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medianet

inside your business. today.

FREITAG, 4. november 2011 – 47

EINFACH . SICHER . SCHNELL

robust & leistungsfähig

automatisch einfach

Panasonic bringt neues Industrie-Tablet für Motoren- und Maschinendiagnose Seite 51

Die aktuellen Neuheiten des österreichi­ schen Robotik-Spezialisten Keba  Seite 52

© Keba

© HBI

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Gute Aussichten für die Abfallwirtschaft

© Hirsch Gruppe

short

Zürich. ABB verzeichnete im dritten Quartal einen Anstieg des operativen Ertrags vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 24% und ein zweistelliges Umsatzplus gegenüber dem Vorjahresquartal. Neben dem höheren Umsatz spiegelt das verbesserte EBITDA auch den Erfolg der Kostensenkungsmaßnahmen wider, die den Preisdruck im Energietechnikgeschäft erneut mehr als ausgleichen konnten. Zudem wurde der Auftragsbestand ausgebaut. „Dieser wird das Wachstum in den kommenden Quartalen unterstützen”, so Joseph Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB.  www.abb.com

© EPA

Glanegg. Die Hirsch Servo AG konnte im kürzlich abgelaufenen Geschäftsjahr – trotz noch spürbarer Nachwirkungen der Krise – ihren Gesamtumsatz auf 92,6 Mio. € steigern. Grund dafür sind zum einen erhöhte Verkaufspreise infolge gestiegener Rohstoffpreise, zum anderen konnten – insbesondere im Bereich EPS-Verpackungen – auch Mengensteigerungen durch die Erschließung neuer Absatzmärkte erzielt werden. Das Management geht für 2011/12 von einem anhaltend positiven Trend aus.  www.hirsch-gruppe.com

Auf . BILDUNG.. ...ko mmt es an!

TÜV AUSTRIA *UXSSH ,QGXVWULHEUDXFKW6LFKHUKHLW $QODJHQVLFKHUKHLW

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München. Neu im Programm von Rauscher sind die Hitachi 3CCD-Kameras. Über ein Prisma wird das Bild in seine drei Farbkomponenten Rot, Grün und Blau zerlegt und jeder Farbkanal auf einem CCD-Sensor abgebildet. So ist für jeden Bildpunkt die volle RGB-Farbinformation vorhanden, eine Farb-Interpolation mit den damit verbundenen Farbfehlern ist nicht notwendig. Das bietet die zurzeit höchstmögliche Farb-Reproduzierbarkeit in allen Bereichen der industriellen Bildverarbeitung, Qualitätskontrolle, Mikroskopie und Medizin.  www.rauscher.de

© iStockphoto.com/Rubberball

© Rauscher

Aktuelle Studie Frost & Sullivan hat die Trends in der europäischen Abfallwirtschaft analysiert. Gerald Schmidt, Experte bei Saubermacher, hat für medianet die Ergebnisse aus Sicht des Praktikers unter die Lupe genommen.  Seite 48

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c ov e r

48 – industrialtechnology

kommentar

Synchronlauf von Lohn und Gehalt

Freitag, 4. November 2011

Aktuelle Studie Frost & Sullivan hat die Trends in der europäischen Abfallwirtschaft untersucht

Theorie und Praxis in der Recyclingbranche Gerald Schmidt von Saubermacher analysierte für medianet die Studienergebnisse. britta biron

Baumüller Produktiv

© Baumüller

Neuheiten

b maXX 3300 für Kleinantriebe und energieeffiziente Elektromotoren.

Nürnberg. Auf der SPS/IPC/Drives (22. bis 24. November) zeigt Baumüller seine Produkte und Lösungen für die durchgängige, energieeffiziente und sichere Produktion. Neben leistungsfähigen Steuerungen wie der b maXX-SafePLC zeigt Baumüller auch den neuen Servoregler b maXX 3300 für Kleinantriebe und energieeffiziente Elektromotoren. Weiters präsentiert wird die neue Generation des kompakten DSD2 Servomotor, der mit 6.000 Umdrehungen pro Minute Produktivität und Dynamik in Prozessen deutlich verbessert.  www.baumueller.de

„Schlüsselfaktoren für den Erfolg sind die Vernetzung der Wertstoffströme und gute Führungskräfte in den jeweiligen Ländern. “ gerald schmidt

