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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 30. märz 2012 – 35

© APA/R. Jäger

reichweitenkaiser

Andreas Brandstetters Uniqa schnitt bei Langzeitmessung bestens ab  Seite 36

© Getty Images/

financenet neue strategie

Skandia-Vorstand Gerhard Hopfgartner präsentiert neues Portfolio Seite 38

nix verlernt Konrad bei banking & finance © Christian Mikes

Poker um die neue Transaktionssteuer

ATX 21. März 2012 - 28. März 2012

ATX (28.3.)

2.164,87

Wochentop Wochenflop

FLU ROS

Top 5 ATX Prime Flughafen Wien Do & Co Palfinger Schoeller-Bleckmann Kapsch Trafficcom Flop 5 ATX Prime Rosenberger International Erste Group Bank Wienerberger Lenzing Voestalpine

-2,06% 8,51% -8,35% 8,51% 5,72% 5,63% 4,65% 3,13% -8,35% -4,65% -4,21% -4,11% -4,03%

DAX 21. März 2012 - 28. März 2012

6.998,80

Wochentop Wochenflop

IFX TKA

Top 5 DAX Infineon Technologies Henkel Heidelberg Cement MAN Deutsche Lufthansa Flop 5 DAX ThyssenKrupp Bayer Siemens BMW SAP

-1,03% 4,23% -5,23% 4,23% 3,02% 2,60% 2,16% 1,83%

© EPA

DAX (28.3.)

Hängepartie Eigentlich hätte die Finanztransaktionssteuer längst unter Dach und Fach sein sollen. Doch dann sprang der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble ab und ließ nicht nur seine österreichische Kollegin Maria Fekter im Regen stehen. „Mr. Europa“ Jean-Claude Juncker sucht jetzt Alternativen. Seite 36

-5,23% -3,49% -3,31% -2,31% -2,22%

KA Finanz Ausfallsversicherungen jetzt abgerechnet

inhalt

„Bad Bank“ blutet für Griechenland

Finance:Cover > Satte Gewinne bei Bank Austria; Mutter schwächelt  36

Banking/Insurance:Watch > AXA-Vertrauens-Studie  39 > Aufsichtsräte jetzt mit Güte-Siegel  39 > Hypo Alpe Adria erstmals wieder positiv  40

© Petra Spiola

Fonds:Park > Delta Lloyd setzt auf ­unterbewertete Aktien  37 > Lyxor-Index zeigt: Hedgefonds legen wieder zu  37 > Perseus bringt neues Sparplankonzept für Fonds  38 > Fonds gegen Zinserhöhung38

Alois Steinbichler, Vorstandsvorsitzender der KA Finanz, muss zahlen.

Wien/Athen. Bei der Auszahlung der Kreditausfallversicherungen auf griechische Anleihen flossen 2,17 Mrd. € netto an Anleger, die sich mit Credit Default Swaps (CDS) gegen einen Zahlungsausfall abgesichert hatten; auf die österreichische KA Finanz AG, die „Bad Bank“ der staatlichen Kommunalkredit, entfallen rund 410 Mio. €. Davon wird etwas weniger als die Hälfte in bar abgerechnet, für den Rest bekommen die Anleger neue griechische Anleihen, die allerdings nur mit 21,5% verbucht werden könnten. In Summe bleibe der Aufwand für die Bank daher unverändert hoch. (APA/rk)


f i n a n c e : c ov e r

36 – financenet

Freitag, 30. März 2012

financenet@medianet.at

Finanztransaktionssteuer & Co Deutschland kapituliert – Euro-Gruppen-Chef Juncker sucht nach Alternativen

kolumne

„Das kriegen wir nicht hin“

Gut gebellt, Herr Gouverneur!

Erträge im Sparpaket fix eingeplant; Fekter gibt „Schwarzen Peter“an EU-Regierungschefs weiter. onspartner FDP gegen eine derartige Steuer. Allerdings ist die FDP eben mit Pauken und Granaten aus dem saarländischen Landtag geflogen; die CDU konnte hingeggen deutlich zulegen. Interessantes Detail am Rande: Auch Deutschland hat die Einnahmen der Steuer ab 2014 als Fixposten im Budget eingeplant. Finanzministerin Maria Fekter sieht die Entscheidung über die Finanztransaktionssteuer jedenfalls nun bei den EU-Regierungschefs. Politischer Druck kommt massiv von den Grünen; sie drohen, gleich den kompletten Eurorettungsschirm zu blockieren, sollte die Finanztransaktionssteuer nicht zustande kommen.

Reinhard Krémer

Wien. Es ist so, wie es sicher keiner wollte: Das Gerangel um die geplante europaweite Finanztransaktionssteuer setzt sich in Österreich fort, obwohl der mächtige Fürsprecher der Steuer in Form des deutschen Finanzministers die Pläne bereits gekippt hat.

reinhard Krémer

I

m Nachhinein ist man immer gscheiter – diese Universalregel gilt auch und besonders für alle Kreditnehmer, vor allem viele Häuslbauer, die sich seinerzeit zinsgünstig in Franken oder Yen verschuldet haben. Noch immer laufen 28 Prozent der Privatkredite oder rund 250.000 Verträge in fremder Währung – eine viertelmillion Schicksale, aber auch ebensoviele Wähler. Mit dem Absturz des Euro kamen viele tief in die Miesen – und die, so scheint es, werden jetzt auch noch von ‚Experten‘ wie dem Gouverneuer der Oesterreichischen Nationalbank Ewald Nowotny, gekreuzigt: ‚Das war ein falscher Weg. Das muss jetzt korrigiert werden‘, meinte er kürzlich. Was immer der hohe Herr damit meint – den Leidgeprüften schwant bereits Übles. Doch halt, Herr Gouverneur – wie wär´s denn gewesen, wenn die Nationalbanker dem Wildwuchs schon vor Jahren über ihren Handlanger, die Finanzmarktaufsicht, Einhalt geboten hätten? Oder noch viel besser: Man per Dekret allen Kreditnehmern eine Absicherung über ein Kurssicherungsgeschäft schon beim Abschluss mitverkauft und gleich mitfinanziert hätte, statt jetzt Druck auf all jene Hunderttausende Bürger auszuüben, die ohnehin schon bluten? Also, Herr Gouverneur, an Sie als Finanzexperte: noch andere Ideen dazu?

Andere Länder düpiert

Es brennt der Hut Allerdings: Die Briten verfügen mit der „Stamp Duty Reserve Tax“ auf Wertpapiertransaktionen bereits über eine derartige Steuer. In Österreich jedenfalls brennt der Hut: Um das Sparvolumen von 28 Mrd. € bis 2016 zu schaffen, müssen nun rasch Alternativen gefunden werden. Das Sparpa-

UniCredit schreibt ab

Finanzministerin Maria Fekter: Entscheidung bei Regierungschef-Gipfel im Juni.

ket wurde großteils bereits diese Woche beschlossen. Eine nationale Börsenumsatzsteuer anstatt der Finanzsteuer wäre für jedenfalls Finanzstaatssekretär Andreas Schieder nur eine „Hilfskonstruktion“. Ihm schwebt vielmehr eine Finanzsteuer vor, die einerseits einen „regulatorischen Effekt“ ausüben soll und auf der anderen Seite den sogenannten Hochfrequenzhandel ins Visier nimmt. Nötigenfalls könne man ja mit einem europäischen Bürgerbegehren nachhelfen, meint Schieder.

Er steht mit dieser Idee jedenfalls nicht allein da: Die Regierungsspitze plädierte weiter für eine gemeinsame Finanzsteuer und könnte sich notfalls auch für ein EU-Bürgerbegehren erwärmen

Innenpolitische Motivation? Dafür treten sowohl Bundeskanzler Werner Faymann als auch Vizekanzler Michael Spindelegger ein. Beide sehen übrigens den Grund für Schäubles Rückzieher in der innenpolitischen Lage Deutschlands; dort ist der kleine Koaliti-

Langzeitmessung Deutlichste Kundenzugewinne für Uniqa in den letzten Jahren

662 Millionen für Bankmarke

Reichweitenkaiser im Lande Wien. Uniqa konnte in den vergangenen Jahren die deutlichsten Kundenzugewinne verzeichnen, so die Langzeitmessung der Österreichischen Verbraucheranalyse (ÖVA) vom IMAS Institut, die von 2008 bis 2011 lief. Kostenanpassungen durch höheren Automatisierungsgrad, Assistance-Leistungen und erhöhter Servicebedarf waren nur einige der aktuellen Trends. Auch in der Versicherungsbranche

nimmt der Technologisierungsgrad weiter zu, wie die Messung zeigt. So werden im Rahmen des Versicherungsabschlusses Online-Vergleichsportale als Informationsquelle – vor allem in der Kfz-Sparte – bei Versicherungsnehmern immer relevanter. Versicherungsgeber führen vermehrt sogenannte Online-Polizzierungen ein, bei denen die Versicherungsvertreter die mit dem Kunden abgeschlossenen Ver-

© APA/Robert Jäger

Wien/Mailand. UniCredit hat im Jahr 2011 Markenwertabschreibungen von Banktöchtern über mehrere hundert Mio. € vorgenommen. Wie der Mailänder Bank Austria-Mutterkonzern am Dienstag berichtete, wurden im 3. Quartal 662 Mio. € Abschreibungen auf die Marken HVB, Bank Austria, Banco di Roma, Banco di Sicilia und Ukrsotsbank vorgenommen. Das Jahr 2011 hat die Bank mit einem Rekordverlust geschlossen. Die Mailänder Großbank weist – nach Abschreibungen und Sonderlasten über 10,3 Mrd. € – einen Nettoverlust von 9,206 Mrd. € aus. 2010 hatte die Bank noch 1,3 Mrd. € Gewinn ausgewiesen und die Aktionäre mit Dividenden bedient. Für das Verlustjahr 2011 gibt es naturgemäß auch keine Dividende an die Aktionäre. Im Schlussquartal 2011 gab es wieder einen Gewinn von 114 Mio. €. Bankchef Federico Ghizzoni versprach für 2012 wieder Gewinne. (APA)

EMIR wird für Banken teuer

© EPA

„Das kriegen wir nicht hin“, sagte nämlich Wolfgang Schäuble und meinte damit den Plan, europaweit für Finanzgeschäfte 0,1 Prozent des Umsatzes in die Kassen der jeweiligen Länder fließen zu lassen. Grund für den deutschen Rückzug sei, dass Großbritannien und eine Reihe anderer EU-Länder diesen Weg nicht mitgehen würden, so Schäuble. Er düpierte damit nicht nur Frankreich, das ebenfalls der Steuer das Wort geredet hatte, sondern auch Österreich, das schon mit fixen Einnahmen in der Höhe von 1,5 Mrd. € gerechnet hatte. „Deswegen werden wir eben etwas anderes machen“, meinte der CDU-Politiker und nannte „die alte Börsenumsatzsteuer“ als Ausgangspunkt. Diese Steuer auf Aktien und andere Wertpapiere müsse man eben nun um Derivate ergänzen. „Aber das kriegen wir auch nicht europäisch hin“, sagte Schäuble weiter. Es gebe Länder wie Großbritannien, die gegen alle solche Steuern auf europäischer Ebene seien.

