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freitag, 10. Jänner 2014 – 19

jänner-effekt wirkt

neuer dachfonds bei apano

Small Caps zeigen rund um Jahreswechsel starke Kursausschläge, so Barings  Seite 21

Der Alternative Investments-Spezialist apano setzt auf Eigenbau  Seite 22

© apano

© Niall McDiarmid

financenet bawag finanzchef Abuzaakouk © Bawag PSK

Aufwärtstrend an Börsen gleicht Hochschaubahn

ATX 2. Jänner–8. Jänner 2014

ATX (8.1.)

2.669,31

Wochentop Wochenflop

ZAG DOC

5,35% 16,04% -7,81%

Top 5 ATX Prime Zumtobel 16,04% Erste Group Bank 11,29% Telekom Austria 11,07% Lenzing 10,95% Polytec Holding 7,51% Flop 5 ATX Prime Do & Co -7,81% conwert -0,75% Österreichische Post -0,63% S Immo -0,08% Frauenthal Holding 0,00%

DAX 2. Jänner–8. Jänner 2014

9.497,84

Wochentop Wochenflop

CBK RWE

1,04% 9,74% -5,60% © APA/EPA/Justin Lane

Top 5 DAX Commerzbank 9,74% Deutsche Bank 4,58% Deutsche Lufthansa 3,53% K+S 3,37% Fresenius SE 2,02%

Abwechslungsreich So könnte man, milde ausgedrückt, die Erwartungen von Anlage-Experten wie Hans Köck, Pioneer Investments, Heinz Braunsteiner (HB Trading) oder „Dr. Doom“ Marc Faber für das heurige Jahr beschreiben. Generell sollte der Trend aber, besonders in Europa, nach oben gehen. Seite 20

Flop 5 DAX RWE -5,60% Münchner Rückversicherung -3,75% E.ON -2,65% Henkel -2,60% Adidas -2,19%

Bonus-Beschränkungen Klippen elegant umschiffen

inhalt

Fonds:Park > Bawag PSK Europa Divi­ dende Plus mit Rekord > DeAWM mit neuem Head of Research > Fonds setzt auf die New Economy Chinas Banking/Insurance:Watch > Meinl Bank holt Klaus Requat an Bord > CEO-Wechsel bei der Merkur Versicherung

Wenn Banker zu Erfindern werden 20 20

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© APA/EPA/Andy Rain

Capital:Markets > China will seine ­Schattenbanken zügeln > Die Erfolgsstory CEE wird bald fortgesetzt

Neue Eigenkapitalregeln Sparkassen, Raiffeisen

Am Finanzplatz London befürchtet man eine Banker-Abwanderung nach Asien.

London. Die leistungsabhängigen Sonderzahlungen (Boni) dürfen in der EU ab heuer maximal noch doppelt so hoch sein wie das Grundgehalt. In den vergangenen Jahren bekamen hochrangige Investmentbanker und andere wichtige Banker zum Teil mehr als das Fünffache ihres Fixgehalts, wie die Nachrichtenagentur Reuters errechnete. Um die Beschränkungen „abzumildern“, will etwa HSBC 1.000 Banker mit aktienbasierten Zahlungen belohnen, die variabel sind, aber als Festgehalt gewertet werden. Die britische BarclaysBank will eine Art monatliches Extra-Gehalt zahlen. (APA)

Ausnahmen für die Dezentralen

© dpa/Rainer Jensen

DAX (8.1.)

Auch Basel III wird Sonderregeln für die dezentralen Banksektoren haben.

Wien. Für die heimischen dezentralen Bankengruppen von Raiffeisen und Sparkasse wird es wie bereits in der Vergangenheit auch unter den neuen Eigenkapitalvorschriften von Basel III (CRD-IV) Ausnahmen geben. Voraussetzung dafür ist ein „Institutional Protection Scheme”, eine Art Haftungsverbund, an dem in beiden Sektoren aber noch gearbeitet werde, so die Finanzaufsichtsbehörde FMA. Um Dominoeffekte zu vermeiden, müssen Banken ihre Beteiligungen an anderen Banken eigentlich von ihrem eigenen Eigenkapital abziehen; nicht so bei Raikas und Sparkassen. (APA/red)


f i n a n c e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 10. Jänner 2014

financenet@medianet.at

Börsenboom Japanischer Nikkei 225 stieg um mehr als 56 Prozent, deutscher DAX holte plus 25 Prozent

kolumne

2014 wird ein Aktienjahr

Morgenluft wittern

Experte: „Auch für heuer ist durchaus Optimismus angebracht, aber die Luft wird dünner.“ zwar im Gelddrucken eine langsamere Gangart ein, signalisiert aber auf lange Sicht weiterhin ein sehr niedriges Zinsniveau, wie auch die EZB. In Europa ist die Finanzkrise zwar noch nicht vom Tisch, scheint sich aber langsam aufzulösen. Die Autoindustrie blickt auch wieder zuversichtlich in das neue Jahr und die Exporte ziehen weiterhin an.“ Fazit: „Ich bin für 2014 positiv gestimmt und gehe von einem neuen Rekordjahr für den DAX von 10.800 Punkten aus“. Braunsteiner lag übrigens mit seiner DAX-Prognose für 2013 nur mit 50 Punkten daneben.

reinhard krémer

Wien. Das Tempo, mit dem die internationalen Märkte im Vorjahr die Dämpfer der Nuller-Jahre im letzten Jahrzehnt abschüttelten, brachte viele Anleger zur Verzweiflung: War das nun ein Strohfeuer, oder ein Aufschwung auf solider Basis? Für alle, die bisher an den Börsen noch nicht dabei waren, zuerst die gute Nachricht: Es wird wohl noch weiter nordwärts gehen mit den Kursen. Die Schlechte: Nicht überall und nicht gleichmäßig – eher sind Kursschwankungen wie auf der Hochschaubahn zu erwarten. Zunehmende Vorsicht ist angebracht, meint Hans Köck, Investmentstratege bei Pioneer Investments Austria: „Unser Motto für 2014: ‚Be long but be careful!‘“ Grund für Optimismus bietet nach Meinung der Pioneer-Experten die Tatsache, dass die Unterstützung der Märkte durch die Notenbanken auch 2014 anhalten wird. Gleichzeitig dürften aber die Effektivität und der Einfluss der unkonventionellen Geldpolitik sukzessive abnehmen. So werden 2014 für die Entwicklung der Aktienmärkte Fortschritte in der Realwirtschaft und bei den Unternehmensgewinnen besonders wichtig sein, meint Köck.

reinhard krémer

D

as neue Jahr fängt so schlecht nicht an: Immer mehr Auguren äußern die Überzeugung, dass die Krise (wer kann dieses Wort noch hören?) nun endgültig der Vergangenheit angehört. Indizien zeigen, dass die Burschen vielleicht sogar recht haben. So konnte das schwer angeschlagene Irland unter dem Rettungsschirm hervorschlüpfen und sich erstmals seit Jahren wieder auf dem freien Markt Geld holen. Die Zinsen von 3,75 Prozent, die es dafür blechen muss, sind im aktuellen Umfeld zwar deftig, aber immerhin war das Angebot X-fach überzeichnet. Das heißt, die Finanzwelt hatte großes Interesse an irischen Schulden. Und auch im Süden der EU zeichnet sich so etwas wie Aufschwung ab: Spanien will auf weitere Hilfen aus dem Rettungsschirm ESM verzichten, und auch Athen will heuer ohne Geldspritzen internationaler Geldgeber auskommen. Das hebt die Stimmung, Anleger wittern Morgenluft. Besonders die deutsche Börse legte 2013 eine flotte Performance aufs Parkett; heuer solls, heftige Schwankungen inklusive, weiter nach oben gehen. Auch in Wien ist man optimistisch, denn der Osten soll wieder wachsen: Nach Schätzung der Erste-Analysten sogar doppelt so stark wie der Euroraum – Balsam für die heimische Wirtschaft. Na dann also: Prosit 2014!

Welche Märkte sollten heuer aber besonders lukrativ werden? Innerhalb der Aktien bleiben die Experten von Pioneer Investments weiterhin in Europa übergewichtet; ausschlaggebend dafür sind unter anderem die vergleichsweise günstige Bewertung im internationalen Vergleich und die globale Ausrichtung der Unternehmen: „Wenn sich 2014 keine klare Bestätigung einer Verbesserung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten zeigt, könnte eine deutliche

China Schuldenkrise

Überschuss 2013 zeigte solide Entwicklung für Wiener Börse – Ausblick für 2014 positiv

„Europa übergewichten”

Bankreformen als Schutzengel

© HB Trading

Heinz Braunsteiner, HB Trading: DAX geht heuer auf 10.800 Index-Punkte.

Reduktion des Aktienexposures erforderlich werden. Anleihenseitig gehen wir von gleich bleibenden Notenbankzinsen und einem leicht steigenden Zinstrend am Rentenmarkt aus und wir bleiben in Staatsanleihen untergewichtet. Wir sehen weiterhin bessere Chancen in Unternehmensanleihen”, ist Hans Köck überzeugt.

„DAX legt bis auf 10.800 zu” Positiv gestimmt, vor allem für den DAX, ist auch Heinz Braunsteiner, einer der besten Trader

im deutschsprachigen Raum: „Die Ziele der Analysten für den DAX liegen zwischen 7.600 und 11.000 Punkten“ Daran glaubt der gebürtige Wiener, der in Lübeck lebt, nicht – oder nicht zur Gänze, denn: „Die Voraussetzungen für ein weiteres gutes Börsenjahr sind nicht schlecht, denn die Wirtschaft in den USA scheint langsam in Schwung zu kommen; auch wenn der Motor noch etwas stottert, so sind die Anzeichen doch positiv zu werten.“ Gründe für einen Aufschwung laut Braunsteiner: „Die Fed legt

„CEE-Story wird wieder zählen“ Wien. Seit dem Sommer 2013 steigen die Aktienumsätze wieder an und liegen konstant um 20 bis 30% höher als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres. Dieser Zuwachs lässt sich zu einem wesentlichen Teil auf das steigende Interesse an österreichischen Aktien und das neu zugeflossene Kapital zurückführen. „Mit acht Kapitalerhöhungen haben österreichische Unternehmen heu-

er insgesamt 1,6 Mrd. Euro an frischem Eigenkapital über die Börse aufgenommen. Das ist fast dreimal so viel wie in der Vergleichsperiode im Vorjahr“, zieht der Vorstand der Wiener Börse, Birgit Kuras und Michael Buhl, Resümee über das Börse-Jahr 2013. „Diese Entwicklung stimmt uns auch hinsichtlich weiterer Transaktionen für das kommende halbe Jahr positiv. Es gibt großes Interesse von Un-

© APA/Roland Schlager

Peking. Über China schwebt wie ein Damoklesschwert die Gefahr einer Schuldenkrise. Nun sollen neue Richtlinien der Regierung die überbordende Kreditvergabe eindämmen, an deren Tropf finanzschwache Kommunen, aufgeblähte Industriezweige und der aufgeheizte Immobilienmarkt hängen. Wie aus einem Dokument des Staatsrats hervorgeht, soll vor allem das üppig sprießende Schattenbankenwesen, das auch international immer wieder für massive Kritik gesorgt hatte, zurückgestutzt werden. Treuhandgesellschaften dürfen sich dann nicht mehr im Kreditgeschäft tummeln, sondern müssen sich auf ihre angestammte Funktion als Vermögensverwalter beschränken. Bisher nutzen Treuhandfirmen die aus dem Verkauf von Anlageprodukten zufließenden Mittel auch, um daraus Darlehen zu vergeben. Banken mit Liquiditätsproblemen dürfen auch nicht auf Schützenhilfe der Zentralbank hoffen.  (APA/rk)

US-Tech-Aktien shorten

Birgit Kuras, Vorstand der Wiener Börse: Großes Interesse von Unternehmen.

ternehmen, sich über die Wiener Börse zu finanzieren“, ist sich der Vorstand einig.

Kapital wurde exportiert Nachdem der ATX im Jahr 2012 mit 26,9% (inklusive Dividenden 31,2%) einen Riesensprung gemacht hat, verzeichnete der ATX bis heute ein Plus von 3,3% (6,3% inklusive Dividenden). Die Marktkapitalisierung beträgt per 18. Dezember 83,4 Mrd. € (2012: 80,4 Mrd. €). Die durchschnittlichen monatlichen Umsätze liegen voraussichtlich bei 3,2 Mrd. € (2012: 3,0 Mrd. €). Der Wiener Börse-Vorstand erwartet für heuer ein anhaltend großes Interesse, vor allem weil die Qualität der österreichischen Unternehmen auch im kommenden Jahr überzeugen wird, heißt es. Auch die CEE-Story wird wieder zählen, ist der Vorstand überzeugt. Und schließlich wird die Wiener Börse selbst 2014 durch neue Produkte und Services Impulse für den österreichischen Kapitalmarkt schaffen.  (red)

Einer, der auch 2014 ein treuer Anhänger der Weltuntergangstheorie bleibt, ist der gebürtige Schweizer Marc Faber, auch bekannt unter seinem Markenzeichen „Dr. Doom”. Er hält im Gespräch mit dem Videoblog „Talking Numbers“ vor allem den US-Aktienmarkt für deutlich überbewertet. „Besonders gegenüber den europäischen Börsen und den Emerging Markets ist der US-Markt bereits relativ teuer. Auf Basis ihres zyklisch adjustierten Kurs-Gewinn-Verhältnisses dürften amerikanische Aktien in den nächsten sieben bis zehn Jahren so gut wie gar keine Erträge mehr bringen.“ Und Dr. Doom hat eine spezielle Anlagevariante parat: Weil einige Technologiewerte wie Facebook, Tesla, Twitter und Netflix „absurd teuer” seien, solle man sie shorten. Dies sollte im laufenden Jahr eine Rendite von um die 30% abwerfen, ist Faber überzeugt. Bei Gold sieht er Potenzial: „Gold ist eine gute Versicherung gegen böse Überraschungen.“ Aktien von Goldminen-Betreibern könnten rund 30% zulegen. Chancen ortet Faber bei Aktien aus Vietnam: „Ich denke, dass dieser Markt weiter anziehen wird.“

SEPA Sechs Monate Frist

Einführung verschoben

Brüssel. Die EU-Kommission hat entschieden, die Übergangsfrist auf das SEPA-Zahlungssystem um sechs Monate zu verlängern. Er bedauere die Entscheidung, wolle dadurch aber verhindern, dass es zu Unterbrechungen im Zahlungsverkehr komme, erklärte der zuständige EU-Kommissar Michel Barnier Donnerstag in Brüssel. Bisher sollte das SEPA-Zahlungssystem zum 1. Februar europaweit in Kraft treten. Überweisungen in andere EU-Länder sind schon seit längerer Zeit nur noch mit IBAN und BIC (Business Identifier Code) möglich. Ziel des EU-Projekts SEPA (Single Euro Payments Area: EU, Liechtenstein, Norwegen, Island, Monaco, Schweiz) ist die Schaffung einer einheitlichen Region für bargeldlose Zahlungen in Euro. Die Kunden sollen keinen Unterschied zwischen inländischen und grenzüberschreitenden Zahlungen mehr erkennen können. Ab 2015 dürfen Euro-Überweisungen nur noch einen Bankgeschäftstag dauern und nicht mehr kosten als eine Inlandstransaktion. (APA/red)


f on d s: pa r k

Freitag, 10. Jänner 2014

financenet – 21

financenet@medianet.at

Small Caps Eine Analyse von Baring Asset Management zeigt, dass die Mittelzuflüsse in Small-Cap-Fonds 2013 außerordentlich hoch waren

Noch den Jänner-Effekt nutzen Frankfurt/Wien. Baring Asset Management (AM) hat in einer aktuellen Analyse die Mittelzu- und -abflüsse von Investmentfonds und deren Volumina über mehr als zwölf Jahre untersucht, um insbesondere der Frage nachzugehen, wie sehr Small-Cap-Fonds von Anlegern gesucht waren bzw. sich deren Präferenzen dafür im Zeitverlauf entwickelt haben. Ein wesentliches Ergebnis: Die Zuflüsse bei Small-Cap-Fonds im Jahr 2013 dürften sich um die 15,5 Mrd. € bewegt haben. Damit könnte das höchste Gesamtjahresergebnis dieser Assetklasse erreicht worden sein. Der vorherige Höchststand von 2010 liegt bei 8,2 Mrd. €, so die Experten von Baring AM. Vertriebsaktivitäten ließen erkennen, dass Small-Cap-Fonds da, wo Anleger bereit waren, außerhalb von z.B. Schwellenländern ein höheres Aktienrisiko einzugehen, in noch nie dagewesener Weise berücksichtigt worden seien. Das zunehmende Mittelaufkommen bei Small-Cap-Fonds reflektiere teilweise, dass die Zuflüsse bei europäischen Large-Cap-Fonds geringer seien als vor der Finanzkrise. „Sollte die Rückkehr zu Aktien weiter voranschreiten, wird der Anteil von Small-Cap-Fonds wahrscheinlich zurückgehen, auch wenn absolut betrachtet die Höhe der Kapitalzuflüsse weiterhin stark bleiben sollte“, heißt es in der aktuellen Barings-Analyse. Seit 2001 beträgt die übliche Allokation von Small-Cap-Aktien der Industrieländer in einem Anlegerportfolio zwischen 5,2% und 7,7% und befindet sich derzeit am oberen Ende dieser Bandbreite.

Cap-Variante aufgelegt. Interessanter für die Anleger dürfte aber auch folgende Studie sein: „In keinem anderen Monat ist die Renditelücke zwischen kleinen und großen Unternehmen so weit wie im Jänner – sowohl in den USA als auch in Europa. Februar ist jeweils der zweitbeste Monat. Die Korrelation zwischen Aktien von Unternehmen mit hoher und Aktien von Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung zeigt eine auffällige saisonale Komponente“, zitiert der Branchendienst fondsprofessionell Marc Reinganum, Chief Quantitative Strategist von State Street Global Advisors.

Eine Erklärung für diesen JännerEffekt sieht er darin, dass kleinere Unternehmen weniger transparent sind als große. Demnach wäre die Unsicherheit über das geschäftliche Abschneiden eines kleinen Betriebes gegen Jahresende am größten, was zu Verkäufen veranlasst. Die Unsicherheit wird aber durch die zu Anfang des neuen Kalenderjahrs vorgelegten Geschäftsberichte wieder beseitigt, was zu Käufen führt. Andere Annahmen gehen davon aus, dass zum Jahreswechsel steuerliche Gründe vor allem Privatanleger dazu veranlassen könnten, sich von Small Caps zu trennen.  (lk)

© Barings/Niall McDiarmid

Mehr aktiv verwaltende Investmentfondsmanager als in anderen Kategorien.

Nick Williams managt den neuen Baring European Opportunities Fund.

