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medianet

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freitag, 12. oktober 2012 – 43

Neue Software reduziert den Treibstoff­ verbrauch von Containerschiffen  Seite 46

Kalte Schulter für Umwelt

Ökologie spielt bei temperaturgeführten Transporten noch keine große Rolle  Seite 48

© Leung Cho Pan

perfekte ballastverteilung

© Ginger007/pixelio.de

© Petra Bork/pixelio.de

industrialtechnology SCI-Studie

Globaler Markt für Bahn­ technik wächst bis zum Jahr 2016  Seite 49

IT beschleunigt den Entscheidungsprozess

© DPD

short

Köln. Transics, der Experte in Sachen Flottenmanagement, kooperiert mit der zum Aufliegerhersteller Schmitz Cargobull gehörenden Cargobull Telematics GmbH, um Auflieger-Telematikdaten von Cargobull in die Version 9.0 seiner Backoffice-Plattform TX-Connect zu integrieren. Damit können Spediteure jetzt Standort, Status und Temperaturbedingungen ihrer Sattelauflieger per TX-Connect-Interface überwachen. Zudem werden die Informationen durch Berichtsmodule verarbeitet. Damit können Spediteure ihren Kunden lückenlose Temperaturberichte als zusätzliche Mehrwert-Dienstleistung anbieten.  www.transics.com

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Leopoldsdorf. Über 285.000 Weinkartons – oder rund 2,3 Mio. Flaschen Wein, Sekt und Champagner – wurden in den letzten zwölf Monaten per DPD Weinlogistik vom Winzer zu den Kunden versandt. Damit steigerte Österreichs führender Paketdienst die Menge transportierter Pakete in diesem Spezialbereich um 20%. DPD bietet den Versand von Flaschen im 1er-, 2er-, 3er-, 6er- und 12er-Karton sowie im 1er-Magnum für 1,5 l-Flaschen an. Die beliebteste Größe war auch heuer wieder der 12er (120.000 Kartons).  www.dpd.at

Hamburg. Mit den beiden großen Hamburger Containerterminalbetreibern Eurogate und Hamburger Hafen und Logistik überarbeitet Dakosy zurzeit die Schnittstelle TR02 für die Kommunikation zwischen Trucking-Unternehmen und Kaiumschlagsbetrieben. Die Terminals senden künftig nicht nur dann Statusinformationen, wenn sich Veränderungen für die geplante Abholung des Truckers ergeben, sondern geben auch „positive Statusmeldungen”, mit denen sie die Trucker verlässlich über die Abholbereitschaft der Container informieren.  www.dakosy.de

© iStockphoto.com/RichVintage

© Hafen Hamburg

Trendprognose Um die wachsenden Datenmengen entlang der globalen ­Supply Chains sinnvoll nutzen zu können, rät Optimierungsexperte Ludger Schuh von Inform Unternehmen zum Einsatz moderner IT-Lösungen.  Seite 44

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c ov e r

44 – industrialtechnology

© BrainNet/Kapazunder GNBR

Eine neue Sicht auf das Risiko

Alexander Steinhart

D

ie Globalisierung sorgt für eine enge Vernetzung von Handelswegen, Unternehmensstrukturen und Supply Chains. Naturkatastrophen sind nur ein Beispiel, die zeigen, wie angreifbar diese Systeme sind. Konsequentes Risikomanagement und die Gewährleistung möglichst umfassender Sicherheit rücken deshalb immer  stärker in den Fokus. Neue Strategien wie das Szenario-Management helfen, der immer komplexeren Situation zu begegnen. Die wichtigste Änderung betrifft jedoch nicht die einzelnen Maßnahmen, sondern das Verständnis des Risikomanagements selbst. Die hohe Komplexität erfordert kontinuierlich lernende, lebendige Prozesse, die schnellere und effektivere Reaktionsmuster ermöglichen. Dabei gilt es aber, zu akzeptieren, dass trotz aller Maßnahmen die globalen Supply Chains in Zukunft mit einem wesentlich höheren Maß an Unsicherheit und einer neuen Bedrohungsqualität zurechtkommen müssen. Unternehmen müssen deshalb eine hohe Flexibilität und Adaptivität entwickeln, um externe Schocks besser auszuhalten. Dies erfordert nicht nur veränderte strategische Weichenstellungen, sondern auch eine neue Art des Denkens, das die Unsicherheit und prinzipielle Angreifbarkeit als Normalität akzeptiert.

Inform-Trendprognose Wachsende Datenflut stellt hohe Anforderungen an das Supply Chain-Management

IT hilft bei der Suche nach relevanten Informationen OR-Algorithmen und Cloud können Entscheidungsprozesse schneller und präziser machen. britta biron

Aachen. War die deutsche Logistikbranche im Frühling noch guter Stimmung, so zeigt der BVL Logistik-Index für das 3. Quartal eine deutliche Eintrübung. Das Geschäftsklima hat insgesamt um fast 19 Punkte auf aktuell 113,7 Zähler nachgegeben, den nied-

„Mithilfe von OR-Algorithmen können große Datenmengen flexibel in optimierte Entscheidungen ­umgesetzt werden.“ ludger schuh, inform

© Inform

gastkommentar

Freitag, 12. Oktober 2012

Ludger Schuh, Geschäftsbereichsleiter Iventory & Supply Chain bei Inform, sieht neue Möglichkeiten der Planungsoptimierung.

