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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 4. Mai 2012 – 35

Der durchblicker.at ist Online-Makler und Vergleichsplattform und baut aus  Seite 39

25. April 2012 - 2. Mai 2012

Wochentop Wochenflop

Die Versicherungsberatungsfirma setzte 2011 dank Solvency II 47% mehr um Seite 40

honorare vdh macht stimmung mit app

Steuerschonend: Kunst, Gold, Fondspolizzen

ATX

ATX (Schluss 2.5.) 2.103,86

arithmetica wächst stark

© VDH

© J. Pletterbauer

web-makler durchblicker

© Arithmetica

financenet 0,31%

Do&Co 9,54% Zumtobel -4,59%

Top 5 ATX Prime Do&Co Palfinger Century Casinos BWT Scheller-Bleckmann

9,54% 8,00% 6,00% 4,80% 4,55%

Flop 5 ATX Prime Zumtobel Warimpex Österr. Post Agrana Strabag

-4,59% -4,49% -3,79% -2,20% -2,14%

DAX

DAX (Schluss 2.5.) 6.710,77

-0,03%

Wochentop Volkswagen Vz 12,84% Wochenflop Münchener R. -6,17% Top 5 DAX Volkswagen Vz Adidas Fresenius SE Beiersdorf BMW

12,84% 7,45% 4,84% 2,22% 1,99%

Flop 5 DAX Münchener Rückversicherung -6,17% Dt. Bank -6,08% BASF -5,95% MAN -3,79% Siemens -2,24%

inhalt

Capital:Markets > vestas schockt mit ­Gewinnwarnung

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Fonds:Park > Pioneer Investments Austria sezt weiter auf Garantien 37 > Blackrock plant Produkt mit chinesischem Staatsfonds 37 Banking > BCG: Klassisches Investmentbanking ist passé 40 > Eurozone: Kreditvergabe lahmt, Sparquote steigt 40 Insurance:Watch > VBV erringt zum zweiten Mal ÖGUT-Gold  40

© Erste Bank; Ernst & Young/Andi Bruckner; Panthermedia.net/Ivan Mikhaylov

25. April 2012 - 2. Mai 2012

Steuerschlinge zieht sich zu Nur mehr wenige Investments sind von der Vermögenszuwachssteuer ausgenommen. Experten wie Thomas Wilhelm (re.) von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei Ernst & Young und Ronald Stöferle (Erste Bank) erklären, wie man steuerschonend agieren kann.  Seite 36


c a p i tal : m a r ke t s

36 – financenet

Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

kolumne

Wer greift das heiße Eisen an?

Vermögenszuwachssteuern Nach den gesetzlichen Änderungen gibt es weiterhin steuerfreie Anlagemöglichkeiten

Steuerfreie Ertragschance Fondsanlage im Versicherungsmantel bleibt steuerfrei – die Versicherer wittern verstärkten Absatz. zeigt die mittelfristige Analyse deutliche Steigerungen: in den Jahren 2000 bis 2010 plus 18,8% p.a., 2011 ein Plus von 12% und heuer schon eine Steigerung von 5%. Ganz allgemein hätten Edelmetallinvestements, vor allem in Gold und Silber, an breiter Akzeptanz gewonnen, so Stöferle.

kurt sattlegger

Vestas Wartung belastet

Hoher Verlust im Quartal

Kopenhagen. Beim dänischen Hersteller von Windanlagen, Vestas, reißt die Serie der Hiobsbotschaften nicht ab. Zum Jahresauftakt stand erneut ein dickes Minus in den Büchern. Der Verlust fiel dabei deutlich höher aus als von Experten erwartet. Auch der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück. Zudem müssen 376 Windräder des Typs V90-3.0 MW überprüft und möglicherweise noch einmal gewartet werden. Dies werde das Ergebnis mit bis zu 40 Mio. € belasten. Vestas prüft, ob ein Teil davon auf die Lieferanten abgewälzt werden kann. Und das US-Geschäft steht auf dem Prüfstand – die Entwicklung eines neuen Produkts geht langsamer vonstatten als geplant. So wies das EBIT in den ersten drei Monaten 2012 ein Minus von 245 Mio. € auf (viermal so viel wie im Gesamtjahr 2011). Dank Gewinnen aus Finanzgeschäften und Steuererträgen stand unter dem Strich ein Minus von 162 Mio. €. (ag/lk)

Vorteil für Zertifikate Noch eine Änderung sieht Wilhelm durch die neue steuerliche Situation: Zertifikate werden im Vergleich attraktiver. Ihre Erträge sind zwar von der Vermögenszuwachssteuer nicht ausgenommen, aber sie wird erst am Veranlagungsende

Steuerfreie Fondsgewinne Wie lassen sich hierzulande noch steuerfreie Erträge erwirtschaften? „Die Suppe wird langsam dünn“, meint Thomas Wilhelm, Steuerexperte bei Ernst & Young in Wien. Eine Möglichkeit, aus Aktien und Anleihen zu profitieren, ohne dafür Steuer zu zahlen, blieb aber unangetastet: Fondsgebundene Lebensversicherungen. Die Erträge bleiben in allen Phasen und auch bei der Auszahlung am Ende der Laufzeit von der Vermögenszuwachssteuer verschont, und zwar auch dann, wenn man während der Laufzeit das Investement umschichtet. Die Ersparnis gegenüber einer eigenen Fondsveranlagung kann daher beträchtlich sein. Es fällt lediglich die altbekannte „Eintrittsgebühr“ in Form der vierprozentigen Versicherungssteuer an. Voraussetzung für die steuerschonende Fondsveranlagung: Es braucht einen Versicherungsmantel mit mindestens 5% Versicherungskomponente. Einen Wermutstropfen mutet der Gesetzgeber aber auch hier zu: Die Mindestbindefrist wurde von 10 auf 15 Jahr erhöht. „Man erkauft sich die Steuerfreiheit durch eine sehr lange Laufzeit“, so Wilhelm. Trotzdem ist das ein klarer Vorteil für Lebensversicherungen, die ja in letzter Zeit nicht im Ruf berauschender Rendite standen. Dies soll nun nicht dazu verleiten, die Verwaltungsgebühren bei Polizzen ganz außer Acht zu lassen. Die Versicherer reagieren bereits: Skandia Austria bewirbt sein Produkt „Grand Select“ offensiv mit dem Steuerargument. Geboten wird die Auswahl und der freie Wechsel bei mehr als 130 Fonds. Die Kosten sollen erst bei der Auszahlung fällig werden, was zu Beginn hohe Fondswerte ermöglichen soll, meint Michael Witsch, Vertriebsleiter bei Skandia. Neben den Versicherern werden wohl auch jene Branchen profitieren, die physische Wertgegenstände anbieten: Uhren, Schmuck, Autos, Wein und natürlich Kunst. Hier gilt weiterhin eine einjährige Spekulationsfrist, danach sind Wertsteigerungen steuerfrei, erklärt Wilhelm.

Kunst: Bewusste Investoren Es sind dies Anlageformen, die seit der Finanzkrise ohnehin schon erhebliche Steigerungen verzeichnet haben. So verzeichnet das Kunst-Auktionshaus Kinsky in Wien laut Sprecherin Iris Gradenegger „seit Lehmann Brothers Höchstrekorde“ bei den Auktionen. Spätestens mit 2009 seien die Umsätze gestiegen, neue Käuferschichten tauchen auf. Besonders gefragt sei zeitgenössische Kunst, Käufer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren schlagen hier zu. Dabei falle auf, dass sich

„Fondsveranlagungen, die in einem Versicherungsmantel stecken, profitieren von der neuen steuerlichen Situation.“ Thomas Wilhelm Ernst & young

Profiteure: Kunsthandel, Edelmetallinvestments, Zertifikate, Geschlossene Fonds.

die Kunden vermehrt zuerst darüber informierten, welche Maler ein besonderes Wertzuwachspotenzial haben und sich dann ein Bild des Künstlers aussuchen, das ihnen gefällt. Also nicht mehr reine Kunstsammler und -liebhaber, sondern bewusste Investoren.

Edelmetalle locken Kunden Auch bei Edelmetallen hat „das generelle Interesse in den letzten Jahren stark zugenommen“, beobachtet Erste Group Analyst Ronald Stöferle. Auch hier ändert sich das

fällig. Bis dahin kann – anders als bei individueller Veranlagung – innerhalb eines aktiv gemanagten Zertifikats die Veranlagung immer wieder geändert werden, ohne dass jeweils Steuer auf die Gewinne anfällt. Dadurch kann der Gewinn am Ende höher sein, weil mehr Kapital in der Ansparphase zur Verfügung steht. Und schließlich könnten Geschlossene Immobilienfonds profitieren: Durch Doppelbesteuerungsabkommen sind weite Teile der Gewinn hierzulande steuerfrei.

Kundenverhalten: „Es geht weg von prozyklischen Panikkäufen, hin zu sukzessiver Akkumulation, durchaus im Sinne des Sparens.“ Das heißt, die Kunden – in diesem Bereich eher die älteren Generationen – begreifen Gold und Silber als Langzeitinvestement. „Es kommt ein Versicherungsaspekt zum Tragen, den hat es vor ein paar Jahren in diesem Bereich nicht gegeben“, meint Stöferle. Und die Aussichten bleiben ja nicht schlecht. Obwohl etwa Gold von seinen Höchstkursen im letzten Jahr einiges nachgegeben hat,

Standard Life YouGov-Studie: „Befragte von Performance enttäuscht“

„Die klassische LV ist ein Auslaufmodell“

Wien. Die klassische Lebensversicherung ist einer Studie zufolge ein Auslaufmodell. 63% von rund 1.000 befragten Österreichern sind überzeugt, dass eine klassische Lebensversicherung nicht für die Vorsorge ausreicht, ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov AG im Auftrag des britischen Lebensversicherers Standard Life. Das Vorsorgeprodukt sei jahrzehntelang aufgrund der Garantien ein gefragtes Instrument zur finanziellen Absicherung gewesen. Der garantierte Rechnungszins sinke jedoch seit Jahren kontinuierlich und betrage seit April 2011 nur noch 2,0 Prozent.

