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inside your business. today.

freitag, 13. september 2013 – 57

© OMV

erfolgreiche exploration

OMV-Probebohrungen in der Barentsee stoßen auf neues Öl- und Gaslager  Seite 58

© WKO/Richard Tanzer

industrialtechnology attraktiver US-Markt

Experten sehen gute Chancen für heimische Maschinen- und Anlagebauer  Seite 62

innovativ perfekter schliff von 3m © 3M

Im Fokus steht statt ­heißer die saubere Luft

© Norbert G. Langeder

short

Kremsmünster. Die Greiner Holding AG (GHO) und die Greiner Bio-One International können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken: Der Umsatz der GHO stieg gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 940 Mio €, jener der GBO um 15% auf 364 Mio. €. Mit neuen Standorten in China, Indien und Südafrika wurden vielversprechende Märkte erschlossen. „Durch den Fokus auf unsere Kernbereiche haben wir die Weichen für weiteres Wachstum gestellt“, so Vorstandsvorsitzender Axel Kühner (Bild).  www.greiner.at

Gut gefiltert Saubere Luft ist ein Grundrecht. „Davon sind wir bei Comfil überzeugt“, sagt Öster­reich-GF Sascha Deifel. Der Weltmarktführer sorgt sowohl mit innovativer Filtertechnik als auch umfassenden Info-Maßnahmen für Kunden und die breite Öffentlichkeit dafür.  Seite 58

© Fotostudio Franz Pfluegl

Graz. Aufgrund von neuen und strengeren gesetzlichen Auflagen in Chile investiert der Energiekonzern Empresa Eléctrica Guacolda in ein Umweltschutzprogramm zur Reduktion von Emissionen seines Kraftwerks Guacolda. Mit der Umsetzung beauftragt wurde Andritz Energy & Environment (AE&E), ein Teil des internationalen Technologiekonzerns Andritz. AE&E wird drei Turbo-CDS-Rauchgasreinigungsanlagen, vier Entsalzungsanlagen und eine katalytische Entstickungsanlage liefern. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2015/Anfang 2016 geplant. Der Wert des Auftrages beläuft sich auf rund 150 Mio. €.  www.andritz.com

© 3007wien

Führungswechsel Neue Leitung bei Mapei Österreich

Andreas Wolf leitet seit August die Österreich-Geschäfte von Mapei.

Nußdorf ob der Traisen. Andreas Wolf hat bei Mapei und Mapei Betontechnik die Position des Geschäftsführers übernommen. Er folgt damit Peter Gissinger nach, der nach einer erfolgreichen Karriere in den Ruhestand geht, und Georg Partlic, der seine Tätigkeit ab Herbst in einer zeitlich eingeschränkten Form wahrnehmen wird. Wolf hat sich zum Ziel gesetzt, das Unternehmen in allen Produktsegmenten unter die Top Drei am österreichischen Markt zu bringen und Mapei als Innovationsmarktführer zu etablieren.  www.mapei.at

Kapsch-Technologie ist am Zug

© APA/Herbert Pfarrhofer

Ambitionierte Zielsetzungen

© Mapei

Gurten. Vor Kurzem präsentierte Fill Maschinenbau bei einer „Maschinen Preview“ seine Neuentwicklung „SHW Powerbridge – powered by Fill“. „Sie ist ein Gesamtkunstwerk; die Maschine besticht durch ihr außergewöhnlich schönes Design und steigert massiv die Produktivität. Darüber hinaus bietet sie Sicherheit, vereinfacht die Bedienung und fördert mit ihrer technischen Überlegenheit auch noch die Arbeitsfreude”, so Fill-GF Wolfgang Rathner über die markantesten Charakteristika der Anlage.  www.fill.co.at

Neuer Auftrag GSM-R Netz für Bahn in Slowenien

GSM-R-Technologie für mehr als 1.000 Schienenkilometer in Slowenien

Wien. Kapsch CarrierCom wird das slowenische Zugfunknetz auf einer Strecke von 1.200 km mit GSM-R-Technologie ausstatten und in Folge auch laufende Wartungsarbeiten dafür übernehmen. Ein Konsortium, bestehend aus dem slowenischen Telekommunikationsanlagen-Hersteller Iskratel und der Baufirma GH Holding mit Kapsch CarrierCom AG als GSMR Lieferant, wird das System bis Ende 2015 aufbauen. Auftraggeber des Projekts, das sich auf ein Gesamtvolumen von ca. 117 Mio. € beläuft, ist das slowenische Infra­ strukturministerium.  www.kapsch.net


c ov e r

58 – industrialtechnology

kommentar

Saubere Luft rechnet sich

Freitag, 13. September 2013

Camfil Innovative Produkte, Kundenschulungen und Infos für die Öffentlichkeit zum Thema „Saubere Luft“

50 Jahre erfolgreich mit „Luft“-Geschäften

Nach erfolgreicher Österreich-Premiere im April wird die Filterakademie nächste Woche fortgesetzt. britta biron

Innotech Solarmodul

© Innotech Solar/Tom Baerwald

Mehr Licht

Spezielle Beschichtung steigert die Leistung der Solarmodule.

