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Freitag, 30. November 2012 – 27

Prävention

Darmsanierung kann Stressfolgen mildern, sagt Anita Frauwallner (Allergosan)  Seite 32

© PremiQamed

© www.bigshot.at

healtheconomy Organisation

PremiQaMed bündelt vier Privatkliniken in einer Betriebsgesellschaft  Seite 33

Kommunikation Neue Sprecherin bei Sanofi © Sanofi

Forschung: Österreich liegt international gut

© APA/Georg Hochmuth

short

© sticklerfotografie; panthermedia.net/Sebastian Duda / Montage: B. Schmid

© C. Sauermann; Veldeman

Umstritten Reform Die Politik hat endgültig genug von der Mobilisierung der Ärztekammer gegen die geplante Gesundheitsreform. In einem gemeinsamen Offenen Brief fordern die Verhandler von Bund, Ländern und Sozialversicherung die Ärztekammer auf, ihr Vertrauensverhältnis zu den Patienten nicht zu missbrauchen. Die sechs Mitglieder der politischen Steuerungsgruppe ersuchen die Interessensvertretung, die Patienten „nicht zu verunsichern“. Die Verhandlungen selbst könnten kommende Woche abgeschlossen werden. Seite 28

Steuervorteile Nachdem Unternehmen, wie berichtet, fordern, Vorsorgeaktivitäten im Gesundheitsbereich steuerlich zu begünstigen, kann sich das auch die Wirtschaftskammer vorstellen: „Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft will nach eigenen Angaben Vorsorge belohnen. Die einfachste Möglichkeit dazu, die steuerliche Absetzbarkeit von Vorsorgeausgaben, fehlt allerdings in unserem Gesundheitswesen“, sagt Christoph Sauermann, Geschäftsführer des Gesundheitsclubs „mediclass“. Die Wirtschaftskammer will einen Freibetrag von 500 € pro Jahr. Seite 29

Serie In Österreich liefen im vergangen Jahr 327 klinische Studien, sagt Jan Oliver Huber vom Branchenverband Pharmig. In Deutschland waren es 1000 – also nur drei Mal so viele. healtheconomy zeigt, wie Forschung funktioniert.  Seite 30

inhalt

Healthcare > Experten warnen: Schlechte Versorgung für Kinder  28 > Studie: Sozialwirtschaft ist Wirtschaftsmotor  29

24h Schutz für die Haut! Spezialcreme reichhaltig an den 3 wichtigen Barrierefettstoffen:

Pharmareport und Lifescience > Boehringer Ingelheim investiert in Wien  30 > Biotechfirma Apeiron gründet Tochterfirma  32 > Apomedica: Neue Hilfe bei Hautproblemen  32

Ceramide Freie Fettsäuren Cholesterol Ideal für gestresste, äußerst trockene Haut

Medizintechnik und eHealth > IHE-Tagung in Wien zeigt ELGA-Potenzial  31 > Radiologie: Revolutionäres System am AKH Wien  31

hilft der Haut, sich selbst zu helfen

1

22.04.11 11:13


c ov e r

28 – healtheconomy

Freitag, 30. November 2012

Gesundheitsreform Bund und Länder erzielen wichtige Fortschritte – kommende Woche könnte Durchbruch bringen

Kommentar

Trotz Kritik: Einigung über Reform steht kurz bevor

Ärzte sind schuld an ihrer Situation

Alle Reformverhandler fordern Ärztekammer zur Mäßigung auf, doch diese fordert Mitsprache. Wien. Die Politik hat offenbar endgültig genug von der Mobilisierung der Ärztekammer gegen die geplante Gesundheitsreform. In einem gemeinsamen Offenen Brief fordern die Verhandler von Bund, Ländern und Sozialversicherung die Ärztekammer auf, ihr Vertrauensverhältnis zu den Patienten nicht zu missbrauchen. Die sechs Mitglieder der politischen Steuerungsgruppe ersuchen die Interessensvertretung, die Patienten „nicht zu verunsichern“. „Konstruktive und nicht destruktive Anmerkungen zur geplanten Gesundheitsreform durch die Ärzteschaft sind jederzeit willkommen“ und würden von den Verhandlungspartnern aufgenommen, wenn sie im Interesse der Patienten liegen. „Es kann aber nicht sein, dass die Interessenvertretung die Ärztinnen und Ärzte dazu motiviert, das oftmals beschworene Vertrauensverhältnis zum Patienten zu missbrauchen, um Misstrauen gegen die Gesundheitsreform zu säen“, heißt es in dem Brief. Wer jetzt nicht im Interesse der Patientinnen und Patienten reformiere und modernisiere, handle nicht verantwortungsvoll. Es sei Aufgabe der Politik, langfristige Weichenstellungen zu treffen und auch zu verantworten. Zentrale Behauptungen der Ärztekammer „entsprechen nicht den Tatsachen“, weisen die Verhandler etwa Behauptungen der Interessensvertretung in deren jüngster Kampagne zurück, dass Spitäler oder Ordinationen geschlossen würden. Vielmehr gehe es den Verhandlungspartnern darum, durch ein partnerschaftliches Zielsteuerungssystem eine bessere Abstim-

D

ie Ärztekammer will unbedingt und mit allen Mitteln an den Verhandlungstisch über die Gesundheitsreform. Dass auch alle anderen Stakeholder wie Apotheker, Pflegekräfte, Pharmaunternehmen und so weiter nicht bei der Strukturreform mitreden, stört die Ärzte nicht. Der Hintergrund ist simpel: Bei der jüngsten Ärztekammerwahl im Frühjahr blieb kein Stein auf dem anderen. In vielen Bundesländern wurden die Präsidenten und ihre Fraktionen abgewählt. Die neuen Köpfe versuchen sich nun zu positionieren, die alten, noch verbliebenen, kämpfen darum, sich weiter zu behaupten. Dabei sollte eines nicht missverstanden werden: Dass die Kammer Politik für ihre Mitglieder macht, ist legitim. Dass die Patienten via Arztpraxen instrumentalisiert werden, ist plump und sollte eigentlich bei allen Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen für einen Aufschrei sorgen. Inhaltlich sollten die Ärzte allerdings vor der eigenen Tür kehren. Sie kritisieren etwa, dass es zu wenige Arztstellen gibt, sind allerdings selbst bei Bedarfsprüfungen anzuhören. Kurz: Ein Arzt vor Ort muss gefragt werden, ob er den Bedarf sieht für einen weiteren Arzt in seiner Umgebung. Das ist, wie wenn ein Bürgermeister einen Dorfwirten fragen muss, ob noch ein Restaurant eröffnet werden kann.

