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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 31. august 2012 – 35

Wachstumstiger

swapgeschäfte mit verlust

Fidelity und UBS sehen Chancen im Konsum und in den ASEAN-Ländern  Seite 37

Die Plattform Finanzbuddha bietet KMU Unterstützung im Schadensfall  Seite 38

© SS & GZ

© Wikimedia

financenet victor zum 9. mal bankensieger © www.christian-husar.com

Uniqa: Private Vorsorge weiterhin hoch im Kurs

ATX 22. August 2012–29. August 2012

ATX (Schluss 29.8.) 2.024,78 -2,25% Wochentop Wochenflop

Flughafen 5,89% Kapsch -9,11%

Top 5 ATX Prime Flughafen WIen Uniqa Century Casinos BWT Agrana

5,89% 5,07% 3,17% 3,07% 2,56%

Flop 5 ATX Prime Kapsch RBI Verbund conwert voestalpine

-9,11% -5,49% -4,98% -3,78% -3,77%

DAX 22. August 2012–29. August 2012

DAX (Schluss 29.8.) 7.010,57 -0,09% 2,18% -3,22%

Top 5 DAX Linde Henkel adidas Bayer Dt. Telekom

2,18% 2,11% 1,15% 1,08% 0,91%

Flop 5 DAX Infineon MAN Metri Dt. Lufthansa BMW

-3,22% -3,19% -2,60% -2,24% -1,99%

© medianet

Eigenvorsorge wichtiger denn je Uniqa-Vorstand Peter Eichler hofft auf ­einen breiten politischen Diskurs über die private Altersvorsorge. Bei der Zukunfts­ vorsorge wünschen sich die Versicherer geringfügige Änderungen. Die UniqaGruppe konnte im ersten Halbjahr 2012 das EGT kräftig steigern.  Seite 36 Halbjahr 2012 Negatives Handelsergebnis eingefahren

inhalt

Capital:Markets > Kapsch errichtet Mautsystem in Australien

Ausblick bekräftigt Zahlen über den Erwartungen

Wiener Privatbank leicht im Minus 36

Banking > RBI mit mehr Nettogewinn39 > Bawag setzt auf die Post und die KontoBox 40 Insurance:Watch > Allianz-Studie: Jugend resigniert bei Klimawandel 40

© Foto Wilke

Fonds:Park & Zertifikate > Neuer Small Cap Fonds von Aberdeen 37 > China: Kommt eine neue Art Suprime-Krise? 38 > Dekabank: Mittelabflüsse 38

Bank-Chef Helmut Hardt sieht Chancen im Corporate & Private Banking.

Wien. Die Wiener Privatbank, spezialisiert auf Vorsorgewohnungen, hat im 1. Halbjahr 2012 ein negatives Periodenergebnis von minus 0,47 Mio. €, nach plus 1,39 Mio. im Vergleichszeitraum 2011, erzielt. Der Rückgang resultiere besonders aus dem negativen Handelsergebnis von minus 0,55 Mio. € (1. Hj. 2011: +0,47 Mio. €) und einem geringeren Ergebnisbeitrag des Dienstleistungsgeschäfts. Die Bilanzsumme belief sich auf 94,36 Mio. € nach 90,72 Mio. € zum 31.12.2011. Mittelfristig rechnet die Bank mit einer Lösung der Krise in der Eurozone sowie „einer schrittweisen Rückkehr des Anlegervertrauens“. (ag)

EVN mit mehr Gewinn, Umsatz

© EVN

Wochentop Linde Wochenflop Infineon

EVN-Vorstandsdirektor Peter Layr sieht weiter schwierige Rahmenbedingungen.

Wien. Der Versorger EVN steigerte in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahrs 2011/12 Gewinn und Umsatz. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 6,1% auf 226,1 Mio. €, das Konzernergebnis um 7,5% auf 222,8 Mio. €, der Umsatz um 4,3% auf 2,257 Mrd. €. Es wurde weniger Storm erzeugt und mehr an die Kunden verkauft. Der Ausblick wird bestätigt, „trotz schwieriger und weiterhin unsicherer gesamt- und energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen“, wie es heißt. Die Gewinn-Zahlen für die ersten neun Monate lagen über den Erwartungen der von der APA befragten Analysten.  (lk/ag)


f i n a n c e : c ov e r

36 – financenet

Freitag, 31. August 2012

financenet@medianet.at

Schutz für die Kunden Uniqa-Vorstand Peter Eichler: „Kein Land verlässt sich nur auf die staatliche Pension“

kolumne

„Die private Vorsorge wird auch weiterhin wichtiger“

Jugend: 19 Mrd. Euro pro Jahr

Politik muss stabile Regeln für Altersvorsorge bieten – neue Uniqa-Einmalerlagstranche kommt.

LINDA KAPPEL

E

iner Studie von RegioData Research München zufolge verfügt die Generation der 0- bis 29-Jährigen in Österreich über rund 12% des gesamten Kaufkraftvolumens (fast 19 Mrd. Euro). Kinder und Jugendliche kämen auf im Schnitt 1.600 Euro pro Kopf und Jahr, Zwanzigjährigen stünden rund 15.000 Euro zur Verfügung. Ohne beim Zurückerinnern an die eigene Jugend Neid aufkommen zu lassen ... aber das ist ziemlich viel! Interessant ist weiters der Aspekt, dass die Hälfte der „Kinder“ ohne eigenes Einkommen ist. Naheliegenderweise gibt diese Bevölkerungsgruppe die „Kohle” großteils für Kleider, Elektronik und Freizeitaktivitäten aus. Haben Banken und Versicherungen, hat die Politik hier etwas verpasst? Das Thema Eigenvorsorge, ob für das Alter oder die Pflege, ist ein unliebsames und in diesem Adoleszenz-, Postadoleszenzoder „Unruhestands”-Alter umso mehr. Aber die Problematik verschärft sich eher noch; es schadet nicht, früh daran zu denken. Es geht hier nicht darum, der Finanzindustrie das Wort zu reden; zweifellos stehen Kapitalmarktprodukte derzeit durch Euro- und Schuldenkrise nicht so hoch im Kurs; die Sinnhaftigkeit so mancher Vorsorgestrategie muss heute mehr denn je überdacht werden. Aber sollten wohlwollende Verwandte die Zügel nicht doch etwas straffer anziehen?

„Stabilität wichtig“ Zur Erhaltung des Lebensstandards hat private Vorsorge daher „große Zukunft“, so Eichler. Sie könne (auch in der Form einer betrieblichen Vorsorge) etwa dazu dienen, bei früherem Pensionsantritt die entstehende Versorgungslücke zu decken. Die Politik muss dabei stabile Rahmenbedin-

Kapsch Um 8,5 Mio. €

Neue Bestrebungen Gleichzeitig signalisiert Eichler Verständnis dafür, dass manche sich von der Versicherungswirtschaft noch transparentere Altersvorsorge-Produkte wünschen: „Das könnten wir als Branche den

„Wir werden in Zukunft den Fokus mehr auf die Risikoabdeckung als auf die rechnerische Rendite legen müssen.“ peter eichler, uniqa

Eichler: „Mehr Dialog mit dem Finanzministerium über die 2. und 3. Säule wäre gut.“

gungen schaffen, mahnt er: „Berechenbarkeit ist in der Altersvorsorge ganz wichtig.“

Nicht zu viel ändern In letzter Zeit hapert es damit ein wenig: Bei der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge (ZUV) habe die recht plötzliche Halbierung der staatlichen Prämie zu einem zweistelligen Rückgang im Neugeschäft geführt. „Allerdings muss man berücksichtigen, dass es 1,5 Millionen Verträge in Österreich gibt, der Markt nähert sich also der Sättigung.“ Weiters wünschen sich die Versicherer, die bei dem Instrument

staatlicherseits vorgeschriebene Aktienquote von mindestens 30 Prozent auf „maximal 30 Prozent” zu senken – das sei auch angesichts der Absicherungskosten bei dem heute historisch niedrigen Zinsniveau nicht mehr zeitgemäß. Freilich ist es immerhin gelungen, dafür zu sorgen, dass niemand Geld verloren hat, selbst nicht in der Finanzkrise, betont Eichler. Die Umsätze an der Wiener Börse würden von einer Senkung der Aktienquote derzeit nur wenig belastet werden. Eichler, der auch in der entsprechenden Sektion seiner Branche im Versicherungsverband sitzt, wünscht „generell einen echten po-

Kunden noch klarer darstellen.“ Im Bereich der Einmalerläge hat es durch Änderungen bei der Besteuerung – konkret die Verlängerung der Behaltefrist auf 15 Jahre, wenn der Kunde nicht Steuernachteile erleiden will – kräftige Rückgänge am Markt gegeben. „Das sollte man rückgängig machen; gerade für Ältere ist das ein Nachteil, und es gibt auch Steuerausfälle, wenn die Nachfrage dann so gravierend sinkt.“ Die Uniqa selbst hat gerade eine Einmalerlagstranche ihres beliebten Inflationsschutz-Produkts neu aufgelegt; diese bringt 156 Prozent Auszahlung nach 15 Jahren. (gst)

KTM Erstes Halbjahr

Uniqa Combined Ratio liegt nun über 100%. PIIGS-Portfolio um fast die Hälfte reduziert

Mautsytem in Sydney

Dank Indien mit Rekordabsatz

Im Halbjahr mit 43,2% mehr EGT Wien. Die börsenotierte Uniqa Group steigerte im ersten Halbjahr den Gewinn deutlich: Plus 43,2% beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf 106,5 Mio. €, plus 67,1% beim Konzerngewinn nach Steuern und Minderheiten auf 57,3 Mio. €. Darin enthalten sei aber das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (Verkauf der deutschen Mannheimer Gruppe). Die gesamten ver-

rechneten Prämien inklusive Sparanteile aus den Fondsplizzen sanken um 2,4% auf 2,86 Mrd. €. Hier schlage sich der branchenweite Rückgang bei den Einmalerlägen in der Lebensversicherung nieder – vor allem in Italien und Ungarn. Die laufenden Prämien stiegen um 0,8% auf 2,58 Mrd. €, so Vorstandschef Andreas Brandstetter. Das Portfolio von Staatspapieren in den sogenannten PIIGS-Staaten

(Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien) sei in den ersten sechs Monaten 2012 um 45% verringert worden, auf den Nominalwert von 1,122 Mrd. €. Die Combined Ratio (SchadenKosten-Quote) nach Rückversicherung in der Schaden- und Unfallversicherung stieg im Halbjahr 2012 wegen mehr Großschäden auf 100,7% (99,9).

Wien/Mattighofen. Das Ergebnis nach Steuern des Motorradherstellers KTM AG sank von 7,9 Mio. € im Halbjahr 2011 auf 3,8 Mio. im ersten Halbjahr 2012. Der Umsatz fiel mit 295,3 Mio. aber stärker aus (263 Mio. €). Der Absatz wurde um Vergleich um 23,2% auf 45.400 Fahrzeuge gesteigert. Zählt man die heuer erstmals in Indien verkauften „Duke 200“ mit, sind es 36,5%.  (ag)

Finanz-CEO Hannes Bogner: „Sturm, Hagel und Feuer belasteten Combined Ratio.“

Weiter festgehalten wird an den Plänen für eine – weitere – große Kapitalerhöhung 2013 oder 2014 mit einer deutlichen Anhebung des Streubesitzes bis auf 49%. Die dafür nötige börsenfreundlichere Konzernstruktur ohne Minderheitsaktionäre werde noch heuer bis Oktober stehen. Die Emissionsbanken wolle man in den nächsten Wochen auswählen. Erste 500 Mio. € hat sich die Uniqa bereits heuer im Sommer über eine Barkapitalerhöhung geholt, die der Verbesserung der Kapitalstruktur und der Solvabilität dient.  (APA/lk)

© KTM

Re-IPO auf Hochtouren

© Uniqa

Wien. Der börsenotierte Wiener Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat in Sydney einen Auftrag in der Höhe von 10 Mio. AUD (8,5 Mio. €) an Land gezogen. Die Tochtergesellschaft Kapsch TrafficCom Australia wurde von Interlink Roads mit der Errichtung eines neuen elektronischen Mautsystems beauftragt, teilte das Unternehmen am Dienstagnachmitag ad hoc mit. Das Mautsystem soll im Oktober 2013 geliefert werden. Das neue, erweiterte Mautsystem soll die Kapazität der privat errichteten Mautstraße „M5 South West Motorway“ erhöhen und besteht aus einer straßenseitigen Ausrüstung sowie einem neuen BackofficeSystem. Die erhöhte Bildverarbeitungskapazität wird laut Kapsch eine höhere Genauigkeit und Automatisierung bildbasierter Transaktionen ermöglichen. Das neue System werde gemeinsam mit den bestehenden ausgeschilderten Cash-Lanes funktionieren. (ag/lk)

litischen Dialog über die 2. und 3. Säule, also private und betriebliche Vorsorge“ in Österreich.

