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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 25. oktober 2013 – 41

© Wu Hong/EPA

von megatrends profitieren

Anlagen in Gesundheitswesen, Healthcare scheinen auf lange Sicht attraktiv  Seite 43

© Ergo Direkt

financenet online-insurance

Ergo Direkt erhält Auszeichnung für beste Austro-Versicherungs-Website  Seite 46

„zu mächtig“ EZB in der kritik © Hypo Capital Management/Simon Kupferschmied

DAX: Die 10.000erMarke steht im Raum

ATX 16.–23. Oktober 2013

ATX (Schluss 23.10.) 2.551,94 0,23% Wochentop Wochenflop

Valneva 17,56% Telekom A. -6,49%

Top 5 ATX Prime Valneva SE Warimpex Wienerberger Do&Co S Immo

17,56% 11,46% 5,64% 5,01% 4,95%

Flop 5 ATX Prime Telekom Austria Century Casinos Palfinger Erste Group EVN

-6,49% -2,38% -1,85% -1,67% -1,23%

DAX 16.–23. Oktober 2013

DAX (Schluss 23.10.) 8.919,86 0,83% SAP E.ON

Top 5 DAX SAP Henkel Fresenius Med. Care KGAA Adidas Lufthansa Flop 5 DAX E.ON Dt. Telekom Commerzbank RWE Infineon

5,63% -6,43% 5,63% 4,20% 4,07% 3,93% 3,70% -6,43% -4,11% -4,10% -3,03% -2,32%

© EPA/Frank Rumpenhorst

Wochentop Wochenflop

Deutschland Kanzlerin Angela Merkel hat bei den Koalitionsverhandlungen ­enormen Rückenwind: Die Stimmung der Verbraucher ist so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr, Konjunktur- und Industrieindikatoren sind rosig. InvestmentExperten trauen dem Aktienindex DAX folglich weitere Höhenflüge zu.  Seite 42

inhalt

Capital:Markets > ZKB: „Die Zins-Wende ist eingeläutet“  > OeNB: Sparquote sinkt 

42 42

Fonds:Park > Lyxor: Neuer China-ETF  43 > Schroders: Chinesischer Drache ist wiedererstarkt 43 Banking > Santander Bank steigt ins Spareinlagengeschäft ein  44 > Firmen sparen durch Umschuldungen  46 Insurance:Watch > Uniqa stärkt Position in Kroatien und Serbien  42

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f i n a n c e : c ov e r

42 – financenet

Freitag, 25. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Analyse Deutschland Beim Nachbarn brummt die Wirtschaft – der Aktienindex DAX eilt von Rekord zu Rekord

kolumne

Angie machts möglich

Willkommen im Kasperlland!

Bundesregierung rechnet mit Rekordbeschäftigung – Geschäftsklimaindex im Boomquadranten. Berlin. Der Aufschwung in Deutschland geht weiter: Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland ist so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die Chancen für einen anhaltenden Aufwärtstrend auch in den kommenden Monaten sind laut Marktforschungsgesellschaft GfK zuletzt noch leicht gestiegen; die Konsumenten blicken derzeit ausgesprochen positiv in die Zukunft. Das gilt auch für die deutschen Unternehmen, die sich offenbar mit der de-facto-Wiederwahl Angela Merkels zur Kanzlerin recht wohl fühlen: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im September von 107,6 auf 107,7 Punkte und hat sich so zum fünften Mal in Folge verbessert.

was sich auf die Aktienkurse weiter auswirkt, so Braunsteiner. Für den Exportweltmeister Deutschland wichtig: Die europäischen Verbraucher setzen generell auf ein Ende der Krise. In der Mehrzahl der Länder hätten sich zwischen Juli und Ende September vor allem die Konjunkturerwartungen aufgehellt, berichtet das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK. Für die Umfrage wurde das Konsumklima in 14 europäischen Staaten erhoben. Als Gründe für die besseren Konjunkturerwartungen ortet man, dass die Exporteure vom bescheidenen weltweiten Wachstum profitierten, die Verbraucher in einigen Ländern wieder mehr konsumieren und die Politik etwas deutlicher von ihrem harten Sparkurs abrückt.

Rekordbeschäftigung …

… holprig, aber aufwärts

Ein Rekord bei den Beschäftigtenzahlen hebt die Stimmung weiter: Nach aktuellen Berechnungen der (noch) amtierenden Bundesregierung werden im nächsten Jahr durchschnittlich rund 42 Millionen Menschen erwerbstätig sein. Für heuer rechnet man mit einem Anstieg um 235.000, im Jahr darauf sollen es weitere 180.000 sein. Die Regierungsexperten heben ihre Prognose für die Zunahme beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr leicht von bisher 1,6 Prozent auf 1,7 Prozent an. Die Arbeitslosigkeit bleibt auf niedrigem Niveau. Die Quote werde 2013 im Schnitt bei 6,9 Prozent liegen, im Jahr darauf leicht auf 6,8 Prozent sinken, heißt es.

Braunsteiner sieht in diesem Umfeld den Plafond beim DAX deutlich höher: „Natürlich dürfte dies beim DAX bis zu den 12.500 kein glatter Durchmarsch werden, denn zwischendurch wird immer wieder Ungemach aufkommen, durch wen auch immer verursacht.“ Das macht deutsche Aktien also trotz des Booms noch immer interessant. Wer breit streuen will, kann auf ein DAX-Index-Zertifikat setzen, das es von fast jedem großen Anbieter gibt. Wenn es um Einzelaktien geht, scheint das Papier des Versicherungsriesen Allianz ein sicherer Treffer zu sein: 26 Analysten stufen die Aktie der Allianz mit „Kaufen“ ein. Zwölf Experten raten, die Aktie zu halten. Für lediglich einen Analysten ist die Aktie ein Verkauf. Und schließlichn hat die US-Bank JPMorgan die Einstufung für Allianz SE vor wenigen Tagen auf „Übergewichten“ belassen. Das Kursziel sehen Analysten bei 160 Euro; zum Redaktionsschluss lag sie bei 124 Euro.

reinhard krémer

E

igentlich ist der Schreiber dieser Zeilen ein bis ins Mark überzeugter Österreicher. Doch hin und wieder beutelt es ihn ordentlich in seinem niederösterreichischen Walkjanker. Zum Beispiel, wenn jetzt das europäische Statistikamt Eurostat die von Österreich gelieferten Zahlen der Finanzschulden anzweifelt. Warum? Weil die Verluste der Salzburger Spekulationstragödie nicht bloß 2,3 Milliarden Euro wie gemeldet, sondern resche 3,5 Milliarden betragen. Die Agitationen der Salzburger Dilettanten erhöhen die Staatsverschuldung der Republik daher um bis zu 0,5 Prozentpunkte des BIP. Und wer wird für diesen unglaublichen Schaden aufkommen? Frau Burgstaller, gewesene Landeshauptfrau? Oder irgendwelche „Experten“Clowns aus ihrem Umfeld? Weit gefehlt – natürlich wir, die wir immer für alles blechen, sei es für die Kärntner Kasperln von der Hypo, die ÖVAG-Harlekins und wer weiß für wen sonst noch. 4,3 Milliarden Bankhilfe – bis jetzt. Dazu ein Vorschlag: Wie wär‘s, wenn die Verantwortlichen einmal pro Woche im Fernsehen, sagen wir nach der „Zeit im Bild“ am Sonntagabend, sich vor laufender Kamera gegenseitig in der guten alten Tradition des „Außipaschers“ abwatschen? So hätten wir wenigstens ein wenig Spaß für unser Geld ...

… und beste Aussichten In der Herbst-Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages gaben fast 90 Prozent der beteiligten 28.000 Unternehmen an, sie wollten ihr Personal aufstocken oder halten.

OeNB Weniger Sparen

Angela Merkel hat leicht lachen: Die deutsche Wirtschaft läuft auf Hochtouren.

Und auch der Index der wichtigsten deutschen Aktien, der DAX, eilt von Rekord zu Rekord. So sind die 9.000 Punkte noch heuer zum Greifen nah.

DAX zieht nordwärts … Beim Deutsche Asset & Wealth Management der Deutschen Bank prognostoziert man bis September 2014 ganze 9.400 Punkte. Die milde Rezession, die auch Deutschland erfasst hatte, geht zu Ende, meinen die Experten. Und einer der besten Trader

im deutschsprachigen Raum, der in Lübeck lebende gebürtige Wiener Heinz Braunsteiner, geht noch weiter: „Die 9.000 Punkte für 2013 sind bereits ausgemachte Sache und auch die 10.000er Marke für 2014 steht im Fokus der Analysten“, schreibt er in seinem aktuellen Report. „Auch wenn der DAX ein neues Allzeithoch erklommen hat, so ist der faire Wert des DAX noch lange nicht erreicht.“ Im Gesamtjahr 2013 dürfte auch die Wirtschaft in der Eurozone wieder Tritt fassen und die Gewinne der Unternehmen steigen lassen,

Warnung Kantonalbank

Uniqa Versicherungen der Baloise Group in Kroatien und Serbien übernommen

Mehr ­Ausgaben für Konsum

Vorsicht vor der Zinswende!

Marktposition deutlich gestärkt gängergesellschaft der kroatischen „Basler“ Versicherung wurde bereits 1991 gegründet. Das Unternehmen hat rund 470 Mitarbeiter, 148.000 Kunden und erwirtschaftete 2012 ein Prämienvolumen von 53,7 Millionen Euro. Mit einem Marktanteil von 4,5 Prozent belegte die Gesellschaft im Jahr 2012 Platz sechs auf dem kroatischen Versicherungsmarkt. Die serbische „Basler“ Versiche-

Wolfgang Kindl, Uniqa: Rentables, langfristiges Wachstum in Kernmärkten

rung hat 2007 das Geschäft mit rund 110 Mitarbeiter und 35.000 Kunden aufgenommen. Man generierte 2012 ein Prämienvolumen von 3,7 Millionen Euro. Mit einem Marktanteil von 0,7 Prozent belegte die Gesellschaft im Jahr 2012 Rang 13 auf dem serbischen Versicherungsmarkt.

Salzburg. „Die Zinswende ist definitiv eingeläutet, aber wir rechnen nur mit einem recht gemächlichen Anstieg der langfristigen Zinsen.” Hermann Wonnebauer von der Zürcher Kantonalbank Österreich rät Anlegern zur Umschichtung, da steigende Renditen zu Kursverlusten bei Anleihen führen. Sein Tipp: „Papiere mit kurzer Laufzeit und auch Aktien beimischen!”(red)

Marktanteil deutlich erhöht Wolfgang Kindl, Mitglied des Vorstands Uniqa Insurance Group und CEO Uniqa International: „Wir sehen in der Region großes Potenzial für weiteres Wachstum.“ Uniqa ist seit 1999 auf dem kroatischen Markt aktiv. 409 Mitarbeiter betreuen derzeit rund 177.000 Kunden in über 43 Niederlassungen. Seit 2007 betreuen in Serbien zwei Gesellschaften in der Lebens- und Sachversicherung mit 563 Mitarbeiter 509.000 Kunden und verfügen neben der Zentrale in Belgrad über 29 Niederlassungen im ganzen Land. In beiden Ländern würden, die Basler-Anteile dazugerechnet, rund sieben Prozent Marktanteil erzielt. (red)

© ZKB Österreich/Bryan Reinhart

Wien. Die Uniqa Insurance Group AG wird die kroatischen und die serbischen Versicherungen der schweizerischen Baloise Group übernehmen. Der Kaufvertrag wurde jetzt unterzeichnet. Der Erwerb unterliegt den Genehmigungen der zuständigen Aufsichts- und Kartellbehörden und wird voraussichtlich im 1. Quartal 2014 abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 75 Millionen Euro. Die Vor-

© UNIQA Insurance Group AG/APA-Fotoservice/Reither

Wien. Die Sparquote sank im letzten Jahr auf knapp über fünf Prozent, berichtet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB). Grund sind gesunkene Realeinkommen, aber auch gestiegene Konsumausgaben. Das Konsumniveau der österreichischen Haushalte verzeichnete selbst angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Verlauf der Krise Zuwächse. Historisch geringe Einlagenzinsen machen es Anlegern derzeit kaum möglich, mit Spareinlagen reale Erträge zu erzielen, so die OeNB. Ende Juni 2013 entfielen mit 75 Mrd € etwas mehr als ein Drittel der gesamten Einlagen (212 Mrd €) auf täglich fällige Mittel. Entgegen dem Abwärtstrend bei Finanzveranlagungen entwickelte sich der Erwerb von Investmentzertifikaten positiv: Im ersten Halbjahr 2013 kauften private Haushalte hier 1,6 Mrd € zu, wodurch ihr Fondsvermögen auf rund 41 Mrd € anstieg. (red)

© EPA/Michael Kappeler

reinhard krémer

Hermann Wonnebauer, Zürcher Kantonalbank Österreich: Zinswende kommt.


f o n d s : pa r k

Freitag, 25. Oktober 2013

financenet – 43

financenet@medianet.at

Lacuna Globale Gesundheitstrends wie Überalterung, Fettleibigkeit, neue Technologien werden das Wachstum im Sektor weiterhin antreiben

Gesundheit bleibt ein Anlagehit Wien. Der Adamant Healthcare Index weist für den 20. April 2007 bis zum 13. September 2013 eine Gesamtrendite von fast 115% aus, der MSCI-Healthcare-Index im gleichen Zeitraum von etwa 53,95%. Der Schweizer Vermögensverwalter Adamant berät die Lacuna AG u.a. beim Management des Lacuna – Adamant Global Healthcare Fonds. Für Ingo Grabowsky, Vertriebsdirektor der Lacuna AG, macht es Sinn, weiterhin auf den Bereich Gesundheit zu setzen. Insbesondere Asien werde für die weitere Entwicklung der Branche eine wichtige Rolle spielen, so Grabowsky. Dort treffen gleich mehrere Faktoren zusammen: Die Überalterung ist zwar in Asien nicht so akut wie in Europa, macht aber auch dort nicht Halt. Koreanische Frauen würden heute beispielsweise älter als deutsche. Auch die Fettleibigkeit weite sich zu einem globalen Problem

China I Lyxor AM

Neuer EM-ETF

aus: Allein in China gebe es an die 140 Mio. Diabetes-Kranke. Jährlich steige die Zahl der weltweit an Diabetes leidenden Personen um vier Prozent. Ein weiterer Trend sei die Entwicklung von neuen Technologien, insbesondere im Bereich der minimal-invasiven Techniken, sodass die Überlebenschancen bei diversen Eingriffen steigen. Das Leistungsspektrum sei vor allem in asiatischen Spitälern von überraschend hoher Qualität: „Medizin-Tourismus ist bereits heute eine Realität“, sagen die Experten bei Lacuna. Ein Quantensprung sei von der Checkpoint-Therapie zu

erwarten. Grabowsky: „Vereinfacht gesagt versteht man darunter den Versuch, die unterdrückte Körperabwehr zu unterdrücken.“ Auch Biotech-Unternehmen schreiben weiterhin eine Erfolgsgeschichte, ist Grabowsky überzeugt: Die innerhalb des Nasdaq Biotech-Index notierten Konzerne weisen seit drei Jahren stabile Wachstumsraten auf, die Umsätze steigen stark. Die Generika wiederum hätten in vielen Ländern noch eine sehr geringe Durchdringungsrate, etwa in Japan, Italien, Spanien und Ungarn. Einzeltitel, die Lacuna gut gefallen, sind z.B. Hpermarcas, Richter, Lupin, Mindray, Aspen.

© Wu Hong/EPA/picturedesk.com

Vor allem aus Asien kommen wesentliche Impulse für die Branche.

In Asien und Arabien, z.B. in Katar, leiden immer mehr Menschen an Diabetes.

MIT STARKEM RÜCKHALT SCHAFFT MAN EIN GUTES ERGEBNIS.

Paris/Wien. Der Anbieter von börsengehandelten Fonds, Exchange Traded Funds (ETF), Lyxor, lanciert einen neuen Fonds, den Lyxor UCITS ETF CSI 300 A Shares (ISIN FR0011526870). Er bildet die Performance des CSI 300 A Shares Index ab und bietet internationalen Investoren so Zugang zum chinesischen A-Aktien-Markt. Bislang positionieren sich die meisten Anleger mithilfe von frei erwerbbaren Offshore-Aktien (H-Aktien) in China, da der Zugang zum Aktienmarkt auf dem Festland (A-Aktien) beschränkt ist. Mit dem neuen Fonds baut Lyxor die Produktpalette innerhalb des auf Emerging Markets ausgerichteten ETF-Universums weiter aus. Lyxor Asset Management (AM) gehört zur Société Générale. (lk)

China II Schroders

Wieder stärker London. Ein Raunen ging durch die Märkte, als sich Chinas Wachstum im zweiten Quartal diesen Jahres verlangsamte. Nun können Anleger wieder aufatmen, wie Craig Botham, Schwellenländer-Volkswirt beim UK-Vermögensverwalter Schroders, im aktuellen Kommentar zu China bestätigt. Mit 7,8% BIP-Plus im dritten Quartal zum Vorjahresquartal zeige sich, wie gut der leichte Anreiz und das Feintuning der Maßnahmen in Beijing Wirkung gezeigt hätten.

