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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, ITAG, 16. DEZEMBER 2011 – 21

© RKG

Branche kämpft nicht nur mit Abflüssen, sondern auch mit regulativem GAU Seite 23

VERSICHERUNGS-RANKING

Anteil des Auslands-Geschäfts an Prämien bei den Austro-Assekuranzen steigt Seite 25

FACTORBANK NEU: FACTORING4BUSINESS

© medianet

INVESTMENTFONDS

© Petra Spiola

financenet Analysten: ATX 2012 mit höchsten Chancen

ATX 7. - 14. Dezember 2011

ATX (Schluss 14.12.) 1.752,44 -6,4% Wochentop Wochenflop

Rosenbauer 4,36% RBI -18,10%

Top 5 ATX Prime Rosenbauer Erste Group voestalpine OMV BWT Flop 5 ATX Prime Raiffeisen Bank Intern. Erste Group Wienerberger voestalpine Flughafen Wien

4,36% 3,05% 2,40% 0,00% -0,33%

-18,10% -17,47% -14,32% -11,19% -10,34%

DAX

© K. Keinrath; Andi Bruckner; Clemens Bednar; Horst Gutmann

7. - 14. Dezember 2011

DAX (Schluss 14.12.) 5.675,14 -0,82% 3,50% -8,82%

Top 5 DAX Dt. Börse Merck Fresenius Med. Care KGAA St Dt. Telekom Dt. Post

3,50% 0,77% 0,68% -0,03% -0,37%

Flop 5 DAX Metro K+S Allianz BMW VW

-8,82% -7,49% -6,98% -6,27% -6,09%

„Irrational unterbewertet“ So lautet das Fazit von Analysten wie Günther Artner (Erste Group, li.), Johannes Mattner (RBI) oder Alfred Reisenberger (Wr. Privatbank, re.) beim Vergleich des österreichischen Börsenbarometers mit anderen wichtigen Indizes. Die Erholung sollte man keinesfalls verpassen. Seite 22

INHALT

Capital:Markets > China ist mit zwei neuen Fonds auf Einkaufstour 22 Fonds:Park > Pioneer-Fonds investiert in Assets solider Länder

Umfrage Wachstum durch Übernahmen und Mergers

Versicherungsgruppe Chancen im Osten nutzen

2012: verstärkt M&A-Aktivitäten

Talanx kauft in Polen zwei Institute

24

Insurance:Watch > Versicherungen entdecken den Immobilienmarkt 26 > ING-DiBa startet neues Wissenportal 26

© iStockphoto

Banking > Western Asset Management: „US-Banken sind erholter” 24 > Banken-Ranking: AustroBanken derzeit verletzlich 24

Die Expansion in Schwellenländern wird als wichtige Strategie erkannt.

Wien. Jede sechste kapitalstarke europäische Firma will 2012 durch Übernahmen wachsen; das geht aus einer Umfrage der Boston Consulting Group und der Schweizer Großbank UBS hervor. Die Jagd nach dem richtigen Übernahmeziel gestalte sich aber schwierig: Für 45% der Befragten sei das die größte Hürde bei Übernahmen und Fusionen. Bei Firmen mit einem Umsatz von mindestens 15 Mrd. € plant jedes dritte Unternehmen 2012 einen „Deal“. Die Konsolidierung im Heimatmarkt und Expansion in den Schwellenländern sind laut Umfrage Haupttreiber für Transaktionen. (ag/lk)

© Talanx

Wochentop Dt. Börse Wochenflop Metro

Talanx will u.a. auch in Indien, Singapur und Kanada aktiv werden.

Hannover. Deutschlands drittgrößte Versicherungsgruppe, Talanx, kauft in Polen zu und will damit die Chancen auf dem wachstumsträchtigen osteuropäischen Markt besser nutzen. Gemeinsam mit dem japanischen Partner Meiji Yasuda wollen die Hannoveraner zwei Gesellschaften der polnischen Finanz-Holding Getin übernehmen: die Europa Life und die Europa Non-Life in Breslau. Auch in weiteren Ländern Mittel- und Osteuropas sollen künftig Versicherungen über das Filialnetz von Banken vertrieben werden. Die Hannoveraner hatten heuer eine weltweite Einkaufstour gestartet. (ag/lk)


CA P ITA L : M A R K ETS

22 – financenet

Freitag, 16. Dezember 2011

financenet@medianet.at

KOLUMNE

ATX-Vorschau Der Wiener Index hat mehr verloren als fast alle anderen Aktienindizes, trotz gesunder Unternehmen

Annus horribilis

ATX: Größtes Potenzial Niedriges KGV, Unternehmen, die ihre Schulden um ein Drittel reduziert haben: 2012 als Chance. ATX-W ERTE 2 0 1 1

KURT SATTLEGGER

s ist schwer, ein Resümee über die Märkte zum soeben ablaufenden Jahr zu ziehen. Noch nie waren die Meinungen der Experten, wie es mit sämtlichen Krisen weitergehen könnte, so divers wie heute. (Fast) jede Meinung klingt plausibel. Schön langsam mag sich aber niemand mehr den Mund verbrennen und so mancher Analyst oder Volkswirtschafter hüllt sich nur mehr in Schweigen. Es gibt aber zwischendurch auch Lichtblicke. Etwa diesen: Am Donnerstagnachmittag konnten Austro-Banktitel ihre Kursgewinne weiter ausbauen; Raiffeisen gewann um 5,32% dazu, Erste um 3,86%. Der von Banken stark dominierte ATX legte somit auch gleich wieder zu (1,99% auf 1.787,71 Punkte). Wie bekannt wurde, will die ungarische Regierung einen Teil der Kosten übernehmen, die sich aus der zwangsweisen Konvertierung von Frankenkrediten in Forint zu einem für die Konsumenten günstigen Kurs ergeben, melden Nachrichtenagenturen. Das Parlament hatte im September ein Gesetz verabschiedet, wonach die Banken (auch die in Ungarn vertretenen Töchter von Erste, Raiffeisen Bank International sowie Bank Austria) verpflichtet wurden, die Kosten mitzutragen. Ob das der Grund für die Kurszuwächse war, vermag aber heute keiner mit Gewissheit zu sagen ...

E

China Zwei neue Fonds

Shopping-Tour Peking. Die Nachricht hat die Börsen in der Vorwoche zumindest kurz in vorweihnachtliche Hochstimmung versetzt: 300 Mrd. Dollar (231 Mrd. €) will die Zentralbank der Volksrepublik China in zwei neue Fonds stecken und damit in den USA und Europa auf Einkaufstour gehen. Dies könnte einen Strategiewechsel einläuten. „Die Chinesen wollen Basiswerte wie Aktien, Unternehmensanleihen, Immobilien, alles, was die Regierungen der Länder – in der Euro-Zone und den USA – losschlagen müssen“, heißt es bei Eingeweihten. Ins Auge gefasst sei etwa der portugiesische Versorger Energias de Portugal. Die Fonds sollen unter dem Dach eines neuen Investmentvehikels verwaltet werden, das schon vor Start der Euro-Schuldenkrise in Planung war. Die Turbulenzen bei Staatsanleihen dürften China in ihrem Vorgehen bestärkt haben. Laut Columbia University wird China die direkten Investitionen im Ausland in den nächsten 10 Jahren auf ein bis zwei Bio. Dollar seigern.

Unter den größten Losern „Irrational unterbewertet“, das ist das Urteil des Aktienanalysten Alfred Reisenberger, Leiter des Asset Management der Wiener Privatbank, zum Stand des Wiener Börsebarometers im Dezember 2011. Und tatsächlich: Vergleicht man die Wiener Verluste mit den anderen Märkten, sind sie übermäßig ausgefallen. Während in Wien gut 36% des Vermögens der im ATX gelisteten Unternehmen im Zuge der anhaltenden Krise verloren gingen, waren es in von der Schuldenkrise hauptbetroffenen Ländern wie Spanien (-13%), Italien (-23%) und sogar in Portugal (-26%) um vieles weniger. Nur Griechenland und Zypern (wegen der vielen griechischen Werte) liegen deutlich hinter der Alpenrepublik. Auch weltweit muss man schon suchen, um größere Verlierern zu finden: der ägyptische Index rutschte ein wenig mehr ab als der ATX, nämlich um 37%.

währungskreditproblematik“ hätten den heimischen Finanzinstituten deutlich geschadet, meint Mattner.

Günstig wie nie Dieser Mix aus internen und externen Faktoren hat den ATX weiter nach unten getrieben als jeden anderen vergleichbaren Index. Das heißt im Umkehrschluss: Das Erholungspotenzial liegt besonders hoch. Besonders, meint Reisenberger, weil man an nackten Zahlen ablesen kann, dass es den gelisteten Unternehmen (abgesehen einmal von den Banken) gut geht. Das sei auch der Grund, warum der in letzter Zeit öfter angestellte Vergleich mit dem Jahr 2008 nicht

Gründe des Absturzes Wie erklärt sich das, und was heißt das für die Zukunft? Zunächst die allgemeinen Erklärungen: Wien ist ein kleiner Markt, aus dem sich die internationalen Investoren in Krisenzeiten schnell zurückziehen. „Die Wiener Börse ist international gesehen ein Nischenmarkt, der in großen Benchmarks nur gering gewichtet ist, wo also große Investoren leicht einen Bogen herum machen können“, meint etwa Günther Artner, Aktienanalyst der Erste Group. Zweiter Grund: die Indexzusammensetzung. Zählt man Finanztitel und Zykliker zusammen, kommt man auf 84% Gewichtung im Index – in diesen Krisenzeiten eine schlechte Voraussetzung. Aber es gab aus Sicht der Analysten auch speziellere Ursachen für den überproportionalen Verlust. So blieben Kapitalerhöhungsängste bei dem einen oder anderen Indexschwergewicht nicht ohne Folgen für die Kursentwicklung, meint Johannes Mattner vom Equity Market Research der Raiffeisen Bank International. Zudem sei es immer klarer geworden, dass die neue Wertpapiersteuer sich eindeutig negativ auf den Börsenplatz ausgewirkt habe und es offensichtlich zu Vorzugskäufen im Jahr 2010 gekommen sei. Ein generell kapitalmarktfeindliches Umfeld ortet Reisenberger. Schließlich gebe es in Wien „keine natürlichen Käufer“, meint Reisenberger. Will heißen: Kaum Pensionsfonds oder private Investoren, die ganz natürlich am Heimatmarkt investieren (müssen) und ihn auch in Krisenzeiten stützen. Statistisch seien immer die USamerikanischen Anleger die Nr. 1 im ATX gewesen. Dazu kommen noch Einzelereignisse: „Die sehr fragwürdigen Pläne der ungarischen Regierung zur Bewältigung der dortigen Fremd-

Jahreshoch 23.01 68.99 64.40 22.41 10.69 8.75 24.70 8.74 29.32 64.50 8.68 63.58 2.31 19.69 12.50 21.00 16.20 7.68 20.55 13.00

Jahrestief 22.02 65.87 62.80 21.95 10.36 8.58 23.56 8.46 27.90 63.00 8.34 61.50 2.24 19.09 12.06 20.22 15.00 7.39 19.27 12.52

Kapitalisierung in Mio. € 2.561,01 1.092,64 3.313,96 1.511,49 1.921,10 3.840,81 8.042,73 725,55 3.695,36 1.282,00 751,87 1.659,38 2.495,74 3.303,38 543,75 3.429,16 617,20 875,22 3.909,12 4.896,85

Quelle: Börse Express/ Wiener Börse. Stand: 11.12.11.

Also auf zum Winterschlussverkauf? Gemach, meinen die Analysten. Zwar sieht auch Artner vor allem bei vielen Industriewerten, die unter die Räder gekommen sind, „solide Investitionsmöglichkeiten und Dividendenrenditen“. Aber bei einem Rebound werde das Geld wohl nicht zuerst in den heimischen Markt fließen.

Wann kommt die Erholung? Mattner geht davon aus, dass der ATX angesichts seiner starken Gewichtung von Finanztiteln und Zyklikern „mittelfristig eine negative Tendenz aufweist und im ersten Halbjahr tiefere Indexstände erreicht werden“. Erst die zweite Jahreshälfte werde dann

geben.“ Die werde man vielleicht noch weiter verfeinern müssen, aber der Druck des Faktischen habe die Regierungen zum Handeln gezwungen. Steht der politische Plan einmal, werde es zwar immer noch ein „Headline-Risk“ geben, das heißt einzelne negative Botschaften. Aber es wird dann nicht lange dauern und die Angst, etwas zu versäumen, wird größer werden als die Angst, etwas zu verlieren.

Die Favoriten Welches sind die Favoriten der Analysten? Artner beginnt die Liste mit einem Unternhemen, das im Laufe des Jahres mehr als 43% verloren hat, der voestalpine. Die Aktie notiere nur knapp über Buchwert, erziele aber im Schnitt deutlich zweistellige Eigenkapitalrenditen. „Das Unternehmen ist exzellent gemanagt und ist auch durch die letzte Krise mit im Branchenvergleich sehr stabilen Ergebnissen gekommen“, meint Artner. Zusätzlich sei im Vergleich zu vor 2 bis 3 Jahren die Verschuldung massiv gesunken. Zweiter Tipp Artners: Lenzing, ein Titel, der 2011 28% an Wert verloren hat. Hier sieht er die langfristige Wachstumfantasie voll intakt. „Das Unternehmen weist nur eine sehr geringe Verschuldung auf, zusätzlich eine ansprechende Dividendenrendite und ist einer der notierten Weltmarktführer an der Wiener Börse.“ Seit der Kapitalerhöhung sei die Aktie zudem für institutionelle Investoren inves-tierbar geworden.

Geringste Verschuldung

„Der ATX ist irrational unterbewertet, die Anleger sollten die historisch günstigen Einstiegsmöglichkeiten nutzen.“ © Clemens Bednar

LINDA KAPPEL

Wert Strabag SE Schöller-Bleckmann Andritz AG Österreichische Post AG EVN AG Telekom Austria AG OMV AG conwert Immobilien SE Vienna Insurance Group Mayr-Melnhof AG CA Immobilien AG Lenzing AG Immofinanz AG Verbund AG Zumtobel AG voestalpine AG RHI AG Wienerberger AG RBI AG Erste Group Bank AG

Wien. Das ablaufende Jahr brachte weltweit herbe Verluste an den Aktienmärkten. Den ATX traf es weit stärker als die Indizes vergleichbarer Länder. Aber gerade deshalb sollte man im nächsten Jahr die Erholung nicht verpassen, meinen Analysten.

