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Freitag, 14. september 2012 – 39

healtheconomy Sicherer Atem für 12 Stunden Mundpflege-Mittel gegen Mundgeruch. Aus Ihrer Apotheke.

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CSC/Angelini umschifft locker die Pharmaklippe

© panthermedia.net/Marc Dietrich

short

Bundesländer-Serie Die Bundesländer geben zu viel für ihre Krankenhäuser aus, die Defizite steigen. Die Gesundheitsreform schreibt den Ländern nun mit den Krankenversicherungen Lösungen für eine gemeinsame Steuerung von niedergelassenem und stationärem Bereich vor. In einer Serie geht health:economy der Frage nach, welche Reformansätze die Länder verfolgen und wo sie im Benchmark mit den anderen Bundesländern liegen. Den Auftakt bildet das Land Kärnten: Gesundheitsreferent und Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser setzt auf mehr Transparenz. Seite 42

© CSC Pharmaceuticals

© cc/Zacke82

Vorsorge Gleich mehrere Studien zeigen derzeit die wachsende Bedeutung des Themas Gesundheitsvorsorge. Über 90% der Österreicher wollen laut einer aktuellen ÖkonsultUmfrage, dass im Gesundheitswesen mehr Geld für Prävention aufgewendet wird und über 70% fordern einen Paradigmenwechsel und eine Abkehr von der reinen Reparturmedizin. Und 66% wünschen sich mehr Eigenverantwortung. Eine Karmasin-Studie für Rewe zeigt allerdings, dass 43% zu bequem sind, selbst wirklich etwas zu tun.  Seite 40

Portrait Die Österreich-Tochter des italienischen Familienkonzerns CSC/Angelini ist im Bereich „established products“ das am stärksten wachsende Pharmaunternehmen des Landes. Country Manager Peter Wimmer schildert, wie das geht. Seite 41

inhalt

Healthcare > Kommentar: Wie Panik die Gesundheitspolitik treibt  40 > Rauchen: Österreich liegt EU-weit deutlich zurück  40 > Ärzte diskutierten ELGA in anderen Ländern  44 > Japanisches TV-Team besucht die Therme Wien  44 Pharmareport und Lifescience > Merck investiert 3,8 Mio. € in Labors in Kärnten  43 > Novartis: Patentstreit in Indien  43 > HIV-Joint Venture ViiV sucht Kindermittel  43 > Astellas präsentiert kindgerechte Infos  44

Das Wichtigste ist die Gesundheit!


H e a lt h : c a r e

40 – healtheconomy

Kommentar

Gesundheitspolitik in Panik

Freitag, 14. September 2012

Vorsorge I 90% der Österreicher wollen mehr Geld für Prävention und fordern mehr Eigenverantwortung

Umfrage: Vorsorge ja, aber nur bei den anderen Karmasin-Studie für Rewe zeigt, dass 43% aus Bequemlichkeit wenig für ihre Gesundheit tun. Ina Karin Schriebl

Wenig Wissen Wie das funktionieren soll, ist allerdings unklar, wie eine andere aktuelle Untersuchung belegt. Das Wissen über gesundes Leben ist der Motivforscherin Sophie Karmasin zufolge in Österreich „definitiv ausbaubar“. Bei der Studie „So gesund is(s)t Österreich“, die von dem Lebensmittelkonzern Rewe in Auftrag gegeben worden ist, gaben zwar 25% an, sich oft bis sehr oft Vorsätze zu gesundem Essverhalten gemacht zu haben, „aber mehr als die Hälfte davon konnte diese nicht länger als einen Monat durchhalten“, sagte Karmasin bei einer Pressekonferenz in Wien. Durchschnittlich investieren die Österreicher auch nur 49 Min. pro Tag in eine gesunde Lebensweise, wie das Zubereiten von hochwertigen Mahlzeiten oder Sport. „Offensichtlich gehen Wunsch und Wirklichkeit hier weit auseinander“, sagte Karmasin. Überraschend ehrliche 43% gaben an, „aus Bequemlichkeit“ nicht mehr für ihre Gesundheit zu tun, 33% meinten, sie hätten nicht ausreichend Zeit dafür. Die Spitzenreiter der nicht umgesetzten Vorsätze sind „häufiger Konsum von Obst und Gemü-

Angestrebt, aber derzeit nicht ausreichend umgesetzt … Viel Obst und Gemüse essen

25

Weniger Mahlzeiten zwischendurch

21

Weniger Alkohol trinken

20

Ausgewogene Ernährung

19

Kalorienarme Ernährung

19

Möglichst oft frisch kochen

18

Wenig/keine Fertiggerichte Häufig frisch einkaufen

16

Reduktion von Zucker, Fett etc.

