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medianet

inside your business. today.

Freitag, 7. Februar 2014 – 43

neue fertigungsdimension

Der monatliche Konjunkturreport von BA Chefanalystin Monika Rosen-Philipp Seite 45

Roland Berger: Additive Manufacturing erobert zunehmend Produktion  Seite 46

nachlese tipps von festoexperten

© Versus Verlag

Expertenanalyse © Makerbot

© medianet/K. Schiffl

industrialtechnology Smart Meter sorgen für hitzige Diskussionen

© WEG

short

Berlin. Die ESMT European School of Management and Technology hat zum zweiten Mal die Innovationskraft der 16 wichtigsten Unternehmen der europäischen Energiewirtschaft untersucht. Die Studienergebnisse zeigen aber nur ein bedingt positives Bild. Zwar habe sich der Forschungs- und Entwicklungsetat der Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen insgesamt um drei Prozent erhöht, doch neben sehr aktiven Unternehmen gäbe es dennoch eine Gruppe von Zögerern, die weder Schwerpunkte bei Forschung und Entwicklung noch bei der Umsetzung von Innovationen setzen, kritisiert der Bericht. www.esmt.org

© Siemens

Piesting. Watt Drive, ein Tochterunternehmen des brasilianischen Antriebsspezialisten WEG, hat vor Kurzem ein neues Vertriebsbüro in Mils bei Innsbruck eröffnet und baut damit seine Präsenz am österreichischen Markt weiter aus. Unter dem Dach der WEGGruppe habe sich das Unternehmen sich zu einem Komplettanbieter weiter entwickelt, entsprechend sei auch der Kundenstamm sowie die Nachfrage gestiegen, kommentiert Gesamtvertriebsleiter Markus Weber (Bild) den Grund für die neue Niederlassung. www.wattdrive.com

Ausschreibungsstart Drei neue Stifungsprofessuren

Leoben. Die im letzten Herbst gestartete Ausbildung zum Rohstofftechniker an der HTL Leoben stösst auf so großes Interesse, dass ein Zubau notwendig wird. Die Kosten dafür tragen jeweils zu einem Drittel die Unternehmen des Forums Rohstoffe, Betriebe des Fachverbandes Steine-Keramik und die Wirtschaftskammer Steier­ mark. Der Fachverbandes Steine-Keramik sponsert zudem Baumaterial und finanziert die Einrichtung der Klassenzimmer. Im August soll der Zubau mit sechs Klassenzimmern und vier Labors fertiggestellt sein. www.htl-leoben.at

Wien. Während in den meisten Industrieländern Stiftungsprofessuren für den Aufbau von Humanressourcen bereits Usus sind, hinkt Österreich hier noch nach. Um dies zu ändern, hat Technologieministerin Doris Bures im Vorjahr die Einrichtung von zehn Stiftungsprofessuren angekündigt. In einem ersten Schritt wurden jetzt im Rahmen der BMVIT-Initiative “Produktion der Zukunft” drei Stiftungsprofessuren für Produktionsforschung ausgeschrieben. Bewerbungen können bis 15. Mai, 12 Uhr eingereicht werden, die Entscheidung wird im September vorliegen. bmvit.gv.at

Leoben baut Rohstofftechnik aus

Manfred Asamer, Obmann des ­Fachverbandes Steine-Keramik.

Produktionstechnologie stärken

© APA/Georg Hochmuth

München. Statoil hat Bilfinger Industrier Norge mit Gerüstbau-, Isolierungs- und Korrosionsschutzarbeiten an einer Offshore-Plattform im Gasfeld Sleipner beauftragt. Das Energieunternehmen nimmt damit eine Option in Anspruch, die es mit der Bilfinger Gesellschaft durch den Rahmenvertrag für das Öl- und Gasfeld Gudrun geschlosssen hatte. Der neue Vertrag läuft vom 1. August 2014 bis 5. September 2017 und beinhaltet die Möglichkeit von zwei weiteren Zweijahresoptionen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 40 Mio. Euro www.bilfinger.com

Baustart Neue Klassen und Labors ab August 2014

© Fachverband Steine-Keramik/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

© Statoil/Harald Pettersen

Status Quo Smarte Energienetze sind eines der Topthemen im heurigen Jahr. ­Eine aktuelle Studie von Arthur D. Little analysiert die aktuelle Situation in Österreich zwischen Datenschutzbedenken und Einsparmöglichkeiten.  Seite 44

Technologieministerin Doris Bures schreibt Stiftungsprofessuren aus.


c ov e r

44 – industrialtechnology

kommentar

Feuer, Wasser, Erde und Luft

Freitag, 7. Februar 2014

Smart Meter Viel Kritik und hohe Erwartungen begleiten die Einführung der intelligenten Stromzähler.

Innovationsmotor steht unter großer Spannung Ungenügende Zusammenarbeit der verschiedenen Player vergeudet viel Energie und Potenzial.