© Saubermacher

G

lobalisierung und fortschreitende technologische Entwicklung spiegeln sich auch in der Arbeitswelt wider. Konkret auf den Lohn- und Gehaltszetteln. In allen Industriebranchen liegen – laut einer aktuellen WIFO-Studie – die Effektivlöhne bzw. Effektivgehälter über den Kollektivverträgen. Die steigende Nachfrage nach höherqualifizierten Mitarbeitern spielt allerdings den Angestellten beim Gehaltspoker auf den ersten Blick einen Trumpf zu. Denn deren Überzahlungssätze stiegen im letzten Jahrzehnt, während sie bei den Arbeitern weiter sanken. Allerdings zeigt sich, dass diese ‚Ungleichbehandlung‘ in Wirklichkeit gar keine ist. Fachverbände, die ihre Arbeiter unterdurchschnittlich bezahlen, tun das auch bei ihren Angestellten. Hochlohnbranchen machen ebenfalls wenig Unterschied zwischen den Berufsgruppen. Generell magerer als früher fällt für beide die Reallohnsteigerung aus. Während diese zwischen 1980 und 2000 noch gut 1,5% pro Jahr betrug, sind es seit 2000 nur noch magere 0,7% pro Jahr. Dennoch dürfte, so die  WIFO-Experten, die Kaufkraft der Industriebeschäftigten – wie schon in der Vergangenheit – etwas stärker gestiegen sein als in den anderen privatwirtschaftlichen Branchen. Und das ist gut so!

Frankfurt/Graz. Abfälle als Rohstoffe oder Energielieferanten liegen im Trend. Entsprechend positiv bewertet das Beratungsunternehmen in seiner aktuellen Studie über die europäische Abfallwirtschaft die Zukunftsaussichten für Unternehmen in diesen Bereichen.

Saubermacher ist eines der wenigen international erfolgreich agierenden Unternehmen am europäischen Abfallmarkt.

Aufwärtstrend anhalten wird”, kommentiert Gerald Schmidt, stv. Leiter Technologie und Stoffströme beim österreichischen Abfallspezialisten Saubermacher. Als wichtigste Wachstumsmärkte hat Frost & Sullivan neben Großbritannien die südeuropäischen Länder identifiziert. Saubermachen ist außerhalb Österreichs besonders im CEE-Raum stark engagiert und Schmidt konkretisiert die theoretischen Aussagen: „Man muss aber bedenken, dass die Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ist. In Rumänien ist aktuell das Hauptproblem, dass es noch sehr viele Deponien gibt, die nicht dem Stand der Technik entsprechen und deshalb in diesem Bereich investiert werden muss.

„Der Druck vonseiten der Gesetzgeber, hervorgerufen durch die Abfallrichtlinie und die Richtlinien für Deponieentsorgung und Müllverbrennung, ist hierbei der entscheidende Markttreiber“, erklärt Analyst Bhooma Madhavan von Frost & Sullivan. „Hierdurch entstehen Wachstumschancen für innovative Lösungen zur Einschränkung von Deponielagerung und mehr Recycling und Verwertung.“

Trend zur Verwertung Auch die steigenden Preise für Rohstoffe wirken sich positiv auf die Branche aus. „Aktuell sinken zwar wieder die Rohstoffpreise, grundsätzlich ist jedoch in vielen Bereichen zu beobachten, dass der

Recycling spielt hier noch keine Rolle. In Slowenien gibt es bereits das Verbot der Deponierung von unbehandelten Abfällen; dort wird gerade in Aufbereitungstechniken für Siedlungsabfälle investiert und Recycling hat einen entsprechend hohen Stellenwert.”

Heterogene Märkte Aktuelles Sorgenkind für Recyclingunternehmen auf der Suche nach neuen Märkten sei zurzeit Ungarn, wo gerade ein Gesetzesentwurf existiert, der im Grunde eine Verstaatlichung der gesamten Abfallwirtschaft vorsieht. Die sehr unterschiedlichen Situationen in den einzelnen Ländern sowie die zum Teil stark diver-

gierenden gesetzlichen Rahmenbedingungen sind laut Frost & Sullivan vor allem für lokale Anbieter ein Pluspunkt. „Die Abfallwirtschaft ist extrem länderspezifisch. Ein Schlüsselfaktor ist somit das Finden von guten Führungskräften in den jeweiligen Ländern. Ein anderer ist das Vernetzen der Stoffströme. In CEE gibt es viele kleine Länder, die nicht alle über geeignete Verwertungslösungen für jede Fraktion verfügen”, so Schmidt. Den Tipp von Frost & Sullivan – lokale Zweigniederlassungen oder effiziente Partnerschaften – hat man bei Saubermacher schon längst in die Tat umgesetzt.  www.frost.com  www.saubermacher.at

