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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 21. september 2012 – 37

ing-diba setzt auf stärke

versicherer warten auf eu

Direktbanken wird von den Kunden heute mehr Kompetenz zugebilligt  Seite 41

Die neuen Eigenkapitalregeln nach Solvency II werden wohl erst später fertig  Seite 42

© EPA

© ING DiBa/Vukovits

financenet victor die stärken der banken im fokus © christian-husar.com

Versicherungen: Jetzt Provisionen im Visier

ATX 12. Sept. 2012 bis 19. Sept. 2012

ATX (19.9.)

2166,11

Wochentop Wochenflop

0,79%

BWT 11,52% Verbund -5,71%

Top 5 ATX Prime BWT AT&S OMV Erste Group Strabag SE

11,52% 8,99% 3,82% 2,83% 2,22%

Flop 5 ATX Prime Verbund Agrana Telekom Austria Century Casinos EVN

-5,71% -4,30% -4,09% -2,44% -2,35%

DAX 12. Sept. 2012 bis 19. Sept. 2012

7390,76

Wochentop Wochenflop

0,64%

Adidas 3,01% Fres. M. -3,97%

Top 5 DAX Adidas SAP Commerzbank Volkswagen Daimler Flop 5 DAX Fresenius Medical Care RWE E.On Infineon Fresenius SE

3,01% 2,94% 2,79% 2,49% 2,17%

© EFM/Foto Fischer

DAX (19.9.)

Wie Vermittler entlohnt werden EU-weit soll die Offenlegung von Provisionen bei Versicherungen erzwungen werden; Versicherungsmakler und -agenten sind dagegen. Am meisten gespart werden könne „zuerst bei Fonds, dann beim ­Versicherer, erst dann beim Vermittler“, meint EFM-Vorstand Josef Graf.  Seite 38

-3,97% -2,07% -1,92% -1,46% -1,43%

Ratingagentur Stabilität, Kundennähe, Wachstum

inhalt

Hypo NOE: S&P vergibt „Single A“

Fonds:Park > C-Quadrat zum Primus der Finanzvermittler gekürt 41 > Schwellenländerfonds von Comgest 41 > Netto-Zuflüsse in ­österreichische Fonds 42 Banking/Insurance:Watch > ÖVAG-Vorstand wird ­verkleinert 43 > VIG rückt in Mazedonien auf den ersten Platz vor 44

© Hypo NOE/Kurt Keinrath

Capital:Markets > Geldvermögen der Österreicher auf Platz 15 40 > „Der Eurozone fehlt ­Wettbewerbsfähigkeit“ 41

Hypo-Vorstand Peter Harold: Strategie „Selektives Wachstum und Stabilität“.

St. Pölten. Die Hypo NOE Gruppe wurde nach einem Prüfungsverfahren von der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) erneut mit der guten Langfrist- und Kurzfrist-Rating „A/ A-1“ (Single A) mit Ausblick „stabil“ eingestuft. Ausschlaggebend sei vor allem die sehr hohe Kernkapitalquote von über zehn Prozent. „Standard & Poor’s bestätigt einmal mehr, dass unsere Strategie, basierend auf Stabilität, Kundennähe und selektivem Wachstum, richtig ist. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und werden versuchen diesen Kurs auch weiter zu halten“, so Hypo-Vorstandsvorsitzender Peter Harold. (red)

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F i n a n c e : c ov e r

38 – financenet

Freitag, 21. September 2012

financenet@medianet.at

kolumne

„Wir wissen, dass wir nichts wissen“

Versicherungen „Größtes Einsparungspotenzial bei Fonds, dann bei der Versicherung und erst dann beim Vermittler“

„Teure Anlageprodukte“

EFM-Chef Josef Graf propagiert die Kombination aus Basis-Honorar und geringere Provisionen. wegen der in den ersten fünf Jahren abgezogenen Provision, was den zu veranlagenden Teil empfindlich schmälert, mager ausfällt.

linda kappel

D

ie Österreicher als Finanzmuffel? Fast zwei Drittel aller Österreicher sehen bei sich selbst ein Wissensdefizit in Wirtschafts- und Finanzdingen, so eine Studie der Ersten. Auch Freunden und Bekannten würden die Befragten bei dem Thema mehrheitlich nur die Schulnote ‚Befriedigend‘ geben; gar nur jeder Zehnte würde ein ‚Sehr gut‘ vergeben. Die Ursache, so vermuten jedenfalls viele Banker, könnte sein, dass Gelderziehung zu wenig in den Lehrplänen unserer Schulen verankert ist. Jeder zweite Österreicher sei zumindest der Ansicht, dass der Lehrstoff nicht ausreicht. Künftig werden wir diese Dinge schon viel früher mit unseren Kindern üben müssen, folgert die Kreditwirtschaft. Schaden kann das ja nicht – doch müssen wir auch die andere Seite der Medaille betrachten: Vielleicht spricht aus der geringen Selbsteinschätzung der Österreicher weniger intellektuelle Verzweiflung, als weise Selbsterkenntnis im Sinne des Sokrates? Der soll bekanntlich gesagt haben: ‚Ich weiß dass ich nichts weiß‘ und hält sich seither hartnäckig in den ewigen Top Ten der Philosophen. Laut einer weiteren aktuellen Studie (diesmal von der Allianz) haben es die Österreicher mit ihrem FinanzNichtwissen nämlich an die 15.reichste Stelle der Welt geschafft. Wie dumm müssen da erst die andern sein?

„Ausgewogenes System” Graf selbst fährt mit seiner 1991 gegründeten EFM AG nach eigenen Aussagen seit nunmehr 14 Jahren ein anderes Modell: „Betreuungshonorar plus Handelsspanne”, also jährliches Basishonorar (75 € je

„All-inclusive Betreuung” Der Betreuungvertrag mit EFM sei von Kundenseite her jederzeit kündbar, erklärt Graf. Daneben genieße der Kunde den Zusatznutzen, dass EFM auch bereits abgeschlossene Polizzen mitbetreue. Eigene Klientenanwälte könnten bei Schadensfällen beansprucht werden, diese üben ausschließlich das Mandat der heute rund 7.500 Unternehmens- und 71.000 Privatkunden aus und liefen daher nicht Gefahr, in Interessenskonflikte zu geraten, betont Graf.

Keine Verkaufswettbewerbe Man verzichte bewusst auch auf interne Verkaufswettbewerbe, so ein weiterer Seitenhieb von Graf, der mittlerweise mehr als 300 Personen bei EFM beschäftigt, auf manche Makler-Pools, bei denen derartige Praktiken üblich seien.

facts © EFM

gerald stefan

Wien/Graz. Versicherungsprodukte könnten für die Versicherungsnehmer um einiges günstiger sein. Diese Meinung vertritt Josef Graf, Vorstand der EFM Versicherungsmakler. Geht es nach ihm, könnte gleich an mehreren Schrauben gedreht werden, um kundenfreundlichere Produkte anbieten zu können. Als Nebenschauplatz der Offenlegungs-Diskussionen (siehe Artikel unten) möchte Graf eine Grundsatz-Diskussion über deren Höhe ankurbeln: „Die Provisionen sind immer noch zu hoch und sollten in anderer Form bezahlt werden. Statt Up-Front-Fees (Anm.: Vorauszahlungen) sollten sie in Form eines Darlehens von der Assekuranz vergeben werden und daher aus der Kalkulation des Produkts für den Kunden herausgenommen werden.“ Vor allem bei den Fondsgebundenen Lebensversicherungen sieht Graf Potenzial: Das Teure hier seien vor allem die Investmentfonds, in die der Deckungsstock investiert werde. „Häufig verfügen Versicherungsgesellschaften über Fondstöchter“, merkt Graf an. Bei Investmentfonds würden Management Fees jedes Jahr schlagend, dies wirke sich dramatisch auf den (nicht erzielten) Vermögenszuwachs des Kunden aus. Graf zufolge werde so das stehende Kapital jährlich mit Kosten zwischen zwei und sechs Prozent belastet, auf eine lange Laufzeit umgelegt sammelte sich so ein sehr hoher Betrag an, das Einsparungspotenzial belaufe sich auf das Drei- bis Fünffache der Provision.

EFM-Chef Josef Graf: „Die Lebensversicherung ist in der Krise, ihre Mängel gehören vor der nächsten Hochphase beseitigt, alle Kosten im Hintergrund offengelegt.“

Haushalt) und Provision. Er spricht von einem ausgewogenen System, man sei damit wirtschaftlich nicht von einem Beraterhonorar abhängig – möglicherweise ein Schwachpunkt bei den in der Finanzdienstleister-Branche seit einiger Zeit andiskutierten Honorarmodellen, die sich hierzulande nicht so recht durchsetzen wollen. Graf: „Es wäre aber auch nicht gut, das bisher übliche System nur durch Honorare zu ersetzen, eine ,angemessene’ Provision sollte auf die gesamte Laufzeit verteilt sein oder

wie oben erwähnt als Darlehen gesehen werden, und für die Beratung sollte es ein frei zu vereinbarendes Honorar geben.” Durch Alternativmodelle könnte besser gewährleistet sein, dass Versicherungsnehmern ihre Polizzen nicht abspenstig gemacht und neue Verträge mit anderen Häusern abgeschlossen werden. Im Durchschnitt halte eine Lebensversicherung nur sieben Jahre, so Graf, für den Kunden ist die vorzeitige Auflösung ein Minusgeschäft, da der Rückkaufswert

EFM wurde 1991 von Josef Graf gegründet und ist als Franchise-Unternehmen organisiert. Potenzielle Franchisenehmer benötigen einen eigenen Stock von an die 500 Kunden und bezahlen eine EinmalLizenzgbühr von 12.900 €. Die laufende Gebühr reduziert sich degressiv bis auf 3%. Den Partnern werden im Gegenzug Know-how, Infrastruktur und EDV-Leistungen geboten. Zudem könne man durch die Schlagkraft und das Schnüren von Kombi-Angeboten günstig einkaufen, wovon letztendlich der Kunde profitiere. Anstelle des traditionellen Geschäfts mit hohen Provisionsen basiere das EFMModell auf dem dualen System des Basishonorars plus Provision. Die Zahl der derzeit rund 70 Standorte möchte Graf in den kommenden Jahren stark ausbauen.