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Die Kleinen waren gefragt Das gesamte Nettovermögen, das in kleinere Unternehmen investiert wurde, beziffert Barings mit 131,1 Mrd. €. Dies entspreche einem Zuwachs von 31% seit Ende 2010 (100,3 Mrd. €) und einem Niveau, das doppelt so hoch sei wie Ende 2001 (58 Mrd. €). Dabei wird aktiven Managern im Bereich Small-Cap-Fonds mehr zugetraut. Denn ein weiteres Ergebnis der Analyse lautet, dass der Anteil von passiven Fonds am Small-Cap-Universum 7,1% beträgt. Der Einfluss von passiv verwalteten Small-CapFonds ist demnach wesentlich geringer als in anderen Kategorien der Branche, was darauf schließen lässt, dass Anleger insgesamt die Überzeugung vertreten, dass aktive Manager im Bereich der kleineren Unternehmen einen Mehrwert generieren können.

Der Jänner-Effekt Baring Asset Management jedenfalls springt auf den Trend auf: Wegen der georteten steigenden Akzeptanz der Assetklasse Small Caps wurde erst kürzlich der Baring European Opportunities als paneuropäische Small- und Mids m all cap-fonds*

Fondsname Performance 1 Jahr in % Invesco Nippon Small/Mid C Equ 94,43 FF-Japan Smaller Comp. A Dis Yen 54,86 DBXT MSCI Eu Sm C TRN ETF 1C 39,06 DBXT Russell 2000 ETF USA 1C 38,00 FPM Stockpicker Germany Sm/M 35,55 iShares MDAX (DE) 35,32 Invesco Pan Eur. Small Cap Eq. A 34,05 3V Invest Swiss Small & Mid Cap 30,46

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Vermögensverwaltende Investmentfonds apano lanciert einen neuen eigenen Investmentfonds in Österreich

short

Moderner diversifizieren mit der Leitwolf-Strategie

© EPA/How Hwee Young

Auf die chinesische New Economy setzen

Diversifikation stößt angesichts des hohen Globalisierungsgrads, Zins-Rekordtiefs an ihre Grenzen. linda kappel

Dortmund/Wien. Die auf Alternative Investments (AI) spezialisierte Dortmunder Vertriebsgesellschaft apano GmbH hat mit dem vermögensverwaltenden Dachfonds H1 Strategie (ISIN DE000A1J9E96/ WKN A1J9E9) ihr erstes eigenes Produkt aufgelegt. Bisher ist apano hierzulande vor allem als Partner von Man, einem der weltweit führenden Investment Manager alternativer Investments, aufgetreten. Als Kapitalanlagegesellschaft für apano fungiert die Hamburger Hansainvest.

Chinas Reformpaket umfasst 60 Initiativen für die nächsten 10 Jahre.

Zürich. Der Aktienindex MSCI China besteht großteils aus Unternehmen aus der „Old Economy“, rund 70% entfallen auf Telko-, Energie- und Finanzkonzerne – zumeist um ehemalige Staatsunternehmen –, heißt es bei Swiss & Global Asset Management. Deren neuer Aktienfonds JB China Evolution Fund (ISIN: LU0982189804) mit 30 bis 50 Titeln hat einen gänzlich anderen Fokus: auf Sektoren, die vom Reformprozess profitieren, etwa Konsum und Gesundheit. „Chinas Wirtschaft entwickelt sich weiter und die politische Führung strebt ein stärker konsumbasiertes Wirtschaftsmodell an“, sagt Managerin Jian Shi Cortesi. Die aktuellen Reformen sollen China dabei helfen, sich bis 2015 zum zweitgrößten Konsumentenmarkt weltweit zu entwickeln.

„Die veränderte Ausgangslage an den Kapitalmärkten zwingt zu neuen Überlegungen“, erklärt Markus Sievers, geschäftsführernder Gesellschafter von apano. Die Diversifikation über Aktien, Anleihen und Rohstoffe allein reiche nicht aus. Klassische Mischfonds und ihre Anleger hätten in den vergangenen Jahren mit der häufig anzutreffenden, traditionell hohen Anleihenquote vielfach das Nachsehen gehabt. „Auch die letzten Bastionen der Anleihenmärkte sind gestürzt“, betont Sievers; „nach Steuern und abzüglich Inflation bleibt unter dem Strich wenig bis nichts. Und wenn man mehr Rendite möchte, ist man automatisch im Risiko-Segment drin.“ Auch die Rohstoffe zeigten sich zyklisch, seien daher nur bedingt das Mittel der Wahl. Und bei den Aktien habe die Häufigkeit und Stärke von Abwärtsphasen zugenommen. Der neue Dachfonds erhebt den Anspruch, bei steigenden, fallenden und seitwärts laufenden Kursen Geld zu verdienen. „Long only“-Produkte bewähren sich

DeAWM Philip Poole: neuer Head of Research Frankfurt/London. Die Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) hat Philip Poole zum Head of Research ernannt. Er leitet in dieser neu geschaffenen Position das weltweite Research der DeAWM-Investmentplattform. Poole wird nicht nur zur Hausmeinung des DeAWM CIO beitragen, ­sondern auch die Portfolio­ manager mit Investmentideen unterstützen.  (lk)

ARTS Best Momentum feiert 15. Geburtstag

© apano

Verluste mit Anleihen

Markus Sievers von apano versteht den neuen Dachfonds als „wachstumsorientiertes Basisinvestment“.

naturgemäß nur bei steigenden Märkten, marktneutrale Strategien hätten sich in stagnierenden oder leicht fallenden Märkten bewiesen. Und der Trendfolge-Ansatz ist zwar auch gut, diese Produkte brauchen aber ausgeprägte Trends, um zu funktionieren.

Eigener Stimmungsindex „In unserem neuen, aktiv gemanagten Multi-Asset-Fonds setzen wir die von uns selbst entwickelte Leitwolf-Strategie ein“, heißt es. „Nach Fundamentaldaten und technischen Daten arbeitende Fonds gibt es bereits genügend im Markt. Aber die Allokation nach Stimmungen hingegen bietet den Investoren eine innovative Diversifikation und Sicherheit“, ist Sievers

identifizierter Stimmung wird das Portfolio offensiver oder defensiver ausgerichtet. Täglich würden die Leitwölfe beobachtet und Anpassungen durchgeführt. Investiert wird global in die Anlageklassen Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen. Da viele AI im UCITS-Mantel erhältlich seien, könne man fallende Kurse mit Long-Short-Strategien im Dachfonds absichern. Der Long only-Bereich werde kostensparend über ETFs abgedeckt. Insgesamt sind ca. 20 Zielfonds vorgesehen. Angestrebt wird eine Durchschnittsrendite von fünf bis sieben Prozent p.a. nach Kosten, bei einer Schwankungsfreudigkeit im einstelligen Bereich. Bereits ab 100 € ist der Anleger dabei – auch in Form eines Sparplans.

eindeutig überzeugt. Zentraler Baustein des HI Strategie 1 sei der über zwei Jahre entwickelte, hauseigene Stimmungsindex, auf dem die Allokation dann beruht. „Nur wer die Stimmungen der Märkte richtig erkennt, kann erfolgreich sein“, so Martin Garske, der gemeinsam mit Sievers die Anlageberatung verantwortet. Dem Anlageausschuss gehören in Summe vier Personen an. Die Schlüsselmärkte, also die Leitwölfe, wie etwa Nikkei225 oder S&P500 oder der REX 10-Jahre Kursindex, Gold, Kupfer usw., zeigten die Marktstimmung an. Dabei haben die apano-Experten vier Stimmungen definiert: optimistisch, zuversichtlich, neutral und pessimistisch. Einige Leitwölfe geben immer den Ton vor. Je nach

Carmignac Patrimoine

Bawag PSK Invest Dividendenfonds mit „einzigartigem Ansatz“ schüttete 3,50 € aus

Abwanderung aus Fonds

Wien. Der Bawag PSK Europa Dividende Plus erzielte mit 3,50 € je Anteil die höchste Ausschüttung seit Fondsauflage. Investiert wird vorwiegend in großkapitalisierte Aktien europäischer Konzerne mit hoher Dividendenausschüttung – z.B. Daimler, Total, Münchener Rück oder Novartis. Daneben befinden sich einige ausgewählte Small und Mid Caps im Portfolio. Der Fonds könne auch bei seit-

Frankfurt/Wien. Der Fonds-Klassiker aus dem Hause C-Quadrat ARTS Best Momentum (ISIN AT0000825393) ist 15 Jahre alt. Seit Auflegung bescherte er den Anlegern – trotz zweier drastischer Aktienbaissen in dem Zeitraum – einen durchschnittlichen Wertgewinn von 5,14 Prozent p.a. (Stand: 4.1.2014). Der MSCI World habe im selben Zeitraum nur etwa 1,1 Prozent pro Jahr ausgewiesen, wird betont. Seit 1. August 2005 wird der C-Quadrat ARTS Best Momentum von ARTS Asset Management, einem Unternehmen der C-Quadrat-Gruppe, mittels vollautomatischem Handelssystem gemanagt; man verfolge hier aber keinen TotalReturn-Ansatz. (lk)

© APA/Keystone/Gaetan Bally

Manager Leo Willert: „Best Momentum ist ein reiner Aktiendachfonds.”

wärts tendierenden bzw. fallenden Aktienkursen Erträge aus Derivatgeschäften erwirtschaften und das Risiko im Vergleich zu herkömmlichen Dividendenfonds reduzieren, heißt es. „Als Anleger kauft man nicht nur – wie bei einem herkömmlichen Aktienfonds – Anteile an verschiedenen Unternehmen, sondern verkauft zusätzlich Optionen auf Aktien, die der Fonds bereits besitzt. Das ist wie bei ei-

Im Bawag PSK Invest-Dividendenfonds sind u.a. Daimler, Total und Novartis drin.

ner Versicherung, für die man eine Prämie erhält, die dem Fonds zugutekommt“, erklärt Fondsmanager Daniel Stössl.

Frankfurt. Die sogenannten Selbstentscheider, private Fondsinvestoren, die selbstständig und ohne einen Berater ihre Anlageentscheidungen treffen, trennen sich derzeit en masse vom Carmignac Patrimoine Fonds, schreibt die Börse Frankfurt in ihrem Wochenbericht über den Fondshandel. Auch Türkeiund Thailand-Fonds stünden ganz oben auf der Verkaufsliste.  (red)

Jedes Jahr mehr Dividende Das Konzept sei in dieser Form einzigartig in Österreich und der Fonds habe seine Ausschüttung je Anteil von Jahr zu Jahr kontinuierlich erhöht. Der Bawag PSK Europa Dividende Plus sie vor allem für risikobewusste Anleger gedacht. Seit Auflage im Oktober 2008 habe man einen Ertrag p.a. von +6,01% brutto erzielt (ohne Ausgabeaufschlag in Höhe von 4,00% und andere ertragsmindernde Kosten wie Kontound Depotgebühren). Angesichts möglicher Verluste mit Aktien wird eine Mindestbehaltedauer von sieben Jahren empfohlen. Das nach quantitativen und qualitativen Analysen zusammengestellte Aktienportfolio wird zur Risikominimierung sehr breit aufgstellt. Aktuell seien rund 120 Aktien aus diversen Branchen im Fonds.  (lk)

© Carmignac Gestion

© Bill Lorenz/Arts Asset Management

Ausschüttung in Rekordhöhe

Edouard Carmignac leitet den Fonds bereits seit 24 Jahren.


ba n k i n g

Freitag, 10. Jänner 2014

financenet – 23

financenet@medianet.at

Bawag PSK Cerberus holt Restrukturierungsmann – der Amerikaner folgt auf den Deutschen Andreas Arndt

short

Anas Abuzaakouk neuer Bawag PSK-Finanzchef

Kommt nun der RBIRückzug aus Ungarn?

Wien. Der Bawag-Hauptaktionär Cerberus hat in seiner Wiener Bankbeteiligung Bawag PSK mit dem gebürtigen Amerikaner Anas Abuzaakouk einen neuen Finanzvorstand berufen. Abuzaakouk (36) ist ab sofort neuer Finanzchef (Chief Financial Officer/CFO). Er folgt damit dem Deutschen Andreas Arndt (55) nach, der mit Jahresende den Wiener Bankvorstand verließ. Arndt war seit Herbst 2010 Finanzchef der Bawag. Bis März werde er aber der Bank noch zur Verfügung stehen, heißt es.

© RBI

Neuer CFO will Unternehmen als wettbewerbsstarke und solide, ertragreiche Bank positionieren. Raum Nahost/Afrika, nach neun Jahren bei GE wechselte er dann zum US-Fonds Cerberus. BawagChef Byron Haynes zeigte sich erfreut über die interne Besetzung des Vorstandsmandats.

Die RBI könnte in Ungarn bald auch dem Staat gehören.

Die neue Strategie Abuzaakouk erklärte in einem Bankkommunique, „die Strategie der Bank im Hinblick auf ihre Kapitalausstattung und ihre operativen Pläne weiter umsetzen zu können, die darauf abzielt, die Bawag PSK in den kommenden Jahren als wettbewerbsstarke und solide, ertragreiche Bank zu positionieren“. Der US-Fonds Cerberus war 2007 nach der Beinahe-Pleite der ehemaligen österreichischen Gewerkschaftsbank eingestiegen, wie für Finanzinvestoren üblich mit dem Ziel, in absehbarer Zeit wieder auszusteigen.

Von GE zu Cerberus Bei Cerberus war Abuzaakouk fünf Jahre für Due-Diligence und den operativen Betrieb nach Akquisitionen und Unternehmensrestrukturierungen für US- und europäische Investments am Finanzdienstleistungssektor zuständig. In seiner letzten Position bei GE war er Finanzvorstand für den

Bawag PSK (Eigenschreibweise BAWAG P.S.K., Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG) entstand im Jahr 2005 durch Fusion der Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag; 1922 vom vormaligen Staatskanzler, dem Sozialdemokraten Karl Renner, als „Arbeiterbank“ gegründet) mit der Österreichischen Postsparkasse (PSK) und befindet sich im MehrheitsEigentum des US-Fonds Cerberus Capital Management. Sie ist, gemessen an der Bilanzsumme, die viertgrößte Bank Österreichs. 2005 geriet die Bawag wegen eines Finanzskandals (BAWAG-Affäre), bei dem die Bank rund 3,5 Mrd. Euro verlor, in eine Schieflage und musste durch eine Auffangaktion des Staates vor dem Konkurs gerettet werden.

Teilweise Rückzahlung Bankfernere Beteiligungen wurden bereits abgestoßen. Vor Kurzem verkaufte die Bawag PSK auch ihr Wiener Zentralgebäude an

Der neue Bawag-Finanzvorstand Anas Abuzaakouk war neun Jahre bei GE tätig, bevor er zu Cerberus wechselte. Dort war er fünf Jahre für Due Diligence zuständig.

den Investor Rene Benko. Der Firmensitz wird aber zurückgemietet. Experten schätzten den Kaufpreis auf rund 150 Mio. €. Im Dezember erhielt der Bund von der Bawag außerdem eine weitere Tranche Staatskapital zu-

rück. Einer ersten Tilgung von 50 Millionen im Sommer folgte jetzt eine größere Tranche von 150 Millionen. In Zuge der Finanzkrise hatte der Staat insgesamt 550 Mio. € Partizipationskapital gezeichnet.  (APA/red)

UniCredit Cerberus holt Paket im Wert von 950 Mio. €

Meinl Bank Geldhaus zieht es nach Osteuropa

Mailand/New York. Bawag-Hauptaktionär Cerberus hat von der Bank Austria-Mutter UniCredit ein Paket mit faulen Krediten im Wert von 950 Mio. € erworben. Die Operation sei Teil der Strategie von UniCredit, sich von nichtstrategischen Assets zu trennen, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung Sole 24 Ore. Ähnliche Operationen planen in Italien dem Blatt zufolge die toskanische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) und auch die Banco Popolare. Wegen der Rezession und der Firmenpleiten sind die faulen Kredite gestiegen, was die Banken im Land weiter belastet.

Wien. Die Meinl Bank, deren Manager in Österreich seit sechs Jahren im Visier der Justiz stehen, macht sich auf in den Osten. Seit einem Jahr nascht das Institut am Prager Immobilienboom mit, nun wurden die CEE-Kompetenzen in Wien verstärkt. Kürzlich holte die Meinl Bank den ehemaligen CA-IB-Vorstand Klaus Requat, der zuletzt als Zeuge im U-Ausschuss zur Buwog öffentlich in Erscheinung trat.

Faule Kredite wurden abverkauft

noch länger brauchen, hieß es im ABI-Bericht. Wegen der schwierigen Wirtschaftslage werden in Italien immer weniger neue Kredite aufgenommen. Im November kam es zu einem vierprozentigen Rückgang, der stärkste der letzten 14 Jahre. Profi-Investoren wie Hedge Fonds kaufen seit Längerem den Geschäftsbanken Kreditpakete und „komplexe Strukturen“ ab, die so die Bankbilanzen nicht länger belasten. (APA/red)

Klaus Requat geht zur Meinl Bank schen Hauptstadt. Darüber hinaus will die Meinl Bank auch in London eine Filiale eröffnen, wie sie bereits 2009 angekündigt hatte. Die entsprechenden Anträge seien bereits gestellt, hieß es heute. Man wolle sich in einem ersten Schritt ausschließlich dem Wertpapierhandel widmen. Angaben aus dem Jahr 2009 zufolge wollte das Institut in London mit notleidenden Krediten handeln (Corporate Finance). (APA/red)

© EPA/Monte Dei Paschi Di Siena

Schwierige Situation

In Italien verringern die Banken durch Verkäufe ihr Kreditportfolio.

Bei der Meinl Bank ist Requat (54) gemeinsam mit Stephen Coleman (46), schon seit 1999 bei Meinl, für die Bereiche Corporate und Investment Banking zuständig. Sie sollen Kunden bei Firmenverkäufen oder -käufen und zum Thema Restrukturierung beraten. In Prag ist der Meinl-Konzern schon seit einiger Zeit aktiv. Anfang 2013 eröffnete eine Immobilienverwaltungsgesellschaft namens Prague Prime Homes. Auf betuchte Klientel mit Private Banking und Corporate Finance Advisory konzentriert sich die kürzlich eröffnete Meinl-Bank-Filiale in der tschechi-

© APA/Herbert Neubauer

Gemeinsam beraten

Die Meinl Bank holte den früheren CA IB-Vorstand Klaus Requat.

EU: Bank-Eigenhandel deutlich einschränken

© APA/EPA/Sara Houlison

Frühester Exit-Zeitpunkt für Cerberus wäre den Verträgen nach schon 2012 gewesen. Ende 2012 stieg dann ein weiterer US-Fonds (Golden Tree) ein, Cerberus behielt aber die Mehrheit. Cerberus und Golden Tree sollen aber bereits das Umfeld für einen Bawag-Exit sondieren lassen. Die Bank durchläuft eine Restrukturierung, die bisher mehrere hundert Jobs gekostet hat; aktuell stehen wieder Auslagerungen von Abwicklungstätigkeiten an.