Uniqa-Vorstand Andreas Brandstetter kann sich freuen: Sieger bei Reichweite.

träge über ein Online-Portal selbst polizzieren. Insgesamt kommt es auch zu Bewegungen in den Marktstellungen der Versicherungsunternehmen.

Bundesweit auf Platz 1 Uniqa konnte sowohl die Bekanntheit als auch die KundenReichweite (gemessen wurde der Besitz im Haushalt) um sieben Prozentpunkte steigern (auf 86% bzw. 31% im Jahre 2011). Versicherungsunternehmen mit ähnlich hohen Bekanntheitswerten wie Generali (80%) oder Wiener Städtische (79%) haben dagegen nur einen moderaten Anstieg ihres Kundenstamms erreichen können (um einen Prozentpunkt auf 19% bzw. 23%). Die bundesweiten Top Fünf der österreichischen Versicherer sind (Basis: die Reichweiten-Werte der Österreichischen Verbraucheranalyse 2011 unter Privatkunden ab 14 Jahren, Besitz im Haushalt): 1. Uniqa (31%), 2. Wiener Städtische (23%), 3. Generali (19%), 4. Wüstenrot (16%) und 5. Allianz Elementar (14%). (red)

Den Banken droht aber auch Ungemach an einer anderen Front: Die EU plant nämlich, den außerbörslichen Handel mit Derivaten stärker zu reglementieren. Hinter der unschuldigen Formulierung „European Market Infrastructure Regulation“, kurz EMIR, verbirgt sich die Anforderung, bislang außerbörslich und gebührenfrei gehandelte standardisierte Derivate künftig über eine zentrale Stelle abzuwickeln. Darüber hinaus müssen die Finanzprodukte dann auch, wenn´s nach der EU geht, an ein zentrales Transaktionsregister gemeldet werden. Und das wird teuer: Die Kosten der Regulierung des Marktsegments könnten bei bis zu 20 Mrd. USD jährlich liegen – der außerbörsliche Derivatehandel hat ein Volumen von mehr als 55 Mrd. USD, schätzen Experten. Auch den berüchtigten „Credit Default Swaps“, kurz CDS, mit denen sich Gläubiger gegen den Ausfall eines Schuldners versichern können, könnte bald das Ende bevorstehen. Denn sie waren in den vergangenen Jahren zu wilden Spekulationsgeschäften missbraucht worden.

Bank Austria im Plus

Raus aus den Ost-Märkten? Wien. Trotz hoher GriechenlandWertberichtigungen und teurer Abschreibungen auf Tochterbanken über eine Mrd. € ist das Jahr 2011 für die Bank Austria mit einem Gewinn – anders als der Mutterkonzern; siehe Story links – zu Ende gegangen. Der Nettogewinn nach Steuern lag bei der Bank Austria im Gesamtjahr 2011 bei 209 Mio. €, nachdem im Vorjahr 709 Mio. € verdient worden waren. Auf dem Finanzmarkt gelten offenbar die UniCredit-Bank-Austria-Töchter im Baltikum und in Kasachstan als Kandidaten für einen Verkauf. Bank-Austria-Chef Willibald Cernko berief sich dabei auf jüngste Äußerungen von UniCredit-Chef Federico Ghizzoni, wonach „wir uns hier alle Optionen offenhalten“. Zunächst sehe er die Aufgabe darin, die betreffenden Banken zu restrukturieren. Nach massiven Firmenwertberichtigungen sind alle Firmenbeteiligungen der Bank Austria nur noch mit dem 1,2-Fachen des Buchwerts bewertet (APA)


f o n d s : pa r k

Freitag, 30. März 2012

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Delta Lloyd Asset Management Drei Fonds setzen auf dividendenstarke Werte aus dem Small/Mid-Cap-Bereich, die eine starke Nische besetzen

Auf unterbewertete Titel setzen kurt sattlegger

Wien. Gezielte Suche nach stark unterbewerteten und dividendenstarken Werten im Small/MidCapBereich, Aufbau einer starken Position mit ca. 5%, um auch direkt mit dem Management sprechen zu können – und dann gewinnbringender Verkauf. Das ist kurz gefasst das Konzept von drei Fonds von Delta Lloyd Asset Management, die jetzt auch in Österreich erhältlich sind.

Unterbewertete Titel 50% bei kleinen Unternehmen (bis 1,5 Mrd. € Marktkapitalisierung) und 30% bei mittleren (1,5 bis 4 Mrd. €) – so groß sollte der Abschlag des Börsenwerts auf den ermittelten realen Wert sein, damit Delta Lloyd Asset Management einen weiteren Kanditaten gefunden hat, erklärt Fondsmanager Ingmar Schaefer. Die Dividendenrendite sollte bei mittleren Unternehmen um die 3,5 Prozent liegen, bei kleinen an die drei. „Im kleinen Segment liegt die Dividendenrendite häufig etwas niedriger, dafür ist dann das Kurspotential höher“, so Schaefer. Die Suche beginnt mit quantitativen Kriterien wie Divendenrendite und Eigenkapitalrendite und führt schließlich zur „DNA des Unternehmens“ – einer Analysemethode von Delta Lloyd, in der etwa die Margen und der Return of Equity über einen längeren Zeitraum dargestellt werden. Schließlich wird die Stellung des Unternehmens in seinem Umfeld analysiert und wenn alles passt, gibt es Gespräche mit dem Management.

Viele heimische Werte Da bleiben dann nicht viele Kanditaten übrig, aber in die wird nach und nach investiert, bis man idealerweise 5% erreicht hat. Wie etwa bei der österreichischen Post; hier ist Delta Lloyd nach eigenen Anga-

Lyxor Index im Plus

Hedgefonds

© EPA

Paris. Hedgefonds sind wieder im Kommen; das zeigt der Lyxor Hedge Fund Index. Demnach haben sie im Year-to-date-Vergleich um 2% zugelegt. 11 von 16 Hedgefonds hatten im Februar positive Ergebnisse und 9 brachten in diesem Monat mehr als 1% Gewinn. Nach den Strategen von Lyxor ist das Marktumfeld weiter günstig für das Hedge Fund-Universum: das Katastrophenszenario wurde entschärft, die Liquidität sei hoch. (red)

Die Hedgefonds feiern laut Lyxor­Strategen ein Comeback.

ben bereits zweitgrößter Aktionär nach der ÖIAG mit derzeit 1,5%, „aber wir möchten auf lange Sicht auf fünf Prozent kommen“. Die Post findet sich im Delta Lloyd L European Mid-Participation Fund (ISIN LU0721897014), der auf mittlere Werte setzt. Ebenfalls vertreten: Andritz und Mayr-Melnhof; insgesamt liegt der Anteil heimischer Unternehmen hier bei 15%. Der Fonds wird gerade aufgebaut. Der Delta Lloyd L European Participation Fund (LU0408576568) besteht schon länger und setzt auf kleinere Titel. Auch hier sind heimische Titel stark vertreten: Zumtobel, Palfinger, Polytec – der An-

teil österreichischer Firmen liegt bei 16%. Ist der überproportionale österreichische Anteil aber ein Hinweis auf eine starke Unterbewertung heimischer Unternehmen? Kann schon sein, meint Schaefer, „aber wir suchen nicht nach Ländern, sondern nach günstigen Unternehmen in interessanten Nischen“.

Ausstieg bei Kursziel Der Delta Lloyd L Asian Participation Fund (LU0614143393) sucht mit gleicher Methode nach starken Nischenplayern in Asien inklusive pazifischer Raum. Hier sind

Small Caps aus Japan und Korea am stärksten vertreten. Der ideale Ausstieg wird sozusagen schon beim Einstieg definiert: Wenn das Kursziel, der ermittelte reale Wert an der Börse, erreicht wird. Im Schnitt dauert ein Investement zwischen drei und fünf Jahren. Das Konzept der Partizipationsfonds wurde 1999 in Holland entwickelt. Seit 2009 werden sie auch europäischen Kunden angeboten. Seither wurde beim Europäischen Small-Cap-Fonds eine jährliche Rendite von 16% erwirtschaftet. Der Asienfonds brachte seit Mai 2011 8% p.a. Die Managementgebühr liegt bei maximal 1,25%.

© Delta Lloyd Asset Management

Österreich-Anteil sehr hoch – man hat in Post, Zumtobel und andere heimische Aktien stark investiert.

Ingmar Schaefer, Fondsmanager bei Delta Lloyd Asset Management.


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Freitag, 30. März 2012

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Skandia Best of Invest Portfolio Zehn Investmentfonds mit attraktivem Rendite/Risiko-Profil und Fokus auf Diversifikation als Anlagestrategie

Skandia mit neuer Strategie 2012 Wien. Ab 1. April können Anleger in ein neues Skandia Produkt investieren. Neben den sechs bestehenden Portfolios bietet Skandia nun Investoren die Möglichkeit, in den „Skandia Best of Invest“ zu veranlagen. Dabei handelt es sich um ein Vermögensverwalterportfolio mit zehn Investmentfonds, das sich durch ein attraktives Rendite/Risiko-Profil und Fokus auf Diversifikation auszeichne.

den Schwerpunkt auf ein attraktives Rendite/Risiko-Profil und verwenden daher zehn vermögensverwaltende Investmentfonds, die gleichgewichtet werden“, erklärt Skandia Vorstand Gerhard Hopfgartner.„Diese können in verschiedene Anlageklassen wie in Aktien-, Anleihen-, Geldmarktnahe oder Alternative Fonds investieren – das Verlustpotenzial ist begrenzt, da die Gewichtung je Einzelfonds bei zehn Prozent im Portfolio liegt“, so Hopfgartner.

Neue Strategie für 2012

Ab 5.000 Euro Einmalerlag

Skandia Best of Interest ist nach Skandia Grand Select die zweite Lösung, die Skandia im Rahmen der neuen Strategie 2012 mit Fokussierung auf die Zielgruppe gehobener Privatkunden dem Markt präsentiert. „Wir legen bei unserem neuen Portfolio ‚Skandia Best of Invest‘

Die Skandia-Portfolios sind für jene Anleger bestimmt, die ihre Fondsauswahl nicht selbst vornehmen wollen. Hierzu stünden aktuell sieben Portfolios unterschiedlicher Veranlagungsstrategien von ‚konservativ‘ bis ‚spekulativ‘ zur Auswahl. Der Skandia Best of Invest kann

Fritz Haslinger

ab 1. April beantragt und über das neue steuerschonende Investmentprodukt Skandia Grand Select angewählt werden. Anleger können ab einem Einmal-erlag von 5.000 € in das neue Portfolio investieren und wahlweise eine laufende monatliche Prämie zuzahlen, heißt es seitens Skandia. Die Wertentwicklung der dem Portfolio zugrundeliegenden Fonds zeige überzeugende Argumente: Die Performance des Portfolios in der jetzigen Fondszusammensetzung hätte über die letzten drei Jahre die attraktive durchschnittliche Performance von 7,28 Prozent (Stand per 31.1.2012) erbracht. „Selbstverständlich werden die Fonds durch unsere internationalen Investmentexperten vor Aufnahme auf Herz und Nieren qualitätsgeprüft und laufend überwacht, sodass gerade bei negativen Ausreißern rasch umgeschichtet werde kann“, bestätigt Hopfgartner.