ELGA Dezentral gespeichert Entlassungsbriefe Labor und Radiologiebefunde Verschriebene Medikamente

Arzt hat für vier Wochen Zugriff auf die Daten

Lesegerät

Wer wird im System erfasst? Alle Versicherten, die sich nicht eigens abmelden. Wann startet ELGA? Ab Ende 2013, bis 2017 sollen alle Spitäler, niedergelassenen Ärzte und Apotheken am ELGA-System teilnehmen, Zahnärzte bis 2022. Was bringt ELGA für die Patienten? Laut Gesundheitsministerium mehr Sicherheit und höhere Behandlungsqualität. Kosten 130 Millionen Euro bis 2017 notwendig, ab 2018 laufende Kosten von 18 Millionen Euro – dem gegenüber Spareffekte von 130 Millionen Euro pro Jahr. Quelle: APA/Gesundheitsministerium; Grafik: Raimund Appl

sterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und die Wiener Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) für die Länder sowie HauptverbandsChef Hans Jörg Schelling (ÖVP) und die Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse, Ingrid Reischl (SPÖ), für die Sozialversicherung.

Finanzierung ist geklärt Inhaltlich sind diese Akteure überzeugt, dass es bereits wichtige Fortschritte gibt und man bei der nächsten Sitzung am 7. Dezember auf die geplante 15-a-Vereinbarung, die die Finanzierung und Aufgaben zwischen Bund und Ländern regelt, verständigen kann. Als wichtigster Punkt wurden Finanzfragen bereits außer Streit gestellt,

die Forderung der Länder nach zusätzlichen 230 Mio. € von der Sozialversicherung ist vom Tisch, berichtet die APA; man hat sich stattdessen auf 150 Mio. € in den nächsten zehn Jahren für Präventionsmaßnahmen geeinigt. Die Aufteilung der Kostendämpfungen von 3,4 Mrd. € bis 2016 im Ausmaß von 60:40 zwischen Ländern und Kassen wurde nun in Form der konkreten Beträge festgeschrieben. Das bedeutet, dass die für die Länder knapp 2,1 Mrd. € fixiert wurden, der Rest entfällt auf die Kassen. Von diesem Gesamtziel wurden einzelne Jahresziele heruntergerechnet und außer Streit gestellt. Ob diese Ziele erreicht werden, soll jährlich evaluiert werden.

Schlechte Versorgung für Kinder

ELGA – ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSAKTE

E-Card des Patienten dient als Schlüssel

mung zwischen den niedergelassenen Ärzten und den Spitälern zu erreichen. Die Reform habe das Ziel, den Patienten immer die optimale und beste Gesundheitseinrichtung zur Verfügung zu stellen. Konkret gehe es etwa um eine Sicherstellung der Versorgungssicherheit, eine Verbesserung der Zugänge für alle zum Gesundheitssystem sowie um patientenfreundlichere Öffnungszeiten und das Schließen von Lücken in den Strukturen. Nicht zuletzt solle auch die Finanzierbarkeit ohne Mehrbelastungen sichergestellt werden. Unterzeichnet ist der Brief von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) für den Bund, Oberö-

Hintergrund Kritik an Therapieangebot anlässlich des Welttages der Kinderrechte

GRAFIK DER WOCHE

ecard

Gesundheitsminister Alois Stöger und die Verhandler von Ländern und Krankenversicherung wollen Nägel mit Köpfen machen.

Wien. Auf einen drohenden Kinderärztemangel für Österreich macht der Verein „Verantwortung und Kompetenz für besondere Kinder und Jugendliche (VKKJ)“ aufmerksam. Der gemeinnützige Verein nimmt damit den „Welttag der Kinderrechte“ zum Anlass, um auf eine besorgniserregende Entwicklung hinzuweisen. So beträgt das Durchschnittsalter der Kinderund Jugendfachärzte in Österreich derzeit 51 Jahre. 75% aller Pädiater sind jedoch bereits 50 Jahre und älter. Zugleich zeichnen sich Engpässe bei der Nachfolge ab. Schon jetzt finden sich für Ausschreibungen von Kassenstellen für Kinderfachärzte häufig keine Bewerber. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, dann ist die medizinische Versorgungsstruktur für Kinder und Jugendliche mit ausgebildeten Fachärzten in zehn Jahren nicht mehr gewährleistet“, sagt Marion Rinnofner, Geschäftsführerin der VKKJ. Als Grund für den drohenden Mangel an Kinderfachärzten nennt Rinnofner eine Schlechterstellung bei den Honorarordnungen. „Kinderfachärzte bekommen derzeit

laut Tarifordnung genauso viel wie Allgemeinmediziner. Dabei benötigt man für die Behandlung eines Kindes in der Regel wesentlich mehr Zeit als für die eines Erwachsenen.“ Hinzu kommt laut Rinnofner eine Schlechterstellung bei der Ausbildung in der Krankenhaushierarchie. All das trage nicht zur Motivation bei, den Beruf des Kinderfacharzts zu ergreifen.

© panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

Martin Rümmele

© APA/Georg Hochmuth

Ina Karin SChriebl

Es gibt zu wenig Kinderärzte und Geld für Therapien, kritisieren Experten.

Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit kritisiert, dass das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit (Artikel 24, Internationale Kinderrechtskonvention) in der österreichischen Verfassung noch immer nicht verankert ist. Für viele Kinder ist die notwendige Therapie und Rehabilitation nicht gewährleistet. So erhalten etwa 60.000 chronisch kranke Kinder jährlich nicht die Therapien, welche sie benötigen. Es gibt Selbstbehalte für Heilbehelfe und Therapieangebote, welche sich viele Familien nicht leisten können, und Wartezeiten von bis zu 1� Jahren für dringend erforderliche Maßnahmen. Mehrere Bundesländer haben keinerlei oder viel zu wenig kostenfreies Angebot für Kinder an Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Psychotherapie, Psychologie oder Kinderund Jugendpsychiatrie, kritisiert ÖLKJ-Präsident Klaus Vavrik. (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 30. November 2012

healtheconomy – 29

Gesundheitsvorsorge Wirtschaftskammer schlieĂ&#x;t sich Forderung nach Absetzbarkeit von Vorsorgeaktivitäten fĂźr Unternehmen und Selbstständige an

