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inside your business. today.

freitag, 16. märz 2012 – 43

Oberösterreich startet Programm zur Forcierung der Technikernachwuchses  Seite 45

die marke in der industrie

Claus Zerenko über die Bedeutung von Industrial Branding  Seite 46

gut gebohrt Neuheiten von sandvik coromat

© Sandvik Tooling

technik sichert zukunft

© Zerenko Ind. Branding

© Land OÖ/Clusterland

industrialtechnology Geld für Investitionen sitzt wieder lockerer

© Schoeller Bleckmann

short

Ternitz. Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) konnte 2011 die Aufwärtsentwicklung fortsetzen. Auftragseingang, Konzernumsatz, EBITDA und EBIT überstiegen nicht nur die Vorjahreswerte, sondern auch jene des bisherigen Rekordjahres 2008. Aufgrund der positiven Marktaussichten hat der Vorstand (Bild) ein neues Großinvestitionsprogramm für den Standort Ternitz beschlossen: Um rund 54 Mio. € wird ein neues Bearbeitungszentrum für amagnetische Oilfield Service-Bohrstrangkomponenten errichtet.  www.sbo.at

© EPA

Linz. Umwelttechnik Made in Austria steht in Russland hoch im Kurs. Kürzlich empfing der Umwelttechnik-Cluster 25 russische Unternehmer, hauptsächlich aus den Bereichen Abfall, Abfallmanagement sowie Recycling, die konkret auf der Suche nach potenzieller Technologie und möglichen Kooperationspartnern sind. Dazu organisierte der Umwelttechnik-Cluster Treffen und Betriebsbesichtigungen bei verschiedenen Partnerunternehmen, wie etwa Stummer Eurowaren, UNTHA shredding technology, ATM, Rubble Master HMH, Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen, Lavu, Ecexa oder ­Inowa.  www.clusterland.at

Gute Stimmung Das Ergebnis der internationalen Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung, METAV, zeigt, dass trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten jetzt wieder deutlich mehr investiert wird. Aussteller ziehen positive Bilanz. Seite 44

© Klimpt

Möbelindustrie Weltweiter Erfolg mit hoher Qualität

Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie.

Wien. Möbel „Made in Austria” genießen sowohl im eigenen Land als auch international hohes Ansehen. Die Exportquote liegt bei rund 56%. 2011 setzte die Branche Möbel im Wert von rund 1,3 Mrd. € ab. „Als Produzenten in einem Hochlohnland können wir uns auf dem Weltmarkt nur behaupten, wenn wir unsere Stärken ausspielen: hochwertige Produkte mit innovativer Technik und anspruchsvollem Design”, so Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie und geschäftsführender Eigentümer von Team7.  www.moebel.at

Wägetechnik für jede Aufgabe

© Siemens

Am Markt gut eingerichtet

© Team7/APA-OTS/Hartl

Böheimkirchen. Nachhaltigkeit, Innovation und verantwortungsvolles Handeln zeichnen österreichische Leitbetriebe aus – Maßstäbe, die auch die deutsche Tochter der WürthGruppe (Marktführer im Handel von Montage- und Befestigungsmateria) seit Beginn erfüllt. Daher durfte GF Alfred Wurmbrand (2.v.l.) kürzlich von WKO-Präsidentin Sonja Zwazl, WKNÖ-Direktor Franz Wiedersich (li) und Heinz Hoffer (re.), Leiter der Leitbetriebe Austria“ die begehrte Auszeichnung übernehmen. www.wuerth.at

Siemens Erweiterte Palette von Schüttstrommessern

Im Maschinenbau und bei Kunststoff spielt Österreich eine wichtige Rolle.

Wien. Die Siemens-Division Industry Automation erweitert ihr Sortiment von Schüttstrommessern. Das neue Modell „Sitrans WF100“ ist für Durchsatzmengen von 1 bis 200 t/h ausgelegt, Sitrans WF200 und Sitrans WF250 für Mengen von 200 bis 900 t/h. Sitrans WF250 wurde speziell für den Einsatz mit Luftförderrinnen entwickelt, die man typischerweise bei der Zementverarbeitung vorfindet. Die Geräte liefern besonders zuverlässige Messergebnisse und eignen sich für kompakte Anwendungen mit hohen Kapazitätsanforderungen.  www.siemens.at


c ov e r

44 – industrialtechnology

kommentar

Damit der Lack nicht ab ist

Freitag, 16. März 2012

METAV 2012 Mehr als 40% der rund 40.000 Besucher der Fachmesse kamen mit konkreten Investitionsplänen

Die Industrie ist wieder in Investitionslaune

Rund ein Fünftel der Entscheider bestellte direkt auf der Messe oder wird dies im Anschluss tun.

