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inside your business. today.

Freitag, 27. April 2012 – 31

Publikation

Prävention

Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky skizziert in Buch Reformideen  Seite 36

EU-Kampagne will betriebliche Gesundheitsförderung vorantreiben  Seite 33

© APA

© Goldegg Verlag

healtheconomy © DRK

Präsentation REttungshunde  zeigen ihr Können

Bilanzsaison: Industrie trotzt der Patent-Klippe

© Hitachi Medical Systems

short

Ergebnisse Nicht alle Pharmahersteller kämpfen mit kräftigen Umsatzrückgängen: Janssen, Boehringer Ingelheim und Roche gehen erfolgreiche Wege. Im Bild deren Manager Kaspar (Roche), Schilling (BI) und Eibensteiner (Janssen).  Seite 32

inhalt www.cb12.at Healthcare > Krankenversicherung I: Generali im Plus  33 > Krankenversicherung II: Allianz präsentiert Studie 33 Pharmareport und Lifescience > Janssen überwindet Patentlücke und wächst  > Boehringer Ingelheim meldet Rekordergebnis  > Neuer Mega-Deal in der Generika-Branche  > Roche erfüllt im Quartal die Erwartungen  Medizintechnik und eHealth > Systema: CompuGroup weiht neue Zentrale ein 

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Neue Köpfe Die Interessensvertretung der MedizinprodukteUnternehmen Österreichs wird auch weiterhin durch ihr Präsidium – Friedrich Thomasberger (Bild), Christian Braun und Hans-Heinz KhünlBrady – vertreten. Aufgrund der stetig steigenden Herausforderungen für Medizinprodukte-Unternehmen und ihrer Interessensvertretung wurde der Vorstand im Zuge der Hauptversammlung nun um zwei neue Mitglieder, Doris Winkler und Reinhard Di Lena, erweitert. Als Auftakt zeigte der strategische Bereichsleiter der AGES Medizinmarktaufsicht, Marcus Müllner.Seite 36

© Roche/Foto Martin Stickler; Boehringer Ingelheim/Wilke; Johnson & Johnson Medical / Montage: B. Schmid

© Foto Wilke

Neuer Name Ein Jahr nach der Zusammenlegung der japanischen Aloka Co. Ltd. mit der japanischen Hitachi Medical Corporation und der Umbenennung in Hitachi Aloka Medical Ltd. wurde nun die österreichische Niederlassung der Aloka GesmbH aufgelöst und rechtlich in die Hitachi Medical Systems GesmbH eingegliedert. Mit diesem Schritt bündeln die beiden Unternehmen ihre Kräfte im medizinischen Ultraschall, sagt Franz Schodl (Bild), Managing Director der Hitachi Medical Systems GesmbH mit Sitz in Wiener Neustadt. Seite 35


c ov e r

32 – healtheconomy

Freitag, 27. April 2012

Pharmabilanz I Früher Fokus auf Forschungskooperationen und Schwerpunkt auf Mitarbeiterzufriedenheit bringt Vorsprung

Kommentar

Mediziner helfen der Wirtschaft

Janssen überwindet ­Patent-Klippe und wächst Vier Neuzulassungen seit dem Vorjahr bringen J&J-Tochter in Österreich unter die Top 5.

D

er ehemalige Chef des deutschen Pharmakonzerns Schering, Giuseppe Vita, wird neuer Aufsichtsratsboss der Uni Credit. Der USMediziner Jim Yong Kim wird neuer Weltbank-Präsident. Das kann natürlich Zufall sein. Oder aber es bedeutet, dass die Gesundheitsmanager bisher weit profitabler arbeiteten, als der Finanzsektor und nun diesem helfen sollen. Oder Pharmamanager haben – wenn man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre ansieht – bereits Erfahrungen mit Krisen und knappen Kassen gesammelt und geben diese weiter. Früher galt die Pharmabranche jedenfalls als ruhiger Hafen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Das hat sich mit den massenhaft verlustbringenden Patentabläufen wichtiger Medikamente geändert. Vielleicht bedeutet der Aufstieg von Medizinern aber auch etwas anders: Dass der Finanzbranche etwas mehr soziales Gewissen guttut. Wie auch immer. Die jüngsten Bestellungen waren auffallend und haben die Gesundheitswirtschaft wieder einmal positiv in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt und nicht nur einfach als Kostenfaktor. Das ist das Gesundheitswesen nämlich nicht. Es ist ein dynamischer, wichtiger Wirtschaftszweig und für viele Beschäftigte, Unternehmen und Lieferanten gerade jetzt ein sicherer Anker.

GRAFIK DER WOCHE DIABETES Meine bevorzugte(n) Anlaufstelle(n), wenn es um Diabetes geht. Vorlegekarten, Reihenfolge alternierend.

