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Freitag, 22. November 2013 – 47

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„Weihnachtsshopping“ in der Pharmabranche

© APA/EXPA/Johann Groder

short

© Mag. Andreas Hroß

Vorsorge Nur 5% der Österreicher geben an, regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Auch Kindern und Jugendlichen mangelt es nicht selten an gesunder Ernährung und Bewegung, etwa auch, weil Eltern oft aufgrund der wachsenden Belastung in der Arbeitswelt nicht mehr selbst kochen und auf Fertiggerichte zurückgreifen. Um dem entgegenzuwirken, entwickelte der Versicherungsriese Uniqa nun Infobroschüren, die Eltern helfen sollen, auf einfachem Weg ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.  Seite 49

© panthermedia_net/Ruediger_Rebmann

Auszeichnungen Bereits zum 18. Mal fand heuer der Pharma Marketing Tag des Pharma Marketing Club Austria (PMCA) statt – diesmal unter dem Motto „Das ‚Integral’ im Pharma-Marketing: Wie Reformen und Trends systematisch ein neues Marketingverständnis fordern“. Der PMCA begrüßte über 200 Gäste aus Gesundheit und Pharmaindustrie. Ines Windisch, Präsidentin des PMCA, freute sich über das rege Interesse: „Der Pharma Marketing Tag ist – abgesehen von der Verleihung des Goldenen Skalpells – das größte Branchenevent des PMCA.“ Seite 52

Kaufrausch Die Pharmaindustrie kauft und verkauft zum Jahresende in großem Stil: Kleinere Firmen werden geschluckt, Großkonzerne wie Novartis geben Sparten ab. Die Branche kämpft weiter mit fehlendem Nachschub aus der Forschung.  Seite 48 Interview Pharmafirma wünscht besseres Innovationsklima

inhalt

Janssen sieht Klippen hinter sich

Pharmareport und Lifescience > Baxter punktet mit neuem Gerinnungsfaktor  50 > Merck und Bayer zieht es nach Asien  50 > Deutsche Konzerne melden Forschungserfolge  50 > Lieferengpässe: Apotheker diskutierten Versorgung  52

© medianet

Healthcare > Kommentar: Kassen können Budgetloch nicht heilen  48 > Antibiotika-Resistenzen: Angst vor dem Superkeim 48 > Immer mehr Menschen schlucken Psychopillen  48 > Bilanz: Sozialversicherung kräftig im Plus  49

Janssen-Manager Erich Eibensteiner sieht eigene Forschung gut aufgestellt.

Wien. Beim Pharmaunternehmen Janssen, der Arzneisparte des USKonzerns Johnson & Johnson, rechnet man nicht damit, das außergewöhnliche Wachstum von 2012 heuer wiederholen zu können, doch sei die Pipeline für die nächsten Jahre gut gefüllt. Im healtheconomy-Gespräch erläuterten Ludo Ooms, Managing Director Schweiz und Österreich, sowie Erich Eibensteiner, Geschäftsführer Janssen Österreich, welche Präparate nächstes Jahr auf den Markt gebracht werden, welche Wünsche sie an eine neue Regierung haben und wie sich Janssen nach 2007 neu strukturiert hat. Seite 50

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48 – healtheconomy

Kommentar

Dumme Floskeln lösen kein Problem

Freitag, 22. November 2013

Hintergrund Gleich mehrere Verkäufe und Übernahmen in wenigen Tagen heizen Druck in der Industrie an

Übernahmefieber macht Pharmabranche unruhig Novartis-Boss kann sich vorstellen OTC-, Impfstoffsparte und Tiergesundheit zu verkaufen. Ina Karin SChriebl

Martin Rümmele

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Wien. In der Pharmabranche geht es weiter rund. Nach dem jüngsten Verkauf des deutschen Großhändlers Celesio melden auch die Produzenten Verkäufe und Übernahmen. Die Neuorganisation der Branche – ausgelöst durch fehlende neue Produkte und die Patentabläufe von bisherigen Umsatzträgern – geht damit weiter. So macht die Nummer eins der Branche, der Schweizer Novartis-Konzern, nun mit dem Umbau ernst: In einem ersten Schritt stößt Konzernchef Joseph Jimenez für 1,7 Mrd. USD (1,3 Mrd. €) das Geschäft mit BluttransfusionsDiagnostik ab. Der Amerikaner erwägt, weitere Konzernteile zu verkaufen – sein Ziel ist es, den Basler Arzneimittelhersteller auf Sparten zu konzentrieren, die eine kritische Größe haben und weltweit aufgestellt sind. Dazu zählen derzeit Pharma, Augenheilkunde und Generika, die rund zehn Mrd. USD oder mehr Umsatz pro Jahr erzielen.

