Page 1

medianet

inside your business. today.

Freitag, 5. April 2013 – 21

Plattform

Expertentalk

Privatklinik Döbling startet neue Plattform für Frauengesundheit  Seite 26

© medianet

© PremiQaMed

healtheconomy Gesundheitsprofis stellten Frage: „Ist ­Fliegen oder Spitalsaufenthalt sicherer?“  Seite 26

Integration Minister forciert Arbeitshilfe © Agentur Glanzlichter/APA-Fotoservice/Preiss

Vamed meldet Rekord im Jubiläumsjahr 2012

© dpa/Friso Gentsch

short

Interview In zwei Wochen wählt die heimische Pharmaindustrie für ihren freiwilligen Branchenverband Pharmig einen neuen Vorstand. Das bisherige Team rund um PfizerÖsterreich-Chef Robin Rumler (Bild), Martin Hagenlocher (Bayer Austria) und Pascal Broschek (Gebro Pharma) stellt sich der Wiederwahl. Anlass für healtheconomy, mit dem Pharmig-Präsidenten einen Rückblick über drei Jahre Gesundheitspolitik zu machen. Er wünscht sich, dass auf die Rahmengesundheitsziele klare Umsetzungspläne folgen und hofft auf Mittel für Innovationen. Seite 24

© Vamed AG/APA-Fotoservice/Rastegar

© chris saupper/www.maupi.com für Pfizer Austria

Studie Gesundheitsexperten werfen Politikern in Europa vor, die Folgen der jüngsten Sparprogramme auf die Gesundheit ihrer Bürger zu leugnen. Die tiefen Haushaltseinschnitte und steigende Arbeitslosigkeit führen unter anderem zu fallenden Einkommen, weswegen weniger Menschen zum Arzt gingen oder sich Medikamente kauften, heißt es in einer neuen Studie, die nun in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. Zudem werden Gesundheitsausgaben gekürzt, wie zuletzt in Griechenland. Seite 23

Bilanz Vamed-Generaldirektor Ernst Wastler hat die Position als ganzheitlicher Gesundheitsdienstleister ausgebaut und meldet für heuer volle Auftragsbücher. Der Umsatz stieg im 30. Jahr der Firmengeschichte um 15% auf 846 Mio. €. Seite 22

inhalt

Healthcare > Jungmediziner wollen nicht in Österreich bleiben  22 > WHO ortet Rückschritte in Gesundheitsversorgung  23

Superimmun Super immun D³

Mit dem Extra-Vitamin DD

los i K n e d t i m Weg

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

exklus

iv

in apotihrer heke

24 24

Medizintechnik und eHealth > Austromed diskutierte über Korruption und Qualität  25 > Wartezimmer-TV: y-doc meldet positive Bilanz  25 > Radiologen warnen vor Strahlenbelastung  25

Super immun dank Superimmun

ex

Pharmareport und Lifescience > Merck Serono wertet Standort in Wien auf  > Novartis verliert Patentstreit in Indien 

kl

usiv

Jetz

t mit

3€

Gut

sch

für Ih näch ren s Eink ten auf

ein

www.dr-schreibers.at www.superimmun.at

www.erwo-pharma.com

Über Wirkungen und unerwünschte Wirkungen dieser Medizinprodukte informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.


c ov e r

22 – healtheconomy

Freitag, 5. April 2013

Bilanz Vamed baut Engagement als ganzheitlicher Gesundheitsdienstleister international und national kräftig aus

Kommentar

Dienstleister Vamed ­meldet Erfolgsbilanz

Europa spart sich krank

Neben Beratung, Bau und Management ist Vamed in Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation tätig. Wien. Die Vamed AG hat im Vorjahr ihre international führende Position als ganzheitlicher Gesundheitsdienstleister weiter ausgebaut. Sowohl beim Auftragsbestand und beim Umsatz als auch beim EBIT verzeichnete die Vamed im Jahr ihres 30. Firmenjubiläums zweistellige prozentuelle Zuwachsraten und konnte damit ihren Wachstumskurs bereits im fünfzehnten Jahr in Folge fortsetzen, sagte Generaldirektor Ernst Wastler am Donnerstag in Wien. „Der Auftragsbestand erreichte mit 978 Millionen ein Plus von 17%, der Umsatz steig um 15% auf 846 Millionen und das EBIT um 16% auf 51 Millionen. Das sind Zahlen, die in einer anspruchsvollen Welt gelungen sind, gerade auch in der Situation der Gesundheitswirtschaft. Und sie sind ein All-time-high.“ In fünf Jahren habe die Vamed sowohl Umsatz als auch EBIT mehr als verdoppelt. „Das Rekordniveau bei Auftragseingang und Auftragsbestand bietet eine gute Basis für unser zukünftiges Wachstum.“ In drei Jahrzehnten habe die Vamed ein international einzigartiges Leistungsangebot entwickelt, das die gesamte Wertschöpfungskette von Projektentwicklung über Planung und Errichtung einer Gesundheitseinrichtung bis zu spezialisierten Dienstleistungen im kaufmännischen, infrastrukturellen und technischen Bereich bis zur kompletten Betriebsführung abdeckt. Wastler: „Unsere Stärke liegt auf einem Bereich – wir fokussieren uns auf den Gesundheitsbereich und haben dort eine umfassende Leistungspalette.“ Die Vamed sei integrierter Anbieter und biete alle Dienstleistungen sowie auch Gesundheitsleistungen im Bereich