25,58

Hausarzt

Internist

14,53

Diabeteszentrum

6,79

Spitalsambulanz

6,79

Selbsthilfegruppe

8,13

Diabeteserkrankte(r)

3,87

ApothekerIn

10,45

Internet (Forum) Sonstige

19,82

2,19

Quelle: Ökonsult; Grafik: Raimund Appl/APA

Wien. Janssen, die Pharmatochter des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson, ist drauf und dran, in Österreich unter die Top 5 am Pharmaapothekenmarkt vorzustoßen und damit prominente Konkurrenten zu überholen. Während ein großer Teil der Branche mit der sogenannten Patent-Klippe kämpft, bei der Umsätze durch das Auslaufen von Patenten für Blockbustermedikamente wegbrechen, scheint das Unternehmen von der Entwicklung eher zu profitieren. „Wir haben seit dem Vorjahr vier neue Produkte in Österreich auf den Markt“, sagt Österreich-Geschäftsführer Erich Eibensteiner. Man habe Patentabläufe, die anderen Pharmakonzernen drohen, überwunden. Das Unternehmen profitiert dabei von Entscheidungen, die man vor fünf oder mehr Jahren getroffen hat. „Der Konzern hat bereits früh begonnen, verstärkt Kooperationen im Bereich Forschung einzugehen. Sei es mit Universitäten oder Startup-Firmen. Das tun zwar jetzt viele, aber vielleicht waren wir einfach früher dran und ernten jetzt die Früchte.“ Und man konzentriere sich auf Bereiche im Arzneimittelbereich, wo es einen Bedarf für innovative Arzneimittel gebe.

Janssen Österreich-Geschäftsführer Erich Eibensteiner erwartet heuer noch Reformschritte im Gesundheitswesen.

auf den Markt gebracht, welches das Leben verlängern und die Lebensqualität verbessern könne. Im Bereich Hepatitis C habe man die Zulassung für ein Arzneimittel erhalten, das aufgrund der kürzeren Therapiedauer die Akzeptanz bei Patienten deutlich verbessere. Diese beiden Medikamente seien mit April auch in den Erstatungskodex der Kassen aufgenommen worden. Für Schizophrenie-Patienten habe man ein langwirksames Medikament, das künftig nur einmal monatlich zu verabreichen sei und so die Therapietreue deutlich verbesseren könne, schildert Eibensteiner. Im Bereich Diabetes Typ II sei ein Wirkstoff in Entwicklung. Der Konzern hat sich im vergangenen Jahr auch eine neue Struktur verpasst. So wurde die Phar-

Fokus auf fünf Bereiche Das sind die Segemente Onkologie, Infektiologie mit Schwerpunkten Heptitis C und HIV, Neurowissenschaften mit Fokus auf Erkrankungen im Bereich Zentrales Nervenssystem (ZNS), Immunologie sowie kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen. Im Bereich Prostatakrebs habe man etwa ein orales Medikament für Patienten mit Erkrankungen im Endstadium

masparte von Johnson & Johnson, die weltweit unter verschiedenen Marken firmierte, unter dem Namen „Janssen“ zusammengefasst. „Der Name geht auf den Gründer und herausragenden Forscher, Dr. Paul Janssen, zurück und wir wollen uns wieder ganz bewusst auf diese Identität besinnen.“ Eibensteiner, seit Anfang 2011 im Amt und Österreich-Geschäftsführer mit Carine Brouillon, die auch den Alpine-Cluster, in dem Österreich und die Schweiz zusammengefasst sind, leitet, beurteilt die Entwicklungen positiv. „In unserem Geschäft ist man zwar abhängig von den Produkten, der Muttergesellschaft, die Rahmenbedingungen sind klar vorgegeben. Wir können uns aber als lokale Einheit über die Mitarbeiter differenzieren.“ Jans-

sen hat hier wie berichtet zuletzt mit der Auszeichnung „Great Place to Work“ gepunktet. Entwicklungen im Gesundheitsmarkt sieht er trotz des diskutierten Reformstaues dynamisch. In den kommenden Monaten könnte sich einiges bewegen, glaubt er und zeigt sich abwartend bei Entwicklungen auf EU-Ebene. Dort sollen Zulassungen und Erstattungsprozesse beschleunigt werden. „Ein rasches Verfahren ist immer gut, wenn es darum geht, Prozesse so effizient zu gestalten, dass Patienten das bestmögliche, innovative Medikament rasch zur Verfügung gestellt werden kann. Es muss dabei aber auch berücksichtigt werden, dass Geschwindigkeit nicht auf Kosten der Qualität der Beurteilungen und der Verfahrenstransparenz geht.

Pharmabilanz II Österreich-Tochter von deutschem Konzern profitiert von jungen Blockbuster-Medikamenten

