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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 17. FEBRUAR 2012 – 19

© Xxxxx Xxxxxxx

ubs tanzt samba

Bei UBS Asset Management setzt man stark auf Schwellenländer wie Brasilien  Seite 21

© Xxxxx Xxxxxxx

financenet AAA-schuldfrage

Moody’s gibt den Banken Schuld – OeNBGouverneur Novotny sagt: „Nein!“  Seite 23

armutsfalle allianz warnt vor scheidung © Allianz

Bank-Aktien sind jetzt wieder stark nachgefragt

ATX 8. Februar - 15. Februar 2012

ATX (15.2.)

2.185,18

Wochentop Wochenflop

-2,39%

HTI ICLL

11,60% -6,89%

Top 5 ATX Prime HTI High Tech Industries Bene Century Casinos Lenzing Do & Co

11,60% 8,94% 6,84% 2,62% 2,43%

Flop 5 ATX Prime Intercell voestalpine BWT Raiffeisen Bank International conwert

-6,89% -6,08% -5,42% -5,16% -4,62%

DAX 8. Februar - 15. Februar 2012

Wochentop Wochenflop

0,14%

FME TKA

5,12% -9,98%

Top 5 DAX Fresenius Medical Care Adidas Daimler Beiersdorf Fresenius SE

5,12% 4,50% 4,44% 3,52% 3,48%

Flop 5 DAX ThyssenKrupp Deutsche Lufthansa E.ON Metro Deutsche Bank

Aussichtsreich Sie werfen wieder schöne Gewinne ab und rücken so in den ­Fokus: Die Aktien von Bank-Unternehmen wie die Erste Bank unter Andreas Treichl oder Raiffeisen International mit Herbert Stepic (re.) haben heuer schon schöne Gewinne erzielt. Doch da ist noch mehr drin, meinen Analysten. Seite 20

-9,98% -5,00% -4,47% -4,30% -3,87%

Volksbank International Closing mit der Sberbank

inhalt

Fonds:Park > Threadneedle bleibt die Nummer eins > Ex-Kanzler Gusenbauer mit neuem Fonds > Neues Steuer-Reporting für Investment-Fonds Banking/Insurance:Watch >FMA veröffentlicht marktübliche Gebühren >Allianz-Studie warnt vor Armutsfalle >ÖVAG tilgt Anleihen

Siegi Wolf hat jetzt das Kommando Österreich-Initiative mit Reformen 20 20

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© APA/Georg Hochmuth

Finance:Cover > voestalpine präsentiert tolle Quartalszahlen > Teak Holz wächst

management club Starsich zum Präsidenten gewählt

Siegfried Wolf: vom Auto-Zampano zum Bank-Aufsichtsrats-Chef.

Wien. Bei der Volksbank International (VBI), der Ostbankentochter österreichischen Volksbanken AG, spricht man jetzt auch russisch. Das Closing des 505 Mio. €-Deals – um 80 Mio. € weniger als noch 2011 – mit der mehrheitlich dem russischen Staat gehörenden Sberbank war in Wien, wo die Konzernzentrale bleiben soll. Weitere Übernahmen sind geplant. Ohne Rumänien-Bank (sie ist nicht Teil des Deals) hat die VBI 295 Filialen und 600.000 Kunden. AufsichtsratBoss ist Ex-Magna-Manager Siegfried Wolf, Vorstandschef bleibt weiter Friedhelm Boschert  (APA/rk)

© APA/Georg Hochmuth

6.757,94

© RBI/K. Vyhnalek; Erste Bank/Andi Bruckner

DAX (15.2.)

Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze-Österreich wurde mc- Präsident.

Wien. Der management club hat ein neues Führungsteam: Zum mc-Präsident wurde der Generaldirektor der Münze Österreich, Gerhard Starsich, gewählt; neuer Geschäftsführer ist Martin Etlinger. Das neue Führungsteam des management club will in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit den mc-Mitgliedern die Initiative für Österreich ergreifen und an den Themenschwerpunkten in den Bereichen Ökologie, Bildung, Gesundheit, Pension und Strukturreform arbeiten. Eine Vorstellung der Mannschaft erfolgte vor wenigen Tagen im Rahmen einer Open House-Veranstaltung. (rk).


f i n a n c e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

Analyse Nur wenige geben einen Pfifferling auf Finanzunternehmen – doch genau darin könnten Chancen liegen

kolumne

Totgesagte leben länger

Fällt jetzt eine österreichische Ikone?

Trotz der Krise sprudeln bei vielen schon jetzt die Gewinne und es wird wohl noch mehr kommen. verdoppelt. Mit einem KGV von 8,5 für 2013 ist sie noch immer sehr billig. Man muss aber nicht einmal über den Zaun schauen, um Schätze zu finden, denn gerade die negative Bewertung von Moody´s für den heimischen Bankensektor lockt antizyklische Anleger.

Reinhard Krémer

Wien. Eines der Hauptargumente der Ratingagentur Moody’s, den Ausblick für die Bonität der Republik Österreich von „stabil” auf „negativ” zu senken, war das starke Exposure im Bankenbereich und dessen starkes Engagement in den als sehr unsicher eingestuften zentral- und osteuropäischen Ländern. Generell wird der europäische Bankenbereich von vielen Investoren gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Doch das könnte sich bald als eklatanter Fehler erweisen.

reinhard Krémer

W

ohl kaum ein AnlageInstrument ist hierzulande so beliebt wie der Bausparvertrag: Fast jeder hat einen, oft sogar gleich mehrere und Eltern schließen ihn auch schon gern für ihre Sprösslinge ab, um ihnen ein Stück finanzielle Unabhängigkeit in der Zukunft zu geben. Jetzt sieht es aber so aus, als würde diese Ikone der österreichischen Finanzwirtschaft in ernste Schwierigkeiten geraten: Das von der Regierung vorgestellte Sparpaket sieht nämlich eine Kürzung der staatlichen Prämie, die für viele ein Anreiz zum Abschluss des Vertrags war, um die Hälfte vor, nämlich von derzeit bis zu 36 auf 18 Euro im Jahr. Damit sendet man nicht unbedingt ein erwünschtes Signal aus, denn allerorten wird nicht nur heftig diskutiert, ob man denn jetzt überhaupt einen neuen Vertrag abschließen solle – manche überlegen sogar eine Kündigung des bestehenden Bausparers. Davon raten Experten allerdings dringend ab. Die Frage ist, wie´s jetzt weitergeht: Kommt eine ganze Branche ins Straucheln? Werden Wohnbau- und Baukonjunktur massiv geschädigt? Wenn es weniger Einlagen gibt, verlautet aus der BausparkassenBranche, könne man ja auch weniger Kredite vergeben. Die Diskussion ist jedenfalls unerfreulich – vielleicht noch mal darüber nachdenken, liebe Politiker?

Und so ist es kein Wunder, dass die Erste Bank (ISIN: AT0000652011) heuer eine saftige Performance aufs Parkett legte. Nach der jüngsten Kursrallye nahm die RCB die Aktie der Erste Group zwar von der Liste der Kaufempfehlungen und setzte sie auf

Milliardengewinne sprudeln

„Unsere Gewinn­ prognose für die Erste Bank für das Jahr 2012 beläuft sich nach 809 Millionen jetzt auf 843 Millionen Euro.“ © EPA

So hat auch das US-Investmenthaus Black Rock, das mehr als zwei Billionen € an Kundengeldern verwaltet – das ist ungefähr so viel wie das Jahres-Bruttonationalprodukt Deutschlands – in einer aktuellen Studie von Investments in europäische Banken abgeraten. Quintessenz des Berichts: „Besonders europäische Banken stehen unter heftigem Druck, Aktiva loszuwerden, die entweder zu riskant, schwer zu bewerten sind oder nicht zu den Kernkompetenzen des traditionellen Bankgeschäfts gehören. Sie sind zu Finanzierungszwecken viel mehr auf die Geldmärkte angewiesen als ihre US-amerikanischen Pendants und müssen in der ersten Jahreshälfte einen riesigen Schuldenberg verlängern.“ Das mag zwar alles wohl richtig sein – doch haben ausgewählte Institute wie die Deutsche Bank (ISIN: DE0005140008) schon jetzt gezeigt, was sie können: Noch-CEO Josef Ackermann (der 63-Jährige wird im Mai nach zehn Jahren an der Spitze der größten deutschen Bank das Institut verlassen) wollte eigentlich seine Amtszeit mit einem Rekordgewinn für 2011 von zehn Mrd. € beenden. Nun, das ist sich unter anderem wegen der Griechenland-Abschreibungen nicht ganz ausgegangen

Teak Holz wächst weiter

Stefan Maxian, rcb

Deutsche-Bank-Chef Ackermann macht’s vor: 4 Milliarden Euro Gewinn in der Krise.

und so sind es ‚nur‘ vier Mrd. € geworden. Und es ist nicht anzunehmen, dass das Institut weniger Gewinn in die Scheune bringen wird, wenn die Krise vorüber ist. Zwar wird der Markt sehr volatil bleiben, doch wer die Aktie zum Kurs um die 30 € jetzt nicht kauft, könnte sich bald grün und blau ärgern, denn ohne Krise notiert sie um die 70 €. Schon 1998 war sie fast doppelt so teuer wie heute. Ähnliches gilt auch für die Allianz (ISIN:DE0008404005); sie kostet jetzt nur um die 85 €, war

aber auch schon mal knapp 300 € teuer. Die Aktie der Bank-AustriaMutter UniCredit (ISIN: IT0004781412) hat gezeigt, wie viel Kraft in den Finanzpapieren steckt: Unmittelbar nach der Abstrafung der Bank durch die Anleger wegen der Spaghetti-Krise griffen alle zu, die sich an die Lehren von Warren Buffett halten – nämlich gierig sein, wenn alle freigiebig sind. Die Folge: Das Papier schoss in wenigen Wochen um knapp 80% in die Höhe und hat sich nach einer kleinen Korrektur noch immer

voestalpine Ergebnissteigerung nach neun Monaten trotz schwierigen Umfelds

Gutes Ergebnis zum Quartal

Erfolgreich durch klare Strategie Linz. Trotz einer Konjunkturdelle konnte sich die heimische voestalpine am Weltmarkt bestens behaupten: Der Konzern hat die von der Staatsschuldendiskussion und den Finanzmärkten ausgehenden Turbulenzen vergleichsweise gut gemeistert. „Das ist die Folge der klaren strategischen Ausrichtung auf modernste Technologie und qualitativ anspruchsvollste Produkte sowie hin zu einer Wert-

schöpfungskette, die sich länger und umfassender darstellt als bei allen Mitbewerbern“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. Die Kosten wurden weiter reduziert, Strukturen gestrafft, ­Effizienz und Produktivität erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit vor allem durch forcierte Globalisierung verbessert. „Die vier Verarbeitungsdivisionen

blieben trotz schwierigem Umfeld im dritten Geschäftsquartal in ihrer Entwicklung weitgehend stabil“, so Eder. Die Stammbelegschaft (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) hat sich seit Beginn des Geschäftsjahres per 31. Dezember 2011 um 1.138 Mitarbeiter auf 41.216 Beschäftigte erhöht. Die Gesamtmitarbeiterzahl (inklusive Leihpersonal und Lehrlingen) stieg im gleichen Zeitraum von 44.963 auf 46.468 Mitarbeiter an.

Starker Umsatzanstieg

© APA/Herbert Pfarrhofer

Linz. Die auf nachhaltige TeakInvestments spezialisierte, an der Wiener Börse notierte Teak Holz International (THI) mit Sitz in Linz hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2011/12 (1. Oktober bis 31. Dezember) mehr Gewinn ausgewiesen. Das Betriebsergebnis stieg um 130 von 0,75 Mio im Vorjahr auf 1,74 Mio. Euro. Auch das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen (Ende 2010 war der Geschäftsbereich „Teak Production” aus dem Konzern ausgegliedert worden) konnte gegenüber dem Vorjahr von 0,83 Mio. um ca. 60% auf 1,34 Mio. Euro verbessert werden. Der Umsatz im Holzhandel blieb mit 90.000 Euro niedrig; Grund sei der starke Angebotsrückgang bei fremdem Teakrundholz, speziell bei zertifiziertem Holz, ließ das Unternehmen verlauten. Die THI musste ihren Handel mit fremdem Teakrundholz daher auf „projektorientierte Basis” umstellen, heißt es. (rk)

Die Schätze vor der Tür

Mitarbeiterstand erhöht: Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine.