Versicherungsagenten Weiterhin kontroverse Diskussion um EU-Vermittlungsrichtlinie

Österreicher Vermögen und Schuldenstand schrumpfen

„Offenlegung unannehmbar“

Disziplinierte Private

Wien. Seit Veröffentlichung des Entwurfs für die neue EU-Versiche­ rungsvermittlungs-Richtlinie IMD 2 ist die Versicherungsbranche in Aufruhr; das Thema Vergütungen respektive Provisionen und die geforderte Offenlegung derselben werden lebhaft diskutiert. In financenet der Vorwoche hat sich der neue Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler, Helmut Mojescick, mit

Wien. Während das weltweite Brutto-Geldvermögen erstmals die 100 Billionen €-Grenze überschritten hat, ist das Pro-Kopf-Vermögen der österreichischen privaten Haushalte im Vergleich zu 2011 gesunken (Netto-Geldvermögen pro Kopf im Schnitt 40.650 €). Nach Abzug der Verbindlichkeiten liegt Österreich im Vergleich (50 Länder) an 15. Stelle, zeigt der aktuelle Allianz „Global Wealth Report“.

Salek: „Verbot der Annahme von Vergütungen durch Dritte kann sinnvoll sein.“

sei nicht der Verdienst des Vermittlers, sondern der Leistungsinhalt des Versicherungsprodukts und der von ihnen dafür zu zahlende Preis ausschlaggebend. Damit gehe man mit WKO, Versicherungswirtschaft, Versicherungsmaklern und auch Vermögensberatern konform.

Dritte im Spiel Zum vorgeschlagenen Verbot der Annahme von Vergütungen von Dritten durch unabhängige Berater haben die Versicherungsagenten die Meinung vertreten, dass dies ein geeigneter Ansatz sein kann, um das von den Versicherungsmaklern selbst betonte – und sie nach ihren eigenen Aussagen von anderen Versicherungsvermittlern qualitätsmäßig unterscheidende – Merkmal des Handelns im Kundenauftrag zu unterstreichen. So könne gut signalisiert werden, dass Versicherungsmakler nur im Kundeninteresse handeln. Der Vermutung, sie könnten durch Vergütungszahlungen von Versicherern beeinflusst werden, werde die Grundlage ent­ zogen, heißt es. (red)

© Allianz/Ingo Folie

© Christian Pichler

deutlichen Worten zum Thema gemeldet (Stichwort „Gehaltsstriptease“), auch die Versicherungsagenten nehmen klar Stellung: „Wir weisen darauf hin, dass die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Provisionsoffenlegung unannehmbar und daher abzulehnen sind“, so Peter Salek, Obmann des Bundesgremiums der Versicherungsagenten und deren Geschäftsführer Otmar Körner. Für die Kunden

Allianz-Vorstand Wolfram Littich: „Tiefe Zinsen, Euro-Krise hinterlassen Spuren”.

Gemessen in Prozent der Wirtschaftsleistung, stehen mit Blick auf die private Verschuldung in Westeuropa nur die Haushalte Belgiens besser da. Die private Schuldenquote in Österreich beträgt 55,5%, in Belgien sind es 55,3%. Auf den Plätzen drei und vier folgen die Italiener (59,6%) und die Deutschen (60,3%). Der globale Schuldenberg wuchs auch 2011 nur mäßig um 2,2%, die globale Schuldenquote (Verbindlichkeiten in Prozent des weltweiten BIP) reduzierte sich allein im letzten Jahr um annähernd 2,5 Prozentpunkte auf 67%. Seit Ausbruch der Finanzkrise profitieren insbesondere die Anlageklassen Bankeinlagen und Versicherungen: Die Sparer weltweit stockten ihre Bankguthaben um über 6% (ca. 2 Billionen €) auf, der Wertpapieranteil fiel um 6,5 Prozentpunkte auf 34,6% zurück. In Österreich legten Bankeinlagen am Vermögensportfolio seit 2007 um 1,7 Prozentpunkte auf 46,1% zu, Versicherungen um 0,5 Prozentpunkte (auf 19,1%), Wertpapiere büßten an Bedeutung ein (von 35,4 auf 32,8%). (lk)


c a p i ta l : M a r k e t s / F o n d s : pa r k

Freitag, 21. September 2012

financenet – 39

financenet@medianet.at

Asien ist und bleibt Wachstumstreiber In allen anderen Regionen bleibt die wirtschaftliche Aktivität eingetrübt

short

„Der Eurozone fehlt die Wettbewerbsfähigkeit“

EZB-Ankaufprogramm in den Augen der Experten der Dt. Bank in Österreich langfristig keine Lösung. Europa.“ Deutschland sei mit einer für 2012 prognostizierten Wachstumsquote von 0,8 Prozent Spitzenreiter und auch Österreich liege mit 0,5% noch gut im Rennen. Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB (Europäische Zentralbank) sowie der US-Notenbank (Fed) und wirtschaftspolitische Maßnahmen in China würden auf kurze Sicht die Aktienmärkte beflügeln. „Das von der EZB angekündigte Aufkaufprogramm wird zu höheren Zinsen in den Kernländern und tendenziell niedrigeren Zinsen in der Peripherie führen“, so Speidel-Walz.

Fritz Haslinger

Wien. „2012 war bis dato ein besonders interessantes Jahr und ich habe selten erlebt, dass Kunden wie auch mit der Materie vertraute Experten eine so unterschiedliche Wahrnehmung dessen haben, was sich an den Märkten insgesamt abspielt“, sagt Bernhard Ramsauer, Leiter

„Bei den aktuell tiefen Zinsen zahlt sich ein

Kunden nicht ins Risiko treiben wollen.“

© Sal Oppenheim

bernhard ramsauer, DB

Andreas Diesner, Chief Investment Officer der Deutsche Bank in Wien, führt aus: „Auf der Aktienseite raten wir zu global agierenden europäischen Playern mit

Wien/Frankfurt. Laut der Studie „Erfolgsfaktoren im Finanzvertrieb 2012“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov aus Köln haben 87% von 183 hauptberuflichen Vermittlern der größten Finanzvertriebe Deutschlands das Wiener Fondshaus C-Quadrat als „ausgezeichnet“ oder „sehr gut“ eingestuft. (fh)

Schwellenländerfonds von Comgest lanciert

Bernhard Ramsauer, Deutsche Bank: „Die Aktienmärkte sind besser als tatsächlich wahrgenommen, der Mut zu Investitionen macht sich bezahlt.“

einem robusten Businessmodell sowie zu Aktien aus den USA und den Emerging Markets, wobei die Regionen-Allokation eines ausgewogenes Mandats wie folgt aussehen könnte: rund 48% Europa, 32% USA und 20 Prozent Emerging Markets sowie Asien.“

Elke Speidel-Walz, Chefanlagestrategin bei der Deutschen Bank, zieht folgendes Fazit: „Wir erwarten ein moderates, aber stabiles Wachstum in den USA, eine Erholung in China und anderen wichtigen Emerging Markets sowie eine anhaltende Konjunkturschwäche in

Aber das Anleihenankaufprogramm der EZB sei auf Dauer keine Lösung und würde kurzfristig lediglich Zeit kaufen. Und so vertritt Speidel-Walz auch die Meinung, dass Spanien spätestens im Oktober, nach den Regionalwahlen, ein entsprechendes Programm unerschreiben werde müssen, um mittelfristig Druck aus den Anleihezinsen zu nehmen. Ganz im Gegenteil zu Italien, denn „die brauchen diese Kredite aktuell gar nicht”, so die Expertin. „Am langen Ende ist entscheidend, ob die nationale Fiskalpolitik und notwendigen Strukturreformen verfolgt werden. Diese sind wichtig, weil die Kreditwürdigkeit auf mittlere Frist ohne Wachstumspotenzial nicht gegeben ist“, erklärt Speidel-Walz. Andererseits sollte sich durch die geldpolitischen Maßnahmen die Stimmung an den globalen Aktienmärkten verbessern und sich die erwartete Risikoprämie reduzieren. „Ebenfalls rechnen wir mit einer strukturellen Outperformance der Emerging Markets, wobei die Performance der einzelnen Länder aber stark divergieren dürfte“, sagt die Anlagechefin der Deutschen Bank.

© Panthermedia.net/Thierry Vialard

aus – wobei wir die

EZB erkauft sich Zeit

C-Quadrat-Chef Alexander Schütz: vor Allianz Global Investors und DWS.

Strukturreformen wichtig

wenig mehr an Risiko

Asset & Wealth Management der Deutsche Bank in Österreich und Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank Österreich AG. „Bei den aktuell niedrigen Zinsen zahlt sich ein wenig mehr an Risiko definitiv aus. Das heißt nicht, dass wir unsere Kunden ins Risiko treiben wollen, aber die Entwicklung an den Aktienmärkten ist besser, als von den meisten wahrgenommen und über Investmentfonds sowie eine diskretionäre Vermögensverwaltung kann der Faktor ‚Risiko‘ zusätzlich minimiert werden.“

© C-Quadrat

Finanzvermittler küren C-Quadrat zum Primus

Neuer Comgest GEM Flex Fonds verfügt über einen „Airbag“.

