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Freitag, 21. september 2012 – 21

Schwarzes Loch

Bunte Nachrichten

Krankenversicherung der Stadt Wien zahlt Burn-out-Therapie  Seite 23

Wartezimmer-TV-Anbieter y-doc kooperiert mit Weekend Magazin  Seite 26

© y-doc

© dpa/Oliver Berg

healtheconomy Rosa Brille Sanofi-Chef Gamerith feiert © Sanofi-Aventis

Privatpatienten: Kampf um das goldene Kalb

© APA/Barbara Gindl

short

Debatte Patientenanwältin Sigrid Pilz will mehr Privatpatienten in öffentlichen Kliniken sehen – das sei sicherer. Privatversicherer Peter Eichler (Uniqa) sieht kein Risiko, wünscht sich aber Qualitätsverbesserungen in öffentlichen Häusern.  Seite 22

inhalt

Healthcare > Kommentar: Gesundheit und der US-Wahlkampf  22 > Erfolgreiches Diskussionsforum in Therme Wien  23 > Interview mit Kärntens Spitalslandesrat Kaiser  24 Pharmareport und Lifescience > Regierung verschärft Kampf gegen Arzneifälschungen  24 > Intercell verkauft Impfstoff nun auch in Indien  25 > Bayer und Merck wachsen durch Zukäufe  25 Medizintechnik und eHealth > Privatklinik Döbling investiert kräftig 26

vertraut auf

Sanofi spendete im Rahmen der 4. La Soirée in der Französischen Botschaft für das Projekt „Strohpuppe“ vom Theater Delphin.

Mit Qualität ans Ziel.

w ww.p har m a - l og isti k.a t

Investition Das Biotechunternehmen Affiris AG investiert in die Entwicklung alternativer molekularer Grundlagen für künftige Impfstoffe. Das Unternehmen erhält dabei Unterstützung aus dem „FemPowerProgramm“ der Stadt Wien, das die leitenden Funktionen von Frauen in der betrieblichen Forschung unterstützt. Das Projekt zielt auf die Entwicklung von Trägermolekül-Adjuvans-Systemen ab, die speziell für die firmeneigene „Affitom“Technologie geeignet sind. Damit wird Affiris seiner bereits bewährten Impfstoffformulierung eine zusätzliche Alternative zur Seite stellen. Seite 25

© Kurt Keinrath; Privatklinik Wehrle; medianet/Montage: B. Schmid

© photonews.at/Georges Schneider

Serie „Steirische Spitalschefs erwägen Privatisierungen und Kooperationen mit Ordensspitälern – LKH West könnte mit Elisabethinen und Spital der Barmherzigen Brüder medizinische Versorgung im Grazer Westen übernehmen“ – diese Schlagzeile sorgte im März für ein Erdbeben in der Steiermark. Der Hauptgrund: Die Ordensspitäler könnten dabei als Betreiber fungieren, was Kritiker als glatte Privatisierung orteten. Hintergrund ist die Finanzierungsmisere des Landes und der steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes). Seite 24


c ov e r

22 – healtheconomy

Freitag, 21. September 2012

Krankenversicherung Stadträtin und Patientenanwältin wollen privatversicherte Patienten in öffentlichen Spitälern sehen

Kommentar

Kampf um Privatpatienten erhitzt in Wien Gemüter

Gesundheit als Wahlkampfthema

Privatkrankenanstalten weisen Kritik an Sicherheit der Patienten zurück und sehen Angstmache. Ina Karin SChriebl

Wien. In Wien ist eine neue Debatte ausgebrochen über den Anteil von privatversicherten Patienten in öffentlichen Krankenhäusern. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) will den Anteil erhöhen – nicht zuletzt, weil das den Kliniken mehr Geld bringt. Wie berichtet, werden durch Modernisierungen in öffentlichen Kliniken auch zunehmend Ein-Bett-Zimmer errichtet, die auf Privatpatienten abzielen. Der Anteil an Patienten mit privater Zusatzversicherung in den Wiener Gemeindespitälern ist gering.

Martin Rümmele

I

m Rennen um die Wahl hat US-Präsident Barack Obama einen wichtigen Punktesieg gegen seinen Herausforderer Mitt Romney in Sachen Gesundheitsreform erzielt. Die Republikaner haben das zentrale Reformpaket des Demokraten ja jahrelang bekämpft und mussten zuletzt vor dem obersten Gerichtshof eine Niederlage einstecken. Möglicherweise als Reaktion auf schlechte Umfragewerte, überraschte Romney mit einer Kehrtwende: In einem Interview des Senders NBC erklärte der Republikaner, er habe keineswegs vor, alle Bestandteile von Obamas Gesundheitsreform zurückzunehmen. So wolle er daran festhalten, dass Versicherer Klienten mit Vorerkrankungen nicht abweisen dürfen. Auch die Tatsache, dass automatisch Kinder von Versicherten den Schutz genießen, wolle er nicht antasten. Die komplette Abschaffung von Obamas Gesundheitsreform war bisher eines der Top-Wahlkampfziele von Romney gewesen. Der Schwenk zeigt, dass öffentliche Gesundheitssysteme klare Vorteile gegenüber Privatwirtschaftlichen haben: Die hohen Kosten von Behandlungen sind im Einzelfall nur schwer zu tragen. Das belastet nicht nur Patienten sondern auch jene, die Gesundheitsleistungen anbieten. Auch die Gesundheitswirtschaft präferiert öffentlich-finanzierte Gesundheitssysteme.

