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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 6. juli 2012 – 19

dezennium-feier

Kristian Heugh von Morgan Stanley definiert Warren Buffetts Strategien neu  Seite 21

Die VBV Vorsorgekasse von Heinz Behacker ist seit zehn Jahren am Markt  Seite 24

Ist der ganze Zirkus jetzt wirklich bald zu Ende?

ATX 27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

ATX (4.7.)

2.015,03

Wochentop Wochenflop

EBS FKA

polonaise vig kauft versicherer zu

© VIG

suche nach gewinnern © VBV

© Morgan Stanley

financenet 7,01% 11,99% -6,81%

Top 5 ATX Prime Erste Group Bank 11,99% Wienerberger 11,75% Raiffeisen Bank International 10,33% Andritz 8,94% OMV 8,70% Flop 5 ATX Prime Frauenthal Holding Uniqa Versicherungen Bene Mayr-Melnhof Karton Telekom Austria

-6,81% -3,30% -1,90% -1,33% -1,26%

DAX 27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

Wochentop Wochenflop

TKA CBK

5,39% 13,00% -2,14%

Top 5 DAX ThyssenKrupp Deutsche Börse Daimler HeidelbergCement Deutsche Post

13,00% 9,48% 9,33% 8,44% 8,20%

Flop 5 DAX Commerzbank Metro Linde Deutsche Telekom Adidas

-2,14% -1,53% 1,13% 1,70% 1,90%

Club Med Die EU hat eine Südflanke, und die ist nicht ohne. Am letzten Gipfel setzten sich Italiens Premier Mario Monti (re.; mit EZB-Boss Draghi) und sein spanischer Kollege Rajoy durch. Vergemeinschaftung der Staatsschulden durch die Hintertür und Zinssenkung wecken Hoffnung auf ein baldiges Krisenende.  Seite 20 voestalpine 80 Cent pro Aktie; Rendite bei 2,9 Prozent

inhalt

Finance:Cover > Barclays feuert Chef  > Eurokrise macht den Österreichern Angst 

Notfallpläne Obama will Vorsorge von Finanz-Kolossen

Dividende unverändert zum Vorjahr Banken müssen Testament machen 20 20

Banking/Insurance:Watch > Kein Kreditengpass in CEE 23 > Card Complete-Bilanz zeigt zwölf Prozent Zuwachs  24 > Uniqa verkauft die Mannheimer  24

© APA/Georg Hochmuth

Fonds:Park > Pioneer bringt neuen ­Garantiefonds  21 > JDC: Vertriebsoffensive  22 > Erste Group forciert Investments in „Reale Werte”  22 > Allianz Risk Monitor  22

Wolfgang Eder, CEO voestalpine: „­Kontinuierliche Dividendenpolitik“.

Wien. Die Hauptversammlung der voestalpine hat für das Geschäftsjahr 2011/12 eine Dividende von 0,80 € je dividendenberechtigter Aktie beschlossen. Sie blieb damit trotz des Ergebnisrückgangs gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bezogen auf das Ergebnis je Aktie von 1,98 € stellt diese Dividende eine Ausschüttungsquote von 40,5% und damit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 26,3% dar. Ausgehend vom durchschnittlichen Börsenkurs, ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 2,9% (Vorjahr: 2,8%). Ab 16. Juli wird ausbezahlt. (red)

© EPA

6.564,80

© EPA

DAX (4.7.)

Barack Obama will mit dem Testament Steuergelder bei Bankpleiten schonen.

New York. Um eine unkontrollierte Bankenpleite zu vermeiden, hat die internationale Finanzaufsicht 30 Banken und Versicherer angewiesen, Notfallpläne auszuarbeiten. Bei einem Kollaps könnten die systemrelevanten Unternehmen so schneller abgewickelt werden. In den USA haben neun Großbanken (Credit Suisse, UBS, Bank of America, Barclays, Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley und Citigroup, Deutsche Bank) auf Druck von Präsident Obama und Anweisung von US-Finanzmarktaufsehern diese Pläne nun erstmals vorgelegt. Die sogenannten Living Wills wurden in Auszügen veröffentlicht. (red)


F i n a n c e : c ov e r

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Freitag, 6. Juli 2012

financenet@medianet.at

kolumne

Unmoralische ­Krisengewinnler

EU-Gipfel In Verbindung mit ihrer Wachstumsinitiative hat die europäische Politik Handlungsfähigkeit demonstriert

Über allen Gipfeln ist Ruh Wichtiger Schritt zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise – erster Schritt zum Zentralstaat? und werden. In Deutschland, meint Härter, könnte angesichts dieser Entwicklung die Zinswende eintreten – die Renditen am langen Ende haben von einem extrem niedrigen Niveau aus bereits zu steigen begonnen. Gleichzeitig könnte der wirtschaftliche Tiefpunkt in den Krisenländern erreicht sein oder unmittelbar bevorstehen. „Vor dem Hintergrund der Gipfelergebnisse gewichten wir europäische Aktien wegen ihrer attraktiven Bewertungen etwas höher“, erläutert der Swisscanto-Experte. Den Franken hält er übrigens „weiterhin gegenüber allen anderen Währungen substanziell überbewertet“. Friedrich Strasser von der Bank Gutmann hält die Situation in der Eurozone auf kurze Sicht für schwierig: „Selbst für Wachstumsprimus Deutschland hat sich der konjunkturelle Gegenwind verschärft. Dadurch war es auch sicher einfacher, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel von einem gemeinsamen Schritt zu überzeugen.“

reinhard krémer

ie Mailbox quillt über mit Botschaften der Panikmacher: „Das Unwahrscheinliche ist geschehen – es drängt mich dazu, eine Warnung auszusprechen!” oder „Stürzen die Börsen wieder ab? Wir denken, ja”. Man lädt dann passenderweise gleich zu einem Seminar ein, wo man für 240 Euro inkl. Nachtmahl all das hört, was man in jeder besseren Zeitung nachlesen kann – Einzelbetreuung kostet dann extra 350 Euro und das Finanzprodukt zur totalen Sicherheit noch mal, natürlich. „Europa im Abgrund” schreit ein anderer, verkündet quasi schon das Ende unserer Zivilisation und wirft dann noch mit Plattitüden hemmungslos um sich. Und am Ende, selbstverständlich, die (Er)Lösung: „Wie Sie Ihr Erspartes schützen können, erfahren Sie im persönlichen Gespräch!“ Liebe Leute, bitte groß ins Stammbuch schreiben und fett unterstreichen: Verschont die Welt mit diesem Gelaber! Die Menschen muss man nicht noch weiter verunsichern – und wer damit auch noch Geld verdienen will, unterscheidet sich nur wenig von Strauchdieben. Alle arbeiten daran, das Finanzding wieder in Ordnung zu bringen; da braucht man kein Störfeuer vom Rand. Und merkt euch, was weiland Bundeskanzler Helmut Kohl schon sagte: „Wichtig ist, was hinten rauskommt!“ In diesem Sinne - Klappe halten!

Wien. „... Warte nur, balde ruhest du auch“, meint Goethe in seinem „Wanderers Nachtlied“. Bleibt zu hoffen, dass nach dem jüngsten EUGipfel wirklich Ruhe einkehrt. In den kommenden Monaten soll nämlich der Rettungsschirm EFSF Anleihen von Staaten wie Spanien und Italien am Primärmarkt kaufen, ist im Vertragswerk vorgesehen. Zudem erfolgte eine Einigung auf eine gemeinsame Bankenaufsicht, welche als Voraussetzung gilt, um in weiterer Folge angeschlagenen Banken Kapitalhilfen aus dem Rettungsfond ESM direkt zur Verfügung zu stellen. Diese Bankenaufsicht soll bis Ende des Jahres stehen und unter Einbindung der EZB agieren, erläutern die Analysten von Raiffeisen Research. Daneben steht ein Konjunkturpaket im Ausmaß von 120 Mrd. € vor der Verabschiedung, das über Kredite aus der EIB angestoßen werden soll. Fragt sich, ob das alles reichen wird – der DAX steigt seit dem Gipfel jedenfalls täglich. Finanzexperte Thomas Härter von Swisscanto Asset Management ist optimistisch: „Die Entscheidungen des jüngsten Brüsseler Gipfels führten zu einer Beruhigung der Märkte und damit zumindest kurzfristig zu einer Rückkehr der Risikobereitschaft. Es besteht allerdings weiterhin die Gefahr, dass es sich dabei nur um eine zwischenzeitliche Entspannung handelt.“ Eine Rückkehr der Risikoaversion ist jederzeit möglich, weil Italien als nächstes Land in den Fokus der Märkte geraten könnte, meint Härter. „Die wirtschaftlichen Indikatoren für die ApenninenHalb-insel deuten für den weiteren Jahresverlauf auf eine Rezession hin, die tiefer ausfällt als ursprünglich erwartet.“ Eine definitive Lösung der europäischen Schuldenkrise wird es erst dann geben, wenn sich eine

Barclays Diamond weg

Wealth Index Italiener fürchten Steuererhöhungen, Österreicher sparen fleißig

Bank feuert ihren Chef

© EPA

London. Wegen eines Manipulationsskandals ist der Chef der britischen Barclays-Bank, Bob Diamond, zurückgetreten. Die Großbank Barclays hatte versucht, die Zinsen im Interbankenverkehr zu manipulieren und muss an die Finanzaufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien eine Rekordstrafe von 290 Mio. £ (rund 345 Mio. €) zahlen.(APA)

Bob Diamond bekam den blauen Brief wegen dubioser Transaktionen.

Giebelkreuzler skeptisch

© EPA

D

Gipfelstürmer: Italiens Regierungschef Mario Monti bekommt Nothilfen auflagenfrei.

Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der hochverschuldeten Länder abzeichnet. Dies ist bisher nicht der Fall, meint der Swisscanto-Experte. „Italienische und spanische Staatsanleihen werden weiterhin als zu risikoreich eingestuft. Wir sind uns jedoch darüber im Klaren, dass es hier zu einer Zwischenrallye oder tatsächlich zu einem Wendepunkt kommen kann.“ Die für Härter „erfreulichen Ergebnisse“ des jüngsten Krisengipfels sind die Unterstützung der spanischen Banken ohne Belas-

tung des Staatsbudgets ihres Heimatlands sowie die Zusicherung, dass alle Anleger bei einem allfälligen Kapitalschnitt künftig gleich behandelt werden.