Funktionsweise von Lebensversicherungen unklar Von der Performance der Vorsorgeprodukte sind die Österreicher ebenfalls enttäuscht. 40% der Befragten haben mit einer höheren Wertentwicklung ihrer Altersvorsorgeprodukte gerechnet. 34% zeigen sich mit der Performance größtenteils zufrieden, positiv überrascht ist hingegen nur ein Prozent. Sieben Prozent kennen die Wertentwicklung nicht; das wird darauf zurückgeführt, dass sich die Mehrheit der Österreicher ungern mit ihrer Zukunftsabsicherung auseinandersetzt. Im Hinblick auf ihre persönliche Altersvorsorge sind die Befragten verunsichert: 31% wissen nicht, ob sie im Alter finanziell abgesichert sein werden, zuversichtlich gaben sich 28%. Vielen sei auch die genaue Funktionsweise von Lebensversicherungen unklar, meint Sven Enger, CEO Standard Life Deutschland & Österreich. Standard Life bietet die neue Fondspolizze „Maxxellencxe Invest“ an. Mit dem „Capital Security Management“ werde anhand eines Trendfolgesystems das Portfolio auf Einzelfondsbasis analysiert. So könne man dann auch auf kostspielige Garantien verzichten.  (ag/lk)

© Standard Life/APA-Fotoservice/Rastegar

V

iel ist derzeit von der gesellschaftspolitischen Aufgabe der Versicherungungen die Rede. Interessanterweise kommen Redebeiträge dazu in erster Linie von den Assekuranzen selbst. Jüngstes Beispiel: Die britische Standard Life, die auch hierzulande aktiv ist. Man wolle auf die drohende Altersarmut aufmerksam machen – und ihr entgegenwirken. Die Botschaft wird freilich nicht ganz uneigennützig verbreitet. Aber einiges gilt es aufzugreifen – dies geht vor allem an Menschen in politischen Funktionen: Laut Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov AG unter der heimischen Bevölkerung ab 18 Jahren würden mehr als 45 Prozent auf das Auslangen der zu erwartenden Pension vertrauen und erst dann mehr investieren, wenn das Pensionsalter näherrückt. Schlechte Strategie: Denn dann ist es oft zu spät, mit den erzielbaren Prämienzahlungen oder Sparraten noch eine vernünftige Summe hinzubekommen. Eine staatliche Einheitsrente, wie sie in Deutschland diskutiert werde, sei nicht finanzierbar, so Standard Life. Und: Viele Menschen wüssten nichts mit der Demografiefrage (zu wenige Beitragszahler für zu viele Pensionsbezieher) anzufangen. Transprarenz, Wahrheit tun bitter Not. Dies geht an die Adresse aller: an die Politik und die Versicherer (Stichwort Kosten; siehe dazu auch S. 38).

© APA/Christoph Griessner

LINDA KAPPEL

Wien. Neue Immobiliensteuer, generelle Besteuerung von Aktiengewinnen: So ziemlich alle Einkunftsmöglichkeiten sind jetzt steuerpflichtig. Die Ausnahmen sind überschaubar, aber interessant: einerseits physische Gegenstände, andererseits könnte eine Branche von den Veränderungen profitieren: die Versicherer.

Standard Life-Manager Sven Enger, Bernhard Fasching und Claus Mischler.


f o n d s : pa r k

Freitag, 4. Mai 2012

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financenet@medianet.at

Pioneer Investments Austria Unternehmensanleihenfonds stärker gefragt; längerfristig steigende Nachfrage nach Fondssparplänen erwartet

„Trend zu Garantiefonds hält an“ Wien. „Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat zweifellos dazu geführt, dass bei sehr vielen Anlegern das Bewusstsein über mögliche Risiken bei der Veranlagung gestiegen ist. Es werden – noch mehr als früher – Veranlagungen mit möglichst geringem Risiko nachgefragt. Dem tragen wir unter anderem dadurch Rechnung, dass wir derzeit gerade wieder einen neuen Garantiefonds auflegen“, erklärt Werner Kretschmer, CEO Pioneer Investments Austria (PIA). Der neue PIA Garantiebasket kann während der Zeichnungsfrist bis Mitte Juni erworben werden. Die Kombination aus „interessanten Ertragschancen und dem ,Sicherheitsnetz‘ einer Kapitalgarantie bei überschaubarer Laufzeit erfreut sich ungebrochener Beliebtheit“, heißt es bei PIA. Das Bedürfnis nach möglichst großer Sicherheit in der Veranlagung werde noch lange bestehen bleiben,

Blackrock Fonds mit CIC

Pakt mit China

San Francisco/Peking. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock plant gemeinsam mit dem Staatsfonds China Investment Corp (CIC) die Gründung eines Fonds, um gemeinsam in der Volksrepublik und auch außerhalb des Landes zu investieren. Die beiden Fonds sollen, anfänglich vor allem in chinesische Unternehmen investieren, die ihre Produkte auch in China verkaufen, zitiert die Agentur Bloomberg einen Insider. Eine andere Insiderquelle, din in der Financial Times zitiert wird, spricht davon, dass ein weiterer Fokus des Fonds auf Firmen außerhalb von China gerichtet ist, die Technologien und Ressourcen besitzen, die nützlich für das Land sind. Geführt werden soll das Gemeinschaftsunternehmen von Liu Erfei, bisher bei der BoA-ML. (red)

Templeton CEE günstig

Europa-Aktien

© Franklin Templeton

London. Europäische Aktien stellen gerade wegen der Staatsschuldenkrise eine gute Kaufgelegenheit dar. Davon geht Mark Mobius, Executive Chairman der Templeton Emerging Markets Group, aus. „Wir bauen die Zukäufe bei diesen Aktien aus“, sagte er gegenüber Bloomberg. Aktuell würden sich vor allem in den Schwellenmärkten in CEE günstige Chancen bieten. Der MSCI Emerging Markets Europe Index weist ein KGV von 6 auf, der MSCI EM Index 10,5. (red)

Mobius: „Europa-Aktien wegen der Schuldenkrise gute Kaufgelegenheit“.

erwartet Kretschmer. Die Suche nach interessanten Erträgen mit möglichst überschaubarem Risiko habe aber auch zu verstärkter Nachfrage nach Fonds geführt, die in Unternehmensanleihen investieren. Der PIA Euro Corporate Bond war zuletzt von Morningstar sowohl in Deutschland als auch in Österreich als bester Fonds seiner Kategorie ausgezeichnet worden, betont Kretschmer. Vielen Anlegern erscheine das Risiko in dieser Assetklasse vertretbar, jedenfalls in Form von Fonds, bei denen durch Streuung das Risiko reduziert werde. Schon seit Längerem fährt die

UniCredit-Tochter bei den Vertriebspartnern das Konzept der Schwerpunktfonds für Retailanleger. Dabei handelt es sich um eine Auswahl von fünf bis sechs Fonds aus der Fondspalette, die für besonders interessant gehalten werden. Diese Fonds werden besonders intensiv mit Informationsunterlagen serviciert. Die Fondsauswahl werde regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Damit erhalte man eine übersichtliche und kompakte Grundlage für Entscheidungen bei der Veranlagung; mit den Fonds können individuell gewichtete Kundenportfolios zusammengestellt werden.  (lk)

© Pioneer Investments Austria

Neuer PIA-Garantiebasket der UniCredit-Tochter in der Zeichnungsphase.

W. Kretschmer: „Langfristig hohes Potenzial sehen wir auch bei Emerging Markets.“


f i n a n z di e n s t l e i s t e r

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Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

Zwei Superior-Fonds unter den Besten Wien. Mit dem „Superior 2 – Ethik Mix“ an zweiter Stelle und dem „Superior 3 – Ethik“ an zehnter Stelle finden sich gleich zwei Fonds aus der Superior-Fondsfamilie der rein nachhaltig orientierten Schelhammer & Schattera KAG unter den zehn besten nachhaltigen Mischfonds Deutschlands im 1. Quartal 2012. Dies berichtet „ecoreporter.de“ in seinem jüngsten Newsletter. (red)

Indonesiens Haushalt im Gleichgewicht

Falle: Unkalkulierbarkeit

Umstellung auf Honorarberatung käme allen Beteiligten zugute; Produktgeber beginnen umzudenken. Wien. Auf die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit der Honorarberatung für Vermögensberater weist Dieter Rauch, Geschäftsführer des Verbund Deutscher Honorarberater (VDH), hin. Der VDH ist seit einiger Zeit auch in Österreich in Sachen Honorarberatung aktiv. Leiterin der Partnerbetreuung des VDH, Verbund der Honorarberater Österreich, ist Claudia Hiergeist. Gemäß einer Umfrage aus dem Vorjahr unter deutschen und österreichischen Finanzberatern kommen diese auf einen durchschnittlichen Stundensatz auf den Gesamtprovisionsumsatz, den sie erbringen, von 61 €. Sie bräuchten aber mehr als das Doppelte, rechnet Rauch vor. Mit einem Deckungsbeitrag über alle Kundenschichten von 146 € gehe sich lediglich eine halbe Stunde Beratung je Kunde im Jahr aus. Rauch: „Das ist der Grund, warum Provisionsberater neue Produkte verkaufen müssen.“

Kennzahlen-Kalkulator Bei einer durchschnittlichen Abschlussprovision von 1.509 € müsse mit dem Neugeschäft auch die Betreuung des Bestandskundenstocks mitverdient werden. „Das heißt: Nicht die Qualität führt zu einem schlechten Beratungsergebnis, sondern der wirtschaftliche Druck“, so Rauch. Die provisionsbasierte Vermittlung von Finanz-

schub bei den Produkten bringen, sind Rauch und Hiergeist überzeugt. Denn bei zwei gleich guten Produkten würde nicht mehr jenes empfohlen, wo mehr Provision herausschaut, sondern das passendere für den Kunden. Sie orten eine zu-