Year to Date % 9.59 5.88 –7.36 –9.52 –14.49 –17.59 –20.98 –21.00 –25.78 –26.37 –28.14 –28.16 –28.53 –30.40 –40.19 –43.10 –47.42 –47.89 –51.23 –63.59

ALFRED REISENBERGER, WIENER PRIVATBANK

greife: Der Verschuldungsgrad von 15 ATX-Titeln (ohne Finanztitel) liegt laut Reisenberger bei 38%, im Jahr 2008 waren es 55%. „Das heißt, die Unternehmen haben ihre Lektion aus 2008 gelernt und ihre Schulden um ein Drittel reduziert“, meint Reisenberger. Die Eigenkapitelrendite der selben Unternehmen liegt aktuell bei knapp 14%. „Würden Sie Ihre Lieblingsboutique stürmen, wenn sie 50% Preisnachlass gibt?“, fragt daher Eduard Berger, geschäftsführender Direktor der Wiener Privatbank. Wie günstig der ATX ist, das zeige das durchschnittliche KGV von 8,8, für 2012 wird ein KGV von 7,3 erwartet (der historische Durchschnitt liegt bei 13). Es werde 2011 zwar eine Gewinnreduktion der ATX-Werte von 20 bis 24% geben (die Hauptlast von den Banken getragen), dafür könne man 2012 mit einem Plus von 90% rechnen, ebenso getrieben von den Banken. Daher gelte alles in allem: „Wir haben historisch günstige Einstiegsmöglichkeiten“, so Reisenberger.

eine etwas freundlichere Tendenz zeigen und den ATX wieder von seinen tiefen Ständen ansteigen lassen. Die Rückkehr zu moderat positivem Wirtschaftswachstum sollte hier einer der Haupttreiber sein. Noch eine Warnung: „Bei Finanzwerten wird wohl der Einfluss der Schuldenkrise auch 2012 immer wieder erhöhte Volatilität bringen.“ Der wesentliche Punkt bei dem allem wird wohl sein, ob es die Politik schafft, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen und Anlegern zumindest eine klare Perspektive zu bieten. „Ohne eine langfristig tragfähige politische Lösung zur Schuldenkrise wird keine nachhaltige Entspannung an den Märkten einkehren“, meint Mattner. Solange dies nicht der Fall sei, werde sich die Lage daher eher noch zuspitzen. Auch hier zeigt sich Reisenberger sehr optimistisch: „Ein Umdenken bei den Schulden hat in der Politik bereits stattgefunden“, meint er, „es wird auf jedem Fall eine Lösung

Und schließlich: Immofinanz auch ein Minus von gut 28%: Artner meint, das Unternehmen sei im Sektorvergleich der heimischen Immobilienwerte das am günstigsten bewertete, obwohl die Verschuldung die geringste ist und die Eigenkapitalquote die höchste. „Aus dem Verkauf von nicht operativen Beteiligungen und Immobilien sollten noch dazu umfangfreiche liquide Mittel freigesetzt werden, die dann wiederum für einen Aktienrückkauf verwendet werden können.“ Zusätzlich stocke der Investor Rudolf Fries seine Beteiligung immer wieder auf. Reisenberger sieht Andritz besonders günstig: Es liege bei allen Kennzahlen an der Spitze und sei praktisch schuldenfrei. Außerdem empfiehlt er SBO und RHI, die gut geführt seien. ATX I M VE R G L EI CH : 1 .1 .– 2 .1 2 .2 0 1 1

Index CSE ATG ATX SBI OMXH Luxx PSI 20 FT MIB BFX TALSE Maltex CAC 40 AEX IBEX DAX SAX ISEQ Quelle: Wiener Privatbank

Land Entwicklung Zypern -75,6 % Griechenland -51,2 % Österreich -36,2 % Slowenien -28,2 % Finnland -28,2 % Luxemburg -28,1 % Portugal -26,4 % Italien -23,3 % Belgien -19,4 % Estland -19,2 % Malta -17,6 % Frankreich -16,8 % Niederlande -15,2 % Spanien -13,2 % Deutschland -12,1 % Slowakei -7,5 % Irland -5,5 %


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Freitag, 16. Dezember 2011

financenet – 23

financenet@medianet.at

Austro-Kapitalanlagegesellschaften Raiffeisen KAG konnte MarktfĂźhrerschaft ausweiten; Fondsvolumen der 24 KAGs sinkt 2011 um rund 5%

Wenig Rosiges in der Fondswelt Wien. Das verwaltete Volumen der 24 heimischen Kapitalanlagegesellschaften (KAG) ist im Jahresabstand per Ende Oktober von 145,2 auf 137,3 Mrd. â‚Ź (per 31.10.2011) gesunken. FĂźr das Gesamtjahr 2011 wird man sich wohl auf ein Minus von 5 bis 6% einstellen mĂźssen. Die Zahl der Fonds ist dagegen im selben Zeitraum von 2.172 auf 2.186 gestiegen. Einige Fondshäuser konnten ihren Marktanteil dennoch auch unter den schwierigen Bedingungen steigern, allen voran Raiffeisen Capital Management (RCM), die zwar bis Ende Oktober eine VolumenseinbuĂ&#x;e von 4,7% auf 28 Mrd. â‚Ź hinnehmen musste, aber den Marktanteil um 0,2 Prozentpunkte auf 20,4% ausbauen konnte – u.a. dank eines bewussten und vorsichtigen Kostenmanagements.

volumina oder Kategorien) lag bei minus 5,38% (Oktober: -2,33%), geht aus einer Statistik der Vereinigung Ă–sterreichischer Investmentgesellschaften (VĂ–IG) hervor. Die beste Einjahres-Performance von 11,99% liefert der „ESPA Stock Biotec“ der Erste-Fondstochter Sparinvest. Auf Platz zwei und drei folgen der „Bond Strategy International“ (+9,80%) der Bank AustriaFondstochter Pioneer Investments Austria und der „Schoellerbank Euro Alternativ“ (+9,77%) der Schoellerbank Invest. Das schwächste Ergebnis (-50,44%) wies der „Heeger VermĂśgensverwaltung AAM“ der Semper Constantia Invest aus. (lk)

KA P I TAL A NL A GEGE S E LL S C HA F TE N

KapitalanlageVerwaltetes gesellschaft FondsvermÜgen Raiffeisen KAG 28.002,28 Erste-SparInvest KAG 24.437,07 Pioneer Investments Austria 17.504,42 Allianz Invest KAG 10.383,00 Kepler-Fonds KAG 9.837,28 Masterinvest KAG 7.639,00 Gutmann KAG 5.170,73 3 Banken-Generali Investment-G. 5.168,16 Carl Spängler KAG 4.164,54 Semper Constantia Invest 4.074,45 Bawag PSK Invest 3.793,87 Ringturm KAG 3.743,41 Volksbank Invest KAG 2.897,80 Schoellerbank Invest AG 2.379,71 Sparkasse OÖ KAG 2.063,66 Security KAG 1.745,87 Quelle: VÖIG; Zahlen in Mio. ₏

Marktanteil 31.10.11 20,40 % 17,80 % 12,75 % 7,56 % 7,17 % 5,56 % 3,77 % 3,76 % 3,03 % 2,97 % 2,76 % 2,73 % 2,11 % 1,73 % 1,50 % 1,27 %

Marktanteil 31.10.10 20,23 % 18,37 % 13,33 % 7,42 % 6,89 % 5,51 % 3,25 % 3,53 % 3,10 % 2,98 % 2,74 % 2,97 % 2,23 % 1,65 % 1,48 % 1,17 %

Š Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft

RCM-Chef klagt Ăźber „regulativen Tsunami“.

M. Bauer, RCM: „Die Privatkunden suchen absolut nach Sicherheit.“

Weiterhin risikoavers „Wir sind mitten in einer Staatsschuldenkrise in der westlichen Welt – und zwar nicht nur in Europa“, kommentierte der Vorsitzende der RCM-GeschäftsfĂźhrung, Matthias Bauer. FĂźr 2012 erwartet RCM eine Seitwärtsbewegung sowohl im Volumen wie im Markt und in der Absatzsituation. „Das Licht am Ende des Tunnels haben wir noch nicht ganz erreicht“, so Bauer. Die Marktunsicherheit betreffe die ganze Fondsindustrie in Europa. Die europaweiten NettomittelabflĂźsse von Anfang des Jahres bis Ende September bezifferte der RCM-Chef mit 38,2 Mrd. â‚Ź. Auf Anlegerseite herrschen Angst und Skepsis. „Wir sehen bei unseren Kunden eine zunehmende Risikoaversion – sowohl auf privater als auch auf institutioneller Seite“, so Bauer. Zu den heuer „sehr schwierigen Rahmenbedingungen in der Wirtschaft“ kommen auch noch die neuen Liquiditätsvorschriften fĂźr die Banken infolge der EU-Direktive Basel III. „Die eigenen Kapital- und Liquiditätserfordernisse auf Vordermann zu bringen, beschäftigt uns sehr intensiv“, sagte Bauer. Die Politik versuche, bisher geglaubte mangelnde Regulierung durch eine Ăœberregulierung zu kompensieren. „Dieser regulative Tsunami schwappt voll Ăźber uns Fondsgesellschaften drĂźber und bringt den Anlegern aber nicht mehr Sicherheit, sondern vor allem mehr Kosten.“ Bei den Fonds der heimischen KAGs weitete sich das Minus im November noch aus: 1.208 von 1.629 Fonds lieferten auf Einjahressicht eine negative Einjahresperformance, die mittlere Performance (ohne BerĂźcksichtigung von Fonds-

      

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!     !      !       #!&#+( !"&"&# '!" !)!"!" "!"  "   #" $$$!%" #"  Der ESPA Stock Biotec liefert auf Einjahressicht mit fast 12% die Best-Rendite.

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24 – financenet

Freitag, 16. Dezember 2011

financenet@medianet.at

Fitch gibt Schroders erneut das M1-Rating London. Die Ratingagentur Fitch Ratings hat ihr Asset-Manager-Rating „M1” für Schroder Investment Management von Ende 2010 bestätigt. Damit ist Schroders nach wie vor der einzig global agierende Asset Manager mit einem M1-Rating von Fitch. Das Rating umfasst alle in London ansässigen Investmentaktivitäten des Unternehmens mit Ausnahme des Geschäfts mit alternativen Anlagen. Fitch begründet die Bestätigung des Ratings mit der Stärke und generellen Stabilität, die Schroders im Verlauf des Jahres 2011 gezeigt hat. Es spiegele auch die Fähigkeit des Vermögensverwalters wider, mit starken Nettozuflüssen sowie mit komplexen, neuen Geschäftsbedingungen, vor allem im Bereich institutionelle Multi-Assets, umzugehen.

© FMA

FMA: Ohne Gewinne keine Boni für Banker

FMA-Vorstand Helmut Ettl erinnert an die Bestimmungen von Jänner 2011.

Die größten Banken An der Spitze erneut Erste Group vor Bank Austria und Raiffeisen – Krisen drücken auf Bilanzen

Österreichs Banken: Aus dem Regen in die Traufe 2011 war Finanzkrise überstanden, doch virulent gewordene Schuldenstaaten-Krise belastete Nerven. Wien. Österreichs Banken spüren auch im Jahr 2011 jedes Lüfterl an der Finanzfront: Auf die Finanzkrise folgte fast nahtlos die Schuldenkrise der schwächeren Euroländer, die sich in mehreren Hilfsaktionen und Streitigkeiten auf höchster politischer Ebene in Europa niederschlug. Dass die AustroBanken selbst in den Krisenländern wie Griechenland nur geringe Außenstände haben, zählt da viel weniger als die generelle Nervosität. Ein Faktor ist allerdings, dass Länder wie Ungarn mittlerweile ebenfalls ein kaltes Lüftlerl von den skeptischen Finanzmärkten spüren. Dass die dortige rechtskonservative Regierung heuer die von den Österreichern vergebenen Fremdwährungskredite (in Euro) unter bestimmten Bedingungen zwangskonvertierte, konnte ebenfalls nicht erfreuen und sorgt für zusätzliche Lasten. Das trifft etwa die Erste Group, auch wenn sie anderswo gut dasteht. Nun will Erste-Vorstand Andreas Treichl zwar nicht dem Land insgesamt den Rücken kehren, baut aber doch in Ungarn deutlich zurück.

© Erste Bank/Andi Bruckner, www.peterrigaud.com, RZB

SHORT

Die Top 3: Erste Group-Chef Andreas Treichl, Bank Austria-Chef Willi Cernko und RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner.