Kommt die Zinswende? Die „Vergemeinschaftung“ der europäischen Schulden erfolgt damit, meint Härter, sozusagen durch die Hintertür, also ohne die Einführung von Eurobonds, die von der deutschen Kanzlerin Merkel („Keine Eurobonds, solange ich lebe“) vehement abgelehnt wurden

Die Eurokrise macht allen Angst Wien. Die österreichischen Privatanleger machen sich in Europa die meisten Sorgen um die Eurokrise. Wie aus dem Schroders European Wealth Index, einer europäischen Befragung von Privatanlegern des britischen Vermögensverwalters Schroders, hervorgeht, bereitet die aktuelle Situation in Europa 56% aller Investoren aus Österreich die größte Angst. Das sind 13 Prozent über dem europäischen Durchschnitt (43%). An zweiter Stelle folgen im europäischen Vergleich deutsche und schwedische Anleger mit 48%. Die Italiener liegen gemeinsam mit den Schweizern mit 44% an vierter Stelle. Auch wenn die Österreicher sich am stärksten in Europa vor der Eurokrise fürchten, bereiten ihnen die Unsicherheit an den Märkten und die Volatilität in diesem Jahr deutlich weniger schlaflose Nächte als das noch im Vorjahr der Fall war. Während im Jahr 2011 noch 43% dies als Grund zur Sorge betrachteten, waren es 2012 lediglich 25%. Entsprechend ist der Anteil derer, die eine anhaltende Erho-

lung erwarten, von 17% im Jahr 2011 auf 27% in diesem Jahr gestiegen. Es wurde auch nach dem Sparverhalten der Anleger gefragt. Demnach sparen österreichische Anleger 23% ihres monatlichen Haushalteinkommens in irgendeiner Weise. 13 Prozent des Haushaltseinkommens legen sie an. Sowohl beim Sparen als auch beim Investieren erzielen die Österreicher

nach Deutschland den zweithöchsten Wert innerhalb der elf Länder und liegen zwei Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Etwas mehr als vor Steuererhöhungen fürchten sich die Österreicher vor einer höheren Inflation (33%). Deutschland liegt hier bei 37%. Das anhaltend niedrige Zinsumfeld beunruhigt 29% der Österreicher – damit liegen sie 14 Prozent über dem europäischen Vergleich. (red)

© Panthermedia.net/Dagmar Spona

reinhard krémer

47 Prozent der österreichischen Privatanleger wollen Notfall-Fonds anlegen.

Skeptisch ist man bei Raiffeisen Research: „All diese Vorhaben werden das Marktsentiment nicht dauerhaft drehen können. Das Konjunkturpaket ist eine ‚Schönrechnung’: Aus zehn Mrd. Euro zusätzlichem Eigenkapital für die Europäische Investitionsbank stehen durch Schuldaufnahme des Instituts 60 Mrd. für Investitionsprojekte zur Verfügung”, heißt es. „Durch KoFinanzierung privater Investoren entsteht dann die publizierte Gesamtsumme. “ „Auch der erleichterte Fluss von Geldmitteln aus den Rettungsschirmen EFSF und ESM an Länder und Banken, wird bald Zweifel aufwerfen”, meinen die Giebelkreuz-Analysten. Trotzdem sehen sie den Euro bis März 2013 stärker; nämlich bei 1,30 zum US-Dollar, 1,20 zum Franken und 107 zum Yen.

E & Y Klima eingetrübt

IPOs in Europa sehr schwach Wien. Angesichts der Zuspitzung der Schuldenkrise in Europa und der wieder gestiegenen Volatilität an den Börsen hat sich das IPO-Klima weltweit deutlich eingetrübt, meldet die Prüfungs- und Beratungsorganisation Ernst & Young. Nachdem im April und Mai 173 Börsengänge stattfanden, die insgesamt 36 Mrd. USD (rund 28,5 Mrd. €) in die Kassen der Emittenten spülten, gab es im Juni weltweit nur noch 33 Börsengänge mit einem Volumen von 6 Mrd. USD (rund 4,7 Mrd. €). Besonders deutlich war dieser Rückgang in den USA und in Europa: Im Juni gab es erstmals seit mehr als 20 Jahren europaweit keinen einzigen Börsengang mit einem Volumen von über 100 Mio. USD (79 Mio. €). In den USA wagte im Juni kein einziges Unternehmen den Sprung auf das Börseparkett. Insgesamt fanden zwischen April und Juni weltweit 206 Börsengänge statt, bei denen 41,8 Mrd. USD (33 Mrd. €) erlöst worden sind.  (red)


f o n d s : pa r k

Freitag, 6. Juli 2012

financenet – 21

financenet@medianet.at

Morgan Stanley Investment Management Global Opportunity Fund versucht mit auf nachhaltigem Ertrag orientierten Unternehmen zu punkten

Suche nach künftigen Gewinnern Linda kappel

Wien. Auf die Vorteile eines global anlegenden Aktienfonds weist Kristian Heugh, Fondsmanager des Morgan Stanley Global Opportunity-Fonds (ISIN: LU0552385618), mit einem recht eindrücklichen Vergleich hin: „Der Investor kann auf den ,Perfect Pitch‘ warten, den besten Zeitpunkt, um sich in einem bestimmten Unternehmen zu engagieren. Es ist nicht so wie beim Baseballspiel, wo man auf Würfe reagieren muss, weil man ansonsten nach drei Schlagfehlern draußen ist. Um stattdessen dein ‚Alpha‘ im Markt zu maximieren, reagiere nur auf die besten Würfe, indem du dein Portfolio auf großartige Unternehmen konzentrierst, die du zu einem hervorragenden Preis gekauft hast“, erklärt Heugh. Dies versucht Heugh umzusetzen, indem er einen stringenten Bottom-up-Analyse-Ansatz ver-

folgt: „Wir glauben, dass durch die Bottom-up-Analyse und -beurteilung durchgängigere wertschöpfende Investmentergebnisse erzielt werden können, als durch TopDown-Prognosen. Zu versuchen, den Markt abzupassen, indem man sich auf erwartete geringfügige Veränderungen bei den Konjunkturdaten verlässt, ist oft Zeitverschwendung und eröffnet weit weniger gute Gewinnchancen.“

Positiv-Beispiel: Amazon Angestrebt wird mit dem Morgan Stanley Global Opportunity Fund ein langfristiger, in US-Dol-

lar gemessener Wertzuwachs. Unter normalen Marktbedingungen wird das Anlageziel des Fonds hauptsächlich durch die Anlage in Aktien von wachstumsorientierten Unternehmen weltweit verfolgt. Dabei werden attraktive Anlagemöglichkeiten in einzelnen Unternehmen gesucht, die ein hohes Wachstumspotenzial aufweisen, d.h. Unternehmen mit einem hohen Cashflow-Generierungspotenzial und die zum Kaufzeitpunkt als unterbewertet gelten. Die Bewertung wird im Kontext der Aussichten auf anhaltende Erträge, ein anhaltendes Cashflow-Wachstum sowie auf schlüssige Unternehmenskon-

zepte betrachtet; als Beispiel dafür nennt Heugh Amazon.com. Heugh und das Morgan StanleyResearch-Team betrieben grundlegende Recherchen, wobei Heugh den langfristigen Anlagehorizont extrem betont und auch den Versuch, gut zu hinterfragen und Annahmen zu verifizieren: „Wir haben ein ,Lese-Network‘ gebildet, ich lese z.B. gern Psychologie Heute oder Scientific American.“ Auch für europäische Unternehmen sieht er nicht zwingend schwarz: 32% der Umsätze der im MSCI-Europa-Index enthaltenen Unternehmen kommen aus den Emerging Markets.

PIA Garantiebasket 9/2020

EM mit Garantie

© Pioneer Investments Austria

Wien. Pioneer Investments Austria hat einen neuen Garantiefonds aufgelegt, den PIA – Garantiebasket 9/2020 mit Schwerpunkt Emerging Markets (Schwellenländer). Gezeichnet werden kann noch bis zum 31. August 2012. „Wir erwarten, dass die weltweiten Emerging Markets weiter wachsen und geben Investoren die Chance, von diesem Wachstum zu profitieren“, erklärt Werner Kretschmer, CEO von Pioneer Investments Austria (PIA). Das neue Produkt (ISIN: AT0000A0VGA3) verfügt über 100% Kapitalgarantie (exkl. Ausgabeaufschlag, zu Laufzeitende). Die 80%ige Höchststandsgarantie sorgt dafür, dass Anleger zu Laufzeitende mindestens 80% des höchsten, jemals während der Laufzeit erreichten Werts (abzgl. KESt auf realisierte Kursgewinne) erhalten. Vieles spreche für überdurchschnittliches Wachstum der Emerging Markets auch in den kommenden Jahren, etwa die demografischen Daten. Allein in den vier bevölkerungsreichsten Emerging Markets (China, Indien, Indonesien, Brasilien) leben 40% der Weltbevölkerung und das Durchschnittsalter liegt deutlich niedriger als in den Industrieländern; auch die zunehmende Urbanisierung unterstützt durch steigenden Konsum das Wachstum. Das Verhältnis von Aktien zu Anleihen wird im Fonds dynamisch den aktuellen Marktsituationen angepasst, wobei der Aktienanteil zwischen 0 und 50% des Fondsvolumens liegen kann.  (lk)

ÖBB RAIL AD 2012 Der Kreativ-Werbepreis der ÖBB In den Kategorien Bahnhof, Zug, Bus, Dialog, Mediamix und Innovation wird das beste Projekt in Real und Vision gekürt. Gewinnen Sie Out-of-Home Werbezeit im Gesamtwert von € 100.000,-. Eine Expertenjury und ein Online-Voting ermitteln die Sieger. Alle Informationen auf oebb-railad.at

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Kretschmer: „Im Anleihenteil finden sich auf Euro lautende Bonds guter Bonität.“

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© Morgan Stanley

Anhaltendes Cashflow-Wachstum sowie Unterbewertung werden als Kauffaktoren gesehen.

Kristian Heugh, Fondsmanager des Morgan Stanley Global Opportunity-Fonds.


