Page 1

medianet

inside your business. today.

Freitag, 8. November 2013 – 57

healtheconomy WEIL SICHERHEIT EINE FRAGE PERFEKTER HYGIENE IST.

Innovativer Textilservice

Spitalsbilanz: Weniger Patienten, mehr Jobs

© Martin Moravek Studio Unlimitedm Photography

short

© Stephanie Wolfsteiner/Daiichi Sankyo

Spitalsessen „Der Zeitpunkt des Essens ist für Menschen in Spitälern, Pflegeheimen und sozialen Einrichtungen oft der wichtigste Moment des Tages; wenn man hier Freude schafft, leistet man enorm viel“, sagt Manfred Ronge vom Beratungsunternehmen Ronge & Partner. Er ist im kulina­ rischen Bereich zum größten heimischen Spezialisten für die Speisenversorgung im Ge­ sundheits- und Sozialwesen sowie der Gemeinschaftsver­ pflegung gewachsen und be­ treut zu mehr als 80% Kunden aus dem Umfeld der Gemein­ schaftsverpflegung.  Seite 59

© panthermedia.net/Yuriy Klochan

Interview Der Name Daiichi ­Sankyo wurde lang nicht mit gro-ßen Pharmafirmen as­ soziiert, zumindest nicht in Europa. Das seit mehr als 100 Jahren bestehende japanische Unternehmen ist dennoch schon mehr als 50 Jahre in Europa aktiv und hat sich zu einem der bedeutendsten ja­ panischen Pharmakonzerne in Europa entwickelt. Mit einem Nettoumsatz von 9,31 Mrd. € im Vorjahr gehört Daiichi San­ kyo zu den Top 20 der Branche. healtheconomy sprach mit Öster­reich-Manager Manuel Reiberg (Bild) über die Entwick­ lungen und wie das Unterneh­ men darauf reagiert.  Seite 60

inhalt

Healthcare > Salzburger Spitäler fordern mehr Geld für Uni  58 > Oberösterreichs Spitals­ reform liegt über Plan  58

24h Schutz für die Haut! vertraut auf Spezialcreme reichhaltig an den 3 wichtigen Barrierefettstoffen:

Pharmareport und Lifescience > Stress beginnt im Darm, Hilfe bringen Probiotika  59 > Baxter investiert in den Standort Krems  60 > Astellas Arznei ist neuer Gold-Standard bei CDI  60 > IMS Health: Pharmabranche wächst nur noch moderat 61 > Experten warnen: Keime im Spital sind Bedrohung  61 > Europas Biotech-Branche traf sich in Wien  61

Ceramide Freie Fettsäuren Cholesterol Ideal für gestresste, äußerst trockene Haut

Mit Qualität ans Ziel. hilft der Haut, sich selbst zu helfen

1

22.04.11 11:13

w ww.p ha rm a - l og isti k.a t

Gesundheitsreform Eine aktuelle Analyse der Statistik Austria belegt, dass die Reformbemühungen in den Spitälern greifen: Immer mehr Patienten werden nur noch tagesklinisch behandelt – das braucht aber mehr Personal.  Seite 58


c ov e r

58 – healtheconomy

Kommentar

Chronische Probleme

Freitag, 8. November 2013

Krankenhausbilanz Statistik Austria präsentierte die aktuelle Spitalsentlassungsbilanz; Tagesklinik zieht weiter an

Spitäler: Personalkosten steigen weiter kräftig an

Mehr als 40% der gesamten Gesundheitsausgaben werden für den stationären Bereich ausgegeben.

GRAFIK DER WOCHE SPITÄLER 2012 IN ZAHLEN Vergleich zu 2002

2.813.756 Spitalsentlassungen

535.164 davon tagesklinische Aufenthalte

6,5 Tage durchschnittliche Aufenthaltsdauer

+13% +54% – 11%

Anteil der tagesklinischen Operationen an allen OPs 5,8 % 2002

14,5 % 2012

Quelle: APA/European Journal of Cancer; Grafik: R. Appl

Hier mehr, dort weniger Im Akutbereich reduzierte sich – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – die Zahl der Krankenhausaufenthaltstage pro Kopf zwischen 2002 und 2012 von 1,8 auf 1,6 Tage (-10,7 Prozent), und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Spitalspatienten sank von 7,3 auf 6,5 Tage (-11,0 Prozent). Dies steht laut Statistik Austria im Zusammenhang mit der zugleich stark gestiegenen Zahl der tagesklinischen Aufenthalte (+54,4 Prozent). 2012 fanden bereits 19 Prozent aller Entlassungen im tagesklinischen Setting statt (im Jahr 2002 waren es nur 14 Prozent). Der Anteil der tagesklinischen chirurgischen Eingriffe an allen Operationen nahm von 2002 bis 2012 von 5,8 Prozent auf 14,5 Prozent zu. Im internationalen Vergleich sei dieser Anteil aber dennoch gering,

In österreichischen Krankenhäusern wurden im Vorjahr insgesamt 4,7 Millionen medizinische Leistungen erbracht.

hieß es in dem erst in der Vorwoche veröffentlichten Bericht. Immerhin wurden im Vorjahr bereits 56,8 Prozent der Kataraktoperationen („Grauer Star“) tagesklinisch durchgeführt (Zielwert des Bundes-Zielsteuerungsvertrags Gesundheit sind jedoch 90 Prozent), 2002 waren es lediglich 1,5 Prozent. Auch Gebärmutter-Ausschabungen (34,3 Prozent; Zielwert: 70 Prozent) und Karpaltunnel-Operationen am Handgelenk (43,7 Prozent; Zielwert: 90 Prozent) wurden häufig und mit steigender Tendenz tagesklinisch umgesetzt, wenn auch noch deutlich vom Zielwert entfernt. Geringe Veränderungen des tagesklinischen Anteils verzeichneten hingegen Leistenbruchoperationen und Mandelentfernungen.

