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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 30. november 2012 – 35

© APA/H. Pfarrhofer

RBI: „kein Rückzug in cEE“

Die Raiffeisen Bank International will selbst Ungarn nicht aufgeben  Seite 36

© APA/B. Gindl

financenet steuerzuckerl per fonds

Das Stabilitätsgesetz bringt ab 2013 eine Staffelung der Steuerersparnisse  Seite 37

garanta „Unkompliziert für junge leutE“ © medianet/Szene1/Christian Mikes

VIG und Uniqa spüren Wind in den Segeln

ATX 21. Nov.–28. November 2012

ATX (28.11.) Wochentop Wochenflop

2257,54

3,04%

SBO 8,20% Century -2,33%

Top 5 ATX Prime Schöller-Bleckmann AG AT&S Flughafen Wien Wienerberger Verbund Flop 5 ATX Prime Century Casinos Do&Co Raiffeisen Bank Int. Rosenbauer Frauenthal Holding

8,20% 7,69% 6,84% 6,75% 6,46% -2,33% -1,77% -1,53% -1,45% -1,09%

DAX 21. Nov.–28. November 2012

Wochentop Wochenflop

7343,41

2,21%

Lufthansa 7,59% ThyssenKr. -4,67%

Top 5 DAX Lufthansa Henkel Fresenius SE K+S Linde Flop 5 DAX ThyssenKrupp RWE E.On Deutsche Telekom Infineon Technologies

7,59% 5,34% 5,25% 5,08% 4,86% -4,67% -1,72% -1,67% -0,39% -0,29%

© APA/Robert Jäger; EPA; Michael Appelt

DAX (28.11.)

Deutlich besser verdient als erwartet Sowohl Peter Hagen, Chef der Vienna Insurance Group, wie auch Uniqa-Konzernchef Andreas Brandstetter liegen ­heuer nach 9 Monaten besser, als von Analysten erwartet. In beiden Versicherungs­ riesen werden jetzt die Vorstandsverträge verlängert.  Seite 36

inhalt

Capital:Markets > Ungewöhnlicher Umbau der Finanzaufsicht in London 36 > AWD heißt künftig „Swiss Life Select“  36 Fonds:Park > VINIS heißt künftig „Responsible“ bei der Ersten  37 > Zentral- und Osteuropa heterogener als vor Krise  38 Banking > HSBC sieht Positives in China nach Chef-Wechsel 38 Insurance:Watch > „Sandy“ kostet die Versicherer 25 bis 30 Mrd. Euro  40

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f i n an c e : cov e r

36 – financenet

Freitag, 30. November 2012

financenet@medianet.at

Österreichs Marktführer VIG und Uniqa Nach drei Quartalen bei Ertrag über Analystenprognose, teilweise Ausbau

kolumne

Versicherer überraschen

Gletscherhafte Verschiebungen

Wien. Die größten österreichischen Versicherer, Vienna Insurance Group (VIG) und Uniqa, überraschen mit unerwartet guten Zahlen. Beide sind börsennotiert und stark in Zentral- und Osteuropa präsent. Und bei beiden werden die Good News von Verlängerungen der Vorstandsverträge begleitet. Konkret hat die VIG in den ersten drei Quartalen 2012 mehr Gewinn eingefahren als von Analysten erwartet: Der Vorsteuergewinn (EGT) legte um 7 Prozent auf 443,2 Mio. Euro zu und der Nettogewinn um 9 Prozent auf 341,4 Mio. Euro. Die Combined Ratio verbesserte sich weiter auf 96,9 (nach 97,2) Prozent. Gleichzeitig wurde bei der VIG eine Verlängerung der Führungsspitze bis Mitte 2018 verkündet: Der Aufsichtsrat hat die Vorstandsverträge des neuen Vorstandschefs Peter Hagen und der Kollegen Franz Kosyna, Martin Simhandl, Franz Fuchs und Peter Höfinger um fünf Jahre verlängert; Gleiches gilt für die Vorstände der Österreich-Tochter Wiener Städtische unter Robert Lasshofer. Stellvertreterin von Lasshofer wird per Mitte 2013 Vorstandsdirektorin Judit Havasi. Für das 4. Quartal erwartet die VIG eine Fortsetzung der positiven Entwicklung („vorbehaltlich des Ausbleibens von Naturkatastrophen und negativer Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt”).

gerald stefan

D

ie Anzeichen mehren sich, dass die Zeiten besser werden, auch wenn Business as usual noch nicht angesagt ist. Wiewohl es gerade zu einer kurzfristigen Eintrübung der Konjunktur zu kommen scheint, der grundlegende Abwärtssog im Gefolge von Finanzkrise und Eurostaaten-Schuldenkrise lässt merklich nach. Jedenfalls ist das die Hoffnung der Experten, die mit ihren Herbstprognosen durchaus für vermehrte Zuversicht sorgen können: Es finden sich, angefangen von Coface, derzeit viele Beispiele für positive Einflussfaktoren in den aktuell veröffentlichten Analysen. Je nach der fraglichen Seite des Atlantik drohen freilich weitere Probleme, seien es ‚Financial Cliff‘ in den USA oder die ewige Schuldenstaaten-Story in Europa. Doch auch hier ist ein grundlegender Wandel möglich: nicht durch völlige Sanierung (man kann ja nicht alle Schulden Südeuropas streichen, um auf die beruhigende Schuldenquote von 0 Prozent des BIP zu kommen), sondern in den Köpfen, durch positive Nachrichten. Eine solche: Laut einer aktuellen Studie des deutschen IMK-Instituts sind die Lohnstückkosten seit der Finanzkrise in Portugal um 2,2 Prozent, in Spanien um 3,5 Prozent und in Irland sogar um 13 Prozent gesunken – was doch deutlich für die erhoffte Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit spricht.

VIG weiter im Vormarsch Ihre Marktführerschaft auf den CEE-Märkten hat die VIG weiter ausgebaut. So wurde der Marktanteil um 1,5 Prozentpunkte auf 19,4 Prozent gesteigert und der Abstand zur Konkurrenz erhöht (insgesamt ist man in 24 Ländern vertreten). Die CEE-Märkte bringen 51,4 Prozent des Gewinns und 54,2 Prozent der Prämieneinnahmen: letztere lagen bei 7,426 Mrd. Euro (plus 9,2%). Das Finanzergebnis der VIG legte um 12,7 Prozent auf 899,9 Mio. Euro zu. Die Kapitalanlagen

Aufspaltung In London

Peter Hagen (VIG) und Andreas Brandstetter (Uniqa): Gute Zahlen und Vertragsverlängerung um fünf bzw. vier Jahre verkündet.

wuchsen um 4,9 Prozent auf 29,455 Mrd. Euro. Besonders stark war das Wachstum der VIG in den ersten neun Monaten in der Lebensversicherung (plus 17,5 Prozent auf 3,440 Mrd. Euro). In Schaden/Unfall legte man um 2,3 Prozent auf 3,687 Mrd. Euro und in Kranken um 10,5 Prozent auf 298 Mio. Euro zu. In Österreich wurde die verrechnete Prämie in Nicht-Leben um 9,3 Prozent auf 1,815 Mrd. Euro gesteigert, in Leben sank sie wegen steuerlicher Schlechterstellung der Einmalerläge um 2,8 Prozent auf 1,420 Mrd. Euro. In Tschechien wurde die VIG erstmals sowohl in Leben als auch in Sach die Nummer 1 und insgesamt mit 31,4 Prozent Marktführer. In der Slowakei wurde die Marktführung gefestigt (Wachstum um 3,1 Prozent). In Polen sanken die NichtLeben-Einnahmen um 5,5 Prozent auf 447 Mio., dafür verdreifachten sich die Einnahmen in Leben beinahe. In Rumänien laufen die Re-

strukturierungsmaßnahmen weiter, wird betont. Bis September sackten die Einnahmen in Leben hier um 18 Prozent auf 264 Mio. Euro ab.

Prozent auf 4,112 Mrd. Euro, und die verrechneten Prämien (Gesamtrechnung) gingen um 2,3 Prozent auf 3,659 Mrd. Euro zurück. Die Combined Ratio (SchadenKosten-Quote) in Schaden/Unfall verschlechterte sich wegen Großund Unwetterschäden leicht auf 97,9 nach 96,9 Prozent vor Rückversicherung. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank im Jahresabstand aufgrund des Verkauf der Mannheimer von 15.001 auf 14.557. Übrigens wird auch der 25%-Anteil an der Medien-Holding Medicur verkauft (an die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien). Als Zeichen der Kontinuität wurden die Vorstandsverträge in den vier Hauptgesellschaften der Uniqa Group vorzeitig bis 31.12.2016 verlängert, heißt es. Die Chefetage der börsennotierten Uniqa Österreich Versicherungen AG (unter Andreas Brandstetter) wird dabei, im Lichte der künftig etwas geringeren Aufgaben der Holding, ab 2013 von sechs auf fünf Mitglieder verkleinert. (gst/ag)

Hellas endlich Geschichte Auch der Uniqa-Versicherungskonzern hat heuer bis September etwas mehr verdient, als von Analysten erwartet. Das EGT lag nach neun Monaten bei 152,4 Mio. Euro (nach einem herben Minus von 173,8 Mio. im gleichen Vorjahreszeitraum wegen Abschreibungen auf Griechenland-Assets u.a.). Das Konzernergebnis betrug 93,5 nach minus 119,6 Mio. Euro; das entspricht 0,60 Euro/Aktie. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die Uniqa nun mit zirka 200 Mio. Euro Plus; bisher lautete das Ziel, man wolle mehr als die 141,8 Mio. Euro EGT des Jahres 2010 erreichen. Die verrechneten Prämien (samt Sparanteilen der Fonds- und Indexpolizzen in Leben) sanken bei der Uniqa bis September um 2,1

Umbau Durch die Mutter

Raiffeisen Bank International Nach 9 Monaten 13% Plus, aber auch Schattenseiten

Finanzhüter: Mehr Aufwand

AWD heißt ab April Swiss Life

Kein Ostmarkt wird aufgegeben nis” nach drei Quartalen, gerade in Hinblick auf das schwache Wirtschaftswachstum in Europa; auch, die Kapitalstärkungsmaßnahmen und die niedrigen Zinsen. Zum Ausblick hieß es, dass wegen der Konjunktur die Lage in einigen Märkten „angespannt” bleibe. Für die nächsten Monate sei daher ein leichter Anstieg des Volumens der Not leidenden Kredite zu erwarten, vor allem ge-

RBI-Chef Herbert Stepic: Volumen Not leidender Kredite steigt noch einmal leicht.

trieben durch höhere Ausfälle in Ungarn, aber auch in den südosteuropäischen Ländern. Das Geschäftsvolumen wird im Gesamtjahr als stabil beschrieben.

