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freitag, 16. november 2012 – 29

Naporo und Geko entwickeln neuartiges Dämmverfahren für Gebäude  Seite 30

china verdunkelt die sonne

Europäische Photovoltaik-Unternehmen geraten zunehmend unter Druck  Seite 32

innovation © WD Austria

© Naporo

ökologische kooperation

© panthermedia/123ucas

industrialtechnology WD Austria zapft Luft als neue Trinkwasserquelle an 

Seite 35

Steiermark will den Schatz im Müll heben

© OECD/IEA

short

Wien. Vor wenigen Tagen wurde der „World Energy Outlook 2012” der Internationalen Energieagentur (IEA) durch deren Chefökonom, Fatih Birol (Bild), vorgestellt. Der Report untersucht die energiewirtschaftlichen Trends bis zum Jahr 2035 und prognostiziert einen weiteren Anstieg, wenn die internationale Staatengemeinschaft keine Gegenmaßnahmen setzt. Allerdings geht die IEA davon aus, dass im Rahmen bereits geplanter politischer Maßnahmen zwei Drittel des globalen Energieeffizienzpotenzials nicht ausgeschöpft werden.  www.iea.org

© Kommunikation Land Steiermark

Dublin. Mainstream Renewable Power, ein globaler Entwickler für Erneuerbare Energien, unterzeichnete Anfang dieser Woche mit der südafrikanischen Regierung die maßgeblichen Verträge über Finanzierung, Stromabnahme und Implementierung von drei Kraftwerksprojekten. Die gesamte Investitionssumme für den Windpark Jeffreys Bay und die beiden Solarkraftanlagen De Aar und Droogfontein (Gesamtleistung rund 238 MW) beträgt über 500 Mio. €. Mainstream wird in den kommenden Wochen mit dem Bau beginnen, alle drei Anlagen sollen bereits bis Mitte 2014 betriebsbereit sein.  www.mainstreamrp.com

Roland Pomberger (Montanuniversität Leoben), Landesrat Johann Seitinger, Wilhelm Himmel (Nachhaltigkeitskoordinator des Landes Steiermark)

© Siemens

Landfill Mining Unter der Leitung des Umweltclusters Eco World Styria und der Montanuniversität Leoben wird in einem Pilotprojekt die wirtschaftliche Nutzung von Deponieabfällen als Rohstoffquelle der Zukunft erforscht.  Seite 30 Expansion 16 weitere Lizenzen in fünf Gebieten

OMV verstärkt Engagement in UK

© OMV

München. TÜV Süd hat von Siemens Wind Power einen Auftrag zur Prüfung von 30 Windenergieanlagen in der Anlage Borkum Riffgat bekommen. Die Leistungen umfassen gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Aufzügen, Druckbehältern, Leitern und Steigschutz sowie Kränen auf Basis der Betriebssicherheitsverordnung. Der Auftrag ist das erste konkrete Ergebnis eines im Juli abgeschlossenen Rahmenvertrags zwischen Siemens und TÜV Süd zur Prüfung von Offshore-Anlagen in den kommenden Jahren.  www.tuev-sued.de

Jaap Huijskes, OMV-Vorstand für die Bereiche Exploration und Produktion.

Wien. Die britische OMV-Tochter hat OMV-Lizenzen für 16 Explorationsblöcke westlich der Shetlandinseln erhalten. „Unser Ziel ist es, an unsere Explorationserfolge der letzten zehn Jahre mit unseren wichtigen neuen Funden in Cambo, Rosebank und Tornado Fields anzuknüpfen”, so Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied für Exploration und Produktion. „Zudem freut es uns, unsere bereits bestehenden Partnerschaften in diesem Gebiet mit Statoil, Dana und DONG weiterentwickeln zu können und neue Partnerschaften mit Nexen, E.On und JX Nippon zu schließen.“  www.omv.com

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c ov e r

30 – industrialtechnology

kommentar

Wie viel Energie hat die Energiewende?

Freitag, 16. November 2012

Pilotprojekt Eco World Styria und Montanuniversität Leoben erforschen Deponien als wertvolle Rohstoffquelle

Goldgräberstimmung in der Steiermark

Landfill Mining reduziert nicht nur den Bedarf an Primärrohstoffen, sondern schont auch die Umwelt. britta biron

Prognose Weiteres Plus

Öko-Kunststoff

Berlin. Einer aktuellen Marktprognose des Branchenverbands European Bioplastics und dem Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover zufolge wird die Produktionskapazität von Biokunststoffen von rund 1,2 Mio. t im Vorjahr bis 2016 auf etwa 5,8 Mio. t steigen. Deutlich am stärksten wächst dabei die Gruppe der biobasierten, nicht-biologisch abbaubaren Kunststoffe und dabei vor allem die sogenannten drop-inLösungen, etwa PE und PET, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden. „Auch die Sparte der biologisch-abbaubaren Kunststoffe zeigt stolze Zuwächse und wird bis 2016 um zwei Drittel steigen”, so Hasso von Pogrell, GF European Bioplastics. Führende Wachstumsträger sind in diesem Zusammenhang vor allem Biokunststoffe PLA und PHA mit jeweils 298.000 t (+50%) beziehungsweise 142.000 t (+550%).  www.european  -bioplastics.org

„Im Müll der Vergan­ genheit lagert eine große Chance gegen die wachsende ­Rohstoffknappheit der Zukunft.“ johann seitinger, landesrat

