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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 12. juli 2013 – 19

© gameloft.com

chancen bei tech-aktien

Apple, Samsung, Videogame-Aktien gelten laut Analysten derzeit als günstig  Seite 21

© EPA/M. Ruetschi

financenet fonds und onkologie

Lacuna erwartet bevorstehenden Quantensprung bei der Krebsbehandlung  Seite 22

nfc gibt gas kontaktlos bezahleN © Jansenberger Fotografie/www.digitalimage.at

Aktien-Halbzeit: Worauf Profis heuer noch hoffen

ATX 3. Juli–10. Juli 2013

2236,20

Wochentop Wochenflop

1,18%

Century 10,04% OMV -7,53%

Top 5 ATX Prime Century Casinos Wienerberger Zumtobel Palfinger Vienna Insurance Group

10,04% 9,32% 8,09% 6,38% 4,89%

Flop 5 ATX Prime OMV AMAG Raiffeisen Bank International Mayr-Melnhof Karton Agrana

-7,53% -5,38% -3,33% -2,47% -1,60%

© Pioneer Investments Austria/Robert Herbst; www.renatemedwed.com; Erste Group; Panthermedia.net/Worradirek Muksab

ATX (10.7.)

DAX 3. Juli–10. Juli 2013

DAX (10.7.)

8048,76 2,80%

Wochentop Wochenflop

Conti K+S

6,69% -1,77%

Top 5 DAX Continental Volkswagen aInfineon Technologies BMW

6,89% 5,91% 4,71% 4,36%

Flop 5 DAX K+S Deutsche Telekom HeidelbergCement Lufthansa Fresenius Medical Care

-1,77% -0,37% -0,30% -0,26% -0,21%

Petr Zajic (Pioneer Investments), Michael Sieghart (Wiener Privatbank), Friedrich Mostböck (Erste Group)

Wiens ATX hat Nachholbedarf Während die US-Börsen und andere Aktien­ märkte von der langen Periode lockeren Geldes profitierten, liegt Wien zur ­Jahres-Halbzeit immer noch acht Prozent tiefer als am 1. Jänner 2013. Experten ­hoffen für den Herbst auf Österreich-Aktien mit starken Dividenden.  Seite 20 Geschäftsjahr 2012 Wegen Vorsorgen für MEL-Klagen

inhalt

Capital:Markets > Ben Bernanke gibt neue Rauchzeichen  > Vermögensverwalter der Welt legen wieder zu 

Meinl Bank mit 19 Mio. Euro Verlust 20 20

Banking > A.T. Kearney sieht Trends bei Banken kalt-warm  23 Insurance:Watch > Uniqa holt sich 350 Millionen Euro per Anleihe  24

© APA/Herbert Neubauer

Fonds:Park > Portugal bleibt vorerst in der Rezession  22 > Fonds-Anleger setzten im Juni auf mehr Sicherheit  22

Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl: „Operativ im Plus, Aussichten gut“.

Wien. Der Meinl Bank-Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresverlust von 19 Mio. € erwirtschaftet. Im Jahr davor hatte es noch ein Plus von 1,5 Mio. € gegeben. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) kletterte von 1,5 Mio. € 2011 auf 3,4 Mio. €. Im Wesentlichen haben „soziale Vergleiche” und Zuweisungen für Rückstellungen in der Causa MEL (Meinl European Land) das Ergebnis gedrückt, so die Meinl Bank. Rund 1000 Zivilklagen sind noch anhängig, doch glaubt man nun ausreichend dafür vorgesorgt zu haben. Der Ausblick für das Jahr 2013 sei positiv.  (red/APA)

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f i n an c e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 12. Juli 2013

financenet@medianet.at

Aktienanlage Bisher war 2013 nicht brüllend, was die Erträge betrifft – Experten setzen aber auf die nächsten Monate

kolumne

Das Jahr ist noch nicht um!

Transatlantische Geburtswehen

Potenzial bieten Aktien mit guter Dividende wie Kapsch, Palfinger, Flughafen Wien und Erste Group. Jahr jedenfalls hinterher. Die Handelsvolumina in Wien konnten heuer zwar schon um etwa sieben Prozent zulegen, befinden sich aber insgesamt noch auf niedrigen Niveaus. Der Abstand zwischen Anleiherenditen (zehnjährige Staatsanleihen) und Dividendenrenditen hat sich in den letzten Monaten massiv zugunsten von Aktien erhöht, obwohl auch Anleihezinsen von ihren Tiefs deutlich angezogen haben. Historisch gesehen ist das eine außergewöhnliche Situation. Die Ursache dafür liegt nicht zuletzt auch im vergangenen Kursrückgang des ATX, wodurch dessen darin enthaltene Aktien nun wieder deutlich unter Buchwert notieren, stellen die Erste-Group-Analysten fest.

reinhard krémer

Wien/Frankfurt. Es ist wie verhext: Immer, wenn die Aktienmärkte nach oben ausschlagen – und das hat der deutsche DAX heuer schon des Öfteren, nicht zuletzt gab es darum auch bereits ein All-timehigh –, kommt von irgendwoher ein negatives Signal und die Kurse rauschen wieder in den Keller. Und so liegt der ATX im Minus, der DAX grundelt dahin (obwohl es beiden Volkswirtschaften eigentlich nicht schlecht geht), der französische CAC kommt ebenfalls nicht richtig von Fleck und der polnische Index liegt gar 18% im Minus. Nur der amerikanische Dow Jones legte allen Turbulenzen zum Trotz um 13 Prozent zu und der japanische Nikkei-Index verbesserte sich gar um rund ein Drittel.

reinhard krémer

S

eit einigen Tagen laufen emsig die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen, das Europa mit den USA abschließen will. Es soll damit durch den Wegfall von Handelsschranken ein Markt von 800 Millionen Konsumenten entstehen, schwärmen sonst nüchterne Diplomaten freudentrunken. Zuletzt hatte George W. Bush in der rauchgeschwängerten Atmosphäre  beim Spanferkelbraten am G20Treffen in Heiligendamm ein Abkommen in Aussicht gestellt. Geworden ist daraus, wie aus vielem, das von „Dabbeljuh“ verkündet wurde – richtig – nix. Diesmal aber könnte es durchaus ernst werden, denn Präsident Barack Obama muss seine Wirtschaft um jeden Preis ankurbeln. Ob davon aber auch die Europäer profitieren werden, muss sich erst noch zeigen. Denn das Abkommen hieße auch „Freie Fahrt“ für gentechnisch manipuliertes Saatgut, chlorgebleichtes Hühnerfleisch und andere US-Delikatessen. Fraglich ist auch, ob Europa damit das ACTA-Abkommen durch die Hintertür importieren würde. Für Österreich wäre es eine Chance, mit seinen qualitativ hochwertigen Produkten auf dem US-Markt zu reüssieren. Man wird nun sehen, ob unsere Ambassadore ihr Geld wert sind und ein für Europa vorteilhaftes Paket bescheren können. Vorsicht ist angebracht...

Auch Michael Sieghart von der Wiener Privatbank geht für das zweite Halbjahr 2013 von guten Investitionschancen für Anleger aus und empfiehlt vorwiegend stabile Dividendentitel wie Kapsch, Palfinger, Flughafen Wien und die Erste Group: „Wir rechnen für die zweite Jahreshälfte mit einer Fortsetzung der expansiven Geldpolitik und einer leichten Erholung der Weltwirtschaft. Das sind gute Voraussetzungen – für steigende Unternehmensgewinne und erfolgreiche Aktieninvestments.” In den Märkten Zentral- und Osteuropas ist über die Sommermonate mit hoher Volatilität zu rechnen. „Wir glauben aber, dass die Marktauswirkungen der Fed-Ankündigungen übertrieben sind und halten eine baldige Stabilisierung der Situation für wahrscheinlich“, meint Petr Zajic, Fondsmanager Aktien CEE bei Pioneer Investments Austria. „Die CEE-Notenbanken und die EZB sind in einer anderen Situation als die US-Notenbank (Fed) und werden daher auch weiterhin eine eher lockere Geldpolitik betreiben”, ist Zajic überzeugt.

Sind Aktienanleger nun auf der Verliererstraße? Nein, heißt es dazu bei den Analysten der Erste Group: „Global existieren viele wirtschaftliche Unsicherheiten, weshalb das Investitionsumfeld belastet bleibt. Die Märkte bleiben in Folge volatil, mangels Alternativen bleiben Aktien im Niedrigst-Zinsumfeld attraktiv.” Aufholpotenzial sehen die Experten nämlich gerade beim ATX. Mit einer klaren Underperformance im ersten Halbjahr von minus acht Prozent seit Jahresanfang könnte bis Jahresende wieder etwas Dynamik einsetzen, heißt es. Insgesamt gesehen war aber auch z.B. der Euro Stoxx 50 in der ersten Jahreshälfte leicht negativ. „Aktuelle Bewertungsrelationen wie erwartetes Gewinnwachstum, Kurs-Gewinn-Verhältnisse oder die Gewinn- und Dividendenrendite signalisieren jedenfalls Aufholpotenzial für die Wiener Börse im 2. Halbjahr“, stellt Fritz Mostböck, Leiter des Bereichs Group Research

© Erste Group

Aufholpotenzial beim ATX

Zuwachs bei Vermögen

Friedrich Mostböck, Erste Group: ATX schafft 2.400 Punkte bis zum Jahresende.

der Erste Group Bank, fest. „Für Anleger bleiben durch die global niedrigen Zinsen österreichische Aktien unter Renditegesichtspunkten weiter attraktiv.“

Kommen die Österreicher? Österreichische Aktien sollten generell vom höheren Potenzialwachstum in den Ländern Zentralund Osteuropas (CEE) profitieren. In den letzten fünf Jahren der Krise haben die CEE-Länder, und das wird auch international vermehrt

wahrgenommen, den Rest Europas wirtschaftlich outperformt. „Dieses Fundament sollte, in Kombination mit attraktiven Bewertungsniveaus, die Triebfeder für eine Besserentwicklung im zweiten Halbjahr sein. In Summe sollten wir bis Ende 2013 den ATX bei rund 2.400 Punkte sehen“, meint Mostböck. Das wäre immerhin ein Plus von rund zehn Prozent, verglichen mit dem Indexstand zum Redaktionsschluss. Nach Meinung der Analysten hinkt die Wiener Börse dem allgemeinen Trend im laufenden

US-Werk Siemens, Midrex

Nervenberuhigung im Visier US-Zentralbank könnte länger „expansiv“ bleiben

Plus für Asset Management

voestalpine lässt bauen

Bernanke gibt wieder Signale Washington. Die an den Finanzmärkten ab Herbst erwartete schrittweise geldpolitische Straffung in den USA ist noch keineswegs ausgemacht – oder so scheint es nach den neuesten Aussagen von Notenbank-Chef Ben Bernanke. Er sagte am Mittwoch auf einer Konferenz im US-Staat Massachusetts, der ultralockere Kurs in der US-Geldpolitik sei auch in absehbarer Zukunft erforderlich. Die Lage am Arbeits-

markt sei nicht so gut, wie es die Arbeitslosenquote vermuten lasse, die Inflation indes noch gering. Ein ähnlicher Tenor geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung von Mitte Juni hervor: Viele Notenbanker des Offenmarktausschusses (FOMC) seien bei der Sitzung überzeugt gewesen, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt erst noch weiter verbessern müsse.

„Jeder scheint seine eigene Meinung zu haben, wann mit dem Ausstieg begonnen werden sollte”, sagte Kim Rupert, Analyst bei Action Economics. „Ich glaube, der Zeitpunkt ist jetzt unklarer als zuvor.” Viele Experten seien zuletzt davon ausgegangen, dass es im September so weit sein könne; die neuesten Nachrichten würden einen solchen Zeitplan infrage stellen. Doch grundsätzlich, so meinen viele, sei der Ausstiegskurs dennoch in Bernankes Visier.

Linz. Der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine hat Siemens und die US-Firma Midrex Technologies mit dem Bau seines USWerks beauftragt. Die geplante Direktreduktionsanlage in Texas weist ein Investitionsvolumen von 550 Mio. € auf. Die Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 2 Mio. t hochqualitativem Eisenschwamm ausgerichtet. (red)

Laut Bernanke ist Erholung der US-Wirtschaft nicht so robust wie vermutet.