© Getty Images/Christian Hofer

Gerhard Hopfgartner: „Verlustpotenzial ist begrenzt, da die Gewichtung je Einzelfonds bei 10 Prozent im Portfolio liegt.“

Skandia-Vorstand Gerhard Hopfgartner präsentiert Vermögensverwaltungsportfolio.

Perseus Anlage-Absicherung Für Investoren, die langfristig aus Vorsorgegründen sicher investieren möchten

short

Neues Sparplankonzept für Fondsprodukte

Abu Dhabi will sich Schotten einverleiben

Wien. Das Investment-Beratungsunternehmen Perseus Investment AG bietet Anlegern ein langfristig orientiertes Sparplankonzept für Fonds, welches zahlreiche Vorteile gegenüber einmaligen Investments ermöglichen soll.

London. Abu Dhabi verhandelt über den Kauf von mehr als einem Drittel der Royal Bank of Scotland. Die Gespräche liefen bereits seit einem halben Jahr, ein Abschluss stehe aber nicht unmittelbar bevor. Auch sei noch offen, welche Gesellschaft in Abu Dhabi den Anteil halten würde, falls es zu einer Vereinbarung komme. (Reuters)

Sparplan fürs Portfolio

Thomas Morawek, Perseus-CEO: Sparplan gehört zu langfristigem Fondsportfolio.

„Für mich gehört ein Sparplan eigentlich zu jedem Fondsportfolio, das langfristig ausgerichtet ist. In einem detaillierten Gespräch erörtern wir mit unseren Kunden, welche Ziele er mit der Ansparung verfolgen will. Dann werden aus unserem Investmentuniversum die passenden Fonds ausgewählt“, erläutert CEO Thomas Morawek die Veranlagungsphilosophie.

Schroders Neuer Fonds startet für Anleger in Österreich

Neuntes Kapitalschutzzertifikat Trendfolgestrategie

Frankfurt/Wien. Der britische Vermögensverwalter Schroders bietet jetzt auch österreichischen Anlegern die Möglichkeit, in den Schroder ISF Euro Credit Duration Hedged Fonds zu investieren. Der Fonds werde ähnlich wie der Schroder ISF EURO Corporate Bond gemanagt – allerdings werde bei diesem Fonds die Zinsduration nahe Null gehalten. Das Produkt setze aktuell auf Hochzins-, Schwellenländer- und

Dortmund/Wien. Mit den „Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikaten 9“ haben Anleger die Chance, bei Aufwärts- und Abwärtstrends zu profitieren, verspricht die Apano GmbH. „Obwohl es immer wieder zu Phasen ohne deutlich erkennbare Trends an den globalen Märkten kommen kann, wird es dennoch immer Trends geben, die Managed Futures nutzen können“, sagt Markus Sievers, geschäftsfüh-

© Perseus

Matthias Graat neuer Vorstand bei Altira AG

© Schroder Investment Management

Frankfurt/Wien. Die Asset Management-Gesellschaft Al tira AG (Altira Group) beruft Matthias Graat zum Vorstand für Kundenbetreuung, Marketing und Vertrieb. Neben der Gesamtverantwortung für die Kundenbeziehungen werde Graab ab dem 1. Juni vor allem die persönliche Betreuung institutioneller Anleger wie Pensionskassen, Versicherungen, Versorgungswerke und Family Offices übernehmen. „Matthias Graat ist ein ausgewiesener Kenner des Geschäfts mit institutionellen Investoren, insbesondere im Bezug auf alternative Assetklassen. Mit seiner Erfahrung und seinem exzellenten Netzwerk werden wir unsere Positionierung im Markt weiter ausbauen und mit seiner Verpflichtung besetzen wir Kundenbetreuung und Vertrieb nun wieder auf höchster Ebene“, sagt David Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Altira Group. (fh)

Schroders-Fondsmanager Adam ­Cordery: Liquidität unnormal hoch.

Apano Kapitalschutzzertifikate 9

Wandelanleihen und habe im laufenden Jahr eine Wertentwicklung von 4,83 Prozent (Stand 7.3.2012) erzielt.

Angst vor Zinserhöhungen „Mit diesem Fonds haben wir bei der Lancierung im Frühjahr 2011 auf die Ängste vieler Investoren vor möglichen Zinserhöhungen und steigenden Renditen reagiert. Der Fonds ist eine attraktive Lösung für Anleger, die sich Sorgen um Zinssteigerungen machen, aber dennoch in Unternehmensanleihen investiert sein wollen. Wir sehen im Sektor für Investment-Grade-Unternehmensanleihen große Möglichkeiten, vor allem bei nachrangigen Bankverbindlichkeiten und Anleihen zyklischer Industrieunternehmen. Die Liquidität an den europäischen Aktienmärkten wird in diesem Jahr unnormal hoch und auch die Volatilität ungewöhnlich hoch sein. Wir als Fondsmanager werden das für und nicht gegen uns arbeiten lassen“, erklärt Adam Cordery, der verantwortliche Fondsmanager dieses für Österreich neuen Produkts. (fh)

render Gesellschafter von Apano. Die Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikate 9 verfügen über einen Kapitalschutz von 100%, durch die Rückzahlung bei Fälligkeit mindestens zum Nennbetrag je Wertpapier. Emittentin ist die Credit Suisse AG (Niederlassung London). Der empfohlene Anlagehorizont der Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikate 9 betrage sechs oder mehr Jahre. Die Mindestanlage liegt bei 10.000 €. (fh)

© Apano

© Altira

Gegen Furcht vor Zinserhöhungen Matthias Graat wird neuer Vorstand bei der Altira AG.

Das Sparplankonzept sieht zwei Möglichkeiten einer laufenden Investition von mindestens 50 € monatlich vor. „Es gibt die Variante der steueroptimierten Ansparung in Form einer Versicherungshülle oder auch ohne. Letztere eignet sich aber nur, falls eine kurze Laufzeit von unter zehn Jahren angestrebt wird. Wir empfehlen aber, den Sparplan langfristig zu sehen, da sich hier der sogenannte CostAverage-Effekt besser auswirken kann“, sagt CFO Bernhard Gessner. „Prinzipiell eignet sich unser Konzept für jeden, der längerfristig Kapital für sich und seine Familien aufbauen will und man kann in jedes Fondsprodukt, das ratierliche Ansparungen ermöglicht, investieren.“ (fh)

Markus Sievers von Apano bietet Trendfolgestrategie mit Kapitalschutz.


B a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 30. März 2012

financenet – 39

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AXA-Studie Bank- und Sparkassenberater genießen bei Österreichern beim Thema Geldanlage das größte Vertrauen

short

Wenns ums Geld geht, fragen Sie Ihren Banker

Tiroler Sparkasse mit etwas weniger Gewinn Innsbruck. Die zum Erste-Konzern gehörende Tiroler Sparkasse (Tispa) hat etwas weniger verdient: Der Jahresüberschuss nach Steuern ist um 4,3 Prozent von 6,41 auf 6,13 Mio. € gesunken. Die „gesunde” Kernkapitalquote sei weiter gestiegen und liege bei 13,24 Prozent, die Eigenmittelquote bei 14,14 Prozent, erläuterte Vorstand Karl Obernosterer. Mit 6,46 Mio. € beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 2011 hat man ein Viertel gegenüber dem Vorjahr eingebüßt (2010: 8,62 Mio. €, Rechnungslegung erfolgte nach internationalen IFRS-Vorschriften, Anm.). Dividende werde es nach drei Mio. € im Vorjahr aber heuer keine geben. Das Jahr 2011 habe „extrem gut” angefangen, sei dann aber nach dem Sommer eingebrochen, erklärte Vorstand Karl Obernosterer. (APA)

76 Prozent würden bei ihrem Bankberater anklopfen, bevor sie einen Investmentfonds kaufen. helga krémer

Frankfurt. Wenn Österreicher Informationen zum Thema „Geld“ brauchen, sind Bank- und Sparkassenberater die Anlaufstelle Nummer eins. Denn sie genießen bei Fragen rund um das Thema „Geldanlage“ das größte Vertrauen, wie eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studie von AXA Investment Managers zeigt. Das hohe Vertrauen in Bank- und Sparkassenberater geht jedenfalls deutlich zulasten anderer Informationsquellen: Denn bis auf den Berater sind alle anderen Informationsquellen zum Thema Geldanlage zum Teil sogar sehr stark rückläufig.

Die Lehren aus der Krise: Die Österreicher wollen jetzt noch mehr Beratung beim Thema Finanzen und Geldanlage.

Stellenwert als noch vor wenigen Jahren. Denn während 2007 immerhin schon 64% der Befragten Beratung als wichtig einstuften, waren es zum Zeitpunkt der Studie (siehe Kasten) gar 83%. Da dürfte die Finanzkrise mit einhergehender Verunsicherung der Anleger wohl ihr Schärflein beigetragen haben. In Deutschland liegt dieser Wert bei 92%. Bei den Fondsbesitzern – also denjenigen, die sich besonders gut in dem Bereich auskennen sollten – sind es gewaltige 96% (Deutschland: 98%). „Hier gilt es, den Vertrauensbonus aktiv zu nutzen und Anleger bei der Zusammenstellung ihres Portfolios dann auch bedarfsgerecht zu unterstützen. Dabei stellt

Beratungsbedürfnis steigt Generell hat für die Mehrheit der Österreicher Beratung bei Investmentfonds einen deutlich höheren

CSE-Gütesiegel Aufsichtsräte zertifiziert und versichert

der Zweiklang ‚Sicherheit und Renditeerwartungen‘ in diesen turbulenten Zeiten an Europas Kapitalmärkten eine besondere Herausforderung dar“, so Karin Kleinemas von AXA Investment Managers, die die Studie in Auftrag gegeben hatte.

Die studie im Detail 1000 Interviews Im Auftrag von AXA Investment Managers führte TNS Infratest Finanzforschung eine repräsentative Umfrage durch. Die Mehrländerstudie untersucht auch den Wissensstand der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Investmentfonds. Die Befragung fand im September 2011 statt. TNS Infratest führte in jedem Land insgesamt 1.000 Interviews in der Bevölkerung ab 18 Jahren in Haushalten mit Festnetz-Telefonanschluss. Dabei nutzte TNS Infratest die Methode computergestützter Telefoninterviews (CATI); die Ergebnisse wurden anschließend bevölkerungsrepräsentativ gewichtet. Die deutsche TNS Infratest ist Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London), einem der weltweit führenden Marktforschungsinstitute.

Die Schweiz ist anders … Völlig andere Ergebnisse zeitigte die Studie übrigens in der Schweiz: 54% der Befragten geben an, ihr Wissen über Geld- und Kapitalanlagen im Gespräch mit Freunden, Verwandten und Kollegen erlangt zu haben, während nur noch 42% Gespräche mit Bank-, Versicherungs- und Finanzberatern als Quelle angeben.