J

etzt haben wir es schwarz auf weiß: Die Sparbemühungen in den europäischen Krisenstaaten gehen klar auf die Gesundheit der Menschen. Gleichzeitig deutet aber auch viel darauf hin, dass ganze Gesundheitssysteme kaputtgespart werden. In Griechenland etwa wurden die Gesundheitsausgaben auf sechs Prozent des BIP fixiert, teilweise konnten medizinische Mindeststandards nicht mehr gehalten werden. Nun ist Österreich nicht Griechenland, es zeigt sich aber in Trend in der EU: Überall wird in der Krise gespart und oft tut man das im Sozial- und Gesundheitsbereich. Denn dort fließt viel Geld und damit gibt es auch Sparpotenzial. Dramatisch ist, dass die EU hier Druck auf die Nationalstaaten ausübt, obwohl gerade Gesundheitspolitik Sache der Mitgliedsländer ist. Die Frage ist also, ob es bei Griechenland bleibt, oder auch andere Lädner betroffen sind. Denn Gesundheitsausgaben sind auch Gelder, die in die Wirtschaft fließen und werden sie gekürzt, trifft es nicht nur Patienten, sondern auch Unternehmen. Und das dürfte dann auch österreichische Firmen treffen, die über die Landesgrenzen hinaus in anderen Staaten aktiv sind. Selbst wenn also Österreich einen anderen Weg geht, bleibt der EU-Kurs nicht ohne Wirkung.

Gehirnhaut-/Gehirnentzündung – Übertragen durch Zecken 113 86

79 63

52

46

2006

2007

2008

2009

2010

2011

OÖ 15

NÖ 1

2012

Betroffene Gebiete FSME-Risikogebiet

Vbg 1

Erkrankungen 2012 Wien 1

Tirol 12 Stmk 12

Sbg 3 Ktn 7

Quelle: APA/Institut für Virologie, Med-Uni Wien/www.zecken.at; Grafik: APA, Raimund Appl

erwarb die Vamed den italienischen Spezialisten H.C. Hospital Consulting S.p.A., in der Rehabilitation die renommierte Schweizer Rehaklinik Zihlschlacht AG. In Österreich untermauerte die Vamed ihre Position als führender privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit einer Eröffnung und dem Start fünf weiterer Projekte, von denen drei Standorte noch 2013 ihren Betrieb aufnehmen werden. Im heimischen Thermen- und Gesundheitstourismus sieht sich die Vamed auch 2012 mit 2,4 Mio. Besuchern an acht Standorten der Vamed Vitality World (VVW) und rund 28% Marktanteil als klarer Marktführer. Mit der Erweiterung der Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld und der Fer-

Internationale Projekte Auf den internationalen Märkten erweiterte die Vamed 2012 ihre Präsenz mit Markteintritten in Senegal, Mosambik, Kap Verde und Trinidad & Tobago und der Mongolei. In China erzielte die Vamed mit elf neuen Projekten zur Medizintechnik-Ausstattung ein neues Rekordjahr. Zudem verstärkte sich die Gruppe 2012 in zwei europäischen Märkten mit Zukäufen in zwei Schlüsselbereichen: In der Medizintechnikbewirtschaftung

tigstellung der Geinberg5 Private Spa Villas wurden zwei Resorts um hochwertige Premiumangebote erweitert und die Positionierung im Qualitätssegment weiter gestärkt. „In Summe hat die ‚Vamed‘ bisher in über 70 Ländern auf vier Kontinenten mehr als 600 Projekte im Gesundheits- und gesundheitstouristischen Bereich realisiert, 18 davon als Public Private Partnership-Modelle. Heute betreuen wir als weltweit führender Gesundheitsdienstleister 355 Gesundheitseinrichtungen mit mehr als 100.000 Betten.“ Für weltweit 45 Gesundheitseinrichtungen von Prävention über Rehabilitation bis zur Pflege trage man die Verantwortung für die Gesamtbetriebsführung.

Jungärzte wandern ins Ausland

WE N I G E R F S M E - I N F E K T I O N E N 2 0 1 2

84

Prävention, Akutmedizin und Rehabilitation. „Das ist unsere Stärke. Wenn irgendjemand mit einer Gesundheitseinrichtung ein Problem hat, kann er sich an uns wenden.“

Ausbildung Studie zeigt, dass deutsche Studenten wieder abwandern; Mangel droht

GRAFIK DER WOCHE

Zahl der Fälle

Präsentierten Erfolgsbilanz: Kaltenegger, Wastler und Bichler freuten sich über Rekordergebnisse im Jubiläumsjahr.

Bgld 0

Wien/Klagenfurt. Nur 15% der ausländischen Medizin-Studenten planen, nach Studienabschluss in Österreich zu bleiben. Das zeigt eine Sonderauswertung der StudierendenSozialerhebung des Instituts für Höhere Studien (IHS). 20% wollen in ihr Heimatland zurückkehren, 13% in ein anderes Land weiterziehen. Der mit Abstand größte Anteil (52%) ist sich über seine Pläne nach Studienende noch nicht im Klaren. Selbst unter der Annahme, dass sich die Unentschlossenen nicht völlig anders entscheiden als jene, die bereits eine Wahl getroffen haben, würde nur ein knappes Drittel (32%) nach der Medizin-Ausbildung in Österreich bleiben. Ähnlich sieht es aus, wenn man nur die Studenten aus dem wichtigsten Herkunftsland betrachtet: Nur jeder siebente deutsche Medizin-Student will nach Studienende in Österreich bleiben; schließt man Unentschlossene aus, sind es immer noch nur 29%. Diese Zahlen könnten Österreichs Position im EU-Verfahren wegen der Quotenregelung im MedizinStudium unterstützen. Demnach

sind 75% der Studienplätze für Personen mit österreichischem Maturazeugnis reserviert, 20% gehen an Bewerber aus EU-Staaten und fünf Prozent an Kandidaten aus Drittstaaten. Die EU hat deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich angestrengt, das bis 2016 auf Eis liegt. In dieser Zeit muss Österreich mit Fakten belegen, dass ein Wegfall der Quotenregelung negative Auswirkungen

© APA/Robert Jäger

Martin Rümmele

© Vamed AG/APA-Fotoservice/Rastegar

Martin Rümmele

Der Bedarf an Jungmedizinern wächst, der Nachwuchs ziert sich aber.

auf die Gesundheitsversorgung hätte – etwa weil die ausländischen Absolventen nicht in Österreich bleiben.