15

Viel Fisch essen

15

Warum tun Sie nicht mehr für Ihre Gesundheit? 29%

33%

Zu teuer

Zu wenig Zeit

Jugend sorgt nicht vor Die Argumente gegen den jährlichen Gesundheitscheck sind vielseitig: 36% fühlen sich gesund und sehen deshalb keine Notwendigkeit, prophylaktisch zum Arzt zu gehen. Ganz ähnlich argumen-

9%

Wien/Brüssel. Jedes Jahr sterben fast 700.000 Europäerinnen und Europäer an den Folgen von Tabakkonsum. Rauchen fordert damit nicht nur eine untragbare Zahl an Leben, sondern ist die wichtigste vermeidbare Krankheits- und Todesursache.

für ein rauchfreies Europa beim ersten „Wiener Lungen Lauf“. Als Höhepunkt des ERS-Kongresses wird der Lungen Lauf von der European Respiratory Society (ERS) und der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) unter dem Motto „Move Your Lungs” veranstaltet. Die Kampagne „Ex-Raucher sind nicht aufzuhalten“ unterstützt diese Initiative und deren Devise, dass Herz-Kreis-

Österreich liegt zurück

17

12%

der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung geht in Österreich mit dem Alter Hand in Hand. Während nur 19% der unter 30-Jährigen das Angebot der Krankenkassen einmal jährlich in Anspruch nehmen, nutzen es laut einer Umfrage des Makam-Instituts 37% der über 60Jährigen. Insgesamt jeder Fünfte nimmt die kostenlose Vorsorgeuntersuchung zumindest alle zwei bis drei Jahre wahr.

tieren 19% mit ihrem gesunden Lebensstil, der keinen Gesundheitscheck erforderlich macht, teilen die Krankenkassen mit. 20% gehen nur zum Arzt, wenn es irgendwo schmerzt. Fehlende Zeit ist für 16% ein Grund, nicht zur Vorsorgeuntersuchung zugehen. 28% der unter 30-Jährigen sehen aufgrund ihrer Jugend keine Notwendigkeit einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung. Sieben Prozent glauben nicht, dass sie eine jährliche Vorsorgeuntersuchung vor schweren Krankheiten schützt und sehen somit keinen persönlichen Nutzen. Die öffentliche Hand hält sich noch zurück: Von einem jährlichen Gesundheitsbudget von weit über 30 Mrd. € werden nur 2% für Prävention investiert.

Kampagne gegen das Rauchen

GE S U N D E E R N Ä H R U N G – D E R G E I S T I S T WILLIG …

Bequemlichkeit

se“ (25%), „regelmäßige Hauptmahlzeiten“ (21%) und „Verzicht bzw. die Reduktion von Alkohol“ (20%). Beim Wissen über gesunde Ernährung gaben sich die Befragten nur durchschnittliche Noten, allerdings haben 47% in den vergangenen Jahren mehr über das Thema ‚Gesundheit‘ erfahren. Vor allem bei regionalen Lebensmitteln (28%), gesunder Ernährung (25%) und bei den Bausteinen der Körpers, wie zum Beispiel Vitamine und Ballaststoffe (23%), ist der Wunsch nach mehr Information gegeben. Eine weitere Untersuchung zeigt, dass sich vor allem ältere Menschen für Vorsorge interessieren, das Thema in der Jugend aber weniger zählt. Die Inanspruchnahme

Vorsorge II Österreich liegt in der Raucherstatistik 33% über dem EU-Durchschnitt

GRAFIK DER WOCHE

43%

Übergewicht und ungesunde Lebensweise kosten das Gesundheitswesen Unsummen, getan wird wenig dagegen.

Nicht notwendig

Zu wenig Wissen

Umfrage: 1.000 Befragte, Angaben in % (Mehrfachnennungen, Auswahl). Quelle: APA/Karmasin; Grafik: Raimund Appl

Eine europaweite Studie der Europäischen Kommission für Gesundheit und Verbraucher zeigt, dass Österreich in der Raucherstatistik mit 33% klar über dem europäischen Durchschnitt von 28% liegt. Europaweit wollten bereits 61% der Raucher ihre Sucht aufgeben, nur 39% haben es noch nicht versucht. Auch hier ist Österreich weit vom Durchschnitt entfernt: Nur 37% der österreichischen Raucher haben bereits versucht, den Glimmstängel loszuwerden. Gesundheitsminister Alois Stöger und Martin Seychell, Leiter der EU Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher, präsentierten die Kampagne „Ex-Raucher sind nicht aufzuhalten“ und ihre Bedeutung

© sxc/Martin Walls

Z

um Schutz vor der 2006 grassierenden Vogelgrippe wurde unter der früheren Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) offenbar nicht nur eine zu große Menge an Grippemasken bestellt, 7,7 Mio. Stück wurden ja schließlich nicht verkauft. Aus einer Anfragebeantwortung durch den heutigen Ressortchef Alois Stöger (SPÖ) geht hervor, dass auch der damalige Vorvertrag für 16 Mio. Dosen Impfstoff – aus heutiger Sicht – „unrealistisch“ ist. Im Unterschied zur damaligen Situation geht das Gesundheitsressort nach den Erfahrungen mit der „Schweinegrippe“ 2009 heute aber davon aus, dass die damals von Wissenschaftern empfohlene und daher auch von der Politik getroffene Annahme, 16 Mio. Impfdosen zu benötigen, zu hoch ist. „Man muss nicht die ganze Bevölkerung durchimpfen“, viel eher gehe es darum, bestimmte Gruppen zu definieren, so das Ministerium heute. Der Vorvertrag wurde daher adaptiert und die Dimension „zurückgefahren“: Im Bedarfsfall verfügt Österreich nun über 1,2 Mio. Dosen Impfstoff. Die Sache zeigt: Die öffentliche Panik vor der Grippewelle verleitete die Politik zu allen möglichen Maßnahmen, die weit über das Ziel hinausgingen. Die Frage ist, wie das künftig verhindert werden kann.

