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Freitag, 9. Mai 2014 – 37

Janssen-Studie zeigt, welche Faktoren das Verhalten von Patienten beeinflussen Seite 38

Jubiläum

Der Branchenverband Pharmig feierte im Palais Ferstel den 60. Geburtstag  Seite 44

Wechsel Nach Sanofi nun bei GSK

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BewuSStsein

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healtheconomy Budget entfacht neue Debatte über Reform

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Angebot Die Mitglieder des Gesundheitszentrums mediclass können nun auch beim Sport auf professionelle Unterstützung zurückgreifen, denn das größte Gesundheitszentrum Österreichs bietet ab sofort seinen Mitgliedern eine sportwissenschaftliche Betreuung der Spitzenklasse an, sagt Geschäftsführer Christoph Sauermann (Bild). Seite 39

Grippewelle Gute Nachrichten für die Krankenversicherungen, schlechte Nachrichten für die Arzneimittelbranche: In der Influenzasaison 2013/14 hat der Wiener Grippemeldedienst erstmals seit 26 Jahren keine Grippewelle verzeichnet – ein milder Verlauf wurde in ganz Europa verzeichnet.  Seite 40

Lob und Kritik Gesundheitsminister Alois Stöger sieht sich auf einem guten Weg: Trotz Spardruck im Bundesbudget können Gesundheitsleistungen aus­ gebaut werden. Die Ärztekammer ortet dennoch Einsparungen.  Seite 38 ADVERTORIAL_106Y86_4_RZ 18.03.14 18:09 Seite 1

inhalt

Healthcare > SVA will Beiträge für Selbstständige senken  38 > Betriebliche Gesundheitsförderung zeigt Wirkung  39 Pharmareport und Lifescience > Suche nach Hintermännern von Arzneifälschungen  40 > Messe austropharm meldet Wachstum  40 > CSC/Angelini setzt auf Angebote für Apotheken  41 Medizintechnik und eHealth > Apotheken rüsten mit Portal gegen Onlinehandel  42 >K  H Göttlicher Heiland schafft neuen MRT an  43

Die Zukunft der Apotheken Im Rahmen der 47. Fortbildungswoche der Apotheker in Schladming äußerte sich GEWINN-Herausgeber Prof. Dr. Georg Wailand, am Messestand von CSC/Angelini, kritisch-konstruktiv zur aktuellen Situation und der Zukunft der Apotheken.

WEIL OPTIMIERTE ABLÄUFE DAS LEBEN LEICHTER MACHEN.

„Noch ist die Welt für Apotheken in Ordnung. Die österreichische Apothekenschaft ist aber gut beraten, sich wie in der Vergangenheit erfolgreich den sich ändernden Umgang der Bevölkerung mit Gesundheitsinformationen (u. a. auch durch das Medium Internet) sowie dem erhöhten Wettbewerb (Rückgang des Kassenmarktes, Urteil des Europäischen Gerichtshofs [EuGH] zur Bedarfsplanung, Zunahme von e-Health, …) zu stellen. Auf eigenen Stärken besinnen, aktives Nutzen neuer Internetmöglichkeiten für bestimmte Produktkategorien, Kooperationen und Partnerschaften mit Großhandel und Industrie sowie ein offensives Marketing z. B. durch Medienpartnerschaften sind Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft“. PSYCHIATRIE NEUROLOGIE •ACUTIL® ® •TRITTICO

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38 – healtheconomy

Freitag, 9. Mai 2014

Gesundheitsreform I Ärztekammer ortet Einsparungen auf Kosten der Versorgung, SP sieht Ärzte als Verhinderer

KommenTar

Ärzte und Minister uneinig über die Budget-Folgen

Mammografie als Musterbeispiel

Gesundheitsminister Stöger zieht positive Zwischenbilanz und ortet zahlreiche Verbesserungen. Wien. Im Vergleich zu anderen Ländern scheint der Spardruck auf die öffentlichen Kassen in Österreich das Gesundheitswesen kaum zu treffen. Zumindest wenn man den Aussagen der Regeriungsparteien glauben darf. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) gibt sich zumindest angesichts des im Nationalrat präsentierten Budgetfahrplans der Regierung optimistisch für seine weiteren Pläne im Gesundheitsbereich: „Wir haben in den vergangenen Jahren mit der Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte, dem Beschluss der Gesundheitsreform und der Sanierung der Krankenkassen große Weichenstellungen vollzogen; diese Leistungen werden honoriert, dem Gesundheitswesen wird auch in Zukunft jedes Jahr mehr Geld zur Verfügung stehen.“

Martin Rümmele

Ä

rztekammer und die Radiologen jubeln: Sie konnten Erleichterungen beim Brustkrebsscreeningprogramm erreichen. Mit dem Programm erhalten Frauen zwischen 45 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine briefliche Einladung zur Mammografie. Frauen zwischen 40 und 44 Jahren und 70 bis 74 Jahren müssen eine Einladung anfordern. Jetzt dürfen Frauen auch mit einer Zuweisung eines Arztes direkt zum Screening. Das ermögliche, dass mehr Frauen an dem Früherkennungsprogramm teilnehmen, denn bisher sei es schleppend angenommen worden. Allerdings geht es weniger um die Patientinnen, als ums Geld. Ziel der Reform war, dass weniger Frauen untersucht werden – aber mehr Frauen, die die Untersuchung wirklich brauchen. Und die Qualität sollte verbessert werden. Bisher bekamen viele Frauen ab dem 30. Geburtstag von ihrem Arzt jährlich ein Screening verordnet, Experten kritisierten das als unnötig. Zudem gab es viele Fehlbefundungen. Die Reform erlaubt Screenings nur noch zertifizierten Zentren und nicht mehr jedem Radiologen. Wenn die Kammer diese fragt, ob weniger Frauen teilgenommen haben, ist die Antwort logisch. Sie sollte besser gleich fragen, ob die Radiologen weniger Umsatz machen und die Zahl der Fehlbefundungen zurückgegangen ist.

© panthermedia.net/Cathy Yeulet

Ina Karin SChriebl

Ärzte kritisieren Spardruck

Mehr oder weniger Geld für Ärzte und Patienten? Diese Frage spaltet derzeit Minister und Ärztekammer.

Das sei gut, denn er habe auch noch viel vor, kündigt der Minister an. Für ihn gilt es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in der Verwaltung zu sparen und nicht bei den Menschen: „Das haben wir als eines der wenigen Länder in Europa selbst in Zeiten der Krise so gehandhabt und das werden wir fortführen.“ Das Ziel sei, Doppelgleisigkeiten abzubauen, die Abläufe noch einfacher und effizienter zu machen und dabei die Gesundheitsleistungen für die Menschen weiter auszubauen. Im Gesundheitsbereich werde es keine Einsparungen, aber dafür wesentliche Reformen geben, erklärte SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger. Er freue sich über wichtige Reformen wie beispielsweise die kostenlose Hebam-

menberatung, die gratis HPV-Impfung sowie die Gratis-Zahnspange. Nicht ganz so begeistert gibt sich die Ärztekammer. Zur parallel zum Budget präsentierten Übererfüllung der Kassen-Sparziele meinte Johannes Steinhart, Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte in der ÖÄK: „Die Sozialversicherung verweigert ihren Beitragszahlern notwendige medizinische Leistungen und brüstet sich gleichzeitig damit, viel mehr Geld als nötig eingespart zu haben – das ist blanker Zynismus.“ Es sei heute oft ein Glücksspiel, ob jemand eine medizinische Leistung auf Kasse bekomme oder nicht. „Wenn der Patient Pech hat, hat der Arzt die Quote zehn Minuten vorher für einen anderen ausgeschöpft.“ Limitierungen gebe es

je nach Kasse beispielsweise beim ausführlichen ärztlichen Gespräch, beim 24-Stunden-EKG, bemängelt Steinhart.