Versicherungsbranchensprecher Peter Eichler (Uniqa) begrüßt im healtheconomy-Interview den Vorstoß (siehe Interview unten), er sieht darin ein Bekenntnis zur Sonderklasse, fordert aber Qualitätsinvestitionen. Auch die neue Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz hat sich für mehr Sonderklassepatienten in den öffentlichen Krankenhäusern ausgesprochen. Allerdings nicht des Geldes wegen, sondern: „Mir geht es um die Patientensicherheit“, betonte Pilz gegenüber Journalisten. Dabei übte sie Kritik an Privatspitälern. „Mir liegen einige Fälle von Patienten vor, die von einem auswärtigen Arzt (Belegarzt, der nicht an der Privatklinik angestellt ist, Anm.) operiert wurden, die aber, als der Arzt schon gegangen war, bei Komplikationen nicht behandelt wurden“, hob Pilz hervor. Im besten Fall sei in den Privatkliniken versucht worden, den Belegarzt telefonisch zu kontaktieren. Von einer optimalen und sicheren Nachbetreuung, „so wie es sich Privatpatienten wünschen“, könne

© Peter Rigaud

Versicherer loben Vorstoß

Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely hofft auf zusätzliche Einnahmen für öffentliche Spitäler durch Privatpatienten.

keine Rede sein, so die Patientenanwältin. Daher sollten Sonderklassepatienten gleich von Beginn an in öffentlichen Spitälern behandelt werden, wo diese eine medizinisch fachgerechte Rund-um-dieUhr-Betreuung bekämen. Denn die Problematik an den Privatkliniken liege nicht nur allein im System des Belegarzts begründet, wonach dieser, rechtlich gesehen, samt seiner Gehilfen die alleinige Verantwortung für den Patienten trägt. Das ist auch dann der Fall, wenn der Arzt gerade auswärts und nicht erreichbar ist. Oft fehle es den zumeist kleineren, privaten Spitälern auch an Spezialeinrichtungen, wenn medizinische Komplikationen auftreten. Dadurch ginge meist viel wertvolle

Umfrage: 77% der Befragten verhüten (1.060 Befragte, 16–49 Jahre). Verhütungsmethoden in Prozent mäßig wirksam

healtheconomy: Was halten Sie vom Vorstoß der Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, mehr Privatversicherte ins öffentliche Spital locken zu wollen? Peter Eichler: Als private Krankenversicherung sind wir natürlich erfreut, wenn es seitens der Politik ein Bekenntnis zur Sonderklasse gibt. Wenn man mehr Versicherte in die Sonderklasse öffentlicher Spitäler bringen will, wird dies

wenig wirksam

Kondom

58

Pille

57

„Aufpassen“

11

Hormonspirale

9

Tage zählen

9

Selbstbeobachtung

8

3-Monatsspritze 3

Sterilisation des Mannes

3

Verhütungsring

3

Verhütungspflaster

3

Sterilisation der Frau

2

Hormonstäbchen/-implantat

2

Quelle: APA/Gynmed/Integral; Grafik: Raimund Appl

© medianet

7

Kupferspirale

Der Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs wies diese Kritik allerdings als „haltlos“ zurück. Die Generalsekretärin des Verbands, Cornelia Obermeier: „Derart

„Bekenntnis zur Sonderklasse“

VE R H Ü T U N G I N Ö S T E R R E I C H

wirksam

Private orten Angstmache

unbegründete Vorwürfe können wir keinesfalls stehen lassen. In den privaten Krankenhäusern legen wir größten Wert auf die Sicherheit unserer Patienten und können diese auch bestens gewährleisten.“ Laut den Privatkrankenanstalten gibt es in allen privaten Krankeneinrichtungen rund um die Uhr einen ärztlichen Dienst, auch wenn der Vertrauensarzt des Privatpatienten bereits gegangen ist. Dadurch sei eine kompetente, medizinische Rundumbetreuung zu jeder Zeit gewährleistet. „Privatpatienten auf unsachliche Art und mit unwahren Behauptungen Angst zu machen, um sie in die öffentlichen Krankenanstalten zu locken, ist absolut unprofessionell und letztklassig.“

Interview PKV-Branchensprecher Peter Eichler (Uniqa) zum Streit um Privatpatienten

GRAFIK DER WOCHE

sehr wirksam

Behandlungszeit verloren und viele Sonderklassepatienten würden letztendlich im öffentlichen und größeren Spital landen, das für solche Fälle ausgerüstet ist. „Den Privatpatienten ist aber oft nicht klar, was es bedeutet, über einen Belegarzt in eine Klinik zu kommen“, kritisierte Pilz. Sonderklassepatienten müssten daher schon im Vorfeld verstärkt auf die rechtliche Lage des Belegarztes hingewiesen werden.

Versicherungsmanager Peter Eichler sieht gute Versorgung in Privatkliniken.

aber nur durch vermehrte Anstrengungen für Infrastruktur und Service erfolgen können. Derzeit ergibt die ‚Abstimmung mit den Füßen‘: Überall dort, wo Privatspitäler vorhanden sind, werden diese von unseren Kunden bevorzugt. healtheconomy: Wie viele Menschen sind privatversichert? Eichler: Rund 1,1 Mio. verfügen in Österreich über eine volle Sonderklasseversicherung, eine knappe weitere halbe Million hat einen auf bestimmte Behandlungen (Unfall, schwere Krankheiten) eingeschränkten Versicherungsschutz. healtheconomy: Konsumentenschützer vom VKI haben zuletzt in der Steiermark Privatkliniken getestet und Vorwürfe erhoben, dass privatversicherte Patienten ein Art Goldesel sind, an denen zur Umsatzmaximierung auch unnötige Behandlungen vorgenommen werden. Was sagen Sie dazu? Eichler: Dies war unseres Wissens nicht das Ergebnis der Testung. Vielmehr ging es um die Frage, ob bestimmte kostspielige Behand-

