Issuu on Google+

medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 28. februar 2014 – 19

© card complete

card complete baut aus

Heimo Hackel bietet Interessantes für Bäckereien, Trafiken & Co.  Seite 23

© Standard Life

financenet versicherungszukunft

Bernd Fasching, Standard Life, erwartet den zweigeteilten Markt  Seite 24

VB factoring kunde muss gewinner sein © VB Factoring Bank

Nachhaltige Anlagen als Stiefkind des Vertriebs

ATX 19.–26. Februar 2014

ATX (26.2.)

2.676,98

Wochentop Wochenflop

ATS PAL

1,48% 11,22% -9,71%

Top 5 ATX Prime AT&S11,22% Valneva9,89% EVN5,24% Telekom Austria 4,96% Zumtobel4,80% Flop 5 ATX Prime Palfinger-9,71% Kapsch Trafficcom -2,44% Lenzing-1,89% Strabag-1,28% Raiffeisen International -1,22%

DAX

DAX (26.2.)

9.661,73

Wochentop Wochenflop

SDF FME

© Bankhaus Schelhammer & Schattera/Thomas Topf; Oekom Research/Ralf Blechschmidt

19.–26. Februar 2014

0,02% 4,25% -8,01%

Top 5 DAX K+S4,25% Infineon4,17% Deutsche Lufthansa 3,06% Heidelberg Cement 3,04% Continental2,80%

Nachhaltigkeits-Kapitalanlagen Sie haben immer noch ein großes Akzeptanzproblem. Anbieter und ­Befürworter wie Robert Hassler (oekom research; li.) und Michael Martinek (Schelhammer & Schattera) derartiger Produkte meinen, der Vertrieb biete sie viel zu wenig aktiv an. Institutionelle greifen gern zu.  Seite 20

Flop 5 DAX Fresenius Medical Care -8,01% Fresenius SE -6,30% Volkswagen-6,02% Henkel-3,68% ThyssenKrupp-2,72%

Studie 61 Milliarden fast zinsenlos auf Sichteinlagen; Erste-Vorstand Bosek: Österreicher nehmen Zinsverluste in Kauf

inhalt

Land der leise versauernden Geldberge

Fonds:Park > Drei neue EU-Regulative im Anmarsch 21 > Positive Bilanz für ersten „Mitmach-Fonds“ 22 Banking/Insurance:Watch > Damoklesschwert Zinsexplosion > Coface: Hammerschmidt neuer Co-Manager > Studie: Wetterkapriolen kosten 400 Milliarden

23 24 24

© Erste Bank/Daniel Hinterramskogler

Finance:Cover > HDI sichert Erwerbs­ unfähigkeit ab  20 > RHI erleidet einen bösen Gewinneinbruch  20

Peter Bosek, Erste Bank: Kein Vermögensaufbau bei Niedrigzinsen möglich.

Wien. Laut einer aktuellen IMASStudie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen stuft jeder zweite Österreicher sein Wissen rund um Wertpapiere als mangelhaft (52%) ein. 4 von 10 wissen überhaupt nicht, was der Begriff bedeutet. Dennoch ist die Meinung zu Wert­ papieren größtenteils (44%) neutral. Die langfristig niedrigen Zinsen sind seit Jahren die dauerhaften Begleiter jedes Sparers. Acht von zehn sind sich auch darüber im Klaren, am Sparbuch durch die Inflationsschere aktuell Geld zu verlieren. „Langfristiger Vermögenserhalt und -aufbau ist

besonders in diesem Umfeld ohne Wertpapiere nicht möglich“, meint Peter Bosek, Privat- und Firmen­ kundenvorstand der Erste Bank. Beruhigend ob des Wissensstands ist die Tatsache, dass acht von zehn Wertpapiere nur nach Bera­ tung durch einen Experten kaufen wollen.

Milliarden auf Girokonten Aktuell liegen etwa 61 Mrd. € als Sichteinlagen großteils auf Girokonten und warten auf eine besse­ re Veranlagung. Im Jahr 2013 hätte allein eine Umschichtung vom täg­

lich fälligen Konto mit 0,125% auf ein 12-Monate Kapitalsparbuch – im Österreichschnitt mit 0,68% verzinst – den Anlegern rund 338 Mio. € mehr Zinsen eingebracht. Über 80% der Österreicher wissen sogar um den Realverlust am Spar­ buch Bescheid. Aber nur ein Drittel hält Wertpapiere für das geeignete Mittel, dagegen anzukämpfen. „Für längerfristige Veranlagungen, die über der Inflation liegen sollen, muss man über das eigene Spa­ ren neu nachdenken“, meint Bosek dazu. „Viele Österreicher nehmen die Zinsverluste in vollem Umfang noch immer in Kauf.“  (ag/rk)


f i n a nc e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

kolumne

Mit dem Bade ausgeschüttet

Nachhaltigkeits-Kapitalanlagen Immer noch Akzeptanz-Problem – Performance-Vorurteil hält sich hartnäckig

Stiefkind im Vertrieb

ie EU-Regulatoren lassen sich einiges einfallen, um die Transparenz hinsichtlich Pflichtinformationen und Vergütungen bei Anlageprodukten zu steigern sowie um den Anlegerschutz zu stärken (s. dazu Seite 21). Das ist grundsätzlich begrüßenswert, wiewohl es sich immer wieder zeigt, dass Mentalitäts- und kulturelle Unterschiede es häufig erschweren, gangbare Regelungen zu finden, die in allen EU-Mitgliedsstaaten gleichermaßen anwendbar sind – Stichwort Provisionen bzw. Honorarberatung. In einigen Ländern gang und gäbe wird sie in anderen nur schwer zu verankern sein. Immer wieder wird – nicht nur von den EU-Gremien, sondern auch von den nationalen Gesetzgebern im Rahmen ihres Gestaltungsspielraums – über das Ziel hinausgeschossen. So geschehen bei der AIFMDirektive (Alternative Investmentfund Manager-Richtlinie). Diese Regelung wurde im Vorjahr mit einer nur sehr kurzen Begutachtungsfrist durchgepeitscht und hat dazu geführt, dass ein Kapitalmarktsegment in Österreich de facto bald nicht mehr an Kleinanleger vertreiben darf: Es geht um Geschlossene Fonds. Richtig ist, dass einige sich fatal für die Anleger entwickelt haben. Auf der anderen Seite dürfen so Produkte, die strengste Auflagen erfüllen, nicht ans RetailPublikum vertrieben werden.

Wien. „Ausnahmen bestätigen die Regel ...“, heißt es, „...und das Vorurteil“, so ließe sich die Redensart fortsetzen. Denn häufig bleiben Vorurteile wie die Federn am Teer kleben, selbst wenn die Strafe ungerechtfertigt war. So sind zwar auch im Feld der grünen und nachhaltigen Kapitalanlagen Ausreißer möglich – man denke an die jüngste Pleite des WindparkFinanzierers Prokon, durch die Kleinanlegern, die Genussrechte erworben hatten, herbe Verluste drohen. Aber wohl nur mit den hartnäckigen Vorurteilen lässt sich die anhaltende Zurückhaltung vieler Anleger gegenüber den ethisch und/oder ökologisch korrekten Fonds erklären. Denn im Regelfall schneiden derartige Investments nicht schlechter ab, als sonstige Assetklassen ohne Berücksichtigung ethischer, sozialer oder ökologischer Kriterien. „Die Behauptung, dass nachhaltige Anlagen eine schlechtere Performance liefern, ist nicht haltbar“, zitiert Robert Haßler, Vorstandsvorsitzender der oekom research AG, die Quintessenz einer in 2013 vom Research Center vor Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin angestellten Analyse („Nachhaltige Investments aus dem Blick der Wissenschaft: Leistungsversprechen und Realität“, im Internet abrufbar unter www.bit. ly/1hnXE6n). Dennoch war bei einer von AXA Investment Managers 2013 durchgeführten Umfrage für gleich 39% der Befragten die Aussage „Nachhaltige Investments bedeuten gleichzeitig weniger Rendite“ voll oder eher zutreffend. Nachdenklich stimmt auch die Aussage von 35% der Befragten: „Ich würde gern nachhaltig investieren, mir sind allerdings keine geeigneten Anlageprodukte bekannt.“ Wo liegt also der Fehler? „Die Angaben über den Anteil der nachhaltig investierenden Privatanleger im deutschsprachigen

Do & Co Anleihe

Wien. Do & Co begibt eine 150 Mio. €-Anleihe, die wohl noch bis zum 3.3.2014 gezeichnet werden kann (Fixzinssatz bis zu 3,5% p.a.; Laufzeit 7 Jahre). Investiert werde in neue und bestehende Gourmetküchen in Europa und USA, in die Eröffnung neuer Henry Shops sowie weitere Airportgastronomie. Die Erste Group sieht den Cateringkonzern derzeit klar im Investment Grade-Bereich. (lk)

D

© APA/Robert Jäger

Für Expansion

Auch das Traditionscafé Demel soll mit frischem Geld renoviert werden.

„Nur ,me-too‘-Status“ Die Produktgeber und Befürworter derartiger Kapitalanlagen hätten naturgemäß gern, dass die Gesetzgeber institutionellen Investoren wie etwa Pensionskassen oder Versicherungen klarere Leitlinien setzen würden. „Darüber, ob Unternehmen, die im Anlageuniversum enthalten sind, Arbeitnehmerrechte einhalten oder nicht, sollte man gar nicht erst diskutieren müssen“, meint Haßler. Doch es hapert auch beim Vertrieb, meinen Haßler und Michael Martinek, Vorstand der Nachhaltigkeits-Bank Schelhammer & Schattera. In Deutschland habe sich gezeigt, dass Vertriebe und Vermittler nachhaltige Anlageprodukte selten aktiv anbieten, zuletzt sei die Tendenz sogar eher rückläufig gewesen. Haßler: „Häufig laufen diese Produkte lediglich als ,me-too‘-Angebote.“ Der Tenor seitens des Vertriebs dürfte sein, dass die Kritierien zur Beurteilung derartiger Fonds zu wenig einheitlich und standardisiert sind. „Es ist nicht einfach, die Grenzen zu ziehen, was ethisch

Michael Martinek, Vorstand der Schelhammer & Schattera AG: „Die Fondsbranche sollte Nachhaltigkeitsprodukte stärker in den Fokus rücken.“

vertretbar ist und was nicht“, meint etwa Johann Andreas Muth von der Muth & Partner Vermögensberatung. Er habe vor einiger Zeit mit einer Greenpeace-Mitarbeiterin gemeinsam einen Kundenvortrag darüber gehalten und es sei schwer, offene Investmentfonds zu finden, die „in diesem Bereich wirklich sauber sind“. Muth führt an, dass Unternehmen in China in manchen Fonds vertreten seien, was Fragen bezüglich Kinderarbeit und Kommunismus aufwerfe. Gleichzeitig registriere man im Bereich Wind, Solar und Wasser gestiegenes Kundeninteresse – hier jedoch mangle es an Angeboten. „Zumeist werden nachhaltige Investmentsfonds über die Angabe von Ausschlusskriterien definiert“, meint Eric Samuiloff, Geschäftsführer von Swiss Life Select in

Österreich. Um tatsächlich die Nachhaltigkeit eines Fonds festzustellen, müsste man mit den jeweiligen Managern ausführliche Interviews führen. Die Fondsprospekte selbst beinhalten die „weichen“ Fakten wie Nachhaltigkeitskriterien eher nicht. Gleichwohl gebe es auch ohne einheitliches „NachhaltigkeitsRating“ Zertifizierungskriterien, so Samuiloff, beispielsweise das Eurosif-Transparenzlogo (European Sustainable and Responsible Investment Forum). Laut Daten der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) seien aber nur 40 der rund 1.120 Austro-Publikumsfonds im Jahr 2013 nach Eurosif zertifiziert (3,6%). Swiss Life Select bietet an die 15 Fonds der Kategorie Nachhaltigkeit.  (lk)

HDI Lebensversicherung EGO-Produktlinie erweitert

Generali Vienna Zuwächse

RHI 2013: Gewinneinbruch

Wien. Die HDI Lebensversicherung AG hat ihre EGO-Produktlinie zur Einkommensabsicherung um EGO Basic, eine selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung (SEU), erweitert. „Ein Großteil der Berufstätigen wird mit den bisher am Markt existierenden Produktlösungen zur Einkommensabsicherung nicht erreicht; diese Lücke schließen wir“, sagt Michael Miskarik, Leiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich. Nur 15% der erwerbstätigen Österreicher hätten für den Fall einer Berufsunfähigkeit (BU) vorgesorgt. Aber im Schnitt scheidet jeder vierte Erwerbstätige vorzeitig aus dem aktiven Erwerbsleben aus, am häufigsten wegen psychischer Störungen, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparats sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Zudem wurde mit 1.1.2014 der Zugang zur staatlichen Pension vor dem Regelpensionsalter erschwert. „Menschen, die keine BU erhalten – sei es aus finanziellen Gründen oder auch, weil ihr Beruf in einer hohen Risikoklasse eingestuft ist –, können jetzt ihre Arbeitskraft mit EGO Basic preiswert absichern“,

Wien. Die Generali Vienna hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich und ist auch für heuer optimis-tisch. In der Schaden/Unfallversicherung seien die Prämieneinnahmen über der Inflationsrate gestiegen, bei Beibehaltung der guten technischen Ergebnisse, sagt GeneraliÖsterreich-Chef Peter Thirring. Zuwächse habe es auch in der Gruppe Lebensversicherung gegeben. „Es Sieht danach aus, dass sich der Trend fortsetzen könnte.“ Trotz der nicht einfachen Situation sei das Vertrauen in die Lebensversicherung auf dem Niveau der Vorjahre. Es seien keine Einbußen festzustellen. Thirring ist überzeugt, dass die zweite (betriebliche) und die dritte (private) Säule der Altersvorsorge künftig eine wesentliche Rolle spielen werden und die erste (staatliche) Säule sich in Richtung Basisversorgung entwickeln wird. In der Veranlagung habe es kaum Abschreibungen gegeben. Für die bei 3,4% liegende Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung wurden die erforderlichen Erträge ohne Auflösung von Reserven erwirtschaftet. (APA)

Wien. Der börsenotierte Feuerfestprodukte-Hersteller RHI erlitt 2013 einen Gewinneinbruch: Das operative Ergebnis (EBIT) sank vorläufigen Ergebnissen zufolge um 33,7% auf 111,1 Mio. €, und der Konzerngewinn brach um 44,1% auf 63,4 Mio. € ein. Der Gewinn je Aktie verminderte sich von 2,85 auf 1,55 €. Für 2014 erwartet RHIChef Franz Struzl einen höheren operativen Gewinn. Schuld am Minus seien die Schwierigkeiten im Schmelzbetrieb in Norwegen – Belastung von mehr als 30 Mio. € – sowie die schwächere Auslastung der Produktionswerke infolge des Absatzrückgangs.

Erwerbsunfähigkeitsabsicherung

betont Miskarik. Viele Produkte am Markt würden als Alternative zur BU vermarktet, deckten aber oft nur einen Teil der Risiken ab. „Die BU und die EU sind die einzigen Produkte, die unabhängig von der Krankheitsursache bei Erwerbsunfähigkeit leisten.“ EGO Basic – auch für Schüler ab 15 Jahren – biete eine vereinfachte Gesundheitsprüfung und Nachversicherungsgarantie. Zudem verzichtet HDI auf Meldefristen und Wartezeiten.

© HDI Gerling

LINDA KAPPEL

Raum liegen zwischen drei und sieben Prozent. Der Anteil jener, die entsprechende Anlagen attraktiv finden, liegt deutlich darüber“, so Haßler. Trotz hoher Zustimmungsraten zum Grundprinzip nachhaltiger Kapitalanlagen verharre der Anteil der Privatanlager in dem Bereich auf vergleichsweise niedrigem Niveau, so das Resümee. Bei institutionellen Anlegern dagegen sehen die Zahlen anders aus: „Bei den Fragen zur Akzeptanz von Nachhaltigkeitskriterien und zu deren Berücksichtigung in der Kapitalanlage liegt die Zustimmung der Institutionellen in Deutschland häufig zwischen 40 und 60 Prozent“, so Haßler. Aber: „Auch bei Teilen dieser Anleger steht nachhaltiges Investment im Verdacht, weniger Rendite zu bringen.“

© Bankhaus Schelhammer & Schattera/Thomas Topf

Anbieter und Befürworter derartiger Produkte meinen, der Vertrieb biete sie zu wenig aktiv an.

Miskarik: „Viele Zusatzbausteine und Assistanceleistungen abschließbar.“

Ziele erreicht

0,75 € Dividende

Dividende unverändert Dennoch soll die Dividende mit 75 ct je Aktie auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Die Probleme in Norwegen will Struzl auf der Kostenseite innerhalb von zwei Jahren gemeistert haben. Das gestoppte Investitionsprojekt in Brasilien drückte mit 6,5 Mio. € auf das operative Ergebnis, negative Wechselkurseffekte wirkten sich mit 16,9 Mio. € aus.  (ag/lk)


f i n a n z d i e n stl e i ste r

Freitag, 28. Februar 2014

financenet – 21

financenet@medianet.at

MiFID II und Co. Die neue Finanzmarktrichtlinie tritt zwar erst 2017 in Kraft, wirft aber für Finanzdienstleister bereits jetzt einige Fragen auf

Drei EU-Regularien im Anmarsch Wien. Wenn von der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II die Rede ist, beschäftigt viele Finanzdienstleister vor allem eines: Wie geht es mit den Berater-Provisionen weiter? Zwar wird es weiterhin erlaubt sein, von den Produktanbietern Vermittlungsprovisionen zu erhalten, allerdings dürfen sich die Berater dann nicht als unabhängig bezeichnen. Das geht jedenfalls aus den bisherigen Entwürfen und der Erklärung des zuständigen EU-Kommissars Michel Barnier von Mitte Jänner hervor. Der endgültige Richtlinientext wird derzeit ausgearbeitet und soll in wenigen Wochen vorliegen. Für die Anwendung in der Praxis bleiben aber weiter Fragen offen: „Der nationale Gesetzgeber wird bei der Umsetzung großen Spielraum haben“, sagt der Finanzrechtsexperte Stefan Schermaier im Gespräch mit financenet. „So muss er zunächst definieren, wer genau als unabhängig gelten darf und wer nicht. Ein Ausweg könnte z.B. auch sein, dass Provisionen an die Kunden weitergeleitet werden.“ Doch die Provisionen sind hier nur ein Teilbereich: Mit MiFID II kommt u.a. auch eine Verpflichtung zur Schaffung von firmeninternen Produktleitlinien durch die Emittenten und die Einf��hrung von Positionslimits.

