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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 18. Jänner 2013 – 35

ungenutztes potenzial

trendwende erhofft

Laut Schroders sind heimische Anleger bei Beratung vielfach unterversorgt  Seite 37

Managed Futures profitieren von weniger politischen Finanz-Interventionen  Seite 38

© WKGB

© Schroders

financenet europa „Aktien günstig bewertet“ © Allianz

Investmentfonds werden 2013 im Aufwind sein

ATX 9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

ATX (16.1.)

2447,15

Wochentop Wochenflop

-1,91%

Do&Co 4,29% Verbund -5,23%

Top 5 ATX Prime Do&Co Kapsch TrafficCom Amag Uniqa OMV

4,29% 2,33% 2,00% 1,38% 1,25%

Flop 5 ATX Prime Verbund Strabag SE Frauenthal Holding Erste Group Polytec

-5,23% -4,88% -4,48% -4,19% -4,12%

DAX

DAX (16.1.)

© Stephan Huger; RCM; panthermedia.net/nakit jaroonsrirak

9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

7691,13 -0,38%

Wochentop Wochenflop

Adidas RWE

4,06% -7,60%

Top 5 DAX Adidas Volkswagen Deutsche Post Daimler Lanxess

4,06% 3,12% 2,58% 2,37% 2,29%

Flop 5 DAX RWE HeidelbergCement E.On K+S SAP

-7,60% -3,96% -3,89% -3,34% -3,28%

Niedrigzinsumfeld hilft Vertreter der Fondsbranche wie Heinz Bednar (Erste Sparinvest) und Mathias Bauer (Raiffeisen Capital Management) sehen eine Renaissance der Fonds voraus. Das Umfeld sei besonders für Aktienfonds günstig, Richard Lernbass von software-systems ortet bereits einen Trend.  Seite 36 Ziel: 15 Millionen Kunden bis 2020 Neue Uniqa Österreich Versicherungen AG“ offiziell gegründet und gefeiert

inhalt

Uniqa Österreich wird vom Stapel gelassen

Capital:Markets > Bankomatkarten können bald kontaktlos bezahlen  36 Fonds:Park > C-Quadrat wächst um 45,6 Prozent  > China will Bondmärkte ­ankurbeln 

37

Banking > WKBG mit mehr Bürgschaften, Eigenkapital  > RBI will in Osteuropa ­selektiv wachsen 

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Wien. Mit einem großen Fest ist am Dienstag im Uniqa Tower das jüngste Kind der Uniqa Group gefeiert worden. „Uniqa Österreich Versicherungen AG” wurde der Öffentlichkeit, Partnern, Freunden und auch Mitbewerbern vorgestellt.

38

„Mit kräftiger Stimme“

Insurance:Watch > Generali mit neuer Strategie und Sparprogramm  40

© Uniqa

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Hartwig Löger, Johann Marihart, Walter Rothensteiner, Andreas Brandstetter

„Das Baby ist kerngesund und versteht es, sich mit einer kräftigen Stimme Gehör zu verschaffen”, so beschreibt CEO Andreas Brandstetter den Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kunst und Kirche die

neu gegründete Uniqa Österreich Versicherungen AG. Die Uniqa Group hat im vergangenen Herbst ihre Konzernstruktur gestrafft und das Österreich-Geschäft in einer einzigen Gesellschaft gebündelt. „Damit tragen wir der großen Bedeutung des Österreich-Geschäfts für den Konzern Rechnung”, so Brandstetter. „Unser Kernziel ist es, die Kundenanzahl bis 2020 auf 15 Millionen zu verdoppeln.“ Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und zahlreiche weitere prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft zeigten beim Fest Flagge. (red)


f i n a n c e : c ov e r

36 – financenet

Freitag, 18. Jänner 2013

financenet@medianet.at

kolumne

Neue Welt bei der Energie?

Globale Zuwächse bei Nettomitteln Niedrigzinsumfeld sollte helfen, der Fondsbranche mehr Auftrieb zu verleihen

Rückenwind für Fonds

Aktien werden von den heimischen Finanzexperten als die attraktivste Anlage-Klasse gesehen.

Mehr Anleihen im Ratingvisier New York. Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von fast einer Billion USD droht eine Herabstufung der Bonitätsnote auf Ramschniveau. 52 verschiedene Schuldner mit einem Bondwert von 984,8 Mrd. USD (741,7 Mrd. €) seien nur noch eine Stufe davon entfernt, teilte die Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) in New York mit. Ende 2011 waren es 38 Emittenten mit einem Volumen von 227,4 Mrd. USD. „Der Abwärtsdruck kommt in erster Linie von der europäischen Schuldenkrise“, sagte S&P-Analystin Diane Vazza der Nachrichtenagentur Reuters. Knapp die Hälfte der Ramsch-Kandidaten sind Banken, von denen wiederum allein acht aus Indien kommen. Aus den USA und Europa kommen jeweils 15, aus dem asiatischpazifischen Raum elf. Sie haben alle ein „BBB-“-Rating und einen negativen Ausblick, was eine drohende Herabstufung auf Ramsch-Niveau („Junk“) signalisiert. (APA)

Für Fondsanleger und Anbieter herausfordernd bleibt, nach Abzug der Inflation Geld zu verdienen, so RCM-Chef Bauer. Nur über den Kapitalmarkt seien reale

Austro-Markt wuchs stärker Die österreichische Fondsbranche hat 2012 sogar einen stärkeren Akzent gesetzt: Das von allen österreichischen Fondsgesellschaften verwaltete Kapitalvermögen ist um 7,2% auf 144,4 Mrd. € gestiegen. „Vonseiten österreichischer Privatanleger gab es erstmals seit 2006 wieder Netto-Zuflüsse in die Fonds”, konstatiert Mathias Bauer, Vorstand der Raiffeisen Kapitalanlagegesellschaft (Raiffeisen Capital Management/RCM). Die größte Tochter der Erste Asset Management, die Erste-Sparinvest, konnte ihr Volumen sogar um 11,9% auf 26,4 Mrd. € steigern und damit nach eigener Berechnung die Marktstellung als Nummer 1 im Publikumsfondsbereich und Nummer 2 bei den Großanlegern erfolgreich behaupten, wie es heißt.

„Nur über den Kapitalmarkt sind reale Erträge machbar; diese braucht man, um Anlageziele zu erreichen.“ mathias bauer, rcm

Richard Lernbass, software-systems: „Billionengrenze überschritten.“

der Euro-Schuldenstaaten – noch Zurückhaltung spürbar gewesen“, sagt Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der ErsteSparinvest und Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG). Durch die niedrigen Geldmarktzinsen seien Investoren weltweit auf der Suche nach Rendite und würden nun höher rentierenden Anlageklassen den Vorzug geben. Schon gegen Ende des Vorjahrs zeigte sich ein interessanter Trend: jener zu Aktienfonds. Denn ein

Aktienfonds im Kommen „Während Großinvestoren die Marktopportunitäten wahrgenommen haben, ist bei den Privatinvestoren aufgrund der Nachrichtenlage – Stichwort finanzielle Lage

Erträge machbar, diese brauche man, um Anlageziele zu erzielen. Für Fonds spreche zudem auch die Risikostreuung. RCM sieht eine Renaissance vor der Tür, Aktien böten jetzt gute Einstiegskurse. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis globaler Aktien betrage derzeit 14,8 und liegt damit im historischen Vergleich auf einem attraktiven Niveau. Die Dividendenrendite macht derzeit 2,8% aus – deutlich mehr, als der Geldmarkt abwirft, präzisiert Harald Egger von der Erste Sparinvst.  (lk)

besonders starker Monat für die in der von ‚software-systems.at‘ servicierten Fondsdatenbank (FIAP) befindlichen Aktienfonds war der Dezember mit 18 Mrd. € Mittelzuflüssen. In der Datenbank enthalten sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz registrierte Fonds, wird erklärt.

Noch Potenzial nach oben Insgesamt gab es bei den in FIAP enthaltenen Aktienfonds im Jahr 2012 Zuflüsse von mehr als

NFC-Technologie Neue Karten ab März zahlen per Funk

Ausbau geplant Kaufvertrag für Spezialhersteller

Wien. D i e E n t w i c k l u n g d e s Bankomatkartenmarkts zeigt: Die Österreicher zahlen immer öfter bargeldlos. Nun wird es ab März mit neuen Karten möglich, Beträge bis 25 € „kontaktlos” mit der Bankomatkarte zu zahlen – es wird keine PIN-Eingabe mehr notwendig sein. „Es muss lediglich die Bankomatkarte nah an das Lesemodul einer entsprechend ausgerüsteten Bankomatkassa gehalten werden”, so der Geschäftsführer von Payment Servicees Austria (PSA), Rainer Schamberger. Höhere Kosten für den Kunden bei der Kartenausgabe durch die Banken seien nicht ausgeschlossen, aber eine Frage der Kreditinstitute.

Wien/Neu-Delhi. Der börsennotierte Rohstoffkonzern RHI beteiligt sich an einem indischen Hersteller von Feuerfest-Spezialprodukten und Feuerfestmassen. Das österreichische Unternehmen hat einen Kaufvertrag über den Anteilserwerb von 43,6% an der Orient Refractories Ltd. (ORL) mit Sitz in Neu-Delhi unterzeichnet. Kostenpunkt: 31 Mio. € (2,3 Mrd. Rupien). Eine mehrheitliche Übernahme wird angestrebt. Die Transaktion sei vorbehaltlich verschiedener Bedingungen, wie regulatorischer Zustimmungen, gültig. Verkäufer des Aktienpakets, das nun die RHI übernimmt, sei eine indische Familie namens Rajgarhia. Mit weniger als fünf Prozent werde Herr S.G. Rajgarhia weiterhin an ORL beteiligt bleiben.

Bankomatkarten zahlen kontaktlos RHI steigt bei indischer ORL ein mer hätten die einwandfreie Kontaktlosfunktion bestätigt. Die PINfreie Bezahlweise basiert auf der „Near Field Communication”-Technologie (NFC). Die PSA ist Tochter heimischer Banken und für die Abwicklung des Bankomatenund Bankomatkartengeschäfts zuständig. Laut ihren Angaben ist die Zahl der ausgegebenen Bankomatkarten im Vorjahr um 3,1 Prozent auf 8,6 Mio. Stück gestiegen. (red/APA)

Mittels NFC-Technologie Wie bei den bekannten Karten werden ausschließlich die von großen Kartenunternehmen wie MasterCard und Visa für mehrere Jahre zertifizierten und für den Einsatz freigegebenen Chipplattformen verwendet, hieß es. Ein entsprechendes Pilotprojekt wurde bereits durchgeführt: Die Rückmeldungen der 500 Pilotierungsteilneh-

kann bis zu 18,5 Mio. € zusätzlich kosten. ORL notiert den Angaben zufolge an der National Stock Exchange of India und an der Bombay Stock Exchange und produziert für die indische und die internationale Eisen- und Stahlindustrie. Im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende März) konnte ORL einen Umsatz von rund 44 Mio. € und einen operativen Gewinn in Höhe von etwa sieben Mio. € erwirtschaften. (red/ag)

Mehr Anteile geplant

Bankomatkarte: Bis 25 Euro können damit künftig kontaktlos bezahlt werden.

Die RHI will das indische Unternehmen in weiterer Folge mehrheitlich übernehmen. Der Konzern ziehe ein öffentliches Angebot für bis zu weitere 26% durch. Der Angebotspreis liege bei 43 Rupien (60 ct) je Aktie. Die Aufstockung

© RHI

S&P Ramsch-Status

Attraktives KGV

© Claudia Berg

D

ie Energiebranche steht bis 2020 vor dem Umbruch – das steht in einer geheimen Studie des deutschen Bundesnachrichtendiensts (BND), aus der die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Der Wandel sei nicht den Erneuerbaren Energien zuzuschreiben, sondern der von Umweltschützern geschmähten Technologie des „Fracking”, die den Abbau der bisher nicht erschließbaren, riesigen Schiefergas- und Ölfunde der USA ermöglicht. Laut BND würden die USA dadurch bis 2020 vom weltgrößten Energieimporteur zu einem Netto-Exporteur von Öl und Gas. Dadurch ändere sich das Machtgefüge zwischen der Supermacht und dem aufstrebenden China, vor allem in Nahost. Während die USA vom Nahen Osten weniger abhängig sein werden, müsse China weiter voll dort einkaufen. Mögliches Ergebnis sei die brisante Situation, dass Amerika seine Militärpräsenz reduziert und künftig China – mit geringeren Militärressourcen – Tanker und Ölfirmen vor Angriffen schützen muss. Obwohl die neue Ölschwemme der USA für Entspannung an der Ölpreis-Front sorgen sollte, ist die hier skizzierte politische Unberechenbarkeit also auch Nährboden für ganz neue (wenn auch hoffentlich kurzfristige) Öl-Preisspitzen: Der Ölpreis ist politisch, und nichts treibt ihn so stark in die Höhe wie Konflikte.