Wien. Der Versicherer Swiss Life greift bei der Tochter AWD hart durch: Man schreibt fast 500 Mio. Euro ab und streicht den Markennamen. Dabei kappt Swiss Life in dem künftig „Swiss Life Select” genannten Unternehmen in Deutschland bis zu 300 Jobs. In Österreich, wo Tausende Anlegerklagen gegen AWD laufen, sollen keine Arbeitsplätze abgebaut werden. (red)

Bankensteuern belasten Durch die Bankensteuern in Österreich und Osteuropa werde das RBI-Ergebnis heuer mit 160 Mio. Euro belastet. Weiterhin eine „Option” bleibt eine Kapitalerhöhung, abhängig von den Märkten, so die RBI in ihrer Quartalsmitteilung. Der Funding-Bedarf 2012 sei gedeckt. Nach neun Monaten war der Zinsüberschuss um knapp fünf Prozent geringer, das Handelsergebnis sank um 25 Prozent, während das Provisionsergebnis nur marginal rückläufig war. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen bis September insgesamt auf 623 Mio. Euro, ein Rückgang um 20 Prozent oder 158 Millionen. Strategisch gesehen plant man Einsparungen etwa in Slowenien, doch werde man keinen der osteuropäischen Märkte verlassen, „auch nicht Ungarn“, so Stepic. (red/ag)

© dpa/Julian Stratenschulte

Wien. Die börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat in den ersten neun Monaten 2012 einen Nettogewinn von 842 Mio. Euro gemeldet, das war ein Plus von 13 Prozent im Jahresvergleich. Das dritte Quartal lief aber deutlich schwächer, hier sank der Nettogewinn im Quartalsvergleich um 11,5 Prozent auf 141 Mio. Euro. RBI-Chef Herbert Stepic spricht von einem „ansprechenden Ergeb-

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wien/London. Großbritannien, einst einer der Pioniere bei der Einführung einer einheitlichen Finanzmarktaufsicht, verabschiedet sich von diesem Ansatz. Geplant ist im Jahr 2013 die britische FSA (Financial Services Authority) in zwei neue Aufsichtsbehörden aufzuspalten: In die sogenannte Financial Conduct Authority (FCA) und die Prudential Regulation Authority (PRA). Eine aktuelle Studie der Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper und des Wirtschaftsprüfungs- und Finanzberatungsunternehmens BDO kommt zu dem Schluss, dass zwei Drittel aller Befragten glauben, dass das neue sogenannte Twin PeaksAufsichtssystem ein deutliches Mehr an Kosten verursachen wird. Die Mehrheit der Befragten (79%) ist dennoch der Meinung, dass die Einführung von zwei unabhängigen Behörden die Regulierungseffizienz verbessern und letztlich den Kunden direkte Vorteile (58%) bringen wird.  (red)

© Michael Appelt; APA/Hans Klaus Techt

Gleichzeitig mit guten Zahlen wurden in beiden Konzernen beim Vorstand erneut Weichen gestellt.

Auch AWD Österreich heißt in Zukunft nur noch „Swiss Life Select“.


f o n d s : pa r k

Freitag, 30. November 2012

financenet – 37

financenet@medianet.at

Gewinnfreibetrag nutzen Bestimmte Fonds fallen unter die begünstigungsfähigen Anlagen, jedoch sollte man auch auf Renditechancen achten

Jetzt noch sinnvoll investieren

Fonds sind gut geeignet Um als Einnahmen-AusgabenRechner in den Genuss des Abzugspostens zu kommen, muss man ab 30.000 € Gewinn in „neuwertige Wirtschaftsgüter” wie etwa einen PC, einen Schreibtisch (etwas Bewegliches) investieren. Wer keine neuen Sachgüter benötigt, für den kommen auch bestimmte Wertpapiere infrage, darunter auch alle Fonds, die den Bestimmungen des § 14 Einkommensteuergesetz (Absatz 7, Ziffer 4) entsprechen. Das bedeutet: Sie müssen die Voraussetzungen zur Deckung von Pensionsrückstellungen erfüllen. Fonds, die unter diese Kategorie fallen, werden daher auch gern §14-Fonds genannt – eine Liste der möglichen Produkte stellt dem Interessenten die Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) zur Verfügung.

EAM Responsible Fonds

Umbenennung

© Erste Sparinvest/Daniel Hinterramskogler

Wien. Die nachhaltigen Fonds der Erste Asset Management (EAM) legen sich einen neuen Namen zu: Ab 30.11.2012 lauten sie nicht mehr auf ESPA VINIS, sondern werden als „Erste Responsible Fonds“ angeboten. Chief Sustainability Investment Officer Wolfgang Pinner erklärt: „Der Grund dafür ist die internationale Erkennbarkeit.“ An den Grundsätzen der Verantwortung, Innovation, Nachhaltigkeit, am Investment und an der Sicherheit (VINIS) ändere sich nichts.  (lk)

Wolfgang Pinner: „Der Name wird dank Umbenennung weltweit verstanden.“

Häufig stand bei derartigen Überlegungen die Steuerersparnis im Vordergrund, jedoch sollte es auch um einen anderen Aspekt gehen, sagen Veranlagungsexperten. „Zukünftig sollte auch die Zusammenstellung des Anlageportfolios im Mittelpunkt des Interesses stehen“, sagt etwa Ferdinand Wirth, Geschäftsführer des Vermögensberatungsunternehmens Prime Assets Consulting. Speziell im aktuellen Tiefzins-Umfeld sollte jede Investition mit Bedacht gewählt werden, damit nicht die Inflation die Renditen „auffrisst“. Denn die momentane Verbraucherpreis-Rate liegt bei rund 2,7 Prozent.

Bild: Fotolia © Yuri Arcurs

Wien. Das Stabilitätsgesetz 2012 der Regierung bringt für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag eine Änderung. Bisher galt: „Bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro hat jeder Selbstständige einen fixen Abzugsposten in Höhe von 3.900 Euro – und zwar ohne dass er aktiv werden muss“, erklärt Gudrun Fercher-Grüner von der Steuerberatungskanzlei Schebesta und Holzinger & Grüner mit Sitz in Neulengbach. Ab dem 30.001sten Euro musste man in bestimmter Art und Weise investieren – als Obergrenze für den begünstigungsfähigen Gewinn waren 769.230 € definiert, sodass der maximale Gewinnfreibetrag die Summe von 100.000 € pro Veranlagungsjahr und steuerpflichtiger natürlicher Person ausmachte. Ab 2013 gelten für Gewinne bis 175.000 € die gewohnten 13%, zwischen 175.000 und 350.000 7%, zwischen 350.000 und 580.000 € Gewinn nur mehr 4,5%. Die Obergrenze wurde mit 580.000 € gedeckelt.

Fonds eignen sich schon allein aufgrund ihrer breiten Streuung gut für diese Art der Veranlagung, denn sie bieten Geldmarktveranlagungen, Staats-, Unternehmensanleihen, Emerging Markets Bonds bis hin zu Mischfonds mit Aktienbeteiligungen von 10 bis 50%. Auch macht es Sinn, die Veranlagung zur steuerlichen Optimierung unter dem Gesichtspunkt des Gesamtportfolios zu beleuchten; daher sollte man einen versierten Vermögensberater oder -vermittler zu Rate ziehen; nach Ablauf von vier Jahre können die Fonds verkauft und steuerfrei ins Privatvermögen übertragen werden. (lk)

© APA/Barbara Gindl

Stabilitätsgesetz der Regierung bringt ab dem Jahr 2013 eine Staffelung.

Steuerlicher Aspekt ist interessant, aber der Anleger sollte das Gesamtdepot prüfen.

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f o n d s : pa r k / B a n k i n g

38 – financenet

Freitag, 30. November 2012

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short

© Henderson Global Investors

Neues Produkt für Fondsmanager-Duo

Ranking der Top 500 Kreditversicherer Coface sieht in Central & Eastern Europe Erholung des Wirtschaftswachstums

Zentral- und Osteuropa heterogener als vor Krise

Analyse berücksichtigt Umsatz, Mitarbeiteranzahl, Rahmenbedingungen in Branchen und Märkten. Fritz Haslinger

Aus Assenagon Credit Management wird Xaia München/Wien. Der Münchener Asset Manager Assenagon Credit Management tritt ab sofort unter dem neuen Markennamen Xaia Investment auf. „Die neue Unabhängigkeit ermöglicht Xaia einen hundertprozentigen Fokus auf unsere Kernkompetenz Cross Asset Management“, begründen die drei geschäftsführenden Partner von Xaia Investment, Ulrich von Altenstadt, Jochen Felsenheimer und Wolfgang Klopfer, den Schritt. (fh)

Neuer Rohstofffonds von Monega KAG

„Die Zeichen stehen wieder auf Wachstum, und auch die Situation am Arbeitsmarkt hat sich in der CEE-Region entschärft.“ K. Kompowska, Coface

Katarzyna Kompowska: „Top-Unternehmen sind wichtiger Stabilitätsfaktor für den Arbeitsmarkt in der CEE-Region.“

wichtiger Indikator für die gesamtwirtschaftliche Lage: Als Zugpferde der nationalen Wirtschaft leisten sie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität in dem betreffenden Land, sind wichtiger Arbeitgeber und Wachstumsmotor“, analysiert Katarzyna Kompowska, Executive Managerin Coface Europe.

Unternehmen wieder angestiegen: Insgesamt hätten im Jahr 2011 rund 2,8 Mio. Menschen in den Unternehmen der CEE Top 500Unternehmen gearbeitet – ein Anstieg von 12,2% gegenüber 2010. Auch die Umsätze der 500 größten Unternehmen in der Region seien im Vergleich zu 2010 um 16% auf 612,5 Mrd. € geklettert. Die Nettogewinne konnten sich 2011 deutlich verbessern und erreichten 30,0 Mrd. €, das ist ein Plus von 45,5% .

Positives Geschäftsjahr 2011 2011 habe sich für die Top-Player aus der CEE-Region sehr positiv entwickelt. So seien Umsätze und Profite der 500 größten Unternehmen Zentral- und Osteuropas im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen. Desgleichen sei die Anzahl der Mitarbeiter der gewerteten

Polen erneut Spitzenreiter Wie bereits in den Vorjahren führt Polen auch in 2011 mit 159 Betrieben (31,8% Anteil) das Unternehmerfeld als Spitzenreiter an. Gleichzeitig ist es aber etwas

Wachstum ist zurück „Insgesamt zeigt sich eine Stabilisierung der Lage, die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa wächst wieder, auch wenn die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich verlaufen“, bestätigt Kompowska. Für 2013 rechnet Coface in der CEE-Region mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von +1,8%. „Zentral- und Osteuropa ist eine vielfältige Region, die sich dynamisch entwickelt. Gerade deshalb ist es wichtig, die einzelnen Märkte möglichst präzise und differenziert zu betrachten“, so Kompowska.

HSBC „Positives Signal aus China für Investoren“

London/Wien. ETF Securities, Europas führender Anbieter von börsengehandelten Rohstoffen (ETCs), erweitert auf Xetra sein Produktangebot. Der ETFS ExAgriculture and Livestock DJ-UBSCI ermöglicht Investoren den Zugang zum Rohstoffmarkt und ist seit 29. November auf Xetra handelbar.

Wien. Steigende Einkommen, bessere Sozialleistungen, ein höherer Binnenkonsum und nachhaltiges Wachstum sind die Hauptziele des neu besetzten chinesischen Politbüros und seines ständigen Ausschusses, meint man bei HSBC. „Wir gehen davon aus, dass es in China zunächst nur graduelle Reformen geben wird – wie es dem aktuellen Fünfjahresplan entspricht“, erklärt Rudolf Apenbrink, Chief Executive Officer bei HSBC Global Asset Management EMEA sowie Bereichsvorstand der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Seiner Ansicht nach könnte es zu umfangreicheren Reformen nach eventuell fünf Jahren kommen, wenn fünf der sieben neuen Mitglieder des ständigen Ausschusses aus Altersgründen ausscheiden müssen.

Rohstoff-Futures aus den Sektoren Energie, Industrie- und Edelmetalle ab. „Der ETC ist vollständig mit Wertpapieren hinterlegt, die täglich neu bewertet werden. Zudem steht er in Einklang mit den neuesten UCITS-Richtlinien zur Kreditsicherheit“, erklärt Mössler. OOEC sei ein ETC, der nach Bedarf (von automatisierten Marktteilnehmern) ausgegeben oder eingelöst werden könne, heißt es seitens ETF Securities. (fh)

Produktangebot vergrößert „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, für Investoren eine umfangreiche Auswahl von Investmentlösungen im Rohstoffbereich zu entwickeln. Daher freuen wir uns, unser Produktangebot mit dem Listing des ETFS Ex-Agriculture and Livestock DJ-UBSCI (Xetra Code: OOEC) weiter zu vergrößern“, sagt Isabell Mössler, Leiterin des Vertriebs von ETF Securities in Europa.