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22 – financenet

Freitag, 6. Juli 2012

financenet@medianet.at

Jung, DMS & Cie. Österreich Unternehmen holt erfahrenen Vertriebsmann an Bord, um Chancen und Wachstumskurs in Österreich zu nutzen

JDC startet Vertriebsoffensive

Am 13. November veranstaltet Jung, DMS & Cie. Österreich einen an Investmentprofis gerichteten Expertenkongress. sigkeit, unser Engagement und unsere Leistungsbereitschaft zu begeistern“, kommentiert Alexander Varga, Sprecher der Geschäftsführung der Jung, DMS & Cie. GmbH, diesen Schritt. Beißkammer ergänzt: „JDC ist durch die länderübergreifende Ausrichtung, die Managementkompetenz, die mehr als 50jährige Erfahrung, den Wachstumskurs der letzten Jahre, den visionären Ausblick und die Kapitalstärke für einen sich konsolidierenden und im Umbruch befindlichen Markt sehr gut aufgestellt.“

Fritz Haslinger

Wien. Vor Kurzem wurde Wolfgang Beißkammer als Verstärkung der Vertriebsmannschaft der nach angebundenen Vermittlern größten bankenunabhängigen Wertpapierfirma in Österreich, Jung, DMS & Cie. GmbH (JDC), an Bord geholt. Vertriebsleiter Beißkammer zeichnet seither neben Vertriebs-Geschäftsführer Stephan Obermeier für die Vertriebsaktivitäten des Unternehmens verantwortlich.

Logische Entscheidung

che in Österreich für Finanzdienstleister exklusiv über Jung, DMS & Cie. zu beziehen sind. „Ich freue mich, dass wir die ‚Trend 200-Portfolios‘ erfolgreich nach Österreich bringen konnten. Das in Deutschland bereits bewährte Timingsystem ist einfach, verständlich und transparent – ein Anlagebaustein, der in schwierigen Börsenzeiten bei Beratern wie Endkunden wieder Vertrauen schafft. Der Anleger ist bereits ab einem Veranlagungsbetrag von 15.000 Euro für jede Marktphase optimal aufgestellt und kann die TimingFrage lösen“, erklärt JDC Österreich Vertriebschef Obermeier. „Wir glauben an die Investmentfonds mehr denn je. Genau jetzt! Daher veranstalten wir am 13. November bewusst einen Expertenkongress für Investmentfonds, den sich Investmentprofis schon jetzt vormerken sollten“, sagt Obermeier.

Managed Portfolio-Strategie

RCB DAX-Zertifikate

Inflations- und Vermögensschutz Veranlagung in Aktien und Edelmetalle, aber vor allem Gold und Zertifikate

Um auch produktseitig gut aufgestellt zu sein, brachte JDC gemeinsam mit den Partnern direktanlage.at AG, DJE Kapital AG und Patriarch Multi-Manager GmbH vor Kurzem die neuen „Managed Portfolios 200“ auf den Markt, wel-

Mit oder ohne Kapitalschutz

Stephan Obermeier, JDC: Timingsystem ist einfach, verständlich un transparent.

© EPA

Wien. „Die Staatsverschuldungskrise beziehungsweise das aktuelle Marktumfeld führt dazu, dass erfolgreiche Investments mit adäquatem Risiko rar geworden sind“, sagt Hans Engel, Experte für Major Market und Credit Research der Erste Group. „Es ist ein negatives Realzinsniveau entstanden, wodurch Investments in nominelle Werte verlustbringend geworden sind.“ Und Engel ergänzt: „Nur wenige Assetklassen können in diesem Umfeld profitieren, allen voran Aktien und Edelmetalle, hier vor allem Gold.“ Bei Aktien seien es besonders langfristig profitable Unternehmen, die nur wenig Kapital benötigen, um ihre Produkte und Leistungen zu erstellen. Sie eignen sich daher

Wien. Mit den „Österreich/ Deutsch­land Bond Plus 2 Garan­ tie-Zertifikat“ und „4,6% DAX Bonus&Sicherheit Bonus-Zertifikat“ legt die Raiffeisen Centrobank ein Anlageprodukt mit Kapitalschutz beziehungsweise ohne Kapitalschutz auf. Das Österreich/Deutschland Bond Plus Garantie-Zertifikat ermögliche eine Gesamtrendite von 45% am Laufzeitende, wenn jedes einzelne der vier zugrundeliegenden, namhaften Unternehmen aus Österreich beziehungsweise Deutschland während des Beobachtungszeitraums immer auf oder oberhalb der Barriere von 55% notiert. Wenn mehr als eine einzelne Aktie die Barriere berühre oder unterschreite, erfolge die Tilgung am Fälligkeitstag zu 100% des Nominales (Kapitalgarantie).

© Erste Group, ZFA/Foto Wilke

Investieren in „Reale Werte“ lohnt sich

Die RCB bringt neue Zertifikate auf den DAX auf den Markt.

Erste Group-Experten H. Engel und Th. Schaufler: „Umfeld ideal für Aktien und Gold“.

sehr gut als Inflations- und Vermögensschutz, so der Experte. Aber auch Gold und Goldaktien würden derzeit ebenfalls die Voraussetzungen für Kapitalgewinne erfüllen. Dazu Thomas Schaufler, Leiter Abteilung Retail und Sparkassen Sales der Erste Group und Zertifikate Forum Austria-Vorstand: „Zur Umsetzung unserer Investmentideen eignen sich nicht nur Aktien von qualitativ hochwertigen Unternehmen oder physische Goldbestände in moderater Gewichtung, sondern insbesondere auch Zertifikate auf interessante Underlyings wie Aktien und Edelmetallunternehmen, die diese mit risiko- und ertragsoptimierten Strukturen handelbar machen. (fh)

Risikenfrage Sind Aktien sicherer als Anleihen?

Fokussierung auf Asset Management als Kerngeschäft

Wien. Die dritte Allianz Global ­Investors RiskMonitor-Umfrage, in elf europäischen Ländern durchgeführt, möchte den Risiko-Nebel lichten. Laut den Umfrage-Ergebnissen würden institutionelle Anleger in Europa in den kommenden zwölf Monaten das Volatilitätsrisiko weiterhin weit vorn auf der Gefahrenskala einreihen. Hohe Marktschwankungen, Bonitätssorgen bei Staatsanleihen, nied-

Wien/Frankfurt. C-Quadrat Investment AG (ISIN AT0000613005) hat jetzt bekannt gegeben, dass ein Term Sheet, betreffend den möglichen Erwerb von 100% der Anteile an der österreichischen Absolute Portfolio Management GmbH (APM), unterfertigt wurde. Der österreichische Asset Manager mit Fokus auf Absolute Return Fonds, Microfinance- und Rohstofffonds verwaltet aktuell ein Volumen von rund 430 Mio. €.

Allianz Risk Monitor gibt Antwort

J. Dilworth, CEO AGI: „Sicherheit muss wieder Kapitalanlage-Attribut werden.“

C-Quadrat will APM übernehmen

rige Zinsen und Regulierungsdruck führen dazu, dass Investoren ihre Vorstellungen von sicheren Anlagen überdenken. In der derzeitigen Marktsituation würde ein Drittel der Befragten „Staatsanleihen“ als sicher bewerten. Aber genauso viele Anleger halten reale Werte wie Aktien, Immobilien, Infrastruktur und Edelmetalle für sicher.

Euro – Fels in der Brandung Ein Auseinanderbrechen der Eurozone wird von den Befragten weiterhin nicht gesehen. Rund 61% halten jedoch eine bedeutendere Rolle der Europäischen Zentralbank, die Einführung von Eurobonds, stärkere Stabilitätsmechanismen oder die Fiskalunion für die wahrscheinlichsten Veränderungen im Bezug auf den Euro. Soweit es heimische Investoren betrifft, nennt ein Viertel der Befragten starke Kurseinbrüche am Aktienmarkt als aktuell größtes Risiko und alle sehen die Bonität von Staatsanleihen, aber auch das aktuelle Zinsniveau, als großes oder beträchtliches Risiko an, so das Fazit der Umfrage. (fh)

Der in Verhandlung stehende Kaufpreis soll rund 1,6 Mio. € betragen und die Finanzierung dieser Akquisition ist mit Eigenmitteln geplant. Mit dieser Akquisition setzt C-Quadrat die bisherige Strategie der Fokussierung auf das Asset Management als Kerngeschäft fort und erweitere sowie diversifiziere dadurch die bestehende Produktpalette. Eine Unterfertigung des Kauf- und Abtretungsvertrags ist noch für Juli vorgesehen.  (fh)

© C-Quadrat

© Allianz

66 Prozent Puffer Das Zertifikat 4,6% DAX Bonus&Sicherheit ist mit einer Barriere von 34% und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet. Hier erhalten die Anleger im Juli jedes Laufzeitjahrs den Fixkupon von 4,6% per annum ausbezahlt. Die Rückzahlung des Nominales am Laufzeitende sei abhängig von der Entwicklung des Basiswerts: Liegt der Kurs des DAX während des Beobachtungszeitraums immer über 34% des Startwerts, wird das Papier zu 100% getilgt. Das heißt, zu Laufzeitbeginn beträgt der Sicherheitspuffer komfortable 66%. Der Ausgabepreis beträgt 100% (Nominale 1.000 €) + 2% Ausgabeaufschlag. (fh)

© JDC

„Es war eine logische Entscheidung, unseren Wachstumskurs in Österreich fortzusetzen und einen erfahrenen Vertriebsmann an Bord zu nehmen. Der Markt befindet sich derzeit im Umbruch und bietet uns eine große Chance, Berater für unser umfassendes Produkt- und Serviceangebot, unsere Zuverläs-

C-Quadrat-Boss Alexander Schütz: Appetit auf Absolute Return-Spezialisten APM.


Freitag, 6. Juli 2012

B A N K I N G / F O N D S : PA R K

financenet – 23

financenet@medianet.at

Globaler Kreditabbau Studie zeigt: Viele Banken knausern bei grenzüberschreitender Kreditvergabe; Auslandskredite deutlich zurückgefahren

CEE zeigt sich nicht beeindruckt Helga Kremer

Wien. Kredite werden abgebaut, internationale Banken reduzieren weiterhin ihre Auslandskredite. Am schärfsten agieren diesbezüglich die Briten und die Amerikaner; sie schränkten ihre Kreditvergaben am deutlichsten ein. In Zentral- und Osteuropa, wo sich viele Banken in ausländischer Hand befinden, zeigt sich dennoch keine Katerstimmung. „Der geringere Kreditabbau in CEE ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass österreichische Banken, die einen großen Teil der Finanzierung der Region zur Verfügung stellen, meist eng mit Deutschland verflochten sind und sich weniger stark über Großbritannien refinanzieren”, erklärt Juraj Kotian, Leiter CEE Makro/ Fixed Income Research bei Erste Group. „Zweitens konnten die CEE Volkswirtschaften dank ihrer nied-

Fenja Multi Strategy Police

rigeren Staatsverschuldung und der relativ geringen Größe ihres Bankensektors das Problem einer übermäßigen Finanzierung des Staates durch den Bankensektor vermeiden, das nun Ländern wie Griechenland und Spanien Kopfzerbrechen bereitet“, so Kotian weiter.