24 Mrd. €. „Somit kann das Jahr 2012 als jenes bezeichnet werden, in welchem wir im Rahmen unserer Finance- and EthicsResearch-Reportings bei Aktienfonds die Billionen-Grenze überschritten haben“, erklärt Richard Lernbass, geschäftsführender Gesellschafter von software-systems. Rückenwind für den Fondsabsatz in 2013 erwartet Erste-Sparinvest-Chef Bednar v.a. von den gut laufenden Aktienmärkten. Für Aktienfonds sei das Potenzial nach oben noch nicht ausgeschöpft.

© Paylife

gerald stefan

Wien. Das weltweite Investmentfondsvermögen ist im dritten Quartal des Jahres 2012 um 2,5% auf 21,95 Billionen € gestiegen. Dies geht aus den Statistiken des europäischen Fondsverbands EFAMA (European Fund and Asset Management Association) hervor. Die globalen Nettozuflüsse in Investmentfonds beliefen sich laut EFAMA auf 167 Mrd. € im dritten Quartal. Im Vorquartal waren es nur 99 Mrd. € gewesen. Der stärkere Zuwachs im dritten Quartal sei vor allem durch stärkere Nettomittelzuflüsse in Misch- und Rentenfonds zustandegekommen. Aktienfonds dagegen sahen das fünfte Quartal in Folge Nettoabflüsse: Im dritten Quartal 2012 um 43 Mrd. €, also um 14 Mrd. mehr als im Vorquartal.

RHI-Chef Franz Struzl baut in Indien aus, erwirbt 43,6 Prozent an ORL.


f o n d s : pa r k

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financenet@medianet.at

GfK-Umfrage Im Auftrag von Schroders wurden 500 Haushalte mit Kapitalmarkterfahrung befragt; der heimische Kapitalmarkt wird favorisiert

Viel ungenutztes Potenzial Wien. Die von GfK Marktforschung im Auftrag der Fondsgesellschaft Schroders Ende 2012 durchgeführte Umfrage „Investmentbarometer“ zeigt – trotz Kaufzurückhaltung der Anleger – viel Potenzial für Berater und Vermittler auf. Das derzeit größte Risiko für internationale Investitionen sehen die befragten heimischen Kapitalanleger in Lateimamerika (42%), gefolgt von Russland (36%) und den USA (33%). Europa wird immerhin von 32% der Austro-Befragten als Anlageregion mit dem höchsten Risiko gesehen – eine knappe Verdreifachung in zwei Jahren. Österreich dagegen scheint „harmlos“ zu sein (6%). Europa wird aber weiterhin als sicherer Anlagehafen gesehen, interessanterweise vor allem bei Staatsanleihen. Für 45% sind europäische Staatsanleihen sicher, gefolgt von Skandinavien (38%). Daneben gelten skandinavische Aktien als sehr sicher (45%), gefolgt von europäischen Aktien (43%). Das Gefühl, die Unternehmen zu kennen, scheint die EurozonenProblematik vom Tisch zu wischen. USA-Titel bringen es nur auf 14% (Stand: vor den Präsidentschaftswahlen 2012).

Diversifikationschancen blieben dennoch ungenutzt: „Obwohl die Anleger erkennen, dass die Chancen außerhalb Europas und Österreichs liegen, passen sie ihr Investmentverhalten nicht an“, so Nareike. Die Gründe, warum internationale Anlagen nicht eingegangen werden: „Weil sie mir zu risikoreich sind” (80%), „... ich mich zu wenig auskenne” (71%), „... ich Angst vor einer Rezession im jeweiligen Land habe“ (47%).

Anpassungen viel zu selten Und bei diesem Grund muss sich die Berater- und Vermittlergilde

an die eigene Nase fassen: „Mir hat noch niemand solche Produkte angeboten”, sagen immerhin 29% der Befragten. Weiteres Potenzial liegt im trägen Anlageverhalten: Obwohl die ökonomische Supermacht der Zukunft für 67% der Befragten in China liegt, gefolgt von Indien (23%) und Deutschland (22%), setzen die Anleger bei der Investitionsplanung für die kommenden 24 Monate vorrangig auf den Heimatmarkt (76%); Kapitalanlagen in den Schwellenländern sind auch künftig nur in geringem Maß geplant. Japan, Russland oder Lateinamerika werden kaum in Betracht ge-

zogen. Rund 27% der Österreicher realisieren aber, dass es sinnvoll ist, noch in diesem Jahr in die Supermacht von morgen zu investieren. Aber 56% der Befragten schichten ihr Portfolio seltener als ein Mal im Jahr um. „Anlegergeld ist vorhanden, Aktien sind günstig bewertet, das Umfeld ist günstig, das Zinsniveau weiterhin tief, die Altersvorsorgeproblematik ungelöst, der Anleger hat drei eigentlich gute Aktienjahre verpasst ...“ – Nareike sieht darin nahezu Idealbedingungen, um bei den Kunden zu punkten. Im Trend würden künftig Fondspolizzen liegen, ist Nareike überzeugt.  (lk)

© Schroders

29% der Befragten sagen, ihnen wurden noch nie Anlagen mit internationalem Fokus angeboten.

„Der Großteil behält sein Anlageverhalten einfach bei“, wundert sich Nareike.

Was der Bauer nicht kennt ... Die Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten dürfte die Österreicher dazu verleiten, noch mehr im Heimatland zu investieren. Derzeitige Kapitalanlagen sind auf Länderebene zu 75% in Österreich (ein leichter Anstieg zum Vorjahr) investiert. Europa ist aufgrund der anhaltenden Probleme in der Eurozone der deutliche Verlierer; dort haben Österreicher nur mehr 39% geparkt. „Anlagen in den USA werden von österreichischen Anlegern aufgrund der Situation in Europa verstärkt eingesetzt“, sagt Joachim Nareike, Leiter Publikumsfondsvertrieb für Deutschland, Österreich und Luxemburg bei Schroders.

C-Quadrat Volumen

Plus von 45,6% Wien/Frankfurt. 2012 konnte das Fondshaus C-Quadrat das direkt und indirekt über Managementund Advisory-Mandate verwaltete Volumen von 2,92 Mrd. € Ende 2011 um 45,6% auf 4,26 Mrd. € steigern. Dies resultiert maßgeblich aus zwei 2012 getätigten Akquisitionen: die britische BCM-Gruppe sowie die österreichische Absolute Portfolio Management GmbH. Damit wurde auch die Produktpalette um wachstumsstarke Segmente erweitert, heißt es.  (lk)

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apano Geschäftsführer Markus Sievers sieht für Managed Futures heuer die Chance, dass sie zu ihrer eigentlichen Stärke zurückkehren

Managed Futures vor der Wende? Trendfolgende Produkte hatten es im Vorjahr durch abrupte Richtungswechsel infolge politischer Interventionen schwer. Wien/Dortmund. Nach Einschätzung des Finanzunternehmens „apano“ sind die größten zu erwartenden politischen Eingriffe in die Finanzmärkte getätigt. Für Managed Futures könnte dies die Trendwende bedeuten.

dass sich die Trendfolger auf der falschen Seite der Preisbewegungen befanden“, so Sievers. Er geht aber davon aus, dass sich die Politik heuer deutlich weniger auf die Entwicklung der Märkte auswirken wird. Managed Futures hätten nun die Chance, 2013 zu ihrer eigentlichen Stärke zurückzufinden.

© apano

„Gedrehte Markttrends“

Sievers ist für trendfolgende Kapitalmarktprodukte für das laufende Jahr optimistisch.

Risiken 2013 geringer Zwar seien nach Ansicht des Experten Sievers politisch noch viele kleine Schritte erforderlich, damit die Euro-Krise nicht wieder aufflammt. Das Schlimmste sei jedoch überwunden. Die Ratingagentur Standard & Poors kommt in einer aktuellen Studie ebenfalls zu dem Schluss, dass die Krise 2013 einen Wendepunkt nehmen könnte. Andere Stimmen, wie die von José Manuel Barroso, Chef der EUKommission, oder die von Wolf-

Grünes Licht Bondmarkt soll weiter angekurbelt werden, z.B. mit Einführung von zwei börsennotierten Indexfonds

short

Peking/Shanghai. China will seinen rasant wachsenden Bondmarkt weiter ankurbeln und dazu in Kürze einen Terminkontrakt auf Staatsanleihen auflegen. Diesen seit Längerem erwarteten Schritt kündigte der Vorsitzende der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC), Guo Shuqing, an. Die Einführung eines solchen Future und anderer Derivate zur Absicherung von Termingeschäften dürfte die Entwicklung des Bondmarkts in der Volksrepublik stützen. China hat bis Ende 2012 nach Daten des größten Clearinghauses des Landes Staatsanleihen im Wert von 8,07 Billionen Yuan (973 Mrd. €) ausgegeben. Auch der Markt für Unternehmensanleihen boomt: 2012 stieg die Ausgabe sol-

Wien. HSBC Global Asset Management hat einen neuen Emerging-Markets-Anleihefonds im Angebot: Mit dem HSBC GIF India Fixed Income (ISIN: LU0780248950) können österreichische Anleger in den für Ausländer schwer zugänglichen indischen Anleihemarkt investieren. Für 2013 wird ein BIP-Wachstum von 7,3% erwartet. „Die Zinsstrukturkurve in Indien ist recht flach, die Zinsen sind auch bei kurzlaufenden Papieren hoch. Gegenüber der Peer-Group der Emerging Markets sowie im Vergleich zu den Industrienationen ist die Zinsstrukturkurve attraktiv“, meint Fondsmanager Gordon Rodrigues. (lk)

Volksbank lanciert „Alpen Bonus Garant 4“

cher Bonds nach Angaben der Zentralbank um 65% auf umgerechnet rund 272 Mrd. €. „Bond-Futures werden den Markt effektiver und die Preise genauer machen“, sagen die Experten des Hedgefonds Ucom Investment. „Anleger haben damit ein wichtiges Instrument zur Absicherung gegen Risiken.“ In Deutschland vollzieht der Bund-Future als Terminkontrakt die Entwicklung der zehnjährigen Bundesanleihen nach. Da ein Future meistens einfacher handelbar ist als der zugrundeliegende Basiswert, fließt gewöhnlich mehr Liquidität in den Markt. Zugleich rechnen Marktteilnehmer damit, dass die Regulierungsbehörden ihre bisher rigiden Zinsvorgaben mit dem Schritt lockern. (ag)

© EPA

China führt Bond-Terminkontrakte ein

Neuer Fonds für indische Anleihen

Anleger können sich laut Experten mit neuen Kontrakten gegen Risiken absichern.

Allianz Invest Die Experten der Allianz Gruppe erwarten heuer eine Rückkehr der Investoren an die Märkte

„Europäische Aktien attraktiv bewertet“

© EPA

Wien. Mit 2,3% verzeichnete die Weltwirtschaft 2012 die drittniedrigste Wachstumsrate der letzten zehn Jahre, an den Finanzmärkten bietet sich hingegen ein erfreulicheres Bild als in der Realwirtschaft – dies stellen die Investmentstrategen der Allianz Invest klar. Im kommenden Jahr sollte sich die Staatsschuldenkrise in der Eurozone weiter beruhigen; für 2013 bieten Aktien weiteres

OMV ist eines der Unternehmen im Aktienkorb des „Alpen Garant“.