W

er heute die Rohstoffpreise im Blick haben will, hat viel zu tun. Man kann sich zwar fast immer sicher sein, dass es mit den Preisen nach oben geht, das allein ist aber keine ausreichende Basis zur Kalkulation. Zum Glück helfen da diverse Indizes weiter – allerdings wurde die Lackindustrie dabei bisher recht stiefmütterlich behandelt. Denn die Preisentwicklung von Farbstoffen und Pigmenten wie Titandioxid, Bindemittel, Epoxid- und Alkydharzen sowie der erdölabhängigen Lösemittel war in bestehenden Indizes wie etwa dem Baukostenindex kaum bis gar nicht berücksichtigt. Jetzt haben sich aber endlich die Statistiker der Wirtschaftskammer ein Herz genommen und errechnen seit Anfang des Jahres einen eigenen Index für die Lack- und Anstrichmittelindustrie; die Grundlage dafür bildet der Erzeugerpreisindex für gewerbliche Produkte von Destatis, dem deutschen Bundesamt für Statistik, der die durchschnittliche Preis­ entwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen wiedergibt. Der Rückgriff auf Destatis war notwendig, weil Daten des österreichischen Erzeugerpreisindex nicht in der Detailtiefe verfügbar sind. Die Rohstoffpreisentwicklungen sind aufgrund der Anbieterstruktur in Österreich und Deutschland aber praktisch ident.

TÜV Austria Top-Note

© TÜV

Objektivität

v.li.n.re.: Martin Kramer, Fred Matzka und Andreas Dvorak.

Wien. Die hohe Objektivität und Unparteilichkeit ist ein wesentliches Kriterium, dem der TÜV Austria seinen international guten Ruf verdankt. Vor Kurzem fand wieder die jährliche ­Evaluation dazu statt, die das Prüfinstitut mit Bestnoten bestand. „Wir treffen jeden Tag Maßnahmen und Aktivitäten zur Wahrung unserer Unparteilichkeit und sind stolz, dieser in höchstem Maße gerecht zu werden”, so Andreas Dvorak und Martin Kramer, die stellvertretenden Leiter der Zertifizierungsstelle des TÜV Austria.  www.tuev.at

Düsseldorf. „Die Kunden kamen mit ausgearbeiteten Projekten und Zeichnungen in der Tasche und wünschten Angebote dazu“, bestätigte Rolf Rickmeyer, President MAG Europe, stellvertretend für viele Aussteller der Internationalen Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung, METAV. 60% der rund 40.000 Fachbesucher kamen aus der Industrie, v.a. aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus der Automobilindustrie. Stark vertreten war mit etwa einem Fünftel der Besucher auch der Zulieferbereich. „Es

Die rund 700 Aussteller der Fachmesse sind mit dem Erfolg der Messe zufrieden.

Wie ein roter Faden zieht sich die gute Investitionslaune der Industrie durch die Messebeurteilungen der Aussteller. Etwa 45% der METAV-Besucher kamen nach eigenen Angaben aus dem mittleren und dem Top-Management. Sie haben Entscheidungsbefugnis und kamen mit dem Ziel, auf der METAV auch Aufträge zu vergeben, im Schnitt 5,8. Rund ein Fünftel bestellte direkt auf der Messe oder will dies im Anschluss daran erledigen.

„Trotz des unsicheren politischen Umfelds hat sich eindrucksvoll gezeigt, dass die Investitionsbereitschaft nach wie vor hoch ist.“

konnten Abschlüsse machen, die wir nicht erwartet hatten.“ Jörg Lettemann, Verkaufsleitung bei Ingersoll Werkzeuge GmbH: „Die Maschinenhersteller beschäftigen sich intensiv mit Neuinvesti-

tionen, weil auch viele Neuentwicklungen anstehen. Deshalb waren die Gespräche an unserem Stand sehr intensiv und tiefgehend.“ Die Investitionsvorhaben liegen schwerpunktmäßig in den Bereichen Werkzeugmaschinen, CAD/ CAM-Systeme, Mess- und Prüftechnik sowie Präzisionswerkzeuge. Das Investitionsvolumen bewegt sich zwischen 50.000 und 500.000 €. „Die METAV war ein ganz wichtiges Signal“, sagte Wilfried Schäfer, GF beim METAV-Organisator VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). „Als erste große Messe für die Metallbearbeitung im laufenden Jahr hat sie in einem unsicheren politischen Umfeld eindrucksvoll gezeigt, dass die Stimmung in der Industrie gut und die Investitionsbereitschaft in den Abnehmerbranchen nach wie vor hoch ist.“  www.metav.de  www.vdw.de

Positive Aussichten

Wilfried Schäfer, GF Verein Deutscher Werkzeugmaschinen­fabriken VDW

Gisbert Krause, GF bei Hommel, dem größten Aussteller, dazu: „Die Auftragsbücher bei unseren Kunden sind gut gefüllt. Sie haben viele aktuelle Projekte in der Tasche und investieren. Wir haben auf der METAV Maschinen verkauft, auf dem Niveau von vor der Krise.“ Auch Oliver Süßmann, GF von CMZ Deutschland GmbH, ist zufrieden: „In den ersten zweieinhalb Messetagen haben wir den durchschnittlichen Auftragseingang eines Monats erzielt und

hat sich gezeigt, dass nach dem Zugpferd ‚Automobilindustrie‘ jetzt auch die kleinen und mittelständischen Kunden aus der Zulieferindustrie mit ihren Investitionen nachziehen. Sie haben die METAV als Entscheidungsplattform genutzt und unsere Maschinen gekauft“, sagt Jens Wunderlich, Marketingleiter bei Profiroll Technologies.