CEE: Im Auge des Sturms? Für die CEE-Region ist von Bedeutung, dass sich ihre zwei Haupthandelspartner Österreich und Deutschland am stärksten gegen den Trend eines globalen Rückzugs aus der Kreditvergabe gestemmt

haben. Obwohl die grenzüberschreitende Kreditvergabe in den Euro-Peripherie-Banken massiv reduziert wurde, verringerte sich die ausländische Bankenfinanzierung in CEE (außer in Ungarn) kaum. Die CEE-Länder profitieren jedoch auch davon, dass deutsche und österreichische Unternehmen zu ihren wichtigsten Investoren zählen, da deren Produktionen sehr konkurrenzfähig sind und die Unternehmen von dem Kreditabbau im Bankensektor am wenigsten betroffen sind. „Nach der Integration der neuen Mitgliedsstaaten in die EU stellten wir fest, dass asiatische Unterneh-

men in der Region zunehmend Fuß fassen; ihre Präsenz in der CEE-Region bietet bei günstigen Arbeitskosten einen perfekten Zugang zum gemeinsamen Konsummarkt der EU. Derzeit sind zwei der drei größten Exporteure in der Slowakei und in der Tschechischen Republik asiatische Unternehmen. Damit ist CEE nicht mehr ausschließlich die verlängerte Werkbank Deutschlands”, meint Erste Bank Analyst Kotian. Weiters wird erwartet, dass die asiatischen Firmen in den kommenden Jahren ihre Gewinne wieder in die CEE-Region reinvestieren werden.

© Erste Group

Immer mehr asiatische Unternehmen investieren und reinvestieren in Zentral- und Osteuropa.

Juraj Kotian, Leiter CEE Makro/Fixed Income Research bei der Erste Group.

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Gutes Halbjahr

Graz. Die Fenja Fund Multi Strategy Police, die auf dem Fenja-Fonds basiert, erzielte im Monat Juni wieder ein respektables Ergebnis: Er lieferte eine Performance von 1,09 Prozent. Das bringt die Rendite zum Halbjahr in Summe auf insgesamt 6,43 Prozent; das entspricht aufs Gesamtjahr hochgerechnet für Anleger sehr erfreulichen 12,86 Prozent p.a. „Das Fundament bilden automatisierte Handelssysteme. Mit der ‚Fenja Fund Multi Strategy Police’ profitieren Sie dann nachweislich von steigenden und fallenden Kursen“, meint Walter Kassegger, einer der Proponenten der Grazer Fenja-Handelssystemschmiede.

Plenum Life als Partner Die Grundlage der Fenja Fund Multi Strategy bilden, so Kassegger, eben diese verschiedene Handelssysteme, die dann nicht nur in den liquidesten Indices, sondern auch in Futures, Rohstoffen und verschiedenen Währungspaaren eingesetzt werden. Diese Strategien wurden in eine Versicherungsform, die Fenja Fund Multi Strategy Police, gegossen, die mit der liechtensteinischen Plenum Life entwickelt und angeboten wird. Fenja hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2004 auf die individuelle Strukturierung von Versicherungslösungen für die Kernmärkte Deutschland, Österreich und Schweiz spezialisiert. (hk)

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* Quelle: wien.arbeiterkammer.at/konsument, Juli 2011. Getestet wurden 40 Produkte von 19 Banken in Wien. Das Gratis-Gehaltskonto ist an keine weiteren Bedingungen wie Mindestumsatz oder Nutzung weiterer Bankprodukte geknüpft.

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i n s u r a n ce : watc h

24 – financenet

Freitag, 6. Juli 2012

financenet@medianet.at

Polisa-Übernahme Präsenz am Kernmarkt Polen wird ausgebaut, der Lebensversicherer soll weiteres Wachstum für die VIG bringen

VIG kauft polnischen Versicherer Gewinn des Versicherers stieg im 1. Quartal in Polen um mehr als zwei Drittel, Polen bleibt attraktiver Markt. Wien. Die Vienna Insurance Group AG (VIG) baut ihre Präsenz am polnischen Markt aus: Die Übernahme von 92% des polnischen Lebensversicherers Polisa-Zycie S.A wurde abgeschlossen. Am wichtigen polnischen Markt war man 2011 insgesamt schon auf Rang 4, in der Nichtlebensversicherung auf Rang 3. Mit der Polisa kommt jetzt ein Prämienvolumen von rund 27 Mio. € dazu.

Entwicklung des Landes würden dafür sprechen. Die Polisa mit Sitz in Warschau wurde im 1995 gegründet und hat 120 Mitarbeiter. Der Schwerpunkt des Produktportfolios liegt auf der Gruppenversicherung und bietet damit eine Ergänzung des Portfolios der VIG. Die Vertriebswege der Gesellschaft umfassen ein landesweites Maklernetzwerk, 16 Regionalbüros und 30 Vertretungsbüros.

© VIG/Ian Ehm

„Sehr attraktiver Markt“

Peter Hagen, CEO der VIG: „Die Präsenz in Polen wurde durch den Erwerb gestärkt.“

Netzwerk in CEE Die VIG hat ein breites Netzwerk in CEE entwickelt. Außerhalb des Stammmarkts Österreich ist sie in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Estland, Georgien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, der Slowakei, der Tschechischen Republik, der Türkei, der Ukraine, Ungarn und Weißrussland über Versicherungsbeteiligungen aktiv. Zudem bestehen Zweigniederlassungen der Wiener Städtische Versicherung in Italien und Slowenien sowie der Donau Versicherung in Italien. In Österreich ist man mit der Wiener Städtischen, der Donau Versicherung und der Sparkassen Versicherung vertreten. (red)

Starkes Plus in Polen

„Mit dem Erwerb der ‚Polisa‘ intensivieren wir unsere Präsenz auf dem wachstumsstarken polnischen Lebensversicherungsmarkt“, meint dazu Peter Hagen, CEO der VIG. „Polen ist und bleibt ein sehr attraktiver Markt für unseren Konzern.“ Die außergewöhnlichen Wachstumszahlen der VIG in den vergangenen Quartalen sowie die erfreuliche wirtschaftliche

Polen ist ein Kernmarkt der VIG: Im 1. Quartal 2012 erwirtschaftete sie in Polen Prämien von 319,6 Mio. €, ein Wachstum von 23,6%. Das starke Plus der Prämieneinnahmen von 64,9% in der Lebensversicherung zeigt ein großes Potential in diesem Segment. Der Gewinn (vor Steuern) stieg in Polen im Vergleich zur Vorjahresperiode

Vorsorgekassen Seit 10 Jahren gibt es Abfertigungsgesetz, nachhaltiges Investment setzte sich durch

short

Marktführer VBV feiert das 10. Jubiläum Wien. Die VBV Vorsorgekasse AG feiert gemeinsam mit dem Abfertigungsgesetz das 10-jährige Bestehen. Heute hat die VBV ein Veranlagungsvolumen von mehr als 1,6 Mrd. € und mehr als zwei Mio. Kunden. Damit ist sie Marktführer und liegt auch bei der Performance auf Rang eins.

Wien. Die Österreichische Beamtenversicherung (ÖBV) hat ihren medialen Auftritt erneuert: Das Unternehmensmagazin ÖBVaktiv präsentiert sich frisch gestaltet und die Internetseite ‚www.oebv.com‘ neu strukturiert. Beides wurde letzte Woche bei der Diskussionsveranstaltung „Staatsaufgaben heute und morgen“ präsentiert. Die ÖBV ist seit 117 Jahren der private Versicherungspartner für alle Bediensteten des öffentlichen Sektors. (red)

3% p.a. Rendite seit 2003 Etwas über 3% p.a. konnte die VBV seit 2003 erwirtschaften und hat damit im OeKB-Vergleich die beste Wertentwicklung bei der obligatorischen betrieblichen Altersvorsorge erzielt. Für das erste Quartal 2012 konnte ein Ergebnis von netto 2,09% erzielt werden. „Mittlerweile hat sich jedes dritte

Uniqa verkauft Mannheimer AG Wien. Der Verkauf der von Uniqa an der Mannheimer AG Holding gehaltenen Mehrheitsbeteiligung (rund 91,7%) an den Continentale Versicherungsverbund wurde vollzogen. Hintergrund des Verkaufs ist die Konzentration der Uniqa auf das Kerngeschäft in den Kernmärkten Österreich und CEE. In CEE will man verstärkt investieren, bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der Kunden auf 15 Mio. verdoppelt werden. (red)

Unternehmen in Österreich für die VBV entschieden“ freut sich Martin Vörös, Vorstand der VBV. Weitere 8.500 neue Unternehmen sind im 1. Quartal 2012 ihren Beitrittsvertrag bei der VBV dazugekommen.

Nachhaltiges Investment „Wir sind unseren Veranlagungskriterien trotz schwieriger Bedingungen stets treu geblieben“, meint Vorstandschef Karl Heinz Behacker. Ein Ethikbeirat erstellt Nachhaltigkeitskriterien, ein Nachhaltigkeitsbericht erfüllt die Erfordernisse der Global Reporting Initiative mit A+. Zum Firmenjubiläum gibt es eine neue Homepage: www.vorsorgekasse.at. (red)

© VBV Vorsorgekasse

ÖBV mit neuem Medienauftritt

VBV-Chef Karl Heinz Behacker: „Waren mit Nachhaltigkeit erfolgreich“.

