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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 7. September 2012 – 19

Die Bawag PSK Invest bringt im Oktober sicherheitsbetonten Anleihefonds  Seite 21

29. August–5. September 2012

2031,34

Wochentop Wochenflop

Deutschlands drittgrößter Versicherer ist u.a. mit HDI in Österreich am Markt  Seite 24

oh indien „Trotz flaute ein gewinner“

Australien, ASEAN & Co: „Krise? Welche Krise?“

ATX

ATX (5.9.)

talanx geht an die börse

© EPA

© Bawag PSK

bawag-fonds mit 60 bonds

© Panthermedia.net

financenet 0,32%

Frauenthal 7,42% Century -8,85%

Top 5 ATX Prime Frauenthal Holding AMAG Kapsch TrafficCom AT&S Schoeller Bleckmann

7,42% 4,44% 4,02% 3,94% 3,70%

Flop 5 ATX Prime Century Casinos Zumtobel Polytec Holding OMV Rosenbauer

-8,85% -6,87% -4,18% -3,19% -2,66%

DAX 29. August–5. September 2012

6964,69 -0,65%

Wochentop Wochenflop

Fresenius 2,92% Daimler -8,76%

Top 5 DAX Fresenius SE SAP Merck Allianz RWE

2,92% 2,13% 2,04% 2,03% 1,98%

Flop 5 DAX Daimler BMW Infineon Volkswagen ThyssenKrupp

-8,76% -8,57% -7,10% -6,63% -4,76%

© Panthermedia.net/Tim Brach

DAX (5.9.)

Wachstum, Budgetüberschuss, steigende Börsen Jenseits der europäischen und US-amerikanischen Schuldenflaute glänzen ganze Weltregionen mit guten Wirtschaftsdaten. Auch österreichische Pazifik-Fonds profitieren davon. Doch auch Australien, Singapur, Indonesien, Thailand & Co haben Sorgen. Seite 20 Bahnausbau 25 Verkehrsprojekte auf einen Schlag

inhalt

China: 100 Mrd.-Konjunkturspritze 20

Fonds:Park > M&G rät zur Vorsicht bei Konsumgütern > RCB bringt neues Öl-Bonus-Zertifikat

21

Banking > Spaniens Bad Bank geht an den Start > Hypo NOE wächst um mehr als sechs Prozent

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Insurance:Watch > Analysten-Lob für VIG, doch Branche spürt Flaute 24

© EPA

Capital:Markets > Hypo Alpe-Adria mit neuem Kapitalbedarf

Chinas Staatspräsident Hu Jintao: ­Weniger Wachstum im Reich der Mitte.

Peking. Zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums startet China massive städtische Bahnprojekte im Umfang von 800 Mrd. Yuan (100 Mrd. €). Die Entwicklungs- und Reformkommission NDRC billigte die Pläne für 25 Verkehrsvorhaben in mehreren Städten, darunter Shijiazhuang, Taiyuan, Lanzhou, Guangzhou und Xiamen. Experten sehen darin einen weiteren Schritt der Regierung, um das Wachstum in China angesichts des Exportrückgangs durch die schwache Konjunktur in den USA und Europa zu stabilisieren. Chinas Wirtschaft legte im 2. Quartal nur mehr um 7,6% zu. (APA)

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F i n a n c e : c ov e r

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Freitag, 7. September 2012

financenet@medianet.at

Problemfrei Viele europäische Länder und auch USA werden ordentlich durchgebeutelt – Australier fragen aber:

kolumne

„Krise? Welche Krise?“

Reicher oder doch ärmer?

„Down Under“, Thailand, Indonesien und Singapur sind die Klassenbesten inmitten der Turbulenzen. „Die meisten ASEAN-Volkswirtschaften weisen robuste Bilanzen, einen niedrigen Verschuldungsgrad und gesunde Devisenreserven auf, vor allem im Vergleich zu westlichen Industrieländern“, meint Fidelity-Managerin Gillian Kwek. Kein Wunder also, dass der thailändische Aktienindex im bisherigen Jahresverlauf um 16% stieg und damit alle anderen größeren asiatischen Indizes hinter sich ließ. Und in Asien locken noch weitere Perlen: Getrieben von einem wachsenden Mittelstand, einer ruhigeren politischen Situation, einem Rohstoffreichtum und steigenden Direktinvestitionen aus dem Ausland, hat sich Indonesien neben Thailand zu einem der wirtschaftlichen Spitzenreiter der Region entwickelt. Während zahlreiche europäische Länder Herabstufungen ihrer Bonität hinnehmen mussten, wurde Indonesien Anfang des Jahres von den Ratingagenturen Moody’s und Fitch mit „Investment Grade“ bewertet. In Singapur sind die durchschnittlichen Dividendenrenditen seit 1990 jährlich um gut sieben Prozent gewachsen, mit stabilem Ausblick. „Damit bleibt ein Investment in ausgewählte Wertpapiere aus den Bereichen Banken, Gesundheitswesen und der Konsumgüterindustrie auch in Zukunft lohnend“, so Kwek. Von der Entwicklung der Region profitieren auch zahlreiche heimische Fonds wie der VolksbankPacific-Invest, den Uli Baumann managt; er brachte in den letzten drei Jahren fast 29% Ertrag. Abgekühlt hat sich der Boom in Kanada: Das Wirtschaftswachstum unter der Flagge mit dem Ahornblatt legte im 2. Quartal des laufenden Jahres nur um 1,8 Prozent zu, meldet die WKO. Trotzdem befindet sich die kanadische Wirtschaft in einer schwachen, aber nachhaltigen Wachstumsphase, meinen die WKO-Analysten.

reinhard krémer

Wien/Sydney. In Europa geht’s ordentlich rund: An den EU-Rändern explodiert die Arbeitslosigkeit, Banken schüttelt die Krise und das Wort „Griechenland-Krise” will schon niemand mehr hören. In den USA ist’s nicht viel besser. Dort sind zahlreiche Kommunen bereits in der Insolvenz, 44 Staaten sind höher verschuldet als Griechenland und das Staatsdefizit bewegt sich bei astronomischen 16 Trillionen USD. Fast könnte man meinen, die gesamte westliche Welt tanzt am Rande das Abgrunds. Die gesamte westliche Welt? Mitnichten! Einige Regionen stemmen sich kräftig gegen das Armageddon.

gerald stefan

D

a hat die UBS etwas ausgelöst: Seit die Schweizer Großbank in einer Analyse behauptete, dass die Österreicher im letzten Jahrzehnt unterm Strich herbe Einkommensverluste hinnehmen mussten, gehen die Emotionen hoch. Es hagelt Proteste von österreichischen Wirtschaftsforschern, Banken, Verbänden und Nationalbank: Die Reallohnentwicklung habe nicht wie behauptet mit dem Euro zu tun, und die Verluste seien in Wirklichkeit viel geringer ausgefallen oder sogar Zuwächse. Tatsache ist, dass die Diskussionsteilnehmer die unterschiedlichsten Parameter einsetzen, sei es aus Berechnung oder auch aus Unwissen, sozusagen als Unguided Weapon: Ob man die Einkommen brutto oder netto, nominell oder real, pro Kopf oder pro Haushalt berechnet, macht einen erheblichen Unterschied. Nun hat sich die AK Oberösterreich mit ihrer eigenen Rechnung zu Wort gemeldet – und kommt bloß auf einen Einkommensverlust unterm Strich von 1,5 Prozent. Ok, kann man überleben. Fast wichtiger ist, was die AK OÖ dazu sagt: Die Verluste stammen ihrer Meinung nach zur Gänze aus der kalten Progression, also der Tatsache, dass die Steuerstufen nicht an die Geldentwertung angepasst werden. Dem abzuhelfen, wäre es höchst an der Zeit. Und da kann sich kein Finanzminister rausreden, denn das ist so.

Dazu gehört zum Beispiel Australien. Der Kontinent glänzt mit einem Wachstum von 3,6 Prozent im zweiten Quartal 2012. Der Wohnungsmarkt wächst beständig mit einer Rate von zwei bis 2,5 Prozent. Freilich: Auch „Down Under” soll die Arbeitslosigkeit bis Jahrsende auf 5,5 Prozent steigen (um rund ein Prozent höher als in Österreich), wie JPMorgan Australia prognostiziert. Doch nicht nur die positiven Daten zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal belegen, dass Australiens Volkswirtschaft nach wie vor gut in Schuss ist, meint Paul Taylor von Fidelity Australia. „Auch der australische Staatshaushalt steuert bereits für das kommende Jahr wieder einen Überschuss an. Und das in einer Zeit, in der die meisten anderen Industriestaaten unter ihrer enormen Schuldenlast ächzen.” Zudem ist das australische Zinsniveau im internationalen Vergleich hoch, meint Ryan. „Sollte also die Weltwirtschaft weiter an Wachstumsdynamik verlieren, bleibt der australischen Geldpolitik noch reichlich Spielraum zur

GB Fondsgesellschaft

Paul Taylor, Fidelity: Australien hat reichlich Spielraum zur Wirtschaftsunterstützung.

Unterstützung der Binnenwirtschaft.”

Im Osten geht die Sonne auf Ein weiterer Pluspunkt laut dem Fidelity-Manager: „Die Eurozone ist nicht nur geografisch weit entfernt von Australien. Selbst im schlimmsten Fall eines Auseinanderbrechens des Euro in seiner jetzigen Form und entsprechendem Aufruhr an den internationalen Kapitalmärkten dürften australische Unternehmen dank ihres vergleichsweise niedrigen Verschul-

dungsgrads weitgehend unbehelligt bleiben.” Auch die Staaten des Südostasiatischen Verbands (ASEAN) stechen im allgemeinen Durcheinander positiv hervor. Wachstumstreiber sind ihre junge Bevölkerung, eine konsumfreudige Mittelschicht und die wirtschaftsfreundliche Politik. Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum von prognostizierten 5,4 Prozent in diesem Jahr und 6,1 Prozent in 2013 und einer Inflationsrate, die unter Kontrolle ist, bietet die ASEAN-Region einen wahren Lichtblick.

Flau 1. Quartal 2012

Zusätzlicher Kapitalbedarf 2,2 Mrd. Euro Neuberechnung durch die FMA

C-Quadrat kauft BCM

Zumtobel bleibt optimistisch

Hypo Kärnten: Strengen uns an angegeben. Laut Aufsicht hat die Bank als Risikopuffer auf Portfoliendatenbasis zum 30. April 2012 in der Gruppe eine Eigenmittelquote von 12,67 Prozent vorzuhalten.

