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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 14. september 2012 – 27

ipos in der pipeline © EPA

Talanx hat zwar neuerlich verschoben, es kommen aber demnächst IPOs  Seite 28

© Panthermedia

financenet aufwärtstrend hält an

Der starke Sektor Biotechnologie erlebt dank Demografie weiteren Auftrieb  Seite 29

ablöse neuer maklerobmann für wien © Simone Attisani

9/12 – ein erfreulicher Tag für die Eurozone

ATX 5. bis 12. September 2012

ATX (Schluss 12.9.) 2.149,08 Wochentop Wochenflop

5,80%

Erste Group 14,08% Bene -2,46%

Top 5 ATX Prime Erste Group voestalpine Zumtobel Semperit Immofinanz

14,08% 10,55% 9,88% 8,32% 6,93%

Flop 5 ATX Prime Bene Lenzing Wolford Agrana Strabag

-2,46% -1,03% -0,48% -0,08% -0,06%

DAX 5. bis 12. September 2012

DAX (Schluss 12.9.) 7.343,53

5,44%

Top 5 DAX Commerzbank Dt. Bank ThyssenKrupp Dt. Lufthansa Infineon

27,12% 18,58% 12,92% 12,23% 10,30%

Flop 5 DAX Beiersdorf Dt. Post K+S Fresenius Med. Care Henkel

-1,54% -1,19% -0,56% -0,39% -0,11%

© EPA

Wochentop Commerzbank 27,12% Wochenflop Beiersdorf -1,54%

Karlsruher ESM-Urteil Selten hat ein Rechtsspruch derart große Auswirkungen für die Handelsplätze gezeitigt, wie jener des deutschen Bundesverfassungs­ gerichtshofs über den Euro-Schutzschirm ESM. Es gab Luftsprünge an den ­Börsen, für den Euro, Anleihen der Euro-Krisenländer und Rohstoffe. Seite 28 Nach Prüfung „Vollfusion wirtschaftlich nicht vernünftig“

inhalt

Capital:Markets >Uniqa-AR genehmigt neue Aktien

Deka und LBB verschmelzen nicht 28

Fonds:Park > Experten: Die BiotechRallye geht weiter 29 > DJE-Fonds feiert 25-jähriges Jubiläum 29 > BlackRock verzeichnet reges Plus bei Indexfonds 29

30

Insurance:Watch > Ärzte: Oft unterversichert 31 > arithmetica: Risiken ­quantitativ einschätzen 31

© LBB

Banking > Deutsche Bank spart

LBB-Geschäftsmodell mit Fokus auf Immobilienkredite ist zu unterschiedlich.

Frankfurt. Der deutsche Fondsdienstleister Deka und die Landesbank Berlin (LBB) werden nicht verschmolzen. Die Sparkassen, denen beide Finanzinstitute gehören, haben sich nach einer Überprüfung durch die Unternehmensberatung Roland Berger gegen eine Zusammenlegung entschieden, sagte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon der Nachrichtenagentur Reuters. „Eine Vollfusion von LBB und Deka halten wir wirtschaftlich nicht für vernünftig.“ Das Geschäftsmodell der LBB als Berliner Großsparkasse unterscheide sich zu stark von jenem der Deka als großem Fondsdienstleister. (lk/ag)

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F i n a n c e : c ov e r

28 – financenet

Freitag, 14. September 2012

financenet@medianet.at

ESM-Urteil Deutscher Spruch zum Euro-Schutzschirm löste schon im Vorfeld Euphorie an den Handelsplätzen aus

kolumne

Richter treiben Börsen an

Hoffentlich gut versichert!

Auch Euro, Anleihen der Euro-Krisenländer und Rohstoffpreise profitierten; Bundesanleihen fallen. europäische Einheitswährung um fast einen Cent gestiegen. Mit 1,30 USD rückt nun die nächste runde Marke für den Euro in Reichweite.

reinhard krémer/apa

Karlsruhe. Es kommt nicht oft vor, dass ein Rechtsspruch Auswirkungen auf Handelsplätze hat. Das Urteil, das der deutsche Bundesverfassungsgerichtshof über den Euro-Schutzschirm ESM fällte, schlug jedenfalls alle Rekorde. Denn schon im Vorfeld hatten Spekulanten knallhart auf einen positiven Entscheid gesetzt – das führte dazu, dass seit der Vorwoche so gut wie alle Börsen von New York bis Wien zulegten. Und sie wurden nicht enttäuscht: Als die Richter unter Präsident Andreas Voßkuhle Punkt 10 Uhr an ihr Pult traten, um das Urteil zu verkünden, war die Stimmung in den Handelsräumen zum Zerreissen gespannt. Sobald die Märkte das Juristendeutsch dann schließlich in Reinschrift übersetzt hatten, brach die Hölle los. Die Karlsruher Richter haben den Beitritt Deutschlands zum Euro-Rettungsschirm ESM genehmigt – allerdings innerhalb bestimmter Grenzen: Es muss nämlich sichergestellt werden, dass die Haftung Deutschlands auf die vereinbarten 190 Mrd. € beschränkt bleibt.

D

ie Finanzmärkte sind tot – es leben die Finanzmärkte! Allerorts gab es am Dienstag Aufatmen. Die dringend herbeigesehnte Rückkehr zur Normalität – wenn auch nur als ganz kleiner Schritt auf einem immer noch langen Marsch – nahm mit dem ESMUrteil ein wenig konkretere Formen an. Es darf daher auch wieder ein wenig gelacht werden: Es gibt immer wieder sehr skurrile Möglichkeiten, sich wirklich gut auf den Ernstfall vorzubereiten. Harald Martenstein, Kolumnist der Zeit, erwähnte neulich eine Art Versicherung, mit der fundamentalistische Christen für ihre geliebten animalischen Begleiter auf Erden Vorsorge treffen können: Eine Firma namens Eternal EarthBound Pets biete Herrchen und/oder Frauchen an, dass sich nach deren Himmelfahrt garantierte Atheisten für 135 US-Dollar um Hund, Katz & Co. kümmern. Leider jedoch ist die Nachfrage anscheinend nicht wirklich in eine respektable Größe gelangt – der Dienst wurde wieder aufgelassen. Aber – haben Sie schon eine WUV-Polizze? Im Internet kursiert folgender Text: Gegenstand der WeltUntergangsVersicherung ist der Weltuntergang am 21.12.2012. Bei Eintritt des Schadensfalls erhält jeder Versicherte 10 Millionen Samsara-Dollar auf dem persönlichen Nirvana-Konto gutgeschrieben ...

DAX, Euro mit Luftsprung … Der deutsche Akltienindex DAX stieg daraufhin um 1,2% auf 7.397 Punkte. Mit 7.410 wurde kurzfristig sogar ein neues Jahreshoch markiert, zugleich war dies auch der höchste Stand seit dem Juli des Vorjahres. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1,3% auf 2.590 Punkte zu. Der ATX verbesserte sich um fast 1% auf 2.145 Zähler. Zu den Gewinnern gehörten neben SchoellerBleckmann auch Immofinanz und Aktien der voestalpine. In einer ersten Reaktion meinte Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek, die Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichts, den Start des permanenten Euro-

Neue Märkte Erfolge

Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek: formal wichtige Entscheidung.

Rettungsschirms ESM nicht zu blockieren, sei „formal eine wichtige Entscheidung für die Eurozone“. Ein Stolperstein sei somit aus dem Weg geräumt. Materiell habe sich nun aber „alles zur EZB verlagert“, weil die Zentralbank nun unabhängig am Markt agieren könne. „Das ist ein guter Tag für die Euro-Zone. Sie erhält jetzt einen zweiten wichtiger Stützpfeiler in ihrer Architektur – mit dem ESM und Fiskalpakt auf der einen Seite sowie den EZB-Anleihenkäufen auf der anderen Seite. Viele Krisen-

länder erhalten jetzt Zeit, um ihre Reformen voranzubringen”, kommentierte fast euphorisch Andreas Rees, Deutschland-Chefvolkswirt der UniCredit. Jörg Krämer, Commerzbank-Chefvolskwirt, stößt in ein ähnliches Horn: „Der ESM kann an den Start gehen. Die EZB wird im großem Stil Staatsanleihen kaufen. Wir bekommen eine Haftungsunion, die den Charakter der Währungsunion ändern wird.” Der Euro erfuhr ebenfalls eine Frischzellenkur und stieg in den Bereich von mehr als 1,29 zum USD. Schon am Dienstag war die

IPO-Fantasien Rund um den Globus gehen neue Börsen-Player an den Start

Coface: Plus im Halbjahr

Direct Line, Japan Air, Al Habtoor London/Frankfurt/Dubai/Tokio. Der zur verstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS) gehörende Kfz-Versicherer Direct Line macht mit seinen Börsenplänen ernst. Analysten gehen davon aus, dass das Versicherungsgeschäft mit mehr als 3 Mrd. £ (3,76 Mrd. €) bewertet werden könnte. RBS ist zu 82% in Staatshand und muss im Gegenzug für Finanzhilfen bis 2013 die Mehrheit an Direct Line abgeben.

