absurd Die Reaktion des ORF folgte auf dem Fuß. Dort bezeichnete man die Forderung als „an Frechheit und Abstrusität kaum zu übertreffen“ und „skurill“. ORF GEneraldirektor Alexander Wrabetz zum Ansinnen der Privaten Sender: „Genauso gut könnte der ORF Parteistellung in einem für den österreichischen Medienmarkt dringend nötigen Verfahren zur Beschränkung des Abflusses österreichischer Werbegelder nach Deutschland verlangen.“

Kunde ist König Die befragten PR-Agenturen sind sich einig: Qualität hat eine zentrale Bedeutung in ihrer täglichen Arbeit. 94,6% lehnen die Aussage, dass Qualität eine untergeordnete Rolle spiele, „stark“ ab. Die große Mehrheit (91,9%) der Befragten ist zudem „voll“ überzeugt, dass Kunden großen Wert auf die Qualität einer Agentur legen. Studienautor Florian Haas: „Die Untersuchungsergebnisse haben eindeutig aufgezeigt, wie wichtig qualitativ hochwertige PR-Arbeit sowohl auf Agenturen- als auch auf Kundenseite ist. Dabei scheuen die österreichischen PR-Agenturen – entgegen der gängigen Ansicht – auch keineswegs den nachvollziehbaren Leistungsnachweis. Mehr als 95% sind der Meinung, dass Qualität mess- oder beurteilbar ist, fast 85% sind überzeugt, dass es (auch) Aufgabe der Agentur ist, diesen Nachweis zu erbringen.“ Die Studie von Florian Haas und dem PRVA fördert aber auch interessante, zum Teil nicht unerhebliche Meinungsunterschiede zwischen Kunden und Agenturen zutage. So glauben zwar etwa 65,6% der befragten Agenturen, dass Emfehlungen anderer Kunden wesentlich sind bei der Pitch-Entscheidung. In Wahrheit ist dies aber nur für 9,1% der Auftraggeber selbst wirklich wichtig. „Kunden verlassen sich auf ihr eigenes Urteil“, so

Florian Haas (Skills) gelang es bei der Frage nach der Qualitätsmessung in der PR, den Pudding an die Wand zu nageln.

Ingrid Vogl, Präsidentin des PRVA. Ebenso unterschiedlicher Meinung ist man bei der nicht ganz unerheblichen Frage nach der Qualität des vorgestellten Konzepts. Diese ist für nur 64,5% der Agenturen pitchentscheidend, hingegen nur für 90,9% der Auftraggeber.

Zertifizieren: ja oder nein? Naturgemäß deutliche Unterschiede gibt es in der Sichtweise zertifizierter und nicht zertifizierter Agenturen, wie nützlich die Zertifizierung für das Geschäft nun tatsächlich sein kann. Ist man sich bei Kriterien wie „Erreichen der Kommunikationsziele“, „Zufriedenheit der Kunden“ oder „Beziehung mit dem PR-Berater“ noch einig, gehen die Meinungen bei Kriterien wie „Positives Image der Agentur“, „Einbindung in ein internationales Netzwerk“ und natürlich auch „Zertifizierung der PR Agentur“ deutlich auseinander. Für Ingrid Vogl nicht ganz verständlich, schnitten doch zertifizierte Agenturen bei Rankings stets deutlich besser ab, als nicht zertifierte Agenturen. Weitere Ergebnisse der Studie: Neben einem Grundsatzbekenntnis gibt es aus Agentursicht weitere

© AMS

tipp des tages

Wien. Mess- und nachvollziehbare Qualität hat einen zentralen Stellenwert für österreichische PRAgenturen und wird von einem Großteil (70,2%) mit Erfolg gleichgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die an der Universität Wien durchgeführte und vom PRVA und der PR Quality Austria unterstützte Studie von Florian Haas. Besonders wichtig für hohe Qualität von PR-Arbeit sind dabei „Beziehungsfaktoren“ wie Sympathie, Vertrauen und die „Chemie“ mit den PR-Beratern. Trotz ähnlicher Qualitätsvorstellungen von Agenturen und Kunden: Einheitliche Erfolgskriterien und Messmethoden sucht man in der PR-Branche (noch) vergeblich. © Jana Madzigon

VÖP-GF Corinna Drumm will bei ORFGebührenfrage künftig mitreden.