Steuervorteile fßr Prävention WKO-Experte Gleitsmann plädiert fßr Leistungskatalog und Freibetrag in HÜhe von 500 ₏ pro Jahr. Martin Rßmmele

Wien. Nachdem Unternehmen wie berichtet fordern, Vorsorgeaktivitäten im Gesundheitsbereich steuerlich zu begĂźnstigen, kann sich das auch die Wirtschaftskammer vorstellen: „Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft will nach eigenen Angaben Vorsorge belohnen. Die einfachste MĂśglichkeit dazu, die steuerliche Absetzbarkeit von Vorsorgeausgaben, fehlt allerdings in unserem Gesundheitswesen“, sagt Christoph Sauermann, GeschäftsfĂźhrer des Gesundheitsclubs „mediclass“. Zwar Ăźbernehmen die Krankenversicherungen einmal im Jahr die Kosten fĂźr Vorsorgeuntersuchungen und propagieren diese auch, Vorsorgeaktivitäten werden aber nicht gefĂśrdert. Sauermann stĂźtzt sich bei seiner Forderung auf ein Gutachten der Steuerberatungsfirma Consultatio

sowie AuskĂźnfte der Finanzverwaltung, die hier auch eine Schräglage im Steuersystem sehen. Die Finanzverwaltung erkennte Krankheitskosten als auĂ&#x;ergewĂśhnliche Belastungen an. Diese kĂśnnen von der Steuer abgesetzt werden – allerdings im Regelfall nur nach BerĂźcksichtigung eines Selbstbehalts, sagt Sauermann.

Vorteile fĂźr kleine Betriebe Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der WKO, schlieĂ&#x;t sich der Forderung nun an: Die Wirtschaftskammer wĂźnsche sich schon länger, dass Ausgaben

fĂźr betriebliche GesundheitsfĂśrderung als Betriebsausgaben gelten, sagt er im healtheconomy-Interview. „Es sind ja alle froh, wenn sich ein Betrieb fĂźr die Gesundheit der Mitarbeiter engagiert und es wäre gut, wenn das belohnt wird. Denkbar ist etwa das deutsche Vorbild, wo es einen Freibetrag in der HĂśhen von 500 Euro gibt.“ Nachsatz: Analog wäre es sinnvoll und gerecht, wenn das auch die Ausgaben der Arbeitgeber fĂźr sich selbst erfassen wĂźrde. Gleitsmann: „Gerade bei kleinen Betrieben, wo auch eine echte persĂśnliche Mitarbeit des Inhabers gegeben ist, wäre das zu befĂźrworten.“ Der WKO-Spre-

cher kann sich vorstellen, dass hier fĂźr Vorsorgeaktivitäten ein Leistungskatalog definiert wird, fĂźr dessen Nutzung es dann eben einen Steuerfreibetrag gibt. „Wir mĂźssen das noch durchrechnen, aber im Prinzip macht das sehr viel Sinn.“ Im Gesundheitsministerium will man sich zu der Forderung vorerst nicht äuĂ&#x;ern. Das betreffe primär steuerpolitische Themen und falle damit ins Finanzressort. „Wir mischen uns da nicht ein“, sagt ein Sprecher von Gesundheitsminister Alois StĂśger (SPĂ–) und verweist gleichzeitig auf das bestehende Angebot der Vorsorgeuntersuchungen durch die Krankenversicherung.

medianet-Exklusivbericht vom 30. Oktober schlägt weiterhin hohe Wellen.

Branche Zukunftsmotor

Sozialwirtschaft Wien. Jährlich werden etwa 16,19 Mrd. â‚Ź im Sozialwesen erwirtschaftet, rechnet die Wirtschaftskammer vor. Aus „sozialen Einrichtungen“ haben sich in den vergangenen Jahren Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Diese Ăźbernehmen vor allem Aufgaben, zu deren ErfĂźllung sich der Staat verpflichtet hat. „Investitionen in diesen Wirtschaftsbereich steigern die WertschĂśpfung, kurbeln die Produktion an und schaffen Arbeitsplätze auch in strukturschwachen Regionen“, waren sich Experten bei einer Veranstaltung sicher.

Verband mit 300 Firmen Die Fachkonferenz „Sozialwirtschaft – Nutzen fĂźr die Gesellschaft“, die vom Verband „Sozialwirtschaft Ă–sterreich“ veranstaltet wurde, thematisierte kĂźrzlich den gesellschaftlichen Wert der Sozialbranche. Mehr als 300 Sozial- und Gesundheitsunternehmen haben sich deshalb zum Verband der Sozial- und Gesundheitsunternehmen zusammengeschlossen, der grĂśĂ&#x;ten Organisation im Sozialbereich. Vorstand Wolfgang Gruber erklärte, warum: „Der gesellschaftliche Wert der Sozialwirtschaft wird in der Politik noch nicht entsprechend erkannt. DarĂźber hinaus ist der Bedarf an sozialer Dienstleistung aufgrund der Zunahme der Anzahl älterer Personen und der Ă„nderung der Familienstrukturen weiter ansteigend – die Finanzierung aber alles andere als gesichert.“  (iks)

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Š panthermedia.net/Erwin Wodicka

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30 – healtheconomy

P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

Serie Pharmaforschung – Teil 1 healtheconomy analysiert Branchenaktivitäten

short

Österreich forscht auf hohem Niveau

Merck punktet in ärmeren Ländern © Merck KGaA/Darmstadt/Germany

Freitag, 30. November 2012

15,3% des Pharmaumsatzes wurden 2010 EU-weit in Forschung und Entwicklung investiert.

GSK führt beim Index „Zugang zu Medizin“ London. Der „Access to Medicines -Index“ (ATM) bewertet alle zwei Jahre die Leistung der 20 führenden Pharmaunternehmen in ihrem Bemühen, den Zugang zu Arzneimitteln und zur Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern zu verbessern. Seit der Einführung im Jahr 2008 führt GlaxoSmithKline den ATM-Index an. Bei der jüngsten Ausgabe im November 2012 erhält GSK in vier von sieben Kategorien die höchste Bewertung: Management des allgemeinen Arzneimittelzugangs, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Förderung der Leistungsfähigkeit sowie Arzneimittelspenden und Philantropie. Sir Andrew Witty, CEO von GSK: „Mehr Zugang zu Arzneimitteln zu ermöglichen, liegt unserem Unternehmen sehr am Herzen.“

© dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger

Sanofi Österreich klärt über Diabetes auf

Rund 600.000 Menschen leiden in Österreich unter Diabetes.

