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medianet

inside your business. today.

freitag, 1. juni 2012 – 9

© Kurier

Ein Live-Ticker von einem Kinderbegräbnis und was die Branche dazu sagt  Seite 13

digitalmagazin

Jubiläum

„Vangardist“: Medium mit Philosophie und großem Anklang bei Werbekunden  Seite 15

Feierliches Fest der APA-IT zum 10-Jährigen  Seite 16

© APA/Thomas Preiss

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Dagmar Hemmer übernimmt nach dem Ausstieg von Peter Menasse 25% der Anteile an der Wiener PR-Agentur communication matters. Als neue Gesellschafterin setzt sie gemeinsam mit Geschäftsführer Christian Kollmann auf Teamarbeit, strategische Stärke sowie die verstärkte Integration von Social Media.  Seite 12

Manfred Enzlmüller, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation WKNÖ, über die Bedeutung des Landeswerbepreises „Goldener Hahn“ für Agenturen und Unternehmen. Zudem spricht er über die sich verändernde Qualität in den Einreichungen und die Wichtigkeit des Awards als Plattform.  Seite 12

Mail-Solutions Post AG-Vorstand Walter Hitziger ist mit der Entwicklung der neu eingeführten Sparte „Mail-Solutions“ zufrieden und plant auch im aktuellen Jahr neue Produkte – speziell für den KMU-Bereich.  Seite 10

Digital und Medienkonvergenz Agentur in Österreich.

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c ov e r

10 – medianet

Seiteneinwurf

Der Live Ticker zum Live Ticker

Freitag, 1. Juni 2012

Post AG Post AG-Vorstand W. Hitziger kündigt im medianet-Interview innovative Produkte für den KMU-Bereich an

Eine Drehscheibe für die ­gesamte Kommunikation

Umfassendes Marketing-Know-how der Post soll allen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Michael Fiala

KommAustria Umfrage

© Daniel Labs/pixelio.de

Digitales Radio am Prüfstand

Radioprogramme könnten bald digital übertragen werden.

Wien. Ab heute, 1. Juni, erhebt die KommAustria das Interesse an einer digital-terrestrischen Verbreitung von Hörfunkprogrammen und sonstigen Diensten auf Basis des Übertragungsstandards DAB+. Lassen die Anmeldungen von Hörfunkveranstaltern eine ausreichene Auslastung erwarten, wird die KommAustria eine Ausschreibung für Übertragungskapazitäten vornehmen. Eine DAB+ Multiplex ermöglicht die Verbreitung von rund 12 bis 18 Hörfunkprogrammen. Weitere Infos auf  www.rtr.at

„Durch die Vernetzung von Post-Leistungen und Zielgruppen­ bedürfnissen entstehen effiziente und sichere Abläufe.“ Walter Hitziger Vorstand POst AG

© medianet

K

ürzlich meinte ich ob der Live-Ticker-Schwemme auf oe24, irgendwann  käme als Overkill ein Live- Ticker zum Live-Ticker. Nun ja, so etwas Lächerliches wurde es nicht; aber nicht minder eindeutig, wenn es darum ging, zu zeigen, wozu so ein Instrument sicherlich nicht geeignet ist – vordergründig für einen pietätlosen Livebericht zum Begräbnis eines 8jährigen Buben; ich habe ihn nicht gelesen, mir aber berichten lassen, es sei über schmerzverzerrte Gesichter und schönes Wetter fabuliert worden. Hintergründig geht es aber um genau das, was Presserats-Präsident und KurierGeschäftsführer Thomas Kralinger in einem Statement gegenüber medianet mit der Notwendigkeit einer auch ethischen Diskussion über den Gebrauch neuer Kommunikationsinstrumente meinte. Weil bekanntlich ist nicht alles, was hinkt, ein Vergleich und auch nicht alles, was ­grade live passiert, für eine ­Live-Berichterstattung geeignet. Dies gilt aber auch für andere Medien, die (berechtigt) über oe24 hergefallen sind, selbst aber, wenn auch als Totale, den Sarg des 8jährigen groß in der Zeitung hatten. Diese Frage ist – wie Oliver Voigt nicht ganz unberechtigt meinte – „net ganz unlustig“ und sollte auch erörtert  werden.  d.fejzuli@medianet.at

Wien. Mit dem 2011 neu gegründeten Geschäftsfeld „Mail-Solutions“ positioniert sich die Österreichische Post AG als Spezialist für intelligente Kommunikationslösungen und stellte somit ihre

Walter Hitziger im medianet-Interview: „Bisher haben wir einen große Bogen um die Kreativität gemacht.“

Produkte und Dienstleistungen für die Geschäftskommunikation von Großunternehmen, Klein- und Mittelbetrieben sowie Ämtern und Behörden unter ein Dach. Das Ziel: Kunden sollen von Lösungen profitieren, die den gesamten Kreislauf der Geschäftspost optimieren. Gleichzeitig erweitert die Post ihr Kerngeschäft und reagiert auf die Anforderungen des Marktes nach hybriden Lösungen. medianet war bei Post-Vorstand Walter Hitziger zu Besuch und zog eine erste Bilanz. „Mit dem neuen Geschäftsfeld hat die Post einen wichtigen Schritt gesetzt und eine Drehscheibe für die gesamte physische und elektronische Kommunikation unserer Geschäftskunden geschaffen“, erzählt Post-Vorstand Walter Hitziger.

Leistungen wie Datenbank- oder Adressmanagement, Drucken, Kuvertieren oder sogar die Übernahme der Hauspost von Unternehmen können abgedeckt werden.