Vernissage „7 Frauen“ Österreich lebt vom Ruhm großer Künstlerinnen der Vergangenheit. Aber was ist mit den Malerinnen, Schriftstellerinnen, Filmemacherinnen, den Schauspielerinnen und Bildhauerinnen der Gegenwart? Janina Mayer, die engagierte Frauenreferentin der AMS Geschäftsstelle Schönbrunner Straße, nimmt den heimischen Frauentag zum Anlass, um via Vernissage auf die Kulturarbeit von Frauen aufmerksam zu machen. Mit dabei sind u.a. Paz Aparicio García (Saxofonistin), Alexandra Bolzer (Malerin und Fotografin) und Heike Brandner (Goldschmiedin). 19. März, 14 Uhr, AMS, Schönbrunner Straße 247, 1120 Wien.

Die Untersuchungsergebnisse verdeutlichen, dass Agenturen und Kunden ähnliche Qualitätskriterien als entscheidend einstufen – bei der Bewertung einzelner Faktoren zeigen sich hingegen Unterschiede. Diese zeigen sich auch in der Sicht­weise auf bestimmte Dinge zwischen zertifizierten und nicht-zertifizierten PR-Agenturen.

wichtige Gründe für das Bemühen um hohe Qualität: Für 70,2% ist hohe Qualität gleichbedeutend mit dem Erfolg einer PR-Agentur, mehr als 85% sehen Qualität als wichtige Voraussetzung für die Zufriedenheit von Mitarbeitern. Für 97% sind gute Strukturen und Prozesse die wichtigste Voraussetzung für qualitativ hochwertige Arbeit. Obwohl mehr als 95% der befragten Agenturen der Überzeugung sind, dass PR-Qualität mess- und beurteilbar ist, zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass vor allem das Verhältnis zwischen Kunden und PR-Beratern ausschlaggebend für die Qualität ist.

Qualität der Berater „Beziehungsfaktoren“ wie die gute Zusammenarbeit, ein starkes Vertrauensverhältnis und die persönliche Beziehung zwischen Beratern und Kunden spielen durchschnittlich eine deutlich größere Rolle als „messbare“ Ziele. Qualität hängt demnach nicht unbedingt von der Agentur ab, sondern in erster Linie von den Beratern selbst. Ingrid Vogl dazu: „Die Untersuchungsergebnisse zeigen ganz deutlich, dass die Mitar-

beiter – vor allem auch im Hinblick auf hohe Qualität – die wichtigste Ressource einer Agentur sind. Investitionen in die Mitarbeiterausbildung sind das Um und Auf für die langfristige Qualitätssicherung innerhalb der PR-Branche. Neben zahlreichen Aus- und Weiterbildungsangeboten hat der PRVA deshalb mit der kürzlich gegründeten PR Newcomers Austria (prNa) eine neue Plattform für Vernetzung, Austausch und Weiterbildung des PR-Nachwuchses installiert. Die Ansicht, dass vor allem die Investition in die Qualifizierung von Mitarbeitern enorme Bedeutung für den Erfolg einer Agentur hat, habe sich noch nicht überall durchgesetzt.

facts Die PR Quality Austria ist ein freiwilliger Verein im PRVA. Um Mitglied zu werden, müssen Agenturen ganz bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Aktuell sind 14 heimische PR-Agenturen Mitglied (www.prquality. at). Diese 14 Mitglieder repräsentieren ein Marktvolumen von mehr als einem Drittel der PR-Branche. Jede Agentur ist auf unterschiedlichste Themen und Wirtschaftszweige spezialisiert.


fa c t s & b a c k g r o u n d s

Freitag, 16. März 2012

medianet – 9

Woodapples Bis Ende 2012 will Geschäftsführer Bender bis zu 100.000 potenzielle Nutzer im Portfolio haben

short

WooDoo fürs Einkaufen

Lounge FM-Kampagne: Listen & Relax

Online, etc. genutzt werden. Brands könnten dann zum Beispiel ihre Marke zur richtigen Zeit am richtigen Ort ins Spiel bringen. Aber auch einzelne Unternehmen oder Filialen können profitieren. Die Unternehmen können Informationen schnell und unkompliziert über ein Web-Interface zur Verfügung stellen und die Kunden rufen sie, aufbereitet für ihre individuellen Interessen und angereichert mit Zusatzinformationen, am Smartphone ab. „Wir haben alles in Woodapples hineingepackt, was mobile Marketing attraktiv macht: standortbezogene Informationen, Community-Features, Schnittstellen zu Services wie ‚Groupon‘ oder ‚Eventim‘ und einfache Möglichkeiten für Kampagnensteuerung. Für die Anwender ergibt das eine ebenso umfassende wie einfach zu nutzende Anwendung“, sagt Bender.