Wien. Laut einer Umfrage leiden in Österreich rund 600.000 Menschen an Diabetes. Internationale Statistiken stellen Österreich in puncto DiabetesManagement ein schlechtes Zeugnis aus. Aufklärung, Prävention und Früherkennung sind wesentliche Ziele für die Zukunft, ebenfalls die Aufarbeitung struktureller Mängel und eine optimierte Therapie. Der wichtigste Faktor einer erfolgreichen Diabetes-Therapie ist jedoch der Patient selbst. Anlässlich des Weltdiabetestags unterstreicht Sanofi Österreich sein Engagement für Aufklärung, Prävention und Früherkennung.

Die Pharmaindustrie betreibt in Österreich nicht nur klinische Forschung, sondern auch eigene Standorte.

lässt sich Pharmaforschung jedoch nicht auf eigene Labors oder klinische Tests eingrenzen: Unternehmen kaufen Forschungen zu oder tätigen Kooperationen, während andere forschen, jedoch keine eigenen Produkte erzeugen und vermarkten. So hat GSK Kooperationen mit österreichischen BiotechUnternehmen abgeschlossen. „Die Konkurrenz bei erfolgreichen Produkten nimmt zu, viele Unternehmen setzen daher auf hochspezialisierte Teams, die ganz gezielt in bestimmten Themengebieten forschen“, weiß Huber. „Das führt dazu, dass es in der Forschung zu einer immer intensiveren Zusammenarbeit zwischen pharmazeutischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im

Pfizer mit 42 Studien Viele der multinationalen Pharmaunternehmen führen jedoch klinische Prüfungen in Österreich durch, Medikamententests, die für Zulassungen durchgeführt werden müssen. Beispielsweise hat Pfizer derzeit 42 klinische Studien in Österreich laufen. Und GlaxoSmithKline führt klinische Prüfungen an den Universitätskliniken sowie in Krankenanstalten durch. Generell

universitären und außeruniversitären Bereich kommt, was etwa in der Biotechnologie der Fall ist.“ Gerade im Bereich der BiotechStart-ups ist Österreich ein beliebter Standort. Laut Pharmig hatten in Österreich 77 Biotechnologieunternehmen, davon sind 67% in Health/Medicine engagiert, im Jahr 2010 insgesamt 82 Projekte zur Entwicklung von Medikamenten oder neuen Methoden in der Diagnostik in der Pipeline. Die Industrie – sie ist Auftraggeber von etwa 2/3 aller klinischen Studien – ist nicht der einzige Player in der Pharmaforschung. „Die akademische, nichtkommerzielle klinische Forschung fokussiert sich auf die drei Med-Unis Wien, Innsbruck, Graz sowie die pri-

Hintergrund Deutscher Pharmakonzern ist in Österreich stark präsent

Boehringer Ingelheim expandiert Wien. Boehringer Ingelheim und BaroFold, Inc, ein führendes Unternehmen in der Hochdruckrückfaltung von Proteinen, gaben die Unterzeichnung einer nichtexklusiven Lizenzvereinbarung bekannt. Boehringer Ingelheim wird ein Gerät im Labormaßstab erwerben, das auf der von BaroFold entwickelten, druckunterstützten Technologie zur Proteinfaltung PreEMTTM (Pressure Enabled ­Manufacturing Technology) basiert und sich auch für den Einsatz in cGMP-Herstellungsprozessen eignet. Die Technologie wird in der mikrobiellen Anlage von Boehringer Ingelheim in Wien installiert und zur Entwicklung biopharmazeutischer Herstellverfahren verwendet werden. „Diese Partnerschaft bietet uns die Möglichkeit, den Erfolg unserer Technologieplattform weiter auszubauen. Wir freuen uns, einen der weltweit führenden Auftragshersteller in der biopharmazeutischen Industrie als Lizenzpartner für unsere Technologie der Hochdruckrückfaltung von Proteinen gewonnen zu haben“, sagte Kyle

Lefkoff, Chairman von BaroFold. „Diese Zusammenarbeit ist eine Weiterführung der spannenden Projekte, die wir gemeinsam mit ‚BaroFold‘ in den vergangenen 18 Monaten umsetzen konnten. Sie unterstützt uns in unserem Bestreben, die innovativsten Technologien zur Herstellung von biotherapeutischen Produkten einzusetzen. Die Technologie der Hochdruckrückfaltung von BaroFold wird uns

bei der Entwicklung einer Anzahl von Proteinen in unserer Anlage in Wien von Nutzen sein“, sagte Georg Klima, verantwortlicher Leiter der Process Science Austria bei Boehringer Ingelheim. „Was Boehringer Ingelheim von anderen Biopharmaunternehmen und Auftragsherstellern unterscheidet, sind unsere innovativen Konzepte. Schon jetzt freuen wir uns darauf, maßgebliche Erfolge mit der ­BaroFold-Technologie erzielen zu können.”

Auftragsproduktion

© Boehringer Ingelheim

Darmstadt. Merck hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen auf Platz 8 im aktuellen, von der „Access to Medicine Foundation“ veröffentlichten „Access to Medicine-Index“ rangiert; im Vergleich zur Platzierung von 2010 hat sich Merck damit um neun Plätze verbessert. Der Access to Medicine Index vergleicht alle zwei Jahre 20 Pharmaunternehmen in Form einer Rangliste bezüglich verschiedener Aktivitäten und Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln in Ländern mit schwachem bis mittleren Einkommen.

Wien. „Forschung und Entwicklung bleibt auch in Zukunft eine wesentliche Kompetenz und ein wesentliches Tätigkeitsfeld der pharmazeutischen Unternehmen“, erklärt Jan Oliver Huber, Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie (Pharmig). „Das bestätigt die Tatsache, dass die pharmazeutische Industrie seit Jahren die Branche ist, die, gemessen am Umsatz, die höchsten Investitionen in den F&E-Bereich tätigt.“ Konkret wurden EU-Weit rund 15,3% des Pharmaumsatzes investiert. In Österreich liefen im Vorjahr 327 klinische Studien – im zehn Mal so großen Deutschland nur drei Mal so viele. Von den großen, multinationalen Pharmaunternehmen haben nur wenige eigene Labors in Österreich: Immerhin unterhält der Pharmariese Baxter in Wien und Orth/Donau mit mehr als 900 Wissenschaftern seinen größten Standort außerhalb der USA. Auch Boehringer-Ingelheim betreibt einen Laborstandort und investiert 2012 in Österreich ein Forschungsbudget von 180 Mio. €, klinische Tests mit eingerechnet (s.u.). Cromapharma, Novartis und Tochter Sandoz unterhalten ebenfalls Labors in Österreich.

© panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

Erik Bauer

Merck konnte in wichtigem Index neun Plätze gutmachen.

Boehringer betreibt Forschung und Auftragsproduktion in Österreich.

Die Boehringer Ingelheim Biopharma Auftragsproduktion hat sich nun zuletzt zur Boehringer Ingelheim BioXcellence entwickelt. Boehringer Ingelheim BioXcellence bietet maßgeschneiderte Auftragsentwicklung und -herstellung für die biopharmazeutische Industrie und deckt dabei mit ihren Fertigungsstätten in Wien, Biberach (Deutschland) und Fremont (USA) die gesamte Produktionskette ab – von der DNA bis zur Abfüllung. (iks)

vate Med-Uni in Salzburg“, weiß Johannes Pleiner-Deuxneuner, Leiter der Klinischen Forschung an der Med-Uni Wien. „Insgesamt sind das an die 1.200 Projekte im Jahr, wozu allerdings auch Diplomarbeiten gerechnet werden. Hochexperimentelle klinische Tests hingegen, und das kann ja nur an bestimmten Abteilungen gemacht werden, gibt es etwa 20 bis 30 pro Jahr.“ Alle in Österreich durchgeführten klinischen Prüfungen müssen von einer Ethikkommission und durch die AGES Medizinmarktaufsicht als ultimativer Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Der für die klinische Prüfung verantwortliche Auftraggeber (Sponsor) muss in der EU niedergelassen sein.

GLossar Arzneimittelforschung umfasst sowohl die meist universitäre, nichtkommerzielle Forschung als auch die von der Industrie betriebene Erforschung und Testung von Medikamenten mit dem Ziel der Zulassung am Markt. Dabei lässt sich wiederum die stoffliche Forschung im Labor, die Forschung an Zellverbänden und Tieren (sogenanntes Präklinikum) als auch die Forschung am Menschen (klinische Prüfung) unterscheiden. Klinische Prüfungen sind Studien, die mit Arzneimitteln oder Medizinprodukten an Menschen durchgeführt werden und machen mehr als die Hälfte der gesamten Kosten eines neuen Medikaments aus. Klinische Prüfungen sind eine Unterfraktion der klinischen Studien. Klinischen Studien umfassen neben den klinischen Prüfungen auch Datensammlungen von Patienten und andere Untersuchungen ohne die Gabe von Arzneimitteln; auch Diplomarbeiten werden dazugerechnet. Entwicklungskosten Die Entwicklung eines neuen Produkts kostet laut Pharmaverband Pharmig rund 1,5 Mrd. USD. Von 5.000 Molekülen aus der Forschung schaffen es nur 6,1 in die Präklinik und 1,5 in die Phase III. Am Ende schafft nach durchschnittlich zwölf Jahren eines dann auch die Zulassung durch die Gesundheitsbehören.


Freitag, 30. November 2012

M e d i z i n t e c h n i k : e- H e a lt h

Fachsymposium Initiative zur Forcierung der Integration von IT- und Medizintechnik

IHE-Tagung in Wien ulli moschen

Wien. Über 100 Teilnehmer nahmen am diesjährigen „IHE Day“ teil, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit stattfand. Der Tag ist ein Fachsymposium zur digitalen Integration im Gesundheitswesen, das sich als eines der wichtigsten im deutschsprachigen Raum etabliert hat. Unter dem Motto „Modelle der Kollaboration, integrierte Versorgung und die Rolle von IHE“ wurden als Schwerpunkte die Konzentration auf IHE-konforme Systeme in der Radiologie und das vollautomatisierte Labor diskutiert.

Regierungsvorlage zum ELGA-Gesetz. Die Diskussion und Fragen zu ELGA und deren Teilprojekte zogen sich durch die gesamte Veranstaltung. Für viele Problemfelder im Bereich Radiologie und Labor gibt es bereits Lösungsmöglichkeiten auf Basis von IHE, so der Tenor des IHE Days. Die IHE Austria repräsentiert die internationale Organisation „Integrating the Healthcare Enterprise“ – in Österreich. Sie ist eine Initiative zur Forcierung der Integration von IT- und Medizintechnik im Gesundheitswesen. Der nächste IHE Day ist für den 6. November 2013 in Wien angesetzt.

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

ELGA hat noch viel Entwicklungspotenzial.

Medizintechnik Bildgebende Diagnostik und Forschung

Revolutionäres System am AKH Wien. Das Wiener AKH hat bei Siemens-Medizintechnik die Lieferung eines „Biograph mMR“-Geräts in Auftrag gegeben, welches ab Ende 2013 zum ersten Mal in Österreich im Forschungseinsatz sein soll. Bei dem Gerät können erstmals Magnetresonanz-Bilder mittels hoher Magnetfelder und Darstellungen aus der Photonen-Emissions-Tomografie (PET), ein nuklearmedizinisches Verfahren, simultan produziert werden.

Technische Herausforderung

Die IHE bietet Leitfäden zur Implementierung von medizinischen IT-Systemen.

Eine Kombination der Technologien von MR und PET war bisher eine große technische Herausforderung, da diese Technologien auf unterschiedlichen physikalischen Effekten beruhen, die normalerweise nebeneinander nicht funktionie-

ELGA in der Zielgeraden Unter dem Titel „IHE in ELGA – jetzt geht‘s los“ gab ELGA-Geschäftsführer Hubert Eisl einen Ausblick über die weiteren Aktivitäten in Sachen ELGA auf Basis der

Hörgerätemarkt Sonova

Einsame Spitze

Zürich. Vor drei Jahren hat der weltweit größte Hörgeräte-Hersteller Sonova das US-amerikanische Unternehmen Advanced Bionics übernommen; seitdem ist Sonova weltweit das einzige Unternehmen, das sowohl Hörgeräte als auch Hörimplantate anbietet. Im laufenden Geschäftsjahr hat das Unternehmen seinen Vorsprung auf die Konkurrenz weiter ausgebaut.