Insgesamt wurden im Jahr 2012 in den österreichischen Krankenanstalten 4,7 Mio. abrechnungsrelevante medizinische Leistungen dokumentiert, darunter 1,2 Mio. operative und 3,5 Mio. diagnostisch-therapeutische Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die operativen Leistungen ein leichtes Minus, die diagnostisch-therapeutischen Leistungen ein Plus von 3,3 Prozent.

tagen der Gebärmutter (38.103). Die Ausgaben für die stationäre Versorgung einschließlich der stationären Langzeitversorgung machten laut den von Statistik Austria berechneten Werten des OECD-System of Health Accounts im Jahr 2011 40,5 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben aus. Die Ausgaben für den stationären Bereich stiegen von 2001 bis 2011 um 50 Prozent von 8,5 Mrd. auf 13,1 Mrd. Euro bzw. von einem BIP-Anteil von 4,0 auf 4,4 Prozent. Mehr als die Hälfte der Ausgaben der Krankenanstalten waren Personalkosten. Von 2002 bis 2012 stieg die Zahl des ärztlichen Personals in den Krankenanstalten um 28,0 Prozent, die des nichtärztlichen Personals um 19,2 Prozent.

Kataraktoperationen führen Der häufigste Eingriff war im Jahr 2012 die Kataraktoperation (92.971), gefolgt von Operationen der Haut (60.792), vaginale Entbindungen (49.396), Operationen des Kniegelenks (43.841) sowie Curet-

Zehn Jahre Uni-Klinik Land will Ausbildung forcieren

Oberösterreich Kostendämpfungspotenzial gestiegen

Salzburg. Mit der Gründung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) vor genau zehn Jahren wurden die Salzburger Landeskliniken zum Universitätsklinikum erhoben. Damit einher ging die Verpflichtung zu angewandter Forschung und Lehre. Zum Jahrestag bekräftigte Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) einmal mehr die Forderung Salzburgs an den Bund, die Medizinerausbildung an der PMU finanziell zu unterstützen.. „Der Bund muss den klinischen Mehraufwand, der durch die Ausbildung der angehenden Mediziner entsteht, abdecken“, so Stöckl. Es sei nicht länger einzusehen, dass die finanziellen Lasten allein das Land zu tragen habe. Der aktuelle Sparkurs der Landesregierung werde die Forschung an den Uniklinken nicht belasten, versicherte Stöckl. „Wir wollen zumindest die Grundausgaben beibehalten; zum Glück gibt es treue Sponsoren und Förderer.“ Laut dem Rektor der PMU, Herbert Resch, sei die jährliche Euromillion für Forschungsprojekte – bereitgestellt von Land Salzburg,

Linz. Die oberösterreichische Spitalsreform II wird auch im zweiten Evaluierungsbericht positiv beurteilt. Bisher sei es gelungen, alle Maßnahmen umzusetzen. „Wir liegen über Plan und nicht unter Plan“, sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) im Beisein des Vorsitzenden der Evaluierungskommission, Wolfgang Bayer. Zwei Drittel aller Maßnahmen der Priorität A, die bis Ende 2013 durchgeführt werden sollen, wurden demnach bereits bis Mitte des Jahres umgesetzt. Für alle weiteren Punkte wurden die entsprechenden Schritte eingeleitet. Zusätzlich werde bereits ein Teil der Maßnahmen der Priorität B, die bis Ende 2016 erledigt werden sollen, durchgeführt. Die aktuelle Ausgabenentwicklung ergebe für das Jahr 2020 eine Kostendämpfung von 364 Mio. €. Kumuliert betrachtet, betrage die Kostendämpfung bis 2020 insgesamt 2,4 Mrd. €, das sei sogar über dem Ausgangswert von 2011 von 2,3 Mrd. €, sagte Bayer. 2011 wurden bereits 91 Mio. € eingespart, 2012 waren es 153 Mio. und für 2013 sind 163 Mio. vorgesehen.

Salzburg will mehr Geld vom Bund Spitalsreform liegt „über Plan“ PMU und Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz – für die beiden kommenden Jahre gesichert. Zugleich wurden in den vergangenen zehn Jahren aus Drittmitteln 155 Forscher-Stellen finanziert Trotzdem wünscht sich der Rektor nicht nur eine Abdeckung des klinischen Mehraufwands, sondern auch eine Absolventenabgeltung durch den Bund, also eine nachträgliche Vergütung der Ausbildungskosten der Ärzte. (iks)

Rektor Herbert Resch wünscht sich Finanzspritze für die Medizinuni.

Im Vorjahr ging man noch von 103 Mio. für 2012 und 153 Mio. für 2013 aus. Die Evaluierung der Spitalsreform II geschah auf Basis der konkreten Zahlen von 2012. Die Krankenhaushäufigkeit sei zum Vergleichsjahr 2009 um 7,3 Prozent von 285 auf 264 Aufenthalte pro 1.000 Einwohner gesunken. Die Belagstage seien im selben Zeitraum um 9,2 Prozent auf 1.517 gesunken. Man sei auf dem richtigen Weg. (iks)

© APA/Hermann Walkobinger

F

ür die Gesundheitssysteme und damit für uns alle sind sogenannte Zivilisationskrankheiten enorme Belastungen: Die weltweiten Kosten für Herzinfarkt und Co., Chronische Lungenkrankheiten (COPD), Diabetes und Krebs dürften sich von 4.710 Milliarden (!) im Jahr 2010 auf 9.720 Milliarden Euro im Jahr 2030 verdoppeln, schätzt die Weltgesundheitsorganisation. Mit Ausnahme des Rauchens – und der daraus resultierenden Lungenerkrankungen – sind die Krankheiten zu einem Gutteil durch Ernährung bedingt. Man könnte auch sagen, im Kochtopf tickt eine Zeitbombe. Das Problem dabei ist allerdings, dass immer weniger Menschen Zeit haben, auch wirklich zu kochen. Also geht es um die Frage der Qualität und der Inhaltsstoffe in unseren Lebensmitteln. Fett, Zucker und zu viele Kalorien belasten uns zunehmend. Manche Staaten denken bereits über Steuern auf ungesundes Essen oder Werbeverbote nach. Gleichzeitig hören wir gerade, dass die EU nun doch die Türen öffnet für den Anbau gentechnischer Pflanzen. Die Folgen für die Gesundheit sind noch nicht klar. Allein diese Tatsache sollte uns aber vorsichtig sein lassen. Erst wenn die negative Folgen ausgeschlossen werden können, darf etwas verkauft werden. Bei Arzneimitteln ist das ja auch nicht anders.