© Panthermedia.net/Salih Külcü

G

rundsätzlich hat der aktuelle „World Energy ­Outlook 2012“ der IEA nichts wirklich Neues zu vermelden: Die Weltkarte der Energiewirtschaft verändert sich, was möglicherweise weitreichende Konsequenzen für Energiemärkte und Energiehandel hat, heißt es da. Grund dafür seien die wieder steigende Öl- und Gasförderung in den USA, der Rückzug einiger Länder aus der Kernenergie und das weiterhin rasche Wachstum von Wind- und Solartechnologien sowie die weltweite Expansion unkonventioneller Gasförderung. Auch die konzertierten  Anstrengungen zur Steigerung der weltweiten Energieeffizienz könnten zu weiteren grund­legende Veränderung führen. Allerdings schränkt man gleich ein, dass es unter Berücksichtigung aller neuen Entwicklungen und politischen Maßnahmen immer noch nicht so aussieht, als gelänge es, das globale Energiesystem auf einen nachhaltigeren Pfad zu lenken. Der weltweite Energie­ verbrauch wird, so die Prognose, bis 2035 weiter steigen. Trotz der Expansion CO2armer Energiequellen bleiben fossile Brennstoffe im weltweiten Energiemix vorherrschend, gefördert durch Subventionen, die 2011 um 30% auf 410 Mrd. Euro stiegen – sechs Mal höher als der Wert für Erneuerbare Energien.

Graz. Mit dem traditionellen Bergbau hat man in der Steiermark eine jahrhundertelange Erfahrung, nun will sich das Land verstärkt einer neuen Rohstoffquelle widmen. „Wir haben in den letzten 50 Jahren in der Steiermark rund 32 Milliarden Kilogramm Müll vergraben. Es gilt, in Zukunft diesen

Ziel des steirischen Pilotprojekts sind neue wissenschaftliche Ansätze und Technologien zum „Landfill Mining“.

Müll als wertvolle Ressource zu nutzen bzw. der thermischen und stofflichen Verwertung zuzuführen“, sagt Landesrat Johann Seitinger. Er ist überzeugt, dass durch dieses „Landfill Mining“ aus einem großen Problem der Vergangenheit eine große Chance für die Zukunft werden kann. Mit dem Projekt beauftragt wurden Eco World Styria und die Montanuniversität Leoben, diverse Privatunternehmen beteiligen sich ebenfalls. „Wir wissen, dass wir über Jahrzehnte Rohstofflager in Form von Deponien aufgebaut haben. Wir wissen aber noch nicht, wie und unter welchen Bedingungen das Ausgraben und Verwerten Sinn

macht. Die heutigen Deponien können aber zu unserem ‚FreiluftLabor‘ werden, in dem wir neue wissenschaftliche Ansätze und Technologien testen können. In Kooperation mit spezialisierten Umwelttechnologiefirmen können wir Rückbau- und Recycling Know-how aufbauen”, erklärt Roland Pomberger, Professor an der Montanuniversität Leoben.

Grundlagenforschung Die Pilotprojekt-Region ‚Steiermark‘ bietet aufgrund der geologischen, abfall- und umweltwirtschaftlichen Gegebenheiten viele Vorteile, die für die Umsetzung eines solchen Projekts notwendig

sind. In der Steiermark sind derzeit 147 Deponien (81 noch in Betrieb), 384 Altablagerungen sowie 141 Verdachtsflächen und 18 Altlasten gemeldet. Wenn eine Deponiekapazität von 100.000 m� als Auswahlgrenze für einen technisch und wirtschaftlich sinnvollen Rückbau angenommen wird, so kommen in der Steiermark 40 Deponien in Betracht, wobei diese in Summe eine Gesamtkubatur von rund 26 Mio. m� auf­weisen.

Ressourcenschonung Bekannt ist Landfill Mining zwar bereits seit mehreren Jahrzehnten – erstmals wurden 1953 in Israel die

in einer Deponie abgelagerten Abfälle zur Wertstoffgewinnung genutzt –, in großem Maßstab wurde es bisher aber nicht betrieben. Der im Vorjahr vom Umweltbundesamt erstellten Studie „Deponierückbau” des Umweltbundesamts zufolge werden 33% der Rückbaumaßnahmen aus Wasserschutzgründen vorgenommen, 20% zur Optimierung der Deponievolumen und erst 13% dienen der Wertstoffgewinnung. Durch drohende Rohstoffknappheit und den Trend zu höherer Ressourceneffizienz rückt die Technologie aber verstärkt in den Fokus. So läuft in Nordrhein-Westfalen derzeit ein großes Forschungs- und Entwicklungsprojekt dazu.  www.eco.at

Naporo Kooperation mit deutschem Maschinenbauer Geko eröffnete einen neuen Markt

Neues Material, neues Verfahren Braunau am Inn. Steigende Energiepreise sorgen für eine wachsende Nachfrage nach Materialien zur Wärmedämmung. Naheliegend war es für das OÖ Unternehmen Naporo, hier nach einer ökologischen Lösung zu suchen. „Durch wissenschaftliche Studien wurden wir auf die isolierenden Eigenschaften von Rohrkolben-Schilf aufmerksam. Diese Wasserpflanze zeichnet sich durch eine natürlich Feuchtigkeitsregulierung aus und benötigt in der Verarbeitung auch keine weiteren Zusätze; wir beschlossen daher, eine Dämmplatte aus diesem Material entwickeln”, so GF Robert Schwemmer.

Innovation geführt, sondern hat uns auch zusätzlich Zugang zum deutschen Markt eröffnet”, fasst Schwemmer die positiven Effekte der Kooperation zusammen. Am heurigen Biowerkstoff-Kongresses wurde Naporo zum Biokunststoff des Jahres gekürt, weiterer Erfolg ist die Auszeichnung mit dem diejährigen Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit.  www.naporo.com

„Durch die Zusam­

© Naporo

britta biron

Neuer Dämmstoff wird mit adptierter Geko-Maschine in Hohlräume eingeblasen.

