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medianet

inside your business. today.

freitag, 27. mai 2011 – 43

alles unter verschluss

grĂźnes engagement

Die KTW-Group ist fßhrender Werkzeug­ bauer fßr Verschluss-Spritzguss  Seite 4

Wopfinger Baustoffindustrie wird zum ­saubersten Zementwerk der Welt  Seite 46

Š Baumit

Š KTW Group

industrialtechnology M-BOSS Lite Edelstahl­prägesystem

Š HellermannTyton

Technik fßr die smarten Städte der Zukunft

Š Enbasys

short

Gurten. Enbasys GmbH, eine Tochter der BDI – BioEnergy International AG, und Spezialist fßr waste-to-Energy-Technologie, erhielt von der deutschen Saria-Rethmann Gruppe den Auftrag zur Errichtung einer BioGas-Anlage in Marl (D). Bereits Ende des Jahres soll die Anlage in Betrieb gehen, in der jährlich aus rund 87.000 t Abfall – von Biomßll ßber Klärschlamm bis hin zu Schlamm aus Fettabscheidern – Biogas fßr die saubere Stromversorgung von 6.000 Haushalten hergestellt wird.    www.enbasys.com

Š medianet/Szene1/Philipp Hutter

Niederkappel. Da Ă–koFen mit den Entwicklungen der Pelletsbrennwerttechnik auch in GroĂ&#x;britannien als anerkannter Spezialist gilt, wurde das Unternehmen jetzt von der zuständigen BehĂśrde MSC eingeladen, gemeinsam ein Verfahren fĂźr die Zulassung von besonders innovativen Produkten zu erarbeiten. Nur mit dieser MSC-Zertifizierung kann die neue FĂśrderung bewilligt werden. „Es ist eine hohe Auszeichnung und auch eine groĂ&#x;e Wertschätzung unseres Fachwissens“, freut sich Ă–koFen-GF Herbert Ortner, der nach Inkrafttreten der neuen FĂśrderungen mit einer starken Nachfrage rechnet.  www.pelletsheizung.com

Zero Emission Fßr Roman Weigl, Obmann der Fachgruppe Ingenieursbßros der Wirtschaftskammer Wien, sind emissionsfreie Städte keine Utopie, sondern ­technisch machbar; im November findet dazu ein Kongress in Wien statt. Seite 44 Š Mazet

Info-Tour Das Interesse fĂźr Forschung wecken

... die es bequem haben wollen!

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Conny und Mike erklären Wissenschaft & Forschung hautnah und spannend.

Wien. Das Ăśsterreichische ScienceCenter-Netzwerk, das Menschen aller Altersstufen einen unbefangenen Zugang zu (Natur-)Wissenschaft und Technik ermĂśglichen will, hat kĂźrzlich eine weitere Aktion gestartet. Noch bis 8. Juni touren die beiden Explainer Conny und Mike mit ihrem Rucksack voller spannender, wissenschaftlicher Experimente entlang der Ăśsterreichische Grenze und veranstalten Workshops. Noch bis 20. Oktober läuft die Ausstellung „Grenzen der Wissenschaft“ im steirischen Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen  www.science-center-net.at

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Š Verein ScienceCenter-Netzwerk

„Science in a Backpack“ gestartet FĂźr Ăœberstundensammler ...

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Jena. Von 7. bis 9. Juni stellt Mazet auf der „Sensor+Test“ neueste anwendungsspezifische Entwicklungen fĂźr Applikationen mit Farb- und Spektralsensoren der JencolorProduktfamilie vor. Etwa „colorStrikerâ€? der Firma Mathai, fĂźr das Mazet die komplette Hardware liefert, sowie den Prototyp eines transportablen fluidischen Messplatzes, der in Kooperation mit der Fachhochschule Jena entwickelt wurde, oder die Highres-Evaluation-Kits, die dem Kunden einen schnellen Einstieg in einfache Aufgaben der Farb- und Spektralmesstechnik ermĂśglichen.  www.mazet.de

ONLINEWWWSCHAEFERSHOP INDUSTRIEAT E-MAILBESTELLEN SCHAEFERSHOP INDUSTRIEAT


c ove r

44 – industrialtechnology

kommentar

Das ist wirklich kein Mist

Freitag, 27. Mai 2011

Stadt der Zukunft Am 22. November findet im Wiener Rathaus die „Zero Emission City“-Konferenz 2011 statt

Emissionsfreie Städte sind technisch möglich

Notwendig sind aber große Investitionen in die Infrastruktur sowie Forschung & Entwicklung. britta biron

Saxima Innovation

© Paul-Georg Meister/pixelio.de

Patentiert

Das neue Gleitmittel eignet sich für zahlreiche industrielle Anwendungen.

