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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 30. august 2013 – 19

AK kritisiert Kundeninformationsdokumente von Fonds, die KAGs kontern  Seite 21

21. August–28. August 2013

2450,89

Wochentop Wochenflop

Bankchef Byron Haynes möchte ­Staatskapital rasch loswerden 

Seite 22

uniqa höhenflug beim ergebnis

Währungs-Troubles in Konjunktur-Paradiesen

ATX

ATX (28.8.)

Bawag psk zahlt zurück

© APA/Robert Jäger

© E & Y/Bruckner

beipackzettel für alle?

© APA/Schlager

financenet -0,01%

OMV 7,01% Zumtobel -8,54%

Top 5 ATX Prime OMV Vienna Insurance Group Raiffeisen Bank Int. Andritz Post AG Flop 5 ATX Prime Zumtobel Lenzing Mayr-Melnhof Karton Telekom Austria RHI

7,01% 2,22% 2,07% 0,86% 0,43% -8,54% -7,33% -4,18% -3,68% -3,29%

DAX 21. August–28. August 2013

8157,90 -0,02% Commerzb. 7,62% Cont. -5,53%

Top 5 DAX Commerzbank RWE Lanxess ThyssenKrupp E.On

7,62% 2,08% 2,07% 1,53% 1,41%

Flop 5 DAX Continental Daimler Volkswagen HeidelbergCement Lufthansa

-5,53% -5,32% -4,94% -4,29% -4,12%

inhalt

Capital:Markets > Pharmariese Amgen kauft Konkurrenten Onyx  20 > Brokerjet stellt neuen ­Partner Baader Bank vor  20 Fonds:Park > Fidelity: DeutschlandWahl wird wenig ändern  22 > Starkes 1. Halbjahr für Henderson  22 Banking > BayernLB verdient dank ­Verkäufen deutlich mehr  23 Insurance:Watch > „Klassische Lebensversicherung 2014 in Form“  24

Die Ära der großen Geldschwemme nähert sich dem Ende Ganze Regionen der Emerging Markets stehen unter Druck: Türkei-Premier Recep Erdogan (im Bild), Brasiliens Regierungschefin Dilma Rousseff und Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh erleben einen Verfall der Währung, die Wirtschaft bebt. Seite 20 Belastungen Unwetterschäden und Vorsorgen – Vorsteuergewinn und Konzernergebnis mit je mehr als 30% Minus

VIG im Halbjahr mit weniger Gewinn Wien. Die börsenotierte Vienna Insurance Group (VIG) erzielte im ersten Halbjahr 2013 deutlich weniger Gewinn. Belastet war das Ergebnis vor allem von höheren Unwetterschäden und Vorsorgen. Der Gewinn vor Steuern sank um 31,9% auf 205,7 Mio. €, der Periodenüberschuss um 38,7% auf 146,5 Mio. € und das Konzernergebnis um 39,3% auf 140,6 Mio. €. Die verrechneten Prämien gingen um 4,8% auf 5,03 Mrd. € zurück. Beeinflusst wurde das Prämienaufkommen durch die Zurückhaltung beim kurzfristigen Einmalerlagsgeschäft in Polen, so die VIG.

Ohne diesen Sondereffekt habe das Prämienwachstum 2,2 Prozent betragen.

Unter den Erwartungen Von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Nettogewinn von 154,4 Mio. €, einen Vorsteuergewinn von rund 229 Mio. € und Bruttoprämien von 5,06 Mrd. € erwartet. Das operative Ergebnis stieg um 9,5% auf 330,7 Mio. €. Entsprechend der vorsichtigen Bewertungspolitik seien in Rumänien Firmenwertabschreibungen in der Höhe von

75 Mio. € sowie Vorsorgen in Höhe von 15 Mio. vorgenommen worden. Weitere Vorsorgen (35 Mio. €) wurden für das Italiengeschäft der Donau Versicherung getroffen. Die Leistungen an Kunden nach Unwetterschäden verdreifachten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 230 Mio. €. Im Eigenbehalt der Vienna Insurance Group – nach Rückversicherung – blieben davon mehr als 70 Mio. €, Stichwort Hochwasser, für das die Kunden Leistungen von rund 180 Mio. € erhalten haben. Die Combined Ratio sei trotz Vorsorgen und Schäden unter 100% geblieben.

© APA/Herbert Neubauer

Wochentop Wochenflop

© EPA

DAX (28.8.)

VIG-General Peter Hagen: zurückhaltende Polen beim Einmalerlagsgeschäft.


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Freitag, 30. August 2013

financenet@medianet.at

Emerging Markets Die noch vor wenigen Monaten als „sichere Häfen“ geführten Länder haben massive Probleme

kolumne

Gewitter im Paradies

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Entwicklungsländer unter Druck – Ende der Notmaßnahmen in den USA lässt Kapital zurückfließen. reinhard krémer

reinhard krémer

I

n Linz tobt seit Wochen eine Schlacht, deren herumfliegende Fetzen für immer mehr Verstörung in der Öffentlichkeit sorgen: Es geht um den Prozess der Stadt Linz mit einer Bank über ein schief gelaufenes Zins-Swap-Geschäft. Und die Fakten, die im Zuge der Einvernahmen der Politiker sichtbar werden, lassen den braven Steuerzahler eiskalte Schauer über den gramgebeugten Rücken laufen. So erklärt der Bürgermeister einer der größten Kommunen Österreichs, er habe nicht verstanden, worum es bei dem Geschäft eigentlich geht. Nun, wie wär´s gewesen, wenn man dann die Finger davon gelassen hätte? Nur so zum Nachdenken. Das ist schier unglaublich, denn inzwischen liegt der Schaden bei fast einer halben Milliarde Euro – and counting, denn er steigt minütlich. Angebote der Bank an die Stadt, bei minus 70 Millionen auszusteigen, sind angeblich abgelehnt worden. Der Bürgermeister hat in seiner Not offenbar auch versucht, diverse Parteifreunderl zu Hilfe zu rufen, die sich jedoch bedeckt gaben. Und so steigt der Schaden weiter – und wer wird ihn am Ende pecken? Wohl kaum der Bürgermeister und seine honorigen Stadträte. Da stellt sich die Frage: Sollte man die Burschen nicht in die Wüste schicken? Oder ihnen zumindest die Pensionen kappen?

Ende der Geldschwemme … Doch inzwischen scheint sich das Blatt zu wenden, denn in den Emerging Markets brodelt es gewaltig: Das nahende Ende der Geldschwemme drückt auf die Währungen aller Entwicklungsländer. Das Kapital fließt dahin zurück, wo es herkommt. Über 80 Mrd. USD haben die Zentralbanken der Schwellenländer in den vergangenen Monaten verloren. In Brasilien stockt das Wirtschaftswunder, das die ewig brustschwache Landeswährung Real bis in die Liga der Oberklasse-Währungen katapultiert hatte. Denn der Aufschwung ist an den Millionen Armen im Land fast spurlos vorübergegangen; und die proben jetzt den Aufstand. Die massiven Demonstrationen gegen diverse Prestigeobjekte, die im Zuge des Papstbesuchs auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurden, verschrecken Investoren. Der belgische Kreditversicherer Delcredere stuft das Risiko für Geschäfte mit dem südamerikanischen in die höchste Kategorie (Stufe C von C) ein.

… hausgemachte Probleme Dazu kommen im Fall Brasiliens noch hausgemachte Probleme wie die ausgeprägte Wachstumsschwä-

Amgen Rivale gekapert

Das Geld fließt da hin zurück, wo es hergekommen ist – dies lässt die Währung des „besseren China“ stark abwerten.

che (zuletzt wurde die BIP-Prognose der Regierung für heuer von drei auf 2,5 Prozent gesenkt), die hohe Inflation, eine steigende Staatsverschuldung und Strukturreformen, die letztlich im Sand verlaufen. Und so stemmt sich die Notenbank Brasiliens gegen die Schwäche des Real: Ein neues Interventionsprogramm über insgesamt 60 Mrd. USD und Tauschgeschäfte in USD (Swaps) sowie Fremdwährungskredite sollen zur Verfügung gestellt werden. Die Erfolgsaussichten sind ziemlich ungewiss. Denn die bisherigen Interventionen über insgesamt 45 Mrd. USD haben wenig bewirkt.

Vergeblicher Kampf In Indien, das von Investoren gern als das „bessere China“ bezeichnet wurde, dräut ein Unwetter, das in seinen ersten Auswirkungen schon zu heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten geführt hat: Allein seit Mai hat die Rupie zum US-Dollar um mehr als

20% Prozent abgewertet. Und auch die Kapitalkontrollen konnten die Talfahrt nicht stoppen. Die Wirtschaft geht in die Knie: Sie war im abgelaufenen Finanzjahr mit Stichtag 31. März mit fünf Prozent so schwach gewachsen wie zuletzt vor einem Jahrzehnt. Das Leistungsbilanzdefizit erreichte zuletzt ein Rekordhoch von 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und so stürzte der indische Leitindex Sensex an einem einzigen Tag um fast vier Prozent ab. Aber auch die Währungen anderer aufstrebender Länder in Asien gingen in die Knie: In Indonesien fiel die Rupiah auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren. Der thailändische Bath und der malaysische Ringgit sanken zum Dollar auf dreijährige Tiefstände. Auch die Aktienmärkte geben in Südostasien weiter nach. Böse Erinnerungen an die Asienkrise werden wach: An vielen Börsen läuft ein regelrechter Ausverkauf. So gab der Leitindex der

Brokerjet Nun auch Anleihen online handelbar, weniger Spesen, längere Handelszeiten

Pharmariese kauft Onyx

Partner verbreitert das Angebot Wien. Brokerjet stellt mit der Baader Bank einen neuen OTCPartner vor; Kunden handeln dabei ab sofort u.a. auch Anleihen online – zu günstigen Konditionen, mit längeren Handelszeiten und intelligenten Orderarten. Wurde bislang der AnleihenHandel bei Brokerjet ausschließlich telefonisch abgewickelt, ist es ab sofort für Kunden möglich, diese über das Brokerjet Online Trading-

system zu handeln. Möglich wird das durch eine neue Partnerschaft von Brokerjet mit der Baader Bank, die nach eigenen Angaben Marktführer im Handel von Finanzinstrumenten in Deutschland ist. „Wir freuen uns ganz besonders, dass wir die Baader Bank zu unseren Partnern zählen dürfen und damit unseren Kunden den großen Wunsch des Onlinehandels von Anleihen erfüllen kön-

© Brokerjet

New York. Der weltweit führende Biotechkonzern Amgen übernimmt den kleineren Rivalen Onyx für 10,4 Mrd. USD (7,8 Mrd. €). Damit geht das zwei Monate lange Ringen um Onyx mit der fünftgrößten Übernahme in der Geschichte der Biotechnologie-Branche zu Ende. Onyx ist auf Krebsmedizin spezialisiert und arbeitet seit Jahren mit Bayer bei den Präparaten Nexavar gegen Nierenund Leberkrebs sowie Stivarga gegen Darmkrebs zusammen. Zudem hatte Onyx 2012 das Blutkrebsmittel Krypolis auf den Markt gebracht, dem Analysten Umsätze von drei Mrd. USD zutrauen. In der Vergangenheit war auch Bayer als Interessent für Onyx gehandelt worden. Pfizer hatte Finanzkreisen zufolge von einem Offert Abstand genommen, da Onyx durch den jüngsten Übernahmekampf zu teuer geworden sein könnte. Amgen will den Preis pro Onyx-Aktie bei 125 USD ansetzen. (APA)

© Panthermedia.net/Ralf Froelich

Wien. Es sind Traumziele, die jedes Urlauberherz frohlocken lassen: Rio de Janeiro in Brasilien, das Taj Mahal in Indien – und in die Türkei fliegen sowieso fast alle mal. Und es waren auch Traumdestinationen für’s Geld, als in Europa die Krise gewaltig aufkochte: Viele wurden durch das höhere Zinsniveau und die vermeintliche Sicherheit angelockt und fühlten sich dort gut aufgehoben – zu der Zeit, als Griechenland fast zusammenbrach und Spanien krachte.

Brokerjet-CEO Michel Vukusic erwartet starke Handelsfrequenz über neuen Partner.

nen. Wir erwarten somit auch eine starke Handelsfrequenz über unseren neuen Partner“, sagt Michel Vukusic, Vorstandsvorsitzender der Brokerjet Bank AG. „Damit können auch Brokerjet Kunden von unseren engen Spreads und der hohen Liquidität profitieren. Dies sorgt für eine hohe Ausführungsqualität der Orders im Hinblick auf Preis und Geschwindigkeit“, sagt Christian Grabbe, Leiter des Bereichs Direkthandel der Baader Bank. Die Baader Bank erweitert das Produktangebot von Brokerjet um mehr als 2.000 Anleihen, 2.500 Aktientitel sowie 2.500 ETFs & Fonds. Die Bank ist Partner im außerbörslichen Direkthandel, dem sogenannten OTC (Over The Counter)-Bereich; Kunden können daher auch von längeren Handelszeiten börsentäglich von 08:00 bis 22:00 Uhr (Anleihen von 08:00-17:00 Uhr) profitieren. Man unterstützt auch die neuen Intelligenten Orderarten. Tradinggebühren und Spesen können günstiger ausfallen als bei einem Kauf oder Verkauf über eine Börse, heißt es.  (red)

philippinischen Börse nach mehrtägiger Handelspause um rund sechs Prozent nach – der größte prozentuale Tagesverlust seit Oktober 2008.

Kranker Mann am Bosporus In der während der letzten Jahren erfolgsverwöhnten Türkei ist es kaum besser. Auch hier verliert die Landeswährung massiv an Wert – heuer schon fast um neun Prozent. Die Wirtschaftsleistung ist schwach, auch wenn sie heuer mit vier Prozent doppelt so hoch wie im Vorjahr sein soll. Und das alles bei einer Inflation, die heuer von 5,3% auf 6,2% steigen soll. Die Türkei ist wegen des hohen Leistungsbilanz-Defizits besonders verletzlich und auf ausländische Kapitalzuflüsse angewiesen. Um mehr Geld anzulocken, haben die Zentralbanker im Kampf gegen die Abwertung der Lira den Leitzins zuletzt unerwartet stark angehoben, nämlich um 75 Basispunkte auf 7,25%.

Wiener Börse Listung

Haldane McCall am Dritten Markt Wien. Ab sofort ist das auf Hotellerie, Immobilienentwicklung und Mikrokredite spezialisierte Unternehmen Haldane McCall PLC (HMK) zum Handel im Dritten Markt der Wiener Börse zugelassen. Das Unternehmen ist operativ in Afrika – vorwiegend in Nigeria – tätig. Die Gruppe betreibt in Westafrika die Marke Best Western, besitzt in Nigeria ein eigenes Best Western Hotel und kontrolliert auch andere Hotels über seine FranchiseLizenzen. Sie betreibt auch Suru Express Hotels in West Afrika. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften für den Immobilienbereich (Suru Homes Ltd.) und für Finanzdienstleistungen (Independent Prolific Micro Finance Bank Ltd.) und will der geringer verdienenden Bevölkerung ein gesamtes Paket von der Finanzierung bis zum Kauf anbieten. HMK investiert unter anderem auch in Immobilien und Hotels in ausgewählten europäischen Metropolen. Sitz der Gruppe ist die Insel Isle of Man, Market Maker ist die KochBank.  (APA/rk)


f o n d s : pa r k

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financenet – 21

financenet@medianet.at

Schwierig zu lesen: das KID Die Arbeiterkammer moniert, dass die Kundeninformationsdokumente immer noch zu wenig verständlich seien

Wunsch: „Beipackzettel“ für alle Wien. Die Arbeiterkammer (AK) hat 40 Kundeninformationsdokumente (KIDs) von zehn Fondshäusern analysiert. Sie repräsentierten zum Erhebungszeitpunkt über 80% des Austro-Fondsvolumens. Es wurden Aktien-, Renten-, Misch- und Ethik-/Nachhaltigkeitsfonds von Anbietern wie Raiffeisen, Erste Sparinvest, Pioneer Investments, Allianz Invest, Kepler Fonds, Masterinvest, 3 Banken Generali Investment, Gutmann KAG, Bawag PSK Invest sowie Schelhammer & Schattera KAG ausgewählt.

„So klug als wie zuvor” Ergebnis: Die „Beipackzettel“ waren nicht länger als maximal zwei A4-Seiten, so wie gesetzlich vorgeschrieben. Die festgelegten Inhalte – Aufbau, Struktur und Inhalt wie Text, Reihenfolge, Form (Diagramm, Tabellen) – wurden meist formal eingehalten. Aber: „Die Angaben zu Anlagepolitik, Kosten, Risiken und möglichen Erträgen oder der früheren Wertentwicklung sind meist so gestaltet, dass der Konsument so klug wie zuvor ist“, wettert die AK. Gabriele Zgubic von der AKKonsumentenpolitik fordert daher eine Verbesserung. Anleger hätten trotz der standardisierten Infoblätter keinen wirklichen Überblick, um ein Produkt einschätzen und vergleichen zu können. Einerseits sei die gesetzliche Grundlage in manchen Punkten lückenhaft, andererseits seien die Anbieter in puncto Informationen verhalten, diese ließen „nur wenig Bemühen erkennen, dem eigentlichen Zweck des KID gerecht zu werden: Anleger in kompakter Form über die Fonds-Eckpunkte vor Vertragsabschluss zu informieren“. Geht es nach der AK, sollen daher die KIDs konsumentenfreundlicher werden, des Weiteren jedoch sollten für alle Spar-, Versicherungs- und Anlageprodukte standardisierte Beipackzettel eingeführt werden. Bei der Analyse der Lesbarkeit und Verständlichkeit stützte sich die AK auf den an der Uni Hohenheim entwickelten Verständlichkeitsindex für die deutsche Sprache. Dabei ging es vor allem um die durchschnittliche Satz- oder Wortlänge, Schachtelsätze, Passivkonstruktionen, Schriftgröße und Schriftart.

anhand eines siebenstufigen Risiko-Ertragsindikators wie erforderlich visualisiert wurde, aber nicht zusätzlich näher erläutert. Die Begründung für die Einstufung fehlte fast immer. Die angeführten Risikokategorien werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Einzelne Schriftgrößen seien nicht lesbar. Ausgabespesen seien häufig nicht berücksichtigt in der Wertdarstellung, ebenso nicht die Wertpapierspesen. Die angegebene empfohlene Haltedauer eines Fonds werde nur selten in Zusammenhang mit der Risikoeinstufung erläutert. Auch strotzten die KIDs vor Kürzeln, die Sätze seien zu

lang, gespickt mit Wortungetümen und Fremdwörtern.

