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Freitag, 20. April 2012 – 71

© Metaberatung

Draw-Back

Männliche und weibliche Chefs sind ein­ ander ähnlicher als bisher gedacht  Seite 74

© WU Exec. Academy

careernetwork Kick-Off

IBM-Chefin Tatjana Oppitz eröffnet den EMBALehrgang der WU Exec. Academy  Seite 75

Aufsteigerin Patricia Mussi, Handelsverband © Handelsverband

Aufstieg Marcin ­Kotlowski stellt sich der neuen Heraus­ forderung als Chef der Wien Holding Medien GmbH.  Einstieg beige­ bracht.com will die Vermarktung des Weiterbildungs­ markts ins 21. Jahr­ hundert bringen. 

Seite 72

© Dale Carnegie Austria

„Jeder Tag ist ein ­neuer Lernprozess“

AUsgezeichnet

Dale Carnegie verleiht erstmals den „Leadership Award“ in Österreich. Preisträger ist die Rubner Holding.  Seite 75

© W24

Seite 73

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von


Career portrait

Warum ein Migra­ tions­hintergrund nicht notgedrungen ein Nachteil ist, was ihn am Medien­ machen fasziniert und wann man sich vor seinen Mitarbei­ tern ver­neigen muss, verrät der Chef der Wien Holding Medien GmbH, Marcin Kot­ lowski, im Gespräch.

Freitag, 20. April 2012

© medianet/Szene1/Andreas Tischler

72 – careernetwork

© W24

„Langeweile vertrage ich offenbar schlecht“ 9 Fragen An Mar cin Kotlo w s ki

Als Kind wollte ich immer … Dinge erobern. Mein Lebensmotto ist … „Wir schaffen das!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … etwas zu essen. Darüber kann ich lachen … immer wieder mich selbst. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Ruhm“ von Daniel Kehlmann. In 20 Jahren werde ich … mir denken, wie schnell doch die letzten 20 Jahre vergangen sind. Das ist meine größte Stärke … mich immer wieder neu auf meine Umgebung einzustellen.

Wien. „Jeder Tag ist ein neuer Lernprozess. Und man muss bereit sein, sich dieser Herausforderung zu stellen.“ Was Marcin Kotlowski fast beiläufig ins Gespräch einstreut, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als der rote Faden seines bisherigen Werdegangs: Im polnischen Wroclaw (Breslau) geboren, bringt ihn sein Großvater kurz nach der Verhängung des Kriegsrechts in seiner damaligen Heimat und kurz vor seiner Einschulung 1983 zu den bereits zuvor emigrierten Eltern in Wien: „Es ist nicht leicht gewesen, am Anfang die Sprachbarrieren zu überwinden, aber in diesem Alter lernt man sehr schnell“, beschreibt er die ersten großen Hürden am Schulhof. „Natürlich fühlt man sich manchmal einsam, wenn man nicht frei drauflos plaudern kann“. Eine große Hilfe seien in dieser Zeit seine Lehrer gewesen: „Sie haben sich wahnsinnig um mich gekümmert. Ich hatte diesbezüglich großes Glück.“ Generell sieht er die damalige Migrationsphase mehr als Vor-, denn als Nachteil: „Diese Zeit hilft mir heute ungemein. Wenn

man sieht, dass politische Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist, relativiert sich einiges. Man kann Zufriedenheit mehr schätzen und die Freiheit viel bewusster wahrnehmen und auch genießen.“