„In der Regel führt nicht die Beratungsqualität zu einem schlechten Ergebnis, sondern der wirtschaftliche Druck.“ dieter rauch geschäftsführer vdh

Rauch: „Auf dem Handydisplay sieht der Verbraucher die Durchschnittsprovisionen.“

produkten lohne sich in den meisten Fällen weder für den Kunden noch für den Vermittler. Ein vom VDH eigens entwickelter Kalkulator gebe anhand der anonymen Eingabe der UnternehmensKennzahlen Beratern eine aussagekräftige Auswertung ihrer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung. Zudem sehen Rauch und Hiergeist bei Provisionsberatern vielfach mangelhafte Kenntnis über ihre Produktivität; diese werde

häufig zu hoch eingeschätzt. Der Vorteil der Honorarberatung: „Der Berater weiß, wie hoch sein Erlös im Jahr ist.“ Denn während der Honorarberater bei jeder Beratungstätigkeit nach Aufwand vergütet wird, ist dies beim Provisionsberater bis zu einem etwaigen Abschluss noch ungewiss, der betriebswirtschaftliche Apparat sei unkalkulierbar. Die Abschaffung von Provisionen würde gleichzeitig einen Qualitäts-

sehende Bereitschaft bei den Produktgebern, umzudenken. Beratern stellt der VDH eine neue, kostenlose App für iPhone und iPad zur Verfügung. Damit ließe sich beim Kunden zeigen, dass die vorgeblich kostenlose Finanzberatung bei Provisionsberatung eben nicht kostenlos ist. Am Handydisplay sieht der Verbraucher den Branchen-Durchschnittswert der entsprechenden Abschlussprovision für alle Arten von Produkten.

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Demner, Merlicek & Bergmann

Den Haag/Jakarta. Indonesien ist eines der wenigen Schwellenländer, das sich fallweise einen wirtschaftspolitischen Patzer leisten kann, meint MaartenJan Bakkum, Global Emerging Markets-Stratege bei ING IM, in einem Marktkommentar. Das Parlament in Jakarta habe gegen eine Erhöhung der Benzinpreise gestimmt. Mit der Anhebung sollte das Haushaltsdefizit unter dem gesetzlichen Schwellenwert von drei Prozent gehalten und mehr Spielraum für Infrastrukturinvestitionen geschaffen werden. Das Nein erfolgte seitens der Opposition, die wohl schon Wahlkampf betreibe. Während andere Schwellenländer mit hohen Haushaltsoder Leistungsbilanzdefiziten kämpfen, sei Indonesiens Volkswirtschaft im Gleichgewicht.

VDH Provisionsbasierte Vermittlung lohnt sich nicht; neue App soll Vergleichbarkeit mit Provisionsberatung herstellen

© VDH

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financenet@medianet.at

durchblicker.at 250.000 Personen vergleichen jeden Monat die Preise und Konditionen von Versicherungen und Energieanbietern

Plattform wird weiter ausgebaut Vergleichs- und Maklerportal plant Erweiterung um Angebote aus der Banken- und Telekombranche. Wien. Seit der GrĂźndung im Februar 2010 hat sich die Plattform www.durchblicker.at stark am Markt etabliert. 250.000 Privatpersonen lassen sich dort jeden Monat die gĂźnstigsten Angebote in verschiedenen Versicherungssparten berechnen oder den billigsten Strom- oder Gasanbieter ermitteln. Und nicht wenige schlieĂ&#x;en Ăźber die Plattform auch gleich ihren Vertrag ab.

Plattform und Makler durchblicker.at versteht sich als Preisvergleichsplattform, die helfen soll, die Fixkosten zu senken, erklärt GeschäftsfĂźhrer Reinhold Baudisch. Allerdings kann man Ăźber die Plattform auch gleich den Vertrag abschlieĂ&#x;en – Durchblicker tritt dann als Makler auf. Wie viele Kunden dann auch wirklich abschlieĂ&#x;en, mĂśchte Baudisch nicht sagen, nur so viel: „Es ist ein niedriger Prozentwert der Vergleichsrechnungen.“ Gemessen an der hohen monatlichen Berechnungszahl, sollte das doch einen erklecklichen Wert ergeben.

einem 23-Jährigen keine Kfz-Versicherung zu verkaufen, aber eben bei Weitem nicht in allen Fällen. Oder: Ist es wirklich klug, Kaskoversicherungen nur fßr sehr junge Autos anzubieten, wenn man damit ein Marktsegment liegen lässt? Geboten werden Vergleiche neben dem gefragtesten Bereich Kfz auch in den Sparten Haushalt, Rechtsschutz, Leben und Fahrrad. Weitere Angebote im Versicherungsbereich sind geplant.

Bausparen bricht ein Auch Bausparprodukte sind ßber Durchblicker erhältlich und hier

sieht Baudisch eine recht dramatische Entwicklung: Während die Anbieter nach Kßrzung der Bausparprämie von einem Rßckgang von 20% sprächen, verzeichnet die Plattform einen Rßckgang von 75% bei den Berechnungen der Interessierten.

Informationsmittel Die MĂśglichkeiten, die die Plattform bietet, wĂźrden inzwischen in der Branche rege genĂźtzt, meint Baudisch. Einerseits wĂźrden viele Kunden eben nicht Ăźber die Plattform abschlieĂ&#x;en, sondern mit dem Angebot beim Versiche-

rer auftauchen, „oder sie gehen in die nächste Zulassungsstelle und kaufen das“. Andererseits gebe es auch Hinweise, dass gewerbliche Anbieter Durchblicker nutzen, um einen Ăœberblick Ăźber den Markt zu gewinnen: „Das dĂźrfte in einigen Bereichen schon Standard sein“, meint Baudisch.

Expansion in Bankenbereich Die Plattform wird weiter ausgebaut. In absehbarer Zeit sollen auch Angebote aus dem Bankenund Telekombereich vergleichbar sein. Ein Zinsen-Vergleichsrechner sollte bald online gehen.

Š Jßrgen Pletterbauer

kurt sattlegger

Reinhold Baudisch, Geschäftsfßhrer von durchblicker.at.

Versicherungsberatung Das ist denn auch die eine Einkunftsart des Geschäftsmodells, so Baudisch. Man sieht sich aber auch als Dienstleister fĂźr Versicherungen: „Wir sammeln viele Daten Ăźber unsere Kunden und kĂśnnen Anbieter daher beraten, wie sie sich attraktiver darstellen kĂśnnen und welche Produkte funktionieren und welche nicht“, so Baudisch. Etwa indem man noch etwas Rabatt gibt oder nicht mutwillig Kundenbereiche ausschlieĂ&#x;t: „Versicherer schenken viele Kundenkontakte und AbschlussmĂśglichkeiten her, indem sie zu restriktive Annahmekriterien haben“, meint Baudisch. So gebe es in manchen Fällen durchaus gute GrĂźnde,

Kredite Trotz Geldspritzen

Vergabe lahmt

Berlin/Frankfurt. Trotz der Geldspritzen der EZB kommt die Kreditvergabe in der Euro-Zone nicht in Schwung. Die Banken vergaben im März nur 0,6% mehr Darlehen an Firmen und Privathaushalte als im Vorjahr. Im Februar erreichte das Plus noch 0,8%. Der Grund fĂźr die schwache Zunahme ist nach Expertenmeinung die geringe Nachfrage. „Viele Haushalte, aber auch Firmen halten sich zurĂźck“, sagt Peter Vanden Houte von Global Economics ING.  (ag)

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Š dpa/Arne Dedert

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financenet@medianet.at

BCG-Studie empfiehlt Umdenken Die meisten Investmentbanken erzielen nur noch halb so viel Rendite wie früher

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Investmentbanker: Gute, alte Zeit endgültig passé

Recommender-Gala am 22. Mai 2012

Wien. Makroökonomische Unsicherheit, neue Kapitalauflagen und negative Berichterstattung haben das Investmentbanking stark beeinträchtigt. Um Erträge und Renditen wieder auf Vorkrisenniveau zu steigern, müssen sich Investmentbanken entscheiden, welche Aktivitäten sie zukünftig verfolgen wollen – und zugleich einen stärkeren Fokus auf die Bedürfnisse ihrer Kunden legen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Tough Decisions and New Directions: Global Capital Markets 2012“ der Boston Consulting Group (BCG). Die meisten der führenden Investmentbanken erzielen heute eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) von sieben bis zehn Prozent – das entspricht der Hälfte des historisch erreichten Niveaus und der von Investoren langfristig erwarteten Werte, so BCG.

Wien. Die Kundenbefragung für den „Recommender Award 2012“ ist abgeschlossen und ausgewertet – nun lädt der Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) zur Präsentation der Sieger auf der Recommender-Gala am 22. Mai. Der Recommender misst die Weiterempfehlungsbereitschaft der österreichischen Bank-, Versicherungs- und Bausparkassenkunden. Heuer erfolgt die Wertung erstmals auf Basis von 7.000 Interviews, durchgeführt im 1. Quartal 2012 vom Marktforschungsinstitut Telemark Marketing. Die großflächige Erhebung erlaubt es dem FMVÖ bereits das 6. Mal, die besten Banken und Versicherungen sowie die beste Bausparkasse in sechs Kategorien auszuzeichnen. Verbunden damit ist die Vergabe des Gütesiegels. (red)

Die Durststrecke Eine Rückkehr zu Eigenkapitalrenditen von 15% oder mehr sei nur dann möglich, wenn die Banken geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihre Erträge zu steigern, Kosten zu kontrollieren und ihre Kapital- und Liquiditäts­mittel genauer zu steuern. „Wir gehen davon aus, dass alle Investmentbanken, unabhängig von ihrer Größe, der regionalen Aufstellung und Ausrichtung, ihre Profitabilität und Eigenkapitalrendite wiedererlangen können – trotz der enormen Herausforderungen, die sie bewältigen müssen”, sagt Robert Grübner, BCG-Partner und Mitautor der Studie. „Doch nicht alle Marktteilnehmer werden sich behaupten können. Es gilt, klare Entscheidungen hinsichtlich Kunden, Märkten, Assetklassen und Produktportfolios zu treffen.”