Düsseldorf/Wien. Basis des neuen Comgest Growth Emerging Markets Flex ist das Aktienportfolio des bereits existierenden Schwellenländerfonds Magellan bzw. Comgest ­Growth Emerging Markets. „Unser neuer Fonds ist sozusagen ein Magellan-Fonds mit Airbag-Funktion“, sagt Fondsmanager Alexandre Narboni. Mögliche Verluste will man reduzieren, Volatilitäten, ­geringer als bei Comgest klassischen Long-Only Aktien-Portfolios, halten. Der dabei eingesetzte Absicherungs­ mechanismus orientiert sich an der Volatilität des Marktes; auch Futures gelangen zum Einsatz.

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30.08.2012 15:31:36


f o n d s : pa r k / b a n k i n g

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financenet@medianet.at

„Banking Exzellenz“ auf dem Prüfstand Rund 500 Vertreter der deutschsprachigen Bank-Szene fanden sich zur Verleihung der Trophäen ein

victor Awards: Austro-Banken sind heuer stark vertreten Raiffeisen Bank Region Ried im Innkreis ist „Bank des Jahres 2012“: 2.000 von 2.500 möglichen Punkten erreicht.

In der wichtigsten Kategorie „Bank des Jahres“ konnte heuer wieder eine Austro-Bank (2011: VB Mosbach) den Sieg erringen: die oberösterreichische Raiffeisenbank Region Ried im Innkreis. Die Bank hat 2.000 von 2.500 möglichen Punkten erreicht. In allen Kategorien hat die Raiffeisenbank überzeugt – der Jury fiel die Entscheidung dieses Mal leicht. In vier von fünf Kategorien konnten die Rieder mehr als 390 Punkte erreichen.

„Profitabler Gestalter” Der Sieger in der Kategorie „Strategie“, die Raiffeisenkasse Bruneck, lebt mit über 400 Punkten in der Kategorie das strategische Zielbild „Profitabler Gestalter“. Das spürt der Kunde – er verbindet mit dieser Bank Attribute wie lokal verwurzelt, freundlich, persönlich und kompetent. Der Führungsstil der Volksbank Mittweida wird von rund 81% der Mitarbeiter als Integrationsstil mit hoher Effektivität bezeichnet. Hier seien echte Leader am Werk,

40% der Firmenkunden wurden in letzter Zeit von diesem Bankhaus so richtig begeistert. Für 86% ist Schelhammer & Schattera die erste Anlaufstelle bei offenen Fragen und die Zufriedenheit mit der Qualität der Beratung ist mit einer 1,8 überdurchschnittlich hoch. Die Raiffeisenbank Wels Süd konnte mit ihrer Unternehmenskultur begeistern, bei der die Parameter Inspiration, Mitgestalten, schnelle Entscheidungen und Innovationsfreude im Zentrum stehen. 92% der Mitarbeiter erleben ein stark ausgeprägtes soziales Klima, ein förderliches Miteinander zwischen den Kollegen und mit den Führungskräften. Dynamisch präsentiert sich die Raiffeisenbank Eberndorf. Sie habe mithilfe des victor analysiert, ob die gesetzten Maßnahmen greifen und wo noch nachjustiert werden muss. In den letzten beiden Jahren konnten in allen Säulen des victor die Werte deutlich nach oben gedreht werden. In Gesamtpunkten ausgedrückt hat die Raiffeisenbank Eberndorf von 2010 auf 2012 eine Steigerung von 339 Punkten geschafft.

victor Jährlicher Wettbewerb Banken, die das 360°-Analysetool victor von emotion Banking zur Steuerung einsetzen, nehmen automatisch am Wettbewerb teil. Eine siebenköpfige, international besetzte Expertenjury entscheidet über die Sieger.

Innovationskraft zeigt die Raiffeisenbank Bludenz – sichtbar auch bei der baulichen Umsetzung im Haus mit Lounge-Wohlfühlbereich, einem eigenen Wohncenter, etc. Banken, die das von emotion banking entwickelte Tool victor zur Analyse und Steuerung einsetzen, nehmen auf freiwilliger Basis auch am jährlichen Wettbewerb teil. Der Vergleich mit Instituten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit anonymisierten Ergebnissen gibt Hinweise über mögliche Potenzialfelder. (red)

Die Preisträger 2012 Bank des Jahres ist die Raiffeisen Bank Region Ried im Innkreis. Weitere Preisträger in den unterschiedlichen Kategorien: Kategorie Strategie – Raiffeisenkasse Bruneck (I), Kategorie Führung – Volksbank Mittweida (D), Kategorie Mitarbeiter – Raiffeisenbank Defereggental (A), Kategorie Kunde – Raiffeisenbank Region Ried i.I. (A), Kategorie Firmenkunde – Bankhaus Schelhammer & Schattera (A), Kategorie Unternehmenskultur – Raiffeisenbank Wels Süd (A), Kategorie Dynamik – Raiffeisenbank Eberndorf (A), Kategorie Innovation – Raiffeisenbank Bludenz (A).

© RCM

RCM-Chef Mathias Bauer: „Bessere Planbarkeit des Investments“.

Investieren werde der Fonds in ein breites Spektrum an Unternehmensanleihen, sowohl in Anleihgen mit guter und sehr gute Bonität, als auch in Hochzinsanleihen niedrigerer Bonität. Die Auswahl erfolgt durch das Fondsmanagement, wofür jährlich 0,6% Verwaltungsgebühr anfallen. Der Ausgabezuschlag innerhalb der Zeichnungsfrist beträgt 2%, nach dem Ende kann er bis zu 3% betragen. Mit dem UnternehmensanleihenFonds wendet sich die Raiffeisen KAG gezielt an risikobewusste Anleger. Eine Kapitalgarantie besteht nicht, auch die Ausschüttungs- und Tilgungshöhe ist nicht garantiert.

Raiff.bank Wels Süd, Sieger bei „Unternehmenskultur”, Dir. Franz Stockinger.

Volksbank Mittweida unter GF Leonhard Zintl, Sieger in der Kategorie „Führung“.

VDir. Franz Riegel, Raiffeisenbank Eberndorf, Sieger der Kategorie „Dynamik”.

GF Berthold Blassnig, Raiffeisenbank Defereggental, „Mitarbeiter“-Sieger.

Direktoren Bernhard Stürz, Erwin Egle, Raiff.bank Bludenz, Sieger „Innovation”.

VÖIG Hohe Nettomittelzuflüsse in Fonds auch im August

Schiffsfonds HCI Shipping Select 16 spürt Pleite der Reederei Sanko.

Wien. Österreichischen Investmentfonds flossen bereits im Monat Juli hohe neue Gelder zu (600 Mio. €), und auch im August lagen die Nettomittelzuflüsse mit rund 433 Mio. € auf erfreulicher Höhe. Dies zeigen die Daten der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG). Waren im Juli fast ausschließlich Aktieninvestmentfonds für das Neugeschäft verantwortlich, schlugen Investoren nun vor allem bei Anleihenfonds (mehr als 300 Mio. €) zu.

© Calwest

Breites Spektrum

GF Anton Kosta, Raiffeisenkasse Bruneck, Sieger der Kategorie „Strategie”.

Sanko Pleite in Japan

Neuer Unternehmensanleihenfonds HCI CapitalWien. Raiffeisen Capital Managechen, so Geschäftsführer Mathias Fonds getroffen ment (RCM) bringt einen neuen Bauer. So weise der Fonds eine definierte Zeichnungsfrist, eine definierte Laufzeit und eine definierte Höhe der jährlichen Bruttoausschüttung auf. Aktuell sind 3,5% Ausschüttungsquote geplant. Der Fonds lasse sich weitaus sicherer und planbarer einstufen als eine Einzelanleihe, da das Ausfallsrisiko stark diversifiziert sei.

Schelhammer&Schattera, Sieger bei Firmenkunden, Vorstand Michael Martinek.

Auch baulich innovativ

RCM Fünfjährige Laufzeit, 3,5% Ausschüttung geplant

Unternehmensanleihenfonds auf den Markt: Im „Raiffeisen-Unternehmensanleihen 2017“ werden Anleihen unterschiedlicher Qualität in einem Fonds mit fünfjähriger Laufzeit gebündelt. Gezeichnet werden kann noch bis zum 6. November per Einmalerlag. Die Idee hinter dem Fonds sei es, den Anlegern eine bessere Planbarkeit ihres Investments zu ermögli-

Johann Moser, Direktor der „Bank des Jahres“, Raiffeisenbank Ried/Innkreis.

© Emotion Banking (8)/beigestellt

„Bank des Jahres“ 2012

meint man bei emotion banking. Führend in der Kategorie „Mitarbeiter“ wiederum ist die Raiffeisenbank Defereggental. Sie hat die „Mitarbeiter als das wichtigste Kapital“ identifiziert. Diese fühlen sich sicher und anerkannt und haben die Möglichkeit, sich in ihren Aufgaben zu verwirklichen – daher der Top-Wert bei der intrinsischen Motivation 95%. Bei den Kunden punktete vor allem der Gesamtsieger, die Raiffeisenbank Region Ried i.I. Dies drückt sich im Beratungswert, also der kumulierte Wert für Beratungsqualität und -häufigkeit, von satten 83% aus. 81% der Kunden haben zumindest einmal jährlich ein ausführliches Beratungsgespräch, 96% der Kunden geben eine persönliche Beziehung zu ihrem Berater an. Die Firmenkunden fühlen sich beim Bankhaus Schelhamer& Schattera gut aufgehoben: Rund

Tokyo/Hamburg. Die japanische Reederei Sanko hat laut einem Bericht der FTD die Zahlungen eingestellt und gibt Schiffe an die Eigner zurück. Zahlreiche Frachter und Massengutschiffe, die deutschen Beteiligungsfonds gehören, seien betroffen. Für vier von deutschen Schiffsfonds finanzierten Gesellschaften, die jeweils einen Öltanker besitzen, bedeute die SankoPleite laut FTD die Insolvenz, der Fonds „HCI Shipping Select 16“ sei nun ebenfalls pleite, heißt es. Den Anlegern drohe ein möglicher Totalverlust. (red)

Austro-Fondsbranche im Aufwind

Fondsgesellschaft ist; bei den anderen Häusern zeige sich ein ähnliches Bild. Die private Vorsorge bleibe zentrales Thema bei den Privatanlegern – dabei führe kein Weg an Investmentfonds vorbei. Das Fondsvolumen aller in der VÖIG-Statistik erfassten Investmentfonds beläuft sich per 31. August 2012 auf 141,8 Mrd. € – das entspricht einem Plus von rund 0,7% gegenüber dem Vormonat.