Alexander Steinhart, BrainNet ­Supply Management Group AG

rigsten Wert seit zweieinhalb Jahren. Allerdings weist das Niveau oberhalb der neutralen 100erGrenze immer noch auf eine leichte Aufwärtstendenz der Logistikaktivität in Deutschland hin. Die Branche blickt der Zukunft also noch positiv entgegen, muss sich aber immer neuen Herausforderungen stellen. Dazu werden in den nächsten Jahren neben steigendem Kostendruck und schwankenden Marktentwicklungen insbesondere die stetig wachsenden Datenberge zählen. An der Frage, welche Auswirkungen diese „Big Data“ auf die Branche haben werden, scheiden sich allerdings die Geister. Während die einen ein gewaltiges Problem sehen, wittern die anderen

RWI Container-Index

Ebus-Award Wiener Linien wurden für den innovativen Einsatz von E-Bussen im Linienverkehr ausgezeichnet

Rückgang

eher Chance für die Zukunft. Recht haben, so Ludger Schuh, Geschäftsbereichsleiter Inventory & Supply Chain beim Software-Spezialisten Inform, beide Seiten. „Tatsächlich kann ‚Big Data‘ wie ein negativer Verstärker wirken, wenn es auf ohnehin unflexible Supply Chains trifft. Auf der anderen Seite bieten sich ganz neue Möglichkeiten der Planungsoptimierung, wenn die Informationsschätze richtig eingesetzt werden.“

Mehr Wirtschaftlichkeit Operations Research (OR)-Algorithmen gehören seiner Einschätzung nach zu den geeignetsten Kandidaten, um die Datenflut sinnvoll zu nutzen. „Mit deren

Hilfe lassen sich große Mengen an Geschäftsdaten flexibel in optimierte Entscheidungen umsetzen. Genau darauf kommt es bei logistischen Prozessen entlang der Supply Chain an. Da hier Daten aus den verschiedensten Abteilungen zusammenlaufen, müssen Planungsverantwortliche mit einer unüberschaubaren Menge an Informationen arbeiten. Dabei gilt es, richtig und vor allem schnell zu evaluieren, welche Daten in der jeweiligen Situation ausschlaggebend sind“, erklärt Schuh. Eine effektive Ergänzung dazu stelle die Cloud dar: „Der Einsatz beider Technologien rechnet sich für Unternehmen. Zum Beispiel lassen sich im Bereich des Bestands-

Frühzeitig informieren Schuh rät Unternehmen, sich möglichst früh mit dem Thema auseinanderzusetzen: „‚Big Data‘ ist eine Herausforderung, vor der man nicht die Augen verschileßen darf.”  www.inform-software.de

Vorbildliches City-Verkehrskonzept Wien. Erst seit Kurzem sind die neuen E-Busse auf den Linien 2A und 3A in der Wiener Innenstadt unterwegs – und können sich bereits mit einer internationalen Auszeichnung schmücken. Die Wiener Linien konnten sich in der Kategorie „Betriebskonzepte Batteriebusse” bei den diesjährigen „Ebus-Awards“ des deutschen „Forum für Verkehr und Logistik” den Sieg sichern.

ist und auch Heizung und Klimaanlage rein elektrisch betrieben werden. Zudem überzeugen die neuen E-Busse auch in Sachen Energieeffizienz. Ähnlich wie bei den neuen U-Bahnen und ULFStraßenbahnen wird auch hier die Bremsenergie wieder für den Antrieb genutzt. „Wir rechnen mit einer maximalen Rückspeisung von 20% der Antriebsenergie“, so Steinbauer.  www.wienerlinien.at

Innovatives Konzept Ausschlaggebend für die Auszeichnung war die europaweit einzigartige Integrierung von E-Bussen in den Linienbetrieb. Geladen werden die Fahrzeuge durch einen Stromabnehmer am Dach des Busses, der in den Ladestationen der Endhaltestelle (Schwarzenbergplatz und Schottenring) per Knopfdruck hoch- und runtergefahren wird. Diese Aufladung dauert maximal 15 Min. Über Nacht werden die Busse in der Garage dann langsam mit einer Leistung von 15 kW aufgeladen. „Mit unseren neuen E-Bussen setzen wir einen wichtigen

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Essen. Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ist im August von 111,1 auf 110,6 gesunken. Das ist der dritte Rückgang in Folge, womit der Index seit Mai 3,4 Punkte verloren hat. Dies weist auf eine mittlerweile recht ausgeprägte Schwäche des internationalen Handels mit verarbeiteten Waren hin. Allerdings könne man, so die Experten, trotz des deutlichen Minus noch nicht von einer krisenhaften Entwicklung sprechen. Während der Krisenjahre 2008/09 war der Index zeitweise um mehr als 16 Punkte binnen drei Monaten gesunken.  www.rwi-essen.de

managements mithilfe moderner OR-Algorithmen Bestandsreduzierungen von bis zu 40 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung der Lieferfähigkeit erreichen.“ Selbst bei mittelständischen Unternehmen könne damit gebundenes Kapital im Wert von mehreren Millionen Euro freigesetzt werden. Zudem seien durch Transportoptimierung ebenfalls hohe Kosteneinsparungen möglich.