SPÖ sieht Ärzte als Bremser Spindelberger weist die Kritik der Ärzte zurück und fragt, „welche Rolle die Funktionäre der Ärztekammer hier einnehmen werden“. Nach monatelangen Verhandlungen mit Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern zum Thema Gesundheitsreform und Brustkrebsfrüherkennungsprogramm seien Beschlüsse wieder blockiert und Patienten mit der Verbreitung von Unwahrheiten verunsichert worden. „Diese Vorgangsweise ist inakzeptabel, denn wir brauchen keine Blockierer, sondern verläss-

liche Partner“, kritisierte Spindelberger. Gesundheitsminister Stöger zieht indes eine positive Bilanz der bisherigen zweiten Amtszeit und führt wie Spindelberger an, dass in den ersten Monaten der Legislaturperiode bereits vier neue Leistungen im Gesundheitsbereich umgesetzt werden konnten: „Ein neues qualitätsgesichertes Programm zur Brustkrebsfrüherkennung, die kostenlose HPV-Impfung für Mädchen und Burschen, die gratis Hebammenberatung im MutterKind-Pass und die Zahnspange als Leistung der sozialen Krankenversicherung.“ Sein Versprechen für die Zukunft: Drängende gesundheitspolitische Fragen werden nicht auf die lange Bank geschoben, sondern Schritt für Schritt angegangen.

Gesundheitsreform II Kasse will Beiträge senken

Analyse Individuelle Merkmale des Menschen bestimmen das Gesundheitsverhalten

Debatte über SVA

Bildung und Wohlstand helfen

Wien. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) will die Krankenversicherungsbeiträge der Selbstständigen um zehn Prozent senken. Das würde für die Versicherungsanstalt zwar einen Einnahmenausfall von gut 50 Mio. € pro Jahr bedeuten, den einzelnen Versicherten aber um bis zu 500 € entlasten. Der stellvertretende Obmann Peter McDonald fordert das Sozialministerium nun auf, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. „Die vergangenen Sozialminister haben seit dem Jahr 2000 den Beitrag des Bundes zur Krankenversicherung der Pensionisten schrittweise reduziert; wenn man das Niveau des Jahres 2000 wiederherstellt, ist damit die Beitragssenkung bereits finanziert“, sagt McDonald in Zeitungsinterviews. McDonald will mit der Forderung den Mittelstand entlasten, „denn 15 Prozent unserer Versicherten zahlen bereits 50 Prozent der Beiträge“. Auf der anderen Seite will er damit auch „die finanzielle Stabilität in der Gesundheitsversorgung sichern“. Am 20%igen

Wien. Sehr differenzierte Merkmale des einzelnen Menschen bestimmen sein Gesundheitsverhalten. Das reicht von Vorsorge und Lebensstil bis hin zur Therapietreue. Dies erklärten Fachleute bei einem Hintergrundgespräch des JanssenForums in Wien. Mit Unterstützung des Pharmakonzerns wurde die Methode der Sinus-MilieuEinteilung die Einstellung verschiedener Bevölkerungsgruppen (1.000 Probanden) zu Gesundheitsfragen analysiert. An sich gibt es zehn solcher Milieus. Grob eingeteilt, handelt es sich um eher traditionell agierende Personen (etwa 20%). Hinzu kommen die „moderne Unterschicht“ (ebenfalls etwa 20%), die „neue Mitte“ (25%) und etwa 35% der Bevölkerung, welche dem „gehobenen Milieu“ angehören. Janssen-Österreich-Geschäftsführer Erich Eibensteiner nannte dazu Beispiele: Ein Viertel der traditionell agierenden Personen nimmt Vorsorgeuntersuchungen nicht in Anspruch. Die zu den gehobenen Milieus gehörenden „Performer“ hingegen lassen sich zu 40% jährlich untersuchen.

SVA-Vizeobmann Peter McDonald will Unternehmer weiter entlasten.

In zahlreichen Studien, auch in solchen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sei belegt, dass nur rund 50% der Patienten auch wirklich therapietreu seien. Die „Traditionellen“ würden dies zu 65% tun, die „Hedonisten“ (moderne Unterschicht) nur zu 32%. Auf alle diese Unterschiede sollte das Gesundheitswesen eigentlich eingehen, um seine Effizienz zu erhöhen, meinte dazu der NÖ-

© Janssen

© SVA

Selbstbehalt, den Selbstständige ebenso wie Beamte und Bauern beim Arztbesuch zahlen, will die SVA allerdings festhalten. Das Sozialministerium wies die Forderung umgehend zurück. Sie wäre korrekterweise an das zuständige Finanzministerium zu richten, denn diese Forderung stelle nichts anderes dar, als dass die Kassen durch eine weitere Belastung der Steuerzahler saniert werden.  (iks)

Janssen-Manager Erich Eibensteiner sieht Gesundheitsreformer gefordert.

Patientenanwalt Gerald Bachinger. Auch die aktuelle Gesundheitsreform täte gut daran, die geplanten zukünftigen Angebote in der medizinischen Versorgung darauf auszurichten; hier gebe es allerdings noch deutliche Kommunikationsmängel und fehlende Transparenz.

Bessere Kommunikation Dass die Hinwendung zum einzelnen Patienten statt des sprichwörtlichen „Scherens über einen Kamm“ (Eibensteiner) immer wichtiger wird, das stellt sich für den Wiener Onkologen und Psychoanalytiker Alexander Gaiger (Universitätsklinik für Innere Medizin I/MedUni Wien im AKH) als eine spezielle Herausforderung bei Krebspatienten dar. „Bis Mitte der 2020er-Jahre wird die Zahl der jährlich Neuerkrankten von 36.000 auf rund 50.000 Personen steigen, die Zahl der mit Krebs lebenden Menschen von derzeit rund 300.000 auf 500.000. Wir werden aber auch viel mehr Patienten viel häufiger sehen.“  (rüm)


H E A LTH : C A R E

Freitag, 9. Mai 2014

healtheconomy – 39

Versorgung Gesundheits- und Ärztezentrum mediclass baut Angebote im Bereich Sport, Training und Bewegung mit Top-Experten aus

mediclass erweitert Angebote Martin Rümmele

Wien. Die Mitglieder des Gesundheitszentrums mediclass können nun auch beim Sport auf professionelle Unterstützung zurückgreifen, denn das größte Gesundheitszentrum Österreichs bietet ab sofort seinen Mitgliedern eine sportwissenschaftliche Betreuung der Spitzenklasse an: Heinrich Bergmüller, Trainer und Leistungsdiagnostiker, trainierte nicht nur Skistar Hermann Maier, sondern neben zahlreichen Skirennläufern und Topstars anderer Sportarten führte er auch einige Olympioniken zu Gold. „Der umfassende und innovative Ansatz von mediclass hat mich sofort überzeugt. Privatmedizin zum Kassentarif anzubieten, ist revolutionär und eröffnet jedem, der fit und gesund sein will, völlig neue Möglichkeiten; ich wollte hier unbedingt meinen Beitrag leisten“, sagt Bergmüller. Dem Leistungsdiagnos-