© medianet

Wien. Peter Eichler, für die Personenversicherung zuständiger Vorstand der Uniqa, warnt vor falschen Signalen aus der Politik: Es werde derzeit öfter so getan, als ob die private Altersvorsorge an Wichtigkeit verliere. „Das Gegenteil ist der Fall: Sie wird immer wichtiger.“ Natürlich wollen die Versicherer die 1. Säule, also die staatliche Vorsorge, nicht schlechtreden, betont Eichler, aber „kein Land verlässt sich heute ausschließlich darauf“. Und obwohl in Zeiten schwacher Kapitalmärkte nach der Finanzkrise die Performance der Anlageobjekte zurückgehe, hat die Versicherungswirtschaft ihre Vorsorge-Versprechen stets gehalten, betont Eichler. Das Entscheidende an einer Lebensversicherung sei nicht die rechnerische Rendite, sondern die Absicherung des Versicherten für den Rest seines Lebens – also langfristige Sicherheit. „Wir werden in Zukunft den Fokus mehr auf diese Risikoabdeckung legen müssen.“ Nur ein Versicherungsprodukt könne diesen Schutz bieten: Es geht einerseits um finanzielle Versorgung bis ins höchste Alter, zweitens um die Absicherung des Weges dorthin sowie der Angehörigen. „Das betrifft auch Schutz gegen Einkommensausfall und Hinterbliebenenvorsorge.“ Sicherheit gehe dabei immer vor Spekulation.

Die „Duke 200“ verzeichnete in Indien dank Partner Bajaj rege Nachfrage.


f o n d s : pa r k

Freitag, 31. August 2012

financenet – 37

financenet@medianet.at

Robuste Volkswirtschaften Geplantes Freihandelsabkommen würde schon in Bälde zu mehr Integration und Abschaffung vieler Einfuhrzölle führen

Fokus auf ASEAN und Konsum Wien. Fidelity Worldwide Investments rät, einen Blick auf die Staaten des Südostasiatischen Verbands (ASEAN) zu werfen; Wachstumstreiber dort seien die junge Bevölkerung, eine konsumfreudige Mittelschicht und die wirtschaftsfreundliche Politik. Gillian Kwek, Managerin des Fidelity ASEAN Fund (ISIN: LU0048573645), hebt die wirtschaftlichen Spitzenreiter ASEANs, Thailand, Indonesien und Singapur, hervor. Für die ASEAN-Region sei 2012 mit einem Wirtschaftswachstum von 5,4% und 2013 von 6,1% zu rechnen. Die Inflationsrate sei unter Kontrolle, die meisten ASEANVolkswirtschaften weisen robuste Bilanzen, einen niedrigen Verschuldungsgrad und gesunde Devisenreserven auf, vor allem im Vergleich zu westlichen Industrieländern.

reihe Thailand sich direkt hinter China als weltweit zweitbester Schwellenlandmarkt ein. Ein weiterer Stimulus sind die vermehrten Direktinvestitionen aus dem Ausland, vor allem aus dem japanischen AutomobilSektor. Darüber hinaus investiert die thailändische Regierung verstärkt in langfristige Infrastrukturprojekte, insbesondere zum Schutz vor Naturkatastrophen. Singapur wiederum kann mit attraktiven Dividendenrenditen aufwarten. Das Land leide zwar unter der starken Aufwertung des Singapur-Dollars, die mit der Investment-Grade-Bewertung und

seiner politischen Stabilität zusammenhänge. „Seit 1990 aber sind die durchschnittlichen Dividendenrenditen um gut 7 Prozent p.a. gewachsen, mit stabilem Ausblick.“ Auf den asiatischen Konsumsektor zu setzen, dazu neigt UBS Asset Management: Die Branche zeige sich trotz der derzeit schwächelnden Weltkonjunktur langfristig robust und biete interessante Einstiegschancen, meint Namit Nayegandhi, Portfoliomanager des UBS (Lux) Equity Fund – Asian Consumption. Rückenwind erhalte der Bereich durch die Notenbankpolitik, die Ankurbelung des Binnenkonsums und fallenden Zinsen. (lk)

© Wikimedia

Fidelity legt Augenmerk auf Thailand, Singapur; UBS auf Konsumwerte.

Auch Indonesien, seit 2012 mit „Investment Grade“-Rating, (im Bild Jakarta) ist attraktiv.

Thai-Index heuer mit +16% Zwar zeichneten die Mitgliedsländer noch ein recht heterogenes Entwicklungsbild, sie seien aber auf einem guten Weg, sich mehr und mehr in Richtung einer konsolidierten Wirtschaftszone zu entwickeln. „Verstädterung, erhöhte Konsumfähigkeit und marktorientierte Politik der Regierungen fördern diese Entwicklung. Der zunehmende Handel innerhalb der Region wird sie künftig auch noch widerstandsfähiger gegen externe Schocks wie die Eurokrise machen“, so Kwek. Im Zuge des geplanten Freihandelsabkommens sollen schon in drei Jahren viele Einfuhrzölle abgeschafft werden. Damit werde auch die wirtschaftliche Integration und Entwicklung aufstrebender Schwellenländer wie Kambodscha und Myanmar beschleunigt werden. Der thailändische Aktienindex stieg im bisherigen Jahresverlauf um 16% und ließ damit alle anderen größeren asiatischen Indizes hinter sich. Was Markttransparenz und Wachstumsaussichten angeht,

www.bankdesjahres.com

Die

Neunte

Konferenz & Gala 20. 09. 2012 Baden bei Wien

Freude schöner Götterfunken. Das 18. Jhdt. war turbulent. Die Aufklärung veränderte die Ordnung Europas. Täglich änderte sich das Weltgeschehen. In dieser Zeit verfasst Schiller mit seiner „Ode an die Freude“ einen Aufruf für Brüderlichkeit und Gemeinschaft. Beethoven greift die Zeilen auf und komponiert daraus seine letzte Symphonie – die Neunte.

Aberdeen Neuer Fonds

„Small Caps“

Edinburgh. Aberdeen Asset Management bringt einen Global Smaller Companies-Fonds auf den Markt. Der in Luxemburg domizilierte Fonds investiert in 40 bis 60 kleine und mittlere Unternehmen weltweit und wird vom Global Equities Team in Edinburgh gemanagt. Team-Leiter Stephen Docherty: „Für viele Investoren liegen die Vorteile globaler Investments heute klar auf der Hand. Investments in kleinere Konzerne können ein Portfolio sinnvoll ergänzen.” (lk)

victor bewegt die Bankenwelt Das 21. Jhdt. beginnt turbulent. Es geht erneut um eine Neuordnung Europas und der Bankenbranche. Die finalen Akkorde von Beethovens Neunter wurden in Baden komponiert. Und hier findet auch die neunte victor Gala mit der internationalen Auszeichnung „Bank des Jahres“ statt. Vielleicht ändern wir einen kleinen Ausschnitt der Bankwelt an diesem Tag …

Anmeldung und Info: www.victorgala.com/anmeldung +43 2252 25 48 45 - 17 andrea.weiss@emotion-banking.at Die Teilnahme an Konferenz und Gala ist für Banker kostenfrei.

© Aberdeen Asset Management Deutschland

Veranstalter

Strategie. Beratung. innovativeS Marketing.

Medienpartner

ɳɳ

Konzepte für Banking Exzellenz

Grand Hotel Sauerhof, Weilburgstraße 11-13, 2500 Baden, AUT ----------12:00 Empfang und Mittagssnack 13:00 Best practice Erfahrungen von internationalen Vorständen

17:00

tDr. Christian Rauscher; GF emotion banking & victor, AUT tDr. Johannes Schneebacher; GD Südtiroler VB, IT tFranz Riegel; Dir. RB Eberndorf, AUT tMichael Eisenrauch, MBA; Basler Kantonalbank, CH tReto Hahn, Armin Diethelm; Bank Linth, CH

VIP Empfang

victor Gala ɳɳ

Die Neunte

Stadttheater Baden, Theaterplatz 7, 2500 Baden, AUT ----------17:30 Cocktailempfang & come together 19:00

21:00

victor Gala – Prämierung der erfolgreichsten Banken des

deutschsprachigen Raumes Showact: American Divas After Show & Galabuffet – Feiern Sie mit über 500 Bank-Führungskräften

Ganztägiger VIP-Shuttle Dienst

Partner

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Docherty: „Assetklasse zeigt ein anderes Verhalten als große globalen Strategien.“

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PORTAS Y S PROJEKTGESELLSCHAFT

MBH


f o n d s : pa r k / f i n a n z d i e n s t l e i s t e r

38 – financenet

Freitag, 31. August 2012

financenet@medianet.at

„Goldene Elefanten“ In China kommen immer mehr intransparente Kapitalmarktprodukte an den Mann von der Straße

short

„Suprime“-Pendants

Fenja Multi Strategy Fonds nun registriert

© Panthermedia.net/Vladimir Kondrachov

Stoxx Ltd. weitet Index-Angebot aus

Spektakuläres Wachstum bei komplexen Finanzprodukten; erste Schadensfälle zeichnen sich ab. Taihe. Der Name „Goldener Elefant Nr. 38“ klingt vielversprechend – gilt doch der Elefant in vielen asiatischen Kulturen als Glücksbringer und Symbol für Stärke und Weisheit. Hier handelt es sich um ein Kapitalanlageprodukt, das laut Verkaufsprospekt 7,2% Rendite p.a. bringen soll – für den Durchschnittschinesen ziemlich viel. Was der Prospekt nicht verrät, ist, worin genau investiert wird, oft sind es riskante Immobilienprojekte. Der „Goldene Elefant Nr. 38“ ist nur eines von Tausenden dieser vermögensbildenden Produkte, die bei betuchten Chinesen reißenden Absatz finden. Der Umsatz damit ist nach Angaben der chinesischen Vermögensberatung CN Benefit im ersten Halbjahr 2012 um mehr als 40% auf über zwölf Billionen Yuan (1.505 Mrd. €) explodiert. Aufgesetzt werden diese Produkte meist von Chinas „Schattenbanken“, wie die unregulierten Ver-

© Panthermedia.net/Daniel Manuelpillai

Wien. Der Fenja Fund Multi Strategy (ISIN LI0145168402) ist nun in Österreich zum öffentlichen Vertrieb registriert. Der Fonds wurde in Liechtenstein als UCITS IV (Fonds mit Europaweit standardisierten Richtlinien) zugelassen und kann sowohl als Einmalerlag, als auch als Sparplan gezeichnet werden. Finanzmathematiker, Programmierer und professionelle Trader haben die unterschiedlichen automatisierten Systemansätze entwickelt; investiert wird in die liquidesten Aktien- bzw. Anleihenindizes, in diverse Forex-, Rohstoffund Futuresmärkte in unterschiedlichen Zeiteinheiten. Die Kunden profitieren – egal ob die Kurse steigen oder fallen, heißt es.  (lk)

Ein Fonds des Vermögensverwalters China Credit Trust ist von der Pleite bedroht.

mögensverwalter genannt werden. Seit der Öffnung Chinas ab 1979 entstanden, fahren sie inzwischen ein Fünftel des Neugeschäfts der Finanzbranche ein. Ein typisches Geschäft geht so: Die Bank leiht einer Provinzregierung Geld für ein Bauprojekt. Peking kontrolliert das Institut und verlangt, riskante Kredite loszuwerden. Daraufhin verkauft die Bank das Darlehen an die Investmentgesellschaft. Diese wiederum zerlegt den Kredit und kreiert daraus – teils unter Beimischung anderer Kredite – das sogenannte Vermögensbildende Produkt. Klingt bekannt, oder?