Besicherte Indexabbildung Um den DJ-UBSCI Ex-Agriculture and Livestock Sub-Index abzubilden, verwendet der ETC Total Return Swaps. Der Sub-Index bildet den Rohstoffkorb von zehn

Chancen nach Regierungswechsel gaben zum Einkommen Erwerbstätiger. „Damit wird deutlich, dass das Wachstumsmodell stärker auf den Konsum ausgerichtet werden soll“, so Apenbrink. Seiner Einschätzung nach sollten davon mittel- und langfristig die Branchen Automobile, Bildung, Energie, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Technologie, Versicherung, Wealth Management sowie Wasseraufbereitung profitieren – „alles positive Signale für Investoren.“ (fh)

Für Anleger positives Signal

© EPA

© Monega

Köln/Wien. Die Kölner Monega Kapitalanlagegesellschaft hat einen neuen Rohstofffonds, Monega Rohstoffe (DE000A0YJUM2), aufgelegt. „Die wachsende Weltbevölkerung, der weitere technische Fortschritt sowie die rasante Entwicklung in den Schwellenländern werden die Nachfrage nach Rohstoffen stetig weiter ansteigen lassen“, ist Bernhard Fünger, Geschäftsführer der Monega KAG, überzeugt. „Die Investition in Rohstoffe stellt daher für Privatanleger eine sehr empfehlenswerte und sachwertorientierte Erweiterung ihres Anlageportfolios dar“, so Fünger. Der Monega Rohstoffe investiere mindestens 51% seines Vermögens in Rohstofffonds, Rohstoffindizes, börsengehandelte Rohstofffonds (ETF), Zertifikate auf Rohstoffe sowie Aktien von überwiegend im Rohstoffsektor tätigen Unternehmen. (fh)

nerieren, hätten im Ranking aufrücken können.

Auf Xetra handelbar Zehn Rohstoffe aus drei Sektoren

Rohstoff-ETC von ETF Securities Fünger: „Die Nachfrage nach Rohstoffen wird weiter stetig steigen.“

riskanter geworden, in Polen Geschäfte zu machen – die Insolvenzfälle stiegen um 10% im Vergleich zum Vorjahr, erklärt Kompowska. Dennoch habe Polen mit 0,03% die niedrigste Insolvenzrate der gesamten Region. An zweiter Stelle des Rankings liegt die Ukraine mit 15% der TopUnternehmen. Damit setzt das Land seinen Aufwärtstrend fort und legt gegenüber 2010 um einen Platz zu. Die drittmeisten Top-Unternehmen stellt nunmehr Ungarn; dass 63,5% der bewerteten Unternehmen im Vorjahresvergleich einen schlechteren Listenplatz belegen, beweise, dass man sich am Rande einer Rezession bewege. Nur Unternehmen, die ihr Einkommen großteils aus dem Export ge-

ETF Securities lässt ein weiteres – breit gefächertes – Rohstoffprodukt listen.

Ein wichtiges Ziel der neuen Regierung sei, das reale Bruttoinlandsprodukt zwischen 2010 und 2020 zu verdoppeln, was einer jährlichen Wachstumsrate von 6,9 Prozent entsprechen würde. Zudem gebe es erstmals explizite Zielvor-

© EPA

Wien. Die im September dieses Jahres mit einem „Sauren Golden Award“ ausgezeichneten Manager Stephen Thariyan und Chris Bullock werden von ihrem Arbeitgeber, dem UKFondshaus Henderson, mit dem Management eines weiteren Fonds betraut. Der neu aufgelegte, UCITS-konforme Henderson Horizon Euro High Yield Bond Fund werde laut Branchendienst „fondsprofessionell.at“ mindestens 70% seines Nettovermögens in auf € bzw. Pfund Sterling lautende Unternehmensanleihen aus der SubInvestment-Grade-Kategorie anlegen. (fh)

Wien. Bereits zum vierten Mal präsentierte der internationale Kreditversicherer Coface seine jährliche Studie über die Top 500-Unternehmen der Region Zentral- und Osteuropa. „Wie es den Top-Unternehmen eines Landes geht, ist auch ein

© Coface/Dariusz Iwanski

Chris Bullock ist einer der Manager des neuen Henderson-Fonds.

Xi Jinping übernimmt für die nächsten zehn Jahre nach Hu Jintao das Ruder.


Freitag, 30. November 2012

B a n k i n g / I n s u r a n c e : watc h

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financenet@medianet.at

Garanta I Unkomplizierte Versicherungsangebote über themenbezogene Apps orientieren sich an der individuellen Lebensweise des Kunden

Ziel: Unkompliziert versichern reinhard krémer

Wien. Einen neuen und – noch – ungewöhnlichen Zugang zur jungen Kundenzielgruppe schlägt die Garanta-Versicherung, ein Tochterunternehmen der Nürnberger, ein: Man bietet unkomplizierte Versicherungsprodukte via App an. „Die kann man über die App abschließen und gleich über PayPal bezahlen“, erläutert Projektleiter Martin Pluschke. Die Zeitdauer der Deckung ist abhängig von einem spezifischen Problem. Sie umfasst meist wenige Tage, kann aber bei Bedarf auch länger sein. Weiterer Vorteil: Die Laufzeit verlängert sich nicht, sondern der Vertrag erlischt automatisch nach Ablauf. „Damit muss sich der Kunde keine Daten merken und es ist kein weiterer Aufwand erforderlich“, sagt Pluschke. Aktuell werden drei verschiedene Varianten über Apps angeboten: Der

Garanta II Mit Nürnberger

Ausgezeichnet

© M. Silveri

Wien. Für ihre Bemühungen um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde der Nürnberger Versicherung und dem Tochterunternehmen Garanta Versicherung das Vollzertifikat „berufundfamilie“ verliehen. Dem voran ging ein dreijähriger Auditprozess, der für beide Gesellschaften unternehmensübergreifend durchgeführt wurde. „2009 erhielten wir das Grundzertifikat und waren damit die ersten Versicherer in Österreich, die für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet wurden. Nach positiv absolviertem Auditprozess können wir uns nun über das Vollzertifikat freuen“, so die Personalchefin Martina Viehauser. Die Zertifikate wurden vom Minister für Wirtschaft, Familie und Jugend, Reinhold Mitterlehner, überreicht. In den letzten drei Jahren wurden bei den beiden Versicherungsgesellschaften Themen wie Informations- und Kommunikationspolitik, Karenz, Elternschaft und Berufsrückkehr, Arbeitsorganisation und vieles mehr weiterentwickelt. Im Juni 2012 fand der Rezertifizierungs-Prozess statt. Das Audit „berufundfamilie“ unterstützt Unternehmen bei der nachhaltigen Verbesserung der Familienfreundlichkeit. Nach einem Auditprozess und der Festlegung konkreter Ziele erhält das teilnehmende Unternehmen das Grundzertifikat, nach drei weiteren Jahren sowie der überprüften Realisierung der Projekte das Vollzertifikat „berufundfamilie“. (ag/rk)

Bundesminister Reinhold Mitterlehner, Martina Viehauser, Nürnberger/Garanta.

„G24 BergSommer“ ist eine Bergschutz-Versicherung mit 48 Stunden Laufzeit. Für 4,98 € bekommt man neben Bergung und Hubschrauber-Rettung bis 20.000 €, Transport ins Krankenhaus nach Wahl bis 2.000 €, Rückreise und Übernachtung von Versichertem und Mitreisenden sowie Fahrzeugheimtransport bis 1.500 €, Ersatz von Sachkosten bis 500 €, Reha-Assistance und Rückerstattung von Selbstbehalten bis 5.000 € auch „Goodies“ wie Kartenmaterial, Infos und Wetterdaten, Notruf-Funktion direkt zur Österreichischen Bergrettung und Checklisten. „Wir sind mit diesem

Angebot seit 26. Juni am Markt; die Schadensquote liegt bei unter einem Prozent“, erklärt Martin Pluschke. „Eine rasche und saubere Schadensabwicklung ist für uns essenziell.”

Am Berg und für Tiere Ähnlich ist der „G24 BergWinter“ aufgebaut: Hier kann die Laufzeit von 1 bis 7 Tagen gewählt und mehrere Personen versichert werden. „Dies kostet zwischen 4,08 und 17,98 Euro; wir bieten den BergWinter auch über unseren Kooperationspartner Hervis an“, so der Nürnberger-Projektleiter. Das drit-

te Angebot ist die Tierversicherung „G24 Tierfreund“ und richtet sich an Kleintier-Besitzer: Wenn Herrl oder Frauerl verunglücken, dann wird bezahlt, damit das Tier betreut werden kann. Im Visier hat man bei Garanta auch die Golfer mit einem „All-In-Risk“-Produkt, die vom Schlägerbruch über verspätete Auslieferung der Ausrüstung bei Flügen alles abdecken soll, was einem Golfer an versicherbaren Missgeschicken passieren kann. „Wir wollen mit diesen Produkten Know-how in neuen Kanälen aufbauen“, sagt Martin Pluschke. „Daher sind sie schnell verfügbar und so unkompliziert wie nur möglich.“

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Die Nürnberger-Tochter will nach dem Motto „Pay as you live“ gezielt junge Menschen ansprechen.

Martin Pluschke, Nürn­berger-Projektleiter: Know-how und Kundendialog.

schulung

Kurse für Betriebsersthelfer gemäß § 26 ASchG und § 40 ASTV

16 STunden GrundKurS für Betriebsersthelfer 8 STunden WiederholunGSKurS DOOHYLHU-DKUH3ˊLFKW Mehr inforMATionen erhAlTen Sie unTer: e-Mail: erstehilfe@samariterwien.at Tel.: +43-1-89145-181 (Corinna Buttinger) Web: www.samariterbund.net


i n s u r a n c e : watc h

40 – financenet

Freitag, 30. November 2012

financenet@medianet.at

Versicherungsbranche härter getroffen Erste Schätzungen waren zu niedrig, neue liegen bei 25–30 Mrd. Euro

short

„Sandy“ kostet 30 Mrd. €

aws entdeckt die Liebe zu den Bezahl-Apps

© Panthermedia.net/Tomas Anderson

Rückversicherer spüren die Auswirkungen, die ersten Schadensberechnungen liegen jetzt vor. New York/Zürich. Hurrikan „Sandy“ dürfte in der Versicherungsbranche nach Einschätzung des Rückversicherers Swiss Re die bisher schlimmsten Erwartungen erfüllen. Auf 20 bis 25 Mrd. USD (bis zu 20 Mrd. €) schätzen die Schweizer die versicherten Schäden, die der Wirbelsturm vor allem an der Ostküste der USA angerichtet hat. Mit einer solch hohen Summe hatten bisher nur wenige Experten gerechnet. Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer aus der Schweiz dürfte davon nach eigener Schätzung 900 Mio. USD zu tragen haben, wie er am Montag in Zürich mitteilte.

Bezahlen per Apps liegt im Trend, aws fördert Anbieter.

Munich Re und Kollegen

Weltmarktführer Munich Re und Branchenkollegen wurden von „Sandy“ getroffen.

Finanzbranche wartet auf Basel III USA steigen auf die Bremse, Europas Bankenverbände zogen jetzt nach

Brüssel/Paris/Hongkong. Nach den USA zeichnet sich auch in Europa eine Verzögerung bei „Basel III“ ab. Die verschärften Eigenkapitalund Liquiditätsregeln für Banken dürften damit in den wichtigsten Finanzzentren um Monate später Gültigkeit erlangen als geplant. „Was auch immer passiert, das Gesetz kann nicht zum 1. Januar in Kraft treten”, räumte ein EU-Beamter ein, der ungenannt bleiben wollte. „Mitte des Jahres wäre eine realistische Annahme.” Auch hochrangige EU-Parlamentarier sagten, ein pünktlicher Start sei praktisch nicht mehr möglich, „aber das hat offiziell noch keiner gesagt”. Der für die Banken zuständige EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sprach am

© Panthermedia.net/Philipp Dase

Berlin: „Berechtigte Zweifel“ an lebenslangen Versicherer-Garantien.