MBA: Retail in Banking and Financial Industry Wien. Die Ama Graduate School der Universität Bologna und die UniCredit laden am 7. Mai um 17 Uhr in die Bank AustriaFiliale Wien, Stephansplatz 2, zur Präsentation des MBALehrgangs „Retail in the Banking and Financial Industry“, der heuer zum 5. Mal stattfindet. Dabei stehen hochkarätige Ansprechpartner wie UniCredit-Generaldirektor Roberto Nicastro zur Verfügung. (red)

VBV erringt zum 2. Mal Gold bei der ÖGUT

Investmentbanker-Mekka Wall Street: „Können nicht länger in allen Bereichen aktiv sein, wie es früher häufig der Fall war.“

Investmentbanken müssen zunächst die Segmentierung ihrer Kundengruppen und das Volumen, das sie in den kommenden Jahren anstreben, definieren. Nach den Ergebnissen der Studie werden künftig rund 70% des Handels­ volumens elektronisch von Flow Providers abgewickelt; diese können durch Skaleneffekte eine Profitabilität erzielen, die fast wieder auf Vorkrisenniveau liegt. 20% des Handelsvolumens werden von Relationship Experts getrieben – Banken, die ihre Organisation angepasst haben, um sich voll auf die Kunden­bedürfnisse zu konzentrieren. Dazu zählen Handelsaktivitäten, die weiterhin manuell durchgeführt werden müssen. Die übrigen zehn Prozent

© VBV-Mitarbeitervorsorgekasse

Die neue Konkurrenz Laut BCG-Studie werden darüber hinaus zwei weitere Ansätze an Bedeutung gewinnen: Category Killers, wie z.B. Hedgefonds, die direkt mit Principal Traders hinsichtlich High-Alpha-Anlagestrategien in Konkurrenz treten, sowie führende Energieunternehmen, die mit Rohstoffen handeln. Versorger, die sich auf Bereiche wie ClearingServices, Backoffice-Funktionen oder Risiko­modellierung fokussie-

Zuwächse 47,35 Prozent mehr Umsatz für Berater

Luxemburg/Brüssel. Die Sparquote der privaten Haushalte in der Eurozone ist im vierten Quartal 2011 auf 13,7% gestiegen. Im dritten Quartal hatte sie 13,5% betragen. In der EU27 ist die Sparquote noch deutlicher nach oben gegangen – von 11,2 auf 11,8%, geht aus den jüngsten Daten von Eurostat hervor. Die höchste Sparquote im Euroraum seit 2000 hatte es im ersten Quartal 2009 mit 15,9% gegeben. Danach ging es bergab bis auf 13,5% im vierten Quartal. Seitdem

Wien. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 unterstrich die Rolle der arithmetica als führender Dienstleister in der Versicherungs- und finanzmathematischen Beratungsbranche: Das Tochterunternehmen der Wiener Städtische Versicherung AG konnte den Umsatz im vergangen Jahr um 47,35% steigern und somit den positiven Trend der letzten Jahre fortsetzen.

hat sich die Lage wieder stabilisiert bzw. leicht gebessert. In der EU-27 war im letzten Jahrzehnt im zweiten Quartal 2009 mit 13,9% der Höchstwert erreicht worden. Bis zum dritten Quartal 2011 ging es bis auf 11,2% bergab, nun ging es wieder aufwärts. Das real verfügbare Einkommen nahm dagegen im Euroraum im vierten Quartal 2011 um 0,4% ab. Da die realen Konsumausgaben um 0,7% sanken, kam es zu einer Erhöhung der Sparquote. (ag)

© Birgit H./pixelio.de

Wien. Die Vorsorgekasse AG (VBV) erhielt zum 2. Mal in Folge das Nachhaltigkeitszertifikat „Gold-Standard“ der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT). Dies bestätige die Vorbildfunktion in Nachhaltigkeit und Umweltschutz. „Wir tragen hohe Verantwortung für unsere Kunden und setzen seit unserer Gründung auf eine nachhaltige, auf Sicherheit und Stabilität ausgerichtete Veranlagungsstrategie“, so Vorstand Heinz Behacker. Entscheidend für die Auszeichnung waren die vorbildliche und transparente Kommunikation, die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit im Veranlagungskonzept und deren Umsetzung, heißt es.

ren, werden Teile der Wertschöpfungskette übernehmen. „Wenngleich keiner dieser Ansätze für sich genommen innovativ ist, können Banken nicht länger in allen Bereichen aktiv sein, wie es früher häufig der Fall war. Sie müssen sich entscheiden, welches Geschäftsmodell sie primär verfolgen wollen”, so BCG-Partner Grübner. Investmentbanken können eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um ihre Erträge zu steigern, z.B. durch eine kundenfokussierte Strategie, indem sie das Potenzial schnell wachsender Märkte nutzen oder indem sie ihre Kernkompeten­ zen in aussichtsreichen Bereichen stärken. Auch Kostensparen und Entschuldung stehen auf der Liste der Maßnahmen weit oben. (gst)

Mehr gespart Sparquote in Eurozone stieg auf 13,7%

Weniger reale Konsumausgaben

VBV-Vorstandschef Heinz Behacker: „Wir tragen Verantwortung.“

werden auf Principal Traders entfallen, die bereit sind, signifikante und langfristige Risiken zu tragen; sie werden Transaktionen vorwiegend illiquider Vermögenswerte übernehmen.

Eurozone: Die Sparquote steigt, aber das real verfügbare Einkommen sinkt.

arithmetica profitiert von Solvency II nie, die 2013 in Kraft treten soll. „Das Thema ‚Solvency II‘ beschäftigt natürlich die Unternehmen. Je näher der Roll-out Termin kommt, desto eher setzen sich unsere Kunden mit der Umsetzung auseinander. Das nächste Jahr wird spannend und herausfordernd“, so Krischanitz. Betriebliche Altersvorsorge und die Sparte „pensions“ blieben auf dem Vorjahresniveau, heißt es weiter. (red)

„Große Herausforderung“ Christoph Krischanitz, Geschäftsführer der arithmetica: „2011 war für die österreichische Wirtschaft wieder eine große Herausforderung. Schuldenkrise und hohe Spannungen am Finanzmarkt prägten die vergangenen Monate. Die Unternehmen erkennen in solchen Zeiten den Wert von qualitativer und hochwertiger Beratung. Daher konnten wir unsere Position weiter untermauern und ein großes Wachstum verzeichnen.“ Besonders die Sparte „insurance“ konnte mit einem Zuwachs von 103% die größte Umsatzsteigerung erzielen, heißt es. Der Grund dafür ist die neue Solvency II-Richtli-

© Arithmetica

FMVÖ-Vizepräsident Josef Redl lädt zur „Recommender-Gala 2012“.

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

© FMVÖ/Kurt Keinrath

Neue Krisen und neue Konkurrenten drücken auf Erträge – neuer Fokus und Kostensparen nötig.

Christoph Krischanitz, Chef der Wiener Städtische-Tochter arithmetica.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 4. MAI 2012 – 41

© Sabine Sommer

die big hat es nicht eilig

Beim staatlichen Immo-Riesen steht keine Privatisierung unmittelbar an  Seite 44

© Peter Schmidt

financenetreal:estate mächtige ratingagenturen

Expertendiskussion beim 10. Finance & Ethics Kongress über Ratingagenturen  Seite 46

berlin ca immo ­gestaltet die stadt mit © CA Immo

Fertigteilhäuser wieder im Aufwärtstrend

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IMMO-AGS

IATX (Schluss 2.5.) 148,92 Wochentop Wochenflop

© Archiv ELK Fertighaus; Kreutzer Fischer & Partner; Griffnerhaus

25. April 2012 - 2. Mai 2012

1,21%

CA Immo 4,32% Warimpex -4,49%

CA Immobilien Anlagen S Immobilien  conwert  Immofinanz Atrium Warimpex

4,32% 1,63% 0,63% 0,57% -0,66% -4,49%

IMMO-FONDS

Erstmals seit drei Jahren wächst der Markt wieder Laut Marktbeobachter ­Andreas Kreutzer (li.) stieg die Nachfrage nach Fertighäusern in 2011 gegenüber 2010 um sechs Prozent. Vor allem Passivhäuser waren gefragt, bestätigt die ELK­Gruppe, Thomas Lenzinger (GriffnerHaus) setzt auf Energiemanagement. Seite 42

1-Monats-Performance (per 2.5.) Monatstop DWS Invest RREEF 5,37% Monatsflop EasyETF EPRA € -3,38% Top 5 Immofonds DWS Invest RREEF AsPac. Real5,37% E&G Fonds Property Asia 5,22% First State Global Property 5,15% Nordea 1 Global Real Estate 4,91% Lacuna US REIT 4,71% Flop 5 Immofonds EasyETF EPRA Eurozone ESPA Stock Europe-Property AXA Aedificandi D Dis  3 Banken Immo Strategie iShares FTSE/EPRA Europe

Gagfah Käufer für 38.000 Wohnungen gesucht

Paketverkauf in Dresden als Option

-3,38% -3,38% -3,18% -2,89% -2,46%

© Bildpixel/pixelio.de

25. April 2012 - 2. Mai 2012

CERX (Schluss 2.5.) 415,5

0,00%

Gagfah hatte sich 2006 verpflichtet, 35.000 Einheiten 10 Jahre zu halten.