Launch „Promotion“ In Planung ist zudem der Launch eines eigenen Promotions-Bereichs, wo von der Planung bis zur Durchführung alles gemacht werden kann. „Einzig die kreative Gestaltung wird meist von der Agentur des Kunden eingebracht“, ergänzt Hitziger. Das umfassende MarketingKnow-how der Post als größtes österreichisches Dialogmarketing-Unternehmen steht dann somit allen Firmen zur Verfügung. Von der Kampagnen-Planung über

Zielgruppenanalyse und Kommunikationsplanung, Produktion und Postausgang bis hin zum Response-Management und zur Erfolgsmessung bietet die Post alle Dienstleistungen aus einer Hand, und das crossmedial über sämtliche Kommunikationskanäle hinweg.

„Einzigartige Qualität“ „Durch die optimale Vernetzung von Post-Leistungen und Zielgruppenbedürfnissen entstehen effiziente und sichere Abläufe. Außerdem hat unsere Adressdatei eine Qualität, die es in Europa kein zweites Mal gibt“, ist Hitziger überzeugt. Ein weiteres Ass im Ärmel ist die Umstellung auf den digitalen

Druck. „Wir können ohne größeren Aufwand 2,4 Mio. Exemplare einer Aussendung individuell gestalten. Die Herausforderung liegt hier bei unseren Kunden, denn diese müssen erst ihre eigenen Kunden kennenlernen, um dieses Service auch wirklich optimal nützen zu können.“ Aber auch da steht die Post mittlerweile mit Rat und Tat zur Seite und bietet auch Consulting im Direct-Marketing an. Für 2012 kündigt Hitziger speziell Produkte für den KMU-Bereich an, „der fixfertige Produkte braucht“. Auch am „Kuvert“, das von den Konsumenten sehr gut angenommen wird, wird laufend weitergearbeitet. Wie auch an der Weiterentwicklung der Adressqualität, schließlich ändern sich mehr als 30.000 Adressen pro Jahr.

Service Der einzige nationale Privat-Radiosender startet ein neues Streaming-Angebot für individuelles Radiovergnügen

Personalisiertes Radio mit „KroneHit Select“ Wien. KroneHit nutzt die Möglichkeiten der neuen, digitalen Welt und startet seinen neuen Web-Streaming-Dienst „KroneHit Select“ – eine Art personalisierter Radiosender, abgestimmt auf die ganz persönlichen Musik-Wünsche eines jedes Hörers. Mittlerweile hat man bereits über 10.000 registrierte Nutzer, die sich online oder mobil (der Dienst ist sowohl via Web als auch via Smartphone und Tablet PC) nutzbar ihre ganz persönliche Playlist zusammenstellen. Entsprechend dieser generiert ein Programm dann das Musikprogramm ganz selbstständig.

18 Minuten Verweildauer Je mehr Titel man abspielt, desto besser kennt KroneHit Select den Musikgeschmack des Users und umso einfacher erstellt es dann das personalisiertes Radioprogramm. KroneHit Select schlägt auch selbstständig neue Titel vor, oder man hört sich bei anderen Usern um und lässt sich von ihnen inspirieren.

© KroneHit/Manfred Baumann; select.kronehit.at/radio

dinko fejzuli

KroneHit-Programmchef Rüdiger Landgraf: „Via ‚KroneHit Select‘ kann sich jeder seinen Radiosender zusammenstellen lassen.“

„Insgesamt stehen zehn Millionen Titel zur verfügung“ so Rüdiger Landgraf, Programmchef bei KroneHit. Die Verweildauer der bisherigen User ist mit 18 Min. pro Besuch mehr als beachtlich. „Die Zukunft liegt im Streaming“, so Landgraf zu den Beweggründen, KroneHit Select zu starten. Und anders als bei klassischen UKW-Sendern oder anderen Live-Streaming-Angeboten kann man bei „seinem“ Sender das Programm sogar vorspulen. Das Angebot ist moderationsfrei und es gibt auch noch keine Wer-

bung. Dafür hebt man, nach einer Gratisphase von vier Wochen, eine Montatsgebühr von 3,90 € für die Nutzung des Dienstes an.

Drei Abo-Varianten Insgesamt stehen drei AboTypen zur Auswahl: 24 Stunden, 7 Tage und 30 Tage. Nach Ablauf des Test-Monats entstehen keine weitere Kosten, es gibt keine automatische Abo-Bestellung. Als Zielgruppe des neuen Services sieht Landgraf „natürlich KroneHit-Hörer“ und auch der

Musikgeschmack der Web-Hörer decke sich in etwa mit jenen des Live-Senders. Bezüglich Vermarktung hält man sich zurück – dafür hebt man dann eben die Gebühr ein. „Das stand für uns auch nicht im Mittelpunkt, als wir ‚KroneHit Select‘ an den Start gebracht hatte“, so Landgraf über mögliche Werbeeinnahmen via neuem Dienst. „Webvermarktung generell spielt zwar eine wichtige Rolle, aber wir verdienen unser Geld nach wie vor mit dem analogen Hörfunk.“  www.select.kronehit.at


A g ent u r e n

Freitag, 1. Juni 2012

medianet – 11

Personalie Gründer Martin Staudinger zieht sich aus Online-Vermarktung zurück, Hermann Weidinger übernimmt und präsentiert neue Angebote