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44 – financenet

Freitag, 25. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Renommierter Wirtschaftsexperte „Europäische Zentralbank weit von Lösung der anstehenden Probleme entfernt“

short

Zu mächtige EZB taugt nicht als Krisenmanager

Indien-Aktien: Nach Korrektur Blick Wert Wien. Der indische Aktienmarkt hat 2013 stark korrigiert und die Konjunktur durchläuft einen Bereinigungsprozess. Nach der jüngsten Kurskorrektur bieten sich aber antizyklisch handelnden Investoren jetzt Einstiegsgelegenheiten, ist Parameswara Krishnan, Manager des DNB India Fonds von DNB Asset Management, überzeugt. „Auch wenn negative Nachrichten aus Indien noch überwiegen, gibt es erste Anzeichen, die eine Entspannung der Situation andeuten; im Sinne eines antizyklischen Investitionsverhaltens ist Indien einen Blick wert.“(red)

Staaten sollten sich nicht per Staatsanleihen, sondern über weitaus billigere Bankkredite finanzieren. Richard Werner spart nicht mit harscher Kritik: „Die ­Europäische Zentralbank ist die wieder­ auferstandene Reichsbank.“

Fritz Haslinger

Wien. Scharfe Kritik an der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt von dem deutschen Wirtschaftswissenschaftler Richard Werner, Professor an der University of Southampton und Director des Centre for Banking, Finance & Sustainable Development.

Gleichzeitig würde sich der Anleihenmarkt beruhigen, da es ja keine neuen Bonds gebe und solche absurden Situationen wie etwa damals in Irland, als Kapitalmarktzinsen von 20% Bankzinsen von nur 4% gegenüberstanden, würden nicht entstehen. Die bisher ergriffenen Krisenmaßnahmen haben das grundlegende Problem aber nicht annähernd gelöst, meint Werner. Die massive Kreditvergabe für Finanztransaktionen führt nicht zu Wachstum und wird daher aus gutem Grund auch nicht ins Bruttoinlandsprodukt (BIP) hineingerechnet. Die Folge: Die Preise an den Immobilienmärkten schießen in die Höhe, Finanzblasen entstehen, Banken geraten ins Trudeln. Fatal am derzeitigen System ist, meint Werner, dass nicht mehr die Zentralbank, sondern die Geschäftsbanken Geld schöpfen. Nur drei Prozent echter Geldmenge (Banknoten) komme von der Zentralbank, der Rest wird von Banken produziert und verteilt.

Zu viele Befugnisse

Wachablöse bei den Austro-KAGs

Heinz Bednar: „Kunden suchen nach attraktiven Anlage-Alternativen.“

Wien. Laut www.fondsprofessionell.at gibt es in der österreichischen Fondsbranche beim verwalteten Gesamtvolumen eine neue Nummer eins: Die Erste-Sparinvest KAG (ESPA) hat mit 26,9 Mrd. € Volumen die langjährige Nummer eins, Raiffeisen KAG (26,7 Mrd. €), überholt und liegt mit 18,39% Marktanteil vor der Raiffeisen KAG (18,26%). „Wir freuen uns über den Zuwachs im Fondsvolumen und unsere Marktführerschaft in Österreich. Das gestiegene Fondsvolumen spiegelt das Vertrauen der Kundinnen und Kunden wider, die in diesen zinsarmen Zeiten nach attraktiven Alternativen Ausschau halten“, wird ESPAGeschäftsführer Heinz Bednar zitiert.

Drastischer Vergleich „Die EZB ist die wiederauferstandene Reichsbank“, so Werners drastischer Vergleich. Die eine war und die andere ist weder Regierungen noch Parlamenten gegen-über Rechenschaft schuldig und das ist bzw. sei gefährlich. Die Reichsbank habe eine desaströse Strategie – die in Hyperinflation mündete – gefahren, welche letztendlich die Machtergreifung Hitlers mitermöglichte, kommentiert Werner.

Lösung für Schuldenkrise „Im Gegensatz zur EZB, die alles darf, ist wenigstens die Deutsche Bundesbank als bundesunmittel-

© Hypo Capital Management/Simon Kupferschmied

© Erste Sparinvest/Stephan Huger

Die von den EU-Finanzministern beschlossenen Maßnahmen zum Aufbau der neuen Bankenaufsichtsbehörde unter dem Dach der EZB und der damit verbundenen Kontrolle über die rund 130 wichtigsten Banken der Eurozone stoßen nicht auf Werners Gegenliebe. Er ist nicht der Meinung, dass die EU damit künftige Krisen vermeiden könne. „Ganz im Gegenteil; das ist der falsche Weg“, sagt Werner. Die EZB sei bereits jetzt viel zu mächtig und habe in der Vergangenheit hinsichtlich ihrer Aufsichtspflicht versagt.

Die guten Kredite

bare juristische Person der öffentlichen Verwaltung unterstellt“, sagt Werner. Als Lösung für Europas Schuldenkrise schlägt Werner vor, dass sich Staaten über Bankkredite und nicht über Staatsanleihen finanzieren sollen. Bankkredite kämen

Es gebe auch gute Kredite: jene, die zur Schaffung neuer Wirtschaftsgüter oder Leistungen und Innovation führen. Daraus erwachse Wirtschaftswachstum ohne Teuerung. „Und das kann immer gemacht werden, selbst bei Vollbeschäftigung.“ Folglich: Um Bankenkrisen zu vermeiden, muss laut dem Wirtschaftsexperten die Kreditschöpfung für unproduktive Zwecke unterbunden werden.

weitaus billiger und würden zu einer sinnvollen „Basel-Nutzung“ beitragen, abgesehen davon, dass Downgrading seitens der Rating Agenturen an Wirkung verliere, weil die Kredite zu 100% in den Bankbüchern stehen und nicht nach dem Marktpreis bewertet werden.

Verunsicherung Kopfkissen-Hort schlägt alle anderen Spar- und Veranlagungsformen

Santander Einstieg ins Austro-Spareinlagengeschäft

Österreicher sparen zu Hause

„Beste Zinsen online“

Bad Ischl/Wien. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat im 3. Quartal 2013 die Verunsicherung der österreichischen Bevölkerung im Hinblick darauf, was sie mit ihrem Ersparten machen soll, weiter zugenommen und einen neuen Höhepunkt erreicht. „Es herrscht große Unsicherheit, wie künftig eigenes Geld veranlagt werden soll, was sich rentiert und was sicher ist“, kommentierte ein GfK-Experte bei den 6. VÖIGFondstagen in Bad Ischl die Ergebnisse. Für die Österreicher gelte nach wie vor die Devise: Absicherung geht vor Risiko.

Wien. Die Santander Consumer Bank steigt in das Spareinlagengeschäft ein. Seit 16. Oktober bietet die Bank unter www.bestsparen. at zwei neue Online-Sparprodukte im Tages- und Festgeldbereich an – zu den besten Spar-Konditionen österreichweit. Für das täglich fällige Tagesgeldkonto „BestFlex“ bietet die Bank Sparzinsen von 1,40% p.a. und ohne Mindesteinlage. „Mit diesem Zinssatz liegen wir deutlich über dem Angebot unserer heimischen Mitbewerber für täglich verfügbares Geld; wir sind damit Spitzenanbieter in Österreich“, erklärt Santander Österreich Geschäftsführer Olaf Peter Poenisch.

Der Trend, das eigene Geld gar nicht auf die Bank zu tragen oder in ein Finanzprodukt zu investieren, sondern zu verbrauchen oder zu Hause unter das Kopfkissen zu legen, halte ungebrochen an. Während Aktienveranlagungen wieder leichten Aufwind verspürten, hätten alle anderen Spar- und Veranlagungsformen an Terrain verloren.

© Panthermedia.net/Martin Novak

Veranlagungsort Kopfkissen

Das Kopfkissen gilt den Österreichern derzeit als „Safe Haven”.

und fiel von 18 auf 16% ab. Einen regelrechten Boom verzeichnet hingegen das „Zu Hause sparen“ und verbesserte sich von 11 auf 14%. Schlusslichter sind wie gewohnt die Wertpapierkategorien Aktien und Investmentfonds.

Finanzdienstleister leiden Ein weiteres Ergebnis einer in 25 Ländern durchgeführten GfKUmfrage zeigt, dass das Vertrauen in die Finanzdienstleister (Banken, Versicherungen) auf ein historisch tiefes Niveau gesunken ist; sie rangieren unter elf Branchen an drittletzter Stelle. Das meiste Vertrauen genießen Hersteller von Konsumgütern, Pharmakonzerne, Energie- und Wasserversorger sowie Softwareund Computerhersteller. Schuld an der schlechten Bewertung der Finanzdienstleister sei, dass sich die Auswirkungen der Finanzkrise noch immer auf die persönliche Situation der Menschen durchschlägt. 72% fühlen sich davon noch immer betroffen, so die GfK-Experten. (APA/fh)

reits angefallenen Zinsen, heißt es. Das Festgeldkonto „BestFix“ wiederum wird mit Laufzeiten von drei bis 36 Monaten zu Sparzinsen von 1,40 bis 2,20% per annum angeboten. Bestpreisanbieter ist Santander bei 3-, 24- und 36-monatigen Laufzeiten sowie „Kopf-an-Kopf“ mit dem besten Mitbewerber bei allen anderen angebotenen Laufzeiten. Kontoeröffnung und -führung sind kostenlos (fh)

Monatliche Zinsgutschrift Einmalig am österreichischen Markt sei zudem die monatliche Zinskapitalisierung beim Tagesgeldkonto. Die Kunden erhalten damit ihre Zinsgutschrift nicht nur einmal jährlich, sondern jeden Monat. Auf diese Weise bekommen sie nicht nur Zinsen für ihre Einlage, sondern zusätzlich auch für die be-

© Santander Consumer Bank

Der Bausparvertrag konnte laut dem GfK-Anlage-Barometer seine führende Position unter den Anlageformen mit 40% Zustimmung verteidigen, verlor allerdings gegenüber dem vorangegangenen Quartal drei Prozentpunkte. Nicht viel besser ist es dem Sparbuch ergangen, es sackte in der Beliebtheit auf 38 nach 41% ab. Ebenfalls verloren hat die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge

Poenisch: „Santander bei Konditionen und Einlagensicherung echte Spitze“.


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financenet@medianet.at

Online-Vertrieb IT-Unternehmen Pass kürt Ergo Direkt zur besten Versicherungs-Website in Österreich

short

Award für Ergo-Webseite

Standard & Poor’s erhöht Uniqa-Ratings Wien. Nach dem jüngst abgeschlossenen Re-IPO hat die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) ihre Ratings für Uniqa hochgestuft: Für die Konzernholding hat S&P das Rating von „BBB+” auf „A-” erhöht. Die Uniqa Österreich Versicherungen AG und Uniqa Re AG wurden von „A-” auf „A” hochgestuft. Gleichzeitig wird auch die im Sommer 2013 von Uniqa emittierte Hybridkapitalanleihe im Rating auf „BBB” angehoben. (red)

Wien. Das IT-Unternehmen Pass hat im Rahmen der dritten Auflage der Studie „Online-Insurance“, 52 Versicherungswebseiten getestet. Ergo Direkt belegte in der Kategorie „Haus & Wohnen” den ersten Platz unter allen 52 untersuchten Websites und wurde zusätzlich als beste österreichische VersicherungsWebsite prämiert. Bewertungskriterien für den Award waren unter anderem die Bereiche Information, Beratung sowie einfacher und kundengerechter Abschluss von Versicherungen.

RBI: Beteiligung an Bad-Bank möglich

Print und Telefon überholt und ist für die Ergo Direkt der wesentliche Wachstumsmotor in den kommenden Jahren”, erklärt Hanns-Ullrich Brockhaus, Vorstand der Ergo Direkt. Das Internet als Vertriebsinstrument für Versicherungen hat noch viel Potenzial, meint der e-Business-Verantwortliche der Ergo Direkt, Bernhard Strilka: „Wesentlich ist, dass die Webseite als virtueller Berater agiert und in der Lage ist, alle Fragen des Kunden zum Produkt ausreichend und verständlich zu beantworten.” Der Pass „Online Insurance Award“ findet alle zwei Jahre statt und besteht aus den beiden Teilen Anbieter- und Nutzeranalyse. Sie ermittelt den Leistungsstand der Versicherungsportale im Vergleich zu den Kundenerwartungen. Die Gewinner wurden im Rahmen eines feierlichen Aktes am 17. Oktober 2013 in Frankfurt am Main geehrt.  (red)

„Unser Wachstumsmotor“

© APA/Hans Klaus Techt

„Online ist für uns als Direktversicherer ein wesentlicher Teil unseres Vertriebserfolgs. Diese Auszeichnungen unterstreichen qualitativ, was wir bereits quantitativ in unseren Absatzzahlen merken. Das Internet hat bereits die klassischen Direktvertriebskanäle

© Ergo Direkt

Ergo Direkt erzielt den ersten Platz in Österreich und setzt sich in der Rubrik „Haus & Wohnen“ durch.

Hanns-Ullrich Brockhaus, Ergo Direkt: „Online ist wesentlicher Teil unseres Erfolgs.“

RBI-Chef Karl Sevelda schließt eine Beteiligung nicht aus.

Neuer Fonds Britischer Vermögensverwalter bringt Produkt für „Drei-Topf-Hybridmodell“ auf den heimischen Markt

Wien/Klagenfurt. Der Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Karl Sevelda, hält eine Beteiligung seines Hauses an einer Bad Bank für die notverstaatlichte Kärntner Hypo unter Bedingungen für möglich. Seine eigene Bank befinde sich in einem „erstklassigen Zustand”, versicherte Sevelda, seit Juni Vorstandschef des Instituts, in Ö1. Wie jede Organisation müsse die RBI aber ihre Kostenseite anschauen.  (APA)

Schroders: Fonds für Lebensversicherer Frankfurt. Mit dem Schroder SSF Multi-Asset 80 bringt der britische Vermögensverwalter Schroders nun ein Produkt auf den deutsch-österreichischen Markt, das speziell auf die Bedürfnisse des sogenannten dynamischen „Drei-Topf-Hybridmodells“ in der Lebensversicherung zugeschnitten ist.

Basis des Schroder SSF Multi-Asset 80 (ISIN: LU0941339474) ist das Multi-Asset-Konzept von Schroders im Stil einer Vermögensverwaltung und unabhängig von einer Benchmark. Das Fondsmanagement um Gregor Hirt, Leiter Multi-Asset Kontinentaleuropa, investiert dabei

Frankfurt/London/München. Der Versicherer Allianz stößt mit seiner milliardenschweren „ewigen Anleihe” auf reißende Nachfrage der Investoren. Für die nachrangigen Anleihe mit unbegrenzter Laufzeit liegen nach aktuellen Angaben der beteiligten Banken Aufträge von Investoren über insgesamt mehr als 8,5 Mrd. € vor.   (APA/Reuters)

© Schroder

Flexible Investitionen

Investoren reißen sich um Anleihe der Allianz

Charles Neus, Leiter Versicherungen der Schroder Investment Management GmbH.

EU Kapitalvorschriften könnten 2016 in Kraft treten

Umschuldung Deutsche Firmen sacken 8 Mrd. Euro ein

London. Die EU steht nach Angaben hochrangiger Parlamentarier kurz vor einer Einigung über die künftigen Kapitalvorschriften für die Versicherungsbranche. Dabei kommt die Europäische Union (EU) den Forderungen von Branchenverbänden in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zum Großteil nach, wie die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im EU-Parlament, Sharon Bowles, der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Frankfurt. Des einen Leid, des anderen Freud: Während die Sparer unter den anhaltenden Niedrigzinsen ächzen, können viele Unternehmen derzeit ein Schnäppchen bei der Refinanzierung machen, indem sie hochverzinste Bankkredite aus der Vergangenheit durch günstigere ablösen. Auf diese Weise sparten deutsche Firmen in den vergangenen zweieinhalb Jahren bereits 8,4 Mrd. €, wie das Beratungshaus Barkow Consulting in einer Studie errechnet hat. Bis Ende 2016 – so lange setzen die Experten die Niedrigzinsen voraus – könnte sich die Ersparnis demnach auf 46,8 Mrd. € belaufen. Unter Berücksichtigung weiterer Verbindlichkeiten wie Anleihen wären sogar 70 Mrd. € möglich.

Solvency II: EU kurz vor Einigung

© RBB

RBB-CEO Rögl will kein Risiko eingehen

Oliver Rögl, neuer CEO der ­Raiffeisen Bank Bulgarien (RBB).

Über die drei Kernelemente des „Solvency II”-Rahmenwerks bestehe nun im Grundsatz Einigkeit, nur an einigen Zahlen könne noch gedreht werden.