Knapp AG Der steirische Intralogistiker setzt auch beim Umweltmanagement auf neue Wege

Kennzahlen für Umweltcontrolling Graz. Dank ihrer Innovationskraft ist die steirische Knapp AG einer der weltweit führenden Anbieter für ganzheitliche Intralogistiklösungen und schlüsselfertige Systeme im Bereich Lagerlogistik und Lagerlogistik-Software. Doch neue Wege beschreitet man nicht nur in Sachen Technik, sondern auch im Hinblick auf die Umwelt. Erst im vergangenen Jahr wurde das integrierte Managementsystem des Unternehmens erneut nach international gültigen Standards zertifiziert. Umwelt (ISO 14001), Qualitätsmanagement (ISO 9001) sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz (OHSAS 18001).

für die 50.000 m�-Firmenzentrale in Hart bei Graz sowie für das automatische Lagersystem OSR Shuttle. Bei dieser weltweit führenden Technologie des Unternehmens wurde der CO2-Wert des gesamten Produktlebenszylus, von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zum Versand, betrachtet. Katrin Pucher, CSR-Managerin bei Knapp, betreute die Projekt-

gruppe und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Ein Ziel war die Entwicklung eines übersichtlichen Kennzahlencockpits, das wir in unseren regelmäßigen Auswertungen integrieren möchten. Die Studenten haben das umfangreiche Thema gründlich recherchiert und alle wesentlichen Einflussfaktoren, wie beispielsweise Energie- und Wasserverbrauch, CO 2 -Emissionen

entwickelte Kennzahlencockpit wollen wir bei Knapp in unsere regelmäßigen Auswer-

katrin pucher csr-managerin knapp ag

Gut für die Umwelt Um sich auch hier weiter zu verbessern, hat der Intralogistiker Studenten der Grazer Fachhochschule Campus02, Studienrichtung Rechnungswesen & Controlling, im Rahmen einer Projektarbeit beauftragt, ein Umweltcontrolling mit maßgeschneidertem Kennzahlensystem zu entwickeln. Ausgewertet wurden die Daten

„Das in diesem Projekt

tungen integrieren.“

© Knapp

britta biron

© Messe Düsseldorf/C. Tillmann

britta biron

Hinten v.li. Ch. Weißensteiner, P. Meiregger, Ch. Grabner, Ch. Theuermann; vorn v.li. G. Hofer, K. Pucher mit Studenten der Fachschule Campus02.

oder Abfallwirtschaft, in ihrer Analyse berücksichtigt. Mit ihrem Umweltcontrolling haben sie uns ein kompaktes Werkzeug präsentiert.“ Und Christian Weißensteiner, Projektbetreuer der FH Campus02, ergänzt: „Die geschaffene Transparenz bildet die Grundlage für zukünftige Umweltschutzprojekte, um den ökologischen Fußabdruck von Knapp zu minimieren.“  www.knapp.com


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Freitag, 16. März 2012

industrialtechnology – 45

OÖ Mechatronik Cluster Neue Initiative soll mehr Studierende und Absolventen für die Mechatronik begeistern

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Wirtschaft benötigt mehr Techniker für Wachstum

Gegenwind für die Papierindustrie Wien. Laut Fachverband PPV erzielte die Papierverarbeitende Industrie 2011 ein Jahresergebnis von +6% beim Wert und +1,7% bei der Menge. Für 2012 ist die Branche, auch aufgrund der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte, deutlich weniger optimistisch gestimmt und geht von einer leichten Steigerung in der Größenordnung von +0,5% bis +1% bei der abgesetzten Menge und einer schwarze Null beim Wert aus. Erst ab 2013 rechnet man im Zuge der prognostizierten Erholung der Weltwirtschaft mit einer steigenden Nachfrage nach Verpackungsmaterial und einem dementsprechend positiven Einfluss auf die Entwicklung der Branche.  www.wko.at

Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Oberösterreich. herbert strasser

Linz. Oberösterreich ist – trotz zahlreicher landschaftlicher Schönheiten und kultureller Highlights – in erster Linie ein Industrieland. Vor allem der Maschinen- und Anlagenbau sowie die metallbe- und verarbeitende Industrie haben hier eine lange Tradition. Entsprechend gut entwickelt ist daher der Bereich „Mechatronik“ mit insgesamt 1.746 Unternehmen, die gemeinsam einen jährlichen Erlös von rund 16,6 Mrd. € erwirtschaften und das Land zu einer der führenden Mechatronik-Regionen in Europa gemacht haben.