Direct Line vertreibt die Marken Churchill und Green Flag und ist drittgrößter Auto-Direktversicherer in Deutschland. Nach dem Börsengang will man profitabler arbeiten. In Deutschland gab es zuletzt Gerüchte, wonach die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe, Talanx, kurz vor dem IPO stehe. Am Donnerstag jedoch kam der Rückzieher: „Wir haben für

© EPA

Paris/Wien. „In einem verschlechterten wirtschaftlichen Umfeld ist es Coface im Halbjahr 2012 gelungen, sowohl das eigene Wachstum fortzusetzen als auch die Kunden mit einem optimierten Risikomanagement zu unterstützen“, kommentiert Coface-CEO Jean-Marc Pillu. Der Konzernumsatz erreichte 808 Mio. € (+5,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum), das Kerngeschäft sei dabei um 7,2% gestiegen. Die Expansionsbestrebungen wurden durch Wachstumsraten im zweistelligen Bereich bestätigt: +22,7% im Raum Asien und Pazifik, +29,6% in Lateinamerika, +24,7% in Nordamerika und +14,4% in Zentraleuropa. In traditionellen Märkten (hauptsächlich Europa) waren die Zuwächse weniger stark. Der laufende operative Gewinn beträgt 97 Mio. € (+25,8%), ohne Berücksichtigung von Restrukturierungskosten im ersten Halbjahr 2011 +13,1%. Der Nettogewinn liegt bei 68 Mio. €.

© K. Keinrath

linda kappel

… Staatsanleihen im Minus

Japan Airlines sind nach Insolvenz und folgender Rosskur nun wieder interessant.

die nächsten sechs Monate keine Pläne in der Schublade“, so eine Konzern-Sprecherin, damit sei der Weg an die Börse aber keinesfalls ad acta gelegt. Zuvor hieß es, der Konzern, zu dem u.a. HDI und der Rückversicherer Hannover Rück gehören, wolle rasch in den MDax aufsteigen und langfristig auch in den DAX.

Neuer Schwung in den VAE Aber auch in Fernost und in Asien werden Börsenpläne gewälzt: Ein Börsen-Comeback will Japan Airlines feiern; die Fluglinie peilt Einnahmen von umgerechnet 6,6 Mrd. € an und steuert damit auf den nach Facebook weltweit zweitgrößten Börsengang des Jahres zu. Für etwas später, nämlich 2013, hat das Dubaier Konglomerat Al Habtoor den milliardenschweren Börsengang angesetzt, mit dem es bis zu 1,6 Mrd. USD (1,25 Mrd. €) erlösen will. Es sollen neue Aktien im Wert von 25% des Kapitals begeben werden, was eine Unternehmensberwertung von mehr als sechs Mrd. USD ergibt.  (lk/ag)

Die zunehmende Vergemeinschaftung der Risiken untergrabe aber zunehmend den Ruf des deutschen Anleihenmarkts als „sicheren Hafen”, meinen Marktinsider, daher steigen viele Investoren aus deutschen Bundesanleihen aus. Auch die Anleihen anderer Kernländer wie Österreich, Frankreich und der Niederlande gerieten unter Druck. Bankenwerte gehörten zu den großen Gewinnern des Karlsruher Urteils: Sie waren nach dem ESMUrteil stark gefragt und legten in Europa im Schnitt um 2,2% zu. Die Branche ist nämlich einer der Hauptprofiteure einer Entspannung der Schuldenkrise in der Eurozone. Commerzbank-Aktien explodierten förmlich und legten gleich um 7% auf 1,57 € zu, für DeutscheBank-Papiere ging es 1,6% auf 33,69 € nach oben. In Frankreich gewann die Société-Générale-Aktie 3,7% auf 25,60 €. Asiatische Börsen haben am Mittwoch schon im Vorfeld – sie waren zum Zeitpunkt des Wahrspruchs geschlossen – höher notiert. Man hatte einen positiven Ausgang erwartet. Für gute Stimmung hatten zusätzlich auch Aussagen von Chinas Premier Wen Jiabao gesorgt; er hatte erklärt, dass die Regierung genügend konjunkturpolitische Mittel zur Verfügung habe, um ihre Wachstumsziele zu erreichen.

Licht und Schatten Kein Licht ohne Schatten (für die Konsumenten): Es profitierten auch die Öl- und Rohstoffpreise. So stieg der Preis für ein Barrel (159 l) der Nordseesorte Brent im Vergleich zum Vortag um 0,9 USD auf 116,30 USD.

Uniqa Straffe Struktur

Re-IPO rückt ­immer näher

Wien. Die Uniqa Group bereitet sich konsequent auf den geplanten Börsegang (Re-IPO) vor. Folgende weitere Schritte wurden gesetzt, um die Konzernstruktur börsefreundlicher zu gestalten: Uniqa Sachversicherung AG und Call Direct Versicherung AG werden mit Uniqa Personenversicherung AG als aufnehmender Gesellschaft verschmolzen und diese gleichzeitig in Uniac Österreich Versicherungen AG umbenannt. Im Vorfeld bringen Austria Privatstiftung und Collegialität ihre direkten Beteiligungen an der Uniqa Personenversicherung AG (gemeinsam 36,61%) in die börsennotierte Holding ein. Damit wird die künftige Uniqa Österreich Versicherungen AG zu einer 100%Tochter der Holding; ihr Ergebnis wird damit im vollen Umfang im Konzernergebnis der Uniqa Group enthalten sein. Genehmigt wurde die Ausgabe von 23.643.635 neuer Aktien und damit die Erhöhung des Grundkapitals der Uniqa Versicherungen AG auf 214.247.900 €. (red)


f o n d s : pa r k

Freitag, 14. September 2012

financenet – 29

financenet@medianet.at

Diabetes „Gelingt die Zulassung des Diabetes-Präparats, kann das Unternehmen hohe Gewinne machen“, so Dexia

short

Experten: Der BiotechSektor legt weiter zu

DJE-Fonds feiert 25-jähriges Jubiläum

© DJE

Gesundheitsmarkt wächst wegen Überalterung stark, vor allem in den USA; Deutschland schwächelt. Wien/Regensburg. Der Gesundheitsmarkt dürfte sich auch weiterhin gut entwickeln, meint Thomas Hartauer, Vorstand der Regensburger Lacuna AG, die sich auf diesen Bereich spezialisiert hat. Vor allem der Bereich ‚Biotech‘ könnte nach einem starken Jahr erneut deutliche Zuwächse verzeichnen, so Hartauer. Nach einem soliden ersten Halbjahr zeige sich die globale Gesundheitsbranche weiter im Aufwärtstrend. Die generell gute Entwicklung lasse sich auch an der Performance von Biotechnologie-Fonds ableiten, diese Fonds legen seit gut einem Jahr eine Spitzenperformance hin.

ist oft langwierig; dies kann zu hohem Verlust der eingesetzten Forschungsmittel führen.“ rudi van den eynde, dexia

In seinem Ausblick für das dritte Quartal gibt Hartauer Einblick in die Strategien der Lacuna-Healthcare-Fonds. „Einer der treibenden Fatkoren ist weiterhin der Trend zur Überalterung“, so der Experte. Dies könnte den Bedarf nach Arthritismedikamenten ankurbeln, eine neue derartige Arznei hat das US-Biotech-Unternehmen Amgen entwickelt, das mit 8,3% zu den Top-Positionen des Lacuna-Biotech-Fonds zählt. Aufgrund der sehr guten Absatzzahlen konnte Amgen seine Umsätze steigern und erhöhte infolgedessen die Jahres-

BlackRock: Rekorde bei passiven Indexfonds

Die Behandlung von Diabetes wird noch ein riesiger Markt, aber auch ein großes weltweites Problem werden.

prognose für 2012. Qiagen – ebenfalls ein US-Unternehmen – gab ebenfalls kürzlich höhere Umsatzerwartung für 2012 bekannt. Schwer hat es dagegen der deutsche Biotech-Markt. Die deutsche Agennix etwa hat einen Rückschlag erlitten, das neue Medikament blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Und so sind im Lacuna – Biotech Fonds fast 100% US-amerikanische Titel enthalten (per 31. Juli).

Indien könnte gut laufen Der asiatisch-pazifische Markt böte noch kaum profitable BiotechFirmen, der gesamte asiatische Gesundheitsmarkt jedoch erhole sich weiter. Hartauer sieht die Gründe etwa in den Fortschritten in der Umsetzung der chinesischen Ge-

sundheitsreform. Chinas Anteil im Portfolio des Lacuna-Adamant Asia Pacific Health Fonds liegt demnach bei 13,87%. Gute Investitionschancen sieht Lacuna auch in Indien, dessen starker Generika-Markt die Gewichtung im Fonds von 21,90% bedingt. Der Löwenanteil entfällt regional jedoch auf Japan (24,74%).

Diabetes als Zukunftsmarkt Rudi Van den Eynde, Fondsmanager des Dexia Equities L Biotechnology, sieht aufgrund der Fortschritte in der Forschung zur Bekämpfung von Diabetes gute Chancen im Biotechnologie-Sektor. Ein im Juni 2011 von der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift The Lancet online veröffentlichter Bericht sieht einen Anstieg

der weltweiten Diabeteserkrankungen von 153 Mio. im Jahr 1980 auf heute 347 Mio. Patienten. Die Prävalenz unter Frauen (d.h. die Verbreitung der Krankheit) ist in diesem Zeitraum am deutlichsten gestiegen, nämlich von 7,5 auf 9,2% der erwachsenen Bevölkerung. Bis zum Jahr 2030 könnte die Patientenzahl weltweit auf unglaubliche 552 Mio. ansteigen. In der Biotechnologie-Branche wird daher fieberhaft an neuen Medikamenten und Behandlungsmöglichkeiten gearbeitet. Es gibt gute Fortschritte, aber man muss wohl davon ausgehen, dass die Krankheit Diabetes unheilbar bleiben wird – die Patienten benötigen daher wohl lebenslange Behandlung. Der Weg zu neuen Präparaten ist oft langwierig – und auch teuer.