W

er Kinder unter 14 hat, denkt bei den vier Elementen wohl in erster Linie an den Trickfilmhelden Aang, der in mittlerweile zwei Kinofilmen und einer TV-Serie seine große Mission der Weltrettung verfolgt. Peter Neumann dagegen ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, aber die Rettung des Planeten ist ihm ein mindestens ebenso großes Anliegen wie Aang. Allerdings setzt er auf andere Mittel. Der Energiepionier aus Österreich hat 1999 die Energy Globe Foundation gegründet, die seither rund um die Welt Umweltschutzprojekte auszeichnet. Kürzlich wurden in Salzburg die Preisträger für 2013 bekannt gegeben. In der Kategorie Luft gewannen die Solarfrauen aus Nicaragua, die sich zudem auch noch den Gesamtsieg sichern konnten. Die österreichische ecoduna Produktions AG holte sich den ersten Platz in der Kategorie Feuer mit ihrem weltweit einzigartigen Algenzucht-Verfahren zur Öl- und Biotreibstoffgewinnung. Die Kategorie Wasser entschied die britische Designerin Francesca Mancini mit einem innovativen Verfahren zur Grauwassernutzung für sich und das US-Unternehmen Ecovative Design LLC wurde für ihr auf Pilzen beruhendes Recyclingverfahren in der Kategorie Erde ausgezeichnet. Wir gratulieren!

Harvard Forschung

Unter Dampf

Wien. Für die einen sind sie der Schlüssel zu einer sauberen und günstigen Energiezukunft, die anderen sehen in den intelligenten Stromnetzen eine weitere Möglichkeit, die Privatsphäre zu beschneiden. Entsprechend energiegelaen sind daher im Jahr des Smart Meter-Starts die Diskussionen. In einer aktuellen Studie hat Georg Glaser, Energieexperte bei der Strategieberatung Arthur D. Little erstmals den aktuellen Status Quo in Österreich zusammen gefasst. “Bei allen Verteilnetzbetreibern laufen die Vorbereitungen für den Smart Meter Rollout ab 2014/2015 auf Hochtouren, allerdings in sehr unterschiedlicher Ausprägung und Intensität”, so Glaser. Als Musterschüler zeigt sich – wie schon in anderen innovativen Bereichen – Oberösterreich. Netz Oberösterreich und Stromnetz Linz haben ihre Projekte mit 100.000 bzw. 86.000 Zählern bereits gestartet, während das Gros der Netzbetreiber eher klein beginnen. „Leider gibt es kaum Zusammenarbeit zwischen den Netzbe-

Mix aus verschiedenen Technologien, Implementierungen und Prozessen erschwert Innovationen in der Zukunft

treibern, dadurch werden einige Chancen liegen gelassen“, bemängelt Glaser. Und auch in anderen Bereichen ziehen die Beteiligten nicht an einem Strang: „Zwischen Netzbetreibern und öffentlichen Stellen gibt es nach wie vor unterschiedliche Erwartungshaltungen

„Es herrscht bei allen Netzbetreibern rege Ak­ tivität, allerdings in sehr unterschiedlicher Aus­ prägung und Intensität.“ Georg glaser, energieexperte bei arthur d. little

© Georg Glaser

britta biron

© Fraunhofer FIT

britta biron

rechnet Glaser in Österreich auch mit einer opt-out-Rate (Kunden, die sich bei Wahlmöglichkeit nicht für die intelligenten Zähler entscheiden) von nur wenigen Prozent. Auch das Ergebnis eines dreijährigen Pilotprojektes aus der Schweiz spielt den Kritikern in die Hände. Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) hatten 2010 1.000 neue Stromzähler im Kanton Luzern installiert. Niedrigere Stromrechnungen hatten allerdings nur jene Kunden, die sich aktiv mit ihrem Verbrauch befassten und sich Gedanken über Energieeffizienz machten. Die Einsparung lag allerdings bei höchstens drei Prozent, bzw. rund 24 Euro jährlich für einen Durchschnittshaushalt. Nicht desto trotz sei intelligentes Strommangement aber notwendig, so Glaser, und Smart Meters könnten langfristig einen Innovationsmotor für Österreich darstellen. www.adlittle.at

NAWI Graz Central Lab „Biobased Products“ Interdisziplinäre Forschung fur mehr Ressourceneffizienz

Hochtechnologie unter einem Dach Graz. Anfang dieser Woche hat das neue NAWI Graz Central Lab „Biobased Products“ offiziell seinen Betrieb aufgenommen. In dieser Einrichtung werden Forscher aus unterschiedlichen Bereichen Verfahren für die vollständige stoffliche Verwertung von Biomasse entwickeln. .

Simpler Wasserdampf könnte die Stromquelle der Zukunft sein.