Open Days an der FH Technikum Wien

en die Möglichkeit, einen hochspannenden und zukunftssicheren Beruf zu ergreifen.“ doris hummer, LR OÖ

904 Mechatronik-Unternehmen sind Ausbildungsbetriebe, in neun OÖ HTLs stehen Mechatronik bzw. mechatronischen Teildisziplinen auf dem Lehrplan, die Fachhochschulen Wels und Hagenberg bieten insgesamt elf mechatronische Studiengänge und die Johannes Kepler-Universität ein Mechatronik-Vollstudium. „Oberösterreich verfügt zudem über exzellente Forschungseinrichtungen mit erstklassigem Ruf. Mit dem ACCM und ihren Trägerorganisationen hat die Mechatronik eine Einrichtung und ein Umfeld von internationalem

© Fachhochschule Technikum Wien

öffnet besonders Frau-

© Land OÖ/Clusterland

„Die Mechatronik er-

v.li.n.re.: Christian Altmann (Leiter Mechatronik-Cluster), LR Doris Hummer, Wolfgang Rathner (GF der Firma Fill und Sprecher MC-Beirat), Michael Pötscher (Projektmanager Mechatronik-Cluster) bei der Präsentation des Projekts.

Rang und Namen“, so Forschungslandesrätin Doris Hummer. Um vor dem Hintergrund der weiteren technischen Entwicklung einerseits und dem wachsenden Fachkräftemangel andererseits auch weiterhin die Nase vorn zu haben, hat das Land jetzt im Rahmen der Initiative „Innovatives Oberösterreich 2010plus” ein Projekt zur umfassenden Bewusstseinsbildung rund um das Thema „Mechatronik als Karrierechance“ gestartet.

Technische Zukunftsvorsorge Konkret sollen damit in den nächsten beiden Jahren durch umfassende Informationskampagnen an Schulen und die Beteiligung an Berufs- und Studieninformationsmessen die Vorteile einer Mechatronik-Ausbildung in Ober-

österreich an die jeweiligen Zielgruppen herangetragen werden. Darüber hinaus soll durch Kooperationen und den verstärkten Kontakt zu anderen Hochschulen im Ausland versucht werden, Absolventen mechatronikrelevanter Studienrichtungen nach Oberösterreich zu holen und durch gezielte Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildungsangebote die Aufund Umqualifizierung bestehender Mitarbeiter in Richtung technischer Fachkräfte zu realisieren. „Für junge Menschen bietet der Weg in die Technik gleich mehrere chancenreiche Aspekte – von stets herausfordernden Tätigkeiten bis hin zur Möglichkeit, innovative Produkte und Prozesse“ kennen zu lernen, so Hummer. Vor allem mehr Frauen sollen für technische Berufe begeistert werden.

„Trotz der hochgradig technischen Spezialisierung in unserem Unternehmen liegt der Frauenanteil bei rund 15 Prozent und wird in den nächsten Jahren sicher noch steigen“, betont Wolfgang Rathner, GF von Fill und Sprecher des MCBeirats.

Nachwuchssicherung „Durch internationale Präsenz bei Karriere- und Bildungsmessen werden wir aktiv Werbung für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich machen. Am Ende des Tages soll dadurch sichergestellt sein, dass Oberösterreich auch in Zukunft der Mechatronik Standort Nr. eins ist“, fasst Christian Altmann, GF des OÖ MechatronikClusters, zusammen.  www.ooe2010plus.at

Am Programm stehen Führungen und verschiedene Vorträge.

Wien. Am 23. und 24. März finden an der FH Technikum Wien wieder die alljährlichen „Open Days“ statt, um Interessierten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten zu geben. Neu ist ab Herbst der Bachelor-Studiengang „Verkehr und Umwelt“. Er ist aus dem bisherigen Studiengang „Intelligente Verkehrssysteme“ hervorgegangen, der um die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit erweitert wurde. Der sechssemestrige Studiengang wird als Vollzeitstudium angeboten, es stehen insgesamt 30 Anfängerstudienplätze zur Verfügung.  www.technikum-wien.at

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i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

46 – industrialtechnology

Freitag, 16. März 2012

Industrial Branding In seiner Spezialagentur hat sich Claus Zerenko auf B2B-Marketing für die Industrie spezialisiert

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Starke Marken beginnen bei den Mitarbeitern

© Phoenix Contact

Auszeichnung für zwei Produktneuheiten

„Als erstes muss man seine eigene Belegschaft überzeugen“, sagt der Marketingexperte. britta bruckner

Sicherheitsmodul PSR-Trisafe und 3GRouter wurden ausgezeichnet.

Blomberg. Für zwei Produkt-innovationen hat Phoenix Contact vor Kurzem eine Auszeichnung der renommierten Fachzeitschrift Control Engineering China gewonnen. Sowohl das konfigurierbare Sicherheits-Modul PSR-Trisafe als auch der 3GRouter der ­Produktfamilie Industrial Modem Line überzeugten die Experten der Automatisierungs­ industrie.  www.phoenixcontact.de