Wien. Mit Woodapples drängt eine neue, innovative MarketingServiceleistung in den Markt. Das Schlagwort lautet „Information based Marketing“ und bedeutet, Smartphone-User gezielt zu jenen Geschäften/Aktionen zu lotsen, für die sie sich konkret interessieren. Dafür hat das österreichische Start-up Woodapples eine Mobile Marketing-App mit dem Namen „WooDoo“ entwickelt. Das Ziel: Der potenzielle Kunde wird an seinem Aufenthaltsort – zum Beispiel Flughafen, Einkaufszentrum, Einkaufsstraße – durch die App zu jenen Geschäften bzw. Betrieben „gelotst“, die für ihn interessant erscheinen oder die gerade aktuell ein Produkt bewerben. Zuvor hat sich dieser Kunde die App bereits heruntergeladen und mit Präferenzen vermerkt, sodass sie perfekt zugeschnittene Angebote durchgeben kann.

© Woodapples/Roland Unger

Michael Fiala

2008 erste Idee, 2010 Launch „2008 kam erstmals die Idee auf, eine derartige Plattform zu entwickeln. Im Jahr 2010 gab es den Startschuss – zunächst mit Apps für Closed Markets“, sagt Marc Bender, einer der beiden Woodapples-Geschäftsführer, im Interview mit medianet. Mit „Closed Market“ sind Flughäfen, Shopping-Malls oder etwa Messen gemeint. Mehr

█INFOS

Woodapples-Gründer Marc Bender und Stephan Haslinger präsentieren die App.

Abrechnung pro Klick

als 20 Malls werden in Deutschland mit Apps im Design der jeweiligen Shopping-Center verfügbar sein. App-Premiere in Österreich war im Jänner 2011 bei der „Ferien Messe Wien“.

Abgerechnet wird übrigens per Klick, der den Werbetreibenden rund 70 Cent kostet; eine einmalige Set-up-Gebühr bei Einrichtung fällt zusätzlich an. Bender sieht Woodapples in Europa als einzigen Anbieter, der ein derartiges Full-Service anbietet. Die App bietet sich übrigens auch an für den Einsatz bei Events aller Art wie Fußballmatches, Clubbings oder Festivals. „Hier führen wir auch schon konkrete Gespräche.“

100.000 Apps als Ziel In Österreich will sich Bender für 2012 vor allem den „Open Market“ vornehmen. Gemeinsam mit Mediaagenturen wie etwa IQ Mobile, die

als Vertriebskooperationspartner ins Boot geholt wurden, sollen bis zum Ende des zweiten Quartals 2012 rund 10.000 Apps, bis zum Ende des Jahres „zwischen 50.000 und 100.000 Apps“ an den Mann/ die Frau gebracht werden.

„Umfassend und einfach“ Dieses Potenzial kann dann durch die Mediaagenturen als zusätzlicher Kanal neben Print, TV,

© lounge.fm

Kunde wird an seinem Aufenthaltsort via App zu für ihn interessanten Geschäften & Angeboten gelotst.

Animierte Online-Banner zeigen, wie entspannend Lounge FM hören ist.

Wien. Online konnte man in den letzten Monaten bekannten Persönlichkeiten, die aus den unterschiedlichsten Gründen öffentlichkeitswirksam ins Schwitzen gerieten, zusehen, wie all diese Last und der Stress von ihnen abfiel – quasi mit dem Zauber der Musik und der erwiesenermaßen entspannenden Wirkung von Radio LoungeFM. Das Konzept der animierten Online-Banner basiert auf aktuellen und großen Ereignissen in den Nachrichten. Diese wurden als Basis benutzt, um den Claim und das Marken­ versprechen von LoungeFM zu transportieren: „Listen & relax“. Durch den Kontrast der gewählten Ereignisse, die mit Stress und Dramatik verbunden sind, wird diese Botschaft verstärkt und erfolgreich transportiert. So sieht man die einzelnen Prominenten zunächst nervös und angespannt und schließlich gänzlich entspannt und gelöst mit Kopfhörern und dem richtigen Musikmix im Ohr.  www.lounge.fm

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10 – medianet

Freitag, 16. März 2012

Umfassender Werbeauftritt Flankiert wird die Kampagne von Outdoor-, Print-, Online- sowie PoS-Maßnahmen

short

Hornbach erzeugt Gefühle

Gourmand World Cookbook Awards

© Falstaff

Spot manifestiert bildgewaltig das tief empfundene Verständnis für alle Gefühlslagen der Heimwerker.