© Bawag PSK

Exit kam nicht 2012

Zahlen & fakten

Nach Angaben der Bankenvereinigung ABI betrugen die notleidenden Kredite in dem Land im Oktober 147,3 Mrd. €; das waren 27,5 Mrd. € mehr als im Vergleichsmonat 2012 und 100 Mrd. mehr als Ende 2007. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen stünden weiter unter Druck, und deshalb werde es für eine Entspannung bei den Kreditforderungen der Banken

Wien/Budapest. Die teilstaatliche ungarische Szechenyi Commercial Bank hat ungarischen Medienberichten zufolge ein Übernahmeangebot um einen Euro für die ungarische Raiffeisen-Tochter gelegt – die RBI hat dieses „Marktgerücht“ inzwischen abgelehnt. Man habe aber bereits früher kommuniziert, dass es Angebote für Raiffeisen-Töchter in Ungarn und in der Ukraine gebe, sagte RBI-Sprecherin Ingrid KrennDitz. Man habe im November Fokusmärkte definiert, „wo wir Wachstum sehen und wo wir auch wachsen wollen“, so Krenn-Ditz; das seien Russland, Polen, die Slowakei, Tschechien, Rumänien und Österreich. In den anderen Märkten wolle man je nach den Marktbedingungen das Geschäft zurückfahren, „wir haben das in Slowenien angekündigt und auch durchgesetzt“. Einen Rückzug aus Ungarn und auch aus der Ukraine könne man sich vorstellen, bestätigte Krenn-Ditz frühere Aussagen. In beiden Ländern gebe es bereits konkrete Angebote. Einen Zeithorizont für einen möglichen Rückzug aus diesen Ländern habe man sich nicht gesetzt. (APA/red)

EU-Papier enthält „Raum für Ausnahmen“ auch für die Deutsche Bank.

London. Die Europäische Union will den riskanten Eigenhandel von Banken deutlich einschränken. Den größten EU-Finanzinstituten sollen Grenzen für den Handel auf eigene Rechnung gesetzt werden, wie aus einem Verordnungsentwurf vorgeht. Damit bleibt der EU-Vorschlag allerdings hinter den Beschränkungen der sogenannten Volcker-Regel in den USA zurück. An der Wall Street dürfen Investmentbanken nur noch bis Mitte 2015 Eigenhandel betreiben. In der EU werden dem Entwurf zufolge nur 30 systemisch relevante Banken wie die Deutsche Bank, Barclays und BNP Paribas vom Verbot dieses Geschäftsmodells betroffen sein. Das Papier enthält Raum für Ausnahmen für Deutschland und die Deutsche Bank. Die Abtrennung riskanter Handelsaktivitäten bei einem der rund 30 Geldhäuser könnte notwendig werden, wie es heißt; etwa die Kreditvergabe an Private-Equity-Fonds.  (APA/red)


i n su r a n c e : watc h

24 – financenet

Freitag, 10. Jänner 2014

financenet@medianet.at

Merkur Versicherung Gerald Kogler übernimmt den Vorsitz des Vorstands vom ausscheidenden Alois Sundl

short

CEO-Wechsel bei Merkur

RLB OÖ Invest unter 15 Prozent bei voestalpine Linz. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG verfügt aktuell über insgesamt 25,8 Mio. voestalpineAktien. Das sind rund 14,9% der stimmberechtigten Papiere. Cirka 23,2 Mio. Aktien hält das Unternehmen selber, über rund 2,6 Mio. Aktien dagegen im Besitz anderer Firmen (Raiffeisenlandesbank OÖ, KeplerFonds, Oberösterreichische Versicherung) kann das Unternehmen weisungsfrei verfügen.  (APA)

Neuer Vorstandsvorsitzender setzt auf Wachstum in Österreich und den Konzernländern.

© Panthermedia.net/Roland Nagy

Italiens zweitgrößter Versicherer startet

reich als auch in den Konzernländern weiter profitabel wachsen. Auch in Zukunft werden wir das Wunder Mensch und damit alle, die uns ihr Vertrauen schenken, in den Mittelpunkt stellen“, so Kogler. Zusätzlich zu den Finanzen fallen die Bereiche Gesundheitsvorsorge, Lebensversicherung, Personal, Konzernmarketing, Recht und Auslandsbeteiligungen in die Ressortverantwortung von Gerald Kogler.

Der neue Dreier-Vorstand Andreas Stettner und Christian Kladiva komplettieren den neuen Vorstand. Stettner ist seit September 2011 Mitglied des MerkurVorstands. Er ist zuständig für Vertrieb, Immobilien, Inlandsbeteiligungen, Sach- und Unfallversicherung. Kladiva verantwortet die Bereiche Risikomanagement, Betriebliche Organisation, IT und Konzernmathematik. (red)

© Merkur Versicherung

Graz. Die Merkur Versicherung AG steht seit Jahresbeginn unter neuer Führung. Nach dem Ausscheiden von Alois Sundl (60) übernahm der bisher für die kaufmännischen Bereiche verantwortliche Gerald Kogler (46) den Vorsitz des Dreier-Vorstands, dem auch Andreas Stettner (46) und Christian Kladiva (41) angehören. Kogler studierte Handelswissenschaften mit Schwerpunkt Versicherungen und sammelte berufliche Erfahrung im In- und Ausland bei KPMG Wien, London und Berlin, IBM sowie Ernst und Young, ehe er im Oktober 2009 Mitglied des Merkur-Vorstands wurde. „Das Unternehmen operiert sowohl national als auch international ausgesprochen erfolgreich. Wir wollen den eingeschlagenen Weg fortsetzen, Potenziale, die zweifellos vorhanden sind, ausschöpfen und sowohl in Öster-

Gerald Kogler, neuer Vorstandsvorsitzender der Merkur Versicherung.

Die Mailänder Börse, Handelsplatz der neuen UnipolSai-Aktien.

Druck auf Lebensversicherungen Zinsen sinken in Deutschland weiter von durchschnittlich 3,61 auf 3,43 Prozent

Deutsche Lebensversicherer senken Zinsen

Ergo Versicherung Klaus Kretz dirigiert ab sofort Makler

Vienna Insurance Group Expansion in Ungarn

Wien. Mit 15. Jänner 2014 übernimmt Klaus Kretz (44) die Leitung des Maklervertriebs bei der Ergo Versicherung. Er hat über 16 Jahre Erfahrung im Maklerversicherungsgeschäft und leitete zuletzt den Makler- und Agenturvertrieb bei der Wüstenrot Versicherung AG. „Wir gewinnen mit Klaus Kretz einen profunden Kenner dieses Vertriebswegs. Der Ausbau des Makler- und Agenturvertriebs ist ein wichtiges strate-

Wien/Budapest. Die Vienna Insurance Group (VIG) übernimmt in Ungarn 100% der Anteile an der Versicherungsgesellschaft AXA Biztosító Zrt. „Ungarn ist einer der Kernmärkte, auf dem wir unsere Präsenz schon seit längerer Zeit intensivieren möchten. Die AXA Biztosító ergänzt unser Portfolio im Segment Leben, das auch insbesondere im Bereich der fondgebundenen Produkte erhebliches Potenzial aufweist”, erklärt Peter

Neuer Leiter für Maklervertrieb

© Foto Wilke

Eurozone: Banken fahren die Firmenkredite noch weiter zurück.

Klaus Kretz, neuer Leiter des Maklervetriebs der Ergo Versicherung.

Garantie als Auslaufmodell Bisher liegen die Daten von 55 der gut 90 Lebensversicherer vor. 45 Versicherer senkten die laufende Verzinsung auf den Sparanteil der Prämien für das neue Jahr, nur zehn konnten sie stabil halten. Unter Letzteren sind die Allianz Leben und Ergo Leben. Sie haben im vergangenen Jahr neue Produkte auf den Markt gebracht, die für den Verzicht auf lebenslange Garantien eine höhere Verzinsung in Aussicht stellen.(APA/Reuters/red)

VIG kauft ungarische AXA Biztosító

gisches Ziel von uns. Seit unserer Neuausrichtung unter der Marke Ergo intensivieren wir besonders unsere Zusammenarbeit mit den Versicherungsmaklern“, erklärt Ingo Lorenzoni, Vorstand der ErgoVersicherung und verantwortlich für den Vertrieb über die Volksbanken, den Außendienst, Makler und Agenten.

16 Jahre im Vertrieb Klaus Kretz, geboren 1969, ist seit 1991 in verschiedenen Funktionen in der Versicherungsbranche tätig. Dabei konnte er rund 16 Jahre Erfahrungen im Vertrieb mit Agenturen und Maklern sammeln und war selber einige Jahre selbstständig als Versicherungsmakler tätig. „Ich kenne die Anforderungen und Bedürfnisse beider Seiten sehr gut. Diese für eine so junge Marke wie Ergo zu nutzen, ist eine enorm interessante Herausforderung für mich. Auf- und Ausbau bedeutet, viel Potenzial nach oben zu haben. Das ist für einen vertriebsorientierten Menschen wie mich besonders spannend“, erklärt Kretz. (red)

lichen Blick den Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase aktiv entgegen.” Zum Vergleich: Für 2011 hatte die Branche im Schnitt 4,09 Prozent ausgeschüttet.

Hagen, Generaldirektor der Vienna Insurance Group.

Vertrag unterzeichnet Ein entsprechender Vertrag wurde laut VIG bereits unterzeichnet. Der Erwerb erfolgt vorbehaltlich der Genehmigungen der zuständigen Aufsichts- und Wettbewerbsbehörden, heißt es. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. (APA/red)

© APA/Herbert Neubauer

© APA/dpa/Frank Rumpenhorst

Zahl der Firmenkredite sinkt unaufhörlich

Frankfurt/Berlin. Die Banken in der Eurozone haben ihre Firmenkredite so stark zurückgefahren wie noch nie. Trotz der rekordniedrigen Zinsen sackten die Darlehen im November um 3,9 Prozent zum Vorjahresmonat ab, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilt. Die EZB hatte im November den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Im Dezember kündigte EZB-Präsident Mario Draghi an, die Zentralbank sei zu weiterem Handeln bereit und verfüge über ein Arsenal an Möglichkeiten. (APA)

Frank Walthes, Versicherungskammer Bayern: Wohlüberlegte Maßnahmen setzen.

Frankfurt. Bei den Kunden deutscher Lebensversicherer überwiegt zu Beginn des Jahres die Enttäuschung: Die meisten Unternehmen haben die Verzinsung für Lebens- und Rentenversicherungen wegen der niedrigen Zinsen auf festverzinsliche Wertpapiere auch für 2014 gekürzt. Im Durchschnitt liegt die Rendite nach Daten der Kölner Ratingagentur Assekurata und Berechnungen von Reuters nur noch bei 3,43 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden im Schnitt noch 3,61 Prozent abgeworfen. Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern, versucht zu beschwichtigen: „Wir agieren vorausschauend. Wir steuern mit wohlüberlegten Maßnahmen und einem ganzheit-

© Versicherungskammer Bayern/www.stefan-heigl.de

Rom/Triest. Die neue italienische Versicherungsgesellschaft UnipolSai debütierte am Montag an der Mailänder Börse. Die Gesellschaft ist aus der Fusion zwischen Unipol Assicurazioni und den ehemaligen Versicherungskonzernen unter Kontrolle der skandalumwitterten Unternehmerfamilie Ligresti, Fonsai, Milano Assicurazioni und Premafin entstanden. Durch die Fusion entsteht nach der Generali Italiens zweitgrößter Versicherer und größter Schadensversicherer. Angepeilt werden 2015 ein Prämienaufkommen von 17 Mrd. € und ein konsolidierter Nettogewinn von 852 Mill. €. Die Combined Ratio soll 93% ausmachen. Ab Montag wurden die Aktien von Fonsai, Milano Assicurazioni und Premafin in Mailand nicht mehr gehandelt und von UnipolSai-Aktien ersetzt. An der Mailänder Börse bleibt Unipol Gruppo Finanziario (Ugf) notiert, die Holding, die einen 63%igen Anteil an UnipolSai kontrolliert.(APA)

Peter Hagen, Generaldirektor der Vienna Insurance Group (VIG).


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 10. Jänner 2014 – 25

© panthermedia.net

wien bleibt ein teures pflaster

Wohnungspreise haben laut FindMyHome.at im Jahr 2013 um rund ein Zehntel zugelegt 

Seite 27

© EHL Immobilien

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

ehl sieht gutes immo-jahr 2014

Neue Einflüsse und Anreize aus Deutschland sollen verschiedene Immobilien-Teilmärkte beflügeln  Seite 28

Wir leben Immobilien.

Büros werden wieder knapper und teurer IMMO-AGS 2. Jänner–8. Jänner 2014

IATX (8.1.)

195,45

2,94%

Wochentop ATRS 3,04% Wochenflop CWI -0,75% Atrium 3,04% CA Immobilien Anlagen  3,03% Immofinanz2,97% Warimpex 1,60% S Immo -0,08% conwert-0,75%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 8.1.)

Top 5 Immofonds Henderson Pan Europ.Prop.Equ.I2 3,32% JPM Gl.Re.Est.Sec.(USD)I Acc 1,96% iShares UK Prop.UCITS ETF 1,95% PARVEST Real Est. Secur.Pac. I 1,86% First State Gl.Prop. Sec. B EUR 1,81% Flop 5 Immofonds DBXT CSI300 R.E.1C -12,16% FF - Asia Pac. Prop. A Acc EUR-9,00% CS SICAV One(Lux)Eq.Glob. -4,27% iShares As. Prop.Yd.UCITS ETF-2,16% ABD Gl.A.Pro.Sh.S2 USD -1,75% 2. Jänner–8. Jänner 2014

© APA/Hans Klaus Techt; BAR

Monatstop Henders. Pan Eur. 3,32% Monatsflop DBXT CSI300 -12,16%

BAR-Geschäftsführer Michael Zöchling In Wien werden weniger neue Büro­ bauten fertig, die Banken konzentrieren sich bei der Finanzierung neuer Projekte zu sehr auf Wohnimmobilien: Das Resultat werden schon 2016 knappe und teurere Büros sein, erwartet Profi-Makler Zöchling.  Seite 26 Immobilienwirtschaft will mehr bauen Anreize für private Wohnbauträger und Reform des Mietrechts gefordert

467,43

-2,02%

inhalt

Immo:Capital > Ringen um Weiterbau am neuen Panama-Kanal 26 > Deutsche Bauwirtschaft strotzt vor Optimismus 26 > S Immo übertrifft ihre Verkaufsziele 26 Immo:Markets/People&Dates > Re/Max sieht Markt wieder auf Vorkrisenniveau 29 > c ard complete erlebt den Weihnachts-Boost 30

„Pro Jahr zusätzlich 10.000 Wohnungen“ Wien. Die Immobilienwirtschaft warnt vor zu geringer Neubauaktivität: In Österreich würden pro Jahr 10.000 Wohnungen mehr gebraucht, sagte Udo Weinberger, Präsident des Österreichischen Verbands der Immobilienwirtschaft (ÖVI), am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Im Regierungsprogramm würden Anreize und Erleichterungen für private Bauträger fehlen, kritisierte er.

Hilfe nur für Gemeinnützige Im Programm der Bundesregierung für 2013 bis 2018 seien nur

gemeinnützige Wohnbauträger berücksichtigt, „private bauen genauso gut wie gemeinnützige”, betonte Weinberger. Lobende Worte fand er für die geplante Reform des Mietrechts und der dazu eingerichteten Experten-Arbeitsgruppe im Jus-tizministerium. „Die Politik muss dann aber den Mut haben, die Reformvorschläge umzusetzen.” Diskutable Gesetzesvorschläge sollen im 1. Halbjahr 2014 vorliegen. Einerseits müsse das Mietrecht vereinfacht und vereinheitlicht werden, andererseits müssten auch die Ungleichheiten des derzeitigen Systems beseitigt werden, so Wein-

berger. Es dürfe nicht sein, dass in einem Haus die gleiche Wohnung mit einem neuen Mietvertrag zehn Mal teurer sein könnte, als mit einem Altmietvertrag. Im Jahr 2012 gab es in Österreich laut Statistik Austria noch 90.000 Altverträge (vor 1994) im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) und 123.000 Richtwertverträge mit MRG. 373.000 Hauptsitzwohnungen entfallen auf den sozialen Wohnbau. Der ÖVI-Präsident kann sich lange Fristen für den Übergang in ein einheitliches Mietrecht vorstellen. (red/APA)

© ÖVI

CERX (8.1.)