Geplant für Anfang 2016 Solvency II soll nach dem Willen der EU Anfang 2016 in Kraft treten. Viele Experten halten diesen Zeitplan aber für sehr knapp.   (APA/Reuters)

Firmen sparen durch Niedrigzinsen für die Unternehmen ist damit nur noch etwa halb so hoch”, so Peter Barkow von Barkow Consulting gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Daher sei es kein Wunder, wenn viele Firmen dieses Umfeld im Moment für eine Umschuldung nutzten. Barkow Consulting nutzte für die Studie neben eigenen Berechnungen auch Bundesbank-Daten etwa zur Entwicklung der Kreditkonditionen. (APA/Reuters)

Sharon Bowles, Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im EU-Parlament.

Den Daten zufolge betrug der Zinsunterschied zwischen neu abgeschlossenen Krediten (2,84 Prozent) und auslaufenden Darlehen (5,68 Prozent) im Sommer fast drei Prozentpunkte. „Das ist Rekordniveau. Die Zinsbelastung

© Barkow Consulting

Drei Prozentpunkte

© EPA

Wien/Sofia. Der neue Chef der bulgarischen Raiffeisen-Tochter, Oliver Rögl, will in seinen Vorstandsposten als CEO der Raiffeisen Bank Bulgarien (RBB) keine großen Risiken eingehen, erklärte Rögl gegenüber der Wirtschaftszeitung Kapital. Rögls Angaben zufolge leiden die bulgarischen Banken besonders unter Bauprojekten für große Einkaufszentren, die noch vor der Krise gestartet worden seien. Bei 17% aller Kredite würden die Raten mehr als 90 Tage zu spät gezahlt, so Rögl.  (APA)

flexibel in die verschiedenen Anlageklassen. Der Schroder SSF Multi-Asset 80 bietet die für Dynamische Hybridprodukte benötigte Garantie in Höhe von 80% des Nettoinventarwerts (NAV). Das maximale Verlustrisiko des Fonds liegt also bei 20% pro Monat. „Mit dem Schroder SSF Multi-Asset 80 haben wir in enger Kooperation mit deutschen Versicherungen ein Produkt entwickelt, das sich hervorragend als Baustein für den zweiten Topf, also das Wertsicherungskonzept, des Drei-Topf-Hybridmodells von fondsgebundenen Lebensversicherungen eignet“, erklärt Charles Neus, Leiter Versicherungen bei der Schroder Investment Management GmbH.  (red)

Peter Barkow von Barkow Consulting: „Zinsbelastung nur noch halb so hoch“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 25. oktober 2013 – 47

zoomsquare bringt neue suche

Das Wiener Start-up Zoomsquare will die Suche nach Immobilien revolutionieren 

Seite 49

© Otto &Brichard

© Panthermedia.net

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

zinshaus-auktionen punkten

Otto und Brichard haben erfolgreich die freiwillige Auktion zweier Zinshäuser abgewickelt  Seite 50

Wir leben Immobilien.

Bauriesen setzen auf verstärktes Finanzgerüst IMMO-AGS 16.–23. Oktober 2013

IATX (23.10.) 177,34

2,22%

Wochentop Warimpex 11,46% Wochenflop conwert -0,16% Warimpex  11,46% S Immobilien AG 4,96% CA Immobilien Anlagen 2,96% Atrium 1,84% Immofinanz 1,02% conwert -0,16%

1-Monats-Performance (per 23.10.) Monatstop iShares FTSE 6,35% Monatsflop FF - Asia Pacific -1,29% Top 5 Immofonds iShares FTSE EPRA/NAREIT Henderson Pan European CS EF (Lux) European 3 Banken Immo Strategie iShares STOXX EU 600 Re.

6,35% 4,86% 4,79% 4,54% 4,53%

Flop 5 Immofonds FF - Asia Pacific Prop. RP Global R.E. T iShares STOXX A/P. 600 R. First State Asian Prop. DWS Immoflex Vermög.

-1,29% -1,27% -1,16% -1,11% -1,00%

© APA/Hans Klaus Techt; Porr/Christa Fuchs, Wienerberger/Kurt Keinrath

IMMO-FONDS

Kurserholung nach Alpine-Pleite Bei den Anlegern ist die Nervosität wieder zurückgegangen, die Kurse der Anleihen von Strabag-Chef Thomas Birtel, PorrCEO Karl-Heinz Strauss, Wienerberger-Boss Heimo Scheuch und anderen haben sich erholt: Sie alle setzen nun auf schönere Bilanzen, so Analysten.  Seite 48

16.–23. Oktober 2013

Wir geben Ihrem Geschäftserfolg neuen Raum. CERX (23.10.) 508,53

2,15%

inhalt

Immo:Capital > Re/Max setzt auch 2014 den Expansionskurs fort  48 > EHL vermietet weitere 3.700 m2 im OC5  48 Immo:Markets > Donauhäfen haben noch viel Potenzial 

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48 – financenetreal:estate

Freitag, 25. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Anleihekurse erholt Porr, Strabag, Swietelsky und Wienerberger werden von Investoren wieder freundlicher beäugt

short

Schwergewichte am Bau möbeln ihre Finanzen auf

Buwog kauft in Kiel Wohnungen ein Kiel. Die Immofinanz-Tochter Buwog hat in der SchleswigHolsteinischen Landeshauptstadt Kiel ein Portfolio mit insgesamt 582 Wohnungen erworben. Das Paket besteht aus neun Objekten und verfügt über eine Gesamtmietfläche von 28.210 m�. Verkäufer ist das niederländische Wohnungsunternehmen RVG Real Estate. Der Kaufpreis beläuft sich auf 24,5 Mio. €, die Bruttorendite beträgt 7,7 Prozent, die IstMiete 5,74 €/m�.  (red)

Wien. Österreichs Bauunternehmen können nach der Pleite der Alpine langsam wieder durchatmen: Die Nervosität der Geldgeber, erkennbar an den Kursen der BauUnternehmensanleihen, hat deutlich nachgelassen. „Die Kurse haben sich seit der Alpine-Pleite wieder beruhigt“, sagt Elena Statelov, Credit Analyst bei der Erste Group. Sie hat unlängst in einer Analyse die Wertpapiere unter die Lupe genommen. Die Marktstimmung gegenüber dem heimischen Bausektor wurde im Oktober 2012 durch die Liquiditätsschwierigkeiten bei Alpine gedrückt, schreibt Statelov. Innerhalb der österreichischen Bauunternehmen verzeichneten insbesondere Porr-Anleihen am Sekundärmarkt deutliche Renditeanstiege; von 4 bis 6% ging es kurzfristig bis über 8% hinauf. Anleihekurse von Emittenten mit soliderem Kreditprofil (u.a. Strabag) erholten sich relativ schnell. Inzwischen ist auch Porr in ruhiges Fahrwasser zurückgekehrt. So notiert die 5%ige Porr-Anleihe (Laufzeit bis Okt. 2015) derzeit bei 97,80 (im September war es zeitweise bis 92 hinuntergegangen).

Kai Enders, Engel & Völkers: Preise pendeln sich auf hohem Niveau ein.

Hamburg. Der deutsche Wohnimmobilienmarkt entwickelt sich im dritten Quartal 2013 auf einem stabilen Niveau. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist nach wie vor hoch. Dennoch zeichnet sich nach den starken Preissprüngen der vergangenen Jahre nun eine Annäherung der Preise an einen Höchststand ab. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle „Engel & Völkers Wohnimmobilienbarometer“. Trotz des leicht zurückgehenden Angebots an Kaufimmobilien und einer nach wie vor hohen Nachfrage zeigt sich die Preisentwicklung etwas verhaltener als noch im vorangegangenen Quartal. (red)

Eigenkapital-Unterschiede Was die weiteren Aussichten der großen Bauunternehmen betrifft, so läuft bei Porr seit dem Jahr 2011 unter dem neuen Chef Karl-Heinz Strauss eine strategisch umfassende Neupositionierung: Fokussierung auf die sicheren Heimmärkte – Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen und Tschechien – sowie die bewusste Distanzierung aus der volatileren CEE-REgion. Mehr als 90% der Produktionsleistung wurden 2012 bereits in den Heimmärkten erzielt. Das Verschuldungs- und Finanzprofil wur-

© ifa AG/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Sofiensäle: Erste Mieter ziehen ein

Bei der Eigenkapitalausstattung liegen die Strabag und Swietelsky besser als andere in ihrer Peer Group.

de 2012 gestärkt, bleibe aber verbesserungsbedürftig; die geplante mittelfristige Reduktion der Nettoverschuldung sowie Erhöhung der Eigenakapitalquote (zum Halbjahr 15,5%) wird gelobt. Die Strabag, Österreichs größter Baukonzern, spürte die negativen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise 2012 deutlich; dadurch wurde der Trend steigender Erträge seit dem Börsegang 2007 unterbrochen. Doch trotz einer leichten Verschlechterung des Kreditprofils im ersten Halbjahr 2013 sei die Tilgungsstruktur ausgewogen, die Entschuldungsdauer mit 1,2 Jahren weiterhin niedrig und die Strabag konnte seit sechs Jahren ihre Eigenkapitalquote immer über 30% halten. Trotz eines schwierigen

EHL Weitere 3.700 m² Bürofläche im OC5 vermietet

Amstetten. Mit einer Wachstumsoffensive will der Immobilienvermittler Re/Max um weitere 200 Makler wachsen. „Die Chance und der Markt für Makler sind da – denn Wohnen ist ein Grundbedürfnis und eine professionelle Dienstleistung mehr gefragt denn je“, erläutert Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von Re/Max Österreich. Bereits im Frühjahr 2014 erreicht das Unternehmen den näch-

Wien. Der Finanzdienstleister Swiss Life Select wird auf 3.700 m� Bürofläche ins OC5 auf der Wiedner Hauptstraße einziehen. Das OC5, das im Besitz der Estrella Immobilieninvest AG steht, erreicht dank der Vermietung durch EHL damit Vollvermietung. Swiss Life Select wurde bei der Flächensuche exklusiv vom Immobiliendienstleister EHL Immobilien betreut.

© RE/MAX/APA-Fotoservice/Rastegar

Wien. Die Sofiensäle, traditionsreicher Baujuwel im 3. Bezirk, werden nach dem verheerenden Brand vom 16. August 2001 von der ifa AG, einem Unternehmen der Soravia Group, mit einer Investition von rund 50 Mio. € revitalisiert und neu gestaltet. Auf dem Areal des einstigen Wiener Kulturtempels, einst Tanz-, Konzert- und Versammlungssaal, entstehen 68 neue Wohnungen, 47 davon als geförderte Wohnungen. Gemeinsam mit Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig überreichte vor wenigen Tagen Erwin Soravia, CEO der ifa AG und Bauträger für das Sanierungsprojekt, Mitte Oktober den ersten Mietern der geförderten Wohnungen ihre Schlüssel. Ende November sollen die Sofiensäle dann in neuem Glanz eröffnet werden. (red)

eine im Juli 2014 fällige Anleihe über 250 Mio. € wurde bereits im April 2013 vorgesorgt. Im August 2013 setzte es freilich eine Ratingsenkung durch Moody´s (von Ba2 auf Ba3), vor allem wegen einer neuen Ratingmethode: Bisher wurde das Hybrid-Kapital zur Hälfte dem Eigenkapital zugerechnet, nun gilt es als Finanzverbindlichkeit. Die Erhaltung einer starken Kapitalstruktur und finanzielle Disziplin seien aber oberste Priorität für Wienerberger – man gehe davon aus, dass die Nettoverschuldung bis Jahresende 2013 wieder auf das Niveau des Vorjahrs gebracht werden kann. Die Entschuldungsdauer soll nach den Plänen des Managements von derzeit 3,2 auf weniger als 2,5 Jahre sinken. (gst)

Re/Max Expansionskurs wird auch 2014 fortgesetzt

Bald 200 Makler mehr im Team

M. Ludwig, Mieter L. Temme-Boberski & F. Boberski, Erwin Soravia (v.l.).

Branchenumfelds peilt sie aktuell EBITDA-Zuwächse an. Swietelksy erbringt rund 55% der Bauleistung in Österreich, gefolgt von Ungarn (15%), Deutschland (13%) und Tschechien (10%). Trotz leicht verschlechterter Kreditkennzahlen verfüge Swietelsky im Vergleich zu den Peers über ein relativ solides Kreditprofil; auch bei Swietelsky lag die Eigenkapitalquote in den letzten Jahren über 30%. Bauleistungs- und Ertragsniveau sollen 2013/14 auf gleichem Niveau wie im Vorjahr zu liegen kommen. Auf Erholungskurs befindet sich Baustoffhersteller Wienerberger seit 2010; man will sich u.a. verstärkt am Renovierungsmarkt positionieren, um vom Wohnungsneubau weniger abhängig zu sein. Für

Wachstumsoffensive: Re/Max Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer.

sten Meilenstein mit 110 Offices in Österreich. Aus heutiger Sicht wird die Intensivphase der Expansion noch zwei bis drei Jahre andauern, so Reikersdorfer. In Summe sind rund 150 Standorte geplant. Dabei ist jedes Büro ein rechtlich und wirtschaftlich eigenständiges Unternehmen im Franchise-Netzwerk. Besonders für Menschen mit entsprechender Berufs- und Lebenserfahrung im Vertrieb sei der Makler-Beruf optimal und auch für Quereinsteiger und Wiedereinsteigerinnen – Frauen nach der Kinderpause – hervorragend geeignet, so der Re/Max-Boss. Aktuell wird lediglich ein Drittel aller Immobilien-Transaktionen in Österreich von Profis, nämlich ausgebildeten Immobilienmaklern, begleitet; hier ortet Reikersdorfer noch viel brachliegendes Potenzial. Weitere Vorteile seien unter anderem die hervorragenden Verdienstmöglichkeiten bei freier Zeiteinteilung. Re/Max verfügt über 92.000 Makler in 95 Ländern und über eine eigene Akademie in Österreich.  (red)

Aller guten Dinge sind fünf

Neben Swiss Life Select sind auch ELK Haus, Sabre Austria GmbH und Hali im OC5 angesiedelt. EHL konnte mit der Transaktion heuer die bereits fünfte Großvermietung erzielen. „Wir konnten heuer verstärkt Großvermietungen abschließen – das sind deutliche Zeichen, dass der Büromarkt wieder im Aufwind ist“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. (red)

Zentrale übersiedelt Swiss Life Select wird seine Österreichzentrale vom dritten Bezirk sowie drei Wiener Vertriebsstandorte an den neuen Standort übersiedeln. Ausschlaggebend für die Entscheidung für das OC5 waren das sehr gute Preis-LeistungsVerhältnis sowie die modernen und hochwertig ausgestatteten Büros. Das OC5 verfügt auf sechs Geschoßen über insgesamt 12.500 m� Nutzfläche und wurde 2002 fertiggestellt. Das Objekt zeichnet sich durch seinen repräsentativen Eingangsbereich, Büros mit Wienblick sowie einen zenartig angelegten Garten aus.

© EHL Immobilien

© Engel&Völkers

Stabilisiert: deutscher Wohnimmobilienmarkt

© APA/Harald Schneider

Auf den Schock der Alpine-Pleite folgte Beruhigung bei den Bonds, so Erste-Analystin Elena Statelov.

Michael Ehlmaier, EHL: mehr Interesse im mittel- bis hochpreisigen Segment.


immo:service

Freitag, 25. Oktober 2013

financenetreal:estate – 49

financenet@medianet.at

Wiener Start-up zoomsquare Statt mühsamer händischer Suche über viele Plattformen soll Immobilienportal die Objekte selbst auswählen

Wohnungssuche: „Ganz anders“ bald auch dabei sein”, sagt Holzer. 1,2 Mio. Anzeigenseiten im Web würden täglich analysiert, selbst Inserate aufgeben kann man aber nicht.

„Wie Online-Dating“ Mittels einer Geodatenbank werden neben einer genauen Lokalisierung der interessanten Wohnung auch gleich nützliche Umgebungsinfos mitgeliefert. „Es handelt sich quasi um ein Parship (Verkupplungsseite im Internet) in Sachen Wohnungssuche – Stichwort ‚Matching’”, so Holzer. „Mittelfristiges Ziel ist, dass man zoomsquare,

wie auch im Gespräch mit einem Freund, einfach erzählt, wie man gern wohnen möchte; was einem sehr wichtig ist, was noch schön wäre”, erklärt Mitgründer Andreas Langnegger. Die Immobiliensuchenden wünschen sich also beispielsweise eine Altbauwohnung mit Bad und mit abgetrenntem WC, nicht weiter als 5 Gehminuten bis zur nächsten U-Bahn-Station entfernt, samt eigenem Balkon und mit Badewanne. Auf der Plattform werden dann alle Inserate im Internet mit diesen Wünschen abgeglichen und nach Übereinstimmung und Gewichtung gereiht. (APA/red)

Das neue Start-up will die Suche nach Immobilien im Internet revolutionieren.

