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medianet

inside your business. today.

freitag, 13. april 2012 – 53

Unsicherheiten im Export bremsen die Erwartungen der Industrie  Seite 55

Bogner Edelstahl

Der neu formierte Strategiebeirat soll das Wachstum weiter pushen  Seite 56

adept gleich drei neuheiten

© Adept Technology

getrübte aussichten

© Bogner Edelstahl

© Christian Husar

industrialtechnology Einfacher wird es für die Industrie nicht

© www.kaindl-hoenig.com

short

Salzburg. High Tech und Low Weight – das sind die zentralen Themen der „HiLight 2013“, Österreichs einziger Messe für Leichtbau und innovative Technik, die erstmals vom 30. Jänner bis 1. Februar 2013 im Messezentrum Salzburg stattfinden wird. Im Mittelpunkt stehen Materialien wie Aluminium, Magnesium, Stahl oder Carbon, die Verarbeitung sowie die Produktion von Leichtbaulösungen und Fügetechnologien. Abgerundet wird das Messeprogramm durch verschiedene Fachsymposien.  www.messezentrum-  salzburg.at

© Panthermedia.net/Norma Cornes

Frankfurt. Trotz der äußerst schlechten Flachs-Ernte im letzten Jahr kam es nach Aussage des Arbeitskreises Naturfaserverstärkte Kunststoffe der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. zu keinen Lieferengpässen bei Naturfaser-Verbundwerkstoffen, die besonders im Leichtbau und in der Automobilindustrie (etwa für Türverkleidungen und als Dämmmaterialien) eine immer wichtigere Rolle spielen. Grund dafür sei, dass die Hersteller rechtzeitig ihren Materialmix angepasst haben und alternative Naturfasern, etwa Jute und Kenaf aus Asien oder Hanf aus Europa, eingesetzt haben.  www.avk-tv.de

© Greiner Packaging International

Aktuelle Umfrage Nicht unbedingt komplizierter, aber auf jeden Fall komplexer sieht die produzierende Industrie ihre Zukunft. Vor allem interne Prozesse und die IT müssen an die neuen Anforderungen dringend angepasst werden.  Seite 54 Engel Austria Neues Joint Venture mit Plastisud

Vollelektrische Engel e-cap 3440/420 Spritzgießmaschine.

Schwertberg. Um die spezifischen Anforderungen des chinesischen Marktes in Zukunft noch besser erfüllen zu können, haben der Werkzeugbauer Plastisud und Spritzgießmaschinenbauer Engel Austria ein Joint Venture gegründet. Unter dem Namen „Green Cap“ bieten sie gemeinsam Turn-key-Lösungen für die Herstellung von Verschlusskappen für Wasser und Softdrinks in China an. Auf der diesjährigen „Chinaplas“ vom 18. bis 21. April in Shanghai werden die beiden Unternehmen ihr neues Konzept erstmals dem Fachpublikum vorstellen.  www.engelglobal.com

LD-Verfahren feiert 60. Geburtstag

© voestalpine

Großer Markt für kleine Kappen

© Engel

Kremsmünster. Greiner Packaging International setzt seinen Expansionskurs in Südosteuropa fort und hat kürzlich über seine Tochtergesellschaft Greiner Packaging Serbien einen Teil des serbischen Industriekonglomerats Hipol übernommen. „Wir übernehmen einen Bereich mit 60 Mitarbeitern und technischen Einrichtungen für Extrusion, Tiefziehen, Druck und Spritzguss. In den kommenden drei Jahren wollen wir den Mitarbeiterstand in Odzaci auf 150 anheben“, so Willi Eibner, CEO von Greiner Packaging International (Bild).  www.greiner-gpi.com

voestalpine Ausstellung ehrt das revolutionäre Verfahren

Ausstellung „60 Jahre LD-Verfahren – eine Innovation verändert die Welt“.

Linz. Am 27. November 1952 nahm in Linz das erste LD-Stahlwerk der Welt die Produktion auf. Diese österreichische Innovation hat die Stahlindustrie auf der ganzen Welt nachhaltig beeinflusst. Noch heute werden rund zwei Drittel der weltweiten Stahlproduktion nach diesem Verfahren hergestellt. Die voestalpine widmet dem Verfahren seit dem 12. April in der „Stahlwelt“ eine eigene Ausstellung. Im Rahmen von Sonderführungen, zu denen man sich online anmelden kann, steht auch die Besichtigung des LD-Stahlwerks 3 auf dem Programm.  www.voestalpine-stahlwelt


c ov e r

54 – industrialtechnology

kommentar

Forschung macht Schule

Freitag, 13. April 2012

Aktuelle Studie Differenziertere Märkte und neue Technologien stellen die Industrie vor große Herausforderungen

Die Komplexität in der Fertigung nimmt zu

Geschäftsprozesse und IT halten schon mit der aktuellen Entwicklung kaum noch Schritt. britta biron