Derzeit kauft die US-Notenbank pro Monat für 85 Mrd. USD (66 Mrd. €) Staats- und Immobilienpapiere und schafft so frisches Geld. Mitte Juni hatte Bernanke aber erklärt, abhängig von der Entwicklung der Konjunktur könnten die Aufkäufe ab dem Herbst auslaufen und bis Mitte 2014 eingestellt werden. Die neuesten Aussagen könnten nun auf einen späteren Termin hindeuten; der US-Dollar kam daraufhin gegenüber dem Euro unter Druck. (red/ag)

© voestalpine

Das Gelddruck-Programm

© EPA/Michael Reynolds

Wien. Die Asset-ManagementBranche ist weltweit wieder auf Erholungskurs: Die global verwalteten Vermögenswerte stiegen 2012 um 9% auf 62,4 Billionen USD (48,53 Billionen €) und lagen damit wieder deutlich über dem Vorkrisenniveau von 57,2 Billionen USD, so eine Studie Boston Consulting Group (BCG). Der Anstieg der Kapitalanlagen sei vor allem auf die positive Entwicklung der globalen Aktien- und Rentenmärkte zurückzuführen und weniger auf Nettomittelzuflüsse, heißt es. Diese seien mit plus 1,2 Prozent zwar wieder stärker als in den Krisenjahren gestiegen, aber immer noch deutlich unter den Vorkrisenwerten von drei bis sechs Prozent. Die verwalteten Kapitalanlagen in Asien – exklusive Japan und Australien – nahmen 2012 um 17% auf 3,8 Billionen USD zu, in Nordamerika um 9% auf 30,3 Billionen USD und in Europa um 8% auf 17,5 Billionen USD. (APA)

Dividendentitel im Fokus

voestalpine-Chef Wolfgang Eder baut US-Werk um 550 Mio. Euro.


f o n d s : pa r k

Freitag, 12. Juli 2013

financenet – 21

financenet@medianet.at

DNB Asset Management Traditionskonzerne wie Apple und Samsung weisen ein tiefes KGV auf; günstige Bewertungen im Spielesegment

Chancen im Technologiemarkt Experte: Microsoft wird unterschätzt; hohes Wachstum bei Google erwartet. Tandberg-Johansen. Im von ihm gemanagten Fonds DNB Technology (ISIN: LU0302296495) hat er Google derzeit dennoch niedriger gewichtet als Mitbewerber Microsoft. Der Grund: „Zu unserer Anlagestrategie gehört auch, dass wir antizyklisch agieren, wenn es angebracht ist. Der Markt hat inzwischen erkannt, wie vielversprechend Google aufgestellt ist. Microsoft dagegen wird trotz seiner Ertragsstärke im Firmenkundensegment und seines guten Wachstumspotenzials unterschätzt.“ Im seinem Fonds jedenfalls hat Tandberg-Johansen die Strategie anscheinend bisher gut umgesetzt:

Auf Sicht von fünf Jahren liegt der Fonds nach eigenen Angaben mit einer durchschnittlichen jährlichen Performance von 15,15% an der Spitze seiner Vergleichsgruppe. Year-to-date beträgt das Plus 18,96%. Neben den genannten Technologieriesen setzt Tandberg-Johansen vor allem auf Spieleproduzenten wie Activision, Ubisoft oder Gameloft. Der Grund: Es steht die Einführung der nächsten Generation von Spielekonsolen an, die stärkend wirken soll. Auch der Markt der mobilen Spiele sollte sein starkes Wachstum fortsetzen – hier ist Gameloft der Favorit.  (lk)

© gameloft.com

Wien. Viele Technologieaktien sind derzeit unterbewertet und bieten Investoren daher günstige Einstiegsgelegenheiten. Diese Auffassung vertritt Anders TandbergJohansen, Head of Global Technology bei DNB Asset Management. „Das um Netto-Cash-Positionen und Schulden bereinigte Kurs-GewinnVerhältnis (KGV) des Sektors für 2013 liegt lediglich bei 13“, erklärt der Fondsmanager. „Einzelne Traditionsunternehmen aus der Branche wie Apple oder Samsung sind sogar noch deutlich günstiger zu haben.“ Selbst bei einem Ex-CashKGV von nicht einmal 7 bei Apple und Samsung seien die Wachstumsaussichten beider Unternehmen mehr als intakt. TandbergJohansen erwartet für die nächsten drei Jahre einen Anstieg des Gewinns je Aktie von jeweils sieben Prozent jährlich.

Gameloft profitiert von der hohen Nachfrage nach Spielen für Android-Phones.

10 Jahre Exzellenz

Das „Google-Phone“ Noch deutlich stärker wird seiner Ansicht nach jedoch Google wachsen – nämlich um 16% jährlich. Zwar müssen Investoren für die Aktie des Internetriesen immerhin das 16-Fache des Jahresgewinns zahlen, allerdings erhalten sie dafür auch Anteile an einem Unternehmen, das auf allen wichtigen Wachstumsfeldern hervorragend positioniert ist. „Egal ob es um Smartphones und Tablets geht, um Cloud Computing, neue SpielePlattformen, TV- Services oder um Soziale Netzwerke – Google ist dabei“, sagt Tandberg-Johansen. Dies zeige sich auch daran, dass Google die Mehrzahl der Smartphones mit dem hauseigenen Betriebssystem Android ausstatte. Google-Produkte wie YouTube, Google Maps oder die Internetsuchmaschine kämen darüber hinaus selbst auf dem iPhone des Rivalen Apple in großem Umfang zum Einsatz. „Das iPhone könnte man also mit einigem Recht als Google-Phone bezeichnen“, so

Franklin Für Finanz-Videos

5 Telly Awards

New York. Das Fondshaus Franklin Templeton Investments hat insgesamt fünf Telly Awards – eine in der US-Medienlandschaft durchaus angesehene Award-Institution – für zwei inhouse produzierte Behavioral-Finance-Videos erhalten. In den Videos (zu sehen z.B. auf YouTube) geht es konkret um Verfügbarkeitsheuristik und Herdenverhalten. Die Jury habe die Animationen fantasie- und humorvoll gefunden, zudem seien die Botschaften klar zu verstehen.  (lk)

www.bankdesjahres.com

Business Breakfast, Konferenz & Gala 19. 09. 2013 Baden bei Wien

10 Jahre. Die letzten 10 Jahre waren turbulent. Eine Krise jagt die andere, Grundgesetze der Wirtschaft sind außer Kraft, Europa hat große Herausforderungen vor sich. 10 Jahre, die an der Bankenwelt nicht spurlos vorüber gegangen sind, denn die Zinskurve zieht unangenehme Spuren durch die Bilanz, die Mobilität der Kunden und deren Ansprüche an Transparenz und Mitgestaltung sowie die Versuche, durch Gesetze künftige Krisen und Fehlentwicklungen zu verhindern, haben das ein oder andere Opfer gefordert. Aber es gibt auch die andere Seite: 10 Jahre, in denen Banken und Sparkassen mit Leistung und Engagement positiv aufhorchen ließen, bemerkenswerte Ideen realisierten und konsequent in der Umsetzung waren. Das macht Mut.

victor inspiriert und prämiert seit 10 Jahren Seit seiner ersten Minute dient victor nur einem Ziel: Banking Exzellenz zu fördern. Wir glauben daran, dass es mehr Konzepte für Erfolg gibt, als den billigsten Preis oder die jährliche Schrumpfkur. Heute laden wir Sie herzlich ein, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein. Feiern Sie mit uns Banking Exzellenz auf der Gala, holen Sie sich inspirierende Ideen auf der Konferenz und diskutieren Sie über die Zukunft des Vertriebs beim Business Breakfast! Wir wissen nicht, ob wir die Bankenwelt verändern. Aber wenn dieser Tag Sie dazu inspiriert mit Mut an der Banking Exzellenz zu arbeiten, dann ist es für uns die größte Freude.in Richtung Exzellenz zu begleiten. Und wenn victor und dieser Tag dazu beitragen, mehr Exzellenz zu fördern, dann ist es für uns die größte Freude.

Anmeldung und Info: www.victorgala.com/anmeldung +43 2252 25 48 45 - 17 andrea.weiss@emotion-banking.at Die Teilnahme ist für Banker kostenfrei. Veranstalter

emotion banking

Franklin Templeton Investments erklärt leichtfasslich Behavioral Finance.

Medienpartner

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Strategie. Beratung. innovativeS Marketing.

victor Business Breakfast

Omnikanale Filiale als Finanzdrehscheibe Grand Casino Baden, Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, AUT ----------10:00 Effiziente Filialsteuerung und Societing; emotion banking 10:30 Personal Financial Planning als wirkungsvoller Baustein u.a.; axilaris GmbH 11:00 Raumkonzepte mit Zukunft; Bene AG; www.bene.com

victor Konferenz

Konzepte für Banking Exzellenz Grand Casino Baden, Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, AUT ----------12:00 Empfang und Mittagssnack 13:00 Best practice Erfahrungen von internationalen Vorständen

17:00

tDr. Christian Rauscher; GF emotion banking & victor, AUT tOyvind Oanes; CMO & General Manager Zuno Bank AG, AUT tKarl Reinhold Mai; Vst.-Vors. SPK Lüneburg, DE tLeonhard Zintl; Vst. VB Mittweida eG, DE tBruno Baumann; Grenzgänger & Extremforscher, AUT

VIP Empfang

victor Gala

10 Jahre Exzellenz

Stadttheater Baden, Theaterplatz 7, 2500 Baden, AUT ----------17:30

Cocktailempfang & come together

19:00

victor Gala – Prämierung der erfolgreichsten Banken Showact: Maricel Wölk, internationaler Musicalstar

21:00

After Show & Galabuffet – Feiern Sie mit über 500 Bank-Führungskräften

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PORTAS Y S PROJEKTGESELLSCHAFT

MBH


F o n ds: pa r k

22 – financenet

Freitag, 12. Juli 2013

financenet@medianet.at

Lacuna AG Globale Jahresumsätze für Krebsmedikamente werden in den nächsten drei Jahren um 25 Prozent auf 100 Mrd. Dollar ansteigen

Onkologie als Investmentthema

© EPA/Martin Ruetschi

Diagnostische und therapeutische Ansätze verschmelzen zusehends, Konzerne auf dem Feld wachsen jährlich im Schnitt um 10%.

Roche, Sanofi, Genentec, Amgen und andere erzielen Profit mit Krebsarzneien.

toren mit sich. Denn die forschenden und entwickelnden Unternehmen – Roche, Sanofi, Genentec, Amgen und andere – erzielten jährliche Wachstumsraten von durchschnittlich 10%.

Einer der Megatrends „Onkologie wird aufgrund des demografischen Wandels auch weiterhin einer der Megatrends im Gesundheitssektor bleiben“, sagt Thomas Hartauer, Vorstand der Lacuna AG, die entsprechende Branchenfonds anbietet. Vor allem mit steigendem Alter nimmt das Krebsrisiko stark zu, abgesehen vom Rauchen und ungesunder Ernährung als Auslöser. Interessanterweise entfallen aber schon mehr als 60% der krebsbedingten Sterbefälle auf die Emerging Markets. Vor dem Hintergrund eines steigenden Bedarfs wächst die Branche rasant. Allein die globalen

Jahresumsätze für Krebsmedikamente werden in den nächsten drei Jahren von gut 80 Mrd. USD (2012) auf mehr als 100 Mrd. USD (78,01 Mrd. €) ansteigen. „Hiervon profitieren vor allem Unternehmen aus der Biotech-Branche, die mit ihren innovativen Ansätzen die Krebsdiagnostik und -therapie vorantreiben“, so Hartauer weiter. Unter den weltweit umsatzstärksten Arzneimitteln finden sich daher gleich sieben von zehn biotechnologisch erzeugte Medikamente, darunter drei Krebsmedikamente. Und die Pipeline ist gut gefüllt. Es werden 400 weitere Produkte getestet. „Investoren sollten trotz der guten Chancen, die sich in der Onkologie-Branche bieten, über mehrere Biotech-Subsektoren diversifizieren“, so Hartauers Tipp. So könnten Anleger das innovative Potenzial des gesamten Biotech-Markts gezielt ausschöpfen und sich zugleich gegen Risiken absichern. (lk)

Western Asset Portugal braucht mehr Zeit, sonst geht auf halber Strecke der Sparmaßnahmen die Luft aus

short

Baltimore. Die GIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien) sorgen wieder für Schlagzeilen. Nach Griechenland scheint nun auch Portugal vor neuen Herausforderungen zu stehen. Andrew Cormack, Portfolio Manager bei der 100%igen Legg Mason-Tochter Western Asset, sagt, dass Portugal das von der Troika verordnete Sparprogramm in den vergangenen zwei Jahren eigentlich ganz gut umgesetzt habe. So sank das Haushaltsdefizit von -8% auf unter -4%. Allerdings seien die aktuellen Zahlen schlecht und gefährdeten deshalb die von der Troika gesetzten Ziele. Die Europäische Kommission müsse dem Land mehr Zeit für das Defizitverfahren gewähren. Portugals Regierung sei nicht die

Zürich. Im ersten Halbjahr 2013 verzeichnete der Wandelanleihen-Spezialist Fisch Asset Management einen Neugeldzufluss von 1 Mrd. CHF. Die verwalteten Vermögen stiegen um rund 23% von 7,3 Mrd. CHF auf 9 Mrd. CHF. Damit setzt sich der positive Trend aus dem Jahr 2012 mit einem rekordhohen Nettozufluss von Neugeldern in Höhe von 1,7 Mrd. CHF fort, heißt es. Der Neugeldzufluss von 1 Mrd. CHF habe sich dabei auf alle Anlageklassen verteilt. Fisch AM wurde 1994 gegründet und beschäftigt derzeit 50 Mitarbeiter, davon ist mehr als ein Drittel im Kernbereich Portfolio Management tätig. (lk)

Carmignac leitet die UK-Niederlassung

erste, die Gefahr laufe, dass ihr auf halber Strecke der Sparmaßnahmen die Luft ausgehe. Zudem sei Portugal vom Markt quasi ignoriert worden: „Die Spreads zu deutschen Staatsanleihen haben sich seit dem Höhepunkt der Krise im ersten Quartal 2013 bei über 1000 Basispunkten gesammelt.“ Ein Grund dafür: Portugal habe es geschafft, einen Großteil seines Haushaltsdefizits abzubauen. Entscheidender sei, dass sich die Stimmung gegenüber Risiken seit der Einführung der endgültigen Käufe und Verkäufe von Staatsanleihen an den Sekundärmärkten im Euro-Raum verbessert habe. Cormack: „Damit ist aber auch klar, dass Portugal vorerst in einer Rezession bleibt.“ (lk)

© EPA/Manuel De Almeida

Experte: Portugal bleibt vorerst in Rezession

Fisch AM mit hohem Neugelderzufluss

Premier Pedro Passos Coelho: Seine Regierung muss Festigkeit erst beweisen.

