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FREITAG, 21. OKTOBER 2011 – 29

AI UND POLIZZE IM DUO

FOTOVOLTAIK-INVESTMENTS

Neuer IV-Dachfonds für Alternative Investments ist in Versicherung verpackt Seite 31

Neue Investmentangebote aus Deutschland, Italien und Slowenien Seite 32

© Chorus

© IV Capital

financenet GELDHÄUSER ER G-20 WOLLEN N N SCHÄRFER REGELN © APA/Herbert Pfarrhofer

Zürcher Kantonalbank Österreich: Große Ziele

ATX 12. Okt. 2011 - 19. Okt. 2011

ATX (19.10.)

1952,40

Wochentop Wochenflop

Polytec Erste

Top 5 ATX Prime Polytec Holding Schoeller-Bleckmann Palfinger Do&Co Lenzing Flop 5 ATX Prime Erste Group Rosenbauer International Raiffeisen Bank International Andritz Century Casinos

-2,73% 10,17% -13,42%

10,17% 5,12% 4,98% 4,65% 4,17%

-13,42% -7,21% -6,00% -5,20% -5,19%

DAX 12. Okt. 2011 - 19. Okt. 2011

5913,53

Wochentop Wochenflop

-1,35%

Heidelb. 4,16% Comm. -11,59%

Top 5 DAX HeidelbergCement Inh. Fresenius SE Vzg. SAP Inh. Volkswagen Vzg. Fresenius Medical Care Flop 5 ATX Prime Commerzbank Inh. Deutsche Bank Nam. Infineon Technologies Daimler AG Nam. E.On Nam.

4,16% 3,50% 3,22% 2,73% 2,71%

-11,59% -5,99% -5,18% -4,57% -3,95%

© ZKB Österreich

DAX (19.10.)

Unter neuer Flagge Die Privatinvest Bank verwandelt sich nach dem Kauf durch die größte Schweizer Kantonalbank und Neuaufstellung nun endgültig zur „Zürcher Kantonalbank Österreich“. Die Vorstände Michael Walterspiel, Adrian Kohler und Hermann Wonnebauer wollen im Private Banking wachsen. Seite 30

INHALT

Capital:Markets > EU ermittelt wegen Verdacht auf Euribor-Manipulation 30 Fonds:Park > Geschlossene Fonds kommen nicht in Fahrt 32 > Schroders bringt Fonds mit fixen Ausschüttungen 32 > Handbuch „Grünes Geld“ in 6. Auflage 32 Banking > OeKB baut Finanzkonsortium für Nabucco auf 36 Insurance:Watch > VIG-Chef Günter Geyer hält an Zielen für 2011 fest 36

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neuer Fernsehspot vor „Wien heute“, 19.00 Uhr / ORF 2


F I NA NC E : C OV E R

30 – financenet

Freitag, 21. Oktober 2011

financenet@medianet.at

KOLUMNE

Die neuen Jagdreviere

Private Banking Die Zürcher Kantonalbank geht mit Niederlassungen in Wien und Salzburg erstmals ins Ausland

Die Kantonalbank startet Übernahme der Privatinvest abgeschlossen, später will man von Österreich aus Europa bearbeiten. gen von rund 2.000 Kunden. Bei der Übernahme der Privatinvest war es in etwa gleich viel, es gab aber eine beträchtliche Umschichtung: Viele Kunden verließen die Bank oder die Bank trennte sich, weil sie nicht zum Privatbank-Konzept passten. Ab einem Vermögen von 500.000 € ist man potenzieller Kunde, bis 2014 will Kohler 1 Mrd. € Kundengelder verwalten.

KURT SATTLEGGER

it der Zürcher Kantonalbank hat ein starker Player der Schweiz den österreichischen Markt betreten: Wir können uns also mit Recht begehrt vorkommen – das beweisen auch ähnliche Expansionsgelüste der Vergangenheit und Gegenwart von anderen internationalen Geldhäusern (wobei nicht alle diese Pläne von Erfolg gekrönt waren). Allen Unkenrufen und auch den aktuellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten zum Trotz haben die Österreicherinnen und Österreicher nämlich eine Menge Geld auf der hohen Kante liegen und sind ein attraktives Zielpublikum für in- und ausländische Player. Freilich gilt eine Regel: Bei uns nimmt ebenso wie in den übrigen ‚traditionellen‘ Industrieländern die Zahl der Reichen eher nicht mehr rasant zu. Umso heftiger muss daher der Konkurrenzkampf werden, will man die Vermögen der Business Class und sonstiger Gutbetuchter auf die eigenen Konten locken. Woanders hilft den Privatbankiers dagegen die Mathematik: In China und Indien nahm der Wohlstand in den letzten Jahren rasant zu, es entstand eine immer reichere Oberschicht und eine wachsende Mittelschicht. Allein die Region Asia Pacific hat seit Jänner 2010 mehr als die Hälfte des global neu enstandenen Reichtums auf sich vereinigt, so der Global Wealth Report.

M

Es lockt der Osten Das ist der erste Schritt; gelingt die Etablierung in Österreich, sollen in einigen Jahren von hier aus Deutschland, Italien und die osteuropäischen Länder bearbeitet werden. Österreich soll der Beginn einer Strategie sein, „um am Wachstum im internationalen Private Banking zu partizipieren“, meint Scholl.

Altlasten wurden gelöst Ganz geräuschlos verlief der Einstieg der Schweizer in Österreich nicht. Vor 18 Monaten hat die Kantonalbank die ehemalige Privatinvest Bank AG vom Münchener Bankhaus Reuschel & Co übernommen – und damit durchaus mehr Altlasten als erwartet, so Martin Scholl, CEO der Kantonalbank. Es gab Vorwürfe in Richtung Geldwäsche und Hausdurchsuchungen. Jetzt ist alles geklärt, sagt Adrian Kohler, Vorstandschef der Kantonalbank Österreich: Es gibt keine laufenden Strafverfahren, gab keine Verurteilungen. Trotzdem hat man den Vorstand neu besetzt, die Bank wurde mit 18 Mio. € neuem Kapital ausgestattet, die Standards der Mutter übernommen. Ab jetzt, etwa ein Jahr später als geplant, heißt die Bank „Kantonalbank Österreich AG“.

© ZKB Österreich/Bryan Reinhart

GERALD STEFAN

Wien. Ein Urgestein der Schweizer Bankenszene ist ab sofort unter eigener Flagge in Österreich vertreten: Die Zürcher Kantonalbank eröffnet erstmals eine Niederlassung im Ausland. Mit Österreich – konkret mit Stützpunkten in Wien und Salzburg – hat sie gleichzeitig auch den direkten Zugang zum übrigen EU-Markt. Zunächst will man sich aber am österreichischen Markt bewähren, man sieht hier großes Potenzial.

„Wir sind im Wirtschaftsraum Zürich, wo es die größte Konkurrenz an Banken

Adrian Kohler, neuer Vorstandssprecher der Zürcher Kantonalbank Österreich.

Ein Kundenvermögen von 166 Mrd. CHF (rund 133,3 Mrd. €) wird verwaltet. Dieser Erfolg und die Tatsache, zu 100% im Eigentum des Kantons Zürich zu stehen, bringt die besten Noten der Ratingagenturen. Laut Global Finance Magazine ist sie die viertsicherste Bank der Welt. Und darum geht es, meint Scholl: „Es geht um Sicherheit – nicht um Performance, sondern um Kapitalerhalt.“ Man möchte ein Nachhaltigskeitskonzept nach Schweizer Definition anbieten: nachhaltiger Gewinn und Berechenbarkeit. Geboten werden auch eigene Produkte, wie etwa ein mit physischem Gold unterlegter Fonds, der der größte Anlagefonds der

Schweizer Nachhaltigkeit Aber wie will man sich am heimischen Privatbankenmarkt durchsetzen, auf dem auch schon die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse vertreten sind? „Wie zu Hause“, meint Scholl: „Es gibt nirgends so viel Konkurrenz wie im Wirtschaftsraum Zürich, daher sollte es uns auch hier gelingen.“ Tatsächlich ist die Kantonalbank im Großraum Zürich die Nr. 1.

Schweiz ist. In Österreich will man ein individuelles Asset Management bieten: „Wir nützen die Experten der Mutter, aber in Österreich wird individuell auf die Bedürfnisse der Kunden eingegangen.“ Dafür sind 70 Mitarbeiter in Salzburg und Wien zuständig.

gibt, die Nummer eins am Markt.“ M. SCHOLL, CEO KANTONALBANK

Die Nachwirkungen der Finanzmarktkrise – wie etwa auch die aktuelle europäische Schuldenkrise – scheinen da nicht weiter zu stören. So flossen in der ersten Finanzkrise der Kantonalbank 38 Mrd. CHF zu. „Seither sind wir jedes Jahr im Plus“, so Scholl. Der Konzerngewinn ging im ersten Halbjahr 2011 mit 357 Mio. CHF gegenüber dem Vorjahreszeitraum (367 Mio. CHF) freilich leicht zurück.

Großes Potenzial Das Potenzial in Österreich für Private Banking sei beträchtlich, meint Scholl. Das und das heimische Bankgeheimnis habe den Ausschlag gegeben, hier und nicht in Deutschland, den Schritt in die EU zu tun. Zurzeit verwaltet die Kantonalbank Österreich 600 Mio. € Vermö-

EU Zulassungsverfahren

Seit Jahresanfang 2010 Gewinner vor allem in Asien

Sanochemia: Grünes Licht

Vermögen der Welt kletterten 14% EU-Razzia wegen Zins-Tricksereien der privaten Vermögen, da diese Länder ein wesentlich niedrigeres Verhältnis zwischen Nettovermögen und Einkommen sowie zwischen Schulden und Einkommen aufweisen als die reiferen Volkswirtschaften. Auch durch die Alterung dürfte die Nachfrage nach finanziellen Vermögenswerten stärker zunehmen als nach Sachwerten wie Immobilien, so der Global Wealth Report. (red)

Wien/Hongkong. Das Credit Suisse Research Institute hat den zweiten Global Wealth Report veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass die Region Asia Pacific am meisten zum neu geschaffenen globalen Privatvermögen beigesteuert hat: Ihr Anteil am Wachstum betrug 36% seit dem Jahr 2000 und 54% seit Jänner 2010. Seit der Finanzkrise ziehen also die Reichen in den Schwellenländern ihren Kollegen in den alten Industriestaaten verstärkt davon.

Schwellenländer vorn

Kartellen im Euribor-Handel am Dienstag durchsucht, hieß es laut Reuters in Finanzkreisen. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern. Mit den Durchsuchungen wolle sich die Kommission ein Bild über die Euribor-Ermittlung und mögliche Manipulationen machen, hieß es. Allerdings betonte die Kommission, dass bisher nur ein Anfangsverdacht vorliege und Durchsuchungen kein Beleg für die Schuld der Firmen seien. (red/APA)

Brüssel. Die EU-Kommission wirft mehreren europäischen Großbanken unlautere Geschäftspraktiken vor. Bei einer Razzia durchsuchten Ermittler die Büros von Geldhäusern in mehreren Staaten, teilte die EU-Behörde mit. Gegen die Institute bestehe der Verdacht, Zinssätze manipuliert zu haben. Möglicherweise hätten sie versucht, den Euribor-Zinssatz zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist der Zinssatz, den europäische Banken untereinander beim Handel von Einlagen verlangen. Er ist einer der wichtigsten Referenzzinssätze für Kredite und Anlageprodukte überhaupt.

Bei den Großen

Schwellenländer wie China scheffeln derzeit den Reichtum.