Kunde Hornbach und Agentur Heimat, Berlin sprechen in der aktuellen TV-Kampagne Baumarktkunden aus dem Herzen. Das Motto: „Keiner spürt es so wie du“.

genen Grenzen gehen, stolz sein auf das, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat, Brennen für etwas“, so Josef Zinner, Marketingleiter Hornbach Österreich. Gefühle und Empfindungen, die in einer sich immer schneller drehenden Welt zunehmend seltener werden. „Mit der neuen Kampagne manifestiert Hornbach aufs Neue bildgewaltig das tief empfundene

michael fiala

Wien. „Keiner spürt es so wie du“. Mit diesem Kampagnenmotto eröffnen Hornbach und Heimat Berlin gewohnt hochemotional und bildkräftig das Frühjahr 2012 mit zwei neuen TV-Spots. „Die neue Kampagne stellt das sensitive Erleben in den Mittelpunkt: Fühlen, Spüren, Sehen, Erleben, an die ei-

McCann angelt sich Caritas Österreich-Etat Wien. Caritas Österreich wird künftig von McCann betreut. Die erste Kampagne wird die im Sommer 2012 startende Auslandssammlung gegen den Hunger sein. „Der klare, kraftvolle und zugleich sensible Ansatz von McCann hat uns überzeugt. Nicht mitgepitcht hat die langjährige Agentur der Caritas, Czerny Plakolm. Die Zusammenarbeit zwischen Czerny Plakolm und der Caritas war von vielen Erfolgen und Preisen gekrönt. „Wir können uns gar nicht genug dafür bedanken, auf welch professionelle und einfühlsame Weise Czerny Plakolm die Kampagnen der Caritas in den vergangenen Jahren umgesetzt hat“, so Sonja Jöchtl, Kommunikationsleiterin der Caritas.

Verständnis für alle Gefühlslagen der Heimwerker“, so Heimat-Kreativchef Guido Heffels. Die neue Kampagne ist seit 10. März in Deutschland, Österreich, der Schweiz,Tschechien, den Niederlanden, Schweden und Rumänien auf allen großen TVSendern on air. Die Mediaplanung lag wie gewohnt in den Händen von Crossmedia in Düsseldorf.

Credits: Titel „Keiner spürt es so wie du“ Spot-Name „Festival“ Agentur Heimat, Berlin Produktion Stink, Berlin Executive Producer Jan Dressler Regie Martin Krejci Kamera Stepan Kucera Editor Filip Malasek Music & Sound-Design Thomas Berlin Hauptmedium TV Zusatzmedien Outdoor, Print, Online, PoS, Event Zeitraum seit 10. März on air

Wachstum tele startet Online-und Mobile-Offensive und launcht die Kulinarik-Plattform genuss.tele.at

„tele“ – Onlineoffensive & Kulinarikplattform Wien. tele – das österreichische Fernsehmagazin baut sein Online-Angebot aus und startet eine großangelegte Online- und MobileOffensive. Neben der Programmplattform tele.at, die mit 220.000 Unique Clients, 622.000 Visits und 3,6 Mio. PIs im Jänner 2012 ein neues Rekordniveau erreichte, launcht tele die neue Kulinarik-Plattform „genuss.tele.at“. Aufgrund des großen Erfolgs der redaktionellen Genuss-Specials im tele-Heft baut tele die kulinarische Schiene online mit der neuen Plattform genuss.tele.at weiter aus. Diese bietet mit über 600 Rezepten, mehr als 500 geprüften und mit den Rezepten verknüpften Weinen und dem kompletten Ge-

S)KG verstärkt sein Team gleich vierfach

Team-Verstärkung gibts für das neue Angebot genuss. tele.at: GenussExperte Alexander Jakabb, Martin Haiden (Redaktion), Silvia Ernst (Sales Support), Elisabeth Pötsch (Online-Verkauf), Aneta Pietraszko (Verkauf), Richard Hauck (Technik und Entwicklung).