Wien. Die Zahl der Spitalsentlassungen stagniert in Österreich seit vier Jahren, und chirurgische Eingriffe werden vermehrt in tagesklinischer Form durchgeführt. In den vergangenen zehn Jahren stieg ihr Anteil an allen Operationen von 5,8 auf 14,5 Prozent, geht aus der von der Statistik Austria nun veröffentlichten Spitalsentlassungsstatistik für das Jahr 2012 hervor. Insgesamt gab es im Vorjahr 2.813.756 Spitalsentlassungen, das sind um 3.910 (plus 0,1 Prozent) mehr als 2011. Seit nunmehr bereits vier Jahren stagniert die Zahl, während vor 2009 die jährlichen Zuwachsraten zwischen einem und vier Prozent lagen. Dennoch war im Jahr 2012 die Zahl der Spitalsentlassungen insgesamt um 13,4 Prozent höher als jene von 2002.

© Carina Karlovits

Martin Rümmele

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

andreas feiertag

Josef Pühringer, Oberösterreichs Landeschef, ist zufrieden mit der Reform.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 8. November 2013

healtheconomy – 59

Gemeinschaftsverpflegung „Mehr als zwei Millionen Menschen werden täglich von Großküchen versorgt“, sagt Branchenprofi Manfred Ronge

Essen als Aufgabe für Profis Martin RÜmmele

Baden. „Der Zeitpunkt des Essens ist für Menschen in Spitälern, Pflegeheimen und sozialen Einrichtungen oft der wichtigste Moment des Tages. Wenn man hier Freude schafft, leistet man enorm viel“, sagt Manfred Ronge von Ronge & Partner. Das Unternehmen ist im kulinarischen Bereich zum größten heimischen Spezialisten für die Speisenversorgung im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Gemeinschaftsverpflegung herangewachsen und betreut zu mehr als 80% Kunden aus dem Umfeld der Gemeinschaftsverpflegung und professionellen Speiseproduktion.

Spitalsgruppen als Kunden So zählen der Wiener KAV, die Vorarlberger KHBG, die KAGES, die NÖ LK Holding, die Wiener Gesundheitsförderung und viele

Forschung Probiotika

Hilfe bei Stress Wien/Graz. Dauerstress hat Folgen: „Anhaltende Stresssituationen belasten den gesamten Organismus und können zu ernsthaften Erkrankungen führen“, erklärt Anita Frauwallner, Leiterin des Grazer Pharmaunternehmens Institut Allergosan. Ob wir Stress gut verarbeiten können oder ob er uns krank und nervös macht, entscheidet eine direkte Funktionsachse zwischen Darm und Gehirn. Dabei ist die Verbindung zwischen Gehirn und Darm nicht einseitig. Auch vom Darm zum Gehirn gibt es wichtige Leitungen, über die Informationen getragen werden: „Die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn verläuft in vielfacher Weise“, betonte Univ.Prof. Peter Holzer bei einer Pressekonferenz in Wien. Er ist Forschungsleiter am Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie der Medizinischen Universität Graz. Dauerhafter Stress kann diesen Kreislauf stören, kann etwa die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut erhöhen. Damit werden pathogene Informationen vermehrt an das Hirn weitergeleitet – es reagiert und verstärkt die Stressreaktion. Die Folgen: Angstzustände, Schlafstörungen, Depressionen, Gewichtszunahme. In langjährigen Forschungen konnten probiotische Darmkulturen entwickelt werden, die Entzündungen wirksam behandeln. Mit 7,5 Mrd. probiotischen Bakterien bildet OMNi-BiOTiC Stress Repair eine Barriere gegen Stress, sagt Frauwallner. (cr)

Betreiber von Senioren- und Pflegeheimen zu den zufriedenen Kunden, bei denen „unser kulinarisches Coaching zur Verbesserung der Situation in der Speisenversorgung beigetragen hat“, sagt Ronge, der auch Initiator und Präsident des heuer neu gegründeten Dachverbands ist. Zudem ist er Mitbegründer des Lehrgangs für den akademischen Gastro- und Kulinarikmanager auf der FH Wien und gehört als Gründer des Lehrgangs zum diplomierten Großküchenleiter und als Mentaltrainer mit seinem „kulinarischen Coaching“ zu den führenden Kapazitäten im Fachbereich der Gas-

tronomie und Gemeinschaftsverpflegung.Das Spektrum von Ronge & Partner reicht deshalb von der Auftragsabwicklung über die Beratungstätigkeit, Schulung und Coaching der Führungskräfte und Mitarbeiter im kulinarischen Bereich bis zur Ausschreibung und Vergabe von Cateringaufträgen, Qualitätsverbesserungsprogrammen in Küchen und der Verbesserung von Zielgruppenorientierten Verpflegungsarten in diversen Sozialeinrichtungen. Dazu kommen auch Beratungen in den Bereichen Küchenplanung und zentrale Speisenversorgung, Betriebsorganisationen und Hygienemanagement.

Die dabei relevanten Zielgruppen reichen von Kranken- und Altenwohnhäusern über Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen und Horte bis hin zur Berufsverpflegung und Behinderteneinrichtungen, schildert der Beratungsprofi. Ronge über seine Arbeit: „Wir zeichnen maßgeblich für Umsetzung von namhaften, organisationsverändernden Projekten verantwortlich und stehen für eine ganzheitliche Abwicklung in sämtlichen Bereichen – von der Projektorganisation über das Projektmanagement, bis hin zur Koordination, Dokumentation und Umsetzungsbegleitung.“

© Martin Moravek Studio Unlimitedm Photography

Ronge & Partner betreut Gemeinschaftsverpfleger bei der Professionalisierung ihres Angebots.

Manfred Ronge: „Zeitpunkt des Essens ist oft wichtigster Moment des Tages.“

Vorsorge von UNIQA bis Z. Gewählt zur vertrauenswürdigsten Versicherung Österreichs.

