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Freitag, 13. DEzember 2013 – 41

Jahresrückblick

Sanofi, WKO und Standard publizierten Jahrbuch Gesundheitspolitik 2013  Seite 46

© Bank Austria

© S. Flechl/Sanofi

healtheconomy Jahresausblick

Wechsel Astellas-Chef geht in Pension

SEPA-Umstellung ist auch für Ärzte wichtig, sagt Bank Austria-Expertin Wohlmuth Seite 43

© Astellas

2014 bringt ELGA und Arzneimittel-Versand

www.publichealth.at

Ihre PR-Agentur für integrierte Gesundheitskommunikation

© medianet

short

© panthermedia.net/Diego Cervo

© Public Health PR/Christian Saupper

Ausblick In Österreich ist der Generikaanteil in den ver­ gangenen fünf Jahren um vier Prozentpunkte gestiegen, analysiert Erika Sander (Bild), Senior Manager Commercial von IMS Health, den österrei­ chischen Markt. Für 2013 wird im Apothekenmarkt mengen­ mäßig mit einem Anstieg um 2,9% gerechnet.  Seite 42

Analyse Gesundheitsreform und das als Patent-Klippe be­ kannt gewordene massenweise Auslaufen von Pharmapa­ tenten verändern den Arznei­ mittelmarkt nachhaltig und verlangen gänzlich neue Kon­ zepte, schätzt Michael Leitner (Bild), Geschäftsführer der Public Health PR GmbH. Und Kommunikation werde dabei immer wichtiger. Seite 42

Ausblick Die Elektronische Gesundheitsakte wirft ihre Schatten voraus – im kommenden Jahr startet die schrittweise Einführung. Im Arzneimittelbereich steht eine Liberalisierung des Versandhandels an. Die Apotheken rüsten auf. Seiten 43, 44

Spezialcreme reichhaltig an den 3 wichtigen Barrierefettstoffen:

Pharmareport und Lifescience > Österreich bei Krebs­ therapien vorn dabei  44 > Ferring punktet mit Mittel zur Darmreinigung 44 > Bayer spitzt auf Tiersparte von Novartis  44

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Ceramide Freie Fettsäuren Cholesterol Ideal für gestresste, äußerst trockene Haut

2013. Das Jahr im

24h Schutz für die Haut!

Sanofi Österreich veröffentlicht heuer bereits zum fünften Mal das Jahrbuch „Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Österreich“ in Kooperation mit der WKO Initiative Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich und der Tageszeitung „Der Standard“.

politik Gesundheits swirtschaft und Gesundheit

in Österreich Das Jahr im Rückblick.

haft in Österreich und Gesundheitswirtsc Gesundheitspolitik

Healthcare > Kommentar: Für mehr Demokratie in den Kassen 42 > Neue Einkaufsplattform für Gesundheitsbetriebe  42

Rückblick.

inhalt

19.11.2013 08:24:33

Medizintechnik und eHealth > Neuroth: Hören ist Silber, verstehen ist Gold  45 >H  ilfe gegen resistente Keime aus Oberösterreich 45

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Das Jahrbuch kann ab sofort unter www.gesundheitspolitik2013.at kostenlos bestellt werden.

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H e a lth : c a r e

42 – healtheconomy

Kommentar

Demokratie in den Kassen

Freitag, 13. Dezember 2013

Marktanalyse Michael Leitner (Public Health PR) ortet Verschiebungen in den Strategien in der Gesundheitswirtschaft

„Kommunikation wird für Industrie immer wichtiger“ PR-Experte sieht bei Firmen Professionalisierung, den Fokus auf Inhalte und eigene Identität.

Martin Rümmele

K

napp 83 Prozent der Versicherten der Sozialversicherungsansalt der gewerblichen Wirtschaft sind für die Beibehaltung des Selbstbehalts und gegen Beitragserhöhungen. So lautete das Ergebnis der Urbefragung, in der die wichtigsten Themen für Unternehmer abgefragt wurden. Diese Nachricht führte heuer zu einigen Debatten unter Wirtschaftstreibenden. Der SVA wurde vorgeworfen, dass das die beschriebene NoNa-Frage gewesen sei. Solange man gesund ist, will man keine Beitragserhöhungen und nimmt Selbstbehalte in Kauf – die eh weit weg sind. Dennoch war die Umfrage sicher eines der heurigen Highlights im Gesundheitswesen, vielleicht sogar mehr als die Gesundheitsreform. Erstmals wurden nämlich die Versicherten von ihrer Kasse befragt. Das spricht für eine Demokratisierung der Krankenkassen, die zwar offiziell von den Versicherten selbstverwaltet werden, aber politisch von Wirtschafts- und Arbeiterkammer dominiert sind. Es ist zu hoffen, dass 2014 weitere Schritte folgen. Wir werden berichten – vorerst aber gibts bis 10. Jänner eine Weihnachtspause. Im Namen des Teams wünsche ich Ihnen ruhige Feiertage und einen gesunden Jahreswechsel. Vielleicht haben wir bis dahin ja auch eine neue Bundesregierung ...