München. Die Glasoberfläche von ITS-Modulen ist durch ein spezielles Verfahren so behandelt, dass weniger Sonnenlicht reflektiert wird. So gelangen 2,5% mehr Licht in die Solarzellen. Eine Untersuchung der TU Dänemark in Lyngby zeigt, dass sich dadurch die Leistung im Vergleich zu Standardglas gerade bei schwächerem Licht, wie etwa bei nach Ost oder West ausgerichteten Dachflächen, vergrößert. Zudem ist die Oberfläche des behandelten Glases selbstreinigend, Kondenswasser legt sich wie ein Film über die Fläche und spült Schmutz­ partikel ab.  www.innotechsolar.com

„Die Filterakademie wird auch in Österreich sehr gut angenom-

© Fotostudio Franz Pfluegl

D

ie gesellschaftlichen Kosten von Luftverschmutzung sind deutlich höher, als bislang angenommen. Darauf deutet zumindest eine US-Studie der University of  California hin. Die Forscher analysierten ein Umweltprogramm, das in Teilen der USA einen Handel mit Emissionszertifikaten und eine Deckelung des Schadstoffausstoßes von Industrieanlagen einführte. Innerhalb eines Jahres sank der Ausstoß von Stickoxiden um 35%, was zu Einsparungen allein bei ­Arzneimitteln in Höhe von 900 Millionen Dollar pro Jahr führte. Durch einen Vergleich zwischen den 20 beteiligten Bundesstaaten und dem Rest der USA sowie vor und nach Inkrafttreten des Programms konnten die Wissenschaftler  sicherstellen, dass sich die ermittelten Effekte unmittelbar auf das Programm zurückführen lassen. Jahreszeitliche Unterschiede flossen ebenfalls in die Studie ein. In der aktuellen Diskussion um die Förderung grüner Technologien stehen meist die Mehrkosten für Unternehmen und Verbraucher im Vordergrund. Für Studienautor Olivier Deschenes, Ökonom der University of California, konnte mit der Untersuchung dieses Vorurteil widerlegt und gezeigt werden, dass man sich unterlassenen Umweltschutz nicht leisten kann.

Wien. Abgase aus Verkehr und Industrie, Ozon oder Feinstaub – saubere Luft ist heute keine Selbstverständlichkeit, auch wenn die rauchenden Fabriksschlote (einst Zeichen für den Fortschritt) zumindest in unseren Breiten Geschichte sind. Möglich wurde das durch immer strengere Gesetze und technischen Fortschritt, an dem die Filtertechnik einen wichtigen Anteil hat. Denn diese sorgt dafür, dass Schadstoffe und Gifte nicht oder zumindest nicht zur Gänze in die Luft gelangen.

men. Es besteht ein

Sascha Deifel, Managing Director der Camfil Austria GmbH.

wachsender Bedarf an

mende Sensibilisierung natürlich zugute kommt. „Unser Ziel ist es, die nachhaltigsten Filterprodukte herzustellen und entsprechend hoch sind unsere Aktivitäten hinsichtlich der Weiter- und Neuentwicklung. Eine wichtige Innovation der jüngeren Vergangenheit ist unsere CityBaureihe. Das sind Feinstaubfilter mit integrierter Aktivkohle, die Luftschadstoffe wie Ozon, Autound Industrieabgase wirkungsvoll reduzieren“, führt Deifel weiter aus und nennt den seiner Erfahrung nach wichtigsten Trend für künftige Innovationen: „Die Molekularfiltration wird in die normale Lüftungstechnik einziehen. Grund dafür ist, dass die gasförmigen Verunreinigungen zunehmen und

fundierten Infos.“ sascha deifel gf camil austria

„Die Anforderungen an unsere Branche sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Einerseits durch strengere gesetzliche Richtlinien hinsichtlich der verschiedenen Emissionen, andererseits ist auch das Bewusstsein dafür gewachsen, dass saubere Luft ein wesentlicher Gesundheitsfaktor ist“, sagt Sascha Deifel, ÖsterreichGF des schwedischen Filterspezialisten Camfil, dem diese zuneh-

gleichzeitig auch das medizinische Wissen über das Gefährdungspotential dieser Stoffe.“

Info & Schulungen Eine steigende Nachfrage sieht Deifel in der Information: „Das ist ein Bereich, in dem Camfil schon seit Langem sehr aktiv ist, etwa mit der Filterakademie. In Schweden führt Camfil diese Schulungen seit vielen Jahren durch, in Deutschland wurde 2011 damit gestartet und in Österreich wurde erstmals im heurigen April eine Filterakademie veranstaltet. Die Resonanz war hervorragend und nächste Woche finden weitere Veranstaltungen in Wien, Linz, Innsbruck und Graz statt.“ Dabei handelt es sich um keine

facts & figures Camfil besteht seit 1963 und ist Weltmarktführer bei Luftreinigungstechnik und Luftfilterproduktion. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Stockholm, beschäftigt weltweit rund 3.250 Mitarbeiter, ist in 50 Ländern aktiv und feiert heuer sein 50jähriges Bestehen. 90% des Umsatzes von rd. 480 Mio. € werden auf internationalen Märkten erzielt. Camfil Austria Die 1963 gegründete Handelsvertretung wurde 2009 Teil der Gruppe und hat ihren Firmensitz seit Februar dieses Jahres in der Hermann-Mark-Gasse 7, A-1100 Wien.

