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freitag, 18. april 2014 – 19

warnung vor co 2-Blase

die nummer eins

Robert Hauser, Zürcher Kantonalbank, warnt vor Auswirkungen auf Finanzmärkte Seite 22

Die VIG-Gruppe unter Peter Hagen erwirtschaftete 4,1 Mrd. Euro Prämien  Seite 24

© Ian Ehm

© ZKB

financenet raiffeisen Plus beim nettogewinn © Peter Rigaud

KMU lassen viel Geld auf der Straße liegen

ATX 9.–16. April 2014

ATX (Schluss 16.4.) Wochentop Wochenflop

2.465,68 -2,70% ROS ZAG

3,60% -7,35%

Top 5 ATX Prime Rosenbauer International 3,60% conwert2,85% Do & Co 1,89% S Immo 1,85% Strabag1,54% Flop 5 ATX Prime Zumtobel-7,35% Voestalpine-7,14% Century Casinos -6,00% Valneva-5,35% Verbund-4,83%

DAX 9.–16. April 2014

Wochentop Wochenflop

9.317,82 -1,98%

BEI CBK

© Foto Weinwurm; panthermedia.net/Aro

DAX (Schluss 16.4.)

0,65% -7,76%

Top 5 DAX Beiersdorf0,65% Münchner Rückversicherung 0,19% SAP0,05% RWE0,00% Henkel-0,12%

Betriebliche Altersvorsorge Nur 14% der von VPI-Vermögensberatung (im Bild Geschäftsführer Hermann Stöckl) befragten Klein- und Mittelunternehmen nutzen alle Steuervorteile durch betriebliche Altersvorsorge; 27% nutzen sie gar nicht. 75% würden Maßnahmen setzen, wenn sie besser Bescheid wüssten.  Seite 20

Flop 5 DAX Commerzbank-7,76% Daimler-7,26% Deutsche Lufthansa -5,89% Deutsche Börse -4,38% Infineon-4,18%

RLB Oberösterreich 163,5 Millionen Gewinn für 2013

inhalt

72,5 Prozent mehr als im Jahr 2012

Finance:Cover > Kreditversicherer Prisma steigerte den Umsatz  20

Banking/Insurance:Watch > Volksbank trennt sich von Töchtern  > Hypo Alpe Adria verlor Milliarden in Italien  > Coface: Top Ten-BRICNachfolger identifiziert 

23 23 24

© APA/Herbert Pfarrhofer

Fonds:Park > Bawag PSK zeigt Mythen über Investmentfonds auf 21 > Austro-Fonds lagen im März mehrheitlich im Plus  22 > Förderung privater Vorsorge über Fonds gefordert  22

RLB-Oö-Boss Heinrich Schaller: „In Zukunft weht ein noch rauerer Wind.“

Wien/Linz. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB) hat nach einem drastischen Gewinneinbruch 2012 nun im Geschäftsjahr 2013 zum Teil aufgeholt: Unterm Strich meldet die Bank 163,5 Mio. Euro Konzern-Nettogewinn, das waren 72,5 Prozent mehr als 2012. Ausschlaggebend war, dass Vorsorgen für faule Kredite und Wertpapiere halbiert wurden. Die Konzernbilanzsumme wurde um sechs Prozent auf 37,4 Mrd. Euro gedrosselt. Eine Rücknahme von Risiken und mehr Gewinn erhöhten die Kernkapitalquote im Konzern („Basel II“) um einen Prozentpunkt auf 9,8 Prozent. (APA)

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f i n a n c e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 18. April 2014

financenet@medianet.at

kolumne

Beschlusswütiges EU-Parlament

Betriebliche Altersvorsorge Laut VPI-Umfrage befassen sich 27% der Unternehmen gar nicht mit bAV-Themen

KMU üben unnötig Verzicht Zweite Säule der Pensionsvorsorge wäre für Steuer- und Finanzberater wichtiges Kompetenzfeld. unattraktiver gemacht wurde, und der von 36% der KMU als „Vorsorge“ angegeben wird, werden die Abfertigungsrückdeckung nach altem System genannt (26%) sowie die Mitarbeitervorsorge (Direktversicherung) mit 23%. „Viel zu wenig wird mit 12 Prozent die direkte Leistungszusage für Geschäftsführer umgesetzt“, meint Stöckl. Nur 1% hat eine direkte Leistungszusage an die Mitarbeiter abgegeben. „Durch das mangelhafte Wissen über die Möglichkeiten betrieblicher Vorsorgelösungen lassen sich viele KMUs nachhaltig Steuervorteile entgehen“, sagt Stöckl – bAV sei für Unternehmen um 30% günstiger als Barlohn, und der damit bei gleichem Bruttobezug angesparte Nettobetrag für den Mitarbeiter fast doppelt so hoch als bei privater Vorsorge. Auch verzichteten die KMU auf die Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung und Motivation mit bAV. Doch nicht nur das: Die zweite Säule der Vorsorge und die dritte (Eigenvorsorge) müssten angesichts drohender Finanzierungsprobleme des staatlichen Umlagesystems und radikaler Einschnitte bei den Pensionen wichtiger genommen werden. Anreize seitens der Regierung, wie etwa die Anhebung des geringen 300 Euro-Betrags bei der Zukunftsvorsorge nach § 3 EStG, bleiben jedoch aus, bedauert auch bAV-Spezialist Ralph Felbinger. Im Schnitt der EU-15-Länder seien mehr als 50% aller Arbeitnehmer von einem betrieblichen Vorsorgemodell umfasst, in Dänemark, Schweden und den Niederlanden sogar deutlich über 80%, in Österreich seien es aber nur rund 20%. Schon im Vorjahr warnte auch das Beratungsunternehmen Mercer (Austria) GmbH im Zuge einer Umfrage, dass nur 7% der Arbeitnehmervertreter jener Betriebe, die noch gar keine bAV-Lösung haben, angaben, dass in den kommenden ein bis zwei Jahren eine solche eingeführt werde.

linda kappel

LINDA KAPPEL

D

Wien/Saalfelden. Klein- und Mittelunternehmen (KMU) lassen viel Geld auf der Straße liegen, indem sie der betrieblichen Altersvorsorge zu wenig Augenmerk schenken. Geht es nach den Ergebnissen einer Umfrage, die VPI Vermögensverwaltung durchgeführt hat, dürfte der Grund vor allem in einem Informationsdefizit liegen. Befragt wurden mehr als 200 österreichische KMU quer über alle Branchen, mit bis zu 200 Mitarbeitern.

34% fühlen sich bezüglich unterschiedlicher Modelle der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) nicht informiert, 47% nur teilweise. Wesentliches weiteres Ergebnis: 73% hätten gern mehr Infos, um aktiv zu werden, wobei größere Betriebe tendenziell besser informiert seien, sagt VPI-Geschäftsführer Hermann Stöckl. Impulse sollten verstärkt sowohl von den Steuerberatern als auch Finanzberatern kommen. Bereits bei der Wahl der passenden Unternehmensrechtsform sollte auch die bAV Teil der Überlegungen sein, moniert Stöckl. Bei 49% der befragten Unternehmen ist der Steuerberater bAV-Anlauf-stelle; auf Versicherungsmakler, Vermögensberater und Wirtschaftskammer entfallen fast jeweils gleich viel (um die 15%). 14% der Befragten sind der Meinung, dass sie Steuervorteile zu 100% ausnutzen, 27% jedoch nutzen sie gar nicht. Der Rest nutzt weniger als 100% dessen, was möglich wäre. Warum engagieren sich die Unternehmer nicht stärker? Das habe wohl etwas mit der gewohnt österreichischen Manier sowie der mangelnden Finanzbildung in der Schule zu tun, mutmaßt Stöckl. Neben dem investitionsbedingten Gewinnfreibetrag (nach §10 ESt), der ja Anfang des Jahres seitens des Gesetzgebers

SWUT Stark in Ungarn

Prisma Marktführerschaft konnte ausgebaut werden

Für 50 Plus Bei Uniqa/Raiffeisen – zehn Jahre Bindung

Wien/Klagenfur t. Die börsenotierte SW Umwelttechnik (SWUT) hat für 2013 einen Verlust von 1,8 Mio. Euro gemacht. Dazu habe der aufgegebene Geschäftsteil (Projektgeschäft) mit einem Abgang von 1,2 Mio. Euro beigetragen, erklärt das Unternehmen. Der Konzernumsatz lag praktisch umverändert bei 50,7 (50,5) Mio. Euro, der operative Gewinn (EBIT) stieg leicht von 2,1 auf 2,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank von 7,3 auf 4,4%. Investiert wurde sehr wenig, 1,7 Mio. Euro für das normale Geschäft und 0,4 Mio. Euro für den aufgegebenen Geschäftsbereich. „Die niedrigen Instandhaltungsinvestitionen spiegeln die Langlebigkeit unserer Anlagen wider“, heißt es. Der Umsatz stieg in Ungarn, wo SWUT 45% des Geschäfts macht, um 20% auf 22,7 Mio. Euro; der Anteil Österreichs fiel von 33 auf 29%. SWUT geht davon aus, heuer in Österreich den Umsatz halten zu können. Insgesamt sollte das operative Ergebnis 2014 gesteigert werden.  (ag)

Wien. Mit einem Plus von 2,8% gegenüber 2012 hat Prisma 2013 den Umsatz 71 Mio. € erneuert gesteigert und so die Marktführerschaft auf 39,9% weiter ausgebaut. EGT und Jahresgewinn 2013 liegen zwar wegen einmaliger Sondereffekte unter dem Vorjahr, aber die Vorstände Helmut Altenburger und Ludwig Mertes zeigen sich dennoch zufrieden.

Wien. Uniqa Österreich und die Raiffeisen Versicherung lancieren einen Einmalerlag mit nur zehn Jahren Laufzeit für Menschen ab 50 Jahren. Bei Uniqa wird der Tarif unter dem Namen „Pensionsversicherung gegen Einmalerlag (VIII GR)“, bei der Raiffeisen Versicherung unter „Meine Raiffeisen Pension Plus EE – Tarif 862“ angeboten. Bis vor Kurzem galt für Einmalerläge noch eine Laufzeit von 15 Jahren, damit am Ende nicht elf, sondern nur vier Prozent Versicherungssteuer fällig werden. „Mit dem Produkt hat auch die Generation 50 Plus die Chance auf eine lebenslange Zusatzpension im überschaubaren Zeitrahmen“, sagt Peter Eichler, Vorstand Uniqa und Raiffeisen Versicherung. Für jene, die den Einmalerlag als Er- und Ablebensversicherung abschließen, werden für die Berechnung der Pension die Rententafeln zu Pensionsbeginn herangezogen. Wird der Rententarif abgeschlossen, wird die Pension mit den Rententafeln zu Versicherungsbeginn berechnet. „Von Beginn an garantierte Rententafeln haben den Vorteil, dass wegen der steigenden

„Wir lernen in der Schule nicht, mit Geld umzugehen“, meint Hermann Stöckl, VPI.

durchführungswege für kmu hier gilt: Steueroptimierung durch Rückstellungsbildung, die Beiträge sind eine Betriebsausgabe, der Betrieb trägt kein Risiko.

Firmenpension Für wichtige Mitarbeiter, auch um sie an das Unternehmen zu binden, sowie als Möglichkeit zur Steueroptimierung. Die Firmenpension ist individuell gestaltbar, die Pensionsrückstellung und Prämienzahlung wirken gewinnmindernd, es fallen keine Lohnnebenkosten an.

Direktversicherung Der Betrieb kann sie für alle Mitarbeiter oder sachlich und betriebsbezogen abgrenzbare Gruppen von Mitarbeitern abschließen und zahlt zu diesem Zweck je Mitarbeiter maximal 300 - von Sozialversicherungsbeiträgen, Lohnsteuer und Lohnnebenkosten befreite - Euro ein (Betriebsausgaben). Die Mitarbeiter erhalten den Betrag nach Vertragsablauf steuerfrei. Auf dem Wege der Gehaltsumwandlung können Mitarbeiter sich die Vorsorge selbst – steuerlich begünstigt – finanzieren. Eine bilanzielle Belastung entsteht hier nicht.

GGF-Vorsorge Für Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH. Die Vorteile: planbare Finanzierung, kalkulierbare Risiken; Steueroptimierung durch Rückstellungsbildung, die Beiträge gelten als Betriebsausgabe. Deferred Compensation Teile des Bruttoeinkommens werden in eine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen umgewandelt. Auch

Themen 2013: Umsatzplus, Alpine Einmalerlag mit verkürzter Laufzeit

Schadenaufwand rückläufig Die Zahl der Schadenfälle stieg bei Prisma 2013 um knapp 15% an. Dennoch ist der Schadenaufwand insgesamt zurückgegangen – und das trotz der Groß-Insolvenz Alpine Bau. „Wir begleiten vor allem in Österreich größere Unternehmenssanierungen, wie zuletzt den Fall bauMax. Damit halten wir den Schaden für unsere Versicherungsnehmer gering, auch wenn es – wie etwa im Fall von Alpine Bau – zur Pleite kommen sollte“, begründet Mertes die Entwicklung. Von Österreich aus entwickelt Prisma das Kreditversicherungsangebot in Südosteuropa. Das Geschäft in Slowenien ist bereits gut

Mertes: „Slowenien ist gut angelaufen, Serbien ist ein schwieriger Markt.“

Lebenserwartung die künftige Pension höher ausfällt als mit den später gültigen Tafeln“, heißt es seitens der Raiffeisen. Man kann schon zu Beginn des Vertrags eine Garantiedauer für die Zeit der Pensionszahlung festlegen. Dann zahlt die Assekuranz die Pension bis zum Ende dieser Dauer aus, egal ob der Versicherungsnehmer noch lebt oder nicht. Es kann aber auch ein Witwen-/Witwerübergang vereinbart werden. (red)

© Raiffeisen Versicherung

angelaufen, in Kroatien erfolgte der Startschuss vor Kurzem. „Über unsere Tochtergesellschaft in Belgrad bekommen wir schon seit Jahren aktuelle Marktberichte und Bonitätsinformationen über den sehr schwierigen serbischen Markt aus erster Hand“, ergänzt Mertes. Prisma ist zu 100%-Tochter der OeKB EH Beteiligungs- und Management AG. Die OeKB hält 51% der Managementholding, 49% hält die Euler Hermes AG.  (red)

© Prisma Kreditversicherungs-AG

EBIT-Zuwachs

Informationsbedarf bei 73%

© Panthermedia.net/Zlatan Durakovic

as Europaparlament hat dieser Tage viel entschieden, z.B. dass E-Autos einheitlicher Stecker bedürfen. Auch das Girokonto für alle wurde am Dienstag beschlossen. Die Schuldnerberatung sieht darin ein „zentrales Element für die Schuldenregulierung und Teilhabe am Finanzalltag“; in Österreich lebten 150.000 Personen in Haushalten ohne Girokonto. Aber auch die Arbeitnehmerfreizügigkeit hat das EU-Parlament gestärkt: Kein EU-Staat darf nun mehr als drei Jahre Mindestarbeitsdauer verlangen, damit ein Arbeitnehmer nach einem Umzug seinen Anspruch auf Zusatzpension behält. Abschließend verabschiedet hat das EU-Gremium auch die Verordnung zu den PRIIPs in Ergänzung zu den PRIPs – was das heißt: Packaged Retail and Insurance-Based Investment Products respektive Packaged Retail Investment Products. Das betrifft also auch Kapitallebensversicherungen (und Fondspolizzen), über die Kleinanleger künftig mit DreiSeiten-„Beipackzettel“ klar und leicht verständlich informiert werden sollen. Für die FinanzCommunity wohl der wichtigste Punkt: MiFID II. Nicht nur die Produktentwicklung, die gesamte Wertschöpfungskette in der Anlageberatung wird sich dadurch verändern, erwarten Experten, ebenso, dass „unabhängige“ Beratung honorarpflichtig wird.

Klaus Pekarek, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Versicherung.


f on d s: pa r k

Freitag, 18. April 2014

financenet – 21

financenet@medianet.at

market-Umfrage Viele Österreicherinnen und Österreicher haben mitunter falsche Vorstellungen von Fonds – Bawag PSK hat 7 Mythen identifiziert

Mythen über Investmentfonds Wien. Das Fondshaus Bawag PSK Invest ließ das market Institut eine Umfrage zum Thema „Sparen und Anlegen“ unter rund 1.300 Österreichern durchführen. Ziel war auch, die aktuelle Zufriedenheit, das Informationsverhalten und Einstellung zu konkreten Sparund Anlageprodukten abzufragen. Die Frage, womit am ehesten „geringe Risiken und möglichst hohe Zinsen zu erwirtschaften“ sind, beantwortet die Mehrheit (25%) mit dem Bausparvertrag, gefolgt von Immobilien (21%), Gold (7%), Fonds und die Lebensversicherung lagen ex aequo bei 6%, während es das Sparbuch auf nur 4% brachte. Interessanterweise aber würden 32% der Befragten 10.000 verfügbare Euro am ehesten in genau das Sparbuch stecken (32%), gefolgt von Bausparer (wieder 25%), Online-Sparkonto (24%), Lebensversicherung (11%) und Fonds (10%), danach weitere Anlageprodukte.

oder ganz verkauft werden. Es gibt keine Bindungsfristen. Die Fondsgesellschaft ist zum Rückkauf der Fondsanteile verpflichtet; somit ist das Kapital jederzeit verfügbar.“ • Mythos 3: „Bei Fonds weiß man nie, wie viel Geld man gerade am Konto hat.“ Das Gegenargument: Der aktuelle Stand des Fondsvermögens könne zumeist rund um die Uhr (z.B. online) abgefragt werden. Anleger erhielten automatisch einmal jährlich Depotauszüge von ihrer Bank mit einer Übersicht der Einzelpositionen und einer Bewertung zum Jahresultimo. Auch Informationen zu den Ausschüttungen würden gegeben.

• Mythos 4: „Fonds sind zu teuer.“ Hier gilt es abzuwägen: Neben dem Ausgabeaufschlag, den laufenden Kosten kommt häufig noch eine Management- sowie Depotgebühr hinzu. Der Verkauf von Fondsanteilen erfolgt meist spesenfrei. Dafür erhält der Anleger eine breite Streuung, ein aktives Fondsmanagement und die laufende Fondsverwaltung. • Mythos 5: „Fonds sind nicht vertrauenswürdig.“ Die Aufklärung im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs bei der Hausbank oder einem qualifizierten Vermögensberater kann hier Abhilfe schaffen. • Mythos 6: „Fonds sind intransparent.” Zumeist finden Anleger

detaillierte Infos, z.B. auf der Website der Fondshäuser. In den Fact Sheets finden sich Angaben zu den größten Einzelpositionen, zur allgemeinen Strategie, etc. „Fonds sind streng reguliert und werden von Aufsichtsbehörden, Wirtschaftsprüfern und Verwahrstelle laufend überwacht und überprüft“, sagt Alois Steinböck, Co-Geschäftsführer der Bawag PSK Invest. ��� Mythos 7: „Fonds sind nichts für mich.“ Das muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber man kann bereits mit geringen Beträgen ansparen und Fonds zeichnen sich durch hohe Flexibilität aus.  (lk)

© BAWAGPSK INVEST GmbH

Es gibt sie in vielen Ausprägungen und Risikovarianten, sie sind streng reguliert, flexibel handhabbar.