Boehringer Ingelheim meldet kräftiges Plus Wien/Ingeheim. Starke Geschäfte mit Medikamenten gegen Schlaganfälle, Bluthochdruck und Atemwegskrankheiten haben Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim zu einem Gewinnsprung verholfen. Das Familienunternehmen steigerte 2011 seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel auf 1,48 Mrd. €, gab Konzernchef Andreas Barner am Dienstag bekannt. Das Traditionsunternehmen, das im Feld der Thrombosemedizin mit Deutschlands Branchenführer Bayer konkurriert, erhöhte seinen Betriebsgewinn um 20% auf 2,27 Mrd. €. Dabei setzte der Konzern 13,2 Mrd. € um – ein Plus von fünf Prozent. Mit seinem lukrativen Schlaganfallmittel Pradaxa erzielte Boehringer Ingelheim 2011 einen Umsatz von 629 Mio. €. Mit seinem Atemwegsmittel Spiriva erzielte der Konzern 2011 ein Umsatzplus von 12,6% auf 3,2 Mrd. €. Auch die Verkaufserlöse mit dem Bluthochdruck-Präparat Micardis legten um 6,6 Prozent auf 1,8 Mrd. € zu. Die Österreich-Tochter, die für das Geschäft in mehr als 30 Län-

dern in Mittel- und Osteuropa verantwortlich ist, konnte ebenfalls stark zulegen und hat ihre Erlöse 2011 um 10% auf 736,2 Mio. € gesteigert. Die Forschungsaufwendungen wurden auf 161,3 Mio. € (+12,8%) erhöht, der Mitarbeiterstand auf knapp 3.000 (+5,6%) aufgestockt. „Das zurückliegende Jahr war für das Regional Center Vienna (RCV) insgesamt erfolgreich, aber

auch von erheblichen Herausforderungen geprägt“, sagte Österreich-Chef Christian Schilling. Viele CEE-Länder hätten ihre Ausgaben auch im Gesundheitsbereich gekürzt. Dennoch sei es gelungen, die Marktposition des Unternehmens in der Region weiter auszubauen. Der größte Geschäftsbereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel wuchs im Boehringer Ingelheim RCV im vergangenen Jahr

© Boehringer Ingelheim/Foto Wilke

Martin Rümmele

© medianet

Martin Rümmele

Boehringer Ingelheim RCV-Boss Schilling ist mit Österreich-Ergebnis zufrieden.

um 10,6% auf 468,8 Mio. €. Das Geschäft mit rezeptfreien Präparaten konnte um 20,6% auf 149,8 Mio. € zulegen. Zu den wichtigsten Marken zählten das Schmerzmittel „Thomapyrin“ und „Dulcolax“ zur Behandlung von Verstopfung.

Investition in Wien Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna ist zudem das Forschungszentrum für Onkologie (Krebsforschung) im weltweiten Unternehmensverband und wurde im Vorjahr wie berichtet ausgebaut. Von Wien aus werden weiters die Konzernaktivitäten im gesamten Bereich der klinischen Forschung und Arzneimittelzulassung in Mittel- und Osteuropa (inkl. Österreich und der Schweiz) sowie in Israel, der Türkei und Südafrika gesteuert. 2011 wurden insgesamt 110 klinische Studien durchgeführt. Boehringer Ingelheim zählt damit nach eigenen Angaben zu den forschungsintensivsten pharmazeutischen Unternehmen in Österreich sowie Mittel- und Osteuropa. (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 27. April 2012

healtheconomy – 33

Serie Betriebliche Gesundheitsförderung – Teil 7 EU schätzt Kosten durch Arbeitsunfälle und Krankenstände auf 490 Mrd. € pro Jahr

EU will Krankenstände senken Ina Karin Schriebl

Wien/Brüssel. Die EU-Kommission fordert die Stärkung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. EU-Sozialkommissar Laszlo Andor erklärte, jährlich würden 6,9 Mio. Menschen Opfer eines Arbeitsunfalls. Weitere 23 Mio. Beschäftigte würden ein Gesundheitsproblem aufgrund ihrer Arbeit melden. Dies wiederum führe zu insgesamt 450 Mio. Tagen an Krankenständen. Wie viel menschliches Leid, mangelnde Sicherheit und schlechter Gesundheitsschutz verursachen, sei nicht messbar, wohl aber die wirtschaftlichen Kosten: Diese belaufen sich auf 490 Mrd. € im Jahr – mehr als die Hälfte der derzeitigen Kosten des EU-Notfallfonds für die Finanzkrise. Der Sozialkommissar betonte auch, dass der Erfolg der Pensionsreformen ebenfalls mit einer höheren Sicherheit und Gesundheit

am Arbeitsplatz zusammenhänge. Die Kommission führt derzeit eine endgültige Bewertung ihrer Strategie für gesunde Arbeitsplätze durch und erarbeitet Prioritäten. Andor konzedierte, dass angesichts der Wirtschaftskrise die Zahl der Arbeitsunfälle zurückgegangen sei, vor allem im Bausektor. Allerdings „ist die Rezession ja an sich nichts Gutes. Und diese Tendenz ist nicht geeignet, langfristige Schlussfolgerungen zu ziehen.“ Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) startet nun ihre zweijährige Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ zum

Thema „Partnerschaft für Prävention“. Die Kampagne der EU-OSHA rückt die Bedeutung der Managementführung und der Arbeitnehmerbeteiligung bei der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in den Blickpunkt

„Risikoprävention fördern“ Der dänische Staatssekretär im Sozialministerium, Bo Smith, forderte deshalb die Unternehmen auf, gute Bedingungen für die Beschäftigten zu schaffen. „Unfälle verursachen hohe Kosten für die Firmen, für die Arbeitnehmer und

für die Gesamtgesellschaft. Daher muss man einschreiten und die Risikoprävention fördern.“ Die Kampagne umfasst eine Reihe von Aktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene, darunter auch den 11. Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen („Good Practice Award“). Der Wettbewerb, dessen Gewinner im April 2013 verkündet werden, rückt die besten Beispiele für die Zusammenarbeit von Management und Beschäftigten bei der Risikoprävention in den Blickpunkt; Beispiele aus Österreich können ab sofort eingereicht werden.  www.ots.at/redirect/osha