© Americasroof/CC Lizenz

Diabetes-Präparaten

Pullach/München. Folge dem Trend und tue das Gegenteil von dem, was andere tun. Getreu diesem Motto legte Jens Ehrhardt als erster Vermögensverwalter in Deutschland einen Fonds auf und steuerte sein Flaggschiff in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten durch alle stürmischen Börsenzeiten. Der FMM-Fonds (ISIN DE0008478116) hat seit seiner Auflegung 1987 durchschnittlich 8,4% Rendite pro Jahr erzielt. Damit übertraf er den Vergleichsindex MSCI World deutlich. Mit dem hauseigenen systematischen Ansatz habe man großen Risiken ausweichen können, so Ehrhardt. Erstmals Verluste gab es erst 1994. (lk)

© Panthermedia.net/Tyler Olson

„Der Weg zu neuen

Jens Ehrhardt, Chef DJE Kapital AG, zählt als einer der Fondsveteranen.

BlackRock: Rahmenbedingungen verleiteten zur passiven Anlage.

New York. Passive Index-Fonds steigen immer weiter in der Gunst der Anleger; dies meldet die amerikanische Investmentgesellschaft BlackRock. Der Markt für börsengehandelte Fonds und Rohstoffinvestments (ETPs oder Exchange Traded Products) registrierte im August weltweit Nettozuflüsse von 12,1 Mrd. USD.

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b a n k i n g/ i n s u r a n c e : watc h

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financenet@medianet.at

Deutsche Bank will sparen und umbauen Frankfurt. Das neue Führungsduo der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, wollen das Geldhaus mit einem verschärften Sparkurs und einem radikalen Umbau fit halten. Bis 2015 werden jährliche Einsparungen von 4,5 Mrd. € angepeilt. Die Finanzkrise habe auch bei der Deutschen Bank Spuren hinterlassen, erklärte Fitschen. Das erfordere Antworten, die teilweise schmerzhaft sein werden.  (APA/red)

Bank Austria: Bernkopf wird Vorstand

Versicherungsmakler Neuer Fachgruppenobmann für Wien kämpft gegen Bestimmungen der neuen EU-Richtlinie an

„Gehaltsstriptease droht“ Aus- und Weiterbildung soll verbessert, private Kunden besser erschlossen werden. Wien. Helmut Mojescick ist neuer Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. Der Geschäftsführer der K&L Vermögensberatung und Riskmanagement GmbH übernimmt das Amt als Nachfolger von Rudolf Mittendorfer in nicht unspannenden Zeiten: Die Pläne zur neuen EU-Richtlinie (Regeln für die Versicherungsvermittlung IMD2) verursachen Kopfzerbrechen, das Berufsbild wandelt sich. Im Interview mit financenet präsentiert er seine Sichtweise und Ziele.

Wien. Mit 2013 kommt es zu Änderungen im Vorstand der Bank Austria. Die Bank legt jetzt die Privat- und Firmenkundensparte zusammen. Dafür wird Helmut Bernkopf verantwortlich. Der bisherige Bank Austria-Privatkundenvorstand Rainer Hauser wird innerhalb der UniCredit-Gruppe eine neue Funktion wahrnehmen.  (red)

financenet: Makler werden von Betrieben rege genutzt. Welche Optionen sehen Sie, sich auch bei privaten Kunden stärker zu verankern? Mojescick: Im Gewerbe und auch bei Freiberuflern ist der Makler als Bundesgenosse des Kunden bekannt. Im Privatbereich unterscheidet die breite Masse der Kunden noch nicht zwischen den Erfüllungsgehilfen von Versicherungen

© Bank Austria

Helmut Bernkopf wird Vorstand für Privat- und Firmenkunden.

financenet: Welche Schwerpunkte sehen Sie für Ihre neue Funktion? Helmut Mojescick: Als besonderen Schwerpunkt sehe ich die weitere Verbesserung der Ausbildung – und vor allem eine verpflichtende Weiterbildung sowie die Verbesserung der Beziehung der Berufsgruppen Makler, Agent und Finanzdienstleister, bei gleichzeitiger klarer sachlicher und fachlicher Trennung der Berufsgruppen.

striptease als Transparenz zu verkaufen, ist hingegen der falsche Weg, denn damit schafft man Intransparenz und belohnt Umgehungskonstruktionen. Viele Funktionäre in der Fachgruppe und im Fachverband arbeiten hart daran, dass diese Regeln nicht wie im derzeitigen Entwurf geplant kommen. Ein gemeinsames Auftreten von VVO, Versicherungen, Vermögensberatern und Maklern ist sehr deutlich zu erkennen. Die Haltung der Agenten sehe ich derzeit leider noch nicht geklärt.

© Simone Attisani

short

Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Makler seit Anfang September.

und dem unabhängigen Makler. Viele Makler haben sich seit Jahren auf bestimmte Geschäftsfelder fokussiert; die Spezialisierung auf Privatkunden wird zunehmend stärker.

IMD2 ist brennende Aufgabe financenet: IMD2, die Novelle zur Versicherungsvermittlungsrichtlinie, bringt einige Bestimmungen, mit denen die Branche gut leben

kann, aber auch einige Probleme wie die geforderte Transparenz bei den Provisionen ... Mojescick: IMD2 ist die aktuell brennendste Aufgabe. Vor allem stört mich die Interpretation des Worts ‚Transparenz‘ aus Brüssel, und teilweise auch in Österreich. Wir sind für transparente Produkte, ein transparentes Gewerberecht, sauberen Wettbewerb und strengen Berufszugang. Einen falsch verstandenen Einkommens-

financenet: Das Image von Lebensversicherungen hat stark gelitten. Was ist zu tun? Mojescick: In der Lebensversicherung gibt es mit Sicherheit ein Problem. Dies ist aber kein vorrangiges Maklergeschäft. Die Zurückhaltung bei Abschlüssen ist verständlich, hat man doch die letzten 25 Jahre die klassische LV gegen eine Fondsgebundene ausgetauscht, diese gegen eine Zukunftsvorsorge mit staatlicher Prämie und jetzt rudern wir wieder zurück zum Start. Da kann man Unmut und Unsicherheit verstehen. Der Verkauf von ertragreichen Sparprogrammen gehört schon seit Jahren der Vergangenheit an. In Zukunft wird man das Langlebigkeitsrisiko versichern, das ist ein richtiges Versicherungs- und Maklerprodukt.  (ks)

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Freitag, 14. September 2012

financenet – 31

financenet@medianet.at

Monte Carlo-Treffen Die Preise der Rückversicherer werden wohl steigen – Naturkatastrophen, geringe Finanzergebnisse sprechen dafür

Rückversicherer: Harte Zeiten Vorbereitung für ein eventuelles Auseinderbrechen des Euro; gezahlt wird dann in „der Währung Deutschlands“. sei aber nur sehr zum Teil möglich, so Mumenthaler, schon wegen der Tendenz zu strengeren Solvenzanforderungen. Auch beim Marktführer Münchener Rück sieht man massive Probleme bei der Geldveranlagung. Vorstand Torsten Jeworrek: „Die entscheidende Frage wird sein, wie schnell und in welchem Ausmaß es den Erst- und Rückversicherern gelingen wird, das niedrige Zinsniveau in ihre Preisberechnungen einzubeziehen.“ Die Rückversicherer wollen neben extrem hohen Naturkatastrophenlasten im Jahr 2011 dieses Argument für Preiserhöhungen nutzen. Risiko-Szenarien wie der Austritt eines Euro-Landes, Staatspleiten oder eine sprunghaft steigende Inflation müssten auch Berücksichtigung finden, heißt es. Auch Hannover-Rück-Vorstandschef Ulrich Wallin meint beim Branchentreffen: „Insgesamt soll-

Geringe Eigenkapitalrenditen „Der Aufwärtsdruck bei Rückund Versicherungspreisen wird voraussichtlich zunehmen“, davon geht der Chef der Swiss Re, Christian Mumenthaler, aus; Grund dafür seien die tiefen Zinssätze und daraus folgende schmale Eigenkapitalrenditen. Zwar verfügen die Rückversicherer über beträchtliche Reserven, deren Auflösung

ten weitere Preissteigerungen erzielt werden.“

Falls der Euro fällt … Dazu kommen Szenarien wie die Umstellung auf eine neue Währung und die Frage, ob die Liquidität in einem solchen Fall ausreiche. Kundenverträge würden bereits auf Währungsklauseln hin überprüft, so Jeworrek. „Was passiert, wenn wir einen Kunden in einer anderen Währung auszahlen müssen als die, in der die Versicherungsbeiträge gezahlt wurden?“ Ein Vertreter der Branche sagte, zahlreiche Verträge würden bereits umformuliert. So heiße es etwa, das Geld werde im Versicherungsfall „in der Währung Deutschlands“ ausbezahlt. Der Chef des französischen Rückversicherers Scor, Denis Kessler, meinte: „Wenn der Euro auseinanderbricht, dann wollen wir vorbereitet sein.“  (APA/ks)

© Munich Re

Monte Carlo. Wie jedes Jahr geht es bei den Gesprächen in Monte Carlo zwischen Rückversicherungen und deren Kunden, den Erstversicherern, wieder um mögliche Preiserhöhungen. Heuer gibt es ein Bündel an Argumenten, die die Konditionen für die Versicherer verändern könnten: vermehrte Kosten für Naturkatstrophen, schwache Ergebnisse an den Finanzmärkten – und auch das: Vorbereitungen auf ein Ende des Euro.

Torsten Jeworrek, Münchener Rück: Niedriges Zinsniveau bringt Probleme.