Allianz-Studie Mensch ist Schifffahrtsrisiko Nummer 1

Jetzt auch mit Sicherheitsgurt

Kapitän Schettino ist überall

Wien. Die vor einem Jahr vom Fachverband Unternehmensberatung und IT initiierte Qualitätsoffensive für Aufsichtsräte hat einen bemerkenswerten Start hingelegt: Bereits über 30 erfahrene Aufsichtsräte, darunter viele klingende Namen, haben sich als international anerkannter „Certified Supervisory Expert“ (CSE) zertifizieren lassen. „Die große Nachfrage des Marktes nach zertifizierten Aufsichtsräten ist insbesondere durch die internationale Forderung nach Professionalisierung und Objektivierung des Auswahlprozesses von Aufsichtsorganen zu erklären“, so Fachverbandsobmann Alfred Harl. Gerade bei Unternehmen der öffentlichen Hand könne die Zertifizierung für mehr Transparenz und sichere Qualität sorgen. „Viele Pleiten der letzten Jahre hätte es nicht gegeben, wenn der Aufsichtsrat professionell agiert hätte“, bestätigt auch Richard Schenz, Kapitalmarktbeauftragter der Finanzministerin. Gemeinsam mit der Consultor Versicherungsservice GmbH, der Wagner Versicherungsmakler

Wien. Auch wenn „Titanic“ und aktuell die „Costa Concordia“ markante Fälle sind: Die Unfälle in der Schifffahrt sind in den letzten 100 Jahren deutlich gesunken – trotz einer Verdreifachung des weltweiten Schiffsverkehrs. In acht von zehn Fällen ist menschliches Versagen als Unfallursache mit im Spiel, wie eine aktuelle Studie der Allianz zeigt. Über 75% der Schäden im Seeverkehr sind auf vielfältige Varianten menschlicher Fehler zurückzuführen. Dazu zählen unzureichendes Sicherheitsmanagement, knapp bemessene Personalstärken der Crews oder auch Mängel in der Ausbildung. Aber auch Übermüdung ist ein großes Problem, insbesondere in verkehrsreichen Gebieten wie der Ostsee, da die Besatzungen dort nur kurze Ruhezeiten zwischen den Einsätzen haben. Die Anzahl der Sterbefälle bei professionellen Seeleuten ist jedenfalls in vielen Ländern gesunken, so beispielsweise in Großbritannien von 358 von 100.000 Seefahrern im Jahr 1919 auf 11 von 100.000 in der Zeit von 1996 bis 2005.

Will professionelle Aufsichtsräte: Kapital­ marktbeauftragter Richard Schenz.

Zu den ‚Unfallhotspots‘ in der Seefahrt gehören die Meeresgebiete um Südchina, Indochina, Indonesien und die Philippinen mit 17% aller Schäden in den Jahren 2001 bis 2011, gefolgt vom östlichen Mittelmeer und dem Schwarzen Meer (13 Prozent) sowie Japan, Korea und Nordchina (12 Prozent). Das Meer um die Britischen Inseln weist ebenfalls eine relativ hohe Unfalldichte auf (acht Prozent).  (ag/hk).

Der Schweizer FINMA-Chef Patrick Raaflaub will Schwarzgeld-Verzicht.

Bern. Die Schweizer Bankenaufsicht fordert von den eidgenössischen Geldhäusern den Verzicht auf die Verwaltung von nicht versteuerten Vermögen. Auch wenn Banken bisher gesetzlich nicht verpflichtet sind, sich darum zu kümmern, ob bei ihnen liegende Gelder versteuert sind, sollten sie in Zukunft auf solche Gelder verzichten, sagte der Chef der Finanzmarktaufsicht (FINMA), Patrick Raaflaub. „Es kann kein Geschäftsmodell sein, Steuerhinterziehung von Ausländern zu ermöglichen oder stillschweigend zu dulden.” Ein zu stark auf unversteuerte Gelder fokussiertes Geschäftsmodell könne einer Bank zum Verhängnis werden, warnte der FINMA-Chef. Auch die mit dem Schweizer Bankgeheimnis verbundene Geheimniskrämerei müsse ein Ende haben. Der langjährige restriktive Schweizer Ansatz beim behördlichen grenzüberschreitenden Austausch von Bankinformationen entspreche nicht mehr den internationalen Erwartungen, sagte der FINMA-Chef. (Reuters/APA)

CaixaBank wird größte Bank in Spanien

© EPA

© APA/Barbara Gindl

GmbH sowie den Versicherungsgesellschaften R+V und VAV hat der Fachverband UBIT einen Versicherungsservice für Zertifizierte entwickelt: Die neue Strafrechtsund Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O) umfasst die Absicherung und Unterstützung bei strafrechtlichen Ermittlungen und die Abwehr sowie die Befriedigung von vermögensrechtlichen Ansprüchen an Aufsichtsräte.  (ag/hk)

© Finma

Nur jeder zwanzigste Österreicher nutzt das Fernsehen und knapp jeder fünfte das Internet. Auffällig ist auch, dass traditionelle Informationsquellen wie Tageszeitungen und Fachzeitschriften an Bedeutung verlieren: Nur noch sieben Prozent der Österreicher nutzen diese Printmedien, um sich über die Geldanlage zu informieren. Während immerhin elf Prozent der 18- bis 39-Jährigen auf Tageszeitungen zurückgreifen, sind es bei den Älteren der Generation 60plus nur noch knapp vier Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland greifen 18% auf Magazine und 14% auf Zeitungen zurück, um sich über Geldanlagen ein Bild zu machen

Die Schweizer Banken sollen sauber werden

© Panthermedia.net/Kurhan

Tageszeitungen verlieren

„Costa Concordia“: Menschliches Versagen ist häufigste Unfallursache.

Madrid. Die katalanische CaixaBank wird Spaniens größtes Geldhaus: Für 977 Mio. € übernimmt sie den Sparkassenverbund Banca Cívica. Die Übernahme wurde von den Verwaltungsräten beider Banken bestätigt, bedarf allerdings noch der Zustimmung der Aktionärsversammlungen. Zusammen mit der Banca Cívica werde die CaixaBank künftig Guthaben von 342 Mrd. € verwalten.  (APA)


B a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

40 – financenet

Freitag, 30. März 2012

financenet@medianet.at

Raiffeisen Mittel- und Osteuropa bleiben interessant, jetzt keine Kapitalerhöhung für Raiffeisen Bank International

short

Konrad: „Wir haben BankGeschäft nicht verlernt“

Uniqa födert Tools für Behinderte

© Uniqa

„Raiffeisen International wird alle Erfordernisse von EBA und Basel III rechtzeitig erfüllen.“ kurt sattlegger

Peter Eichler, Uniqa-Vorstand: Hilfreiches für Behinderte.

Wien. CEE bleibt auch in Zukunft ein interessanter Markt für Österreichs Banken; davon zeigte sich der Generalanwalt der Raiffeisen-Verbands, Christian Konrad, überzeugt. Er war Gast bei der 4. Banking & Finance Lounge des Management-Consulting-Unterneh-

Wien. Die Uniqa hat einen Wettbewerb gesponsert, bei dem Studenten alltagstaugliche Lösungen für die Probleme von Menschen mit Behinderungen entwickelten. Die Siegerprojekte durften sich jetzt über je 2.000 € freuen. „Die Projekte zeigen, dass Lösungen für Menschen mit Behinderungen geschaffen wurden, die intelligent, praktikabel und dazu noch kostengünstig sind“, zeigt sich Uniqa Österreich-Vorstand Peter Eichler beeindruckt. Unter den prämierten Produkten sind ein Navigationssystem für blinde Menschen, ein neues Steuerungssystems für Querschnittgelähmte (Telefon, Fernseher, etc.) und ein Neudesign eines Greifarms. (red)

„Die RBI hat in den letzten 20 Jahren kein einziges Quartal mit Verlusten abgeschlosVernaderung.“ Christian Konrad, Raiffeisen

© Christian Mikes

sen – da gibt es

Raiffeisen-General Christian Konrad mit Gastgeber Ignaz Geiger, Geschäftsführer von Solution Providers Österreich.

Neue Köpfe bei der Großbank UBS

© UBS

mens Solution Providers. Heftig in Abrede stellte Konrad, dass die RBI in CEE zu große Risken eingegangen sei: „Das ist reine Vernaderung, wir haben weder das Bankgeschäft verlernt, noch sind wir Gauner.“ Die RBI betreibe dort ein ganz normales Retail- und Kommerzkundengeschäft. Alle notwendigen Wertberichtigungen seien aus eigener Kraft bewältigt worden, es handle sich um eine Erfolgsgeschichte: „Die RBI hat in den letzten 20 Jahren kein einziges Quartal mit Verlusten abgeschlossen.“

UBS-CEO Sergio P. Ermotti freut sich über neue Kollegen.

Zürich. Die Schweizer Großbank UBS gibt einige Veränderungen in der Konzernleitung bekannt: Andrea Orcel, derzeit Executive Chairman bei Bank of America Merrill Lynch, wechselt per 1. Juli zu UBS und leitet gemeinsam mit Carsten Kengeter die Investment Bank als Co-CEO. „Die ausgewiesene Erfolgsbilanz von Carsten Kengeter und Andrea Orcel wird sich sehr positiv auswirken und gemeinsam werden sie ein effektives, umsetzungsorientiertes Führungsteam leiten“, meint dazu CEO Sergio P. Ermotti. Alex Wilmot-Sitwell, derzeit Co-CEO der Region Asien-Pazifik, wird die Position des Chairman der Investment Bank übernehmen, Chi-Won Yoon wird alleiniger CEO der Region Asien-Pazifik. (red)

Kapitalerhöhung jetzt nicht Auch sonst zeigte sich Konrad sehr zuversichtlich, was die Situation der RBI betrifft. Die von der

europäischen Bankenaufsicht (EBA) bis 30. Juni verlangten 9% harter Kapitalquote werde man erreichen – und zwar ohne einer Kapitalerhöhung: „Eine Kapitalerhöhung jetzt würde bedeuten, die halbe Bank zu verschenken“, spielte Konrad auf den derzeit niedrigen Börsenkurs an.

Staat braucht Banken Auch für den Bankensektor generell trat Konrad selbstbewusst auf: In den 50 Jahren der Zweiten Republik hätten die Banken das erste Mal die Schulter des Staates gebraucht. Auf der anderen Seite halte etwa Raiffeisen inklusive dem Versicherungsbereich 12 bis 14 Mrd. € an Staatspapieren: „Wir

fen, wenn sie später umgesetzt werden.“ Würden sie aber kommen, würde Raiffeisen sie erfüllen. Generell leide man aber unter zu starker Bürokratie und Regulierunge: 600 bis 700 Mitarbeiter seien alleine damit beschäftigt, die regulatorischen und bürokratischen Erfordernisse zu erfüllen.

ÖVAG: schwierig Die Umstrukturierung im Volksbankenbereich sieht Konrad schwierig; es handle sich schließlich um eine Zwangskonsolidierung, man könne nicht vorhersagen, was aus dem Volksbankenverband werden würde. Bei Raiffeisen sei die Freiwilligkeit im Verbund jedenfalls wichtig.