Ehrgeizige Pläne Der Umsatz des Schweizer Konzerns stieg um 7,9% auf 872,4 Mio. CHF, das sind umgerechnet 723,6 Mio. €. Die Hörimplantate sorgten auch durch günstige Wechselkurse für einen Gewinnsprung von 43,8% auf 149,2 Mio. CHF. Sonova ist im Vergleich zur Konkurrenz geografisch und bei den Vertriebskanälen breiter aufgestellt, außerdem verfügt das Unternehmen über ein moderneres Produktangebot als seine Konkurrenten, darunter auch die Firma William Demant aus Dänemark, die an zweiter Stelle lanciert. Eine Übernahme der sechs Konkurrenten durch die Schweizer wird durch die Regulatoren ein Riegel vorgeschoben. „Wir sehen nicht, wieso zwei Hersteller zusammenkommen sollten“, sagt Konzernchef Lukas Braunschweiler. Sonova will seine Konkurrenten im kommenden Jahr Geschäft noch weiter hinter sich lassen. „Wir setzen uns Ziele, die über dem Marktwachstum liegen“, erklärt Braunschweiler.

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Sonova-Titel kletterten durch die ­Prognose 7,5% auf 100 Franken.

healtheconomy – 31

ren können, weil die Magnetfelder der MR herkömmliche PET-Detektoren beeinflussen. Das System eröffne neue Möglichkeiten bei der Erkennung von Krankheiten im Bereich der Neurologie, Onkologie und Kardiologie und könne die Entwicklung neuer Biomarker oder personalisierter Therapieansätze unterstützen. Ganzkörperaufnahmen können in rund 30 Min. erfolgen, verspricht Siemens. Marius Mayerhöfer von der Universitätsklinik für Radiologie in Wien lobt das Gerät ebenfalls: „Der ‚Biograph mMR‘ ergänzt in idealer Weise das Spektrum innovativer Bildgebungstechnologien des AKH Wien beziehungsweise der MedUni Wien und erhöht auch die Attraktivität unserer Institution für Spitzenforscher aus dem Ausland.“  (um)


Life:science

32 – healtheconomy

Freitag, 30. November 2012

Spin-off Biotech-Unternehmen Apeiron Biologics AG gründet Tochterfirma zur Vermarktung eigener Technologie

short

Neue Biotech-Firma startet

Baxter greift nach Dialysefirma Gambro

© EPA

Wien. Die Biotechfirma Apeiron Biologics AG gründet das Tochterunternehmen Attoquant Diagnostics GmbH, die das bereits erfolgreich eingeführte Peptid-Analytik-Service „RAS-Fingerprint“ weltweit vermarkten und die zugrundeliegende Technologieplattform weiterentwickeln soll, teilte das Unternehmen mit. Attoquant ist auch für die Weiterentwicklung der Technologieplattform und die Vergrößerung der Produktpalette verantwortlich. Attoquant bietet eine weltweit einzigartige Technologie zur besonders sensitiven Messung und Quantifizierung von allen Peptiden des Renin Angiotensin Systems (RAS) aus Blut sowie aus verschiedenen Geweben an. Diese Peptide spielen unter anderem für die Regulierung des Blutdrucks, des Wasserhaushalts sowie bei akuten und chronischen Entzündungen eine bedeutende Rolle.

Im Visier von Baxter: Der schwedische Dialysespezialist Gambro.

Wien/Chicago. Der US-Medizintechnikkonzern Baxter will einem Zeitungsbericht zufolge für rund vier Mrd. USD den schwedischen Dialysespezialisten Gambro kaufen. Beide Unternehmen hätten die Absicht, die Übernahme in den nächsten Wochen zu besiegeln, schrieb kürzlich das Wall Street Journal unter Berufung auf eingeweihte Personen. Der US-amerikanische Konzern sei schon seit einigen Jahren an Gambro interessiert. Die Schweden sind einer der größten Hersteller von Geräten für Blutwäsche. Das Unternehmen gehört den beiden nordischen Finanzinvestoren Investor AB und EQT.

Darmsanierung kann Stressfolgen mildern Graz. Über Stress wurde in den vergangenen Jahren so viel geschrieben, dass es schon stresst, all diese Berichte zu lesen. Kurzfristig kann der menschliche Organismus Stress auch sportlich nehmen. Das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben, kann einen mentalen Höhenflug bewirken, nach einer erfolgreichen Leistung schläft man entspannt und ein gewisses Maß an Herausforderung hält fit und vital. In dieser Phase befindet sich der Organismus unter positivem Stress, auch „Eustress“ genannt. Kommen Körper und Geist jedoch nicht in regelmäßigen

Wien. Sanofi Österreich wurde von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner mit dem Gütesiegel „Audit beruf- undf amilie“ ausgezeichnet. „beruf und familie“ ist ein Auditierungsverfahren zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es hilft dem Unternehmen mit einem umfangreichen Kriterienkatalog, die Familienfreundlichkeit auf den Prüfstand zu stellen, Ergebnisse von Maßnahmen zu evaluieren und die Familienfreundlichkeit weiterzuentwickeln. Roman Gamerith, Sanofi-Geschäftsführer: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist sowohl für das Unternehmen als auch für das Team ein Must. Wir müssen aufpassen, dass wir vor lauter dringenden Dingen die wichtigen Dinge nicht übersehen.“

Abständen zur Ruhe, kann der Höhenflug rasch zur Bruchlandung werden. Dann spricht man von negativem Stress, dem sogenannten „Dysstress“. Und permanenter Stress kann sogar den gesamten Organismus so

in Dauer-Alarmbereitschaft ver­ setzen, dass er nachhaltig geschädigt wird.

Stress belastet den Darm

Ausgeschüttetes Noradrenalin bewirkt bei permanenter Überbelastung eine verminderte Durchblutung der inneren Organe, wodurch das Herz-Kreislauf-System sowie der Magen-Darm-Trakt am stärksten überbeansprucht werden. „Bei 85 Prozent aller Menschen hat Stress auch eine negative Auswirkung auf die Verdauungsorgane“, sagt Anita Frauwallner, die sich als Chefin des Grazer Forschungsunternehmens Ins© Allergosan titut Allergosan seit Jahren

Allergosan hat „Omni-Biotic Stress Repair“ zur Darmstützung entwickelt.