Auf dem Prüfstand von Jimenez stünden die kleineren Geschäftsbereiche Impfstoffe und Diagnostik, nicht verschreibungspflichtige Medikamente (OTC) und Tiergesundheit, erklärte Jimenez. „Unser Ziel ist es, zu ermitteln, was es braucht, um eine globale Größe zu erreichen“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Wenn das nicht möglich ist, sei der Verkauf der Geschäftsbereiche eine Option. Das US-Pharmaunternehmen Perrigo wiederum kann noch in diesem Jahr die irische Elan übernehmen. Die Elan-Aktionäre billigten am Montag die Übernahme

Forschung Antibiotika

Vorsorge Weniger Antibiotika in Medizin und Landwirtschaft

Therapie 840.000 Menschen bekommen Psychopharmaka

Basel. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat eine Lizenz für ein Antibiotikum vom Biotechunternehmen Polyphor erworben. Der Wirkstoff POL7080 der Schweizer Firma bekämpft ein lebensbedrohliches Superbakterium, das oft in Krankenhäusern auftritt, wie Roche in einer Aussendung mitteilte. Das Basler Unternehmen leiste eine Vorauszahlung von 35 Mio. CHF (28,43 Mio. €) an Polyphor. Bei Erreichen von bestimmten Meilensteinen in der Entwicklung, der Zulassung und der Vermarktung würden weitere maximal 465 Mio. CHF fällig. Zudem habe Polyphor Anspruch auf Lizenzgebühren auf Produktverkäufe im zweistelligen Prozentbereich. In einem eindringlichen Appell warnten zuletzt Mediziner im britischen Fachjournal The Lancet nun vor den verheerenden Folgen zunehmender Antibiotika-Resistenzen. „In sehr naher Zukunft“ würden unbeherrschbare „Superkeime“ den medizinischen Alltag bestimmen, heißt es in dem Fachartikel. (iks)

Wien. Die Wirksamkeit von Antibiotika darf durch falsche Verwendung in der Medizin und in der Landwirtschaft nicht aufs Spiel gesetzt werden, fordert das Gesundheitsministerium. Eine Arbeitsgruppe des Ministeriums hat jetzt den ersten „Nationalen Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz“ in Österreich verfasst. „2007 hat das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle ECDC festgestellt, dass sich Österreich in einer günstigen Situation befindet. Aber es fehlt ein nationaler Koordinationsmechanismus“, sagte die Sektionschefin für Öffentliche Gesundheit, Pamela Rendi-Wagner. Das Auftreten resistenter Keime hängt in einem hohen Ausmaß von nur wenigen Faktoren ab: Hygiene, Qualität und Ausmaß des Einsatzes von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin sowie in manchen Fällen auch im Pflanzenschutz und in der Lebensmittelproduktion. Insgesamt könnten Österreicher, die an Lungenentzündungen und anderen bakteriellen Infektionen erkranken, allerdings – ziemlich sicher – damit rechnen, dass eine Antibiotikatherapie wirkt. Im

Wien. Im Jahr 2009 haben 900.000 Menschen wegen psychischer Leiden Leistungen der Krankenversicherungen in Anspruch genommen. 840.000 Personen erhielten Psychopharmaka verschrieben. Trotz der häufigen Verwendung dieser Mittel gibt es heftige Vorurteile. Sie helfen, haben somit Wirkung und auch Nebenwirkungen, hieß es Montagabend in Wien. Die Veranstaltung wurde auf Initiative des auf Psychopharmaka spezialisierten Konzerns Lundbeck organisiert. Die gängigen Vorurteile: Potenzial für Suchtentwicklung, Veränderung der Persönlichkeit, „fragliche Wirkung“, die Patienten sollen „ruhig“ gehalten werden. „Zahlreiche Wirkstoffe können psychische Funktionen beeinflussen; als Psychopharmaka werden aber nur Arzneistoffe bezeichnet, die Angstzustände, Störungen der Stimmung und Wahrnehmung sowie wahnhaftes Erleben und Denkstörungen beeinflussen“, definierte Michael Freissmuth, Leiter des Instituts für Pharmakologie der MedUni Wien, die Gruppe dieser Arzneimittel. Keinesfalls, so die Experten bei

In der Pharmabranche geht es turbulent zu. Unternehmen und Firmenteile werden derzeit gekauft und wieder abgestoßen.

im Volumen von 8,6 Mrd. USD (6,39 Mrd. €). Perrigo erhofft sich von der Fusion niedrigere Steuern. Mit der Verlagerung des Firmensitzes nach Irland fallen 12,5% an, während der Satz in den USA bei 35% liegt. Perrigo bekommt zudem Einnahmen vom MultipleSklerose-Mittel „Tysabri“. Mit der Übernahme endet auch der Abwehrkampf Elans gegen die New Yorker Investmentgesellschaft Royalty Pharma. Die irische Gesellschaft hatte drei Kaufangebote zurückgewiesen. Royalty gab den Übernahmeversuch schließlich im Juni auf. Der britische Arzneimittelhersteller Shire will umgekehrt mit einem milliardenschweren Zukauf in den USA seine Geschäfte mit