Basel III zur Unzeit Kritisch äußerte sich Konrad zu den Regulierungen von Basel III: „Die kommen jetzt zur Unzeit, der Wirtschaft würde man mehr hel-

Round Table Heuer ist das EU-Jahr des aktiven Alterns

Hypo Alpe Adria Bank „Wir können profitabel sein“

Brüssel. 2012 wurde von der EU zum Jahr des „aktiven Alterns und der Generationensolidarität“ erklärt. Welchen Beitrag die private Krankenversicherung dazu leisten kann, wurde bei einem Round Table auf Einladung des VVO sowie des deutschen, des französischen und des britischen Versicherungsverbands in Brüssel erörtert. Als Kernaussagen wurden festgehalten: Die private Versicherungs-

Klagenfurt. Die Hypo Alpe-AdriaBank AG (HAB), der ÖsterreichTeil der Hypo Alpe Adria-Group, erzielte nach vier Verlustjahren erstmals wieder ein positives Ergebnis. Das EGT 2011 beträgt 10,2 Mio. €, der Jahresüberschuss nach UGB 7,5 Mio. €. Das Ergebnis bestätige den Weg der Sanierung und nachhaltigen Neuausrichtung als Universalbank auf ausgewählten Nischenmärkten, heißt es aus der Bank.

Private Krankenversicherung hilft

wirtschaft funktioniert nach anderen Prinzipien als die Sozialversicherung. Diese Diversität trägt zur Finanzstabilität der nationalen Sicherungssyteme bei. Die europäische Gesetzgebung soll den Zugang zu Risikoinformationen sicherstellen. Nur dann ist eine faire und effektive Risikobewertung möglich. Private Kranken- und Pflegeversicherungen reduzieren durch ihre Leistungen die Belastung des Staatshaushalts.  (red)

Deutsche Bank hat neue Wiener Adresse

Hypo: Erstmals wieder positiv

zwei Prozentpunkte auf 12,06% und liegt somit über der vorgeschriebenen Mindestquote.

Regionale Wurzeln Das zeige, dass die Bank, „wenn sie sich ihrer Kernkompetenzen und regionalen Wurzeln besinnt, am Markt profitabel agieren und eigenständig geführt werden kann“, meint dazu Vorstandschef Gerhard Salzer. (red)

Round Table in Brüssel: Private Krankenversicherungen stellen einen wichtigen Beitrag zur Finanzstabilität der nationalen Sicherungssysteme dar.

Durch eine konsequente Ausrichtung auf die Bereiche Privatkunden, Firmenkunden und die öffentliche Hand konnten die Primäreinlagen von rund 3,4 Mrd. € stabil gehalten werden. 203 Mio. € an Problemkrediten konnten abgebaut werden, 641 Mio. € verbleiben. Die Bilanzsumme verringerte sich wegen Veräußerungen von Geschäftsfeldern jenseits des Kerngeschäfts um knapp 4% auf 5,8 Mrd. €. Die Eigenmittelquote stieg in Folge dieser Maßnahmen und des positiven Geschäftsverlaufs um

© Hypo Alpe Adria

Auf Kerngeschäft fokussiert

© Panthermedia.net/Cathy Yeulet

Wien. Die Niederlassung der Deutschen Bank AG in Wien ist umgezogen und hat ab sofort ihren Sitz in einem neuen Bürogebäude am Fleischmarkt 1 in 1010 Wien (bisher: Hohenstaufengasse 4, 1010 Wien). Rund 100 Mitarbeiter aus den Geschäftsbereichen Corporate & Investmentbanking und Asset Management (einschließlich der DWS) sowie aus den Infrastrukturbereichen sind an der neuen Adresse unter einem Dach zusammengefasst. (red)

wollten aber nie mitreden in der Regierung.“ Es stelle sich aber die Frage, welchem öffentlichen Haushalt man noch Geld geben könne. Zum Euro gebe es jedoch keine Alternative: „Die Diskussion darüber ist nicht realistisch und schädlich.“ Raiffeisen werde die Staatshilfen 2014 zurückzahlen, bis dahin zahle man pünktlich 8 % Zinsen. Man habe keine Probleme, Geld aufzunehmen: „Der Kapitalmarkt ist offen“, die letzten Anleihen seien überzeichnet gewesen.

Gerhard Salzer, Vorstandschef, konnte wieder positives Ergebnis präsentieren.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 30. März 2012 – 41

© Gerald Stefan

real corp 2012 wächst

Manfred Schrenk lädt vom 14. bis 16. Mai ins Multiversum Schwechat  Seite 43

© Wolf Theiss

financenetreal:estate erneuerbare im osten

Investoren zieht’s Richtung Bulgarien, ortet Bryan Jardine von Wolf Theiss  Seite 45

über plan immofinanz zeigt tolle zahlen © Immofinanz Group

In Wien gehoben in der Nische wohnen mit SEG

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS 21. März 2012 - 28. März 2012

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Atrium conwert S Immo Immofinanz Warimpex CA Immobilien Anlagen

-0,68% 4,27% -2,44% 4,27% 1,60% 0,58% -1,16% -1,85% -2,44%

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© medianet; SEG/Rupert Steiner

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Wohnbau Hundert hochwertige Wohnungen stellt Bauträger SEG pro Jahr fertig. Die Geschäftsführer Silvia Wustinger-Renezeder und Hans Wustinger setzen ­dabei vor allem auf den Großraum Wien. Der Kurswechsel auf Wohnimmobilien erwies sich als goldrichtig – und Kunden lieben kleine Einheiten.  Seite 42

Top 5 Immofonds Henderson Asia-Pacific Prop. 23,73% AXA Aedificandi I CAP 8,01% EasyETF EPRA Eurozone 7,79% Wiener Privatbank Europ. Prop. 7,54% Morgan Stanley Europ. Prop. 7,32% Flop 5 Immofonds DWS Inv.RREEF As. Pac. R.E. -4,03% Morgan Stanley P2 Value -3,92% iShares FTSE EPRA/NAREIT -3,42% iShares STOXX A/P.600 RE Cap-2,90% TMW Immobilien Weltfonds -2,68% 21. März 2012 - 28. März 2012

Alles sitzt!

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i m m o : c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 30. März 2012

financenet@medianet.at

Wohnbauträger SEG auf neuem Kurs Jährlich werden rund 100 hochwertige Wohneinheiten fertiggestellt

Makler der Woche: DEIMEL & DEIMEL

SEG setzt auf gehobenes Wohnen in der Nische

Mit über 50-jährigem Firmenbestehen kann Deimel & Deimel Immobilien auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken, in der stets die Kundenzufriedenheit als oberste Maxime galt. Diese Tradition wird auch heute in zweiter Generation weitergepflegt und spiegelt sich im Klientel wider, das überwiegend aus Stammkunden besteht, teilweise ebenfalls in zweiter Generation, die regelmäßig und gern auf das kompetente und zuverlässige Dienstleistungsservice der Deimel & Deimel Immobilienberatung vertrauen. Erfolgreich werden traditionelle Werte mit zeitgemäßen modernen Arbeitstechniken und Marketinginstrumenten kombiniert, wodurch hohe Effizienz und rasche Umsetzung im Immobilienverkauf und der Immobilienvermietung gewährleistet wird. Die Schwerpunkte des Dienstleistungsangebots liegen in der Vermittlung von Eigentumsund Mietimmobilien jeder Nutzungsart sowie in der Beratung in allen Fragen rund um die Immobilie, wie z.B. bei der Finanzierung, der Marktwertermittlung, der Sanierung/Wertsteigerung wie auch der Ertragssteigerung der Immobilie, u.v.a.m., wo in den einzelnen Sparten gern auch auf Spezialisten aus dem eigenen Netzwerk zurückgegriffen wird und dadurch auch die umfassende Kompetenz aller Belange rund um die Immobilie aus einer Hand angeboten werden kann. Streng nach dem Motto „Wir ruhen erst, wenn unsere Kunden vollends zufrieden sind“ stellt die Kanzlei Deimel & Deimel Immobilien ihre Dienste gern auch zu Ihrer Verfügung.

Wien. Der Immobilien-Entwickler SEG setzt auf hochwertigen, frei finanzierten Wohnbau im Großraum Wien, sagen die Geschäftsführer Silvia Wustinger-Renezeder und Hans Wustinger. Der Kurs auf hochwertige Wohnimmobilien sei gerade heutzutage goldrichtig: Einerseits lieben die Österreicher derzeit die Geldanlage in Immobilien – vor allem Wohnimmobilien, bei denen auf regelmäßige Mieterträge und Werterhalt gehofft wird. Dabei punkten Objekte, die nicht nur für Mieter, sondern auch für die Eigentümer selbst attraktiv sind, betont Wustinger: „Die Kunden lieben kleinere Einheiten, die sie sowohl als Vorsorgewohnungen wie auch, wenn nötig, für den ­Eigenbedarf, also zu Wohnzwecken, nützen können. Wir wissen, worauf es ankommt, das merkt man – die Eigentümer fühlen sich in unseren Wohnungen wohl.“ Das interessiert u.a. auch die Zielgruppe der Expatriates, also der international tätigen Manager.

Auf neuem Kurs

Promotion

Das Unternehmen SEG selbst blickt auf 30 Jahre Erfahrung zurück, die alte SEG war früher aber mit großvolumigen Wohnbau am Stadtrand befasst. Die neuen Chefs Silvia Wustinger-Renezeder und Hans Wustinger (ehemals Chef von Watt Drive und Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ) haben die SEG nach der Sanierung in den Jahren seit 2008 neu ausgerichtet. Die langjährige Erfahrung wird genützt, um neue Projekte optimal an ihre hochwertigen Standorte anzupassen und bestmögliche Grundrisse zu finden, so Wustinger: „Wir konzentrieren uns auf innerstädtische Lagen, die natürlich ihren Preis haben.” Um die gewünschte

www.era.at

Salzburg In Gefahr?