Frist bis nächstes Jahr Die Hypo will nun „weiterhin alles daran setzen, die Eigenleistungen zum Risikoabbau fortzusetzen und Voraussetzungen

Hypo-Vorstandschef Gottwald Kranebitter: „Nicht ganz unerwartet, aber unerfreulich“.

schaffen, die eine angemessene Kapitalquote ohne direkten Zuschuss durch den Eigentümer ermöglichen.“ Der von der FMA in ihrem Entwurf verlangte Kapitalpuffer spiegelt „die angespannte Lage auf den Finanzmärkten und insbesondere in den Kernländern der Hypo Alpe Adria wider”, so Vorstandschef Gottwald Kranebitter. Die Nachricht habe die Bank daher „nicht ganz unerwartet” erreicht. „Nichtsdestotrotz ist es unerfreulich, dass die Risikoreduktion in Höhe von fünf Mrd. Euro seit der Notverstaatlichung sowie die kontinuierliche Verbesserung der bankinternen Systeme durch die Wirtschaftslage zunichtegemacht werden.” Die Kundenbanken in Österreich, Italien und Südosteuropa seien ausreichend kapitalisiert. Der Sicherheitspolster sei wegen der Vorgabe nötig, „für alle potenziellen Gefahren in jenen Abbauteilen gerüstet zu sein, die die Altlasten der Bank abseits des künftigen Geschäfts widerspiegeln.” Der Status als verstaatlichte Bank finde dabei nicht positiv Eingang. (red/APA)

Wien. Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2012/13 ein um 29,9% niedrigeres operative Ergebnis (EBIT) von 12,8 Mio. € erwirtschaftet. Trotzdem hält der Vorstand für das Gesamtjahr 2012/13 an seinen Ergebniszielen fest – Gruppenumsatz und EBITMarge sollen sich verbessern.(red)

© Zumtobel

Klagenfurt. Die Hypo Alpe-AdriaBank hat einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 2,2 Mrd. €. Im Vorjahr war noch ein Bedarf von 1,5 Mrd. € errechnet worden. Doch jetzt erachtet die Finanzmarktaufsicht (FMA) auf Basis der Ergebnisse der neuerlich durchgeführten Kapitalbedarfsberechnung 2,19 Mrd. € für geboten. Als Zeitpunkt für die Umsetzung wurde der 31. März 2013

© APA/Hans Klaus Techt

Wien/Frankfurt. Die börsenotierte Fondsgesellschaft C-Quadrat Investment AG erwirbt die britische Asset-Management-Gesellschaft BCM von der Laakman Holding Ltd. Der Kaufpreis betrage rund 13,4 Mio. €. Der Aktienkaufvertrag sehe unter anderem den Einsatz eigener Aktien als Akquisitionswährung vor. Der Anteil an eigenen Aktien entspricht drei Prozent des Grundkapitals von C-Quadrat, also rund 30% des Kaufpreises. Der Erwerb der BCM Gruppe stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die britischen Finanzbehörde FSA. Weiters ist der Abschluss der Transaktion bedingt mit der Zustimmung des Aufsichtsrats zur Verwendung eigener Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts. Weiters teilte die C-Quadrat mit, dass sie eigene Aktien im Umfang von 3 % des stimmberechtigten Grundkapitals (130.896 Stück), veräußern werde, um die eigenen Aktien für die Übernahme der BCM Gruppe einzusetzen. (red/ag)

© Fidelity

„Down Under” ist weit weg

Zumtobel hat zum Jahresauftakt ein um 29,9 Prozent niedrigeres EBIT erzielt.


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Freitag, 7. September 2012

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financenet@medianet.at

Bawag PSK Invest Neuer Fonds mit Zielrendite und Laufzeit bis 2017; Tilgung zu 100 Euro angestrebt; Funktionsweise ähnlich wie Fixzins-Anleihe

Kurze Laufzeit, Fixausschüttung Wien. Die Bawag PSK Invest legt mit 16. Oktober einen neuen Anleihenfonds auf, den Zielrendite 2017 (ISIN: AT0000A0VQ18). Der Fonds entspreche in vielfacher Weise den Sicherheitsbedürfnissen der Anleger, beispielsweise durch die rund fünfjährige Laufzeit und die fixe Ausschüttung von ca. 3,25% p.a. – eine endgültige Fixierung ist erst bei Fondsauflage möglich – sowie die angestrebte Tilgung zu 100 € Nennwert. Erreicht werden soll dies durch die Investition in höher verzinste Anleihen mit Schwerpunkt Europa. Mit einem raschen Anstieg der Anleiherenditen ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht zu rechnen, so die Experten der Fondsgesellschafte. Dadurch sei die Sicherung einer attraktiven Rendite über einen längeren Zeithorizont für die Anleger interessant. Zudem böten die Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen des

M&G Vorsicht ist angesagt

Konsumgüter

London. „Es wird immer schwieriger, in den Schwellenländern attraktiv bewertete Konsumgüterunternehmen zu identifizieren“, so Michael Godfrey, Manager des M&G Global Emerging Markets Fund. Im Vergleich zum breiten MSCI Emerging Market Index werde diese Branche momentan mit einem Aufschlag von 80% und gegenüber ihrem historischen Durchschnitt mit einem Aufpreis von 30% gehandelt. „Da die Mittelschicht in allen Schwellenländern stetig wächst und sich weiterentwickelt, werden die Verbraucher immer wählerischer, welche Güter sie kaufen.“ Dies treffe vor allem auf China zu. Viele chinesische Konsumgüterfirmen hätten daher Probleme, zumal globale Mischkonzerne ihr China-Geschäft kontinuierlich ausweiten. (lk)

RCB Nur ein Jahr Laufzeit

Öl-Bonus-Zerti

© EPA/EFE/Alejandro Ernesto

Wien. Die Raiffeisen Centrobank (RCB) begibt ein neues Zertifikat, das „Öl Bonus-Zertifikat 19“ (ISIN: AT0000A0WNU5). Es bietet den Angaben zufolge die Chance auf Auszahlung von 112% bei einer Laufzeit von einem Jahr, sofern Brent Crude Oil während des Beobachtungszeitraums die Barriere von 70% des Startwerts niemals berührt oder unterschritten hat (laufende Beobachtung), ansonsten erfolgt die Rückzahlung entsprechend der Basiswertentwicklung.

Gezeichnet werden kann das RCBÖl-Zertifikat noch bis zum 15. Oktober.

Finanz- und Nichtfinanzsektors lukrative Ertragschancen. Anleihen aus dem Finanzbereich könnten von staatlichen Stützungsmaßnahmen und der Bereitstellung von Liquidität durch die Notenbanken profitieren oder verfügen – wie im Bereich der Covered Bonds – über zusätzliche Besicherungen.

30% im Finanzbereich Nicht-Finanzunternehmen mit solidem Geschäftsmodell dagegen weisen im Vergleich zu früheren Rezessionen hohe Cash-Bestände auf. Vorteilhaft ist weiters, dass die Refinanzierung über Anlei-

hen am Kapitalmarkt weltweit an Bedeutung zugenommen hat. Der neue Fonds setzt auf dieses Umfeld. Der Anteil an Banken und Finanzdienstleitungen beträgt rund 30%. Weitere Branchenschwerpunkte sind Öl und Gas, Telekommunikation und Baustoffe. Regional werde voraussichtlich in Frankreich, Italien, Großbritannien oder die Niederlande investiert, aber auch die USA, Brasilien oder Mexiko kämen infrage. Es handelt sich um ein statisches Portfolio. Ein Austausch der Papiere ist während der Laufzeit nicht vorgesehen. Der Fonds notiert in EuroBreite Zielgruppe. (red)

© Bawag PSK Invest

An die 60 Bonds mit BBB-Rating unterschiedlicher Länder und Branchen.

Bawag PSK Invest-Chef Peter Pavlicek: „Währungsgesicherter Fonds notiert in Euro.“


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Freitag, 7. September 2012

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Nach längerem Abwärtstrend „Markt scheint reif für Gegenbewegung“, meint DNB Asset Management; vor allem Finanz- und IT-Werte interessant

DNB: Indien mit Aufholpotenzial

© EPA

„Mittel- bis langfristige Wachstumsstory“. Fondsmanager Krishnan sieht auch kurzfristig Chancen bei den „richtigen“ Titeln.

DNB: Indischer Markt hat auch die schlechten Daten des Vorquartals gut verkraftet.

als beim Investment in viele andere Aktienmärkte der Welt.“

Große und kleine Institute Der Experte ist von der mittelund langfristigen Wachstumsgeschichte der indischen Wirtschaft überzeugt. Doch auch kurzfristig gebe es genug Unternehmen, die überdurchschnittlich zulegen. Eines davon ist die größte Privatkundenbank des Landes, HDFC. Erst vor Kurzem überholte sie den Rivalen ICICI bei der Summe der herausgelegten Kredite, ihr Börsenwert liegt sogar über dem der staatlichen SBI; die Bank habe ein Langzeit-Rating (Fitch) von AAA. Bei den Nebenwerten wird Krishnan fündig bei der Karur Vysya Bank, die hauptsächlich im Osten des Landes rund um die Wirtschaftsmetropole Chennai operiert. Das Institut habe sich auf die Kreditvergabe an KMU spezia-

lisiert und sei zurzeit im Vergleich deutlich günstiger bewertet als die großen Institute des Landes. Neben den Banken sei vor allem der IT-Sektor interessant. Dank vieler ausländischer Kunden, Fachkräftemangels im Ausland und des anhaltenden Trends zum Offshoring – der Verlagerung unternehmerischer Funktionen und Prozesse ins Ausland – in den USA und Europa stemme sich die Branche erfolgreich gegen die schwächelnde Wirtschaft und die Inflation. Mit einem Umsatzplus von 16% in 2011 verbuchte der Sektor mehr als doppelt so viel wie Indiens BSP. Innerhalb des IT-Sektors haben sich in den vergangenen Quartalen vor allem mittelgroße Unternehmen wie zum Beispiel Hexaware hervorgetan; der Umsatz in diesem Größensegment der Branche stieg zu Ende Juni um fast 40% im Jahresvergleich, die Gewinne um fast das Doppelte. (lk)

Nürnberger Performance der neuen Fondsportfolios seit Jahresbeginn gut im Plus; konservatives Produkt bevorzugt

short

Wien. Von den Kunden sehr gut angenommen werden die seit Frühjahr dieses Jahres erhältlichen Premium-Vermögenspläne der Nürnberger Versicherung, so das Unternehmen. Dabei handele es sich um professionell verwaltete Vorsorge- und Veranlagungsprodukte im Rahmen der Fondsgebundenen Lebensversicherung. Verluste in schlechten Börsephasen würden eingegrenzt, um in der folgenden Aufwärtsphase wiederum Gewinne erzielen zu können.