Tiroler Innovationspreis 2011 Ende Oktober kürte Tirol seine innovativsten Unternehmen

Kreativität fördert die Wirtschaft Innsbruck. Mit einer Technologieoffensive hat Tirol einen Schritt in die Zukunft gesetzt. Innerhalb von drei Jahren ist gelungen, die technische Ausbildung von der Lehre bis zum Doktorat nachhaltig zu stärken. „Die positive Resonanz vonseiten der Wirtschaft zeigt, dass diese Maßnahmen richtig und wichtig waren“, so Wissenschaft LR Bernhard Tilg. „Unsere Unternehmen machen aus innovativen Ideen marktreife Produkte und Dienstleistungen und schaffen somit attraktive Arbeitsplätze, die unseren hohen Lebensstandard absichern“, ergänzt LR Patrizia Zoller-Frischauf.

Tiroler Technik-Offensive In der Kategorie „Bestes Konzept“ hat heuer die PhysTech Coating Technology GmbH, ein 2003 gegründetes Spin-off-Unternehmen der Universität Innsbruck, überzeugt. Sie hat im Auftrag der Plansee SE eine funktionelles Schichtsystem für Hochtemperatur-Brennstoffzellen für den mobilen Einsatz in Lkw und Pkw

Wasserinfrastrukturen wurde in breiter interdisziplinärer Zusammenarbeit entwickelt. superTex, ein 2011 gegründetes Spin-off der Uni Innsbruck, ent-

„Unsere Unternehmen machen aus innovativen Ideen marktreife

© Die Fotografen

britta biron

Produkte und schafv.li.: Jürgen Bodenseer (WK), LR Patrizia Zoller-Frischauf mit den Siegern ­Valentina Troi (superTex), Georg Strauss (PhysTech Coating), Erich Fritsch und Michael ­Möderl (Ingenieursbüro Passer & Partner) und LR Bernhard Tilg.

sowie die entsprechende Prozesstechnologie für die kommerzielle Serienfertigung entwickelt.

Stärkt den Standort In der Kategorie „Dienstleistungsinnovation“ machte das Ingenieurbüro Passer & Partner mit seiner Achilles-Schwachstellenidentifikation das Rennen. Dabei

handelt es sich um eine Sensitivitätsanalyse, mit der Gefährdungsszenarien in der Wasserversorgung und Kanalisation nachgestellt werden können. Durch Früherkennung können Betreiber von Wasser- und Abwasserinfrastruktur rechtzeitig Maßnahmen treffen und die Kosten der Notversorgung auf ein Minimum reduzieren. Die Software rund um die Sicherheit urbaner

fen somit attraktive ­Arbeitsplätze.“ Patrizia zoller-frischauf

schied die Kategorie „Technische Innovation” mit splineTex, einem neuartigen Verbundwerkstoff aus faserverstärktem Kunststoff, der ohne aufwendigen Formenbau verarbeitet werden kann, für sich.  www.staatspreis.at


Freitag, 4. November 2011

inn ovati on & u nte r n e h m en

industrialtechnology – 49

Über die Grenzen Der OÖ Umwelttechnik-Cluster setzt auf Internationalisierung und unterstützt Unternehmen bei der Erschließung neue Märkte

Polen bietet gute Chancen herbert strasser

Linz. „Der heimische Markt bietet unseren Unternehmen nur begrenzte Wachstumsmöglichkeiten“, sagt Markus Manz, GF des OÖ Umwelttechnik-Cluster. „Entsprechend wichtig ist daher der Blick über die Grenzen. Aktuell liegt die Exportquote in der Umwelttechnik bei etwa 65 Prozent. Allerdings ist die Branche eher klein strukturiert und für KMUs mit maximal 50 Mitarbeitern sind Internationalisierungsmaßnahmen natürlich ein besonders großer Aufwand. Daher wollen wir sie unterstützen.“

