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Freitag, 28. september 2012 – 21

healtheconomy Sicherer Atem für 12 Stunden Mundpflege-Mittel gegen Mundgeruch. Aus Ihrer Apotheke.

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Blockbuster-Produkte gibts immer weniger

© SanConsult Management-Akademie

short

Mobile Lösungen Behandlungserfolge im Spital stützen sich immer mehr auf eine gut geführte, strukturierte und zentrale Dokumentation. Die politisch diskutierte elektronische Gesundheitsakte ist im Kleinen schon Realität. Was für die einen ein großer Aufwand in der Erfassung der Daten ist, ist für andere eine große Hilfe. Allerdings braucht es dazu eine flexible, Dokumentationslösung, die mehr als nur die herkömmliche Erfassung von Daten bietet, ist Willi Salomon vom Software-Hersteller systema überzeugt. „mio“ ist so eine mobile Lösung, die nun auf den Markt kommt.  Seite 27

© Martin Schriebl-Rümmele

© systema

Bildung Jutta Pfisterer-Pollhammer (Bild) leitet seit mehr als acht Jahren die renommierte SanConsult Management-Akademie in Wien und hat in dieser Zeit mehr als 600 Personen zu einem akademischen Grad begleitet und zusätzlich sechs akademische Inhouse-Lehrgänge in großen österreichischen Unternehmen durchgeführt. Mit einem Ausbildungsangebot ganz speziell für das Gesundheitswesen bietet SanConsult eine praxisnahe Vermittlung jenes Wissens, das benötigt wird, um den akademischen Grad PhDr zu erhalten.  Seite 23

Analyse Experten der Pharma-Marktforschungsfirma IMS Health tagten in Wien und wagten einen Blick in die Zukunft des weltweiten Pharmamarktes. Die Einschätzung: Blockbuster laufen nicht nur aus, es kommen auch immer weniger nach.  Seite 22

inhalt

Healthcare > Bioethikkommission uneinig über PID 22 > Studie: Arbeit macht immer mehr Menschen krank  23 > Serie: So läuft die Spitals- reform in Salzburg  24 > Mehr Geld für Vorarlberger Krankenhausärzte  24 Pharmareport und Lifescience > Ärzte kündigen DMP- Programm für Diabetes  26 > Takeda investiert in Russland  26 Medizintechnik und eHealth > ÖVP und SPÖ wollen ELGA rasch umsetzen  27

Getting Old, staying healthy

mit Dr. Jean-Marie Robine Samstag, 6. Oktober, 11:30 – 13:30, Grand Park Hotel Gastein Anmeldung unter gastein@sanofi.com


c ov e r

22 – healtheconomy

Freitag, 28. September 2012

Analyse IMS Health berichtet über Patentabläufe und erlaubt einen Blick in die Zukunft des weltweiten Pharmamarktes

Kommentar

Pharmabranche: IMS sieht Ende der Blockbuster-Ära

Gesundheit als Jobmotor

Frank Wartenberg, Geschäftsführer Österreich und Experten zeigten neue Dienstleistungsangebote. Wien. Seit 2000 haben die meisten Unternehmen der Pharmaindustrie neue Geschäftsfelder erschlossen. Gewachsen sind vor allem jene Unternehmen, die sich stark spezialisiert haben – etwa Eli Lilly oder Roche. Breit aufgestellte Marken wie die großen Blockbuster-Betriebe, Pfizer oder GlaxoSmithKline waren nicht in der Lage, zur Gänze das aufzufangen, was durch das Auslaufen des Patentschutzes verloren ging. Es scheint das Ende der Blockbuster-Ära gekommen zu sein. Zu diesem Schluss kamen Experten des Marktforschungsunternehmens IMS Health beim heurigen IMS Commercial Effectiveness-Tag am Dienstag in Wien. „Wir haben uns die Medikamente angeschaut, in die zwischen 2007 und 2011 hohe Erwartungen gesetzt wurden. Weniger als die Hälfte ist auf dem Weg, Blockbuster zu werden“, sagt Frank Wartenberg, President, CE & GM, Germany and Austria bei IMS Health. Gründe dafür sind der härter werdende Wettbewerb, die Einsparungen in den öffentlichen Gesundheitssystemen und die Konkurrenz der Generika. Eine besondere Herausforderung ist der Einsatz neuer Medien. Immer mehr Menschen suchen Informationen über Krankheiten und Medikamente im Internet. „Wir wissen, dass sich Patienten, die an Arthritis, Morbus Crohn, HIV oder Krebs leiden, stärker über das Internet informieren“, erklärt Wartenberg. Die Ratsuche bei Ärzten nimmt tendenziell ab. 80% aller Internetnutzer haben sich im Netz schon über Gesundheitsthemen informiert, 60% von ihnen machen das regelmäßig. Etwa ein Fünftel aller Google-Anfragen wird zum Thema Gesundheit gestellt. Der

Martin Rümmele

D

ie österreichischen Betriebe benötigten für die kommenden sechs Monate rund 150.000 Fachkräfte, dafür wäre mehr qualifizierte Zuwanderung notwendig. Das erklärte in diesen Tagen die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Anna Maria Hochhauser. „Was Fachkräfte im Bereich Pflege und Betreuung angeht“, ergänzte der Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Werner Kerschbaum, „so fehlen bald ebenfalls Tausende von ihnen.“ Bis zum Jahr 2020 würden „17.000 vollzeitäquivalente Kräfte mehr benötigt.“ Eine Studie des AMS zeigt parallel, dass der Gesundheitsund Sozialbereich in den kommenden vier Jahren zum Jobmotor wird. In keinem anderen Bereich entstehen so viele Jobs – und sogar neue Berufe, sagt die WKO (healtheconomy berichtete exklusiv). Das zeigt: Auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten ist der Gesundheitssektor stabil, allerdings verursacht er auch öffentliche Ausgaben und die müssen finanziert werden. Wer glaubt, hier einfach sparen zu können, begeht einen großen gesamtwirtschaftlichen Fehler. Eine deutsche Studie etwa zeigt, dass Kürzungen im Gesundheitsbereich auch das Wirtschaftswachstum insgesamt bremsen – denn das Geld fehlt der Geundheitswirtschaft als Einnahme.

© Martin Schriebl-Rümmele

Christian Resei

IMS Health-Manager Wartenberg (Mitte) und Experten zeigten Entwicklungen und neue Marktforschungsdienstleistungen.

weltweit aktivste Twitterkanal wird von General Electric Healthcare betrieben.