OMV Erste Explorationsbohrungen waren erfolgreich, Erschließung weiterer Bohrlizenzen ist in Planung

Neue Öl- und Gasfunde in der Barentsee Wien. Diese Woche hat die OMV bekannt gegeben, dass ihre Tochtergesellschaft OMV (Norge) AS bei Explorationsbohrungen in Wisting Central in der Barentssee erfolgreich war. Jaap Huijskes, OMV Vorstandsmitglied verantwortlich für Exploration und Produktion: „Wir sind mit dem Bohrerfolg sehr zufrieden. Aus diesem Fund ergeben sich interessante Möglichkeiten, die erheblich zum langfristigen organischen Wachstum der OMV in Nordeuropa beitragen werden. Im Anschluss an unsere kürzlich bekannt gegebene Transaktion mit Statoil, die auch die Anteile in den Feldern Gullfaks und Gudrun beinhaltet, stellt dieser Fund einen weiteren wichtigen Schritt dar.“

bis mittleren Jurazeit nachzuweisen.

Große Erwartungen Die Ergebnisse bezeichnet das Unternehmen als Durchbruch für die regionalen Explorationsaktivitäten, da das gefundene hochqualitative Öl auf großes Potenzial im Gebiet hinweist.

Vorläufige Schätzungen hinsichtlich der Größe des Vorkommens belaufen sich auf ein Volumen zwischen 60 und 160 Mio. Barrel förderbares Erdöl und 10 bis 40 Mrd. Kubikfuß förderbares Erdgas. Bei Betrachtung der in der Nähe liegenden geologischen Segmente liegt die insgesamt förderbare Ölmenge in der Lizenz PL 537 bei 200 bis 500 Mio. Barrel.

„Aus diesem Fund ergeben sich interesfür ein weiteres Wachstum der OMV in ­Nordeuropa.“ Jaap Huijskes, OMV-Vorstand exploration & Produktion

Konzept bestätigt Die Bohrung wurde bis zu einer vertikalen Tiefe von 905 m unter dem Meeresspiegel durchgeführt mit dem Ziel, das Explorationskonzept zu bestätigen und Kohlenwasserstoffvorkommen in den Gesteinsschichten aus der unteren

Um die Größe des Fundes in Wisting Central noch genauer abschätzen zu können, sind weitere Bohrungen mit anderen und tieferen Zielen geplant. Weiters wer-

sante Möglichkeiten

© OMV

britta biron

herkömmlichen Produktpräsentationen, sondern es werden vor allem auch grundlegende Themen und Fakten behandelt werden, die jeder Anwender von Filtern kennen sollte und die die Entscheidung für die jeweils richtigen Filter erleichtert. „So werden etwa grundsätzliche Begriffe und die Funktionsweise von Filtern sowie die verschiedenen Filterklassen erklärt, Umweltschutz- und Energieaspekte behandelt sowie über neue Auflagen informiert“, erläutert Deifel das Konzept. „Eine weitere Besonderheit dieser Schulungen ist auch die Art und Weise, wie die Inhalte vermittelt werden: Der Vortragende macht auch ein klein wenig Filterkabarett, damit erhält das an sich trockene Thema eine sympathische Note.“ Auch die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter wird bei Camfil groß geschrieben: „Qualifizierte Techniker für den Innen- wie auch den Außendienst sind nur sehr schwer zu bekommen, daher sind Maßnahmen wie unsere Camfil Akademie besonders wichtig, um weiterhin erfolgreich zu sein“, so Deifel abschließend.  www.camfil.at

Jaap Huijskes, OMV-Vorstand Exploration & Produktion, sieht interessante Chancen.

den Explorationsbohrungen noch an drei weiteren Lizenzen in der Barentsee durchgeführt werden. Die OMV (Norge) AS ist derzeit an 23 Lizenzen beteilig, 11 davon in der Barentssee. www.omv.com


e n e r g i e & r e s s o u r ce n

Freitag, 13. September 2013

industrialtechnology – 59

Projekt EPoSil Forschung an einer neuen Möglichkeit für die Gewinnung von Energie aus Wasserkraft

short

Auf der perfekten Welle

Frischer Wind in Dänemark Erlangen. Das Offshore-Windkraftwerk Anholt ist vor Kurzem offiziell eingeweiht worden: Für das größte Windkraftprojekt Dänemarks hat Siemens 111 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 120 m geliefert, installiert und in Betrieb gesetzt. Zudem wird Siemens gemeinsam mit DONG Energy den Service für fünf Jahren übernehmen. „Die Installation unserer Offshore-Projekte in Europa läuft auf Hochtouren“, so Markus Tacke, CEO der Division Wind Power im Siemens-Sektor Energy. „Siemens hat bereits mehr als 3.900 MW Leistung offshore errichtet. Unsere Projekte erreichen die Größenordnung konventioneller Kraftwerke und wir machen erhebliche Fortschritte bei der Industrialisierung der Offshore-Windenergie. So sorgen wir dafür, dass die Kosten der OffshoreWindenergie weiter sinken werden.“  www.siemens.at

Labortests waren erfolgreich, 2014 soll ein Modell des Wellengenerators in Betrieb gehen.

Die Kraft der Wellen könnte in Zukunft eine wichtige Energiequelle sein.