Bundesländer alarmiert In den Bundesländern lösen diese Zahlen Schaudern aus. Wie berichtet, versuchen deshalb mehrere, eigene Medizinuniversitäten aufzubauen. „In Kärnten zeichnet sich ein Ärztemangel ab. Der Nachwuchs an Jungmedizinern bleibt aus. Fast alle heimischen Spitäler suchen dringend Turnusärzte“, warnt etwa Josef Huber, Präsident der Kärntner Ärztekammer. Er befürchtet, dass sich dieses Problem weiter verschärfen wird, weil bei gleich bleibend schlechten Arbeitsbedingungen die Dauer des Turnus ausgedehnt werden soll. „Wenn die Antwort der Politik lediglich darin besteht, unseren Ärztenachwuchs zu noch längerer Systemerhaltung zu verpflichten, wird die Abwanderung nach Deutschland, in die Schweiz oder nach Skandinavien weiterhin stark zunehmen.“ (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 5. April 2013

healtheconomy – 23

Studie I Experten kritisieren, dass in der jüngsten Wirtschaftskrise bei Sozial- und Gesundheitsausgaben gespart wird und werfen EU Versagen vor

Wirtschaftskrise macht krank Medizinische Standards sinken, Arzneimittel fehlen, Krankheiten steigen. Wien/London. Gesundheitsexperten werfen Politikern in Europa vor, die Folgen der jüngsten Sparprogramme auf die Gesundheit ihrer Bürger zu leugnen. Die tiefen Haushaltseinschnitte und steigende Arbeitslosigkeit führen unter anderem zu fallenden Einkommen, weswegen weniger Menschen zum Arzt gingen oder sich Medikamente kauften, heißt es in einer neuen Studie, die nun in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. Zudem werden die Gesundheitsausgaben gekürzt.

Dramatik in Griechenland Als Folge davon habe sich seit 2007 der langfristige Rückgang bei Selbstmorden umgekehrt. Besonders in Griechenland sei es zu besorgniserregenden Ausbrüchen von Krankheiten wie Aids und sogar Malaria gekommen; die Krankenhäuser dort kämpften darum, die medizinischen Mindeststandards zu halten. Viele Arzneien waren vorübergehend nicht verfügbar, da das Geld dafür fehlte. Die geldgebende Troika aus EUKommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) habe die Gesundheitsausgaben Griechenlands auf maximal sechs Prozent der Wirtschaftsleistung beschränkt (zum Vergleich: Österreich liegt bei 11%). In Griechenland sollten innerhalb zweier Jahre Arztkosten um 25% und Spitalskosten um 15% gedrosselt werden. Die Entwicklungen und Sparbemühungen der EU wirken sich demnach brisant aus angesichts der trostlosen Jobsituation in Europa. In der EU sind insgesamt 26 Mio. Menschen arbeitslos, was einer Erwerbslosenquote von 10,8% entspricht. Die These der Wissenschafter lautet, dass das Zusammenspiel von Sparprogram-

Studie II Soziale Krankheit

Kluft wächst

Wien. Die Unterschiede beim Gesundheitszustand der Bevölkerung zwischen Ost- und Westeuropa sind heute größer als vor 40 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie, die in der neuesten Ausgabe des britischen Magazins The Lancet veröffentlicht wurde. Regelungen zum Alkohol- und Tabak-Konsum, verbunden mit Fortschritten in der Medizin und der Einführung einer effizienten Gesundheitspolitik, hätten in Westeuropa Erfolge gebracht, heißt es. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sei dieser Fortschritt nicht im selben Maß zu erkennen. Mit Ausnahme der baltischen Staaten sei die Lebenserwartung für Neugeborene deutlich kürzer als in Westeuropa – zwölf Jahre weniger für Männer und acht Jahre weniger für Frauen. Aber auch im Westen seien große Fehler gemacht worden, die medizinische Erfolge verzögert hätten. Der Kampf gegen die Folgen von Tabakkonsum sei zum Beispiel in Deutschland, Österreich und Dänemark verspätet aufgenommen worden, kritisieren die Autoren. (iks)

men, wirtschaftlichen Einbrüchen und schwachen Sozialnetzen die Gesundheits- und Sozialkrisen in Europa entscheidend eskalieren lässt. Es gebe ganz klar das Problem, dass die Folgen der Sparprogramme der Politiker für die Gesundheit geleugnet würden, erklärte der Leiter der Untersuchung, Martin McKee, von der European Observatory on Health Systems and Policies. „Die Europäische Kommission ist per Abkommen dazu verpflichtet, die Auswirkungen ihrer Politik auf die Gesundheit zu prüfen“, sagte er. Bisher sei dies bei den Sparprogrammen jedoch

nicht geschehen. McKee verglich das Verhalten der Kommission und der einzelnen EU-Staaten mit der Verschleierungstaktiken der Tabak-Industrie.

Island als Positivbeispiel In der Studie wird das Vorgehen Islands als Alternative bezeichnet; dort hätten die Bürger in einem Referendum harte Einschnitte abgelehnt und weiter in staatliche Dienste investiert. Entsprechend hätten in der Studie keine negativen Folgen der Krise für die Gesundheit nachgewiesen werden können.

© dpa/Friso Gentsch

Ina Karin Schriebl

Griechenland ist besonders von den Kürzungen im Gesundheitswesen betroffen.


24 – healtheconomy

short

Japan: Bayer bringt Mittel gegen Krebs Leverkusen. Bayer kann auf mehr Umsatz mit seinem Krebsmittel „Stivarga“ bauen. Das japanische Gesundheits­ ministerium gab dem deut­ schen Konzern grünes Licht für den Verkauf der Arznei zur Behandlung von Darmkrebs.