Neue Verfahren

Boston. Das Bakterium Bacillus subtilis zieht sich bei Trockenheit zusammen und dehnt sich bei Feuchtigkeit wieder aus – dieses Verhalten will eine Forschergruppe der Universität Harvard unter der Leitung von Mustafa Sahin jetzt für die Stromerzeugung nutzen. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass Elemente, die dieses Bakterium enthalten, auf Änderungen des Feuchtigkeitslevels in ihrer Umgebung, etwa wenn sie Wasserdampf augesetzt sind, mit Bewegung reagieren, die dann über einen Generator in Energie umgewandelt wird. www.wyss.harvard.edu

Zwar existieren bereits Verfahren, mit denen etwa Laub- und Nadelhölzer als Rohstoffbasis für verschiedene Syntheseverfahren genutzt werden können, allerdings fallen durch die thermische und chemische Belastung des Rohstoffes bis zu 50% noch nicht verwertbarer Nebenprodukte an. „Unser Ziel als Central Lab ist es, diese im Grunde sehr wertvollen biologischen Nebenprodukte durch geeignete Technologien zu isolieren und ebenfalls zu nutzen – und zwar vorrangig stofflich und nicht als Energielieferant durch Verbrennung. Ganz zentral ist, dass die Ausbeute oder Qualität des Hauptproduktes nicht gemindert

werden darf“, erklärt Matthäus Siebenhofer von der TU Graz, einer der NAWI-Graz Central Lab-Leiter. Sigurd Schober von der Uni Graz ergänzt: „Es braucht neue chemisch-stoffumwandelnde, thermische und biotechnologische Grundoperationen und Kombinationen, die sich in bestehende Wertschöpfungsketten integrieren lassen. Das ist eine Herausforderung,

der man nur interdisziplinär und fakultäts- bzw. universitätsübergreifend begegnen kann.“ Arbeiten werden die Central Lab-Forscher im frisch renovierten Technikum an der TU Graz, dessen Ausstattung ein breites Themenspektrum abdeckt, von der Abwasseraufbereitung für die Papierindustrie über Naturstoffextraktion und Raffinerietechnik bis

zur pharmazeutischen Wirkstoffextraktion. Neben verschiedenen Destillations-, Rektifikations-, Extraktions- und Absorptionskolonnen stehen auch Trockner, Hochdruckanlagen, Mikrotechnik-

„Es braucht neue Grundoperationen und Kombinationen, die sich in bestehende Wertschöpfungsketten integrieren lassen.“ Sigurd Schober, uni graz

© TU Graz/Lunghammer

© Panthermedia.net/Kazoka30

und Meinungen. Dabei wäre ein gemeinsames Vorgehen bei einem so zukunftsträchtigen Investitionsprogramm sinnvoll und ratsam.“ Erschwert würde die Lage in Österreich auch durch den Mix aus verschiedenen Technologien, Implementierungen und Prozessen, zudem seien die österreichischen Projekte im internationalen Vergleich sehr klein, was zu Kostennachteilen und Ineffizienzen führe. Dass die moderne Technik grundsätzlich zu niedrigeren Stromrechnungen – die e-Control rechnet mit einer Senkung von rund 3,5% – führen, sieht Glaser nicht: „Kurzfristig wird der Nutzen von Smart Metering absolut überschätzt.“ Die Österreicher seien am Thema Strom grundsätzlich nicht sonderlich interessiert. Das zeige sich etwa an der niedrigen Wechselrate bei den Stromlieferanten von nur knapp zwei Prozent pro Jahr. Auf Grund dieser Laisser-faire-Mentalität

TU Graz-Rektor Harald Kainz und Uni Graz-Rektorin Christa Neuper.

anlagen, Einrichtungen für photochemische und elektrochemische Mehrphasenreaktionen und Teststände für Brennstoffzellenlangzeittests zur Verfügung. www.nawigraz.at


kon j u n k tu r ba r om e t e r

Freitag, 7. Februar 2014

industrialtechnology – 45

Stimmungsbild Inlandskonjunktur bremst derzeit noch heimisches Wachstum

Mit viel Schwung ins neue Jahr

© EPA/Orestis Panagiotou

Europa erholt sich – positive Überraschungen sogar aus Griechenland.

Mit dem restlichen Europa kommt auch die griechische Konjunktur in Fahrt, im Hafen von Piräus wird wieder mehr umgeschlagen.

der Mehrwertsteuer im April den positiven Trend stoppen könnte.

Monika Rosen

Europa

Der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe ist im Jänner auf den höchsten Stand seit Mai 2011 gestiegen. Auch eine Reihe von nationalen Indizes konnte positiv überraschen, darunter der Index für Griechenland! Die Erholung in der Eurozone schreitet also weiter voran.

USA

Die US Wirtschaft hat den Budgetstreit offenbar gut überstanden, das Wachstum erreichte im Schlussquartal 2013 überraschend robuste 3,2 %. In der zweiten Jahreshälfte 2013 haben die USA damit das stärkste Wachstum seit 10 Jahren verbucht. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Zuwachs von „nur“ 1,9 %, hier schlägt das vergleichsweise schwache erste Halbjahr 2013 durch.