Neue Führung bei Purpur Media Mathieu Völker

Wien. Bei dem unabhängigen Online-Vermarkter Purpur Media findet eine Personalrochade statt: Hermann Weidinger, bisher Verkaufsleiter, wird neuer Geschäftsführer. Unternehmensgründer Martin Staudinger zieht sich aus der Online-Vermarktung zurück und widmet sich neuen Aufgaben innerhalb des Medienwirtschaft Verlags, dem Mutterkonzern der Purpur Media GmbH. Weidinger ist seit zwei Jahren beim Medienwirtschaft Verlag tätig, der sich heute in drei operative Einheiten aufgliedert: Purpur Media, Werbeplanung.at und Mamilade D-A-CH. Zurzeit betreut Purpur Media acht Mandanten, darunter AutoScout24.at, Gruner & Jahr EMS, Immobilien.net, Netdoktor.at und ÖAMTC Online. Weidinger zum Kundenportfolio: „Wir sind an jedem Angelpunkt

Spot „Sehr g’scheit“

ideenwerk lehrt

des Lebens.“ Für Purpur Media arbeiten über zehn Mitarbeiter. In der Zeit seit Weidingers Antritt bei Purpur Media hat sich die Anzahl der Mandanten sowie der Umsatz verdoppelt.

Kernkompetenzen Im Gespräch mit medianet erklärte Weidinger, was die „DNA eines guten Vermarkters“ ausmacht: Neben Verlässlichkeit und Problemlösungskompetenz muss der Mandant vor allem signifikante Umsatzsteigerungen erwarten können. Der Erfolg dieser Strategie JP_medianet_Layout 21.05.12 14:15 zeigt sich deutlich 1beim ÖAMTC,

den Purpur Media seit 2005 betreut und dessen Umsatz in dieser Zeit mehr als verfünffacht wurde.

Angebotserweiterung Weidinger präsentierte vorab zwei Neuerungen im Angebot von Purpur Media: Bei der Werbeform „Cinema Sitebar“ wurde ein Bewegtbild-Format gelauncht, das bei Usern für maximale Aufmerksamkeit sorgt. Wie der Name schon sagt, besteht das Werbemittel aus einer Sitebar mit integriertem ­Video. Erst, wenn ein User mit der Maus über das Werbemittel fährt, expanSeite 1 das Werbemittel nach links zu diert

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Salzburg. Unter dem Claim „Lehre: Sehr g’scheit!“ realisierte die salzburger Agentur ideenwerk die Kampagnenoffensive für die Wirtschaftskammer Salzburg. Der Claim löst dabei den bekannten „Karriere mit Lehre“ ab und soll den gängigen Klischees und Vorurteilen rund um die Ausbildungsform der Lehre bzw. den Lehrlingen entgegenwirken. „‚ideenwerk‘ konnte uns davon überzeugen, dass dem Fachkräftemangel in den verschiedenen lehrlingsausbildenden Branchen weniger über eine direkte Motivation der Jugendlichen beizukommen sei, sondern vielmehr durch einen Imagewandel der Lehre quer durch die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen“, so Klaus Höftberger von der Wirtschaftskammer Salzburg. Die Darsteller der Spots sind durchwegs reale Lehrlinge, um dem Spot die notwendige Authentizität in der Zielgruppe zu verleihen. Begleitend zum Spot unterstützen Sujets die Kampagnenbotschaft. Credits: Kunde Wirtschafskammer Salzburg Marketingleitung Klaus Höftberger Agentur ideenwerk Kundenberatung Teresa Lang, Alexandra Fazan CD Christian Steinwender, Markus Strohmayer Art Direction Mark Trattner Text/Konzept Markus Strohmayer Artwork Stefan Wascher Fotograf Anna Reisinger, Michael Kritzinger Produktionskoordination Vivien Jordan.

Hermann Weidinger ist neuer Geschäftsführer beim Vermarkter Purpur Media.

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seiner vollen Größe und spielt das Video mit Ton im Großformat ab. Die zweite Neuerung ist ein Startseitenpaket namens „Eine Million mal Sommer“; es handelt sich dabei um eine Startseitenfixplatzierung auf ÖWA-geprüften Medien, bei der garantiert mehr als eine Mio. Sichtkontakte erreicht werden. Dieses Produkt ist für Kampagnen vom 1.7. bis 31.8.2012 zeitlich begrenzt. Weidinger will als Geschäftsführer den erfolgreichen Kurs von Purpur Media weiterverfolgen und kündigte für das zweite Halbjahr mehrere Neuerungen an, an deren Entwicklung zurzeit noch gearbeitet wird.

© purpur media

Weidinger setzt auf Verlässlichkeit, Problemlösungskompetenz und Weiterentwicklung des Angebots.

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Marketing & Agenturen

12 – medianet

Freitag, 1. Juni 2012

Award Der niederĂśsterreichische Landespreis fĂźr kreative Werber als Netzwerk-Plattform fĂźr Agenturen und Auftraggeber

Goldener Hahn feiert 35 Jahre Fachgruppen-Obmann EnzlmĂźller sieht „Quantensprung“ in der Qualität der Arbeiten und ist stolz auf Stellenwert des Awards. Gerade fĂźr diese sei der „Goldene Hahn“ eine willkommene BĂźhne, um einerseits auf sich und ihre Arbeiten aufmerksam zu machen, andererseits direkt mit groĂ&#x;en Auftraggebern, aber auch mit anderen Agenturen, in den Dialog zu treten. Denn diese finden bei der Veranstaltung auch Partner und Spezialisten untereinander: „Ein guter Logografiker muss nicht unbedingt HĂśrfunkspots machen kĂśnnen – und umgekehrt“, verweist EnzlmĂźller auf die sich durch Kooperationen ergebenden Synergieeffekte. „Bei der Preisverleihung sind 800 Personen aus der Branche anwesend. Das zeigt die unglaubliche Dichte und Konkurrenz am Markt“, erläutert EnzlmĂźller weiter, welche sich auch auf die Qualität der eingereichten Arbeiten niedergeschlagen habe. „Waren es frĂźher Grafikdesigns und ein paar Inserate, so sprechen wir heute von tollen, allumfassenden Kampagnen.“ Es habe ein „Quantensprung“ in der Qualität der gesamten Szene stattgefunden, welche auch den internationalen Vergleich nicht scheuen mĂźsse.