Wien. Gesundheitsreform und das als Patent-Klippe bekannt gewordene massenweise Auslaufen von Pharmapatenten verändern den Arzneimittelmarkt nachhaltig; das verlangen gänzlich neue Konzepte, schätzt Michael Leitner, Geschäftsführer der Public Health PR GmbH. Und Kommunikation werde dabei immer wichtiger, analysiert der Gesundheitsexperte. Zu beobachten sei in der Industrie eine wachsende Patientenfokussierung. Hintergrund sind nicht zuletzt geänderte Regelungen, die werbliche Maßnahmen und incentive Methoden stark einschränken. Gleichzeitig verändern sich auch die Entscheidungswege – etwa in Krankenhäusern, wo auch Arzneimittel zentral eingekauft werden. Und nicht zuletzt zeige sich in der Gesundheitskommunikationsforschung, dass Ärzte nicht die idealen Kommunikatoren sind. „Wir wissen, die Menschen nehmen aus einem Arztgespräch recht wenig mit“, weiß Leitner. Hier müsse die Kommunikationsbranche neue Konzepte entwickeln. „Wir bringen etwa auch Gesprächsleitfäden für ein Arztgespräch.“

© Public Health PR/Christian Saupper

Martin Rümmele

Leitner (Public Health PR) betreut Kunden wie AbbVie, Biocrates, Genzyme, GSK, Merck, MSD, Diabetes Gesellschaft und Sanofi.

besser umgehen können und nicht zuletzt soll auch Prävention besser kommuniziert werden.“ Er beobachte durch diese Entwicklungen, dass sich auch Budgets der Industrie verschieben: weg von Ärzten hin zu Patientenbetreuungen, sagt der PR-Profi. „Wir beobachten einen Shift von Budgets in Bereiche, wo etwa zivilgesellschaftliche Initiativen gezielt unterstützt werden.“ Wichtig sei dabei etwa, Patientenorganisationen auf Augenhöhe zu begegnen und klar und gezielt bei ihrer Professionalisierung zu unterstützen. Dabei gehe es nicht um Alibiaktionen wie Patiententage oder eben darum, einen Patientenvertreter auf das Podium einer Pressekonferenz zu setzen.

Healthliteracy wird wichtig Das sei nicht zuletzt deshalb wichtig, weil eben der Patient zunehmend in den Fokus der Anbieter, aber auch Gesundheitsakteure rücke. Dabei mache es einen Unterschied, ob es um die Behandlung von Akutpatienten oder chronisch Kranken gehe, die oft mehr über ihre Krankheit wissen, als ihr Arzt. „Die Früherkennung von Krankheiten wird genauso wichtig, wie Healthliteracy. Patienten sollen mit einer Erkrankung künftig auch

Beschaffung Neue Plattform für Gesundheitsbetriebe

Umgekehrt ändern Veranstaltungen für Ärzte ihren Charakter. Es gebe nach wie vor viel Kommunikation zu Ärzten, aber der „Schnickschnack“ falle weg. Stattdessen verschiebe sich alles zu mehr Inhalten. Das gelte auch für Medienkontakte, spricht der Experte ein heikles Thema an. „Heute kommt kein ernstzunehmender Journalist mehr wegen des Buffets zu einer Pressekonferenz“, sagt Leitner und erwartet insgesamt ein Mehr an Kommunikation für Unternehmen im Gesundheitswesen.

Corporate-PR für Firmen Sein Unternehmen habe sich auf diese Entwicklung schon langespezialisiert und beobachte, dass der

Durchhänger der vergangenen Jahre in der Kommunikationsbranche auch der Vergangenheit angehöre. „Wir versuchen unseren Kunden dabei Konzepte zu bieten, die nicht jeder liefern kann, sondern auch gute Kenntnisse der Branche benötigen“, ergänzt Public Health PRPartner Thomas Braunstorfer. Dazu gehöre etwa die „Übersetzung“ von internationalen Pharmastrategien auf die österreichische Gesundheitslandschaft. Vieles sei nicht einfach von anderen europäischen Ländern zu übernehmen. Immer wichtiger wird für die Branche auch die Verbesserung des eigenen Images auch für die Suche nach Top-Mitarbeitern. „Die Identität der Unternehmen nach innen und außen gewinnt an Bedeutung.“

Pharmaindustrie Marktforscher IMS Health analysiert Entwicklung im kommenden Jahr

Potenzial für Umsätze Plus durch OTC-Medikamente

Wirtschaftskammer ortet Wachstumschancen im Gesundheitswesen.

hen dabei im Mittelpunkt. Michael Landertshammer, Institutsleiter des Wifi Österreich: „Der internationale Markt rund um das Thema Gesundheit und Betreuung eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten für Unternehmen, um mit innovativen Produkten und Dienstleistungen in neue Geschäftsfelder einzusteigen. Umgekehrt braucht der Gesundheitsbereich Innovationen, um den demografischen Wandel bestmöglich begleiten zu können.“ Laut Eurostat werden im Jahr 2030 rund 24% der Bevölkerung Europas über 65 Jahre alt sein. Alten- und Pflegeheime sowie Spitäler werden in Zukunft mit stärkerer Auslastung zu rechnen haben. „Dementsprechend müssen diese laufend ihre Infrastruktur, die Ausstattung der Zimmer, Hilfsmittel, etc. neu beschaffen. Somit ergeben sich für Unternehmen künftig auch mehr Geschäftschancen“, sgat Landertshammer. Die OnlineBeschaffungs-Plattform HAPPI ist diesbezüglich ein hervorragendes Verlinkungstool für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. www.happi-project.eu