Japan

Die Bemühungen des japanischen Premiers Abe, die jahrelange Deflation im Land zu bekämpfen, scheinen Früchte zu tragen. 2013 sind die Verbraucherpreise in Japan um 0,4 % gestiegen, erstmals seit 5 Jahren stiegen damit die Preise im Jahresvergleich. Viele Beobachter fürchten aber, dass die Erhöhung

China Der chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Jänner auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten gefallen und signalisiert eine leichte Schrumpfung. Die Zahlen belegen die anhaltenden Bemühungen der Führung in Peking, die Konjunktur mehr in Richtung Konsum zu steuern. Möglicherweise spielen auch die Neujahrsfeiern eine gewisse Rolle, da zu dieser Zeit viele Fabriken geschlossen sind.

Indien Die indische Notenbank hat Ende Jänner den Leitzins um 25 Basispunkte auf 8 % angehoben. Die Inflation ist im Dezember zwar knapp unter die Marke von 10 % gefallen, dennoch ist Indien immer noch das asiatische Land mit der höchsten Teuerungsrate.

Lateinamerika

In Argentinien hat der Peso im Jänner drastisch an Wert verloren, die Devisenreserven fielen unter 30 Mrd. Dollar. Dazu kommen hohe Inflationsraten und wiederholte Engpässe in der Stromversorgung. Argentinien wurde im Jänner zu einem der zentralen Schauplätze der Korrektur, die die Schwel-

österreich spezial Konjunktur mit gutem Start, aber auch mit Bremsklötzen Heuer ist die österreichische Wirtschaft deutlich schwungvoller ins neue Jahr gestartet als noch vor zwölf Monaten. Vor allem das Schlussquartal 2013 trug zu einem spürbaren Wachstumsanstieg bei. Begrenzt wird das Erholungstempo jedoch noch durch die weiterhin eher zurückhaltende Inlandskonjunktur. So hat die Zuversicht der heimischen Produktionsbetriebe geringfügig abgenommen, obwohl in fast allen Exportländern der heimischen Industrie die Geschäftsaussichten günstiger eingeschätzt wurden als noch in den Vormonaten. Gebremst wurde die heimische Wirtschaft auch von dem fehlenden Optimismus der österreichischen Konsumenten. Vor allem die angespannte Lage am Arbeitsmarkt scheint aktuell die Stimmung zu belasten. Zur Wachstumsbeschleunigung tragen hingegen die stärkere Auslandsnachfrage sowie der Anstieg von Investitionen bei. Sowohl eine solide Dynamik in den asiatischen Schwellenländern und in den USA, als auch der Anstieg des Wirtschaftswachstums im Euroraum nach zwei Jahren des Rückgangs sind dabei die bestimmenden Impulsgeber für die österreichische Wirtschaft. Für das erste Quartal 2014 wird ein Anstieg des BIP um bis zu 0,7 Prozent erwartet. lenmärkte erfasste (s. „Unter der ­Lupe“). Monika Rosen ist Chefanalystin im Bank Austria Private Banking.

© APA/EPA/Tolga Bozoglu

Unter der Lupe: Schwellenländer geraten ins Straucheln Hohe Inflationsraten, abstürzende Landeswährungen – auf den Schwellenmärkten geht es momentan mehr als turbulent zu. Neben Argentinien (siehe Konjunkturbarometer) hatten zuletzt auch Südafrika, Russland oder die Türkei mit einem drastischen Verfall der Landeswährungen bzw. steigender Kapitalflucht zu kämpfen. In der Türkei hat dies Notenbankchef Basci dazu veranlasst, den Leitzins von 4,5 auf zehn Prozent anzuheben, um so dem Absturz der Lira entgegenzuwirken. Die Gründe für die aktuellen Probleme der Schwellenländer sind vielfältig. Einerseits hat

die Politik des billigen Geldes der US Notenbank jahrelang Kapital in die Schwellenmärkte geleitet. Seit die Fed den Hahn zwar graduell, aber doch zudreht, fließt das Geld vermehrt zurück in die USA, wo die Renditen auf 10-jährige US Staatsanleihen zwischenzeitlich ihre Tiefstände deutlich hinter sich gelassen haben. Außerdem haben viele der betroffenen Schwellenländer hohe Leistungsbilanzdefizite aufgebaut und sind daher besonders abhängig von Kapital aus dem Ausland. Wenn das ausbleibt, geraten die Währungen, und in der Folge natürlich auch die lokalen Finanzmärkte, unter Druck.

Mehr erfahren Sie unter 01/ 616 21 21 – 0 oder mailen Sie an at@HARTING.com www. HARTING.at


I n n ovati on & U n te r n e hm e n

46 – industrialtechnology

Aktuelle Umfrage Prozessoptimierung wird als eine der drei wichtigsten Maßnahmen für mehr Wachstum gesehen

short

Industrie muss rasch auf Änderungen reagieren

NI WorldClass geht in die nächste Runde Salzburg-Bergheim. National Instruments ruft auch dieses Jahr wieder alle Studenten der Ingenieur- und Naturwissenschaften dazu auf, sich für die NI WorldClass zu bewerben. Der fünftägige Workshop findet vom 21. bis 26. Juli in München statt. Bewerbungsschluss ist der 25. April. Bei diesem interdisziplinären Projekt steht für die Studententeams die Bewältigung von anspruchsvollen Aufgaben mit autonomen Robotern im Mittelpunkt. Dabei kommen Soft- und Hardware von National Instruments, z. B. NI LabVIEW und die Embedded-Plattform NI myRIO, zum Einsatz, während das neueste Robotino-Robotersystem der Firma Festo Didactic als Roboterplattform dient. www.ni.com