Steinböck: „Fonds als Sondervermögen landen nicht in einer Konkursmasse.”

Die sieben Mythen Fonds kommen für viele nicht infrage, weil sie sie für zu unsicher halten, bzw. sie zu wenig darüber wissen, die Kosten als hoch erachtet werden oder die Rendite-erwartung gering ist. Dies veranlasste die Bawag PSK Invest, „7 Mythen über Fonds” auszumachen und damit aufzuräumen. • Mythos 1: „Fonds sind nicht sicher“ wird begegnet mit der Aussage, „für jedes Risikoprofil steht von mündelsicheren Fonds bis zu Aktienfonds eine breite Palette zur Auswahl. Durch Streuung auf verschiedene Wertpapiere ergibt sich eine deutliche Risikoreduktion gegenüber Einzelinvestments in Renten oder Aktien“. Freilich gebe es Risiken wie ein Aktienmarkt-, Währungs-, Zins- oder Bonitätsrisiko. • Mythos 2: „Fonds sind nicht jederzeit oder nur sehr kompliziert behebbar.“ Dazu halten die Bawag PSK Invest-Experten fest: „Fondsanteile können jederzeit teilweise

Hüfner Neues Gespenst

„Lowflation“

München. Ökonom Martin Hüfner (tätig für direktanlage.at sowie den Asset Manager Assenagon) sieht ein neues Schreckgespenst: „Lowflation“, ein vom Internationalen Währungsfonds geprägter Begriff, der die Bandbreite etwa bei 0 bis 4% sieht. Die Notenbanken sollen demnach nicht nur Inflation, sondern auch zu geringe Preissteigerungen bekämpfen. Der Grund: „Ohne Preissteigerung tun sich Staaten schwer, Schulden zu reduzieren“, so Hüfner (http://bit.ly/1hApaPP). (lk)

Wachstum braucht rasche Liquidität. Das Raiffeisen Factoring.

© direktanlage.at

Forderungen wenige Stunden nach Rechnungslegung auf dem Firmenkonto haben – Raiffeisen Factoring sichert die Liquidität für Ihren laufenden Geschäftsbetrieb sowie die Finanzierung bei Umsatzsprüngen oder Saisonspitzen. Nutzen auch Sie diese flexible und moderne Form der Wachstumsfinanzierung. Infos bei Ihrem Firmenkundenbetreuer und auf www.raiffeisen-factorbank.at

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22 – financenet

c a pi ta l : m a r k e ts/ f on d s :pa r k

Freitag, 18. April 2014

financenet@medianet.at

© BaFin

D: Pranger für grauen Markt angedacht

BaFin soll Anbieter unregulierter Produkte auf der Website listen dürfen.

Berlin. Deutschland will Anleger besser vor riskanten Finanzprodukten schützen. Zu diesem Zweck soll der „graue Kapitalmarkt“ stärker an die Kandare genommen werden. In diesem Segment werden sowohl staatlich kaum regulierte, aber durchaus seriöse Angebote (und natürlich auch unseriöse) gehandelt. Wie die Welt berichtet, hat Finanzminister Wolfgang Schäuble ein Eckpunkte-Papier erarbeiten lassen; Impuls dürfte jüngst die Prokon-Pleite gewesen sein. Rund 75.000 Anleger hatten etwa 1,4 Mrd. € in Genussrechte investiert. Schäubles Papier enthält zehn Punkte, u.a. soll die Finanzaufsicht BaFin erweiterte Befugnisse erhalten. Sie soll künftig auf ihrer Website Anbieter unregulierter Produkte an den Pranger stellen dürfen, wenn sie keine oder dürftige Auskunft geben.  (red)

© Zednicek/WWF

WWF-Fonds 2013 mit Top-Ergebnissen

Armand Colard, Programmbereich Sustainable Finance beim WWF.

Wien. Investitionen in ökologisch vorbildlich agierende Konzerne können sich wirklich auszahlen (s. Artikel rechts). Auch der Erste WWF Stock Umwelt performt gut, er wies 2013 einen Kursgewinn von ca. 35% auf. Armand Colard vom WWF meint, ein nachhaltiger Finanzmarkt sei kein Selbstzweck; er geht davon aus, dass die Investitionen im Öko-EthikSegment weiter steigen werden. Der WWF fordert einen nachhaltigen Finanzmarkt mit mehr Transparenz, umfassendem Reporting inklusive Umweltkennzahlen und sozialer Aspekte.

HSBC warnt vor dramatischen Einbußen, sollten nachhaltige Maßnahmen global beschlossen werden. Salzburg/Zürich. Im nächsten Jahr berät die UN-Klimakonferenz in Paris über die Festlegung neuer Grenzen für die weltweite Emission von Treibhausgasen. Ernsthafte Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes sind sehr wahrscheinlich, meint man bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), die in Österreich mit der Zürcher Kantonalbank Österreich AG vertreten ist. Deren Stammhaus befindet sich in Salzburg, zusätzlich gibt es eine Niederlassung in Wien. „Der jüngste Bericht des Weltklimarates verweist nochmals explizit auf die Gefahr der Treibhausgasemissionen durch fossile Energien“, heißt es bei der ZKB. Dies könnte für viele große Konzerne sowie für Länder, deren Bonität an hoher fossiler Energieförderung hängt, dramatische Konsequenzen haben.

Platzt die „Carbon Bubble”? Robert Hauser, Leiter Themenund Nachhaltigkeitsresearch der Zürcher Kantonalbank, zitiert eine Studie der britischen Bank HSBC: „Sollte die internationale Staatengemeinschaft nachhaltige Maßnahmen zur CO2-Reduktion beschließen, und das wird sie früher oder später, könnten Investitionen wie auch Reserven als sogenannte Stranded Assets enden, die Investitionen und Unternehmen zwischen 40 und 60 Prozent ihres Wertes verlieren.” Hauser weiter: „Wir raten Anlegern jedenfalls, vorbereitet zu sein.”

Robert Hauser: „Paradox: Es droht Wertvernichtung durch überflüssige Energiereserven; wir raten jedenfalls, vorbereitet zu sein.“

rund 2.860 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) CO2. Um das Klimaziel der UN-Konferenz 2010 in Cancun wenigstens mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erreichen, dürfte die Menschheit laut Berechnungen der unabhängigen NGO „Carbon Tracker” bis zum Jahr 2050 laut aktuellem Stand aber nur noch 900 Gigatonnen verbrauchen, in den 50 Jahren danach gar nur mehr 75 Gigatonnen.

Dramatischer Wertverlust Trotzdem subventionieren Staaten den Verbrauch von Energieträgern noch immer massiv – im Jahr 2012 weltweit mit 544 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 392 Mrd. Euro), gibt die Zürcher Kantonal-

Klimaziele illusorisch Einige wenige Zahlen verdeutlichen das Problem: Die heute bekannten fossilen Reserven reichen noch zu einem Gesamtausstoß von

stig orientierte Anleger kommen an dem Thema nicht vorbei, sie können sich heute schon richtig positionieren”, so Adrian Kohler, CEO der auf nachhaltige Anlagen spezialisierten Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Bei einer Analyse der CO2-Exposition eines Portfolios könnten Energie- und Minenunternehmen oder Betreiber von fossilen Kraftwerken rasch eruiert werden. Indirekte Risiken, etwa bei Finanzdienstleistern oder Lieferanten, seien aber schwieriger zu quantifizieren. „Wir bieten Anlegern, die eine deutlich reduzierte CO2-Exposition ihres Portfolios wünschen, entsprechende Lösungen an. So ist es möglich, der Gefahr eines größeren Schocks beim Platzen Blase entgegenzuwirken.” (lk)

bank an. Zusätzlich investierten die größten Erdöl-, Erdgas- und Kohleunternehmen allein in diesem Jahr weitere 674 Milliarden US-Dollar zur Erschließung neuer Reserven.

Pensionskassen betroffen „Beschließt die UNO neue Grenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid, droht hier ein dramatischer Wertverlust“, warnt Hauser. Die EU-Kommission und das britische Parlament hätten bereits begonnen, diese düsteren Prognosen aus ihrer Sicht zu untersuchen. Es habe sich insbesondere gezeigt, dass Pensionskassen im Durchschnitt mit 5 Prozent ihrer Investitionen davon betroffen seien. „Langfri-

Austro-Fonds Mittlere Jahres-Performance bei 3,1%

Forderung Steuerzuckerl bei längerer Haltedauer

Wien. Die heimischen Investmentfonds haben per Ende März mehrheitlich eine positive Einjahresperformance erzielt. Von insgesamt 1.601 (Ende Februar: 1.608) Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr weisen 1.172 (1.262) Fonds eine positive Performance aus. 426 (341) Fonds performten auf Einjahressicht negativ, bei drei (fünf) Fonds kam es zu keinen Wertveränderungen. Im Vergleich zum Vormonat sind die Fonds mit ihrer Einjahresperformance aber etwas zurückgefallen. Die durchschnittliche Einjahresperformance lag per Ende März im arithmetischen Mittel – also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien – bei einem Plus von 3,08 (5,01) Prozent. Dies geht aus der aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) hervor.

Wien. Die In- und ausländischen Investmentfondsgesellschaften in Österreich fordern von der Politik, dass bei längerer Behaltedauer die Besteuerung der Fondserträge verringert wird oder gänzlich wegfällt. Dies sollte ab einer Behaltefrist von fünf Jahren der Fall sein. „Fondsanleger sind in der Regel keine Zocker“, sagten Vertreter der Fondsverbände VÖIG und VAIÖ anlässlich des zweiten „Weltfondstag“ am 19. April.

Im März mehrheitlich im Plus

Bester machte 63,53% Die beste Performance mit einem Jahresplus von 63,53% wies per Ende März der „Erste WWF Stock Climate Change“ der Erste Group-

Fondstochter Sparinvest aus. Auf Platz zwei und drei folgen der „s Generation“ der Sparkasse OÖ KAG (44,59%) und der „WSS-Europa“ der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft (37,33%). Am unteren Ende der Performance-Liste: der „PIA-Gold Stock“ von Pioneer Investments Austria (-38,64%), der „Espa Stock Istanbul“ der Sparinvest (-35,33%) und der „ZZ2“ der Semper Constantia Invest (-24,61%). (ag)

Private Vorsorge mit Fonds fördern leicht von 144,4 auf 145,3 Mrd. Euro gestiegen, während europaweit die Fondsindustrie deutlich stärker um 9,4% auf rund 9,8 Billionen Euro zulegen konnte. Weltweit stieg das Fondsvolumen um 1,8% auf rund 23,8 Billionen Euro. Per Ende Februar ist das österreichweit in Fonds veranlagte Volumen wieder auf 147,4 Mrd. Euro gestiegen. Dabei habe sich der Trend zu Aktienfonds fortgesetzt. (red)

Entlastung des Staats

Fonds mit Gold- und Türkei-Aktien hatten im März das Nachsehen.

Investmentfonds seien ein wesentlicher Bestandteil der privaten Pensionsvorsorge, durch die der Staat bei der Altersvorsorge entlastet werde, sagen VÖIG-Präsident Heinz Bednar und VAIÖ-Präsident Berndt May. Sie sehen noch erhebliches Absatzpotenzial. Unterstützen sollten dabei neben dem steigenden Vorsorgebedarf der privaten Investoren auch die aktuell niedrigen Sparzinsen, ein insgesamt hohes Geldvermögen und die wieder gut laufenden Kapitalmärkte. Im Vorjahr ist das Fondsvolumen in Österreich nur

© Thomas Jantzen

New York. Zwei große US-Vermögensverwalter kommen unter ein gemeinsames Dach. TIAACREF schluckt den kleineren Rivalen Nuveen Investments in einem 6,25 Mrd. US-Dollar (4,5 Mio. €) schweren Geschäft. Nuveens bisherige Besitzer waren Finanzinvestoren. TIAA-CREF ist für seine Rentenfonds für Lehrer und Hochschulpersonal bekannt, Nuveen ist mit Kommunalanleihen groß geworden, beiden haben jeweils etwa 100 Jahre auf dem Buckel und verwalten zusammen 800 Mrd. US-Dollar. (ag)

Experten warnen vor dem Platzen der CO2-Blase

© ZKB Österreich AG

Milliarden-Deal unter US-Asset Managern

Zürcher Kantonalbank „UNO-Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen praktisch unvermeidbar“

© panthermedia.net/Oleksiy Mark

short

VAIÖ-Präsident Berndt May: „Fonds­ anleger sind im Regelfall keine Zocker.“


ba n k i n g

Freitag, 18. April 2014

financenet – 23

financenet@medianet.at

Ergebnis 2013 bei 422 Millionen Euro Leasing weiterhin im Minus, aber Sorgenkind Italien in schwarzen Zahlen

Jahresbericht deckt Ertragslage der Sparten auf, von Austro-Banking bis Leipnik-Lundenburger. Wien. Die Raiffeisen Zentralbank (RZB), Mutter der Raiffeisen Bank International (RBI), weist für 2013 einen Nettogewinn von 422 Mio. Euro aus; 2012 waren es (IAS-adaptiert) 370 Millionen. Das war ein Plus um 14 Prozent. Um 26 Prozent zugelegt hat das Betriebsergebnis. Für die Aktionäre gibt es aber nicht mehr Cash als für das Jahr zuvor. Die Aktionäre der RZB – hauptsächlich die Raiffeisen-Landesbanken – erhalten für 2013 eine Dividende von neuerlich 36 Euro je Aktie, in Summe 244 Mio. Euro.

RLB OÖ-Chef liebäugelt mit deutscher Zentrale

© Fehim Demir/EPA/picturedesk.com

RZB zeigt die Erträge der vielen kleinen Töchter

short

Weg aus Österreich? Bankenabgabe siebenmal höher als in Deutschland.

Linz. Die Raiffeisenlandesbank (RLB) OÖ prüft, welche Folgen eine Übersiedlung des Konzernsitzes nach Deutschland hätte. „Es wäre betriebswirtschaftlich fahrlässig, wenn ich eine Verlegung nicht für eine Option hielte”, so Generaldirektor Heinrich Schaller in den Oberösterreichischen Nachrichten. In Deutschland würde die RLB gut 5 Mio. Euro Bankenabgabe zahlen, in Österreich sind es 34 Mio. Die Bank würde bei einer Sitzverlegung nicht zur Gänze abwandern, betroffen wären wohl nur ein paar Stabsstellen. „Denn die Nähe zu unseren Kunden ist uns wichtig; und diese würden von solch einer Maßnahme selbstverständlich nichts bemerken”, sagt Schaller. Aber die Belastung der Banken habe ein Ausmaß erreicht, das man nicht mehr so einfach hinnehmen wolle. Schaller will Klarheit über den Ausstiegs-Fahrplan bei diesen Belastungen. (red/ag)

Insbesondere Währungseffekte haben kurz vor Beginn der europäischen Bankenchecks indes an der Kapitalbilanz gezehrt. Gemessen am Gesamtrisiko, lag die CoreTier-1-Quote Ende 2013 bei 9,9 Prozent um einen Prozentpunkt unter dem Wert vom Jahr davor. Als Kernkapitalquote werden 10,4 (2012: 11,4) Prozent ausgewiesen. Das Kernkapital nach Basel II ging um 311 Mio. Euro auf 9,7 Mrd. Euro zurück. Ein wesentlicher Grund waren Währungsverluste (Rubel, Hryvna, Krone, Zloty). Etwas kompensiert wurden die negativen Effekte nach Bankangaben durch hinzugekommene Verbundunternehmen Ende 2013. Während vor allem reinvestierte frühere Gewinne von 126 Mio. Euro das Eigenkapital stärkten, gab es auf der anderen Seite durch Währungsverluste, insbesondere in der Ukraine und Russland, und Bewertungseffekte ein Minus um 449 Mio. Euro. Als Eigenmittelquote wurden 14,2 (14,5) Prozent gemeldet. Die Eigenmittel lagen bei 12,64 Mrd. Euro. Größte Tochter der RZB ist die börsenotierte RBI, die Ende

© APA/Hans Klaus Techt

10,4% Kernkapitalquote

RZB-Chef Walter Rothensteiner zeigt in der Bilanz 2013 mehr Nettogewinn und um 1 Prozentpunkt tiefere Kernkapitalquote.

des Jahres 2013 noch zu 78,5 Prozent in RZB-Besitz stand; seit der Kapitalerhöhung vom Jänner 2014 sind es nur noch 60,7 Prozent. 2013 hat die RBI einen Nettogewinn von 557 Mio. Euro geschrieben, knapp ein Viertel weniger als im Jahr davor. Eine kräftige Ergebnissteigerung der Uniqa musste sich die RZB schon 2013 mit mehr Aktionären teilen: Bei der vorjährigen Kapitalerhöhung der Versicherung ist der RZB-Anteil von 44,8 auf 31,5 Prozent zurückgefallen.

In Italien im Plus In den Segmentergebnissen hat die RZB aufgelistet, wie viel vom Ergebnis aus den Hauptsegmenten bei den Aktionären ankam: Nach

Verkäufe angelaufen Doppelter Rückzug aus Malta

„Weitere Beteiligungen” – überwiegend Minderheitsbeteiligungen aus dem Nicht-Banken-Bereich (darunter Leipnik-Lundenburger, Raiffeisen evolution) – schlugen sich mit einem Nettogewinn von 35,5 Mio. Euro nieder (Vorjahr: minus 44,8 Mio. Euro). Als deutliche Verlustposition blieb 2013 das Segment „Überleitung” – es war mit 116 Millionen rot, nach -156 Mio. Euro im Jahr davor. Da sind nach Bankangaben alle Steuerungs-, Kapital- und Refinanzierungskosten. Weil die RZB voriges Jahr die meisten der sogenannten Verbundtöchter erstkonsolidiert hat, ist die Bilanzsumme gestiegen. Durch die Spezialgesellschaften kamen 11,1 Mrd. Euro Bilanzvolumen dazu. (APA/red)

Abzug von Fremdanteilen wird der Jahresergebnisanteil im Segmentergebnis RBI in der RZB-Bilanz mit 217 (Vorjahr: 403) Mio. Euro beziffert. Das Segment „Raiffeisen-Bankengruppe Österreich (RBG)” – also alle Bankgeschäfte der RZB mitsamt Leasing, Bausparkasse, Factoring- und Fondsgeschäft und Uniqa-Anteil – kam auf 285 nach 168 Mio. Euro. Das mehrere Jahre schwer defizitäre Leasing in Italien bilanzierte zuletzt nicht mehr rot, hieß es dabei in der RZB. Raiffeisen Leasing insgesamt schrieb nach Wertberichtigungen mit Großkunden in Österreich aber 35 Mio. Euro Verlust. 2013 gab es wegen der schlechten Bilanz 2012 einen Eigentümerzuschuss.