Wien. Bis 2017 wird der globale Pharmamarkt eine Größe von 1,2 Billionen USD erreichen. Wachstumstreiber sind auch hier Asien, Lateinamerika und Afrika. Diese Einblicke in die Entwicklung des globalen Pharmamarkts präsentierte Frank Wartenberg, President Central Europe und General Manager für Deutschland und Österreich von IMS Health. Im Falle Afrikas gehe es um einen Markt

von 30 Mrd. USD im Jahr 2016 und 45 Mrd. USD im Jahr 2020. Davon werden allein 20 bis 30% auf die zehn größten Städte Afrikas entfallen. 2017 wird China zum zweitgrößten Pharmamarkt nach den USA. Vom Wachstum her wird Westeuropa in Zukunft hinten sein, doch liege seine Stärke nach wie vor in Innovation und Entwicklung, rechnete der Marktforscher vor.

© medianet; panthermedia.net/Gunnar Pippel/Montage: B. Schmid

© dpa/Claudia Levetzow

Wien. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hat im Rahmen der Veranstaltung „Geschäftschancen im Gesundheitsbereich – öffentliche Beschaffer treffen innovative Unternehmen“ die internationale Online-Beschaffungs-Plattform HAPPI (Healthy Ageing Public Procurement of Innovations) vorgestellt. Geschäftschancen im Gesundheitsbereich allgemein und Exportchancen im Speziellen ste-

„In Österreich ist der Generikaanteil ist in den vergangenen fünf Jahren um vier Prozentpunkte gestiegen“, analysiert Erika Sander, Senior Manager Commercial von IMS Health, den österreichischen Markt. Eines der wichtigsten Ergebnisse: Man verzeichne wenig Launches im Primary Care-Bereich. Für 2013 wird im Apothekenmarkt mengenmäßig mit einem Anstieg um 2,9% im Vergleich zu 2012 gerechnet. Absatztechnisch kommt es zu einer Verlangsamung des Wachstums mit einem Plus von nur noch 0,4% zum Vorjahr.

Weniger Mengen im Spital

Erika Sander, IMS Health, erwartet im Apothekenmarkt eine Stagnation.

Im Spitalsbereich erwartet Sander einen mengenmäßigen Rückgang um 3%, beim Umsatz hingegen einen Anstieg um 4,2%. OTCProdukte werden im Gesamtjahr nach Prognose von IMS Health um 5% nach Absatz und 8,2% nach Umsatz wachsen. Auffallend dabei ist, dass die registrierten OTCProdukte stärker zum Umsatz, die nicht registrierten stärker zum Mengenzuwachs beitragen. (iks)


C ov e r

Freitag, 13. Dezember 2013

healtheconomy – 43

Gesundheitspolitik Bis 2022 sollen sämtliche Gesundheitseinrichtungen die Elektronische Gesundheitsakte nutzen

ELGA startet in die Phase eins Wer keinen Widerspruch einlegt, ist bei ELGA dabei und hat ab 2015 Zugang zu seinen Daten. Wien. Nach vielen Jahren und wiederholtem Widerspruch seitens der Ärzte beginnt nun die schrittweise Installierung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). Mit Jahresbeginn 2014 sollen alle Patienten Zugang zu ELGA haben. Die einzige verfügbare Option ist vorerst der Widerspruch zur Teilnahme, die ersten Daten folgen erst ein Jahr später. Ab 2015 müssen Krankenhäuser und Pflegeheime teilnehmen, ab 2016 alle Vertragsärzte und Apotheken im Rahmen der E-Medikation und ab 2017 die Privatkrankenanstalten. Für Zahnärzte ist die Teilnahme an ELGA erst ab 2022 verpflichtend. Ärzte müssen Labor- und Radiologiebefunde sowie verschriebene Medikamente eingeben, ELGA aber nicht verpflichtend anwenden. Allerdings können sie für Fehler aufgrund einer Nicht-Verwendung

haftbar gemacht werden. Das Gesundheitsministerium verspricht Patienten mit ELGA einen sicheren Zugriff auf ihre Befunde, Ärzten Hilfe bei der Fehlervermeidung und sich selbst mehr Sicherheit bei der Medikamentenverschreibung und eine höhere Behandlungsqualität.

Höchste Sicherheit Die Gesundheitsdaten bleiben dezentral gespeichert und werden über ELGA zusammengeführt. Neben den Patienten dürfen nur Personen mit einem Behandlungskontext innerhalb von 28 Tagen auf die Daten zugreifen. Der Datenverkehr

soll über gesicherte Netze laufen, Zugriffe werden protokolliert und Patienten können eingeloggt sehen, wer auf ihre Daten zugegriffen hat. Bei Missbrauch drohen Strafen. Für Arbeitgeber, Betriebsärzte, Behörden, Versicherungen und Kassen-Chefärzte soll der Zugriff auf die Daten auch technisch nicht möglich sei. Patienten können einzelne Befunde, Behandlungsfälle oder Medikamente ausblenden lassen. Opt-out steht für die Regelung, dass Patienten automatisch bei ELGA dabei sind, wenn sie nicht widersprechen. Der Schlüssel zur Akte ist beim Arztbesuch die

E-Card, im Internet die Bürgerkarte beziehungsweise die Handysignatur. Mit Jänner 2014 startet auch eine nur telefonisch erreichbare Widerspruchsstelle.