„Mit Beginn des In Sachen Ökologie und Energieeffizienz fährt Wien international im Spitzenfeld

Schritt in Richtung ‚Mobilität der Zukunft‘. Diese Auszeichnung ist eine zusätzliche Bestätigung, die unseren eingeschlagenen Weg und unsere Innovationskraft unterstreicht”, freut sich Günter Steinbauer, GF der Wiener Linien. Auch das Interesse von ÖPNV-Betreibern aus vielen Ländern Europas am Wiener Konzept sei groß. „Die neuen Busse sind auch für unse-

re internationalen Gäste ein Beweis dafür, dass unsere Stadt über eines der modernsten und umweltfreundlichsten Streckennetze der Welt verfügt“, unterstreicht Vizebürgermeisterin Renate Brauner Wiens Rolle als Vorreiter in Sachen moderner Mobilität. Eine Besonderheit der neuen E-Busse ist, dass erstmalig das Ladegerät im Bus selbst verbaut

­nächsten Jahres wird die erste Citybuslinie komplett auf die neuen E-Busse ­umgestellt sein.“ günter steinbauer gf wiener linien


Freitag, 12. Oktober 2012

t ran spo r t & lo g i s t i k Spe c i a l

industrialtechnology – 45

Kooperation Französische La Poste und Swiss Post führen ihre Internationalen Crossboarder Mail-Aktivitäten unter der Marke „Asendia“ zusammen

Neuer Player am Paketmarkt Wien. Das Joint Venture, an die französische La Poste und die Swiss Post zu je 50% beteiligt sind, verfolgt das Ziel, Marktführer bei B2C-Lösungen für internationale Maildienste zu werden. Asendia ist heute in 17 europäischen Ländern sowie Nordamerika und Asien vertreten und erzielt einen Umsatz von etwa 400 Mio. €. In Österreich werden rund 30 Mitarbeiter in Biedermannsdorf sowie in Schwarzbach in Vorarlberg für Asendia tätig sein.

Stark im Tourismus Organisatorisch hat das Joint Venture in Österreich keine Folgen, da La Poste am heimischen Markt bisher nicht vertreten war. Die vorhandenen La Poste-Kunden, die bisher aus dem Ausland betreut wurden, sowie jene der Swiss Post sollen bis Ende des Jahres in die neue Unternehmensstruktur

integriert werden. Über Asendia Österreich werden der deutsche, der südosteuropäische und der heimische Markt abgedeckt. Zudem bereitet sich Asendia auf die Postmarktliberalisierung 2013 in Kroatien vor und erwartet dort großes Wachstumspotenzial. Rund 40% des Umsatzes von Asendia Österreich werden mit Kunden erzielt, die weder in Österreich noch in der Schweiz angesiedelt sind; es sei gelungen, zahlreiche ausländische Kunden zur Betreuung ihrer Mailbedürfnisse nach Österreich zu lotsen. Eine Hauptkundengruppe ist die Tourismusbranche: „Vor allem in

„Wir verstehen uns nicht nur als Logisti­ ker, sondern decken mit unserem Angebot die gesamten Wert­ schöpfungskette ab.“ Georg Weidinger gf asendia österreich

Westösterreich verfügen wir über ein sehr weites Portfolio“, so Georg Weidinger, GF von Asendia Österreich. „Wir verstehen uns nicht als reiner Logistiker, sondern als Partner in der gesamten Wertschöpfungskette. Wir haben etwa bei ‚Eurotours‘ die gesamte Produktion der Reiseunterlagen übernommen.“ Interessantes Potenzial sieht man auch im Paket- und Kleinwarenversand. „Dieser Markt ist mit den Webshops ein Wachstumsbereich, der der Postbranche allgemein gegen die elektronische Substitution hilft“, erklärt Weidinger.  www.asendia.com

© Swiss Post International Austria

Der Fokus in Österreich liegt auf der Tourismusbranche und dem Online-Versandhandel.

Georg Weidinger, GF von Asenida ­Österreich: „Wir sehen uns als Partner.“

Asfinag Bauprojekt

Wien. Nicht nur architektonisch ist die Asfinag-Autobahnmeisterei Stockerau nicht mehr auf der Höhe der Zeit. „Eine Sanierung der bestehenden Anlagen ist aufgrund des Zustands der Bausubstanz und der vorhandenen, aber nicht optimal zu nutzenden Fläche einfach unwirtschaftlich“, so Asfinag-GF Rainer Kienreich. Daher wurde im Rahmen eines Architekturwettbewerbs nach einer zeitgemäßen Lösung gesucht. Aus den insgesamt 72 Einreichungen ging das Konzept des Architekturbüros AW+ arnold. wagner.bondkirch GbR als Sieger hervor. Die Flächen des Verwaltungsgebäudes werden reduziert und modernste Dämmstoffe und Materialien eingesetzt, um den Heizwärmebedarf der neuen Meisterei zu minimieren und Energiekosten zu sparen. Das Weglassen eines Kellergeschoßes reduziert zusätzlich die Baukosten. Das geradlinige Design wird durch den Einsatz von Beton und Glas zusätzlich unterstrichen. Die Garagentore der Lkw-Hallen werden künftig an der Ostseite angeordnet. „Dadurch werden vor allem im Winter bei tiefstehender Sonne Heizkosten gespart“, erklärt Kienreich. Alle weiteren beheizbaren Räume wie Büros, Besprechungsräume und Mannschaftsräumlichkeiten werden im Sinne der Energieeffizienz in ihrer Anordnung zusammengefasst. Die Asfinag investiert insgessamt rund 3,7 Mio. € in das Projekt, das bis 2015 fertiggestellt sein wird.  www.asfinag.at