Festo-Experte zeigt in seinem Buch „Bereit für das Unerwartete“ Lösungsvorschläge auf. Wien. Über 70 % der rund 200 befragten österreichischen Industrieunternehmen sehen einer im Auftrag von Festo von Gallup durchgeführten Befragung zu folge die Produktion als wichtigen Wachstumsträger ihres Unternehmens. Mehr als 30% wollen durch Veränderungen in der Produktion wachsen und 71% sehen in der Umgestaltung bzw. Restrukturierung des Produktionsprozesses Potenzial für Effizenzsteigerungen bzw. Erhöhung der Wirtschaftsleistung. Prozessoptimierung wird als eine der drei wichtigsten Maßnahmen für mehr Wachstum gesehen – nach Mitarbeiterqualifikation

Wachstum und Wertschöpfung ist den österreichischen Industriebetrieben also durchaus bewusst. Trotzdem erleben wir in der Praxis viele Firmen, deren Produktion nicht fit für die immer rascher werdenden Marktveränderungen – wie kürzere Produktionslebenszyklen, veränderte Nachfrageverhalten oder gesetzliche Rahmenbedingungen – sind.“

Eigene Systeme entwickeln In seinem neuen Buch „Bereit für das Unerwartete“, stellt der Experte für schlanke Produktionsprozesse mit seinen beiden Kollegen Yvonne Salazar und Holger Regber verschiedene Konzepte zur erfolgreichen Adaptionen Produk-

„In der Praxis gibt es noch viele Firmen, deren © B&R

Produktion nicht fit für die Optimale Platzierung von PC & Panel auch in ausgedehnten Anlagen

immer rascher werdenden Markt­veränderungen ist.“

Eggelsberg. Mit Smart Display Link 3 bringt B&R eine neue Generation seiner erfolgreichen Technologie für digitale Display-Übertragungen auf den Markt. Die neue Version erlaubt eine Entfernung von 100 Meter zwischen PC und Panel und bietet damit gerade für den modularen Maschinen- und Anlagenbau einen klaren Zusatznutzen. Alle Kommunikationskanäle über ein Standard-Ethernet-Kabel übertragen. Damit werden zum einen die Kabelkosten bei größeren Distanzen drastisch gesenkt, zum anderen eignen sich die schlanken Kabel mit RJ45-Stecker ideal für beengte Platzverhältnisse. www.br-automation.com

© Festo

Klaus Zimmermann Festo Industrie Consulting

und dem Einsatz neuer Technologien. Bei über 60% der befragten Unternehmen ist die Produktion in die Entwicklung von Wachstumsstrategien eingebunden – weitaus häufiger als der Vertrieb (56%) oder die Finanzabteilung (39%). Klaus Zimmermann, Festo Industrie Consulting: „Die Bedeutung des Produktionsbereichs für

tionsprozessen vor. Angefangen vom Change Management und Coaching, über Führungsinstrumente und -stil, bis hin zu Prozesskennzahlen und Zielzustände, streichen die Autoren die Besonderheiten der jeweiligen Werkzeuge und Ansätze hervor und erläutern anhand von Fallbeispielen die praktische Umsetzung von

Veränderungen in der Produktion und in angrenzenden Bereichen. Zimmermann rät unter anderem dazu, Produktionssysteme nicht von anderen Betrieben zu kopieren, sondern passend zu den eigenen Rahmenbedingungen aufzusetzen. Weiters wichtig: Regelmäßig testen, ob die Produktion auf etwaige Veränderungsnotwendigkeiten (noch) rasch genug reagieren kann und alle Optimierungspotenziale ausgenützt werden.

Fachseminare Umfassendes Know-how zu Prozessoptimierung und Wertschöpfungssteigerung vermittelt weiters die Didactic-Unit von Festo. So findet etwa das Seminar „Wertströme erfassen, Wertströme gestalten“ am 25. Februar in Wien statt, am 11. März steht in Kufstein „Das

© Versus Verlag

britta biron

Display-Übertragung für größere Distanzen

Zimmermann & Co teilen ihre Erwartungen an die Zukunft in Buchform.