Transparenz: Wer vergütet Noch nicht so weit wie bei MiFID II ist das Prozedere bei der EUVersicherungsvermittler-Richtlinie IMD II. Die damit befassten EUParlamentsausschüsse haben aber erst vor wenigen Tagen eine wichtige Einigung erzielt: Bei Versicherungsverträgen muss der Kunde informiert werden, durch wen die Vergütung des Vermittlers erbracht wird. Die Mitgliedsstaaten können die Vermittler zudem verpflichten, die Höhe der Vergütung offenzulegen. Bei Versicherungs-

anlageprodukten wird ebenfalls eine Offenlegungspflicht vorgeschlagen. „Da sich der Vorschlag der Kommission von jenem des Parlaments doch wesentlich unterscheidet, ist aus heutiger Sicht auch der Ausgang des Trilog-Verfahrens sehr schwer abschätzbar“, räumt Schermaier ein. Wie MiFID II wird auch IMD II voraussichtlich Anfang 2017 in Kraft treten.

KIID-Ableger für alle Noch keinen Zeitplan gibt es für die „Packaged Retail Investment Products“-Verordnung (PRIPs). Sie soll künftig die Basisinformations-

victor ist eine eingetragene Marke von emotion banking.

Thomas Müller

blätter für Finanzprodukte regeln und für die Kunden den Vergleich der Angebote erleichtern. Für europäische Investmentfonds sieht die SICAV-Richtlinie bereits ein „Key Investor Information Document“ (KIID) vor. Die PRIPs-Verordnung soll auch von Anbietern von Zertifikaten und kapitalbildenden Lebensversicherungen ein ähnliches Infoblatt verlangen. Der Zwischenstand bisher: Der Europäische Rat ist dafür eingetreten, die klassischen Lebenversicherungen von dieser Verpflichtung auszunehmen, während sich die Kommission und das EU-Parlament klar dagegen ausgesprochen

haben. „Für die Vermittler gilt: Sie werden für die Weitergabe des Basisinformationsblatts verantwortlich sein, und zwar bevor die Kunden eine Verpflichtung eingehen“, weiß der Rechtsanwalt. „Im Gegensatz zu den Richtlinien benötigen Verordnungen keine nationale Implementierung und gelten sofort in der gesamten EU.“ Für die Produktanbieter bedeutet das, dass für sie in Zukunft parallel die KIID-Verpflichtung und auch die PRIPs-Verordnung gelten werden. Ob sich für Investmentfonds dadurch Änderungen ergeben, könne momentan nur sehr schwer abgeschätzt werden, so Schermaier.

© Fachgruppe Finanzdienstleister/WKW/APA-Fotoservice/Rastegar

Parallel dazu sind die Richtlinie IMD II und die PRIPs-Verordung für Produkt-Infoblätter in Vorbereitung.

Rechtsanwalt Schermaier: „Der nationale Gesetzgeber wird viel Spielraum haben.“

Ihre Analyse für

Banking Exzellenz

Wer Marktforschung mit Wirkung sucht, nutzt victor.

Studie Ausschüttungen

700 Mrd. Euro

Standortanalyse

Neue Kategorie: Nachhaltigkeit

London. Aktionäre haben weltweit in 2013 erstmals Dividenden in Höhe von mehr als einer Billion USD (rund 700 Mrd. €) kassiert. Das ist das Ergebnis einer vom Fondshaus Henderson Global Investors vorgelegten Studie. Demnach wurde 2013 der Rekordwert von 1.030 Mrd. USD ausgezahlt (+43% gegenüber 2009). Angeschoben wird das Wachstum vor allem durch Konzerne aus Brasilien, Russland, Indien und China. Das größte Plus seit 2009 gab es im Tech-Sektor.

victor zeigt mit dem 360º Feedback (Führungskräfte, Mitarbeiter, Kunden) die Stärken und Potentiale Ihrer Bank. Mit den ergänzenden victor Modulen liefert victor fokussierte Auswertungen in speziellen Themenfeldern wie Filiale, Segment etc.

Banksteuerung

Sie fördern, initiieren oder beteiligen sich an Projekten, die nachhaltig Ihre Region, Ihre Mitmenschen oder einen gesellschaftlichen Mehrwert fördern? Sie sind bestrebt daran, die Umwelt, Energieressourcen, soziale Einrichtungen, Integration von Mitmenschen, ein faires und offenes Miteinander zu unterstützen? JA? Dann sind Sie der richtige Kandidat für die victor Auszeichnung „Nachhaltigkeit“. Die Verleihung findet am 25.9.2014 in Baden bei Wien statt.

victor zeigt die dynamische Weiter-entwicklung Ihrer Bank und ist eine profunde Basis für das Steigern betrieblicher Performances.

Jetzt über victor informieren!

Wettbewerb victor zeigt im anonymen Vergleich Ihre Position mit der Chance auf den begehrten Titel „Bank des Jahres“. Die Auszeichnung erfolgt auf der glamourösen Gala am 25.09.2014, Stadttheater Baden bei Wien (A).

Qualitätssiegel

© EPA

victor ist ein objektives Qualitätssiegel, das für herausragende Leistung verliehen wird und vom Mitbewerb differenziert.

Top-Dividenden 2013 u.a. bei Royal Dutch Shell, Exxon Mobil und Apple.

www.bankdesjahres.com

Mehr unter: www.victorgala.com/nachhaltigkeit

Ihre Ansprechpartner: Dr. Barbara Aigner Mag. Anja Graf, BA Tanja Völkl, MA Theaterplatz 5 | A-2500 Baden bei Wien T.: +43 (0) 22 52 25 48 45 victor@bankdesjahres.at

www.victorgala.com

www.emotion-banking.com


f on d s: pa r k

22 – financenet

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

short

© Anna Rauchenberger

Franklin Templeton unter den Besten

1.300 Tage „Wissen der Vielen“ als Basis für die Investment-Entscheidungen; auch Österreicher können mitmachen

Erster „Mitmachfonds“ zieht positive Bilanz

Vernünftige Performance bei erträglicher Schwankungsbreite; Aktienquote zwischen 60 und 100%.

Erste Group emittiert 58 neue Bonus-Zertis Wien. Die Erste Group emittiert 58 neue Bonus-Zertifikate mit Laufzeiten zwischen 4 und 14 Monaten und Ertrags-Chancen bis zu 35%, wie es heißt. Als Basiswerte fungieren österreichische Aktien (z.B. Immofinanz, OMV, ...), Indices (z.B. CECE, IATX) und Edelmetalle. Detaillierte Infos zu den neu emittierten Zertis sind im Internet abrufbar unter: https://produkte.erstegroup.com/Retail/.

© Martina Draper

Lipper: Nordea mit zwei Awards prämiert

Rogy, Nordea: „Multi-Asset-Lösun­ gen sind zusehends gefragt“.

Wien. Bei der Verleihung der diesjährigen Lipper Fund Awards in Wien ergatterte Nordea zwei davon: Für den Nordea 1 – Stable Return Fund für den Anlagezeitraum von drei Jahren und für den Nordea 1 – European High Yield Bond Fund für den Anlagezeitraum von fünf Jahren in der Kategorie „Bond Europe – High Yield“. „Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage nach unseren Multi-Asset-Lösungen wie dem Nordea 1 – Stable Return Fund, der den Schwerpunkt auf moderaten Wertzuwachs bei gleichzeitigem Kapitalerhalt legt“, sagt Johnannes Rogy, Head of Sales Central & Eastern Europe bei Nordea AM. (lk)

Über 3.000 Interessenten Crowdinvesting, genauer die Nutzung des „Wissens der Vielen” als Finanzierungselement, ist in aller Munde. Mit dieser Bewegung ist vor drei Jahren Deutschlands erster Mitmachfonds entstanden. Bei diesem Aktienfonds bestimmen die Anleger, worin investiert wird. „Mittlerweile haben sich bereits über 3.000 Interessenten angemeldet, die mehr als 250.000 Empfehlungen abgaben”, so die Betreiber Timo Kuebler, Michael Thaler und Christoph Schultheiß. Die Mitmacher hätten dabei durchaus ein glückliches Händchen bewiesen: „Mit Roche, Medtronic und Google liegen drei Aktien mit mehr als 70% Renditepunkte gegenüber dem Einstandskurs im Fonds.“ Zuletzt hätten sich die Mitmachfonds-Anleger wieder für Finanzwerte und Banken begeistern können. „Erfreulich ist die geringe Volatilität des Fonds, die zeigt, dass Anleger, die mit eigenem Geld investieren, eher konservative Aktien bevorzugen“, heißt es weiters. Der Investtor Mitmachfonds ist eine Marke des Vermögensverwal-

© APA/dpa/Ole Spata

Wien. Franklin Templeton Austria wurde bei den diesjährigen Lipper-Award-Verleihungen in Österreich als beste große Fondsgesellschaft für Mischfonds (Best Fund Group Mixed Assets Large) ausgezeichnet. Zudem erhielten fünf Fonds von Franklin Templeton die Trophäen. Zudem erhielten insgesamt fünf der in Österreich zum Vertrieb zugelassenen Fonds von Franklin Templeton Lipper Fund Awards für verschiedene Zeiträume; darunter finden sich etwa der von Michael Hasenstab gemanagte Mischfonds Templeton Global Income sowie der Sektorfonds Franklin Biotechnology Discovery Fund. Martin Linsbichler, Managing Director von Franklin Templeton Austria: „Mischfonds ist eine Fondskategorie, die Anleger derzeit besonders stark nachfragen.“(lk)

Können die mehr als 3.000 Interessenten irren? Bis dato lagen sie u.a. mit Roche, Medtronic und Google recht gut.

ters TOP Vermögen AG mit Sitz in München. Er ist nach Luxemburger Recht in Euro aufgelegt mit der ISIN LU0498676971. An Gebühren fallen maximal 1% Ausgabeaufschlag sowie eine Management-Fee von ebenfalls 1% an.

Boni für Top-Tippgeber Seit Anfang 2014 bietet das Investtor Mitmachfonds-Team zahlreiche neue Funktionen an. Für die besten 10 Anleger wird im Quartal ein Bonus von insgesamt 1.000 € ausgeschrieben. Die Abstimmungen der besten Anleger der vorherigen Etappe werden höher gewichtet. Teilnehmer können zudem mit einer Folgen-Funktion Aktienstrategien anderer Teilnehmer verfolgen und die Rendite der

eigenen Aktienempfehlungen mit Freunden, Bekannten und weiteren Mitmachfonds-Teilnehmern vergleichen. Auch werden die TopAktienempfehlungen namhafter Fondsmanager berücksichtigt. Damit vereine der Mitmachfonds noch stärker die Vorteile eines klassischen Fonds mit der Kraft des Wissens der Vielen. Nach Registrierung auf der gesicherten Onlineplattform kann man auf Basis von 250 internationalen Aktienwerten abstimmen, welche man kaufen oder verkaufen würde wobei die Vorauswahl in einem mehrstufigen Verfahren erfolgt. Einflussgrößen dafür sind u.a. Marktkapitalisierung, Unternehmensrendite, Markenbekanntheit, Trefferquote in Finanzfachjournalen und Arbeitnehmerrankings.

Durch das Voting der Mitmacher kommt eine Rangfolge der Werte mit hoher oder niedriger Zustimmungsquote zustande. Die Handelsempfehlungen können von den Benutzern aber täglich geändert werden. Die Wertung bleibt längstens 28 Kalendertage gültig, wenn nicht vorher erneut abgestimmt wird. Jeden Tag werden die fünf beliebtesten Aktien aller Teilnehmer gleichgewichtet (mit rund 3% je Aktie) in den Fonds aufgenommen. Das Aktienportfolio setzt sich aus 35 bis 40 Aktien, die maximale Aktienquote ist 100%, reduziert werden kann bis auf 60%. Zusätzlich stehen den Teilnehmern ausgewählte Themenzertifikate zur Auswahl zur Verfügung. Die jeweils gültigen Teilnahme­ regeln stehen auf der Homepage. (lk)

Investec Europa-Fondsmanager setzt auf (auch kleine) Weltmarktführer, Konzerne, die Überkapazitäten nutzen können

Wo das Wachstum in Europa zu Hause ist Johannesburg/London/Wien. Die letzten volatilen Wochen an den europäischen Aktienmärkten haben deutlich gemacht, dass es für Investoren keine sichere Strategie (mehr) ist, auf einen weiter stetig steigenden Markt zu setzen – das diagnostiziert Ken Hsia, Fondsmanager des Investec Global Strategic Fund European Equity. „Anfang 2013 war im Prinzip alles günstig“, blickt Hsia zurück. Europäische Aktien seien mit einem Abschlag von rund 15% gegenüber Aktien aus anderen entwickelten Märkten gehandelt worden. „Jetzt bewegen wir uns in einen Markt, der gezieltes Stock-Picking nötig macht.”

Durch den Verdrängungswettbewerb sei der Konkurrenzdruck in vielen Branchen gesunken, führt Hsia aus, „die Überlebenden haben nun beste Chancen, ihre Gewinne deutlich zu steigern“. Ein Beispiel dafür sei TUI Travel: Der Touristikgigant, der 2007 aus der Fusion der Touristiksparte von TUI mit der britischen First Choice Holiday hervorgegangen war, hatte vor der Krise mit harter Konkurrenz güns-

tiger Anbieter und aus dem Internet zu kämpfen. Dann aber zwang das härtere ökonomische Umfeld viele kleinere Konkurrenten zur Aufgabe. TUI Travel hingegen baute sein Geschäft weiter aus. Durch seine Größe und Einkaufsmacht war das Unternehmen in der Lage, Skaleneffekte zu erzielen, Exklusivverträge abzuschließen, den Preiswettbewerb zu reduzieren und so seine Margen zu erhöhen. Im

Auswahl nach 3 Kriterien Auf der Suche nach Titeln mit anhaltendem Aufwärtspotenzial hält er nach drei Kriterien Ausschau: Unternehmen, die aus dem Verdrängungswettbewerb in der Krise als Sieger hervorgegangen sind, europäische Weltmarktführer und Firmen, die Überkapazitäten in Gewinne für ihre Anteilseigner umsetzen könnten.

© TUI/Christian Wyrwa

Martin Linsbichler: „Sind bestes großes Fondshaus für Mischfonds“.

Grevenmacher/Wien. Über 250.000 Aktienempfehlungen haben Teilnehmer des weltweit anlegenden „Investtor Mitmachfonds” in den drei Jahren seit Bestehen auf der Plattform „www.mitmachfonds.de” angeklickt. Der Fondskurs bewegt sich nahe am Höchstkurs und hat Anlegern der ersten Stunde rund 5% pro Jahr eingebracht, sagen die Initiatoren. Der Fonds könne bis zu 40% der Aktienbestände absichern. Seit Anfang 2014 biete man zahlreiche neue Funktionen für die Mitmacher und der Fonds werde noch transparenter für die Interessenten, wird in Aussicht gestellt.

Hsia: „Der Verdrängungswettbewerb lässt Sieger wie etwa TUI Travel zurück.“

Dezember 2013 gab Konzernchef Friedrich Joussen nun bekannt, erstmals seit 2007 wieder eine Dividende ausschütten zu wollen. Längst kein Geheimnis mehr ist, dass Europas Konzerne den Löwenanteil außerhalb Europas erwirtschaften. Sie seien nicht auf kräftiges Wachstum im Heimatmarkt angewiesen, um ihre Gewinne zu steigern. Hsia gefallen deutsche Automobilkonzerne oder italienische und französische Hersteller von Luxuswaren. Doch Weltmarktführer, so Hsia, seien nicht zwangsläufig große oder bekannte Unternehmen – Beispiel Teleperformance, ein französischer Betreiber und Anbieter von Callcenter, Online-Kundenservice und anderen verwandten Diensten. Überkapazitäten wiederum sieht Hsia nicht zwangsläufig als Nachteil: Durch sie könnten Rationalisierungsmaßnahmen effizienter werden, Europas Firmen zur USKonkurrenz aufschließen. Plus: Wachsende Betriebe, die überschüssige Kapazitäten ausschöpfen können, sind in geringerem Maße auf Investitionen angewiesen.  (lk)


ba n k i n g

Freitag, 28. Februar 2014

financenet – 23

financenet@medianet.at

Europa Die Schuldenquote im Vergleich zum BIP ist aktuell höher, als sie es während Euro-Krise jemals war

short

Das Damoklesschwert der Zinsexplosion ist noch da

Hupen ist da und Liebscher ist weg

London. Vor zweieinhalb Jahren befürchtete man am Markt tatsächlich, dass der Euro nicht überleben würde. Seinerzeit, so Anthony Doyle von M&G Investments, schien der Verbleib Griechenlands in der Eurozone ebenso unwahrscheinlich zu sein wie der einiger noch größerer Volkswirtschaften wie Italien und Spanien, die ebenfalls in Schieflage geraten waren. Eine enorme Staatsverschuldung, hohe Arbeitslosenquoten sowie ein unter all diesen Problemen stöhnendes Bankensystem verhießen für die Zukunft nichts Gutes. Seit dem Höhepunkt der Eurokrise sind die Sorgen um die Zukunft der Gemeinschaftswährung aber längst in den Hintergrund getreten.

Das spricht eigentlich eher für ein höheres als für ein niedrigeres Ausfallrisiko. „Die Märkte haben Draghi also offenbar abgenommen, dass die EZB ‚alles Notwendige‘ tun würde”, sagt Doyle.

Mehr Verschlechterungen Stellt man fundamentale Indikatoren wie das Gesamtinvestitionsvolumen, die Arbeitslosenquote und die Bruttostaatsverschuldung im Vergleich zum BIP von 2011 den entsprechenden aktuellen Kennzahlen gegenüber, erkennt man, dass es wesentlich mehr Verschlechterungen als Verbesserungen gibt, so Doyle. Am auffälligsten dabei ist, dass – abgesehen von Deutschland und den Niederlanden, wo die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen zuletzt leicht angestiegen sind – die Renditen in allen anderen europäischen Ländern gesunken sind.