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46 – industrialtechnology

Freitag, 12. Oktober 2012

Interschalt maritime systems AG Neue Trimm-Optimierungslösung „Trop“ reduziert Treibstoffverbrauch

short

Interesse an LangLkws steigt deutlich

Mehr Effizienz am Meer Computersimulation errechnet auf Basis verschiedener Variablen die optimale Ballastverteilung. Ballastverteilung suchen lassen, um dadurch am meisten Brennstoff einzusparen”, so Finke. Die Software berücksichtig dabei alle Sicherheitsvorschriften hinsichtlich Stabilität und Festigkeit. Wie viel im Einzelfall eingespart werden kann, hängt von verschie-

Lang-Lkws fahren im aktuellen Feldversuch unauffällig und unfallfrei.

Berlin. Seit Jahresbeginn läuft auf deutschen Straßen ein Feldversuch, um die Praxistauglichkeit der Lang-Lkws zu testen. Auf der IAA-Nutzfahrzeuge wurde jetzt dazu eine erste Zwischenbilanz gezogen. Eingesetzt werden die bis zu 25,25 m langen Fahrzeuge häufig im Kombinierten Verkehr und die Praxiserfahrungen der Speditionen zeigen, dass Einsparungen beim Kraftstoff­ verbrauch von bis zu einem Drittel erreicht werden. Und auch hinsichtlich der Sicherheit stellen die Lang-Lkw kein Problem dar. Martin Friewald, Leiter der Unterabteilung Straßenverkehr im Bundesverkehrsministerium: „Sie fahren unauffällig und unfallfrei im Verkehr mit.“ Seit Start des Feldversuchs steigt das Interesse der Speditionen, am Testlauf teilzunehmen und Friewald stellte eine Über­arbeitung des Streckennetzes in Aussicht, um weiteren Unternehmen die Teilnahme zu ermöglichen.  www.vda.de

Schenefeld. Auch wenn der Gütertransport per Schiff ökologisch im Vergleich zur Straße oder der Luftfracht deutlich besser abschneidet, spielen die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Schifffahrtindustrie eine große Rolle. So lässt sich mit dem optimalen Trimm eines Schiffs etwa nachhaltig Treibstoff sparen. Bereits seit den 1990er-Jahren beschäftigt sich die Branche daher mit der Trimm-Optimierung. Um zu ermitteln, bei welchem Trimm die Schiffe mit dem geringsten Widerstand durch das Wasser gleiten, haben fortschrittliche deutsche Reeder damals aufwendige Modell-Schleppversuche durchführen lassen.

Einfache Berechnung

„Mit der neuen TrimmOptimierung ‚Trop‘ ­bieten wir ein Instrument, um den Umweltschutz in der Schiff-

© Petra Bork/pixelio.de

© dpa

norbert berger

fahrt zu erhöhen.“ bernhard finke, interschalt

Optimale Beladung reduziert den Treibstoffverbrauch von Containerschiffen.

Dabei stellte sich heraus, dass in zahlreichen Situationen ein leicht vorlastiger Trimm optimal ist. Auf Basis dieser Daten wurde damals schon eine Ballast-Optimierung im Ladungsrechner MACS3 umgesetzt. Das Interesse an diesem Modul ist allerdings in den folgenden anderthalb Jahrzehnten zurückgegangen, weil die Kosten für die Durchführung der Schleppversuche zu hoch waren. „Schleppversuche lassen sich heute mittels Simulations-Software

realitätsnah und kostengünstig am Rechner durchführen”, so Bernhard Finke, Software-Entwickler bei Interschalt. „Die Ermittlung des optimalen Trimms ist eine Sache, die praktikable Umsetzung im Schiffsbetrieb eine andere.” Nach Beladung des Schiffs hat die Besatzung in der Regel nur die Möglichkeit, den Trimm mit hilfe der Ballasttanks zu verändern. Aber wie müssen die Tanks gefüllt werden, um den optimalen

Trimm zu erreichen? Und was passiert dann mit der Stabilität und Festigkeit? Darauf gibt jetzt das neue Trimm-Optimierungsmodul „Trop“, das durchgängig in den bewährten Interschalt Ladungsrechner MACS3 integriert ist, die passenden Antworten.

Gut für die Umwelt „Der Benutzer kann sogar automatisch nach der bestmöglichen

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denen Faktoren ab, wie der Größe des Schiffs, der Reisegeschwindigkeit, dem Wetter und Seegang. Für ein mittelgroßes Containerschiff von ca. 7.500 TEU und einer Reisegeschwindigkeit von 20 Knoten sei, so Finke, ein Einsparpotenzial von zwei bis drei Prozent durchaus realistisch. Bei einem Bunkerpreis von ca. 600 USD pro t summiert sich das auf immerhin 1.500 bis 2.200 USD pro Tag.  www.interschalt.de

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Freitag, 12. Oktober 2012

t ra n spo r t & lo g i s t i k s p e c ia l

industrialtechnology – 47

Amazon Der Online-Riese hat zwei weitere Logistikzentren in Deutschland eröffnet und baut seine Belegschaft bundesweit stark aus