ÖVI-Präsident Udo Weinberger: „­Reformvorschläge umsetzen“.


i m m o: c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 10. Jänner 2014

financenet@medianet.at

BA Real Es droht ein Engpass im Büro- und Geschäfts-Immobilien-Segment; Banken finanzieren derzeit bevorzugt Wohndevelopments

Büro-Neubau: Flächen werden schon ab 2016 knapp und teurer Geschäftsführer Zöchling: „Es ist ein großer Fehler, dass derzeit alle auf das Wohnsegment setzen.“ Boden, wie es sie in Österreich nie zuvor gegeben hat und anderer­ seits viele Grossprojekte wie zum Beispiel Aspern oder das Areal um den Nord-West-Bahnhof oder der Hauptbahnhof. Andererseits waren die Jahre ab 2007 von großer Infla­ tionsangst geprägt – jene Personen hatten fünf Jahre Zeit, zur Absiche­ rung eine Wohnung zu kaufen. Wer nicht mehr aus Angst heraus inve­ stiert, zahlt weniger. Der Druck ist weg.

linda kappel

Wien. Michael Zöchling, Geschäfts­ führer der zur Bank Austria gehö­ renden BA Real Immobilientreu�� hand GmbH, skizziert im Interview die großen Tendenzen am AustroMarkt für Developer und Verwerter und geht auf die aktuellen Projekte seines Hauses ein.

financenet: Büromieten in Wien sind im internationalen Vergleich immer noch sehr günstig ... Wel-

short

Rekordjahr 2014 für deutsche Bauwirtschaft

© Panthermedia.net/Andreas Karelias

Berlin. Die deutsche Bauwirt­ schaft erwartet 2014 ein Wachs­tum von drei bis vier Prozent, so der Branchenver­ band HDB; die Auftragslage sei gut wie Anfang der 1990er. (red)

Zöchling: „Eine Tendenz ist, dass es verstärkt zu Büro-Clustern kommen wird; Refurbishment macht daher nur bedingt Sinn.“

die Büronachfrage seitens dieser Dienstleister, die die Ostmärkte betreuen. Ich denke, diese haben mehr Arbeitsplätze als große Mul­ tis, die in Österreich ihr Headquar­ ter haben.

che Mieten sind dann ab 2016 zu erwarten? Zöchling: Ja, in unserem DC-Turm kostet der Quadratmeter nur 21 Euro, in München käme etwas Vergleichbares auf 35 Euro. Spit­ zenmieten kommen dann vielleicht auf 30 Euro, ein Preis von jetzt 15 Euro dann im Schnitt auf 18 – also Anstiege von 15 bis 20 Prozent. Ab dann sind auch Developments mit Eigenmitteln wieder interessant.

financenet: Wie läuft die Vermietung der von BAR betreuten Flächen? Zöchling: Die Vermietung unserer Flächen läuft gut. Mit dem DC Tower haben wir in Wien ein Al­ leinstellungsmerkmal. Mehr als 70 Prozent dort sind bereits ver­ mietet. Baxter als Ankermieter ist bereits eingezogen. Das Hotel und Fitness-Center eröffnen dem­ nächst, die Büros sind teils schon besiedelt, im Frühjahr 2014 wer­ den wir weitere Mietverträge ab­ schließen. Die Verhandlungen zie­ hen sich derzeit aber in die Länge, denn große Konzerne haben immer kompliziertere Entscheidungs­ strukturen. Andererseits profitie­

financenet: Ist Wien auch deshalb günstig, weil Headquarters großer internationaler Konzerne abgewandert sind oder abwandern? Zöchling: Ich habe nicht den Ein­ druck. Wien fungiert immer noch als Brückenkopf Richtung Osten. Im Raum CEE findet konjunktur­ bedingt weniger Geschäft statt, ab­ gesehen von Polen. Österreichische Unternehmen, die diese Märkte be­ treuen, schwächeln. Kommt dort der Aufschwung, steigt wieder

Wien. Der Verwaltungsgerichts­ hof (VwGH) hat eine Beschwer­ de des Transitforum gegen den Umweltverträglichkeits­ bescheid (UVP) für den Bau des Brennerbasistunnels (BBT) abgewiesen.  (red)

financenet: Die aktuellen Tendenzen werden sich aber doch wohl auch auf die Preisentwicklung im Wohnsegment niederschlagen? Zöchling: Ja. Mehrere Faktoren werden hier zu sinkenden Preisen führen. Den einen habe ich bereits erwähnt: Gleichzeitig stampft man vier oder fünf Wohntürme aus dem

financenet: Welche weiteren Flächen sind bei der BA Real derzeit aktuell? Zöchling: Z.B. das Forum Schön­ brunn und das Objekt Fleisch­ markt/Rotenturmstraße. Als at­ traktive Zweitverwertungen würde ich den Kärntner Ring Hof oder das Dachgeschoß im Börsengebäude nennen.

S Immo Auch 2014 Verkäufe um rund 100 Mio. geplant

Panama-Stadt. Im Streit um Mehr­ kosten bei der Modernisierung des Panama-Kanals bemühen sich Behörden und Baufirmen um eine Lösung. Vertreter der Kanalverwal­ tung und des Konsortiums Grupo Unido por el Canal (GUPC) trafen sich zu direkten Verhandlungen, auf Vermittlung der spanischen Verkehrsministerin Ana Pastor. Möglich ist, dass bei dem Streit eine internationale Vermittlungs­ instanz eingeschaltet wird.

Wien. Die börsenotierte S Immo AG hat ihr Ziel, in 2013 Immobilien im Wert von rund 100 Mio. € zu ver­ äußern, übertroffen und wird für 2013 ein Volumen von etwa 130 Mio. € ausweisen. „Die Erlöse aus der Veräußerung von Immobili­ en betrugen bereits per 30.9.2013 rund 90 Mio. Euro. Die Verkäufe betrafen Objekte in Österreich und Deutschland. Mit fünf weiteren Deals konnten wir in den letzten Wochen 2013 unser Ziel übertref­ fen und auch die erste Transaktion in Osteuropa seit 2009 erfolgreich durchführen”, führt Vorstandsvor­ sitzender Ernst Vejdovszky aus.

Tauziehen um den Panama-Kanal

Arbeiten sollten bis zum 100. Ju­ biläum heuer abgeschlossen sein. Derzeit rechnen die Baufirmen al­ lerdings mit einer Fertigstellung erst im Juni 2015 – neun Monate nach dem im Vertrag genannten Datum. Das Konsortium baut eine neue dritte Schleusenanlage, die auch den größten neuen Frachtern, Kreuzfahrtschiffen und Supertan­ kern ausreichend Platz für eine Durchfahrt durch den Kanal bieten soll. (red/APA)

Das Konsortium um den spa­ nischen Baukonzern Sacyr hat mit dem Stopp der Arbeiten gedroht. Die Firmen bezifferten die Mehrkosten auf 1,6 Mrd. USD (rund 1,1 Mrd. €) und verlangten eine Zahlung bin­ nen drei Wochen. Ansonsten wür­ den die Arbeiten an dem insgesamt 3,2 Mrd. USD teuren Projekt aus­ gesetzt. Die Behörden wiesen die Forderungen als „unverantwort­ lich” zurück. Pastor äußerte sich zuversichtlich über die Verhand­ lungsbereitschaft beider Seiten. Der Panama-Kanal sei wichtig für die gesamte Weltwirtschaft. Die

Verkaufsziel für 2013 übertroffen

in Zentral- und Südosteuropa. Das Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von 2.400 m2 war gleichzeitig auch das erste Entwicklungsprojekt der S Immo in CEE. Auch für 2014 sind wieder Ver­ käufe im Ausmaß von rund 100 Mio. € geplant, gibt Vejdovszky an. „Investitionsseitig werden wir uns auf Grundstücke zur Errichtung von Eigentumswohnungen und auf Büroobjekte in Berlin konzen­ trieren.“ (lk)

Neue Deals

© APA/EPA/Alejandro Bolivar

VwGH stützt Bescheid für Brennertunnel

financenet: Kommt ein zweiter Turm zum DC Tower hinzu? Zöchling: Die Entscheidung, wann ein zweiter Turm gebaut wird, ist noch nicht endgültig gefallen.

financenet: Wie ist die BA Real im Wohnsegment repräsentiert? Zöchling: Hier sind wir vor allem für institutionelle Investoren tätig, wir vermieten für sie hauptsäch­ lich Wohnungen in neu errichteten Gebäuden.

Modernisierungspläne Behörde gegen Baukonsortium

Fertigstellung verzögert

Mildes Wetter und Wohnbau hilft der deutschen Baubranche.

ren große Unternehmen schneller von der anziehenden Konjunktur und sind übersiedlungswilliger, als KMUs. Der Vermietungsgrad beim Objekt Wien Mitte liegt bei bereits 99 Prozent. Rund 140.000 Personen steigen dort täglich von einem Ver­ kehrsmittel zum anderen um – die Frequenz ist unschlagbar.

Der Ausbau des Panama-Kanals soll eigentlich heuer beendet sein.

So veräußerte man das Büro­ gebäude Schottenfeldgasse 29 im 7. Wiener Gemeindebezirk (Nutz­ fläche rund 9.000 m 2) an den Offenen Immobilienfonds „immo­ fonds1“ der Immo Kapitalanlage AG. In Deutschland wurden drei Objekte verkauft. Darüber hinaus wurde das Bürogebäude Narodni in Prag an eine Gesellschaft der ECE Group verkauft – der erste Deal der S Immo seit Beginn der Finanzkrise

© Häusler

financenet: Gibt es denn kaum jemanden, der in Büroentwicklung investiert? Zöchling: Einige wenige Opportu­ nisten stellen Eigenkapital zur Ver­ fügung, vor allem Investoren aus dem Private Equity-Bereich.

financenet: Was bedeutet dies alles für das Provisionsgeschäft? Zöchling: Wir haben bereits 2013 einen Großteil des Umsatzes mit dem Investmentgeschäft gemacht. Das Interesse ausländischer Investoren ist ungebrochen gut – sie be­ vorzugen aber langfristig vermiete­ te Objekte in bester Lage. Deutsche Immobilienfonds sind immer noch große Käufer. Damit wurde das Minus im Bürosegment egalisiert. Das wird auch 2014 so sein. Aber auch Österreicher kaufen nun Bü­ ros, vor allem jene, denen das Zins­ hausgeschäft zu niedrige Renditen einbringt.

© BAR

financenet: Von welchen großen Trends wird 2014 geprägt sein? Michael Zöchling: Es werden der­ zeit viele Wohnprojekte in Angriff genommen, aber die Büroprojekte werden komplett vernachlässigt. Dies liegt teils an den Banken, die bei der Finanzierung von Bürode­ velopments immer noch zurück­ haltend agieren. Das ist in meinen Augen ein großer Fehler, denn es erzeugt eine Überproduktion an zu teuren Wohnflächen und eine Un­ terproduktion an Geschäfts- und Gewerbeflächen. Im Vergleich zu 2005 ist die Produktion in diesem Bereich auf ein Sechstel abgesun­ ken, der Markt auf die Hälfte. Büro­ mieten im Neubau-Bereich werden steigen und es wird dann kein Pro­ blem sein, aktuell weniger gut ver­ wertbare Flächen loszuschlagen. All dies wird sich schon ab den Jahren 2015 und 2016 bemerkbar machen. Es ist ja nun auch nicht änderbar, denn kaum ein Projekt lässt sich bis dahin fertigstellen.

Vejdovszky: „Erstmals seit Langem haben wir ein Büroobjekt in CEE verkauft.“


i m m o: m a r k e ts

Freitag, 10. Jänner 2014

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

FindMyHome.at Immobilienbarometer Kräfte hinter dem Preisauftrieb sollen in Bundeshauptstadt auch heuer noch ihre Muskeln spielen lassen

Wien bleibt ein teures Pflaster Wien. In Wien dürften im Jahr 2014 die Wohnungsmietpreise steigen. Beim Immobilienportal FindMyHome gehen die Experten von rund 2,5 Prozent aus. Das wäre ein Anstieg „im üblichen Ausmaß der Teuerung”, wird hinzugefügt. Während die Eigentumspreise in der Bundeshauptstadt auch 2013 zweistellig zugelegt haben, gab es bei den Mieten nach der massiven Preissteigerung im Jahr davor zuletzt eine langsame Beruhigung, geht aus dem Immo-Barometer 2013 hervor. Mieten in Wien seien in den letzten zwölf Monaten im Schnitt um 2,1 Prozent günstiger geworden, schreiben die Experten: Der durchschnittliche Mietpreis lag im Dezember 2013 demnach bei 14,24 Euro pro Quadratmeter; vor einem Jahr waren es 14,55 Euro. Als Grund für die Entspannung der knappen Angebotssituation am Mietwohnungsmarkt machen die Immo-Experten Bernd Gabel-

Hlawa und Benedikt Gabriel unter anderem neue Stadtviertel wie die Seestadt Aspern oder das Viertel um den neuen Hauptbahnhof aus. Vor allem im 3. Quartal wurden deutlich rückläufige Mietpreise registriert, im letzten Quartal 2013 ist von Stagnation die Rede: Die Mietpreise seien im Schlussquartal nur um 0,2 Prozent angestiegen.

Neue Entwicklungen Wie schon im Jahr davor haben 2013 die Eigentumspreise binnen Jahresfrist um ein weiteres gutes Zehntel – also überdurchschnittlich – zugelegt. 2013 stiegen die

Preise laut FindMyHome-ImmoBarometer um 11,3 (Vorjahr: plus 11,7) Prozent. Zahlten Wohnungskäufer in Wien vor einem Jahr für den Quadratmeter noch im Schnitt 3.981 Euro, so lag dieser Preis Ende 2013 nun bei 4.432 Euro, hieß es. Am Eigentumsmarkt ist bereits seit 2011 das Angebot verknappt. Neue Objekte seien meist von höherer Qualität und entsprechend teurer. Während es bei den Mieten zu einer Annäherung von Angebot und Nachfrage gekommen sei, schätzen die Experten die Entwicklung am Eigentumsmarkt auch im neuen Jahr „dynamisch” ein. Das Wachstum werde „im höheren ein-

stelligen Bereich” liege. Eine Immobilienblase wird weiter in Abrede gestellt. Ungebrochen sei der Run auf kleinere Objekte mit einer Wohnfläche unter 50 m� bzw. zwischen 50 und 80 m�. Dementsprechend erzielen Mietwohnungen in dieser Kategorie auch höhere Preise. Besonders teuer sind Immobilien in den Inneren Bezirken: Der Mietpreis liegt hier mit 15,53 Euro um 9% über dem Stadtschnitt, der Eigentumspreis mit 5.459 Euro sogar um 25% über dem Querschnittspreis. Preistreiber sei die City, wo Miete bzw. Eigentum 39,4 bzw. 18,1% über Stadtschnitt liegen. (red/APA)

© panthermedia.net/Vladimir Mucibabic

2013 haben die Eigentumspreise laut Immobilienportal FindMyHome.at um ein Zehntel zugelegt.

Wiens Innere Stadt ist um 40 Prozent teurer als der Durchschnitt.

s Real Aussichten 2014

„Gutes Jahr“

© s Real Immobilienvermittlung/Walter Henisch

Wien. Der österreichische Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert, so Michael Pisecky, Geschäftsführer der s Real. Die Preisentwicklung bei Wohnimmobilien war vor allem getragen von Anlegern, bei denen die Sicherheit der Investition oberste Maxime war und die rasch und wenig preisbewusst einen Teil ihres Vermögens in Immobilien investieren wollten. Seit Sommer 2013 habe die Dynamik allerdings merklich abgenommen, die Nachfrage sich auf ein niedrigeres, aber gutes Niveau eingependelt. In den Wünschen und Erwartungen der Abgeber, teilweise auch der Bauträger, hat sich diese Entwicklung aber fortgesetzt. Deshalb kam es heuer zu einer doch erheblichen Kluft zwischen den Angebotspreisen einerseits und jenen Preisen, die die Interessenten nun bereit sind zu bezahlen. Damit habe sich die Preisentwicklung 2013 auf ein Wachstum reduziert, das die s Real in Höhe der Inflationsrate erwartet. Für Interessenten gibt es einerseits noch immer zu wenige gebrauchte Wohnungen und Grundstücke in Ballungsgebieten am Markt, andererseits habe 2013 die Nachfrage nach hochpreisigen Miet- und Eigentumswohnungen nachgelassen. Trotz Zuzugs und vieler weiterhin knapper Gegenden vor allem in den Ballungsräumen rechnet die s Real aber mit einem „guten Jahr 2014“, so Pisecky: Die Zahl der Transaktionen werde voraussichtlich zunehmen, das Preisniveau stabil bleiben. (red)

DESIGN CENTER LINZ Mehr als eine Location.

20 Jahre voll schöner Momente im DESIGN CENTER LINZ. 2014 feiert das DESIGN CENTER LINZ seinen 20. Geburtstag. Längst avancierte das multifunktionelle Veranstaltungszentrum .am Europaplatz zu einem Gesamtanbieter auf internationalem Niveau und setzte wichtige Impulse für den dynamischen Wirtschaftsstandort Linz. Das DESIGN CENTER LINZ punktet durch natürliches Tageslicht im Inneren, Eventtechnik am Puls der Zeit und Kundennähe durch ein Expertenteam. Tagen im Grünen und Feste feiern - das BERGSCHLÖßL am Froschberg ist der ideale Ort für exklusive, kleinere Veranstaltungen. Das Barockschlößl bietet Platz für 2-250 Personen und bezaubert durch sein historisch-modernes Flair.

DESIGN CENTER LINZ & BERGSCHLÖßL Europaplatz 1 I 4020 Linz Tel. +43 732 6966 0 I info@design-center.at I www.design-center.at s Real-Chef Michael Pisecky: Preisauftrieb gebremst, mehr Transaktionen.


i m m o: m a r k e ts

28 – financenetreal:estate

Freitag, 10. Jänner 2014

financenet@medianet.at

Immobilienkäufer Mit mehr Mut ins neue Jahr, obwohl Fremdfinanzierung erst langsam wieder anspringt; Osteuropäer suchen Hotelimmobilien

EHL zieht für das Jahr 2014 eine optimistische Immobilien-Bilanz Verstärkte Suche nach Büros im gehobenen Preissegment; weiterhin stabile Entwicklung am Wohnungsmarkt gegeben. immer mehr Institute darauf, dass Kreditfinanzierungen ihr Kerngeschäft darstellen. Es mehren sich die Anzeichen, dass man für solide kalkulierte Akquisitionen 2014 auch wieder leichter Finanzierungspartner finden wird.“

Fritz Haslinger

Wien. Der Immobilieninvestmentmarkt wird 2014 im Wesentlichen von zwei Faktoren geprägt werden: Den anhaltend niedrigen Zinsen und dem wieder anspringenden Vermietungsmarkt im Bereich gewerblicher Immobilien, insbesondere Büros, meinen die Experten von EHL Immobilien GmbH. „In den vergangenen drei Jahren waren Objekte auch mit nur geringem Leerstand sehr schwer verkaufbar. Jetzt beginnen die Investoren das wieder entspannter zu sehen, weil mehr Mietinteressenten auf dem Markt sind und Leerstände daher kein unlösbares Problem, sondern manchmal sogar eine Chance sind“, erklärt Franz Pöltl, Geschäftsführer von EHL Investment Consulting. „Das wird das Preisniveau und das Marktvolumen bei Objekten der zweiten Kategorie positiv beeinflussen.“ „Im Einzelhandelssegment wird die Aufwertung und Erweiterung von Bestandsobjekten, insbesondere bei Fachmarkt- und Einkaufszentren, interessante Perspektiven eröffnen. Bei Hotelimmobilien wird der Markt durch das starke Interesse osteuropäischer, vor allem russischer, Investoren getrieben“, so Pöltl. „Neben wirtschaftlichen Überlegungen spielt hier sicher auch der Glamourfaktor dieses Segments eine bedeutende Rolle, daher werden mitunter Preise geboten, bei denen etwa österreichische oder deutsche Investoren nicht mithalten.“ Eine leichte Entspannung erwartet Pöltl bei der derzeit noch sehr schwierigen Finanzierung von Immobilieninvestitionen. „Auf der einen Seite verharren noch genügend Banken in ihrer Schockstarre, auf der anderen Seite besinnen sich

„Die anhaltende Konjunkturerholung wird sich 2014 auf den Wiener Büromarkt positiv auswirken. Während die Vermietungsleistung auf stabilem Niveau bleiben wird, zeichnet sich eine Verschiebung der Nachfrage hin zu mittel- und hochpreisigen Büroflächen ab“, meint Stefan Wernhart, Leiter der Büroabteilung bei EHL. „Kostenoptimierung ist nicht mehr das Hauptkriterium, stattdessen spielen Faktoren wie Qualität und repräsentative Lage eine stärkere Rolle. Der Trend zur Nachhaltigkeit wird anhalten und noch stärker werden. Energieeffiziente und ressourcenschonend errichtete ‚Green Buildings‘ haben für Mietinteressenten immer höheren Stellenwert und Öko-Zertifizierungen werden immer wichtiger“, meint Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Die Neuflächenproduktion wird im Bereich des sehr niedrigen Werts aus 2013 liegen. Bei konstanter Nachfrage wird die im internationalen Vergleich zufriedenstellende Leerstandsrate von 7 Prozent sinken und die Büromieten stabil bleiben“.

