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medianet

inside your business. today.

freitag, 22. März 2013 – 43

voestalpine investiert 550 Mio. Euro in neues Werk in den USA  Seite 46

Förderungen ziehen an

Österreich ist als F&E-Standort für ­ausländische Unternehmen attraktiv Seite 47

wifo-studie öko-branche wächst weiter

© Panthermedia.net/ Ursula Deja Schnieder

© EPA

stahlharte expansion

© doppio espr./APA/Zötl

industrialtechnology Was ist der optimale Preis für ein Produkt?

© Kalogeo

short

Großwilfersdorf. Kalogeo übernimmt 100% der ersten mittelgroßen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage Österreichs. Die Anlage wurde von 2010 bis 2012 von der Kalogeo Anlagenbau GmbH errichtet und ist für die thermische Verwertung von 30.000 t mechanisch entwässertem Klärschlamm pro Jahr konzipiert. Das neuartige Konzept in dieser Anlagengröße basiert auf einer autothermen Verbrennung von teilgetrocknetem Klärschlamm in einer Wirbelschichtfeuerung mit niedrig gehaltenem Heizwert.  www.kalogeo.at

© SPS Marketing

Frankfurt. Die deutschen Gebäudearmaturenhersteller, die durch Produktpiraterie jährlich einen Schaden von rund 70 Mio. € erleiden, haben die Weltleitmesse ISH neuerlich zu einem Schlag gegen die Fälscher aus Fernost genutzt. Auf 42 der insgesamt 719 kontrollierten Messestände wurden die Zollfahnder fündig und stellten 52 mutmaßliche Fälschungen von hochwertigen Armaturen, Duschköpfen, Pumpen und WC-Brillen sicher. Diese stammten zu 90% aus China. Außerdem beschlagnahmten die Beamten 348 Produktkataloge und 1.862 Datenträger, die Abbildungen der mutmaßlichen Plagiate enthielten.  www.vdma.org

Gerhard Preslmayer und Petra Martinek-Kuchinka: Industriebetriebe müssen den Kundennutzen stärker in den Vordergrund stellen.

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

Pricing Kuchinka&Partner, die neue Unit von SPS Marketing, geht mit Value ­Based Pricing und wertbasiertem Marketingansatz den Widerspruch „Mehr ­Umsatz, weniger Marge“ an.  Seite 44 Kapsch CarrierCom Übernahme von NEC

Kari Kapsch, CEO von Kapsch CarrierCom: „Erweitern damit unser Angebot“.

Salzburg. Kapsch CarrierCom verfolgt konsequent die Strategie, als End-to-End-Anbieter für Bahnkommunikation am globalen Markt aufzutreten und hat jetzt Teile des Technologieanbieters NEC (inkl. der bestehenden Verträge) übernommen. Damit habe man jetzt auch eigene Endgeräte im Sortiment, die optimal auf die Infrastrukturkomponenten abgestimmt sind, so Kari Kapsch, CEO von Kapsch CarrierCom. Forschung und Entwicklung für die Geräte bleiben in Portugal, die Produktion wird nach Österreich verlegt.  www.kapsch.net

© Schoeller Bleckmann/www.bigshot.at

Endgeräte für Bahnkommunikation 2012 war ein weiteres Rekordjahr

© APA/Georg Hochmuth

Linz. Um die steigenden Anforderungen im technischen Vertrieb zu bewältigen, bedarf es einer ständigen Optimierung und Weiterbildung. Daher hat der OÖ Mechatronik-Cluster die Seminarreihe „Technischer Vertrieb im Maschinen- und Anlagenbau” konzipiert. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Kommunikation/Kundenverhalten, Angebotskalkulation/Abschlusstechniken und der optimalen Gestaltung des Key-AccountManagements. Der Kurs besteht aus drei jeweils zweitägigen Seminaren und startet am 5. Juni.  www.mechatonik-cluster.at

Sattes Plus Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

SBO-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann: Ölnachfrage steigt weiter.

Ternitz/Wien. Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) erzielte im Geschäftsjahr 2012 zum dritten Mal in Folge Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich. Das Jahresergebnis nach Steuern erreichte 76,2, Mio. € (+ 42,7%). „Wir haben 2012 vom Wachstum der Oilfield Service-Industrie bestmöglich profitiert”, erläutert SBO-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann das neue Rekordergebnis. „Vor allem die Nachfrage nach technologisch hochwertigen Aus­rüstungs­gütern für komplexe Anwendungen – unserem Kern­ geschäft – stieg deutlich an.“  www.sbo.co.at


c ov e r

44 – industrialtechnology

kommentar

„Big Brother“ sorgt für Sicherheit

Freitag, 22. März 2013

Pricing Kuchinka&Partner thematisiert das Paradox „Mehr Umsatz, weniger Marge“ in der Industrie

Kundenzufriedenheit ist in der Industrie nicht alles Petra Martinek-Kuchinka rückt das Wesentliche in den Mittelpunkt des strategischen Marketings.

D

ie Zahl der Roboter in der Industrie nimmt weiter zu. Das ermöglicht höhere Produktivität, bessere Qualität und mehr Wirtschaftlichkeit – andererseits steigt damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Mensch und Maschine in die Quere kommen. Und wer da den Kürzeren ziehen würde, ist klar. Forscher vom Fraunhofer- Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau haben jetzt ein Sicherheits- system entwickelt, das kritische Situationen zwischen Mensch und Maschine erst gar nicht zulassen wird. Es besteht aus dem Simulations-Tool ‚Sim4Save‘, der Softwareplattform ‚Link4Save‘ und dem neuen Überwachungssystem ‚Eye4Save‘. Das Simulationssystem wertet Signale von angeschlossenen visuellen, akustischen oder taktilen Überwachungssystemen in Echtzeit aus und reagiert bereits vor möglichen Kollisionen. Denn oft sind es schon kleine Unachtsamkeiten, wie Stolpern, die zu schweren Unfällen mit Robotern führen können. Das System kontrolliert genau, wie sich die einzelnen  Objekte im Raum bewegen und schreitet ein, wenn der  Sicherheitsabstand unterschritten wird. Klingt ein wenig nach Science-Fiction, ist aber Realität, wie man auf der diesjährigen ‚Hannover Messe‘ bereits  sehen kann.

Rehau Wissens-Export

© PantherMedia.net/Guven Polat

Öko-Technik

Deutschland fördert Kompetenzzentrum für Umwelttechnik in der Türkei.

R ehau/Istanbul. In Istanbul entsteht in Kooperation von ­Rehau mit dem German Energy Center&College (GECC) und der Technischen Universität Yildiz ein neues Technologiekompetenzzentrum. Ziel des Projekts, das von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) gefördert wird, ist die Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit und Ausbildung im Bereich energieeffizienter Technologien zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand Ende Februar in Istanbul statt.  www.rehau.de

Wien. „Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen alle drei wesentlichen Werttreiber ihres Geschäftes optimal steuern: Kundennutzen, Preis und Kosten. Häufig konzentrieren sich Unternehmen in allen ihren Marketingaktivitäten auf die Wertstiftung für den Kunden, vernachlässigen dabei aber die Wertstiftung für sich selbst als Anbieter. In der Industrie bestehen Preisbildungsverfahren oft nur aus der Rechnung ‚Herstellungskosten plus Aufschlag für Marge und Vertriebsspielräume‘ sowie einer Orientierung am Mitbewerb; ob das der optimale Preis ist, ist eine andere Frage“, beschreibt Petra Martinek-Kuchinka, Managing Director der neuen Unit Kuchinka&Partner der Agentur SPS Marketing, das Pricing in der Industrie. Martinek-Kuchinka und Gerhard Preslmayer, Geschäftsführer von SPS Marketing, erklärten im Gespräch mit medianet, welchen Benefit Industriebetriebe durch Value Based Pricing und den wertbasierten Marketingansatz erzielen können und wie es um das dringende Thema Employer Branding steht.