Für den X-Mas-Ansturm gerüstet Pforzheim/Koblenz. Rechtzeitig vor dem Start der Weihnachtssaison hat Amazon in Deutschland zwei neue Logistikzentren in Betrieb genommen. Zurzeit besteht die Belegschaft in Pforzheim aus 100 Mitarbeitern, etwa doppelt so viele arbeiten bereits im neuen Logistikzentrum in Koblenz. Damit sind die Teams aber längst noch nicht komplett. Insgesamt jeweils über 1.000 langfristige Arbeitsplätze will Amazon in den beiden neuen Logistikzentren in den nächsten drei Jahren schaffen; dazu kommen noch bis zu jeweils 2.000 saisonale Arbeitsplätze während der Hochsaison. Derzeit sucht Amazon für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft personelle Unterstützung für alle deutschen Standorte. „Damit stellen wir sicher, dass Amazon-Kunden weiterhin den besten und schnellsten Service

bei ihren Bestellungen erhalten”, erklärt Cavit Yilmaz, RegionalDirektor der Amazon Logistikzentren.

Für Ansturm gerüstet Tempo macht das Unternehmen aber nicht nur beim Versand der immer größer werdenden Produktpalette, sondern auch bei den Bauprojekten: Erst Ende Juni wurde das Richtfest in der Anlage Pforzheim gefeiert. Welche Leistung erforderlich war, um dieses Projekt in dem engen Zeitplan fertigzustellen, lässt sich an einigen Zahlen erkennen.

Das Logistikzentrum umfasst eine Fläche von insgesamt 110.000 m� (das entspricht der Größe von 17 Fußballfeldern). 260.000 m� Erdreich mussten dafür an der Baustelle bewegt werden. Realisiert wurde auch dieses Projekt mit Goodman, einem Spezialisten für die Entwicklung von Logistikimmobilien. „Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Pforzheim hat dafür gesorgt, dass wir dieses Projekt in einer so kurzen Zeit optimal realisieren konnten”, lobt Armin Cossmann, der Leiter der deutschen AmazonLogistikzentren.    www.amazon.de

© Amazon

10.000 Saisonarbeitskräfte werden für Weihnachtsgeschäft gesucht.

Amazon: irdische Unterstützung für Christkind und Weihnachtsmann.

Panalpina Neue LCL-Linien

Asien-Europa

Wien. Panalpina hat drei neue Sammelcontainerdienste (Less than Container Load, LCL) von Asien nach Europa aufgenommen. „Es gibt eine wachsende Nachfrage in der Automobil- und Hightech-Industrie nach direkten Sammelcontainerdiensten von Asien in die Tschechische Republik, Ungarn und Österreich“, sagt Christian Kruse, verantwortlich bei Panalpina für das LCL-Geschäft in Europa und im Nahen Osten. Panalpina bietet ein Dutzend Sammelcontainerdienste von Festlandchina, Hongkong und Singapur in diese Länder. Die Verbindungen von Singapur nach Prag und Budapest sowie von Shanghai nach Graz führten bisher via Hamburg mit der Eisenbahn nach Linz in Österreich, wo die Fracht auf Lastwagen umgeladen wurde. „Um die Laufzeiten zu verringern und die CO2Emissionen zu reduzieren, haben wir uns entschieden, den Stopp in Linz herauszunehmen und die Fracht für Budapest und Graz über den slowenischen Hafen in Koper zu leiten“, erklärt Kruse. Die Laufzeit für Singapur nach Prag sowie Singapur nach Budapest wird um je zwei Tage auf 29 Tage verringert. Die Reise von Shanghai nach Graz dauert nun nur noch 36 statt 41 Tage. Kürzere Distanzen und für Prag und Budapest ein Wechsel von der Straße auf die Bahn reduzieren die CO2Emissionen für diese Dienste für Graz um 22%, für Prag um 8% und für Budapest um 33%.  www.panalpina.com

Wir bringen die Kultur auf die StraSSe. WWW.duVenbeCK.de

© Panalpina

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t r a nsp o r t & lo g i st i k s p eci a l

48 – industrialtechnology

short

Nahrungs- und Futtermittel sind auf Schiene Wien. Die in Wien ansässige Rail Logistics and Forwarding (eine Sparte der DB Schenker) erhielt kürzlich für ganz Europa das Zertifikat GMP+B4.5 für höchste Qualitätsstandards beim Transport von Lebensund Futtermitteln, Arzneien und pharmazeutischen Produkten und will künftig in diesem Segment weiter wachsen. Angeboten werden auch kundenspezifische Ganzzuglösungen. So wurde erst unlängst Biogetreide in 17 Ganzzügen von Rumänien nach Deutschland transportiert. 2011 wurden insgesamt 3.379 Waggons mit Waren aus diesem Bereich abgewickelt, 2012 ist die Tendenz steigend.  www.dbschenker.at

Neuer Name und mehr Leistungen Wien. Der 1987 gegründete österreichische OvernightExpressdienst „Go! Express & Logistics“ operiert nun unter dem neuen Firmennamen „X1 Express“ und hat zudem seine Serviceleistungen ausgebaut. So wurden etwa die Gewichtsbeschränkungen für Sendungen nach Deutschland von 50 kg auf 350 kg pro Packstück angehoben und die Zahl der Orte für die automatische Zustellung im deutschen Netzwerk um 30% erhöht.  www.x1express.com

Freitag, 12. Oktober 2012

Cold Chain-Studie Ökologische Aspekte spielen beim temperaturgeführten Transport noch eine sehr kleine Rolle

Ein sehr heißes Eisen

Sicherung der Qualitätsstandards sowie Kosteneffizienz sind aktuell wichtiger als Umweltfragen. rende temperaturgeführte Logistik zu etablieren.“ Eine Reihe von Möglichkeiten, um die Umweltbelastung bei temperaturgeführten Transporten zu reduzieren, gibt es bereits – unter anderem verbesserte Aerodynamik von Nutzfahrzeugen,

herbert strasser

Hannover. Süßwaren, Kosmetika, Tiefkühlprodukte, Chemikalien, frische Lebensmittel – so unterschiedlich diese Produkte auch sind, hinsichtlich der Logistik haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie benötigen entlang der gesamten Lieferkette spezielle Temperaturen. Entsprechend groß ist daher die Bedeutung des temperaturgeführten Transports und sie wird weiter steigen.