Andritz nutzt die Kraft der Meere

„‚MarkenHelden‘ ist

Graz. Der österreichische Technologiekonzern Andritz hat seinen Anteil an Hammerfest Strøm AS von 33,3% auf 55,4% erhöht. Das zukünftig unter den Namen Andritz Hydro Hammerfest firmierende Unternehmen (die weiteren Anteilseigner sind der lokale norwegische Energieversorger Hammerfest Energi sowie die spanische Iberdrola) gehört zu den Weltmarktführern für Technologien zur Energieerzeugung aus küstennahen Gezeitenströmungen. Die im Dezember 2011 installierte Pilotanlage in Schottland läuft stabil, die ersten Stromlieferungen ans Netz erfolgten bereits Anfang Februar. Weitere umfassende Belastungstests werden derzeit durchgeführt, nach der ausgedehnten Testphase kann mit der kommerziellen Nutzung begonnen werden.  www.andritz.com

eine praxisorientierte Methode, mit der B2B-Unternehmen ihre Marke von innen nach außen transformieren.“ claus zerenko

Mit seiner Agentur Zerenko Industrial Branding hat er sich auf dieses Segment spezialisiert. Bestärkt in der Idee, neben seinem Reklamebüro, das er schon seit 1993 betreibt, ein weiteres Beratungsunternehmen zu gründen, hat ihn sein Kunde Fronius, der ebenso wie auch die voestalpine auf Zerenkos Know-how im B2B-Marketing setzt.

Baumüller setzt auf den Standort China

Claus Zerenko bringt mit seinem Programm die Selbst- und Fremdwahrnehmung von B2B-Marken in Einklang.

Viele Unternehmen haben bereits – ohne es zu wissen – eine Marke. „Eine Marke ist ja vor allem das, was in den Köpfen der Zielgruppen hängenbleibt und nicht das, was man selbst vielleicht definiert hat”, erklärt Zerenko. Das von ihm und Thomas Börgel von der FH Münster entwickelte Beratungsmodell hat zum Ziel, Selbstund Fremdwahrnehmung auf eine Linie zu bringen.

eines Marken-Workshops oder durch eine Marken-Potenz-Analyse. Anschließend werden die Mitarbeiter mit der dabei erarbeiteten Markenidentität vertraut gemacht. „Sie sind es schließlich, die im direkten Kontakt mit den Kunden, dem Unternehmen ein Gesicht geben und die Marke für die Kunden erlebbar machen”, erklärt Zerenko das MarkenHelden-Programm.

Marken verstehen

Marken erleben

Das erfolgt in einem dreistufigen Prozess. Zuerst werden die jeweiligen Stärken abseits von Schlagworten wie Qualität, Innovation und Kundenorientierung identifiziert, entweder im Rahmen

Im dritten Schritt werden dann Markenelemente, wie Logo, Corporate Design, Keyvisuals und Farbgebung an die neue Marke angepasst und eventuell ergänzt.

Ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreich Marke ist eine gut funktionierende interne Kommunikation. Nur in sechs Prozent der Unternehmen planen Marketing und Vertrieb gemeinsame Ziele; Kommunikations- und demzufolge Markenwertverluste sind damit vorprogrammiert. Auch der Innovationskraft eines Unternehmens tut es gut, wenn der Informationsaustausch zwischen den einzelnen Abteilungen funktioniert. „Ideen zu Innovationen liegen nicht allein in den F&E-Abteilungen. Auch Service- und Vertriebsmitarbeiter können wertvollen Input liefern, da sie die Bedürfnisse der Kunden meist sehr gut kennen”, sagt Zerenko.  www.zerenko-ib.at

Expansion Zwei neue Produktionsanlagen in China, Erweiterung des Technical Centers in Korea

Wacker stärkt seine Position in Asien

© Baumüller

München/Nanjing. Die bestehenden Produktionsanlagen für Vinylacetat-Ethylen-Copolymer (VAE)-Dispersionen wird um einen neuen Reaktor mit einer Jahreskapazität von 60.000 t erweitert. Damit wird sich die Kapazität für VAE-Dispersionen in Nanjing auf rund 120.000 Jahrestonnen verdoppeln. Der Anlagenkomplex ist dann einer der

Neben China sollen auch die BRICStaaten von hier aus beliefert werden.

größten seiner Art in China. Der neue Reaktor wird voraussichtlich Mitte des Jahres 2013 in Betrieb gehen. Darüber hinaus errichtet Wacker im Werk Nanjing eine neue Anlage zur Herstellung von Polyvinylacetat (PVAc)-Festharzen mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen. Die Fertigstellung der Anlage ist für Anfang 2013 geplant.

„Die Erweiterungen sind notwendig, damit wir die starke Nachfrage unserer Kunden nach erstklassigen VAE-Dispersionen und qualitativ hochwertigen Festharzen aus Polyvinylacetat auch in den kommenden Jahren bedienen können“, erläutert Auguste Willems, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie AG. „Mit dem Ausbau festigen wir zudem unsere Position als einer der weltweit führenden Hersteller von Polymeren für Dispersionen und Kaugummirohmasse.“