„Falscher Adressat” „Die Fondsindustrie ist hier der falsche Adressat“, meint Thomas Wilhelm, Vorstand der Vereinigung Ausländischer Investmentgesellschaften in Österreich (VAIÖ). Im Vorfeld der Richtlinienwerdung habe es seitens der Fondsindustrie zahlreiche (Verbesserungs-) Vorschläge gegeben, die nicht ausreichend gehört wurden. Wilhelm: „Leider gibt es, was den Inhalt des KID betrifft, nur wenig Spielraum. Um die Vorgaben zu erfüllen, vor

allem auch, um keine Haftungsrisiken einzugehen, sind die Fondshäuser gezwungen, eine Terminologie zu wählen, die rechtlich einwandfrei ist.“ Interessierte sollten unbedingt weitere Informationen einholen, etwa aus Fact-Sheets oder Verkaufspräsentationen, etc. VÖIG-Generalsekretär Dietmar Rupar geht mit Wilhelm konform, dass ein ähnlicher Maßstab auf sämtliche Kleinanlegerprodukte angelegt werden sollte. Die Fonds seien hier Vorreiter, „der Fokus sollte nun beim Nachziehen dieser Anbieter liegen und nicht bei der endlosen Perfektionierung nur im Fondsbereich.“  (lk)

© Ernst & Young/Andi Bruckner

Enges gesetzliches Korsett: KAGs müssen seit einem Jahr auf nur zwei Seiten alle Infos unterbringen.

VAIÖ-Vorstand Wilhelm appelliert auch an die Eigenverantwortung der Anleger.

WAS IMMER SIE SICH AUF REISEN GELEISTET HABEN – ZUHAUSE GIBT’S WAS ZURÜCK.

Zu viel Allgemeines Moniert wurden u.a. fehlende Prozentangaben in Balkendiagrammen, die die Wertentwicklung des Fonds anzeigen, oder dass Hinweise, die die Verordnung dem Wortlaut nach festlegt, nur formelhaft angeführt werden. Da der Platz beschränkt ist, werde der meiste Platz für allgemeine Erläuterungen verwendet – zulasten der Hinweise zu den Risikokategorien oder konkreter Fondsmerkmale. Der AK stößt sauer auf, dass das Schwankungsrisiko eines Fonds zwar in allen 40 untersuchten KIDs

fact box KID Seit 1. Juli 2012 müssen Kapitalanlagegesellschaften (KAGs) den Anlegern für alle Fonds „Beipackzettel“, sogenannte Kundeninformationsdokumente (KIDs), zur Verfügung stellen. Der Beipackzettel geht auf eine EUVerordnung zurück. Darauf sollten Angaben zu Risiko, Wertentwicklung, Kosten in einfacher, verständlicher Form zu finden sein.

5%

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f o n d s : pa r k / b a n k i n g

22 – financenet

Freitag, 30. August 2013

financenet@medianet.at

Erstes Halbjahr Die Bawag PSK hat den Eigenhandel eingestellt und das Osteuropageschäft weiter zurückgeschraubt

short

Bawag: Freikauf vom Staat geht nicht schnell genug

Henderson mit starkem ersten Halbjahr 2013

Wien. Nach einer ersten Staatsgeld-Rückzahlungstranche im Juni (50 Mio. €) könnte die Republik im weiteren Verlauf 2013 noch eine Überweisung von der Bawag erhalten. Ginge es nach der Bank, wäre heuer eine weitere Rückzahlungstranche drin, sagte Vorstand Byron Haynes am Dienstag bei der Halbjahrespressekonferenz. 2009 hatte der Staat in die US-fondsdominierte Bank 550 Mio. € Partizipationskapital eingeschossen. Die hauptsächlich den US-Gesellschaften Cerberus und Golden Tree gehörende österreichische Bank will sich schrittweise vom Staat freikaufen. Es sei Intention des Instituts, die Einziehung des PS-Kapitals voranzutreiben, wurde heute deponiert. „Wir können es uns leisten, die Rückzahlungen fortzusetzen“, versicherte Haynes. In jedem Fall würden die Tilgungen 2014 fortgesetzt. Der Steuerzahler soll vor allem auch nicht zusätzlich zum Handkuss kommen. Demnach sei die Frage, ob die Bawag PSK neue Staatsunterstützung bräuchte, falls sie den gerichtsanhängigen SwapStreit mit der Stadt Linz verlieren würde, „hypothetisch“, so Haynes (siehe Textkasten).

Henderson Global Investors erzielte Rekorde im ersten Halbjahr 2013.

London/Frankfurt. Henderson Global Investors hat nach eigenen Angaben für das erste Halbjahr 2013 „herausragende Geschäftsergebnisse“ vorzuweisen. Die Restrukturierungsprozesse der vergangenen fünf Jahre trügen Früchte: Das Vorsteuerergebnis stieg auf den Rekordwert von 118,1 Mio. € (+22%) gegenüber dem Vorjahreszeitraum, die vereinnahmte Performance-Gebühr erhöhte sich gleich auf 67,2 Mio. € von 22,2 Mio. im ersten Halbjahr 2012. Die operative Marge legte auf 36,8% zu (36,2%). (lk)

M&G: neuer Manager für Nordamerika-Fonds London. Daniel White wird mit Wirkung zum 1.9.2013 Manager des knapp 140 Mio. € schweren M&G North American Value Fund. White war zunächst stellvertretender Fondsmanager und dann Co-Fondsmanager des M&G European Strategic Value Fund. Er übernimmt den neuen Posten von Richard Brody, der sich bei PPM America in Zukunft auf andere Verantwortungsbereiche und Portfolios konzentrieren wird. (lk)

Weiterer Mitarbeiterabbau Die Bank geht davon aus, den Rechtsstreit zu gewinnen oder sich mit Linz zu vergleichen. Wie viel ein Vergleich die Bank kosten könnte, ist bisher nicht bekannt. Die Bank hat unterdessen ihren internen Sparkurs verschärft. Das „beschleunigte Restrukturierungsprogramm“ soll Ende 2013 abgeschlossen sein und 2014 „erhebliche“ Ergebniseffekte zeitigen. 160 Stellen wurden im ersten Halbjahr gestrichen, der Mitarbeiterabbau

© panthermedia.net/JCB Prod

Nordea-USA-Fonds: mehr als 500 Mio. USD

© APA/Roland Schlager

© Henderson

Aufwertungen und Verkäufe im ersten Halbjahr 2013 – Nettogewinn leicht unter Vorjahresniveau.

Bawag-Vorstand Byron Haynes: „Bin seit zwei Jahren bereit für eine außergerichtliche Einigung mit der Stadt Linz.“

geht noch weiter. Details wurden aber nicht beziffert. Ende Juni hatte die Bawag 3.840 Mitarbeiter.

Weniger Kreditrisikovorsorge Zum ersten Halbjahr 2013 weist die Bawag bei einer Bilanzsumme von 38,2 Mrd. € (Ende 2012: 41,3 Mrd. €) unterm Strich mit 93,8 Mio. € um 2,9% weniger Nettogewinn aus als voriges Jahr. Operativ und vor Restrukturierungskosten legte sie deutlich zweistellig zu. Ergebnissteigernd wirkten dabei u.a. „Bewertungsergebnisse“ und Veräußerungserlöse in Höhe von 113 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €). Darin enthalten waren Erträge aus Verkäufen von abgeschriebenen Kreditpaketen, strukturierten

Papieren und Beteiligungen sowie realisierte Marktwertgewinne. Die risikogewichteten Aktiva sanken binnen zweier Jahre um fast 5 Mrd. € (22%). Die Kreditrisikovorsorgen sanken im Halbjahr um 17,7% auf

63,8 Mio. €. Die operativen Aufwendungen waren um 4,5% geringer als vor Jahresfrist. Der Eigenhandel wurde eingestellt, das noch verbliebene Osteuropageschäft weiter zurückgeschraubt.

linzer swap-affäre Erbitterter Streit Bei der Causa geht es um eine zwischen der Stadt Linz und der Bawag PSK 2007 abgeschlossene und danach in die Verlustzone gerutschte „Zinswette“, basierend auf dem Schweizer Franken. Inklusive Zinsen hat sich so ein Verlust von mehr als einer halben Mrd. € angehäuft. Im Moment befassen sich das Handelsgericht Wien sowie das Landesgericht Linz damit. Derzeit sieht es aber fast so aus, als habe eine gütliche, außergerichtliche Einigung (dies wäre der zweite Versuch)

Chancen: Noch vor dem nächsten Gerichtsverhandlungstermin am 23. September könnte es ein Spitzentreffen von Bank und Stadt geben. Von Bawag-Seite soll dem Vernehmen nach u.a. deren US-Aufsichtsratschef Franklin Hobbs teilnehmen, der den Bawag-Hauptaktionär Cerberus vertritt. Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SP) hatte das geplante Treffen in Medien jüngst als „Sondierungsgespräch“ tituliert. Einen Vergleich müsste der Linzer Gemeinderat mit Zweidrittelmehrheit bewilligen.

Analyse Experten von Fidelity Worldwide Investment erwarten wenig Auswirkungen, Merkel wird wohl Kanzlerin bleiben

Deutschland-Wahl wird wenig ändern

Nordea: Anleger haben nun endlich wieder Appetit auf Nordamerika.

Stockholm. Weniger als ein Jahr nach seiner Auflage verwaltet der Nordea 1 – North American All Cap Fund ein Vermögen von mehr als 500 Mio. USD (373,4 Mio. €). Mit einer Wertentwicklung von 28% seit Start am 30.05.2012 übertrifft der Fonds seine Benchmark, den Russel 3000 – Net Return Index. (lk)

Frankfurt/Wien. In weniger als einem Monat findet in Deutschland die Bundestagswahl statt. Aktuell sieht es so aus, als würde Angela Merkel Kanzlerin bleiben. Christian von Engelbrechten, Manager des Fidelity Germany Fund von Fidelity Worldwide Investment, geht daher „nicht davon aus, dass die Wahl große Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Finanzmärkte haben wird – vor

London. Nach Zustimmung der Regulierungsbehörde und der Anteilseigner ist die Übernahme von Cazenove Capital durch den britischen Vermögensverwalter Schroders abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen lag bei 496 Mio. €. Damit wird auch die Fondspalette von Schroders ergänzt: Der Vertrieb der von Cazenove Capital gemanagten Strategien, die sich bereits in einigen österreichischen Portfolien befinden, wird ab sofort von Schroders übernommen.

© EPA

Cazenove-Deal für Schroders erledigt

allem langfristig nicht“. Insbesondere die Europapolitik sollte in beiden politischen Lagern ähnlich aussehen. Die Fortsetzung der gegenwärtigen Politik erscheint von Engelbrechten im Saldo als vernünftig. Denn die Gewinne deutscher Unternehmen seien in der Krise weniger stark eingebrochen, hätten sich schneller erholt und entwickelten sich seither besser als in den meisten anderen Ländern.

Die Eurogruppe trifft sich im Oktober wieder, Merkel wird weiter viel zu sagen haben.

„Politische Rahmenbedingungen wie etwa die Kurzarbeit haben den deutschen Unternehmen dabei deutlich geholfen“, heißt es.

Konstellation ziemlich egal Sollte die Opposition die Wahl gewinnen, erwartet von Engelbrechten kurzfristig eine negative Reaktion der Märkte, da deren Pläne zu umfangreichen Steuererhöhungen eine Belastung des Konsums, der Sparer und der Wirtschaft mit sich bringen würden. Wie auch immer: Jede Marktreaktion sollte nach Einschätzung des Fidelity-Experten jeweils nur kurz andauern: „Wie die Vergangenheit gezeigt hat, sind die Unternehmen flexibel genug, sich an verschiedene Rahmenbedingungen erfolgreich anzupassen und tätigen inzwischen ohnehin einen Großteil des Geschäfts außerhalb Deutschlands“, so sein Kommentar. Und so bleibe ein Investment in deutsche Unternehmen unabhängig von den Nuancen der deutschen Politik interessant. Schließlich verfügten die Unternehmen „Made in

Germany“ im globalen Vergleich über eine Top-Wettbewerbsfähigkeit. Zudem hätten sie sich einen hohen Schwellenländeranteil erarbeitet und könnten solide, stark entschuldete Bilanzen vorweisen. Matt Siddle, Manager des Fidelity European Growth Fund, weist darauf hin, dass die „deutsche Industrieproduktion in den letzten Monaten wieder angezogen hat“. Sowohl die Exportwirtschaft als auch der Bausektor hätten sich erholt. Lohnend für Investoren sei es, in Qualitätsaktien zu investieren, deren Dividenden eine höhere Rendite als Anleihen versprechen. deutschland -aktien-fonds

CS EF (Lux) Small & Mid Cap Ger. 35,93 Baring German Growth Trust GBP 33,08 Lupus Alpha Smaller Ger. Champs29,40 FPM Stockpicker Germ Small/Mid26,98 FF - Germany Fund A Acc EUR 26,90 UBS (D) Eq. Fd.- Small Caps Ger. 25,18 FPM Funds Stockpicker Germany 25,16 JPM JP Germ. Equity C acc EUR 24,36 Pioneer Investments Ger. Equity 20,24 FPM Fd. Stockp. Ger. Large Caps 19,93 Quelle FIAP, Einjahres-Performance in Prozent; Daten vom 23.8.2013, Angaben ohne Gewähr


banking

Freitag, 30. August 2013

financenet – 23

financenet@medianet.at

Ergebniszahlen 1. Halbjahr 2013 Versicherer holt in ersten sechs Monaten rundum schöne Zuwächse

short

Uniqa: Trotz Hochwasser Zahlen stark verbessert

Hypo Real Estate sucht Käufer für Depfa München. Die verstaatlichte deutsche Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) sucht einen Käufer für ihre irische Tochter Depfa. Der Konzern bereitet ein offizielles Bieterverfahren vor. Mit dem Schritt dürfte der Bund seinen bis 2015 geplanten Rückzug aus der HRE beginnen. Die Depfa hatte die HRE in der Finanzkrise im Jahr 2008 beinahe in den Abgrund gerissen, nur mit Milliardenhilfen konnte die Bank gerettet werden.  (APA/dpa/red)

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) steigt um 84,5% auf 196,6 Millionen Euro. Wien. Die Uniqa Group hat im ersten Halbjahr 2013 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) trotz einer Nettobelastung von rund 30 Mio. Euro aus Hochwasserschäden um 84,5 Prozent auf 196,6 Mio. Euro gesteigert (1. Halbjahr 2012: 106,5 Mio. Euro). Das Konzernergebnis (nach Steuern und Minderheitenanteilen) stieg um 162,7 Prozent auf 150,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 57,3 Mio. Euro). „Wir haben unser Ergebnis trotz der Aufwendungen für Hochwasserschäden deutlich verbessert und sind in allen Segmenten und Regionen gewachsen. Dass wir im Zuge der Umstrukturierung vergangenes Jahr die Minderheitenanteile massiv reduziert haben, wirkt sich bereits positiv auf das Konzernergebnis aus”, erklärt Uniqa-CEO Andreas Brandstetter.

© ING Group

Uniqa-CEO Andreas Brandstetter: „Haben unser Ergebnis trotz Aufwendungen für Hochwasserschäden deutlich verbessert.“

Prozent (1. Halbjahr 2012: 67,5 Prozent). Die Leistungsquote in der Krankenversicherung sank um 1,6 Prozentpunkte auf 84,2 Prozent (1. Halbjahr 2012: 85,8 Prozent).

Combined Ratio unter 100 In der Lebensversicherung sank sie um 4,7 Prozentpunkte auf 69,6 Prozent (1. Halbjahr 2012: 74,3 Prozent). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (inklusive Rückversicherungsprovisionen und Gewinnanteilen aus Rückversicherungsabgaben) sind um 4,8 Prozent auf 649,3 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 619,6 Mio. Euro) gestiegen. Die Konzernkostenquote nach Rückversicherung sank auf 23,0

Deutschland GBW-Verkauf hilft der Bank bei Bilanz

Prozent (1. Halbjahr 2012: 23,9 Prozent). Die Combined Ratio (SchadenKosten-Quote in der Schaden- und Unfallversicherung) nach Rückversicherung verbesserte sich trotz der Belastungen aus den Hochwasserschäden auf 99,4 Prozent (1. Halbjahr 2012: 100,7 Prozent). Bereinigt um die Hochwasserschäden, liegt die Combined Ratio bei rund 97,0 Prozent. Vor Rückversicherung belief sich die Combined Ratio ebenfalls auf 99,4 Prozent (1. Halbjahr 2012: 97,5 Prozent). Bereinigt um die Hochwasserschäden, liegt die Combined Ratio vor Rückversicherung bei 95,0 Prozent. Die Kapitalanlagen inklusive der Kapitalanlagen der fonds- und indexgebundenen Lebensversiche-

rung verringerten sich seit dem letzten Bilanzstichtag um 0,1 Prozent auf 26.276,3 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 26.307,6 Mio. Euro).

Starkes operatives Ergebnis Die Netto-Erträge aus Kapitalanlagen erhöhten sich um 1,3 Prozent auf 408,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 403,4 Mio. Euro). Das operative Ergebnis stieg um 70,8 Prozent auf 208,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 122,1 Mio. Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 84,5 Prozent auf 196,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 106,5 Mio. Euro). Der Periodenüberschuss stieg um 84,4 Prozent auf 152,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 82,9 Mio. Euro).

Trendwende Gute Datenlage bei der Wiener Privatbank

BayernLB legt wieder deutlich zu

Wiener Privatbank dreht ins Plus

München. Die BayernLB hat dank des Verkaufs der Wohnungstochter GBW und der florierenden Wirtschaft in Süddeutschland im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient. Die Landesbank habe einen Vorsteuergewinn von 719 Mio. Euro eingefahren, nach 129 Mio. Euro vor Jahresfrist, teilt das Münchner Institut mit. Im Gesamtjahr erwartet die BayernLB weiter ein positives Ergebnis. Eine Fortschreibung des Halbjahresergebnisses sei wegen der nicht wiederholbaren Sondererträge jedoch nicht möglich, erklärt die Bank.

Wien. Die Wiener Privatbank erzielte im ersten Halbjahr 2013 eine deutliche Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So drehte das Periodenergebnis ohne Fremdanteile von -0,47 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012) mit 0,88 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2013 ins Plus. Während die Nachfrage im Corporate & Private Banking trotz Erholung an den Aktienmärkten verhalten blieb, wurde das Geschäftsfeld „Immobilien Produkte & Dienstleistungen“ vor allem durch neue Immobilienbeteiligungen weiter ausgebaut. Im zweiten Quartal konnte die Wiener Privatbank zudem ihre Private Equity-Beteiligung am Self Storage-Unternehmen Mike’s Box gewinnbringend veräußern.

© BayernLB

Moderate Erwartungen

BayernLB-Vorstandsvorsitzender Gerd Häusler: „Sondererträge im Halbjahr“.