Nachhaltigkeit bei den Projekten – sie erstreckt sich auch auf Umweltbelange, etwa Niedrigenergie-Bauweise – in der Planung zu erreichen, setzt die SEG u.a. auf höherwertige Ausstattung und gute Grundrisse.

ist das Objekt Spittelauer Lände 10 im 9. Bezirk. Das 25köpfige Team der SEG kümmert sich bei den Projekten um Planung, Bau, Vermarktung und Finanzierung; auch die Hausverwaltung wird von der SEG erledigt. Jährlich werden rund fünf Projekte fertiggestellt, die im Schnitt jeweils 20 Wohnungen haben, sodass sich eine jährliche Bauleistung von rund 100 Wohneinheiten ergibt. Das einzelne Projekt ist dabei kleiner, als es die typischen Projekte der großen Wohnbauträger sind, aber größer als typische Einzelprojekte von Architekten oder Bauunternehmern – in der so entstehenden Nische fühlt sich die SEG gut aufgehoben, zumal man auf gute Zusammenarbeit mit privaten Grundeigen-

100 Wohneinheiten pro Jahr Das SEG-Projekt Kollergasse 12 im 3. Wiener Gemeindebezirk ­etwa hatte gerade Übergabefeier: zwölf Wohnungen in zentrumsnaher Citylage. Beim Hackenbergweg 51 im Wiener Nobelbezirk 1190 wiederum war letztes Jahr Baubeginn. Errichtet werden Architektenhäuser in Grünlage mit je zwei Terrassen. Architektionisch herausragend und direkt am Donaukanal gelegen

tümern usw. setzt. Sorgen vor der neuen Immobilien-Gewinnsteuer durch das Sparpaket macht man sich bei der SEG nicht: Zwar erhöhe sich tendenziell der Planungshorizont von Projekten, doch sei der österreichische Markt ohnehin im internationalen Vergleich noch sehr preisgünstig – und daher seien bei gutem Verkauf bzw. guter Vermietung durchaus Renditen deutlich über dem Sparbuch möglich, auch abzüglich Immo-Steuer. Bei den Projekten konzentriert man sich auf den Wiener Markt, wo die SEG durch ihre 30jährige Tradition gut verankert ist. Allerdings kann sich die SEG-Geschäftsführung auch Projekte im Wiener Umland, also im sprichwörtlichen Speckgürtel, gut vorstellen. (gst)

campus WU Ganzheitliches Konzept für mehr Qualität

ÖSW Wohnungen in Wien-Donaustadt übergeben

Wien. Im zweiten Wiener Gemeindebezirk entsteht derzeit das größte universitäre Bauprojekt in Europa. Auf einer Nettonutzfläche von ca. 100.000 m� wachsen zwischen Prater und Messegelände derzeit sechs Gebäudekomplexe und damit fast ein neuer Stadtteil in die Höhe: 27.000 Studierende finden am neuen Campus Platz. Der gesamte Campus der neuen WU folgt einer großen Vision und wird unter dem Thema „Nachhal-

Wien. Das Österreichische Siedlungswerk (ÖSW) konnte den Bewohnern der insgesamt 105 neuen Wohnungen in der Aladar-PechtGasse des Projekts „Kagraner Mischung“ in Wien-Donaustadt ihre Schlüssel überreichen. Die 22 geförderten Eigentumswohnungen und die 83 supergeförderten Mietwohnungen im Bezirk Donaustadt sollen nachdem Wunsch der Planer nicht nur individuelle Wohnbedürfnisse für

Der campus WU, Europas größter Uni-Bau, wächst kräftig weiter.

tigkeit“ gebaut. „Wir wollen dem Bezirk ein Mehr an Qualität bringen“, erläutert die Vizerektorin für Infrastruktur und Finanzen, Regina Prehofer. Das Vorhaben baut dabei auf drei Ebenen auf: Zum einen auf der Vision, modern und gleichzeitig ökonomisch und sozial nachhaltig zu sein. Auf funktionaler Ebene werden Schnittstellen zwischen Studium und Forschung, zwischen öffentlichem Leben und Universität definiert. Auf technischer Ebene vereint ein gemeinsames Konzept die unterschiedlichen Architekturen der Gebäude. Jedes der sechs Gebäude beeindruckt durch unterschiedliche und außergewöhnliche Architektur, der Betrieb aller ist jedoch standardisiert. „Das reicht von der Energieversorgung über die Lüftung, bis hin zu den Sanitäranlagen und der statischen Umsetzung der Gebäude. Der Aufwand und die Kosten sollen so gering wie möglich sein“, erklärt Prehofer. Das Hörsaalzentrum, das Library and Learning Center (LLC) oder die Mensa sind vor allem für hohe Frequentierung und Nutzung ausgelegt. (red)

„Kagraner Mischung“ gelungen

© ÖSW

© WU Wien

Salzburger Innenstadt-Bau könnte das Weltkulturerbe gefährden.

Salzburg. Ein geplantes Bauprojekt in der Salzburger Innenstadt bringt Bürgerinitiativen auf den Plan: Die Verbauung des Dr. Franz Rehrl-Platzes brachte der Stadt eine Rüge von ICOMOS ein, die den Welterbestatus vergibt. Jetzt hält eine Plattform von Bürgerinitiativen ein zumindest zweistufiges Wettbewerbsverfahren für alle neuen Bauprojekte in der historischen Altstadt von Salzburg zur Sicherung des Weltkulturerbes und zur Wahrung einer hohen städtebaulichen Qualität für unabdingbar. Das bisher veröffentlichte Bauprojekt am Franz Rehrl Platz erfülle dieses Erfordernis nicht. (ots/red)

SEG-Geschäftsführer Silvia Wustinger-Renezeder und Hans Wustinger: Projekt Spittelauer Lände 10 glänzt architektonisch.

Mehrwert für den „Zweiten Hieb“

© Panthermedia.net/R. M. Stroie

Welterbestatus

© medianet

SEG-Geschäftsführer Wustinger: Frei finanzierte Top-Objekte in sehr guter Lage im Großraum Wien.

Das ÖSW übergab 105 Wohnungen im Projekt „Kagraner Mischung“.

Menschen in den unterschiedlichsten Lebensabschnitten bieten, sondern auch durch im Projekt befindliche Home Offices die Möglichkeit für Wohnen und Arbeiten unter einem Dach schaffen. Großzügige Allgemeinräume sollen das gemeinsame Wohngefühl fördern.

Wohnungen mit Freiräumen Der Wohnungsmix, der insgesamt 105 Wohneinheiten umfasst, reicht von der großzügigen Familienwohnung über die günstige Startergarconniere bis zu anmietbaren Home-Offices für Selbstständige, die so neben ihrem neuen Heim auch arbeiten können. Das Projekt „Kagraner Spange“ gliedert sich in zwei voneinander unabhängige Bauteile. Im größeren Bauteil „Spange“ sind 83 supergeförderte Kleinwohnungen und dazumietbare moderne Home Offices. Die Wohnungen verfügen über Wohnungsgrößen zwischen 47 und 105 m� und besitzen 1 bis 4 Zimmer. Alle Mieter können ihren persönlichen Freiraum in den Loggien genießen. (red)


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 30. März 2012

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Treffpunkt Städteplaner, IKT-Industrie, Immo-Branche Real Corp von 14. bis 16. Mai im Multiversum Schwechat

short

Real Corp 2012 wächst

S Immo kooperiert mit Uni Nottingham Trent Wien. Die börsenotierte S Immo AG war vergangene Woche Kooperationspartner der Nottingham Trent University aus Großbritannien. Als Teil ihres Studiums reisten 50 Studenten aus dem Immobilien-Fachbereich vom 19. März bis 23. März nach Wien und Bratislava. Das Programm bestand unter anderem aus Besichtigungen von Immobilien der S Immo, darunter das Bürogebäude Galvaniho IV, das Austria Trend Hotel in Bratislava sowie das S Immo Head Office in Wien. Weiteres Highlight war der Besuch der Baustelle des Entwicklungsprojekts Quartier Belvedere Central beim neuen Wiener Hauptbahnhof. Auch Vorträge von österreichischen Immo­ bilienexperten und RICS-Vertretern standen auf dem Programm. (red)

hat Siemens die Geschäftssparte „Infrastruktur & Städte“ mit Headquarter in Wien geschaffen, zu der Schiene (U-Bahn, Eisenbahn und andere Verkehrssysteme), Stromversorgung inklusive Smart-Grids u.v.m. zählen. Denn die Städte sind nicht nur groß und daher wichtig, sie werden noch viel größer werden. Schrenk: „Derzeit leben schon mehr als 50% der Weltbevölkerung in Städten, den komplextesten Gebilden, die die Menschheit je geschaffen hat. Und bald werden es 70% sein.“ Es gehe um „Resilience“, die Schockbeständigkeit der Stadt. Dazu gehören Themenbereiche wie Ressourcenknappheit und Ressourcenmanagement, Verteilungsgerechtigkeit und Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit usw. Aktueller Trend: „Die Chance, wieder zu einem 24-Stunden-Leben in einer durchmischten Stadt zu kommen.“ Also nicht von Schlafstädten in Tagesarbeits-Stadtviertel zu pendeln, sondern alle Lebensbereiche (Arbeit, Erholung, Bildung, Freizeit und Zuhause) wieder zu vereinen. Die Städteplaner haben sich dabei von der üblichen Trennung StadtLand weitgehend verabschiedet: Für sie zählt im Fall von Wien ein städtischer Agglomerationsraum (inklusive „Speckgürtel“ und naher Städte) von 2,5 Mio. Menschen. Rechnet man die Centrope-Region mit Brativslava, Budapest, Prag ein, sind es sogar 6 Mio. (gst)

Real Corp-Chef Manfred Schrenk: „Es geht um Nachhaltigkeit in allen Bereichen.“

Re-Mixing the City Unter dem zentralen Leitthema „Re-Mixing the City: Der Weg zu Nachhaltigkeit und langfristiger Stabilität“ findet die Real Corp 2012 von 14. bis 16. Mai 2012 im Multiversum Schwechat statt. Rund 500 Teilnehmer werden dabei auf der Real Corp-Konferenz erwartet (das sind rund fünf Mal so viele wie bei der Erstauflage der Verabstaltung Mitte der 1990er-Jahre): vor allem aus den Bereichen Stadtplanung, Verkehrsplanung, Informations- und Kommunikationstechnolo-

gie, Architektur, den Sozial- und Umweltwissenschaften, der Immobilienwirtschaft, der Geoinformationssysteme (GIS), Geodäsie und Fernerkundung, Multimedia-Techniken u.a.  www.corp.at Parallel-Messe Parallel zur Konferenz findet die Corp Expo 2012 statt, eine begleitende Fachmesse und die erste Fachausstellung zu Stadt-, Umwelt-, Energie- und Verkehrstechnologien u.v.m.  www.corp-expo.at

Großauftrag Deutsche Bahn bestellt um 290 Mio. Euro

Bank Austria Real Estate Stabil, aber tiefe Renditen

Wien. Der Salzburger Baukonzern Alpine baut gemeinsam mit den Partnern Hochtief und Wayss & Freytag den Bahntunnel für das umstrittene deutsche Milliardenprojekt „Stuttgart 21“. Der Auftrag der Deutschen Bahn hat ein Volumen von 290 Mio. €. Bis 2018 wird das Bieterkonsortium das Tunnelbauwerk Bad Canstatt errichten. Beim Projekt Stuttgart 21 soll der bisherige Kopfbahnhof durch eine unterirdische Durchgangsstation ersetzt und diese an die geplante Schnellbahnstrecke nach Ulm angebunden werden. Die Deutsche Bahn schätzt die Gesamtkosten auf rund 4,1 Mrd. €. (red/APA)

Wien. Polens Immobilienmarkt erfreut sich großer Beliebtheit bei internationalen Investoren: Wirtschaftliche Stabilität und gut entwickelter Markt machen die Attraktivität aus, so Bank Austria Real Estate. Das Investitionsvolumen in Polen lag 2011 bei gut drei Mrd. €; damit war Polen bei internationalen Investoren beliebtester Immobilienstandort in Zentralund Osteuropa. Inzwischen gebe es freilich auch Anzeichen, dass der Boom abflaue: Mit 6,25 Prozent an zu erzielenden Spitzenrenditen reihe sich der Warschauer Büromarkt ganz oben im CEE-Ranking ein, bedingt durch das hohe Kaufinteresse. (red)

Stuttgart: Das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 kostet 4,1 Milliarden Euro.