Synchro-Planspiel: Effiziente Wertschöpfungssysteme gestalten und weiterentwickeln“ auf dem Seminarprogramm. www.festo.at

Roland Berger-Studie 3D-Druck wird sich in den nächsten Jahren in vielen Industriebereichen durchsetzen

Neue Möglichkeiten in der Produktion

Hightec-Druck für Aluminium-Schilder

© Phoenix Contact

München. Noch steht das 3D-Printing für metallische Strukturen in seinen Anfängen – weltweit hat Additive Manufacturing, das vor allem für Prototypen und Kleinserien zum Einsatz kommt, in der Werkzeugmaschinenindustrie derzeit einen Umsatzanteil von drei Prozent – in den kommenden Jahren wird das Verfahren aber auch in der Serienproduktion stark an Bedeutung gewinnen, so die Studie

“Additive Manufacturing - A Game Changer for the Manufacturing Industry?” von Roland Berger Strategy Consultants. Bernhard Langefeld, Experte bei Roland Berger Consulting und Studienautor, rechnet damit, dass sich der Umsatz des 3D-Drucks von weltweit derzeit rund 1,7 Mrd. Euro bis 2015 voraussichtlich vervierfachen wird. Profitieren würden davon vor allem deutsche

© Makerbot

UV-LED Drucktechnologie sorgt für eine widerstandfähige Beschriftung

Blomberg. Mit dem High-SpeedDrucker Bluemark Cled von Phoenix Contact können jetzt auch Aluminiummarker einfach, schnell und kostengünstig beschriftet werden. Ein Umrüsten des bestehenden Systems ist nicht erforderlich. Das aktuelle Produktprogramm umfasst insgesamt 22 unterschiedliche Schilder-Formate für die Leiter-, Kabel- und Anlagenmarkierung und deckt damit gesamten Bereich der Geräte- und Anlagenmarkierung ab. www.phoenixcontact.de

Freitag, 7. Februar 2014

In den nächsten fünf Jahren werden die Kosten für 3D-Druck um 50% sinken .

Maschinenbauer, die mit knapp 70% des weltweiten Markts bereits heute dominieren.

Wirtschaftlich interessant Der erwartete Aufschwung wird vor allem einer deutlichen Preissenkung dieser Technologie führen. Sind die Kosten für das 3D-Printing von Metallprodukten derzeit mehr als zehn Mal so hoch wie bei konventionellen Fertigungsmethoden, so werden die Materialkosten für diese Technologie in den kommenden fünf Jahren um 50% sinken. In den darauffolgenden fünf Jahren werden sie voraussichtlich um weitere 30% nachlassen. „Noch mehr Unternehmen aus verschiedenen Industriebereichen werden daher die großen Vorteile dieser Technologie für sich entdecken“, ist Martin Eisenhut, Partner von Roland Berger Strategy Consultants, überzeugt. Wettbewerbsfähig ist der 3DDruck schon heute, wenn sich aufgrund verfahrensspezifischer Designlösungen Produktlebens-

zykluskosten - vor allem Treibstoffverbrauch - einsparen lassen. Dank dieser Technologie können z.B. Flugzeughersteller das Gewicht von Verschlüssen für Sicher-

„Durch die sinkenden Preise werden noch mehr Unternehmen die Vorteile dieser Technologie für sich ­entdecken.“ Martin Eisenhut Partner von Roland Berger Strategy Consultants

heitsgurte erheblich senken: Über die gesamte Einsatzdauer eines Flugzeugs lassen sich so über drei Millionen Liter Kerosin bzw. rund zwei Mio. Euro einsparen. www.rolandberger.com


e n e r gi e & r e s sou r ce n

Siemens Energy Großauftrag für neue Windkraftanlage

79 Räder für Texas

Ende 2014 soll die Anlage in Betrieb gehen.

industrialtechnology – 47

| BS12-02G |

Freitag, 7. Februar 2014

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Siemens

IPC Das texanische Carson County verfügt über wenig Wasser, aber sehr viel Wind. herbert strasser

Wien. Die Pattern Energy Group, einer der wichtigsten US-Kunden der Siemens Energy, hat einen weiteren Großauftrag getätigt und 79 Windturbinen des Typs SWT-2.3-108 für das Onshore-Windkraftwerk Panhandle 2 in Carson County (nordöstlich von Amarillo) bestellt. Diese Region gilt als eine der windreichsten in ganz Texas. Mit der Auslieferung der Komponenten soll bereits im März begonnen werden, im November, so der Plan, soll die Anlage mit einer Gesamtleistung von 182 MW dann in Betrieb gehen. Die Bestellung umfasst außerdem einen langfristigen Servicevertrag; dieser beinhaltet eine vorausschauende Wartungs-

planung auf Basis innovativer Fernüberwachungs- und Diagnosesysteme von Siemens sowie umfassender Wettervorhersagetechnologien.

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

Regionale Wertschöpfung

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

„Das Panhandle 2-Projekt nutzt Siemens-Windturbinen, deren Rotorblätter und Maschinenhäuser in den USA gefertigt werden. Das schafft nicht nur Arbeitsplätze in der Produktion, sondern sichert auch die Beschäftigung von Hunderten Arbeitern bei regionalen Bauunternehmen. Zudem werden die knappen Wasserressourcen geschont”, nennt Mike Garland, CEO von Pattern Energy, einen wesentlichen Grund, der für Siemens spricht. www.siemens.at

voestalpine Großauftrag von South Stream Transport

Grobbleche für russische Pipeline Linz. Der voestalpine-Konzern kann einen weiteren Großauftrag im Pipelinegeschäft verbuchen. South Stream Transport hat vor Kurzem die Verträge über die Lieferung von 75.000 Pipelinerohren unterzeichnet. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf rund eine Mrd. €. 35% des Projektumfangs gingen an den langjährigen voestalpine-Partner OMK aus Russland, der rund die Hälfte des Bedarfs von der voestal-

pine Grobblech GmbH beziehen wird. Die voestalpine-Tochter ist auf Produkte und Lösungen in hochqualitativen und anspruchsvollen Nischen spezialisiert, z.B. sauergasbeständige Röhrenbleche, hochfeste Tiefseebleche für Pipelines, Konstruktionsstähle für Offshore-Plattformen oder walzplattierte Bleche und Böden für die Fahrzeug-, Kran- und Bergbauindustrie. www.voestalpine.com