Umbau in Wien geht weiter Die erneute deutliche Erweiterung des Flächenangebotes werde auch 2014 das Geschehen auf dem Einzelhandelsmarkt im Großraum Wien prägen.

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Michael Ehlmaier: „Erwarte Rückgang bei den Leerstandsraten und auch in 2014 stabile Mieten im Büroimmobilien-Segment.“

bedarf auf dem Wiener Einzelhandelsmarkt“, erklärt EHL-Einzelhandelsspezialist Jörg Bitzer.

Der größte Flächenzuwachs wird im Norden und Westen Wiens erfolgen. Wäh rend im Rahmen des multifunktionalen Großprojekts „City Gate“ im 21. Wiener Gemeindebezirk rund 18.000 m2 auf den Markt kommen, wird das Auhofcenter im 14. Bezirk mit nochmals 10.000 m2 zu einem der größten Shopping Center Wiens. Für Herbst ist die Eröffnung des 20.000 m2 großen Einkaufszentrums „Bahnhof-City“ am Hauptbahnhof angesetzt und im Stadtzentrum soll das „Goldene Quartier“ in den Tuchlauben fertiggestellt werden. Gemeinsam ist allen Projekten, dass die Vorvermietung hervorragend läuft. „Das spricht einerseits für die Qualität der Projekte selbst, zeigt aber auch den strukturellen Veränderungs-

Stabiler Wohnungsmarkt Nach einigen Jahren mit teilweise sehr bedeutenden Zuwächsen bei Mieten und Wohnungspreisen ist für 2014 eine Entspannung angesagt. Im Großraum Wien werden die Wohnungskosten nur mehr moderat, also in etwa im Ausmaß der allgemeinen Inflation, steigen, der strukturelle Nachfrageüberhang wird aber dafür sorgen, dass die Preise nicht unter Druck kommen und auch kein nennenswerter Leerstand entstehen wird. „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“, bringt Sandra Bauernfeind,

Deutschland Topsegment verliert 2014 an Boden

Wien. Die Immofinanz ist mit dem 1. Halbjahr 2013/2014 zufrieden: Die Mieterlöse reduzierten sich im Halbjahr 2013/2014 geringfügig auf 317,6 Mio. € und das Ergebnis aus den Immobilienverkäufen bewegte sich mit 17,5 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Während das operative Ergebnis sich plangemäß aufgrund der Verkäufe um 5,4% reduzierte, konnte das Konzernergebnis aufgrund positiver Effekte aus Wechselkursveränderungen und

Wien. EHLs internationaler Partner Savills ortet für den deutschen Immobillienmarkt das Comeback der Gewerbeimmobilien. Die Dynamik der deutschen Wirtschaft wird für steigende Nachfrage nach Büroflächen sorgen und in Kombination mit einer sehr niedrigen Flächenproduktion zu einer Trendwende in Richtung höherer Mieten in den wichtigsten Teilmärkten führen. Die anhaltende Niedrigstzinsphase hat den Renditeabstand zwischen

© APA/Roland Schlager

Kaske: Zweckwidmung für mehr Neubauten

Eduard Zehetner: „Wir sind mit der ­Zwischenbilanz mehr als zufrieden.“

Comeback bei Gewerbe-Immos

der Bewertung von Derivaten um 53,1% auf 159,9 Mio. € gesteigert werden. „Zwischen Mai 2010 und Ende Oktober 2013 haben wir Immobilien im Gesamtwert von 2,375 Mrd. Euro verkauft. Damit haben wir unser Fünfjahres-Programm nach dreieinhalb Jahren fast zur Gänze erfüllt“, so Eduard Zehetner, CEO der Immofinanz Group.

Weiter auf Kurs Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 11,8% auf 184,7 Mio. €. Der verwässerte Net Asset Value (NAV) je Aktie beträgt zum 31. Oktober 2013 5,48 € und reduzierte sich trotz der Anfang Oktober erfolgten Dividendenausschüttung in Höhe von 0,15 € je Aktie nur leicht um 0,6%. Der eingeschlagene Wachstums- und Optimierungskurs werde fortgesetzt. Die Vorbereitungen für die Verselbstständigung der Buwog über den Kapitalmarkt laufen und mit der Trennung der Wohnimmobilien von den kommerziellen Gewerbeimmobilien wolle man sich für Anleger einfacher aufstellen, so Zehetner. (APA)

© panthermedia.net/Claudia Divizia

Shenzhen. Der Schweizer Liftund Rolltreppenhersteller Schindler hat den Zuschlag für die Ausrüstung des künftig höchsten Gebäudes in China erhalten. Das 660 Meter hohe Ping An Finance Center wird in Shenzhen in der Provinz Guangdong errichtet. (APA)

Leiterin der Wohnungsabteilung von EHL Immobilien, die Entwicklung auf den Punkt. Aber der Wohnungsmarkt hat eine solide Basis mit weiterhin positiven Perspektiven und wird Investoren auch in Zukunft solide Renditen bringen. „Auf der Nachfrageseite ist die Entwicklung vor allem im unteren bis mittleren Preisbereich überdurchschnittlich gut. Auch große Wohnungen in der gehobenen Preiskategorie ab etwa 750 Tsd. Euro werden weiterhin gesucht. Etwas zurückhaltender ist die Nachfrage nach dem Mittelsegment; hier macht sich die restriktive Kreditvergabe seitens der Banken bemerkbar. Wirklicher Luxus wird auch weiter gefragt und bezahlt werden“, so Bauernfeind.

Konzernergebnis zum Halbjahr um über 50% gesteigert

Immofinanz gestärkt nach 2014

Schindler liefert für Chinas höchstes Haus

Wien. AK-Präsident Rudi Kaske drängt darauf, die Zweckwidmung der Wohnbauförderung „rasch” wieder einzuführen. Die Länder müssten „endlich den leistbaren Wohnraum schaffen, den die Menschen dringend brauchen“. Kaske kritisierte die Bundesländer: Sie hätten in den letzten Jahren durch Verkauf und anderweitige Verwendung von Wohnbaugeldern „das Erfolgsmodell sozialer Wohnbau schrittweise untergraben”. Nun seien 50.000 Wohnungen pro Jahr nötig. (APA)

© EHL Immobilien

Trend zu „Green Building“

Aufwärtsentwicklung in Deutschland soll auch Österreich beeinflussen.

Bundesanleihen und den Renditen für Spitzenimmobilien auf einen historischen Höchststand getrieben und Investoren werden daher weiter Vermögen in Richtung Immobilien umschichten.

Die neuen Stärken Die Preisanstiege im Spitzensegment werden dazu führen, dass Investoren die deutlich höheren Renditen in den nachgelagerten Segmenten nachfragen werden, ist man bei Savills überzeugt. Sowohl deutsche Institutionelle, als auch angelsächsische Fonds werden den Markt treiben. Der Umsatz auf dem Wohnungsmarkt wird hingegen zurückgehen, hauptsächlich deswegen, weil nur mehr sehr wenige größere Portfolios auf den Markt kommen werden. Die Aufwärtsentwicklung in Deutschland wird auch den österreichischen Markt positiv beeinflussen, so EHL: Steigende Preise und wachsende Konkurrenz um attraktive Investmentmöglichkeiten werden dazu führen, dass deutsche Investoren wieder verstärkt nach Österreich ausweichen. (fh)


i mm o: m a r k e ts

Freitag, 10. Jänner 2014

financenetreal:estate – 29

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Re/Max Immobilienmarkt ist wieder auf Vorkrisen-Niveau angekommen; „Preisobergrenzen scheinen auch bei Mietwohnungen erreicht“

Expansion in rückläufigem Markt Der Markt dreht sich: Erstmals seit Jahren wächst 2014 wieder das Angebot; Re/Max will 130 Immobilienexperten aufnehmen. Preisobergrenze für einige Zeit erreicht, weiter steigen werden sie aber in zentraler Lage bei freier Mietpreisbildung.”

kommen. Noch in der ersten Jahreshälfte 2013 war die Anzahl der angebotenen Immobilien in Österreich rückläufig. Doch in der zweiten Jahreshälfte begann sich der Markt langsam zu drehen und das Angebot wieder moderat zu wachsen“, so Reikersdorfer. Die Nachfrage nach Immobilien dagegen sei merklich geringer als in den Jahren zuvor, speziell die Nachfrage seitens der Anleger nach Wohnungen sei spürbar zurückgegangen. Die Eigennutzer gewinnen wieder mehr an Bedeutung. Auch die Finanzierung sei nach wie vor ein Thema, speziell für Jungfamilien: „Hier wird die Mietwohnung immer häufiger zur Dauer- statt zur Zwischenlösung“, heißt es. Daher hätten sich die Immobilien-Preise eingependelt, lediglich im unteren Preissegment sei sowohl verstärkte Nachfrage als auch Angebot zu erwarten. „Auch bei Mietwohnungen scheint die

Wieder ein Käufermarkt „Der Immobilienmarkt ist wieder auf Vorkrisen-Niveau ange-

Organisches Wachstum Auch im rückläufigen Markt möchte Re/Max weiter wachsen. Das Franchise-Netzwerk mit derzeit 110 Bürostandorten soll sich 2014 um 10 weitere erhöhen, vor allem in den Bundesländern Tirol, Salzburg und Kärnten. 2013 sind selbstständige Re/Max Immobilien-Center in Wien 1020, 1070, 1140 sowie in Klosterneuburg, Grieskirchen, Ried/Inkreis und Spittal/ Drau eröffnet worden. Offices in Wien 1060, 1120 und 1230 sowie in Ebreichsdorf seien bereits im Aufbau. Allein schon aus diesem organischen Wachstum heraus werde sich auch die Zahl der zertifizierten Re/Max-Immobilienexperten von 470 auf rund 600 erhöhen.  (lk)

© Reichl und Partner PR/APA-Fotoservice/Schedl

Wien. 2013 habe es weniger Verkäufe und damit weniger Verbücherungen im Grundbuch gegeben, der Immobilienmarkt sei österreichweit laut Hochrechnungen um über 15% eingeknickt, berichtet Re/Max. Die endgültigen Zahlen werde der Re/Max Immospiegel im März offenbaren. Der Immobilienvermittler, der heuer in Österreich 15-Jahr-Jubiläum feiert, erhebt jeweils Kombinationen aus Lage und Immobilien-Typ separat nach Angebot, Nachfrage und Preis. Re/Max jedenfalls konnte „das Rekordergebnis des Vorjahres beinahe wiederholen und die Marktanteile in der Immobilienvermittlung weiter ausbauen“, sagt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria.

Reikersdorfer: „Der Markt ist immer noch groß; Hauptkonkurrent sind ja die Privaten.“

willhaben.at Immobilien-Geschäftsleiterin Kössner sieht bei Büroneuvermietungen eine Belebung, die sich fortsetzt

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Wien. Immobilien gelten noch immer als sichere Veranlagungsform, deren Wert im Gegensatz zu anderen Anlagevermögen als weniger volatil angesehen wird, ergab eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter Nutzern der Plattform willhaben.at. Die heimischen Wohnimmobilien sind demnach weiterhin sehr gefragt, so Judith Kössner, Leiterin des Immobilien-Geschäfts von willhaben.at. Das Hauptmotiv für den Immobilienkauf sei dabei vorrangig die Eigennutzung, wenngleich eine Abflachung der Nachfragekurve erkennbar sei. Für 2014 rechnet Kössner mit einer wachsenden Wohnbaurate von voraussichtlich 4,2 Prozent im Vergleich zu 2013. In Wien sind die Preise für Eigentumswohnungen

© willhaben.at

„Mietrecht braucht einen Systemwechsel“

Kössner rechnet für 2014 mit einer wachsenden Wohnbaurate von rund vier Prozent.

Wienwert tilgte Anleihe teilweise vorzeitig

gemäß Auswertungen von willhaben.at binnen zwölf Jahren um 80% gestiegen, während sich die Mieten im gleichen Zeitraum um rund 25% erhöht haben. Am Wiener Büromarkt sind im zweiten Halbjahr 2013 die Neuvermietungen wieder in Schwung gekommen, dieser Trend sollte sich 2014 fortsetzen. „Das österreichische Mietrecht braucht einen grundlegenden Systemwechsel“, fordert Kössner; es sei nicht mit Mietzinsdeckelungen oder ähnliche Maßnahmen getan. Während die durchschnittliche Wohnfläche pro Haushalt in Einfamilienhäusern in den letzten Jahren stieg, blieb sie in Wohnungen annähernd gleich. Benötigt würden vermehrt kleinere Wohnungen für Singles und Pensionisten. (lk)

CBRE „Auch Kapitalwert steigt in diesem Segment stark“

Kitzbühel Premium-Segment profitiert von Engpass

Wien. „Die Kapitalwerte bei Gewerbeimmobilien sind im dritten Quartal 2013 bei allen Asset-Klassen allgemein schneller gewachsen als die Mieten“, sagt Georg Fichtinger, Head of Capital Markets, CBRE Österreich. Er ortet verschiedene Markttrends, die schon seit einiger Zeit bestehen: Die Renditen bei Gewerbeimmobilien seien äußerst hoch im Vergleich zu anderen großen Anlagemöglichkeiten gewesen und machten so die Immobili-

Hamburg/Kitzbühel. Engel & Völkers verzeichnet neue Höchstpreise von Luxuswohnimmobilien in Kitzbühel. In den Toplagen werden zurzeit exklusive Landhäuser im Tiroler Stil mit Spitzenpreisen von bis zu 40 Mio. € auf dem Markt gehandelt. Grund hierfür ist eine anhaltend hohe Nachfrage im Premium-Segment, die auf ein zu geringes Angebot trifft. „Der Engpass ist in erster Linie auf mangelnde Baugrundstücke in den 1A-Lagen

Wien. Die auf die Revitalisierung von Stilaltbauten spezialisierte Wienwert Immobilien Finanz AG hat ihre Nullkuponanleihe 2010-2013 zum Fälligkeitsdatum 18.12.2013 zu 100 Prozent getilgt, teils bereits ab September – jeweils mit gleicher Verzinsung von 7,375%. Dies war möglich weil die beiden damit finanzierten Projekte rascher fertig wurden (Projekt Allerheiligenplatz und Projekt Hofgasse). „Die Finanzierung mittels Anleihe hat sich bestens bewährt“, sagt Wienwert-Vorstandsmitglied Nikos Bakir.

WU hat Grundstück neben Campus gekauft

Fichtinger, CBRE: „Zahl der Core-Immobilien, die zu kaufen sind, ist begrenzt.“

zurückzuführen“, sagt Wolfgang Böhm, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Kitzbühel. Eine Neubautätigkeit dort sei nur eingeschränkt möglich, da die Landschaftsreserve naturgemäß begrenzt sei und viele Bereiche dem Naturschutz untergeordnet wurden. Angesichts dessen sei der Kauf einer Wohnimmobilie in den Bestlagen „zurzeit eine attraktive und sichere Investition mit Wertsteigerungspotenzial“.

Kitzbühel: Innenstadt, Lagen am Sonnberg: Preise von 7.000 bis 15.000 € je m2.

© APA/Herbert Pfarrhofer

enwirtschaft attraktiv für institutionelle Investoren. Zweitens sei die Anzahl an Core-Immobilien, die zum Verkauf stehen, eher begrenzt geblieben. Zudem werde sich die Nachfrage der Kapitalmärkte verstärken, da sich die regionalen Volkswirtschaften immer weiter erholen. „Das gilt besonders für entwickelte Gewerbeimmobilienmärkte“, so Fichtinger. Im Detail weisen die CBRE Global Capital Value Indices Zuwächse auf Quartals- und auf Jahresbasis bei sämtlichen Immobilien-AssetKlassen auf. Die Indizes machten deutlich, dass Kapitalflüsse – und nicht die Rahmenbedingungen des Marktes – der wichtigste Wachstumsfaktor bei Gewerbeimmobilien seien. „Dieser Trend besteht schon seit mehreren Jahren, da die Kaufpreisfaktoren bei Gewerbeimmobilien schneller gewachsen sind als die Mieterträge“, heißt es. Der CBRE Global Retail Capital Value Index weist von allen AssetKlassen das stärkste Wachstum auf (+2% von Q2 auf Q3, 8% im Jahresvergleich). Die regionalen Kapitalwerte stiegen am stärksten in den USA (+7% auf Jahresbasis).  (red)

© Panthermedia.net/Marion Sitter

© CBRE

Einzelhandel: starkes Mietwachstum Höhenflug bei Wohnimmobilien

Die Bruttogeschoßfläche des WU-Anteils beträgt 10.500 m2.

Wien. Die Wirtschaftsuniversität hat neben dem neuen Campus – am Richtung Prater gelegenen Nachbargrundstück – ein Grundstück samt in Bau befindlichem Gebäude gekauft (Kaufpreis 24,9 Mio. €). Damit werde die Chance wahrgenommen, am Nachbargrundstück ein zusätzliches Departmentgebäude zu errichten und so Platzreserve zu schaffen. Die „Hochschulstandort Wien/Messestraße Projektentwicklung GmbH“ (HSW) baut auf dem Grundstück am südwestlichen Rand des Campus einen Universitätskomplex aus drei Teilen, in dem neben der WU auch die Sigmund Freud Uni (SFU) und ein Boarding House der Akademikerhilfe Platz finden werden. Die Inbetriebnahme soll 2015 passieren.


Pe op l e &Date s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 10. Jänner 2014

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card complete Kreditkartenanbieter konnte mit 1,25 Millionen ausgegebenen Karten 11 Milliarden Euro erwirtschaften

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Boost durch Weihnachten

Franz Hartmann ist neuer GDI-Vorsitzender Wien. Die Gemeinschaft Dämmstoff Industrie GDI hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Franz Hartmann wurde im Rahmen der 20. ordentlichen Generalversammlung einstimmig zum neuen Vorstandssprecher der GDI bestellt. „Die österreichweite Umsetzung des Nationalen Plans in den OIB-Richtlinien zur Erreichung der Energie- und Klimaziele 2020 steht an oberster Stelle meiner Agenda für die kommende Periode“, meint Hartmann. „Darüber hinaus werden wir mit Hochdruck auch an der Wiedereinführung der Zweckwidmung der Wohnbauförderung und an der Realisierung einer dringend notwendigen Wohnbau- und Kommunikationsoffensive arbeiten“, so der neue GDI Vorsitzende. (ag)

Wien. Das vergangene Jahr 2013 war für den Anbieter von Kreditkarten card complete ein Erfreuliches. Mit einem Gesamtumsatz von 11 Milliarden Euro und über 1,25 Millionen ausgegebenen Kreditkarten (VISA, MasterCard) ist card complete damit in diesem Segment weiterhin Marktführer. Die steigende Anzahl abgewickelter Zahlungen mit 137 Millionen Transaktionen zeige, dass sich der Trend zum bargeldlosen Bezahlen weiter fortsetze, verlautet aus dem Unternehmen. Quasi als Festtagspräsent gabs beim Weihnachtsgeschäft-Gesamtumsatz im Vergleich zu 2012 ein Plus von 13 Prozent. „Gerade für Weihnachtseinkäufe schätzen die Kunden die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Zusätzlich profitieren wir vom Trend zum OnlineEinkauf von zuhause“, so Heimo Hackel, Vorstandsvorsitzender der card complete Service Bank AG.