Vertrauen kam zurück

Risikoprämien rückläufig Auch sind die Risikoprämien, die Anleger für das Inflationsrisiko verlangen, zuletzt ebenso eingebrochen wie die Inflation in der Eurozone selbst. Die aktuell niedrige Teuerungsrate innerhalb der Eurozone ist hauptsächlich auf die interne Abwertung, die hohe Arbeitslosigkeit sowie staatliche Sparmaßnahmen zurückzuführen. „Man muss sich fragen, ob die Kreditrisikoprämien am Markt angesichts der Herausforderungen, vor denen die Eurozone steht, auch hoch genug sind“, meint M&GExperte Anthony Doyle. „Darüber hinaus müssen Anleiheninvestoren in zunehmendem Maße auch die Risiken einer Deflation in Europa berücksichtigen.  (red)

© M&G Investments

An die Märkte kehrte wieder Vertrauen zurück, nachdem EZBPräsident Mario Draghi seine inzwischen berühmte „Koste es, was es wolle“-Rede gehalten hatte. Diese Zusage wirkte sich auch auf die Staatsanleihenrenditen aus, denn die Zinsdifferenzen gegenüber deutschen Bundesanleihen schrumpften innerhalb der gesamten Eurozone merklich. Inzwischen sind die Zinsdifferenzen zwischen den als sicher geltenden Bundesanleihen und anderen Staatspapieren aus der gesamten Eurozone merklich geschrumpft. Zum Leidwesen aller in europäischen Staatsanleihen investierten Anleger könnte sich die Eurozone nun aber erneut zu einem Gefahrenherd entwickeln. Denn eine Analyse von Anthony Doyle zeigt, dass sich die staatlichen und konjunkturellen Fundamentaldaten in Europa seit 2011 nicht verbessert,

Anthony Doyle, M&G Investments: Leistungsbilanzen der meisten Mitgliedsstaaten der Eurozone weisen einen Überschuss auf, Zinsdifferenzen sind geschrumpft.

sondern im Allgemeinen sogar verschlechtert haben. Indikatoren wie Investitionsvolumen, Arbeitslosenquote sowie Bruttostaatsverschuldung im Vergleich zum BIP haben

sich in den letzten beiden Jahren mehrheitlich eingetrübt – trotzdem sind die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den meisten Ländern gesunken.

Auf dem Vormarsch Handel setzt auf NFC-Technologie: card complete baut Terminal-Portfolio und Serviceleiste aus

„Interessant für Kleinbetragszahlungen“

Neueste, bedarfsorientierte NFC-Terminalgeneration mit starker Servicekomponente.

des Bezahlens besonders auch für Branchen mit hohem Anteil an Kleinbetragszahlungen – etwa für Bäckereien, Trafiken oder Kioske.“

einem Gerät.“ Weitere Installationen und Geräte im Kassenbereich seien demnach nicht mehr notwendig. Um die Abwicklung in Zeiten von IBAN und BIC zusätzlich zu erleichtern, wurde das card complete-Akzeptanzpartnerportal (CAP) mit der elektronischen Umsatzabfrage überarbeitet. Versprochen werden ein verbessertes und erweitertes Online-System sowie ein kostenfreies Angebots-Upgrade.

Maßgeschneiderte Lösungen Dementsprechend hat card complete für die verschiedensten Akzeptanzpartner eine breite Produktpalette aufgelegt. Zur Wahl stehen maßgeschneiderte NFCTerminallösungen für jede Unternehmensgröße. Über einen autorisierten Servicepartner wird das jeweils passende complete-Servicepaket gleich kostengünstig dazugepackt, heißt es dazu aus dem Unternehmen; das Portfolio reicht dabei von klassischen, stationären Lösungen über handliche Kompaktvarianten, bis hin zu mobilen Kartenlesegeräten und Webterminals für Online-Transaktionen. Je nach Bedarf sind die portablen Terminals mit GPRS, IP, Wireless LAN oder Bluetooth ausgestattet. Hackel: „Unsere neueste Terminal-Generation verfügt über eine integrierte NFC-Kontaktlosfunktion, kompakt und platzsparend in

© card complete

der monatlich kontaktlos getätigten Zahlungen als auch beim entsprechenden Umsatz – bei einer durchschnittlichen Betragshöhe von 17 € –, verzeichnet werden. Big Player wie Spar, Interspar oder Swarovski sind bereits im Boot. Der Trend zur neuen Technologie sei ungebrochen und berge viel Potenzial, schätzt Vorstandsvorsitzender Heimo Hackel. „Interessant ist diese innovative Form

© card complete

Wien. Hightech-Hype an den Kassen: Bargeldlose Bezahlsysteme lassen es beim heimischen Handel immer öfter – lautlos – „klingeln“. Laut den jüngsten Zahlen der card complete Service Bank AG, die im vergangenen Jahr den NFC-fähigen Terminalund Kreditkarten-Rollout vorangetrieben hat (medianet berichtete), konnten 2013 Zuwachsraten von rund 70%, sowohl im Bereich

Heimo Hackel, card complete: „Inter­ essant für Bäckereien, Trafiken & Co“.

© ARBÖ

Investment-Experte fragt: Sind die Kreditrisikoprämien am Markt aktuell wirklich hoch genug?

Eine Facebook-Gruppe ruft zum Hupen vor der Hypo-Zentrale auf.

Klagenfurt. Eine FacebookGruppe mit dem Titel „Hupe gegen Hypo“ fordert Autofahrer dazu auf, aus Protest gegen die staatliche Problembank beim Vorbeifahren an deren Zentrale an der Klagenfurter Völkermarkter Straße kräftig Laut zu geben. Obwohl der Andrang im Internet mit an die 1.000 „Likes“ für die Gruppe bescheiden ist, hat die Aktion bereits die Polizei auf den Plan gerufen. Inzwischen ist auch das Schreiben von Hypo-Taskforce- und Ex-NationalbankChef Klaus Liebscher an die Öffentlichkeit gesickert, mit dem er die Aufgabe zurückgelegt hatte. Liebscher waren offenbar die Versuche der Politik, sich an Großgläubigern der Hypo schadlos zu halten, zu viel geworden. Das bedrohe den Bankenmarkt und geschehe wohl nur aus „politischem Opportunismus“. (APA/red)

ING-DiBa zahlt Bonus für Dauersparer Wien/Klagenfurt. Mit einer Prämie von 20 € will die ING-DiBa zum Vermögensaufbau mittels Dauersparen anregen: Kunden, die ihr erstes Dauersparen bis zum 11.3.2014 mit einer Mindestsparrate von 200 € einrichten, erhalten einmalig eine 20 €-Gutschrift, die bei durchgehend bestehendem Dauersparauftrag dann Ende September auf das DirektSparkonto überwiesen werden. Teilnahmebedingung ist, dass der erste durchgeführte Dauersparauftrag bis spätestens 15.4.2014 erfolgen muss. Die Sparrate kann jederzeit kostenlos geändert werden. Um das angesparte Guthaben immer im Blick zu haben, wird ein neues Direkt-Sparkonto für das Dauersparen empfohlen. Bis zu fünf kostenlose Konten können bei mit individueller Kontobezeichnung parallel geführt werden. (red)

Bank Monte dei Paschi um 47 Mio. betrogen Mailand. Ein Betrügernetzwerk unter Beteiligung früherer Mitarbeiter soll die angeschlagene italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (BMPS) um 47 Mio. € geschädigt haben. Die Finanzpolizei durchsuchte Gebäude in mehreren Regionen des Landes. Die Ermittlungen richteten sich gegen elf Verdächtige, darunter frühere Mitarbeiter der Bank und mehrere Wertpapierhändler, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Mithilfe der Durchsuchungen wollen die Ermittler den Berichten zufolge Geldströme auf anonyme Treuhandkonten in Steuerparadiesen rekonstruieren. (APA)


24 – financenet

ba n k i n g/ i n su r a n c e : watch

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

short

© sxc/Radoslaw Wyjadlowski

Studie: Wetterkapriolen kosten Europa 400 Mrd.

VB Factoring Bank AG Mit 1,5 Mrd. Euro Umsatz 2013 setzt der Volksbanken-Factor 2014 auf KMUs und Wachstum

Beim Factoring muss der Kunde der Gewinner sein Gegenwind durch schwache Konjunktur konnte durch Neukundenzugänge überwunden werden. chris radda

© Coface

Coface Austria mit neuem CO-Manager

Günter Hammerschmid ist bereits seit 2007 für Coface tätig.

Wien. Günter Hammerschmid (42) übernimmt mit 1. März 2014 die Leitung der Abteilung Commercial Operations in Österreich und berichtet direkt an Christian Berger, Country Manager Österreich. Der gebürtige Salzburger begann seine Karriere 2007 bei Coface Central Europe als International Account Manager für die Geschäftsfelder Business Information und Inkasso und war seit 2012 zusätzlich als Commercial Operations Manager für CEE zuständig. Vor Coface sammelte Günter Hammerschmid Erfahrung bei Bisnode.  (lk)

Generali-Ex-Chefs: Start der Ermittlungen Triest. Die Staatsanwaltschaft von Triest hat Ermittlungen gegen Ex-Generali-Geschäftsführer Giovanni Perissinotto und Ex-Generaldirektor Raffaele Agrusti aufgenommen. Sie sollen die Arbeit der Aufsichtsbehörden behindert haben, so der Verdacht. Die Ermittlungen waren aufgrund einer Anzeige der Börsenaufsicht wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei Investitionen im Bereich Private Equity und alternative Fonds aufgenommen worden.

„Es vergeht kein Arbeitstag, an dem wir nicht Anfragen hereinbekommen; die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Factoring ist ein Top-Finanzprodukt.“ Herbert Auer, VorstanD VB Factoring Bank AG

© VB Factoring Bank

Wien. „Naturkatastrophen werden von Betrieben als Gefahr erkannt und versichert – die beträchtlichen Folgen von Wetterschwankungen werden bis dato kaum wahrgenommen“, sagt Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich, zu einer aktuellen Allianz-Studie. 36% der Wirtschaftsleistung sowohl der USA als auch der EU würden vom Wetter beeinflusst. Wetterschwankungen kosten jeweils 3,4% des BIP, wurde errechnet, wobei die Kapriolen bis zu dreimal teurer kommen als Naturkatastrophen. Für die EU heißt dies in konkrete Zahlen gegossen: 406 Mrd. € jährliche Kosten. Maßgeschneiderte Lösungen im Bereich des Wetter-Risikomanagements seien bei der Allianz durchaus möglich, um die finanziellen Folgen des Wetters – etwa Einnahmeverluste – abzumildern, wird betont. (lk)

Salzburg. „Nach einigen Kundenabgängen vor dem Hintergrund der Restrukturierung unseres Sektors konnten wir 2013 mit einem soliden Zuwachs an Neugeschäft die

VB Factoring-Vorstände Gerhard Ebner (li.) und Herbert Auer (re.): „Factoring hat sich zu einem Top-Produkt entwickelt.“

bestes am Markt gesehen wird“, sagt Herbert Auer; „auch heuer haben wir die Stärken unserer eigenen Software weiter ausgebaut und neue individualisierte OnlineWeb-Tools für unsere Kunden in Betrieb genommen.“

Umsätze bei rund 1,5 Mrd. Euro stabil halten und wieder ein gutes Ergebnis erwirtschaften“, erzählt Herbert Auer, Vorstand der Salzburger VB Factoring Bank AG, dem Factoringinstitut des Volksbankensektors, im medianet-Gespräch. „Für das heurige Jahr stehen die Zeichen wieder auf Wachstum“, so Vorstandskollege und Factoringverbandschef Gerhard Ebner: „Im Zuge der KMU-Initiative des Volksbankensektors bemühen wir uns derzeit sehr, die guten Kundenbeziehungen der regionalen Volksbanken auch für unser Produkt Factoring zu nutzen.“ „Gerade beim klassischen Full-Service-Factoring haben wir über die Jahrzehnte ein Top-Finanz-Produkt geschaffen, das auch von vielen Experten als

Marktwachstum über 25% „Factoring hat sich in den letzten zehn Jahren – vor dem Hintergrund von Basel II und III – zu einem gefragten und anerkannten Finanzprodukt entwickelt, mit einem Marktwachstum von über 25%“, betont Gerhard Ebner. „Sowohl für die Unternehmen (rasche Liquidität, einfache Abwicklung, besseres Bilanzbild, einfach und transparent, etc.) als auch

für die Banken (Eigenkapitalhinterlegungen bei Krediten, Kontrollaufwand bei Zessionskrediten, etc.) bietet Factoring ein Bündel an Vorteilen und starken Argumenten für beide Geschäftspartner“, so Herbert Auer. „Es vergeht kein Arbeitstag, an dem wir nicht Anfragen hereinbekommen; die Nachfrage ist ungebrochen hoch“, dennoch, so Gerhard Ebner, „sehen wir, bedingt durch das relativ schwache wirtschaftliche Umfeld, dass die Umsätze unserer Bestandskunden bis auf wenige Ausnahmebranchen, wie etwa die Nahrungs- und Genussmittelbranche, bestenfalls stagnieren.“ „Wir wollen primär KMUs mit unserem modernen, maßgeschneiderten Factoring ansprechen, kön-

nen da auch eine Vielzahl von Erfolgsstories bei Wachstums-unternehmen ebenso herzeigen wie bei gelungenen Umstrukturierungen, haben aber auch für große Unternehmen seit Jahren spezialisierte Lösungen, wo es neben dem Finanzierungs- und Liquiditätsthema vor allem auf Bilanzverbesserungen ankommt“, ergänzt Herbert Auer.

VB Factoring VB Factoring Bank AG Das Spezialinstitut des Volksbankensektors hält am heimischen Factoringmarkt einen Anteil von 10,9%. Den beiden Vorständen Herbert Auer und Gerhard Ebner gelingt es seit fast zwei Jahrzehnten, die VB Factoring Bank mit Wachstum bei hohem Ertrag zu führen.

Trendstudie Versicherer werden zu Daten- und Omnichannel-Experten; digitale Assistenzsysteme genießen Vertrauen

Versicherungsmakler werden Life-Coaches Wien. Neue Technologien, neue Geschäftsmodelle, neue Angreifer im Markt – dies sind die Herausforderungen für die Branche der Makler und Versicherer. Das Trendforschungsinstitut „2b Ahead ThinkTank“ hat mit dem Versicherer Standard Life und dem Anbieter für Kommunikationslösungen, Unify GmbH, in ihrer Trendstudie zur „Zukunft des Versicherungen“ neun Kundensegmente im Economy- und Premiumsegment identifiziert. Die Studie basiert auf den Prognosen von 30 Innovationsentscheidern, Strategiechefs und Zukunftsexperten. Untersucht wurden die Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Lebenswelten der Kunden sowie die Strategien der Angreifer und die Neuordnung der Kundensegmente und Geschäftsmodelle. Die Experten diagnostizieren einen grundlegenden Wertewandel bei den Kunden. Der technologische Wandel bewirke Verschiebungen, heißt es. Waren es vor einigen Jahren noch Marken, Makler und Vertreter, die das größte Kundenvertrauen genossen,

so vertrauen die Kunden künftig in großen Segmenten auf digitale Assistenzsysteme.

2 Segmente und Strategien Die ehemalige Marktpyramide mit den klar definierten Economy-, Standard- und Premiumsegmenten transformiert sich mittelfristig in nur noch zwei große Bereiche: Economy und Premium. Diese starke

Segmentierung in zwei Grundlogiken führe zu zwei grundlegenden Strategien für alle Arten der Zukunftssicherung in der Versicherungswirtschaft. Die Empfehlung: „Versicherer und Makler, die ihre Position im Economy-Bereich stärken wollen, müssen ihre Prozesse und Produkte mit der Logik des digitalen Handels verbinden.” Es reiche nicht aus, die bisherigen Produkte nun auch

© Standard Life

Wetterkapriolen kommen bis zu dreimal teurer als Naturkatastrophen.

Bernhard Fasching, Standard Life: „Zweigeteilter Markt ist in UK bereits Realität.“

Online verkaufen zu wollen. Vielmehr gehe es um eine wirklich intelligente Verschmelzung von digitaler Logik und physischer Präsenz. Wer sich im Premium-Feld positionieren wolle, müsse sich als Identitätsmanager präsentieren; dies betreffe sowohl die Marken und Produkte, aber auch Makler. Bernhard Fasching, Sales Manager Austria beim UK-VersichererStandard Life, sieht Großbritannien als Vorläufer, wo sich die Zweiteilung mit „auf der einen Seite digital getriebenem Direktgeschäft mit standardisierten Produkten, auf der anderen Seite der von unabhängigen Maklern dominierte Bereich der persönlichen (Honorar-) Beratung) bereits zeige. „Viele der etablierten Akteure in der Branche spüren inzwischen, dass sie die Schnittstellen zu ihren Kunden verlieren”, so Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky. Diffuse Angst vor den Angreifern aus der Internetbranche sei nicht nötig, Beschäftigung mit der Nutzung von Web- und Videokollaboration, Social Media und Chat fällig. (lk)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 28. Februar 2014 – 25

© Coliers/I. Theis

Berlin am weg zum IT-hot-spot

Die deutsche Hauptstadt könnte bald beliebtester ITStand­ort werden, meint Andreas Trumpp, Colliers Seite 27

© Buwog/M. Draper

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

buwog holt sich einen neuen cfo

Der frühere Aurelis- und Swiss-Life-Top-Manager Ronald Roos ergänzt den Buwog-Vorstand  Seite 30

Wir leben Immobilien.

Immobilien: Österreichs Norden prescht davon

reden sie mit der nr. 1! Über 50 Jahre Erfahrung in allen Immobiliensparten. Kontakt: 01 535 53 05 / info@colliers.at Colliers International Immobilienmakler GmbH, 1010 Wien, www.colliers.com/austria

IMMO-AGS 19.–26. Februar 2014

IATX (26.2.)

205,78

Wochentop SPI Wochenflop CWI S Immo Immofinanz Atrium Warimpex CA Immobilien Anlagen conwert

2,08% 4,56% 1,32% 4,56% 2,79% 2,25% 1,65% 1,34% 1,32%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 26.2.) Monatstop Lyxor ETF FTSE E/N 6,84% Monatsflop DBXT CSI300 -12,60%

© Panthermedia.net/Marion Sitter

Top 5 Immofonds Lyxor ETF FTSE EPRA/NAREIT US 6,84% Henderson Pan Eur.Prop.Equ.I2 6,66% SemperProperty Europe T 6,53% iShares STOXX EU 600 Cap(DE)6,52% Morgan Stanley US Prop. I USD6,31% Flop 5 Immofonds DBXT CSI300 R.E.1C -12,60% First State As. Prop. Sec.A EUR-2,28% PARVEST Real Est. Sec.Pac. D-2,02% DJE Real Estate I -0,72% Henderson As.-Pac.Prop.EqA2-0,44%

Marktanalyse/Immobilien.net Zwar zeigt der Preistrend bei Grundstücken weiter nach oben, doch die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern geht weit auf. So ist Kitzbühel inzwischen 470mal teurer als das burgenländische Kaisersdorf. Seite 26

19.–26. Februar 2014

EHL Bericht zur Wiener Mariahilfer Straße alarmierend – Experte: Aktuelle Phase der Unsicherheit ist definitiv Problem

Droht nun der Stillstand auf der „MaHü“? 453,76

-1,02%

© APA/Georg Hochmuth

CERX (26.2.)