Mensch vs. Maschine Die Freiheit, die Ausbildung zu machen, die ihn interessierte („als Kind wollte ich Pfarrer und dann Formel 1-Pilot werden“) führte Kotlowski schlussendlich in die HTL für Nachrichtentechnik in Wien 20: „Mein Großvater ist Nachrichtentechniker gewesen und hat Fernseher repariert. Das wollte ich auch verstehen.“ Die Technik an sich entpuppte sich zwar in Folge nicht als das Seine – „Ich kann, glaube ich, besser mit Menschen“ –, sie sollte aber neben seiner Leidenschaft für Medien („Das Zeitungmachen fasziniert mich schon seit meiner Zeit bei der Schülerzeitung; ich liebe einfach den Geruch und das haptische Erlebnis“) zum ständigen beruflichen Begleiter werden: Nach der Matura studierte Kotlowski Betriebswirtschaft mit Fokus

auf Wirtschaftsinformatik; bei seinem neunjährigen Engagement beim echo medienhaus gründete er gemeinsam mit drei Partnern die auf Webtechnologien spezialisierte Tochteragentur echonet. „Von Christian Pöttler habe ich die Maxime ‚Geht nicht, gibts nicht‘ gelernt. Ohne diese sehr prägende Zeit wäre ich heute sicher nicht dort, wo ich bin.“ Und in seiner Zeit als Mediensprecher für das Kabinett Faymann und das Büro Ostermayer („Dieses neue Kapitel hat mir sehr gut getan“) baute er u.a. das Kompetenzzentrum für die Internetgesellschaft auf und verfasste ein Buch zum digitalen Wohlfahrtsstaat. „Langeweile vertrage ich offenbar schlecht“, lacht er, nachdem er seine bisherige Vita mit all ihren Stationen im Zeitraffer nochmals durchleben musste. Sein jetziges Engagement als Geschäftsführer der Wien Holding Medien GmbH sei quasi „maßgeschneidert“: „Ich habe die Möglichkeit bekommen, die Welten ‚politische Kommunikation‘, ‚Technik‘ und ‚Medien‘ zusammenzuführen. Da konnte ich nicht widerstehen“, freut sich Kotlowski über die

neue Herausforderung mit einer neuen Mannschaft und einer neuen Materie.

Kreativität vs. Disziplin Generell sieht sich Kotlowski als Teamplayer: „Ich baue sehr stark auf Menschen und mache niemandem Vorschriften, wann wer produktiv ist und wann wer kreativ sein darf“, setzt er auf einen kooperativen Führungsstil, wenngleich ihm die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Ziele und Deadlines ein großes Anliegen ist: „Kreativität und Disziplin gehören für mich zusammen.“ Etwaige Erfolge – mit echomedia gewann er etwa den Staatspreis Multimedia – müsse man dann aber genauso mit dem Team teilen: „Auszeichnungen sind ein schönes Erlebnis für das gesamte Team und man muss den Mut haben, das auch gebührend zu feiern und sich vor den Mitarbeitern einmal zu verneigen; darauf einbilden darf man sich als Chef aber nichts“, bleibt er trotz des schon in jungen Jahren Erreichten bescheiden.  (jawe)

1976–1998

1998–2008

2008–Heute

1976 im polnischen Breslau geboren, zieht Marcin Kotlowski im Alter von fünf nach Österreich, wo er nach Volksschule und Gymnasium die HTL für Nachrichtentechnik in Wien 20 absolviert. 1996 steigt er bei der „Aktion Kritischer Schüler“ ein und wird deren Bundessekretär. Parallel beginnt er sein Studium der Betriebswirtschaft an der WU Wien.

1998 wechselt Kotlowski zur facts werbeagentur und 1999 zur echo werbeagentur gmbh, wo er gemeinsam mit drei Partnern 2003 die echonet communication gmbh gründet und als Geschäftsführer leitet. 2007 wirbt ihn der damalige Infrastrukturminister Werner Faymann als Mediensprecher und Fachreferent für Telekommunikation ab.

2008 wechselt Kotlowski als Sprecher von Staatssekretär Josef Ostermayer ins Kanzleramt. Zwischen Jänner und Juni 2011 fungiert er als Kommunikationsleiter der SPÖ. Im Juni des vergangenen Jahres übernimmt er die Geschäftsführung der Wien Holding Medien GmbH, die den Fernsehsender W24 betreibt und den Medien- und Journalistenausbildungsbereich der Stadt Wien strategisch weiterentwickeln soll.

