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industrial 2111

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medianet

inside your business. today.

freitag, 21. november 2014 – 59

Vom Labor aufs ölfeld

neustart gelungen

Chinesischer Ölförderer setzt auf cold cracking-Verfahren aus Wien Seite 61

Neuer Eigentümer sichert den Fortbestand der FMW Förderanlagen GmbH Seite 62

© FMW

© dpa/EPA/A2800/P. Buck

industrialtechnology sag motion auf der ­überholspur © Salzburger Aluminium Group

Wasserkraft treibt die Energiewende in Tirol

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© GKI

Wien. Das International Performance Measurement and Verification Protocol (IPMVP) ist ein internationaler Leitfaden für den Nachweis von Energieeinsparungen durch Effizienzmaßnahmen und wird unter anderem bei öffentlichen Ausschreibungen in mehreren Ländern als Qualifikationsnachweis gefordert. Die Österreichische Energieagentur bietet sowohl einen eintägigen Workshop, bei dem das IPMV-Protokoll vorgestellt wird (nächster Termin am 27. Jänner), als auch eine dreitägige Ausbildung zum zertifizierten Experten (27. bis 29. Jänner) an. www.energyagency.at

LH Günther Platter, Bruno Wallnöfer (Vorstand Tiwag), Johann Herdina (Vorstand Tiwag, Geschäftsf. GKI GmbH) und Peter Loidl (Geschäftsf. GKI GmbH). © Österr. Patentamt/APA-Fotoservice/Schedl

Großprojekt Nach mehr als zehnjähriger Planungs- und Genehmigungsphase ist das österreichich-schweizerische Gemeinschaftskraftwerk Inn auf Schiene und soll ab 2014 in Tirol und dem Engadin für saubere Energie sorgen. Seite 60 B&R Kürzere Entwicklungszeit für Maschinen & Anlagen

Fronius Sortiment an Drahtvorschubgeräten erweitert

mapp-Bausteine fügen sich nahtlos in die B&R-Automatisierungssoftware ein.

Eggelsberg. Die Softwareentwicklung wird beim Engineering neuer Maschinen und Anlagen ein immer wichtigerer Zeit- und Kostenfaktor. Mit mapp Technology will B&R hier Einsparungen bis zu 67% bieten. Die Software nimmt dem Entwickler die immer wiederkehrenden Programmieraufgaben ab, indem es vorgefertigte Bausteine bereitstellt, die einfach zu bedienen und zudem bereits ausführlich getestet sind. Der Programmierer kann sich somit auf seine Hauptaufgabe konzentrieren: den Maschinen- oder Anlagenprozess in Software u ­ mzusetzen. www.br-automation.com

Mehr Mobilität beim Schweißen

© Fronius International

Schnellere Softwareentwicklung

© B&R Automation

Wien. Vor wenigen Tagen zeichnete das Österreichische Patentamt die besten heimischen Erfindungen dieses Jahres aus. Den ersten Platz sicherte sich die steirischen Firma Kielsteg mit einem Patent für ein HochleistungsLeichtbauelement aus Holz. Silber ging an den Orthopäden Klaus Pastl für eine neuartige Knochenschraube. Den dritten Platz holte sich der OÖ Flugzeugzulieferer FACC für die Entwicklung eines neuen Infusionsverfahrens, das die Herstellung leichter Bauteile aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen für Flugzeuge ermöglicht. www.patentamt.at

Leicht & handlich: Case-Drahtvorschübe für Kleinspulen wiegen unter 10 kg.

Wien. Fronius hat sein Angebot an Case-Drahtvorschubgeräten für den mobilen Einsatz in rauer Umgebung jetzt auch auf die für die Geräteserien TPS/i (WF 25i Case) und TPS (VR 4000 Case) erweitert. Erhältlich sind Varianten mit Standardspule (D300) und Kleinspule (D200). Die rundum geschlossenen und stoßfesten Geräte sind gegen Staub, Feuchtigkeit und Spritz­wasser sowie auch Feuer geschützt. Das handliche Aktenkofferformat und der ergonomische Griff erleichtern das Tragen der CaseGeräte auch über größere Distanzen. www.fronius.com


c ov e r

60 – industrialtechnology

Freitag, 21. November 2014

Energiereich Konsortialkraftwerk GKI soll Referenzprojekt für den weiteren Ausbau der Wasserkraft in Tirol sein

kommentar

Grenzüberschreitendes Wasserkraftwerk am Inn

Mehr Öko-Infos für die US-Bürger

14 Ausschreibungspakete mit über 262 Mio. Euro Gesamtvolumen wurden schon vergeben. britta biron

Innsbruck. Zwar ist während der mehr als zehnjährigen Planungsphase des Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI) viel Wasser unenergetisch ungenutzt den größten Tiroler Fluss entlanggeflossen, letzte Woche erfolgte dann aber der offizielle Spatenstich. „Mit der Errichtung des Konsortialkraftwerks GKI nehmen wir den Wasserkraft-Ausbau in Tirol wieder auf – es ist das erste große Kraftwerksprojekt seit der Fertigstellung von Sellrain-Silz im Jahr 1981“, so Landeshauptmann Günther Platter zu dem Projekt. „Das GKI ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein in der umweltfreundlichen Stromerzeugung für Tirol und das Engadin, sondern auch für die Erreichung der ehrgeizigen Ziele der Tiroler Energiestrategie. Es ist zudem eine Investition in die ökologische Vernunft und in die heimische Wertschöpfung“, ergänzt Johann Herdina, Vorstandsdirektor der Tiwag, die seit dem Sommer mit 76% die Mehrheit an dem Kraftwerksprojekt hält (14% stehen im Besitz der Engadiner Kraftwerke 14% und die restlichen 10% gehören dem Verbund).