Versicherungsschutz Strafrechtliche Anzeigen können für Ärzte existenzbedrohend sein, meint Arge Med

„Ärzte bei Strafanzeigen unterversichert“

Strafrechtlich gefährdet „Die medizinische Leistung des Arztes findet in Österreich ständig im strafrechtlichen Gefahren-

bereich statt“, meint Marcel Mittendorfer, Obmann der Arge Med. „Wir haben schon alles gehabt: Mordvorwürfe gegen Not- oder Hospiz-Ärzte, die beiden gefährdetsten Gruppen überhaupt, oder behauptete Körperverletzung durch den Zahnarzt.“

Haftplicht reicht nicht aus Strafrechtliche Haftung beziehe sich immer auf die Person, die Kosten trage immer der Arzt. Nur eine maßgeschneiderte Versicherungslösung biete Schutz. Aber viel zu wenige Ärzte seien für den Fall einer Strafanzeige überhaupt versichert. Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung decke Strafverfahren nicht ab.  (red)

© panthermedia.net/Sergey Mironov

Wien. Der Ärztebeterater Arge Med weist darauf hin, dass viele Ärzte keinen umfassenden Versicherungsschutz haben – das könne existenzbedrohend sein. Denn anders als in anderen Rechtssystemen sei jeder ärztliche Eingriff in Österreich zunächst eine Körperverletzung. Wenn sich Ärzte an bestimmte Regeln nicht halten – etwa den Patienten mangelhaft über den Eingriff aufklären – unterscheide das Strafrecht kaum noch zwischen einer ärztlichen und einer normalen Körperverletzung.

Ärztliche Leistungen als Körperverletzung? Kann schnell passieren ...

Wechsel Wemmer/Bäte

Stresstests Zu wenige Firmen wissen über außergewöhnliche relevante Risiken Bescheid

Führungstausch bei der Allianz

Risiken im Voraus berechnen Wien. Nur rund ein Drittel der Unternehmen wissen über außergewöhnliche Risiken für ihr Unternehmen Bescheid, meint Christoph Krischanitz, Chef der Beratungsfirma arithmetica. Außerdem habe nur rund ein Fünftel der Unternehmen ein professionelles Risikomnagement eingerichtet. Das Bewusstsein dafür wachse zwar langsam, aber gerade Mittelbetriebe würden noch immer

darauf verzichten oder es nicht ernsthaft betreiben. Neben einem herkömmlichen Coaching, bei dem Risiken identifiziert und Maßnahmen zu deren Reduktion erarbeitet werden, gebe es jetzt auch die Möglichkeit, quantative Analysen durchzuführen, so Krischanitz. Dabei handelt es sich etwa um Stresstests, ähnlich denen, die bei Atomkraftwerken gemacht wurden. Dabei werden alle möglichen

Risikofaktoren für das Unternehmen (vom Rohstoffpreis über die Mitarbeiterfluktuation bis zur Börsenentwicklung) nicht nur identifiziert, sondern auch quantifiziert. Ein Computerprogramm kann dann auch vielerlei Szenarien durchrechnen – ein aufwendiger Prozess, so Krischanitz, der mindestens ein halbes Jahr dauert, dann aber ein sehr differenziertes Bild liefert.

Berlin. Beim Versicherer Allianz deuten sich Änderungen bei der Führungsspitze an. Nach einem Zeitungsbericht soll Dieter Wemmer (bisher zuständig für Süd- und Westeuropa) den Zuständigkeitsbereich mit Oliver Bäte (bislang Finanzchef) tauschen. Bäte gilt als möglicher Nachfolger von Konzernchef Michael Diekmann, der 2015 zurücktreten könnte.  (APA)

Christoph Krischanitz, arithmetica: „Stresstests geben wertvolle Informationen.“

Daraus lässt sich nicht nur eine Krisenvorsorge ableiten, es ergibt sich auch erheblicher Mehrwert, so Krischanitz: besseres Verständnis der inneren Zusammenhänge im Unternehmen und auch eine gute Gesprächsbasis für die Verhandlungen mit dem Versicherer. Gerade mittlere Unternehmen würden auch endogene Risiken oft unterschätzen: etwa in personalintensiven Branchen die Auswirkungen von Mitarbeiterfluktuation – all dies ließe sich mit quantitativen Analysen berechnen, meint Krischanitz.  (ks)

© Allianz

© Arithmetica

Mehrwert der Analyse

Oliver Bäte werden Chancen auf den Chefsessel bei der Allianz gegeben.

short

UniCredit-Chef sieht Ende der Krise Rom. UniCredit-Chef Federico Ghizzoni ist zuversichtlich, dass es in einigen Monaten zu einem Ende der schweren Rezession in Italien kommen wird. „In den nächsten sechs Monaten wird es noch hart sein. Doch es gibt Signale der Reaktion auf das allgemeine Klima und die Haltung Europas ist für ein Ende der Krise günstiger geworden“, sagte der Bankenchef in einem Zeitungsinterview.  (APA)

USA verkaufen AIGAktien um 18 Mrd. $ New York. Mit einem weiteren Verkauf von AIG-Aktien nähert sich die dramatischste und teuerste Rettungsaktion der Finanzkrise ihrem Ende. In der Nacht zu Dienstag konnten die USA ihren Anteil an dem Versicherer von 53% auf 22% senken und halten damit erstmals seit der Finanzkrise nicht mehr die Mehrheit an dem Konzern. Der aktuelle Verkauf von knapp 554 Mio. Aktien spülte dem Staat 18 Mrd. USD (14,1 Mrd. €) in die Kasse. Damit haben die USA mit der Rettungsaktion nun Geld verdient. (APA)

erratum Helvetia Versicherungen Die Helvetia konnte im ersten Halbjahr 2012 (nicht wie irrtümlich im medianet der Vorwoche vom 7.9.2012 berichtet im Gesamtjahr 2011) mit Gesamtprämieneinnahmen von 124,3 Mio. € (inkl. Transportversicherungsgeschäft) das Geschäftsaufkommen in etwa auf dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahrs halten (- 0,9%). Damit hat man besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten. Das Lebengeschäft der Helvetia Versicherung erwies sich mit Prämieneinnahmen von 42,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2012 (- 5,2%) ebenfalls robuster als der Markt. Bei den Fondspolizzen war der Zuwachs mit +45% auf 6,5 Mio. € sehr ausgeprägt.


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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 14. september 2012 – 33

© EPA

Die spanischen Geldinstitute geben ihre Immobilien zum Spottpreis her  Seite 35

infrastruktur im fokus © Wikimedia

„sale“ bei spaniens banken

KPMG stellt in einem Report 100 attraktive urbane Infrastrukturprojekte vor  Seite 37

fma künftig mit mehr (produkt-)biss

© FMA

financenetreal:estate Bundesimmo-Firma BIG als Gewerbe-Player IMMO-AGS 5.–12. September 2012

IATX (Schluss 12.9.) 151,06 4,79% Wochentop Wochenflop

Immofinanz 6,93% Warimpex 0,00%

Immofinanz  conwert Immobilien SE Atrium Europ. Real Est. CA Immobilien Anlagen S Immobilien Warimpex

6,93% 4,41% 4,39% 3,95% 0,86% 0,00%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 12.9.)

Top 5 Immofonds DWS Inv. RREEF As. Pac. R E  3,47% FF - Gl. Prop. Fund A Acc USD 3,25% Aberdeen Gl. As. Prop. Share 3,24% Invesco Gl. Real Estate Sec. A 2,82% JPM Gl. R E Sec USD C acc 2,18% Flop 5 Immofonds ESPA Stock Europ-Prop. VT CZK -4,41% Advanced Properties Alpha T -3,71% ESPA St. As.-Pac. Prop. T -3,55% iShares FTSE/EPRA Eur. Prop. -3,37% First State Gl. Prop. Sec. A EUR-2,71% 5.–12. September 2012

© Richard Tanzer (2); Harald A. Jahn

Monatstop DWS Inv. RREEF  3,47% Monatsflop ESPA St. Eur. CZK-4,41%

Neue Tochter ARE Die beiden Geschäftsführer der Bundesimmobilien Gesellschaft BIG, Wolfgang Gleissner (re.) und Hans-Peter Weiss, starten mit der Austrian Real Estate GmbH (ARE) einen zwei Milliarden Euro schweren Anbieter von Gewerbeimmobilien. Seite 34 BIP_Medianet_gl_Layout 1 11.09.12 11:20 Seite 1

Gewohnte Werte. CERX (Schluss 12.9.) 349,31 5,04%

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inhalt

Immo:Capital > Event: Tipps rund um Kauf und Verkauf von Immos 34 Immo:Markets > EHL: Leerstandsrate in Wien wird steigen

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Law&Order > Immofinanz wehrt sich ­gegen Anlegervorwürfe

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34 – financenetreal:estate

Freitag, 14. September 2012

financenet@medianet.at

Bundesimmobiliengesellschaft Neue Tochter Austrian Real Estate (ARE) hat 1,8 Millionen m² großes Immo-Reich

short

BIG startet mit ARE den größten Gewerbe-Player

D: Neuer ImmobilienDachverband Berlin. In der deutschen Immobilienbranche soll einem Zeitungsbericht zufolge ein neuer Großverband entstehen. Acht Organisationen wollen am 8. Oktober in München die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immobilienwirtschaft Deutschlands (BID) präsentieren. Der neue Verband vereine die bisherige Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und den Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA). Er werde rund 12.800 Unternehmen vertreten, von Maklern über Wohnungsgesellschaften und Projektentwicklern bis hin zu Hypothekenbanken und Fondsanbietern. Die Mitglieder bewirtschafteten sechs Mio. Wohnungen.