Das ist meine größte Schwäche … mich selber unter Stress zu setzen. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Charlie Chaplin.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 20. April 2012

careernetwork – 73

Wissens-Community beigebracht.com will die Anbieter und Nachfrager von Weiterbildung an einem Ort zusammenführen

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Alles unter einem Dach

Portalgründer Markus Kainz: „Viele heutige Anmeldesysteme sind einfach nicht mehr zeitgemäß.“

Mission: unbekannt

Die Macht des Kollektivs

Aktuell sind 150 aktive Angebote und knapp 4.000 User auf dem Portal vertreten.

Wichtig sei Schmid und Kainz bei der Konzeption gewesen, dass Anbieter wie Nachfrager sehr einfach zueinanderfinden können: „Für den User ist die Anmeldung kostenlos und er kann durch unser Social Community-System die Angebote direkt vergleichen und schon im Vorfeld einschätzen, ob das Gebotene etwas taugt“, schwört Kainz auf das Kollektiv: „Die Community bestraft, lobt und bewertet die Kurse sehr transparent.“ Kursanbieter profitierten

wiederum davon, dass mehrere Anbieter auf einer Plattform mehr Traffic generierten und von einer administrativen Vereinfachung, die das Portal-Backend biete: „Sie müssen nur mehr ihre Kurse in eine Maske eintragen. Den Rest – von der Verwaltung von Wartelisten bis hin zur Verrechnung – erledigen wir“, so Kainz. Bezahlen müssten auch die Kursanbieter erst dann, wenn sich eine Vermittlung über beigebracht.com ergibt: „Wir wollen keine Fixkosten verrech-

Abbrecherquoten WKO fordert Reform der 9. Schulstufe

nen, sondern agieren nach einem Provisionsmodell, das erst dann zum Tragen kommt, wenn ein Kurs tatsächlich gebucht wird.“ Kurzfristig will man das Portal, das in erster Linie Studenten ansprechen soll und vom ZIT der Stadt Wien und vom FFG gefördert wurde, in ganz Österreich etablieren. Mittelfristig sieht man aber ganz Europa als Spielwiese: „Wir wollen ‚beigebracht.com‘ als FranchiseSystem am ganzen Kontinent etablieren“, so Kainz abschließend.  (red)

KMU Forschung Bedarf an Fachkräften liegt bei 15.000

„Schlichtweg inakzeptabel“

„Lehrlingsangebot reicht nicht aus“

Wien. Die Abbrecherquoten bei den weiterführenden Schulen – laut Statistik Austria hat jeder dritte Schüler, der im Schuljahr 2006/07 in der ersten Klasse Oberstufe war, seine Ausbildung im Laufe der folgenden Jahre ohne Abschluss abgebrochen – sind nach Auffassung von Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, „schlichtweg inakzeptabel“: „Wenn nach vier Schuljahren

Wien. Viele Branchen beklagen, nicht genug gut ausgebildete Mitarbeiter zu bekommen. 28% der Gewerbebetriebe sind auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften – laut KMU Forschung Austria liege der Bedarf an qualifizierten Fachkräften bei mindestens 15.000. Nun sollten auch junge Leute außerhalb Österreichs angeworben werden: „Das derzeitige Lehrlingsangebot reicht offensichtlich nicht aus, den Fachkräftebedarf zu decken“, kritisiert Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria.

jeder Vierte der Schüler die AHS und jeder Dritte Schüler die BHS abbrechen musste, so ist dies eine unverantwortliche Vergeudung von Lebenszeit“, stellt Landertshammer fest.

Versuchs-Irrtum-Verfahren

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Reinhard Hübl

Den Gewerbe- und Handwerksbetrieben mangelt es an Nachwuchskräften.

Verena Iber Luminox

© Luminox

Reinhard Hübl fungiert künftig als neuer Konsulent beim Institut für Qualitative Marktforschung (IFQM). Hübl war in seiner bisherigen Laufbahn u.a. Leiter der Uniqa-Konzernkommunikation und später ÖPAG-Kommunikator.