Dienstag in Paris von einem Start im kommenden Jahr. Aufseher aus Asien drängten die Europäer, nicht zu lange zu warten, um den USA keinen Vorwand zu geben, Basel III gar nicht umzusetzen. Die US-Behörden hatten kürzlich eingeräumt, dass sie die Regeln nicht zum 1. Jänner in Kraft setzen könnten, weil die politische Debatte andauere und Interessengruppen Einwände angemeldet hätten. Das rief Europas Bankenverbände auf den Plan. Sie fordern, mit der Umsetzung auch in Europa zu warten, um den hiesigen Banken keinen Wettbewerbsnachteil zu bescheren. Basel III soll Banken mit mehr Eigenkapital und größeren Finanzpolstern in Krisen widerstandsfähiger machen. (APA/Reuters)

© Panthermedia.net/Jörg Schmalenberger

Neue Bankenregeln kommen erst später

„Versicherer müssen Versprechen halten“

Auch in Brüssel bahnt sich spätere Einführung des „Basel III“-Regelwerks an.

Verliehen Luciano Cirinà

Risikotarif in der Lebensversicherung Neue Kostenstruktur, „Back to the Roots“

Generali-Chef: Auszeichnung

Zürich mit neuem Unisex-Tarif ist ein ganz wichtiger Baustein eines Vorsorgekonzeptes“, so Peter Stockhammer, CEO Life bei der Zürich Versicherungs-AG. „Mein Tipp ist es, darauf zu achten, dass der Ablebensschutz in ausreichender Höhe gewählt wird. Die Empfehlung lautet hier das drei- bis fünffache Bruttojahresgehalt, um laufende Kosten abdecken und den Lebensstandard halten zu können – etwa Wohnsituation, Mobilität,

Peter Stockhammer, Zürich-CEO Life: „Absicherung der Angehörigen wichtig.“

Freizeitgestaltung – oder eine gute Ausbildung für die Kinder.“

Wien. Der Vorstandschef der Generali Österreich und amtierende Versicherungsverbands-Chef, Luciano Cirinà, erhielt das „Große Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich“ verliehen. Staatssekretär Andreas Schieder hob die Marktstellung u.a. bei Kfz und die Hilfe bei der Tsunami-Katastrophe durch die Europäische Reiseversicherung hervor. (red/ag)

Übersichtlich und schlank Schon durch die Unterscheidung „Raucher“ oder „Nichtraucher“ werde die Prämienberechnung möglich. Das Produkt transportiere mit der einfachen Handhabung und der Schlichtheit den Grundgedanken einer puren Ablebensvorsorge, so Zürich. Für Prämienberechnung und Offert sind keine weiteren Fragen oder Erklärungen notwendig – nach Antragstellung wird im Rahmen der Risikoprüfung die persönliche Risikosituation (Beruf, Hobby, gesundheitliche Einschränkungen) festgestellt; ein Tarif mit fallender Versicherungssumme runde das Angebot ab. Durch eine veränderte Kostenstruktur wurde das Preis-Leistungsverhältnis in der Risikoversicherung verbessert, sodass die Ausschläge durch die Umstellung auf Unisex bei den Prämien für Frauen nicht so stark nach oben und andererseits bei den Männern etwas stärker nach unten gehen, heißt es. (red)

© Helmreich

Wien. Mit einem neuen Risikotarif bringt Zurich das erste Lebensversicherungs-Produkt nach UnisexRichtlinien auf den Markt. Eine deutliche Vereinfachung in der Tarifauswahl bringe mehr Übersicht für Kunden sowie eine Arbeitserleichterung für Vertriebspartner. Garant dafür sei, dass diese auch in die Produktentwicklung eingebunden waren. „Die Absicherung der Angehörigen für den Todesfall

© Zürich

Berlin. Die Präsidentin der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin, Elke König, hat Zweifel an der Finanzkraft der deutschen Lebensversicherer zurückgewiesen. „Wir sehen die Versicherer ganz eindeutig nicht am Abgrund (...) Die Lebensversicherer werden ihre Leistungsversprechen kurz- bis mittelfristig erfüllen können.” Das hätten die Stresstests und Prognoserechnungen der BaFin bestätigt, auch in Negativszenarien. Spekulationen darüber, dass einzelne Versicherer schon bald die Zinsgarantien gegenüber ihren Kunden aufkündigen könnten, bezeichnete die BaFin-Chefin als „großes Missverständnis”. „Von den Garantien, die ein Versicherer seinen Kunden gegeben hat, kann er sich nicht verabschieden.” Die Kürzung von garantierten Leistungen sei nur möglich, wenn dem Unternehmen die Insolvenz drohe und die anderen Versicherer, beziehungsweise der Sicherungsfonds, das nicht auffangen könnten. Allerdings stelle sich die Frage, welche Produkte die Versicherer in Zukunft anbieten wollten. Es gebe „berechtigte Zweifel”, ob eine lebenslange Zinsgarantie unter heutigen Marktverhältnissen noch sinnvoll ist. (APA)

Auch Weltmarktführer Munich Re und der Branchendritte Hannover Rück erwarten hohe Schäden. Ihre Gewinnerwartungen für 2012 sehen beide Konzerne jedoch weiter nicht in Gefahr, wie die Spre-

© EPA

Wien. Das austria wirtschaftsservice (aws) fördert den Ausbau der mobilen Bezahl-App “Secure Shopping” mit einem hohen sechsstelligen Betrag. Mit den Mitteln, die aus dem Finanzministerium kommen, soll der Einsatz der mobilen Anwendung in ganz Österreich möglich werden. Zur Zeit kann man damit nur in Tirol bei einer Lebensmittelkette und mit einem Bankkonto der Hypo bezahlen. Bezahlt wird dabei mittels Strichcode am Smartphone an Scannerkassen. Das aws unterstützt konkret das Tiroler Unternehmen Secure Payment Technologies. „Mit der Unterstützung der aws und unserer Investoren werden wir voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2013 Secure Shopping flächendeckend in Österreich anbieten können”, so Michael Suitner, Gründer und Geschäftsführer von Secure Payment Technologies.

cher der Unternehmen bekräftigten. Die Schweizer sind die ersten unter den größten drei Rückversicherern, die sich mit einer konkreten Schadenschätzung an die Öffentlichkeit wagen. Munich ReFinanzchef Jörg Schneider hatte vor knapp drei Wochen lediglich eine Belastung im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich angekündigt. Diese Aussage gelte weiter, sagte ein Sprecher. Der kleinere Konkurrent Hannover Rück wagt weiterhin keine Prognose, hat aber noch viel Luft in seinem veranschlagten Großschadenbudget. Von den vorgesehenen 560 Mio. € für das laufende Jahr hatte das Unternehmen nach den ersten neun Monaten erst 193 Mio. € ausgeschöpft. Hannover-RückFinanzchef Roland Vogel hielt es zuletzt für unwahrscheinlich, dass „Sandy” diesen Rahmen sprengt.  (red/APA)

Cirinà: „Servicequalität der Versicherer hierzulande weit höher als anderswo“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 30. November 2012 – 41

unterm dach noch teurer

starke immo-zahlen

Bei Dachgeschoßwohnungen stiegen die Preise besonders deutlich  Seite 42

S Immo und conwert zeigen mit guten Quartalsergebnissen auf 

© Schenk

© ImmoABS

financenetreal:estate Seite 44

trends fahrplan für die konjunktur © APA/Roland Schlager

Platzhirsch Real Invest mit Wohnungs-Offensive IMMO-AGS 21. Nov.–28. November 2012

IATX (28.11.) 165,11 Wochentop Wochenflop

2,43%

CA Immo 5,07% Warimpex -5,58%

CA Immobilien Anlagen Atrium conwert Immofinanz Sparkassen Immobilien Warimpex

5,07% 3,79% 2,51% 1,03% 0,00% -5,58%

© Bank Austria Real Invest; Panthermedia.net/Robert Ondrovics

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 28.11.) Monatstop DWS Inv. Monatsflop USB 3 Sec. Top 5 Immofonds DWS Inv. RREEF Asia-Pacific iShares FTSE Epra/Nareit SISF Asia Pacific Property Morgan Stanley Asian Prop. First State Asian Property Flop 5 Immofonds USB 3 Sector Real Estate BNPP L1 Real Est. Morgan Stanley European AXA WF Framlington Henderson Pan European

5,05% -1,95% 5,05% 2,89% 2,11% 1,89% 1,71% -1,95% -1,28% -1,24% -0,98% -0,96%

Real Invest-Chef Gerhard Dreyer Das Immobilien-Fondsunternehmen aus dem UniCredit-Bank Austria-Reich setzt auf neue Objekte in Wiener Stadt­ entwicklungsgebieten und in den Bundesländern. Auch Vorsorgewohnungen seien als neues Standbein attraktiv, teure City-Lagen dagegen nicht.  Seite 42 Markterholung geortet Nur noch 701.000 Euro Minus

Warimpex viertelt die roten Zahlen 21. Nov.–28. November 2012 CERX (28.11.) 465,89 2,97%

Immo:Capital > Wie sich Österreichs Makler jetzt fühlen 

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Immo:Markets > ING durchleuchtet das ­Immobilien-Eigentum 

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Law & Order/People & Dates > Schönherr in der Türkei  45 > CMS berät Porr-Angebot  45 > Wifo-Chef bei Raiffeisen  46

© Warimpex

inhalt

Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch: Hotellerie und Transaktionen besser.

Wien. Der börsennotierte Hotelbetreiber und Immobilienentwickler Warimpex hat in den ersten neun Monaten des Jahres 701.000 € Verlust ausgewiesen – nur ein Viertel des Periodenverlustes der Vorjahresperiode. Der Umsatz stieg um 16% von 46,9 Mio. € auf 54,3 Mio. €. Warimpex sieht die Marktbedingungen besser werden; man habe auch „ein bis zwei Immobilienverkäufe im Blick”. Auch der Abschluss der Verkaufsverhandlungen des Hotels InterContinental in Warschau um über 100 Mio. € stimme für das Jahresergebnis 2012 zuversichtlich. (red/ag)


i m m o : c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 30. November 2012

financenet@medianet.at

Österreich: Bausparen, Immobilien, Sparbuch

© APA/Roland Schlager

Wien. 40 Prozent der Österreicher sind der Ansicht, dass die Krise Auswirkungen auf ihre persönliche Finanzsituation hat, geht aus einer „Integral“Umfrage für die Erste Bank und Sparkassen hervor. 2013 wird mit 4.250 € um 26 Prozent weniger gespart als 2012. Die Kreditsumme ist mit 83.100 € beinahe unverändert. Beliebteste Sparform bleibt trotz niedriger Zinsen das Sparbuch, so Erste Bank-Vorstand Peter Bosek: 60 Prozent setzen beim Sparen auf Bausparverträge und 40 Prozent auf eine Lebensversicherung. Als alternative Anlageformen wurden Immobilien (19 Prozent), Gold (12 Prozent), Anleihen (12 Prozent) und Aktien (11 Prozent) genannt. (red)

Peter Bosek, Erste: Bausparen oder Immo-Investment am populärsten.