Grenzüberschreitend Dabei blieb es aber nicht, denn bei Naporo war man überzeugt, dass das neuartige Material auch noch in anderer Form einsetzbar sein könnte. Dank CATT – das OÖ Beratungsunternehmen für Innovationsmanagement unterstützte Naporo bei der Suche nach Produktionspartnern – kam Schwemmer und sein Team in Kontakt mit

dem deutschen Maschinenbauer Geko. Mit deren Einblasmaschinen lassen sich natürliche Fasern wie Hanf, Flachs oder Hackschnitzel zur Isolierung in Wand- und Dachhohlräume einbringen. „Schon kurz nach der Kontaktaufnahme zu ‚Geko‘ entstand die gemeinsame Idee, dieses Verfahren auch bei unserem Material anzuwenden“, so Schwemmer weiter.

In einem ersten Schritt testete Geko die Rohrkolben-Fasern. Dabei zeigte sich, dass einige Adaptierungen der Maschine erforderlich waren. Diese wurden dann auch rasch umgesetzt und das Verfahren zur Marktreife gebracht. „Die gute Zusammenarbeit und der intensive Wissensaustausch mit Geko hat nicht nur zu einer wichtigen Weiterentwicklung unserer

menarbeit konnten wir die Einsatzmöglich­ keiten unserer Material­ innovation noch weiter ausbauen.“ robert schwemmer, gf naporo klima dämmstoff gmbH


Freitag, 16. November 2012

e n e r g i e & u m w e lt sp ec i a l

industrialtechnology – 31

Aktuelle Studie Studie von Bain & Company zeigt wachsende Unzufriedenheit der Kunden mit den großen europäischen Energieanbietern

Sinkende Kundenloyalität München. Noch bis vor wenigen Jahren mussten sich die großen Energieversorger keine Gedanken über das Thema Kundenzufriedenheit machen, denn ihre Kunden hatten meist keine andere Wahl. „Im Zuge der Liberalisierung des Energiemarkts hat sich diese Situation drastisch verändert”, so Berthold Hannes, Energieexperte und Partner bei Bain & Company.

Preisdruck steigt weiter Dem verschärften Wettbewerb und Preisdruck durch die steigende Zahl von Anbietern können die großen Energievorsorger allerdings wenig entgegensetzen und verlieren kontinuierlich Marktanteile. „Sie beschäftigen sich zu sehr mit der Unbeständigkeit der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie lähmenden Restrukturierungen und verlieren unterdessen ihre Kunden

aus den Augen”, sagt Kim Petrick, Energieexperte und Partner bei Bain & Company. Kein Wunder, dass bereits jeder dritte Kunde über einen Wechsel nachdenkt. Insgesamt weist der Energiesektor in Europa im Vergleich zu anderen Branchen den niedrigsten Kundenzufriedenheitswert auf. Er liegt durchschnittlich sogar 35 Prozentpunkte unter den Werten von Banken, Mobilfunkanbietern und Versicherungen. Nur zwei Versorgergruppen werden von ihren Kunden positiv beurteilt: Markteinsteiger & Discounter sowie lokale Anbieter.

Nachdem künftiges Wachstum am Energiemarkt fast nur noch über die Verschiebung von Marktanteilen möglich sein wird, ist es für die alteingesessenen Unternehmen hoch an der Zeit, ihre Strategie zu ändern. Die Bain-Studie ortet drei zentrale Handlungsfelder zur Verbesserung der Kundenloyalität.

Hohe Wechselbereitschaft Obwohl die meisten Kunden im Nachhinein den Preis als Grund für einen Anbieterwechsel nennen, hat Bain als eigentlichen Auslöser schlechte Serviceerfahrung ermittelt. Energiekonzerne müssen sich

daher in erster Linie auf strukturelle Serviceverbesserungen konzentrieren. Bei der Neukundengewinnung spielt allerdings der Preis eine entscheidende Rolle. Neben der Servicequalität sind Marke und Image für loyale Kunden die zentralen Gründe, weshalb sie ihren Anbieter weiterempfehlen würden. Über eine aktive Kommunikation, wie etwa das Versenden von Unternehmensnachrichten oder eine persönliche Ansprache vor dem Eintreffen einer überraschenden Rechnung, kann das Image des Energieversorgers bei seinen Kunden rasch und ohne großen Aufwand verbessert werden.  www.bain.de

© Panthermedia.net/Marc Dietrich

Die etablierten Energieversorger müssen dringend ihre Servicequalität verbessern.

Große Energieanbieter: hohe Preise & schlechter Service vergraulen Kunden.

Förderung notwendig

Wien. Die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme in KraftWärme-Kopplungsanlagen (KWK) ist in der österreichischen Industrie weit verbreitet – die Potenziale aber bei Weitem noch nicht ausgeschöpft und Investitionen derzeit aufgrund der hohen Erdgaspreise und der zu niedrigen Fördersätze für die Betriebe wirtschaftlich auch nicht attraktiv. „Die angekündigte Fortsetzung der KWK-Förderung muss deshalb rasch umgesetzt werden, wobei die Höhe der Investzuschüsse den aktuellen Rahmenbedingungen angepasst werden muss”, fordert deshalb Austropapier-GF Oliver Dworak und weist darauf hin, dass die heimische Papierindustrie bereits 80% ihres Stroms in KWKAnlagen erzeugt.

Zu wenig Anreize Rechnen würde sich das auch für die Umwelt: Michael Mock, GF des Fachverbands Gas und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW), dazu: „Die Kombination von KWK-Anlagen mit angeschlossenen Fernwärmenetzen ist eine Win-Win-Situation für Kunden und Umwelt. Der für die Fernwärmeerzeugung erforderliche zusätzliche Rohstoffeinsatz von Brennstoffen wie Erdgas oder Biomasse kann so einerseits deutlich gesenkt werden und andererseits kommt es dadurch zu einer Verringerung des durch Raumwärme verursachten CO2-Ausstoßes.”  www.austropapier.at

Demner, Merlicek & Bergmann

Strom & Wärme

nkt man Wassersttoafftttain Liter! inn kg s

Bis 2050 sollen die EU-weiten CO2-Emissionen im Transportbereich um 95% reduziert werden. Dieses Ziel könnte durch einen Umstieg auf Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft erreicht werden.