natürlich auch die regionale Nähe“, so Manz weiter. Polen und die Türkei haben sich dabei als besonders interessante herausgestellt. „Beide Länder haben im Bereich der Umwelttechnik hohen Nachholbedarf, der allein von den lokalen Anbietern – auch in technischer Hinsicht – nicht gedeckt werden kann. Die Türkei hat aktuell etwa Projekte in der Größenordnung von 60 Mrd. Euro ausgeschrieben“, sagt Manz. „Konzentrieren wollen wir uns aber vor allem auf Polen, und da speziell auf den Raum Schlesien. Der Grund dafür liegt in der leichten Erreichbarkeit und darin, dass wir mit der Unicon-

sult vor Ort schon einen exzellent vernetzten Partner haben, was äußerst wichtig ist, um hier Fuß zu fassen.” Die ersten Gespräche über mögliche Kooperationsmaßnahmen verliefen schon sehr vielversprechend, weitere Details sollen Anfang Dezember bei einem Treffen mit österreichischen Firmen geklärt werden. „Für März 2012 ist dann eine Sondierungsreise geplant, bei der interessierte heimische Unternehmen erste Kontakte zu potenziellen Kunden und Partner knüpfen können“, so Manz zu den weiteren Plänen. www.umwelttechnik-cluster.at

© Umwelttechnik-Cluster

Startgespräche waren erfolgreich, jetzt läuft die Sondierungsphase.

v.li.n.re.: Markus Manz, GF Umwelttechnik-Cluster, Miroslaw Bobrzynski, Direktor Euro-Infocenter, und Heinz Pascher, Uniconsult.

Internationalisierung Demner, Merlicek & Bergmann

Dafür hat man verschiedene Märkte genauer unter die Lupe genommen und deren Potenzial konkret analysiert. „Wesentlicher Aspekt dabei war neben den notwendigen Netzwerken vor Ort

INiTS Award TU Wien

13.000 Euro

Wien. Wissenschaftliche Forschungserfolge sind eine Sache, ihre kommerzielle Umsetzung eine andere. Ziel des INiTS Universitäres Gründerservice Wien ist es, die Verfasser von innovativen wissenschaftlichen Arbeiten bei deren wirtschaftlicher Umsetzung und der Unternehmensgründung zu unterstützen. Der mit insgesamt 13.000 € dotierte INiTS Award, für den 39 Arbeiten eingereicht wurden, wurde heuer bereits zum 7. Mail verliehen; fünf Auszeichnungen gingen dabei an die TU Wien.

Theorie trifft auf Praxis Darunter an Johannes Patzer, Sieger der Kategorie „Allgemeine Technologie“. Er hat im Zuge seiner Dissertation ein neuartiges generatives Fertigungsverfahren zur Herstellung von hochkomplexen keramischen Bauteilen mit hoher Präzision und Festigkeit entwickelt. Im Gegensatz zu den derzeit am Markt verfügbaren keramischen Formgebungsverfahren basiert die neue Technologie auf dem schichtweisen Aneinanderfügen von sehr kleinen Volumenelementen. Die weiteren Preisträger sind: Eva-Marieke Lems (Boku Wien), Georg Brunauer (TU Wien), Monika Wilde (Boku Wien), Miriam Klausberger (Boku Wien), Wolfgang Schweiger, Georg Kaniak (TU Wien), Jörg Reitterer (TU Wien) und Manfred Westreicher.  www.inits.at

Wie Sie die kalte Jahreszeit zur Klimaschutz-Zeit machen? Mit kostengünstiger und umweltfreundlicher Fernwärme für Ihr Zuhause. Denn egal, ob für Heizung oder © Martina Draper

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i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

50 – industrialtechnology

Freitag, 4. November 2011

AMAG Mit einem ambitionierten Investitionsprogramm sollen die Kapazitäten bis 2014 um 20% gesteigert werden