OTC und Impfstoffe

Arzneien gegen Seltene Krankheiten stärken. Rund 4,2 Mrd. USD (3,13 Mrd. €) in bar ist Shire die Übernahme von ViroPharma wert, wie die Briten am Montag mitteilten. Medienberichten zufolge waren auch andere Pharmagrößen wie Sanofi an der Firma aus Exton im US-Bundesstaat Pennsylvania interessiert.

duzieren unter anderem Arzneien gegen die seltenen Stoffwechselkrankheiten Morbus Gaucher und Morbus Fabry. Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass das Schweizer Pharmaunternehmen Acino an zwei Beteiligungsgesellschaften verkauft wird: Avista Capital Partners und Nordic Capital halten nun 80%. In den vergangenen Jahren hatte sich Acino von einem mitteleuropäischen Arzneimittelzulieferer zu einem internationalen und diversifizierten pharmazeutischen Unternehmen entwickelt. Als solches will Acino künftig weiterwachsen. Im Vorfeld der Übernahme hatten sich Avista und Nordic bereit erklärt, Acino auf diesem Weg zu unterstützen.

Seltene Krankheiten ViroPharma stellt unter anderem das Präparat „Cinryze“ zur Behandlung des Hereditären Angioödems her, einer seltenen Autoimmun-Erkrankung. Die Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Erkrankungen gehört zum Kerngeschäft von Shire. Die Briten pro-

Kampf den Antibiotika-Resistenzen Jeder Zehnte schluckt Glückspillen

Spitalskeime, die gegen Antibiotika resistent sind, nehmen immer mehr zu.

der Veranstaltung, dürften alle derartigen Arzneimittel in einen Topf geworfen werden. Es handelt sich bei Antidepressiva, Antipsychotika, Schlaf- und Beruhigungsmitteln um völlig unterschiedliche Substanzen mit ebenso unterschiedlichen Profilen. Oft sind Nebenwirkungen am Beginn deutlicher ausgeprägt als die Wirkung. Doch dieses Bild verändert sich oft nach einiger Zeit der Behandlung, was die Akzeptanz erschwere.  (iks)

© panthermedia.net/Monkeybusiness Images

Vergleich zu anderen Ländern hat Österreich ein relativ geringes Problem mit resistenten Keimen. Das sind Kernpunkte des „Resistenzberichts Österreich AURES 2012“. Die Entstehung von Resistenzen gegen Antibiotika ist in der Medizin stark von der Anzahl der Verschreibungen und von der Einhaltung der vorgeschriebenen Therapiedauer abhängig; hier gibt es positive Entwicklungen in Österreich. (APA/iks)

© EPA

Neue Mittel

© panthermedia.net/Ruediger Rebmann

er Bund soll wieder einmal sparen. Bei den Rezepten kommt wie regelmäßig das Thema Gesundheit. Der Hintergedanke: Wir geben elf Prozent des BIP für Gesundheit aus; sparen wir da zehn Prozent, sind das gleich 3,3 Mrd. Ein großer Teil der Gesundheitsausgaben erfolgt über die Krankenkassen, da gibts also sicher was zu holen ... Das hat aber ein paar Probleme: Zum einen sind Gesundheitsausgaben auch ein Wirtschaftsmotor. Hier zu sparen, schadet mehr, als es bringt. Zweitens: Die Krankenkassen haben mit dem Budget des Bundes nichts zu tun. Reduziert man die Verwaltung, spart das den selbstverwalteten Kassen Geld, aber nicht dem Budget. Drittens: Die Kassen haben Verwaltungskosten unter drei Prozent. Spart man die Hälfte, bringt das gerade 200 Mio. Euro. Bei einem Budgetloch von mehr als 20 Mrd. Euro ist das 1%. Viertens: Der Beitrag des Bundes für Gesundheit liegt bei nicht viel mehr als einer Mrd. Euro (von insgesamt 33 Mrd.). Den Rest steuern Länder und Gemeinden bei. Fünftens: Der BIP-Anteil der Gesundheitsausgaben ist zuletzt gesunken. Die platte Sparforderung ohne Konzept klingt schlüssig, ist aber entweder dumm, polemisch oder nur unverschämt. In jedem Fall falsch. Natürlich kann das System verbessert werden, das braucht aber mehr als einen Rotstift.

Psychopharmaka benötigen Zeit, bis sie wirken; das erschwert die Akzeptanz.


H E A LTH : C A R E

Freitag, 22. November 2013

healtheconomy – 49

Vorsorge Uniqa entwickelte mit Experten gesunde Kinder-Informationsbroschüren für Eltern zu den Themen Ernährung und Bewegung

Gemeinsam gesünder essen ulli moschen

Wien. Nur 5% der Österreicher geben an, regelmäßig körperlich aktiv zu sein, obwohl längst klar ist, dass ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung die beste Krankheitprophylaxe sind. Auch Kindern und Jugendlichen mangelt es nicht selten an beiden, etwa auch, weil Eltern oft aufgrund der wachsenden Belastung in der Arbeitswelt nicht mehr selbst kochen, sondern auf Fertiggerichte zurückgreifen.