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Die OMV betreibt heute schon in Wien Österreichs erste Wasserstofftankstelle. Und sorgt so für freie Fahrt, wenn die ersten Wasserstoffautos in Serie gehen.

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© Austropapier

Sicher auch von der OMV. Denn was immer sie vorhaben, die OMV sorgt heute schon für die Energie von morgen. Für Österreich und ganz Europa.

Mehr bewegen. Mehr Zukunft. Austropapier-GF Oliver Dworak fordert Fortsetzung der KWK-Förderung. OMV_12026_Tankstelle_216x288ssp_TZ.indd 1

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e n e r g i e & u m w e lt sp e c i a l

32 – industrialtechnology

Freitag, 16. November 2012

Sonnenfinsternis Chinesische PV-Hersteller trüben die Marktchancen für europäische Solarunternehmen

short

Kampf um die Sonne

Heimische Biotechnik für Schweden

Trotz steigender Anlagenzahlen sinken die Umsätze, Preisspirale dreht sich weiter nach unten.

© Andritz

Wellingborough/St. Veit/Glan. Für heuer rechnet das britische Marktforschungsunternehmen IMS Research mit einem weltweiten Photovoltaik-Zubau um 11% auf mehr als 31 Gigawatt und im nächsten Jahr mit Steigerungen von weiteren 10%. Neben China und Indien werden vor allem Japan und Südamerika sowie viele Staaten des Nahen und Mittleren Ostens ihre Kapazitäten ausbauen, während die Zahl neuer Projekte in Europa stagniert. Sonnig sind die Aussichten für die Hersteller von PV-Modulen derzeit aber trotzdem nicht. Die Preise für PV-Module sinken weiter – von 0,55 € im September auf 0,50 € bis Ende des Jahres –, mit entsprechend negativen Auswirkungen

Karlstads Energi ersetzt fossile Brennstoffe durch Biomasse.

Andritz. Der Technologiekonzern Andritz erhielt vom schwedischen Energieversorgungsunternehmen Karlstads Energi AB den Auftrag zur Lieferung eines Biomassekessels für das Heizkraftwerk in Hedenverket; die Inbetriebnahme ist für Ende 2014 geplant. Der Lieferumfang beinhaltet den kompletten Kessel auf Basis der stationären AndritzWirbelschichttechnologie. Der Kessel wird in der Region ausreichend verfügbare holzhaltige Brennstoffe wie Holzabfälle, Sägespäne und Rinde verbrennen und pro Stunde 127 t Dampf erzeugen (das entspricht einer thermischen Leistung von 88 MW). Laut Karlstads Energi kann mit dem neuen Kessel die gesamte derzeit ausschließlich auf fossilen Brennstoffen basierende Energieerzeugung der Kommune schrittweise eingestellt und durch Stromerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen ersetzt werden.  www.andritz.com

© panthermedia.net/123ucas

herbert strasser

20 europäische PV-Hersteller mussten heuer bereits Insolvenz anmelden.

auf die Umsätze. Nach einer kleinen Steigerung von 2% im zweiten Quartal brachen die Umsätze im

dritten Quartal um 7% auf 5,2 Mrd. € ein und auch für das vierte Quartal 2012 sowie das erste Halbjahr 2013 zeigt der Pfeil nach unten. Verantwortlich dafür sind die chinesischen Produzenten, die ihre Marktmarkt kontinuierlich ausbauen. Laut Bloomberg New Energy Finance hat die China Development Bank seit 2010 zwölf chinesischen Solarunternehmen – trotz Überkapazitäten und Milliardenverlusten – weitere Kredite in der Höhe von 33 Mrd. € gewährt. „Die chinesische Regierung strebt ganz klar ein weltweites ­Monopol in der PV-Industrie an und vernichtet mit Milliardenbeträgen die europäische Solarindustrie”, kritisiert Robert Kanduth, Vorstand

Effiziente Lichttechnik Beleuchtungsspezialist präsentiert Produkte und Services mit hohem Wirkungsgrad

„Sparpotenziale nutzen“ Wien/Österreich. Buchstäblich grünes Licht für State-of-the-artLösungen – ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Businesskunden: Unter dem Label „Control3“ erfüllt RIDI Leuchten höchste Effizienz-, Wirtschaftlichkeits- und Komfortkriterien. Damit sorgen die Experten am Beleuchtungsmarkt auch hierzulande für zusätzliche Dynamik: „Wir haben unser Fachwissen gezielt weiterentwickelt, können und wollen nunmehr die möglichen, immensen Einsparpotenziale bei Betrieb und Wartung modernster Lichtanlagen an eine immer interessiertere Klientel kommunizieren“, sagt Österreich-Chef Franz Werner. Besonders im Solid State Lighting (SSL)-Bereich, zu dem neben LED- auch organische Leuchtdioden-Lösungen (OLED)

© RIDI Leuchten (6)

RIDI Leuchten punktet als Energieoptimierer. Im Angebot: Nachhaltige und ganzheitliche LED-Lösungen.

Maßgeschneiderte Lichtinstallationen – in jeder Form und für jeden Einsatz. Dabei stellt RIDI Leuchten mehr als nur die Designfrage.

zählen, setzen die Entwickler auf neue, nachhaltige Produktlinien, die auf hochwertigem Materialienund Bauteile-Einsatz gründen.

„Damit schaffen wir auch eine deutliche Abgrenzung zum Mitbewerb “, so der Profi.