short

Expansion in Österreich und international

FACC verleiht der Luftfahrt Flügel

© FACC/Furtner

Ausbau des kanadischen Elektrolyse-Werks von 575.000 auf 930.000 Tonnen Primäraluminium. Ranshofen/Quebec. Ende Oktober haben Vertreter der Elektrolyse Alouette, an der die AMAG zu 20% beteiligt ist, und der Regierung von Quebec in Sept Îles ein Memorandum of Understanding über die Lieferung von elektrischem Strom an die Elektrolyse unterzeichnet. In der Vereinbarung sind die wesentlichen Konditionen für den Strombezug bis zum Jahr 2041 festgelegt. Damit ist der Grundstein für die Versorgung des neuen Werks mit elektrischem Strom aus Wasserkraft für den Vertragszeitraum gelegt. Zum bestehenden Anschlusswert von 895 MW steht dann eine zusätzliche elektrische Leistung von 500 MW zur Verfügung (davon 35 MW sofort). Gegenstand der Vereinbarung ist auch die Verlängerung der Stromlieferverträge für das bestehende Werk bis 2041 zu den gleichen Konditionen. Durch die geplante Erweiterung der Produktionskapazität von derzeit 575.000 t Primäraluminium pro Jahr auf etwa 930.000 t im Endausbau wird die Alouette ihre Positionierung unter den besten und größten Elektrolysen der Welt weiter ausbauen. Der dafür zusätzlich erforderliche elektrische Strom wird aus Wasserkraft erzeugt, womit auch die Erweiterungsmenge ressourcenschonend produziert werden kann.

Walter Stephan (li., FACC) und Didier Bonnefoy (Dassault Aviation).

Ried im Innkreis. In nur drei Monaten hat FACC die ersten beiden OEM-Winglets für die Falcon 2000LX des französischen Herstellers Dassault Aviation gefertigt und übergeben. „Wir sehen darin den Grundstein für eine langfristige, für beide Seiten gewinnbringende Partnerschaft“, so Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender der FACC AG. Bis Ende November wird die monatliche Fertigungsrate sukzessive auf acht Flugzeugausstattungen erhöht, da künftig alle Flugzeuge der Falcon 2000LX/900LX-Familie, die die Dassault-Endmontage in Frankreich verlassen werden, mit den FACC-Winglets ausgestattet werden. Daneben fertigt FACC auch die Winglets für die Boeing 737-700/-800/-900/900ER, Boeing Business Jets und Boeing 757-200 sowie für die A350XWB.  www.facc.at

Sattes Umsatzplus im 3. Quartal Unterpremstätten. austriamicrosystems verzeichnete eine robuste Geschäftsentwicklung im dritten Quartal. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich trotz einer negativen EUR/USDKursentwicklung auf 13,0 Mio. €, ein Plus von 41% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Für das Gesamtjahr rechnet austriamicrosystems mit einer Umsatzsteigerung auf 270 bis 275 Mio. €.  www.austriamicrosystems.at

Engagierte Ziele Leopold Pöcksteiner, Leiter Strategie, Kommunikation, Marketing: „Gerade in Zeiten hoher Volatilitäten in den Märkten und zunehmender politischer Unsicherheit ist es besonders wichtig, Produkti-

Gabriel-Chemie baut Markt in Brasilien aus

Rund 1,07 Mrd. Euro (20% davon entfallen auf die AMAG) werden in den Ausbau der Elektrolyse Alouette investiert.

onen in politisch stabilen Ländern mit einem hohem Umweltstandard zu betreiben.”

Marktposition sichern Die ersten Schätzungen zum Investitionsvolumen für die Errichtung der neuen Anlage belaufen sich auf etwa 1,5 Mrd. CAD (rd. 1,07 Mrd. €), wovon 20% durch die AMAG zu tragen sind. Zusätzlich wird in die Weiterentwicklung der eingesetzten Technologie investiert. Die nächsten Schritte im Projekt betreffen die Unterzeichnung des Stromliefervertrags auf Basis des MoU, die Ausschreibung der Anlagen, die Verhandlung der Angebote und Auswahl der Lieferanten

sowie die finale Entscheidung durch die Eigentümer. Investiert wird auch in Österreich. Im Sommer hatte der AMAG-Vorstand zusätzlich zum 75 Mio. € schweren Investitionspaket weitere 21 Mio. € für den Ausbau des Standorts in Ranshofen genehmigt. Insgesamt soll die Kapazität bis 2014 um 20% gesteigert werden. Vorgesehen ist etwa die Errichtung eines neuen Schmelz- und Gießofens sowie der Ausbau der bestehenden Walzbarrengießanlage. Im Walzwerk wurde eine neue Scherenlinie zum Konfektionieren von Aluminiumblechen mit hoher Schnittleistung sowie präziser Schnittführung zur Einhaltung engster Fertigungstoleranzen installiert.