Gerhard Preslmayer, Geschäftsführer von SPS Markting, und Petra Martinek-Kuchinka, Managing Director von Kuchinka&Partner.

zieren. Dabei muss man bedenken: Je mehr man bietet, desto höher die Kosten. Gelingt es dann nicht, am Markt den entsprechend höheren Preis durchzusetzen, weil der Kunde nicht bereit ist, für den zusätzlichen Nutzen mehr zu bezahlen, so reduziert man damit direkt seine Marge. Ziel kann also nur die Optimierung des Kundennutzens sein: Ich muss als Anbieter nur gerade so viel besser sein als der Mitbewerb, damit der Kunde sich für mich entscheidet, aber nicht maximal besser.“ Da das Produkt selbst heute oft nur Teil eines gesamten Leistungspakets ist, sei es wichtig, alle aus Kundensicht kaufrelevanten Leistungsbestandteile sowie deren Nutzengewicht herauszufiltern. In einem zweiten Schritt wird die Preisbereitschaft ermittelt. Gemeinsam mit Professor Thomas

Wertbasiertes Marketing Das Paradox, das Kuchinka& Partner adressiert, lautet: Trotz Umsatzwachstum verzeichnen viele Industrieunternehmen einen Margenrückgang. Zur Lösung des Problems dient der wertbasierte Marketingansatz: simultane Steuerung von Kundennutzen, Preis und Kosten. „Meine Themen sind neben den Kosten vor allem Kundennutzen und Preismanagement. Marketer wollen Kunden immer mehr bieten, um sich zu differen-

Werani, Leiter der Abteilung B2BMarketing am Institut für Handel, Absatz und Marketing der JKU Linz, setzt Martinek-Kuchinka diesen Ansatz in der Industrie bereits um: „Marketing wird in Industrieunternehmen häufig nur eine Support-Funktion zugestanden und dabei übersehen, dass es im Marketing eigentlich um die marktorientierte Steuerung von Unternehmen gehen sollte; dadurch werden oft Gewinnpotenziale liegen gelassen.“

Employer Branding Aufgrund der fließenden Übergänge zwischen Marketing und Kommunikation ergänzt die neue Unit die Angebotsstruktur von SPS Marketing perfekt, so Preslmayer, der im Employer Branding einen wesentlichen Faktor in der

Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sieht. Die Unternehmens- kultur spielt dabei eine zentrale Rolle, denn Produkte kann man kopieren, Menschen nicht. „Beruflicher Maßanzug“ statt „Job von der Stange“ ist ein Aspekt, um im Recruitingprozess erfolgreich zu sein. Letztendlich ist Employer Branding ein kontinuierlicher Managementprozess und Chefsache. Zu aktuellen Projekten von SPS Marketing zählt etwa die Betreuung eines Recruitment-Projekts von Magna Steyr in China: „Die Mitgliedschaft im Netzwerk ‚E3‘ macht sich bezahlt und ist die Basis für die internationale Betreuung auf hohen Niveau; wir machen das Konzept und setzen es mit dem lokalen Büro in China um.“ Für 2013 erwartet Preslmayer eine positive Geschäftsentwicklung.  www.sps-marketing.com

plastic electronic Funktionsfolien ermöglichen neue Ergonomie- und Bedienlogik-Konzepte

Intelligente Oberflächentechnik Linz. Der österreichische Technologieentwickler und FunktionsfolienAnbieter plastic electronic präsentierte vor Kurzem bei den „Sensitive Surface Days“ beim Spritzgießmaschinenherstellers Engel sein Expertensystem zur Herstellung von Spritzgussteilen mit Funktionsoberflächen. Dahinter steht ein Partnernetzwerk, das alle Kompetenzen und Produktionsmöglichkeiten, von der Folientechnik und -konfektion, der elektronischen Systemtechnik, dem Bauteildesign bis zum Werkzeugbau und dem Spritzguss, anbieten kann.

Eingebettete Sensorik Die zentrale Komponente der „plastic electronic-Technologie“ ist die „multiskin“-Folie, die mit einer oder mehreren Lagen elektrisch funktioneller Schichten versehen ist. Sie kann entweder einzeln oder als Verbund mit zusätzlichen Folien, z.B. Design- oder Schutzfolien, zu einem funktionellen Gehäuse-bestandteil konfektioniert werden. So hergestellte Verbundteile bieten aber nicht nur kreative Mög-

sich das Unternehmen ausschließlich auf die Weiterentwicklung der Funktionsfolie fokussiert, mehrere Patente eingereicht und einige Auszeichnungen erhalten. Mittlerweile existieren bereits verschiedene Prototypen mit der Funktionsfolie, „store skin” (ein intelligentes Regalsystem) wird seit 2011 in den Märkten einer deutschen Drogeriemarktkette erfolgreich eingesetzt.

Weiterentwicklung © plastic electronic

britta biron

© SPS Marketing

Mathieu Völker

Flexibel wie die menschliche Haut, passt sich „multiskin“ an jede beliebige Form an.

lichkeiten für das Produkt- und Bediendesign.

Viele Einsatzmöglichkeiten „Der vielleicht wichtigste Vorteil der Funktionsoberflächentechnik ist neben der Reduktion der Einzelteilanzahl deren großes Potenzial zur kostengünstigen Realisierung des Batch-Engineerings bis

hinunter zur Losgröße Eins. Durch die Variation der Dekor- bzw. der Funktionsfolie kann ein Endprodukt unerreicht kostengünstig individualisiert werden. Für die meisten dieser Anwendungsfälle können wir schon jetzt, mit dem von uns erarbeiteten Expertensystem, eine Lösung anbieten“, so GF Philipp Weissel. In den letzten sechs Jahren hat

Nach der Grundlagenentwicklung stehen bei plastics electronic aktuell die Optimierung und Miniaturisierung der Multilagen-Technik, sowie die automatische Bestückung von „gedünnten“ Chips als Teil der Rolle-zu-Rolle-Beschichtungsprozesse ganz oben auf der Agenda. „Auch wenn hier noch einige Arbeit zu leisten sein wird, die grundsätzlichen Systemvorteile der Bauteile mit sensitiven Oberflächen sind schon heute gegeben, vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht”, so Weissel.  www.plastic-electronic.com


Freitag, 22. März 2013

I n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 45

IFR-Studie Nahrungsmittel- und Pharmabranche sind Bereiche mit großem Potenzial für die Hersteller von Industrierobotern

Roboter schaffen Wachstum Frankfurt. Roboter sind aus der Industrie nicht mehr wegzudenken und ihre Zahl und Bedeutung wächst weiter. Arturo Baroncelli, Vizepräsident der International Federation of Robotics (IFR), erklärt, warum der Siegeszug der künstlichen Arbeiter auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten anhält: „Investitionen in Roboter bringen immer einen konkreten Nutzen, sowohl ökonomisch als auch technisch. Robotik und Automation sind die strategischen Schlüsselfaktoren, um die Wettbewerbsfähigkeit großer, aber auch kleiner und mittlerer Unternehmen zu steigern. Die IFR-Initiative ‚Robots create Jobs‘ dokumentiert, wie Robotik die Basis für einen Paradigmenwechsel wurde, der einen einschneidenden Erfolg von kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht hat.“

Schlüsselfaktor Robotik „Es ist eine Tatsache, dass Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit für ein Unternehmen unverzichtbar sind, um auf dem Weltmarkt erfolgreich zu sein. Robotik und Automation sind hier die Lösung. Bestimmte Arbeitsplätze können zwar durch Robotik und Automation reduziert werden, gleichzeitig werden aber andere Jobs dadurch neu geschaffen“, so Gudrun Litzenberger, Generalsekretärin der IFR. Eine größere Wettbewerbsfähigkeit steigert den Absatz der hergestellten Produkte, was zu einer höheren Anzahl von Beschäftigungsverhältnissen und besser bezahlten Tätigkeiten in der Fertigung führt. Das ist ein direktes Ergebnis der Rückverlagerung der Produktion, was zurzeit in den USA der Fall ist. Die Studie belegt: Dort, wo Automation Menschen in der Fertigung ersetzt hat, erhöhte sich der Ausstoß, neue Märkte entstanden und die Nachfrage nach DownstreamJobs stieg, um das Produkt zum Kunden zu bringen.