Sberbank und Agrokor mit 700 Mio.-Kredit Moskau/Wien. Sberbank of Russia und die Agrokor Group haben einen syndizierten Kredit über 600 Mio. Euro abgeschlossen. 100 Mio. Euro davon übernimmt die Sberbank Europe AG. Agrokor zählt zu den größten Privatunternehmen in Mittel- und Osteuropa. Mit dem Kredit sollen bestehende Verbindlichkeiten refinanziert und die Entwicklung unterstützt werden. Die Kreditlaufzeit beträgt sieben Jahre. (ag)

Verlust 2013 0,54 von 2,7 Milliarden Euro in einem Land

Volksbank trennt sich von Töchtern Hypo verlor Milliarden in Italien

ÖVAG-Chef Stephan Koren treibt die Verkäufe der Beteiligungen voran.

Die weiteren Deals Bis Jahresende muss die ÖVAG außerdem ihre Mehrheit an der Volksbank Leasing International verkaufen; hier laufen nach Bankangaben mittlerweile fortgeschrittene „Exklusivverhandlungen”. Bis Ende 2015 hat die ÖVAG noch Zeit, ihre Rumänien-Operation loszuschlagen. Die Rumänien-Tochter ist in der ÖVAG-Bilanz schon ganz abgeschrieben. Durchgerechnet ist die ÖVAG an der Volksbank Romania mit 51 Prozent beteiligt, der Rest teilt sich auf deutsche und französische Volksbanken auf. Für drohende Verluste aus dem in Vorbereitung befindlichen Verkauf der Volksbank Romania S.A. wurde in der ÖVAG-Bilanz 2013 jedenfalls bereits eine Rückstellung von 62 Mio. Euro dotiert, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht.  (APA/red)

Klagen. Die Krisenbank Hypo Alpe-Adria, die 2013 einen Verlust von rund 2,7 Milliarden Euro eingefahren hat, setzte das meiste Geld in Italien in den Sand. Laut der Tageszeitung Der Standard mussten dort 540 Millionen Euro abgeschrieben bzw. wertberichtigt werden. Beide Hypo-Ableger, die Bank und die Leasinggesellschaft, schrieben 2013 operative Verluste. Bei der Bank betrug das Minus 225 Mio., bei der Leasingfirma 125 Mio. Euro.

reich, wie erwartet beschlossen wurde. Die rettende Kapitalhilfe der Republik gewährleistet „die Erfüllung der gesetzlichen, bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften hinsichtlich Kapitalausstattung sowie der Größenveranlagungsgrenzen“ durch die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG und stehe im Einklang mit der Beihilfenentscheidung der Europäischen Kommission vom 3. September 2013, so die Hypo-Mitteilung. (red/ag)

Republik springt ein Die verstaatlichte Kärntner Bank hat im Jahr 2013 insgesamt einen Konzernverlust von 1,9 Mrd. Euro geschrieben, im Einzelabschluss waren es 2,7 Mrd. Euro Abgang. Folgend zu der entsprechend Aufsehen erregenden ad-hoc-Meldung der Bank vom 3. April 2014 teilte die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG diese Woche mit, dass im Rahmen einer ao. Hauptversammlung die Durchführung einer Kapitalerhöhung in Höhe von 750 Mio. Euro durch die Alleineigentümerin, die Republik Öster-

Hypo-Chef Alexander Picker erhält ­Kapitalhilfe von der Republik Österreich.

© Panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

Käufer der Investkredit International Malta (Sliema), deren Verkauf relativ parallel betrieben wurde. Die Malta-Töchter mussten laut EU-Vorgaben 2014 verkauft werden.

© Hypo Alpe-Adria-Bank International

© APA/Hans Klaus Techt

Wien. Die Schrumpfkur läuft: Den Verkauf ihrer Malta-Bank hat die teilstaatliche Volksbanken AG (ÖVAG) jetzt besiegelt. Die Volksbank Malta Ltd geht an die MedBank (Mediterranean Bank). Diese gehört einem Fonds der britischen Private-Equity-Gesellschaft Anacap Financial Partners. Was die teilstaatliche ÖVAG für die schon stark zurückgebaute Malta-Tochter bekommt, wurde nicht gesagt. Vorerst keine Angaben gab es zum

American Express setzt auf Express SafeKey

TAN-Eingabe künftig bei OnlineEinkäufen mit American Express.

Wien. American Express setzt auf neue Sicherheitsmaßnahmen im Internet: Um die Zahlungssicherheit für die Karten im Online-Zahlungsverkehr weiter zu erhöhen, habe man Express SafeKey entwickelt. Sobald bei einem SafeKeyPartner ein Zahlungsvorgang abgeschlossen wird, muss der Kunde eine TAN eingeben, die er via SMS und/oder E-Mail erhält. Damit wird die Transaktion bestätigt, erst danach ist sie abgeschlossen. So sei sichergestellt, dass nur der betreffende Kunde mit seiner Karte online einkaufen kann. (red)


24 – financenet

Ba n k i n g/ I n su r a n c e : Watc h

Freitag, 18. April 2014

financenet@medianet.at

© Zurich Versicherung

Assekuranz Awards Austria 2014 vergeben

Assekuranz Award Austria für den 1. Platz Rechtschutzversicherung.

Linz. Im Rahmen des ÖVM (Österreichischer Versicherungsmaklerring) Forums im Design Center Linz wurden die diesjährigen Assekuranz Awards Austria in sieben Kategorien verliehen. Die Awards basieren auf einer österreichweiten Benchmarkstudie, bei der mehr als 500 Makler die Produkte und Services von über 40 Versicherern bewerten. Der „Gesamtsieg“ mit drei 1. Plätzen (Unfall-, Rechtsschutz- und die klassische Lebensversicherung) ging an die Zurich, die weiteren Siege gingen in der Betrieblichen Altersvorsorge an die Donau, in der Krankenversicherung an die Gererali und in der Berufsunfähigkeitsversicherung an die Nürnberger. Die Kategorie „Leben-nichtklassisch“ konnte Standard Life für sich entscheiden. (ag/hk)

© Uniqa Group

Konzernergebnis der Uniqa auf gutem Kurs

Uniqa-Vorstand Kurt Svoboda: „Weitere Etappe abgeschlossen“.

Wien. „Wir haben 2013 eine weitere Etappe unseres langfristigen Strategieprogrammes Uniqa 2.0 plangemäß und erfolgreich abgeschlossen“, so Uniqa Vorstand Kurt Svoboda zu dem vorläufigen Konzernergebnis. Der Market Consistent Embedded Value nach Minderheiten der Uniqa stieg 2013 um 45,4% auf 4.217,2 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 49,7% auf 305,6 Mio. Euro, und der Jahresüberschuss konnte um 72,3% auf 286,8 Mio. Euro erhöht werden. Der Hauptversammlung werde eine Dividende in Höhe von 35 Cent je Aktie (+10 Cent) empfohlen, heißt es bei der Uniqa. (ag/red)

Der Hauptversammlung wird eine Erhöhung der Dividende auf 1,30 Euro pro Aktie vorgeschlagen. Wien. Auch wenn das Italien- und Rumäniengeschäft der Vienna Insurance Group (VIG) für 2013 einen Gewinnrückgang brachte – in Österreich bleibt die VIG mit ihren Konzerngesellschaften Wiener Städtische Versicherung, Donau Versicherung und s Versicherung durch erwirtschaftete Prämien von 4,1 Mrd. Euro unangefochten auf Platz 1. Im Gesamtergebnis gab es ein Prämienminus von 4,4 Prozent auf verrechnete, konsolidierte Prämien von 9,2 Mrd. Euro. Die Gründe dafür liegen in der gezielten Reduktion des kurzfristigen Einmalerlagsgeschäfts in Polen, der Zurücknahme des KfzGeschäfts in Italien und den Währungseffekten – hier ist vor allem die Abwertung der Tschechischen Krone zu beachten. Ohne diese Effekte konnte die Vienna Insurance Group ein operatives Prämienwachstum von 2,8 Prozent erzielen.

Das Finanzergebnis des Konzerns blieb ziemlich stabil bei rund 1,2 Mrd. Euro. Die Kapitalanlagen der Vienna Insurance Group, einschließlich der liquiden Mittel, erreichten zum Stichtag 31. Dezember 2013 knapp 30 Mrd. Euro. In Polen stieg der Gewinn (vor Steuern) um beachtliche 20,8 Prozent auf 50,2 Mio. Euro. In Ungarn war der Prämienzuwachs mit 14,6 Prozent wohl in der guten Entwicklung im Firmengeschäft begründet, und in Serbien erzielte die Wiener Städtische Osiguranje ein Prämienplus von 17,9 Prozent.

Finanzergebnis & Highlights In Tschechien erwirtschaftete die VIG Prämien von 1,8 Mrd. Euro (-1,9 Prozent), erhöhte ihren Marktanteil um fast einen Prozentpunkt auf 33,1 Prozent und bleibt damit die Nummer 1. In der Slowakei konnte man sogar über dem Markt wachsen – um 5,8 Prozent konnten die Prämien auf 744,7 Mio. Euro gesteigert werden, während der gesamte Versicherungsmarkt ein Wachtum von nur 2,7 Prozent vorweisen konnte. Als „Knaller“ erwiesen sich die Baltischen Staaten: Der Gewinn (vor Steuern) legte um beeindruckende 42,6 Prozent zu und stieg in diesem Segment auf den Höchstwert von 40,3 Mio. Euro.

2013: eine Herausforderung „Die Herausforderungen des Geschäftsjahrs 2013 spiegeln sich beispielhaft in den Konzernprämien wider. Aus Ertragsüberlegungen haben wir das Geschäftsvolumen in margenschwachen Sparten, beispielsweise in Rumänien und Polen, kontinuierlich reduziert“, meint Peter Hagen, CEO der Vienna Insurance Group, zur Entwicklung des Konzerns. Und eben diese angesprochenenen herausfordernden Bedingungen – insbesondere auf dem rumänischen Markt –, aber auch die Entwicklung in Italien haben das Management des Konzerns dazu veranlasst, Firmenwertberichtigungen durchzuführen sowie zusätzliche Vorsorgen zu treffen, die im Berichtsjahr den operativen Gewinn sehr belasten. All diese Unweg-

Erhöhung der Dividende? Aufgrund der hervorragenden Kapitalausstattung und einer Solvenzquote von nachhaltig über 200 Prozent sowie des soliden operativen Ergebnisses des Konzerns werde der Hauptversammlung der VIG eine Anhebung der Dividende auf 1,30 Euro je Aktie (+10 Cent pro Aktie) vorgeschlagen werden, heißt es aus dem Unternehmen. (hk)

VIG-CEO Peter Hagen musste beim Gewinn ein Minus hinnehmen – das CEE-Geschäft (ohne Rumänien) kann als Trostpflaster dienen.

samkeiten knallten der VIG beim Konzerngewinn (vor Steuern) ein Minus von 37,0 Prozent in die Bücher und liegt nun bei 355,1 Mio. Euro. Das Ergebnis des Konzerns – bereinigt um diese Sondereffekte

–, beläuft sich auf rund 570 Mio. Euro. All diese außerordentlichen Maßnahmen führten außerdem zur Erhöhung der Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote, Anm.) auf 100,6 Prozent.

Schwellenländer Coface filterte die Top Ten heraus

Umfrage-Trend Online-Versicherungskauf wenig beliebt

Wien. Trotz einer weiter günstigen Nachfrage seitens der Verbraucher wachsen die BRIC-Länder langsamer – und andere scharren bereits in den Startlöchern. Um diese aufstrebenden Staaten identifizieren zu können, achtet der Kreditversicherer Coface auf vor allem auf ein starkes und beschleunigtes Wachstum – gleichzeitig muss deren Wirtschaft diversifiziert und robust genug sein, um Wachstumseinbrüche aushalten zu können.

Wien. 90% der Österreicher haben bereits mindestens ein Mal ein Produkt oder eine Dienstleistung online eingekauft, wie eine aktuelle Allianz-Umfrage zeigt. 78% gaben an, Bücher oder Musik via Internet erworben zu haben, 74% Kleidung und 68% elektronische Geräte. Modeeinkäufe werden online deutlich häufiger von Frauen durchgeführt, bei Computern und Software dominieren die Männer.

Verfolgungsjagd auf BRIC-Staaten Industrieländer profitieren. Ihre Wachstumsraten werden mehr vom Binnenmarkt sowie vom Export in andere Schwellenländer abhängen”, erklärt Julien Marcilly, Leiter Country Risk Coface. Die „Neuen“ haben noch weitere Vorteile gegenüber den BRIC-Staaten im Jahr 2001: Ihre Inflationsraten sind niedriger als damals jene der BRIC und ihre Staatsverschuldung liegt bei rund 40% des BIP vs. 54% der BRIC-Länder. (ag/hk)

cherungsberater entgegengebracht wird, hat nahezu jeder Zweite den Eindruck, im Internet nicht ausreichend über Online-Versicherungsabschlüsse aufgeklärt zu werden. Speziell gilt dies für die Gruppe der 18- bis 30-Jährigen, bei denen sich 55% zu diesem Thema nicht ausreichend informiert fühlen. Die Online-Schadenmeldung würde demgegenüber mehr in Anspruch genommen, heißt es bei der Allianz. (ag)

Kein Vertrauen im Internet

Top Ten Emerging Markets Coface hat nun zehn aufstrebende Länder herausgefiltert, die die wichtigsten Kriterien erfüllen: Kolumbien, Indonesien, Peru, die Philippinen und Sri Lanka mit einem stabilen Geschäftsumfeld – vergleichbar mit den BRIC-Ländern. Sowie Kenia, Tansania, Sambia, Bangladesch und Äthiopien mit einem problematischen Geschäftsumfeld, das deren Wachstum erschweren könnte. „Da die Industrieländer aus strukturellen Gründen heute weniger wachsen, werden die ‚Top Ten’-Länder weniger von den Exporten in die

Professionelle Beratung wichtig

Julien Marcilly, Leiter Country Risk Coface, identifiziert die BRIC-Nachfolger.

Jedoch nur sechs Prozent der Befragten haben bislang auch einen Versicherungsvertrag via Internet abgeschlossen, wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen. Am onlineaffinsten sind dabei die Über45-Jährigen. „Versicherungskunden erwarten eine umfassende und professionelle Beratung, wenn es um die Absicherung von Hab und Gut oder ihrer Zukunft geht; dabei wird das persönliche Gespräch besonders geschätzt“, erklärt Xaver Wölfl, Leiter Market Management bei der Allianz Gruppe in Öster-reich. Neben dem persönlichen Vertrauen, das dem Versi-

© Allianz

Köln. Die Versicherungswirtschaft bekommt mit .versicherung eine eigene Domain. Sie soll auf Personen, Organisationen und Firmen aus der Versicherungswirtschaft beschränkt bleiben – so wie die .aero-Domains für die Luftfahrt. Im August soll die Sunrise-Phase (mit Markenschutz, Anm.) beginnen, und ab Ende September sollten dann alle Interessierte, die im Versicherungsgeschäft tätig sind, .versicherung-Domains registrieren können. (ag/red)

VIG bleibt in Österreich unangefochten Nummer 1

© Ian Ehm

„.versicherung“ wird eine eigene Domain

Ergebnis 2013 Gewinnrückgang um 37 Prozent – Finanzergebnis bleibt jedoch stabil bei rund 1,2 Milliarden Euro

© Coface/APA-Fotoservice/Preiss

short

Xaver Wölfl, Allianz: „Persönliches Gespräch wird besonders geschätzt.“


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 18. april 2014 – 25

s immo ag reüssiert in bulgarien

markt will schlüsselfertiges

Vorstand Friedrich Wachernig meldet Vermietungserfolge nicht nur in Sofia

Fertighausverbands-Präsident Roland Suter meldet gute Nachfrage nach großvolumigen Bauten  Seite 28

Seite 27

© ÖFV

© Schenk

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at Wir leben Immobilien.

Gute Stimmung bei den Immobilien-Investments

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IMMO-AGS 9.–16. April 2014

IATX (Schluss 16.4.) 1 94,81 Wochentop CWI Wochenflop IIA conwert S Immo CA Immobilien Anlagen Atrium Warimpex Immofinanz

-0,78% 2,85% -4,73% 2,85% 1,85% 0,11% -1,70% -3,75% -4,73%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 16.4.)

© G3/Michael Nagl; EHL Immobilien

Monatstop Schroder ISF As. Pac.8,66% Monatsflop DWS Immoflex V.-0,89% Top 5 Immofonds Schroder ISF Asia Pac.Pr.Sec.C 8,66% CS SICAV One(Lux)Eq.Glob.EM 8,50% iShares Asia Prop.Yd. UCITS  6,79% DBXT CSI300 R.E.1C 6,17% First State Asian Prop. Sec.A  5,52% Flop 5 Immofonds DWS Immoflex Vermögensm. -0,89% iShares UK Prop.UCITS ETF -0,38% Lacuna US REIT B 0,23% ESPA Stock Eur.-Prop. VA HUF 0,34% Henderson Pan Eur. Prop. Equ. 0,41%

Studie Bei den Erhebungen der Immobilien-Investments von Michael Ehlmaiers EHL zum ersten Quartal zeigt sich ein guter Start: Die Transaktionen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Besonders der Verkauf des Shopping-Centers G3 pushte den Markt recht ordentlich.  Seite 26

9.–16. April 2014

A.T. Kearney-Studie Global Cities Index 2014

Wien jetzt nur noch auf Platz 16

© Panthermedia.net/Joerg Hackemann

CERX (Schluss 16.4.) 404,60 -3,34%

„Schlechter Zugang zu Informationen“: Wien verlor bei Studie seit 2012 Terrain.

Wien. Die Finanzzentren New York und London sind weiterhin die Städte mit dem größten weltweiten Einfluss, gefolgt von Paris und Tokio, zeigt der „Global Cities Index 2014“ der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Unter den ersten 20 Städten sind sieben aus Europa (London, Paris, Brüssel, Madrid, Wien, Moskau und Berlin), sieben aus der Region Asien-Pazifik (Tokio, Hong Kong, Peking, Singapur, Seoul, Sydney und Shanghai) und sechs aus Amerika (New York, Los Angeles, Chicago, Washington, Toronto und Buenos Aires). Wien verschlechtert sich um drei Plätze und liegt nun auf Platz 16. (red/ag)


i m m o: c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 18. April 2014

financenet@medianet.at

EHL Immobilieninvestmentmarkt im ersten Quartal – ein Anstieg des Transaktionsvolumens auf 1,85 Mrd. wird erwartet

short

Marktstimmung ist positiv

Baukosten im März leicht gestiegen Wien. Der Baukostenindex der Statistik Austria für den Wohnhaus- und Siedlungsbau erhöhte sich im März um 0,9 Prozent auf 106,7 Punkte. Der Index für den Straßenbau bliebt mit 110,6 Punkte gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert. Der Brückenbau wies mit 107,5 Indexpunkten eine Jahresveränderungsrate von plus 0,1 Prozent auf, meldet die Statistik Austria. (red)

Verkauf des Einkaufszentrums G3 in Gerasdorf war größter auf österreichischem Markt seit 2008.