Die Namen der betroffenen Banken oder Länder nannte die EUKommission nicht. Falls sich herausstellt, dass die Unternehmen schuldig sind, drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens. Angeblich wurde die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank im Zuge der EU-Untersuchung zu

© European Community

Das weltweite Vermögen von Privaten hat von Jänner 2010 bis Juni 2011 um 14% von 203 Billionen USD (rund 138 Bill. €) auf 231 Bill. USD zugenommen. In den nächsten fünf Jahren dürfte es weltweit um 50% auf 345 Bill. USD und das Vermögen pro Erwachsenem um 40% auf USD 70.700 anwachsen, so die Credit Suisse. Die größte Dynamik werde auch künftig von den Schwellenländern ausgehen: In den Emerging Markets bestehe ein erhebliches Potenzial für ein weiteres Wachstum

© EPA

Wien. Die Sanochemia-Tochter Alvetra u. Werfft GmbH hat das europäische Zulassungsverfahren MRP (Mutual Recognition Procedure) für Alvegesic, ein Produkt der veterinärpharmazeutischen Linie, abgeschlossen. Für nahezu alle EU-Mitgliedsstaaten, die am MRP-Verfahren beteiligt waren, konnten die landesspezifischen Marktzulassungen umgesetzt werden, heißt es. Damit sei der Weg zur europaweiten Vermarktung von Sanochemias derzeit wichtigstem Veterinärprodukt geebnet und der Ausbau des Europageschäfts werde planmäßig 2012 gestartet. Bei Alvegesic handelt es sich um ein spezielles Schmerzpräparat für Pferd, Hund und Katze zur postoperativen Anwendung, das auch in Kombination zur Sedation und Narkose eingesetzt wird. Alvegesic ist in Österreich, dem Referenzland des MRP-Verfahrens, seit 2005 zugelassen und bereits in mehreren Ländern am Markt. (red)

Banken Manipulationsverdacht beim Euribor-Zinssatz

EU-Kommission ermittelt bei wichtigstem Referenz-Zinssatz Europas.


F O N D S : PA R K

Freitag, 21. Oktober 2011

financenet – 31

financenet@medianet.at

IV Capital Fondsgebundene Lebensversicherung, bei der in einem Dachfonds angelegt wird, der ausschließlich auf Alternative Investments setzt

Kombi-Paket aus AI und Polizze Wien. Eine neuartige Fondspolizze versucht, Sicherheit und Alternativen zu den herkömmlichen Asset-Klassen wie Aktien oder Anleihen zu verknüpfen. „IV Capital“ bietet einen Dachfonds an, bei dem ausschließlich in Alternative Investments (AI) angelegt wird und der in einer Versicherungslösung verpackt ist. „Auch zusehends Privatanleger interessieren sich für Alternative Investments“, erklärt Philip Steiner, Head of Sales von IV. Capital in Österreich. Aktien und Anleihen seien vielen derzeit zu heiß. Zudem hätten sich Alternatives in den vergangenen 20 Jahren häufig als stabiler erwiesen als andere Anlageklassen – bei mittelfristig besserer Performance.

sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Märkten verdienen. „Zur Umsetzung der Investmentstrategie werden sowohl makroökonomische Trends analysiert als auch die einzelnen Fonds geprüft“, erklärt Steiner. Mit den Managern der Zielfonds stehe man in engem Kontakt. Die Anpassung der Investmentstrategie erfolgt nach einem dynamischen Modell.

Nachvollziehbarkeit Infrage kämen nur Investmentfonds, deren Ansätze und Strategien nachzuvollziehen seien; nur so könne man das Risiko gut kont-

rollieren. Derzeit werde in rund 15 Fonds angelegt. Langfris-tig erfolge die Allokation in etwa 12 bis 30 Fonds, wobei deren Liquidität ein ausschlaggebender Faktor für die Auswahl ist. Der IVC Ascent Master Fund habe seit 2001 tatsächlich Jahr für Jahr positive Erträge gebracht, die Nettoperformance erreichte den Angaben zufolge im Schnitt 5,9%, die durchschnittliche Volatilität betrug seit 2006 nur 4,0%; zum Vergleich: Beim MSCI-Weltaktienindex waren es fast 15%. Der schlimmste Draw-down seit 2001 wurde während zweier Monate mit minus 2,6% in 2006 gemessen. (lk)

© IV Capital

Ein Vertragsabschluss ist bei Einmalerlag ab 15.000 Euro möglich.

Steiner: „Greifen auf Investment-Expertise die Société-Générale-Tochter Lyxor zurück“.

Safe Alternative inora Life Die fondsgebundene Lebensversicherung hört auf den Namen „Safe Alternative inora Life“ und ist mit einer 90%igen Kapitalgarantie versehen, wobei der Anleger zu 200% an der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Fonds partizipiert. „Die Garantie in Höhe von 90 Prozent des Kapitals wird über eine Inhaberschuldverschreibung der Société Générale gewährleistet“, führt Steiner aus. Die erhöhte Beteiligung lasse sich erreichen, indem neben den finanziellen Mitteln des Investors zusätzliches Kapital durch die Société Générale zu günstigen Konditionen bereitgestellt und damit eine höhere Investition in den Fonds ermöglicht werde. Beim Dachfonds handelt es sich um eine Nachbildung der Investmentstrategie und -philosophie des IVC Ascent II Master Fund. Dieser wurde 2001 aufgelegt und ist in Euro denominiert. Das Ziel besteht darin, Jahr für Jahr einen positiven Ertrag zu erreichen. Dies soll durch eine breit diversifizierte Anlagestrategie in Alternative Investments gewährleistet werden. Mit Alternative Investments kann man

FlexSolution – Vorsorgelösung für die Zukunft. Die Versicherung einer neuen Generation

APM Unterzeichnet

PRI-Prinzipien

© Absolute Portfolio Management

Wien. Die 2006 von der UNO eingeführten 6 „Principles for Responsible Investment“ (UN PRI) sind Grundsätze für verantwortungsbewusstes Anlegen. Mit ihnen verpflichten sich Investoren und Asset Manager zur Einhaltung finanzmarktrelevanter Umwelt-, Sozialund Governancekriterien (ESGRichtlinien) in ihren Anlageaktivitäten. Unterzeichnet hat nun die Absolute Portfolio Management (APM) GmbH, womit sie zu den Erstunterzeichnern in Österreich zählt.

APM-Geschäftsführer Günther Kastner: „Unterzeichnung war natürlicher Schritt“.

iblen rt der flex A e u e n Die Sie die stimmen e b – e g r Vorso lbst! arantie se G r e d t r A


F O N D S : PA R K

32 – financenet

Freitag, 21. Oktober 2011

financenet@medianet.at

Schroders: Fonds mit festen Ausschüttungen

© Schroders Investment

London/Wien. Der britische Vermögensverwalter Schroders erweitert die Palette seiner Fonds mit festen Ausschüttungsmodellen um zehn neue Produkte und folgt somit dem Ruf der Investoren nach fixen Ertragsströmen: Nun sind neben Rentenfonds auch MultiAsset- und Dividendenfonds mit festen Ausschüttungsklassen erhältlich. Die im April 2010 eingeführte feste Ausschüttungsklasse des Schroder ISF Emerging Markets Debt Absolute Return hat bereits Mittelzuflüsse von 300 Mio. € verbuchen können. „Die jüngsten Bewegungen an den globalen Anlagemärkten verunsichern sicherheitsorientierte Privatanleger“, sagt Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH; „deshalb werden feste Ertragsmodelle, die in Asien und Großbritannien schon seit Jahren etabliert sind, auch in Kontinentaleuropa immer mehr geschätzt.“

A. Küssner: „Produkte werden dem Sicherheitsbedürfnis gerecht.“

„Grünes Geld“ in 6., aktualisierter Auflage Wien. Das Handbuch „Grünes Geld“ gibt es nun in 6., aktualisierter Auflage. Auf mehr als 300 Seiten geben die Autoren Max Deml und Holger Blisse einen Abriss über die Möglichkeiten, nach ökologisch und sozial nachhaltigen Kriterien Geld anzulegen. ISBN 978-3-94256112-9 zum Preis von 19,95 €.

Geschlossene Fonds Das deutsche Emissionshaus bringt nun auch eine Sparplan-Variante ab 100 Euro monatlich

Chorus: Italien- und Deutschland-PV-Fonds Italien-Fonds zur Zeichnung, aber auch Deutschland-Fonds für die vorsichtigeren Anleger. Wien/Turin. Mit der aktuellen 20-jährigen Förderung und der im Europavergleich überdurchschnittlichen Sonneneinstrahlung ist Italien einer der weltweit attraktivsten Märkte für Solarinvestments. Einer der Anbieter unternehmerischer Beteiligungen, der in Freiflächenanlagen in Italien investiert hat, ist die deutsche Chorus GmbH. „Seit dem 1. Juli 2011 regelt das neue, sog. Conto Energia IV in Italien die Einspeisevergütung für Solarstrom“, erklärte Peter Heidecker, Geschäftsführer der Chorus GmbH, anlässlich einer Besichtigung der 4,3 MW-Solaranlage „Banna 1“ in der Nähe von Turin. Entscheidend für die Tarifhöhe sei der Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Anlagen, die im Juni ans Netz gingen, erhalten 20 Jahre lang eine höhere Vergütung als Anlagen, die im Juli an den Start gingen. Bis Dezember reduziert sich der Einspeisetarif Monat für Monat. Sinkende Gestehungskosten machen die Absenkungen jedoch wett. Geförderte Projekte seien begrenzt, da das Conto Energia IV eine Obergrenze vorsieht, daher hätten Anbieter, die bereits jetzt ein Investment anbieten können, die Nase vorn.

© Chorus

SHORT

Geschäftsführer Peter Heidecker: „Die 1998 gegründete Chorus Gruppe ist als Familienholding bankenunabhängig.”

serlös der Anlagen ist mit 146,65% kalkuliert. Die Mindestanlage beträgt 10.000 €. Im Solarpark des Fonds sind in Summe sieben Projekte inkludiert (Piemont, Umbrien) mit einer Gesamtleistung von 6 MWp. Sechs davon wurden im Juli bereits an das Stromnetz angeschlossen. „Für Anleger, die aktuell in Italien ein spezielles Länderrisiko sehen, begeben wir einen Deutschland-Fonds“, so Heidecker. Auch der Chorus CleanTech Solar 8 hat eine Laufzeit von nur acht Jahren. So wie beim Italien-Fonds handelt es sich hier um Freiflächen-Anlagen. Die Mindestbeteiligung wurde benfalls auf 10.000 € (zuzüglich 5% Agio) festgesetzt. Bestandteil der Investitionskriterien für Chorus sei,

Kurze Laufzeit von 8 Jahren Heidecker stellt Anlegern für den Fonds „Chorus – CleanTech Solar 5. KG“ Ausschüttungen von durchschnittlich 12,7% pro Jahr in Aussicht – und dies bei der relativ kurzen Laufzeit von nur acht Jahren (es gibt eine eigene ÖsterreichTranche 7. KG). Plangemäß sollen die jährlichen Ausschüttungen von 7,25% für das Jahr 2012 bis auf 9,0% für das Jahr 2018 steigen. Die Schlussausschüttung inkl. Verkauf-

dass die Anlagen eine Investitionsrendite von mindestens 20% liefern und eine Einspeisezusage des Netzbetreibers vorliege. Die laufenden Ausschüttungen werden angegeben mit 6,5% für 2012, ansteigend auf 7,5% für 2018. Die Schlussausschüttung inklusive Verkaufserlös wird für 2019 auf 114,5% angesetzt.