Lehman-Nachfolger verkauft Archstone New York. Die Nachfolgegesellschaft der bankrotten US-Investmentbank Lehman Brothers, die Lehman Brothers Holding (LBHI), hat ihre Immobilientochter Archstone für 6,5 Mrd. USD (fünf Mrd. Euro) an die Immobilienfirmen Equity Residential und AvalonBay verkauft. Zusammen mit der Übernahme von rund 9,5 Mrd. USD Schulden sei die Transaktion 16 Mrd. USD wert, erklärte AvalonBay. Archstone war der größte Vermögenswert von Lehman Brothers. (APA)

IG Immobilien: LEED für Budapester Büro Budapest. Das Bürohaus Váci 33 von IG Immobilien in Budapest ist als erstes Gebäude in Ungarn mit einem LEED-Zertifikat (in Silber) ausgezeichnet worden: Das Objekt erhielt für die „Leadership in Energy and Environmental Design“ die Auszeichnung in Silber. „Dies ist ein wichtiges Argument für unsere internationalen Mieter“, so IG-Geschäftsführer Hermann Klein. Zu den Mietern zählt u.a. American Express. (red)

Real Invest Austria-Fonds ist bereits 2,05 Mrd. Euro schwer; neues Standbein Vorsorgewohnungen. Wien. Der Immobilienfonds Real Invest Austria hält sein gewohntes Wachstumstempo, sagt Bank Austria Real Invest-Geschäftsführer Gerhard Dreyer: Das Anlegerinteresse halte an, „Immobilien vermitteln Sicherheit“. Der Fonds investiert zu mehr als 60 Prozent in Wohnimmobilien und Infrastruktur, den Rest in Gewerbeimmobilien. Investiert wird primär in Wien und in den Landeshauptstädten, nicht im Ausland. Seit Jahresanfang hat der Fonds einen Netto-Mittelzufluss von 215 Millionen Euro erzielt und damit ein Gesamtvolumen von 2,05 Mrd. Euro erreicht. Damit hält man weiter Platz 1 unter den heimischen Immobilien-Investmentfonds (Marktanteil 62%). Gerade der hohe Wohnimmobilienteil gefalle Anlegern. Neben Wohn- und Infrastrukturobjekten wie Universitäten setzt Dreyer auf gute Büroobjekte – vor allem solche, die entsprechende Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. So fanden die letzten Office-Käufe in TownTown statt, die Objekte werden von Stadt Wien-nahen Institutionen genützt.

stitionsobjekte genau auszusuchen: Nicht nur U-Bahn oder mindestens Straßenbahn, auch Supermarkt, Arzt, Schule usw. müssen nah gelegen sein. Die Segmente Zinshäuser, gebrauchte Vorsorgewohnungen und auch die teuersten Wohngegenden zählen nicht zum Investitionsfokus der Real Invest. Dafür sind zunehmend auch die Landeshauptstädte interessant – wenn ein ausreichend großer Mietermarkt vorhanden ist. Angst davor, dass die Politik entsprechend den jüngsten Vorstö-

„Bei Vorsorgewohnungen sind Sicherheit und Kontinuität gefragt.“ gerhard dreyer real invest austria

Real Invest Austria-Chef Gerhard Dreyer: Vorsicht bei den teuren Gegenden.

Das zweite Investitionsansatz im Wohnimmobilienbereich zielt auf Vorsorgewohnungen ab, die von privaten Anlegern gekauft werden. „Hier sind ebenfalls Sicherheit und Kontinuität gefragt“, sagt Dreyer. Freilich sind die Preise für die nötigen Baugrundstücke im innerstädtischen Bereich stark gestiegen. Hier ist er vorsichtig: Das Vorsorgeobjekt muss sich ja aus Anlegersicht nachhaltig rentieren. Nächstes Jahr wird ein Standort in der Schottenfeldgasse (7. Bezirk) fertig. Das Erfolgsrezept lautet dabei Service: Käufer von Vorsorgewohnungen erhalten ein umfassendes Servicepaket. „Wir lassen dem Kunden eine ´alles aus einer Hand-Abwicklung´ angedeihen und beglei-

Auch Vorsorgewohnungen Bei Wohnobjekten verfolgt die Real Invest zwei Investitionsansätze: den Kauf von geförderten Mietwohnhäusern und Vorsorgewohnungen. Die erworbenen, geförderten Mietwohnhäuser, werden im Portfolio des Real Invest Austria gehalten und vermietet. In jüngster Zeit macht man auch bei der „Wohnbauoffensive“ der Stadt Wien mit: Das erste freifinanzierte Projekt unter dem Motto „Leistbares Wohnen“ wird in der Leopoldauerstraße errichtet. Dabei sorgt die Stadt für günstige Grundstücke bzw. stellt bei Bedarf Finanzierungen zur Verfügung, weil die klassischen Wohnbau-Fördertöpfe leer sind.

ten ein Objekt rund 10 Jahre“, sagt Dreyer. Dem Kunden wird z.B. der Kontakt zur Hausverwaltung und zum Mieter abgenommen, und über den Real Invest Mietenpool wird die Gefahr des Leerstands minimiert. „Derzeit betreuen wir über 500 Wohnungen auf diese Weise.“ Auch in nächster Zukunft wird es auf den Wohnungsmärkten tendenziell eher aufwärts gehen, glaubt Dreyer: Wien wächst und Wohnraum ist knapp. Derzeit sind durchschnittlich nur 2 Prozent der Vorsorgewohnungen nicht vermietet, und „das ist technischer Leerstand, weil z.B. gerade ein Mieterwechsel stattfindet oder renoviert wird. Faktisch sind wir voll vermietet.“ Dennoch sei es wichtig, sich die Inve-

ßen der Grünen die Mieten auf 7 Euro pro Quadratmeter begrenzen könnte, hat Dreyer nicht: „Bei geförderten Wohnobjekten und Objekten im Rahmen der Wohnbauoffensive haben wir diesen Level ohnehin. Was innerstädtische, neu errichtete Vorsorgewohnungen betrifft, so ist das ein ganz anderer, viel kleinerer Markt, den man auch nicht über einen Kamm scheren darf.“ Anlegern rät Dreyer, auf einen guten Investitionsmix zu achten, ihr Geld also nicht nur in Immobilien oder Immo-Fonds zu investieren. Wichtig sei das Bewusstsein einer langen Behaltedauer, bei Immofonds mindestens drei oder besser fünf Jahre; bei Vorsorgewohnungen eher 15 Jahre oder länger. (gst)

Umfrage ImmobilienScout24 ließ Zielgruppe analysieren

Raiffeisen Bausparkasse Umfrage zu den Markttrends

Wien. ImmobilienScout24 ließ nachgefragen, wie es Österreichs Maklern in ihrem Job geht und wo der Schuh drückt. Integral Marktund Meinungsforschung befragte dazu 100 Makler und Maklerinnen in Österreich telefonisch. Ergebnis: 85 Prozent sind mit ihrem Beruf zufrieden oder sogar sehr zufrieden (im Schnitt Schulnote 1,8). Der Anteil der „Sehr Zufriedenen“ ist bei Mitarbeitern größerer Büros (>5 Mitarbeiter) besonders ausgeprägt. Tendenziell zeigen sich Frauen zufriedener. Nur 6 Prozent denken manchmal über einen Jobwechsel nach. 78 Prozent würden den Beruf wieder ergreifen. „Wir freuen uns, dass das Ergebnis so positiv ausgefallen ist“, so Patrick Schenner, Country Manager von ImmobilienScout24 in Österreich. Der Arbeitsalltag zeige freilich auch dunkle Seiten: 68 Prozent finden, dass die Käufer und Mieter früher weniger kritisch waren. Jeder Zweite spürt, dass es Maklern gegenüber nach wie vor große Vorurteile gibt. 52 Prozent beklagen, dass die Akquise von Projekten für die Vermarktung schwieriger geworden ist. 42 Prozent bejahen

Eisenstadt. Die Österreicher vererben pro Jahr Immobilien im Wert von rund 10 Mrd. €. Das ist das Ergebnis einer von der Raiffeisen Bausparkasse beauftragten Studie. In den vergangenen Jahrzehnten hätten die Österreicher ein riesiges Immobilienvermögen aufgebaut, das nun vererbt wird, so Generaldirektor Manfred Url. Fragen, ob das Erbe bereits geregelt sei, wer einmal erben werde und was, wurden an Personen ab 50 Jahren gerichtet.

Wie sich die Makler so fühlen

auch, dass es früher einfacher gewesen sei, einen Alleinauftrag zu erhalten. Von den Abgebern wünschen sich die Makler vor allem, dass sie keine überhöhten Forderungen stellen (61 Prozent). Mehr Realismus sähe man gern auch bei Käufern und Mietern: 46 Prozent der Makler hoffen dort auf realistischere Vorstellungen bezüglich des Preis-/Leistungsverhältnisses der Wunschimmobilie. (red)

Immobilien-Erbe: 10 Mrd. Euro p.A. soll. Österreichweit liegen mit 82% Kinder an erster Stelle, gefolgt vom Ehe- oder Lebenspartner (21%) und den Enkelkindern (5%). Aufgrund der Immobilien-Erbschaftswelle sehe man zukünftig hohen Beratungsbedarf, sagt Url. „Die Immobilien sind häufig aus der Nachkriegszeit”, was einen hohen Sanierungsbedarf bedeute. Daher werde auch eine entsprechende Finanzierungsnachfrage gegeben sein. (red/APA)

„Ein Stadt-Land-Gefälle“

Patrick Schenner, ImmobilienScout24: Realistische Preise größter Wunsch.

Bei der Frage, was vererbt werde, zeigte sich ein Stadt-Land-Gefälle. Beispielsweise wohnen im Burgenland 86 Prozent der Befragten in einem Ein- bzw. Zweifamilienhaus; dementsprechend hoch ist auch der Wert der vererbten Häuser. 76 Prozent des Erbes fallen im östlichsten Bundesland auf Einbzw. Zweifamilienhäuser. „Das ist der höchste Wert in Österreich”, so Raiffeisenlandesbank-BurgenlandGeneraldirektor Julius Marhold. Relativ einig waren sich die Teilnehmer bei der Frage, wer erben

© APA/Georg Hochmuth

Wien. Durch die Übernahme des Centermanagements im Shoppingcenter „Wien Mitte The Mall“ ist die Gesamtfläche der von der Ekazent Immobilien Management GmbH. gemanagten Handelsflächen auf rund 246.000 m� gestiegen. Damit werde die Ekazent heuer ein Rekordjahr erzielen. „Mit der Übernahme von ‚The Mall‘ sind weitere 30.000 m� Handelsflächen in das Portfolio gekommen; kurz zuvor waren es 70.000 m� im G3 Gerasdorf“, so Geschäftsführer Kurt Schneider. (red)

Real Invest Austria: „In die vernünftigen Lagen“

© Bank Austria Real Invest

Ekazent managt jetzt schon 246.000 m²

Real Invest setzt auf Wohnimmobilien Weitere Objekte in Stadtentwicklungsgebieten und Bundesländern gesucht

© ImmobilienScout24

short

Raiffeisen Bausparkasse-Chef Manfred Url: Viel wird geerbt, viel ist zu sanieren.


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 30. November 2012

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Wohnmarktbericht von Immobilien.Net Die Immobilienplattform präsentiert die aktuelle Analyse über den umkämpften Wiener Wohnungsmarkt

Eine schöne Aussicht kostet Wien. Eine schöne Aussicht, eine Terrasse und eine zentrale Lage nahe der Innenstadt – so sieht der Traum vom modernen, urbanen Leben in Wien aus. Leistbar ist das aber für die wenigsten. Der aktuelle „Wohnmarktbericht Wien“ von der Immobilienplattform „Immobilien.Net“ zeigt, dass Eigentumswohnungen im Dachgeschoß im Schnitt um 30 Prozent mehr kosten als Objekte in niedrigeren Etagen. „In zentralen, urbanen Gebieten sind Dachgeschosswohnungen mit Terrassen sehr beliebt; vor allem dort, wo es wenig Grünflächen gibt“, erklärt Alexander Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.Net, die großen Preisunterschiede.