Sanierung A1 bis Steinhäusl bald fertig

G3-Verkauf pusht Volumen

© Asfinag

Verantwortlich für diesen hohen Wert war insbesondere eine Großtransaktion aus dem Einzelhandelsbereich, nämlich der Verkauf des Einkaufszentrums G3 in Gerasdorf an die deutsche ECE jenseits der 200 Mio. Euro. Damit ist die Transaktion die größte auf dem österreichischen Markt seit dem Verkauf der SCS im Jahre 2008. Die Marktstimmung ist jedenfalls positiv, für das Gesamtjahr wird ein Anstieg des Transaktionsvolumens auf 1,85 Mrd. Euro erwartet.

Ende 2014 soll die A 1 von Auhof bis Knoten Steinhäusl fertig saniert sein.

Wien. Die Sanierung der A1 vom Brentenmais bis Steinhäusl geht nun in die finale Phase. Die Arbeiten 2014 läuten gleichzeitig das Finale der A 1-Sanierungen zwischen Wien und Steinhäusl ein. „Wenn wir Ende des Jahres die Arbeiten beendet haben, ist die Westautobahn in diesem Bereich zur Gänze in Ordnung gebracht“, sagt Gernot Brandtner, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH. In die letzten zu sanierenden elf Kilometer werden rund 14 Millionen Euro investiert. In den Spitzenzeiten befahren die A 1 Westautobahn zwischen Wien und dem Knoten Steinhäusl stündlich etwa 2.200 Fahrzeuge. Um den Verkehrsfluss so wenig wie möglich zu stören, wird auch heuer wieder ein Gegenverkehrsbereich eingerichtet; damit wird ausreichend Arbeitsfläche geschaffen und das Freihalten aller Fahrspuren untertags garantiert. Ab Mittwoch, den 23. April, starten die Baustellen-Einrichtungs-Arbeiten. Währenddessen werden in der verkehrsarmen Zeit Spuren gesperrt. (ots)

Spitzenrenditen sinken Auffällig ist, dass Einzelhandelsimmobilien im ersten Quartal den Löwenanteil der Transaktionen ausmachten (siehe Tabelle unten). Bei den Einzelhandelsimmobilien ragten neben dem G3 auch der Verkauf der SCN an deutsche bzw. britische Investoren heraus, im Bürobereich der Verkauf der Bank Austria-Zentrale in der Wiener Innenstadt an eine Privatstiftung.

Die Spitzenrenditen bewegen sich weiter nach unten. Der Markt ist geprägt von der ungebrochen hohen Nachfrage nach Objekten des Spitzensegments, der viel zu wenig Angebot gegenübersteht. Aufgrund des geringen Angebots im Spitzensegment steigt auch die Nachfrage nach dem nachgelagerten Qualitätssegment.

Top-Segement heiß begehrt Zudem wird dieses Segment für Investoren aufgrund der sich verbessernden Konjunkturaussichten und dem Aufschwung am Mietmarkt wieder attraktiver. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Spitzenrenditen für Top-Büroobjekte von 5,25 auf 5 Prozent gesunken. Die Spitzenrenditen für Top-Einzelhandelsobjekte liegen bei 5,75 Prozent und bleiben weiter unter Druck, so EHL. Für Vorsorgewohnungen bleiben die Renditen unverändert bei 3,5 Prozent.

Ausländer am Vormarsch Im 1. Quartal 2014 dominierten ausländische Investoren den Markt; österreichische Investoren machten nur ein Drittel der Käufer aus, 68 Prozent der Käufer kamen aus dem Ausland, die größte Gruppe bildeten mit 50 Prozent deutsche Investoren. Unter den Verkäufern finden sich hauptsächlich institutionelle Investoren und Fonds, die die gute Marktsituation zur Umschichtung ihrer Portfolios nutzen. Auf der Käuferseite sind ebenfalls Fonds sowie vermehrt Privatinvestoren

Si gn i f i ka nt e T r a n s a kt i o n e n i m e r s t e n Q ua r ta l 2 0 1 4

Objekt Nutzungsart Nutzfläche Käufer Verkäufer G3 , N.Ö. EKZ 60.000 m2 ECE BAI SCN, W EKZ 32.000 m2 Tristan Capital APN Property Gr. Bank Austria Zentrale, W Büro 30.600 m2 RPR Privatstiftung Bank Austria SC 17, N.Ö. FMZ 13.900 m2 Privatinvestor CBRE Glob. Inv. FMZ Rosental, ST FMZ 10.100 m2 Warb.Henderson n.a. Schlachthausgasse 37, W Büro 3.700 m2 BA Leasing Deka Quelle: EHL Market Research

Auch für Immobilien in der ungarischen Hauptstadt Budapest ortet der EHL-Markt-bericht wieder vorsichtiges Interesse von Investoren.

und -stiftungen aktiv, für die Immobilieninvestments aufgrund der weiterhin extrem niedrigen Zinsen eine interessante Anlagemöglichkeit bleiben.

Im Osten allerlei Neues In Zentral- und Osteuropa ist derzeit vor allem in Polen und Tschechien nennenswerte Marktaktivität zu verzeichnen, und dort insbesondere im Büro-, in Polen auch im Einzelhandel-Segment. Für Budapest und Bukarest besteht wieder vorsichtiges Interesse, jedoch sind die Märkte noch nicht so dynamisch. In Westeuropa werden beispielsweise in den Metropolen Madrid oder Barcelona wieder Core-Immobilien gehandelt. Ebenso sind

Immobilien.net Eigentumswohnungen in Ballungszentren werden zum Luxusgut

Bundesländer sind noch billig Wien. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den Ballungsgebiete steigen weiter; das zeigt eine aktuelle Immobilienmarktanalyse von Immobilien.net. In Wien kostet bereits jede zweite Eigentumswohnung mehr als 300.000 Euro; die Stadt Salzburg folgt knapp dahinter mit einem Wohnungsangebot von mehr als 45 Prozent über diesem Schwellenwert, vor Innsbruck mit 29

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Proschofsky will in den Conwert-Verwaltungsrat

und Linz mit 25 Prozent. „In den vergangenen Jahren gab es einen starken Trend zur Sanierung von bestehenden Wohnungen in den großen heimischen Städten. Viele Immobilienbesitzer haben erkannt, dass sich die Aufwertung von Wohnungen lohnt. Dadurch hat sich die Anzahl von Eigentumsobjekten in Top-Zustand drastisch erhöht und damit auch die Preise“, erläutert Alexander Ertler, Immobilienexper-

Investor Alexander Proschofsky hält 1,5 Prozent der Conwert-Aktien.

te von Immobilien.net. Die Situation auf dem freien Wohnungsmarkt in der Bundeshauptstadt zeigt am drastischsten die Auswirkungen der Veränderungen am heimischen Immobilienmarkt. In der Innenstadt kosten mehr als 92 Prozent aller Eigentumswohnungen schon über 500.000 Euro; auch in den Bezirken Wieden, Neubau, Josefstadt und Döbling sind die Preise bereits auf diesem Niveau. Die teuerste Wohnung in der Wiener Innenstadt ist ein Penthouse mit 784 Quadratmetern um knapp 21 Millionen Euro.

Billiger außerhalb Wiens

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Wien. Dem börsenotierten Immobilienkonzern Conwert könnten bald weitere Turbulenzen bevorstehen: Investor Alexander Proschofsky will gemeinsam mit dem Berliner Immobilienmanager Peter Hohlbein in den Verwaltungsrat der Wohnimmobilienfirma einziehen; einen entsprechenden Wahlvorschlag für die am 7. Mai geplante Hauptversammlung habe er bereits bei der Firma eingereicht. (APA)

© Panthermedia.net/Karol Czinege

Wien. Der österreichische Immobilieninvestmentmarkt ist mit einem Transaktionsvolumen von 480 Mio. Euro im ersten Quartal sehr gut in das Jahr 2014 gestartet, meldet EHL Immobilien in seinem aktuellen Marktbericht. Im Vergleich zum sehr schwachen ersten Quartal des Vorjahrs, in dem gerade einmal 200 Mio. Euro umgesetzt wurden, konnte das Marktvolumen mehr als verdoppelt werden.

Alexander Ertler, Immobilien.net: Dachgeschossausbauten als Preistreiber.

In den Bundesländern gibt es deutlich weniger Angebote über 300.000 Euro; an der Spitze steht hier Tirol mit etwa 38 Prozent vor Salzburg mit 31 Prozent. In Kärnten, Niederösterreich, Vorarlberg und Oberösterreich kosten etwa ein Viertel der angebotenen Kaufwohnungen mehr als 300.000 Euro, in der Steiermark und im Burgenland sogar nur knapp 10 bzw. 3 Prozent. (red)

Italien und Portugal selektiv für Investoren interessant. Auf Käuferseite drängen Investoren aus Mittel- und Fernost nach Europa und interessieren sich für großvolumige Trophy Assets.

Tendenz weiter nordwärts Für das zweite Quartal wird ein Transaktionsvolumen von 300 bis 500 Mio. Euro erwartet, auch das entspricht höheren Werten zu den Vergleichsquartalen der Vorjahre. Deutsche und österreichische Fonds werden weiterhin den Markt dominieren, so der EHL-Marktbericht. Mit zunehmendem Interesse von Investoren aus Russland und Fernost sowie österreichischen Privatinvestoren und Privatstiftungen ist zu rechnen. (rk)

bauMax „Zeitungsente“?

Doch keine Schließungen?

Wien/Klosterneuburg. Die britische Heimwerkerkette Kingfisher hat kein Interesse an bauMax, das sei eine „echte Zeitungsente“ gewesen, sagte Vorstandschef Michael Hürter. Es gebe sowohl für Österreich als auch für Tschechien, Ungarn und die Slowakei kein Schließungsprogramm. Auch aus der Türkei will sich bauMax nicht komplett zurückziehen, das sei falsch kommuniziert worden. „Die Türkei ist Bestandteil der Entscheidung Ende April/ Anfang Mai. Wir haben ein ganz massives Kosteneinsparprogramm mit veränderten Öffnungszeiten und kleineren Sortimenten.“ Wie viele der knapp über 90 Märkte in Zentral- und Osteuropa (CEE) schließen, ließ Hürter offen und verwies auf Ende April. Dann sollen die – heiß erwartete – Bilanz für 2013 vorliegen und der überarbeitete Sanierungsplan stehen. Zur Diskussion über einen Schuldenschnitt wollte Hürter kein Statement abgeben; der Gesamtschuldenstand soll bei rund einer Milliarde Euro liegen. (red/APA)


i m m o: m a r k e ts

Freitag, 18. April 2014

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

S Immo AG Die bulgarische Hauptstadt ist einer der herausforderndsten Märkte; neue Mieter in den Serdika Offices; weitere Verhandlungen laufen

Erfolge auf einst verbrannter Erde Wien/Sofia. Das erste Quartal 2014 brachte für die börsenotierte S Immo AG unter anderem schöne Vermietungserfolge in Sofia, einem der herausforderndsten Märkte des Unternehmens. Insgesamt konnten in den Serdika Offices bis Ende März 2014 über 2.700 m2 vermietet werden, über weitere 500 m2 Büroflächen laufen Verhandlungen im fortgeschrittenen Stadium.

Sutherland stockt auf Zwei Mieter vergrößerten ihre bestehende Fläche: Die Firma Sutherland erweiterte ihre Räumlichkeiten auf insgesamt fast 4.000 m2. Einer der weltweit größten Getränkekonzerne mietete zusätzlich 1.500 m2 und verfügt nun über eine Gesamtbürofläche von knapp 4.000 m2. Außerdem konnte ein neuer Mieter für ca. 500 m2 Bürofläche gewonnen werden. Auch in

Wachernig, Vorstand der S Immo AG. Das Unternehmen ist seit 1987 die erste Immobiliengesellschaft Österreichs an der Wiener Börse; sie ist in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien investiert. Das erste Gebäude des Unternehmens, ein Gewerbeobjekt in Feldkirchen in Kärnten mit einer Nutzfläche von 2.000 m2, ist bis heute im Portfolio des Unternehmens. Die strategischen Kernaktionäre der S Immo AG sind die Erste Group und die Vienna Insurance Group. (rk)

der Arcade Meidling in Wien, im Eurocenter in Zagreb und im Sun Plaza Shoppingcenter in Bukarest wurden im ersten Quartal 2014 neue Mietverträge abgeschlossen.

Von Krise schwer getroffen „Bulgarien hat sehr unter der Finanzkrise gelitten und sich nur langsam von den Auswirkungen erholt; umso mehr freut es uns, dass auch auf diesem Markt eindeutige Zeichen des Aufschwungs zu bemerken sind. Unsere bestehenden Mieter wachsen, und neue Mieter entscheiden sich für unsere Immobilien“, freut sich Friedrich

© Schenk

Neue Mietverträge auch im Eurocenter Zagreb, im Sun Plaza Shoppingcenter in Bukarest und in der Arcade Meidling.

Friedrich Wachernig, Vorstand S Immo AG: eindeutige Zeichen des Aufschwungs.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Schweiz Immo-Markt

Sanfte Landung Zürich. Der Schweizer Immobiliensektor dürfte laut UBS-Ökonom Andreas Höfert auf eine weiche Landung zusteuern. Die von der Schweizerischen Nationalbank und der Regierung (Bundesrat) ergriffenen Maßnahmen gegen eine Blase hätten den Markt beruhigt. „Seit sechs Monaten gehen die Risiken zurück“, sagte Höfert in einem Interview mit der Westschweizer Sonntagszeitung Le Matin Dimanche. Marktbeobachter haben vor Kurzem eine Abflachung des Preisanstiegs festgestellt.

Preise bereits rückläufig

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

© Panthermedia.net/Peter Wey

In mehreren hundert Gemeinden sind die Preise für Wohneigentum im letzten Jahr bereits gesunken. Und der Bundesrat hat den Banken auf Antrag der Nationalbank höhere Kapitalpuffer für Hypothekarkredite abverlangt. Ein anderes Risiko für die Schweizer Wirtschaft seien geopolitische Konflikte, so Höfert. Dazu zähle die Krise in der Ukraine. Hauptrisiko ist aber weiterhin die Entwicklung der Eurozone. Eine anhaltende Konjunkturerholung in Europa dürfte die Schweizer Exporte stützen und die Binnenwirtschaft sei solide, sagte Höfert. Die Masseneinwanderungsinitiative werde in den nächsten Monaten keine Auswirkungen haben. Im Vorjahr stieg der Preis für Einfamilienhäuser in der Schweiz durchschnittlich um 2,1% (2012: 4,8%), jener für Eigentumswohnungen um 4% (5,9% im Jahr 2012). (APA/rk)

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien UBS-Experte: Abkühlung, doch der Schweiz droht keine Immobilienblase. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

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28 – financenetreal:estate

Freitag, 18. April 2014

financenet@medianet.at

Rückgang bei Einfamilienhäusern um 3,2% Aber starkes Wachstum bei Großobjekten; auch Passivhaus begehrt von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

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Papier

lassen sich in einem

Satz zusammenfassen: „Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten.“ Der Weltklimarat kommt in seinem aktuellen Bericht zum Schluss, dass noch immer eine Chance besteht, die Erderwärmung in den Griff zu bekommen. Und das zu einem leistbaren Preis. Der Bau- und Immobilienwirtschaft kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn rund ein Drittel aller Treibhausgasemissionen entstehen durch Gebäude. Also: keine Energiewende ohne den Immobiliensektor! Und wir als Branche sind auch bereit, Verantwortung zu übernehmen: In der ÖGNI engagieren sich mittlerweile über 300 Mitglieder und 400 Experten aktiv für nachhaltige Blue Buildings, die nicht nur den Komfort der Benutzer erhöhen, sondern auch den Eingriff in die Natur minimieren. Solche Leuchtturmprojekte wie die SPAR Klimaschutzmärkte zeigen vor, wie durch den Einsatz moderner Technik eine jährliche Einsparung von 50 Prozent der Energie oder rund 80 Tonnen CO 2 im Vergleich zu

einem

Standard-Supermarkt

gelingen kann. Der IPCC rechnet vor, dass die Begrenzung der Erderwärmung lediglich rund 0,06

Fertighäuser: Markt setzte 2013 auf teurere Objekte Großvolumiger Bau legt bei Österreichischem Fertighausverband im Jahr 2013 um 20,8 Prozent zu. Wien. Das Konjunkturklima am österreichischen Fertighausmarkt war im Jahr 2013 gemischt, unterm Strich ging sich ein Umsatzwachstum aus: Während der Bau von vorgefertigten großvolumigen Wohngebäuden sowie der Objektbau wieder zugelegt haben, ist bei den 2013 in Österreich errichteten Einfamilienhäusern in Fertigbauweise ein Rückgang zu verzeichnen. Wobei dieser Rückgang nicht quer durch alle EinfamilienhausTypen zu verzeichnen ist: Schlüsselfertige Häuser und Passivhäuser werden stärker nachgefragt, der Umsatz ist gestiegen.