UBS Investor Sentiment Index misst Risikobereitschaft

HSBC I Australien-Report

HSBC II Direktinvestitionen

Frankfurt. Investoren positionierten sich im Juni deutlich vorsichtiger als noch im Mai. Dies zeigt die jüngste Auswertung des UBS Investor Sentiment Index, der die Risikobereitschaft der Käufer von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX misst. Anleger wählten im Vormonat einen durchschnittlichen Cap 17,72% unter dem jeweils aktuellen Stand des deutschen Leitindex. Damit lag der UBS Investor Sentiment Index im Juni 7,89 Prozentpunkte

Sydney. Der boomende Minensektor hat Australiens Wirtschaft in den vergangenen Jahren Auftrieb gegeben. HSBC zufolge muss das Land die Struktur seiner Wirtschaft nun angesichts fallender Rohstoffpreise und des gedämpften Wachstums in China überdenken. Die Gefahr einer Rezession sei jedoch gering,so HSBC in einem aktuellen Länderbericht. Bereits 2014 könne das Wirtschaftswachstum in Australien wieder anziehen.  (lk)

Wien. Traditionell sind die Industriestaaten Hauptquelle und -ziel für ausländische Direktinvestitionen. HSBC Global Research zufolge könnte sich dies jedoch in absehbarer Zukunft grundlegend ändern. Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) dürften als Quelle und Ziel ausländischer Direktinvestitionen immer wichtiger werden. Die zentralen Thesen lauten: Die ausländischen Direktinvestitionen mit Ursprung in den vier BRICStaaten könnten in den nächsten zehn Jahren um 1,2 Bio. USD zunehmen und sich damit verdoppeln. Der Grund: der wachsende Wohlstand und Handel der Schwellenländer sowie der Wunsch nach Investitionen in reale Güter. Davon dürften vor allem andere Emerging Markets profitieren. Denn es dürfte ins Bewusstsein der Investoren rücken, dass die nachlassende Dynamik in den westlichen Industriestaaten nicht zyklischer, sondern struktureller Natur ist. Ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern dürfte an diesem langfristigen Trend wenig ändern.

© Panthermedia.net/Ernst Riha

Die DAX-Entwicklung im Juni war für viele Anleger wie eine Achterbahnfahrt.

tiefer als noch im Mai, als der durchschnittliche Cap 9,83% unter dem Referenzindex notierte. Der UBS Investor Sentiment Index misst die Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX gewählt haben, und vergleicht diese Werte mit dem jeweiligen Stand des deutschen Aktienindex. Erreicht der DAX am Laufzeitende den Cap oder liegt sogar darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Zertifikate die maximal mögliche Rendite. Liegt der Cap weit unterhalb des DAX, zeigt dies, dass Anleger größere Kursrückgänge erwarten. Die Höhe des gewählten Caps ist daher ein Indikator für den Optimismus der Anleger. Zur Monatsmitte hin, bis Ende Juni, agierten Anleger sogar noch konservativer als am Monatsanfang. „Die DAX-Entwicklung im Juni war für Anleger wie eine Achterbahnfahrt“, sagt Marcel Langer, Director bei UBS. Auch die Verunsicherung über den weiteren Kurs der US-amerikanischen Geldpolitik und die konjunkturelle Entwicklung in China seien sicher treibende Faktoren gewesen.  (lk)

© EPA/Tony McDonough

© Carmignac

Anleger suchten im Juni Sicherheit Keine Rezession Verschiebung

Maxime Carmignac: Vertrieb im englischen Markt wird neu gestaltet.

Paris. Die Ernennung von Maxime Carmignac unterstreicht die Ambition der Carmignac Gestion-Gruppe in UK und bekräftigt deren langfristiges Engagement auf diesem Markt. Matthew Wright behält sein Amt als Leiter des institutionellen Geschäfts in England bei. In ihrem neuen Amt übernimmt Maxime Carmignac die Ausarbeitung und Umsetzung der langfristigen Strategie von Carmignac Gestion im Vereinigten Königreich. Die personelle Verstärkung auf höchster Ebene soll das Wachstum von Carmignac in England fördern. Die dortige Niederlassung wurde vor einem Jahr gegründet.

Regensburg. Im Bereich der Krebsforschung und -behandlung steht ein Quantensprung kurz bevor. Dieses Fazit zieht Senior Portfoliomanager Christian Lach bei Adamant Biomedical Investments AG nach dem Besuch der diesjährigen ASCO (American Society of Clinical Oncology), dem weltweit wichtigsten Branchentreff im Bereich Onkologie. Diagnostische und therapeutische Ansätze würden zunehmend verschmelzen, heißt es. Eine zielgerichtete Krebsbehandlung sei so möglich, erste Erfolge seien bereits sichtbar: „So sank die Krebssterblichkeit von einem Hoch Anfang der 1990er-Jahre bis heute deutlich ab, sodass inzwischen gut zwei Drittel der Krebspatienten ihre Erkrankung überleben.“ Jenseits von Behandlungserfolgen, die sich für Patienten durch die Forschungsanstrengungen ergeben, bringen die Fortschritte auch aussichtsreiche Chancen für Inves-

Großteil der Wirtschatt ist außerhalb des Minensektors angesiedelt.


ba n k i n g

Freitag, 12. Juli 2013

financenet – 23

financenet@medianet.at

„Bankenwetter“ Retail Banking Radar von A.T. Kearney sieht Positivtrends, weist aber auch auf nötige Schritte hin

short

Teils sonnig, teils grau: mit Kaltfront vor der Tür

Kombi aus Sparen und Vermögensverwaltung Salzburg. Die österreichische direktanlage.at bietet ab sofort ein Kombiprodukt aus einem hochverzinsten Tagesgeldkonto und einer Vermögensverwaltung an. Bei „Sparen & Anlegen“ wird die Hälfte des Veranlagungsbetrags auf ein TopZins-Konto zu einem für 6 Monate garantierten Zinssatz von 2,5% veranlagt. Weiters wird zu je maximal 25% in aktiv gemanagte Aktien- und Anleihenfonds investiert. Die Mindestveranlagung beträgt 30.000 €. Die Auswahl der Aktien und Anleihen geschieht durch den deutschen Vermögensverwalter DJE Kapital AG. Es wird vorwiegend in substanzstarke, große Unternehmenswerte investiert, mit hoher Dividendenrendite; des Weiteren in asiatische Unternehmen mit hohen Wachstumschancen. Beim Anleihenanteil wird in Unternehmensanleihen und Anleihen mit Inflationsschutz angelegt. (lk)

Sinkende Profitabilität Im Jahr fünf der Krise haben die regionalen Unterschiede weiter zugenommen. Während die Banken in den skandinavischen Ländern sowie der Schweiz die Zeit der Unsicherheit hinter sich gelassen haben, ist die Krise für die Institute in den südeuropäischen Ländern längst noch nicht vorüber. Die Banken in Westeuropa erweisen sich alles in allem als stabil, wenngleich sie auch unter den niedrigen Zinsen leiden. In Osteuropa kämpfen die Banken noch, schalten aber langsam wieder auf Wachstum. Die meisten Institute kämpfen mit stagnierender oder sinkender Profitabilität und haben 2012

Santander Bank mit neuem Sprecher

Pratz: „In Westeuropa ist man noch nicht aus dem Tal heraus; die hier üblichen Gratiskonten, etc. bringen keine neuen Kunden.“

weniger verdient als im Vorjahr. Erzielten die Institute in früheren Jahren noch mehr als 0,7% Rendite auf ihre Aktiva, so waren es 2012 nur noch 0,6%. Der Rückgang liegt A.T. Kearney zufolge vor allem an der höheren Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite in den Krisenländern. Im Umfeld niedriger Zinsen und verunsicherter Konsumenten verdienten zwar auch die Privatkundeninstitute in den stabileren Ländern weniger als vor der Krise, der Rückgang fiel dort aber weniger dramatisch aus. Die Banken müssen nun dringend gegensteuern. „Die Privatkundeneinnahmen werden in den nächsten Jahren im besten Fall stagnieren“, so der Ausblick. Die Bankkunden sind nicht nur weiterhin verunsichert und investieren zurückhaltend in Fonds und andere Anlageprodukte, was sich in weiter

fallenden Provisionseinnahmen zeigt, sondern sie geben im Schnitt auch weniger für Finanzdienstleistungen aus. Am meisten Kopfzerbrechen bereite die Tatsache, dass die zinsabhängigen Erträge keinen stärkeren Ausgleich mehr schaffen können. Auch der Gewinn pro Kunde und die Kosten-Ertrags-Quote hätten sich verschlechtert. Als Folge der Restrukturierungen und des Stellenabbaus seien jedoch die Einnahmen pro Mitarbeiter gestiegen. Bei der Cost-Income-Ratio ist Spanien übrigens Spitzenreiter; dort schaffe man es, auch Kleinstfilialen profitabel zu betreiben. Als Auswege aus dem Tief zeigt A.T. Kearney auf: „Das Konto, die Immobilienfinanzierung sowie die Anlage-Idee sind weiterhin die wichtigsten Produkte. Die Banken müssen individuell auf die Kunden eingehen, etwa durch Konten mit

Wien. Robert Hofer (45) ist seit Mai 2013 Unternehmenssprecher der Santander Consumer Bank. In dieser Funktion verantwortet der Medien- und Kommunikationsexperte die externe Konzernkommunikation und das Stakeholder-Management der Bank, die in Österreich rund 450 Mitarbeiter beschäftigt. (red)

besonderem Zusatznutzen oder Anlageprodukte, die gegen Inflation schützen oder Zugang zu AssetKlassen schaffen, die Privatkunden bislang verwehrt sind.“

Multikanal ist Trumpf Nötig seien auch strukturelle Veränderungen, wie sie in Skandinavien bereits umgesetzt worden sind, denn speziell in Westeuropa lässt sich die Kostenschraube kaum mehr weiter anziehen: „Die Themen hier sind Multikanal und Filialumbau.“ Es gehe nicht darum, Filialen zu schließen, denn „alle Kunden brauchen mehr Beratung als früher, Finanzierungen sind komplexer geworden“. In Österreich habe man sich zu lang auf das Osteuprageschäft als Kompensation verlassen, so Pratz abschließend zu financenet.  (lk)

© Santander

Düsseldorf/Wien. Europas Kreditinstitute verfügen mit dem Privatkundengeschäft trotz Krise noch über einen erstaunlich stabilen Anker. Wie der jährliche Retail Banking Radar der Managementberatung A.T. Kearney zeigt, sind die Erträge der Privatkundenbanken seit dem Höhepunkt der Krise 2008 vergleichsweise stabil geblieben und für die meisten Häuser immer noch eine verlässliche Einnahmequelle. „Angeheizt durch die wirtschaftliche Unsicherheit, nimmt die Sparrate zu und die Kundeneinlagen wachsen, auch die Kreditvergabe ist immerhin im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt gewachsen“, sagt Andreas Pratz, Partner bei A.T. Kearney und einer der Studienautoren. Außer bei den Instituten in Krisenländern wie Portugal, Spanien oder Italien sei auch die Risikovorsorge für faule Kredite fast überall gesunken. Für die Retail Banking-Studie wurden mehr als 93 Privatkundenbanken in 24 west- und osteuropäischen Ländern beleuchtet.

© comdirect

Europa der vier Zonen: Regionale Kluft wird größer; viele Institute müssen sich warm anziehen.

Robert Hofer studierte Rechtswissenschaften und Kommunikation.

Bankengehaltsstudie Kritik: In den Nachwuchs wird in Österreich zu wenig investiert

Weitere Tranche Zwei Zins-Varianten, fünf Jahre Laufzeit

Die Krise hat die Boni gekappt

Ethik-Schatzschein

Wien. Sowohl Job- als auch Gehaltsstrukturen haben sich im heimischen Bankwesen durch die Krise und die daraus resultierenden Regulatorien wie CRD III (Anm.: Eigenkapitalrichtlinie) gewandelt. Variable Zahlungen wurden nicht nur in ihrer Anteilshöhe am Grundgehalt reduziert, sondern auch an weniger Personen vergeben. „Die starke Reduktion der variablen Zahlungen – bis zu minus 60%

Wien. Nach der erfolgreichen ersten Emission einer ethischen Kassenobligation in Österreich zu Jahresbeginn hat die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG nun eine weitere Tranche aufgelegt. Anleger können bei einer fünfjährigen Laufzeit zwischen einer Fixzinsvariante oder einer variablen Verzinsung wählen. Variante 1 weist einen Fixkupon für die gesamte fünfjährige Lauf-

Um mehr als die Hälfte tiefere Boni in Vertrieb, Investmentbanking gegenüber 2011.

gehälter – insbesondere bei Führungskräften – überdurchschnittlich gestiegen. Dies in erster Linie wegen der höheren Anforderungen der Aufsicht, die Mehraufwand und -kompetenzen bedeuten.