Salzburg. Saxima, Hersteller für Spezialchemikalien, hat in seinem Forschungslabor ein neues Gleitmittel für die Industrie entwickelt. Sepex ist ein nicht brennbares und voll biologisch abbaubares Trennmittel auf nicht parafiner Basis. Es bildet einen trockenen, nicht fettenden Schmierund Schutzfilm auf den damit behandelten Oberflächen. Eingesetzt werden kann es unter anderem als Bohröl in der Metallindustrie, als Trennmittel für Walzen und Lager (Papierindustrie, Spannplatten) oder als Schalöl in der Bauindustrie.  www.saxima.at

„Schon die Veranstaltung im letzten Jahr war ein großer Erfolg, für heuer erwarten wir noch deutlich mehr

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

D

er Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) präsentierte kürzlich im steirischen Loipersdorf seine Strategien für die Zukunft. Die Grundstimmung der Branche ist zu Recht positiv, denn wenn natürliche Rohstoffe immer knapper werden und ihre Ausbeutung wirtschaftlich immer teurer, dann ist das Know-how, wie man Abfall in Rohstoffe oder Energie ‚zurück­ verwandelt‘, umso gefragter. Daher sieht man sich in ­Zukunft noch stärker in der Rolle des Rohstofflieferanten und gleichberechtigten Partners der Industrie. Und die Branche ist überzeugt, für diese Aufgabe bestens gerüstet zu sein. Schließlich hat man in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Euro ­investiert sowie eine Reihe von F&E-Maßnahmen gesetzt, um die (Rück-)Gewinnung von Rohstoffen und Energie aus Abfällen – das sogenannte  Urban Mining – weiter zu  verbessern. Und auch das Image der Entsorger ist mehr als sauber. Rund drei Viertel der befragten Betriebe und Gemeinden assoziieren Positives mit der  Entsorgungswirtschaft. In der Industrie sind darüber hinaus 82% mit der Kooperation zwischen Unternehmen und den Entsorgern zufrieden und bewerten diese mit ‚Sehr gut‘ oder ‚Gut‘. Dieser Meinung schließen wir uns an!

Wien. Galten Städte bisher als Moloche mit einem – im Vergleich zu ländlichen Regionen – deutlich höheren Verbrauch von Energie und Ressourcen und hoher Umweltbelastung, stehen wir heute am Beginn einer neuen Städte-Ära. Und die steht unter dem Motto „Sauber und energieautark”. „Diese ‚Zero-Emission-City‘ ist kein Schlagwort oder Utopie, sondern ein durchaus realistisches Ziel”, sagt Roman Weigl, Obmann

Roman Weigl, Obmann der Fachgruppe Ingenieursbüros der WKW: Die Zero Emission City ist heute keine Utopie mehr.

Besucher.“

zweiten Mal (am 22. November im Wiener Rathaus) die Konferenz „Zero Emission City”.

roman weigl obmann fachgruppe ­Ingenieursbüros der WKW

Schwerpunkt F&E der Fachgruppe Ingenieursbüros in der Wirtschaftskammer Wien. „Und sie ist auch technisch möglich, allerdings nur mit Investitionen in zukunftsweisende öffentliche und private Infrastruktur und weitere Anstrengungen im Bereich F&E.” Er weist aber gleichzeitig darauf hin, dass dieses Geld gut angelegt ist: „So steigert eine Zertifizierung etwa den Wert eines Gebäudes.” Gemeinsam mit Tina Vienna, einer Tochter der Wien-Holding, verstaltet die Fachgruppe heuer zum