Innovation ist der Schlüssel

Eine andere Philosophie Als „revolutionär” bezeichnen die insgesamt sechs Firmengründer, dass zoomsquare im Unterschied zu klassischen Immoseiten im Internet auf einer Suchmaschine basiert, die ständig nach neuen Anzeigen im gesamten Internet sucht und neue Objekte automatisch mit den Suchwünschen der User abgleicht. Noch fehlen Angebote von Genossenschaften, Facebook, Foren und Blogs. „Aber die werden

Mitarbeiter Reduktion

conwert spart

© Andi Bruckner

Wien. Das börsenotierte ImmoUnternehmen conwert will heuer die Mitarbeiterzahl auf 555 senken, 22% weniger als zu Jahresanfang. 2014 seien weitere 5 bis 10% Reduktion geplant, so Verwaltungsratsvorsitzender Johannes Meran zum WirtschaftsBlatt. Die Reduktionen würden mehrheitlich Deutschland betreffen. Trotz Verlagerung des Investment-Schwerpunkts von Österreich auf Deutschland halte man an der Zentrale und Börsenotiz in Wien fest. (APA)

LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“: Top 5 stehen fest

Spannende Wahl: Wer wird Sportler des Jahres? Am 31. Oktober, live ab 20:15 in ORF eins, werden die Sportler des Jahres im Austria Center Vienna geehrt. Wien. Wer bekommt dieses Jahr die begehrten Trophäen für die Sportler des Jahres? Das Geheimnis wird erst auf der Bühne der 17. LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ am 31. Oktober im Austria Center Vienna gelüftet, zu sehen erstmals auch live in ORF eins. Jetzt stehen die Top-5 der Kategorien Sportler, Sportlerin und Mannschaft des Jahres fest. Im Vorjahr standen zwei Ski-Asse ganz oben: Marlies Schild und Marcel Hirscher holten sich die begehrten Titel zu den Sportlern des Jahres, die Trophäe der Mannschaft des Jahres sicherte sich einmal mehr das ÖSV-Skisprungteam. Über den Ausgang der Wahl 2013 bzw. die Titelanwärter wird in Fachkreisen eifrig diskutiert. Selten zuvor gibt es so wenige deklarierte Favoriten wie heuer. Gewählt wurden die Sportler des Jahres von den Mitgliedern von Sports Media Austria, der Vereinigung Österreichs Sportjournalisten.

Neuer Rekord an Stimmen

im ORF-Hauptabendprogramm, um die wir schon lange gekämpft haben, war Ansporn für uns, alles für einen neuen Rekord an abstimmenden Sportjournalisten zu tun“, sagt Michael Kuhn, „und wir haben es geschafft.“ Insgesamt haben 556 Mitglieder von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht, so viele wie nie zuvor. Wie im Vorjahr wählten die Sportjournalisten nicht nur die Sportlerin und Sportler des Jahres, sondern auch die Mannschaft, sowie die Behindertensportlerin und den Behindertensportler des Jahres.

Strengste Geheimhaltung Dr. Harald Christandl, der Rechtsanwalt der Österreichischen Sporthilfe, wurde von Sports Media Austria mit der Auswertung der Stimmen beauftragt – und zu strengster Geheimhaltung der Ergebnisse verpflichtet. „Das Resultat wird niemandem bekannt gegeben“, so Dr. Christandl, „erst im Rahmen der Galanacht werde ich die verschlossenen Kuverts aus der Hand geben.“

„Es ist ein Privileg, Österreichs Sportler des Jahres wählen zu dürfen. Die Live-Übertragung

Kann Weltmeister Marcel Hirscher (hier mit Vorjahressiegerin Marlies Schild) seinen Titel als Sportler des Jahres verteidigen?

Sportfans wählen Aufsteiger 2012 sicherte sich Leichtathletin Beate Schrott den Titel „Aufsteiger des Jahres“. Wer ihr Nachfolger wird, bestimmen Österreichs Sportfans. Unter insider.orf.at und krone.at/sport stehen Seglerin Lara Vadlau, Radrennfahrer Riccardo Zoidl und Tennisspieler Dominic Thiem noch bis 30. Oktober zur Wahl.

Die SpOrThilfe AbAlO App Die Sporthilfe abalo App macht das Smartphone zur persönlichen Plakatwand und ermöglicht damit jedem Nutzer österreichische Topathleten zu unterstützen. Um das zu tun, registriert sich der Nutzer, gibt seine Interessen an und erhält neben exklusiven Informationen rund um österreichische Sportler seinen Interessen entsprechende Werbung. Bei jeder Sichtung einer Werbeanzeige werden dem Nutzer 1,8 Cent gutgeschrieben. Pro Monat macht das bis zu € 15,-, die komplett an die Sporthilfe zur Förderung österreichischer Sportler fließen. Für werbende Unternehmen bietet die Sporthilfe abalo App durch genaues Targeting mobiles Werben ohne Streuverlust! Über die Sujets kommt der App Nutzer weiter zu Landing Pages, Multimedia Content, Gutscheindownloads, uvm. Schick „app“ an 0664 660 1971 und hol dir die Sporthilfe abalo App!

conwert-Verwaltungsratschef Johannes Meran: Verlagerung nach Deutschland.

© GEPA / Sporthilfe (2)

Die jungen Unternehmensgründer wollen eine Immobiliensuche bieten, die Zeit spart, den Suchenden in den Fokus rückt, die neuesten Technologien mit einander verknüpft und zudem auch noch Spaß macht, erklärt zoomsquareMitgründer Bernhard Holzer. Sein Mitgründer Christoph Richter meint, bisher hätten viele Plattformen keine Gesamtübersicht und wenig Innovation geboten – „jedenfalls musste man unzählige Stunden für die Suche vor dem Computer verbringen”. Daher sei man vor einem Jahr auf die Idee gekommen, den Suchenden auf einer neuen Plattform in den Mittelpunkt zu rücken.

Die Top 5 im Überblick: (alphabetisch geordnet)

Sp ORTLER dES JAh RES :

David Alaba Marcel Hirscher Gregor Schlierenzauer Bernd Wiesberger Riccardo Zoidl

Fußball Ski Alpin Skispringen Golf Rad

Sp ORTLERIN dES JA hRES :

Anna Fenninger Michaela Kirchgasser Jasmin Ouschan Anna Stöhr Michaela Taupe-Traer

Ski Alpin Ski Alpin Billard Klettern Rudern

MANNS ch Af T d ES JA hRES :

FK Austria Wien Schwaiger-Sisters ÖHB-Team ÖSV-Team Red Bull Racing

Fußball Beachvolleyball Handball Ski Alpin Formel 1

KONTAKT

Löst David Alaba Marcel Hirscher als Sportler des Jahres ab?

Österreichische Sporthilfe Marxergasse 25 1030 Wien Tel.: +43 1 799 4080 Fax: +43 1 799 4099 Mail: gala@sporthilfe.at Web: www.sporthilfe.at

PROMOTION

Wien. Viele kennen die mühsame Wohnungssuche im Internet. Hat man etwa in Wien endlich eine Wohnung im passenden Bezirk gefunden, stellt sich später heraus, dass sie doch genau am falschen Ende des Stadtteils liegt, um zeitsparend in die Arbeit zu gelangen. Diese und viele weitere Mühseligkeiten bei der Online-Suche nach einem Heim sollen durch „zoomsquare.com” ab sofort aber der Vergangenheit angehören, kündigten die Firmengründer bei einer Pressekonferenz an. Suchende werden mit potenziell passenden Wohnungen „gematcht”, wie sonst oft beim Online-Dating.

© Panthermedia.net/Phovoi R.

Spezial-Suchmaschine durchforstet Web nach neuen Immo-Angeboten.


immo:markets

50 – financenetreal:estate

Freitag, 25. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Neuer Vertriebsweg Otto Immobilien Gruppe und Brichard Immobilien wickelten die freiwillige Auktion zweier Zinshäuser in Wien ab

Erfolgreiche Zinshausauktionen Die Verkäufe erfolgten jeweils über dem Rufpreis; die nächste Versteigerung soll schon im Frühjahr 2014 über die Bühne gehen.

© Otto & Brichard GesbR/Christian Steinbrenner

Wien. Erfolgreiche Premiere für die erste Wiener Zinshaus-Auktion der beiden Immobilientreuhänder Eugen Otto und Oliver Brichard: Unter reger Beteiligung von rund 80 Investoren und Branchenkollegen konnten zwei Immobilien in zentraler Lage des 3. bzw. 4. Bezirks deutlich über dem Rufpreis versteigert werden. Ort der Versteigerung war der große Festsaal im Ringstraßenhotel Radisson Blu Palais. Konkret lag das Eckzinshaus in der Reisnerstraße 61 (1030 Wien) mit 6,5 Mio. € um 10,6 Prozent über dem ausgerufenen Mindestgebot. Das moderne Wohnhaus in der Belvederegasse 18 (1040 Wien) wechselte um 4 Mio. € den Besitzer und lag damit um 11,8 Prozent über dem Mindestgebot. Die Mehrheit der Besucher wollte sich das Geschehen offenbar zunächst einmal ansehen, denn beim ersten Objekt in der Belvedere-

Erfolgreiche erste Wiener Zinshausauktion: Eugen Otto und Oliver Brichard (v.l.n.r.)

Wien. Österreichs größtes Krankenhaus, das Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH), muss saniert werden. Wie hoch die Kosten dafür sein werden, steht allerdings noch nicht fest. Frauenklinik-Vorstand Peter Husslein zufolge gibt es Schätzungen von 1,5 Mrd. €. Die kolportierte Summe stimmt nicht, entgegnete der stellvertretende Spitalsdirektor Herwig Wetzlinger in einer Stellungnahme; vielmehr werde der Investitionsbedarf gerade erst berechnet. Das Ergebnis dazu soll dann im Frühjahr 2014 vorliegen.  (APA/red)

Baumit errichtet erstes Werk in China

Die Donauhäfen haben noch viel Potenzial Wien. Rund 40 Experten kamen auf dem Schiff „MS Wien“ zusammen, um die Chancen der Donauhäfen als trimodale Hubs anhand von vier aktuellen EU-Projekten zu diskutieren. Der Hafen Wien und Tina Vienna Urban Technologies & Strategies GmbH, zwei Unternehmen der Wien Holding und Projektpartner, organisierten das Business Café und transnationale Seminar im Rahmen neuer EU-Projekte. Karin Zipperer, Geschäftsführerin des Hafen Wien, eröffnete die Veranstaltung. Fachleute von Häfen, Interessensvertretungen, Forschungseinrichtungen und privaten Firmen diskutierten im Rahmen der Veranstaltung die Fortschritte im

Ausbau der Donau und die Verbesserung der Binnenschifffahrt. Sie analysierten die noch bestehenden Schwächen des Transports auf der Donau und erläuterten die zukünftigen Chancen für See- und Donauhäfen durch deren Ausbau als reibungslose, trimodale Umschlagplätze. Neben Handlungsempfehlungen an die Politik waren besonders Nachfrage/AngebotsKorrelationen als positiver Entwicklungsschub für die Binnenschifffahrt ein vieldiskutiertes Thema. Es wurden verschiedene Projekte wie Empiric (Aufbau und Verbesserung der multimodalen Verbindungen), Inwapo (Aufwertung von Binnen- und Seehäfen), News (neue Generation von Binnnenschiffen) präsentiert (ag/red)

EU-Programm: Ungenützte Potenziale des Schiffsverkehrs sollen aktiviert werden.

Warimpex „Le Palais Offices“ an IVG Warschau Fonds

bauMax „Fortbestand des Unternehmens gefährdet“

Wien/Warschau. Wie bereits Anfang des Jahres angekündigt, wurde der Verkauf der Le Palais Offices in Warschau an den IVG Warschau Fonds nun erfolgreich abgeschlossen, meldet die Warimpex. Nur rund acht Monate nach der Fertigstellung und Eröffnung der Immobilie fand jetzt das Closing der Transaktion statt. Der gesamte Kaufpreis für die Immobilie betrug 31 Mio. €. Die Le Palais Offices befinden sich im zentralen Geschäftsviertel von Warschau. Auf einer Fläche von 5.300 m� bietet die Immobilie erstklassige Büroräumlichkeiten sowie auf 1.300 m� Einzelhandelsund Gastronomieflächen. Über 85% der Bürofläche wurden bereits erfolgreich an namhafte Mieter vergeben. Damit stehen aktuell nur noch ca. 600 m� Bürofläche zur Verfügung. Die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss wurden bereits vollständig vermietet. „Die geschichtsträchtige Vergangenheit der Prózna-Häuser sowie der gesamten Umgebung haben dies zu einem einzigartigen und herausfordernden Sanierungsprojekt gemacht. Trotz der hohen An-

Wien/Klosterneuburg. Die strudelnde Baumarktkette bauMax ist komplett an Banken verpfändet, schreibt die Tageszeitung Presse mit Hinweis auf den Geschäftsbericht der bauMax AG für 2012. Das gesamte Unternehmen, das die Familie Essl über zwei Stiftungen und die bauMax-Anteilsverwaltung hält, die Marke, die Rechte auf den Webnamen und das gesamte Immobilienvermögen der Gruppe seien verpfändet worden. Das Unternehmen betonte, dass keine Insolvenzgefahr bestehe. Die Wirtschaftsprüfer weisen aber darauf hin, dass „der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist, wenn die erfolgreiche Sanierung des bauMax-Konzerns nicht gelingt“. Und weiter: „Sollten sich die Erwartungen des Vorstands im Zusammenhang mit der Restrukturierung nicht oder nur sehr unvollständig realisieren lassen, so kann nicht ausgeschlossen werden, dass die vorhandene Liquidität nicht zu jedem Zeitpunkt ausreicht, um allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In diesem Fall kann die positive Fortführungsprognose möglicherweise nicht

forderungen des Denkmalschutzes konnte die Renovierung des Gebäudes durch unser Team in einer Bauzeit von nur eineinhalb Jahren umgesetzt werden“, meint Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch. Das Entwicklungsprojekt umfasste die Restaurierung und Modernisierung der historischen Gebäude sowie die Erweiterung des Komplexes durch einen Neubau und brachte der Warimpex zwei CEE Quality Awards. (red)

© Warimpex

© Baumit

Pingwang/Wopfing. Baumit setzt – 25 Jahre nach seiner Gründung – weiter auf Expansion: In Pingwang, 80 km von Shanghai entfernt, wurde nach intensiver Vorbereitung der Grundstein für das erste Trockenmörtelwerk in China gelegt. „Nachdem wir in den vergangenen Jahren in China ausschließlich als Handelsunternehmen tätig waren, dabei den Markt analysieren und aufbereiten konnten, ist es nun an der Zeit, mit einer eigenen Produktionsstätte präsent zu sein“, erläutert Robert Schmid, Geschäftsführer der Baumit Beteiligungen GmbH. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf sechs Mio. €, die Inbetriebnahme ist für den Mai 2014 terminisiert. (ag/red)

Die beiden Auktionatoren zeigten sich mit dem gelungenen Start ihres Projekts mehr als zufrieden. „Mit der ersten Wiener Zinshaus-Auktion

Wien Holding Business Café und transnationales Seminar im Rahmen von EU-Projekten auf der „MS Wien“

Bürokomplex in Polen verkauft

Grundsteinlegung: Fritz Six,Uwe Muenchow, Alfred Gsandtner (v.l.).

Transparentes Verfahren

Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch: einzigartiges Sanierungsprojekt.