Neue Branchen

© Leoni

Die Automobilindustrie ist über Jahre der Treiber für die Anwendung von Robotern gewesen, aber die Anwendung in anderen Branchen steigt. Der Bericht stellt einige neue Branchenanwendungen für Roboter vor sowie die Expansion in nicht traditionellen Branchen. Ein anderer Trend, der die Roboterverkäufe antreibt, ist die Forderung nach flexibler Fertigung, um Anforderungen der kundenspezifischen Massenfertigung und der Einzelfertigung, wo Schnelligkeit und Agilität verlangt werden, gerecht zu werden. Die Nahrungsmittelindustrie wird als wichtige Wachstumsbran-

Kollege Roboter: Automatisierung schafft qualitative Arbeitsplätze.

che gesehen, wo die Anwendung von Robotern zurzeit noch niedrig ist, obwohl Roboter hier gute Dienste leisten könnten, denn viele Produktionsschritte in der Herstellung von Lebensmitteln bestehen aus sich wiederholenden und ­körperlich anstrengenden Tätigkeiten, die zu Verletzungen durch einseitige Beanspruchung/Belastung führen.

Robots create Jobs So hat das „US Bureau of Labor“ 2007 ermittelt, dass die Rate von Arbeitsunfällen oder Krankheiten von Arbeitern in der Nahrungsmit-

telindustrie höher als in anderen Sektoren ist. Die Roboterhersteller haben Roboter entwickelt, die die besonderen Anforderungen der Nahrungsmittelindustrie erfüllen und die Standards der Lebensmittelqualität einhalten. Die pharmazeutische Industrie ist eine weitere Branche, die erst wenige Roboter einsetzt, die aber ihre Kosten senken, die Genauigkeit in der Produktion erhöhen und flexible Fertigungsprozesse erreichen muss. Die weltweite Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten steigt, damit wird das eine weitere Wachstumsbranche für Roboter.  www.ifr.org

© Comau

Höhere Produktivität, mehr Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Autoindustrie bleibt weiterhin Wachstumstreiber für die Automatisierungsbranche.

Goldener Hahn 2013

kreativität (er)leben Werbegala am 20. Juni www.goldenerhahn.or.at


I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n

46 – industrialtechnology

Freitag, 22. März 2013

Planung voestalpine-Konzern hat jetzt wesentliche Schritte zum Ausbau seiner weltweiten Marktposition gesetzt

short

Die voest rüstet sich für eine expansive Zukunft

Ausgezeichnetes Industriemarketing

© IMVO

Firmenübernahmen in der Special Steel Division, Standortenscheidung für Direktreduktionsanlage. Linz. „Über lange Zeit erfolgreich sind Unternehmen, die sich durch Technologie, Qualität und Spezialisierung differenzieren. Bis 2020 werden wir diese Ausrichtung noch mehr forcieren, das heißt wir werden alles daransetzen, unsere führende Position im Bezug auf Markt, Technologie, Qualität und Ergebnis

Wien/Linz. Der Industrie Marketing Verband Österreich (IMVO) prämierte kürzlich in der „voestalpine Stahlwelt“ in Linz die beste Diplomarbeit des vergangen Jahres am Institut für Handel, Absatz und Marketing der Johannes Kepler Universität Linz. Den mit 1.500 € dotierten Preis sicherte sich Lisa Hofbauer mit ihrer Arbeit „Wertbasiertes Verhandlungsmanagement – eine umsetzungsorientierte Konzeption am Beispiel eines konkreten Unternehmens“. „Die prämierte Arbeit ist ein anschauliches Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis – die gewonnen Erkenntnisse werden nun im untersuchten Unternehmen in des Verhandlungsmanagement einfließen. Der Vertrieb wird bereits entsprechend geschult“, so Thomas Werani, Leitung der Abteilung Business-to-Business-Marketing an der Johannes Kepler Universität.  www.imvo.at

550 Mio. Euro Investment

„Der Bau einer vergleichbaren Anlage könnte in der EU allein wegen der höheren Betriebskosten nicht

wolfgang eder, vorstandsvors. voestalpine

© EPA

realisiert werden.“

Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender des voestalpine-Konzerns.

weiter auszubauen. Der Verarbeitungsanteil wird im Vergleich zum klassischen Stahlbereich weiter erhöht und die Fokussierung auf die Wachstumsbranchen ‚Mobilität‘ und ‚Energie‘ sowie die Globalisierung vorangetrieben“, definierte Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG, Ende 2012 die ehrgeizigen Ziele. Jetzt folgen wichtige Maßnahmen in allen vier Divisionen zur forcierten Internationalisierung und erste Unternehmenszukäufe. Den Anfang macht die aktuell bereits an 60 Standorten in 50 Ländern tätige Special Steel Division (ehemalige Böhler Uddeholm), die neun Gesellschaften des deutschen

© Kunststoffe.de

Sensitive Handarbeiten automatisieren

Die neuen Aufsatzelemente ­schließen Automatisierungslücken.

Linz. Damit sensitive Arbeiten passgenau automatisiert werden können, hat die Linzer FerRobotics das Roboterelement ACF Heavy-Duty für leistungsstarke Werkzeuge und das ACF XS für Kleinroboter entwickelt. Die genormten Aufsätze passen zu Robotermodellen verschiedener Hersteller, was das Nachrüsten erleichtert. Ein Closed-loop-Element gleicht Toleranzen autonom aus und hält dabei die Kontaktkraft konstant. Auch bei geänderter Orientierung passt sich die Kontaktkraft interaktiv an. Das Gerät meldet die tatsächliche Kontaktsituation an das übergeordnete System als laufende Qualitätskontrolle zurück.  www.ferrobotics.at

Beschichtungsspezialisten Eifeler sowie zwei Produktions- und Servicestandorte der RieckermannGruppe in China übernimmt. „Die Zukäufe ermöglichen ein deutliches Wachstum unserer Marktanteile bei Premiumprodukten und anspruchsvollen Sonderwerkstoffen im Mobilitätsbereich“, erklärt Franz Rotter, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Special Steel Division. „Neben der Stärkung des Vertriebs können wir künftig auch die kundenspezifische Wertschöpfung im Highend-Segment unserer erklärten Wachstumsbranchen Energie und Mobilität entscheidend vertiefen.“

Dem Vorsatz des Konzerns, langfristig den Verarbeitungsanteil im Vergleich zum klassischen Stahlbereich auf etwa 75% zu erhöhen, wird somit auch in seiner Division Rechnung getragen. „Bis 2020 werden wir alles daransetzen, unsere führende Position im Bezug auf Markt, Technologie, Qualität und Ergebnis weiter auszubauen“, betont Rotter.