Aufwärtspotenzial. „Die aktuelle Aktienbewertung ist vergleichbar mit jener zu Beginn 2012: Trotz der Kursgewinne im letzten Jahr sind Aktien nach wie vor sehr attraktiv“, erklärt Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich. Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen, so sollte das globale Wachstum

im kommenden Jahr – angetrieben von den Emerging Markets – leicht über jenem des Jahres 2012 liegen. In den USA allerdings stehe eine nachhaltige Einigung zur Fiskalklippe noch aus und berge die Gefahr einer Wachstumsbremse: „Auch die USA werden sich 2013 mit dem Thema der Schuldenreduktion verstärkt auseinandersetzen müssen“, sagt Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Die Allianz geht davon aus, dass Notenbanken ihre expansive Politik beibehalten und die Inflation auch 2013 unter Kontrolle bleiben wird.

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© Allianz

Wien. Volksbank Investments bringt mit dem „Alpen Bonus Garant 4“ ein Zertifikat auf den Markt, bei dem Anleger sowohl von steigenden, seitwärts laufenden und fallenden Kursen der Aktien (bis 39,99%) profitieren können. Bei fünfjähriger Laufzeit ergibt sich damit die Chance auf einen attraktiven Bonus von 25% (vor Steuer). Abhängig ist dieser Bonus von der Entwicklung des Aktienkorbs, bestehend aus börsennotierten Unternehmen aus Österreich und Deutschland (Deutsche Telekom AG, OMV AG, ThyssenKrupp AG, voestalpine AG, EON AG).  (lk)

„Managed Futures haben in den vergangenen zwei Jahren darunter gelitten, dass politische Interventionen zu gedrehten Markttrends geführt haben“, meint Markus Sievers, geschäftsführender Gesellschafter von apano. Laut Branchenindex Barclay Hedge machte die Branche 2012 insgesamt 1,8% Verlust, 2011 waren es 4,2% (Barclays BTOP50 Index, abgesichert in USD, Stand: 30.12.2012). „Abrupte Richtungswechsel an den Märkten, die durch politische Großentscheidungen hervorgerufen wurden, haben dazu geführt,

gang Schäuble, deutscher Bundesfinanzminister, erklärten kürzlich diese gar schon für beendet. „Die volkswirtschaftlichen Risiken, die sich noch 2012 abzeichneten, sind 2013 bei Weitem nicht mehr so hoch“, äußert Sievers. In den wichtigsten asiatischen Märkten China und Japan seien neue Regierungen im Amt, die in erster Linie auf Wachstum bedacht seien. In den USA laufen die Binnenkonjunktur und der Export einigermaßen stabil und rund. In Europa lasse ebenfalls der Druck nach. Die grundsätzlichen Probleme, wie etwa die massive Schuldenproblematik einiger europäischer Länder, seien zwar laut Sievers noch vorhanden. „Niedrigere Zinsen und eine etwas höhere Inflation werden jedoch dazu beitragen, dass wir in ein paar Jahren auf ein akzeptables Niveau zurückkehren können“, so apano-Geschäftsführer Sievers.  (lk)

Allianz-CIO Bruckner: „Notenbanken werden expansive Politik beibehalten.“

Die Rahmenbedingungen scheinen ähnlich wie Anfang 2012: Nach den massiven Eingriffen der Notenbanken und der Flucht der Investoren in sichere Anlagen bietet der Großteil an Staatsanleihen bereits negative reale Renditen. Innerhalb der Eurozone sind mittlerweile auch Anleihen der CoreLänder teuer. „Trotz der negativen

Gewinnrevisionen und der Kursgewinne in 2012 sind die Bewertungen der Aktienmärkte im längerfristigen Vergleich attraktiv“, so Ramberger. Investoren sind 2012 noch nicht im großen Stil an die Aktienmärkte zurückgekehrt, die Kursgewinne waren nicht von Zuflüssen begleitet. „Wir erwarten in diesem Jahr eine Rückkehr der Investoren an die Märkte, zumal die Dividendenrendite Aktien im Vergleich zu Bonds als Rendite-Asset interessant macht“, so Ramberger. „Im derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern, Aktien gegenüber Anleihen überzugewichten“, so Bruckner. Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, USA und Japan unter- und Europa sowie Emerging Markets überzugewichten. In Europa habe der massive Eingriff der EZB die Finanzmärkte stabilisiert, fallende Zinsspreads sprechen für höhere Risikobereitschaft der Investoren. Die Unternehmen verfügen über solide Bilanzen. In den Emerging Markets werden osteuropäische Märkte und Emerging Asia“, so Bruckner.  (lk)


banking

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financenet@medianet.at

Spezialbank WKBG Für Wiener Unternehmen werden Haftungen und Eigenkapital bis 500.000 Euro angeboten

short

Neue WKBG: Mehr Kapital, Bürgschaften für Firmen Wien. Christopher Schneider, Vorstandsvorsitzender der WKBG, der Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank AG, hat sowohl Bürgschaften wie auch Eigenkapitalfinanzierungen für die Wiener Wirtschaft im Angebot – und er sieht die Bedeutung seiner Produktpalette in der Zukunft weiter steigen. „Im Zeitalter von ‚Basel II’ und knapper Liquidität sehe ich die Nachfrage weiter zunehmen”, sagt Schneider. Derzeit ist die WKBG als Stiller Gesellschafter an nahezu 40 Wiener Unternehmen beteiligt und finanziert mit den Bürgschaften über 420 Unternehmen in Wien. So wurden im Bürgschaftsgeschäft auch 2012 an die 11,5 Mio. Euro Kredite behaftet. Die Eigentümer der Spezialbank – neben der Stadt Wien sind das die meisten der großen österreichischen Banken und Versicherungen (s. Kasten) – haben dem Geldhaus Ende 2012 eine neue Struktur und einen neuen, großzügigen Kapitalrahmen verpasst, sodass Schneider derzeit keinerlei Finanzierungsbeschränkungen im eigenen Haus sieht, die Nachfrage der Kunden – typischerweise kleine und mittlere Untenrehmen – zu erfüllen. Der größte WKBG-Kunde hat einen Jahresumsatz von 100 Mio. €; Untergrenzen gibt es bei Haftungen nicht, bloß bei Eigen-kapitalfinanzierungen wird eine Mio. € Mindestumsatz vorausgesetzt.

kapital. Die WKBG ist als Spezialbank ausschließlich in Wien tätig. Die Kunden kommen in der Regel über die Hausbank zur WKBG. „Wir helfen den Banken, das Syndizierungsrisiko einer Finanzierung auf mehr Schultern zu heben.” Also z.B. den klassischen Bankkredit für eine geplante Investition durch eine Bürgschaft machbarer zu machen und eventuell durch eine Eigenkapitalfinanzierung – in Form einer Stillen Gesellschaft – zu ergänzen.

© dpa/Arne Dedert

Neuer WKBG-Chef Christopher Schneider: In Zeiten knapperer Liquidität steigt Nachfrage weiter.

Deutschland: Banken retournieren Hilfsgeld

Commerzbank will mit Rückzahlung von 16 Mrd. Euro beginnen.

Frankfurt. Ein Jahr nach den Milliardenspritzen der EZB wollen die deutschen Banken nun mit der Rückzahlung beginnen. Anfang 2012 besorgten sich Europas Finanzinstitute eine Billion € bei der EZB, allein an deutsche Häuser flossen laut Analysten 69 Mrd. €. EZB-Präsident Mario Draghi wollte so verhindern, dass die Banken wegen der Schuldenkrise nicht mehr an Geld kommen. Vom 30. Jänner an haben die Banken nun wöchentlich die Möglichkeit, das Geld aus der ersten Tranche von 489 Mrd. € zurückzugeben. Analysten schätzen, dass die deutschen Banken bei erster Gelegenheit 25 Mrd. € zurückzahlen. Die Commerzbank, die sich 16 Mrd. € bei der EZB besorgte, hat angekündigt, im 1. Quartal mit der Rückzahlung zu beginnen. (APA)

Gerade Letzteres ist ein wichtiges Merkmal, heißt es: Mittelständische Betriebe klagen immer wieder über die fehlenden Möglichkeiten, ihre Eigenkapitalbasis zu erweitern. Schneider: „Wir stellen zusätzliche Finanzierungsmittel ohne Substanzbeteiligung zur Verfügung. Dadurch ist garantiert, dass der Unternehmer auch Chef seines Unternehmens mit seinen Kernkompetenzen bleibt.” Im Zuge der Neustrukturierung der WKBG wurde das maximale Haftungsobligo von 280.000 auf 500.000 € erhöht (für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 5 Mio. €). Beteiligungen werden ebenfalls bis 500.000 € abgeschlossen. Die Kombination beider Instrumente ist für alle Branchen möglich. Laut Schneider sind ein Drittel seiner Kunden jüngere Unternehmen, die ihr Wachstum finanzieren wollen; ein weiteres Drittel ist bereits größer und hat nun ein umfangreiches Investitionsvorhaben zu finanzieren, und das letzte Drittel will die Eigenkapitalstruktur verbessern. Finanziert werden die meisten Unternehmensziele und -projekte;

Zweistelliges Wachstum „Wir haben in den letzten drei Jahren das Volumen der Bürgschaften um 120 Prozent gesteigert”, sagt Schneider. Auch 2012 gab es zweistellige Zuwächse bei den eingegangenen Bürgschaften und beim vergebenen Eigen-

© WKGB

Verbesserte Liquidität

WKBG-Chef Christopher Schneider: Zusammenlegung Ende 2012 durchgezogen.

nur zu Sanierungszwecken steht die WKBG nicht zur Verfügung. „Unsere Stärke sind rasche Entscheidungen”, betont Schneider. Im

Beteiligungsgeschäft werde demnach bei Vollständigkeit aller Unterlagen längstens in vier Wochen entschieden. (gst)

Morgan Stanley will Zurückhaltung bei Boni Washington. Die US-Bank Morgan Stanley plant, die Auszahlung der Boni für viele ihrer Spitzenverdiener über fast drei Jahre zu strecken. Das betreffe mit Ausnahme der Finanzberater alle Mitarbeiter, die 2012 mehr als 350.000 USD (262.000 €) verdienten und deren Bonus oberhalb von 50.000 USD liege, meldet Reuters. Den letzten Teil erhalten sie erst Ende 2015. Morgan Stanley wolle damit Aktionäre und Aufsichtsbehörden besänftigen, heißt es.  (APA)

FACTS Die großen Finanzkonzerne Die Gesellschafter der WKBG sind Stadt Wien, Wirtschaftskammer Wien, Unicredit Bank Austria, Erste Bank, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Bawag PSK, Volksbank, Hypo NÖ sowie die Versicherer Wiener Städtische und Uniqa. Die früher drei Gesellschaften der WKBG-Gruppe, die Wiener Kreditbürgschaftsgesellschaft m.b.H., die Wiener Risikokapitalfonds Ges. m.b.H. und die Kapital-Beteiligungs AG, wurden gegen Ende 2012 mit der Eintragung im Firmenbuch zur WKBG verschmolzen und

im Zuge dessen eine Kapitalerhöhung um mehr als 15 Mio. € auf 27 Mio. € Eigenkapital durchgeführt. Die Instrumente Die WKBG bietet Unternehmen zwei Kerninstrumente als Finanzierungsbank: die Bürgschaft und die Beteiligung. Derzeit ist man an knapp 40 Wiener Unternehmen beteiligt; rund 420 werden durch Bürgschaften finanziert. Der größte Kunden hat einen Jahresumsatz von 100 Mio. €; die meisten Klienten sind aber weit kleiner.

Neues Regelwerk Zweite Stufe der Bankenunion geplant

Mittel- und Osteuropa Ökonomisch nicht einheitlich

Brüssel. Die EU-Kommission will bis Mitte des Jahres die zweite Stufe der geplanten Europäischen Bankenunion zünden. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso kündigte vor dem EU-Parlament in Straßburg einen Gesetzesvorschlag vor der Sommerpause an, der eine ordnungsgemäße Abwicklung von Banken in der Eurozone mithilfe eines gemeinsamen Fonds erlaubt. „Ich halte das für eine Angelegenheit höchster Priorität”, sagte Barroso vor den Abgeordneten.