Der Fokus liegt dabei auf der umweltfreundlichen Verarbeitung von beschichteten Schrotten zu Aluminiumlegierungen mit höchsten Qualitätsanforderungen bei gleichzeitig niedrigstem Energieeinsatz und damit CO2-Ausstoß. In der Gießerei wird das Recycling Center zur Erweiterung der Technologiebasis für die Verarbeitung beschichteter Aluminiumschrotte ausgebaut. Im Investitionsprogramm bis 2014 enthalten sind zudem Maßnahmen zur Ausweitung des Produktportfolios im Walzwerk. AMAG TopPlate wurde bereits eingeführt, Ende des Jahres folgen passivierte Bleche für die Automobilindustrie.  www.amag.at

Einkaufstour Mit gezielten Akquisitionen baut Bilfinger Berger seine Marktposition weltweit aus

Ausbau des Sektors Industrie Services

© Gabriel-Chemie

Mannheim. Bilfinger Berger verfolgt konsequent die geplante Erweiterung seiner Sparte Industrie Services. Damit will das Unternehmen seine führende Rolle, die es mit dem ersten Platz im aktuellen Branchenranking des Marktforschungsunternehmens Lünendonk wieder unter Beweis gestellt hat, weiter ausbauen. Mit einem jährlichen Leistungsvolumen von mehr als 2,9 Mrd. €

R. Santa Olalla, CEO Gabriel Chemie (Mi.) mit den Kooperationspartnern.

erreicht Bilfinger Berger Industrial Services den dreifachen Wert des Zweitplazierten. Die BIS Chemserv (frühere MCE AG), die seit 2009 zur Industrieservice-Sparte der Gruppe gehört, erhielt kürzlich die Auszeichnung als österreichischer Leitbetrieb. Der Spitzenplatz ist vor allem eine Folge der starken internationalen Ausrichtung; mehr als zwei Drittel der Leistung in diesem Ge-

schäftsbereich werden außerhalb Deutschlands erbracht.

Weltweit erfolgreich Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung übernahm Bilfinger Berger diesen Herbst die Alpha Mess-Steuer-Regeltechnik GmbH in Neustadt an der Weinstraße. „Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Debatte gewinnen Gasförderung und Gasdistribution weiter an Bedeutung. Da Alpha neben der Prozessindustrie vor allem den Gasmarkt adressiert und sich hier durch eine anerkannt hohe Expertise auszeichnet, ist die Übernahme eine nachhaltige Stärkung unserer Position in diesem attraktiven Wachstumssegment“, so Michael Herbermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der BIS Group.

Auf Wachstumskurs © Bilfinger Berger

Gumpoldskirchen. Fußball-WM 2014 und Olympische Sommerspiele 2016 lassen Brasilien für die Gabriel Chemie-Gruppe, Spezialist für das Einfärben und Veredeln von Kunststoffen, zu einem interessanten Markt werden. Schließlich wird die Nachfrage nach Stadionsitzen und Kunstrasen steigen. Entsprechend hat man seine Aktivitäten intensiviert. Geeignete Kooperationspartner hat man in der Firma des ehemaligen brasilianischen Fußball-Profis Paulo Sérgio und dem brasilianischen Immobilienunternehmen Erwin Maack bereits gefunden.  www.gabriel-chemie.com

© AMAG

herbert strasser

Volumen von 2,9 Mrd. Euro jährlich: Platz 1 im Industrial Services-Ranking.

Durch die Übernahme von Diemme, einem weltweit tätigen italienischen Hersteller von Spezialfiltern, wurde auch die Sparte

Umwelt- und Wassertechnologie ausgebaut. Für das Geschäftsjahr erwartet Bilfinger Berger eine leichte Zunahme der Leistung auf 8,2 Mrd. € und einen Anstieg des EBIT auf

„Bilfinger Berger nimmt bei Dienst­ leistungen für Industrie­ anlagen, Kraftwerke und Gebäude eine Spitzenposition ein.“ michael herbermann

einen Wert in der Größenordnung von 350 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung von rund neun Prozent gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert.  www.bis.bilfinger.com


p r o d u k t i o n & au t o m at i si e r u n g

Freitag, 4. November 2011

Panasonic Neues Industrie-Tablet CF-D1

Ein wirklich harter Kerl

© HBI

Speziell für Motoren- und Maschinendiagnostik.

Das CF-D1 wurde in enger Zusammenarbeit mit Technikern entwickelt. herbert strasser

Wiesbaden. Auf der „Equip Auto“ in Paris präsentierte Panasonic Toughbook das auf Windows 7 basierendes Industrie-Tablet CFD1, das speziell für die Anforderungen der Motoren- und Maschinendiagnostik konstruiert wurde.