St. PĂślten. Der alljährlich verliehene „Goldene Hahn“ ist der grĂśĂ&#x;te Landespreis Ă–sterreichs im Bereich kreativer Werbung. Heuer sein 35-jähriges Jubiläum feiernd, hat sich der Award zu mehr als nur einer Auszeichnung entwickelt: Auftraggeber und -nehmer nutzen die Preisverleihung zum Kennenlernen und Networken. „Unseren Erhebungen zufolge liegt die Bekanntheit des Preises unter den Auftraggebern bei 67,9 Prozent“, zeigt sich Manfred EnzlmĂźller, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation WKNĂ–, erfreut. Als Organisator des Preises legt er Wert darauf, den niederĂśsterreichischen Werbetreibenden mit dem Award eine Plattform zu bieten, um sich zu präsentieren. Preisträger legen laut EnzlmĂźller hohen Wert auf die Qualitätsauszeichnung. 79,4% der Agenturen erachten den Preis fĂźr wichtig, fĂźr weit mehr als zwei Drittel sei der Gewinn der Trophäe ein sehr wichtiger Indikator fĂźr die Preisgestal-

Š Goldener Hahn

JĂźrgen Hofer

Manfred EnzlmĂźller, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation.

tung bei Angebotslegungen. Zudem wĂźrden Gewinner und Nominierte Ăśfter zu Präsentationen von Auftraggebern eingeladen werden, „das zählt fĂźr die Agenturen sicher fast noch mehr als die Statue an sich“. Denn auch der niederĂśsterreichische Werbemarkt ist ein heiĂ&#x;

umkämpfter. So zählt die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Ăźber 4.200 Mitglieder im grĂśĂ&#x;ten Bundesland Ă–sterreichs. Neben einer „Handvoll“ groĂ&#x;er Agenturen sind laut EnzlmĂźller fast 80% kleinere Agenturen mit bis zu fĂźnf Mitarbeitern.

Der „Goldene Hahn“ wird anhand einer mehrstufigen Skala verliehen. So zählen Kreativität und Impactwerte eingereichter Arbeiten ebenso wie die mediale Umsetzung. Aus dem Mix objektivierbarer Messwerte und dem persĂśnlichen Empfinden einer Fachund Promijury werden fĂźnf Agenturen in 12 Kategorien nominiert, deren Gewinner schlussendlich die Trophäe – heuer ein goldenes Ei – als Prämierung entgegennehmen dĂźrfen.

Info Der „Goldene Hahn“ wird heuer am 18. Oktober feierlich verliehen. Die Ein­ reich­frist fĂźr den Kreativpreis läuft noch bis 28. Juni. Informationen zum Award sowie Einreichbedingungen finden sich unter www.goldenerhahn.or.at Preise werden in den Kategorien „Plakat“, „Anzeige“, „BroschĂźre/Folder“, „Website und Online-/Mobile-Marketing“, „HĂśrfunk“, „Film/Animation“, „Kampagne“, „Dialogmar­ keting“, „Public Relations“, „Messe/Event/ Promotion“, „Verpackungsdesign“ sowie „Grafikdesign/Corporate Design“ vergeben.

Personalie Bisherige Teamleiterin Dagmar Hemmer Ăźbernimmt nach dem Ausstieg von Peter Menasse 25% der Anteile an Wiener PR-Agentur

Neue EigentĂźmerstruktur bei communication matters Lobes Ăźber die neue Gesellschafterin. Wichtig in der Entscheidungsfindung war ihm dabei auch der Aspekt, dass Hemmer aus dem bestehenden Team kommt: „Sie beherrscht ihr Geschäft und wir werden uns daher wunderbar ergänzen“, verweist Kollmann auf die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre. Hemmer selbst legt Wert darauf, dass Qualität und Erfolg nur durch Teamarbeit mĂśglich seien; fĂźr kĂźnftige Herausforderungen sieht sie sich und communication matters gut aufgestellt: „Es werden Agenturen im Wettbewerb bestehen, die strategische Stärke haben und Ideen auch wirk-

lich auf den Boden bringen. Wir werden Trends genau beobachten und Kunden individuell beraten – das gehĂśrt zu unseren Stärken.“

Social Media vorantreiben KĂźnftig will Kollmann die Position der Agentur als „seriĂśses, verlässliches und kreatives Kommunikationshaus“ stärken und dabei die Integration der Social Media im Tagesgeschäft vorantreiben. Zudem stehen die Teilnahme an der Ausschreibung zur Kommunikationsarbeit von „Oesterreichs Energie“ und der Start eines Projekts fĂźr die Wiener Gebietskrankenkasse als groĂ&#x;e Milestones auf der Agenda.