Sparplanfähiges Produkt Neu ist auch ein sparplanfähiges Produkt, wo monatlich 100 € eingezahlt werden können. „Wir haben lange überlegt, ob wir ein solches Produkt lancieren wollen“, meint Heidecker. Gerne wurde an derartigen Modellen bisher kritisiert, dass damit unternehmerische Beteiligungen in die Hände von In-

vestoren gelangen, die von ihrer Anlageerfahrung nicht geeignet seien oder nicht zur Zielgruppe zählen. Auf der anderen Seite habe man Sparern ertragreichere Formen als etwa das Sparbuch zur Verfügung stellen wollen, so Heidecker, denn Sparern stünden derzeit nur wenige attraktive Produkte zur Auswahl. Im Portfolio-Fonds werde auf diverse Anlageklassen und diverse Laufzeiten sowie Länder gestreut. Es ist aber auch bei diesem Produkt eine Einmalzahlung (ab 10.000 €) möglich. Für diesen Fall soll es planmäßig 7,2% Ausschüttung p.a. geben, für die Ansparvariante 6,0%. Die Laufzeit hier: 15 Jahre, wobei die Investitionsphase auf die ersten 7,5 Jahre entfällt, die zweite ist die Ausschüttungsphase. (lk)

Scope Analysis GmbH Vertrieb Geschlossener Fonds

Anleihe Sicherheit der verpflichtenden jährlichen Auszahlung in Höhe des Kupons

Heuer Schwunglos

Neue Anleihe von PV-Invest

Zählen zu den zwei dynamischen Segmenten heuer: Flugzeug-Fonds.

ne nicht erklären. Vielmehr müsse sich die Branche bewusst werden, dass der Geschlossene Fonds in einer tiefen Vertrauenskrise stecke.

Velden/Zorenci. Nach erfolgreicher Platzierung zweier Anleihen der PV-Invest GmbH mit Sitz in Velden am Wörther See für Fotovoltaik-Projekte in Apulien emittiert das Unternehmen nun die nächste Anleihe in Österreich, diesmal in Höhe von 650.000 €. Sie dient als Teilfinanzierung zur Errichtung zweier FotovoltaikKraftwerke in Zorenci, in Südslowenien.

Flugzeuge: Dynamisch Für Chancen – obwohl Steuererhöhungen und Kürzungen bei den Staatsausgaben zu erwarten sind – bei US-Immobilien spreche laut Christoph Kahl, Geschäftsführer von Jamestown, dass die USA das einzige Industrieland sei, dessen Bevölkerung erheblich wachse – in den kommenden 30 Jahren wird ein Zuwachs von 100 Mio. Einwohnern prognostiziert. Schiffsbeteiligungen sind derzeit das Sorgenkind der Fondsbranche, insbesondere die dramatischen Überkapazitäten bei der Tonnage sorgen nach Ansicht von Torsten Teichert, Vorstand von Lloyd Fonds, für beständigen Druck auf die Charterraten; eine rasche Erholung wird nicht kommen. Dynamisch entwickeln sich die Segmente Flugzeugfonds sowie Erneuerbare Energien-Fonds, die vom Klimawandel profitieren. (lk)

Die gute Sonneneinstrahlung in Slowenien, kombiniert mit einem „äußerst attraktiven Ökostromtarif“, wie es heißt, lasse hohe Erträge erwarten. „Der Einspeisetarif ist für 15 Jahre staatlich garantiert”, informiert Geschäftsführer Günter Grabner. Alle erforderlichen Liegenschaftsverträge würden grundbücherlich sichergestellt, das Geld der Anleger auf ein Notartreuhandkonto eingezahlt.

© PV Invest

© EPA

Berlin/Wien. Nach zwei schwachen Jahren kommt der Vertrieb Geschlossener Fondsanteile auch 2011 nicht in Schwung. Die Platzierungszahlen bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dies ist die jüngste Diagnose der auf unternehmerische Beteiligungen spezialisierten Scope Analysis. Mit der Finanz- und der weiter schwelenden Staatsschuldenkrise lasse sich diese Entwicklung allei-

Die Anleihe für die PV-Anlage in Südslowenien läuft zehn Jahre.

Grabner: „Die Technologie ist ausgereift, die Kraftwerke werden schlüsselfertig erworben und die Leistung wird vom Errichter, der KPV Solar-Gruppe in St. Veit/Glan, garantiert. Die Gesamtleistung beider Kraftwerke betrage 1,3 MW.

Start noch heuer Beide Kraftwerke gehen noch heuer ans Netz. Wer eine Anleihe zeichnet, kann sich jederzeit per Online-Code und Passwort über die laufende Produktion informieren. Die Eckdaten der Anleihe: Zinssatz in Höhe von 8% p.a. fix auf die Laufzeit oder variabel verzinst mit Euribor +5% bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Sie wird 2021 zu 100% zurückgezahlt. Die Mindestinvestitionssumme liegt bei 50.000 €. Die Anleihe ist KESt-endbesteuert. Darüber hinaus kann sie auch (einkommen)steuerschonend angeschafft werden, da der Gewinnfreibetrag (nach § 10 ESTG; die PVAnleihe „Slowenien“ ist ein begünstigtes Wertpapier gem. § 14 Abs. 7 Z 4 ESTG) geltend gemacht werden kann. (red)


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F I NA N Z D I E N S TL E I S TE R

financenet – 33

financenet@medianet.at

Der „neue“ Wertpapiervermittler Die Novelle zum Wertpapieraufsichtsgesetz wurde in der Vorwoche im Parlament beraten und beschlossen

„Novelle ist vertane Chance“ Wien. Die Novelle zum Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) wurde in der Vorwoche im Parlament beraten und auch beschlossen. Der Berufsstand des gewerblich gesehen freien Finanzdienstleistungs-Assistenten, der im Zuge der Finanzkrise ab 2008 massiv in die Kritik geraten war, wird somit abgeschafft. Die Novelle regelt Tätigkeit, Haftung und Registrierungspflicht des reglementierten Gewerbes des Wertpapiervermittlers, der sich durch Befähigungsnachweis und laufende Weiterbildung hervortun soll.

Transparenz fehlt weiterhin

die dem Berater die meiste Provision einbringen. Welche Provisionen die Emittenten den Wertpapierdienstleistern bezahlt haben, sei wenig transparent – die Novelle löse dieses Problem nicht. Auch für Rudolf Mittendorfer, Obmann der Versicherungsmakler in der Wirtschaftskammer Wien, ist die Novelle „eine vertane Chance“. Denn nach wie vor seien die einzelnen Berufsbilder – wie etwa Versicherungsmakler oder -agent und nun auch der Wertpapiervermittler – äußerst unklar definiert, moniert Mittendorfer. Die Übergangsfrist läuft noch bis 2014, für Mittendorfer gehen

die Befähigungsnachweise und die Weiterbildungen im Umfang von mindestens 40 Stunden innerhalb von drei Jahren nicht weit genug. Auch die Tatsache, dass der Wertpapiervermittler höchstens im Namen und auf Rechnung von drei Wertpapierfirmen oder -dienstleistungsunternehmen tätig werden darf – diese sind dann gleichzeitig seine „Haftungsdächer“ –, ist umstritten. Die Neuregelung könnte aber dazu führen, dass um 20 bis 25% weniger FDLAs weiterhin tätig sein werden, so ein Experte. Derzeit gibt es in Österreich geschätzte 5.500 Finanzdienstleistungsassistenten. (lk)

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Befähigungsnachweis, Fortbildungspflicht – aber nicht sehr umfassend.

Peter Kolba: Der Finanzdienstleistungsassistent wurde abgeschafft, die Skepsis bleibt.

Doch es herrscht in der Fachwelt so gut wie breite Einhelligkeit, dass die Novelle (noch) nicht der große Wurf war. Dass Peter Kolba, Leiter Bereich Recht beim Verein für Konsumenteninformation VKI, nicht glücklich darüber ist, versteht sich fast von selbst: „Man setzt auf mehr Ausbildung, aber wo bleiben mehr Transparenz bei Provisionen und eine Eindämmung von Strukturvertrieben?“ Entgegen dem ursprünglichen Entwurf dürfen die Wertpapiervermittler auch für Wertpapierfirmen tätig werden. Eine Studie des deutschen Verbraucherschutzministeriums zeige deutlich auf, dass das bestehende Provisionssystem den wirtschaftlichen Anreiz bildet, dass Produkte vermittelt werden,

FACTS Wertpapiervermittler Bestehende Gewerbetreibende mit Gewerbeschein als Finanzdienstleistungsassistent, die ihre Gewerbeberechtigung bis 31. August 2012 nach der alten Rechtslage angemeldet haben, müssen bis spätestens 31. August 2014 eine Befähigungsprüfung entweder als Wertpapiervermittler oder als Gewerblicher Vermögensberater ablegen, wenn sie weiterhin eine Wertpapierberatung und -vermittlung ausüben wollen. An Weiterbildung sind mindestens 40 Stunden innerhalb von drei Jahren gefordert.

Trend Schwacher Monat

Zertifikatemarkt Wien. Der österreichische Zertifikatemarkt hat sich im September weiter rückläufig entwickelt. Das bei Privatinvestoren platzierte Gesamtmarktvolumen sank erstmals in diesem Jahr unter 14 Mrd. €. Gegenüber dem Vormonat gab das Volumen um 1,7 Prozent oder 242 Mio. € auf 13,8 Mrd. € nach, teilt das Zertifikate Forum Austria (ZFA) mit. Im bisherigen Jahresverlauf weist der Markt damit einen Rückgang um 0,7% auf. Grund für den Rückgang sei die anhaltende Unsicherheit und Volatilität an den Finanzmärkten, so ZFA-Vorstandsvorsitzende Heike Arbter. (red)

FACTS Marktsegmente Das Open Interest exklusive Zinsprodukte der fünf führenden heimischen Zertifikate-Emittenten Raiffeisen Centrobank, Volksbank, Erste Group, Bank Austria und Royal Bank of Scotland (geschätzter Marktanteil 75%) sank im Berichtsmonat um 2,5% auf 5,9 Mrd. €. Leicht rückläufig sind auch strukturierte Zinsprodukte: minus 0,6 Prozent auf 4,49 Mrd. €. Bei Anlageprodukten kam es zu einem Rückgang von 2,5 Prozent auf 5,8 Mrd. €.

Gut zu wissen, wo mein Geld zuhause ist:

Wenn’s ums Sparen geht, ist nur eine Bank meine Bank. Sicherheit und Vertrauen sind das Um und Auf, wenn es ums Sparen geht. Schön, wenn man sich dabei auf die Kompetenz und die Produkte einer Bank verlassen kann, die es seit 125 Jahren gibt. Ihr Raiffeisenberater hilft Ihnen gerne, die beste Sparform zu finden. www.raiffeisen.at


BA N K I N G

34 – financenet

Freitag, 21. Oktober 2011

financenet@medianet.at

Finanzierungsfunktion Kapitalmärkte sollen Wirtschaft finanzieren, nicht spekulieren, hieß es am Austrian Equity Day

SHORT

„Investor statt Spekulant“

Einlagensicherung in Deutschland sinkt Frankfurt. Die privaten Banken in Deutschland senken ihre über ihren Branchenverein bestimmten Garantien für Spareinlagen. Künftig sollen die Sicherungsgrenzen von 2015 bis 2025 von 30% des haftenden Eigenkapitals einer Bank je Kunde auf 8,75 Prozent herabgesetzt werden. Die Mindestsicherung sinkt damit von derzeit 1,5 Mio. € auf 437.500 € pro Kunde. Bei größeren Banken liegen die Beträge deutlich höher, bei der Deutschen Bank etwa nach heutigen Regeln bei bis zu 11,5 Mrd. €. (APA)

Blue-Chip-Vertreter und Politiker wollen Hasardeure vertreiben, konstruktive Investoren aufbauen. Wien. In Österreich werde die Bedeutung eines funktionierenden Kapitalmarkts für Unternehmen nach wie vor unter den Teppich gekehrt, hieß es unlängst am Austrian Equity Day: „Unsere Herausforderung ist es, die Bedeutung und unbedingte Notwendigkeit eines österreichischen Kapitalmarkts in einem Marktumfeld zu erklären, in dem die öffentliche Wahrnehmung den Kapitalmarkt als Spielwiese von Spekulanten sieht”, sagte der Präsident des Aktienforums und CFO der voestalpine, Robert Ottel. Der Kapitalmarkt dürfe nicht zur Spielwiese von Spekulanten verkommen, sondern seine Grundfunktion sollte in den Vordergrund gerückt werden: die Finanzierung der Unternehmen. Ottel plädierte für eine entsprechende neue Offensive in der Kapitalmarktpolitik. Auch Finanzministerin Maria Fekter wünscht sich eine aktive Kapitalmarktpolitik: „In den ver-

© Voestalpine

Martin Hehemann wird Uniqa-Sprecher

© David Sailer

voestalpine-Finanzchef Robert Ottel: „Keine Spielwiese von Spekulanten“.