Ausbau der Verarbeitung Zeitgleich mit den Akquisitionen fiel auch die Standortentscheidung für die geplante Direktreduktionsanlage, mit der die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen

Die geplante Direktreduktionsanlage wird aus Eisenerzpellets DRI/HBI („Eisenschwamm“) produzieren, das mit höchstwertigem Schrott oder Roheisen vergleichbar ist und damit ein hervorragendes Vormaterial zur Rohstahlerzeugung darstellt. Im Gegensatz zur koksbasierten, reinen Hochofenroute wird dabei ausschließlich wesentlich umweltfreundlicheres Erdgas als Reduktionsmittel verwendet. Dessen Preisniveau liegt in den USA bei etwa einem Viertel von jenem in Europa. Das Werk mit 150 Mitarbeitern soll jährlich 2 Mio. t DRI/HBI erzeugen, wovon die Hälfte an die Stahlwerke in Linz und Donawitz geliefert wird. Die andere Hälfte dient als strategische Reserve und wird zunächst an längerfristig interessierte Partner verkauft. „Wir können uns in den USA in einem politisch stabilen, kalkulierbaren Umfeld kostengünstig mit Energie versorgen“, so Eder. Im Übrigen schaffe man mit dieser Investition – der bisher größten im Ausland – für den voestalpineKonzern auf längere Sicht auch eine zusätzliche Wachstumsoption in Nordamerika. In Betrieb gehen wird die Anlage Anfang 2016.  www.voestalpine.com

Künstliche Intelligenz EU-Forschungsprojekt „ASSISI“ will hinter das Geheimnis der Schwarmintelligenz kommen

Roboter lernen die Sprache der Bienen Graz. Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile – ein Faktum, das etwa im Fall von Termiten- oder Bienenvölkern erkennbar ist. „Die einzelne Biene ist nicht intelligent, das gesamte Bienenvolk schon”, erklärt Thomas Schmickl vom „Artifical Life Lab” der Universität Graz, das sich speziell mit Fragen dieser „Schwarm-

Intelligenz” beschäftigt. Er leitet das EU-Forschungsprojekt „ASSISI” (Animal and robot societies self-organise and intergrate by social interaction), in dem Biologen, Verhaltensforscher und Mathematiker die Interaktionsmuster innerhalb von Schwärmen beobachten und analysieren – mit dem Ziel, diese später gezielt steuern zu können. Dafür muss aber erst die Spra-

© dpa-Zentralbild/Robert Schlesinger

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Stahlproduktionsstandorten in Linz und Donawitz langfristig gesichert wird. Insgesamt 17 Standorte in acht Ländern wurden geprüft, entschieden hat man sich schließlich für Corpus Christi in Texas. „Texas war letztlich in allen wesentlichen Kriterien wie Logistik, Energieversorgung, gut ausgebildeten Arbeitskräften und politischem Umfeld am überzeugendsten“, so Eder.

britta biron

Für den Industrie Marketing Verband war Lisa Hofbauers Diplomarbeit top.

Die Sprache der Bienen soll durch lernende Roboter entschlüsselt werden.

che der Bienen entschlüsselt werden, die auf unterschiedliche Weise miteinander kommunizieren: Reize wie Wärme, Licht, Vibration, Berührungen und Geräusche spielen dabei eine Rolle. So haben die Grazer Forscher etwa beobachtet, wie es junge Honigbienen schaffen, sich im Stock an den Plätzen mit der optimalen Temperatur aufzuhalten. Es zeigte sich, dass vor allem die Begegnungen der Tiere entscheidend sind: Treffen zwei Jungbienen aufeinander, verharren sie für einen Augenblick, und zwar umso länger, je näher sich der Treffpunkt am optimalen Temperaturbereich befindet. Dieser einfache Mechanismus kann bereits ein wichtiges schwarmintelligentes Verhalten hervorbringen. Als „Übersetzer“ verwenden die Forscher kleine, lernende Roboter, die Vibrationen, Licht und Wärme erzeugen, den Abstand zu den Bienen messen und Töne abspielen und mit der Zeit lernen sollen, welche Reaktionen die von ihnen ausgesandten Reize bei den Bienen auslösen.

Letztlich sollen die Roboter durch perfekte Simulation von den Bienen als Artgenossen anerkannt werden. Dann könnten die künstlichen Bienen den Schwarm nicht

„Das Ziel ist es nicht nur, die Mechanismen zu verstehen, sondern sie auch gezielt zur Steuerung von Schwärmen einzusetzen.“ thomas schmick, uni graz

mehr nur beobachten, sondern auch manipulieren. Praktischen Einsatz soll dies nach dem Plan der Forscher dann in der Landwirtschaft und im Umwelt-Monitoring finden.  www.uni-graz.at


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Freitag, 22. März 2013

industrialtechnology – 47

ABA-Statistik Die Zahl der ausländischen Betriebsansiedlungen konnte 2012 um 10% gesteigert werden

short

Österreich ist attraktiver Standort für Innovationen wirken sich die zahlreichen Kompetenzzentren und Branchencluster positiv auf die Attraktivität des Standorts aus. Die deutsche Expertenkommission Forschung und Innovation stellt in ihrem akutellen Gutachten etwa fest, dass Österreich nach den USA das zweitwichtigste Zielland von deutschen F&E-Investitionen ist. Der Anteil deutscher Unternehmen an ausländischen F&E-Investitionen in Österreich beträgt mehr als 50%. Darunter war etwa die biolitec AG, Hersteller von medizinischen Lasersystemen sowie Lichtwellenleitern, die ihre Firmenzentrale nach Wien verlegte. International einsetzbares Personal, gute Infra- und Förderstruktur sowie die flexiblere Gruppenbesteuerung waren für die Entscheidung ausschlaggebend.

herbert strasser

Wien. In Österreich wurden im vergangenen Jahr 572,2 Mio. € an Forschungsprämien im Rahmen der indirekten (steuerlichen) Forschungsförderung an Unternehmen ausgeschüttet. Dies entspricht einem deutlichen Zuwachs von 259 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (313,2 Mio. € Ausschüttungen in 2011). Innovationsforscher Andreas Schibany von Joanneum Research spricht von einer „explosionsartigen Entwicklung”, die er auf wachsende Anstrengungen der

Unternehmen würde

Innovationsforscher Andreas Schibany vom Joanneum Research.

weiter stärken.“

Will ein Unternehmen die Forschungsprämie in Höhe von zehn Prozent der prämienbegünstigten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) in Anspruch nehmen, braucht es seit Beginn des Jahres ein Gutachten der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die Gutachten sind kostenlos, über die Gewährung der Prämie entscheidet letztlich aber – wie bisher – das Finanzamt.. Die Bearbeitung innerhalb von vier Monaten wird garantiert, die FFG strebt aber eine Verkürzung auf zwei Monate an. Die FFG-Gutachten sieht der Innovationsforscher „sehr positiv”. „Es läuft ganz gut an”, erklärte Schibany. „Es sind insbesondere KMU, die das in Anspruch

Unternehmen in Forschung und Entwicklung (F&E) nach der Krise und die Erhöhung der Prämie von acht auf zehn Prozent Anfang 2011 zurückführt. Durch die Erhöhung der Forschungsprämie auf zehn Prozent sei es für viele Firmen attraktiver geworden, F&E zu betreiben, schätzt Schibany. „Es können vor allem kleinere Unternehmen dazukommen, die sagen: ‚Wir machen jetzt F&E und nehmen diese Prämie in Anspruch’.”