Rasche Entscheidung über Mariahilfer Straße ist wichtig, Einzelhändler warten ab.

Wien. Der aktuelle Geschäftsflächenbericht des Immobiliendienstleisters EHL ortet einen „Stillstand“ auf der Mariahilfer Straße. Viele Einzelhändler würden das Ergebnis der Fuzo-Befragung abwarten, bevor sie Entscheidungen über Neuanmietungen, Umzüge oder Absiedelungen treffen. „Die aktuelle Phase der Unsicherheit ist definitiv ein Problem“, befand Jörg Bitzer, der Leiter der Abteilung Einzelhandelsimmobilien: „Wie auch immer die Mariahilfer Straße in Zukunft gestaltet sein wird, wichtig ist, dass die Entscheidung bald fällt.“ Ansonsten wird die Entwicklung in

Wien positiv bewertet: Der starke Zuwachs an Einkaufszentrumsflächen in der Bundeshauptstadt wird vom Markt problemlos absorbiert; von 60.000 Quadratmetern Mietflächen in Einkaufszentren werde „praktisch kein Quadratmeter“ unvermietet bleiben, hieß es. Als wichtige Neuzugänge werden etwa das EKZ am Hauptbahnhof und das Projekt City Gate in Floridsdorf genannt. Laut EHL zeichnet sich eine Vollvermietung bei den großen Projekten ab. Für schlechtere Lagen weist der Bericht einen weiteren Abwärtstrend samt steigender Leerstände aus. (APA)


i m m o: c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

Grundstückspreise in Österreich Nord-Süd-Gefälle nimmt zu, Kitzbühlel 470mal teurer als Kaisersdorf

short

Immobilien.Net: Norden zieht beim Preis davon

© Wikimedia/Johann Jaritz/CC Lizenz

Wietersdorfer schließt Pakt mit Buzzi Unicem

In einem Viertel aller österreichischen Bezirke liegt der Quadratmeterpreis schon über 250 Euro.

BIG verkauft jetzt alte Zollhäuser in NÖ

Die regionale Entwicklung

Litschau/Gmünd/Horn. Die vormaligen Zollhäuser an der niederösterreichisch-tschechischen Grenze werden nun verkauft. Die Mindestpreise für die Liegenschaften in Drosendorf/ Oberthürnau, Litschau/Schönau, Reingers/Grametten und Waldkirchen a.d. Thaya/Fratres liegen zwischen 11.500 und 22.000 Euro. Angebote nimmt die im Auftrag der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) tätige ARE Development GmbH bis 24. April entgegen. (APA)

In den wirtschaftlichen starken Bundesländern nördlich der Alpen stiegen die Grundstückspreise 2013 am stärksten. Die höchsten Zuwächse gab es im vergangenen Jahr in der Bundeshauptstadt mit 10,2 Prozent auf 589 Euro im Median. In Niederösterreich und Oberösterreich stiegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise

© Wienerberger/Kurt Keinrath

für Grundstücke um jeweils 4,7 Prozent auf 110 bzw. 90 Euro; in den südlichen Bundesländern gab es dagegen deutliche Rückgänge. In der Steiermark fielen die Preise für unbebauten Grund und Boden um durchschnittlich 5,1 Prozent auf 44,6 Euro pro Quadratme-

ter. In Kärnten ergab die Analyse von Immobilien.Net ein Minus von 4,5 Prozent auf 60 Euro und im Burgenland einen Rückgang von 3,1 Prozent auf 77,5 Euro pro Quadratmeter. Im Westen gab es auf Bundeslandebene dagegen kaum stärkere Preisveränderungen.

Förderung für Sanierung 70 Prozent für Privatbauten

Neue Aufträge 94% der Firmen mit guter Geschäftslage

Wien. Das Förderbudget für die thermische Sanierung von Gebäuden ist heuer mit 100 Mio. Euro, davon 70 Mio. für Private und 30 Mio. Euro für Betriebe, gefüllt. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) rechnet damit, dass die Fördermittel wieder komplett abgerufen werden. Einen „Konjunkturbonus” wie im vergangenen Jahr soll es vorerst nicht geben. Start der Förderaktion ist am 3. März. „Jeder inves-

Wiesbaden/Berlin. Der warme Winter hilft Deutschlands Bauindustrie, Rückstände aus der vorigen Saison konnten aufgeholt werden. Im Dezember hat es so viele Aufträge gegeben, dass die Branche sehr optimistisch ins Jahr geht. Der Boom am deutschen Bau geht weiter. 2013 fuhr die Branche laut Statistischem Bundesamt mit 96,6 Mrd. Euro den höchsten Umsatz seit der Jahrtausendwende ein.

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: US-Aktionär Dodge jetzt unter 10%.

Der teuerste Bezirk außerhalb von Wien, mit Ausnahme von Salzburg Stadt, ist Kitzbühel mit einem Median von 850 Euro pro Quadratmeter Bauland. Im Tiroler Nobelskiort befindet sich aktuell auch das teuerste Grundstück, bezogen auf den Quadratmeterpreis mit 4.284 Euro und einem Gesamtpreis von knapp 3 Millionen Euro. Sucht man dagegen in den günstigsten Regionen nach einem Grundstück, fällt u.a. ein attraktives BaulandObjekt im burgenländischen Kaisersdorf mit 9,1 Euro pro Quadratmeter und einem Gesamtpreis von 25.000 Euro auf; Kitzbühel ist verglichen damit 470mal teurer. (red)

Alexander Ertler, Immobilien.Net: „Wer es sich leisten kann, investiert lieber in den Bau eines eigenen Einfamilienhauses, statt eine halb so große Wohnung zu kaufen.“

100 Mio. Euro für die Thermische

Wienerberger: Dodge & Cox geht unter 10%

Wien. Dodge & Cox mit Sitz in den USA hält jetzt weniger als 10 Prozent der Aktien des österreichischen Ziegelriesen Wienerberger: Dem Unternehmen wurde gemäß § 91 ff. Börsegesetz mitgeteilt, dass Klienten von Dodge & Cox (institutionelle Investoren wie Investmentgesellschaften, Pensionsfonds, Stiftungsfonds, etc.) per 19. Februar 2014 die wirtschaftlich Berechtigten an 10.747.579 Wienerberger Aktien sind; das sind 9,15% des aus­ gegebenen Aktienkapitals und der Stimmrechte. (red)

Median in Kitz bei 850 Euro

Minister Mitterlehner: Im Vorjahr wurden 850 Mio. Euro mobilisiert.

tierte Förder-Euro hilft beim Energiesparen, reduziert den CO2Ausstoß und schafft durch zusätzliche Aufträge ein höheres Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze”, verwiesen Mitterlehner und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) auf die Vorteile der Öko-Subvention.

Starkes Jahr 2013 Im Jahr 2013 wurden im Rahmen der thermischen Sanierung 132,3 Mio. Euro an Fördermitteln vergeben; 23.539 Haushalte sind mit 115,3 Mio. Euro an Förderungen und 489 Betriebe mit 17 Mio. Euro thermisch saniert worden. Laut Wirtschaft- und Umweltministerium sollen dadurch Investitionen von 850 Mio. Euro ausgelöst worden sein. Von der anvisierten Sanierungsquote von 3 Prozent pro Jahr bis 2020 ist man in Österreich noch weit entfernt: Im vergangenen Jahr lag sie bei 1,4 Prozent; sie steigt jedes Jahr um 0,1 Prozentpunkte. Für einen stärkeren Anstieg müsste die öffentliche Hand deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. (APA)

Deutschland: Bau fühlt sich stark

desamt in Wiesbaden berichtete. Im Gesamtjahr stieg der Wert der Aufträge im Vergleich zu 2012 um 3,7 Prozent; zu gleichen Preisen wären es 1,9 Prozent gewesen. Vor allem die weiterhin starke Nachfrage nach Wohnimmobilien sorgt für eine gute Baukonjunktur. 94 Prozent der vom Verband befragten Bauunternehmen meldeten Anfang des Jahres eine gute oder befriedigende Geschäftslage – so viele wie nie zuvor. (APA)

Umsatz plus 3,5% Für 2014 erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie eine nochmalige Verbesserung des Umsatzes um 3,5 Prozent und einen Beschäftigungsanstieg um 1,1 Prozent auf 765.000 Mitarbeiter. Damit würde das Job-Niveau aus dem Jahr 2004 wieder erreicht. Von den Rekordumsätzen der 1990erJahre ist die Branche hingegen noch weit entfernt. Beim weiteren Aufschwung dürften die vollen Auftragsbücher helfen. Nach einem guten November brachte auch der Dezember einen wertmäßigen Zuwachs der Bestellungen um 12,2 Prozent, wie das Statistische Bun-

© Panthermedia.net/harald Biebel

Klagenfurt. Der italienische Baustoffkonzern Buzzi Unicem hat ein strategisches Abkommen mit dem Klagenfurter Baustoffproduzenten Wietersdorfer abgeschlossen. Demnach verkauft Buzzi der von Wietersdorfer kontrollierten Gesellschaft w&p Cementi sein Produktionswerk im norditalienischen Cadola nahe Belluno. Wietersdorfer sichert sich auch die Option, innerhalb der nächsten fünf Jahre ein weiteres Produktionswerk Buzzi Unicems in Travesio nahe der friaulischen Stadt Pordenone zu erwerben. Zugleich übernimmt Buzzi einen 25-prozentigen Anteil an w&p Cementi sowie an dem slowenischen Unternehmen Salonit Anhovo Gradbeni. Der Deal beträgt 22 Millionen Euro. Damit sichern sich beide Gruppen eine bessere Logistik, technologische Integration sowie mehr Effizienz bei den Dienstleistungen. Wietersdorfer hat bereits 1993 den Vertrieb in Italien gestartet. (red/ag)

In Tirol stagnierten die Preise bei 300 Euro pro Quadratmeter, während in Vorarlberg ein leichter Anstieg in der Höhe von 2,3 Prozent auf 201 Euro und in Salzburg leichte Verluste in der Höhe von 0,2 Prozent auf 219 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen waren. Die teuersten Städte sind aktuell Salzburg Stadt mit 931 Euro pro Quadratmeter unbebautem Grundstück vor Wien mit 589 und Innsbruck mit 570 Euro im Schnitt. Während es in Wien einen zweistelligen Preisanstieg im vergangenen Jahr gab, stagnierten hingegen die Preise in den westlichen Landeshauptstädten. Auf Bezirksebene liegen die Wiener NobelBezirke Hietzing und Döbling mit über 1.000 Euro pro Quadratmeter unangefochten an der Spitze. Auffällig ist auch der Aufholeffekt, der in Ottakring zu beobachten ist. Toplagen auf dem Galizinberg, landläufig Wilhelminenberg genannt, haben 2013 die Preise ebenfalls auf 1.000 Euro pro Quadratmeter ansteigen lassen.

© www.Mediendienst.com/Foto Wilke

Wien. Die Preise für unbebaute Grundstücke für Wohnbauprojekte haben 2013 in mehreren Regionen neue Spitzenwerte erreicht. Vor allem die Städte und deren Umland sind von starken Preisanstiegen betroffen, so eine Analyse von Immobilien.Net. In etwa einem Viertel aller österreichischen Bezirke liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Grundstücke mittlerweile über 250 Euro pro Quadratmeter im Median. Betroffen sind vor allem das Wiener Umland in Niederösterreich, die großen Städte in Oberösterreich und einige Tourismusregionen in Salzburg und Tirol. In vielen Wiener Bezirken, aber auch in Salzburg Stadt, Innsbruck und Kitzbühel, sind mehr als 500 Euro der Normalzustand. Für ganz Österreich liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis hingegen bei 115 Euro. „Mangelnder Wohnraum, zu wenig Neubau und starker Zuzug in die Ballungsgebiete verteuern die Preise; dies wirkt sich auch auf unbebaute Grundstücke aus. Hier ist eine klare Ausweichbewegung erkennbar. Wer es sich leisten kann, investiert lieber in den Bau eines eigenen Einfamilienhauses, statt für denselben Preis eine halb so große Wohnung zu erwerben“, so Alexander Ertler, Immobilienexperte von Immobilien.Net.

Klagenfurt: Die Kärntner ­Wietersdorfer baut in Italien aus.

Starke Nachfrage nach Wohnimmo­ bilien sorgt für volle Auftragsbücher.


f on d s: pa r k

Freitag, 28. Februar 2014

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Colliers I Berlin und Dublin machen London Führungsrolle als Standort im Bereich Technologie-, Medien- und Telekommunikation streitig

„Berlin nimmt mehr Fahrt auf“ Berlin. Nach Angaben des Immobilienunternehmens Colliers International sind Berlin und Dublin am besten Weg, London die Rolle als führender europäischer Standort im Bereich Technologie-, Medienund Telekommunikation (TMT) streitig zu machen. Mit seiner boomenden Technologie- und Start-up-Szene sind diese beiden Städte nämlich die einzigen Mitbewerber um diesen Spitzenplatz, sollte London nicht Maßnahmen ergreifen, um die Dominanz der britischen Hauptstadt zu behaupten.

Berlin zieht Investoren an

resse privater und institutioneller Investoren. Zudem werden aktuell im Durchschnitt in Berlin fünf Start-ups täglich gegründet. So könnten bis 2020 bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze in Start-up-Unternehmen entstehen.

„Hippes” Image, beste Lage Wichtige Akteure der TMT-Branche wie Amazon, Microsoft und Zalando profitieren auch weiterhin von den günstigen Büro- und Wohnmieten, dem „hippen“ Image der Stadt, der zentralen Lage innerhalb Europas und den nied-

rigen Einwanderungshürden für hochqualifizierte Fachleute und Talente, die in der Spreemetropole vorherrschen. Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland: „Die Berliner TMTSzene wächst stetig; 39 Prozent aller Neuvermietungen fallen in der Berliner City Ost auf Technologiefirmen und zahlreiche ‚neue‘, große Namen der Branche eröffnen Büros in Berlin. Wir sind überzeugt davon, dass die deutsche Hauptstadt in den nächsten Jahren sogar noch mehr an Fahrt aufnehmen wird. Wenn der momentane Trend anhält, wird Berlin schon 2015 die

Rolle als führender europäischer TMT-Standort von London übernehmen.“ Die TMT-Branche wird nach Angaben von Colliers International immer bedeutender und ist der wichtigste Wirtschaftsmotor in zahlreichen europäischen Märkten. Die Branchenlandschaft hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, und Shootingstars wie Berlin und Dublin haben London beachtliche Marktanteile abgenommen. Außerdem treten nordeuropäische Städte wie Stockholm und Helsinki sowie mitteleuropäische Märkte in Polen, der Slowakei und Ungarn als starke regionale Zentren auf. (rk)

© Coliers/Ingrid Theis

39 Prozent aller Neuvermietungen fallen in der Berliner City Ost bereits auf Technologiefirmen.

Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland.

Die aktuelle Colliers International-Studie „Media & Technology iQ“ zeigt auf, dass Berlin etablierte TMT-Standorte wie Dublin und Stockholm bereits überholt hat. Die deutsche Hauptstadt verzeichnet ein kontinuierlich großes Inte-

Colliers II Wiesbaden

Flächenumsatz Wiesbaden. Nach einem überraschend starken Einbruch des Flächenumsatzes im Wiesbadener Bürovermietungmarkt in 2012 ist 2013 eine leichte Erholung feststellbar gewesen, meldet Colliers (die Stadt ist unter anderem Sitz des deutschen Bundeskriminalamts). Während der Vermietungsmarkt weiterhin durch das fehlende Angebot gebremst wird, treiben großflächige Entwicklungen von Eigennutzern den Flächenumsatz an.

Abflachung; hohes Niveau Auf dem Wiesbadener Büromarkt wurden 2013 rund 47.000 m2 Bürofläche umgesetzt, was einer Steigerung von 17% zum Vorjahr entspricht, jedoch weit unter den Werten der Jahre 2010 und 2011 liegt. Der reine Vermietungsumsatz lag durch den hohen Eigennutzeranteil von 31% bei nur 32.500 m2. Wie bereits im Vorjahr macht sich v.a. das Fehlen von Großanmietungen bemerkbar. So wurden im Jahr 2013 nur zwei Mietverträge über 2.000 m2 in Wiesbaden abgeschlossen, und auch im Bereich zwischen 1.000 m2 und 2.000 m2 zeigte sich mit vier Anmietungen nur wenig Aktivität. Nur 47% des Vermietungsumsatzes und 12% der Mietvertragsabschlüsse entfielen auf das Flächensegment über 1.000 m2. Das fehlende Angebot an größeren, hochwertigen Flächen in Wiesbaden macht sich bemerkbar und kann die vorhandene Nachfrage nicht befriedigen, so Colliers.  (rk)

24.01.–09.03.2014 Wiener Rathausplatz, täglich 9–22 Uhr

© Wikimedia/Wolfgang Pehlemann

www.wienereistraum.com

Wiesbaden: 90 Prozent der entwickelten Fläche gehen in die Eigennutzung.


i m m o: c a pi ta l / i m m o: m a r ke t s

28 – financenetreal:estate

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

Forschungsinstitut F+B In vielen Städten Deutschlands stagnieren die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen

Schnäppchen zu haben

ImmoNomade von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

lympische

Unter den Schnäppchen-Städten finden sich wahre Perlen: Die Lutherstadt Wittenberg zum Beispiel; oder Bautzen, das mit seiner historischen Altstadt genauso punktet wie mit seiner Nähe zu Dresden und dem Elbsandsteingebirge.

Fritz Haslinger

Spielstätten

Hamburg. Während in den deutschen Metropolen die Preise für Häuser und Wohnungen durch die Decke gehen, werden in vielen malerischen Orten Immobilien gleichzeitig immer billiger. Eine ganze Reihe von Städten ist bei der Rallye außen vor. Dort stagnieren die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen – oder sinken sogar. Das zeigt der aktuelle „Wohn-Index Deutschland“ des Hamburger Forschungsinstituts F+B.