Vorsorge von dizin bis „A“ wie Alternativme orge. „Z“ wie Zukunftsvors © Allergosan

www.facebook.com/uniqa.at

www.uniqa.at Anita Frauwallner (Institut Allergosan): „Entzündungen behandeln“. 704_13_Ins_HK2013_Vorsorge_f_medianet_216x288abf.indd 1

30.09.13 13:32


P h a r m a : r ep o r t

60 – healtheconomy

AstraZeneca will Spirogen übernehmen London. Der britische Pharmariese AstraZeneca will mit der Übernahme der Londoner Biotechfirma Spirogen sein Krebsmedizin-Geschäft stärken. Bis zu umgerechnet rund 295 Mio. € ist AstraZeneca der Zukauf wert, wie das Unternehmen mitteilte. Spirogen ist auf Antikörper-Wirkstoffe spezialisiert, die gezielt Tumorzellen angreifen, aber gesunde Zellen unangetastet lassen sollen. AstraZeneca will die Entwicklungen von Spirogen bei seiner US-Biotechtochter Medimmune nutzen, um unter anderem die Entwicklung neuer Krebsarzneien voranzubringen.

© Pfizer

Pfizer setzt verstärkt auf Krebsmedikamente

Der US-Konzern Pfizer kämpft sich von der Patent-Klippe zurück.

New York. Der US-Pharmakonzern Pfizer macht mit neuen Krebsmedikamenten allmählich wieder verlorenen Boden gut. Zwar fiel der Nettogewinn wegen Patentabläufen im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 19% auf 1,89 Mrd. €. Doch zeigten die Konzentration auf neue Medikamente und Kostensenkungen erste Erfolge. Analysten hatten mit einem stärkeren Gewinneinbruch gerechnet. Im frühen US-Handel legte die Aktie aber mehr als ein Prozent zu. Allein die Erlöse der Onkologie-Sparte mit neuen Arzneien wie Xalkori gegen Lungenkrebs oder Inlyta gegen Nierenkrebs stiegen um 24% auf 407 Mio. €; hier will Pfizer ausbauen.

Interview Japanischer harmakonzern intensiviert seine Kooperation mit österreichischen Forschungseinrichtungen

Daiichi Sankyo sucht neue Forschungspartner

Österreichische Organisation ist kei­neswegs reine Vertriebsniederlassung, sagt Country-Manager Reiberg. Martin RÜmmele

Wien. Der Name Daiichi Sankyo wurde lange nicht mit großen Pharmafirmen assoziiert, zumindest nicht in Europa. Das seit mehr als 100 Jahren bestehende japanische Unternehmen ist dennoch schon mehr als 50 Jahre in Europa aktiv und hat sich zu einem der bedeutendsten japanischen Pharmakonzerne in Europa entwickelt. Mit einem Nettoumsatz von 9,31 Mrd. € im Vorjahr gehört Daiichi Sankyo zu den Top 20 der Branche. healtheconomy sprach mit Österreich-Manager Manuel Reiberg. healtheconomy: Was bedeutet die Gesundheitsreform für Sie? Manuel Reiberg: Bund, Länder und Sozialversicherung haben durch die neue Art der Zusammenarbeit gemeinsam Verantwortung für Weichenstellungen übernommen. Ich sehe die Reform als große Chance. Das zentrale Element, das Gesundheitssystem mittels Zielsteuerung patientenorientiert und effizient zu gestalten, muss aber mit Leben gefüllt werden. Dazu können und sollen alle Partner beitragen. Das gilt auch für Daiichi Sankyo. Als Branche im Allgemeinen und als Unternehmen im Speziellen ist es unser Anliegen, unsere weltweite Therapie-Expertise, aber auch unsere Management- und Kommunikationserfahrung transparent zur Verfügung zu stellen.

© Stephanie Wolfsteiner/Daiichi Sankyo

short

Freitag, 8. November 2013

Österreich-Manager Manuel Reiberg: „Daiichi Sankyo passt interne Organisation an sich ändernde Rahmenbedingungen an.“

innovative Firmen wachsende Generikakonkurrenz. Darüber hinaus führt das Augenmerk auf KostenNutzen-Profile zu einer vermehrten Auseinandersetzung mit pharmaökonomischen Bewertungsverfahren. Zudem nehmen immer mehr Institutionen Einfluss auf Entscheidungsprozesse beim Marktzugang. Um dem gerecht zu werden, haben wir ein zentrales Projekt gestartet, um die Organisation an diese Herausforderungen anzupassen.

healtheconomy: Wie reagieren Sie auf die sich ändernden Rahmenbedingungen – Stichwort Patentabläufe, Wirtschaftskrise? Reiberg: Das europäische Gesundheitswesen steht vor enormen Herausforderungen und Veränderungen. Dazu zählen Kostenbeschränkungen und damit für

healtheconomy: Was ist das? Reiberg: Wir wollen Dienstleistungen und Aktivitäten noch stärker auf Bedürfnisse der Stakeholder einschließlich der Patienten ausrichten. Im Mittelpunkt steht zukünftig ein ganzheitlicher Ansatz, der vor allem auch jene Entscheidungsträger und Institutionen

Einkauf Baxter hat in Wiener Pharma-Start-up investiert

einbezieht, die für die Bewertung und den Marktzugang innovativer Arzneimittel zuständig sind. healtheconomy: Führen Sie in Österreich ein reines Vertriebsbüro? Reiberg: Nein, die österreichische Organisation ist keineswegs eine reine Vertriebsniederlassung. Wir sind sehr aktiv im Forschungsbereich, arbeiten mit Kliniken und Institutionen zusammen. Unter anderem unterstützen wir klinische Prüfungen von neuen Behandlungen für Patienten mit Krebs-, Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. So wird der in Entwicklung stehende Faktor-Xa-Hemmer ‚Edoxaban‘ auch mit österreichischer Beteiligung untersucht. Hier sind mehr als 25 Zentren in Studien und Registern rund um das Thema Antikoagulation involviert.

healtheconomy: Was ist künftig an Aktivitäten geplant? Reiberg: Aktuell weiten wir das gemeinsame Arzneimittelforschungsprogramm ‚Take a new Challenge for Drug Discovery Global Program‘, das in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten aus Japan erfolgt, auf Deutschland, die Schweiz und Österreich aus. Im Rahmen des Programms suchen wir im Bereich der Technologieforschung nach innovativen Partnern zur gemeinsamen Entdeckung neuer Wirkstoffe und zur Durchführung von Testprojekten, die zu neuartigen Wirkstoffkandidaten und Arzneimitteln führen könnten. Die Bewerbungsfrist für Österreich läuft. Der Start der Forschungsprogramme ist für Mitte April 2014 vorgesehen.