Prävention Arbeitsklima

Gesunde Jobs

Wien. Dauerstress kann krank machen. Aus diesem Grund sind Arbeitgeber seit einem Jahr verpflichtet, nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. „Die Botschaft ist in den Betrieben angekommen“, sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) nun bei einer Pressekonferenz in Wien. Anhaltender Stress am Arbeitsplatz ist ein besonders häufiger Grund für lange Krankenstände. Sie fallen mit durchschnittlich 31,9 Tagen ungefähr dreimal so lang aus wie Krankenstände, die durch körperliche Beschwerden verursachte werden. Krankmacher sind Zeitdruck, Multitasking, Lärm, schlechtes Arbeitsklima und mangelnde Organisation.

tiker steht der erfahrene Sportwissenschaftler und aktive Triathlet und Ultraläufer Harald Fritz zur Seite. Der Spezialist für Trainingsplanung, Bewegungsanalysen und die richtige Ernährung beim Sport sorgt dafür, dass nicht nur Kilos schmelzen, sondern auch ambitionierte Ziele erreicht werden. Sportwissenschaftler Fritz: „Hobbysportler, die ihr Training richtig anlegen und auf die richtige Ernährung achten, können unglaubliche Ziele erreichen. Wenn es keine gesundheitlichen Kontraindikationen gibt, ist es für jeden möglich, einen Marathon oder einen Triathlon zu laufen. Wichtig ist die sorgfältige

und gesundheits-orientierte Vorbereitung.“ Sandrina Illes, selbst Spitzensportlerin (Duathlon, Leichtathletik), bietet wiederum unter anderem Laufanalysen, Barfuß- und Techniktrainings sowie Trainingsbetreuung an.

Kooperation mit Hervis Das neue Service steht den Mitgliedern von mediclass ab sofort zur Verfügung. „Schon ab 36,90 Euro pro Monat ist man dabei und bekommt neben einer sportwissenschaftlichen Betreuung Zugang zu über 50 Ärzten und Therapeuten“, sagt mediclass-Geschäftsführer

Christoph Sauermann: „Unsere Mitglieder achten auf ihre Gesundheit und sind meist sehr sportlich. Mit Top-Profis aus dem Spitzensport wie Heinrich Bergmüller, Harald Fritz und Sandrina Illes bieten wir nun allen Sportlern in Österreich ein einzigartiges Angebot zu einem unschlagbaren Preis. Diese Weiterentwicklung des Angebotes war also nur eine logische Fortsetzung unseres bisherigen Weges.“ Das Angebot hat nun auch die Sportartikel-Kette Hervis überzeugt; in allen Wiener Filialen gibt es ab sofort eine Spezialberatung zur neuen sportwissenschaftlichen Betreuung von mediclass.

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Mitgliedschaft im größten Zentrum Österreichs ermöglicht privatmedizinische Betreuung zu Kassentarifen.

mediclass-Geschäftsführer Sauermann freut sich über neues Service.

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Weniger Arbeitsunfälle Die Gesundheit der Mitarbeiter sei den Unternehmen ein großes Anliegen, sagt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer. „Gesunde Mitarbeiter tragen nicht nur zur verbesserten Produktivität bei, sondern werden auch seltener krank und bleiben länger im Arbeitsleben.“ In Österreich ist nicht nur die Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen hoch. „Fakt ist auch, dass die Krankenstands-Zahlen hierzulande langfristig stabil geblieben sind.“ Gesunken ist hingegen sogar die Zahl der Arbeitsunfälle – um 2.363 auf 93.877, meldet die AUVA. (iks)

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Ph a r m a : r e p or t

40 – healtheconomy

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Q1: Pfizers Einnahmen sind weiter gesunken London. Bei Großbritanniens führendem Pharma-Konzern GlaxoSmithKline (GSK) sanken im ersten Quartal die Einnahmen um 10% auf 6,8 Mrd. €; bereinigt um Währungsschwankungen, betrug das Minus noch zwei Prozent.

Freitag, 9. Mai 2014

Pharmabranche Industrie und Handel beklagen schwaches Geschäft mit Grippe- und Erkältungsmedikamenten

Warmer Winter: Umsätze der Apotheken schmelzen Erstmals seit 26 Jahren gab es offiziell keine Grippewelle, Krankenkassen sparten so Millionen. Martin RÜmmele

Leverkusen. Sparschritte bei Kunststoff, neue Arzneien und ein guter Start in der Agrarchemie haben Bayer heuer beflügelt. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn ist im ersten Quartal um 11,6% auf 2,74 Mrd. € gestiegen.

Q1: Sanofi kämpft mit Rückgängen

Wien. Gute Nachrichten für die Krankenversicherungen, schlechte Nachrichten für die Arzneimittelbranche: In der Influenzasaison 2013/14 hat der Wiener Grippemeldedienst erstmals seit 26 Jahren keine Grippewelle verzeichnet. Ein milder Verlauf wurde in ganz Europa verzeichnet. „Dass nicht einmal die Schwelle erreicht wird, die zur Ausrufung der Grippewelle führt, ist äußerst selten“, sagte Ursula Karnthaler, die Leiterin des Bereichs Infektionsvorsorge in der MA 15 (Gesundheitsdienste), gegenüber der Austria Presse Agentur.

© Sanofi

Rückgang von 23 Prozent

Der Pharmariese Sanofi verdiente zu Jahresbeginn weniger.

Paris. Schwierigkeiten im Geschäft mit Impfstoffen machen dem französischen Pharmakonzern Sanofi zu schaffen. Das Unternehmen verdiente im ersten Quartal 1,5 Mrd. €, das sind 3,2% weniger.

Q1: Merck & Co ­meldet Gewinnplus New York. Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat das erste Quartal mit einem Gewinnplus abgeschlossen. Der Überschuss stieg um 7% auf 1,2 Mrd. €, der Umsatz sank wegen negativer Währungseffekte und der Generikakonkurrenz um 4 %.

So wurde in Wien die Marke von 10.000 Neuerkrankungen pro Woche – ab da wird eine Grippewelle ausgerufen – in dieser Influenzasaison nicht überschritten. Der stärkste Anstieg der registrierten Neuerkrankungen wurde mit 9.900 Erkrankten Mitte Februar erreicht. Stark gesunken ist ebenso die Zahl der Gesamterkrankungen von Oktober 2013 bis April 2014. Mit 193.300 ist es ein Rückgang von rund 23% im Vergleich zur Saison 2012/13, wo noch 250.000 Fälle an Grippe und grippalen Infekten verzeichnet wurden. Wien ist kein Einzelfall: In ganz Österreich war während der gesamten Grippesaison nur eine moderate Influenzavirusaktivität nachweisbar. Das passt auch zum gesamteuropäischen Trend, der eine langsame und teilweise veränderte Ausbreitung der Influenza zeigte. „Vermutungen über die Ursachen für die moderate Influenzasaison in Europa reichen von dem milden Winter bis hin zu einer bereits hohen präexistierenden Immunität

© panthermedia.net/Evgeniya Porechenskaya

Q1: Bayer verdiente mit Chemie und Arznei mehr

Auch die Unternehmen dürften vom warmen Winter profitiert haben: Die Krankenstände durch Grippe und Co gingen zurück.

gegen Viren des Subtyps A(H1N1) pdm09 bei Kindern und Jugendlichen“, hieß es in der „Virusepidemiologischen Information“ des Departments für Virologie der Medizinischen Universität Wien. In den USA und in Kanada, wo ein sehr kalter Winter herrschte, wurde hingegen eine starke Aktivität des Subtyps verzeichnet. Betroffen hat die Entwicklung aber nicht nur die Hersteller von Grippe-Impfstoffen und -Medikamenten, sondern auch Unternehmen, die rezeptfreie Produkte für den Bereich Erkältungskrankheiten produzieren. Dieses Segment ist mit Abstand der größte Bereich im OTC-Markt. So entfiel etwa der Löwenanteil der abgesetzten

Präparate im Vorjahr mit einem Marktanteil von 21,8% und einem Wachstum von 13,3% auf knapp über 150 Mio. € auf Husten- und Erkältungsmittel, berichtet das Marktforschungsunternehmen IMS Health.