P h a r m a r epo r t: l i f e s c i e n c e

Freitag, 5. April 2013

Interview healtheconomy sprach mit Pharmig-Präsident Robin Rumler über die Entwicklungen seiner Branche

„Wir müssen Ziele fixieren und diese umsetzen“ Branchensprecher wünscht freie Mittel für Innovationen und sieht gutes Klima für Gesundheitsreform. Martin RÜmmele

Pharmagroßhändler Celesio verlor Umsätze durch Firmenverkäufe.

Stuttgart. Der Pharmahändler Celesio hat vor allem wegen hoher Abschreibungen im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich wurde 2012 ein Verlust von 149 Mio. € erwirtschaftet, nach einem Gewinn von 5,8 Mio. € im Vorjahr. Operativ lief es bei Celesio im verbleibenden Geschäft wieder besser: Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich auf 579,6 Mio. €, nach 554,9 Mio. € im Vorjahr.

Eisai zieht es nach Russland Tokio. Eisai kündigt den wei­ teren Ausbau der Geschäfts­ tätigkeit durch die Gründung einer neuen Vertriebsgesell­ schaft in Russland an. Der Markteintritt von Eisai wird auf der Einführung eines Me­ dikaments zur Behandlung von Brustkrebs basieren. Die Markt­ einführung erfolgt voraus­ sichtlich im zweiten Quartal 2013. Im Anschluss erwartet Eisai auch, das ­Epilepsie­Portfolio einzuführen.

Wien. In zwei Wochen wählt die heimische Pharmaindustrie für ihren freiwilligen Branchen­ verband Pharmig einen neuen Vorstand. Das bisherige Team rund um Pfizer-Österreich-Chef Robin Rumler, Martin Hagenlocher (Bayer Austria) und Pascal Broschek (Gebro Pharma) stellt sich der Wie­ derwahl – Anlass für healtheconomy, mit dem Pharmig-Präsidenten einen Rückblick über drei Jahre Gesundheitspolitik zu machen. healtheconomy: Was hat sich in den vergangenen drei Jahren im Gesundheitswesen getan? Robin Rumler: Es ist schon über­ raschend, wie schnell drei Jahre vorbei sind. Und ich denke, es hat insgesamt sehr große Schritte ge­ geben, wenn man den wirtschaft­ lichen Druck im System bedenkt und auch den Druck, unter dem die Industrie gestanden hat.

© chris saupper/www.maupi.com für Pfizer Austria

© Celesio

Celesio musste 2012 Rückschlag einstecken

Robin Rumler will, dass sich das Gesundheitswesen planbar entwickelt und nicht Entwicklungen wie in Griechenland nimmt.

healtheconomy: Stichwort Patentklippe? Rumler: Ja, wir durchtauchten eine Periode, wo es weniger neue Produkte gegeben hat. Aber seit dem Vorjahr zeigt sich wieder die Innovationskraft und auch heuer wird es wieder mehr neue Produkte geben.Wir erleben aber sicher das Ende der Phase der Bluckbuster­ medikamente. Die Industrie muss sich also die Frage stellen, welche Produkte es künftig geben wird. Wenn die Lebenserwartung steigt, was wir ja alle wollen, tauchen auch neue Krankheitsbilder etwa im Alter auf. Hier muss sich die Industrie also auch fragen, wie die Entwicklungen in den Gesund­ heitssystemen in den kommenden zehn bis zwölf Jahren sein werden. So lange dauert es mindestens, bis

neue Produkte auf den Markt kom­ men. Deshalb wollen wir diese Ent­ wicklungen auch mitgestalten.

vor einigen Jahren und da hat gera­ de die Industrie einen großen Bei­ trag geleistet. Man muss aber auch sehen, dass bei uns die Arzneimit­ telquote bei 13 Prozent liegt, in an­ deren Ländern sind es 17 Prozent. Wir haben ein Erstattungssystem, das frei werdende Mittel aus der Generikaverwendung verstärkt für Innovation zur Verfügung stellen sollte.

healtheconomy: Welche Entwicklungen werden das sein? Sieht man nach Griechenland, zeigt die EU, dass sie in den Sozial- und Gesundheitssystemen sparen will. Indien bremst bei Patenten. Ist das die Zukunft? Rumler: Griechenland ist ein Ne­ gativbeispiel, wie es nicht werden darf. Wir haben auch in Öster­ reich eine Gesundheitsreform zu machen, die klare Ziele erreichen muss und die auch von allen Be­ teiligten akzeptiert werden sollte. Wir haben aber in den vergangenen Jahren die Krankenkassen auch saniert. Sie stehen besser da, als

healtheconomy: Sie haben die Gesundheitsziele angesprochen. Wohin soll die Reise gehen? Rumler: In der Reform liegen rie­ sige Chancen. Die Rahmengesund­ heitsziele müssen jetzt konkreti­ siert werden. Wir müssen sagen, wie wir Diabetes in den Griff be­ kommen wollen, wie man Schlag­

anfallzahlen reduzieren und chro­ nische Erkrankungen in den Griff bekommen will. Dazu braucht es einen beherzten Weg und da wol­ len wir unseren Beitrag leisten. healtheconomy: Wie? Rumler: Die Gesprächsbasis zwi­ schen allen Beteiligten ist sehr gut. Wir haben etwa den Rahmenphar­ mavertrag verlängert und Gelder frei gemacht zur Förderung von Gesundheitszielen für Kinder und Jugendliche. Darum beneidet uns Europa. Die Industrie ist gewohnt, konkrete Ziele zu definieren und diese zu verfolgen und zu überprü­ fen. Dazu gehört auch Kommunika­ tion und nicht zuletzt Marketing. Diese Erfahrung können wir ein­ bringen.