Krankenhauskeime Europäische Infektionsgesellschaft erlässt Therapie-Richtlinie

Baxter investiert stark Astellas-Arznei Gold-Standard

Baxter investiert 138 Mio. €in die Standorte in Österreich...

erwartet wird, erfordert einen Ausbau der Kapazitäten und eine Erneuerung der Produktionsanlagen beim Hersteller, dem US-Pharmakonzern Baxter. Mit dem bereits errichteten und teilfertiggestellten Produktionsgebäude ist Krems für Investitionen ein idealer Standort, teilte das Unternehmen mit. In der ersten Ausbaustufe ist zunächst eine Produktionslinie geplant, für mögliche zukünftige Erweiterungen sind ausreichend Flächen vorhanden. Das Investitionsvolumen wird mit 138 Mio. € veranschlagt. Baxter hat zudem zwei Mio. € in das Wiener Pharma-Start-up Zytoprotec investiert. Zytoprotec entwickelt laut Medienberichten Medikamente, die die körpereigenen Schutzmechanismen von Zellen aktivieren sollen. Die Firma befindet sich gerade in der zweiten von drei Phasen der Medikamentenentwicklung und wird mit 20 Mio. € bewertet. Für die dritte Phase brauche man einen starken Partner, der die Investitionskosten von 40 bis 60 Mio. € übernehmen könne, sagt Karl Altenhuber, der das Unternehmen 2007 mitgegründet hat. (fei)

London/Wien. Die potenziell tödliche Krankheit Clostridium-difficile-Infektion (CDI) gehört heute zu den häufigsten, durch Krankenhauskeime verursachten Infektionen. Die Europäische Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ESCMID) hat nun neue Richtlinien veröffentlicht, in denen der Wirkstoff Fidaxomicin für alle CD-Patienten empfohlen wird, die für eine orale Behandlung

mit Antibiotika infrage kommen. Die Richtlinien empfehlen Fidaxomicin insbesondere als Erstlinientherapie für CDI-Patienten mit erstem Rezidiv oder Rezidiv-Risiko sowie für Patienten mit multiplen CDI-Rezidiven. Die Richtlinien empfehlen Fidaxomicin auch für Patienten mit einer schweren Erkrankung und einer leichten CDI. Dies freut insbesondere den Hersteller von Fidaxomicin, die Astel-

las Pharma Europe Ltd. mit Sitz im Vereinigten Königreich: „CDI kann tödlich sein und hat großen Einfluss auf die Gesundheit der Patienten und ihre Lebensqualität. Wir hoffen, dass die Anwendung dieser Empfehlungen zu einer besseren Behandlung von CDI sowie im Umgang mit Rückfällen führen wird“, erklärte Ken Jones, Präsident und CEO von Astellas Pharma Europe.

Giftstoffe im Darm

© Astellas

© Baxter

Wien. Ein in Österreich entwickeltes, aus Blutplasma hergestelltes Arzneimittel für die Therapie von Blutgerinnungsstörungen hat sich in jüngsten klinischen Studien auch in der vorbeugenden Anwendung in der Hämophilie bewährt. Es wurde deshalb von den zuständigen Behörden auch für diese Anwendung zugelassen. Der stark steigende Bedarf an diesem Produkt, der damit für die Zukunft

Berthold Cvach, Geschäftsführer von Astellas Pharma in Österreich.

CDI ist eine schwere Krankheit, die infolge einer Infektion der Darminnenwand mit dem Bakterium C. difficile entsteht. Das Bakterium produziert Toxine, die zu einer Entzündung des Darms, zu Durchfall und in manchen Fällen zum Tod führen können. Patienten entwickeln CDI oft nach einer Behandlung mit Antibiotika, die die normale Darmflora zerstört und so die Ausbreitung von C. difficile fördert. CDI hat enorme Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme, und Patienten bleiben oft ein bis drei Wochen länger bei zusätzlichen Kosten von bis zu 14.000 € im Spital. (fei)


Life:science

Freitag, 8. November 2013

healtheconomy – 61

Branche Qualität

Branchenanalyse Marktforschungsunternehmen IMS Health erwartet Zuwächse in Asien, Lateinamerika und Afrika

IMS: Pharmaindustrie wächst nur noch moderat

EU regelt Med-Produkte Brüssel/Wien. Kürzlich einigte sich das EU-Parlament auf zwei Gesetzesvorschläge, welche die Sicherheit von Medizinprodukten erhöhen sollen. Neben Sicherheitsvorschriften für In-vitro-Diagnostika wurden Regeln für eine strengere Überwachung und Zertifizierung von Medizinprodukten beschlossen. „Der neue Parlamentsbeschluss stimmt uns optimistisch im Hinblick auf eine ausgewogene EU-Verordnung im Sinne der Patienten und der Branche“, sagt Friedrich Thomasberger, Austromed-Präsident. Die grundsätzlichen Maßnahmen sieht er als Basis für weitere konstruktive Diskussionen. Viele der enthaltenen Maßnahmen ebnen den Weg zur Verbesserung der Patientensicherheit und der Transparenz, sagt auch Geschäftsführer Thomas Lindinger. „Das Europäische Parlament hat wesentliche Elemente des Zulassungsprozesses im Vergleich zu ersten Entwürfen optimiert und damit eine unnötige Verzögerung von lebensrettenden, medizinischen Geräten zumindest teilweise verhindert“, so Thomasberger. „Dennoch sind wir weiterhin der Ansicht, dass zwar die Überwachung des Zulassungsprozesses weiter ausgebaut, jedoch nicht zusätzliche Ebenen geschaffen werden sollten.“

Generikaanteil steigt in Österreich weiter, Umsätze wachsen bis 2017 um durchschnittlich 2,5% p.a.