Nachwuchsproblem Veränderungen zeigten sich auch in der Rekrutierungspraxis. „Gerade für Spezialthemen werden weniger junge Mitarbeiter ausgebildet, gleichzeitig steigt jedoch der Qualifizierungsanspruch. Nur in wenigen Bereichen wie etwa Risikomanagement, Controlling oder dem Finanzierungsbereich, werde aktiv Personal aufgebaut. Im Gegensatz dazu ändern sich zahlreiche Geschäftsmodelle und schrumpfen ganze Geschäftsbereiche wie z.B. das Wertpapiergeschäft oder das Investmentbanking. Kritik gibt es auch dafür: Zwischen gleich qualifizierten Männern und Frauen herrschen immer noch Gehaltsunterschiede von bis zu 20%. In Führungspositionen liegt der Anteil an Frauen außerdem nur noch bei 18%. (lk)

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

© Bankhaus Schelhammer &Schattera/Thomas Topf

zum Beispiel im Investmentbanking – zeigt, dass die Regulatorien am Markt angekommen sind und den hohen Boni ein Ende bereitet haben“, kommentiert Gundi Wentner, Partnerin bei Deloitte Österreich. Deloitte führt alle zwei Jahre diese Art Banken-Studie durch. Allerdings sind in Rechnungswesen, Controlling und Riskmanagement nicht nur der Personalstand, sondern auch die Grund-

Schelhammer & Schattera mit umfassender Ethik-Spar- und Anlage-Palette.

zeit von 1,25% p.a. aus, Variante 2 einen Erstkupon von 1,375% für das erste Jahr und anschließend ab 12.6.2014 eine variable Verzinsung mit 3 Monats-Euribor-Bindung. Gleich ist für beide Varianten die Laufzeit von 12.6.2013 bis 11.6.2018. Der Ersterwerb ist spesenfrei und es werden keine Depotgebühren verrechnet.

Wirtschaftliche Stärke Sowohl variable als auch fixe Variante werden am 12.6.2018 zur Gänze zum Nennwert getilgt. Kassenobligationen sind durch das gesamte Vermögen der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG sichergestellt. In diesem Zusammenhang verweist das Bankhaus auf die wirtschaftliche Stärke: Die Eigenmittelausstattung von Wiens ältester Privatbank betrage mehr als das Dreifache der gesetzlich erforderlichen Eigenmittel. Die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG bietet als einziges heimisches Institut eine durchgängige Palette an Spar- und Anlageformen auf ethisch-nachhaltiger Basis an.


b a n k i n g / i n s u r a n c e : Watc h

24 – financenet

Freitag, 12. Juli 2013

financenet@medianet.at

short

© APA/Hans Klaus Techt

Uniqa plant Anleihe über 350 Mio. Euro

NFC-Karten Die Umstellung auf kontaktlose Bezahlvorgänge ist in voller Fahrt, die Anbieter weiten Angebot aus

Kontaktloses Zahlen wird Kartenanteil anheben Bis Ende 2015 will card complete vier Fünftel seiner Karten auf die neue Technik umgestellt haben. kurt sattlegger

emotion banking-Chef Christian Rauscher: 10 Jahre victor.

Baden. Unter dem Motto „10 Jahre Exzellenz“ steht die heurige victor Gala: in den vergangenen Jahren wurden über 70 siegende Banken in den Kategorien Strategie, Führung, Mitarbeiter, Kunde, Firmenkunde, Unternehmenskultur, Dynamik, Innovation sowie als Bank des Jahres gekürt. Sowohl Sieger als auch victor-Nutzer profieren laut Veranstalter emotion banking von der ganzheitlichen und vernetzten Analytik. Der Tag beginnt bei einem Business Breakfast in den Räumlichkeiten des Casinos Baden. Es werden virtuelle und reale Filialkonzepte der Zukunft präsentiert und darüber gesprochen, wie die Effizienz weiter gestärkt werden kann, heißt es. Zweiter Programmpunkt ist die victor-Fachkonferenz zum Thema „Konzepte für Banking Exzellenz“. Höhepunkt ist dann am Abend die Verleihung des victor an die Sieger; victor sei weit mehr als ein Wettbewerb, denn jedes Institut, das victor für sich nutzt, profitiere von den fundierten Analysen. (red)

NFC steht für „Near Field Communication“ und ermöglicht das kontaktlose Zahlen mit Plastikgeld, ein Großteil der Sparmärkte bietet z.B. den Kunden bereits diese Möglichkeit. Allerdings kursieren Gerüchte über die Sicherheit der neuen Bezahlmöglichkeit. Wofür es keine Grundlage gibt, meinen Experten von card complete. NFC ist demnach einfach der nächste logische Schritt nach der Umstellung von Magnetstreifen auf Chip: eine neue, leistungsfähigere Schnittstelle. Der neue Chip bringe in Wirklichkeit dieselbe Sicherheit für den Kunden. Die Kommunikation mit dem Terminal funktioniert nur auf vier Zentimeter Abstand und dauert maximal eine halbe Sekunde. Eine Vielzahl von zum Teil geheimen „Parametern“, also Sicherheitsprogrammen, soll einen Missbrauch verhindern. Im Moment ist kontaktloses Zahlen bis zu einem Maximum von 25 € ohne Legitimation, also ohne Unterschrift oder Pin, möglich, ein Limit, das aber in Zukunft erhöht werden könnte.

Kontaktloses Zahlen soll sich auch in Österreich durchsetzen – die Anbieter sehen Vorteile für Geschäfte und Kunden.

Die Vorteile liegen etwa für den Lebensmittelhandel auf der Hand: ein Bezahlvorgang mit Bargeld benötigt 30 Sekunden, einer mit herkömmlicher Karte 20 Sekunden und mit NFC verringert sich die Dauer auf zehn Sekunden. Übers Jahr gerechnet werden sich da einige Tage an Einsparungen bei den Beschäftigten ergeben.

Vorteile für Kunden Aber was bringt die neue Technik an Vorteilen für die Karteninhaber? Schnelligkeit ist das eine Argument. Heimo Hackel, Vorstandschef von card complete, denkt dabei zum Beispiel an den schnellen Einkauf beim Bäcker oder in der Trafik – kontaktloses Zahlen ohne

Verifikation komme hier dem Kunden sehr entgegen. Gern bringt er auch das Argument der Hygiene: Auf Geldscheinen und Münzen befänden sich schließlich eine Unzahl von Keimen, auf der Kreditkarte auch, aber die stammten vom Inhaber selbst; das kontaktlose Zahlen bringe hier noch einen kleinen Vorteil. Außerdem würden die neuen Chips länger halten, weil sie in keinen physischen Kontakt mit dem Lesegerät treten. Und sie seien leichter zu bedienen – eine falsche Einsteckrichtung wie beim herkömmlichen System gibt es nicht. Und schließlich erspare man sich das Hantieren mit Münzen. Bis Ende 2013 will card complete bis zu 10.000 NFC-fähige

Terminals installiert haben; man setzt dabei auf neue Lesegeräte, die beides beherrschen, kontaktlos und herkömmlich. PayLife hat aktuell in Österreich rund 6.500 Terminals mit der Kontaktlos-Funktion ausgestattet, bis Jahresende werden es mehr als 10.000 sein.

Mehr bargeldloses Zahlen Letztlich soll das neue System dazu beitragen, den Anteil von Bargeldzahlungen zu senken. Der liegt in Österreich mit 80% immer noch sehr hoch. In Schweden wird dagegen zu 85% bargeldos bezahlt, so Hackel. In Polen hätten NFC-fähigen Karten den bargeldlosen Anteil kräftig steigen lassen.

Halbjahresbilanz 1 Um 26% mehr Transaktionen

Halbjahresbilanz 2 Gutscheinkarten steigen deutlich

Wien. Die card complete Service Bank AG zieht eine positive Zwischenbilanz für das erste Halbjahr 2013. Sowohl Gesamtumsatz (+ 10%) als auch Gesamttransaktionen (+26%) wurden demnach gesteigert. „Durchgängige Wachstumsraten, in einzelnen Bereichen bis zu 40 Prozent, bestätigen unseren fortwährenden Wachstumskurs“, freut sich Vorstandschef Heimo Hackel.

Wien. Auch der Bezahlkartenanbieter PayLife verzeichnet im 1. Halbjahr 2013 Steigerungen beim Umsatz und bei den Transaktionen. 1,36 Mio. Karten (+16,8%) brachten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 20 Mio. Transaktionen (+2,6%) einen Umsatz von 1,65 Mrd. € (+3,13%). Im E-Commerce-Bereich legte PayLife mit 2,08 Mio. Transaktionen (+11,8%) beim Umsatz um 13,6% auf 146,7 Mio. € zu.

card complete mit guten Zahlen unsere Kartenprodukte besonders attraktiv“, ist Hackel überzeugt. Die Zahlungsabwicklungen über Terminals stieg im ersten Halbjahr 2013 gegenüber 2012 im zweistelligen Bereich: Der Gesamtumsatz aller Transaktionen wuchs um 15% auf rund 3 Mrd. €, die Anzahl der Transaktionen an Terminals stieg um 40% auf 40 Mio. „Die Österreicher greifen immer öfter zur Karte“, freut sich Hackel über den positiven Trend. (red)

Paylife: stark mit Prepaid-Karten

5,3 Mrd. € Umsatz

57% mehr Prepaid-Karten

Der Gesamtumsatz von 5,3 Mrd. € entspricht einer Steigerung von 10% zum Vergleichszeitraum 2012. Die über card complete abgewickelten Transaktionen stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um mehr als ein Viertel auf 62,0 Mio. Bei der Anzahl der ausgegebenen Karten wurde die 1,25 Mio.-Marke erreicht. Im Kartengeschäft betrug das Umsatzzuwachs 5% (auf 2,3 Mrd. €). Die Anzahl der Transaktionen stieg hier um 6% auf 22 Mio. „Besonders unsere Zusatzleistungen wie Reiseund Reisestornoversicherung oder Meilensammelfunktion machen

Gut gelaufen ist das Halbjahr auch bei den Prepaid-Karten. Mit über 511.000 ausgegebenen Karten (+57% im Vergleich zum Vorjahr) spiegle sich hier der starke internationale Trend zu Gutscheinkarten wider, meint PayLife-Geschäftsführer Peter Neubauer. PayLife bietet entsprechende Shopping Center-Lösungen in fünf Ländern an (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei und Niederlande). Zu den zehn Shoppingcentern, die Gutscheinkarten von PayLife anbieten, werden bis Jahresende noch zehn weitere dazukommen.

card complete-Chef Heimo Hackel: zufrieden mit Halbjahresbilanz.

Die PayLife-Terminalanzahl im Ausland stieg im ersten Halbjahr 2013 auf über 2000 (+39%) an. Weiteres Wachstum erwartet sich Neubauer von NFC-fähigen Terminals (siehe auch oben): In Slowenien und der Slowakei werden von PayLife seit Jänner 2013 alle neuen Händler mit NFC-fähigen Terminals ausgestattet, viele Kunden hätten eine Aufrüstung der bestehenden Infrastruktur begonnen oder schon abgeschlossen. (red)

© Andi Bruckner

© emotion banking

victor Gala am 19. September 2013

Sicherheit bleibt

© Jansenberger Fotografie/www.digitalimage.at

Wien. Die Uniqa Group plant die Emission einer Ergänzungskapital-Anleihe im Volumen von bis zu 350 Mio. €. Die Emission soll in den nächsten Wochen nach einer Road Show in Großbritannien und Kontinentaleuropa durchgeführt werden. Die Ergänzungskapital-Anleihe soll sowohl die aktuellen Anforderungen für die Eigenmittelanrechnung erfüllen (Ergänzungskapital unter Solvency I) als auch die absehbaren Anforderungen für die Eigenmittelanrechnung unter dem Solvency II-Regime, das 2016 in Kraft treten soll. Das Angebot der neuen Ergänzungskapital-Anleihe wird sich an institutionelle Investoren in Europa richten. Als Joint Lead Manager agieren JP Morgan, Raiffeisen Bank International und BNP Paribas. Durch diese Anleiheemission werden die Vorbereitungen für den geplanten Re-IPO nicht berührt, wird betont. Abhängig von den Marktverhältnissen, plant Uniqa nämlich eine Kapitalerhöhung über die Börse, mit der der Aktien-Streubesitz auf bis zu 49% erhöht werden könnte. (red)

Wien. Kontaktlose Bezahlkarten erobern den heimischen Markt. Bis Ende des Jahres will der Kreditkartenanbieter card complete 150.000 NFC-fähige Karten ausgegeben haben, bis Ende 2015 sollen dann vier Fünftel seiner Karten damit ausgestattet sein. Auch Konkurrent PayLife setzt auf die neue Technologie. Seit Einführung von „Quick kontaktlos“ wurden mehr als 500.000 Transaktionen getätigt und bereits über 43.500 entsprechende Wertkarten ausgegeben.

© Card Complete/www.keinrath.com

Uniqa-Chef Andreas Brandstetter holt sich frisches Geld.

PayLife-Chef Peter Neubauer: starker Trend bei Gutscheinkarten.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 12. Juli 2013 – 25

© EHL Immobilien

wiener büromarkt regt sich

Laut EHL im 1. Halbjahr um 22 Prozent mehr ­Vermietungen, Gesamtjahr auf 2012er-Niveau  Seite 27

www.ehl.at

stufenzins-anleihen legen zu

S Wohnbaubank stockt Emissionen auf, Gemeinnützige Wohnbauträger erhalten mehr Geld  Seite 28

Wir leben Immobilien.

Colliers: „Starkes Plus auf Osteuropas Markt“

HAUSPREISE IN ÖSTERREICH Bundesland Wien Salzburg Tirol Vorarlberg Niederösterreich Oberösterreich Kärnten Burgenland Steiermark

© s Bausparkasse

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

€/m² Wfl. 4.591 3.586 3.568 2.189 2.110 2.070 1.821 1.670 1.634

Quelle:

IMMO-AGS 3. Juli–10. Juli 2013

IATX (10.7.)