Konnektivität & Sicherheit Russell Younghusband, General Manager Diagnostic Sales bei Panasonic: „Techniker, die Diagnosen durchführen, benötigen ein Tablet, das den rauen industriellen Umgebungen ihrer Arbeit standhält und genug Leistung bietet, um die Applikationen, die sie für ihre präzise Arbeit benötigen, abspielen zu können. Wir haben bei der Entwicklung des CF-D1 eng mit führenden Fahrzeugherstellern zusammengearbeitet.“

Ausgerüstet ist CF-D1 mit einer Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden – für eine komplette Arbeitsschicht –, einem hochauflösenden 13,3“ HD Breitbild-LED Display, einem leistungsstarken Intel Core-i5-2520M (2,5 GHz) Standard Voltage-Prozessor, einer 320 GB Festplatte, zwei konfigurierbaren Schnittstellen sowie WLAN und Bluetooth. Zudem verfügt es über eine Reihe von Sicherheitsfeatures, einschließlich AMT und Panasonic Sicherheits-Dienstprogramm.

Komfortabel & robust Optional erhältlich sind unter anderem GPS, vProTM, Fingerabdruckscanner, Smartcard-Reader, 1,3 Megapixel Frontkamera, hochauflösende 3 Megapixel Kamera für die Rückseite oder ein spezieller Outdoor-Bildschirm.  www.panasonic.net

Battenfeld Cincinnati Ganzheitliche Konzepte

Energie sparen auf ganzer Linie miteinander verbunden. Zum einen wird dadurch die Rücklauftemperatur in den Kühler deutlich angehoben, was die Abkühlung vermehrt durch freie Kühlung möglich macht. Dadurch reduziert sich einerseits die Leistung des Kompressors, also auch die Pumpleistung, und andererseits wird das Temperaturniveau der Abwärme so weit angehoben, dass sie energetisch nutzbar wird.  www.battenfeld-cincinnati.com

© Battenfeld Cincinnati

Oeynhausen. Zusätzlich zu energiesparenden Torque-Motoren in den Extrudern setzt Battenfeld Cincinnati noch weitere Maßnahmen in Sachen Energieeffizienz. Jüngste Neuentwicklung ist „Green Pipe“, das die Energieeffizienz beim Abkühlen der Rohre deutlich verbessert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kühlbädern, in denen jeder Sprühtank mit einem eigenen Wasserkreislauf arbeitet, sind bei Green Pipe alle Sprühtanks

Die Energiemonitoring-Auswertung analysiert die komplette Arbeitslinie.

industrialtechnology – 51


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

52 – industrialtechnology

Freitag, 4. November 2011

Keba Unter dem Motto „easy to use“ präsentiert der österreichische Automatisierungsspezialist seine Neuheiten

short

So wird Automatisierung zum Kinderspiel

Laserschweißen auf kleinem Raum Erlangen. Die LPKF Laser & Electronic AG hat die Abmessungen des Schweißkopfs ihres kompakten Laserschweißsystems LQ-Integration weiter reduziert. Die Laserquelle und die Steuerung befinden sich getrennt davon in einem separaten Schrank. Damit ist die Kombination gut geeignet zur Integration von Laser-Schweißprozessen in eine Fertigungslinie.  www.lpkf.de

Intuitives Multitouch Bedienpanel, handgeführtes Roboter Teach-in und optimierte Steuerungen. norbert berger

Linz. „Wir arbeiten laufend an der kontinuierlichen Verbesserung und Optimierung unserer Produkte sowie an der Entwicklung von Innovationen, mit denen wir unseren Kunden Wettbewerbsvorteile durch einen klaren technologischen Vorsprung bieten können“, erklärt Gerhard Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender der Keba AG, die Philosophie des erfolgreichen Automatisierungsspezialisten. Im Geschäftsbereich Industrieautomation konzentriert sich Keba auf

© Gogatec

Kompaktes Netzgerät ohne Nullleiter

„easy to use - das heisst für uns vor allem

Auch USV-Anlagen können mit dem neuen Netzteil betrieben werden.