Komplett an Banken verpfändet? mehr aufrechterhalten werden.“ Das Eigenkapital in der bauMax AG hat sich aufgrund der Darlehen an ausländische Töchter in Höhe von 30,4 Mio. € heuer auf 300.000 € reduziert. „Ohne den Bestätigungsvermerk einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die erforderliche Eigenmittelquote Ende 2012 nicht gegeben war; das Grundkapital ist zu mehr als der Hälfte aufgebraucht“, schreibt Wirtschaftsprüfer EY.(ag)

© medianet/Szene1/Hutter

AKH: Sanierungskosten stehen erst 2014 fest

hat sich erstmals ein transparentes und sicheres öffentliches Verkaufsverfahren am Wiener Zinshausmarkt etabliert“, so Oliver Brichard und Eugen Otto nach der freiwilligen Versteigerung. Mit der Wiener Zinshaus-Auktion wollen sich die beiden Immobilientreuhänder an private, aber auch gewerbliche und institutionelle Immobilieneigentümer, Eigentümergemeinschaften, Privatstiftungen, Verkäufer im Auftrag Dritter sowie die öffentliche Hand richten – also an all jene, die einen nachvollziehbaren, transparenten und auch zeitlich begrenzbaren Verkaufsprozess für ihre Liegenschaft benötigen, heißt es. Kostspielige Vertragsverhandlungen entfallen. Die nächste Auktion ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen. Die Einbringung der Objekte sollte zeitnah erfolgen, gibt es doch eine fast sechsmonatige Vorbereitungszeit zu berücksichtigen.  (rk)

© Wikimedia/Otto Normalverbraucher/CC Lizenz

short

gasse im 4. Bezirk gab es im Saal kein einziges Gebot. Das Gebäude erhielt somit ein Käufer, der sich schriftlich beteiligt hatte. Ihm war das 1994 errichtete Wohn- und Bürohaus 4 Mio. € wert. Ein Bietergefecht war jedoch beim zweiten Objekt zu beobachten. Das aus dem Jahr 1873 stammende Bauwerk am Rennweg (3. Bezirk) war mit 5,876.000 € ausgerufen worden. Es ging schließlich um 6,5 Mio. € an „Bieter Nummer 1“. Namen von Käufern oder Vorbesitzern wurden keine genannt. Die Teilnehmer mussten sich mittels Unterschrift verpflichten, diese nicht ohne Einwilligung der Betroffenen zu veröffentlichen.

bauMax-CEO Martin Essl: keine ­Insolvenzgefahr für das Unternehmen.


p e o p l e & date s

Freitag, 25. Oktober 2013

financenetreal:estate – 51

financenet@medianet.at

Yield Investment-Tage Heuer erstmals als offizielle Weiterbildungsveranstaltung vom Verband AFP akkreditiert

short

Geballtes Finanzwissen

Buwog: Immofinanz klagt Schadenersatz ein Wien. In der Causa um den Verkauf der Bundeswohnungen an die Immofinanz unter ExFinanzminister Karl-Heinz Grasser werden Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics und Lobbyist Peter Hochegger von der Immofinanz auf 9,9 Mio. € Schadenersatz geklagt. Die Verhandlung wurde auf den 4.2.2014 verlegt. Es geht um Zahlungen, die im Zuge des Verkaufs an Hocheggers zypriotische Gesellschaft Astropolis überwiesen worden sein sollen – die Gegenleistung ist fraglich.

Breites Spektrum an Anlage-Themen: von leicht verständlichen Fonds bis zu strukturierten Produkten.

Peter Oswald ist WUManager des Jahres

Einen Vorgeschmack auf den Winter bekamen die Teilnehmer der Investment-Tage.

© APA/Gert Eggenberger

waltskanzlei DLA Piper WeissTessbach, in dem er über das Gesetz für Alternative Investmentfonds Manager (AIFMG) aufklärte, rundete das Spektrum ab. Lacuna-Vertriebsdirektor Ingo Grabowsky brachte die Anlagethemen Healthcare und Immobilien, konkret US-REITs, näher. Dieter Wimmer, Österreich-Chef bei Comgest, erklärte den Anlageansatz des Aktienfonds-Spezialisten und ging insbesondere auf nachhaltiges Investieren ein. Christian-Hendrik Knappe, Produktmanager bei Deutsche Asset & Wealth Management, wiederum gab einen Einblick in die Welt der über 140.000 Strukturierten Produkte der Deutsche Bank-Sparte. Inwiefern Rohstoffe im Portfolio Sinn machen, erläuterte der Rohstoff ETP (Exchange Traded Products)-Spezialist ETF Securities, es referierte Jan Hendrik-Hein, Associate bei ETF Securities.  (lk)

© Yield PR

Bad Gastein. Der erste Schnee des Jahres, gepaart mit viel Finanzkompetenz – die Investment-Tage der Kommunikationsagentur Yield PR gingen vor zwei Wochen bereits zum dritten Mal im Hoteldorf Grüner Baum in Bad Gastein über die Bühne. Erstmals wurden die Investment-Tage, zu denen wie gewohnt institutionelle Investoren, Banker und Finanzjournalisten geladen waren, vom Österreichischen Verband Financial Planners AFP als offizielle Weiterbildungsveranstaltung akkreditiert. Insgesamt konnte man 5 CPD-Credits ergattern, u.a. in den Themenfeldern „Privates Asset Management“, „Immobilienmanagement“, „Rechtsfragen & Beraterhaftung“. Referenten waren Vertreter der Investmentgesellschaften Lacuna AG, Comgest, Deutsche Asset & Wealth Management sowie ETF Securities, ein Vortrag von David Christian Bauer, Partner der An-

Mondi-Chef Oswald als „Führungskraft mit Mut und Visionen“ geehrt.

Federal Reserve Es werden immer noch monatlich Hypothekenpapiere im Volumen von 85 Mrd. Dollar gekauft

Notenbanker warnt vor neuer Immo-Blase New York/Dallas. Der US-Notenbanker Richard Fisher hat vor einer neuen Immobilienblase in den USA gewarnt. „Ich sehe nicht nur in meinem Bezirk, sondern auch landesweit erste Anzeichen“, sagte der Chef der Fed von Dallas. Daher müsse die Fed Vorsicht beim Ankauf von Hypothekenpapieren walten lassen, mahnte Fisher, der als Gegner einer ausgesprochen laxen Geldpolitik gilt.

Federal Reserve: Der Etatstreit wird wohl den Einstieg in den Ausstieg verzögern.

Erwerb von Hypothekenpapieren – diese werden im Fachjargon ABS (Asset Backed Securities) genannt. Die Fed hatte zur Überraschung der Märkte ihre Konjunkturspritzen im September noch nicht reduziert. Viele Experten erwarten, dass sie auch wegen der wirtschaftlichen Folgen des wochenlangen Etatstreits in Washington den Fuß später vom Gaspedal nehmen wird und womöglich erst im nächsten Jahr mit dem Einstieg in den Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes beginnen wird. Die Notenbank reagierte mit ihrer großzügigen Geldpolitik auf die Folgen der Finanzkrise, die letztlich von einer Immobilienblase in den USA ausgelöst wurde. (ag)

Finanzbildung Unterrichtsmaterialien für Volksschule

Hypo Wirtschaftsgespräche Luftfahrt in Europa

Wien. Ab sofort gibt es die vierte Folge von Sparefroh TV inklusive Unterrichtsmaterialien. Sparefroh TV wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur entwickelt, die Inhalte sind altersgerecht für die 1.- 4. Schulstufe und nach pädagogischen Richtlinien gestaltet. Zusätzlich zu den Filmen wurden mit Unterstützung des Zentrum Polis – Politik lernen in der Schule und der Initiative für Teaching

Wien. Auch in einem schwierigen Marktumfeld ergäben sich für die Austrian Airlines am Luftverkehrsmarkt in den nächsten Jahren gute Chancen, zeigte sich AUA-Vorstandsdirektor Karsten Benz bei den Hypo Wirtschaftsgesprächen 2013 zuversichtlich. Den Beitrag der europäischen Luftfahrt zur Wirtschaftsleistung des Kontinents bezifferte er mit 475 Mrd. €, erzielt mit drei Mrd. Passagieren.

Sparefroh soll helfen, aus Kindern finanzgebildete Erwachsene zu machen.

475 Mrd. € Wirtschaftsleistung

Entrepreneurship (ifte) Unterrichtsmaterialien für die 3. und 4. Schulstufe erstellt. Das Buch mit allen Lehrunterlagen und der DVD gibt es für Lehrerinnen und Lehrer kostenlos im Online-Shop des Zentrum Polis.

Rund ums Unternehmen In der vierten Folge von Sparefroh TV wird kindgerecht alles rund um die Arbeit in einem Unternehmen erklärt. Die Moderatoren Kati und Klaus nehmen gemeinsam mit dem Sparefroh unter die Lupe, warum man eigentlich arbeiten muss, welche Arbeiten in einem Unternehmen anfallen und welchen Sinn eine Weiterbildung und die Pension haben. In den Folgen 1-3 von Sparefroh TV werden die Fragen „Was ist Geld?“, „Was kauf ich mir?“ und „Wie funktioniert der Markt?“ beantwortet. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet unter www.sparefroh.at. Auch für Jugendliche und Erwachsene gibt es gut aufbereitete Informationen rund um Wirtschaft und Geld z.B. auf www.geldundso.at. (red)

Als Verbindungsglied zwischen Produktions- und Absatzmärkten spielen Fluglinien für Handel, Tourismus und damit für Wirtschaftswachstum eine bedeutende Rolle. Zudem ist der Luftverkehr mit insgesamt geschaffenen 60.000 Arbeitsplätzen in Österreich ein wichtiger Beschäftigungsfaktor mit hochqualifizierten Jobs. In Europa hängen 7,8 Mio. Arbeitsplätze an der Luftfahrt. Weltweit würden 2,2 Billionen € direkt und indirekt durch die Luftfahrt erwirtschaftet. Dennoch ist die Profitabilität der Luftfahrt gering. Im Durchschnitt verdient eine Fluglinie pro Passagier nur drei Euro. Mangels globaler Regeln könne von keinem fairen Wettbewerb gesprochen werden.

Nur Symptombekämpfung

© Hypo Salzburg

© Erste Bank

Neue Folge von Sparefroh TV

ÖSW-Projekt: 3 Häuser, eine Gemeinschaft

Salhofer: „Aus der Krise wirklich gelernt haben weder Finanzsektor noch Politik.”

Hypo-Generaldirektor Reinhard Salhofer ergriff die Gelegenheit, vor rund 400 Zuhörern zu kritisieren, dass eine Regulierung der Finanzmärkte seitens nationaler und internationaler Institutionen allein nicht zielführend sei; sie bekämpften nur Symptome.  (red)

© ÖSW

Die Fed kauft Monat für Monat Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Volumen von insgesamt 85 Mrd. USD (62,7 Mrd. €) auf, um die Wirtschaft zu stützen: 40 Mrd. USD entfallen dabei auf den

© EPA

Weitere Konjunkturspritzen

Wien. Peter J. Oswald, Vorstand Mondi Group und CEO Mondi Europe & International, wird „WU-Manager des Jahres 2013”. „Oswald kombiniert hervorragende Führungskompetenz mit Weitsicht und strategischer Kompetenz und herausragendem Engagement im Bereich Nachhaltigkeit“, erklärte WU-Rektor Christoph Badelt die Entscheidung der Jury. Die Auszeichnung fand am 24. Oktober am Campus WU statt. Mit der jährlichen Auszeichnung herausragender Managementpersönlichkeiten unterstreiche man die traditionell gute Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis, die an der Uni kultiviert werde.

Architektin Elsa Prochazka, Michael Pech, Wolfgang Wahlmüller (ÖSW).

Wien. In einer Zusammenarbeit von ÖSW und GSG entsteht in der Attemsgasse 31 in Wien Donaustadt ein vielseitiges Projekt mit 169 geförderten Mietwohnungen für unterschiedliche Wohnbedürfnisse. Geplante Fertigstellung ist im Sommer 2014. Am 15. Oktober fand im Beisein aller Projektbeteiligten die traditionelle Gleichenfeier statt. Die Wohnungsgrößen in dem von Architektin Elsa Prochazka konzipierten Projekt reichen von rund 48 m� bis ca. 132 m�. Das Wohnprojekt gliedert sich in drei Bauteile: den „Familienturm“, den „Singleturm“ und einen dritten Bauteil mit Wohnungen verschiedenster Größen. Besonderer Wert wurde auf vielfältige Gemeinschaftsräume gelegt.  (lk)


Business promotion

52 – financenetreal:estate

Freitag, 25. Oktober 2013

Assetklasse Hotel UBM Realitätenentwicklung AG baut Wachstumsschiene aus; Investoren-Interesse ist ungebrochen

„Ein sicherer Garant für stabile Erträge“

UBM-HotelProjekte

Wichtig dabei: das richtige Objekt-Portfolio und passende Kooperationsmodelle.

Nachfrage nach Top-Lagen Der diesen Oktober erfolgte Verkauf des erst Anfang 2013 fertiggestellten angelo Hotel München Westpark an die deutsche Fonds-

UBM in CEE bestens aufgestellt: Park Inn Krakau.

© UBM Realitätenentwicklung AG (10)

Wien. Partielle Aufhellungen am heimischen wie internationalen Büromarkt, überstrahlt von einem weitgehend wolkenlosen Himmel im Hotelsegment – im Westen wie im Osten: Die gemischte Großwetterlage in Zeiten des verlangsamten Wachstums hat für Karl Bier, Vorstandsvorsitzender der UBM Realitätenentwicklung AG, einen eindeutigen Gewinner: die gemanagte Hotel-Immobilie. „An den richtigen Standorten locken stabile, inflationssichere Erträge.“ Von einem Zwischenhoch sei nicht auszugehen, so seine Prognose. Im Gegenteil: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden die gegenwärtige Entwicklung nur noch prolongieren. Dank flexibel gestaltbarer RoomRates und gesicherter Basisauslastung, die Totalausfälle zu verhindern helfen, wird die neue Königsklasse auch auf den Märkten immer intensiver gehandelt. Institutionelle Investoren zeigten ein zunehmendes Interesse am ‚sicheren Hotel-Hafen‘. Zudem, so Bier, seien die Emissionshäuser in der anhaltenden Niedrigzins-Phase auf der Suche nach bestmöglicher Veranlagung für ihre gehorteten Geldmengen. Liquidität müsse abgebaut werden, was sich in „der Suche nach geeigneten Objekten und Projektpartnern niederschlägt“. Fazit: „Es wird fleißig dazugemischt.“ Dazu bedarf es vor allem passender Projekte: In den letzten 20 Jahren hat UBM über 30 Hotels errichtet. Aktuelle Investitionsschwerpunkte sind Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Was die Länder des ehemaligen Ostblocks betrifft, sind die institutionellen Anleger noch zurückhaltend; Bier rechnet aber damit, dass auch in Polen und Tschechien die Hotelinvestments wieder ansteigen werden. Errichtung, Verkauf und Betrieb vielversprechender Häuser tragen wesentlich zum Ergebnis von UBM bei. Rund 37% des Gesamtportfolios entfallen bereits auf die Assetklasse Hotel – Tendenz steigend.

Auch in Frankreich on top: Magic Circus Paris.

Architektur und Ambiente überzeugen nicht nur Hotelgäste; auch immer mehr Investoren finden Gefallen an Hotel-Immobilien.

gesellschaft Union Investment unterstreicht den Run auf potenzielle Häuser in Bestlagen; Bier stellt in Aussicht, dass es weitere Transaktionen geben wird. Einzige Krux: die Wahl der richtigen Immobilie. Seitens UBM wird in Frankreich, Deutschland und in den Niederlanden – aber auch im polnischen Raum – mitinvestiert und weiter nach Standorten Ausschau gehalten. „Wir bleiben nach vielen Richtungen hin offen“, sagt Bier. Konkret müssten Destinationen, Kapazitäten und Kategoriewahl – alles von der Budgethotellerie bis zum Luxustempel – in die Strategieplanung miteinfließen. Hier habe man Know-how angesammelt, auf das auch von führenden Fondshäusern, mit denen man in weiteren Verhandlung stehe, verstärkt zurückgegriffen werde; speziell seit kapitalstarke Anleger mit den Renditen aus Büroimmobilien nicht mehr das Auslangen finden würden. Dass sich beispielsweise der (süd-) deutsche Raum besonders profitabel erweist, hat sich laut Bier

Auszug Aus d e m ak t u e l l e n U BM - H o t e l p o r t f o l i o

Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

Hotelprojekt Radisson Blu Krakau Radisson Blu Breslau Park Inn Krakau Intercont Warschau Magic Circus Paris Dream Castle Paris Park Inn Linz angelo Pilsen angelo München Leuchtenbergring andel’s Berlin Cube Savognin angelo Kattowice Crowne Plaza St. Petersburg Crowne Plaza Amsterdam angelo München Westpark angelo München Leuchtenbergring Ausbau angelo München Leuchtenbergring Serviced Apt. Holiday Inn Frankfurt Hyatt Regency Amsterdam Porte de Bagnolet Paris = Betreiber

= Planung oder Bau

Zimmer 196 162 168 414 396 400 175 144 146 557 76 203 294 207 207

Fertigstellung 2003 2002 2009 2003 2007 2004 2009 2008 2008 2009 2005 2010 2011 2011 2013

längst herumgesprochen. Und das nicht nur in der Beletage: „Vor allem die Messesaison, aber auch Publikumsmagnete, wie beispielsweise das Oktoberfest, schlagen sich gleich in dreifach höheren Preisen nieder – ohne das geringste Auslastungstief.“ Auch das Beispiel

eliminiert; der Betreiber findet Anreize, durch Eigenleistung die Erträge des Hotels zu optimieren und zeitgerecht zu steuern. Der Eigentümer könne so vom Start weg stabile Erträge erzielen, der Pächter bekomme frühzeitig Liquidität und erhalte sich ein vom Erfolg

„Hotelimmobilien sind gefragte Rendite-

In Oberösterreich engagiert: Park Inn Linz.

bringer; mit ihnen kann am Markt bestens gewirtschaftet werden.“ Karl Bier, UBM Vorstandsvorsitzender

Disneyland Paris zeige, das der Revenue per available room (Rev PAR) in Krisenzeiten signifikant gesteigert werden könne. Neben den touristischen Hauptschauplätzen engagiert sich UBM auch in den Geschäftszentren. Eben erst wurde mit dem Bau für ein neues Holiday Inn Hotel in Frankfurt am Main begonnen. Auch dieses Haus soll gleich nach Fertigstellung 2015 an eine große Fondsgesellschaft wechseln; die entsprechenden Verträge wurden schon unterzeichnet, bevor noch mit dem Bau begonnen wurde.