Auch die Umstellung auf SEPA hat card complete bereits vollzogen – sowohl auf Karteninhaberals auch auf Akzeptanzpartnerseite. „Gerade für Akzeptanzpartner bringt die Umstellung auf SEPA einige Neuerungen mit sich – im Sinne unserer Serviceorientierung stellt das neue complete Akzeptanzpartner Portal, kurz CAP, eine weitere Verbesserung und Erweiterung des bisherigen Online-Systems und gleichzeitig ein weiteres kostenfreies Upgrade des Angebots von card complete dar“, erklärt Heimo Hackel. Äußerst zufrieden sei man mit den monatlichen Zuwachsraten von über 70 Prozent bei den NFCfähigen Kreditkarten (kontaktloses Bezahlen, ohne PIN bis 25 Euro, Anm.) bezüglich Umsatz und Transaktionen. „Die Akzeptanz unter Karteninhabern und Partnern ist enorm“, sagt Vorstandsmitglied Walter Schlögl. (ag/hk)

© card complete/APA-Fotoservice/Schedl

Umsatztreiber Weihnachtsgeschäft – der Trend zum online-Einkauf mit Kreditkarte hält weiter an.

Heimo Hackel, Vorstandsvorsitzender von card complete, ist mit 2013 zufrieden.

© Isover/Franz Pflügl

Bilanzvorschau Jahrhunderthochwasser konnte Oberösterreichischer Versicherung im Juni 2013 nichts anhaben

Deutliche EGT-Steigerung wird erwartet GDI-Vorsitzender Franz Hartmann hat in seiner Periode einiges vor.

Linz. Die Oberösterreichische Versicherung rechnet mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 14,8 Mio. Euro für das Versicherungsjahr 2013. Das entspräche einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber 2012.

2nd Central am Park: EHL begleitet Verkauf Wien. Der Immobilienentwickler Raiffeisen evolution hat das Büroobjekt 2nd Central am Park an die Bank Austria Real Invest Immobilien KAG verkauft. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragspartnern Stillschweigen vereinbart. Der Immobiliendienstleister EHL hat die Transaktion auf Käuferseite begleitet. Das siebenstöckige 2nd Central am Park liegt in der Walcherstraße im zweiten Wiener Gemeindebezirk und umfasst 15.000 m2 hochwertiger und flexibel gestaltbarer Büroflächen sowie 141 Pkw-Stellplätze. (red)

Hochwasser gut verkraftet

Von der Hochwasserkatstrophe einmal abgesehen, sei der Schadensverlauf 2013 erfreulich gewesen, heißt es aus dem Unternehmen. Die Versicherungsleistungen für Brände seien im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 32,2 Prozent zurückgegangen und auch im KfzGeschäft habe der Schadensverlauf dank guter Witterung und wenig Hagelschlag zu einer Reduktion

© Oberösterreichische Versicherung

Schadensverlauf: erfreulich

Vorstandsdirektor Othmar Nagl und Generaldirektor Josef Stockinger mit den Zahlen.

Hypo Alpe Adria International erfahrener Bankmanager

Eschenbach. Herzogenburg ist um einen besonderen Wohnbau reicher: In nur vier Monaten wurde von Hartl Haus ein Geschoßwohnbau mit 24 Wohnungen, einer Gesamt-Gebäudelänge von 83 Metern und einer Gesamt-Nettogrundrissfläche von 1.800 m� fertiggestellt. „Wir haben im Vergleich zu andern Mitbewerbern den enormen Vorteil, dass wir die komplette Innenausstattung wie Türen, Küchen usw. aufgrund unserer haus-

Wien/Klagenfurt. Die Hypo AlpeAdria-Bank AG in Kärnten hat mit der Anadi Financial Holdings Pte. Ltd., ein Unternehmen von Sanjeev Kanoria, einen neuen Eigentümer. „Ich habe großes persönliches Interesse an der Entwicklung der neuen Hypo und will, dass es nicht nur eine Perle innerhalb unserer Unternehmensgruppe wird, sondern auch in Österreich und Europa ein Beispiel für gute Bankenpraxis”, so Kanoria.

Martin Czurda steht am Steuer

eigenen Tischlerei aus einer Hand liefern; unsere Kunden genießen somit nicht nur Kostenvorteile sondern auch ein einheitlich hohes Qualitätslevel“, so Roland Suter, Geschäftsführender Gesellschafter bei Hartl Haus. Errichtet wurde das von der Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen in Auftrag gegebene Pilotprojekt in ökologischer Niedrigenergiebauweise.  (ag)

Vorstandsvorsitzender der neuen Hypo ist der international erfahrene Bankmanager Martin Czurda. Czurda sei seit Jahrzehnten im Bank-Management tätig, unter anderem als Vorstandsvorsitzender der Amsterdam Trade Bank, heißt es aus der Hypo. Die bisherigen drei Vorstände der Hypo Alpe-Adria-Bank AG, Gerhard Salzer, Friedrich Racher und Peter Lazar, gehören weiterhin dem Vorstand der Bank an.  (ag)

© Hartl Haus

© HBA/Kurt Patzak

© IG Immobilien Management/Stephan Huger

IG Immobilien-Geschäftsführer Assem-Honsik und Klein spendeten.

Selbst das Jahrhunderthochwasser im Juni letzten Jahres konnte mit rund 4.000 erledigten Schadensfällen und einer Gesamtleistungssumme von bisher 13,3 Millionen Euro das Ergebnis nicht verwässern – es blieb auch die einzige Katastrophe. „Ein wesentlicher Grund dafür, dass wir das Hochwasser bilanziell gut verkraften können, ist, dass sich die hohe Brandschadenhäufigkeit aus der ersten Hälfte des Vorjahres nicht wiederholt hat“, so Generaldirektor Josef Stockinger und Vorstandsdirektor Othmar Nagl.  (red)

Wohnbau Hartl Haus errichtet Pilotprojekt in vier Monaten

Holzrahmenbau ist 83 Meter lang

IG Immobilien hilft gehörlosen Kindern

Wien. IG Immobilien unterstützt die zukunftsweisende Online-Bibliothek in Österreichischer Gebärdensprache mit 4.000 Euro. Das Geld ging an das Schulungs- und Beratungsunternehmen equalizent, das sich zur Aufgabe gemacht hat, auch gehörlosen Kindern altersgerechte Literatur zu erschließen. „Denn was gibt es schöneres für ein Kind, als sich in der Geschichte eines Buchs zu verlieren“, so Karin AssemHonsik und Hermann Klein, beide Geschäftsführer von IG Immobilien, bei der feierlichen Scheckübergabe. (ag)

der Schadensquote um 5,1 Prozent geführt.

Geschäftsführender Gesellschafter von Hartl Haus, Roland Suter, vor dem Wohnbau.

Sanjeev Kanoria mit „seinem” neuen Vorstandsvorsitzenden Martin Czurda.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 10. JÄNNer 2014 – 31

© CC Lizenz

GEMEINSAM ODER EINSAM?

Booz und PwC sagen „Ja“ (zur Fusion), Roland Berger sagt „Nein“  Seite 32

© EPA/R. Vennenbernd

advisory TOP-THEMA COMPLIANCE

Telekom Austria lässt sich von PwC zertifizieren, Siemens ordnet neu  Seite 35

BILANZ 2013 arthur d. littlE: WiedeR GEwinN © Arthur D. Little

Welche Beratung wirklich gebraucht wird

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© BASF SE/Bernhard Kunz

IT-Unternehmen setzt Expansion in Wien fort

Drooms-User sind u.a. KPMG, Ernst & Young, BASF und Siemens.

Wien. Mit der Eröffnung einer neuen Niederlassung setzt das IT-Unternehmen Drooms den Wachstumskurs fort. Von Wien aus will man auch in den ost- und südosteuropäischen Raum expandieren. Drooms ist der virtuelle Datenraum der Data Room Services GmbH/Drooms. Die Softwarelösung wurde zur Begleitung geschäftskritischer Transaktionen wie gewerbliche Immobilienverkäufe, Börsengänge oder M&A-Aktivitäten entwickelt.  (pj)

Neue Weltrekorde im Supply-Chain-Business

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’s-Hertogenbosch. Der international tätige Supply-Chain-Optimierer Quintiq hat 98 Weltrekorde im Zusammenhang mit der Lösung des sogenannten Flexible Job Shop SchedulingProblems (FJSSP) aufgestellt. Dabei geht es um die Optimierung von (Teil-)Arbeiten für verschiedene Maschinen, um die jeweilige Gesamtbearbeitungszeit zu minimieren.  (pj)

Jetzt mehr über den Export lernen

Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien: „Das Kriterium ,Bestbieter nach Kosten‘ spielt interessanterweise nur eine untergeordnete Rolle.“

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Hohe Erwartungen – Preise sind nicht alles Österreichs Firmen „stehen“ bei der Beraterwahl auf ein inhaltlich schlüssiges Angebot, auf nachvollziehbare Kalkulation und persönliche Sympathie. Vor allem bei IT-Dienstleistungen ist für die Beratungskunden die Kostenoptimierung ein ganz wichtiger Faktor.  Seite 32 Der österreichische Außenhandel ist ein bedeutender Konjunkturmotor.

Neue Regeln Mehr Kontrolle soll mehr Vertrauen bringen

KommunalGuide Stadtentwicklung – Stadtberatung

Mit strengeren Auflagen will die EU den Finanz- und Firmensektor stabilisieren.

Brüssel. Vor wenigen Tagen wurde in einem Musterverfahren vor dem Landesgericht Wr. Neustadt, das Auswirkungen auf Hunderte Anlegeransprüche haben wird, der Abschlussprüfer der AvW Gruppe (2001-08) zur Zahlung von rund 1,5 Mio. € verurteilt. Und bei der größten Pleite in Österreichs Nachkriegsgeschichte – der Alpine – steht auch Bilanzprüfer Deloitte im Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund hat die EU jetzt neue Regeln für Wirtschaftsprüfer beschlossen, die sich vor allem gegen die „Großen Vier“ der Branche richten, also gegen Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PwC.  Seite 33

Mehr Consulting für die Städte

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EU bremst die Wirtschaftsprüfer

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Wien. Österreichs Exportquote ist von 34,8% (1995) auf 57,2% (2012) rasant angestiegen und liegt beträchtlich über dem EU-Durchschnitt. Immer mehr Unternehmen sind global tätig und erobern neue Märkte. Exportgeschäfte erfordern jedoch fundiertes Spezialwissen, um sich mit diesen gefragten Kompetenzen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Eine kostenlose Info-Veranstaltung für den Wifi-Diplomlehrgang Exportmanagement findet am 28.1. von 18.30 bis 19.30 Uhr im Wifi Wien (Währinger Gürtel 97) statt. Lehrgangslaufzeit: 14.2. bis 3.5., Details unter www. wifiwien.at/30300023  (pj)

Aus Schaden klug geworden: Linz setzt zunehmend auf externe Beratung.

Linz/Salzburg. Nicht zuletzt die Finanzskandale in mehreren Landeshauptstädten haben bewiesen, dass die österreichischen Kommunen gut daran tun, (auch) auf externe Beratung zurückzugreifen. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger will dies u.a. im Umfeld der Magistratsreform tun. Im Februar soll der Stadtsenat die Eckpfeiler der neuen Strukturen ausarbeiten, die dann als Projektaufträge für einen externen Organisationsentwickler dienen. Weiters im Mittelpunkt: die marode Eisenbahnbrücke, die zweite Straßenbahnachse, die Planungen zur Medizinfakultät und einiges mehr.  Seite 34


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

32 – advisory

Freitag, 10. Jänner 2014

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Unternehmensberater Inhaltlich schlüssige Angebote und persönliche Faktoren sind meist wichtiger als der Preis

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Die Chemie und die ­Kosten müssen stimmen

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Die Marktforschung wird immer digitaler

Thematische Spezialisierung und Kostenoptimierung sind die großen Zukunftstrends. Wien. Mit einer großen Studie bieten die Fachgruppen UBIT Wien und UBIT NÖ eine detaillierte Einsicht in den Markt der von ihnen vertretenen Berufsgruppen. Befragt wurden vom Meinungsforschungsinstitut Gallup mehr als 900 UBIT-Mitglieder und rund 1.200 Entscheidungsträger aus Unternehmen aller Größenordnungen. „Wir wollten Beratungsangebot und -nachfrage erheben, um beides miteinander zu vergleichen“, erklärt Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien. „Zudem wollten wir herausfinden, wie Berater und Kunden ihre Zusammenarbeit verbessern können und der Wirtschaftsstandort weiter gestärkt werden kann.“

Online-Interviews als zunehmend relevante Erhebungsmethode.

Wien. Wie eine Umfrage von Marketagent.com zeigt, sind Brancheninsider vom Fortschritt der Digitalisierung in der Marktforschung überzeugt. Befragt wurden 300 Auftraggeber für Marktforschung in Österreich, Deutschland und der Schweiz. 36% gehen davon aus, dass Online-Interviews als quantitative Erhebungsmethode stark an Bedeutung zunehmen werden. Für ein knappes Fünftel hat die Online-Methode auch im qualitativen Sektor das höchste Potenzial. Auch dem Bereich Mobile Research – via Smartphone oder Tablet – wird ähnlich hohes Potenzial für die Markt- und Meinungsforschung zugeschrieben. Ein Viertel der Befragten sieht webbasierte Untersuchungen als methodisch bedenklich; in erster Linie gibt es Zweifel an der Repräsentativität der Stichproben. (pj)

Wie es weitergehen soll Bei den zukünftigen Trends im Bereich der Unternehmensberatung glauben 43% der Kunden, dass die thematische Spezialisierung der Beratungsunternehmen immer mehr an Bedeutung gewinnt. 40% sehen langfristige Partnerschaften zwischen Beratern und Kunden als einen entscheidenden Faktor in der Zukunft. Die Bereitstellung von externen Sichtweisen wird von 36% der Kunden als Trend wahrgenommen – dicht gefolgt vom Know-how-Transfer vom Beratungs- in Kleinunternehmen. Differenzen zeigen sich bei der Beurteilung künftiger IT-Trends. Während Anbieter dem Mobile Computing steigende Bedeutung beimessen, bewerten Kunden diesen Trend mit geringerer Bedeutung. Ein großer Unterschied lässt sich bei der Beurteilung von Cloud Computing feststellen: Fast ein Drittel der IT-Berater erkennt hier einen wesentlichen Zukunftstrend, bei den Kunden sind es hingegen nur 13 Prozent. Virtualisierung, ERP und CRM werden auf Unternehmensseite ebenfalls als weniger relevant eingestuft als anbieterseitig. (pj)

Bei der Unternehmensberatung werden demnach am häufigsten Leistungen zu Fragestellungen aus Organisation, Prozessen, Qualität, Technik, Technologie und Logistik nachgefragt (kleine Unternehmen 40%, große Unternehmen 67%). Eine deutliche Abweichung nach der Unternehmensgröße ist auch bei Themen aus dem Gebiet der Organisationsberatung, Coaching, Gutachten, Mediation und Training zu erkennen: Große Unternehmen nutzen diese Beratungsfelder deutlich häufiger als KMU. Full Service wünscht man sich von den IT-Beratern: Vor allem die Installation von Hardware (KMU 70%, große Unternehmen 81%), Entwicklung und Anpassung von Standard- und Individualsoftware (58%, 66%) sowie Betreuung (35%, 53%) und Support (41%, 53%) sind hier gefragt. Vollständiges Outsourcing von IT-Leistungen wird derzeit noch selten in Anspruch genommen – hier besteht haupt-

© Panthermedia.net/Li Xuejun

Prüfstelle für Rechnungslegung – mit Verspätung jetzt auch in Österreich.

© UBIT/Foto Weinwurm

Hohe Erwartungen

Bilanzpolizei auch in ­Österreich angekommen

UBIT-Wien-Obmann Robert Bodenstein: „Die Werte Bekanntheitsgrad und Renommee haben bei der Beraterwahl offensichtlich keine hohe Bedeutung.“

sächlich bei großen Unternehmen Bedarf.

Preise sind nicht alles Die wichtigsten Entscheidungskriterien beim Einkauf von Leistungen der Unternehmensberatung sind ein inhaltlich schlüssiges

Angebot (70%), nachvollziehbare Kalkulation (69%) und persönliche Sympathie (67%). Ebenfalls wichtig sind den Kunden die bisherigen Erfahrungen mit den Anbietern (53%) sowie ein ansprechendes Offert (53%). Interessanterweise spielt das Kriterium „Bestbieter nach Kosten“ (18%)

Globale Hochzeit Wenn internationale Größe zur Strategie wird

Booz und PwC sagen „Ja“ New York. Die Fusion der Unternehmensberatung Booz & Company mit dem Wirtschaftsprüfer PwC schreitet durchaus zügig voran. Die Partner von Booz & Company haben der Elefantenhochzeit bereits zugestimmt, die Partner von PwC müssen dazu erst gar nicht extra Ja sagen. Stimmen auch die Aufsichtsbehörden zu, soll der Zusammenschluss bis März erledigt sein.

Für PwC arbeiten nach eigenen Angaben mehr als 184 000 Mitarbeiter in 157 Ländern – allein in Deutschland ist PwC mit mehr als 9.000 Mitarbeitern vertreten. Booz & Company unterhält Büros in 57 Ländern und hat gut 3.000 Mitarbeiter. „Die Öffentlichkeit hatte gehofft, dass die Wirtschaftsprüfer ihre Lektion aus dem Enron-Skandal und dem Versagen bei der Tes-

© Björn Erik Pedersen/CC Lizenz

Wien. Nach mehrmonatiger Vorbereitung hat Anfang des Jahres die neue „Bilanzpolizei“ auch auf der „Insel der Seligen“ mit der konkreten Prüftätigkeit begonnen. Die „Oesterreichische Prüfstelle für Rechnungslegung/OePR“, wie die Bilanzpolizei amtlich heißt, prüft die Jahresabschlüsse der kapitalmarktorientierten Unternehmen auf Fehler und Mängel. Die Prüfung erfolgt erstmals für Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2013, die jetzt in den ersten Wochen 2014 erstellt werden. Prüfbehörde ist die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA). Schwerpunktmäßig nehmen sich die Prüfer aktuell das Thema „Abschreibungen/Bewertungen“ vor, hat die FMA angekündigt. Das bezieht sich sowohl auf Forderungsabschreibungen bei Kreditinstituten als auch auf Firmenwert- und Anlagenabschreibungen anderer Branchen. In Deutschland gibt es eine Bilanzpolizei bereits seit immerhin acht Jahren, Österreich war mit der erst vorjährigen Gründung seiner Rechnungslegungskontrollstelle Schlusslicht in der EU. (APA/red)

nur eine untergeordnete Rolle – eine vertrauensvolle Basis ist offenbar wichtiger als der Preis.