Persönlichkeitsentwicklung Um dem entgegenzuwirken, entwickelte der Versicherungsriese Uniqa nun zwei Infobroschüren, die Eltern dabei unterstützen sollen, auf einfachem Weg ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Die Broschüre „Gemeinsam mehr be-

Krankenkassen Bilanz

Schuldenabbau Wien. In den vergangenen drei Monaten korrigierte der Hauptverband der Sozialversicherungsträger den erwarteten Überschuss der Krankenkassen für 2013 von 89 Mio. auf 163,1 Mio. € nach oben.

Ausgeglichene Bilanzen

© Johannes Zinner

147,2 Mio. davon trägt die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) bei, allerdings stammt der Großteil davon aus öffentlichem Mitteln. Diejenigen Kassen, die noch Schulden haben, erhalten in Form einer Pauschale eine Umsatzsteuerrückvergütung für Medikamente. Der diesjährige Betrag von 100 Mio. € ging zur Gänze an die WGKK – die einzige Kasse mit einem „negativen Reinvermögen“. Für Ende 2013 erwartet die WGKK einen Schuldenstand von 30 bis 50 Mio. €, 2014 will sie ihre Schulden dann zur Gänze abgebaut haben. Die anderen Krankenkassen erwarten im kommenden Jahr eine zumindest ausgeglichene Bilanz. Diejenigen, die keine Schulden haben, können ihre Überschüsse in Leistungsrücklagen investieren und je nach eigener Einschätzung in zusätzliche Leistungen stecken. Neben der WGKK erwarten die oberösterreichische GKK und die Salzburger GKK einen Überschuss von je rund 10 Mio. €. Niederösterreich, Kärnten und die berufsständische Kasse der SVA bilanzieren negativ, der Rest ausgeglichen, teilt der Hauptverband mit.  (um)

WGKK-Obfrau Ingrid Reischl kann zufrieden sein: Die Schulden sinken.

wegen“ vermittelt auf 35 Seiten in 15 Kapiteln zahlreiche Strategien, wie Kinder zu mehr Bewegung motiviert werden können. Die Themen umfassen die Schwerpunkte Bewegen, mit gutem Beispiel vorangehen und Konzentration: Kinder, die sich ausgelassen bewegt haben, können sich erfahrungsgemäß danach wieder besser konzentrieren. „Heranwachsende erreichen durch regelmäßiges Training nicht nur eine bessere körperliche Fitness und seelische Ausgeglichenheit, sie entwickeln auch mehr Selbstbewusstsein“, weiß Skilegende Stephan Eberharter. Denn Kinder, die sich viel bewegen, ken-

nen die Stärken und Schwächen ihres Körpers, trauen sich mehr zu und können so ihre eigenen Grenzen besser einschätzen, was sich wiederum positiv auch auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt.

Serviceorientierungen Die Broschüre „Gemeinsam gesünder essen“ vermittelt Tipps zu den Themen Ernährung und Kochen, Trinken und Essen. Dazu gehören hilfreiche Informationen, wie etwa, dass Kinder ein neues Lebensmittel mindestens 10 bis 15-mal probieren müssen, bis sie

es akzeptieren oder sogar mögen, oder dass ausreichendes Wassertrinken die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigert. Die Uniqa Österreich beschäftigt 5.000 Mitarbeiter und betreut 2,4 Mio. Kunden mit rund 6,3 Mio. Versicherungsverträgen. Der Konzern ist auch Nummer eins im Bereich privater Krankenversicherungen. „Ein gesunder Lebensstil muss von Anfang an gefördert werden“, sagt Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender der Uniqa. „Als größter heimischer Gesundheitsversicherer gehört es zu unserer Unternehmenskultur, dass wir uns aktiv dafür einsetzen.“

© APA/EXPA/Johann Groder

Versicherungskonzern verstärkt Präventionsangebote und setzt bei Kindergesundheit an.

Stephan Eberharter ist einer der Experten, die der Uniqa zur Seite stehen.


Ph a r m a r e p or t: L i f e sc i e n c e

50 – healtheconomy

Freitag, 22. November 2013

Interview Janssen-Manager fordern stärkere Prävention und bessere Rahmenbedingungen für Arznei-Innovationen

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„Frühere Diagnostik und rechtzeitige Therapie“

Boehringer Ingelheim bringt Asthmamittel Ingelheim/Wien. Der auch in Österreich sehr aktive deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim drängt in Europa mit seinem Atemwegsmittel „Spiriva“ in ein lukratives Einsatzgebiet. Der Konzern beantragte in Deutschland, das Mittel auch zur Behandlung von Asthma zuzulassen. Bisher ist das Medikament nur zur Behandlung von Raucherlunge zugelassen. Dennoch ist Spiriva bereits das umsatzstärkste Medikament von Boehringer Ingelheim – die weltweiten Erlöse beliefen sich 2012 auf rund 3,6 Mrd. €.