Risikoarme Bewirtschaftung Die Führung der Hotel-Immobilie verbleibt bei UBM. Das eben erst abgewickelte Beispiel angelo Westpark, hinter dem die Hotelgruppe Vienna International Hotels & Resorts steht, soll hier Schule machen – für Bier ein „klassisches Win-Win-Geschäft“. Der Vorteil des intelligenten Modells: Marktrisiken für den Fonds werden weitgehend

abhängiges Gewinnpotenzial. Bier: „Als führender Hotelentwickler Österreichs profitieren wir vom Boom im Immosegment. Die Finanzwirtschaft vertraut uns in Errichtungsund Betriebsfragen und profitiert von unserem ausgreiften und ausdifferenzierten Projektportfolio.“

In Deutschland hoch hinaus: andel’s Berlin.

Information UBM Realitätenentwicklung AG entwickelt, vermietet und verkauft alle Arten von Immobilien in Europa. Die 1873 gegründete und seitdem an der Wiener Börse notierte Gesellschaft verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Frankreich, den Niederlanden, Rumänien, Russland, der Schweiz, der Slowakei, Bulgarien, Kroatien und Ungarn. Kernaktionäre sind seit 1912 die Baufirma Porr und seit 2007 die Immobiliengesellschaft CA Immo. Der Halbjahresbericht 2013 ist unter www.ubm.at abrufbar.

Klare Linie in den Niederlanden: Crowne Plaza Amsterdam.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 25. oktober 2013 – 53

salzburger steuerdialog

Interessante Fallstudien zum Thema Umsatzsteuer  Seite 56

© EPA/Justin Lane

© Panthermedia

advisory vor sammelintervention

Der VKI mobilisiert finanziell von ­Geschlossenen Fonds Geschädigte  Seite 57

corporaid Multilogue von icep und kpmg © ICEP/Mihai M. Mitrea

EU-Einheitspatent wird zusehends greifbar

short

© dpa/Frank Rumpenhorst

Dt. Börse: Iran-Gelder sind Vergangenheit

Frankfurt. Die Deutsche-BörseTochter Clearstream hat einen US-Rechtsstreit um eingefrorene Gelder des Iran endgültig beigelegt. Nachdem Clearstream den Vergleich bereits im September unterzeichnet hatte, sei jetzt auch die erforderliche Anzahl an Unterschriften von Klägern erreicht worden, teilte die Deutsche Börse mit. Jetzt müsse ein US-Gericht dem Vergleich nur noch formell zustimmen. Dann wäre der Rechtsstreit, der auf einen Anschlag im Libanon aus dem Jahr 1983 zurückgeht, beendet. Der Vergleich sieht vor, dass Clearstream den Angehörigen von Opfern 1,75 Mrd. USD (1,27 Mrd. €) herausgeben kann. Im Gegenzug verzichten die Kläger auf die Auszahlung von weiteren 250 Mio. USD, für die Clearstream nach Ansicht der Kläger hätte haften müssen. In dem Streit ging es um einen Anschlag auf ­einen US-Stützpunkt im ­Libanon im Oktober 1983, bei dem 299 Menschen getötet wurden.  (ag)

Lockl Strategie holt sich Verstärkung

© EPO;APA/Barbara Gindl

Streit um eingefrorene Iran-Gelder des Wertpapierverwalters beigelegt.

© Lockl Strategie/keinrath.com

Intellectual Property Das Europäische Patentgericht mit einheitlichem Patentschutz soll Erleichterungen und Einsparungen bringen. Friedrich Rödler, Präsident des Österreichischen Patentamts, sieht jedoch nicht nur Vorteile. Auf jeden Fall brauche es in Österreich einen Zukunftsplan für geistiges Eigentum.  Seite 54 Klara Maria Schenk studierte Betriebswirtschaft an der WU Wien.

Wien. Das Wiener Beratungsunternehmen „Lockl Strategie“ holt Klara Maria Schenk für PR und Projektmanagement ins Boot. Die 30-jährige Wienerin ist mit PR-Beratung und Projektmanagement mit Schwerpunkt auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Medien und Kommunikation, Bildung und Wissenschaft sowie Infrastruktur und Architektur betraut. Zuletzt leitete Schenk an der FH Wien der WKW den Bereich „Corporate Partnerships“, in dem sie u.a. die Stiftungsprofessur für Corporate Governance und Business Ethics mitetablierte und die Bereiche Fundraising, Sponsoring und Wirtschaftskooperationen betreute. (red)

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54 – advisory

Freitag, 25. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Geistiges Eigentum Präsident des Österreichischen Patentamts fordert nationale Strategie für Intellectual Property ein

short

Austro-IP-Kapital verstärkt ins Verdienen bringen

© Panthermedia.net/Alexander Raths

EU: Experten gegen Gewinn-Verschieber

„Innovationsstandort Österreich angesichts der neuen Aufgabenverteilung in Europa besser aufstellen“. München/Brüssel/Wien. Österreich hat als erstes EU-Land im August seine Ratifikationsurkunde für das Internationale Übereinkommen über das Einheitliche Patentgericht in Brüssel hinterlegt. Das erste europäische Patent soll Mitte 2014 angemeldet werden können, so der Plan. Es soll allein schon dadurch billiger kommen, weil die Übersetzungskosten in alle EU-Landessprachen wegfallen. Um das EU-Patent wurde jahrelang gerungen und es ist auch nicht unumstritten. „Vor allem bestanden Uneinigkeiten bei der Sprachenregelung. Italien und Spanien sind wegen der Einschränkung auf die drei Amtssprachen des Europäischen Patentamtes – Englisch, Deutsch, Französisch – vorerst nicht beim einheitlichen Patentschutz in der EU dabei”, erklärt Friedrich Rödler, Präsident des Österreichischen Patentamts.

Wien/Zürich. EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta hat eine Expertenkommission eingesetzt, die überlegen soll, wie international tätige (IT)- Firmen effektiver besteuert werden können, berichtete der Standard. Gerade Konzerne wie Google oder Amazon nutzten globale Schlupflöcher, um ihre Steuerleistung zu reduzieren. Zudem verrechneten sie intern Patentkosten. Amazon führt Gewinn in Luxemburg ab, obwohl die Logistikzentralen in Deutschland und UK stehen. Die größte Differenz zwischen bezahlten und gesetzlichen Steuern bestehe in der patentintensiven Pharmaindustrie, gefolgt von der IT-Branche. Beide sparen so in Summe 43,7 Mrd. €.

Rabobank droht Strafe von einer Mrd. Dollar Amsterdam. Der niederländischen Rabobank droht einem Medienbericht zufolge wegen ihrer Rolle im weltweiten Skandal um die Manipulation der Libor-Zinssätze eine Strafzahlung von knapp einer Milliarde USD (0,73 Mrd. €). Britische und amerikanische Behörden könnten das Institut demnächst mit der unerwartet hohen Geldstrafe belegen. Die Rabobank wäre das fünfte Kreditinstitut, das in dem Skandal einen Vergleich mit den ermittelnden Behörden erzielt.  (ag)

© Österreichisches Patentamt/APA-OTS/Schedl

Credit Suisse: Konzerne sparen 77,5 Mrd. € p.a. durch „Gewinn-Schieben“.

Gefahr der Zersplitterung „Für Streitigkeiten, die einheitliche europäische Patente – EU-Patente – und nach dem Europäischen Patentübereinkommen erteilte Patente betreffen, wird ein einheitliches Patentgericht geschaffen werden“, führt Rödler aus. Diese neue einheitliche Gerichtsbarkeit ermögliche es, mittels eines einzigen Verfahrens in allen teilnehmenden Staaten EU- sowie EPPatente für nichtig zu erklären und sei auch für Klagen wegen einer behaupteten Verletzung zuständig. „Zu diesem Vorteil besteht jedoch die Gefahr einer vor allem örtlichen Zersplitterung des ,einheitlichen‘ Rechtssystems“, räumt Rödler ein. Denn das einheitliche Patentstreitregelungssystem umfasse ein Gericht erster Instanz, bestehend aus einer Zentralkammer mit Sitz

Rödler, Präsident des Österreichischen Patentamts: „Technologietransfer und -verwertung sind hierzulande unterrepräsentiert.“

40-jahr-jubiläum Europäisches Pantentübereinkommen Vor 40 Jahren haben 16 Staaten das Übereinkommen unterzeichnet, mit dem Ziel, den Ideenschutz in Europa einheitlicher, einfacher und billiger zu machen. Drei von vier Patentanmeldungen kommen heute von großen Konzernen, aber auch Tüftler versuchen ihr Glück – eine große Hürde sind allerdings die Formalitäten. Beim Europäischen Patentamt (EPA) heißt es,

das aufwendige und kostspielige Verfahren ­garantiere dafür Rechtssicherheit. Das Europäische Patentgericht mit einer einheitlichen Rechtssprechung und Einheitspatent in 25 von 38 Mitgliedsstaaten soll 2015 Wirklichkeit werden und einiges vereinfachen. Kritiker fürchten jedoch, dass dann die Kontrolle über ethisch umstrittene Patente zu kurz greifen könnte.

Ex-UBS-Spitzenbanker in Bologna vor Gericht

Die Nutzung des geistigen Eigentums durch Lizenzvergaben und kommerzielle Verwertung ist aber in Österreich offenbar noch auf schwachen Beinen, bestätigt Rödler: „Der schwache Lizenzmarkt in Österreich weist darauf hin, dass der Technologietransfer und die Technologieverwertung unterrepräsentiert sind und das wirtschaftliche Potenzial von Intellectual Property – kurz IP – nicht voll genutzt wird.“ Das Österreichische Patentamt könnte künftig, auch gemäß einer Empfehlung des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, als Knotenpunkt eines neuen IP-Systems fungieren. Information, Serviceorientierung und Unterstützung bei der IP-Verwertung wären die Schwerpunkte.

Nationale Strategie Österreich brauche dringend eine nationale Strategie für geistiges Eigentum, betont Rödler, der beim heurigen Forum Alpbach ein entsprechendes Programm vorgestellt hat. Dieses enthält u.a. die Punkte Bereinigung der (behördlichen) Kompetenzzersplitterung, Schaffung von Awareness, Internationalisierung österreichischer IP, Bündelung der Beratung und der Aktivitäten für IP.  (lk)

Schönherr Beratend bei 250 Millionen-Transaktion

Wien. Die internationale Anwaltssozietät DLA Piper hat eine länderübergreifende Experten-Gruppe für „Tax Litigation & Tax Controversy“ eingerichtet. Diese besteht in Europa derzeit aus insgesamt 30 Experten aus 15 Ländern, die ihre Mandanten vorwiegend in Steuerverfahren und Steuerstrafverfahren beraten und vertreten. Als nächster Schritt ist für Anfang 2014 die Vernetzung und Koordinierung mit den Fachexperten

Wien. Die in CEE führend tätige Kanzlei Schönherr hat eine Gruppe von Aktionären der slowenischen Helios Domzale d.d. (Helios) sowie Pfandhalter an Helios-Aktien (gemeinsam „die Verkäufer“) beim Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Helios an die Ring International Holding (RIH), einen Wiener Industriekonzern, beraten. Verkäufer und RIH einigen sich über die Bedingungen, gemäß derer RIH über ihre Tochtergesellschaft

© DLA Piper

Althuber leitet mit Antonio Tomassini die länderübergreifende Expertengruppe.

in den USA und Australien geplant, mit denen die schon bisher bestehende Zusammenarbeit erweitert und intensiviert werden soll. „Viele der von uns regelmäßig betreuten Fälle weisen grenzüberschreitende Aspekte auf. Nicht nur das österreichische Steuerrechtsteam von DLA Piper Weiss-Tessbach, sondern auch viele unserer internationalen Kollegen, allen voran in den USA, Deutschland und Italien, sind schwerpunktmäßig in den Bereichen ,Tax Litigation & Tax Controversy‘ tätig“, erklärt Franz Althuber, Partner im Wiener Büro von DLA Piper. Die Vorteile und möglichen Synergien, die sich aufgrund dieser Initiative auf internationaler Ebene ergeben, seien vielfältig und reichen von der Beratung in grenzüberschreitenden Steuerverfahren oder Steuerstrafverfahren über die gemeinsame Vertretung bei behördlichen Prüfungen bis hin zur Durchführung von gemeinsamen Informationsveranstaltungen für die internationalen Mandanten. Althuber leitet das Projekt gemeinsam mit Antonio Tomassini, Partner in Mailand. (lk)

Helios-Minderheitenverkauf an RIH Remho Beteiligungs GmbH 73,12% der Anteile an Helios erwirbt. Der Wert der Transaktion beläuft sich auf mehr als 250 Mio. €. Der Abschluss des Deals geschieht vorbehaltlich bestimmter Bedingungen, u.a. die Zustimmung der Kartellbehörden. Sobald der im Kaufvertrag vorgesehene Aktientransfer abgeschlossen ist, wird RIH ein bindendes Übernahmeangebot an die übrigen Minderheitsaktionäre von Helios legen. (red)

© Schönherr

© EPA/UBS

Zürich. Der mit einem US-Haftbefehl in Italien festgenomme frühere UBS-Spitzenbanker Raoul Weil ist vor einem italienischen Gericht erschienen. Der 53-jährige Banker wurde Dienstagfrüh in Handschellen in ein Gerichtsgebäude in Bologna geführt. Möglicherweise ging es um die Modalitäten einer Auslieferung an die USA, wo ihm bis zu fünf Jahre Haft und 250.000 USD Geldstrafe drohen. Er soll als Spartenchef des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts reichen Amerikanern geholfen zu haben, bis zu 14,6 Mrd. € vor dem Fiskus zu verstecken. Weil war wenige Tage zuvor in einem Nobelhotel in Bologna festgenommen worden, wohin er trotz internationalen Haftbefehls gereist ist. (ag)

Ungenutztes Potenzial

DLA Piper Expertengruppe für Steuerverfahren startet

30 Experten aus 15 Ländern

Weil: Bis dato ranghöchster Schweizer Banker im US-Justiz-Visier.

in Paris, und zwei Außenstellen in London und München, mehreren lokalen und regionalen Kammern in den Vertragsstaaten sowie als zweite Instanz ein Berufungsgericht mit Sitz in Luxemburg. Es bleibt ferner abzuwarten, ob sich die finanziellen Vorteile des EU-Patents auch auf die Gerichtsgebühren ausdehnen werden.

Rechtsanwälte Vid Kobe, Bojan Brezan und Roman Perner berieten die Verkäufer.


Freitag, 25. Oktober 2013

A dv i s o r y: P r ac t i c e

advisory – 55

financenet@medianet.at

KPMG corporAID Multilogue zum Thema „Contributing to a Sustainable Globalization“ ging in Wien mit hochkarätiger Besetzung über die Bühne

Intelligente Entscheidungen nötig Wien. ICEP (unabhängige österreichische Entwicklungsorganisation; Anm.) veranstaltete in Kooperation mit dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG den corporAID Multilogue zum Thema „Contributing to a Sustainable Globalization“ in Wien. corporAID ist die österreichische Plattform für Wirtschaft, Entwicklung und globale Verantwortung, die Unternehmen ein Forum für Information, Kommunikation und Mainstreaming ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bieten will. Lord Michael Hastings, Global Head of Corporate Citizenship von KPMG International, Franz Schellhorn, Agenda Austria-Direktor, Andreas Ludwig, CEO der Umdasch Group, sowie Peter Oswald, CEO von Mondi Group Europe & International, diskutierten, wie die österreichische und europäische Wirtschaft und Politik gezielt politische und ökonomische Stabilität, Armutsbekämpfung und Umwelt-, Klimaschutz in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern kann.

Balance herstellen Die Globalisierung birgt ein enormes Potenzial für Wirtschaft und Entwicklung. Gleichzeitig gibt es ein großes Ungleichgewicht zwischen Industrieländern und Emerging Markets, wenn es um die Realisierung eines wirtschaftlichen und sozialen Mehrwerts geht. Wie die Balance hergestellt werden kann und welchen Beitrag Österreichs Wirtschaft und Politik dazu leisten sollen, war Thema des corporAID Multilogues. „Globalisierung ist eine treibende Kraft für Wohlstand, sofern sie nachhaltig ist. Damit Unternehmensaktivitäten in Entwicklungsländern ein wirkungsvolles Mittel zur Armutsbekämpfung werden, müssen die Anliegen des Privatsektors mit jenen der Entwicklungszusammenarbeit in Einklang gebracht werden“, so ICEPGeschäftsführer Bernhard Weber. Lord Michael Hastings, einer der einflussreichsten Denker Großbritanniens und Global Head of Corporate Citizenship KPMG International, verwies in seiner Keynote auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Energie- oder Ernährungssicherheit und erläuterte den rund 80 geladenen Gästen, wie Wirtschaft und Politik nachhaltige Strukturen schaffen können.