EBA-Rechnung dafür 3,9 Mrd. €. Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank OeNB, kritisiert die Maßnahme scharf: Es sei zwar für die österreichischen Banken kein Problem, das vorgebene Kapital aufzustellen, doch sei es immerhin „eine Herausforderung” und könne die Gefahr einer Kreditklemme erhöhen. Vorläufig geht Nowotny aber nicht davon aus, dass weitere staatliche Kapitalspritzen nötig sind. Die Erste Group etwa will auf Basis ihrer aktuellen Pläne das von der EBA vorgeschriebene zusätzliche Kapitalerfordernis von 743 Mio. € um 200 Mio. € übertreffen. Und die RZB-Gruppe hält fest, aus heutiger Sicht keine staatliche Hilfe für die Zielerreichung zu benö-

Mehr Kapital nötig

BA N K EN TO P 1 5

tigen. Sogar über eine Ausweitung des Geschäfts freut sich RZB-Chef Walter Rothensteiner derzeit. Ein wichtiger Punkt: Bei all dem Tauziehen um Kapitalquoten müssen die Banken schließlich auch an das Tagesgeschäft denken. Rainer Hauser, Vorstand für Privatkunden sowie KMU der Bank Austria: „Im Vertrieb positionierte sich die Bank Austria 2011 noch stärker als die Bank für Klein- und Mittelbetriebe.“ So hat die BA die Zahl der Spezialfilialen für KMU von 22 auf 60 verdreifacht. SmartBanking als neues Servicemodell für Kunden per Smartphone wurde eingeführt und die Auszeichnung „Kundenorientiertester Dienstleister Österreichs 2011” hat man auch abgeräumt. (gst)

Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Unternehmen Aktiva Erste Group 205,9 UniCredit Bank Austria 193,0 Raiffeisen Zentralbank 136,5 Raiffeisen Bank Int. 131,2 Österr. Volksbanken AG 46,5 Hypo Alpe-Adria Int. 38,8 Bawag PSK 38,6 Raiffeisen LB OÖ 35,3 Raiffeisen LB NÖ-W. 32,7 Oberbank 16,8 Kommunalkredit Austria 16,3 Steiermärk. Sparkasse 14,1 Raiffeisen LB Stmk. 13,8 Vbg. Landeshypobank 13,6 Hypo NOE 12,0

Wien. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat in einem Rundbrief alle heimischen Banken angeschrieben. Die Banker werden darin an die seit Jänner 2011 gültigen Vergütungsbestimmungen erinnert: Gibt es keinen Gewinn, soll bzw. darf kein Bonus ausbezahlt werden. Heuer haben einige Banken Milliardenabschreibungen auf Wertpapiere und Osttöchter zu verdauen. Einschränkungen bei Prämienzahlungen gibt es auch für Banken, die Staatshilfe beanspruchten. (APA)

Aktuell droht neues Umgemach von der Europäischen Bankenaufsicht (EBA): Nach ihrem Stresstest müssen die europäischen Großbanken bis Ende Juni 2012 auf ein hartes Kernkapital von 9% kommen. Dazu brauchen die systemrelevanten Institute in Europa nach dem Stand von Ende September 114,7 Mrd. €. Die drei österreichischen Großbanken Raiffeisen Zentralbank, Erste Group und ÖVAG (die Bank Austria zählt in dieser Rechnung zur italienischen Mutter UniCredit) brauchen nach

AXA I.M.: Globale Wachstums-Aktien

Für Sicherheitsbewusste Ö, D, CH, Skandinavien, etc.

Bank-Aktien Lage besser als Stimmung, so Analyst

PIA-Fonds investiert in „Solide“

„US-Banken sind jetzt erholter“

Wien. Ein neuer gemischter Fonds von Pioneer Investments Austria (PIA) liegt zur Zeichnung auf: Anteile am PIA Flex React 7/2018 können bis 27. Jänner 2012 gekauft werden. Der Fonds verbindet die Investition in Euro-Anleihen und Aktien von Unternehmen aus Ländern, deren Wirtschaftswachstum durchschnittlich über dem der gesamten Euro-Zone liegt. Diese „soliden“ Länder seien in erster Linie in Mitteleuropa und Skandinavien: z.B. Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark.

London. Bessere Aussichten für USBanken sieht Experte Ryan Brist von Western Asset Management: „Anleger haben sich auf kurzfristige negative Details konzentriert und dabei die soliden längerfristigen Fundamentaldaten nahezu vollständig ignoriert.“ Das unnatürlich niedrige Zinsumfeld, der rechtliche und aufsichtsrechtliche Druck und die Angst vor einer europäischen Ansteckung tragen zu der überwältigend negativen Stimmung mit ihrem „Käuferstreik” bei US-Bankaktien bei, so Brist. Dadurch sind die Bewertungen aber gesunken und bieten heute attraktive Chancen für Anleger, meint er. Allerdings, so warnt Brist, sollten Anleger Geduld mitbringen.

garantierte Anleihen veranlagt werden. „Der Fonds ist unsere Antwort auf die wachsende Unsicherheit in der Eurozone“, so PIA-Vorstandsvorsitzender Werner Kretschmer. „Der Schwerpunkt auf solide Länder mit überdurchschnittlichem Wachstum, guten Exportchancen und kontinuierlichem Steuereinkommen ermöglicht uns, in Unternehmen zu investieren, deren Tätigkeit durch stabile Rahmenbedingungen unterstützt wird.“ (red)

Große Aktien-Bandbreite

* Veränderung zum Geschäftsjahr 2009; Aktiva in Milliarden Euro laut Bilanz 2010, LB = Landesbank; Quelle: Geschäftsberichte

niger Kredite neu in Zahlungsverzug geraten und die Banken weltweit deshalb ihre Rückstellungen für Kreditausfälle verringern. Laut jüngsten Analysen seien 80% der Verluste von US-Banken bereits abgeschrieben. Freilich gebe es immer noch hohe Volatilität – die Lage der US-Bankhäuser sei derzeit viel besser als die Stimmung, und die Ratingagenturen würden zu negativ bewerten, meint Brist. (red)

80% der Verluste erledigt

Neuer Fonds: PIA-Chef Werner Kretschmer investiert in „solide Länder“.

Wie Brist erläutert, haben USBanken das um immaterielle Vermögenswerte reduzierte Stammkapital in ihren Bilanzen in den vergangenen zwei Jahren beinahe verdoppelt und finanzieren sich weniger als früher über den Markt für kurz laufende Anleihen. Zudem weist er darauf hin, dass immer we-

© EPA

Der Aktienteil kann sich zwischen 0% und 50% des Fondsvolumens bewegen. Die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen wird auf Basis eines dynamischen Allokationsmodells entsprechend der Marktsituation flexibel gesteuert. Auf der Anleihenseite wird in Euro-Anleihen guter Bonität investiert (AAA bis A-). Dabei kann in Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe, Kommunalbriefe oder staats-

© Pioneer Investments Austria

Wien. AXA Investment Managers hat die Zulassung des AXA WF Framlington Global High Income Fonds in Österreich erhalten: Der globale Aktienfonds wurde konzipiert, um die Möglichkeiten von Qualitätsunternehmen mit soliden Dividendenrenditen und kräftigem strukturellem Wachstum zu nutzen. Der Fonds zielt auf Ertragschancen ab, die die Dividendenrenditen des MSCI AC World Index um das 1,5bis 2,5-Fache übersteigen. Das Portfolio ist global diversifiziert; der Fonds investiert sowohl in Industrie- wie Schwellenländer. Dabei setzt er auf Qualitätsunternehmen, die ausreichend Liquidität generieren, unabhängig von Region, Sektor und Marktkapitalisierung. Anu Narula, leitender Fondsmanager: „Ideale Kandidaten sind leistungsstarke Unternehmen mit steigenden Free Cashflows und hohen Dividendenrenditen, die sich in globalen Branchen oder Sektoren engagieren, in denen Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herrscht.” (red)

*Ver. 2,1% -0,7% -7,7% -9,9% -5,5% -5,7% -6,5% 0,5% 3,1% 4,6% -11% 3,3% 4,5% 2,1% 3,1%

Die US-Bankaktien sind im Keller, doch Western Asset meint: ungerechtfertigt.


Freitag, 16. Dezember 2011

R A NK I N G W E E K 2 0 1 1

financenet – 25

financenet@medianet.at

Versicherungstrends 2011 Starke Zuwächse im Osteuropageschäft, Hoffnung auf neue Segmente wie Pflege – die Krise drückt bisher nur wenig

Versicherer bleiben optimistisch GERALD STEFAN

Wien. Österreichs Versicherer stehen nach der Finanzkrise und inmitten der Schuldenkrise in der Eurozone gut da: Im letzten Geschäftsjahr gab es für die Branchenführer Vienna Insurance Group und Uniqa Group Zuwächse. Auch die Generali verbesserte sich. Damit geht es vielen großen Playern nicht zuletzt dank breiter Engagements und in Zentral- und Osteuropa besser als der österreichischen Gesamtbranche: Die hat nach einer Stagnation im Krisenjahr 2009 die Prämien 2010 zwar ausgeweitet, die Expansion blieb aber hinter dem BIP-Wachstum zurück. Das Jahr 2011 bringt insgesamt eine leichte Abschwächung der Prämiendynamik in der Gesamtbranche, lautet die Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) nun – exakte Zahlen gibt es aber noch nicht.

auf Versicherungsunternehmen in Auslandsbesitz. Für die weitere Entwicklung blickt die Branche auch in neue Segmente. „2011 machte sich ein steigendes Sicherheitsbedürfnis bemerkbar. Man sorgt vor – z.B. Absicherung der Familie oder eines allfälligen Kredits für das Eigenheim oder Vorsorge für die Ausbildung der Kinder“, so Städtische-General Ralph Müller. Dies spiegle auch die Geschäftsentwicklung wider: „Wir verzeichnen heuer im Schaden/Unfallbereich ein gutes Wachstum und konnten in der privaten Krankenversicherung zulegen.” In der neu aufgestellten Uniqa-

Gruppe unter CEO Andreas Brandstetter befinden sich unter der Konzernholding mehrere Einzelgesellschaften für das Österreich- sowie das internationale Geschäft. Die neue Struktur soll schlanker und auch schlagkräftiger machen. Werner Holzhauser, im Vorstand der Uniqa Österreich für Vertriebsmanagement zuständig: „Die neue Struktur hat den Charme, dass wir nun ein eigenes Vertriebsressort in Österreich aufbauen können – unter Einbezug der Leistungen der Vergangenheit. Wir gehen mit einer abgestuften, einheitlichen Vertriebsstrategie vor.“

© Petra Spiola, UNIQA Group

Anteil des Osteuropageschäfts an Prämien teilweise jenseits 50%-Grenze.

VIG als Marktführer unter Vorstand Günter Geyer und Uniqa als Zweitplatzierte unter CEO Andreas Brandstetter lagen auch im Vorjahr in der Branche an der Spitze.

Deutliche Unterschiede Die Entwicklung der Versicherer in Österreich unterscheidet sich deutlich von jener der Nachbarn. Während in Österreich die Schaden-Unfallversicherung 2010 einen Aufschwung verzeichnete, litt sie in Westeuropa unter Nachfrageschwäche und Preiswettbewerb. Andererseits expandierte die Lebensversicherung in Westeuropa

„Das Wissen um erhöhten Kapitalbedarf im Alter – Stichwort Pflege – setzt sich immer mehr durch.“ RALPH MÜLLER WIENER STÄDTISCHE

dynamisch, in Österreich hingegen kaum. Auf dem aufsteigenden Ast ist die Internationalisierung der österreichischen Versicherer: Mehr als 36% ihrer Prämieneinnahmen kommen aus dem Ausland. Auf ihren Auslandsmärkten erreichen sie Marktanteile bis zu 57% (Albanien). Österreichs Branchenführer VIG hat im ersten Halbjahr 2011 erstmals in seiner Geschichte mehr Prämien und Vorsteuergewinn in CEE als im Inland erzielt, so VIGChef Günter Geyer. Umgekehrt entfällt auch etwa die Hälfte der Prämien in Österreich VER S I C HER ER TO P 1 5

Nr. Unternehmen Prämien *Ver. 1 Vienna Insurance Group 7.860 8,5% 2 Uniqa 5.141 7,8% 3 Generali Holding Vienna 2.294 2,1% 4 Sparkassen Vers. 888,5 3,8% 5 Finance Life Lebensv. 67,0 10,7% 6 BA Versicherung 567,1 -13% 7 Zürich Versicherungsag. 516,0 6,6% 8 Wüstenrot Vers.-AG 489,7 2,3% 9 Grazer Wechselseitige 386,4 0,0% 10 Merkur Versicherung 324,4 4,2% 11 OÖ Versicherung 270,3-14,5% 12 Bawag PSK Vers. 266,4 22% 13 Victoria-VB Vers. 249,4 -0,5% 14 NÖ Versicherungen 220,8 1,7% 15 Helvetia Vers. AG 202,3 7,0% * Veränderung zum Geschäftsjahr 2009; Prämienvolumen in Mio. Euro laut Bilanz 2010; Quelle: Geschäftsberichte

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BA NK I N G/ I NS U R A NC E : WATC H

26 – financenet

Freitag, 16. Dezember 2011

financenet@medianet.at

SHORT

Diego Reichstamm leitet Uniqa Tirol

Neues Produkt Factoring4Business Wird gemeinsam mit Mutter Bank Austria 2012 breit ausgerollt

FactorBank: Factoring stärkt jetzt die Liquidität

Rückversicherer: 2011 zweitschlimmstes Jahr London. Die Rückversicherer erlitten 2011 Milliarden-Kosten durch Naturkatastrophen. Swiss Re schätzt die Summe der Forderungen für Schäden heuer auf mehr als 100 Mrd. USD (75,9 Mrd. €) und damit mehr als doppelt so hoch wie 2010. Damit wird 2011 das zweitteuerste Jahr für die Branche seit 2005. Damals beliefen sich die Forderungen auf 123 Mrd. USD, u.a. wegen Hurrikan „Katrina”. 2011 richteten die Fukushima-Katastrophe, Tornados in den USA und heftige Überschwemmungen in Australien und Thailand erhebliche Schäden an. (APA)

© ING-DiBA

ING-DiBa startet neues Portal „gutmitgeld.at“

Tipps zum Investieren bzw. Sparen gibt es von der Direktbank ING-DiBa.