Wien. Gleich mehrere Studien zeigen derzeit die wachsende Bedeutung des Themas Gesundheitsvorsorge. Über 90% der Österreicher wollen laut einer aktuellen Ökonsult-Umfrage, dass im Gesundheitswesen mehr Geld für Prävention aufgewendet wird und über 70% fordern einen Paradigmenwechsel und eine Abkehr von der reinen Reparturmedizin. Und 66% wünschen sich mehr Eigenverantwortung.

© panthermedia.net/Marc Dietrich

Martin Rümmele

Der Anteil jugendlicher Raucher ist in Österreich besonders hoch.

lauf-Training eine tragende Rolle in der Vorbeugung von Lungenkrankheiten spielt. „Mit ‚Ex-Raucher sind nicht aufzuhalten’ tun wir alles, um einen Wandel zu einem gesünderen Europa zu bewirken. Wir sind stolz darauf, dass sich seit Beginn der Kampagne fast 250.000 Menschen in Europa für den iCoach angemeldet haben, um die Reise hin zu einem rauchfreien Leben zu beginnen“, erklärt Seychell die Anliegen der Kampagne. Das offizielle Gesicht der ExSmokers-Kampagne in Österreich, Elisabeth Liu, wird beim Lungen Lauf mitlaufen; so wie 28 Mio. andere Raucher in Europa hat Liu ihre Sucht mithilfe des iCoach aufgegeben. Die Kampagne wurde im Jahr 2011 von der EU-Kommission für Gesundheit und Verbraucher gestartet, um vor allem junge Raucherinnen und Raucher zu unterstützen, ihre Sucht aufzugeben und in ihrem Leben „unaufhaltbar“ zu werden; Unterstützung bekommen sie durch „www.exsmokers.eu“ und Social Media-Plattformen. (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 14. September 2012

healtheconomy – 41

Portrait CSC/Angelini ist im Bereich „established products“ das am stärksten wachsende Pharmaunternehmen in Österreich

Wachstum gegen den Trend Österreich-Tochter von italienischem Konzern punktet mit eigener Forschung, Fokus auf Kunden und konkurrenzfähigen Preisen. Wien. Der in Bisamberg im Weinviertel angesiedelte Hidden Champion der Pharmabranche, CSC/Angelini, erzielt durch klares Portfolio-Management, effiziente Logistik und eine hohe Außendienstquote ein kräftiges Wachstum. Unter der Leitung von Country-Manager Peter Wimmer wurde 2010/11 das Portfolio der Österreich-Tochter des römischen Familienkonzerns bereinigt und auf fünf strategische Bereiche konzentriert: Erkältung (mit dem Zugpferd Tantum Verde); Neurologie/Psychiatrie, Schmerz/ Infektiologie und Wundheilung; Gynäkologie sowie schließlich Onkologie. Die durch die Bereinigung verursachten Umsatzrückgänge wurden vom Wachstum des verbliebenen Portfolios mehr als kompensiert. Gemeinsam mit Baxter war CSC/ Angelini 2011 das am stärksten wachsende Pharmaunternehmen im Markt „established products“ in Österreich (siehe Tabelle).

Streben nach Qualität Ein wesentlicher Grund für den Erfolg liegt in der Firmenstruktur: Die Organisation des Unternehmens wurde von Grund auf dem österreichischen Markt angepasst. Peter Wimmer zu dessen Besonderheit: „Unserer Arbeit liegt das konsequente Streben nach Qualität und Regionalität zugrunde. Regionalität bedeutet für uns als italienisches Familienunternehmen in privater Hand die persönliche und kompetente Betreuung unserer strategischen Kunden, Arzt und Apotheker, durch unseren Außendienst.“ Das Pharmaunternehmen agiert dabei azyklisch zum Branchentrend: Die Logistik wurde nicht ausgelagert, sondern im Gegenteil ausgebaut und perfektioniert. Diese Strategie scheint CSC/Angelini recht zu geben, wie die jüngsten Wachstumszahlen belegen. Eine aktuelle Umfrage zu Kundenzufriedenheit belegt den Erfolgskurs: von 217 befragten Apothekern gaben 77% in puncto Zufriedenheit mit der Betreuung vor Ort die Schulnote 1, die fachliche Beratung ergab fast 100% (siehe Grafik). „Wenn man beachtet, dass die Ansprüche in diesem Bereich immer höher werden, sind das außergewöhnliche Resultate.“ Laut Wimmer sind die Ergebnisse auf die gute Zusammenarbeit mit allen Systempartnern Arzt-Apotheker-Sozialversicherung/Krankenkassen sowie Patient/Angehöriger im Sinne eines nachhaltig orientierten DiseaseManagement zurückzuführen. Die berüchtigte „patent cliff“ ist

auch für CSC/Angelini eine Herausforderung. Wimmer: „Mit unserem Geschäftsmodell konkurrieren wir erfolgreich mit generischen Produkten.“ Auf die angespannte Wirtschaftslage reagiert CSC/Angelini mit bewährter Strategie: „Eigene Forschung in Santa Palomba südlich von Rom, Fokus auf Kunden und konkurrenzfähige Preise“. Das Unternehmen bringt laufend neue Produkte auf den Markt. Das vor Kurzem auf dem heimischen Markt lancierte Tantum Protect Nasengel sowie -spray ist schon gut etabliert. Durch die Einführung neuer Produkte erwartet man ein Wachstum von drei bis vier Prozent jährlich.