Schwertberg/Pyungtaek. Rund 1.200 Spritzgießmaschinen werden in Zukunft pro Jahr das Engel-Produktionswerk in Pyungtaek-City verlassen, fast doppelt so viele wie bisher. Am 11. März feierte der österreichische Spritzgießspezialist den für insgesamt rund acht Mio. € erweiterten und modernisierten koreanischen Standort gemeinsam mit Kunden, Partnern und hochrangigen Vertretern der Lokalpolitik. Die Niederlassung in Pyungtaek-City spielt für Engel eine wichtige strategische Rolle, da rund 70% der dort hergestellten Maschinen nach China und andere asiatische Länder exportiert werden. „Mit unserer dezentralen Fertigung in Asien erzielen wir für unsere Kunden in der Region nicht nur kurze Lieferzeiten, sondern gewährleisten auch die individuelle Adaption der Spritzgießmaschinen und Systemlösungen an die spezifischen Anforderungen der lokalen Märkte“, so Robert Bodingbauer, GF von Engel Machinery Korea. Während der letzten Jahre konnte Engel seine Marktanteile in Asien konsequent ausbauen, im Geschäftsjahr 2011/2012 erstmals auf fast zehn Prozent. Gleichzeitig wurde mit 125 Mio. € ein Umsatzrekord in Asien erwirtschaftet.  www.engelglobal.com

Österreich als Drehscheibe

den Standort noch

Andreas schibany joanneum research

Feierliche Einweihung des erweiterten Engel-Standorts in Korea.

Aufträge Erweiterung des Dugas-Werks in Jebel Ali

Interessant ist der Forschungsstandort Österreich auch für die Schweizer Hoerbiger Holding, die in Wien um 40 Mio. € den weltweit modernsten Standort für Antriebstechnick errichten wird. Forschungschef Peter Steinrück erklärt: „Der Standort ist für uns ideal: Acht Stunden von den USA und sechs vom Fernen Osten entfernt. Und in Wien bekommt man von den Hochschulen auch das benötigte hochqualifizierte Personal.“ Auch das Interesse aus den BRICStaaten steigt deutlich – von 14 Projekten im Jahr 2011 auf 26 im Vorjahr. Sieben Neuansiedlungen kamen allein aus China. Darunter war das mit 15.000 Beschäftigten und 15 Standorten zweitgrößte private Unternehmen der chinesischen Erdöl/Petrochemie-Branche, BAOTA, das in Wien seinen ersten Europa-Standort eröffnete.    http://investinaustria.at

nehmen und das ist ein sehr positiver Aspekt.”

KMU stärker fördern Momentan würden „vier Fünftel der Forschungsprämie an Großbetriebe” ausgeschüttet. Schibany plädiert daher eine „Differenzierung im Fördersystem” zugunsten junger und kleinerer Unternehmen. Das würde den „ausgezeichneten Forschungsstandort Österreich” weiter stärken, ist der Experte überzeugt. Hervorrangende Bedingungen bietet Österreich forschenden Unternehmen generell, wie die aktuelle Ansiedelungsstatistik der ABA zeigt. Neben der Forschungsprämie und weiteren Förderungen

Schunk Konzeptstudie „5-Fingerhand“ weiter optimiert

Bilfinger Industrial gibt Gas

Automatisierung fest im Griff

Frankfurt. Bilfinger Industrial Technologies kann seine Position im wichtigen Wachstumsmarkt Middle East weiter ausbauen. Von der Dubai Natural Gas Company Limited (Dugas) erhielt die Bilfinger-Konzerngesellschaft Tebodin gleich drei Aufträge. Am Produktionsstandort Jebel Ali in Dubai besitzt und betreibt Dugas eine Gasaufbereitungsanlage zur Produktion von MTBE und Flüssiggas. Ein höherer Zusatz von MTBE-Anteilen im Benzin verringert durch eine bessere Verbrennung den Ausstoß von Kohlenwasserstoffen in den Abgasen und trägt somit zur Schadstoffreduktion bei. Mit Unterstützung der Engineering-Spezialisten von Bilfinger Industrial Technologies soll eine Kapazitätserhöhung von 500.000 auf 675.000 Mio. t MTBE pro Jahr am Standort erreicht werden. Das Projekt umfasst insbesondere die Ausführungsplanung sowie die Vorplanung des zusätzlichen Speichers für Butangas. Darüber hinaus erhielt Tebodin den Auftrag, das EPC-Ausschreibungspaket für den Butan-Gasspeicher

Lauffen. Im Rahmen der diejährigen „International Expert Days” unter dem Motto Titel „Service Robotics – quo vadis? präsentierte Schunk die Weiterentwicklung seiner Konzeptstudie „5-Fingerhand“. Bei der neuesten Version der anthropomorphen Greifhand ist die Elektronik komplett in die Handwurzel integriert, wodurch besonders kompakte Lösungen möglich werden. Über definierte Schnittstellen lässt sich die Greifhand mit am Markt vorhandenen Leichtbauarmen verbinden. Für den Einsatz in mobilen Anwendungen ist die Energieversorgung der 5-Fingerhand auf batteriegerechte 24 V DC ausgelegt. In der ersten Version kann die Hand über einen seriellen Bus angesteuert werden. Die Greifhand gibt es sowohl als linke wie auch als rechte Ausführung. In Größe, Form und Beweglichkeit gleicht sie ihrem menschlichen Vorbild. Mithilfe von insgesamt neun Antrieben können ihre fünf Finger unterschiedlichste Greifoperationen ausführen. Zudem lassen sich zahlreiche Gesten darstellen, wodurch eine visuelle Kommunikation zwi-

Der Dugas-Produktionsstandort in Jebel Ali wird von Bilfinger erweitert.

schen Mensch und Serviceroboter erleichtert und die Akzeptanz für den Einsatz im menschlichen Umfeld erhöht werden. Der Einsatz von taktilen Sensoren in den Fingern soll der Greifhand in Zukunft auch noch die nötige Feinfühligkeit verleihen, um auch in unstrukturierten und unvorhersehbaren Umgebungen Greif- und Manipulationsaufgaben bewältigen zu können.  www.schunk.com

© Schunk

© Dugas

zu erstellen sowie die Umweltverträglichkeitsprüfung der dazugehörigen Rückverflüssigungsanlage. Das Projekt wird vom TebodinStandort in Dubai gesteuert und ist mit rund 42.000 Mannstunden angesetzt. Bereits seit 1981 ist die Repräsentanz der Bilfinger Industrial Technologies-Tochter mit den Schwerpunkten Öl und Gas, Industrie sowie Infrastruktur in Dubai aktiv.  www.industrial.bilfinger.com

Boehlerit punktet mit patenten Lösungen

Die Elektronik ist bei der neuen Version komplett in die Handwurzel integriert.

© Boehlerit

ten junger und kleiner

© doppio espresso/APA-OTS/Zötl

„Eine Differenzierung der Förderung zuguns-

© Engel

Neben Förderungen überzeugen Infrastruktur und hochqualifizierte Fachkräfte die Unternehmen.

Engel erweitert ­Produktion in Asien

Nanobeschichtung ermöglicht ­extrem belastbare Werkzeuge.