Mehr als 20.000 Fonds Nach Angaben der Kommission für Bankenregulierung sind über 20.000 solcher Fonds in China im Umlauf, noch vor fünf Jahren waren es einige Hundert. Erste Schadensfälle zeichnen sich ab.  (ag/lk)

Risikovorsorge Der deutsche Anbieter von Investmentfonds stellt sich auf Rückschläge im zweiten Halbjahr ein

Dekabank sieht starke Mittelabflüsse

© Panthermedia.net/Uwe Moser

Fondsmanagerinnen kämpfen mit Vorurteilen

Einmal mehr machen Vorurteile Frauen in der Finanzwelt zu schaffen.

Mannheim. Fondsmanagerinnen erzielen für ihre Kunden genauso hohe Renditen wie ihre männlichen Kollegen. Trotzdem investieren Anleger um 15% weniger in ihre Fonds wie in jene von Männern gemanagten. Den Grund dafür hat das Professoren-Ehepaar Alexandra Niessen-Ruenzi und Stefan Ruenzi an der Uni Mannheim herausgefunden: In einer Studie zur amerikanischen Finanzbranche der letzten sieben Jahre zeigen sie auf, dass Vorurteile gegen Frauen die entscheidende Rolle spielen. (lk)

Immofonds gefragt Immobilienfonds dagegen sammelten netto 1,1 Mrd. € ein. Der Vorstand kündigte personelle und strukturelle Veränderungen im Fondsmanagement an. Zudem könnten noch im September die Weichen für ein größeres Zertifikate-Angebot der Deka gestellt werden.  (ag/lk)

© EPA

Frankfurt. Stoxx Limited hat das Angebot an Schwellenländer-Indizes um 19 Produkte ausgedehnt. Dabei handelt es sich um breitgefächerte, größervolumige Blue Chip-Indizes, welche ‚Emerging‘ und ‚Developing‘ Markets abdecken sollen, sowie einen breit gefächerten Index für Afrika. Die neuen Indizes setzen sich jeweils aus den Titeln von insgesamt vier verschiedenen Stoxx-Indizes zusammen. Dabei handelt es sich um den Stoxx Emerging Markets Total Market, den Stoxx Developed Market Total Market, den Stoxx East Asia Total Market und den Stoxx Africa Total Market. (red)

Der Fondsverkauf an Private schwächelt weiter. Im ersten Halbjahr flossen mehr Gelder ab, als neue eingesammelt werden konnten. Die Nettovertriebsleistung bei Wertpapierfonds betrug minus 3,2 Mrd. €. „Im niedrigen Zinsumfeld sind Anleger verunsichert, das wird noch eine Weile anhalten.“

Der Fondsverkauf leidet, personelle Änderungen im Management sind möglich.

Finanzbuddha Beratungsplattform möchte KMU-Inhabern bei außergerichtlichen Lösungen mit Banken unterstützen

Support für KMU bei Zinsswapverlusten Wien. Beratung und Unterstützung bei der Eintreibung allfälliger Schadenersatzansprüche möchte die Beratungsplattform „Finanzbuddha“ Klein- und Mittelunternehmen (KMU) bieten, die sich bei Finanzierungen durch ihre Bank im Zusammenhang mit Fremdwährungsdarlehen nach Verlusten aus Absicherungsgeschäften (Stichwort Zinsswap) geschädigt fühlen. „Diese Unternehmen verfügen häufig nicht über einen Finanzmanager und häufig auch nicht über die nötige Expertise, wenn es um Veranlagungen, Derivate oder sogar auch um simple Kreditverträge geht“, erklärt Gerald Zmuegg, Managing Director bei Finanzbuddha. „Wir bewegen uns dabei ausschließlich im außergerichtlichen Bereich“, so Zmuegg, man habe innerhalb der letzten drei Jahre viel Know-how aufgebaut und arbeite mit rund zehn Experten zusammen, die in der Lage seien, Kapitalmarktprodukte dahingehend zu untersuchen, ob ein Schaden etwa aus versteckten Margen zugunsten eines Kreditinstituts oder aus dem Markt innewohnenden Me-

chanismen heraus entstanden sei. Einer jener Fälle, bei dem vor Kurzem auch medial die Wogen hochgegangen sind, betraf den Vergleich der Gasometer-Apotheke mit der Bank Austria. Das Kreditinstitut hält fest, „dass die Bepreisung dieser Geschäfte marktüblich war und der intensive Wettbewerb am österreichischen Markt gar nichts anderes zulässt“. Auch dürften „Margen“ einer Bank bei

Treasurygeschäften nicht mit dem „Gewinn“ gleichgesetzt werden. Tritt ein Unternehmer mit Finanzbuddha in Kontakt, überprüft ein von Finanzbuddha beauftragter Sachverständiger sodann, ob ein Produkt ,sauber‘ ist oder nicht, ergänzt Kommunikationsverantwortlicher Robert Süß. Dann werde eine Nachkalkulation für die Bedingungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses durchgeführt.

© SS & GZ Unternehmensberatung

Stoxx Ltd. bietet nun einen breit gefächerten Index für Afrika.

Frankfurt. Der deutsche Fondsanbieter Dekabank stellt sich wegen turbulenter Märkte auf Rückschläge im zweiten Halbjahr 2012 ein. Vorsorglich packte das Institut pauschal 80 Mio. € in die Risikovorsorge – für eventuelle Wertberichtigungen oder Ratingsprünge. „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir das wirtschaftliche Ergebnis des vergangenen Jahres übertreffen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Behrens anlässlich der Zahlenvorlage. In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete der Fondsdienstleister der Sparkassen ein wirtschaftliches Ergebnis von 313,8 (Vorjahreszeitraum: 336,6) Mio. €. Diese Kernkennzahl der Bank bildet Erträge minus Aufwendungen ab.

Zmuegg: „Wichtig für den Unternehmer: vor dem Bankgespräch einen Plan fassen.“

Ist eine Abweichung zu vergleichbaren marktüblich bepreisten Produkten feststellbar, werde Finanzbuddha für das KMU tätig. Dabei werden nicht nur Informationen geliefert; die Kunden werden auch dahingehend beraten, wann und wie diese Informationen am Besten eingesetzt werden. Ein Honorar werde erst bei Erfolg fällig.

Verjährung droht In den letzten drei Jahren habe man etwa 150 Fälle abgearbeitet und in Summe Rückzahlungen der Banken von 120 bis 130 Mio. € außergerichtlich erwirken können. Oft versuchten diese, Vergleiche mit einer Quote von 20 bis 25% durchzusetzen, die Anspruchsgrundlage bewege sich häufig aber bei 85%. Zmuegg und Süß erwarten, dass Banken ab 2013 von ihren Firmenkunden verstärkt Sicherheits-Nachschüsse oder Zwangskonvertierungen ihrer Franken-Kredite in den Euro einfordern werden, weil dann die Drei-Jahres-Frist vorbei sei, innerhalb derer Kunden Schaden geltend machen können.  (lk)


b a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 31. August 2012

financenet – 39

financenet@medianet.at

emotion banking victor Gala findet am 20. September statt; neu gestaltete Homepage www.bankingexzellenz.com

short

Bank des Jahres wird zum neunten Mal gekürt

LGT steigerte Gewinn im Halbjahr deutlich Vaduz. Die LGT Group, die Bank des Liechtensteiner Fürstenhauses, hat den Gewinn im ers-ten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 58% auf 130 Mio. CHF (108,2 Mio. €) gesteigert. Dies sei auf Ertragssteigerung sowie Kostendisziplin zurückzuführen, hieß es. Der Bruttoerfolg des Finanzinstituts erhöhte sich um 14% auf 466 Mio. CHF. Das Zinsengeschäft ergab 60,5 Mio. CHF (+26%), das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft 262,8 Mio. CHF (+5,2%) und das Handelsgeschäft 143,0 Mio. CHF (+29,5%). Da 13% mehr neue Nettomittel zuflossen, verwaltete das Finanzinstitut per Ende des Halbjahres Vermögen in Höhe von 94,7 Mrd. CHF (+9%).  (ag)

Neun nominierte Kategorien; Jury: „Banken konzentrieren sich wieder mehr aufs Kerngeschäft.“

Kunden miteinander verglichen. In jeder Säule ist es möglich, einen Höchstwert von 500 Punkten zu erreichen. Zusätzlich zu den fünf Säulen werden noch vier weitere Kategorien ausgewertet – Dynamik, Innovation, Firmenkunden und natürlich die Königskategorie „Bank des Jahres“. Dabei ist das obere Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. „Ich bin überrascht, dass immer noch Steigerungen möglich sind“, kommentierte Willibald Gföhler, Leiter des Zentrums für Finance an der Donau-Universität Krems. Jurymitglied Stefanie Kraus, Chefredakteurin des Bankmagazin: „Die ‚victor‘-Kategorien spiegeln wider, was für BankingExzellenz wichtig ist: eine klare,

Bank Burgenland Minus

RBI/RZB Nettogewinn vor allem dank Sondereffekten aus dem ersten Quartal 2012

Bioenergie-Flop „verarbeitet”

Qualitätsschub Einig sind sich die Juroren darin, dass die victor-Banken an Qualität gewonnen haben und sich wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren. WU-Professor Reiner Springer kommentiert: „Bankenexzellenz heute heißt vor allem kundenindividuelles Agieren.“ Die victor-Banken setzten genau dies um, denn der Kunde sei das größte Kapital. Auch das Beratungsunternehmen emotion banking geht innova-

tive Wege: Der Kunde kann auf der neu gestalteten Seite im Internet, „www.bankingexzellenz.com”, erstmals selbstsständig nachvollziehen, was das jeweilige Qualitätssiegel „victor geprüft“ und „victor Sieger“ bedeutet und welche Bank ein solches Siegel tragen darf. Damit gewährleistet emotion banking volle Transparenz für seine Kunden und deren Endkunden.

NordLB muss mehr Geld für Ausfälle im Bereich Schiff zurücklegen.

Frankfurt. Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) bekommt die Krise in der Schifffahrt immer stärker zu spüren. Die Bank schrieb in der Sparte im ersten Halbjahr zwar erneut schwarze Zahlen, legte jedoch deutlich mehr Geld für mögliche Kreditausfälle zurück.Insgesamt hat die Landesbank die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im ersten Halbjahr auf 146 Mio. € mehr als vervierfacht. Der Nettogewinn sank um zwei Drittel auf 67 Mio. €, die Kernkapitalquote erhöhte sich im ersten Halbjahr um einen Prozentpunkt auf 10,4%. (ag)

anmeldung victor Gala Die Anmeldung zur victor Konferenz und Gala ist für Banker kostenfrei unter www.victorgala.com/anmeldung oder bei andrea.weiss@emotion-banking.at möglich. Für Unternehmen werden spezielle Tickets und Packages geboten.

VIG verkauft RusslandBeteiligungen

Operativ einige Rückgänge Wien. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) und das Spitzeninstitut der Raiffeisengruppe, die RZB, haben im ersten Halbjahr Nettogewinn vor allem dank Sondereffekten aus dem ersten Quartal 2012 geschrieben. Die RBI erzielte zwar einen Nettogewinn von 701 Mio. € (+ 13,9%), im zweiten Quartal brach der Gewinn aber um 70,5% auf 160 Mio. € im Vergleich zur Vorperiode ein, da-

mals war aber ein Gewinn durch Einmaleffekte erzielt worden. Auch die RZB legte im Halbjahr dank der Sondereffekte leicht beim Nettogewinn (Konzernperiodenüberschuss) um 1,8% auf 497 Mio. € zu. Operativ haben RBI und RZB aber mit einigen Rückgängen zu kämpfen. So sanken etwa die Betriebserträge bei der RBI im Halbjahr um 4,9% auf 2,613 Mrd. €, bei

der RZB um 4,5% auf 2,665 Mrd. €. Auch der Zinsüberschuss ging u.a. wegen rückläufiger Zinsmargen und niedrigerer Volumina leicht zurück. Ebenso sahen Provisionsgewinn und Handelsergebnis bei der RBI ein leichtes Minus. Zudem stiegen im zweiten Quartal die Kreditrisikovorsorgen um 247 Mio. € (+61,4%) „aufgrund einzelner Corporate-Fälle in Group Corporate und CE“.