London. Der britische Vermögensverwalter Schroders baut seine Expertise in seinem 90köpfigen Team für Multi-Asset-Investments und Portfoliolösungen weiter aus. Matthew Joyce und Jingjing Cui werden das Team ab sofort als Senior Analysten verstärken. Joyce hat insgesamt neun Jahre Erfahrung als Analyst bei Vermögensverwaltern und Hedgefonds-Boutiquen. Jingjing Cui stößt von JP Morgan Asset Management zu Schroders, wo sie als Senior Analystin für das Erstellen quantitativer Modelle für Renten- und Währungsportfolien verantwortlich war.  (lk)

Total-Return-Ansätze „Die erhöhte Nachfrage nach Total Return Fonds in der Fondspolizze war Anlass für die Entwicklung von zwei neuen Fonds-

Neuer Ökoworld-Fonds: Growing Markets 2.0

portfolios“, erklärt Produktmanager Michael Lacchini. Es sind dies Mischfonds, die unter Einräumung definierter flexibler Bandbreiten in mindestens zwei Asset-Klassen investieren. Die Aufteilung der Sparprämie auf mehrere vorselektierte Fonds mit Total Return-Charakter diene der Risikostreuung. Die Selektion der Fonds nach diversen Management- und Handelsansätzen unterstütze die Risikovermeidung. Kunden können sich je nach Veranlagungsverhalten zwischen dem Premium Vermögensplan mit maximal 50% Aktienquote und dem Premium Vermögensplan plus mit bis zu 100% Aktienquote entscheiden. Der Neugeschäftsanteil der Premium Vermögenspläne innerhalb der FLV mache derzeit ca. 11% aus.(lk)

© Nürnberger Versicherung/Hubert Auer

Kunden greifen verstärkt zu Fondsportfolios

Team für Multi-AssetPortfolien wird größer

M. Lacchini: „Rendite des ‚Premium Vermögensplan‘ liegt zum 29. Juli bei 6 Prozent.“

Finance & Ethics Research Wie wirkt sich das Geschäftsmodell auf die Armen aus

© Panthermedia.net/Diego Cervo

Mikrofinanzprodukte im Check Diex. Die Mikrofinanzindustrie gerät immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik. Immer mehr Bücher erscheinen, die mit den rankenden Mythen der Mikrofinanz aufräumen, macht der Analysedienst FER (Finance & Ethics Research) aufmerksam. Einer der kritischen Autoren sei Gerhard Klas, der behaupte, dass das Kreditgeschäft auf Kosten und nicht zum Nutzen der Armen funktioniert.

Vieles kann aber auch sehr positiv gesehen werden, zumal die Mikrofinanz-Idee sicherlich auch vielen Menschen aus der Armut geholfen hat, meinen die FER-Experten. Über die von software systems Finanzdatenservice GmbH entworfene „EDA let‘s go!”-Suchmaschine könnten sich interessierte Anleger oder Berater kostenfrei und rasch einen Überblick verschaffen. Die Informationen würden trans-

© EPA

Der neue Fonds setzt auf Bildung, Nachhaltigkeit, Mobilität, Wohnen.

Luxemburg. Das Luxemburger Fondshaus Ökoworld lanciert den Ökoworld-Fonds Growing Markets 2.0. Investiert wird in die Gewinner der zweiten Wachstumswelle: Vor allem Konzerne, die den Fokus auf die Binnenkonjunktur gerichtet haben. Fokus des Fonds sind die Themenbereiche Bildung, regenerative Energie und Wasserwirtschaft, nachhaltige Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Information und Kommunikation, nachhaltiger Konsum und Freizeit, Stadtentwicklung und Infrastruktur, technische Entwicklung, Mobilität und Wohnen. Am 17. September wird der Fonds laut www. fonds­professionell.at offiziell aufgelegt. (lk)

Mumbai. Trotz teilweise schlechter Nachrichten von der Konjunkturfront ist der indische Aktienmarkt nach einem längeren Abwärtstrend reif für eine Wende ins Positive. Dieser Ansicht ist Parameswara Krishnan, leitender Portfoliomanager für indische Aktien bei DNB Asset Management. Der Markt biete aktuell vor allem denjenigen Anlegern einen guten Einstieg, die auf die richtigen Branchen setzen. „Wir werden auf kurze Sicht vielleicht kein rapides Wachstum sehen, aber es ist schwer vorstellbar, dass der Markt noch weiter an Boden verliert. Mittel- bis langfristig sind die aktuellen Kursstände ein günstiger Zeitpunkt, um mit dem Kauf von indischen Aktien zu beginnen“, so Krishnan. „Im abgelaufenen Quartal haben vor allem Banken und IT-Konzerne sehr gute Ergebnisse vermeldet. Wer in Indien auf die richtigen Titel setzt, kann damit besser abschneiden

FER: Microfinance-Datenbank werde im nächsten Schritt bald weiter ausgebaut.

parent dargestellt und laufend aktualisiert.

„Inhaltliche Wertigkeit” Als Positiv-Beispiele nennt FER etwa den BlueOrchard Microfinance Fund, der „zwar mit einer jährlichen Rendite von bescheidenen 1,78 Prozent nicht der erfolgreichste vom Rendite-Blickwinkel her ist”, dafür aber im Bezug auf Transparenz und inhaltliche Wertigkeit sehr gut aufgestellt sei; das FER-Team zählt ihn deshalb zu den „Glaubwürdigen“ und „Erfolgreichen“. Erwähnenswert sei auch der responsAbility Global Microfinance Fonds von Credit Suisse. Er erzielte eine bessere Jahresperformance, aber im Vergleich würden weniger Informationen zur Verfügung gestellt. Ein Beispiel-Kredit des BlueOrchard-Fonds: Ky Thoy, eine 37jährige Alleinerzieherin aus Kambodscha, habe zwei Kredite in der Höhe von je 100 USD erhalten; ihr tägliches Einkommen sei so von 0,5 auf 5 USD gestiegen.  (lk)

Vier Abende Leser-Vorteil

Wissens-RoadShow für Anleger Wien. Viele Sparer und Anleger sind angesichts der nun schon über Jahre anhaltenden Finanzund Vertrauenskrise verunsichert. Finanzcoach und Netzwerker Michael Müller hat mit Sponsoren eine Event-Reihe auf die Beine stellt, bei der an vier Abenden in den Wiener Börse-Sälen grundlegendes Wissen vermittelt werden soll – und zwar auf neutrale und objektive Weise, ohne dass es um den Produktverkauf geht. Experten von OeNB, Finanzministerium, Wirtschaftskammer, etc. werden referieren, im Anschluss wird es jeweils Gelegenheit zur Diskussion geben. Die Themen reichen von „Volkswirtschaft & Kapitalmarkt“ über „Sicher vorsorgen“ bis hin zu „Richtig anlegen und investieren“ sowie „Finanzierungen und Immobilien“. Leser erhalten jeweils zwei kostenfreie Tickets für alle vier Seminare im Gesamtwert von 96 €0 je Person. Alle Infos und Termine finden sich im Internet unter www.anlegerwissen.at


banking

Freitag, 7. September 2012

financenet – 23

financenet@medianet.at

Neue Bad Bank am Start Auffanglösung soll bis zum Winter stehen, EU hat bis zu 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, doch viel ist noch offen

Werkzeug für Spaniens Rettung Madrid. Spanien lagert die faulen Wertpapierbestände seiner Geldhäuser in eine „Bad Bank” aus und macht damit einen wichtigen Schritt zur Sanierung des maroden Finanzsektors. Das Auffang-Institut solle ab Ende November oder Anfang Dezember starten und für zehn bis 15 Jahre Bestand haben, so Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Zuvor hatte die Regierung die Bankenreform beschlossen. Die Gründung einer Bad Bank, die Schrottpapiere aus dem maroden Bankensektor aufnehmen soll, ist eine zentrale Voraussetzung für die Auszahlung der Milliarden-Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm. Geldhäuser können faule Papiere künftig an die Bad Bank auslagern, zu einem bestimmten Preis, den die spanische Zentralbank festlegen soll. Im Gegenzug für die Assets erhalten die Banken demnach Bargeld, Schuldtitel oder Aktien. Langfristig solle die Bad Bank Gewinne

Moody’s Rating betoniert

CH: Persilschein Zürich. Nach Meinung der RatingAgentur Moody’s ist die Schweiz eines der stabilsten Länder der Welt. Dank der Währungspolitik der Nationalbank ist nicht einmal der starke Franken ein gravierendes Risiko. Der Schweizer Exportindustrie habe der starke Franken Probleme bereitet, doch die Festlegung der Euro-Franken-Untergrenze bei 1,20 nütze der Kreditwürdigkeit der Schweiz. Sie erhält von Moody’s das TopBonitätsrating AAA mit Ausblick „stabil”. Selbst der gemessen an der gesamten Wirtschaft große Bankensektor sowie der boomende Immobilienmarkt seien kein übermäßiges Risiko: Auch bei einer neuerlichen großen Staatsrettung für eine Bank werde das Rating wohl gleich bleiben, hieß es. (APA)

machen. Ziel der Reform sei, dass die Anteilseigner für die Bankenrettung aufkämen. Zudem sollten Privatinvestoren Anteile der Bad Bank übernehmen.

Lange Aufräumarbeiten Seit der jahrelange Immobilienboom in Spanien vor vier Jahren jäh endete, wächst der Berg an faulen Darlehen. Das Land befindet sich in einer tiefen Rezession und hat in Brüssel massive Finanzhilfen zur Stützung des heimischen Bankensektors beantragt. Die EU hat bis zu 100 Mrd. € in Aussicht gestellt. Die genaue Summe, die

benötigt wird, ist allerdings noch unklar, der entsprechende Antrag steht noch aus. Nach der Übernahme der kriselnden Bankia, die besonders im Immobiliengeschäft aktiv war, bat Spanien im Juni um Hilfen für seine Banken. Die Bankia allein benötigt 19 Mrd. €, um seine Verluste auszugleichen; im 1. Halbjahr wurde ein Verlust von knapp 4,5 Mrd. € erzielt. Der spanische Bankenrettungsfonds FROB teilte umgehend mit, sofort Kapital einzuschießen. Mindestens vier bereits vom Staat übernommene Geldhäuser dürften ebenfalls Finanzhilfen be-

nötigen; ihre Zahl könnte sich noch weiter erhöhen. Die Namen dürften jedoch nicht vor Ende September bekannt werden. Dann soll eine unabhängige Untersuchung des spanischen Bankensektors durch vier große internationale Buchprüfer vorliegen. Neben der Schaffung der Bad Bank soll Guindos zufolge die Übernahme von Problembanken erleichtert werden. Außerdem sehen die Pläne die Kürzung der Managergehälter von Banken vor, die vom Staat gerettet wurden, sowie ein Ende des Verkaufs komplexer Wertpapiere an unzureichend informierte Anleger. (red/APA)

© Astrid Friedrich/pixelio.de

Wirtschaftsminister Luis de Guindos legt Pläne für „Bad Bank“ zur Rettung des Kreditsektors vor.