Gute Performance „Der Aufwärtstrend scheint sich zu verfestigen“, wird VÖIG-Präsident Heinz Bednar vom Branchendienst fondsprofessionell.at zitiert. Von einer nachhaltigen Erholung des Fondsmarkts zu sprechen, sei aber dennoch zu früh. Der Kapitalzufluss sei erfreulich und werde unterstützt von einer ausgezeichneten Performance. „Allein bei der ‚Erste-Sparinvest‘ liegen 114 von 117 Publikumsfonds seit Jahresbeginn im Plus“, so Bednar, der auch Vorstandsvorsitzender dieses

© Erste Asset Management/Hinterramskogler

Baden bei Wien. Bereits zum neunten Mal luden die Geschäftsführer von emotion banking, Barbara Aigner und Christian Rauscher, zur internationalen victor Gala nach Baden bei Wien ein. Rund 500 Vertreter von Kreditinstituten aus dem deutschsprachigen Raum folgten der Einladung zu dem Branchentreff. Neben dem im Rahmen der victor Konferenz stattfindenden Austausch der „best practice Erfahrungen“ der Institute aus dem gesamten deutschsprachigen Raum stand der gestrige Donnerstag ganz im Zeichen der Verleihung der begehrten victor Trophäen.

Bednar: „Von einer nachhaltigen Er­­ holung zu sprechen, ist aber zu früh.“


Freitag, 21. September 2012

banking

financenet – 41

financenet@medianet.at

ING-DiBa Austria Marketingchefin Niemann setzt stärker auf Kredite: „Zu denen gibt es auch Beratung, bloß die meisten Kunden wissen das nicht“

Direktbanken zeigen Image-Plus Wien. Die ING-DiBa Austria (eine Niederlassung von ING-DiBa Deutschland und Teil des holländischen Bankenmultis ING) will heuer wachsen – trotz wirtschaftlich flauer Zeiten. Dazu soll in erster Linie, aber nicht nur, die Palette an Sparprodukten verhelfen. „In diesen Zeiten möchte oder muss jeder Haushalt auch weiterhin sparen“, sagt Waltraud Niemann, Marketingchefin der ING-DiBa Direktbank Austria. Dabei setzt man weiter auf die bewährte Strategie, klar und einfach, ohne Gebühren und mit dem schlichten Zinsargument auf die Verbraucher zuzugehen.

Beratungsbedarf haben. Daher Ausgabeabschlag, aber der Kunde bieten wir auch entsprechende müsse dabei bereits wissen, was telefonische Beratung an, was viele er will. Kunden jedoch noch nicht wissen“, so Niemann. Direkt punktet weiter Grundsätzlich nehmen die Kredite vom Volumen her zu und Der grundsätzliche Trend, dass sollen auch forciert werden. Prindie Menschen immer mehr online zipiell lautet die Strategie, die Prounterwegs sind, arbeitet weiterdukte so schlank und einfach zu hin für die Direktbanken, stellt strukturieren wie möglich – sodass Niemann klar. Eine Studie hat ein die Kunden sich möglichst selbst Potenzial von zwei Mio. Kunden in orientieren können. „Wer jedoch Österreich ergeben – rund 500.000 zu den Krediten Beratung benötigt, hat man aktuell. bekommt sie“, so Niemann. Keine „Was uns froht stimmt, ist, dass Beratung gibt es freilich zu den man Direktbanken heute nicht Fondsprodukten, die man ebenmehr nur günstige Konditionen falls anbietet: Hier biete man 50% zuschreibt, auch KomInsRL_SujetFrauAuto_216x288_0912_Layout 1 18.09.12 sondern 09:21 Seite 1

petenz“, sagt Niemann. Um die Kunden zu erreichen, setzt sie auf einen breiten Mix von Medien und Kanälen, etwa auch durch Plakate im Straßenbild, usw. Auch heuer will die ING-DiBa in Österreich wachsen – „wir haben es vor“, bestätigt Niemann, „auch wenn die Vorzeichen heuer sicher schwieriger ausfallen als im sehr guten Jahr 2011. Wir glauben aber, dass wir im Moment gut liegen.“ Zum Stichtag 31. Dezember 2011 ist man auf mehr als 490.000 Kunden (2010: 440.000 Kunden) sowie ein Geschäftsvolumen (Guthaben, Kredite, Portfolios) von 6,9 Mrd. € (2010: 6,3 Mrd. €) gekommen. (gst)

© ING DiBa/ Martin Vukovits

Kunden schreiben Direktbanken zunehmend auch Know-how bei verschiedenen Bankprodukten zu.

ING-DiBa Austria-Marketingchefin Waltraud Niemann: punkten bei Kunden.

Neue Standbeine Doch ein ebenfalls zunehmend wichtiger werdendes Standbein sind die Kreditprodukte, die Österreichs marktführende Direktbank anbietet. „Bei den Kreditprodukten merke man, dass viele Kunden

Vorstand Nur 4 Mandate

ÖVAG 1: Kleiner Wien. Wolfgang Perdich, Vorstand der seit April teilstaatlichen ÖVAG (Volksbanken AG) hat seinen Vorstandsposten mit 30. September zurückgelegt. Die Vorgangsweise sei mit Vorstandskollegen und Aufsichtsratspräsidium abgestimmt, so die Bank. Perdichs Vertrag wäre noch bis Frühjahr 2014 gelaufen. Er wird nicht nachbesetzt, damit bleibt es bei vier Köpfen im Vorstand. Die ÖVAG ist ein Sanierungsfall, der auflagengemäß schrumpfen muss. Perdich war bisher unter anderem für Beteiligungen und Immobilien zuständig und diese wurden zuletzt größtenteils schon verkauft. Retailbanken wie die Volksbank Wien wurden an regionale Volksbanken abgegeben, Europolis ging an die CA Immo und VBI an die Sberbank. (red/ag)

Container 134,8 Mio. €

ÖVAG 2: Deal

Wien. Die ÖVAG hat mit dem Verkauf ihres Containerleasing-Geschäfts an die Fortress Investment Group 174 Mio. USD (134,8 Mio. €) eingenommen. Die Finanzierung des Deals habe die Deutsche Bank in New York übernommen. Die ÖVAG hat ihr Containerleasing-Geschäft in der Immoconsult Asset Leasing zusammengefasst, die weltweit zu den Top 15 der Branche gehört. Der Verkauf der Sparte war Teil der Restrukturierung der Bank. (APA)

Wenn’s um Leasing geht, ist nur ein Partner mein Partner.

© ÖVAG

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ÖVAG-Chef Stephan Koren hat das Containergeschäft verkauft.


42 – financenet

i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 21. September 2012

financenet@medianet.at

Schärfere Eigenkapitalvorschriften Europas Versicherer müssen sich vorbereiten, doch die exakten Regeln stehen noch immer nicht fest

Solvency II: Warten prolongiert

© EPA

Branche beklagt Unsicherheit, EU-Kommission sucht Konsens in Europa.

EU-Kommissar Michel Barnier will neue Europa-Versicherungsaufsicht prüfen lassen.

Brüssel. Im Streit um schärfere Kapitalvorschriften für die Versicherungsbranche zeichnet sich ein Aufschub um ein Jahr ab. Die EUKommission peilt eine Verschiebung der neuen Vorgaben bis Jänner 2015 an. EU-Kommissar Michel Barnier legte den Plan Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten und des EU-Parlaments vor, so die Nachrichtenagentur Reuters. Kern des Vorschlags ist, noch vor dem Start zu prüfen, welche Auswirkungen die Vorschriften auf die langfristigen Verbindlichkeiten haben, die Versicherungskonzerne zur Absicherung ihrer Produkte eingehen. Dem Vorschlag

zufolge soll die Europäische Versicherungsaufsicht EIOPA den Test ausführen; Ergebnisse seien dem neuen Zeitplan zufolge in einem guten halben Jahr zu erwarten.

Der Aufschub verlängert die Zeit der Unsicherheit für die Versicherungsbranche; sie klagt darüber, dass die Unklarheit über das geforderte Ausmaß der Risikoabsicherung bereits jetzt Investoren abschrecke. Die Kehrtwende der Kommission kommt überraschend. Sie hat bisher dafür gekämpft, die Regeln so bald wie möglich in Kraft zu setzen. Ursprünglich war der Start bereits ab 2013 geplant. Die Verhandlungen über die unter dem Titel „Solvency II” zusammengefassten Vorschriften stocken jedoch seit Monaten. Im nächsten Schritt müssen nun die EU-Staaten entscheiden, ob sie den Aufschub mittragen; das Parlament signalisierte bereits seine Bereitschaft dazu. Unter den Staaten ist seit Monaten eine entscheidende Frage umstritten: Nämlich wie die Kapitalpuffer für lange laufende Lebensversicherungen berechnet werden sollen. (red/ag)

Längere Unsicherheit Mit dem Starttermin im Jänner 2015 rückt den Angaben zufolge auch die Frist für die Implementierung der Vorschriften durch die Mitgliedsstaaten um ein Jahr nach hinten: auf den 30. Juni 2014. Dieser Termin soll den Aufsichtsbehörden und den Unternehmen ausreichend Zeit geben, den Start auf nationaler Ebene vorzubereiten.