Gute Wahl mit CSR „Nachhaltige Globalisierung basiert zu allererst auf intelligenten Entscheidungen und dann auf individuellem Engagement; nur so gelingt die Transformation in Richtung Nachhaltigkeit“, so Hastings. Als Mechanismen, die intelligente Entscheidungen im Sinne einer nachhaltigen Globalisierung vorantreiben können, nannte er die Preisgestaltung für natürliche Ressourcen, die Sensibilisierung der Verbraucher für Kostenwahrheit, die Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Akteuren zur Förderung von Innovation sowie das Schaffen von Anreizsystemen für Betriebe zur Umsetzung nachhaltiger Geschäftsstrategien. Im Anschluss an die Keynote diskutierte Moderator Eric Frey (Der Standard) mit Michael Hastings, Peter Oswald, Andreas Ludwig und

Franz Schellhorn die Rolle von Corporate Social Responsibility (CSR) und notwendige Rahmenbedingungen für Unternehmen für eine nachhaltige Globalisierung.

Gemeinsam Beitrag leisten Umdasch-CEO Andreas Ludwig wies darauf hin, dass CSR in vielen Austro-Konzernen längst Teil der Geschäftsstrategie ist, nicht zuletzt um sich als attraktiver Investor und Arbeitgeber zu präsentieren. „Jede Unternehmenskultur vertritt ihre Werte, die an jedem einzelnen Standort weltweit gelten müssen, sonst ist

man nicht glaubwürdig“, sagt er. Die Unternehmensstrategie ist ein Teil, doch auch die Politik ist gefragt, Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine Globalisierung für Wirtschaft und Entwicklung ermöglichen. Agenda AustriaDirektor Franz Schellhorn forderte in diesem Sinne mehr liberale Märkte anstelle einer protektionistischen Wirtschaftspolitik: „Wenn es um CSR geht, vermisse ich in der Diskussion die Forderung nach mehr freien Märkten. Kapitalismus ist keine Garantie, aber eine Voraussetzung für Armutsbekämpfung.“ Auch Mondi-CEO Peter Oswald misst freien Märkten eine große Be-

deutung für eine nachhaltige Globalisierung zu. Sie bieten die erforderliche Plattform für essenzielle Lösungen: „Wir brauchen Innovationen, um den globalen Herausforderungen zu begegnen. Liberale Märkte fördern innovative Unternehmer. Gleichzeitig brauchen diese freien Märkte einen Rahmen, der sicherstellt, dass soziale Ungleichheiten nicht vergrößert werden“. Einigkeit bestand darin, dass globale, soziale, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen nur dann bewältigt werden, wenn Wirtschaft, Politik und Konsumenten gemeinsam und gleichermaßen ihren Beitrag leisten.  (red)

© ICEP/Mihai M. Mitrea

Globale, soziale, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen sind nur gemeinsam zu lösen.

Lord Michael Hastings, KPMG, beim corporAID Multilogue in Wien.


A dv i s o r y: TA x

56 – advisory

Freitag, 25. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Finanzverwaltung Steuerexperten besprachen auf der alljährlich stattfindenden Veranstaltung Zweifelsfragen und erarbeiteten Lösungen dazu

Salzburger Steuerdialog bringt wieder neue Erkenntnisse hervor Die Ergebnisunterlage „Umsatzsteuer“ hat etliche interessante Fallbeispiele aus dem konkreten Steuerleben zum Inhalt.

Wer erbrachte jetzt aber die Leistung, und wie wirkt sich das für die Umsatzsteuer aus? Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass die Leistungen demjenigen zuzurechnen sind, der sie im eigenen Namen erbringt. Das heißt hier, verkürzt ausgedrückt, dass

Briefkastenfirma UID?

der Betreiber des App-Stores die Leistung erbracht hat, weil es der Nutzer bzw. Kunde so wahrnimmt. Die Vermittlereigenschaft hätte nur dann umsatzsteuerrechtlich anerkannt werden können, wenn der Betreiber des App-Stores in eindeutiger Weise vor oder bei dem Geschäftsabschluss zu erkennen gibt, dass er für einen anderen tätig wird. Und wie löst sich die Geschichte mit dem deutscher Arbeitgeber, der einen Dienstnehmer mit Hauptwohnsitz in Österreich beschäftigt und ihm ein Auto zur Verfügung stellt? Muss er sich beim Finanzamt Graz-Stadt registrieren lassen und die monatliche Umsatzsteuer für den Sachbezug abführen? (Graz-Stadt wäre in diesem Fall für

das gesamte Bundesgebiet zuständig, Anm.) Der besagte Pkw wurde in Deutschland – mit Vorsteuerabzug – angeschafft und darf vom Dienstnehmer auch für private Fahrten benützt werden (Sachbezug). Der Dienstnehmer kehrt täglich nach Österreich zurück (z.B. Grenzgänger).

© Panthermedia.net/Simon Krzic

Das Immobilienvermögen in Slowenien soll erstmals einheitlich besteuert werden.

Brasilien „Inovar-Auto”

Beschlossen Einstellung der Geschäftstätigkeit

Steuerzuckerl

© Volkswagen

Budgetlückenfüller Grundsteuer

ert werden Wohngebäude (0,15 bis 0,5 Prozent), Agrarflächen (0,15 Prozent), Forstflächen (0,07 Prozent) sowie landwirtschaftlich genutzte Gebäude (0,30 Prozent). Bei Schwarzbauten wird der jeweilige Steuersatz verdreifacht. Von der Steuer ausgenommen sind Gebäude von kulturhistorischer Bedeutung sowie sakrale Bauten. Sonstige Immobilien im Kirchenbesitz werden normal wie alle anderen besteuert. (APA/hk)

Im konkreten Fall muss sich der deutsche Arbeitgeber beim Finanzamt Graz-Stadt registrieren lassen und die Umsatzsteuer auf den Sachbezug abführen. Denn es stellt sich die Frage nach dem Ort der sonstigen Leistung dieses Sachbezuges. Entscheidend für den Ort der sonstigen Leistung ist der

Wohnsitz bzw. der gewöhnliche Aufenthalt des Arbeitnehmers. Letzterer ergibt sich aufgrund von persönlichen Bindungen und der dadurch erkennbaren engen Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und seinem Wohnort. In der diskutierten Sache lag der gewöhnliche Aufenthaltsort in Österreich, daher ist die Umsatzsteuer abzuführen. Auch folgender Sachverhalt wurde auf den Salzburger Steuergesprächen erörtert: Ein unecht steuerbefreiter Kleinunternehmer stellt Umsatzsteuer in Rechnung. Da dem Kleinunternehmer vom Finanzamt keine UID-Nummer erteilt wurde, enthält die Rechnung keine UID-Nummer. Die Frage ist nun die: Schuldet der Kleinunternehmer die Umsatzsteuer kraft

Umsatzsteuer abführen?

Eingeführt Einheitlichkeit für slowenische Immobilien

Ljubljana. Die slowenische Regierung hat einen Gesetzesentwurf beschlossen, mit dem die kontroverse Grundsteuer eingeführt wird. Mit der neuen Steuer versucht die Mitte-Links-Regierung die Budgetlücke zu stopfen. Laut Finanzminister Uros Cufer soll die neue Grundsteuer zwischen 390 bis 395 Mio. € jährlich einbringen. Die Einnahmen sollen jeweils zur Hälfte dem Staat und den Gemeinden zufließen. Besteu-

Im Rahmen einer Betriebsprüfung stellte sich heraus, dass an der Sitz-Adresse eines Unternehmens keine Tätigkeit ausgeübt wird, es sich aber um keine Scheinfirma handelt. Ist einer sogenannten Briefkastenfirma die UID-Nummer abzuerkennen? Wenn sich die tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse ändern, aufgrund derer eine UID-Nummer bescheidmäßig erteilt wurde, bzw. das Vorliegen dieser Verhältnisse zu Unrecht angenommen wurde, führt das zu einer Aberkennung der UID-Nummer. Weitere Erlässe des Bundesministeriums für Finanzen, aufgeteilt nach Art der Steuer, sind im Internet auf „findok.bmf.gv.at“ zu finden (im Menüpunkt „freie Suche“ das Suchwort „Salzburger Steuerdialog“ eingeben). (hk)

Die österreichische Umsatzsteuer ist eigentlich klar geregelt – manchmal aber dann doch nicht ganz so einfach auszulegen.

Wichtiger Wachstumsmarkt Brasilien, VW ist in Sao José dos Pinhais.

Rio de Janeiro. Um den technischen Entwicklungen von Brasiliens Autobranche auf die Sprünge zu helfen, hob die Regierung „Inovar-Auto” aus der Taufe: Autobauern, die in Brasilien produzieren, gewährt das Programm Steuerrabatte von 30 Prozentpunkten und mehr – wenn sie im Land investieren und Vorgaben für Energieeffizienz sowie bei Forschung und Entwicklung erfüllen. Big Player wie VW, BMW und Mercedes planen zusammengerechnet Investitionen von über einer halbe Mrd. € in neue oder den Ausbau bestehender Werke. (APA)

USA: Bank Frey geht in die Knie Zürich. Nun gibt ein weiteres Geldinstitut im ehemaligen Steuerparadies auf – die Privatbank Frey kündigte an, sie werde ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Zu den Gründen zählten die „kaum mehr zu tragenden Auflagen” infolge des Steuerstreits mit den USA, heißt es in einer Erklärung der Bank. Frey & Co hat vor allem reiche Privatkunden, so auch aus den USA. In den Vereinigten Staaten läuft ein Verfahren wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen die Bank.

ein Ausmaß, das für kleine Banken nicht mehr tragbar sei. Das verwaltete Vermögen von Frey & Co beläuft sich auf rund 2 Mrd. CHF (1,6 Mrd. €). Bereits im heurigen Jänner hatte die Bank Wegelin ihr Aus verkündet; das 1741 gegründete Institut hatte sich der Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den USA schuldig bekannt und einer Strafzahlung in Höhe von 74 Mio. USD (rund 54 Mio. €) zugestimmt. (APA)

Bank wäre finanziell gesund Die Entscheidung, die Banktätigkeit einzustellen, sei von einer außerordentlichen Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats getroffen worden, teilte Frey & Co mit. Verwaltungsratspräsident Markus Frey strich hervor, dass die Bank „finanziell gesund” sei, dass sie nicht „liquidiert” werde und dass die Bank Frey in den USA weder angeklagt sei, noch bedroht, angeklagt zu werden. Die Kosten und Aufwendungen infolge des Steuerstreits erreichten aber

© Panthermedia.net/Stephen Finn

Vermittler: ja oder nein?

Rechnungslegung oder liegt eine mangelhafte Rechnung vor, die eine Steuerschuld verhindert? Der Ausweis der UID-Nummer ist bei Rechnungen über Lieferungen oder sonstige Leistungen im Inland dann erforderlich, wenn für diese das Recht auf Vorsteuerabzug besteht. Weist ein unecht steuerbefreiter Kleinunternehmer Umsatzsteuer aus, schuldet er diese kraft Rechnungsstellung. („unecht“ bezieht sich hier auf den Vorsteuerabzug; bei der echten Steuerbefreiung wird die Befreiung inklusive Vorsteuerabzug gewährt, bei der unechten gibt es keinen Vorsteuerabzug, Anm.) Das Fehlen der UID-Nummer schadet nicht, da keine Leistungen vorliegen, welche zum Vorsteuerabzug berechtigen. Wird die Rechnung entsprechend berichtigt, entfällt die Umsatzsteuerschuld.

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Salzburg. Der „Salzburger Steuerdialog“ ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Finanzverwaltung – über 150 Experten nehmen jährlich daran teil. Bei diesem steuerlich hochkarätig besetzten Get-together werden aktuelle Steuerthemen und steuerliche Zweifelsfragen diskutiert und praxisorientiert gelöst. Die Ergebnisunterlagen werden – je nach Steuer – vom Bundesministerium für Finanzen per Erlass veröffentlicht, z.B. die Ergebnisunterlage Umsatzsteuer (Erlass des BMF, GZ BMF-010219/0342-VI/4/2013 vom 07.10.2013). So wurden u.a. die Leistungen eines Softwareentwicklers mit folgendem Sachverhalt diskutiert: Ein amerikanisches Unternehmen betreibt einen App-Store und hat einen Vertrag mit einem österreichischen App-Programmierer. In dem Vertrag ist geregelt, dass das amerikanische Unternehmen den Vertrieb, die Bereitstellung der Anwendung, das Marketing, die Durchführung der Zahlungsabwicklung sowie die Rechnungslegung an die Endkunden übernimmt. Der Preis für die App wurde vom Programmierer bestimmt, in den AGBs gegenüber dem Endkunden weist das Unternehmen darauf hin, dass es als Vermittler tätig ist und es zu einem direkten Leistungsaustausch zwischen Softwareentwickler und dem Endkunden kommt.

Markus Frey bedauert das Ende der Geschäftstätigkeiten „seiner“ Bank.


a dv i s o r y: l aw

Freitag, 25. Oktober 2013

advisory – 57

financenet@medianet.at

Schiffsfonds-Anleger Von Banken empfohlene Geschlossene Fonds verlangen von Anlegern zum Teil Geld zurück

short

Verbraucherschützer vor Sammelintervention kurt sattlegger/APA

© EPA/Boris Rössler

20.000 Betroffene, VKI droht mit Klage wegen Falschinformation und unrealistischen Modellen.

Fed will mehr Kontrolle bei Commerzbank

Commerzbank: die Fed beklagt mangelhafte Kontrollen.

Wien. Tausende Österreicher haben bei ihrer Hausbank Geschlossene Immobilien- oder Schiffsfonds aus Deutschland gekauft. Einige davon sind heute in „Seenot”. Die Fonds fordern vielfach bereits erfolgte Ausschüttungen zurück und drohen sogar mit Klage oder dem Exekutor. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) plant jetzt eine „Sammelintervention“ bei den Banken, die mit den Produkten gut verdient und ihre Kunden nicht auf die Risiken hingewiesen hätten. Kommt es zu keiner Einigung, wird es wohl zu Klagen kommen.

Frankfurt. Die US-Notenbank fordert von der Commerzbank eine bessere Überprüfung hauseigener Geldwäsche-Kontrollen. Die Commerzbank und ihre USTöchter müssten bei dem Thema mit unabhängigen Beratern zusammenarbeiten, erklärte die Fed am Donnerstag. Bei einer Prüfung seien mangelhafte Kontrollen entdeckt worden. Der Commerzbank sei zwar kein Bußgeld auferlegt worden, aber die Pflicht zur externen Beratung und die Prüfung bestimmter Geschäfte, die es zwischen Mai und Oktober 2012 gegeben habe.  (ag)

Zunächst sammelt der VKI Fälle. Bisher haben sich schon etwa 300 Personen mit einem Schaden von etwa 7 Mio. € bei den Konsumentenschützern gemeldet. VKI-Chefjurist Peter Kolba schätzt, dass es österreichweit an die 20.000 Geschädigte geben könnte. „Betroffen sind eher langjährige Kunden, die oft schon am Antritt ihrer Pension stehen und denen die Bank das aktiv angeboten hat.“ Hauptsächlich seien die Geschlossenen Fonds von Erste Bank/Sparkassen, Raiffeisenbanken (vor allem in Niederösterreich und Wien) sowie BKS (Bank für Kärnten und Steiermark) sowie einzelnen Volksbanken vertrieben worden.

© EPA/Justin Lane

20.000 betroffene Anleger

EU-Parlament will Pflicht zum „Made in“

Schiffsfonds halten zum Teil nicht, was sie versprochen haben – im Gegenteil: Anleger sollen Ausschüttungen zurückzahlen.

Banken vor, ihre Kunden in wesentlichen Punkten falsch bzw. nicht ausreichend informiert zu haben. Es sei verschwiegen worden, dass die zugesagten jährlichen „Ausschüttungen“ (7% und mehr) nicht aus Gewinnen, sondern aus dem eingebrachten Kapital finanziert wurden und daher von der Gesellschaft rückforderbar sind. „Die Leute haben nicht gewusst, dass sie eine Unternehmensbeteiligung eingehen“, sagt Kolba. „Sie konnten das Risiko nicht abschätzen.“

Vorwurf: Falschinformation Ziel des VKI sind außergerichtliche Lösungen mit den Banken. Willigen diese nicht ein, plant der Verein Sammelklagen. Dazu sind bereits Gespräche mit mehreren Prozessfinanzierern im Gange. Die Verbraucherschützer werfen den

„Geschönte Rechnungen“ Der zweite „Kardinalfehler“ laut dem VKI-Juristen: Die Modellrechnungen der Fonds seien geschönt gewesen. Der prognostizierte Erfolg hätte, stellten auch Sachver-

ständige fest, allerhöchstens bei optimalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eintreten können. Außerdem enthielten die Modellrechnungen extrem hohe „Weichkosten“ etwa für Vermarktung oder Verwaltung. „Wer hätte diese Fonds gezeichnet, wenn man ihm klar dargelegt hätte, dass bis zu 21 Prozent des Kapitals für solche Kosten verpuffen?“, fragt Kolba. Er geht davon aus, dass die Banken neben hohen Agios (5%) auch satte Provisionen kassiert haben, über die sie nicht aufgeklärt hätten.