Großes Potenzial Danach wird von außen eine elektrische Spannung angelegt: Eine der Elektroden wird positiv, die zweite negativ geladen. Bewegt sich die Welle weiter, nimmt die Kraft auf den Wandler ab. Das Silikon entspannt sich und die beiden Elektroden rücken wieder weiter auseinander. Dieser Effekt bewirkt, dass sich die elektrische Energie im Wandler erhöht. Gewünschte Folge: Die mechanische Energie aus der Welle ist in elektrische Energie umgesetzt. Diese wird entnommen, und dann beginnt der Zyklus von vorn. In der Praxis kann man sich einen solchen Energiewandler als Boje vorstellen, deren obere Hälfte auf der Wasseroberfläche schwimmt, und wo die untere am Meeresboden fest verankert ist. Beide sind durch

Projektleiter Istvan Denes mit dem an der TU Darmstadt entwickelten Demonstrator.

einen Stapel aus Tausenden Folien miteinander verbunden. „Die elektrischen Ströme der Einzelschichten addieren sich“, erklärt Projektleiter Istvan Denes von der zentralen Forschung und Vorausentwicklung von Bosch in Waiblingen bei Stuttgart. Die Trockentests im Labor der TU Darmstadt waren bereits erfolgreich. Das erste, maßstabgetreu verkleinerte Modell eines Wellen-Ge-

nerators soll 2014 im Wellenkanal der Technischen Universität Hamburg-Harburg zu Wasser gelassen werden. Die Pläne sehen vor, dass kommerzielle Wellen-Generatoren mehrere Zehnmillionen Dehnungs- und Stauchungsvorgänge absolvieren. Der angestrebte Wirkungsgrad bei der Wandlung der mechanischen in elektrische Energie liegt bei 50%.  www.tu-darmstadt.de

© Siemens

© EPA/Nic Bothma

Stuttgart. Gezeitenkraftwerke sind nicht die einzige Möglichkeit, um Energie aus dem Meer zu gewinnen. Einer Berechnung der Vereinten Nationen zufolge ist in den Meereswellen ein jährliches Energiepotenzial von 29.500 Terawattstunden gespeichert. Zum Vergleich: 2010 wurden laut Angaben der Internationalen Energie-Agentur weltweit rund 21.500 Terawattstunden erzeugt. Um diese Energiequelle nutzen zu können, entwickelt eine Gruppe von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, darunter Wacker Chemie, TU Darmstadt, Bosch Rexroth und TU Hamburg-Harburg,

im EPoSil (Elektroaktive Polymere auf Silikonbasis zur Energiegewinnung) die technischen Voraussetzungen. Herzstück ist ein Energiewandler, der im Kern aus einer dreilagigen Folie besteht. Oben und unten befindet sich je eine elektrisch leitende Schicht (Elektrode). Durch die Bewegung der Wellen wird eine mechanische Kraft auf den Wandler übertragen. Zunächst wird das Silikon zusammengepresst, wodurch die beiden Elektroden näher aneinander rücken.

© Bosch

norbert berger

Der neue Offshore-Windpark vor der dänischen Küste ist fertig.

ABB Neue Unterstation steigert Übertragungsgeschwindigkeit und Netzzuverlässigkeit

Mehr Energie für den Sport © Érica Ramalho/Governo do Rio de Janeiro/CC Lizenz

Zürich/Rio de Janeiro. Bei seiner Einweihung im Jahr 1950 war das Maracanã-Stadion das größte Fußballstadion der Welt und bot 20.000 Zuschauern Platz. Für die bevorstehende Weltmeisterschaft wurde es vollständig renoviert und auf eine Kapazität von mehr als 75.000 Zuschauern ausgebaut. Im Jahr 2014 werden darin sieben Spiele ausgetragen, darunter auch das Endspiel der Fußball-WM.

Netzausbau

Auch technische ist das Maracanã-Stadion fit für das sportliche Großereignes.

Ausgebaut wird in Brasilien aber auch die Infrastruktur. Unter anderem wird für die Stromversorgung

des Maracanã-Stadions und seiner Umgebung eine neue InnenraumSchaltanlage errichtet. Den 30 Mio. USD-Auftrag hat Furnas Centrais Elétricas S.A., ein Tochterunternehmen von Centrais Elétricas Brasileiras (Eletrobras), dem größten Stromversorger Brasiliens, ABB erteilt.

Fit für die WM „Mit diesen kompakten Unterstationen stellen wir die zusätzlichen Kapazitäten bereit, die für die anstehenden Sportereignisse in Brasilien benötigt werden, und machen das Übertragungsnetz fit

für die Zukunft“, sagte Brice Koch, Leiter der Division Energietechniksysteme. „ABB verfügt über die Technologien, die Erfahrung und die entsprechenden Fähigkeiten im Projektmanagement, um das Land beim Ausbau seiner Energieinfrastruktur zu unterstützen.“ ABB ist für die Entwicklung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der Anlage zuständig. Darüber hinaus wird ABB das System IEC-61850 für die Automatisierung, Steuerung und den Schutz von Unterstationen installieren, um damit sowohl die lokale als auch die Fernsteuerung und -überwachung zu ermöglichen.  www.abb.com