Pharmaunternehmen sieht Patent-Klippe bereits hinter sich und hat neue Produkte in der Pipeline.

© Boehringer Ingelheim

Wien. Beim Pharmaunternehmen Janssen, der Arzneisparte des US-Konzern Johnson & Johnson, rechnet man nicht damit, das außergewöhnliche Wachstum von 2012 heuer wiederholen zu können, doch sei die Pipeline für die nächsten Jahre gut gefüllt. Im healtheconomy-Gespräch erläuterten Ludo Ooms, Managing Director Schweiz und Österreich, sowie Erich Eibensteiner, Geschäftsführer Janssen Österreich, welche Präparate nächstes Jahr auf den Markt gebracht werden, welche Wünsche sie an eine neue Regierung haben und wie sich Janssen nach 2007 neu strukturiert hat. „Wenn ich es aus der Distanz betrachte, ist es von Vorteil, dass wir unser Patent Cliff vor ein paar Jahren gehabt haben“, meint Ooms. „Wir haben uns 2007 grundsätzlich gefragt, wie sich Janssen für die Zukunft strategisch ausrichten soll. Es war klar, dass wir nicht den x-ten Vertreter eine etablierten Produktklasse wie z.B. den Betablockern bringen sollten, sondern auf Innovation und unmet medical needs setzen müssen.“ Zu den Präparaten, welche zu dem außergewöhnliche Wachstum von 2012 beigetragen haben, zählen welche zur Behandlung des Prostatakarzinoms, von Hepatitis C und von Schizophrenie, von Schuppenflechte und HIV. „Wir haben es in kurzer Zeit geschafft, uns mit den Produkten an vorderste Position zu bringen. Das sind die Früchte, die wir aus der strategischen Neuausrichtung im jahr 2007 ernten können; das zeigt auch, wie langfristig unser Geschäft ist“, sagte Eibensteiner. „Wir haben jetzt ein Portfolio, das zu 50% vom Umsatz dieser neuen Produkte getragen ist.“

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat neuen Blockbuster.

Bayer punktet mit neuem Krebsmittel Leverkusen. Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat von den Behörden grünes Licht für die Vermarktung seines neuen Krebsmedikaments „Xofigo“ in Europa bekommen. Die EUKommission ließ das Präparat zur Behandlung von Prostatakrebs-Patienten mit Knochenmetastasen zu, wie die Leverkusener in einer Aussendung mitteilten. Im September hatte sich schon der Medikamentenausschuss der europäischen Arzneimittelbehörde EMA für die Zulassung ausgesprochen. In den USA ist Xofigo bereits auf dem Markt. Bayer arbeitet bei dem Medikament mit der norwegischen Firma Algeta zusammen. Die Arznei gibt radioaktive Alphastrahlung ab und soll so auf Krebszellen in den Knochen einwirken.

© medianet

Mathieu Völker

Janssen-Manager Erich Eibensteiner: „Haben es in kurzer Zeit geschafft, uns mit Produkten an vorderste Position zu bringen.“

rapeutischen Bereich, sondern etwa auch in der Verabreichungsart, in der Verringerung der Krankenhausaufenthalte oder in geringeren Nebenwirkungen liegen können.

Den Forschungszentren in Österreich stellen sie ein positives Zeugnis aus, doch „man muss in Österreich, aber auch in Europa, darauf achten, dass man nicht die Wettbewerbsfähigkeit in diesen Bereichen verliert“, betonte Ooms. Janssen bekenne sich zu einem starken, solidarisch finanzierten, öffentlichen Gesundheitssystem: „Wir wünschen uns auch eine Stärkung des Präventionsbegriffs, im Sinne von frühzeitiger Diagnostik und rechtzeitiger Therapie mit den geeignetsten Medikamenten“, ergänzt Eibensteiner. Insbesondere in der Preisgestaltung von neuen Präparaten gegenüber Generika wünsche man sich eine gewisse Verbesserung der Rahmenbedingungen und eine breitere Betrachtung der Zusatznutzen von Innovationen, die nicht nur im the-

Spannende Pipeline Die Pipeline für 2014 beinhalte unter anderem ein Präparat für eine spezielle Form der Leukämie, dessen Phase II-Resultate sehr vielversprechend seien. „Wir werden auch ein Produkt im Bereich Diabetes bringen, einen Vertreter eines neuen Wirkmechanismus, der dazu führt, dass vermehrt Glukose über den Urin abgegeben wird. Dies führt bei Patienten auch zu Gewichtsabnahme und Verbesserung der Blutdrucksituation.“ Geschäftsrelevant wird dieses neue