Verena Iber (21) ist seit April die neue Brand Managerin von Luminox Austria und zeichnet künftig für die Markenführung der US-Schweizer Uhrenmarke in Österreich verantwortlich. Zuvor war sie bei Eurofins ofi-Wien tätig.

Promotion

Angesichts der demografischen Entwicklung werde sich die Problematik noch verschärfen. Zur Behebung des Mangels solle man daher die Attraktivität der österreichischen Lehrausbildung und die damit verbundenen Berufsaussichten auch bei jungen Menschen außerhalb Österreichs bewerben, rät er und handelt sich Kritik seitens der Österreichischen Gewerkschaftsjugend ein: „Bevor die österreichischen Unternehmen ins Ausland fahren, um dort Lehrlinge

© dpa/Rainer Jensen

„Kein Lehrlingsimport nötig“

IFQM

© IFQM

job

anzuwerben, sollen sie lieber die 4.725 Jugendlichen ausbilden, die in Österreich als Lehrstellen suchend gemeldet sind“, so Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der ÖGJ. Tausende Jugendliche seien in der überbetrieblichen Lehrausbildung, obwohl sie Lehrstellen in Betrieben suchten. „Wenn die Wirtschaft diese Jugendlichen ausbilden würde, bräuchte sie bei der Lehrlingssuche nicht über die Grenze schielen.“  (red)

Guido Rupp Sonepar

© Sonepar

© M. Gnedt

Die längst überfällige Reform der neunten Schulstufe müsste wieder in den Mittelpunkt des politischen Interesses rücken, ist Landertshammer überzeugt: „Wir haben mit dem Konzept einer ‚Mittleren Reife‘ unsere diesbezüglichen Vorstellungen klar dargelegt. Wir alle brauchen am Ende der Allgemeinen Schulpflicht nachweisbare und verlässliche Leistungsstandards, die auch gültige Rückschlüsse auf den Erfolg beim Besuch eines weiterführenden Bildungswegs – vom Lehrabschluss bis hin zur Reifeprüfung – zulassen.“ Die aktuellen Abbrecherquoten von Repetenten von mehr als 70% deuten laut Landertshammer eher darauf hin, wie sehr der weitere Bildungsweg ab 14 derzeit nach dem Versuchs-Irrtum-Verfahren gewählt werde. (red)

Michael Landertshammer, WKO: „Vergeudung von Lebenszeit“.

„Wozu – weshalb – warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!“ So heißt es im Vorspann zur „Sesamstraße“. Leider nicht nur dort. Denn wie eine aktuelle Umfrage von karriere.at ergab, ist Information für viele Mitarbeiter von österreichischen Unternehmen ein begehrtes Gut: Lediglich jeder Vierte (23 Prozent) der 430 befragten Arbeitnehmer fühlt sich von seinem Vorgesetzten über Unternehmensziele informiert. Etwas mehr (27 Prozent) geben an, im Groben über größere Zusammenhänge Bescheid zu wissen. Insgesamt also jeder zweite Befragte. Ein Drittel (36 Prozent) sagt, nichts bzw. wenig von Unternehmenszielen zu wissen, weitere 14 Prozent müssen sich ihren Wissensstand selbst erfragen. Aus der Umfrage geht aber auch hervor, dass es bei der Vermittlung von Informationen in heimischen Unternehmen eine Diskrepanz zwischen Idealvorstellung und Wirklichkeit gibt: Zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Führungskräfte und HR-Manager sind nämlich überzeugt, dass Mitarbeiter möglichst viel wissen sollten, da nur dann gute Arbeit möglich sei. Fazit: Zwar ist man sich der Wichtigkeit des Themas bewusst, wie viel dann aber bei der Belegschaft tatsächlich ankommt, steht auf einem anderen Blatt. Dabei geht es gar nicht so sehr um Details – sondern in vielen Fällen um grobes Überblickswissen zu den wichtigsten Unternehmenszielen. Arbeitnehmer, die wissen, wofür sie arbeiten, können ihre Leistungen im „Großen Ganzen“ auch wiederfinden. Und das wiederum schafft Identifikation.