Neue Instrumente Fekter forderte von den Banken, neue innovative Produkte der Unternehmensfinanzierung zu entwickeln und plädierte für die Schaffung einer zweistufigen Bilanz-Enforcement-Stelle, um das Vertrauen der Anleger in die Bilanzen zu stärken, und für die Umsetzung dringend nötiger Reformen bei Zukunftsvorsorge und Pensionskassen. In eine ähnliche Richtung argumentierte der Vorstand der Wiener Börse, Heinrich Schaller: Der Kapitalmarkt biete in Zeiten knapperen Geldes eine Alternative zu herkömmlichen Finanzierungsformen der Banken. (red)

Kein Absturz in der Schuldenkrise Demonstranten vor der Tür, aber zuverlässigere Privatkunden in den Büchern

Martin Hehemann spricht nach AUA, RZB, BA nun für die Uniqa.

New York. Die Privatkunden bewahren die US-Großbanken Citigroup und Wells Fargo in der Euro-Schuldenkrise vor dem Absturz. Beide Institute konnten im dritten Quartal trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten ihren Gewinn steigern. Konkurrenten mit einem ausgeprägten Investmentbanking wie beim US-Branchenprimus JPMorgan Chase hatten dagegen Einbußen hinnehmen müssen. Zwar ging auch bei der Citigroup das vergleichsweise kleine Investmentbanking-Geschäft zurück, doch das internationale Privatkundengeschäft erwies sich als Stütze. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das Ergebnis um 74 Prozent auf unterm Strich 3,8 Mrd. USD (2,8 Mrd. €). Dieses

Den Wall Street-Banken helfen ihre Privatkunden in den neuen Marktturbulenzen.

Ab 50 Milliarden Dollar Bilanzsumme Entflechtungsplan für den Insolvenzfall

Stifter Wollen sie auflösen?

Amerika will Banken-Testament

Steuer-Streit um die Stiftungen

Washington. Große amerikanische Banken müssen sich als Lehre aus der weltweiten Finanzmarktkrise künftig auf eine mögliche Pleite ihres eigenen Hauses vorbereiten und so den Aufsichtsbehörden die Aufräumarbeit so leicht wie möglich machen, indem sie einen vorbeugenden Abwicklungsplan für die eigenen Aktiva und Passiva erstellen. Die US-Notenbank segnete am Montag eine endgültige Rege-

General Bank mit neuen Kurzfrist-Produkten

Kunststück gelang allerdings nur durch einen Buchungstrick, nämlich die Neubewertung alter Schulden, was 1,9 Mrd. USD an zusätzlichen Einnahmen brachte. Die Citigroup hatte in der Finanzkrise 2008 und 2009 noch vom Staat mit 45 Mrd. USD gerettet werden müssen. Privatkunden-Spezialist Wells Fargo schaffte seinen Gewinnsprung vor allem durch eine bessere Zahlungsmoral der Kreditnehmer und einen harten Sparkurs. Auf faule Kredite musste die Bank noch 2,6 Mrd. USD abschreiben und damit rund 1,5 Mrd. USD weniger als vor einem Jahr. Dies ließ den Gewinn um 22% auf unterm Strich 3,8 Mrd. USD hochschnellen. (APA)

© EPA

US-Großbanken dank Retail-Sparte besser

Wien. AUA-Sprecher Martin Hehemann (47) wechselt ab Jänner 2012 zum Versicherungskonzern Uniqa: Er übernimmt die Leitung des neuen Bereichs „Group Communication & Brand Management” in der Uniqa Holding, teilt das mehrheitlich zu Raiffeisen gehörende Unternehmen mit. Hehemann werde in dieser Funktion die interne und externe Kommunikation sowie die Markenführung der Gruppe verantworten. Mit der Schaffung des neuen Bereichs solle der Kommunikations- und Markenauftritt verstärkt werden. Hehemann werde direkt Uniqa-Chef Andreas Brandstetter unterstellt sein. Uniqa-Pressesprecher Norbert Heller ist weiter in dieser Funktion tätig. Der gelernte Wirtschaftsjournalist Hehemann ist seit Juli 2009 Konzern-Pressesprecher bei der Austrian Airlines und war zuvor jahrelang in der Bankbranche tätig. Vor seiner Landung bei der AUA war er der langjährige BankAustria-Pressesprecher und als Kommunikationschef bei der Bank-Austria-Mutter UniCredit in Mailand für das Markenmanagement verantwortlich. In der Bank Austria war Hehemann ab 1999, zuvor ab 1997 Pressesprecher in der Raiffeisen Zentralbank (RZB). (APA)

lung zur Abwicklung von systemrelevanten Geldhäusern in einem Notfall ab.

Schnelle Entflechtung Danach müssen die Kreditinstitute in Zukunft eine Art Testament bei den Behörden hinterlegen; darin zeichnen sie auf, wie sie im Falle einer Insolvenz schnell entflochten werden können.

Die Banken müssen die Pläne bis Mitte Juli kommenden Jahres einreichen. Die Einlagensicherung (FDIC) hat der Regulierung bereits im September zugestimmt. Mit dem Ja der US-Zentralbank kann die Änderung in Kraft treten. Das Papier ist Teil des DoddFrank-Gesetzes, mit dem die USRegierung im vergangenen Jahr die Lehren aus dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und der daraus folgenden weltweiten Krise ziehen wollte.

Wien. Privatstiftungs-Generalsekretär Christoph Kraus hat die Aussagen des Steuerexperten Werner Doralt zurückgewiesen. Es gebe unter den Stiftern sehr wohl eine „nicht unbeträchtliche Anzahl”, die interessiert wäre, die Stiftungen aufzulösen, wenn das nicht so hoch besteuert wäre. Seit Einführung des Stiftungsgesetzes 1993 seien 280 Stiftungen aufgelöst worden.

US-Notenbank Federal Reserve hat Entflechtungs-Vorbereitungsplan zugestimmt.

Große Banken stehen in dem Verdacht, zu große Risiken auf sich genommen zu haben, in dem Kalkül, ohnehin im Notfall vom Staat aufgefangen zu werden („too big to fail”). Dieser Leichtsinn gilt als eine Ursache der weltumspannenden Finanzkrise. Das Gesetz verleiht der US-Regierung die Macht, Banken zu beschlagnahmen oder zu zerschlagen. Die Regelung bezieht sich auf Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 50 Mrd. USD. (APA)

© Kathrein Bank

Gegen zu viel Risiko

© EPA

Wien. Die Generali Bank fokussiert sich aktuell auf kurzfristige Einlagen. Das „ErtragsKonto flexibel“ ist mit 1,850 Prozent p.a. Zinsen täglich fällig. Wer sein Geld erst Mitte des nächsten Jahres benötigt, für den bietet die Generali Bank das „FixzinsKonto“ mit fixen 2,125% p.a. bei einer Bindung von neun Monaten. Vorzeitige Auflösung ist möglich, die Verzinsung sinkt dann allerdings auf 1,850%. Beim „PremiumKonto“ schließlich erhalten die Kunden 2,250% p.a. bei zwölf Monaten Bindung. (red)

gangenen Jahren war die Kapitalmarktpolitik vor allem reaktiv und von der Krise getrieben. Wir mussten die Probleme lösen, Banken retten. Jetzt ist es Zeit, wieder stimulierende Maßnahmen zu setzen.”

VÖP-Generalsekretär Christoph Kraus stört sich an „Mausefalleneffekt“.


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BA N KI N G/ IN S UR A N C E : WATCH

financenet – 35

financenet@medianet.at

Finanzmärkte & große Banken Die Finanzminister der G-20 wollen die Finanzmarktregulierung weiter vorantreiben, „Too-big-to-fail“ im Visier

G-20 machen Druck auf Riesen Paris/London. Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer stellen sich hinter Vorschläge für einen Extra-Kapitalzuschlag für große, grenzüberschreitende und systemrelevante Banken (SIFIS). Diese Vorschläge von internationalen Experten sehen vor, dass diesen Instituten auf mittlere Sicht zusätzliche Kapitalzuschläge von bis zu 2,5 Prozent abgefordert werden, je nach dem Risikogehalt ihres Geschäfts. Die verschärften Kapitalanforderungen sollen ab 2016 sukzessive eingeführt werden, heißt es laut Agenturberichten. Damit wolle die G-20 der Gefahr vorbeugen, dass ein Kollaps solcher Finanzriesen das gesamte Finanzsystem in Turbulenzen stürzen könnte.

stürmische Zeiten zu überleben, ohne dem Steuerzahler zur Last zu fallen. Als nächstes steht an, dass die betreffenden Banken, für die das gelten soll, konkret benannt werden. Es soll sich laut APA um maximal 50, womöglich auch deutlich weniger Institute handeln. Der geplante Kapital-Zuschlag solle bei den globalen Finanzriesen zusätzlich zu der erhöhten Mindestquote beim Kernkapital von sieben Prozent erhoben werden, die nach den neuen Basel-III-Regeln ab 2013 für alle Banken gelten soll. Da Banken und Versicherer zunehmend unter die Lupe genommen werden, wer-

den Finanzjongleure verstärkt in unregulierte Bereiche ausweichen, heißt es. In diese „Schattenbanken” würden Risiken ausgelagert. Mittlerweile sollen Schattenbanken mehr Kapital verwalten als herkömmliche Geldhäuser. Da Bankenaufseher darin ein große Gefahr für eine weitere Krise sehen, soll dies nun eingedämmt werden. Konkrete Schritte haben die G-20 noch nicht vereinbart. Es könnten aber alle Finanzinstitute, die wie eine Bank arbeiten, unter Aufsicht gestellt werden: Vor allem Hedgefonds und Risikokapitalgeber sind im Visier. Die Schaffung eines neuen internationalen Wäh-

rungssystems zählt laut Berichten nicht zur Agenda der G-20, aber die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat Schwächen offengelegt: hohe und andauernde Ungleichgewichte, die Dominanz des USDollars als Reservewährung sowie starke Schwankungen bei Wechselkursen und Kapitalströmen. Es gehe eher um eine geringere Abhängigkeit von der Leitwährung US-Dollar und unerwünschte Kapitalflüsse. Der weitere Aufstieg des chinesischen Yuan zu einer Weltwährung bleibt voerst ungewiss, eine stärkere Rolle für ihn wird aber ausgelotet. (red/APA)

© EPA

Mittelfristig sollen Extra-Kapitalzuschläge von bis zu 2,5 Prozent gegenüber Kleinen realisiert werden.

Deutscher Finanzminister W. Schäuble: „Auch Regeln für Versicherer kommen.“

Ziele seit 2008 Eine stärkere Absicherung gegen Risiken für die globale Finanzstabilität, die von den hochvernetzten Finanzriesen ausgehen, ist eines der großen Ziele bei der Regulierung der Finanzmärkte, die sich die G-20 2008 gesetzt hatte. Als erstes wurde nun eine Regelung für die großen Banken ins Auge gefasst, die auf dem G-20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs Anfang November formell beschlossen werden soll. Ähnliches soll für die großen Versicherer bald folgen, erklärte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble nach einem Treffen der G-20-Finanzminister und Notenbankchefs. Mit der Zustimmung der Ministerrunde wurden Hoffnungen der betroffenen Geldhäuser enttäuscht, die doch noch auf Änderungen oder zeitliche Verschiebungen gehofft hatten. Damit drohen den Top-Geldhäusern wie Goldman Sachs, HSBC, Deutsche Bank oder JPMorgan Chase nun Zuschläge von 1 bis 2,5 Prozent.