Mühlheim/Dresden. Die dem US-Finanzinvestor Fortress gehörende deutsche Immobilienfirma Gagfah erwägt den Verkauf aller ihrer Wohnungen in Dresden. Entsprechende Medienberichte bestätigte das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage. „Wir bewirtschaften, kaufen und verkaufen Wohnungen, das ist ein ganz normales Business. Verkauf ist immer und überall eine Option“, hieß es. Dem Vernehmen nach ist die Investmentbank Leonardo mit der Suche nach einem Käufer der rund 38.000 Wohnungen, die mit knapp 1,8 Mrd. € in den Büchern stehen, beauftragt. Der Dresdner Stadtrat muss noch zustimmen.

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42 – financenetreal:estate

Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

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Marktanalyse der Fertighausbranche Nach drei negativen Jahren wächst die Fertighausbranche wieder

Fertighäuser sind zurück Fertighausquote zwar nur bei 25 Prozent, aber Passivhäuser werden zunehmend wichtiger Motor. Wien. Nach drei Jahren mit rückläufigen Verkaufszahlen, befeuert von einer rasch wachsenden Anzahl von Baubeginnen bei Ein- und Zweifamilienhäusern, drehte der Markt für Fertighäuser 2011 endlich wieder auf Wachstumskurs. Die Nachfrage wuchs um +6,3% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 4.168 Häuser. Dies ergibt die aktuelle Marktanalyse von Kreutzer Fischer & Partner. Im Gegensatz zum Fertighaus-Verband erfasst diese ausschließlich Ein- und Zweifamilienhäuser, die auf Grundstücken der Bauherren errichtet werden, also keine Reihenhäuser oder Bauträger-Projekte und keine Objektgebäude (Mehrfamilienhäuser, Nicht-Wohnbau).

Quote erreicht Tiefpunkt Nichtsdestotrotz sank die Fertighausquote nach neuer Berechnungsart auf 25,7%, den niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Bislang stellte die Fertighausquote den Anteil der Fertighäuser an den Baubeginnen von Ein- und Zweifamilienhäusern insgesamt dar. Infolge der steigenden Bedeutung von Reihenhäusern, vor allem aber von Bauträgerprojekten (Ein- und Zweifamilienhäuser auf Bauland des Bauträgers) werden diese von nun an vor Berechnung der Quote zum Abzug gebracht. Demnach stieg die Anzahl der Baubeginne von Einfamilien- & Zweifamilienhäusern im Jahr 2011 um 10,5% im Vergleich zu 2010. Gleichzeitig wuchs aber auch der Anteil von Reihenhäusern und von Bauträgern errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern von 14,6% auf 15,9% aller Baubeginne. Der „freie“ Häuslbauer-Markt wuchs daher etwas langsamer als die Baubeginne insgesamt um 8,8% gegenüber 2010 auf 16.221 Häuser. Verantwortlich für die anhaltend rückläufige Fertighausquote sei zum einen die in den letzten Jahren steigende Bedeutung von handwerklich errichteten Einfamilienhäusern, entweder als Massivbau oder in Holzbauweise mit einem mehr oder weniger geringeren Grad der Vorfertigung, als dies

© Archiv ELK Fertighaus

Makler der Woche: IMMOPLEX

Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Fischer & Partner: „Passivhäuser sind eine Chance für die Fertighausindustrie.“

die einschlägige Norm definiert. Dies allein mit einem steigenden Bedürfnis nach Individualität der Bauherren zu erklären, greift jedoch zu kurz, bauen doch praktisch alle Fertighausanbieter auch nach individuellen Plänen. „Vielmehr ist dies eher die Folge eines Vertrauensverlustes in die Fertighausbranche insgesamt, nach den zum Teil spektakulären Pleiten der letzten Jahre, wie beispielweise Hansa-Haus, Kampa oder Romberger“, erklärt Andreas Kreutzer von Kreutzer Fischer & Partner. Zum anderen haben die Fertighausanbieter ihr Portfolio sukzessive ausgebaut und in den Bereichen Mehrfamilienhäuser, NichtWohnbau oder Dachausbauten erweitert. „Durch diese prinzipiell richtige Diversifikation wird aber gleichzeitig auch der Verkaufsdruck vom klassischen EFH in Fertigteilbauweise genommen, wodurch Platz für neue Anbieter geschaffen wird“, so Kreutzer. Aufgrund steigender Material-

preise, aber auch eines zunehmend höheren Ausstattungsstandards steigt der Durchschnittspreis pro Haus im Jahr 2011 um +4,3% gegenüber 2010 auf 157.000 € exkl. Mehrwertsteuer. Infolge erhöht sich der Marktumsatz um 10,9% auf aktuell 656 Mio. €.

Chance: Passivhäuser Maßgeblich trage dazu auch der rasch steigende Anteil von Häusern in Passivhaus-Standard bei. Gegenüber 2010 stieg die Nachfrage um mehr als 200% auf nunmehr 214 Häuser. „So wie bei Niedrigenergiehäusern könnte die Fertighausbranche zur Speerspitze für die Verbreitung des Passivhaus-Standards werden. Darüber hinaus kommt der Architekturstil, der gewöhnlich mit Passivhäusern verbunden ist, der Fertighausindustrie entgegen, falls sie es versteht, Standardisierungen zu entwickeln, die den Vorstellungen der Konsumenten entsprechen und sie diese dann konsequent umsetzt.

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short

© Manwalk/pixelio.de

UBS sieht Gefahr einer Blase in der Schweiz

In vier Jahren 20% teurer: Preise der Eigenheime im mittleren Segment.

Zürich. Die Gefahr für eine Immo-Blase in der Schweiz ist weiter gestiegen. Der entsprechende Index der Bank UBS kletterte im ersten Quartal 2012 um 0,15 auf 0,95 Punkte. Damit liegt er nur noch knapp unter der Schwelle zur Risiko-Zone. Laut UBS könnten Preissteigerungen noch einige Jahre anhalten. (ag)

Insofern ist das Passivhaus eine zweite Chance für die Fertighausindustrie, nun tatsächlich mit industriell gefertigten Standardmo-

„Die Fertighausbranche könnte zur Speerspitze für die Verbreitung des PassivhausStandards werden.“ Andreas Kreutzer

dellen zu reüssieren“, so Kreutzer. Bis zum Jahr 2013 erwartet Kreutzer Fischer & Partner einen Marktanteil des Passivhauses am Fertighausmarkt von gut 15%.  (ast)

anbieter

Trends Elk und Griffner orten starke Nachfrage nach Passivhäusern

Energieeffizienz ist zu wenig Wien. Der Passivhaus-Standard entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die Hersteller von Fertighäusern. Allein vom Jahr 2010 auf das vorige Jahr 2011 hat sich die Zahl der verkauften Fertighäuser im Passivhaus-Standard verdoppelt. „Der Passivhaus-Standard ist unser wichtigster Trend. Die Nachfrage ist sehr hoch, obwohl es ein sehr neues Produkt ist. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft sicherlich noch verstärken“, erklärt in diesem Zusammenhang Andreas Toifl, Marketingleiter der Elk-Gruppe. Elk bietet seit Frühjahr 2010 Passivhäuser an. Derzeit sind bereits 20% der verkauften Elk-Häuser Passivhäuser. 250 Passivhäuser wurden bereits errichtet. Bei Elk ist man auch überzeugt, dass der Passivhaus-Standard gut zu der Fertighausbranche – auch im Sinne von Umsetzbarkeit, Kundenwünschen, Kosten und Planung – passe. „Elk gelingt es mit dem Passivhaus, alle Vorteile eines Fertighauses – fixer Preis, kurze Bauzeit, fix definierter Leistungsumfang – mit den Vorteilen eines Passivhauses – hoher Komfort, beste Energiewerte – zu kombinieren“, so Toifl. Dabei sei aber die Orientierung des Hauses auf dem Grundstück entscheidend: Passivhäuser seien nach Süden zu orientieren, da die Sonne als Wärmequelle und Energielieferant genützt wird, so Toifl. Die aus dem österreichischen Fertighausverband ausgetretene GriffnerHaus AG ortet aber bereits den nächsten Trend: „Der große nächste Trend beim Bauen ist, wenn eine intelligente Gebäudehülle kombiniert wird mit dem gesamten Energiemanagement des Hauses. Energieeffizienz ist zu wenig“, erklärt Thomas Lenzinger, Vorstandvorsitzender der GriffnerHaus AG. Es komme ebenso darauf an, dass ökologische und umweltverträgliche Materialien verwendet werden. Aus diesem Grund setzt man bei GriffnerHaus auf Zellulose-Dämmungen. „Im Moment geht der Trend beim Bau eines Passivhauses dahin, dass man das Gebäude mit Erdölschlamm, also Styropor, zupflastert; wobei ich hoffe, dass man den nächsten Schritt machen wird und über das reine Passivhausdenken hinauskommen wird“, so Lenzinger.  (ast)

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Freitag, 4. Mai 2012

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Wertschöpfung durch Baurechtschaffung Grundstücksverkauf und selektive Eigenentwicklungen sind Zugpferde

short

CA Immo prägt Berlin mit

Porr muss 2011 in CEE Federn lassen

Berlin/Wien. Der Berliner Immobilienmarkt boomt noch – steigende Einwohnerzahlen und ein wachsender Dienstleistungssektor treiben die Nachfrage sowohl nach Wohnungen als auch Büros in die Höhe. „Und wir gestalten das neue Berlin mit“, erklärt Bruno Ettenauer, CEO von der börsenotierten CA Immobilien Anlagen AG. „Wir heben in Berlin derzeit ein enormes Potenzial und profitieren von der aktuellen positiven Marktlage. Mit der ‚Europacity‘ treiben wir die Entwicklung rund um den Berliner Hauptbahnhof im Regierungsviertel zügig voran.“ Noch in 2012 werde man dort die neue Deutschlandzentrale des Mineralölkonzerns Total fertigstellen und damit rund 70 Mio. € in das erste Bürohaus im neuen Quartier Europacity investiert haben.