Die Olympischen Spie-

le in Sotchi standen ja im Vorfeld unter keinem guten Stern. Von Baupfusch, unfertigen Unterkünften und explodierenden Baukosten war da die Rede. Nun sind die Winterspiele 2014 Geschichte und – soweit man das sagen kann – die Welt war positiv überrascht. Die Organisation hat geklappt und

Anlegerfavorit Immobilien Zur Wahrheit gehört aber auch: In vielen attraktiven Städten mussten Käufer für Häuser und Wohnungen 2013 erneut deutlich mehr zahlen als im Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt stiegen die Preise für Eigenheime um 5% und damit mehr als doppelt so stark wie 2012. Eigentumswohnungen verteuerten sich sogar um 5,9%. Die F+B-Forscher machen dafür die „zinsgetriebene Flucht in die Sachwerte“ verantwortlich. Wegen historisch niedrigen Zinsen suchen viele Anleger nach Alternativen und investieren in Immobilien.

die Sportstätten waren be-

Vielerorts Schnäppchen

wundernswert. Ob diese nun auch nachhaltig weitergenutzt

Im krassen Gegensatz zum Preisboom in vielen Metropolen offenbart der Index in vielen deutschen Städten einen wahren Preisrutsch: Rückgänge um drei, vier oder garfünf Prozent im Jahresvergleich 2012/2013 sind keine Seltenheit.

werden, ist eine andere Frage. Denn große Sportveranstaltungen der letzten Jahrzehnte haben so manches Mahnmal, wie etwa auch in Klagenfurt,

© Wikimedia/Fred3rik

O

Historisch niedrige Zinsen bieten Investoren die Chance, als Alternative in Immobilien zu veranlagen.

Auch Wittenberg bietet wahre Schnäppchen zur Veranlagung in Immobilien.

hinterlassen. Wohin der Weg gehen sollte,

Wiener Luxusmeile Nachfrage nach Geschäftsflächen ungebrochen hoch; Leerstandsrate bei mickrigen 1,9 Prozent

liegt auf der Hand: wir benö-

Bis zu 400 Euro Miete pro m2 am Kohlmarkt

tigen nachhaltige Sportstätten. Ökologisch bedeutet das, die Umweltbelastung und den Energieverbrauch gering zu halten, sowie etwa das Verkehrsaufkommen nicht unnötig zu erhöhen. Wie uns die Vergangenheit gezeigt hat, ist die Betrachtung der ökonomischen Perspektive ebenfalls zu beachten: besonders die Evaluierung der Notwendigkeit sowie Überlegungen zur Umnutzungsfähigkeit

und

unumgänglich. Und schlussendlich sollten die Nutzenden, sowohl Sportler als auch Besucher und Bewirtschafter, im Fokus stehen: Sauberkeit

© Wikimedia/Gryffindor

Mehrfachnutzug sind dabei

Abseits des „Goldenen U“ sind Geschäftsflächen international gesehen günstig.

Wien. Freytag & Berndt zieht aus. Die Buchhandlung verlässt den Kohlmarkt 9, laut Maklerkreisen für eine Ablöse im sechsstelligen Bereich. Dafür wird der Vermieter, die Versicherungsanstalt des österreichischen Notariats, einiges mehr an Miete lukrieren können: Die Nettomieten auf Wiens nobelster Einkaufsmeile, bereits eine der zehn teuersten Shoppingmeilen der Welt, sind heuer weiter gestiegen. Laut dem neuesten Geschäftsflächenbericht des Maklers EHL werden am Kohlmarkt derzeit bis zu 400 € pro Quadratmeter im Monat verlangt, zitiert das WirtschaftsBlatt. Das gab es zuletzt vor der Krise. Noch 2011 waren 320 € für Mini-Läden rare Ausreißer, heute

werden selbst für große Geschäfte 350 € bezahlt. „Es gibt noch viel Potenzial nach oben“, so EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier. Die Nachfrage nach Geschäftsflächen auf dem Kohlmarkt, am Graben und in der Kärntner Straße ist enorm, die Leerstandsrate liegt bei kaum wahrnehmbaren 1,9%. Ehlmaier: „Abseits des ‚Goldenen U‘ sind Geschäftsflächen in Wien im internationalen Vergleich günstig, mehr als 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter monatlich werden selten bezahlt. Allein die Favoritenstraße hat in den vergangenen Jahren im Sog des Hauptbahnhof-Projekts etwas aufgeholt. Andere B- und C-Lagen leiden jedoch trotz günstigen Mieten an Leerstand.“ (fh)

und Hygiene, Licht, Sicherheit, Raumluft-

qualität, aber vor allem auch Barrierefreiheit müssen zentrale Kriterien sein. In diesem Sinne wird nun ein Nutzungsprofil im DGNB System entwickelt, welches eine Orientierungs- und Planungshilfe für die Errichtung und den Betrieb von Sportstätten bieten wird. Diese werden den Sportlern nicht nur einen idealen Rahmen für Höchstleistungen bieten, sondern in allen Bereichen der Nachhaltigkeit in der olympischen Liga spielen.

Mehr zur Nachhaltigkeit im ÖGNI Blog, wie : „Mein Handeln aus Überzeugung“ von Andreas Liska / ÖGNI System

www.ogni.at

IVG Immobilien Global agierende Investoren finden immer mehr den Weg vom Einzelinvestment hin zum Stadtquartier

Kleine Städte leiden unter Abwanderung Frankfurt/Wien. Laut IVG Immobilien habe der Wechsel in das 21. Jahrhundert den Wendepunkt im Zeitalter der Städte markiert. Lebte Mitte der letzten Dekade jeder zweite Mensch weltweit in einer Stadt, so ist der Wert bereits heute auf rund 65% gestiegen, Tendenz weiter zunehmend. Während in den Entwicklungsund Schwellenländern ein explosionsartiges städtisches Bevölkerungswachstum dominiert und überdimensionale Ballungsräume, Agglomerationen und Megacities heranwachsen, leiden in Europa viele kleinere und mittelgroße Städte unter einem Bevölkerungsentzug.

menhang, dass ein Stadtquartier definitiv mehr ist als die Summe seiner Einzelimmobilien. Neue Anforderungen, neue Arten von Partizipation und etliche ungelöste rechtliche Herausforderungen warten auf diejenige Investorengruppe, welche dieser Wertstiftung folgt. Für Investoren bietet sich neben den klassischen indirekten Immobilienanlagen und Infrastrukturan-

lagen das nachhaltige Stadtquartier grundsätzlich als „neue Anlageklasse“ an. Durch die heterogene Zusammensetzung des Stadtquartiers aus Immobilien- und Infrastrukturanlagen können positive Wechselwirkungen zu einem Mehrwert für den Anleger führen. Der Markt für nachhaltige Investments ist generell in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Immer mehr Investoren setzen auf

Neue Investoren-Strategie Der aktuelle IVG Research Lab „Smart Cities – nachhaltige Stadtquartiere im Fokus von Immobilieninvestoren“-Report stellt klar: Weg vom Einzelinvestment hin zur Stadtquartiersebene heißt die Devise der nächsten Ebene global operierender Investoren. Deutlich wird in diesem Zusam-

© IVG

Lärmvermeidung,

Thomas Beyerle: „Stadtquartier ist mehr als die Summer seiner Einzelimmobilien.“

„nachhaltige Investments“, weiß man bei IVG. Das Volumen nachhaltiger Investmentfonds ist von 6 Mrd. € im Jahr 2005 auf 34,2 Mrd. € im Jahr 2012 angewachsen. Die durchschnittliche Wachstumsrate in den Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich lag bei 26,7%. Privates Vermögen prägt zunehmend die Immobilienmärkte. Der Gesamtimmobilienwert wird weltweit auf rund 180 Billionen USD geschätzt, wovon es sich bei 72% um eigengenutzte Wohnimmobilien handelt. Dies bietet großartige Chancen für die Akteure des globalen Immobilienmarkts, das richtige Produkt an den richtigen Standorten zu realisieren. „Wir erwarten, dass auf langfristig angelegten, ertragsorientierten Anlagen der primäre Investorenfokus liegt. Dieser weltweite Trend spricht für die Projektplanung nachhaltiger Stadtquartiere auch in Deutschland, die zukünftig auf großes Interesse von institutionellen und privaten Investoren stoßen werden“, sagt IVG Director Thomas Beyerle. (fh)


I m m o: M A r k e ts/ Pe ople &Dat e s

Freitag, 28. Februar 2014

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Förderung Ab heurigem Juli soll mit dem Handwerkerbonus der Schwarzarbeit der Kampf angesagt werden

short

Handwerkerbonus ist da

Sinn und Unsinn der AK Wohnen-Umfrage

Wien. Die Wirtschaftskammer wollte ihn schon die längste Zeit – jetzt kommt er voraussichtlich mit dem Budgetbegleitgesetz im April: der Handwerkerbonus. Das Finanzministerium will mit ihm nicht nur die Schwarzarbeit bekämpfen, es erhofft sich vom Handwerkerbonus wachstums- und konjunkturbelebende Impulse. Die Förderung startet als Pilotversuch, befristet auf 2014 und auf 2015 – danach soll evaluiert werden.

© mediendienst.com/Foto Wilke

Für heuer kommen 10 Millionen Euro in den Fördertopf, 2015 dann schon 20 Millionen Euro. dann 20% des Rechnungsbetrags, pro Jahr und Förderwerber daher maximal 600 €.

First come – first serve?

Dauerregelung ab 2016? „Wir sind überzeugt, dass die Evaluierung so positive Ergebnisse liefern wird, dass ab 2016 daraus eine Dauerregelung wird – ähnlich wie in Deutschland”, sagt Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel. Ab 1. Juli 2014 können nun Rechnungen bis zu 3.000 € (ohne Umsatzsteuer) eingereicht werden. Rückerstattet werden

WKW-Obmann Michael Pisecky hält nur wenig von der AK-Umfrage.

Wien. 21.000 Wiener haben an der aktuellen AK WohnenUmfrage in Wien teilgenommen – und die teils kruden Fragen beantwortet, moniert Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer Wien. Denn wer wollte nicht weniger Betriebskosten zahlen? Alle Fragen waren auf ‚mehr Leistung – aber keine Kosten tragen‘ abgestellt: „Kaum jemand hat nicht gern mehr Geld in der Tasche, wenn ein anderer die anfallenden Kosten übernimmt“, so Michael Pisecky. Die AK sieht in ihrer Umfrage jedenfalls einen Erfolg.(ots/red)

© WKO/Michael Hetzmannseder

Aufpassen heißt es bei der einzureichenden Rechnung, denn es werden für den Bonus nur die Arbeits- und Fahrtkosten, nicht aber die Materialausgaben herangezogen. Außerdem muss der Förderbewerber in der sanierten Wohnung tatsächlich selbst wohnen. Für heuer sollen für den Handwerkerbonus 10 Mio. € und für 2015 dann 20 Mio. € zur Verfügung stehen. Das könnte dem Vernehmen nach noch zum Problem werden, denn das angepeilte „First come first serve”-Prinzip könnte sich als verfassungswidrig herausstellen. Ähnlich der Solarförderungen heißt es nämlich „Pech gehabt“, wenn der Fördertopf einmal leer ist.  (hk)

Bundesinnungsmeister Frömmel erwartet bei Evaluierung positive Ergebnisse.

Lärmschutz In der Kantine der Oesterreichischen Nationalbank wurden neuartige Schallschutz-Paneele verlegt

Deutsche Bank erhöht Wienerberger-Kursziel

Jetzt kann auch laut geschmatzt werden Wien. Lärmschutz einmal anders – keine minder ansprechenden Wände neben Autobahnen, sondern, einmal ganz anders, innen im Gebäude. Genauer in der Kantine der Oesterreichischen Nationalbank.

Ganz einfach neue Wände

© Franner Lärmschutz/Kazimir Juresa

Neue Schallschutz-Paneele

Wenn der „Blick auf Wien“ nicht mehr gefällt – das Motiv kann ausgetauscht werden.

Jubiläum Seit 2004 zweiröhrig durch den Berg rollen

Die Wände werden mit bedruckten Oberflächen individuell gestaltet, egal ob Logo, Schriftzug oder Foto; diese Motivdrucke sind bis zu einer Maximalgröße von 10 mal 5 m möglich. Die schallabsorbierenden Akustikelemente werden hinter den Motiven versteckt. Wenn das Bild z.B. dem Nationalbank-Gouverneur nicht mehr gefällt, wird einfach der bedruckte Stoff ausgetauscht. Die seinerzeit aufgebrachten Schalldämmplatten können so komplett erhalten bleiben.  (ots/hk)

Deutschland Nord-Süd-Gefälle bei Kaufnebenkosten

Der neue Plabutschtunnel ist zehn

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Graz. Was wäre die steirische Landeshauptstadt wohl ohne ihn? Voraussichtlich ein verstopfter Parkplatz. Die Rede ist vom Plabutschtunnel – am westlichen Stadtrand von Graz vorbeiführend, mit einer Länge von 10 Kilometern, bewahrt der Tunnel seit 1987 die Stadt vor dem Verkehrskollaps. Denn an Spitzentagen sind es zurzeit mehr als 40.000 und pro Jahr etwa 13 Mio. Fahrzeuge, die durch die

München. Dass ein Hauskauf sowohl in Berlin als auch in München ein teurer sein wird, kann man als bekannt voraussetzen. Wer aber hätte gedacht, dass bei den „Nebengeräuschen“ Bayern – und damit auch München – zu den „billigsten Pflastern“ gehören? So sind in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vom Immobilienkäufer bis zu 15% der Kaufsumme für Grunderwerbssteuer, Notarkosten und die

beiden Röhren des Plabutschtunnels ihren Weg nehmen. „In Graz gäbe es ohne Plabutschtunnel heute wohl einen Dauerstau”, meint Asfinag-Geschäftsführer Rainer Kienreich. Seit 2004 ist dieser unterirdische Teil der Pyhrn-Autobahn nicht nur zweiröhrig befahrbar, er ist aufgrund einer technischen Nachrüstung auch einer der sichersten Straßentunnels Europas – mit, unter anderem, 88 Notrufnischen, 18 Pannenbuchten, 184 Feuerlöschnischen und vier befahrbaren Fluchtwegen.

Maklerprovisionen einzurechnen. In Sachsen und Bayern liegen diese Nebenkosten seit Jahren konstant bei rund neun Prozent. Und der Spielraum bei den Kaufnebenkosten ist gering, denn Grunderwerbsteuer und Notarkosten sind festgelegt. Mit dem Makler könne man zwar grundsätzlich verhandeln, aber in den Ballungsräumen mit hoher Nachfrage werde dies kaum Erfolg haben, heißt es aus Expertenkreisen. (hk)

Asfinag-Geschäftsführer Kienreich freut sich über gelungene Section Control.

© panthermedia.net/Andreas Weber

© Asfinag

Section Control war richtig Mit einer Section Control-Anlage ist der Plabutschtunnel seit 2011 ausgestattet. „Die Section Control war von uns ja als zusätzliche Verkehrssicherheits-Maßnahme geplant und hat genau das gebracht, was wir uns gewünscht haben – weniger Unfälle, weniger Verletzte”, so Kienreich. In Zahlen bedeutet dies nicht nur einen Rückgang bei den Unfällen. Gab es 2008 noch zwei Todesopfer zu beklagen, so gab es im Vorjahr nur eine verletzte Person. (ag/hk)

Fannie Mae zahlt Rettungsgelder zurück

Häuser können in Bayern und Berlin den selben Preis haben, aber ungleich kosten.

© Fannie Mae

Als vorbildliches Projekt für vorausschauende Lärmschutzmaßnahmen wurden hier im Zuge eines Umbaus durch die IG Immobilien GmbH neuartige Schallschutz-Paneele sehr dekorativ und unsichtbar in die Wandkonstruktionen integriert. Bei der Verbesserung der Raumakustik in Großräumen – wie bei Kantinen – kommt der Schallabsorption eine besondere Bedeu-

Wien. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Wienerberger-Aktie von 11 auf 12,50 Euro nach oben revidiert. Das Anlagevotum für die Papiere des heimischen Ziegelherstellers bleibt unverändert und steht auf „hold”. Beim Ergebnis je Aktie erwarten die Analysten einen Verlust von 0,40 Euro für 2013 sowie einen Gewinn von 0,17 Euro für das Folgejahr. Die Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf jeweils 0,12 Euro für 2013 und für 2014. (APA/red)

tung zu. Nur durch den Einsatz von baulich zugelassenen Schalldämmplatten wird eine optimale Raumakustik ermöglicht.

Timothy Mayopoulos, Fannie MaeChef, zahlt Rettungsgeld zurück.

Washington. 7,2 Mrd. Dollar (5,2 Mrd. Euro) Rettungsgelder zahlt der amerikanische Immobilienfinanzierer Fannie Mae an die Regierung Obama zurück – über Dividenden. Im vierten Quartal 2013 lag der Nettogewinn bei 6,5 Mrd. Dollar (4,7 Mrd. Euro) – der achte Quartalsgewinn in Folge. Aufgrund eines Steuereffekts konnte Fannie Mae im vorigen Jahr 84 Mrd. Dollar (61 Mrd. Euro) erwirtschaften. Firmenboss Timothy Mayopoulos erwartet für seinen Immobilienfinanzierer zwar auch in Zukunft Profite, das Ergebnis von 2013 werde aber nicht wiederholt werden können, heißt es aus dem Unternehmen. Fannie Mae und ihr Schwesterinstitut Freddie Mac erhielten im Zuge der Finanzkrise etwa 187,5 Mrd. Dollar (136 Mrd. Euro) Rettungsgelder von der US-Regierung und sind seit damals verstaatlicht.  (red)


Pe op l e &date s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

short

Facility Management Austria Kongress Ende Juni in Wien informiert über neue Trends und Entwicklungen

FM: Verwaltung im Wandel

China: erste Abkühlung bei Immobilienpreisen

Wien. Wie unterstützen bessere Gebäude das Kerngeschäft? Welchen Beitrag leistet Facility Management zum Unternehmenserfolg? Fragen, denen sich der „ATGA Facility Kongress – powered by FMA“ am 25. und 26. Juni im Wiener floridotower widmet. Zu Österreichs größtem Branchentreff erwarten die Veranstalter über 200 Teilnehmer. Das österreichische Netzwerk für Facility Management, FMA und IFMA Austria, ist als neutraler Träger auch 2014 fixer Bestandteil der Veranstaltung. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Kompetenzen miteinander zu verbinden“, so Claudia Laubner, Leiterin der Geschäftsstelle der FMA und IFMA Austria. Markus Aschauer, Geschäftsführer der ATGA, erklärt: „Wir haben mit dem Kongress eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und eine Drehscheibe für Wissenstransfer geschaffen.“ In über 20 Beiträgen

Peking. Erstmals seit mehr als einem Jahr hat sich der Anstieg der Preise für Wohnimmobilien in China abgekühlt. Sie kletterten im Jänner 2014 in den 70 wichtigsten Städten um durchschnittlich 9,6 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt in Peking mit. Im Dezember hatte es noch ein Plus von 9,9 Prozent gegeben. „Dazu hat eine Reihe staatlicher Maßnahmen beigetragen”, sagt Statistiker Liu Jianwei. Aus Angst vor einer Immobilienblase hat die Regierung beispielsweise angeordnet, mehr preiswerten Wohnraum anzubieten. Kredite sind zudem schwerer erhältlich. Die Preise in der Hauptstadt Peking zogen um 1,7 Prozent an, nachdem im Dezember noch ein Plus von 16 Prozent zu Buche gestanden hatte. In Shanghai verringerte sich der Anstieg von 18,2 auf 17,5 Prozent. In den Metropolen ist die Nachfrage nach Immobilien besonders stark, Experten geben deshalb noch keine Entwarnung. (APA/red)

Kommunen im Fokus Auch beim diesjährigen 4. Kommunalwirtschaftsforum am 20. und 21. März im Congress Casino Baden ist die FMA dabei: „Mit unserem jüngsten Veranstaltungsformat ‚Kommunales FM‘ haben wir uns bereits gezielt an Kommunen im Burgenland und in Niederösterreich gerichtet. Mit der Konstituierung des Arbeitskreises Facility Management im Städtebund im November 2013 ist ein weiterer Meilenstein gelegt. Aufgrund all dieser Aktivitäten ist es für uns selbstverständlich, am Kommunalwirtschaftsforum aktiv teilzunehmen“, so Peter Kovacs, Vorstandsvorsitzender der Facility Management Austria. (ast)

© FMA/IFMA/APA-Fotoservice/Rastegar

Peking: leichte Erholung bei den Immobilienpreisen in China.

stellen rund 30 Referenten unter dem Titel „Bessere Gebäude. Besseres Management.“ neue Trends vor und laden zum Austausch.