Kapfenberg. Boehlerit, der weltweit tätige Hartmetallspezialist aus der Steiermark, schaffte jetzt den Sprung unter die Top Ten der österreichischen Patentanmeldungen. Gelungen ist dies durch Innovationen im Bereich der Nanotechnologie; Titan- und Aluminiumverbindungen werden extrem dünn auf die Hartmetallwendeplatte „aufgedampft” – oft nur wenige Tausendstel Millimeter dick. Das Ergebnis sind extrem belastbare Werkzeuge, etwa zum Fräsen von Gusseisen oder Stahl. Bearbeitet werden damit etwa Motorblöcke in der Automobilindustrie oder Gehäuseteile für Windkraftanlagen. Beim Fräsen von Gusseisen konnte die Zerspanungsleistung mehr als verdoppelt werden.  www.boehlerit.com


T r a n s p o rt & Lo g i s t i k

48 – industrialtechnology

Freitag, 22. März 2013

Aktuelle Umfrage Steigende Kosten sind größtes Problem, Politik bleibt weiterhin Lösungen schuldig

short

Unternehmer kritisieren die Verkehrspolitik

DB Schenker scannt Fracht in Wien Wien. Luftfrachtsendungen aus Österreich müssen laut EUVerordnung (VO EG 300/2008 und VO EU 185/2010) ab dem 29. April vor ihrem Versand gescannt werden, sollten sie nicht von einem „Bekannten Versender” stammen. Die Schenker & Co AG hat daher jetzt an ihrem Standort Wien-Albern ein universelles Röntgenprüfsystem für Luftfracht in Betrieb genommen. Mit Ausnahme von Motoren, Getrieben oder temperaturgeführten Gütern kann jede Luftfracht – größen- und material­unabhängig – mit der neuen Anlage genau kontrolliert ­werden und ohne Zeit­ verzögerung in den Luftfrachtversand gehen.  www.dbschenker.at

Konjunkturentwicklung der Verkehrsbranchen ist, mit Ausnahme der Bahn, durchwegs stabil. norbert berger

Wien. Für 98% der heimischen Unternehmer sind Verkehr und Logistik in Österreich wichtige Themen. Zu diesem wenig überraschenden Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Instituts für Strategieanalysen (ISA) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Internationaler Straßenverkehrsunternehmer Österreichs (AISÖ) zu „Wirtschaft, Verkehr und öffentlicher Meinung”. Fast ebenso viele Befragte sind der Meinung, dass eine gute Verkehrspolitik zur Siche-

Neues Tool für das Flottenmanagement

„Die massiven Kosten-

Ypern. Mit TX-Go bringt der europäische FlottenmanagementSpezialist Transics in Kürze einen herstellerunabhängigen, displaylosen Lkw-Bordcomputer auf den Markt. Die Telematikbox ist speziell für Spediteure, Transporteure und Logistiker entwickelt worden, die mehr als die reine Fahrzeugortung wollen, für die eine direkte Interaktion mit dem Fahrer aber keine Priorität hat. TX-Go wird neben anderen Innovationen in Deutschland Anfang Juni auf der Fachmesse „transport logistic 2013“ in München vorgestellt. TX-Go registriert Positionen und Anzahl der zurückgelegten Kilometer, bietet einen Echtzeit-Überblick über die Lenk- und Ruhezeiten oder den Aktivitätsstatus des Fahr­ datenschreibers. Weiters können darüber direkt die Massen­ speicher des Tachografen ausgelesen und die Fahrerkarte herunter ­geladen werden.  www.transics.com

DHL baut LogistikZentrum in Dubai Bonn. DHL Express hat den ersten Spatenstich zum Bau seines größten Logistikzentrums außerhalb von Flughäfen im Nahen Osten und Nord­ afrika gesetzt. Der Standort in Meydan City liegt strategisch sehr ­günstig nur wenige Minuten vom ­Stadtzentrum Dubai entfernt. Auf einer Fläche von rund 17.000 m� soll die ­hochmoderne Anlage im dritten Quartal 2014 eröffnet werden. Zusammen mit dem Partner MGE Middle East General Enterprise L.L.C investiert DHL dabei rund 20 Mio. € in das Expresszentrum und wird damit auch die Markt­ führerschaft in der Region ­weiter ausbauen.  www.dp-dhl.com

ausgesetzt sind, stellen ein großes Problem für

© dpa/Friso Gentsch

unsere Unternehmen

Teure Parkplätze, hohe Benzinpreise und mangelndes Angebot im Güterverkehr sind nur einige der Probleme.

die Branche dar.“

an die Politiker, sich dieses Themas – auch abseits der Wahlen – prioritär und auf einer Sachebene zuzuwenden.

Alexander Klacska, wko

rung des Wirtschaftsstandorts Österreich beiträgt. Allerdings – und auch das ist wenig überraschend – traut kaum jemand der Politik die dafür nötige Kompetenz bzw. auch den Willen zu, die dafür notwendigen Maßnahmen zu setzen. So stimmen 78% der Unternehmer der Aussage „Die Politik hat kein Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen, die auf ein gut funktionierendes Verkehrsnetz angewiesen sind” zu. Für ISA-Chef Peter Filzmaier ist dieses Ergebnis „ein klarer Appell

Verkehrsprobleme Die größten Probleme im Bereich Verkehr sehen Unternehmer, gemäß der Studie, bei den Themen „Parken” (83%) und „Treibstoffpreise” (82%). Weitere Schwachstellen sind auch Umweltschutz (67%), Transit (66%), das Angebot im Güterverkehr (45%) bzw. generell das Angebot der Bahn (49%). Gleichzeitig mit der Studie wurde auch die aktuelle KonjunkturBefragung der Verkehrsbranche präsentiert.

„Die Entwicklung der einzelnen Branchen zeigt sich – mit Ausnahme des Schienenverkehrs, der ein Minus von zehn Prozent beim Transportaufkommen österreichischer Unternehmen verzeichnete – als durchgehend stabil, was Nachfrage, Geschäftslage, Investitionsfreudigkeit und Auftragsbestände betrifft”, so Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKO. Die verhaltenen Zukunftserwartungen der Unternehmer bei der Beschäftigung sieht er als Resultat der Unsicherheit durch die schwierige Wirtschaftslage und die politische Situation mit immer wieder drohenden Kostensteigerungen. Durchaus konstant entwickelten

sich 2012 dennoch die Neugründungen in der Branche. Von den 1.597 neuen Unternehmen entfiel mehr als die Hälfte auf das Güterbeförderungsgewerbe. Ein leichter Rückgang von 10,7% wurde bei den Neuzulassungen von Lkw über 3,5 t und bei Sattelzugmaschinen verzeichnet. Auch der Fahrzeugbestand insgesamt sank im Laufe des vergangenen Jahres leicht. „Hier muss mit wirkungsvolleren Investitionsförderungen – besonders bei der Umstellung auf schadstoffärmere Fahrzeuge – dringend entgegengewirkt werden, damit der Standort ‚Österreich‘ die Position als Logistikdrehscheibe Europas sichern kann”, appelliert Klacska an die Politik.  www.wko.at

D-A-CH-Kooperation Gemeinsames Projekt von SBB, DB und ÖBB ist jetzt bereit für die ersten Testeinsätze

Innovation in der Stellwerk-Technik Wien. Die nationalen Eisenbahngesellschaften von Österreich, Deutschland und der Schweiz (ÖBB, DB und SBB) reagieren auf die zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Stellwerktechnik und haben deshalb bereits 2010 ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Das Resultat dieser grenzüberschreitenden Kooperation ist eine innovative Technologie, mit der die bestehenden Relaisstellwerke kosteneffizient modernisiert und den künftigen Anforderungen angepasst werden können.

tung erforderlich sind – in digitale Signale umgewandelt und ohne Verzögerung übermittelt.

Mehr Wirtschaftlichkeit Die innovative Lösung bringt viele Vorteile: Die bisherigen Relaisstellwerke stoßen sowohl hinsichtlich ihrer Funktionalität als auch des Lebenszyklusses langsam an ihre Grenzen und können durch

den Einbau eines FPGA-Moduls modernisiert und den zukünftigen Anforderungen der Stellwerktechnik angepasst werden. Außerdem können sie zusätzlich mit allen gewünschten Funktionalitäten ausgestattet werden. Dadurch sollen auch die national unterschiedlichen Bedürfnisse abgedeckt und die Systemvielfalt langfristig reduziert werden.