Wien. Mittel- und Osteuropa ist noch immer die Wachstumsregion in Europa mit einem Vorsprung von zwei Prozentpunkten auf Westeuropa, dennoch werde 2013 ein herausforderndes Jahr, erklärte Herbert Stepic, Chef der börsennotierten Raiffeisen Bank International (RBI), bei einer Pressekonferenz anlässlich der EuromoneyKonferenz in Wien. Der CEE-Raum sei zwar eine geografische, aber keine einheitliche ökonomische Region mehr. Die Entwicklung in den einzelnen Länder differiere viel stärker als noch vor der Krise.

Viele stoppen Prägung der kleinen Münzen

europäischen Banken beaufsichtigen, doch erst mit der zweiten Stufe erhält sie eine Handhabe, um vor der Pleite stehende Institute ohne Schaden für Finanzwelt und Sparer zu beerdigen. Grundsätzlich soll das Geld dafür von den Banken selbst kommen, doch dürfte das mehr als ein Jahrzehnt dauern. Zunächst gibt der Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) dafür Kredite.  (APA)

Streitigkeiten erwartet

EU-Kommissionspräsident Barroso: „Genauso wichtig wie die Aufsicht“.

Raiffeisen werde kein Land verlassen, aber nur mehr selektiv in der Region wachsen, so der RBIChef. So reduziere die RBI ihre Engagement in Slowenien, dort will man auf rund ein Drittel der Größe schrumpfen. In Ungarn könne es nur besser werden. In der Vergangenheit habe die Regierung mit den Banken gar nicht gesprochen, nun sei man offenbar zur Einsicht gekommen, dass man die Banken für die Finanzierung der Wirtschaft

© APA/Herbert Pfarrhofer

Nirgends Rückzug

© EPA

Dieser Vorschlag sei auf keinen Fall weniger wichtig als die gemeinsame Bankenaufsicht durch die EZB, und werde juristisch, technisch und politisch nicht weniger komplex umzusetzen sein. EU-Vertreter rechnen im Vergleich zum Tauziehen um die Aufsicht mit noch schwierigeren Verhandlungen über den Abwicklungsmechanismus. Aufseher und Politiker dringen auf den Abwicklungsfonds, da ohne ihn die Bankenunion unvollständig sei. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll die größten

brauche. Einen Abschreibungsbedarf vom Firmenwert in Rumänien wie die Erste Group im Ausmaß von 300 Mio. € bekannt gegeben hatte, sieht Stepic bei sich nicht. Er zählt Rumänien wie Russland, Polen, Österreich und Tschechien zu den Märkten mit den besten Perspektiven für die RBI. Einen generellen Kapitalrückzug aus CEE („Deleveraging“) sieht Stepic nicht; nur manche Häuser hätten Positionen reduziert. (red/APA)

RBI-Chef Herbert Stepic: „Rumänien bleibt für uns ein guter Markt.“

© sxc

EU bereitet Banken-Abwicklung vor RBI plant „Selektives Wachstum“

Kleine Münzen wie z.B. 1 und 2 Cent kommen Zentralbanken oft zu teuer.

Warschau. In den vergangenen Jahren haben laut polnischer Zentralbank zahlreiche Länder die Herstellung kleiner Münzen eingeschränkt, darunter Tschechien, Ungarn, Russland, Schweden, Dänemark und Israel. In Finnland ist die kleinste Euro-Centmünze jene mit 5 ct. Nun will Polens Zentralbank die Prägung ihrer beiden Münzen mit dem niedrigsten Wert beenden: Die Herstellung der Geldstücke von ein und zwei Grosz (0,24 und 0,48 EuroCent) koste jährlich 40 Mio. Zloty (9,71 Mio. €). Das seien 40% der Herstellungskosten sämtlicher Münzen. (APA)


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40 – financenet

Freitag, 18. Jänner 2013

financenet@medianet.at

Einsparungen und Fokus auf entwickelte Märkte Strategieplan listet auch Österreich bei wichtigen Ländern auf

short

Generali setzt auf Sparen

EU-Finanzminister: Druck auf Zypern

Triest. Europas drittgrößter Versicherungskonzern Generali will sich künftig stärker auf das Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen konzentrieren. 2015 soll dieses Segment rund die Hälfte des operativen Gewinns im Versicherungsgeschäft beisteuern, wie der neue Konzernchef Mario Greco ankündigte (uletzt waren es lediglich 35%). Für den Konzern insgesamt hat Greco im mehrjährigen Mittel einen operativen Gewinn von fünf Mrd. € und eine Eigenkapitalrendite (RoE) von 13 Prozent im Auge. Dabei sollen die Gewinne in den entwickelten Märkten wie Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik, Spanien und Frankreich maximiert werden. In den Schwellenländern soll vor allem das Unfall- und Gesundheitssegment wachsen. Damit will der Manager die Abhängigkeit

EU-Vorwürfe: Hilfen für Zypern nützen russischen Oligarchen.

Berlin. Das vor dem finanziellen Abgrund stehende Zypern bestreitet die Vorwürfe des deutschen Bundesnachrichtendiensts, es fördere Geldwäsche russischer Oligarchen. Finanzminister Vassos Shiarly sprach von Gerüchten, für die es keine Belege gebe. In der Euro-Zone dringt er mit seinen Beteuerungen bisher nicht durch. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte, das Land müsse zeigen, dass es sich auch an die EU-Geldwäscheregeln halte. Die Euro-Länder und die EU-Kommission setzen Zypern seit Monaten wegen der Geldwäschevorwürfe massiv unter Druck. Außerdem stoßen sie sich an dem vergleichsweise niedrigen Steuersatz von zehn Prozent, was dem Land den Vorwurf des Steuerdumpings eingebracht hat. (APA)

Mehr Profit angestrebt Für 2012 beträgt die Schätzung für das operative Ergebnis der Generali über vier Mrd. €. „Ziel unserer Strategie ist es, ‚Generali‘ in eine globale Gruppe umzuwandeln, die auf den internationalen Märkten konkurriert und den Kunden die besten Produkte und Dienstleistungen anbietet”, erklärte Generali-Geschäftsführer Greco. Generali zählt 65 Mio. Kunden in 60 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 82.000 Mitarbeiter. In Österreich ist die Generali derzeit in allen wichtigen Versicherungssparten unter den Top Drei bis Top Fünf (gemessen am Marktanteil) anzutreffen. (red/APA)

Generali-Chef Mario Greco setzt in Schwellenländern auf Unfall-, Gesundheitssparte.

Land am Bosporus attraktiv Größter europäischer Versicherer Allianz rittert gegen Japaner, Schweizer, Italiener u.a.

Versicherer: Bieterwettstreit um Türkei-Deal München. Die Versicherer Allianz, Zurich sowie zwei japanische Konkurrenten buhlen um den türkischen Versicherer Yapi Kredi Sigorta. Die japanischen Versicherer Sompo Japan Insurance und Dai-Ichi Life Insurance seien beim Preis sehr aggressiv, hieß es in Finanzkreisen. Yapi Kredi Sigorta gehört zur Bank Yapi Kredi, einer gemeinsamen Tochter der italienischen UniCredit und der türkischen Koc Holding.

Frankfurt. Die deutsche Tochter des spanischen Bankkonzerns Santander bleibt trotz der Defizite beim übernommenen deutschen Privatkundengeschäft der SEB auf Wachstumskurs. Das Jahresergebnis dürfte bei 335 Mio. € liegen, also rund 100 Mio. € höher als 2011, so Santander-Deutschland-Chef Ulrich Leuschner. Ergebnistreiber seien Autofinanzierung und Warenfinanzierung für Möbelhäuser und Elektronikmärkte.  (APA)

Attraktives Zielobjekt Yapi Kredi spreche über den Verkauf des gesamten Versicherungsgeschäfts und einen Mehrheitsanteil an der Pensionsfonds-Tochter, so die Nachrichtenagentur Reu-

Chinesische Bank tritt ins Fettnäpfchen

ters. Auch die Münchener Rück soll interessiert sein. Die Bieter wollten sich zu dem Verfahren nicht äußern. Banker sagten, drei der vier Bieter interessierten sich nicht für die Pensionsfonds-Aktivitäten; deshalb werde es voraussichtlich eine dritte Bieterrunde geben.

Türkei lockt Investoren

Istanbul: Im Jahr 2012 hatte die Türkei das größte Wachstum Europas aufzuweisen.

Neu besetzt Wolf-Rüdiger Knocke rückt bei Mutter auf

Direktbank Volle Palette

Skandia Zarycka ist Leiter

Salzburg. Im Vorstand der Nürnberger Versicherung Österreich hat es mit Jahresanfang einen personellen Umbau gegeben: Vertriebsvorstand Helmut Horeth (63) wechselte in den Ruhestand. Ihm rückte Philip Steiner (40) nach, der dem Vorstand der Versicherung bereits seit einem halben Jahr angehörte. Auch Wolf-Rüdiger Knocke (56) verließ den Vorstand. Er ist nun stv. Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Beteiligungs AG in

Frankfurt am Main. Die deutsche Direktbank DAB will nicht mehr nur ein Online-Broker sein. „Unser Ziel ist es, dass wir in den nächsten Jahren für mehr Kunden zur Erstbank werden”, so Vorstandschef Ernst Huber. Dazu werde die HypoVereinsbank-Tochter im Februar eine Werbeoffensive starten, in deren Zentrum ein Girokonto mit „attraktiven Einlagen- und Dispozinsen” stehe.

Wien. Mit Jänner 2013 hat Richard Zarycka (36) die Leitung des neuen Skandia Kunden- und Vertriebsservice übernommen. Er verantwortet mit einer 25-köpfigen Abteilung in Österreich die aktive Betreuung der Vertriebspartner und der Bestandskunden. Konzentration auf exzellente Bestandsverwaltung und Servicierung der Vertriebspartner seien obersten Prioritäten, so Zarycka. Ziel sei stabile Bestandsstärke. (red)

© EPA

Nürnberger: Zwei neue Vorstände

China: Rolle der Frauen als FinanzVerwalter infrage gestellt.

Der Versicherer gilt als attraktiv, weil die Türkei im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum in ganz Europa aufwies. Sompo hat dort bereits 2010 den Versicherer Fiba Sigorta gekauft, Allianz und Zurich sind ebenfalls mit Töchtern in der Türkei vertreten. (APA/Reuters)

© Panthermedia.net/Guven Polat

Santander wächst in Deutschland weiter

Deutschland; der Versicherung in Österreich bleibt er aber verbunden, und zwar als Aufsichtsrat.

Die Neuen Im Vorstand folgt ihm Jürgen Voß (42) nach, der bei der NVÖ u.a. für die Bereiche Versicherungsmathematik, Rückversicherung und Kapitalanlagen verantwortlich ist. Vorstandsvorsitzender bleibt Kurt Molterer. (red)

DAB: Neuer Kurs Vertriebsservice

Philip Steiner und Jürgen Voß sind neu im Vorstand der Nürnberger Versicherung.

Ob die angestrebte Steigerung des Unternehmensgewinns 2012 um zehn bis 15% erreicht wurde, ließ Huber offen; Übernahmen schließt er aus. „Zukäufe bringen uns nicht weiter.” Um die bisher große Abhängigkeit der Direktbank vom Wertpapierhandel zu reduzieren, schloss Huber auch einen Einstieg ins Kreditgeschäft nicht aus. Er strebe durch die breitere Aufstellung eine „klare Steigerung” der Kundenzahl an. In den vergangenen Jahren hatte die DAB Bank den Anschluss an andere Direktbanken wie Comdirect verpasst. (APA)

© Skandia

Die Aufholjagd läuft

© Nürnberger/Hubert Auer; Nürnberger

Peking. Die China Merchants Bank (CMB) hat mit ihrem Angebot, das Einkommen eines Mannes direkt auf das Konto seiner Ehefrau weiterzuleiten, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das Kreditinstitut verdeutlicht sein Angebot am Beispiel des fiktiven Pärchens Xinyan und Wenhao, das auf ein Haus spart: Die Bank prüfe täglich das Konto von Ehemann Wenhao und Guthaben über 1.000 Yuan (119 €) werden das automatisch auf Xinyans Konto gebucht. In China kümmern sich häufig die Frauen um die Finanzen. Mit der Modernisierung des Landes ändert sich das allerdings, vor allem bei jungen Chinesen. (APA)

vom Lebensversicherungsgeschäft senken. Bis Ende 2015 sollen außerdem durch einen deutlichen Sparkurs die jährlichen Kosten um 600 Mio. € gesenkt werden.