„Schon die erste Konferenz Ende letzten Jahres war ein großer Erfolg und hat gezeigt, dass Interesse und Sensibilisierung für dieses wichtige Thema vorhandensind”, so Weigl. „Die Konferenz soll in erster Linie fachspezifische Infos bieten, gleichzeitig aber auch als Plattform zum Networken dienen. Denn die emissionsfreie Stadt betrifft viele Bereiche – von der Stadtplanung über die Verkehrsund Energiepolitik bis hin zu Abfallwirtschaft und Recycling.” Wien hätte sich nicht nur allein

ob seiner Stellung als Wirtschaftszentrum des Landes als idealer Ort für die Konferenz angeboten, sondern auch deshalb, weil man hier dem Ziel schon deutlich näher ist als in vielen anderen Städten. „Im 2009 vorgestellten ‚GreenCity-Index‘, bei dem Faktoren wie CO2-Emission, Energiebilanz pro Einwohner, die Energieeffizienz der Gebäude oder auch der Anteil der erneuerbaren Energie evaluiert werden, liegt Wien auf dem hervorragenden vierten Platz”, so Weigl weiter. Durch das Klimaschutzprogramm der Stadt, das 36 Maßnahmenpakete umfasst, wurden etwa in den letzten zehn Jahren bereits 2,6 Mio. t CO2 eingespart. Vorbildlich ist man auch in Sachen Abfall-

management: Über 290.000 Haushalte und mehr als 5.800 Großkunden werden von der Wien Energie mit sauberer Fernwärme – und zunehmend auch Fernkälte – versorgt. „Der Abfall des einen ist die Energie-Basis für den anderen”, so Weigl weiter. Die Vision einer Zero Emission City brauche eben auch technische Kreativität und Innovationsgeist. „Weniger Energie zu verbrauchen, bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten, sondern das technische Potenzial im Bereich der Energieeffizienz sowie der Energiegeerzeugung kontinuierlich zu verbessern. Hier spielen die Ingenieure eine wichtige Rolle”, sagt er abschließend.  www.zeroemissioncities.at

KTW-Kunststofftechnik Seit 2006 betreibt das NÖ Unternehmen ein eigenes Innovationsbüro

Spezialist für Verschluss-Sachen Waidhofen/Ybbs. Das niederösterreichische Unternehmen KTW ist als führender Werkzeugbauer für den Verschluss-Spritzguss etabliert. Daneben betreibt KTW seit 2006 ein eigenes Innovationsbüro, das Produktentwicklung sowohl in eigenem Namen, als auch im Kundenauftrag betreibt. Bereits elf Patente wurden seither angemeldet – und KTW für einige Innovationen bereits ausgezeichnet, etwa mit dem „Innovationspreis 2010“ des Landes Niederösterreich oder dem „International Plastics Design Award 2009“. Eine Produktentwicklung – der sogenannte SimpleMix-Verschluss – wurde für den deutschen Verpackungspreis 2010 nominiert.

Schwerpunkt F&E Dabei handelt es sich um einen dreiteiligen Verschluss mit integriertem Zusatzstoffbehälter, dessen Inhalt durch eine Drehfunktion dem Flascheninhalt zugegeben werden kann. Dazu hebt eine Drehung der oberen Schraubkappe den integrierten Einsatz an, wo-

© KTW Group

britta biron

Simple-Mix – eine der aktuellen Neuentwicklungen der KTW-Kunststofftechnik.

durch eine „Falltüre“ im Einsatz durch Aufreißen geöffnet wird und den enthaltenen Zusatzstoff freigibt. Die Verwendung bietet sich immer dann an, wenn ein Zusatzstoff unverdünnt und trocken bis zum Verbrauchszeitpunkt aufbewahrt werden muss, weil er in der Mischung rasch an Qualität und Wirkung abbauen würde. Einsatzgebiete sind etwa Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel sowie

der Lifestyle-Bereich. Auch zur Mischung von pulverförmigen Stoffen oder 2-Komponentenlacken ist das System geeignet. Alle drei Komponenten des innovativen Verschluss-Systems sind für die automatische Montage geeignet – die automatische Befüllung des Reservoirs mit eingeschlossen. Ein Verschlusssystem der besonderen Art ist auch der Ge-

würzmühlenaufsatz. Er besteht ebenfalls aus lediglich drei Einzelteilen, dem starren Basisring und dem drehbaren Mühlenring samt Produktöffnungen, auf dem der drehbare Verschlussdeckel sitzt. Er überträgt das „Simple-Mix-Prinzip“ auf die Gewürzdosierung. Wie bei dessen Pulver- bzw. Flüssigkeits-Mischsystem enthält der fixe Basisaufsatz ein Reservoir für ein zweites Gewürz. Alternativ zum zweiten Gewürz kann der Reservoireinsatz auch als Depot für ein Trocknungsmittel genutzt werden. Durch diese Kombination wird der Feuchtegrad im Gewürz gering gehalten und damit die Anfälligkeit gegen Schimmelpilzbefall. Das 1979 gegründete Familienunternehmen wird in zweiter Generation von Anja und Klaus Ziegler geführt und beschäftigt 370 Werkzeugmacher und Konstrukteure. Neben dem Stammwerk mit der zentralen Enwicklungsabteilung in Waidhofen betreibt KTW weitere Werke im tschechischen Jindrichuv Hradec (gegr. 1999) und in Chemnitz-Grüna, Deutschland (gegr. 1992). www.ktw-group.com