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

60 – industrialtechnology

Freitag, 13. September 2013

PwC-Studie Das Dienstleistungsangebot der Logistikbranche orientiert sich kaum an „grünen“ Faktoren

short

Noch viel Nachholbedarf bei der Nachhaltigkeit

Turbo für die Logistik von Ersatzteilen

© Jungheinrich

Verlagerung von der Straße auf Schiene oder Schiff ist für immer weniger Unternehmen eine Option. hier eine Option, um Transporte umweltfreundlicher zu gestalten.

herbert strasser

Frankfurt. Umweltschutz, Ressourcenschonung, soziale Verantwortung – nachhaltige Unternehmensführung hat für die Mehrheit der Transport- und Logistikfirmen einen hohen Stellenwert. Zumindest theoretisch, denn nur 37% der 102 von PricewaterhouseCoopers (PwC) befragten Unternehmen gaben an, über eine schriftlich fixierte Nachhaltigkeitsstrategie zu verfügen. Ein Drittel will das in den nächsten drei Jahren nachholen, der Rest sieht aber auch in Zukunft keinen Anlass zum Handeln.

Hamburg. Jungheinrich hat vor Kurzem sein neues Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen, einem Ort nördlich von Hamburg, eröffnet. Die Anlage, in deren Bau 35 Mio. Euro investiert wurden, liegt auf einem 65.000 Quadratmeter großen Areal und umfasst 20.000 Quadratmeter Lagerfläche, inklusive eines 31 Meter hohen Hochregallagers. Insgesamt stehen 110.000 Lagerplätze zur Verfügung. „Damit setzt Jungheinrich einen neuen Standard in der Ersatzteillogistik, festigt seinen Wettbewerbsvorsprung im Ersatzteilgeschäft und baut die Ersatzteilverfügbarkeit für seine weltweit tätigen Kunden auf über 98 Prozent aus“, so Dirk Schulz, Leiter Kundendienst Konzern, Jungheinrich AG.  www.jungheinrich.de

„Die Zielsetzungen und Konsequenzen der Nachhaltigkeit für das operative Geschäft sind in vielen Unternehmen oft noch sehr vage.“

50 Millionen Euro für Lebensmittellogistik

Klaus-Dieter Ruske Partner bei pwc

© Dachser

„Zwar hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit prinzipiell wichtig sind. Die Zielsetzungen und Konsequenzen für das operative Geschäft bleiben jedoch allzu oft sehr vage. Damit vergeben viele Logistiker die Chance, ihr Unternehmen nachhaltig und damit effizienter auszurichten, um somit den wachsenden Kundenanforderungen wettbewerbsfähig zu begegnen“, kommentiert Klaus-

Dachser hat seine Kapazitäten bei Food Logistics deutlich ausgebaut.

Kempten. Dachser erwarten mit dem Start des European Food Network am 1. Oktober ein weiteres kräftiges Wachstum im Bereich Food Logistics, bei dem man im Vorjahr etwa eine Umsatzsteigerung von 13% erzielt hat. Daher wurden die Kapazititäten weiter ausgebaut. An gleich drei deutschen Standorten (Berlin-Schönefeld, Kornwestheim bei Stuttgart und Langenau bei Ulm) wurden in diesem Sommer neue Anlagen für den Umschlag und die Lagerung von Lebensmitteln in Betrieb genommen. Insgesamt investierte Dachser in die neuen Anlagen 50 Mio. Euro.  www.dachser.com

Nur jedes dritte Unternehmen bietet nachhaltige Logistik-Dienstleistungen an.

Dieter Ruske, Partner und Global Industry Leader Transportation & Logistics bei PwC.

Schiene und Wasserwege ist nur noch für 29% der befragten Unternehmen ein Thema. 2009 sahen immerhin noch 52% der Befragten

Heute haben 59% der befragten Transport- und Logistikunternehmen Erfahrungen mit Kundennachfragen zu nachhaltigen Aspekten bei der Angebotsabgabe; vor vier Jahren waren es nur 37%. Wenn Kunden Angaben einfordern, betrifft dies hauptsächlich Klima- bzw. Umweltschutz (93%); Engagement für Mitarbeiterbelange (33%) oder die Gesellschaft allgemein (27%) spielen eine untergeordnete Rolle. „In der Öffentlichkeit können Berichte über kritikwürdige Arbeitsbedingungen in der Lieferkette durchaus zu Imageschäden für das Endprodukt führen“, rät Michael Werner, Partner und Leiter des Bereichs Sustainability Services bei PwC, in diesem Bereich möglichst rasch entsprechende Maßnahmen zu setzen.  www.pwc.de

Wenige „grüne” Produkte Dementsprechend hat Nachhaltig auch einen relativ geringen Einfluss auf das Dienstleistungsangebot der Unternehmen. Sogenannte grüne Produkte wie etwa klimaneutrale Transporte werden nur von 33% angeboten, das ist seit der letzten Umfrage 2009 eine Steigerung von nur drei Prozentpunkten. Untätig waren die Logistiker in den letzten Jahren allerdings nicht. Vor allem interne Maßnahmen im Sinne von mehr Nachhaltigkeit wurden gesetzt, insbesondere Investitio­ nen in umweltfreundliche Technik wie etwa Fahrzeuge mit geringerem Verbrauch und Emissionen. Interessant ist, dass Bahn und Schiff bei der Nachhaltigkeit an Bedeutung verlieren. Die Verlagerung von Straßentransporten auf

AEP direkt Start eines neuen Pharmagroßhandels mit schlanken Strukturen und transparenter Verrechnung

Neues Rezept für deutsche Apotheken Wien. „Healthcare ist ein stark wachsender Markt. Wir haben daher gemeinsam mit deutschen und österreichischen Branchenexperten beschlossen, in diesem wichtigen Markt ein neues Leistungsangebot zu platzieren. Das sehr interessante Geschäftsmodell ist neu und einzigartig und ergänzt unser Geschäft in Deutschland ideal“, so Generaldirektor Georg Pölzl.