Neue Medien gut planen „Für Unternehmen ist es gerade bei neuen Medien wichtig, abzuschätzen, welche Investitionen sinnvoll sind, wie viel Ressourcen man einsetzt“, führt Wartenberg aus. Die Palette reicht von Themenseiten bis zu Diskussionsplattformen für Ärzte und Patienten. Dabei sollten auch verschiedene Kanäle abgestimmt werden, vom YouTube-Video über den Facebook-Auftritt bis zu mobilen Apps. „Doch Achtung: Der Lebenszyklus einer App ist eine Eintagsfliege“, warnt Wartenberg. Der Großteil

der geladenen Apps werden nur am ersten Tag benutzt.“ Derzeit werden in den meisten Ländern Krankenkassenbeiträge von der arbeitenden Bevölkerung und deren Arbeitgebern bezahlt. Bleibt die Finanzierung auf Basis der Arbeitseinkommen, wird es mit der Zeit problematisch. „Aber es gibt das Feld der Kapitaleinkünfte: Wenn ich alle Arten von Einkommen heranziehe, habe ich auch eine andere Basis, um das System zu finanzieren“, führt Wartenberg aus. In Deutschland bleiben Arzneimittelkosten konstant in Relation zum Bruttoinlandsprodukt, es wird also nicht zu der von den Kassen oft beschworenen Kostenexplosion kommen. Ein Grund:

Nervenzellen

Wien. Die im Bundeskanzleramt eingerichtete Bioethikkommission empfiehlt die Zulassung von Eizellenspenden sowie die Freigabe der Präimplantationsdiagnostik (PID) unter bestimmten Voraussetzungen. „Wir haben nach fast zweijähriger Diskussion in der Bioethikkommission eine Stellungnahme zur Reform des Fortpflanzungsmedizinrechts beschlossen, die von Bundeskanzler Werner Faymann

Alzheimer normal ■ ▲

beauftragt worden war“, sagte Kommissionsvorsitzende Christiane Druml. Die Stellungnahme ist jedoch nicht einhellig, sondern mit einer Mehrheit von 15 Mitgliedern beschlossen worden. Sechs Kommissionsmitglieder vertreten eine eigenständige Auffassung. Bei der Diskussion der ethischen Aspekte des Fortpflanzungsmedizingesetzes waren sich alle Kommissionsmitglieder darüber einig,

dass das Qualitätsmanagement bei der künstlichen Befruchtung verbessert werden müsse. Übereinstimmung gab es auch darüber, dass intensive Forschungsbemühungen im Hinblick auf die steigende Unfruchtbarkeit notwendig seien. Generell erinnert die Bioethikkommission daran, dass alle reproduktionsmedizinischen Maßnahmen einer sorgfältigen Aufklärung bedürfen und empfiehlt die Ausweitung der bestehenden psychologischen Beratungsangebote.

Uneinig bei Homosexuellen Typische Veränderungen im Gehirn

Quelle: APA; Grafik: APA/Raimund Appl

© APA/dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger

1. Ablagerungen ▲ (Plaques) zwischen den Nervenzellen

Symptome

Der österreichische Arzneimittelmarkt wird noch von Originalanbietern beherrscht. Doch bei einigen der stärksten Medikamente läuft der Patentschutz ab, 2013 etwa der Schutz für Viagra oder für das Asthma-Medikament Seretide. Und nach 2016 kann es auch Generika für das Antidepressivum Cymbalta geben. Interessant ist auch, dass mit Haemato Pharm auch ein Parallelimporteur zu den 20 größten Anbietern in Österreich zählt und am schnellsten wächst.

Uneinigkeit nach zwei Jahren Diskussion

ALZHEIMER

Vergesslichkeit, gestörte Orientierung und Zeitgefühl, Sprachstörungen, Angehörige und Freunde werden nicht mehr erkannt, verändertes Verhalten

Wichtige Patente laufen ab

Fortpflanzungsmedizingesetz Bioethikkommission mehrheitlich für Eizellenspende und Präimplantationsdiagnostik

GRAFIK DER WOCHE

2. Fibrillen ■ (unauflösliche, gedrehte Fasern) in den Zellen

In allen europäischen Ländern sinken die Kosten pro Behandlungstag; Österreich liegt dabei heute im Mittelfeld.

Bioethikkommission: „Gesetzgeber ist in Sachen künstlicher Befruchtung am Zug“.

Unterschiedlich sind die Empfehlungen zur Liberalisierung der Samen-und Eizellspende sowie die Möglichkeit für lesbische Paare und alleinstehende Frauen zur künstlichen Befruchtung. Strittig blieb auch der Einsatz der Präimplantationsdiagnostik. Während sich die Mehrheit für eine Liberalisierung der gesetzlichen Grundlagen der Fortpflanzungsmedizin aussprach, trat die Minderheit für die Beibehaltung des restriktiven Zugangs in Österreich ein.

Die abweichende Auffassung, bei der Präsentation vertreten durch Stephanie Merckens, sieht derzeit keinen Reformbedarf der bestehenden gesetzlichen Regelungen. Merckens sprach sich dafür aus, weiterhin am sogenannten homologen System der IVF festzuhalten – diese also nur mit Ei- oder Samenzellen der Eltern durchzuführen. Sie führte unter anderem medizinische Bedenken gegen die Eizellenspende an: Die Spenderin müsste immer stimuliert werden, was das Krebsrisiko erhöhe. Die IVF für alleinstehende oder lesbische Paare lehnte die Minderheit mit Verweis auf die Wichtigkeit des Vaters für die Kinder ab. Auch gegen die Präimplantationsdiagnostik sprachen sich die sechs Mitglieder aus. Diese sei „nie Therapie, sondern immer Selektion“, so Merckens. Auch berge das Verfahren Risiken. Druml erklärte, dass nun der Gesetzgeber am Zug sei, das Fortpflanzungsmedizingesetz auf Basis der vorliegenden medizinischen und rechtlichen Grundlagen und Empfehlungen zu diskutieren und zeitgemäß zu adaptieren. (fei)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 28. September 2012

healtheconomy – 23

Bildung SanConsult Management-Akademie veranstaltet Vorbereitungsseminare für St. Elisabeth Universität für Gesundheitswesen in Bratislava

Grenzüberschreitende Bildung Wien/Bratislava. Jutta Pfisterer-Pollhammer leitet seit über acht Jahren die renommierte SanConsult Management-Akademie in Wien und hat in dieser Zeit mehr als 600 Personen zu einem akademischen Grad begleitet und zusätzlich sechs akademische Inhouse-Lehrgänge in großen österreichischen Unternehmen durchgeführt. Mit einem Ausbildungsangebot ganz speziell für das Gesundheitswesen bietet SanConsult eine praxisnahe Vermittlung jenes Wissens, das benötigt wird, um den akademischen Grad ‚PhDr‘ zu erhalten. Ort der berufsbegleitenden, zweisemestrigen Ausbildung ist Wien, die Rigorosumsprüfung findet in Wien oder Bratislava statt. Zielgruppe sind Personen aus dem Gesundheitswesen, die den akademischen Titel PhDr (Doktor der Philosophie) anstreben und bereits ein Magister-, Magister (FH)oder Masterstudium – optimaler-