„Stabiles Geschäftsvolumen“

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wien. Die Bank Burgenland hat im ersten Halbjahr 2012 beim Halbjahresergebnis (nach Steuern) einen Rückgang um 10,2% auf 10,8 Mio. € verbucht. Einmalbelastungen der Ungarn-Tochter und die Großinsolvenz der Bioenergie Burgenland hätten verarbeitet werden können. Der Geschäftsverlauf der Grawe-Bankengruppe, zu der die Bank Burgenland gehört, sei im Heimatmarkt Österreich im ersten Halbjahr durchaus erfolgreich gewesen, so Vorstandsvorsitzender Christian Jauk. Man sei damit in der Lage, die Einmalkosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Sopron Bank zu kompensieren. Der neu aufgestellte Immobilienbereich habe einen wesentlichen Beitrag zur künftigen Refinanzierungsstruktur geleistet. Die Spareinlagen konnte weiter gesteigert werden, heißt es im Geschäftsbericht. Die Liquiditätsbeschaffung bzw. Änderung der Finanzierungsstruktur weg von landesbehafteten Kapitalmarktemissionen werden als die künftigen Hauptthemen bezeichnet.  (ag)

konsistente Zielrichtung, mitreißende Führungskräfte, gut ausgebildete, passionierte Mitarbeiter, die es verstehen, innerhalb und außerhalb der Bank die Nähe zum Kunden herzustellen.“

© EPA

Die victor Gala, durch die Barbara Aigner und Christian Rauscher führen werden, steht unter dem Motto „Ode an die Freude“.

Die Expertenjury steht dieses Jahr vor einer besonders herausfordernden Aufgabe. „Die vorausgewählten ‚victor‘ Banken lagen heuer so eng beisammen, wie schon lange nicht mehr”, erklärt Marcus Michel, Geschäftsführer des Finanz Colloquium Heidelberg GmbH, der sein Institut bereits sei Jahren in der Jury bei der victor Gala vertritt. Wie jedes Jahr durchläuft jede Bank und Sparkasse, die teilnimmt, die 360° victor-Analyse, bei der die fünf tragenden Säulen für erfolgreiches Bankmanagement – Strategie, Führung, Mitarbeiter, Kunde und Unternehmenskultur – genauestens unter die Lupe genommen werden. Darüber hinaus werden auch die Sichtweisen der Führungskräfte, Mitarbeiter und

Sorgen macht RBI-Chef Herbert Stepic vor allem die Ukraine, Ungarn und Bulgarien.

Die Bank rechnet „mit einem stabilen Geschäftsvolumen“ für das Gesamtjahr. RBI-Chef Herbert Stepic ist aber angesichts der höheren Wachstumserwartung Osteuropas im Vergleich zur Eurozone für das 2. Halbjahr „positiv gestimmt“. Die Einzelwertberichtigungen lagen um 15% über jenen des Vorjahrs, der Bestand an faulen Krediten nahm seit Jahresbeginn um 1,234 Mrd. € zu, davon entfielen auf die Polbank zum Zeitpunkt ihrer Erstkonsolidierung 478 Mio. €. Die polnische Polbank wurde per 1. Mai zu 100% konsolidiert. (ag/lk)

© APA/Herbert Neubauer

Dicht beieinander

NordLB leidet unter der Schifffahrtskrise © www.christian-husar.com

Baden bei Wien. Am 20. September 2012 ist es wieder so weit: Am Abend wird wieder die „Bank des Jahres“ gekürt. Zum 9. Mal jährt sich in diesem Jahr die victor Gala im Stadttheater in Baden bei Wien. Auch dieses Jahr steht das Fest der Banken unter einem besonderem Motto: Beethovens Neunte. Die berühmte Symphonie mit dem vertonten Text von Schiller, „Ode an die Freude“, wurde zu einem großen Teil in Baden komponiert. Freude wird wohl wieder aufseiten der Siegerinstitute und ihrer Teams zu verspüren sein, wenn Barbara Aigner und Christian Rauscher, die Geschäftsführer von emotion banking, die Auszeichnungen überreichen. Zu diesem Zweck wurden auch heuer wieder hochkarätige Experten aus der Bankbranche gebeten, die jeweils beste Bank in den neun nominierten Kategorien zu bestimmen.

VIG-Chef Peter Hagen betont: „­Haben nicht mit Verlust verkauft“.

Wien. Die Vienna Insurance Group (VIG) hat einen Schlussstrich unter ihr Russland-Engagement gezogen und nun den bereits angekündigten Verkauf von Minderheitsanteilen an drei Gesellschaften abgeschlossen. Abgegeben hat der österreichische Versicherungskonzern seine Beteiligungen an der MSK-Life (ca. 25%), der SG MSK (ca. 4%) und an der SoVita (ca. 15%). Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die VIG ist 2005 als erster österreichischer Versicherer in den russischen Markt eingestiegen, Partner war die Moskauer Versicherung (MSK).  (ag/lk)


40 – financenet

b a n k i n g / I n s u r a n c e : watc h

Freitag, 31. August 2012

financenet@medianet.at

short

FMA: Der Garantiezins sinkt auf 1,75 Prozent

Start ins Jahr 2012 Schwieriges Marktumfeld drückt auf die Erträge, Risikovorsorge liegt heuer aber deutlich tiefer

Bawag setzt auf die Post, Apps und ihre KontoBox

Wien. Das niedrige Zinsniveau wirkt sich nun auch in Österreich auf die garantierte Mindestverzinsung in der klassischen Lebensversicherung aus. Der sogenannten Höchstzinssatz wird im Dezember von derzeit 2,0 Prozent auf 1,75 Prozent gesenkt, geht aus dem nun vorliegenden Begutachtungsentwurf der Finanzmarktaufsicht (FMA) zur Änderung der Höchstzinssatzverordnung hervor. Der neue sogenannte Garantiezins wird demnach für Verträge gelten, die nach dem 21. Dezember abgeschlossen werden oder deren Versicherungsbeginn nach dem 31. März 2013 liegt. Er stellt das erlaubte garantierte Höchstmaß dar. Ebenfalls ab 21. Dezember dürfen Europas Versicherungen nur mehr UnisexTarife anbieten. Männer und Frauen müssen künftig gleich hohe Prämien zahlen. (APA)

„Der wachstums­

ein „solides operatives Ergebnis” erzielt. Die Risiken in den europäischen Krisenländern hat die Bawag weiter vermindert. Gegenüber Griechenland, Portugal und Irland hat die Bawag kein Exposure mehr in ihren Büchern. Spanische und italienische Staatsanleihen bleiben noch mit zusammen 50 Mio. € in den Büchern. Das griechische Exposure sei mit einem minimalen Verlust von unter einer Mio. € völlig abgebaut worden, zeigte sich Haynes zufrieden.

fördernde Effekt des

„Euro hier, um zu bleiben“

Euro wird in der

Von Rufen nach einem Austritt Österreichs aus der Eurozone hält der Bankchef überhaupt nichts: „Der Euro ist hier, um zu bleiben”, sagte er. In der Debatte werde gern vergessen, welchen wachstumsfördernden Effekt die europäische Gemeinschaftswährung auf ihre Mitgliedsländer bisher gehabt habe. Die Eurozone könnte zwar geringen Veränderungen ausgesetzt sein, aber „der Euro ist eine globale Währung”, betonte er.

­Debatte oft vergessen.“ byron haynes, bawag psk

Die frühere Gewerkschaftsbank, seit 2007 hauptsächlich im Besitz des US-Hedgefonds Cerberus, sei jedoch gut aufgestellt und habe in den ersten sechs Monaten

facts zum 1. Halbjahr

Frankfurt. Die Summe der Bankkredite an Firmen und Privathaushalte der Euro-Zone ist im Juli nicht mehr weiter geschrumpft. Sie legte im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht um 0,1 Prozent zu, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit; Analysten waren von einem Minus von 0,3 Prozent ausgegangen. Das Wachstum der für die Zinspolitik der EZB wichtigen Geldmenge M3 lag bei 3,8 (Juni: 3,2) Prozent und damit weit über dem von den Analysten erwarteten Wert von 3,2 Prozent. (APA)

© Hubert Auer

DZ Bank behält ehrgeizige Ziele bei

DZ Bank im Halbjahr mit einem Fünftel weniger Vorsteuerergebnis.

Frankfurt. Die DZ Bank stemmt sich mit aller Macht gegen die Schuldenkrise. Trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs im 1. Halbjahr will das deutsche genossenschaftliche Spitzeninstitut heuer ein Ergebnis „oberhalb von einer Milliarde Euro“ schaffen, bekräftigt Vorstand Wolfgang Kirsch. Voraussetzung sei, dass sich die Wirtschaft nur leicht abschwäche und sich die Euro-Zone stabilisiere. Das Vorsteuerergebnis im Halbjahr erreichte 515 Mio. €; im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus um ein Fünftel.

Schwächeres Halbjahr Die ersten sechs Monate 2012 fielen ergebnismäßig für die Bank schwächer aus als der entsprechende Vorjahreszeitraum. Der Jahresüberschuss (vor Bankenabgabe und Steuern) sank um 14% auf 78,9 Mio. €. 12,7 Mio. € führte die Bawag als Bankenabgabe ab. Der Nettogewinn von 96,6 Mio. € (plus 23,1 Prozent) ergibt sich durch 32,3 Mio. € „latente Steuern“, die das Vor­ steuerergebnis (66,2 Mio. €, -18,7%) deutlich auffetten. Risikokosten jetzt geringer Die wesent­ lichen Ratings des Finanzinstituts wurden im Juni durch die Ratingagentur Moody’s bestä­ tigt, während andere Banken deutliche Down-

gradings hinnehmen mussten, so Haynes. Die Risikokosten sind bei der Bawag um 1,8 Prozent auf 77,5 Mio. € leicht gefallen. Mehr Kapitalstärke Verbessert hat sich die Kapitalkraft der Bank: Die harte Kernkapital­ quote stieg von 7,8 Prozent auf 8,8 Prozent per Ende Juni 2012. Gestärkt wurde die Kapitalposition durch den Rückkauf von Hybridkapital (262 Mio. € im ersten Halbjahr 2012, 65% des Emissionsvolumens), einbehaltene Gewinne und eine „Optimierung der risikogewichteten Aktiva“. Die Bawag PSK erfülle die Basel IIIKritierien, den Stresstest der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) im Frühling 2012 habe das Institut problemlos bestanden.

Ob, wie in manchen Berichten kolportiert, das Bawag-Leasing verkauft werde oder nicht, sei noch nicht fix, derzeit befinde man sich erst am Anfang eines „möglichen” Verkaufsprozesses. Verschiedene Sektoren würden derzeit durchleuchtet und ihre Ertragsstärke bewertet; dazu gehöre auch das Leasing.

in Kooperation mit der Post rund 500 neu gestaltete Filialen in Betrieb sein. Die zu Jahresende eingeführte mobile eBank-Applikation („App“) für Smartphones entwickele sich erfolgreich; die „KontoBox“ als Schlüsselprodukt wurde bei mehr als der Hälfte aller neuen Girokonten gewählt. Rund ein Drittel aller KontoBox-Girokonten-Inhaber nütze auch bereits das dazugehörige Anlagekonto. Auch das internationale Geschäft wird ausgebaut: Das Portfolio stieg von 2,3 Mrd. auf 3,2 Mrd. €, dabei seien auch im ersten Halbjahr 2012 keine Risikokosten entstanden.  (red/ag)

Filialoffensive geht weiter Erfolge im Bankgeschäft sieht die Bawag PSK sowohl bei Privatals auch bei Geschäftskunden: Die Filialmodernisierungsoffensive gehe weiter, bis Jahresende sollen

Allianz-Studie Hoffnungslosigkeit und doch Besorgnis

Übersichtlicher Schaller forciert Umstrukturierung

Wien. Mit zunehmender Hoffnungslosigkeit stehen junge Menschen in Österreich dem Klimawandel gegenüber. Nur knapp die Hälfte der 14- bis 24-Jährigen interessiert sich für das Thema, und lediglich jeder Vierte glaubt, dass die globalen Klimaveränderungen eventuell noch aufzuhalten wären. Dies geht aus einer Umfrage der Allianz Versicherung hervor. Die Schuld an Klimadesaster, Erderwärmung und Naturkatastrophen ortet die Jugend primär bei Industrie und Verkehr. Selbst fühlt man sich ziemlich machtlos und beruhigt sein Gewissen damit, immerhin den Müll zu trennen und Energiesparlampen zu verwenden.