Š communication matters; medianet

Wien. Nach dem Ausstieg von ­ eter Menasse als Gesellschafter P bei communication matters Ăźbernimmt die bisherige Teamleiterin Dagmar Hemmer 25% der Anteile der Wiener PR-Agentur. 75% hält kĂźnftig Christian Kollmann, der auch alleiniger GeschäftsfĂźhrer der Agentur ist. „Dagmar Hemmer bringt viel Erfahrung im New Business, in der Entwicklung und FĂźhrung komplexer Kampagnen, in der Arbeit mit Institutionen der Ăśffentlichen Hand und in der Internen Kommunikation mit. In diesen Bereichen wird sie mich in Zukunft unterstĂźtzen und die Agenturentwicklung mitgestalten“, ist Kollmann voll des

Dagmar Hemmer und Christian Kollmann lenken die Geschicke der PR-Agentur.

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medien

Freitag, 1. Juni 2012

medianet â&#x20AC;&#x201C; 13

Branchenaufreger Die Tageszeitung Ă&#x2013;sterreich tickerte zum Begräbnis eines 8jährigen Mordopfers und brachte damit alle gegen sich auf

Geschmacksgrenze Ăźberschritten Wien. oe24.at, das Onlineportal der Tageszeitung Ă&#x2013;sterreich, sorgte mit einem Live-Ticker zum Begräbnis eines vom eigenen Vater ermordeten 8jährigen Buben fĂźr erheblichen Wirbel in der Branche, aber auch bei den eigenen Werbekunden. Nach heftigen Protesten von Kollegen und ersten Kunden-Stornos, die ihre Ads nicht in diesem journalistischen Umfeld sehen wollten, nahm man den Ticker offline und entschuldige sich fĂźr den journalistisch-ethischen Fehltritt. Ă&#x2013;sterreich-GF Oliver Voigt gegenĂźber medianet. â&#x20AC;&#x17E;Es scheint, dass wir mit dieser journalistischen Ausdrucksform, nämlich dem Live-Ticker, deutlich Geschmacksgrenzen vieler Ăźberschritten haben. Dies tut mir persĂśnlich sehr leid, doch war es gewiss keine Absicht seitens der Redaktion. Ich bin Ăźberzeugt, dass zukĂźnftig das Instrument LiveTicker zwar weiterhin sehr zeitaktuell, aber in einem anderen Umfeld stattfinden wird.â&#x20AC;&#x153;

Was sagen die Kunden â&#x20AC;Ś medianet ging mit einem BranchenrĂźckruf der Frage nach, wie weit man sich Agentur oder Kunden vor so einer Situation schĂźtzen kann. A1 Telekom Austria-Sprecherin Livia Dandrea-BĂśhm meinte etwa: â&#x20AC;&#x17E;Aktuelles Tagesgeschehen, Katastrophen, politische Unruhen, etc. sind nie planbar; hier ist man als Kunde auf das aktive Managen seitens des Mediums angewiesen.â&#x20AC;&#x153; Es sei aber â&#x20AC;&#x17E;wĂźnschenswertâ&#x20AC;&#x153;, wenn man als Kunde vor der Platzierung in einem schwierigen Umfeld gefragt werde, â&#x20AC;&#x17E;ob man in diesem schwierigen Umfeld schalten mĂśchte â&#x20AC;&#x201C; oder die Schaltung lieber verschiebtâ&#x20AC;&#x153;. Doch fĂźr GroĂ&#x;kunden kann aber genau das zum Problem werden. Darauf verweist Wolfgang Chmelir von bet-at-home, Marketing Director eben eines jener Kunden, der seine oe24-Kampagne

Wolfgang Chmelir (bet-at-home), Thomas Kralinger (Kurier GF & Präsident des Presserats), Friederike Mßller Wernhart (Mindshare) & Livia Dandrea-BÜhm (A1 Telekom).

als Reaktion auf den Live-Ticker gestoppt hatte: â&#x20AC;&#x17E;Wir schalten monatlich mehr als drei Milliarden Ad Impressions auf Hunderten Websites in ganz Europa. Wir achten hier sehr auf die inhaltlichen Umfelder, da diese massive EinflĂźsse auf die Performance unserer Kampagnen haben. Unser Kampagnenmanagement kann aber bei so einem Display-Schaltvolumen nur generelle inhaltliche Umfelder analysieren â&#x20AC;&#x201C; ein Echtzeit-Tracking von inhaltlichen Ă&#x201E;nderungen auf Hunderten Websites in mehr als 20 Sprachen ist einfach nicht handlebar. Daher mĂźssen wir uns darauf verlassen kĂśnnen, dass ein Medienpartner nicht plĂśtzlich schädliche Platzierungen unserer Werbung vornimmt. Im Fall oe24 wurden wir Ăźber unseren Twitter-Kanal auf die Problematik aufmerksam gemacht und haben dann sofort reagiert.â&#x20AC;&#x153; Von Microsoft, ebenfalls einer jener Kunden, der die Kampagne auf oe24 ausgesetzt hatte, hieĂ&#x; es: â&#x20AC;&#x17E;Die Auswahl der Werbepartner erfolgt entlang von Kampagnen-Zielsetzungen performanceorientiert, d.h. nach Reichweiten, Conversion Rates, etc. und wir greifen hier auch auf langjährige Erfahrung in der Online-Werbung zurĂźck. Zusätzlich verzichten wir vor allem bei Cost-per-ClickBuchungen aufgrund von Unternehmensrichtlinien auf Werbung in Blind-Networks, also Netzwerke, in denen der Kunde nicht wählt, wo die Werbung ausge-