SCHÖN, WENN SICH IN ZUKUNFT ANDERE UM ALLES KÜMMERN.

P.A. 2,75FI% X

Die Namensliste folgt Damit wolle man sicherstellen, dass diese Banken ausreichend mit Kapital versehen sind, um auch

2.2012 BIS 31.1

DIE G-20-THEMEN Wechselkurse Hier geht es nicht nur um China, das seine Währung künstlich niedrig halte, um seine Exporte anzukurbeln. Auch die USA sind wegen des niedrigen Dollar-Wechselkurses und der Liquiditätsflut in der Kritik. Brasilien und Japan wieder versuchen, eine Aufwertung ihrer Währung zu verhindern. Währungsreserven Das Bestreben einiger Schwellenländer, ihre Währungen zu den wichtigsten Handelswährungen US-Dollar und Euro stabil zu halten, ließ die weltweiten Reserven enorm anwachsen. Die Währungsreserven lagen Ende des 1. Quartals 2011 weltweit bei 9.640 Mrd. USD. Kapitalströme Problematisch seien auch wieder wachsende Kapitalflüsse in die Schwellenländer. Dort legen viele Investoren ihr Geld an, was zu einer Aufwertung der Währung eines Schwellenlands mit negativen Folgen für dessen Exporte führen kann. Sie seien so auch anfälliger für einen abrupten Kapitalabzug im Zuge spekulativer Attacken. Viele Schwellenländer steuern daher mit Kontrollen gegen. Lokale Anleihemärkte Verwundbar ist das Währungssystem auch durch eine steigende Verschuldung von Schwellenländern in ausländischer Währung. So ist Indien zu 80% in ausländischer Währung verschuldet, die Türkei zu mehr als 90%. Ein Aktionsplan zur Entwicklung lokaler Anleihemärkte in Schwellenländern soll Abhilfe schaffen.

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I N S UR A NC E : WATC H

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SHORT

Griechen-Haircut würde Uniqa was kosten Wien. Für einen Nachlass der Griechen-Schulden auf 40-60% müsste der börsenotierte Uniqa-Konzern weitere Abschreibungen vornehmen. Sollte ein „Haircut” in diese Richtung kommen, müssten „wir nachziehen”, so Vorstandschef Andreas Brandstetter. Dies könnte dann auch das Ergebnisziel gefährden: Die erwartete schwarze Null gelte mit dem Vorbehalt, dass heuer keine weiteren Griechenland-Abschreibungen nötig sind. (ag)

OeKB ruft Versicherer für Nabucco zu sich

Weniger, dafür sicherer Zukunftsvorsorge, Pensionskassen und LV-Einmalerläge sind reformbedürftig

VIG-Chef Geyer: Reform bei Pensionsprodukten Vienna Insurance Group sieht durch Nervosität der Märkte eigene Ertragsziele aber nicht gefährdet. Wien. Für Reformen bei Zukunftsvorsorge, Pensionskassen und den Einmalerlägen in der Lebensversicherung spricht sich der Generaldirektor der Vienna Insurance Group (VIG), Günter Geyer, aus. Zukunftsvorsorge-Verträge sollten, um höheren Risken durch das enge Veranlagungs-Korsett zu entkommen, auch unter den Grundsätzen einer klassischen Lebenspolizze abgeschlossen werden können – mit weniger Verzinsung, diese

© OeKB/C. Häusler

„ZukunftsvorsorgeVerträge sollten auch

Wien. Die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) hat damit begonnen, ein Versicherungs- und ein Finanzierungskonsortium für das 10 bis 14 Mrd. € teure Gaspipeline-Projekt Nabucco auf die Beine zu stellen. „Die Lieferanten werden aus vielen Ländern kommen, daher entsteht automatisch auch Risiko in verschiedenen Ländern. Das würde zur Entstehung eines komplizierten Systems aus vielen Versicherungen führen”, so OeKB-Chef Rudolf Scholten. „Daher wollen wir versuchen, sowohl für die Versicherungs- als auch die Finanzierungsseite schon im Vorfeld jeweils ein Konsortium zu bilden.” Die OeKB will, dass Österreich im Versicherungskonsortium die Führung übernimmt. Geplant sei, dass die OeKB die Gesamtversicherung übernimmt, die jeweiligen staatlichen Exportversicherer sollen die Rückversicherung übernehmen. (APA)

einer klassischen LVPolizze laufen können.“ GÜNTER GEYER, VIG

© VIG/APA-Fotoservice/Preiss

unter den Grundsätzen OeKB-Chef Rudolf Scholten bastelt an Konsortium für Pipeline.

VIG-Chef Günter Geyer sieht den eigenen Konzern auch in der Krise auf Wachstumskurs: Prämien steigen in CEE um 13 Prozent.

aber dafür (derzeit zu zwei Prozent) garantiert. Zudem sollte in dem Gesamtrahmen auch eine Pflegeversicherung abgeschlossen werden können. Die von 10 auf 15 Jahre verlängerte „Liegezeit” für Einmal-erläge, die dem Bund 30 Mio. € Steuerausfall beschere, sollte zur Pension hin eingeschliffen – also verkürzt – werden. Wenn eine Pflegeversicherung ab Stufe drei im ZukunftsvorsorgeRahmen abgeschlossen wird, sollte primär eine Natural-Leistung vorgesehen werden und erst subsidiär eine Geld-Leistung, sagte Geyer im Klub der Wirtschaftspublizisten. Sollte jemand statt der konventionellen Zukunftsvorsorge einen Vertrag im Sinne der klassischen Leben abschließen, so hätte er samt Gewinnbeteiligung noch immer – derzeit – rund drei Prozent

Gesamtverzinsung. Solche Polizzen benötigten unter Umständen weniger Förderung, sollten aber dann als Rente steuerfrei sein, so Geyer. Pensionskassen-Berechtigten müssten Übertritte in betriebliche Kollektivversicherungen leichter möglich gemacht werden, will der VIG-Chef. Und die Regelung, dass öffentlich Bedienstete in eine Pensionskasse müssen und nicht in eine Kollektivversicherung dürfen, gehöre weg.

Weitere Expansionsschritte Der VIG hat die Mindest-Laufzeit für Einmalerläge in Leben von 10 auf 15 Jahre (damit beim Versicherungsnehmer nur 4 statt 11 Prozent Versicherungssteuer anfallen) zirka 20% Ausfall gebracht, sagte Geyer.

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Ansonsten sei der VIG-Konzern auf einem gutem Wachstumskurs bei den Prämieneinnahmen von um die vier Prozent insgesamt und um die 13 Prozent im CEE-Raum. Sehr gut laufe es für die VIG in Tschechien, der Slowakei und Polen. In Serbien und Kroatien sei man gut unterwegs, in Ungarn sei man durch die Vertriebskooperation mit der Erste Group in Leben beim Zuwachs der Marktführer. In Rumänien sei die Situation gut mit Ausnahme einer im Firmengeschäft tätigen Gesellschaft, wo es wegen Wertberichtigungen heuer Verlust gebe, berichtete Geyer weiter. In Bosnien sei der Einstieg erfolgt, in Albanien habe man zugekauft. Einen Erwerb der polnischen Warta-Versicherung könnte die VIG ohne Kapitalerhöhung oder

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ähnliche Emissionen bewerkstelligen. „Die Finanzierung wäre sehr einfach für uns”, sagte Geyer und bezifferte die „Kriegskasse” der VIG mit 1,5 Mrd. €. Ihr Gewinnziel für 2011 kann die VIG laut Geyer erreichen, trotz der seit August infolge der Euro-Schulden- und der Banken-Krise verschärften Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die geplante 10%ige Steigerung des Vorsteuergewinns (EGT) im Konzern könne man „sehr sehr einfach darstellen���, erklärte Geyer. Im Vorjahr hatte das EGT des Konzerns um 15,1% auf 507,8 Mio. € zugelegt, im 1. Halbjahr waren es 282,2 Mio. € (plus 10,4 Prozent). Wie im Jahr 2010 verfolgt die VIG das 10-Prozent-Plus-Ziel auch heuer bereits seit Beginn dieses Jahres. (red/APA)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, REITAG, 21. OKTOBER OKTOBE TOBER TOBE R 2011 201 – 37

© WKO

Die Bau-Innung fordert eine einheitliche Föderung für barrierefreies Wohnen Seite 40

IMMOFINANZ LIEBT POLEN

Immofinanz-EKZ Silesia City Center feiert die nächste Ausbau-Etappe Seite 41

BAU-IPO PO CHINA-RIESE E E AN DER BÖRSE

© EPA

UMBAUEN FÜR DAS ALTER

© Silesia City Center

financenetreal:estate „Weniger Office-Bauten, daher steigende Mieten“ IMMO-AGS 12. Okt. 2011 - 19. Okt. 2011

IATX (19.10.) Wochentop Wochenflop

144,99

1,18%

Immofinanz 4,41% s Immo -1,65%

Immofinanz conwert Warimpex Atrium CA Immobilien Anlagen s Immo

4,41% 0,91% 0,08% -1,04% -1,59% -1,65%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 19.10.)

Top 5 Immofonds Lyxor ETF MSCI Eur. EasyETF EPRA Eurozone SSgA EMU Index Real Est. ComStage ETF Stoxx iShares Stoxx EU 600 R.E.

8,27% 5,33% 5,29% 5,11% 5,07%

Flop 5 Immofonds Lacuna US REIT iShares FTSE Epra/Nareit iShares Stoxx Am. 600 DWS RREEF Gl. Real Estate First State Global Prop.

-8,24% -6,55% -6,35% -6,32% -5,01%

12. Okt. 2011 - 19. Okt. 2011

CERX (19.10.) 455,28

-0,60%

Büro gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP IMMOBILIEN

© Wikimedia; medianet

Monatstop Lyxor ETF MSCI 8,27% Monatsflop Lacuna US REIT -8,24%

Chancen am Büromarkt Michael Zöchling, Chef des Gewerbe-Maklerunternehmens bareal, hat Österreichs höchstes Office unter seinen Fittichen: den in Bau befindlichen DC Tower (220 m). Er erwartet, dass es in Wien in den nächsten Jahren weniger Bürobauten geben wird – und die Mieten daher steigen. Seite 38


I MMO : C OV E R

38 – financenetreal:estate

Freitag, 21. Oktober 2011

financenet@medianet.at

Das Service von Immobilien Andrea Riedl wurde von den Usern von IMMOBILIEN.NET, Österreichs größter Immobilienplattform, honoriert. Die Kanzlei aus Tulln konnte sich auf Basis der erhaltenen Anbieterbewertungen somit zum aktuellen Makler der Woche küren! Die Anbieterbewertung stellt auch zukünftigen Immobiliensuchenden aufschlussreiche Informationen über die Qualität eines Maklers zur Verfügung.