Produktion & Forschung

© Wacker Chemie

Nürnberg/Wujiang. Baumüller hat seine Präsenz in China weiter ausgebaut. Seit Anfang März werden in der neu errichteten Anlage in Wujiang nahe Shanghai Servomotoren sowie Schaltschränke produziert. Stefan Krahn, GF von Baumüller BMS, dazu: „Wir möchten die Vorteile des Produktionsstandorts China nutzen und qualitative Produkte passgenau für diesen Markt anbieten. Dem weltweit ge­ stiegenen Bedarf an modernen und energieeffizienten Automatisierungslösungen, mit denen beste Produktqualität schnell und kostengünstig gefertigt werden kann, kommt Bau­ müller so entgegen.“  www.baumueller.de

© Zerenko Industrial Branding

Linz. „Lange Zeit herrschte die Überzeugung, dass Marketing nur etwas für Unternehmen im B2CBereich ist. Im B2B-Bereich war man – vielleicht auch zu Recht – überzeugt, dass der Erfolg in erster Linie von den richtigen Produkten, einer adäquaten Preisgestaltung und natürlich dem Geschick der Verkäufer abhängig sei”, sagt Claus Zerenko. „Aber die Zeiten haben sich geändert. Der rasche technische Fortschritt und die zunehmende Globalisierung stellen die Industrie auch hinsichtlich des Marketings vor neue Herausforderungen. Und um diese zu meistern, hilft eine starke Marke.”

Die Kapazität des Werks in Nanjing wird auf rund 120.000 Tonnen/Jahr verdoppelt.

Erweitert wurde auch das Technical Center in Korea. Das regionale Kompetenzzentrum vereint Forschung und Entwicklung, Anwendungstechnik sowie Aus- und Weiterbildung für Silicon- und Polymeranwendungen unter einem Dach. Ein Schwerpunkt des neu geschaffenen Siliconlabors sind Hightech-Produkte für die Elektronikindustrie. Im Technical Center für polymere Bindemittel stehen vor allem bauchemische Anwendungen im

Fokus. Das angegliederte Schulungszentrum Wacker Academy bietet zudem eine ideale Plattform zum branchenspezifischen Networking zwischen Kunden, Vertriebspartnern und Wacker-Experten. Das Technical Center Korea trägt

„Mit der Erweiterung können wir die starke Nachfrage unserer Kunden auch in den kommenden Jahren bedienen.“ Auguste Willems

damit zur optimalen Versorgung der stark wachsenden Märkte für hochwertige Silicon- und Polymerprodukte in der Region bei.  www.wacker.com


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Stein & Keramik 2011 brachte ordentliches Plus

Erstes Plus seit 3 Jahren Prognosen für 2012 sind deutlich verhaltener.

industrialtechnology – 47

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Freitag, 16. März 2012

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© sxc

IPC Der Umsatz der Sand- und Kiesindustrie legte 2011 um satte 25,65% zu. herbert strasser

Wien. Nach massivem Rückgang 2009 (-11%) und Stagnation 2010 gab es für die Stein- und keramische Industrie Österreichs 2011 ein Plus von 6,59% auf einen Branchengesamtumsatz von 3,23 Mrd. € – trotz der gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie.

Ambitionierte Pläne Die größten Zuwächse verzeichnete die Sand- und Kiesindustrie (+25,65%), die Transportbetonindustrie (+12,44%), die Betonund -fertigteilindustrie (+12,19%) sowie die Schleifmittelindustrie (+11,75%). Umsatzrückgänge gab es bei der Naturwerksteinindustrie (-7,15%), der Kalkindustrie (-6,09%)

und der Feinkeramischen Industrie (-1,96%). „Große Infrastrukturprojekte, wie etwa der neue Hauptbahnhof in Wien, machen sich in unseren Zahlen bemerkbar”, so Andreas Pfeiler, GF des Fachverbands Steine-Keramik. Für 2012 ist er vorsichtig optimistisch. Eine valide Prognose könne aufgrund zahlreicher unbekannter Faktoren und der realwirtschaftlichen Auswirkungen der angekündigten Konsolidierungsmaßnahmen noch nicht abgegeben werden. „Förderlich für das Wachstum sind die geplanten Einsparungen sicher nicht. Wenn wir in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen ein Plus von zwei Prozent erreichen, können wir zufrieden sein”, so Pfeiler.  www.wko.at

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Anziehend Balluff übernimmt High Resolution

Synergien für Wachstum nutzen Neuhausen. Der Sensor- und Industrial Networking-Anbieter Balluff hat die High Resolution GmbH aus Kirchheim am Neckar übernommen. Der Spezialist für magnetische Wegmesssysteme wird vollständig in die BalluffGruppe integriert, die mit ihren weltweit 2.200 Mitarbeitern zuletzt einen Jahresumsatz von über 300 Mio. € erwirtschaftete. Durch die Zusammenführung

der beiden Unternehmen, so Balluff-Sprecher Michael Unger, würden Synergien gebündelt und neue Impulse gesetzt, die man dafür nutzen werde, die Position bei magnetischen Messsysteme weiter auszubauen. Der bisherige High Resolution-Standort in Kirchheim bleibt erhalten und wird zum Balluff-Kompetenzzentrum für Magnetisierung ausgebaut.  www.balluff.com

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© Balluff

Automation

Jetzt unter einem Dach: Balluff bündelt durch Unternehmensübernahme Synergien.