Die einheitliche Stellwerkplattform basiert auf der FPGA-Technologie. FPGA bedeutet „Field Programmable Gate Array” und steht für einen elektronischen Schaltkreis, auf den eine logische Schaltung programmiert werden kann. Mit dieser Technologie werden die zahlreichen analogen Schaltungen der Relaisstellwerke – die beispielsweise für jede Weichenstellung und jede Signalschal-

Indem das Stellwerk bei dieser Modernisierung aber nicht komplett ersetzt werden muss, ist die neue Lösung mit der FPGA-Technologie auch noch sehr kosteneffizient und wirtschaftlich – ein großer Vorteil in Zeiten steigenden Spardrucks auf den öffentlichen Verkehr. Positive Auswirkungen hat die Modernisierung auch für den Personen- und Güterverkehr, da mit der neuen Technik in Zukunft sowohl die Sicherheit als auch die Pünktlichkeit noch weiter verbessert werden.

Einsatz ab 2014

Mehr Schnelligkeit

© bahnbilder.de

TX-Go wird auf der diesjährigen „transport logistic“ vorgestellt.

© Transics Deutschland

belastungen, denen

Innovative Lösung ermöglicht günstige Modernisierung der alten Stellwerke.

2014 nimmt die DB in Gengenbach das erste Stellwerk mit einer entsprechenden Sicherheitszulassung in Betrieb. Die SBB erproben voraussichtlich 2016 die erste Pilotstation in ihrem Netz. Ein Termin, ab wann auch die ÖBB die mit ihren Partnern gemeinsam entwickelte Lösung einsetzen werden, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.  www.oebb.at  www.deutschebahn.com  www.sbb.ch


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

Sivaplan Intralogistik-Konzepte für die Zukunft

Robust und flexibel Weniger Platz- und Energieverbrauch im Lager.

industrialtechnology – 49

| BS12-02G |

Freitag, 22. März 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Sivaplan

IPC Sivaplan hat das Kanallager weiterentwickelt und hinsichtlich Energieeffizienz und Bedienerfreundlichkeit an die Bedürfnisse moderner Intralogistik angepasst. herbert strasser

Troisdorf. „Das Konzept des Kanallagers an sich ist ein alter Hut“, erklärt Sivaplan-GF Dietmar Hahn. „Wir haben diese Art der Lagerung jedoch weiterentwickelt und sie an die gestiegenen Anforderungen unserer Kunden angepasst.“ Das neue Konzept des HighSpeed-Lagers löst sich vom traditionellen Regalbediengerät (RGB) und setzt stattdessen auf eine Kombination aus mehreren Transferwagen (sogenannten SAT-Mobilen), die von einigen wenigen Senkrechtförderen zu den Kanälen transportiert werden. Vorteil dieser Methode: Das SATMobil und der Senkrechtförderer befördern als „totes Gewicht” weniger als 10% eines konventio-

nellen Regalbediengeräts. Wie alle Komponenten von Sivaplan kommt auch die SAT-Technologie in allen Temperaturbereichen zum Einsatz – sogar in TK-Lagern bis -30 °C. Als weiterer Pluspunkt erweist sich, neben den optimierten Abläufen, auch die Kompaktheit eines mit SAT-Mobilen ausgestatteten Hochregallagers, da Boden- und Dachfläche sowie Seitenwände deutlich geringer ausfallen. Punkten kann das Konzept auch hinsichtlich des Energieverbrauchs. Durch das zeitversetzte Anfahren der Bediengeräte werden Lastspitzen beim Verbrauch vermieden und Rückspeisemodule wandeln die Bremsenergie in Strom, der wieder in das System eingespeist wird.  www.sivaplan.de

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Jungheinrich Schmalgangstapler EFX 410-413

Kleiner Stapler, große Leistung

© Jungheinrich

Hamburg. Neu im Sortiment von Jungheinrich ist der ElektroFrontsitz-/Dreiseitenstapler EFX 410-413. „Dieses Fahrzeug ist das Einstiegsmodell in die Schmalgang-Welt“, erläutert Sebastian Riedmaier, Leiter Produktmanagement Lager- und Systemfahrzeuge bei Jungheinrich. Komplett neu bei dieser Fahrzeuggeneration ist das JXP-Steuerungssystem mittels RFIDTechnologie, die bereits bei den „großen“ Schmalgangstaplern seit Jahren erfolgreich im Einsatz ist. Die Informationen des Lagerverwaltungssystems gehen dabei via Logistik-Interface in

die Steuerung des Schmalgangstaplers. Die Anfahrt der Zielposition im Gang regelt das Navigationssystem automatisch. „Der Bediener gibt nur noch Vollgas und das Ziel wird auf kürzestem Weg, mit optimaler Geschwindigkeit und niedrigstem Energieeinsatz angefahren“, erläutert Riedmaier. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass mit der Nutzung der Lagernavigation die Umschlagleistung um bis zu 25% gesteigert werden kann.“ Neben der Umschlagleistung wird auch die Prozesssicherheit erhöht. Falscheinlagerungen lässt das System nicht zu. Die Sicherheits-Scans bei jedem Stapelvorgang entfallen; die Navigation meldet die korrekte Einlagerung via WLAN an das Lagerverwaltungssystem zurück. Auch die Energieeffizienz konnte weiter optimiert werden: Ein aktives Energie- und Batterie­ management optimiert die Strom­ flüsse und schont die Batterie.  www.jungheinrich.de

FX 410-413 ist flexibel, wendig und punktet auch bei der Energieeffizíenz.

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion Automation


energie & ressourcen

50 – industrialtechnology

Aktuelle Wifo-Studie Öko-Technologie „made in Austria“ ist seit Jahrem auf starkem Wachstumskurs

short

Umwelttechnik bringt viel Dynamik in die Wirtschaft

DB fährt mit Ökostrom aus Österreich Wien. Verbund, das führende Stromunternehmen in Österreich, wird DB Energie, dem Energiedienstleister der Deutschen Bahn AG, ab heuer jährlich rund 300 Mio. Kilowattstunden Ökostrom liefern. Diese Menge deckt rund drei Prozent des deutschen Bahnstrombedarfs. Der Vertrag läuft bis 2015. „Als Energiedienstleister der Deutschen Bahn stehen wir vor zwei Herausforderungen: Zum einen wollen wir den Anteil der Erneuerbaren Energien am Bahnstrom-Mix von derzeit 24 auf mindestens 35 Prozent bis 2020 steigern. Zusätzlich beschaffen wir den Ökostrom für die grünen Produkte der einzelnen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Der Verbund-Vertrag leistet hierzu einen wichtigen Beitrag“, so Hans-Jürgen Witschke, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Energie.  www.deutschebahn.com

Exporte und Zahl der Arbeitsplätze steigen, Beitrag zur Gesamtwirtschaft nimmt konstant zu.

Isovoltaic besteht strenge Prüfungen

britta biron

© Isovoltaic

Wien. Seit knapp 20 Jahren wird in mehrjährigen Abständen ein Monitoring der österreichischen Umwelttechnikindustrie durchgeführt. Über diesen Zeitraum zeigt die Branche in Österreich nicht nur ein kontinuierliches, sondern im Vergleich zur Sachgütererzeugung ein überdurchschnittliches Wachstum. Die markantesten Unterschiede zwischen Umwelttechnikindustrie und Sachgütererzeugung zeigen sich für die Periode 2007–2011 – die Jahre, die zumindest teilweise durch die Abschwächung der Wirtschaft charakterisiert waren. Im Hinblick auf den Umsatz erreichte die Umwelttechnikindustrie in diesem Zeitraum ein durchschnittliches Wachstum von 8%, gegenüber nur 2,4% in der Sachgütererzeugung. Bei der Beschäftigung konnte die Umwelttechnikindustrie eine Ausweitung von 6,5% p.a. verzeichnen, während

Rückseitenfolien der 3. Generation sind jetzt weltweit zertifiziert.