Information & Aufklärung

„Schon bei der Planung lassen wir alle optimalen und zufriedenstellenden Betriebs-

PROMOTION

parameter einfließen.“ FRANZ WERNER, GF RIDI LEUCHTEN/ÖSTERREICH

Die Serviceagenden werden dementsprechend von detailreicher Aufklärungsarbeit dominiert. Untersuchungen, so Werner, hätten ergeben, dass Beleuchtungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, sehr oft massive Einsparmöglichkeiten aufweisen. „In einigen bereits ausgearbeiteten Projekten liegt die Payback-Zeit für eine neue Beleuchtungsanlage unter einem Jahr – inklusive Montagekosten“, argumentiert der Österreich-Verantwortliche die Benefits für nachhaltig agierende KMU und Big Player. „In Beratungsgesprächen

präsentieren wir oftmals unbekannte Optionen, die in Kooperation mit Architekten, Planern und Elektrikern zu einem perfekten Ganzen zusammengestellt werden.“ Mit Erfolg: Neben einer Vielzahl an Elektrounternehmen setzten bereits Handelsketten, Hausverwaltungen, Wohnbaugenossenschaften, Spitäler und Gemeinden auf geldsparende InfrastrukturInvestments. Um auch für die kommenden Aufgaben und Kunden-Anforderungen gerüstet zu bleiben, arbeitet man am kontinuierlichen Ausbau des Service-Angebots und vor allem des Beleuchtung-Portfolios. Werner: „Im Moment stehen neben den LED-Entwicklungen Lichtsteuerungen und die damit verbundenen Produkte im Vordergrund.“

des größten österreichischen PV Modul-Produzenten Kioto Photovoltaics. Heuer mussten bereits 20 europäische PV-Hersteller Insolvenz anmelden und auch die österreichische Isovoltaic hat mit masssiven Problemen zu kämpfen und musste eines der beiden heimischen Werke nun schließen. Gegen die ihrer Ansicht nach illegalen Exportsubventionen Chinas hat die europäische Herstellerinitiative „EU ProSun“ nun eine weitere Handelsbeschwerde bei der EU-Kommission eingelegt – ein Schritt, den aber die deutschen PVMaschinenbauer kritisch sehen. Sie befürchten, dass Strafzölle auf chinesische PV-Produkte die Investitionsbereitschaft der Zell- und Modulhersteller weltweit nachhaltig bremsen könnte. Zudem wäre ein langwieriger Handelsstreit mit einem wichtigen Kernmarkt kontraproduktiv. Ungeachtet wie das Verfahren ausgeht, gäbe es aber durchaus Möglichkeiten, die europäischen Hersteller zu stärken. Kanduth dazu: „Bei öffentlichen Ausschreibungen sollten ausschließlich europäische Module zugelassen werden. Alles andere ist eine offizielle Zusage zu einem illegalen und einzig auf die Vernichtung der europäischen Solarindustrie abzielenden System.“  www.kioto.com  www.vdma.org/pv  http://imsresearch.com

INFO/KONTAKT RIDI Leuchten GmbH Das Unternehmen, 1957 im baden-württembergischen Jungingen (D) gegründet, ist heute als Hersteller von energieeffizienten Qualitätsbeleuchtungskörpern am Europamarkt eine fixe Größe. Neben der Marke RIDI Leuchten produziert und vertreibt das international agierende Unternehmen die hauseigene Architekturmarke SPECTRAL® und RIDIhomelight. Die Produktion der Beleuchtungskörper erfolgt an drei Werkstandorten in Deutschland, ein zusätzliches Assembling-Outlet bedient den polnischen Markt. Die österreichische Tochterniederlassung in Wien mit ihren aktuell 21 Mitarbeitern ist seit mittlerweile 20 Jahren mit dem vielseitigen, kosten- und energieeffizienten Leuchten-Portfolio und einer breiten Designpalette im Einsatz. In Österreich tritt das Unternehmen als Komplettanbieter auf: Neben den Produkten aus eigenem Haus vertritt man hier auch zahlreiche namhafte Produzenten. Somit ist RIDI in der Lage, BetriebsProjekte komplett ausstatten zu können, heißt es dazu aus der rot-weiß-roten RIDIDependance. Produkte/Angebote: SPECTRAL®, RIDIhomelight, KomplettLösungen (RIDI Green Box), Außenbeleuchtung, intelligente LichtsteuerSysteme, u.v.m. Kontakt: RIDI Leuchten GmbH Industriepark Nord Rudolf-Hausner-Gasse 16 A-1220 Wien Tel.: +43 1 73 442 10 Fax: +43 1 73 442 10-5 Mail: office@ridi.at www.spectral-online.de www.ridi-homelight.de www.ridi.at


Freitag, 16. November 2012

e n e r gi e & u mwe lt s p e cial

industrialtechnology – 33

WD-Austria Der Österreichische Luftentfeuchtungsspezialist hat eine Anlage zur Trinkwassergewinnung aus Luft entwickelt

Innovation liegt in der Luft Langenlois. Mehr als eine Milliarde Menschen hat zu wenig oder kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung und die Zahl der Regionen, in denen permanenter Wassermangel herrscht, wird noch weiter steigen – nicht nur in den Entwicklungsländern, sondern etwa auch in Südeuropa. Ein Problem mit massivem wirtschaftlichem, gesundheitlichem und politischen Zündstoff. Die auf Luftentfeuchtung spezialisierte WD-Austria hat nun ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe man eine bisher noch ungenutzte Wasserquelle nutzen kann: die Luft. Der Air Water Catalyser gewinnt durch Kondensation Trinkwasser aus Luftfeuchtigkeit. „Schon eine Luftfeuchtigkeit von 20 Prozent reicht für das Verfahren aus. Das Gerät kann daher auch in der Wüste Trinkwasser produzieren”, erklärt WD-Austria-GF Eduard Paschinger.