spielt wird bzw. nicht das gesamte Netzwerk offengelegt wird. Weiter fordern wir eine schriftliche Bestätigung des Netzwerkanbieters, dass Microsoft Kampagnen nur in (brand)adäquaten Umfeldern ausgespielt werden, was den Ausschluss von rassistischen, sexistischen, pornografischen, gewaltverherrlichenden oder sittlich anstĂśĂ&#x;igen Seiten bedeutet. Zudem unterstĂźtzt uns hier eine erfahrene Mediaagentur in der Auswahl der adäquaten Werbepartner.â&#x20AC;&#x153; Dass es trotz solcher VorsichtsmaĂ&#x;nahmen keine 100% Sicherheit gibt, darauf weist â&#x20AC;&#x201C; wenn auch vom oe24-Fall nicht betroffen â&#x20AC;&#x201C; Karl HĂśllriegl, AUA Head of e-Marketing & Direct-Marketing, hin: â&#x20AC;&#x17E;Wir schlieĂ&#x;en gewisse Seiten von unseren Werbeplatzierungen generell aus. Das kann man gut steuern. Dass allerdings immer wieder auf Nachrichtenportalen solche Wer-

bung läuft, kann man nicht 100prozentig verhindern. Wir achten aber sehr darauf und entfernen mitunter Werbung, wenn sie unpassend ist.â&#x20AC;&#x153;

â&#x20AC;Ś was die Agenturen â&#x20AC;Ś Und was meinen die Mediaagenturen Ăźber im falschen Umfeld platzierte Online-Werbung? Verena Tauzimsky, media 1, gegenĂźber medianet: â&#x20AC;&#x17E;Besonders im Onlinebereich, wenn Ăźber Netzwerke oder CPC-Kampagnen gebucht wird, ist die Gefahr groĂ&#x;, in einem nicht passenden Umfeld zu erscheinen. Minimieren kann man dies durch einen generellen Ausschluss von Seiten, die nicht ethisch korrekt agieren. Oder aber durch Platzierungsvorgaben zu gewissen Themen und klaren Ausschlusskriterien, wie z.B. keine PreRolls bei Nachrichten. News-Seiten zu belegen, kann sicher ein Risiko

Š www.oe24.at

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Š bet-at-home.com; Kurier; Christoph H. Breneis; A1 Telekom Austria

Rundruf: Nach der Aufregung um den oe24 Begräbnis-Live-Ticker fragte medianet bei Agenturen, Medien und Kunden nach.

oe24 ruderte nach harter Kritik zurĂźck und entschuldigte sich online fĂźr den Fehlgriff.

bergen, aber man sollte generell nicht alle ausschlieĂ&#x;en, da sie hohe Reichweiten und Impact bieten. Viele von ihnen agieren verantwortungsvoll, ausschlieĂ&#x;en sollte man nur die â&#x20AC;&#x17E;schwarzen Schafeâ&#x20AC;&#x153;. Und Mindshare-GeschäftfĂźhrerin Friedrike MĂźller Wernhart versucht ihre Kunden vorab mit klaren Regelungen vor unangenehmen Situationen zu schĂźtzen: â&#x20AC;&#x17E;In unseren Print-Bestellungen sind bereits von vornherein im Einvernehmen mit den Medien bestimmte Umfelder/ Akutfälle konkret ausgeschlossen.â&#x20AC;&#x153;

â&#x20AC;Ś und was die Verbände Ă&#x201E;hnlich klingt Gerlinde Hinterleitner, Standard Online- und Ă&#x2013;WA -Vorstand, zum Thema: â&#x20AC;&#x17E;Ja, es gibt natĂźrlich die MĂśglichkeit, dass bestimmte Bereiche fĂźr eine bestimmte Werbung gesperrt werden.â&#x20AC;&#x153; Und: â&#x20AC;&#x17E;Auf Artikelebene kĂśnnen wir die Werbung sogar komplett wegschalten.â&#x20AC;&#x153; Und Presserat-Präsident Thomas Kralinger, der, wie er gegenĂźber medianet meint, als Kurier-Verantwortlicher â&#x20AC;&#x17E;so etwas nicht zugelassen hätteâ&#x20AC;&#x153;, sieht die Problematik umfassender: â&#x20AC;&#x17E;Generell zeigt der Fall die Notwendigkeit einer umfassenden ethischen Diskussion im Zusammenhang mit neuen Kommunikationsinstrumenten wie dem Betroffenen. Und der neu gegrĂźndete Presserat wird sich dieses Themas in der Zukunft sicherlich annehmen.â&#x20AC;&#x153;

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M e di e n

Freitag, 1. Juni 2012

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Digital Das 2009 gegründete Magazin „Vangardist“ erscheint rein in digitaler Form und findet Anklang bei internationalen Werbekunden

Vangardist: Magazin mit Vision Wien. „Wir sind einzigartig, weil wir eine Vision haben. Wir sind nicht nur ein Blatt mit PR-Fotos; hinter allem, was wir tun, steckt Philosophie“, umschreibt CEO Julian Wiehl sein Magazin „Vangardist“. Das 2009 gegründete Medium grenzt sich als reines Digitalprodukt klar von bisherigen „Blättern“ ab und verpasste sich den eigenen Titel in Anlehnung an die Avantgarde; man wolle als Pionier vorn dabei sein. In sechs verschiedenen Ressorts erarbeiten sieben fest angestellte Mitarbeiter sowie 35 in der Peripherie die Inhalte des Digitalmagazins. Wenig konventionell ist passend zum Gesamtauftritt des Magazins auch die Namensgebung: „Radar“, „Fassade“, „Balance“, „Auf Achse“, „Vangart“ und „Celebration“ bringen laut Wiehl den modernen Mann an den Puls der Zeit.