lungen nur im Einbettzimmer angeboten werden. In diesem Fall mussten Patienten, die nur über Versicherungsschutz für Zweibettzimmer verfügen, die Aufzahlung für Einbettzimmer selbst leisten – ein sehr spezielles Thema, das nur einige steirische Privatspitäler betrifft beziehungsweise betraf. healtheconomy: Wie beurteilen Sie die Kritik der Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz, dass öffentliche Kliniken sicherer sind? Eichler: Eine generelle Thematik können wir aus der jahrelangen Erfahrung sowohl der Krankenversicherung wie auch der Ärzteund Spitalshaftpflicht keineswegs bestätigen. Nottransferfälle aus Privatspitälern in öffentliche Einrichtungen sind äußerst selten und sicher nicht häufiger als von öffentlichem Spital zu öffentlichem Spital. Dass in Einzelfällen Transfers vorkommen müssen, ergibt sich schon aus dem hierarchischen Aufbau der österreichischen Spitäler, die in Standard-, Schwerpunktund Krankenhäusern der Zentralversorgung eingeteilt werden.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 21. September 2012

Krankenversicherung KFA der Stadt Wien zahlt Psychotherapie von Burn-out-Patienten

Hilfe bei Burn-out Wien. Burn-out nimmt zu, doch eigentlich gibt es keine formale Diagnose dafür. Die Folge: Es gibt auch keine einheitlichen Therapien und schon gar keine Kassenerstattung dafür. Lediglich Behandlungen von Einzelsymptomen werden honoriert. Die Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien (KFA) übernimmt nun allerdings die Kosten für die Psychotherapie von Burn-out-Patienten.

Hoffnung auf Nachahmer Der Präsident der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, bezeichnete die Initiative als „einen guten Anfang“. „Mit einer vernünftigen Verlagerung der finanziellen Ressourcen muss es möglich sein, dass auch die übrigen Krankenkassen mit einem Kostenersatz für Burn-out-Therapien nachziehen“, sagt Szekeres. Er hofft, dass dem Beispiel schon bald auch andere

Versicherungsträger folgen werden und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte diese Leistungen flächendeckend abrechnen können. „Psychische Erkrankungen durch Stress und Überarbeitung sind im Vormarsch. Wenn es um die Finanzierung geht, hat die Therapie leider nach wie vor einen geringeren Stellenwert als die Behandlung von körperlichen Krankheiten“, betont Szekeres. Das sei jedoch „keineswegs mehr zeitgemäß“, da man auf die gesellschaftlichen Veränderungen und die immer häufiger auftretenden Stresserkrankungen entsprechend reagieren müsse. (iks)

© dpa/Oliver Berg

Ärztekammer lobt Vorstoß als beispielgebend.

Burn-out ist im Vormarsch, doch die Versicherungen hinken noch nach.

healtheconomy – 23

Diskussion Veranstaltung am 28.9. zum Thema Schmerz

Forum in Therme Wien erfolgreich Wien. Erfolgreiche Bilanz für das Forum der Therme Wien: Das zur Unterstützung von Patientenorganisationen, -initiativen und Selbsthilfegruppen ins Leben gerufene „Therme Wien Forum“ etabliert sich als führende Plattform für Gesundheitsdialog und Patienteninformation im Großraum Wien. Ab 28. September finden in der Therme Wien, vom Verein für aktive Patientenbildung „help 4 you company“ organisiert, Beratungstage sowie eine Vortrags- und Fortbildungsreihe zu den Themen Rheuma, Orthopädie und Nervenschmerz statt. „Die Behandlung von chronischen Schmerzen, gerade im Bewegungsund Stützapparat, ist ein Schwerpunkt im Kompetenzbereich der ‚Therme Wien Med‘. Es ist uns ein großes Anliegen, Schmerzpatienten nun auch – gemeinsam mit ‚help 4

you company‘ – bei ihrer aktiven Informationssuche zu unterstützen“, sagt Edmund Friedl, Geschäftsführer der Therme Wien. In dem halben Jahr seit der Gründung des Therme Wien Forums wurde bereits die Jahrestagung der ÖSPID (Österreichische Selbsthilfegruppe für primäre Immundefekte, www.oespid.at) abgehalten und gemeinsam mit der „Lungenliga“ eine Informationsveranstaltung zum Thema „Ambulante Pneumologische Rehabilitation“ durchgeführt. Mit den Leitbetrieben Austria wurde eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gesunde Mitarbeiter – produktive Unternehmen“ veranstaltet. Im Anschluss an die Beratungstage findet im Rahmen der „rheuma.orthopädie aktiv Akademie“ eine Serie von 20 Fachvorträgen für Patienten und Ärzte statt. (iks)

act. worldwide.

Debatte Cluster in OÖ

Gesunder Markt Linz. Im Rahmen der Erstellung einer Reformagenda für Oberösterreich befasste sich der Gesundheits-Cluster in einer Publikumsveranstaltung mit den Chancen und Potenzialen, die die Gesundheitswirtschaft für den Wirtschaftsstandort bietet. „Die wirtschaftliche Bedeutung von Gesundheit wird oft unterschätzt, denn es wird oft nur über Kosten gesprochen. Die Alterung der Gesellschaft muss man aber auch als wirtschaftliche Chance sehen, da so die Lebenserwartung und die Anzahl der Jahre in Gesundheit steigt, das verfügbare Einkommen der älteren Menschen und ihre wirtschaftliche Leistungsund Kaufkraft zunimmt und sich dadurch neue Marktchancen im Inund Ausland ergeben“, sagte Landtagsabgeordneter Michael Strugl.