Patentstreit Nach Roche, Pfizer und Bayer lehnen Inder auch Novartis-Patent ab

Investition Regionales Zentrum für Westeuropa

Indien bremst Novartis aus

Merck baut Wien aus

Basel/Neu Delhi. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat den Patentstreit um sein Krebsmittel Glivec in Indien endgültig verloren. Das Oberste Gericht des Landes entschied nun, dass Novartis kein Patent für das Medikament erhält. Beobachter sehen in der höchstrichterlichen Entscheidung einen Präzedenzfall, der für andere Patentklagen in Indien wegweisend sein könnte. Novartis wollte bereits 2006 ein Patent für Glivec anmel­

Wien/Darmstadt. Merck steuert die Geschäfte seiner Pharma-Sparte Merck Serono für die Region „West­ europa“ seit Kurzem von Wien aus. Die Region umfasst so unterschied­ liche Länder wie Portugal, die Nie­ derlande, Belgien, Griechenland, Israel, ganz Skandinavien, die Schweiz und Österreich. Bisher befand sich das regionale Haupt­ quartier in Genf. „Wien ist aufgrund der Anbin­ dungen der ideale Standort, um

den, doch dies wurde mit der Be­ gründung abgelehnt, dass das Mit­ tel nur eine leicht veränderte Versi­ on eines älteren Wirkstoffs sei. Patentschutz für teure westliche Arzneien ist in Indien schwer zu er­ langen. In dem Land sind Millionen Menschen auf günstige Nachah­ merprodukte angewiesen. Generi­ ka wiederum sind den großen Kon­ zernen ein Dorn im Auge. Zudem sehen sie in Indien ihre geistigen Eigentumsrechte gefährdet.

Der Entscheid gegen den Patent­ schutz gilt als wegweisend für die westliche Pharmaindustrie, die sich immer stärker auf den indischen Markt konzentriert. Das Urteil ist der vorläufige Höhepunkt in einer Serie von Niederlagen, die große Markenhersteller in Indien ein­ stecken mussten. Roche und Pfi­ zer wurden im vergangenen Jahr Patente aberkannt und Bayer muss­ te Anfang März eine Zwangslizenz für ein Krebsmittel akzeptieren.

Novartis musste wie andere Firmen davor einen Rückschlag in Indien hinnehmen.

Novartis steht auf dem Stand­ punkt, dass Glivec sehr wohl ein neues Medikament sei und eine „bahnbrechendes Krebsbehand­ lung“ bei Leukämie möglich ma­ che. In fast 40 Ländern habe das Unternehmen dafür auch Patente erhalten. Zwar sei das Molekül vor­ her schon patentiert gewesen, aber erst nach jahrelanger Forschung habe man es in eine Kristallform gebracht, sodass das Medikament sicher verabreicht werden könne. Das sei ein „Durchbruch“, schreibt der Konzern.  (rüm/iks)

© Merck KGaA

© EPA

Novartis sieht neues Produkt

Merck Serono wertet den Standort in Wien kräftig auf.

diese geografisch nicht ganz ein­ heitliche Region zu managen“, sagt Wolfgang Wein, Leiter der Region „Westeuropa“. Der gebürtige Öster­ reicher, der seit 2006 das globale Onkologiegeschäft von Merck Sero­ no in Darmstadt leitete, freut sich über die Rückkehr in seine Heimat und seine neue Herausforderung. „Obwohl diese Länder ähnlich große Bevölkerungen aufweisen, sind die Pharmamärkte sehr un­ terschiedlich.“ Darüber hinaus wird in Wien auch die CEE-Zentrale für Arznei­ mittelsicherheit eingerichtet, die für alle mittel- und osteuropä­ ischen EU-Mitgliedsländer zustän­ dig ist. „Alle Meldungen zur Arznei­ mittelsicherheit unserer Produkte, die von Liechtenstein bis Ljubljana auftreten, werden dann in Wien gesammelt und weiterverfolgt“, erklärt die Geschäftsführerin von Merck Österreich, Elisabeth Prchla und erklärt den Ausbau so: „Öster­ reich ist für Merck ein wichtiger Standort, dieser Umstand wird durch die Einrichtung dieser bei­ den Zentralen in Wien unterstri­ chen.“  (iks)


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 5. April 2013

healtheconomy – 25

Tagung Medizinprodukte-Hersteller suchten Informationaustausch und offene Diskussion zum Thema Transparenz

short

Kampf gegen Korruption

Neue kostenlose App der Wiener Städtischen Wien. Ab sofort stellt die Wiener Städtische eine neue kostenlose Gesundheits-App zur Verfügung. Diese bietet für alle Kunden ein umfangreiches Service für Erste-Hilfe-Maßnahmen, Notfallnummern sowie die Möglichkeit zur Spitalssuche. Sonderklasse-Kunden der Wiener Städtischen können mit der Eingabe der Polizzennummer kostenlos weitere Beratungsservices nutzen, zum Beispiel können medikamentenbezogene Fragen beantwortet werden, man kann sich Laborbefunde in eine allgemein verständliche Sprache übersetzen lassen, Fragen zur eigenen Gesundheit stellen und Ärzteempfehlungen einholen, teilt die Versicherung mit. Die App, die in Kooperation mit Österreichs größtem Gesundheitsportal NetDoktor.at konzipiert wurde, ist auch für Tablets geeignet.

Experten: Klar entwickelte Handlungsleitlinien sind enorm wichtig, um Korruption vorzubeugen.

Höchste ethische Standards Die Veranstaltung wurde von der Austromed gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers und CMS veranstaltet. Die PricewaterhouseCoopers AG ist ein globales Netzwerk rechtlich selbstständiger und unabhängiger Unternehmen, zu deren Bereichen Wirtschaftsprüfungen und Managementberatungen gehören. Die Arbeitsgruppe Healthcare Compliance wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Zusammenarbeit mit dem medizinischen Fachpersonal entsprechend den höchsten ethischen Standards und gesetzlichen Rahmenbedingungen sicherzustellen.