Rechnerisch liegt man in Österreich ganz an der Spitze, doch 94–95% der Mieten zahlt noch Staat. Wien. Die Bundesimmobilien-Verwaltungsfirma BIG gründet mit der neuen Austrian Real Estate GmbH (ARE) einen neuen Player auf dem Immobiliensektor: Die ARE wird beim Start 2013 der größte Anbieter von gewerblichen Immobilien in Österreich sein: mit rund 1,8 Mio. m� Nutzfläche, verteilt auf 600 Objekte (zur Hälfte in Wien). Diese Immobilien kommen durch die Ausgliederung der marktgängigen Objekte aus dem Immo-Reich der BIG zusammen; rund 25% des BIG-Immobilienvermögens sind das, mit einem rechnerischen Wert von rund zwei Mrd. €.

Aberdeen-Fonds kauft Olen Shopping Park

© Cushman&Wakefield

Nach dem Willen von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner soll die ARE ihre Immobilien nicht wie die BIG „nur verwalten, sondern aktiv bewirtschaften“. Dazu gehört Trading: Die BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss und Wolfgang Gleissner, die in Personalunion auch die ARE leiten werden, wollen aktiv am Markt teilnehmen und auch einkaufen – sowohl Büro- wie Wohnimmobilien. Die ARE könnte hier neben Privaten auch bei Gemeinden, die Liquidität brauchen, Verkaufswillige finden, heißt es. Dann will man die Immobilien am freien Markt vermieten – zu Gewerbe- und zu Wohnzwecken (etwa für Betreutes Wohnen). „Wir wollen das Portfolio der ARE optimieren“, so Weiss. Das sei bei den ARE-Objekten (v.a. Bürogebäude, die vom Finanz-, Innen- und Justizministerium genutzt werden) möglich, bei den bei der BIG verbleibenden Objekten (z.B. Universitäten) nicht – zu groß sei die Angst vor Quersubventionierung. Mitterlehner erhofft sich von der neuen Konstruktion

Einzelhandel ist im Aberdeen Fonds mit 62% vertreten (im Bild Olen EKZ).

Olen. Der Aberdeen European Balanced Property Fund (aktuelles Volumen von 535 Mio. €) hat den Olen Shopping Park in Olen, Belgien, in der Nähe von Antwerpen erworben. Das neu errichtete Fachmarktzentrum verfügt über rund 38.000 m� moderne Einzelhandelsfläche und rund 1.500 Parkplätze. Hauptmieter des Objekts ist der Sportartikelhändler Decathlon, Verkäufer des Objekts ist der belgische Projektentwickler VLAECO.  (lk)

Neues „familiäres“ Luxushotel in Wien

© BMWFJ/Hopi-Media/Bernhard J. Holzner

„Aktiv bewirtschaften“

BIG-Chefs Hans-Peter Weiss und Wolfgang Gleissner mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner: mehr private Mieter gesucht.

höhere Erträge; bei der Umgründung wird die bisher steuerbefreite BIG 200 Mio. € an Steuern und Sonderdividenden an den Staat überweisen. Außerdem gibt es eine fixe jährliche Sonderausschüttung von 20 Mio. €. Und man sei für einen etwaigen Börsegang besser aufgestellt, so Mitterlehner. Derzeit ist die Situation auf dem Büromarkt zwar wegen der Wirtschaftslage gedrückt, die ARE wird aber dennoch viel Potenzial haben, so Weiss: Momentan stammen 2,7% der Einnahmen der BIG von Drittmietern; bei der ARE, wo die Marktimmobilien gebündelt werden, dürften es sofort fünf bis sechs Prozent sein; dieser Anteil soll noch deutlich gesteigert werden.  (gst)

facts: „big“ und „are“ Immobilien der Öffentlichen Hand Die Immobilien aus der Hoheitsverwaltung der Republik waren im Jahr 2000 ausgegliedert und an die BundesimmobiliengmbH (BIG) übergeben worden, um deren Management effizienter und flexibler gestalten zu können. Die Big bezahlte damals 30 Mrd. öS (2,4 Mrd. €) dafür; der heutige Wert des gesamten BIG-Portfolios beträgt nach aktuellen Angaben rund 9 Mrd. €.

liefert Dienstleistungen wie die Verwaltung zu. Gleichzeitig wird man mit einem Eigenkapitalanteil von mehr als 50% an den Start gehen, was dem neuen Unternehmen auch „ganz bequem“ Zukäufe neuer Immobilien ermöglicht, wie es heißt. Gut für die rechnerische Staatsverschuldung Derzeit hat die BIG Schulden von insgesamt 3,6 Mrd. €, die im Augenblick noch der Staatsverschuldung nach MaastrichtKriterien zugerechnet werden müssen; das ist laut den Experten aber künftig wahrscheinlich nicht mehr nötig, wenn die ARE einmal mehr Geschäft mit Privaten machen wird. Die Rechnungsgrundlagen seitens des EU-Statistikamts Eurostat sind aber noch nicht fixiert.

Die neue Tochter Austrian Real Estate Die neue ARE soll rund 25% der BIG-Immobilien erhalten, am 1. Jänner 2013 ausgegliedert sein und mit einer sehr schlanken Struktur auskommen. Die Geschäftsführer ist mit der der BIG identisch, der Mutterkonzern

Event Schantl ITH lädt ein

Büromarkt in Österreich Die Leerstandsrate wird in Wien heuer ansteigen

Tipps rund um die Immobilie

EHL: „Schere geht weiter auf“

Wien. Nach der Eröffnung des Fünf-Sterne-Hotels „The Ritz-Carlton Vienna“ am Schubertring bekommt das Luxussegment in Wien Zuwachs: Im kommenden Frühjahr ist die Eröffnung eines KempinskiHotels am Schottenring geplant und in Albertina-Nähe entsteht bis Herbst 2013 das „The Guest House“ mit nur 39 Zimmern, familiärem Flair und Fünf-SterneService; designierter Direktor ist der ehemalige Hotel-TriestChef Manfred Stallmajer. Die Bauarbeiten sind bereits im vollen Gang, bestätigten die beiden Eigentümer Daniel Jelitzka, Geschäftsführer von JP Immobilien, und Georg Muzicant, Geschäftsführer von Colliers International, die Gesamtkosten für das Projekt werden 19 Mio. € betragen.  (lk/APA)

© gst

Georg Muzicant und Daniel Jelitzka (im Bild) sind Eigentümer des Hotels.

Büromarkt in Wien – auch wenn dieser weiterhin deutlich besser dasteht als andere europäische Städte. Das hat auch Auswirkungen auf die Kehrseite der Medaille, die Immobilien-Investoren: Nicht nur dass private Anleger liebend gern Geld in Steine (Wohnimmobilien) wandeln, die institutionellen Anleger zeigen sehr wohl Interesse daran, sich attraktive Gewerbeimmobilien zuzulegen – doch Letztere im

EHL-Geschäftsführer Franz Pöltl: Top-Objekte teurer, schlechtere unter Druck.

Gegensatz zu Wohnimmobilien nur dann, wenn diese an solide Mieter längerfristig vermietet sind. Dies sei etwa für Immobilienfonds ein wichtiges Kriterium. „Die Schere geht weiter auf: Während sehr gute Objekte sogar noch leicht steigende Preise erzielen können, wird es für die schlechteren immer schwerer.“

Wien/Graz. Das Grazer Unternehmen Schantl Immobilientreuhand veranstaltet am 27. September den „Immo-Event Vienna 2012“. Impulsreferate von Immobilien- und Rechtsexperten (u.a. Daniel Richter, Kanzlei Dorda Brugger Jordis, Georg Aichelburg-Rumerskirch, Wr. Privatbank) bilden den Kern des Events: Ab 16 Uhr im Business Center Nineteen in Wien 1190. (lk)

Die Immo-Wunschliste Zu den wichtigen Kriterien für ein Bürogebäude zählt neben der Vermietung die gute Lage, die in Wien U-Bahn-Nähe sowie eventuell einen Autobahnzubringer bieten muss. Auch die Zertifizierung nach Nachhaltigkeitsstandards (u.a. Energieeinsparung für die Mieter) ist essenziell. Daher ist immer öfter ein neuer Trend am Werk, sagt Pöltl: „Büros werden in Wohnungen umgewandelt.“ Wenn der Mieter eines älteren Bürogebäudes auszieht, um in ein neues OfficeProjekt zu übersiedeln, dann wird Nutzfläche frei – und diese wird in letzter Zeit gern in Wohnfläche umgewandelt, die preislich in Wien hochbegehrt und -bezahlt ist. (gst)

© ITH Schantl Immobilientreuhand

© JP Immobilien

Wien. Wiens Büromarkt ist solide, doch die Vermietung im gewerblichen Bereich nichtsdestotrotz wegen der angespannten Wirtschaftslage derzeit herausfordernd, sagt Franz Pöltl, Geschäftsführer beim Immobiliendienstleister EHL Investment Consulting, einem der großen Player auf seinem Gebiet. Pöltl rechnet generell mit leicht steigenden Leerstandsraten am

Maria Schantl: praktischer Nutzen für die Event-Besucher im Vordergrund.


immo:markets

Freitag, 14. September 2012

financenetreal:estate – 35

financenet@medianet.at

Immomarkt Spanien Kaufen können fast nur noch Ausländer – Banken verkaufen ihre Immobilien zu Spottpreisen

„Toxische“ Immobilien Benalmadena. Mit Kampfpreisen versucht die spanische Sparkasse Cajamar ihre Luxuswohnungen an der Costa del Sol doch noch loszuwerden. 400.000 € kostete ein ZweiZimmer-Apartment in der Anlage Mirador de Benalmadena nahe Malaga einst – mit Meerblick und Zugang zu einem riesigen, zwischen Gärten gelegenen Pool. Dasselbe gibt es heute schon für 250.000 € und oben drauf bis zu 30% Rabatt, wie Immobilienmakler Joaquin Luque erzählt. Die Hälfte der Wohnungen stehe dennoch leer. Wie eine Bleikugel hängen vielen spanischen Banken die Immobilien am Hals, die schon für ihre Schuldner die Pleite bedeutet haben. Viele Bauunternehmer konnten ihre Kredite nicht mehr bedienen, als die Immobilienblase auch in Spanien platzte. Ihre Apartmentkomplexe und Feriensiedlungen fielen an die Banken. Um sich zu retten, versuchen die Kreditinstitute nun selbst, möglichst schnell zu verkaufen – zu Spottpreisen.