© genuss.tele.at; tele

Paris/Wien. Auf der Pariser Kochbuchmesse werden alljährlich die „Gourmand World Cookbook Awards“ verliehen. Eine wichtige Kategorie ist dabei die Kür der besten Magazine des Jahres. Hinter dem US-amerikanischen Titel Lucky Peach wählte die internationale Jury das Falstaff-Magazin auf den zweiten Platz unter die weltweit schönsten Gourmetmagazine.

© Hornbach

Falstaff: internationale Auszeichnung auf der Pariser Kochbuch-Messe.

nuss-TV-Programm die perfekte Verschmelzung von Kochen im Fernsehen und dem genussvollen Zubereiten von Speisen zu Hause. Leichter Kochen mit tele: Jeder registrierte User kann sich aus seinen Lieblingsrezepten sein persönliches Kochbuch zusammen-

stellen und sich ganz einfach die Einkaufsliste des Rezeptes direkt aufs Handy schicken lassen. „Immer mehr User nutzen die Möglichkeit, mit den kostenlosen tele-Apps für iPhone, Android, Mobile Web und iPad das TVProgramm immer dabeizuhaben“,

Tochter pixelart gründet klassische Werbeagentur

freut sich Hans Metzger, tele-Geschäftsführer, über den Erfolg. Bereits 55.000 Downloads der tele-App sind es in den ersten Monaten, rund 80% davon sind Heavy User und verwenden sie im Schnitt neun Mal pro Monat.   genuss.tele.at

Ziel Leistungs- statt verwendungsgruppenorientiert

Klassisch: pixelart communication Credo: Schluss mit Vernaderungen © S)KG

Wien. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat die ORF-Führungskräfte am Mittwoch bei einer Klausur in Baden bei Wien auf einen „ORF-Reset“ eingeschworen. Der Sender brauche ein „systematisches, bereichsübergreifendes und tiefgreifendes Change Management“, erklärte Wrabetz nach APA-Informationen bei der zweitägigen Strategieklausur. Der von der ORF-Führung beschworene Wandel beziehe sich dem Vernehmen nach auf mehrere Bereiche, etwa auf Organisation und Strukturen, Arbeitsbilder, die omnipräsente Standortfrage oder Neues Agentur-Gespann: Alexander Walterskirchen, Alex Aichner, Michael Glas.

ORF gut aufgestellt

Wien. Die pixelart GmbH gründet mit Anfang März eine neue Werbeagenturtochter: Mit der pixelart communication GmbH schlagen die Marketingprofis ab sofort den Bogen von der digitalen Kommunikation hin zur klassischen Werbung und Markenkommunikation. Mit der Erweiterung des Portfolios wurde mit Alex Aichner auch ein führender Kreativkopf der österreichischen Werbeszene mit an Bord geholt.  www.pixelart.at

Grundsätzlich sieht die Führung des Hauses den ORF gut aufgestellt. Betont wurden etwa die Marktführerschaft des Senders – auch im internationalen Vergleich – sowie die positive Finanzlage, die jedoch mittelfristig ein Problem darstelle, wie es bei einer Präsentation von ORF-Finanzdirektor Richard Grasl hieß. Der Kaufmännische Direktor warnte dem Vernehmen nach vor einer Finanzierungslücke bis 2016 in Höhe von 65 Mio. €.

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© APA/Herbert Neubauer

Linz. Erneut vergrößert sich das Team der Linzer Werbeagentur Strobl)Kriegner Group. Mit Birgit Hauser holt das Linzer Werbeunternehmen eine neue Mitarbeiterin für Text und Konzeption ins Team. Die letzten vier Jahre war sie für Reichl und Partner tätig. Elisabeth Holler heuert in der Grafik-Abteilung an, eben so wie Marion Sallaberger, die künftig für Intersport, Hofer Reisen, Öbau/hagebau und ignis Vinotheken tätig sein wird. Mit Edith Schwandner begrüßen die Linzer Werber eine Rückkehrerin im Team; auch sie verstärkt als vierter Neuzugang die Grafikabteilung. Schwandner war die letzten zwei Jahre bei Intersport Austria in der Welser Zentrale für Grafik und Layout zuständig.