AEP direkt (Apotheken-Einkaufs-Partner) bietet den deutschen Apothekern beginnend mit dem 4. Quartal einen neuen vollsortierten Pharmagroßhandel. Die AEP-Kunden können direkt aus dem Vollsortiment – AEP direkt betreibt in Alzenau eines der neuesten und größten Pharma-Logistik-Zentren in Deutschland – die gewünschten Pharmaartikel aus-

© Österreichische Post

DB Schenker mit neuer Zentrale in Frankfurt Frankfurt. Vor Kurzem hat DB Schenker seine neue Zentrale am Airport Frankfurt eröffnet, wo jetzt die Steuerungsfunktion des Transport- und Logistikressorts und auch die EuropaZentrale des Schienengüterverkehrs ihren Standort haben. Ab November werden zu den aktuell 300 Mitarbeitern weitere 100 des European Operations Center (EOC) und der Cargo Leitzentrale (CLZ) von DB Schenker Rail in das markante dreieckige Gebäude am westlichen Rand von Gateway Gardens einziehen.  www.deutschebahn.com

Mehr Druck von Kunden

© Panthermedia.net/Johannes Becker

Das Hochregallager im neuen ­Zentrum für Ersatzteillogistik.

Post-Generaldirektor Georg Pölzl: Healthcare ist ein stark wachsender Markt.

wählen, die Zustellung erfolgt morgens durch die 2.500 Fahrer von trans-o-flex. „trans-o-flex ist Marktführer in der Belieferung von Apotheken und kann AEP direkt beim Markteintritt mit der entsprechenden Logistikkompetenz unterstützen“, so Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik der Österreichischen Post AG.

Verzicht auf kostenintensive Vertriebsstrukturen hat AEP direkt weniger Kosten und höhere Rabatte, die an alle Apotheken weitergegeben werden.

„Healthcare ist ein stark wachsender

Schlanke Struktur

Markt, für den wir jetzt

Neben den in der Branche ohnehin üblichen Services (Bestellung über Apotheken-Software, BTMund Kühllieferung, Retouren, Sammelrechnung, etc.) und dem umfangreichen Sortiment bietet AEP direkt seinen Kunden noch weitere Vorteile, wie Einfachheit und Transparenz bei Konditionsgestaltung – das Rabattsystem im bestehenden Pharmagroßhandel in Deutschland ist für viele bereits sehr unübersichtlich – und Rechnungen. Und diese fallen erfreulich niedrig aus. Durch die einmal tägliche flächendeckende Belieferung und den

mit Partnern ein neues Geschäftsmodell entwickelt haben.“ georg pölzl, GD Post AG

Geleitet wird das von der Post, einen Start-up-Finanzier und privaten Investoren gegründete Unternehmen von Jens Graefe und Markus Eckermann, zwei sehr erfahrenen Branchenexperten  www.post.at


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

DHL Start eines ungewöhnlichen Pilotprojekts

Private als Zusteller Crowdsourcing wird für Logistik genutzt.

industrialtechnology – 61

| BS12-02G |

Freitag, 13. September 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© DHL/Patrik Svedberg

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Peter Hesslin, CEO DHL Freight Schweden: MyWays wird gut angenommen. herbert strasser

Bonn/Stockholm. Ab sofort können Stockholms Einwohner beim Projekt MyWays die Zustellung von DHL-Paketen übernehmen. „Es ist ein Service für alle, die eine flexible Zustellung wünschen, als auch für jene, die gern ein Paket ausliefern würden, wenn sie damit ein wenig Geld dazuverdienen können“, erläutert Peter Hesslin, CEO DHL Freight Schweden. „Das macht die Plattform so einzigartig. Sobald das Paket bei einer DHL-Station ankommt, vereinbaren Empfänger und Zusteller das Entgelt und die Einzelheiten der Zustellung über die mobile App.“ Erste Tests mit dem schwedischen Outdour-Ausrüster Add-

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

nature haben gezeigt, dass die Stockholmer die Flexibilität von MyWays annehmen.

