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medianet

inside your business. today.

freitag, 18. Jänner 2013 – 53

Innovation aus OÖ

Betriebe wünschen sich mehr Info über sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten  Seite 55

Rundstrickmaschine für die Fertigung von Leichtbauteilen aus Composites  Seite 56

bärig software für haribo

© Benjamin Mussler/ gemeinfrei

Big Data-Studie © TCKT

© IAIS

industrialtechnology Rot-weiß-roter Oscar für Industriebetriebe

© BASF

short

Ludwigshafen. BASF hat vor Kurzem angekündigt, seine globale Kapazität zur Produktion des chemischen Zwischenprodukts 1,6-Hexandiol (HDO) in den Werken Ludwigsburg und Freeport/Texas bis 2014 um mehr als 20% auf über 50.000 Jahrestonnen zu erhöhen. Das Unternehmen entwickelt dazu seine Produktionsprozesse weiter, führt verschiedene Maßnahmen zur Optimierung der Infrastrukturdurch und verbessert seine Logistikprozesse. Dafür investiert die BASF nach eigenen Angaben mehr als 30 Mio. €.  www.basf.com

© Techno Alpin; Eckelt Glas; GreenoneTec/Estif; voestalpine

Potsdam-Golm. Organische Leuchtdioden (OLEDs) und organische Solarzellen werden künftig am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm auch im industrienahen Maßstab entwickelt. Die neue Pilotanlage wurde vom Fraunhofer IAP und dem Anlagenbauer MBraun konzipiert und realisiert und vor wenigen Tagen in Betrieb genommen. Damit will man die Voraussetzungen schaffen, um künftig mit amerikanischen und asiatischen Forschungseinrichtungen konkurrieren zu können sowie den Forschungsstandort Deutschland zu ­stärken.  www.iap.fraunhofer.de

Ausgezeichnet Viele österreichische Industrieunternehmen sind am US-Markt erfolgreich. Parallel zur Verleihung der Film-Oscars werden heuer auch wieder die US-Biz-Awards vom AußenwirtschaftsCenter der WKO vergeben.  Seite 54 © Leica

RHI Weiteres Wachstum in den Emerging Markets

RHI will seine Position auf dem ­indischen Markt weiter ausbauen.

Wien. Kürzlich unterzeichnete eine 100%-Konzerngesellschaft der RHI AG einen Kaufvertrag für den Erwerb von 43,6% der Orient Refractories Ltd. (ORL). Der Angebotspreis beläuft sich auf 0,6 € pro Aktie, das bedeutet einen Betrag bis zu 18,5 Mio. €. Für den österreichischen Feuerfestspezialist ist die Akquisition ein wichtiger Bestandteil der auf den Emerging Markets fokussierten Wachstumsstrategie. Das ORLGeschäftsmodell ergänzt die bestehende Marktposition in Indien, da sich ORL vor allem auf kleinere Stahlwerke konzentriert.  www.rhi-ag.at

Innovation ist auf Schiene

© Getzner Werkstoffe

Feuerfeste Akquisition geplant

© RHI

Heerbrugg. Mit der „Digicat xf“Serie präsentiert Leica Geosystems eine neue Serie von Leitungsortungssystemen, die ein stärkeres Signal als frühere Modelle erzeugen und zusätzlich über besonders niedrige Signalfrequenzen verfügen. Dies erlaubt das Verfolgen von Leitungen über größere Entfernungen, die präzisere Ortung in Gebieten mit starken Signalstörungen und die genauere Tiefenmessung. 600i xf und 650i xf verfügen darüber hinaus über 32 MB Speicherkapazität und Bluetooth-Funktionalität für die kabellose Verbindung zu anderen Geräten.  www.leica-geosystems.com

Großauftrag Getzner dämpft Highspeed-Bahnstrecke

Getzner entwickelte spezielles Dämpfsystem für die neue Strecke der SNCF.

Bürs. Mit einem wichtigen Großauftrag hat Getzner, Spezialist für Schwingungsdämpfungen, das Jahr 2012 beendet. Bis 2014 wird das Unternehmen für den Abschnitt Baudrecourt–Vendenheim der neuen HochgeschwindigkeitsBahntrasse der französischen Staatsbahn eine speziell entwickelte Besohlung für die Bahnschwellen liefern. Ende 2015 wird voraussichtlich der erste reguläre Zug die neue Strecke befahren; Getzner ist zuversichtlich, im Zuge dieses Großprojekts noch weitere Aufträge aus Frankreich zu erhalten..  www.getzner.com


c ov e r

54 – industrialtechnology

kommentar

Neues Jahr startet mit Altbekanntem

Freitag, 18. Jänner 2013

US-Biz-Awards 2013 Das Außenwirtschaftscenter der WKO verleiht die Auszeichnung heuer zum dritten Mal

Diese Unternehmen sind „Big in the USA“

Neben Großbetrieben behaupten sich auch zahlreiche KMUs in ihren speziellen Nischen. britta biron

B&R User-Meeting

© B&R

Fachinfos

Produktinformationen, Fachdiskus­ sionen und Werksführung bei B&R.