156,40

Wochentop Wochenflop

3,95%

CA Immo 4,33% s Immo 0,22%

CA Immo Immofinanz conwert Warimpex Atrium Sparkassen Immobilien

4,33% 4,32% 3,91% 3,52% 2,13% 0,22%

IMMO-FONDS

Monatstop ESPA St. A.-P. 4,80% Monatsflop CS Sicav Eq. -11,83% Top 5 Immofonds ESPA Stock Asia-Pacific Parvest Real Estate Sec. First State Gl. Property ING (L) Invest Global Re Parvest Real Estate Sec.

4,80% 4,07% 3,02% 2,35% 2,34%

Flop 5 Immofonds CS Sicav One(Lux) Equ. Gl. -11,83% E&G Immobilienaktien -5,32% iShares FTSE/EPRA Europe -4,38% EasyETF EPRA Eurozone -4,30% AXA Aedificandi D -4,01% 3. Juli–10. Juli 2013

© Colliers; medianet; panthermedia.net/udra

1-Monats-Performance (per 10.7.)

Immobilienmanagement Immo-Dienstleister Colliers hat die Zahl der ­verwalteten Objekte in Osteuropa auf 70 gesteigert, Spitzenreiter ist u.a. Warschau. Doch ­zwischen den einzelnen Märkten gibt es große Unterschiede, so ColliersOsteuropa­chef Sean Dowsey und Österreich-Chef Georg Muzicant (li.).  Seite 26

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inhalt

Immo:Capital > BIG vom RH überprüft  > Annington schafft IPO 

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Immo:Markets > China nimmt ImmobilienSpekulanten ins Visier  28 Law&Order/People&Dates > Gastbeitrag: Kapital­ gesellschaft im Streit 

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26 – financenetreal:estate

Freitag, 12. Juli 2013

financenet@medianet.at

short

© Erste Group Immorent

Immorent: Haslinger leitet Mobile Leasing

Über 70 Gewerbeimmobilien Insgesamt werden in Warschau, Budapest u.a. 1,1 Mio. m² Fläche verwaltet

Colliers: Rekordzuwachs auf CEE-Immobilienmarkt Auf kompetitiven Märkten hilft aktives Immobilienmanagement, gute Mieter anzulocken, so Colliers.

Wien. EHL Immobilien wurde exklusiv mit der Vermietung der „Campus Lodge“ der IG Immobilien im zweiten Wiener Gemeindebezirk beauftragt. Der Alleinvermietungsauftrag umfasst 111 freifinanzierte Mietwohnungen. Das Projekt ist in unmittelbarer Nähe des Grünen Praters und der neuen WU gelegen. Die Wohnungen sind zwischen 41 und 133 m� groß und verfügen alle über Terrasse, Balkon oder Garten. Die Fertigstellung erfolgt im Juli 2013. (red)

© dpa/A3730 Federico Gambarini

Gagfah trennt sich von Großaktionär Fortress

Die deutsche Gagfah hält weit über 100.000 Wohnungen.

Frankfurt. Der neue Gagfah-Chef Thomas Zinnöcker leitet die Neuausrichtung des deutschen Wohnungskonzerns ein: Nach der milliardenschweren Refinanzierung geht Zinnöcker nun die Trennung vom langjährigen Großaktionär Fortress an. Möglich wird dies durch eine knapp 400 Mio. € schwere Kapitalmaßnahme, mit deren Hilfe der Anteil des Finanzinvestors an dem Konzern auf unter 50 (bisher: 60,8) Prozent abschmilzt. Damit wird der seit Langem erwartete Abschied auf Raten eingeleitet. An der Börse gab die Gagfah-Aktie in einer ersten Reaktion jedoch nach. Die Ursache liegt laut Experten möglicherweise in der starken Verwässerung: Insgesamt warf Gagfah quasi über Nacht 40 Mio. Aktien auf den Markt. Fortress hatte Gagfah – mit weit über 100.000 Wohnungen eine der größten Immobiliengesellschaften in Deutschland – im Jahr 2006 an die Börse gebracht. (APA)

„Den Immobilienmanager schon frühzeitig im Planungsprozess einzubinden, hilft, Fehler zu vermeiden.“

Neue Markttrends Colliers Österreich-Chef Georg Muzicant sieht deutliche Unterschiede zwischen den Immobilienmärkten der einzelnen Länder: „Die durchschnittliche Mietdauer ist in Osteuropa kürzer als in Österreich oder Deutschland. Die Betonung liegt auf der Ausstattung, während in Österreich vor allem die Kostenersparnis pro Arbeitsplatz und beim Energieaufwand im Vordergrund steht.“ Es gebe in Österreich eine Tendenz, Immobilienmanager schon frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubinden. „Da die Betriebskosten ein wichtiger Faktor in der Vermarktung eines Objekts geworden sind, wird das Potenzial zu deren Minimierung schon im Planungsstadium miteinbezogen. Green Building-Zertifikate werden schon ganz am Anfang eingeplant.“

sean dowsey, colliers

Colliers verwaltet in Osteuropa u.a. das Warschauer Finanzzentrum (WFC).

für eine Finanzierung heute höhere Anforderungen, nämlich einen Eigenmittelanteil von 30 bis 40% und Vorvermietung. „Die wichtigste Aufgabe für den property manager ist effektives Management der Mieter-Beziehungen“, so Dowsey. Das erhöhe die Mieterzufriedenheit und damit die Erneuerungsrate bei den Mietverträgen und den Wert einer Liegenschaft. „Das gilt für alle Immobilienklassen, von Büros über Logistik bis Handel.“

Starke Teams wichtig Dienstleistungsriese Colliers (s. auch Kasten) wurde konkret in Osteuropa u.a. mit der Verwaltung von starken Büroimmobili-

en wie dem Warschauer Finanzzentrum (WFC), dem „Platinium Business Park“ in Warschau oder dem „Green House“ in Budapest beauftragt. Zu den wichtigsten Kunden gehören Unternehmen wie die IVG, Allianz, Immofinanz, Tristan Capital Partners, Skanska und UBS. Colliers beschäftige allein über 100 Mitarbeiter, die sich nur um die Verwaltung der Liegenschaften kümmern. Das Team gewann bereits internationale Auszeichnungen wie den Award „CEEQA for Property Management“ (Central & Eastern European Real Estate Quality Award) in der Kategorie Unternehmen des Jahres 2012 und 2013.  (gst)

facts Weltweiter Player Colliers International ist das drittgrößte gewerbliche ImmobilienDienstleistungsunternehmen der Welt mit 13.500 Mitarbeitern in über 482 Büros in 62 Ländern. Als Tochtergesellschaft der FirstService Corporation bietet man im Rahmen einer vollständigen Palette an Dienstleistungen für Immobilien-Nutzer, Eigentümer und Investoren. Dazu zählen Maklertätigkeit, Hotelinvestition, Vertrieb und Beratung, Bewertung sowie Schätzung von Liegenschaften. Präsenz in Polen Colliers International ist seit 1997 in Polen vertreten, mit Zweigstellen in Warsaw, Kraków, Wrocław, Poznan und Szczecin; man beschäftigt über 190 Angestellte.

Geprüft Branchenriese Bundesimmobiliengesellschaft

Immobilienmärkte Im Durchschnitt 1,4% gesunken

Wien. Der Rechnungshof hat sich die Bundesimmobiliengesellschaft BIG angesehen und ein differenziertes Bild gezeichnet. Beim Neubau des Institutsgebäudes für Technische Chemie der TU Wien gab es Lob für die termingerechte Fertigstellung und die Einhaltung der projektierten Baukosten von rund 36 Mio. €. Allerdings wäre es auch günstiger gegangen. Mängel bei Planung und Umsetzung könnten zu Mehrkosten von rund 1,6 Mio. € führen, was sich wiederum auf die Mietkosten negativ auswirken könnte.

Brüssel. Die Hauspreise in der EU sind im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Prozent gesunken. In der Eurozone betrug der Preisrückgang 2,2 Prozent. Das stärkste Minus verzeichnete nach den von Eurostat vorgelegten Zahlen neuerlich Spanien (-12,8 Prozent), den höchsten Anstieg gab es in Estland (+7,7). Hinter Spanien gab es die stärksten Preisrückgänge bei Immobilien in Ungarn (-9,3 Prozent), Portugal (-7,3), den Niederlanden (-7,2), Italien (-5,7), Slowenien (-4,3), Irland (-3,0), Bulgarien (-2,2), Frankreich (-1,4), Tschechien (-0,9), Rumänien (-0,8), Zypern (-0,4) und Litauen (-0,2). In der Slowakei blieben die Preise gleich.

BIG am Rechnungshof-Prüfstand

rungsmaßnahmen und Instandhaltung erreicht wurden, gelang es nicht, Projekte für thermische Sanierungsmaßnahmen im geplanten Umfang umzusetzen”, heißt es. Ein Einbruch der Bauwirtschaft wie in anderen europäischen Ländern habe nicht stattgefunden, allerdings habe es das Wirtschaftsministerium unterlassen, die Treffsicherheit der Maßnahmen des Konjunkturpaketes II zu evaluieren. (APA)

Lob und Tadel Auch bei der Auftragsvergabe lief nicht alles glatt. „Der Auftrag für den Generalplaner wurde entgegen den Bestimmungen des Vergaberechts nicht öffentlich ausgeschrieben”, kritisieren die Prüfer im letzten Mittwoch veröffentlichten Rechnungshof-Endbericht. Überprüft wurde auch die Umsetzung des Konjunkturpakets II der Bundesregierung aus dem Jahr 2008. „Während die Investitionsziele für Neubau/Generalsanie-

Häuserpreise: In der EU abwärts Quartal 2012 betrug das Preisminus in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres in der EU 0,6 Prozent, im Euroraum gab es 1,0 Prozent. Die höchsten vierteljährlichen Anstiege meldeten Rumänien (+4,3), Estland (+3,1) sowie Lettland und die Slowakei (je +2,3). Die stärksten Rückgänge gab es wiederum für Spanien (-5,1), Zypern (-4,8), Ungarn (-3,3) und Portugal (-3,2). (APA)

Auf und ab

Letztes Bau-Konjunkturpaket wirksam, aber Treffsicherheit nicht evaluiert.

Anstiege wurden neben Estland in Lettland (+7,2), Luxemburg (+4,3), Schweden (+4,1), Malta (+3,9), Großbritannien (+2,2), Finnland (+2,1), Dänemark (+1,6) und Belgien (+0,8) registriert. Keine Daten lagen aus Österreich sowie aus Deutschland, Griechenland und Polen vor. Gegenüber dem vierten

© Panthermedia/Luciano Mortula

Campus Lodge: EHL geht auf Mietersuche

Um ihre Immobilien attraktiv für internationale Investoren zu machen, sollten Entwickler auf eine gute Lage, eine gute MieterStruktur (u.a. mit guter Bonität und mit mindestens sieben Jahre dauernden, aber nicht unbefristeten Mietverträgen), auf flexible Raumgestaltung, gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und ausreichend Parkraum achten. Die Mietdauer am Markt ist tendenziell gesunken; Banken stellen

© Colliers

Wien. Georg Haslinger wird ab 1. August zum Bereichsleiter von Mobile Leasing in der ­ Erste Group Immorent bestellt. In dieser Funktion wird er als Koordinator für das gruppenweite Mobilienleasing-Geschäft in Zentral- und Osteuropa tätig sein. Haslinger wechselte 2005 in die Erste Group, wo er eine Reihe unterschiedlicher Funktionen im Kundenbereich innehatte. Davor war er bei der BA als Senior Relationship Manager für den Geschäftsbereich Firmenkunden zuständig. (red)

Warschau/Wien. Der Immobiliendienstleister Colliers International hat im Immobilienmanagement in Osteuropa ein Rekordwachstum erreicht: Zwischen 2011 und 2013 ist die von Colliers verwaltete Fläche an Büroimmobilien in Osteuropa den Angaben zufolge auf über 40% angestiegen. Zur gleichen Zeit habe sich die Brutto-Mietfläche an Industrieliegenschaften, die von Colliers verwaltet wird, um über 350% erhöht. Insgesamt verwaltet das Unternehmen über 1,1 Mio. m�, die über 70 Gewerbeimmobilien in der Region mit einem geschätzten Wert von rund 2,5 Mrd. € umfassen. Sean Dowsey, Geschäftsführer von Colliers International in Osteuropa, freut sich über das „am schnellsten wachsende Immobilien-Management-Team in Osteuropa”.

© dpa/Daniel Karmann

Erste Group Immorent bestellt Haslinger neu als Mobilien-Chef.

Spaniens Häusermarkt zeigte mit 12,8% Minus erneut den stärksten Rückgang.


i m m o : C a p i ta l

Freitag, 12. Juli 2013

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Große Transaktionen Vermietete Bürofläche klettert im ersten Halbjahr 2013 um 22 Prozent auf 90.000 m²

short

Wiens Büromarkt belebter

Wienerberger-Rating: sozial und ökologisch

Höhere Abschlüsse „Mittlerweile steigen die Abschlüsse im höheren Mietpreisbereich wieder an“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Das ist ein klares Zeichen für den Aufwärtstrend am Büromarkt, der sich von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nun langsam erholt.“ Ungebrochen hoch sei die Nachfrage nach den hochwertig sanierten Flächen im ersten Bezirk und den angrenzenden Toplagen. Die Sberbank mietete 5.800 m� am Schwarzenbergplatz und die Flächen im Goldenen Quartier Office in den Tuchlauben verzeichnen ebenfalls starke Nachfrage und konnten zuletzt einige namhafte Anmietungen realisieren. Heuer werden noch 8.200 m� Bürofläche

in der Wollzeile 1 fertiggestellt. Damit ist der außergewöhnliche Sanierungsboom in der Innenstadt dann aber vorläufig zu Ende. Die Spitzenmieten im ersten Bezirk liegen stabil auf hohem Niveau bei 27 €/m�. Weiterhin stark im Trend liegen Büroobjekte mit „Green Building“Zertifizierung, die hohe Flächeneffizienz, niedrige Betriebskosten und einen positiven Imagefaktor versprechen. Die Neuflächenproduktion bleibt weiter auf einem Rekordtief und wird 2013 nur 170.000 m� erreichen. Ein Viertel davon entfällt mit 43.000 m� auf den DC Tower 1 auf der Donauplatte, ein zweites Großprojekt ist die Bauphase 5 des Euro Plaza in Meidling mit 34.000 m�.