Der Konzern hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2011/12 die Vergleichswerte des Vorjahrs sowohl beim Umsatz als auch in allen Ergebniskategorien übertroffen. Die Umsatzerlöse legten, getragen von Zuwächsen in allen Divisionen, von 7.936 Mio. um 11,9% auf 8.877 Mio. Euro zu. Der Vergleich beim EBITDA zeigt eine Ergebnisverbesserung von 1.107 Mio. auf 1.118 Mio. Euro (plus 1,0%), das EBIT erhöht sich um 2,8% von 658 Mio. auf 676 Mio. Euro. (red)

„Hold“. Doch gleichzeitig wurde das Kursziel von 16 auf 22 € angehoben. Man geht von einer Erholung der CEE-Währungen aus, meint Analyst Stefan Maxian. Und so geht’s fröhlich weiter: Goldman Sachs hat nicht nur das Kursziel der Erste Bank auf 30 € erhöht und die Aktie unter den Top Picks bestätigt, sondern auch die Kursaussichten für Raiffeisen International (ISIN: AT0000606306) von 26 auf 32 € angehoben. Im geschmähten Immobilien-Bereich bestätigte SRC Research das Buy für CA Immo; Kursziel 12,5 €.

arithmetica Risiko

Vorbereiten auf das Unerwartete Wien. Wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät, dann meist, weil etwas Unerwartetes eintritt, meint das Beratungsunternehmen arithmetica. Großkunden fallen aus, Lieferanten haben Engpässe, Schlüsselpersonal verlässt das Unternehmen oder der Mitbewerb punktet mit sensationellen Innovationen. „All diese Themen sind zwar selten vorhersehbar, aber man kann sich darauf vorbereiten“, erklärt Chris-toph Krischanitz, Chef der Beratungsfirma arithmetica. „Das Zauberwort lautet ‚Risikomanagement‘, und dazu gehört ein ordentlicher Risikoidentifikationsprozess.“ Ideal zur Risiko-Identifikation sei der Top-Down-Zugang. „Die Bilanz des Unternehmens dient als Basis; von ihr aus beginnt man zu analysieren, welche Kennzahlen besonderen Einfluss auf das Ergebnis haben, dann erarbeitet man die Faktoren dieser Kennzahlen bis zu einer beliebigen Tiefe“, erläutert der Risikoberater diesen Ansatz. Der Nachteil sei, dass sie sich nicht zur Etablierung einer Risikokultur im Unternehmen eigne. (rk)


f o n d s : pa r k

Freitag, 17. Februar 2012

financenet – 21

financenet@medianet.at

Feri KAG-Ranking Österreich Threadneedle bleibt Österreichs beste große Fondsgesellschaft in der Auswertung des Fondsanalysehauses

Threadneedle weiterhin die Nr. 1 Bad Homburg/Wien. Die Bad Homburger Feri EuroRating Services AG hat zum Stichtag 31. Dezember 2011 das quartalsweise erscheinende KAG-Ranking veröffentlicht: Beste große Fondsgesellschaft in Österreich (25 oder mehr von Feri geratete Fonds) bleibt der angelsächsische Asset Manager Threadneedle. Feri hat 46 seiner Fonds bewertet, von denen 27 Produkte ein Top-Rating erhalten haben. Damit liegt die Quote der mit A und B bewerteten Fonds der Gesellschaft bei 58,7%. Vor einem Jahr belegte die Gesellschaft noch den 4. Platz.

BlackRock vor Fidelity Vom dritten auf den zweiten Rang verbessert hat sich BlackRock mit einem Anteil von rund 49% topbewerteter Fonds. Die Fondsgesellschaft überzeugt insbesondere bei den Aktienfonds: Sie machen 30 der 41 Top-Produkte der Gesell-

AXA SolEx-Anteilsscheine

Vola-Begrenzung

© AXA Investment Managers

Wien. AXA Investment Managers (AXA IM) hat in Österreich eine neue Anteilscheinklasse lanciert. Die SolEx-Anteilsklasse begrenzt die Volatilität einer klassischen Aktienanlage und ermöglicht Anlegern Zugang zu Aktien von Unternehmen der Eurozone. Durch die fortwährende Anlage in Out-ofthe-Money Put-Optionen sichert das Fondsmanagement das Portfolio gegen heftige Kursstürze ab. „Die SolEx-Anteilscheinklasse wird Anlegern zunächst beim ‚AXA World Funds Framlington Eurozone‘ zur Verfügung stehen und später auch über andere Aktienfonds der AXA Worlds Fund Palette angeboten werden“, erklärt Gilles Dauphiné, Head of Insurance Solution Management in AXA IMs Investment Solutions Team. Das Kursverlust-Risiko wird durch eine Overlay-Strategie begrenzt, bei der eine Reihe einfacher Derivate zum Einsatz kommen, wird präzisiert. Der AXA WF Framlington Eurozone wird von Gilles Guibout verwaltet und investiert in dynamische Unternehmen, die in der Eurozone ansässig sind oder dort einen großen Teil ihrer Geschäftstätigkeit abwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Unternehmen aller Marktkapitalisierungen mit dem Potenzial, überdurchschnittliche Gewinne und Cashflows zu erzielen, die zudem mit einer attraktiven Bewertung gehandelt werden. Je nach Anlageziel und -strategie können Anleger von der Normal-Klasse zur SolEx-Klasse wechseln.

Dauphiné, AXA Insurance Solution: „Vorerst für institutionelle Investoren“.

schaft aus. Auf den dritten Platz folgt mit einer Top-Rating-Quote von 42,9% der amerikanische Asset Manager Fidelity, der ebenfalls mit überzeugenden Ergebnissen bei Aktienfonds aufwartet. Die Top-5 komplettieren Franklin Templeton und Allianz Global Investors (TopRating-Quoten von 50 bzw. 45,2%).

Top-Rating von 80% Bei den kleineren Fondsgesellschaften verteidigt Banque de Luxembourg den Spitzenplatz des Rankings. 12 von 15 bewerteten Fonds erhielten ein Top-Rating von Feri. Damit ergibt sich eine Top-Rating-

Quote von 80%. Den zweiten Platz erreicht der niederländische Asset Manager Robeco mit einer Top-Rating-Quote von 69,2%, dicht gefolgt vom amerikanischen Vermögensverwalter MFS auf dem dritten Rang (Top-Rating-Quote: 68,4%). Für alle Gesellschaften, die in Österreich mindestens acht von Feri geratete Fonds zum Vertrieb zugelassen haben, wurde das Verhältnis der mit A oder B gerateten Fonds zur Gesamtheit aller jeweils gerateten Fonds ermittelt. Je höher der Anteil der Fonds mit TopRatings ausgefallen ist, desto besser sind die Fondsgesellschaften eingestuft worden.  (lk)

© Panthermedia.net/Roland Nagy

27 von 46 Fonds des angelsächsischen Fondshauses mit Top-Bewertung.

Vor einem Jahr belegte Threadneedle erst noch den 4. Platz im Feri-KAG-Ranking.


f o n d s : pa r k

22 – financenet

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

Nebenwerte Kleinkapitalisierte Unternehmen profitieren stärker von der Binnennachfrage in den Emerging Markets

short

Neuer Small Cap Fonds

Ethenea ernennt neuen Leiter globaler Vertrieb

Wien. UBS Global Asset Management erweitert die Palette der erfolgreichen Schwellenländerfonds um den UBS (Lux) Equity SICAV – Emerging Markets Small Caps Fund. Der neue Fonds investiert gezielt in niedrig kapitalisierte Unternehmen aus den Schwellenländern. Das Fondsportfolio ist breit über Länder und Sektoren diversifiziert und kann 100 bis 200 verschiedene Aktien enthalten. Bei der Auswahl konzentriert sich Fondsmanager Joseph Devine auf Unternehmen, die über Potenzial beim Gewinnwachstum verfügen. „Small Caps in den Emerging Markets profitieren stärker vom lokalen Wirtschaftswachstum als andere Werte“, sagt Devine. Dies zeige ein Vergleich der entsprechenden Indizes: Im Schnitt generierten die zehn Top-Unternehmen des MSCI EM Small Cap Index 91% ihres Umsatzes auf dem Binnenmarkt, während es bei der Ver-

Thomas Langer ist neuer Leiter globaler Vertrieb bei Ethenea.

Luxemburg. Thomas Langer wurde von der Investmentgesellschaft Ethenea Independent Investors zum neuen Head of Sales International ernannt. Vom Hauptstandort Luxemburg übernimmt er die Steuerung der strategischen und operativen internationalen Vertriebsaktivitäten. Unterstützt wird Langer, der weiter Senior Sales Manager für die Benelux-Staaten bleibt, durch Dominic Nys (Sales Benelux), Markus Scherrer und Yann Croset (Sales Schweiz), Alexander Koschar (Sales Österreich) sowie dem Kooperationspartner Capital Strategies Partners für Spanien und Italien.  (red)

Mittelklasse entscheidet „Durch das Wirtschaftswachstum nimmt auch die Zahl jener Menschen in den Schwellenländern zu, die in die Mittelklasse aufsteigen“, sagt Devine. Als Beispiel nennt der Fondsmanager Brasilien, dort seien zwischen 2003 und 2009 rund 30 Mio. Menschen in die Mittelklasse aufgestiegen.  (lk)

Heute zählen 50% der brasilianischen Bevölkerung bereits zur Mittelschicht.

Cudos Capital AG Vier Gesellschaften sind zu gleichen Teilen daran beteiligt; Private-Equity-Fondsgesellschaft

Gusenbauer gründet Fondsgesellschaft

Kopfgeld für HedgeFonds-Manager New York. Eine Gruppe von Anlegern, die von Hedgefondsmanager Florian Homm über seine Firma Absolute Management Capital (AMC) um in Summe an die 200 Mio. USD geprellt worden ist – Homm befindet sich seit viereinhalb Jahren auf der Flucht – hat nun einen PrivatErmittler eingeschaltet. Um die Chancen auf Hinweise zu erhöhen, haben die Investoren ein Kopfgeld in Höhe von 1,1 Mio. € auf den Flüchtigen ausgesetzt, berichtet Capital. In der Spitze verwalteten die ACM-Hedgefonds mehr als 3 Mrd. USD (ca. 2,1 Mrd. Euro). Homm war auf Tauchstation gegangen, nachdem er Aktienkurse gepusht hatte.  (red)

Wien. Der frühere Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat gemeinsam mit dem Unternehmensberater Andreas Frech, dem Investor Alon Shklarek und dem Anwalt Leopold Specht eine Fondsgesellschaft namens Cudos Capital AG gegründet. Der Eintrag ins Firmenbuch sei Ende vergangener Woche erfolgt, berichtete die Wiener Zeitung am Dienstag.

„Unser Schwerpunkt ist Industrie und Realwirtschaft im deutschsprachigen Raum und im Osten. Was wir ausschließen, sind Immobilien und Tourismus“, wird Frech zitiert. „Cudos Capital wird eine Private-Equity-Fondsgesellschaft.

© EPA

Fokus Industrie

Vom Fondsanalysten zum Profi-Pferdewetter

Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer: „Schließen Immobilien und Tourismus aus“.

Es ist noch zu früh, um über einzelne Projekte zu reden. Wir sind aber an ein paar Projekten dran“, so Gusenbauer. Seit Mai 2011 gebe es bereits das Beratungsunternehmen Cudos Advisors. Das Stammkapital von 100.000 € komme zu gleichen Teilen von vier Gesellschaften. Für die Gusenbauer Projektentwicklung & Beteiligung GmbH gebe es laut Medien einen Bilanzauszug für das Geschäftsjahr 2010. Der Jahresgewinn habe sich auf 1,642 Mio. € nahezu verdoppelt. Der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2009 wird mit rund 845.000 € beziffert. Das Anlagevermögen setze sich nahezu vollständig aus Wertpapieren im Volumen von 678.500 € zusammen.  (ag/red)

Erleichterung Finanzministerium präsentierte Entwurf zur Fonds-Melde-Verordnung

© Panthermedia.net/Rüdiger Rebmann

Neues Steuerreporting für Investmentfonds Wien. Zeitgleich mit der Einführung der neuen Wertpapier-KESt gelten ab diesen April für weiße und blütenweiße ausländische Investmentfonds (Meldefonds) neue Vorschriften zum Steuerreporting, berichtet der Brancheninformationsdienst fondsprofessionell. Die Modalitäten wurden nunmehr in einem Entwurf der Fonds-MeldeVerordnung vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) präzisiert.