„Wir rechnen damit, dass bis 2016 acht der zehn meistverkauften

Nachfrage steigt weiter Courtney Becker-James, Direktorin von Cold Chain IQ, dazu: „Wir prognostizieren, dass bis 2016 acht der zehn international meistgekauften Pharmaprodukte kalt gelagert und gehandhabt werden müssen.“ Im Vorfeld der 12. jährlichen Fachkonferenz für Kühlkettenlogistik („Cool Chain Logistics”), die vom 28. bis 30. Jänner 2013 in Basel in der Schweiz stattfindet, hat Cold Chain IQ eine Umfrage durchgeführt: 71% der Pharmadistributionsexperten gaben an, ihre Investition in den nächsten zehn Jahren zu erhöhen, für 63% steht die Kosteneffizienz bei Lagerung und Transport ganz oben auf der To-do-Liste. Auch wenn Chemie- und Pharmahersteller und ihre Logistikpartner ebenso wie andere Branchen auch zunehmend öffentlichen und

Pharmaprodukte kalt gelagert und gehandelt werden.“ courtney becker-james cold chain Iq

gesetzlichen Druck in Sachen Ökologie spüren, ist das Thema „Grüne Logistik“ in diesem Sektor noch deutlich unterrepräsentiert.

Ökonomie vor Ökologie Laut Cold Chain-Report steht die Ökologie mit nur 3% auf der Prioritätenliste der Unternehmen an letzter Stelle. Deutlich wichtiger sind

kurze Transportwege (69%) sowie Kostenreduktion und Maßnahmen, die die Einhaltung diverser Bestimmungen sichern (je 29%). Für Becker-James bedeutet dies aber nicht, dass die Branche ökologische Aspekte generell geringschätzt. „In vielen Ländern besteht zurzeit die größte Herausforderung darin, überhaupt erst mal eine funktionie-

alternative Antriebstechnologien von Transportkälte-Aggregaten sowie die Stickstoffkühlung oder reccourcenschonende und wiederverwertbare Verpackungslösungen. Auf der IAA veranstaltete der VDA das Fachsymposium „Die verhinderte CO2-Reduktion im temperaturgeführten Transport“, bei dem die Problematik diskutiert und Strategien für eine bessere ÖkoBilanz präsentiert wurden.  www.coldchainiq.com

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Freitag, 12. Oktober 2012

tr a n sp o rt & lo g istik sp e cia l

industrialtechnology – 49

SCI-Studie Bis 2016 wächst der globale Markt für Bahntechnik vor allem durch mehr After-Sales-Service und neue Metroprojekte in Asien

Verkehr bleibt auf der Schiene Hamburg. Das auf Bahn und Logistik spezialisierte Beratungsunternehmen SCI Verkehr hat in seiner aktuellen Studie „Weltmarkt Bahntechnik 2012” ermittelt, dass das weltweite Marktvolumen für bahntechnische Produkte und Leistungen nach sehr guten Jahren derzeit rund 143 Mrd. € beträgt und bis 2016 auf knapp 168 Mrd. € steigen wird. Allerdings wird das Neugeschäft mit Ausnahme des U-Bahn-Segments, das vor allem in den Metropolen Asiens und Lateinamerikas stark ausgebaut wird, ab 2014 weitgehend stagnieren. „Die Zeit teurer Prestigeobjekte mit geringem verkehrlichen Nutzen ist vorbei“, stellt SCI-GF Maria Leenen fest. Kostspielige Hochgeschwindigkeitszüge und -strecken werden in vielen Ländern wegen wachsender Budgetprobleme einer Neukalkulation unterzogen, verschoben oder gleich komplett verworfen. Stattdessen setzen viele

Staaten darauf, die bestehenden konventionellen Netze stärker auszubauen. Die Industriepartner für solche Projekte werden aber oft chinesische oder lokale, nationale Hersteller sein und nicht die Technologieführer aus Europa und Japan. „Dementsprechend erwarten wir gerade bei den Herstellern anspruchsvoller Bahntechnik eine Konsolidierungsphase. Kosten-, Standort- und Make-or-Buy-Strukturen werden in der gesamten Branche bei steigendem Preisdruck und mehr Wettbewerb künftig kritisch überprüft und vermutlich

an vielen Stellen neu justiert. Wir erwarten aus dieser Restrukturierung der Branche – vielleicht aus heutiger Sicht überraschende – neue Industriepartnerschaften und bisher kaum bekannte Spezialisten.“ Der bislang führenden europäischen Bahnindustrie drohen insbesondere auch aufgrund sehr hoher Zulassungshürden gravierende Wettbewerbsnachteile. „Innovationen lassen sich heute eher in Asien oder im Straßenverkehr erproben, Europas Bahntechnik droht hier strukturell abgehängt zu werden“, so Leenens Warnung.  www.sci.de

© Panthermedia.net/Leung Cho Pan

Europäische Hersteller bekommen zunehmend Konkurrenz aus Asien.