Guido Rupp übernahm mit 1. April die Führung der Marketing-Abteilung des Elektrogroßhandelsunternehmens Sonepar Österreich/Hagemeyer Austria. Rupp übernimmt die Position von Nicole Schuh, die sich selbstständig macht.

Patricia Mussi Handelsverband

© Handelsverband

Derzeit habe man ständig 150 aktive Angebote aus den vier Kategorien Bildung & Unterricht, Sport & Freizeit, Kunst & Musik sowie Sprachen & Literatur auf der Plattform im Portfolio. „Wir haben knapp 4.000 User und generieren im Schnitt 800 Buchungen“, so Kainz weiter. Bezahlt werde über den Payment Service Provider mPay24: „Wir nehmen etwaige Sicherheitsbedenken der User sehr ernst und haben uns bereits zwei Mal von Secure Business Austria auf Herz und Nieren testen lassen“, hält Kainz fest.

© beigebracht.com

Wien. „Wir wollen das ‚Amazon‘ für Fort- und Weiterbildung werden“. Die Ziele von Markus Kainz, gemeinsam mit Alexander Schmid Gründer der Onlineplattform beigebracht.com, sind ambitioniert. „Unsere Vision ist es, eine bessere Übersicht und Transparenz im undurchsichtigen Fort- und Weiterbildungsmarkt zu bieten und dafür zu sorgen, dass einerseits die Anbieter, die mit neuen Kunden in Kontakt kommen wollen, als auch die Konsumenten, die Weiterbildungsangebote suchen, von der Plattform profitieren.“ Der USP des Angebots sei dabei, dass, egal ob Einzelstunden oder Kursveranstaltungen, alles auf einer einzigen Seite online angeboten, gebucht, bezahlt und koordiniert werde: „Viele heutige Anmeldesysteme sind nicht mehr zeitgemäß. Fragen Sie die Tausenden Studenten, die derzeit für Uni-Sportkurse stundenlang Schlange stehen, nur um dann doch keinen Platz mehr zu bekommen. Oder all jene, die sich online für Kurse anmelden möchten und an einer defekten Eingabemaske scheitern“, schildert Kainz die Beweggründe für den Launch von beigebracht.com.

Patricia Mussi (33) übernahm mit 16. April die Geschäftsführung des Handelsverbands, der freiwilligen Interessenvertretung österreichischer Handelsunternehmen. Zuletzt war sie Geschäftsführerin des Europäischen Forums Alpbach.


Leadership

74 – careernetwork

Freitag, 20. April 2012

Führungsstil Weltweite Studie räumt mit Vorurteilen auf: Männliche und weibliche Chefs sind einander viel ähnlicher, als bisher angenommen

Stereotyp? Nicht im Chefsessel!

© Metaberatung

Ob Mann oder Frau, das macht zumindest in Führungspositionen kaum einen Unterschied.

GF Rainer Neubauer: „Keine Diskussion um unterschiedliche Führungsstile!“

Düsseldorf. Männliche Chefs sind machtgierig und rücksichtslos, Frauen in Führungspositionen viel einfühlsamer und angepasst? Weit gefehlt! Weibliche und männliche Manager mit Personal­ verant­wortung haben eine ähn­ liche Persönlichkeitsstruktur. Das zeigt zumindest eine weltweite Befragung von „Hogan Assessment Systems“ unter 14.000 Führungskräften. Männer und Frauen an der Spit­ ze weisen ziemlich ähnliche Ei­ genschaften auf: nämlich genau jene, die sie auf der Karriereleiter so weit nach oben befördert ha­ ben. Entgegen klassischen Vor­

urteilen ist bei Frauen in Füh­ rungspositionen das Streben nach Akzeptanz und Bestätigung weit weniger ausgeprägt, als angenom­ men, und Männer gieren nur mi­ nimal stärker nach Status, Macht und Geld als ihre weiblichen Pendants.