Neu sei, dass KESt-Meldungen nicht mehr täglich, sondern nur mehr am Ende eines Fondsgeschäftsjahrs an die Österreichische Kontrollbank (OeKB) erfolgen müssen. „Der Entfall der unterjährigen Meldungspflicht stellt eine organisatorische und auf lange Sicht finanzielle Erleichterung für die Fondsbranche dar“, äußerte sich Steuerexperte Dieter Habersack von PricewaterhouseCoopers

© PwC

Profi-Gambler Moulton bleibt lieber in der Welt der Pferderennen.

London. Paul Moulton, der Gründer von Fitzrovia International, einer Fondsinformationsplattform, die er in der Folge an Reuters verkaufte, hat sich vor fünf Jahren entschieden, der Finanzbranche den Rücken zu kehren und dafür das Leben eines professionellen Gamblers für Pferderennen zu führen. Nichts in der Welt könnte ihn heute dazu bewegen, in die Finanzbranche zurückzukehren, meint er dazu in einem Reuters-Blog. Bei seiner Strategie, die ihm gutes Geld zu bringen scheint, nimmt der Anleihen bei Investment-Strategien – vereinfacht gesagt muss der „innere Wert eines Pferdes quasi höher sein als der aktuelle Marktwert“. Weiterer Tipp: Nicht auf Siegerpferde wetten.

gleichsgruppe des MSCI EM Standard-Index nur 58% der Umsätze waren. „Die positiven Aussichten für die Wachstumsrate der lokalen Nachfrage in den Schwellenländern bleiben intakt“, sagt Devine. In den Jahren von 2010 bis 2013 dürfte die Binnennachfrage in den Schwellenländern durchschnittlich um 7,8% steigen, während sie in den Industrieländern nur um 2,7% ansteigen dürfte.

© EPA

© Ethenea Independent Investors

UBS Global Asset Management erweitert seine Palette der Schwellenländerfonds.

D. Habersack, PwC, sieht in der Verordnung Erleichterungen für die Fondsbranche.

(PwC). Ebenfalls entfalle die Meldung auf vereinnahmte Zinserträge an das BMF.

Begutachtungsphase Der Entwurf der Fonds-MeldeVerordnung ist bis voraussichtlich Ende Februar in Begutachtung, mögliche Änderungen bleiben daher vorbehalten. Sind dem Anteilsinhaber nach dem 30. November ausschüttungsgleiche Erträge – realisierte Erträge, die im Investmentfonds thesauriert werden, gelten vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs als ausgeschüttet – zugeflossen, sind diese nicht mehr an das BMF, sondern durch einen Steuervertreter an die OeKB zu melden. Die Frist für diese Meldungen endet sechs Monate nach Ende des jeweiligen Fondsgeschäftsjahrs. Zu melden sind laut Ausschüttungsfiktion nicht aus Österreich stammende Dividendenerträge, realisierte Gewinne aus Veräußerungen (steuerpflichtig sind 60% der Substanzgewinne), die darauf entfallende KESt sowie ein Korrekturbetrag für die

steuerlichen Anschaffungskosten zwecks Vermeidung einer Doppelbesteuerung bei einem zukünftigen Verkauf durch den Investor. Ausschüttungsmeldungen sind bis zum letzten Handelstag vor dem Tag, an dem der Ausschüttungsbetrag der Fondsvermögen entnommen wird (Ex-Tag), vorzunehmen.

Nun transparente Fonds Blütenweiße Fonds, für die zum 31.3.2012 eine korrekte laufende KESt-Meldung bei der OeKB erfolgt ist, und weiße Fonds, die die ausschüttungsgleichen Erträge fristgerecht an das BMF gemeldet haben, werden am 1.4.2012 von der OeKB als zu diesem Stichtag transparente Fonds (Meldefonds) veröffentlicht werden. Fonds, die nach dem 31.12.2011 erstmals zum öffentlichen Vertrieb in Österreich zugelassen wurden und den Vertrieb auch tatsächlich binnen eines Monats aufgenommen haben, sowie noch nicht registrierte Fonds müssen bis zwei Wochen vor Abgabe der ersten Meldung eine Registrierung der Stammdaten vornehmen.  (lk)


b a n k i n g & i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 17. Februar 2012

financenet – 23

financenet@medianet.at

Ratingagentur Moody’s Neubewertung der Bonität Österreichs bestätigt Triple-A-Rating, aber Ausblick „negativ“

short

Moody’s gibt Banken die Schuld an Ausblick

EZB kauft weniger Staatsanleihen Frankfurt am Main. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll in der vergangenen Woche wieder weniger Staatsanleihen gekauft haben, heißt es in Medienberichten. Sie soll Papiere im Wert von 59 Mio. € auf dem Markt erworben haben, in der Woche zuvor seien es 124 Mio. € gewesen, so ein Bericht auf orf.at. (red)

Unverständnis bei Experten über das schlechte Abschneiden trotz des akkordierten Sparpakets.

© APA/Hans Klaus Techt

Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des VVO.

Nationalbank-Chef Ewald Nowotny: „Das Sparpaket der Regierung ist wichtiger Beitrag zum geplanten Schuldenabbau.“

Für Gudrun Egger, Analystin der Erste Group, ist der auf „negativ” gesenkte Ausblick für die Bonität Österreichs durch die Ratingagentur Moody’s „nicht ganz nachvollziehbar – inhaltlich hat sich nichts geändert”, sagte sie. Das Eurozonen-Systemrisiko, die steigende heimische Staatsverschuldung und das OsteuropaExposure der österreichischen Banken sei „seit Langem bekannt”. Anscheinend habe die Ratingagentur die Haltung zu bestehenden Fakten geändert. Möglicherweise sei Moody’s aus Angst, „behind the curve” zu fallen, mit dem Mitbewerber S&P nachgezogen, meint sie. Im vergangenen Dezember hatte die Moody’s das Triple-A und den Ausblick für Österreich noch bestätigt. „Inner-

halb von zwei Monaten zu einer anderen Einschätzung zu kommen, geht zulasten der Glaubwürdigkeit”, betont Egger. Die Fundamentallage in Österreich sei weiterhin gut. Die Analystin rechnet mit einem „stabilen Renditenniveau” für österreichische Staatsanleihen.

Kein Druck auf Bonität N a t i o n a l b ank-Chef Ewald Nowotny geht nicht davon aus, dass sich aus dem Engagement der österreichischen Banken in Osteuropa zusätzlicher Druck auf die Bonität der Republik ergeben werde, wie dies Moody’s in ihrer aktuellen Einschätzung unter anderem in den Raum gestellt hat. Das Sparpaket der Regierung sei ein

Erhebung Marktübliche Entgelte offengelegt

„wichtiger und richtiger Beitrag” zum geplanten Schuldenabbau, so Nowotny. Das starke Engagement der heimischen Banken in Zentral- und Osteuropa „ist und war eine Erfolgsstory”, sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) unlängst in einem „Ö1-Morgenjournal“-Interview. Er glaube nicht, dass sich daraus „irgendetwas” ergeben werde. Zur Entscheidung Moody’s, den Ausblick für Österreich auf „negativ” zu senken, meinte Nowotny, die Begründung der Ratingagentur dafür beziehe sich nicht nur auf Österreich, sondern zu einem erheblichen Teil auf die gesamteuropäische Entwicklung. Das von der Regierung vorgelegte Sparpaket

zum geplanten Schuldenabbau sei ein wichtiger und richtiger Beitrag dazu und gehe in die richtige Richtung. Über Umfang und Struktur des „im Rahmen des politisch Möglichen” erreichten Pakets sei er positiv überrascht, es bringe eine „vernünftige Balance zwischen Konsolidierung und Wachstumsstärkung”, so Nowotny weiter. Große Themen wie Verwaltungs-oder Föderalismusreform seien nicht mit einem Schlag zu lösen. Indirekt sei allerdings schon einiges geschehen, der vorgesehene Aufnahmestopp auf Bundesebene etwa erzwinge praktisch eine Verwaltungsreform. Als „heikel” stuft Nowotny Bereiche des Sparpakets ein, die derzeit „quasi noch nicht voll ausformuliert sind.“ (APA/red)

Allianz Vorsorgen ist für Frauen besonders wichtig

FMA veröffentlicht Gebühren

Scheidung und Altersvorsorge

Wien. Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat die neue Erhebung der marktüblichen Entgelte und Gebühren von Wertpapierunternehmen, Emittenten sowie Depotbanken auf ihrer Website veröffentlicht.

Wien. Während EU-weit seit den 1970er-Jahren die Zahl der Eheschließungen um 43 Prozent abgenommen hat, hat sich die Anzahl der Scheidungen verdoppelt. Eine bittere Folge: Insbesondere Frauen seien im Alter von tendenziell niedrigerem Lebensstandard betroffen, zeigt die Allianz auf. „Im Schnitt werden in Österreich jeden Tag nahezu fünfzig Ehen geschieden. Die Auflösung der Lebensgemeinschaft tangiert auch speziell die Altersvorsorge. Frauen sind hier im Schnitt schlechter gestellt“, erklärt Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz Gruppe in Österreich.

mit hohem, mittlerem und niedrigem Risiko, Bonusleistungen, sonstige verrechnete Entgelte und Innenspesen. Außerdem werden marktübliche Gebühren der Depotbanken, wie etwa Depotgebühren, Spesen und Transaktionsgebühren, dargestellt. Anbieter müssen ihre Kunden auf die Veröffentlichung der FMA hinweisen, können jedoch auch davon abweichende Entgelte verrechnen, heißt es in einer Aussendung.(red)

Kaum Veränderungen

Durchschnitt in der EU (44 Prozent). „Grundsätzlich gilt: Unabhängig vom anderen sollte jeder Ehepartner seine ganz persönliche eigene Altersvorsorge aufbauen“, meint Wölfl. Ganz besonders gelte dies für Frauen, erklärt er. Schon heute ist eine von fünf Frauen in Österreich über 64 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der über 64-jährigen Frauen um 617.000 auf 1,5 Mio. zunehmen. (red)

FMA-Vorstandsmitglieder Helmut Ettl und Kurt Pribil.

Die höchste Scheidungsrate hat Belgien (71 Prozent), gefolgt von Portugal (68 Prozent) und Ungarn (67 Prozent). Österreich liegt im oberen Mittelfeld: Im Jahre 2010 gab es in Österreich rund 38.000 Eheschließungen; dem standen im gleichen Jahr über 17.000 Scheidungen gegenüber. Damit lag die Scheidungsrate in Österreich bei 47 Prozent und somit über dem

© Allianz

Österreich im Mittelfeld

© FMA

Im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2010 zeigen sich dabei kaum Veränderungen; einzig bei den Bandbreiten der Beratungshonorare (0,5 bis 1,5% des veranlagten Vermögens per anno) und der erfolgsabhängigen Vergütungen (10 bis 25% des Erfolgs per anno) kam es zu einer leichten Erweiterung. Veröffentlicht werden die von Wertpapierunternehmen üblicherweise verrechneten Entgelte, wie Beratungshonorare, Managementgebühren, erfolgsabhängige Vergütungen, produktunabhängige Vermittlungsgebühren und sonstige direkt dem Kunden verrechnete Entgelte, weiters die von Emittenten von Wertpapieren üblicherweise in Rechnung gestellten Ausgabeaufschläge bei Produkten

Wien. Lebensversicherungen gegen Einmalerlag sollen aufgrund der legislativen Änderung der Mindestlaufzeit von 10 auf 15 Jahre speziell für Menschen in fortgeschrittenem Alter unattraktiv geworden sein, erklärt Louis NormanAudenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbands VVO. Auch heuer sei die Fortsetzung dieses Negativtrends feststellbar; ältere Personen würden dieses Produkt nicht mehr wählen. Der Gesetzgeber habe durch diesen Eingriff eine „auch für ältere Kunden attraktive Veranlagungsform de facto vom Markt genommen“, da mit fortgeschrittenen Lebensjahren 15-jährige Vertragsbindungen nicht mehr eingegangen würden. „Diese Entwicklung nimmt nicht nur einem wichtigen Teil unserer Gesellschaft, nämlich älteren Menschen, eine attraktive Möglichkeit der Vorsorge, sondern hiermit entgehen nicht zuletzt dem österreichischen Staat jährlich hohe Steuereinnahmen”, meint VVO-Generalsekretär Norman-Audenhove. (red)

Xaver Wölfl, Allianz Österreich: „Scheidungen tangieren auch Altersvorsorge“.