Wien. Die ING-DiBa Direktbank Austria hat die Finanzplattform „gutmitgeld.at“ (sowie eine gleichnamige FacebookSeite) gelauncht. Interessierte finden nutzerfreundlich aufbereitete und leicht zu verstehende Informationen rund um die Themen Sparen, Investment, Vorsorge und Finanzierung. Das Ziel von gutmitgeld.at sei Bildung und Aufklärung in Bezug auf finanzwirtschaftliche Themen – transparent und einfach verständlich, heißt es. Zugleich sollen User zur Interaktion animiert werden. (red)

Michael Kaltenbeck, Vorstandssprecher der FactorBank: Instrument Factoring ist für kleine wie große Unternehmen geeignet.

die FactorBank selbst rechnet für 2012 mit einem Umsatz von ungefähr 1,9 Mrd. €. Großes Thema für das Jahr 2012 wird bei der FactorBank die Kreditversicherung: Bei vielen Unternehmen fehlt sie, obwohl notwendig, oder ist zwar vorhanden, wird aber nicht zur Bilanzstruktur-Optimierung genutzt. Bei kleineren Unternehmen will Kaltenbeck verstärkt bewusst machen, dass das Instrument der Kreditversicherung zur Verfügung steht und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Ausfall eines Kunden abfedert – womit womöglich die ganze Firma seines Lieferanten gerettet wird. Für kleinere Kunden wurde daher ein All-in-one-Paket geschnürt: „Factoring4Business“. Es richtet

Markt legt zu Generell ist man optimistisch, was die weitere Entwicklung des Factoring-Geschäfts betrifft, so Kaltenbeck; aus dem Markt kommt Nachfrage, auch Großunternehmen denken verstärkt über Factoring nach. Es dient ihnen zur Portfoliostreuung und der Forderungsverkauf wirkt sich günstig auf die Bilanzsstruktur aus; die frühere Hürde der Vertragsgebühr von 0,8%, die Factoring teurer machte, ist mittlerweile weggefallen. Kaltenbeck erwartet, dass der gesamte Factoring-Markt 2011 im einstelligen Prozentbereich wächst;

Investment Finanzierung von Büros oder EKZ lockt

sich an Unternehmen zwischen 500.000 € und 5 Mio. € Umsatz. Enthalten sind neben dem Factoring selbst auch eine Kreditversicherung und Finanzierung, für einen monatlichen Pauschalpreis. „Es nimmt den Unternehmen die Sorgen darüber, ob ihre Kunden bezahlen, und stärkt gleichzeitig die Liquidität“, so Kaltenbeck. Factoring4Business wurde in Kooperation mit der Bank Austria entwickelt und soll 2012 breit ausgerollt werden. Dabei soll gleichzeitig auch Bewusstseinsbildung in Sachen Risikostreuung bei kleineren Unternehmen betrieben werden. Volkswirtschaftlich geht es bei Factoring vor allem darum, die Unternehmen mit Liquidität zu versorgen. (red)

FACTORING-FACTS Factoring ist eher noch eine Domäne der größeren Player Im Rahmen einer Studie des deutschen Factoringverbands wurden von der Universität zu Köln insgesamt 1.444 Unternehmen befragt. Dabei ergab sich, dass Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz größer 10 Mio. € und mehr als 50 Mitarbeitern Factoring häufiger nutzen als kleinere Unternehmen. Die wichtigsten Motive Wichtigste Motive für Factoring sind laut der Branchenvertretung Liquiditätssicherung (93%), größere Unabhängigkeit von der klassischen Bankfinanzierung (60%), der Schutz vor Zahlungsausfällen (46%) und für immerhin 44% auch die Bilanzverkürzung und damit die Erhöhung der Eigenkapitalquote.

Banken Meldepflichten

Versicherer Südeuropa

Versicherer mögen die Immobilien US-Kundenstopp Rating-Druck Frankfurt. Zwar lassen viele Banken wegen der Schuldenkrise derzeit die Finger von Immobilienfinanzierungen, doch die Rettung für die Investoren naht: Auf der Jagd nach neuen, renditeträchtigen Geschäften haben die Versicherer den Markt für sich entdeckt. Vor allem bei langlaufenden Finanzierungen im dreistelligen Millionenbereich könnten sie in die Bresche springen. Immobilieninvestoren freuen sich: mehr Wettbewerb, bessere Preise. Die mühsame Suche nach Bankenkonsortien könnte schon bald kein Thema mehr sein.

Darlehen, einer Beleihungsgrenze (LTV) von 60% und einer Laufzeit von zehn Jahren oder länger. „Darlehen über 200 bis 250 Mio. € sind für uns durchaus machbar.” Die Qualitätsansprüche seien allerdings hoch. Auch Ergo, die Versicherungstochter der Munich Re, liebäugelt mit dem neuen Geschäftsfeld. „Wir spüren eine große Nachfrage”, sagt der zuständige Manager Eckehard Schulz. (APA)

Frankfurt. Verschärfte Meldepflichten an amerikanische Behörden vermiesen deutschen Großbanken die Lust auf US-Kunden. Marktführer Deutsche Bank und die HVB bestätigten, dass sie Wertpapier-depots amerikanischer Staatsbürger in Europa reihenweise kündigten. Der bürokratische Aufwand stehe in keinem Verhältnis zu den erwirtschafteten Gewinnen. Die Deutsche Bank zog schon im Sommer die Reißleine. Betroffen sind Tausende Depotinhaber, vermögende Kundschaft und einfache Privatkunden; Girokonten sowie Spar- und Festgeldanlagen bleiben außen vor.

London. Die Ratingagentur Fitch hat in der Schuldenkrise mehrere italienische und spanische Versicherer herabgestuft. So senkte man z.B. das Rating für die Finanzstärke des italienischen Marktführers Generali von „AA” auf „A-”. Den Ausblick bewertete Fitch mit negativ. Einige der Versicherer hätten in erheblichen Maß in Anleihen aus Italien und Spanien investiert und würden daher von einer Verschärfung der Marktlage getroffen. (APA)

Mehr Rendite gesucht „Wir brauchen mehr Rendite”, sagt Helmut Mühlhofer, der das Kreditgeschäft bei Allianz Real Estate leitet. Die Versicherer stehen mehr denn je unter Anlagedruck, um ihren Kunden die versprochenen Gewinne abzuliefern. Die Finanzierung voll vermieteter Bürohäuser oder Shopping-Center in besten Lagen sei eine interessante Alternative. Die Allianz fühlt sich auf dem deutschen Immobilienmarkt wohl mit festverzinslichen

Stärkere Auflagen

Europas Versicherungsgigant Allianz investiert in Immobilien-Finanzierungen.

Die Auflagen aus den USA werden seit Jahren schärfer. Seit heuer verpflichtet die US-Finanzverwaltung Banken von US-Steuerpflichtigen dazu, bei Wertpapierveräußerungen Gewinne und Verluste genau aufzuschlüsseln und zusammen mit weiteren Daten über den Atlantik zu senden. Voraussichtlich ab 2013 werden die Gesetze gegen Steuerhinterziehung von US-Bürgern nochmals verschärft. (APA)

© Wikimedia

Innsbruck. Ab 2012 übernimmt Diego Reichstamm die Leitung der Landesdirektion von Uniqa in Tirol. Stellvertreter wird Christoph Kapfinger, der für den Innendienst verantwortlich sein wird. Reichstamm folgt in der Position des Landesdirektors auf Helmut Krieghofer, der als Direktor an die Spitze des ORF-Landesstudios Tirol wechselt. „Optimales Kundenservice, regionale Nähe und qualitative Produkte sind der Schlüssel zum Erfolg.“ Die Uniqa ist Marktführer in Tirol. „Mein Ziel ist es, weiterhin Schwerpunkte im Bereich Kundennähe zu setzen und unsere klare Nummer-eins-Position mit aktuell 190.000 Kunden und 380.000 Verträgen in Tirol weiterzuentwickeln. Schwerpunkte werden wir dabei in der Personenversicherung, insbesondere in der Pensionsvorsorge, setzen.“

Wien. Die Zeit ist nach wie vor sehr gut für Factoring, sagt FactorBank-Vorstandssprecher Michael Kaltenbeck. Viele österreichische Unternehmen erkennen gerade in den derzeit schwierigeren Zeiten die Notwendigkeit, sich bei ihren Finanzierungsquellen breiter aufzustellen. Factoring hat gegenüber dem klassischen Betriebsmittelkredit einige Vorteile. Und die Banken wollen ihrerseits ihre Kunden breit und umfassend versorgen. „Wir sind mit Factoring ein Baustein in diesem Gefüge“, so Kaltenbeck; die FactorBank gehört zur Bank Austria-Gruppe. Dabei bemüht man sich, Leistungen gerade auch für Branchen anzubieten, die von ihrer Struktur her Probleme mit der Stellung von Sicherheiten haben, etwa Dienstleister. Von der Größe her richtet sich Factoring vom Gewerbe bis zum Großkonzern; so wie auch die Kundenstruktur der Bank Austria selbst. In letzter Zeit wurde daher auch die Kooperation der FactorBank mit den Vertriebsschienen der Bank Austria stark intensiviert.

© medianet

Ab 2012 ist Diego Reichstamm Uniqa-Landeschef in Tirol.

© EPA

© Uniqa

Kombiniert mit Kreditversicherung und Liquiditätsfinanzierung, stärkt Factoring die Unternehmen.

Ratingagentur Fitch hat mehrere Versicherer aus Italien, Spanien abgestuft.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 16. DEZEMBER 2011 – 27

© BA Real Invest

OFFENE IMMOFONDS

Sämtliche Austro-Immobilien-KAGs erlebten heuer Mittelzuflüsse Seite 30

© L. Cinacchio/sxc

financenetreal:estate WOHNIMMOBILIEN

Der ÖVI zieht Bilanz des Jahres: Wohnimmobilien boomen ungebrochen Seite 30

TÜRME ME IN WIEN ARCHITEKT CHITEKT NEUM INTERVIEW MANN IM © Gerald Stefan

Immobilien waren 2011 Trumpf – Kurse litten

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP IMMOBILIEN

IMMO-AGS

Wochentop Wochenflop

S Immo conwert

S Immo Warimpex Atrium CA Immobilien Immofinanz conwert

-6,24% -0,33% -10,07% -0,33% -4,83% -4,99% -5,11% -5,43% -10,07%

GLOB. IMMO-FONDS

Immobilienmärkte 2011 Während sich zwar die Immobilienaktiengesellschaften (im Bild die Vorstände Eduard Zehetner, Immofinanz; Bruno Ettenauer, CA Immo, und Holger Schmidtmayer, s Immo. vlnr) operativ gut behaupten, konnten sich die Kurse nicht den allgemeinen Börsetendenzen entziehen. Seite 28

1-Monats-Perform. (per 15.12.) Monatstop Lupus alpha J Reits 4,33% Monatsflop ESPA St. Eu. Pr. -10,15% Top 5 Immofonds Lupus alpha Japanese Reit Robeco Property Equities WIP Global Real Estate S iShares Stoxx Am. 600 Real E Fidelity Global Property

4,33% 4,29% 4,20% 2,34% 1,03%

Reininghausareal Anwalt Bernhard Astner folgt Scholdan

Seestadt Aspern Auswahl der Projekte im Juni 2012

Neuer Investor erwarb Asset One

Wettbewerb für 760 Wohnungen

Flop 5 Immofonds ESPA Stock Europe-Property -10,15% PIA - Europe Real A -9,38% Axa Framlington Europe -7,95% Wr. Privatbank Europe -7,89% Henderson Pan Eur. P -7,78%

© Alexander Doepel/Asset One

7. - 14. Dezember 2011

CERX (Schluss 14.12.) 357,84 -4,84%

54 Hektar-Areal auf den ehemaligen Gründen der Reininghaus Brauerei.

Graz. In das auf Eis liegende Stadtteilentwicklungsprojekt „Reininghausgründe“ im Grazer Westen kommt Bewegung: Ernst Scholdan, Gründer der Asset One Immobilienentwicklungs AG, hat diese an ein steirisches Investorenkonsortium rund um den international agierenden Developer Alfred Müller verkauft. Auf Scholdan folgt der Wirtschaftsanwalt Bernhard Astner. Gleichzeitig wurden auch Gespräche mit der Stadt Graz ab Jänner angekündigt. Müller entwickelte zuletzt Projekte in Südosteuropa und Spanien und ist Multiunternehmer in den Branchen Gastronomie, Automotive, Gesundheit.

© schreinerkastler.at

IATX (Schluss 14.12.) 131,19

© medianet/Szene1/Christian Mikes; CA Immo; Schenk; Christina Häusler

7. - 14. Dezember 2011

Bis 2028 sollen in 8.500 Wohnungen in Aspern 20.000 Menschen leben können.

Wien. Im Wiener Stadtentwicklungsgebiet Aspern ist am Donnerstag der erste Bauträgerwettbewerb für künftige Wohnprojekte gestartet. Er umfasst 760 geplante Wohnungen, die bis 2015 fertiggestellt und in der Nähe des historischen Aspern bzw. der U-BahnStation „Aspernstraße“ liegen werden. Die Auswahl der eingereichten Konzepte, die bestimmte – von der Stadt vorgegebene – Kriterien erfüllen müssen, wird im Juni 2012 erfolgen, teilte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig mit. Zum Anforderungsprofil gehört unter anderem möglichst kostengünstiger Wohnraum. (ag)


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28 – financenetreal:estate

Freitag, 16. Dezember 2011

financenet@medianet.at

Immobilien-Aktiengesellschaften Kurse von Finanz-, Schulden und Euro-Krise stark in Mitleidenschaft gezogen

Makler der Woche: VOLKSBANK VORARLBERG IMMO

Operative Erfolge, aber die Kurse sind im Keller

Die Volksbank Vorarlberg Immobilien GmbH & Co OG ist Ihr regionaler Experte in Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bludenz und die Nummer eins, wenn es darum geht, Ihren Wunsch-Immobilien Raum zu geben. Mit großer Kompetenz und 15 Jahre Markterfahrung vermitteln wir Immobilien und Grundstücke im ganzen Land. Individuelles Full-Service, eine umfassende Datenbank und die starke Vernetzung zur Volksbank Vorarlberg Gruppe bilden die Basis für eine rasche und erfolgreiche Abwicklung.