Kostenplanung Zwischen 2014 und 2016 werden 30 Mio. € in den Ausbau der ELGA-Infrastruktur fließen. Ab 2018 rechnet das Gesundheitsministerium mit laufenden Kosten von 18 Mio. € jährlich und Kostendämpfungseffekten von jährlich rund 129 Mio. € ab 2017. Den Patienten entstehen aus der Teilnahme keine zusätzlichen Kosten.

© medianet

ulli moschen

Susanne Herbek (Elga-GmbH) verspricht höchste Sicherheit für Gesundheitsakte.

AM PULS

© Bank Austria

„BIC und IBAN ab 1.2. auch für Ärzte nötig“

Grete Wohlmuth, Bank Austria Zentrum für Ärzte, Freie Berufe und KMU.

health:economy: SEPA, das neue europäische Zahlungssystem, kommt: Bis 1. Februar 2014 müssen alle Unternehmen ihren Zahlungsverkehr umstellen. Ist das auch für Ärzte nötig, und was passiert, wenn man nicht rechtzeitig umstellt? Grete Wohlmuth: Wer nicht rechtzeitig umstellt, riskiert viel: Stellen niedergelassene Ärzte nicht rechtzeitig auf SEPA um, drohen wirtschaftliche Schwierigkeiten und sie riskieren deutliche Einschränkungen ihrer Geschäftsfähigkeit, da sie von Februar 2014 an kein Geld mehr von ihren Kunden einziehen und kein Geld mehr an ihre Angestellten überweisen können. health:economy: Was ist zu tun? Wohlmuth: Viele Ärzte sind noch der Ansicht, dass sie selbst nichts beitragen müssen. Das ist aber ein Irrglaube, da zumindest die IBANs der Geschäftspartner ermittelt werden müssen. Dieses Service bietet jede Hausbank, KMUs müssen nur von sich aus tätig werden. Auch Softwarelieferanten müssen auf SEPAFähigkeit geprüft werden. Wichtig: Kontakt mit der Hausbank aufnehmen und Unterstützung annehmen; Kontonummern und Bankleitzahlen über ein Software-Update in der Buchhaltung in IBAN und BIC konvertieren.

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health:economy: Bietet die Bank Austria spezielle Unterstützung? Wohlmuth: Ja, und zwar für alle Kunden sowie für Nicht-Kunden. Auf sepa.bankaustria.at sind die wichtigsten Informationen und Checklisten zusammengefasst. maedchen_medianet_216x288_DU130415_ABF.indd 1

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Ph a r m a : r e p or t

44 – healtheconomy

EU baut die BiotechForschung stark aus Brüssel. Die Alliance for Biomedical Research in Europe (Biomed Alliance), ein Konsortium von 21 Mitgliedsorganisationen, das über 400.000 Experten vertritt, heißt die Entscheidung der EU zur Schaffung eines strategischen wissenschaftlichen Gremiums für Gesundheit als einen großen Schritt in Richtung einer gezielteren Investition in Gesundheitsinnovationen in Europa willkommen. Das Gremium wurde nach langen Verhandlungen über den gesamten H2020-Vorschlag vom Europäischen Parlament beschlossen und wird bis 2020 laufen.

© dpa/Julian Stratenschulte

Bayer spitzt auf Novartis-Tiersparte

Bayer prüft die Expansion im Bereich Tiermedizin durch Zukäufe.

Leverkusen. Bayer und andere Pharmagrößen loten Finanzkreisen zufolge einen milliardenschweren Kauf der Tiermedizinsparte des Schweizer Rivalen Novartis aus. Bayer habe Einblick in die Bücher von Novartis Animal Health, um sich ein Bild von den Geschäften zu machen, sagten vier Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Gespräche mit Novartis seien aber nicht exklusiv. Mit einer Übernahme des NovartisBereichs würde Bayer weltweit an die dritte oder vierte Stelle im Geschäft mit Medikamenten und Impfstoffen gegen Tierkrankheiten vorrücken. Novartis Animal Health kam 2012 mit rund 3.000 Beschäftigten auf einen Umsatz von 812,7 Mio. €.

Ausblick 2014 Liberalisierung des Versandhandels in einigen Bereichen unklar; EU-Regelung soll noch heuer kommen

Arzneimittelversand wirft seine Schatten voraus Fälschungsrichtlinie wirkt sich auf Herstellung und Logistik aus; Versandhandel ist umstritten. Ina Karin schriebl

Wien. Im Arzneimittelbereich stehen im kommenden Jahr einige zum Teil tiefgreifende Änderungen an. Bereits seit Juli dürfen nur noch Arzneimittel-Wirkstoffe zur Weiterverarbeitung in die EU eingeführt werden, die nach Standards der guten Herstellungspraxis produziert wurden, die denen in Europa mindestens gleichwertig sind. Doch nicht alle Lieferländer sind auf die Regelung vorbereitet. Das führt bereits zu ersten Lieferschwierigkeiten von Arzneimitteln und Engpässen in den Apotheken. Bereits seit Jänner müssen nach der neuen EU-Fälschungsrichtlinie alle importierten Wirkstoffe mindestens der in der EU vorgeschriebenen Good Manufacturing Practice (GMP) entsprechen. Seit Juli dürfen nur noch Wirkstoffe für Humanarzneimittel importiert werden, denen eine schriftliche Bestätigung der Drittländer beiliegt. Mit dem Zertifikat sollen die Behörden der Drittstaaten bestätigen, dass die geltenden GMP-Standards denen in der EU „zumindest gleichwertig“ sind, dass der Betrieb „regelmäßigen strengen und transparenten Kontrollen“ unterliegt, zu denen auch wiederholte und unangekündigte Inspektionen gehören, und dass bekannt gewordene Verstöße „unverzüglich an die Union weitergeleitet werden“.