britta biron

D

Bis Ende Oktober wurden bereits 14 wesentliche Ausschreibungspakete mit einem Gesamtvolumen von mehr als 262 Mio. Euro vergeben – unter anderem für die großen Baulose (Wehr in Ovella, Triebwasserweg und Krafthaus Prutz/ Ried), für die Generatoren und Maschinensätze, die geologische Betreuung des Projekts, Ökologie, Limnologie, Immissionsschutz, ­Ausführungsplanung und Bauaufsicht.

Ukraine Neuorientierung

E-Control 15-Jahres-Jubiläum des freien Strommarkts

OÖ Ferngas Gesamtsieg beim Energy Globe OÖ

Kiew. Derzeit liegt der Anteil der Wasserkraft an der ukrainischen Energieerzeugung nur bei 8%, die einheimischen Experten sind allerdings davon überzeugt, dass das Land über ausreichende Ressourcen verfügt, um mittelfristig das internationale Niveau von 15% zu erreichen. „Vor Beginn der Anti-TerrorMaßnahmen im Osten des Landes und den Schwierigkeiten bei der Energieversorgung produzierten Wasserkraftwerke vor allem in Spitzenzeiten”, erklärte Ihor Syrota, Generaldirektor von Ukrhydroenergo, dem größten Wasserkraftunternehmen der Ukraine. „Nun arbeiten 70% unserer Anlagen rund um die Uhr im Normalbetrieb.“ Ukrhydroenergo betreibt derzeit neun Kraftwerke und baut seine Kapazitäten bereits aus. So wird etwa die Anlage in Kachowka und Dniester erweitert, und sieben zusätzliche Kraftwerke (in Kaniw sowie entlang des Flusses Dniester) sind in Planung. www.wnu-ukraine.com

Wien. Ab Februar 1999 konnten Industriebetriebe mit einem Jahresverbrauch von mindestens 40 Gigawattstunden ihren Stromlieferanten frei wählen. Ein Jahr später wurde der Markt auch für Betriebe mit einem jährlichen Stromverbrauch von 20 Gigawattstunden geöffnet. „Seit nun 15 Jahren können sich Industriebetriebe ihren Stromlieferanten frei aussuchen und sie sind die größten Profiteure der Libera-

Traun. Ein Knackpunkt der Sonnenenergie ist die Speicherung. Das hat man bei der OÖ. Ferngas Netz GmbH so gelöst, dass der mittels einer Photovoltaik-Anlage erzeugte Strom in Wasserstoff umgewandelt und dem Erdgas beigemengt wird. So kann die Sonnenergie im Gasnetz gespeichert bzw. über das Erdgasnetz verteilt und lokal für Verkehr, Wärme oder elektrische Energie wieder genutzt werden.

Wertschöpfung im Land

Wasserkraft

© GKI

ie USA sind zwar kein Musterschüler in Sachen Klima- und Umweltschutz, aber ganz hoffnungslos ist die Lage dennoch nicht. Immerhin hat das Weiße Haus im Zusammenhang mit dem Klima-Aktionsplan von Präsident Barack Obama diese Woche das „Climate Resilience Toolkit“ vorgestellt. Dieses öffentlich zugängliche Webportal wird für Millionen von US-­Bürgern umfassende Information rund um das Thema ­Klimawandel bieten. Es fasst klimarelevante Dokumente von regionalen Klimazentren und insgesamt 13 US-Regierungsorganisationen zusammen und stellt sie einheitlich dar. Darüber hinaus können die Betreiber des Portals das Informationsangebot dank interaktiver Visualisierungen in Echtzeit analysieren und aufbereiten – Trends und inhaltliche Zusammenhänge werden so rasch erkennbar, ohne Tausende von neu publizierten Dokumenten im Detail lesen zu müssen. Die dafür notwendige semantischen Suchtechnologie stammt allerdings nicht aus dem Silicon Valley, sondern aus Österreich: von webLyzard technology. Bleibt nur zu hoffen, dass das Toolkit sich positiv auf die öffentliche Meinung zum ­Thema Klimaschutz auswirkt und dann auch für entsprechenden Druck auf die Regierung sorgt.

Wichtige Vorbereitungsarbeiten für den Baubeginn wurden schon im heurigen Sommer durchgeführt.

Rund 180 Mio. Euro gehen davon unmittelbar an Tiroler Firmen bzw. Firmen mit Niederlassung in Tirol, wie zum Beispiel BeMo Tunneling, Hilti & Jehle, Porr, Hochtief

rungen, Rodungen, die Einrichtung einer Baustraße sowie weiterer notwendiger Infrastruktur – wurden bereits im Sommer begonnen und sind mittlerweile weit fortgeschritten.