34 italienische Banken herabgestuft

© EPA

Nicht ganz nachvollziehbar

VVO ortet Negativtrend bei LVs mit Einmalerlag

© APA/Roland Schlager

Wien. Die Ratingagentur Moody’s hat in einer Neubewertung der Bonität Österreichs das Triple-ARating bestätigt, gleichzeitig aber den Ausblick auf „negativ” gesenkt. Das Finanzministerium begrüßt in einer Aussendung die Aufrechterhaltung der Spitzenbonität für Österreich, bedauert aber gleichzeitig, dass der Ausblick von „stabil” auf „negativ” gesetzt wurde. Dafür waren laut Finanzministerium einerseits externe Faktoren wie die internationale Schuldenkrise ausschlaggebend, auf der anderen Seite das Exposure der heimischen Banken in Osteuropa. Nicht ausreichend berücksichtigt sei, wie es in der Aussendung heißt, auch das eben beschlossene Sparpaket worden: Moody’s gehe von einer steigenden Verschuldungsquote aus, während der neue Defizitpfad ab 2012 deutlich sinkende Schuldenquoten vorsehe.

Standard & Poor’s stuft insgesamt 34 italienische Banken herab.

Mailand. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat insgesamt 34 italienische Geldinstitute in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft. Betroffen seien auch die Bank-Austria-Mutter UniCredit sowie die Banco Popolare und die Intesa Sanpaolo. Als Begründung soll Standard & Poor´s genannt haben, dass die Ratingagentur in den kommenden fünf Jahren mit einer schwachen Profitabilität der Geldhäuser rechne, heißt es in einem Artikel in News. Nur drei Banken behielten ihr Rating. (red)


b a n k i n g / I n s u r a n c e : watc h

24 – financenet

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

Bankhaus Spängler Ausweg aus Krise möglich, Auftragsbücher sind voll, meinen Unternehmenschefs

short

Optimismus gegen Krise

Direktanlage.at mit neuem Sparprodukt Salzburg. Die heimische Vermögensanlagebank direktanlage.at bietet ab sofort ein neues Sparprodukt an: Neukunden erhalten am „Online TopZins Konto“ – und ebenso auf neu eröffneten Sparbüchern – einen Zinssatz von 2,85% p.a. für sechs Monate, täglich verfügbar. Das freibleibende Angebot gilt für Einlagen zwischen 5.000 und 200.000 € und läuft bis zum 31. Mai. Auch Wertpapier-Anlegern werden aktuell günstigere Konditionen geboten. (red)

Nowotny sieht kein Ansteigen der Inflation, jetzt müsse Stagnation abgewendet werden. Linz. „Die Billigung des Sparpakets durch das griechische Parlament ist ein Meilenstein in der Beruhigung der aktuellen Euro-Krise.“ Das sagte Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny im Rahmen der Jahresauftaktveranstaltung 2012 des Bankhaus Spängler in Linz. Nowotny betonte, dass die Abwehr einer langen Phase der wirtschaftlichen Stagnation nun die Hauptaufgabe für die nächste Zukunft sei.

Auch Gerhard Falch, Vorstandsvorsitzender der AMAG, plädierte für eine gehörige Portion Optimismus und nahm auch die Politiker der EU mit in die Pflicht: „Es ist wichtig, dass beispielsweise Madame Lagarde, die Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds IWF, aufpasst, mit ihren Aussagen die Rezession der Realwirtschaft nicht geradezu herbeizureden.“ Wie auch Untersberger wies Falch auf volle Auftragsbücher hin. Das Motto müsse also lauten: „Kopf hoch und weiterkämpfen“. (red)

© Bankhaus Spängler

Der Ökonom warnte eindringlich vor der Gefahr einer ähnlichen Situation wie in Japan während der letzten Jahrzehnte. Ein Ansteigen der Inflation sieht Nowotny jedoch nicht: „Dieses Thema haben wir seitens der Europäischen Zentralbank im Griff.“ „Liquidität ist das Gebot der Stunde“, meinte der Gastredner

Mercedes Geländetraining mit der Gräfin in „SOKO Kitz“.

© Bankhaus Spängler

„Es braucht Optimismus“

„Krise beginnt im Kopf“

Offroad-Pflügen mit der Gräfin in Kitz

Experten bei der Diskussionsveranstaltung der Spängler Bank in Linz.

Direktbanken Zuwachs

UniCredit Heimische Tochter behält Namen, ebenso die Münchner HypoVereinsbank

ING-DiBa Austria mit 10% Plus

„Bank Austria“ bleibt erhalten

Kitzbühel. Viel Spaß trotz klirrender Kälte hatten die 60 Teilnehmer des Mercedes Geländetrainings im Hartsteinwerk Kitzbühel. Das Bankhaus Spängler lud über zwei Tage zum Test der neuesten Offroad-Modelle der deutschen Topmarke. Auch Schauspielerin Andrea L‘Arronge Reichenwallner – bekannt aus der TV-Serie „SOKO Kitz“ – pflügte rasante Kurven in den Schnee. (red)

Rom. Die Marke „Bank Austria“ ist nicht gefährdet. Dies verlautet aus italienischen UniCredit-Kreisen. Auch Bank-Austria-Chef Willibald Cernko meinte vor Kurzem, dass die Bank Austria selbstverständlich weiterhin unter dieser Marke am Markt auftrete.

Wien. Die ING-DiBa Direktbank Austria hat ihre Kundenzahl 2011 um 12% auf mehr als 490.000 gesteigert und ihren Geschäftsumfang um ein Zehntel erhöht. Die Retail Balances (Summe aus Einlagen, Krediten und verwaltetem Depotvolumen) erhöhte sich von 6,3 Mrd. € auf 6,9 Mrd. €., wie die Bank am Montag mitteilte.

Auch Münchner Hypo bleibt

© O. Rayermann/CC-by-sa 2.0

Günstige Privatkredite verspricht die deutsche SWK Bank.

Nächste Tilgung im April Das Institut verbesserte im Vorjahr sein Ergebnis vor Steuern um 34% auf 660 Mio. €. Die Kundenzahl stieg um 300.000 auf 7,4 Mio. Die verwalteten Spargelder erreichten zum Jahresende einen Höchststand mit 85,9 Mrd. € (+7%). (red)

© Bank Austria

Die Zugehörigkeit zur UniCreditGruppe bringe die Bank Austria durch die Verwendung der „Sphere“ (Kugel) im Logo sowie des Firmennamens zum Ausdruck. UniCredit-Chef Federico Ghizzoni versicherte auch, dass die Münchner Tochter weiter unter dem Markennamen „HypoVereinsbank“ firmieren wird. (APA)

SWK Bank startet mit Angebot in Österreich

Die Bank Austria behält ihren Namen, heißt es vonseiten der UniCredit.

Volksbanken Die Republik haftete, jetzt zurückgezahlt

Neue Leitung Aktuariat und Versicherungstechnik

Wien. Die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) hat am 9. Februar eine von der Republik Österreich garantierte Anleihe aus dem Jahr 2009 getilgt. Das Volumen der dreijährigen Anleihe betrug 1 Mrd. €.

Wien. René Knapp hat mit 1. Februar in der Uniqua Gruppe die Leitung des Konzern-Aktuariats auf Holdingebene im Ressort von Risikomanagement-Vorstand Kurt Svoboda übernommen. In seiner bisherigen Funktion als Leiter der Versicherungstechnik Lebensversicherung für die operativen Uniqua-Gesellschaften in Österreich folgt ihm Thomas Jaklin nach. Er wird Peter Eichler, Vorstand bei „ Uniqua Österreich“ und der Raiffeisen Versicherung, berichten.

ÖVAG tilgt garantierte Anleihen

29 Mio. € Entgelt für Staat Insgesamt hat die Republik Österreich für diese Garantie bisher von der ÖVAG ein Entgelt in Höhe

von 29,1 Mio. € erhalten, teilte die Bank mit. Eine noch fällige Entgelt-Restzahlung für 2012 über 1,1 Mio. € werde im April erfolgen. Insgesamt hat die ÖVAG 2009 in drei Tranchen staatsgarantierte Anleihen von 3 Mrd. € platziert. Die Republik haftete für Tilgung und Zinsen. Die beiden weiteren staatlich garantierten Anleihen laufen im September 2012 bzw. im März 2013 aus. Beide haben ebenfalls ein Volumen von 1 Mrd. €. (APA)

Personalrochaden bei der Uniqa 20 europäischen Ländern. Jaklin bringt sieben Jahre Erfahrung in der Versicherungsmathematik aus einem anderen Unternehmen in seine neue Position mit. Er ist für die versicherungstechnischen Agenden aller operativen Lebensversicherungsgesellschaften der Uniqua-Gruppe in Österreich zuständig. Gemeinsam mit seinen 50 Mitarbeitern wird er sich um Aufgaben wie Versicherungsmathematik kümmern. (red)

ÖVAG-Chef Gerald Wenzel: Eine von drei Anleihen wurde zurückgezahlt.

In seiner neuen Position gehören zu Knapps Aufgaben neben klassischen Konzernagenden – wie der Entwicklung von Standards und der Vorgabe von Richtlinien für alle Konzerntöchter im In- und Ausland – auch die Bewertung und das Monitoring von Versicherungsbeständen sowie der Support der lokalen Gesellschaften. Mit seinen Mitarbeitern bildet René Knapp auch eine Kommunikationsdrehscheibe für die Aktuare der Uniqua-Gruppe in

© Uniqa

Nächste Tilgung im April

© APA/Roland Schlager

Wien. Die deutsche Süd-WestKreditbank (SWK Bank) startet mit einem Angebot in Österreich. Ab sofort können Verbraucher das Kreditangebot der SWK Bank über deren Webseite swkbank.at online nutzen. In Deutschland ist die SWK Bank schon seit 1959 am Markt und hat sich einen Namen mit günstigen Krediten für Privatkunden gemacht. Dieses Angebot können nun auch Kunden aus Österreich nutzen. Versprochen werden einfach verständliche und transparente Kredite zu guten Konditionen. Zudem wird auch auf die Schnelligkeit der Kreditentscheidung großer Wert gelegt. Zunächst wird in Österreich nur ein Produkt angeboten. Bei den Kreditlaufzeiten kann aus dem Bereich von 24 bis zu 84 Monaten gewählt werden, die Kredithöhen bewegen sich zwischen 2.500 und 50.000 €. Je nach Laufzeit gibt es den SWK Bank Direktkredit zum Start in Österreich ab einem effektiven Jahreszinssatz von 3,95%, heißt es aus dem Unternehmen. (red)

Peter Unterberger, Vorstandsvorsitzende der Lenzing AG. „Die Krise beginnt vor allem im Kopf – und sie endet auch dort. Deshalb ist es für Unternehmer gerade jetzt besonders wichtig, ihren Mitarbeitern einen positiven Spirit zu vermitteln“, so Unterberger.

René Knapp ist ab sofort Leiter des Konzern-Aktuariats der Uniqa.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 17. FEBRUAR 2012 – 25

financenetreal:estate © APA/H.P.