F

orschung und Entwicklung sind – da herrscht weitgehend Einigkeit – die Dreh- und Angelpunkte für erfolgreiche Unternehmen und eine stabile Volkswirtschaft. Wesentlich dafür ist, dass Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten. Das wurde auch beim 6. Forschungsforum der Fachhochschulen, das vor wenigen Tagen an der FH Joanneum in Graz stattfand, betont. Nach Meinung von Helmut Holzinger, Präsident der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz, erfüllen Fachhochschulen diese wichtige Brückenfunktion zwischen Wissenschaft  und Wirtschaft. Generell seien die Fachhochschulen bei der Teilnahme an Ausschreibungen von Forschungsförderungsprogrammen, die auf einen kooperativen Ansatz hin zur Wirtschaft abstellen bzw. auf einen Innovationstransfer hin zur Wirtschaft ausgerichtet sind, sogar besonders erfolgreich. Allerdings werden sie gegenüber den Universitäten bei der Basisfinanzierung noch immer benachteiligt. Vor allem im Hinblick auf die dringend notwendige Beseitigung der im jüngsten Innovationsbericht der EU georteten Schwächen der österreichischen Forschung ist ja auch wirklich nicht einzusehen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Sparen könnte man vermutlich an anderer Stelle.

Festo Hermes Award

© Festo

ExoHand

Neue Handlungsspielräume ­zwischen Mensch und Maschine.

Esslingen. Die ExoHand von Festo ist für den renommierten Industriepreis „Hermes Award” der Deutschen Messe AG nominiert worden. Entwickelt wurde die bionische Hand, die erstmals auf der diesjährigen „Hannover Messe“ vorgestellt wird, um den Handlungsspielraum des Menschen in der Produktion zu erweitern und neue Anwendungen in der Servicerobotik sowie bei persönlichen Assistenzsystemen zu erschließen. Die pneumatischen Komponenten ermöglichen eine besonders nachgiebige und ergonomische Ansteuerung der einzelnen Fingerglieder.  www.festo.de

München. Die Komplexität in der Fertigung ist in den vergangenen fünf Jahren gestiegen und wird in den kommenden drei Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Das zeigt eine weltweite Umfrage unter 378 Herstellern in der Automobil-, Luftfahrt-, Hightech-Elektronik und industriellen Ausrüstungsindustrie, die IDC Manufacturing Insights – untertützt vom Geschäftssoftware und ServicesAnbieter Infor – durchgeführt hat. 57% der Befragten gehen von einer steigenden Komplexität aus, der Rest rechnet damit, dass sie auf dem aktuellen Niveau bleiben wird; ein Abnahme der Komplexität erwartet niemand. Wenig überraschend ist, dass alle Branchen die stärkste Zunahme in ihren eigenen Märkten erwarten, dicht gefolgt von der Komplexität interner Prozesse. Luft- und Raumfahrt, Maschinen- und Hightech-Elektronik-Industrie sehen die Technologie als einen dritten Bereich, der wahrscheinlich immer komplexer werden wird. Für Unternehmen in der Automobilindustrie steht dagegen die Lieferkette an dritter Stelle.

Unterschiedliche Strategien „Ähnlich wie bei der Umfrage von 2010 bleibt hohe Komplexität weiterhin ganz oben auf der Liste der Prioritäten für Hersteller – vor allem für jene, deren Produktauswahl und differenzierte Services zusätzlich betriebliche Komplexität und versteckte Kosten bedeuten”, erklärt Andrew Kinder, Director Product Marketing, Infor. Die Strategien, mit denen die Unternehmen diesen Herausforderung begegnen, variieren stark

„Ähnlich wie bei der Umfrage 2010 bleibt hohe Komplexität ­weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste für die Hersteller.“ Andrew Kinder, Director Product Marketing, Infor

Komplikationen reduzieren, indem sie konsistente Prozesse schaffen, die Mitarbeiter besser informieren und eine offene Kommunikation ermöglichen”, so Pierfrancesco Manenti, Leiter von IDC Manufacturing Insights, Europa, Mittlerer

Osten & Afrika. „Es gibt einen großen Bedarf an modernen Instrumenten, die neue, anwenderorientierte Betriebsmodelle unterstützen, um Herstellern Innovation und profitables Wachstum zu ermöglichen.”  www.infor.com

Zwei Drittel der Unternehmen gaben an, dass ihre Geschäftsprozesse und IT-Systeme schon dem derzeitigen Niveau an Komplexität kaum gewachsen sind und bemängeln das Fehlen entsprechender Instrumente. So seien etwa die IT-Systeme zu wenig flexibel, um mit den Entwicklungen Schritt zu halten. „Hersteller auf der ganzen Welt müssen strenge Regeln in ihrer Betriebsführung einhalten, um ihre Profitabilität zu verbessern. Gleichzeitig müssen sie interne

Erema Der OÖ Spezialist für Kunststoffrecycling-Anlagen baut seine führende Markstellung weiter aus

PET-Recyclingtechnik der Zukunft Ansfelden. „Seit der Gründung der Firma Erema vor 29 Jahren konzentrieren wir uns darauf, unseren Kunden immer bessere und leistungsfähigere Technologien anbieten zu können. Das treibt uns an und hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind: die Nr.1 im Kunststoffrecycling-Anlagenbau“, ist Erema-CEO Manfred Hackl zu Recht stolz. Der österreichische Recyclinganlagenhersteller erzielte von April 2011 bis März 2012 einen Rekord­umsatz von 115 Mio. € (+40%), das bisher beste Geschäftsjahr.