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Zukauf In Mazedonien

VIG ist jetzt Nr. 1 Skopje. Die Vienna Insurance Group (VIG) setzt sich mit der Unterzeichnung des Vertrags zum Erwerb des Mehrheitsanteils an der QBE Makedonija an die Spitze des mazedonischen Versicherungsmarkts. Sie übernimmt knapp 75% der Stimmrechte. Durch die Akquisition steige die VIG zum Marktführer auf und baut die Position als führender Versicherer in Südosteu-ropa weiter aus. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. „Durch diesen Zukauf erhöht sich der Anteil am mazedonischen Markt auf rund 20 Prozent. Die Akquisition ist ein weiterer Schritt unserer Strategie, das Engagement in der CEE-Region zu vertiefen und die Wachstumspotenziale voll auszuschöpfen“, so VIG-Chef Peter Hagen. (red)

VBI Nach Sberbank-Deal

Neue Vorstände Wien. Die VBI (Volksbank International) mit Sitz in Wien hat den Vorstand um zwei auf fünf Köpfe erweitert. Thoralf Arlt und David O’Mahony sind im Führungsgremium der österreichischen Tochter der russischen Sberbank eingezogen. Über die VBI ist die russische Sberbank im heurigen Februar in mehreren Ländern Osteuropas eingestiegen. Der Name VBI dürfte im übrigen bald Vergangenheit sein; sie wird wohl auf Sberbank umgetauft. (APA/red)

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© VBI

Mitten im Leben. www.bawagpsk.com

Thoralf Arlt (Bild) und David O’Mahony neu im Vorstand der Sberbank-Tochter.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 21. september 2012 – 43

Londons Immobilienmarkt ist auf Platz 1, deutsche Städte rücken kräftig vor  Seite 45

WU-campus: dachgleiche

Der Neubau der Wirtschaftsuni ist ein Megaprojekt in Wien 

Seite 50

märkte wettlauf der regulatoren

© pixelio.de/Wengert

© Panthermedia

lasalle: europa gecheckt

© BIG/M. Draper

financenetreal:estate Wohnen: Bauland wird Bauträgern zu knapp IMMO-AGS 12. Sept. 2012 bis 19. Sept. 2012

IATX (19.9.)

154,52

Wochentop Wochenflop

Nach wilden Preissprüngen Der Wiener Wohnungsmarkt ist begehrt, doch so starke Preis­sprünge wie in den letzten drei Jahren sind nicht mehr drin, glaubt Heinz Fletzberger, Chef des Bauträgers Süba. „Bauland ist um 100 Prozent teurer geworden, da sehe ich schon die Gefahr einer Blasenbildung.“  Seite 44

2,29%

CA Immo 4,84% conwert -1,16%

CA Immobilien Anlagen Immofinanz Atrium Sparkassen Immobilien Warimpex conwert

4,84% 3,42% 0,99% 0,43% -0,27% -1,16%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 19.9.) Monatstop Janus Glob. 6,65% Monatsflop Schroder Immo. -3,42%

Flop 5 Immofonds Schroder ImmoPlus Advanced Properties A. iShares Stoxx Am.600 R.E. M&G Global Real Estate Lacuna US REIT

6,65% 5,78% 5,36% 5,28% 5,21% -3,42% -3,11% -3,04% -2,98% -2,83%

12. Sept. 2012 bis 19. Sept. 2012

© Süba/Jana Madzigon

Top 5 Immofonds Janus Global Real Estate CS Sicav One (Lux) Equ. WIP Global Real Estate AB Global Real Estate JPM Global Real Estate

Derzeit vermietbare Fläche: 5.000 m2 Fashion Park 20.000 m2 Office Park

CERX (19.9.)

389,96

11,64%

inhalt Immo:Capital > Egger holt sich Geld von den Kapitalmärkten  44 > CA Immo stellt Total­Zentrale in Berlin fertig  44 Immo:Markets > Immofinanz ersteht restliche 50% am Gerling Quartier  45 Law & Order / People & Dates > Schoeller Münzhandel freut sich über 200% Zuwachs  46 > Binder Grösswang ist 50  47

Gold für das MGC Als erstes österreichisches Bestandsobjekt wurde das Mode- und Textilgroßhandelscenter mit DGNB Gold nach ÖGNI ausgezeichnet. Bürovermietung Colliers International Immobilienmakler GmbH Goldschmiedgasse 10, 1010 Wien Dagmar Oberhollenzer, 01/535 53 05 - 33 d.oberhollenzer@colliers.at www.colliers.at

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14.06.12 12:05


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44 – financenetreal:estate

Freitag, 21. September 2012

financenet@medianet.at

Wien. Bauen hat sich im August weiter verteuert. Im Wohnhaus- und Siedlungsbau stiegen die Baukosten im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent, geht aus den jüngsten Zahlen der Statistik Austria hervor. Gegenüber dem Vormonat Juli blieben die Kosten unverändert. Der Bau von Straßen verteuerte sich im August im Jahresabstand um 4 Prozent, der Brückenbau um 2,6 Prozent. (APA)

VAV: Mehr Geld im Fall von Katastrophen Wien. Der Versicherer VAV ortet erhöhten Bedarf nach Absicherung gegen Naturkatastrophen und erhöht die bisherigen Leistungen um nahezu das Dreifache auf 20.000 €, wie es heißt. Der fixe Zuschlag pro Jahr liege bei 35 €. (red)

conwert nahm den Kapitalschnitt vor

Wohnimmobilien: Preise in ruhigerem Fahrwasser Nach Preissprüngen von 20 bis 30 Prozent in drei Jahren nun Entwicklung „moderater“. Wien. Beim Verkauf von Wiener Wohnimmobilien zu Wohn- und Geldanlagezwecken herrscht für private Bauträger „noch immer Schönwetter“, sagt Heinz Fletzberger, Vorstand der Süba: „Es herrscht unverändert hohe Nachfrage – im Gegensatz etwa zu Gewerbeimmobilien, wo die Situation sicher schwieriger ist.“ Sowohl Investoren wie Nutzer freuen sich über Wohnungen im Eigentum und greifen zu; die Verschärfung der Besteuerung von Immobilienverkäufen, die mit Apri 2012 in Kraft getreten ist, habe entgegen ersten Befürchtungen in der Praxis überhaupt keine dämpfenden Auswirkungen gehabt, stellt Fletzberger klar: Auch die klassischen Anlegerwohnungen in der Größe von 50 bis 60 m�, die zu Mietzwecken gekauft werden, finden weiterhin Abnehmer. Drei aktuelle Süba-Projekte, etwa Paulinensteig (16. Bez.), sind beinahe zur Gänze verkauft, teilweise sogar schon vor Fertigstellung. Und die Banken finanzieren weiterhin Immobilienprojekte im Wohnbereich bereitwillig mit.

Heinz Fletzberger, Vorstand des Bauträgers Süba: Fast alle Teile Wiens sind bereits für frei finanzierten Wohnbau interessant.

ger vor Probleme – am meisten die Gemeinnützigen, die bei solchen Preisen nicht mehr mitkönnen und teilweise eigene Tochterunternehmen gründen, die am frei finanzierten Wohnbau aktiv werden. Doch auch auf dem freien Markt sei ein solches Preisniveau problematisch, stellt Süba-Chef Fletzberger klar: „Unter 1.000 Euro pro m� errichtbarer Wohnfläche bekommt man kaum mehr einen Baugrund. Das bedeutet aber, dass man als Bauträger die fertigen Wohnungen dann um 4.000 Euro/m� verkaufen muss, sonst rechnet sich das Ganze nicht mehr.“ Und zu diesem Preis finden sich nur in den guten Lagen genügend Abnehmer. „Irgendwer muss diese Preise ja auch bezahlen. Ich glaube nicht, dass die Wohnungspreise

Jürgen F. Kelber, conwert: Nennwert fünf statt zehn Euro je Aktie.

Wien. Bei conwert ist der angekündigte Kapitalschnitt wirksam geworden. Im Zuge einer Kapitalherabsetzung hat der Immobilienkonzern auch den rechnerischen Nennwert seiner ausgegebenen Aktien von zuvor zehn auf auf € je Aktie reduziert. Die Conwert Immobilien Invest SE gab am Montagabend bekannt, dass die von der 11. Hauptversammlung am 31. Mai beschlossene Herabsetzung (Halbierung) des Grundkapitals von 853,59 Mio. € auf 426,79 Mio. € am 14. September im Firmenbuch eingetragen wurde. Der auf jede Stammaktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals verringerte sich dadurch von zehn auf fünf €. (red)

Egger holt sich frisches Geld vom Kapitalmarkt Wien. Der Tiroler Holzwerkstoffhersteller Egger legt auch heuer eine Unternehmensanleihe auf. Die Emission mit geplantem 4,50 Prozent Kupon hat ein Volumen von 100 Mio. €, das aufgestockt werden kann und eine Laufzeit von sieben Jahren. Der endgültige Zinssatz, der Kurs und das Volumen werden erst unmittelbar vor Zeichnungsfrist festgelegt und veröffentlicht. Lead Manager der Transaktion sind die Bawag PSK sowie die UniCredit Bank Austria. Durch die Stückelung von 500 € will Egger auch Privatanleger ansprechen. Die Zeichnungsfrist läuft vom 24. bis 28. September 2012. Die Egger Gruppe mit Sitz in St. ­Johann in Tirol hat im Geschäftsjahr 2011/12 weltweit 1,96 Mrd. € Umsatz erwirtschaftet.  (red/ag)