Diskutierten über Qualität und Korruption (v.li.): Fischer, Ploier, Längle, Kdolsky.

Medien y-doc wirbt mit Zahlen und neuen Fakten

Bildgebung Strahlenbelastung nimmt laut Experten zu

Wartezimmer TV: y-doc bilanziert

Warnungen zum Strahlenschutz

Wien. Österreichs Wartezimmer TV y-doc verspricht seinen Kunden, durch gezielte Positionierung ein medizinisch-seriöses Werbeumfeld mit hoher Glaubwürdigkeit, welche durch das Arzt-Image sichergestellt werde. y-doc erstellt dazu laut eigenen Angaben „ein Arztprogramm für jede Ordination individuell und transportiert deren Kommunikationsziele“. Zum Erfolg trage der „duale Wirkmecha-

Wien. Bildgebende Methoden gehören zum medizinischen Alltag, sämtliche radiologischen Methoden, außer der Sonografie und der Magnetresonanz (bei der die Ausrichtung der Wasserstoffatome im Körper von einem starken Mag-neten kurzfristig verändert wird), gehen mit einer Strahlenbelastung einher. Experten registrieren außerdem eine deutliche Zunahme der Strahlenbelastung

nismus“ bei; entsprechende Spots würden im y-doc-Wartezimmer TV von den Werbekunden wahrgenommen, im Anschluss könnten sich Patienten beim Arzt-Patienten-Gespräch informieren. y-doc geht davon aus, dass Ärzte für die jeweiligen Produkte oder Leistungen ihre Empfehlung aussprechen, da sie von den Inhalten, die auf ihren Bildschirmen gesendet werden, überzeugt seien.

y-doc verspricht, Kommunikationszielen mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.

© Siemens

© y-doc Infotainment im Wartezimmer

Nettoreichweite Die Nettoreichweite von Wartezimmer TV beträgt laut Erhebungen des AbmientMeter 2011 innerhalb eines Monats österreichweit 22% und 58% bei allen Arztbesuchern. Jüngste Erhebungen ergaben, dass der Bekannheitsgrad von Produkten durch das Wartezimmer TV stark ansteigt, teilt y-doc in einer Aussendung mit. Das besondere Interesse der Wartezimmer TV-Sehenden gilt laut Erhebungen etwa Themen rund um Körper- und Schönheitspflege, Gesundheit, medizinische Fragen, Vorsorge, Versicherungen, gesunde Lebensweise, Ernährung und Fitness.  (um)

Gewinnrückgang bei Paul Hartmann

Bei zufallsbedingten Wirkungen können auch kleinste Dosen zu Schäden führen.

durch bildgebende Methoden, vor allem durch den immer häufiger werdenden Einsatz der Computertomografie (CT), welche das Risiko von CT-induzierten Krebserkrankungen erhöht.

Verbesserungsbedarf Aufgabe der Radiologen sei es, den Nutzen einer Untersuchung gegen ein mögliches Risiko genau abzuwägen. Außerdem gebe es, wie der Direktor für Strahlenschutzagenden der European Society of Radiology (ESR), Madan Rehani, kürzlich in Wien erklärte, Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation über Risiken mit den Patienten. „Meiner Meinung nach sind Patienten nicht ausreichend über die Strahlenthematik bei radiologischen Untersuchungen informiert.“ In Österreich ist die „Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen in der Medizin“ durch die medizinische Strahlenschutzverordnung geregelt. Der Radiologe müsse die Informationsquelle Nummer eins sein und den Patienten ihre Sorgen nehmen, betonten Experten bei einer Tagung. (um)

© Hartmann

Wien. Vor Kurzem trafen sich rund 50 Vertreter der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen, um im Rahmen der Veranstaltung „Healthcare Compliance versus Korruption – der Spagat der Medizinprodukte-Branche“ über die Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Zur Sicherstellung des gesetzlichen Auftrags sei Wissenstransfer ein essenzieller Bestandteil, waren sich die Anwältin Monika Ploier (CMS) und Austromed-Geschäftsführer Philipp Lindinger einig; abgesehen von „sauberen und transparenten Beziehungen zwischen Lieferanten, Beschaffern und Anwendern“ zum Wohle der Patienten. Auf die Notwendigkeit von regelmäßigen Schulungen und Know-how-Vermittlung wies Friedrich Längle vom Landeskrankenhaus Wiener Neustadt hin. Konsens herrschte darüber, dass

ein hoher Aufklärungsbedarf hinsichtlich der Begrifflichkeiten der Antikorruptionsnovelle herrsche, wie etwa „ungebührlicher Vorteil“ und „Wertgrenzen“.

© Austro Med

ulli moschen

Deutscher Medizinprodukte-Hersteller ist in Österreich stark vertreten.

Stuttgart. Der deutsche Medizinartikelhersteller Paul Hartmann hat mit diversen Herausforderungen zu kämpfen. Im vergangenen Geschäftsjahr gingen die Gewinne nach 70,8 Mio. € 2011 auf 55,4 Mio. € zurück. Gründe für die Verluste sind sowohl Qualitätsprobleme als auch Investitionen an mehreren Standorten. Weiters wurden mehrere Standorte des 2008 übernommenen Pharma-Herstellers Kneipp zusammengelegt, und bei der Verpackung von sterilen Operationssets waren Probleme aufgetreten. Allerdings konnte Paul Hartmann im operativen Geschäft zulegen: Die Erlöse stiegen um 3,5% auf 1,76 Mrd. €.