Flexibles Recycling Spezialisiert ist das Unternehmen auf Kunststoffrecyclingsysteme zum In-house-Recycling von Produktionsabfällen ebenso wie für stark kontaminierte Post Consumer-Abfälle; die Technologie von Erema hat sich hier als weltweit führender Standard durchgesetzt. „Die Kombination aus Schneidverdichter und Extruder ist das Herzstück der klassischen Ermema-Anlagen und bietet die groß-

artige Möglichkeit, dass diese je nach Ausführung für die unterschiedlichsten Recyclingaufgaben und Anwendungen eingesetzt werden kann“, so Hackl. Das innovative Ver­ fahren verzeichnet ­steigende Markt­ anteile in Europa und USA.

Das patentierte Vacurema-Verfahren hat sich seit seiner Markt­ einführung 2010 zur erfolgreichsten PET-Recyclingtechnologie entwickelt. Mehr als 140 Systeme sind weltweit schon im Einsatz. Rund 1 Mio. t PET-Flakes werden in Europa jährlich recycelt – mehr als ein Drittel bereits mit der neuen Technologie. Das neue Anlagenkonzept ist eine kompakte und platzsparende „All in one“-Lösung. Der Anwender kann je nach Bedarf zwischen drei verschiedenen Betriebsmodi wählen. Produktion von 100% r-PET Granulat, Produktion von 100% r-PET Flakes

oder simultane Erzeugung von r-PET Flakes + r-PET Granulat. Auf diese Weise können Anwender das aufbereitete r-PET in verschiedenen physikalischen Formen und den aktuellen Markterforder-

„Seit der Firmen­ gründung ist es unser Ziel, unseren Kunden immer bessere und leistungsfähigere Tech­ nologien zu bieten.“ manfred hackl ceo von erema

© Erema

britta biron

nach Branchen und industriespezifischen Faktoren. Automobil- und Luftfahrtindustrie etwa konzentrieren sich auf eine verbesserte Bedarfsplanung (60% bzw. 57%), um die betriebliche Effizienz zu erhöhen. In der Hightech-Elektronik setzt man vor allem auf Beschaffung aus Niedrigpreisländern (49%) und eine verbesserte Ausrichtung der IT (49%). Hersteller von Industriemaschinen halten ein genaueres Eingehen auf Kundenwünsche (53%) für zielführend.

nissen entsprechend zur Verfügung stellen und erhalten damit die Möglichkeit, sich sehr flexibel auf die sich ändernden Markterfordernisse anzupassen.  www.erema.at


Freitag, 13. April 2012

i n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 55

Konjunkturbefragung USA und Asien bleiben Hoffnungsmärkte, eher skeptisch sieht die Industrie die Geschäftsentwicklung in Europa

Die Grenzen des Wachstums Erfreulich ist die steigende Anzahl der Lehranfänger mit plus 10,8 Prozent.

Große Unsicherheiten In der Einschätzung der Auslandsaufträge zeige die Befragung, so Engelmann, für die nächsten Monate mehr oder weniger große Unsicherheiten. Während die USA und Asien, in die immerhin je sechs Prozent der österreichischen Exporte gehen, nach wie vor als Hoffnungsmärkte angesehen werden können, sind die Unternehmen hin-

sichtlich der Exportaufträge aus Italien, Spanien, Portugal, Ungarn und Griechenland eher skeptisch. 2011 stiegen die Exporte zwar um 6,8% auf 62,4 Mrd. €, die Dynamik verlangsamte sich aber im Jahresverlauf deutlich und im 4. Quartal brach sie dann überhaupt um 6,7% ein (November -7%, Dezember -15,6%). Auch die Inlandsaufträge, die seit Mitte 2011 schon schleppend verliefen, waren zu Jahresende leicht rückläufig. Durch die in der Zwischenzeit mit dem Stabilitätsgesetz 2012 beschlossenen Budget-einsparungsmaßnahmen rechnen die Unternehmen daher auch

in diesem Bereich für heuer mit wenig Besserung.