Schon im März soll die Fusion von Booz und PwC tatsächlich realisiert werden.

tierung aufgeblasener Bankenbilanzen gelernt hätten“, kommentierte Julia Leendertse in der „WirtschaftsWoche“ online. Nun dürfe man zur Kenntnis nehmen, dass PwC, KPMG, EY und Deloitte die Debatte rund um ihre Glaubwürdigkeit als Abschlussprüfer längst abgestreift haben und keinen Hehl mehr daraus machen, dass sie vor allem eines umtreibt: wie sie am schnellsten in die HighEnd-Liga der hochbezahlten Strategieberater Bain oder BCG vorstoßen könnten. Denn viele Wirtschaftsprüfer stehen dem Wunsch der Big Four kritisch gegenüber, zusätzlich zur Rolle des Chefkontrolleurs auch noch den Part des Chefstrategen und -gestalters à la McKinsey für sich in Anspruch zu nehmen. Booz & Company ist nicht zu verwechseln mit der Technologieund Managementberatung Booz Allen Hamilton, die vor allem von US-Regierungsaufträgen lebt und für die Edward Snowden gearbeitet hat. Booz & Company hatte sich 2008 von Booz Allen Hamilton abgespalten.  (red)

beratung im trend 2008 bis 2012 ist die österreichweite Mitgliederzahl der Standesvertretung der Unternehmensberater, IT-Dienstleister und Buchhalter (UBIT) von 48.824 auf 55.804 um 14 Prozent gestiegen. Die Umsätze haben sich im gleichen Zeitraum von 14,89 auf 20,34 Mrd. Euro – also sogar um 37 Prozent – erhöht.

Eigenständig Unabhängig

Roland Berger sagt „Nein“

München. Die deutsche Unternehmensberatung Roland Berger hat sich nach monatelangen Verhandlungen mit Konkurrenten gegen einen Verkauf entschieden. Mit überwältigender Mehrheit hätten sich die 250 Partner dafür ausgesprochen, eigenständig zu bleiben. „Unsere Kunden wünschen uns als unabhängige Stimme im ansonsten rein US-amerikanischen Wettbewerb“, sagte Vorstandschef Burkhard Schwenker. Nachdem PricewaterhouseCoopers (PwC) und Deloitte abgewunken hatten, liefen bis zuletzt noch Gespräche mit Ernst & Young. Schwenker: „Am besten können wir unsere Kunden bedienen, unsere Persönlichkeit als Unternehmen wahren und unsere gemeinsamen Ziele erreichen, wenn wir unabhängig bleiben.“ Für das 1967 gegründete Unternehmen mit seinen weltweit rund 2.700 Mitarbeitern ist es bereits das zweite Mal innerhalb von drei Jahren, dass ein Verkauf platzt. 2010 war eine Übernahme durch Deloitte gescheitert. (pj)


A dv i sor y: Pr a c ti c e

Freitag, 10. Jänner 2014

advisory – 33

advisory@medianet.at

Glaubwürdigkeitsprobleme Nach der Finanzkrise soll das Vertrauen in Finanzinformationen deutlich gestärkt werden

EU bremst die Wirtschaftsprüfer Brüssel. Künftig dürfen die Wirtschaftsprüfer große Konzerne nur noch zehn Jahre lang checken, und danach muss nach dem Rotationsprinzip gewechselt werden. Bestimmte Dienstleistungen wie etwa Steuerberatung und Tipps über Investitionen und Strategie sind Wirtschaftsprüfern nur noch in engen Grenzen erlaubt und Honorare aus Tätigkeiten außerhalb des klassischen Geschäfts dürfen nur noch höchstens 70% betragen.

Nur ein kleiner Schritt Auf diese Regeln haben sich Vertreter von EU-Parlament, EU-Kommission und Staaten vor Kurzem in Brüssel geeinigt – der Kompromiss bedarf jedoch noch der Zustimmung von EU-Staaten und Parlament. Die Pläne richten sich vor allem gegen die „Großen Vier“ der Bran-

che: Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers. In Europa beherrschen diese Konzerne etwa 85% des Markts; in Deutschland etwa kontrollieren sie die Bilanzen fast aller wichtigen Aktiengesellschaften. Auf diese Weise will Brüssel künftig Bilanzskandale verhindern. Wirtschaftsprüfer checken Unternehmensbilanzen und testieren mit ihrer Unterschrift, dass ein Konzern seine Bücher ordnungsgemäß geführt hat. In der Finanzkrise hatten Wirtschaftsprüfer – die parallel oft auch als Unternehmensberater tätig sind – aus Interessenskonflikten nicht recht-

zeitig vor Problemen von Banken gewarnt; Kritiker weisen ihnen deshalb eine Mitschuld an der Krise zu. Auf Druck aus der Branche sind die Regeln aber deutlich schwächer als zunächst geplant ausgefallen. So konnte sich die EU-Kommission nicht damit durchsetzen, den Marktführern in Europa die Unternehmensberatung ganz zu verbieten. Dann hätten sich weltweite Konzerne in Prüfgesellschaften und Beratungsfirmen aufspalten müssen. Auch das Ziel der EU-Kommission, der EU-Börsenaufsicht Esma eine starke Aufgabe bei der Kontrolle zu geben, schei-

terte. Der zuständige EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier begrüßte dennoch die Einigung als „wichtigen Schritt, um das Vertrauen von Investoren in Finanzinformationen zu stärken“. Bei der Rotation darf die Frist von zehn Jahren nur einmal verlängert werden; die EU-Staaten haben die Möglichkeit, national noch strengere Regeln vorzuschreiben. Die Auflagen für Wirtschaftsprüfer sind Teil der breit angelegten neuen Gesetzgebung der Europäischen Union, um den Finanzsektor stabiler zu machen. Strenge Auflagen für Ratingagenturen wurden bereits beschlossen.  (APA/red)

© Panthermedia.net/Jorisvo

Unternehmen müssen nach einem Jahrzehnt nach dem Rotationsprinzip den Anbieter wechseln.

Die Europäische Union will die Macht der Wirtschaftsprüfer beschneiden.

Kunde Sieger 2013

Pleite Alpine-Debakel

Deloitte kontert „Wir wollen die führende Beratungsbank für Privatvermögen und Familienunternehmen sein. Es muss anders sein in unserem Bankhaus beraten zu werden als anderswo. Daher freuen wir uns besonders über die victor Auszeichnung.“ DR. HELMUT GERLICH, SPRECHER DES VORSTANDES BANKHAUS CARL SPÄNGLER & CO. AG VICTOR SIEGER IN DER KATEGORIE UNTERNEHMENSKULTUR 2009 UND KUNDE 2013

Foto: www.christian-husar.com

Wien. Das passt gut zur obigen Problematik: Deloitte will nicht auf sich sitzen lassen, als Bilanzprüferin jahrelang die Probleme der in die Insolvenz gerutschten AlpineGruppe übersehen zu haben. Alpine-Masseverwalter Karl Engelhart hatte die Haftungsfrage aufgeworfen, weil im Sommer 2012 „plötzlich“ ein Wertberichtigungsbzw. Abschreibungsbedarf der Alpine-Gruppe von mehr als 400 Mio. € aufgetaucht sei, obwohl es einen „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“ für die Bilanzen 2009, 2010 und 2011 gegeben habe. Deloitte habe die Jahresabschlüsse 2009, 2010 und 2011 der Alpine-Gruppe jeweils mit einem „Ergänzten Bestätigungsvermerk“ testiert, der einen ausdrücklichen Hinweis auf bestehende Risiken enthielt, kontert Deloitte-Partner Harald Breit. So verweise etwa der ergänzte Bestätigungsvermerk der Alpine-Gruppe zum 31.12.2011 ausdrücklich auf den Anhang zum Jahresabschluss, wo bestehende Risiken in Zusammenhang mit Projektgeschäften bzw. entsprechenden Forderungen dazu in dreistelliger Millionenhöhe explizit dargelegt werden. Breit: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere Bestätigungsvermerke auf die Jahresabschlüsse der Alpine-Gruppe 2009, 2010 und 2011 jeweils korrekt und angemessen waren.“ Auf den vorgelegten Jahresabschluss 2012 der Alpine-Gruppe wurde laut Breit überhaupt kein Bestätigungsvermerk mehr erteilt. (pj)

Wer Marktforschung mit Wirkung sucht, nutzt victor. Standortanalyse victor zeigt mit dem 360º Feedback (Führungskräfte, Mitarbeiter, Kunden) die Stärken und Potentiale Ihrer Bank. Mit den ergänzenden victor Modulen liefert victor fokussierte Auswertungen in speziellen Themenfeldern wie Filiale, Segment, Abteilung etc.

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A dv i sor y: M Ä R K TE

34 – advisory

Freitag, 10. Jänner 2014

advisory@medianet.at

KommunalGuide Stadtentwicklung – Stadtmarketing – Stadtconsulting – Urbane Trends

short

Consulting für die Stadt

Innovative Netzwerke dringend gesucht Wien. Wertschöpfung wird immer mehr innerhalb von Netzwerken, durch intensive Kooperation der Stakeholder und gemeinsames Schaffen eines Mehrwerts generiert. Für Projekte, die über klassische Wertschöpfungsketten hinausgehen, hat der Verein Headquarters Austria, der Unternehmenszentralen in Österreich unterstützt, einen „Value Network Award“ ausgeschrieben. Einreichungen sind noch bis zum 10.2.2014 möglich, dieAuszeichnung wird im März in Wien verliehen.  (pj) www.headquarters-congress.com

Aus Schaden wird man klug: Linzer Bürgermeister plant rigides Kostenmanagement. Linz. Ein „rigides Kostenmanagement“ soll die oberösterreichische Hauptstadt wieder aus den roten Zahlen bringen (Stichwort: SwapDebakel) und dafür sorgen, dass die laufende Gebarung in fünf Jahren kein Defizit mehr aufweist. Das wünschte sich jedenfalls Bürgermeister Klaus Luger bei der Präsentation seiner Pläne für heuer. Diverse Sparvorschläge werden bis Februar gesammelt, auch externe Beratung soll helfen. Vorgaben will Luger seinen Stadtsenatskollegen für die Klausur am 13. und 14.2. nicht machen. Aber man werde mithilfe der Finanzverwaltung versuchen, Vorschläge aus den Ressorts gleich zu beziffern. Zudem will er dort die Eckpfeiler der Magistratsreform ausarbeiten, die er kurz nach seinem Amtsantritt angekündigt hate. Diese sollen als Projektaufträge für einen externen Organisationsentwickler dienen.

© Czipin Consulting

Brücke und Medizinfakultät Zur maroden Eisenbahnbrücke gibt es am 24.1. einen Gipfel mit Vertretern von Stadt, Land, ÖBB und Linz Linien. Weiters drängt die Zeit für die Umsetzung einer zweiten Straßenbahnachse. Im Süden von Linz soll in den kommenden zehn Jahren ein großes neues Wohngebiet auf dem 17 ha umfassenden Gelände der Kaserne Ebelsberg entstehen. Das Verteidigungsministerium werde das Areal verkaufen, so Luger, die Stadt könne es aber nicht allein erwerben. Ihm schwebt daher die Bildung einer Bietergemeinschaft mit anderen Investoren vor. Auch bei der Medizinfakultät sieht Luger noch „eine Reihe offener Fragen“. (pj)

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger will auch auf externe Beratung zurückgreifen.

Service-Überblick Wo es Informationen zu öffentlichen Ausschreibungen gibt – teilweise sogar kostenlos

Alois Czipin: „Arbeitsleistung von mehr als 30 Mrd. Euro nicht genutzt“.

Wie man zu Ausschreibungen kommt Wien. Viele Stellen, die öffentliche Ausschreibungen durchführen, geben Informationen darüber auch im Internet bekannt. Für den Bund wurde dafür durch Verordnung der Amtliche Lieferanzeiger zur Wiener Zeitung festgelegt, der auch unter www.wienerzeitung.at zu finden ist. Elektronisch veröffentlichen ihre Ausschreibungen z.B. die Bundesbeschaffungs GmbH (www.bbg. gv.at), das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (www.bmwfj.gv.at), die Bundesbahnen (www.oebb.at) sowie die Asfinag (www.asfinag.at). In Wien müssen öffentliche Auftraggeber die Bekanntmachung mit den gesetzlich vorgeschriebenen Inhalten zumindest unter

© EPA/Guiseppe Lami

Politik kostet Italienern 23 Milliarden im Jahr

der Adresse www.gemeinderecht. wien veröffentlichen. Zusätzlich werden alle Bekanntmachungen von Vergabeverfahren der Stadt Wien jedenfalls in gekürzter Fassung auch im Amtsblatt der Stadt Wien publiziert.

Kostenpflichtige Infos

Wissen ist Macht – der rechtzeitige Informationsvorsprung kann bares Geld bringen.

Rückblick Erfolgreich in Österreich und darüber hinaus

Emerging Markets Nachhaltige Globalisierung

Wien. „2013 glänzten wir trotz der widrigen Umstände in der Beratungsbranche“, sagt Karim Taga, Geschäftsführer von Arthur D. Little in Österreich. „Unser MBO gab uns Auftrieb und unser Unternehmergeist ist so stark wie nie zuvor.“ Man sei weiterhin im Kerngeschäft gewachsen. „Diese Entwicklung ist ganz im Einklang mit dem neuen Spirit von Arthur D. Little, neue Beratungswege zu gehen.“

Wien. Lord Michael Hastings, einer der einflussreichsten Denker Großbritanniens und Global Head of Corporate Citizenship KPMG, sprach bei der Veranstaltung „Contributing to a Sustainable Globalization“ in Wien über globale Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Energie- und Ernährungssicherheit. „Nachhaltige Globalisierung basiert zuallererst auf intelligenten Entscheidungen und dann auf individuellem Engagement. Nur so gelingt die Transformation in Richtung Nachhaltigkeit.“

Bilanz 2013 von Arthur D. Little Politik kostet jeden Italiener jährlich durchschnittlich 757 Euro.

Weiters gibt es kostenpflichtige Ausschreibungsinformationsdienste wie z.B. www.auftrag.at. Angeboten werden verschiedene Leistungspakete, die zwischen 30,50 und 298 € monatlich kosten. Bei www.vergabeportal.at kann man bis zu 100 Suchprofile anlegen und bekommt automatisierte E-Mail-Benachrichtigungen bei Suchtreffern. (pj)

© Panthermedia.net/Achim Prill

Wien. Durchschnittlich 38,5% der gesamten Arbeitszeit gehen jährlich in Österreichs Unternehmen durch fehlende Führung, Planung und Steuerung verloren, warnt die Alois Czipin Produktivitätsberatung. Laut Czipin sind zwar rund 15% Produktivitätsverlust kaum vermeidbar, allerdings besteht daher ein Produktivitätspotenzial von deutlich mehr als 20%, das die heimischen Unternehmen ungenützt lassen. Czipin: „Auffällig ist der gleichbleibend hohe Anteil von Managementfehlern.“  (pj)

Das Jahr 2013 sei dreifach erfolgreich gewesen: 1) ÖsterreichGeschäft; dazu Taga: „Wir haben unseren Umsatz seit 2009 mit einer Wachstumsrate von 21% quer durch sechs Branchen verdoppelt.“ 2) Zentraleuropa: „In D-A-CH und CEE erreichten wir das größte Wachstum der vergangenen vier Jahre – sowohl bei Umsatz als auch bei Profitabilität.“ 3) „Weltweit konnten wir ein weiteres Wachstumsjahr realisieren.“ (pj)

Plädoyer für liberale Märkte

Auch Mondi Europe & International-CEO Peter Oswald misst freien Märkten eine große Bedeutung für eine nachhaltige Globalisierung zu. Oswald: „Wir brauchen Innovationen, um den globalen Herausforderungen zu begegnen. Liberale Märkte fördern innovative Unternehmer. Gleichzeitig brauchen diese freien Märkte einen Rahmen, der sicherstellt, dass soziale Ungleichheiten nicht vergrößert werden.“ (pj)

Karim Taga: „Arthur D. Little blickt auf ein zweites globales Wachstumsjahr zurück.“

„Jede Unternehmenskultur vertritt ihre Werte, die an jedem einzelnen Standort weltweit gelten müssen, sonst ist das Unternehmen nicht glaubwürdig“, wies Umdasch-CEO Andreas Ludwig darauf hin, dass CSR in vielen österreichischen Firmen längst Teil der Geschäftsstrategie ist. Dazu Agenda Austria-Direktor Franz Schellhorn: „Kapitalismus ist keine Garantie, aber eine Voraussetzung für Armutsbekämpfung.“

© ICEP/Mihai M. Mitrea

Treiber der Innovation

© Arthur D. Little

Rom. Eine Million Italiener lebt von der Politik; das sind mit fünf Prozent aller Beschäftigten weit mehr als anderswo. „Um diese Zahl zu reduzieren, sind politische Reformen dringend notwendig“, betont Luigi Angeletti, Chef des Gewerkschaftsverbands UIL. Dank einer tiefgreifenden Reform der Verfassung könne man sieben Milliarden Euro pro Jahr einsparen, ohne die Funktionsfähigkeit der Institutionen zu beeinträchtigen. Laut einem UIL-Bericht gibt es ein „Heer“ aus Parlamentariern, Ministern und Lokalverwaltern von 144.000 Personen. Dazu kommen u.a. 24.000 Manager öffentlicher Gesellschaften, 45.000 Mitglieder von Kontrollorganen, 39.000 Mitarbeiter von politischen Büros u.v.m. 524.000 Personen haben Aufträge als Berater von Institutionen, Parlamentariern und Managern.  (red)

© APA/RUBRA

So unproduktiv ist Österreich noch immer

Große Projekte stehen in den kommenden Jahren vor allem im Verkehrs- und Stadtentwicklungsbereich bevor.

Franz Schellhorn, Agenda Austria (l.), Andreas Ludwig, Umdasch Group.


a dv i sor y: I TK

Freitag, 10. Jänner 2014

advisory – 35

advisory@medianet.at

Viel zu tun für die Berater In den nächsten Jahren geht es (wieder einmal) um Dutzende Milliarden Euro

short

Telekom: Internationale Fusionen wieder im Trend

Braintribe und Kapsch haben sich gefunden

Kapsch BusinessCom-COO Jochen Borenich, Braintribe-CEO St. Ebner.

Timotheus Höttges und „seine“ Deutsche Telekom haben in nächster Zeit umfassenden internationalen Beratungsbedarf.