© Pixelart

Eine von vier (Neu)zugängen: Edith Schwandner wieder bei der S)KG.

die Kommunikationskultur. So müsse das öffentliche und interne Miesmachen und Vernadern abgestellt werden, forderte Wrabetz laut Teilnehmern bei der Veranstaltung. Der ORF müsse lernen, positiv zu kommunizieren. Druck ortet der ORF-Chef vom Mitbewerb, etwa dem Verband der Österreichischen Privatsender (VÖP) und den Zeitungsverlegern; insbesondere deutsche MedienKonzerne würden dabei intensiv und aggressiv an der Marginalisierung des ORF arbeiten, sagte Wrabetz.

ORF-General Wrabetz: Herausforderungen meistern statt Miesmacherei.


medien

Freitag, 16. März 2012

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Ausblick Kinderforschungseinrichtung „Kinderwelten“ in Österreich und das kommende Programm von Super RTL wurden in Wien vorgestellt

Mediennutzung von Kids & Family Wien. Anlässlich der Einführung der Kinderforschungseinrichtung „Kinderwelten“ in Österreich stellte Carsten Göttel (Programmdirektor von Super RTL) die Programmgestaltung seines Senders vor. Im Beisein von Claude Schmit, Geschäftsführer von Super RTL, und Dirk Schulte (stv. Leiter der Medienforschungsstelle Super RTL) und Florian Skala, Verkaufsleitung TV/ Online IP Österreich, erläuterte er, wie gutes Kinderfernsehen funktionieren kann. Das Selbstverständnis von ­Super RTL ist klar: „Wir möchten das Lieblingsprogramm der Kinder machen“, so Carsten Göttel. Die Zahlen sprechen für sich: Neun der Top Ten-Kindersendungen laufen auf Super RTL, bei einigen Formaten werden in Deutschland Marktanteile von bis zu 60% erreicht. In Österreich erzielt Super RTL nach Abschluss der Digitalisierung inzwischen eine technische Reichweite von ungefähr 95%. In der Kinderzielgruppe ist Super RTL Marktführer mit etwa 28% Marktanteil.

lich werden auf www.toggo.at bis zu 430.000 Videoabrufe im Monat verzeichnet. Die Videos können dann jeweils mit einem Pre-Roll und Post-Roll-Spot versehen werden. Durch die Implementierung der „Kinderwelten“ in Österreich soll die Kinderzielgruppe noch klarer untersucht werden, um Impact und Nettoreichweite der Spots zu erhöhen. Skala zum neuen Angebot: „Wir freuen uns, die im deutschsprachigen Raum einzigartige Veranstaltung, die Kinderwelten, nun auch der österreichischen Werbewirtschaft präsentieren zu können“ (mv)

© IP Österreich

Studienreihe bezieht künftig auch Österreich ein.

SRTL-Senderchef Claude Schmit, Florian Skala (IP), Dirk Schulte (Medienforschung SRTL), Carsten Göttel (Programmdir. SRTL).

TV-Spots auch online In der Daytime-Programmation erzielt Super RTL seine höchsten Marktanteile. Je nach Zielgruppe, Genre und der Tagesverfassung der Kinder wird die Daytime in drei Sparten aufgeteilt: Während morgens eine ruhige, leise und sehr strukturierte Ansprache für die Kinder zwischen 3 und 6 Jahren vorherrscht, ist die Zeit von 12 bis 16 Uhr die exklusive Sendezeit für Kinder, in der Programme geboten werden, die Erwachsene nicht notwendigerweise mögen müssen, wie etwa Physical Comedies. Der Vorabend wendet sich an eine ältere Zielgruppe (junge Teenager in der Vorpubertät) und soll ­eine Orientierungshilfe in Lebensfragen ­bieten. Ist Super RTL mit seiner Daytime sehr erfolgreich, war die Primetime lange Zeit ein Sorgenkind. Das neu entwickelte Konzept eines „Erwachsenenprogramms, das eine gewisse Kinderaffinität hat“ soll dem abhelfen. Um dies zu erreichen, strahlt Super RTL in der Primetime Serien („Merlin“), Filme („Chicken Run“) oder auch Dokumentationen („Aliens of the Deep“ von Avatar-Regisseur James Cameron) aus. Im Juni wird Super RTL bekannt geben, welche neuen Disney-Produktionen (drei Filme und eine Serie) im Herbst ins Programm aufgenommen werden. Ab 1. Mai wird IP Österreich anbieten, TV-Spots auch auf der online-Präsenz von Super RTL, www.toggo.at, zu schalten. Durch In-Stream-Bewegtbildvermarktung kann so die TV-Werbung online verlängert werden. Durchschnitt-