Ergo Sachversicherung

Halbjahresbilanz Die Österreicher greifen immer öfter zur Kreditkarte

Johannes Hajek neuer Vorstand

card complete mit 12% Plus Wien. Die card complete Service Bank AG zieht eine positive Zwischenbilanz über das erste Geschäfts-Halbjahr 2012. Der Gesamtumsatz konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 um 12% auf 4,8 Mrd. € gesteigert werden. Die Gesamtanzahl der über card complete abgewickelten Transaktionen ist um rund 11% auf 49,2 Mio. angewachsen. Bei der Anzahl der ausgegebenen Karten konnte die

BA-Jugendkonto zieht zu Facebook um

1,2 Mio.-Marke erreicht werden.Das Kartengeschäft wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10% auf 2,2 Mrd. €, die Anzahl der Transaktionen mit card complete Karten stieg um 11% auf 20,8 Mio.

Zusatzleistungen punkten „Die Österreicher greifen immer öfter zur Karte“, meint Heimo Hackel, Vorstandschef bei card

complete. Insbesondere Zusatzleistungen wie Reise- und Reisestornoversicherung oder Meilensammelfunktion würden nachgefragt. Immer mehr Kunden entschieden sich auch ein Premium-Produkt (Platinum, Gold). So befindet sich die ‚Olympia Gold Card‘, die erste VISA-Kreditkarte Österreichs mit kontaktloser payWave-Zahlungsfunktion, bereits in über 20.000 Brieftaschen. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Austrian Airlines MasterCards (75% Anteil Platinum und Gold); Karteninhaber sammeln damit bei jedem Einkauf Prämienmeilen.

Wien. Johannes Hajek (58) ist neues Vorstandsmitglied der Ergo Austria International AG. Er ist für das Ressort Sachversicherung auf Holdingund operativer Ebene verantwortlich. Hajek war bis Juli 2011 Vorstandschef der Uniqa Sachversicherung. „Wir können seine Erfahrungen für die Entwicklung unseres Non-LifeGeschäfts sehr gut nutzen“, meint Ergo-Vorstand Elisabeth Stadler.(APA)

Heimo Hackel, Chef von card complete, ist zufrieden mit der Halbjahresbilanz.

Auch bei Zahlungsabwicklungen über Terminals gab es im ersten Halbjahr 2012 gegenüber 2011 ein Wachstum; der Gesamtumsatz der Transaktionen stieg hier um 13% auf rund 2,6 Mrd. €. Die Anzahl der Transaktionen stieg um 11% auf rund 28,4 Mio. „Unser Full-ServiceAngebot überzeugt ein breites Netz an Händlern, Hoteliers, Gastronomen usw.“, meint Hackel. (red)

© ERGO Austria

Terminalgeschäft wächst

© Card Complete

Wien. Das Jugendkonto der Bank Austria geht neue Wege: Das Portal ‚www.megacard.at‘ übersiedelt komplett auf Facebook (facebook.com/megacard). MegaCard-Usern wird auf Facebook Unterstützung in diversen Bereichen (Bewerbungscheck) und viel Unterhaltung (Veranstaltungen, Gewinnspiele) geboten. „Wir wollen Jugendliche auf Augenhöhe ansprechen und ihnen interaktiv Mehrwert bieten“, meint dazu Martin Nowicki, Marketingleiter der Bank Austria im Bereich Privatkunden und Klein- und Mittelbetriebe. (red)

um mehr als zwei Drittel auf insgesamt 16,3 Mio. €.

Johannes Hajek soll die Sachver­ sicherung bei der Ergo entwickeln.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 6. juLi 2012 – 25

financenetreal:estate eine legende geht

Markus Ertler, Eresnet, bringt SpezialHomepage zur N.Ö.-Immo-Suche  Seite 27

© CA Immo

© Foto Weinwurm

N.Ö.-Plattform

Wolfhard Fromwald, CA-Immo, geht in Rente, Florian Nowotny folgt  Seite 27

leitfaden was stiftungschefs dürfen © Alix Frank Rechtsanwälte

Zu wenig „Grün“ im Wohnungsangebot

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS

Wochentop Wochenflop

140,91 CWI SPI

5,05% 7,57% -0,14%

conwert Immofinanz CA Immobilien Anlagen Warimpex Atrium S Immo

7,57% 4,85% 4,70% 3,87% 2,18% -0,14%

glob. IMMO-FONDS

Defizit ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012: Ein Großteil der Österreicher würde für ein nachhaltiges Gebäude mehr bezahlen; das Angebot an einschlägigen ­Immobilien entspricht aber nicht den Konsumenten-Wünschen. Bei Förderungen oder Energieausweis gibt’s massive Informationsdefizite.  Seite 26

1-Monats-Performance per 4.7. Monatstop DWS Inv. RREEF 13,92% Monatsflop Europe Immo.Inv.-1,89% Top 5 Immofonds DWS Inv.RREEF As.Pac.Re. Est13,92% Henderson Asia-Pacific Prop 12,23% Invesco Asia Pac. Real Est. C 12,17% iShares STOXX A/P. 600 R.E. C12,09% Morgan Stanley Asian Property12,02% Flop 5 Immofonds Europa Immobilien Invest  CS WV Immofonds A Salus Alpha Real Estate T  Real Invest Europe A RP Glo. Real Estate T

Signa Deutscher Immobilienfonds mit 300 Millionen

Im August geht’s in Germanien los

-1,89% -0,04% -0,02% 0,00% 0,04%

© Signa Holding

27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

CERX (4.7.)

375,55

0,03%

bauMax Vorstand des Unternehmens aufgestockt

Michael Morgenroth, Signa: Fonds für Versicherer und Pensionsfonds.

Wien. Die Signa Holding des ­Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko, die im Vorjahr für die deutsche Warenhaustochter Kaufhof des Metrokonzerns mitbot, will nun einen deutschen Immobilienfonds mit einem Volumen von 300 Mio. € auflegen. Der Fonds soll im August starten, sagte Co-Geschäftsführer Michael Morgenroth. Signa will ihr Investitionsvolumen in Deutschland aufstocken und um 200 Mio. € Gewerbeimmobilien kaufen. Das Unternehmen besitzt Shoppingcenter in Düsseldorf und Wien und wäre auch am Berliner KaDeWe („Kaufhaus des Westens“) interessiert. (APA)

Martin Essl holt sich zwei Neue

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

IATX (4.7.)

© Panthermedia.net/Dmytro Demianenko

27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

Martin Essl stockt den Vorstand seiner baumax AG um zwei Mann auf.

Klosterneuburg. Der Vorstand der bauMax AG wurde jetzt erweitert. Neben Martin Essl als Vorstandsvorsitzenden, Hans-Jörg Greimel als Vorstand für Beschaffung und Logistik und Werner Neuwirth-Riedl als Vorstand für den kaufmännischen Bereich ergänzen zwei neue Mitglieder die Bereiche Vertrieb/Marketing bzw. Immobilien/Finanzen. Michael Hürter (49) übernimmt als Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden die Position des Vertriebsvorstands, Elmar Weinert (56) ist im Vorstand für Immobilien, Finanzierungen, Versicherungen und Recht verantwortlich. (ots)


i m m o : c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 6. Juli 2012

financenet@medianet.at

Studie ImmoNachhaltigkeit 2012 – Angebot an nachhaltigen Immobilien entspricht nicht Konsumentenwünschen

short

Beim Energieausweis viel zu wenig Information

Die „Brücke ins Nichts“ ist jetzt fertig

Der Großteil der Österreicher wäre bereit, für ein nachhaltiges Gebäude auch mehr zu bezahlen. Wien. 83% der österreichischen Konsumenten glauben, dass nachhaltige Gebäude in Zukunft mehr nachgefragt werden. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der „ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012“. Die Studie wurde initiiert von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI), Rhomberg Bau, dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI), Pro Projekt Baumanagement & Planung und wiko, unter dem Titel „Nachhaltige Immobilien – was sagt der Konsument?“ Basis ist eine von Karmasin Motivforschung unter 950 Konsumenten durchgeführte, telefonische Umfrage, repräsentativ für Österreicher ab 18 Jahre. Ergänzt wurde die Konsumentenumfrage durch eine Online-Befragung bei Wohnungssuchenden von Immobilien. net unter weiteren 482 Befragten. Erstmals wurde untersucht, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit für Konsumenten und Wohnungssuchende einnimmt. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für ihre eigene aktuelle Wohnsituation ist.

Regierungschef Dimitri Medwedew eröffnete die Russki-Brücke.

Wladiwostok. Verschwendung ist keine rein österreichische Tugend: Im Fernen Osten Russlands hat Regierungschef Dimitri Medwedew eine insgesamt drei Kilometer lange Schrägseilbrücke eröffnet. Sie verbindet die Stadt Wladiwostok am Pazifik mit der vorgelagerten Russki-Insel. Dort leben aber nur etwa 5.000 Menschen, doch im September soll ein Gipfel der Asiatisch-pazifischen Staaten (APEC) stattfinden – also musste eine Hunderte Mio. € teure Brücke her, die jetzt von Ministerpräsident Medwedew eingeweiht wurde. Nur wenige Kilometer weiter soll demnächst eine zweite gewaltige Hängebrücke über das „Goldene Horn“, die lange Hafenbucht von Wladiwostok, führen. Auch sie soll noch vor dem APEC-Gipfel eröffnet werden. (APA/rk)

ÖSW holt sich die Tegetthoff-Kaserne

Geld für Blue Buildings

© Luftbildservice/Redl SIVBEG

„Ein überraschendes Ergebnis ist die Tatsache, dass ein Großteil der Konsumenten bereit wäre, für ein ‚Blue Building‘ mehr zu bezahlen“, erklärt Philipp Kaufmann, Gründungspräsident der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI). „Dies jedoch nur dann, wenn nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Qualitäten wie Kostenfaktoren, Gesundheit

Marinekaserne Tegetthoff: bald Wohnraum direkt an der Donau.

v.li.n.re.: Alexander Ertler (Immobilien.net), Sophie Karmasin, Helene Fink (wiko), Philipp Kaufmann (ÖGNI).

und Lebensqualität gegeben sind.“ Bei Blue Buildings wird der gesamte Lebenszyklus von der Planung über die Bau- und Nutzungsphase bis zum Abbruch dokumentiert.

puncto Nachhaltigkeit ein besonders schlechtes Zeugnis ausstellen. Die Leute suchen nachhaltigen Wohnraum, das Angebot entspricht aber nicht ihren Anforderungen. Die Branche wäre gut beraten, mehr auf die Wünsche der Immobiliensuchenden einzugehen“, meint Alexander Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.net. Neben der finanziellen Gesamtbelastung durch Miete und Betriebskosten nennen die Wohnungssuchenden in erster Linie gesundheitliche Aspekte, die ihnen bei der neuen Immobilie wichtig sind.