Mar kt fü r esta b lis he d pr oduct s* (etablierte OTC -Produkte in Österreich)

Wachstum Unternehmen 2011 CSC Pharmaceutical 32% Baxter AG 32% Johnson & Johnson 13% Meda Pharma 12% Fresenius Kabi 12% Biotest 4% Pfizer 3% Boehringer Ingelheim 3% Gebro Pharma 3% Merck 2%

Wachstum 2010 14% 5% 20% 4% 4% 2% 2% 2% 12% 1%

*) Originalprodukte (6-30 Jahre post LOE, keine Generika); Quelle: medianet/CSC © medianet

Mathieu Völker

CSC/Angelini-Country Manager Peter Wimmer freut sich über Lob von Apothekern.

Wachstum 2009 8% -22% 8% 5% 18% 3% -7% 3% 14% 2%


P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

42 – healtheconomy

Freitag, 14. September 2012

Serie Gesundheitsreform in den Ländern – Teil 1: Kärnten Zu viele Krankenhäuser kosten zu viel Geld

GastKommentar

Transparenz soll helfen, Spitäler besser zu steuern

MitarbeiterGesundheit fördern

Wartezeiten-Management kommt auch in Kärnten. Streit um Spitalsgesellschaft Kabeg beendet. Klagenfurt. Die Wartezeiten für Operationen werden in Kärnten transparent. Dafür sorgt ein am 1. September in Kraft getretenes Gesetz. „Dieses verpflichtet die Krankenhäuser dazu, ein transparentes Wartelistensystem in anonymisierter Form für geplante Operationen mit einer Wartezeit von mehr als vier Wochen einzurichten“, sagt Gesundheitsreferent und Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser. Besonderes Augenmerk wird auf die Augenheilkunde und Optometrie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie Neurochirurgie gelegt. „Mit den transparenten OP-Wartezeiten schaffen wir ein objektives System, das Gerechtigkeit und Fairness für alle Patienten mit sich bringt“, so Kaiser. Er betonte, dass als Kriterien für die Reihung der Wartezeiten neben dem Anmeldezeitpunkt nur medizinische und soziale Gründe herangezogen werden dürfen. Aus der Warteliste hat die Gesamtzahl der pro Abteilung für den Eingriff Vorgemerkten ersichtlich zu sein.

Christoph Sauermann

B

Christoph Sauermann ist ­Geschäftsführer der mediclass ­Gesundheitsclub GmbH.

Lange Krankenhaus-Debatte Nach monatelangen Debatten über die Führung der Spitalsgesellschaft Kabeg und inhaltliche Ausrichtungen zwischen dem SPGesundheitsreferent auf der einen Seite und FKP-Kabeg-Aufsichtsratschef Kurt Scheuch hat sich die Spitalsgesellschft nun beruhigt. Die Kärntner Parteien beschlossen eine eigene Gesundheitscharta. Als wichtigen Meilenstein bezeichnet Kaiser den einstimmig gefassten Beschluss im Kärntner Landtag, die Gesundheitspolitik in Kärnten

In der Kärntner Gesundheitspolitik war lange Zeit der Wurm drin. Nun haben sich die Parteien zusammengerauft.

politisch außer Streit und den freien Zugang der Bevölkerung zu den besten medizinischen Leistungen in mit entsprechendem Personal ausgestatteten, leistungsdifferenzierten Kärntner Spitälern sicherzustellen. Vor wenigen Tagen wurde auch der Aufsichtsrat neu bestellt. Damit wird einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs, dass die bisher tätige Expertenkommission nicht die Aufgaben des Aufsichtsrats übernehmen hätte dürfen, Genüge getan. „Die Gesundheitscharta mit der neuen Zusammenarbeit der Parteien und neuen Rechtsgrundlagen für die Landesspitäler wird nur funktionieren, wenn Kärnten seine Standortqualitäten für Ärzte verbessert“, erklärt der Präsident der Kärnt-

ner Ärztekammer, Josef Huber. Er warnt aber vor einem Ärztemangel. „Eine bundesweite Erhebung deutet an, dass bereits ab 2015 gebietsweise und in bestimmten Fachgruppen ein Ärztemangel droht. Wir müssen aufpassen, dass Kärnten dabei nicht zu einem Brennpunkt wird.“

Es gebe leider Anzeichen, die darauf hindeuten, dass Kärnten mehr als andere Regionen in Österreich betroffen sein könnte. „Der Gesundheitsfonds, der neu aufgestellt wird, muss sich mit diesem Thema endlich beschäftigen“, fordert Huber.