Minus im OTC-Bereich Im Bereich homöopathischer Medikamente entfielen 2013 sogar 25,7% aller verkauften Packungen auf die Kategorie „Husten- und Erkältungsmittel“. 2013 ging das auf die ungewöhnlich lang anhaltende Erkältungswelle in diesem Jahr zurück, die im Jänner einsetzte und bis ins zweite Quartal hinein andauerte. Nun war es umgekehrt:

Der Umsatz des OTC-Arzneimittelmarkts war im ersten Quartal mit Minus 1,2% leicht rückläufig – zum Leidwesen auch der Apotheker, die wie berichtet schon im Frühjahr mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hatten Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) betonte die Bedeutung des Grippemeldedienstes als Frühwarnsystem und riet, das schwache heurige Jahr nicht zum Anlass zu nehmen, auf Impfungen zu verzichten: „Dieses Jahr ist eine große Grippewelle zum Glück ausgeblieben, aber das heißt nicht, dass wir bei der Vorsorge nachlassen. Auch nächsten Herbst wird es daher wieder eine Grippeimpfaktion geben.“

Pharmahandel Roche fordert Klärung, wie Fälschungen in Spitäler gelangen konnten

austropharm wuchs

Suche nach Fälschungen läuft

Wien. Das sind Fachmessen, die bei allen Beteiligten Freude aufkommen lassen: War schon bei der vorangegangenen Ausgabe der austropharm im Jahre 2012 eine bis dahin unerreichte Rekordmarke bei der Anzahl der Fachbesuchererreicht worden, so versetzte die diesjährige austropharm, die Ende April in der Messe Wien stattfand, Organisator Reed Exhibitions und die 147 Aussteller aus dem In- und

Wien/Graz. Die Affäre rund um gefälschte Krebs- und RheumaMedikamente, die über deutsche Parallelimporteure in die legale Lieferkette gelangt sein könnten, beschäftigen in Österreich neben der Arzneimittelaufsicht die Spitalserhalter in zumindest sechs Bundesländern. Gefunden wurde bisher noch nichts. „Wir haben alle Bundesländer außer Kärnten, Oberösterreich und den KAV in

Aussteller und Veranstalter zeigen sich zufrieden mit der austropharm.

Ausland in gute Stimmung. Insgesamt 4.384 Fachbesucher frequentierten die einzige Fachmesse Österreichs für die Pharmabranche; das entspricht einer Steigerung um 31,8%.

Gelungene Zusammenarbeit „Die ‚austropharm‘ ist eine Fachmesse-Erfolgsstory. Sie ist eine überaus attraktive Veranstaltung mit starken Partnern, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit“, sagt Johann Jungreithmair, der die austropharm als „Musterbeispiel für die enge und flexible Zusammenarbeit zwischen ausstellender Branche, Verbänden und Messeveranstalter“ bezeichnet. Gernot Blaikner, themenverantwortlicher Leiter des Geschäftsbereichs Messen bei Reed Exhibitions, fügt hinzu: „Die austropharm ist eine maßgeschneiderte Fachmesse für Unternehmer und deren Mitarbeiter aus dem pharmazeutischen Bereich, aber auch vielen anderen Bereichen des Gesundheitswesens; der Zweijahresrhythmus entspricht den Erfordernissen der Branche.“  (rüm)

Wien beliefert“, erklärte die Geschäftsführerin der Grazer Axeleris Pharma GmbH, Andrea ExnerRabensteiner, im APA-Gespräch. Das Unternehmen packt Ware der deutschen Haemato Pharm GmbH um und liefert auch an österreichische Kliniken; diese versuchen, so Geld zu sparen. Während einzelne Kliniken bzw. Abteilungen von Spitälern auf Parallelimport-Arzneimittel verzich-

ten – an der Universitätsklinik in Graz wurde das zum Beispiel für onkologische Präparate laut Hintergrundinformationen vor etwa einem Jahr ausgeschlossen –, war das bei anderen Spitälern nicht der Fall. Die AGES Medizinmarktaufsicht nannte am Mittwoch 20 potenziell verdächtige Chargen an aus Italien stammendem Herceptin, die ausschließlich über Haemato Pharm und die deutsche Inopha GmbH vertrieben worden seien; ob sich darin auch Fälschungen befanden, ist unklar.

Aufklärung gefordert

© panthermedia.net/Yuriy Klochan

© Reed Exhibitions Messe Wien/Andreas Kolarik

Messe Branchenveranstaltung meldet 31,8% Plus

Bisher sind in heimischen Kliniken keine gefälschten Medikamente aufgetaucht.

Während also die Spitäler und Behörden noch nach Fälschungen suchen, fordert der Geschäftsführer eines der betroffenen Herstellerunternehmen, Roche AustriaManager Wolfram Schmidt, dass auch geprüft werden müsse, wie die Fälschungen überhaupt passieren und in die Vertriebskette gelangen konnten. Dahinter stecke viel kriminelle Energie und das sei aufzuklären, fordert er im healtheconomy-Gespräch. (APA/rüm)


Ph a r m a : r e p or t

Freitag, 9. Mai 2014

healtheconomy – 41

Pharma CSC/Angelini lebt das etwas andere Geschäftsmodell in der Zusammenarbeit zwischen Apotheken und Industrie

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Angebote für Apotheken

OLG-Urteil gegen Awarenesskampagne

dukten diese Chance nutzen.“ CSC/ Angelini setzt im OTC-Segment vor allem auf drei strategische Bereiche: Erkältung („Tantum Verde“, „Fluimucil“ und „Tantum Protect“), Wundheilung („Bionect“) sowie Kognition und Ernährung („Acutil“). Neben dem Portfolio-Management vertraut das Unternehmen auf eine effiziente, hauseigene Logis-tik sowie eine gute Betreuung der Kunden in der Region vor Ort. „Wir sind immer bestrebt, die Kundenbedürfnisse zu erfassen und bestmöglich zu erfüllen.“ Eine rezente Umfrage zur Kundenzufriedenheit belege den Erfolg von CSC/ Angelini: Von 217 befragten Apotheken vergaben 77% in puncto Zufriedenheit mit der Betreuung vor Ort die Schulnote 1. Die fachliche Beratung ergab eine Zufriedenheit von fast 100%.“