Schlechtes Zeugnis Cloudcomputing, Cloudstorage

Doch einige IT-Lücken bei KMUs Wien. Eine Umfrage unter mehr als 400 Wiener IT-Dienstleistern beschert ein durchwachsenes Bild hinsichtlich des IT-Know-hows der heimischen Unternehmen. Demnach agieren die Firmen bei der täglichen Internet-Nutzung sowie beim Umgang mit Programmen, die regelmäßig verwendet werden, mehrheitlich souverän. Gut aufgestellt sind die Betriebe laut ihren IT-Dienstleistern auch bei allgemeinem Online- und Internet-Know-how, beim Virenschutz sowie bei Office- und Unternehmenssoftware.

Services ist für viele Firmen nach wie vor eine große Unbekannte“, moniert IT-Berater Albert Gerlach. „Die Befragung zeigt, dass eine effiziente Anwendung bzw. maximale Rentabilität der Investitionen beim derzeitigen Wissensstand nicht vorhanden ist. Training und Know-how-Vermittlung wird daher an Bedeutung gewinnen und bietet bereits jetzt ein breites Betätigungsfeld für IT-Dienstleister.“ www.einfach-leichter.at

© UBIT/Foto Weinwurm

Zu wenig Know-how

IT-Berater Albert Gerlach will IT-Training und -Know-how-Vermittlung forcieren.

Telekom Austria Compliance Management-System

Verstärkt initiativ gegen Korruption Wien. Bekanntlich ist die teilstaatliche Telekom Austria derzeit in mehreren Gerichtsprozessen präsent. Wohl nicht zuletzt deshalb soll Korruption (auch) in den eigenen Reihen bekämpft werden. Die Telekom hat sich deshalb von den Wirtschaftsprüfern von PricewaterhouseCoopers zertifizieren lassen und gibt für die Korruptionsbekämpfung pro Jahr einen sechsstelligen Euro-Betrag aus. In den vergangenen Monaten hat PwC die Telekom auf Konzeption, Implementierung und Wirksamkeit der Compliance-Regelungen durchleuchtet und sie Ende Oktober 2013 nach Standard „PS 980“ des deutschen Instituts der Wirtschaftsprüfer zertifiziert. Bei den Auslandstöchtern wurde nur die Konzeption und die Implementierung, nicht die Wirksamkeit überprüft. Grund dafür sei der zusätzliche Aufwand gewesen, sagt Compliance-Chef Martin Walter. Bei der Zertifizierung gehe es auch um die Reputation, sagt Jörg Busch von PwC. Die Wirtschaftsprüfer sahen sich dabei die Vorschriften etwa zu Sponsoring und Lobbying an.

Von einigen Geschäftspartnern habe sich die TA getrennt, weil sie die Compliance-Anforderungen nicht erfüllt hätten. Die Telekom, die jahrelang für manche Politiker, Manager und Berater für Scheingeschäfte herhalten musste, will so zum Vorreiter in Sachen Anti-Korruption werden. Ganz verhindern werde man solche Machenschaften aber nie können; es gehe darum, die Wahrscheinlichkeit zu senken, so Compliance Officer Walter. (red)

Compliance Officer Walter wendet sich gegen Korruption bei der Telekom.

Siemens ordnet Compliance neu

© dpa/Kay Nietfeld

Tatsächlich hinkt Europa diesen Ländern schon jetzt hinterher. Das gilt für den Ausbau der Netze mit Glasfaser wie auch für den schnellen Mobilfunkstandard LTE. In einer Studie für den europäischen Telekomverband ETNO schlägt Boston Consulting lautstark Alarm: Der Zugang zu Glasfaserverbindungen sei in Asien und Nordamerika 20 Mal höher und die Verbreitung schneller LTEMobilfunknetze 35 Mal größer als in Europa.

zern Softbank eine Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile prüfen. Aus Wettbewerbsgründen würde ein solcher Deal bei den Behörden aber auf Widerstand stoßen, meinen Experten. Trotzdem: Ein Ausstieg der Telekom in den USA ist nicht auszuschließen, die Mittel könnte der Konzern gut in Europa gebrauchen. Für die Deutsche Telekom ist der geborene Partner in den Medien ohnehin schon ausgemacht: Die frühere France Telecom, die sich heute Orange nennt. Auf verschiedenen Gebieten gibt es zwischen den Konzernen, die vor vielen Jahren schon einmal verbandelt waren, bereits eine enge Zusammenarbeit – so im Mobilfunk-JointVenture Everything Everywhere in Großbritannien.  (dpa/pj)

mit sein Festnetzgeschäft ausgebaut. Interesse sollen die Briten angeblich an einer Übernahme von Liberty Global haben, um die Geschäftssparte auch in anderen Ländern abzurunden. Gleichzeitig sind Vodafone und Telefonica als mögliche Übernahmekandidaten ins Fadenkreuz des US-Riesen AT&T geraten. Ob sich solche Ambitionen allerdings umsetzen lassen, ist fraglich. Sicher ist nur, dass die Amerikaner ihre Fühler nach Europa ausstrecken; Zukäufe sind schon deshalb attraktiv, weil die Unternehmen an der Börse vergleichsweise niedrig bewertet sind. Aber auch in den USA dreht sich das Fusionskarussell. Jetzt soll der Betreiber Sprint mit seinem neuen japanischen Mutterkon-

© Telekom Austria Group/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Doch die Topmanager der großen Telekom-Konzerne schmieden bereits umfassende Zukunftspläne – nach dem Motto: Fusionieren und Größe gewinnen. So schickt sich in Spanien Marktführer Telefonica an, Telecom Italia vollständig zu schlucken. In Deutschland stehen die Spanier vor einem bedeutenden Schritt im Mobilfunk: Derzeit liegen die Pläne zur Übernahme des drittgrößten deutschen Betreibers E-Plus durch die Telefonica Deutschland zur Prüfung bei der EU-Kommission. Der Mobilfunkriese Vodafone, der nach dem milliardenschweren Verkauf seiner Anteile am US-Mobilfunkunternehmen Verizon mit prall gefüllter Kriegskasse nach neuen Anlagen sucht, hat Kabel Deutschland geschluckt und da-

Boston Consulting: „Alarm!“

Aufholpotenzial gibt es hingegen bei Datensicherheit und Backups. Ebenfalls nur durchschnittliche Noten erhalten die Unternehmen in den Bereichen „E-Business & Online Shops“, „Interne Kommunikation“, „Hardwareauswahl und -einsatz“ sowie „Projektmanagement“. Als besonders gering beschreiben IT-Dienstleister das Wissen ihrer Kunden bei Cloudcomputing und Cloudstorage. „Das Auslagern von Daten, IT-Infrastruktur oder

Wien. Kapsch BusinessCom startet eine Partnerschaft mit Braintribe und erweitert damit das Angebot an IT-Lösungen im Applikationsumfeld für Geschäftskunden. Braintribe und Kapsch haben bereits gemeinsam eine Lösung entwickelt, die Telemedizin auf mobile Endgeräte bringt. Die Basis dafür ist tribefire von Braintribe. Damit ist es möglich, gleichzeitig personenbezogene Informationen aus unterschiedlichen Systemen abzurufen und anzuzeigen und für Smartphones und Tablets aufzubereiten. Verbunden mit KapschVideokonferenz-Lösungen, ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten besonders für die Telemedizin. Nun soll tribefire für ähnliche Anwendungen verwendet werden. „tribefire kann als Platform-as-a-Service die Implementierungskosten um bis zu 70% reduzieren und Applikationsentwicklungen um das Zehnfache beschleunigen“, hofft Braintribe-CEO Stefan Ebner.  (pj)

© EPA/Rolf Vennenbernd

Bonn. Es geht rund in der internationalen Telekombranche: Soeben hat die US-Tochter der Deutschen Telekom um immerhin 3,3 Mrd. USD (umgerechnet 2,4 Mrd. €) ein Funkspektrum-Paket von Verizon Wireless gekauft. Dabei schnappte sich T-Mobile US Lizenzen für die 700-Megahertz-Bandbreite, die vor allem für die Übertragung von mobilen Daten der Generation 4G geeignet sind. Vice versa droht Europas Telekomindustrie zum Übernahmeobjekt statt zur wettbewerbsfähigen Branche zu werden, warnt Timotheus Höttges, seit dem 1.1. 2014 neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. Mehr als 200 Anbieter tummeln sich auf einem zersplitterten Markt mit einem Volumen von mehr als 270 Mrd. €, der vor in einem tiefgreifenden Umbau steht. Milliardeninvestitionen sind in den kommenden Jahren allein für den Ausbau superschneller Mobilfunk- und Glasfasernetze zu stemmen. Dazu ist Größe nötig. „Wir laufen Gefahr, dass der Infrastrukturausbau in Europa gegenüber den USA, aber auch asiatischen Staaten ins Hintertreffen gerät“, warnt Höttges.

© Kapsch

Sprint + T-Mobile, AT&T + Vodafone, Telefonica, E-Plus, Kabel Deutschland, Deutsche Telekom ...

Joe Kaeser: Compliance ist im Siemens-Vorstand Chefsache.

München. Auch für Siemens ist Compliance ein wichtiges Thema: Nach dem Abgang von Rechtsvorstand Peter Solmssen wird die Compliance-Organisation neu geordnet. Neuer Ombudsmann, an den sich Siemens-Mitarbeiter anonym wenden können, um mögliche Regelverstöße zu melden, wird Rechtsanwalt Andreas von Mariassy; er löst André Große Vorholt ab (Partner bei Luther in München). Innerhalb des Konzerns wird Jurist Klaus Moosmayer zum Chief Compliance Officer; er folgt Hans-Jörg Grundmann, der in den Ruhestand geht. Moosmayer war seit 2007 am Aufbau des Compliance-Systems beteiligt und verantwortet seit 2010 die Korruptionsbekämpfung bei Siemens. Erst vor wenigen Wochen war Moosmayer zudem vom beratenden Wirtschaftsausschuss der OECD zum Chefberater für Compliance und AntiKorruption ernannt worden. Im Siemens-Vorstand kümmert sich nach dem Weggang von Solmssen Konzernchef Joe Kaeser höchstpersönlich um das Thema Compliance.  (red)


A dv i sor y: ta l k

36 – advisory

Freitag, 10. Jänner 2014

advisory@medianet.at

short

Mehr Manpower gegen die Korruption

Große Geschäfte Zwei Produktionsstandorte in Österreich und USA, Transaktionsvolumen: 120 Millionen Dollar

Der Microporous-Deal

Schönherr befasste sich mit allen österreichbezogenen Aspekten der Transaktion, einschließlich

Wanted McKinsey Marketing Dissertation Award

Ökonomische Misserfolge Aktuelles Konkursverfahren

Düsseldorf. Doktoranden, die in diesem Jahr eine Dissertation zu einem Marketingthema geschrieben haben, können sich bis zum 31. Jänner für den EMAC McKinsey Marketing Dissertation Award 2014 bewerben. Der von der European Marketing Academy (EMAC) und der internationalen Unternehmensberatung McKinsey & Company ausgeschriebene Preis ist mit insgesamt 11.000 € dotiert. Der Wettbewerb steht unter www.marketing-dissertation-award.eu allen offen, die zu einem Marketingthema an einer Universität in Europa, dem Nahen Osten oder Afrika promovieren und ihre Dissertation noch 2013 abgeschlossen haben. Die drei Bestplatzierten erhalten Geldpreise im Wert von 7.000,

Gutau. Das oö. Institut für Marketing und Trendanalysen des Buchautors und Zukunftsforschers Christian Hehenberger mit Sitz in Gutau (Bezirk Freistadt) ist insolvent und soll geschlossen werden. Am Landesgericht Linz wurde bereits ein Konkursverfahren eröffnet. Knapp 1,2 Mio. € Aktiva stehen fast 1,6 Mio. € Passiva gegenüber. Vier Angestellte und 31 Gläubiger sind betroffen. Das im Jahr 2000 gegründete Institut beschäftigte sich mit Zukunftsforschung, bot Unternehmensberatung sowie Vorträge im In- und Ausland und Lehrgänge an Universitäten an. Nach dem Bau des energieautarken Institutsgebäudes war geplant, ähnliche Anlagen auf Projektliegenschaften zu errichten.

Wien. Die Bundeshauptstadt ist vom 23. bis zum 25.1. Gastgeber des Regionaltreffens der International Association of Young Lawyers/Association Internationale des Jeunes Avocats (AIJA), einer Vereinigung junger Anwälte und Unternehmensjuristen. Dabei stehen die finanziellen Aspekte von Kanzleien und Anwaltspartnerschaften unter dem Motto „Where the money is (and the risk)” im Mittelpunkt. (red)

3.000 bzw. 1.000 € und werden zum Finale im Rahmen der internationalen EMAC-Konferenz im Juni in Valencia eingeladen. (red)

Finale des EMAC McKinsey Marketing Dissertation Award 2014 in Valencia.

CMS Reich-Rohrwig (CMS)

Hier zogen aber Investoren und Partner ihre Finanzierungszusagen zurück und die Projekte wurden mit Verlust verkauft. (pj)

Der Pleitegeier hat das oö. Institut für Marketing und Trendanalysen erwischt.

Menschen, über die man spricht

Cornelia Mayer Junges Blut für die Branche Wien. Seit Jahresbeginn verstärkt Cornelia Mayer (25) das Berater-Team von Milestones in Communication. Die gebürtige Wienerin betreut zukünftig in ihrer Funktion als Consultant u.a. die Bawag PSK die Energie AG und die Bundeswettbewerbsbehörde. Derzeit absolviert sie berufsbegleitend den Lehrgang für Unternehmensführung & Entrepreneurship an der FH Wien WKW. Erste Berufserfahrungen sammelte sie sowohl in der Rechtsberatung als auch im Gesundheitswesen. „Das Erfolgsrezept von Milestones in Communication basiert auf einem ausgewogenen Mix aus jungen, frischen Talenten und Beratern mit langjährigen Erfahrungen und Know-how in der Kundenbetreuung“, erklärt Hans-Georg Mayer, Geschäftsführer von Milestones in Communication. (red)

© Milestones in Communication/carostrasnik.com © EMC Computer Systems

Philipp Mark (30) verstärkt ab sofort als eingetragener Rechtsanwalt den Fachbereich Kapitalmarktrecht der internationalen Anwaltssozietät CMS Reich-Rohrwig Hainz. Er ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert, mit Fokus auf den regulatorischen Bereich. Mark studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Dort absolvierte er 2010 erfolgreich auch seinen Master of Laws (LL.M.) in europäischem und internationalem Wirtschaftsrecht. Philipp Mark ist seit 2010 als Associate und nun als eingetragener Rechtsanwalt Teil des Kapitalmarktrechts-Teams bei CMS in Wien. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bankund Kapitalmarktrecht. Hierbei berät er vorwiegend österreichische und international tätige Banken, Wertpapierfirmen, Zahlungs- und E-Geldinstitute sowie diverse Unternehmen in gesellschafts­ rechtlichen und aufsichtsrechlichen Angelegenheiten.

Diese Beratung war ohne Zukunft

© Panthermedia.net/Francisco Jose Zarate

© panthermedia.net/Harald Jeske

Tolle Doktorarbeiten gesucht

Deutschsprachiges ALJA-Treffen in Wien vom 23. bis zum 25. Jänner.

© CMS

Schönherr-Partner Christian Herbst leitete das Team beim Microporous-Deal.

© Panthermedia.net/Wolfgang Filser

Chancen und Risiken einer Anwaltskanzlei

Finanzierung und Steuern

E M C HOLT E R N ST E IS N E R

Der neue „Senior Manager DPAD Eastern Europe“ bei EMC heißt Ernst Eisner und ist ab sofort für das Österreichund Osteuropageschäft im Data Protection & Availability (DPA) Department zuständig. Eisner zeichnete zuvor als Geschäftsführer bei Symantec Österreich verantwortlich. Der sportliche Musik- und Fotografiefreund startete seine Karriere Mitte der 90er als IBM Sales-Manager für Server-Systeme. Ab 2005 war er bei Arrow ECS als Regional Director für das Österreich- & Südosteuropageschäft tätig.

EIN NEUER POSTILLON

Seit Jahresbeginn ist Philipp Teper (34) neuer Pressesprecher bei der Österreichischen Post und folgt damit Stephan Fuchs nach, der das Unternehmen verlassen hat. 2005 begann Teper als Junior-Kommunikationsexperte bei Plansee SE in Reutte. 2009 wechselte der gebürtige Kärntner zur RHI AG nach Wien, wo er als Communications Manager und stellvertretender Pressesprecher für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Krisen- und OnlineKommunikation verantwortlich war.

© ARA/Sissi Furgler Fotografie

Wien. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wurde per Ende des Vorjahres personell um weitere fünf Planstellen verstärkt; die Gesamtzahl wird damit laut Justizministerium per Jahresanfang bei 35 Planstellen für Staatsanwälte liegen. Gleichzeitig sollen die Zuständigkeiten der WKStA erweitert werden. Der Vollausbau soll mit bis zu 40 Planstellen im Laufe des kommenden Jahres erreicht werden. (red)

Due Diligence, Vertragsdokumentation, Akquisitionsfinanzierung und steuerrechtlichen Fragen. Das Schönherr-Team wurde von Christian Herbst (Partner, Corporate/M&A) geleitet und bestand weiters aus Sascha Hödl, Roman Perner, Maximilian Lang und Michaela Petritz-Klar. Seven Mile Capital Partners verwaltet derzeit ein Portfolio von über 20 Unternehmen und konzentriert sich auf Investitionsmöglichkeiten sowohl in Einzel-, als auch Portfoliounternehmen. Polypore International Inc. hat ihren Sitz in Charlotte, North Carolina, und notiert an der New Yorker Börse. Das internationale Hightech-Unternehmen gehört zu den Marktführern im Bereich Filtration und ist auf mikroporöse Membrane spezialisiert. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstätten bzw. Vertriebsniederlassungen in zehn Ländern. (red)

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Ilse-Maria Vrabl-Sanda, Leiterin der Korruptionsstaatsanwaltschaft

Wien. Die Anwaltskanzlei Schönherr hat die in New York ansässige Private Equity Gesellschaft Seven Mile Capital Partners II LP gemeinsam mit dem Lead Counsel Willkie Farr Gallagher (New York) beim 120 Mio.-USD-Kauf der österreichischen und US-amerikanischen Microporous-Produktionsbetriebe von Polypore International Inc. beraten. Microporous zählt zu den führenden Herstellern von Blei-SäureBatterieseparatoren. Im Rahmen der Transaktion erwarb Seven Mile Capital die Microporous-Standorte in Österreich (Feistritz im Rosental, Kärnten) und in den USA (Piney Flats, Tennessee). Das Closing der Transaktion fand am 19.12. statt.

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Private Equity: Schönherr berät Mile Capital USA beim Kauf von Polypore International.

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