Problematisch für Banken Mit bis zu 70% Rabatt sollen Käufer angelockt werden. Und die Preise fallen weiter. Das wird zum Problem für die spanischen Banken, die bereits mit 100 Mrd. € von der EU gestützt werden müssen. Spaniens größte Bank Santan-

der hat angekündigt, bis 2013 alle toxischen Immobilien abzustoßen – also alle, die schwer oder sehr schwer zu verkaufen sind; die BBVA, die zweitgrößte Bank des Landes, gibt sich dafür 18 bis 21 Monate. Aber die Spanier selbst können auch zu Billigpreisen kaum noch kaufen. Bei einer Arbeitslosenquote von 24,6% vergeben die Banken immer weniger Kredite. Zielgruppe sind also vor allem Ausländer, besonders in den Tourismusregionen. Dort steht auch ein Drittel der 676.000 neuen Immobilien, die derzeit angeboten werden. „Wir schauen auf die Länder der Europäischen Union, aber auch auf Schwellenländer wie Russland und China“, sagt der Präsident des spanischen Verbands der Bauträger, Jose Manuel Galindo.

Es wird weiter gebaut Sein Verband kooperiert mit der spanischen Regierung, um die Immobilien des Landes auch anderswo anzupreisen. Besonders mit dem Außenministerium arbeite der Verband zusammen, erläutert er, „um die Verwaltungsvorgänge zu vereinfachen“. Auch der Zugang zu Visa soll erleichtert und der Kapitaltransfer gesichert werden. „Natürlich ist alles nachvollziehbar, um Geldwäsche auszuschließen.“

© epa

Luxuswohnungen mit Meerblick gibt es nun ­häufig um die Hälfte billiger oder noch günstiger.

In manchen Regionen Spaniens wird das Gelände wieder der Natur überlassen.

Paradoxerweise gehört zur Strategie der Banken auch, weitere Appartements zu bauen. Der Forschungsbeauftragte des Internet-Immobilienportals Idealista, Fernando Encinar, begründet das so: „Es gibt Banken, die Bauland besitzen, auf dem derzeit niemand investiert. Und wenn dieses Land in reichen Städten liegt oder sie wissen, dass sie billige Appartements verkaufen könnten, fangen sie an zu bauen.“ Trotzdem entstehen in Spanien bei Weitem nicht so

Wien/Berlin. Am 11. September wurde der Rohbau des künftigen Sitzes von Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD) in Berlin-Friedrichshain fertiggestellt. Erst im November 2011 war der Grundstein gelegt worden, Mitte 2013 soll das Gebäude fertig sein. „Rund 18.100 m2 Beton und 3.500 Tonnen Stahl wurden in diesem Zeitraum verbaut“, sagt CA Immo-Vorstand Bruno Ettenauer. Um den Zeitplan einzuhalten, setzten Bauherr und Investor CA Immo die auf Baumanagement spezialisierte Tochter-Gesellschaft omniCon zur Steuerung des Bauvorhabens ein. Der Entwurf des „Green Buildings“ stammt von dem Berliner Architekturbüro Gewers & Pudewill. Es entsteht auf einer Fläche von insgesamt rund 4.100 m2 mit einer Mietfläche von ca. 26.000 m2 in direkter Nachbarschaft der ‚O2 World‘ und ist in einer Kammstruktur mit einem Hochpunkt angelegt.

Abrissbirne im Einsatz Und wenn alles nichts mehr hilft, dann werden inzwischen auch neue Häuser wieder abgerissen. Denn es gibt Objekte, etwa in Malaga, die nicht mal zu Ende gebaut wurden. Die werde nie jemand kaufen, weiß Immo-Experte Encinar.  (lk/ag)

Vertrauen bei Immobiliensuche sehr wichtig

© immobilien.net

CA Immo stellt Benz-Rohbau fertig

viele neue Gebäude wie noch 2006; damals stampften Bauunternehmer 737.186 Wohnungen aus dem Boden. 2011 waren es nur 76.005.

Immobilien.net Umfrage: Seriöse, aktuelle Angebote auf Such-Plattform für über 95% der Österreicher entscheidend

Eine Immobilien-Suchplattform muss vor allem eines sein: vertrauenswürdig.

short

Wien. Wohnungen sollen groß und hell sein und in einer ruhigen, zentralen Gegend liegen. So zeichnen Experten das idealtypische Bild einer Immobilie. Bei der Wohnungssuche gelten andere Kriterien: Laut einer der Immobilienplattform Immobilien.net sind für 97% der Österreicher ein aktuelles und vielfältiges Angebot am wichtigsten. Dicht darauf folgt das Kriterium Vertrauenswürdigkeit: 96% der Befragten geben an, die Seriosität der Angebotsplattform sei entscheidend für die Auswahl der Suchmaschine. „Gerade in den vergangenen Monaten wurde verstärkt über Betrugsfälle bei Online-Plattformen

berichtet. Immobilien kosten viel Geld, deshalb ist hier das Bedürfnis nach vertrauenswürdigen Portalen besonders hoch“, sagt Immobilien.net-Geschäftsführer Markus Ertler. Die einfache Bedienbarkeit und Nutzerfreundlichkeit runden mit ebenfalls 96% Zustimmung das optimale Immobilienportal ab. Wichtig sind Wohnraumsuchenden auch noch der Grundriss des Objekts im Netz sowie Fotos und Skizzen, daneben einfache Anfragemöglichkeiten und rasche Antworten. Die Befragung wurde vom Marktforschungsinstitut Nielsen durchgeführt, Immobilien.net habe jeweils Bestnoten erzielt. (lk)

Bruno Ettenauer, CA Immo: „Neuer MBVD-Sitz wird Mitte 2013 fertig.”

Baumit verstärkt das Engagement in Ukraine Kiew/Wopfing. Baumit setzt verstärkt auf die Expansion in der Ukraine: Im Bezirk Brovary, 25 km von Kiew entfernt, wurde das erste Baumit-Trockenmörtelwerk der Ukraine eröffnet. Die zur Schmid Industrieholding gehörende Baumit Ukraina investierte rund 10 Mio. € in die Errichtung des Trockenmörtelwerks, das über eine Jahreskapazität von 120.000 t verfügt. Am Rande der 3 Mio. Einwohner-Metropole, die in ihrem Einzugsgebiet über 40% der gesamten Bautätigkeit des Landes vereint, werden nun Trockenmörtel, händisch und maschinell verarbeitbare Außen- und Innenputze, Estriche, Fliesenkleber, Spachtelmassen und mineralische Edelputze in Baumit Qualität produziert.  (lk)

PROMOTION

Wien/Neuwaldegg . In einer der attraktivsten Gegenden des 17. Bezirks befindet sich ein weiteres SÜBA-Projekt im Endspurt. „Vivaldi“, so der Projektname, wird Ende Dezember an die Eigentümer übergeben. Die Anlage bietet 43 mal Wohnqualität in zwei Gebäuden; eines davon liegt am Waldrand – mit Blick in die Natur. In „Vivaldi“ (Bild) findet man sowohl Familienwohnungen (100–130 m2) als auch „Vorsorgewohnungen“ mit rund 50 m2. „Derzeit ist der Run auf Wohnungen bis 70 m2 als Kapitalanlage besonders stark“, betont SÜBA-Vorstand Heinz Fletzberger.

Die schlechte Performance aller anderen seriösen Anlagemöglichkeiten veranlasse viele, nunmehr ausschließlich in Immobilien zu investieren. Aber auch der Verkauf großer Einheiten mit drei oder vier Zimmern läuft sehr gut, heißt es seitens des Immobilienentwicklers. Bis dato ist bereits mehr als die Hälfte aller Wohnungen verkauft. SÜBA-Projekte punkten nicht nur durch deren Standort, sondern auch durch sehr gute Bauqualität und gehobene Ausstattung; verantwortlich dafür: die Wahl der renommiertesten Baufirmen. So konnten in den letzten Jahren viele Top-Projekte in Bestlagen

(Wien 16 und Wien 17) realisiert werden. „Dort waren Grundstücke in der jüngsten Vergangenheit noch halbwegs erschwinglich“, sagt Fletzberger, der beim Einkauf von Liegenschaften vor allem auf realistische Vermarktbarkeit der zukünftigen Wohnungen Wert legt. Mittlerweile seien die Liegenschaftspreise aber teilweise dermaßen überzogen, dass das Verwertungsrisiko trotz steigender Verkaufspreise enorm gestiegen sei. „In den Cottagelagen konnten wir aber ein wirklich gutes Preis/Leistungsverhältnis für die Käufer schaffen“, so die Bilanz des Vorstandes.