Wien. Das Pharmaunternehmen CSC/Angelini blickt auf ein erfolgreiches Vorjahr zurück: Das Unternehmen konnte auch 2013 in Österreich ein zweistelliges Wachstum verbuchen. Um die derzeit fehlende Wachstumsdynamik im Kassenmarkt (Rx) zu kompensieren, setzt CSC/Angelini vor allem auf freiverkäufliche OTC-Produkte und hier insbesondere auf die Kooperation mit Apotheken, die aktuell mit zwei Herausforderungen zu kämpfen haben: „Die Rx-Umsätze sind aufgrund des Preisdrucks der Generika zurückgegangen, und diese Entwicklung wird sich auch fortsetzen. Patentabläufe von weiteren Blockbustern wie Cipralex oder Avelox stehen 2014 bevor“, sagt Peter Wimmer, Country Manager bei CSC/Angelini. Zusätzlich zu den sinkenden Kassenumsätzen und -spannen seien die Apotheken mit steigenden Kosten für Personal und Energie sowie einem erhöhten Aufwand aufgrund des Versorgungsauftrags (Nacht- und Wochenenddienst, Betreuung von Suchtkranken) konfrontiert. Unter diesem Aspekt haben sich die Margen der Apotheken zuletzt negativ entwickelt. Auf Initiative von CSC/Angelini hat GewinnHerausgeber Georg Wailand unlängst kritisch-konstruktiv zur aktuellen Situation und der Zukunft der Apotheken Stellung bezogen:

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Mathieu Völker

Gewinn-Herausgeber Georg Wailand und Peter Wimmer, CSC/Angelini (v.li.).

„Noch ist die Welt für Apotheken in Ordnung; die österreichische Apothekenschaft ist aber gut beraten, sich wie in der Vergangenheit erfolgreich dem sich ändernden Umgang der Bevölkerung mit Gesundheitsinformationen, etwa durch das Internet, sowie dem erhöhten Wettbewerb zu stellen.“ Ein Besinnen auf die eigenen Stärken, ein aktives Nutzen neuer Internetmöglichkeiten für bestimmte Produktkategorien, Kooperationen und Partnerschaften mit Groß-

handel und Industrie sowie ein offensives Marketing etwa durch Medienpartnerschaften seien Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft. „Hier sehen wir eine Chance – zusätzlich zum Rx-Geschäft, das wir erfolgreich in den Bereichen ZNS, Schmerz, Infektiologie, Gynäkologie sowie Onkologie positioniert haben –, unser OTC-Portfolio zu forcieren“, ergänzt Wimmer. „Wir wollen gemeinsam mit den Apothekern mit guten Pro-

Persönliche Kontakte „Eine Besonderheit von CSC/Angelini ist, dass sich die Programme nicht nur auf Public Relations und Konditionen beschränken, sondern alle vier P´s – also Product, Price, Place und Promotion – heranziehen, um auch den Rausverkauf aus den Apotheken zu fördern.“ Dies zeigt sich etwa am aktuellen Kooperationsbeispiel der Auslagen-dekoration. „Wir investieren hier viel Zeit und Energie, um langfristig gute Lösungen für die Partnerschaft mit den Apotheken anzubieten.“

© APA/Roland Schlager

„Hidden Champion“ aus dem Weinviertel will Apotheken in Veränderungsprozessen unterstützen.

Das Oberlandesgericht Wien verurteilte Pfizer und den Impfverband.

Wien. Der Verein für Konsumenteninformation hat in einer Klage gegen den Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) und das Pharmaunternehmen Pfizer vom OLG Wien Recht bekommen. Demnach handelt es sich bei einer Awarenesskampagne in Sachen Pneumokokken um unzulässige Arzneimittelwerbung. Das Urteil in zweiter Instanz ist nicht rechtskräftig, Pfizer will es prüfen lassen; es weiche zur Gänze vom Urteil des Handelsgerichts ab, in dem alle Maßnahmen als zulässig und korrekt angesehen wurden, teilt das Unternehmen mit. Der VKI hatte gegen die seiner Ansicht nach unzulässige Bewerbung eines Pneumokokken-Impfstoffs von Pfizer geklagt. Konkret ging es um Inserate in Publikumsmedien, in denen nur die Erkrankung genannt und ärztliche Information empfohlen wurde; der Impfstoff selbst wurde gleichzeitig aber in der Apothekerund der Ärztekrone beworben, wie der VKI erläuterte.

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42 – healtheconomy

Video-Dolmetscher sind nun online Wien. Die Österreichische Plattform Patientensicherheit startete im September 2013 das erste österreichische Projekt zum Thema „Videodolmetschen im Gesundheitswesen“ (www. videodolmetschen.at). Aufgrund des großen Erfolgs wurde die Betreibergesellschaft E-Dolmetsch GmbH gegründet, die seit April nun diese zertifizierte, standardisierte und für alle Gesundheits-, Sozial- und Verwaltungseinrichtungen offene Dienstleistung anbietet: Die bereits integrierten 150 Dolmetscher schalten sich innerhalb von 120 Sekunden auf praktisch jedes Endgerät zu.

Healthcare: Siemens erhält IT-Großauftrag

Liberalisierung EU öffnet im kommenden Jahr den Markt für Arzneimittel-Versandhandel komplett

Apotheken rüsten sich ­gegen Online-Konkurrenz Apothekerverband startet Plattform „apodirekt.at“ und will mit „Click and Collect“-System punkten. Martin Rümmele

Wien. Das in Österreich nach wie vor gültige Versandhandelsverbot von rezeptfreien Medikamenten hätte nach den Plänen der EU eigentlich schon heuer fallen müssen. Aufgrund der langwierigen Zertifizierungsverfahren und einer technischen Lösung zur Kontrolle der Onlineversandhändler dauert es aber bis 2015. Die heimischen Apotheken, die schon seit Längerem ausländische Konkurrenz aus dem Internet haben, starten nun ein Webportal namens „apodirekt.at“. Kunden können dort Medikamente reservieren und dann in der Apotheke abholen lassen.

© Siemens

Hälfte der Apotheken dabei

Das Siemens KIS „Soarian Clinicals“ wird in den Niederlanden installiert.

Wien. Der Siemens-Sektor Healthcare erhielt von den niederländischen Unikliniken Erasmus University Medical Center Rotterdam und University Medical Center Groningen jeweils einen Auftrag zur Lieferung, Implementierung sowie Wartung und Instandhaltung des Krankenhausinformationssystems (KIS) Soarian Clinicals inklusive elektronischer Patientenakte (EPA). Mit einem Volumen von mehr als 50 Mio. € ist das einer der größten bisher an Siemens vergebenen Healthcare-IT-Aufträge. Die Vertragslaufzeit für beide Krankenhäuser beträgt zehn Jahre. Bereits im April begann die Installation, Ende 2015 sollen die Systeme laufen.