Geschlecht kein Kriterium „Die Untersuchung belegt: Von ihren Persönlichkeitsmerkmalen her sind Frauen nicht grundsätz­ lich die einfühlsameren Chefs und Männer die Machtmenschen“, sagt Rainer Neubauer, Geschäfts­ führer des Personaldiagnostik-

und Assessment-Unternehmens „Metaberatung“. „Die Diskussion über den unterschiedlichen Füh­ rungsstil von Männern und Frau­ en ist daher nicht zielführend. Sie sollte stattdessen einer Definiti­ on von Anforderungen weichen. Zu fragen ist, welcher Kandidat sich am besten für einen bestimm­ ten Job eignet. Persönlichkeits­ merkmale sind hier wichtiger als das Geschlecht. Denn sie entschei­ den maßgeblich über den langfris­ tigen Erfolg von ­Managern.“ Konkret schlägt Neubauer den Arbeitgebern vor, bei der Beset­ zung eines Chefpostens in einem ersten Schritt eine Kombination von

Eigenschaften und Persönlichkeits­ merkmalen zu definieren, an denen die Kandidaten gemessen werden können; nicht das Geschlecht, son­

„Frauen sind nicht grundsätzlich einfühlsamere Chefs, ­Männer nicht prinzipiell ­Machtmenschen!“ Rainer Neubauer metaberatung

JOBTICKER

dern ein nachvollziehbares wis­ senschaftliches Auswahlverfahren bilde dann die Basis für die Perso­ nalentscheidung, so Neubauer. (lw)

In Zahlen Bildung 2010/11

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Akademikerplus

Wien. Das Bildungsniveau der ­Österreicher steigt, der Anteil der Personen mit einem tertiären Bil­ dungsabschluss hat sich seit 1980 verdreifacht; das geht aus der Publikation „Bildung in Zahlen 2010/11“ der Statistik Austria her­ vor. Vor allem unter den Frauen orten die Statistiker einen Akade­ mikeranstieg: Haben nur zwei bis drei Prozent der heute 75-Jährigen einen tertiären Abschluss, sind es unter den 30-Jährigen bereits 23%. Weniger Freude hat die ÖH mit den Ergebnissen: „Die Studie zeigt, dass Frauen zwar im Bache­ lor zahlenmäßig stärker vertreten sind als Männer, bei den Folgestu­ dien kehrt sich dieser Sachverhalt allerdings wieder um“, kritisiert Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH in einer Aussendung.

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Assistent Claim Management (m/w) Dr. Pendl & Dr. Piswanger GmbH Dienstsitz: Wien 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

Brüssel. Über eine halbe Mio. Men­ schen werden bis 2020 europaweit in der Windkraft-Industrie arbei­ ten. Zu diesem Ergebnis kommt die „European Wind Energy Asso­ ciation“ (EWEA) in ihrer jüngsten Analyse. Der Windenergie-Sektor habe sich als stabiler und wichtiger Mo­ tor gegen ökonomischen Stillstand in Europa etbliert, so die Autoren. Derzeit arbeiten knapp 200.000 Beschäftigte in der europäischen Windenergie-Industrie.

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Detailinfos zu den Jobs: Einfach Referenznummer in das Suchfeld von

© Petra Bork/pixelio.de

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Großes Potenzial im Windkraft-Sektor: 520.000 Jobs soll es 2020 geben.


Weiterbildung

Freitag, 20. April 2012

careernetwork – 75

WU Executive Academy IBM Ă–sterreich-Chefin Tatjana Oppitz begrĂźĂ&#x;te die Studenten des neuen EMBA-Lehrgangs

short

Kick-off fĂźr neue Klasse

Talente-Scan an Wiener Schulen startet 2012 Wien. Im Schuljahr 2012/2013 startet mit dem „Talente-Scan Berufsbildung“ in Wien ein neues Schulprojekt, das gemeinsam von Wirtschaftskammer Wien und Stadtschulrat konzipiert wurde. Wiens SchĂźler der 8. Schulstufe sollen die Chance bekommen, die eigenen Fähigkeiten und die Anforderungen der Wirtschaft an kĂźnftige Arbeitskräfte besser kennenzulernen, erklärt WKW-Präsidentin Brigitte Jank. Inhaltlich werden die praxis- und wirtschaftsorientierten Fähigkeiten des SchĂźlers hinsichtlich Rechnen und ZahlengefĂźhl, Rechtschreibung und Grammatik, Textverständnis, Englischkentnisse, Logik, technischem Verständnis, Konzentration und Beobachtungsgabe getestet.