Bilanz Krankenversicherung

Generali im Plus

Wien. Der Versicherungsriese Generali Österreich ist im Vorjahr in einem schrumpfenden Gesamtmarkt gewachsen, erzielte aber abschreibungsbedingt weniger Gewinn. Beim Thema „Vorsorge für Pensionen“, aber auch „Gesundheit und Pflege“, gehe es um eine Kombination von staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge, sagte das Management. In der Lebensversicherung konnte die Generali mit plus 10,7% auf Prämieneinnahmen von 739,5 Mio. € deutlich zulegen. Davon entfielen rund 510 Mio. € auf die klassische Lebensversicherung, ein Zuwachs um 18,3%. Die Prämieneinnahmen in der Krankenversicherung stiegen um 4,0% auf 230,3 Mio. €. In Schaden/Unfall gab es im Konzern ein leichtes Plus von 0,6% auf 1,325 Mrd. €.

Studie Ungesunde Jugend

Junge im Stress

Wien. Österreichs Facebook-Generation verhält sich nur bedingt gesundheitsbewusst: Etwa ein Viertel der 14- bis 24-Jährigen raucht, nur jeder Fünfte schwitzt viermal pro Woche gehörig beim Sport. Für die Ernährung sind am ehesten die Eltern zuständig und ein hoher Prozentsatz, 44%, fühlt sich gestresst, 43% fühlen sich „müde und schlapp“. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage im Auftrag der Allianz-Versicherung und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die am Dienstag öffentlich vorgestellt wurde. „Neben dem Verkehrsverhalten, der Ernährung und dem Bewegungsmangel gibt es einen weiteren Risikofaktor; dieser ist der psychische Stress“, sagte AllianzVorstandsmitglied Johann Oswald. Von den 14- bis 24-Jährigen, das sind in Österreich rund 1,1 Mio. Menschen, leben drei Viertel noch im elterlichen Haushalt, knapp 55% sind berufstätig (minus 4,3% im Vergleich zu 1994), an freiem Einkommen stehen ihnen durchschnittlich 190 € pro Monat zur Verfügung.

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© APA/Herbert Pfarrhofer

Kampagne soll betriebliche Gesundheitsförderung stärken und positive Beispiele prämieren.

6,9 Millionen Menschen werden in der EU jährlich Opfer eines Arbeitsunfalls.


P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

34 – healtheconomy

Übernahme US-Generikariese Watson schluckt Schweizer Rivalen Actavis für umgerechnet 4,25 Mrd. €

short

Der neue Generikariese

Starker Jahresstart bei US-Firma Abbott New York. Der US-Riese Abbott Laboratories verzeichnete mit einem Gewinnsprung von 43,5% auf 1,24 Mrd. USD einen starken Jahresstart. Allen voran ließ das Arthritis-Medikament Humira die Kassen klingeln, es setzte 1,93 Mrd. USD um, 17% mehr als im Vorjahr. Das Geschäft mit medizinischen Ernährungsprodukten steigerte den Umsatz um 10% auf 1,6 Mrd. USD Abbott will sein Arzneimittelgeschäft in eine eigene börsengelistete Gesellschaft überführen. Eine zweite ebenfalls gelistete Gesellschaft soll sich unter dem angestammten namen Abbott unter anderem auf die Felder Medizintechnik und Generika ausrichten.

Wien/New York. Unter den Herstellern von Nachahmermedikamenten kommt es erneut zu einer Milliardenfusion: Der US-Generikahersteller Watson übernimmt für mindestens 4,25 Mrd. € den in der Schweiz ansässigen Konkurrenten Actavis. Watson will damit zum weltweit drittgrößten Generikakonzern aufsteigen mit einem Umsatz von 8 Mrd. USD (6,05 Mrd. €) in diesem Jahr. Sowohl Watson als auch Actavis gehören bereits zu den Top-Firmen der Branche – in Konkurrenz zur israelischen Ratiopharm-Mutter Teva und der Novartis-Tochter Sandoz. Die Neuigkeiten kamen an der Börse gut an: Im vorbörslichen USHandel legte die Watson-Aktie am Donnerstag um mehr als sieben Prozent zu. Die Aktie war bereits seit den ersten Reuters-Berichten über die Übernahmepläne mehr als 18% geklettert. Zu dem Kaufpreis von 4,25 Mrd. € können maximal

weitere 250 Mio. € hinzukommen. Diese Summe ist an vorher festgelegte Ergebnisziele für 2012 geknüpft. Falls sie erreicht werden, soll die Zahlung 2013 in WatsonAktien beglichen werden. Für den US-Konzern ist die Übernahme der Schweizer die letzte große Etappe einer seit Jahren anhaltenden Einkaufstour. Damit sei die Expansion des Konzerns zu einem weltweit führenden Generika-Unternehmen im Wesentlichen abgeschlossen, erklärte Watson-Chef Paul Bisaro. Mit dem Geschäft stärke Watson seine Position „in den etablierten europäischen Schlüsselmärkten sowie in spannenden aufstrebenden Wachstumsmärkten, einschließlich Zentral-und Osteuropa sowie Russland“. Künftig wird Watson etwa 40% seines Umsatzes im GenerikaGeschäft außerhalb der USA erwirtschaften; Ende 2011 waren es noch 16%. (red)