Wetter wirkt sich aus Insgesamt errichteten die Mitglieder des Österreichischen Fertighausverbands (ÖFV) im vergangenen Jahr 2.493 Einfamilienhäuser. Das sind um 3,2 Prozent weniger als 2012. Damit spiegele der Fertighausbau den Trend am Gesamtmarkt der Einfamilienhäuser wider, der 2013 bei 15.300 fertiggestellten Einheiten lag und ebenfalls um 3,2 Prozent gegenüber 2012 gesunken ist (laut eigenen Angaben entfallen auf die im ÖFV vereinigten Hersteller rund 60% des auf knapp 4.200 Häuser jährlich geschätzten österreichischen Fertighausmarkts (s. Kasten).ÖFV-Präsident Roland Suter hält fest: „Der Markt der Einfamilienhäuser in Fertigbauweise war im Vorjahr durch zwei Aspekte beeinflusst: Zum einen konnten wir durch den langen und kalten Winter erst sehr spät mit der Bausaison starten; die fehlenden Stückzahlen waren in den folgenden Quartalen nicht mehr aufzuholen. Zum anderen wurden viele geplante private Bauprojekte durch die tristen Meldungen vom Ar-

© ÖFV

ImmoNomade

ÖFV-Präsident Roland Suter: „Wir konnten durch den langen Winter erst spät in die Bausaison starten, 2014 beginnt besser.“

beitsmarkt aufgeschoben. 2014 ist im Vergleich zum Vorjahr wesentlich besser angelaufen. Der Winter war mild und auch das Interesse der Bauherrn steigt deutlich.“

Große Objekte mehr gefragt Ausgeglichen werden konnte das Minus bei den Einfamilienhäusern in Fertigbauweise durch ein Plus von 20,8% im großvolumigen Bau. 2013 wurden von den Mitgliedern des ÖFV insgesamt 81 großvolumige Gebäude (mehrgeschoßige Wohnhausanlagen, Reihenhausanlagen, Gemeinschaftspraxen, Hotels, Bürohäuser, etc.) in Fertigbauweise errichtet. Der Gesamtumsatz der Mitglieder des Fertighausverbands lag

2013 bei 540 Mio. €. Darin enthalten sind, neben den Umsätzen für die im Inland errichteten Fertighäuser, auch jene aus dem Export sowie der großvolumige Bau. Ausschlaggebend für den gestiegenen Umsatz sei neben den vermehrten großvolumigen Projekten auch der Trend zu schlüssel­fertigen Einfamilienhäusern sowie die verstärkte Nachfrage nach Niedrigstenergie- und Passivhäusern. 2013 konnte bei schlüsselfertigen Fertighäusern ein Plus von 4,3 Prozent verzeichnet werden. Und der Passivhausstandard, der jahrelang stagnierte, legte um rund 4 Prozentpunkte zu und hat nun einen Anteil von 6,70 Prozent an den fertiggestellten Häusern. (red)

fertighäuser Der Markt 2013 wurden in Österreich rund 15.300 Einfamilienhäuser errichtet. Der Marktanteil vorgefertigter Häuser beträgt laut ÖFV 30% oder rund 4.600 Stück. Diese Zahl inkludiert auch Objekte, deren Leistungsumfang unter der Definition der ÖNORM B 2310 („Fertighausnorm“) liegt: z.B. Bausätze. Auf die Normbauten entfielen 27%; davon errichteten die ÖFV-Mitglieder des Fertighausverbands 2.493 Stück (60%). Die Beschäftigten Die im Österreichischen Fertighausverband (ÖFV) vereinigten Hersteller beschäftigten zum Stichtag 31. Dezember 2013 insgesamt 2.254 Menschen, um 1,2 Prozent weniger als 2012. Immer schwieriger sei es, die benötigten qualifizierten Fachkräfte zu bekommen.

% des geschätzten Wirtkosten

gasausstoß bis zur Mitte des Jahrhunderts um 40–70 Prozent bzw. bis 2100 auf 0 gedrosselt werden müsste. Die Bau- und Immobilienbranche verfügt über die Technik und das Know-How, Gebäude zu bauen und zu bewirtschaften, die diese Vorgaben heute schon erfüllen können. Worauf warten wir? Nehmen wir den Hebel sofort in die Hand und legen ihn in Richtung Nachhaltigkeit um!

Mehr zur Nachhaltigkeit im ÖGNI Blog, wie : „Unsere 10 Gebote: Leitbilder und Kodizes als Chance“ von Christian Thanner ÖGNI Marketing

www.ogni.at

Projekt in Bad Blumau Förderung aus 3.300 m Tiefe

Heizung Modernisierung

Verkauf Nach Abwicklung

Bad Blumau. Die Firma Frutura ist bei den Probebohrungen für das Glashaus-Großprojekt im oststeirischen Bad Blumau fündig geworden: Vergangene Woche wurde erstmals Thermalwasser zutagegefördert, und zwar laut Geschäftsführer Manfred Hohensinner mit der richtigen Temperatur. Doch die Bohrungen und Tests sind noch nicht abgeschlossen; nach Ostern soll auch die Rückführung versucht werden.

Wien. Privatpersonen sind auch heuer vom Klima- und Energiefonds aufgerufen, sich von ihren alten, fossilen Heizungen zu trennen und auf klimaneutrale Heizungsanlagen zu setzen. Gefördert wird konkret der Tausch von Zentralheizungskesseln, die mit fossilen Energieträgern betrieben werden, und von elektrischen Nacht- oder Direkt­speicheröfen. Je beantragtem Kessel werden 1.400 € Förderung gewährt. Pelletskaminöfen werden mit 500 € gefördert.

Hamburg. Auch nach Abwicklung der Baumarkt-Kette Praktiker könnte der Markenname weiterleben. Die Marke stehe zum Verkauf, so ein Sprecher des Insolvenzverwalters Seagon. In der kommenden Woche soll der Verkaufsprozess beginnen. Laut Wirtschaftswoche haben sich viele Interessenten gemeldet. Schätzungen zum Preis seien schwierig; als Käufer wahrscheinlich seien etwa preisaggressive Online-Anbieter. (APA)

Frutura stößt auf Thermalwasser

Unternehmen endgültig Bescheid wissen, ob ihr Vorhaben realisiert werden kann. Frutura plant in 5 km Entfernung zum Rognerbad Blumau auf knapp 27 ha ein Glashaus um 50 Mio. €, das geothermisch beheizt werden und 200 Arbeitsplätze bringen soll. Gegen das Projekt laufen Rogner und der Tourismusverband Sturm, auch Grüne, eine Bürgerinitiative sowie die Landwirtschaftskammer sind dagegen. (APA)

Streit um das Projekt Im Jänner starteten die Arbeiten an den Probebohrungen. Wegen des Bruchs eines Bohrgestänges in 2.400 m Tiefe verzögerte sich die Testphase um eine Woche, am Freitag konnte schließlich erstmals Wasser aus 3.300 m Tiefe nach oben gezogen werden. Sowohl Temperatur als auch Schüttung (Förderleistung, Anm.) seien „vielversprechend”, hieß es am Montag. Nun werde das zweite Bohrloch zur Rückführung des Wassers vorbereitet und die Wasserpumpe ausgetauscht. Danach will das

Förderung neu

Marke Praktiker

Keine Neuordnung?

Die neue Thermalwasserförderung im steirischen Bad Blumau ist umstritten.

Neu ist, dass auch der Tausch alter Holzkessel (mindestens 15 Jahre alt) mit 800 € gefördert wird. Insgesamt stehen 4,2 Mio. € an Fördermitteln zur Verfügung, Einreichungen von Privatpersonen sind bis 1.12.2014 möglich. Unter www. holzheizungen.klimafonds.gv.at können Interessierte ab sofort um eine Förderung ansuchen. Die österreichische Treibhausgasbilanz 2012 führt 12% der CO2-Emissionen auf die Erzeugung von Raumwärme zurück, 1990 waren es noch 18%. (red/APA)

© dpa Zentralbild/Jens Wolf

würde und der Treibhaus-

© Rogner Bad Blumau

schaftswachstums

Der Insolvenzverwalter will den ­Markennamen Praktiker verkaufen.


i m m o: m a r k e ts

Freitag, 18. April 2014

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

ÖSW und WBV-GPA 184 Eigentums- und Mietwohnungen mit hochwertiger Ausstattung an Eigentümer übergeben

short

Wohnprojekt im 14. Bezirk

U-Bahnlinie U5 steht vor Konkretisierung Wien. Die Pläne für die neue U-Bahnlinie U5 nehmen konkretere Züge an: In den kommenden Monaten sollen alle Details feststehen, ab 2018 könnte gebaut werden. „Die Konzepte liegen am Tisch; wenn es nach mir geht, beginnen wir 2018 mit dem Bau des Linienkreuzes U5-U2“, erklärt Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Derzeit arbeite man vor allem noch an der Feinabstimmung mit dem Bund und anderen Partnern, so Brauner.

Großzügige Dachterrassen in den obersten Geschossen bieten herrlichen Ausblick über Wien.

Rosenhügelstudios werden geschliffen

Landmark „Karrée Breitensee“ mit großzügigen Eigentums- und Mietwohnungen.

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wien. Die ÖSW Karrée Breitensee GmbH, eine 100%-Tochtergesellschaft des Österreichischen Siedlungswerks, hat gemeinsam mit ihrem Projektpartner WBV-GPA in der Hütteldorfer Straße 112 ein Projekt mit vielfältigem Nutzungsmix geschaffen: Neben 184 Wohnungen sind ein Merkur Markt, die Volkshochschule und die WGKKBezirksaußenstelle für den 14. Bezirk, ein Kindergarten, eine Bank und weitere Büros entstanden. „Wir freuen uns, an diesem attraktiven Standort mit perfekter Infrastruktur schöne Eigentumswohnungen anbieten zu können“, so der ÖSW Karrée BreitenseeGeschäftsführer Gerald Parzer anlässlich der am 8. April stattgefundenen Übergabefeier. Von den insgesamt 184 Wohnungen wurden 97 von der ÖSW Karrée Breitensee GmbH errichtet,

© ÖSW

davon 65 geförderte und 32 freifinanzierte Eigentumswohnungen. Die WBV-GPA bietet am selben Standort 87 geförderte Mietwohnungen. Während die 32 freifinanzierten 3- und 4-Zimmer-Eigentumswohnungen (70 bis 140 m2) sich vor allem durch ihre großzügige Grundrissgestaltung auszeichnen, verfügen die 65 geförderten Eigentumswohnungen über 2 bis 4 Zimmer mit 50 bis 120 m2. Jede Wohnung wird um einen privaten Freibereich (Terrasse, Loggia oder Balkon) erweitert. Durch ein vielfältiges Angebot an unterschiedlich nutzbaren Freiflächen mit einem unterschiedlichen Grad an Öffentlichkeit werden verschiedenste Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen den Bewohnern und Nachbarn geboten. Die Gemeinschaftsräume sind mit jeweils ca. 100 m2 für diverse Nutzungen geeignet.

Fritz Haslinger

Die Studios am Wiener Rosenhügel sehen ihrem Ende entgegen.

Tourismusregion Deutsche stellen gut die Hälfte aller Nächtigungen, neun Prozent entfallen auf Österreicher

Wien. Die Rosenhügelstudios werden ab Herbst geschliffen – mit Ausnahme der denkmalgeschützten großen Halle 1 und der Synchronhalle, die in ein Hightech-Aufnahmestudio umgebaut wird. Das Gestaltungskonzept für das restliche 29.400 m2 große Areal steht fest. Sieben Wohnhäuser mit 200 Einheiten und ein unterirdischer Supermarkt werden realisiert. Die Entwürfe sehen weiche organische Grundformen für die 5-6 Geschoße umfassenden Häuser vor. Dank rundumlaufender Balkone oder Loggien und dem Erhalt beziehungsweise der Neugestaltung des Grünraums wird man von allen 60 bis 100 m2 großen Wohnungen „einen super Ausblick“ haben, sagt Claus Stadler, Geschäftsführer bei Strauss & Partner Development GmbH. Nach Erledigung aller Widmungsverfahren will man im Herbst zu bauen beginnen und 2017 sollen die ersten Bewohner einziehen.  (APA/fh)

Tirol als Feriendestination unangefochten

Bettenangebot gestiegen Im Jahr 2013 standen Tirols Gästen in rund 22.700 Unterkünften etwa 342.000 Betten in der Sommerwie Wintersaison zur Verfügung.

Damit ging die Gesamtzahl der Betriebe im Vergleich zu 2012 marginal zurück, bei gleichzeitigem Anstieg des Bettenangebots. Hochedlinger begründet dies mit der Eröffnung größerer Hotels mit höheren Zimmer- und Bettenkapazitäten bei gleichzeitigen Schließungen kleinerer Betriebe. Mehrere Hoteltransaktionen in Tirol prägten die Jahre 2012 und 2013. Die Cordial Hotel Gruppe verkaufte zwei ihrer Hotels, auch das Hotel Cube Biberwier-Lermoos wechselte den Eigentümer und das Sport & Wellness Hotel Fürstenhof wurde im Frühjahr 2014 von Christie + Co erfolgreich an einen privaten Investor verkauft. Der Markt sollte auch in 2014 attraktive Investmentmöglichkeiten bieten.  (fh)

© TVB Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol/Gerdl

Tirol/Wien. Stets verzeichnete Tirols Hotellerie in den letzten Jahren konstante Zuwachsraten. 2013 hat sich dies erneut bestätigt. „Mit rund 29 Mio. Übernachtungen blieb Tirol weiterhin unangefochten die beliebteste Tourismusregion Österreichs“, sagt Lukas Hochedlinger, Managing Director beim Hotelimmobilienspezialisten Christie + Co in Wien. Tirols Hotellerie erziele somit ein Drittel aller Nächtigungen in österreichischen Hotels und ähnlichen Betrieben.

Faszinierende Berg- und Seenlandschaften erfreuen vor allem das Herz Deutscher.

Steigende Nachfrage EU-Beitritt beflügelt Immo-Markt

Zukunftsperspektiven Ein zentrales Konzernanliegen

Hamburg/Wien. Das Kaufinteresse an Ferienimmobilien ist nach dem EU-Beitritt Kroatiens deutlich gestiegen. „Im ersten Quartal 2014 registrieren wir eine Zunahme der Anfragen um rund 30% gegenüber 2013; insbesondere Käufer aus Deutschland und Österreich zeigen ein verstärktes Interesse an exklusiven Ferienimmobilien“, sagt Michael Grimm, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Rab und Opatija. „Angesichts der

Wien. Mit der Benennung des im Bau befindlichen Wahrzeichens des steirischen Red Bull-Rings, dem „voestalpine-wing“, fixieren der Technologie- und Industriegüterkonzern voestalpine und das Projekt Spielberg eine enge mehrjährige Zusammenarbeit.

Kroatien wird immer interessanter Voest und Spielberg: Kooperation

695.000 Euro: Villa auf der Halbinsel Istrien im Portfolio von Engel & Völkers.

Perspektiven vermitteln „Der Steiermark langfristige Zukunftsperspektiven zu vermitteln – und das nicht nur in unseren traditionellen Kernbereichen –, ist der voestalpine ein zentrales Anliegen“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender des voestalpine-Konzerns. Fertiggestellt wird der „voestalpinewing“, für den 900 t Stahl verbaut werden, unmittelbar vor dem Großen Preis von Österreich. voestalpine verbindet seit jeher Tradition mit Innovation und der „voestalpine-wing“ symbolisiert als architektonisches Aushängeschild des Red Bull-Rings – über 90 m lang und dem Heckflügel eines Rennwagens nachempfunden – Innovationskraft, Dynamik und Zukunftsorientierung. Für die voestalpine hat das Segment Mobi-

Der Red Bull-Ring in Spielberg wird um den voestalpine-wing erweitert.

ThyssenKrupp plant Testturm für Aufzüge © APA/EPA/Philipp Brem/ThyssenKrupp Elevator

lität mit den Bereichen Automotive, Nutzfahrzeuge, Bahninfrastruktur und Luftfahrt höchste Priorität. Der Motorsport als anspruchsvollstes Experimentierfeld im Bereich Automotive ist dabei ein bedeutender Innovationstreiber: Das Ausreizen physikalischer Grenzen mit höchsten Qualitäts- und Belastungs-Anforderungen an Materialien ist eine Herausforderung, der sich der Konzern gern und erfolgreich stellt.  (fh)

© voestalpine

© Engel & Völkers Kroatien

wachsenden Nachfrage gehen wir von deutlichen Preissteigerungen bei Ferienimmobilien in den beliebten Regionen des Landes aus.“ Die Rahmenbedingungen für den Kauf einer Ferienimmobilie haben sich in den letzten Jahren deutlich zum Positiven gewandelt. „So hat sich die Bauqualität enorm verbessert und immer mehr hochwertige Villen und Eigentumswohnungen werden auf dem Markt angeboten“, bestätigt Grimm.  (fh)

Mit 18 m pro Sekunde auf höchste Aussichtsplattform Deutschlands.

Wien. Laut Focus Online plant ThyssenKrupp Elevator, bis 2016 in Rottweil einen Testturm für Hochgeschwindigkeitsaufzüge zu errichten. Das Bauwerk (244 m hoch) dient dem Test und der Zertifizierung von Aufzügen und soll so Entwicklungs- und Konstruktionszeit zukünftiger Wolkenkratzer verkürzen. Der sogenannte Tower of Light soll die höchste Aussichtsplattform Deutschlands besitzen und die Besucher mit bis zu 18 m pro Sekunde durch die Testschächte befördern.  (fh)


pe opl e &date s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 18. April 2014

financenet@medianet.at

EHL Immobilien Österreichs Immobilienexperten wählten den besten Immobilienmakler und Asset Manager

short

Auszeichnungen für EHL

Thomas Riegler neuer CFO der Lenzing AG Lenzing. Der Faserhersteller Lenzing hat nach dem Abgang von Finanzchef Thomas Winkler den Posten neu besetzt. Thomas Riegler (44) wurde per 1. Juni 2014 für drei Jahre zum neuen Finanzvorstand bestellt. Der gebürtige Grazer war zwölf Jahre lang beim DaimlerKonzern, wo er unter anderem die Restrukturierung von Chrysler begleitete. Außerdem hatte er die Finanzagenden für Mercedes-Benz in Belgien und Luxemburg inne.  (red)

EUREB-Preis ist bereits die dritte Auszeichnung für das Unternehmen innerhalb der letzten Monate. Wien. EHL Immobilien wurde im Rahmen der „Markenwertstudie 2013“ zum dritten Mal in Folge in dem Bereich „Immobilienmakler“ und zum zweiten Mal in Folge im „Asset Management“ als beste Immoblienmarke gewählt. Die Studie wird vom EUREB-Institute (European Real Estate Brand Institute), Plattform zur finanz- und verhaltenswissenschaftlichen Evaluierung von Marken der Immobilienwirtschaft, seit 2010 jährlich durchgeführt. Das EUREB Institute analysierte dieses Jahr 107 Marken aus neun Teilbranchen (Architekten, Asset Management, Banken, Facility Management, Fonds/Investoren, Immobilienberater, Immobilienmakler, Projektenwickler, Property Management) im Rahmen einer Online-Befragung bei österreichischen Immobilienexperten. Die wertvollsten Marken werden mit dem „Real Estate Brand Award“

Bereits dritte Auszeichnung Der Preis ist bereits die dritte Auszeichnung für EHL innerhalb der letzten Monate: Anfang des Jahres erhielt EHL den Preis der Wiener Immobilienmakler „Immy“ in Gold und im Herbst 2013 wurde EHL zum zweiten Mal nach 2011 vom Finanzmagazin Euromoney als Österreichs bester Immobiliendienstleister ausgezeichnet.  (red)

© EHL Immobilien

© Baumit/FritzPress

Baumit bei der „Langen Nacht der Forschung“

prämiert. EHL Immobilien hat dieses Jahr 85,98 Punkte erzielt. Das ist der zweithöchste Wert aus allen neun Teilbranchen. „Wir sind stolz, dass wir bereits zum dritten bzw. zum zweiten Mal in Folge zum Sieger gekürt wurden“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Für uns geht es nicht nur um die Bekanntheit unserer Marke, wir wollen mit höchster Servicequalität assoziiert werden.“

Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien.