Prävention Neue Angebote

Studie: Arbeit macht krank

Wien. Die aktuelle Studie „fit2work Arbeits-Fitness-Barometer“ zur Gesundheit am Arbeitsplatz zeigt alarmierende Ergebnisse: Ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher bestätigt gesundheitliche Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz. Knapp die Hälfte leidet unter Rückenschmerzen, 33% unter Augenproblemen. Gesundheitliche Probleme führen nicht nur zu Unzufriedenheit und Frustration, sondern sind oft auch mit drohendem Arbeitsplatzverlust und längeren Krankenständen verbunden. Die Initiative „fit2work“ will durch gezielte Personen- und Betriebsberatung Abhilfe schaffen. „Die Studie ergibt, dass die Österreicherinnen und Österreicher aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Mittelwert 25,5 Arbeitstage pro Jahr in Krankenstand sind – da wäre unseren Schätzungen nach sicherlich etwa die Hälfte vermeidbar“, betont Sozialminister Rudolf Hundstorfer. „Noch eine alarmierende Zahl: Bei zwei von drei Arbeitslosen haben gesundheitliche Probleme eine Rolle beim Verlust des Arbeitsplatzes gespielt. „Auch hier können wir aktiv etwas tun. Die Initiative ‚fit2work‘ setzt sich zum Ziel, mit individueller Beratung dafür zu sorgen, dass die Menschen, die in Österreich arbeiten, ihren Beruf gesund – und mit Freude – ausüben können; und dass unsere heimischen Unternehmen ‚fitter‘ werden und ihre Wertschöpfung langfristig erhöhen.“ (iks)

weise im Bereich Gesundheitswesen – abgeschlossen haben. Die SanConsult ManagementAkademie führt seit 2009 die Vorbereitungsseminare in Wien für die St. Elisabeth Universität Gesundheitswesen und Sozialarbeit, Bratislava, durch. Am 18. Jänner 2013 wird der vierte Jahrgang starten. Es werden die Schwerpunkte „Risikomanagement“ (Voraussetzung für die Zertifizierung als Risikomanager/in), „Health Administration“ (Vorbereitung auf die Rigorosumsprüfung), „Wissenschaftliches Arbeiten“ sowie „Ausgewählte Methoden der empirischen Sozialforschung“ (als Unterstützung für die

Erstellung der Rigorosumsarbeit und -prüfung) vermittelt. Die Vorbereitungsseminare finden sowohl in Form von Präsenzlehrveranstaltungen und via Fernstudium statt.

Anerkennung geregelt Pfisterer-Pollhammer: „Beim akademischen Grad ‚PhDr‘ handelt es sich um das sog. kleine Doktorat. Damit ist auch die relativ kurze Laufzeit von zwei Semestern begründet. Der PhDr darf derzeit im Rahmen einer Übergangsfrist noch in der Slowakei bzw. Tschechien durchgeführt werden, der akademische Grad bleibt jedoch auch

nach der Übergangsfrist, so wie verliehen, gültig.“ Die Anerkennung der Hochschulqualifikation wurde im Rahmen eines zwischenstaatlichen Abkommens geregelt, sodass in Österreich der akademische Grad PhDr der Slowakei zwischen Stufe 2 (Magister/Master) und Stufe 3 (Doktorat) eingeordnet wurde. Mit Quality Austria hat SanConsult einen starken Partner für diese Weiterbildung gewonnen. Gleichzeitig mit dem akademischen Grad PhDr wird auch das Zertifikat Risikomanager/in vergeben, eine im Gesundheitswesen für Führungsaufgaben besonders relevante Zusatzqualifikation. (rüm)

© SanConsult Management-Akademie

Vierter Lehrgang startet im kommenden Jänner; Abschluss mit Doktorat.

Pfisterer-Pollhammer (SanConsult) ist strategischer Partner von Quality Austria

Connecting with patients

I would like to change the perception of rheumatoid arthritis and increase public awareness. It is associated with the elderly, but it is a disease that can happen to anyone at any age. I’m grateful for the therapies that are available now to help sufferers live their lives as best they can. Alison UCB has a passionate, long-term commitment to finding more effective treatments for several specific diseases in the central nervous system and immunology disorders. Our challenge is to help patients and families living with the physical and social burden of severe diseases. It holds out the promise of a new generation of therapies that will enable them to enjoy more normal, everyday lives.

© Xxxxxx Xxxxxxxx

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Aspiring to be the patient-centric biopharma leader Sozialminister Rudolf Hundstorfer will Betriebe gesünder machen.


H e a lt h : c a r e

24 – healtheconomy

Freitag, 28. September 2012

Serie Gesundheitsreform in den Ländern – Teil 3: Salzburg Analyse zeigt Reformbedarf für die kommenden Jahre

GastKommentar

In Salzburg stehen die meisten Spitalsbetten

Maßgeschneiderte Gesundheitsleistung

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller will alle Krankenhäuser und Träger in Reformpläne einbeziehen. Martin RÜmmele

Salzburg. Dieser Tage wurde der neue Regionale Strukturplan Gesundheit Salzburg 2020 (RSG) präsentiert. Das Land setzt den im Jahr 2005 beschrittenen Weg in der Gesundheitsplanung fort, sagt Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ). „Bereits 2005 wurden größere Neustrukturierungen vorgenommen, um die Gesundheitsversorgung an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen. Jetzt liegt der Entwurf des überarbeiteten RSG vor. Für die Krankenanstalten ergeben sich daraus neue Zukunftsperspektiven.“

Wilfried Teufel

B

Wilfried Teufel ist Leiter Marketing & Vertrieb, mediclass ­Gesundheitsclub GmbH.

Die Umsetzung erfolgt nicht im Alleingang, sondern alle Krankenanstalten werden miteinbezogen. „Wir gehen diesen Weg Schritt für Schritt gemeinsam. Mit allen gesundheitsfondsfinanzierten Krankenanstalten und dem Unfallkrankenhaus Salzburg werden Gespräche über die Umsetzung der Empfehlungen geführt. Mir ist besonders wichtig, dass jedes Haus seine Sicht der Dinge darstellen und eigene Stärken einbringen kann. In Zukunft soll Salzburg ein Vorzeigebeispiel für Kooperation werden“, sagte Burgstaller. Die Kooperation zwischen den Spitälern, dem niedergelassenen Bereich und insgesamt die Vernetzung werden von entscheidender Bedeutung sein. Im vergangenen Jahr wurde der gesamte Krankenhaussektor im Bundesland Salzburg einer eingehenden wissenschaftlichen Analyse unterzogen. Größere Veränderungen oder gar Standortschließungen sieht der RSG 2020 nicht vor. Burgstaller: „In manchen Bereichen sind Verschiebungen

© APA/Helmut Fohringer

Dialog mit allen

Unter der Festung Hohensalzburg wird derzeit an einer Gesundheitsreform für die kommenden Jahre gearbeitet.

notwendig, um den geänderten Bedürfnissen, aber auch dem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung Rechnung zu tragen.“

langfristig geplant werden. In Salzburg wird die demografische Entwicklung bis 2020 zu einem Rückgang der Kinder bis 14 Jahre um fast 3% bei einem gleichzeitigen

Anstieg der Menschen über 65 Jahre um fast 19% führen. „Diese Veränderungen müssen sich auch in der Spitalslandschaft niederschlagen“, sagte Burgstaller.