Weitere Projekte geplant

„Das GKI trägt zur

Das GKI erstreckt sich über das Gebiet von acht Gemeinden und besteht im Wesentlichen aus drei Bauteilen: Stauraum und Wehranlage, Triebwasserstollen und Krafthaus. Größtenteils unterirdisch gebaut, werden Eingriffe in das Landschaftsbild minimiert und ein möglichst geräuscharmer Betrieb gewährleistet. Neben dem Kraftwerk umfasst das Projekt auch einer Reihe von Maßnahmen wie etwa spezielle Fischwanderhilfen, ein weitläufiges Biotop mit Schotterbänken, Schilfzonen und Auwald, die die ökologischen Bedingungen des Areals verbessern. Für Tiwag-Vorstandsvorsitzenden Bruno Wallnöfer ist das GKI schon jetzt das Referenzprojekt für den weiteren Wasserkraft-Ausbau

Energiewende bei und bringt Arbeit, Wertschöpfung und industrielle Entwicklung.“ Bruno Wallnöfer, Vorstandsvorsitzender Tiwag

oder Teer-Asdag. Auf weitere rund 25 Mio. Euro beläuft sich das Auftragsvolumen für örtlich ansässige Subunternehmer. Wichtige Vorarbeiten für den eigentlichen Bau – darunter etwa die Installation der Steinschlagsiche-

Industrie profitiert am meisten

in Tirol. Und dieser ist ebenfalls engagiert. So ist etwa die Erweiterung der Speichergruppe SellrainSilz, der Ausbau des KaunertalKraftwerks sowie zusätzlicher Ausleitungswasserkraftwerke am oberen Inn und am Osttiroler Tauernbach geplant. Damit werde man, so Wallnöfer weiter, sowohl zur europäischen Energiewende beitragen als auch einen wichtigen Beitrag zur Stromautonomie Tirols leisten. www. gemeinschaftskraftwerk-inn.com

facts & figures Planungsbeginn 2003 Genehmigungen 2007 bis 2013 Eigentumsverhältnisse Tiwag (76%), ­Engadiner Kraftwerke (14%), Verbund (10%) Investitionssumme 461 Mio. €, bis ­Ende Oktober 2014 wurden bereits Aufträge in ­Höhe von 262 Mio. € vergeben Geplante Fertigstellung 2018 Leistung 89 MW Jahreserzeugung ca. 414 GWh Bruttofallhöhe 160,7 m Wassereinzugsgebiet 1.960 km2

Speicherung von Sonnenstrom

lisierung. Die Preise sind für die Industrie deutlich gesunken“, sagt Martin Graf, Vorstand der Energieregulierungsbehörde E-Control. Derzeit sind die Strompreise für die Industrie in Österreich unter dem Durchschnitt der EU-28 auf dem 17. Platz. Insgesamt ermöglichten die von der E-Control seit 2001 festgelegten Stromnetztarife der Industrie Einsparungen von jährlich rund 170 Mio. Euro.

Dafür wurde das Unternehmen jetzt mit dem Energy Globe OÖ ausgezeichnet. „Ein großer und verdienter Sieg für ein großartiges Projekt“, so Energy Globe Gründer Wolfgang Neumann, der neben dem Gesamtsieger weitere Projekte ausgszeichnen durfte, darunter die Linzer Reprotex GmbH für ein ein Projekt zur mobilen Wasseraufbereitung und Kreislaufführung von Prozess­ abwässern. www.energyglobe.com

Martin Graf, Vorstand der Energie­ regulierungsbehörde E-Control.

Seit 2001 haben pro Jahr rund acht Prozent aller Industriebetriebe ihren Stromlieferanten gewechselt. Für den Wettbewerb ist die Wechselrate allerdings nur wenig aussagekräftig, betont Graf. „Industriebetriebe müssen nicht wechseln, um billigere Preise zu bekommen. Sie haben die Größe, um direkt mit den Stromlieferanten zu verhandeln.“ Hier reiche es schon, wenn unterschiedliche Angebote auf dem Tisch lägen, dann könnten Industriebetriebe den Preis beim bestehenden ­Lieferanten drücken. www.e-control.at

© Energy Globe

© E-Control/Anna Rauchenberger

Wechselrate von 8 Prozent

Preisverleihung: Josef Pühringer (OÖ Landeshauptmann), Johann Grünberger (Vor­ standsdirektor OÖ. Ferngas AG) und Wolfgang Neumann (Energy Globe-Gründer).


e n e r gi e & r e s sou r ce n

Freitag, 21. November 2014

industrialtechnology – 61

Cold Cracking Nach umfangreichen Tests kommt das neuartige Ölförderverfahren jetzt bei China National Petroleum zum industriellen Einsatz

Mehr Ökologie bei Ölförderung britta biron

Wien. Das in Wien ansässige, 2006 gegründete Unternehmen Pristec AG hält die weltweiten Cold Cracking-Patente und forscht an dem neuen Verfahren, mit dem Schweröle sowie Raffinerierückstände ohne Einsatz von chemischen oder thermischen Methoden effizienter verarbeitet werden können. Damit unterscheidet sich Cold Cracking grundlegend von jenen Methoden, die derzeit großflächig in der Förderung und Verarbeitung von Erdöl eingesetzt werden.