An Berlin-Bauboom beteiligt Damit ist die Investment-Story jedoch nicht zu Ende: Zwischen Berliner Hauptbahnhof und Kanzleramt entsteht für die Steigenberger Gruppe das „InterCityHotel Berlin Hauptbahnhof“, ein für die Mittelklasse konzipiertes Haus mit circa 410 Zimmern und Raum für 70 Parkplätze. Das Gesamtinvestitionsvolumen hierfür betrage

53,2 Mio. €. Neben diesen beiden Bauprojekten in der Europacity werde auch an der Errichtung der neuen Deutschlandzentrale des Mercedes-Benz-Vertriebs (MBVD) in Berlin Friedrichshain gearbeitet. Im November 2011 wurde der Grundstein für das nach DGNB zertifizierte „Green Building” gelegt und der Mietbeginn, zunächst für zehn Jahre, sei für Mitte 2012 vorgesehen. Bei diesem 72 Mio. €Projekt tritt CA Immo als Bauherr und Investor auf.

Porr-Chef Strauss will 2012 wieder operativ stabil bilanzieren.

519 Mio. Euro Bilanzwert „Seit der Übernahme des deutschen Quartierentwicklers Vivico (2008) ist die CA Immo mit einem Gesamtimmobilienvermögen von rund 519 Mio. € Bilanzwert in Berlin präsent“, sagt Ettenauer. Darüber hinaus besitze die Gruppe in Berlin rund 1,4 Mio. m� Grundstücksreserven, inklusive Baurechtschaffungen, darunter teils großflächige Grundstücke mit Potenzial für Wohnbau. 2011 seien 56% der Verkaufserlöse auf Baugrundstücke im Rahmen der deutschen Quartiersentwicklungen entfallen. Eine Quartiersentwicklung bezeichnet eine spezielle Art der Projektentwicklung, bei der großflächige, brachliegende oder ehemals industriell genutzte Liegenschaften

© CA Immo

Fritz Haslinger

© APA/Georg Hochmuth

Erschwerte Projektfinanzierungen werden als „Gesundes Regulativ“ am Markt eingesetzt.

Der 69 m hohe neue Total-Tower für die Deutschlandzentrale des Konzerns in Berlin.

systematisch in moderne, gemischt genutzte Stadtquartiere umgewandelt werden. Die vorhandenen Grundstücksreserven werden in diesem Prozess durch Baurechtschaffungen im Wert gesteigert und anschließend durch Verkäufe, eigene Projektentwicklungen oder Joint Venture-Entwicklungen verwertet. „Diese Baugrundstücke konnten wir deutlich über Buchwert verkaufen und haben darüber hinaus den Vorteil, dass wir dadurch in den Folgejahren keine Mieteinnahmen verlieren“, so Ettenauer.

Dass mit der Nachfrage auch das Angebot rasch steigen werde, liege auf der Hand – zahlreiche Developer hätten den Standort Berlin bereits für sich entdeckt. „Wir wissen, dass wir in den nächsten Jahren in der deutschen Bundesmetropole als Projektentwickler nicht allein sein werden. Hier erwarte ich mir durch die erschwerte Verfügbarkeit von Projektfinanzierungen ein ‚gesundes Regulativ‘.“ Voraussetzung für Finanzierungszusagen sei u.a. eine hohe Vorvermietungsquote von mindestens 40%.

tausende“ Euros! „ n re a sp g n tu ra Be Zwanzig Minuten

tel

Wien. Für den börsenotierten Porr-Konzern verlief 2011 zwiespältig. „Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen entwickelte sich die Auftragslage der Porr im Berichtszeitraum positiv, wenn auch regional sehr unterschiedlich“, erklärt Porr-CEO KarlHeinz Strauss. Der Auftragsbestand habe sich wieder um 12,9% auf 2.764 Mio. € gesteigert und der Auftragseingang erreichte per Ende 2011 3.220 Mio. €, ein Plus von 24,3%. Außerplanmäßige Abschreibungen in Ungarn und Rumänien (82 Mio. €) ließen jedoch das EBIT auf -43 Mio. € fallen. Das Konzernergebnis lag per 31.12.2011 bei minus 72 Mio. €. „Obwohl sich die Märkte unverändert volatil präsentieren, stellt der aktuelle Auftragseingang ein solides Fundament für die Zukunft dar“, sagt Strauss. Bei positiver Entwicklung der Heimmärkte sollte 2012 ein stabiles ­operatives Ergebnis erreicht werden. (ag/fh)

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44 – financenetreal:estate

Freitag, 4. Mai 2012

financenet@medianet.at

Fachmesse und internationale Konferenz Von 14. bis 16.5. dreht sich im Multiversum alles um lebenswerte Städte und Stadttechnologien

Corp Expo und Real Corp 2012

Spektrum reicht von Experten-Analysen über Hollands „Dutch Mountain“-Ideen bis zu Konzepten wie „urbanen Seilbahnen“. verändern Unruhen und Revolutionen eine Stadt? Was hat die Art des Musikhörens mit dem Leben in der City zu tun? Und was bedeutet es, dass sich holländische Planer ernsthaft Gedanken machen über „Building a Dutch Mountain“?

Die weltgrößten Maschinen Städte sind weltweit einem rapiden sozialen, wirtschaftlichen, technologischen und kulturellen Wandel unterworfen. Weltweit leben heute 3,5 Mrd. Menschen (das ist bereits mehr als die Hälfte) in städtischen Agglomerationen, 2050 sollen es rund 6,5 Mrd. sein. Das macht es notwendig, darüber nachzudenken, wie man mit den rasanten Entwicklungen in den Städten Schritt halten und auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen kann, so die Veranstalter. Die heuer erstmals stattfindende „Corp Expo 2012“ widmet sich den Themen

Besucher können sich auf der frei zugänglichen Messe bei den Experten informieren – z.B. darüber, welche technischen und intelligenten Lösungen Unternehmen wie Siemens, Kapsch, Alpine oder Porr für die „Städte der Zukunft“ entwickeln und bereits umgesetzt haben. Auch innovative Ideen wie die „Urbanen Seilbahnen“ von Doppelmayr sind zu sehen. (red)

Neuer Stadtteil Mehrere Generationen, aber keine Autos

Rückgang um 1 Prozent Heuer 42.700 mal grünes Licht

Bamberg. Die conwert Immobilien Invest SE gründet zusammen mit dem bayrischen Bau- und Vertriebsspezialisten „denkmalneu GmbH“ ein Joint Venture für den Bau des ersten autofreien Mehrgenerationenstadtteils in Bayern. Das gemeinschaftliche Projekt auf dem ehemaligen Schaeffler Gewerbegebiet in Bamberg verfügt über ein Vertriebsvolumen von insgesamt 100 Mio. €.

Wien. Flaue Aussichten für den österreichischen Wohnbau prognostiziert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo). Konsolidierungsbestrebungen der öffentlichen Haushalte und die Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dämpften die Bauinvestitionen weiterhin, heißt es. Die Zahl der Baubewilligungen werde 2012 im Vergleich zu 2011 um ein Prozent auf rund 42.700 sinken; das ist leicht über dem Schnitt der vergangenen Jahre.

© Alexander Doepel/Asset One

Nachhaltige Technologien sollen Energiekosten auf 50 Cent pro m2 drücken.

Graz. Im Westen von Graz entsteht ein multifunktionales Stadtteilzentrum mit Wohnanlage, das demonstrieren soll, wie Urbanität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Dabei setzen die Grazer Gesellschaft für Stadterneuerung und Assanierung (Wegraz) und Projektentwickler „Aktiv Klimahaus“ auf einer Gesamtfläche von 27 ha auf eine Kombination aus Passivhausbau, erneuerbarer Energieversorgung und E-Mobilität. Der erste Bauabschnitt, der einen Supermarkt, Dienstleistungs- und Büroflächen sowie die ersten Wohneinheiten umfasst, startet Ende Mai. „Graz-Zentrum Reininghaus Süd” heißt das Projekt, das im Stadtteil Wetzelsdorf entlang der Peter-

Angerlehner saniert Druckwasserstollen Pucking. Die Angerlehner Hochund Tiefbau Gesellschaft mbH hat nach rund drei Monaten den Sanierungsauftrag zur Überholung von 3.198 m Druckwasserstollen der Vorarlberger Kraftwerke AG beendet. Die aufgrabungslose Sanierung einer Wasserkraft-Zulaufleitung dieser Größe war eine Premiere, heißt es. (red)

Exklusiver Vertrieb conwert investiert in das Joint Venture und den Aufbau der Vertriebsplattform „www.denkmalneu.com“ einen einstelligen Millionenbetrag. Die Plattform erhält die Exklusivitätsrechte für den Vertrieb der insgesamt 507 geplanten Wohneinheiten. Darüber hinaus geht die conwert davon aus, künftig jährlich bis zu 300 weitere Einheiten über diese Plattform vertreiben zu können, wie es in einer Aussendung heißt. „Mit dieser Allianz bauen wir unsere Vertriebsaktivitäten in einem wichtigen Wachstumszentrum in Deutschland gezielt weiter aus“,

Rosegger-Straße entsteht und von der Lage her an den geplanten neuen Stadtteil „Reininghausgründe” anschließt. Die Generalplanung liegt bei Nussmüller Architekten.

