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medianet

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Freitag, 19. Oktober 2012 – 37

Gute Option

GS1 Austria zeigt bei ECR-Tag Möglichkeiten der Qualitätssicherung  Seite 42

© dpa/F. v. Erichsen

© panthermedia.net

healtheconomy Schlechte Option

Zu viele Recherchen im Internet gefährden die Gesundheit, warnen Experten  Seite 42

Alternative Kärcher geht in Spitalsbereich © Kärcher Österreich

Selbstständigenkasse befragte Versicherte

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

short

Serie Bundesländer Eine Entlastung der Vorarlberger Spitalsambulanzen soll die gezielte Patientensteuerung zum „Best Point of Service“ bewirken. „Die bisher nicht optimale Steuerung ist in ganz Österreich ein Problem“, erklärt Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP). Gefragt sei Selbstverantwortung: „Bereits eine konsequente Einhaltung der Versorgungspyramide hilft.“ Die führt erst vom Hauszum Facharzt und zu den Ambulanzen, bevor es ins Krankenhaus geht. Wer diesen Weg einhält, soll im Ländle künftig belohnt werden, sagt Bernhard im Interview. Seite 40

© SVA

© APA/Barbara Gindl

Neue Debatte Kaum ist der Gesetzesentwurf für die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) fixiert und am Weg ins Parlament, wird erneut Kritik laut. Die Ärztekammer fordert weitere Veränderungen am Regierungsentwurf und verlangt ein Expertenhearing im Parlament. Für den der ÖVP nahestehenden Präsidenten Artur Wechselberger ist der jetzige Entwurf zwar „deutlich besser“ als die ursprünglichen Pläne, „aber bei Weitem nicht gut genug“. Für Susanne Herbek, Chefin der ELGA-GmbH, wird alles getan, um das System sicher zu machen.  Seite 39

Präsentierten die Ergebnisse der Urbefragung in Wien: SVA-Vize Peter McDonald, Obmann Christoph Leitl und Stellvertreter Wilhelm Turecek.

Vorreiter Erstmals hat eine Sozialversicherung ihre Mitglieder nach deren Meinung gefragt. Die wollen lieber Selbstbehalte als höhere Beiträge und mehr Ausgaben für Vorsorge. Selbstständigen mit Zahlungsproblemen soll geholfen werden.  Seite 38

inhalt

Healthcare > Kommentar: Wie Selbstverwaltung funktioniert  38 > Bauernkasse zeigt sich wieder offen für Fusion  39

Superimmun Super immun D³

Mit dem Extra-Vitamin DD

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

exklus

Sanofi on Tour

iv

in apotihrer heke

Medizintechnik und eHealth > General Electric will Marktanteile steigern  42 > Pfizer optimiert die eigene Unternehmenswebsite  42

Super immun dank Superimmun

ex

Pharmareport und Lifescience > Razzia bekämpfte illegale Arnzeimittelsendungen  41 > Sanofi vergab Wissenschaftspreis  41 > IMS Health diskutierte über Zukunft im Pharmamarkt 43

kl

usiv

www.superimmun.at

Zum 48. Mal verleiht Sanofi in Kooperation mit den medizinischen Universitäten die Sanofi Stiftung für engagierte Forscher.


c ov e r

38 – healtheconomy

Freitag, 19. Oktober 2012

Sozialversicherung Selbstständige halten an Selbstbehalt fest, wollen aber Beitragssenkung bei gesundem Lebensstil

Kommentar

SVA-Befragung: Vorsorge statt Reparaturmedizin

Was bringen ­Umfragen?

Kassen-Obmann Christoph Leitl will Präventionsprogramm „Selbstständig Gesund“ fix verankern.

GRAFIK DER WOCHE Z U W A C H S D ER SPITALSKOSTEN Jährliche Steigerung der Kosten für öffentliche Spitäler in Prozent 2002 2003

2,8 3,6 5,9

2004 4,5

2005

4,1

2006

4,8

2007

6,7

2008 2009

3,0

2010

3,2

2011

3,2 Gesamtkosten 2011: 11,4 Mrd. €

Quelle: APA/Gesundheitsministerium; Grafik: APA/Raimund Appl

SVA-Obmann und WKO-Boss Christoph Leitl rief Versicherte zur Urbefragung; 118.600 von 700.000 Selbstständigen antworteten.

würde deshalb auch vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb übergeführt. „Unverändert bleibt jedoch, dass dieses Angebot auf Freiwilligkeit basiert und mit einem Bonus-System belohnt wird“, versprach Leitl. Durchaus überraschend war das Votum der Versicherten bei der Frage nach dem dort geltenden Selbstbehalt. 82,9% sprachen sich für die Beibehaltung des Selbstbehalts aus und damit sehr deutlich gegen eine Beitragserhöhung, die als Alternative angeboten wurde. Deutlich auch die Abstimmung zur Frage der gestaffelten Versicherungsbeiträge: 79,5% stimmten dafür, dass die Versicherungsbeiträge nach dem Einkommen gestaffelt bleiben sollen und damit auch die Beiträge der Versicherten mit

SVA soll Vorsorgekasse sein Als Spitzenreiter der Wünsche, sprach sich eine Mehrheit von 58% der Versicherten dafür aus, dass Vorsorge höchste Priorität habe und belohnt werden solle. Er sieht darin die eingeschlagene Richtung der SVA – Vorsorge ist besser und billiger als heilen – eindrucksvoll bestätigt. Da aktuell nur etwa zwei Prozent der aufgebrachten Mittel der Kassen für die Vorsorge eingesetzt würden, wolle, betonte Leitl, die SVA deshalb eine Vorreiterrolle in Österreich einnehmen, um sich als Gesundheitsvorsorge- und nicht als Krankenreparaturanstalt zu etablieren. Das Präventionsprogramm „Selbstständig Gesund“ der SVA

geringem Einkommen aufrechterhalten werden sollen. Dass das Verhältnis der Versicherten zur SVA als bürokratische Organisation nicht ganz so positiv ist, lassen die Zahlen der Urbefragung jedoch ebenfalls herauslesen.

den stellvertretenden SVA-Obmann Peter McDonald erklären lässt, dass die SVA in diesem Bereich „noch etwas Luft nach oben“ habe. Als Kernaufträge aus der Befragung lesen Leitl und McDonald heraus, dass die Versicherten die Vorschreibungen der Beiträge besser verstehen und besser nachvollziehen können wollen (50,8%), geringere Beiträge zahlen wollen (58,3%), wenn sie einen gesunden Lebensstil nachweisen, sich eine Ausnahme von der Pflichtversicherung bei geringen Einkünften und bei Mehrfachversicherung wünschen (29%) sowie eine schrittweise Senkung der Mindestbeiträge und größere gesetzliche Spielräume bei individuellen Zahlungsschwierigkeiten (25,4%).