Die neuen Steuerpläne von Finanzministerin Maria Fekter stoßen sauer auf  Seite 27

M & A-umfrage © DLA Piper

immo-branche in aufruhr

Wolfgang Freund von DLA Piper erwartet ein gutes Jahr bei Buy-outs  Seite 30

kpmg-survey chancen bei infrastruktur © KPMG

Enormer Rückenwind lässt Preise hoch fliegen

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS 8. Februar - 15. Februar 2012

-3,45%

Warimpex -1,30% conwert -4,62%

Warimpex CA Immobilien Anlagen Atrium s Immo Immofinanz CA Immobilien Anlagen 

-1,30% -1,42% -1,68% -3,60% -4,13% -4,62%

glob. IMMO-FONDS

Wohnbau Die privaten Bauträger erleben einen Boom, aber Preisschübe bei Baugrundstücken bremsen neue Projekte, meint Süba-Chef Heinz ­Fletzberger, der sich traditionell auf gehobene Wohnbauobjekte in den besten Wiener ­Wohnbezirken konzentriert. Er ortet aktuell eine Wohnungsknappheit. Seite 26

1-Monats-Performance per 15.2. Monatstop Amadeus Asian  13,89% Monatsflop Lupus Alpha Jap. -8,26% Top 5 Immofonds Amadeus Asian Real Est.Sec.A13,89% CS SICAV One (Lux) Equ.Glob.13,19% Morgan Stanley Asian Prop. A 12,37% Aberdeen Global Asian Prop. 11,92% Morgan Stanley Global Prop. 10,88% Flop 5 Immofonds Lupus Alpha Japanese REITs Real Estate MK amandea DEGI Global Business Morgan Stanley P2 Value TMW Immobilien Weltfonds

Übernahme Wienerberger holt sich Pipelife ganz

Rohre von Schweiz nach Österreich CA Immo vermietet mehr Fläche

-8,26% -3,82% -3,54% -2,55% -1,87%

© APA/Georg Hochmuth

8. Februar - 15. Februar 2012

CERX (15.2.)

481,25

-4,10%

Tower 185 PwC erweitert Frankfurter Niederlassung

Wienerberger-CEO Heimo Scheuch holte sich Pipelife von Solvay.

Wien. Die Wienerberger AG hat jetzt die restlichen 50% am Kunststoffrohrunternehmen Pipelife von ihrem Joint-Venture-Partner, dem Schweizer Chemiekonzern Solvay, gekauft. Der Preis des Deals erreichte 162 Mio. €. Pipelife ist ein großer europäischer Hersteller von Kunststoffrohren und Rohrsystemen mit 27 Werken in Europa sowie den USA und beschäftigt rund 2.650 Mitarbeiter in 27 Ländern. Mit der Übernahme verfolge man das Ziel, das Kerngeschäft der Wienerberger Gruppe auszuweiten, so Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender von Wienerberger. (APA/rk)

© APA/Georg Hochmuth

Wochentop Wochenflop

143,56

© gst

IATX (15.2.)

Der Tower 185 der CA Immo ist Deutschlands vierthöchstes Bürohaus.

Frankfurt. PwC, die führende Prüfungs- und Beratungsgesellschaft in Deutschland, hat mit dem nun abgeschlossenen Mietvertrag insgesamt rund 71.000 m2 Bürofläche im Tower 185 gemietet und wird in dem Gebäude alle Unternehmensbereiche des Standortes Frankfurt zusammenführen. Bereits im Dezember 2010 sind rund 1300 PwC-Mitarbeiter in das Sockelgebäude des Tower 185, der von der CA Immo entwickelt wurde, übersiedelt. Die Vermietungsquote des erst zum Jahreswechsel 2011/2012 fertiggestellten Hochhauses steigt damit auf rund 75 Prozent. (ag)


i m m o : c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

www.schnellinger.at

short

Immofinanz: Silesia City Center prämiert Kattowitz. Die Immofinanz Group erhielt für die zweite Phase des Silesia City Center den von EuropaProperty verliehenen Award „Extended/Refurbished Project of the Year“. Die als Eigendevelopment der Immofinanz realisierte Erweiterung wurde im Oktober 2011 eröffnet und erfreute sich von Anfang an großer Beliebtheit: Schon in der ersten Woche wurden 300.000 Besucher gezählt. Mittlerweile zählt das Silesia City Center mit 86.000 m2 Verkaufsfläche und 310 Shops zu den Top-5-Einkaufszentren in Polen. Das Portal EuropaProperty hat die CEE Retail Real Estate Awards heuer bereits zum vierten Mal vergeben.  (ag)

Grundsteuer II: Neu­ bewertung von Äckern Wien. Bei der Neubewertung der Grundsteuer-Einheitswerte geht es, so das Finanzministerium, lediglich um die landwirtschaftlich genutzten Flächen, nicht aber um sonstige Immobilien. Hintergrund: Weil die letzte Neubewertung der Agrarflächen vor dem EUBeitritt erfolgte, wurden neue Ertragsquellen wie die EUFörderungen hier noch nicht berücksichtigt.  (APA)

Süba-Chef Heinz Fletzberger: Banken finanzieren und Kunden bezahlen für neue Wohnimmobilien. Wien. Für private Bauträger hat die aktuelle Marktsituation Vor- und Nachteile, sagt Heinz Fletzberger, Vorstand der Süba. Sein Unternehmen, ein langjähriger Player auf dem Wiener Markt, hat derzeit so wie meistens in den vergangenen Jahren sechs Baustellen am Laufen: Pro Jahr werden etwa 150 Wohnungen fertiggestellt, der Umsatz beträgt rund 40 Mio. €, so Fletzberger. Dabei konzentriert man sich traditionell auf gehobene Wohnbauobjekte in den besten Wiener Wohnbezirken, doch hat die derzeitige Flaute bei Neubauten dafür gesorgt, dass sich Luxus-Developer wie Süba „auch in der EconomyKlasse bewegen können“. Denn die Kürzung der Wohnbauförderung hat dafür gesorgt, dass gemeinnützige Wohnbauträger weniger bauen können. Die Privaten springen ein – wenn auch nur teilweise, so Fletzberger: „Eine Wohnungsknappheit besteht derzeit zweifellos.“

Süba-Vorstand Heinz Fletzberger: Stadt Wien könnte durch raschere Baugenehmigungen für mehr Wohnungs-Neubau sorgen.

nau, seien dann aber durchaus finanzierungsfreudig, auch wenn die Geldhäuser ihre eigenen gestiegenen Refinanzierungskosten weitergeben müssen. Doch könne sich die Süba, die gerade ihr 30jähriges Firmenjubiläum gefeiert hat, auf gute Bankverbindungen verlassen. „Wichtig ist für uns als Entwickler, dass kein zu hoher Eigenkapitalanteil bei neuen Projekten verlangt wird.“ Die Banken blicken wohlwollend auf Wohnimmobilien-Projekte, während etwa Gewerbeimmobilien derzeit zu kämpfen haben, weiß Fletzberger. Sorgen macht Fletzberger gleichzeitig jedoch die starke Verteuerung der Grundstückspreise in Wien: „Geeignete Baugrundstücke werden immer knapper und teurer.“ Bei verfügbaren Baugrundstücken in Wien habe er in den letz-

Grundbuch statt Sparbuch Rückenwind bringt die enorme Nachfrage nach Wohnimmobilien – für Eigenbedarf und Investitionszwecke. „Man kennt die Schlagworte wie ‚Grundbuch statt Sparbuch‘“, sagt Fletzberger. Dabei geht es bei Investitionen weniger um die Rendite als um die hoffentlich risikolose Investition ins Grundbuch. „Die Finanzkrise hat uns Wohnbauträgern insofern in die Karten gespielt. Allerdings befürchte ich negative Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Anleger durch die Streichung der zehnjährigen Spekulationsfrist im Zuge des Sparpakets.” Was den Wohnbau betrifft, kann Fletzberger auch „nicht von einer Kreditklemme sprechen“. Natürlich prüfen die Banken jedes Projekt ge-

ten zwei bis drei Jahren Preissteigerungen von bis zu 50% erlebt. „Das stellt natürlich die Wohnbauträger vor Probleme, denn am Ende muss es ja der Wohnungskäufer bezahlen. Wenn das so weitergeht, müssten die Wohnungspreise jedes Jahr um zehn Prozent steigen.“ Und das sei nicht realistisch.

bei Genehmigungen. Wenn sie die Verfahren einfach ein wenig beschleunigen würden, dann könnte die Stadt Wien sofort und ohne zusätzliche Fördermittel dafür sorgen, dass in Wien mehr Wohnungen gebaut werden.“ Auch die Anrainer sind gefragt: Einsprüche – auch aus völlig abwegigen Gründen – seien mittlerweile so üblich, dass fast jedes Bauprojekt in die zweite Instanz gehen müsse. Fletzberger geht daher dazu über, die Anrainer frühzeitig zu kontaktieren, um schon vorweg möglichst ihr Einverständnis zum konkreten Projekt einzuholen. Dies wurde etwa bei seinem aktuellen Projekt in der Neuwaldegger Straße im 17. Wiener Gemeindebezirk erfolgreich gemacht (43 Wohnungen für Vorsorge/Eigenbedarf). (gst)

Abwegige Einsprüche Seit 2011 wird es daher immer schwieriger, an Baugrundstücke zu kommen, was zur Wohnungsknappheit beitrage. Daher appelliert Fletzberger an die übrigen Involvierten eines Bauprojekts, Vernunft an den Tag zu legen – vor allem an die Baubehörden und die Anrainer. „Die Behörden bewegen sich derzeit im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraums

World University Ranking „Wien schwer zu toppen“

Immobilienring IR Neues Mitglied im größten Netzwerk

Wien. Die Bundeshauptstadt ist die fünftbeste Stadt für Studenten weltweit: Das hat ein neues, von der britischen Gesellschaft QS erstelltes Ranking ergeben, das der österreichischen Hauptstadt „mehr als nur Fugen und Psychoanalyse” zuschreibt. Die im „World University Ranking 2011” auf Rang 155 platzierte Universität Wien mag zwar mit den Eliteunis andernorts nicht mithalten können, so QS, „aber für Studenten, die nach hoher Lebensqualität, verbunden mit Kultur und Leistbarkeit, suchen, ist Wien schwer zu toppen”. Eine guter Studentenmix, der Status als lebenswerteste Stadt der Welt, niedrige Studiengebühren für internationale Studenten sowie mit der Uni Wien und der Technischen Universität die „zwei am besten bewerteten Universitäten des Landes” beheimatend, ist Wien in dem Ranking als beste Studentenstadt im deutschsprachigen Raum gelistet. Für die Bewertung hat QS, basierend auf zwölf Kriterien, die Qualität und Anzahl international gereihter Hochschulen ebenso

Wien. Dem größten österreichischen Immobiliennetzwerk ist eine weitere wichtige Erweiterung gelungen: Die Colliers Columbus Immobilien Vermittlungs GmbH&Co KG gehört zu den führenden Unternehmen der Vermittlung privater Immobilien im gehobenen Segment und ist seit Jänner 2012 jüngstes Mitglied des Immobilienring IR. Horst Schwarzenberg, verantwortlich für die Abteilung Privatimmobilien bei Colliers Columbus, dazu: „Durch die stringenten Aufnahmekriterien des ‚Immobilienring IR‘ ist ein Netzwerk besonderer Qualität entstanden. Wir sind stolz darauf, dass wir dazu gehören. Die Mitgliedschaft im Immobilienring IR ist ein Gütesiegel.”

Sieger im deutschen Sprachraum berücksichtigt wie die Faktoren Leistbarkeit, Lebensqualität und den Ruf lokaler Unis unter Arbeitgebern. Die vergleichsweise erschwinglichen Studiengebühren in Europa verweisen amerikanische oder asiatische Städte – anders als bei üblichen Uni-Rankings – auf die hinteren Plätze. Angeführt wird die Liste von Paris vor London, Boston und Melbourne.  (APA)

Colliers Columbus steigt jetzt ein

ein Unternehmen aus”, meint Andreas G. Gressenbauer, Präsident des Immobilienring IR. Das vor über 50 Jahren gegründete Maklerunternehmen ist unter Führung von Georg B. Muzicant im Familienbesitz. Seit 1994 werden Kunden weltweit über Colliers International betreut. Colliers konzentriert sich bei Wohnimmobilien vor allem auf den Osten Österreichs und hat sich mit nur 20 Mitarbeitern etabliert.  (ots)

Wertehaltung ist wichtig

QS-Uni-Ranking konzediert hohe Lebensqualität für Studenten in Wien.