Sp itä ler im Landesver gl eich

Bezeichnung Veränderung/Spitalsbetten Stationäre Aufnahmen Pflegepersonal Spitalsärzte Ausgaben für Personal Pfegepersonal/Bett Betten/Arzt Aufnahmen/Bett Einwohner/Bett

Kärnten -1,46% +2,20% -1,50% -0,90 +0,05% 1,49 2,87 48,44 227,10

Österreich -0,40 +3,50 +0,90% +3,60% +2,70% 1,41 2,81 50,16 261,80

Bestes Bundesland -1,95 (Sbg) -0,80 (Nö) -1,90% (Bgld) -0,90 (Ktn) +0,50 (Ktn) 0,94 (Vlbg) 2,43 (Nö) 44,20 (W) 196,10 (W)

Quelle: medianet/Statistik Austria

Resundheitsreform Ministerium sieht Gespräche mit Ärzten beendet und will Umsetzung wie geplant Mitte 2013 starten

Gesundheitsakte: Es bewegt sich doch was Wien. Im Gesundheitsministerium lässt man die Kritik der Ärztekammer nach den Verhandlungen zur geplanten Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) auf ExpertenEbene nicht stehen. Die Gespräche seien sehr wohl „konstruktiv“ gewesen, hieß es am Mittwoch aus dem Büro von Ressortchef Alois Stöger (SPÖ). Weitere Verhandlungen mit den Ärzten werde es aber keine mehr geben. Nächster

Ansprechpartner Stögers sind nun das koalitionäre „Spiegelressort“ und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Am Zeitplan, ELGA Mitte 2013 zu starten, hält das Ministerium fest. Einig sei man sich mit den Ärzten hinsichtlich der Forderung nach einer umfassenden „Usability“, sagte eine Sprecherin Stögers. Der Forderung der Ärztekammer, schon zu Beginn nur Dokumente auf einem

© APA/Barbara Gindl

etriebliche Gesundheitsleistungen werden in Zukunft einen festen Platz in österreichischen Unternehmen einnehmen. Das ist eines der Ergebnisse der Mercer Studie „Mercer Pan European Health and Benefits Survey“, die zeigt, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement einen klaren Mehrwert für Unternehmen schafft. Und zwar nicht nur im Hinblick auf den harten Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv fördern, steigern die Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit. Sie erzielen eine höhere Produktivität und Qualität und gewinnen in Sachen Innovation und Image. Und nicht zuletzt profitieren diese Unternehmen von sinkenden Fehlzeiten, weniger Unfällen und geringerer Fluktuation. Dass betriebliche Gesundheitsmaßnahmen einem Unternehmen Vorteile bringen, steht also außer Zweifel. Die Frage ist, für welche der am Markt angebotenen Lösungen lohnt sich eine Investition tatsächlich? Nun, für all jene, die nicht nur einmalige Einzelmaßnahmen umfassen. Beim ‚mediclass Gesundheitsclub‘ etwa greifen Vorsorgemedizin und Facharztbetreuung nahtlos ineinander; das Rund-um-Gesundheitsservice des Clubs ist auf nachhaltige Gesundheitsvorsorge und -betreuung ausgerichtet. So können Mitarbeiter von Unternehmen mit einer mediclass Firmenvereinbarung jährlich einen umfassenden Gesundheitscheck (16 Teil-Untersuchungen) im Wert von 400 Euro durchführen und sich bei Bedarf durch die privaten Fachärzte, die im mediclass Zentrum ihre Ordinationen betreiben, zu günstigen Konditionen (bis zu 80% Ersparnis) betreuen lassen. Das mediclass Zentrum ist modern ausgestattet, bietet ein erstklassiges Service (schnelle Termine, lange Öffnungszeiten, mediclass übernimmt auch auf Wunsch das Einreichen der Arzthonorare bei der Krankenkasse des Mitarbeiters) und ist durch seine zentrale Lage bestens erreichbar. Durch optimierte Prozesse im Zentrum haben die Ärzte auch viel mehr Zeit für ihre Patienten. mediclass bietet eine Win-Win-Lösung für Unternehmen und Mitarbeiter. Die Mitarbeiter erhalten Zugang zu hochwertiger Vorsorge und Privatmedizin, die Kosten für das Unternehmen aber bleiben überschaubar und sind außerdem steuerlich absetzbar. Eine sinnvolle Investition in die Mitarbeiter-Gesundheit.