Österreichs Immo-AGs bleiben trotz negativem Umfeld optimistisch und werden Chancen nutzen. Wien. War das Jahr 2010 noch von einer Takeover-Welle innerhalb der Immobilienbranche geprägt, war das Jahr 2011 auch für die heimischen Immobilien-Aktiengesellschaften wenig lustig. Die Konzernbosse geben sich jedoch optimistisch, auch wenn die Kurse derzeit teils unglaublich tief liegen. „Trotz der gedämpften Stimmung am europäischen Finanzmarkt konnten die Immobilienmärkte, vor allem in Zentral- und Osteuropa, leicht zulegen“, sagt etwa Immofinanz-Vorstand Eduard Zehetner. „Wie sich 2012 entwickeln wird, ist aus heutiger Sicht schwer abschätzbar. Unser großer Vorteil ist die ausgewogene Risikostreuung über die Assetklassen Residential und Commercial in West- und Osteuropa“, betont Zehetner. „Die Finanzzahlen der ersten neun Monate 2011 sind durch die erstmalige Berücksichtigung der Europolis im Konzernabschluss der CA Immo Gruppe geprägt. Dank dieser Akquisition kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Mieterlöse. Für das verbleibende vierte Quartal erwarten wir trotz des volatilen Umfelds einen weiteren signifikanten Ergebnisbeitrag aus Immobilienverkäufen und somit ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Jahresergebnis“, erläutert Bruno Ettenauer, CEO der CA Immobilien Anlagen AG. Auch Jürgen F. Kelber, Geschäftsführender Direktor der conwert Immobilien Invest SE, sieht das Positive: „Die Nachfrage nach Wohnimmobillien in unseren Kernmärkten in Wien und vor allem in den Metropolregionen in Deutschland ist ungebrochen hoch.“ Angesichts der fortwährenden Unsicherheiten auf den Kapitalmärk-

PROMOTION

Durch unser Netzwerk der 22 Volksbank Vorarlberg-Filialen nutzt das Unternehmen Kontakte zu Ihrem Vorteil: Fragen zu Förderungen, Versicherung, Finanzierung und Leasing können schnellst möglich geklärt und eine Lösung gefunden werden. Durch langjährige Branchenerfahrung und höchster Professionalität garantiert das Unternehmen, dass Sie bei Immobilien-Transaktionen stets die besten Marktpreise erzielen, rechtlich abgesichert und finanziell flexibel bleiben. Die Volksbank Vorarlberg Immobilien GmbH & Co OG ist die erste Adresse, bevor Sie Ihre wechseln!

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Immofinanz JV-Verkauf

© Frankonia Eurobau

7%-Verzinsung

© medianet/Szene1/Christian Mikes

FRITZ HASLINGER

Eduard Zehetner, Immofinanz-Boss: „Wie sich 2012 entwickeln wird, lässt sich heute nur schwer abschätzen.“

ten geht Kelber von einer weiterhin hohen Nachfrage nach risikoarmen Investitionen am Immobilienmarkt aus. Die ersten neun Monate 2011 waren durchaus erfreulich und auch die Umsätze im Portfolio Development entwickelten sich planmäßig. Im kommenden Jahr 2012 werden wir die beschlossene Wertmaximierungsstrategie konsequent fortsetzen.“

lichkeiten, Werte für unsere Aktionäre zu generieren. Wir werden der Hauptversammlung eine Dividende von voraussichtlich 0,10 Euro pro Aktie vorschlagen, was einer Dividendenrendite von etwa 2,5% entspricht. Damit machen wir die s Immo Aktie nach einer 25-jährigen Politik der Gewinnthesaurierung zu einer ausschüttenden Aktie.“

„Nach einer Phase der Erholung hat sich das Umfeld am Hotelmarkt wieder deutlich verschärft“, kommentiert Warimpex-Vorstand Franz Jurkowitsch die Lage: „Dennoch konnten wir unsere Marktsituation weiter ausbauen. Für das 4. Quartal 2011 und für 2012 erhoffen wir einen Aufschwung der Transaktionsmärkte.“

I MMO BI L I EN - A GS

s Immo wird Ausschütter Holger Schmidtmayr, Vorstand der s Immo AG, führt aus: „Trotz der operativen Erfolge konnte sich unsere Aktie dem allgemeinen negativen Trend an den Kapitalmärkten nicht entziehen. Dieses Umfeld bietet aber auch neue Mög-

Name Kursplus/-minus seit 1.1.2011 CA Immobilien Anlagen AG -33,6% conwert Immobilien Invest SE -15,5% Immofinanz AG -27,9% Warimpex Finanz- und Bet. AG -61,7% s Immo AG -20,7% Atrium European Real Estate Ltd. -25,63%

Hoch/Tief 13,44/7,06 12,20/8,50 3,33/1,92 2,75/0,87 5,44/3,37 4,77/3,09

MK* Sitz/Börse 804 Wien 777 Wien 2623 Wien 50 Wien/Warschau 285 Wien 1215 ADC**

Quelle: Unternehmensangaben; * Marktkapitalisierung in Mio. Euro. Immofinanz und Warimpex mit 5. Dezember 2011, CA Immo und conwert per 30.9.2011, s Immo AG per 18.11.2011. ** ADC in Wien gehandelt, Unternehmen hat Sitz auf Jersey (ehem. MEL).

Euroconstruct „Baubranche in Europa weiterhin auf Talfahrt“; Wifo attestiert Österreich leichtes Wachstum Immofinanz schaut auf Profitabilität und stößt Andreasquartier ab.

Porr: „Konjunkturpakete stützen Branche“ Wien. Laut dem europäischen Bauforschungsnetzwerk Euroconstruct sollte die Bauproduktion in den „19 Euroconstruct-Ländern“ (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien sowie Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) in 2011 um 0,6% zurückgehen. Für 2012 wird ein Ein-

bruch von 0,3% erwartet und erst für 2013 werde wieder ein Wachstum von 1,8% prognostiziert. Das Österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), Partner von Euroconstruct, prognostiziert für den heimischen Markt in 2011 und 2012 ein Wachstum von je 0,7%. Für das Jahr 2013 sollte sich eine weitere Steigerung des Aufwärtstrends ergeben. Dabei soll vor allem der Hochbau mit Wohn-

bau-Sanierungen für das Wachstum verantwortlich zeichnen.

Porr-Gruppe optimistisch „Auch wenn die Schuldenkrise in Europa und den USA das Vertrauen der Anleger in eine nachhaltige Erholung schwer erschütterte, konnte der ‚Konjunkturmotor‘ Bauwirtschaft aufgrund staatlicher Konjunkturpakete vor einem massiven Einbruch bewahrt werden“, erklärt Karl-Heinz Strauss, CEO der Allgemeine Baugesellschaft – A. Porr AG. Die Porr-Gruppe habe vor diesem Hintergrund per drittem Quartal

2011 eine zufriedenstellende operative Geschäftsentwicklung verzeichnet und mit der vollständigen Integration der Teerag-Asdag AG die Neustrukturierung des Unternehmens in weiten Teilen abgeschlossen. „Eine wesentliche Voraussetzung für eine künftige positive Entwicklung stellt die erfolgreiche Akquisition von mehrjährigen Projekten dar. Aufgrund einiger in 2011 verbücherten aufsehenerregenden Großprojekten, insbesondere im Rahmen der Kernkompetenz Infrastruktur, sind wir gut aufgestellt und sehen der Zukunft mit Optimismus entgegen“, sagt Strauss.

BAUU N TER N E HME N

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wien. Die Immofinanz Gruppe hat ihren 50%-Anteil am Andreasquartier, einem gemeinsam mit der Frankonia Eurobau AG in einem 50:50 Joint Venture geplanten Entwicklungsprojekt in Düsseldorf, verkauft. Für das österreichische Immobilienunternehmen brachte der Verkauf eine 7%-Verzinsung auf sein Investment von rund 40 Mio. €. Der Käufer möchte nicht öffentlich genannt werden. Mit der Veräußerung ihres Anteils am Andreasquartier setzte die Immofinanz den nächsten Schritt in der Umsetzung der Strategie, Projekte mit Minderheitsbeteiligungen entweder zu verkaufen oder sie in Mehrheitsbeteiligungen umzuwandeln. „Das ‚Andreasquartier‘ ist ein sehr schönes, gleichzeitig aber äußerst anspruchsvolles Entwicklungsprojekt, bei dem das Nutzungskonzept im Spannungsfeld des Denkmalschutzes eine besondere Herausforderung darstellt, insbesondere hinsichtlich der Profitabilität“, sagt Vorstandsvorsitzender Eduard Zehetner. (lk)

Das Wifo attestiert Österreichs Bauwirtschaft ein leichtes Plus in 2011 und 2012.

Umsatz 2010 Unternehmen in Mrd. € Strabag SE 12,8 Alpine Holding GmbH 3,2 Porr AG 2,8 Wienerberger AG 1,74 Swietelsky BauGmbH 1,4 Schmid Industrieholding 1,2 Habau Hoch- & Tiefbau 0,9 Wietersdorfer 0,7

Veränderung seit 2009 -1,9% -5,9% -1,8% -3,3% +0,8% +3,7% +11,0% +/-0%

Mitarbeiter Veränd. Kurs* (2010) seit 2009 2011 73.600 -2,6% +7,61% 15.057 -1,2% 11.654 -1,9% -0,80% 11.848 -7,0% -54,51% 6.700 -2,9% 4.700 -2,1% 3.500 +/-0% 3.200 -2,0%

Quelle: Geschäftsberichte, APA, Eigenangaben *Veränderung Aktienkurs 2011 (YTD), per 14.12.2011


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financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Tower-Architekt Heinz Neumann Wiens Donau City, Uniqa Tower, Ares Tower, Saturn Tower u.a. tragen teilweise oder ganz seine Handschrift

Auch Wiens Zukunft hat Türme GERALD STEFAN

Wien. Architekt Heinz Neumann hat mit seinen Projekten und Konzepten (u.a. der „Donaucity“ bzw. einige ihrer Türme) das Stadtbild der neuesten Teile Wiens mitgeprägt. Im Interview mit medianet plädiert er für ein Umdenken. medianet: Bringt die flauere Wirtschaftslage 2012 einen Dämpfer für den Turmbau in Wien? Heinz Neumann: Manche Mieter wollen einen Flachbau, andere einen Turm. Es ist eine Frage der Firmenphilosophie, ähnlich wie die Unterscheidung zwischen Großraumbüros und Zellenbüros. Eine Anwaltskanzlei wird wahrscheinlich mit einem Großraumbüro, bei dem jeder hört, was der andere gerade mit einem Klienten bespricht, nicht glücklich werden. Es gibt Unternehmen, die aus Pres-tigegründen einen Turm wollen: Dieser steht weithin sichtbar für ihre Marke und repräsentiert ihre Corporate Identity. Es gibt Kennziffern, die wichtig sind: Das Verhältnis von Gesamtfläche zu „Rentable Space“. Also wie groß ist der Anteil der errichteten Fläche, der tatsächlich vermietet werden kann und Geld bringt? Ein Bürogebäude sollte mindestens auf 80 bis 82 Prozent Rentable Space kommen. Ich glaube nicht, dass die Nachfrage nach Büro-Neubauten aufhören wird, denn das moderne Büroleben stellt seine Anforderungen. Es verlangt Raumkonzepte und Nutzflächen, die man mit einem alten Gebäude, z.B. einem Gründerzeithaus, schwer befriedigen kann. Im Übrigen: Wir haben keine Wirtschaftskrise, sondern das ist eben der Zustand der Wirtschaft, an den wir uns gewöhnen müssen, statt immer von Rettungspaketen zu reden. Ein Umdenken wäre angebracht. Wir sollten nicht auf BIPZuwächse starren, wir produzieren schon genug unnötiges Zeug.

energisch dafür, die Straßen von den Autos zu befreien. Derzeit zahlen die, die eine Garage haben, für alle, die öffentlichen Raum zum Auto-Abstellen beanspruchen. medianet: Bei der Donaucity haben Sie dieses Konzept verwirklicht: Oben die Türme, auf Bodenhöhe Fußgänger, darunter Autos. Neumann: Genau. Dafür wurde eine ganz neue Flächenwidmung geschaffen, die auf Kubikmeter Bauvolumen und eine gestaffelte Höhenentwicklung abstellte. Es wurde auf Fluchtlinien verzichtet und die Gebäude organisieren sich durch den notwendigen Lichteinfall.

Zudem kann auf die flächenmehrenden Spielchen wie eine Gaupe da, ein Erker und eine Loggia dort verzichtet werden. Für Wohngebiete gilt meine Forderung, mit dem Auto wenn möglich unterirdisch an die Wohnung heranzukommen, um alle Dinge des täglichen Bedarfs kürzestmöglich heranschaffen zu können. In Bürogegenden gibt es keinen Grund, die Gegend mit geparkten Autos zu verstellen: Jeder kann einen Aktenkoffer tragen und daher öffentlich ins Büro fahren. Man könnte z.B. die Versorgung mit Parkgaragen rund um die Wiener City verdichten und alle dort das Auto abstellen lassen.

Türme bauen ist spannend. Es ist ein Kampf mit der Schwerkraft, das macht viel Spaß. Der Grundriss eines Towers birgt Tücken, weil sich Fehler in jedem Stockwerk wiederholen. Der Grundriss muss funktionell und vor allem wirtschaftlich sein, denn sonst wird der Bauherr keine Freude haben. Er hat ja viel Geld investiert, und ein solches Gebäude soll auch einen wirtschaftlichen Erfolg bringen.

medianet: Wie zufrieden sind Sie mit dem Wiener Stadtbild jetzt? Neumann: Da habe ich provokante Thesen. Ich finde z.B., dass Straßen, ein öffentlicher Raum, nicht durch private Blechhaufen verstellt sein sollten: Tausende von geparkten Autos behindern den Verkehr, der fließen könnte, wir würden uns Staus ersparen, usw. Ich plädiere

Tower-Architekt H. Neumann entwarf mit Adolf Krischanitz den Masterplan für Wiens Donaucity (im Bild mit dem derzeit in Bau befindlichen „DC Tower“, 220 m Höhe).

Eine neue Marke im Private Banking

Mehr als eine Prestigefrage

medianet: Wird es in Wien einmal einen weiteren Tower-Hotspot geben wie die Donaucity? Neumann: Wien geht anders vor als die meisten Städte: Hochhäuser werden nicht im Zentrum gebaut, sondern an den Schnittpunkten von Verkehrsachsen zugelassen, die sozusagen ‚hochhausverdächtig‘ sind. Das ist grundsätzlich ein logischer Gedanke; ob es aber für das Gesamtbild einer Stadt von Vorteil ist, das zu beurteilen bleibt jedem selbst überlassen.

© Wikimedia; Gerald Stefan

In flauen Zeiten sind nicht nur mutige Bürokonzepte gefragt, so Neumann.

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Wer Neuland betreten will, muss auch unruhige Gewässer durchqueren. Nichts gibt dabei so viel Sicherheit wie ein erfahrener Partner.


R A N KI N G W E E K 2 0 1 1

30 – financenetreal:estate

Freitag, 16. Dezember 2011

financenet@medianet.at

Immobilien KAGs Volumszuwächse gegenüber Jahresbeginn; Renditen bewegen sich um die 3 Prozent p.a.