© Generali

© Panthermedia.net/Oleksandr Prykhodko

Der 82.000 Mitarbeiter große Konzern kürzt die Ausgaben bis 2015 um 600 Millionen Euro.

Richard Zaryckas Fokus liegt u.a. auf Bestandsverwaltung, Storno-Prävention.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 18. Jänner 2013 – 41

real:estate London als Nr. 2 von Chinesen umzingelt, Wien rangiert erst auf Platz 88 

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www.ehl.at

wu setzt stärker auf jus Seite 43

© WU Wien

die teuersten büros

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

Zahl der WU-Rechtsabsolventen steigt rasant; WU-Master zielt auf Anwälte  Seite 45

Wir leben Immobilien.

Was die Förderung für die „Thermische“ bringt IMMO-AGS 9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

IATX (16.1.)

178,24

Wochentop Wochenflop

-1,80%

Warimpex 14,71% conwert -3,43%

Warimpex Atrium CA Immobilien Anlagen Immofinanz S Immo conwert

14,71% 1,27% -1,09% -1,62% -2,63% -3,43%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 16.1.)

Top 5 Immofonds Henderson Asia-Pacific Morgan Stanley Asian Pro UBS(Lux)KS Global R.E. CS Sicav One(Lux)Equ. Gl. SISF Asia Pacific Prop.

6,13% 5,54% 5,07% 4,91% 4,75%

Flop 5 Immofonds CS EF (Lux) European Pr. RP Global R.E. ComStage ETF Stoxx Eur. iShares Stoxx EU 600 R.E. Henderson Pan European

-1,15% -1,02% -0,99% -0,99% -0,93%

9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

CERX (16.1.)

489,4

3,16%

inhalt Immo:Capital > Österreichs Immobilienmärkte werden gelobt

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Immo:Markets > Buwog macht sich auf Berliner Markt breit

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Law&Order/People&Dates > Neues bei CHSH 46 > Raiffeisen-Leasing unterstützt Hilfsorganisationen46

© Panthermedia.net/Jörg Mikus

Monatstop Henderson A. 6,13% Monatsflop CS EF (Lux) E. -1,15%

Tempo bringt mehr Geld für Immobilienbesitzer Der auf 123 Millionen Euro erhöhte Fördertopf soll nicht nur die thermische Immo-Sanierung ankurbeln, sondern auch die von Schwächezeichen geplagte Baubranche unterstützen. Der Anteil mehrgeschossiger Objekte am Förderkuchen steigt rasant.  Seite 42

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42 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Jänner 2013

financenet@medianet.at

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© Christian Ladewig/pixelio.de

Deutsche Immobilien auch 2013 begehrt

Unterstützung für Baugewerbe, Energieausweis Kritik vor allem an fehlenden Förderangeboten für die Mieter

Üppigere Förderrunde für die thermische Sanierung

Frankfurt. Trotz steigender Preise bleiben Immobilien in Deutschland eine wichtige Geldanlage – auch für ausländische Investoren. Der Immobilienmarkt habe eine „große internationale Anziehungskraft”, ergab eine Umfrage von Ernst & Young unter 120 Banken, Versicherungen, Immobilienfonds und börsennotierten Immobiliengesellschaften. Ausländische Investoren spielten auch 2013 eine „größere Rolle”. Trotz der insgesamt hohen Zahl an Interessenten werde das Preisniveau insgesamt weitgehend stabil bleiben, heißt es in der Studie. Auf Teilmärkten wie Wohnimmobilien seien allerdings Anstiege möglich. 2012 wurde auf dem deutschen Immobilienmarkt ein Transaktionsvolumen von etwa 36 Mrd. € erreicht. (APA)

Auffanggesellschaft für Griffnerhaus gegründet Klagenfurt. Am Mittwoch ist eine Auffanggesellschaft für den pleite gegangenen Kärntner Fertighaushersteller Griffnerhaus gegründet worden. Sie soll dem Masseverwalter ein Angebot zur Übernahme der Aktivitäten unterbreiten, das auch die Verträge mit Hauskäufern beinhaltet. Federführend an der Gewerke Errichtungs GmbH ist der bisherige Minderheitseigentümer Günter Kerbler. Auch das Land Kärnten hat bereits seine Bereitschaft zur Hilfe signalisiert. (APA)

© Panthermedia.net/Wolfgang Filser

Baukosten stiegen 2012 langsamer an

Baukosten stiegen in Österreich laut Statistik Austria um 2,1 Prozent.

Wien. Die Baukosten in Österreich sind 2012 langsamer gestiegen als 2011. Der Baukostenindex für den Wohnhausund Siedlungsbau legte 2012 im Schnitt um 2,1 Prozent auf 104,4 Punkte zu. 2011 hatte es einen Anstieg um 2,3 Prozent gegeben. Die Kosten für den Brückenbau legten 2012 im Jahresschnitt um 2,4 Prozent auf 106,7 Punkte zu, nach einem Zuwachs von 4,2 Prozent im Jahr davor; vor allem gesunkene Stahlkosten dämpften hier den Preisauftrieb. Am stärksten legten die Kosten für den Straßenbau zu: Im Jahresschnitt gab es ein Plus von 4,5% auf 110,3 Punkte. (red/ag)

Wirtschaftsminister Mitterlehner, Bau-Innungsmeister Frömmel: Förderungen werden zunehmend für größere Objekte eingesetzt.

erzeugt. Weiters konnten damit bereits 3,3 Mio. t CO2 eingespart werden. Frömmel: „Mit der Einführung des befristeten Konjunkturbonus und der Entbürokratisierung bei der Abwicklung hoffen wir auf einen neuen Schwung bei der Ausschöpfung der Fördermittel.“ Wichtig sei allerdings noch, dass „auch die Länder ihre Sanierungsförderungen entsprechend bereitstellen, um insgesamt möglichst attraktive Förderpakete für sanierungswillige Bürger zu schaffen“. Kritik am Fördermodell kommt von der Arbeiterkammer (AK): Auch heuer sei dabei auf Angebote für Wohnungsmieter vergessen worden, obwohl über 40% der Wohnungen in Österreich vermietet sind. Mitterlehner verweist im Gegenzug darauf, dass im Vorjahr bereits 46% der ausbezahl-

Lob und Kritik Im Vergleich zu 2011 waren die Privaten und Betriebe zurückhaltend bei den Investitionen in die Sanierung, daher sei weniger auf die Förderungen zurückgegriffen worden, so Mitterlehner. Ein weiterer Grund sei gewesen, dass die Baukonjunktur bis September 2012 gut lief und Baufirmen erst ab Herbst mit einer größeren Bewerbung der thermischen Sanierung begonnen hätten. Die neue Förderrunde soll nun im auftragsschwächeren Frühjahr helfen und auch neue Bau-Investitionen rascher in Gang setzen. Die Baubranche ist über die aufgestockte Förderrunde 2013 erfreut. Wie Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel vorrechnet, habe in der Vergangenheit jeder Förder-Euro 10 € an Investitionen

ten Förderungen für den (oft für Mietwohnungen bestimmten) mehrgeschoßigen Wohnbau ver-

Wie viel Geld wofür? Förderungen für die thermische Gebäudesanierung sind derzeit bis 2016 vorgesehen. Die 2012 vergebenen 77 Mio. € an Förderung haben laut Wirtschaftsministerium Investitionen von 655 Mio. € hervorgerufen und halfen 10.000 Arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten. Saniert wurden 15.500 Privat- und 600 Betriebsgebäude. Österreichs Betriebe holten sich im Vorjahr 24 der für sie vorgesehenen 30 Mio. € (80%), die Privaten nützen 53,2 der für sie geplanten 70 Mio. € aus (76%). Das übriggebliebene Fördergeld aus 2012 wird heuer befristet als „Konjunkturbonus“ ausgezahlt: Dieser fließt nur, wenn das Sanierungsprojekt bis zum 30. Juni 2013 einreicht und bis 31. März 2014 abgeschlossen wird. Dafür gibt

Ernst & Young Mehr als zwei Drittel der Befragten erwarten mehr Transaktionsvolumen

Zuversicht am Immobilienmarkt Wien. Der österreichische Immobilienmarkt wird im europäischen Vergleich voraussichtlich an Attraktivität gewinnen. In der Folge könnte Österreich heuer wieder mehr größere Deals und auch insgesamt mehr Transaktionen sehen. Auch die Preise in guten Lagen dürften steigen, und zwar sowohl für Büro-, Wohn- und Einzelhandelsimmobilien. Dies sind Ergebnisse des „Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2013“ von Ernst & Young.

geworden sind“, so Alexander Wlasto, Partner bei Ernst & Young in Wien. Doch dem Markt werde im internationalen Vergleich die nötige Robustheit zugetraut. Die Banken werden sich freilich aufgrund der zunehmenden Regulierung weiterhin zurückhalten, so 85% der Studienteilnehmer. Andererseits: Während 2012 nur 36% der Befragten Versicherungen als neue Fremdkapitalgeber gesehen

haben, sind es heuer fast neun von zehn. Die wichtigsten Käufer- und Verkäufer dürften Wohnungs- und Immo-AGs auf Anbieterseite sowie Opportunity/Private-Equity-Fonds und vermögende Private auf der Nachfrageseite sein. Rund zwei Drittel der Befragten erwarten mehr Cross-Border-Transaktionen. Immer wichtiger auf der Liste der Investitionskriterien sind GreenBuilding-Standards. (red)

Große Player befragt Befragt wurden u.a. Banken, Geschlossene Fonds sowie börsennotierte und auch staatliche Gesellschaften, die am österreichischen Immobilienmarkt aktiv sind (21 Marktteilnehmer in Summe). Mehr als sieben von zehn Befragten erwarten ein insgesamt steigendes Transaktionsvolumen, und knapp neun von zehn sehen den heimischen Markt im internationalen Vergleich als attraktiv. „Der Zuwachs an Vertrauen heißt nicht, dass die Zeiten weniger stürmisch

wendet wurden – dieser Wert sei immerhin eine Verdoppelung zu 2011. (gst/ag)

facts es einen Bonus von 2.000 € bei umfassenden Sanierungen oder 1.000 € bei einer Teilsanierung. In Summe sind so bis zu 9.300 € Förderung für ein Projekt möglich. Anlaufstellen für Private Einreichungen für die Förderrunde 2013 sind bereits möglich; für private Immobilienbesitzer sind die Banken und Bausparkassen die Anlaufstelle (siehe auch: www.sanierung2013.at). Weg zur Förderung für Betriebe Informationen für Förderungen gewerblich genutzter Gebäude und (ausschließlich elektronische) Einreichungen gibt es auf der Online-Plattform von Kommunalkredit Public Consulting (KPC): www.publicconsulting.at

Im Meer „Unklare Regeln“

Strabag bremst bei Windparks

Wien. Der Baukonzern Strabag verschiebt die für die kommenden Jahre geplanten Investitionen in Höhe von mehreren Mio. € für Windkraftanlagen im Meer. Der Bauriese will „bis auf Weiteres” keine Gelder in die Errichtung einer Fabrik und Spezialschiffe zum Transport der selbst entwickelten Beton-Schwerkraftfundamente für Offshore-Windkraftanlagen aufwenden. „Es sprechen noch zu viele Gründe dagegen”, so Konzernchef Hans Peter Haselsteiner.

Vorsicht in Deutschland © Ernst & Young; Panthermedia.net/Digitalpress/Josef Muellek

2012 wurden in Deutschland Immobilien um 36 Mrd. Euro gehandelt.

Wien. Neue Runde für die Förderung der Thermischen Sanierung in Österreich – und zwar mit einem höheren Gesamtbetrag: Private und betriebliche Immobilienbesitzer haben 2012 fast ein Viertel der möglichen Fördersumme von 100 Mio. € für thermische Sanierungen liegen lassen und sich nur 77 Mio. € abgeholt. Die restlichen 23 Mio. € aus 2012 werden daher heuer zusätzlich zu den vorgesehenen 100 Mio. € heuer als zeitlich begrenzter „Konjunkturbonus” ausgeschüttet, so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Die Höchstfördersumme steigt samt neuer 300 €Förderung für den „Energieausweis” auf 9.300 €; die Förderung darf dabei höchstens 30% der Sanierungskosten ausmachen. Damit wird der seit November des Vorjahrs vorgeschriebene Energieausweis heuer mehr Bedeutung bekommen, wird erwartet.