Bank Austria Zentrum für Ärzte & Freie Berufe Auf einen Blick

Von li. nach re.: Elisabeth Skrbensky, Erich Czermak, Mag. Grete Wohlmuth, Doris Derler und Sabine Schröder.

Das Zentrum für Ärzte & Freie Berufe bietet: Q Qualitativ hochwertige Beratung für angestellte und niedergelassene Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Veterinärmediziner, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten. Q Flexible Terminvereinbarung unabhängig von den Banköffnungszeiten sowie auf Wunsch vor Ort: in der Klinik bzw. Ordination oder zu Hause. Q Kompetente Beratung zu allen Existenzgründungsfragen. Q Markt-Know-how: branchenspezifische Veranstaltungen und Schulungen zu Liquiditäts- und Kapitalbedarfsplanung, Existenz gründung, Finanzierungsformen und Vermögensplanung.

Bank Austria Zentrum für Ärzte & Freie Berufe Klein & Mittelbetriebe 1020 Wien, Lassallestraße 5 E-Mail: freieberufe@unicreditgroup.at ServiceLine: 050505-44144 Ihre Ansprechpartnerin: Mag. Grete Wohlmuth, Tel:. 05 05 05-57136, E-Mail: grete.wohlmuth@unicreditgroup.at


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

26 – healtheconomy

Freitag, 5. April 2013

Veranstaltung Experten stellten sich die Frage: „Ist Fliegen oder ein Spitalsaufenthalt sicherer?“

short

Debatte über Sicherheit

© Österr.Liga f. Kinder- und Jugendgesundheit

Vinzenz Gruppe plant Kinder-Reha in Wien

Dem Ruf des Initiators Markus Bürger, TÜV Pressesprecher, folgten über 100 hochkarätige Gesundheitsmanager. Der Austrian Airlines-Kapitän Hans Härting und der Intensivmediziner Jens-Christian Schwindt trugen in fast kabarettistischer Art das Problem der Patientensicherheit vor. Das Sicherheitstraining im Flugverkehr ist fixer Bestandteil des Berufsbilds,

Pateisky (MUW), Resetarits (KH Hartberg), Bürger (TÜV), Schwindt (MUW), Härting (Austrian Airlines), Herz, Plattner (beide Semmelweis Gesellschaft) (v.l.n.r.).

Teleios Award Arbeitszufriedenheit in Altenpflege

Neue Plattform für Frauengesundheit ging nun online

Neudörfl. Zufriedene Beschäftigte sind bessere Altenpfleger. Mit einem Programm zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit hat das Pflegeheim Neudörfl St. Nikolaus die Betreuung ihrer Bewohner noch weiter verbessert. Jetzt hat der Bundesverband der Altenund Pflegeheime das burgenländische Pflegeheim dafür mit dem „Teleios Award“ ausgezeichnet. „Die Altenpflege ist eine der wichtigsten und herausforderndsten Aufgaben unserer Zeit. Nur wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Arbeit mit Freude machen, können sie den Menschen, die im Alten- und Pflegeheim ihre letzten Lebensjahre verbringen, nachhaltig die optimale Betreuung bieten, die sie brauchen. Die Arbeitszufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und

Wien. Die Privatklinik Döbling hat eine neue Plattform für Frauenmedizin geschaffen. „Women’s Best Health“ fasst das breite Leistungsangebot, das auf die speziellen Bedürfnisse von Frauen jedes Alters zugeschnitten ist, zusammen: Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Menopause und natürlich Prävention. Unter „www.womensbest-health.at“ ist die neue Plattform ab sofort abrufbar. „Die neue Plattform zeigt auf einen Blick das breite Leistungsspektrum und die zahlreichen Experten der Frauenmedizin“, erklärt Primarius Christian Kainz, Ärztlicher Direktor des Hauses. Gemeinsam mit dem Ambulatorium und dem Ordinationszentrum Döbling bietet die Privatklinik umfassende Betreuung. Das Kassenambulato-

Spendenübergabe (v.l.): R. Schweighöfer, H. Jankovits, W. Vogelsang.

Guntramsdorf. Seit mehr als zwei Jahren ist DHL Express Partner des Kinderhospiz Sterntalerhof im Burgenland. Kürzlich übergab der Expressdienstleister wieder den jährlichen Spendenscheck, diesmal über 15.500 €, an den Verein Sterntalerhof. Bei der Spendenübergabe dabei: Ralf Schweighöfer, Direktor DHL, Harald Jankovits, Geschäftsführer Sterntalerhof, Werner Vogelsang, Human Resources-Verantwortlicher DHL.

Mitarbeiter ist uns deshalb ein hohes Anliegen“, freut sich VamedVorstand Gottfried Koos über die Anerkennung. (fei)

Stolz auf den Teleios Award das Team des Pflegeheimes in Neudörfl.

© Pantheon Verlag

buch-tipp

Anja Förster/Peter Kreuz: Hört auf zu arbeiten! Pantheon Verlag, 240 Seiten, 14,99 €, ISBN: 357055189X

rium Döbling kombiniert mit der Privatklinik Döbling ein qualitativ hochstehendes Leistungsspektrum speziell für Frauen. (fei)

Privatklinik Döbling startet neue Plattform für Frauen-Gesundheitsplattform.

Menschen, über die man spricht

Rudolf Hundstorfer Festredner bei Reintegra-Jubiläum Wien. Seit der Gründung 1982 setzt sich „Reintegra“ für die berufliche Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen ein. Bis heute wurden rund 4.000 Betroffene betreut und viele davon wieder in den Arbeitsmarkt integriert. Unter dem Motto „Reintegration. Kompetenz. Verantwortung“ feierte die gemeinnützige Gesellschaft kürzlich ihr 30jähriges Jubiläum im Wiener Rathaus. Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte in seiner Festrede, wie wichtig es sei, den betroffenen Menschen möglichst früh zu helfen, um eine erfolgreiche Reintegration ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Es gehe darum, krankheitsbedingte Pensionierungen zu vermeiden und Menschen länger gesund im Arbeitsleben zu erhalten. Die geplante Reform der Invaliditätspension schaffe hierzu die Voraussetzungen.