Hilfe bei Zahlungsproblemen Nur 9,3% der Befragten wollen die Tätigkeit des Ombudsmanns ausgebaut sehen. Lediglich 9,6% wollen mehr regionale Sprechstunden und sogar eine längere telefonische Erreichbarkeit der SVA-Mitarbeiter wird nur von 14,3% der Befragten gewünscht. Die Bürokratie der SVA lässt also offenbar noch Wünsche offen, was

Reaktionen Diskussion um Selbstbehalte ist nach der SVA-Urbefragung wieder voll entflammt

Lob und Kritik an Versicherten-Befragung Wien. Scharfe Kritik an der SVAUrbefragung kommt von Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft. Plass erklärt, es handle sich um eine „selbstgestrickte Urbefragung der SVA, die ein gewünschtes Sensationsergebnis liefere, in fast nordkoreanischer Dimension“. Es sei in der Befragung nach der Abschaffung der Selbstbehalte gefragt worden und im Gegenzug dazu eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge angeboten worden. Dass hierauf die Mehrheit der gesunden Versicherten, für die Selbstbehalte nicht ins Gewicht fallen, mit Nein antworten würde, sei nicht verwunderlich. Als Alternative zur Abschaffung der Selbstbehalte seien selbstverständlich keine Beitragserhöhung vorzusehen, so Plass, sondern Einsparungen in der aufgeblähten Verwaltung des Gesundheitssystems. Plass zeigt sich verärgert, dass nicht darauf eingegangen wurde, wie Einkommensschwache und Kranke das Thema des Selbstbehalts sehen und folgert, dass es hier zu einer „zynischen Abstimmung der Mehrheit über die betrof-

fene Minderheit“ gekommen sei. Eine „unehrliche Fragestellung beim Thema Selbstbehalt“ ortet auch der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, Christoph Matznetter. Vor allem die Daten zum Thema Selbstbehalt würden keine erhellenden Ergebnisse bringen. „Würde man die Mitglieder mit einer ehrlichen Fragestellung befragen, käme sicher ein anderes Ergebnis heraus. Diese

zynische Fragestellung halte ich für eine Beleidigung alle jener, die mit niedrigem Einkommen auskommen müssen“, kritisierte Matznetter. Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), zeigt sich hingegen erfreut, dass so viele Unternehmerinnen und Unternehmer die Chance der aktiven Mitgestaltung durch Teilnahme an der SVA-Urbefragung wahrgenommen haben.

Kritik kommt auch von der EPUVereinigung „Amici delle SVA“: Im Vorfeld habe Leitl die Befragung argumentiert, um sich gezielt für die Anliegen der 240.000 Ein-Personen-Unternehmen einsetzen zu können. „Nun befragte die SVA alle Mitglieder und erhob nicht die Betriebsgröße. „Somit fand keineswegs eine spezifische EPU-Befragung statt. Kein Wunder, dass 78% gar nicht teilnahmen.“  (bern)

Lob von Patientenanwalt

Volker Plass (Grüne) kritisierte Fragestellung in SVA-Urbefragung.

In die gleiche Richtung argumentiert NÖ-Patienten- und Pflegeanwaltschaft Bachinger: „Das hohe Beteiligungsergebnis kann nur ein deutliches Signal an alle Träger sein.“ Die Initiativ, erstmalig eine Urbefragung durchzuführen, entspreche der Forderung der Patientenanwaltschaft nach mehr Patientenpartizipation und dem Geist eines selbstbestimmten Zugangs zum Gesundheitssystem. „Wer es ernst meint mit Patientenautonomie, der kommt an Instrumenten der Mitbestimmung nicht vorbei.“

© APA/Helmut Fohringer

Ö

stereichs Sozialversicherung ist als Selbstverwaltung organisiert. Das bedeutet, dass die Versicherten – also wir alle – die Krankenund Pensionskassen selbst steuern. „Wie bitte?“, fragen Sie. Ihr Einfluss auf die Kassen sei nicht möglich gewesen? Weder wenn es um die Höhe der Beiträge ging, noch um den Umfang der Leistungen oder Präventionsprogramme wurden Sie gefragt und konnten nicht mitreden? Verwaltet werden die Kassen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern – also jenen, bei denen die Beiträge abgezogen werden. Diese Vertreter wählen wir sogar – aber ohne, dass wir es merken oder gar bewusst tun. Wir wählen sie über Arbeiterkammer- und Wirtschaftskammerwahl und diese Organisationen entsenden dann Funktionäre, die für uns die Kassen führen. Ach ja: die Sozialversicherungsgesetze inklusive Beiträge fixiert der Gesetzgeber. Echte Selbstverwaltung sieht anders aus. So gesehen ist die Urbefragung der Versicherten in der Selbstständigenkasse SVA ein Meilenstein. Über die Art der Fragen kann man streiten, auch dass sie von jenen nur indirekt gewählten Funktionären ausformuliert wurden. Bei aller Zustimmung sollten sie den Unmut der – vor allem vielen kleinen – Versicherten, nicht ignorieren. Es gibt ihn und es braucht Reformen.