© SÜBA

Viva „Vivaldi“ & Co SÜBA-PROJEKTE & REFERENZEN IN BESTLAGEN •Aktuell: Hertlgasse 8–10, 1160 Wien; absolute Grünruhelage, Fertigstellung Ende 2012; noch 3 Wohungen verfügbar •Aktuell: Paulinensteig 31, 1160 Wien; 2 Penthouse-Wohnungen mit Panoramablick, kurzfristig beziehbar • Referenzprojekte in Wien-Ottakring und Wien-Hernals in den letzten drei Jahren:

Pschorngasse 62, Wilheminenstraße 203, Baumeistergasse 36–40, Andergasse 46, Rosenackerstraße 58. Weitere aktuelle Bauvorhaben befinden sich in Wien 23 (Mauer) und Klosterneuburg. Kontakt/Infos: Tel: +43 (0)1/580 10 20 www.sueba.at


36 – financenetreal:estate

l aw & o r d e r / p e o p l e &Dat es

Freitag, 14. September 2012

financenet@medianet.at

Regulierung Verbot intransparenter oder hochspekulativer Finanzprodukte bei Gefahr der Blasenbildung oder sonstiger Gefahr für Retail-Kunden

FMA: Ab 2015 mit Bannrecht

Ettl: „Hätten Fremdwährungskredite mit Tilgungsträgern so schon früher bekämpfen können“ – künftig Untersagungsbescheide.

© FMA

Wien. Bisher können die Finanzmarkt-Aufseher in Europa nur in einer Art Krisenintervention zeitlich befristete Verbote über bestimmte Finanzprodukte verhängen. Nun will man einen Schritt weiter gehen – nationale Aufseher sollen in Abstimmung mit den europäischen Behörden dauerhafte „Bannrechte“ bekommen, was Eingriffe in nationale Gesetze bedeutet. Die nationalen Aufseher sollen ab 2015 hochspekulative, für Normalverbraucher intransparente oder eine Blasenbildung begünstigende oder sonstwie gefährliche Finanzprodukte verbieten können. „Bei Gefahr für den Retail-Kunden werden die Aufseher in bestimmten Zeiten bestimmte Produkte verbannen können“, kündigte der Chef der Finanzmarktaufsicht (FMA), Helmut Ettl, an. „Mit den neuen Regeln hätten wir sicher die Fremdwährungskredite mit Tilgungsträgern weit früher bekämpfen können.“

Ettl: „Produktverbot ist Bruch in der bisherigen Regulierungsphilosophie in Europa.”

Wien. Caroline Schmiegelow, 28, verstärkt das Vergaberechtsteam um Senior-Partner Michael Breitenfeld bei der Wiener Wirtschaftskanzlei Siemer-Siegl-Füreder & Partner, Rechtsanwälte. Die gebürtige Hessin ist eine europäische, niedergelassene Rechtsanwältin und ist auf das deutsche Vergaberecht, öffentliches Wirtschaftsrecht, Vertrags- und Bauvertragsrecht sowie Beihilfenrecht spezialisiert. (lk)

Allianz: Neue Leiterin für Recht, Compliance

„Keine Falschangaben an die Aktionäre“ Wien. Die börsenotierte Immofinanz-Gruppe weist die von Tausenden Ex-Aktionären in diversen Schadenersatzklagen erhobenen Vorwürfe zur Geschäftsgebarung im vergangenen Jahrzehnt zurück. Es habe seitens Immofinanz, Immoeast und Constantia Privatbank (CPB) keine unrichtigen oder irreführenden öffentlichen Darstellungen gegeben und es seien nie falsche Angaben gegenüber den Anlegern gemacht worden, erklärten IF-Vorstandschef Eduard Zehetner und Josef Mayer, der Leiter der Rechtsabteilung der Gruppe.

geleitete Immofinanz/ImmoeastGruppe betreffend Mittelaufbringung und Mittelverwendung und angebliche Kursmanipulation sowie angebliche Aktienspekulation und Prospektmängeln seien unzutreffend. Der am Handelsgericht Wien erfolgten Zusammenlegung von Anlegerklagen zu einem Sammelverfahren (GZ 49 Cg 173/11z) steht man ablehnend gegenüber: Die seinerzeitigen Anleger-Entscheidungen seien immer individuelle gewesen. Die Investitionsentscheidungen des „alten“ Managements hält der jetzige Konzernchef, im Amt seit November 2008, für nachvollziehbar. Wenn damals alles in CEE investiert worden wäre, „wären wir pleite gegangen“. (APA)

Gegen Sammelklage Die Vorwürfe gegen die bis Herbst 2008 von Karl Petrikovics

Wolford mit neuem Finanzvorstand Wien. Thomas Melzer (42) ist neuer Vorstand für Finanzen, Investor Relations, Recht, Human Resources und IT beim Vorarlberger Wäschekonzern Wolford. Der studierte Betriebswirt war zwischen 2008 und 2011 als Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei der Brain Force Holding AG und davor in leitenden Funktionen bei Wienerberger tätig.  (lk)

Zehetner: Gut, dass nicht Gesamterlös der Immoeast-Kapitalerhöhung nach CEE ging.

Alu-Fenster Gemeinschaftsmarke seit 25 Jahren aktiv

Meinl Zu Dividende 2008

Unger Stahl Folgeauftrag

Wien. Laut einer IMAS-Studie verbinden die Österreicher mit Aluminiumfenstern, die die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster führen, hohe Qualität, Langlebigkeit, Modernität und Stabilität. Die Marke genieße Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Kompetenz in der österreichischen Immobilienbranche, wobei der Bekanntheitsgrad bei 84% liege, heißt es seitens des Aluminium Fenster Instituts (AFI). Bei Bauherren liegt der Bekanntheitsgrad bei 74 und bei Architekten bei beeindruckenden 93%. Das AFI wurde 1987 gegründet; Ziel war, das Image für qualitativ hochwertige Konstruktionen aus Aluminium – vom Fenster über den Wintergarten bis hin zur Gebäudefassade – zu verbessern. Konfrontiert war das Institut mit Vorurteilen beim Aluminiumfenster: schlechte Wärmedämmung, nur Silber, wenig Design. Fragte man 1988 Herrn und Frau Österreicher nach Aluminiumfenstern, so waren diese bei weniger als 20% im Bewusstsein. Im Jahr 2011 wurde mit einer IMAS-Studie festgestellt, dass das Alufenster-Bewusstsein in Öster-

Wien. Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Dienstag erstmals seit gut drei Jahren Julius Meinl V und andere Organe seiner Bank einvernommen und sich dabei auf eine 2009 erfolgte, große Dividendenausschüttung der Meinl Bank konzentriert, gibt die Bank bekannt. Die Untersuchung ist ein Seitenarm der sich seit Jahren hinziehenden Ermittlungen wegen möglicher Betrugshandlungen gegen Kleinanleger der damaligen Meinl European Land (MEL). Die Meinl Bank weist alle Vorwürfe zurück und wirft ihrerseits der Staatsanwaltschaft fortgesetzten Rechtsbruch und Schädigung der Bank vor.

Telfs. Die Unger Steel Group hat vom der Tiroler Thöni Holding GmbH einen Folgeauftrag erhalten und realisiert nun die neue Millenniumshalle II. Die Thöni-Gruppe ist auf die Bereiche Aluminium, Umwelt- und Energietechnik, Anlagenbau, Schlauchproduktion und Manufacturing spezialisiert und expandiert; daher wird in eine neue mehrschiffige Rahmenhalle (Millenniumshalle II) mit 7.000 m� am Firmenhauptsitz in Telfs investiert.

reich stark angestiegen ist. Aluminiumfenster werden mittlerweile von jedem zweiten Österreicher als Fensterwerkstoff spontan genannt. Auch die Sympathiewerte bestätigen den positiven Wandel. Bei der gesamten österreichischen Bevölkerung bekundet jeder Dritte Sympathien für Aluminiumfenster. Hervorzuheben sind die Sympathiewerte vor allem bei Architekten: rund 70%. (lk)

Einvernahme

Millenniumshalle

Vermögensschmälerung? © www.alufenster.at/APA-Fotoservice/Sched

© Allianz

Wien. Eva Pöttler, LL.M., ist neue Leiterin des Bereichs „Recht und Compliance“ in der Allianz Gruppe in Österreich, zu der rund 20 Unternehmen gehören. Sie folgt damit Inge Schulz, die die Leitung des Bereichs „Human Resources“ übernommen hat. (lk)

In Österreich hat die FMA wegen der hierzulande bedenklich umfangreich gewordenen Vergabe von Krediten in Fremdwährung (bevorzugt im Schweizer Franken) „die Keule der de facto-Untersagung“ hervorgeholt. Im Herbst 2008 sprach sie wegen der damaligen mangelnden Liquidität in fremder Währung ein de facto-Fremdwährungskreditvergabeverbot aus, in

Immofinanz In der Offensive gegen Kleinanleger-Klagen – Investment in CEE war „aus damaliger Sicht ganz normal“

Erfolgreicher Imagewandel Eva Pöttler: Zuvor tätig für Bawag PSK, Telekom Austria und Kapsch.

Verbot auf direktem Weg

Von Anfang an dabei: AFI-Geschäfts­ führer Harald Greger.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Bankorganen vor, durch die Ausschüttung das Vermögen der Bank geschmälert zu haben, womit der Tatbestand der Untreue und betrügerischen Krida erfüllt sei. Laut OeNB-Bericht betrug die Ausschüttung damals ungewöhnlich hohe 225 Mio. €, die Eigenkapitalquote sei so um etwa 25 Prozentpunkte auf heute 17% gesenkt worden.