Produkt allerdings wohl erst im 2. Halbjahr 2014. Außerdem bringt Janssen ein neues TuberkulosePräparat: „Es ist das erste Präparat seit 49 Jahren gegen multiresistente Tuberkulose. Das wird kommerziell wahrscheinlich nicht erfolgreich sein, aber die Frage, wie viele Menschenleben man retten kann, ist auch immer ein Entscheidungsfaktor“, meint Eibensteiner. Mut, sich selbst neu zu erschaffen, gehöre heute zum Geschäft, so Ooms: „Was vor zwei Jahren die richtige Lösung war, ist es wahrscheinlich heute nicht mehr. Als Unternehmen muss man genug Open Mindness haben, um Gelegenheiten zu erkennen und den Mut zu haben, Dinge anders zu machen.“

Forschung Neues Gerinnungsmedikament zeigt Wirkung

Expansion Deutsche Pharmakonzerne nehmen Märkte in Asien ins Visier

Erfolg für Baxter

Merck und Bayer ziehen ostwärts

Wien. Der US-Pharma- und Biotechnologiekonzern Baxter mit seinem Biotechnologie-Forschungszentrum in Orth an der Donau in Niederösterreich hat bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA die Zulassungs seines rekombinant – also biotechnologisch – hergestellten Blutgerinnungsfaktors IX beantragt. „Nonacog Gamma“ wurde zur Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten aller Altersstufen mit Hämophilie B eingereicht. Hämophilie B ist die zweithäufigste Form der Bluterkrankheit und die Folge eines Gerinnungsfaktor IX-Mangels. Das Produkt wurde heuer schon in den USA und in Puerto Rico für Erwachsene registriert.

Darmstadt/Leverkusen. Die beiden deutschen Pharmakonzerne Merck und Bayer zieht es nach Asien. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will seine Geschäfte in China mit einem neuen Arzneimittelwerk stärken. Rund 80 Mio. € investiere Merck in die neue Produktion im Großraum Shanghai, kündigte das Unternehmen an. Geplant sei, dort Medikamente gegen Diabetes, Herz-Kreislaufund Schilddrüsenerkrankungen für den chinesischen Markt zu produzieren. Der Bau soll 2014 beginnen, Produktionsstart soll 2017 sein. China ist eines der Länder mit den höchsten Wachstumsraten im Arzneimittelmarkt. Typisch westliche Erkrankungen wie Diabetes, die eng mit den Lebensgewohnheiten zusammenhängen, sind dort auf dem Vormarsch. „Mit dem neuen Werk entsteht der weltweit zweitgrößte Pharma-Produktionsstandort von Merck Serono“, erklärte Allan Gabor, der das Pharmageschäft des Konzerns in China leitet. Bayer wiederum drängt mit seinem Augenmedikament „Eylea“ in einem weiteren Therapiefeld

Blutgerinnungsfaktoren – auch der Blutgerinnungsfaktor VIII zur Behandlung der häufigsten Bluterkrankheit, der Hämophilie A – wurden ehemals durchwegs aus Spenderplasma hergestellt. Die Produktion mit Biotech-Verfahren

© Baxter

Kein Blutplasma mehr nötig

Baxter macht sich mit Biotechnologie von Blutplasma unabhängiger.

in Asien auf den Markt. Es sei geplant, das Augenpräparat auch zur Behandlung einer gefährlichen Netzhauterkrankung bei stark kurzsichtigen Menschen auf den Markt zu bringen, teilte Bayer mit.

Augenmittel mit Potenzial Der erste Zulassungsantrag in dieser Indikation soll bis Ende des Jahres in Asien eingereicht wer-

den. Dort ist Kurzsichtigkeit weit verbreitet. „Eylea“ zählt zu fünf Bayer-Arzneien, deren Jahresumsatzpotenzial der Konzern zusammen auf mehr als 5,5 Mrd. € taxiert. Allein dem Augenmittel traut Deutschlands zweitgrößter Arzneimittelhersteller Jahresumsätze oberhalb der Milliardenschwelle zu. In den ersten neun Monaten 2013 setzten die Leverkusener mit dem Mittel 207 Mio. € um. (iks)

© EPA

verhindert ein potenzielles Kontaminationsrisiko mit Viren (vor allem HIV und Hepatitis-Viren). Außerdem ist man in der Herstellung von Plasma unabhängig. Weltweit gibt es rund 26.000 Hämophilie B-Patienten. Baxter hat vor Jahren die Wiener Immuno AG aufgekauft und damit auch einen der damals größten Produzenten von Blutgerinnungsfaktoren übernommen. (iks)

In Asien nehmen Zivilisationskrankheiten stark zu; das lockt die Pharmabranche.


Viele Meilensteine der Medizin kommen aus dem Labor.