Angebot entspricht nicht Deutlichen Verbesserungsbedarf orten die Befragten bei der Umsetzung des Themas ‚Nachhaltigkeit‘ in der Immobilienbranche. Im Vergleich zu Bio-Produkten im Supermarkt oder Ökostrom-Angeboten sieht nur ein Drittel der Befragten das Thema im Immobilienbereich gut verwirklicht. „Interessant ist, dass die derzeit Wohnungssuchenden – also jene Gruppe, die den besten Überblick über das Angebot hat – der Immobilienbranche in

Wenig Förder-Wissen 53% geben an, keine Förderungen für die Sanierung eines

Eigenheimes zu kennen, die Wiener schneiden mit 71% besonders schlecht ab. Darüber hinaus gehen nur 16% der Konsumenten und 21% der Wohnungssuchenden davon aus, dass ein Energieausweis für ihre Immobilien vorliegt. Die Studie bestätigt Praxis-Erfahrungen: Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist zwar gewünscht, das Wissen über mögliche Förderungen aber gleichzeitig gering; Helene Fink, wiko-Wien, fordert daher eine umfassende Informationskampagne. In puncto Energiegewinnung bevorzugen übrigens drei Viertel der Konsumenten die Nutzung von natürlichen Ressourcen – von der Sonne über Wasser bis zur Erdwärme.  (red)

Teuer Preisschub von bis zu zehn Prozent in London

Arnold Immobilien Region Prag bei Ausländern beliebt

London. Der Wohnimmobilienmarkt in London gehört zu den dynamischsten der Welt. Hochwertige Immobilien in der britischen Hauptstadt gelten nach wie vor als sicheres Investment. Niedrige Zinsen, eine steigende Inflationsangst, die Unsicherheit über die Zukunft des Euro und die bevorstehenden Olympischen Spiele in London im Sommer haben diese Tendenz heuer noch einmal verstärkt. „In allen bevorzugten Lagen ver-

Wien. Anfang vorigen Jahres gründete Arnold Immobilien, spezialisiert auf Immobilien-Investments, die erste Auslandsniederlassung in Prag. Nach einer knapp einjährigen Akquisitionsphase am tschechischen Immobilienmarkt konnten heuer die ersten fünf Zinshäuser erfolgreich vermittelt werden. Seit der Finanzkrise 2008 waren die Preise am Prager Immobilien Markt um rund 30% gesunken. Dieser Umstand macht die Region

Neubauprojekt One Hyde Park, Knightsbridge: 93.000 Euro pro Quadratmeter.

zeichnen wir eine gestiegene Nachfrage nach hochwertigen Wohnimmobilien. Aufgrund des sehr begrenzten Angebots registrieren wir in Einzelfällen Kaufpreisanstiege von bis zu zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, berichtet Alix McAlinden, Geschäftsführer von Engel & Völkers in London-Chelsea. In den vergangenen drei Jahren sind die Preise um ca. 23% gestiegen. Viele Vermieter sehen in der Kurzzeitvermietung während der Olympischen Spiele eine Chance. In Westlondon werden Wohnungen teilweise zu Mieten von 10.000 £ (rund. 12.500 €) pro Woche ausgeschrieben. Mit den Turbulenzen in der Euro-Zone nehmen Anfragen aus Europa deutlich zu. Die Käufer sind zu rund 60% Ausländer, die ihr Geld außerhalb der Eurozone anlegen wollen. In den Jahren 2010 und 2011 waren es besonders Griechen, darauf folgten Spanier und Italiener. Die bevorzugten Lagen in London sind Chelsea, Kensington, Knightsbridge und Belgravia; besonders gefragt sind hier Objekte ab drei Mio. £ (ca. 3,7 Mio. €) aufwärts. (rk)

© Arnold Immobilien

Wohnimmobilien im Olympiafieber Schwejk lockt mit fünf Prozent

© Engel&Völkers

Wien. Ein Bieterkonsortium unter der Führung des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW) konnte sich bei der Meistbieterermittlung für die Tegetthoff-Kaserne im Wiener 19. Gemeindebezirk entlang des Kuchelauer Hafens gegen sieben andere Konkurrenten durchsetzen. Das Konsortium sicherte sich diese für Wien außergewöhnliche Liegenschaft direkt an der Donau. „Wir freuen uns sehr auf die Umsetzung des Projekts ‚Wohnen am Wasser‘ – ein Thema, das in Wien vor allem im internationalen Vergleich bisher kaum realisiert werden konnte“, so ÖSW-Vorstand Michael Pech. Am Areal der Marinekaserne sollen frei finanzierte Eigentumswohnungen direkt an der Donau entstehen. Das unter Denkmalschutz stehende Mannschaftsgebäude der Marinekaserne wird durch einen Projektpartner, die PBE Immobilien, die auch die Kaserne Stockerau saniert hat, zu Wohnzwecken umgebaut. Die Gesamtfläche des Kasernenareals beträgt rund 34.000 m� und ist mit mehreren Gebäuden bebaut. Mit seiner Lage zwischen Wien und Klosterneuburg verfügt das Objekt über eine gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung. (red)

© Wiko/Leo Hagen

© epa

Reinhard Krémer

Prager Erfolge: Markus Arnold, Geschäftsführer von Arnold Immobilien.

Prag, die bei ausländischen Investoren besonders beliebt ist, noch zusätzlich attraktiv. Im Fokus stehen dabei besonders die Liegenschaften innerhalb des Gürtels, die über eine optimale Verkehrsanbindung verfügen. „Allerdings verzeichnen wir bei den typisch österreichischen Spezifika wie Mieterschutzgesetze und Friedenszins-Regelungen schon speziellen Erklärungsbedarf, da ähnliche Regelungen im Ausland völlig unüblich sind“, räumt Markus Arnold ein. In Tschechien beispielsweise müssen ab 2013 alle Altmieter einheitliche, marktkonforme Mieten bezahlen oder die Bestandseinheit aufgeben. Zudem gibt es auch keine vergleichbaren Weitergaberechte wie in Österreich. Die Prager Zinshäuser haben mit einer durchschnittlichen Rendite von rund fünf Prozent derzeit die Nase vorn. „Eine weitere Gemeinsamkeit ist ebenso unübersehbar, gilt doch der erste Prager Bezirk als mindestens genauso beliebt und im Wohnungseigentum nachgefragt wie der Wiener“, so Arnold.  (rk)


IMMO:MARKETS

Freitag, 6. Juli 2012

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Eresnet Unabhängiges Immobilienportal für Niederösterreich gestartet – geeignetes Suchinstrument für den Durchblick im Immodschungel

10.000 Objekte warten in NÖ

Die Nachfrage nach Immobilien im Wiener Umland steigt – gutes Preis-Leistungsverhältnis zieht Großstadtbewohner an.

Niederösterreich günstiger Der durchschnittliche Preis pro m� innerhalb des Gürtels in Wien (exkl. 1. Bezirk; Anm.) liegt bei 3.979 €, in Niederösterreich liegen die Durchschnittspreise für Wohneigentum zwischen 1.000 und 2.000 €. Mit Ausnahmen von Mödling, dem teuersten niederösterreichischen Bezirk mit ungefähr 3.000 € pro m�, zahlt man in

Österreichs größtem Bundesland weniger als die Hälfte als in den innerstädtischen Lagen in Wien. „Neben den Kosten sind auch gute Infrastrukturen für Verkehr, Bildung und Freizeit die entscheidenden Faktoren für einen Umzug in den Speckgürtel von Wien“, erklärt Ertler die Vorzüge der niederösterreichischen Gemeinden rund um die Bundeshauptstadt.

Neu: Eresnet-Portal für NÖ Wegen der stark gestiegenen Nachfrage hat sich Eresnet, Betreiber des führenden österreichischen Immobilienportals Immobilien.net, daher entschlossen, ein eigenes Suchportal für Niederösterreich zu schaffen – das größte Bundesland in Österreich erhält nach Wien seine eigene Immobilienplattform. Mit ‚niederoesterreich-immo. at‘ wird es für die Immobiliensuchenden einfacher, ihren Wunsch nach Wohnraum zu erfüllen. Neue Suchoptionen und auf die Wünsche der Niederösterreicher zugeschnittene Angebote kennzeichnen das neue Portal des Marktführers bei der Immobiliensuche in Österreich. In Niederösterreich gibt es den zweitgrößten Immobilienmarkt Österreichs, über 10.000 Objekte warten auf neue Mieter oder Käufer. In diesem Immobiliendschungel die Übersicht zu behalten, ist schwierig. Geeignete Suchin-

© Foto Weinwurm

St. Pölten. Immobilien in Niederösterreich werden immer beliebter. Nachfragestatistiken der Immobilienplattform Immobilien.net zeigen einen Anstieg der konkreten Wohnraum-Anfragen von knapp 20% gegenüber dem Vorjahr. Die beliebteste Immobilienart war das Haus im Eigentum mit etwa 40% der gesamten Nachfrage bei den Immobilienvermittlern. Vor allem der seit einigen Jahren sichtbare Trend zum Einfamilienhaus und der starke Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in Wien veranlassen viele Großstädter, sich im niederösterreichischen ‚Speckgürtel‘ rund um die Bundeshauptstadt niederzulassen. „Das Leben im ‚Speckgürtel‘ oder in Randbezirken von großen Städten wird für viele Menschen interessanter, weil sie dort noch ein vernünftigeres Preis-Leistungs-Verhältnis vorfinden“, ist Markus Ertler, Immobilienexperte und Geschäftsführer von Immobilien.net, überzeugt.

Markus Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.net: Neues Immobilienportal, das sich an User anpasst und weiterentwickelt.

strumente sind dafür notwendig. Genau in diese Bresche schlägt www.niederoesterreich-immo.at.

Kriterien zu suchen, die bisher nicht verfügbar waren. Durch eine leicht zu bedienende Suchmaske können individuelle Ausstattungswünsche wie Garten, Terrasse oder Garage berücksichtigt werden. Damit ist eine noch zielgenauere Suche möglich. Zusätzlich sollen weitere Auswahlmöglichkeiten speziell auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung abgestimmt in den kommenden Monaten verfügbar werden.