Pharmabilanz II Gewinnplus und Übernahmeerlaubnis

Zürich/Basel. Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche erfüllte mit leichten Umsatzeinbußen im ersten Quartal 2012 die Erwartungen der Analysten. Die Erlöse gingen um ein Prozent auf 11 Mrd. CHF, umgerechnet 9,16 Mrd. €, zurück. In der wichtigen Pharmasparte ging der Umsatz um ein Prozent zurück auf 8,624 Mrd. CHF, die Diagnostiksparte blieb mit 2,403 Mrd. CHF hingegen weitgehend unverändert, teilte der Konzern mit.

Brüssel/Zürich/New Brunswick. Nach einem schwierigen Jahr hat der US-amerikanische Medizintechnik, Arzneimittel- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) das erste Quartal 2012 mit einem Gewinn gestartet. Besonders neu zugelassene Medikamente wie das Krebsmittel Zytiga fuhren Gewinne ein. In der Medizintechnik blieben die Erlöse stabil, der Umsatz mit Konsumgütern war hingegen rückläufig. Aufgrund von Kosteneinsparungen, der Nachfrage nach neuen Medikamenten und eines positiven Steuereffekts ist der Überschuss im ersten Quartal von 3,5 auf 3,9 Mrd. USD gestiegen. Beim Umsatz erzielte Johnson & Johnson im ersten Quartal mit 16,1 Mrd. USD in etwa so viel wie im Vorjahr. Seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr hebt der Konzern allerdings an.

© EPA/Georgios Kefalas

Die Roche-Division Diagnostics soll 2012 stärker wachsen als der Markt.

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Roche bestätigte allerdings den Ausblick für das Gesamtjahr. Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Severin Schwan für den Konzern und die Division Pharma mit einem Verkaufszuwachs im unteren bis mittleren einstelligen Bereich. Die Division Diagnostics soll stärker wachsen als der Markt.

Keine Illumina-Übernahme Die Übernahmepläne des USGentechnikspezialisten Illumina hat Roche nach längerem Tauziehen nun allerdings aufgegeben. Der Konzern will das „faire und hochattraktive“ Angebot von 51 USD je Aktie im Gesamtvolumen von fast 7 Mrd. USD – umgerechnet 5,35 Mrd. € – im Interesse seiner Aktionäre nicht weiter erhöhen. Nach Einschätzung der Finanzmärkte ist die Übernahme damit offenbar endgültig geplatzt: Illumina-Aktien fielen um sieben Prozent, während Roche-Titel gut ein Prozent zulegten. Das IlluminaManagement hatte Roches Angebot wie berichtet als unzureichend abgelehnt und sich geweigert, mit dem Schweizer Konzern zu verhandeln. (um)

Johnson & Johnson legt zu

Übernahme genehmigt Für die Übernahme des Schweizer Medizintechnikunternehmens Synthes hat Johnson & Johnson nun von der EU-Kommission grünes Licht bekommen.

„Wir haben Zugeständnisse erhalten, die sicherstellen, dass der Wettbewerb in den betroffenen Märkten zum Vorteil von Patienten und Gesundheitssystemen stark bleibt“, erklärt Joaquin Almunia, der für Wettbewerbsfragen zuständige EU-Kommissar. Die Übernahme ist mit 21 Mrd. USD die bisher größte in der Geschichte von Johnson & Johnson. Das Unternehmen will mit Synthes wie berichtet sein OrthopädieGeschäft stärken. (um)

© Johnson & Johnson

© EPA

Das Übernahmekarussell in der Pharmabranche erfasst nun die Generikahersteller.

Pharmabilanz I Leichte Einbußen und geplatzter Deal

Roche scheitert mit Übernahme Nach der Absage verdoppelte sich der Wert des Übernahmekandidaten.

© sxc

Nach Megadeal steigt US-Firma zur Nummer 3 der Welt auf – hinter Teva und Sandoz.

Verkaufsabsage an GlaxoSmithKline

London. Das US-Unternehmen Human Genome Sciences, Pionier auf dem Gebiet der gentechnikbasierten Pharmaforschung, hat das Angebt des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline über 2,6 Mrd. USD ablehnt. Das Angebot entspreche nicht dem Wert des Unternehmens, heißt es als Erklärung. Die beiden Pharmakonzerne kooperieren seit einiger Zeit beim Verkauf des Lupusmedikaments Benlysta. GlaxoSmithKline ist darüber hinaus noch an einer Reihe vielversprechender Herz- und Diabetesmedikamente interessiert, die sich noch in der Versuchsphase befinden, um das Patentportfolio zu erweitern. Der Analyst Eric Schmidt von Cowen & Co hielt einen Abschluss des Geschäfts für wahrscheinlich, allerdings müsse GlaxoSmithKline noch etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Freitag, 27. April 2012

Der Rückruf fehlerhafter Hüftimplantate verursachte einen Gewinneinbruch.