Rund 700 der 1.340 österreichischen Apotheken machen mit, teilte der Apothekerverband beim Start mit. Die Internetseite soll Kunden einerseits über Medizinprodukte informieren, andererseits können sie sich ihren Warenkorb an Kosmetika, rezeptfreien Pillen und Co. online zusammenstellen, den sie dann bei der Apotheke ihrer Wahl abholen. Die Reservierung gilt für sieben Tage, sobald die Waren da sind, gibt es ein SMS oder eine Mail. Man kennt das System bereits im Elektrohandel, wo es etwa vom Handelsriesen Mediamarkt/ Saturn erfolgreich eingesetzt wird. Handelsexperten bezeichnen das System als „Click and Collect.“ Es wird von Kunden laut Umfragen vor allem deshalb geschätzt, weil man in Ruhe auswählen kann, sich dann aber die Versandkosten erspart. „In unserem Fall bekommt ein Kunde das Produkt dann aus der Hand einer fachkundigen Person,

© Österreichischer Apothekerverband/APA-Fotoservice/Tanzer

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Freitag, 9. Mai 2014

Apothekerverbands-Präsident Müller-Uri (re.) und seine Kollegen wollen mit „apodirekt.at“ dem Versandhandel die Stirn bieten.

die er noch zur Anwendung befragen kann. Die flächendeckende Verteilung, die eingespielte perfekte Logistik und die Kompetenz vor Ort sind die idealen Voraussetzungen für dieses System“, betont Verbandspräsident Christian Müller-Uri. Sein Ziel: „Die Apotheker zeigen Präsenz im Internet, informieren über ihre Leistungen, ihr Service und ihre Kompetenz.“ Und: Die Apotheke kann das riesige Sortiment präsentieren, auch wenn dieses nicht auf Lager ist; das ist besonders für kleine Apotheken ideal. Schon jetzt leiden die Apotheken trotz Verbots im Inland unter der Online-Konkurrenz. Die Österreicher werden – sehr zum Missfal-

Bildung Digitale Technik verändert Gesundheitssystem

len der angestammten Apotheken – von vier Online-Apotheken aus dem EU-Ausland beliefert. Laut einem Vergleich der Plattform medikamentenpreise.at von voriger Woche sind rezeptfreie Medikamente im Versand um bis zu 50% billiger. Sie dürfen aber nur in Österreich zugelassene und registrierte Produkte in Orginalverpackungen versenden.

Preisdruck verschärft sich Sehr zu Missfallen der Hersteller von OTC-Arzneimitteln. Denn die Versandhändler beziehen die Produkte vor allem über Großhändler oder Netzwerke von Apotheken, werden aber – so versichern die

Hersteller – nicht direkt beliefert. Der Grund für den Unmut der Hersteller: Die niedergelassenen Apotheken als Stammkunden sind nicht begeistert, wenn die Produkte ihrer Lieferanten billiger im Onlinehandel auftauchen. Der Preisdruck dürfte sich allerdings in Zukunft sogar verschärfen. Mit der Liberalisierung des Versandhandels dürften neben den bereits etablierten Online-Händlern wie etwa der Schweizer Versandapotheke „Zur Rose“, die mit der Drogeriekette „dm“ kooperiert, weitere Anbieter auf den Markt drängen, meinen Branchenkenner. So könnten sich auch Lebensmittelketten stärker im Gesundheitssegment engagieren.

Innovation Philips Healthcare stellt mit „Motiva“ eine neue Telemedizin-Lösung vor

Medizin wird binärer Krankenpfege per Fernseher St. Pölten. Ab dem Wintersemester bietet die FH St. Pölten erstmals den berufsbegleitenden Masterstudiengang Digital Healthcare an. Die Ausbildung verbindet Medien-, Informations- und Kommunikationstechnologien mit dem technisch-integrierten Gesundheitswesen insbesondere in den Bewegungswissenschaften. Am 1. April begann der neue Studiengangsleiter Helmut Ritschl seine

Wien. Philips stellt ein System zur telemedizinischen Versorgung chronisch Kranker vor: „Motiva“ ist eine interaktive Kommunikationsplattform, die die Patienten via Fernseher mit ihren medizinischen Betreuern verbindet. Telemedizinplattformen wie Motiva sollen die Lebensqualität chronisch kranker Menschen erhöhen und gleichzeitig die Eskalation von Krankheiten in vielen Fällen vermeiden.

Arbeit an der FH. Er hat Radiologietechnologie, Medienpädagogik, Wissensmanagement und Gesundheits- und Pflegewissenschaften studiert. Ritschl arbeitete als Radiologietechnologe am Krankenhaus Wr. Neustadt, unterrichtete an der radiologisch-technischen Akademie Wr. Neustadt und war zuletzt Lektor, Modulbetreuer und Projektleiter an der FH Wr. Neustadt im Bereich Nuklearmedizin und Strahlentherapie.

Die Alterung der Gesellschaft, Ärztemangel auf dem Land sowie der steigende Kosten- und Effizienzdruck in Krankenhäusern verlangen nach neuen Lösungsansätzen in der Gesundheitsversorgung. Insbesondere die laufende Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen sowie mögliche Notaufnahmen und Krankenhausaufenthalte, wenn Therapien nicht eingehalten werden, bedeuten Kos-

Helmut Ritschl ist neuer Studienleiter an der Fachhochschule St. Pölten.

Smartphones und Tablets samt Apps werden künftig nützliche und weitreichende Dienste bei der medizinischen Versorgung leisten. Tools für chronisch Kranke, Online-Medikamenten-Checks oder regelmäßige Vitalparameterkontrollen via digitaler Technologien sind erst der Anfang einer grundlegenden Veränderung. Der interdisziplinäre Master-Studiengang Digital Healthcare bildet berufsbegleitend für dieses neue Feld aus und verbindet Gesundheitsberufe und digitale Technologien. (fei)

Novum in Österreich

© AAL Austria/APA-Fotoservice/Preiss

© privat

Interdisziplinäres Modul

ten in Millionenhöhe für das österreichische Gesundheitssystem; die Telemedizin gilt unter Experten als Hoffnungsträger zur Bewältigung dieser Herausforderungen. „Mit der Entwicklung innovativer Lösungen wie ‚Motiva‘ können wir die Lebensqualität chronisch kranker Menschen verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zur effizienteren Patientenversorgung leisten“ erklärt Robert Körbler, Generaldirektor Philips Austria und Geschäftsführer Philips Healthcare.

Robert Körbler, Generaldirektor Philips Austria, setzt auf Innovationen in Telemedizin.

Studien belegten deutliche Zeitersparnisse in der Behandlung, frühere und bessere Diagnosen sowie sinkende Krankenhausaufenthalte und Mortalitätsraten. Im Gegensatz zu Ländern wie den USA und Großbritannien ist der Einsatz breitflächiger und dauerhafter telemedizinischer Lösungen in Österreich allerdings ein Novum. Die Entwicklung von Lösungen für das telemedizinische Gesundheitsmanagement ist seit über 15 Jahren ein Schwerpunkt von Philips. (fei)


M e d : te c h

Freitag, 9. Mai 2014

Diagnostik Investition in neueste Generation der Magnetresonanz-Tomografie

Patientenkomfort ulli moschen

Wien. Dem Krankenhaus Göttlicher Heiland steht seit Kurzem ein Magnetresonanz-Tomograf der neuesten Generation zur Verfügung. Der 3.0 Tesla MRT aus dem Hause Siemens punktet nach Angaben der Klinik mit einer Vielzahl von Neuerungen. Das verbesserte bildgebende Verfahren erlaubt eine genauere und raschere Erfassung der Ergebnisse, die einfache Bedienung verkürzt ebenfalls die Untersuchungszeiten.