Äußerste Diskretion, seriöse Betreuung und eine realistisch umsetzbare Preisgestaltung zeichnen das Unternehmen aus, das durch zahlreiche Transaktionen innerhalb der Wiener City bekannt ist. „Nicht nur gute Bilanzzahlen, sondern vor allem die Wertehaltung der verantwortlichen Personen machen erst

© Immobilienring Österreich

Promotion

Weitere Infos finden Sie über die Firma auch unter: www.schnellinger.at

Süba: Viel Nachfrage, aber Immo-Preisauftrieb drückt

© gst

Christian Schnellinger wurde im Jahr 2001 von Dr. Herbert Köstler gekauft, bei dem er als Leiter der Maklerabteilung seit 1991 beschäftigt war. Das Unternehmen beschäftigt 11 Mitarbeiter und deckt Bereiche Rund um die Immobilie ab, nämlich das Gebäudemanagement, Gerichtsgutachten und die Immobilienvermittlung, wobei sie sich bei Letzterer auf den privaten Bereich spezialisiert haben. Dennoch betreut das Unternehmen langjährige gewerbliche Großkunden unter Zuhilfenahme der Angebote des Salzburger Immobilienrings und einen in Salzburg namhaften spezialisierten Gewerbemakler. Außerdem ist die Kanzlei der Salzburger Treuhandrevision in der Verwaltung unterstellt, leitet die Landesstelle des ÖVI und Herr Schnellinger ist außerdem als geschäftsführender Alleingesellschafter des Unternehmens auch Fachgruppenobmannstellvertreter in der WKO/ Salzburg. Das Motto der Kanzlei: Hohe fachliche Kompetenz und die Erfüllung der Kundenwünsche ist das einziges Ziel !

Wohnbau Private Bauträger erleben Boom, aber Preisschübe bei Baugrundstücken bremsen neue Projekte, so Süba

© APA/Georg Hochmuth

Makler der Woche: Schnellinger Immobilien

Andreas G. Gressenbauer, Präsident des IR, freut sich über das neue Mitglied.


I m m o :M a r k e t s

Freitag, 17. Februar 2012

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Wie viel Rendite ersetzt Sicherheit? Neue Immobilien-Gewinnsteuer ist speziell für kleine Privatinvestoren relevant

short

Steuer auf Immo-Gewinne lässt die Branche grübeln

Waldviertler Start-up setzt auf Bio-Baustoff Kautzen. Ein Start-up-Unternehmen aus dem Waldviertel setzt auf Öko-Baumaterial: Auf der „Bauen & Energie Messe Wien“ präsentiert der Erfinder und Bauunternehmer Hansdieter Polsterer mit dem „Öko Inside“Stein einen Baustoff, der auf eine ökologische und energiesparende Bauweise zugeschnitten ist. Das neuartige Konzept für nachhaltiges Bauen eigne sich vom Niedrigenergiehaus bis zum Passivhaus, heißt es. Der Stein verfügt über ein Kammersystem, in das sich Dämmmaterialien wie Holzfaser, Zellulose, Hanf, usw. einblasen lassen. Zusätzliche Wärmedämmung werde damit überflüssig. Auch der Einbau von Leitungen erfolge ohne aufwendige Bohr- und Stemmarbeiten; die Vorfertigung ganzer Wände ist möglich. (red)

25%ige Besteuerung trifft vor allem die kleinen Investoren, für Spekulanten ist sie sogar günstiger.

Union Real Estate: Neuer Europachef © APA/Herbert Pfarrhofer

Hamburg. Volker Noack hat mit Wirkung zum 1. Februar in der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg, die Verantwortung für die Asset ManagementBereiche Europe, France, America und Asia/Pacific übernommen. In diesen Investmentregionen ist Noack für den An- und Verkauf sowie das Management der Immobilienbestände mit einem Immobilienvermögen von derzeit 8,4 Mrd. € verantwortlich. Noack war zuvor für das Fondsmanagement bei dem Hamburger Immobilieninvestmentmanager zuständig. (red)

Finanzministerin Maria Fekter sorgt mit der neuen Steuer auf Immobiliengewinne für Aufruhr in der Immo-Branche.

steuersatz des Verkäufers. Nach zehn Jahren war der Verkauf dafür steuerfrei. Für spekulative Käufer und Verkäufer, die eine Immobilie meist keine zehn Jahre lang behalten, halbiert sich die Besteuerung somit von 50 auf 25 Prozent. „Ich glaube, dass man das nicht bedacht hat”, so Noszek. Bei der Besteuerung des Veräußerungsgewinns müsse in jedem Fall auch die Inflation in der Zeit zwischen Anschaffung und Weiterverkauf der Immobilie berücksichtigt werden. „Da gibt es sicher noch eine Diskussion.“ Wenig besorgt ist man dagegen bei der Wiener Privatbank, die auf Investments in Vorsorgewohnungen spezialisiert ist: „Bei Immobilien überwiegt der Sicher-

Gut für Spekulanten Dass die neue Regelung Spekulanten de facto steuerlich begünstigt, erachtet Noszek als „originell”: Mit der Aufhebung der Spekulationsfrist sind die Veräußerungsgewinne für eine Wohnung auch in den ersten zehn Jahren nur noch mit einem einheitlichen Steuersatz von 25% zu versteuern. Bisher galt hier der jeweilige Einkommens-

heitsgedanke”, so Asset-Management-Leiter Alfred Reisenberger. Die Attraktivität liege in der Ersparnis der Umsatzsteuer und im Anstieg des Werts. Spekulative Immobilienverkäufe würden durch den neuen Einheitssteuersatz von 25% begünstigt, räumte Reisenberger ein.

senberger. „Für Privatanleger, die häufig Anlegerwohnungen kaufen und verkaufen, dürften ebenfalls von der künftig 25%igen Steuer profitieren“, meint Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer des Makler-Netzwerks Re/Max. Bisher hätten solche privaten Investoren, die innerhalb der Spekulationsfrist (zehn Jahre) verkauft haben, den Gewinn aus ihrem Immobilienverkauf in ihrer Einkommenssteuer angeben müssen – was einen Steuersatz von bis zu 50% bedeute. Da aber Hauptwohnsitze und selbst errichtete Häuser ohnedies von der neuen Immobiliengewinnbesteuerung ausgenommen werden, glaubt Reikersdorfer nicht an hohe Steuererträge. (red/ag)

Die Wertvernichtungsfalle Immobilieninvestments hält der Asset Manager immer noch für attraktiver als das herkömmliche Sparbuch, wo die Anleger „aktiv in die Falle der Wertvernichtung laufen”. „Jede Art von Steuer ist negativ für die Stimmung, aber ich glaube nicht, dass das eine große Auswirkung hat”, bekräftigte Rei-

© Union Investment Real Estate

Wien. Das Sparpaket der Regierung ändert die Spielregeln bei der Besteuerung von Immobiliengewinnen. Waren solche bisher nach einer Frist von zehn Jahren steuerfrei, so fällt künftig immer eine Steuer in Höhe von 25% an. Damit drohen Vorsorgewohnungen als Pensionsabsicherung an Attraktivität zu verlieren, befürchtet die Immobilienbranche. „Für Vorsorgewohnungen ist der Wegfall der zehnjährigen Spekulationsfrist sicher negativ”, so der Präsident des Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbundes (ÖHGB), Friedrich Noszek. Die Regelung, die für Anschaffungen ab dem 1. April 2002 gilt, sei „sehr ungünstig, wenn ein Verkauf erfolgt”. „Wenn eine Vorsorgewohnung nicht den gewünschten Ertrag hatte, was oft der Fall war, dann konnte man das Objekt mit Gewinn verkaufen und die Wertsteigerung lukrieren”, so Noszek. Denn die Mieterlöse allein waren in der Praxis oft nicht einträglich genug. Die Banken und Bauträger, die diese frei finanzierten Wohnungen anboten, bewarben ihre Vorsorgeobjekte oft mit Ertragschancen im Bereich von sieben Prozent jährlich. „Das ist in vielen Fällen nicht aufgegangen”, betonte der ÖHGB-Präsident. Und nun solle auch die Wertsteigerung angeknabbert werden.

Volker Noack ist für 8,4 Mrd. EuroPortfolio in Europa u.a. zuständig.

Bis zu 1 Mrd. Dollar 381 Meter hoch, 102 Stockwerke

2011 Verdoppelung Auch heuer „spannende Deals“

Empire State Building an der Börse CBRE: Hotelmarkt in Bewegung

Deutschland: Deal über 21.000 Wohnungen

New York. Die Besitzer des berühmten Empire State Buildings in New York wollen an die Börse gehen. Damit erhalten Aktionäre künftig die Möglichkeit, Anteile an dem einst höchsten Gebäude der Welt mit der einzigartigen Aussicht über New York zu kaufen. Die Familie Malkin, der das Hochhaus im Art-Deco-Stil gehört, füllte gestern die notwendigen Dokumente für den Börsengang aus.

Wien. Einige Luxushotels in der Wiener Innenstadt haben voriges Jahr den Besitzer gewechselt. Dies brachte Bewegung in den Hotelimmobilienmarkt. Laut einer CBRE-Studie ist das Investitionsvolumen von 240 Mio. auf 420 Mio. € angestiegen (davon 330 Mio. € in Wien). Das Gros der Investoren (77%) kam aus dem Ausland.

Stuttgart. Gut drei Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise sind in Deutschland wieder milliardenschwere Immobilienverkäufe möglich. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verkauft ihre 21.000 Wohnungen im Südwesten der Republik an den Wohnimmobilienkonzern Patrizia. Das Augsburger Unternehmen entschied den sechs Monate währenden Bieterwettkampf mit einem Offert über 1,4 Mrd. € auf der Zielgeraden überraschend für sich, nachdem lange wegen der strengen Mieterschutzklauseln ein kommunales Bieterkonsortium um die Stadt Stuttgart als Favorit gegolten hatte. Für Patrizia ist die Übernahme noch nicht das Ende der Fahnenstange: Das Unternehmen will seinen Wohnungsbestand in den nächsten Jahren kräftig ausbauen. Die nächste Gelegenheit steht schon vor der Tür: Die BayernLB läutet den Verkauf ihrer Immobilientochter ein. Der Bestand ist ähnlich groß. Der LBBW-Deal könnte die Blaupause sein. (APA)

© Daniel Schwen/Wikimedia

Empire State Building: Altstar der ­Wolkenkratzer und bald börsenotiert.

Zu den größten Hotelinvestments zählte das Ritz-Carlton am Wiener Schubertring, das im zweiten Quartal 2012 eröffnet werden soll: Im Dezember blätterte der kasachische Investor Verny Capital dafür über 120 Mio. € hin. An einen libanesischen Geschäftsmann ging das InterContinental Vienna mit 458 Zimmern, als Teil eines europäischen Morgan-Stanley-Portfolios von sieben Hotels. Die NH Hotels am Flughafen Wien sowie in der Salzburger Innenstadt wurden gemeinsam mit drei deutschen NH Hotels für 170 Mio. € an die Luxemburger Invesco Real Estate verkauft. Imperial Hotels Austria trennte sich von ihren drei Luxushotels

© Hotel Imperial Wien/luxurycollection.com/imperial

120 Mio. aus Kasachstan

Neuer Immobilienfonds Das Empire State Building soll Teil eines neuen Immobilienfonds werden, die Besitzer erhoffen sich von dem Börsengang einen Erlös von bis zu einer Mrd. USD (etwa 750 Mio. €). Mit einer Höhe von 381 m und insgesamt 102 Stockwerken war das Empire State Building vom Zeitpunkt seiner Vollendung 1931 bis 1974 das höchste Gebäude der Welt. Damals wurde es vom 442 m hohen Sears Tower in Chicago abgelöst. Heute ist das Burdsch Chalifa in Dubai mit 828 m das höchste Bauwerk der Welt. (red/APA)

Bristol und Imperial in Wien sowie Goldener Hirsch (Sbg.). Während das Bristol an Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler ging, wurde der Rest von Starwood Hotels & Resorts, früher Großaktionär der Imperial Hotels Austria, übernommen. In Kärnten verkaufte die Hypo Alpe Adria das Schlosshotel Velden an die Amisola von Billa-Gründer und Milliardär Karl Wlaschek. CBRE rechnet auch 2012 mit „einigen spannenden Deals”. (red/ag)

Der Verkauf des Hotels Imperial war einer der größten Deals 2011.


immo:markets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

short

© Wikimedia/Muhammad Mahdi Karim

Strabag holt sich 134 Millionen-Auftrag

KPMG-Studie Internationales Survey ortet für Bauunternehmen besonders im Energiesektor Potenzial für Wachstum

Chancen für Bauindustrie in Infrastrukturprojekten Nachfrage auf diesem Gebiet ist Hoffnungsschimmer und Wachstumstreiber für Bauunternehmen.

der Unternehmen mit einem Rückgang der Aufträge rechnen. „Dieser Optimismus in der internationalen Befragung ist natürlich stark vom anhaltenden Bauboom in Asien – wie etwa China oder Hongkong – geprägt. In Europa betrachten die Unternehmen die Eurokrise mit wachsender Besorgnis. Die politischen Diskussionen werden aufmerksam verfolgt. In Österreich rechnet man insgesamt mit einer etwa gleichbleibenden Auftragslage“, erklärt KPMG-Geschäftsführer Ernst Pichler.