Wien. Erstmals befragte eine österreichische Sozialversicherung ihre Mitglieder umfassend und sparte dabei auch heikle Themen nicht aus (healtheconomy berichtete). Nun wurden die teilweise überraschenden Ergebnisse präsentiert: 118.600 Versicherte haben die Chance wahrgenommen, sich zu den gestellten Fragen der Urbefragung der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft zu äußern, die als Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer rund 700.000 Versicherte betreut – mit aktiv im Erwerb tätigen 300.000 Gewerbetreibenden und 60.000 Freiberuflern. SVA-Obmann und WKO-Präsident Christoph Leitl versicherte bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch, dass „von der ersten Sekunde an klar war, dass das Ergebnis der Urbefragung – egal wie es aussieht – für uns ein Umsetzungsauftrag sein wird.“

© Grüne Wirtschaft

Martin Rümmele

© SVA

Christian Bernhard

Christoph Matznetter (SPÖ) vermisst „erhellende Ergebnisse“.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 19. Oktober 2012

Elektronische Gesundheitsakte Ärzte wollen weiter verhandeln, Kassen und Politik nicht

Die nächste Runde Wien. Kaum ist der Gesetzesentwurf für die elektronische Gesundheitsakte (Elga) fixiert und am Weg ins Parlament, wird erneut Kritik laut. Die Ärztekammer fordert weitere Veränderungen am Regierungsentwurf und verlangt ein Expertenhearing im Parlament. Für den der ÖVP nahestehenden Präsidenten Artur Wechselberger ist der jetzige Entwurf zwar „deutlich besser“ als die ursprünglichen Pläne, „aber bei Weitem nicht gut genug“. Das Ziel der Ärztekammer sei es nun, im parlamentarischen Prozess darauf zu drängen, die noch „offenen Baustellen“ zu beseitigen.

bereit. Rasinger erklärte gegenüber der APA, der ÖVP-Klub würde sich dem „nicht verschließen“. Wenn sich dabei Verbesserungsmöglichkeiten ergeben sollten, dann solle es ihm recht sein. Der Entwurf sei „nicht in den zehn Geboten Moses festgehämmert“. Kritik kommt vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Dessen Vorsitzender Hans-Jörg Schelling – ebenfalls auf einen ÖVP-Sessel – drängt die Politik, die Regierungsvorlage ohne Veränderungen am 23. Oktober im Gesundheitsausschuss und dann auch im Nationalrat zu beschließen; es sei „genug verhandelt“ worden.  (iks)

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Nach politischer Einigung ist ÖVP weiter uneins.

Die Gesundheitsakte soll Ärzten die Arbeit erleichtern, sie wehren sich aber.

healtheconomy – 39

Sozialversicherung Bauernkasse mit neuer Obfrau

SVB offen für Fusionsgespräche Wien. Die neue Obfrau der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), Theresia Meier (54), schließt neuerliche Fusionsversuche mit anderen SV-Trägern nicht grundsätzlich aus. „Wir werden uns einer Neuorientierung im Sozialversicherungsbereich nicht verschließen“, sagte sie bei ihrem ersten Presseauftritt nach ihrer Kür zur Obfrau. Die SVB werde aber „kein Bauernopfer sein“, betonte sie. Meier hatte am 1. Oktober Karl Donabauer (67) abgelöst, der der SVB seit 1988 vorstand. Meier ist Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich und war seit 2008 Versichertenvertreterin in der SVB; sie führt im Mostviertel gemeinsam mit ihrem Gatten einen Rindermastbetrieb. Fusionsbestrebungen mit der gewerblichen Sozialversicherung

(SVA) waren 2008 gescheitert, Grund dafür war die Nicht-Einigung mit den Ärztevertretern auf einen neuen Gesamtvertrag. Vom Tisch ist eine Fusion aber nicht, man sei hier „absolut offen“, die Finanzierungsfrage müsse aber geklärt sein, erklärten Meier und SVB-Generaldirektor Franz Ledermüller einstimmig. Wenn es ein vernünftiges Gesamtkonzept gibt, werde man darüber reden müssen, sagte Ledermüller. Als vorrangige Ziele nannte Meier, dass die Versicherten der SVB bei der sozialen Absicherung mit allen anderen Schritt halten können. Außerdem wolle sie die SVB „enkeltauglich“ halten: Man müsse haushalten, damit man auch den Jungen eine verlässliche Perspektive bieten könne, betonte die neue Obfrau.  (iks)

Verschiedene Signale Die Kritik stößt offenbar bei der ÖVP auf offene Ohren, und Gesundheitssprecher Erwin Rasinger, der noch zuvor mit Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) die Einigung verkündet hat, zeigt sich gesprächs-

act. worldwide.

AM PULS

© medianet

„Elga hilft bei Behandlung von Patienten“

Susanne Herbek ist Geschäfts­ führerin der Elga-GmbH.

healtheconomy: Elga kommt jetzt in Parlament und soll Ende 2013 starten; wie beurteilen Sie die Einigung – reicht das? Susanne Herbek: Die politische Einigung stellt für uns einen guten Rahmen dar, um Elga entsprechend der Vorgaben umzusetzen. Ärzte müssen Befunde für Elga zur Verfügung stellen und die e-Medikation eingeben. Abrufe obliegen der Einschätzung des Arztes im Betreuungsfall. So ist Elga gut zu handhaben – der Arzt kann einschätzen, ob er es braucht oder nicht. healtheconomy: Was sind jetzt die nächsten Schritte? Herbek: Im Parlament ist in 14 Tagen Gesundheitsausschuss, das Gesetz ist damit am Weg in die Gremien. Für uns bedeutet die Einigung wie für unsere Partner, dass wir die Aussicht haben, die technische Infrastruktur fertigzustellen. Wir brauchen etwa für die Berechtigungen die Vorgaben aus dem Gesetz, wer Elga nutzen darf. Die Datenbanken müssen entsprechend vorbereitet werden; natürlich gibt es schon einiges. healtheconomy: Kritiker fürchten gläserne Patienten ... Herbek: Das Thema Transparenz im Gesundheitswesen hat Sinn, wo es zum Wohle der Patienten Daten braucht, die für die Behandlung hilfreich sind. Patienten können jederzeit nachsehen, wer auf die Daten zugegriffen hat. Das Thema ‚Sicherheit‘ wird ganz groß geschrieben, wir bedienen uns aller technisch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.  (rüm)

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H e a lt h : c a r e

40 – healtheconomy

GastKommentar

Alternative zu ­Versicherungen

Freitag, 19. Oktober 2012

Serie Gesundheitsreform in den Ländern – Teil 6: Vorarlberg Projekte arbeiten gegen überfüllte Ambulanzen

Hinter dem Arlberg werden gesunde Aktionen belohnt Wer die Regeln der Gesundheitsversorgung kennt und nicht gleich ins Spital eilt, wird belohnt.