Thematische Vielfalt Wichtig ist ihm dabei der Aspekt des Blickwinkels, mit dem „Vangardist“ an Storys herangeht: „Wir wollen ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege gehen, die andere Perspektive beleuchten.“ So berichtet der „Vangardist“ beispielsweise über einen Familienvater, der heimlich in der Homosexuellen-Szene seine Vorlieben auslebt. „Wir berichten aber auch über die heißesten Locations von Tel Aviv bis London“, versucht Wiehl die thematische Bandbreite zu erläutern. Abgerundet wird dies – dem Grundgedanken des Mediums gebührend – durch hochwertige Fotoshootings, die inhouse produziert werden. Beziehbar sind die Inhalte, welchen in der Produktion höchste Qualitätskriterien auferlegt seien, über das Flashbook auf der Website sowie eigene Apps für iPhone und iPad. Bot man den Download der App zuerst kostenpflichtig an, entschied man sich bald für den freien Download: „Wir wollten in die Breite gehen, denn sonst müssen wir zwei Seiten überzeugen: den Werbe- und Endkunden“, legt Wiehl die Überlegungen dahinter offen. In puncto Werbekunden

scheut Wiehl auch nicht davor zurück, vorherrschende Zustände offen zu thematisieren: „In Österreich ist das Standing von Onlinemedien weit hinten nach, dementsprechend klein sind auch die Online-Etats.“

Österreich „hinten nach“ Für Printanzeigen seien im Selbstverständnis der Unternehmen 14.000 € für eine Anzeige kein Problem, Online bedeute das oft den gesamten Jahresetat. Wenngleich er festhält, dass man in Printprodukten, gerade in der Lifestyle-Branche, oft vertreten sein müsse: „Print ist man gewohnt,

da muss man einfach dabei sein.“ Umso mehr forcieren Wiehl und sein Team daher neue Werbeformen im Internet: „Wir pushen Kunden, hier aktiver zu sein.“

Internationale Großkunden Problematisch sieht Wiehl auch den Preiskampf in der Onlinewerbung: „Drei Euro für 1.000 Kontakte ist total unterbewertet, und dafür wird dann natürlich auch Qualität verlangt.“ Nichtsdestotrotz finanziert sich „Vangardist“ rein durch Werbeeinnahmen, die Vermarktung übernimmt das Team dabei selbst. Erlöse generiere man aus

verschiedenen Branchen, vorrangig internationaler Unternehmen. Uhrenhersteller wie Fossil oder Guess oder die Automobilbranche mit Kia bis hin zu Fashionkonzernen wie Tommy Hilfiger, G-Star oder Ralph Lauren buchen Werbeflächen im „Vangardist“. Diese vertrauen auf die genau definierte Zielgruppe des Mediums: „Männer von 25 bis 44 Jahren, double incomes no kids, gut situierte Singles“, so Wiehl über die Kernleserschaft. Die Zugriffe erreichen dabei pro Ausgabe bis zu 600.000 Page Impressions, 60% lesen die deutsche, 40% in etwa die englische Ausgabe.  www.vangardist.com

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Das Onlinemagazin „Vangardist“ ist über Flashbook oder App beziehbar.

Julian Wiehl, Chefredakteur, und Herausgeber Carlos Andres Gómez Silva.

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keit, das laufende Programm anzuhalten und nach Bedarf fortzusetzen – dann, wann Sie es möchten. Damit nicht genug: Während Sie eine Sendung schauen, können Sie zugleich ein anderes Lieblingsprogramm für spätere TV-Momente ganz einfach aufnehmen.

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„Ausgetretene Pfade verlassen“ und hochwertigen Content bieten, ist das Motto von CEO Julian Wiehl.


B i z-ta l k C LA S S IC

16 – medianet

Freitag, 1. Juni 2012

mit Relaunch in die neue Saison Jubiläum

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1. Robert Langenberger GF Styria Multi Media Ladies), Sylvia Margret Steinitz (Wienerin CR), Karen Müller (GF Styria Multi Media Ladies) mit Moderator des Abends, Schauspieler und Kabarettist Manuel Rubey; 2. Designerin Michel Mayer mit Michaela Mähr (PR Richemont Northern Europe); 3. Raphaela Vallon-Sattler (Executive Director IAA) mit Monika Wiltschnigg (GF Tiffany & Co Österreich).

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1. Gerald Klima (GF APA-IT), Michael Götzhaber (Techn.-Dir. ORF), Martin Schevaracz (Vertrieb APA-IT); 2. Karl-August Lux (BMAA) mit Susanne Lux; 3. Sylvia Dellantonio (GF willhaben.at), Kathrin Leiter (Kleine Zeitung Digital), Alexis Johann (GF WirtschaftsBlatt Digital); 4. Peter Kropsch (GF APA), Michel Aeberhard (GF sda Informatik).