Positive Reaktion

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Klas Berggren, Partner und Gründer von Addnature: „Meistens haben Studenten die Zustellungen übernommen. Die Reaktionen waren positiv. Außerdem ist es gut für die Umwelt, wenn Pakete von Privatpersonen auf ihrem täglichen Weg transportiert werden.“ Das Konzept von MyWays wurde von der Deutsche Post DHL Solutions & Innovation entwickelt. Das Pilotprojekt „MyWays“ wird über das DHL Freight-Netzwerk von Servicepunkten in Stockholm betrieben.  www.dhl.de

Logistik-Sommer 2013 Nachhaltigkeit 3.0

Realität & Blick in die Zukunft Leoben. Der 11. Internationale Logistik-Sommer, der von 19. bis 20. September im Audimax der Montanuniversität Leoben stattfindet, bietet unter dem Motto „Nachhaltigkeit 3.0” wieder ein besonders vielfältiges und informatives Programm. Die Kongressteilnehmer erwarten hochkarätige logistische Fachreferate zu den Themen 3D-Druck und bedarfsgerechte Produktion. Peter Stelzer, federführend bei

Entwicklungsprojekten der Knapp AG rund um die Zukunftstechnologie KiSoft Vision, widmet sich dem dritten Schwerpunktthema „Qualität in der Intralogistik“. Weiters stehen wertvolle Tipps der Service-Expertin Sabine Hübner auf dem Programm, und der Trendforscher Nils Müller lädt die Teilnehmer zu einer spannenden, multimediale Reise in die Logistik der Zukunft ein.  www.logistik-sommer.at

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion © dieindustrie.at/Mathias Kniepeiss

Automation

Bei der Knapp AG werden heute die Lösungen für morgen entwickelt.


I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n

62 – industrialtechnology

Außenwirtschaft Austria US-Konjunktur bietet heimischen Maschinen- und Anlagebauern gute Chancen

short

US-Aufschwung kann Kassen klingeln lassen

Leichtes Minus für heimische Industrie Wien. Die kürzlich von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen gingen zwischen Jänner und Mai die Umsätze des heimischen Produktions-Sektors (Sachgüter und Bau) um ein Prozent auf 100,8 Mrd. Euro zurück. Entgegen diesem allgemein leicht negativen Trend im gesamten Sachgüterbereich verzeichneten einzelne Sektoren dennoch eine Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode. Bei der Abteilung „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ betrug das Plus +5,1% (absolut 6,4 Mrd. Euro), „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ erzielte eine Steigerung von +4,3% (5,8 Mrd. Euro). Die mit Abstand größten Produktionseinbußen im Sachgüterbereich waren hingegen bei der „Herstellung von elektrischen Ausrüstungen“ mit -10,7% (4,0 Mrd. Euro) sowie in der „Metallerzeugung und -bearbeitung“ mit -8,9% (6,4 Mrd. Euro) zu beobachten. Oberösterreich erwirtschaftete mit einem Anteil von 17,9% der Betriebe 23,0% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (13,4% der Betriebe, 19,2% der abgesetzten Produktion)  www.statistik.at

Vertreter der US-Industrie kamen zum Informationsaustausch mit ihren österreichischen Kollegen. britta biron

Wien. Der US-Herstellungssektor ist wieder im Aufschwung. Der Arbeits- und Energiekostenanteil an den gesamten Produktionskosten wird immer geringer, der Lohnkostenvorteil von Billiglohnländern

„Chancen sehe ich besonders bei der Ausstattung und Montage von Produktionsanlaeuropäische Investoren in den USA.“ franz rössler, österr. ­wirtschaftsdelegierter

© Renee Del Missier/Unger Steel Group

Oberwart. Nach nur acht Monaten Bauzeit hat Unger Steel Ende August das neue Büro- und Lagergebäude an die dachundwand Handels GmbH übergeben. Grund für die Investition war, dass österreichs einziger Großhändler für Dachdecker, Spengler, Zimmerer und Schwarzdecker künftig ein noch breiteres Angebot und Service bieten möchte. „Wir haben uns von Anfang an in guten Händen gefühlt“, erklärt dachundwand-GF Wolfram Lell, „Unger zeigt in jeder Situation außerordentliche Kompetenz, Flexibilität und Zuverlässigkeit und ist trotz Mehraufwand im Zeit- und ­Kostenplan.“  www.ungersteel.com

v.li.:Thomas J. Duesterberg (Aspen Institute), Franz Rössler (Österreichs Wirtschaftsdelegierter in Chicago), Greg Jones (­Association for Manufactoring Technology), Brent Weil (National Association of Manufacturers), William Strauss (Federal ­Reserve Bank of Chicago), Thomas Kurfess (Georgia Institute of Technology) und Josef Hofer (WKO Außenwirtschaft Austria).

wie China sinkt. Lieferengpässe nach Naturkatastrophen und steigende Logistikkosten lassen eine Produktion in den USA oder zumindest in den NAFTA-Ländern Kanada und Mexiko für die USUnternehmen wieder attraktiver erscheinen.

S. Marshall Besuchsreise 2013“ haben Experten der führenden Industrie-Institutionen der USA in Wien und Linz Gespräche mit führenden heimischen Industrievertretern geführt.

Aufschwung nutzen

Franz Rössler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Chicago, der die US-Delegation begleitet hat, dazu: „Schon jetzt sind die USA mit einem Exportwert von 1,9 Mrd. Euro nach Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt für die österreichischen Maschinen- und Anlagenbauer. Chancen bestehen insbesondere bei der Ausstattung und Montage von Produktions-

Von diesem Aufschwung können auch die österreichischen Anlagen- und Maschinenbauern profitieren, für die sich jetzt besonders interessante Möglichkeiten bieten, sowohl im Verkauf ihrer Produkte als auch im Bereich Forschung und Entwicklung sowie bei Kooperationen. Im Rahmen der „George

Der neue Unternehmenssitz von dachundwand wurde bezogen.