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Freitag, 27. April 2012

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Dank Asien hoher Zuwachs bei Zeiss Jena. Der Umsatz der Medizintechnik-Anbieter Carl Zeiss Meditec ist dank der guten Nachfrage aus Asien im letzten Halbjahr auf 432 Mio. € geklettert. Dies entspricht einem Plus von rund 15% zum Vorjahr; sämtliche Regionen und strategischen Geschäftseinheiten hätten zum Zuwachs beigetragen.

Ein Spiegelbild für starkes Wachstum

M e d i z i n t e c h n i k : E-H e a lt h

healtheconomy – 35

Medizintechnik Hitachi wird nach Fusion auch in Österreich in Hitachi Aloka umbenannt

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Gebündelte Kräfte

Israelische Firma Oridion verkauft Zürich. Die israelische Medizintechnik-Firma Oridion, Spezialist für sogenannte Kapnografen, Messgeräte für Kohlendioxid in der Atemluft, wird vom größeren amerikanischen Konkurrenten Covidien für 346 Mio. USD geschluckt. Covidien, ehemals Tyco Healthcare, will Oridion in seine Sparte für medizinische Geräte eingliedern.

Technologiekonzern bündelt Kräfte im Bereich medizinischer Ultraschall. Ina Karin SChriebl

Wiener Neustadt. Ein Jahr nach der Zusammenlegung der japanischen Aloka Co. Ltd. mit der japanischen Hitachi Medical Corporation und der Umbenennung in Hitachi Aloka Medical Ltd. wurde nun die österreichische Niederlassung der Aloka GesmbH aufgelöst und rechtlich in die Hitachi Medical Systems GesmbH eingegliedert. Mit diesem Schritt bündeln die beiden Unternehmen ihre Kräfte im medizinischen Ultraschall.

Medizintechnik bei Linde ausgebaut

Koblenz. Die CompuGroup Medical (CGM), einer der international führenden Hersteller von Medizinischen Informations- und Kommunikationstechnologien, hat nach nur 19 Monaten Bauzeit die neue Konzernzentrale, nach eigenen Angaben „ein Symbol des Wachstums auf einem erfolgreichen Weg“, eröffnet. Außerdem will das Unternehmen weitere 130 Mio. € für Produktforschung und Entwicklung investieren.

© EPA

Die moderne Architektur soll die Dynamik des Unternehmens darstellen.

Aloka blickt, wie auch Hitachi Medical Systems, nach eigenen Angaben auf eine Erfolgsgeschichte als Innovator im Ultraschall-Segment zurück. Beide Unternehmen sind bekannt für die Entwicklung technisch innovativer, hochwertiger Ultraschallsysteme und erstklassiger Services. „Durch die Fusion haben wir unsere Erfahrungen und unser technologisches Wissen, unter Einbezug unseres Know-hows und unserer Mitarbeiter, zusammengelegt, um künftig unseren Kunden ein noch attraktiveres Produktangebot bieten zu können“, sagt Franz Schodl, Managing Director der Hitachi Medical Systems GesmbH. Das seit 31. März 2012 in Wiener Neudorf ansässige Unternehmen ist verantwortlich für die

© Hitachi Medical Systems

© CompuGroup Medical

Lange Erfolgsgeschichte

Linde hat für den Zukauf nach eigenen Angaben 590 Mio. € gezahlt. Franz Schodl führt in Österreich die Firma Hitachi Medical Systems GmbH.

Führung der gesamten Geschäftsbereiche der Hitachi Medical Systems. Hierzu gehören klinische Anwendungen, Marketing, Produktmanagement, Vertrieb und technischer Service. Die Hitachi Medical Corporation wird in Europa durch die Hitachi Medical Systems Europe Holding AG (Zug, Schweiz) und in Österreich durch die Hitachi Medical Systems GesmbH mit Hauptsitz in Wiener Neudorf repräsentiert. Das Unter-

nehmen ist ein führender Anbieter leistungsstarker, offener HochfeldMRT-Systeme, Mehrschicht-CTSysteme sowie von Geräten für die medizinische Ultraschallanwendung und die optische Topografie (NIRS). Das Know-how im Bereich Ultraschall umfasst klinische Anwendungen in der allgemeinen Radiologie, der Inneren Medizin, der Gynäkologie, der Kardiologie, der Gastroenterologie, der Urologie und der Chirurgie.

Brüssel. Der Gasekonzern Linde will mit dem Ausbau seines Medizintechnik-Geschäfts zu einem führenden Anbieter für Beatmungstherapien außerhalb von Krankenhäusern in Europa aufsteigen. Die EU-Kommission genehmigte dem Unternehmen am Mittwoch die Übernahme des kontinentaleuropäischen Geschäftsbereichs „Häusliche Pflege“ vom US-Konkurrenten Air Products.