Linz. Der neue Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich, Heinrich Schaller, macht Ernst mit der Umstrukturierung des Konzerns: In den kommenden rund eineinhalb Jahren sollen 40 bis 60 der derzeit insgesamt 528 Tochtergesellschaften zusperren, berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten am Donnerstag. Es handelt sich dabei vor allem um Unternehmen ohne operatives Geschäft, die aber zu einer Unübersichtlichkeit in der Raiffeisen-Struktur geführt hätten, hieß es. Die meisten der betroffenen Firmen fungieren als Beteiligungsoder Zwischengesellschaften und seien in der Vergangenheit nicht zuletzt aus steuerlichen Erwägungen gegründet worden, so die RLB OÖ. Das habe aber dazu geführt, dass die gesamte RaiffeisenStruktur nicht mehr übersichtlich war. Tatsächlich sind laut Zeitungsbericht zwischen einer operativen Tochter und der eigentlichen Mutter etliche Gesellschaften zwischengeschaltet. Es seien zwar vor allem die

Jugend resigniert bei Klimawandel RLB OÖ streicht bis zu 60 Töchter Bewusstseins in der Gesellschaft beigetragen habe. Und besonders die heutige Jugend werde die Folgen des Klimawandels ja massiv zu spüren bekommen. In Schule, Elternhaus und Freundeskreis spiele der Klimawandel als Gesprächsthema kaum noch eine nennenswerte Rolle, wie die Studie zeigt. Am ehesten informieren sich die 14- bis 24-Jährigen darüber im Fernsehen (64%), Internet (60%) und in Zeitungen (55%). (red)

„Ein Alarmsignal“ „Die fortschreitende KlimaResignation der traditionell eher grün denkenden Jugend ist ein deutliches Alarmsignal“, betont Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich. Schon seit Hainburg und Zwentendorf sei es gerade die Jugend gewesen, die zur festen Verankerung eines ökologischen

© Allianz

Eurozone: Die Kredite klettern wieder hinauf

Bawag-Chef Byron Haynes: „Der Euro ist eine globale Währung und wird bleiben.“

Allianz-Chef Wolfram Littich: Nur jeder Vierte sieht Chancen für Trendwende.

nichtoperativen Firmen, die verschwinden, „ich kann aber nicht ausschließen, dass wir uns auch von operativen Unternehmen trennen, die nicht mehr zu uns passen“, so der Bankchef. Pläne für einen Mitarbeiterabbau gebe es nicht, hieß es weiter. Durchaus möglich sei, dass nicht mehr jeder Posten nachbesetzt wird, dafür aber in anderen Bereichen mehr Mitarbeiter eingesetzt werden, sagte Schaller. (ag)

© RLB OÖ

Der FMA-verordnete Garantiezins wird an Marktniveau angepasst.

Wien. Die Bawag PSK rechnet mit einer Fortsetzung der „für Banken schwierigen Zeiten”. Im Umfeld anhaltend niedriger Zinsen, der Staatsschuldenkrise in der Eurozone, schwacher Konjunktur sowie weiterer Regulierungsvorgaben erwartet die Bank im zweiten Halbjahr 2012 ein schwächeres operatives Ergebnis, so Bankchef Byron Haynes.

©APA/Hans Klaus Techt

© FMA

Bis Jahresende sollen in Kooperation mit der Post AG rund 500 neu gestaltete Filialen in Betrieb sein.

Schaller beruhigt: Es werde nicht zu einem Mitarbeiterabbau kommen.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 31. August 2012 – 41

Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner erwägt den Börsen-Abgang  Seite 44

nachhaltige immobilien

Ernst & Young-Studie bescheinigt Österreich Tradition im Bereich Nachhaltigkeit  Seite 44

österreich immos jetzt noch teurer

© ImmoABS

© APA/B. Gindl

nachdenken über delisting

© Panthermedia.at

financenetreal:estate Erfolgreiches Segment: Immobilienaktienfonds

Büro gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

EIGENTUMSWOHNUNGEN WIEN Bezirk Innere Stadt Wieden Neubau Döbling Alsergrund Währing Hietzing Josefstadt Mariahilf

€/m² Wfl. 6.141 4.752 4.642 4.628 4.572 4.329 4.150 4.114 3.914

Quelle:

IMMO-AGS

© ING Investment Management ; Lacuna; Panthermedia.net/Erwin Wodicka

22. August 2012–29. August 2012

IATX (Schluss 29.8.) 146,02 -3,14% Wochentop Wochenflop

Atrium 1,89% Warixmpex -1,43%

Atrium Europ. Real Est. CA Immobilien Anlagen conwert Immobilien SE Immofinanz S Immobilien Warimpex

1,89% -2,99% -3,78% -3,03% -1,94% -1,43%

IMMO-FONDS

Untersuchung von Absolut Research Immoaktienfonds haben sich auf Dreijahres-Sicht als eines der erfolgreichsten Fondssegmente herausgestellt. Gut gelaufen sind vor allem Fonds mit Schwerpunkt USA (im Bild Thomas Hartauer, Lacuna AG, li.), Positives erwartet Michael Lipsch (ING) für Europa-Fonds. Seite 42

1-Monats-Performance (per 29.8.) Monatstop Invesco As. Pac.  6,87% Monatsflop Nordea 1 Gl. R E -3,13% Top 5 Immofonds Invesco As. Pac. R E C USD 6,87% MSMM Gl. R E Sec. A 3,57% Aberdeen Gl. As. Prop. Share 3,24% iShares FTSE/EPRA Nareit Asia 2,22% Morgan Stanley As. Prop. I USD1,98%

Buwog-Gruppe Umstieg auf Erneuerbare Energien

13.000 Tonnen weniger CO2 p.a.

Flop 5 Immofonds Nordea 1 Gl. Real Estate BP-NOK -3,13% iShares Stoxx Am. 600 R E Cap-3,06% ESPA St. Eur Prop. VT CZK -2,61% Sarasin Sustainable Eq R E Gl.-2,58% SISF Gl. Prop. Sec. A Acc EUR -2,50%

© Buwog

22. August 2012–29. August 2012

CERX (Schluss 29.8.) 351,57 -2,40%

Buwog-GF Gerhard Schuster: „Jede Klima-Investition macht sich bezahlt.“

Wien. Die Buwog-Gruppe wird in den kommenden Jahren Umweltschutz und Reduktion von Emissionen zu einem Schlüsselthema ihrer Geschäftsaktivitäten machen. Insbesondere soll dabei bis 2020 der jährliche CO2-Ausstoß um 13.000 Tonnen verringert werden. Möglich werde dies durch die Kombination diverser Maßnahmen in den Bereichen Bestandsmanagement und Wohnungsneubau. Einerseits werde auf moderne energieeffiziente Fern- oder Nahwärme umgestellt, thermische Sanierungen werden durchgeführt. Im Wohnungsneubau werden nur mehr Niedrigenergieoder Passhivhäuser errichtet.  (lk)


I m m o : c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 31. August 2012

financenet@medianet.at

Immobilienmärkte Immobilienaktienfonds brachten in den vergangenen drei Jahren hervorragende Renditen

short

3-Jahresdaten: Toprendite

UBM im Halbjahr mit mehr Nettogewinn

Europäische Werte sollten in Zukunft noch besser abschneiden – aktuell starkes Wachstum. es Abschläge vom fundamentalen Wert von 20% – europäische Immobilienwerte sind am billigsten bewertet”, so Lipsch. Der Markt scheint bereits darauf zu reagieren. „Deutsche Fonds konnten im laufenden Jahr eine Performance von 30% erreichen und stehen damit auch schon im internationalen Vergleich sehr gut da.“ Europäische Immoaktienfonds haben heuer laut Absolut Research im Mittel knapp 15% gebracht. Während Deutschland in Europa momentan die besten Ergebnisse bringt, sieht Lipsch österreichische Immo-Werte eher skeptisch. Das gemischte Exposure – Österreich plus Osteuropa – würde den Anlegern noch nicht recht schmecken.

kurt sattlegger

UBM-Vorstand Karl Bier wartet bessere Preise ab für Objektverkäufe.

Wien. Die börsenotierte PorrTochter UBM Realitätenentwicklung AG hat im 1. Hj. den Nettogewinn trotz geringeren Umsatzes gesteigert. Das Periodenergebnis legte um 65,4% auf 4,3 Mio. € zu, obwohl der Vorsteuergewinn um 6,5% auf 5,8 Mio. € und die Gesamteinkünfte um 29,3% auf 89,2 Mio. € zurückgingen. Den Rückgang der Produktionsleistung führt das Unternehmen u.a. auf die Verschiebung von im 1. Hj. 2012 geplanten Immobilienverkäufen zurück. Neue Wohnbauprojekte in Deutschland und polen haben sich ebenfalls auf die Pro­duktionsleistung nieder­ geschlagen. (APA)

conwert leitet 2-stufige Finanzierungsrunde ein

Euro-Immos kommen

Wien. Der börsenotierte Wiener Immobilienentwickler conwert Immobilien Invest SE hat eine zweistufige Finanzierungstransaktion zur Schuldensenkung und der Verlängerung der Laufzeit von Verbindlichkeiten eingeleitet. Einerseits bietet conwert den Inhabern einer bis 2014 laufenden 1,5%-Wandelschuldverschreibung deren Bar-Rückkauf an; parallel dazu wird eine nicht nachrangige Wandelschuldverschreibung von 80 Mio. € mit Fälligkeit 2018 begeben. De facto wird damit die Laufzeit der bestehenden Anleihe für einen Teil der Holder verlängert. Inhaber der Wandelschuldverschreibung 2014 sollen Angebote bis zum 5. September übermitteln. Die neue, 80 Mio. € schwere Anleihe (Privatplatzierung) dient der Refinanzierung einer älteren 160 Mio.-Anleihe. (APA)

Bei regionaler Betrachtung haben Fonds mit Fokus auf den USA am besten abgeschnitten. Manager wie etwa Thomas Hartauer von Lacuna haben bereits Anfang des Jahres die Erholung auf dem USMarkt kommen gesehen. In diesem Segment konnten die besten Fonds in den letzten drei Jahren kumuliert mehr als 100% Rendite erzielen. Allerdings war der US-

Beste Immofonds ü b er 3 Jahre Glo b al

Fondsname Performance annualisiert p.a. First State Global Property Securities 25,26 % Standard Life Global REIT Focus 23,14% Aviva Investors Global Real Estate Securities 22,56% Robeco Property Equities 22,43% ING Onroerend Goed Aandelen Fonds 22,32% Quelle: Absolut Research GmbH

Beste Immofonds ü b er 3 Jahre U SA

Fondsname Performance annualisiert p.a. ICECAPITAL European Property 16,29 % ING L Invest European Real Estate 16,07% SSgA Europe Index Real Estate 15,97% ComStage ETF DJ STOXX 600 Real Estate TR 15,74% SSgA Europe Ex UK Indes Real Estate 15,73%

Fondsname Performance annualisiert p.a. BNP Paribas Property Securities America 40,38 % iShares DJ Stoxx 600 Americas Real Estate DE 32,64% iShares FTSE EPRA/NAREIT US Property Yield Fund 29,22% Lacuna US REIT 28,86% Neuberger Berman US Real Estate 28,36%

Quelle: Absolut Research GmbH

© Warimpex

Quelle: Absolut Research GmbH

Index Deutliches Signal

BVT Class-A-Apartments um 94,25 Mio. USD verkauft

Helaba Bawag-Manager

New York. Der seit fünf Jahren in einer tiefen Krise steckende Immobilienmarkt in den USA steht offenbar vor einer signifikanten Wende: Erstmals seit 2006 sind die Häuserpreise auf Jahressicht wieder gestiegen. Der von Standard & Poor‘s erhobene Case-Shiller-Index zeigt sich erneut robust, die nationalen Häuserpreise verbesserten sich gegenüber dem Vorquartal um 6,9%, auf Jahressicht betrug der Anstieg damit 1,2%. (red)

München/Boston. Der Münchener Fondsinitiator BVT konnte die Class-A-Apartmentanlage „Dedham“ mit 285 Wohnun­gen in Boston um den Preis von 94,25 Mio. USD verkaufen; somit habe man für die Anleger des „BVT Residential USA 4“ einen „exzellenten Preis“ erzielt, heißt es. Käufer ist die Firma Archstone Apartments, einer der führen­den US-Investoren im Bereich Wohnanlagen in den USA.

Frankfurt/Main. Die deutsche Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bekommt nach Informationen aus Finanzkreisen, womit Medienberichte der Vorwoche bestätigt werden, zwei neue Vorstände. Jürgen Fenk von der österreichischen Bawag soll Immobilienvorstand Johann Berger beerben und Thomas Groß, zuletzt Finanz- und Risikovorstand der WestLB, soll die Nachfolge von Risikovorstand Gerrit Raupach antreten. (ag/lk)

US-Markt dreht

Warimpex-Chef Jurkowitsch: „Alle Häuser mit mehr Umsatz“.