„Dieses Verfahren macht die Verarbeitung und Förderung von Erdöl effizienter, kostengünstig und ­umweltverträglich.“ Rüdiger Nürk Chairman & CEO

Seit 2012 sind zahlreiche industrielle Tests mit Anlagen von 5.000 Barrel pro Tag Verarbeitungskapazität durchgeführt worden, die alle zuverlässige Ergebnisse lieferten, wie international führende Zertifizierungsunternehmen bestätigen.

Einreichung Umweltpreis

Grün für Wien

Cold Cracking ist kostengünstig und umweltfreundlicher als herkömmliche Methoden.

Rahofer.

Vielversprechende Tests

Jetzt folgt ein weiterer wichtiger Schritt für das neue Verfahren, denn Pristec hat kürzlich einen mehrere Milliarden Euro schweren Vertrag mit China National Petroleum Corperation (CNPC) unterzeichnet, um nach einem 90-tägigen Testlauf „Pristec Cold Cracking“ Anlagen in allen Raffinerien der CNPC für einen Zeitraum von 20 Jahren einzusetzen. „Bereits in 6 Monaten soll mit der Inbetriebnahme erster Anlagen im größten chinesischen Raffineriekomplex, die CNPC mit lokalen Schwerölen betreibt, begonnen werden“, so Pristec-CEO Rüdiger Nürk. www.pristec.com

© dpa/EPA/A2800/Paul Buck

Kostengünstiger und umweltfreundlicher als die herkömmlichen Methoden.

LIFETIME EXCELLENCE: BEI INNOVATIONEN IMMER DER ERSTE SEIN

Wien. Ab sofort bis zum 15. Jänner 2015 können Wiener Betriebe wieder Öko-Projekte und Vorhaben zum Umweltpreis der Stadt Wien einreichen. „Mit dem Umweltpreis möchten wir innovative Ideen und Projekte vor den Vorhangen holen und zeigen, dass sich Nachhaltigkeit rechnet“, erklärt Umweltstadträtin Ulli Sima. Seit 2005 schreibt die Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 gemeinsam mit dem ÖkoBusinessPlan jedes Jahr den Umweltpreis der Stadt Wien aus. Die Gewinnerideen der letzten Jahre reichen dabei von ökologischem Brandschutz, grünem Schiffsverkehr, sozialem Engagement von Schulen bis hin zu kreativen Aufbereitungsideen von Nachhaltigkeitsberichten.

Einfache Teilnahme

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Teilnehmen können alle Wiener Betriebe, die Umweltprojekte bereits umgesetzt oder solche geplant haben. „Es bedarf lediglich einer detaillierten Projektbeschreibung sowie dem ausgefüllten Einreichblatt; darüber hinaus gibt es keine formellen Erfordernisse”, erklärt Karin Büchl-Kramerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung. Alle eingereichten Projekte werden dann von einer unabhängigen Jury unter Berücksichtigung der individuellen betrieblichen Möglichkeiten bewertet. www.wien.gv.at/umweltschutz/ oekobusiness/preis.html

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Innovationen und Neuentwicklungen sichern regelmäßig die Technologieführerschaft von PALFINGER. Sie eröffnen neue Geschäftsfelder und prägen die Branche nachhaltig. Unser Anspruch, immer der Erste zu sein, rechnet sich somit gleichermaßen für unsere Kunden wie für unsere Aktionäre. Wie Sie von der PALFINGER LIFETIME EXCELLENCE profitieren, lesen Sie auf www.palfinger.ag Umweltstadträtin Ulli Sima: Kluges ­Ökomanagement schont die Umwelt. PAL-Anzeige_216x288_Innovation_RZ.indd 1

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I n n ovati on & U n te r n e hm e n

62 – industrialtechnology

Freitag, 21. November 2014

FMW Industrieanlagenbau Einstieg neuer Eigentümer soll den Fortbestand des Unternehmens langfristig sichern

short

Von der Insolvenz zum geglückten Neustart

Mechatronikausbildung im Weinviertel St. Pölten/Wolkersdorf. Mit der im Oktober eröffneten Wein­ viertler Mechatronik Akademie, die auf Initiative von sechs Unternehmen aus dem Wein­ viertel und der Stadtgemeinde Wolkersdorf entstanden ist, verfügt Niederösterreich über ein weiteres moderenes und praxisbezogenes Ausbildungs­ zentrum. „Niederösterreichs Wirt­ schaft braucht nicht nur Aufträge, sondern auch qua­ lifizierte Fachkräfte, die diese Aufträge abarbeiten”, so Kurt Hackl von der Wirtschafts­ agentur ecoplus www.ecoplus.at

Cornelius Grupp und Matthias Calice sehen gute Chancen für erfolgreiche Entwicklung. britta biron

Wien. Die anhaltende Wirtschafts­ krise und die damit verbundene schleppende Konjunkturentwick­ lung hatten bei der FMW Indus­ trieanlagenbau GmbH zu starken Verschiebungen und Auftrags­ rückgängen geführt. Erschwerend für die Lage hatte sich zudem der Zahlungsausfall eines wichtigen russischen Kunden ausgewirkt und die Liquiditätslage massiv belastet, sodass im Oktober ein Sanierungsantrag gestellt werden musste.