Eggelsberg. Mit einem User Meeting am 12. und 13. März in Salzburg bietet B&R umfassende Informationen aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Die Themen reichen von Optimierung des Engineering Workflow, Effizienzsteigerung durch Simulation und Vorteile integrierter Sicherheitstechnik bis zu modernen Kommunikationsstandards in der Automatisierungsbranche und Energy Monitoring. Ergänzend zum Hauptprogramm werden Expertengespräche für Gruppen sowie Werksführung in Eggelsberg angeboten.  www.br-automation.com

„Österreichische Unternehmen behaupten sich am US-Markt in verschiedenen

© WKO

D

er wachsende Fachkräftemangel war 2012 eines der Top-Themen und wird es – wie es aussieht – auch noch weiter bleiben. Vor wenigen Tagen hat der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie FEEI eine diesbezügliche Studie präsentiert. Der zufolge fehlen zurzeit 600 bis 800 Techniker und die große Mehrheit der befragten Unternehmen – nämlich satte 90% – hat Schwierigkeiten, offene Positionen zu besetzen. Und die Situation wird sich in den nächsten ein bis zwei Jahren noch weiter verschärfen, davon sind immerhin ein Drittel der Betriebe überzeugt. Besonders eng ist es bereits in den Bereichen R&D, Elektrotechnik, Mikroelektronik,  Technische Physik und Leistungselektronik. Ursache für den Fachkräftemangel sei, dass trotz nach wie vor guter Karrieremöglichkeiten zu wenig junge Menschen eine technische Ausbildung beginnen. Vor allem mehr Frauen würden sich 87% der Unternehmen wünschen, so die Studie. Über das ‚Warum‘ gibt die Befragung allerdings keine Auskunft. Vielleicht sind´s ja tatsächlich die sogenannten weiblichen Stärken wie Teamfähigkeit oder Empathie. Vielleicht aber auch wirtschaftliche Gründe – Stichwort Gehaltsschere. Ein weiteres Thema, das auch heuer sicher nicht vom Tisch ist.

Wien/Los Angeles. Im amerikanischen Filmbusiness ist Österreich im Moment auf der Siegerstraße, in anderen Bereichen spielen heimische Unternehmen in den USA aber schon länger eine tragende Rolle. Das AußenwirtschaftsCenter Los Angeles der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) verleiht heuer bereits zum dritten Mal den „US-Biz-Award“, den Wirtschafts-Oskar für herausragende Leistungen heimischer Unternehmen am US-Markt.

Bereichen höchst

Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter der WKO in Los Angeles, freut sich über die heimischen Erfolge.

­erfolgreich.“

neue Produktionsstätten in den USA errichtet und Ende 2012 mit der Übernahme des kanadischen Stahlherstellers Sturdell Industries ihre Position in den USA und Kanada weiter verstärkt hat, oder Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment, die mit ihren Hochleistungsbohrmotoren und Zirkulationstools Marktführer in den USA ist. „Auch heimische KMUs sind in ihren jeweiligen Markt- und Technologienischen erfolgreich”, so Thaler weiter.

rudolf thaler, wko-wirtschaftsdelegierter in den usa

„Damit soll das Besondere, Innovative auf den roten Teppich und in das mediale Rampenlicht geholt werden. In den USA, dem größten und wettbewerbsintensivsten Markt der Welt, sind Innovation, Marketing, Strategie, Networking und Speed entscheidend“, weiß Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. Diese Herausforderung meistern nicht nur Großunternehmen, wie etwa die voestalpine, die derzeit

Hohe Anforderungen Anger Machining liefert an das größte Getriebewerk Nordamerikas modernste Bearbeitungsmaschinen für die neueste Generation von

9-Gang-Automatikgetrieben. Eine Multi-Channel-Lösung von Knapp sorgt beim US-Schuhhersteller Clarks dafür, dass die Logistik von 50 Mio. Paar Schuhen jährlich nicht aus dem Tritt kommt.

Gewinn für Österreich GE Jenbacher leistet mit dem ersten Kraft-Wärme-Kopplungsprojekt für ein Gewächshaus einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der kalifornischen Umweltziele und GreenoneTec Solarindustrie realisierte Kaliforniens größte Solarthermie-Applikation für einen Appartmentkomplex mit 2.800 Wohnungen. Eckelt Glas, ein Unternehmen der Saint Gobain-Gruppe, erhielt

einen Auftrag im Zusammenhang mit einem der wichtigsten Bauprojekte Amerikas und lieferte die Isolierverglasung für die Metrostation unter dem ‚Ground Zero‘ in Manhattan. TechnoAlpin Austria ist ebenfalls für die diesjährigen US-Biz-Awards nominiert; auf der Kundenliste des Herstellers von Beschneiungsanlagen stehen zahlreiche US-amerikanische Skigebiete, wie etwa der Nobelwintersportort Aspen. Chancen auf eine der Auszeichnungen, die 24. Februar verliehen werden, haben weiters noch pewag Austria, Camcat Systems, AVL List, Frequentis, Pankl Aerospace Systems Europe, Blue Monkeys und Getzner Werkstoffe.  www.wko.at