„Mische dir deine Lieblingsfarbe”, so lautete die Einladung an die Kinder.

Vorstandswechsel bei der Telekom Austria Hans Tschuden verlässt nun vorzeitig das Unternehmen

Klagenfurt. Baumit war bei der letzten „Langen Nacht der Forschung“ in Klagenfurt mit einem Stand vertreten. „Wir wollten Forschung und Entwicklung anhand unserer Top-Innovationen spielerisch begreifbar machen und Besuchern aller Altersgruppen zeigen, wie viel Know-how in Baumit-Produkten steckt“, erklärt Hubert Mattersdorfer, Geschäftsführer der w&p Baustoffe GmbH. Das Interesse war mit insgesamt 7.500 Teilnehmern groß – besonders bei den Jungen: Kinder konnten verschiedene Putztechniken ausprobieren und die Muster mit nach Hause nehmen sowie unter dem Motto „Mische dir deine Lieblingsfarbe” mit dem Colorfinder und Baumit LifeFarbfächer experimentieren. Zusätzlich gab es noch ein kleines Ziegelhaus, an dem die rund 500 Kinder die Dämmung eines Hauses im spielerischen Umgang kennenlernen und bei einem Gewinnspiel ein iPad gewinnen konnten. (red)

Telekom Austria Group sucht neuen CFO

Mehrmals ausgezeichnet

Diskussionsrunde Die Selbstwahrnehmung Österreichs

Aufsichtsrat Neuwahl

Inszenierung Oldtimer

Wien. Eduard Zehetner, CEO der Immofinanz Group, lud zum zweiten „Talk im Tower“, einer Event-Reihe für Manager und Meinungsbilder, in Wiens höchste Eventlocation „ThirtyFive“ im 35. Stock der Vienna Twin Tower. Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung zum Thema „Schnittmenge Mozart: Wie stark differieren Selbstbild und Außenwahrnehmung Österreichs?“ Die Veranstaltung fand dieses Mal in Kooperation mit

Glanegg. Das angeschlagene Kärntner Industrieunternehmen Hirsch Servo hat für den 5. Mai zu einer außerordentlichen Hauptversammlung in Klagenfurt geladen. Dabei soll der aktuelle Aufsichtsrat abberufen und neu gewählt werden, teilte das Unternehmen ad hoc mit.

Wien. Am Gründonnerstag 2014 wurde der Rathausplatz im Rahmen einer Inszenierung anlässlich der nun abgeschlossenen Renovierung der Tiefgarage mit 120 Oldtimern verparkt. Ein von Regisseur Wolfgang Atzenhofer inszeniertes „Rathaus Parkfest“ erzählte die Geschichte des Platzes vor und nach dem Bau der Tiefgarage und den Aufstieg zum wahrscheinlich beliebtesten Veranstaltungsplatz der Bundeshauptstadt.  (red)

© Martina Draper/Immofinanz

21st Austria statt. Am Podium wurde diskutiert, wofür Österreich steht, welche Faktoren bei der Selbstwahrnehmung ausgeblendet werden und ob sich Österreich im Ausland noch zeitgemäß verkauft. Es diskutierten Meret Baumann (Neue Zürcher Zeitung), Clemens Hellsberg (Vorstand Wiener Philharmoniker), Ali Mahlodji (CEO whatchado), Ursula Plassnik (Botschafterin in Paris) und Immofinanz-CEO Eduard Zehetner. (red)

Hellsberg, Moderator Christian Ultsch, Plassnik, Baumann, Mahlodji, Zehetner.

Hirsch Servo

Rathausplatz

Gründer ziehen sich zurück Erst vor wenigen Tagen hat die österreichische Herz-Gruppe das börsenotierte Unternehmen mehrheitlich übernommen. Die drei Aufsichtsratsmitglieder aus der bisherigen Eigentümerfamilie, Larissa, Robert und Kurt Hirsch, haben in diesem Zusammenhang ihren Rückzug aus dem Aufsichtsrat des Unternehmens angekündigt. Die Herz-Gruppe hatte dem Unternehmensgründer Kurt Hirsch dessen restliche 10,9 Prozent Aktienanteile abgekauft. Dazu übernahm die Herz-Gruppe auch alle Hirsch-Aktien der Schweizer Lifemotion SA, die im Dezember des vergangenen Jahres 2013 insgesamt 51% der Firmenanteile übernommen hatte.  (red)

© APA/Roland Schlager

© APA/Georg Hochmuth

Ex-CEO Gerhard Falch sitzt jetzt im Aufsichtsrat der Amag Austria.

Hans Tschuden wurde in seiner beruflichen Karriere mehrmals ausgezeichnet: Zweimal in Folge wurde Tschuden 2012 und 2013 von der Thomson Reuters „Extel Awards”-Studie zum besten CFO Österreichs gewählt. Tschuden war vor seiner Zeit bei der Telekom Austria Finanzvorstand des Ziegelproduzenten Wienerberger.  (red)

Finanzvorstand Hans Tschuden verlässt die Telekom Austria mit 31. Mai 2014.

„Talk im Tower“ der Immofinanz

Amag: Falch wechselt in den Aufsichtsrat

Ranshofen. Bei der 3. ordentlichen Hauptversammlung der Amag Austria Metall AG wurden Hanno Bästlein und der ehemalige Vorstandsvorsitzende Gerhard Falch in den Aufsichtsrat gewählt. Außerdem haben die Aktionäre die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2013 von 0,60 € je Aktie beschlossen. „Seit unserem Börsegang 2011 haben wir eine anlegerfreundliche Gesamtaktionärsvergütung von 38 Prozent erreicht”, so Generaldirektor Helmut Wieser. (red)

sein weiteres Wirken wünsche ich ihm das Allerbeste.“ Hans Tschuden war seit 1. April 2007 Finanzvorstand der Telekom Austria AG; mit 1. Jänner 2009 wurde er dann zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Telekom Austria AG bestellt.

© Telekom Austria/vyhnalek.com

Wien. Der Aufsichtsrat der Telekom Austria hat sich mit Finanzvorstand Hans Tschuden auf eine vorzeitige Auflösung seines Vertrages per 31. Mai 2014, und damit nach der Hauptversammlung für das Jahr 2013, geeinigt. Kurz davor soll der Nachfolger bekannt gegeben werden. Über den Abgang von Telekom Austria-Finanzvorstand Hans Tschuden war lange spekuliert worden. „Ich bedanke mich bei Hans Tschuden für die langjährige Mitwirkung als Finanzvorstand der Telekom Austria Group und besonders für die hervorragende Begleitung in der Wachstumsphase des Unternehmens”, sagt Rudolf Kemler, Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom Austria Group. „Für

Insgesamt 120 Oldtimer füllten Gründonnerstag den Rathausplatz in Wien.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 18. APRIL 2014 – 31

CSR-AGENDA STEHEN STILL

SERBIEN UND DIE EU-GESETZE

Weltweite Stagnation beim Management sozialer & ökologischer Probleme  Seite 35

Der Beitritt zur EU stellt Anwälte und Richter vor enorme Herausforderungen Seite 35

© LGP

© dpa/Patrick Pleul

advisory DANAE HÜBL NEU BEI CBRE VALUATION © Franz Pflügl

Für die Anwälte läuft das Geschäft recht gut

short

© WKO

Was in Sachen „Heartbleed“ zu tun ist

Pollirer: Unternehmensinternes ITSicherheitsmanagement evaluieren.

© Panthermedia.net/Sebastian Duda; Wolf Theiss; Binder Grösswang

Wien. Für die Bundessparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer ist das Sicherheitsproblem „Heartbleed“ ein deutliches Zeichen für die Wichtigkeit der Informationssicherheit. Die weit verbreitete Software OpenSSL enthält eine Schwachstelle, die das Entschlüsseln des gesicherten Datenverkehrs erlaubt. Die Tragweite des Problems ist noch kaum abschätzbar: U.a. könnten Benutzerpasswörter für die Anmeldung an Web- oder Mailservern ausgespäht worden sein. „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit; Fehler können immer und bei jeder Software auftreten“, sagt Spartenobmann Hans-Jürgen Pollirer. „Wichtig ist aber, wie rasch und konsequent sie behoben werden. Ein gut eingerichtetes, rasch handlungsfähiges Notfall-Management ist dabei das Wichtigste. Und: Auch bei weniger verbreiteter Software ist es nötig, alle Warnmeldungen zu beachten und sicherheitskritische Updates zeitnah einzuspielen.“(pj)

Beschaffung: Gesetz vorläufig auf Eis gelegt

Erik Steger (Wolf Theiss, l.) und Thomas Schirmer (Binder Grösswang): So mancher Klient bzw. Investor versucht, sich aus Osteuropa zurückzuziehen.

© Panthermedia/Vasil Nesterov

Gemischte Gefühle In Österreich können die Kanzleien den Rückgang der Transaktionsdeals durch mehr Business bei Compliance und Wettbewerbsrecht ordentlich abfedern – und der Wirtschaft im Lande geht es ja zunehmend besser. Dafür sieht die Lage in der CEE-Region gar nicht gut aus, wird moniert. Seite 32 Finanzministerium wollte (will?) BBG Einblick in Einkäufe verschaffen.

Gastkommentar Top-Experte Klaus Schuch (ZSI)

Entwicklungsprozesse Weniger Produktrückrufe

K. Schuch: „Evaluation bringt Erkenntnis – das wäre gut für Österreich ...“

Wien. Während es in den USA eigene Lehrstühle für Evaluation gibt, anerkannte wissenschaftliche Evaluationsfachzeitschriften und Lehrgänge, schaut es diesbezüglich in Österreich weit weniger rosig aus. Die Kontrollfunktion ist sehr wesentlich, sagt Klaus Schuch. „Unbestritten ist, dass die Theorie in der Praxis Schrammen abbekommt, aber wirklich bedauernswert im Sinne des Fortkommens unserer Gesellschaft sind diejenigen Politikbereiche, wirtschaftlichen Interventionen oder gesellschaftliche Aktivitäten, die gar nicht erst evaluiert werden (dürfen).“  Seite 33

(Zehn-)Tausende Anforderungen

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

Evaluation: Verbesserungsbedarf

© privat

Wien. Wenn ein Ministerium Kugelschreiber, Dienstautos oder Handys kauft, muss es das über die Bundesbeschaffungsgesellschaft tun – aber nicht z.B. bei Beraterverträgen. Hier können Ministerien in Eigenregie Aufträge vergeben. Das Finanzministerium wollte der BBG Einblick in sämtliche Einkäufe verschaffen, ist nun aber nach Protesten zurückgerudert: Ein Entwurf für die Änderung des BB-GmbH-Gesetzes hätte bis 29.4. ins Budgetbegleitgesetz gepackt werden sollen. Daraus wird aber nichts: „Es gibt ein Pilotprojekt, und das wartet man noch ab“, erklärt man den Rückzieher im Finanzministerium.  (pj)

Anforderungsmanagement: fehlerarme Entwicklung komplexer Systeme.

Frankfurt am Main. Bei immer mehr technischen Entwicklungsprojekten ist mittlerweile der Einsatz von Anforderungsmanagement notwendig. Seit einigen Jahren zeichnet sich ein neuer Trend ab, denn das Thema Requirements Engineering spielt bei technischen Systemen in Unternehmen eine stark gestiegene Rolle. Besonders bei Produktrückrufen wird die Rückverfolgbarkeit von Einzelkomponenten eindeutig zur Chefsache: Wurde eindeutige Sicherheit nachgewiesen? Ist das Kriterium des Nachweises allgemein akzeptiert? Anforderungsmanagement 2014 unter der Lupe:Seite 34


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

32 – advisory

Freitag, 18. April 2014

advisory@medianet.at

Rundruf Die Auftragslage in Österreich ist durchaus zufriedenstellend, in Ost- und Mitteleuropa holperts

short

Wie die Rechtsanwälte die aktuelle Situation sehen

Teilnahmerekord beim Constantinus 2014

© GPK

Wien. Laut Clemens Hasenauer von Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (CHSH) sieht das aktuelle Wirtschaftsbild in Österreich „recht gut“ aus. Obwohl das Land während der Finanzkrise unter einem moderaten Abschwung litt, hat sich die Wirtschaftstätigkeit nach 2012 doch deutlich erholt, was dazu führte, dass Unternehmen wieder mit mehr Zuversicht Investitionsrisiken eingehen, nicht zuletzt deswegen, weil Finanzierungen wieder leichter zu bekommen sind.

Österreichs Consulter sorgten für ein neues Einreichungs-All-time-high.

Wien. UBIT-Fachverbandsobmann Alfred Harl freut sich über das große ConstantinusEngagement der Mitglieder: „Mehr als 160 Einreichungen dokumentieren den Innovationsgeist, die kontinuierliche Qualität und die erfolgreiche Zusammenarbeit unserer Mitglieder mit ihren Kunden.“ Nun beginnt die Arbeit für die hochkarätige, 70-köpfige Jury. Christian Rupp: „Als Sprecher der ConstantinusJury freue ich mich auf den Start der Juryphase. Nach der Online-Bewertung tritt die Jury live zusammen und arbeitet die zahlreichen eingereichten Projekte durch. Ich bin mir jetzt schon sicher: Das ist spannender und ertragreicher als jede Casting-Show!“ Nach der Live-Jury am 6. und 7. Mai stehen die Nominierten fest.(pj) www.constantinus.net

Kleinere Brötchen (= Deals) Erik Steger, Managing Partner bei Wolf Theiss, prognostiziert einen Anstieg an M&A-Deals und erwähnt in diesem Zusammenhang einen möglichen großen Deal rund um die Telekom Austria. „Allerdings kann man nicht darüber hinwegsehen, dass die transaktionsbezogenen Deals in Österreich genauso wie im restlichen Europa abgenommen haben.“ Hasenauer hält dem entgegen, dass nichtsdestotrotz der Großteil der CHSH-Einnahmen noch immer aus solchen Geschäften stammt, auch wenn diese nun „etwas kleiner“ sind als in der Blütezeit vor der Krise. Außerdem gleicht zunehmendes Geschäft im Bereich Compliance und Unternehmensethik (immer mehr auch aus dem KMU-Sektor) die Mindereinnahmen teilweise aus. „Das hat sich in der Beratung hinsichtlich arbeitsrechtlicher Aspekte sowie in Gerichtsverfahren, die der Tatsache entspringen, dass Firmen vermehrt die Aktivitäten sowohl in ihrer eigenen Organisation wie auch bei ihren Vertragspartnern überwachen, niedergeschlagen.“

© Kammer d. Wirtschaftstreuhänder/R. Herbst

Wirtschaftstreuhänder wollen es einfacher

KWT-Präsident Klaus Hübner: „Lohnverrechnung vereinfachen!“

Clemens Hasenauer (CHSH, l.) und Christian Herbst (Schönherr): Die Bankenaufsicht wird zum großen Thema für die Kanzleien.

Thomas Schirmer (Binder Grösswang) verweist auch auf vermehrte Aktivitäten rund um lokale Startup-Unternehmer sowie Softwareentwickler. „Die mögen (noch) klein sein, jedoch hat die Regierung letztes Jahr mit Fördermitteln in der Größenordnung von rund 100 Millionen Euro geholfen, die nicht nur auf Technologieunternehmen fokussiert waren, sondern auch auf den (bio-)chemischen Sektor.“ Ähnliche finanzielle Unterstützung soll es ja auch heuer geben. Weiters hebt Schirmer Energie hervor, insbesondere den Elektrizitätssektor als Wachstumsbereich für langfristige Verträge sowie grenzüberschreitende Aspekte rund um Öl und Gas. „Geschäftspartner aus CEE schließen Verträge mit Gasversorgern nach österreichischem Recht ab, da dieses innerhalb der Region als neutral betrachtet wird. Und dann

bedienen sie sich österreichischer Experten, um Streitfälle rund um diese Verträge zu lösen.“

CEE-Region in der Krise Christian Herbst (M&A-Partner bei Schönherr) prognostiziert, dass sich die Anwaltskanzleien aufgrund der Hypo-Saga verstärkt mit dem Thema Bankenaufsicht beschäftigen werden. Aber nicht nur Banker werden in den Blickwinkel der Behörden rücken – unterschiedliche Fälle wie etwa die Vorschriften für Kraftwerke und Netze sowie für Kasinolizenzen stehen weit oben auf der Tagesordnung, dazu kommen verstärkte Aktivitäten im Wettbewerbsrecht. „Kartelle werden sowohl von den österreichischen als auch den EUBehörden strafrechtlich verfolgt“, sagt Herbst. „Unsere Spezialisten haben hier viel zu tun.“

Kommunalguide Austria Glas Recycling als Partner von Städte- und Gemeindebund

Nachhaltige gläserne News Wien. Die Austria Glas Recycling GmbH (AGR) präsentierte vor Kurzem das Grünbuch „Nachhaltiges Recycling von Glasverpackungen in Österreich“ mit dem ersten kompakten Überblick über Standards und Erfolgsfaktoren dieses Systems. Minister Andrä Rupprechter im Vorwort: „Für die meisten Österreicher ist die Mülltrennung zur Selbstverständlichkeit gewor-

den – die Einführung der Altglassammlung vor mehr als 35 Jahren hat dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet.“ In dieser Zeit wurden mehr als 17 Mrd. Glasverpackungen gesammelt, die eingeschmolzen und zu neuen Flaschen, Gläsern oder Flacons geformt wurden. AGR-GF Harald Hauke betonte in diesem Zusammenhang die gute Kooperation mit dem Städte- und

dem Gemeindebund: „Für uns und unsere Partner zählt, dass sich das österreichische Glasrecyclingsystem mit höchster Verantwortung für Menschen und Umwelt weiterentwickelt. Circular Economy ist die Wirtschaftsform der Zukunft – wir setzen alles daran, Glasrecycling zu perfektionieren, und das Grünbuch weist uns Chancen und Möglichkeiten.“

Eine Erfolgsbilanz

© AGR/Roland Unger

Wien. Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder begrüßt das Vorhaben von Finanzminister Spindelegger, das System der Lohnverrechnung zu entrümpeln. Die KWT hatte im Oktober 2013 ihren Steuerreformplan für Österreich vorgelegt. In diesem ist die Vereinheitlichung der Bemessungsgrundlage im ASVG und im Steuerrecht ebenso vorgesehen wie die Harmonisierung und Reduzierung der mehr als 300 Beitragsgruppen. „Die vom Finanzminister vorgestellte Vereinfachung entspricht in weiten Teilen unserem Reformplan“, betont KWT-Präsident Klaus Hübner. Das derzeitige System sei kaum noch administrierbar, und der Aufwand könne am Markt preislich längst nicht mehr durchgesetzt werden. Insofern gibt es aus Sicht der KWT keinen Grund zur Sorge, meint Bernhard Gröhs, Leiter der AG Steuerpolitik, zur Äußerung des Finanzministers, „die Vereinfachung mache den Steuerberatern keine Freude“. „Wirtschaftstreuhänder verstehen sich als Dienstleister, die Mehrwert für ihre Kunden schaffen wollen und nicht als Verwalter eines überbordenden Steuersystems.“ www.kwt.or.at

© CHSH; Schönherr; Panthermedia.net/Sean Nel

Meinungen und Anregungen der Top-Player der österreichischen Branche – Teil 1 („The Lawyer“).