Mehr Lehranfänger Ein deutliches Plus von 10,8% konnte bei den Lehranfängern verzeichnet werden. „Eine wesentliche Herausforderung in der Zukunft ist die Sicherstellung des Fachkräftebedarfs insbesondere in technisch-handwerklichen bzw. technisch-naturwissenschaftlichen Berufen. Deshalb haben wir unsere Anstrengungen verstärkt, um das Fachkräftepotenzial von morgen zu heben”, so Engelmann.  www.wko.at

© Christian Husar

Wien. „Wir haben es aktuell mit einer schwierigen Situation zu tun. Gesamtwirtschaftlich gesehen wird mit einem Wachstum von bis zu 0,8 Prozent für 2012 gerechnet. Für die Eurozone selbst, in der sich die größten Exportpartner der Industrie befinden, wird aber kein Wachstum prognostiziert”, fasst Manfred Engelmann, GF der Bundessparte Industrie der WKO, die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturbefragung zusammen.

Manfred Engelmann, GF der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer.

IV Klima & Zeitarbeit

Krisengebiete Wien. Auch wenn die Kyoto-Ziele Österreichs nach Ansicht der Industriellenvereinigung milde ausgedrückt etwas zu ambitioniert sind, „bekennen wir uns dazu, die eingegangenen Verpflichtungen auch zu erfüllen”, so IV-Vizegeneralsekretär Peter Koren. Daher unterstütze man den Plan des Umweltministers, die aktuell günstigen Preise für die CO2-Zertifikate zu nutzen. Kontroproduktiv sei es dagegen, jetzt über höhere Klimaziele nachzudenken. Sauer stößt der IV auch die Diskussion um die geplante Einschränkung der Zeitarbeit auf. Die vorgeschlagene Novelle setze das bestehende System – das österreichische Modell gelte europaweit als Vorbild – außer Kraft und schaffe Rechtsunsicherheit, so Koren. So wäre die Definition der Rahmenbedingungen für überlassene Arbeitskräfte durch Kollektivverträge nur mehr unter stark einschränkenden Voraussetzungen möglich. Insbesondere die Rücksichtnahme auf die bereits bestehende Kollektivvertragssituation, die laut EU-Leiharbeitsrichtlinie ausdrücklich ermöglicht ist, sei nicht ausreichend vorgesehen. Zusätzlich würde die Administration der Arbeitskräfteüberlassung durch verstärkte Mitteilungs- und Meldepflichten erschwert. „Dieser Entwurf würde für Österreich Wettbewerbsnachteile im europäischen Vergleich bedeuten”, betont Koren.  www.iv-net.at

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Termine medianet Drachenboot Cup OST

Wien, Samstag, 16. Juni 2012

medianet Drachenboot Cup SÜD

Graz, Samstag, 23. Juni 2012

medianet Drachenboot Cup WEST

Zell am See, Samstag, 14. Juli 2012

Tipp: Wussten Sie, dass Sie jährlich 365 ¤ pro Mitarbeiter für Betriebsausflüge und ähnliche Aktivitäten – so auch für den „medianet Drachenboot Cup“ – steuerlich geltend machen können? Weitere Informationen und Anmeldung auf www.drachenboot.at oder auf unserer Facebook-Seite.

© Andi Bruckner/IV

Organisiert und umgesetzt von www.teamfactory.at

Peter Koren, IV-Vizegeneralsekretär, kritisiert weitere Belastungen.


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

56 – industrialtechnology

Freitag, 13. April 2012

Bogner Edelstahl Ausbau der Governancestruktur als wichtiger Faktor für geplantes Wachstum

short

© Ormazabal

Transformatorenstation als flexibles Modul

Neuer Strategiebeirat nimmt die Arbeit auf

Mandat von Martin Bergler verlängert, Thomas Lang und Alexander Schoeller neu bestellt. norbert berger

Krefeld. Bislang ist das Einrichten einer Ortsnetzstation für Anlagenbauer mit viel Aufwand und Planungsrisiken verbunden; alle Komponenten der Anlage – von der Mittelspannung über den Transformator bis zur Niederspannung – müssen einzeln ausgewählt und aufeinander abgestimmt werden. Mit der Produktstudie „Ormaflex“ stellt der Mittelspannungsexperte Ormazabal ein Konzept vor, das die Planungsarbeiten in Zukunft erleichtert und dazu einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Herzstück der neuen Anlage ist ein OrganicTransformator mit biologisch abbaubarem Öl. Der besonders effiziente ­Trafo ist eingestuft in die niedrigste Verlustklasse Bk A0 und bietet in dieser Anwendung ­eine Leistung von 400 bis zu 1.250 kVA. Das eingesetzte Bio-Öl hat Ormazabal in enger Kooperation mit Repsol, dem spanischen Marktführer in der Petro­chemie, entwickelt. Es ist auch nach Jahrzehnten im Betrieb noch vollständig abbaubar und schont damit die Umwelt. Eine Auffangwanne ist in der Anlage deshalb nicht erforderlich. Die Mittelspannungsanlage ist störlichtbogengeprüft gemäß IEC 62271-200 (VDE 0671 Teil 200). Ihre kompakte Bauweise erlaubt den Einsatz auch auf beengtem Raum.  www.ormazabal.de

Kapazitätserweiterung bei BASF Deutschland

Wien. Seit über 60 Jahren zählt Bogner Edelstahl zu den erfolgreichsten Edelstahlhändlern und -verarbeitern in Österreich und im CEE-Raum. Diese Position will man in Zukunft nicht nur halten, sondern auch ausbauen und hat

„Der neue Beirat aus externen Experten stellt eine wirksame und unabhängige Arbeitsweise der Geschäftsführung sicher.“ Peter Ostermann, CEO ­Bogner Edelstahl Holding

© Bogner Edelstahl

Die Studie „Ormaflex“ wird erstmals auf der Hannover Messe gezeigt.