Doch glaubt Fletzberger andererseits nicht, dass es bei den Wohnimmobilien erneut einen solchen Preisauftrieb geben wird wie in den letzten drei Jahren: Er sieht nur noch moderate Preissteigerungen. „Auch bei Wohnimmobilien muss es ein vernünftiges PreisLeistungs-Verhältnis geben.“ Und während Wohnungen in mittleren bis guten Wiener Lagen in den letzten drei Jahren um 20 bis 25%, in Einzelfällen sogar um 30% teurer geworden seien, haben die Preise für Baugrund in Wien um stolze 100% zugelegt, sich also schlicht verdoppelt. Das stellt alle Bauträ-

gen. Nach wie vor gilt: Wohnraum ist in Wien knapp, die Stadt wächst und daher gehört es weiterhin zu den Anliegen Fletzbergers, dass die Stadt etwa durch rasch abgewickelte Umwidmungsverfahren das Geschäft der Bauträger einfacher machen soll – „da warten wir teilweise sechs bis acht Monate auf einfache Dinge“. Die Süba hat trotz knappen Baulands vor, auch 2012 ihre üblichen 10.000 bis 12.000 m� an neuen Wohnungen fertigzustellen. So wurde gerade Grund im 16. Bezirk angekauft; in Klosterneuburg nördlich Wiens und im 12. Bezirk (Schlöglgasse) wurde mit dem Bau begonnen. Und im 10. Bezirk beim neuen Hauptbahnhof sowie im 23. Bezirk werden die Projekte kurzfristig zur Genehmigung eingereicht. (gst)

Mittelbau muss aufpassen Gerade bei den mittleren Lagen seien utopische Preise besonders gefährlich. Freilich sieht sich auch Fletzberger heute Lagen an, an die er früher nicht gedacht hätte: Beinahe ganz Wien komme inzwischen für den frei finanzierten Wohnbau infrage; Gegenden wie das Stuwerviertel oder der Brunnenmarkt im 16. Bezirk erfreuen sich deutlich gestiegener Beliebtheit, obwohl sie weit außerhalb der klassischen bürgerlichen Wohngegenden lie-

Ausbau 542 Millionen Euro Immobilien-Wert in Berlin

Schlechtwetter-Schäden Bei Bau, Material reagieren

Berlin. Die künftige Deutschlandzentrale des Mineralölunternehmens Total, der „Tour Total” in Berlin, wurde jetzt vom Immobilienunternehmen CA Immo fertiggestellt und an den Mieter übergeben. Das Gebäude gegenüber dem Hauptbahnhof ist das erste in einer Reihe von Bauprojekten von CA Immo und weiterer Investoren im neuen Stadtquartier Europacity.

Linz. Josef Stockinger, Chef des Regionalversicherer OÖ Versicherung, sieht Prävention angesichts eines Trends der weitere Zunahme elementarer Schadereignisse als Lehre dieses Sommers: „Der heurige Sommer war sehr unwetterintensiv; Oberösterreich ist aber von ganz großen Katastrophen verschont geblieben“, so Stockinger.

CA Immo stellt Total-Zentrale fertig OÖ Versicherung: Besser schützen CA Immo ist mit einem GesamtImmobilienvermögen von rund 542 Mio. € Bilanzwert in Berlin präsent. Knapp die Hälfte entfällt auf Immobilienvermögen in Entwicklung. Die CA Immo hat noch zwei weitere Projektentwicklungen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 125 Mio. € in Bau: Das neue Mercedes Benz Headquarter in Berlin-Friedrichshain sowie ein Intercity Hotel am Berliner Hauptbahnhof. (red)

Weitere Projekte Das als Green Building konzipierte Gebäude umfasst 16 Büroetagen mit einer Bruttogrundfläche von rund 18.000 m�. Das Haus verfügt über 90 Fahrradstellplätze und 240 Pkw-Stellplätze. Durch die Nähe zum Hauptbahnhof ist es an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Die Total Deutschland GmbH wird sich künftig auf zwölf Etagen mit rund 500 Mitarbeitern auf das Deutschlandgeschäft des Energieunternehmens konzentrieren. Für das Baumanagement zeichnete die CA Immo-Tochtergesellschaft „omniCon“ verantwortlich, als Architekt wurde das Berliner Büro Barkow Leibinger eingesetzt.

© CA Immo

© conwert

Baugrund um jeden Preis?

so stark steigen werden, wie diese Anstiege beim Bauland voraussetzen würden. Daher scheint mir bei den Baugründen schon die Gefahr einer spekulativen Blase in Wien gegeben.“

„Tour Total“ ist als Green Building kon­ zipiert und Teil der neuen Europacity.

phase von Wohnhäusern (aber auch landwirtschaftlich und gewerblich genutzten Gebäuden) eine entsprechende Auswahl der Baustoffe, um etwa eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Hagel oder Starkregen zu erreichen. Auch nötig sei eine stärkere Verankerung des Dachstuhls gegen Stürme oder erhöhte Umrandungen tiefliegender Kellerfensterschächte, um besser gegen Oberflächenwässer geschützt zu sein. (red)

Mehr Schäden verzeichnet Rund 6.200 Schadensfälle infolge elementarer Schadereignisse wurden zwischen 1. Juni und 6. September gemeldet. „Wir haben zwar einen Anstieg der Schadenshäufigkeit verzeichnet, die durchschnittliche Schadenshöhe ist mit 1.500 Euro aber eher niedrig geblieben.“ Einen Grund sieht Stockinger auch in den verbesserten Frühwarnsystemen, z.B. Smartphone-Apps oder SMS-Diensten. Generell sei Prävention die zentrale Lehre dieses Sommers: „Durch die jährlich größer werdenden Temperaturgefälle muss mit einer weiteren Zunahme derartiger SommerUnwetter gerechnet werden.“ Nötig sei deshalb bereits in der Bau-

© Oberösterreichische Versicherung

Bauen wurde um fast zwei Prozent teurer

Bauland immer teurer Süba-Chef Heinz Fletzberger sieht gute Nachfrage, doch Baugrund-Knappheit bremst

© gst

short

OÖ Versicherung-Chef Josef Stockin­ ger: mehr Widerstandsfähigkeit nötig.


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 21. September 2012

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

LaSalle Europas Städte und Regionen untersucht

London auf Platz eins European Regional Economic Growth Index.

© Panthermedia.net/Gary718

Im Objekt Silbermöwe an der Lände 3 entstehen derzeit 17.500 m2 moderne, nachhaltig revitalisierte Büroflächen in spannender Wiener City-Lage. Ein weiteres Premiumobjekt unseres österreichischen Büroimmobilien-Portfolios, an dessen Ertragskraft Sie sich mit der CA Immo-Aktie beteiligen können. Informieren Sie sich jetzt auf www.caimmo.com München liegt auf Platz 2, fünf weitere deutsche Städte haben die Top 20 geschafft.

München/Wien. Das von LaSalle Investment Management entwickelte Multifaktoren-Modell „European Regional Economic Growth Index“ (E-REGI) identifiziert jene Städte und Regionen Europas, die das größte kurz- bis mittelfristige Entwicklungspotenzial aufweisen und in denen die Nachfrage nach Immobilien besonders nachhaltig zu werden verspricht.

London wieder auf Platz 1 Während 2011 London innerhalb der 30 Top-Städte Europas auf Platz 2 lag, schaffte es die britische Metropole im E-REGI 2012 an die Spitze. Verbesserte Beschäftigungsaussichten und

ein robustes BIP-Wachstum seien für die Positionierung ausschlaggebend gewesen.

München Nr. 2 in Europa Auch München legte einen Zahn zu und rangiert im aktuellen Ranking an zweiter Stelle. Die robuste und wettbewerbsfähige Struktur der lokalen Wirtschaftssysteme Deutschlands zeige sich in der Tatsache, dass sechs deutsche Städte aktuell in der Top 20-Liga spielen. Die Schweiz ist mit Zürich und Genf (Plätze 12 und 16) ebenfalls gut vertreten; Wien liegt auf Platz 19. Griechenlands wichtigste Städte Athen und Thessaloniki liegen abgeschlagen auf Rang 100 (+1) und 105 (-2). Moskau verlor massiv und belegt nur mehr Platz 77.

WIEN NORD

Fritz Haslinger

Gerling Quartier Wurde jetzt vollständig übernommen

Immofinanz ersteht restliche 50% Wien. Die Immofinanz Group hat vor Kurzem das Kölner Immobilienprojekt „Gerling Quartier“ vollständig vom Co-Eigentümer Frankonia Eurobau AG übernommen.

50:50 Joint Venture beendet

© Immofinanz Group

„Da unsere Strategie vorsieht, nicht voll konsolidierbare Beteiligungen zu veräußern oder sie vollständig zu übernehmen, begrüßen wir die Bereitschaft unseres Part-

ners, sich nach erfolgreichem Abschluss der Projektierung und Baurechtsschaffung von seinem Anteil am Gerling Quartier zu trennen“, sagt Immofinanz-Chef Eduard Zehetner. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die restlichen Investitionen, rund 213 Mio. €, werden von Immofinanz als Eigenkapitalgeber und der Sparkasse KölnBonn als finanzierende Bank aufgebracht, so das Unternehmen. (red)

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Immofinanz-Chef Eduard Zehetner hat Frankonia bei Gerling Quartier ausgekauft. CA 08_12 Anz_2012_BAus_SiM_MN_161x399 ztg.indd 1

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L AW & O r d e r / P eople & Dat e s

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Freitag, 21. September 2012

financenet@medianet.at

short

© Josko/Manfred Gartner

Josko: Preisgekrönt aus der Frühjahrsflaute

Rekordjahr Schoeller Münzhandel mit 783 Millionen Euro Umsatz in 2011 – Steigerung um rund 79 Prozent zu 2010

„200 Prozent Zuwachs ­gegenüber Jahr 2008“

Österreichischer Spezialist ist im CEE-Raum und insgesamt in 36 Ländern mit Partnern vertreten. in den östlichen und südöstlichen Nachbarländern (CESEE-Region) gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung: „Diese Absatzländer erreichten im Jahr 2011 rund 35 Prozent unseres Geschäftsvolumens gegenüber rund 23 Prozent im Jahr 2010, die Tendenz ist steigend. Die wesentlichen Absatzmärkte innerhalb der CESEE Länder sind dabei aktuell Tschechien, Slowenien, Ungarn, Slowakei und Polen. Die baltischen Staaten, der Balkan sowie die Ukraine und natürlich Russland gelten als wichtige Märkte für die kommenden Jahre“, erläutert Gustav Mayer.