© cc/Zacke82

Martin RÜmmele

Gesundheitsminister Alois Stöger will Elektronische Gesundheitsakte voranbringen.

hohen Such-Level ins System einzuspeisen (die auch nach Stichworten durchsuchbar sind und weitere umfassende Suchfunktionen aufweisen), erteilt man im Ministerium aber eine Absage: „Wir sind für den schrittweisen Aufbau, ELGA soll kein Fass ohne Boden sein.“ Man könne nicht immer noch mehr Dinge ins System einbringen. Kein Verständnis hat man für die Forderung der Ärzte, die Teilnahme an ELGA auch den Ärzten freizustellen; internationale Vergleiche hätten gezeigt, dass ein solches System nur Sinn mache, wenn alle Anbieter daran verpflichtend teilnehmen. Die Freiwilligkeit („Opting Out“) könne es nur für die Patienten geben. Zur Kritik der Kammer, die Finanzierung sei nicht gesichert, hieß es im Ministerium, den Ärzten werde eine Anschubfinanzierung zugestanden und das wüsste die Kammer auch. Keine Notwendigkeit sieht man im Büro Stögers für die von Ärzten geforderte Probephase. Erstens gebe es ohnehin einen stufenweisen Aufbau des Systems ELGA und zweitens könne

man auf die Erfahrungen aus der E-Medikation zurückgreifen. Nächster Schritt ist aus Sicht des Ministeriums der Beschluss im Ministerrat (nach den Verhandlungen mit Mitterlehner). Danach soll noch heuer der Beschluss im Nationalrat erfolgen und das System dann Mitte 2013 in Betrieb gehen.

Kritik an Gegenkampagne Die Ärztekammer will indes weiter an ihrer Unterschriftensammlung gegen ELGA in den Ordinationen festhalten, selbst ein Volksbegehren steht im Raum. Sinn der Aktion sei es, die Patienten vor allem über den nicht ausreichenden Datenschutz sowie die enormen Kosten für die Steuerzahler aufzuklären, erklärt der Vizepräsident der österreichischen Ärztekammer, Johannes Steinhart. Wie diese Aufklärung funktioniert, wenn die Ordinationen voll sind und die Ärzte generell über zu wenig Zeit für die Patienten klagen? „Na, wir haben im Wartezimmer das Kistl mit den Drucksorten und Informationen dazu aufgelegt.“ (iks)


Freitag, 14. September 2012

P h a r m a r epo r t: l i f e s c i e n c e

Expansion Pharmakonzern steckt 3,8 Mio. € in Ausbau von Labors in Kärnten

Merck baut aus Merck Spittal bietet auch Nischentechnologien. Wien. Mercks Labor platzt dank des verdreifachten Produktionsvolumens aus allen Nähten, deshalb investiert das deutsche Unternehmen 3,8 Mio. € in den Neubau eines analytischen Labors am Produktionsstandort in Spittal an der Drau. Der Neubau soll Juli 2013 fertiggestellt werden und auf drei Stockwerken 1.000 m� Laborarbeitsfläche für bis zu 36 Analytiker bereitstellen.

Produktpalette Merck Spittal hat im vergangenen Jahr über eine Mrd. Tabletten und etwa 600 t Salben und Cremen in 200 verschiedenen Rezepturen in über 1.000 verschiedenen Packungsarten hergestellt. Der heimische Sitz beschäftigt zurzeit 280 Mitarbeiter. Als Lohnhersteller für Bulk- und Fertigprodukte produ-

Kost Hyposensibilisierung

Allergietherapie

Wien. Unbehandelte Allergiker stellene eine finanzielle Last dar: Eine Studie des biopharmazeutischen Unternehmens Stallergene und Economica, Institut für Wirtschaftsforschung, wartet mit Zahlen auf. Die Symptombehandlung von Allergien kostet die Krankenkassen und die Betroffenen rund 300 Mio. €, mindestens 85 Mio. € entfallen davon auf die Gruppe der 6- bis 25-Jährigen. Der krankenstansbedingte Produktivitätsverlust bei den 16- bis 25Jährigen macht etwa 3 Mio. € aus.

ziert und verpackt Merck Spittal feste, halbfeste und flüssige Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel für Merck Serono, aber auch für andere Kunden. Merck Spittal zählt zu den fünf wichtigsten Produktionsstätten des deutschen Pharmakonzerns. „Diese Investition zeigt, dass der Standort Spittal einen wichtigen Teil des internationalen Produktionsnetzwerks von Merck darstellt“, erklärt dazu Geschäftsführer Klaus Raunegger. „‚Merck Spittal‘ kann durch diese Investition seine Stellung als wichtigster industrieller Arbeitgeber in Spittal weiter ausbauen.“

Patentstreit Novartis geht in die dritte Instanz

Kampf mit globalen Auswirkungen Bern. In etwa einem Monat wird mit einem abschließenden Urteil in dritter Instanz im Fall Novartis gegen das indische Patentamt gerechnet. Es geht dabei um das Novartis-Krebsmedikament Glivec, bei dessen Wirkstoff Imatinib es sich nicht um eine Neuerfindung handle, wie das indische Patentamt argumentiert, sondern um eine neue Version eines bereits bestehenden Wirkstoffs.