Fritz Haslinger

Dar Es Salaam/Wien. Der börsenotierte Baukonzern Strabag zog einen Auftrag in Höhe von 134 Mio. € in der tansanischen Hauptstadt Dar Es Salaam an Land. Das Unternehmen wird ein oberirdisches Bustransportsystem mit separaten Busspuren und Vorrangschaltung (Bus Rapid Transit Infrastructure) bauen, wobei der Auftrag die Rehabilitierung und Erweiterung von insgesamt drei Hauptverkehrsadern mit einer Gesamtlänge von 21,1 km umfasse. „Die an unsere Tochter Strabag International GmbH vergebenen Arbeiten sind Teil des ‚Second Central Transport Corridor Project‘. Dieses Projekt soll das wirtschaftliche Wachstum Tansanias durch ein effizientes Transportsystem unterstützen. Die wichtigsten Komponenten sind das innerstädtische Transportsystem in Dar Es Salaam, die Fernverkehrsstraßen sowie der Flughafen Sansibar“, umreißt Hans Peter Haselsteiner, ­Vorstandsvorsitzender der ­Strabag SE, das Bauvorhaben. Der Baubeginn sei für Februar 2012 festgelegt worden und die maximale Bauzeit betrage 36 Monate. (fh)

© Wikimedia/ Erich Schmid

Immofinanz verkauft Palais Batthyány

Linz/Wien. Die vergangenen drei Jahre waren für viele Unternehmen in der Bauindustrie von Unsicherheit geprägt. Eine Konstante bleibt jedoch: die Nachfrage nach Infrastruktur in allen Varianten. Dies ist wenigstens die Kernaussage der internationalen Studie „KPMG Global Construction Survey 2012“, zu der auch österreichische Unternehmen befragt wurden. Daraus ergebe sich ein deutlicher Schwenk im Fokus der Bauunternehmen. Habe man sich bisher vor allem auf Geschäfts-, Wohn- und Industriebauprojekte konzentriert,

Kostenoptimierung gefragt Um den künftigen Herausforderungen gut gerüstet begegnen zu können, würden die Unternehmen vor allem in der Beschaffungs- und Zulieferkette (59%) sowie in verbesserten Geschäftsprozessen (53%) Potenzial zur Kostenoptimierung sehen. „Gerade in den Emerging Markets sind jene Unternehmen mit den effizientesten Strukturen und Beschaffungswegen am erfolgreichsten“, meint Wilhelm Kovsca, Co-Geschäftsführer bei KPMG. Eine deutliche Reduktion der Kosten werde vor allem von US-Unternehmen angestrebt. Kostenbewussteres Denken werde direkt in der Unternehmensstruktur verankert. In Österreich würden die Baufirmen zwar auf weitere Optimierungen setzen, eine deutliche Reduzierung der Kosten (insbesondere bei Overheads und Löhnen) sei laut den Experten aber nicht zu erwarten. „Wir sehen nach wie vor Handlungsbedarf bei der Implementierung standardisierter Tools zur Steuerung des Risikos. Die befragten Unternehmen in Österreich sehen vor allem politische Risiken in den Emerging Markets, die es zu bewerten gilt“, sagt Pichler.

Der Optimismus in der internationalen Befragung ist stark vom Bauboom in Asien geprägt. ernst pichler, kpmg

© KPMG

Die Strabag wird Hauptverkehrsadern in Dar Es Salaam verbessern.

KPMG-Geschäftsführer Ernst Pichler: Bauunternehmen rechnen mit gleich­ bleibender Infrastruktur-Auftragslage in Österreich.

seien diese in vielen Regionen auf den zweiten Platz gerückt. Ganz vorn stünden nun Infrastrukturprojekte im Bereich Energie und Naturressourcen, Transport, Kommunikation und Technologie.

sehen. 41% der Befragten würden mit Aufträgen bei Erdöl-, Erdgasprojekten und Erneuerbarer Energie rechnen. Aber große Infrastrukturprojekte befänden sich auch im Spannungsfeld zwischen der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen: Während Regierungen sich auf eine wachsende Bevölkerung und somit große Anforderungen an die Infrastruktur einstellen müssen, ist gleichzeitig Kostenreduktion deren oberste Maxime, heißt es seitens KPMG. 80% der Studien-

Wachstum im Energiesektor Die von KPMG Services GmbH Steuerberatungsgesellschaft durchgeführte Befragung habe ergeben, dass die Bauunternehmen besonders im Energiesektor ein großes Potenzial für Umsatzwachstum

teilnehmer würden den Regierungen mangelnde Führungs- und Entscheidungskompetenz im Hinblick auf Infrastrukturmaßnahmen bescheinigen, die beispielsweise Public-Private-Partnerships erleichtern würden.

Sorgenkind Wirtschaftslage Vor allem würde die instabile Wirtschaftslage den Bauunternehmen Sorge bereiten (weltweit 71%, Europa 82%). Andererseits zeige die Studie jedoch, dass nur elf Prozent

Arealentwicklung Franz-Josefs-Bahnhof-Gelände neu

Joint Venture Know-how für große Immo-Projekte

Wien. Durch die Übersiedlung der Wirtschaftsuniversität (WU) in die Leopoldstadt werden am „Althangrund“ große Flächen frei. Eigentümer des Geländes am Franz-Josefs-Bahnhof sind die Bundesimmobiliengesellschaft, die ÖBB, die Wirtschaftsuniversität und weitere kleinere Anrainer. Sie alle müssen an einen Tisch gebracht werden, um gemeinsam mit den Anrainern ein Konzept für das Areal zu entwickeln. Bereits im Vorfeld hätten die Bewohner des Bezirks den Wunsch geäußert, dass sie einen leichteren Zugang zum Naherholungsgebiet entlang des Donaukanals haben möchten. Deshalb soll eine Querung des Gebäudeblocks ermöglicht werden.

Frankfurt/Wien. LaSalle Investment Management (LaSalle) und Quantum Global Real Estate (Quantum Global) werden ihr InvestmentManagement-Know-how in einem Joint Venture nutzen und weltweit gemeinsam in große ImmobilienAnlageobjekte investieren. Inklusive Fremdkapital verfüge das Joint Venture über eine anfängliche Kaufkraft von 1 Mrd. USDollar (rund 700 Mio Euro).

Start für „Althangrund“-Planungen LaSalle gemeinsam mit Quantum

Fokus auf Core-Immobilien

Verlegung des Bahnhofs Studierende der Technischen Universität Wien, der Akademie der bildenden Künste und der Ecole Nationale Supérieure d‘Architecture de Paris – La Villette haben sich bereits mit möglichen Zukunftsvarianten auseinandergesetzt. Bei einer Präsentation der

ten geleitet: dem Eigentümer von Quantum Global, Jean-Claude Bastos de Morais, und LaSalle GlobalCEO Jeff Jacobson. Diese werden mit leitenden Mitarbeitern des Quantum Global Teams und Simon Marrison, Leiter und Chief Investment Officer des Private Equity Geschäfts von LaSalle in Europa, eng zusammenarbeiten, der die Initiative von LaSalle bei dem Joint Venture ­leiten soll. (fh)

„Althangrund“: Anrainer bekommen leichteren Zugang zum Donaukanal.

Im Fokus des Investment-Interesses sollen vornehmlich Core-Immobilien stehen: Qualitativ hochwertige, langfristige Investments in Größenordnungen von mehr als 100 Mio. US-Dollar (rund 70 Mio. Euro). Zielmärkte werden anfangs Australien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und die USA sein. Sowohl eigenständige Investitionen als auch Investments in Form von Club-Deals zusammen mit gleichgesinnten institutionellen Investoren werden ab sofort ins Auge gefasst. Das multidisziplinäre Team wird von erfahrenen Branchen-Exper-

© Quantum Global

Wien. Die Immofinanz hat das Palais Batthyány in der Bankgasse in der Wiener Innenstadt, bisher Sitz der Semper Constantia Privatbank, um 22 Mio. € verkauft. „Für uns sehr erfreulich war, dass der Verkaufspreis mehr als 30 Prozent über dem Buchwert gelegen ist“, bestätigt Immofinanz-Chef Eduard Zehetner. „Zudem sei diese Transaktion ein weiteres, positives Resultat aus der ‚Vergangenheitsbewältigung‘ der Immofinanz, war doch die Immobilie Bestandteil der Vereinbarungen rund um den sogenannten IBAG-Bond“, so Zehetner. Laut dem Wirtschaftsmagazin Gewinn sei der Käufer des Palais die Christian Knobloch Vermögensverwaltung, Eigentümer der österreichischen CKV Gruppe. Die Semper Constantia Privatbank werde im Frühjahr von der Bankgasse 2 in die Heßgasse 1, mit einer Bürofläche von 3.500 m�, übersiedeln. (APA/fh)

Arbeiten bezeichnete die Wiener Planungsstadträtin Maria Vassilakou das Gebiet als „Barriere im Herzen der Stadt“. „Wir haben in den kommenden Jahren die Chance, das Areal städtebaulich neu auszurichten und mit dem Erholungsgebiet entlang des Donaukanals zu vernetzen und Querungen zu schaffen.“ Eine UmgestaltungsVariante könnte die Verlegung des Bahnhofs in Richtung Spittelau sein, meinte Vassilakou. (fh)

© MA21A/Emrich

Das Palais Batthyány im Zentrum Wiens wechselte jetzt den Besitzer.

Jean-Claude Bastos de Morais, ­Quantum (li.); Jeff Jacobson, La Salle.


immo:markets

Freitag, 17. Februar 2012

financenetreal:estate– 29

financenet@medianet.at

Häuselbauer Die Kürzungen bei Förderungen und Einspeistarifen machen alternative Energieversorgungen immer unlukrativer

Ende des „Goldenen Zeitalters“ Wien. Wer sein Haus am Höhepunkt der Finanzkrise auf Solarenergie oder Windkraft zur Stromeinspeisung ins Netz umrüstete oder gleich neu baute, konnte mit großzügigen Förderungen rechnen. Die Anlagen rechneten sich in wenigen Jahren. Doch damit scheint vorerst Schluss zu sein: Das Diktat der leeren Kassen kappt auch Förderungen und Einspeistarife.

Gewartet wird nicht Wegen der bisher lukrativen Zuschüsse und der hohen Zahl der Anmeldungen (die Förderungen waren innerhalb weniger Stunden vergriffen) haben sich sowohl die Konditionen für die Förderung als auch der Einspeisetarif deutlich verschlechtert: So werden statt 45,98 im Jahr 2009 heuer im schlechtesten Fall nur noch 18 Cent/kWh vergütet.