Knapp AG Der steirische Spezialist für Intralogistik profitiert vom Konsum-Boom in China

Logistisches Fach-Chinesisch Hart bei Graz. Die wachsende Konsumlust der Chinesen führt zu einer steigenden Nachfrage nach modernen und automatisierte Logistiklösungen im Reich der Mitte. „Wir profitieren vom wachsenden Konsum in China”, so Philipp Schitter, Regional Sales Manager bei der Knapp AG. Nachdem das China-Geschäft über Jahre vom Grazer Headquarter aus betreut wurde, entschied sich die Knapp-Geschäftsführung 2008 für die Gründung einer chinesischen Tochterfirma.

Besondere Anforderungen „Die Nähe zum Kunden ist am chinesischen Markt ein entscheidender Erfolgsfaktor”, ergänzt Zhentian Chen, der als General Manager der Knapp Logistics Automation in Beijing für das ChinaGeschäft der Gruppe verantwortlich ist. Zwar sei es für europäische Unternehmen nach wie vor nicht leicht, sich am chinesischen Markt zu behaupten, Chen ist für die zukünftige Entwicklung aber zuver-

Dimensionen besondere Herausforderungen. „Im E-Commerce-Bereich müssen zum Beispiel einige Hunderttausend einzelne Bestellungen pro Tag bearbeitet werden.

„Wir sind bereit, uns den Herausforderungen zu stellen und am chinesischen Markt © Knapp

britta biron

weitere Schritte Die Nachfrage nach modernen Logistiklösungen in China steigt stetig.

sichtlich. „Wir haben bereits ein Distributionszentrum für Kosmetik in Kanton realisiert. Ein weiteres Lager für den Einzelversand von Bekleidung soll in Kürze in der südchinesischen Provinz Fujian in Betrieb gehen. Diese beiden Projekte sind für uns besonders wichtig, denn es ist einfacher, Kunden zu überzeugen, wenn sie im eigenen Land entsprechende

Referenzen besichtigen können.” Wichtig sei, auch nach Abschluss eines Projekts Kontakt zu halten: „Das bietet die Möglichkeit, mit den Kunden zu wachsen. Wir hören daher genau hin, was die chinesischen Kunden wünschen und bieten entsprechende technologische Lösungen an.” Der chinesische Markt stellt vor allem auch hinsichtlich seiner

zu setzen.“ Zhentian Chen, KNAPP Logistics Automation, Beijing

Dabei handelt es sich um kleine Losgrößen, die in kürzester Zeit aus dem Lager an die Kunden ausgeliefert werden müssen, und das so kostengünstig wie möglich“, erklärt Schitter.  www.knapp.com


Freitag, 18. Jänner 2013

I n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 55

Fraunhofer-Studie Die befragten Unternehmen wünschen sich mehr Information und eine Anpassung der Datenschutzbestimmungen

Ungenutztes Big-Data-Potenzial Experimentierplattform wird auf der diesjährigen „CeBit“ vorgestellt. besserungswürdig.Obwohl alle Teilnehmer konkrete Ziele angegeben hatten, verfügt ein Drittel der befragten Firmen aktuell über kein Budget für Big-Data-Zwecke und plant dies auch noch nicht. Zu den Fördermaßnahmen, die sich die Unternehmen wünschen, gehören vor allem eine bessere Vernetzung und Best Practices, Trainings und Schulungen sowie überarbeitete Datenschutzvorgaben. „Unsere Wissenschaftler haben speziell für Zielgruppe der KMUs die Experimentierplattform ‚Living Lab‘ entwickelt. Anhand verschiedener Technologien können Unternehmen zunächst an

einem Beispieldatensatz ausprobieren, was in Sachen Datenauswertung möglich ist”, so Stefan Wrobel, Institutsleiter des IAIS. Langfristig ist geplant, dass Firmen auch ihre eigenen Daten einbringen und diese analysieren können. Präsentiert wird die Plattform erstmals vom 5. bis 9. März auf der „CeBit“ in Hannover in Halle 9, Stand E08. Ergänzend dazu hält das IAIS seit Anfang des Jahres Schulungen für Unternehmen an, in denen spezifische Anforderungen und Lösungen für Big Data Analytics diskutiert werden.  www.iais.fraunhofer.de

Demner, Merlicek & Bergmann

München. 1,8 Zettabyte an Daten wurden im letzten Jahr weltweit produziert – und Prognosen zufolge wird sich das Volumen alle zwei Jahre weiter verdoppeln. Stellt sich nur die Frage, wie Unternehmen diese Datenmengen sinnvoll nutzen können. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi hat Fraunhofer IAIS in den letzten Monaten eine weitreichende Untersuchung zu Nutzung und Potenzial von Big Data durchgeführt. Damit will man das zurzeit noch sehr US-dominierte Thema stärker in der deutschen Wirtschaft etablieren. Das Projekt umfasste eine internationale Recherche zum Umgang mit Big Data, zu Forschungsaktivitäten und konkreten Anwendungen, eine Onlinebefragung von Unternehmen sowie Workshops mit Vertretern unterschiedlicher Branchen.