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Kongress Europaforum

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Krise in Gastein Bad Hofgastein. Das European Health Forum Gastein (EHFG) hat im Vorfeld des 15. Jahreskongresses, der vom 3. bis 6. Oktober stattfindet, das aktualisierte Programm vorgestellt (www.ehfg.org/de/program2012.html). Hochrangige Politiker haben ihre Teilnahme bestätigt, unter anderem das estnische Staatsoberhaupt Toomas Hendrik Ilves, Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger und EUGesundheitskommissar John Dalli. Unter den Schwerpunkten sind unter anderem die Folgen der Wirtschaftskrise und der Sparbudgets für das Gesundheitswesen sowie die Frage, wie sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nachhaltige Verbesserungen im Gesundheitsbereich und Wachstum umsetzen lassen. EHFG-Präsident Prof. Günther Leiner: „Kommissar Dalli ist der entscheidende Motor hinter den Bemühungen der Kommission, sich mit dem fundamentalen Problem zu beschäftigen, mit dem wir heute konfrontiert sind – wie wir in Zeiten der Sparpolitik die europäischen Gesundheitssysteme organisieren und finanzieren.“

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H e a lt h : c a r e

24 – healtheconomy

Serie Gesundheitsreform in den Ländern – Teil 2: Steiermark Debatte über Privatisierungen

AM PULS

Unterm Uhrturm ticken die Uhren anders

© Büro LHStv. Peter Kaiser

Länder-Serie: Kärntner Landesrat im Interview

Gesundheits- und Spitalslandesrätin Edlinger-Ploder will rasch Strukturen reformieren. Martin Rümmele

Graz. „Steirische Spitalschefs erwägen Privatisierungen und Kooperationen mit Ordensspitälern – LKH West könnte mit Elisabethinen und Spital der Barmherzigen Brüder medizinische Versorgung im Grazer Westen übernehmen“ – diese Schlagzeile sorgte im März für ein Erdbeben in der Steiermark. Der Hauptgrund: Die Ordensspitäler könnten dabei als Betreiber fungieren, was Kritiker als glatte Privatisierung orteten.

Kärntens Gesundheitsreferent Peter Kaiser (SPÖ) fordert ELGA.

healtheconomy: Wo liegen die Stärken und Schwächen in der Kärntner Gesundheitsversorgung? Peter Kaiser: Wir haben laut Umfragen eine sehr gute Zufriedenheit bei der Gesundheitsversorgung und neben der Zentralversorgung auch eine gute regionale Versorgung (flächendeckende Versorgung, viele Standorte). Im Gegensatz zu anderen Bundesländern sind künftig wichtige Bereiche wie etwa die Akutgeriatrie schon sehr gut ausgebaut. Wir haben nach dem Bundesland Wien in den vergangenen zehn Jahren die beste Kostenentwicklung. Allerdings ist die Personalausstattung im patientennahen Bereich (Ärzte, Pflegepersonal) im Bundesvergleich zu knapp bemessen. Die Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Spitäler sowie zwischen intramuralem und extramuralem Bereich hat Potenzial nach oben.

Hintergrund ist die Finanzierungsmisere des Landes und der steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes). In den vergangenen Jahren wurden mit verschiedenen Tricks, wie etwa der Auflage von Anleihen, die Finanzierung und Investitionen gesichert. Nun sollen allerdings Strukturen gestrafft werden, um das System grundsätzlich neu aufzustellen. „Jetzt finden wir noch Ressourcen im System, jetzt können wir noch planen. Noch wenige Jahre ohne Reform, und jede Planung wird uns aus der Hand genommen.“ Mit diesem Appell argumentierte die steirische Spitalslandesrätin Kristina EdlingerPloder (ÖVP) für eine große Strukturreform im Großraum Graz mit 15 öffentlichen und privaten Krankenanstalten unterschiedlichen Zuschnitts. Sie plant gemeinsam mit der Gesundheitsplattform eine Neuordnung des medizinischen Angebots. Eine Variante dabei ist die Auflassung des LKH Graz-West mit 236 Betten und die Übersiedlung der medizinischen Einheiten an einen neuen Standort im Süden der Stadt

© APA/Barbara Gindl

Geld wird knapp

healtheconomy: Die Spitalsdichte in Kärnten ist sehr hoch; wie wird sich das in Zukunft entwickeln? Kaiser: Alle Standorte in Kärnten haben auch weiterhin ihre Berechtigung und sind damit abgesichert. Durch eine bessere Leistungsabstimmung untereinander und durch Schwerpunktsetzungen wird sowohl das regionale Angebot erhalten als auch durch bessere Kooperationen und die Schwerpunkte die Standortsicherung langfristig bestehen bleiben.

In der Steiermark sollen Standorte zusammengelegt werden, um die Versorgung zu verbessern; Einsparungen sind auch geplant.

am Areal der Landesnervenklinik Sigmund Freud. Man habe im Großraum Graz zu viele Betten und eine zusätzliche Zahl von privaten Anbietern. Zur Zukunft des LKH Graz West in Verbindung mit einer eventuellen Übernahme durch das Ordensspital der Barmherzigen Brüder erklärte Edlinger-Ploder in einer Landtagssitzung, dass es sich dabei „um keine Spitalsprivatisierung handelt“, sondern um eine Neuordnung. Fix beschlossen ist die Verlagerung der Abteilungen aus den Landesspitälern Hörgas (Schließung 2015) und Enzenbach (2019) nach Graz. Mit dem Landespflegeheim Schwanberg (Ende ab 2015) stehen mit dem LKH Graz-West gleich vier KAGes-Standorte zur Disposition. Auch die Schließung der beiden Gebärabteilungen in Wag-

na (Juli 2012) und Voitsberg (2013) gehört zum abgesegneten Plan, der bis 2020 Einsparungen von rund 95 Mio. € bringen soll. In Sachen Spitäler habe man alles zu tun, sagte auch Landeshauptmann Franz Voves, dass die Qualität der Versorgung gesichert werde. Es sei im Interesse

der Bevölkerung, dass Leistungen an Krankenhäusern konzentriert würden und die „Versorgungskette patientennäher gemacht“ werde. Da gehe es nicht um einfaches Sparen, es müssten spezialisierte Einheiten geschaffen werden. „Auf Zeit werden wir auch zu einem Standortkonzept kommen.“