Alfred Strigl, M. Scholz, Beate Littig, Michael Braungart, AGR-GF Harald Hauke (v.l.)

Austria Glas Recycling verstehe sich bei der Implementierung von CSR-Themen als proaktives Unternehmen („Corporate Citizen“), das mit seiner in vier Jahrzehnten gesammelten Expertise eine ganze Branche zur Professionalisierung im Bereich Corporate Social Responsibility bewegen möchte. Die Recyclingquote von Glasverpackungen liegt in Österreich bei rund 85%. 2013 wurden rund 234.000 t Altglas gesammelt und recycelt – dadurch wurden etwa 250.000 t Rohstoffe und 221 Mio. kWh an elektrischer Energie eingespart. (pj)

Und noch einen aktuellen Anlassfall für zunehmende Schönherr-Auslastung nennt Herbst: das Debakel der Alpine, den größten Konkurs der Zweiten Republik. Weniger gut als in der Heimat läuft es hingegen für die großen Kanzleien in der gesamten CEERegion, wo sich das Wachstum laut Thomas Schirmer „drastisch verlangsamt“ hat. „Viele österreichische Klienten – vor allem die Banken – versuchen sich aus Osteuropa zurückzuziehen, genau so wie die Immobilieninvestoren.“ Auch Christian Herbst bestätigt, dass sich „im Zuge der Finanzkrise einiges an Konsolidierung im Sinne einer Straffung der regionalen Büros der großen österreichischen Kanzleien getan hat“. Allerdings haben sich auch einige globale Kanzleien gänzlich aus Teilen der Region zurückgezogen. www.thelawyer.com/cee

LexisNexis Recht im Buch

Der aktuelle Literaturtipp

Wien. Das Antidiskriminierungsrecht ist ein relativ junges Rechtsgebiet, das sich in den vergangenen Jahren stürmisch entwickelt hat. „Antidiskriminierung“ (LexisNexis, ISBN 978-3-7007-5787-0, 45 €) von Franz J. Heidinger (Alix Frank) und Christoph Kasper (Aschmann & Pfandl) stellt diese Rechtsmaterie umfassend und verständlich dar und beschreibt bestehende Regelungen in Österreich mit praktischen Beispielen sowie höchstgerichtlicher Judikatur. Der europarechtliche Teil des Buchs beschäftigt sich mit der Entwicklung der Antidiskriminierungsgesetzgebung auf europäischer Ebene. Dabei wird insbesondere auf die Judikatur des EuGH eingegangen sowie dessen Grundsatzgesetzgebung ausführlich analysiert. Eine umfassende Quellensammlung zu den einzelnen Diskriminierungstatbeständen rundet das Werk ab. Damit wird es insbesondere für Unternehmer leichter, auf Situationen in der Praxis richtig zu reagieren und kostspielige Fehler zu vermeiden. (pj)


A dv i sor y: E VA LUATIO N

Freitag, 18. April 2014

advisory – 33

advisory@medianet.at

Gastkommentar Selbstreflexionsfähigkeit und Erneuerung von Systemen – „Wissenschaftliche Beweisführung, gepaart mit Urteilsvermögen“

Gute Evaluation ist „missionsfrei“ KLAUS SCHUCH

GF der Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung: K. Schuch.

KommunalGuide Ihr persönlicher Ratgeber zu kommunalen Projekten in Österreich

2014

© medianet

Im Pausengespräch hat dieser Zweitprüfer dann noch angemerkt, dass Evaluation nicht Wissenschaft sei und daher auch nicht zur Erkenntnis führe. Wieder falsch, dachte ich, und eigentlich ist es erschreckend, welche wenig schmeichelhaften Stereotypen mit dem Begriff Evaluation in Österreich assoziiert werden. Das kommt natürlich nicht von ungefähr: Während es in den USA eigene Lehrstühle für Evaluation gibt, anerkannte wissenschaftliche Evaluationsfachzeitschriften und Lehrgänge, schaut es diesbezüglich bei uns weniger rosig aus. Dennoch gilt auch bei uns die OECD-Definition, die – verkürzt dargestellt – besagt, dass Evaluation eine systematische und objektive Bewertung sei, die auf glaubwürdiger und nützlicher Information aufzubauen habe. Mit anderen Worten: Evaluation ist wissenschaftliche Beweisführung, gepaart mit Urteilsvermögen. Evaluation ist wichtig für die Selbstreflexionsfähigkeit und Erneuerbarkeit eines Systems (z.B. des Fördersystems oder eines Politikfelds), wenn sie nüchtern agiert und das Evaluierungsobjekt so umfassend wie möglich analysiert. Für die gedeihliche Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens, das sich rationales und effizientes Handeln auf seine Fahnen geschrieben hat, ist es unabdingbar, dass Evaluation eine der

Evaluierung schafft Erkenntnis durch die Anwendung wissenschaftlicher Methoden, bietet neue Informationen und ermöglicht „Lernen“. Lernen bedeutet, etwas besser zu verstehen und auf dieser Basis bessere Interventionen zu programmieren, laufende Projekte zu optimieren oder einfach auch nur auf blinde Flecken aufmerksam zu machen oder unbeab-

inhaltlichen Blick auf den Evaluierungsgegenstand werfen und damit das rein monetäre Audit, also die Überprüfung der sparsamen und zweckmäßigen Mittelverwendung, die z.B. der Rechnungshof durchführt, ergänzen. Unbestritten ist, dass die Theorie in der Praxis Schrammen abbekommt, aber wirklich bedauernswert im Sinne des Fortkommens unserer Gesellschaft sind diejenigen Politikbereiche, wirtschaftlichen Interventionen oder gesellschaftliche Aktivitäten, die gar nicht erst evaluiert werden (dürfen). Dazu mehr in der nächsten medianet ... www.zsi.at

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Beweise + Urteilsvermögen

Kontrolle ist wichtig

sichtigte Nebenwirkungen in den Blickpunkt zu rücken. Weder die Wirtschaft und schon gar nicht die öffentliche Hand können im luftleeren Raum agieren, ohne sich gegenüber Konsumenten, Umweltverbänden oder NGOs zu rechtfertigen. Diese Legitimation ist insbesondere dann wichtig, wenn nicht eigenes Geld eingesetzt wird, sondern jenes der Steuerzahler. Evaluationen werden daher Antworten auf Fragen suchen, die sich mit Relevanz, Effizienz, Effektivität, Wirkung und Nachhaltigkeit von Ausgaben beschäftigen. Damit tragen Evaluationen auch zur Kontrolle bei, wobei sie einen

vo

Wien. Während einer Diplomprüfung an der Uni, bei der ich als Erstprüfer eine angehende Akademikerin über Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit geprüft hatte, bemerkte der Zweitprüfer in einer kurzen Prüfungspause, dass er erstaunt sei, was man alles bei Evaluierung zu beachten hätte, wo er doch in Österreich Evaluierungen nur zum „Zudrehen“ von Aktivitäten her kenne. Leider sind auch mir solche Fälle bekannt, wenn eine fördernde Stelle mit einer Aktivität nicht mehr zufrieden ist bzw. glaubt, kein Geld mehr dafür zu haben, und reflexartig nach Evaluierung zum „Zudrehen“ schreit. Was immer die Motivation hinter der Beauftragung einer Evaluierung ist, gute Evaluierung muss aufseiten derjenigen, welche die Evaluation durchführen, immer „missionsfrei“ sein. Was also immer die veröffentlichte Motivation oder auch die „Hidden Agenda“ für die Beauftragung einer Evaluierung ist, für einen Evaluator sollte es nur ein handlungsleitendes Ziel geben: Nämlich eine gute Evaluation zu realisieren. Punkt.

folgenden Funktionen erfüllt: die Informations- und Lenkungsfunktion, die Legitimationsfunktion und die Kontrollfunktion.

© privat

In Sachen Evaluierung liegt in Österreich anders als etwa in den Vereinigten Staaten einiges im Argen.

Erscheinungstermin: Juni 2014 Zielgruppe: alle 2.354 Kommunen (Bürgermeister, Amtsleiter) Projektleitung: Bernhard Ehrlich Tel.: 0664/181 21 29 oder b.ehrlich@medianet.at Beispiel für positive Evaluierung: Jahrbuch für unternehmerische Verantwortung


A DV I SOR Y: C H A N GE

34 – advisory

Freitag, 18. April 2014

advisory@medianet.at

Unternehmensprozesse und Produktlebenszyklen Anforderungsmanagement im Zeitalter individualisierter Produktion

Wenn die Anforderungen immer schwerer überschaubar werden Wesentlicher Trend für die Consultingbranche: Wie technische Komplexität die Entwicklungsprozesse in Firmen verändert. Frankfurt am Main. Bei immer mehr technischen Entwicklungsprojekten ist der Einsatz von Anforderungsmanagement mittlerweile notwendig. Seit einigen Jahren zeichnet sich ein neuer Trend ab, denn das Thema Requirements Engineering spielt bei technischen Systemen in Unternehmen eine stark gestiegene Rolle. Der Grund: Produkte und Systeme werden immer komplexer und dies schafft neue Schnittstellen, wodurch die Zahl der Anforderungen abermals steigt. Ist die Anzahl der Anforderungen etwa bei der Softwareentwicklung noch sehr gering, kann sie bei der Komponentenentwicklung von Fahrzeugen schnell auf mehrere tausend steigen - die Luftfahrt z.B. schlägt jedoch mit zehntausenden Anforderungen zu Buche. Dabei beziehen sich diese Zahlen jeweils auf Eigenentwicklungen in den Firmen. Da der Großteil der Produkte allerdings schon lange nicht mehr in einem einzigen Unternehmen entwickelt, gefertigt und vertrieben wird, erhöht sich damit auch die Zahl neuer Anforderungen, wenn Teile der Entwicklung an externe Dienstleister vergeben werden oder Zukaufteile Verwendung finden. Am Ende des Entwicklungsprozesses muss bei jeder einzelnen Anforderung nachgewiesen werden, dass und vor allem wie sie erfüllt wird. Und dieser Aspekt sorgt für die sehr hohe Komplexität, die heute mit der Entwicklung innovativer technischer Produkte verbunden ist.

Die Anforderungskataloge Konkret bedeutet dies: Hersteller haben inzwischen ganze Kataloge von Anforderungen, in denen zu ihren eigenen auch diejenigen der Behörden integriert sind. Dazu kommen dann noch zusätzlich die Anforderungen der unterschiedlichen Kunden, Lieferanten und möglichen Sub-Lieferanten. Schließlich gibt es jedes Produkt in oftmals unzähligen Varianten, da der Kunde immer mehr Vielfalt fordert. Systemlieferanten, die Komponenten bei anderen Herstellern beziehen, müssen in diesem Prozess darauf achten, dass auch ihre Lieferanten die für sie relevanten Anforderungen kennen und erfüllen. Da sich Wünsche von Kunden und Gesetze regelmäßig erweitern, verändern sich damit auch stets Anforderungen. Das macht ein permanentes Monitoring und das Verwalten der Anforderungen – sogenanntes Requirements Management – erforderlich. Zudem muss ein ganzheitliches Anforderungsmanagement alle Phasen des Produktlebenszyklus‘ von der Idee bis zum Recycling oder der Entsorgung berücksichtigen. „Wir verfügen für jede Produktlebensphase über Experten, mit denen wir vernetzt sind“, sagt Tim Liebel, Lead Consultant bei Altran. „Deshalb können wir die Implementierung eines solchen Systems optimal begleiten und durch unsere neutrale Beurteilung den Kunden das für sie jeweils optimale System empfehlen.“

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov (2)

PETER KRIST

Zunächst einmal gilt es, die Unternehmensprozesse für ein erfolgreiches Requirements Engineering möglichst optimal aufzusetzen und bestenfalls zu leben, damit sich die Theorie auch in der Praxis bewährt. Diese Prozesse und Abhängigkeiten werden dann in einer Software abgebildet, sodass beteiligte Abteilungen miteinbezogen werden müssen. „Hier können schnell Interessenskonflikte

„In der Luftfahrt geht es um Zehntausende Anforderungen.“ SEHR „INTENSIVE“ BRANCHE

entstehen, bis alle verstanden haben, dass die stark gestiegene Transparenz eine Verbesserung für alle schafft“, meint Liebel. Einige Anforderungen lassen sich bereits ohne zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand nachweisen, viele weitere müssen aber weiter heruntergebrochen, verfeinert und für

deren Nachweis getestet werden. Eine Softwarelösung ist hier klar von Vorteil, da sie bei der Rückführbarkeit eine stark arbeitsvereinfachende Unterstützung bietet, um den Überblick zu behalten.

Zauberwort MBE Es gibt noch eine zweite Methode, Anforderungen an ein System darzustellen. Insbesondere im Systems Engineering ist es heute notwendig, mit komplexitätsreduzierenden Methoden zu arbeiten. Innovative Unternehmen entwickeln ihre Produkte bzw. Systeme deshalb zunehmend mithilfe von Modellen, sodass der Bau von Prototypen reduziert werden kann. Generell gilt: Je komplexer Systeme sind, desto eher nutzen Unternehmen die sogenannte Modellbasierte Entwicklung (MBE) als Entwicklungsmethode, da sie Entwicklungszeit und -kosten langfristig nachweislich reduziert. Interessant an dieser Stelle: MBE hat auch Auswirkungen auf das Anforderungsmanagement. „Die MBE-Methode umfasst u.a. alle Spezifikationen und Anforderungen komplexer Systeme unter Verwendung eines funktionalen

Systemmodells“, sagt Rüdiger Ebeling, Senior Business Manager bei Altran. Damit stellt das Modell selbst die Hauptquelle der Anforderungen dar. Konkret werden dabei alle neuen Kundenwünsche zur Weiterentwicklung eines Produkts in Anforderungen übersetzt. Aus einem daraus entwickelten Concept Pre-Design ergeben sich dann wiederum die tatsächlichen Anforderungen für das Design des zu entwickelnden Systems. „MBE ermöglicht es, Anforderungen in sehr frühen Entwicklungsphasen bereits im Detail zu validieren und zu testen; das Ergebnis ist eine nennenswerte Reduzierung von Fehlern, Inkonsistenzen und unterschiedlichen Interpretationen von Anforderungen“, erklärt MBE-Experte Ebeling.

Weniger Produktrückrufe Egal, welche Methode des Anforderungsmanagements jeweils am sinnvollsten ist – oberstes Ziel ist, auch nach Fertigstellung des Produkts, alle Anforderungen zu berücksichtigen und vor Kunden oder Behörden nachweisen zu können. Gleichzeitig löst es das Problem der Eindeutigkeit in der Produktion technischer Geräte. UNT ER DER LUPE Anforderungsmanagement (AM; englisch Requirements Management, RM) ist ein Teilgebiet des Requirements Engineerings (RE) sowie ein Teilgebiet der BusinessAnalyse und eine Managementaufgabe für die effiziente und fehlerarme Entwicklung komplexer Systeme. Weitere Disziplinen des RE sind z.B. die Anforderungsdefinition und beinhaltet dabei die Teilgebiete Anforderungserhebung (engl. Requirements Elicitation), Anforderungsdokumentation (engl. Requirements Documentation) und Anforderungsvalidierung (engl. Requirements Validation), während Anforderungsverwaltung Maßnahmen zur Steuerung, Kontrolle und Verwaltung von Anforderungen, also Risikomanagement, Änderungsmanagement und Umsetzungsmanagement umfasst.

IN DER PRAXIS Anforderungen dürfen beim Anforderungsmanagement nicht nur Aus­sagen über gewünschte ­Eigenschaften machen, sondern müssen parallel dazu Kriterien beschreiben, wie diese Eigenschaften überprüft werden können (Akzeptanz­kriterien). Diese oft auch als „Testfälle“ bezeichneten Kriterien dienen der Qualitätssicherung des Produkts und ganz wesentlich der Qualität der Anforderungen selbst, da das Beistellen eines Akzeptanz­kriteriums zu einer sofortigen i­nhaltlichen Überprüfung der ­Anforderung zwingt.

Wenn korrekt dokumentiert wird, welche Anforderungen in der Produktfertigung bereits erfüllt sind, ist das Unternehmen stets über den Entwicklungsfortschritt informiert – außerdem dient es als Instrument der Qualitätssicherung und -verbesserung. Weiters wird die Dauer einzelner Entwicklungsschritte transparenter; diese Information kann dafür genutzt werden, die Prozesse zu optimieren. Zudem können die Informationen aus parallel erfolgten Tests helfen, das Produkt weiter zu optimieren. Neben diesen Vorteilen ermöglicht gutes Anforderungsmanagement auch die zügige Abnahme des Produkts, sofern zulassungsrelevant. Insbesondere bei Produktrückrufen, die schwer am Image kratzen, wird die Rückverfolgbarkeit der Einzelkomponenten plötzlich zur Chefsache: Haben wir die eindeutige Sicherheit des Produkts nachgewiesen? Ist das Kriterium des Nachweises allgemein akzeptiert? Was für Verbesserungen können hieraus abgeleitet werden, um neue oder verbesserte Anforderungen zu generieren? Summa summarum zahlt sich gerade in Krisensituationen professionelles Anforderungsmanagement in barer Münze aus, weil sich der Fehler-Ursache-Zusammenhang (Root Cause) dadurch doch schnell nachvollziehen lässt. www.volere.co.uk


a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L

Freitag, 18. April 2014

advisory – 35

advisory@medianet.at

Corporate Responsibility Review 2014 „Zu wenige und zu kleine Schritte in Richtung nachhaltige Wirtschaft“

Stagnation beim Management sozialer und ökologischer Herausforderungen in den Unternehmen.

Wird PwC wegen der Pleite von MF Global massiv zur Kasse gebeten?

oekom research-Kritik: Unternehmen der Bergbaubranche sind besonders häufig in Verstöße gegen Umweltstandars verwickelt.