Gesundheit ist unser Wertvollstes Gut und sie braucht mehr als medikamente.

©Goodluz

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Das ist unser höchstes Gut. Wir von Pfizer versorgen weltweit täglich rund 38 Millionen Menschen mit Medikamenten und Gesundheitsprodukten. Mehr Lebensqualität und ein zufriedeneres Leben für Alle sind unser Antrieb und Ziel. Dafür forschen wir intensiv, und entwickeln neue Gesundheitslösungen und innovative Medikamente, die für alle zugänglich sind – hier in Österreich und global! www.pfizer.at


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36 – healtheconomy

Freitag, 27. April 2012

Branchentreffen Vorstand des Medizinprodukte-Verbands Austromed wurde aufgestockt, ist nunmehr zehnköpfig

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Austromed: Neue Köpfe

Umit in Tirol feiert ihr 10-jähriges Jubiläum

Andreas Feiertag

Die Lange Nacht der ­Forschung in FH Krems

Familienplanung Auszeichnung für Forschungsarbeiten

Ruhestand Josef Dutter geht nach 41 Jahren in Pension

Wien. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde kürzlich der „pro:woman Award 2012“ verliehen. Der mit jeweils 2.000 € dotierte

Wien. Josef Dutter, 67, langjähriger Geschäftsführer von Salesianer Miettex, dem österreichischen Marktführer im Miettextilbereich, verabschiedet sich nach 41 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand. Während seiner Laufbahn hat er den Wandel des Unternehmens von einer chemischen Reinigung mit 66 Filialen im Osten Österreichs zu einem modernen Miettextil-Dienstleister mit 20 eigenen Betrieben in ganz Österreich und dem Ausland entscheidend mitgestaltet. „Josef Dutter ist wirklich ein Salesianer der ersten Stunde. Sowohl zum Aufbau des Mietwäschegeschäfts als auch zur erfolgreichen Auslandsexpansion hat er ganz wesentlich beigetragen“, bedankt sich Thomas Krautschneider, geschäftsführender Gesellschaf-

© IMC FH Krems

pro:woman Award vergeben

© pro:woman Ambulatorium

Heute, Freitag, lädt die FH Krems zur „Langen Nacht der Forschung“

Krems. „Spannung, Spaß und Spitzenforschung“ heißt es bei der „Langen Nacht der Forschung“ an der IMC Fachhochschule Krems. Heute Freitag, 27. April, können sich Interessierte, insbesondere Familien, Kinder und Jugendliche, ab 16:30 Uhr aus erster Hand über das breite Forschungsspektrum in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Life Sciences informieren. Programm und Infos:  www.fh-krems.ac.at/lnfo

Frauenministerin Gabriele HeinischHosek hatte den Ehrenschutz.

Preis wurde für wissenschaftliche Arbeiten, welche die Themen Familienplanung, Verhütung, Schwangerschaftsabbruch und sexuelle Rollenbilder erforschen, ausgeschrieben. Den Ehrenschutz trägt die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst, Gabriele Heinisch-Hosek: „Frauen haben ein Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung über ihren Körper“, sagt HeinischHosek. „Natürlich ist ein Schwangerschaftsabbruch kein Ersatz für Verhütung, Beratung und Information. Deswegen finde ich das Engagement von Einrichtungen wie ‚pro: woman‘ für Aufklärung und Sexualerziehung so überaus wichtig.“ Insgesamt fünf wissenschaftliche Arbeiten wurden prämiert. (fei)

buch-tipp

Das Buch der Ministerin Ihre Vorstellungen für eine Gesundheitsreform hat die frühere ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky in Buchform vorgestellt: „Hauptsache gesund – die unheilbaren Krankheiten des österreichischen Gesundheitswesens“. Die ExMinisterin, die derzeit für das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers Österreich den Bereich „Health Care Services“ leitet, plädiert darin für einen Ausbau der Prävention, eine Stärkung des Hausarztes und eine gemeinsame Finanzierung des Spitals- und des niedergelassenen Bereiches. Sie zeigt die Defizite im Gesundheitswesen anhand der Familie Kriehuber auf, die im Laufe ihres Lebens – von der Geburt der Tochter bis zur Pflege der Schwiegermutter – mit den unterschiedlichen Einrichtungen des Systems zu tun hat. Kdolsky unterstützt im Buch grundsätzlich die Reformbestrebungen ihres Nachfolgers Alois Stöger (SPÖ).  (fei) Andrea Kdolsky: Hauptsache gesund – die unheilbaren Krankheiten des österreichischen Gesundheitswesens. Goldegg-Verlag, 248 Seiten, 22 €, ISBN: 978-3-902729-71-2

Ein Ur-Salesianer nimmt Abschied

ter. Das Unternehmen leiten nun weiterhin die beiden langjährigen Geschäftsführer Thomas Krautschneider und Andreas Philipp.

Abschied: A. Philipp, T. Krautschneider, V. Ioane und J. Dutter (v.li.)