Die grüne Stadtvilla Kernstück sind 150 Wohneinheiten, die auf einer Fläche von 17.000 m2 in zwölf mehrstöckigen Wohnhäusern im Typus der Stadtvilla verteilt werden. Die bis zu fünfgeschossigen Häuser werden in Holz-Lehm-Bauweise gebaut. Die Energieversorgung der Wohnungen erfolgt mittels Erdwärme. Durchschnittlich rechnen die Bauherren mit rund 50 € Kosten auf 100 m2 für Heizung, Warmwasser und Strom.  (red)

Wifo: Baubewilligungen weiter flau

verstärkt den Mehrgeschoßbau treffen. Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt dürfte die Nachfrage nach neuen Einfamilienhäusern zusätzlich dämpfen. Insgesamt bleibe das Bauwesen bis 2013 – wie in den vergangenen Jahren – hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück. Die Bauwirtschaft profitiere weniger vom erwarteten Aufschwung, weil dieser primär vom Außenhandel getragen werde. (APA/red)

Profitiert nur wenig

conwert-Direktor Jürgen F. Kelber: „Bauen Vertriebsaktivitäten aus“.

Diese Entwicklung spiegle das beschleunigte Wirtschaftswachstum 2011 und die (erwartete) Dämpfung der Konjunktur 2012 wider. 2011 waren Baubewilligungen für 43.000 Einheiten erteilt worden (ein Plus von neun Prozent). Heuer werden laut Wifo Bewilligungen für 18.800 Einfamilienhäuser und 23.900 Wohnungen in mehrgeschoßigen Wohnbauten erteilt. Für 2013 drohe ein „kräftigerer Rückgang” um drei Prozent auf 41.400 Einheiten. Mögliche Kürzungen der Wohnbauförderung würden

© APA/Harald Schneider

Ranshofen. Am 26. April dieses Jahres fand der Auftakt zum Werksausbau der AMAG Austria Metall AG statt. Mit einem Investitionsvolumen von 220 Mio. € zähle der Werksausbau in Ranshofen zu den größten in der europäischen Aluminiumindustrie und schaffe 200 neue Arbeitsplätze im Bezirk Braunau, heißt es dabei weiter. (red)

sagte Jürgen F. Kelber, Geschäftsführender Direktor der conwert. Der erste Abschnitt des Projekts auf dem ehemaligen Schaeffler-Gewerbegebiet mit 122 Wohnungen wurde innerhalb der vergangenen sechs Monate vollständig verkauft und befindet sich bereits im Bau. Die übrigen Einheiten werden bei erfolgreichem Verkauf sukzessive fertiggestellt. Damit minimiere conwert das Investitionsrisiko, heißt es. (red)

© conwert

© AMAG

Bayern-Joint Venture der conwert Ausbau in Ranshofen bringt 200 neue Jobs in Oberösterreich.

Lebenswerte Städte: Konzepte werden im Schwechater Multiversum präsentiert.

Nachhaltig: Graz-Zentrum Reininghaus Süd

Deutsche HandelsImmos verhaltener

AMAG baut Werk um 220 Mio. Euro aus

Direkter Zugang

Neues Stadtteil-Zentrum Graz erhält Stadtentwicklungsgebiet mit bis zu fünfgeschossigen Holz-Lehm-Gebäuden

short

Wien. In den ersten drei Monaten 2012 wurden mit 1,35 Mrd. € rund 64% weniger in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert als im Vorjahreszeitraum. Auch gegenüber dem starken Schlussquartal 2011 ergibt sich ein Minus von 41%. Laut CBRE spiegle das kein mangelndes Interesse der Investoren wider, sondern Mangel an marktfähigen Investitionsobjekten. (red)

„Lebenswerte Stadt“ und „Angewandte Stadttechnologien“. Unternehmen aus unterschiedlichsten Bereichen wie Technologie und Umwelt, Logistik, Standortentwicklung, Universitäre Forschung oder Öffentliche Verwaltung präsentieren einem internationalen und fachspezifischen Publikum ihre Innovationen und Lösungen zur Steigerung der städtischen Lebensqualität.

© Franz Pfluegl

Wien. Bei der Fachmesse „Corp Expo 2012“ dreht sich alles um die lebenswerte Stadt und „Angewandte Stadttechnologien“, heißt es: Österreichische Aussteller präsentieren in enger Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich von 14. bis 16. Mai im Multiversum in Schwechat einem internationalen und nationalen Fachpublikum, was sie zur Steigerung der Lebensqualität in Städten beitragen und welche bereits erprobten Technologien sie dafür anbieten können. Die parallel stattfindende internationale Konferenz „Real Corp 2012“, die heuer bereits zum 17. Mal stattfindet, steht ganz unter dem Motto „Re-Mixing the City: Der Weg zu Nachhaltigkeit und langfristiger Stabilität?“ Rund 500 Fachleute aus fünf Kontinenten referieren und diskutieren über Facts und Trends in der Stadtplanung und gehen unter anderem spannenden Fragen nach wie: Warum

Der österreichische Wohnbau bleibt auch heuer gedämpft, so das Wifo.


l aw & o r d e r

Freitag, 4. Mai 2012

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Auslagerungen Hausherrin von 320 Schulen und 21 Unis finanziert sich derzeit so billig wie noch nie; neue Steuern verteuern Bauprojekte um 11%

BIG hat es derzeit nicht eilig Wien. Die staatliche Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), der mit der Verabschiedung des Sparpakets die Möglichkeit eingeräumt wurde, „marktfähige“ Immobilien in eine eigene Tochter auszulagern, hat es nicht besonders eilig, dies auch umzusetzen. „Wir prüfen das im Auftrag des Eigentümerressorts“, sagt BIG-Geschäftsführer Hans Peter Weiss. „Die Entscheidung darüber liegt beim Wirtschaftsminister.“ Weiss bestreitet, dass der Hintergrund einer solchen Teilung in Börseplänen zu suchen sei.

Keine Privatisierung

pen „differenziert zu behandeln“. Bei den Infrastruktur-Immobilien seien die Nutzer standortgebunden und sehr langfristig orientiert, die Nutzer von Büroimmobilien seien flexibler und hätten andere Bedürfnisse. Rund 2,4 der insgesamt 9,2 Mrd. € BIG-Immobilien (Fair Value) werden zu den „marktfähigen“ Liegenschaften gezählt.

Rückzahlungen von 750 Mio. In einer vor genau einem Jahr veröffentlichten Privatisierungsstudie war der BIG sogar ein Erlöspotenzial von mehr als vier Mrd. € nachgesagt worden.

Die BIG kann sich momentan wegen der historisch niedrigen Zinsen so billig finanzieren wie noch nie. Eine im März begebene Anleihe (30 Jahre) kostete – je nach Berechnung – zwischen 3,85 und 3,89%. Mit den neuen Schuldtiteln wurden 2011/12 abreifende Anleihen in Höhe von 500 Mio. € refinanziert. Dass 2013 750 Mio. € an Rückzahlungen fällig werden, macht Weiss keine Sorgen: „Private Investoren und vor allem Asskuranzen suchen derzeit Investitionsmöglichkeiten in so sicheren Häfen wie die BIG einer ist.“ Moody‘s ratet das staatliche Unternehmen mit 3,44 Mrd. € Schulden mit Aaa. (APA/lk)

© Sabine Sommer

Trotz Ok durch Gesetzgeber noch keine Trennung der Infrastrukturimmos

Weiss: „Verteuerung durch steuerliche Veränderungen in Höhe von 6,53 Mio. Euro.“

„Eine Privatisierung steht explizit nicht im Raum“, sagte Weiss, der vor einem Jahr zur BIG gekommen war. Die mögliche Trennung der Infrastruktur-Liegenschaften (Unis, Schulen, Justizanstalten) von den Büros resultiere ausschließlich aus dem Wunsch, die beiden Grup-

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D.A.S. Schönheits-OPs

In Begutachtung

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Wien. Die D.A.S. Rechtsschutz rechnet, dass künftig Jugendliche verstärkt Schönheitsoperationen im benachbarten Ausland durchführen lassen. Jeder vierte Österreicher befürworte Schönheits-OPs, die Kunden werden immer jünger. Der Gesetzgeber plant ein neues Gesetz, es ist in der Begutachtungsphase. Viele Jugendliche ließen sich aber davon aber nicht abhalten, warnt D.A.S.-Vorstand Ingo Kaufmann. Geschädigte im Falle von Komplikationen nach einer OP im Ausland seien aber deutlich benachteiligt. Jährlich lassen sich rund 50.000 Frauen und Männer verschönern. Mit dem neuen Gesetz wären kosmetische Eingriffe unter 16 Jahren verboten und Personen unter 18 Jahren müssen psychologische Beratung nachweisen. (lk)

Schönherr Leitung

Zwei EU-Projekte Wien. Die Rechtsanwaltskanzlei Schönherr wurde kürzlich mit einem Folgeprojekt beauftragt, in dem die Umsetzung der EU-Richtlinie „Erneuerbare Energie“ in 15 ausgewählten Mitgliedsstaaten geprüft werden soll. Zuvor schon leitete Schönherr das Konsortium, das die Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission unterstützte. Die Berichte dienen der Kommission als Ausgangspunkt, um die Einleitung von Vertragsverletzungsverfahren zu evaluieren.

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Bernd Rajal ­koordinierte das Team der Rechstanwaltskanzlei Schönherr.

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46 – financenetreal:estate

Freitag, 4. Mai 2012

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© Renee Del Missier

Auszeichnung für Dach des Hauptbahnhofs

10. Finance & Ethics Kongress Finanzinformationsdienst software-systems.at lud diesmal in die Bundeshauptstadt

Warum die Macht mit den Ratingagenturen ist

Präsentiert wurde u.a. ein neues Analysetool der Research-Unit für ein ganzheitliches Länderrating. Thomas Müller

Re/Max Chefs Bernhard und Alois Reikersdorfer mit Andrea Prantl, St. Anna Kinderkrebsforschung.

Ferschnitz. Der Reinerlös der 1. Re/Max Golf Charity Trophy übertraf alle Erwartungen – die St. Anna Kinderkrebsforschung freut sich über 6.204 €. Kaiserwetter und die zahlreichen blühenden Mostbäume motivierten die vielen Golfer, die sich auf der malerischen Anlage des GC Swarco Amstetten-Ferschnitz in den Dienst der guten Sache stellten.