Einen Aufholprozess sieht Lipsch aktuell im asiatisch-pazifischen Bereich: Laut Absolut Research brachten entsprechende Fonds im laufenden Jahr im Mittel 18,6%. Die globalen Fonds haben nach der Absolut Research-Untersuchung in den letzten drei Jahren am zweitbesten abgeschnitten; die besten brachten eine jährliche Performance von über 20% (siehe Tabelle).

Michael Lipsch von ING erwartet sich viel von den europäischen Immo-Märkten.

Immobilienmarkt während der Finanzkrise ja besonders stark eingebrochen; trotzdem erwartet Lipsch hier weiteres Potenzial. Als besonders attraktiv sieht er aber die europäischen Immo-Märkte. Die haben in den letzen drei Jahren gut abgeschnitten – die Euro-Unischerheit habe den Trend jedoch etwas gebremst. „Gerade deshalb sind wir Europa gegenüber sehr positiv eingestellt, hier gibt

B e s t e I m mo f o n d s ü b e r 3 J a h r e Eu r o pa

Warimpex: Ergebnis dreht ins Plus

Neue Vorstände

Verkaufserfolg bei US-Immobilien erhalten die Anleger, die an der Kapitalerhöhung von 2010 zur Refinanzierung des zweiten Fondsobjekts „Addison“ teilnahmen, bereits jetzt ihr Vorzugskapital und dessen 9%ige jährliche Verzinsung voll zurück. Der von Archstone Apartments für die Apartmentanlage gezahlte Preis entspreche einer Kapitalisierungsrate Cap Rate von 3,9%; dies sei ein Vielfaches von über 25, bezogen auf die Nettobetriebseinnahmen des Jahres 2011.  (lk)

Index spiegelt Trends in Metropolregionen um Boston, Denver, etc. wider.

© Helaba

Der BVT Residential USA 4 hat ein Eigenkapital von 25,6 Mio. USD, das zu 56% im Objekt „Dedham“ und zu 44% im Objekt „Addison“ in Dallas gebunden ist, wird ausgeführt. Allein durch den aktuellen Verkauf er­zielen die Anleger somit einen Gesamtrückfluss von 125% des ge­samten Fondseigenkapitals. Bezogen auf das anteilig in „Dedham“ gebundene Ei­genkapital, ergibt sich damit trotz der durch die Finanzkrise verlängerten Haltezeit von knapp 6 Jahren (ursprünglich geplant 3 Jahre) ein Gewinn von rund 21% p.a., wird betont. Darüber hinaus

© Panthermedia.net/Ron Chapple

Gewinn von 21% p.a.

© BVT

Wien. Der börsenotierte Hotelbetreiber und Immobilienentwickler Warimpex Finanzund Beteiligungs AG hat sein Nettoergebnis im 1. Halbjahr 2012 ins Plus gedreht und einen Periodengewinn von 604.000 € ausgewiesen – nach einem Minus von 3,16 Mio. € im Vergleichszeitraum 2011. „Alle Häuser sind umsatz­ mäßig ­stärker geworden, manche Märkte beginnen, sich zu ­erholen, Deutschland und ­Frankreich laufen sehr gut“, so Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch.  (ag)

Asiatischer Raum holt auf

© ING Investment Management

© UBM

Frankfurt. Immobilienaktien waren in den vergangenen drei Jahren eines der erfolgreichsten Fondssegmente, das geht aus einem Ranking des Kapitalmarktanalyseunternehmens Absolut Research hervor. Dabei wurde die Performance von mehr als 6.400 europäischen Investmentfonds in den letzten drei Jahren untersucht. Das Ergebnis: Unter den besten 10% sind mehr als 14% Fonds aus dem Bereich Listed-Alternatives-Fonds, fast alle davon aus der Kategorie „Immobilienaktien“. Der Anteil dieser Fonds an der Gesamtzahl beträgt aber nur 4% – die Absolut Research GmbH sieht darin einen klaren Hinweis auf den überdurchschnittlichen Erfolg dieser Asset-Klasse in den vergangenen 36 Monaten. Michael Lipsch, Senior Portfolio Manager Sector Funds – Real Estate bei ING Investment Management, bestätigt den äußerst positiven Trend und erwartet für die nächste Zukunft noch mehr Grund zur Freude.

BVT: „Bauqualität und gute Konzeption des Objekts führten zum guten Preis.“

Jürgen Fenk löst Johann Berger (im Bild) als Immobilienvorstand ab.


f o n d s : pa r k

Freitag, 31. August 2012

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Kapitalflucht in Immobilien Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in den Ballungszentren, im „Speckgürtel” besonders teuer geworden

Preise steigen weiter stark an Wien. Auf dem Austro-Immobilienmarkt ist keine Entspannung in Sicht. Besonders betroffen sind Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in den Ballungszentren und deren Speckgürtel, geht aus aktuellen Daten der Immobilienplattform Immobilien.net hervor. Gründe für die starken Preisanstiege werden in der anhaltenden Schulden- und Finanzkrise und der daraus resultierenden Kapitalflucht in Immobilien gesehen. „Die Menschen suchen nach einer sicheren Anlagemöglichkeit für ihr Geld“, sagt Immobilienexperte Alexander Ertler. Die Angst vor Geldwertverlust durch Inflation und das Misstrauen in die Finanzmärkte lasse die Österreicher verstärkt in Immobilien anlegen.

Wr. Neustadt mit 25% Plus Einige der stärksten Preisanstiege gab es im ersten Halbjahr 2012 bei Wohnungen in der Bundeshauptstadt und in der Wiener Umgebung. In Wien 6., Mariahilf, etwa zahlt man mit über 4.100 € je m� im Median um 16% mehr für eine Wohnung als im Vorjahr. Eigentumswohnungen im Wiener Speckgürtel kosteten im Vergleich zu 2011 zwischen 10 und 30% mehr; hier sticht insbesondere Wiener Neustadt mit einem Anstieg von 25% auf über 1.500 € je m� hervor. In Oberösterreich sind die Immobilienpreise bei Eigentumswohnungen am stärksten in Linz Stadt und Linz-Land gestiegen. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt zahlt man im Durchschnitt 3.500 € für den m� in einer neuwertige Eigentumswohnung. In Kärnten sind die Bezirke Klagenfurt Land und Spittal an der Drau die Spitzenreiter bei den Preisanstiegen mit Werten zwischen 20 und 30%. Für einen neuwertigen Quadratmeter bezahlt man Klagenfurt knapp 3.800 und in Spittal knapp 4.000 €. In Tirol stellt Kitzbühel den Spitzenreiter

bei neuwertigen Eigentumswohnungen: Im alpinen Nobelort zahlt man mittlerweile mehr als 5.000 € für den m2. Wer ein Haus in der Steiermark kaufen möchte, muss derzeit tiefer in die Tasche greifen als in 2011. Im gesamten Bundesland sind die Preise um knapp 10% gestiegen. Neben Graz und Graz-Umgebung gehört Liezen zu einem der teuersten Pflaster für Einfamilienhäuser im Grünen Herzen Österreichs mit einem Anstieg von 16% auf über 2.000 € pro m�. Im Burgenland ist Oberpullendorf an der Spitze der Wertsteigerung (+25%). In Niederösterreich sind die Bezirke Korneuburg

und Krems Land die Spitzenreiter ( plus 17 bzw. 19% ). Die höchsten Preise muss man weiterhin in Wien bezahlen: Im Schnitt zahlt man zwischen 2.700 und 8.300 € für den m� eines Einfamilienhauses. Das stärkste Plus gab es in Wien 14., Penzing, mit über 35%. Bei den Mietwohnungen auf dem freien Immobilienmarkt fallen die Preissteigerungen im Halbjahr moderat aus. Österreichweit ergibt sich ein Durchschnittswert von lediglich 1,6% Plus. Korneuburg sah einen satten Zuwachs von 15%, in Wien bewegen sich die Veränderungen zwischen -8% (Alsergrund) bis +25% in der Brigittenau.  (lk)

© Manfred Werner/CC Lizenz

Erhebung von Immobilien.net: Mieten stiegen im Vergleich eher moderat.

Höchster Preisanstieg bei Häusern war im Halbjahr in Wien-Penzing (+35%) zu sehen.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Im Plus Aufträge, Umsätze

D: Bauboom

© dpa/Roland Weihrauch

Wiesbaden. Die deutsche Baubranche profitiert vom steigenden ­Interesse an der Geldanlage in Immobilien. Die Zahlen für das 1. Halbjahr 2012 laut Statistischem Bundesamt: Die Aufträge erhöhten sich (preisbereinigt) um 5,5%, der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes lag mit gut 39 Mrd. € um 0,5% über dem Vorjahresniveau. In Großstädten und ihrem Umland wurden insgesamt gut 41% mehr neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt. (ag)

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immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 31. August 2012

financenet@medianet.at

© Waagner-Biro

Waagner-Biro sichert sich weitere Aufträge

Stahlkonzern Waagner-Biro baut Konzert- und Schiffsbühnen.

Wien. Der Wiener Stahlbaukonzern Waagner-Biro konnte sich vier weitere Aufträge für Schiffsbühnen im Wert von rund 10 Mio. € sichern. Zwei Order für je 2,3 Mio. € seien von der Hamburger Meyer Werft für die Royal Caribbean Cruises in Miami gekommen und gemeinsam mit dem japanischen Partner Sanken Engineering sei man bei zwei Aida-Schiffen (je 2,5 Mio. €) erfolgreich gewesen, bestätigt das Unternehmen.  (APA)

© SNB

SNB sieht Anzeichen von Überbewertungen

SNB: Verlangsamung, die aber nicht als Entwarnung verstanden sein soll.

Zürich/Wien. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erkennt auf dem schweizerischen Hypothekar- und Immobilienmarkt für Wohneigentum Anzeichen von Überbewertungen sowohl in einigen Regionen wie auch Segmenten. Im zweiten Quartal 2012 habe es aber einzelne Hinweise auf eine mögliche Verlangsamung dieser Dynamik gegeben, heißt es seitens der SNB. Zudem seien Anfang Juni eine Verschärfung der Eigenmittelanforderungen für Hypothekarkredite sowie eine Revision der Selbstregulierung im Hypothekarbereich angekündigt worden. Beide Maßnahmen würden eine dämpfende Wirkung auf die Immobilienpreise bewirken und aufgrund dieser Elemente habe die SNB entschieden, dem Bundesrat zurzeit keinen Antrag auf Aktivierung des antizyklischen Kapitalpuffers zu stellen. Allerdings möchte das Institut ihren Entscheid nicht als Entwarnung gewertet und verstanden wissen. (APA/sda)

Bei Immobilien findet sich Nachhaltigkeit entlang des gesamten Wirtschafts- und Lebenszyklus. Fritz Haslinger

Wien. Laut einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsorganisation Ernst & Young Österreich hat Nachhaltigkeit bei Immobilien in Österreich, Deutschland und der Schweiz mittlerweile entlang des kompletten Wirtschafts- und Lebenszyklus Eingang gefunden. Immer mehr werde sie in Miet- und Kaufverträgen, in der Portfoliobewertung und Finanzierung sowie im Reporting verankert. „Unterschiede zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz sind natürlich vorhanden“, sagt Alexander Wlasto, Partner bei Ernst & Young Österreich. Die Tendenz sei jedoch länderübergreifend klar: „Jahrelang hat die Branche gefordert, dass Nachhaltigkeit weg muss vom zu großen ÖkoFokus; der Markt hat die Forderung angenommen und sieht das Thema zunehmend breit.“ Entsprechend sei Nachhaltigkeit längst auch in der österreichischen Immobilienwirtschaft angekommen und bei fast allen von Ernst & Young befragten Unternehmen ein Baustein der Unternehmensstrategie.

Im „grünen Mietvertrag“ werden Pflichten sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter verankert.

So habe sich Österreich bereits 1998 an der globalen Arbeitsgruppe „Green Building Challenge“ (GBC) beteiligt; deutlich älter als die ÖGNB ist die Programmlinie „Haus der Zukunft“, eine der umfassendsten F&E-Initiativen zum Nachhaltigen Bauen in Europa.