Ein weiterer Vorteil im Vergleich zu anderen Wasseraufbereitungsanlagen ist seine absolute Unabhängigkeit von herkömmlichen Wasserressourcen – weder Flüsse noch Quellen oder Brunnen sind erforderlich, um Wasser zu erzeugen. „Das ist etwa bei zerstörten Rohrleitungen in Folge eines Erdbebens oder einer anderen Naturkatastrophe wichtig”, so Paschinger weiter. Zudem kann die Anlage rasch aufgebaut werden und für die Inbetriebnahme und Betreuung ist kein speziell geschultes Fachpersonal erforderlich. Weiterer Pluspunkt ist der Preis. Großanlagen

mit einer für rund 300 Personen ausreichenden Kapazität kosten rund 130.000 €, Anlagen für Privathaushalte etwa 2.000 €. Die von einem Generator betriebene Pilotanlage erzeugt bis zu 1.200 l Trinkwasser pro Tag, genug für die Versorgung von 300 Menschen. Einen Flächenversuch in subtropischen Ländern hat die Regierung in Singapur bereits in Auftrag gegeben. Kleinere Anlagen für die Versorgung einzelner Haushalte befinden sich derzeit im Projektstadium und auch eine mit Solarenergie betriebene Anlage ist in Arbeit.  www.wdaustria.com

© WD Austria

Air Water Catalyser arbeitet ab einer Luftfeuchtigkeit von nur 20%.

Air Water Catalyser: neue Waffe im Kampf gegen die Trinkwasserknappheit.

Siemens Neuer Auftrag

Mehr Wind

© Siemens

Wien. Siemens Energy hat einen weiteren Windkraft-Auftrag aus der Türkei erhalten. Auftraggeber ist Borusan EnBW Enerji, ein Joint Venture, bestehend aus dem deutschen Energieversorger EnBW und der türkischen Borusan Holding. Für das Onshore-Windkraftwerk Balabanli nahe der Stadt Tekirda im europäischen Teil des Landes wird Siemens insgesamt 22 Windenergieanlagen liefern. Zudem übernimmt Siemens auch Service und Wartung über einen Zeitraum von zehn Jahren. Jede Anlage hat einen Rotordurchmesser von 108 m und eine Leistung von 2,3 Megawatt (MW). Die Gesamtleistung von gut 50 MW wird ausreichen, um rund 43.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. „Der türkische Windenergiemarkt ist für Siemens attraktiv und wir erwarten, dass dieser in Zukunft noch weiter wächst”, sagt Felix Ferlemann, CEO der Division Wind Power von Siemens Energy. Die Türkei verzeichnet ein hohes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum. Um den steigenden Strombedarf des Landes zu decken sowie die Versorgungssicherheit zu erhöhen, setzt das Land verstärkt auf Erneuerbare Energien, insbesondere auf die Windenergie. „Der vierte Windauftrag aus der Türkei zeigt, dass wir nicht nur offshore gut unterwegs sind, sondern auch bei der Onshore-Windenergie erfolgreich sind”, freut sich Ferlemann.  www.siemens.com

E-mobil in die Zukunft Die neue Generation umweltfreundlicher Fahrzeuge. Ob Elektroauto, E-Bike oder Segway – die Zukunft der Fortbewegung heißt E-Mobilität. Als innovatives Unternehmen unterstützt die Energie AG diese Entwicklung und schafft die Voraussetzungen, dass E-Mobilität gelingen kann. Zum Beispiel mit Elektro-Tankstellen, die Strom aus ökologischen, erneuerbaren Energiequellen wie Solarenergie oder Wasserkraft liefern. Mehr zum Thema E-Mobilität erfahren Sie unter www.energieag.at

Entgeltliche Einschaltung

Mit Windenergie hat Siemens 2011 einen Umsatz von 30 Mrd. Euro erzielt.


e n e r g i e & u m w e lt sp e c i a l

34 – industrialtechnology

short

Israelischer EnergieMarkt hat viel Potenzial

Freitag, 16. November 2012

Saubere Zukunft Kärnten wird die Energiegewinnung aus nachhaltigen Ressourcen weiter ausbauen

Das Ziel rückt näher

© Photostudio Willibald Haslinger

Der Energieversorger Kelag legte kürzlich seinen ersten Nachhaltigkeitbericht vor. Energie genauso wie das Dienstleis-tungsangebot für die Kunden. Je weniger Energie gebraucht wird, desto leichter ist es, den Bedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken“, so Egger. Zum Nachhaltigkeitprogramm der Kelag zählen auch die Optimierung der internen Abläufe im Unternehmen, die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, Smart Meter, Smart Grids, Green IT und Elektromobilität.

norbert strasser

Wien/Tel Aviv. Im Vergleich zu Österreich, wo der Anteil der Eneuerbaren Energien bereits 2010 bei 30,8% lag, ist Israel noch ein Entwicklungsland: Erneuerbare Energien – hauptsächlich aus Solarenergie – decken erst rund 2% des Gesamtenergiebedarfs. Laut Regierungsplan soll dieser Anteil bis 2014 verdoppelt und bis 2020 auf 10% gesteigert werden. Die Österreichisch Israelische Handelskammer (AICC) wies bereits im Sommer auf die dadurch entstehenden Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen in den Bereichen kalorische Kraftwerke sowie Wind- und der Solarenergie hin. Gabriel Lansky, Präsident der AICC: „Das Potenzial der Zusammenarbeit ist vielfältig. Sie betrifft sowohl die Lieferung von Komponenten als auch den Anlagenbau sowie den Knowhow-Transfer, der immens und bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist.“  www.aicc.at

„Die ‚Kelag‘ ist bereits jetzt weitgehend nach-

Ziel ist Energieautarkie

haltig. Wir werden die Erneuerbaren Energien aber auch weiter ausbauen.“ hermann egger, vorst. kelag

© Kelag (2)

AICC-Präsident Gabriel Lansky: vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.

Klagenfurt/Velden. Am 7. November trafen sich auf Einladung der Kelag in Velden namhafte Referenten und renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bei einer Konferenz, um

Kelag-Vorstand Hermann Egger: haben uns ehrgeizige strategische Ziele gesetzt.