Wenig Nachschub Durch die niedrige Neuflächenproduktion liegt die Leerstandsrate weiter bei moderaten sieben Prozent. Zur Stabilität des Marktes trägt ebenfalls bei, dass Büroflächen immer öfter in Wohnungen umgewandelt werden und so dem Markt überschüssige und teils nur schwer vermietbare, veraltete Flächen entzogen werden. Beispiele dafür sind das „Palais Principe“ am Hohen Markt oder das Projekt „Fifty Four easy apartments“ im 2. Bezirk. (gst/ag)

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: Prime Rating von oekom research.

Wien. Die Wienerberger AG konnte sich im Rahmen des Ratingprozesses der oekom research AG um eine Stufe auf C+ verbessern und ist damit ab sofort als Prime Investment eingestuft. Damit qualifizieren sich Wertpapiere von Wienerberger für ein Investment aus sozialer und ökologischer Sicht. Die Zahl von institutionellen Investoren, die nicht nur auf eine gute Rendite achten, sondern auch bewusst in nachhaltige Unternehmen investieren wollen, steige ständig an. Die oekom research AG zählt internationale Investoren und Asset Manager zu ihren Kunden, die ein Vermögen von 520 Mrd. € verwalten.  (red)

© EHL Immobilien

Wien. Am Wiener Büromarkt wurden im ersten Halbjahr 2013 mit 110.000 m� deutlich mehr Büroflächen vermietet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 90.000 m�. Das bedeutet ein Plus von rund 22%. Für das Gesamtjahr rechnen die Branchenexperten von EHL Immobilien mit einer weiter leicht steigenden Vermietungsleistung, sodass das Vorjahresniveau von 260.000 m� wieder erreicht bzw. übertroffen werden könnte.

© APA/Herbert Pfarrhofer

Immobilienberater EHL rechnet für die zweite Jahreshälfte mit weiterer leichter Steigerung.

EHL-Chef Michael Ehlmaier: „Abschlüsse im höheren Preisbereich steigen wieder.“

grosse deals für ehl Trend im 1. Halbjahr Das ImmobilienBeratungsunternehmen EHL sieht insbesondere eine steigende Anzahl von größeren Anmietungen als belebend für den Markt an. EHL selbst zeichne für sechs der zehn größten Transaktionen verantwortlich.

durch das BFI sowie die Anmietung von 5.800 m² Bürofläche im space2move durch die Tageszeitung Kurier. Außerdem konnte EHL zwei Großvermietungen im Greenworx, Österreichs erstem LEED Platin zertifiziertem Bürogebäude, in der Lassallestraße vermitteln: Das BBRZ mietete konkret 4.000 m² und der Personaldienstleister Manpower 2.600 m². Büroobjekte mit „Green Building“-Zertifizierung wie LEED, ÖGNI oder BREEAM seien am Markt weiterhin sehr beliebt.

Großvolumige Transaktionen Darunter fällt den Angaben zufolge die Anmietung eines Objekts mit 7.000 m² Nutzfläche in der Rampengasse im 19. Wiener Gemeindebezirk

China-Versicherer Ping An kauft Lloyd’s-Tower London. Die chinesische Versicherung Ping An hat den emblematischen Lloyd’s-Turm im Londoner Bankenviertel gekauft. Der Verkäufer, die Commerzbank-Immobilientochter Commerz Real teilte mit, „die größte Versicherungsgesellschaft in China” habe die Immobilie gekauft. Die Chinesen zahlten für den Büroturm demnach 260 Mio. £ (302,1 Mio. €). In dem Gebäude ist der bekannte Versicherungsmarkt Lloyd’s untergebracht. Commerz Real hatte den Lloyd’sTurm im Jahr 2005 um 231 Mio. £ gekauft.  (APA)

Emissionsvolumen rund 575 Mio. Euro Größter deutscher Wohnimmo-Konzern hätte das Doppelte bringen sollen

34,85 Millionen Annington-Aktien ­wurden um 16,50 Euro zugeteilt.

Frankfurt. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Deutsche Annington hat den Sprung an die Börse nach deutlichen Preiszugeständnissen an die Anleger geschafft. 34,85 Mio. Aktien seien zu einem Preis von je 16,50 € zugeteilt worden, am unteren Ende der bis 17 € reichenden Spanne, so das Unternehmen. Damit fällt der Börsengang mit 575 Mio. € halb so groß aus, wie ihn sich Annington-Eigentümer Terra Firma vorgestellt hatte. Ein erster Anlauf der Annington war vor einer Woche gescheitert, weil sich zu einem Mindestpreis von 18 € bei Weitem nicht genügend

Investoren fanden. Am Dienstagvergangener Woche unternahm die Deutsche Annington nun einen zweiten Versuch – mit Erfolg. Zum reduzierten Preis griffen Investoren zu, die Bücher füllten sich rasch. Nach acht Stunden wurden die Orderbücher geschlossen.

Terra Firma. Der britische Investor begnügt sich mit einem Erlös von 175 statt der erhofften bis zu 730 Mio. € und setzt auf steigende Kurse, wenn Annington einmal an der Börse ist. Terra Firma und seinen Co-Investoren gehören auch dann noch 84,5%. Dem Unternehmen selbst fließen wie geplant 400 Mio. € zu. Vorstandschef Rolf Buch braucht das Geld, um die Schulden auf 5,2 Mrd. € zu reduzieren. Das ist wiederum die Voraussetzung für ein Investment-Grade-Rating der Agentur Standard & Poor’s. Auf dieser Basis kann Annington sich künftig billiger refinanzieren. (APA/red)

Kauflaune bei Niedrigpreis Investmentbankern zufolge überstieg die Nachfrage das Angebot am unteren Ende der Spanne um das Drei- bis Vierfache. Die Deutsche Annington ist damit an der Börse 3,7 Mrd. € wert. Das reduzierte Volumen geht zulasten von

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Brandneu und heiß erhältlich – und vielmehr – leistbar sind.“ Als Bauträger müsse man beim Grundstückseinkauf berücksichtigen, prestigeträchtige Liegenschaften am Ende als Produkt zu einem marktkonformen Preis anbieten zu können. Fakt ist: „Die meisten Liegenschaften in Toplagen sind derzeit aufgrund des hohen Einkaufspreises nicht mehr realistisch verwertbar“, prononciert der Vorstand; der Plafond am Wiener Markt sei hier vielfach erreicht. Weiters setzt SÜBA nicht nur in Ottakring auf höchste Qualität. „Das Preis/Leistungsverhältnis muss stimmen, sonst sind auch

Tower beherbergt den bekannten Versicherungsmarkt Lloyd´s.

SÜBA-Highlight: Immobilie in Cottagelage an den Ausläufern des Wienerwalds. Ebenfalls im Angebot: Top-Stadtlagen.

Wohnungen in guten Lagen nicht verkäuflich“, weiß Fletzberger.

Wohnungen: Werte schaffen SÜBA bringt in wenigen Wochen auch Wohnungen in innerstädtischer Lage mit anderer Bau-Philosophie auf den Markt. Das Projekt „Eiche 66“, das in unmittelbarer Nähe zur Meidlinger Hauptstraße liegt, punktet durch verkehrsgünstige Lage und sehr gute Infrastruktur. Der Vorstand: „Hier haben Kapitalanleger die Möglichkeit, eine gut vermietbare Kleinwohnung zu kaufen und bleibende Werte zu schaffen.“

© SÜBA (2)

Wien. Verkaufsstart für ein neues SÜBA-Top-Projekt in absoluter Spitzenlage des 16. Wiener Gemeindebezirks: Am Wilhelminenberg, nahe dem Ottakringer Bad, entsteht eine elitäre, moderne Wohnanlage. Das Haus mit zwölf Appartements und fünf Einfamilien-Villen wird sich harmonisch in die von Einfamilienhäusern und kleineren Wohnanlagen geprägte Gegend eingliedern. Für Heinz Fletzberger, Vorstand der SÜBA, sind die hochwertigen Eigenheime im Grünen ein weiterer Glücksfall. „Es gibt in Cottagelagen der westlichen Bezirke nur mehr wenige Grundstücke, die

© Lloyd‘s of London

© dpa/Fredrik Von Erichsen

Billig-Börsegang bei Deutscher Annington

SÜBA: NEU 2013 Aktuelle Projekte/Standorte • 1160 Wien, Johann-Staud-Straße 17-21 • 1120 Wien, Eichenstraße 66 • 1140 Wien, Rosentalgasse 9 • 1140 Wien, Linzer Straße 80-82 • 1230 Wien, Meisgeyergasse 6-10

Kontakt/Infos:

Tel: +43 (0)1/580 10 20 Weitere Infos unter: www.sueba.at


i m m o :Ma r k e t s

28 – financenetreal:estate

Freitag, 12. Juli 2013

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s Bausparkasse Mit steigenden Zinsen nimmt Nachfrage nach Wohnbau-Anleihen zu, Emissionsziel für 2013 auf 200 Millionen erhöht

Stufenzins-Anleihen aufgestockt Gemeinnützige Bauträger erhalten 200 Mio. Euro zu günstigen Bedingungen als Anschubfinanzierung für 1.500 Wohnungen. Fritz Haslinger

© s Bausparkasse/Walter Henisch

Wien. Josef Schmidinger, Vorstandsdirektor der s Bausparkasse, sieht laut APA aufgrund der am langen Ende wieder steigenden Zinsen die Nachfrage nach Anleihen der Wohnbaubanken zunehmen. Das hat die s Wohnbaubank dazu veranlasst, ihr Emissionsziel für 2013 von den ursprünglich geplanten 150 Mio. €, die bereits jetzt fast zur Gänze weg sind, auf 200 Mio. € anzuheben. Außerdem will man den gemeinnützigen Bauträgern 200 Mio. € zu günstigen 2,95% p.a. fix auf zehn Jahre zur Verfügung stellen. Damit soll eine Anschubfinanzierung für rund 1.500 Wohnungen erreicht werden.

Steigende Verzinsung Bei den Wohnbaubank-Anleihen, die neu begeben werden, hat die Nominalverzinsung im Mai 2013

Schmidinger: „Neue Regierung wird dem Thema Wohnen Raum geben müssen.“

6-Monats-Euribor mit kaum über 0,2 bzw. 0,35% weiter niedrig, doch seien die Zinsen bei längeren Laufzeiten, ab fünf Jahren, merklich gestiegen, da die US-Notenbank Fed ihr bisheriges Anleihenaufkaufprogramm (QE2) zurückfahren werde. Das Zinstal sei also bereits durchschritten. Das lasse sich an den seit drei Wochen gestiegenen zehnjährigen Renditen klar ablesen. Mit den 200 Mio. € für die gemeinnützigen Bauträger für 2013/14 möchte die s Bausparkasse das „Wohnbaupaket“ der Regierung zusätzlich unterstützen. „Nach den Wahlen wird sich die Bundesregierung des Themas Wohnen ohnedies annehmen und auch Ideen zusätzlicher Finanzierungsvarianten in Betracht ziehen müssen, denn die Versicherungswirtschaft und Pensionskassen bringen sich derzeit bei Wohnbaufinanzierungen kaum ein“, sagt Schmidinger.

Anleihe mit höherem Kupon Gestartet wird bei der Stufenzins-Anleihe mit einem um 25 Basispunkte höheren Kupon als zuletzt, nämlich mit 2,0 Prozent nach KESt – vergleichsweise 2,67% vor KESt. Diese Verzinsung steigt dann alle drei Jahre um einen Viertelprozentpunkt, bis bei dem Langläufer 3,50 Prozent nach beziehungsweise 4,67 Prozent vor KESt pro Jahr in den letzten Jahren 2025-27 erreicht sind. Zwar seien laut Schmidinger die Geldmarktzinsen beim 3- und

Schadenersatzprozess Petrikovics, Hochegger, Thornton u.a. sagen am 24. Oktober erstmals aus

short

Immofinanz: Zivilprozess peilt Herbst an Wien. Der von der Immofinanz angestrengte Schadenersatzprozess gegen Ex-Immofinanzchef Karl Petrikovics und gegen den ExLobbyisten Peter Hochegger wegen der Millionenprovision für die Privatisierung der Buwog wird am 24. Oktober fortgesetzt. Richterin Mariana Boltz will gleich ins Hauptthema des Verfahrens einsteigen, denn aufgrund der strafrechtlichen Vorwürfe, die im Raum stünden, „macht es nicht viel Sinn, sich auf die Verjährung zu beschränken”. Am 24. Oktober vormittags sollen Petrikovics, der im ImmofinanzStrafverfahren erstinstanzlich – nicht rechtskräftig – zu sechs Jahren Haft verurteilt worden ist, und Hochegger einvernommen

ÖVAG verkauft um 90 Mio. Euro Immobilien Wien. Sechs Immobilien, darunter die ehemalige InvestkreditZentrale, brachten der teilstaatlichen Volksbanken AG rund 90 Mio. € ein. Die Immobilien gingen an ein Konsortium von zwei Käufern: JP Immobilien erwarb drei der Liegenschaften, die anderen drei, in Bestlagen des 9. Bezirks, gingen laut Die Presse an die Bank Austria Real Invest Immobilien KAG. (fh)

Ex-Immofinanz-Chef Petrikovics: Schadenersatzklage gegen ihn bereits 2011.