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52 – healtheconomy

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„medcare“ startete nun in Innsbruck

Freitag, 22. November 2013

Pharma Marketing Tag Motto der diesjährigen Veranstaltung war das „Integral“ im Pharma-Marketing der Zukunft

Mehr Eigenverantwortung bereits ein Umdenken der Bürger hin zu einer bewussten und gesunden Lebensweise stattgefunden. Gleichzeitig muss Gesundheit immer stärker mit dem eigenen Geld finanziert werden. Beide Faktoren führen laut Huber zu einem Rollenwandel vieler Patienten: „So verstehen sich Menschen heute mehr und mehr als eigenverantwortliche Manager ihrer Gesundheit.“ Durch moderne Technologien entsteht neben dem Markt für Therapie ein Markt für Selbstdiagnose und für individuelles Health Management. Spannende Beiträge in Form von Referaten und Statements kamen unter vielen anderen auch von Dieter Rappold (vi knallgrau GmbH), Dominik Flener (Mitglied des PMCA Vorstands), Volker Busch (Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) und Elisabeth Marschall (Mitglied des PMCA Vorstands).

andreas feiertag

Innsbruck. Diese Woche startete „medcare“, ein Projekt von Caritas und Rotem Kreuz Tirol. medcare stellt medizinische Basisversorgung für Menschen auf der Straße sicher: stationär in der Nähe des Innsbrucker Bahnhofs und mobil mit Bus. Finanziert wird medcare von Stadt Innsbruck, Land Tirol und Tiroler GKK. Die Ärzte arbeiten freiwillig und unentgeltlich, so Rotkreuz-Vizepräsident Thomas Fluckinger, medizinischer Leiter von medcare.

Herz-Kreislauf-Event: Ergebnisse alarmieren

Gruppenbild der aufgetretenen Referenten und Sprecher bei der Veranstaltung.

Salon A Apotheker diskutierten Versorgungssicherheit

Umfrage Österreich beurteilte heimische Pharmazeuten

Wien. Kürzlich lud die Gesellschaft der österreichischen Apotheker erneut zum interdisziplinären Meinungsaustausch im Rahmen eines „Salon A“ in die Wiener Servitengasse, um die Themen Arzneimittelengpässe und Lieferschwierigkeiten zu diskutieren. Im Detail wurde mit Vertretern des Großhandels erörtert, wie die Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau erhalten werden kann. „Für ein funktionierendes Versorgungssystem muss mehr Transparenz geschaffen werden. Hersteller, Großhändler und Apotheken müssen bei nicht ersetzbaren Arzneimitteln Ströme offenlegen. Wir schlagen vor, dass diese Produktgruppen gelistet und mit besonderem Augenmerk verfolgt werden“, sagte „Salon A“-Obfrau

Wien. Apothekenkunden lieben offenbar ihre Apotheken. Bei dem Gewinnspiel „Wählen Sie Ihre Lieblingsapotheke“, das vom Österreichischen Apothekerverband im Oktober durchgeführt wurde, haben 12.000 Österreicher mitgemacht und ihre ganz persönliche Lieblingsapotheke gewählt. Die Teilnahme erfolgte per Gewinnkarte oder via Internet-Microsite. Zu gewinnen gab es einen von neun Apotheken-Gutscheinen. Dabei wurden Hunderte Apotheken mehrfach nominiert. Fazit: Die Apothekenkunden schätzen vor allem den guten Service, die fachlich kompetente Beratung und die Nähe ihrer Apotheken. „Die Apotheker haben in den vergangenen Jahren viel in fachliche und individuelle Kundenberatung sowie in den Auftritt

Die Herzgesundheit ist in Österreich nicht gerade die beste.

Wien. Die Ergebnisse des Wiener Herz-Kreislauf-Events, bei dem von September bis Oktober in stark frequentierten Einkaufszentren fast 4.000 Menschen mit Messungen und individuellen Beratungen erreicht wurden, fasst Dieter Magometschnigg, wissenschaftlicher Leiter des Events, so zusammen: „Wir müssen mehr für unsere Gesundheit tun.“ Mehr als drei Viertel der Teilnehmer weisen ein Risiko auf.

Bevölkerung mag ihre Apotheken

Ulrike Mursch-Edlmayr. Weitere Forderung: die Anzahl der Depots für erstattungspflichtige Arzneimittel erhöhen.  (fei)

© Katharina Schiffl

© WiG/David Bohmann

Viel mehr Transparenz gefordert

Ulrike Mursch-Edlmayr lud LH Josef Pühringer zum Apothekertreffen.

Kopfarbeit BioTechMed-Graz sucht die besten Köpfe

ihrer Teams investiert; das wird von der Bevölkerung gewürdigt“, so Christian Müller-Uri, Präsident des Apothekerverbands. (fei)

© Österreichischer Apothekerverband

Rotkreuz-Chefarzt Thomas Fluckinger stellte „medcare“ auf die Beine.