Sp itäler im Lande sver gleic h

Bezeichnung Veränderung/Spitalsbetten Stationäre Aufnahmen Pflegepersonal Spitalsärzte Ausgaben für Personal Pflegepersonal/Bett Betten/Arzt Aufnahmen/Bett Einwohner/Bett

Steiermark -0,02% +0,26% -0,76% +1,33% +0,62% 1,15 3,17 44,94 201,01

Österreich -0,40 +3,50 +0,90% +3,60% +2,70% 1,41 2,81 50,16 261,80

Bestes Bundesland -1,95 (Sbg) -0,80 (Nö) -1,90% (Bgld) -0,90 (Ktn) +0,50 (Ktn) 0,94 (Vlbg) 2,43 (Nö) 44,20 (W) 196,10 (W)

Quelle: medianet/Statistik Austria

Gesundheitsreform Mit Maßnahmenpaket und Gesetzesänderungen sollen Arzneimittelfälschungen gebremst werden

healtheconomy: Wie soll die Zusammenarbeit ‚Spitäler und niedergelassener Bereich‘ in Kärnten aussehen? Kaiser: Durch die Aufnahme der Kärntner Gebietskrankenkasse in die Geschäftsführung des Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) ist der Informationsaustausch der beiden Entscheidungsschienen wesentlich verbessert worden. In Hinkunft wird die Planung der Leistungserbringung eng miteinander verzahnt werden, wodurch es im Ergebnis zu Verbesserungen für den Patienten kommen wird und ökonomische Vorteile eröffnet werden. Die Zusammenarbeit extra/intramural wird sich auch durch die Einführung von ELGA verbessern.

Regierung fixiert Paket gegen Fälschungen Wien. Für einen besseren Schutz vor Arzneimittelfälschungen ist am Mittwoch eine Gesetzesnovelle in Begutachtung gegangen. Damit werden die Anforderungen an die Herstellung und den Vertrieb von Arzneimitteln erhöht und transparenter gestaltet, die behördliche Zusammenarbeit und Überwachung verstärkt sowie die Informationspflichten gegenüber der Öffentlichkeit ausgebaut, wie das Ge-

sundheits- und Justizministerium bekannt gaben. Die neue Regelung wird Anfang 2013 in Kraft treten. Darüber hinaus werden die gesetzlichen Grundlagen für die derzeit auf EU-Ebene geplanten einheitlichen Sicherheitsmerkmale für Arzneimittelpackungen, die Manipulationen an Arzneimitteln verhindern sollen, geschaffen. „Arzneimittelfälschungen haben in Europa in den vergangenen Jahren

stark zugenommen und sind eine echte Bedrohung für die Gesundheit der Patienten. In anderen Ländern sind gefälschte Medikamente auch schon in der legalen Lieferkette gefunden worden, bei uns in Österreich bisher noch nicht. Wir müssen alles tun, damit das auch so bleibt und diesen Entwicklungen gemeinsam einen Riegel vorschieben“, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ).

Hohe gerichtliche Strafen

© APA/Robert Jäger

healtheconomy: Wie beurteilen Sie die geplante bundesweite Gesundheitsreform? Kaiser: Die Grundidee der gemeinsamen Zielsteuerung zwischen Sozialversicherung und Ländern ist der richtig Schritt. Flankierende Maßnahmen wie die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte werden notwendig sein.

Freitag, 21. September 2012

Zoll und Polizei sollen Arzneimittelfälschungen besser verfolgen können.

Herstellern und Vertreibern von gefälschten Arzneimitteln drohen hohe gerichtliche Strafen. „Wir schaffen für diesen Bereich klare gesetzliche Rahmenbedingungen und empfindliche Strafen, denn die Gesundheit darf auch in Zukunft nicht durch gefälschte Arzneimittel gefährdet werden“, ergänzte Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP). Der Entwurf sieht auch eine Verbesserung der Befugnisse der Zollbehörden zur Sicherstellung von Fälschungen vor, sagte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder. Zustimmung kommt aus der

Pharmaindustrie. „Wir begrüßen diese weitere Verbesserung zur Sicherheit von Arzneimitteln sehr; sie entsprechen langjährigen Forderungen der Industrie“, betonte Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig. Die pharmazeutische Industrie habe sich seit Langem für strenge und strafrechtlich relevante Konsequenzen im Bereich der Arzneimittelfälschungen eingesetzt. „Schließlich“, so Huber, „bedeutet jede einzelne Fälschung eines Arzneimittels nicht nur eine Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Menschen, sondern es entstehen auch unabschätzbare Folgekosten für das Gesundheitssystem.“ Neben dem Vertrauensverlust entstünde den betroffenen Unternehmen auch ein substanzieller Reputationsverlust. Die Anfang 2013 in Kraft tretenden Regelungen zum Schutz vor Medikamentenfälschungen werden in den kommenden Jahren durch die Einführung eines europäischen EDV-Systems zur Prüfung der Identität und Echtheit jeder einzelnen Medikamentenpackung noch vervollständigt. (iks)