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion © voestalpine/www.fotostudio-eder.at

Automation

Die Fertigung für den Großauftrag wird bis in den Spätsommer 2014 laufen.


tr a n spor t & logi s t i k

48 – industrialtechnology

Freitag, 7. Februar 2014

Middle East Rail Kapsch präsentierte Lösungen und Vorzeigeprojekte auf der Bahn- und Schienenfachmesse

short

Sicherheit auf Schiene

Visueller Lotse hilft beim Kommissionieren

R-Technologie und der ERTMSStandard zu einem sicheren und optimierten Bahnbetrieb beitragen können. „Telekommunikationslösungen sind unabdingbare Voraussetzungen für einen sicheren Bahnbetrieb. Schwierige geografische bzw. klimatische Bedingungen und Hochgeschwindigkeitszüge, die tausende Passagiere befördern, stellen für Implementierung und Betrieb besondere Herausforderungen dar.” Eine Herausforderung, für die man aber die passenden Lösungen sowie Vorzeigeprojekte parat hat. So ist Kapsch Kapsch bereits Technologieprovider für drei Linien der türkischen Eisenbahngesellschaft TCDD (und arbeitet derzeit an der Systemimplementierung des wohl bekanntesten Bahnprojekts der Region, der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den beiden Städten Mekka und Medina. www.kapsch.net

herbert strasser

© TZI

Dubai. Anfang dieser Woche fand in Dubai die Middle East Rail, die größte und wichtigste Fachmesse für Bahn- und Schienentechnik, im arabischen Raum statt. Unter den rund 150 internationalen Ausstellern war mit Kapsch auch ein Big Player aus Österreich vertreten, vorrangig, um ein neues Produkt vorzustellen. Das neue Allin-one-Cabradio, ein Kommunikationsgerät für Lokomotiven, wird über ein User-Interface bedient, und ist nun auch vollständig in Arabisch verfügbar.

Die Datenbrille zeigt dem Mitarbeiter die Lage der Teile exakt an.

Bremen. Während sie im Privatbereich eine nette Spielerei sind, können Datenbrillen in der Industrie ihre Vorteile voll ausspielen.Das TZI der Universität Bremen und xCon Partners GmbH haben im Rahmen des von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen geförderten Transferprojekts „xPick“ ein Modell zur Marktreife, die den Kommissionierungs-Mitarbeiter in der Produktionslogistik über eine visuelle Darstellung zu den richtigen Regalen und Fächern für die jeweils gesuchten Teile führt. Erfolgreich etestet wurde das Gerät im Mercedes-Werk in Bremen. „Wir rechnen mit einer konkreten Leistungssteigerung in den operativen Prozessen, die uns diese flexible LowCost-Lösung bringen wird“, sagt Thorsten Schmidt, der für das Arbeitsgebiet Abgriffüberwachung und Kommissioniertechnologie im Bereich Montage und Logistikplanung bei Mercedes zuständig ist. www.uni-bremen.de

Wichtiger Markt In seiner Keynote „Beschleunigung des Bahnverkehrs von Middle East mit sicherer Funkkommunikation“ stellte Selim Bouri, Head of Sales Middle East, Africa and Turkey bei Kapsch, dar, wie GSM-

Logistiklösungen für die Intralogistik

Stéphane Boutron und Lise Gerbet von Still Frankreich.

Paris. Nach dem Elektrogabelstapler RX 50 (2004), dem Kommissionierer CS (2005), dem Niederhubwagen EXU-S (2007), dem Schubmaststapler FM-X (2008), dem Citi (2011) wurde jetzt das Konzeptfahrzeug cubeXX von Still mit dem französischen Designpreis Observeur du Design ausgezeichnet. www.still.de

© TGW/Lothar Prokop

Ersatzteile und Komponenten müssen rasch an ihren Bestimmungsort kommen.