Menschen, über die man spricht

Rettungshunde und Johanniter Vorführung im Prater Wien. Sie sind bekannt als die besten Freunde des Menschen. Manchmal sind sie auch seine letzte Rettung: Bei der Suche nach Lawinen- und Erdbebenopfern oder nach Vermissten sind die Rettungshunde unverzichtbar. In waghalsigen Einsätzen bringen sie Höchstleistungen, die nur durch intensives Training und die Vertrautheit mit dem Hundeführer möglich sind: Die Johanniter feiern den „Internationalen Tag der Rettungshunde“ im Wiener Prater. Am 29. April von 12 bis 17 Uhr zeigen die Helfer auf vier Pfoten auf der Zirkuswiese, wie sie für Einsätze trainieren, wie aus einem jungen tollpatschigen Welpen ein erfahrener Rettungshund wird. Die ehrenamtlichen Hundeführer informieren über die Ausbildung der Vierbeiner und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. © DRK in Meschede und Eslohe

© Königsberger

© Goldegg Verlag

Friedrich Thomasberger steht weiterhin an der Spitze der Austromed.

© Salesianer Miettex

Hall. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der UMIT, Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik in Hall in Tirol, zog das Rektorenteam Christa Them und Philipp Unterholzner positive Bilanz: 2001 mit 19 Studierenden als kleine Uni für Medizinische Informatik gestartet, hat die moderne Universität für das Gesundheitswesen und die Technik inzwischen 1.500 Studierende.

friedEmann Bachleitner, Apothekerchef

Hohe Auszeichnung für einen Salzburger Apotheker-Standesvertreter: Der scheidende Präsident der Salzburger Apothekerkammer, Friedemann Bachleitner-Hofmann, erhielt aus der Hand von Gesundheitsminister Alois Stöger das ihm vom Bundespräsidenten verliehene „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“. Der Pharmazeut hat sich gesundheitspolitisch u.a. mit der Propagierung des E-Medikation-Vorlaufmodells „ArzneimittelSicherheitsgurt“ einen Namen gemacht.

Andreas Shamiyeh, Leiter Chirurgie Linz

Ab sofort hat Universitätsdozent Andreas Shamiyeh die Leitung der Abteilung für Chirurgie II am AKH Linz übernommen. Shamiyeh, 41, verheiratet, 3 Kinder, wurde im AKH Linz ausgebildet und kann auf einen umfangreichen Operationskatalog sowie zahlreiche Publikationen verweisen Sein Schwerpunkt ist die minimalinvasive Chirurgie sowohl bei gut- als auch bei bösartigen Erkrankungen. Besonders für die minimalinvasive Behandlung von Dickund Mastdarmtumoren ist er bekannt.

© HV der österr. Sozialvers.

Jubiläum in den Tiroler Bergen: Privatuni besteht seit zehn Jahren.

© Allg. KH der Stadt Linz

© UMIT

Wien. Die Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen Österreichs wird auch weiterhin durch ihr Präsidium – Friedrich Thomasberger, Christian Braun und Hans-Heinz Khünl-Brady – vertreten. Aufgrund der stetig steigenden Herausforderungen für Medizinprodukte-Unternehmen und ihrer Interessensvertretung wurde der Vorstand im Zuge der Hauptversammlung nun um zwei neue Mitglieder, Doris Winkler und Reinhard Di Lena, erweitert. Als Auftakt zeigte der strategische Bereichsleiter der AGES Medizinmarktaufsicht, Marcus Müllner.. Marcus Müllner von der AGES Medizinmarktaufsicht hielt im Rahmen der Hauptversammlung eine Keynote-Speech zum Thema Medizinproduktevigilanz im Hinblick auf die aktuellen Forderungen seitens der EU Gesundheitsminis-

ter und der Europäischen Kommission. Aufgrund von Vorfällen u.a. im Hinblick auf Silikonimplantate wird der Ruf nach einer strikten Überwachung von Medizinprodukten immer stärker, was auf einem optimierten, effizienten Meldesystems basiert, das vor allem dem Schutz der Gesundheit von Patientinnen und Patienten und Anwendern dient. Austromed ist die Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen, die in der Produktion, der Aufbereitung und dem Handel von Medizinprodukten in Österreich tätig sind. Medizinprodukte reichen vom Herzschrittmacher über das Hüft-implantat bis hin zum Pflaster. Aufgrund der Innovationskraft werden ständig neue Produkte entwickelt. Rund 100 Mitgliedsunternehmen beschäftigen etwa 9.000 Mitarbeiter, die Wertschöpfung beträgt gut 1,6 Mrd. € pro Jahr.

© Foto Wilke

Präsidium der Interessensvertretung wurde auf Hauptversammlung für weitere drei Jahre bestätigt.

Hans -Jörg Schelling, Vorsitzender SV

Kürzlich fand in der Skylounge der WKO die „apolounge_18“ statt. Dabei sprach Hans Jörg Schelling, Vorsitzender im Hauptverband der Sozialsversicherungsträger, über „die Zukunft des Gesundheitswesens“. Er forderte eine rasche Reform, die Politik brauche Mut zu unpopulären Entscheidungen statt ständige Wahltaktik. Allerdings sollte dabei Evolution statt Revolution stattfinden: „Viele kleine Schritte in die richtige Richtung sind entscheidender als der große, der nie gemacht wird.“


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