LaSalle Finanzierung von Londoner Studentenwohnheim

Drachenprobleme China dreht Branchen Geldhahn zu

München/Wien. Ein von LaSalle Investment Management (LaSalle) gemanagter Fonds gewährt Urbanest UK, dem führenden Träger von Studentenwohnheimen in Großbritannien, eine Finanzierung in Höhe von rund 117 Mio. €. Es handelt sich dabei um das erste Darlehen des im Juni 2013 neu aufgelegten LaSalle Residential Finance I Fonds (LRF I). Mit dem Darlehen soll die Entwicklung eines 19-stöckigen Studentenwohnheims mit 1.100

Peking/Wien. Pekings Führung treibt ihren Plan, China weniger abhängig von Exporten und zu einem Hersteller von Spitzentechnologien zu machen, weiter voran. Branchen mit Überkapazitäten will man den Geldhahn zudrehen und damit den Kampf gegen die Verschuldung im Land verschärfen.

117 Mio. €-Darlehen für Urbanest

Schlafplätzen in der Westminster Bridge Road in Central London finanziert werden. Das markante Gebäude bietet unter anderen einen Ausblick auf Sehenswürdigkeiten wie das Parlament und London Eye. Der LRF I ist ein auf die Gewährung von Gesamtdarlehen für Projektentwicklungen im Wohnimmobilien- und StudentenwohnheimSektor in der britischen Hauptstadt spezialisierter Fonds. (fh)

© Wikimedia

D: Immokonzerne im Visier des Fiskus

werden. Für den Nachmittag sind die Zeugenaussagen der ehemaligen Mitarbeiter von Petrikovics, Christian Thornton und Martina Postl, geplant. Auch Thornton wurde im Immofinanz-Strafverfahren verurteilt, zu zwei Jahren Haft, bedingt auf drei Jahre. Die Immofinanz hatte im September 2011 die Schadenersatz-Klage eingereicht, der Prozess wurde aber aufgrund der strafrechtlichen Causa unterbrochen. Richterin Boltz will unter anderem klären, ob die Beauftragung Hocheggers vom Aufsichtsrat genehmigt wurde und welche Leistungen der Lobbyist im Rahmen des sogenannten Österreich-Konsortiums erbracht hatte; geflossen sind damals 9,9 Mio. €.  (APA)

Studenten dürfen vom 19. Stock aus Londoner Sehenswürdigkeiten bewundern.

Immo-Spekulationen im Visier

Städte und Gemeinden für Infrastrukturprojekte oder auch für Spekulationen am Immobilienmarkt zwischen 15 und 36% der gesamten Wirtschaftsleistung Chinas liegen. Damit könnten die Kommunen höher verschuldet sein als bisher angenommen. In der Baumaterialbranche sowie bei Stahl- und Aluminiumhütten gebe es ebenfalls Überkapazitäten, so Ma Tao, Analyst bei dem Analysehaus CEBM Group. (APA/fh)

Problem Immobilienmarkt In zahlreichen Bereichen herrscht Überkapazität. So habe zum Beispiel Rongsheng, die größte private Werft des Landes, die Regierung sowie wichtige Aktionäre um Finanzhilfen gebeten und gleichzeitig vor einem Verlust im ersten Halbjahr gewarnt. Laut Experten könnte das Unternehmen somit das größte Opfer der Branchenkrise werden. Gleichzeitig verliert Chinas Konjunktur an Fahrt: Wachstumsraten so niedrig wie seit 14 Jahren nicht mehr. Das Ziel von angepeilten 7,5% Wachstum für 2013 könnte verfehlt werden. Der Immobiliensektor ist ein bedeutender Faktor in der chinesischen Wirtschaft: Banken gehen davon aus, dass die Kredite der

© panthermedia.net/Thanat Chanyu

Wien. Die Sozialbau AG begibt Ende August 2013 eine Anleihe im Volumen von 20 Mio. €. Den Anlegern winke für die 12-jährige Laufzeit eine Rendite von drei Prozent per annum. Der Bond wendet sich an institutionelle Investoren. Zuletzt hatte die Sozialbau 1996 eine 100 Mio. öS-Anleihe aufgelegt; nun wolle man das Instrument erneut testen. (APA)

© APA/Helmut Fohringer

20 Mio. Euro-Anleihe bei der Sozialbau

Berlin. Die deutschen Finanzminister von Bund und Ländern wollen Steuerschlupflöcher für internationale Konzerne schließen. Am Montag beriet in Berlin erstmals eine Arbeitsgruppe. Der „unlautere internationale Steuerwettbewerb” müsse in einem ersten Schritt innerhalb der EU beendet werden, so der baden-württembergische Ressortchef Nils Schmid. Er prangert ein Modell von Immobilienkonzernen an: Deren deutsche Töchter finanzieren Bauprojekte mit Darlehen des Mutterkonzerns. Die Zinsen für die Kredite mindern die Steuerlast der Töchter. Dafür gibt es eine Grenze von drei Mio. €, die aber durch Gründung mehrerer Töchter umgangen wird. Das soll den Fiskus mehrere Hundert Mio. € jährlich kosten. (APA)

noch zwei Prozent nach KESt (Kapitalertragsteuer) betragen, heute sind es bereits 2,4%. Das entspricht einer Rendite von 3,2% vor KESt einer KESt-pflichtigen Veranlagung, so Schmidinger. Deshalb würde die jetzt von der s Wohnbaubank neu emittierte StufenzinsAnleihe eine höhere Verzinsung aufweisen.

Der „Drache“ strauchelt; Problemfaktor: Überkapazitäten und Spekulationen.


l aw & o r d e r

Freitag, 12. Juli 2013

financenetreal:estate – 29

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Gastbeitrag DLA Piper-Partner David Christian Bauer analysiert die jüngsten Entwicklungen rund um das Thema „Corporate Defence”

Die Kapitalgesellschaft im Streit: Corporate Defence im Fokus Wien. Unter dem Schlagwort „Corporate Defence” rücken Auseinandersetzungen im Umfeld von Gesellschaften, insbesondere AG und GmbH, immer stärker in den Vordergrund. Dies liegt nicht zuletzt an deren steigender Komplexität und den erheblichen Streitwerten. Zudem betreffen diese Streitigkeiten oft mehrere Rechtsordnungen.

schafterbeschlüssen, Überprüfung von Abfindungsansprüchen oder Verstöße gegen Aufgriffsrechte sein. In solchen Fällen stellen sich auch oftmals Fragen der Haftung von Geschäftsführung/Vorstand oder Aufsichtsrat. In Konzernsachverhalten begegnet man oft möglichen Problemen im Zusammenhang mit dem umfassenden Verbot der Einlagenrückgewähr (das etwa auch Sicherheitenbestellungen oder Cash-PoolingSysteme im Konzern unzulässig machen kann). In Krisensituationen kommt es auch zu Fragen des Eigenkapitalersatzrechts, also zu der Problematik, ob ein Gesellschafter das von ihm seiner Gesellschaft zur Verfügung gestellte Fremdkapital (Darlehen) zurückfordern darf. Prominentester Fall ist hier derzeit die milliardenschwere Auseinandersetzung der Hypo Alpe-Adria mit ihrem ehemaligen Gesellschafter Bayerische Landesbank. Auch Anlegerverfahren können neben ihren bank- und kapitalmarktrechtlichen Aspekten gesellschaftsrechtliche Fragen aufwerfen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Investoren aufgrund eines möglicherweise fehlerhaften Prospekts Anteile einer börsenotierten AG gezeichnet haben. Werden nun Schadenersatzansprüche bezahlt, wird hier von manchen ein Konflikt mit dem Verbot der Einlagenrückgewähr gesehen. Diesfalls wäre die Zahlung von Schadenersatzansprüchen unzulässig und sogar unwirksam. Der OGH hat allerdings – trotz heftiger Kritik von Teilen des juristischen Schrifttums – zuletzt bestätigt, dass die Investorenansprüche vorgehen, sofern der Aktionär eher als Drittgläubiger denn als Verbandsmitglied zu sehen sei. Zu dieser Frage ist derzeit ein Vorlageverfahren vor

Intern und extern Es geht dabei nicht um die „üblichen” Streitigkeiten zwischen unabhängigen Dritten, sondern um Konflikte zwischen der Gesellschaft und ihren Gesellschaftern oder Organen der Gesellschaft oder Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern und Ähnliches. Dabei geht es nicht nur um Gerichts- oder Schiedsverfahren, sondern auch um strafrechtliche Aspekte oder streitige Gesellschafterversammlungen (z.B. Proxy-Fights). Die Anlässe für derartige Konflikte sind mannigfaltig. Allen ist gemein, dass sie aufgrund der spezifischen wirtschaftlichen Situation und der umfangreichen rechtlichen Vorgaben im Gesellschaftsrecht für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung darstellen. Manches Streitpotenzial lässt sich durch kluge gesellschafts- oder syndikatsvertragliche Vereinbarung begrenzen. Dies beginnt bei der Wahl der Mitgesellschafter und der Geschäftsleitung und zieht sich über die Frage der Beteiligungsverhältnisse und der jeweiligen Beiträge für die Gesellschaft bis hin zu den Regelungen für den Übertragungsoder Nachfolgefall. Nicht jeder Konflikt lässt sich allerdings auf diese Weise vermeiden: Anlass für Streitigkeiten können z.B. Fragen der Gewinnverteilung, Anfechtungsklagen von Gesell-

© DLA Piper

Auseinandersetzungen im Umfeld von Gesellschaften rücken immer stärker in den Vordergrund, so David Christan Bauer.

David Christian Bauer, Rechtsanwalt und Partner bei DLA Piper in Wien.

dem EuGH anhängig. Es bleibt abzuwarten, wie dieser in der Hauptfrage entscheiden und welche Akzente er dabei setzen wird.

Die Minderheitenrechte Im Zusammenhang mit Konflikten im Gesellschaftsrecht ist auch auf die zahlreichen Minderheitenrechte aufmerksam zu machen. In vielen Fällen können Gesellschaftergruppen von z.B. fünf oder zehn Prozent erhebliche Kontrollmaßnahmen und Überprüfungen erwirken. So können etwa über einzelne Vorgänge Sonderprüfungen initiiert werden, aus denen in der Folge Haftungsansprüche gegen Organe oder Gesellschafter abgeleitet werden können. Zu den Minderheitenrechten zählt auch das Recht einer Minderheit, von einem Drittel der Stimmrechte unter gewissen Voraussetzungen einen ihrer Kandidaten als Mitglied

„Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Corporate Defence an Brisanz gewinnen wird.“ david christian bauer dla piper

des Aufsichtsrates zu wählen. Nicht übersehen werden darf dabei, dass dies voraussetzt, dass in einer Gesellschafterversammlung zumindest drei Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt werden. Mehrheitsgesellschafter können dieses Minderheitsrecht daher durch eine Staffelung der Wahl (maximal zwei

M&A-Studie Afrika für ausländische Investoren zunehmend interessant, deutlicher Anstieg in den letzten 10 Jahren

Freshfields: M&A-Deals in Afrika steigen afrikanischen Staaten die Mittelschicht und das schafft Nachfrage. Außerdem wird das wirtschaftliche Umfeld anlegerfreundlicher, viele afrikanische Regierungen verbessern die rechtlichen Rahmenbedingungen für Investoren und bauen bürokratische Hürden ab.“

Die dynamischten Sektoren

© panthermedia.net/Thomas Dutour

Wien. Afrika wird als Investitionsziel immer beliebter: Das Gesamtvolumen auswärtiger Investments hat sich zwischen 2003 und 2012 mit einer Steigerung von 214% auf 182 Milliarden USD mehr als verdreifacht, so das Ergebnis einer Analyse von Freshfields Bruckhaus Deringer auf Basis von Zahlenmaterial des Datendienstleisters Thomson One. Allein im vergangenen Jahr stieg das Volumen von Übernahmen durch nicht-afrikanische Investoren gegenüber 2011 um 71%. Mit 255 Transaktionen im Wert von 20 Milliarden USD zeichneten auswärtige Investoren für rund die Hälfte aller in Afrika getätigten Deals verantwortlich. Die aktivsten auswärtigen Investoren in Afrika in den letzten zehn Jahren kamen aus Großbritannien, Frankreich und China. Britische Unternehmen schlossen 437 Deals im Wert von 30,5 Milliarden USD. Frankreich tätigte mit 141 deutlich weniger Transaktionen, jedoch mit dem gleichen Volumen von 30,5 Milliarden USD, das allein zur Hälfte die 15-Milliarden USDÜbernahme der ägyptischen OCI

Afrika: Auswärtige Investments haben sich von 2003 bis 2012 verdreifacht.