Life:science

Freitag, 21. September 2012

Forschung Wiener Biotechfirma sucht weiter nach künftigen Impfstoffen

Affiris investiert Ina Karin SChriebl

Wien. Das Biotechunternehmen Affiris AG investiert in die Entwicklung alternativer molekularer Grundlagen für zukünftige Impfstoffe. Das Unternehmen erhält dabei Unterstützung aus dem „FemPower“-Programm der Stadt Wien, das die leitenden Funktionen von Frauen in der betrieblichen Forschung unterstützt. Das Projekt zielt auf die Entwicklung von Trägermolekül-Adjuvans-Systemen ab, die speziell für die firmeneigene „Affitom“-Technologie geeignet sind. Damit wird das Unternehmen seiner bereits in zahlreichen klinischen Studien bewährten Impfstoffformulierung eine zusätzliche Alternative zur Seite stellen. „Unsere Technologie erlaubt es uns, für eine bestimmte Krankheit nicht nur einen einzelnen Impfstoffkandidaten, sondern gleich einen ganzen Pool herzustellen“,

erläutert die Projektleiterin Gabriele Winsauer. „Dabei wirken die unterschiedlichen Kandidaten alle hochspezifisch gegen die molekulare Zielstruktur und können zusätzlich noch variiert werden.“ Die Basis der Impfstoffe ist jeweils ein spezielles, niedermolekulares Peptid-Antigen. Dieses wird als Teil der Impfstoffformulierung chemisch an ein hochmolekulares Trägermolekül gekoppelt und mit Alhydrogel als Verstärker einer Immunantwort (Adjuvans) versetzt. Dies ist eine Formulierung, deren Wirksamkeit in zahlreichen präklinischen Studien nachgewiesen wurde.

© photonews.at/Georges Schneider

Fördermittel aus Frauen-Forschungstopf.

healtheconomy – 25

Biotech Novartis ist Vertriebspartner in Asien

Intercell verkauft Impfstoff in Indien Wien. Ein Impfstoff des börsenotierten Wiener Impfstoffherstellers Intercell kommt nun in Indien auf den Markt. Das Mittel gegen Japanische Enzephalitis, das von der indischen Gesundheitsbehörde DCGI zugelassen worden sei, werde das Partnerunternehmen Biological E. Ltd. in Hyderabad herstellen, teilte Intercell in einer Aussendung mit. Die ersten Verkaufsaktivitäten sollen in den kommenden Wochen starten.

Ziel ist Marktdurchdringung

Affiris-CEO Walter Schmidt punktet mit Förderung von Frauen in der Forschung.

„Jetzt werden wir weiter gegen diese Krankheit ankämpfen und gemeinsam an der Steigerung der Marktdurchdringung in den endemischen Regionen arbeiten“, teilte der CEO der Intercell AG, Thomas Lingelbach, mit.

Übernahme I Teva-Deal

Bayer kauft Werk Frankfurt. Der Pharmakonzern Bayer kauft das amerikanische Tiergesundheitsgeschäft von Teva und legt dafür bis zu 145 Mio. USD (112,3 Mio. €) auf den Tisch. Der Kaufpreis setze sich aus einer Einmalzahlung von 60 Mio. USD sowie erfolgsabhängigen Zahlungen von maximal 85 Mio. USD zusammen, teilte Deutschlands größter Pharmakonzern mit. Bayer stärkt durch die Übernahme sein Angebot an Produkten für Nutz- und Haustiere sowie Fortpflanzungshormonen. Im Rahmen des Kaufs übernimmt Bayer auch den Teva-Produktionsstandort in St. Joseph im US-Bundesstaat Missouri mit rund 300 Mitarbeitern. Die gesamte Übernahme soll im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen werden.

Übernahme II Produktdeal

Merck kauft zu

Frankfurt. Der deutsche Arzneimittelhersteller Merck erweitert seinen Nachschub an neuen Medikamenten. Merck erwarb von der dänischen Biotechfirma Symphogen einen Wirkstoff zum Einsatz gegen verschiedene Tumorerkrankungen, wie der Pharma- und Spezialchemiekonzern mitteilte.

Harald Krassnitzer

Erfolgszahlungen fixiert Merck zahlt für die weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte an der Substanz „Sym004“ zunächst 20 Mio. € an die Dänen. Hinzu kommen erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 225 Mio. €, wenn die Substanz in der Entwicklung Fortschritte macht und bestimmte Zulassungsziele erreicht. Weitere bis zu 250 Mio. € winken Symphogen, wenn bestimmte Verkaufsziele erreicht werden. Die Substanz verstärkt den Bestand an Arzneiprojekten in der frühen Entwicklungsphase. „Sie hat sogar das Potenzial, ein Schlüsselprojekt zu werden“, sagte Susan Jane Herbert, die für die Geschäftsentwicklung der MerckPharmasparte zuständig ist.

Komplizierte Texte fliegen bei mir ins Altpapier. Ich bin ein Fan von Verständlichkeit. Genau das schätze ich an meiner Versicherung. Die sagt mir klar, was versichert ist und was nicht. Und landet damit bei mir punktgenau.