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facts „Kinderwelten“ ist die Forschungsmarke von Super RTL. Seit 1999 wird in Deutschland das Medienverhalten von Kindern untersucht (Sendungstests, Forschungen zu Werbewirkung und Usability). Zweck der Einrichtung ist es, durch Erforschung der kindlichen Lebenswelt Involvement bei der jungen Zielgruppe zu erzielen. Daneben möchte Super RTL (SRTL) auch dazu beitragen, die Medienkompetenz von Kindern zu verbessern. Jährlich erscheint der „CreaKompass Kids“, der umfassendes Know-how zur effizienten Gestaltung von TVSpots für Kinder präsentiert. Künftig wird auch der österreichische Markt erforscht.

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Freitag, 16. März 2012

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1. Markus Breitenecker, Norbert Oberhauser, Alke Sulimma (GFK); 2. Xavier Reynaud (initiative) & Begleitung; 3. Siegerin Antonia & Model-Mama Lena Gercke.

1. Saskia Wallner (Ketchum Publico), Franz Fischler, Christina Weidinger (Grßnderin des Sustainable Entrepreneurship Award); 2. Dieter Wetzel (Senior Consultant International Board, LGT Bank, Switzerland, Ltd) & Rudolf Semrad (GF The Swatch Group); 3. Ina Sabitzer (Pressesprecherin Österreichische Post AG) & Peter Hagen (­Generaldirektor-Stv., Vienna Insurance Group); 4. Philipp Gaggl (Sustainable Business Solutions, PwC), Anna-Maria Helmy (Öffentlichkeitsarbeit, SAV).

Ketchum Publico: Talk mit hochkarätigen Gästen

Zigarren & Klub

Co-Gast­ geber Herbert StÜgerer.

Doppelbesetzung Montag dieser Woche durfte sich der Zigarren & Klub von Ketchum Publico gleich Ăźber zwei hochkarätige Gäste freuen. Herausgeberin und GrĂźnderin des Sustainable Entrepreneurship Award, Christina Weidinger und Franz Fischler, Präsident des Ă–kosozialen Forums und designierter Präsident des Europäischen Forum Alpbach, diskutierten mit einer illustren Runde von rund 50 Gästen Ăźber das Thema „Nachhaltiges Wirtschaften“. Unter den Gästen: Peter Hagen (GD-Stv, Vienna Insurance Group), Peter McDonald (Direktor, Ă–sterr. Wirtschaftsbund), Andreas Theiss (Wolf Theiss Rechtsanwälte), Hubert Wartner (GF, Transearch IWConsulting GmbH), Philipp Gaggl (PwC), Christoph Schäffer (Mitglied der GF & CEO, Strauss & Partner Development GmbH), Dieter HĂśfle (GF Druckbereich South East Europe, Hewlett-Packard GmbH), RenĂŠ Haiden (Vorsitzender des Aufsichtsrats, Alizee Bank AG), Rudolf Semrad (GF, The Swatch Group (Ă–sterreich) GmbH).  (fej) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Gastkommentar Facebook Timeline fĂźr Unternehmen