Spanien leidet seit dem Platzen der Immo­ bilienblase unter faulen Immokrediten.

WER SAGT, DASS SIE SICH FÜR BESTE KONDITIONEN ANSTRENGEN MÜSSEN?

2013 Semper Constantia

Neuer Vorstand Wien. Dietmar Baumgartner, 37, derzeit Bereichsleiter Private Banking einer australischen Großbank, kehrt nach Österreich zurück und komplettiert ab 2013 den Vorstand der Semper Constantia Privatbank. „Mit ihm konnten wir einen jungen, international hervorragend ausgebildeten Manager gewinnen, der angesichts der großen Herausforderungen in der Bankenszene eine echte Verstärkung darstellt“, so Aufsichtsratsvorsitzender Erhard F. Grossnigg. (red)

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© Semper Constantia Privatbank

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Erhard F. Grossnigg holt Dietmar ­Baumgartner aus Australien.

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24 – financenet

b a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 7. September 2012

financenet@medianet.at

Wien. Gut angenommen werden die seit Frühjahr erhältlichen Premium Vermögenspläne der Nürnberger Versicherung, heißt es: professionell verwaltete Vorsorge- und Veranlagungsprodukte in der Fondsgebundenen Lebensversicherung. „Die Nachfrage nach Total Return Fonds war Anlass für die Entwicklung”, so Produktmanager Michael Lacchini. Der Neugeschäftsanteil der Premium Vermögenspläne innerhalb der FLV mache derzeit rund elf Prozent aus. (red)

Verstärkung für Bawag PSK bei den KMU

Talanx peilt jetzt Börse an Mit dem Erlös aus dem Börsegang will der Versicherer in Asien sowie Zentral-/Osteuropa ausbauen. Frankfurt. Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern Talanx macht mit seinen Börsenplänen Ernst. „Wenn die Rahmenbedingungen weiterhin stabil bleiben, wollen wir noch im Herbst an die Börse gehen”, so Vorstandschef Herbert Haas. Dies könnte schon in einigen Wochen über die Bühne gehen, heißt es. Das Unternehmen aus Hannover trägt sich bereits seit Jahren mit Plänen für einen Börsengang, doch bis zur förmlichen Ankündigung hatte Talanx das Vorhaben noch nie getrieben.

gezeichnet hatte. Diese soll nun in Talanx-Aktien getauscht werden. Der Rest des Emissionsvolumens fließt Talanx selbst zu. Die Einnahmen will Haas zur Expansion ins Ausland einsetzen, vor allem in den strategischen Märkten Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa. In Polen hat Talanx bereits zusammen mit Meiji Yasuda zwei Versicherer für zusammen fast eine Mrd. € gekauft. Im ersten Halbjahr verbesserte Talanx dank des florierenden Auslandsgeschäfts das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf 855 (Vorjahreszeitraum: 431) Mio. €, der Nettogewinn stieg um zwei Drittel auf 354 Mio. €. Der bisherige Alleinaktionär, der HDI Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, bleibt mit einer klaren Mehrheit beteiligt. Talanx wäre der erste klassische Börsengang eines deutschen Unternehmens in diesem Jahr. (red/APA)

Expansion in Asien, CEE

Wien. Juliette Scherzer, 36, verstärkt den Bereich Geschäftskunden & Freie Berufe bei der Bawag PSK in Niederösterreich. Sie ist für die Betreuung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Angehörigen der Freien Berufe in den Bezirken Baden und Wiener Neustadt zuständig. (red)

Commerzbank erwartet schwieriges Halbjahr Frankfurt. Die Commerzbank bleibt trotz der Stabilisierung an den Börsen in den vergangenen Wochen für das zweite Halbjahr pessimistisch. Vorstandschef Martin Blessing bejahte bei einer Bankentagung am Mittwoch in Frankfurt die Frage, ob die zweite Jahreshälfte 2012 schwieriger werde als die erste. (APA)

© APA/Herbert Neubauer

RCB: Versicherer nicht immer nur im Glück

VIG-Chef Peter Hagen überraschte im 1. Halbjahr die Analysten.

Wien. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Aktien der Vienna Insurance Group (VIG) von 33 auf 36 € hinaufgesetzt. Die Empfehlung „Halten” blieb aber unverändert. Außer den robusten Ergebnissen zum 2. Quartal sehen die Experten keine Kurstreiber. U.a. dank der starken Entwicklung im Lebensversicherungsgeschäft in Polen lag die VIG im 1. Halbjahr über den Schätzungen. Für den Rest des Jahres prognostizieren die RCB-Volkswirte aber eine weitere Verschärfung der Schuldenkrise und damit ein schwieriges Marktumfeld für die Versicherer. (APA)

Talanx (Bild: Frankfurt) ist 3.größter deutscher, 11.größter europäischer Versicherer.

Bilanzsumme erreicht 14,1 Milliarden Euro Verkauf von Wertpapieren aus Spanien, Zypern wirkt sich aus

Hypo NOE wächst heuer um 6,6 Prozent Wien. Die Risikovorsorgen wegen der Staatsschuldenkrise und Wertverluste bei spanischen und zypriotischen Papieren haben bei der Hypo Niederösterreich Gruppe im Halbjahr das Ergebnis belastet. Unterm Strich blieben heuer bis Ende Juni 7,7 Mio. € Konzernüberschuss nach noch 16,4 Mio. € im gleichen Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wuchs die Bilanzsumme um 6,6 Prozent auf 14,1 Mrd. €.

Weniger Zinsüberschuss Der Zinsüberschuss der Hypo NÖ Gruppe sank von 75,8 auf 69,6 Mio. €, abzüglich der Risikovorsorgen für das Kreditgeschäft von 8,5 (12,2) Mio. € blieben netto

61,0 (63,6) Mio. € Zinsüberschuss. Beim negativen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (available for sale) von diesmal 6,3 (nach -16,3 Mio. €) wirkte sich der Verkauf spanischer und zypriotischer Wertpapiere aus. Vor Steuern halbierte sich der Periodenüberschuss auf 10,3 (21,9) Mio. €. Die Kernkapitalquote von 12,54% und die Eigenmittelquote von 17,78% liegen weiterhin über den Anforderungen der BaselVorschriften, so Hypo-NOE-Vorstandschef Peter Harold: „Trotz erschwerter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnten wir einen deutlichen Gewinn erwirtschaften, unsere Bilanzsumme steigern und unsere Kapitalausstattung auf hohem Niveau halten.“ (red/ag)

© Hypo Noe/Kurt Keinrath

Juliette Scherzer betreut kleinere Unternehmen und Freie Berufe.

Hypo NOE-Vorstand Peter Harold: „Deutlichen Gewinn erwirtschaftet“.

Neuemission Ziel ist Position als Benchmark-Emittent

Banken 20% Gewinnplus

Rückgang Geringer

Wien. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖWien) hat diese Woche erstmals einen Covered Bond auf Grundlage des Gesetzes für fundierte Bankschuldverschreibungen begeben, der sich auf einen hypothekarischen Deckungsstock bezieht. Die Emission hat mit 500 Mio. € Benchmarkgröße und wird von einem internationalen Bankenkonsortium begleitet, heißt es in einer Aussendugn der RLB. Die mit einem Kupon von 2,125 Prozent ausgestattete zehnjährige Emission wurde mit einem Kurs von 99,968% begeben. Die damit erreichte Rendite von 2,16 Prozent liege 42 Basispunkte über dem ZehnjahresSwapsatz, so Vorstandsdirektor Gerhard Rehor.

Zürich. Sinkende Margen, die Unsicherheit an den Finanzmärkten und schärfere Regulierungen haben im vergangenen Jahr die Schweizer Banken gebremst. Durch Kostensenkungen konnten die 312 Institute ihren Gewinn dennoch insgesamt um gut einen Fünftel auf 13 Mrd. CHF. (10,83 Mrd. €) steigern.

Wien. Der Schweizer Versicherer Helvetia hat in Österreich 2011 Gesamtprämieneinnahmen von 124,3 Mio. € erzielt (inklusive Transportversicherung), um 0,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Gleichzeitig schrumpfte der Gesamtmarkt um zwei Prozent. Burkhard Gantenbein, CEO Helvetia Versicherungen AG: „Wir sind gut aufgestellt, um auch im derzeit anspruchsvollen Umfeld positive Ergebnisse zu erzielen.“ (red)

RLB NÖ-Wien: 500 Mio. €-Anleihe diten, davon entfallen rund 95% auf Kredite, die im Kerngenossenschaftsgebiet der Bank vergeben wurden. Die Anleihe sei innerhalb von 30 Min. durch institutionelle Investoren um das vierfache überzeichnet gewesen. Vorrangige Zielgruppe für diese Emission waren institutionelle Anleger in Deutschland sowie in Skandinavien; mit ihnen will das Institut seine Investorenbasis verbreiten. (red/APA)

Das kommt noch öfter Laut Rehor sind auch in Zukunft Emissionen derartiger Coverd Bonds geplant: „Die RLB möchte sich als regelmäßiger Benchmark-emittent am Kapitalmarkt etablieren.” Der Deckungsstock der Emission besteht zu 100% aus österreichischen Hypothekarkre-

© RLB NÖ Wien

© Bawag PSK/Foto Tschank

Das Volumen des Börsengangs dürfte rund eine Mrd. € erreichen; 300 Mio. € davon soll der japanische Lebensversicherer Meiji Yasuda beisteuern, der 2010 bereits mit Blick auf den Börsengang eine Wandelanleihe in dieser Höhe

RLB-Vorstand Gerhard Rehor: „wollen regelmäßiger Benchmark-Emittent sein“.