Individuelle Suchkriterien Wer künftig in Niederösterreich nach Immobilien sucht, kann auf ein bisher noch nicht dagewesenes Repertoire an Suchoptionen zugreifen. Mit niederoesterreich-immo. at ist es möglich, Immobilien nach

„Durch Feedback, Umfragen und Analyse der Suchabfragen werden wir die Wünsche der Immobiliensuchenden herausarbeiten und zur Weiterentwicklung von niederoesterreich-immo.at nutzen. So soll ein Immobilienportal entstehen, das sich an die User anpasst und dynamisch mit ihren Wünschen weiterentwickelt“, erklärt Markus Ertler den Fokus der neuen Suchplattform.  (ag/rk)

CA Immo Aufsichtsrat beschließt Generationenwechsel im Vorstand der CA Immo

© CA Immo

Fromwald geht, Nowotny kommt

Ex-Investmentbanker Florian Nowotny folgt auf die Legende Wolfhard Fromwald.

Wien. Paukenschlag bei der CA Immo: Florian Nowotny wird mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 in den Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG berufen und übernimmt die Leitung des Finanz-Ressorts. Nowotny (36) folgt damit auf den langgedienten Wolfhard Fromwald (60), der nach 23 Jahren als Vorstand der CA Immo mit Auslaufen seines Vertrages per Ende September 2012 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Fromwald hatte sich im Laufe der Jahrzehnte als einer der Masterminds der heimischen ImmoSzene etabliert. Er war am Wachs-

tum der CA Immo wesentlich beteiligt – das Unternehmen wurde 1987, zwei Jahre vor Fromwalds Einstieg, gegründet und entwickelt bzw. investiert in gewerbliche Immobilien (Schwerpunkt auf Büros) in Österreich, Deutschland und Osteuropa. Das gesamte Immobilienvermögen beläuft sich inzwischen auf rund 5,2 Mrd. €. Nowotnys Bestellung läuft bis Ende September 2015, auch die Verträge der Vorstände Bruno Ettenauer (CEO) und Bernhard H. Hansen (Chief Development Officer) wurden bis zu diesem Zeitpunkt verlängert. Diese Beschlüsse hat der Aufsichtsrat der CA Immo

PROMOTION

Neue LebensWerte vaten Eigenbedarf mit drei bis fünf Zimmern geplant. Die Freiflächen und die Räumlichkeiten sind großzügig definiert. Momentan befindet sich die neue Anlage im Zustand des Edelrohbaus.

Schlüsselübergabe im Herbst Die Fertigstellung bzw. Übergabe an die neuen Eigentümer wird Ende September/Anfang Oktober 2012 erfolgen. Der Verkauf läuft höchst zufriedenstellend. Wenige Appartements mit Dachterrasse, Balkon und/oder Garten sind noch verfügbar, heißt es seitens des Immobilienentwicklers.

SÜBA legt dabei höchsten Wert auf bleibende „LebensWerte“ – und damit einhergehend auf hohe Bauqualität und perfekte Ausführung. In einem weiteren Wien 23-Projekt im Ortsteil Atzgersdorf wird nach dem gleichen Prinzip verfahren. Das sogenannte Atzgersdörfl wird 26 Eigentumswohnungen in nahezu allen Größen bieten. Die Anlage im dörflichen Reihenhausstil soll sich harmonisch in die Nachbarschaft einfügen. Laut SÜBA können im Frühstadium noch fast alle Käuferwünsche einfließen. Eine Vormerkung für das Projekt kann über www.sueba.at erfolgen.

Investmentbanker folgt Florian Nowotny ist bereits seit 2008 in der CA Immo Gruppe tätig. Neben seiner Funktion als Head of Capital Markets der CA Immo Gruppe war Florian Nowotny zuletzt auch Mitglied des Vorstands der Tochtergesellschaft Europolis AG sowie Geschäftsführer des CA Immo New Europe Property Funds. Vor seinem Eintritt in die CA Immo Gruppe war er fast zehn Jahre im Investmentbanking in Wien und in London. (rk/ag)

22 Eigentumsappartements im Grünen: Neues Immobilien-Projekt der SÜBA in Wien-Mauer.

© SÜBA (2)

Wien. In Mauer, dem schönsten Teil des 23. Bezirks, wächst ein weiteres Projekt der SÜBA heran. Die 22 Eigentumsappartements mit Tiefgaragenparkplatz sind auf zwei modern gestaltete Häuser in absoluter Grünruhelage in der Kanitzgasse aufgeteilt. Nahe dem Maurer Hauptplatz bietet das Projekt „DueVille23“ zudem eine optimale Infrastruktur-Anbindung. Von den Dachgeschoßwohnungen aus hat man herrliche Aussichten auf das Anningergebirge. Die SÜBA verspricht Lebensqualität pur! In „DueVille23“ wurden hauptsächlich Wohnungen für den pri-

in seiner letzten Sitzung in Wien gefasst.

PROJEKT „DUEVILLE 23“ IN WIEN-MAUER 1230 Wien, Kanitzgasse 14–16

Kontakt/Infos:

• 22 Eigentumsappartements • Großzügige Freiflächen • 22 Tiefgaragenplätze • Fertigstellung Herbst 2012

Tel: +43 (0)1/580 10 20 Weitere Infos unter: www.sueba.at


immo:markets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 6. Juli 2012

financenet@medianet.at

Produktionswert Öffentlicher Sektor liegt bei Bautätigkeit mit 732,5 Mio. Euro um 1,4 Prozent über dem Vorjahr

short

Hoch- und Tiefbau legen im 1. Quartal kräftig zu

Charmante Wohnungen von Salzburg Wohnbau Salzburg/Wien. Nach zwölf Monaten Bauzeit stellte die Salzburg Wohnbau in der Tennengauer Gemeinde Golling im dritten Bauabschnitt eine Wohnanlage fertig. Auf einem 2.500 m� großen Grundstück entstanden insgesamt 24 geförderte Mietkaufwohnungen. „Die Wohnanlage punktet besonders durch die schöne ruhige Lage nahe dem Ortszentrum“, erklärt Christian Struber, Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau. Nach Fertigstellung der letzten Bauetappe stehen nun in neun Objekten insgesamt 122 Wohnungen zur Verfügung. (fh)

Auftragsbestände im Hoch- und Tiefbau verzeichnen per Ende März Steigerung von 30,9 Prozent. Fritz Haslinger

Wien. Nach Berechnungen der Statistik Austria haben in der Berichtsperiode Jänner bis März 2012 die österreichischen Hochund Tiefbauunternehmen einen Bauproduktionswert von 2,3 Mrd. € erwirtschaftet – ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011.

ELK Passivhaus setzt auf Loxone-Technologie

Martin Öller: „Steuerungslösungen sorgen für Energieeinsparungen.“

Öffentlicher Sektor mit Plus Für die insgesamt negative Entwicklung im Tiefbau ergibt sich folgendes Bild: Die Sparte „Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt“ mit einem Minus von 22,1%, der Bereich „Bau von Bahnverkehrsstrecken“ Minus 10,3 Prozent, „Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau“ ein Minus von 6,5 Prozent und die Sparte „Tunnelbau“ musste mit einem Minus von 2,6 Prozent leben. Positive Impulse hat es andererseits in den Sparten „Bau von Straßen“ (+15,6%), „Wasserbau“ (+13,5

Prozent) und im Bereich „Brückenund Hochstraßenbau“ mit einem Plus von 6,3 Prozent gegeben. Für den öffentlichen Sektor habe der Produktionswert der Bautätigkeit mit 732,5 Mio. € ein Plus von 1,4 Prozent ergeben, so die Statistik Austria. Mit einem Anteil von 52,9% an der Gesamtinvestitionssumme der öffentlichen Hand im Bau lag der Tiefbau mit 387,6 Mio. € deutlich über dem Hochbau mit einem Volumen von 314,5 Mio. €. Während der Tiefbau in der Berichtsperiode Jänner bis März 2012 gegenüber der Vergleichsperiode 2011 ein Minus von 4,6% einstecken musste, konnte der Hochbau mit einem Plus von 9,5% reüssieren. Vor allem in den Teilsparten

„Wohnungs- und Siedlungsbau“, „Brücken- und Hochstraßenbau“ sowie im Bereich „Bau von Straßen“ seien Zuwächse im Engagement der öffentlichen Hand zu verzeichnen gewesen. Regional betrachtet haben Vorarlberg, Salzburg und die Steiermark mit positiven Zahlen von 22,4%, 13,0% beziehungsweise 9,8 Prozent das Feld angeführt. Negative Ergebnisse habe es für Tirol (-1,9 Prozent), Kärnten (-3,1 Prozent) und das Burgenland mit -7,2 Prozent gegeben.

insgesamt 8,4 Mrd. € ausgewiesen, bestätigt Statistik Austria. Das ist gegenüber der Vergleichsperiode 2011 ein Plus von 30,9%. Der größte Anteil des gesamten Auftragspols-ters entfalle auf den Tiefbau (4,8 Mrd. €), wobei der Anstieg im Wesentlichen auf die Umstrukturierung von Unternehmen und der damit verbundenen Änderung des wirtschaftlichen Schwerpunkts vom Hoch- zum Tiefbau zurückzuführen sei. Im Hochbau hätten die Auftragsbestände mit 3,6 Mrd. € und 42,4% des gesamten Auftragsvolumens um 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Regionale Spitzenreiter waren Kärnten, Salzburg, Burgenland, Steiermark und Wien.

Auftragsbestände positiv Mit Ende März 2012 hätten die österreichischen Bauunternehmen (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von

Grundsteinlegung Headquarter am Hauptbahnhof

City Box-Kette mit niederländischem Objekt aufgestockt

Wien. Mit der Grundsteinlegung habe man den Startschuss für das neue Erste Group Headquarter am Standort des künftigen Hauptbahnhofs vollzogen. Für Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Group, verkörpert das neue Headquarter die Erfüllung des Wunsches, dass „wir unseren Mitarbeitern einen zentralen Standort anbieten können und unsere Zeit nicht mehr zwischen den verschiedenen Büros verbringen müssen“. Derzeit sei das Finanzinstitut auf

Wien. Mitte Juni hat die Immofinanz Group durch den Kauf eines Objekts im niederländischen Den Bosch ihr Selfstorage-Portfolio erweitert. Die Immobilie werde in einem nächsten Schritt in die erfolgreiche City Box-Kette des Unternehmens integriert, heißt es seitens der im Leitindex ATX der Wiener Börse gelisteten Immobiliengesellschaft.