Mit der neuen App soll die Nicotinentwöhnung einfacher werden.

mit den Themen beschäftigt. Laut Studien sei die beste Therapie gegen Stress ein funktionierender Darm, zitiert Frauwallner. „Ob wir Stress gut verarbeiten können oder ob er uns krank und nervös macht, entscheidet eine direkte Funktionsachse zwischen Darm und Gehirn, welche von unseren Darmbakterien beeinflusst wird.“ Allergosan hat nun spezielle probiotische Darmkulturen ausgewählt, denen es gelingt, Entzündungen im Darm wirksam zu behandeln, die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut gegenüber Allergenen, Toxinen und Krankheitserregern zu beheben und die Produktion des Glückshormons Serotonin und des Schlafhormons Melatonin anzukurbeln. (fei)

Neuentwicklung Apomedica hilft Neurodermitikern

Hintergrund Website www.mein-wunschkind.at aktualisiert

Graz. Ein gute Nachrichten für die Anwender von medizinischer Hautpflege kommt aus Graz vom dort sitzenden Unternehmen Apomedica: In Österreichs Apotheken setzt derzeit eine patentierte Technologie neue Standards. Anders als bei herkömmlichen Cremen und Lotionen werden erstmals zwei Gele gemischt – so kann auf Emulgatoren verzichtet werden. Die Innovation namens „Bi-Gel“ kommt Menschen mit Neurodermitis zu-

Wien. Allein in Österreich sind mehr als 30.000 Paare ungewollt kinderlos. Die Ursachen dafür sind vielfältig und betreffen beide Partner gleichermaßen. Allerdings suchen nur wenige dieser Paare bei ihrem Arzt Hilfe. Viele haben Angst vor einem Urteil, viele wissen nicht, dass gute Chancen bestehen, mittels künstlicher Befruchtung doch schwanger zu werden. Das erste „Retortenbaby“ Österreichs feierte diesen Sommer be-

Hilfe bei Hautproblemen aus Graz

Nicotinell hat neue App zur Nikotinentwöhnung

Informationen für Kinderlose

gute, teilt das Unternehmen mit. Bis zu 20% der Kinder und etwa 5% der Erwachsenen sind von Neurodermitis betroffen. Die Erkrankung verläuft schubweise und ist durch schuppende Ekzeme gekennzeichnet. Hauttrockenheit und starker Juckreiz mindern die Lebensqualität deutlich. Um die Krankheit in den Griff zu bekommen, ist die tägliche Pflege der Haut mit rückfettenden Produkten entscheidend. Das kann die Abstände zwischen zwei Schüben vergrößern.

Apomedica hat eine neue Lotion ohne Emulgatoren entwickelt.

Das Problem in der Herstellung von Pflegeprodukten für Neurodermitiker war bisher folgendes: Damit sowohl hydratisierende als auch ölhaltige, pflegende Komponenten verwendet werden konnten, kamen Emulgatoren zum Einsatz. Denn ohne sie ließen sich das Wasser und das Öl nicht dauerhaft vermischen. Doch Emulgatoren sind dafür bekannt, dass sie Lipide aus der Haut „auswaschen“. Damit tragen sie weiter zur Austrocknung der Haut bei. (fei)

© panthermedia.net/Monkeybusiness Images

Emulgatoren belasten Haut

© GettyImages

© Novartis Consumer Health - Gebro GmbH

Apeiron-Vorstand Hans Loibner will mit Ausgliederung kräftig wachsen.

Forschung Bei 85% der Menschen wirkt Stress negativ auf Verdauungsorgane – Institut Allergosan entwickelt Probiotikum

Sanofi erhält Zertifikat „beruf und familie“

Wien. Die neue mobile HandyApp von Nicotinell soll Entwöhnungswilligen beim Rauchstopp helfen und dient auch den Apotheken als Unterstützung in ihrer Beratungsfunktion. Das nutzerfreundliche Programm für Smartphones kann im iOS und Android Appstore geladen werden und begleitet drei Monate lang auf dem Weg zum Nichtraucher. Neben wissenschaftlichen Inhalten wie der Schlusspunktmethode, dem Fagerström-Test und verhaltenstherapeutischen Ansätzen bietet die App auch Praktisches zur Nikotinentwöhnung.

Die analytisch präzise Erfassung der Gesamtheit dieser Peptide ist weltweit einzigartig. Diese neuartige Technologie kann z.B. bei Bluthochdruck zum gezielteren Einsatz von Blutdrucksenkern verwendet werden sowie zur Neuentwicklung von solchen Medikamenten. Weiters ermöglicht der RAS-Fingerprint ein besseres Verständnis bei Vorsorge und Behandlung von Herz-Kreislauf Erkrankungen sowie Nierenerkrankungen und besitzt generell ein großes Potenzial als diagnostischer und therapeutischer Biomarker. Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron: „Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Gründung von ‚Attoquant‘ einem jungen, unternehmerischen Team mit einer vielversprechenden Technologie die Möglichkeit gegeben haben, ein weiteres herausragendes Biotech-Unternehmen in Österreich zu entwickeln.“ (fei)

© Apeiron

Attoquant Diagnostics GmbH arbeitet mit Technologie u.a. zur Neuentwicklung von Medikamenten.

Kinderlosigkeit ist oft ein Tabuthema. Ferring will nun verstärkt informieren.

reits seinen 30. Geburtstag. Dennoch sind Unfruchtbarkeit und künstliche Befruchtung noch immer heikle Themen. Gründe sind die mangelnde Information und Aufklärung sowie auch die weitverbreitete Meinung, dass „die natürlichste Sache der Welt“ bei allen Paaren funktionieren muss.

Relaunch für Website Die Abteilung „Gynäkologie und Geburtshilfe“ der Ferring Arzneimittel GesmbH Austria hat ihre Website „www.mein-wunschkind. at“ einem kompletten Relaunch unterzogen. Betroffene und Interessierte können sich hier informieren und in das Thema „Kinderwunsch – Wunschkind“ einlesen. Dabei werden verschiedene Behandlungsmöglichkeiten – wie IVF oder ICSI – leicht verständlich erklärt und auch die Risiken und Erfolgschancen nicht verschwiegen. Zudem werden Ursachen für Kinderlosigkeit sowie Untersuchungen erläutert. Außerdem erhalten Interessierte Auskunft über die Rechtslage in Österreich, den IVF-Fonds und eventuelle Alternativen. (fei)


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

Freitag, 30. November 2012

short

Sanofi-PR mit zusätzlicher Kraft

healtheconomy – 33

Umstrukturierung PremiQaMed führt vier Privatkliniken in eine Betriebsgesellschaft

short

Weichen gestellt

Vorarlberg hat beste Turnusausbildung

Fusion soll Häuser in Spitzenfeld der EU-Privatklinikenlandschaft bringen.