Höchste Bettendichte Die Analyse ergab etwa, dass das Bundesland Salzburg die höchste Bettendichte in Österreich aufweist. Im internationalen Vergleich liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld, was die Bettendichte betrifft. „Viele Betten sind auch ein großer Kostenfaktor. Ich will aber, dass die Menschen die Leistungen bekommen, die sie brauchen“, so die Landeshauptfrau. Verschiebungen von Kapazitäten müssten

Sp itäler i m L andesv erg leic h

Bezeichnung Veränderung/Spitalsbetten Stationäre Aufnahmen Pflegepersonal Spitalsärzte Ausgaben für Personal Pflegepersonal/Bett Betten/Arzt Aufnahmen/Bett Einwohner/Bett

Salzburg –1,95% +0,7% +1,37% +2,7% k.A. 1,32 2,48 52,82 293,67

Österreich –0,40 +3,50 +0,90% +3,60% +2,70% 1,41 2,81 50,16 261,80

Bestes Bundesland –1,95% (Sbg) –0,80% (NÖ) –1,90% (Bgld) –0,90% (Ktn) +0,50% (Ktn) 0,94 (Vbg) 2,43 (NÖ) 44,20 (W) 196,10 (W)

Quelle: medianet/Statistik Austria

Gesundheitsreform Krankenhausärzte im Ländle erhalten künftig 20% mehr, so soll Abwanderung gestoppt werden

Gehaltsform für Vorarlberger Spitalsärzte Feldkirch/Bregenz. Die Verhandlungen über die Gehaltsreform für die Vorarlberger Landeskrankenhäuser sind abgeschlossen. Das neue Gehaltssystem wird das Land 13,5 Mio. € pro Jahr kosten, informierten Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (beide ÖVP) in einer Aussendung. Die Umsetzung der Gesamtreform werde um ein halbes Jahr auf den 1. Juli 2013

vorgezogen, erklärte Bernhard. Hintergrund dafür war neben medialer Kritik der Spitalsärzte auch der wachsende Druck aus dem Ausland – viele Ärzte wandern in die Schweiz und nach Deutschland, viele Stellen sind nur noch schwer zu besetzen. In der Einigung mit dem Zentralbetriebsrat wurden unter anderem „marktkonforme Gehälter für alle Berufsgruppen“ sowie höhere

Einstiegsgehälter für die jungen Mitarbeiter bei gleichzeitiger Abflachung der Gehaltsentwicklung vereinbart. Junge Spitalsärzte im ersten Ausbildungsjahr werden demnach künftig mit 46.700 € brutto pro Jahr entlohnt werden – das bedeutet eine Steigerung von über 20% gegenüber dem bisherigen Einstiegsgehalt von 38.200 €. Im letzten ihrer sechs Ausbildungsjahre verdienen Ärzte in Vorarlberg in Zukunft 60.200 € (jetzt: 49.500 €).

Weichenstellung für Zukunft

© ÖVP Vorarlberg

etrachtet man den Gesundheitsmarkt in Österreich, so zeichnen sich einige Entwicklungstrends deutlich ab: Im öffentlichen Gesundheitssystem steigen die Ausgaben und der Kostendruck. Gleichzeitig arbeitet es wenig patientenorientiert und mit geringer Effizienz. Durch den demografischen Wandel bzw. die älter werdende Bevölkerung erhöht sich die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen kontinuierlich. Auch der medizinische Fortschritt verstärkt diese Nachfrage. Außerdem führen der Wertewandel hin zu höherem Gesundheitsbewusstsein und die Unzufriedenheit mit dem öffentlichen Gesundheitssystem dazu, dass Patienten/Kunden zunehmend selbst Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen. Sie setzen selbst gesundheitsfördernde und -erhaltende Maßnahmen und sind bereit, dafür auch Geld in die Hand zu nehmen – vor allem dann, wenn sie maßgeschneiderte Produkte oder Dienstleistungen erhalten. Der mediclass Gesundheitsclub erfüllt diesen Wunsch vieler Patienten nach effizienten, aber dennoch hochqualitativen und auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnittenen Gesundheitsleistungen. Im mediclass Zentrum betreiben über 35 Ärzte verschiedenster Fachrichtungen, Komplementärmediziner und Therapeuten ihre Ordinationen. Mitgliedern des Gesundheitsclubs stehen diese zu besonders attraktiven Konditionen (bis zu 80% Rabatt auf die Privatpreise der Ärzte) zur Verfügung. Außerdem erhalten alle Mitglieder im Rahmen der Jahresmitgliedschaft einmal jährlich einen Gutschein für einen erweiterten Gesundheits-Check im Wert von 400 Euro. Das Zentrum ist modern ausgestattet, schnell erreichbar und bietet eine einfache und schnelle Terminvereinbarung. Angeboten werden eine ClassicMitgliedschaft um 24,90 Euro pro Monat sowie eine PlusMitgliedschaft um 34,90 Euro monatlich, die zusätzlich 30% Rabatt auf alle komplementärmedizinischen Angebote, wie Akupunktur und alle therapeutischen Leistungen, wie Physiotherapie, ermöglicht. Darüber hinaus erhalten Partner von Mitgliedern 25% Rabatt auf die Mitgliedsgebühr, Kinder sogar 50% Rabatt, Kleinkinder von 0–2 Jahre sind kostenlos dabei, Studenten bis zum 25. Lebensjahr bekommen 25%Rabatt. Und nicht zuletzt steht mediclass allen offen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand oder Vorerkrankungen.

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner zahlt Spitalsärzten mehr Geld.

„Mit der Gehaltsreform für alle Spitalsbediensteten stellen wir uns neu auf für die nächsten Jahre“, sagte Wallner. Mit der Einigung sei ein intensiver und mit hohem Engagement betriebener Entwicklungsprozess abgeschlossen worden. Die Ärzte hatten eine entsprechende Gehaltsreform seit längerer Zeit gefordert und mit der bereits laufenden Abwanderung in die benachbarte Schweiz und nache Süddeutschland gedroht. Mit dem nun ausgehandelten Gehaltssche-

ma habe man zumindest das süddeutsche Niveau erreicht, hieß es vonseiten der Landesvertreter. Auch die Krankenhausgesellschaft begrüßte die Einigung.