© BMWFJ/Ernst Kainerstorfer; WKO/Michael Hetzmannseder

Baubranche setzt seit Herbst 2012 verstärkt auf Förderung, Summe heuer auf 123 Mio. Euro erhöht.

Alexander Wlasto, Ernst & Young Wien: „Markt wird nötige Robustheit zugetraut.“

Er verwies etwa auf die „unklare rechtlichen Situation”, die „unklare Zukunft der Energiepolitik am deutschen Markt”, die „fehlende Speichertechnologie für Strom aus erneuerbaren Quellen” und die „fehlende Transportmöglichkeit der Energie vom Erzeuger zum Verbraucher”. Die Strabag ist zu 51% an 15 Projektgesellschaften zur Entwicklung von OffshoreWindparks beteiligt – daran ändere sich nichts. (red)


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 18. Jänner 2013

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Hongkong vor London und Peking In Kontinentaleuropa teilweise Druck auf Märkte durch Schuldenkrise, Österreich aber stabil, so CBRE

Teuerste Büros stehen in Asien Vor allem die großen griechischen Städte, Portugal und Irland spüren „verhaltene Nachfrage“.

Schulden-Staaten schwierig In Hongkongs Zentrum erreichten die jährlichen Raumnutzungskosten rund 2.651 USD (1.997,1 €) pro m�, gefolgt vom Londoner West End mit 2.366 €. Die zehn international kostspieligsten Büroimmobilienmärkte habe im Vorjahr erneut der asiatischpazifisiche Raum dominiert. CBRE untersuchte dabei die Kosten für

Top-Büroflächen in 133 Märkten weltweit. Die Preisentwicklung bei günstigeren Lagen ist damit oft nicht vergleichbar. Neben London West End als zweitteuerster Markt weltweit stehen andere Märkte aus der Region EMEA, wie z.B. Moskau (1.860,23 USD/m�) und die City von London mit 1.418,26 USD/m� ganz oben auf der Rangliste von CBRE. Anderswo in Europa sieht es trüber aus: Da die Stimmung von Unternehmen leidet und Nutzer weiterhin zurückhaltend sind, habe der sich fortsetzende wirtschaftliche Abschwung in der Eurozone zu zweistelligen oder nahezu

zweistelligen Rückgängen bei den Nutzungskosten für Prime-Immobilien in den griechischen Städten Thessaloniki und Athen sowie im spanischen Malaga geführt, heißt es weiter. Die verhaltene Nachfrage führte auch zu einem Rückgang der Nutzungskosten in Portugal und Irland.

Stabilität als Kennzeichen Wesentlich besser sieht es dagegen in Österreich aus, dessen Büromarkt traditionell als relativ günstig, aber dabei preisstabil gilt. „Wien konnte sich auch 2012 wieder als stabiler Büromarkt

behaupten”, so der Geschäftsführer von CBRE Österreich, Andreas Ridder. Die Spitzenmonatsmieten seien nur leicht auf rund 24,75 € pro m� gestiegen. (red/APA) t euerste büro -standorte

Hongkong (Central) London – Central (West End) Tokyo (Marunouchi Otemachi) Beijing (CBD) New Delhi (Connaught Place) Beijing (Finance Street) Hongkong (West Kowloon) Moskau London – Central (City) Sao Paulo In USD pro sq. ft; Quelle: CBRE

246,30 $ 219,81 $ 197,27 $ 184,95 $ 183,30 $ 179,57 $ 174,13 $ 172,82 $ 131,76 $ 130,07 $

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Wien. Die drei teuersten Pflaster für Büroimmobilien sind in Hongkong, London und Tokio zu finden – noch vor Peking, Neu-Delhi und Indien. Die Innenstadt Hongkongs stehe bei dem Ranking 2012 weltweit ganz oben, teilte der internationale Immobiliendienstleister CBRE unter Verweis auf die Studie „Prime Office Occupancy Costs” mit (s. Tabelle). Österreich rangierte in der Gesamtauswertung auf Platz 88.

Altbekanntes Bild: Im Zentrum von Hongkong ist es superteuer.

Immofinanz 6,12% Anteil

JP Morgan kauft Wien. Österreich größte börsennotierte Immobilien-AG, die Immofinanz Group, hat mit JPMorgan einen weiteren Großaktionär. Im Zuge eines Finanzierungsgeschäfts der Immofinanz mit eigenen Aktien hat die US-Bank am 10. Jänner 2013 eine meldepflichtige Anteilsschwelle überschritten und hält nun rund 69,1 Mio. Immofinanz-Aktien; das ist ein Anteil von 6,12 Prozent. Die Immofinanz hatte am 17. Dezember 2012 die Absicht bekannt gegeben, 101.605.741 Stück eigene Aktien für Finanzierungszwecke an finanzierende Kreditinstitute zu veräußern und dabei vorab den Rückkauf derselben Anzahl an Aktien bei Rückführung der Finanzierungen vereinbart.

Aktienpaket verkauft

© Immofinanz Group

Zur Erlangung der Finanzierung hat die Immofinanz nun diese 101,605.741 Stück eigene Aktien verkauft und hält jetzt noch 3,753.874 Stück eigene Aktien (rund 0,33 Prozent). Von den veräußerten 101,605.741 Stück eigenen Aktien gingen rund 67,7 Mio. Stück an JPMorgan Chase. Der oder die weiteren Finanzierungspartner wurden in der Ad-hoc-Mitteilung nicht erwähnt. Die 67,7 Mio. Aktien repräsentieren, gemessen am BörseSchlusskurs von Freitagabend von 3,31 €, einen Wert von 224 Mio. €. Die gesamten im JP-Morgen-Besitz stehenden 69,1 Mio. Stück Immofinanz-Aktien wären daran gemessen knapp 229 Mio. € wert. (red/APA)

Immofinanz-Chef Eduard Zehetner: JP Morgan als neuer Großaktionär.

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immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Jänner 2013

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Naturdämme statt Beton für riesiges Speicherkraftwerk mit zwei Staustufen und Leistungsfähigkeit bis 1.000 MW

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Pumpspeicherkraftwerk in Koralmgebiet geplant

© Panthermedia.net/Victor Pelaez Torres

Union Investment kauft Immobilien von TAG

Die Grünen kontern: „Absurde und sinnlose Naturzerstörungsprojekte im Naturparadies des Landes“. Fritz Haslinger

Graz/Wien. Laut Kleine Zeitung planen private Betreiber die Errichtung eines rund 1.000 MWleistungsstarken Pumpspeicherkraftwerks im weststeirischen Koralmgebiet. Das Vorhaben befinde sich seit 31. Juli 2012 beim Land Steiermark im UVP-Feststellungsverfahren und die geplanten Projektkosten belaufen sich auf 800 bis 1.000 Mio. €. Ob ein UVP benötigt werde, soll bis Ende Februar 2013 entschieden sein.

Union hat in Berlin zugeschlagen: 1.384 Wohneinheiten erworben.

Hamburg/Wien. Die Union Investment Institutional Property GmbH hat von der TAG Immobilien AG drei in Berlin gelegene Wohnanlagen mit 1.384 Wohneinheiten zu einem Gesamtkaufpreis von 87 Mio. € erworben. „Damit setzen wir die Strategie auf Erwerb von Wohnimmobilien in Berlin konsequent um“, bestätigt UnternehmensChef Christoph Schumacher. Für weitere Investitionen stünden derzeit rund 120 Mio. € an Eigenkapital zur Verfügung.  (fh)

Im Wassereinzugsbereich der Koralm (Bezirk Deutschlandsberg) sollen zwei Speicherseen auf je 20 ha Fläche mit mehrereren Mio. m� Fassungsvermögen entstehen und die Höhendifferenz zwischen beiden Seen betrage rund 600 m.

2012 bestes Ergebnis für Engel & Völkers Hamburg/Wien. Die Engel & Völkers Gruppe konnte im zurückliegenden Jahr ihr bestes Ergebnis in der Unternehmensgeschichte einfahren. Der Markencourtageumsatz erhöhte sich um 11,8% auf 230,8 Mio. €, wobei die Wohnimmobilien-Shops in Deutschland den größten Anteil am Gesamtumsatz generierten. Im Ausland sei der Umsatz um 25,2% auf 81,0 Mio. € angewachsen. „Insbesondere in Deutschland hätte das Wachstum noch kräftiger ausfallen können, wenn nur das Angebot an Immobilien, vor allem an Wohn- und Geschäftshäusern ausreichend gewesen wäre“, sagt Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG. (red)

Das geplante Pumpspeicherprojekt (Bild: Koralpe) soll als Zwischenspeicher für Strom aus Windkraft u.Ä. dienen.

Naturwände statt Beton Die rund 800 m langen und etwa 90 m hohen Staumauern sollen als bepflanzte Naturdämme gestaltet werden und somit keine Betonwände das Panorama verunstalten. Das Krafthaus mit den Turbinen werde in das Berginnere verlagert und die Einspeisung könnte in die nahe verlaufende 380-kV-Leitung erfolgen. Projektwerber seien laut Kleine Zeitung die Weststeirer Peter Masser und Alfred Liechtenstein, welche auch im Besitz der notwendigen Liegenschaften sein sollen. Zuletzt wurden beide durch ihre Pläne für ein Kleinwasserkraftwerk an der weststeirischen Schwarzen Sulm bekannt. Das Gewässer liegt in einem „Natura-2000“ Eu-

CEE Investmentmarkt verspürt Aufwind

ropaschutzgebiet und stößt damit auf heftige Kritik und Opposition seitens der Grünen.

Idealer Zwischenspeicher Der Bau der Pumpspeicherkraftwerksanlage sei laut Projektinitiator Masser ideal als Zwischenspeicher für die Energie aus Windkraft, die in Österreich um das Dreifache ausgebaut werden soll. „Wer die Energiewende will, braucht solche Lösungen.“ Als Bauzeit werden circa fünf Jahre veranschlagt, ohne Berücksichtigung der für das Genehmigungsverfahren nötigen Zeit. Die Fertigstellung der baulichen Maßnahmen könnte laut den Projektwerbern bis 2019/2020 erfol-

gen. Andererseits liege der obere der beiden Speicherseen im Landschaftsschutzgebiet der Koralm, was für die Projektwerber Probleme verursachen könnte.

räte Hans Seitinger (V) und Gerhard Kurzmann (F) gestellt. Eine endgültige Beurteilung des Projekts seitens der Grünen liege noch nicht vor, heißt es hierzu: „Dazu fehlen uns noch Informationen“, wird Klubobfrau Sabine Jungwirth seitens der APA zitiert. Es spiele aber eine besonders große Rolle, welche Auswirkungen dieses Speicherkraftwerk auf die Wassergüte der nahe gelegenen Schwarzen Sulm haben werde. „Denn dort wollen die gleichen Betreiber bereits seit zehn Jahren ein Kraftwerk errichten“, bestätigt Jungwirth. Und genauso leisten die Grünen seit zehn Jahren erbitterten Widerstand gegen dieses „absurde und sinnlose Naturzerstörungsprojekt des Landes“. (APA)

Bau nicht ausgeschlossen Ute Pöllinger, steirische Umweltanwältin, lehne laut Kleine Zeitung das Projekt nicht grundsätzlich ab, wenngleich sie sich nur schwer vorstellen könne, dass der Schutzzweck des Gebiets durch das Kraftwerk nicht berührt werde. Dies müsse jedoch noch kein Grund sein, der das Projekt völlig ausschließen würde. Am 9. August 2012 hatten Die Grünen eine entsprechende Landtagsanfrage zum geplanten Projekt an die Landes-

Milliarden-Paket Um Wirtschaftsmotor anzukurbeln

Projektpipeline Wachstum auf 1.200 Wohneinheiten

Wien. Mit umgerechnet 175 Mrd. € will Japans neue Regierung die stagnierende Wirtschaft antreiben. Damit sollen vor allem große öffentliche Bauprojekte zur Beschleunigung des Wiederaufbaus der Tsunami-Region im Nordosten des Landes finanziert werden.