SHORT

Offene Immobilienfonds wittern 2011 Morgenluft

EHL übernimmt Mandat für Helvetia

© Helvetia

Grundsolides Investment, mit dem Privatanlager am Immobilienmarkt partizipieren können. Wien. Aufwind durch die Krise verspüren die Anbieter von Offenen Immobilienfonds in Österreich. Derzeit sind es fünf an der Zahl: Marktführer Bank Austria Real Invest Immobilien-Kapitalanlage GmbH, die Erste Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., die zu den Volksbanken gehörende Immo Kapitalanlage AG, die Raiffeisen Immobilien Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. sowie die Semper Constantia Immo Invest GmbH. „Für Offene Immobilienfonds ist die Lage in Österreich gut. Gerade in Krisenzeiten ist die Nachfrage nach werthaltigen Investments mit einer konservativen Ausrichtung sehr hoch“, sagt Gerhard Dreyer, Sprecher der Geschäftsführung der Bank Austria Real Invest. „Offene Immobilienfonds ermöglichen es Privatanlegern, bereits mit geringen Mitteln am Immobilienmarkt zu partizipieren und somit ihr Geld in Sachwerten zu veranlagen.“ Sämtliche Immo KAGs sahen heuer Nettomittelzuflüsse, das Schwergewicht, der Real Invest Austria, sah von Jänner bis November 2011 Nettomittelzuflüsse in der Höhe von rund 210 Mio. €, sein Marktanteil liegt damit bei 61,8% (per Ende November 2011), sein Fondsvolumen erreicht mittlerweile knapp 1,8 Mrd. €.

Wien. EHL Immobilien wurde von der Helvetia Versicherungen AG mit dem Asset Management für das Immobilienportfolio beauftragt. Das beauftragte Portfolio umfasst derzeit 20 Objekte mit insgesamt ca. 41.000 m! Nutzfläche. Ein Anteil von rund 47% entfällt auf Wohnimmobilien, der restliche Teil des Portfolios entfällt auf Büro- und Einzelhandelsflächen. 19 der 20 Objekte befinden sich in Wien, eines in Linz. „Die Zusammenarbeit mit EHL ermöglicht uns zum einen signifikante Einsparungen, zum anderen erwarten wir uns davon auch eine optimale Nutzung aller Ertragspotenziale und damit eine nachhaltige Steigerung unserer Renditen“, erklärt Burkhard Gantenbein, Vorstandsvorsitzender der Helvetia Versicherungen AG.

© Pressefoto Votava/PID

Grundsteinlegung für Stadtpark-Kindergarten

Trendwende 2011 erfolgt Ähnlich erfreulich sieht es Lars Fuhrmann, für den Vertrieb zuständiger Vorstand der Immo Kapitalanlage AG: „Unser Markt hat heuer gedreht, auch der Zinshausmarkt ist wie leergefegt.“ Beim verwaltenen Volumen sieht Fuhrmann noch Potenzial nach oben, die KAG sei derzeit dabei, die Finan-

Neuer Kindergarten im Stadtpark soll schon im Herbst 2012 fertig sein.

Wien. Im Stadtpark wird in den kommenden Monaten ein neuer, hochmoderner Kindergarten entstehen: Vergangene Woche wurde dafür offiziell der Grundstein gelegt – in Anwesenheit von Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch, Architekt Martin Kohlbauer und Peter Harold, Generaldirektor der Hypo NÖ Gruppe, die das Projekt realisiert. Die Stadt Wien investiert gemeinsam mit dem dritten Bezirk rund 5,36 Mio. € in die Errichtung des neuen Hauses für acht Gruppen. Bereits im Herbst 2012 sollen hier 180 Kinder in einem neuen, topmodernen Haus herumtollen können. Für die Finanzierung und Umsetzung des Projekts zeichnet die Hypo NÖ Leasing – eine Konzerntochter der Hypo NÖ Gruppe – verantwortlich.

© Bank Austria Real Invest

LINDA KAPPEL

Helvetia-Vorstand Gantenbein erwartet Renditesteigerung.

Gerhard Dreyer und Lars Fuhrmann orten gute Nachfrage nach werthaltigen Investments in Form von Immobilien.

zierungsquote herunterzufahren und nehme derzeit viel Geld in die Hand, um die Investitionsobjekte gut in Schuss zu halten. Die Bäume wachsen bei Offenen Immobilienfonds nicht in den Himmel, soll heißen, die Renditen bewegen sich um die 3% p.a. Dreyer: „Der ‚Real Invest Austria‘ weist eine sehr konstante positive Rechenwertentwicklung auf. Auch im abgelaufenen achten Rechnungsjahr 2010/2011 konnte der Real Invest Austria eine positive Performance von rund 3,77 Prozent bei einer Ausschüttung von 31 Cent je Anteil erreichen.“ Bei der Immo KAG bewegt es sich in ähnlichen Dimensionen. Obwohl die Nachfrage nach Immobilien hoch ist, scheint der Markt nicht ausgetrocknet zu sein. Fuhrmann meint, viele Banken zögen sich aus dem Finanzierungs-

Real Invest Europe, merkt Dreyer an: „Die Entwicklung dieses Fonds hängt von den wirtschaftlichen Gegebenheiten der betroffenen Länder ab. Im Interesse der Kunden beobachten wir diese sehr genau und entwickeln mögliche Strategien auf die potenzielle Marktentwicklung.“ Eine genaue Prognose zur Entwicklung der Zielmärkte des Real Invest Europe für die nächste Berichtsperiode sei aufgrund des weiterhin volatilen Marktumfelds nur schwer abzugeben.

I MM O -KA P I TA L A N LA G E GES E LL SC HA F TE N

KAG verw. Vol. 1.1.2011 Marktanteil verw. Vol. 31.11.2011 Marktanteil Bank Austria Real Invest 1.558,37 63,31 1.802,88 63,07 Erste Immobilien KAG 183,52 7,46 289,47 10,13 Immo KAG 224,85 9,13 237,08 8,29 Raiffeisen Immo KAG 391,54 15,91 413,68 14,47 Semper C. Immo Invest 103,15 4,19 115,22 4,03 Volumsangaben in Mio. €, Quelle VÖIG

ÖVI Kaufmotiv weiter Absicherung gegen Inflation; Wohnungseigentumsbegründung und Verkauf als Anlagemodell

Sogwirkung von Immobilien hielt 2011 an Wien. Die Nachfrage am Wohnimmobilienmarkt ist nach wie vor ungebrochen – gefragt und österreichweit im Trend liegen Wohnimmobilien in attraktiven, wachsenden Ballungsräumen. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Euro, die Angst vor höherer Inflation und bisweilen wenig Zuversicht in Bankprodukte veranlassen immer mehr Private, ihre Ersparnisse in Immobilien zu

investieren. Diese Bilanz zieht der Österreichische Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI). „Großartige Renditeerwartungen sind dabei mittlerweile zweitrangig. Vielmehr scheint derzeit das ,Haben‘ an sich und die Überzeugung in Immobilien vergleichsweise sicher veranlagen zu können, das zentrale Thema zu sein“, sagt Andreas Wollein aus dem ÖVI-Vorstand. Oft sei selbst die Verwer-

© Luca Cinacchio/sxc

wvg übergab 40 frei finanzierte Wohnungen Wien. Am 14. Dezember wurden vom Wiener Bauträger wvg 40 freifinanzierte Eigentumswohnungen im Rahmen einer feierlichen Hauseröffnung ihren Besitzern übergeben. Die wvg ist auf die Entwicklung von privaten Eigentumsobjekten zu Preisen des geförderten Wohnbaus spezialisiert. Diese Strategie wurde auch im aktuellen Projekt „Malerisches Wohnglück“ in der Zachgasse 12 im Herzen Asperns umgesetzt. (red)

geschäft zurück und so gerieten Objekte auf den Markt. Während die Immo KAG den Schwerpunkt auf Büro und Gewerbe legt, bewegt sich der Real Invest Austria Fonds in erster Linie in den Nutzungsklassen „Wohnen“ und „Infrastruktur“. Deutschland ist ein beliebtes Anlageland (zu ca. 75% bei der Immo KAG), doch viele Immobilienfonds konzentrieren sich auch rein auf Österreich. Bezüglich des zweiten Produkts der Bank Austria Real Invest, des

Bei Zinshäusern wird vermehrt Wohnungseigentum begründet.

tungsstrategie, ob die Immobilie vermietet, künftig zur Eigennutzung oder für nahe Angehörige dienen soll, mitunter noch unklar. Wichtig sei in erster Linie die Veranlagung.

Bis zu 20% teurer Der großen Nachfrage steht ein entsprechend knappes Angebot gegenüber, was in den letzten zwei Jahren nicht nur am Wiener Eigentumswohnungsmarkt die Preise nach oben klettern ließ. Überdurchschnittliche Preissteigerungen bis zu 20% sind für begehrte Objekte in begehrten Lagen zu verzeichnen. „Was vor zwei Jahren um 2.500 Euro/m! zu haben war, kostet heute 3.000“, erläutert Wollein. In guten Lagen (ohne den 1. Bezirk) werden für neu errichtete Eigentumswohnungen Kaufpreise im Bereich zwischen 3.500 bis 5.000 €/m! erzielt. Dachgeschossausbauten kosten je nach Lage durchschnittlich zwischen 3.500 und 5.500/m!. Selbst am Gebrauchteigentumswohnungsmarkt würden mittlerweile erstaunliche Preise erzielt,

ein Sinken der Preise sei derzeit nicht absehbar.

Starker Investmentmarkt Auch am Investmentmarkt ist die Nachfrage hoch, jedoch ist aufgrund des ausgedünnten Marktangebots, insbesondere hinsichtlich der am meist nachgefragten Objekte wie Mietshäuser außerhalb des Anwendungsbereichs des Mietrechtsgesetzes (MRG), das Marktvolumen 2011 gesunken. Gleichzeitig bleiben die Preise auf hohem Niveau. Während im Gewerbebereich eine anhaltend schwache Nachfrage nach Büro- und Einzelhandelsflächen beobachtet wird, stiegen die Transaktionen im Wiener Gründerzeit-Zinshaushausmarkt im Vergleichszeitraum zum Vorjahr. Niedrige Renditen bei der Vermietung einerseits, aber hohe Verkaufspreise für Eigentumswohnungen andererseits lassen die Wohnungseigentumsbegründung in Zinshäusern mit anschließendem Abverkauf der Eigentumswohnungen vermehrt zu einem Geschäftsmodell für Investoren werden. (lk)


R A NK I N G W E E K 2 0 1 1

Freitag, 16. Dezember 2011

financenetreal:estate – 31

financenet@medianet.at

Ranking Die Wirtschaftstreuhand- und Steuerberatungskanzleien in Österreich sind stabil; im Ranking gab es nur eine einzige Verschiebung

Optimistisch in das Jahr 2012 Wien. Die großen Wirtschaftstreuhandkanzleien in Österreich haben die Krise hervorragend gemeistert. Im Ranking wurden die Umsätze der letzten österreichischen Bilanz als Maßstab genommen. Die Spitzenplätze blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert – bis auf eine einzige Ausnahme: PricewaterhouseCoopers verdrängte Ernst & Young beim Umsatz vom Platz 3 der Wertung. TPA Horwath, in der letzten Jahreswertung noch auf Platz 6, veröffentlicht den Jahresumsatz gemäß Gesellschafterbeschluss nicht. Das Jahr war jedenfalls sehr arbeitsintensiv, wie auch Kammerpräsident Klaus Hübner bestätigt: „Die Wirtschaftstreuhänder haben ein Modell für einen sehr einfachen Einkommensteuertarif ausgearbeitet, das erhebliche Einsparungen in der Verwaltung und in den Betrie-

ben bringen würde.“ Es geht dabei, so Hübner, um eine „Flat Tax”, die durch einen einheitlichen Freibetrag sozial gerecht gestaltet ist. Einkommensteuer und Sozialabgaben würden von einer Stelle eingehoben und dann auf die Leistungsträger verteilt werden.

Ganzheitliche Berater Hübner zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung: „Die Branche hat von der Konjunkturerholung im zu Ende gehenden Jahr profitiert. Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung sind generell relativ stabil, vor allem aber haben sich die Wirt-

schaftstreuhänder in den letzten Jahren zu ganzheitlichen Beratern in allen wirtschaftlichen Belangen der Unernehmen entwickelt.“ Der Beruf ist attraktiv, die Zahl der Berufsanwärter nimmt kontinuierlich zu, erläutert Klaus Hübner. „Ich hoffe, dass es gelingt, die Schuldenkrise zu bewältigen. Unter der Voraussetzung einigermaßen geordneter Verhältnisse bin ich für 2012 durchaus optimistisch. Wir wollen mit dem eingangs erwähnten Flat Tax-Modell unseren Beitrag zur Verwaltungsreform leisten.“ Ein besonderes Anliegen ist der Kammer ein geordnetes Verhält-

nis zu den Finanzbehörden: „Wir unterstützen jede Maßnahme zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, aber wir haben den Eindruck, dass derzeit oft übers Ziel geschossen wird. Es geht nicht, dass jeder Steuerzahler von vornherein verdächtigt wird“, kritisiert Kammerpräsident Klaus Hübner. W IRTS C HA F TS TRE UH Ä N D ER

KPMG Deloitte & Touche PricewaterhouseCoopers Ernst & Young BDO Auxilia Consultatio

158,4 113,1 71 65 43 10,6

Quelle: Geschäftsberichte, eigene Recherchen; Zahlen in Mio. €

Kammerpräsident Klaus Hübner: Flat-Tax als Beitrag zur Verwaltungsreform

mix it Alternative macht Appetit: Marienhof eventcatering services offeriert junge und moderne Fingerfood-Linie

Mehr Genuss, frisches Service Neuer Service: einfach in der Planung, rasch in der Bestellung, schick in der Optik, fair im Preis.