Wifi OÖ und Kuka ­gehen in Verlängerung

„Damit können wir die © Kuka Roboter CEE

Arbeitsplätze erhalten eine reibungslose Ab-

Teilnehmer lernen im praxisnahen Unterricht den Umgang mit Robotern.

wicklung ihrer Projekte

Linz. Als europaweit einziges Ausbildungszentrum neben dem Kuka-eigenen College bietet das Wifi Linz als offizi­ eller Partner seit nunmehr 10 Jahren verschiedenste Kurse für Kuka-Roboter an. Seit der Zertifizierung im November 2005 wurden bereits mehr als 700 Teilnehmer geschult bzw. haben nach Grundlagen-, Pro­ grammier- und Serviceschu­ lungen spezielle Applikations­ seminare besucht. Vor Kurzem wurde die Weiterführung dieser Zusammenarbeit offiziell bekannt gegeben und der neue Vertrag von Erich Schober (CEO der Kuka Roboter CEE GmbH) und Harald Wolfslehner (Insti­ tutsleiter Wifi OÖ) unterfertigt. www.kuka.at

garantieren.“ oliver schlief, gf fmw

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich allerdings die Auftragslage wie­ der merklich gebessert, und mitt­ lerweile stehen durch einen neuen Eigentümer die Zeichen für einen erfolgreichen Neustart günstig. Cornelius Grupp, Eigentümer der CAG Holding GmbH (zu dieser gehören u. a. Stölzle Oberglas, der Verpackungsspezialist Tubex, der Aluminiumhersteller Neuman Im­ pact Extrusion sowie die Kosme­ tikproduzenten C-Care und CAG Beauty LLC) und der Unternehmer Matthias Calice haben das Unter­

AIT ermöglicht den perfekten Einblick

Aus der FMW Industrieanlagenbau wird die FMW Fördertechnik, was den Fortbestand des Traditionsunternehmens sichern soll.

nehmen mit 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des Sa­ nierungsverfahrens übernommen und werden es als FMW Förderan­ lagen GmbH weiterführen.

Interessantes Investment „Wir sehen das Engagement bei der FMW ganz klar als industri­ elles Investment. Wir wollen das Management-Team unterstützen und die FMW ausbauen und entwi­ ckeln und wieder zu neuer Stärke führen” so die neuen Eigentümer. Auch FMW-GF Oliver Schlief, ist mit dieser Lösung sehr zufrieden: „Damit werden die Arbeitsplätze in der Region erhalten und wir kön­ nen unseren Kunden eine sofortige

© AIT

2002 lieferte FMW die damals größte Altpapieraufbereitungs­ anlage in Nordamerika (Bowater, Alabama) und Europa (Stora Enso Langerbrugge, Belgien), im Jahr darauf expandierte FMW im Be­ reich der Mischanlagen und errich­ tete Projekte in Russland, Singapur und Australien. Mittlerweile ist das Unterneh­ men in Österreich Marktführer bei Brennstoff- und Biomasseauf­ bereitungsanlagen (Energie AG Timelkam, M-Real Hallein, AE&E für Bischofferode). 2007 erfolgt die Übernahme von Cimprogetti S.p.A, einem italie­ nischen Hersteller von Kalkstein­ aufbereitungsanlagen. www.fmw.co.at

und reibungslose Abwicklung ihrer Projekte garantieren”

Traditionsunternehmen Gegründet wurde FMW im Jahr 1962 von den Unternehmerfamilien Liebner und Steinwald, vornehm­ lich als Hersteller von Anlagen für die Zuckerindustrie. Allerdings wurde das Lieferprogramm bald um den Anlagenbau für die Papier­ industrie erweitert, später folgte als zweites wichtiges Standbein die Baustoffindustrie. Bereits in den 60er- und 70erJahren richtete sich das Unterneh­ men zunehmend international aus, speziell in Mittel- und Osteuropa, aber auch in Asien.

Polytec Plastic Solutions sollen den Umsatz pushen

SAG Motion Großaufträge aus der Automobilindustrie

Wien. Von der Übernahme der Kunststoffsparte „Plastic Solu­ tions” der voestalpine erwartet sich der Autozulieferer Polytec in den nächsten Jahren „deutlich” höhere Betriebsergebnisse. Für 2015 rechnet man mit einem Mehrumsatz von über 100 Mio. Euro, berichtete Polytec im Quartalsbericht. An den beiden niederländischen Standorten Putte und Roosendaal erwirtschaftete Plastic Solutions

Salzburg. Die SAG Motion konnte heuer weitere große Luftspeicher­ aufträge von bedeutenden Erst­ ausrüstern der Automobilindustrie und OEMs (Original Equipment Manufacturer) für sich verbuchen. Das gesamte Volumen der Aufträ­ ge umfasst mehr als 40 Mio. Euro. Einige Aufträge sind noch in der Pipeline und sollen demnächst abgeschlossen werden. Die Aufträ­ ge laufen zwischen drei und zehn Jahren.