V

orerkrankte Personen werden von privaten Zusatzkrankenversicherern schwer oder gar nicht angenommen und haben keine Möglichkeit, sich zusätzlich zu versichern. Wenn Personen mit Vorerkrankungen angenommen werden, zahlen sie saftige Mehrprämien bzw. haben mit Leistungsausschlüssen zu rechnen. ‚Privat‘ gibt’s nicht für alle – auch wenn dies die Werbung verspricht.“ Das ist das Fazit der 2011 veröffentlichten AKStudie „Private Zusatzkrankenversicherungen: Vorerkrankungen? Nein, danke“. Was aber einem in dieser Art betroffenen Kunden raten, der dennoch die Leistungen von hochwertigen privaten Fachärzten in Anspruch nehmen will, ohne ständig tief in die eigene Tasche greifen zu müssen? Seit rund einem Jahr gibt es eine interessante Alternative zur privaten Krankenversicherung am Markt: Der „mediclass Gesundheitsclub“ setzt auf ein völlig neues Konzept und stellt damit eine attraktive Erweiterung für das Portfolio von Versicherungsmaklern dar. Denn mediclass steht allen offen – unabhängig von Alter, Geschlecht, aktuellem Gesundheitszustand und Vorerkrankungen. Außerdem ist medi-class schlichtweg günstiger als die durchschnittliche klassische private Krankenversicherung. So enthält der Jahresmitgliedsbeitrag etwa einen jährlichen erweiterten Gesundheitscheck im Wert von 400 Euro. Und durch die Rabatte, die die über 30 Fachärzte, Komplementärmediziner und Therapeuten im „mediclass Zentrum“ gewähren, sparen mediclass- Mitglieder zusätzlich bei jeder Betreuung. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsclub auch interessante Familienangebote. Partner von Mitgliedern erhalten 25% Rabatt auf die Mitgliedsgebühr, Kinder sogar 50%. Für Kleinkinder von 0–2 Jahre ist die Mitgliedschaft kostenlos, Studenten bis zum 25. Lebensjahr bekommen 25% Rabatt. Das Zentrum ist nach neuesten medizintechnischen Standards ausgestattet, schnell erreichbar und bietet einfache und schnelle Terminvereinbarungen sowie kurze Warteund lange Öffnungszeiten. Vor allem aber bietet der Club das, was Kunden, die sich für einen Zusatzversicherung interessieren, aber diese nicht bekommen, haben wollen: erstklassige Wahlärzte, Therapeuten und Komplementärmediziner, die persönlich und mit viel Zeit für die Anliegen und Wünsche Ihrer Patienten zur Verfügung stehen. Peter Tonar, freier Finanzberater und Versicherungsmakler.

Bregenz. „Nicht abzweigen!“ Eine Entlastung der Vorarlberger Spitalsambulanzen soll die gezielte Patientensteuerung zum „Best Point of Service“ bewirken. „Die bisher nicht optimale Steuerung ist in ganz Österreich ein Problem“, erklärt Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP). Gefragt ist Selbstverantwortung: „Bereits eine konsequente Einhaltung der Versorgungspyramide hilft.“ Die führt erst vom Haus- zum Facharzt und zu den Ambulanzen, bevor es ins Krankenhaus geht. Wer diesen Weg einhält, soll belohnt werden: „Ich könnte mir ein Bonussystem – analog der Umsetzung durch die Schweizer Krankenversicherungen – vorstellen. Ein positives Beispiel in Österreich ist das neue Gesundheitsprogramm der SVA.“ Patienten, die aktiv zur Erhaltung ihrer Gesundheit beitragen und alle Ziele erfüllen, zahlen dort nur den halben Selbstbehalt.

Am Bodensee versucht man mit einem Bonussystem die Gesundheit der Menschen zu verbessern.

Operationstermine schaffen. „Die legistischen Arbeiten dafür sind in der Endphase. Noch in diesem Jahr soll die Novelle im Vorarlberger Landtag beschlossen werden“, bestätigt Bernhard. Eine Verbesserung für Ärzte bringt ab 1. Juli 2013 ein Plus von 20% mehr Lohn. Denn das westlichste Bundesland muss sich auch mit den deutschen Regionen messen können. Landesrat Bernhard: „Ein Marktvergleich unter Berücksichtigung des süddeutschen Raums hat gezeigt, dass das Land Vorarlberg mit den derzeitigen Gehältern für Turnusärzte nicht konkurrenzfähig ist.“ Ohne Lohnsteigerung ist eine Abwanderung von talentierten Jungärzten zu befürchten. Künftig werden Ärzte im ersten Ausbildungsjahr 46.700 € statt wie derzeit 38.200

Transparente Wartelisten Seit Mai wird das Projekt einer ambulanten Erstversorgungseinheit im Landeskrankenhaus Bregenz erprobt. Dabei wird zwischen Erkrankungen mit notwendiger Spitalsversorgung und Bagatelle-Fällen unterschieden. Letztere werden, nach allfälliger Erstbehandlung, an den niedergelassenen Bereich verwiesen. Daneben soll die seit 1. Oktober eingeführte Ärztebereitschaftstelefonnummer (141) Ambulanzen und Spitäler entlasten. Akut Erkrankte können rund um die Uhr erfahren, welcher Arzt in ihrem Sprengel Dienst hat. Mehr Durchblick sollen auch demnächst die transparenten Wartelisten für

€ verdienen. Im fünften Ausbildungsjahr sind es 57.400 € (bisher 46.800 €). Es ist viel Bewegung in der Gesundheitsversorgung, doch Hubert Kinz, Gesundheitssprecher der FPÖ, kritisiert die hohen Investitionskosten in Gebäude, die mangels Personal kaum genutzt werden. Ärgerlich ist die „miss-

lungene Einführung der Triagepraxen“, die Ambulanzen entlasten sollten. Kinz: „Doch die Ambulanzen sind landesweit überfüllt, und es fehlen geeignete NachsorgeEinrichtungen; dadurch kommen Patienten in Spitäler, die dort nicht hingehören und das trifft vor allem die internen Abteilungen.“

Sp itäler im L andesv erg leic h

Bezeichnung Veränderung/Spitalsbetten Stationäre Aufnahmen Pflegepersonal Spitalsärzte Ausgaben für Personal Pflegepersonal/Bett Betten/Arzt Aufnahmen/Bett Einwohner/Bett

Vorarlberg –0,4% +0,5% –0,3% +1,7% +3,2% 0,94 2,78 55,07 240,95

Österreich –0,40 +3,50 +0,90% +3,60% +2,70% 1,41 2,81 50,16 261,80

Bestes Bundesland –1,95% (Sbg) –0,80% (NÖ) –1,90% (Bgld) –0,90% (Ktn) +0,50% (Ktn) 0,94 (Vbg) 2,43 (NÖ) 44,20 (W) 196,10 (W)