Berlin/Wien. Buwog Meermann, eine Tochter der vollständig zur Immofinanz Group gehörenden Buwog, hat in Berlin drei Grundstücke mit rund 34.000 m2 Gesamtfläche erworben und darauf sollen 520 Wohnungen, davon 320 im Stadtteil Treptow-Köpenick und 200 in Berlin-Mitte, errichtet werden.

Start aus Deflation

© EPA

Das jetzt beschlossene Paket soll das BIP um zwei Prozentpunkte anheben und 600 neue Arbeits-

plätze schaffen. „Wir müssen dem Schrumpfen der Wirtschaft ein Ende bereiten“, so Regierungschef Shinzo Abe. „Es ist wichtig, die andauernde Deflation und den starken Yen hinter uns zu lassen.“ Manche Ökonomen bezweifeln jedoch, dass das Paket eine nachhaltige Wirkung haben werde. Ihrer Meinung nach seien speziell Strukturreformen und Deregulierungen im Gesundheitswesen sowie im Energiebereich gefragt, um die Stagnation zu beenden. (APA)

Japans Regierungschef Shinzo Abe setzt auf Bauinvestitionen für mehr Wachstum.

wir nach nur sechs Monaten Präsenz in Berlin unsere Position in diesem stark wachsenden Markt festlegen und mit dem Aufbau einer umfangreichen Pipeline beginnen.“ Die erworbenen Grundstücke sind: Ein Erweiterungsgrundstück zum Quartier Regattastraße für 80 Wohnungen, ein Grundstück in Treptow-Köpenick mit Neubaupotenzial von 240 Wohneinheiten und ein Grundstück in Berlin-Mitte für 200 Neubauwohnungen. (fh)

Weiterer Expansionsschritt Nach dem Markteintritt im Mai 2012 mit der Übernahme des Immobilienentwicklers CMI AG (jetzt Buwog Meermann) sei dies ein weiterer Schritt zur Expansion am Berliner Wohnungsmarkt. Mit den aktuellen Grundstückskäufen verfügt Buwog Meermann in Berlin über eine Projektpipeline von rund 1.200 Neubauwohnungen und konzentriert sich damit auf die Entwicklung neuer Wohnstandorte und auf die Übernahme großer Wohnportfolios. „Deutschland ist unser wichtigster Wachstumsmotor, besonders im Bereich Immobilienentwicklung“, erklärt Buwog-Geschäftsführer Alexander Hoff. „Mit diesen Ankäufen können

© Buwog/Kurt Keinrath

© Panthermedia.net/Jakub Jirsák

Japan mit neuer Konjunkturspritze Buwog macht sich in Berlin breit

Prag: VIG Fund kaufte ein, EHL vermittelte BB Centrum Building C.

Wien. Ende 2012 erwarb der VIG Fund von der Immofinanz Group das von EHL Immobilien vermittelte Prager „BB Centrum Building C“. „Das mit circa 13.000 m2 Mietfläche gut vermietete Objekt ‚BB Centrum‘ zeichnet sich neben einem attraktiven Büroflächenangebot durch eine ausgezeichnete Infrastruktur aus“, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Nach drei Jahren der Stagnation zieht seit Frühjahr 2012 der CEE-Immobilieninvestmentmarkt wieder spürbar an; wir erwarten, dass sich dieser Trend 2013 weiter fortsetzen wird“, so der Experte. (fh)

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Zwei Speicherseen

Buwog-Chef Alexander Hoff: „Unser wichtigster Wachstumsmotor“.


L AW & O R D E R

Freitag, 18. Jänner 2013

financenetreal:estate – 45

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WU-Studiengänge „Wirtschaftsrecht“ Erste Trends beim Einstieg der Absolventen ins Berufsleben ablesbar

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Rechtsstudien an der WU Wien im Aufwärtstrend

DLA Piper eröffnet Büro in Südkorea Seoul. Die internationale Anwalts­sozietät DLA Piper hat in der süd­ko­rea­ni­schen Haupt­ stadt Seoul ihren 78. Stand­ort eröff­net. Der Antrag, eine Reprä­ sen­tanz in Süd­ko­rea zu grün­ den, war Anfang Jän­ner vom dor­ti­gen Jus­tiz­mi­nis­te­rium geneh­migt wor­den. „Wir freuen uns sehr, nun auch in der viert­ größ­ten Volks­wirt­schaft Asi­ens prä­sent zu sein“, erklärt Clau­ dine Var­tian, Coun­try Mana­ ging Part­ne­rin von DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien. (red)

Absolventen finden schnell einen Job, aber Arbeitgeber oft mangelhaft informiert über Qualifikationen. axel stefan

© CHSH

Wechsel der Managing Partner bei CHSH

Cle­mens Hase­nauer und Albert Birk­ ner, Managing Partner bei CHSH.

Univ.-Prof. Michael Potacs, Programmdirektor des Bachelorstudiums: „Oft noch Aufklärungsarbeit bei Anwaltskanzleien nötig“.

Mit dem Bachelor Wirtschafts­ recht allein kann man die „klas­ sischen“ Rechtsberufe – Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt, No­ tar – nicht ergreifen. Wer sich aber

Banken GoldenTree steigt bei der Bawag PSK ein

Die 2006 bzw. 2007 eingeführ­ ten Studiengänge wurden in der Zwischenzeit mehrmals inhaltlich überarbeitet. Am wichtigsten sei die Anpassung des Bachelorstudi­ enplans im Jahr 2009 gewesen, um die „Tauglichkeit der Absolventen für die klassischen Rechtsberufe gänzlich außer Frage zu stellen“, so Programmdirektor Potacs. Alle Änderungen seien aber mehr oder weniger technischer Natur gewesen, mit leichten Ver­ schiebungen in den Schwerpunkt­ setzungen: „Das Grundprinzip der Kombination eines juristischen Studiums mit wirtschaftsrecht­ lichem Schwerpunkt und solider Ausbildung in wirtschaftlichen Fächern ist aber unverändert“, so Potacs.

weiterführende Masterstudium an.

Berufseinstieg meist früh Viele Studenten der Studien­ richtung Wirtschaftsrecht fangen schon während ihres Studiums an zu arbeiten, oft bereits einschlä­ gig. Ein Großteil der Studierenden arbeitet bereits gegen Ende des Bachelorstudiums nebenbei. „Noch größer ist der Anteil der Berufstä­ tigen beim Masterstudium. Ein harter Übergang von Studienzeit ohne Berufstätigkeit einerseits zu einer Vollzeit-Berufstätigkeit nach dem Studium andererseits scheint zunehmend die Ausnahme zu werden“, so Programmdirektor Michael Potacs.

Schönherr berät France Telecom

Wien. Die Anwaltskanzlei Dorda Brug­ger Jor­dis hat die ame­ri­ka­ ni­sche Gol­den­Tree Asset Manage­ ment LP (Gol­den­Tree), mit Haupt­ sitz in New York, bei ihrem Ein­ stieg in die österreichische Bawag PSK bera­ten. Gol­den­Tree ist einer der größ­ten unab­hän­gi­gen Ver­mö­ gens­ver­wal­ter mit einem ver­wal­ te­ten Ver­mö­gen von cirka 17 Mrd. USD. Gol­den­Tree hält nach Abschluss des Erwerbs nun 39% an der Ba­ wag PSK, Cerberus Capital Ma­ nagement, L.P. und ihre Beteili­ gungsgesellschaften bleiben kon­ trollierende Eigentümer mit einer Beteiligung von rund 52%. Das Clo­ sing der Trans­ak­tion erfolgte am 28. Dezem­ber 2012.

Wien. Die Anwaltssozietät Schön­ herr hat France Telecom-Orange beim kürz­lich abge­schlos­se­nen Ver­kauf ihrer Betei­li­gung an der Orange Aus­tria GmbH bera­ten. Käu­fer ist die Hut­chi­son 3G Aus­ tria Hol­dings GmbH, eine Toch­ter der Hong­kon­ger Hut­chi­son Wham­ poa Limited.

Dorda Brugger Jordis-Partner Andreas Zahradnik leitete das Beratungsteam.

kom Aus­tria AG, eine Toch­ter­ge­ sell­schaft der Tele­kom Aus­tria AG, wei­ter­ver­kauft wer­den. Das Beratungsteam bei Schön­ herr wurde von Part­ner Flo­rian Cvak (Corporate/M&A) geleitet. Mid Europa Part­ners wurde von Allen & Overy, Kir­k­land & Ellis sowie Dorda, Brug­ger Jor­dis be­ raten. Für die Bera­tung von Hut­ chi­son 3G Aus­tria zeich­ne­te Fresh­ fields Bruck­haus Derin­ger verant­ wortlich. (red)

Unterzeichnung vor 1 Jahr In Über­ein­stim­mung mit den Ver­ein­ba­run­gen vom Februar 2012 und nach Zustim­mung der zustän­di­gen Regu­lie­rungs- und Kar­tell­be­hör­den schlos­sen France Telecom-Orange und Mid Europa Part­ners (MEP) nun den Ver­kauf ihres gemein­sa­men 100%-Anteils an Orange Aus­tria an die Hut­chi­ son 3G Aus­tria Hol­ding ab. Als Min­ der­heits­ge­sell­schaf­ter hielt France Telecom-Orange 35% an Orange Aus­tria, MEP 65%. Die Trans­ak­tion umfasste außer­ dem bestimmte Assets der Orange Aus­tria GmbH, wel­che ein­schließ­ lich der Toch­ter­ge­sell­schaft Yesss! Tele­kom­mu­ni­ka­tion GmbH sowie Basis­sta­tio­nen, Fre­quen­zen, Mar­ ken und Mar­ken­na­men an A1 Tele­

© Schönherr

© Dorda Brugger Jordis

Das Beratungsteam

Wien. Die D.A.S. Rechtsschutz­ versicherung verlieh heuer zum sechsten Mal den Förderpreis für Jungakademiker. Die Jury entschied sich für eine Arbeit mit dem Thema „Die schuld­ hafte Herbeiführung des Versi­ cherungsfalles“. Gewinner Ste­ fan Lahnsteiner nahm in den Räumlichkeiten der D.A.S. den mit 3.000 € dotierten Preis von den beiden Vorständen Johannes Loinger und Ingo Kaufmann entgegen. (red)

Telekommunikation Verkauf von Orange an Hutchison

Dorda Brugger Jordis: GoldenTree ter (Wettbewerbsrecht). „Wir sind stolz, dass wir ‚Gol­den­Tree‘ in al­ len öster­reichbezo­ge­nen Aspek­ten der Trans­ak­tion bera­ten und diese län­der­über­grei­fende und kom­plexe Trans­ak­tion erfolg­reich zum Ab­ schluss brin­gen konn­ten. Dieses Mandat unterstreicht einmal mehr unsere Spitzenstellung bei interna­ tionalen bankenrechtlichen- und kapitalmarkrechtlichen Transakti­ onen mit Österreichbezug“, erklärt Andreas Zahr­ad­nik. (red)

D.A.S. verleiht Preis an Nachwuchsjuristen

Part­ner Flo­rian Cvak leitete das Beratungsteam bei Schönherr.