Brüssel. Auf Produkten muss nach dem Willen des Verbraucherausschusses im Europaparlament künftig das Herkunftsland stehen. Das beschlossen die Abgeordneten am Donnerstag in Brüssel. Bisher ist eine solche „Made in“-Angabe freiwillig. Auch die Regeln zur Bestimmung des Herkunftslandes sollen präzisiert werden. Große Teile der deutschen Industrie sowie der Industrieund Handelskammertag wehren sich gegen die Pläne. Mit der Abstimmung im Ausschuss ist die Frage der Herkunftskennzeichnung noch nicht entschieden. Die Pläne benötigen die Zustimmung des Plenums und der EU-Staaten.  (ag)

in Österreich in den Jahren ab 2002 von Banken an den Mann gebracht. Die Initiatoren dieser Beteiligungen sind hauptsächlich deutsche Emissionshäuser wie MPC, HCI oder Dr. Peters. Am Anfang lief alles gut. Dann kam die Krise – die Immobilienmärkte krachten weltweit und die Schifffahrtbranche geriet mit dem Konjunkturabschwung unter Wasser. Jetzt droht einigen Fonds die Insolvenz, daher nehmen sie ihre Kommanditisten – das sind die Anleger – in die Pflicht. Im schlimmsten Fall verlieren sie nicht nur die bisher erhaltene Rendite, sondern ihr gesamtes eingesetztes Kapital. Kommen sie den Zahlungsaufforderungen nicht nach, könnten sie von den Fondsgesellschaften geklagt werden.

Auch Kapital in Gefahr Die Geschlossenen Fonds, die etwa Bürogebäude in Holland oder Schiffscontainer kauften, wurden

OGH Urteil Verflechtung von Emittent und Vermittler

EU-Parlament Einigkeit

EU Kommission Rüge

Wien/Krumpendorf. Für Inhaber von Genussscheinen der Kärntner Pleitefirma AvW könnte es doch noch Hoffnung geben, dass sie von der Anlegerentschädigung von Wertpapierfirmen (AeW) Geld bekommen. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat in einem neuen Urteil festgestellt, dass die AeW die Betroffenen mit bis zu 20.000 € entschädigen muss, wenn zwischen AvW Invest (Vermittlerin) und AvW-Gruppe (Emittentin) eine wirtschaftliche oder personelle Verflechtung besteht und sich der Anleger auf ein indirektes Halten seiner Gelder durch die Vermittlerin beruft. Anfang des Jahres hatte der OGH die Entschädigungspflicht der AeW noch verneint.

Brüssel. In die Debatte um einheitliche Regeln für den Datenschutz in Europa kommt Bewegung. Alle Fraktionen im EU-Parlament sind sich über eine gemeinsame Linie einig. Demnach sollen Internetsurfer explizit auf die Weiterverwendung ihrer Daten hingewiesen werden, um Datenmissbrauch vorzubeugen. Schwarzen Schafen unter den Firmen drohen Strafen von bis zu 5% ihres Jahresumsatzes.

Brüssel. Die EU-Kommission hat Österreich wegen mangelhafter Einspruchsmöglichkeiten der Bürger bei Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) gemahnt. Die Kommission zeigte sich besonders besorgt über Einschränkungen der individuellen Rechte im Hinblick auf die Anfechtung von Entscheidungen, ob Umweltverträglichkeitsprüfungen erforderlich sind oder nicht. Österreich hat nun zwei Monate Zeit, zu reagieren.  (APA)

Bank haftet nicht für Börsentermingeschäft

Kundengeldern durch die Vermittlerin. Dieses liegt eben dann vor, wenn zwischen Vermittlerin und Emittentin enge wirtschaftliche oder personelle Verbindungen bestehen. Ob das bei AvW der Fall war, muss aber das Erstgericht klären, so der OGH. Das AvW-Imperium wurde vom mittlerweile wegen Betrugs und Untreue inhaftierten Wolfgang Auer-Welsbach gegründet und geführt.  (APA)

Dass das Höchstgericht diesmal anders entschieden hat, rührt allein von der Argumentation der Klägeranwälte in den Prozessen. Der erste wollte Schadenersatz wegen Falschberatung, kam damit aber nicht durch. Im nunmehrigen Fall berief sich der Kläger zusätzlich auf ein mittelbares Halten von

© APA/Hans Klaus Techt

Neue Argumente

Können von Wolfgang Auer von Welsbach geschädigte Anleger hoffen?

Die Reform braucht neben dem grünen Licht des Parlaments auch die Zustimmung der Staaten. Einige Länder – besonders Deutschland – sehen den Entwurf aber kritisch. Das Gesetzgebungsvorhaben könnte bestenfalls im Frühjahr 2014 abgeschlossen werden, doch selbst das ist unsicher. Mit dem Gesetzespaket will die EU ihre gemeinsamen Datenschutzregeln aus dem Jahr 1995 auf den neuesten Stand bringen. Die Mitgliedsstaaten legen die alten EUVorgaben sehr unterschiedlich aus, daher beklagen Unternehmen einen Flickenteppich.  (APA)

© APA/OESAG/Henisch

Staaten müssen zustimmen

Umweltverträglichkeitsprüfungen: EU mahnt Rechte der Bürger ein.

© Foto Wilke

AvW-Anleger können wieder hoffen EU-Datenschutz Wegen UVP

Michael Steiner, NHK Rechtsanwälte, vertrat die Baader Bank erfolgreich.

Wien. Haftet eine Bank, wenn Börsentermingeschäfte über einen Vermögensberater abgewickelt werden? In dieser Frage war Michael Steiner, Partner bei Nemetschke Huber Koloseus Rechtsanwälte, für die Baader Bank AG erfolgreich, jetzt auch bestätigt vom Oberlandesgericht Wien. Wesentlich war, dass die Baader Bank nicht verpflichtet war, einen Warnhinweis (Margin-Call) abzusetzen, wenn der Wert des Depots des Börsentermingeschäfts geringfügig oder kurzfristig unter den Wert der gegebenen Sicherheiten des Anlegers sinkt oder zu sinken droht; der Bank steht hier Ermessensspielraum zu. Das Urteil könnte Bedeutung für noch offene Verfahren haben.  (ks)


a dvi s o r y: ta lk

58 – advisory

Freitag, 25. Oktober 2013

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Contrast Management Consulting Nächstes Jahrzehnt wird sehr turbulent – bei Bildung und Innovation aufrüsten

short

Zeiten bleiben aufregend

Taylor Wessing: Safe Business in China

Wien. „Dass Österreich die größte Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg bisher relativ glimpflich überstanden hat, bedeutet nicht, dass wir das Schlimmste bereits hinter uns haben“, warnt der Strategieberater der Contrast-Management Consulting. Eine Reihe namhafter Wirtschaftsforscher sei der Meinung, man stehe am Beginn der Aufräumarbeiten, sagte der geschäftsführender Contrast-Partner Martin Unger zur APA. „Wir gehen davon aus, dass das nächste Jahrzehnt sehr turbulent wird“, so Unger. Zu den größten Herausforderungen zählten die hohe öffentliche und private Verschuldung, eine ungünstige demografische Entwicklung sowie eine seit Jahrzehnten zu beobachtende Deindustrialisierung in vielen Ländern. Dazu kämen eine zunehmende Volatilität der Rohstoffmärkte und technische Innovationen in

Compliance in Einklang mit Chinese Way of Doing Business bringen.

Wien. Ausländische Unternehmen in der VR China stehen gerade im Bereich Compliance deutlich größeren Herausforderungen gegenüber, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Diese müssen mit dem vielerorts noch anzutreffenden Verständnis des „Chinese Way of Doing Business“ in Einklang gebracht werden. Deshalb lädt Taylor Wessing in Kooperation mit der WKO zur Veranstaltung „Safe Business in China“ am 15. November, ab 8:30 Uhr, in der Wirtschaftskammer Österreich WKO in Wien in der Wiedner Hauptstraße 63. Vortragen werden u.a. Christina Schösser, Außenwirtschaft Austria, Andreas Wirth und Mike Goldammer, beide Taylor Wessing, Jens-Peter Otto, PwC, und Wolfgang Haselberger, arsa consulting GmbH. Anmeldung unter: s.steurer@taylorwessing.com.  (lk)

rascher Abfolge, die ganze Branchen revolutionieren könnten. Öffentliche Schulden plus private Schulden der Haushalte und der Unternehmen sowie „implizite Schulden“ (z.B. Pensionszusagen) machten in Summe rund 240% des BIP aus, rechnet er vor. Mit der Abwanderung von Industriearbeitsplätzen würden auch Jobs in anderen Sektoren verloren gehen, „weil auch die Dienstleistungen dorthin wandern, wo produziert wird“. Österreich steht mit 22% Industriequote vergleichsweise gut da (EUSchnitt 19%, Deutschland: 26%). Als Schlüsselfaktoren zur Lösung der Probleme sieht Unger Bildung und Innovation. Wichtig sei auch die Förderung von Start-ups und die Bildung von Allianzen, also Zusammenarbeit zwischen Unternehmen ohne Kapitalverschränkung; hier komme den Österreichern jedoch das ‚Beherrscher-Syndrom“ in die Quere.  (APA/lk)

© fotodienst.at/Nadine Bargad

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Herausfordernd: Verschuldung, Demografie, Deindustrialisierung, Rohstoffe, technische Innovationen.

Berater Martin Unger: „Es muss erlaubt sein, strategisch zu ‚spinnen‘.“

Medienbericht fairvesta Holding verschickt aufwendige Gegendarstellung – nur 7 bis 8 Prozent „Problemobjekte“

Anbieter von Beteiligungen wehrt sich

fairvesta räumt Optimierungspotenzial ein. Geschlossene Fonds sind nicht risikolos.

Tübingen. Die fairvesta Holding wehrt sich in einer achtseitigen Darstellung gegen eine als unfair und einseitig empfundene Berichterstattung („Bevollmächtigter in Problemlage“ in der WirtschaftsWoche Nr. 42 vom 14.10.2013) „Unterm Strich wird deutlich, dass die von der WirtschaftsWoche angefragten Objekte zwar deutlichen Optimierungsbedarf aufweisen, aber dennoch im Gesamtdurchschnitt eine Rendite von über neun Prozent p.a. erwirtschaften, die angesichts der Leitzinspolitik der Notenbanken sehr attraktiv erscheint. Wir arbeiten permanent daran, die Objekte zu optimieren, mögliche Leerstände abzubauen und die Rendite für die Anleger so weiter zu erhöhen“, heißt es darin.

Korruption I Verstehen

Korruption II Kroatien

ÖBB Zwei Vorhabenberichte im Justizministerium

Wien. Spätestens seit den Änderungen im österreichischen Korruptionsstrafrecht sind Begriffe rund um das Thema Korruption fixer Bestandteil vieler Diskussionsrunden. Doch was bedeuten sie eigentlich genau? Ein neues, interaktives Lexikon soll nun Abhilfe schaffen. Antikorruptionsexperten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen haben die Verwirrung rund um teilweise neu eingeführte Termini im Bereich Korruptionsbekämpfung zum Anlass genommen, ein Lexikon zu verfassen. Das interaktive „Lexikon der Korruption“ umfasst 220 Begriffe und steht ab sofort auf dem Portal des Compliance Netzwerk Österreich (www. compliance-praxis.at) online zur Verfügung. Neben dem Unterschied zwischen einem „Beamten“ und einem „Amtsträger“ wird z.B. auch die KKK-Regel (Kalender, Kugelschreiber, Klumpert) erklärt und man erfährt, was es mit dem „99-Euro-Menü“ auf sich hat. Zu den 18 Autoren gehören der Wirtschaftsstrafrechtler Wolfgang Brandstetter und der Politologe Hubert Sickinger. (lk)

Zagreb. Die kroatische Wirtschaft steht vor einem Korruptionsskandal, der die Standesvertretung ins Wanken bringen könnte. In der Vorwoche wurde bekannt, dass eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen der kroatischen Wirtschaftskammer (HGK) wegen des Verdachts festgenommen wurde, die HGK in den vergangenen sechs Jahren um umgerechnet 4,2 Mio. € geschädigt zu haben; zwei mutmaßliche Komplizen wurden ebenfalls festgenommen. Über fiktive PR-Aufträge soll das Geld Medienberichten vom Freitag zufolge auf Scheinfirmen transferiert und auf ein Konto der Raiffeisenbank in Österreich eingezahlt worden sein, von wo es schließlich behoben und in bar nach Kroatien gebracht wurde. Weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wollte die HGK die Ereignisse nicht kommentieren. Die Verdächtige, über die eine einmonatige Untersuchungshaft verhängt wurde, gilt als rechte Hand von HGK-Präsident Nadan Vidosevic; 28 Mio. Kuna von den insgesamt 32 Mio. Kuna soll sie sich einbehalten haben. (ag)

Wien. Neben dem Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft zu den Spekulationsverlusten der ÖBB liegt ein ebensolcher zu Vorgängen in der Staatsbahn im Justizministerium. Es geht um den Verkauf eines Postbusgebäudes in der Erdberger Lände in Wien im Jahr 2006, der damals von der ÖBB-Immobilientochter abgewickelt worden war. Zum Verkaufszeitpunkt war die nunmehrige ÖVP-Politikerin Michaela Steinacker in der Staats-

© dpa/Frank Rumpenhorst

Schafe müssen Elektrochips tragen

EU-Gerichtshof entschied: Elektrochip-Pflicht für Schafe und Ziegen.

Luxemburg. Die Pflicht zur Kennzeichnung von Schafen und Ziegen mit Elektrochips ist laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs rechtens. Dies diene dem Kampf gegen Tierseuchen. Auch die Vorschrift, ein Register über die Herde zu führen, sei rechtmäßig, entschieden die Richter. Geklagt hatte ein Schäfer aus BadenWürttemberg; er sah unter anderem seine unternehmerische Freiheit verletzt. (ag)

KKK-Regel et al. Scheinaufträge

Prüfung: Postbusgebäude-Verkauf

© ÖBB/Robert Deopito

Wien. Am 29. Oktober findet die nächste WU Gutmann Center Public Lecture statt (16 Uhr, in der Bank Gutmann AG, Schwarzenbergplatz 16). Suleyman Basak, Professor an der London Business School, präsentiert seine Forschungsergebnisse über die Auswirkungen von Investments institutioneller Anleger auf Rohstoffmärkten. Seine Arbeit beruht auf einem Modell, in dem diese Investoren ihre Performance an einem Rohstoffindex messen. Er stellt fest, dass sich Schwankungen in Angebot und Nachfrage von Rohstoff-Futures, die in diesem Index enthalten sind, auf alle anderen Rohstoffe ausbreiten.

© Fairvesta

WU Gutmann Lecture: Rohstoffinvestments

fairvesta ist seit rund zwölf Jahren in der Immobranche in Deutschland tätig und bietet Beteiligungen an. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Immobilienhandel und zwischenzeitlichen Halten und Verwalten von Immobilien. Alle Objekte werden aus Sondersituationen wie Bankenverwertungen und Zwangsversteigerungen erworben. Strenge Investitionskriterien seien bei den Geschlossenen Fonds vertraglich im Beteiligungsprospekt fixiert. Investiert werde auch in ganze Portfolien, wobei es marktüblich sei, dass Banken zu sehr guten Objekten auch Objekte mit „Problemen“ bemischen. Aktuell hätten nur rund sieben bis acht Prozent der Immobilien im fairvesta-Bestand Optimierungspotenzial.  (red)

Gutachter: viel geringerer Schaden bei Ausstieg der ÖBB im Jahr 2005.

bahn als Geschäftsführerin der ÖBB Immobilienmanagement dafür zuständig. Der Verkaufsprozess soll intransparent gewesen sein. Der ÖBB-Gütertochter Rail Cargo Austria (RCA) soll als Nachmieterin nach dem Verkauf u.a. durch eine höhere Miete und Renovierungskosten ein Schaden verursacht worden sein. Ermittelt wurde laut ÖBB wegen des Verdachts der Untreue. In der Causa um Spekulationsverluste der ÖBB, resultierend aus einem Kreditversicherungsgeschäft aus 2005/2006, hätte die Staatsbahn laut Gutachten von Franz Ledochowski, wenn sie schon 2005 ausgestiegen wäre, lediglich einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe erlitten. So aber führte die Ausstiegszahlung über 295 Mio. € letztendlich zu einen Verlust von 285 Mio. €. Im 350-Seiten-Gutachten „in der Strafsache gegen Ex-ÖBB-Chef Martin Huber und andere“ werden 17 Absicherungsvereinbarungen genau beleuchtet, die mit der Deutschen Bank abgeschlossen wurden. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung. (ag/red)


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