Verheerende Wirkungen

© Merck

ulli moschen

Merck beschäftigt 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2011 10,3 Mrd Euro.

healtheconomy – 43

„Ein solcher Entscheid könnte eine verheerende Wirkung auf Indiens Generikaindustrie haben“, erklärt Andrea Isenegger, Pharmazeutin bei der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF). Sollte der indische Supreme Court Novartis Recht zusprechen, könnte dies in einer Ver-

längerung der Patente auch anderer Pharmakonzerne gipfeln und ein stärkerer rechtlicher Schutz für die Patente etablierter internationaler Pharmakonzerne würde besonders den ärmeren Teil der indischen Bevölkerung treffen. Indische Generikaversionen von Glivec kosten rund 2.500 USD pro Jahr, in den USA bis zu 100.000 USD. Ähnlich verhält es sich bei den HIV/Aids- oder Tuberkulosemitteln. Da Indien der weltweit größte Exporteur von Generika ist, würde der Entscheid auch Millionen von Menschen in anderen Schwellenländern und Drittweltstaaten betreffen. Novartis‘ Jahresumsatz mit Glivec betrug 2011 4,66 Mrd. USD. MSF etwa bezieht rund 80% der HIV-Medikamente für weltweit 170.000 Patienten von Generikaherstellern in Indien. (um)

Gesundes Vertrauen in die Nr. 1 Gewählt zur vertrauenswürdigsten Versicherung.

Einsparungspotenzial Rechnet man alle Faktoren zusammen, liegt in der Hyposensibilisierungstherapie ein Einsparungspotenzial von bis zu 11 Mio. € jährlich.

HIV-Initiative Pädiatrie

Lücken füllen

Wien. ViiV Healthcare, ein Joint Venture von Pfizer und GlaxoSmithKline, hat sich mit dem erklärten Ziel, Lücken in der pädiatrischen HIV-Forschung, Pflege und Behandlung zu schließen, mit Clinton Health Access Initiative (CHAI) & Mylan Pharmaceuticals zusammengetan, um eine pädiatrische Kombinationstherapie für HIVBehandlung bereitzustellen. Einer der größten Herausforderungen in der Behandlung von Kindern, die mit HIV leben, sei es, Formulierungen zu finden, die von Kindern leicht eingenommen und leicht von nichtspezialisierten Versorgern an Kinder mit unterschiedlichem Gewicht und Alter verschrieben werden können, etwa kinderfreundliche antiretrovirale Medikamente in Form von Sirupen, Pulvern, Brause- oder Lutschtabletten. Fünf Partnerorganisationen werden von ViiV Healthcare gefördert und fokussieren sich auf eine einzigartige Aktivität oder geografische Region. Diese Bemühungen sollen Barrieren niederreißen, die den Zugang von Kindern zur HIV-Medikation und Pflege verhindern.

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© Pflegeeinrichtung Haus der Barmherzigkeit

Erinnerung an morgen: Neue Pflegekampagne

Freitag, 14. September 2012

Elektronische Gesundheitsakte Wiener Ärztekammer blickt auf internationale ELGA-Erfahrungen

Eine für alle, alle für ELGA dent Thomas Szekeres hat das Projekt zuletzt wiederholt kritisiert. Er initiierte unter anderem eine Kampagne in den Ordinationen der Mitglieder. Hingewiesen wurde damit vor allem auf die Datenschutzexperten. Aber auch die Kosten und der Zeitaufwand für das System werden von den Ärzten als problematisch erachtet. Bei der Veranstaltung referierte unter anderem Adrian Schmid, der Leiter von „eHealth Suisse“, eines Koordinationsorgans zwischen Bund und Kantonen. Er berichtete etwa über die Etablierung des elektronischen Patientendossiers in der Schweiz. E-Anwendungen – und die bisher bekannten Probleme in der Praxis – thematisierte auch Ute Taube, Vorstandsmitglied der Sächsischen Landesärztekammer. Und der dänische Mediziner Jens Christian Ehlers schilderte die Entwicklung der Digitalisierung im Gesundheitsbereich.

andreas feiertag

© Christian Fürthner/PID

Gesundheits-Bim in Wien in neuem Kleid

Die Gesundheits-Straßenbahn hat ein neues Design erhalten.

Wien. Schon seit 2007 ist die „Wissen macht gesund“-Bim in Wien unterwegs. Heuer präsentiert sie sich in einem neuen Design und mit einem neuen Slogan. Unter dem Motto „Heute Gesundheit von morgen leben“ wird der Niederflurwagen der Wiener Linien – kurz ULF – für ein gesamtes Jahr auf die Bedeutung von Ernährung und Bewegung als wesentlichen Teil der Gesundheitsprävention hinweisen. Die österreichische Malerin Jolanta Richter hat eigens für diesen Zweck ein großformatiges Kunstwerk mit Titel „Connected“ geschaffen, dass den ULF sowie einen Bus bis zum nächsten September einhüllen wird.

Hochkarätig besetzte Enquete zur Elektronischen Gesundheitsakte in Wien.