Frankreich Côte boomt

Spitzenpreise

„mix it ist innovatives Fingerfood, das nicht nur schicker ist, sondern auch besser schmeckt als bisher bekanntes.“ CARL WOLFGANG STUBENBERG

Die junge Produktlinie stellt dabei alles Altbekannte auf den Kopf. Nicht mehr langweilige Beläge und die unvermeidliche Dekorationspetersilie, sondern neue kreative Kompositionen, interessante Geschmacksverbindungen, tolle Gestaltung der Häppchen, eine erfrischende Verpackung und ein ganz einfaches Bestellsystem zum selbst

© Engel & Völkers

Hamburg/Cannes. Die französische Riviera gehört zu den stabilsten Zweitwohnsitzmärkten Europas. Insbesondere das obere Marktsegment zeichnet sich durch eine sehr kontinuierliche Nachfrage aus, wie das internationale Immobilienunternehmen Engel & Völkers meldet. „In sehr guten Lagen liegen die Quadratmeterpreise für Wohnungen zwischen 10.000 und 14.000 Euro pro Quadratmeter. In Top-Lagen, wie dem ‚Boulevard de la Croisette’ können diese auch mehr als 30.000 Euro pro Quadratmeter betragen. Die Preise für Villen liegen zwischen drei und acht Mio. Euro, für außergewöhnliche Anwesen sogar bei mehr als 30 Mio. Euro“, berichtet Jörg Buchen, ehemaliges Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG in Hamburg, der den neuen Flagship-Store des Unternehmens in Cannes als Lizenzpartner eröffnet hat. Käufer kommen vor allem aus Europa sowie aus Russland und dem Mittleren Osten, viele unter ihnen haben ein verstärktes Interesse an Immobilien als Investment. Zu den bekanntesten Lagen zählt zum einen der wunderschöne Küstenbereich zwischen Eze, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Villefranche-sur-Mer sowie die Region zwischen Cap d’Antibes, Golfe Juan und Cannes. „Im Hinterland sind vor allem Saint-Paul-de-Vence sowie die Gegend um Mougins und Valbonne sehr gefragt“, so Buchen. (rk)

Wien. Party- und Business-People vergeht bisweilen der Appetit. Etwa wenn einmal mehr die ewig gleichen, unspektakulären Canapés – lieblos zubereitet und ohne lukullische Überraschungen – Buffettisch und Serviertablett „zieren“. Eine „gschmackige Alternative“, verspricht Catering-Experte Carl Wolfgang Stubenberg. Mit „mix it“ bringt Marienhof eventcatering services die nächste Generation von Fingerfood und Häppchen auf den Tisch: kreativ, aufregend im Geschmack und easy in der Bestellung.

Côte d’ Azur: begehrter Treffpunkt der Reichen und Schönen; Kleingeld nötig.

© Meventcatering/Inge Prader (8)

mix it: große Auswahl, appetitliche Aufmachung, neue Geschmacksvariationen.

Zusammenstellen kennzeichnen die neue Geschmackslinie.

Schnell und einfach Stubenberg: „mix it schmeckt, ist einfach in der Planung, rasch in der Bestellung, schick in der Optik, formschön in der Verpackung und fair im Preis.“ Kunden können durch die virtuelle Menükarte surfen und ihre Lieblingsschmankerl einfach und bequem online ordern. Unter www.mix-it.at finden die Gastgeber die komplette Brötchenliste und praktische Bestellmodi im „Dreierlei“.

• mix it-Kunden können aus den beiden Kategorien „small Fingerfoods“ und „Brötchen, Weckerln & Co.“ auswählen. Je nach Gusto kann man seine Brötchen individuell zusammenstellen und liefern lassen. • Für Eilige bietet mix it insgesamt 18 „Packages“, die u.a. auf Seminare, Empfänge, Agapen, etc. abgestimmt sind. • Wer bezüglich Auswahl und Menge unsicher ist, kann auf den ‚„Online-Kalkulator“ zurückgreifen. Das Online-Tool wirft nach Abfrage bestimmter Indikatoren individuelle Vorschläge für die verschiedensten Veranstaltungstypen aus. Auch für kurzfristige Events ist mix it die ideale Alternative. In der Bundeshauptstadt garantieren die Brötchenmacher die Zustellung innerhalb von 24 Werktags-Stunden.

Carl Wolfgang Stubenberg

INFO/KONTAKT mix it ist eine Marke der Marienhof eventcatering services GmbH Buchfeldgasse 7/1 A-1080 Wien Tel: 01/4088905 Fax: 01/4088905-20 E-Mail: office@mix-it.at www.mix-it.at

PROMOTION

REINHARD KRÉMER

© Kammer der Wirtschaftstreuhänder

Präsident Hübner: „Die Branche hat von Konjunkturerholung im zu Ende gehenden Jahr profitiert.“


LAW & OR D E R / P E O P L E & DATES

32 – financenetreal:estate

Freitag, 16. Dezember 2011

financenet@medianet.at

CMS Reich-Rohrwig Hainz Die internationale Anwaltssozietät ortet Aufwind in Slowenien und erweitert ihr Team

BUCHTIPPS

CMS Slowenien erweitert Ljubljana/Wien. Das slowenische Büro der internationalen Anwaltssozietät CMS Reich-Rohrwig Hainz holt ein neues Team an Bord: Die Rechtsanwälte Jernej Jeraj und Tomaz Petrovic sowie die Berufsanwärterin Katarina Koren bringen Erfahrung mit internationalen Klienten mit und verstärken das bisherige 7-köpfige Team in den Bereichen Corporate und M&A, Litigation und Regulatory sowie Insolvenz- und Arbeitsrecht.

The big shor shortt Michael Lewis Ein paar Hedgefond-Manager sehen das katastrophale Platzen der amerikanischen Immobilienblase nicht nur voraus, sondern wetten sogar im ganz großen Stil darauf. Den Kollaps des Systems befördern sie unter anderem mittels des sogenannten Shortings, Leerverkäufen von Aktien großer Investmentbanken. Lewis entlarvt anhand seiner Protagonisten ein System, das sich verselbständigt. Der Zusammenbruch der Finanzmärkte war ein kurzer Moment der Vernunft: Der Wahnsinn hatte sich in den Jahren davor abgespielt. Campus Verlag, 390 Seiten, 24,90 €

Drehscheibe in der Region „Slowenien entwickelt sich immer stärker zur Drehscheibe für das Geschäft in den anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawien. Wir spüren einen merklichen Aufwind nach dem Tief der Wirtschaftskrise und haben mit einer erheblichen Verstärkung unseres Teams vor Ort reagiert”, so Gregor Famira, Partner und Gründer der

Neuzugänge im CMS-Büro Slowenien: Jernej Jeraj, Katarina Koren, Tomaz Petrovic.

Airport Center Sarajevo Planung wird um ein 3.000 m² großes Multiplex-Kino erweitert

CBRE Team verstärkt

IPD/Karimpol: „Eröffnung 2013“

Name nun offiziell CBRE

Sarajevo. Das Airport Center Sarajevo (ACS), das direkt angrenzend an den Flughafen in der Hauptstadt von Bosnien & Herzegowina gebaut werden wird, bekommt zusätzlich zu den 30.800 m! vermietbarer Fläche noch ein Kinocenter mit sieben bis neun Sälen, gab unlängst Michael Böck bekannt, der gemeinsam mit Franz P. Kus Sprecher der österreichischen Investorengruppe IPD/Karimpol ist, die das ACS errichtet.

Wirtschaftsmacht Brasilien Wirtscha schaftsm scha ftsmacht ftsm acht Bra Brasili silien Alexander Busch Kaum ein Land unterschätzen wir heute so wie Brasilien. China und Indien trauen wir Hauptrollen bei der globalen Umwälzung in der Weltwirtschaft zu, Brasilien nimmt nur eine Nebenrolle ein. Das ist ein Fehler. Denn die neuntgrößte Volkswirtschaft der Welt ist auf dem Sprung zur Weltmacht. Brasilien wird aus der jetzigen Wirtschaftskrise gestärkt hervorgehen. Das Land verfügt über einen großen Binnenmarkt mit privaten, staatlichen und ausländischen Unternehmen. Es wird zudem mit Ölderivaten und Biotreibstoffen schon bald eine Energie-Großmacht. Hanser Verlag, 352 Seiten, 24,90 €

Wien. Daniela Hirsch (35) verstärkt seit Kurzem als Junior Consultant das Team des internationalen Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis. Zu ihren Aufgaben zählt u.a. die Mitarbeit bei der Verwertung von hochwertigen Handels- und Gewerbeimmobilien mit dem Schwerpunkt auf Fachmarktzentren, Einkaufszentren und innerstädtische Bestlagen. Weiters gab das Immobilienberatungsunternehmen bekannt, dass CB Richard Ellis umbenannt wird in kurz „CBRE”. Dies stelle allerdings lediglich eine Namensänderung dar, heißt es. Veränderungen im Unternehmen seien dadurch nicht geplant. (red)

Der Baubeginn für das Airport Center Sarajevo ist für Anfang 2012 geplant, die Eröffnung für 2013. Für das Kino sei man bereits mit zwei Betreibern in Verhandlungen.(red)

© IPD/Karimpol

Eröffnung 2013 geplant

Visualisierung des an den Flughafen angrenzenden Airport Center Sarajevo.

Buwog Hausinternes

D.A.S. zahlt Testamentserstellung

Riedl-Nachfolger Wienerberger

Wien. In Österreich gibt es laut Schätzungen rund 1 Mio. Testamente, die von Laien erstellt worden sind. Rechtsschutzversicherer D.A.S. glaubt nach einer Recherche, dass rund die Hälfte dieser Testamente grobe Fehler aufweisen und deshalb Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen werden können. „Es kommt häufig vor, dass diese letztwilligen Verfügungen unwirksam sind, weil der Inhalt Mängel aufweist oder die

Wien. Daniel Riedl, Sprecher der Geschäftsführung der Buwog und der ESG, wird seine Funktionen mit Ende 2011 zurücklegen und als Vorsitzender in den Aufsichtsrat der Unternehmen wechseln. Er wird sich künftig auf seine Funktion im Vorstand der Buwog-Muttergesellschaft Immofinanz konzentrieren, wo er den Bereich „Wohnen“ verantwortet. Neuer Sprecher der Buwog/ ESG-Geschäftsführung wird Alexander Hoff von Palmira-Capital.

Wien. Wienerberger wurde am 8. Dezember in Amsterdam mit dem „European Excellence Award“ in der Kategorie „Annual Report“ für den besten Geschäftsbericht ausgezeichnet. Der Award wird auf Einladung der Fachzeitschrift Communication Director vergeben und zeichnet die besten Arbeiten der Kommunikationsbranche aus. Der Bericht wurde vom Beratungsunternehmen Mensalia und Büro X konzipiert und umgesetzt. (red)

Buwog-Geschäftsführer Daniel Riedl wechselt in den Aufsichtsrat.

Das Cover des preisgekrönten Geschäftsberichts von Wienerberger.

gesetzlich vorgeschriebene Form nicht beachtet wurde“, erklärt Johannes Loinger, Vorstandssprecher D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Erweitertes Angebot Das Versicherungsunternehmen erweitert daher künftig sein Rechtsschutzangebot und übernimmt für Kunden die Kosten für die professionelle Erstellung eines Testamentes, heißt es. (ast)

Award Kommunikation

© Stephan Huger

© Wienerberger

Erben 50% der von Laien erstellten Testamente ungültig

© D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Praxishandbuch Prax Praxisha ishandbu isha ndbuch ndbu ch Immob IImmobilienmakler mmobilie ilienmak nmakler Christian Friesenegger „Immobilienmakler“ ist für viele ein Traumjob, jedoch ist der Berufsstand immer noch mit Imageproblemen behaftet. Wer das Praxishandbuch liest, ist gut vorbereitet und gerüstet für diese spannende Tätigkeit mit Zukunft und kann so zweifellos zum Imageverbesserung beitragen. Das Praxishandbuch strotzt vor vielen guten Tipps. Der studierte Betriebswirt und Absolvent des Studiums Immobilienwirtschaft an der FH Wien, Christian Friesenegger, ist seit vielen Jahren als Immobilientreuhänder tätig und verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz. Linde Verlag, 187 Seiten, 44,00 €

slowenischen Niederlassung von CMS Reich-Rohrwig Hainz, über die Neuzugänge. Jernej Jeraj (32) studierte an den Universitäten Ljubljana und Maribor Rechtswissenschaften und ist in Slowenien als Rechtsanwalt zugelassen. Seine Schwerpunkte liegen im Gesellschaftsrecht (M&A) und Restrukturierungen sowie Insolvenzrecht. Der slowenische Rechtsanwalt Tomaz Petrovic (39) studierte Rechtswissenschaften an der Universität Ljubljana und ist u.a. auf öffentliche Ausschreibungen, streitige Verfahren, öffentliches Recht und PPP spezialisiert. Katarina Koren (30) studierte Rechtswissenschaften in Ljubljana und absolvierte ein Postgraduate-Studium in International and European Economic and Business Law in Lausanne. Sie ist auf Arbeitsrecht und streitige Verfahren spezialisiert. (red)

© CMS

Büro in Ljubljana erhält Verstärkung durch zwei Rechtsanwälte und eine Berufsanwärterin.

Loinger.: „Rechtliche Auseinandersetzungen wegen inhaltlicher Mängel, Formfehlern“.


P E O P LE &DATE S

Freitag, 16. Dezember 2011

financenetreal:estate – 33

financenet@medianet.at

Kapitalmärkte Fachmedium DerBörsianer reiht wieder die 50 wichtigsten Börsen-Köpfe Österreichs

SHORT

Ranking der „Börsianer“

Neuer Landesleiter Vorarlberg bei Merkur Graz. Mit 1. Dezember hat Wolfgang Mähr (41) die Leitung der Landesdirektion Vorarlberg in der Merkur Versicherung übernommen. In dieser Funktion ist er für 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesdirektion und zwei Geschäftsstellen verantwortlich. Der Master of advanced Studies (MAS) und akademische Finanzdienstleister ist seit 1993 in verschiedenen leitenden Positionen in der Versicherungsbranche tätig. (red)

Banker dominieren die Spitzenplätze, Vorjahressieger Andreas Treichl rutscht auf Platz 11.

Banker dominieren Die wichtigsten Börsepeople des Landes sind laut DerBörsianer und Metrum Communications die heimischen Banker. Nationalbank-

Neuer Leiter Bankenvertrieb bei Helvetia

Nationalbank-Gouverneur Nowotny ist wichtigster Börsen-Mensch des Jahres 2011.