Fokus auf neue Märkte

IMS Health-Experten Frank Wartenberg (re.) und Erika Sander analysierten mit Experten Entwicklungen im Arzneimittelmarkt.

Nach der Blockbuster-Ära, in der Unternehmen mit wenigen, aber sehr umsatzstarken Präparaten hauptsächlich aus dem Primary Care-Bereich noch auf relativ einfache Marktstrukturen trafen, gehe es heute nach dem sogenannten Patent Cliff hauptsächlich um Spezialmärkte und hochspezifische Medikamente. Die größten Investitionen werden in die Emerging Markets in Asien, Lateinamerika und Afrika wandern, betonte Wartenberg. In der Zukunft werde es stark darauf ankommen, in der Allokation der Geldmittel die Entscheidung nicht allein dem Arzt zu überlassen. Durch Outcome-Research solle herausgearbeitet werden, welche therapeutischen Ergebnisse mit einem neuen Medikament im Ver-

gleich zu Vorhandenem erzielt werden können. Während England und die skandinavischen Länder in der Beurteilung von Therapien aus gesundheitsökonomischer Sicht viel weiter fortgeschritten sind, sei Österreich im Bereich Outcome-Research noch ein Entwicklungsland. Wartenberg fasste zusammen: „Real World Evidence werden sehr wichtig, um Entscheidungen im Gesundheitswesen besser treffen zu können; das ist ein Thema, das auch uns als IMS bewegt.“ Erika Sander, Senior Manager Commercial von IMS Health, fokussierte in ihrer Analyse auf den österreichischen Markt. Eines der wichtigsten Ergebnisse: „Der Generikaanteil ist in den letzten fünf Jahren in Österreich um vier

Prozentpunkte gestiegen.“ Man verzeichne wenig Launches im Primary Care-Bereich. Für 2013 wird im Apothekenmarkt mengenmäßig mit einem Anstieg um 2,9% im Vergleich zu 2012 gerechnet. Absatztechnisch kommt es zu einer Verlangsamung des Wachstums mit einem Plus von nur noch 0,4% zum Vorjahr.

stärker zum Umsatz, die nicht registrierten stärker zum Mengenzuwachs beitragen. Grund dafür sind die unterschiedlichen Preisniveaus. Für 2013 ergeben die Berechnungen von IMS einen Pharmamarkt in Österreich von 4.149,6 Mio. USD, für die Folgejahre dann 4.240,9 Mio. (2014) und 4.376,6 Mio. USD (2015). Die jährliche Wachstumsrate hat man mit 2,5% pro Jahr (2012–2017) berechnet. Thomas Schneider, Managing Partner für den Bereich „Commercial Effectiveness“ Central Europe bei IMS, lieferte Einblicke in den Bereich Launch Excellence. Der IMS-Event klang mit einem leidenschaftlichen Plädoyer von Wirtschaftstrainer Günther Panhölzl für Kooperation als Erfolgsmotor der Zukunft aus.

2,5% Plus pro Jahr Im Spitalsbereich erwartet man einen mengenmäßigen Rückgang um 3%, beim Umsatz hingegen einen Anstieg um 4,2%. OTC-Produkte werden im Gesamtjahr nach Prognose von IMS Health um 5% nach Absatz und 8,2% nach Umsatz wachsen. Auffallend dabei ist, dass die registrierten OTC-Produkte

© Austromed

Wien. Bis 2017 wird der globale Pharmamarkt eine Größe von 1,2 Billionen USD erreichen. Wachstumstreiber sind auch hier Asien, Lateinamerika und Afrika. Diese Einblicke in die Entwicklung des globalen Pharmamarkts präsentierte diese Woche Frank Wartenberg, President Central Europe und General Manager für Deutschland und Österreich von IMS Health. Im Falle Afrikas gehe es um einen Markt von 30 Mrd. USD im Jahr 2016 und 45 Mrd. USD im Jahr 2020. Davon werden allein 20 bis 30% auf die zehn größten Städte Afrikas entfallen. 2017 wird China zum zweitgrößten Pharmamarkt nach den USA. Vom Wachstum her wird Westeuropa in Zukunft hintenan sein, doch liege seine Stärke nach wie vor in Innovation und Entwicklung.

© mv

Mathieu Völker

Austromed-Geschäftsführer Lindinger lobt neue Transparenz.

Analyse Experten warnen vor Krankenhausinfektionen

Kongress LifeScience-Branche in Österreich wächst und hat 50.000 Beschäftigte

Krank durchs Spital

Biotech-Branche traf sich in Wien

Wien. Die Österreicher können weiterhin bei geplanten Eingriffen die Krankenhausabteilung nicht danach auswählen, wo die geringsten Infektionsraten auftreten. Es gibt kein umfassendes Meldesystem von Krankenhäusern an den Bund. Dabei stellt jede „nosokomiale Infektion“ (Krankenhausinfektion) einen Fall für Fehlermanagement dar, stellten Montagabend Experten bei einem RoundtableGespräch in Wien fest. Laut einem aktuellen Bericht des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle (ECDC/Stockholm) erleiden in Europa jährlich rund 3,2 Mio. Menschen Infektionen in Spitälern, die eigentlich möglichst keimfrei sein sollten, die Schätzungen gehen von rund 37.000 Todesfällen aus. Der Wiener Infektiologe Christoph Wenisch bei dem Podiumsgespräch der „Plattform Patientensicherheit“: „Ich bin entsetzt, dass man in Wien Ignaz Semmelweis noch immer nicht kapiert hat. Jede nosokomiale Infektion ist ein Fehler. Das Krankenhaus ist nicht zu schützen. Der Patient ist zu schüt-