Freitag, 27. Mai 2011

i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

3hoch3 Hochkarätige Veranstaltungsreihe gestartet

Die Themen der Zukunft

© Florian Gerlich (2)

Wie funktioniert Nachhaltigkeit in der Wirtschaft?

Die Referenten: Franz Sinabell, Valentina Aversano-Dearborn und Markus Knoflacher. herbert strasser

Wien. Wie hängen wirtschaftliche Entwicklung und anthropogene Umweltveränderungen zusammen, wie können die Wechselwirkungen beschrieben und – ökonomisch, sozial, ökologisch – bewertet werden? Wovon wird Wirtschaft und Industrie in Zukunft bestimmt und wie können ökologische Aspekte in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung einfließen? Wie lässt sich „nachhaltiger“ Wohlstand überhaupt beschreiben, messen und bewerten? Wie kann der Nachhaltigkeitsgedanke eine Wohlstandsökonomie schaffen, in der gesellschaftlicher Wohlstand mit individueller Lebensqualität Hand in Hand gehen?

Hochkarätige Experten Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit widmete sich die erste von drei hochkarätigen Veranstaltungen der Reihe „Wissenschaft trifft Industrie - 3 hoch 3“ am 11. Mai. Franz Sinabell (WIFO Wien) wies in seinem Referat darauf hin, dass das Bruttoinlandsprodukt kein ausreichender Indikator mehr sei, um die Wohlfahrt eines Landes entsprechend zu erfassen. Im Anschluss folgte das Referat von Valentina Aversano-Dearborn (BOKU Wien) über den Umgang mit der Schöpfung. Dabei stand die Orientierung klösterlichen Lebens und Wirtschaftens am

Leitbild der Nachhaltigkeit im Vordergrund. „Klöster sind nicht nur geistliche und kulturelle Zentren einer Region, sondern häufig auch mannigfaltige wirtschaftliche Mikrokosmen, die in vielerlei Formen mit einzelnen Akteuren und gesellschaftlichen Gruppierungen innerhalb ihrer Region in Verbindung stehen”, sagte sie und zeigte auf, wie sich klösterliches Leben und Wirtschaften heute gestaltet und ob bzw. wie wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen mit geistlich-spirituellen Traditionen in Einklang gebracht werden können. Als dritter und letzter Input des Abends stellte Markus Knoflacher (Austrian Institute of Technology) sein Projekt: „future.scapes. Wie wirkt der globale Wandel auf regionale Industriestandorte?“ vor. Die anschließende Diskussionsrunde leitete Gerald Kappes ein, indem er die Gemeinsamkeiten und Gegensätzlichkeiten von Klöstern und der OMV hervorhob. Er wies zudem darauf hin, dass im Hinblick auf Ziele und Orientierung oft noch Unklarheit besteht und das Vorangehen eher einem „Taumeln im Dunkeln“ gleicht. Jeder wisse, dass es nicht mehr wie bisher weitergehen könne, aber gleichzeitig herrsche großes Unwissen bezüglich eines geeigneten Rahmens – eines „modus operandi“ –, mit dem ein gedeihendes, nachhaltiges Wirtschafts- und Gesellschaftsleben funktionieren könnte.  www.iv-net.at

Die Initiatoren der Veranstaltungsreihe: Alfred Strigl (GF plenum), Barbara ­Weitgruber (BMWF) und Clemens Wallner (IV).