„Zukünftig könnten Maschinen mit Big Data-Intelligenz ausgestattet werden, um Sensordaten direkt zu verarbeiten.“ Stefan Wrobel, Leiter IAIS

Nun liegen die Ergebnisse vor und sie zeigen vor allem drei große zentrale Chancen für den Einsatz von Big Data in Unternehmen: Effizientere Unternehmensführung, Massenindividualisierung und intelligentere Produkte. Gefragt nach den primären Zielen, die sie mit Big Data verfolgen, nannten 69% der teilnehmenden Unternehmen strategische Wettbewerbsvorteile, 61% erwarten eine Steigerung der Umsätze und jeweils 55% höhere Produktivität und geringere Kosten.

Fehlende Ressourcen

© IAIS

Umsetzen würden die befragten Unternehmen Big-Data-Anwendungen konkret vor allem, um Prognosen zur Werbewirksamkeit zu treffen (55%), die Markenwahrnehmung zu beobachten (53%) und Preise genauer festzusetzen (45%). Die größten Hürden sieht knapp die Hälfte jedoch in den geltenden Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen sowie 43% im fehlenden Budget und dringenderen Prioritäten. 78% halten zudem die personellen Ressourcen für ver-

Stefan Wrobel, Institutsleiter IAIS: noch viel Aufklärung und Info notwendig.

Wien Ene quelle rgie setzt s ich na und B uf 50 Proze als Ziel, de ioma s n Ante n t zu ste se il a stein für de er zeugen w igern. Mit d n Energie aus n Aus e i r rK u eröf f n eten W bau von e mwelt f reun raf t von W erneuerbar in d en r d n i n l euerb ve r s o r g e n k dp ar k s Gl i arer E ichen Strom , Wasser, S Energienzend nergie a nn . M onne und W or f is e hr a u ä f wien , der rund 1 t die Erricht rme. Ein M ei u e ne r g 2. 5 0 0 ie . a t Haush ng des kürz lenlich alte m it Öko s t rom

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I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n

56 – industrialtechnology

Freitag, 18. Jänner 2013

Innovations-Projekt OÖ Unternehmen entwickeln neues Herstellungsverfahren für faserverstärkte Kunststoffe

short

Leichtbauteile in neuem Hightech-Strickverfahren

© Wolf32at/CC Lizenz/by-sa/3.0

Drei Neueröffnungen bei Anton Paar

In vielen Industriebereichen steigt der Bedarf an vollautomatisch gefertigen Composite-Bauteilen. britta biron

Das Grazer Headquarter des Messund Laborgeräteherstellers.

Linz. Der Wunsch nach mehr Ressourcen- und Energieeffizienz macht Leichtbau immer interessanter. Im Flugzeugbau stieg etwa der Anteil der Composite-Teile von 23% im Airbus A380 auf über 50% in der Boeing B787 und im Airbus A350. Im Automobilbau werden Karosserieteile und ganze Baugruppen in dieser Bauweise entwickelt und viele Hersteller investieren derzeit massiv in Composite-Technologien. Selbst im Maschinenbau, in dem derzeit noch klassische Metallkonstruktionen vorherrschen, sehen Composite-Experten großes

Graz. Die Anton Paar GmbH, österreichischer Hersteller hochwertiger Mess- und Laborgeräte für Industrie und Forschung, treibt ihre Expansion voran. Anfang des Jahres haben gleich drei neue Tochterunternehmen ihren Betrieb aufgenommen. Die Anton Paar Brasil Ltda. hat ihren Sitz in Sao Paulo und wird die Sales- und Servicetätigkeiten für alle Produktlinien in Brasilien koordinieren. In Polen übernimmt Anton Paar Poland sp. z.o.o. die Aufgaben des früheren Vertriebspartners EKMA. Anton Paar Southern Africa (Pty) Ltd ist ein Joint Venture mit Swiss Lab, dem langjährigen Vertriebspartner von Anton Paar in Südafrika und zuständig für Vertrieb und Service in vielen Ländern südlich der Sahara.  www.anton-paar.com

Gemeinsames Know-how Gemeinsam mit Maschinenbauer Stranzinger konstruierte der Strickwarenhersteller Kobleder, der bereits 2003 mit dem FACC und der TU Dresden ein Flachstrickverfahren für Composites entwickelt hatte, eine Rundstrickmaschine, auf der die von ASA.TEC speziell entwickelten Basaltfasern zu mehrlagigen Rundgestricken ver-

„Der Vorteil des neuen Verfahrens ist die besonders gute Drapierbarkeit, die auch komplexere

© Land OÖ

Franz stollberger, gf kobleder

Der neu entwickelte Strickprozess kommt den Anforderungen der Industrie nach hohem Automatisierungsgrad sehr nah.