Anja Baumgartner-Reitz ist neue PR-Ansprechpartnerin bei Sanofi.

Wien. Anja Baumgartner-Reitz hat die Agenden der externen Unternehmenskommunikation, Produkt-PR und Public Affairs bei Sanofi Österreich übernommen. BaumgartnerReitz ist seit 2003 bei Sanofi Österreich und hat im Medical Department gearbeitet, bevor sie 2005 in die Kommunikation wechselte. Seit vier Jahren ist sie erfolgreiche Autorin des Jahrbuchs „Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Österreich“.

Making more Health: neues Buch und DVD

© KHBG

Wien. Die PremiQaMed Group optimiert ihre Unternehmensstruktur und stellt damit Weichen für die Zukunft. Die vier Betriebsgesellschaften der Privatkliniken Confraternität-Josefstadt, Döbling, Graz Ragnitz und Wehrle wurden nun zur PremiQaMed Privatkliniken GmbH zusammengeschlossen. Für die Patienten der Kliniken ändert sich dadurch nichts. Außenauftritt und Kliniknamen sowie die kollegialen Führungen der jeweiligen Häuser bleiben gleich. Die dahinterstehende Management-Struktur wird jedoch gebündelt und ermöglicht die verstärkte Nutzung von Synergien der vier Häuser. „Die einheitliche Qualität und gemeinsamen Werte des Unternehmens sind damit auch in der gesellschaftlichen Struktur verankert“, erklärt dazu PremiQaMed-Generaldirektor Julian Hadschieff.

Turnusärzte in Vorarlberg sind mit der Ausbildung am zufriedensten.

Feldkirch. In einer aktuellen Umfrage erforschte das Ärztliche Qualitätszentrum Linz die Zufriedenheit der Turnusärztinnen und -ärzte mit ihrer Ausbildung. Auf Platz eins im Zufriedenheitsranking: Vorarlberg. „Das zeigt, dass die Maßnahmen zur Verbesserung der Turnusärzte-Ausbildung auch weiterhin Priorität haben müssen“, ist Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Christian Bernhard überzeugt.

© PremiQamed Group

© Sanofi

Andreas feiertag

Zwei neue Köpfe im Spiel

Wien. Die Initiative „Making Werner Fischl übernimmt die more Health“ von Boehringer Führung der neuen PremiQaMed Ingelheim und der Non-ProPrivatkliniken GmbH. Als Gefit-Organisation Ashoka unschäftsführer ist der 40-jährige terstützt weltweit SozialunBetriebswirt künftig für die vier ternehmer im GesundheitsbePrivatkliniken Döbling, Confrareich. In Österreich ist dies der ternität – Privatklinik Josefstadt, Risikopädagoge Gerald Koller. Graz-Ragnitz und Wehrle verantÜber seine Arbeit sind in der wortlich. Der gebürtige OberösterEdition LIFEart nun ein Buch reicher ist seit 1997 in der Unterund eine DVD erschienen.18.10.12 12:11nehmensgruppe tätig und leitete INSERAT_271X202_5_RZ Seite 1

Werner Fischl ist neuer Geschäftsführer der PremiQaMed Privatkliniken GmbH.

zuletzt die Abteilung für Personal und Recht der PremiQamed Management GmbH, darüber hinaus war er Geschäftsführer der Confraternität-Privatklinik Josefstadt. Der 48-jährige Facharzt für Innere Medizin, Johannes Drach, ist neuer Ärztlicher Direktor der Confraternität-Privatklinik Josefstadt. Der gebürtige Tiroler war bisher in verschiedenen Funktionen im AKH Wien, zuletzt als stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung

5-fach-Portfolio in Österreich

für Onkologie der Universitätsklinik für Innere Medizin I in Wien, tätig. Weitere berufliche Stationen waren die Universitätsklinik Innsbruck und die University of Texas, Houston. Die Gruppe wurde 1991 unter dem Namen Humanomed Krankenhausmanagement GmbH gegründet und später in PremiQaMed umbenannt. Sie ist heute der größte Betreiber privater Krankenanstalten in Österreich.

Staatsoper unterstützt Nein zu Arm und Krank Wien. Die von Siegfried Meryn gemeinsam mit Hans Schmid und Georg-Kraft-Kinz ins Leben gerufene Initiative „Nein zu Arm und Krank“ wurde kürzlich von Staatsoperndirektor Dominique Meyer unterstützt: Die Vorstellung von „Simon Boccanegra“ vom 7. November mit Kammersänger Plácido Domingo war ein Benefiz, sie spielte 100.721,91 € ein.

CSC/Angelini: 5-fach bewährt Unternehmen in privater Hand • 1919 in Italien gegründet • Familienunternehmen in privater Hand • CEO: Francesco Angelini, Enkelsohn des Firmengründers

Diversifiziert nach 5 Bereichen • Pharma • Körperpflege • Dermokosmetik • Produktionsanlagen • Weingüter Tenimenti Angelini

Pharma

• Hauptbereich mit 50% des Umsatzes • Forschungs- und Entwicklungszentrum in Santa Palomba • 3 Produktionswerke in Ancona, Aprilia sowie Casella

Besonderer Service sowie hauseigener Vertrieb Gemeinsam erfolgreich. Mehr Gesundheit.

Gemeinsam besser. Mehr Zufriedenheit.

Zertifizierungen

Wettbewerbe

– ISO 9001

GmbH stellt sich auch Wettbewer-

CSC Pharmaceuticals Handels ben wie zum Beispiel jenem vom

– ISO 13485

„Österreichs Kundenorientierteste Dienstleister“.

– GDP Zertifikat

10 /1 01 2

CSC Pharmaceuticals Handels GmbH Gewerbegebiet Klein-Engersdorf / Gewerbestrasse 18-20 A-2102 Bisamberg –Austria / Telefon: +43 (0)2262 606-0 Fax: +43 (0)2262 606-600 / @: office@csc-pharma.com

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