© Agentur Glanzlichter/APA-Fotoservice/Preiss © Humanomed Consult

Hört endlich auf zu arbeiten! Hegel sah die berufliche Tätigkeit als wesentlichen Aspekt seiner Identität und Freiheit, während Adam Smith den Beruf als modernen Tauschhandel sah: Der Mensch verkauft seine Arbeitskraft an das beste Angebot. Dieser Arbeitsbegriff prägt unser Verständnis bis heute, deswegen glauben wir im noch immer an das Versprechen der Fabrik: Wenn ich funktioniere, effizienter und erfolgreicher werde, dann werde ich durch Sicherheit belohnt. Aber kein Arbeitsplatz ist heute mehr sicher. Und was uns darüber zudem verloren ging, ist die Überzeugung, das Richtige zu tun. „Hört auf zu arbeiten!“ fordern Anja Förster und Peter Kreuz und meinen damit nicht, dass wir uns ab sofort in die Hängematte legen sollen, sondern dass wir uns unsere Arbeit zurückerobern als Teil unserer Identität. Erst wenn wir wieder lieben, was wir tun, und aus Überzeugung arbeiten, dann werden wir endlich das tun, was wirklich zählt. (fei)

Woman’s Best Health gegründet

© Lebenswelt Heim

© DHL Express

Pflegeheim Neudörfl geehrt

© PremiQaMed Group

DHL Express spendet für den Sterntalerhof

Großes Interesse

B r u n o Pram­ s oh l er , ä r z t­ l icher l eit er in v il l ach

Primarius Bruno Pramsohler, Leiter der Abteilung für Neurologie an der Privatklinik Villach, übernimmt zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben die ärztliche Leitung der Privatklinik Villach. Die Privatklinik Villach ist mit ihren Schwerpunkten Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie, Wirbelsäulen- und Neurochirurgie und Gynäkologie sowie im diagnostischen Bereich Radiologie, Nuklearmedizin und Labor ein wichtiger Partner der regionalen Gesundheitsversorgung.

Isabe ll Ko ssmann , pfl ege­ exper t in in w iener spi tal

Mit der studierten Pflegewirtin Isabell Koßmann zieht eine sehr erfahrene Pflegeexpertin in den Vorstand des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Wien, einem Unternehmen der Vinzenz Gruppe, ein. Die in Weimar (Thüringen) geborene Koßmann leitete die vergangenen Jahre in gleicher Position den Bereich Pflege in einer Klinik in Mitteldeutschland. Vor ihrem Studium des Pflegemanagements arbeitete Koßmann als diplomierte Kinderkrankenschwester.

© gespag

Wien. In Österreich besteht ein Bedarf von rund 350 Rehabilitationsbetten für Kinder und Jugendliche. Die Vinzenz Gruppe will deshalb neben dem Orthopädischen Spital Speising eine Reha-Einrichtung für 100 Kinder sowie 70 Begleitpersonen schaffen. Der Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, Michael Heinisch, erläutert, dass mit dieser Sonderkrankenanstalt eine bedarfsorientierte und notwendige Ergänzung in der Region entstehen kann.

die Bedeutung des Sicherheitstrainings in Spitälern ist jedoch weit unter ihrem Wert geschlagen. Das Anlegen von Schwimmwesten wird bei jeder Flugreise trainiert, hingegen ist das Trainieren von medizinischen Notfällen unüblich. Ob dieser Tatsache setzen sich seit Jahren honorige Mediziner für die Durchführung von Training von Sicherheitschecks ein. Die Mediziner Norbert Pateisky, Kurt Resetarits und Helmut Trimmel waren sich beim Expertentalk einig: Fliegen ist wesentlich sicherer als ein Spitalsaufenthalt – jedoch das Verständnis für Prozessoptimierungen rund um die Spitalssicherheit ist im Steigen. Genau da setzt auch der TÜV Austria mit seinen Prozessoptimierungs- und Zertifizierungsangeboten an. Professor Pateiskys Conclusio: „Freizeitaktivitäten werden ohne nachzufragen trainiert – dieses Verständnis benötigen wir auch in unseren Spitälern.“  (red)

© www.bhs-wien.at

Will Versorgungslücke schließen: Michael Heinisch (Vinzenz Gruppe).

Wien. TÜV Austria und die Semmelweis Gesellschaft haben zu einem hochkarätigen Expertentalk zum Thema „Traum vom sicheren Krankenhaus“ – Sicherheitscheck im Flugverkehr als Vorbild für Spitäler geladen. Als Location wurde just die höchste Eventlocation, nämlich das „Thirty Five“ in den Vienna Twin Towers, direkt in der Einflugschneise zum Wiener Flughafen gelegen, gewählt.

© medianet/Piestrzynska

Hochkarätiger Expertentalk von TÜV Austria und der Semmelweis Gesellschaft.

Gabrie le B au ­ mann , är zt­ l iche direk­ to rin in s t eyr

Das Gespag-Spital in Steyr hat mit Primaria Gabriele Baumann eine interimistische Ärztliche Direktorin. Sie löste Ingrid Federl ab, die in den Gespag-Vorstand wechselte. Die Gmundnerin studierte Medizin in Graz, machte die Facharztausbildung für medizinisch-chemische Labordiagnostik. Sie absolvierte das Master-Studium Management in Einrichtungen des Gesundheitswesens an der Donau-Uni Krems und das MBA Studium Health Care Management an der WU-Wien.

medianet healtheconomy  

medianet healtheconomy - die wöchentliche Berichterstattung über die Gesundheitswirtschaft - jeden Freitag in der Wirtschaftsfachtageszeitun...

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you