Terrassen sind Preistreiber Das Dachgeschoss alleine ist aber nicht überall in Wien für die höheren Preise verantwortlich; erst die Verbindung mit einer Terrasse sorgt in einigen Bezirken für die starke Nachfrage und damit höhere Kosten. In den innerstädtischen Bezirken Mariahilf und Neubau lässt sich bei Eigentumswohnungen im Dachgeschoss nur ein Preisunterschied von knapp über 15 Prozent beobachten. Bei Wohnungen mit Terrasse liegt die Differenz zu Standardwohnungen bei ca. 25 Prozent. Die höchsten Preisunterschiede lassen sich in Wieden und Rudolfsheim-Fünfhaus mit einem Plus von 34 Prozent feststellen. Für Wien gesamt zeigt sich laut der Studie eine Preisdifferenz von 26 Prozent.

Auch das Alter eines Hauses spielt für den Kaufpreis eine große Rolle; die Studie zeigt, dass es große Unterschiede bei den Quadratmeterpreisen je nach Bauperiode gibt.

Alt kann oft begehrt heißen Altbauwohnungen, also Objekte, die vor 1945 gebaut wurden, kosten in Wien im Durchschnitt über 3.000 Euro pro Quadratmeter. Teurer sind nur ganz moderne Eigentumswohnungen, die nach 2001 errichtet wurden; diese erzielen im Schnitt zwischen 3.500 und 4.000 Euro auf den Quadratmeter. Nach-

kriegsbauten und Gebäude aus den 80er- und 90er-Jahren liegen im Schnitt bei 2.500 bis 3.000 Euro. Wohnungen aus den 60er- und 70er-Jahren sogar nur knapp über 2.300 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt. Bei der Wohnfläche gilt: Je größer, desto teurer. Während Wohnungen bis 50 Quadratmeter knapp 2.600 Euro pro Quadratmeter kosten, erhöht sich der Preis bis zu 75 Quadratmeter bereits auf knapp 2.800 Euro. 3.200 Euro im Schnitt muss man für Wohnungen bis zu 110 Quadratmeter zahlen. Über 130 Quadratmeter muss man mit 4.400 Euro rechnen.  (ast/ag)

© ImmoABS

Studie: Dachgeschoßwohnungen im Durchschnitt um 30 Prozent teurer.

Alexander Ertler, Geschäftsführer der Immobilienplattform Immobilien.Net.

Kreativität

Freigeist

Neugier

Tradition und Moderne

Baujahr spielt große Rolle Wohnungen mit Balkon sind in Wien nur teilweise beliebter. Die Preisunterschiede belaufen sich für die gesamte Bundeshauptstadt auf 16 Prozent Plus, heißt es weiter. Höhere Preise lassen sich vor allem in der Leopoldstadt, WienLandstraße und Ottakring feststellen; hier kosten Balkonwohnungen über 25 Prozent mehr als Standardwohnungen.

Aufbruchstimmung

gesamtmarkt Starke Preiserhöhungen Die Gesamtpreisentwicklung auf dem Wiener Markt sorgt für gemischte Gefühle – Immobilienbesitzer werden sich freuen, Käufer weniger. Denn die Preise für Eigentumswohnungen in Wien sind in den vergangenen fünf Jahren markant gestiegen. Im Schnitt muss man derzeit um 38,9 Prozent mehr bezahlen als noch zu Beginn des Jahres 2008, errechnete der Immo-Anbieter Immobilien.Net. Neben guter Lage entpuppten sich vor allem Terrassen bzw. Dachgeschoße als große Preistreiber; die Teuerung werde sich aber zumindest zwischenzeitlich einbremsen, prognostiziert Geschäftsführer Alexander Ertler. Über der Inflationsrate Berücksichtige man die Inflationsrate von 11,7 Prozent im Analysezeitraum – also zwischen Anfang 2008 und dem dritten Quartal 2012 –, so bleibe immer noch eine „signifikante Preissteigerung“, so Ertler. Wenig überraschend: Vor allem gute Lagen liegen im teuren Segment, wobei die City mit Quadratmeterpreisen von 8.500 bis 9.000 Euro „in einer eigenen Liga“ spiele. Am unteren Ende liegt Simmering, wo es noch Wohnungen zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Quadratmeter gibt. Prozentuell haben aber nicht nur Innergürtel-Bezirke angezogen. So kletterte das Eigentumssegment im 15. Bezirk um knapp 44 Prozent in die Höhe.

Aktuelles

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immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 30. November 2012

financenet@medianet.at

Jahresziel von 100 Mio. € Immobilienverkäufen Durch Veräußerungen in Höhe von 130,1 Millionen Euro bereits im 3. Quartal 2012 übertroffen

S Immo mit solidem Ergebnis nahezu unverändert auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt habe man das 3. Quartal 2012 mit einem sehr zufriedenstellenden Periodenüberschuss von 20,4 Mio. € abschließen können.

Fritz Haslinger

Wien. Die börsennotierte S Immo AG konnte auch das dritte Quartal 2012 erfolgreich abschließen. „Wir konnten wichtige Kennzahlen wie ‚Periodenüberschuss‘ und ‚Funds From Operations (FFO)‘ steigern. Alle Ergebnisse sind im Einklang mit unseren Zielen für das laufende Jahr und am Kapitalmarkt sind erfreuliche Anzeichen einer Erholung spürbar“, kommentiert Ernst Vejdovszky, Mitglied des S Immo Vorstands, die Quartalsergebnisse.

Kapitalmarkt lässt hoffen „Wir freuen uns über die zunehmende Erholung am Kapitalmarkt und sind zuversichtlich, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird“, sagt dazu Vorstandskollege Holger Schmidtmayr. Seit Jahresbeginn habe die S Immo-Aktie einen Anstieg von 6,0% erzielt und per 21.11.2012 mit 4,91 € geschlossen. In den nächsten Monaten werde man die Rückkauf-Programme für die S Immo-Aktie und den S Immo Invest-Genussschein fortsetzen. Die Aufnahme der Dividendenzahlung im Juni 2012 stelle einen langfristigen Strategiewech-

Positive Immo-Verkäufe Die Erlöse aus den ImmobilienVeräußerungen lagen per 30. September 2012 bei 130,1 Mio. € und damit bereits über dem geplanten Jahresziel von 100 Mio. €. Während das EBITDA leicht auf 75,3 Mio. € (-1,8% gegenüber 30.09.2011) sank, konnte das EBIT mit 73,9 Mio. €

conwert verdient 22,5 Mio. Euro vor Steuern

conwert-Direktor Thomas Doll: „Halten an den Zielen für das Gesamtjahr 2012 fest“.

Wien. Die im österreichischen ATX gehandelte conwert Immobilien Invest SE steigerte zum Stichtag 30. September 2012 das Vorsteuerergebnis (EBT) auf stolze 22,5 Mio. €. Wesentliche Treiber seien dabei Wertsteigerungen des Immobilienportfolios, Effizienzsteigerungen in der Verwaltung und Kostenoptimierungen gewesen. In den ersten neun Monaten 2012 konnten Immobilien im Wert von 254,7 Mio. € veräußert werden und die dabei erzielte Marge habe durchschnittlich 8,8% über IFRSBuchwert gelegen. Bei den Vermietungserlösen konnten in der abgeschlossenen Berichtsperiode 142,8 Mio. € lukriert werden und die NRI-Marge (Net Rental Income) – ein Indikator für die Bewirtschaf-

ING International Survey Heimischer Markt untersucht

Personalstand Schon über 230 Mitarbeiter an Bord

Wien. Laut einer aktuellen IIS-Studie (ING International Survey) sind 44% der Österreicher Eigentümer von eigenen vier Wänden. Im europäischen Durchschnitt besitzt hingegen mehr als jeder Zweite eine eigene Wohnimmobilie. Spitzenreiter sind die Polen (69 Prozent Eigenheim-Eigentümer), gefolgt von Italienern, Luxemburgern und Spaniern mit jeweils 68 Prozent. Weniger Eigentum als in Österreich gibt es mit 40 Prozent in Deutschland.

Wien. Die Porreal Facility Management übernimmt mit Anfang 2013 das Facility Management für das gesamte „Euro Plaza“, Wiens modernsten und größten Office Park. Erst vor Kurzem konnte das mit über 200.000 m� Nutzfläche ausgelegte Objekt sein 10-jähriges Bestehen sowie die Grundsteinlegung für die „Bauphase 5“ feiern. Die Porreal Facility Management GmbH ist als Tochterunternehmen der Porreal Immobilienmanage-

© Panthermedia.net/Adam Radosavljevic

© conwert/Keinrath.com

conwert auf der Suche nach neuem Direktor

Bena eröffnete neuen Standort in Serbien

S Immo-Vorstand Ernst Vejdovszky: „Für die Zukunft sind wir sehr optimistisch.“

conwert Immobilien Invest SE Konzernergebnis wurde mit 12,1 Millionen Euro mehr als verdreifacht

short

Wien. Erst im Jahr 2011 nahm Volker Riebel wenige Monate nach seiner Bestellung zum conwert-Boss überraschend seinen Hut. Jetzt kommt auch für den Geschäftsführenden Direktor Jürgen F. Kelber das Aus. Sein Vertrag endet zum 14. Dezember 2012 und wird nicht verlängert. Man trenne sich in beiderseitigem Einvernehmen, heißt es seitens conwert. Das Verfahren zur Auswahl eines Nachfolgers soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden. (red)

sel dar und soll fortgesetzt werden. Das FFO legte in den ersten drei Quartalen um 7,7% auf 24,9 Mio. € zu, was im Verhältnis zur Börsenkapitalisierung von 324,9 Mio. € (30.09.2012) eine attraktive FFO-Rendite von 10,2% ergibt. Der Net Asset Value (NAV) betrug per Ende September 7,01 € je Aktie (31.12.2011: 6,96 €) und das Ergebnis je Aktie konnte gegenüber der Vorjahresperiode von 0,24 € auf 0,29 € je Aktie erhöht werden. Im Bereich Entwicklung liege der Fokus mittelfristig auf dem innerstädtischen Projekt „Quartier Belvedere Central“ und in Deutschland, dem erfolgreichsten Markt, profitiere man von der guten Stimmung bei Wohnimmobilien.Aus Sparzwecken werde Schmidtmayrs Vorstandsmandat in bestem Einvernehmen per 31. 1.2013 auslaufen; die Kollegen Vejdovszky und Friedrich Wachernig übernehmen die Agenden.

© Schenk

Aufwärtstrend am Kapitalmarkt erkennbar; Ergebnis pro Aktie von 0,24 auf 0,29 € gesteigert, 20 Mio. € Periodenüberschuss.

Immobilieneigentum in Österreich

Belgrad: Bena hat erstes serviciertes Business Center eröffnet.

Euro Plaza FM in Hand von Porreal

Dabei sei die Finanzierung von Land zu Land ganz unterschiedlich.

Verschuldung in Österreich Während in Polen und Rumänien 53 Prozent der Bevölkerung keine Hypothek für ihr Eigentum bezahlen, würden die Niederländer mit 52 Prozent der Bevölkerung die Verschuldungsstatistik anführen. Darauf folgt Luxemburg mit einem Hypothekenanteil von 39 Prozent und bei den Rumänen sowie Türken stottern lediglich 11 Prozent eine Hypothek ab. Mit hypothekenfreien 26 Prozent der Bevölkerung liege Österreich an drittletzter Stelle, so das Studienergebnis.

ment GmbH (vormals Strauss & Partner Immobilien) für den Geschäftsbereich Facility Management in Österreich verantwortlich. „Wir freuen uns besonders, dass nicht nur die internationalen Auftraggeber, sondern auch das bewährte FM-Team vom ‚Euro Plaza‘ zu uns wechseln“, erklärt Brigitte Poller, Geschäftsführerin der Porreal Facility Management GmbH. Damit erhöhe sich auch der Personalstand auf 230 Mitarbeiter. (fh)

Eigenheim: In Österreich deutlich ­weniger verbreitet als anderswo.