Die Bogner Edelstahl-Eigentürmer Georg, Friedrich sen. und Fritz Bogner (v.l.n.r.) stellen die Weichen für weiteres Wachstum.

dafür im letzten Jahr die Strategie „Best 300” gestartet. Dazu gehört auch der Ausbau der Governancestruktur der Bogner Gruppe, für den Anfang 2012, zusätzlich zur Generalversammlung, der seit 2009 bestehende Beirat in einen monatlich tagenden Eigentümerrat und einen quartalsweise tagenden, mit externen Experten besetzten, Strategieberat umorganisiert wurde. Der Eigentümerrat steht seit Anfang 2012 unter der Leitung von Fritz Bogner; Friedrich Bogner und Georg Bogner sind die weiteren Mitglieder und vertreten gemeinsam die Interessen des Eigen­tümers. Die neu bestellte Geschäfts­führung, bestehend aus Peter Ostermann (CEO)

und Robert Broermann (CFO), berichtet dem Eigentümerrat monatlich.

Behandlung von komplexen Sachverhalten umfasst. Konkret werden die Berichte der Geschäftsführung diskutiert und Empfehlungen an Eigentümerrat und Geschäftsführung bezüglich Marktbearbeitung, Kunden, Strategie, Wertschöpfung, Finanzierung, Personal, Organisation, IT, Standorten & Reorganisation gegeben und die Umsetzung dieser Empfehlungen begleitet.

„Best 300“-Strategie Wesentliche Aufgabe des Eigentümerrats ist die Unterstützung der Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens, etwa bei Entscheidungen bezüglich Strategie, Planung und Budget, Gewinnverwendung, Verlustabdeckung, Investitionen, Finanzierung, Um/ Neu-Gründung, M&A-Transaktionen sowie eine allgemeine Kontrollfunktion. Der neu geschaffene Strategiebeirat ist ein Gremium, dessen Aufgabe die Steigerung der Effizienz der Eigentümerrats und die

Externes Know-how Der Strategiebeirat steht unter der Leitung von Fritz Bogner. Martin Bergler (COO der rpGlobal renewable power), der seit 2009 Beiratsmitglied war, wechselt in den Strategiebeirat, Thomas Lan (Geschäftsführender Gesellschaf-

ter der LAP) und Alexander Schoeller (Anwalt in der Kanzlei Jaksch Schoeller & Riel), wurden neu bestellt. Die Bestellungen erfolgten für zwei Jahre. „Der neue Strategiebeirat setzt sich aus erfahrenen Experten zusammen, die unter Berücksichtigung des Österreichischen Corporate Governance Kodex agieren und dadurch eine wirksame und unabhängige Arbeitsweise sicherstellen. Es soll gewährleistet werden, dass das Wachstumsprogramm ,Best 300‘ der Bogner Gruppe erfolgreich umgesetzt wird und Bogner Edelstahl auch in den kommenden Jahren auf Erfolgskurs bleibt“, so Peter Ostermann, CEO der Bogner Edelstahl Holding.  www.bogner.co.at

Auf Expansionskurs Der neue Autoklav wird die größte Fertigungsanlage im neuen Werk sein

Feierliche Eröffnung der neuen Produktionsanlage in Ludwigshafen.

Ludwigshafen. Die BASF hat Anfang April in Ludwigshafen eine neue Anlage zur Herstellung von oxidierten Polyethylen­ wachsen in Betrieb genommen, die Wachsoxidate von hoher Qualität nach einem BASF-eigenen Verfahren produziert. „Gleichzeitig haben wir auch in die Modernisierung der bestehenden Anlage für PE-Wachse investiert“, sagt Stefan Beckmann, Senior Vice President Home Care & Formulation Technologies Europe. Bei Kunststoffen steige auch die Nachfrage nach hochwertigen Wachsen und Wachsoxidaten“, so Beckmann weiter. „Mit der Inbetriebnahme der neuen Oxidationsanlage für Wachse in Ludwigshafen können wir den steigenden Marktbedarf jetzt besser befriedigen.“  www.basf.de

Ried. Im Zuge eines groß angelegten Investitionsprogramms baut die FACC AG ihre oberösterreichischen Standorte weiter aus. Das starke Wachstum, bedingt vor allem durch die erweiterten Flug-

des Unternehmens

Der Startschuss für die Bauaktivitäten war Anfang April die Einbringung des Autoklavs, der mit einer Länge von 22,5 m und einem Durchmesser von 6,1 m die größte Fertigungsanlage in der neu zu errichtenden Werkshalle sein wird. Der Autoklav wird zur Fertigung von Triebwerkskomponenten zum Einsatz kommen. Die Flugzeugbauteile aus Faserverbundmaterialien werden in dem Kessel unter hohem Druck und Wärme ausgehärtet. Im Anschluss daran wurde der Bau der Produktionsstätte fortgesetzt. Die Fertigstellung der Werkshalle ist für Ende Juli dieses Jahres geplant.