© panthermedia.net/Luca Bertolli

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Freitag, 13. Dezember 2013

Der Apothekerverband will 2014 mit der eigenen Versandplattform APOdirket.at für heimische Apotheken starten.

Dafür gibt’s dann auch ein eigenes Logo, das die EU in einem langen Auswahlverfahren gefunden, aber bisher trotz mehrmaliger Ankündigungen ähnlich wie die damit zusammenhängende Verordnung zur Liberalisierung des Versandhandels noch nicht veröffentlicht hat. Damit verzögert sich auch der für Anfang 2014 anberaumte Versandhandelsstart, weil den Ländern ein Jahr Zeit bleibt zur Umsetzung. Die braucht man auch, weil noch vieles unklar ist. Etwa die zentrale Frage, wie im Versandfall sicher- gestellt ist, dass ein Produkt auch wirklich nur und ausschließlich zum Endkunden kommt und nicht etwa vom Briefträger vor der Tür abgestellt wird. Und wie soll gesichert werden, dass alle Transportvorgaben, wie Kühlung

Kontrolle der Herkunft Doch das allein reicht nicht. Einerseits soll die Herkunft der Wirkstoffe genau kontrolliert sein, andererseits ein Medikament von der Herstellung bis zum Konsumenten lückenlos nachvollziehbar sein. Und zwar nicht etwa eine Charge, sondern jede einzelne Packung.

Studie Österreich bei Behandlungen international führend

und dergleichen erfüllt wurden? Für Walter Oberhänsli, Vorstand des Schweizer Versandhändlers „Zur Rose“, der in Österreich über eine Tochter in Tschechien bereits jetzt mit der Drogeriekette dm zusammenarbeitet, ist indes klar, dass dem Versandhandel die Zukunft gehört. Zuletzt betonte er bei einem Vortrag des Seminarveranstalters IIR in Wien, dass der Versand von OTC-Produkten in Deutschland im Jahr 2004 zu einem starken Wachstum geführt habe. Der Marktanteil liege bereits bei 12%. Rechtlich unklar ist aber, wie die Sicherheit der Übergabe und Lagerung bei den sogenannten Pick-up-Stellen künftig gewährleistet werden soll. Was passiert etwa, wenn ein Kunde das Produkt spät abholt, oder einen Vertreter schickt? Verhindern lässt sich die

Öffnung des Versandhandels mit rezeptfreien Arzneimitteln in Österreich aber nicht mehr. Die EUVerordnung gilt automatisch auch als österreichisches Recht, wenn sie in Kraft tritt.

Neues Apotheker-Service Der Österreichische Apothekerverband hat deshalb eine OnlinePlattform für die Apotheken ins Leben gerufen. Das Ziel von APOdirekt.at laut Verbandspräsident Christian Müller-Uri: „Die Apotheker zeigen Präsenz im Internet, informieren über ihre Leistungen, ihr Service und ihre Kompetenz.“ Der Kunde kann im Internet das passende Produkt auswählen und es dann in der Apotheke seiner Wahl reservieren; dort liegt es dann für ihn zur Abholung bereit.

Früherkennung Ferring hat Alternative zur Erleichterung zur Darmreinigung entwickelt

Erfolge gegen Krebs Hilfe bei Darmuntersuchungen Wien. Die Überlebensrate von Krebspatienten gilt international als wichtiger Parameter für die Qualität und Effektivität von Gesundheitssystemen. In Österreich liegen die Fünf-Jahre-Überlebensraten für fast alle Krebsarten über dem europäischen Durchschnitt, wie eine aktuelle Studie belegt. Dieser Erfolg der heimischen Spitzenmedizin sei beachtlich, erklärte der Präsident der Österreichischen

Wien. Jährlich erkranken in Österreich etwa 5.000 Menschen an Darmkrebs, das Auftreten bei Männern und Frauen ist relativ ausgeglichen. Die langsame Entstehung des kolorektalen Karzinoms aus Vorstufen, wie dem gutartigen Darmpolyp, ist geeignet für eine entsprechende Früherkennung. Im Rahmen einer kostenlosen Darmkrebsvorsorgeuntersuchung sollte (spätestens) ab dem 50. Le-

Ärztekammer, Artur Wechselberger, in einer Aussendung. Umso mehr müssten die heimischen Gesundheitspolitiker allerdings darauf achten, im Rahmen der Gesundheitsreform nicht an den falschen Stellen zu sparen. „Spitzenmedizin hat ihren Preis, das muss allen Verantwortlichen klar sein. Wenn wir insbesondere in der Krebstherapie auch weiterhin im internationalen Spitzenfeld bleiben wollen, muss man auch im Rahmen der Gesundheitsreform entsprechende Ressourcen bereitstellen“, so Wechselberger.

bensjahr regelmäßig alle 5 Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt werden, raten Experten. Diese Darmspiegelung ist beim niedergelassenen Facharzt oder im Krankenhaus auf den Abteilungen für Innere Medizin/Gastroenterologie oder Chirurgie möglich. Bisher galt die Darmreinigung als größte Hürde für die Darmspiegelung. Patienten mussten drei bis vier Liter einer kaum trinkbaren

Die Ärztekammer pocht darauf, bei innovativen Therapien nicht zu sparen.