Kritik von Ärztekammer In einem nächsten Schritt sollen nun die Mitarbeiter der Landeskrankenhäuser über die Details der Gehaltsreform informiert werden. Gleichzeitig wird die Rechtsabteilung des Landes die Novelle des Landesbedienstetengesetzes vorbereiten. Die Ärztekammer hat die Gehaltsreform allerdings bereits kritisiert: Nur junge Ärzte würden berücksichtigt, während der Mittelbau, die wichtigen Fachkräfte, auf der Strecke bleiben würden. Hier stehe weiter die Gefahr der abwanderung im Raum, so die Ärztevertreter. Beobachter forderten zudem eine Reform der Ausbildungssituation. Geld allein reiche nicht aus, es müssten auch die Arbeitsbedingungen der Jungärzte und ihre Lernmöglichkeiten verbessert werden. (iks)


H e a lt h : c a r e

Freitag, 28. September 2012

short

Ärztekammer wünscht sich mehr Arztpraxen

healtheconomy – 25

Krankenhausfinanzierung Konfessionelle Spitäler kritisieren Ungleichbehandlung

short

Orden wollen Geld

Spitalsprojekt in Wien nimmt Gestalt an

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Gesundheitsminister lobt Angebote und sieht Vorteile in Konkurrenz.

Wien. Die Ärztekammer sieht durch die auch von der Politik im Zuge der Gesundheitsreform angestrebte Verlagerung von Leistungen von den Spitalsambulanzen zu den niedergelassenen Ärzten ein Einsparungspotenzial von 322 Mio. €. Notwendig wäre dafür, dass 75% der derzeitigen Ambulanzbesuche durch niedergelassene Ärzte aufgefangen werden und dazu rund 1.000 Kassenstellen zusätzlich geschaffen werden. Die Rechnung der Ärztekammer basiert auf durchschnittlichen Kosten eines Patientenkontakts in Ambulanzen von 92 €, ein durchschnittlicher Facharztbesuch schlage nur mit 44 € zu Buche. Die Standesvertretung nimmt an, dass drei Viertel der Ambulanzbesuche ausgelagert werden können. Berücksichtigt sind in dem Modell auch verbliebene Ambulanzleistungen, Restkosten ausgelagerter Ambulanzleistungen sowie die Kosten durch neue niedergelassene Ärzte.

Bürgermeister Häupl: Krankenhaus Nord soll bereits 2015 starten.

© www.bhs-wien.at

Ärzte in Ambulanzen sind teuer als Fachärzte, sagt die Ärztekammer.

Wien. Die acht Ordensspitäler in der Bundeshauptstadt nehmen die Stadt Wien ins Gebet: Sie wollen mehr Geld. Denn derzeit sei die Finanzierung „ungerecht“, betonten Vertreter wiederholt bei einer Pressekonferenz. Man erbringe die gleiche Leistung wie die städtischen Spitäler, aber mit weniger Mitteln, beklagten Vertreter der konfessionellen Krankenanstalten. Gleichzeitig wurde eine Umfrage präsentiert, wonach die Wiener nicht nur mit dem Begriff Ordensspitäler etwas anfangen können, sondern diesen in hohem Maße auch vertrauen. „Unsere Aufgabe ist, dass wir durch unser Tun das Evangelium leben“, betonte Prior Paulus Kohler vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Dafür müssten jedoch auch die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, forderte Primarius Manfred Greher, Sprecher des Arbeitsausschusses der Wiener Ordenskrankenhäuser. Die Spitäler würden einen Grundversorgungsauftrag erfüllen, dafür aber weniger Geld bekommen: „Das ist ein unhaltbarer Zustand.“ Greher verwies auf die sogenannte leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung (LKF). Die Abgeltung der Spitalsleistungen erfolge dabei mittels den LKF-Punkten. Deren Umrechnung sei aber nicht für alle Krankenhäuser gleich.

© APA/Dominique Wittmann

Ina Karin SChriebl

Stöger gratulierte in Tagesklinik der barmherzigen Schwestern der 1000. Patientin.

Durchschnittlich hätten die Wiener Spitäler zuletzt 1,40 € pro Punkt erhalten, die Ordensspitäler hingegen nur 0,93 €. Um eine reine leistungsorientierte Finanzierung handle es sich dabei nicht. Enthalten seien in dem Betrag nämlich auch andere Erlöse wie Subventionen. Unterstützung kam nun von Gesundheitsminister Alois Stöger, der die Leistungen der Ordenskrankenhäuser für die heimische Gesund-

heitsversorgung gewürdigt hat. Sie seien ein zentraler Teil der Gesamtversorgung, sagte er beim Besuch der Tagesklinik der Barmherzigen Schwestern. Die Ordensspitäler zeichneten sich durch exzellente Arbeit aus und die Konkurrenz sei durchaus positiv zu sehen. Im Vergleich zu sonst mehrtägigen stationären Aufenthalten bringe die Tagesklinik auch eine Kostenreduktion mit sich.

Wien. Die Bauarbeiten für das neue Krankenhaus Wien-Nord auf dem ehemaligen ÖBBAreal in der Brünner Straße schreiten zügig voran: Bei spätsommerlich-warmen Temperaturen hat Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) nun den Grundstein für den Rohbau des Spitals gelegt. Das Krankenhaus Nord soll bereits Ende 2015 seinen Teilbetrieb aufnehmen, hieß es. „Der Neubau des ‚Krankenhauses Nord‘ ist das Herzstück der Spitalsreform“, hob Häupl dessen Bedeutung für die Wiener Bevölkerung hervor. Im Zuge des Wiener Spitalskonzepts 2030 sollen sieben zentrale Spitalsorganisationen entstehen. Dazu gehören das AKH Wien, das Donauspital, das Wilhelminenspital, das Krankenhaus Hietzing, das Kaiser-Franz-Josef-Spital, die Rudolfstiftung und das neue Wien-Nord. Diese sollen künftig mit modernster Infrastruktur ausgestattet sein.

Weil jeder Mensch besonders ist, setzen wir uns intensiv für die Entwicklung von Therapien ein, die auf die persön­ lichen Merkmale von Patienten abgestimmt sind. Neben klassischen Faktoren wie Alter und Geschlecht stehen dabei vor allem genetische Merkmale im Fokus. Der Grund: Kennt man die genetischen Ursachen einer Erkrankung, kann man sie gezielter und wirksamer behandeln. Unter dem Forschungsschwerpunkt „personalisierte Medizin“ arbeiten wir tagtäglich daran Patienten zukünftig jene Behandlungen anbieten zu können, die am besten zu ihrem genetischen Krankheitsprofil passen und dadurch die größten Erfolgschancen bieten. www.pfizer.at

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Gesundheit ist unser Wertvollstes Gut und sie braucht mehr als medikamente.


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26 – healtheconomy

short

Takeda expandiert in Russland

Freitag, 28. September 2012

Compliance NÖ-Ärztekammer kündigt Diabetes-Behandlungsprogramm „Therapie aktiv“

short

Ärzte rückschrittlich

GSK: Verantwortung der Umwelt gegenüber

© Takeda Pharmaceuticals/tvsdesign

Massive Kritik am Beschluss der NÖ Ärztekammer von Patienten und GKK.