Wels. Die Intralogistik-Lösungen der TGW-Group stoßen weltweit auf großes Interesse. Mit einer Exportquote von 95% ist das Unternehmen vor allem in West- und Osteuropa, USA, aber auch in China, Brasilien, Russland und der Türkei tätig. Wesentlich für den Erfolg ist neben den, auf die speziellen Bedürfnisse der Kunden maßgeschneiderten Konzepte die rasche Belieferung der verschiedenen Bauprojekte oder servicierter Anlagen mit den notwendigen Komponenten und Ersatzteilen. Bereits seit 12 Jahren sorgt die Salzburger Ontime Logistics für die Abwicklung der jährlich rund 16.000 Express-, Paket- und Stückgutsendungen Nun wurde die

Partnerschaft vertieft und der Vertrag um weitere drei Jahre verlängert. Die Ontime Logistics-GF, Kurt Posch und Roland Schäffner, dazu: „Wir sind auf weltweite Expresszustellungen, Luft- und Seefracht spezialisiert. Maßgeschneiderte Logistiklösungen für spezielle Anforderungen und der sogenannte Time-sensitive-Bereich sind unsere Stärken und für hoch spezialisierte Unternehmen wie TGW sowohl in der Auslieferung als auch im Ersatzteilgeschäft von enormer Bedeutung.“ Zusätzlich informiert Ontime seine Kunden mit einem innovativen Überwachungssystem über den Status ihrer Sendungen. www.tgw-group.com www.ontimelogistics.com

Fachkräfte HTL Villach erweitert ihr Ausbildungsangebot in Kooperation mit dem Lagerlogistik-Experten Knapp

Logistik hält Einzug im Klassenzimmer Hart, Villach. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen und Universitäten liegt im Trend. Denn sie führt zu einer Win-Win-Situation für beide Seiten. In erster Linie ermöglicht sie den Ausbildungseinrichtungen, den immer dringend notwendigen Praxisbezug in ihren Unterricht zu bekommen – das ist ganz besonders im technischen Bereich wichtig, um den Nachwuchs schon frühzeitig mit neuen Technologien und Verfahren bekannt zu machen.

phase ein, um das Zusammenspiel einzelner Komponenten eines umfangreichen Logistiksystems zu simulieren. Die Kunden des Logistikers profitieren von einem realitätsgetreuen Modell ohne aufwändige und kostenintensive Testaufbauten im Vorfeld. „Mit Knapp haben wir ein innovatives Unternehmen an unserer Seite, der es versteht, komplexe Sachverhalte anschaulich und

spannend zu vermitteln“, freut sich Karl-Heinz Eder, Abteilungsvorstand Informatik/EDVO an der HTL Villach. Zur mehrjährigen Kooperation gehören auch Exkursionen, Gastvorträge und ein Bewerbungscoaching. Vorteile sieht auch Knapp in der Zusammenarbeit. „Fachkräfte im logistischen Umfeld sind gefragt und es gibt eine Vielzahl an Berufsfeldern. Wir möchten unsere

Leidenschaft für Logistik teilen und die Jugend für unsere Aufgabenstellungen begeistern“, erklärt Norbert Liebhart, Abteilungsleiter

„Der Systemgedanke sowie die laufende Optimierung der Werkstoffzusammen-

Hoher Praxisbezug

setzungen stehen

Die kürzlich geschlossene, langfristige Zusammenarbeit zwischen der Knapp AG und der HTL Villach hat etwa das neue praxisorientierten Unterrichtsfach Industrie- und Logistiksimulationen ermöglicht. Für die Schüler steht die 2D/3D-Simulationssoftware Enterprise Dynamics am Lehrplan. Diese Software wird speziell für Simulationen komplexer Abläufe eingesetzt, beispielsweise auf Flughäfen, in Stadien oder Städten. Knapp setzt die Software in der Planungs-

im Fokus unserer ­Innovationen.“ peter neuhofer, bmö

© Gallent/HTL Villach

© Still

„Observeur du Design“Auszeichnung für Still

Cabradio: neue Applikationen sowie die Option eines arabischen User-Interfaces.

Akquisition TGW-Group verlängert Zusammenarbeit mit Ontime Logistics für die Baustellenbelieferung

Panalpina will sein LCL-Netz erweitern Aigen. Panalpina hat im Vorjahr sein Netzwerk für Sammelcontainer (Less than Container Load, LCL) auf weltweit 450 Dienste pro Woche erweitert. Erst vor Kurzem kamen die Routen Santos nach Veracruz, Dubai nach Dammam und Singapur nach Casablanca dazu und für heuer ist ein weiterer Ausbau auf 500 LCL-Dienste geplant. Frank Hercksen, SeefrachtChef bei Panalpina, dazu: „Die Verlagerung von der Luftfracht hin zur Seefracht hält an.“ Der Fokus liegt weiterhin auf innerasiatischen Linien Asiens, am gefragtesten sind die LCLVerkehre von China nach Süd­ ostasien. www.panalpina.com

© Jochen Russmann/Kapsch

Cabradio für die Kommunikation zwischen Lok und Leitstelle spricht jetzt auch arabisch.

v.l.n.r.: Gerald Ortner, Karl-Heinz Eder (beide HTL Villach), Peter Kusstatscher (Knapp AG), Informatik Absolvent Norbert Liebhart und Christian Grabner (Knapp AG).

für Project Realisation beim Logistikspezialisten. Er hat die Kooperation auf Schiene gebracht und ist selbst Absolvent der HTL Villach. www.knapp.com www.htl-villach.at


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