Noch immer ist die klassische Chemotherapie bei Krebs oft die Therapie der Wahl. Sie tötet Krebszellen effektiv, greift aber auch gesunde Zellen häufig an – mit teils erheblichen Nebenwirkungen. Eine neue Therapieklasse, die Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs), kann Chemotherapien nun direkt in die Krebszellen einschleusen, gesunde Zellen bleiben verschont, teilte der Pharmariese Roche mit.

© panthermedia.net/Monkeybusiness Images

© panthermedia.net/Randolf Berold

Roche mit neuer Therapie

Komplikationsfreieres Darmreinigungsmittel soll Vorsorgeuntersuchungen erleichtern.

Flüssigkeit, zu sich nehmen. Häufig verursachten diese Darmreinigungsmittel zusätzlich kolikartige Bauchschmerzen. Das Pharmaunternehmen Ferring hat hier eine Alternative entwickelt: Ein Darmreinigungsmittel, das vor Röntgenuntersuchungen, Darmspiegelungen oder chirurgischen Eingriffen verwendet wird. Es ist ein Pulver zur Herstellung einer Lösung, das Natriumpicosulfat enthält, ein darmstimulierendes Abführmittel, sowie Magnesiumcitrat, das durch die Rückhaltung von Flüssigkeit im Darm eine gründliche Darmentleerung bewirkt. Der Vorteil des Produkts sei die geringe initiale Trinkmenge von nur 2 x 150 ml. Danach können die Patienten 1,5–2 klare Liter Flüssigkeiten (etwa Apfelsaft oder Suppe) wählen, die sie anschließend trinken wollen. Außerdem schmecke das Produkt bekömmlich und erfrischend nach Orange. Das fördert die Compliance und trage zu einer gründlichen Darmreinigung bei, teilt das Unternehmen mit.  (red)


M e d i z i n: te c h n i k

Freitag, 13. Dezember 2013

healtheconomy – 45

Technik Moderne Hörgeräte-Technologien des Grazer Unternehmens Neuroth sorgen wieder für glänzendes Sprachverstehen

Hören ist Silber, verstehen Gold

Neuroth Das Unternehmen Neuroth wurde 1907 von Paula Neuroth in Wien gegründet und ist seit über 105 Jahren im Bereich Hörgeräteakustik mit Hauptsitz in der Steiermark tätig.

einer Geräuschkulisse werden störende Geräuschquellen automatisch abgesenkt, die Stimme des Gegenübers wird hervorgehoben.

Perfektes Sprachverstehen Menschen mit Hörminderung hingegen leiden stark darunter, ständig nachfragen zu müssen oder Gesprächen nicht folgen zu können. Laute wie „s“, „f“ oder „h“ verschwimmen und werden unverständlich – da sagen viele lieber gar nichts, als sich zu blamieren. Die richtige Hörgeräte-Technologie sorgt jedoch wieder für glän-

zendes Sprachverstehen, betont der Hörgerätehersteller Neuroth in einer Aussendung. Intelligente Geräte fokussieren automatisch auf die Stimme des Gesprächspartners und senken den Pegel störender Geräusche ab. So werden mehr Sprachinformationen an das Ohr weitergeleitet. Bis 20. Dezember läuft bei Neuroth eine Testaktion, bei der Interessierte die neuesten HörgeräteTechnologien ausprobieren können. Neuroth verlost dabei unter allen Teilnehmern ein Hörsystem – der Gewinner bekommt sein individuell angepasstes Hörgerät geschenkt.

© Neuroth

Graz/Wien. Das menschliche Gehör ist ein wahres Wunder der Natur. Mit zwei funktionstüchtigen Ohren kann man nicht einfach „nur“ hören, im Gehirn werden die akustischen Signale sofort weiterverarbeitet. Daher kann man zum Beispiel die Richtung eines herannahenden Autos bestimmen, sich zu einem Gesprächspartner drehen – oder Sprache verstehen. Besonders in größeren Gruppen oder

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Bei Hörminderung leidet vor allem die zwischenmenschliche Kommunikation.

Ausgereifte Technologie: Intelligente Geräte fokussieren automatisch auf die Stimme.

Das Familienunternehmen wird in vierter Generation geführt und beschäftigt in über 220 Hörcentern in Österreich, Slowenien, Kroatien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland rund 900 Mitarbeiter. www.neuroth.at

Forschung Neuer Test

Resistenzen

Linz. Infektionen mit Antibiotikaresistenten Bakterien im Rahmen von Krankenhausaufenthalten können schwerwiegende Folgen für die betroffenen Patienten haben. Außerdem entstehen dadurch jährlich Zusatzkosten in Millionenhöhe für das Gesundheitssystem, da sich beispielsweise die Aufenthaltsdauer der betroffenen Patienten um mehrere Tage verlängert. Mit „Genspeed“ hat die oberösterreichische Firma Lambda GmbH ein System entwickelt, das in nur 75 Minuten das Vorhandensein solcher Bakterien nachweist. Im Rahmen eines Cluster-Kooperationsprojekts konnte das System nun automatisiert werden, wodurch Anwendung und Sicherheit noch einmal wesentlich verbessert werden konnten.