über die Zukunft der Erneuerbaren Energie zu diskutieren. „Anders als Deutschland braucht Österreich keine Energiewende; der Anteil von Strom aus Erneuerbarer Energie ist bei uns traditionell sehr hoch, der CO2-Ausstoß für die Stromerzeugung vergleichsweise niedrig“, erläutert Hermann Egger, Vorstandssprecher der Kelag. „Aber auch wir müssen die Erzeugungskapazitäten aus Erneuerbarer Energie ausbauen.“ Dass man hier

bereits recht weit ist, zeigt der erste Nachhaltigkeitbericht des Unternehmens. Insgesamt erzeugt die Kelag jährlich rund 2,8 Mrd. Kilowattstunden aus Erneuerbarer Energie und will in spätestens zehn Jahren den gesamten Strombedarf ihrer Kunden aus eigener, erneuerbarer Erzeugung decken. Dafür setzt man vor allem auf Wasserkraft (Beteiligung Reißeck II und Tröpolach), punktuell aber auch auf Wasser- und

Windkraft in Südosteuropa sowie die verstärkte Nutzung der Fotovoltaik. Das Tochterunternehmen Kelag Wärme wird den Anteil erneuerbarer Energieträger von derzeit 50% bis 2020 auf 70% steigern und bis dahin auf den Einsatz von Heizöl überhaupt verzichten. „Wichtigstes Ziel ist die Verbesserung der Energieeffizienz. Das betrifft die eigenen Anlagen zur Erzeugung und Verteilung von

Elektromobilität und saubere Energie war auch Thema des „New Mobility Forum“ Mitte Oktober, auf dem die Verantwortlichen des Projekts „Lebensland“ eine positive Zwischenbilanz ziehen konnten. So werden seit 2011 15 MercedesBenz E-Cell auf Kärntens Straßen auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. „Ein wesentlicher Faktor für die Elektromobilität ist die umweltfreundliche Stromerzeugung für die Fahrzeuge“, so LH Gerhard Dörfler. Mit der Sonnenstadt St. Veit an der Glan hat man den passenden Partner. Das bestehende Sonnenkraftwerk produziert 1,5 Mio. kWh. Eine weitere Anlage mit einer Kapazität von 2 MWp wird, so der Plan, auf einer aufgelassenen Mülldeponie entstehen.  www.kelag.at  www.lebensland.com  www.stveit.carinthia.at

Technologischer Vorreiter: Holzkraftwerk ist am Netz

© REPOTEC

Strom und Wärme aus Holz sind sauber, erneuerbar und CO2-neutral. Europas modernstes Holzgas-Heizkraftwerk im deutschen Senden setzt in Sachen Effizienz neue Maßstäbe.

Erneuerbare Energie aus Biomasse: Holzgas-Heizkraftwerk im schwäbischen Senden.

Güssing/Senden. Strom und Wärme mit grünem Mascherl: Biomassevergasung ist eine zentrale Schlüsseltechnologie zur Bereitstellung Erneuerbarer Energie. Das derzeit wohl modernste Biomassekraftwerk – basierend auf der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage von REPOTEC – gilt hier nicht nur deutschlandweit als Vorreiter.

dass sich weitere Energieversorger diesem Beispiel anschließen und mit der Errichtung derartiger Anlagen einen Beitrag zum Ausbau Erneuerbarer Energien leisten“, so REPOTEC-Chef Christian Aichernig.

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Überzeugender Wirkungsgrad Auf Basis eines in Güssing 2001 erstmals gebauten Anlagenkonzepts errichteten die Stadtwerke Ulm 2011 in Senden diese Holzgasanlage. Durch eine neue Schaltung werden aus 14 MW Biomasse 5 MW Strom und 6,4 MW Wärme erzeugt; das entspricht einem elektrischen Wirkungsgrad von 35%, der Gesamtwirkungsgrad liegt sogar über 80%. Bereits jetzt wird die Anlage als Meilenstein betrachtet. „Es bleibt zu hoffen,

KONTAKT REPOTEC – Renewable Power Technologies Umweltechnik GmbH Europastraße 1, 7540 Güssing Büro Wien: Nordbahnstrasse 36/3/Top 2.5, 1020 Wien Tel.: +43/1/216 18 95-0 Mail: office@repotec.at Web: www.repotec.at

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Freitag, 16. November 2012

e n e r g ie & umwelt s p e c i a l

industrialtechnology – 35

Wamena Ein von Herwag Auersperg entwickelter, homöopathischer Spezialkompost neutralisiert über Pflanzen elektromagnetische Felder

Mit Mist gegen Elektrosmog Waidmannsfeld/Pichl. Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, ob und ab welcher Dosis und in welchem Ausmaß der sogenannte Elektrosmog negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, gibt es zurzeit nicht. Studien und Untersuchungen dagegen eine ganze Reihe, sowohl solche, die eine schädliche Wirkung kontastieren als auch etwa ebenso viele, die das Gegenteil behaupten.

Schutz aus der Natur Offizielle Stellen wie etwa das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) raten aber vorsichtshalber, die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten, was allerdings angesichts von immer mehr elektrischen Geräten in Privat- und Berufsleben schwierig ist. Abhilfe will hier der österreichische Umweltpionier Herwag Auersperg, Gründer und GF von

Wingas Expansion

Büro in Wien Wien/Kassel. Der deutsche Erdgashändler Wingas baut seine Aktivitäten auf dem österreichischen Energiemarkt weiter aus und hat nun auch ein Vertriebsbüro in Wien eröffnet. „Wir folgen damit den Anforderungen des Marktes und den Wünschen unserer Kunden, unser Engagement vor Ort zu verstärken. Wir investieren dort, wo unsere Kunden sind“, erläutert Wingas-GF Gerhard König. Österreich sei als der Schlüssel zum Erdgasmarkt Zentraleuropas wesentlich für das angestrebte Wachstum. Gegenwärtig zählt Wingas in Österreich Industriekunden sowie regionale und kommunale Weiterverteiler zu seinen Abnehmern. Wingas ist ein Joint Venture zwischen der BASF-Tochter Wintershall und dem weltgrößten Erdgasproduzenten Gazprom und vermarktet Erdgas an Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriekunden und Kraftwerke. Über ihre Tochterfirma „astora“ kann das Unternehmen auf Erdgasspeicher zurückgreifen, die einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Region leisten. Dazu zählen der Speicher im österreichischen Haidach mit über 2,6 Mrd. m� Volumen sowie der größte Erdgasspeicher Westeuropas im norddeutschen Rehden mit einer Kapazität von 4,2 Mrd. m� und das Speicherprojekt „Jemgum“ an der deutschniederländischen Grenze mit einem Volumen von bis zu einer Mrd. m� Erdgas.  www.wingas.at