In der Schweiz

Helvetia wacker

Ausländer kommen weiter Die verwalteten Vermögen nahmen dagegen von 5.473 Mrd. CHF im Vorjahr auf 5.269 Mrd. CHF ab, wie die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) am Dienstag bilanzierte; ein Grund dafür sei die tiefere Bewertung der Wertpapiere. Der Anteil ausländischer Vermögen liege aber unverändert bei etwas mehr als 50%. Die Erwartung, ausländische Kunden würden massiv Gelder abziehen, wenn sich Schweizer Banken zur Weißgeldstrategie bekennen und entsprechende Abkommen abschließen, scheine sich nicht zu bestätigen, sagte SBVg-Chef Claude-Alain Margelisch. (APA)

© Helvetia

Nürnberger: Premium hat 11 Prozent erreicht

Auch in Österreich stark Zur drittgrößten deutschen Versicherungsgruppe Talanx gehört unter anderem HDI

© Panthermedia.net/Tom Uhlenberg

short

Helvetia-CEO Burkhard Gantenbein: Vor allem Leben-Sparte war stark.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 7. september 2012 – 25

financenetreal:estate © Strabag

Die Aussichten sind trüber, doch man punktet mit neuen Großaufträgen  Seite 27

schönherr berät valora © Schönherr

strabag spürt kalt-warm

Die Kanzlei Schönherr beriet börsenotierte Schweizer Gruppe bei Teilverkauf  Seite 28

förderungen was hilft dem bau am meisten? © Panthermedia.net/Mariusz Szczygie

Wien rüstet sich für Zero Emission Cities 2012

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS 29. August–5. September 2012

Wochentop Wochenflop

144,16

-1,27%

Warimpex 7,25% conwert -4,03%

Warimpex S Immo Immofinanz Atrium CA Immobilien Anlagen conwert

7,25% 2,20% 0,27% -0,05% -2,00% -4,03%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 5.9.) Monatstop Janus Global 1,68% Monatsflop iShares FTSE/E. -4,13% Top 5 Immofonds Janus Global Real Estate CS Sicav One(Lux) Equ. CS Real Estate Fund Int. Morgan Stanley P2 Value AB Global R.E. Securities

1,68% 1,57% 1,49% 1,23% 0,45%

Flop 5 Immofonds iShares FTSE/EPRA Eur. FF Asia Pacific DEGI Global Business BNPP L1 Real Estate iShares Stoxx EU 600 R.E.

-4,13% -3,48% -3,29% -3,18% -3,17%

29. August–5. September 2012

CERX (5.9.)

332,56

-5,41%

© Porr; Zero Emission Cities;

IATX (5.9.)

Heißes Thema Energie Der Kongress „Zero Emission Cities“ rückt Wien heuer zum 3. Mal international in den Fokus von Industrie und Bau: Einsparungen bis hin zur Energieautarkie sind das Ziel – und die Bauindustrie ein Schlüsselfaktor, so Porr-Chef Karl-Heinz Strauss und Ingenieurs-Obmann Roman Weigl. Seite 26


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26 – financenetreal:estate

Freitag, 7. September 2012

financenet@medianet.at

short

Burgenland: Enercon baut Windräder-Werk Eisenstadt. Der deutsche Windkraftanlagenbauer Enercon investiert in Zurndorf im Burgenland rund 40 Mio. € in den Bau eines neuen Betonturmwerks für Windräder. „Das Werk ist ausgelegt für 200 Betontürme der Klasse E-101” mit Nabenhöhen von 99 oder 135 m, so Werksleiter Stefan Leipe. In der letzten Ausbaustufe werde man 150 bis 200 Mitarbeiter in Zurndorf beschäftigen. (APA)

© Panthermedia.net/Alfred Emmerichs

Baustoffindustrie spürt heuer den Gegenwind

Vorzeigemetropole Internationale Großstädte nehmen Wien als Maßstab bezüglich erneuerbare Energieversorgung

Zero Emission Cities 2012 Österreich energieautark zu machen, ist realistisch, es fehlen jedoch förderpolitische Maßnahmen.

forciert zur Entwicklung von mehr Nachhaltigkeit in der Bauund Immobilienbranche bei“, so Weigl. Immer mehr Bauherren würden auf Gebäudekonzepte, die nachhaltiges Energiemanagement ermöglichen, setzen und neue Technologien erobern den Markt. „Und die überall gesuchten Arbeitsplätze können auf dem Branchensektor Alternativ-Energie und nachhaltige Gebäudesysteme geschaffen werden. Es ist die Wirtschaft, die die ‚Green Jobs‘ zur Verfügung stellt“, unterstreicht Weigl die Zukunftsperspektiven.

Fritz Haslinger

Wien. Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Fachgruppe der Ingenieurbüros der Wirtschaftskammer Wien, diesmal in Kooperation mit der Sparte Industrie, und Tina Vienna als Co-Veranstalter, im Wiener Rathaus die Konferenz „Zero Emission Cities“. Wie bereits in den vergangenen Jahren ist es Roman Weigl, Obmann der Fachgruppe Ingenieurbüros, als Organisator und Leiter der Veranstaltung auch diesmal gelungen, ein hochkarätiges internationales Programm auf die Beine zu stellen.

Vision und dennoch Utopie

Namhafte Referenten

Brandenburgs Regierungschef Mat­ thias Platzeck: neue Verzögerungen.

Berlin. Die Eröffnung des neuen deutschen Hauptstadtflughafens in Berlin-Schönefeld wird ein drittes Mal verschoben – voraussichtlich um gut ein halbes Jahr. Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) bestätigte, dass der zuletzt geplante, aber bald schon wieder bezweifelte Termin 17. März 2013 nicht zu halten sein wird. Es werde jetzt über einen neuen Termin im Herbst 2013 beraten. Durch die Verzögerungen entstehen bereits nach bisherigen Angaben Mehrkosten von 1,2 Mrd. €. (APA)

„Fachkompetenz und technische Innovationen österreichischer Unternehmen und

Rund 600 Fachleute werden im kommenden Dezember in Wien netzwerken.

Plenum, sondern auch während der vielen sich ergebenden Möglichkeiten im bilateralen Gespräch auszutauschen“, erklärt Weigl. „Hier treffen sich Ingenieurbüros mit Vertretern der öffentlichen Hand und die Bauindustrie sowie die Immobilienbranche.“

Lebenswerte Stadt Wien „Wien ist nicht nur eine sehr lebenswerte Stadt, sondern sie dient auch internationalen Großstädten aus der Sicht der Energieversorgung und dabei dem An-

Ingenieurbüros sind

teil mit Erneuerbarer Energie als Vorzeigemetropole“, betont Weigl. Die Innovationskraft, die die Ingenieurbüros mit den Bauplanern und Architekten einbringen, sei beispielhaft. Aber Wien biete auch ein reiches Betätigungsfeld. Nicht zuletzt müsse in den nächsten Jahren Lebens- und Arbeitsraum für zusätzliche 200.000 Einwohner geschaffen werden, weiß Weigl.

international gefragt.“ FachgruppenObmann R. Weigl

kein Städteranking internationaler Großstädte zur Frage, wie weit sich eine Stadt dem Status „Zero Emission City“ genähert habe, gebe, würden unterschiedliche Fakten und Daten verglichen, die die Nachhaltigkeit von Maßnahmen zusammenfassen. Und da sei Wien stets ganz vorn mit dabei.

Green Jobs immer wichtiger „Die Ingenieurbüros der WKW und die Sparte Industrie tragen

Wichtig für Investoren Laut neuer Union-Umfrage

Zero Emission Cities Schon jetzt wird für später geplant

Hamburg. Europäische Immobilieninvestoren stellen ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten auf ein breiteres Fundament. Die „grünen” Strategien von heute richten sich auf das gesamte Immobilienportfolio und beziehen auch die Unternehmensebene mit ein. Auf dem Weg zu einer verbesserten Umweltperformance der Gebäude werden die Nutzer ebenso wie die Dienstleister intensiver einzubinden sein. Zu diesem Ergebnis kommt Union Investment in ihrer aktuellen Nachhaltigkeitsstudie, für die 172 Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien repräsentativ befragt wurden.

Wien. Karl-Heinz Strauss vertritt als Vorsitzender der Bauindustrie Wien und CEO der Porr AG den Co-Veranstalter Wirtschaftskammer Wien, Sparte Industrie, bei der Konferenz „Zero Emission Cities”. Das Thema beschäftigt die Bauindustrie seit Langem, betont Strauss: „Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Energie im Immobilienbereich von der Immobilie selber kommen wird. Es ist nicht aufzuhalten, dass Glasfenster, Fassaden und Dächer für die Energie der Zukunft sorgen werden.”

Nachhaltigkeit für die Europäer

(CSR)-Strategie eingebunden. Bei 31% basieren die Nachhaltigkeitsaktivitäten auf einer nachhaltigen Produktstrategie für das Gesamtportfolio. Bei nur 29% steht ein Produkt bzw. einzelnes „Green Building” im Zentrum der Nachhaltigkeitsstrategie. „Nachhaltigkeit wird auch in der Immobilienbranche zunehmend ganzheitlich gesehen”, so Union-Manager Reinhard Kutscher. (red)

dem Ende zuneigen. Das heißt, wir brauchen Alternativen und wir haben Alternativenergien, ob das Sonne, Wind oder Wasserkraft sind, dort geht die Reise hin.” Gebäude und Bauindustrie gehören untrennbar zusammen, so der Porr-Chef weiter. „Deshalb hat die Bauindustrie eigentlich die Pflicht, federführend tätig zu sein. Und das tut sie auch, gemeinsam mit unseren Industriepartnern”, sagt Strauss. (red)

Pläne über Jahrzehnte

Starke Zuwächse Bereits 34% der Immobilieninvestoren bilden die Gebäudekennzahlen für z.B. Endenergieverbrauch, Lebenszykluskosten oder Abfallaufkommen auf der Ebene des Gesamtportfolios ab. Bei der letzten Befragung vor sechs Monaten lag der Wert noch bei 25%. Bei ebenfalls 34% der Investoren ist das Thema Nachhaltigkeit in die Corporate Social Responsibility

Strauss: Bauindustrie federführend

Europas Immo-Investoren lieben es ganzheitlicher, heißt es (Bild: London).