Reinhard Krémer

Wien. Was als kleine, unbürokratische Hilfe gedacht war, hat sich zu einem stark nachgefragten Produkt entwickelt. Das „Neue Chance Konto“ wurde für Menschen konzipiert, die aufgrund mangelnder Bonität kein eigenes Konto eröffnen konnten. Sie sind dadurch gänzlich vom alltäglichen Finanzleben ausgeschlossen und müssen höhere Kosten, zum Beispiel bei Überweisungen, tragen. Das „Neue Chance Konto“ der Bawag PSK funktioniert wie ein klassisches Konto, allerdings als reines Guthabenkonto ohne Überziehungsrahmen. Weder Kontonummer noch Bankleitzahl weisen aber darauf hin, um Stigmatisierungen zu verhindern. Mitte September wurde das 15.000ste „Neue Chance Konto“ eröffnet.

© gmh hofbauer

Monika Berisha neu bei der Partner Bank

Monika Berisha ist mehrsprachig, verheiratet und hat vier Kinder.

Linz. Für den immer mehr an Bedeutung gewinnenden Markt in den Nachbarländern Österreichs benötigt die Partner Bank AG mit Sitz in Linz verstärkt mehrsprachige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Jüngster Zugang ist die in Tschechien geborene Monika Berisha, die das Vertriebs-Team verstärkt. Die Vertriebsassistentin des Investmenthauses stammt aus Liberec, zu Deutsch Reichenberg, im Norden Tschechiens und absolvierte das Gymnasium Frydlant.

Die Rangliste der meistverkauften Produkte nach Stück im ersten Halbjahr 2012 würde bei Gold wie folgt aussehen: 1. Platz: Dukaten einfach 2. Platz: 1 Unze Philharmoniker 3. Platz: 1 Unze Goldbarren (von Argor-Heraeus) 4. Platz: 1/10 Unze Philharmoniker. Bei Silber stellt sich die Rang­ liste wie folgt dar: 1.Platz: 1 Unze Philharmoniker 2. Platz: 1 Unze Maple Leaf 3. Platz: 1 Unze Eagle. Durch die anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten konnte der Goldpreis im September wieder die Grenze von 1.700 USD pro Unze überschreiten, sagt Mayer. „In Euro gemessen, kommt der Preis derzeit nahe an das Allzeithoch aus dem September 2011 heran. Da die weltweite Finanzkrise noch nicht ausgestanden scheint, kann erwartet werden, dass Gold auch in USDollar innerhalb der nächsten 12 Monate wieder Richtung 1.900 pro Unze gehen könnte“, meint der GF der Schoeller Münzhandel GmbH.

Osten stärkt Bedeutung Schoeller Münzhandel konnte von dieser Entwicklung profitieren und erreichte im Jahr 2011 einen Umsatz in Höhe von 783 Mio. €; dies entspricht einer Steigerung um rund 79% gegenüber dem Jahr 2010 und einer Steigerung um mehr als 200% gegenüber dem ersten starken Edelmetalljahr 2008, erzählt Mayer. Auch die verkauften Mengen verdeutlichen dieses Bild: „Im Jahr 2011 verkauften wir rund 190 Tonnen Silber (2010: 110 Tonnen) und 13 Tonnen Gold (2010: 11 Tonnen). Damit wurde Schoeller Münzhandel im Jahr 2011, gemessen am Umsatz, zum 109. erfolgreichsten Unternehmen Österreichs.“ Im den ersten acht Monaten 2012 war die Nachfrage nach Goldund Silberprodukten ungebrochen hoch, die extremen Niveaus aus

Gustav Mayer, Geschäftsführer Schoeller Münzhandel: „Asiatische Zentralbanken weiten den Gold-Anteil an den Währungsreserven kontinuierlich aus.“

dem 3. Quartal 2011 werden aber heuer nicht mehr erreicht werden können, meint der Schoeller-Boss. „Dennoch deuten alle Entwicklungen darauf hin, dass wir unseren

geplanten Umsatz von 500 Millionen Euro im Jahr 2012 erreichen werden.“ Der wichtigste Markt im Großhandel ist Deutschland, die Märkte

MasterCard Partner des UN-World Food Programme

Elin quadrat Schwerpunkt „Lifecycle-Management“

Frankfurt/London. MasterCard und das World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen (UN) arbeiten künftig zusammen. Im Rahmen einer internationalen Partnerschaft sollen Menschen auf der ganzen Welt mit digitalen Innovationen dabei unterstützt werden, den Kreislauf von Hunger und Armut zu durchbrechen. MasterCard verfügt über umfangreiche Kompetenzen bei elektronischen Zahlungssystemen, während das World Food Programme sich international für die Bevölkerungsgruppen einsetzt, die am stärksten vom Hunger betroffen sind.

Wien. Elin quadrat, ein selbstständiges Tochterunternehmen der Elin GmbH – ein Anbieter von elektrotechnischen Anlagen in Österreich – will am Immobilienmarkt technisch anspruchsvolle und komplexe Immobilien entwickeln, planen und errichten. Erst Anfang September gegründet, wird das Unternehmen geleitet von Arno Hemala, einem langjährigen Branchenkenner und -experten, und Gerhard Schreidl, der gleichzeitig CFO der Muttergesellschaft Elin ist.

„Digital Food“ gegen den Hunger weltweit in Läden vor Ort Lebensmittel einkaufen“, meint Nancy Roman, WFP Director of Communications, Public Policy und Private Partnerships. Mit dem „Digital Food Project“ will das WFP mit MasterCard bestehende Systeme zur Ausgabe von Nahrungsmittelcoupons über Handys oder Bankkarten für die Menschen weiterentwickeln, die keinen regelmäßigen Zugang zu Bank- oder Finanzdienstleistungen haben. (ag)

der FH Campus Wien Laaer Berg und der Neubau der PVA am Handelskai. Der Fokus des Geschäfts von Elin quadrat soll insbesondere auf Total-, Generalunternehmer- und PPP (PublicPrivatePartnership)Projekten liegen; ein Beispiel dafür ist das Engagement im Rahmen der Plattform „IG Lebenszyklus Hochbau“ (www.ig-lebenszyklus. at). Erste Projektaktivitäten sollen bereits auf Kurs sein. (ag)

Von Siemens-Tochter

Besserer Zugang Die Kooperation verbinde das Know-how beider Partner, um dem Bedarf an Nahrung wirkungsvoll zu begegnen. „Das ‚World Food Programme‘ kann jetzt auf das technische Know-how und die internationale Präsenz von Mas-terCard zurückgreifen, um das elektronische Coupon-Programm und die Online-Spende weiterzuentwickeln. Mit Nahrungsmittelcoupons können Hunger leidende Familien

Frischer Wind in Immo-Branche

Das „World Food Programme“ der Vereinten Nationen leistet Unterstützung.

Bis März 2012 leitete Hemala in einer Tochtergesellschaft der Siemens AG Österreich die externen Bauaktivitäten und war in den letzten Jahren wesentlicher Treiber von Lifecycle-Modellen im Baubereich. Zu seinen Projekten gehörten unter anderem das Haus der Musik, die Hanghausüberdachung in Ephesos, der Interspar Sandleitengasse, das Strahlentherapie-Krankenhaus in Krems, die FH in St. Pölten, der Neubau des Wifi am Gürtel, das neue OPECGebäude in der Wipplingerstraße,

© Elin Quadrat/Franz Pfluegl

Bawag: Erfolg mit „Neue Chance Kontos“

Top-Seller im Münzhandel

© Schoeller Münzhandel

Kopfing. Nach einem starken Start in das neue Geschäftsjahr für den oberösterreichischenFenster- und Türen-Hersteller Josko kam es im April/Mai zu einer kurzen Flaute. Doch jetzt laufen die Geschäfte wieder, verlautet es aus dem Unternehmen. Im Jänner 2012 wurde das erste innen- und außenbündige Composite/Alu-Fenster Safir bei Josko auf den Markt gebracht. Der Hersteller konnte dafür den „red dot design award“ für das Neuprodukt einheimsen. Der HightechFaserverbundwerkstoff verleiht dem Fenster mehr Stabilität, verbesserte Eigenschaften bei Statik und Wärmeschutz und schlanke Rahmen.

Wien. Die Schoeller Münzhandel GmbH, eine 100%ige Tochter der Münze Österreich, ist eines der größten Münz- und Edelmetallhandelsunternehmen in Zentraleuropa. „Wir sind auf den An- und Verkauf jeglicher Anlageprodukte in Edelmetallen sowie auf den Handel mit klassischer und moderner Numismatik spezialisiert und führen ein einmaliges, breites Sortiment mit Produkten aller namhaften Prägestätten weltweit“, erklären die beiden Geschäftsführer Gustav Mayer und Gernot Maier. „Seit Beginn der Banken- und Wirtschaftskrise Ende 2008 ist die Nachfrage nach ‚sicheren Häfen‘ und daher nach physischem Gold und Silber stark gestiegen. Dieser Trend hat sich bis jetzt fortgesetzt“, so Mayer.

© EPA

Josko meldet Erfolge mit neuem Composite/Alu Fenster „Safir“.