unterstützen.“

Sattes Umsatzplus

„Das umfangreiche Investitionsprogramm wird den eingeschlagenen Wachstumskurs

robert machtlinger

zeugprogramme Airbus A380 und Boeing 787, erfordert neben der Errichtung einer F&E-Zentrale auch eine Ausweitung der bestehenden Fertigungskapazitäten im Werk 4 für Engines & Nacelles.

„Im abgelaufen Geschäftsjahr ist unser Umsatz um 31 Prozent gestiegen. Ein weiterer Umsatzanstieg um 15 Prozent oder mehr wird für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 erwartet“, so Robert Machtlinger, Vorstand Technik der FACC AG. „FACC wird aus diesem Grund an den Standorten in Oberösterreich erheblich investieren.

Dieser Heißluftofen ist der zweite in dieser Größe bei FACC und wird maßgeblich zur Kapazitätsausweitung der zehn bereits bestehenden Heißluftöfen beitragen.“

Neue Mitarbeiter gesucht Auch personell wird aufgestockt. Die Anzahl der Mitarbeiter ist bereits in den letzten Monaten

stark gestiegen. „Verschiedene Positionen sind noch zu besetzen und wir suchen technikversierte und innovative Persönlichkeiten, die Interesse an einem abwechslungsreichen und zukunftssicheren Arbeitsplatz in einem weltweit tätigen Unternehmen der Wachstumsbranche Luftfahrt haben“, so Machtlinger.  www.facc.at

© FACC

© BASF

Der Ausbau der Fertigung geht zügig voran

Der Autoklav wird die größte Anlage in der neuen Fertigungshalle sein.


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

TÜV Austria 11. Aufzugstag findet am 17. April statt

Sicher hoch hinaus Neuerungen bei Technik, Brandschutz & Co.

industrialtechnology – 57

| BS12-02G |

Freitag, 13. April 2012

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Goldschmidt

IPC Gottfried Jung leitet den Bereich Aufzüge beim TÜV Austria. herbert strasser

Wien. „Der Stand der Technik und die Anforderungen an Aufzüge ändern sich permanent und bringen neue Herausforderungen“, weiß Gottfried Jung, Leiter des Bereichs „Aufzüge“ beim TÜV Austria. Mit dem „Aufzugstag“ – heuer findet er am 17. April im Wiener Rathaus statt – bietet man Herstellern und Betreibern von Aufzugsanlagen, Sachverständigen von Unternehmen und Behörden, Facility Managern und Mitarbeitern von Instandhaltungsunternehmen, Gebäude- und Haustechnikplanern, Bauingenieuren und Architekten, Immobilienbesitzern und -verwaltern – kurz allen, die direkt oder indirekt mit dem Thema „Aufzug“ zu tun haben, eine Möglichkeit, sich

umfassend über alle Neuheiten im Bereich Technik, Sicherheit und Vorschriften zu informieren. Auf dem Programm stehen heuer unter anderem die Themen „Intelligente Aufzüge“, „Stahlkonstruktionen und Neuerungen durch die EN 1090“, rechtliche Folgen fehlender Nachrüstung sowie Neuerungen beim Brandschutz. Als Vortragende fungieren TÜV-Experten sowie externe Experten, wie etwa Thomas Madreiter (Leiter der MA 18, Stadtentwicklung und Stadtplanung) oder Wolfgang Steinkellner (Prüfstelle für Brandschutztechnik des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbands). Zur Auflockerung präsentiert dann ­Kabarettist Reinhard Nowak einen humorigen „Aufzugs-Knigge“.  www.tuev.at

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Neue Konzepte Badminton-Roboter von FMTC

Sportliches Forschungsprojekt Langenfeld. Keine simple Spielerei, sondern ein Demonstrationsobjekt, an dem neue mechatronische Konzepte getestet werden, das ist der Badminton-Roboter „Jada” des belgischen Forschungsinstituts FMTC. Der Roboter beschleunigt mit dem Dreifachen der Erdgeschwindigkeit und ist damit schneller als ein Formel-1-Bolide. Zwei Kameras fungieren als Augen, drei Motoren als Muskeln und drei Rechner steu-

ern die „Hand-Auge-Koordination”. Der Badmintonschläger ist in einer um zwei Achsen drehbaren Hand montiert, die auf einem Schlitten in der Horizontalen hin- und herfährt. „Auf drei Achsen frei beweglich und absolut akkurat arbeitend, sind eigene Fehler von ‚Jada‘ so gut wie ausgeschlossen”, so Joe De Waele, Business Development Manager des FMTC.  www.fmtc.be

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© ACE Stoßdämpfer

Automation

Roboter „Jada“ beschleuningt schneller als ein Rennwagen in der Formel 1.