„Plastikgeld“ durch Übernahme

Oberfläche des weltweit schnellsten Sensors für Inspektionsaufgaben.

im letzten Geschäftsjahr mit der Herstellung von Unterbodenver­ kleidungs-, Akustik- und Exteri­ eur-Bauteilen für Nutzfahrzeuge sowie Non-Automotive-Produkte einen Umsatz von rund 120 Mio. Euro. Noch ohne Berücksichtigung des Kunststoffdeals, dessen Closing kurz bevorsteht, geht Polytec für das laufende Jahr von einer sta­ bilen Entwicklung aus. www.polytec-group.com

Heuer bereits 40 Millionen Euro

und Nutzfahrzeugindustrie wird ab 2017 erstmals über 650.000 Luftspeicher ausliefern und da­ mit seine Position als anerkannter Luftspeicherhersteller Europas weiter stärken. Auch in den USA ist die SAG Mo­ tion derzeit verstärkt in Kontakt mit großen OEMs, um die Kompe­ tenz bei Luftspeichern und Leicht­ bau auf diesen stark wachsenden Markt zu transferieren. www.sag.at

Die Unternehmenszentrale des Autozulieferers Polytec in Hörsching bei Linz.

„Diese Aufträge spiegeln die zu­ nehmenden Anforderungen und die hohen Ansprüche an Kom­ fort, Leichtbau und Sicherheit in der Fahrzeugindustrie wider. Vor allem bestätigen sie eindrucksvoll die hohe Qualität unserer Pro­ dukte, unsere Entwicklungskompe­ tenz und das große Vertrauen, das namhafte Produzenten der Bran­ che in unser Unternehmen setzen“, so Josef Lohninger, GF der SAG Motion GmbH. Der traditionsreiche Produzent von Komponenten und Systemen für die internationale Automobil-

© Salzburger Aluminium Group

US-Markt im Visier

© Polytec Group

Wien. Von 4. bis 6. November 2014 präsentierte das AIT Aus­ trian Institute of Technology auf der Vision, der Weltleit­ messe für Bildverarbeitung, neueste Technologien aus dem Bereich der Hochleistungs­ bildverarbeitung. Zentrales Highlight der diesjährigen AIT-Ausstellung war der welt­ weit schnellste Sensor für hochsensible optische Inspek­ tionsaufgaben, der etwa beim Sicherheitsdruck für die Bank­ noteninspektion Einsatz finden wird. Darüber hinaus stellen die AIT-Experten ein neues 3DFahrerassistenzsystem vor, mit dem die Sicherheit rund um Straßenbahnen revolutioniert werden wird. www.ait.ac.at

© FMW

und unseren Kunden

SAG Motion liefert die Aluminium­ behälter für Luftfedersysteme.


i n n ovati on & u n te r n e hm e n

Roland Berger Operations-Effizienz-Radar

Prepare for the Future Die Topthemen für Finanzchefs aufbereitet.

industrialtechnology – 63

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Freitag, 21. November 2014

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC herbert strasser

Wien. „Die meisten Firmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz wissen, dass sie an der Entwicklung der Industrie 4.0 nicht vorbeikommen, wenn sie künftig wettbewerbsfähig bleiben wollen”, sagt Roland Falb, Managing Partner im Wiener Büro von Roland Berger. So rechnen rund zwei Drittel der Befragten damit, dass die zunehmende Digitalisierung der Industrie auch ihr Unternehmen beeinflussen wird. Für rund 70% der Unternehmen steht die Optimierung des Produktportfolios im kommenden Jahr ganz oben auf der Agenda. „Permanente Bereinigung, Optimierung und Innovation spielen hier eine wesentliche Rolle“, rät Conrad Günther, Mitglied des Vorstands des Internationalen Controller Vereins (ICV). „Dabei sollten sie das Potenzial innovativer Trends und Technologien wie Industrie 4.0 systematisch nutzen.“

Controlling & Produktion Wichtig ist außerdem, die Produkte den sich ständig verändernden Kundenbedürfnisse besser anzupassen und die dadurch steigende Komplexität sowie die Gewinnmargen zu berücksichtigen; eine wesentliche Rolle spielt deshalb das Controlling. „Dieser Bereich sollte gestärkt werden, um eine bessere Transparenz über die Kostenstruktur zu erzielen und schneller auf künftige Marktveränderungen oder Krisen reagieren zu können“, empfiehlt Günther. Ein möglicher Hebel ist die stärkere Zentralisierung der Controlling-Funktionen und zusätzliche Backoffice-Dienstleistungen. Zwei Drittel der Studienteilnehmer haben vor, ihre Kostentransparenz durch ein besseres Controlling zu erhöhen; allerdings hat bisher nur ein Drittel konkrete Maßnahmen ergriffen, um einen Transformationsprozess tatsächlich in die Wege zu leiten. Um sich gegen eine schwächere Konjunktur zu wappnen, müssen außerdem der Vertrieb effizienter

aufgestellt und die Produktionsprozesse regelmäßig überprüft und verbessert werden. „Außerdem ist es wichtig, die Zeiten für die Markteinführung neuer Produkte zu verkürzen. Denn so können Firmen erhebliche Kosten sparen und in kürzeren Zeitabständen neue Produkte auf den Markt bringen“, rät Falb.