Im Ländervergleich liegen Firmen aus Finnland und Deutschland vorn. So erreichen 64,3% der relevanten finnischen Unternehmen den oekom Prime-Status, von den deutschen sind es 58,3%. Auf den weiteren Plätzen folgen Italien (50,0), Niederlande (40,7) und Frankreich (40,3%). In Österreich dagegen zeigt nur jedes dritte Unternehmen eine hinreichende Leistung, in der Schweiz gut ein Viertel der Unternehmen. Von den US-amerikanischen und kanadischen Großunternehmen genügt nicht einmal jedes Zehnte den Anforderungen, Japan bildet wie

LGP-Event „Möglichst rasch implementieren“

Serbien und die EU-Gesetze

Verluste für IT-Berater Plaut Wien/Frankfurt. Der IT-Berater Plaut ist im vergangenen Jahr in die Verlustzone gerutscht. Das Konzernergebnis drehte auf -212.000 €, nach 592.000 € Gewinn im Jahr davor. Der Umsatz hingegen stieg indes immerhin von 25,5 auf 30,3 Mio. €. Das Vorsteuerergebnis brach von 821.000 auf 218.000 € ein und das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich von 1,1 Mio. auf 523.000 € mehr als halbiert. Plaut will 2014 und in den Folgejahren beim Umsatz „überdurchschnittlich“ zulegen, und das „bei entsprechender Profitabilität“, wie es im aktuellen Finanzbericht heißt.

ter eingestellt. Insgesamt arbeiten nun 258 Personen für den IT-Berater, der u.a. die Unternehmenssoftware SAP implementiert und Firmen hilft, ihr Rechnungswesen oder ihre Geschäftsabläufe zu verbessern. Die Plaut Aktiengesellschaft (Wien) notiert im General Standard des Geregelten Marktes (PUT2; WKN A0LCDP; ISIN AT0000A02Z18) der Frankfurter Wertpapierbörse. (APA/red)

Serbiens Chefunterhändlerin in den Verhandlungen mit der EU, Tanja Miscevic.

Die Unternehmensberatung wurde im Jahr 1946 in Hannover von Hans-Georg Plaut gegründet, befindet sich mehrheitlich im Besitz der deutschen msg-Gruppe und unterhält Standorte in Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie mehreren osteuropäischen Ländern. In Russland hat Plaut mittlerweile drei Niederlassungen. Die Firma hat im Vorjahr 42 Mitarbei-

© Plaut

Gastgeber Gabriel Lansky bestätigte aus eigener Erfahrung: „Der Beitritt zur EU stellt das Rechtssystem und damit alle Richter,

In den Roten Zahlen Schlechter Geschäftsgang

Ein kurzer Blick zurück

© Lansky, Ganzger + Partner

Eine große Herausforderung

Anwälte und Beamten des Beitrittskandidaten vor eine enorme Herausforderung.“ Lansky betonte, dass nicht nur Serbien von einem EU Beitritt profitieren würde, sondern auch vice versa die EU. „Die EU muss sich im Klaren sein, welches Potenzial Serbien besitzt, und einen schnellen EU Beitritt fördern. Die gesetzliche Anpassung an die EU und das Umdenken auf EUStandards sind wesentlich für die EU Integration.“ www.lansky.at

der Bergbaubranche: Knapp jedes zehnte Unternehmen (8,9%) weist hier einen entsprechenden Verstoß auf; häufig geht es dabei um die unzureichende Entschädigung oder die gewaltsame Vertreibung von Anwohnern im Zuge der Erweiterung von Minen. Auch in Verstöße gegen Umweltstandards sind Unternehmen der Bergbaubranche besonders häufig verwickelt, bedingt u.a. durch die massiven Umweltauswirkungen des Tagebaus sowie den Einsatz und die Freisetzung giftiger Substanzen. Fälle von Korruption hat oekom research insbesondere bei den Anbietern von Medizintechnik und -produkten registriert; rund jede siebte analysierte Firma (14,3%) ist hier in Korruptionsfälle verwickelt. www.oekom-research.com

Verletzungen international anerkannter Arbeitsrechte finden dabei häufig nicht durch die Großkonzerne selbst statt, sondern bei den Zulieferern in Entwicklungs- und Schwellenländern. In der Textilindustrie haben dies die schweren Arbeitsunfälle in Fabriken in Bangladesch gezeigt: oekom research hat bei jedem fünften der analysierten Textilunternehmen Verstöße gegen Arbeitsrechtsstandards festgestellt. Noch höher ist der Anteil bei den Herstellern von Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten, von denen mehr als jedes vierte Unternehmen (26,7%) durch entsprechende Verstöße aufgefallen ist. In die Verletzung von Menschenrechten besonders häufig involviert sind die Unternehmen

Plaut-Vorstandssprecher Johann Grafl: 2013 in die roten Zahlen geschlittert

Baker Tilly UK kommt ins RSM-Netzwerk

© Panthermedia/Sebastian Duda

in den Vorjahren mit einem Anteil von 7,7% das Schlusslicht. Im Branchenvergleich erreichen die Hersteller von Haushaltsprodukten für ihr Nachhaltigkeitsmanagement im Durchschnitt 46,3 von 100 möglichen Punkten und damit die höchste Bewertung. Auf Rang 2 des Branchenratings platziert sich die Automobilindustrie mit einer Durchschnittsbewertung von 42,7. Die Öl- und Gasindustrie (22,4) sowie die Immobilienbranche (18,4) rangieren am unteren Ende der Rangliste. „Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen, Verstöße gegen Umweltstandards und Korruption sind unter den global tätigen Großunternehmen nach wie vor stark verbreitet“, kritisiert Matthias Bönning, COO von oekom research.

Erschreckende Details

Wien. Ein klares Bekenntnis zu EU-Standards legte die Chefunterhändlerin Serbiens in den Verhandlungen mit der EU, Tanja Miscevic, am 11.4. bei einer Veranstaltung von Lansky, Ganzger + Partner sowie des Senats der Wirtschaft in Wien ab. Die serbische Regierung sei entschlossen, sich den Herausforderungen in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung zu stellen. Ziel sei eine möglichst rasche Implementierung der neuen EUGesetze, „basierend auf einer stabilen, entwickelten und vor allem demokratischen Regierung“. Serbien strebe den Abschluss der Beitrittsverhandlungen bis 2018 an, der Beitritt könnte 2020 erfolgen, sagte Miscevic. Die serbische Bevölkerung sei überwiegend pro-europäisch, die Zahl der EUGegner sei in keiner Umfrage über 20 Prozent gelegen.

New York. Der Insolvenzverwalter des US-Wertpapierhändlers MF Global hat PricewaterhouseCoopers (PwC) wegen angeblicher Falschberatung auf eine milliardenschwere Entschädigung verklagt; PwC habe den Niedergang des Wertpapierhauses mitzuverantworten. Kritisiert wurde die von PwC angeregte Art der Bilanzierung einer MF Global-Investition von 6,3 Mrd. Dollar (4,58 Mrd. Euro) in europäische Staatsanleihen. Damit sei das finanziell ohnehin geschwächte Unternehmen weiter in Schieflage geraten. Die Pleite wurde zu einem Riesenskandal, zumal sich MF Global massiv an Kundengeldern bediente, um die Liquiditätslöcher aus dem operativen Geschäft zu stopfen. PricewaterhouseCoopers wies den Vorwurf zurück. Der Klage zufolge war es das erste Mal, dass PwC im Zusammenhang mit Bilanzierungsratschlägen zu Staatsanleihen zur Verantwortung gezogen werden sollte. (APA/red)

© dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

München. Angesichts der Probleme beim Klimawandel, bei der weltweiten Durchsetzung von guten Arbeitsstandards und in vielen anderen Bereichen sind die Firmen rund um den Globus gefordert, ihren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Allerdings zeigen die aktuellen Zahlen der unabhängigen Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research, dass die Unternehmen ihrer Verantwortung nur teilweise gerecht werden. Nur rund jedes sechste Unternehmen (16,8%) erfüllt die branchenspezifisch definierten Mindestanforderungen ans Nachhaltigkeitsmanagement und erhält dafür den oekom Prime-Status. Der Anteil jener Firmen, die eine schlechte Nachhaltigkeitsleistung zeigen, ist auf 53,1% nach 52,3% im Jahr 2012 sogar weiter gestiegen. Knapp ein Drittel aller Unternehmen (30,1%) weist zumindest erste Ansätze im Nachhaltigkeitsmanagement auf, entsprechende Aspekte sind jedoch noch nicht systematisch und flächendeckend im Management verankert.

PwC wegen MF GlobalPleite in USA verklagt

© Bjoern Erik Pedersen/CC Lizenz

Die CSR-Agenda stehen derzeit weltweit still

short

Das RSM-Netzwerk hat einen weiteren Puzzlestein dazugewonnen.

London/Wien. RSM International hat seine Präsenz durch die Aufnahme von Baker Tilly UK als Mitglied des Netzwerks im United Kingdom verstärkt. Dadurch festigt RSM seine Position als siebentgrößtes, weltweit tätiges Netzwerk von Beratungs- und Prüfungsunternehmen. Baker Tilly UK hat die frühere UK Member Firm von RSM International, RSM Tenon, im August 2013 erworben und daraus ein Unternehmen mit ca. 3.500 Partnern und Mitarbeitern mit einem Honorareinkommen von mehr als 300 Mio. Pfund geschaffen. Baker Tilly verfügt in Großbritannien über mehr als 40 Büros und ist eines der führenden Dienstleistungsunternehmen im Bereich Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Consulting für dynamisch wachsende Unternehmen. Baker Tilly UK wird im Laufe des Jahres nach Ablauf der Kündigungsfrist mit dem Baker Tilly InternationalNetzwerk formell Mitglied von RSM International werden. In Österreich hat RSM den Hauptsitz in der Wiener Tegetthoffstraße. (red)


A dv i sor y: ta l k

36 – advisory

Freitag, 18. April 2014

advisory@medianet.at

short

Führungswechsel bei Re-Structure

Große Geschäfte Die 1995 gegründete Volksbank auf der Mittelmeerinsel gehört jetzt zur Mediterranean Bank

Der Malta-Big-Deal

Das Schönherr-Team wurde von Sascha Hödl (Partner; Corporate/ M&A) geleitet. Er wurde von Partner Roman Perner (Corporate/ M&A) und Philipp Kapl (Associate; Corporate/M&A) unterstützt. Die ÖVAG wurde beim Verkaufsprozess weiters von KPMG Financial Services (Malta und Ös-

In 8 Kategorien „Führende Wirtschaftskanzlei“

Recruitment DLA Piper Weiss-Tessbach: Next Generation

Wien. Das kürzlich erschienene Rangkingergebnis im internationalen Anwaltsverzeichnis The Legal 500 spiegelt die erfolgreiche Entwicklung der Kanzlei Fellner Wratzfeld & Partner wider. fwp wird in acht Kategorien empfohlen und konnte sich in vier davon weiter verbessern. Im Bereich „Insolvency and Corporate Recovery“ führt fwp mit der Platzierung im Tier 1 die Liste der besten Kanzleien an, in „Banking & Finance“ hält sich fwp-Partner Markus Fellner an der Spitze der Anwaltsriege. Neben den Kategorien „Banking and Finance“ und „Insolvency and Corporate Recovery“ zählt fwp als renommierte Wirtschaftskanzlei in den Kategorien Corporate and M&A, Capital Markets, CEE, Employment, Dis-

Wien. „Behind the Scenes“ war vor Kurzem das Motto einer Karriereveranstaltung bei DLA Piper WeissTessbach, zu der rund 20 Studenten geladen waren. Im Rahmen einer nachgestellten Due DiligencePrüfung für einen Firmenerwerb konnte die Nachwuchsgeneration unter der Anleitung von Anwälten und Partnern realitätsnah die Arbeit in einer Wirtschaftsanwaltskanzlei kennenlernen. „Der Karriere-Workshop gab den Studierenden die Chance, in die Arbeit in einer Kanzlei hineinzuschnuppern und uns die Möglichkeit, vielversprechende und talentierte Nachwuchsjuristen kennenzulernen und bei der Arbeit zu erleben“, sagt Stephan Nitzl, Recruitment-Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach. Zwei der eingela-

pute Resolution sowie Real Estate and Construction zu den führenden Kanzleien am Österreichischen Anwaltsmarkt. http://bit.ly/1taH8gh

Markus Fellner (fwp), „Leading Lawyer“ im Bereich „Banking and Finance“.

CORINNA SCHACHNER & ENRICO MAGGI, BNI

© Monika Zore-Luh

Stephan Nitzl, Recruitment-Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach

Menschen, über die man spricht

Danae Hübl Junges Blut für CBRE Valuation Wien. Danae Hübl (33) verstärkt als Consultant das CBRE Valuation Team unter der Leitung von Christian Aplienz. In dieser Funktion ist die gebürtige Wienerin für die Erstellung von Bewertungsgutachten u.a. bei Due-Diligence-Prüfungen oder beim An- und Verkauf von Immobilien sowie SWOT- und Standortanalysen zuständig. In den letzten acht Jahren war Danae Hübl bei Unternehmen wie der EP Immobilientreuhand oder der DTZ Austria GmbH tätig. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit hat sie an der FH Wien das Bachelor-Studium der Immobilienwirtschaft absolviert und im Sommer 2012 erfolgreich abgeschlossen. Neben ihrer Tätigkeit als Consultant absolviert Hübl derzeit noch das Master-Studium Immobilienmanagement an der FH Wien, das sie in diesem Herbst 2014 abschließen möchte. (red)

© Hays Österreich/ P. Fischer

Kein Aprilscherz: Seit dem 1. April leiten Corinna Schachner (27) und Enrico Maggi (34) das Unternehmernetzwerk Business Network International (BNI) in Tirol. Corinna Schachner aus Söll in Tirol war u.a. bei der Noris Feuerschutzgeräte GmbH und hat im April 2014 die Verkaufstätigkeit und das Marketing bei arti – Atelier Georg Mühlegger übernommen. Der gebürtige Villacher und passionierte Musiker Enrico Maggi blickt auf mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung im Finanz- und Immobilien­sektor zurück; u.a. war er bei der Planfinanz GmbH sowie der Erste Bank und Spar­ kasse tätig. Seit 2012 führt er sein eigenes Modelabel Enrico Maggi Sciarpa Style und seit Jahresbeginn ist er Regionalleiter bei der ­REALfinanz Baufinanzierungsberatung MPSZ GmbH & Co KG. BNI wurde 1985 vom Unternehmensberater Ivan Misner in Arcadia (USA) gegründet und ist heute mit mehr als 6.500 Unternehmerteams in 55 Ländern präsent. (red)

denen Studenten wurde gleich nach der Veranstaltung das Angebot gemacht, im Sommer als Praktikanten in der Kanzlei zu arbeiten. (pj)

T HE W ORLD O F W ORK

Peter Fischer fungiert als neuer Abteilungsleiter IT Contracting bei Hays Österreich am Standort Wien (Europaplatz). Der erfahrene Vertriebsmanager führt in dieser Position die Vertriebsmannschaft im Bereich der Vermittlung von IT-Experten. Seine bisherigen beruflichen Stationen waren IBM, McAfee und Capgemini. In Österreich, Deutschland und der Schweiz besetzt Hays mit mehr als 1.200 Mitarbeitern Projekte und feste Positionen bei über 800 internationalen Topadressen der Wirtschaft.

EIN NEUER CH EF

Michael Kleiter-Bingel leitet ab sofort die Geschäfte des weltweit größten Versicherungsmaklers Aon in Österreich. Der 47-Jährige wurde zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der operativen Gesellschaften Aon Jauch & Hübener Ges.m.b.H. und Aon Austria Versicherungsmakler Ges.m.b.H. ernannt. Er bringt als Versicherungsbetriebswirt eine fundierte internationale Markt- und Branchenerfahrung mit. Zuvor war er zehn Jahre Regional Manager Austria & CEE bei einem internationalen Industrieversicherer in Wien.

© Franz Pfluegl

Wien. Der Alumnae Club des Führungskräfte-Programms Zukunft.Frauen bat am 10.4. zu einem Abend im Zeichen des „Smart Conflict Managements“. Keynote-Speaker war der Wiener Wirtschaftsanwalt Johannes P. Willheim (Willheim Müller Rechtsanwälte): „Im internationalen Vergleich steht die österreichische Wirtschaft dem Thema Konfliktmanagement noch vergleichsweise passiv gegenüber.“  (pj)

Der Nachwuchs für die Branche

© Kurt Keinrath

© beigestellt

fwp von Legal 500 empfohlen

Lisa M. Schreiner, Katharina Oppitz, Johannes P. Willheim (v.l.).

Sascha Hödl führte das Team der Anwaltskanzlei Schönherr beim Malta-Big-Deal an.

© DLA Piper

Zur Zukunft der Streitbeilegung

Die „technischen Details“

© Schönherr/Stefan Kühteubl

Wien. Die Beratungsgesellschaft Re-Structure formiert sich neu: Stefan Choi (war u.a. bei der Immofinanz) und Florian Beckermann, der als „Bad Bank“-Manager in CEE und SEE arbeitete, übernehmen als neue Managing Directors die Agenden von Olivier Frühwirth, der ab nun die Rechtsabteilung der Hypo NÖ Gruppe Bank AG leitet. Die Re-Structure Real Estate Restructuring GmbH ist Teil des Wolf-Theiss-Konzerns. (red)

terreich) beraten, während Fenech & Fenech Advocates (Valeta) als Rechtsberater der Mediterranean Bank agierte. Nach der Ausgliederung des internationalen Geschäfts im letzten Jahr hat die Volksbank Malta aktuell eine Bilanzsumme von rund 150 Mio. € und etwa 56 Mio. € und beschäftigt 28 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent). Das Closing des Verkaufs soll nach der behördlichen Zustimmung erfolgen. Die EU-Kommission hatte im Rahmen ihres Restrukturierungsplans verlangt, dass die Volksbank Malta bis Ende 2015 verkauft werden muss. Die 1995 gegründete VB Malta hat seit 2002 eine Geschäftsbanklizenz und betrieb damit auf Malta Privat- und Unternehmensfinanzierungen für überwiegend lokale Kunden. Außerdem gab es ein Geschäft mit Internationalen Finanzierungen. www.schoenherr.eu

© Schönherr

Stefan Choi (l.) und Florian Beckermann sind neue Geschäftsführer.

Wien/Valletta. Die Anwaltskanzlei Schönherr hat die teilstaatliche Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) beim Verkauf ihrer Tochter Volksbank Malta Limited an die maltesische Mediterranean Bank plc beraten. Vertreter der ÖVAG und der Mediterranean Bank haben am 11. April den Vertrag über den Verkauf der Volksbank Malta unterzeichnet; mit dem Vertragsabschluss erwirbt die Mediterranean Bank 100% an der Volksbank Malta.

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© Wolf Theiss

Schönherr berät die Österreichische Volksbanken-AG beim Verkauf der Volksbank Malta Limited.

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Schönherr holt Stefan Kühteubl (41) als neuen Partner in die Kanzlei, wo er die Arbeitsrechtspraxis leiten wird. Er war bereits von 1999 bis 2004 im Arbeitsrechtsteam von Schönherr und wechselte 2004 in die Anwaltskanzlei Engelbrecht und Partner in Wien, wo er 2008 Partner wurde. Unter Kühteubl wird das Schönherr Arbeitsrechtsteam aus sechs Juristen bestehen. Zu Kühteubls Mandanten zählen u.a. Magna, die Stadt Wien, das AKH, MedAustron, das Institute of Science and Technology Austria und Assa Abloy.


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