In Österreich Tradition Auf den ersten Blick scheint Österreich im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz beim Thema ‚Nachhaltigkeit‘ eher eine junge Tradition zu haben. „Das liegt unter anderem daran, dass die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) erst im Jänner 2009 ins Leben gerufen wurde und damit später als vergleichbare Initiativen unserer Nachbarländer. Auf den zweiten Blick jedoch wird deutlich, dass das Thema durchaus schon länger Tradition bei uns hat“, erklärt Wlasto.

Reporting immer wichtiger „Das Nachhaltigkeitsreporting wird in Österreich immer wichtiger“, bestätigt Wlasto. Wobei für einen validen Report die Frage der Messbarkeit von Nachhaltigkeit Voraussetzung sei. „Ohne Messbarkeit ist es schwierig bis unmöglich, die Effekte nachhaltiger Unternehmensführung zu beurteilen. Gleiches gilt auf Immobilienebene,

beispielsweise für das Portfoliomanagement“, so Wlasto.

ßen Schritten Einzug in die Mietvertragsgestaltung“, weiß Wlasto. Im sogenannten Grünen Mietvertrag (Green Lease) würden Pflichten für Vermieter und Mieter verankert. „Vertraglich fixiert wird die Frage: Was müssen beide Seiten tun, damit eine nachhaltige Immobilie auch nachhaltig bleibt?“ So kann zum Beispiel bei Projektentwicklungen festgeschrieben werden, wie hoch der Energieverbrauch der Immobilie maximal sein darf.

Key Performance Indicators „Die Bedeutung eines nachhaltigen Portfolios kann gar nicht genug betont werden“, erklärt Wlasto und bestätigt, dass sogenannte KPIs (Key Performance Indicators) für eine Beurteilung immer häufiger herangezogen werden. „Nachhaltigkeit beeinflusst also nicht allein den Wert eines Portfolios. Es stellt sich immer mehr die Frage, in welchem Maße nicht nachhaltige Portfolios denn überhaupt noch verkäuflich sind.“ Neben der Unternehmens- und Portfolioebene gelte zudem: „Nachhaltigkeitsthemen halten mit gro-

Zero-Emission Cities 2012 Eng verwandt damit ist die CO2Neutralität von Städten, der sich im Dezember ein Kongress widmet. financenetreal:estate wird darüber demnächst berichten.

Eigentümer und Bezirksvorsteher dürfen sich freuen

Strabag kann Aktienkurs nicht nachvollziehen

Wien. Letzte Woche durften die Projektbeteiligten gemeinsam mit Kurt Wimmer, Vorsteher des 5. Wiener Gemeindebezirks, und den ersten Eigentümern der Wohnungen die Fertigstellung des Projekts „Wohnen in Margareten“ feiern. Nach nur 22 Monaten Bauzeit konnte das von Strauss & Partner Development entwickelte Projekt planmäßig seiner Nutzung übergeben werden. Die zwischen rund 30 und 140 m� großen Wohnungen befinden sich in vier Gebäuden zwischen Margaretenstraße und Gießaufgasse.

Wien. „Die Strabag würde derzeit die Börse nicht brauchen“, zitierte das WirtschaftsBlatt vor Kurzem Großaktionär und Strabag-Chef Peter Haselsteiner, „aber wir werden sie vielleicht irgendwann wieder brauchen. Das ist alles eine Frage, wie weit der Kurs wirklich fällt. Weil irgendwann ist es dann uninteressant.“ Es gebe einen Kurs, zu dem die Aktionäre einem Delisting zustimmten, aber noch sei man dort nicht angelangt.

Projekt „Wohnen in Margareten“ moderne Gewerbe- und Büroflächen. „Mit dieser Wohnhausanlage ist ein qualitativ hochwertiges Objekt entstanden, das unseren Bezirk nochmals aufwertet“, bestätigt Wimmer. Carolin Strauss, Geschäftsführerin der Margaretenstraße 131–135 GmbH, ergänzt: „Der Erfolg des Projekts zeigt sich vor allem in der großen Nachfrage nach Wohnungen: Bereits über die Hälfte der 235 Wohnungen ist verkauft.“ (fh)

Haselsteiner. Zudem möchte Strabag in Russlands Nachbarländern wie Kasachstan und Tadschikistan Niederlassungen gründen. „Bis es so weit ist, dauert es aber noch drei bis fünf Jahre.“ Und sollte Griechenland aus der Eurozone ausscheiden, seien seiner Meinung nach die Reaktionen unabsehbar. Die Bauwirtschaft könnte aber als maßgeblicher „Player“- am Arbeitsmarkt gefragter denn je sein, ist Haselsteiners Analyse. (APA/fh)

Märkte einzeln bewerten

Niedrigenergiestandard Alle Bauteile erreichen Niedrigenergiestandard und die Wohnungen verfügen größtenteils über einen Balkon oder Loggia. Als besonderes Projekt-Highlight gelten die großzügig angelegten Dachterrassenwohnungen. Die mit dem ursprünglichen Gebäude errichteten und inzwischen 100 Jahre alten Steinskulpturen verleihen den begrünten Innenhöfen ein ganz besonderes Flair. In den Erdgeschoßflächen befinden sich

Über Delisting wird nachgedacht

Die Anlage verfügt auch über eine Garage mit 255 Stellplätzen.

Die Märkte Österreich und Deutschland sieht der StrabagBoss noch „entspannt“. In Deutschland könnte sogar ein Personalaufbau erfolgen. In Osteuropa hingegen sei die Krise unübersehbar und es drohe Personalabbau. „Der Balkan ist ein zusammengebrochener Markt“, sagt er. Da fehle das Geld zum Bauen. Ausnahme sei Russland: Die Russen würden zunehmend nationalistischer und protektionistischer. „Aber wenn man sich mit dem Markt und den Besonderheiten abfindet und anfreundet, ist es der Markt der Zukunft“, so

© APA/Barbara Gindl

Wien. Die Schweizer Großbank UBS hat ihr Kursziel für die Wienerberger-Aktie von 8,0 auf 6,8 € gekürzt. Positiv sei, dass im 2. Quartal ein dreiprozentiges Plus bei den Preisen eingefahren wurde und dadurch das Vertrauen, die Kosteninflation von 3,5% im Gesamtjahr aufzufangen, gestiegen sei. Für heuer erwarten die UBS-Experten 0,19 €/Aktie Verlust und für 2013 einen Gewinn von 0,12 € je Aktie.  (APA/fh)

Nachhaltigkeit über das reine Öko-Denken hinaus

© Panthermedia.net/Robert Jank

UBS senkt Kursziel für Wienerberger-Aktie

Ernst & Young-Studie Längst schon Standard in Miet- und Kaufverträgen sowie bei bei Portfoliowertung

© Strauss & Partner

short

Haselsteiner: Niederlassungen in Kasachstan, Tadschikistan geplant.


law & o rd e r

Freitag, 31. August 2012

financenetreal:estate – 45

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Solidarabgabe Von 2013 bis 2016 wird Bestverdienern das 13. und 14. Monatsgehalt höher besteuert – viele könnten das aber umgehen

Solizuschlag: „Unfair, uneffektiv“ 20.000 Betroffene sollen dem Staat 110 Mio. € bringen – nicht alle werden gleich behandelt, kritisiert Kammerfunktionär Braun.

20.000 Betroffene Rund 20.000 Personen werden von der neuen Abgabe betroffen sein. Sie ist so gestaltet, dass das bisher mit 6% steuerbegünstigte 13. und 14. Monatsgehalt deutlich höher besteuert wird: bei einem Bruttomonatslohn von 13.280 € bis 25.780 € mit 27%, bei 25.781 € bis 42.477 € brutto monatlich mit 35,75% und darüber mit 50%. Bei Selbstständigen gilt der Ge-

winnfreibetrag als Pendant zur Steuerbegünstigung des 13. und 14. Gehalts. Hier wurde als Solidarbeitrag folgende Regelung eingeführt: Bisher durften 13% des Jahresgewinnes als Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden, gedeckelt mit einem Absolutbetrag von 100.000 € bzw. einem Jahresgewinn von 769.230 €. Dies wird gemäß der Neuregelung nur mehr bei Gewinnen bis 175.000 € pro Jahr möglich sein (max. 22.750 €).

Investitionen tätigen. Die Begründung dieser Ungleichbehandlung bleibe der Gesetzgeber nach wie vor schuldig.

Umgehungsmöglichkeiten Auch innerhalb der Selbstständigen herrsche Ungleichheit: Bei Einkünften im Rahmen einer Mitunternehmerschaft, an welcher der Steuerpflichtige nur mit einem Gewinnanteil von z.B. 30% beteiligt ist, gebe es eine Mehrbelastung. Außerdem sei das angepeilte Volumen unrealistisch: Die obersten Hierarchiestufen von Banken, Versicherungen und großen Industriebetrieben könnten ausweichen, indem sie sich ihre Sonderzahlungen für die Jahre 2013 bis 2016 erst ab 2017 auszahlen zu lassen. Unternehmer werden versuchen, Investitionen vorzuziehen, um ihren Gewinn zu reduzieren, meint Braun.  (red)

Ungleichbehandlung Braun kritisiert, dass keine Gerechtigkeit zwischen unselbstständig und selbstständig Beschäftigten bei der Sonderbesteuerung des 13./14. Monatsgehalts gegeben sei. Denn für Selbstständige war schon bisher die Absetzmöglichkeit nur bis 30.000 € ein echter Freibetrag; um mehr geltend machen zu können, mussten und müssen sie

© KWT/Werner Jäger

Wien. Im Rahmen des Sparpakets wird Gutverdienern in den Jahren 2013 bis 2016 eine Solidarabgabe auferlegt. Werner Braun, Partner bei Moore Stephens City Treuhand und Vizepräsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder für Wien, geht hart damit ins Gericht: Einerseits sei die Regelung in mancher Hinsicht ungerecht, andererseits sei der angepeilte Ertrag von 110 Mio. € unrealistisch.

Werner Braun, Wirtschaftskammer Wien: „Angepeilte Erträge sind unrealistisch.“

Finanzdienstleister Ab 1. September kommt der Wertpapiervermittler als neues, reglementiertes Gewerbe

short

„Wertpapiervermittler“ ersetzt FDLA

Erhöhte Anforderungen

Folge regelmäßig fachspezifische Schulungen im Ausmaß von mindestens 40 Stunden innerhalb von drei Jahren nachweisen. Für FDLA sind Übergangsbestimmungen vorgesehen.

Einschränkungen Für WPV gelten einige Einschränkungen. So darf er künftig nur noch für maximal drei Wertpapierfirmen bzw. Wertpapierdienstleistungsunternehmen tätig sein. Der Eintrag in ein öffentliches Register ist verpflichtend. Für Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen besteht künftig keine Möglichkeit mehr, Wertpapiervermittler als Hilfspersonen heranzuziehen. (ks)

Ederer-Brief Gegenklage

Boni Rückforderungen

Belo Monte-Staudamm Oberstes Gericht genehmigt

München. Im Konflikt um die Vergabe eines U-Bahn-Auftrags in Lille/Frankreich holt Siemens zum juristischen Gegenschlag aus. Der deutsche Konzern hat die Stadt nun verklagt. Siemens war bei der Ausschreibung dem lokalen Rivalen Alstom unterlegen. Personalchefin Brigitte Ederer hatte darauf von einem möglichen Stellenabbau gesprochen. Lilles Bürgermeisterin Martine Aubry sah sich dadurch erpresst.  (APA)

Zürich. Die weltweit agierenden Banken und Versicherungen halten sich bei der Rückforderung von Boni zurück. 17% von 63 Unternehmen gaben in einer Mercer-Umfrage an, im vergangenen Jahr bereits ausgezahlte Vergütungen teilweise wieder eingefordert zu haben. Bonuszahlungen verliert man beispielsweise wegen schlechter Resultate, grober Fahrlässigkeit oder Dienstvergehen. Es gab auch Fälle, wo Top-Manager ihre Boni aufgrund von äußerem Druck zurückgaben.

Rio de Janeiro. Die Bauarbeiten für das Wasserkraftwerk Belo Monte im Amazonasgebiet, an dem die Andritz AG mit einem Auftragsvolumen von 330 Mio. € beteiligt ist, dürfen wieder aufgenommen werden. Das entschied das Oberste Gericht Brasiliens und setzte damit ein vorinstanzliches Urteil aus. Der Bau des Staudamms ist seit jeher umstritten. Weil die Regierung sich weigerte, an einem Vermittlungstreffen teilzunehmen,

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

Strengere Regeln, mehr Ausbildung: der „neue” Wertpapiervermittler.