Genauere Ergebnisse „Mit dem 3.0 Tesla MRT sind noch genauere Untersuchungsergebnisse möglich“, erklärt Wolfgang Schima, MRT-Experte und Radiologie-Vorstand im Krankenhaus Göttlicher Heiland. „Besonders Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall profitieren davon,

aber auch Gefäßerkrankungen, Erkrankungen von Leber, Pankreas oder der Prostata lassen sich nun besser darstellen. Denn der neue MRT zeigt Strukturen und bereits Frühstadien von Erkrankungen perfekt bis ins Detail.“ Die hohe Energieeffizienz wird unter anderem durch niedrigere Betriebskosten gewährleistet. Eine weitere Patientenöffnung und ein deutlich geringerer Geräuschpegel sorgen für Patientenkomfort. Das Krankenhaus Göttlicher Heiland, ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe, ist ein Akutspital, das auf die Behandlung von älteren Menschen spezialisiert ist.

© KH Göttlicher Heiland

Energieeffizienz im KH Göttlicher Heiland.

Modernste Diagnostik und höherer Pa­ tientenkomfort mit dem 3.0 Tesla MRT.

healtheconomy – 43

Innovation Schonende Fettmessung per Ultraschall

Bedenkenloses Mess-System Graz. Die Grazer Forscher rund um den Biophysiker Wolfram Müller haben an der medizinischen Universität Graz ein Mess-System zur genauen Bestimmung der Körperfettverteilung entwickelt, das auf Ultraschallmessung basiert. Müllner hält die zahlreichen in den vergangenen Jahren entwickelten Messverfahren zur Bestimmung des Körperfettanteils für zu ungenau, wie etwa die Messung von Hautfalten zur Bestimmung des Fettanteils. Auch „der Body-Mass-Index (BMI) ist nicht in der Lage, das Verhältnis zwischen Fett- und Muskelmasse darzustellen“, erklärt Müller. Die an der Grazer Medizinuni entwickelte Mess-Methode kommt ohne Verwendung belastender ionisierender Strahlung aus. Sie basiert auf Ultraschall und misst berührungslos und nicht invasiv

die Dicke von Fettschichten und der darin eingebetteten Bindegewebe zehntelmillimetergenau.

Olympisches Komitee Der Ultraschall wird in das Gewebe eingestrahlt und an verschiedenen Gewebeschichten reflektiert. Mithilfe eines speziellen ComputerProgramms können die Schichtdicken des subkutanen Fettgewebes und die in diese Schichten eingelagerten fibrösen Strukturen vermessen werden. Müller versichert, dass die Methode sogar bei Neugeborenen angewendet werden kann. Zurzeit nutzt bereits das Internationale Olympische Komitee (IOC) das neue Messsystem, um Profile von leichtgewichtigen Sportlern zu erstellen. (um)

Actelion - Ihr Ansprechpartner in der Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH)

Chirurgie Stents helfen

Aortenschaden Wien. Durch die Weiterentwicklung von Gefäßstützen, sogenannten Stents, könnte die Mortalität bei Aortenschäden deutlich verringert werden, insbesondere bei der Aortendissektion Typ B, einer akut auftretenden Zerfaserung der Wand der Aorta im Bereich der Brust, die zu einer Aneurysmabildung und Durchblutungsstörungen wichtiger Organe führen kann. Bisher wurde wenig erfolgreich medikamentös oder mit einer risikoreichen offenen Chirurgie behandelt.

Lebe das Heute. Mit Vertrauen ins Morgen.

FUTURE. FORWARD.

Hohe Dunkelziffer Afshin Assadian, Gefäßchirurg am Wiener Wilhelminenspital, geht von einer hohen Dunkelziffer von Betroffenen aus und setzt auf die neuen Stents.  (um)

Kärnten Synergien

Laborfusion Klagenfurt. Bis 2018 sollen die Laboreinrichtungen des Landes Kärnten endgültig zum Institut für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt (ILV) zusammengeführt werden. Man verspricht sich davon eine Verschlankung der Verwaltung und die Konzentration auf die fachlichen Aspekte der Laborarbeit. Gunther Vogl, provisorischer Leiter des ILV-Kärnten, erhofft sich außerdem Einsparungen von rund 5% „durch den Abbau von Doppelgleisigkeiten bei der Geräteausstattung und das ab sofort zusammengeführte Bestellwesen von Verbrauchsmaterialien“.

www.ruhigatmen.at www.actelion.com

Gesundheitsreferentin Beate Prettner denkt noch weiter: „Zudem ermöglicht die Positionierung des ILV-Kärnten als einheitliche Ansprechstelle für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umweltanalytik im südösterreichischen Raum die große Chance, Kooperationen auch außerhalb der Landesgrenzen im Alpen-AdriaRaum zu ermöglichen.“ (um)

Actelion Pharmaceuticals Austria GmbH Leonard-Bernstein-Straße 10 | A-1220 Wien

038 / 05 2014

Grenzübergreifend


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

44 – healtheconomy

short

PMCA-Impuls in Wien mit Fleck und Jiresch

Freitag, 9. Mai 2014

Jubiläumsjahr Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen

Angst um Spitzenmedizin Argumente brauchen, um Medikamente so anzuwenden, wie wir das brauchen. Wir erleben heute schon einen Ärztemangel und Kostendruck.“ Zusätzlich gebe es Schwierigkeiten, die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft in die klinische Forschung umzusetzen. Pharmig-Präsident Robin Rumler hatte zuvor die Rolle der Pharma-Industrie für die Gesellschaft betont: „1954 lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich bei 65 Jahren. Wir werden heute 80, nicht zuletzt durch bessere Medizin und Medikamente.“ Zum Status des österreichischen Gesundheitswesens merkte er kritisch an: „Wir haben genug Geld im System. Ist es richtig verteilt? Wir haben eine Krankenhauslastigkeit des Gesundheitswesens, viele Doppelgleisigkeiten und niedrige Medikamentenkosten. Wir sind Impfmuffel und bieten Vorsorge an, die nicht angenommen wird.“

Fleck (li.) und Jiresch (2.v.re.) referierten beim Pharma-Marketingclub.

Wien. Beim jüngsten PMCAImpuls referiert Elmar Fleck, Pharma-Personalmanager, über Veränderungen in der Kommunikation zwischen Kunde und Organisation und die Möglichkeiten, diese gewinnbringend für beide zu gestalten. Wolfram Jiresch, Medical Advisor und Head of Scientific Operations bei Novartis, sprach über Möglichkeiten, durch Wissenschaft den Verkauf in bestimmten Stadien des Produktlebenszyklus zu unterstützen.