Neue U-Bahn-Projekte gehören zu den wichtigsten Wachstumstreibern.

InnoTrans Rekorde

Gute Geschäfte Berlin. Als vollen Erfolg sehen sowohl Veranstalter als auch Aussteller und Besucher die diesjährige „InnoTrans“, die vom 18. bis 21. September im Berlin stattfand. 2.515 Unternehmen aus 49 Ländern präsentierten bei der Weltleitmesse für Verkehrstechnik die neuesten Produkte und Services der globalen Bahnindustrie. Insgesamt 126.110 Fachbesucher (+19% gegenüber der letzten Messe im Jahr 2010) aus 140 Ländern wurden heuer gezählt; die Bandbreite der Herkunftsländer hat sich heuer weiter vergrößert. Zum ersten Mal in der Geschichte der InnoTrans reiste zum Beispiel eine rund 60köpfige Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Zu den rund 140 Premieren, die auf der InnoTrans gezeigt wurden, zählten unter anderem die Traxx F140 Diesel-Multi-Engine-Lokomotive von Bombardier Transportation sowie die innovative Schleiftechnologie High Speed Grinding der Vossloh Rail Services GmbH. Premiere feierte auch die neu entwickelte Fadenverbundkupplung ZF-RailFlex der ZF Friedrichshafen AG. Mit Geschäftsabschlüssen von insgesamt über 1,8 Mrd. € erlangte die InnoTrans zudem als Ordermesse eine neue Qualität; ein Beispiel dafür ist der Rahmenvertrag zwischen der Deutschen Bahn und dem polnischen Unternehmen PESA über die Lieferung von bis zu 470 Triebzügen im Gesamtwert von 1,2 Mrd. €.  www.innotrans.de

Was macht das Leben schöner als ein zuverlässiger Partner? Wolfgang Jansky

© Messe Berlin

Geschäftsführer „Heute“

Rekordergebnisse für die dies­jährige „InnoTrans“ in Berlin. redmail_zufriedeneKunden_jansky_216x288.indd 1

07.10.12 09:12


50 – industrialtechnology

Teleroute Versicherung

Schutz vor Frachtdieben

tr a n s p o rt & lo g i s ti k s p e c i a l

Freitag, 12. Oktober 2012

Taylormade Fashion-Konzern Hugo Boss lässt sich von der Knapp AG ein Shuttle-System nach Maß fertigen

Logistik, die perfekt passt Seit zehn Jahren setzt die steirische Knapp AG mit dem OSR-Shuttle Maßstäbe in der Lagertechnik. den hochergonomischen Arbeitsplätzen der Pick-it-Easy-Serie im Ware-zur-Person-Verfahren weitere Gründe, warum sich Hugo Boss für eine Knapp-Anlage entschieden hat. Auch wenn sich in den letzten zehn Jahren am Grundprinzip der Shuttle-Technik – die Trennung des horizontalen und des vertikalen Behältertransports – nichts geändert hat, unterscheiden sich heutige Systeme nicht nur hinsichtlich der Größe deutlich von ihren Vorgängern. So ist etwa die mehrfachtiefe Lagerung von Behältern und Kartons sowie Behältern bis zu einem Gesamtgewicht von 50 kg möglich und durch die Verstellmöglichkeit der Teleskopbreite kann das System auch Behälter unterschiedlicher Größe handeln.

Mainz. Teleroute, eine führende, europaweite Online-Frachtenund Laderaumbörse, hat durch eine Partnerschaft mit Helvetia den Kampf gegen die Folgen von Frachtdiebstahl verstärkt. Bereits 2010 hatte die Frachtenbörse unter dem Namen „e-Confirm“ einen Service ins Leben gerufen, der die Identität von Teleroute-Anwendern garantiert. Damit schützt e-Confirm wirksam gegen den Betrug mit gestohlenen Identitäten. „Teleroute ist eine zu 99,99 Prozent sichere Frachtenbörse”, sagt Filip Aerts, Chief Marketing Officer von Teleroute. Tatsächlich hätte der Einsatz von e-Confirm dazu beigetragen, die ohnehin geringe Zahl der diesjährigen Frachtdiebstähle zu vermeiden. In Frankreich läuft bereits seit November 2011 ein Pilotprojekt zum kostenlosen Abschließen von Versicherungen gegen Frachtdiebstahl als Ergänzung von e-Confirm.

Neuer Service Ab sofort gilt der Versicherungsschutz nicht nur in Frankreich, sondern auch in sechs weiteren Ländern: Hinzu kommen Deutschland, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Italien und Spanien. In diesen Ländern liegt der Schwerpunkt aller Frachtdiebstähle in Europa. Die kostenlose Versicherung wird automatisch abgeschlossen, wenn Teleroute-Nutzer ihre Transaktionen mit e-Confirm abschließen. Abgedeckt sind alle physischen Schäden und Verlust. Diese Garantie erweitert den bestehenden Versicherungsschutz durch Dritte für Schäden bis zu einer Höhe von 50.000 € pro Schadensfall. Die Kunden erhalten höhere Entschädigungen, während Helvetia sogar für den Versicherungs-Selbstbehalt bestehender Verträge einspringt, ohne dass dafür Mehrkosten entstehen.  www.teleroute.de

Weltweit Nr. 1

Größer und flexibler

© Knapp

Teleroute erhöht die Sicherheit seiner Frachtenbörse weiter.