Derzeit sind bei der FMA rund 3.300 FDLA registriert. Der FDLA war bisher ein freies Gewerbe mit geringen Berufsvoraussetzungen. Der WPV ist dagegen ein reglementiertes Gewerben mit erhöhten Anforderungen, insbesondere an die Aus- und Weiterbildung. WPV müssen einen Befähigungsnachweis zum Erhalt der Gewerbeberechtigung erbringen und in der

Siemens klagt

17% retour

Andritz darf in Brasilien bauen

hatten Hunderte Ureinwohner und Umweltschützer den Staudamm mehrmals besetzt.

11.000 Megawatt-KW Mit 11.000 Megawatt soll das Wasserkraftwerk der drittgrößte Staudamm der Welt werden hinter dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem ItaipuStaudamm zwischen Brasilien und Paraguay.  (red/APA)

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Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer bleibt hart: Klage.

Ex-AWD-Boss erhält Schadenersatz

Teilerfolg für den ehemaligen AWD-Chef Carten Maschmeyer.

Celle. Carsten Maschmeyer erhält Schadenersatz in Höhe von 60.000 €. Das Oberlandesgericht (OLG) Celle verurteilte das Land Niedersachsen wegen eines fehlerhaften Steuerbescheids.Der Ex-AWD-Chef hatte zusätzliche Kosten für seinen Steuerberater geltend gemacht, den er für den Einspruch aufgrund des fehlerhaften Bescheids beauftragen musste.

Zusatzgutachten zu Meinl European Land

Zum Teil rechtswidrig Die relative Zurückhaltung der 63 Unternehmen erklären sich die Studienautoren unter anderem mit lokalem Recht: Oft widersprächen die Vorschläge den gesetzlichen Bestimmungen in gewissen Ländern. Ein anderer Grund sind laut Mercer die verbreiteten BonusMalus-Regelungen bei vielen ­F inanzbranchen-Unternehmen, wonach Boni erst gar nicht ausbezahlt werden, wenn bestimmte Leistungen nicht auch erfüllt werden.  (ag)

Wien. Franz Althuber, Partner und Leiter der Steuerrechtspraxis bei DLA Piper WeissTessbach, legt ein neues Handbuch vor. „Geschäftsführer- und Vorstandshaftung im österreichischen Steuerrecht“ ist im Verlag LexisNexis erschienen und behandelt die Haftung von Mitgliedern der Leitungsorgane von Kapitalgesellschaften.  (ks)

© EPA

Wien. Mit 1. September tritt der neu geschaffene Wertpapiervermittler (WPV) an die Stelle des Finanzdienstleistungsassistenten (FDLA). Damit wird eine Forderung der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA umgesetzt.

Handbuch über Vorstandshaftung

Der drittgrößte Staudamm der Welt entsteht im Amazonasgebiet.

Wien. Im Meinl-Strafverfahren liegt seit Kurzem ein von der Staatsanwaltschaft geordertes Zusatzgutachten zu kapitalmarkttechnischen Fragen rund um den Handel mit Meinl-European-Land-Papieren vor. Der Sachverständige Andreas Freudenmann untersucht die Rolle der Bank als Market Maker: Die umstrittenen Rückkäufe der Meinl Bank hätten den MEL-Kurs beeinflusst. (red)


p e o p l e & dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 31. August 2012

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Großprojekte Die österreichische Doka GmbH mit Sitz in Amstetten ist am Bau der Twin Towers in Doha/Katar maßgeblich beteiligt

Austro-Know How für Hochhaus Twin Towers kommen auf stolze 185 Meter Höhe, Fertigstellung des Hochhausturm Marina 101 in Dubai fraglich systeme, die wir im Einsatz haben, sind einfach in der Handhabung und helfen uns maßgeblich dabei, die Effektivität zu steigern und Zeit zu sparen“, erklärt Mohammed Ali Nada, Project Manager bei Arabtec. „Das Doka-Team bewies ab dem Planungsbeginn große Fachkenntnis. Meine Mannschaft hat vom Schalungs-Know-how, den pünktlichen Lieferungen und dem sicheren Einsatz der Klettersysteme und Trägerschalungen sehr profitiert; auch die After-Sales-Services waren erstklassig“, so Nada.

Marina 101: Baustopp? Vertreten war Doka ursprünglich auch bei einem prestigeträchtigen Bauprojekt in Dubai: Mit einer Bauhöhe von 425 m hätte der Hochhausturm „Marina 101“ eines der spektakulärsten Bauvorhaben dort werden sollen, der Tower hätte nach der Fertigstellung 101 Stockwerke umfasst und wäre das zweithöchste Wohngebäude der Welt gewesen. Derzeit dürfte das Projekt jedoch auf Eis liegen, Doka ist nach jüngsten Angaben seit einiger Zeit nicht mehr mit an Bord.

Flexibel für Großflächen Der Ortbetonkern wird mit 94 Selbstkletterautomaten SKE50 und 1.800 m� Trägerschalung Top 50 vorauseilend geklettert. Für die aussteifenden Wandscheiben am Deckenrand lieferte Doka ebenfalls die Trägerschalung Top 50. Die flexible Großflächenschalung passt

Bauprojekt stößt auf Anrainer-Widerstand

Berlin: Flughafen doch vielleicht erst 2014

Bad Aussee. Unmittelbar vor Baubeginn des Narzissenbads herrscht Aufregung in der steirischen Kurstadt Bad Aussee. Weniger wegen des Neubaus des Kurbads am Ortsrand, sondern wegen der geplanten dazugehörigen Apartments-Anlagen. Eine Bürgerinitiative fühlt sich von Politik und Investoren hinters Licht geführt, was die Dimension mit 350 Betten im Endausbau betrifft. Gesprächsbereit ist man seitens der Investoren nur beim äußeren Erscheinungsbild. © Vitalbad Bad Aussee

Velden Sommergespräch

Immobilien-Konferenz Green & Blue Building 2012

ZKB Private Banking

Velden. Die SOT Süd-Ost Treu­hand lud zum SOT Som­mer­ge­spräch mit dem Titel „Herr­schaft“ ins Casin­ eum des Casino Velden. Rund 130 Mana­ger aus der Indus­trie- und Finanz­welt sowie Steuer- und Rechts­ex­per­ten beleuch­te­ten dabei aus verschiedenen Blickwinkeln die Aus­wir­kun­gen von Ethik bis zu Sozia­len Netz­wer­ken auf die Wirtschaft. Gastgeber war Anton Schmidl, SOT-Part­ner und Initia­tor der Som­mer­ge­sprä­che.  (red)

Wien. In der Öffentlichkeitsarbeit von Bau- und Immobilienunternehmen ist Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ein großes Thema. Am 27. September diskutieren Vorstände und Geschäftsführer der österreichischen Immobilienwirtschaft bei der „GBB – Green & Blue Building Conference“ im Tech Gate in Wien, ob diese Themen nun auch tatsächlich in der täglichen Praxis der österreichischen Unternehmen angekommen sind. Organi-

Salzburg. Thomas Walkner (44) ist neuer Senior Private Banker in der Zürcher Kantonalbank Österreich AG (ZKB). Er verstärkt in dieser Position das Team von Herbert Lindner, welches für alle Marktbearbeitungsaktivitäten in Deutschland verantwortlich zeichnet. Vor seinem Wechsel zur Zürcher Kantonalbank Österreich AG war er u.a. im Wealth Management und Family Office einer Großbank in München tätig.  (red)

© SOT

Anton Schmidl, SOT-Part­ner und Initia­tor der Som­mer­ge­sprä­che.

Neuzugang

GBB: Nachhaltigkeit im Fokus

siert wird die Konferenz zum dritten Mal von Alexander Ghezzo vom Konferenzunternehmen Confare.

Die Teilnehmer Geladen sind u.a.: Michael Ehlmaier (EHL), Markus Leininger (Eurohypo), Bernhard H. Hansen (CA Immo), Philipp Kaufmann (ÖGNI), Daniel Riedl (Immofinanz) und Martin M. Roth (Immobilien Rating GmbH).  (red)

© Techgate Vienna

© Hubert Auer

SOT lud ein

Barbara Neumayr, Produktmanagerin bei der Nürnberger Österreich.

Den Unmut der Anrainer und – wie Matthias Grill von der Bürgerinitiative „Pro Bad Aussee” meint, die Mehrheit der Bevölke-

© Bryan Reinhart

Nürnberger: Bestnote bei Berufsunfähigkeit

rung – haben sich die Investoren mit der erst nach der Projektpräsentation im Mai bekannt gewordenen Erweiterung um zehn weitere Appartementhotel-Blöcke bzw. -Chalets auf sich gezogen; so würde die Bettenkapazität in Verbindung mit dem Bad auf 350 geschraubt. „Viel Lärm um nichts”, erklärt Max Taucher, Geschäftsführer der Vitalbad Errichtungs GmbH. Das Projekt sei wirtschaftlich ohnedies schon „grenzgängig”, man habe die Bebauungsdichte zurückgenommen und baue maximal dreigeschossig. Der Bebauungsplan sei von SPÖ und ÖVP im Gemeinderat beschlossen worden, die Baubewilligung seit einigen Tagen rechtskräftig.  (APA/red)

„Nachträglich aufgestockt“

Anstoß des Unmuts: Es sollen mehr Apartments entstehen als ursprünglich gesagt.

Salzburg. Gut abgeschnitten hat die Nürnberger Versicherung AG Österreich mit ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung im Produkt-Gesamtrating von Morgen&Morgen. Der Haupttarif „Plan B” sowie die Zusatzversicherung „BUZ“ wurden beim aktuellen Rating des deutschen Analysehauses mit der Bestnote bewertet. „Wir haben unsere BU-Tarife 2002 auf den Markt gebracht und in dieser Zeit laufend verbessert. Es freut uns, dass die Produktqualität nicht nur unseren internen Vorgaben entspricht, sondern auch objektiven externen Bewertungen standhält”, erklärt Barbara Neumayr, zuständige Produktmanagerin bei der Nürnberger.  (red)

Doka lieferte für die Twin Towers eine Komplettausstattung von Schalungsmaterial.

Streit um geplante Apartment-Anlage Bürgerinitiative in Bad Aussee fühlt sich von Investoren hintergangen

short

Berlin. Die Eröffnung des neuen Großflughafens Berlin-Brandenburg (BER) könnte sich einem Bericht des Berliner Tagesspiegel zufolge bis zum Frühjahr 2014 verschieben. Die Probleme auf der Baustelle hätten sich als so eklatant erwiesen, dass das „Szenario 2014 nun als sehr wahrscheinlich gilt”, zitierte die Zeitung einen „hohen Vertreter aus Aufsichtsratskreisen”. Dieser habe damit Informationen aus einem an der Planung beteiligten Büro bestätigt. Der Sprecher des Berliner Senats wies die Angaben gegenüber der Zeitung zurück.  (red/ag)

sich mit knapp 830 m� der sich ändernden Bauwerksgeometrie an. Als Plattform ist die Krankletterschalung MF240 im Einsatz. Für die Geschossdecken wird das flexible Dokaflex 1-2-4-Deckensystem verwendet, für die hohen Deckenunterstellungen im Podiumbereich das Traggerüst Staxo 40.

© Doka

Doha/Dubai. Im Business-Viertel West Bay in Doha sind in den vergangenen Jahren zahlreiche aufsehenerregende Wolkenkratzer in den Himmel Qatars gewachsen. Mit den Twin Towers entsteht ein neues Ensemble. Die beiden 185 m hohen Türme werden nach ihrer Fertigstellung ein Luxushotel und Büros in 48 Etagen beherbergen. Die österreichische Doka GmbH ist mit der Selbstkletterschalung SKE50, der Kletterschalung MF240, der Trägerschalung Top 50 und dem Traggerüst Staxo 40 maßgeblich am Bau der Twin Towers beteiligt. Das Bauunternehmen Arabtec Construction LLC, ein Baukonzern mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten und laufenden Projekten in der gesamtem GCCRegion, errichtet die zwei Wolkenkratzer. „Die Zusammenarbeit mit Doka verlief sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung sehr präzise. Die Schalungs-

Nachhaltigkeit & Energieeffizienz werden im September unter die Lupe genommen.

Thomas Walkner, Neuzugang bei der Zürcher Kantonalbank Österreich.


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