Hauptverantwortlich für das positive Halbjahresergebnis sollen das deutlich verbesserte Handelsergebnis von 0,29 Mio. Euro (nach -0,55 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2012) sowie das signifikant gesteigerte Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 1,57

Mio. Euro (nach 0,08 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2012) gewesen sein. Insgesamt erwartet das Geschäftsführende Direktorium für das Gesamtjahr 2013 eine moderate Ergebnisentwicklung: Die Erwartungen an das Geschäftsfeld Corporate & Private Banking bleiben verhalten. Im Geschäftsfeld Immobilien Produkte & Dienstleistungen befinden sich mehrere Vorsorgewohnungsprojekte und Bauherrenmodelle in Vorbereitung.  (red)

© Wiener Privatbank/Medwed People

trägliche Beteiligung der Sparkassen an der Rettung der Bank und der Verkauf der Immobilientochter GBW mit ihren rund 32.000 Wohnungen. Offen ist unter anderem der Verkauf der ungarischen Tochter MKB, der laut EU-Vorgaben bis 2015 über die Bühne gehen soll. Bis 2019 muss die Bank rund fünf Mrd. Euro an Staatshilfen an Bayern zurückzahlen, gut 900 Mio. davon hat die BayernLB bereits abgestottert.  (ag/red)

Noch zahlreiche Hürden Bayern hat seine Landesbank nach der Finanzkrise 2008 mit zehn Mrd. Euro stützen müssen. Im Gegenzug machte die EU der Bank und dem Freistaat Auflagen in einem Beihilfeverfahren. Das Verfahren war Ende Juli 2012 abgeschlossen. Die Auflagen, durch die die Bank vor allem kleiner und weniger risikoanfällig gemacht werden soll, sind noch nicht alle erfüllt. Große Hürden sind aber weggeräumt. Dazu zählt die nach-

Amsterdam/Seoul. Der niederländische Finanzkonzern ING macht bei seinem Rückzug aus Asien Fortschritte. Der Finanzinvestor MBK Partners übernehme die südkoreanische Versicherungstochter für umgerechnet 1,23 Mrd. Euro. ING behält einen Anteil von etwa zehn Prozent und gestattet MBK, den Namen ING für bis zu fünf Jahre zu verwenden. Mit 1,3 Mio. Kunden ist die ING-Tochter Südkoreas fünftgrößter Versicherer. Nach dem Verkauf in Südkorea bleibt nur noch eine Versicherungstochter in Japan übrig, die noch abgegeben werden soll. Damit kommt das Unternehmen dem Ziel näher, sich bis Ende 2013 von mehr als der Hälfte des Asien-Geschäfts zu trennen. Der Verkauf soll im vierten Quartal abgeschlossen sein. ING wurde in der Finanzkrise 2008 mithilfe des Staats vor dem Konkurs gerettet, der Teilrückzug aus Asien wurde als Bedingung für die Finanzspritzen genannt.  (APA/Reuters)

Helmut Hardt und Michael Sieghart, Direktoren der Wiener Privatbank.

Nahrungsmittel sind für Deutsche tabu © panthermedia.net/Arne Trautmann

Die verrechneten Prämien – inklusive der Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung – stiegen um 7,4 Prozent auf 3.068,1 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 2.856,4 Mio. Euro). Die abgegrenzten Prämien – inklusive der Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung – stiegen um 9,1 Prozent auf 2.824,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 2.590,0 Mio. Euro). Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt stiegen um 5,9 Prozent auf 2.008,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 1.897,3 Mio. Euro). Die Schaden- und Leistungsquote nach Rückversicherung über alle Sparten sank um 2,2 Prozentpunkte auf 71,1 Prozent (1. Halbjahr 2012: 73,3 Prozent). Die Schadenquote in der Schaden- und Unfallversicherung blieb unverändert auf 67,5

Jan H.M. Hommen, CEO der niederländischen ING Group. © Uniqa Group

Die Ergebnisse im Detail

ING verkauft Tochter in Südkorea um 1,23 Mrd.

78% der Deutschen gegen Nahrungsmittelspekulation der Banken.

Berlin. 78 Prozent der Deutschen finden, dass Banken aus spekulativen Finanzgeschäften mit Nahrungsmitteln aussteigen sollten. Nur elf Prozent billigen diese Geschäfte, so das Ergebnis einer von der Hilfsorganisation Oxfam Deutschland in Auftrag gegebenen Forsa-Studie. Das Umfrageergebnis sei „ein deutliches Zeichen für die Banken, dass die Menschen solche Geschäfte nicht billigen”, so David Hachfeld, Wirtschaftsreferent bei Oxfam. Für die Studie wurden 1.001 Personen befragt.  (APA/dpa)


i n s u r a n c e : watc h

24 – financenet

Freitag, 30. August 2013

financenet@medianet.at

Klassische Lebensversicherung Niedriges Zinsniveau belastet, doch Bedeutung des Instruments bleibt bestehen

short

„Die klassische LV bleibt auch 2014 in Form“

© Sissi Furgler Fotografie

Versicherungsmakler bei Kunden top-beliebt

Stabilität auch in Finanzkrise gezeigt: LV-Ära keinesfalls vorbei, sagt Uniqa-Vorstand Peter Eichler. Wien. „2014 wird das Jahr der Klassischen Lebensversicherung.“ Peter Eichler, Vorstand von Uniqa Österreich, setzt klar auf die Lebensversicherung: Private Pensionsvorsorge, die auf dem hoffentlich auch künftig funktionierenden staatlichen Pensionssystem aufbaut, wird in der Zukunft sicher noch größere Bedeutung erlangen.

Makler-Obmann Riedlsperger: „Alleinstellung bei Unabhängigkeit“.

Wien. Die österreichischen Versicherungsmakler haben im Rahmen der „Recommender“Befragung 2013 wieder gute Zufriedenheitswerte von ihren Kunden attestiert bekommen. Auch bei der Weiterempfehlung hebt sich der Makler mit konstant über 50% aktiver Weiterempfehlung deutlich von seiner Konkurrenz ab. Heuer erstmals erfragt wurde, wie wichtig es dem Kunden ist, dass der Makler bei seinen Aufgaben nicht an einen Versicherer gebunden ist: Für 90% der Befragten war es bei der Angebotslegung „wichtig” bis „entscheidend”, dass der Versicherungsmakler an kein Versicherungsunternehmen gebunden ist. 85% schätzen auch bei der Polizzenprüfung und 87% im Schadenfall die Maklerunabhängigkeit. Gunther Riedlsperger, Obmann des Fachverbands der Versicherungsmakler, sieht das Alleinstellungsmerkmal der Unabhängigkeit bestätigt. Die Skala der aktiven Weiterempfehlung führt der Versicherungsmakler mit 54% an, während der Außendienstmitarbeiter mit 41% deutlich dahinter liege. (red)

Die Sicherung des Lebensstandards im Alter stehe dabei im Vordergrund: Auch angesichts eines allgemein niedrigen Zinsniveaus zählt nicht die Rendite allein. Die Garantien der klassischen Lebensversicherung für das eingezahlte Kapital, die jährlich gutgeschriebene Gewinnbeteiligung und im Fall der Verrentung eine lebenslange Rentenzahlung müssten mehr Beachtung finden. Gerade die letzte Eigenschaft könne nur eine Versicherung bieten. „Damit ist die klassische Lebensversicherung unverzichtbar. Die Uniqa denkt nicht daran, auf die klassische LV zu verzichten“, sagt Eichler. Trotz mancher Anfeindungen habe die klassische LV als österreichische Institution wie kaum eine andere Stabilität und Sicherheit bewiesen: Immerhin hat es seit Menschengedenken in Österreich keinen Zusammenbruch einer Lebensversicherung gegeben – auch nicht in der Finanzkrise. „Es wäre daher ein fataler Fehler der Versicherungsbranche, dieses Goodwill-Kapital zu verspielen“, warnt Eichler. Schon jetzt bestehe bei den meisten Menschen eine Pensionslücke, und diese werde immer größer. Freilich stellt das aktuelle Niedrigzinsumfeld eine Herausforderung für die Branche dar. Es ist möglich, dass die Finanzmarktauf-

© Allianz/Ingo Folie

Allianz Österreich wächst um 1,4 Prozent

© medianet

Für Altersvorsorge

Uniqa-Vorstand Peter Eichler: „Private Pensionsvorsorge wird künftig noch größere Bedeutung erlangen.“

sicht (FMA) den höchstzulässigen Garantiezins demnächst auf 1,5 Prozent senken wird. Hier stelle sich die Frage, welche Wertigkeit ein derart niedriger Garantiezins für die Kunden dann überhaupt noch hat, so Eichler. Für den Versicherer bedeutet eine solche Zusage aufgrund der neuen Eigenkapitalvorschriften eine Belastung, die letztlich wieder zulasten des Kundenertrags gehen müsse. „In einem ähnlichen Umfeld haben einige deutsche Lebensversicherer dem Garantiezins völlig den Rücken gekehrt. Ich persönlich glaube aber nicht, dass allein die Streichung des Garantiezinses bei unveränderter Produktkonzeption die Lösung ist. Die Branche wäre gut beraten, berechtigten Forderungen von Konsumentenschützern betreffend Kostenbelastung, Transparenz und Flexibilität Rech-

nung zu tragen“, warnt Eichler. Auch die Haushalte überlegen sich heutzutage genau, wann und wie lange sie sich binden wollen und verlangen Flexibilität. Bei der Prämiengeförderten Zukunftsvorsorge arbeitet die Uniqa so wie die anderen Anbieter an einem neuen Produkt nach den neuen Regeln; die zuletzt beschlossene Reform ist hochwillkommen.

weniger Sicherheit einerseits und mehr Sicherheit und dafür weniger Ertrag andererseits besteht. Für die Zukunft werde die Betriebliche Garantiepension wichtig sein. In der Krankenversicherung gab es nach einem wegen der bevorstehenden Umstellung auf UnisexPrämien besonders starken letzten Quartal 2012 auch im neuen Jahr kontinuierliche Nachfrage. Die Sparte zeichnet sich durch leichtes, stabiles Wachstum aus. Die Gesundheitsreform sieht Eichler als Schritt in die richtige Richtung. Auch in der betrieblichen Krankenversicherung wächst das Bewusstsein, sie leistet einen soliden Beitrag, Uniqa biete dazu auch ausgereifte Konzepte und Leistungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Unter anderem leisten die 96 Vitalcoaches der Uniqa dabei einen wichtigen Beitrag. (gst)

Betriebliche AV neu Neue Bewegung kommt auch in den Markt der betrieblichen Altersvorsorge durch die aktuell gegebene Wechselmöglichkeit in die Betriebliche Kollektivversicherung. „Diese Wechselmöglichkeit ist zu begrüßen, die Kunden haben mehr Auswahl“, sagt Eichler. Man müsse sich bloß im Klaren sein, dass die Wahl zwischen mehr Ertrag und

Ab 1.9. Wiener Städtische

Übernahme bei Versicherungsmaklern Neue Tochter betreut 1.200 Unternehmen

Manfred Reinalter stößt zum Management Team von Vero.

Ausbau am Markt Vero verfolgt in Österreich einen gezielten Wachstums- und Expansionskurs, der weitergehen soll: „Durch den Zukauf der Betrieblichen Altersvorsorge Consulting GmbH als Marktführer in ihrem Segment festigen wir unsere ak-

Vero-Vorstand Ch. Kaiser, Betriebliche-Chef M. Reinalter: „Ein Wachstumsmarkt“.

tuelle Position drei am Markt. Unseren Kunden können wir nunmehr in diesem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld der betrieblichen Vorsorge eigenes Know-how anbieten. In Salzburg können wir uns am regionalen Markt gestärkt positionieren“, so Vorstand Christian Kaiser. Reinalter sieht die Betriebliche Altersvorsorge als attraktiven Markt: „Wie er sich entwickelt, hängt vom Arbeitsmarkt ab.“ Denn immer mehr sei eine Betriebliche Altersvorsorge ein wichtiger Anreiz der Unternehmen, um gute Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Die Finanzkrise habe letztendlich dafür gesorgt, dass die Versicherer, „die ja schon das Wort Sicherheit im Namen tragen“, heute ein besseres Image hätten als die Banken. Letztendlich sei bei der Betrieblichen AV eine zuverlässige lebenslange Rente entscheidend, und nicht kurzfristige PerformanceBetrachtungen. Auch künftig will Vero für Versicherungsmakler ein Partner sein: Trends wie die zunehmende Regulierungswelle verstärken den Druck zu Partnerschaften, heißt es. (red)

Wien. Gerhard Hopfgartner übernimmt die Marketingleitung der Wiener Städtischen Versicherung. Damit zeichnet er als Nachfolger von Gerhard Leitner, der in die Geschäftsführung des Wiener Vereins wechselt, für Produktmanagement und strategisches Marketing, Direct Marketing, E-Marketing, Marktforschung und Vertriebsunterstützung verantwortlich. (red)

© Mirjam Reither

Wien/Saalfelden. Die Vero Versicherungsmakler GmbH mit 130 Mitarbeitern übernimmt die Betriebliche Altersvorsorge Consulting GmbH und ergänzt damit das Portfolio: Die neue Tochter betreut rund 1.200 Unternehmen in Sachen Betrieblicher AV. Die Betriebliche Altersvorsorge Consulting GmbH soll als eigenständiges Tochterunternehmen bestehen bleiben; Gesellschafter

© APA/Vero

Wien. Die Allianz Gruppe hat in Österreich im ersten Halbjahr 2013 bei den laufenden Prämien in allen Sparten zugelegt und rund 4.000 neue Kunden gewonnen. Für das zweite Halbjahr legt die Allianz bei der Kundenberatung einen Schwerpunkt auf Existenzabsicherung und Vorsorge. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir auch in turbulenten Zeiten unsere Stärke unter Beweis stellen“, so Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich. Getrieben durch einen auch im Markttrend starken Rückgang beim Einmalerlagsgeschäft, gingen die gesamten Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung allerdings von 224,8 Mio. € im ersten Halbjahr 2012 um 10,6% auf 201,0 Mio. € zurück. Insgesamt hat die Allianz-Gruppe in Österreich im ersten Halbjahr die Einnahmen aber, gemessen an den abgegrenzten Bruttoprämien, um 1,4% auf 676,2 Mio. € gesteigert. (red/ag)

Hopfgartner ist Marketingchef

Vero baut mit Betrieblicher aus

Allianz-Vorstandsvorsitzender Wolfram Littich: „Zeigen unsere Stärke“.

Hopfgartner übernimmt mit 1. September Marketingleitung der Städtischen.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 30. august 2013 – 25

starker start für die immo-ags

S Immo, CA Immo, conwert, Atrium European Real Estate legten die Halbjahreszahlen  Seite 27

www.ehl.at

andreas trisko ist mr. smart city

Neuer Chef für Wiens Magistratsabteilung 18, die für Stadtentwicklung & Stadtplanung zuständig ist  Seite 29

Wir leben Immobilien.

Bluesave: Energiewende optimiert Investitionen

EIGENTUMSWOHNUNGEN WIEN Bezirk Wien 1., Innere Stadt Wien 4., Wieden Wien 7., Neubau Wien 8., Josefstadt Wien 19., Döbling Wien 9., Alsergrund Wien 18., Währing Wien 6., Mariahilf Wien 13., Hietzing

© Schaub Walzer/PID

© CA Immo/G. Ecker

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

€/m² Wfl. 6.500 5.565 5.041 4.924 4.882 4.818 4.728 4.666 4.380

Quelle:

IMMO-AGS 21. August–28. August 2013

IATX (28.8.)

159,43

Wochentop Atrium Wochenflop Immofin. Atrium European R.E.  CA Immobilien conwert S Immo Warimpex Immofinanz

-0,67% 3,02% -2,61% 3,02% 0,00% -0,22% -1,07% -1,49% -2,61%

IMMO-FONDS

Monatstop SemperReal 0,28% Monatsflop iShares FTSE/E. -10,66% Top 5 Immofonds SemperReal Estate A Immofonds 1 A Real Invest Austria A Erste Immobilienfonds A Raiffeisen Immobilienfonds Flop 5 Immofonds iShares FTSE Epra/Nareit iShares Stoxx Am.600 R. WIP Global Real Estate S M&G Global Real Est. NB US Real Estate Sec.

0,28% 0,23% 0,18% 0,11% -0,03% -10,66% -9,54% -9,51% -8,54% -8,52%

21. August–28. August 2013

CERX (28.8.)

476,61

-2,21%

© Bluesave/Kernthaler-Moser; Andreas Leo Wallner

1-Monats-Performance (per 28.8.)

Bluesave-Chefin Doris Wirth Immobilieneigentümer und Immo-Verwalter ­werden von einer Flut neuer Regeln überrollt – Experten begleiten dabei nicht nur durch den Normendschungel, sondern helfen, die neuen Regelwerke zum betriebs­wirtschaftlichen Vorteil werden zu lassen. Seite 26

InvestIeren sIe In LIesIng nIcht In LeasIng.

inhalt Immo:Capital > 70 DG-Wohnungen des ­Arsenals im EHL-Portfolio 26 Immo:Markets > Deutschland investiert wieder mehr am Bau  28 > Schweiz kürzt Fördergelder für Alternativenergie  28 People & Dates > Ulrich Schuhmacher ist neuer Chef von Zumtobel 29

U Betriebsliegenschaft im Industriequartier Liesing U Grundstück ca. 4.700 m², Betriebsobjekt ca. 780 m², ca. 114 Stellplätze U Langfristig vermietet, nachhaltiger Mietansatz, hohe Bonität U Widmung Industriegebiet U Ertrag ca. € 94.000,- p.a., Kaufpreis € 1.350.000,-, provisionsfrei für den Käufer Reden Sie mit Herrn Lukas Richter. Tel.: +43 (0)1 535 53 05-25 oder per E-mail: industrial@colliers.at

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i m m o : C ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 30. August 2013

financenet@medianet.at

short

EHL vermittelt 70 DGWohnungen im Arsenal

Bluesave-Chefin Doris Wirth Energiewende und weitere Normenflut stellen Immo-Branche vor Herausforderungen

„Der neuen Normenflut mit Know-how begegnen!“

© EHL Immobilien

DGNB-Auditorin Doris Wirth: Rechtssicherheit braucht zunehmend technische Beratung. mathieu völker

Wien. 70 Dachgeschoßwohnungen kommen in Wien an einem Standort auf den Markt: Im Arsenal wurden die Dächer von sieben Baukörpern ausgebaut und exklusive Wohnungen mit drei bis fünf Zimmern bzw. 73 bis 134 m2 errichtet. Mit der Vermietung der Wohnungen wurde EHL Immobilien beauftragt. „Wohnen im Arsenal, im unmittelbaren Umfeld so bekannter Kultureinrichtungen wie des Heeresgeschichtlichen Museums und des 21er-Hauses, hatte immer schon ein ganz besonders Flair“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „In den vergangenen Jahren wurden bei keinem anderen Wohnbauprojekt auch nur annähernd so viele Dachgeschoßwohnungen angeboten.“ Die Objekte befinden sich in fußläufiger Entfernung zum neuen Hauptbahnhof Wien, wo u.a. auch das neue Erste-HQ angesiedelt sein wird. (red)

Buwog kauft 1.190 deutsche Wohnungen Wien/Kassel. Die ImmofinanzTochter Buwog kauft in Deutschland weiter kräftig zu und hat sich nun ein Portfolio, bestehend aus 1.190 Wohnungen, für 45,8 Mio. € in Kassel gesichert. Damit kommt die Buwog in Deutschland auf 6.300 Wohnungen. In Österreich hat das Unternehmen zuletzt rund 2.000 Wohnungen in Kärnten und Oberösterreich verkauft, da der Fokus künftig auf Wien und Deutschland liegen soll. Die börsenotierte Immofinanz will ihre Tochter ebenfalls an die Börse bringen. (APA)

© Foto Wilke

Porreal: Neuer Chef wird A. Freudensprung

Andreas Freudensprung übernimmt Geschäftsleitung der Porr-Tochter.