Hart bei Graz. Diesen April ging bei der Richter Pharma in Wels das weltweit erste, shuttlebasierende Kleinteilelager (das bis heute zur vollsten Zufriedenheit des Kunden arbeitet) in Betrieb. In den ersten Jahren musste die Knapp AG noch viel Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit für ihr innovatives System leisten, mittlerweile hat sich das Konzept aber längst am Markt etabliert und auch schon etliche Nachahmer gefunden. Den Vorsprung als Erfinder konnte das steirische Unternehmen aber geschickt nutzen und sich – auch weil man das Shuttle-System ständig weiterentwickelt und verbessert hat – bisher erfolgreich die Stellung als Weltmarktführer verteidigen.

Insgesamt mehr als 10.000 Shuttles sowie über 150 OSR-ShuttleAnlagen wurden bisher installiert, darunter auch die Höchste (28 m bei Cofares im spanischen Guadalajara), die Längste (105 m bei Olymp Bezner GmbH & Co.KG im deutschen Bietigheim) und die Größte (840 Shuttles bei Hermes Fulfilment im deutschen Haldensleben) der Welt. In die Riege dieser Giganten wird auch das mit 400.000 Stellplätzen ausgestattete Shuttle-System ge-

Wie die Shuttle-Systeme der Zukunft genau aussehen werden, weiß man auch bei der Knapp AG nicht, allerdings sind für die Weiterentwicklung vor allem zwei Trends wesentlich: Einerseits werden die Systeme größer und den steigenden Anforderungen der Kunden entsprechend immer flexibler; andererseits wird sich die Innovationstätigkeit von der reinen Einführung neuer Systeme verstärkt in Richtung der Optimierung von Kosten und Leistung verlagern.  www.knapp.com

Modell der Knapp-OSR Shuttle-Anlage für Hugo Boss mit 400.000 Stellplätzen.

hören, das sich der deutsche Mode- und Lifestyle-Konzern Hugo Boss vom Weltmarktführer aus der Steiermark für sein neues Distributionszentrum in Filderstadt bei Stuttgart maßschneidern lässt. Fast 100 Mio. € investiert Hugo Boss in das Gesamtprojekt am Stuttgarter Flughafen, das 2014 seinen Betrieb aufnehmen wird. Das ausgewählte OSR Shuttle bietet Hugo Boss die nötige Flexibilität,

um auf zukünftige Marktveränderungen und Anforderungen der verschiedenen Absatzkanäle schnell und effizient reagieren zu können.

Ständige Weiterentwicklung Die Direkteinlagerung von Originalkartons, die sofortige Verfügbarkeit der Artikel nach Wareneingang und die hohe Durchsatzleistung sind neben

Still Österreich Seit 50 Jahren auf Erfolgskurs

PSI AG Großauftrag von ThyssenKrupp Steel Europe

Wien/Hamburg. 1962 gegründet, ist Still Österreich die dienstälteste der mittlerweile 20 Landesgesellschaften des Hamburger Intralogistikers Still. Anlässlich des 50 Jahres-Jubliläums fand in der frisch modernisierten Zentrale in Wiener Neudorf eine große Geburtstagsfeier mit 400 Gästen statt. In einer Podiumsdiskussion ließ GF Helmuth Viertl mit seinen Gesprächspartnern die Geschichte des Unternehmens Revue passieren; im Anschluss sorgte ein eigens komponiertes Musical für ebenso unterhaltsame wie interessante Ausblicke in die Zukunft der Intralogistik.  www.still.de

Berlin. Der langen Liste von Großaufträgen in diesem Jahr (zum Halbjahr lag der Auftragsbestand mit 114 Mio. € um 18% über der Vergleichsperiode des Vorjahrs) kann die PSI AG einen weiteren hinzufügen. Das Unternehmen erhielt von ThyssenKrupp Steel Europe einen wichtigen Folgeauftrag: Lieferung eines Lagerverwaltungs- und Krankoordinatensystems für den Bereich Grobblech am Standort Duisburg-Süd. Das neue Lagerverwaltungssystem erweitert die Funktionalität der bestehenden PSImetalsLösung auf zusätzliche Produktionsbereiche und basiert auf der neuesten Systemversion. Die ge-

Gala zum runden Geburtstag

© Still

© Teleroute Deutschland

norbert berger

Helmuth Viertl, GF von Still Österreich, feierte mit 400 Gästen das Jubiläum.

Logistiksystem für Grobblech

plante Projektlaufzeit beträgt etwas mehr als ein Jahr. Durch die optimale Nutzung vorhandener Ressourcen (Transportmittel, Anlagen, Lagerplätze) soll die Lieferperformance weiter gesteigert werden. Langfristig will ThyssenKrupp Steel Europe die logistischen Aspekte in allen elf Produktionshallen des Bereichs ‚Grobblech Duisburg‘ von einem einheitlichen Lagerverwaltungssystem überwachen und steuern lassen. Dazu ist in einer letzten Stufe auch die Integration des Produktionsbereichs zur Erzeugung von Bandblechen inklusive deren Weiterverarbeitung, Lackierung und Versand geplant. www.psi.de

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