Wamena, mit einem Spezialkompost schaffen, durch den Pflanzen den Elektrosmog neutralisieren. Wissenschaftlich untersucht wurde der mit speziellen Mikroorganismen versehene Spezialkompost vom Institut für Biosensorik und Bioenergetische Umweltforschung des Ludwig Boltzmann Instituts. Noemi Kempe, die wissenschaftliche Leiterin des Instituts, fasst in ihrem Endbericht zusammen, dass „die untersuchten Kompostproben über ein breites Spektrum an Bioinformationen verfügen, die eine merkliche Auswirkung auf den Menschen zeigen und die belastende Wirkung der

störenden elektromagnetischen Felder verschiedenster Herkunft neutralisieren“. Seit Anfang 2011 ist Wamena nun am Markt und Auersperg mit dem bisherigen Erfolg zufrieden. Er denkt bereits an Expansion: „Bei steigender Nachfrage will ich die Produktion in den nächsten drei Jahren ausweiten.“ Ein weiteres Ziel von ihm ist, dass mehr Menschen, und da vor allem Jugendliche, sich mit der Umweltproblematik ‚Elektrosmog‘ auseinandersetzen und bewusster mit den elektronischen Möglichkeiten umzugehen lernen.  www.wamena.at

© Wamena

Bestätigt wurde die Wirkung bereits in einer wissenschaftlichen Studie.

Herwag Auersperg ist mit dem bisherigen Erfolg von Wamena zufrieden.

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© Wingas

Ob Prospekt, Broschüre oder Zeitung, große oder kleine Auflage - wir beraten Sie gerne. Rufen Siemit unsNachhaltigkeit an: Andreas Dvorak, Tel. 01 61010-1435 produzieren. http://druckerei.mediaprint.at Wingas-GF Gerhard König: Österreich ist ein Schlüsselmarkt in Zentraleuropa.


grüne Filialen unter dem rewe-Bogen Mit fast 2.500 filialen und Märkten sind die reWe international aG und ihre handelsfirMen Billa, Merkur, BiPa, PennY und adeG österreichWeit vertreten. rund 500 standorte Wurden Bereits nach den Green BuildinG-anforderunGen der euroPäischen union errichtet BzW. uMGeBaut – und es Werden laufend Mehr. Im Jahr 2006 begann man, die nachhaltigen Energiesparmaßnahmen in den Filialen und Märkten umzusetzen. Bereits zwei Jahre später wurde die REWE International AG als erstes Lebensmittelhandelsunternehmen Europas mit dem Green BuildingZertifikat ausgezeichnet – für die energieeffiziente BILLA Filiale in Klosterneuburg und kurze Zeit später auch für den dortigen MERKUR Markt. Inzwischen gilt die REWE International AG als eines der umweltfreundlichsten Handelsunternehmen Europas und Vorreiter im verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Reduktion von Emissionen. Auch die Ernennung von 30 BILLA Filialen zu Klimabündnis-Betrieben sowie die Mitgliedschaft der REWE International AG beim klima:aktiv pakt2020 zeugen von der Klimaschutz-Kompetenz des Unternehmens.

Bis zu 50 Prozent weniger Energieverbrauch Aktuell entsprechen rund 500 Standorte diesen Green BuildingStandards der EU. Eine derartig energieeffiziente Filiale kommt mit 25 bis 50 Prozent weniger Strom und Gas aus als noch vor sechs Jahren. 50 Millionen Kilowattstunden Strom und Gas werden so in den energieeffizienten Märkten eingespart. Genug, um etwa 8.000 heimische Haushalte mit Strom und weitere 1.500 mit Wärme zu versorgen. Die Maßnahmen reichen von der optimierten Konstruktion und Steuerung der Kälteanlagen über den Einsatz von LED-Beleuchtungen in den Kühlmöbeln und speziellen Türen bei den Tiefkühl-, Fleisch- und Convenience-Kühlmöbeln sowie Drei-ScheibenVerglasung bei den Tiefkühlmöbeln bis hin zur Einrichtung von Wärmerückgewinnungsanlagen bei allen Neubauten. Mit Hilfe von moderner Wärmerückgewinnung kann komplett auf konventionelle Heizungen verzichtet werden und wiederum Energie eingespart werden – aktuell bei rund 160 Märkten.

Ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele Die stetig wachsende Anzahl an energieeffizienten Filialen ist nur ein Beispiel dafür, wie die REWE Group Nachhaltigkeit lebt und strategisch ausbaut. Das Ziel: Bis 2015 will die REWE Group die CO ²-Emissionen im Vergleich zu 2006 pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 30 Prozent reduzieren. Um die Reduktion der Treibhausgasemissionen laufend voranzutreiben und gleichzeitig die Ergebnisse im Auge zu behalten, erstellt das Umweltbundesamt für die REWE International AG eine jährliche Klimabilanz. Auch durch die Nutzung von Grünstrom konnten die spezifischen Treibhausgasemissionen erheblich gesenkt werden. Seit vier Jahren wird der Strombedarf aller Standorte ausschließlich aus Grünstrom aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt. Darüber hinaus forciert das Unternehmen auch die Eigenenergieversorgung – durch Beteiligungen an Windrädern sowie Photovoltaikanlagen auf Filialen.


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