Wien. Bereits zum 18. Mal fand heuer der Pharma Marketing Tag des PMCA statt – diesmal unter dem Motto „Das ‚Integral’ im Pharma-Marketing – wie Reformen und Trends systematisch ein neues Marketingverständnis fordern“. Der Pharma Marketing Club Austria begrüßte über 200 Gäste aus Gesundheit und Pharmaindustrie. Ines Windisch, Präsidentin des PMCA, freute sich über das rege Interesse: „Der Pharma Marketing Tag ist – abgesehen von der Verleihung des Goldenen Skalpells – der größte Branchenevent des PMCA.“ Jeanette Huber, Expertin für Future Fitness vom Zukunftsinstitut in Deutschland, präsentierte in ihrer Keynote ihre Thesen für das Thema „Gesundheit der Zukunft“ und zeigte damit den Wandel der Branche sowie seine Möglichkeiten und Chancen auf. Es habe

© Mag. Andreas Hroß

© Rotes Kreuz/Vanessa Weingartner

Menschen denken um, leben gesünder, nehmen eine veränderte Rolle ein – Industrie muss reagieren.

Rund 12.000 Menschen machten mit bei der Apothekenwahl.

Menschen, über die man spricht

Vier Professuren ausgeschrieben Arnold Gabriel ist nun doch neuer Vorstand der Kabeg

M aria R au ch Ka l l at, ehem . M inis t erin f ü r g es u n d hei t

Der Rechtsstreit zwischen dem Nachrichtenmagazin profil und der früheren Gesundheitsministerin Maria RauchKallat (ÖVP) ist mit einem Vergleich beendet. Rauch-Kallat hatte das Magazin wegen seiner Berichte über die Grippemasken-Beschaffung im Jahr 2006 geklagt. profil zog in einer kürzlich erschienenen Ausgabe den Vorwurf, dass Rauch-Kallats Ehemann Alfons MensdorffPouilly damals davon profitiert hätte, „mit dem Ausdruck des Bedauerns“ zurück.

Ines H artmann , pfl egel eit erin im KH schwarzach

Ines Hartmann ist neue Pflegedirektorin im Krankenhaus Schwarzach und dort für Führung, Einsatz, Organisation und Entwicklung des 700 Mitarbeiter umfassenden Pflegepersonals sowie für Qualitätssicherung in diesem Bereich des Salzburger Spitals verantwortlich. Hartmann verfügt über viele Jahre Erfahrung und Expertise im Pflegemanagement. Die gebürtige Deutsche war bis zuletzt als Pflegedirektorin im bayerischen Krankenhaus Rummelsberg tätig.

© Foto Hofer Innsbruck

© Med Uni Graz/www.bernhardbergmann.com

Die Biotech-Forschung am Standort Graz wird weiterhin kräftig ausgebaut.

Klagenfurt. Arnold Gabriel, der Büroleiter von Kärntens SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser, wurde nun vom Aufsichtsrat mehrheitlich zum neuen Vorstand der der Kärntner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg) bestellt. Gabriel wird den Posten per 1. Jänner 2014 antreten. Im Vorfeld seiner Bestimmunug gab es massive Differenzen in dem politisch besetzen Gremium. Schon die Erstreihung von Gabriel im Rennen um den Posten bei der Aufsichtsratssitzung Ende Oktober hatte im Land für heftige Kritik und einen Koalitionskrach gesorgt. Während die der SPÖ und den Grünen nahestehenden Aufsichtsratsmitglieder für Gabriel waren, scherte Koalitionspartner ÖVP aus; auch die FPÖ kritisierte die Optik. (fei)

© KH Schwarzach

© Fritz-Press GmbH - Rights Managed (RM)

„Mehr als 100 Bewerbungen, unter anderem aus Australien, Großbritannien und den USA, zeigen die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Graz“, freuen sich die Rektoren Christa Neuper (Uni Graz), Harald Kainz (TU Graz) und Josef Smolle (Med Uni Graz) über das internationale Interesse. Von 21. bis 22. November präsentieren sich die Kandidaten für die vier neuen, gemeinsamen Professuren. Alle vier Professuren sind auf fünf Jahre befristet.

© APA/Roland Schlager

Graz. In der interuniversitären Forschungsinitiative BioTechMedGraz bündeln die Karl-FranzensUniversität Graz, die Technische und die Medizinische Universität Graz ihre Kompetenzen an der Schnittstelle von Biomedizinischen Grundlagen, Technologischen Entwicklungen und Medizinischer Anwendung. Zur weiteren Stärkung wurden nun vier neue Professuren ausgeschrieben: für Neuroimaging, interaktive Mikrobiomforschung, Biopharmazie und Bioinformatik.

Reinhard Mittermair, primar im klinikum klagenfurt

Reinhard Mittermair übernimmt mit 1. Jänner die Abteilung der Chirurgie und Viszeralchirurgie am KlinikumKlagenfurt am Wörthersee. Er folgt Michael Starlinger, der mit Ende des Jahres in Pension geht. Mittermair machte seine Fachausbildung in Innsbruck, leitete dort an der Uniklinik zuletzt die minimalinvasive Chirurgie und ist Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für minimalinvasive Chirurgie. Sein Spezialgebiet ist narbenfreie Chirurgie.


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