Erfolg aus Medizincluster „Die Möglichkeit der Schnelldiagnose hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Genesungsprozess der Patienten, sondern durch die Reduzierung möglicher Zusatzkosten auch für das Gesundheitssystem“, bekräftigt Wirtschaftslandesrat Michael Strugl den Erfolg des Clusterprojekts. Die schnelle Detektion von Spitalskeimen, insbesondere des häufig auftretenden Keims MRSA, ist wichtig: Das Bakterium tritt oft in Form von Wundinfektionen, etwa nach Operationen, auf, verlängert Aufenthalte und verursacht 1.600 € Zusatzkosten pro Tag.

„Die Vorzüge der Privatmedizin hätte ich auch gern. Aber nicht die Kosten.“

© Gesundheits-Cluster

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M E N SC H E N & KA R R I ER E N

46 – healtheconomy

Freitag, 13. Dezember 2013

Präsentation Sanofi, Wirtschaftskammer und Der Standard präsentierten gesundheitspolitischen Jahresrückblick

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Politisches Jahrbuch

Niedermeyer-Preis für Wiener Hirnforscherin

healtheconomy-Chefredakteur Martin Rümmele war Gesundheitsmanager im Monat Jänner.

© UCB Pharma

Wien. Sanofi Österreich veröffentlicht bereits zum fünften Mal das Jahrbuch „Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Österreich“. In Kooperation mit der Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich, einer Initiative der Wirtschaftskammer Österreich und der Tageszeitung Der Standard gibt das Jahrbuch einen komprimierten Überblick über Entwicklungen, Erfolge und Niederlagen innerhalb des österreichischen Gesundheitssystems. Wichtige Player der österreichischen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft unterstützen das Jahrbuch mit Beiträgen und Expertenmeinungen. Für jeden Monat wurden Gesundheitsmanager nominiert – Gesundheitsmanager des Monats September war etwa die Präsidentin der Apothekerkammer Oberöster-

Silvia Bonelli-Nauer wurde mit dem Ernst-Niedermeyer-Preis geehrt.

Wien. Der mit 8.000 € dotierte Ernst-Niedermeyer-Preis für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Epileptologie ist nun überreicht worden. Den von UCB Pharma gesponserten Preis erhielt heuer Silvia Bonelli-Nauer von der Universitätsklinik für Neurologie in Wien für ihre Arbeit mit dem Titel „Memory reorganization following anterior temporal lobe resection: a longitudinal functional MRI study“, publiziert in Brain.

MedAustron kooperiert mit japanischem NIRS

reich, Ulrike Mursch-Edlmayr. Die leidenschaftliche Unternehmerin und Apothekerin genießt das tiefe Vertrauen und die starken Beziehungen zu den Menschen, die sich aus ihrem verantwortungsvollen Beruf ergeben. Weitere Gesundheitsmanager: Ingo Raimon (Abbvie), Gabriele Grom (MSD), Rudolf Öhlinger (Senecure), Anita Frauwallner (Institut Allergosan) sowie healtheconomy-Chefredakteur Martin Rümmele.

Nachdenken und handeln Das Jahrbuch richtet sich an alle Entscheidungsträger und Interessierte, soll zum Nachlesen, -denken und Handeln anregen und somit zu einem positiven Diskurs in Sachen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft beitragen, betonte Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der WKO.

© Stefan Flechl/Sanofi

ANdreas Feiertag

Gesundheitsexperten diskutierten über die Entwicklungen im abgelaufenen Jahr.

Akkreditierung Karl Landsteiner-Einrichtung startete

Auszeichnung Wissenschaftliche Arbeiten prämiert

Krems. Nach zwei Jahren der Planung hat die Karl Landsteiner Privatuniversität (KLPU) für Gesundheitswissenschaften in Krems

Wien. Kürzlich wurden vier medizinische Forschergruppen aus Wien mit der Verleihung des TheodorBillroth-Preises der Ärztekammer für Wien sowie des Forschungsförderungspreises der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG für ihre wissenschaftlichen Anstrengungen belohnt. Drei der prämierten Arbeiten kommen aus dem Bereich der Medizinischen Universität Wien, eine aus dem Orthopädischen Krankenhaus Wien. Der erste Preis ging an Joanna Warszawska von der Universitätsklinik für Anästhesie; sie beschäftigte sich mit der Prognose schwerer Lungenentzündungen. Zweiter Preisträger ist Sebastian Farr von der Abteilung für Kinderorthopädie des Orthopädischen Spitals in

Friedrich Faulhammer (Rektor der DUK) freut sich über neues Angebot.

buch-tipp

Maria M. Hofmarcher: Das österreichische Gesundheitssystem – Akteure, Daten, Analysen. Mwv Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsges., 324 Seiten, 49,95 ¤, ISBN 3954660520.

© Ärztekammer Wien/Doris Kucera

Joanna Warszawska wurde mit dem Billroth-Preis ausgezeichnet.