Neuer Standort für Erste Group

20 verschiedene Standorte in Wien aufgeteilt. „Der ‚Erste Campus‘ wird aber auch Teil der Zukunft Wiens sein“, sagt Erste Group-Vorstandsmitglied Herbert Juranek. Auf 117.000 m� Bruttogeschoßfläche sollen rund 4.500 Arbeitsplätze neuen Raum finden und der Grünraum des Schweizergartens werde mit seinem 7.500 m� großen Landschaftsgarten eine Verbindung zwischen Grün- und Büroflächen schaffen. (fh)

© Zoom Visual Project

Wien. In der „Blauen Lagune“ in Vösendorf wurde das erste Passivhaus als umfassendes „Smart Home“ ausgestattet. Dabei setzt ELK auf die bewährte Technologie des in Kollerschlag, Oberösterreich, ansässigen Hightech-Unternehmens Loxone Electronic GmbH. Neben einfacher Beleuchtungs-, Heizungs-, Kühlungs-, Beschattungs- und Multimediasteuerung mittels iPad oder Smartphone punkte die innovative Haustechnik im Bereich Energieeffizienz. Passivhäuser seien Gebäude, die extrem niedrige Energiekosten verursachen; so dürfe etwa der Heizwärmebedarf (HWB), auch Energiekennzahl (EKZ) genannt, 15 kWh/m� nicht überschreiten. „Erst intelligente Steuerungsmöglichkeiten ermöglichen eine wirklich effiziente Umsetzung von Energieeinsparungen. Neben der richtigen Ausrichtung des Hauses, Dämmung und korrekten Dimensionierung von Heizung und Kühlung lassen sich durch Smart Home Anwendungen deutliche Einsparungen bei Strom und Heizung realisieren“, erläutert der LoxoneGeschäftsführer Martin Öller das Konzept. Neben Energieeffizienz legt ELK bei ihrem neuen Passivhaus-Projekt Wert auf Design und praktische Bedienung. Mittels Smartphone, iPad oder PC lassen sich alle Anwendungen simpel steuern. Durch die Änderung der Farbbeleuchtung können unterschiedliche Stimmungen erzeugt werden, und durch ein ausgeklügeltes Multimedia-Konzept lässt sich unterschiedliche Musik in den einzelnen Räumen übertragen. Sensoren orten, ob jemand anwesend ist, können automatisch Beleuchtungen ein- und ausschalten und per Einbindung von Wetterprognosen lassen sich Heizverläufe optimieren. (fh)

Die Produktionswerte am Bau entwickelten sich im ersten Quartal erfreulich; die Öffentliche Hand gab ordentlich Geld aus.

„Erste Campus“: wichtiger Impuls für Wiener Wirtschaft, 15 Minuten ins Stadtzentrum.

Immofinanz erweitert Selfstorage

fünf Jahren bereits mit City Box in den Niederlanden erfolgreich unterwegs. Mit dem Ankauf der Den Bosch-Immobilie werde dieses Unternehmensportfolio um einen attraktiven Standort südlich von Amsterdam ergänzt und biete sowohl Privat- als auch Geschäftskunden auf 700 Einheiten rund 5.000 m� Lagerfläche. Mit derzeit 24 Anlagen im Großstadtumfeld sei City Box in den Niederlanden einer der führenden Anbieter. (fh)

Optimale Objektintegration „Wir sind laufend in unseren Märkten unterwegs und evaluieren spannende Kaufobjekte. Mit der Übernahme einer bestehenden Selfstorage-Immobilie in Den Bosch haben wir ein Objekt akquiriert, das sich optimal in unsere in den Niederlanden bestens etablierte City Box-Kette eingliedern lässt und diese weiter aufwertet. Für uns war unter anderem entscheidend, dass wir den Betrieb unmittelbar übernehmen und dadurch die bestehenden Synergien zeitnah heben können“, erklärt Manfred Wiltschnigg, Mitglied des Vorstands der Immofinanz Group. Die Immofinanz Group ist seit

© Immofinanz Group

© Loxone

Während im Hochbau insgesamt 1,5 Mrd. € (+11,6 Prozent) erzielt werden konnten, sei im Tiefbau mit 713,7 Mio. € ein Minus von 4,7 Prozent zu verdauen gewesen. In den Zahlen seien die Daten des Baunebengewerbes nicht berücksichtigt, heißt es seitens der Statistik Austria. Der Anstieg im Hochbau zeigt folgende Entwicklung: Wohnungsund Siedlungsbau mit Plus 19,5%, Industrie- und Ingenieurbau Plus 11,7 Prozent, Sonstiger Hochbau mit Plus 7,7 Prozent und die Teilsparte Adaptierungsarbeiten im Hochbau mit einem Plus von 2,4 Prozent.

© panthermedia.net/Bernd Leitner

Ambivalente Entwicklung

M. Wiltschnigg: „Bedarf für leistbare und sichere Zwischenlagerung steigt“.


l aw & o r d e r

Freitag, 6. Juli 2012

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Privatstiftungsrecht Das Privatstiftungsgesetz ist 10 Jahre alt, das Thema der Haftung bleibt aktueller den je

short

„Stiftungsvorstand haftet“

Schönherr berät OMV Petrom bei Verkauf Wien. Schönherr hat OMV Petrom SA beim Verkauf ihres 99,99%-Anteils an der Petrom LPG SA an die rumänische Crimbo Gas International SRL beraten. OMV Petrom SA ist der größte Erdöl- und Erdgasproduzent in Südosteuropa. Das an der Bukarester Börse notierte Unternehmen zählt zur OMV Gruppe, die einen 51,01%-Anteil hält. Über die Höhe der Transaktion haben die involvierten Parteien Stillschweigen vereinbart. (red)

Die angespannte wirtschaftliche Situation könnte Stiftungsvorstände verstärkt in Bedrängnis führen.

Sparsam vorgehen Für die Mitglieder des Stiftungsvorstands normiert das Privatstiftungsgesetz, dass diese ihre Aufgaben „sparsam“ und mit der

steht aber keine Erfolgshaftung. Der Sorgfaltsmaßstab, der für die Stiftungsmitglieder gilt, dürfe allerdings nicht überspannt werden, so Frank-Thomasser. Dem Stiftungsvorstand müsse noch ein Ermessungsspielraum zukommen, der dann relevant wird, wenn sich beispielsweise ein Geschäft für die Privatstiftung möglicherweise als positiv erweist, so die Anwältin.

Geltendmachung

Alix Frank-Thomasser: Erhöhter Sorgfaltsmaßstab für den Stiftungsvorstand.

Sorgfalt eines „gewissenhaften Geschäftsleiters“ zu erfüllen haben. „Damit hat der Gesetzgeber die Anforderungen an den Stiftungsvorstand der gesellschaftsrechtlichen Verantwortung von Organmitgliedern einer Kapitalgesellschaft nachempfunden. Die Mitglieder des Stiftungsvorstands haben sich demnach wie ein ordentlicher und gewissenhafter Unternehmer in verantwortlicher leitender Position, bei selbstständiger Wahrneh-

mung fremder Vermögensinteressen zu verhalten“, erklärt FrankThomasser.

Pflichtverletzung: Haftung Gemäß § 29 PSG haftet jedes Mitglied des Stiftungsvorstands der Privatstiftung für den aus der schuldhaften Verletzung seiner Pflichten entstandenen Schaden. Schon leichte Fahrlässigkeit begründet die Ersatzpflicht, es be-

Schadensersatzansprüche gegenüber Stiftungsorganen habe grundsätzlich der Stiftungsvorstand als Vertreter der Privatstiftung durchzusetzen. Das gelte auch innerhalb des Vorstandskollegiums, „was bedeutet, dass die übrigen Vorstandsmitglieder verpflichtet sind, Schadensersatzansprüche der Stiftung gegen schuldige Vorstandskollegen geltend zu machen“, so Frank-Thomasser. „Der Stiftungsvorstand unterliegt einem erhöhten Sorgfaltsmaßstab und hat ausschließlich die Interessen der Stiftung an der Erfüllung des Stiftungszwecks im Sinne der Vorgaben des Stifters in den Stiftungsurkunden zu fördern. Umso wichtiger ist die sorgfältige Gestaltung von Stiftungsurkunden. Gelingt dem Stiftungsvorstand der Beweis, dass er eine Entscheidung unter Beachtung der vorstehenden Grundsätze getroffen hat, so kann ihn eine Haftung nicht treffen“, so Frank-Thomasser. (red)

Drei neue Partner bei TaylorWessing e|n|w|c © TaylorWessing e|n|w|c Rechtsanwälte

© Alix Frank Rechtsanwälte

Wien. Das Privatstiftungsrechtgeht ins zweite Dezennium. Nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise und der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Situation können Entscheidungen des Stiftungsvorstands verstärkt auf Kritik stoßen. „Dies betrifft vor allem Stiftungsvorstände einer unternehmensleitenden Privatstiftung“, so die Wiener Rechtsanwältin Alix Frank-Thomasser, Partnerin bei Alix Frank Rechtsanwälte. Inwieweit der Stiftungsvorstand haftet, ist grundsätzlich im Privatstiftungsgesetz (§ 29) geregelt, so Frank-Thomasser. „Primär besteht die Haftung der Mitglieder des Stiftungsvorstands in der Verpflichtung zum Schadenersatz. Abgesehen von der zivilrechtlichen Haftung kann es aber auch zu einer strafrechtlichen Haftung der Stiftungsvorstandsmitglieder kommen“, erklärt Frank-Thomasser und verweist auf einige Beispiele, wie Verstöße gegen die Strafbestimmungen des § 41 PSG (unrichtige Darstellung des Vermögensbestands der Privatstiftung; unrichtige Auskünfte), gegen das Finanzstrafgesetz oder gegen die Krida-Tatbestände.

Petra Laback ist neue Partnerin bei TaylorWessing e|n|w|c in Wien.

Wien. TaylorWessing e|n|w|c hat drei neue Partner ernannt. Petra Laback unterstützt ab sofort als neue Partnerin das Team in Wien, Agnieszka Deeg und Przemyslaw Walasek jenes in Warschau. Weiteres Wachstum an den TaylorWessing e|n|w|c Standorten sei bereits geplant, heißt es seitens der Kanzlei. (red)


 

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