industrialtechnology – 45


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

46 – industrialtechnology

Freitag, 27. Mai 2011

Saubere Sache Wopfinger Baustoffindustrie mit innovativem Verfahren zur Abgasreinigung in Zementwerken

short

9,5 Millionen Euro-Anlage startet noch im Sommer

Binder + Co legt weiter kräftig zu Gleisdorf. Der Maschinen- und Anlagenbauer startete sehr erfolgreich ins Geschäftsjahr 2011: Der Umsatz wurde um rund 44% auf 17,34 Mio. € gesteigert, das EBIT auf 1,10 Mio. € mehr als verdreifacht und der Auftragseingang sogar um 70% auf 19,87 Mio. € verbessert. Neben dem margenstarken Einzelmaschinen-, Ersatzteilund Servicegeschäft konnten bei Umwelt- und Verpackungstechnik auch wieder umfangreichere Systemaufträge hereingebracht werden.  www.binder-co.com

Deutliche Reduktion der Emissionen, Topwerte bei den aktuellen Biomonitoring-Messungen. Norbert berger

Wopfing. „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß, dass sich unsere hohen Umweltinvestitionen der vergangenen Jahre ausgezahlt haben”, freut sich Manfred Tisch, GF der Wopfinger Baustoffindustrie, über die aktuellen Ergebnisse der neuen Immissionsmessungen in Wopfing. Die Resultate sind mehr als beeindruckend: Alle Messwerte, wie Feinstaub oder Stickoxid, liegen deutlich unter den Grenzwerten und haben sich im Vergleich zu den letzten Messungen stark reduziert, der NOx-Wert hat sich sogar mehr als halbiert.

Gemeinsam gegen Schwingungen

© Baumüller

„Durch das innovative senken wir unseren

Good Vibrations: Andreas Baumüller und Roger Wimmel.

Nürnberg/Göttingen. Andreas Baumüller, GF der Baumüller Nürnberg GmbH (im Bild links) und Roger Wimmel, GF der Eras GmbH, haben kürzlich gemeinsam einen Vertrag unterzeichnet, der den Weg für eine neuartige Lösung zur aktiven Schwingungskompensation ebnen soll. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Baumüller Antriebstechnik mit der VibraLock-Technologie von Eras zur aktiven Kompensation von Schwingungen auszustatten. Der neue Ansatz soll erlauben, zyklische Störungen in Maschinenanwendungen auf unkomplizierte Weise auszugleichen. Baumüller und Wimmel sind überzeugt, dass dadurch auch in vielen Anwendungen Präzision und Produktivität in neuer, verbesserter Qualität ermöglicht wird.  www.eras.de

Energieverbrauch und

Wopfinger Baustoffindustrie-GF Manfred Tisch: „Damit werden wir zum saubersten Zementwerk der Welt.“

werden das sauberste

investiert”, erläutert Tisch. „Es ist wirklich erfreulich, dass man jetzt die Wirkung so konkret nachweisen kann. So lässt sich der starke Rückgang beim NOx ganz klar auf unsere Entstickungsanlage, die wir vor sechs Jahren eingebaut haben, zurückführen. Der reduzierte Feinstaubmesswert wurde durch den Bau der Stückkalkanlage und der Rohstofflagerhalle sowie den neuen Klinkerfilter möglich.” Doch Wopfinger geht in ihrem ökologischen Engagement noch weiter: Zeitgleich mit den Imissionsmessungen ließ man – bereits zum zweiten Mal – von der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) ein umfassendes Biomonitoring durchführen. Anhand von Grasproben, die

Baustoffwerk der Welt.“ manfred tisch, gf wopfinger baustoffindustrie

Durchgeführt wurde die Messung von der unabhängigen Messanstalt NUA-Umweltanalytik. Dafür wurden zwischen April und Oktober 2010 an zwei Messpunkten rund um das Werk sämtliche relevante Umweltmessfaktoren erhoben. „Wir haben in den vergangenen Jahren mehr als 50 Millionen Euro in Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Standortsicherung

in speziellen Behältern in eineinhalb Meter Höhe rund ums Werk positioniert werden, wird dabei analysiert, ob sich Beeinträchtigungen nachweisen lassen. „Sämtliche Proben haben ergeben, dass es absolut keine Beeinträchtigung durch unser Baustoffwerk gibt”, so Tisch.

Saubere Sache Doch die Wopfinger wollen die Luft rund um ihr Werk noch weiter verbessern; besonders im Bereich Geruch und Staubbelastung setzt man dabei an. Im April ging die neue Staubfilteranlage in Betrieb, durch deren moderne Gewebefilter rund 200.000 m� Luft pro Stunde gereinigt werden.