WKO Bauspar-Kürzungen

Pichler warnt

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Wien. Das Sparpaket der Bundesregierung sieht auch Einschnitte beim Bausparen und der privaten Altersvorsorge vor. Nicht nur Sparer sind nicht wirklich erfreut, auch Lebensversicherer und Bausparkassen zeigen sich davon wenig begeistert. „So sehr anzuerkennen ist, dass notwendige Schritte zur Sanierung des Staatshaushalts endlich gesetzt werden, stellt sich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, gerade beim Bausparen und bei der Zukunftsvorsorge zu kürzen”, sagt Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). „Bausparen ist durch das unmittelbare Zurverfügungstellen von Mitteln für den Wohnbau ein wichtiger Beitrag zur Stimulierung der Wirtschaft und hat sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt. Eine Verringerung des Mittelaufkommens würde zu nachhaltigen Auswirkungen auf die Wohnbaufinanzierung führen, damit eine Vielzahl ein Wirtschaftszweigen treffen und dort Arbeitsplätze in Gefahr bringen”, unterstreicht Pichler. Auch der durch geringere Investitionen zu befürchtende Ausfall von Umsatzsteueraufkommen könnte größer sein als geplante Einsparung. Als „falsches Signal, insbesondere an junge Menschen” bezeichnet Pichler auch die FörderSenkung zur privaten Zukunftsvorsorge: Sie senke die Bereitschaft zur Altersvorsorge. (ots/hk)

Herbert Pichler: Senkung der Förderung ist ein falsches Signal für Junge.

Dabei wird eben mit Kürzungen nicht erst auf das Sparpaket gewartet – Einschnitte gibt’s schon heuer: „Bereits im März 2011 wurde die Erstfassung der Ökostromgesetznovelle 2012 präsentiert. Diese Fassung war zwar eine Verbesserung gegenüber dem bestehenden, aber durchwachsen mit Hinterhältigkeiten und Verhinderungsmechanismen, die oft auf den ersten Blick gar nicht durchschaubar und erkennbar waren“, wettert der Bundesverband Photovoltaic Austria, dessen Präsident Hans Kronberger ist. Wer sich zum Beispiel für das innovative Windrad von FuSys-

tems (http://www.fusystems.de; das Unternehmen hat der damals erst 19jährige Fritz Unger 2010 gegründet) entscheidet, muss mit der Amortisierung lange warten: Pro Windrad werden 800 Watt Spitzenleistungs-Strom bei nur 1,30 m Rotor-Durchmesser erzeugt, die man ins Netz einspeisen kann. Bei einem Stückpreis von rund 1.300 € und einem Einspeisetarif für aus Windkraft erzeugtem Strom von aktuell nur 9,5 Cent pro Kilowattstunde rechnet sich der „BreezeBreaker“, der von jedem Heimwerker selbst montiert werden kann, allerdings erst in rund zehn Jahren. (hk)

© Panthermedia.net/Smileus

Amortisierungszeiträume für Solar und Wind werden deutlich länger.

Sonnenenergie glänzt durch gekappte Einspeistarife deutlich matter im Börsel.


l aw & o r d e r / p e o p l e & dat e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

Mergers & Acquisitions Umfrage der Anwaltssozietät DLA Piper ortet grundsätzlich Optimismus für das Jahr 2012

short

M&A-Umfrage DLA Piper

DWS: Staatsfonds­ Manager aus Abu Dhabi Frankfurt am Main. DWS Investments baut die Expertise in den Emerging Markets weiter aus. Luiz Ribeiro war zuletzt Leiter für lateinamerikanische Aktien bei ADIA, dem weltgrößten Staatsfonds Abu Dhabi Investment Authority. Als Leiter lateinamerikanische Aktien wird er die Anlagestrategie der DWS für diese Region verantworten. Ribeiro wird seinen Hauptsitz in São Paolo haben und an Andreas Römer, Leiter Emerging Markets, berichten. (red)

Wien/London. Die Stimmung auf dem europäischen Markt für kreditbasierte Übernahmefinanzierungen sei im zweiten Halbjahr 2011 von Vorsicht geprägt gewesen, aber grundsätzlich optimistisch für das laufende Jahr 2012. Dies ergibt eine aktuelle Umfrage der internationalen Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper unter 100 Marktteilnehmern. Die dritte Auflage des jährlichen „European Acquisition Finance Debt Report” zeige, dass die Marktliquidität wegen der Schuldenkrise im Euroraum sowie der daraus folgenden gestiegenen aufsichtsrechtlichen Auflagen und dem höheren Risikobewusstsein eingeschränkt bleibt.

Kenneth Clarke wirbt für EGMR-Reform

beherrschen werden, da in den kommenden zwei Jahren hohe Fälligkeiten zu restrukturieren seien. Mit einem Anteil von 26% folgen an zweiter Stelle Secondary und Tertiary Buyouts, bei denen Private Equity-Unternehmen Beteiligungen an ihre Wettbewerber weiterverkaufen. An dritter Stelle folgen Unternehmensverkäufe mit einem Anteil von 14,3%. Wolfgang Freund, Partner von DLA Piper: „Die Kredit‑ und Kapitalmärkte litten 2011 unter der Euro-Krise. Die Ergebnisse unserer Umfrage deuten darauf hin, dass sich daran auch 2012 nicht viel ändern wird. Wir gehen davon aus, dass Funding durchaus vorhanden ist, allerdings die Zahl der nach den strengen Kriterien der Investoren und Kreditgeber ‚richtigen‘ Transaktionen beschränkt ist. Insgesamt erwarten wir, dass es auch 2012 entsprechende Wachstumschancen geben wird.“ (red)

Die Erwartungen

© EPA

Knapp ein Drittel der Befragten (29%) geht davon aus, dass Refinanzierungsgeschäfte den Markt

© DLA Piper

Refinanzierungsgeschäfte und Buyouts sollen in den Augen der Befragten den Markt dominieren.

Wolfgang Freund, Partner bei DLA Piper: „2012 entsprechende Wachstumschancen“.

Der britische Justizminister Kenneth Clarke wirbt für EGMR-Reform.

Messe: Bauen & Energie in Wien

Wolf Theiss berät Lumar-Erwerb

Salzburg. Das Internationale Rechtsinformatik Symposion IRIS findet von 23. bis 25. Februar zum 15. mal in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt. Abgehalten werden u.a. Workshops zu Suchtechnologien für Juristen, Juristische Informatiksysteme und Anwendungen, E-Government, E-Demokratie, E-Justiz, E-Taxation und FinanzOnline. (red)

Clemens Philipp Schindler, Markus Bruckmüller, Partner bei Wolf Theiss.

Ehrenbeleidigung Klage gegen Lansky abgewiesen

Sozietät Hengeler Mueller

Maba Hochbau

Salzburg. In der Causa rund um einen verlorenen Ring haben Bianca Jagger und ihr Anwalt Gabriel Lansky einen Etappensieg errungen. Ein Salzburger hatte von Jagger 10.500 € Finderlohn gefordert, nachdem er 2008 einen 200.000 € teuren Ring der Ex-Frau von Rolling Stone Mick Jagger gefunden hatte. Jedoch hatte er den Fund erst zwei Wochen später gemeldet, weil er den Ring laut eigener Aussage für wertlos gehalten

Frankfurt. Hengeler Mueller berät Siemens bei deren Begebung von US-Dollar denominierten Optionsschuldverschreibungen. Den von der Siemens Financieringsmaatschappij N.V. auszugebenden und von der Siemens AG garantierten Schuldverschreibungen werden von der Siemens AG zu emittierende Optionsscheine angefügt. Die Optionsscheine berechtigen zum Bezug mehrerer SiemensAktien gegen Zahlung eines Ausübungspreises in Euro. Die Optionsschuldverschreibungen wurden in zwei Tranchen mit Laufzeiten von fünfeinhalb und siebeneinhalb Jahren platziert. Es handelt sich um eine der größten in den letzten Jahren in Deutschland emittierten Equity-linked-Anleihen.

Wöllersdorf. Die Maba Fertigteilindustrie, ein Unternehmen der Kirchdorfer Grupe, hat Dieter Uhrig (49) zum neuen Vertriebsleiter für den Bereich Hochbau ernannt. Uhrig hat die Uni Karlsruhe mit Schwerpunkt Wohnbau und Stadtplanung absolviert. Zuletzt arbeitete er an Retail-Projekten in Tschechien und Kroatien, davor war er einige Jahre in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Kirchdorfer Gruppe tätig. (red)

OGH-Urteil rund um Jagger-Ring

© HVK

Investition in NanoTechnologie: HVK berät

Philipp Kinsky von der Wirtschaftskanzlei Herbst Vavrovsky Kinsky.

Wien. Rund 570 Aussteller aus dem In- und Ausland sind noch bis 19. Februar bei der „Bauen & Energie Wien“ in der Messe Wien zu Gast. Rechtzeitig vor dem Beginn des Frühlings und der kommenden Bausaison zeigt die „Bauen & Energie Wien“ einen detaillierten und branchenumfassenden Überblick über die Themen gesundes Bauen, Renovieren, Sicherheit, Wellness, Finanzieren und Energiesparen. Zusätzlich widmet sich eine Reihe von Ausstellern den Trends im Außenbereich (Garten, Terrasse oder Balkon). Dementsprechend bietet die Messe eine eigene, speziell auf das Thema Außenraum zugeschnittene Veranstaltung: das „aussenRaum Symposium“.  (red)

© Wolf Theiss (2)

Ljubljana/Wien. Die internationale Anwaltssozietät Wolf Theiss hat den Private Equity-Fonds H.I.G. Europe Capital Partners und die Green Building Group GmbH bei deren Einstieg beim slowenischen Marktführer im Fertigteilhausmarkt, Lumar IG d.o.o., beraten. Bis zum Verkauf an H.I.G. und Green Building Group wurde Lumar von den Unternehmensgründern, der Familie Lukic, gehalten. Über die Höhe des Transaktionsvolumens wurde Stillschweigen vereinbart. Wolf Theiss beriet H.I.G. und Green Building Group unter der Leitung der Partner und Private Equity-Spezialisten Markus Bruckmüller und Clemens Philipp Schindler.  (red)

RechtsinformatikSymposium Salzburg

hatte. Anwalt Lansky hatte dies als „Unfug” und „lächerlich” bezeichnet. Die darauffolgende Kreditschädigungsklage (Ehrenbeleidigung) wurde vom Richter Walter Dalus abgewiesen, das Oberlandesgericht Linz gab dem Kläger aber Recht. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat das erstinstanzliche Urteil wiederhergestellt. Per Gesetz müssen Funde „unverzüglich“ gemeldet werden, da sonst Ansprüche auf Finderlohn verfallen.  (APA/red)

Klient Siemens

Vertriebsleiter

Bianca Jagger-Anwalt Gabriel Lansky: OGH weist Vorwurf der Ehrenbeleidigung ab.

Tätig sind Partner Torsten Busch (Leitung) und Ralph Defren sowie Counsel Martin Peters und Associate Andreas Stoll. Hengeler Mueller arbeitet in diesem Mandat im Bezug auf Themen des niederländischen Rechts mit De Brauw Blackstone Westbroek zusammen.  (red)

© Maba

Das Beratungsteam

© Wildbild

Wien. Die Wirtschaftskanzlei Herbst Vavrovsky Kinsky hat Intel Capital bei ihrem Equity Investment in IMS Nanofabrication rechtlich beraten. Intel ist Teil eines Konsortiums, dem neben Photronics auch private Investoren angehören. IMS entwickelte eine Technologie, mit welcher Strukturen von 20nm und darunter generiert werden können. Das Team von Herbst Vavrovsky Kinsky wurde bei dieser Transaktion von den PE/VC-Spezialisten Philipp Kinsky und Christof Strasser geleitet. (red)

Aviso 16.–19. 2.

Fertighausmarkt H.I.G. und Green Building kaufen slowenischen Marktführer Lumar

Wien. Der britische Justizminister Kenneth Clarke hat in Wien für eine Reform des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) geworben. „Das Gericht soll sich auf ernste Fälle konzentrieren; derzeit werden 150.000 Klagen im Jahr in Straßburg eingebracht”, erklärte der Politiker der britischen Konservativen im Gespräch mit der APA. (APA/red)

Dieter Uhrig ist neuer Vertriebsleiter für den Bereich Hochbau bei der Maba.


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