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

58 – industrialtechnology

Freitag, 13. April 2012

Adept Technology Drei Produktneuheiten werden auf der diesjährigen „Automatica“ in München vorgestellt

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Einfach automatisieren

Watt Drive erweitert Inveor-Palette Markt Piesting. Nach erfolgreicher Markteinführung des dezentralen Antriebsreglers „Inveor“ im letzten Jahr sind ab sofort auch die einphasigen Ausführungen für die Leistungsklassen 0,37 bis 1,1kW erhältlich. Weiters wurde die Produktpalette auch nach oben im dreiphasigen Bereich um eine weitere Baugröße ergänzt. Hier steht nun mit der DBaugröße ein Leistungsbereich von 11 bis 22kW zur Verfügung.  www.wattdrive.com

Zuführlösung Adept Flexibowl, Adept ePLC-Produktreihe und Europapremiere des Adept Courier. Dortmund. Adept präsentiert auf der diesjährigen „Automatica“ in München gleich drei Produktneuheiten. „Adept Courier“ ist ein intelligentes fahrerloses Transportsystem mit einer Nutzlast von bis zu 20 kg. Durch die Verbindung von mobiler Basis und integrierter, bewegungsfähiger Steuerung sowie einer Software für die automatische Kartengenerierung und Wegführung navigiert der Adept Courier innerhalb des definierten Arbeitsbereichs absolut autonom und sicher. Seine Anwendungsgebiete sind Krankenhäuser, Pharma-, Medizin-, Automobil- und Logistik-Industrie. Die zweite Innovation ist der „Adept Flexibowl Feeder“, der im Zusammenspiel mit jedem Adept-Roboter und der Bildverarbeitung „AdeptSight“ eine Vielzahl

© Beckhoff

Kommuniziert in allen Standards

Der „Adept Courier“ transportiert autonom und sicher Lasten bis zu 20 kg.

© Adept Technology

verschiedenster Teile – selbst filigrane und zerbrechliche – sicher zuführen kann. Auch das Handling von zylindrischen, geölten oder verhedderten Teilen ist für ihn kein Problem; die runde Form ermöglicht automatisch das Rückwenden der Teile und ein bequemes Integrieren von kleineren Robotern. Dank seines direkt angetriebenen Motors ist er sehr zuverlässig, geräuscharm und einfach zu bedienen. Eine kreisförmige Bandverfolgung erlaubt die Entnahme von Teilen während der Bewegung und ermöglicht so einen hohen Durchsatz. Dritter Innovationsstreich ist die neue „Adept ePLC“-Produktreihe. Bewegungsführung und Positionen des Roboters werden von der Simatic S7-Steuerung verwaltet und ausgeführt, Spezialkenntnisse sind zur Programmierung nicht erforderlich.  www.adept.de

herbert strasser

Erfasst und verarbeitet eine hohe Zahl verschiedener Prozessdaten.

Maplan Die neuen edition-Horizontalmaschinen bieten auf 30% weniger Stellfläche deutlich mehr Leistung

Verl. Beckhoff präsentiert auf der „IFAT Entsorga“ (7. bis 11. Mai in München) seine PC-basierte Steuerungstechnik für die Wasser- und Abwasserwirtschaft: Die offene Automatisierungslösung unterstützt alle gängigen Kommunikationsstandards zur Anbindung der Prozess- und Feldebene. Es unterstützt alle gängigen Kommunikationsstandards und erlaubt, eine hohe Anzahl von Prozessdaten zu erfassen und zu verarbeiten. Durch die direkte Anreihung der Busklemmen lassen sich alle gängigen Sensoren und Aktoren zur präzisen Erfassung der Prozessparameter, wie z.B. Temperatur, Vibration, Druck oder Volumenstrom, nahtlos in die Steuerung integrieren.

Sprung vorwärts beim Gummi-Spritzguss

© Maplan

Ternitz. Der österreichische Elastomer-Spritzgießmaschinenhersteller Maplan hat seine „edition“-Serie um eine neue Horizontalmaschinenbaureihe in zwei Antriebsvarianten erweitert. Die Basisausführung ist mit drehzahlkonstantem Asynchonmotor, variabler Pumpe und proportionaler Druck-/Mengenregelung ausgerüstet, die edition-S-Baureihe mit Cool Drive II wird über einen hochdynamischen, drehzahlvariablen Servo-Synchronmotor in Kombination mit einer Innenzahnradpumpe angetrieben. Cool Drive II bietet durch schnellere Bewegungen Zykluszeitvorteile und ermöglicht im Vergleich mit einem Standardantrieb eine Energieeinsparung von bis zu 65%.

Kompakte Bauweise mit übersichtlicher ­Anordnung aller Systemkomponenten.