Cement durch Lafarge ausmachte. Chinesische Unternehmen investierten in 49 Deals im Volumen von 20,8 Milliarden USD. Deutsche Unternehmen dagegen agieren in Afrika bislang zurückhaltend und engagierten sich seit 2003 lediglich in 24 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 161 Millionen USD. Aus Großbritannien flossen zuletzt 2012 rund 4,5 Milliarden USD

in afrikanische Investments, vor allem nach Südafrika. Hier erwarb etwa GlaxoSmithKline das Pharmageschäft der Union Chimique Belge. Hartmut Nitschke, Partner für internationale Zusammenarbeit bei Freshfields: „Die Ursachen für die wachsende Attraktivität Afrikas für internationale Investoren sind vielfältig. Im Unterschied zu anderen Märkten und Regionen wächst in

Industrieschwerpunkte für auswärtige Investitionen in Afrika bildeten vor allem Metalle und Bergbau sowie Öl und Gas. Allein in diesen Bereichen flossen von 2003 bis 2012 in 1.190 Transaktionen 87,6 Milliarden USD in afrikanische Investments. An Bedeutung haben daneben verbrauchernahe Sektoren wie Telekommunikation, Einzelhandel und Lebensmittel gewonnen. Das Investitionsvolumen in diesen Bereichen durch nicht-afrikanische Unternehmen hat sich mit 569 Transaktionen und 58 Milliarden USD über das vergangene Jahrzehnt verdoppelt. Allein 2012 gab es 71 Übernahmen im Wert von 3,8 Milliarden USD. (red)

Aufsichtsratsmitglieder in einer Gesellschafterversammlung) beschneiden, wenn die Satzung entsprechend ausgestaltet ist. Daneben kann es aber auch ein vertraglich vereinbartes Entsendungsrecht einzelner namentlich genannter Aktionäre oder von Inhabern bestimmter vinkulierter Namensaktien geben. Auf diese Weise darf bei der AG maximal ein Drittel der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat bestellt werden; wenn die AG nicht börsenotiert ist, die Hälfte. Vergleichbares gilt bei der GmbH. Dort gibt es allerdings keine Beschränkung der Anzahl der entsendungsfähigen Aufsichtsratsmitglieder. Auch im Bereich der Corporate Defence ist die bedauerliche Entwicklung zu beobachten, dass das Strafrecht immer stärker für die Durchsetzung behaupteter zivilrechtlicher Ansprüche instrumentalisiert wird. Davon unabhängig, hat sich auch die Judikatur in diesem Bereich erheblich verschärft. Dies betrifft nicht nur den medial häufig diskutierten Fall der Korruptionsdelikte, sondern auch eine sehr weitgehende und heftig kritisierte Auslegung von Straftatbeständen durch die Strafverfolgungsbehörden, wie etwa der Untreue (wissentlicher Befugnismissbrauch und vorsätzliche Schädigung des Vermögens des Vollmachtgebers), der sogenannten Bilanzfälschung oder der betrügerischen Krida (Vermögensbeeinträchtigung zulasten eines Gläubigers, auch außerhalb der Insolvenz). Man muss insgesamt kein Hellseher sein, um zu wissen, dass das Thema der Corporate Defence weiter an Brisanz gewinnen wird. David Christian Bauer ist Rechtsanwalt und Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien.

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Taylor Wessing wird „Law Firm of the Year“ Wien/London. Tay­lor Wes­sing wurde vom bri­ti­schen Fach­ ma­ga­zin The Lawyer zur „Law Firm of the Year“ gewählt. Laut Jury war dabei der Zusam­ men­schluss mit e|n|w|c in Wien einer der aus­schlag­ge­ben­ den Punkte; Tay­lor Wes­sing expan­dierte 2012 ins­ge­samt mit neun neuen Stand­or­ten in sie­ben Län­dern, acht davon kamen von e|n|w|c. (red)

FPLP berät Gfk bei M&A-Transaktion Wien. Fie­bin­ger Polak Leon (FPLP) hat das Markt­for­ schungs­un­ter­neh­men GfK beim Erwerb der Sen­se­me­tric Web & Social Media Mining GmbH und des­sen Inte­gra­tion in das GfK Social Media Intel­li­ gence Cen­ter beraten. Das Bera­ tungs­team wurde von Part­ner Bert Ort­ner gelei­tet. An­walt Wolf­gang Sieh hat die Trans­ ak­tion gesell­schafts­recht­lich begleitet.  (red)


pe op l e & DAt e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 12. Juli 2013

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Dadlerpark SEG kooperiert mit der TU Wien und präsentierte die nunmehr dritte Auflage des „Scheinwerfers“

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Ein Mikrokosmos in 1150

Versicherungsmakler spenden für Flutopfer

schwarzen Lack trat nach einigem Rubbeln ein Kaleidoskop von Utopie und Dystopie zutage. Die Gleichzeitigkeit der unterschiedlichen Lebensrealitäten sollte so in dem Projekt sichtbar gemacht werden.

Mathieu völker

Wien. Im Dadlerpark im 15. Wiener Gemeindebezirk wurde vor Kurzem im Rahmen einer Kooperation der Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft SEG und der TU Wien das Projekt King/Queen präsentiert. Es thematisiert ein aktuelles Bauvorhaben von SEG nahe des Schwendermarkts und wurde von Nicole Feiner und ­ Ralph Reisinger, Studenten des Instituts Kunst und Gestaltung der TU Wien konzipiert. In Anwesenheit von Silvia Wustinger-Renezeder, Geschäftsführung SEG, machten sich Gäste und Anrainer daran, das zunächst schwarze Panel zu enthüllen. Das Konzept des Projekts King/ Queen war es, die Sichtweisen der Anrainer über ihren Park zu synthetisieren und daraus einen Mikrokosmos ihrer Wünsche und Ängste zu schaffen. Unter dem

Mojescick, Hemerka, Woharcik-Binder, Kreuzer, Waldhauser: Übergabe.

Wien. Die Wiener Versicherungsmakler zeigen Engagement für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe im Frühsommer: Wiens MaklerFachgruppenobmann Helmut Mojescick, seine Stellvertreter Brigitte Kreuzer und Wilhelm Hemerka sowie FachgruppenGeschäftsführerin Eva Woharcik-Binder übergaben im Wiener Radio Arabella-Studio einen Scheck über 5.000 € für die Hochwasseropfer. Entgegen genommen wurde er vom Programmchef von Radio Arabella und Vorstand des Hilfsvereins „Arabella hilft!“, Ralph Waldhauser. (red)

Dritter Scheinwerfer King/Queen ist bereits das dritte Projekt, das SEG in Kooperation mit der TU Wien unter dem Namen „Scheinwerfer“ realisiert. Dabei entwickeln Studenten Licht-Projekte für diverse Situationen und Orte aktueller Wohnbauvorhaben der SEG in Wien. Bis zu zwei Projekte pro Jahr werden dann durch Finanzierung der SEG umgesetzt. Beim heurigen Schweinwerfer III ging es vor allem darum, verschiedene Abstufungen von Öffentlichkeit und Privatheit zu evaluieren und dabei den angrenzenden Park als Sozialraum wahrzunehmen.

Studenten und Anrainer bei der Präsentation von King/Queen im Dadlerpark.

Großprojekt um 6 Milliarden Euro Bahnchefs aus vier Ländern diskutieren neue „Transsib“ von Wien bis Shanghai

Ethouse-Award für Gebäudesanierungen

Russlands Breitspurbahn will nach Wien Wien. Die Bahnchefs aus Russland, der Ukraine, der Slowakei und Österreich haben ein „Memorandum of Understanding” zur geplanten Verlängerung der Transsib-Breitspurbahn bis Wien unterzeichnet. Eine Projektstudie wird nun beauftragt, ein Geschäftsmodell erarbeitet. „Die Studie soll bis Ende 2013 fertig sein, dann könnte eine Endentscheidung über das Projekt Mitte 2014 fallen”, machte Vladimir Yakunin, Chef der RZD (Russische Eisenbahnen), vor Journalisten Dampf. ÖBB-Chef Christian Kern sagte, „im Großraum Wien ist bei der Umsetzung ein Güterterminal um rund 800 Mio. Euro geplant”. Die gesamten Kosten für das Projekt werden derzeit auf 6 Mrd. € geschätzt. Der genaue

ÖBB-Chef Christian Kern (r.) traf Vladimir Yakunin, Boss der Russischen Eisenbahn.

Sozialbau AG Heuer kommen 1.700 neue Wohnungen

Uniqa Kunstversicherung

Plusenergie Austro-Team

Wien. Die zum VIG-Konzern gehörende Sozialbau AG, die mit fast 48.000 verwalteten Wohnungen der größte private Hausherr Öster-reichs ist , bringt es dank ihrer Beteiligung am „Seestadt Aspern”-Projekt in Wien mit 1.700 Wohnungen heuer auf ein Rekordvolumen im Neubau. 2012 waren 914 Einheiten in Errichtung. Den eigenen Mietern bietet man im Schnitt eine niedrige Monatsmiete von 3,72 €/m�, fast die Hälfte

Wien. Versicherer Uniqa hat Vertrauen zu seinen Kunden: Unlängst lud die Assekuranz im Rahmen der ArtCercle-Veranstaltungsreihe zum Kunst-Talk und Brunch ins Untere Belvedere. Dort wurde die neue Ausstellung „Dekadenz – Position des österreichischen Symbolismus” aufgebaut und die Kunden waren die ersten, die einen Blick auf die Werke werfen durften. Das war auch der Grund, warum die rund 70 geladenen Gäste über Kabel steigen und Bildern, die noch nicht an der Wand hingen, ausweichen mussten. Im Vorfeld der Ausstellungsbesichtigung warf die illustre Runde beim Kunst-Talk einen Blick hinter die Kulissen der Kunstversicherung. Petra Eibel, Chefin der Sparte Uniqa Kunstversicherung,  und Peter Eichler, Vorstand Uniqa Österreich, gingen etwa auf die Frage ein, wieso man überhaupt eine Kunstversicherung benötigt, wenn es doch eine Haushaltsversicherung gibt: Haushaltsversicherungen seien Standardprodukte, eine Kunstversicherung dagegen ein sehr spezielles Produkt, das den Vorteil einer All-Risk-Deckung biete. (red)

Weissensee. Im Oktober nimmt erstmals ein in Österreich entwickeltes Plusenergie-Gebäude am bedeutendsten universitären Wettbewerb für solares und nachhaltiges Bauen teil. Das Hightech-Gebäude wurde nun testweise in Weissensee (Kärnten) nahezu vollständig errichtet. Beim „Solaren Zehnkampf” nahe Los Angeles (USA) muss das von der TU Wien geleitete Projektteam das Haus in kürzester Zeit aufbauen und präsentieren. (APA)

Rekord dank der Seestadt Aspern

der Bewohner zahle weniger als 3 €/m�, so Generaldirektor Herbert Ludl. Dagegen seien am privaten Markt „sehr dramatische” Mietenanstiege zu verzeichnen gewesen, teils sogar zweistellig. Verwaltet wurden zu Jahresanfang 40.204 Miet- und Genossenschafts- sowie 7.685 Eigentumswohnungen sowie 27.449 Garagen- und Abstellplätze. Freie Garagenplätze will man verstärkt an die Mieter bringen. (red/ag)

© schreinerkastler.at

Feierten: Franz Wimberger, Edgar K. Geoffroy, Christian Wimberger.

Sozialbau liegt beim Neubauvolumen wegen Aspern-Engagements höher.

Beim Kunst-Talk Der Champion

© APA/Gregor Pils

© Wimberger/Martin Pröll

Wimbergerhaus feiert Jubiläum: 30 Jahre

Betrag wird erst in der Projektstudie ermittelt, die unter anderem auch ein PPP-Modell analysiert. Das Modell soll dann „auch einen Vorschlag zur angemessenen Kostenbeteiligung der Projektpartner beinhalten”, hieß es. Kern schwebt ein „Hamburg am Festland” vor, ein Trockendock, ein Hub, zur Güterverteilung über Europa. Denn in Wien kreuzen sich drei europäische Bahnrouten. Die Güter sollen fix auf der Schiene bleiben. Wann der erste Transsib-Zug am Trockendock landen könnte, ist noch nicht klar. Insgesamt handelt es sich für die ÖBB und Österreich um „eine pragmatisch kühle Entscheidung, für die alles spricht”, so Kern, der sich eine hohe Wertschöpfung erwartet. (APA)

© APA/Georg Hochmuth

Wien. Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme vergibt zum 6. Mal den Ethouse Award für Gebäudesanierungen, die ein kreatives, auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Herangehen an die Energieeffizienz unter Beweis stellen. Eingereicht werden kann in drei Kategorien: Öffentliche und Gewerbliche Bauten und Privater Wohnbau. Der Award wird am 13. November verliehen und ist mit 12.000 € dotiert. (red)

Steyregg. Mehr als 300 Partner, Lieferanten und Wegbegleiter des OÖ-Marktführers für Einfamilienhäuser in massiver Ziegelbauweise feierten Ende Juni im Schloss Steyregg „30 Jahre Wimbergerhaus“. Durch den Abend führte Moderatorin Silvia Schneider, die als Highlight des Abends Edgar K. Geoffroy begrüßte, der den Gästen Impulse zum Thema Kundenbindung und moderne Unternehmensführung mit auf den Weg gab: „Erfolg hat nur der, der partnerschaftlich denkt und arbeitet – denn Menschen arbeiten, leben und denken in neuen Netzwerken in Partnerschaften.“ Genau diese Maxime habe „mein Vater in den letzten 30 Jahren geprägt und konsequent gelebt und dies ist mitunter einer unserer Erfolgsfaktoren“, so Gastgeber Christian Wimberger, der seit heuer die alleinige Geschäftsführung des Familienunternehmens von seinem Vater und Firmengründer Franz übernommen hat. (red)

© SEG

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Die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Anrainer sollten zu einem Kaleidoskop vereint werden.

Plusenergiehaus startet im Herbst beim „Solaren Zehnkampf“ für Österreich.


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