Gemeinsam mit dem steirischen Umwelttechnik-Unternehmen CTP wurde zudem ein völlig neues Verfahren zur Abgasreinigung bei Zementwerken enwickelt. Dabei werden Abgase aus dem Zementwerk auf 900 º C aufgeheizt und dann nachverbrannt. Bei dieser Nachverbrennung werden alle brennbaren Substanzen beseitigt und dadurch geruchsneutral. Im Juni geht die weltweit erste thermische Nachverbrennung im Zementbereich in Betrieb. Manfred Tisch: „Mit der neuen 9,5 Millionen-Anlage werden wir jetzt quasi geruchsneutral und staubfrei. Dann ist Wopfinger das sauberste Baustoffwerk der Welt.”  www.baumit.at

Expansion Metallbauer Rupert Fertinger errichtet neuen Produktionsstandort im ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf

10 Millionen für modernes Fabrikkonzept

Neue Anlage und Produktionsausbau

Wolkersdorf. Die Metallwarenerzeugung Rupert Fertinger GmbH produziert seit knapp 60 Jahren Hochpräzisionsmetallprodukte für den Automobil- und Sanitärsektor sowie Armaturenkomponenten. Da das Unternehmen am bestehenden Standort in Wolkersdorf nicht ausbauen kann, eine Expansion aber aufgrund der guten Ge-

schäftsentwicklung und der steigenden Auftragszahlen notwendig ist, hat man sich für einen Neubau entschieden. Im ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf wird auf ca. 21.000 m� Grundfläche (mit der Option zur Erweiterung um zusätzliche 20.000 m�) ein neues Headquarter für etwa 200 Mitarbeiter in den Bereichen

Forschung, Produktion und Verwaltung errichtet. Im September soll mit dem Bau begonnen werden, die Fertigstellung ist für Sommer 2012 geplant. Insgesamt wird Fertinger in das Projekt, das auch einen erweiterten Werkzeugbau sowie neue, moderne Lehrlingswerkstätten umfasst, etwa 10 Mio. € investieren. „Das moderne Fabrikkonzept mit optimaler Logistik, verbunden mit weiteren Investitionen in maschinelle Anlagen, wird unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt absichern”, betont Veit SchmidSchmidsfelden, Fertinger-GF.

Baubeginn im Herbst

© ecoplus

Leitring. Die Holler-Tore GmbH und KBO Ostermann GmbH hat vor einem Jahr die KBO Großteilbeschichtung GmbH gegründet und in nur vier Monaten Bauzeit in Leitring bei Leibnitz die größte Pulverbeschichtungsanlage Österreichs errichtet, die kürzlich feierlich eröffnet wurde. Vom Kleinteil bis zu Stücken mit 14 m Länge, 1,4 m Breite, 2,6 m Höhe und einem maxi­ malen Gewicht von 6 t kann hier beschichtet werden. Die Anlage ist nicht nur eine der modernsten weltweit, sondern zudem auch sehr umweltfreundlich, da sie nahezu abwasserfrei betrieben wird. Bis zur Endausbaustufe 2013 werden in der KBO Großteilbeschichtung über 20 Mitarbeiter beschäftigt sein. Holler-Tore GmbH hat zudem ihre Fertigung ausgebaut; insgesamt sind für den Ausbau des Wirtschaftsstandorts Leitring vier Mio. € investiert worden.  www.kbo.at

© Baumit

Verbrennungsverfahren

v.l.n.r.: H. Miernicki (ecoplus-GF), K. Hackl (ecoplus-AR), P. Bohuslav; Veit SchmidSchmidsfelden (GF Rupert Fertinger GmbH), Peter Engert (GF Raiffeisen Leasing).

Ausschlaggebend für die Standortentscheidung sei neben strategischen Vorteilen auch die Fähigkeit und Bereitschaft des ecoplus-Teams gewesen, alle notwendigen Erfordernisse von Fertinger in der Konzeption zu berücksichtigen. „Beispielsweise wurde für dieses Projekt auch der Hochwasserschutz für den Wirtschaftspark und den Ortsteil Obersdorf baulich umgesetzt und

die notwendige Aufschließung in Abstimmung mit Fertinger durchgeführt. Es freut mich sehr, dass sich der Standort Wolkersdorf nun gegen einen geplanten neuen

„Mit dem Neubau und Investitionen in neue Anlagen werden wir unsere Wettbewerbs­ fähigkeit auf dem Weltmarkt absichern.“ veit schmid-schmidsfelden gf rupert fertinger gmbH