Wien. Österreich braucht sich in Sachen Biotechnologie nicht zu verstecken. Die Life-ScienceIndustrie mit Biotech-Forschung und -Anwendung hat im Jahr 2012 bereits 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Die Entwicklungsstrategie setzt auf Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft sowie auf die Förderung von Startup-Unternehmen, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz am Montag zu Beginn der Bio-EuropeKonferenz 2013 in Wien.

zen.“ Im Grunde sollte jeder Österreicher die Möglichkeit haben, an einem einfachen Ampelsystem zu erkennen, wie die jeweilige Spitalsabteilung im Vergleich zu ähnlichen Abteilungen bei der Infektionsrate abschneide. Doch davon – speziell von durchgängiger Transparenz – kann offenbar keine Rede sein. Hier fehlt es seit Jahrzehnten an flächendeckenden Datenerhebungen.

samt geht es in diesem Sektor in Österreich bereits um rund 50.000 Beschäftigte in rund 720 Unternehmen. Die Bio-Europe-Konferenz fand als Kombination von Messeevent und Kontaktplattform für BiotechInteressierte aus Forschung, Investorenszene und Industrie zum zweiten Mal in Wien statt. Peter Halwachs, Geschäftsführer des Wiener Life-Science-Clusterpro-

gramms (LISAVienna): „Wir haben hier rund 3.500 Teilnehmer von 1.800 Unternehmen.“ Von den 117 teilnehmenden österreichischen Firmen hätten 80 ihren Standort in der Bundeshauptstadt. Durch den Mangel an Risikokapital aus privater Hand war die österreichische Biotech- und LifeScience-Szene von Beginn an auf vielfältige Förderungen angewiesen. (iks)

In Krankenhäusern fehlt die Transparenz über krankmachende Keime.

„Die Zahl der Life-Science-Unternehmen in Österreich hat in den vergangenen zwei Jahren um 25 Prozent zugenommen. Dieser Wirtschaftsbereich hat im Jahr 2012 rund 18 Mrd. Euro Umsatz gemacht. Er ist zu einem wichtigen Anteil am Wirtschaftsleben geworden. Man muss hier nicht der Erste sein, aber man muss konsequent sein“, sagte Edeltraud Stiftinger, Geschäftsführerin des Austria Wirtschaftsservice (aws). Insge-

© Rauchecker für cardamom

© panthermedia.net/Yuriy Klochan

Risikokapital fehlt noch

In Wien traf sich diese Woche das Who-is-Who der europäischen Biotech-Szene.


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

62 – healtheconomy

short

Pharma Marketing Club Austria: 18. Diskurs

Freitag, 8. November 2013

Qualitäts-Management Für technischen Betrieb des Wiener AKH gab es nun die dritte internationale Anerkennung

Vamed ausgezeichnet BetriebsführungsgesmbH wurde bereits 2010 in der Kategorie „Erfolg durch Mitarbeiter“ und 2012 in der Kategorie „Kreativität und Innovation“ als Prize Winner ausgezeichnet. Heuer gelang dem Unternehmen dieser Erfolg erneut – und zwar in der Kategorie „Erfolgreich durch das Talent der Mitarbeiter“. „Dass wir diesen Preis nach Brüssel und Bilbao heuer an unserem Firmensitz Wien entgegennehmen durften, ist für uns eine besondere Ehre. Die dritte EFQMAuszeichnung innerhalb von vier Jahren bestätigt uns in der Strategie, bei unseren Leistungen auf Kontinuität und Nachhaltigkeit zu setzen. Getreu unserem Motto ,Von Menschen Excellence für Menschen‘ verstehen wir uns als verlässlicher und langfristiger Partner im Wiener Gesundheitswesen“, sagt Otto Müller, Geschäftsführer von Vamed-KMB.

Ines Windisch, Präsidentin des PMCA, moderiert die Veranstaltung.

Wien. Unter dem Motto „Das Integral im Pharma-Marketing – wie Reformen und Trends systematisch ein neues Marketingverständnis fordern“ findet am Montag, 18. November, ab 13 Uhr, der 18. PMCA-Tag in der EMS Lounge in Wien statt. Besucher erwarten eine spannende Key-Note und inspirierende Vorträge zu den Themen Gesundheitsreform und Gamification im Pharma-Marketing. Moderation: Ines Windisch, Präsidentin PMCA.

Biotech-Experten über künftige Forschung

Wien. Die Vamed-KMB, ein Unternehmen des international führenden Gesundheitskonzerns Vamed, ist verantwortlich für den technischen Betrieb des AKH Wien und einer der größten Anbieter für technische Betriebsführung und Projektabwicklung in Krankenhäusern. Ende Oktober wurde das Unternehmen – bereits zum dritten Mal – von der European Foundation for Quality Management als EFQM Excellence Award Prize Winner ausgezeichnet.

Strengste Kriterien Der Excellence Award der European Foundation for Quality Management (EFQM) ist der Qualitätspreis mit den europaweit strengsten Kriterien und dem höchsten Ansehen. Vamed-KMB Krankenhausmanagement und

Förderung Pharmaunternehmen unterstützt Forscher

Orange Day Kekse backen für einen wohltätigen Zweck

Salzburg. Mit der „Sanofi Stiftung“ zur Förderung der medizinischen Forschung in Österreich unterstützt Sanofi Österreich regelmäßig hervorragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Medizin. Kürzlich wurden im Rahmen einer Feier die Forscher der PMU (Paracelsus Medizinische Privatuniversität) Salzburg geehrt. Gewürdigt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger auch heuer wieder vom Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Karl-Heinz Töchterle. Der Preis wurde von Sanofi-Geschäftsführer Roman Gamerith übergeben: „Ich bin stolz, dass wir durch dieses Projekt viele engagierte junge Forscherinnen und Forscher motivieren.“ Die Preisträger: Charity Nofziger, Nathalie Wacht und Tamara