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Weitere Zulassungsschritte für andere Gebiete in Asien sollen über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfolgen; Biological E. habe bereits eine Produkt-Zusammenfassung für den WHO-Präqualifikationsprozess eingereicht. Vermarktung und Vertrieb in Asien würde der Schweizer Pharmakonzern Novartis übernehmen, sagt Lingelbach. Mit Biological unterzeichnete Intercell den Angaben zufolge 2005 eine Vereinbarung über Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb des Impfstoffs in Indien und den indischen Subkontinent. Der Kurs der Intercell-Aktie zog daraufhin kurzzeitig um 6,8 Prozent auf 1,95 € an, ehe er sich im weiteren Verlauf bis gegen 10:30 Uhr bei einem Plus von 4,8 Prozent auf 1,91 € einpendelte. (iks)


P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

26 – healtheconomy

Eröffnung Neues Zentrum für Sportler und andere

Infotainment Erweiterung um Gesundheitstipps aus ausgelagerter Redaktion

y-doc peppt auf

Minimal-invasive Hüftchirurgie Genesung der Patienten sind laut Experten die wichtigsten Vorteile der im Zentrum praktizierten minimal-invasiven Eingriffe.

Weekend Magazin kooperiert mit Ärzte-TV.

Enorme Kompetenz Christoph Gebhart, Gründer und Präsident der Gesellschaft für Hüftarthroskopie und Konsiliarfacharzt des Olympiastützpunkts Südstadt IMSB, leitet das neue Zentrum. Christian Kainz, ärztlicher Leiter der Privatklinik Döbling, spricht vom neuen Leiter in den höchsten Tönen: „Mit Primarius Gebhart haben wir einen ausgesprochenen Experten für minimal-invasive Hüftarthroskopie gewonnen. Er führt jährlich über 100 arthroskopische Hüftoperationen durch und verfügt damit über enormes Wissen und Kompetenz.“  (um)

© y-doc

Wien/Döbling. In der Privatklinik Döbling hat ein neues Zentrum für minimal-invasive Hüftchirurgie eröffnet. Zielgruppe sind neben Sportlern mit Beschwerden im Hüftbereich Patienten mit entzündlichen Hüfterkrankungen und Abnützungen. Das Leistungsspektrum umfasst die Knorpeltherapie mit Rekonstruktion, Reparatur und Transplantation sowie alle Operationen am Hüftgelenk, von der Arthroskopie bis zum Kunstgelenksersatz. Zur Abklärung stehen Ultraschall, Röntgen und MRT im hauseigenen Kassenambulatorium zur Verfügung und können ortungsgezielte Hüftpunktionen und -infiltrationen sowie notwendige Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Kleine Schnitte, unauffällige Narben und nicht zuletzt eine raschere

Freitag, 21. September 2012

Eine eigene Redaktion stimmt die Inhalte auf die Bedürfnisse der Patienten ab.

Wien. Mit 1. November startet y-doc eine erweiterte und aufgepeppte Version seines Wartezimmer-TVs in Kooperation mit dem Weekend Magazin. Das informative Programm, das in den Wartezimmern von mittlerweile 850 österreichischen Arztpraxen zu sehen ist, wird von der Zeitschrift regelmäßig mit aktuellen Gesundheitstipps versorgt. „Der Patient soll die Praxis mit für ihn essenziell wichtigen Informationen verlassen; die vom Weekend Magazin beigestellten Inhalte sind ein wertvoller Bestandteil dieser Philosophie“, erklärt Michael

F. Richter, Inhaber und Geschäftsführer von y-doc Infotainment im Wartezimmer.

Einzigartige Kombination Die ersten Beiträge sind laut Redaktion bereits fertig produziert und behandeln die Themenbereiche „Erkältung“, „Hautpflege im Winter“, und „Fitness für den Darm“. „Mit dem Weekend Magazin gemeinsam schaffen wir eine WinWin-Situation für alle Beteiligten“, erklärt Richter weiter: „Die Programme werden kurzweiliger und interessanter – das Umfeld für Werbeeinschaltungen wird noch wertvoller. Die Erfahrungen der Weekend Magazin-Redaktion, gekoppelt mit dem ‚y-doc‘-knowhow am Infotainment-Sektor bildet eine in Österreich wohl einzigartige Kombination im Bereich der Gesundheitsmedien.“

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Onkologie-Reha

Althofen. Das Kur- und Rehazentrums Althofen wird ausgebaut: 5 Mio. € investiert die Humanomed in zusätzliche Betten, Therapieräume und in einen Lift und will damit eine Wohlfühlatmosphäre für die Rehabilitation onkologischer Patienten kreieren. „Mit dem Zubau tragen wir dem Wunsch vieler Patienten nach zusätzlichen Einzelzimmern Rechnung und schaffen mehr Platz für die Therapien der Onkologischen Rehabilitation“, erklärt Geschäftsführer Werner Hörner. Das Humanomed Zentrum Althofen verfügt über 630 Betten und betreut jährlich rund 10.000 Patienten. Das Projekt wird ohne öffentliche Fördermittel realisiert, teilt die Gruppe mit.

Logistik Thermenregion

Neues Zentrum Wr. Neustadt. In Wiener Neustadt soll bis Ende nächsten Jahres ein neues Zentrum als zentrale Stelle für alle Landeskliniken der Thermenregion und des Landesklinikums Hainburg entstehen. Um sämtliche Kliniken mit Verbrauchsgütern, wie Verbandsmaterial und Medikamenten des täglichen Bedarfs versorgen zu können, müssen im Zentrum ideale Bedingungen hinsichtlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sauberkeit herrschen. „Diese neue Versorgungseinheit ist ein weiterer Meilenstein zur Intensivierung der Zusammenarbeit in der Region“, sagt Kurt Krenn, Kaufmännischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding. „Durch den gemeinsamen Einkauf der Verbrauchsgüter und Medikamente sowie die zentrale Lagerung kann in den Klinikneubauten auf große Lagerflächen verzichtet werden – dies spart Kosten.“ Im Logistikzentrum sollen außerdem die jährlichen über 70.000 OP-Sets aus allen operierenden Kliniken der Thermenregion gereinigt, instand gesetzt, sterilisiert und wieder verpackt werden.