© steve.haider.com

Gouverneur Ewald Nowotny ist die Nummer 1 auf der Liste. Hinter ihm folgt Raiffeisen Bank International-CEO Herbert Stepic, der seinen 2. Platz aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Wolfgang Eder, CEO der voestalpine AG, kommt auf Platz 3. Mit RZB-Boss Walter Rothensteiner (4) und RLB OÖ-Generaldirektor Ludwig Scharinger (5) finden sich zwei weitere Banker in den Top 10. Die Plätze 6 bis 10 belegen: 6. Gerald Grohmann, CEO der Schoeller-Bleckmann AG, 7. Wolfgang Leitner, CEO Andritz AG, 8. Günter Geyer, CEO Vienna Insurance Group, 9. Hannes Androsch, Androsch Privatstiftung & Salinen AG, und an 10. Stelle Georg Pölzl, CEO der Post AG. Der Vorjahressieger, Erste GroupVorsitzender Andreas Treichl, musste seinen Platz in den Top Ten räumen und rangiert dieses Jahr auf Rang 11 der Liste. (ast)

© APA/Robert Jäger

Wien. Das Fachmedium DerBörsianer.com hat in Kooperation mit Metrum Communications, Österreichisches Beratungsunternehmen für Finanzkommunikation, zum dritten Mal die Liste der 50 wichtigsten Börsianer Österreichs veröffentlicht. Dazu bewertete eine Jury aus Kapitalmarktexperten die fünf Parameter „Leistung“, „Netzwerk“, „Macht“, „politischer Einfluss“ und „Einfluss auf den Kapitalmarkt“. Zur Wahl standen die Unternehmensvorstände der großkapitalisierten, börsenotierten Konzerne, Spitzenbanker, Investoren, Analysten, Wirtschaftsjournalisten sowie sonstige Personen mit starkem Bezug zur Wiener Börse.

Thomas Litschauer, neuer Leiter Bankenvertrieb bei der Helvetia.

Nachhaltiges Bauen Erstes Hotel und erstes Wohnprojekt in Wien mit renommiertem Zertifikat ausgezeichnet

Wien. Thomas Litschauer zeichnet ab sofort für den neuen Vertriebsweg „Bankenvertrieb und -kooperationen“ bei der Helvetia Versicherung AG verantwortlich. Der Bankprofi ist seit über 20 Jahren in der Finanzbranche. Vor dem Wechsel war er als Geschäftsführer der Generali FinanzService GmbH unter anderem für den Aufbau österreichweiter Bankenkooperationen verantwortlich. (red)

Zwei DGNB-Zertifikate für IG Immobilien

Messe Precht in Stuttgart

Superfund-Gründer Mit Bio-Restaurant Traum erfüllt

DLA Piper „Mid-market“

Invest 2012

Von Hedgefonds zur Gourmetküche Ausgezeichnet

Stuttgart. Die „Invest 2012“, Leitmesse und Kongress für Finanzen und Geldanlage, kündigt einen ersten Höhepunkt an: Als Gastredner wirft Richard David Precht zur Eröffnung einen philosophischen Blick auf die Finanzbranche. Precht ist Philosoph, Buchautor und gefragter Talkshow-Gast. Als Publizist schreibt er für viele große deutsche Zeitungen. Die Invest 2012 findet vom 27. bis 29. April auf der Messe Stuttgart statt. (red)

Wien. Christian Halper, Mitbegründer von Superfund, hat seinen Weg in die Gastronomie gefunden. Seit 5. Dezember findet man direkt visà-vis des Theater Ronacher, Ecke Seilerstätte-Himmelpfortgasse, sein neues Restaurant „Tian“.

Gastredner Richard David Precht wird die „Invest 2012“ in Stuttgart eröffnen.

Gesund und ohne Fleisch „Ich bin überzeugt: vielen unserer Gäste wird nicht einmal auffallen, dass Fleisch am Teller

fehlt“, beschreibt Tian-Geschäftsführer Clemens Mair die Idee hinter dem Restaurantprojekt. Man besinne sich ganz bewusst auf traditionelle, gesunde Küche, bevorzugt biologisch aus nachhaltiger Quelle. Das Ganze interpretiere man neu, ungewöhnlich und auf gehobenem Niveau, so Mair. Als Chefkoch konnte der ehemalige „Taubenkobel“ Souschef Paul Ivic gewonnen werden. (red)

Wien/London. DLA Piper wurde bei den European M&A Awards 2011 der renommierten britischen Financial Times und der M&A Informationsplattform Mergermarket als „Mid-market Legal Advisor of the Year” ausgezeichnet. Der begehrte Award wurde am 8. Dezember bei einer feierlichen Gala in London übergeben. Eine unabhängige Jury bewertete Komplexität, Innovation und strategische Bedeutung der Beratungen. (red)

© DLA

© Tian/Michael Stelzhammer

© Jens Komossa

Mit dem „Motel One“ in der Ausstellungsstraße wird das erste Wiener Hotel von der ÖGNI prämiert. Aber auch das Wohnprojekt „Campus Lodge“ überzeugte und ist der erste Wohnbau, der die internationale Auszeichnung in Wien erhalten hat. „Die Projekte zeichnen sich durch integrale Pla-

© Motel One

Drei Projekte in kurzer Zeit

Das neue Restaurant „Tian“ von Superfund Ex-Mitbegründer Christian Halper.

Christoph Mager, Partner/Leiter Corporate Gruppe DLA Piper Weiss-Tessbach.

Dexia AM: Neuer Head SRI Development Brüssel. Cécile de Lasteyrie ist neuer Head of SRI Development von Dexia Asset Management (Dexia AM). Sie wird die Kompetenz von Dexia AM im Bereich Sustainable and Responsible Investments (SRI) nach außen vertreten und zusammen mit Isabelle Cabie, Global Head of SRI, und ihrem Team die Strategie von Dexia AM bei Nachhaltigen Investments weiterentwickeln. (red)

Valida unterstützt wieder soziale Projekte

© Valida/Helmreich

Visualisierung des „Motel One“ von IG Immobilien in der Ausstellungsstraße in Wien.

nungsansätze aus, welche bereits zu Beginn angewendet wurden“, so der für zuständige ÖGNI-Auditor Johannes Plessing (KS Ingenieure). Bereits auf der expo real in München im Herbst 2011 erhielt der Marina Tower DGNB-Gold. „Für ÖGNI ist die IG Immobilien ein Vorreiter und wichtiges Zugpferd. Die zertifizierten Projekte sind in der derzeitigen Krisenstimmung wichtige Signale, dass Investitionen getätigt werden und diese nachhaltig möglich sind“, führt Präsident Philipp Kaufman aus. „Für uns ist Nachhaltigkeit keine Vision, sondern mit dem Bau und der Bewirtschaftung von Blue Buildings tägliches Geschäft“, so Hermann Klein, Geschäftsführer von IG Immobilien. (red)

Wien. Im Beisein von Klubobmann Rudi Schicker sowie den Bezirksvorstehern Adolf Tiller und Gerhard Kubik hat die IG Immobilien für ihre zwei jüngsten Projekte jetzt DGNB-Vorzertifikate der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) in Silber erhalten.

Andreas Zakostelsky, CEO der Valida Vorsorge Management.

Wien. Die Valida Vorsorge Management engagiert sich auch dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit für karitative Einrichtungen. Die Valida Weihnachtsgeschenke stammen dieses Jahr von der Einrichtung „Am Himmel“ der Caritas der Erzdiözese Wien, die junge Menschen mit intellektueller und mehrfacher Behinderung betreut. Eine vom Vorstand verdoppelte Mitarbeiter-Spende geht an den Verein Regenwald der Österreicher, Ärzte ohne Grenzen und das Pflegehospiz Kaisermühlen. (red)


BUS I N E S S P R O MO TI O N

34 – medianet

Freitag, 16. Dezember 2011

Party-Verleih Frankl: Der Allrounder am Eventparkett Die richtige Ausstattung als entscheidendes Qualitätskriterium: Frankl liefert Veranstaltungs-Sortiment von A –Z. Wien/München. Vom einfachen Weinglas über edles Designer-Porzellan bis hin zum hochmodernen CPCKombidämpfer: Es gibt nahezu nichts, was man bei Party-Verleih Frankl nicht mieten kann, um einen Event gastronomisch erfolgreich umzusetzen. Mit seinen 25 Mitarbeitern in Österreich und Deutschland stattet die Firma problemlos Veranstaltungen mit mehreren tausend Gästen aus. So stammte beispielsweise das gesamte Catering-set-up des Life-Balls in Wien inklusive einer 400 Meter langen, beleuchteten Bar komplett aus dem Hause Frankl. Auch bei Sportevents sorgen die Experten für einen reibungslosen Eventverlauf vor Ort. Heute ist man europaweit für Catering- und Eventfirmen im Einsatz, wobei die Ausstattungen bis nach Istanbul gehen.

INFO/KONTAKT Party-Verleih Frankl Komplett-Hardware für jeden Event Das Portfolio erstreckt sich von Geschirr über Gläser, Besteck, Tischwäsche, Küchen-Kleinund -Großgeräte, Möbel und Mobiliar bis hin zu Outdoor-Artikeln aller Art (1.800 Artikel, mit bis zu 30.000 Einzelstücken auf insgesamt 40.000 m3). Die Reinigung der vermieteten Artikel übernimmt das Hardware-Team; Ziel: eine gleichbleibende Qualität und absolute Sauberkeit. Eigene Entwicklungen und ständige Markt-analysen haben dazu beigetragen, dass Frankl zu den innovativsten Anbietern im Marktsegment zählt. Zielgruppe: Hauptzielgruppe sind Unternehmen aus dem Bereich Catering, Eventmanagement und Werbeagenturen.

Für alle Fälle gerüstet

Kontakt: Party-Verleih Frankl GmbH Österreich: Erdberger Lände 26 A-1030 Wien Tel.: +43 (0) 1/908 11 77 info@party-verleih.at www.party-verleih.at Deutschland: Hans-Preißinger-Straße 8 D-81379 München Tel.: +49 (0) 89/588 81 11 info@party-verleih.de www.party-verleih.de

© alle Fotos: beigestellt

Für Übergangsküchen und Interimslösungen plant und liefert Frankl die komplette Infrastruktur in Zelt oder Containern – für jede Küchengröße und jeden Bedarf. Ein individuelles Mobiliarsortiment mit außergewöhnlichen Stühlen, Leuchttischen, Lederlounges, Bars und einem vielfältigem Bestand an Stuhlhussen bietet dem Eventkaufmann eine interessante Plattform, um unterschiedliche Ideen zu entwickeln und die vielfältigen Anforderungen der Veranstalter zu realisieren. Im Verbund mit hochqualifizierten Partnerfirmen bietet der Hardware-Supplier komplette Ausstattungen – vom Kaffeelöffel bis zum Großzelt – aus einer Hand.

Ins rechte Licht gerückt: Der Eventausstatter hat sich als Hardware- und Inszenierungsprofi europaweit einen Namen gemacht.

Schlüsselfigur am heimischen Veranstaltungshimmel Der Hardware-Zulieferer Frankl ist für alle „Event-ualitäten“ gerüstet

Garant für Perfektion: Der Macher im Hintergrund Lokalaugenschein: Gastro-Elite setzt auf Hardware-Helfer. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt die Bandbreite des Frankl-Universums. Wien. Es ist knapp 23 Uhr vorbei, die Party läuft auf Hochtouren und eigentlich könnte das Team der „Copaloca the Catering Company – Wien“ unter dieses Event bereits ihr Häkchen setzen. Doch dann streikt die Waschstraße und in absehbarer Zeit wird es keine sauberen Gläser mehr geben – das Worst-Case-Szenario eines jeden Caterers.

Josef Frankl, seines Zeichens erfolgreicher Hardware Supplier und die Benchmark in der Brache, wenn es um Flexibilität und Engagement geht. Oliver Kurz, Teil des Kernteams der „Copaloca the Catering Company – Wien“, weiß diese Stärken zu schätzen: „Bei einem Notfall flexibel und schnell zu reagieren, gehört zu den essenziellsten Ei-

Dass Frankl extra für diesen Event eine neue Tellerserie gekauft hat, zeigt für Eselböck den Innovations- und Kreativgeist des Unternehmers.

Geht nicht gibts nicht

„Jeder Kunde hat eine bestimmte Vorstellung von seinem Event. Ich liefere die dazu passende Hardware.“ JOSEF FRANKL, INHABER PARTY-VERLEIH FRANKL

Architektur und Ambiente definieren den Rahmen, Frankl die passende Ausstattung.

Kein Wunder also, dass der Party-Verleih des gebürtigen Bayern von dem Wiener Unternehmen bis zu zweimal die Woche gebucht wird.

Ein Profi für Profis Ein Anruf und eine knappe Stunde später ist das Problem gelöst: Neue Hardware aus der selben Serie ist da und bereit, mit Wein, Bier und Cocktails gefüllt zu werden. Held der späten Stunde ist

genschaften eines Zulieferers. Man kann selbst bei akribischster Planung nie voraussagen, was passieren wird. Josef Frankl beweist auf diesem Gebiet sein ganzes Können.“

Walter Eselböck hingegen ist sehr zurückhaltend, wenn es sich um kulinarische Gastspiele außerhalb des „Taubenkobel“ handelt. Ausnahmen macht er nur, wenn die Location außergewöhnlich

genug ist – so wie der Marmorsaal des Wiener Belvedere. Eselböck rockte dort die Küche und Josef Frankl machte dem Kochstar die Bühne bereit und versorgte ihn mit allen Requisiten. „Diese Räumlichkeit brachte spezielle Anforderungen mit sich – kein Wunder, wenn man neben dem ‚Kuss‘ von Gustav Klimt kochen darf. Josef Frankl hat alle Auflagen ohne Probleme, aber mit einem Höchstmaß an Professionalität erledigt.“

Und Frankls Faible für Individualität: „Jeder Kunde hat eine bestimmte Vorstellung von seinem Event. Ich kann dazu die passende Hardware liefern; schließlich habe ich über 1.800 Artikel mit bis zu 30.000 Einzelstücken im Lager. Was nicht passt, wird passend gemacht oder passend gekauft.“ Und das ist es, was Frankl zu dem Supplier Nummer eins macht: Flexibilität und Innovation. Selbst knapp vor Mitternacht.

Aufgetischt: Frankl bringt Stil und Abwechslung ins Event-Programm.

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