Tiroler Unternehmen erhielten Gütesiegel

Wien. „Noch“ gehöre das österreichische Gesundheitswesen zu den besten der Welt. Doch das ist laut dem Wiener Gynäkologen und Präsidenten der Österreichischen Krebshilfe, Paul Sevelda, in Gefahr. Man spüre in Österreich bereits zunehmend Schwierigkeiten bei der Umsetzung modernster Therapien, warnte er kürzlich bei der Generalversammlung des Verbands der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) Österreichs in Wien. Im Festsaal – die Pharmig feierte ihren 60. Geburtstag – saßen hochrangige Vertreter des österreichischen Gesundheitswesens. Vom Podium mahnte Sevelda in Sachen Onkologie: „Wir haben bisher einen extrem schnellen Zugang zu Neuentwicklungen von Therapien gehabt; dieser Prozess ist sehr in Gefahr. Auch in Österreich merken wir, dass wir sehr viel mehr

Qualität Ronge & Partner implementierten Standard

Ausstellung Kunstaktion bei Philips gestartet

St. Pölten. Die NÖ-Landeskliniken erhielten kürzlich die neue GMPKulinarik-Qualitäts-Auszeichnung, sowie zusätzlich das erste Qualitätssiegel für Großküchen, „Vitalküche Plus“, und bestätigten damit ihren hohen Standard in Sachen Qualitätsmanagement. Diese Auszeichnung für eine Küche der Gemeinschaftsverpflegung ist Garant für höchste Lebensmittelsicherheit, perfekte Qualität, regionale Küche und ernährungswissenschaftlich ausgewogene Mahlzeiten. Die Verleihung in den Räumlichkeiten der NÖ Landeskliniken Holding in St. Pölten nahmen LH Stv. Wolfgang Sobotka und LR Karl Wilfing vor – und überreichten die Auszeichnung dem Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken, Helmut Krenn.

Wien. Weiße Wände, kahle Flure – viele Spitäler vermitteln Patienten oft eine kühle, sterile Atmosphäre. Der Wiener Kunstpreis „Roter Teppich für Junge Kunst“ möchte genau das ändern und lud jüngst Künstler und Fürsprecher („Friends of Red Carpet“) zur Präsentation von „Kunst trifft Innovation“ in die neuen Räumlichkeiten von Philips Austria. Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales: „Gesundheit ist mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheit. Es geht um ein umfassendes Wohlbefinden im täglichen Leben, dazu ist Kunst ein unverzichtbarer Bestandteil. Ich freue mich, dass mit dem Projekt ‚Friends of Red Carpet‘ vermehrt Kunst in Pflegewohnhäuser und Spitäler einzieht.“ Die Aktion läuft

Innsbruck. Die Tiroler GKK zeichnete drei Tiroler Firmen mit dem offiziellen Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung aus. Die Auszeichnung überreichten Gesundheitsminister Alois Stöger, TGKKObmann Werner Salzburger, TGKK-Direktor Arno Melitopulos und Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich, an Raiffeisen-Landesbank Tirol, Fritz Egger GmbH und Finanzministerium-Region West.

Spitäler werden zu Galerien

Der Standard für Großküchen wurde von Ronge & Partner GmbH in den niederösterreichischen Spitalsküchen implementiert.  (fei)

© NLK/Reinberger

© TGKK

Gütesiegel für NÖ-Spitalsküchen

Minister Alois Stöger (r.) übergab Gütesiegel für Gesundheitsförderung.

Die Spitzen der Pharmaindustrie feierten ihr Jubiläum – und warnten vor Kürzungen.

Sobotka und Wilfing überreichten die Auszeichnung an Helmut Krenn.

Demenz Volkshilfe Österreich präsentierte neues Buch

noch bis September und verwandelt auch das KH Hietzing und das Wilhelminenspital in Galerien für junge Künstler aus Wien.  (fei)

© Robin Consult/Roznovsky

© Katharina Schiffl

andreas feiertag

© Christian Husar/Pharmig

Krebsmediziner Sevelda: Prozess des schnellen Zugangs zu neuen Therapiekonzepten in Gefahr.

Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (re.) eröffnete die Kunst-Aktion.

Menschen, über die man spricht

Lesenswert: „Ich bin, wer ich war“ In dem neuen Buch geben Herausgeber und Autor Erich Fenninger und andere einen unverstellten Einblick in das Leben von an Demenz erkrankten Menschen. In einem Mix aus Interviews, Porträts und Familiengeschichten lassen sie Betroffene und Angehörige aus dem Alltag, von ihren Freuden, Ängsten, Höhen und Tiefen erzählen; ein Serviceteil bietet Pflegenden einen Leitfaden, von der Diagnose bis zur Betreuung. www. volkshilfe.at/mit-demenz-leben

Roman Gamerith wechselte von Sanofi zu Glaxo

© Mike Ranz

Erich Fenninger, Volkshilfe-Chef (2.v.r.), stellte in Wien das neue Demenz-Buch vor.

Wien. Roman Gamerith ist neuer Vizepräsident und Direktor der Cluster Area Zentraleuropa bei GlaxoSmithKline. Zuvor war er 17 Jahre lang bei Sanofi tätig, zuletzt als Country Manager für Österreich. Der gebürtige Niederösterreicher ist nun für die Länder Österreich, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn und Slowenien verantwortlich. Vor seiner Funktion als Country Manager bei Sanofi-Aventis Österreich war Gamerith als General Manager für Lettland und das Baltikum verantwortlich. Nach seinem Start als Senior Product Manager bei Sanofi-Synthelabo im Jahr 2000 hat er zahlreiche Positionen mit steigender Verantwortung übernommen. Begonnen hat Gamerith seine Karriere als Product Manager bei Aventis Pasteur; er hat Veterinärmedizin in Wien studiert.  (fei)

Das österreichische Pharmaunternehmen AOP Orphan ist einer der europäischen Pioniere auf dem Gebiet der Seltenen Erkrankungen. Zu Beginn des Jahres verstärkte AOP Orphan den Aufsichtsrat mit dem Branchenkenner Hans Peter Hasler. Der gebürtige Schweizer bringt aus vorangegangenen leitenden Funktionen bei international tätigen Pharmafirmen ausgeprägte Expertise sowie Führungserfahrung und ein hohes Maß an internationaler Vernetzung mit.

Marcus Franz , ehem. primar im hart mann ­ spi tal w ien

Nationalratsabgeordneter Primarius Marcus Franz (Team Stronach) und das Hartmannspital haben unter Beiziehung ihrer Anwälte beschlossen, das Dienstverhältnis einvernehmlich und in gegenseitiger Wertschätzung zu beenden. Die Vertreter des Spitals betonen, dass Franz als Arzt ein sehr hohes Ansehen genießt und als ärztlicher Direktor für die gute Positionierung des Spitals Verantwortung getragen hat. Franz wird nun privat ordinieren und politisch aktiv bleiben.

Madel ine Lan­ cas t er , b io ­ medizinerin am w iener imb a © IMBA

H ans P e t er H as l er im A O P O rphan Au f­ sich t srat

© APA/Helmut Fohringer

© Sanofi-Aventis

© AOP Orphan

Wien. Die Volkshilfe Österreich präsentierte ihr neues Buch „Ich bin, wer ich war – mit Demenz leben“ im Ringturm der Wiener Städtischen. Nach der Begrüßung durch Judit Havasi, GeneraldirektorStellvertreterin der Wiener Städtischen Versicherung, formulierte Volkshilfe-Chef Erich Fenninger sein Anliegen: „Menschen, die an Demenz erkrankt sind, dürfen nicht auf ihre Krankheit reduziert werden; sie wollen nicht unser Mitleid, sondern unseren Respekt.“

Die IMBA-Forscherin Madeline Lancaster erhält den mit 15.000 € dotierten „Eppendorf Award for Young European Investigators“ für herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Biomedizin. Er wird am 22. Mai in Heidelberg übergeben. Zuletzt war Lancaster gemeinsam mit Jürgen Knoblich in Wien maßgeblich an der Entwicklung dreidimensionaler Gehirnmodelle in einer Organkultur beteiligt. Damit sollen Krankheiten nachgebildet und Arzneien erprobt werden.


Health0905  

medianet healtheconomy 09.05.2014

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