Gezieltes Talentmanagement „Um den Herausforderungen einer sich ständig ändernden Geschäftswelt erfolgreich begegnen zu kĂśnnen, benĂśtigen Unternehmen gezieltes Talentmanagement. FĂźr Unternehmen ist es heute Ăźberlebensnotwendig, Talente in den eigenen Reihen zu erkennen, diese gezielt zu fĂśrdern und so FĂźhrungskräfte aufzubauen, die sowohl die Fähigkeiten als auch die PersĂśnlichkeit haben, um Menschen durch Veränderungsprozesse zu fĂźhren“, so Oppitz weiter. Genau dieses RĂźstzeug zur Veränderung will der Executive MBA (Global) seinen Studierenden ver-

mitteln, betont man seitens der WU Executive Academy. So durchlaufen die Teilnehmer in 14 Monaten (40 Tage off-the-job) ein „intensives General Management Programm mit den Schwerpunkten Change Management, Globalization Strategy und Financial Management“. Vor allem die Internationalität des Programms sei ein Alleinstellungsmerkmal, betont der Dean der WU Executive Academy, Bodo B. Schlegelmilch: „Der von uns hochgehaltene Qualitätsanspruch an das Programm Ăźberzeugt FĂźhrungskräfte aus nationalen und internationalen Unternehmen gleichermaĂ&#x;en und so konnten wir den internationalen Teilnehmeranteil jährlich steigern.“

Internationalisierung Die Teilnehmer der aktuellen Klasse seien etwa FĂźhrungskräfte aus 14 Nationen – u.a. China, Brasilien und Armenien – und sie verfĂźgten Ăźber durchschnittlich elf Jahre Berufs- bzw. sechs Jahre Managementerfahrung. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Jahr wieder eine derart hervorragende Klasse zusammenstellen konnten. Die Teilnehmer werden von den umfangreichen persĂśnlichen und beruflichen Erfahrungen ihrer Kollegen enorm profitieren“, ist Schlegelmilch Ăźberzeugt. Beson-

Mike Houston, Associate Dean of International Programs (CSOM), Tatjana Oppitz, CEO IBM Ă–sterreich, Bodo B. Schlegelmilch, Dean WU Executive Academy.

deres Highlight der aktuellen Auflage des EMBA-Programms seien neben den Modulen im Wiener Palais SchĂśnborn vor allem die drei Studienreisen nach Amerika (New York und Minneapolis), Asien (Guangzhou in China und Hyderabad in Indien) und nach St. Petersburg in Russland. „Bei den Studienreisen kĂśnnen die Teilnehmer in Diskussionsrunden mit Top-FĂźhrungskräften aus dort ansässigen Unternehmen MĂśglichkeiten und Problemstellungen des dortigen Wirtschaftslebens analysieren“, so Schlegelmilch. Ein „Virtual Team Project“, bei dem Executive MBATeilnehmer aus Amerika, China, Indien und Wien gemeinsam

an einer Market-Entry-Strategy arbeiten, bilde den „krĂśnenden Abschluss des Programms“.

Facts & Figures Der Executive MBA (Global) von WU Executive Academy und Carlson School of Management ist ein 14-monatiger, berufsbegleitender Universitätslehrgang, der Fßhrungskräften mit mindestens fßnf Jahren Berufserfahrung und einem akademischen Abschluss ein intensives General Management-Programm mit den Schwerpunkten Change Management, Globalization Strategy und Financial Management zuteil werden lässt. Der nächste EMBA startet im April 2013.  www.executiveacademy.at

Dale Carnegie Erstmals wurde in Ă–sterreich der Award des weltweit agierenden Trainingsunternehmens vergeben

Š Dale Carnegie Austria

Leadership Award an Rubner Holding

Robert Korp und Clemens Widhalm (Geschäftsfßhrer von Dale Carnegie Austria), Stefan Rubner (CEO Rubner Holding), Peter Handal (CEO Dale Carnegie Training).