© Unger Steel

Siemer-Siegl-Füreder mit Verstärkung

der Folge wurde die Neuvergabe an sehr strikte Kriterien beknüpft, und die Banken wurden angehalten, die aushaftenden Volumina zu reduzieren. Voraussichtlich ab 2015 wäre ein solches Vertriebsverbot auf direktem Weg machbar, per Verwaltungsakt und entsprechend direkt sanktionierbar, so Ettl. Man müsse als Behörde aber objektive Kriterien entwickeln. Einen Appell an die Verbreiterung des Wissenstands sowohl an Endkunden als auch an Berater richtete in diesem Zusammenhang Otto Lucius, Vorsitzender des Vorstands des Österreichischen Verbands Financial Planners (AFP). „Kunden, die objektive Beratung haben wollen, sind bei einem Honorarberater am besten aufgehoben“, so Lucius. In weiten Teilen üblich ist immer noch die provisionsbasierte Beratung, das dürfte sich nicht so bald ändern.  (lkAPA)

© APA/Helmut Fohringer

short

Eingreifen würde die Aufsicht dann, wenn sich in ihrem Zuständigkeitsgebiet bestimmte Finanzprodukte oder Finanzpraktiken als systemisch kritisch herausstellen oder für eine bestimmte Konsumentengruppe – in der Regel Endverbraucher – nicht mehr nachvollziehbar sind. Oder wenn sich die Märkte für bestimmte Produktkategorien eben in eine gefährliche Richtung bewegen.

Stahlbauexperte Unger hat für Thöni bereits mehrere Projekte realisiert.


p e o p l e & dat e s

Freitag, 14. September 2012

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Internationale Studie über städtische Infrastrukturen KPMG durchleuchtet in „Infrastructure 100: World Cities Edition“ 100 innovative Projekte

Urbane Infrastrukturen im Fokus Wien. Die Entwicklung einer nachhaltigen städtischen Infrastruktur ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Da bereits mehr als die Hälfte der weltweiten Bevölkerung auf engem Raum in Städten lebt, die zusammengenommen weniger als zwei Prozent der Landfläche unseres Planeten ausmachen, unterliegt die städtische Infrastruktur einer noch nie dagewesenen Belastung. Diese weltweite Nachfrage nach Infrastruktur macht in den nächsten vier Jahrzehnten voraussichtlich die Investition von etlichen Billionen Dollar erforderlich, um nachhaltige städtische Gebiete mit hoher Lebensqualität zu schaffen und zu erhalten, in denen den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Umwelt gleichermaßen Rechnung getragen wird. Der neue Bericht „Infrastructure 100: World Cities Edition“ des Wirtschaftsprüfungs- und Bera-

tungsunternehmens KPMG befasst sich mit den Herausforderungen, denen Städte in aller Welt gegenüberstehen, und stellt 100 innovative Infrastruktur-Projekte vor.

dustrial Corridor (Globale Anbindungen, Indien), Tianjin Eco City (Neue und erweiterte Städte, China), East Side Access (Städtische Mobilität, USA), Oresund Regional Development (Städtische Erneuerung, Dänemark/Schweden), Tuas II Desalination Plant (Wasser, Singapur), Cidade Inteligente Búzios (Städtische Energie, Brasilien), Deep Tunnel Sewerage-System (Recycling und Abfall-Management, Singapur), The BRICS Cable (Kommunikations-Infrastruktur, Südafrika). Aus Österreich findet sich in dem Bericht kein Infrastruktur-Projekt. „Die aktuellen Wirtschaftsbedingungen und Sparmaßnahmen machen es jedoch auch in Österreich erforderlich, dass innovative Infrastrukturlösungen gefunden werden, damit die benötigten Investitionen finanziert und getätigt werden können“, erklärt KPMG Partner Erich Thewanger.  (ast)

„Dringende Revitalisierung“ „Die bestehende städtische Infrastruktur braucht unbedingt eine Revitalisierung, und auch die Nachfrage nach neuer Infrastruktur, die die Grundbedürfnisse der wachsenden Bevölkerungen deckt, ist sprunghaft angestiegen. Bereits mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten und diese Zahl soll bis 2050 um mehr als drei Milliarden ansteigen“, erklärt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG. Zu den ausgewählten Projekten zählen: Princess Nora Bint AbdulRahman University for women (Bildungswesen, Saudi-Arabien), Royal London Hospital (Gesundheitswesen, GB), Delhi-Mumbai In-

© Wikimedia

Bedarf nach Revitalisierung und neuen Infrastrukturen nimmt durch demografischen Wandel Richtung Städte drastisch zu.

Das Royal London Hospital ist nur eines der ausgewählten Projekte.

Facility Management Beratungsunternehmen immomovement feiert mit 100 geladenen Gästen das Firmenjubiläum

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immovement feiert 10-jährigen Geburtstag Gebäudeverwalter und -betreiber und deren Organisationen.

Wien. Der Online-Immobilienmarktplatz ImmobilienScout24 holt sich Verstärkung für sein Team in Österreich: Hannes Jirec und Snezana Prvulovic unterstützen ab sofort Vertriebsleiter Nikolaus Menches in der Kundenbetreuung. „Das starke Wachstum im ersten Jahr erfordert, dass wir uns für die Betreuung unserer Maklerkunden noch besser aufstellen“, erklärt Patrick Schenner, Geschäftsführer in Österreich.  (ast)

Feier in Laxenburg Das achtköpfige immovementTeam setzt sich aus Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammen: Facility Management, Betriebswirtschaft, Architektur, Projektmanagement und Organisationsentwicklung. Steinberger selbst ist Geschäftsführer von immovement und darüber hinaus seit August wieder aktiv im Vorstand der FMA (Facility Management Austria) tätig. Die offizielle Geburtstagsfeier findet am 13. September mit 100 geladenen Gästen im Laxenburger Kaiserbahnhof Gallo Rosso statt. (red)

© immovement

immovement-Gründer und Geschäftsführer Harry Steinberger, wieder bei FMA aktiv.

Windenergie Neue Anlage im burgenländischen Kittsee

Alpine U-Bahn Singapur

Kroatien Einkaufszentrum

Kittsee. Die oekostrom AG eröffnete letzte Woche im Burgenland einen Windpark: In Kittsee gehen zwei Anlagen des Typs Vestas V100 mit 100 m Rotordurchmesser und einer Nabenhöhe von ebenfalls 100 m ans Netz. Die neuen Windräder sollen jährlich rund zehn Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren. Zwei Windparks auf der Parndorfer Platte sowie eine Anlage in der Wiener Freudenau lieferten bisher Strom für rund

Salzburg/Singapur. Der zur spanischen FCC-Gruppe gehörende Baukonzern Alpine mit Sitz in Salzburg hat den ersten von sechs beauftragten Tunnel der „Downtown Line” des wachsenden UBahn-Netzes in Singapur fertiggestellt. Der aktuelle Auftrag umfasst zusätzlich zu den sechs Tunneln auch die Errichtung von drei UBahn-Stationen und beläuft sich auf ein Volumen von insgesamt 400 Mio. €. (APA/red)

Rijeka. Die Bank-Austria-Tochter Universale International Realitäten GmbH hat ein Einkaufszentrum in der kroatischen Hafenstadt Rijeka eröffnet. Die Investition für das „Einkaufszentrum im Westen” (ZTC) betrug 50 Mio. €, meldet die kroatische Nachrichtenagentur Hina. Das Shoppingcenter soll eine Verkaufsfläche von 20.000 m� haben, errichtet wurde es von der Baufirma Alpine als Generalunternehmer.  (APA/red)

Tunnel fertig

oekostrom AG eröffnet Windpark

14.000 Haushalte; mit dem Bau der Windräder in Kittsee kommen nun weitere 4.000 hinzu.

Großes Potenzial „Zusammen mit Niederösterreich gibt es im Burgenland das größte Potenzial für weitere Anlagen”, so E-Control-Vorstand Martin Graf. Rund ein Drittel des heimischen Ökostroms stamme bereits aus der Windenergie.  (APA/red)

RICS ehrt Porr-Chef Karl-Heinz Strauss

Universale: EKZ

© Porr

Mödling. Das Facility ManagementBeratungsunternehmen immovement feiert sein zehnjähriges Bestehen. Das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Mödling hat in der Zeit seines Bestehens rund 800.000 m� Nutzfläche mittels integraler Planung begleitet. „Der Ansatz, schon bei der Planung die Nutzungsphase zu antizipieren, wird erst jetzt mit dem Einzug der Nachhaltigkeit zur Normalität“, erklärt immovement-Gründer Harry Steinberger. „Vor zehn Jahren gab es noch wenige Bauherren, die mit dieser Sichtweise etwas anfingen.“ Das Unternehmen ist heute in Österreich, Deutschland und CEE tätig. Zu seinen Kunden zählen Immobilienprojekt-Entwickler, Investoren, Immobiliennutzer,

ImmobilienScout24 verstärkt Team

Porr-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss ist nun ein „Eminent“.

Wien. Die weltweite Berufsvereinigung von Immobilienexperten, „Royal Institution of Chartered Surveyors“ (RICS), verleiht Porr-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss aufgrund seiner Verdienste um die heimische Immobilienwirtschaft die RICS-Mitgliedschaft als „Eminent“. In Österreich ist Strauss damit der erste neue Eminent seit rund fünf Jahren.  (red)

Insgesamt 4.000 Haushalte wird der neue Windpark in Kittsee mit Strom beliefern.

© ATP

© oekostrom AG

© Alpine Bau

Thermische Sanierung: Erste Zwischenbilanz

Das Bau-Team bei den Grabungen für die sechs U-Bahn-Tunnel in Singapur.

Visualisierung des neuen Einkaufszentrums in Rijeka mit 20.000 m2 Fläche.

Wien. Zwischenbilanz über die Förderung der Thermischen Sanierung: Die für private Häuser zur Verfügung stehenden 70 Mio. € sind zu mehr als der Hälfte ausgeschöpft. Von den Betrieben sind bereits 14 der angebotenen 30 Mio. € abgerufen worden.  (APA/red)


Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

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17.03.2010 16:52:13 Uhr

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