Wien. Andreas Freudensprung übernimmt mit August 2013 die Geschäftsleitung der Porr-Konzerngesellschaft Porreal Facility Management GmbH. Mit dem Geschäftsführerwechsel setzt das Unternehmen einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung nachhaltigem Wachstum. Seine bisherigen Aufgaben als Business Area Manager für Facility Management in der Porreal-Gruppe wird er weiterhin ausführen. (red)

Wien. Die Energiewende und damit eine weitere Normenflut kommen in der Immobilienbranche an und stellen Immobilieneigentümer und Verwalter vor neue Herausforderungen. Neu ist jedoch, dass durch die konkreten Umsetzungen der Energiewende zunehmend mehr technisches Know-how in der Immobilienverwaltung gefordert ist, skizziert Doris Wirth vom Wiener Ingenieurbüro Bluesave, Spezialistin für Energieeffizienz, DGNB-Auditorin und ÖGNI-Botschafterin. Was können also Hausverwaltungen und Eigentümer tun, um diese Entwicklung gut zu bewältigen?

„Bei der konkreten Umsetzung der Energiewende ist auch in der Immobilienverwaltung immer mehr Know-how gefordert.“ doris wirth, bluesave

Die Technik ist so komplex geworden, dass es wahrhaft keine Schande ist, mit qualifizierten Experten zusammenzuarbeiten, lautet die generelle Empfehlung von Wirth. Die Ö-Norm B1300 ist ein gutes Beispiel. Diese Norm definiert erstmals sämtliche Prüfpflichten im Rahmen der sicherheitstechnischen Begehung und Überprüfung von Wohnhäusern. Fassade, Dach, Stiegenhäuser, Fenster, Türen, Außenanlagen sowie alle haustechnischen Anlagen müssen regelmäßig und nachweislich geprüft werden. Neben der Dokumentationspflicht ist für jeden einzelnen Bauteil bzw. Anlage eine verantwortliche Person zu benennen.

B1300 als Chance verstehen Im Streitfall vor Gericht ist der Verweis auf die Norm von entscheidender Bedeutung. Wirth beschreibt die Chancen: „Durch diese Normung gelingt es derzeit, die ganzen gesetzlichen Verpflichtungen sinnvoll in den Griff zu kriegen. Wenn sich ein Verwalter der B1300 annimmt, kann er gleichzeitig vieles an Berichtspflichten gegenüber dem Eigentümer erledigen. Es wird nicht billiger, aber besser und effizienter!“ Bluesave übernimmt für die Verwaltung alle technischen Aspekte der B1300: „Kleinere Hausverwalter mit etwa 100 Immobilien können es sich oft nicht leisten, einen eigenen Bautechniker anzustellen; wir fungieren dann als externe Bauabteilung und Berater.“

© medianet

EHL-Chef Michael Ehlmaier: Rekord bei Dachgeschosswohnungen.

Die Spitze des Bluesave-Teams: Baumeisterin Nicole Seitz und Geschäftsführerin Doris Wirth

mit der Erstellung von rund 2.000 Energieausweisen (insgesamt über zwei Mio. m2 Nutzfläche) beauftragt. Daran anschließend wurden seitens der Auftraggeber fortführende Investitionspläne beauftragt, ebenso wie Sanierungskonzepte und deren Umsetzung samt Behörden- und Förderungsmanagement. Tolles Nebenprodukt der Energieausweiserstellung: Ein ordentliches Planarchiv für den Verwalter, das ihm die Arbeit erleichtert. Und gepflegte Bausubstanz bringt Mehrwert und Nachhaltigkeit.

Prüfstein Gründerzeithaus Bestes Beispiel für nachhaltiges Bauen ist das Gründerzeithaus an sich. Nach über 100 Jahren intensivster Nutzung sind sie immer noch werthaltig, brauchen aber innovative Lösungen für die Sanierung. „Wir untersuchen gerade in einem Forschungsprojekt, ob und wie eine integrierte Sanierung eines gründerzeitlichen Althauskomplexes in einem Gebiet mit niedriger Ertragslage möglich ist“,

berichtet Wirth. Gerade in Wien gibt es viele in der Substanz wunderbare Gründerzeithäuser, die leider nicht revitalisiert werden, da aufgrund der Mietzinsbestimmungen im Altbau diese Investitionen kaum refinanziert werden können. Sozialer Niedergang und baulicher Verfall dieser Wohnviertel sind die Folge. Wichtiges Forschungsergebnis: Hochwertig sanierte und neu zu vermietende Wohnungen im Altbau müssten aus dem Richtwert-Reglement herausgenommen werden. „Das würde Sanierungsentscheidungen beim Eigentümer beschleunigen und enorme Impulse für die Wirtschaft bedeuten, ohne den Steuerzahler zu belasten“, merkt Wirth auch in ihrer Funktion als Obmannstellvertreterin der Fachgruppe der Ingenieurbüros kritisch an.

Zertifikate boomen Während die einen unter der Normenflut ächzen, streben so manche Eigentümer nach mehr.

Quelle: BlueSave

Energieausweis nützen Im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung des Energieausweisvorlagegesetzes 2012 wurde Bluesave

Dienstleistungen an einem Gründerzeithaus: Nach über 100 Jahren sind sie immer noch werthaltig, so Bluesave.

Im Rahmen der BlueCard können Gebäude im Bestand nach DGNB zertifiziert werden. „Zertifikate sind immer eine Übererfüllung der baurechtlichen Anforderungen und Normen“, so Wirth. Sie beschäftigt in ihrem Betrieb nicht nur Techni-

„DGNB-Zertifikate bedeuten Übererfüllung von Normen, rechnen sich aber, wie man am Millennium Tower und am MGC sieht.“ doris wirth

ker, sondern auch ein vierköpfiges DGNB-Auditorenteam, das sowohl den Millennium Tower (45.000 m2 NFL) als auch den neuen Officeund Fashion Park in St. Marx (das ehem. MGC – Modegroßhandelscenter mit 60.000 m2 NFL) zum Zertifikat geführt hat. Intelligente Betriebskonzepte für Klimatisierung, Reinigung und Entsorgung schaffen finanzielle Vorteile, gleichzeitig erleichtern Zertifikate die Vermietung. Wirth weiter: „Es reicht nicht, zu wissen, wie es sein soll oder sein könnte, man muss den Kunden auch zum von ihm gewünschten Ergebnis führen können, natürlich zu überschaubaren Kosten.“ Große internationale Konzerne verpflichten ihre Tochterunternehmen durch ihre CSR-Policy dazu, nur in zertifizierte Gebäude einzuziehen. Nicht zuletzt deshalb boomen derzeit die Zertifizierungen, um eine bessere Gebäudequalität auch vermarktungstechnisch gewinnbringend einzusetzen.


I m m o : c a p i ta l

Freitag, 30. August 2013

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Immobilien-Aktiengesellschaften S Immo, CA Immo, conwert, Atrium European Real Estate und Eco Business legen ihre Halbjahresberichte vor

Starkes Jahr fßr die Immo-AGs Wien. Die Üsterreichischen Immobilien-Aktiengesellschaften sind im Aufwärtstrend. Das zeigen die mehrheitlich positiven Zahlen in den soeben verÜffentlichten Halbjahresberichten der ImmobilienUnternehmen S Immo, CA Immo, conwert, Atrium European Real Estate und Eco Business.

S Immo steigert Gewinn Die S Immo AG hat im ersten Halbjahr 2013 mehr verdient, aber wegen der Verkleinerung ihres Portfolios geringere ErlĂśse ausgewiesen. In den ersten sechs Monaten 2013 beliefen sich die ErlĂśse auf 97 Mio. nach 98,6 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2012. Die darin enthaltenen MieterlĂśse sanken leicht auf 59 Mio. (60,6 Mio.) Euro. Das Immobilienportfolio schrumpfte in dem Zeitraum um 5,6 Prozent. Im ersten Halbjahr wies die S Immo einen VeräuĂ&#x;erungsgewinn von 2,4 Mio. (5,8 Mio.) Euro aus. Das Bruttoergebnis beläuft sich auf 55,1 Mio. nach 53,2 Mio. Euro. Die Steigerung ist gestiegenen ErlĂśsen in der Hotelbewirtschaftung und geringeren Aufwendungen in der Immobewirtschaftung zu verdanken. Operativ verdiente die S Immo aber weniger. Das EBITDA ging auf 49,9 Mio. nach 50,9 Mio. Euro zurĂźck, und das Betriebsergebnis (EBIT) sank auf 48,0 Mio. nach 51,0 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) stieg hingegen auf 17,6 Mio. nach 15,9 Mio. Euro und der PeriodenĂźberschuss auf 16,0 Mio. nach 15,1 Mio. Euro.

CA Immo: +37% netto Der Gewerbeimmobilienentwickler CA Immo schlieĂ&#x;t mit einem starken Ergebnis im zweiten Quartal an den soliden Jahresauftakt an: CA Immo konnte im 1. Halbjahr 2013 das Konzernergebnis von 22 auf 41,2 Mio. Euro steigern. Das Betriebsergebnis (EBIT) gab von 115,1 auf 87,7 Mio. Euro nach, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 113,9 Mio. Euro stabil, ebenso die MieterlĂśse mit 137,7 Mio. Euro. Die MieterlĂśse sanken im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um 2% auf 137,7 Mio. Euro. Der operative Cashflow sank von 106,1 auf 97,6 Mio. Euro. „Aus strategischer Sicht bleibt eine weitere Profitabilitätssteigerung und Stärkung der Konzernbilanz mittels einer Reduktion der Finanzverbindlichkeiten oberste Priorität. Die Eigenkapitalquote der CA Immo Gruppe, derzeit bei 31,5 Prozent, soll mittelfristig auf 40 Prozent gesteigert werdenâ€?, erklärt Bruno Ettenauer, CEO von CA Immo. Das fĂźr Aktionäre maĂ&#x;gebliche Nettoergebnis erhĂśhte sich um 37% gegenĂźber dem ersten Halbjahr des Vorjahres auf 36,2 Mio. Euro bzw. 0,41 Euro je Aktie (2012: 0,30 Euro je Aktie).

conwert: operativ top Die conwert Immobilien Invest SE hat im ersten Halbjahr ihr bisher bestes operatives Ergebnis erzielt: Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern legte um rund 150 Prozent auf 25,6 (10,1) Mio. Euro zu, ein neuer Rekord und sogar mehr als in den Gesamtjahren 2011 und 2010. Die Funds from Operations vor Verkaufsergebnis (FFO I) wuchsen bis Juni um 52 Prozent auf 18,4 (12,1) Mio. Euro.

Der Umsatz aus Immo-Verkäufen betrug 145,6 Mio. Euro – davon rund 60 Mio. Euro aus Verkäufen von Gewerbeimmobilien bei einer Marge von 10,3 Prozent ßber den IFRS-Buchwerten. Im 2. Quartal ist es zu keinen signifikanten Neubewertungen gekommen, daher liegt das Bewertungsergebnis gegenßber dem 1. Quartal nahezu unverändert bei weiterhin 5 Mio. Euro. Das Finanzergebnis war im Halbjahr mit 34,1 Mio. Euro negativ, nach ebenfalls negativen 42,1 Mio. im gleichen Vorjahreszeitraum; diese Effekte fßhrten laut conwert zu einem Halbjahres-EBT laut vorläufigen Zahlen von 36,1

Mio. Euro, nach 18,0 Mio. Euro ein Jahr davor.

zu 90,9 Mio. Euro in der 1. Jahreshälfte 2012.

Atrium: Mieten legen zu

Eco: Schwarze Zahlen

Bei der Atrium European Real Estate Limited stiegen die BruttoMieteinnahmen um 5,2% auf 101,1 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 96,2 Mio. Euro), die Netto-Mieteinnahmen um 4,9% auf 96,3 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 91,7 Mio. Euro). Die Operative Marge sank leicht auf 95,2% (1. Halbjahr 2012: 95,4%). Das EBITDA stieg um 6,8% auf 81,3 Mio. Euro (76,1 Mio. Euro). Der Gewinn vor Steuern beträgt 61,7 Mio. Euro, im Vergleich

Eco Business hat im ersten Halbjahr 2013 deutlich mehr verdient und ist im zweiten Quartal in die schwarzen Zahlen zurĂźckgekehrt. Die VermietungserlĂśse beliefen sich auf 20,3 Mio. (22,1 Mio.), der Verkaufsumsatz auf 12,5 Mio. (25,2 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 12,5 Mio. (8,9 Mio.) und das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) auf 6 Mio. (1,4 Mio.). Unterm Strich verdiente Eco Business 4,6 Mio. nach 200.000 Euro. (APA/red)

1160 Wien – Wilhelminenberg Paulinensteig 31 OVER THE TOP: PENTHOUSES - Herrlicher Panoramablick ßber Wien  Pð:RKQÀlFKH=LPPHU - Ca. 150 m² sonnige Aussichtsterrassen - Tiefgarage - HWB 44 kWh/m²a - Kurzfristig beziehbar

3400 Klosterneuburg - Zentrum AlbrechtstraĂ&#x;e 46 -

13 attraktive Eigentumswohnungen 1 Einfamilienhaus 2 Wohnungen und 1 Haus noch verfßgbar Zentrale Grßnruhelage HWB 51 bzw. 65 kWh/m²a Fertigstellung Winter 2013

1120 Wien – Hetzendorf SchlÜglgasse 3 -

26 Kleinwohnungen/Vorsorgewohnungen 38 bis 65 m² (2 und 3 Zimmer) noch verfßgbar Grßnlage - Nähe S-Bahn Tiefgarage HWB 26 kWh/m²a Fertigstellung Herbst/Winter 2013

Š CA Immo/Gregor Ecker

Aktuelle Finanzberichte zeigen solide Ergebnisse: Branche setzt weiterhin auf Effizienzprogramme.

CA Immo-CEO Bruno Ettenauer: „Wollen Eigenkapitalquote auf 40% steigern“.


IMMO:MArkets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 30. August 2013

financenet@medianet.at

Konjunktur Deutsche Wirtschaft steht auf festen Beinen – nach Stagnation zu Jahresbeginn naht Aufschwung

short

Deutschland baut auf

Schutz für insolvente Hausbesitzer Athen. Ende des Jahres läuft in Griechenland die Regelung aus dem Jahr 2010 aus, wonach bestimmtes Wohneigentum bei einer Insolvenz seiner Eigentümer von Zwangsversteigerungen ausgenommen wird. Der griechische Regierungschef Antonis Samaras hat zahlungsunfähigen Immobilienbesitzern Unterstützung zugesagt. Hauseigentümer, die wegen der Finanzkrise ihre Kredite nicht bedienen könnten, sollten weiter „umfangreich geschützt“ werden, so Samaras. (APA)

Bauinvestitionen zogen wegen des witterungsbedingten Nachholeffekts noch weit stärker an. Berlin. Der lange, kalte Winter hatte doch noch was Gutes, denn er ließ die deutsche Wirtschaft durchstarten. Insbesondere am Bau war nach dem kalten Winter viel Arbeit liegen geblieben, die dann nachgeholt wurde – die Bauinvestitionen legten um 2,6% zu, der erste Anstieg seit dem dritten Quartal 2012. Steigende Konsumausgaben und anziehende Investitionen trugen im zweiten Quartal 2013 zu einem Plus von 0,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, bestätigte das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung. Die privaten Ausgaben legten aufgrund des stabilen Arbeitsmarkts und steigender Einkommen ein halbes Prozent zu. Mit einem Plus von 0,6 Prozent nahm der deutsche Staat sogar noch etwas mehr Geld in die Hand – ein Schelm, der die deutschen Bundestagswahlen als Grund dafür sieht. Die Investiti-

Gute Lage zieht Käufer aus Deutschland an, wie die Party Frankl GmbH.

Stimulierter Wohnungsbau Seit 2010 hat die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in Deutschland beträchtlich zu­gelegt. Im heurigen Jahr wird mit einem kräftigen Anstieg auf etwa 205.000 Neubauwoh­nungen gerechnet. „Die niedrigen Bauzinsen, die stark gestiegene Zuwanderung sowie die anhaltende Flucht in Sachwerte dürften den Wohnungsbau hierzulande weiterhin stimulieren. Für 2015 rechnen wir mit rund 240.000 Wohnungsfertigstellungen; dies würde einen Anstieg gegenüber 2010 um etwa 100.000 Einheiten bedeuten“, erklärt Ludwig Dorffmeister, Bau-Experte aus dem ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien in München. (APA/hk)

© EPA/Mauritz Antin

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

Eventausstatter kauft Objekt am Rautenweg

onen werden die Konjunktur nach Ansicht der deutschen Bundesbank aber vorerst kaum ankurbeln.

Witterungsbedingter Nachholeffekt bei den Bauinvestitionen kurbelt Konjunktur an.

Alternativenergien Vergütung soll um ein Drittel fallen, Photovoltaik ist besonders stark betroffen

Schweiz: Fördergelder werden gekürzt

Wien. Colliers Wien unterstützte gemeinsam mit den deutschen Kollegen das Münchner Unternehmen Party-Verleih Frankl GmbH beim Ankauf seiner neuen Österreich-Niederlassung in Wien. Das Betriebsobjekt im Industriegebiet Rautenweg in Wien bietet über ca. 4.000 m� Lager- und Produktionsflächen und ca. 850 m� Büroflächen auf einem rund 8.900 m� großen Betriebsgrundstück. (ag/hk)

Bern. Das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) will Fördergelder für diverse Technologien für Erneuerbare Energien zusammenstreichen. Nebst tieferen Vergütungssätzen soll auch die Dauer der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) von bisher 20 bis 25 Jahre auf maximal 15 Jahre gesenkt werden.