Lebring. Isovoltaic hat ihre bereits weltweit erfolgreich verwendeten Rückseitenfolien mit Polyamid weiterentwickelt. Icosolar 3G APA 3G ist UL recognized und TÜV-Bauart- geprüft und bereits durch mehrere Modulhersteller für die Verwendung für deren Module zertifiziert. Icosolar FPA 3G und Icosolar TPA 3G wurden jetzt mit der JET Component-Registration auch für den japanischen Markt zertifiziert. Diese Zulassung umfasst außer dem erfolgreichen Bestehen strenger Konformitätsprüfungen auch die Auditierung der Produktionsprozesse und -umgebung.  www.isovoltaic.com

jene in der Sachgütererzeugung um 1,2% p.a. zurückging. Auch bei den Exporten verlief die Entwicklung der Umwelttechnikproduktion (nach den Angaben der befragten Firmen) positiver – mit 11% lag das jährliche Wachstum nur 1,5 Prozentunkte unter der Vorperiode (2003–2007) und fast 10 Prozentpunkte über dem Wert der Sachgütererzeugung.

was ins Stocken geraten. Erste Marktbeobachtungen, z.B. von „greentechmedia“, gehen etwa bereits für 2012 von einem Rückgang bzw. bestenfalls einem gleichbleibenden des internationalen Investitionsvolumens aus. Die Gründe dafür seien einerseits das Auslaufen von internationalen Konjunkturprogrammen sowie andererseits die Umsetzung von Sparprogrammen in europäischen Ländern.

Kontinuierliches Wachstum

Weiterhin gute Chancen

Der Anteil Österreichs am globalen Umwelttechnologie-Markt liegt über dem Exportanteil von Gütern insgesamt. In der Periode 2003–2007 hatte Österreich einen durchschnittlichen Anteil am weltweiten Umweltgüterexporten von 1,7%, zwischen 2009–2011 war ein leichter Rückgang auf 1,5% zu verzeichnen, der aber noch immer über jenem im Güterexport liegt. Kurz- bis mittelfristig könnte die Entwicklung des Weltmarkts für saubere Technologie aber et-

Dennoch seien die Voraussetzungen für die heimischen Anbieter gut, etwa da die Unternehmen ihre Auslandsaktivitäten bereits seit einigen Jahren erfolgreich auf die außereuropäischen Wachstumsmärkte ausrichten. Absolut sind die Exporterlöse der heimischen Branche zwischen 2007 und 2011 um 55% gestiegen, gleichzeitig sank der Exportanteil in die EU15-Länder sowie in die neuen EU-Mitgliedsstaaten, während der

Anteil der Gruppe „Andere Länder” (z.B. Kroatien, Mittlerer Osten oder Ukraine) von acht auf 15% gesteigert wurde. Ein wesentlicher Grund für den bisherigen Erfolg heimischer Unternehmen am Umwelttechnik-Weltmarkt ist ihre Innovationsfreudigkeit. So gaben 80% der innovierenden Umwelttechnikproduzenten an, dass sich aufgrund der Innovationen ihre Wettbewerbsfähigkeit am Markt verbessert habe.

Konkurrenz wächst Diese Strategie wird in Zukunft eine noch größere Bedeutung bekommen, da sich auch die Konkurrenz am weltweiten Umwelttechnik-Markt verschärft. So hat China in den letzten Jahren etwa verstärkt Maßnahmen im Bereich Photovoltaik gesetzt, einen Bereich der Umwelttechnik, die auch bei heimischen Unternehmen deutlich zugenommen ha..  www.wifo.at

Exportchance Indonesien will Know-how aus Österreich

Siemens Größtes Testlabor für Windenergie eröffnet

Wien/Jakarta. Ökologische Überlegungen gewinnen auch in den Wirtschaftsstrategien ehemaliger Entwicklungsländer zunehmend an Bedeutung. So auch in Indonesien, das dafür die Wirtschaftsbeziehungen zu Österreich weiter intensivieren möchte. Honing Sanny (Indonesian Democratic Party of Struggle, PDI-P), der Leiter der hochkarätigen indonesischen Delegation, die vor Kurzem Österreich besuchte,

Hamburg. Siemens Energy hat in Dänemark zwei neue Forschungsund Testzentren für Windenergieanlagen eröffnet. Im neuen Testzentrum in Brande können Großkomponenten von SiemensWindturbinen wie Generatoren, Hauptlager oder ganzen Maschinenhäuser auf speziellen Testständen geprüft werden. Gemeinsam umfassen die beiden neuen Einrichtungen ein überdachtes Areal von 27.000 m�

© APA/Herbert Pfarrhofer

Großes Interesse fand das Abfall­Konzept der Stadt Wien.

unterstrich die guten Erfahrungen, die man mit bereits in Indonesien ansässigen österreichischen Unternehmen gemacht habe. Er wünscht sich einen weiteren Ausbau der Investitionen vor allem in den Bereichen Infrastruktur (z.B. Straßenbau), Papier- und Holzindustrie, Erneuerbare Energien sowie Hochtechnologie. Nachholbedarf habe sein Land sicher auch noch hinsichtlich der Bewusstseinsbildung in Sachen Umweltschutz sowie bezüglich der Hochschulausbildung in technischen und ökologischen Fächern. Aus diesem Grund wünsche sich Sanny auch eine engere Zusammenarbeit im Hochschul- und Forschungssektor. Auf großes Interesse der indonesischen Gäste stieß das von Abgeordnetem Christoph Matznetter vorgestellte Abfallkonzept der Stadt Wien. Matznetter schlug daher noch vor, in Kontakt mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) zu treten, das hinsichtlich der auch für Indonesien sehr interessanten Smart-CityKonzepte Beratungen anbieten könnte.

Windkraft auf dem Prüfstand

© Siemens

Umwelt- und Hightech-Industrie

Kostenloser Zugang zu F&E-Einrichtungen Beaufort. Die 45 Marinet-Meeresenergie-F&E-Standorte decken die Gebiete Wellen-, Gezeitenströmungs- und OffshoreWindenergie ab und umfassen unter anderem Wellentanks (z.T. gekoppelt mit Windversuchsanlagen), Strömungskanäle, Windkanäle, OffshoreVersuchsstandorte, Labore für Elektro-, Korrosions- und Verankerungsversuche und können aufgrund einer EU-Förderung kostenlos genutzt werden. Die aktuelle Bewerbungsperiode läuft noch bis 27. März. Der Hauptbewerber und die Mehrheit der Mitglieder einer Gast-Arbeitsgruppe müssen aus EU-Mitgliedsstaaten oder aus mit dem Seventh Framework-Programme verbundenen Staaten stammen.  www.fp7-marinet.eu

Freitag, 22. März 2013

Das neue Siemens-Testzentrum für Windenergieanlagen in Brande.

und sind damit die weltgrößte Forschungs- und Testzentren für Windkrafttechnologie. In Aalborg kann Siemens auf sieben Prüfständen komplette Rotorblätter testen, darunter auch das zurzeit weltweit größte eingesetzte Rotorblatt mit einer Länge von 75 m. Die Prüfstände sind aber bereits auch auf die nächste, noch größere Generation ausgelegt.

Nutzen für Kunden „Unsere Investitionen in Testeinrichtungen werden sich für unsere Kunden direkt auszahlen”, so Felix Ferlemann, CEO der Wind Power Division von Siemens Energy. „Damit Innovationen ein Erfolg werden, müssen sie vorher validiert werden. Mit umfassenden Tests aller Großkomponenten können wir das Risiko von technischen Fehlern im Feld deutlich reduzieren. Dank unseres umfangreichen Engagements bei Forschung, Entwicklung und Testprogrammen sind unsere Windenergieanlagen die innovativsten und zugleich zuverlässigsten Maschinen.”  www.siemens.at

medianet industrial  

medianet industrial - die wöchentliche Berichterstattung aus der Industrie - jeden Freitag in der Wirtschaftsfachtageszeitung medianet

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