Menschen, über die man spricht

Berthold Cvach Wechsel bei Astellas Pharma Wien. Der langjährige Österreich-Geschäftsführer von Astellas Pharma, Berthold Cvach (65), geht mit Jahresende in Pension. Der gelernte Pharmazeut führte das Unternehmen über 14 Jahren. Astellas Pharma Europe beschäftigt etwa 3.800 Mitarbeiter. Zusätzlich zu seinen 21 Vertriebsniederlassungen besitzt das japanische Unternehmen 14 Marketingniederlassungen, drei Produktionsstätten sowie ein Forschungs- & Entwicklungzentrum in Europa. Die österreichische Tochtergesellschaft mit Sitz in Wien beschäftigt derzeit knapp 60 Mitarbeiter. Der globale Forschungsschwerpunkt liegt auf den Bereichen Urologie, Immunologie (Transplantation, Infektionskrankheiten inkl. Virusinfektionen), Onkologie, Diabeteskomplikationen und metabolische Erkrankungen. (red)

© Astellas © APA/Georg Hochmuth

So sieht es aus Maria M. Hofmarcher hat ihr Standardwerk „Das österreichische Gesundheitssystem –Akteure, Daten, Analysen“ überarbeitet und in der neuen Auflage alle aktuellen Zahlen und Fakten zusammengetragen. Das Werk stellt die aktuelle Struktur des österreichischen Gesundheitssystems mit den ökonomischen und politischen Zusammenhängen umfassend und vor allem verständlich dar. Zudem werden die laufenden und geplanten Reforminitiativen in Österreich beschrieben und mit ihren (möglichen) Auswirkungen analysiert. Das Buch enthält umfangreiche Daten, Fakten, Definitionen und Analysen zum österreichischen Gesundheitssystem und ist eine einmalige Informationsquelle für alle Akteure, Entscheider und Gestalter im Gesundheitswesen und in der Gesundheitswirtschaft; es ist das wohl umfassendste Nachschlagewerk über das Gesundheitssystem in Österreich. (fei)

Wien Speising. Seine Arbeit bringt neue Erkenntnisse in der Diagnostik von Handgelenksschmerzen bei Kindern und Jugendlichen. (fei)

W i l he l m M ar h o l d, g enera ld irek t o r d es wiener kAV

Der Chef des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV), Wilhelm Marhold (60), zieht sich mit 31. Mai 2014 zurück. Marhold trat das Amt des Generaldirektors im März 2005 an. Als Grund für sein Ausscheiden im kommenden Jahr nannte er „persönliche Gründe“. In seine Tätigkeit fiel unter anderem die Entscheidung für den Bau des Krankenhauses Nord in Floridsdorf und die Wiener Spitalsreform. Wer Marhold nachfolgen wird, ist derzeit noch unklar.

Christoph Gisinger, unipro fessor für geriatrie, krems

Christoph Gisinger wurde dieses Jahr als Universitätsprofessor für Geriatrie an die Donau-Universität Krems berufen. In seiner Antrittsvorlesung ging er nun der Frage nach, ob die heutige Langlebigkeit Erfüllung oder Zumutung sei. Im Grunde, so Gisinger, stelle sich die Frage, ob man nicht eher „den Jahren mehr Leben“ als „dem Leben mehr Jahre“ geben sollte. Gisinger leitet das Zentrum für Geriatrie und Geriatrische Pflege an der Donau-Universität Krems.

Claudia Carriere, personalentwicklerin bei VKKJ in wien © VKKJ

Wr. Neustadt. Das gemeinsame Symposium des japanischen National Institute for Radiological Sciences (NIRS) und des Forschungs- und Therapiezentrums MedAustron war erfolgreich: Die wissenschaftliche Tagung zum Thema Kohlenstoffionentherapie lockte nicht nur die internationale Fachwelt nach Wiener Neustadt, es wurde darüber hinaus auch eine langfristige Kooperation beider Einrichtungen besiegelt.

© DUK/Reischer

Erfolg für das in der Errichtung befindliche MedAustron.

nun die Akkreditierung erhalten. Niederösterreich wolle mit der Ausbildungsstätte die Nahversorgung im Gesundheitswesen weiter verbessern und den gesundheitswissenschaftlichen Nachwuchs forcieren, erklärte der ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll. Man sei sehr optimistisch gewesen, dass die Entscheidung so falle. Daher sei auch bereits vor einigen Wochen der Studienbetrieb mit 28 Studenten aufgenommen worden. Der Lehrgang könne nun in das Bachelor-Studium Health Sciences überführt werden. Mit der Akkreditierung werden laut Pröll ab Herbst kommenden Jahres 90 weitere Studienplätze in den Richtungen Health Sciences, Neurorehabilitation sowie Psychotherapie und Beratung angeboten. (fei)

© Momentfang

© Franz Baldauf

Weitere Privatuniversität in Krems Forscher erhalten Billroth-Preis

Claudia Carrière (31) ist neue Personalentwicklerin bei der „VKKJ – Verantwortung und Kompetenz für besondere Kinder und Jugendliche“. Derzeit sind bei der VKKJ in neun Ambulatorien und einem Tagesheim 260 Ärzte, Therapeuten, Behindertenfachbetreuer sowie Behindertenpädagogen beschäftigt. Carrière ist gebürtige Niederösterreicherin; sie studierte Wirtschaftspädagogik an der WU Wien und absolvierte eine Psychologie-Ausbildung an der Universität Paris VIII.

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