Betroffen sind neben der Solartechnik auch die Kleinwasserkraft, die Windenergie, die Geothermie und die Biomasse. Der Branchenverband Swissolar ist von den geplanten Anpassungen nicht angetan und befürchtet laut einer Aussendung, „dass diese exzessiven Tarifsenkungen der Solarbranche massiven Schaden zufügen würde“. Das gelte es den zuständigen Stellen klar zu machen. Gemeint ist das BFE. „Das Ganze geht sicher nicht gegen die Branche. Wir wollen marktorientiert vorgehen und der Preisentwicklung gerecht werden“, meint BFE-Sprecherin Marianne Zünd dazu. Sie gibt aber auch zu, dass knapp kalkuliert worden sei. (APA/hk)

Alpine-Insolvenz: kommt „Mikro-Quote“?

Bekamen bisher KleinanlagenBesitzer pro eingespeister Kilowattstunde 36 Rappen (0,29 Euro), so soll dieser nach dem Willen des BFE auf 24 Rappen (0,19 Euro) reduziert werden. Bei einer 100-Kilowatt-Anlage soll die Vergütung von bisher 27 (0,22 Euro) auf 16 Rappen (0,13 Euro) pro Kwh sinken.

Wien/Wals. 9.000 Forderungen mit einem Volumen von 3,7 Mrd. Euro seien im Zuge der Pleite der Alpine beim Gericht angemeldet. Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform befürchet eine „Mikro-Quote“ für die Gläubiger. Masseverwalter Stephan Riel sagte bereits zu Beginn des Insolvenzverfahrens, dass die Gläubiger nicht mit einer wirtschaftlich relevanten Quote rechnen können. (APA/red)

© dpa/Armin Weigel

Schaden für Solarbranche?

Die Anpassungen sind laut Swissolar, „was die Photovoltaik betrifft, katastrophal“.

Friaul Italien investiert eine Milliarde Euro in Bahnnetz

Almen Neues Gutachten

Rückgang Verkauf lahmt

Rom. Italien will massiv in die Modernisierung seines Bahnnetzes investieren. Mittel in Höhe von einer Mrd. Euro hat die Regierung Letta im Rahmen ihres Maßnahmenpakets zur Förderung des Wirtschaftswachstums locker gemacht, um Infrastrukturprojekte im Bahnbereich zu finanzieren. Davon sollen indirekt auch Österreicher profitieren, die nach Friaul reisen, denn der Knotenpunkt von Udine wird moderni-

Wien. Im andauernden Rechtsstreit um Flächenabweichungen heimischer Almen und einhergehende Förderrückforderungen gibt es nun ein Rechtsgutachten von den Professoren Arno Kahl und Thomas Müller von der Universität Innsbruck. Das berichtet das „dlzAgrarmagazin online“. Prinzipiell wird der Agrarbürokratie EU-Rechtskonformität zugebilligt, in der Umsetzung gebe es aber Fehler.

Washington. Die Verkäufe neuer Häuser sind in den USA überraschend eingebrochen. Sie seien im Juli im Vergleich zum Vormonat um 13,4 Prozent auf 394.000 Häuser gefallen, teilte das US-Handelsministerium in Washington mit. Dies stellt den stärksten Rückgang seit Mai 2010 dar. Volkswirte hatten mit einem leichten Minus von zwei Prozent auf insgesamt 487.000 Häusern gerechnet. (APA/hk))

Wachstum kommt mit dem Zug

© Kada/Wittfeld

Alpine 2: Projekt an Steiner Wohnbau

siert, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung Sole 24 Ore. Mit einem rund drei Mrd. Euro schweren Infrastrukturprogramm aus 80 Punkten plant das Kabinett neue U-Bahn-Linien in Rom, Mailand und Neapel sowie den Bau von Tunnels und Brücken; mehrere Autobahnstrecken sollen auch erneuert werden. In den kommenden drei Jahren sollen 80 Mrd. Euro in große Infrastrukturprojekte gesteckt werden. (APA/hk)

Flächen messen US-Hausmarkt

© Panthermedia.net/Roman Rodionov

Wien/Wals. Die Steiner Wohnbau Ges.m.b.H mit Sitz in Radstadt hat das Wohnbauprojekt Struberkaserne in Salzburg von der pleitegegangenen Alpine Bau übernommen. Über den Preis herrsche Stillschweigen, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit. Die Arbeiten im Salzburger Stadtteil Maxglan würden wieder aufgenommen, die Wohnungen sollen nun bis November beziehbar sein. (APA/red)

Geschwindigkeit der Züge auf der Achse Mailand-Venedig-Triest soll erhöht werden.

Die Mitwirkungspflicht der Landwirte ende in ihrer erforderlichen Sorgfalt. Auch schützen EURegeln die Bauern vor Rückforderungen, wenn sich die zuständige Behörde geirrt hat und der Bauer den Irrtum nicht habe erkennen können. Dann dürften rechtswidrige Förderungen nach einer zwölfMonats-Frist nicht mehr zurückgefordert werden. Hier sei es aber laut Gutachten wichtig, dass der Landwirt seine Bemühungen um eine korrekte Flächenfeststellung genau dokumentiert, so das Magazin. (APA/red)

© EPA/Erik S. Lesser

Gutachten schützt Bauern Steiner Wohnbau will das Projekt bis November beziebar machen.

Viele Neubauten, aber keine Käufer in Sicht – US-Häusermarkt in argen Nöten.


p e o p l e & Dat e s

Freitag, 30. August 2013

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Neuer Chef für MA 18 Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou fordert verstärkte Einbindung der Bürger in den Wachstumsprozess Wiens

„smart city“ Wien sozial denken Vorsitzender Christian Meidlinger. Interimistisch war die Abteilung in den letzten Monaten von Angelika Winkler geleitet worden.

Fritz Haslinger

Wien. Vor wenigen Tagen erhielt Andreas Trisko von Magistratsdirektor Erich Hechtner sein Bestellungsdekret zum neuen Chef der für Stadtentwicklung und Stadtplanung zuständigen Magistratsabteilung 18. Die Neubesetzung des Postens war durch einen Karrieresprung des früheren Abteilungsleiters ausgelöst worden: Thomas Madreiter ist seit Jänner 2013 als Gruppenleiter im Geschäftsbereich Bauten und Technik der Magistratsdirektion Planungsdirektor der Stadt Wien. Zu Triskos Amtsantritt erschienen als Gratulanten unter anderen Ressortchefin Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Personalstadträtin Sandra Frauenberger und Stadtbaudirektorin Brigitte Jilka. Die Glückwünsche der Gemeindebediensteten überreichte deren

Die damit verbundenen Anforderungen, nicht zuletzt an die Stadtplanung, sind enorm: Innere Stadterweiterung, Verdichtung und die für den notwendigen zusätzlichen Wohnraum erforderliche technische und soziale Infrastruktur sind nur durch vielfältig vernetzte Prozesse steuerbar.“ Dabei müssten Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und nicht zuletzt die Bürger in geeigneten Formen kommunizieren, um zu akzeptablen Lösungen zu kommen, so der Magistratsdirektor. Ohne die Mitwirkung Letzterer sei eine erfolgreiche Stadtentwicklung nicht denkbar. Andreas Trisko (48) studierte Architektur, Raumplanung und Raumordnung an der TU Wien. 2001 kam er zur Stadt Wien. Er war den Großteil seiner bisherigen Dienstzeit in den für Stadtteilplanung und Flächennutzung zuständigen Abteilungen tätig.

Bürger verstärkt einbinden Im Zuge der Bestellungsfestivitäten betonte Vassilakou, dass es besonders wichtig sein werde, die Bürger in Zukunft noch stärker und besser in den Wachstumsprozess der Stadt Wien einzubinden. Stadträtin Frauenberger hob hervor, dass die „Smart City“ Wien auch sozial zu denken sei und wies auf die Herausforderung Diversität hin; es gehe hier um ein gutes Zusammenleben in der wachsenden Stadt. Hechtner wiederum verwies auf die komplexen Herausforderungen, vor denen die Stadtplanung gegenwärtig stehe: „Wien wird aller Voraussicht nach auch in den nächsten Jahrzehnten weiter wachsen.

© Schaub Walzer/PID

Magistratsdirektor: „Ohne Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger ist eine erfolgreiche Stadtentwicklung nicht denkbar.“

Trisko: Neuer Chef der für Stadtentwicklung und Stadtplanung zuständigen MA 18.

Auffassungsunterschiede Vorstand und Aufsichtsrat über Umsetzung der operativen Wachstumsstrategie uneinig

short

Zumtobel wechselt seinen Vorstand aus Bregenz/Wien. Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel tauscht den Vorstand aus. Als Ursache werden unterschiedliche Auffassungen über die operative Umsetzung der Unternehmensstrategie kolportiert.

globalen Wachstumsstrategie in der wichtigen Phase des Technologiewandels hin zu LED zwischen Vorstand und Aufsichtsrat gegeben.

Wechsel Ende September

Schumacher sei ein „ausgewiesener Technologie-Experte, der auf bemerkenswerte unternehmerische Erfolge zurückblicken kann“, heißt es seitens des Unternehmens. Unter seiner Führung werde sich Zumtobel wieder verstärkt auf die langjährigen Erfolgsfaktoren – die starke technologische Orientierung einerseits und wegweisende ästhetische Kompetenz in Design und Architektur andererseits – fokussieren. (APA/fh)

U. Schumacher: International anerkannter Techniker übernimmt Konzernführung.

VwGH-Strafe Deutsches Ehepaar muss 20.000 € zahlen

Neuer operativer Chef Stadlhuber führt Strategie fort

Bregenz/Lech am Arlberg/Wien. Ein deutscher Finanz-investor und seine Frau müssen laut einem Urteil des Verwaltungsgerichtshof (VwGH) für eine illegale Ferienwohnung in Lech am Arlberg eine Geldstrafe von 20.000 € berappen, berichtete die Neue Vorarlberger Tageszeitung. Zuvor war die von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz verhängte Strafe in zweiter Instanz vom Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) des Landes

Wien. René Benko hat sich laut Format aus der operativen Führung des von ihm selbst gegründeten Immobilien-Konzerns Signa in den Beirat zurückgezogen. Neuer Vorstandschef sei Christoph Stadlhuber, früher bei der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) tätig. Am 13. August hat das OLG Wien 12 Monate bedingte Haft für Benko wegen einer verbotenen Intervention beim damaligen kroatischen Premier Ivo Sanader bestätigt. Ben-

Vorarlberg bestätigt worden. Das Ehepaar soll seine Wohnung Freunden und Bekannten unentgeltlich als Ferienwohnung zur Verfügung gestellt haben. Eine solche Nutzung sei aber nicht zulässig, so der Vorwurf.

Fehlende Rechnungen Der 62-Jährige ehemalige TopManager und seine Frau gaben an, sie hätten ihre Wohnung gewerblich vermietet. Dieser Argumentation folgte der Verwaltungsgerichtshof jedoch nicht. Für die Nutzung der Wohnung seien keine Rechnungen ausgestellt worden und gegen einen Gastgewerbebetrieb spreche auch die fehlende Kennzeichnung sowie ein Klingelschild mit dem Namen der Eigentümer. Eine Erwerbsabsicht könne sich auch im Umweg ergeben, so die Ansicht des Beschwerdeführers. Für das Gericht war jedoch nicht nachvollziehbar, welche geschäftlichen Ziele von welchem Unternehmen durch die unentgeltliche Bereitstellung der Wohnung erreicht werden sollten. (APA/fh)

ko, der dagegen berufen hat, weist einen Zusammenhang zwischen dem Urteil und seinem Rückzug von sich. Die Unternehmensentscheidung sei bereits am 18. Juni erfolgt. Benko, der nun den Beiratsvorsitz übernimmt, will sich von dieser Position aus um strategische Fragen und Kontakte zu Investoren und Banken kümmern. Stadlhuber werde auf Handelsimmobilien und klassische Kaufhäuser setzen. (fh)

© ÖBB

Signa: Benko nur mehr im Beirat

Salzburger Pinzgau bekommt neues ÖBB-Pumpspeicherkraftwerk.

Deutsche GSW bestellt neue Co-Vorstände

© EPA

© Wikimedia

Teure (illegale) Ferienwohnung

Lech am Arlberg: Kostenlose Überlassung von Immobilie kann teuer werden.

Uttendorf/Wien. Die ÖBB haben mit den Vortriebsarbeiten für das geplante unterirdische Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos im Stubachtal im Salzburger Pinzgau begonnen. Das geplante Kraftwerk ist das mit Abstand größte des Bahnkonzerns und soll die vier bestehenden ÖBB-Kraftwerke im Stubachtal ergänzen. „Wir können damit nicht nur den Inhalt vom Speicher Weißsee mitnutzen, der derzeit ungenützt in den tiefer gelegenen Tauernmoossee fließt, sondern in zukunft gleichzeitig die Leistungsspitzen abdecken“, erklärt Walter Kühner, Projektleiter des Geschäftsbereichs Energie der ÖBB Infrastruktur AG. „Besonders wenn der Taktfahrplan in Österreich eingeführt wird, werden stündlich enorme Energiespitzen benötigt“, sagt Kühner.  (APA/fh)

Technologie-Experte

© zumtobel group

Somit wird Ulrich Schumacher zum 1. Oktober 2013 Vorstandsvorsitzender und interimistisch auch Finanzchef der Zumtobel AG. Der Aufsichtsrat hat die Rücktritte von CEO Harald Sommerer und CFO Mathias Dähn per 30. September 2013 akzeptiert, so die Unternehmensdarstellung. Davor habe es unterschiedliche Auffassungen über die operative Umsetzung der

Baustart des ÖBBKraftwerks Tauernmoos

Zeitliches Zusammentreffen: Benko zieht sich nach dem Urteil in den Beirat zurück.

Frankfurt/Wien. Auf der Suche nach einem neuen Chef präsentierte der deutsche Wohnungskonzern GSW eine interne Lösung. Die beiden Vorstände Jörg Schwagenscheidt und Andreas Segal sollen laut dem Unternehmen die Geschäfte fortan gleichberechtigt als Co-Vorstandssprecher leiten. Der bisherige GSW-Chef Bernd Kottmann musste nach wenigen Wochen im Amt im Juli 2013 nach einer spektakulären Investorenrevolte abtreten. (ag)


Business promotion

30 – financenetreal:estate

Freitag, 30. August 2013

Halbjahresbilanz UBM Realitätenentwicklung AG steigert Performance: sattes Plus bei Umsatz und Gesamtleistung

Höhere Leistung durch regionale Diversifikation

aktuelle Projekte

Engagement in den Schwerpunktländern Deutschland und Polen wird weiter sukzessive ausgebaut.

Stark in den Wachstumsmärkten Weitere Zahlen des UBM-Konzerns: Die betriebswirtschaftlich relevante Gesamtleistung (Erlöse aus Immobilienverkäufen, Mieteinnahmen oder Einnahmen aus Hotelbetrieb plus noch nicht abgerechnete Bauleistungen, Lieferungen und Leistungen an Dritte) wuchs um 25,78% oder 23,0 Mio. € von 89,2 auf 112,2 Mio. €. Die höchste Wertschöpfung wurde in Deutschland (51,9 Mio. €) lukriert, Platz zwei hält Polen (27,5 Mio. €). Am Heimmarkt sorgte u.a. das Wohnungsprojekt „Sternbrauerei Riedenburg“ für ein Plus (insgesamt 18,2 Mio. €). Dazu Bier: „Die Zahlen bestätigen unsere Regionalstrategie. UBM ist fast ausschließlich in wirtschaftlich stabilen Ländern aktiv.“ Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 31,82% von 8,8 auf 11,6 Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) wuchs um 6,9% oder 0,4 Mio. € (von 5,8 auf 6,2 Mio. €). Dadurch verbesserte sich auch das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr um 27,54% von 0,69 auf 0,88 €. Die UBM-Bilanzsumme wuchs zum ersten Halbjahr 2013 um rund 4,9% auf 664,8 Mio. €. Das Eigenkapital verbesserte sich in den ersten sechs Monaten um rund 1,0 Mio. € auf 154,6 Mio. €. Dementsprechend stieg der Subs-

Airport City, St. Petersburg, Russland.

© UBM Realitätenentwicklung AG (6)

Wien. Keine Herbststimmung trotz trüber Wetterlage: Zum Sommerfinale kann UBM Realitätenentwicklung AG erneut ein substanzielles Wachstum melden. Der vor allem in Mittel- und Osteuropa stark aufgestellte Immobilienentwickler zog gestern, Donnerstag, eine positive Zwischenbilanz 2013. Beim Pressetermin zeigten sich Vorstandsvorsitzender Karl Bier und Finanzvorstand Heribert Smolé angesichts „hervorragender“ Halbjahreszahlen in Bestlaune. Mit ein Grund: Der Umsatz ist im ersten Halbjahr um 33,98% von 56,5 auf 75,7 Mio. € gestiegen – dank vorausschauender Geschäftspolitik. Ihr weiterer Befund: Fast alle relevanten Indizes und Leistungsindikatoren weisen im Jubiläumsjahr nach oben. Dank leicht anziehender Konjunktur dürfe man mit Optimismus ins zweite Halbjahr gehen. Vor allem der deutsche, aber auch der polnische Markt soll zukünftig als Turbo wirken.

Alma Tower, Krakau, Polen.

Die UBM-Vorstandsgruppe: Martin Löcker (Mitglied des Vorst.), Vorstandsvorsitzender Karl Bier, Finanz-Vorstand Heribert Smolé.

tanzwert je Aktie auf 25,8 €. Damit sind UBM-Aktien noch immer deutlich unterbewertet, obwohl sie seit Jahresanfang um über 22% zugelegt haben. Während im Vergleich zum Jahresultimo die Grundstücksfläche mit 2,5 Mio. m2 unverändert blieb, ist die vermietbare Fläche wegen des Verkaufs kleinerer Entwicklungen von 450.000 m2 auf rund 439.000 m2 zurückgegangen. Aktuell setzt sich das Portfolio zu 31% aus Büros, zu 30% aus Gewerbeflächen, zu 37% aus Hotels und zu 2% aus Wohnungen zusammen.

Investitionsoffensive Um mehr Wind unter die Segel zu bekommen, hat UBM im ersten Halbjahr die Investitionen von 27,8 auf 51,2 Mio. € gesteigert. Bis Ende 2013 will man insgesamt 100 Mio. € neu veranlagen. Das ist doppelt so viel wie im Jahr 2012. Ergo ist die Projektpipeline prall gefüllt. In der Bundesrepublik sind aktuell Wohnhausanlagen in Frankfurt (Living Affairs, Central Living), München (Unterbiberg II, Tutzing am Starnberger See, Unterschleißheim) und Berlin (Inselstraße I und II) in der Planungs- und Bauphase.