© Jerzy/pixelio.de

Polens Büromarkt nahe Höhepunkt

© stuttgart.de

Alpine baut für „Stuttgart 21“

Warschau: wichtigster Büromarkt in Zentral- und Osteuropa.

pecial Early Bird S 2012 bis 31. März

Donnerstag, 24. Mai 2012 mumok Wien

Dywidag steigert den Umsatz um 16 Prozent

facts

www.mobilemarketinginnovationday.at http://www.facebook.com/mobilemarketinginnovationday

© DYWIDAG

Wien. Die „Real Corp“, internationale Konferenz und Messe zu Stadtplanung und Regionalentwicklung, findet im Mai 2012 zum 17. Mal statt – und erlebt einen deutlichen Bedeutungssprung, sagt Organisator Manfred Schrenk, Geschäftsführer des Central European Institute of Technology (CEIT). Denn 2012 sind fast alle wichtigen Planungsfachorganisationen der Welt im Multiversum Schwechat vertreten. Die Flughafenregion Wien-Schwechat beweist also Anziehungskraft als Konferenzsstandort – und die Real Corp selbst hat sich aus bescheideneren Anfängen an der TU Wien zu einem weltweit beachteten Event mit rund 500 Fachexperten und mehreren Tausend Besuchern bei der parallelen Messe „Corp Expo 2012“ entwickelt. Kein Wunder: Die Bedeutung der Städte wächst weltweit, daher ist die Real Corp nicht nur Anziehungspunkt für Stadtplaner, sondern auch für Experten und Manager aus einer Reihe von verwandten Arbeitsgebieten: für die Immobilienwirtschaft und Baubranche, den Energie- und den Verkehrssektor und viele mehr. Schrenk: „Es ist kein Zufall, dass bedeutende Weltkonzerne sogar ihre Geschäftsfelder nach der Urbanisierung und ‚Stadt der Zukunft‘ ausgerichtet haben: etwa Siemens, IBM, Cisco, Microsoft“, sagt CEIT-Senior Researcher Christian Eizinger. So

© gst

Viele Branchen an Bord: Von Bau bis Industrie.

Dywidag-Geschäftsführer Herbert Berger: Lage der Branche gebessert.

Linz. Während sich der Branchentrend eher seitwärts bewegt, hat Dywidag Dyckerhoff & Widmann im Geschäftsjahr 2011 den Umsatz um 16% auf 94 Mio. € gesteigert. Das Unternehmen lasse damit seine Konsolidierungsphase hinter sich und peilt im laufenden Jahr neuerlich eine Umsatzsteigerung auf 100 Mio. € an, heißt es. „Unsere Einschätzung der Situation erwies sich als richtig. Wir hielten am Kerngeschäft im Inland fest und konnten aufgrund von interessanten Projekten von Stammkunden sowie neuen Auftraggebern eine sehr gute Performance erzielen“, so Geschäftsführer Herbert Berger. Auch wenn der Preisdruck anhalte, gehe der Rückgang beim gesamten Auftragsvolumen der Branche wohl zu Ende, die Lage stabilisiere sich zusehends. (red)


immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 30. März 2012

financenet@medianet.at

Immofinanz Group Positiver Trend konnte auch im 3. Quartal des Geschäftsjahrs 2011/2012 fortgesetzt werden

short

Planvorgaben übererfüllt

Buwog-Wohnprojekt im „Paradies“ Alte Donau Wien. In unmittelbarer Nähe des Bade- und Freizeitparadieses Alte Donau errichtet das Unternehmen in der Stephensongasse 80 freifinanzierte Eigentumswohnungen. Die zwischen 61 und 149 m� Wohnfläche großen Wohnungen seien durchwegs mit Terrassen, Loggien oder Eigengärten versehen. „Wohnanlagen am Wasser werden in Wien so stark nachgefragt wie noch nie“, sagt Buwog-Geschäftsführer Gerhard Schuster. „Die ‚Wohnpromenade Stephensongasse‘ ist vor allem für junge Paare und junge Familien schlicht perfekt.“ (fh)

Für das laufende Geschäftsjahr ist eine Dividendenausschüttung von 0,15 Euro je Aktie geplant. Wien. „Im letzten Quartal haben wir unsere operativen Planvorgaben erneut übererfüllt: Wir haben die Erträge in allen Segmenten weiter gesteigert und gleichzeitig die Verwaltungskosten gesenkt“, erklärt Immofinanz-Chef Eduard Zehetner. Vor allem die Mieterlöse seien im 3. Quartal stark angestiegen und erreichten mit 153,6 Mio. € ein Plus von 8,5% gegenüber dem Vorquartal. Das Konzernergebnis hingegen habe sich im Vergleich zum 2. Quartal aufgrund negativer unbarer Effekte (Wechselkurse und Bewertung von Derivaten) um mehr als 90% auf 4,3 Mio. € reduziert. Bereinigt um diese unbaren Währungseffekte, liegt das Konzernergebnis im 3. Quartal 2011/12 bei 54,0 Mio. €. Zehetner: „Wir arbeiten intensiv daran, die Immofinanz Group von einem ‚Immobilienverwalter‘ zu einer ‚Immobilienmaschine‘ wei-

Kennzahlen legen weiter zu In den ersten drei Quartalen erreichten die Mieterlöse 437,3 Mio. € (+3,4%) und die Umsatzerlöse stiegen um 3,3% auf 577,1 Mio. €. Die Erträge aus dem Asset Management legten um 5,7% auf 352,6 Mio. € zu und aus den im Berichtszeitraum durchgeführten Immobilienverkäufen konnten 39,4 Mio. € lukriert werden. Das operative Ergebnis liegt mit 372,0 Mio. € deutlich über dem Vorjahreszeitraum und das EBIT der Immofinanz Group wird mit 690,9 Mio. € ausgewiesen. (fh)

© Immofinanz Group

Trotz Immobilienkrise ist UBM gut aufgestellt

terzuentwickeln. Ziel ist es, standardisierte Immobilien auf einen klar definierten, konstant hohen Qualitätslevel zu produzieren, sie durch aktives Asset Management zur Vollvermietung zu führen und die Objekte zyklusoptimiert deutlich über Buchwert zu verkaufen.“

Erträge in allen Segmenten gesteigert: Immofinanz-Boss Eduard Zehetner.

© UBM

Dividendenregen 0,10 pro Aktie geplant, EBIT um 52,4% gesteigert, Jahresüberschuss erreicht 21,3 Millionen Euro

S Immo AG verzehnfacht 2011 den Gewinn Wien. „Trotz der wirtschaftlich unruhigen Situation ist es uns gelungen, äußerst erfolgreich zu agieren“, sagt S Immo-Vorstand Ernst Vejdovszky. „Wir konnten alle wesentlichen Kennzahlen deutlich steigern und somit eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass ein qualitativ hochwertiges Portfolio, aktives Asset Management und ein langfristiger Immobilienansatz auch in schwierigen Zeiten Früchte tragen.“ Laut vorläufigen Ergebnissen hätten die Mieterlöse der Gruppe per 31.12.2011 125,9 Mio. € (+21,1% gegenüber 2010) betragen und auch das Bruttoergebnis der Hotelbewirtschaftung sei um 3,9% auf 9,0 Mio. € gesteigert worden. Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte

92,3 Mio. € (+52,4%) und somit sei im Geschäftsjahr 2011 ein Jahresüberschuss von 21,3 Mio. € (2010: 2,1 Mio.) erzielt worden. Der operative Cashflow belief sich per Jahresende auf 96,0 Mio. € und der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erreichte 4,5 Mio. €, während der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -124,9 Mio. € ausweist. Das FFO (Funds From Operations) Ergebnis liegt bei 28,9 Mio. €. Dies entspricht einer FFORendite von 9,4%, bezogen auf den Börsenkurs. Erstmalig in der Unternehmensgeschichte plane der Vorstand, den Aktionären in der Hauptversammlung am 1. Juni 2012 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,10 €/Aktie vorzuschlagen. (fh)

S Immo-Vorstand Ernst Vejdovszky konnte das EBIT um mehr als die Hälfte steigern.

InterConti geht an Tojner

conwert Immobilien Invest SE Die für 2011 gesteckten Ziele locker geschafft

Das Closing steht vor der Tür

Vorsteuerergebnis verdoppelt Wien. „Die von conwert 2011 erwirtschafteten Resultate belegen, dass wir operativ und strategisch auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Johannes Meran, Vorsitzender des conwert Verwaltungsrats. Die Umsatzerlöse legten gegenüber 2010 um 55,9% auf 852,9 Mio. € zu und die Veräußerungserlöse wurden mit 613,4 Mio. € nahezu verdoppelt. Bei den Vermietungserlösen wurde eine Steigerung um

11,9% auf 210,0 Mio. € erreicht, während die Dienstleistungserlöse um 14,2% gegenüber 2010 auf 29,5 Mio. € fielen (Letzteres aufgrund der in 2011 erstmaligen Vollkonsolidierung mit ECO). Das EBIT lag mit 119,8 Mio. € um 16,6% höher als 2010. Im Zuge einer Kapitalherabsetzung möchte conwert den rechnerischen Nennwert der ausgegebenen Aktien von bisher 10 € auf

5 € je Aktie reduzieren und dadurch den Handlungsspielraum im Bezug auf künftige Kapitalmaßnahmen und den Rückkauf eigener Aktien erweitern. Aus dem damit frei werdenden Kapital in Höhe von 426,8 Mio. € sollen 0,15 €/Aktie anschließend an die Aktionäre zusätzlich zu der für 2011 geplanten Dividendenzahlung von 0,20 €/Aktie ausgeschüttet werden. Die geplanten Maßnahmen bedürfen noch der Genehmigung durch die bevorstehende Hauptversammlung.

Wien. Die Wertinvest-Gruppe des Unternehmers Michael Tojner beabsichtigt die Komplettübernahme des Hotels InterContinental Wien. Das Closing werde nach Vorliegen der kartellrechtlichen Genehmigung für das 2. Quartal 2012 erwartet. Der Ankauf erfolge über den Erwerb von 99,986% an der Danube Hotel-Betriebsgesellschaft m.b.H. (fh)

Johannes Meran: „Erfolgreiche Transformationsprozesse haben Kosten gesenkt.“

Nach der umfangreichen Bereinigung des Immobilienportfolios werde für 2012 der Fokus auf der konsequenten Ertragsoptimierung des aktuell bestehenden Portfolios von 2,83 Mrd. € liegen. Für das laufende Geschäftsjahr seien Verkaufsumsätze von rund 450 Mio. € geplant. Man sei zuversichtlich, das Vorsteuerergebnis erneut verdoppeln zu können und strebe für 2012 ein EBT von 50 Mio. € (inklusive Bewertungsergebnis) an. (fh)

© Varta/Wolfram Schroll

Fokus Ertragsoptimierung

© conwert

Wien. „Dank der hohen regionalen Diversifikation und unserer risikoaversen, wachstumsorientierten Geschäftspolitik ist 2011 für die UBM Realitätenentwicklung AG sehr gut gelaufen“, bestätigen CEO Karl Bier und CFO Heribert Smolé. Die Jahresleistung des Konzerns stieg um 29,9% auf 281,9 Mio. € und der darin enthaltene Umsatz wuchs gar um 71,4% und erreichte 196,4 Mio. €. Obwohl das EBIT um 10,5% auf 23,1 Mio. € zurückging, sei die steuerunabhängige Rentabilität gestiegen. Der Gewinn wird in der Bilanz unverändert mit 3,3 Mio. € ausgewiesen und die Dividende soll daher bei 1,1 € auf dem Vorjahreswert belassen werden. 78,7 Mio. € wurden 2011 investiert. Für 2012 sieht der Businessplan eine Veranlagung von 50 Mio. € vor, auch wenn Bier aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten für 2012 keine Prognosen abgeben will. Vorbehaltlich der Zustimmung der am 4. Mai stattfindenden Hauptversammlung soll das Grundkapital von 5.450.462,56 €, ohne Ausgabe neuer Aktien, auf 18 Mio. € erhöht werden. Um nicht nur das Kapital, sondern auch die Anzahl der Unternehmensanteile zu erhöhen, soll sodann in einem zweiten Schritt ein Aktiensplit im Verhältnis 1:2 erfolgen. In Deutschland laufen zahlreiche Wohnungsprojekte und in Amsterdam befinde sich ein weiteres Hotel in Planung. Ebenso soll in einem Vorort von Paris ein anspruchsvoller Hotel- und Bürokomplex entstehen. In Osteuropa bleibe die Gesellschaft nur in Polen und Tschechien aktiv, in Rumänien, Bulgarien und Ungarn behalte man sich „Beobachterstatus“ vor. „Bereits 2008 sind dort die Investitionen zurückgefahren worden – eine Entscheidung, die sich durch die zurückhaltende Finanzierung seitens der Banken bestätigt hat“, sagt UBM-CFO Smolé. (fh)

© Schenk

Trotz dunkler Wolken sehen UBMVorstände Bier und Smolé Chancen.