Potenzial für diesen Werkstoff. Gute Voraussetzungen also, um neue Techniken für die Fertigung von Preforms zu entwickeln. Dabei geht eine Gruppe von sieben OÖ Unternehmen – ASA.TEC, Stranzinger, Kobleder, Technikbüro Billinger, Transfercenter für Kunststofftechnik (TCKT), FH OÖ in Wels sowie der OÖ Kunststoff-Cluster – einen neuen Weg. Ziel des im Dezember 2012 abgeschlossenen Projekts war es, ein Verfahren zu

Engel stellt auf der „Interplastica“ aus

© TCKT

­Geometrien ermöglicht.“

Mehr Sicherheit bei Elektroinstallation Wien. Eine neue Broschüre der Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker informiert jetzt kompakt über alles rund um das Thema Elektroinstallationen – von Pfusch bis zu den Gefahren, die bei der Verwendung von steckerfertigen Geräten auftreten können.  www.elektrotechniker.at

entwickeln, das gegenüber dem herkömmlichen Prepreg-Prozess weniger Verschnitt erzeugt und einen höheren Automatisierungsgrad ermöglicht.

arbeitet werden. „Diese zeichnen sich durch ihre gute Drapierbarkeit aus und ermöglichen die Darstellung komplexer Geometrien in besonders sparsamer Weise, ohne Verschnitt“, so Franz Stollberger, Kobleder-GF. Daraus wurden vom TCKT Probenkörper im VARI- bzw. RTMVerfahren hergestellt. Der Herstellprozess mit den eingesetzten Rundgestricken wurde dazu angepasst und optimiert. Parallel stell-

te das TCKT auch Proben mit dem klassischen Prepreg-Prozess bzw. mit Geweben und Gelegen her und verglich diese. Im Prüflabor wurden die Proben sowohl mechanisch als auch permeativ charakterisiert. Auf Basis dieser Daten führte das Technische Büro Billinger die Berechnung und Bauteilauslegung für ein Demonstrator-Bauteil durch, das einem Flugzeugspant nachempfunden wurde.

Neben der traditionellen mechanischen Charakterisierung wurde bei der Materialprüfung auch die Röntgen-Computertomografie eingesetzt, um zerstörungsfrei Informationen aus dem Inneren des Werkstoffs zu erhalten. „Dieses Projekt stellt sicher, dass oberösterreichische Unternehmen künftig am Composite-Boom teilhaben werden”, sagt Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl.  www.kunststoff-cluster.at

Innovation Neue Circular Pelletizing Technology reduziert Platzbedarf sowie Errichtungskosten

© Engel

Kompakte Pelletieranlage für Stahlwerke Wien. Aufgrund des stetig steigenden Anteils an feinen und ultrafeinen Fraktionen gewinnt der Pelletierprozess zum Agglomerieren von Eisenerzen immer mehr an Bedeutung. Auch für Stahlwerksbetreiber wird es daher attraktiver, in die Errichtung eigener Pelletieranlagen zu investieren, um von den steigenden Weltmarktpreisen für

Kompakte Bauweise der Engel-Maschinen kommt in Russland gut an.

Das Anlagenkonzept basiert auf dem bewährten Wanderrostverfahren, verfügt durch die kreisförmig ausgeführte Brennmaschine über einen sehr kompakten Grundriss und kann in Leichtbauweise realisiert werden. Das alles erlaubt eine schnelle, kostengünstige Errichtung der Pelettieranlage – sowohl auf dem Gelände eines Bergbaubetriebs als auch in einem bestehenden Hüttenwerk. Je nach Ausführung liegt die Produktionskapazität dieser Anlage zwischen 800.000 und 3 Mio. t Pellets pro Jahr. Die Beschaffenheit der Pellets kann flexibel an die jeweiligen Anforderungen des Betreibers angepasst werden.

Erste Anlage schon 2013

© Siemens

Schwertberg. Effiziente Gesamtlösungen stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von Engel auf der diesjährigen „Interplastica“ (29. Jänner bis 1. Februar in Moskau). Gezeigt wird unter anderem die Herstellung von Regenwassergittern auf einer „Engel duo 2550/350 pico“. Als besonders platzsparend erweist sich die zweite Fertigungszelle, die der Spritzgussexperte in Moskau präsentiert. Auf einer „Engel victory 200/50 spex“ mit integriertem viper 6-Roboter werden in einem 4-fach-Werkzeug Grundplatten für Wasserzähler gespritzt. „In vielen Spritzgießbetrieben ist die Platzsituation kritisch. Unsere ‚victory‘-Maschinen erfahren in Russland daher eine besonders starke Nachfrage“, erklärt Olaf Kassek, GF von OOO Engel in Moskau.  www.engelglobal.com

Pellets unabhängig zu werden. Bislang konnten konventionelle Pelletieranlagen aufgrund des großen Platzbedarfs und der hohen Investitionskosten nur schwer in ein bestehendes Stahlwerk integriert werden. Anders dagegen die von Siemens neu entwickelte Circular Pelletizing Technology (CPT).