Quelle: medianet/Statistik Austria

Interview Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Christian Bernhard skizziert im healtheconomy-Gespräch seine Reformpläne

„Ambulanzen müssen entlastet werden“ healtheconomy: Wo liegen die Stärken und Schwächen im Gesundheitssystem in Vorarlberg? Christian Bernhard: Die in Vorarlberg bestehende Kooperation zwischen den Akteuren im Gesundheitssystem bedeutet einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Die Krankenhäuser zeichnen sich im nationalen Vergleich darin aus, dass sie hohe Qualität bieten und ökonomisch effizient geführt werden; wichtige Kennzahlen untermauern dies; Verbesserungsmöglichkeiten sehe ich vor allem an der Schnittstelle zum niedergelassenen Bereich und bei der Ambulanzentlastung. healtheconomy: Wie wird die Gesundheitsreform umgesetzt? Bernhard: Konkrete Umsetzungsschritte werden in den nächsten Monaten gemeinsam überlegt werden. Angedacht sind vorerst insbesondere Maßnahmen zur Entlastung der Spitalsambulanzen sowie eine gezielte Patientensteuerung zum ‚Best Point of Service‘. healtheconomy: Patienten, die sich an die Versorgungspyramide

halten, sollen belohnt werden; wie schaut das aus? Bernhard: Es gibt verschiedene Überlegungen, u.a. auch finanzielle Ansätze. Ich könnte mir beispielsweise ein Bonussystem – analog der Umsetzung durch die Krankenversicherungen in der Schweiz – vorstellen. Als positives Beispiel in Österreich möchte ich das neu gestartete Gesundheitsprogramm der SVA anführen; Patienten, die aktiv

© A.Serra/Land Vorarlberg

Peter TOnar

© APA/Barbara Gindl

Christian Resei

Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Christian Bernhard lobt SVA.

zur Erhaltung ihrer Gesundheit beitragen und alle Ziele des neuen Programms erfüllen, zahlen künftig nur den halben Selbstbehalt. healtheconomy: Es gibt viele Patienten, die die Ambulanzen belegen; wie sollen die Ambulanzen entlastet werden? Bernhard: Eine Einhaltung der Versorgungspyramide würde zu einer Entlastung der Ambulanzen führen. In Vorarlberg wird seit Mai das Projekt einer Ambulanten Erstversorgungseinheit am LKH Bregenz erprobt, in der krankenhausbedürftige Erkrankungen von Bagatellerkrankungen unterschieden werden und Letztere nach allfälliger Durchführung einer Erstbehandlung auf den niedergelassenen Bereich verwiesen werden. Eine weitere Maßnahme ist die Einführung einer landesweiten Ärztebereitschaftsnummer. healtheconomy: Welche Neuerungen wird es im Gesundheitssystem geben? Bernhard: Bei der Gesundheitsreform stehen keineswegs nur

finanzielle Aspekte, sondern auch die Versorgungsqualität für die Patienten im Vordergrund. Eine Vertiefung der Zusammenarbeit an den Schnittstellen zwischen extraund intramuralen Bereich wird eine Hauptzielrichtung der Arbeit in den nächsten Monaten sein. healtheconomy: Junge Ärzte sollen bald bis zu 20% mehr verdienen. Ist es nicht schwer, das in Zeiten wie diesen durchzusetzen? Bernhard: Ein Marktvergleich unter Berücksichtigung des süddeutschen Raums hat gezeigt, dass Vorarlberg mit den Gehältern für Turnusärzte nicht konkurrenzfähig ist. Um mehr Ärzte zu gewinnen, war es daher notwendig, in einer Gehaltsreform speziell die jungen Mediziner zu berücksichtigen. healtheconomy: Wie sieht es bei den transparenten Wartelisten aus? Bernhard: Derzeit sind die legistischen Arbeiten für eine Novelle des Spitalsgesetzes, mit dem das Wartelistenmanagement umgesetzt werden soll, in der Endphase.  (cr)


P h a r m a r epo r t: l i f e s c i e n c e

Freitag, 19. Oktober 2012

short

Gutes heimisches Apothekensystem

healtheconomy – 41

Versandhandel Razzien in 100 Staaten – darunter Österreich – gegen illegale Pillen

short

Illegale Arzneimittel

Salzburger Forschung von Sanofi honoriert

© panthermedia.net/Arne Trautmann

Behörden warnen: Internetbestellungen bringen oft gefälschte Produkte.

Wien. Im Vergleich zu anderen Ländern hat Österreich ein gut funktionierendes Apothekensystem, so eine neue Studie. Medikamente sind vergleichsweise billig, die Krankenkassenspanne relativ gering. Der aktuelle Finanzierungsbeitrag der Apotheken ermöglicht den Krankenkassen eine Einsparung von 7,08 Mio. € jährlich, berichtet die Kammer.

Celesio strebt Anleihe bei Investoren an Stuttgart/London/Paris. Der Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio hat im ersten Halbjahr 2012 wegen hoher Abschreibungen diverser Unternehmenstöchter einen Verlust von 184 Mio. € geschrieben und will nun bei Investoren eine vierjährigen Anleihe von 350 Mio. € mit einer Verzinsung von rund 4% tätigen. Diverse Bankhäuser sind interessiert, meldet das Unternehmen.

Sanofi-Chef Roman Gamerith (3.v.re.) würdigte die Preisträger.

Wien. Im Rahmen der „Sanofi Stiftung“ zur Förderung der medizinischen Forschung in Österreich wurden im Rahmen einer Feier drei Forscher der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) Salzburg geehrt. Das Pharmaunternehmen Sanofi ist in den Kuratorien vertreten, nimmt aber keinen Einfluss auf die Entscheidung.

© Österreichische Post AG

Auch der Verbrauch von Arzneimitteln ist in Österreich relativ niedrig.