Michael Tojners Wertinvest will das Wiener InterConti ganz übernehmen.


Freitag, 30. März 2012

L aw & o r de r / people& dat e s

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Internationale Märkte Erneuerbare Energien Gesetzesänderungen in CEE und SEE eröffnen neue Chancen

short

Pro Erneuerbare Energien

Forschungskonferenz der WU beleuchtet CEE Wien. Heute, den 30. März, veranstaltet das Competence Center for CEE der WU Wien die Forschungskonferenz zum Thema „Business and Management in Central and Eastern Europe: A Changing Research Agenda?“ Dabei diskutieren Forscher aus aller Welt mit Vertretern in CEE tätigen internationalen Unternehmen, welchen Themen zur Unternehmenstätigkeit in der Region sich die Managementforschung verstärkt widmen soll. (red)

Stabilere Rechtslagen ziehen Investoren speziell zu Projekten nach Bulgarien und Rumänien. Finanzierbarkeit der Projekte durch einen fixierten Einspeistarif über die gesamte Projektlaufzeit. Im Oktober 2011 wurde in Rumänien die sekundärrechtlichen Rechtsvorschriften verabschiedet, die zur Vervollständigung der Bestimmungen notwendig waren. Diese geben Investoren nun größere Sicherheit bei Beihilfen und Förderungen im Zusammenhang mit grünen Zertifikaten für Strom aus erneuerbaren Quellen. „Das erklärte Ziel dieser Gesetzesänderungen war, mehr Transparenz und ein stabileres Umfeld für Investitionen zu schaffen. Seitdem können wir sowohl bei der Projektentwicklung als auch bei den Eigentümern einen Übergang von Frühphasen-Investoren zu etablierten Energiedienstleistern beobachten“, erklärt Bryan Jardine, Partner von Wolf Theiss und Leiter der Praxisgruppe für Erneuerbare Energien. (red)

Bulgarien und Rumänien

© Wolf Theiss

In Bulgarien trat im Mai 2011 das neue Gesetz über Energie aus erneuerbaren Quellen in Kraft. Der neue gesetzliche Rahmen sorgt für klarere Verfahren beim Netzanschluss und eine verbesserte

„Mehr Transparenz und stabileres Umfeld“, Bryan Jardine, Partner bei Wolf Theiss.

Bena präsentiert das Büro der Zukunft

© Bena

Wien. Die meisten Länder der CEE/ SEE-Region adaptierten im letzten Jahr ihre Gesetze für erneuerbare Energiequellen, darunter auch Bulgarien und Rumänien, die die markantesten Änderungen beschlossen. Die unlängst von der Anwaltssozietät Wolf Theiss veröffentlichte, dritte und überarbeitete Auflage des erstmals im März 2010 erschienenen „Wolf Theiss Guide to: Generating Electricity from Renewable Sources in Central, Eastern & Southeastern Europe“ ortet hier deutliche Wachstumschancen durch die veränderten Rechtslagen.

Neueste Technologien und Innova­ tionen im „Zukunftsbüro“ von Bena.

EU-Kommission Fokus auf Kampf gegen Menschenhandel, Drogen, Korruption und organisiertes Verbrechen

Arbeitsprogramm der EU-Kommission 2012 für die Unternehmen zu sorgen. Weitere Punkte sind die geplante Vereinheitlichung des internationalen Erbrechts und die geplante Verordnung über die Europäische Stiftung.

Hauptthemen im Strafrecht Im Bereich des Strafrechts plant die Kommission u.a. eine Strategie zum Kampf gegen Menschenhandel, die Kontrolle neuer psychoaktiver Substanzen, eine Reform der Struktur von Eurojust, Mindeststandards für Betrug, Subventionsmissbrauch, Korruption und Geldwäsche, eine neue EU-Drogenstrategie und neue Straftatbestände für Angriffe auf Informationssysteme, heißt es in dem Bericht. (red)

Coface beauftragt Skills Group mit PR

© Panthermedia.net/Joris Van Ostaeyen

Brüssel/Wien. Letzte Woche hat Justizministerin Beatrix Karl dem Parlament das Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission für 2012 vorgelegt. In dem Arbeitsprogramm sieht die EU-Kommission u.a. im Zivilrecht vor, die Richtlinie zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums einer Revision zu unterziehen. Weiters soll ein einheitliches Umfeld geschaffen werden im Bereich des Ehegüterrechts und der vermögensrechtlichen Scheidungsfolgen, wenn die Ehe einen Auslandsbezug hat. Eine Änderung der Richtlinie über Pauschalreisen zielt darauf ab, den Schutz der Konsumenten – insbesondere bei Buchungen über das Internet – zu verbessern und für mehr Rechtssicherheit

EU-Kommission hat heuer auch Ehegüterrecht, Europäische Stiftung am Programm.

Internationalität US-Anwalt wird of Counsel bei GPP

Gemeinden Zukunftswege

Hofburg Steuerkonferenz

Wien. Robert Wachter, US-Anwalt aus Kalifornien und bis zuletzt Partner einer renommierten Kanzlei in Korea, ist seit Kurzem als of Counsel Teil des internationalen Schiedsgerichtsteams der Anwaltssozietät Graf & Pitkowitz. Wachter (41) hat u.a. die juristische Universität in Hawaii als Jahrgangsbester abgeschlossen und war Mitherausgeber der Hawaii Law Review. Nach seinen Studien war er u.a. in Hawaii sechs Jahre

Wien/Velden. Über 200 Teilnehmer kamen vom 21. bis 22. März zum Kommunalwirtschaftsforum „Rien ne va plus? Herausforderung demografischer Wandel” nach Velden.

Wien. Zum zwölften Mal fand gestern und heute die internationale Steuerkonferenz „Tax Planning Strategies – U.S. and Europe“ statt, dieses Jahr in der Hofburg in Wien. Ermöglicht wurde dies durch das Engagement der Anwaltssozietäten Binder Grösswang, LeitnerLeitner und Wolf Theiss. Veranstalter sind American Bar Association, International Bar Association, International Fiscal Association und Institute for International Taxation. (red)

Graf & Pitkowitz stärkt Asienpraxis PPP im Fokus

Robert Wachter, of Counsel des Schiedsgerichtsteams von Graf & Pitkowitz.

Gastgeber Wien

Zusammenarbeit gefragt Harald Pitters, Trendexperte und Kommunalforscher, präsentierte dabei seine Studie zur Lage der österreichischen Gemeinden. Viele Gemeinden stünden demnach vor der Notwendigkeit, ihre Haushalte langfristig zu konsolidieren. Interkommunale Zusammenarbeit und sogenannte Shared Service Center würden hier eine zentrale Rolle spielen. Eine weitere Möglichkeit, effizienter und billiger vorzugehen, würden Public-Private-Partnership-Projekte darstellen. Laut Studie benötigen mehr als vier Fünftel der Befragten diese Modelle zunehmend in fast allen Infrastrukturbereichen der Gemeinden. Die Veranstaltung wurde von der Porr, Raiffeisen-Leasing GmbH, Siemens AG Österreich und Vasko+Partner ins Leben gerufen und fand 2011 das erste Mal in Krems statt. (red)

© Hofburg Vienna

© GPP

lang Immobilien- und Projektfinance-Spezialist bei der US-Kanzlei O’Melveny & Myers LLP. 2004 übersiedelte er nach Korea, wo er in der Kanzlei Yulchon die Arbitration Group aufbaute. „Die Zusammenarbeit zwischen Europa und Asien wird immer relevanter. Die Erfahrungen von Robert Wachter sind für uns ein echter Wettbewerbsvorteil”, so Nikolaus Pitkowitz, Practice Head Schiedsgerichtsbarkeit bei Graf & Pitkowitz. (red)

Wien. Büroanbieter Bena Business Services präsentiert im Jahr 2012 zusammen mit Partnerunternehmen Cisco „Das Büro der Zukunft“. Im Rahmen einer mehrteiligen Event-Reihe können sich die Teilnehmer über die neuesten Technologien und Innovationen zur effizienteren Gestaltung ihrer täglichen Office- und Kommunikationsanforderungen informieren. (red)

Heute geht die „Tax Planning Strategies 2012“ in der Hofburg zu Ende.

Wien. Der Kreditversicherer Coface hat die Wiener Agentur The Skills Group mit den österreichweiten PR-Agenden beauftragt. Die Betreuungsschwerpunkte liegen dabei in der strategischen Kommunikationsberatung sowie in der Medien- und Informationsarbeit zu aktuellen Themen, insbesondere der Bewertung von Länderrisiken und Wirtschaftsinformationen. Susanne Krönes, Kommunikationsleiterin bei Coface Austria, freut sich über die Zusammenarbeit: „An der Agentur schätze ich vor allem die persönliche Betreuung und die Kompetenz; mit Skills haben wir einen starken Partner an unserer Seite, auf den wir uns verlassen können.” (red)

Frühjahrsgespräch von SOT und Libertas Wien. Die SOT Süd-Ost Treuhand Graz und die Libertas Treuhand Wien luden zum 1. Wiener SOT-Frühjahrsgespräch mit dem Titel „Entwirrung von Real- & Finanzwirtschaft“ in die Österreichische Kontrollbank nach Wien ein. Es diskutierten Cornelius Kodrnja, Libertas Intercount, Richard Steeb vom Malteser Ritterorden Österreich, Stefan Zapotocky, LPC Capital Partners, Norbert Zimmermann, Aufsichtsratsvorsitzender Berndorf AG. Keynote-Speaker war Univ. Prof. Franz Josef Radermacher (Uni Ulm). (red)


Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

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Film Festival

Silvesterpfad

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