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I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

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Branchenunterschiede Trotz dieser allgemeinen Trends unterscheiden sich die Top-Hebel auf der CFO-Agenda nach Branchen. Während die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau und das Baugewerbe vor allem auf die Entwicklung eines zukunftsfähigen Produktportfolios setzen, fokussieren Konsumgüter- und Hightech-Industrie darauf, ihre Produktpalette zu reduzieren. Gezielte Strategien im Einkaufsmanagement spielen hingegen nur bei Chemie- und Pharmakonzernen eine große Rolle. Generell lässt sich aber sagen: Kundenbedürfnisse sollten in erster Linie besser berücksichtigt werden. In dieser Hinsicht wird der Trend in Richtung Industrie 4.0 eine wesentliche Rolle spielen.

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

Dringlichkeit steigt Bisher – so die Studie – hat aber erst ein Drittel der Umfrageteilnehmer konkrete Maßnahmen ergriffen, um einen Transformationsprozess tatsächlich in die Wege zu leiten. „Viele Firmen sind sich über die Anforderungen der Industrie 4.0-Welt und die möglichen Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell noch nicht im Klaren und zögern daher noch; zudem fühlen sie sich von der Politik nicht ausreichend unterstützt“, sagt Falb und rät, das Thema nicht auf die lange Bank zu schieben. „Wer heute diese Transformation verpasst, wird bald den Druck der Kunden spüren; sie werden früher oder später ihre Lieferanten dazu zwingen, sich den Industrie 4.0-Prozessen zu öffnen.“ www.rolandberger.at www.controllerverein.com

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tr a n spor t & logi s t i k

64 – industrialtechnology

Freitag, 21. November 2014

White Paper DHL hat die aktuellen Anforderungen an die Lieferketten in der Energiebranche analysiert

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Neue Logistiklösungen für unkonventionelle Quellen

Dematic erweitert das Julius Blum-Lager

Ol- und Gasindustrie hat die wachsende Komplexität der Supply Chains noch nicht im Griff. © Dematic

britta biron

Bonn. Laut dem BP Energy Outlook 2030 verdreifacht sich die Schiefergasproduktion bis 2030, die Produktion von Tight Oil soll sogar mehr als sechs Mal größer sein als heute. Anders als bei konventionellem Öl, erfordert die Förderung unkonventioneller Energiequellen höhere und kontinuierliche Investitionen.

Abgeschlossen sollen die Arbeiten bereits Mitte nächsten Jahres sein.

Offenbach/Höchst. Der international tätige Beschlägehersteller Julius Blum lässt das Lager seines Vorarlberger Werks erweitern. Das Hochregallager wird von derzeit vier auf sieben Gassen vergrößert und im Vorzonenbereich die Fördertechnik adaptiert und um eine Ebene erweitert. Die vorhandenen Verteilwagen im Erdgeschoss werden verlängert und vom klassischen Kabelschlepp auf effiziente Stromschienen umgerüstet. Zusätzlich sind zwei Lkw-Shuttlerampen und vier Regalbediengeräte inklusive der erforderlichen Bodenschienen vorgesehen. Außerdem werden ein zusätzlicher Auslagerpunkt im Warenausgang Produktion realisiert und die drei bestehenden Regalbediengeräte steuerungsseitig modernisiert. Generalunternehmer des Projekts ist die Dematic GmbH, mit der Julius Blum schon mehrmals zusammengearbeitet hat. www.dematic.com

„Insbesondere bei der Förderung unkonventidie Logistikinfrastruktur noch nicht ausgereift.“ steve harley, president dhl energy sector

Abgelegene Lagerstätten von Schiefergas, Tight Oil oder Ölsanden stellen neue Herausforderungen an die Supply Chains.

Das Eagle Ford Shale Feld im Süden Texas’ hat zum Beispiel mehr als 250 Förderquellen, für die mehr als 6.000 Bohrungen durchgeführt werden mussten. Außerdem befinden sich die weltweiten Ölreserven nicht mehr ausschließlich im Nahen Osten, Afrika und Russland, sondern oft in abgelegenen Gebieten, die noch entwickelt werden müssen. „Der anhaltende Wandel in der Energiebranche durch neue Nachfrage- und Produktionsmärkte zwingt Unternehmen, ihr Lieferkettenmanagement anzupassen. Die Choreografie verschiedener Lieferketten wie Exploration und Förderung, Beschaffungs- und Distributionslogistik, für Notfälle sowie

© GS1

GS1 Austria baut seine Onlineservices aus

Mehr Funktionen und auch die Handhabung wurde vereinfacht.

Personal ist hochkomplex und herausfordernd. Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Lead Logistics Provider (LLP) kann sehr wertvoll sein, wie andere Industrien zeigen”, begründet Steve Harley, President, DHL Energy Sector, DHL Customer Solutions & Innovation.