Neuer Kalibrator bis Minus 55 Grad Celsius

Beide Baureihen sind mit den bewährten FIFO-Gummispritzeinheiten in Maplan-spezifischer Bauart ausgerüstet, die sich durch eine besonders kurz bauende, permanent gekühlte Düse für höchste Spritzdrücke am Werkzeugeintritt auszeichnet.

Breites Typenprogramm Ein weiterer Pluspunkt der edition-Horizontal ist die gegenüber der Vorgängerbaureihe um bis zu 30% verkleinerte Stellfläche, darüber hinaus die deutlichen Verbesserungen bei den Leistungsdaten, der Servicefreundlichkeit und nicht zuletzt beim Preis-/ Leistungsverhältnis.  www.maplan.at

Der neue Trockenblockkalibrator CTD9100-Cool.

Klingenberg. Im Bereich Kalibriertechnik für die Messgröße „Temperatur“ hat WIKA in der Produktgruppe der portablen Regelgeräte einige Neuerungen eingeführt. Das Portfolio wird künftig durch den Trockenblockkalibrator CTD9100-Cool für ein breites Einsatzspektrum ergänzt. Mit diesem Gerät lassen sich schnell und präzise sogar Temperaturen bis -55 °C erreichen (Obergrenze: 200 °C). Um mehr Thermometer gleichzeitig kalibrieren zu können, ist der Typ CTD9100-165 ab sofort mit einem größeren Hülsendurchmesser (60 mm) lieferbar. Vorteil der Trockenblockkalibrierung: Der Prüfling kommt mit keinem Medium in Berührung, d.h. die sonst notwendige Reinigung des Fühlers entfällt.  www.wika.de

Neue Dimension fließt im Engineering ein Amstetten. Eplan präsentiert zur „Hannover Messe“ eine erweiterte Fluid-Software, die auch in den MCAD-Workflow integriert werden kann. In „Eplan Fluid Professional“ sind 3D-Daten, Fluid-Symbole und elektrische Ansteuerung künftig direkt mit der Stückliste und den technischen Daten der Geräte verbunden. Anwender profitieren vom interdisziplinären Engineering und sinkendem Projektierungs- und Dokumentationsaufwand. Zugleich steigt die Kompetenz des Fluidtechnikers im Gesamtprojekt.

ermöglicht so den einfachen und schnellen Aufbau von Fluidschaltungen. Zentrale Neuerung ist die Integration in den bestehenden Workflow der Mechanik-Konstruktion. Während das 3D-Modell in einem beliebigen MCAD-System (Beispiel Autodesk Inventor) konstruiert wird, kann dort für die pneumatischen Komponenten und deren zentrale Drucklufteinspeisung ein Bauraum definiert und per Step-Schnittstelle an Eplan

Fluid Professional exportiert werden. Der Fluidtechniker projektiert in Folge die Auswahl der Komponenten und deren Verschaltung mit direkter Verbindung zur Elektrotechnik. Sofort stehen automatisch generierte Stücklisten und Schlauchleitungslisten zur Verfügung. Importiert der Fluidtechniker beispielsweise eine Montageplatte, so kann er die im Schaltplan projektierten Komponenten per Drag & Drop im vorgesehenen Bauraum

Geregelter Workflow Eplan Fluid Professional kombiniert bewährte fluidtechnische Projektierung mit neuer 3D-Technologie. Einmal im Fluid-Schaltplan platzierte Komponenten wie Ventile oder Zylinder können mit einer einfachen Methode – vergleichbar dem Lego-Prinzip – in 3D zusammengebaut und auf Montageflächen platziert werden. Die Eplan eTouch-Technologie liefert automatisch erzeugte Anfasspunkte für jedes Bauteil und

© Eplan

© www.Foto-Ziemlich.de

Eplan Erweiterte Fluid-Software kann jetzt auch in den MCAD-Workflow integriert werden

3D-Abbildungen entstehen automatisch als Teil der Dokumentation.

platzieren und direkt in 3D zusammenbauen. Mittels Bemaßungen werden die Fertigungsinformationen erstellt, beispielsweise für die Befestigungsschellen der pneumatischen Wartungseinheit. Das Ergebnis übergibt der Fluidtechniker wiederum per Step zurück an das Inventor-Modell der Gesamtmaschine – inklusive Bauteilnummerierungen.

Drag & Drop Der Fluidtechniker kann mit Eplan Fluid Professional seine Projektierung standardisieren und oft verwendete Teilsysteme in Form von Makros direkt in der Projektierung speichern und wiederverwenden; Spezialwissen wird so gesichert und ist jederzeit abrufbar. Das beschleunigt die Projektierung und sichert die Qualität disziplinübergreifend. Weiterhin bietet der Workflow gemeinsam mit der Elektroprojektierung die Chance der Fehlervermeidung, gerade bei zunehmender Komplexität der mechatronischen Komponenten wie Ventilinseln.  www.eplan.at


medianet industrial  

medianet industrial - die wöchentliche Berichterstattung über die Industriebranche- jeden Freitag in der Wirtschaftsfachtageszeitung mediane...

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