Peter Kovacs, Vorstandsvorsitzender der Facility Management Austria.

Managementwechsel bei der Buwog AG Ehemaliger Aurelis-Chief Financial Officer Ronald Roos neu im Vorstand

Ronald Roos wird neuer CFO der Buwog AG Wien. Der Aufsichtsrat der Buwog hat Ronald Roos zum Chief Financial Officer (CFO) bestellt. Der Vorstand der Buwog AG setzt sich somit aus CEO Daniel Riedl und CFO Ronald Roos zusammen. Der 46-Jährige fungierte zuvor als CFO bei der deutschen aurelis, die bundesweit in der Landentwicklung sowie der Vermietung von Gewerbeflächen tätig ist, als CFO der Swiss Life Deutschland und als Sanierungsgeschäftsführer für eine norddeutsche Reederei.

Ausstellung in Studios der Sammlung Lenikus Wien. Auf Einladung der Sammlung Lenikus zeigt der Salzburger Kunstverein bis 26. März die Schau „Halt mich fest. Frier mich ein. Zeig mich her“ in den Studios in Wien. Ausgewählte Werke der Jahresausstellung 2013 finden darin ihren Weg nach Wien und fungieren als Schaufenster zum Salzburger Kunstverein. Gezeigt werden u.a. Werke von Elisabeth Czihak, Gunda Gruber, Thomas Hörl, Stefan Maria Heizinger, Stefan Klampfer und Antoinette Zwirchmayr. (red)

Änderung bei Buwog GmbH Das Management der operativen Buwog-Töchter in Österreich und Deutschland wurde ebenfalls komplettiert: Neu in die Geschäftsfüh-

© Buwog/Martina Draper

© panthermedia.net/Songquan Deng

Kommunales Facility Management steht Mitte März beim Kommunalwirtschaftsforum im Mittelpunkt.

Ronald Roos, neuer Chief Financial Officer (CFO) der Buwog AG.

Gut besucht Messe Dornbirn zufrieden mit Spin-off

EU Elf Millionen Wohnungen in Europa sind unbewohnt

Dornbirn. Die Messe Dornbirn hat zufrieden Bilanz über die erstmals abgehaltene com:bau-Messe gezogen. Rund 9.500 Interessierte besuchten die Ausstellung auf dem Dornbirner Messegelände. Geschäftsführer Daniel Mutschlechner sieht das als Indiz dafür, dass die „Strategie der Neuausrichtung richtig war sowie als klaren Auftrag, die Messe weiterzuführen“. Die com:bau-Messe ist durch die Herauslösung des Bereichs „Bau &

Wien. In Europa stehen so viele Wohnungen leer, dass man in ihnen alle Obdachlosen der EU unterbringen könnte. Laut Recherchen des britischen Guardian sollen es allein in Deutschland cirka zwei Mio. Wohnungen sein, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Grund für die große Menge an freistehenden Wohnungen soll auch der Umstand sein, dass viele Gebäude als Investmentobjekt genutzt werden. Insgesamt sollen in

com:bau: gute Bilanz in Dornbirn

© Kapsch TrafficCom

US-Großauftrag für Kapsch TrafficCom

rung der österreichischen Buwog GmbH tritt per 1. März Herwig Teufelsdorfer ein, der zuletzt als Vorstand bei IVG Austria fungierte. Teufelsdorfer wird für den Bereich Bestandsimmobilien Österreich verantwortlich zeichnen. Mit der Integration der im Zuge des Kaufs des DGAG-Portfolios übernommenen wohnwirtschaftlichen Management-Plattform wird die Geschäftsführung zudem durch Andreas Engelhardt verstärkt. Engelhardt wechselt aus der Führung der deutschen Prelios zur Buwog. Die Geschäftsführung der Buwog GmbH wird sich somit aus Daniel Riedl, Ronald Roos, Andreas Holler, Andreas Ratzinger, Herwig Teufelsdorfer und Andreas Engelhardt zusammensetzen. (red)

In Spanien höchste Leerstandsrate

Energie” aus der Dornbirner Frühjahrsmesse entstanden. Sie wurde als Special-Interest-Plattform für Architektur, Bauhandwerk, Energie und Immobilien konzipiert. Gemäß einer Publikumsumfrage wollen bei der nächsten Auflage im kommenden Jahr (20. bis 22. Februar 2015) 80 Prozent der Gäste wiederkommen. Die klassische Frühjahrsmesse, die neu „Schau!” heißt, wird von 3. bis 6. April stattfinden.  (APA/red)

den EU-Ländern mehr als elf Mio. Wohnungen leer stehen. Zum Vergleich: In der ganzen EU soll es cirka 4,1 Mio. Wohnungslose geben. Damit wäre die Zahl der leerstehenden Wohnungen fast drei Mal so hoch wie die Anzahl der Obdachlosen. Am stärksten soll der Unterschied in Spanien sein: Laut Zeitung stehen dort 3,4 Mio. Einheiten leer. Dies seien 14 Prozent des gesamten Immoblienbestands des Landes. (red)

© com:bau/Minu Luk Esslingen

Wien/McLean. Kapsch TrafficCom wurde von der USamerikanischen North Tarrant Express (NTE) Mobility Partners LLC für das NTE-Erweiterungsprojekt beauftragt. Die NTE-Erweiterung erstreckt sich über 16 Kilometer und verläuft entlang der I-35W nördlich der Stadt Fort Worth. Kapsch wird zehn elektronische Mautzonen liefern. Der Auftragswert beläuft sich auf 26 Mio. USD (19 Mio. €). Der erste Abschnitt soll 2016 in Betrieb gehen. (red)

© panthermedia.net/Jorge del Prado

COO Kari Kapsch, CEO Georg Kapsch, CFO Franz Semmernegg.

2014 zum ersten Mal: die neue Bau- und Immobilienmesse „com:bau“ in Dornbirn.

Madrid: 14 Prozent aller Wohnungen in Spanien sind im Moment unbewohnt.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 28. FEBRUAr 2014 – 31

© Foto Wilke

KÜHLES WIRTSCHAFTSKLIMA

Herbert Braunöck (Active Communications) hat Consulter & Experten befragt  Seite 32

© Wolf Theiss

advisory VIEL EHRE FÜR WOLF THEISS

Internationale Anerkennung für innovative Deals und neu gewonnene Mandate Seite 36

OLIVER WERNER NEU BEI CMS REICHROHRWIG HAINZ © CMS Reich-Rohrwig Hainz

Non-Compliance kann sehr teuer werden

short

© Panthermedia.net/Marcin Balcerzak

Junganwältetag 25.3. im Raiffeisen Forum

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit: Junganwältetag am 25. März

Wien. Auch (und gerade) die Mitarbeiterführung zählt zu den Aufgabengebieten von Anwälten; der Junganwältetag 2014 soll Berufsneueinsteiger dabei unterstützen. Zu den behandelten Themen gehören Strategie und Positionierung am Markt, neue Geschäftsfelder, Finanzierung, Businessplan, Führungsstil und Konfliktmanagement. Teilnahme kostenlos, beschränkte Teilnehmerzahl. (pj) www.junganwältetag.at

UVP-Novelle macht alten Projekten Beine © Arnold Pöschl; Daniela Klemencic/BDO Austria; panthermedia.net/Sean Nel

Wien. Beschwerden beim neuen Bundesverwaltungsgericht gegen die Genehmigung von Hochleistungsstrecken der Bahn haben künftig keine aufschiebende Wirkung, wenn das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung vor dem Jahr 2013 eingeleitet wurde. Das sieht eine von den Koalitionsparteien initiierte Gesetzesnovelle vor, die der Nationalrat am 25.2. beschlossen hat. (red)

Wenn auf einmal die Finanz vor der Tür steht

Compliance-Experten Ronald Frankl (Lansky, Ganzger + Partner, l.) und Markus Trettnack (Geschäftsführer und Partner von BDO Austria)

© Panthermedia.net/Mike Expert

Die Compliance-Welle rollt Spätestens seit den beinahe täglichen Berichten über neue Verdachtsfälle zu kartellrechtlichen Vergehen sollte jeder Top-Manager wissen, wie wichtig Compliance im jeweiligen Unternehmen ist. Allerdings wird das Thema vielerorts noch immer nicht richtig ernst genommen.  Seite 32 Die nächsten Termine: 13.3., Wifi Linz, 25.3., WKO Perg, 27.3., Ried.

Uwe Techt im Gespräch Ende der Managementtricks

Königsidee Digitale Geschäftskonzepte im Vordergrund

Strategieberater Uwe Techt weiß, wie Projektunternehmen funktionieren.

Heppenheim. Der deutsche Experte Uwe Techt nimmt in seinem neuen Buch „Projects that flow“ den Blickwinkel des Topmanagements ein und konzentriert sich auf die wenigen, aber sehr effektiven Veränderungen, die in Unternehmen eine signifikante Ergebnisverbesserung bewirken (können). „Erschreckend ist vor allem die Tatsache, dass die Schwierigkeiten hausgemacht sind – wenn ich den Unternehmen sage, dass die vielfach gepriesenen und etablierten Kennzahlen und Managementmethoden ihre Projekte ausbremsen, können und wollen es viele erst einmal gar nicht glauben.“ Seite 34

Die Pläne von Boston Consulting

© Panthermedia.net/Carlos Castilla

Disruption im Projektgeschäft

© Orhidea Briegel, ePubli

Linz. Wenn sich ein Prüfungsorgan des Finanzamts im Unternehmen ankündigt oder – noch schlimmer – die Finanzpolizei plötzlich vor der Tür steht, erfüllt dies die besuchten Unternehmer nicht unbedingt mit innerer Freude. Was die Betroffenen erwartet, wie sie sich am besten verhalten, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Rechte durchzusetzen, welche Verpflichtungen sie erfüllen müssen und warum sie trotzdem ruhig schlafen können – darüber informiert eine Veranstaltung der Wifi-Unternehmer-Akademie mit Heinz Achhorner vom Finanzamt Linz.  (pj) www.wifi.at/ooe/uak

BCG unterstützt das Digitalisierungsgeschäft der (potenziellen) Kunden.

Wien/Berlin. Nach zwei eher flauen Jahren geht die Boston Consulting Group (BCG) davon aus, dass ihr Umsatz in Österreich und Deutschland heuer um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen wird. Als Lösungsansatz gegen die Gefahr der globalen Disruption in zahlreichen Branchen investiert BCG massiv in den Ausbau des Digitalisierungsgeschäftes von Unternehmen. „Themen wie Big Data & Analytics gewinnen bei Kunden an Bedeutung“, sagt BCG-SeniorPartnerin Antonella Mei-Pochtler. Laut BCG-Analyse werden mehr als 34 Mrd. USD an Daten-Investitionen getätigt. Seite 35


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

32 – advisory

Freitag, 28. Februar 2014

advisory@medianet.at

Compliance-Organisation Implementierung und Sicherstellung durch den Compliance Officer

short

Warum man Compliance (doch) brauchen kann

Investoren: H. Kinsky berät zoomsquare

Wien. Am 20.2. referierte Ronald Frankl, Head of Corporate, M&A und Capital Markets bei der Wirtschaftskanzlei Lansky, Ganzger + Partner (LGP), im Rahmen eines Corporate Breakfast über „Compliance im Unternehmen – Implementierung und Sicherstellung durch den Compliance Officer“. Compliance beschreibt die umfassende Verpflichtung der Führungsorgane, geeignete organisatorische Vorkehrungen und Maßnahmen zu setzen, um ein rechtmäßiges Verhalten seitens des Unternehmens und dessen Mitarbeiter zu gewährleisten. Dazu gehören insbesondere die Erstellung unternehmensinterner Compliance-Leitlinien, die Sicherstellung entsprechender interner Kommunikation, die Durchführung thematischer Schulungen für Mitarbeiter, die Schaffung von Reporting- und Kontrollsystemen sowie der Abschluss entsprechender Versicherungen. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen ist die Implementierung eines Compliance Management-Systems unter der Leitung eines (Chief) Compliance Officers erforderlich. „Für die Implementierung einer effektiven Compliance-Organisation bedarf es einer gesellschaftsrechtlich unterlegten Ausweisung als eigener Verantwortungsbereich wie z.B. Vorstandsgeschäftsordnung bzw. Geschäftsverteilungsplan“, fordert Frankl. „Die wesentliche Schlüsselfunktion einer Compliance-Organisation hat ein Compliance Officer einzunehmen, dem nicht nur die Einrichtung und Aufrechterhaltung der Compliance-Organisation, sondern auch deren stetige methodische Weiterentwicklung obliegt.“ Zu den wesentlichen Aufgaben des Compliance Officer gehören die

Das Team von Herbst Kinsky wurde von Philipp Kinsky (oben) geleitet.

Wien. Herbst Kinsky hat die zoomsquare GmbH beim Einstieg neuer Investoren im Zuge einer Finanzierungsrunde beraten. zoomsquare ist ein im Oktober 2013 gegründetes Start-up mit Sitz in Wien, das mittels einer Suchmaschine Wohnwünsche mit aktuellen Angeboten vergleicht und dabei auch Genossenschaften, Soziale Netzwerke, Blogs und Foren durchforstet. Durch die finanzielle Aufstockung sollen u.a. eine eigene mobile App, ein Bundesländer-Schwerpunkt sowie erste Vorbereitungen für eine Positionierung in Deutschland realisiert werden. Bei den neuen Investoren handelt es sich um Ex-StyriaVorstand und WillhabenGründer Wolfgang Bretschko, Robert Lenzhofer (ehemals Goldbach, bwin, Crowdpark) sowie Geizhals-Chef Marinos Yannikos. (red)

© Panthermedia.net/fbmadeira

Capgemini forciert IT as a Service

Capgemini: neue Business Cloud Orchestrierungs-Lösungen.

Corporate Breakfast bei Lansky, Ganzger & Partner mit Ronald Frankl (oben rechts): Die Compliance-Welle rollt, 2014 bringt verschärfte Berichtsregeln für alle Unternehmen, das erste volle Betriebsjahr der neuen Bilanzpolizei, Stresstests für Banken, etc.

Information und Beratung der Geschäftsleitung in Angelegenheiten der Compliance, die Gestaltung des Compliance-Informationssystems und die Überwachung der Einhaltung von Compliance-Vorgaben.

Es kann sehr teuer werden „Die Person, die diese Rolle innehat, muss sorgfältig ausgewählt werden, da neben entsprechender Ausbildung und beruflicher Erfahrung auch kommunikative, soziale, konzeptionelle und analytische Kompetenzen gefordert sind“, meint Frankl. Und warnt: „Non-Compliance kann für die Organe nicht nur zivilrechtliche und (verwaltungs-) strafrechtliche Folgen haben; es kann auch zu einer Abberufung, einer Kündigung oder erheblichem Reputationsverlust führen.“ Des-

halb müsse die Etablierung einer entsprechenden ComplianceOrganisation im Interesse jeder Geschäftsleitung liegen. Frankl: „Nur so kann sichergestellt werden, dass eine ausreichende Information und Schulung auf allen Ebenen eines Unternehmens erfolgt und die ComplianceRichtlinien entsprechend eingehalten werden.“ Denn die Compliance-Organisation dient sowohl der Prävention als auch der frühzeitigen Problemfeststellung und ist somit ein wichtiges Frühwarnsystem für das Unternehmen, um eine Haftung infolge von etwaigen Rechtsverstößen zu vermeiden. Laut dem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Markus Trettnak, Geschäftsführer und Partner von BDO Austria, ist Compliance „spätestens mit den beinahe täglichen Berich-

Active Communications Die Meinung der Consulter, Experten und Topmanager

Das Wirtschaftsklima stagniert Wien. Vor Kurzem führte Herbert Braunöck von Active Communications bereits zum dritten Mal eine Umfrage unter Wirtschaftsexperten, Topmanagern und bei WKOWirtschaftsdelegierten in den EU-Ländern durch. „Unser Wissen über die aktuellen WirtschaftsThemen ist beschränkt“, erklärt Braunöck. „Dennoch machen wir uns Gedanken über die vorherrschende Situation.“

Braunöck hat die Antworten aus 2012 und 2014 miteinander verglichen und zeigt damit eine Entwicklung der Einschätzung und Stimmungslage.

Die Resultate im Überblick Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitgliedsstaat der EU pleite macht oder aus dem Euro aussteigt (Fragen 1 und 2) wurde 2014 mit

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Wien. Capgemini erweitert seine Plattform für Service-Leistungen, Aggregation und Orchestrierung unter Nutzung der Cloud Management-Angebote von VMware. Der Virtualisierungs- und Cloud Computing-Spezialist und das Beratungs- und ITDienstleistungsunternehmen verfolgen gemeinsam das Ziel, Kunden Lösungen anzubieten, mit denen sie IT as a Service einfacher nutzen können. So soll die Art und Weise verbessert werden, wie sie den Einsatz von Cloud Services von mehreren Anbietern mithilfe von Richtlinien-basierten Service-Dienstleistungen, Datenschutz und Time-to-value verwalten. Sucht z.B. ein Marketing Director eines Unternehmens eine neue Anwendung für Business-Analysen und Management, kann er auf fertige Lösungen zurückgreifen, die an der Geschäftsstrategie und den spezifischen Bedürfnissen im Marketing ausgerichtet sind – zeitintensive Prozesse für Hintergrundrecherchen sowie Beschaffung und Bereitstellung der ausgewählten Services werden damit hinfällig. (pj) www.capgemini.com

© LGP

© Herbst Kinsky

Non-Compliance kann für die Organe zivilrechtliche und (verwaltungs-)strafrechtliche Folgen haben.