Wien. Für spezielle Anwendungen wird die Steuerung nur mit 3 x 400 VAC gespeist. Der fehlende Nullleiter macht aber Probleme, wenn 24 VDC benötigt werden, denn Netzgeräte mit einer Eingangsspannung von 400 VAC sind nur als sehr teure Weitbereichs-Netzteile oder voluminöse dreiphasige Versionen mit hohen Ausgangsströmen erhältlich. Gogatec hat dafür jetzt ein aufschnappbares Netzteil für zweiphasige 400 VAC im Programm, das bei 24 VDC einen Ausgangsstrom von max. 5 A liefert. Dieses Kompaktgerät mit 120 W ist kurzschlussfest und schaltet bei Überlast oder Übertemperatur ab. Die Ausgangsspannung kann mit einem kleinen Potentiometer bis 28 VDC hochgeschraubt werden.  www.gogatec.com

geringer Schulungsaufwand und Schnelligkeit.“ gerhard luftensteiner

© Keba

Benutzerfreundlichkeit,

Kollege Roboter: Moderne Automatisierungslösungen ersetzen in immer mehr Bereichen die Handarbeit.

len Themen und zeigen sich auch bei den aktuellen Messeneuheiten.

Intuitive Bedienung die automatisierte Steuerung von Robotern, Kunststoff-Spritzgießmaschinen und Prozessabläufen sowie auf Automationslösungen für den allgemeinen Maschinenbau. Darüber hinaus ist das österreichische Unternehmen Marktführer für mobile Bedienterminals in Industrieanwendungen.

Einfach & schnell Easy-to-use heißt bei Keba de facto einfach und schnell. Benutzerfreundlichkeit, geringer Schulungsaufwand sowie Schnelligkeit im Betrieb, aber auch bei der Inbetriebnahme, sind dabei die zentra-

Easy-to-use in Sachen Bedienung ist das stationäre, kapazitive Multitouch Panel. Erstmalig wird damit auch im industriellen Umfeld eine flinke und intuitive Bedienung geboten, wie sie Benutzer von modernen Smartphones und Tablets bereits längst gewohnt sind. Der Screen reagiert unverzüglich auf Wischbewegungen und Fingergesten. An einigen Stellen finden sich spezielle haptische Erhebungen, die eine gezielte Führung auch bei kritischen Bedienaktionen erlauben, ohne dass der Operator permanent den Screen im Blick haben muss. Einfach und schnell funktioniert auch die Roboterprogrammierung

tatsächlich; dabei nimmt der Benutzer den Roboter „bei der Hand“ und zeigt ihm so die einzelnen Abläufe und Positionen. Die intelligente KeMotion-Steuerung registriert die Eingaben und setzt diese in entsprechende Bewegungen um. „Roboterprogrammierung wird durch das handgeführte ­ Teachin zum Kinderspiel”, so Luften­ steiner.

Hoher Bedienkomfort Dass die KeMotion-Steuerung nicht nur intelligent, sondern gleichzeitig auch schnell und vorausschauend ist, wird auf der SPS/IPC/Drives 2011 anhand einer Pick & Place-Anwendung anschaulich demonstriert. Zwei Roboterarme sortieren unterschiedlich eingefärbte Objekte

im gemeinsamen Arbeitsraum. Die Erkennung erfolgt über ein integriertes Vision-System. Dank der vorausschauenden Bewegungsplanung ist erstmalig eine zueinander abgestimmte Optimierung von Geschwindigkeiten und Beschleunigungen möglich. Kunden profitieren von der damit erwirkten Produktivitätssteigerung bei gleichzeitiger Energieeinsparung. KePlast schließlich ist die optimierte Steuerungslösung für Spritzgießmaschinen. Sie ermöglicht die exakte und schnelle Steuerung von so gut wie allen Spritzgießmaschinen – egal ob hydraulisch, elektrisch oder hybrid. Das KePlast-System ist komfortabel und hochgradig skalierbar und kann dank der schlüsselfertigen Lösung rasch in Betrieb genommen werden.  www.keba.com

WIR MACHEN DETAILS ZU STARKEN LÖSUNGEN Bei Schlüsselverbindungen kommt es auf zuverlässige und belastbare Befestigungssysteme an. Weltweit sind daher in der Energietechnik die vielfältigen Lösungen von KVT im Einsatz. www.kvt -koenig.com

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medianet industrial - die wöchentliche Berichterstattung über die Industriebranche- jeden Freitag in der Wirtschaftsfachtageszeitung mediane...

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