Wien. Die weltweit agierende Trainingsorganisation Dale Carnegie hat vergangene Woche ihren „Leadership Award“ erstmals in Ă–sterreich verliehen. Ausgezeichnet wurde die Rubner Holding, eine auf Bauen mit Holz spezialisierte und europaweit tätige Unternehmensgruppe: „Rubner fĂźhrt vor, wie ein Unternehmen gleichermaĂ&#x;en profitabel und innovativ sein kann und kontinuierlich Initiativen setzt, um die Unternehmenskultur in Richtung seiner definierten Kernwerte weiterzuentwickeln“, begrĂźndete der extra aus den USA angereiste Dale Carnegie-CEO Peter Handal die Entscheidung der Jury.

Wifi-Sprachmaniacs 2012 stehen fest

Der internationale Leadership Award, den bereits Boeing, Adidas, GlaxoSmithKline, Coca-Cola oder Daimler-Chrysler erhielten, soll Unternehmen und deren FĂźhrungskräfte auszeichnen, die sich besonders der MitarbeiterfĂśrderung, Innovation und Kreativität verschrieben haben. Die Rubner Holding wurde vor allem fĂźr ihre Sales Academy ausgezeichnet. Laut Stefan Rubner, Präsident der Rubner Holding, absolvierten bisher 65 Vertriebsmanager dieses Programm und trugen so maĂ&#x;geblich zur Umsatzsteigerung von 314 Mio. â‚Ź im Jahr 2010 auf 370 Mio. â‚Ź 2011 bei.

Š Ludwig Schedl

Wien. Zum Start der aktuellen Klasse des Executive MBA (Global) konnten die Partner WU Executive Academy und Carlson School of Management heuer IBM Ă–sterreichChefin Tatjana Oppitz als prominente ErĂśffnungsrednerin ins Moya im Palais SchĂśnborn laden: „IBM ist ein Unternehmen, das sich in seiner 100-jährigen Geschichte wiederholt neu erfunden hat. Diese Geschichte hat gezeigt, dass erfolgreiche Transformationsprozesse vor allem Folgendes brauchen: tief verankerte Werte, Leadership und exzellente FĂźhrungskräfte“, so die WU-Absolventin bei ihrer Gastrede vor den 41 Teilnehmern der neuen Klasse.

Š WU Executive Academy

Oppitz: „Es ist Ăźberlebensnotwendig, Talente in den eigenen Reihen zu erkennen und zu fĂśrdern.“

Die heurigen Sprachmaniacs mit Michael Landertshammer, Wifi.

Wien. Seit letzter Woche stehen die besten Sprachentalente der AHS fest: Bei der „Wifi-Sprachmania“ waren die SchĂźler gefordert – im Dialog mit Muttersprachlern –, ihre Fähigkeiten in den Sprachen Englisch, FranzĂśsisch, Italienisch, Spanisch und Russisch zu beweisen. „Sprachen lernen ist zwar ein kontinuierlicher Prozess, doch der Grundstein hierfĂźr wird schon in der Jugend gelegt“, erläutert Michael Landertshammer, Institutsleiter des Wifi Ă–sterreich, die Motivation hinter dem Wettbewerb. Gewonnen haben Julia Szegedi, BG/BRG Amstetten (Switch-Wettbewerb Englisch/Spanisch); Thomas Schutte, BRG Adolf-PichlerPlatz Innsbruck (Englisch); Nastassja Mikl, BG/BRG St. Martin Villach (Italienisch), Nikolaus Kandolf, BG/BRG St. Martin Villach (FranzĂśsisch), Atdhetare Sherifi, BRG LandwiedstraĂ&#x;e Linz (Spanisch) und Armin Tahirovic, Borg Tulln (Russisch).

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