M e n s c h e n: Ka r r i e r e n

Freitag, 21. September 2012

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LISAvienna feierte den 10. Geburtstag

healtheconomy – 27

Networking Von „Angsthasen und Heldenhasen“: Sanofis vierte La Soiree erfolgreich

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Optimistische Sicht

Klinik Hollenburg offiziell eröffnet Krems. Gestern, Donnerstag, fand in Hollenburg bei Krems die offizielle Eröffnung der neuen Sonderkrankenanstalt für psychiatrische Rehabilitation statt, die von der SANLAS Holding GmbH errichtet worden war. Unter ärztlicher Leitung von Werner Brosch bietet die Klinik Platz für 150 Betten mit angeschlossener Tagesklinik und Ambulanz. Während eines sechswöchigen Aufenthalts wird den Patienten ein umfassendes Therapieprogramm geboten, mit dem Ziel, wieder in ein geregeltes Berufsleben und damit in stabile Verhältnisse zurückzufinden. Die Klinik stellt mit rund 80 Mitarbeitern auch einen wichtigen Impuls für die Region dar. An der feierlichen Eröffnung nahmen auch SANLAS-Eigentümer Günter Nebel, Porr-Generaldirektor KarlHeinz Strauss, PVA-Generaldirektorin Gabriele Eichhorn sowie Bürgermeisterin Ingeborg Rinke und Landeshauptmann Erwin Pröll teil. (fei)

Gesundheitswesen: „Die Zukunft durch die rosarote Brille sehen“.

Wien. Bei frühherbstlichen Temperaturen fanden sich kürzlich über 350 Geburtstagsgäste in der Rinderhalle am Standort Neu Marx ein, um der Life Science Austria Vienna (LISAvienna), der Clusterinitiative für Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik in der Stadt Wien, zu ihrem zehnjährigen Bestehen zu gratulieren. Als Gratulantin unterstrich Vizebürgermeisterin Renate Brauner die besondere Bedeutung der Life Sciences für den Standort Wien und hob die Fortschritte der letzten Jahre unter Mitwirkung der LISAvienna hervor: „Die Life Sciences haben sich in Wien in den vergangenen Jahren enorm entwickelt; Wien hat damit die Chance ergriffen, im internationalen Standortwettbewerb nicht nur wahrgenommen zu werden, sondern auch erfolgreich zu sein. Das ist nicht zuletzt ein Erfolg des großen Engagements des Teams der ‚LISAvienna‘“, sagte die Vizebürgermeisterin. (fei)

Wie man selbst stärker ist Der deutsche Trendbeobachter Mathias Haas erzählte in seinem Vortrag über „Angsthasen und Heldenhasen“ und wie man selbst stärker sein kann als die Veränderung, die uns tagtäglich begleitet. Über eine Tatsache waren sich sowohl der Keynote-Speaker Haas als auch Sanofi-Österreich-Geschäftsführer Roman Gamerith aber einig: „Wir müssen optimistisch nach vorn blicken und unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen.“ Sanofi Österreich geht nicht nur gestärkt in die eigene Zukunft – im

Gelungene Sanofi-Soiree mit einer Performance der Gruppe „Theater-Delphin“.

Jahr 2013 erwartet das Unternehmen sechs neue Produkte –, sondern möchte auch zum Gesamtsystem seinen Beitrag leisten. Dazu Gamerith: „Sanofi investiert weiterhin in innovative Medikamente, um den Patienten Lebensqualität und in manchen Fällen auch ein längeres Leben zu bieten, aber auch im präventiven Bereich zu informieren, damit jeder Österreicher selbst das Handwerkszeug hat, um tagtäglich gesunde Entscheidungen

für sich selbst zu treffen; das und viele unserer Netzwerkveranstaltungen und Diskussionsrunden sind unser Beitrag, um den hohen Standard im Gesundheitssystem in Österreich weiter zu erhalten.“ Als künstlerischer Höhepunkt überraschte die Performance der Gruppe „Theater-Delphin“; das Projekt ermöglicht eine intensive spielerische und ungezwungene Zusammenkunft zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten.

© Privatklinik Hollenburg

Lobte die Clusterinitiative: Vizebürgermeisterin Renate Brauner (3.v.li.).

Wien. Kürzlich bat das Pharmaunternehmen Sanofi – bereits zum vierten Mal – zum jährlichen Veranstaltungsabend „La Soiree“. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesundheit folgten der Einladung in die Französische Botschaft in Wien. Die Farbe Rosa gab dieses Jahr das Thema des Abends vor; Rosa zählt laut Farbenlehre zum Purpur, wirkt sanft und weich und der Farbton wird im Sinne von ‚optimistisch, erfreulich und positiv‘ verwendet. Die weitere Bedeutung der Farbe Rosa steht aber auch für ‚unrealistisch, verklärend‘ – so auch die bekannte Redewendung „Die Zukunft durch die rosarote Brille sehen“ oder auch „die Welt sieht rosarot“.

© Sanofi-Aventis

© Rauchecker – cardamom

andreas feiertag

Wurde gestern offiziell eröffnet: Sonderkrankenanstalt in Krems.

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Unseren Patienten immer verpflichtet Als führendes Pharmaunternehmen beschäftigt Novartis Österreich fast 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir alle arbeiten an einem Ziel: Die Lebensqualität kranker Menschen zu verbessern. Da gibt es noch viel zu tun.

www.novartis.at

medianet healtheconomy  

medianet healtheconomy - die wöchentliche Berichterstattung über die Gesundheitswirtschaft - jeden Freitag in der Wirtschaftsfachtageszeitun...

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