Das hat grundlegende Konsequenzen, so Strauss: „Wenn wir heute neue Häuser errichten, müssen wir uns schon heute überlegen, mit welchen Materialien stellen wir welche Häuser fertig, damit sie in 20 bis 40 Jahren auch wieder verwendet, zerlegt werden können.” Es sei sicher ein Umdenkprozess in der Bauindustrie notwendig und daran führe kein Weg vorbei. „Es ist ein Zeichen der Zeit, dass unsere derzeitigen Energievorkommen, insbesondere das Öl, sich

© Porr

© dpa-Zentralbild/Bernd Settnik

Berlin: Neuer Airport wird zum Debakel

© Panthermedia.net/Sabine Mumelter

Wien. Die österreichische Baustoffindustrie hatte im ersten Halbjahr 2012 mehr Gegenwind als erwartet. „Wir haben die Gewitterwolken nicht gesehen, aber sie sind gekommen”, erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes für Stein- und keramische Industrie, Andreas Pfeifer. Nach einem Umsatzrückgang im ersten Halbjahr hoffe er auf eine „schwarze Null” zu Jahresende. Erholt sich die Branche nicht, sei auch mit Personalabbau zu rechnen. Konkret fiel der Umsatz der Branche um 1,22 Prozent auf 1,583 Mrd. €. Das angestrebte Wachstum von zwei Prozent werde heuer kaum erreicht werden. Das Sorgenkind der Branche bleibt der Tiefbau. Rückläufige Infrastrukturinvestitionen etwa im Straßenbau machen besonders Bauzulieferern zu schaffen. In Summe fiel der Umsatz hier um 2,35 Prozent auf 1,23 Mrd. €. Als problematisch empfindet der Fachverband die Energieund Ressourceneffizienzziele.  (red)

„‚Zero Emission Cities‘“, sagt Weigl, „ist ein sehr einprägsamer Slogan, um eine Vision zu beschreiben.“ Gleichzeitig sei er aber eine Utopie, denn das Leben an sich führe zu Emission. Er zeige aber auf, in welche Richtung wir gehen wollen. Obwohl es angeblich noch

© Panthermedia.net/Tomas Anderson

Die Öffentliche Hand spart bei den Infrastrukturprojekten.

Obwohl man an der Ausformulierung der Programmdetails noch arbeitet, kann Weigl bereits heute folgende Referenten und Themenkreise nennen: Während sich Helga Kromp-Kolb und Christian Pöhn dem Thema „Gebäudebestand in Wien und seine Gesamtenergieeffizienz“ widmen werden, wird Christoph Achammer die These – Integrale Planung als Voraussetzung für nachhaltige Gebäude – vertreten, ein Thema, welches auch von Weigl seit vielen Jahren vehement gefordert und vertreten wird. Der wissenschaftliche Block der Veranstaltung wird mit Ausführungen zum Thema „smart building“ und „Visionen Gebäudetechnik“ durch die Vortragenden Norbert Fisch, TU Braunschweig, sowie Hansjörg Leibundgut von der ETH Zürich abgerundet. Last but not least wird Philipp Kaufmann, Gründungspräsident der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilien) über nachhaltig gebaute und ausgestaltete Gebäude und die Funktionen der ÖGNI im Rahmen der Gebäude-Zertifizierung sprechen. „An einem Tag im Jahr – heuer ist es der 5. Dezember – mobilisieren wir rund 600 hochqualifizierte Fachleute, um sich nicht nur im

Porr-Chef Karl-Heinz Strauss vertritt die Industrie bei der Konferenz.


immo:markets

Freitag, 7. September 2012

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Verluste im 1. Halbjahr, Jahr wird schlechter Doch an der Börse spürt die Aktie seit Veröffentlichung der Halbjahreszahlen leichten Höhenwind

Strabag spürt raueren Ostwind Ergebnis aus Equity-Beteiligungen, das aus der Einbeziehung eines Anteils an einer Zementgesellschaft in Zentral- und Osteuropa resultiere, habe das EBITDA belastet. Den Gewinnausblick für das Gesamtjahr 2012 hatte die Strabag bereits im Juli kräftig nach unten revidiert und das wurde nunmehr bestätigt. Das operative Konzernergebnis wird heuer voraussichtlich lediglich rund 200 Mio. statt der zuvor erwarteten 300 Mio. € betragen. Begründet wird die negativere Erwartung unter anderem mit der „verzögerten Behandlung von Nachträgen bei Aufträgen der öffentlichen Hand” in Zentral- und

Osteuropa (CEE), der „vorsichtigeren Bewertung einiger Bauvorhaben” sowie dem ruinösen Preiskampf im Baustoffgeschäft. Die Bauleistung der Strabag sank zum Halbjahr um zwei Prozent auf 6,04 Mrd. € – am stärksten habe sich das Auslaufen des Baubooms in Polen bemerkbar gemacht. Der Auftragsbestand betrug zum Ende des zweiten Quartals 15,12 Mrd. € – um zwei Prozent mehr als zum Vorjahresstichtag. Die großen Infrastrukturprojekte in Polen seien laufend abgearbeitet und in Leistung umgewandelt worden, doch Anfang des Jahres habe Österreichs größter Baukon-

zern einige Großaufträge gewinnen können – so etwa die rund 1 Mrd. € schwere Autobahnumfahrung der Stadt Mailand bzw. HochbauAufträge in Deutschland. „Wenn wir die Zukunft bewältigen wollen, dann müssen wir die bestmöglichen Voraussetzungen dafür schaffen. Es wird jedenfalls schwieriger werden, als wir es bisher gewohnt sind. Die Herausforderung wird es sein, den Konzern so zu positionieren, dass wir den entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben, dass wir zu den Prosperierenden gehören”, so Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner. (red/ag)

Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner: „Zu den Prosperierenden gehören“.

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Wien. Der börsenotierte Baukonzern Strabag hat im ersten Halbjahr 2012 Verluste erlitten. Das operative Ergebnis drehte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von plus 16,67 Mio. € auf 166,72 Mio. € ins Minus und das Konzernergebnis vor Minderheiten verschlechterte sich von plus 8,82 Mio. auf minus 156,67 Mio. €. Der Personalstand verringerte sich um drei Prozent auf 72.871 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme liegt den Angaben zufolge bei 10,35 Mrd. €, die Eigenkapitalquote ging von 30,3 auf 28,5% zurück. Dem Konzern bläst also ein rauerer Wind entgegen. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben diese Woche erneut das Kursziel für die Strabag-Aktie reduziert, und zwar von 20 auf 18 €. Die Empfehlung „Hold” bleibt zwar unverändert, jedoch wurde die Gewinnwarnung der Strabag von Ende Juli bereits für das zweite Quartal miteinberechnet. An der Börse hat der Strabag-Kurs seit Veröffentlichung der Halbjahreszahlen leicht zugelegt: bis Redaktionsschluss um rund drei Prozent.

© Strabag

Öffentliche Hand in Zentral- und Osteuropa baut zögerlicher, dafür kommen neue Großaufträge.

Die CEE-Aussichten Das Ergebnis der Strabag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte heuer in den ersten sechs Monaten von 197,18 auf 16,14 Mio. € – vor allem wegen nichtoperativer Effekte im zweiten Quartal. In den „untypisch hohen sonstigen betrieblichen Aufwendungen” finden sich den Unternehmensangaben zufolge Schadenersatzzahlungen in Höhe von 43 Mio. €. Gegen das Schiedsgerichtsurteil zur nicht erfolgten Akquisition der Aktivitäten des Zementherstellers Cemex in Ungarn und Österreich habe die Strabag bereits Berufung eingelegt. Zudem habe der Bauriese „nennenswerte Verlustübernahmen” von Arbeitsgemeinschaften in der Bilanz. Auch ein negatives

Barbara, 56 Krisenpflegemutter

Neu Strabag-Großauftrag

700 Millionen €

Hamburg. Die Stadt Hamburg hat die HEOS Berufsschulen Hamburg GmbH – eine Projektgesellschaft der Strabag Real Estate GmbH und der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH – mit der Planung, dem Neubau, der Sanierung sowie dem Betrieb von 15 beruflichen Schulen beauftragt. Realisiert wird das 700 Mio. €-Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft über 30 Jahre. Rund 55% des Projektvolumens entfallen auf die Betriebsphase, so die Strabag. (red)

© Strabag

Wien. Die Stadt fürs Leben.

Barbara kriegt noch ein Kind. In wenigen Stunden ist es da. Die erfahrene Krisenpflegemutter weiß, was Kinder in schwierigen Situationen benötigen: Sicher­ heit und Geborgenheit. Krisenpflegemamas und ­papas geben Kindern ein Zuhause auf Zeit. Die MAG ELF un­ terstützt Krisenpflegeeltern finanziell, mit Betreuung und Beratung. Das macht Wien zur Stadt fürs Leben. INFO­Telefon: 01/40 00­8011 www.kinder.wien.at

Hamburg vergibt 30-Jahres-Auftrag für Schulen an Strabag-Projektgesellschaft. PR_59_MA11_KPE_216x288_ES.indd 1

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28 – financenetreal:estate

Freitag, 7. September 2012

financenet@medianet.at

Shopping City Süd (SCS) Ab Mitte 2013 auf Überholspur; viele neue Shops und architektonische Highlights

short

100 Mio. Euro Investition

Hoch- und Tiefbau mit positiver Entwicklung Wien. Nach Berechnungen der Statistik Austria haben per Ende Mai 2012 die österreichischen Bauunternehmen (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von 8,7 Mrd. € ausgewiesen, eine Steigerung von 22,5% gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. Im Tiefbau hätten sich die Auftragsbestände um 37,7% erhöht und im Hochbau lagen die Auftragsbestände mit 3,7 Mrd. € um 6,3 Prozent über der Vorjahresperiode.

Unibail-Rodamco bringt das Schwergewicht unter den Einkaufszentren wieder auf Vordermann. Vösendorf/Wien. „Wir sind mit den aktuellen Zahlen mehr als nur zufrieden. Aber man muss mit der Zeit gehen. Die SCS gehört zu den ersten Einkaufszentren in Österreich und war daher mittlerweile in die Jahre gekommen. Darum haben wir uns entschieden, die SCS umzugestalten und auch architektonisch wieder auf den neuesten Stand zu bringen“, erklärt Markus Pichler, Managing Director von Unibail-Rodamco Österreich.