© WKO/Richard Tanzer

gen und Zulieferung an

dachundwand baut mit Unger Steel aus

Niedrige Energiepreise

anlagen und bei der Zulieferung an europäische Investoren in den USA.“ Einer der wichtigsten Faktoren dafür, dass die USA als Produktionsstandort an Bedeutung gewinnen werden, ist die Energie. William Strauss, Volkswirt bei der Federal Reserve Bank of Chicago, ist überzeugt, dass „durch die großen Erdgasfunde, die zu historisch niedrigen Energiepreisen geführt haben, auch energieintensive Industrien, wie Chemie, Kunststoff oder Stahl, wieder in die USA zurückkommen werden.” Bekanntestes Beispiel der jüngeren Vergangenheit dafür ist die neue Direktreduktionsanlage, die die voestalpine in Texas errichtet.

Mit steigender Automatisierung sind auch in den USA immer qualifiziertere Arbeitskräfte gefragt. Brent Weil, Ausbildungsexperte des US-Herstellerverbands National Association of Manufacturers (NAM), sieht große Unterschiede zwischen dem amerikanischen und dem österreichischen Zugang zur Ausbildung: „In den USA gibt es kein der österreichischen Lehrlingsausbildung vergleichbares System. Stattdessen müssen Betriebe viel stärker eigene Initiative ergreifen und mit lokalen Berufsschulen kooperieren.Weiters muss auch wie in Europa in den USA verstärkt die Jugend auf Karrieremöglichkeiten im Herstellungssektor aufmerksam gemacht werden.”  www.wko.at

EMO 2013 3M-Geschäftsbereich Precision Grinding & Finishing präsentiert umfangreiches Komplettsortiment

Neue Lösungen für den perfekten Schliff Perchtoldsdorf. Auf der Messe EMO – der größten Fachmesse für Metallbearbeitung – präsentiert der 3MGeschäftsbereich Precision Grinding & Finishing unter anderem ein komplettes Sortiment innovativer 3M Cubitron II Schleifmittel. Diese werden für das Profilschleifen von Zahnrädern sowie für das kontinuierliche Wälz- und Kegelradschleifen verwendet. Neben Einprofil-Schleifscheiben umfasst

das Sortiment der 3M Cubitron II-Schleifmittel jetzt auch Wälzschnecken und Kegelrad-Schleifscheiben.

Neue Schleifmittel Ausgestellt werden weiters auch Prototypen von Neuentwicklungen für das Außen- und Innenrundschleifen in der Automobil- und Lagerindustrie.

Mehr Platz für weitere Expansion

Anwendungstests in der industriellen Fertigung haben gezeigt, dass sich mit diesen Produkten die Bearbeitungszeit bis auf die Hälfte reduzieren lässt – und das bei höchster Oberflächengüte. Weitere Vorteile sind eine um das Drei- bis Vierfache erhöhte Standzeit bei einem Schleifbrandrisiko, das gegen Null geht. Erste Berechnungen zeigen darüber hinaus, dass sich beim Einsatz dieser innovativen Schleifmittel auch rund ein Viertel der Fertigungskosten einsparen lässt.

Prototypen-Präsentation

© 3M

Pasching. Baumüller Austria hat vor Kurzem sein neues Firmengebäude bezogen. In dem neuen Applikationslabor können Kundenapplikationen entwickelt und nachgebildet werden. Zudem ist ausreichend Platz für Schulungs- und Meetingräume vorhanden, in denen Kunden wie Mitarbeiter weitergebildet werden können. Auch für zusätzliches Personal ist nun genug Raum vorhanden.  www.baumueller.at

Freitag, 13. September 2013

Wendt Laserbearbeitungszentrum Spectra 840 mit verbesserter Software.

Daneben wird auf der EMO auch eine neue Generation an Schleifmaschinen vorgestellt: Schon rein äußerlich beeindrucken die beiden neuen Wendt Umfangs- und Schutzfasen-Schleifmaschinen der WAC-Familie durch ihr ergonomischeres Design mit größerem und wahlweise tieferem Zugang zum Arbeitsraum. Sie enthalten eine noch präzisere Rundtischlagerung sowie die innovative Forcegrind Vorschubstrategie.

Die Standardvariante, Quattro S., bietet ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit erweiterter Serienausstattung und umfangreicheren Optionen, wie etwa einer hydrostatisch gelagerten Werkstückspindel, ist dieses Modell ab Anfang 2014 erhältlich. Über eine verbesserte Software, durch die die Bedienung weiter erleichtert wurde, verfügt das Wendt Laserbearbeitungszentrum Spectra 840.  www.3m.com

facts & figures Die Winterthur Technology AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des 3MKonzerns und gehört zu den weltweit führenden Herstellern für innovative Schleiflösungen. Als einziger Hersteller im Markt bietet die Gruppe Schleifwerkzeuge und Schleifmaschinen aus einer Hand an. Gebundene Schleifmittel finden vor allem in der Automobil-, Luftfahrt-, Werkzeug- maschinen-, Werkzeug-, Glas- und Stahlindustrie Anwendung, vor allem für das Präzisionsschleifen hochharter Werkstoffe

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