Standort von Fertinger in Tschechien durchgesetzt hat“, freut sich Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, über den Neuzugang.  www.fertinger.at  www.ecoplus.at


p r o d u k t i o n & au t o m at i si e r u n g

Freitag, 27. Mai 2011

industrialtechnology – 47

HellermannTyton Mehr als 52.000 Spezialartikel rund ums Kabel umfasst das Produktportfolio bereits

Hennecke Neuheit

Gegen den Kabelsalat

Neuer RĂźhrer fĂźr PU-Schaum

Wetterwechseln ausgesetzt sind. Dank seiner geringen GrĂśĂ&#x;e und einem Gewicht von nur 35 kg ist M-Boss Lite auch einfach zu transportieren und flexibel an unterschiedlichen Standorten wie z.B. auf Baustellen einsetzbar. M-Boss Lite wird per Computer angesteuert, die Druckdaten kĂśnnen direkt in der mitgelieferten Software erstellt oder aus Excel exportiert werden.

herbert strasser

Tornesch. HellermannTyton, Hersteller von Produkten zum Bßndeln, Befestigen, Schßtzen, Kennzeichnen und Verarbeiten von Kabeln und Leitungen sowie deren Anschlusskomponenten, hat sein Produktsortiment kräftig erweitert.

FĂźr sicheren Halt

Klare Kennzeichnung

Š HellermannTyton

Eine der Neuheiten ist SoliTack, eine Serie von Befestigungselementen mit Spezialkleber fßr optimale Haftung auf schwierigen Oberflächen und ßberall dort, wo Kabel und Leitungen in Bereichen gefßhrt werden, in denen herkÜmmliche BefestigungslÜsungen nicht benutzt werden kÜnnen. Besonders bei lackierten Oberflächen ist es oft nicht mÜglich, Befestigungspunkte wie Schrauben, Bolzen oder Lochbohrungen einzubringen. In diesen Fällen bietet es sich an, einen Klebesockel zu verwenden; allerdings erfordern lackierte Oberflächen fßr einen optimalen Halt besondere Kleber. Der bei SolidTrack verwendete Kleber besteht aus einer einzigen Acrylat-Masse und besitzt eine sehr gute Anfangshaftung. Dies ermÜglicht eine Anwendung der Sockel auf niederenergetischen Oberflächen wie z.B. PP und PE, aber auch auf Pulverlackbeschichtungen. Fßr die Anwendung mit Kabelbindern stehen drei unterschiedliche

Guter Halt: die neuen SolidTack Befestigungselemente mit Spezialkleber.

SockelgrĂśĂ&#x;en zur VerfĂźgung. FĂźr die direkte FĂźhrung und Befestigung von Flach- und Rundkabeln wurden zwei verschiedene Kabelhalter mit dem SolidTack Klebeband versehen.

stahlschilder des Typs 316 (ASTM) schnell, präzise und gut lesbar beschriftet werden. Die Markierer sind besonders robust und widerstehen auch extremer Hitze sowie schädlichen Chemikalien. Mit diesen Eigenschaften eignen sie sich beispielsweise zum Kennzeichnen von Kabeln, Rohren und Leitungen in Biogas- oder Kläranlagen, wo sie aggressiven Gasen trotzen, oder in der Solarindustrie, wo sie extremen

Einprägsame LÜsung Ebenfalls neu im Programm ist das Edelstahlprägesystem M-Boss Lite. Damit kÜnnen Edel-

Passend zum Edelstahlprägesystem vertreibt HellermannTyton auch Metallschilder in vier GrĂśĂ&#x;en (10 x 45 mm, 10 x 90 mm, 20 x 45 mm und 20 x 90 mm), die wahlweise mit Kabelbindern bis zu einer Breite von maximal 4,6 mm oder mit Schrauben beziehungsweise Nieten befestigt werden kĂśnnen. Der neue 6:1 Warmschrumpfschlauch HA67 ist die passende LĂśsung, wenn ungewĂśhnliche Geometrien und sehr groĂ&#x;e Durchmesserunterschiede umschrumpft werden mĂźssen. Insbesondere anspruchsvolle Anwendungen wie etwa die Einkapselung von Kabeln bei einem Geräteanschluss lassen sich so leicht meistern. Auch Reparaturen, bei denen z.B. Stecker Ăźberwunden werden mĂźssen, kĂśnnen mit HA67 einfach durchgefĂźhrt werden, ohne das Kabel zu beschädigen oder den Stecker zu zerlegen.  www.hellermanntyton.de