Während 44 Prozent der Österreicher im Eigentum wohnen, mieten 37 Prozent ihre Wohnmöglichkeit. Jeder zehnte Österreicher, oder 11 Prozent, wohnen laut IIS bei Familie oder Freunden, ohne dafür zu bezahlen. Nur 5 Prozent der Gesamtbevölkerung leben in einer Wohngemeinschaft. (red)

© Anna Blau

Kaufen liegt vor Mieten © Panthermedia.net/Kalozzolak

Belgrad/Wien. Die Bena business services GmbH, Wiens größter Bürocenteranbieter, hat im USCE Tower, Belgrads begehrtestem Büro-Standort, rund 1.000 m� für seine zukünftige Klientel angemietet. Im Zuge der Eröffnungsfeier präsentierte Alexander Varendorff, Bena-Geschäftsführer, das für Belgrad neue Konzept eines servicierten Business Centers und führte aus: „Gerade Unternehmen, die neu in einen Markt einsteigen oder sich in einer starken Wachstumsphase befinden, benötigen Flexibilität und Service.“ Mittelfristig plane das Unternehmen, allein in Belgrad weitere drei bis vier Office Center zu eröffnen. „Hier können wir mit unserer hohen Qualität einen Maßstab setzen, der eine Pionierleistung darstellt“, so Varendorff. (fh)

tungseffizienz des Vermietungsportfolios – lag zum Stichtag mit 59,3% deutlich über dem Vorjahreswert. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um 11,2% gesteigert und lag per 30.09.2012 bei 91,6 Mio. € gegenüber 82,4 Mio. € in der Vergleichsperiode 2011. Unter Berücksichtigung der hohen Cash-Bestände des Unternehmens, welche aus den Immobilienverkäufen und der zuletzt ausgegebenen Wandelanleihe stammen, war es conwert möglich, die Verschuldungsquote (LTV) zum 30.09.2012 deutlich auf 52,1% zu drücken. Damit liege die Verschuldungsquote im Zielkorridor von 50–55%. Die Eigenkapitalquote konnte leicht auf 38,8% angehoben werden (1-9/2011: 38,3%). (fh)

Euro Plaza: „Bauphase 5“ in Wiens größtem und modernstem Office Park gestartet.


pe opl e & Dat e s

Freitag, 30. November 2012

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Länderübergreifende Arbeit Inte­gra­ti­ons­staats­se­kre­tär Sebas­tian Kurz besucht das Schönherr-Büro in Istanbul

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Schönherr in der Türkei

WKO lädt zum Thema Urheberrecht Wien. Die Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich (WKO) lädt am 7. Dezem­ber zu den „Urhe­ber­ rechts­ge­sprä­chen 2012 – aktu­ elle Ent­wick­lun­gen auf euro­päi­ scher und natio­na­ler Ebene“ in Wien. Es refe­rie­ren und diskutieren u.a.: Wer­ner Mül­ler (Ver­ein für Anti­pi­ra­te­rie), René J. Bogen­dor­fer (Bun­des­sparte Infor­ma­tion und Con­sul­ting) und Axel Anderl (IT-Law, Part­ ner und Lei­ter des IT/IP und Media Desk bei Dorda Brug­ger Jordis). (red)

Delegation informiert sich über die Vorteile von Diversität in den 14 Büros der Anwaltssozietät. suchte die Büros der Anwalts­so­zie­ tät Tür­koglu & Cele­pçi, wel­che seit 2007 mit Schön­herr zusam­men­ar­ bei­tet und mit Februar 2013 voll­ stän­dig in das Schönherr-Netzwerk inte­griert sein wird.

axel stefan

Wien/Istanbul. Eine Dele­ga­tion rund um Inte­gra­ti­ons­staats­se­kre­tär Sebas­tian Kurz besuchte letzte Woche das Istan­bu­ler Büro von Schönherr. Bei dem Zusam­men­ tref­fen wurde Schön­herr u.a. von Kazim Yil­maz, einem M&A-Anwalt tür­ki­scher Her­kunft aus Wien, ver­ tre­ten. Yil­maz wurde erst unlängst als Inte­gra­ti­ons­bot­schaf­ter von „Zusammen:Österreich“, einer von Kurz ins Leben geru­fe­nen Initia­ tive, bestellt. Der Besuch diente der Dele­ga­tion dazu, einen Ein­blick zu gewinnen, in wel­cher Weise inter­na­tio­nal agie­ rende Bera­tungs­dienst­leis­ter wie Schön­herr von der Diver­si­tät ihrer Mit­ar­bei­ter pro­fi­tie­ren. Dabei wur­ de der Dele­ga­tion die län­der­über­ grei­fende Zusam­men­ar­beit der 14 Schönherr-Büros in Öster­reich, der Tür­kei und Zen­tral– und Ost­eu­ropa (CEE) dargelegt. Die Dele­ga­tion be­

Das Büro in der Türkei

Kazim Yil­maz und Integrationsstaatssekretär Sebas­tian Kurz im Istanbuler Büro.

© Dorda Brugger Jordis

Dorda Brugger Jordis berät Aquivest bei BWT

© Schönherr

Die Sozie­tät Tür­koglu & Cele­pçi wurde 2005 gegrün­det und ist auf Corporate/M&A-Transaktionen, Pri­va­ti­sie­run­gen, Finan­zie­run­gen, Han­dels­recht­strei­tig­kei­ten und Dis­ pute Reso­lu­tion spezialisiert. Die Kanz­lei beschäf­tigt 27 Mit­ar­bei­ter, davon 19 Rechts­an­wälte, und ver­ fügt über Exper­tise in der Bera­tung von gro­ßen grenz­über­schrei­ten­den Trans­ak­tio­nen im Ener­gie- und Telekommunikationssektor. Zu den türkischen Kun­den von Tür­koglu & Cele­pçi und Schön­herr zäh­len Turk­cell, OMV Petrol Ofisi, Met­cap Energy Invest­ments, Renais­sance Hol­dings und Ray Sigorta – VIG.

Chris­toph Bro­gyányi, Andreas Mayr, Jür­gen Kit­tel (Dorda Brugger Jordis).

Porr-Übernahmeangebot CMS Reich-Rohrwig Hainz berät die Ortner-Gruppe und die SuP Betei­li­gungs GmbH

Wien. Andreas W. Mayr, Chris­ toph Bro­gyányi und Jür­gen Kit­tel, Part­ner bei Dorda Brug­ ger Jor­dis, haben die Aqui­vest GmbH bei deren über­nah­me­ recht­li­chem Pflicht­an­ge­bot an die Aktio­näre der BWT Akti­en­ ge­sell­schaft (BWT) beraten. Die Inha­ber von mehr als 5,5 Mio. BWT-Aktien nah­men das Ange­ bot inner­halb der Annah­me­frist an. (red)

CMS berät bei Übernahmeangebot für Porr eines kon­trol­lie­ren­den Akti­en­pa­ kets an Porr von der B&C-Gruppe und der Uni­Credit Bank Aus­tria AG.

Das Beratungsteam Die Trans­ak­tion wurde sei­ tens CMS Reich-Rohrwig Hainz – gemein­sam mit Pis­tot­nik & Kri­ly­ szyn Rechts­an­wälte – unter der Lei­ tung von Peter Huber (Mana­ging Part­ner, M&A) von einem Team, beste­hend aus Die­ter Zand­ler (Se­ nior Attor­ney, M&A), Cle­mens Gross­mayer (Senior Attor­ney, M&A), Gün­ther Hans­lik (Part­ner, Finan­zie­rung) sowie den Asso­cia­ tes Aakriti Chan­di­hok, Phil­ipp Nagel und Maxi­mi­lian Tay­en­thal, betreut.  (APA/red)

© CMS

Peter Huber, Managing Partner bei CMS Reich-Rohrwig Hainz.

Deadline Gruppenbesteuerung & Betriebliche Vorsorge

M&A Transaktion

CHSH Ernennung

Wien. Im Regelfall endet das Wirt­ schaftsjahr mit dem Kalenderjahr und so stellen sich gegen Jahres­ ende auch meist Fragen, inwiefern Unternehmensergebnisse noch ver­ ändert und auf sonstige steuerliche Aspekte geachtet werden sollte

Wien. Die Anwaltssozietät Wolf Theiss hat die welt­weit tätige Autozulieferer-Gruppe Del­phi beim Anteils­kauf an der FCI-Gruppe in allen Belan­gen des öster­rei­chi­ schen Rechts beraten. Die Del­phi Gruppe über­nahm sämt­li­che An­ teile der Kraft­fahr­zeug­sparte von FCI, dar­un­ter auch die Toch­ter­ge­ sell­schaft FCI Aus­tria GmbH. Die Del­phi Auto­mo­tive PLC, ein inter­ na­tio­nal füh­ren­der Zulie­fe­rer für Elek­tro­nikteile und Tech­no­lo­gien für die Auto­mo­bil- und Nutz­fahr­ zeug­bran­che und damit ver­bun­ de­ner Markt­seg­mente, ist an der New Yor­ker Börse gelis­tet und be­ treibt Pro­duk­ti­ons­stät­ten, Kun­den­ dien­stein­hei­ten und Tech­nik­stütz­ punkte in 30 Ländern.

Wien. Die Anwaltssozietät CHSH Cerha Hem­pel Spie­gel­feld Hla­ wati ernennt mit 1. Jänner 2013 Hans Kris­to­fe­ritsch und Hein­rich Foglar-Deinhardstein zu neuen Partnern. Beide Anwälte haben ihre gesamte Kon­zi­pi­en­ten­zeit bei CHSH ver­bracht und ver­fü­gen über Erfah­rung in der Bera­tung von natio­na­len und inter­na­tio­na­ len Man­dan­ten. Sie sind Auto­ren meh­re­rer Publi­ka­tio­nen in ihren Spezialgebieten. (red)

SOT: Steueraspekte zu Jahresende Wolf Theiss

Betriebliche Vorsorge Kapitalgesellschaften, die noch für das Jahr 2012 in den Genuss der Regelungen über die Grup­

penbesteuerung kommen wollen, müssen bis 31. Dezember 2012 den Gruppenantrag stellen, so die SOT Süd Ost Treuhand. Auch be­ steht bis zum 31. Dezember dieses Jahres letztmalig die Möglichkeit, einen Vollübertritt in eine betrieb­ liche Vorsorgekassa aus dem Sy­ stem der bisherigen Abfertigung durchzuführen; entscheidend ist dabei, dass ein Einvernehmen zwi­ schen Arbeitnehmer und -geber herrscht. (red)

© CHSH

© SOT Klagenfurt

Andreas Maier, Geschäftsführender Gesellschafter SOT Süd Ost Treuhand.

Wien. Im Ver­lag Manz ist das Buch „AZR – Abkür­zungs- und Zitier­re­geln der öster­rei­chi­ schen Rechts­spra­che und euro­ pa­recht­li­cher Rechts­quel­len“ in aktua­li­sier­ter 7. Auf­lage erschienen. Das Werk umfasst 90 Zitier­re­geln der öster­rei­chi­ schen Rechts­spra­che und euro­ pa­recht­li­cher Rechts­quel­len. Ergänzt wird die Neuauflage durch ein neues Kapi­tel über das Zitie­ren elek­tro­ni­scher Ver­öf­fent­li­chun­gen.  (red)

Neue Partner

Das Beratungsteam Unter der Lei­tung von Senior Asso­ciate Andrea Gritsch (Gesell­ schafts­recht, Finan­zie­rung) be­ stand das Beratungsteam bei Wolf Theiss wei­ters aus Senior Asso­cia­ tes Karl Bin­der (Immo­bi­li­en­recht) und Fried­rich Nell (Gesell­schafts­ recht) sowie Coun­sel Ingrid Riedl­ mayer (Finan­zie­rung). (red)

Manz: Abkürzungs- und Zitierregeln aktualisiert

Hein­rich Foglar-Deinhardstein und Hans Kris­to­fe­ritsch, neue Partner bei CHSH.