Die weltweit erste CPT-Anlage wird bereits in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Die Anlage ist dabei so konzipiert, dass die entstehenden heißen Gase rückgeführt und ihr Energiegehalt im Prozess weitestgehend ausgenutzt werden kann. Dies minimiert den Gesamtenergiebedarf für das Pelletieren. In Kombination mit den Kreisläufen für die vollständige Rückführung von Abfall-

stoffen und der Nutzung von Stahlwerksreststoffen lässt sich so die Umweltbelastung deutlich reduzieren. Die Errichtung einer CPTAnlage innerhalb eines Stahlwerks garantiert nicht nur die Unabhängigkeit von schwankenden Preisen auf dem Pelletsmarkt, sondern ermöglicht es auch, die chemischen Eigenschaften und die Qualität der Pellets flexibel an die speziellen Anforderungen von Hochöfen oder Direktreduktionsanlagen anzupassen. Die weltweit erste CPT-Anlage wird derzeit im indischen Bundesstaat Orissa errichtet. Der Platzbedarf für die gesamte Anlage – von der Rohmaterialdosierung über die eigentliche Pelletierung bis zur Prozessgasreinigung – beträgt weniger als zwei Hektar. Darin enthalten ist auch eine Anlage zur Kohlevergasung für die Erzeugung vom Brenngas. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2013 geplant. Dann sollen jährlich 1,2 Mio. t Pellets für die indische Eisen- und Stahlindustrie Indiens erzeugt werden.  www.siemens.at


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Austrotherm 40 Mio. für neues Werk in Deutschland

Ausbau der Produktion Unger Steel Group als Generalunternehmer.

industrialtechnology – 57

| BS12-02G |

Freitag, 18. Jänner 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© Austrotherm

Motion v.li.: Josef Unger (GF Unger Steel), Helmuth Astl (Austrotherm Projektleiter), Henning Heidemanns (Staatssekretär, MWE Brandenburg), Gerald Prinzhorn (­Austrotherm GF), Oliver Hermann (Bürgermeister von Wittenberge) herbert strasser

Wopfing/Oberwart. Die Austrotherm GmbH, einer der führenden Hersteller von qualitativer Wärmedämmung in Mittel- und Osteuropa, verstärkt ihr Engagement in Deutschland und errichtet zur Zeit ein topmodernes Dämmstoffwerk im Brandenburgischen Wittenberge. Insgesamt werden rund 40 Mio. € in dieses Projekt investiert. Die erste Baustufe, ein Produktionswerk für die XPS-DämmstoffPlatten, wird bereits Ende 2013 in Betrieb gehen und vor allem Nord-, Ost- und Mitteldeutschland versorgen. Als Generalunternehmer zeichnet bei diesem Bauvorhaben die Unger Steel Group verantwortlich, die für Austrotherm bereits

mehrere Projekte realisiert hat. „Wir schätzen die ‚Unger Steel Group‘ als verlässlichen und fairen Partner europaweit. Durch das ‚Unger‘-Team vor Ort, die hohe Qualität, das Vertrauen in die Leistungen als Generalunternehmer und die Termintreue ist Unger stets in der Lage, hohe Standards zu liefern, was uns in unseren expansiven Vorhaben bestens unterstützt“, so Peter Schmid, GF der Austrotherm, über die langjährige Partnerschaft. „Unsere große Stärke ist es, eine maßgeschneiderte und individuelle Lösung in kurzer Zeit zu erarbeiten und zu realisieren“, ergänzt Horst Ache, Geschäftsbereichsleiter Generalunternehmung der Unger Steel Group. www.ungersteel.com  www.austrotherm.at

Servoverstärker Servomotoren

IPC Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Lenzing AG Kooperation mit Nanocarbons LLC

Projekt für Materialforschung

© Lenzing

Lenzing/Deerfield (Florida). Beim Internationalen Seminar für Doppelschichtkondensatoren kündigten Lenzing AG und Nanocarbons LLC eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Erforschung eines neuen aktivierten Carbonpulvers für die Elektrodentechnologie an, das die Entwicklung der bereits heute stark steigenden Anwendung bei elektrischen Geräten noch weiter beschleunigen wird. Diese Hochleistungskondensatoren wer-

Wolfgang Plasser, Vice President und GM Nonwoven Fibers bei Lenzing AG.