Arno Hemala, früher bei Siemens, ist jetzt auch mit am Steuer von Elin quadrat.


l aw & o r d e r / P e opl e & Dat e s

Freitag, 21. September 2012

financenetreal:estate – 47

financenet@medianet.at

FMA-Aufsichtskonferenz Notenbanker und Bankenaufseher warnen davor, dass die Regulierungen des Finanzsystems zu kompliziert werden

Regulierungen „zu kompliziert“ Wien. Mitten in der geplanten Neuregulierungen des Finanzsystems in Europa warnen Notenbanker und Bankenaufseher zunehmend vor zu komplizierten Regulierungen. FMA-Vorstand Helmut Ettl erklärte bei der FMAAufsichtskonferenz, dass Komplexitäten aus den Finanzmärkten herausgenommen werden sollten. Ă–sterreichs Notenbankgouverneur Ewald Nowotny bezeichnete die momentane Situation als ein „WettrĂźsten“ von Aufsehern auf der einen und der Finanzindustrie auf der anderen Seite. Nowotny argumentierte, dass man in der Phase der Deregulierung zu weit gegangen sei, was unter anderem zur Finanzkrise fĂźhrte. Aber jetzt stoĂ&#x;e man wieder an andere Grenzen. „Es gibt in der Finanzbranche keine einfachen LĂśsungen. Aber meiner Erfahrung nach kommt man in manchen Fällen besser voran mit einfachen

M&A Transaktion

BCM: C-Quadrat Wien. Andreas W. Mayr und Jßr­gen Kit­tel, Part­ner bei Dorda Brug­ger Jor­dis, haben die Eigen­tß­mer der bri­ti­schen BCM-Gruppe beim Ver­ kauf ihrer Anteile an der bÜrsenotierten Üster­rei­chi­sche Fonds­ge­sell­ schaft C-Quadrat beraten. BCM ist eine unab­hän­gige Fonds­ge­sell­ schaft mit Sitz in Lon­don, die rund 800 Mio. ₏ ver­wal­tet. Der Kauf­preis beträgt rund 13,4 Mio. Dor­retta Car­ ter. Der Anteils­kauf­ver­trag wurde am 5. September unterzeichnet. Ein Teil des Kauf­prei­ses besteht aus eige­nen Aktien der C-Quadrat. C-Quadrat wurde von Chris­tian Herbst und Wen­de­lin Ett­mayer von SchÜn­herr beraten. Die Trans­ ak­tion muss u.a. noch von der bri­ ti­schen Finanz­markt­auf­sicht, der Finan­cial Ser­vices Aut­ho­rity (FSA), geneh­migt werden. (red)

und klaren Verboten statt differenzierter Detailregulierungen.“ Das Pendel „schlägt wieder zurĂźck. Wir brauchen mehr Gleichschritt in Europa und mĂźssen aufpassen, den Sektor nicht zu Ăźberfordernâ€?, meinte auch Stephan Koren, Generaldirektor der Volksbanken AG (Ă–VAG). Europa sei in der Krise und werde das noch Jahre sein. Krisenmärkte seien immer Ăźberbesetzte Märkte, die unter Druck stĂźnden.

Nicht einfach verbieten In der Kritik stehen unter anderem strukturierte Finanzprodukte. Alles sicherheitshalber zu ver-

bieten, mache die Welt aber auch nicht besser, meinte SP-Staatssekretär Andreas Schieder. Raiffeisen International-Chef Herbert Stepic monierte, die Komplexität der Regelwerke sei groĂ&#x; und teilweise auch unverständlich geworden. „Ich bin ein simpler Bankerâ€?, meinte Stepic. Auf der Aufsichtsseite wĂźrden die Spieler wie „Pilze aus dem Boden schieĂ&#x;en“. Fraglich sei, ob man dadurch ein funktionstĂźchtiges und sicheres Bankensystem erreiche, so Stepic. Gabriel Bernardino, Präsident der Europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA, verteidigte die

hohe Komplexität bei der behÜrdlichen Regulierung damit, dass auch Markt und Finanzprodukte selber immer komplexer werden. Laut VIG-Generaldirektor Peter Hagen haben die vermehrten Informationspflichten dazu gefßhrt, dass jedes Jahr von den BehÜrden benÜtigte Daten – wenn man sie auf Papier ausdrucken wßrde – von 2,5 Kilometer Länge produziert werden mßssten. Bei Banken sei es ein Vielfaches. Von 2.000 Mitarbeitern in Österreich seien 400 nur mit Regulierung und Aufsicht beschäftigt. Der Umfang habe sich seit dem Jahr 2000 um das 18-Fache erhÜht, so Hagen. (APA/red)

Š FMA

Aufwand hat sich seit dem Jahr 2000 auf das 18-Fache erhĂśht, einfache LĂśsungen seien nun gefragt.

Hel­mut Ettl und Kurt Pri­bil, Vorstände der Finanzmarktaufsicht (FMA).

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Festakt Binder GrĂśsswang

50-Jahr-Feier

Š Binder GrÜsswang/Richard Tanzer

Wien. Am 13. September lud die Anwaltssozietät Bin­der GrÜss­wang zur 50-Jahr-Feier der Kanz­lei ins Palais Liech­ten­stein in Wien. Mehr als 250 Gäste aus dem In- und Aus­ land, dar­un­ter die Mana­ger Wolf­ gang Eder, Peter Unter­sper­ger, Josef Halb­mayr, Rai­ner Borns und Rudolf Kem­ler, folg­ten der Ein­la­ dung zum Festakt. Auf dem Pro­ gramm des Abends stand ein Cocktail-Empfang, ein Gala-Dinner und ein Kon­zert der Sän­ge­rin Dor­retta Car­ter.  (red)

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PFS Immobilienmanagement GmbH Linz | Wien | Graz | Salzburg | Kitzbßhel | Mßnchen | Gran Canaria Die Anwälte von Binder GrÜsswang bei der Feier im Palais Liechtenstein.

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Tel.: +43 (0)5/701010 | Fax: +43 (0)5/701010-300 | E-Mail: office@pfs.at 3)6$Q]B0HGLDQB[B5=LQGG




p e o p l e & dat e s

48 – financenetreal:estate

Freitag, 21. September 2012

financenet@medianet.at

Neuer Campus der WU Wien Die Rohbauten des Megabauprojekts im zweiten Bezirk sind fertiggestellt, WU und BIG luden zur Gleichenfeier

Gleichenfeier des WU-Campus

Vizerektorin Regina Prehofer, Rektor Christoph Badelt, BIG-GF Hans-Peter Weiss.

Wien. Die Rohbauten aller Gebäude des neuen Campus der WU Wien in der Südportalstraße im zweiten Bezirk in Wien sind fertiggestellt. Der neue Campus – errichtet von der WU Wien gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) – wird die aktuell größte Wirtschaftsuniversität Europas. Nach 34 Monaten Bauzeit lud man nun am 19. September zur Gleichenfeier mit 400 Gästen in das Library & Learning Center des neuen Campus. „Derzeit werden die Fassaden fertiggestellt und Ausbauarbeiten wie Haustechnik, Böden oder Malerarbeiten schreiten zügig vo-

ran“, erklärt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der BIG. Bisher wurden über 200 Mio. € in den Neubau der größten Universitätsbaustelle der Welt investiert. Damit ist man zeit- und kostenmäßig im Plan und wird den neuen Campus voraussichtlich im Frühjahr 2013 fertigstellen können. Auch die Wiederaufbauarbeiten nach dem Brand im Bauteil West am 10. Mai wurden mittlerweile abgeschlossen. Durch eine Straffung der Zeitpläne könne auch der Übergabetermin dieses Bauteils eingehalten werden, heißt es. „In einem Jahr ist die Eröffnung und bereits jetzt laufen die Möblierungs- und

Übersiedelungsplanungen auf Hochtouren. Im Wintersemester 2013/14 werden unsere 25.000 Studierenden einen Campus mit sechs Gebäudekomplexen vorfinden“, so Christoph Badelt, Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien.

Groß wie 13 Fußballfelder Die Anzahl der Arbeitsplätze für Studierende wird auf 3.000 verdreifacht. Daneben werden 53 Seminarräume (bisher 35) und 4.800 Lehrplätze (bisher 4.600) zur Verfügung stehen. „Mit dem neuen Campus schaffen wir für Studierende und Lehrende spürbar bessere Rahmenbedingungen”, erklärt Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Mit rund 100.000 m� Nutzfläche und über 50.000 m� Freifläche bietet das Campusgelände künftig mehr Platz als 13 Fußballfelder zusammen. (red)

Tondach Olympia 2014

Folgeauftrag

Wien. Letztes Jahr erhielt die Wienerberger-Tochter Tondach Gleinstätten, Produzent von Dachziegeln aus Ton, den Zuschlag für das Olympia-2014-Projekt „Gornaja Karusel” in Sotschi, Russland. Dabei handelt es sich um das Dach eines Sport- und Touristikkomplexes, der unter anderem auch das Olympische Mediendorf beheimaten wird. Nun wurden die rund 160.000 m� Dachziegel nach Russland ausgeliefert. Auch ein Folgeauftrag hat sich bereits ergeben: Im Zuge der Arbeiten für Olympia 2014 werden auch Sanierungsarbeiten an bestehenden Gebäuden in der Region durchgeführt. Tondach Gleinstätten erhielt dabei einen Auftrag über 6.500 m� Dachziegel für das Nobelhotel Peak in Krasnaja Polyana. (red)

Umzug Baustellen-Party

CMS lud ein

Wien. Die Anwaltskanzlei CMS Reich-Rohrwig Hainz übersiedelt Anfang 2013 in neue Kanzleiräumlichkeiten in der Gauermanngasse 2–4 im ersten Bezirk in Wien. Letzte Woche lud die Kanzlei Klienten und Freunde zu einer Feier mit nachgebauter Baustelle in die Hofstallungen des Wiener MuseumsQuartiers. Präsentiert wurden Pläne und aktuelle Infos zum Baufortschritt des neuen Kanzleistandorts. Rund 320 Gäste folgten der Einladung von CMS. (red)

© Christoph H. Breneis

© BIG/Martina Draper

Rund 400 Gäste folgten der Einladung auf den neuen Universitätscampus.

Gastgeber Peter Huber und Bernhard Hainz in der nachgebauten Baustelle.

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