Vergaberechts-Experte gründet eigene Kanzlei

© Schnitzer Law

für die Bereiche Wirtschaftsprü­ fung/Steuerprüfung interessiert, oder Jurist in einer Rechtsabtei­ lung eines Unternehmens werden möchte, kann auch ohne den Mas­ terabschluss in diesen Arbeits­ markt einsteigen. Wer Interesse an einer „klas­ sischen“ juristischen Karriere als Rechtsanwalt oder Richter hat, dem steht mit dem ‚Master Wirt­ schaftsrecht‘ der Zugang zu den weiteren Ausbildungen für diese Berufe offen. Dass die Mehrzahl der Studierenden durchaus Inter­ esse an einem derartigen Karrie­ reweg hat, verdeutlichen auch die Belegungszahlen des Master-Studi­ ums Wirtschaftsrecht: Rund zwei Drittel aller Bachelor-Absolventen hängen an den Bachelor noch das

Mit dem Master zum Anwalt

Das von Par t­ner Andreas Zahr­ad­nik (Bank- und Kapi­tal­markt­ recht) gelei­tete Beratungsteam bei Dorda Brugger Jordis umfasste weiters die Part­ner Tibor Varga (Finan­zie­run­gen und Restruk­tu­ rie­run­gen), Chris­toph Bro­gyányi (Gesell­schafts­recht und Kapi­tal­ markt­recht) sowie Ste­phan Pols­

Wien. Die Anwaltssozietät CHSH Cerha Hem­pel Spie­gel­ feld Hla­wati hat neue Mana­ ging Part­ner ernannt: Ab sofort füh­ren die Partner Albert Birk­ner (43) und Cle­mens Hase­ nauer (42) die Geschäfte der Kanzlei. Sie fol­gen Edith Hla­ wati und Irene Wel­ser, die wie geplant nach drei Jah­ren ihre Funk­tio­nen als Mana­ging Part­ ner abge­ben. (red)

© WU Wien

Wien. Im Jahr 2006 wurde das ­Bachelorstudium Wirtschaftsrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) eingerichtet und bis heute von insgesamt rund 520 Studenten erfolgreich abgeschlos­ sen. Das Masterstudium Wirt­ schaftsrecht folgte im Jahr 2007 und kommt bis dato auf rund 80 Absolventen – Tendenz stark stei­ gend. So hat sich die Zahl der Ab­ solventen von 2011 (15) aufs Jahr 2012 fast verdreifacht (43). Zwar gibt es noch keine syste­ matischen Untersuchungen über den weiteren Karriereweg der Bachelor- und Master-Absolventen der Studienrichtung Wirtschafts­ recht, doch erste Trends kann man aus den bisherigen Erfahrungen ableiten: „Soweit wir beobachten, bekommen unsere Masterabsol­ venten relativ rasch einen Job. Leider kommt es immer noch vor, dass zum Beispiel einzelne An­ waltskanzleien noch keine Erfah­ rung mit WU Wirtschaftsrechts­ absolventen haben und noch nicht wissen, dass ein Masterstudium Wirtschaftsrecht zum Zugang zu den klassischen Rechtsberufen be­ rechtigt. Die Bewerber müssen da teilweise noch Aufklärungsarbeit leisten, dass sie richtige Juristen sind“, erklärt Univ.-Prof. Micha­ el Potacs, Professor für Österei­ chisches und Europäisches Öffent­ liches Recht an der WU Wien und Programmdirektor für das Bache­ lorstudium Wirtschaftsrecht.

Johan­nes S. Schnit­zer, Gründer der Anwaltskanzlei „Schnitzer Law“.

Wien. Der auf Ver­ga­be­recht spe­ zia­li­sierte Rechts­an­walt Johan­ nes S. Schnit­zer hat eine eigene Kanz­lei in Wien gegründet. Die neu­ge­grün­dete Kanz­lei „Schnit­ zer Law“ wird sich auf natio­na­ les und inter­na­tio­na­les Ver­ga­be­ recht sowie Com­pli­ance & Risi­ ko­ma­nage­ment bei öffent­li­chen Auf­trags­ver­ga­ben spe­zia­li­sie­ ren. Schnitzer war sechs Jahre im Vergaberechtsteam von Wolf Theiss und 2011 in der „Govern­ment Contract“-Pra­ xisgruppe der ame­ri­ka­ni­schen An­walts­kanz­lei Arnold & Por­ter in Washington. (red)


p e o p l e & dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Jänner 2013

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Soziale Verantwortung Auch 2012 unterstützte Raiffeisen-Leasing und ihre Mitarbeiter wieder Hilfsorganisationen

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Raiffeisen-Leasing hilft

Schönherr vorn bei M&A-Transaktionen Wien. Die Anwaltssozietät Schönherr hat im Jahr 2012 die meisten M&A-Transaktionen in Österreich rechtlich begleitet. Laut dem aktuellen Ranking von Mergermarket, dem Wirtschaftsdaten-Dienstleister der Financial Times Gruppe, hat Schönherr im vergangenen Jahr in Österreich insgesamt 14 M&A-Transaktionen abgewickelt und erreicht damit nach 2011 bereits zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz im Ranking. (red)

Wien. Raiffeisen-Leasing griff auch im Jahr 2012 mit der Unterstützung von zahlreichen RaiffeisenLeasing-Mitarbeitern mehrere Hilfsorganisationen unter die Arme: Vor Weihnachten waren es drei Aktionen, deren Erlöse dem Malteserorden, dem Hospiz der Caritas Socialis am Rennweg und den Gästen der „Gruft“, einer Einrichtung der Caritas Wien für obdachlose Menschen, zugutekamen.

ter, alter und kranker Menschen annimmt. Für das Hospiz der Caritas Socialis am Rennweg haben Raiffeisen-Leasing-Mitarbeiter einen Teil ihrer Warengutscheine, die sie von der Firmenleitung als Weihnachtsgeschenk erhalten hatten, gespendet. Die Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing verdoppelte und rundete den Betrag auf. So konnten Anfang Jänner Gutscheine im Wert von insgesamt 3.000 € von Raiffeisen-LeasingGeschäftsführer Christoph Hayden an die Caritas Socialis Privatstiftung übergeben werden. Einige Mitarbeiter spendeten ihre Gutscheine für den Wareneinsatz der Initiative „Kochen für die Gruft“, einer Einrichtung der Caritas Wien für obdachlose Menschen. Auch hier verdoppelte die Geschäftsführung der RaiffeisenLeasing den Betrag. Somit gingen insgesamt 2.000 € auf das entsprechende Projektkonto. (ast)

Punschen für guten Zweck

Siedlungswerk lud zum Neujahrspunsch

© ÖSW

Bereits zum dritten Mal wurde die Aktion „Jeder Punsch hilft!“ gemeinsam mit dem Malteserorden veranstaltet. Im Rahmen des Krampuspunschs am 5. Dezember 2012 haben Mitarbeiter der Raiffeisen-Leasing insgesamt mehr als 1.100 € gespendet. Dieser Betrag kam dem Malteser Hospitaldienst zugute, der sich sozial bedürftiger, behinder-

© Raiffeisen Leasing

Drei Hilfsprojekte in Wien erhielten in der Zeit vor Weihnachten wieder tatkräftige Unterstützung.

Christine Schäfer (Caritas Socialis) und Christoph Hayden (GF Raiffeisen-Leasing).

Wolfgang Wahlmüller, Margret Funk, Helga Mayer und Michael Pech.

Zusatzkurse für die Studenten

voestalpine: Eyecatcher für WM Linz/Schladming. Der Stahl-, Verarbeitungs- und Technologiekonzern voestalpine und der ÖSV haben anlässlich der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2013 in Schladming in der Zielarena der Planai den sogenannten voestalpine skygate errichtet: Ein Bogen aus Stahl, durch den die Rennläufer in den Zielbereich eintauchen, ehe sie über die Ziellinie fahren. Für das 35 m hohe Wahrzeichen wurden 130 t Stahl verarbeitet.

Konferenz über Steuern und ihre Auswirkungen Wien. Die Association Internationale de Droit Économique und das Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht der Wirtschaftsuni veranstalten heute und morgen die Steuer-Konferenz „Developing a Tax Environment for Growth and Competitiveness“ in Wien. Experten analysieren dabei die Auswirkungen diverser Steuermodelle auf das Wirtschaftswachstum. (red)

Wien. Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) bietet ihren Studierenden auch heuer während der Semesterferien wieder in der vorlesungsfreien Zeit als Studienbeschleunigungsprogramm ein breites Spektrum an Zusatzkursen an. Mit Unterstützung der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien stehen im Rahmen der „Raiffeisen-Winteruniversität“ 24 Lehrveranstaltungen mit rund 3.250 Plätzen zur Verfügung. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG sponsert seit dem Jahr 2005 das Studienbeschleunigungsprogramm an der Wirtschaftsuniversität Wien. Der Startschuss für die „Winteruniversität“ ist am 28. Jänner. (red)

Die Ausmaße der Konstruktion sind beeindruckend: Sogar ein Flugzeug von dem Typ Airbus A340 hätte unter dem „voestalpine skygate“ Platz. (red)

© Voestalpine

Airbus hätte darunter Platz

Schwebt 35 Meter über den Rennläufern der Ski-WM: Das „voestalpine skygate“.

Ehrung RICS nimmt Eduard Zehetner als „Eminent“ auf

Baubeginn Start beim Großprojekt „Citygate” in Wien

Wien. Das Austrian Chapter der „Royal Institution of Chartered Surveyors“ (RICS), Berufsvereinigung von Immobilienprofis, hat ImmofinanzCEO Eduard Zehetner als „Eminent“ aufgenommen und die Mitgliedschaft im Rahmen des RICS-Neujahrsempfangs verliehen.

Wien. Am 7. Jänner erfolgte der Baubeginn des neuen Wiener Stadtteils „Citygate” im 21. Bezirk. Das von der Stumpf Gruppe entwickelte Projekt wird ein Einkaufszentrum mit cirka 50 Shops auf 20.000 m� Verkaufsfläche und rund 1.000 Wohnungen umfassen. Der Standort Wagramer Straße/ Ecke Julius Ficker Straße liegt in unmittelbarer Nähe der U1-Station Aderklaaer Straße, die laut Prognosen der Projektentwickler nach Eröffnung des Einkaufszentrums und Einzug der neuen Wohnungseigentümer voraussichtlich etwa 25.000–30.000 Fahrgästen zum Ein- und Aussteigen dienen wird.

Auszeichnung für Immofinanz-CEO „Citygate“ wird bereits 2014 fertig

© KWR/Daniel Gebhart

Neuer Rechtsanwalt im Team von KWR

Zweites Mal in fünf Jahren Zehetners Beitrag bei der Sanierung der Immofinanz Group

war ausschlaggebend für die Entscheidung des Austrian Chapter, Zehetner den Eminent-Status zuzuerkennen, heißt es. Weiters habe er in seiner langjährigen Karriere die hohen ethischen Standards, die RICS für die berufliche Tätigkeit ihrer Mitglieder voraussetze, in hervorragender Weise erfüllt. Die seltene Auszeichnung wurde in den vergangenen fünf Jahren außer an Zehetner nur an Porr-CEO KarlHeinz Strauss vergeben. (red)

Wolfgang Brenner verstärkt als neuer Anwalt das Team von KWR.

nanzierte Eigentumswohnungen, als auch geförderte Mietwohnungen. Die geplante Tiefgarage ist für 780 Stellplätze konzipiert, direkt neben dem Projekt befindet sich zudem eine Park- & Ride-Anlage, die rund 1.470 Stellplätze umfasst. Das Projektvolumen beträgt rund 250 Mio. €; die Baufertigstellung des Gesamtprojekts und die Eröffnung des Einkaufszentrums sind für das Jahr 2014 vorgesehen.  (red)

Immofinanz-Generaldirektor Eduard Zehetner mit Laudatorin Sandra Bauernfeind.

Dem Projekt gegenüber ist der neue Schulcampus Donaustadt geplant, in dem rund 830 Volksschüler und Gymnasiasten die Schule besuchen werden; ein Kindergarten wird am Projektareal als Ergänzung dazu errichtet. Der gesamte Wohnbau, der über dem Einkaufszentrum liegt, bietet Raum für rund 2.500 Personen. Angeboten werden sowohl freifi-

© Citygate

Gute Infrastruktur

© RICS

Wien. Wolfgang Brenner verstärkt als neuer Rechtsanwalt das Team Öffentliches Recht bei der Wiener Anwaltssozietät Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte (KWR). Sein fachlicher Schwerpunkt liegt im öffentlichen Wirtschaftsrecht, insbesondere im Energie-, Umweltund Beihilferecht. Brenner war vor KWR unter anderem bereits als Jurist in der Verbund-Gruppe und als Referent für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich tätig. (red)

Winteruni Mit Raiffeisen

Alpine Ski-WM voestalpine baut gigantische Stahlkonstruktion für den Zieleinlauf

Wien. Die Vorstände des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW), Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller, luden auch dieses Jahr wieder zum traditionellen Neujahrspunsch in den Innenhof des ÖSW-Firmensitzes im 8. Bezirk: Gut 450 Gäste aus Bauwirtschaft, Finanzwesen, Architektur und Politik folgten der Einladung und nahmen die Gelegenheit zum Networken und Feiern wahr. (red)

2014 soll es fertig sein: Visualisierung des neuen Wiener Stadtteils „Citygate“.


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