Wien. Der Zoll, die AGES-Medizinmarktaufsicht und das Bundeskriminalamt haben sich Anfang Oktober an einer internationalen Aktion im Kampf gegen den Verkauf illegaler bzw. gefälschter Medikamente im Internet beteiligt. Laut einer Aussendung von Finanz-, Innen- und Gesundheitsministerium wurden bei verstärkten Kontrollen in Österreich im Postverteilerzentrum Wien-Inzersdorf 27 Sendungen mit solchen Präparaten entdeckt, vor allem angebliche Potenzmittel. 100 Staaten beteiligten sich mit intensivierten Kontrollen durch die Behörden. „Da die meisten Käufe illegaler Medikamente über das Internet erfolgen, gelangen sie via Postsendung nach Österreich. Die österreichischen Zollbehörden konzentrierten sich bei ihren Kontrollen auf die Zollstelle des Postverteilerzentrums WienInzersdorf. In diesem Verteilzentrum langen jede Woche ca. 20.000 Briefe und Pakete aus Nicht-EUStaaten ein“, hieß es in einer Aussendung. Die „Ausbeute“ bei den Kontrollen nach bestimmten Kriterien, die auf erhöhtes Risiko für solche Zusendungen deuten: Vom Zoll wurden etwa 3.900 Briefe und Pakete kontrolliert; dabei wurden vom Zollamt Wien 27 Sendungen mit 984 illegalen Medikamenten

© Sanofi

Ina Karin Schriebl

Die Zollbehörden nahmen Poststellen unter die Lupe – und wurden fündig.

aufgegriffen. 17 dieser Sendungen enthielten 792 gefälschte Pillen, hauptsächlich Potenzmittel. Alle wurden beschlagnahmt.

Auch Kunden müssen zahlen Mit dem Arzneiwareneinfuhrgesetz 2010 wurden die Bestimmungen bezüglich der Ein- und Ausfuhr verschärft. Wer mit rezeptpflichtigen, nicht in Österreich zugelassenen und gefälschten Medikamenten über das Internet handelt, dem droht eine Verwaltungsstrafe bis zu 3.600 €, im Wiederholungsfall

gar bis zu 7.260 €. Hinzu kommen mögliche strafrechtliche Konsequenzen. Auch die Konsumenten werden zur Kasse gebeten: Wenn der Zoll eine Lieferung erwischt, muss der Besteller die Kosten für die Vernichtung der Ware tragen. Das Problem von Arzneimitteln aus dubiosen Quellen ist vor allem, dass es dann überhaupt keine Kontrolle gibt, was in Tabletten, etc. enthalten ist. Es können „Pillen“ ohne Wirkstoff, mit falscher Dosierung oder anderen – bis hin zu giftigen – Substanzen sein.

Merck forciert Multiple Sklerose-Forschung Genf. Merck Serono, eine Sparte des deutschen Pharmaunternehmens Merck, hat ein neues, weltweites Forschungsförderprogramm für ein verbessertes Verständnis der Multiplen Sklerose zum Wohle der Patienten lanciert, um die innovative Forschung voranzutreiben, teilte der Konzern in einer Aussendung mit. Das Förder­ programm ergänzt bereits bestehende Programme.

Gesundheit ist unser Wertvollstes Gut und sie braucht mehr als medikamente.

Gemeinsam für eine gesündere Welt.

EXT-12-22/1/21.08.2012

Um gesund ins Alter schreiten zu können verknüpfen wir von Pfizer Wissenschaft mit unseren weltweiten Forschungsnetzwerken. Damit sind wir in der Lage, innovative Medikamente und Therapien, etwa gegen Alterskrankheiten wie Alzheimer und Diabetes Typ 2, zu entwickeln. Enge Kooperationen mit renommierten Institutionen, wie dem Haus der Barmherzigkeit, ermöglichen es uns zudem, wichtige Fragen zum gesunden Altern aufzugreifen und Initiativen in diesem Bereich zu fördern: Zur Erhaltung der Lebensqualität im fortschreitenden Alter. www.pfizer.at

© Klaus Pichler

Längeres Leben


M e d i z i n t e c h n i k : e- H e a lt h

42 – healtheconomy

General Electric will Marktanteile steigern

© GE Healthcare

Wien. General Electric (GE) will seine Medizintechniksparte, vornehmlich in der Kernspinund Computertomografie, ausbauen. Besonders im HighEnd-Segment sollen die Marktanteile verdoppelt oder verdreifacht werden. Übernahmen sind Teil der Unternehmensstrategie. „Ja, wir sind auf Einkaufskurs, und da suchen wir Firmen, die uns technologisch weiterbringen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch global“, sagte CEO Volker Wetekam. Außerdem will GE noch in diesem Jahr 100 neue Mitarbeiter gewinnen, zusätzlich zu 200 Forschungsingenieuren, deren Einstellung GE bereits vor Kurzem angekündigt hatte.

General Electric will für CT mit Universitätsklinika zusammenarbeiten.

Integriertes Versorgungskonzept Bonn. Das Universitätsklinikum Köln, das Universitätsspital Basel und das Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover arbeiten mit dem digitalen Enterprise Content Managementsystem (ECMECM) HYDMedia, Version G5, von Agfa HealthCare, und sind damit sehr zufrieden. Das System biete Rechtssicherheit, die Verfügbarkeit multimedialer Informationen, eine weitgehend komplette Krankenakte und ermögliche Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen. Eine rückwirkende Digitalisierung optimiere die Patientenversorgung.

Veranstaltung GS1 Austria zeigt in Arbeitsgruppe Möglichkeiten der Qualitätssicherung und Kundeninformation

ECR-Tag zeigt Wachstum in Konsumgüterwirtschaft Experten diskutieren Anfang November in Wien die Vernetzung in der Wertschöpfungskette. Andreas Feiertag

Wien. „Grow or die“ stand in riesengroßen Buchstaben auf der Bühne des „Consumer Goods Forum“-Weltkongresses im Frühjahr dieses Jahres in Istanbul – eine Botschaft, die in vielen Werken der Managementliteratur zu finden ist. Tatsache ist, dass Wachstum das wichtigste Ziel für Manager darstellt und als Basis für zukünftigen Erfolg gilt. Der Begriff Wachstum bedeutet mathematisch die Zunahme einer bestimmten Messgröße im Zeitverlauf und ist das Gegenteil von Schrumpfung. Allerdings beinhaltet aber Wachstum nicht nur größer, sondern auch besser zu werden und vor allem profitabler, denn Wachstum, das diese Anforderung nicht erfüllt, vernichtet langfristig den Unternehmenswert. Wie aber können Unternehmen in ökonomisch schwierigen Zeiten, stagnierenden oder sogar rückläufigen Märkten, Wachstum generieren? Diese Frage werden Experten am diesjährigen ECR Austria Infotag am 6. November im Austria Trend Hotel Savoyen diskutieren. Christian Mikunda als Keynote-Speaker gilt als Vordenker der Erlebniswirtschaft und Begründer der Strategischen Dramaturgie. Er berät unter anderem Handelskonzerne, entwickelt Brandlands und Shopping Malls und gilt als Guru, wenn es um Inszenierung von Produkten und Leistungen geht. Seine Theorie beinhaltet, dass die „Sieben Todsünden“ in der heutigen Zeit eine positive Entsprechung hätten, die „Sieben Hochgefühle“: Glory (Ehre), Joy (Freude), Power (Kraft), Bravour (Mut), Desire (Verlangen), Intensity (Stärke) und Chill (Entspannen). Diese emotionale Kraft der Konsumenten sei ein