Wien. 85% der Belegschaft von GlaxoSmithKline sind stolz auf ihr Unternehmen. Den insgesamt 100.000 Mitarbeitern steht es frei, sich am „Orange Day“ in ihrem Land sozial zu engagieren. Seit Einführung des Corporate Volunteering-Programms PULSE konnten an die 300 Freiwillige hauptberuflich Erfahrungen in wohltätigen Organisationen sammeln. Für den Orange Day bäckt das GSK-Team in Österreich mit Sitz in Wien-Auhof seit Jahren in der Adventzeit, teils in privaten Küchen, aber auch in der von Miele großzügig zur Verfügung gestellten Schauküche in Wien. Zuletzt ist die Weihnachtsbäckerei mission: possible, eine sozialtherapeutische Wohngemeinschaft für Mädchen in Brunn am Gebirge, zugutegekom-

Wien. Demografischer Wandel und medizinisch-technischer Fortschritt: Wie reagiert die Forschung darauf? Darüber diskutierten im mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft veranstalteten club research mit Johannes Steiner: Georg Bauer (ETH Zürich), Thomas Czypionka (IHS), Wolfgang Dür (LBI Health Promotion Research), Hellmut Samonigg (Meduni Graz), Claudia Wild (LBI Health Technology Assessment).

Soziales Engagement bei GSK

Girbl. Die Sanofi Stiftung wird seit 1964 an den medizinischen Universitäten verliehen, in Salzburg bereits zum vierten Mal.  (fei)

© PMU Salzburg

© jost.con.sult-Kommunikationsbüro

Sanofi-Preis geht nach Salzburg

Johannes Steiner lud Experten zum club research nach Wien.

Otto Müller, Geschäftsführer der Vamed-KMB (re.), freut sich über die Auszeichnung.

Wissenschaftsminister Karl-Heinz ­Töchterle würdigte die Preisträger.

GAMED Tagung befasst sich mit Quelle des Lebens

men. Auch Diversity wird bei GSK groß geschrieben: Der Anteil an Frauen in Management-Positionen beträgt 70%. (fei)

© GlaxoSmithKline /Jonathan Hyams/Save the Children

© PMCA

andreas feiertag

© Vamed

Excellence Award der European Foundation for Quality Management geht heuer nach Wien.

GSK-Beschäftigte engagieren sich für soziale Themen.

Menschen, über die man spricht

Erster Wasserkongress in Wien

John B. Gurdon hält Max Birnstiel Lecture am IMP

ter sehr unterschiedlichen Denkansätzen die Möglichkeit zu geben, ihre wissenschaftlichen und persönlichen Erkenntnisse zum Thema Wasser und seiner Bedeutung für die Gesundheit des Menschen darzustellen“, betont Wolfgang Marktl, Präsident der GAMED und wissenschaftlicher Leiter des Symposiums „Die Heilkraft des Wassers“. Das Spektrum reicht von Physiologie, Psychologie, Philosophie und Ethnologie über Musik, Chemie und Mathematik bis hin zu Geburtshilfe und Medizin. (fei)

© beigestellt

Wolfgang Marktl, Präsident der GAMED, veranstaltet den ersten Wasserkongress.

Am 2. November spielte Rapid im Hanappi-Stadion gegen den FC Admira Wacker – und damit zum zweiten Mal in diesem Jahr auch zugunsten des Projekts „Nein zu Arm und Krank“. Der SK Rapid unterstützt seit einiger Zeit die GesundheitsInitiative von Siegfried Meryn. Der insbesondere aus dem Fernsehen bekannte Wiener Arzt freut sich über die Jahreskooperation mit den grün-weißen Kultkickern und hofft, dass dieses Engagement Vorbildwirkung hat.

Thomas Müller, technischer klinikleiter in wr. neustadt

Das Landesklinikum Wiener Neustadt hat einen neuen Mitarbeiter: Thomas Müller übernimmt die Position des Technischen Leiters. Müller hat bereits internationale Managementerfahrung im technischen Bereich, ist aber auch mit der Stadt Wiener Neustadt eng verbunden. Er war drei Jahre lang als Leiter der Motorentechnik bei der Diamond Aircraft Industries GmbH beschäftigt. Zuletzt war Müller als Geschäftsführer der Austro Engine GmbH tätig.

© EPA © Kolarik Andreas

Siegfried Meryn, initiator von „Nein zu Arm und Krank“

© NÖ Landeskliniken

Wien. Der britische Entwicklungsbiologe und Nobelpreisträger John Gurdon, der vor Kurzem seinen 80. Geburtstag feierte, kam auf Einladung des IMP zu einem Gastvortrag nach Wien. Am Mittwoch sprach er im Hörsaal des IMP über das Klonen von Tieren, die durch die Einschleusung von Zellkernen aus Körperzellen in embryonale Zellen hergestellt werden können. Gurdon, der eine Arbeitsgruppe am nach ihm benannten Institut der Universität Cambridge leitet, erforschte die Frage, ob die Erbinformation im Zellkern einer Körperzelle dazu genutzt werden kann, ein neues Lebewesen zu erschaffen. Dafür entwickelte er in den 1950er-Jahren eine Methode zur Transplantation von Zellkernen. (fei)

© Merkur Versicherung

Wien. Wasser ist ein den Menschen seit jeher faszinierendes Element und besitzt unzählige interessante Facetten. Die heutige Wissenschaft enthüllt mehr und mehr Geheimnisse rund um den Mythos Wasser. Auf einem hochkarätigen Kongress diskutien am Wochenende namhafte nationale und internationale Experten aus unterschiedlichsten Perspektiven über die Rolle des Wassers für die Gesundheit des Menschen. „Ziel dieses internationalen Kongresses ist es, Vertreter von mitun-

Karl Wohak, neuer schmerzmediziner in salzburg

Mit dem Wiener Schmerzexperten Karl Wohak startete die Klinik Diakonissen Salzburg im Oktober eine neue Schwerpunktsetzung. Die „Interdisziplinäre Schmerztherapie“ bietet akuten und chronischen Schmerzpatienten vielseitige Behandlungsmöglichkeiten – von der Physiotherapie bis zum komplexen Hightech-Eingriff. Wohak hat sich diesbezüglich auf interventionelle Eingriffe spezialisiert. In der Klinik wird er diese Hightech-Eingriffe durchführen.

Health0811  

medianet healtheconomy

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you