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Gewerbe-Makler bareal Auf aktuelle Großprojekte wie DC Towers, Wien Mitte, Rivergate und andere folgt Pause

„In Wien wird es weniger große Bürobauten geben“ In flauen Zeiten punkten am Wiener Markt vor allem die Top-Projekte, so bareal-Chef Zöchling. Wien. Michael Zöchling, Chef des auf große Gewerbeimmobilien spezialisierten Maklerbüros bareal, hofft auf ein starkes Jahr 2011: Die gewöhnliche Vermietungsleistung von 50.000 bis 80.000 m2 pro Jahr wird mit 100.000 m2 voraussichtlich deutlich übertroffen. Zu verdanken hat man dies den großen Deals, die aktuell anstehen oder schon abgewickelt wurden: etwa die Übersiedlung der Verkehrsbüro-Zentrale an die Wiener Lassallestraße und den Einzug von Baxter in den im Bau befindlichen Wiener DC Tower (mit 220 m Österreichs höchster Wolkenkratzer) im „Central Business District“ Wiens, der Donaucity. Die bareal, die zu je 50% der Bank Austria und der Immobilienholding gehört, ist ein führender Player im exklusiven Kreis der großen Gewerbe-Immobilienmakler. Sie wurde 2006 gegründet und hat z.B. die großen Immobilienprojekte von Bank Austria, BAI unter ihren Fittichen – derzeit insgesamt 1 Mio. m Bürofläche. Jetzt kommen mit den DC Towers und dem Riesenprojekt Wien Mitte „Österreichs spektakulärste Projekte auf den Markt“, so Zöchling.

mindestens 10.000 m Nutzfläche liegen bei den bareal-Auftraggebern in der Schublade und könnten innerhalb von zwei Jahren fertiggestellt werden. Die nötige Nachfrage sei langfristig vorhanden, denn Wien habe z.B. seine Attraktivität als CEE-Zentrale entgegen anderslautender Meldungen nicht eingebüßt – es sei bloß die Investitionsfreude allgemein gesunken. „Internationale

„Gute Projekte lassen sich immer vermarkten, doch mittelmäßige haben es derzeit besonders schwer.“ © medianet

Makler der Woche: ANDREA RIEDL

MICHAEL ZÖCHLING, BAREAL

bareal-Geschäftsführer Michael Zöchling vermarktet Großprojekte wie DC Towers.

überall gut: „Seit der Wirtschaftskrise 2008 ist der Flächenumsatz am Wiener Büromarkt um mindestens 20 Prozent zurückgegangen“, sagt Zöchling – wegen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft. „Gute Projekte lassen sich immer vermarkten, doch mittelmäßige haben es jetzt schwer.“ Dazu zählen auch schlecht geplante alte Projekte, die teilweise jetzt leerstehen. Ein Erfolgsfaktor für ein Office-Projekt ist etwa das Vorhandensein eines Ankermieters, der einen großen Teil der Fläche nimmt – z.B. Pharmariese Baxter beim ersten DC Tower. In den nächsten Jahren wird wesentlich weniger neuer Büroraum in Wien produziert werden, erwartet Zöchling: Die Banken finanzie-

Anspruchsvolle Kunden In wirtschaftlich flauen Zeiten herrscht bei Firmenkunden zwar Vorsicht, dennoch erwartet Zöchling ein erfolgreiches Abschneiden der Großprojekte. So werde der erste der beiden DC Towers bei der Fertigstellung in eineinhalb Jahren vermutlich bereits voll vermietet sein. Aktuell sind noch ca. 20.000 m2 zu haben, die Mindestfläche beträgt 250 m . Im später geplanten zweiten DC Tower stehen weitere 60.000 m2 zur Verfügung. Freilich geht es nicht

ren jetzt restriktiver und internationale Investoren schätzen zwar die Stabilität des Wiener Marktes, wollen heutzutage aber auch in Wien die gleichen Renditen wie woanders. So stellen deutsche Immobilienfonds inzwischen an Wien höhere Anforderungen und ihre Zahl hat sich in der Krise stark reduziert. Alles in allem glaubt Zöchling daher, dass mangels Nachschub von neuen Großbüros und dank hoffentlich wieder anspringender Konjunktur die Mieten in Wien in den nächsten drei Jahren um 20% steigen werden; im Fall einer überraschend starken Konjunkturerholung sogar noch mehr. Und dann wird natürlich auch wieder mehr gebaut werden: 52 Projekte mit je

Mieter lieben Wien“, so Zöchling. Für den Mieter sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um ein neues Büro zu beziehen: „Es ist unfassbar billig.“ Bei einer Bindung auf mindestens sieben Jahre lassen sich Quadratmeterpreise von effektiv 9 €, Incentives eingerechnet. „Übersiedeln dauert bloß ein Wochenende, man kann den Flächenbedarf an geänderte Bedürfnisse der Abteilungen anpassen und es bringt eine Aufbruchsstimmung in die Firma.“ Nicht zuletzt ist es derzeit bei vielen Unternehmen üblich, ihren Flächenbedarf bei Übersiedlungen gegenüber vorher um 20% zu reduzieren, etwa durch effizientere Raumaufteilung und den Trend zu Großraumbüros. (gst)

Preis Nachhaltigkeit

Renovierungsspezialist Immovate liebt Denkmalschutz

Chinas Riese Sinohydro ist auf Wasserkraft spezialisiert

LEED Platin für green.worx

aws-Mittelstandsfonds: 10. Deal

Mega-Konstrukteur: Börse-Debüt

Wien. Der aws-mittelstandsfonds gibt seine 10. Unternehmensbeteiligung bekannt. Die Immovate mit Sitz in Graz hat sich als Immobilien-Entwickler auf die Revitalisierung und Sanierung denkmalgeschützter Gebäude größeren Ausmaßes spezialisiert. Das Unternehmen sei in seinem Segment führend in der Steiermark und expandiert mit dem Geschäftsmodell nun nach Wien.

Shanghai. Der chinesische Bau- und Wasserkraftspezialist Sinohydro hat trotz des schwierigen Marktumfelds ein glänzendes Börsendebüt in Shanghai gegeben. Die Aktien kletterten am ersten Handelstag am Dienstag zeitweise um fast 40% und mussten sogar kurz vom Handel ausgesetzt werden, weil die Ausschläge zu groß waren. Der Hauptkonstrukteur des berühmten Drei-Schluchten-Staudamms am Jangtse nahm bei dem Börsengang (IPO) umgerechnet 1,5 Mrd. € ein.

in Denkmalschutzaufgaben. „Unser hochkarätiges Team aus Bauingenieuren, Betriebswirten, Juristen und Vertriebsprofis steht für ein reibungsfreies Ineinandergreifen der einzelnen Projektschritte und ermöglicht so Entwicklungen jenseits gängiger Konventionen“, sagt Immovate-Geschäftsführer und Eigentümer Martin Kurschel. Mit der Beteiligung des aws-mittelstandsfonds soll die weitere Expansion sichergestellt werden. (red)

Nur stabile Märkte

schlag von 17,1%. Der Gesamtmarkt verlor dagegen 2,3 Prozent. Zeitweise waren Sinohydro-Aktien um 38% gestiegen. Die Kauflaune der Anleger war anfangs gedämpft, im frühen Geschäft lagen die Titel nur sechs Prozent im Plus. Einige Händler sagten, auch eine größere Zahl von Privatanlegern habe sich für die Sinohydro-Aktie interessiert. Das Unternehmen ist auch im klassischen Baugeschäft aktiv. (red/ag)

Ein Fünftel Abschlag

Immovate-Geschäftsführer Martin Kurschel: „Weitere Expansion“.

Damit gelang Sinohydro der bisher größte IPO auf dem chinesischen Festland in diesem Jahr. Der Konzern hat allerdings wegen der problematischen Marktlage einen Abschlag auf den Ausgabekurs um rund ein Fünftel in Kauf genommen. Die Einnahmen will Sinohydro unter anderem für die Modernisierung seiner Anlagen verwenden sowie in umweltfreundliche Projekte investieren. Sinohydro-Titel schlossen in Shanghai noch mit einem Auf-

© Wikipedia (2)

Oft handelt es sich dabei auch um gewerblich genutzte Objekte, die in hochwertige Wohngebäude konvertiert werden. „Immovate konzentriert sich auf den stabilen österreichischen Immobilienmarkt und ist weder in Osteuropa engagiert, noch bei Gewerbeimmobilien“, erklärt Arno Langwieser, Geschäftsführer des aws-mittelstandsfonds. Im neuen Wiener Markt liegt der Fokus bei erstklassigen Immobilien im 1. Gemeindebezirk. Ein wesentliches Asset stellen die hochqualifizierten Mitarbeiter dar, heißt es: 20 In-House-Experten verfügen über Spezial-Know-how

© Immovate Gruppe

Wien. Die österreichische S+B Gruppe hat in Kooperation mit der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mit dem Projekt „green worx“ nach eigenen Angaben eine Vorreiterrolle in Sachen nachhaltige Bauweise übernommen: Dieser Tage konnte als erstes Projekt österreichweit LEED Platin gesichert werden. Auf dem ehemaligen Gelände des Nordbahnhofareals entsteht in der Lassallestraße mit green worx ein Bürokomplex auf einer Gesamtfläche von 19.000 m . Das Projekt gliedert sich in vier Solitärgebäude zwischen 2.750 m und 5.500 m , die auf Wunsch verbunden werden können. Öffentliche Verkehrsanbindung und kurze fußläufige Verbindungen ermöglichen auch ohne Auto ein schnelles Vorankommen. Moderne Technologien und umweltgerechte Systeme erzielen Betriebskosten von rund 2,20 € pro m und Monat inklusive Kühlung und Heizung, heißt es.

Konstrukteur des 3-Schluchten-Staudamms schaffte größtes IPO heuer.


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I MMO : D I E N S TL E I S TE R

financenetreal:estate â&#x20AC;&#x201C; 39

financenet@medianet.at

Immobilienveranlagungen Gesamtkonzepte bei Immobilienveranlagungen, die mit â&#x20AC;&#x17E;minimalem Aufwandâ&#x20AC;&#x153; fĂźr den Anleger verbunden sind

PFS-Gruppe auf Wachstumskurs Wien. Die PFS Gruppe mit Hauptsitz in Linz bietet seit mehr als 20 Jahren Anlegern Immobilienveranlagungen in Form von Bauherrengemeinschaften an. Nun bringt PFS ein exklusives Partnermodell. PFSVorstand Christian Erwin Penkner gibt darĂźber Auskunft. financenet: Was genau tut die PFS Gruppe? Christian Erwin Penkner: Die Gruppe wurde 1990 gegrĂźndet. Unsere Leistungen bestehen im Management von Bauherrngemeinschaften, in der Immobilienverwertung und -verwaltung. Der Hauptsitz befindet sich in Linz in OberĂśsterreich, wir verfĂźgen Ăźber Niederlassungen in Wien, Salzburg, KitzbĂźhel, Graz, MĂźnchen und Las Palmas. Der direkte Kontakt zu den Anlegern ist uns besonders wichtig. Nichtsdestotrotz mĂśchten wir stärker beziehungsweise kontinuierlich weiter wachsen. Aus diesem Grund haben wir dieses eigene Partnermodell entwickelt. financenet: FĂźr wen ist das neue Partnermodell gedacht? Christian Erwin Penkner: Mit unserem exklusiven Partnermodell wollen wir ausschlieĂ&#x;lich ausgewählte Steuerberater und VermĂśgensberater gewinnen. Daraus soll ein Netzwerk entstehen, wovon sowohl wir, unsere Partner aber vor allem deren Klienten nachhaltig von soliden PFS Anlage-Immobilien profitieren. financenet: Wie sieht so eine exklusive Partnerschaft aus? Penkner: FĂźr uns zählt primär nicht die Quantität an Partnern sondern ausschlieĂ&#x;lich die Qualität. Seriosität, Zuverlässigkeit und Professionalität sind dabei ebenso entscheidende Kriterien, wie die Vereinbarkeit der Partner mit unserer Philosophie. financenet: Was bietet PFS seinen Exklusivpartnern?

Bawag PSK Leasing

FĂźhrungsduo neu

Š BAWAG PSK Leasing

Wien. Die Bawag PSK Leasing gibt Ă&#x201E;nderungen in ihrer GeschäftsfĂźhrung bekannt: Rudolf Fric, 53, wird Sprecher der GeschäftsfĂźhrung des Unternehmens. Der Betriebswirt startete seine Laufbahn 1977 bei der KMU Forschung Austria und trat 1998 trat er in die GeschäftsfĂźhrung der Bawag PSK Leasing ein und Ăźbernahm die Ressorts Vertrieb und Marketing. Wolfgang Meixner, 39, wird zum zweiten GeschäftsfĂźhrer der Leasingtochter der Bawag PSK berufen. (red)

Fric: Seit 2006 Präsident des Verbands Ă&#x2013;sterreichischer Leasinggesellschaften.