Herbert Braunöck, Active Communications: Misstrauen der Consulter & Experten.

durchschnittlich 3,0 wesentlich geringer eingeschätzt als zuletzt 2012 mit über 6,0. Damit wurden auch die Maßnahmen der EU zur Rettung der gefährdeten Länder positiv bewertet. Bei der Einschätzung der Arbeitslosigkeit, Pensionskürzungen, Reduktion von Sozialleistungen, der Wettbewerbsfähigkeit von Europa bis hin zu sozialen Unruhen blieben die Antworten signifikant über 5,0 und damit im negativen, pessimistischen Bereich. Bei den 2014 erstmals erhobenen Meinungen zu den Aussagen der Bundesregierung und den Banken zeigt sich ein geringes Maß an Glaubwürdigkeit. Die Prognose von 1,7% BIP-Wachstum, die „entfesselte Wirtschaft“ und die nichtvorhandene Kreditklemme werden trotz intensiver Kommunikationsbemühungen wenig bis nicht geglaubt. Besonders polarisiert hat laut Braunöck das Thema Kreditklemme: „Bei keiner anderen Frage gingen die Meinungen so radikal auseinander.“ (pj) www.actcom.at

ten über neue Verdachtsfälle zu kartellrechtlichen Vergehen – insbesondere den Preisabsprachen im Lebensmittel-Einzelhandel – nun auch endlich im österreichischen Mittelstand angekommen.“ Trettnak zufolge gibt es neben den Unternehmen, „die es wirklich ernst nehmen und bei denen Qualität vor Kosten geht, leider auch solche, die nur schnell einen Code of Conduct wollen, sich irgendein Pseudo-Compliance-Zertifikat besorgen und im Grunde weiter machen wie bisher“. Dies werde meist erst sehr deutlich, wenn der NonCompliance-Fall eintritt. „Es ist schon interessant, dass dann Kosten für Strafrechtler, Forensiker, Krisenkommunikation und PR keine Rolle spielen. Aber vorher wird jeder Euro, der in die Prävention geht, dreimal umgedreht.“ (pj)

Bau Immobilienrecht

Linde: Aktuelle Buchtipps Wien. Neuerscheinungen zum Immobilien- und Baurecht bringt das Programm des Linde Verlags: „Die Immobilien-Ertragsteuer” (Thunshirn/Podovsovnik/Arsenijevic) widmet sich in zwei Teilen einerseits Steuerrecht und Selbstberechnung der ImmoEst, andererseits Vertragsgestaltung und Haftung (296 Seiten, ISBN: 978-37073-2203-3, 58 €). In 2. Auflage ist weiters „Bauordnung für Wien” (Geuder/Fuchs) erschienen: Die kommentierte Gesetzesausgabe des Wiener Baurechts enthält u.a. Bautechnikverordnung, Garagengesetz, Kleingartengesetz, Ölfeuerungsgesetz und Kanalgesetz. Vor allem die legistischen Änderungen im Zuge der Anpassung an die neue Verwaltungsgerichtsbarkeit (medianet hat mehrfach berichtet) berücksichtigt (992 Seiten, ISBN: 978-3-7073-30281, 98 €). Zu den weiteren Neuerscheinungen zählt auch das „Steiermärkische Bau- und Raumplanungsrecht“ von Eisenberger/Hödl. (pj) www.lindeverlag.at/


A dv i sor y: E XA M PL E s

Freitag, 28. Februar 2014

advisory – 33

advisory@medianet.at

Constantinus International Kategorie Standardsoftware und Cloud Services bzw. Open Source – mit Kommunalguide-Themen

Wasserkarten für Feuerwehren Aschach. Den ersten Preis in der Open-Source-Kategorie des Constantinus sicherte sich der Oberösterreicher Gabriel Freinbichler mit seiner Idee, Wasserkarten und Hydrantenpläne für Feuerwehren ganz einfach und schnell online zu erstellen. Eine leicht verständliche Oberfläche hilft dabei, die Einarbeitungszeit zu minimieren. Dadurch kann das System von jedermann bedient werden. „Wasserkarten sind für Feuerwehren ein wichtiges Hilfsmittel, um schnell die nächstgelegene Wasserentnahmestelle wie z.B. Hydranten oder Teiche zu finden“, erklärt Freinbichler.

und Änderungen an den bestehenden Daten können innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden. Die einzelnen Datenblätter werden als PDF-Dateien exportiert. Diese enthalten alle für die Löschwasserversorgung relevanten Daten. Die Datenblätter können dann von den Feuerwehren in den Einsatzfahrzeugen abgelegt werden und gewährleisten dadurch schnelles und effizientes Arbeiten. Die Webanwendung kann völlig kostenlos verwendet werden und soll Feuerwehren bei der Einsatzvorbereitung unterstützen. Freinbichler: „In Oberösterreich ist es bereits möglich, die Pumpenstand-

orte automatisch zu berechnen.“ Diese Funktion wird schrittweise für weitere Gebiete ausgebaut, wodurch keine aufwendige händische Berechnung mit Landkarten mehr notwendig ist. Freinbichlers System wurde auch für den e-Award nominiert und erhielt sowohl den Edision in Bronze als auch die Jury-Auszeichnung beim Staatspreis Multimedia und e-Business.

Ebenfalls vorbildlich Für die Open-Source-Kategorie nominiert wurden weiters BergWerk GIS (für den Kunden Zan-

gl Immobilien), das e3 Software & Systemhaus mit einem Projekt für die Ethik-Kommission der Medizinischen Universität Wien, das Beratungsunternehmen Hagen Management mit dem auf der Confluence-Technologie von Atlassian basierenden „HM Managementsystem 2.0“, die Platogo Interactive Entertainment GmbH mit ihrer Vier-Pfoten-TierschutzApp und die Wiener Firma Segments, die mit StromGas 24 (Monmio GmbH) in Kooperation mit der E-Control ein objektives Energievergleichsportal realisiert hat, das Transparenz schafft und den Wettbewerb fördert.  (pj)

© UBIT/Constantinus/Gubisch

Alle Daten können von jedem PC mit Internet-Anschluss eingetragen und aktualisiert werden.

Gabriel Freinbichler: wasserkarte.info für den schnellsten Weg zum Löschwasser.

Schnell zum Löschwasser Mit wenig Aufwand kann eine übersichtliche Wasserkarte mit allen Hydranten, Teichen, Saugstellen, etc. im Einsatzgebiet erstellt

Constantinus fit for culture

© UBIT/Constantinus/Gubisch

ekiz-Triestingtal: fit for culture holte sich den Sonderpreis für EPU-Projekte.

csr

5.

jahrgan

DAS ÖSTERREICHISCHE CSR STANDARDWERK • umfassender Überblick über alle CSR-Aktivitäten und Case Studies in Österreich auf 228 Seiten

g

Corporate Social Responsibility

Jahrbuch für unternehmerische Verantwortung

• journalistisch aufbereitet nach den wichtigsten Themen

Jahrbuch für unternehmerische Verantwortung

• umfassender erweiterter Serviceteil als Nachschlagewerk

csr

Leobersdorf. Den ersten Platz in der Kategorie „Projekte für EPU-Kunden“ holte sich Cathrin Mittermüller mit „fit for culture“ für das Projekt „Eltern-Kind-Zentrum (ekiz) Triestingtal“. Es wurde 2013 eröffnet und bietet seitdem rund drei Dutzend verschiedene Kurse, Workshops und Vorträge von 30 Partnern in vier Triestingtaler Gemeinden an. Ziel des Projekts war es, Einpersonen-Unternehmen, die familienbezogene Dienstleistungen und Beratungen anbieten, zu bündeln und mit einem gemeinsamen Auftritt nach außen bekannt und stark am Markt zu werden. ekiz-Triestingtal dient als übergeordnete Marke und Vertriebsschiene und garantiert professionelles Marketing und Public Relations. Gleichzeitig entstand eine Plattform für werdende und junge Eltern, die nun eine Vielzahl von Dienstleistungen und Beratungen von der Schwangerschaft an bis ins Pubertätsalter auf einen Blick findet. Für den Sonderpreis für EPUProjekte wurden weiters die Conda Unternehmensberatungs GmbH, Walter Bayrhamer, express und die Algo GmbH nominiert. AlgoResponse ist eine intelligente Software für Kleinunternehmen in der Hotellerie. Durch Workflowoptimierung wird die Marketingperformance von Privatvermietern gestärkt; dank vorgefertigter Response-Elemente wird z.B. bis zu 60% an Zeit bei der Anfragebeantwortung gespart. (pj)

2014

EPU-Sonderpreis

2014 Das aktuelle Jahrbuch und Nachschlagewerk

Buchpreis € 27,50 zzgl. Versandspesen

Gelebte unternehmerische Verantwortung • 35 Best Practice-Beispiele österr. Unternehmen • 170 Großunternehmen von A bis Z • 420 KMUs von A–Z und nach CSR-Schwerpunkten Service • Gütesiegel, Normen und Awards von A bis Z • BeraterInnen und Netzwerke von A bis Z • Ratings, Indizes und Benchmarks von A bis Z

weitere Informationen & Bestellung bei Alexandra Otto | a.otto@medianet.at

• Kritische Stakeholder, auf die zu achten ist

medianet Inside Your Business. Today.


34 – advisory

A DV I SOR Y: I N TE R V I EW

Freitag, 28. Februar 2014

© Orhidea Briegel, ePubli

advisory@medianet.at

UW E T ECH T

Im Gespräch Uwe Techt, Autor des Buchs „Projects that flow“: Wie erfolgreiche Projektunternehmen funktionieren

Was tun gegen Disruption im Projektgeschäft? Das Ende der Kennzahlen und der Managementtricks: Wenn Projekte die Termine und/oder die Kosten überschreiten und/oder eingeschränkte Funktionen und Qualität liefern, ist „Feuer am Dach“. Paul Christian Jezek

Heppenheim. „Erstens kommt es anders und zweitens als man plant!“ Diese Aussage trifft besonders auf das Projektmanagementgeschäft zu. In Unternehmen und Konzernen konkurrieren zahlreiche Projekte um Ressourcen und ManagementAufmerksamkeit. Mitarbeiter versuchen, die Projekte synchron mit operativen Prioritäten zu bearbeiten. Große Reibungsverluste, hohe Besprechungszeiten und schädliches Multitasking sowie eine dünne Ressourcenverteilung sorgen dafür, dass fast alle Projekte zu spät fertig werden oder nur ein Teil der versprochenen Leistungen geliefert wird. medianet: Herr Techt, Sie sind seit vielen Jahren Vorreiter des Critical Chain Projektmanagements und haben der Theory of Constraints im deutschsprachigen Raum den

Weg geebnet. Sind Ihre Erkenntnisse ins neue Buch eingeflossen? Uwe Techt: Ja, sehr umfangreich sogar. Das Buch hat sich tatsächlich über viele Jahre hinweg strategisch entwickelt. Die Inhalte sind nicht nur wissenschaftlich belegt, sondern auch in der Praxis ausgereift und damit für MultiprojektUnternehmen sehr gut umsetzbar. medianet: Gibt es einen aktuellen Anlass für das Buch? Techt: Es waren eher viele kleine Begebenheiten, welche die Idee zu diesem Buch entstehen und nach und nach hat wachsen lassen. Immer wieder lesen und hören wir in den Medien von Projekten, die zu spät fertig werden und deren Budgets zum Teil bei Weitem überschritten werden. In der Unternehmenspraxis ist es außerdem gang und gäbe, dass nur ein Teil der versprochenen Spezifikationen geliefert wird.

„In der Firmenpraxis ist es gang und gäbe, dass nur ein Teil der versprochenen Spezifi­ UWE TECHT

© Orhidea Briegel

kationen geliefert wird.“

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass bereits im Plan viele Projekte zu lang und zu teuer sind. medianet: Genau unter diesen Schwierigkeiten sowie Folgen leidet die gesamte Wirtschaft. Techt: Die gewaltigen wirtschaftlichen Schäden sind das eine, der erhebliche Druck, unter dem die Menschen im Projektgeschäft in den Unternehmen arbeiten müssen, ist ein anderer wichtiger Aspekt. Erschreckend dabei ist die Tatsache, dass die Schwierigkeiten, wie sich herausgestellt hat, hausgemacht sind. Wenn ich Unternehmen sage, dass die vielfach gepriesenen und etablierten Kennzahlen und Managementmethoden aufgrund von Handlungs- und Entscheidungskonflikten ihre Projekte ausbremsen, können und wollen es viele erst einmal gar nicht glauben. medianet: Sie legen den Finger nicht nur in die Wunde, sondern bieten konkrete Hilfestellung an? Techt: Mein Anspruch als Autor ist es, dass Multiprojekt-Unternehmen genau diese Schwierigkeiten überwinden können. Das beschriebene Vorgehen bringt ein Unternehmen auf ein bisher unbekanntes Leistungsniveau: sehr hohe Zuverlässigkeit, halbierte Projektlaufzeiten, mehr Projekte mit gleichen Ressourcen in kürzerer Zeit. Um diese Chance zu nutzen, wachsen Unternehmen über das traditionell etablierte Bereichsdenken hinaus und treffen strategische und operative Entscheidungen stets aus Sicht des Gesamtsystems.

Grundgedanken in diesem Zusammenhang sind u.a. Vereinfachung in einer immer komplexeren Welt, Hebelwirkung durch Ausrichtung am Engpass, WinWinWin – zusammen statt gegeneinander, im Unternehmen und in der SupplyChain. medianet: Was unterscheidet Ihr Buch von den vielen anderen zum Thema Projektmanagement? Techt: Es gibt viele Bücher, die das Problem aus Sicht des einzelnen Projekts betrachten und dort Verbesserungen anregen. Andere Bücher betrachten das Problem aus Sicht der Multiprojekt-Organisation und bieten dort Lösungskonzepte an. ‚Projects that flow‘ nimmt den Blickwinkel des Topmanagements ein und konzentriert sich auf die wenigen, aber sehr effektiven Veränderungen, die im Unternehmen eine signifikante Ergebnis-Verbesserung bewirken. Die bekannte Literatur bleibt oft in der Sprache des Projektmanagements und geht von der Annahme ‚komplexe Probleme brauchen komplexe Lösungen‘ aus. Aus meiner Sicht fehlt die entscheidende Perspektive aus dem Blickwinkel des Topmanagements mit einem klaren Fokus auf ‚kleine Maßnahmen, große und nachhaltige Wirkungen‘. medianet: Da liegt die Frage nahe: Was braucht ein Unternehmen wirklich, um Projekte effizient zu managen? Können etablierte Mechanismen, Berichte, Besprechungen tatsächlich ersatz- und schadlos entfallen?

„Es geht mir hauptsächlich um eine UmsetzungsSteuerung, also eine Antwort auf die Frage ‚Wie werden die vielen Aufgaben aus den verschiedenen Projekten durch die Organisation mit ihren begrenzten Ressourcen in hoher Effizienz und Effektivität realisiert?‘“

„Es fehlt die ­Perspektive aus dem Blickwinkel des Topmanagements mit einem klaren Blick auf kleine Maßnahmen und große Wirkungen.“ UWE TECHT

Techt: In unserer komplexen Welt brauchen wir heute mehr denn je einfache Lösungen. Deshalb ist das Ursache-Wirkung-Prinzip wichtig: Das Buch zeigt nicht nur, dass bestimmte Mechanismen besser sind als andere, sondern auch warum. Außerdem wird detalliert dargestellt, wie Unternehmen die notwendigen Veränderungen reali­ sieren können.  www.projectsflow.de  uwetecht.de/projects-flow

ZUR PERSOn Uwe Techt ist Geschäftsführer der international tätigen Strategie- und Prozessbera­ tung Vistem GmbH & Co. KG mit Stammsitz im hessischen Heppenheim und gilt im deutschsprachigen Raum als Vorreiter für die Nutzung der Theory of Constraints (TOC) und des Critical Chain Projektmanagements. Als strategischer Denker für grundlegende Verbesserungen und Durchbruchsinnovati­ onen ist der Topmanagement-Coach auch als Autor und Speaker gefragt. Zuletzt ist von ihm das Fachbuch „Projects that flow“ erschienen.


a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L

Freitag, 28. Februar 2014

advisory – 35

advisory@medianet.at

Auftragslage zieht an Digitale Transformation ist zu einem der bedeutendsten Wettbewerbsfaktoren geworden

Im Kampf gegen die Disruption setzt BCG auf den Ausbau des Digitalisierungsgeschäfts.

Belgien: Schiedsgerichtsbarkeit als zunehmend beliebte Alternative.

Für Boston Consulting ist es eine wesentliche aktuelle Strategie, das Digitalisierungsgeschäft der Kunden zu unterstützen.