DLA Piper berät Catlin Versicherungsgruppe

© DLA Piper

Wien. Die Anwalts­so­zie­tät CMS Reich-Rohrwig Hainz hat die Ort­ ner-Gruppe und die zur StraussGruppe gehö­rende SuP Betei­li­ gungs GmbH im Zusam­men­hang mit dem unlängst ver­öf­fent­lich­ten Über­nah­me­an­ge­bot an die Aktio­ näre der All­ge­meine Baugesell­ schaft-A. Porr Akti­en­ge­sell­schaft recht­lich beraten. Die SuP Beteiligungs GmbH von Porr-CEO Karl-Heinz Strauss bot darin 52 € je Stammaktie und 32 € je Vorzugsaktie (jeweils inklusive Dividende 2012) sowie 37 € für je­ den Kapitalanteilschein (inklusive Gewinnanteil 2012). Die Annahme­ frist für das Angebot läuft bis ein­ schließlich 5. Dezember. Die recht­li­che Bera­tung umfasste auch den vor­ge­la­ger­ten Erwerb

Franz Alt­hu­ber, Part­ner bei DLA Piper Weiss-Tessbach.

Wien. Franz Alt­hu­ber, Part­ner und Lei­ter der Steu­er­rechts­ pra­xis der Anwaltssozietät DLA Piper Weiss-Tessbach, hat die inter­na­tio­nale CatlinGruppe im Rah­men der Neu­ aus­rich­tung des ÖsterreichGeschäfts beraten. Kern­stück der Umstruk­tu­rie­rung war die Durch­füh­rung einer grenz­über­ schrei­ten­den Ver­schmel­zung der Cat­lin Inns­bruck GmbH auf die deut­sche Schwes­ter­ge­sell­ schaft Cat­lin GmbH mit Sitz in Köln samt gleich­zei­ti­ger Errich­ tung von Zweig­nie­der­las­sun­gen in Inns­bruck und Wien. (red)


p e o p l e & Dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 30. November 2012

financenet@medianet.at

short

Gutmann-Sieg am Finanzplatz Wien Wien. Beim „Fuchsbriefe-Test“ der besten Vermögensmanager 2013 holte die Bank Gutmann den Sieg am Finanzplatz Wien. Platz 1 für den deutschen Sprachraum sicherte sich Feri Trust (Deutschland), gefolgt von der DZ Privatbank (Luxemburg) und der Bank Sarasin AG (Deutschland). Mit der Verbesserung von Platz 18 auf Platz 9 gelang Gutmann der Sprung unter die Top 10 der Gesamtwertung. Insgesamt wurden 106 Institute getestet. (red)

Ziegel für besseres Raumklima

Aussichten wechselhaft Wifo-Chef Aiginger sieht große Chancen für Europa, einstweilen droht aber Mini-Wachstum

Wifo-Chef denkt über die Konjunkturtrends nach Bei Raiffeisen-Event: EZB-Zinsen könnten auf 0,50% sinken, „japanische Verhältnisse“ kommen. kurt Sattlegger

Wien. Durch die Wirtschaftskrise hat sich das weltwirtschaftliche Gleichgewicht massiv zugunsten Chinas verschoben, das Europa in der Wirtschaftsleistung bald überholen wird, das meinte WifoChef Karl Aiginger beim Fachevent Konjunkturentwicklung & Finanz-

„Der Österreich-Bonus © APA/Herbert Pfarrhofer

gilt weiterhin, wir sind beim BIP-Wachstum

Wien. Der Ziegelhersteller Wienerberger begrüßt Aussagen zur Raumluftqualität in Klassenzimmern. Demnach gibt es dort schlechte raumklimatische Bedingungen. Bereits 2008 habe eine Studie belegt, dass der Einsatz natürlicher Baustoffe, wie des Ziegels, zur Verbesserung der Raumluftqualität beiträgt, meint Wienerberger-CEO Heimo Scheuch. (red)

der Eurozone, das ist schon sensationell.“ Karl Aiginger, Wifo-Chef

Karl Aiginger, Wifo-Chef, sieht Österreich nach wie vor in einer vergleichsweise hervorragenden Situation.

markttrends der Raiffeisenlandesbank Wien-Niederösterreich. Allerdings: Österreich halte sich im schwierigen Umfeld „sensationell“, so Aiginger: „Der Österreich-Bonus gilt nach wie vor.“

gleich zu 2008 wuchs hier die Wirtschaft bis dato um 2%. Als geradezu sensationell bewertete Aiginger die Tatsache, dass Österreich beim Wirtschaftswachstum den EuroRaum bereits zum 10. Mal übertroffen hat. Das heimische BIP/ Kopf ist nach dem der Niederlande bereits das zweithöchste.

Positiver Sonderfall

Wien. Der Multidienstleister Dussmann Service Österreich bewacht die Baustellen des neuen Luxushotels Park Hyatt, die Baustelle „1. Campus“ am ehemaligen Südbahnhof und auch den Adventmarkt am Wiener Rathausplatz. „Es werden verstärkt ganzheitliche Sicherheitskonzepte nachgefragt, die individuell zugeschnitten sind“, beschreibt es Johann Gamerith von Dussmann den Markt. (red)

© Brezocnik Michael

Wettbewerb: Bauten unter Denkmalschutz

Eines der Siegerbilder des Fotowettbewerbs: Brücke in Knittelfeld.

Wien. Der internationale Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ rund um denkmalgeschützte Bauten und Denkmäler hat zum zweiten Mal stattgefunden. Diesmal nahmen weltweit 35 Länder teil. Die Aktivität der österreichischen Wiki-Community (www.wikilovesmonuments.at) lag mit über 10.800 hochgeladenen Fotos dabei im absoluten internationalen Spitzenfeld. Die besten heimischen Bilder wurden nun im Rahmen eines Festakts in der Wiener Hofburg prämiert. (red)

Die Verwerfungen in der Weltwirtschaft seit dem Krisenjahr 2008 sind beeindruckend: Während die Wirtschaftsleistung Chinas in diesem Zeitraum um 50% zugenommen hat, liegt Europas Sozialprodukt 2012 immer noch 1,5% unter dem von 2008. Weltweit wuchs die Wirtschaft in diesen Jahren um 12%, in den USA um immerhin 3%. Und Österreich ist in der EU ein positiver Sonderfall: Im Ver-

Euro-Modell für die Welt Der gleiche Trend besteht im laufenden Jahr: Während in der Eurozone mit einem BIP-Rückgang um 0,4% eine Rezession gemessen wird, wuchs die heimische Wirtschaft um 0,6%. Für 2013 seien die Aussichten noch nicht klar. Österreich könne ein Wachstum von 1% erreichen, für die Eurozone sei

wenn die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Wie geht es unmittelbar weiter? Tim Geissler, Treasury-Leiter der RLB NÖ-Wien, rechnet lange Zeit mit sehr niedrigen Zinsen: „Es kommen japanische Verhältnisse.“ Die EZB werde vorraussichtlich den Leitzins von 0,75% auf 0,50% senken. Trotzdem gebe es in der Eurozone eine Kreditklemme. Die EZB pumpe weiterhin Geld in das Finanzsystem, das bleibe aber bei den Banken liegen. Nur in Österreich und Deutschland gebe es keine Kreditklemme. Das konnte auch Gastgeber Reinhard Karl, Kommerzkundenvorstand der RLB NÖ-Wien, bestätigen: „2012 gab es bei uns einen Kreditzuwachs von 8,9 Prozent.“

Niedrige Dauerzinsen So sehr Europa auch ins Hintertreffen geraten ist, laut Aiginger könnte es „das sozioökonomische Modell“ für die Welt sein. Wichtig dafür sei die Einbindung der Nachbarstaaten (von asiatischen Ländern bis hin zu Nordafrika), denn dort gebe es ein Wirtschaftswachstum von um die 5%. Verhaltener Optimismus also für Europa,

Quartier Belvedere Attraktives Viertel mit Flair

Preisverleihung Nachhaltigkeitsberichte fördern

Wien. Das Quartier Belvedere, das neue Stadtviertel auf dem ehemaligen Areal des Südbahnhofs, soll mit seiner Nähe zum neuen Hauptbahnhof und zur Innenstadt zu einem Stadtviertel mit speziellen Flair werden. Jetzt wurde das Buch „Quartier Belvedere“ präsentiert, das die Besonderheiten dieser Stadtentwicklung zeigt (Autor ist Alexander Doepel, Verlag Return Media & Communications, Wien 2012).

Wien. Die VBV Vorsorgekasse AG hat den „Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA)“ in der Kategorie Integrierte Nachhaltigkeitsberichte gewonnen. Der ASRA wurde bereits zum 13. Mal vergeben, damit werden jährlich die besten Nachhaltigkeitsberichte österreichischer Unternehmen ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder gemeinsam mit dem Institut Österreichischer Wirtschaftsprüfer.

Buch über neues Stadtviertel Development und Signa Development in enger Abstimmung mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der Stadt Wien an der Standortentwicklung. Dabei soll Besonderes entstehen – etwa die acht Hochhäuser auf Stelzen, die über einer Grünoase schweben, geplant von der Firmengruppe Seeste. Der renommierte Architekt Renzo Piano plant einen landschaftsgärtnerischen Freiraum unter den Gebäudekörpern. (red)

Besondere Gebäude „Das ‚Quartier Belvedere‘ ist prädestiniert dafür, kein Geheimtipp, sondern ein Stadtteil mit pulsierendem Leben und Treiben zu werden“, meinte Herbert Juranek, Vorstand der Erste Group, im Rahmen der Buchpräsentation. Neben dem Hauptbahnhof Wien, der am 9. Dezember 2012 in Teilbetrieb genommen wird, und dem Erste Campus, der Ende 2015 fertiggestellt wird, gibt es noch weitere Bauprojekte, die in Planung sind. Derzeit arbeiten die Erste Group, Erste Group Immorent, S Immo AG, Seeste Bau AG, Strauss & Partner

VBV bekommt ASRA-Award

ist dies mittlerweile die siebente Berichtsauflage, die wir nach den anspruchsvollen internationalen Vorgaben der Global Reporting Initiative gestaltet haben.“

Förderung und Innovation Ziel des ASRA ist, Nachhaltigkeitsberichterstattung zu fördern und auf innovative Nachhaltigkeitsberichte aufmerksam zu machen. (red)

Ökologisch und sozial

© Erste Bank

Dussmann: individuelle Sicherheitskonzepte

mit einen Minianstieg um 0,4% zu rechnen. Dabei seien die neuen Euro-Mitglieder die stabilsten, die Südländer würden weiter abrutschen. Das Problem der heimischen Wirtschaft sei die Zurückhaltung bei den Unternehmensinvestitionen.

Buchpräsentation „Quartier Belvedere“ durch Autor Alexander Doepel.

Heinz Behacker, Vorstandsvorsitzender der VBV, meint dazu: „Seit der Firmengründung haben wir uns zu einer ausgewogenen Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele verpflichtet und sowohl die Veranlagungsgrundsätze als auch das gesamte Unternehmen darauf ausgerichtet.“ Peter Eitzenberger, Prokurist und CSR-Beauftragter der VBV, lässt anklingen, dass damit auch Arbeitsaufwand verbunden ist: „Im Sinne der größtmöglichen Transparenz einer Vorsorgekasse

© VBV

Heimo Scheuch, CEO von Wienerberger: Ziegel hilft bei Raumklima.

©APA/Herbert Pfarrhofer

zum zehnten Mal über

Heinz Behacker, VBV: ausgerichtet auch auf soziale und ökologische Ziele.


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