Moskau/Tokio. Die Takeda Pharmaceutical International GmbH gab die Fertigstellung ihrer pharmazeutischen Produktionsanlage im russischen Jaroslawl bekannt. Das Unternehmen hat rund 75 Mio. € in die Anlage investiert, die voraussichtlich in 2014 betriebsbereit sein wird. Takeda gehört zu einem der ersten internationalen Unternehmen, die in die Produktion qualitativ hochwertiger Pharmazeutika in Russland investieren, und zeigt damit sein langfristiges Engagement auf dem Markt. Nach Umsätzen ist Takeda das siebtgrößte Pharmaunternehmen in Russland. Laut IMS Health beliefen sich die Gesamtumsätze im Pharmabereich in 2011 auf 14,7 Mrd. USD. Damit ist Russland der elftgrößte Arzneimittelmarkt weltweit. Für den Zeitraum zwischen 2012 und 2016 werden in Russland/GUS jährliche Zuwachsraten von elf Prozent erwartet.

Evelyn Schödl: Verwendung er­ neuerbarer Energie vorantreiben.

© panthermedia.net/Eugene Bochkarev

Der japanische Pharmakonzern Takeda sieht Potenzial in Russland.

St. Pölten. Die niederösterreichische Ärztekammer ist aus dem Disease Management-Programm für Altersdiabetes (Diabetes Mellitus Typ 2 – „Therapie aktiv“) ausgestiegen, mit der Begründung, dass kein medizinischer Nutzen ableitbar sei. Die NÖ-Patientenanwaltschaft sprach von einer „Ohrfeige für Tausende Patienten und viele im Programm engagierte Ärzte“. Die Argumente der Ärztekammer hält der NÖ-Patientenanwalt Gerald Bachinger für fadenscheinig: „In Wirklichkeit stört die Standesvertretung, dass sie zu wenig Einfluss auf das Programm nehmen kann.“ Elfriede Schnabl von der Selbsthilfe NÖ spricht von Unverantwortlichkeit, nachdem erst im Frühjahr 2010 die Forderungen der Ärztekammer in einer neuen Vereinbarung berücksichtigt wurden.

© FOPI

ulli moschen

„Schluss mit Machtspielen“

Die NÖ Gebietskrankenkasse sieht die Versorgung von 5.800 Betroffenen gefährdet.

Die Argumente der Ärztekammer entkräften Bachinger und Schnabl: „Die Teilnehmer des Programms haben bessere Blutwerte, erleiden seltener Herzinfarkte und Schlaganfälle“, entgegnet Bachinger auf das Argument, es bestehe kein medizinischer Nutzen. Dass es zuwenig Interesse gebe, sei falsch, sagt Schnabl, in Niederösterreich betreuen derzeit 153 Ärzte 5.822 Patienten. Der Behauptung, dass

Diabetes-Patienten auch ohne Projekt gut behandelt würden, widerspricht sie ebenfalls: „Wer das behauptet, hat keine Ahnung von der Realität.“ Dem Vorwurf der Bürokratisierung setzte Bachinger entgegen, dass die Dokumentation ebenso wie die Einschreibung elektronisch erfolge und ganz unkompliziert sei. Andere Bundesländer und Staaten würden nicht am Nutzen solcher

Projekte zweifeln. Bachinger erwartet, „dass die NÖ Ärztekammer ihre Entscheidung überdenkt und zu einem vernünftigen Miteinander zurückkehrt“. Gerhard Hutter, Obmann der NÖGKK, will die Versorgung der Diabetespatienten nicht gefährdet wissen: „Wir prüfen derzeit sämtliche Möglichkeiten, wie wir das Projekt für die Patienten und Ärzte fortsetzen können.“

Wien. Im vergangenen Jahr hat GlaxoSmithKline (GSK) einen Lenkungsausschuss für Nachhaltigkeit etabliert, um der Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht zu werden. In nächster Zukunft will der britische Pharmariese das Umwelt-Nachhaltigkeitsprogramm ausbauen und ein Netzwerk mit Vertretern aus den lokalen Niederlassungen etablieren. Dieses Jahr wurden bereits spezifische Nachhaltigkeitsziele pro Geschäftseinheit eingeführt, sagt Österreich Geschäftsführerin Evelyn Schödl. Insgesamt wurde der Wasserverbrauch um 6,9%, die Treibhausgas-Emissionen um 5,3%, der in Deponien entsorgte Abfall um 25% verringert und ein Pilotprojekt zur Rücknahme von gebrauchten Inhalatoren durchgeführt. Kohle wird mit der erneuerbaren Ressource Biomasseabfall gemischt. Längerfristig ist die Verwendung von 100% Biomasseabfall zur Dampferzeugung geplant.

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Freitag, 28. September 2012

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healtheconomy – 27

IT-Einsatz Krankenhausinformationssysteme entwickeln sich weiter von Abrechnungssystemen zu mobilen, flexiblen Behandlungshilfen

Ärzte werden Mobile-Worker Martin Rümmele

Steyr/Wien. Behandlungserfolge im Spital stützen sich immer mehr auf eine gut geführte, strukturierte und zentrale Dokumentation. Die politisch diskutierte elektronische Gesundheitsakte ist im Kleinen schon Realität. Was für die einen ein großer Aufwand in der Erfassung der Daten ist, ist für andere zunehmend eine große Hilfe. Allerdings braucht es dazu eine flexible Dokumentationslösung, die mehr als nur die herkömmliche Erfassung von Daten bietet, ist man beim Software-Hersteller systema überzeugt. Sei es der Zugriff auf Vitalwerte oder der Überblick auf verordnete Medikamente – die Anforderungen an ein klinisches Informationssystem bedingen Flexibilität, Unabhängigkeit und Mobilität. „Ein Arzt oder eine Pflegekraft sind in einem Krankenhaus ständig unterwegs. Da werden mobile