Ebenfalls auf der Agenda: Bürohäuser in München (Trikot Office) und Krakau (Alma Tower) sowie neue Hotels in Frankfurt, Amsterdam und Paris.

Blick nach vorn Insgesamt regiert bei UBM vorsichtiger Optimismus. In der Wiener Zentrale rechnet man mit einer weiteren Erholung der Konjunktur in Mitteleuropa – auch, weil der Wohnungsmarkt in deutschen und österreichischen Ballungsräumen weiteres Wachstum verspricht. Dass sich eine Blase herausbildet, sei nicht zu befürchten, heißt es aus der Vorstandsetage. Grund: Wohnimmobilien werden mit hohem Eigenmittelanteil erworben. „Solange die Zinsen nicht steigen, wird man nicht einmal mit einer Beruhigung der Preisdynamik rechnen können“, so UBM-Chef Bier. Der Konzern werde so 2013 die Zahlen deutlich verbessern können. Dass Deutschland und Polen die umsatzstärksten Märkte darstellten, komme dem Immobilienentwickler ebenso zugute, wie das zunehmende Interesse institutioneller Investoren an der Assetklasse Hotel. Während der Krise in die

ERGEB NISKENN ZA H LEN

in Mio. € 1. HJ/2013 2013* Gesamtleistung UBM-Gruppe 112,2 307,2 davon Auslandsanteil in % 83,8 84,7 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 11,6 Ergebnis vor Ertragssteuer (EBT) 6,2 Investitionen 51,2 100,0

1. HJ/2012 89,2 84,9 8,8 5,8 27,8

2012 258,3 78,0 6,8 12,0 50,0

1. HJ/2011 126,1 89,7 14,2 6,2 37,4

2011 281,9 91,0 23,1 14,6 78,7

1. HJ/2012 89,2 31,9 43,8 13,5

2012 258,3 130,1 72,2 56,0

1. HJ/2011 126,1 43,6 69,9 13,1

2011 281,9 112,9 142,6 26,4

B ETRIE B SWIRTS CH A F TL I C HER Ü BER B L I C K

in Mio. € Gesamtleistung UBM-Gruppe Zentral- und Osteuropa Westeuropa Österreich

1. HJ/2013 112,2 30,9 63,1 18,2

2013* 307,2 71,1 189,1 47,0

Personalstand (vollkonsolidierte Unternehmen) Stichtag 30.06. 512 davon Hotelbedienstete 295 * Prognose; Quelle: UBM Realitätenentwicklung AG

442 219

Fonds zugeflossene Mittel suchen jetzt wieder Veranlagung. Daher ist UBM ebenso wie der Kernaktionär CA Immo überzeugt, dass es in den nächsten Quartalen mehr Immobilientransaktionen geben wird.

456 235

411 181

423 198

„Der positive Start ins Jahr 2013 konnte zum ersten Halbjahr bestätigt werden. Speziell

Inselstraße, Berlin, Deutschland.

Deutschland ist Gesamtleistungsturbo.“ Karl Bier, UBM-Vorstandsvorsitzender

Der Businessplan sieht daher mehr Umsatz und einen höheren Gewinn vor. Wie viel, ist aber für Finanzchef Smolé noch nicht prognostizierbar: „Die Zahlen hängen vom Zeitpunkt der Immobilienverkäufe ab und nur in den seltensten Fällen ist ein dem Wirtschaftsjahr gerechtes Closing möglich.“

Angelo Westpark, München, Deutschland.

Information UBM Realitätenentwicklung AG entwickelt, vermietet und verkauft alle Arten von Immobilien in Europa. Die 1873 gegründete und seitdem an der Wiener Börse notierte Gesellschaft verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Frankreich, den Niederlanden, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und Ungarn. Kernaktionäre sind seit 1912 die Baufirma Porr und seit 2007 die Immobiliengesellschaft CA Immo. Der Halbjahresbericht 2013 ist unter www.ubm.at abrufbar.

Sternbrauerei Riedenburg, Salzburg, Österreich.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 30. August 2013 – 31

steuer für leerstand

Salzburger AK will Eigentümer, die ihre Wohnung nicht nutzen, bestrafen Seite 33

© LK Österreich

© Daniel Wagner

advisory Almflächendurcheinander

Novelle bringt bessere Berufungsmöglichkeiten für Bauern Seite 34

alpine „einzigartige dimensionen“ © APA/Barbara Gindl

Praktiker-Insolvenz: Hickhack geht weiter

short

© APA/Barbara Gindl

S&P: Compliance gut, Rotation nicht

S&P Deutschland Hinrichs: „Wir produzieren nur Meinungen.“

Alpbach/Wien. Die Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) will ihre Ratingentscheidungen für die breite Öffentlichkeit nachvollziehbarer machen. Die Bringschuld der Agentur sei es, Entscheidungen zur Kreditwürdigkeit für normale Menschen verständlich zu machen und nicht nur für Experten, betonte S&P-Deutschland-Chef Thorsten Hinrichs beim Forum Alpbach; eine Blackbox zu sein, dürfte man den Agenturen nicht unterstellen. Und die Öffentlichkeit solle aufhören, die Agenturen mit „alten Stereotypen“ zu betrachen. Als „absolut gut“ begrüßte Hinrichs die neu eingeführten Ratingagentur-Regulierungen zu Compliance. Diese hätten bereits vorhandene Regeln kodifiziert. Diese hätten S&P „stabiler und sauberer gemacht“. „Absolut keinen Sinn“ macht für Hinrichs die Rotation von Ratingagenturen. (ag)

© EPA/Alessandro Di Meo

© dpa/Angelika Warmuth

Italien schafft wenig geliebte Immosteuer ab

Berater-Honorare Der monatelange, zermürbende Kampf um die PraktikerRettung bietet auch nach der Insolvenz Zündstoff. Während die einen Consulter sich ausschweigen, wollen andere Schuldzuweisungen, beispielsweise seitens Austro-Großaktionärin Isabella de Krassny, nicht gelten lassen. Seite 32

Berlusconi: Abschaffung war Bedingung für weitere Letta-Unterstützung.

ÖVI AK fordert Verbesserung bei Richtwertmieten

Antiquierte gesetzliche Preisbindung

© ÖVI/Lisa Lux

Rom. Die italienische Regierung hat am Mittwoch die Abschaffung der unpopulären Immobiliensteuer IMU auf den Hauptwohnsitz angekündigt, die seit Monaten für politischen Zündstoff sorgt. Das komplette System der Immobilienbesteuerung soll revidiert werden. Geplant ist die Einführung einer kommunalen „Service Tax“, mit der ab 2014 mehrere Dienstleistungen für Gemeinden gezahlt werden sollen. Hilfen für soziale Stützungsmaßnahmen zugunsten der Arbeitslosen sind geplant, kündigte Ministerpräsident Enrico Letta an. Bis 15. Oktober wird seine Regierung mitteilen, wie die fehlenden Einnahmen kompensiert werden sollen. Ex-Premier Silvio Berlusconi hatte stark auf diesen Schritt gedrängt. (APA)

ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel: „So werden Privilegierte geschützt.“

Wien. Geht es nach der AK, haben neue Mieter von Richtwert-Mietwohnungen im Jahr 2011 21 Mio. € zu viel bezahlt, mehr als erlaubt jedenfalls, „weil das Richtwertmietsystem nicht funktioniert“, wie es heißt. Der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) kann dieser Rechnung nicht folgen: Es sei unverständlich, dass, gerechnet in Wien, der zweitniedrigste Richtwert gelte; der gesetzlich vorgesehene Befristungsabschlag pönalisiere den Vermieter, den durch den (häufigen) Mieter-Wechsel ohnehin höhere Kosten treffen. Zudem seien die Anforderungen an diesen gestiegen.  Seite 33

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32 – advisory

Freitag, 30. August 2013

financenet@medianet.at

Schlagabtausch mit Consultern Austro-Praktiker-Großaktionärin Isabella de Krassny zieht Klage in Erwägung

kolumne

Praktiker und noch lange kein Ende …

Betongold: Es bleibt nicht so viel über

Hamburg/Wien. Einem Bericht des Magazins Capital zufolge (financenet berichtete) hat die deutsche Baumarktkette Praktiker seit 2011 gut 80 Mio. € für Consulter wie BCG, McKinsey und Roland Berger u.a. ausgegeben – vergeblich. Mitte Juli wurde wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit die Insolvenz beantragt. Die österreichische Großaktionärin Isabella de Krassny sieht zahlreiche Versäumnisse, die den Weg der seit Jahren notleidenden Kette pflastern – angefangen von früheren Aufsichtsräten und Vorständen, die der Aufgabe nicht gewachsen zu sein schienen, bis hin zu den Beraterhonoraren, die jetzt ruchbar geworden sind. de Krassny hat mit der von ihr geführten Donau Invest Beteiligungs GesmbH mit Praktiker einen Verlust von knapp über 10 Mio. € erlitten. „Wir haben auf Basis des Sanierungsgutachtens von Roland Berger Kapital hineingezahlt; darin hieß es, Praktiker sei mit den zugeführten Mitteln sanierbar”, schäumt sie (s. Kasten). Die Berater kassierten Millionen, bei Null-Haftung; deren Leistung habe in erster Linie darin bestanden, „dass alle (Anm.: Aufsichtsrat und Vorstand) ohne Schaden davonkommen”. Nun erwägt sie mit hinter ihr stehenden Investoren eine Klage.

linda kappel

E

s ist schon ganz in Ordnung, dass mit dem Thema Wohnen kein Schindluder getrieben werden soll. Der Slogan „Wohnen soll leistbar bleiben“ hört sich ja ebenfalls nur recht und billig an und stößt bei Mietern freilich auf offene Ohren. Doch die Bürgerinnen und Bürger sollten sich vom Wahlkampfgetöse nicht täuschen lassen. Einerseits ist es ja gerade der Gesetzgeber, der gar seltsame Auswüchse im Wohnbausektor fördert oder zumindest nicht unterbindet. Andererseits stellt sich die berechtigte Frage, ob der Staat die erforderlichen Maßnahmen ergreift, damit ausreichend leistbarer Wohnraum überhaupt vorhanden ist (Stichworte „Friedenszins“, „Neubau“). Wer sich zudem mit Zinshausbesitzern darüber unterhält, wie viel sie tatsächlich aus dem „Betongold“ lukrieren, wird sich ohnehin wundern: So viel bleibt da nicht übrig. Wer Wohnungen befristet vermietet, darf dafür Pönale zahlen; so manchem Mieter aber ist „im Gegenzug“ die pflegliche Behandlung des Wohnraums ziemlich egal. Gegen säumige Zahler ergreift auch nicht gleich jeder Vermieter die ihm zustehenden Mittel. „Wohnnomaden“ können einem das Vermieten überhaupt gleich ganz verleiden. Von den hohen Kosten dank umfangreicher Erhaltungspflichten gar nicht zu reden ...

Vorwürfe und Konter Während sich Roland Berger mit Verweis auf die Verschwiegenheit bedeckt hält, kann auch McKinsey die aktuellen Gegebenheiten wenig kommentieren, da „wir nur Mitte 2011 bei Praktiker engagiert waren“, so McKinsey-Sprecher Kai Peter Rath. BCG-Partner Ralf Moldenhauer wird in deutschen Medien zitiert, man sei sowohl 2011 als auch 2012 noch im Unternehmen

gewesen. Der vorgeschlagene Weg habe u.a. die Abkehr von der Billigstrategie (Stichwort „20% auf alles bis auf Tiernahrung”) umfasst. Dies hatte auch de Krassny als ruinöse Falle eingeschätzt. Doch auch sie muss sich hinter vorgehaltener Hand Vorwürfe gefallen lassen: Sie habe die Rettung zu großen Teilen verhindert, die Beratungskosten so zu einem Gutteil mitverursacht. Grundsätzlich, sind sich McKinsey und BCG einig, könne man häufig bei „Unternehmen in Stresssituationen“ das Ruder sehr wohl noch rumreißen. Zur Relation Verluste zu Honoraren meint Moldenhauer: „Ein Verlust ist eine wirtschaftliche Beschreibung der ‚IstSituation‘. Beratungskosten sind Investitionen. Daher muss man diese an der Ergebnisverbesserung messen. Sollte sich von vornherein herausstellen, dass der Payback unter dem Fünf- bis Zehnfachen des Aufwands ist, sollte man das Engagement von beiden Seiten überdenken.” (lk/ag)

© EPA/Christian Charisius

Auch Haftungsfragen sollten geklärt werden.

Unmut nach Insolvenz: „Unfair: Berater kassieren vorab und erfolgsunabhängig.“

die versuchte rettung von praktiker Jänner 2012 Seit Jahren schreibt Praktiker rote Zahlen. Das Sanierungskonzept des neuen Vorstandschefs Thomas Fox sieht 300 Mio. € Bedarf vor. Eine Investorengruppe um die österreichische Semper Constantia Privatbank und die Managerin Isabella de Krassny, die hinter dem Fonds Maseltov steht, hält ca. 15% an der Baumarktkette. Sie wollen einen Hochzinskredit durch US-Hedgefonds Anchorage verhindern. Mai 2012 Die Austro-Großaktionäre unterstützen einen Kurswechsel. Geplant ist nun eine Kapitalerhöhung, die Aktionäre sollen ein Bezugsrecht erhalten. Vorstand Fox ist Vergangenheit. Praktiker will statt der bisher geplanten Ausgabe von 25 Mio. Aktien nun bis zu 57 Mio. platzieren, was 60 Mio. € bringen soll. Juni 2012 Die Austro-Großaktionäre fordern die Neubesetzung des Aufsichtsrats, was die

HV am 4. Juli absegnen soll. Neuer Vorstandschef ist AR-Mitglied Kay Hafner. Der Neubesetzungs-Antrag wird abgeschmettert und geht auch vor Gericht nicht durch. Die Großaktionäre entwerfen ein eigenes Sanierungskonzept. Juli 2012 Bei der HV stimmt de Krassny nach hartem Schlagabtabtausch dem Sanierungskonzept des Vorstands zu. Als Pfand soll Anchorage die Praktiker-Tochter Max Bahr bekommen, zudem Zugriff auf 15% der Praktiker-Aktien. August 2012 de Krassny lehnt das Finanzierungskonzept des Vorstands ab. Semper Constantia trennt sich von einem kleinen Teil ihrer Praktiker-Aktien. Anchorage fordert weitere, umfassende Zugeständnisse. Praktiker nimmt daher nun den Semper Constantia-Kredit an. Oktober 2012 Neuer Vorstandschef wird de

Krassny Protegé und AR-Mitglied Armin Burger. November 2012 Donau Invest, die Privatstiftung von de Krassnys Ehemann Alain, und Finanzinvestor Clemens Vedder wollen die Kapitalerhöhung garantieren. Wenig später zieht sich Vedder zurück, weil „die im Vorfeld vereinbarten Ziele für Praktiker nur in abgeschwächter Form verfolgt oder ganz fallengelassen wurden“. Bei der Kapitalerhöhung werden die Papiere zu 1,08 € angeboten, Alain de Krassny bietet an, falls nötig für bis zu 35 Mio. €-Anteile kaufen, letztendlich zeichnet er für 27 Mio. 45%. Juli 2013 Trotz allem ist die Baumarktkette insolvent, eine kurzfristig nötige Liquiditätsspritze konnte nicht aufgetrieben werden, später wird auch die Tochterkette Max Bahr insolvent.

KPN-Deal McDermott

Alpine-Pleite Prüfungstagsatzung, 300 Seiten-Bericht

Semantische Systeme 4. bis 6. September in Graz

München/Frankfurt. Die internationale Anwaltssozietät McDermott Will & Emery hat Telefónica S.A. bei den Verhandlungen mit KPN N.V. betreffend die Erhöhung des Kaufpreises für den Erwerb der E-Plus Gruppe beraten. Zum Team gehörten u.a. die Partner Joseph Marx, Philipp von Ilberg, Clemens Just, Martin Kniehase und Andreas Kurtze (alle Gesellschaftsrecht, Frankfurt).  (red)

Wien/Wals. Bei der Prüfungstagsatzung am Donnerstag nach der Pleite der Alpine Bau – die Forderungen werden laut Kreditschutzverbänden 5 Mrd. € übersteigen – erwartete Daniela Fradinger-Gobec vom Alpenländischer Kreditorenverband (AKV) bereits im Vorfeld, dass „die Hölle los sein“ werde. Der Bericht des Masseverwalters Stephan Riel, der täglich rund 500 Anfragen von Gläubigern per Mail erhalte, umfasse 300 Seiten. „Den

St.Pölten/Graz. Vertreter von Google, Skype und BBC werden bei der I-Semantics/I-Know-Konferenz 2013 in Graz Einblicke in zukünftige ITSysteme und Medienstrategien geben. Zentrales Thema der Konferenz seien Semantische Systeme, Enterprise Data Management und automatische Datenanalytik. Diese Themen sind durch den Spitzelvorfall rund um die NSA einem großen Teil der Gesellschaft bewusst geworden, so der Veranstalter. Wie solche Systeme auch zur kollaborativen Wertschöpfung und zum Wissensgewinn genutzt werden können, diskutieren Experten auf der u.sa. von der Fachhochschule St. Pölten organisierten Konferenz. Semantische Systeme unterstützen verschiedene Aspekte des Informationsmanagements. Dazu zählen neben Suchmaschinen Systeme zum Empfehlen von Produkten und zum Suchen von Informationen in Datenbanken; auch Fragen der Datenstrukturierung, Datenbankintegration, kollaborativer Workflows und der Datenanalytik. Ihre Anwendungsgebiete sind dementsprechend groß. So könnten zum Beispiel Unternehmen oder

Carlos Slim, Boss von AméricaMóvil, dem E-Plus indirekt gehörte.

Gläubigern muss man in Wahrheit eine vollständige Wertberichtigung ihrer Forderungen empfehlen“, so die AKV-Fachfrau. „Dimension und Auswirkung dieser Pleite sind zweifelsohne einzigartig“, so Fradinger-Gobec. „Weitere Folgeinsolvenzen sind zu erwarten.“ Es werde einen zweiten Termin geben müssen für nachträgliche Forderungsanmeldungen – dieser werde wahrscheinlich für November anberaumt.  (ag)

Alpine-Pleite: Fachfrau sieht schwarz und empfiehlt vollständige Wertberichtigung.