Modern, innovativ und grün Die erste Phase der Umbauarbeiten soll mit Ende September 2012 abgeschlossen sein und mit Mitte 2013 soll Österreichs größtes Einkaufsparadies in neuem Glanz erstrahlen. Vor allem der älteste Teil der Shoppingmall rund um den Paradeplatz habe im Mittelpunkt der Architektur-Offensive gestanden. Flankiert werde der umge-

© SCS

© Cornerstone/pixelio.de

Rettung für Credit Immobilier de France

staltete Platz von einer Reihe neuer Shops und Geschäfte, die nach dem Umbau ebenfalls in verändertem Design erstrahlen, heißt es seitens der Centerleitung. Für das größte Aufsehen im Zuge der Neugestaltung soll erwartungsgemäß die Eröffnung neuer Marken aus Übersee sorgen: Neben Pull & Bear werde ab September auch Hollister in der SCS einziehen und kalifornischen Lifestyle in Vösendorf versprühen. „Das Konzept der neuen SCS setzt auf dem internationalen Know-how aus der Unibail-Gruppe auf; wir können hier aus einem enormen Erfahrungsschatz in puncto Innovation und Marktkenntnis schöpfen. Es gibt – wie in einer City – Freiräume, kleine Parks und Loungebereiche; Elemente wie Wasservorhänge und Baumgruppen sorgen für ein organisches Raumklima und angenehme Shoppingatmosphäre“, so Pichler. (fh)

SCS-Architekturkonzept von Saguez & Partner: innovativ, hell und organisch. Paris greift dem wankenden Immo­ bilienfinanzierer unter die Arme.

Deutschlands Retailvermietungsmarkt Trotz moderaten Rückgangs ungebrochen hohe Nachfrage geortet

Paris/Wien. Pierre Moscovici, französischer Finanzminister, bestätigt, dass man dem strauchelnden Immobilienfinanzierer Credit Immobilier de France unter die Arme greife und der Anfrage nach einem Grantierahmen zustimme. Damit könne das Institut seinen Verpflichtungen nachkommen, wobei die Staatshilfe allerdings noch von der EU-Kommission genehmigt werden müsse. Ebenfalls bestätigt wurde, dass Bernard Sevez zum neuen Konzernchef ernannt worden sei. (APA/fh)

Wien. Laut CBRE Österreich habe man im ersten Halbjahr 2012 eine konstante Mietentwicklung auf dem deutschen Einzelhandelsvermietungsmarkt feststellen können, wenngleich gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 1.122 Mietvertragsabschlüssen ein moderater Rückgang um 4% verzeichnet wurde.

Berlin bleibt Stadt der Wahl

Commerzbank baut Immobiliensparte aus

© Makrodepecher/pixelio.de

„Wenn auch der Handel zumeist von guten Umsätzen berichtet, expandiert er recht selektiv und ist auf Risikominimierung ausgelegt. Der Fokus auf die Top-Innenstadtlagen ist dabei ungebrochen, wobei die jeweiligen Anforderungen idealerweise erfüllt werden müssen,

um die Spitzenmieten zu rechtfertigen“, analysiert CBRE ÖsterreichGeschäftsführer Andreas Ridder. Wie in den Halbjahren zuvor lagen die gleichen Top Ten-Städte im Fokus der Einzelhändler, angeführt von Berlin, Hamburg und Frankfurt; erstmalig liege auch Bonn unter den Top Ten. „Insgesamt signalisiert das auf hohem Niveau stabile oder teilweise steigende Mietniveau die Präferenz der Retailer für die Top-Lagen und wir gehen für die 1a-Lagen von einer weiter deutlich positiven Entwicklung aus. Die Anzahl der Vertragsabschlüsse als auch die breite Streuung bei Mietern und Flächengrößen bestätigen hier den Endruck einer grundsoliden Gesamtsituation“, erklärt Ridder. (red)

© Tanja Ritter/pixelio.de

1a-Lagen im Fokus der Einzelhändler

Die frühere westdeutsche Hauptstadt Bonn liegt erstmals unter den Top Ten.

conwert Nur Kernmärkte

Wohnbauförderung Von Bausozialpartnern als bewährtes System gefordert

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Grundrecht“, erklärt Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel. Durch die Aufhebung der Zweckbindung der Wohnbauförderung sei es nun notwendig, das bewährte System innovativ weiterzuentwickeln, damit auch die Jugend eine Chance auf lebenswerte Wohnformen habe und die Wohnversorgung in Zukunft gewährleistet

Bau-Innungsmeister Hans-Werner Frömmel: „Wohnen ist Grundbedürfnis und -recht.“

bleibe, hieß es. Grundvoraussetzung sei, über den Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern auf Basis objektiver Bedarfsstudien die notwendige Basisfinanzierung zu sichern und verbindlich dem Wohnbau zuzuordnen.

Wien. „Wir werden auch künftig nur in unseren Kernmärkten Österreich und Deutschland aktiv bleiben“, unterstreicht Jürgen F. Kelber die Portfoliostrategie der österreichischen conwert Immobilien Invest SE. „Hier kennen wir uns aus.“ Auf die kürzlich erfolgte Akquisition eines Berliner Wohnimmobilienportfolios könnte bald eine Investition in Hamburg folgen.

Maßnahmenpaket gefordert „Alle verantwortlichen Entscheidungsträger sind daher angehalten, gemeinsam an einer Weiterentwicklung des bestehenden Systems zu arbeiten, um für künftige Generationen lebenswerten Wohnraum in einer intakten Umwelt zu gewährleisten“, begründet Frömmel seine Forderung nach Maßnahmen wie einem bundesweiten verbindlichen Finanzierungskonzept. Und NR-Abgeordneter Josef Muchitsch ergänzt: „Laut einer Studie sind 27 Prozent der Österreicher derzeit auf Wohnungssuche; fast zwei Drittel davon suchen in der Stadt ein neues Zuhause. Die Bausozialpartner haben hier in Alpbach klare Vorschläge für ein zukünftiges leistbares Wohnen präsentiert.“ (red)

© conwert

Wien. Teilnehmer und Experten der Alpbacher Baukulturgespräche waren sich einig: Damit sich die Jugend optimal entwickeln und selbstverwirklichen kann, müssen die physiologischen Grundbedürfnisse für künftige Generationen langfristig abgesichert werden – dazu gehört leistbares Wohnen. „Die langfristige Sicherung von leistbarem Wohnraum ist Teil des Generationenvertrags. Leistbares

© WKO

Frankfurt. Die deutsche Commerzbank will von der steigenden Nachfrage nach Immobilien profitieren und ihr Baufinanzierungsgeschäft ausbauen. Nach einem Test in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen, bei dem auch Kreditprodukte der Konkurrenz vermittelt wurden, kündigte Privatkundenvorstand Martin Zielke nun an, dieses Modell bankweit auszurollen. „Ende des Jahres soll jeder Berater direkt auf das Angebot zugreifen können”, sagte Zielke im Gespräch mit den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX in Frankfurt. Der Marktanteil im Neugeschäft Baufinanzierung habe sich dadurch signifikant verbessert: Im Juni sei er mit acht Prozent fast doppelt so hoch gelegen wie ein Jahr zuvor, erklärte Zielke. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Commerzbank mit 1.000 Teilnehmern hat aktuell bei jedem vierten Mieter das Interesse am Kauf eines Eigenheims zugenommen. (APA)

„Wollen keine Experimente“

Baukulturgespräche in Alpbach

Frankfurt: Commerzbank vertreibt auch Produkte der Konkurrenz.

Direktoriumsmitglied J. Kelber: „Sind auf Österreich und Deutschland fokussiert“.


L AW & O R D E R

Freitag, 7. September 2012

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Transaktion Schweizer Valora Gruppe verkauft den österreichischen Zeitschriftengroßhändler Valora Services Austria an die deutsche Trunk Group

Schönherr berät Valora-Verkauf Wien/München. Die zentraleuropäische Rechtsanwaltskanzlei Schönherr hat die an der Swiss Exchange (SIX) notierte Valora Gruppe beim Verkauf von Valora Services Austria an den deutschen Pressegroßhändler Trunk mit Sitz in München beraten. Im Zuge der Transaktion erwirbt die Trunk Service GmbH 100% der Valora Services Austria, die im Jahr 2011 einen Nettoerlös von rund 100 Mio. € und ein Betriebsergebnis von rund 2,8 Mio. € erwirtschaftete. Die Valora Services Austria (VSA) ist der führende Zeitschriftengroßhändler Österreichs. In den Zentralen in Salzburg und Wien arbeiten rund 200 Mitarbeiter, die laufenden Zustelltouren werden über 17 Logistikdepots abgewickelt, dabei werden rund 10.500 Einzelhändler beliefert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vertragsvollzug steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des

Bundeskartellamts in Deutschland sowie der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde.

„Ideale Ergänzung“ Der Verkauf von Valora Services Austria sei ein bewusster Schritt, um die Presselastigkeit in der Valora Gruppe zu reduzieren, heißt es. Für den Käufer Trunk sei die Valora Services Austria eine ideale Ergänzung, um eine zukünftige Expansion voranzutreiben. „Unternehmen der Trunk Gruppe sind in vielen Marktsegmenten führend und bieten ihren Kunden viele werthaltige Services. Im Presse-

grosso setzen wir auf eine ausgefeilte Saisonregulierung. Damit stellen wir in Tourismusregionen sicher, dass das Zeitungs- und Zeitschriftenangebot vor Ort punktgenau der Nachfrage der jeweiligen Feriengäste entspricht. Mit unserer neuen Tochter VSA wollen wir solche marktaktiven Serviceangebote in der gesamten Gruppe konsequent weiter ausbauen, vor allem für die Verlagsseite, aber auch für den Einzelhandel“, so Holger Bingmann, CEO der Unternehmensgruppe Trunk. „Wir sind stolz, dass wir ­‚Valora‘ bei dieser spannenden und – sowohl inhaltlich wie im Zeitplan

– herausfordernden Transaktion betreuen konnten”, erklärt Florian Kusznier, Corporate/M&A-Partner bei Schönherr und Leiter des Schönherr-Teams bei der Transaktion. Neben Kusznier waren Hanno Wollmann (Partner, EU & Competition), Andreas Böck (Associate, Corporate/M&A) und Heidrun Halbartschlager (Associate, Corporate/M&A) sowie Bernd Rajal (Partner, Regulatory) und Wolfgang Tichy (Anwalt, Real Estate) im Team von Schönherr tätig. Käufer Trunk wurde von Anwaltskanzleien Kapellmann & Partner, Düsseldorf, und bpv Hügel in Wien beraten. (ast)

© Schönherr

Börsenotierte Valora will „Presselastigkeit“ reduzieren, Trunk sieht Kauf als Expansionschance.

Florian Kusznier, Leiter des SchönherrTeams bei der Transaktion.