Best Practice-Beispiele Neben aktuellen Entwicklungen in der Energiebranche, deren Einfluss auf die Lieferkette und aufkommende Lösungen beinhaltet das White Paper auch einen Best Practice-Fall aus dem SechuanBecken in China. Die in der Untersuchung zitierten Entscheider gaben aber zu

erkennen, dass die Realität davon noch weit entfernt ist. Eine besondere Herausforderung sei die mangelnde Transparenz und Berechenbarkeit, wenn sie mit mehreren Partnern an zahlreichen Bohrstandorten zusammenarbeiten. Das führt oft zu Problemen bei Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltfragen und fehlenden Daten für die Erfolgsmessung. Kompensiert werden diese Risiken mit hohen Lagerbeständen und teuren ad-hoc-Charterflügen, um Inventar vor Ort zu haben. Nach Einschätzung der Autorin des White Papers, Lisa Harrington (Präsidentin der Harrington Group LLC und Associate Director am Supply Chain Management Center

der Robert H. Smith School of Business der University of Maryland) überwindet ein End-to-End-Lieferkettenmodell mit übergeordneter Kontroll-Funktion diese Herausforderungen: „Der Ansatz ist in anderen Branchen bereits erfolgreich. Dort ist die Lieferkette ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, da sie die Flexibilität erhöht und Kosten sowie Risiken reduziert. Die Frage ist, ob Energieunternehmen selbst in die Infrastruktur und das Personal investieren wollen, die eine integrierte, gut funktionierende, globale Lieferkette erfordert, oder ob sie es bevorzugen dies an Logistikdienstleister abzugeben, die von einem LLP gesteuert werden.” www.dhl.de

TGW Group Weiterer großer Auftrag aus dem Fashionsektor für den oberösterreichischen Intralogistikspezialisten

Modernes Styling für die Mango-Logistik Wels. Durch das stetige Wachstum des spanischen Moderiesen Mango und die Einführung neuer Eigenmarken steigen auch die logistischen Herausforderungen von Mango. Daher hat sich der spanische Moderiese entschieden, ein neues Distributionszentrum zu bauen, das in der Lage ist, das erwartete tägliche Kommissionierungsvolumen von 350.000 Auftragszeilen aus insgesamt mehr als 4.000 Shops abwickeln zu können. Entschieden hat sich Mango für

das Angebot des österreichischen Intralogistikers TGW. Javier García Cerrada, Managing Director bei TGW Ibérica, dazu: „Dieses Projekt war eine Herausforderung, bei der sehr viel Kreativität, Demut und Einsatz seitens des Teams der Schlüssel zum Erfolg waren.“

Ware zu Person-System Die Anlage, die in Palau Solità de Plegamans nahe Barcelona entsteht, umfasst ein großes automa-

tisches Multifunktions-Kartonlager, das zur Zwischenlagerung und Auftragskonsolidierung sowie als Versandpuffer für Liege- und Hängeware sowie für CrossdockingAuftragskartons dient. Die Auftragsabwicklung basiert auf einer Kombination aus Sortiersystem und Ware-zur-PersonArbeitsplätzen, die von einem gemeinsamen Shuttlesystem versorgt werden. Dies ermöglicht die Kommissionierung von Waren aus einer sehr großen Produktpalette, wie etwa Accessoires, Liegeware und Schuhkartons, in nach Produktgruppen geordnete Auftragskartons.

Für mehr als 1 Mio. Kartons

© TGW Group

Wien. Handelsunternehmen verlangen immer häufiger die Auszeichnung der anzuliefernden Paletten mit GS1 Transportetiketten (SSCC, GS1-128 Strichcode). Mit dem neuen Service GS1 Print können diese Etiketten einfach und kostengünstig online erstellt werden. Mit dem optimierten myConnect 2.0-Kundenportal können erstellte GTINs auch als Exceloder csv.-Datei ausgegeben und noch einfacher weiterverarbeitet werden. Strichcodes können zudem stapelweise erzeugt werden. Das neue Service GS1 Print ermöglicht außerdem die einfache und kostengünstige Erstellung von GS1 Transportetiketten online. Zudem können alle GS1 Austria-Kunden, die einen GLN 2- oder GLN 3-Vertrag haben, über myConnect 2.0 auch GS1 Print Premium nutzen. Dieses Service ermöglicht die Erstellung von GS1 Transportetiketten (mit SSCC und GS1-128) durch Übernahme der eingepflegten Artikeldaten aus myConnect. Daneben bietet es zusätzliche Funktionen wie verschiedene Etikettenformate, Platzierung des Logos oder die Benutzung durch mehrere Arbeitsplätze. www.gs1.at

© panthermedia.net/Gregory21

oneller Ressourcen ist

Die Anlage vereint komplexe Abläufe und handelt 38.000 unterschiedliche Artikel.

Das automatische Kartonlager mit 33 Gassen beherbergt TGW Magito-Regalbediengeräte mit Twister und folgt dem „PushPull-Prinzip“. Weitere elf Gassen werden mit TGW Stratus-Regalbediengeräten und Twister-Lastaufnahmemitteln realisiert. Zusätzlich dazu realisiert TGW 14 Gassen mit Stingray Shuttle-System, das auf

13-Level agiert. Das Kartonlager bietet Platz für etwa eine Million Stellplätze. Neben dem umfangreichen Lager, einer Ware-zur-Person-Kommissionieranlage und einem Sorter

„Dieses Projekt war eine Herausforderung, und wir freuen uns auf eine großartige Zusammenarbeit mit Mangos Modeexperten.“ Javier García Cerrada, Managing Director bei TGW Ibérica

wird TGW auch das gesamte Lagersteuerungs- und Materialflusssystem realisieren; die Fertigstellung ist für 2016 geplant. www.tgw-group.com


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