Neurodermitis Astellas präsentiert kindgerechte Infos

Therme Wien Besuch von japanischem TV-Team

Wien. Oft geht es den Kindern nicht anders als ihren Eltern: Sie verstehen nicht genau, was mit und in ihnen vorgeht, wenn sie unter atoptischer Dermatitis – bekannter als Neurodermitis – leiden. „Alex, kratzt dich nicht“, ein Ratgeber von Astellas Pharma speziell für Kinder geschrieben, erklärt die Symptome und wie sich „Auslöser“ reduzieren oder ganz vermeiden lassen können. In kindgerechter Sprache werden Ursache und Verlauf der Krankheit geschildert; Abbildungen runden den Text ab. Zusätzlich zur Broschüre stellt Astellas auch einen Kurzfilm mit dem gleichnamigen Titel zur Verfügung. In der unterhaltsamen und gleichsam lehrreichen Fantasiegeschichte gehen Alex und die Figur, Gufi, auf Entdeckungsreise. Sie erfahren u.a., wie atopische Haut beschaffen ist, wie man sie pflegen soll und wie man erneute Ausbrüche vermeiden kann. Broschüre und Kurzfilm können auf der Homepage von Astellas (www. astellas.at) angesehen werden. Die Broschüre und der Kurzfilm (als DVD) werden den Kinderärzten und Dermatologen zur Abgabe zur Verfügung gestellt.

Wien. Der japanische Fernsehsender BS Nippon TV porträtiert in der japanischen Dokumentarserie „Sekai Onsen Isan“, auf Deutsch etwa „Bäder in aller Welt“, die schönsten Thermalbäder weltweit. Die Therme Wien wird nun im Rahmen einer 60-minütigen Folge, die derzeit in Produktion ist, präsentiert. Die populäre Sendereihe „Sekai Onsen Isan“ – die wöchentlich ausgestrahlt und regelmäßig von mehr als 25 Mio. Zusehern verfolgt wird – stellt Bäder von internationalem Format vor; unter anderem wurden schon die italienische „Terme di Saturnia“, das spanische „Alhama de Granada Spa Resort“ und in der Türkei die Thermalquellen von Pamukkale vorgestellt. Noboru Tatsumi aus dem Redaktionsteam: „Die Therme Wien haben wir ausgewählt, weil sie eine der modernsten Thermen in Österreich und Europa ist; da sie erst 2010 eröffnet wurde einerseits und durch das städtische Umfeld andererseits unterscheidet sie sich positiv von vielen traditionellen, ländlichen Kurorten.“ Edmund Friedl, Geschäftsführer der Therme Wien: „Wir sind stolz, dass das japanische Fernsehteam

Ratgeber: „Alex, kratz dich nicht“ „Mit der Broschüre und DVD wollen wir Kinder und deren Eltern darüber aufklären beziehungsweise Hilfestellung leisten, was den richtigen Umgang mit Neurodermitis betrifft. Eine erfolgreiche Therapie setzt voraus, dass auch Kinder die Krankheit verstehen“, betont Berthold Cvach, Geschäftsführer Astellas. „Die meisten Informationen zum Thema Neurodermitis richten sich aber an Erwachsene oder Jugendliche jenseits des Volksschulalters; für Kinder gab es bislang kaum Geeignetes.“ (fei)

Astellas-Manager Berthold Cvach präsentierte die neue Broschüre und DVD.

Bad mit globaler Aufmerksamkeit die Therme Wien als Highlight für diese Sendereihe ausgewählt hat. Das zeigt uns, dass wir nicht nur im Inland, sondern sogar bis in den Fernen Osten positiv wahrgenommen werden.“ Die Therme ist Teil des Gesundheitskonzerns Vamed, der sich seit 1995 im Thermen- und Wellnessbereich engagiert. Unter der Dachmarke ‚Vamed Vitality World‘ betreibt die Vamed derzeit acht der beliebtesten heimischen Thermenund Gesundheitsresorts, darunter auch die Therme Wien. (fei)

© Therme Wien/APA-Fotoservice/Preiss

Wien. Bewohner des Hauses der Barmherzigkeit rahmen sich selbst mit alten Bilderrahmen ein – gleichsam als Kontrapunkt zur einer Kampagne, die innovative Zukunftsprojekte des Hauses präsentiert. Devise: Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern. Die Palette der präsentierten Projekte reicht von der Idee eines GenerationenCampus über einen Dienstleistungs-Assistenten bis hin zu Versuchen mit Emotional Speech Recognition. Geschaltet werden großformatige Tageszeitungsanzeigen in Verbindung mit einem Onlineauftritt.

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Sich selbst in den Rahmen gesetzt: Neue Kampagne des Pflegeheims.

Wien. In der Wiener Ärztekammer stand eine international besetzte Enquete zu einem umstrittenen Thema auf dem Programm: Im Rahmen der Enquete „ELGA international“ wurde über Erfahrungen anderer Länder mit der elektronischen Gesundheitsakte beziehungsweise ähnlichen Projekten diskutiert. Geladen waren Fachleute unter anderem aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark. „Wir haben in den Beiträgen nützliche Erfahrungsberichte für die zukünftige Entwicklung von ELGA in Österreich erhalten“, wurde in der Wiener Ärztekammer der, wie es hieß, „Blick über den Tellerrand“ begründet. Doch auch heimische Redner waren geladen. So erläuterte ein Datenschutzexperte den Status quo des aktuellen ELGA-Entwurfs. Der Wiener Ärztekammerpräsi-

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Enquete mit Gästen aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark zeigt Entwicklung in anderen Ländern.

Geschäftsführer Edmund Friedl freut sich über den japanischen Besuch.

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