Penkner: Steuerberater kĂśnnen ihren Klienten als PFS Partner eine attraktive Anlageform bieten, die einzigartig ist. VermĂśgensberater wiederum kĂśnnen sich Ăźber unsere soliden, sicheren Anlageformen profilieren.

von den Mitbewerbern? Penkner: Wir bieten unseren Kunden maĂ&#x;geschneiderte, finanziell attraktive Gesamtkonzepte und ein Full-Service-Angebot â&#x20AC;&#x201C; eine Anlage in Immobilien, die mit minimalen Aufwand verbunden ist.

financenet: Wie wird man PFS Partner? Penkner: Einerseits erhalten ausgewählte Steuer- und VermĂśgensberater von uns sozusagen eine ,persĂśnliche Einladungâ&#x20AC;&#x153;. Andererseits halten wir die Augen offen, um jene zu finden, die zu uns passen.

financenet: Welche Vorteile bietet diese Anlageform genau? Penkner: Neben dem geringen Aufwand punktet ein Anteil an einer Bauherrngemeinschaft vor allem dadurch, dass es sich um eine langfristige, sichere Investition handelt. Ă&#x153;berdies wirft diese Anlageform Erträge ab und hat ein Potenzial zur Wertsteigerung.

financenet: Was unterscheidet PFS

Š EOS WErbefotografie

Neu: Exklusiv-Partnerschaften fĂźr Steuer- und VermĂśgensberater.

Christian E. Penkner: â&#x20AC;&#x17E;Bauherrengemeinschaften fĂźr exklusive Partner im Vertrieb.â&#x20AC;&#x153;

        

   


40 – financenetreal:estate

I MMO:MA R K E TS / L AW & O R D E R

Freitag, 21. Oktober 2011

financenet@medianet.at

SHORT

© APA/Georg Hochmuth

Wohnbauförderung: Reformen gefordert

Barrierefreiheit Wohnhäuser und Wohnungen meist nicht für Pflegebedürftige geeignet; Förderanreize würden helfen

„Tausende Österreicher müssen zu früh ins Heim“ Wohnbestand durch Förderung barrierefrei machen spart viel Pflegegeld in Heimen, so Bau-Innung.

Semmeringtunnel neu schreitet voran Gloggnitz. Das Projekt Semmering-Basistunnel neu (SBT) ist einen Verfahrensschritt weiter. Nach dem rechtskräftigen UVPBescheid sind nun in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) die Bereiche Wasserrecht, Denkmalschutz und Luftfahrt öffentlich verhandelt und Einwände behandelt worden. Die ÖBB hoffen auf einen Bescheid etwa zu Jahresende. (APA)

© Wolf Theiss

Wolf Theiss Cyber Security Forum zur IT

Diskutierten bei Wolf Theiss: Zankl, Guillou, Feiler, Schnider.

Wien. Ein Expertenpodium ging beim von Wolf Theiss veranstalteten „Cyber Security Forum“ vor zahlreichen Gästen der Frage nach, welche Herausforderungen sich für Unternehmen angesichts der neuen Bedrohungen im Bereich der ITSicherheit stellen und wie diese gemeistert werden können: Hervé Guillou (CEO von Cassidian), Univ.-Prof. Wolfgang Zankl (Uni Wien) sowie Alexander Schnider und Lukas Feiler von Wolf Theiss. Sie erinnerten u.a. an die jetzt gültige Veröffentlichungspflicht bei Hacker-Attacken auf Kundendaten.

Einheitlichkeit wichtig Im Neubau wurden die Förderinstrumente bereits auf Barrierefreiheit ausgerichtet und inzwischen gibt es auch bereits in einigen Bundesländern, nämlich in Kärnten, Salzburg und der Steiermark, Förderungen für die Adaptierung des Altbestands. Es ist also durchaus etwas in Bewegung, meint Frömmel.

„Laut aktuellen Pro-

© WKO/Michael Hetzmannseder

Wien. Die „Bausozialpartner” fordern von der Politik mehr Geld für die Wohnbauförderung. 2010 seien um mehr als ein Fünftel weniger Wohnungsförderungen zugesichert worden als 2009; dies entspreche einem Rückgang der Förderzusagen von 34.000 auf 28.000, erklärten Baugewerbe, Baustoffindustrie und Bau-Holz in einer gemeinsamen Veranstaltung. Die Bau-Innung forderte die Wiedereinführung einer strikten Zweckbindung für die Wohnbauförderungsmittel. Wohnbau-Expertin Margarete Czerny forderte eine Neuausrichtung der Förderpolitik. Der Chef der Gewerkschaft BauHolz, Josef Muchitsch, sprach sich für eine gesicherte bedarfsorientierte Wohnbauförderung mit einer jährlichen Indexierung aus. Durch die Nichtindexierung seien dem Wohnbau von 1996 bis 2008 436 Mio. € verloren gegangen, so Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein und keramischen Industrie. (red/ag)

Schnitt bei 36.000 Euro pro Jahr“, so Frömmel. Die Öffentliche Hand würde sich also beträchtliche Beträge sparen, denn obwohl bei Heiminsassen der Löwenanteil der Pension für die Heimkosten aufgeht, muss der Staat zusätzlich noch Unterstützungszahlungen leisten.

Mehrheit lieber daheim

gnosen wird im Jahr

Laut einer aktuellen Studie, die die Bundesinnung Bau durchführen ließ, möchte jeder zweite Österreicher der befragten Generation 40+ bei Bedarf zu Hause gepflegt werden; 41% planen konkret bereits derzeit eine seniorengerechte Adaptierung. Nur 15% wollen lieber in ein Pflegeheim. Doch derzeit sind 63% der Häuser und Wohnungen Österreichs nicht barrierefrei und 24% sind teilweise barrierefrei. Nur vier Prozent können als komplett barrierefrei gelten. Laut Bundesinnung Bau sind im Schnitt pro Wohnung rund 20.000 € an einmaligen Investitionen erforderlich, um für Pflegebedürftige typische Ausstattungsmerkmale zu schaffen. „Im Vergleich dazu liegen die Pflegekosten in einem Heim im

2050 eine Million

Bau-Innungsmeister Hans-Werner Frömmel: bundesweite Umbau-Förderung nötig.

Österreicher über

würde, man muss sie jetzt nur noch richtig motivieren.“ Der Innung schwebt vor, dass der Scheck auf 6.500 € ausgestellt sein könnte. Jenen Bundesländern, die noch keine Landesförderung für die Adaptierung ihres Baubestands eingeführt haben, rät Frömmel, umzudenken: „Wir als Bauinnung fordern, dass die Wohnbauförderung für tatsächliche bauliche Maßnahmen verwendet wird und nicht für Wohnbeihilfe oder das Stopfen von Budgetlöchern der Länder.“ Für ihre eigenen Mitglieder führt die Bauinnung derzeit Schulungen durch mit dem Ziel, dass in jedem Bezirk zumindest ein Baumeister

80 Jahre alt sein.“ HANS-WERNER FRÖMMEL BUNDESINNUNGSMEISTER BAU

Doch sei nun ein einheitliches Förderinsturment, eine Art Auslöser, notwendig, vergleichbar dem Förderscheck für die Thermische Sanierung, der in Österreich einiges auf diesem Sektor bewegt hat und zentral vom Wirtschaftsministerium ausging. „Wir haben in unserer Studie festgestellt, dass die Bevölkerung sehr wohl investieren

zertifziert barrierefrei umrüsten und Ratsuchende auch dabei entsprechend beraten kann. (gst)

FACTS Barierefreiheit Um ein Wohnobjekt barrierefrei zu machen, ist je nach den Umständen eine Vielzahl von Eigenschaften erforderlich, die aber nicht alle viel kosten müssen – vor allem, wenn sie früh eingeplant werden. Die Bau-Innung listet etwa auf: Parkplatz mit viel Bewegungsraum; ebener Hauszugang; mindestens 80 cm breite, schwellenlose (Schiebe-)Türen; unterfahrbare Möbel, Waschbecken, etc.; für Montagen tragfähige Wände; Platz für Lifteinbau; viel Bewegungsfreiheit und große Radien u.v.m.

Immo-Barometer „Zu wenig geeignete Objekte“

Fristenablauf Vs. Bank Austria und bei „Art in Finance“

Mietpreise in Wien steigen weiter

Causa Madoff: „Verjährung droht“

Wien. Gleich mehrere Gründe für den merkbaren Anstieg der Mietpreise in Wien machen die beiden Immobilienexperten Bernd GabelHlawa und Benedikt Gabriel vom Portal FindMyHome.at verantwortlich. „Die Immobiliensuchenden sind aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage vermehrt an Mietobjekten interessiert und möchten ihr Kapital nicht fix binden. Der Hype um Investitionen in Eigentumsimmobilien hält weiter an, jedoch mangelt es mittlerweile im mittleren Preissegment an Angebotsvielfalt.“

Wien. In der Causa Madoff bzw. bei den in Österreich vertriebenen Fonds („Primeo“ und „Herald“) droht gegen Ende dieses Jahres die Verjährung. Der Gesamtschaden belief sich allein in Österreich auf cirka 2 Mrd. USD. Die Unicredit Bank Austria AG war bei beiden Fonds Repräsentant sowie Prospektprüfer und daher nach Ansicht von Rechtsanwalt Lukas Aigner von der Kanzlei Kraft & Winternitz haftbar (die Bank weist die Vorwürfe zurück).

für Mietobjekte stieg im letzten Quartal um 0,9 Prozent und seit Jahresbeginn um zwei Prozent. Somit hat er erstmals die Grenze von 13 € pro m! durchbrochen. Ruhiger entwickelt sich der Markt für Eigentumsimmobilien. Diese sind seit Jahresbeginn um nur 0,6% auf einen Durchschnittspreis von 3.345 € pro m! gestiegen. Im letzten Quartal kam es sogar zu einem minimalen Rückgang, heißt es weiter. (red)

Nur noch bis Jahresende

Wertstabilität Mangelware Insbesondere Altbauobjekte, die sich seit vielen Jahren als überdurchschnittlich wertstabil erwiesen, seien Mangelware. In gehobenen Lagen ab 4-ZimmerWohnungen sowie klassischen Studentenwohnungen gibt es aktuell zu wenige Mietimmobilien. „Zudem spielt auch die Inflation mit”, erklären Gabel-Hlawa und Gabriel anlässlich der Veröffentlichung des „Immo-Barometer“ für das dritte Quartal 2011. Der Preis

© Helga Gross/pixelio.de

Baugewerkschafter Josef Muchitsch: „Bedarfsorientierte Förderung“.

Wien. Der aktuelle Zustand der meisten Häuser und Wohnungen zwingt pflegebedürftige Österreicher, sich vorzeitig in ein Heim in Pflege zu begeben, warnt HansWerner Frömmel, Bau-Bundesinnungsmeister in der Wirtschaftskammer Österreich. Er plädiert dafür, durch geeignete Anreize und Förderungen für die nötigen Adaptierungen zu sorgen, damit die Menschen länger in den eigenen Vier Wänden bleiben können: Die Öffentliche Hand würde sich dadurch eine Menge Geld bei der teuren Heimpflege sparen. Dies sei gerade in Zeiten, in denen um die Pflegekosten gestritten wird, bedeutsam – und wird ständig wichtiger werden, weil die Menschen ja immer älter und auch immer länger pflegebedürftig werden: Laut demografischen Prognosen wird im Jahr 2050 eine Mio. Österreicher über 80 Jahre alt sein.

FindMyHome.at: „Trotz EigentumsHype zu wenig geeignete Objekte“.