Lösungen immer wichtiger“, sagt Felix Frick, Produkt Manager von Systema. Das Unternehmen hat mit „mio“ (Mobile Information Organizer) eine neue mobile Anwendung auf den Markt gebracht, um dem Arzt unabhängig vom Aufenthaltsort im Spital alle relevanten Patientendaten auf seinem Weg mitzugeben. „Uns ging es nicht darum, auf der Welle von Apps und Smartphones mitzusurfen, dazu ist das Thema der mobilen Patientendaten ein viel zu sensibles. Zudem sind wir kein IT-Unternehmen, das sich nur im Mobility-Umfeld positioniert. Ziel ist vielmehr, eine voll integrierte Echtzeitlösung bereit-

zustellen, die den Arzt im täglichen Tun tatsächlich unterstützt“, sagt Systema-GF Willi Salomon. „mio“ ist eine mobile Lösung, die zu jeder Zeit und an jedem Ort im Krankenhaus Zugang zu medizinischen Informationen bietet. Auf Basis von Google Android ersetzt „mio“ zwar kein Krankenhausinformationssystem, jedoch bringt es für den Arzt die für ihn als relevant auserwählten Informationen des Patientenakts auf sein mobiles Gerät. „So kann der Arzt mit seinem Smartphone einfach nach Patientendaten suchen – entweder direkt aus dem zentralen KIS heraus, über einen Barcode-Scan, aus der Stati-

onsübersicht oder durch Eingabe des Patientennamens –, dazu Diktate und Wundbilder aufnehmen, zum Patientenakt speichern oder zur entsprechenden Bearbeitung weiterleiten. Vor allem das mobile Diktat gibt dem Arzt die Möglichkeit, direkt am Ort des Geschehens zu dokumentieren“, erklärt Frick. Wundbilder werden im direkten Patientenkontext abfotografiert, – etwa mit Namensschild – und reduzieren somit die Fehlerquelle der manuellen Zuordnung. Mit der Einsicht in die aktuelle Medikation und Zugriff auf aktuelle Vitalparameter kann der Arzt stets den Zustand des Patienten abrufen.

© systema

Softwarehersteller systema bringt flexibles System für Smartphones für den Klinikalltag.

systema-Geschäftsführer Willi Salomon will den Arzt im Alltag unterstützen.

ELGA Politische Ebene

Jetzt oder nie

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Programmiertes Scheitern

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VP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger: „Entweder wir schaffen es jetzt oder nie“ und bekräftigte die ÖVP-Forderungen, ELGA nicht gegen die Ärzte durchzusetzen, weil es sonst scheitern werde. SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser bestätigte einen „engmaschigen Verhandlungsablauf“.

Software Kommunikation

Patidoc 2.0

St. Wolfgang. Die Professional Clinical Software GmbH (PCS), erfolgreicher Entwickler hochwertiger Krankenhaus-IT, feierte im Rahmen des PCS-Kongresses 2012 am Wolfgangsee sein 25jähriges Bestehen. Mit der Basis-Software Patidoc hat PCS das am häufigsten installierte Krankenhausinformationssystem (KIS) in Österreich entwickelt. Die neueste Version von Patidoc 2.0, Software, mittlerweile im KIS in Österreich am häufigsten installiert, wurde im Frühjahr dieses Jahres verabschiedet. Eine rasche Implementierung, hohe Bedienerfreundlichkeit und Flexibilität würden ein effektives und transparentes Krankenhausmanagment ermöglichen, weshalb PCS-Country-Manager Alfred Amann sie auch als „elektronisches Stethoskop“ zwischen Kunden und Patienten bezeichnet.

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Wien. Nachdem die in Arbeitsgruppen über den Sommer geführten Gespräche des Gesundheitsministeriums mit der Ärztekammer über die geplante Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) nach eineinhalb Jahren immer noch zu keinem greifbaren Ergebnis geführt haben, wurden die Verhandlungen nun auf die politische Ebene verlagert.

Pro Gesundheitssystem Die Vortragenden am Kongress sehen „intelligente und flexible IT“ auch als wesentlich auf einem Weg hin „zu einem gesünderen Gesundheitssystem“. (um)

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M E N S C H E N & KA R R I E R E N

28 – healtheconomy

Rektorsuche Endphase

Freitag, 28. September 2012

Betriebliche Gesundheitsvorsorge Wiener Staatsopernorchester im Uniqa Mobile Health Care Truck

Musiker durchleuchtet

Wenig Tiroler Bewerbungen

Wien. Die „rollenden GesundheitsCenter“ von Uniqua gastierten unlängst bei der Wiener Staatsoper. Das Programm: die Musiker des Wiener Staatsopernorchesters und Mitarbeiter der Wiener Staatsoper absolvierten umfassende Fitnessund Gesundheits-Checks. Im „Uniqua VitalTruck“ und im „Uniqua Health Care Truck“, die in Europa unterwegs sind, konnten die Musiker und Angestellten des Hauses ein umfangreiches Fitnessprofil machen, Diagnosen zum Gesundheitszustand erhalten und sich von Ärzten und VitalCoaches beraten lassen. Rund 150 Mitarbeiter der Wiener Staatsoper nutzten die Gelegenheit zum umfassenden Gesundheits-Check vor Ort. Bei den Gesundheits-Checks in beiden Trucks werden individuelle körperliche Belastungen besonders berücksichtigt. Nicht nur Früher-

Pflegeberufe Staatlich-private Initiative gestartet

Kundl. Über 400 Sandoz-Mitarbeiter kamen kürzlich in den Gemeindesaal Kundl, um einen ganz besonderen Gast zu erleben: Der

Wien. In Österreich gibt es rund 440.000 Pflegefälle und über 100.000 professionelle Pfleger, die sie betreuen. Der größte Teil der bedürftigen Menschen, rund 85%, wird zu Hause versorgt. Auch Angehörige leisten hier einen wertvollen Beitrag. Mit der Kampagne „PflegerInnen mit Herz“ wollen die Wiener Städtische Versicherung, die Erste Bank, das Wirtschaftsministerium, das Sozialministerium und der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband ÖGKV eine neue Sensibilität für das Thema schaffen und die beliebtesten Betreuer vor den Vorhang holen. Bis 3. Oktober laufen im ORF die „Pflegeminuten“, welche zur Wahl aufrufen. Nominiert werden kann jeder, der einen oder mehre-

Sandoz-Festwochen mit Vitasek, Meijnders und Lanzinger (v.li.).

ehemalige Weltcup-Skirennläufer Matthias Lanzinger war der Einladung der Sandoz GmbH gefolgt und nahm an einer Veranstaltung im Rahmen der zweiten „Be Healthy“-Festwoche von 10. bis 14. September für die Mitarbeiter teil. Im Fokus der Veranstaltung stand die Frage, wie ein Unternehmen Mitarbeiter bestmöglich unterstützen kann, die unter einer chronischen Erkrankung oder vorübergehenden gesundheitlichen Problemen leiden. Ernst Meijnders, Sandoz-Vorsitzender: „Die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter ist für unsere gesamte Unternehmensgruppe von höchster Priorität. Deshalb wurde die konzernweite Gesundheitsinitiative ‚Be Healthy‘ ins Leben gerufen, die auch in Kundl umgesetzt wird.“

Sonia Laszlo: Fuck Happiness – von der ­Tyrannei des Glücks. Goldegg-Verlag, 248 Seiten, 21,40 €. ISBN: 3902729880

re Personen betreut, auf der Website „www.pflegerin-mit-herz.at“. Einsendeschluss für die Nominierungen ist der 19. Oktober. (fei)

Pflegerinnen und Pfleger vor den ­Vorhang. Eine neue Initiative läuft.