Spielerische Feierlichkeiten im Palais Schönburg

10 Jahre APA-IT Dekade Zum zehnjährigen Bestehen der Tochter APA-IT lud die Austria Presse Agentur bei Kaiserwetter und gemütlicher Atmosphäre ins Palais Schönburg. Geschäftsführer Gerald Klima gab einen eindrucksvollen Rückblick auf zehn ereignisreiche Jahre unter dem Motto „Back to the Future“, die zahlreich erschienenen Gäste lauschten gemütlich im Liegestuhl und erfrischten sich an der Bar. Wem das reichhaltige Buffet ausreichend Stärkung verliehen hatte, der durfte seinen spielerischen Trieben nachgehen und sein Können bei einer vierspurigen Carrera-Bahn, „Wutzler“, Airhockey oder Flipper versuchen. Mit der APA feierten unter anderem Herbert Achleitner (Oberösterreichische Nachrichten), Stefan Altenkamp (dapd), Livia Dandrea-Böhm (A1 Telekom), Sylvia Dellantonio (willhaben.at), Michael Götzhaber (ORF), Heimo Hammer (kraftWerk), Alexis Johann (WirtschaftsBlatt), Peter Kropsch (APA), Ronald Schwärzler (punkt.wien), Martina Zadina (Adworx). (hof) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Karriere

anno dazumal

Ein Abend im Zeichen eines Frauen-Magazins

Wienerin Fest, neu Mal anders Einen Abend für und mit der Wienerin verbrachten kürzlich abends rund 1.000 geladene Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft im 21er Haus in Wien. Das mittlerweile zur Tradition gewordene „Wienerin Fest“ zeigte sich von einer völlig neuen Seite. Im Mittelpunkt dieser einen besonderen Nacht stand diesmal das Magazin – und dessen moderne Lifestyle-Welt, denn die Wienerin sorgt neben seriösen Reportagen auch jeden Monat für die nötige Dosis an Fashion, Beauty und People-News. Und diese Lifestyle-Welt ist bunt – so bekam auch der Schauplatz der Veranstaltung, der zu Beginn zur Gänze in „schwarz-weiß“ gehalten war, im Laufe des Abends immer mehr Farbe, die das 21er Haus nach und nach in die glanzvolle Magazin-Welt von heute verwandelte. Mit dabei waren: Schauspielerin Ursula Strauss, die Moderatoren Thomas Mohr, Kathi Bellowitsch, Volker Piesczek, Carolyn Aigner, Johanna Es ist wieder so weit: Dienstag Setzer, Universal Music-Boss kommender Woche steigt im Hannes Eder, Monika WiltWiener Rathaus die dies­jährige schnigg (Tiffany&Co Öster„Gewista Plakatparty“ – das reich), Siegfried Maurer (Estée Who is who der heimischen Lauder Österreich), Karl Hans ­Werbebranche trifft sich dort. Polzhofer, Andreas Cieslar (Casinos Austria), u.v.m.  (fej)

Gastkommentar Incentives – spannend, motivierend, noch zeitgemäß?

Die Zukunft von Incentives

präsentiert von

© Harri Skrach

© adsandbrands

Werner Meisinger „Falstaff“ Neuer Chefredakteur Falstaff, Österreichs größtes Wein- und Gourmetmagazin, hat sich mit Werner Meisinger als Chefredakteur einen Top-Experten der österreichischen Gourmetszene an die Spitze der Redaktion geholt.

Auch Hannes Dünser (GF Österreichi­ sche Web­analyse) feierte mit.

Bank Austria Es sind die kleinen Dinge im Leben, die zählen – so auch für Starkoch Wolfgang Puck, der dies für die Creditanstalt kommunizierte. Anzeigentext: „Creditanstalt – CA, die Bank zum Erfolg“. Wolfgang Puck, ­Besitzer des „Spago“ und mehrerer anderer Restaurants in Los Angeles, über Erfolg: „Erfolg ist für mich, wenn sich jeden Tag ein kleiner Traum erfüllt … und dann und wann ein großer“. Anzeige vom: 20.3.1992.

Bleibend Sie sollen Eindruck hinterlassen – bei Ihren Mitarbeitern und Kunden. Sie sollen die Produktivität erhöhen, die Arbeitsmoral stärken. Sie sollen motivieren, sie stellen ein Dankeschön dar. Doch erzielen sie die Wirkung, die sie haben sollen, oder Bedarf es in Zukunft einer anderen Art von Anreiz? Egal ob Mitarbeiter oder Kunde, jede Art von Incentivierung muss gut durchdacht sein. Welches Verhalten soll belohnt werden? Unternehmen, die treue Mitarbeiter und Kunden allein mit Geschenken, Gutscheinen oder Erlebnisgutscheinen abfertigen, vergeben wichtige Chancen zur Kontaktpflege und für die Bildung von intensiven Kundenbeziehungen. Wenn eine Incentive Aktion zu einem wirklichen Erfolg werden soll, muss sie gründlich vorbereitet werden. Dies bedeutet in erster Linie, die Wünsche der Mitarbeiter und Kunden zu kennen. Gefragt ist auch das Außergewöhnliche, das erhöht den Anreiz. Sie bringen z.B. ein Produkt aus dem Orient auf den Markt. Warum nicht ein Incentive in Marokko veranstalten à la „1001 Nacht“? Nachbearbeitung und Erfolgskontrolle. Ganz wichtig, wird jedoch unterschätzt und gern vergessen. Mit Feedbackgesprächen fördern Sie eine vertrauensvolle Beziehung. Wertschätzung ist Balsam für die Seele und sorgt für gute Stimmung in Ihrem Team, bei Ihren Kunden und führt damit zu besseren Ergebnissen und Folgegeschäften. Incentives werden daher auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen. Cornelia Pfeiffer-Janisch, Geschäftsführerin und Inhaberin der C&C Agency Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© C&C Agency/Silvia Schober

© APA/Thomas Preiss

© Styria Multi Media

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