den zunehmend in Elektrik- und Hybridfahrzeugen eingesetzt sowie bei Start-Stopp-Systemen, unterbrechungsfreier Stromversorgung und der Ausrichtung von Windturbinen. Wolfgang Plasser, Vice President und General Manager Business Unit Nonwoven Fibers, erklärt: „Zwar sind nachhaltige Fasern unser Hauptgeschäft, doch starke Innovationsprojekte diversifizieren dieses Feld immer mehr. Wir investieren daher auch weiterhin in neue Forschungsgebiete sowohl innerhalb unseres Unternehmens als auch in Kooperationen mit externen Partnern, um die Palette und Reichweite unserer Produkte noch weiter zu verbessern. Diese Entwicklung ergänzt unser Geschäft am Technikmarkt, das auch die Trennmaterialien für die gleichen Geräte beinhaltet, in optimaler Weise. Wir sind vom zukünftigen Wachstum dieses Markts überzeugt und glauben, dass wir ein nachhaltiges Produkt mit konstanter Qualität bieten, das die Weiterentwicklung der Industrie erlaubt.“  www.lenzing.com

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion Automation


I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n

58 – industrialtechnology

Freitag, 18. Jänner 2013

Effizientere Instandhaltung ISPRO-NG organisiert im österreichischen Haribo-Werk alle Instandhaltungsprozesse

short

Bärige Softwarelösung von H&H Systems

© TGW Logistics Group

TGW sorgt bei Böllhoff für flüssige Abläufe

Die Systemumstellung inklusive der Datenübernahme erfolgte in nur zwei Monaten. britta biron

TGW-Steuerung „Commander“ regelt die Abläufe im Logistikzentrum.

Linz/Schleißheim. Haribo stellt ­hohe Anforderungen an die Grundbestandteile seiner Produkte. Nur absolut einwandfreie Rohstoffe werden verwendet. Alle ­ HariboBetriebe in Deutschland und Öster­ reich sind nach dem IFS (International Food Standard), einer vom TÜV vorgenommenen Bewertung von Sicherheit und Qualität der Produkte, im „Higher Level“ zertifiziert. Dieser von Haribo erreichte Qualitätsstandard stellt natürlich auch hohe Ansprüche an die Produktion und die Instandhaltung der technischen Produktionseinrichtungen.

Wels. Der österreichische Intralogistik-Spezialist TGW hat für die deutsche Böllhoff-Gruppe, Hersteller von Verbindungselementen, ein modernes Auftragspuffersystem realisiert. Das System wurde in die bestehende Fördertechnik integriert und wickelt täglich Tausende von Behälterbewegungen ab. „Heute arbeiten Wareneingang, Kommissionierung und Warenausgang voneinander entkoppelt”, erklärt Sebastian Rose, Leiter Technik bei Böllhoff. Zudem wurde die Produktivität in allen Logistikbereichen gesteigert und die Gewichtsbelas-tung für die Mitarbeiter deutlich reduziert. Ausschlaggebend für den Zuschlag an TGW war das Gesamtpaket der Lösung – die Einbindung in das bestehende Lagerverwaltungssystem von Böllhoff, das Steuerungskonzept, der modulare Aufbau der Technik, die Leistung und die Zuverlässigkeit der Geräte sowie die Energieeffizienz mit Rückspeiseelementen in den Lagerautomaten anforderungsspezifischer Auslegung aller Antriebe.  www.tgw-group.com

„ISPRO-NG deckt alle der Instandhaltung und der Ersatzteilbewirtschaftung in einem System ab.“ Franz Wolfinger, Instand­ haltungsl. Haribo Österreich

© Festo

Festo macht „plug and work“ ganz einfach

Beim neuen Elektrozylinder heißt es einfach „anstecken und loslegen“.

Wien. Ein Elektrozylinder, der in der Handhabung so einfach ist, wie ein Pneumatikzylinder – diesen Wunsch von Maschinenbauern und Konstrukteuren erfüllt Festo jetzt mit dem Elektrozylinder EPCO. Der Elektrozylinder mit Kugelgewindeantrieb und verdrehgesicherter, gleitgeführter Kolbenstange verfügt über einen integrierten Motor, die Montage ist Dank vorkonfektionierter, schleppkettentauglicher Kabel in verschiedenen Baugrößen einfach und rasch möglich. Optional bietet Festo eine Haltebremse bzw. einen Encoder am Motor (ServoLiteBetrieb) und die Möglichkeit einer Positionsabfrage mittels Sensor. EPCO und der Motion-Controller CMMO lassen sich über einen herkömmlichen EthernetAnschluss an den Computer anschließen; über den Browser gelangt man in die Festo Cloud, in der alle Parametersätze sowie die beiden Software-Tools WebConfig und WebDiag kostenfrei bereitstehen.  www.festo.at

„Ansprüche, die nur mit einem ganzheitlichen Ansatz in der betrieblichen Instandhaltung erfüllt werden können, was den Einsatz eines modernen Instandhaltungsmanagementsystems erforderlich machte“, sagt Walter Wittibschlager, Technischer Leiter des Linzer Haribo-Werks. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter verschiedenen Anbietern entschied sich der

© Haribo

unsere Ansprüche in

Neues System liefert sekundenschnellen Zugriff auf alle relevanten Daten in der Produktion sowie auch in der Verwaltung.