Fusionen mit einer anderen führenden Unternehmensberatung erteilt Kratz eine Absage: „Wir reden mit keinem der großen Vier, weil wir glauben, dass das nicht der zielführende Weg ist.“ BCG werbe lieber einzelne Mitarbeiter von McKinsey und anderen Konkurrenten ab. „Den großen Merger würde ich ausschließen.“ Als Lösungsansatz gegen die Gefahr der weltweiten Disruption in

DLA Piper-Studie Akquisitionsfinanzierungen

Anstieg bei den Transaktionen Liquidität führt zu einem verstärkten Angebotsmarkt, dies kommt Kreditnehmern bei den Finanzierungskonditionen entgegen. „Auch für 2014 kann insbesondere in Westeuropa mit einem Zustrom von neuen Kreditgebern und neu strukturierten Finanzprodukten gerechnet werden“, sagt dazu Jasna Zwitter-Tehovnik, Partnerin der DLA Piper FinanceGruppe in Wien.(pj) www.dlapiper.com/austria

Potenzial, um den Weg eines Unternehmens mit neuen Erkenntnissen über Produkte und Konsumenten, aber auch mit neuen Geschäftsmodellen zu verändern. „Mit BCG Digital Ventures möchten wir unsere Kunden bei der digitalen Transformation unterstützen“, sagt Mei-Pochtler. „Durch die Zusammenarbeit der Strategieund Branchen-Experten von über 6.000 BCG-Beratern weltweit und rund 300 Digitalisierungsexperten, Softwareingenieuren, Designern, Produktmanagern und MarketingSpezialisten von BCG Digital Ventures helfen wir Firmen, ihre Innovationen zu beschleunigen, neue Märkte zu erobern, ihr Geschäft radikal zu verändern und dadurch den Unternehmenswert signifikant zu steigern.“ (pj) www.bcg.at

mit Kunden neue Produkte und Plattformen im digitalen Bereich – von der Innovationsidee über die Umsetzung in einen Prototyp oder ein Produkt bis hin zur Markteinführung und Vermarktung. Erste Kunden kommen aus allen Branchen, mit Schwerpunkten auf Konsumgüter/Handel, Reise/Tourismus und Pharma. Die meisten Unternehmen zweifeln nicht mehr daran, dass die Digitalisierung und „Big Data“ Wert schaffen können, sondern sie fragen sich, wie der digitale Schatz gehoben werden kann. Laut der BCG-Analyse „Opportunity Unlocked“ werden mehr als 34 Mrd. USD an IT-Investitionen getätigt, um die verborgenen Daten an die Oberfläche der Unternehmen zu bringen. In Big Data liegt riesiges

Squeeze-Out Spezielles Consulting-Know-how

White & Case berät die Otto AG Hamburg. Die Anwaltssozietät White & Case hat die Otto AG beim Squeeze-out der außenstehenden Aktionäre der börsenotierten C.J. Vogel Aktiengesellschaft für Beteiligungen beraten.

keinerlei Börsenhandel in der Aktie stattgefunden hat und daher ein seltener Fall der sogenannten Marktenge vorlag“, erklärt White & Case Partner Volker Land. Weitere Beratungserfolge von White & Case vor Kurzem betrafen u.a. Deutsche Bank und Morgan Stanley, eine Anleiheemission der Bilfinger-Gruppe sowie die Bawag PSK bei der Refinanzierung von Ströer Out-of-Home Media.(red) www.whitecase.com

Bewertung von „ganz Otto“ Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat den Squeeze-out am 14. Februar 2014 beschlossen. Ein wesentliches Asset von C.J. Vogel ist eine indirekte Beteiligung am Versandhandelsunternehmen Otto (GmbH & Co KG). Daher erforderte der Squeeze-out auch eine Unternehmensbewertung der OttoVersandgruppe.

Jasna Zwitter-Tehovnik, Partnerin der DLA Piper Finance-Gruppe in Wien.

Die Otto Group ist mit einem Warensortiment von 1,8 Mio. Artikeln zweitgrößter Online-Händler der Welt (nach Amazon) und größter Online-Händler für Fashion und Lifestyle im Endkundengeschäft. „Eine Besonderheit dieses Squeeze-outs bestand darin, dass in der dreimonatigen Referenzperiode vor dessen Ankündigung

© Otto Group/Jörg Boethling

© DLA Piper

Weltweit am zweiten Platz

Prominenter White & Case-Kunde: die Otto Group mit ihrem Versandhandel.

(Wieder-)Entdeckung der Sozialpartnerschaft

© Panthermedia/Speedfighter

zahlreichen Branchen investiert BCG derzeit massiv in den Ausbau des Digitalisierungsgeschäftes von Unternehmen und hat dafür das Tochterunternehmen BCG Digital Ventures gegründet. Die digitale Transformation zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsthemen weltweit, aber auch zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor von Unternehmen. „Themen wie Big Data und Analytics gewinnen bei vielen unserer Kunden an Bedeutung. Um sie bestmöglich zu unterstützen, arbeiten wir stetig an neuen ganzheitlichen Lösungen, die neueste Technologien mit strategischer Beratung verknüpfen“, erläutert Antonella Mei-Pochtler, Senior Partnerin bei BCG. BCG Digital Ventures entwickelt gemeinsam

Digitale Geschäftskonzepte

London/Wien. Der mit Beginn der Finanzkrise eingeleitete Strukturwandel bei Akquisitionsfinanzierungen setzt sich mit neuen Marktteilnehmern wie privaten Schuldenfonds, Bond Funds und institutionellen Investoren sowie neuen Produkten wie UnitrancheFinanzierungen fort. Der European Acquisition Debt Finance Report 2014 der internationalen Anwaltskanzlei DLA Piper veranschaulicht diesen Trend: Die meisten der mehr als 250 befragten Teilnehmer aus in Europa tätigen Kredit- und Finanzinstituten, Unternehmensberatern, Sponsoren sowie alternativen Finanzierungsinstituten zeigen sich optimistisch. Eine der Schlussfolgerungen des Reports ist der (westeuropäische) Trend zur Unitranche-Finanzierung, einer Kombination aus vorund nachrangigen Krediten, die als eine Gesamtfinanzierung verpackt wird. Ein weiterer Anstieg dieses Produkts wird erwartet. Auf Grundlage dieses Produkts wird auch die Finanzierung großvolumiger Transaktionen jenseits der 200 Mio.-€Grenze einfacher. Die gestiegene

Brüssel. In Folge der Wirtschaftskrise der letzten Jahre hat die Zahlungsmoral generell nachgelassen. Belgische Firmen wollen keine Außenstände anhäufen und versuchen daher einen Riegel vorzuschieben, indem sie viel eher vor Gericht ziehen. Die Gerichtsverfahren nehmen folglich stark zu. Viele Firmen klagen jedoch über hohe Anwalts- und Gerichtskosten sowie über die Langsamkeit der Gerichte, muss man doch rund 14 Monate auf eine erste Anhörung vor dem Brüsseler Handelsgericht warten. Die belgischen Firmen nehmen als Folge – besonders bei Konflikten mit ausländischen Geschäftspartnern – vermehrt Mediation und Schiedsgerichtsbarkeit in Anspruch, die rasche Abwicklung (max. 15 Monate) und Vertraulichkeit bieten. Ein weiterer Vorteil der Schiedsgerichtsbarkeit ist die höhere juristische Sicherheit, sind die Urteilssprüche doch rechtsgültig, weil kein Einspruch erhoben werden kann.  (pj)  Infos: bruessel@wko.at

© Panthermedia.net/Carlos Castilla

Wien/Berlin. Mit der anziehenden Konjunktur in Deutschland erwarten auch die Unternehmensberater wieder bessere Geschäfte. Nach zwei eher flauen Jahren geht die Boston Consulting Group (BCG) davon aus, dass ihr Umsatz in Deutschland und Österreich in diesem Jahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen wird. „Das liegt im Rahmen unserer Ambitionen“, sagt DeutschlandChef Carsten Kratz. Im zweiten Halbjahr 2013 habe die Auftragslage der Nummer zwei im deutschen Berater-Markt schon deutlich angezogen. „Wir sind seit Wochen ausverkauft“, meint Kratz. Im vergangenen Jahr hatten die rund 1.500 BCG-Mitarbeiter in Deutschland und Österreich 510 Mio. € Umsatz erwirtschaftet – immerhin 4% mehr als ein Jahr zuvor. 2012 hatte der Umsatz stagniert. Das Wachstum in Deutschland und Österreich lag damit 2013 unter dem weltweiten Durchschnitt: Global wuchs BCG um 6% auf 3,95 Mrd. USD (2,9 Mrd. €). 2014 will BCG allein in Deutschland immerhin 200 neue Berater einstellen, sagt Kratz. Bei einer erwarteten Fluktuation von 16% dürfte die Mitarbeiterzahl damit leicht zulegen.

Belgien vertraut auf Schiedsgerichtsbarkeit

© Panthermedia.net/Jean Schweitzer

Boston Consulting will wachsen & hat einen Plan

short

Irland: mehr Dialog zwischen Firmen, Gewerkschaften und Regierung.

Dublin. Angesichts mehrerer drohender bzw. aktueller Arbeitskonflikte (z.B. Dublin Bus, Dublin Airport) besinnen sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter in Irland wieder auf die Sozialpartnerschaft. Diese kam Ende 2009 zum Erliegen, als der Unternehmerverband Ibec einseitig den Ausstieg erklärte. Darüber hinaus entschied der Verfassungsgerichtshof 2013, dass die für einzelne Branchen (speziell Bau) geltenden Kollektivverträge verfassungswidrig seien, da sie den Arbeitsgerichten zu viel Einfluss gäben und nicht vom Parlament legitimiert wären. Damit traten diese Kollektivverträge (Registered Employment Agreements) außer Kraft. Mit der Gesundung der irischen Wirtschaft und vor dem Hintergrund, dass in der nahen Zukunft kräftige Lohnforderungen auf die Firmen zukommen werden, scheint nun ein Umdenken einzusetzen. U.a. hat das irische Wirtschaftsministerium im Februar einen Entwurf für neue Kollektivverträge zur Begutachtung an die Tarifvertragspartner ausgeschickt. (pj)


A dv i sor y: ta l k

36 – advisory

Freitag, 28. Februar 2014

advisory@medianet.at

short

Deutsche Steuerfahnder: Gekaufte Daten-CD ist ok

Doppelte Auszeichnung Law Firm of the Year: Central Europe, Law Firm of the Year: Austria

Viel Ehre für Wolf Theiss

Im Originalwortlaut befand die Jury über WT: „The firm’s efforts in building a pan-regional prac-

Kommunalguide Regionale Wachstumsstrategien

Headquarter Schottengasse Verkauf an Ronny Pecik

Graz/Klagenfurt. Die Steuerberatungskanzlei Adlbauer & Adlbauer ist seit Kurzem Teil von TPA Horwath. 22 Angestellte sowie die bisherigen Eigentümer Alfred und Heimo Adlbauer wurden an den bestehenden Standorten von TPA Horwath in Graz und Kärnten integriert. Damit werde man die „eingeschlagene Wachstumsstrategie in regionalen Wirtschaftszentren fortsetzen”, erklärt Birgit Perkounig, Partnerin bei TPA Horwath.

Wien. Die Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer hat die UniCredit Bank Austria beim Verkauf ihres Headquarters Schottengasse in Wien beraten. Käufer ist eine Beteiligungsgesellschaft des Investors Ronny Pecik; der Deal wurde noch für das erste Quartal fixiert. Mit dabei war u.a. Bertram Burtscher aus dem Wiener Büro der Sozietät. Die kaufmännische Abwicklung des vorangehenden Bieterverfahrens wurde vom Immobiliendienstleister ÖRAG durchgeführt. Der Verkauf ist Teil der geplanten Zusammenführung aller Mitarbeiter der Bank Austria am neuen Hauptstandort „Austria Campus“ am Wiener Nordbahnhof. Bis zur Fertigstellung ihrer neuen Zentrale bleibt die Bank als Mieter im Stand-

Wien. Der International Integrated Reporting Council (IIRC) hat Ende 2013 ein global gültiges Rahmenkonzept zu integrierter Berichterstattung veröffentlicht. 68% der ATX-Firmen erfüllen bereits teilweise diese Anforderungen, obwohl die nicht-finanzielle Berichterstattung – die über die Angaben im Lagebericht hinausgeht – in Österreich nicht gesetzlich verpflichtend ist, so das Ergebnis einer aktuellen Studie von PwC Österreich und WU Wien. (red)

des größten auf Steuerberatung spezialisierten Wirtschaftstreuhandunternehmens in Österreich”, sagt Alfred Adlbauer. (pj)

Win-Win für die Kunden Durch das Zusammenwachsen von Adlbauer & Adlbauer mit TPA Horwath „profitieren unsere Kunden vom umfassenden Wissen der zahlreichen TPA Horwath-Experten und der langjährigen Erfahrung

© TPA Horwath

© PwC

TPA Horwath übernimmt Adlbauer

Aslan Milla (PwC): Ist-Situation von Unternehmen verständlicher zeigen.

Birgit Perkounig, Partnerin bei TPA Horwath: „Wachstum weiter fortsetzen.“

DER NEUE MANN BEI CMS REICH-ROHRWIG HAINZ

© CMS Reich-Horwig Hainz

Doppelte Auszeichnung für Wolf Theiss bei den European Awards von The Lawyer.

ort Schottengasse. Bestandteil des Verkaufs war somit auch die entsprechende Vereinbarung zur Zurückmiete der Immobilie. (pj)

Bertram Burtscher deckte im Freshfields-Team das Gesellschaftsrecht ab.

Menschen, über die man spricht

© Christian Thaler/CHSH

Christian Thaler bekommt Stipendienpreis des Aktienforums

© vyhnalek/Wolf Theiss

Oliver Werner (33) verstärkt seit Anfang Februar das Corporate Transactions Team der internationalen Anwaltssozietät CMS Reich-Rohrwig Hainz. Werner studierte Rechtswissenschaften in Wien, wo er 2008 auch mit Auszeichnung promovierte. Auslandsaufenthalte, unter anderem in New York, San Francisco und München, rundeten seine internationale Ausbildung ab. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Gesellschaftsrecht, insbesondere im GmbH-Recht. Darüber hinaus berät er Klienten bei grenzüberschreitenden Verschmelzungen, Konzernrestrukturierungen, Finanzierungen über den Kapitalmarkt sowie bei ComplianceFragen, insbesondere bei Fragen des Arzneimittelrechts. Vor seinem Eintritt bei CMS Reich-Rohrwig Hainz war der Wirtschaftsjurist beim Münchner Medienunternehmen Telemünchen Gruppe im Weltvertrieb, als Berater bei einem internationalen Consultingunternehmen sowie zuletzt bei DLA Piper tätig. Unter anderem war er in die Beratung bei der Abspaltung des Tierarzneibereichs des internationalen Pharmakonzerns Pfizer, der Akquisition und dem anschließenden Verkauf des Hotel InterContinental in Wien, dem Verkauf des international tätigen Fluidtechnik-Spezialisten OLAER sowie der europaweiten Restrukturierung der Diamond Resorts Gruppe involviert. (pj)

Freshfields berät beim BA-Deal

© Freshfield

IIRC-Anforderungen: Ziemlich gut unterwegs

„Dominant regional player“

Wien. Wirtschaftsjurist Christian Thaler wurde für seine Dissertation „Sanktionen bei Marktmissbrauch – Marktmanipulation, Insiderhandel und Adhoc-Publizität” vom Interessenverband für Anleger (IVA) in Kooperation mit dem österreichischen Aktienforum mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. In der Arbeit Thalers werden erstmals sämtliche öffentlich-rechtliche Sanktionen, die bei Marktmissbrauch greifen können, systematisch dargestellt. Das gegenwärtige österreichische Sanktionssystem und dessen europäische Grundlagen werden einer kritischen Würdigung unterzogen. Der Preisträger ist Rechtsanwalt bei CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati in Wien und auf gesellschaftsrechtliche Beratung, (grenzüberschreitende) M&A-Transaktionen sowie Kapitalmarktrecht spezialisiert. Daneben berät er bei Umstrukturierungen, Umgründungen, Übernahmeverfahren und Compliance-Fragestellungen.  (pj)

EIN NEUER HR -C H E F

Hubert Beykirch, 48, ist neuer Leiter der Abteilung Human Resources bei Wolf Theiss, während sich die bisherige Personalverantwortliche Barbara Stimpfl-Abele in die Mutterschaftskarenz verabschiedet. Als Head of HR Germany bei Linklaters, einer der größten global aufgestellten Anwaltskanzleien, zeichnete Beykirch mehrere Jahre lang in Frankfurt für eine Vielzahl von Projekten verantwortlich. Darunter entwickelte und implementierte er etwa eine neue Karriere-Website und platzierte Linklaters erfolgreich als Employer-of-Choice.

OTTO -H AH NGOLD MEDAILL E

Manfred Nowak erhält die Otto-Hahn-Friedensmedaille in Gold für sein Engagement zur Durchsetzung der Menschenrechte. Frühere Preisträger waren u.a. Michail Gorbatschow, Simon Wiesenthal und Sir Karl Popper. Nowak ist am Institut für Europarecht, Internationales Recht und Rechtsvergleichung an der Uni Wien tätig. Er leitet die Forschungsplattform „Human Rights in the European Context“ und ist wissenschaftlicher Leiter des postgradualen Universitätslehrgangs „Human Rights“ an der Uni Wien.

© W. Müller Rechtsanwälte

Koblenz. Steuerfahnder dürfen in Deutschland auf Basis einer gekauften Daten-CD ermitteln. Das hat der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz entschieden – der Erwerb solcher Daten sorge für mehr Steuergerechtigkei. Ein Trierer hatte sich mit einer Verfassungsbeschwerde gegen Ermittlungen gewehrt – Grundlage war ein 2013 vom Bundesland Rheinland-Pfalz für rund 4,4 Mio. € gekaufter Datensatz. (APA)

tice have paid off, with judges saying it is close to becoming the dominant regional player.“ („Die Anstrengungen der Sozietät, eine gesamtregionale Praxis aufzubauen, machen sich bezahlt. Die Jury sieht WT am Sprung, der führende regionale Akteur zu werden.“) Nach den Auszeichnungen als Law Firm of the Year: Eastern Europe & The Balkans 2012 und 2009 sowie dem Preis als Law Firm of the Year: Central Europe 2010 sind dies die vierte und fünfte Auszeichnung der Sozietät durch The Lawyer. Neben den beiden prämierten Kategorien war Wolf Theiss auch in der Kategorie Law Firm of the Year: Romania nominiert. Die Awards wurden im Rahmen einer Gala in London verliehen - Bryan Jardine, Wolf Theiss Local Managing Partner in Bukarest, und Counsel Ileana Glodeanu nahmen die Preise entgegen. (pj) www.wolftheiss.com

© Wolf Theiss

Der Kauf vielleicht illegal entstande­ ner Steuerdaten-CDs ist umstritten.

London/Wien. Mit überarbeiteten Kategorien startete der Lawyer European Award in sein fünftes Jahr; das renommierte britische Branchenmagazin The Lawyer vergab Preise für herausragende Leistungen an Rechtsanwaltskanzleien in Europa und der Region CEE/SEE. Bei der Entscheidung wurden vor allem Kundenorientierung, besonders innovative Deals und neu gewonnene Mandate beurteilt. Auch strategische Entscheidungen der Kanzleien waren ausschlaggebend; Programme zur Förderung der Diversität, sozialer Mobilität und Mitarbeiterbindung waren ebenfalls Kriterien, die von den Juroren in die Beurteilung miteinbezogen wurden.

© Uni Wien

© panthermedia.net/mariok

Internationale Anerkennung für Kundenorientierung, innovative Deals und neu gewonnene Mandate.

NEU B EI W. MÜLLER

Monika Sturm (31) verstärkt das Anwaltsteam von Willheim Müller Rechtsanwälte. Sie war bereits von September 2012 bis Jänner 2014 Konzipientin in der Wiener Wirtschaftskanzlei; in dieser Zeit konnte sie umfassende Kenntnisse in den Bereichen Business Litigation, TMT mit Schwerpunkt auf Fragen des Lauterkeits- und Immaterialgüterrechts sowie im Franchisingbereich sammeln. Ihr Studium der Rechtswissenschaft hatte Monika Sturm 2006 an der Karl Franzens Universtität in Graz abgeschlossen..


Finance2802