Ansprüche aus Prospekthaftung sind innerhalb von drei Jahren ab Kenntnis von Schaden und Schädigern gerichtlich geltend zu machen, sonst sind diese verjährt. Im Fall der Madoff Fonds wäre dies das 4. Kalenderquartal 2011. Rechtsanwalt Aigner vertritt insgesamt 313 Madoff-Geschädigte in gerichtlichen Verfahren gegen die Bank Austria, noch im Laufe dieses Jahres rechnet er mit den ersten Urteilen. In den Verfahren finden laufend Einvernahmen von Zeugen statt, die seiner Meinung nach

ebenso wie die Berichte der internen Revision der Bank Missstände und Versäumnisse aufzeigen. Aigner rechnet daher mit klagsstattgebenden Urteilen. Auch in einer anderen Causa – dem AIF Option +- Fonds der Vermögensverwaltungsgesellschaft „Art in Finance“, der bisher 80% des Fondsvermögens verloren hat – sind zahlreiche Klagen beim Handelsgericht Wien anhängig. Aigner, der auch hier zahlreiche Anleger vertritt, verweist darauf, dass der bestellte Gerichtssachverständige in einem der Verfahren festgehalten habe, dass die erforderliche kaufmännische Sorgfalt außer Acht gelassen worden sei. Im Fall von „Art in Finance“ liege eine besondere Art des Managementversagens vor: Ursprünglich sollte mit Optionspositionen eine Absolute-Return-Strategie verfolgt werden, dies überwacht von Analyseprogrammen. Herausgekommen seien hohe Verluste. Da „Art in Finance“ bisher keinen Verjährungsverzicht abgegeben habe, müssen Geschädigte, die noch Schadenersatz fordern wollen, rasch aktiv werden, so Aigner. (red)


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Freitag, 21. Oktober 2011

financenetreal:estate – 41

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Einkaufszentren Anhaltend große Nachfrage von internationalen Handelsketten nach Verkaufsflächen in Polen

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Immofinanz eröffnet neue EKZ-Erweiterung in Polen

First Mallorca eröffnet fünftes Büro Costa d’en Blanes. Heute, am 21. Oktober, eröffnet First Mallorca, Immobilienmakler auf den Balearen, ein weiteres Büro im Westen von Mallorca. Das neue Büro in Port Adriano ist das fünfte von First Mallorca auf der Mittelmeerinsel. Neben dem Hauptbüro in Costa d‘en Blanes, in unmittelbarer Umgebung der Hauptstadt Palma, betreibt das Unternehmen auch noch zwei Büros in Puerto de Andratx und eines im Zentrum der Hauptstadt. (red)

It-Girl Paris Hilton kam als geladener VIP-Gast zur Feier in das Silesia City Center in Kattowitz.

Das Silesia City Center in Kattowitz, der Hauptstadt der Woiwodschaft (des Regierungsbezirks) Schlesien in Südpolen, ist das größte Einkaufszentrum der Region. Im November 2005 mit 250

© privat

Josef Ruffa übernimmt die Position des zweiten Vorstands.

Das EKZ Silesia City Center gilt als eines der fünf größten Einkaufszentren in Polen. Nun wurde es um 20.000 m² erweitert.

Geschäftslokalen auf 66.000 m! eröffnet, habe das Silesia City Center in den letzten Jahren eine „überdurchschnittliche“ Performance gezeigt, heißt es in einer Aussendung der Immofinanz. Mittlerweile sei es „nicht nur regional von Bedeutung“, sondern gehöre auch „landesweit zu den renommiertesten Einkaufszentren“ Polens, heißt es dort. Seit der Eröffnung vor knapp sechs Jahren sind die verfügbaren Mietflächen zu 100% vermietet. Das Silesia City Center bietet damit Einkaufs- und Entertainmentmöglichkeiten für ein Einzugsgebiet von rund 3,7 Mio. Menschen, heißt es. Internationale Handelsketten wie Tesco, Saturn, C&A, Zara oder Royal Collection sind im Silesia

City Center eingemietet. Im Jahr 2010 betrug die elektronisch gemessene Kundenfrequenz knapp 14 Mio. Besucher, umgerechnet also rund 38.000 Besucher pro Tag.

Bereits komplett vermietet Geleitet wurde die Erweiterung des Silesia Centers vom Commercial Development-Team der Immofinanz Group. Bereits vor der Eröffnung waren die neuen Verkaufsflächen vollständig an nationale und internationale Handelsketten wie Van Graaf, H&M, Smyk Megastore, Cubus und KappAhl vermietet. Auch internationale Marken wie Guess Denim, Tommy Hilfiger und La Mania, die bisher noch nicht in Schlesien präsent waren,

haben sich für Geschäftsflächen im neuen Teil des Silesia City Center entschieden. Neben Modeketten gibt es dort auch Luxus-Marken wie Calvin Klein Jeans, Pinko, Guess Denim, Furla und Rolex. Restaurants, Gesundheits- und SchönheitsDienstleistungen sollen die Angebotspalette abrunden. Wie schon das ursprüngliche Center wurde auch die Erweiterung vom Bose International Planning and Architecture Studio Warschau geplant. Ziel sei es gewesen, ein innovatives Design zu realisieren: Das Ergebnis ist eine halbkreisförmige Fassade mit Glas-, Keramikund Aluminium-Elementen, die das Konzept des Bauwerks betonen soll, so die Aussage. (ast)

Nachhaltigkeit Branchenplattform feiert den Jahrestag

Gutes Ergebnis bei der Expo Real

ÖGNI feiert zweijähriges Jubiläum

München. Trotz Turbulenzen auf den Finanzmärkten erwies sich die Expo Real 2011, Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen in der Neuen Messe München, als Stabilitätsanker der Branche: Sowohl die Aussteller- als auch die Teilnehmerzahl blieben konstant auf Vorjahresniveau. Rund 37.000 Teilnehmer kamen zur Messe, die von 4. bis 6. Oktober stattfand. „Die stabilen Beteiligungszahlen zeigen, dass die ‚Expo Real‘ eine

Wien. Am zweiten Jahrestag der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) präsentierte Präsident Philipp Kaufmann den rund 250 Mitgliedern der Plattform einige Neuerungen: Der von Kaufmann vorgestellte „3-P-Ansatz“ berücksichtige nachhaltige Produkte wie Immobilien („Blue Buildings“) und Baustoffe, die Prozesse in den Bauund Immobilienunternehmen und die handelnden Personen. „Mit dem

unverzichtbare Plattform für Austausch und Orientierung in der Branche bietet. Sie trägt somit zu mehr Transparenz und Geschäftschancen bei. Die Stimmung in den Hallen war sehr gut“, erklärt Eugen Egetenmeir, Geschäftsführer der Messe München International.

97% zufrieden mit der Messe Insgesamt 97% der Besucher bewerteten die Messe mit „ausgezeichnet“ bis „gut“. Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation der Branche sahen 71% der Besucher positiv. Dies ergab eine Umfrage die unter, den Messebesuchern gemacht wurde. Für die künftige Branchensituation erwarten 47% keine Änderung, 28% eine Verbesserung und 25% eine Verschlechterung, so das Ergebnis der Umfrage. Eines der zentralen Themen der Messe war die aktuelle Schuldenund Währungsproblematik in Europa und ihre Auswirkung auf die Immobilienmärkte. Von den 37.000 Teilnehmern entfielen 19.000 auf Fachbesucher und 18.000 auf die Repräsentanten der ausstellenden Unternehmen. (red)

‚3-P-Ansatz‘ bietet die ÖGNI ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept. So leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Paradigmenwechsel der Bau- und Immobilienbranche hin zur Nachhaltigkeit.“ Wesentliche Neuerung: Ethisches Handeln, und damit die Prozesskomponente, soll durch ein freiwilliges Regelsystem möglich gemacht werden – eine Systematik, bestehend aus Empfehlungen und Kodizes, welche die ÖGNI in Kooperation mit der Initiative Corporate Governance (ICG) entwickelt und im September der Branche vorgestellt hat: „Wir erhalten großen Zuspruch aus Theorie und Praxis und sind stolz, hier einen Meilenstein im Bereich Corporate Governance, Compliance-Management und CSR für die Branche zu setzen“, so Kaufmann.

Erste Wohngebäude gekürt

© Wikimedia

© Messe München

Umfrage 71% empfinden die Branchensituation als gut

Die „Expo Real 2011“ bestätigte ihre stabile Position in der Branche.

Innsbruck. Im Rahmen der letzten Aufsichtsratssitzung der Hypo Tirol Bank Italien AG wurde die Position des zweiten Vorstands des italienischen Tochterunternehmens besetzt: Josef Ruffa übernimmt die Position. Ruffa war in seiner bisherigen Karriere u.a. Vizegeneraldirektor in der Raiffeisenkasse Meran, Generaldirektor in der Südtirol Bank AG (vormals Alpi Sim AG Bozen) und Generaldirektor der Raiffeisenkasse Überetsch. (red)

Der Millennium Tower wurde als „Blue Building“ ausgezeichnet.

Fünf „Blue Buildings“ wurden ausgezeichnet, auch die ersten Wohngebäude: 2nd Central, Millennium Tower, Panoramawohnen, Leistbares Wohnen und GreenVillage. (red)

SpringerWienNewYork kooperiert mit FH Wien Wien. Der Verlag SpringerWienNewYork und die FHWien-Studiengänge der WKW werden im Rahmen einer Co-PublishingVereinbarung jährlich rund zwölf wissenschaftliche Titel aus den Lehr- und Forschungsschwerpunkten der FHWien publizieren. Noch in diesem Jahr sollen die ersten fünf Titel auf den Markt kommen. (red)

Dorda Brugger Jordis berät bei PAA-Verkauf © Dorda Brugger Jordis/Michael Himml

Ursprünglich 2005 eröffnet

Hypo Tirol Bank Italien erweitert ihr Team

© Silesia City Center

Wien/Kattowitz. Am 12. Oktober hat die Immofinanz Group die Erweiterung des Silesia City Center eröffnet. Das Shoppingcenter in Schlesien zählt zu den größten Einkaufszentren in Polen. Von September 2010 bis Oktober 2011 wurden 20.000 m2 neue Mietfläche und zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen. Das Investitionsvolumen betrug rund 50 Mio. €. „Das anhaltend hohe Interesse von Händlerseite an weiteren Verkaufsflächen, die beeindruckenden Besucherzahlen in Kombination mit der dynamisch wachsenden Wirtschaft und der hohen Kaufkraft in Schlesien waren ausschlaggebend für unsere Entscheidung, das ‚Silesia City Center‘ zu erweitern”, erklärt dazu Eduard Zehetner, Vorstandsvorsitzender der Immofinanz Group. Das Investment bringe eine „Win-Win-Situation“ für Region und Immofinanz: Für die lokale Bevölkerung bringe die Erweiterung 500 neue Arbeitsplätze und attraktive Shoppingund Entertainmentmöglichkeiten, meint Zehetner. Stolz ist das Immofinanz-Team und das lokale Center Management darauf, dass man einen prominenten Gast für die Eröffnungsfeier gewinnen konnte: Paris Hilton gab am 12. Oktober gemeinsam mit Eduard Zehetner und Piotr Uszok, Bürgermeister von Kattowitz, eine Pressekonferenz und bereicherte die Gästeliste beim abendlichen Feiern auf einem VIP-Event.

Christian Dorda und Michael Riegler von Dorda Brugger Jordis.

Wien. Die Anwaltssozietät Dorda Brugger Jordis hat die Verkäufer bei der Veräußerung der PAA Laboratories-Gruppe an die Healthcare-Sparte des General Electric-Konzerns beraten. PAA Laboratories mit Sitz in Pasching ist ein führender Entwickler von Zellkulturmedien für die biomedizinische Forschung und die biopharmazeutische Industrie. Es berieten Seniorpartner Christian Dorda und Anwalt Michael Riegler. Über den Kaufpreis vereinbarten die Vertragsparteien Stillschweigen, heißt es. (red)




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