© panthermedia.net/Arne Trautmann

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Freitag, 19. Oktober 2012

ECR ist die Zusammenarbeit aller an der Wertschöpfungskette beteiligten Firmen, um Konsumentenwünsche besser zu erfüllen.

wichtiger Motor für den Handel, weil es beim Kaufen nie nur um Konsum geht, sondern auch um Gefühle. Diese symbolisieren, was die Kunden erleben wollen.

Ernährung wird wichtiger Ein weiteres großes Wachstumspotenzial liegt in den veränderten Ernährungsgewohnheiten der Verbraucher. Für gut verträgliche Lebensmittel wie laktosefreie Produkte oder glutenfreie Lebensmittel geben die Kunden mehr Geld aus, durch den Gesundheitsboom greifen auch Konsumenten zu, die keine Beschwerden haben. „Immer mehr Menschen schauen, was ihnen guttut“ erläutert Hanni Rützler, Foodtrendforscherin und Gesundheitspsychologin, diesen Trend.

Sie leitet das von ihr gegründete ‚futurefoodstudio‘ und wird in ihrem Vortrag „Die Zukunft schmeckt gut“ die Wachstumschancen durch den Wandel der Esskultur beleuchten. Arnd Huchzermeier ist Chair of Production Management an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Seine Forschungsschwerpunkte sind Industrielle Exzellenz und Supply Chain Management mit Schwerpunkt ECR; er war fünf Jahre Chief Editor des ECR Journal und leitet die ECR Europe Academic Partnership. In seinem Vortrag „Von den Besten lernen – Wachstum in der Krise“ wird er über die Erfahrungen vom europäischen Industriewettbewerb „Industrial Excellence Award“ und über die aktuelle Studie zur Kooperation der deutschen Konsum­güter­

industrie berichten. Abgerundet wird das Programm des ECR Austria Infotags durch die prominent besetzte Podiumsdiskussion. Unter der Leitung von Roman Rafreider diskutieren Friedrich Poppmeier, Vorstandsdirektor Spar, Martina Hörmer, Geschäftsführerin Eigenmarken Rewe International AG, Sebastian Diehl, Geschäftsführer Emmas Enke, Helga Hofmeister, Managing Director McCain Zentraleuropa, Gerald C. Kühr, Senior Vice President Unilever Europe und der Geschäftsführer des Gallup Institutes Georg Wiedenhofer. Zusätzlich werden die Themen und Ergebnisse der aktuellen ECR Austria-Arbeitsgruppen wie GS1 DataBar, Extended Packaging und die neuen Shopper Typologien präsentiert.  www.ecr-austria.at

Innovation Pfizer will Unternehmenswebseite optimieren

Kongress European Health Forum Gastein zeigt Probleme im Bereich Impfungen

Mobile Endgeräte

Internet gefährdet Gesundheit

Wien. Um Patienten, Ärzten, Journalisten und Interessierten einen noch komfortableren und ortsunabhängigeren Zugriff auf alle Pfizer-Informationen und Services zu ermöglichen, stellt Pfizer Österreich seine Unternehmenswebseite nun auch optimiert für mobile Endgeräte zur Verfügung. Das Informationsspektrum umfasst Informationen zu Pfizer, zu seinen Forschungsschwerpunkten

Bad Hofgastein. Immer mehr Menschen ziehen in Gesundheitsfragen das Internet zu Rate. Bereits 46% der heimischen User suchen im Web gezielt nach Informationen rund um Fragen zur Gesundheit, hat die Statistik Austria erhoben. Eine andere Untersuchung des market-Instituts kommt sogar zu einem noch höheren Wert: Von den rund 80% der Bevölkerung, denen grundsätzlich ein Zugang zum In-

und detaillierte Informationen zu Therapiegebieten, Gebrauchsinformationen zu allen Pfizer-Produkten und auch wichtige Informationen zu Patientenrechten und zur Patientensicherheit. Der „virtuelle Beipackzettel“ erklärt anschaulich Inhalte von Arzneimittel-Gebrauchsanweisungen. Features wie Gesundheitstests; Patientenbroschüren und Informationen zu Themen wie Generika oder der personalisierten Medizin sollen das Angebot abrunden.

ternet zur Verfügung steht, und die diesen auch nützen, informieren sich 61% dort zumindest ab und zu über verschiedene Krankheiten und Symptome. Beim European Health Forum in Gastein (EHFG) wiesen nun Ärzte auf Probleme hin: Die Einladung zur Masernparty auf Facebook oder die Forums-Diskussion, dass der Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln Quecksilber oder Alu-

Pfizer erzielte 2011 einen Umsatz von rund 67,4 Milliarden US-Dollar.

„Unser Ziel ist es, Bedürfnissen unserer Stakeholder entgegenzukommen und dort präsent zu sein, wo sie sind“, erklärt Unternehmenssprecherin Claudia Handl. „Mit unserer mobilen Unternehmensseite folgen wir daher dem Trend zur mobilen Internetnutzung. Pfizer ist daneben auch in anderen ITBereichen Service-Vorreiter. Das zeigen Projekte wie der virtuelle Beipackzettel, oder die vor Kurzem veröffentlichte Smartphone-App ‚Rauchfrei durchstarten‘.“ (um)

© dpa/Fredrik Von Erichsen

© Pfizer

Vorreiter im IT-Bereich

Immer öfter suchen Patienten Gesundheitsinfos wie zum Thema Impfen im Internet.