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

48 – industrialtechnology

Sandvik Coromat Erweitertes Produktangebot bringt dem Anwender mehr Nutzen und höhere Einsparungen

© Gogatec

Einfach, schnell und sauber beschriften

Wien. Mit Kartons, die per Laserdrucker beschriftet und dann umständlich zurechtgeschnitten werden, kann man die Ein- und Ausgänge einer SPS zwar auch beschriften, deutlich schneller und pro­ fessioneller geht es aber mit den praktischen Einschub­ streifen aus dem Sortiment von Gogatec. Die Beschriftung der in petrol, gelb oder weiß sowie in den Größen 103,5 x 22,5, 10,.5 x 17, 50 x 25,5 und 50 x 12,5 mm erhältlichen Einschubstreifen, die für Simatic S7-Baureihen sowie für dezentrale Busmodule ET200 (bei kompatibler Halterung auch VIPA und Helmholz) passend sind, erfolgt über kostengünstige und bewährte Thermotransferdrucker.  www.gogatec.com

Neue Ex p-Lösung für sicheren Etikettendruck

Neue Möglichkeiten in der Metallbearbeitung Neue Werkzeuge zum Fräsen und Bohren sowie ein innovatives Spannsystem. norbert berger

Düsseldorf. Sandvik Coromant, Spezialist für Zerspanungswerkzeuge und -systeme für die Metallindustrie, hat wieder etliche Neuheiten auf Lager. Eines davon ist CoroPak 12.1, ein umfassendes Programm an Gewindeschneidwerkzeugen. Es umfasst die beiden Kernsortimente CoroTap und Spectrum. CoroTap-Werkzeuge wurden für die Bearbeitung spezifischer Materialien entwickelt. Anwender profitieren von einer ganzen Reihe an Leistungsvorteilen, insbesondere der Herstellung von hochwertigen Gewinden bei höheren Schnittund Vorschubgeschwindigkeiten. Die Neuheiten im Sortiment sind CoroTap 210 und CoroTap 370, die sich hervorragend für Durchgangsund Sacklochbohrungen in Stahl eignen. Ihr besonderes Kennzeichen ist das Schneidkanten-Design: Schneidkanten-Ausführung und -Beschichtung bewirken deutlich geringere Axialkräfte und Dreh­ momente. Dadurch arbeiten die Werkzeuge ruhiger, sodass eine verbesserte Oberflächenqualität und eine erhöhte Standzeit erreicht werden.

© Sandvik Tooling Deutschland

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Die Einschubschilder aus Polyester sind auf der Trägerfolie aufgebracht.

Die neuen CoroTap-Werkzeuge steigern die Produktivität bei der Bearbeitung sämtlicher ISO-Materialien.

Materialien konstruiert ist, umfasst Gewindebohrer für Durchgangsund Sacklochbohrungen – die Werkzeuge erfüllen den DIN-, DIN/ ANSI-, ANSI- und ISO-Standard. Optimierte Spankanalformen und konstante Spanwinkel entlang des Spankanals sorgen für hohe Zerspanungsraten mit guter Spanabfuhr. Die Spectrum-Auswahl beinhaltet zudem Gewindeformer, die dank ihres verbesserten Spankanalprofils ein geringes Drehmoment und glatte Oberflächen am fertigen Gewinde erzeugen.

Waldenburg. Ein schneller Ausdruck von Etiketten kam bislang in explosionsgefährdeten Anlagenbereichen kaum infrage, da die nötige geschützte Hardware sowie geeignete Schutzkonzepten für Standardgeräte fehlten. Mit einem herkömmlichen Drucker in einem Gehäuse der Zündschutzart Ex p („Überdruckkapselung“) schafft R. Stahl für dieses Problem jetzt Abhilfe. Diese Lösung setzt sich aus einem Standarddrucker und einem neu entwickelten Gehäuse zusammen. Die gedruckten Etiketten lassen sich einfach durch eine frontseitige Tür entnehmen, ohne dass dafür der Drucker abgeschaltet werden muss. Zudem ist das Gehäuse mit einer seitlichen Tür und einem ausziehbaren Boden mit Griff ausgestattet, die einen leichten Zugriff für Wartungsarbeiten gewährleisten. Die Zündschutzart Ex p wird erreicht, indem erstens in einem geschlossenen Gehäuse vorhandene explosionsfähige Gase ausgespült werden und zweitens anschließend ein Überdruck gegenüber der umgebenden Atmosphäre erzeugt und gehalten wird. Bedingt durch den höheren Druck im Gehäuseinneren gegenüber der Atmosphäre können zu keinem Zeitpunkt explosionsfähige Gase aus der Umgebung ins ­Innere vordringen.  www.stahl.de

Unter der Bezeichnung „Spectrum“ vereint Sandvik Coromant eine ganze Palette von Gewindewerkzeugen für die Bearbeitung verschiedener Materialien. Spectrum-Werkzeuge sorgen vor allem durch ihre enorme Vielseitigkeit für eine hohe Leistungsfähigkeit und produktive Zerspanungsprozesse. Das Sortiment, das flexible Einsatzmöglichkeiten bietet und für die Bearbeitung von unterschiedlichen

Für ISO-Materialien Eine weitere Neuheit ist das iLock-Spannsystem, das speziell für das Fräsen von ISO S-Materi-

alien, wie etwa Titan, entwickelt wurde.