Invest 2012 mit mehr als 14.000 Besuchern Stuttgart. Vom 27. bis 29. April informierten sich über 14.000 Besucher auf der Invest, Leitmesse und Kongress für Finanzen und Geldanlage. Damit lag der Pflichttermin für Anleger aus der D-A-CH-Region leicht unter dem Vorjahreswert, konnte aber das hohe Niveau der letzten Jahre halten. „Wir stellen fest, dass vor dem Hintergrund der EuroStaatsschuldenkrise der Informationsbedarf und Wissensdurst der Privatanleger deutlich gestiegen ist. Der Trend zu selbstbestimmtem Handeln setzt sich auch in diesem Jahr fort. Dies zeigt auch die Resonanz auf unsere neuen Informations- und Dialogangebote“, erklärte Christoph Lammersdorf, Geschäftsführer der Börse Stuttgart bei der invest. (red)

Richard Lernbass, CEO von software-systems.at: „Wir haben uns intensiv mit den unterschiedlichsten Ratingansätzen befasst. In der Regel konzentrieren sich Ratingagenturen dabei auf rein ökonomische Faktoren. Hin und wieder werden auch politische Risiken berücksichtigt. In Zeiten des Wandels sollten Anleger alle Chancen und Risiken möglichst frühzeitig erkennen und auch ihre Wertvorstellungen in der Wahl wiederfinden.“ Für Berater und Finanzdienstleister biete das neue Länder-Screening den Vorteil, nicht nur eine aggregierte Kennzahl zu liefern, sondern die Einzelergebnisse der Teilbereiche, Trendkommentare und Factsheets. Für 62 Länder stehen diese Daten zur Verfügung. Trendpfeile zeigen die aktuellen Einschätzungen des Finance & Ethics Research Teams. Popup-Fenster bieten Trendkommentare und für die Top Ten-Staaten stehen Factsheets mit Hintergrundanalysen und Kennzahlen

Wilhelm Rasinger, Walter Ötsch, Karl-Heinz Brodbeck, Richard Lernbass sowie Moderatorin Gisela Hopfmüller.

zur Verfügung. „Im Factsheet zu den USA wird etwa erklärt, dass die Gründerväter der USA ein fein austariertes System gegenseitiger Kontrolle der politischen Institutionen entwickelt haben, aber nicht voraussehen konnten, dass Republikaner und Demokraten im 21. Jahrhundert dieses System aus ideologischen Gründen zur Blockade des Kongresses und der Regierung missbrauchen würden“, gibt Lernbass ein Beispiel.

Freiwillige Selbstkontrolle Bei den Fachvorträgen gingen die Referenten auf die Macht der drei großen Ratingagenturen ein. Der Linzer Ökonom und Kulturwissenschafter Walter Ötsch beschrieb die öffentliche Kontrollfunktion, die einst von der New Yorker Securities

and Exchange Commission (SEC) den großen Agenturen übertragen wurde. Das Problem dabei: Sie stehen in privatem Eigentum. Bei den zwei größten Agenturen Standard&Poors und Moody’s gehören mehrere der zehn größten Konzernkonglomerate weltweit zu den Haupteigentümern. „Dass die Ratingagenturen diese Macht erlangen konnten, liegt an der allgemeinen Akzeptanz des neoliberalen Paradigmas; es besagt, dass Märkte sich selbst regulieren und die Politik nicht eingreifen soll. Das war ein gezielt betriebener Vorgang einiger Ökonomen in den 1960er-Jahren“, erklärte Ötsch. Gleichzeitig wurden die Banken als Kapitalgeber für Unternehmen weniger wichtig. Letztere suchten immer mehr den direkten Zugang zu den Finanzmärkten und

so übernahmen die Ratingagenturen von den Banken die Aufgabe der Bonitätsprüfung. Der deutsche Wirtschaftsethiker Karl-Heinz Brodbeck nahm in seinem Vortrag vor allem die RatingMethoden ins Visier: „Neuere Studien zeigen, dass die Agenturen bei Staaten und Unternehmen erstens vielfach Fehleinschätzungen treffen und zweitens nicht einmal die Infos nutzen, die öffentlich verfügbar sind.“ Ähnlich wie Ötsch sieht auch Brodbeck eine Machtausübung der Wirtschaft über die Menschen: „Das wurde in den letzten 30 Jahren auf den Kopf gestellt.“ Anlegervertreter Rasinger kritisiert aber auch die Einstellung vieler Anleger und Banken: „Sie sind zu bequem geworden; die Einschätzungen wurden komplett an die Agenturen delegiert.“

Spängler IQAM Invest investmentforum mit 200 Experten

Across Award Zwei Mal Deutschland, ein Mal Portugal

Salzburg. Beim 15. investmentforum der Spängler IQAM Invest in der Salzburger Residenz in der Vorwoche tagten an die 200 Experten aus der Wirtschafts- und Finanzszene. Die Schuldenkrise war auch am zweiten Tag zentrales Thema neben den Bereichen Anleihen, Aktien, Asset Allocation mittels Risikobudget sowie ein Asset Allocation-Ausblick. Thomas Steinberger, Geschäftsführer und Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest, erwartet für 2012 weiterhin negative Realzinsen für weitgehend risikofreie Veranlagungen und eine expansive Geldpolitik der Zentralbanken mit Geldmarktzinsen im Euro und USDollar unter ein Prozent. Professionelles Risikomanagement ist derzeit – gerade auch wegen der aktuellen Schuldenkrise einzelner Staaten – gefragt wie noch nie, sehen die SpänglerExperten. „Ein Auseinanderklaffen von Risikobeiträgen und entsprechenden Ertragsbeiträgen weist auf ein ineffizient gestaltetes Portfolio hin. Das Risikobudgetierungssystem schafft eine idea-

Wien. Die Verleihung des „Across Award 2012“ fand am 26. April um 17 Uhr im feierlichen Rahmen des 14. RegioPlan Shopping Center-Symposiums im Palais Ferstel in Wien statt. Alle europäischen Einkaufszentren, die im Vorjahr ihre Pforten geöffnet hatten, waren teilnahmeberechtigt. 17 anspruchsvolle Projekte aus Portugal, Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien, Rumänien, Griechenland, Türkei, Polen und Finnland schafften den Sprung auf die Shortlist.

„Weiterhin negative Realzinsen“

le Infrastruktur zur Optimierung der Risiko-Ertragsrelation“, sagte WU-Professor Josef Zechner, Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest. „Quantitative Strategien sind für den Aktieninvestor besonders interessant, weil sie in der Lage sind, effizient Exposure zu Renditefaktoren darzustellen, welche die langfristige Ertragskraft des Portfolios sichern“, erklärte Thomas Dangl, Professor an der TU Wien.

Innovativste Shoppingcenter

„Vermietbaren Fläche von bis zu 25.000 m2“ entschieden die Pasing Arcaden in München das Rennen für sich. In der Kategorie „Bis zu 50.000 m2“ wurde ECE mit ihrer Thier-Galerie Dortmund mit dem Across Award 2012 prämiert. Bei den Einkaufszentren mit über 50.000 m2 vermietbarer Fläche gewann das Forum Sintra in Portugal, entwickelt von Multi Development nach dem Konzept von Chapman Taylor Architekten.  (lk)

Innovationskraft

Markus Ploner, Spängler IQAM Invest GF, freute sich über den regen Zulauf.

Reinhard Winiwarter, Herausgeber von Across und Managing Director der sma – Standort Marketing Agentur GmbH, erklärt dazu: „Innovation bekommt in der Branche einen immer größeren Stellenwert. Kein Wunder, dass der Begriff vor allem bei der Projektentwicklung ganz oben auf der Anforderungsliste steht. Denn innovative Einkaufs- und Fachmarkzentren heben sich klar von der Masse ab und verbuchen eine Unique Selling Proposition.” Bei den Einkaufszentren mit einer

© mfi/ Tomas Riehle

© Re/Max

1. Re/Max Golf Trophy für St. Anna Forschung

Neues Länder-Screening

© Software Systems

Wien. Für die teilweise transluzente Rautendachkonstruktion beim neuen Hauptbahnhof in Wien mit 40.000 m� Fläche zeichnet die international tätige Unger Steel Group verantwortlich. Elf Monate nach Beginn der Montage – bei der „Halbzeit“ – sei man exakt im Fahrplan, heißt es. Das dynamische Rautendach wird mit dem „Solid BauTechPreis 2012“ in der Kategorie „Nationale Projekte“ ausgezeichnet. „Die technischen Meisterleistungen sowohl in der herausfordernden Konstruktion als auch in der höchstkomplexen Umsetzung machen das Rautendach zur Besonderheit“, kommentiert die Unger Steel Group. Bei zwei weiteren Preisträgerprojekten des Solid BauTechPreises wirkt die Unger Gruppe entscheidend mit: bei der WU Wien und der Messe Salzburg. (red)

Wien. Bisher fanden die Finance & Ethics Kongresse eher in ländlichbeschaulichem Ambiente statt. Für die zehnte Ausgabe, die vor einer Woche über die Bühne ging, wählten die Veranstalter den Reitersaal der Kontrollbank in Wien. Nicht zufällig stand diesmal das Thema Ratingagenturen im Zentrum des Events. Denn neben den Fachvorträgen renommierter Wissenschafter wurde auch die Gelegenheit genutzt, um das neueste Produkt von software-systems.at, das „FER 3D Länder-Screening”, vorzustellen, das sich als roter Faden durch das Programm zog.

© Bankhaus Spängler

Rautendachkonstruktion wird mit dem „Solid BauTech“-Preis prämiert.

Preis in der Kategorie „Vermietbare Fläche bis 25.000 m“: Pasing Arcaden.

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