Süßwarenhersteller schließlich für die ISPRO-NG Instandhaltungssoftware von H&H Systems Software GmbH. Dieses System hat sich mittlerweile bei zahlreichen nahmhaften Kunden aus verschiedenen Branchen bewährt, etwa bei Ikea, Trumpf Maschinen Austria oder Spitz Fruchtsäfte. H&H Software entwickelt seit 15 Jahren Instandhaltungsmanagementsysteme für die Produktion, aber auch im Bereich Facility Management und Fuhrparkverwaltung. Die Produktfamilie ISPRONG bietet neben dem Hauptsystem verschiedene Webportale für die Erfassung von Störungen, Bestellanforderungen oder Instandhaltungsarbeiten sowie mobile

Lösungen im Bereich der Inventur und der Ersatzteilentnahme. In nur zwei Monaten wurde ISPRO-NG bei Haribo in Linz eingeführt und in Betrieb genommen. „Wir haben sämtliche Daten aus den Vorgängersystemen übernommen, um den Mitarbeitern einen unnötigen Aufwand bei der Datenerfassung zu ersparen und eine schnelle Inbetriebnahme zu gewährleisten“, erklärt Oliver Hofbauer, GF der H&H Systems Software GmbH.

Bewährtes System „Wir haben in Sekundenschnelle einen Zugriff auf alle relevanten Daten, sowohl in der Produktion,

als auch in der Verwaltung, was ein enormes Einsparungspotenzial in sich birgt. Unnötige Maschinenstillstände werden vermieden, die Lagerhaltungskosten reduziert und das Wissen der Mitarbeiter wird im System dokumentiert und ist für jeden Mitarbeiter nutzbar“, weist Franz Wolfinger, Instandhaltungsleiter bei Haribo, auf die Vorteile des neuen Systems hin und erklärt weiter: „Der manuelle Aufwand geht durch die webbasierte Erfassung von Störungen gegen Null. Fehler bei der Ersatzteilbuchung wurden durch die PDALösung ISPRO-mobile komplett ausgeschaltet, was uns eine straffere und effizientere Lagerhaltung ermöglicht.“  www.ispro-ng.at

Indoor-Positionsbestimmung IPCS Zero kann zehn Jahre wartungsfrei und ohne externe Energiequelle arbeiten

Sonnenenergie verkürzt die Einbauzeiten Oulu (Finnland). Technisch stellt die Indoor-Positionsbestimmung in Echtzeit keine Probleme dar und ist ein nützliches Tool, um bei Bedarf Menschen oder Produkte rasch orten zu können oder um für eine effiziente Wegplanung zu sorgen. Zum Einsatz kommen solche Systeme in Produktionshallen oder

Durch den raschen Einbau werden interne Abläufe kaum gestört .

© 9Solutions

„Der Einbau des neuen

auch in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Schulen. Der Aufwand für ihre Installation und Wartung war bisher allerding hoch, sodass solche Systeme noch vergleichsweise selten eingesetzt werden.

‚IPCS Zero‘ dauert

Kabelloser Betrieb

statt Stunden nur noch Minuten und reduziert den Installations­ aufwand deutlich.“ Sami Herrala, 9solutions

Dieses Hindernis hat das finnische Unternehmen „9Solutions“, ein Spezialist für Echtzeit-Lokalisierungsprodukte mit Bluetooth(R) und Cloud-Technologien, nun mit einer auf Technologie von Texas Instruments basierenden Neuentwicklung, dem IPCS Zero, aus dem Weg geräumt. „Unser neues IPCS Echtzeit­ lokalisierungssystem kann in 50

bis 100 Räume pro Tag eingebaut werden. Die Installation der einzelnen Geräte dauert statt Stunden nur noch wenige Minuten, da unsere Lösung, erstmals in der Geschichte von Lokalisierungsprodukten, für Räumlichkeiten wirklich kabellos ist”, weist der CEO von 9Solutions, Sami Herrala, auf den Vorteil hin. „Durch die neue Technologie wird die unternehmensweite Einführungszeit des Produkts von Monaten auf Tage verkürzt. Zudem werden während der Installation die normalen Ab-

läufe so gut wie nicht behindert. Investitionen in Echtzeitlokalisierungen amortisieren sich in der Mehrzahl der Fälle in weniger als einem Jahr.“ Durch die kurzen Einbauzeiten reduzieren sich natürlich auch

die Kosten. „Investitionen in Echtzeitlokalisierungen amortisieren sich damit meist in weniger als einem Jahr“, so Herrala weiter.

Rasche Amortisation Ein weiterer Vorteil ist, dass IPCS Zero auch im Betrieb äußerst unkompliziert und kostengünstig ist. Es kann bis zu zehn Jahre wartungsfrei und ohne externe Energiequelle betrieben werden.  www.9solutions.com


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