I-Know-Konferenz zu IT-Systemen die öffentliche Verwaltung Rohdaten gratis zur Verfügung stellen. Daraus ließen sich innovative Apps bauen oder Verwertungen wie Open Government Data umsetzen. Aber auch für Unternehmen sind die Systeme interessant. Sie könnten Werbung gezielt platzieren. Das Ziel ist auch hier, Daten richtig zu verknüpfen und Zusammenhänge zu erkennen.  Infos unter: www.i-semantics.at

© FH St. Pölten/Foto Kraus

„Es wird die Hölle los sein“

© APA/Barbara Gindl

© EPA/Georgi Licovski

Preisberatung

FH St. Pölten: Aufbereitung von Content nicht nur Kernkompetenz der Medien.


a dv i s o r y: L aw

Freitag, 30. August 2013

advisory – 33

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ÖVI I Immobilienwirtschaftsverband lehnt die jüngsten Forderungen der Arbeiterkammer zur weiteren Begrenzung der Richtwertmieten ab

„Gesetzliche Preisbindung“ Wien. „Die Vermieter kassierten 2011 bei Mietern kräftig ab: Rund 21 Mio. Euro zahlten neue Mieter in Wiener Altbauwohnungen zu viel an Miete”, rechnet die Arbeiterkammer (AK) anhand von Mikrozensus-Daten der Statistik Austria zu den rund 14.700 Wiener Richtwertmietverträgen aus dem Jahr 2011 vor. Den Grund sieht die AK in unzulässigen Aufschlägen zum Richtwertmietzins. „Private Altbaumietwohnungen sind viel teurer als erlaubt, weil das Richtwertmietsystem nicht funktioniert“, sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik.

grenzung der Richtwertmieten ab. „Unverständlich bleibt nach wie vor, warum der Gesetzgeber österreichweit ausgerechnet in Wien den zweitniedrigsten Richtwert verordnet hat“, argumentiert ÖVIGeschäftsführer Anton Holzapfel. Mit der politischen Entscheidung, den Richtwertmietzins künstlich niedrig zu halten, würden solche „angeblich überhöhte“ Mietzinse vorsätzlich produziert. In keinem anderen relevanten Mietmarkt (Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck) sei dies überhaupt Thema. „Der Immobilientreuhänder ist per Gesetz verpflichtet, für seinen Auftraggeber eine bestmögliche

Bewirtschaftung der Immobilie zu erzielen“, führt Holzapfel aus. Es hätten nicht nur die Anforderungen der Mieter an Ausstattung und Qualität in den letzten Jahren extrem zugenommen, auch jene an den Vermieter im Bezug auf Erhaltungspflichten würden ständig verschärft. Die mietrechtliche Normwohnung sei daher mit heutigen Standards nicht mehr vergleichbar. Der Immobilienbereich sei einer der letzten Sektoren im Wirtschaftsgefüge mit einer gesetzlichen Preisbindung. Flexible Systeme in anderen Ländern zeigten, dass sie besser funktionierten.

„Geschützt werden in Österreich jene besonders, die ohnehin schon privilegiert sind.“ Welche Begründung gibt es dafür, dass ein Unternehmer in einem frei finanzierten Altbau seine Preise nicht frei kalkulieren darf, in einem Neubau dagegen schon? Auch der gesetzlich vorgesehene Befristungsabschlag pönalisiert den Vermieter, der durch den Wechsel der Mieter ohnehin höhere Kosten (Adaptierung der Wohnung, etc.) hat. Übersehen wird auch, dass den Vermieter im Vollanwendungsbereich nach wie vor die wirtschaftliche Last der „unantastbaren“ Altmietverträge trifft. (lk)

© ÖVI/Lisa Lux

35% der Mietverträge in Gründerzeithäusern sind die „günstigen” Altmietverträge aus der Zeit vor 1994.

Holzapfel: „System des Mietenschutzes ist in Österreich leider völlig ungerecht.“

Wien ist Vorletzter Ein Vorwurf, den der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) pauschal so nicht gelten lassen will. Der ÖVI lehnt die aus der Studie abgeleiteten Forderungen zur weiteren Be-

10 Jahre Exzellenz

ÖVI II Salzburger AK

Schlagabtausch Salzburg. Der ÖVI verwahrt sich gegen den Vorstoß des Salzburger Arbeiterkammer-Präsidenten Siegfried Pichler. Dieser hatte Anfang August vorgeschlagen, Eigentümer einer Wohnung, die zumindest ein Jahr lang nicht bewohnt werde, sollten 100 € im Monat Sondersteuer zahlen. In der Stadt Salzburg stehen dem Vernehmen nach 6.000 Wohnungen frei. Eine Eigentumswohnung oder ein Haus leer stehen zu lassen, könne aber viele Gründe haben, führt der ÖVI ins Treffen. „Zweitwohnsitzwohnungen, die nur begrenzte Zeit im Jahr oder allenfalls nur am Wochenende genützt werden, bieten sich kaum für eine Vermietung an“, wettert ÖVI-Landesstellenleiter Christian Schnellinger. Bekanntlich könne man in Österreich nur einen Hauptwohnsitz haben. Oft sei privaten Wohnungseigentümern auch das Vermietungsrisiko zu groß. Wer etwa zahlungsunwillige Mieter hinausklagen muss, braucht nicht nur gute Nerven, sondern auch einen langen finanziellen Atem. Nicht zuletzt mache die Mindestbefristung von drei Jahren die Disponibilität einer Wohnung, die man fallweise in einem kürzeren Abstand benötigt, unmöglich. Bei Exekution des Vorschlags wäre jeder Österreicher im Rahmen seiner Einkommens- oder Lohnsteuererklärung verpflichtet, sämtliche in seinem Eigentum befindliche Liegenschaften anzugeben – und zwar unabhängig davon, ob er daraus Einkünfte erzielt oder nicht. (lk)

www.bankdesjahres.com

Business Breakfast, Konferenz & Gala 19. 09. 2013 Baden bei Wien

10 Jahre. Die letzten 10 Jahre waren turbulent. Eine Krise jagt die andere, Grundgesetze der Wirtschaft sind außer Kraft, Europa hat große Herausforderungen vor sich. 10 Jahre, die an der Bankenwelt nicht spurlos vorüber gegangen sind, denn die Zinskurve zieht unangenehme Spuren durch die Bilanz, die Mobilität der Kunden und deren Ansprüche an Transparenz und Mitgestaltung sowie die Versuche, durch Gesetze künftige Krisen und Fehlentwicklungen zu verhindern, haben das ein oder andere Opfer gefordert. Aber es gibt auch die andere Seite: 10 Jahre, in denen Banken und Sparkassen mit Leistung und Engagement positiv aufhorchen ließen, bemerkenswerte Ideen realisierten und konsequent in der Umsetzung waren. Das macht Mut.

victor inspiriert und prämiert seit 10 Jahren Seit seiner ersten Minute dient victor nur einem Ziel: Banking Exzellenz zu fördern. Wir glauben daran, dass es mehr Konzepte für Erfolg gibt, als den billigsten Preis oder die jährliche Schrumpfkur. Heute laden wir Sie herzlich ein, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein. Feiern Sie mit uns Banking Exzellenz auf der Gala, holen Sie sich inspirierende Ideen auf der Konferenz und diskutieren Sie über die Zukunft des Vertriebs beim Business Breakfast! Wir wissen nicht, ob wir die Bankenwelt verändern. Aber wenn dieser Tag Sie dazu inspiriert mit Mut an der Banking Exzellenz zu arbeiten, dann ist es für uns die größte Freude.in Richtung Exzellenz zu begleiten. Und wenn victor und dieser Tag dazu beitragen, mehr Exzellenz zu fördern, dann ist es für uns die größte Freude.

Anmeldung und Info: www.victorgala.com/anmeldung +43 2252 25 48 45 - 17 andrea.weiss@emotion-banking.at

© Panthermedia.net/Daniel Wagner

Die Teilnahme ist für Banker kostenfrei. Veranstalter

emotion banking

Christian Schnellinger, ÖVI Salzburg: „Gegen Bestrafung für Leerstand.“

Medienpartner

Strategie. Beratung. innovativeS Marketing.

victor Business Breakfast

Omnikanale Filiale als Finanzdrehscheibe Grand Casino Baden, Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, AUT ----------10:00 Effiziente Filialsteuerung und Societing; emotion banking 10:30 Personal Financial Planning als wirkungsvoller Baustein u.a.; axilaris GmbH 11:00 Raumkonzepte mit Zukunft; Bene AG; www.bene.com

victor Konferenz

Konzepte für Banking Exzellenz Grand Casino Baden, Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, AUT ----------12:00 Empfang und Mittagssnack 13:00 Best practice Erfahrungen von internationalen Vorständen

17:00

tDr. Christian Rauscher; GF emotion banking & victor, AUT tOyvind Oanes; CMO & General Manager Zuno Bank AG, AUT tKarl Reinhold Mai; Vst.-Vors. SPK Lüneburg, DE tLeonhard Zintl; Vst. VB Mittweida eG, DE tBruno Baumann; Grenzgänger & Extremforscher, AUT

VIP Empfang

victor Gala

10 Jahre Exzellenz

Stadttheater Baden, Theaterplatz 7, 2500 Baden, AUT ----------17:30

Cocktailempfang & come together

19:00

victor Gala – Prämierung der erfolgreichsten Banken Showact: Maricel Wölk, internationaler Musicalstar

21:00

After Show & Galabuffet – Feiern Sie mit über 500 Bank-Führungskräften

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PORTAS Y S PROJEKTGESELLSCHAFT

MBH


a dv i s o r y: p r a c t i c e / A dv i s o r y: ta l k

34 – advisory

Freitag, 30. August 2013

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SOT Sommergespräche Zum 14. Mal hat die Süd-Ost Treuhand zu ihrem traditionellen Treffen eingeladen

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Sommer-Talk unter dem Motto „Gleichheitfreiheit“

WissenschaftsWorkshops für Kids

© Kapsch Group

130 Manager verfolgten gespannt die verschiedenen Standpunkte zu „Gleichheit“ und „Freiheit“. Velden. Diese Sommergespräche haben mittlerweile Tradition: Bereits zum 14. Mal lud die SOT Süd-Ost Treuhand zum Gedankenaustausch ins „Casineum am See“ des Casino Velden. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung lautete „Gleichheitfreiheit“. Mehr als 130 Manager aus Industrie und Wirtschaft sowie Steuerund Rechtsexperten setzten sich am Wörther See mit den Themen „Gleichheit“ und „Freiheit“ auseinander: Wie weit lassen sich die beiden Begriffe verbinden, gehören sie sogar zusammen oder sind sie völlig getrennt zu sehen? Anton Schmidl, Initiator der Sommergespräche und SOT Partner, freute sich über das rege Interesse an der Veranstaltung und dem Themenkomplex: „Mit dieser Frage setzten wir den Reigen der Behandlung von philosophischen und soziologischen Grundüberlegungen bei den SOT Sommergesprächen fort.“

Wien. In Kooperation mit dem ScienceCenter-Netzwerk fanden bei der Kapsch Group Wissenschafts-Workshops unter dem Motto „Entdecken, erforschen, experimentieren“ statt. Wiener Hortgruppen und Kinder der Mitarbeiter von Kapsch hatten von 19. bis 23. August die Möglichkeit, an den interaktiven Workshops teilzunehmen, wo sie verschiedenen technischen und naturwissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund gingen. Rund 160 Kinder zwischen 6 und 10 Jahren erforschten, wie etwa mit einfachen Materialien eine „Kritzelmaschine“ gebaut werden kann oder Strom hörbar gemacht wird. „Wir wollen den Kindern zeigen, dass Technik Spaß machen kann und Wissenschaft wirklich spannend ist“, erklärt Rudolf Bernscherer, Head of Human Resources der Kapsch Group. Das ist ganz im Sinne des Kooperationspartners ScienceCenter-Netzwerk: Der Zusammenschluss heimischer Organisationen und Personen hat zum Ziel, durch zahlreiche Aktivitäten das Verständnis von Wissenschaft und Technik zu fördern.  (APA/red)

Unterschiedliche Ansichten Mit seinem Impulsreferat eröffnete der Journalist und Sachbuchautor Robert Misik schließlich die Gespräche. Für ihn gehen Freiheit und Gleichheit Hand in Hand, denn Freiheit kann nur genossen werden, wenn man allen anderen Gleichheit ermöglicht – die beiden seien kommunizierende Gefäße. Als nächster Referent kam Christian Ortner ans Rednerpult. Der Journalist, Internetblogger und Neoliberalist vertritt die Ansicht, dass Menschen Individuen sind, und somit nicht alle gleich sein könnten. Er betonte, dass mehr Freiheit auch mehr Verantwortung bedeutet, womit sich viele

© dpa/Marc Tirl

Richter verdonnerte Facebook zu 20 Mio.

SOT Gastgeber und Referenten: A. Schmidl, H. Pirker, H. Gross, P. Kostelka, H. Neisser, R. Misik, Ch. Ortner, F. Spritzey. (v.l.n.r.)

Menschen schwer täten, da das Sicherheitsbedürfnis sehr groß sei. Ortner forderte dazu auf, „uns ein Stück Freiheit, das uns die Politik im Laufe der Jahrzehnte weg genommen hat, zurückzuholen, auch wenn dadurch etwas mehr Ungleichheit entstehen würde“. Der Präsident des Universitätsklubs Klagenfurt, Horst Groß, stellte die Frage in den Raum, ob es überhaupt erstrebenswert sei, gleich zu sein. Denn das Prinzip der Gleichheit steht immer im Spannungsverhältnis von individueller Gleichheit und Freiheit. Der Preis der Freiheit sei wiederum der Verlust der Sicherheit – und das macht vielen Angst. Peter Kostelka, Volksanwalt a.D., sieht Gleichheit und Freiheit kei-

Freiheit thematisieren Die Menschen würden meist warten, bis von „oben“ etwas verordnet wird, da sie nicht glauben, dass sie die Freiheit haben, es zu tun, ist die Meinung von Heinrich Neisser, 2. Nationalratspräsident i.R. und Jurist. Er wünscht sich mehr liberale Politiker, die „Freiheit“ stärker thematisieren. Allerdings schaffe die EU Gleichheit durch Gleichbehandlung und hat dies auch mit einem Sanktions-

Novelle Bessere Berufungsmöglichkeiten für Bauern

Wien. Die B&C Privatstiftung verleiht alljährlich den Houskapreis, der mit insgesamt 300.000 € dotiert ist. Teilnehmen können angewandte Forschungsprojekte, die an österreichischen Universitäten gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft umgesetzt werden. Noch bis zum 15. November können die Unis ihre Projekte für 2014 einreichen. Dabei gibt es heuer eine Änderung: Erstmals sind auch die Österreichische Akademie der

Wien. Bei der Agrarflächenidentifizierung gibt es hierzulande nachwirkende Probleme vor allem auf den Almen. „Zwei Extremfälle aus Kärnten und der Steiermark 2011 mit massiven Fehlern“ hätten zu dem Almflächen-Durcheinander geführt, erklärte August Astl, Generalsekretär der Landwirtschaftskammer (LK), im APA-Interview.

Wissenschaften (ÖAW) und das Institute for Science and Technology Austria (IST Austria) eingeladen, teilzunehmen. „Wir erwarten uns auch dieses Jahr zahlreiche interessante und innovative Projekte des heimischen Forschernachwuchses“, erzählt Erich Hampel von der B&C Privatstiftung. Die Preisverleihung findet dann am 10. April 2014 im Rahmen einer feierlichen Gala in Wien statt.  (red)

© B&C Privatstiftung/Michael Hetzmannseder

Menlo Park. Ein US-Richter segnete am Montag eine Vereinbarung ab, wonach Facebook in den USA 20 Mio. USD (14,97 Mio. €) in einem Vergleich zahlen muss und entschied damit zugunsten der Facebook-User, Staatsanwaltschaften und Datenschutzorganisationen. Facebook-Nutzer hatten dagegen geklagt, dass das Social Network ihre „Likes“ für Werbung benutzt. Anfang 2011 hatte Facebook sogenannte gesponserte Geschichten als Werbeform eingeführt, die den Nutzern zwischen den Meldungen ihrer Freunde angezeigt werden. Wirbt ein Unternehmen dort, weiß jeder gleich, von welchem seiner Freunde die Firma ein „Gefällt mir“ erhalten hat. In dem Verfahren hatten sich die User gegen diese Datenverwendung gewehrt, da dies ungefragt geschah. Facebook muss seine Regeln ändern und Mitgliedern erlauben, den Schutz ihrer Daten hierbei genauer festzulegen.  (APA/red)

system verbunden, das dem Freiheitsschutz dient. Durch die Globalisierung habe die Ökonomie eine weltweite Basis gefunden, wodurch Freiheit und Gleichheit aber unter Druck geraten könnten – davon zeigt sich Horst Pirker, Vorstand bei Saubermacher und Professor an der Universität Graz, überzeugt. Derzeit kann er keinerlei Indiz dafür finden, dass hierzu ein Gegengewicht vorhanden wäre. Pirker ist der Ansicht, dass die Österreicher zu viel Unfreiheit in Kauf nehmen, nur um keine Angst haben zu müssen. In seiner Abschlussrede legte Friedrich Spritzey, Partner der SOT in Graz, schließlich die verschiedenen Blickwinkel auf „Gleichheitfreiheit“ nochmals dar.

Houskapreis Projekteinreichphase hat begonnen

Eine Trophäe für die Forschung User klagten Facebook gegen un­ gefragte Verwendung ihrer Daten.

neswegs als kommunizierende Gefäße. Er plädierte für so viel Freiheit wie möglich und Gleichheit wie nötig, denn Menschen hätten ein großes Bedürfnis nach Differenzierung.

Österreichs größten privaten Forschungspreis ziert das Bildnis von Hedy Lamarr.

Almflächenbemessung im Visier Fischler, die im Herbst einen Vorschlag zur künftigen Flächenbemessung darlegt. Der LK-Generalsekretär forderte auch, dass die Förderungen für 2012 noch heuer ausbezahlt werden; durch die notwendigen Flächennachprüfungen hätten diese geruht. Berlakovich versprach, die letzten Gelder bis November auszubezahlen, merkte aber an, dass mit 335 Mio. € über 90% für 2012 bereits geflossen seien.  (APA/red)

Die Verordnungsnovelle Nun wurde eine Novelle der Invekos-Gis-Verordnung erlassen, die bei abweichenden Flächenangaben weiter eine Einzelfallprüfung an Ort und Stelle vorsieht. „Mit der Novelle werden die Berufungsund Einspruchsmöglichkeiten für Almbauern konkretisiert“, erklärte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich in einer Aussendung. Und weiter: Sollte eine Einzelfallprüfung angestoßen werden, kommt der LK die „Schlüsselrolle zu, den betroffenen Almbauern im Falle einer Berufung unterstützend und beratend zur Seite zu stehen“. Dem stimmte Astl zu und lobte die Arbeit der Sonderkommission Alm, unter dem Vorsitz von Franz

© LK Österreich

Interaktive Wissenschaftsworkshops für Kinder bei der Kapsch Group.

© SOT

Michaela Stipsits

LK-Generalsekretär August Astl fordert rasche Auszahlung der Förderungen.