Kommunikations-Meilenstein

Š medianet/Szene1/Philipp Hutter

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(Business)Web 20.0 Facebook gilt als die grĂśĂ&#x;te Revolution in der Werbung, seitdem es diese gibt. Und die Facebook Timeline ist die grĂśĂ&#x;te Umstellung fĂźr Unternehmen, seit sich diese auf Facebook präsentieren kĂśnnen. Unternehmen haben noch bis 30. März die Gelegenheit, die ZĂźgel selbst in die Hand zu nehmen, bevor die Zwangsumstellung zur Timeline erfolgt. Auch wenn viele der Umstellung momentan noch ambivalent gegenĂźberstehen, sollte man sich grundlegend mit dem Thema auseinandersetzen. Die Umstellung erfolgt nämlich (wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten kĂśnnte) nicht nur auf der visuellen Ebene durch das groĂ&#x;e Titelbild, sondern bringt auch viele grundlegende Ă„nderungen mit sich: der Wegfall der Landing Page, das Zusammenfassen und die FreigabemĂśglichkeit der Postings von Usern in einem eigenen Kästchen oder die Option des privaten Nachrichtenverkehrs mit Fans. Insgesamt lassen sich jedoch Inhalte auf der Timeline viel besser steuern und darstellen, sowohl durch das Titelbild, als auch durch das Highlighten und Fixieren von einzelnen Posts. Betreiber von Fanpages sollten sich daher tiefgehend mit dem Thema Timeline auseinandersetzen, um ihre gewählten Strategien an die neuen MĂśglichkeiten anzupassen und zu optimieren. Unternehmen mĂźssen trotz der neuen ‚ZensurmĂśglickeiten‘ darauf achten, den User weiterhin in den Dialog mit einzubeziehen, um den Community-Gedanken von Facebook nicht zu verlieren. Die Timeline gibt einem das nĂśtige Werkzeug in die Hand, die Umsetzung sollte aber rasch Ăźberlegt und aktiv umgesetzt werden, denn die Zwangsumstellung steht bald vor der TĂźr. Markus MĂźller, Leiter der Social Media-Fachgruppe des IAB Austria und GeschäftsfĂźhrer bei Media in Progress Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschlieĂ&#x;lich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf KĂźrzung vor.

Finale: „Austria’s next Topmodel, 4“

TV-SchĂśnheiten Puls 4 Das groĂ&#x;e Showhighlight auf Puls 4 – „Austria´s next Topmodel 4“ – feierte vergangenen Sonntag sein groĂ&#x;es Finale und kĂźrte Antonia zum neuen Topmodel. Rund 800 Gäste stĂźrmten in die Partylocation, dem Platinum Vienna, und machten den Sonntagabend zur Partynacht. Zu Beginn stellte GeschäftsfĂźhrer Markus Breitenecker das neue Senderprojekt – den Relaunch von Austria 9 in Kooperation mit Puls 4 und dem deutschen Schwesternsender Sixx – vor. Gegen 21:30 Uhr fĂźhrten dann die zwei Puls 4-Moderatorinnen Bianca Schwarzjirg und Johanna Setzer durch das Finale von „Austria´s next Topmodel, 4“. Gäste unter anderen waren: Thomas Hintze (UPC Austria), Tina Kasperer (GeschäftsfĂźhrerin MPG Ă–sterreich), Helmut Prattes (Business Planning Director MindHeute in einer Woche ­werden share), Alke Sulimma (GFK vom CCA (Creativ Club AusMedienforscherin), Sängerin tria) im Rahmen einer Gala Diana Lueger, Sternchen im ­Wiener Konzerthaus die Fernanda Brandao, Die Top­begehrten „Venera“ fĂźr die kreamodel-Gewinnerinnen Larissa tivsten Arbeiten vergeben. Marolt, Aylin KĂśsetĂźrk und Lydia Obute (Austria´s next

tipp des tages

Karriere präsentiert von

Koch mit Oliver – Oliver Hoffinger Er ist Fernsehkoch aus Ăœberzeugung: Hoffinger will seine Begeisterung fĂźr das Schnipseln, KĂścheln und Brutzeln weitergeben, er will Lust machen auf Selberkochen und auf hochwertiges, gutes Essen. Denn nur wer bewusst einkauft und seine Speisen selbst zubereitet, weiĂ&#x;, was er isst. Hoffingers Rezepte sind so nah an der Alltagsrealität wie nur mĂśglich. Alle Zutaten bekommt man in jedem Lebensmittelladen, gewĂźrzt wird hauptsächlich mit dem, was sich in der Vorratskammer findet und kein Rezept dauert in der Zubereitung länger als eine Stunde. Brandstätter, 144 Seiten, 19,95 â‚Ź

Vera Schmitz Ecker & Partner Neuzugang Vera Schmitz (39) verstärkt ab sofort als Senior-Beraterin das Team der Agentur Ecker & Partner. Ihre Schwerpunkte werden in den Kommunikationsbereichen Public Affairs, Kampagnen und Events liegen.

Š Ecker & Partner/Kurt Keinrath

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Š Brandstätter

Š Ketchum Publico/Dimo Dimov

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