Menschen, über die man spricht

© APA/Barbara Gindl

Walter Steidl wird Salzburgs neuer Gesundheitslandesrat

© Krebshilfe Vorarlberg

Der Zwang zum Glück macht unglücklich! Die Glücksindustrie boomt! Überall wird den Menschen suggeriert, dass sie jederzeit glücklich sein können und sogar müssen. Dieser Anspruch setzt die Menschen unter Druck, überfordert sie und macht sie letztlich in Kombination mit überzogenen Ansprüchen unglücklich, obwohl es ihnen eigentlich gut geht. Dieses Buch von Sonia Laszlo, Mitglied im IFEG (Institut für Europäische Glücksforschung) und Gastreferentin an der Uni Wien mit dem Schwerpunkt „Anthropologie des Glücks“, stellt sich gegen den Trend des Glücks-Terrors und zeigt auf, dass auch Unglück zum Leben gehört und es erst lebenswert macht. Es führt zurück zum Wesentlichen des Lebens und bietet einen Weg durch das Überangebot im Supermarkt der Glücks­ gefühle. Die sprachlich versierte Autorin stellt Faktoren dar, die jeder individuell anpassen kann, um sich selbst und andere nachhaltig glücklich zu machen. (fei)

Die besten Pfleger werden gesucht

© Wiener Städtische Versicherung

Matthias Lanzinger bei Sandoz

buch-tipp

© Goldegg Verlag

Gesundheits-Check bei der Wiener Staatsoper: Dominique Meyer und Peter Eichler.

Mitarbeiterhilfe Erfolgreiche „Be Healthy“-Festwoche

© Sandoz

Innsbruck. Vorwiegend deutsche und externe Kandidaten haben sich um die Funktion des Rektors der Innsbrucker MedizinUni beworben. Vom Universitätsrat wurde nun die Kandidatenliste für das Hearing am 11. Oktober präsentiert. Unter den sieben Kandidaten finden sich drei „Innsbrucker“, darunter der amtierende Rektor Herbert Lochs, Vizerektorin Helga Fritsch und Margarethe Hochleitner, die wegen ihrer seinerzeitigen Nicht-Bestellung auch gerichtlich vorgegangen war. Lochs hatte sich ursprünglich eine Nachdenkpause ausbedungen und erst nach Ende der Frist zur Wiederkandidatur entschlossen. Hochleitner war bei der Wahl 2009 nicht zum Zuge gekommen, stattdessen machte Lochs das Rennen. Daraufhin hatte die Bundes-Gleichbehandlungskommission in einem Gutachten bestätigt, dass die Internistin als Frau diskriminiert worden war. Hochleitner, Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung, klagte daraufhin auf Schadenersatz. Das Landesgericht Innsbruck lehnte die Klage Anfang Juni schließlich ab. Die gebürtige Deutsche Fritsch ist seit 1998 in Innsbruck; sie war zuletzt für das Personal an der Universität zuständig. Nach den Hearings wird es einen Dreiervorschlag an den Senat geben. Dieser ist nicht an diese Vorgabe gebunden. Der neue Rektor wird sein Amt mit 1. Oktober 2013 antreten. (fei)

Salzburg. Das Team der SPÖ in Salzburgs Landesregierung ist wieder komplett. Nachdem Sozial- und Gesundheits-Landesrätin Cornelia Schmidjell ihren Rückzug angekündigt hatte, fand Parteichefin Gabi Burgstaller nun im langjährigen Gewerkschafter und Landtagsabgeordneten Walter Steidl einen Nachfolger. Der schon lange als Personalreserve gehandelte 55-Jährige wurde vom Landesparteivorstand einstimmig nominiert, der Wechsel erfolgt am 3. Oktober. Steidl wird sämtliche Ressorts Schmidjells (Soziales, Gesundheit und Landesspitäler) übernehmen. Er habe die Absicht, der Regierung über die Landtagswahl 2014 hinaus anzugehören. Für den Fall des Ausscheidens hat er aber mit seinem Dienstgeber, der Gewerkschaft der Privatangestellten, ein Rückkehrrecht vereinbart.

G e bhar d M a ­ t his, In t ernist in V orar l b erg

Der 62-jährige Mediziner Gebhard Mathis ist kürzlich im Bregenzer Festspielhaus unter Teilnahme zahlreicher Prominenz mit dem „Dr.-Toni-Russ-Preis“ der Vorarlberger Nachrichten ausgezeichnet worden. Der Internist baute am Landeskrankenhaus Hohenems die Palliativstation auf und begründete die Vorarlberger Krebshilfe mit. Der Preisträger widmete den finanziellen Teil der Auszeichnung der Krebshilfe, den ideellen den Benefizmusikern für deren Konzerte zugunsten der Krebshilfe.

Lukas H efl er , Gyn äkolo ge in Lin z

Seit 1. September ist Lukas Hefler (37) Leiter der Abteilung für Gynäkologie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz. Er folgt in dieser Funktion Wolfgang Stummvoll, der in den Ruhestand getreten ist. Als seine wichtigsten Ziele nennt Hefler die weitere Fokussierung und Spezialisierung auf die vier zentralen Schwerpunkte der Abteilung: „Wir versuchen durch Spezialisierung eine höchstmögliche Behandlungsqualität zu erreichen und leisten dabei Medizin mit Qualität und Seele.“

© Nadja Meister

Für die Tiroler Medizinuni wird ein neuer Rektor gesucht.

kennung, sondern auch Prävention weiterer möglicher Krankheitsfaktoren sind wichtig für langjährige Top-Fitness im Musikschaffen und anhaltende Spielfreude. Staatsopern-Direktor Dominique Meyer: „Die Wiener Staatsoper und Uniqua verbindet eine langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit. Zum wiederholten Mal wurde nun unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit einer freiwilligen kostenlosen Gesundenuntersuchung geboten.“ Und Uniqua Österreich-Vorstand Peter Eichler ergänzte: „Immer mehr Unternehmen erkennen die wichtige Rolle der betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Erfolg hängt maßgeblich von der Vorbereitung ab: Individuelle Beratung und umfassende Checks sind entscheidend, um das Wohlbefinden jedes und jeder Einzelnen gezielt zu fördern; Uniqua ermöglicht das mit flexiblen Angeboten.“

© Christian Prandl/uniqa

andreas feiertag

© Werner Harrer

© Medizinische Universität Innsbruck

150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten das Angebot des „rollenden Gesundheitscenters“.

Andrea Gers ­ t enb erger , Ju ­ gendr ot kre uz

Andrea Gerstenberger (51) ist seit 1. September Generalsekretärin des Österreichischen Jugendrotkreuzes. In ihrer Arbeit für Kinder und Jugendliche wird sie von Johannes Guger unterstützt, sie bilden das neue Leitungsteam. Die Pädagogin und Ernährungswissenschaftlerin war bis vor Kurzem Leiterin der Gesundheitsservicestelle GIVE. „Junge Menschen sind die Zukunft unserer Gesellschaft; sie zu unterstützen und Stimme für ihre Bedürfnisse zu sein, dafür steht das Jugendrotkreuz.“


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