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Freitag, 30. August 2013

advisory – 35

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Zertifizierte Engel Der WKO-Fachverband UBIT bietet mit incite Qualitätssicherheit für Finanzierungsmodell

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Weltweit erstes Zertifikat für „Business Angels“

Leitfaden zu CashPooling von CSM Wien. Die internationale Anwaltssozietät CMS legt einen englischsprachigen Leitfaden zu Cash-Pooling vor. Er behandelt Haftungsrisiken in diesem Zusammenhang in 23 Ländern und verschiedene Methoden, diese zu vermeiden. Mithilfe von Cash-Pooling können Unternehmensgruppen Größenvorteile ausnutzen und Bankgebühren minimieren. Cash-Pooling-Verträge müssen jedoch sorgfältig strukturiert werden.  (red)

„Unternehmensengel“ werden auch für heimische Start-ups immer wichtiger und häufiger genutzt. Herwig Rollett, Präsident des Business Angel Institute: Ab Herbst können sich Unternehmensengel zertifizieren lassen.

Wien. Business Angel – Investoren, die in Start-ups investieren und diese auch beraten – spielen auch in der heimischen Wirtschaft eine zunehmende Rolle. Jetzt bietet der WKO-Fachverband UBIT (Unternehmensberatung und Informationstechnologie) in Zusammenarbeit mit dem Zertifizierungsunternehmen incite eine Zertifizierung zum „Certified Business Angel“ (CBA) an. Dieses weltweit erste Angebot soll Start-ups und Co-Investoren Vertrauen und Sicherheit geben.

Zertifizierungen und spezifische Akkreditierungen durchgeführt: „Wir bringen unsere weitreichende Erfahrung aus anderen Zertifizierungen, wie etwa dem Certified Management Consultant (CMC), ein, der mittlerweile in über 50 Industrieländern anerkannt und vergeben wird“, meint inciteGeschäfts­führer Alfons Helmel. Die erste Runde von CBA-Zertifizierungen ist bereits für diesen Herbst geplant, es gibt bereits Nachfragen aus Deutschland und der Schweiz. „Die weitere Professionalisierung der Business Angels ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betont UBIT-Obmann Alfred Harl. Da es gerade in diesem Geschäftsfeld um Vertrauen und ethische Werte geht, wird zudem von Certified Business Angels erwartet, dass sie in ihrem Wirken dem Verhaltenskodex der freiwilligen Arbeitsgemeinschaft proEthik folgen.

Starke Zunahme

Investitionen von Business Angels sind riskant, können aber auch sehr lukrativ sein. Mehr als die Hälfte der Projekte scheitert, rund 30% laufen zu gut, um zu sterben, aber nicht gut genug, um damit reich zu werden, und nur ungefähr 10% sind ein wirklicher Erfolg, so Rollett. Diese verhältnismäßig wenigen Erfolge müssten dann groß genug sein, um die zahlreichen Verluste auszugleichen. „Unterm Strich sehen wir aber, dass Startups hochwertige Arbeitsplätze schaffen“, erklärt Rollett.

des Business Angel Institute. Die Qualitätsakademie incite hat viele Jahre Erfahrung mit der Zertifizierung von Personen und wurde bereits sehr früh in die Entwicklung des CBA eingebunden. incite hat in den letzten Jahren verschiedene internationale

Banken schätzen externe IT-Profis

Wien. DATEV Österreich – die heimische Tochter der Genossenschaft der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und deren Klienten – wird beim Umsatz 2013 voraussichtlich um 14% wachsen. Ingrid Haas, bei DATEV Österreich für Finanzen verantwortlich, rechnet mit einem Jahresumsatz von rund 2,8 Mio. €. Grund dafür sei der Ansatz automatisierter Buchführung: Während manche „große und bedeutende Unternehmen mit der Wirtschafts-

München. Eine Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) hat die Nutzung von IT-Dienstleistungen durch Banken in Deutschland untersucht. Dabei zeigte sich, dass „Make or Buy“ in diesem Bereich zu einer strategischen Frage wurde: Sollen die Aufgaben extern oder intern erledigt werden?

Vorteile mit Web-Plattform DATEV setzt dabei auf eine WebPlattform für digitale Zusammenarbeit von Klienten und Steuerberatern; dies biete Vorteile sowohl für die Kanzleien als auch für deren Klienten. Zur Verfügung gestellt wird diese Plattform vom zertifizierte Hochsicherheitszentrum. Das ermögliche es, den Belegfluss und die Bereitstellung von Informationen sowie Auswertungen an den Klienten effizienter zulösen – und das, wegen der Automatisierung, zu günstigeren Preisen. (red)

von SAP-Spezialisten, weil sie die zunehmende Komplexität besser beherrschen und Ausfallrisiken minimieren sowie eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit haben. Außerdem spielen die Kostenvorteile eine Rolle, die ein externer Dienstleister durch Skalen- und Synergieeffekte erzielen kann. Gewünscht werden Kontinuität und Flexibilität aufseiten des Beraterteams sowie eine transparente Preisgestaltung. (red)

Verschiedene Motive Das wird verständlich angesichts der Kosten, die in diesem Bereich anfallen: Für anwendungsbezogene IT-Dienstleistungen geben Finanzinstitute in Deutschland rund 1,5 Mrd. € aus. Davon fließt etwa ein Drittel in ApplicationManagement-Services, mit steigender Tendenz. Die für die Studie interviewten IT-Entscheider möchten durch die Zusammenarbeit mit Dienstleistern die internen IT-Mitarbeiter entlasten, damit sie sich auf strategische Aufgabenstellungen rund um das Kerngeschäft sowie Innovationsthemen konzentrieren können. Sie schätzen die Einbindung

© panthermedia.net/picsfive

und Finanzkrise kämpfen“, würde DATEV Österreich mit automatisierten Arbeitsabläufen weiter wachsen, meint Haas. Ähnlich sieht das Christian Weinzierl, Geschäftsführer der DATEV in Österreich: „Während die Statistiken der Kammer der Wirtschaftstreuhänder eine Konsolidierung am Markt erkennen lassen und einzelne Kanzleien zum Teil erhebliche Umsatzeinbußen erleiden, wachsen DATEV-Kanzleien entgegen dem Trend.“

Pemex muss hohe Geldstrafe zahlen Mexiko. Das mexikanische Kartellamt hat gegen den staatlichen Erdölkonzern Pemex eine Geldstrafe in Höhe von 653,2 Mio. Peso (37,6 Mio. €) verhängt. Das Unternehmen habe Tankstellenbetreiber dazu verpflichtet, für den Transport ausschließlich Firmen zu engagieren, deren Personal der mit Pemex eng verbundenen Gewerkschaft der Erdölarbeiter angehört. (APA)

PAC-Studie Finanzinstitute vor der Frage „Make or Buy“

Digitale Zusammenarbeit gefragt

© Regina Courtier/DATEV

Wien. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl spricht sich für eine Pensionsreform mit Anreiz-Modellen schon für 2014 aus. Dass die SPÖ sich darauf festgelegt hat, eine vorzeitige Angleichung des Frauenpensionsalters zu verhindern, hält Leitl für „unsozial“: Die frühere Pensionierung trage auch zu der geringeren Pensionshöhe für Frauen bei. (APA)

IT-Anwendungen werden immer komplexer: Was bringt Outsourcing?

Ideen für die „Smart City“ in Alpbach

© Congress Centrum Alpbach

Dazu hat man sich einen Partner geholt: „Wir sind sehr froh darüber, dass wir mit der incite einen international erfahrenen und kompetenten Partner gefunden haben, welcher ab Herbst Business Angels zum CBA zertifizieren wird“, erklärt Herwig Rollet, Präsident

Steuerberater DATEV wird 2013 um 14% wachsen

DATEV-Österreich-Team: Andrea Horvath, Christian Weinzierl, Ingrid Haas.

WKO-Präsident Christoph Leitl: Frauenpensionsalter ist unsozial.

Riskant, aber lukrativ © Business Angel Institute

Der Trend zu den Business Angels als Finanzierungsmodell ist eindeutig, schildert Bernd Litzka, Leiter der i2 Business Angel Börse des Austria Wirtschaftsservice (AWS): „Im ersten Halbjahr 2013 konnte bereits dieselbe Zahl von Projekten erfolgreich mit Business Angels finanziert werden wie zuletzt im gesamten Jahr 2012. Die Zahl der registrierten Business Angels in der i2 Börse ist seit Anfang 2012 um rund 20 Prozent gestiegen und steht derzeit bei 200 Personen.“ Business Angels stellen in der Regel nicht nur wichtige Geldmittel zur Verfügung, sondern unterstützen junge Unternehmen maßgeblich als Berater, Mentoren oder Mitgründer. Das Business Angel Institute wurde von UBIT bereits Anfang des Jahres als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und gängiger Praxis in Wien gegründet. Mit der Zertifizierung will man jetzt die Kompetenzen und Erfahrungen von Risikokapitalgebern transparent gegenüber Unternehmen machen.

Leitl will Pensions- Reform schon 2014

© APA/Barbara Gindl

kurt sattlegger

Mobilität in der Stadt war ein wichtiges Thema in Alpbach.

Alpbach. AustriaTech, ein gemeinwirtschaftlich orientiertes Unternehmen des Bundes, setzte im Rahmen der 30. Technologiegespräche in Alpbach einen Fokus auf neue Mobilitätsideen. Im Arbeitskreis „Smart City – Wege zur urbanen Mobilität von morgen“ wurden Lösungen diskutiert, die die Nutzer in den Mittelpunkt stellen. Beim „Open Dialogue“ konnten Studenten ihre innovativen Ideen zum Thema „Smarte Mobilität für smarte StädterInnen“ präsentieren. (red)


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36 – advisory

Freitag, 30. August 2013

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Kongress Mitte September treffen sich Österreichs Wirtschaftstrainer und Coaches zum Gedankenaustausch

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Hochkarätige Referenten am Jubiläums-Kongress

© APC Business Services/Christian Husar

Personaldienstleister APC neu strukturiert

Der Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung lautet „Begegnen – Bewegen – Verändern“. Hall/Tirol. Sie sind ein fixer Bestandteil des Wirtschaftsgeschehens: Trainer und Coaches, die mit ihrem Know-how ihre Auftraggeber als neutrale Partner gezielt unterstützen und beraten. Mit ganzheitlicher Sichtweise sowie persönlicher und fachlicher Kompetenz begleiten sie Führungskräfte in komplexen Veränderungsprozessen ebenso wie am Weg zur Entscheidungsfindung. Von 15. bis 17. September treffen sich die heimischen Trainer und Coaches in Hall in Tirol zum Gedankenaustausch. Der Kongress findet bereits zum 20. Mal statt, das Motto der Jubiläumsveranstaltung ist „Begegnen – Bewegen – Verändern“.

Wien. Eine neue Struktur soll beim Premium-Personaldienstleister APC Business Services GmbH für noch klarere Prozesse und eine zielgerichtetere Kommunikation sorgen. Mit bewährter Mannschaft werden die Kernwerte Qualität, Flexibilität und Innovationskraft nun auch in der Führung noch stärker verankert, heißt es. Gunnar Björn Heinrich wurde zum CEO von APC ernannt. Ihm zur Seite steht nun das Team Alfons Fanta als CFO, Horst Suntych wird neuer COO und Stefan Vycudilik leitet als CSO den neuen Bereich Sales und Recruitment.  (APA/red)

Gehirn, Lernen & Training „Für wissensbasierte Dienstleister ist es entscheidend, Kunden mit gezielten Maßnahmen zum Erfolg zu führen. Gerade im Wirtschaftstraining und Coaching entscheiden die richtigen Methoden und das umfassende Verständnis des Lernprozesses über den nachhaltigen Trainingserfolg“, erklärt Alfred Harl, Obmann des Fachverbands Unternehmensberatung und IT der Wirtschaftskammer Österreich (UBIT). „Genau diesem Spannungsfeld geht der diesjährige Kongress mit hochkarätigen Speakern und Präsentationen auf den Grund.“ Im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung stehen die neuesten Erkenntnisse des Zusammenspiels von Gehirn, Lernen und Training, die ausführlich erörtert und praxisnah veranschaulicht werden. Der Kongress ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für Trainer, Coaches, Personen aus der IT, HR-Manager und Personalverantwortliche, um

Fünf weitere Partner bei Consulter d-fine Frankfurt/Main. Die Unternehmensberatung d-fine hat mit Anfang Juli fünf langjährige Manager zu Partnern gemacht. Oliver Bohr (42) ist Experte im Bereich Marktrisiko bei Finanzdienstleistern, während Uwe Dörr (43) Banken im Bereich Kreditrisiken unterstützt. Christian Hoffmann (44) ist Spezialist für Corporate Treasury und Marktdaten, Ulf Henning Jacobs (34) für internationale Rechnungslegung, Constantin Sobiella (40) wiederum ist Experte für moderne Finanzsteuerung.  (APA/red)

Neuer Geschäftsführer bei Ifco Systems

© Fachverband UBIT/Foto Weinwurm

Michaela Stipsits

Gunnar Björn Heinrich wurde zum CEO von APC ernannt.

Isabella Weindl, Bundessprecherin der Experts Group Wirtschaftstraining und Coaching, freut sich auf den 20. Kongress.

sich weiterzubilden und Einblick in die aktuellsten Erkenntnisse zu erhalten – und natürlich auch zum Gedankenaustausch mit Kollegen.

Die Highlights der Tagung Neben Unternehmen und Kunden von Trainings- und Coachingleistungen sind u.a. die Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Alzheimer-Gesellschaft vor Ort. Eröffnet wird der Kongress am ersten Abend mit dem Quartalsmeeting der Experts Group, gefolgt von einem Kamingespräch mit Artur Wechselberger, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, zum Thema „Brauchen Ärzte als Unter-

© IFCO-Systems Austria

Gmunden. Wolfgang Orgeldinger wurde zum neuen CEO der Ifco Systems bestellt. Der Logistikdienstleister zählt zur australischen Brambles-Gruppe. Darüber hinaus wird Orgeldinger auch neuer Group President der Business Unit RPC (Reusable Plastic Container) bei Brambles.  (red)

Rasch anmelden Die Anmeldung zum dreitägigen Branchentreff ist noch bis inklusive 31. August möglich (www. 20igster-trainerinnenkongress. at). Die Kosten der Teilnahme für Mitglieder des Fachverbands UBIT belaufen sich auf 320 € (netto), Nichtmitglieder zahlen hingegen 480 € (netto).

Razzien Ermittler rechnen mit längeren Untersuchungen

Redmond. Der langjährige Microsoft-Chef Steve Ballmer sorgte kürzlich für Aufsehen: In einer Mail an seine Mitarbeiter kündigte er seinen Rücktritt innerhalb eines Jahres an. „Es gibt niemals einen perfekten Zeitpunkt für diese Art von Übergang, aber jetzt ist die richtige Zeit“, so der CEO des Softwaregiganten, der 2000 das Ruder von Bill Gates übernommen hatte. Ballmer erklärte weiter, dass er „aus Liebe“

Essen/Toulouse. Die Staatsanwaltschaft rechnet nach den Razzien bei deutschen Rüstungsfirmen wegen mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen mit längeren Ermittlungen. „Was sichergestellt wurde, muss nun ausgewertet werden. Das wird einen erheblichen Zeitraum in Anspruch nehmen“, kündigte der zuständige Bremer Strafverfolger Frank Passade an. Im Visier der Ermittler stehen Beschäftigte von zwei Firmen: Rheinmetall Defense Electronics sowie Atlas Elektronik – ein Gemeinschaftsunternehmen von ThyssenKrupp und dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS.

zu Microsoft Abschied nehme, das „die besten Tage vor sich“ habe. Die Börse reagierte prompt auf die Nachricht: Die Microsoft-Aktie legte gleich um bis zu 9% zu. Als Ballmers Nachfolger kommen interne wie auch externe Kandidaten infrage, heißt es. Oberste Priorität des künftigen Firmenchefs, der über ein „Suchkomitee“ gewählt wird, soll der Wandel zu einem Unternehmen für Geräte und Dienstleistungen sein.  (red)

Korruptionsverdacht bei China Petroleum

Deutsche Rüstungsfirmen im Visier mittler keine Angaben machen, ihnen drohe eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, erklärte er. Rheinmetall wies die Vorwürfe zurück. ThyssenKrupp zufolge ist der Fall schon länger bekannt. Der Vorgang sei bereits 2010 Teil einer Compliance-Prüfung des Konzerns gewesen und sei der Staatsanwaltschaft Bremen bereits damals vorsorglich gemeldet worde. Für Atlas Elektronik habe die schnelle Aufklärung höchste Priorität. (ag/lk)

Steve Ballmer gibt das Ruder bei Microsoft innerhalb der nächsten 12 Monate ab.

Ihnen wird laut Staatsanwaltschaft neben Steuerhinterziehung vorgeworfen, im Zusammenhang mit Aufträgen zur U-Boot-Ausrüstung griechische Amtsträger bestochen zu haben. Dabei geht es nach Angaben des Staatsanwalts um insgesamt 18 Mio. €. Untersucht werde ein Zeitraum zwischen 1998 und 2011. Zum genauen Kreis der Verdächtigen wollte der Er-

© dpa/Markus Scholz

Bestechungsvorwurf

© EPA

Shanghai. Die chinesischen Behörden haben Ermittlungen gegen einen der fünf Vizepräsidenten des staatlichen Ölkonzerns China Petroleum eingeleitet. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, gegen Wang Yongchun – seit 2011 Vizechef – werde wegen „disziplinarischer Vergehen“ ermittelt, er könnte „ernsthaft“ gegen die Parteidisziplin verstoßen haben.  (ag)

großer Unternehmen.„Landesspr echer Heinz Baur aus Absam und seinem Team ist ein spannendes Programm gelungen“, freut sich Isabella Weindl, Bundessprecherin der Experts Group Wirtschaftstraining und Coaching des Fachverbands UBIT.

Microsoft Der CEO des Softwareriesen tritt zurück

Abschiedsmail von Steve Ballmer Wolfgang Orgeldinger ist neuer Chef des Logistikers Ifco Systems.

nehmer Trainer und Coaches?“ Weitere Highlights stehen am nächsten Tag am Programm, etwa „Dynamik und Plastizität des Gehirns, Veränderungen über das Lebensalter ab 30“ mit Josef Marksteiner, Professor der Universität Innsbruck. Kollege Clemens Sedmak, Professor der Uni Salzburg, setzt sich mit dem Thema „Gehirn und Veränderung: Das Gehirn aus Sicht der Philosophie mit ethischen Ansätzen und Sichtweise der Ganzheitlichkeit“ auseinander. Weitere Bereiche, die u.a. erörtert werden, sind: Lernen verändert das Gehirn, die Möglichkeiten cloudbasierten Lernens, Social Media, Neuromarketing und sowie Einkauf von Trainerleistungen

Bei U-Boot-Aufträgen sollen griechische Amtsträger bestochen worden sein.

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