Flycell Markteintritt

DLA Piper

Wien. Franz Althuber, Partner und Leiter der Steuerrechtspraxis bei DLA Piper Weiss-Tessbach, hat Flycell Italia s.r.l beim Markteintritt in Österreich beraten. Flycell ist ein Konzernunternehmen der börsenotierten Acotel Group S.p.A., einem der Weltmarktführer in den Bereichen Digital Entertainment und Mobile Marketing. Das Softwarehaus hat im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 110 Mio. € erwirtschaftet. Neben der gesellschaftsund steuerrechtlichen Beratung wurde DLA Piper mit der gesamten patent- und lizenzrechtlichen Abwicklung des Mandates beauftragt. Die Beratung in den Bereichen Intellectual Property & Technology erfolgte durch Partnerin Sabine Fehringer und Senior Associate Christian Stuppnig.  (red)

Wechsel Anwaltskanzleien

Neue Anwältin

© Willheim Müller Rechtsanwälte

Wien. Manuela Maurer-Kollenz (50) verstärkt ab sofort das Anwaltsteam der Wirtschaftskanzlei Willheim Müller Rechtsanwälte in Wien. Maurer-Kollenz promovierte an der Universität Graz und begann ihre Karriere im Wirtschaftsministerium und bei einem internationalen Pharmaunternehmen. Zuletzt war sie 13 Jahre Partnerin der Kanzlei Fiebinger, Polak, Leon & Partner (FPLP). Sie ist spezialisiert auf Immobilien-, Bau-, Verwaltungs- und Familienrecht.(red)

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Manuela Maurer-Kollenz ist neue Anwältin bei Willheim Müller Rechtsanwälte.

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p e o p l e & dat e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 7. September 2012

financenet@medianet.at

Wohnungsübergabe Die Stadterneuerungs- & Eigentumswohnungsgesellschaft (SEG) übergibt die Strohberggasse

short

SEG lud zu Übergabefeier

Erste Stiftung: Preis für soziale Integration Wien. Die gemeinnützige Erste Stiftung mit Sitz in Wien vergibt im Juni nächsten Jahres den „Erste Foundation Award for Social Integration 2013“ (Preis für soziale Integration) und lädt bei dieser vierten Auflage erstmals auch Sozialprojekte in Österreich zur Teilnahme ein. Mit 610.000 € werden 33 Projekte ausgezeichnet. Der Preis wird in 13 Ländern Zentral- und Osteuropas ausgeschrieben. Die Einreichfrist endet am 11. November. (red)

Wien. Die Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft m.b.H.(SEG) lud am 31. August zur feierlichen Übergabe von acht Eigentumswohnungen in der Strohberggasse im 12. Wiener Gemeindebezirk. Die Übergabefeier, bei der über 40 Personen, bestehend aus den neuen Eigentümern und Mitarbeitern der Bauunternehmen sowie der SEG, anwesend waren, fand aufgrund des regnerischen Wetters in der Tiefgarage in der Strohberggasse statt. Nach den einleitenden Begrüßungsworten von Bezirksvorsteherin Gabriele Votava und SEG-Geschäftsführerin Silvia Wustinger–Renezeder wurde das Buffet feierlich eröffnet.

Neuer Rechtsanwalt bei Binder Grösswang

ren Geschäftsführer Hans Wustinger der Feier ebenfalls beiwohnte; Generalunternehmer war die WML Hoch- und Tiefbau GmbH. Das Neubauprojekt besticht durch seine gute Lage im Hetzendorf-Cottage, nahe dem Schlosspark Hetzendorf. Das Herz dieser mit neun Eigentumswohnungen recht überschaubaren Wohnanlage ist ein sonniger Gartenhof mit Altbaumbestand, der von allen Wohnungen, die entweder mit Loggia, Terrasse oder Balkon ausgestattet sind, einsehbar ist. Insgesamt hat die SEG in mehr als 30 Jahren und 300 Projekte mit mehr als 10.000 Wohnungen errichtet. Dazu zählen preisgekrönte Objekte der Architekten Jean Nouvel, Coop Himmelb(l)au oder Zaha Hadid. Die derzeitigen Neuentwicklungsschwerpunkte liegen im 5., 14., 15. und 16. Bezirk in Wien. Der Vertrieb erfolgt direkt durch die SEG.  (red)

© Binder Grösswang

Lage punktet Die Planung für die Architektur stammt von Architekt Franz Leuthner, Bauträger war die HW Projekt Strohberggasse GmbH, de-

© SEG

Die Eigentumswohnungen in Meidling bestechen durch die Nähe zum Schlosspark Hetzendorf.

Das Neubauprojekt besticht durch eine Lage nahe dem Schlosspark Hetzendorf.

Philip Aumüllner verstärkt das Anwaltsteam bei Binder Grösswang.

Bauprojekt im 19. Bezirk in Wien 34 Wohnungen errichtet die Raiffeisen-Leasing in der Krottenbachstraße 190

Wien. Philip Aumüllner (30) verstärkt als neuer Rechtsanwalt das Team der Kanzlei Binder Grösswang. Er studierte an der Universität Wien sowie an der Università di Bologna und wurde für seine Dissertation mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Walther Kastner Preis, eine wichtige Auszeichnung für Arbeiten im Bereich des Bankund Gesellschaftsrechts. Aumüllner ist spezialisiert auf Gesellschaftsrecht und nationale sowie grenzüberschreitende Unternehmenstransaktionen.  (red)

Raiffeisen-Leasing baut in Obersievering Wien. Die Raiffeisen-Leasing startet aktuell mit dem Bau und der Sanierung von Wohnungseigentum auf einer rund 5.550 m� großen Liegenschaft in der Krottenbachstraße 190 in Obersievering in Wien. Jeweils drei bis zehn Wohnungen sind bei dem Projekt in fünf neuen Stadtvillen und der bestehenden, denkmalgeschützten Villa Paitl geplant.

Tiefgarage zur Verfügung. Für die Gestaltung der Liegenschaft wurden sieben Wiener Architekturbüros eingeladen, ihre Ideen zu präsentieren, wobei der Entwurf von „bolldorf2architekten“ die Jury am Ende unter anderem wegen eines hohen Anteils an zusammenhängenden Frei- bzw. Grünflächen in Form von Eigengärten überzeugte. Bei der Planung der gesamten Anlage wurde auch von den Architekten berücksichtigt, dass die Sicht von der Krottenbachstraße auf die Villa Paitl, die in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt generalsaniert wird, erhalten bleibt. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen., der Verkauf startet ab sofort. (red)

Gesundheitsförderung der D.A.S. prämiert

Die insgesamt 34 Wohnungen mit 60 bis 216 m� Wohnfläche sollen laut Raiffeisen-Leasing eine hochwertige Gesamtausstattung unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte erhalten. Zusätzlich stehen 34 Stellplätze in der hauseigenen

Wien. Die D.A.S. Rechtsschutz wurde für ihr Gesundheitsförderungsprogramm prämiert. Das Unternehmen wurde mit dem Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) Gütesiegel der Krankenkasse und dem „Fonds Gesundes Österreich“ ausgezeichnet. (red)

Visualisierung des Raiffeisen-Leasing-Projekts in der Krottenbachstraße 190 in Wien.

Pipelife Zweitgrößter Auftrag in Firmengeschichte

EKZ Centermanagement

M&A Einkaufszentren

Wien. Der im Mai 2012 von Wienerberger übernommene Kunststoffhersteller Pipelife konnte den zweitgrößten Geschäftsabschluss in seiner Unternehmensgeschichte tätigen: Nachdem im Frühjahr ein Auftrag über die Lieferung von 23 km Kunststoffrohren nach Marokko unterzeichnet wurde, soll nun für insgesamt rund 20 Mio. € der Kühlwasserkreislauf eines Kraftwerksprojekts in Ghana mit Kunststoffrohren ausgestattet wer-

Wien/Vösendorf. Die EHL Asset Management, die auf Asset- und Centermanagement spezialisierte Tochtergesellschaft von EHL Immobilien, wurde vom Eigentümer CBRE Global Investors mit dem Center-Management für das Einkaufszentrum SC17 in Vösendorf beauftragt; der Auftragsumfang umfasst die gesamte Bewirtschaftung des EKZ inkl. Mietermanagement und Marketing.

Wien. Die Anwaltssozietät Wolf Theiss hat die Inter Ikea Centre Group (IICG) beim Verkauf des Shopping Center Graz West an Blu Estate und des Shopping Center Haid an die ECE European Prime Shopping Centre beraten. Geleitet wurde die Transaktion von Partner Lothar Wachter. Unterstützt wurde Wachter von Partner Christian Öhner sowie Senior Associate Ursula Faber und der Rechtsanwältin Alice Meissner.  (red)

Deal: Kunststoffrohre nach Ghana

© leisuregroup.at/Philipp Hutter

Treppenlauf Millennium Tower: Neue Bestzeit

Piotr Lobodzinski legte eine neue Bestzeit beim Treppenlauf hin.

den. „Pipelife konnte damit seine Innovationsführerschaft unter Beweis stellen”, erklärt Wienerberger-CEO Heimo Scheuch.

Weltrekord bei Rohrgröße Mit einem Durchmesser von 2,5 m und einer Länge von 600 m handelt es sich bei dem Auftrag um die bis dato größten produzierten extrudierten Kunststoffrohre (HDPE) der Welt.  (red)

CBRE und EHL

Wolf Theiss

Wienerberger-CEO Heimo Scheuch: „Auch ein strategisch wichtiger Auftrag“.

Das SC17 befindet sich an der Triester Straße, unmittelbar gegenüber der Shopping City Süd. Die vermietbare Fläche umfasst ca. 14.000 m�, die an 14 Einzelhandelsmieter vermietet sind. Zu den größten Einzelmietern zählen u.a. Zielpunkt, Mega Zoo, Kik und Pagro. „Für den Auftraggeber CBRE Global Investors war die Kombination aus großer Erfahrung im Management internationaler Einkaufszentren und das lokale Know-how, das wir im Großraum Wien haben, ausschlaggebend“, erklärt Jörg Bitzer, Geschäftsführer von EHL Asset Management.  (red)

© Wolf Theiss

Gegenüber SCS

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wien. Vorjahressieger Piotr Lobodzinski aus Polen legte eine neue Bestzeit beim extremsten Treppenlauf der Welt auf den Wiener Millennium Tower hin. Nur einen Tag nachdem er beim Praha Run Up auf den City Empiria in Prag (Tschechien) siegte, bezwang er die 2.529 Stufen auf Österreichs höchsten Wolkenkratzer an der Waterfront in 11:36,40 Min. Den zweiten Platz im MastersRennen des „Towerrunning World Cup“ belegte der Slowake Tomas Celko vor Bartosz Swiatkowski (Polen). (red)

© bolldorf2architekten

34 Eigentumswohnungen

Partner Lothar Wachter leitete das Beratungsteam bei Wolf Theiss.

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