minium enthalte und Allergien auslöse – im Internet boome die Panikmache gegen Impfungen aller Art. Dabei könnten gerade Social Media sehr viel zur Impfaufklärung beitragen. Der Direktor des European Center für Disease Prevention and Control (ECDC), Marc Sprenger, plädierte beim EHFG darum für eine Gegenoffensive im Internet. Immer mehr Menschen würden das Internet als Informationsquelle in Sachen Gesundheit nutzen und dabei nicht nur die Websites öffentlicher Organisationen, sondern auch auf Blogs meinungsstarker Einzelpersonen zurückgreifen, analysiert er. Laut einer ECDC-Studie bestätigten 80% der befragten praktischen Ärzte, dass Patienten nicht nur mit einem Problem in die Sprechstunde kommen, sondern gleich auch Gesundheitsinfos aus dem Internet dabeihaben. Eine aktuelle Studie der Universität Erfurt stellte für das Thema Impfen fest: Drei von vier Personen, die sich über Masern informieren wollen, finden im Internet eine Seite, die sich vehement gegen die Impfung ausspricht. (iks)


Menschen

Tobias Miesl Wassermann bei Kärcher

© Florian Lems/MSF

© gespag

Wien. Tobias Miesl, 38, ProduktManager bei der Alfred Kärcher GmbH in Wien, wird sich ver© Kärcher Österreich stärkt der Betreuung des österreichischen Gesundheitswesens widmen. Seine Aufgabe: das Produktsortiment der Trinkwasserspender zu etablieren: „Der Wasserspender von Kärcher ist die perfekte Alternative, wenn es um hygienisch einwandfreies Trinkwasser im öffentlichen Bereich und insbesondere in Krankenhäusern geht.“

M e n s c h e n & Ka r r i e r e

Veranstaltung IMS Health analysierte mit Gastreferenten beim IMS Commercial Effectiveness-Tag Marktentwicklungen

Kritische Marktanalysen Wie Informationen richtig genutzt werden können. Wien. Zahlreiche Gastreferenten sowie Marktbeobachter analysierten kürzlich in Wien Entwicklungen in der Arzneimittelbranche. Anlass war der heurige IMS Commercial Effectiveness-Tag des Marktforschungsunternehmens IMS Health, zu dem Frank Wartenberg, President, CE & GM, Germany and Austria und Erika Sander, Senior Manager Business Operations. Dominik Niederecker, Hospital Controller, Specialty Care bei Pfizer Austria, referierte über Parallelimporte im Krankenhaus, Manfred Schwarz, OTC Sales Manager bei Kwizda Pharma, lieferte eine

Potenzialbestimmung von Apotheken und Martin Duque, Koordinator Fachbereich International Marketing, Internationalisierung von der Campus 02 FH der Wirtschaft stellt die Frage „Do you really know your Customer – vom virtuellen User zum tatsächlichen Kunden“. Bei der Verlosung von Vouchern für „Commercial Effectiveness Projekte, um Ressourcen in Marketing und Vertrieb optimal einsetzen und nützen zu können“ gewannen Gerlinde Schrinner (apotheken netzwerk, Kwizda), Norbert van Rooij(Geschäftsführer Grünenthal) und Herbert Dutzler (Sales Manager MEDA Pharma).  (rüm)

Sabrina Salomon und Erika Sander (beide IMS) mit Gewinnerin Gerlinde Schrinner.

Johann e s an del , Ab t e i lungs l e i t e r am LKH St e y r

Am Landeskrankenhaus Steyr erhielt die Abteilung für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Onkologie, Gastroenterologie und Angiologie mit Johannes Andel (50) einen neuen Leiter. Der Steyrer promovierte an der Medizinuni Wien. Nach seiner Anerkennung zum Facharzt für Innere Medizin durchlief Andel eine zusätzliche Ausbildung zum Additivfacharzt für Onkologie und Hämatologie. Mit dem Abschluss zum Master of Public Health konnte er sich auch auf seine zukünftigen Führungsfunktionen vorbereiten.

Dirk Stermann, Schirmherr von ärzte-ohnegrenzen-Schau

Ärzte ohne Grenzen zeigt am Wiener Karlsplatz die Ausstellung „Leben auf der Flucht“, die aus originalgetreu ausgestatteten Zelten besteht und zeigt, unter welchen Bedingungen Flüchtlinge und Vertriebene leben und wie die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen funktioniert. Schirmherr der Ausstellung ist Kabarettist und Schauspieler Dirk Stermann: „In einem wohlhabenden Land wie Österreich, in dem Frieden herrscht, kann man sich schwer vorstellen, unter welch harten Bedingungen Flüchtlinge leben.“

© Herz-Jesu Krankenhaus

© gespag

Kurt H e im , ­Gynä ko lo g e i n Kirchd o r f

Das Geburtenregister Österreich ist in der klinischen Medizin das größte Qualitätsverbesserungsprojekt Österreichs. Zum Vorsitzenden wurde nun Kurt Heim, Primarius der Gynäkologie am Landes-Krankenhaus Kirchdorf, gewählt. Sein Einsatz für dieses Projekt wurde mit einer einstimmigen Wahl zum Vorsitzenden bei der Gynäkologen-Tagung entsprechend gewürdigt. Heim wird auch Vater der ‚Initiative Geburtenregister‘ genannt. Seit seiner Zeit an der Universitätsfrauenklinik Innsbruck begann er Daten aller Geburten zu dokumentieren.

Ursula Straus s alias „ Sc h n e l l “ ermit t e lt e i n Wiener Sp i ta l

Im September drehte das Filmteam der MR-Film im Auftrag des ORF einen neuen „Schnell Ermittelt“-Fall in Spielfilmlänge mit dem Titel: „Erinnern“ im Wiener Herz-Jesu Krankenhaus. Mit dabei waren, neben „Sonderermittlerin Angelika Schnell“ (Ursula Strauss, s. Bild) und „Bezirksinspektor Franitschek“ (Wolf Bachofner), Filmgrößen wie Peter Weck, Christine Ostermayer und Maria Bill. Gedreht wurde in den Räumlichkeiten rund um den „schwebenden“ OP-Saal: im Aufwachraum und der Schleuse zum OP-Saal.

healtheconomy – 43

© Martin Schriebl-Rümmele

Freitag, 19. Oktober 2012

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Novartis – führend in Forschung und Entwicklung Wir bei Novartis arbeiten daran, qualitativ hochwertige Lösungen im Gesundheitsbereich bereitzustellen, die den sich ändernden Bedürfnissen von Patienten entsprechen. Wir sind überzeugt, dass unser vielfältiges Portfolio es uns ermöglicht, das Ziel zu erreichen: innovative Medikamente und Therapien zu erforschen und zu entwickeln.

www.novartis.at


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