Für mehr Sicherheit Wird dabei ein herkömmlicher Vollhartmetall-Schaftfräser verwendet, kann es durch die enormen Spannkräfte dazu kommen, dass das Werkzeug aus dem Spannfutter herausgezogen wird. Da Bauteile aus ISO S-Materialien teuer und bearbeitungsintensiv sind, kann ein solcher Vorfall sehr kostspielige Folgen haben. Das iLock-Spannsystem löst dieses Problem ein für alle Mal. Die neuartige Sicherung behindert die Rundlaufpräzision des Schrumpfhalters nicht. Dafür sorgen spiralförmige Nuten, die in

den Schaft des Werkzeugs eingeschliffen sind. Zusammen mit den Sicherungsstiften im Spannfutter verhindern sie selbst bei extremen Bearbeitungsbedingungen, dass das Werkzeug aus dem Halter herausgezogen wird. Diese innovative Lösung reduziert sowohl die Bearbeitungszeit als auch den Werkzeugverschleiß um einen Faktor von zwei bis drei und ermöglicht Zerspanungsraten, die bisher als unerreichbar galten. Die Kombination aus einem CoroMill Plura-Vollhartmetall-Schaftfräser und einem Schrumpf-Werkzeughalter mit iLock-Spannsystem bietet somit extreme Sicherheit und sorgt zudem für höchste Präzision und Effizienz.  www.sandvik.coromat.com

Eplan Neuentwicklung EEC One schließt die Lücke zwischen konventionellem und mechatronischem Engineering

Leichter Einstieg in die Automatisierung Amstetten. Mit dem neuen Eplan Engineering Center One, das auf der diesjährigen Hannover Messe vorgestellt wird, schließt sich die vielfach klaffende Lücke zwischen konventionellem und mechatronischem Engineering. Auf Basis von Excel lassen sich vordefinierte Standards wie Makros oder Wertesätze automatisiert zu einem Schaltplan zusammenfügen. Eplan präsentiert die Neuentwicklung auf der diesjährigen Hannover Messe.

rung. Im CAE-System werden Projekttemplates, Teilschaltungen (Makros) oder Auswertungen aufgebaut. Sind die Standards, etwa Wertesätze einer Motorleistung oder verwendete Klemmen, erst einmal definiert, kommt EEC One ins Spiel. In Tabellenform lassen sich individuell entwickelte ProjektStandards über ein ­Excel-Frontend kombinieren. Bei der Auswahl hilft die integrierte Makrovorschau, die

komfortabel Varianten anzeigt und per Drag & Drop die ausgewählten Makros in die Tabelle aufnimmt. Entscheidender Praxisvorteil: Die Makros bringen ihre frei einstellbaren Parameter automatisiert in das Excel-Frontend ein. Zudem lassen sich umfangreiche Regelwerke auf Basis von Excel erstellen – das spart zeitaufwendiges manuelles Eintragen der Parameter.

Durchgängige Strategie Das System ist entscheidender Baustein einer durchgängigen Automatisierungsstrategie, die Unternehmen lückenlos von der Einführung einer CAE-Software über Standardisierung und Automatisierung bis hin zum mechatronischen Engineering begleitet. Excel-basiert lassen sich Elektro- oder Fluidpläne damit automatisiert erzeugen. Bereits mit Einsatz der EplanPlattform erhält der Projekteur erste Chancen zur Automatisie-

© Eplan

© R. Stahl

Besonderes Kantendesign

Herkömmlicher Drucker in einem Gehäuse der Zündschutzart Ex p.

Freitag, 16. März 2012

Lückenlos von der CAE-Software bis zum mechatronischen Engineering.

Per Knopfdruck lassen sich so Elektro- oder Fluidpläne automatisch generieren. Was im Kleinen gelingt, funktioniert auch im Großen. Die bereits existierende Standardisierung der CAE-Daten wird in diesem Fall disziplinübergreifend betrachtet. Mit dem Eplan Engineering Center als nächster Ausbaustufe werden auch die Mechanik-, SPS- oder Dokumentationsdaten in die Standardisierung einbezogen. Per Knopfdruck generiert das EEC die gesamte Dokumentation: Stromlauf- und Fluidpläne, Mechanik-Konstruktionen sowie komplette SPS-Programme. Das geschieht auf Basis eines disziplinübergreifenden Baukastens, mit dem Maschinen funktional zusammengestellt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Alle Daten werden zentral in einem System erfasst. Sämtliche generierten Dokumentationen sind perfekt aufeinander abgestimmt. Letztlich fallen in nachgelagerten Prozessen wie der Inbetriebnahme nur wenige oder keine Änderungen mehr an.  www.eplan.at

medianet industrial  

medianet industrial - die wöchentliche Berichterstattung über die Industriebranche- jeden Freitag in der Wirtschaftsfachtageszeitung mediane...

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