WeidmĂźller Neue Koppelrelais „Riderseries FG“

Detmold. Mit „Riderseries FGâ€? erweitert WeidmĂźller seine Riderseries um eine Relais-Variante mit zwangsgefĂźhrten Kontakten. Ein zwangsgefĂźhrter Kontakt besteht dabei aus mindestens einem Ă–ffner und einem SchlieĂ&#x;er mit mechanischer Vorrichtung, die verhindert, dass Ă–ffner- und SchlieĂ&#x;erkontakt gleichzeitig geschlossen sind. Dadurch wird sichergestellt, dass im Fehlerfall der Meldekontakt den gleichen Schaltstatus beibehält. Durch Abfrage des Meldekontakts und Vergleich mit Soll-/Ist-Werten in der (Sicherheits-)Steuerung kĂśnnen bei

Fehlern entsprechende MaĂ&#x;nahmen zum Schutz von Mensch und Maschine eingeleitet werden. Die neuen Relais in schmaler 16 mm Baubreite bestehen aus tragschienenmontierbarem Relaissockel, einer LED-Anzeigeeinheit, vibrationssicherem HaltebĂźgel, steckbarem Relais und Markierern. Anwender wählen frei zwischen Zugfeder- oder Schraubanschluss. Mit Nennsteuerspannung von 24 VDC, Schaltspannung von 250 V AC, einem maximalen Schaltstrom von 6 A, zwei Wechslern und AgCuNiKontakten entsprechen „Rider­ series FGâ€? dem aktuellen State of the Art.  www.weidmueller.de

Š Weidmßller Interface

FĂźr mehr Sicherheit

Riderseries FG: zur SignalĂźberwachung in sicherheitsrelevanten Stromkreisen.

 

 

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Š Hennecke

BĂźndeln, befestigen, schĂźtzen, kennzeichnen und verarbeiten von Kabeln und Leitungen.

Die spezielle Geometrie bietet mehr Freiraum bei der Zellsteuerung.

Sankt Augustin. Die Hennecke GmbH – ein fĂźhrender Hersteller von Polyurethan-Verarbeitungstechnik – gilt auf dem Gebiet der Blockschaumanlagen als MarktfĂźhrer. Ein neuer RĂźhrer fĂźr die kontinuierlichen Blockschaumanlagen Multiflex, QFM und UBT untermauert diese Position. Vorgestellt wird er zurzeit auf der „Interzum“ in KĂśln (Halle 9.1 Stand B 037). Bei der Herstellung von Blockschaum haben RĂźhrer die Aufgabe, Polyol, Isocyanat und Additive homogen zu vermischen. Der Mischer ist dabei auch ein wichtiges Organ fĂźr die Steuerung der Zellstruktur. RĂźhrerdrehzahl und Mischkammerdruck haben hohen Einfluss auf die ZellgrĂśĂ&#x;e. Bei herkĂśmmlichen RĂźhrergeometrien, wie zum Beispiel bei einem StachelrĂźhrer, ändert sich der Mischkammerdruck bei Veränderung der RĂźhrerdrehzahl. Bei zunehmender Drehzahl steigt der Druck.

Der richtige Mix Dadurch wird die ZellgrĂśĂ&#x;e in zwei Richtungen verändert: Eine hĂśhere Drehzahl lässt die ZellgrĂśĂ&#x;e schrumpfen. Der ansteigende Mischkammerdruck vergrĂśĂ&#x;ert die ZellgrĂśĂ&#x;e. Aufgrund seiner Geometrie hat der innovative SchraubenrĂźhrer von Hennecke eine FĂśrderwirkung auf das Gemisch. Dadurch wird die Drehzahl vom Mischkammerdruck entkoppelt. Vor allem kann mithilfe des SchraubenrĂźhrers der Druck auch bei ungĂźnstigen Bedingungen reduziert werden. Der neue SchraubenrĂźhrer gibt dem Schäumer einen zusätzlichen Einflussparameter auf die ZellgrĂśĂ&#x;e in die Hand. Hierdurch erĂśffnen sich ihm neue Freiheitsgrade der Zellsteuerung. Auch die Multiflex und BFM-Multiflex-Anlagen zur kontinuierlichen Herstellung verschiedener Blockschaumstoff wurden weiterentwickelt.  www.hennecke.com

 

 

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medianet industrialtechnology 27.05.2011  

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